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Visioness

Heft 7 Frühjahr-Sommer 2017

GRATIS

ZUM

Ohne Werbeanzeigen

M

I T N E H M E N

Gesund in Essen

So klein wie eine Kapsel –

Kardiologen setzen winzige

Herzschrittmacher ein

„Der Kontakt mit den Menschen

ist mir wichtig“ – 74-Jährige engagiert sich

seit 21 Jahren für die Katholische Krankenhaushilfe

„Dass ich noch am

Leben bin, verdanke

ich Ihnen“

Tumorkonferenz des Katholischen Klinikums Essen

erspart Patienten eine Odyssee

Mit TV-Programm

für unseren Klinik-Sender „KiK-TV“

Alle Termine der geburtshilflichen

Klinik des KK Essen 2017

Gesund in Essen


Editorial

4

Liebe Patienten,

liebe Leser,

wir leben in einer Zeit der unaufhaltsam wachsenden Gegensätze. Die allgemeine

Wahrnehmung erfolgt durch die Brille der Medien. Dabei richtet sich

das Augenmerk auf kurzlebige Trends und Äußerlichkeiten. Der Blick wendet

sich immer weiter ab von den tragenden Säulen unserer Gesellschaft

und unseres Gesundheitssystems, was eine solide Basisversorgung unserer

Patienten erschwert. Das System gleicht einem Bauprojekt, bei dem oben

aufgestockt und das Material dafür vom Fundament genommen wird. Die

Konsequenzen sind bei genauem Hinsehen offenkundig.

10

Wir möchten diesen Auswirkungen des Zeitgeistes entgegenwirken und unseren

Patienten und deren Angehörigen am Katholischen Klinikum Essen

mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln und dem neuesten Stand der

Medizin helfen. Dies gelingt nur mit einem gut eingespielten Team in einem

gesunden Betriebsklima.

In der Titelgeschichte dieser Ausgabe stellen wir unser Onkologisches Zentrum

Essen-Nord vor. In einer wöchentlichen Tumorkonferenz beraten wir

mit Kollegen der Bauchchirurgie, Gynäkologie, Radiologie, Pathologie sowie

niedergelassenen Onkologen und Strahlentherapeuten über die bestmögliche

Therapie jedes einzelnen Patienten. Auch außerhalb des Onkologischen

Zentrums arbeiten unsere Ärzte und die verschiedenen Bereiche in guter

Kooperation zusammen.

Für die moderne Medizin sind intensive Abstimmungen und Absprachen

unerlässlich. Ich bin deshalb sehr froh und dankbar, dass wir in unserem

Katholischen Klinikum Essen in einem hervorragenden Dialog mit unserer

Geschäftsführung und den Kollegen aller Fachdisziplinen und Professionen

stehen. Um jedem Einzelnen gerecht werden zu können, arbeiten wir eng

und interdisziplinär zusammen. So können wir unseren Patienten trotz der

wachsenden von außen auferlegten Probleme das Bestmögliche zukommen

lassen.

Dr. Winfried Berger

Leitender Arzt der Medizinischen Klinik III – Hämatologie

und Internistische Onkologie am Katholischen Klinikum Essen

Impressum

Gesund in Essen Nr. 7 Frühjahr-Sommer 2017

Herausgeber: Katholisches Klinikum Essen

Postanschrift: Katholisches Klinikum Essen

Marketing und Kommunikation

Hospitalstraße 24, 45329 Essen

Fon: 0201 6400 1020

Fax: 0201 6400 1029

Mail: marketing@kk-essen.de

www.kk-essen.de

www.gesundinessen.de

Redaktionsleitung: Stefan Mattes,

Leiter Marketing und Kommunikation

Inhaltliches und grafisches Konzept,

Redaktion und Realisation:

Visioness GmbH, Heidelberg

Druck: Löcke-Druck

Auflage: 116.000

Quellen in dieser Ausgabe:

· Aphasiker-Zentrum NRW e. V.

· Bundesverband Medizinische

Versorgungszentren e. V.

· Deutsche Gesellschaft für Endoprothetik

· Deutsche Gesellschaft für Neurologie

· Deutsche Krebsgesellschaft e. V.


Gesund in Essen


18

Inhalt

Titelthema: Onkologisches Zentrum

„Dass ich noch am Leben bin, verdanke ich Ihnen“ –

Tumorkonferenz erspart Patienten eine Odyssee 4

„Nach vorn schauen und das Beste draus machen“ –

Margarethe G. bleibt trotz Krebsdiagnose gelassen 5

Von der Diagnose bis zu verkochten Tumorherden –

Radiologie ist Grundpfeiler des Onkologischen Zentrums 6

Therapie aus einer Hand –

Gynäkologen erkennen, heilen und rekonstruieren 7

Immuntherapie fördert körpereigene Abwehr gegen Krebszellen 8

20

Gesundheitsthemen

Teilnehmer der Patientenhochschule:

„Ich erlange mehr Sicherheit als Patient“ 9

So klein wie eine Kapsel –

Kardiologen setzen winzige Herzschrittmacher ein 10

Zwillingsgeburt: das ganz besondere Glück mit Herausforderung 14

„Der Kontakt mit den Menschen ist mir wichtig“ – 74-Jährige

engagiert sich seit 21 Jahren für die Katholische Krankenhaushilfe 18

Mit neuem Kniegelenk 100 Kilometer auf dem Rennrad 20

24

MVZ weitet Reha aus 23

„Wir haben uns schon immer mit Blicken verstanden“ –

Leben nach dem Schlaganfall 24

Wenn Abnehmen zur Gefahr wird 27

Adipositas – aus Höflichkeit dick 28

Service

News 13

Kreißsaalführungen 15

TV-Programm 16

28

Veranstaltungskalender 30

Fachkliniken/Leitende Ärzte 31

Gesund in Essen


Ihre Fachklinik vor Ort

„Dass ich noch

am Leben bin,

verdanke ich Ihnen“

Katholisches Klinikum Essen

Chirurgische Klinik I – Allgemein-,

Viszeral- und Gefäßchirurgie

Priv.-Doz. Dr. Olaf Guckelberger

Leitender Arzt

Fon: 0201 6400 1750

Mail: o.guckelberger@kk-essen.de

Philippusstift

Hülsmannstraße 17

45355 Essen

Marienhospital Altenessen

Hospitalstraße 24

45329 Essen

Tumorkonferenz erspart Patienten eine Odyssee

Ein gutes Dutzend Ärzte, eine Mission: In der Tumorkonferenz des Katholischen Klinikums

Essen kommen Ärzte verschiedener Fachrichtungen einmal in der Woche

zusammen und beraten über Patienten mit neuer oder veränderter Krebsdiagnose.

Dr. Olaf Guckelberger, Dr. Winfried Berger, Dr. Tarek Azhari und Dr. Martin Schütte

sind vier von ihnen, die wir auf den folgenden Seiten vorstellen. Auf ganz unterschiedliche

Weise verfolgen sie das Ziel, Lebensqualität zu verbessern, Leben zu

verlängern und im besten Fall den Krebs zu heilen.

Knapp 20 Ärzte sitzen in Schulbankreihen

zusammen. Patientennamen, Fachbegriffe

und Buchstabenkombinationen

fliegen durch den Raum, hin und wieder

unterbrochen vom Klingeln der Chefarzt-Telefone.

Zwei Beamer projizieren

die passenden Diagnose-Bilder auf die

Leinwand. Moderiert wird die Veranstaltung

von Dr. Berger, Leiter des Onkologischen

Zentrums. Per Telefonkonferenz

ist auch die Strahlentherapie des Uniklinikums

Essen zugeschaltet.

Mediziner beraten untereinander

über optimale Therapie


Gesund in Essen

ren rennen müsse. Den gemeinsam erarbeiteten

Vorschlag überbringt der Arzt

des Vertrauens. „Das macht die Tumorkonferenz

aus meiner Sicht so extrem

wertvoll“, sagt der Chirurg. „Bei der

modernen Krebstherapie stellt sich oft

nicht mehr die Frage, ob Operation oder

nicht“, so der an der Berliner Charité

ausgebildete Arzt weiter. Stattdessen sei

meist eine Kombination aus OP, Chemotherapie

und Bestrahlung sinnvoll. Patienten

mit Krebsdiagnose müssten daher

ohne Tumorkonferenz in einer Odyssee

verschiedene Ärzte aufsuchen, bis die

optimale Therapie feststehe.

Von der Expertise des Onkologischen

Zentrums profitiert hat Irmgard Bauer.

Vor knapp zwei Jahren erhielt die damals

79-Jährige die Diagnose Darmkrebs

im fortgeschrittenen Stadium.

Dr. Guckelberger schnitt die bösartigen

Zellen heraus. Bis April 2016 schloss

sich eine vorsorgliche Chemotherapie

Die Vorteile des Tumorboards liegen für

Privatdozent Dr. Guckelberger, Leiter

der Chirurgischen Klinik I – Allgemein-,

Viszeral- und Gefäßchirurgie, auf der

Hand. Mediziner verschiedenster Fachrichtungen

beraten untereinander über

die optimale Therapie, ohne dass der

Patient von einem Mediziner zum andean.

Damit sollte das Risiko von Metastasen

verringert werden. „Das hat leider

nicht geklappt“, bedauert der Chirurg

und erläutert: „Vier Monate später

bildeten sich Lebermetastasen, die so

verteilt waren, dass sie allein mit einer

Operation nicht hätten entfernt werden

können.“ Bis Dezember 2016 erhielt die

Seniorin erneut Chemotherapie – mit

gutem Erfolg: Die Lebermetastasen

wurden kleiner und machten eine heilende

Operation möglich.

Dank Chemotherapie und OP geheilt

Anfang Februar entnahm Dr. Guckelberger

schließlich einen Großteil der Leber

und damit auch die letzten noch verbliebenen

Krebszellen. „Das Ergebnis ist prima.

Der Patientin geht es sehr gut“, freut

sich der Leitende Arzt. Schon die Chemo

habe hervorragend angeschlagen. Den

Erfolg des Onkologischen Zentrums sieht

er vor allem im interdisziplinären Zusammenspiel,

guten Abstimmungen und

eingespielten Abläufen. Irmgard Bauer

ist überwältigt. „Dass ich noch am Leben

bin, verdanke ich Ihnen“, schluchzt

sie bei einem Krankenbesuch des Chirurgen.

Der legt ihr liebevoll die Hand

auf die Schulter: „Nein, nein. Dazu haben

viele Faktoren beigetragen.“


Margarethe G. mit

Dr. Winfried Berger.

Ihre Fachklinik vor Ort

Katholisches Klinikum Essen

Medizinische Klinik III – Hämatologie

und Internistische Onkologie

Dr. Winfried Berger

Leitender Arzt

Fon: 0201 6400 4742

Mail: w.berger@kk-essen.de

Marienhospital Altenessen

Hospitalstraße 24

45329 Essen

„Nach vorn schauen

und das Beste draus

machen“

Margarethe G. bleibt trotz Krebsdiagnose gelassen

Nach einem Oberschenkelbruch erhält

Margarethe G. völlig unerwartet die Diagnose

Lungenkrebs mit Metastasen in

den Knochen und der Leber. Mediziner

des Onkologischen Zentrums am Katholischen

Klinikum Essen machen alles,

um die Lebensqualität der Patientin zu

verbessern und ihr Leben zu verlängern.

Heilbar ist die Krankheit zwar

nicht. Davon bleibt die 62-Jährige aber

unbeeindruckt.

Mit Schmerzen im Knie geht Margarethe

G. zum Orthopäden. Der vermutet eine

Arthrose als Ursache und gibt ihr eine

Spritze gegen die Schmerzen. „Ich will

mir dort in der Umkleide die Hose anziehen

und breche mir dabei einen Oberschenkelknochen“,

erinnert sich die Essenerin

an die kuriose Situation.

„Der Beinbruch ereignete sich ohne ein

adäquates Trauma“, begründet Dr. Winfried

Berger, warum das Gewebe nach

der Oberschenkel-Operation pathologisch

untersucht wurde. Eine kleine Rotationsbewegung

hatte ausgereicht, das

bereits von einer Krebsabsiedlung betroffene

Bein zu brechen. „Die Krankheit

befindet sich in einem fortgeschritten

metastasierten Stadium“, erklärt der

Leitende Arzt der Medizinischen Klinik III –

Hämatologie und Internistische Onkologie

und verweist auf zahlreiche Absiedlungen

des Krebses in den Knochen und

der Leber.

Dr. Berger leitet das Onkologische Zentrum

und die Tumorkonferenz, erarbeitet

gemeinsam mit den anderen Ärzten des

Zentrums therapeutische Ziele, leitet

daraus prognostische Perspektiven ab

und ist für die Planung und Durchführung

der Therapie von Tumorerkrankungen

verantwortlich. Teil dessen sind auch

Maßnahmen, die unangenehme Nebenwirkungen

verhindern sollen.

So gut und so lange wie möglich

Er differenziert zwischen kurativer und

palliativer Behandlung. Bei kurativer

Therapie sei das Ziel die Heilung. Dabei

kommen Operation, Strahlentherapie

und Chemotherapie zum Einsatz. Bei

dem palliativen Ansatz gehe es sowohl

um eine Verbesserung der Lebensqualität

als auch um eine Verlängerung der

Lebenszeit. „So gut wie möglich, so lange

wie möglich“, erklärt Dr. Berger.

So ist auch die Krankheit von Margarethe

G. nicht heilbar. Erklärtes Ziel ist, das

Wachstum des Tumors aufzuhalten und

den Krebs so weit wie möglich zurückzudrängen.

„Leben schenken kann ich

nicht, das ist dem Heiland vorbehalten“,

sagt der Onkologe, aber er stelle seinen

Patienten alle Möglichkeiten der modernen

Medizin zur Verfügung. „Bisher sind

wir auf einem guten Weg“, so Dr. Berger.

Für eine optimale Therapie seien bei

der 62-Jährigen viele Spezialuntersuchungen

am Tumor durchgeführt worden.

Darauf basierend entschieden sich

die Ärzte des Onkologischen Zentrums

in Übereinstimmung mit den aktuellen

Leitlinien der medizinischen Fachgesellschaften

für eine Chemotherapie in

Kombination mit einer zielgerichteten

Antikörpertherapie. Zusätzlich wird der

zuvor operativ stabilisierte Oberschenkelbruch

lokal bestrahlt.

Margarethe G. trägt ihr Schicksal mit

Fassung. „Ich muss nach vorn schauen

und das Beste daraus machen“, sagt sie.

Ein zehn Jahre zurückliegender Tumor

in der Brust habe sie gelehrt, mit Niederschlägen

umzugehen. „Ich kann mir

über Dinge Gedanken machen, wenn sie

da sind.“ Tochter Nina eifert ihr nach. Vor

kurzem sei sie noch am Boden zerstört

gewesen. „Aber die lebensbejahende

Einstellung meiner Mutter geht auf mich

über“, sagt die 35-Jährige.

Gesund in Essen


Ihre Fachklinik vor Ort

Von der Diagnose

bis zu verkochten

Tumorherden

Katholisches Klinikum Essen

Radiologische Klinik I – Diagnostische

und Interventionelle Radiologie

Dr. Tarek Azhari

Leitender Arzt

Fon: 0201 6400 1950

Mail: t.azhari@kk-essen.de

St. Vincenz Krankenhaus

Von-Bergmann-Straße 2

45141 Essen

Marienhospital Altenessen

Hospitalstraße 24

45329 Essen

Radiologie ist Grundpfeiler

des Onkologischen Zentrums

Unverzichtbar: Dr. Tarek Azhari ist als Leiter der Radiologie am Onkologischen Zentrum

des Katholischen Klinikums Essen einer der wichtigsten Männer im Hintergrund.

Bei der Entscheidung für die richtige Therapie orientieren sich Ärzte vor allem

an diagnostischen Bildern der Radiologie. Die hochmoderne Technik reicht vom Röntgen

über Computertomographie bis hin zur detaillierten Kernspintomographie. Auch

therapeutisch hat Dr. Azhari oft im Rahmen eines komplexen Behandlungskonzepts

noch ein Ass im Ärmel.

Welchen Part haben Sie am

Onkologischen Zentrum?

Dr. Tarek Azhari: Die Radiologie übernimmt

im Wesentlichen den diagnostischen

Teil der Zusammenarbeit. Wir

machen die Bildgebung, um zu zeigen,

wie fortgeschritten lokale Tumore sind,

ob sie gestreut haben und falls ja, an

welchen Stellen. Damit beeinflussen wir

die Therapie. Die halbe Leber zu entfernen,

macht wenig Sinn, wenn der Patient

auch noch zahlreiche Metastasen im

Kopf hat.

Welches sind die wichtigsten

Methoden zur Diagnose?

Dr. Tarek Azhari: Unser Arbeitspferd

ist die Computertomographie. Damit

können wir in einer Untersuchung den

ganzen Rumpf begutachten. Für speziellere

Analysen, wenn wir beispielsweise

Leberherde genauer abklären wollen,

eignet sich die Kernspintomographie.

Mithilfe von speziellen Kontrastmitteln


Gesund in Essen

können wir kleinste Veränderungen detailliert

nachweisen und differenzieren.

Auch bei Untersuchungen des Kopfes ist

die Kernspintomographie überlegen. Je

nach Fragestellung entscheiden wir uns

also für die richtige Methode. Neben den

genannten stehen uns für die Diagnose

alle weiteren üblichen radiologischen

Verfahren zur Verfügung.

Sie beherrschen auch interventionelle

Diagnostik. Was ist darunter zu

verstehen?

Dr. Tarek Azhari: Bei der interventionellen

Diagnostik wird der Patient bildgesteuert

biopsiert. Dazu stechen wir

mit einer Biopsie-Nadel unter ständiger

Kontrolle per Computertomographie

in den Tumorherd. Mit diesem Verfahren

können wir überall im Körper Herde

punktieren und Gewebe entnehmen.

Das Material geben wir an die Pathologie

weiter, die prüft, welche Gewebebzw.

Tumorart vorliegt.

Gibt es auch interventionelle

Möglichkeiten zur Therapie?

Dr. Tarek Azhari: Dazu stehen uns verschiedene

Verfahren auf thermischer

und chemischer Basis zur Verfügung.

Mit hochfrequentem elektrischen Strom

können wir Tumorherde verkochen. Das

ist eine gute Alternative zur Operation.

Beispielsweise, wenn Lebermetastasen

so gelegen sind, dass eine operative

Entfernung nicht möglich ist oder der

Allgemeinzustand des Patienten eine

Operation nicht erlaubt. Nachteil ist allerdings,

dass wir dann kein Gewebe zur

Untersuchung an die Pathologie schicken

können. Eine weitere Möglichkeit

ist es, angiographisch eine gezielte Chemotherapie

durchzuführen. Wir dringen

mit einem kleinen Schlauch durch

die einzelnen Arterien bis zum Tumor

vor und geben ein hochkonzentriertes

Chemotherapeutikum. Außerdem werden

die tumorversorgenden Blutgefäße

verschlossen. Dies führt in vielen Fällen

zu einem Stillstand des Tumorwachstums

oder auch zu einer Verkleinerung

des Herdes. Viele Patienten mit einem

fortgeschrittenen, mit anderen Methoden

nicht mehr therapierbaren Befund

haben danach noch Jahre mit guter Lebensqualität

verbracht.


Ihre Fachklinik vor Ort

Katholisches Klinikum Essen

Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe

Dr. Martin Schütte

Chefarzt

Fon: 0201 6400 3860

Mail: m.schuette@kk-essen.de

Marienhospital Altenessen

Hospitalstraße 24

45329 Essen

Vierter wichtiger Baustein des Onkologischen

Zentrums ist die Gynäkologie,

die am Katholischen Klinikum Essen eine

umfassende Therapie gynäkologischer

Krebserkrankungen aus einer Hand anbietet

– von der Diagnose über die Therapie

bis zur ästhetischen Rekonstruktion.

Wie die Therapie erfolgt, berichtet

Dr. Martin Schütte, Leitender Arzt der

Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe.

Welchen Part übernimmt die Gynäkologie

am Onkologischen Zentrum?

Dr. Martin Schütte: Wir behandeln Tumorerkrankungen

der weiblichen Geschlechtsorgane

und der Brust. Beides

sowohl operativ als auch konservativ mit

Chemotherapie, Hormontherapie oder

einer Antikörpertherapie. Dabei beschäftigen

wir uns mit der Tumorbekämpfung,

sorgen aber auch für Schadensbegrenzung.

So rekonstruieren wir verloren gegangene

Organe, zum Beispiel die Brust,

und richten sie ästhetisch wieder her.

Welche gynäkologischen Krebserkrankungen

kommen am häufigsten vor?

Dr. Martin Schütte: Brustkrebs ist bei

weitem die häufigste gynäkologische

Krebserkrankung, gefolgt von Tumoren

der Gebärmutter und Eierstockkrebs.

Eierstockkrebs ist dabei besonders problematisch,

weil er am häufigsten zum

Tod führt.

Wie werden sie therapiert?

Dr. Martin Schütte: Eierstockkrebs ist

mit einer langen, akribischen Operation

zu entfernen, häufig wird sie interdisziplinär

mit der Viszeralchirurgie durchgeführt.

Danach folgt eine Systemtherapie,

Leitende Oberärztin

Dr. Justine Szymeczek-Speth

und Chefarzt Dr. Martin Schütte.

Therapie aus

einer Hand

Gynäkologen erkennen,

heilen und rekonstruieren

also Chemotherapie oft in Kombination

mit Antikörpern (Immunstoffen). Tumore

haben krankhafte genetische „Strickmuster“.

Erkennt man sie, lassen sich

die einzelnen Typen gut mit bestimmten

Substanzen behandeln. Patienten leben

dadurch heute deutlich länger als früher.

Analog zum Eierstockkrebs neigt auch

Brustkrebs dazu, sich auszubreiten. Allerdings

sind seine Metastasen meist

nur schwer operativ zu entfernen. Die

Therapie erfolgt deshalb in der Regel

systemisch, zum Beispiel durch eine

Chemotherapie teilweise in Kombination

mit einer Antikörpertherapie. Früher

sind Patientinnen mit sehr aggressivem

Brustkrebs nach relativ kurzer Zeit gestorben,

heute leben sie mit der gleichen

Diagnose teils noch 15, 16 Jahre und

auch dauerhaft weiter.

Besonders in der Therapie von Brustkrebs

und Eierstockkrebs hat sich in den

vergangenen zwei Jahrzehnten Enormes

getan. Lange haben wir auf Früherkennung

gesetzt. Heute wissen wir: Todes-

fälle lassen sich bei Brust- und Eierstockkrebs

vor allem durch die richtige

Kategorisierung und eine adäquate zielgerichtete

Therapie verhindern. Dazu

gehören operative Eingriffe, aber auch

eine Systemtherapie.

Wie werden Tumore der Gebärmutter

behandelt?

Dr. Martin Schütte: Bei Gebärmutterhalskrebs

spielt die Früherkennung

eine sehr große Rolle. Damit können wir

verhindern, dass der Krebs überhaupt

entsteht. Weil Gebärmutterhalskrebs

zumeist viral bedingt ist, kann man ihn

oft schon durch eine Impfung verhindern.

Das wird leider aber noch viel zu

selten gemacht. Betroffen sind überwiegend

junge Frauen, während Tumore der

Gebärmutterschleimhaut eher ältere

treffen. Dafür gibt es keine Prävention.

Hier ist in den allermeisten Situationen

die Operation der richtige Weg, mit dem

etwa 85 Prozent der Fälle geheilt werden.

Bei besonders aggressiven Zellen

kombiniert mit Chemotherapie und Bestrahlung.

Gesund in Essen


© Monkey Business – Fotolia.com

Immuntherapie fördert

körpereigene Abwehr

gegen Krebszellen

Operation, Bestrahlung, Medikamente: Welche Therapieformen sich

am besten zur Behandlung von Krebs eignen, berichtet Prof. Dr. Peter Albers,

Präsident der Deutschen Krebsgesellschaft.

Welches sind aktuell die häufigsten

Krebserkrankungen?

Prof. Dr. Peter Albers: Insgesamt erkranken

jährlich knapp 500.000 Menschen

neu an Krebs. Am häufigsten

sind Brustkrebs mit mehr als 72.000,

Darmkrebs mit etwas mehr als 60.000,

Prostatakrebs mit knapp 60.000 und

Lungenkrebs mit knapp 54.000 Neuerkrankungen

im Jahr.

Welche neuen Erkenntnisse gibt es

auf diesen Gebieten?

Prof. Dr. Peter Albers: Fortschritte gab

es in den vergangenen Jahren vor allem

bei den Immuntherapien: Die sogenannten

Checkpoint-Inhibitoren mobilisieren

die körpereigene Immunabwehr gegen

die Krebszellen – bei einigen Krebsarten,

etwa bei bestimmten Formen von fortgeschrittenem

Lungenkrebs, schwarzem

Kontakt

Deutsche Krebsgesellschaft e. V.

Prof. Dr. Peter Albers

Präsident

Kuno-Fischer-Straße 8

14057 Berlin

Tel. 030 322 932 960

Fax 030 3212 7816869

mugele@krebsgesellschaft.de

www.krebsgesellschaft.de

Hautkrebs oder Harnblasenkarzinom

leben die Patienten dadurch deutlich

länger als mit Chemotherapie. Außerdem

stehen mittlerweile Medikamente

zur Verfügung, die gezielt an charakteristischen

Strukturen der Tumorzellen

andocken und so ihr unkontrolliertes

Wachstum hemmen. Auch in der Diagnostik

hat sich viel getan: Für einige der

zielgerichteten Medikamente kann man

nach einer molekulargenetischen Untersuchung

des Tumors vorhersagen, ob sie

wirken werden oder nicht – das erspart

den Patienten unnötige Therapien und

Nebenwirkungen. Insgesamt gilt aber:

Krebs ist eine komplexe Erkrankung

– selten beruht der Behandlungserfolg

auf einem Medikament oder einer Maßnahme

alleine. Meist müssen mehrere

Therapieformen zusammenwirken.

Onkologisches Zentrum Essen-Nord

Das Onkologische Zentrum des Katholischen

Klinikums Essen bietet eine

umfassende, interdisziplinäre und sektorenübergreifende

Versorgung für Tumorpatienten.

Teil des Onkologischen

Zentrums ist die Medizinische Klinik III

für Hämatologie und Internistische

Onkologie, die neben der systemisch

ausgerichteten Tabletten- und Infusionsbehandlung

in Kooperation mit den

jeweiligen Fachabteilungen auch gezielte

lokale Therapien anbietet. Die

Chirurgische Klinik I – Allgemein-, Viszeral-

und Gefäßchirurgie ist unter anderem

auf die operative Behandlung von


Gesund in Essen

Krebserkrankungen der Bauchorgane

spezialisiert. Ärzte der Klinik für Frauenheilkunde

bieten Patientinnen mit

Tumoren der weiblichen Geschlechtsorgane

und der Brust das gesamte Spektrum

der Diagnostik und Therapie bis zur

Rekonstruktion verloren gegangener Organe

an. Darüber hinaus sind Gastroenterologen,

Radiologen, Pathologen und

niedergelassene Ärzte Teil des Kompetenzteams

am Onkologischen Zentrum,

das wöchentlich in einer gemeinsamen

Tumorkonferenz über jeden Patienten

mit neuer oder veränderter Diagnose

berät.

Ihr Onkologisches

Zentrum vor Ort

Katholisches Klinikum Essen

Onkologisches Zentrum Essen-Nord

Bianca Asbeck, Ivana Preuß

Fon: 0201 6400 1775

0201 6400 2821

Mail: onkologisches-zentrum@kk-essen.de

Marienhospital Altenessen

Hospitalstraße 24

45329 Essen


„Ich erlange mehr Sicherheit als Patient“

Teilnehmer der Patientenhochschule äußern viel Lob für ein Modell mit Vorbildcharakter

Bessere Einflussmöglichkeiten für Patienten,

weniger Missverständnisse: Die

Patientenhochschule des Katholischen

Klinikums Essen blickt auf zwei erfolgreiche

Jahre zurück. In zahlreichen Vorlesungen

können Patienten sich über

ihre Rechte, verschiedene Krankheiten

samt Therapiemöglichkeiten sowie das

Gesundheitssystem und Krankenhauswesen

im Allgemeinen informieren.

Teilnehmer der ersten Stunde berichten,

was sie an dem Modell mit Vorbildcharakter

schätzen.

„Es ist für mich persönlich eine Herausforderung,

auch im fortgeschrittenen Alter

noch aktiv etwas fürs Gehirn zu tun“,

begründet Elisabeth Dalügge, warum sie

von Anfang an mit großer Begeisterung

dabei ist. Die Patientenhochschule gebe

der früheren Altenpflegerin die Möglichkeit,

Fachwissen aufzufrischen. „Ich bin

froh und dankbar, dass die Patientenhochschule

mir diese Gelegenheit gibt“,

sagt die Seniorin.

„Ich erlange Sicherheit als Patient“

Raimund Stötzel lobt: „Ich finde die

Idee der Patientenhochschule sehr

gut. Besonders gefallen mir die Themenauswahl

und die Referenten, die

allesamt sehr gut auf die Studierenden

eingehen.“ Der Rentner interessiert sich

grundsätzlich für medizinische Themen

und das Gesundheitswesen und freut

sich über eine stärkere Autonomie:

„Ich bekomme Sicherheit als Patient

und Klient im Gesundheitsapparat. Zudem

erlange ich mehr Wissen und kann

vorhandene Kenntnisse gut vertiefen.“

Diesen Punkt wissen auch Ulrike und

Wolfgang Stemmer besonders zu schätzen:

„Die Steigerung der eigenen Kompetenzen

und dadurch mehr Sicherheit

im Umgang mit dem Arzt“, nennen sie

als größten Nutzen der Patientenhochschule.

„Schön dabei ist, dass wir beide

gemeinsam lernen können“, sagt Ulrike

Stemmer. Ausgelöst durch persönliche

Betroffenheit und ehrenamtliches Engagement

im Bereich Diabetes hätten sie

und ihr Mann starkes Interesse an medizinischen

Fragen. Das Ehepaar hebt ein

„außerordentlich großes Engagement

der Referenten“ hervor. „Wir hatten nie

das Gefühl, dass es eine lästige Pflicht

für die Vortragenden war“, sagt Wolfgang

Stemmer.

International als Studiengang

anerkannt

Seit zwei Jahren bilden das Katholische

Klinikum Essen und die Steinbeis Hochschule

in Essen-Kupferdreh mit Experten

aus den Bereichen Medizin, Pflege

und Gesundheitspolitik in Seminaren

interessierte Bürgerinnen und Bürger zu

„mündigen Patienten“ aus. Der vier Stufen

umfassende Zertifikatskurs ist international

als Studiengang anerkannt. Die

Patientenhochschule des Katholischen

Klinikums Essen gehört bundesweit zu

den ersten ihrer Art.

Modell findet Nachahmer und

ist mehrfach ausgezeichnet

Das Modell findet auch in anderen

Krankenhäusern großen Anklang. Dazu

zeugen Auszeichnungen wie der Publi-

kumspreis des Medizin-Management-

Preises, die Ehrung für „herausragendes

Engagement im Bereich Forschung und

Lehre“ der Arbeitsgemeinschaft „Essen

forscht und heilt“ oder der Health:Angel

für ausgezeichnete Gesundheitskommunikation

von dem Erfolg des Essener

Modells.

Ihre Patientenhochschule

vor Ort

Katholisches Klinikum Essen

Patientenhochschule

Stefan Mattes

Leiter Marketing und Kommunikation

Fon: 0201 6400 1020

Mail: s.mattes@kk-essen.de

Steinbeis Hochschule

Essen Kupferdreh

Frau Petra Walda

Fon 02824 / 9399505

Mail: walda@dggp-online.de

Priv.-Doz. Dr. Horst Gerhard

hält einen Fachvortrag.

Von Profis lernen:

In der Patientenhochschule

wird Fachwissen vermittelt.

Gesund in Essen


So klein wie

eine Kapsel

Kardiologen setzen am Philippusstift

und im St. Vincenz Krankenhaus winzige

Herzschrittmacher ein.

Prof. Dr. Birgit Hailer mit der

innovativen „Kardiokapsel“, dem

kleinsten Herzschrittmacher der Welt.

Mit drohendem Herzstillstand und in

höchster Lebensgefahr wird Wilhelm V.

in das Philippusstift des Katholischen

Klinikums Essen eingeliefert. Die Mediziner

um Prof. Dr. Birgit Hailer, Leitende

Ärztin der Medizinischen Klinik

II – Innere Medizin mit Schwerpunkt

Kardiologie, Angiologie und Rhythmologie,

müssen schnell reagieren. Sie

versorgen den Patienten und retten ihm

mit einer hochmodernen Kardiokapsel

das Leben. Das Katholische Klinikum

Essen gehört bundesweit zu den ersten

Kliniken, die die jüngst auf den Markt

gebrachte Technik verwenden.

„Ich hatte seit längerem Beschwerden

beim Gehen, musste beim Spazieren alle

50 Meter stehen bleiben“, beschreibt der

kürzlich operierte Patient die Tage vor der

Operation. Schließlich ging nichts mehr.

Unter höchster Luftnot kommt Wilhelm

V. ins Philippusstift und wird dort direkt

auf die Intensivstation verlegt. „Er hatte

einen sehr langsamen Puls mit etwa

20 Schlägen pro Minute“, erinnert sich

Prof. Hailer. Normal sind 60 bis 70. „Ohne

10 Gesund in Essen


In der Kardiologie am Katholischen

Klinikum Essen wird modernste

Technik eingesetzt.

Schrittmacher wäre er nicht mehr lebensfähig

gewesen“, so die Ärztin.

Wilhelm V. wird auf der Intensivstation

stabilisiert, sein Puls mit Medikamenten

beschleunigt. Im Anschluss führen Kardiologen

des Philippusstifts einen Katheter

mit enthaltenem Schrittmacher

zum Herzen des Patienten, platzieren

das Gerät in der rechten Herzkammer

und setzen es frei. Das Verfahren selbst

gehört für Prof. Hailer und ihr Team zu

den Standard-Eingriffen. „Die Technik

des Zugangsweges über die Leiste ist

unsere tägliche Routine auch bei anderen

Eingriffen am Herzen, deshalb beherrschen

wir den Vorgang sehr sicher“,

beruhigt die Professorin. Neu ist lediglich

das einzusetzende Gerät.

Zahl der eingesetzten

Herzschrittmacher steigt

Grundsätzlich sind Herzschrittmacher

dann nötig, wenn das Herz zu langsam

schlägt, um den Körper ausreichend

mit Blut und damit Sauerstoff zu versorgen.

Die Zahl der eingesetzten Herzschrittmacher

ist in den vergangenen

Jahren deutlich gestiegen. Bundesweit

sind nach Angaben des Deutschen

Herzschrittmacher-Registers im Jahr

2013 rund 107.000 Geräte implantiert

worden. Fünf Jahre zuvor waren es

noch knapp 96.000. Zugenommen hat

deutschlandweit auch die Zahl der Revisionen:

Sie stieg von 13.447 im Jahr 2012

auf 13.525 im zuletzt untersuchten Zeitraum

2013. Gründe sind beispielsweise

leere Batterien (sowohl regulär als auch

vorzeitig), Infektionen oder verrutschte

sowie gebrochene Sonden.

Die bisher üblichen Herzschrittmacher

werden über einen Schnitt unterhalb

des Schlüsselbeins implantiert. Sie bestehen

aus einem Impulsgenerator und

ein bis zwei dünnen isolierten Drähten,

den Elektroden. Sie verbinden das Gerät

mit dem Herzen und messen dort die eigene

elektrische Aktivität des Herzens.

Ist der Rhythmus zu langsam, werden

über die Elektroden elektrische Impulse

abgegeben, damit das Herz wieder

schneller schlägt. „Das Hauptproblem

herkömmlicher Geräte ist, dass die Sonden

irgendwann Störungen aufweisen“,

sagt Prof. Hailer. Sonden, die einen langen

Weg von der Schrittmacherbatterie

bis zum Herzen nehmen, könnten nach

einigen Jahren brechen oder eine Quelle

von Entzündung oder Gerinnselbildung

werden.

Kardiokapsel weist weniger

Störungen auf

„Bei den kleinen Kapseln ist die Angriffsfläche

deutlich geringer“, erklärt

die Professorin. Die winzigen Geräte,

die etwa die Form und die Größe einer

kleinen Batterie haben, kommen ohne

Sonden aus. Sie sind deshalb deutlich

weniger störanfällig und beeinträchtigen

Patienten weniger als bisherige

Geräte. Weiterer Vorteil der neuen Technik:

Es bleibt nur eine winzige Narbe in

der Leistengegend, weil das Gerät nicht

mehr über einen Schnitt unterhalb des

Schlüsselbeins, sondern per Punktion der

Leiste implantiert wird. Anders als herkömmliche

Herzschrittmacher wird die

Kardiokapsel vom Patienten kaum wahrgenommen.

Allerdings kommt sie nur für

Gesund in Essen

11


Im Vergleich:

Links die Kardiokapsel,

rechts ein herkömmlicher

Herzschrittmacher.

Das winzige Gerät wird in die Herzkammer geschoben

und an der Herzwand fixiert (siehe Schaubild unten).

Patienten infrage, die über die Hauptkammer

stimuliert werden müssen. Wer

unsicher ist, ob ein Schrittmacher und

gegebenenfalls welcher der richtige ist,

kann sich in einem Beratungsgespräch

im Philippusstift oder St. Vincenz Krankenhaus

detaillierter über mögliche Vorund

Nachteile informieren.

Kardiokapsel

Wilhelm V. darf nach einer Routine-

Untersuchung am Tag nach der Operation

bereits wieder nach Hause. Der ganze

Aufenthalt dauerte für ihn drei Tage.

Anzusehen ist dem 86-Jährigen weder

sein Alter noch der kürzlich erfolgte

Eingriff. Quietschfidel spaziert er zu einer

Nachuntersuchung durch die Gänge

des Philippusstiftes. Sein Puls liegt

inzwischen nicht mehr bei 20, sondern

bei 60 Schlägen in der Minute. Dank der

modernen Technik sind auch ausgiebige

Spaziergänge mit seiner Frau kein Problem

mehr für den Rentner.

Rechter Vorhof

Rechte Herzkammer

Kardiokapsel

Linker Vorhof

Linke Herzkammer

Ihre Fachklinik vor Ort

Katholisches Klinikum Essen

Medizinische Klinik II – Innere Medizin,

Kardiologie, Angiologie, Rhythmologie

und Gastroenterologie

Prof. Dr. Birgit Hailer

Leitende Ärztin

Fon: 0201 6400 3301/3302

Mail: mk2@kk-essen.de

Philippusstift

Hülsmannstraße 17

45355 Essen

St. Vincenz Krankenhaus

Von-Bergmann-Straße 2

45141 Essen

Erfahrenes Kardiologen-Team:

Prof. Dr. Birgit Hailer mit ihren

Kollegen Dr. Michael Lukat (links)

und Dr. Harald Schäfer (rechts).

12 Gesund in Essen


News · News · News · News · News · News · News · News · News

Geburtshilfe feiert

großen Familientag

Ob Torwandschießen, Ponyreiten oder

Babybauchpainting: Beim großen Familientag

der Geburtshilfe des Katholischen

Klinikums Essen kommt die ganze Familie

auf ihre Kosten. Am 20. Mai verwandelt

sich das Freigelände hinter dem Marienhospital

von 10 bis 15 Uhr in eine riesige

Spielwiese. Papa und Sohn können an

der Torwand ihre Treffsicherheit testen,

während das Töchterchen im Rondell ihre

Runden auf dem Ponyrücken dreht. Darüber

hinaus gibt es eine Hüpfburg, einen

Luftballonkünstler, ein Teddybärenkrankenhaus

und einen großen Babyflohmarkt.

Für Schwangere werden Bauchpainting

und Babybauchfotos angeboten,

kostenlose Ultraschalluntersuchungen

durchgeführt und Kreißsäle sowie Kursangebote

vorgestellt. Auch für das leibliche

Wohl ist gesorgt.

Stationen im Philippusstift erstrahlen in neuem Glanz

Hölzerner Boden, frisches Farbkonzept und moderne Technik: Die Stationen A3

und A4 der Kardiologie im Philippusstift des Katholischen Klinikums Essen sind

jüngst umgebaut worden. Jetzt schmücken Fußböden in Holzoptik, in Cremefarben

gestaltete Wände und neue Möbel die zusammen etwa 60 Betten umfassenden

Stationen. Alte Röhrenfernseher wurden durch Flachbildfernseher ersetzt.

Die Umbaumaßnahmen dauerten sieben Monate und werden nach einer abschließenden

Renovierung der Schwesterndienstplätze im April dieses Jahres beendet.

Katholisches Klinikum Essen

macht sich für Patienten stark

Mit einem umfassenden Vortragsprogramm hat das Katholische Klinikum Essen

am 26. Januar den zweiten Tag des Patienten zelebriert. Dabei kamen neben den

Patientenfürsprechern und den

Vorsitzenden des Bundesverbands

Beschwerdemanagement

Patientenfürsprecher

Detlef Schliffke

für Gesundheitseinrichtungen e. V.

(BBfG) sowie des Bundesverbandes

Patientenfürsprecher in

Krankenhäusern e. V. (BPiK) auch

die Mit-Initiatoren der Patientenhochschule

und das Gesundheitsamt

der Stadt Essen zu Wort.

Alle Beteiligten und die Besucher

lobten den Tag des Patienten als

Anker für mehr Patientenorientierung

und Vertrauen in deutschen

Krankenhäusern.

„Gesund in Essen

kostenlos im Abonnement

Möchten Sie Ihr persönliches Exemplar

unseres Patientenmagazins „Gesund in

Essen“ ab der kommenden Ausgabe kostenlos

und unabhängig von einem Klinikbesuch

nach Hause gesendet bekommen?

Dann schicken Sie eine E-Mail (Betreff:

„Gesund in Essen im Abo“) mit Ihrem

Namen und Ihrer vollständigen Adresse

an marketing@kk-essen.de. Alternativ

können Sie uns auch unten stehenden

Abschnitt mit Ihrer Adresse per Post schicken:

Katholisches Klinikum Essen / Abt.

Marketing – „Gesund in Essen im Abo“ /

Hospitalstraße 24 / 45329 Essen. Weitere

Informationen erhalten Sie telefonisch

unter 0201 6400 1021.

..................................................................

Vorname, Name

..................................................................

Straße, Nr.

..................................................................

PLZ, Ort

Gesund in Essen

13


Chefarzt Dr. Martin Schütte

gratuliert Familie Mala zur Geburt

der Zwillinge Toprak und Sare.

Zwillingsgeburt:

das ganz besondere Glück

mit Herausforderung

Die Geburt von Zwillingen geht mit einem erhöhten Risiko für Frau und Kinder einher.

Häufig lässt sich ein Kaiserschnitt nicht vermeiden. Dass es auch anders geht, zeigt

eine junge Familie aus Essen. Necla Mala brachte am Katholischen Klinikum Essen

auf natürlichem Wege einen Jungen und ein Mädchen zur Welt. Nicht nur für die Familie

war der Tag etwas ganz Besonderes.

„Mit Popo und Füßchen zuerst“

Toprak Mala liegt in optimaler Startposition:

Mit dem Kopf voran windet sich

der Kleine durch den Geburtskanal

und macht seiner 15 Minuten jüngeren

Schwester Sare Platz. Die stellt die

Ärzte am Marienhospital vor eine kleine

Herausforderung. „Der zweite Zwilling

kam uns mit Popo und Füßchen zuerst

entgegen“, beschreibt Dr. Justine Szymeczek-Speth,

Leitende Oberärztin der

Geburtshilfe am Katholischen Klinikum

Essen. Für die Gynäkologen am Katholischen

Klinikum Essen war die Geburt in

Steißlage trotz Seltenheit kein Problem.

„Unser Chef, Dr. Martin Schütte, kommt

aus einer großen Klinik in Frankfurt am

Main. Er hat schon häufig Kindern in

Steißlage auf die Welt geholfen“, sagt

Dr. Szymeczek-Speth.

Durch die doppelte Belastung für Gebärmutter

und Geburtshals und den höheren

Druck komme es bei Zwillingen

deutlich häufiger zu Frühgeburten als

bei Einlingsgeburten, berichtet die Medizinerin.

Darüber hinaus teilten sich

beide Zwillinge manchmal einen Mutterkuchen,

was bei einer normalen Geburt

zu einer Unterversorgung des zweiten

Kindes führen könne. Die sicherere Variante

ist in diesem Fall ein Kaiserschnitt.

Der ist ebenfalls notwendig, wenn das

erste Kind quer liegt oder sich in Steißlage

befindet.

„Ich kam mir vor wie ein Scheich“

Bei Necla Mala sprach aus medizinischer

Sicht nichts gegen den natürlichen Weg.

„Die Schwangerschaft verlief perfekt,

die Mutter hat es ganz locker bis zur

39. Woche geschafft und die Kinder waren

beide normalgewichtig“, freut sich

Dr. Szymeczek-Speth. Papa Burhan Mala

richtet ein großes Dankeschön an die

Belegschaft des Katholischen Klinikums

Essen: „Das war top – eine Riesenleistung.

Ich kam mir vor wie ein Scheich,

weil drei Hebammen, Chefarzt, Oberärz-

14 Gesund in Essen


Angebot für werdende

Mütter und Väter

Das Katholische Klinikum Essen bietet

ein umfassendes Angebot, um Sie auf die

Geburt Ihres Kindes und das Leben danach

vorzubereiten. Dazu gehören:

Hebammensprechstunde:

Einfühlsame Beratung, Betreuung,

Begleitung und Versorgung der Mütter

und ihrer Babys während Schwangerschaft,

Geburt, Wochenbett und Stillzeit

Geburtsvorbereitung für Paare:

Gezieltes Erleben von Schwangerschaft

und Geburt

Kreißsaalführungen

Die Führungen sind kostenfrei und

finden jeweils um 18.30 Uhr zu den

unten genannten Terminen statt.

Treffpunkt ist der Hörsaal des

Kommunikations- und Gesundheitszentrums

im 6. OG des Marienhospitals

Altenessen. Weitere Informationen

erhalten Sie im Kreißsaal

unter Fon: 0201 6400 3860.

05.05.2017

02.06.2017

07.07.2017

04.08.2017

01.09.2017

06.10.2017

Geschwisterkurs

16.05.2017 und 25.07.2017

Zeit:

15.00 – 16.30 Uhr

Gebühr:

5 Euro pro Kind

Info und Anmeldung für alle Kurse:

Vanessa Wrobel

Station 4.1

Fon: 0171 178 98 90

0201 6400 37 50

Mail: vwrobel@arcor.de

Schwanger und fit:

Leichtes Training für Bauch- und Beckenbereich,

um die Muskulatur kräftig und

dehnfähig zu halten

Müttercafé:

Erfahrungsaustausch unter Frauen

Stillberatung:

Stillen kann man lernen: Beratung

durch eine Kinderkrankenschwester

Rückbildungsgymnastik:

Gezielte Dehn- und Entspannungsübungen

zur Rückbildung

Säuglingspflege Geschwisterkurs:

Das ältere Geschwisterchen wird

auf das neue Baby vorbereitet

tin, Narkosearzt und weitere Spezialisten

um uns herumstanden und für einen

möglichen Notfall bereit waren.“ Die

Leitende Oberärztin meint: „Als einzige

Zwillingsgeburt im vergangenen Jahr

war das auch für uns etwas ganz Besonderes.“

Auch wenn bei anderen Zwillingsmüttern

nicht alles so bilderbuchmäßig

läuft wie bei Necla Mala, hat Dr. Szymeczek-Speth

beruhigende Worte. Durch

beste Vorsorgemöglichkeiten und einen

besonderen Ultraschall bei Zwillingen

könne ein Risiko häufig ausgeschlossen

werden. „Wenn doch ein erhöhtes Risiko

besteht, können wir direkt einen Kaiserschnitt

planen und auch dann geht zu

99 Prozent alles gut“, so die Ärztin, die

findet: „Zwei Kinder im Bauch zu haben,

ist ein ganz besonderes Glück.“

Ihre Fachklinik vor Ort

Katholisches Klinikum Essen

Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe

Dr. Justine Szymeczek-Speth

Leitende Oberärztin

Fon: 0201 6400 3860

Mail: kreissaal@kk-essen.de

Marienhospital Altenessen

Hospitalstraße 24

45329 Essen

Baby-Massage:

Emotionale Bindung zum Kind

Bewegungs- und Spielanregungen

für Eltern mit Babys:

Bewegungs- und Sinneserfahrungen

„Checkliste Geburtstasche –

was nehme ich mit in die Klinik?“

Eine ausführliche Checkliste finden

werdende Mütter auf

www.gesundinessen.de

Gesund in Essen

15


TV

Programm

Patientenfernsehen des Katholischen Klinikums Essen

Montag Dienstag Mittwoch

20.15 Nomaden der Lüfte

20.15 Herbstgold 20.15 Unsere Erde

KiK-TV, das Patientenfernsehen

des Katholischen

Klinikums

Essen, finden Sie in

allen Patientenzimmern

auf Programmplatz 1.

Die Sendungen gehen

oft fließend ineinander

über. Die Uhrzeiten sind

Richtwerte. Programmänderungen

vorbehalten.

Finanziert wird das

Patientenfernsehen

durch regionale Unternehmen,

die sich zwischen

den Sendungen

mit kurzen Filmen

präsentieren.

6.00

7.00

8.00

9.00

10.00

11.00

12.00

13.00

14.00

15.00

16.00

Informationen zum

Katholischen Klinikum Essen

Bambus Superfaser der Natur

Akupunktur Alte Heilkunst im

Vormarsch

Die Spurensucher

Soldaten und die Kunst

Informationen zum

Katholischen Klinikum Essen

Geo 360° Churubamba:

Frauen am Ball

Afrika Kilimandscharo · Die

herrliche Tierwelt rund um

den höchsten Berg Afrikas

Informationen zum

Katholischen Klinikum Essen

Geo 360°

Brasilien: Büffel auf Streife

Was ist was Wale und Delfine

Informationen zum

Katholischen Klinikum Essen

Abenteuer Afrika

Von Lissabon bis Dakar

Albinos Gesundheitsreportage

Indischer Ozean Im Paradies der

Korallengärten

Informationen zum

Katholischen Klinikum Essen

Abenteuer Australien Von Saigon

bis Sulawesi

Florida Seekühe

Informationen zum

Katholischen Klinikum Essen

Das Büro der Zukunft

Reportage

Gesundheit aus der Natur

Gesundheitsreportage

Die Spurensucher

Das vertauschte Kind

Informationen zum

Katholischen Klinikum Essen

Geo 360° Dagestan: Land

über den Wolken · Das höchste

Dorf Europas

Aldabra Die Arche Noah

der Riesenschildkröten

Informationen zum

Katholischen Klinikum Essen

Geo 360°

Miyako: Insel des langen Lebens

Was ist was Spinnen

Informationen zum

Katholischen Klinikum Essen

Abenteuer Afrika Neue Hoffnung

für Westafrika

Bambus Superfaser der Natur

Kroatien Die Wasser von Plitvice

Informationen zum

Katholischen Klinikum Essen

Abenteuer Australien Ankunft in

Terra Australis

Afrika Kilimandscharo

Informationen zum

Katholischen Klinikum Essen

Cinque Terre Bedrohtes

Ökosystem

Homöopathie Das Geheimnis

der weißen Kügelchen

Die Spurensucher

Die geheimnisvolle Geliebte

Informationen zum

Katholischen Klinikum Essen

Geo 360° Das Dschungel-

Orchester · Ein Dorf in Südamerika

hat ein Barock-Orchester

Belize Verborgene Schätze

im Reich des Jaguars

Informationen zum

Katholischen Klinikum Essen

Geo 360° New York: Die kleinste

Oper der Welt

Was ist was Pferde

Informationen zum

Katholischen Klinikum Essen

Abenteuer Afrika Südafrika –

das Land der Kontraste

Das Büro der Zukunft Reportage

Lanzarote Die Feuerberge

Informationen zum

Katholischen Klinikum Essenn

Abenteuer Australien Känguruhs,

Wale und deutsche Siedler

Aldabra Riesenschildkröten

17.00

18.00

19.00

Informationen zum

Katholischen Kliniken Essen

Auf der Suche nach dem Glück

Gesundheitsreportage

Abenteuer Afrika Von Lissabon

bis nach Dakar

Bleib fit Fitnessübungen rund

um´s Bett

Europas Urwälder Bayerns Wildnis

Informationen zum

Katholischen Klinikum Essen

Der innere Schweinehund

Gesundheitsreportage

Abenteuer Afrika Neue Hoffnung

für Westafrika

Bleib fit Fitnessübungen rund

um´s Bett

Europas Urwälder Wilde Karpaten

Informationen zum

Katholischen Klinikum Essen

Gemeinsam statt einsam

Gesundheitsreportage

Abenteuer Afrika Südafrika –

das Land der Kontraste

Bleib fit Fitnessübungen rund

um´s Bett

Europas Urwälder La Gomera

20.15

21.00

22.00

23.00

Informationen zum

Katholischen Klinikum Essen

Nomaden der Lüfte

Naturdokumentation · Der Film

folgt den Zugvögeln über die

Wüste, den Amazonas und an

die Kälte der Pole

Berlin Ecke Bundesplatz

Bäckerei im Kiez · Die Familie

Dahms betreibt seit 1980 eine

Bäckerei am Bundesplatz

Nüsse Gesunder Genuss oder

fette Sünde

Informationen zum

Katholischen Klinikum Essen

Herbstgold Die lebensbejahende

Geschichte von fünf Leichtathleten.

Die größte Herausforderung

ist das Alter: Die Sportler sind

zwischen 60 und 100 Jahre alt

Berlin Ecke Bundesplatz

Die Aussteiger · Reimar Lenz und

Hans Ingebrand sind Einsteiger in

ein vernünftigeres Leben

Sardinien Insel der

Hundertjährigen

Informationen zum

Katholischen Klinikum Essen

Unsere Erde Der Film ist eine

spektakuläre Naturdokumentation

über das Wunder des

Lebens und die atemberaubende

Schönheit unserer Erde

Berlin Ecke Bundesplatz

Feine Leute · Von der wundersamen

Wandlung des Prominenten-Anwalts

Ulo Salm

Wenn Angst krank macht

Gesundheitsreportage

16 Gesund in Essen


Donnerstag Freitag Samstag Sonntag

20.15 So weit die Flügel tragen 20.15 Unsere Ozeane 20.15 Die wunderbare Welt

der Pilze

20.15 Sonne – Zukunftsenergie

und Wirtschaftsmotor

Informationen zum

Katholischen Klinikum Essen

Baumwolle Die Herausforderung

des weißen Goldes

Kampf dem Krebs

Gesundheitsreportage

Die Spurensucher

Insel der Ahnen

Informationen zum

Katholischen Klinikum Essen

Kokos-Palme Der Baum des

Lebens

Die Kardiologen

Gesundheitsreportage

Die Spurensucher

Der Traum von Afrika

Informationen zum

Katholischen Klinikum Essen

Burnout als Chance

Gesundheitsreportage

Tiere helfen heilen

Gesundheitsreportage

Die Spurensucher Missionare

und Agenten

Informationen zum

Katholischen Klinikum Essen

Albinos

Gesundheitsreportage

Patient Auge

Gesundheitsreportage

Die Spurensucher

Dichtung und Wahrheit

Informationen zum

Katholischen Klinikum Essen

Geo 360° Die schwimmenden

Dörfer der Ha Long Bucht

British Columbia Im Reich der

Riesenkraken

Informationen zum

Katholischen Klinikum Essen

Geo 360° Oman: Die Rose

der Wüste

Was ist was Katzen

Informationen zum

Katholischen Klinikum Essen

Geo 360° Die Teebahn von

Darjeeling · Seit über 100 Jahren

kämpft sich eine Dampflok die

steilen Berge des Himalaya hinauf

Die Alpen Der Steinadler

Informationen zum

Katholischen Klinikum Essen

Geo 360° Postbote im Himalaya ·

Postzustellung auf 4.000 m Höhe

Was ist was Haie

Informationen zum

Katholischen Klinikum Essen

Geo 360° Traumberuf Schäfer:

Herden an den Gipfeln der

Pyrenäen

Die Alpen Im Paradies der

Alpenseen

Informationen zum

Katholischen Klinikum Essen

Geo 360° Russlands Zirkusschule

auf Tour

Willy will´s wissen Wer hat recht

Informationen zum

Katholischen Klinikum Essen

Geo 360° Vagabunden der

Wüste Gobi

Florida Die geheimnisvolle

Flusswelt der Seekühe

Informationen zum

Katholischen Klinikum Essen

Geo 360° Vom Klassenzimmer

in die Kalahari

Willy will´s wissen Wikinger

Informationen zum

Katholischen Klinikum Essen

Abenteuer Afrika Kruger Park

und Madagaskar

Cinque Terre Bedrohtes Ökosystem

Südaustralien Die Bucht der

vergessenen Haie

Informationen zum

Katholischen Klinikum Essen

Abenteuer Australien Faszination

Ayers Rock

Belize Im Reich des Jaguars

Informationen zum

Katholischen Klinikum Essen

Abenteuer Afrika Von Sansibar

bis zu den Seychellen

Baumwolle Die Herausforderung

des weißen Goldes

Sulawesi Regenwald und Korallen

Informationen zum

Katholischen Klinikum Essen

Abenteuer Australien Tasmanien,

Sydney und Singapur

British Columbia Riesenkraken

Informationen zum

Katholischen Klinikum Essen

Abenteuer Arktis Von Island

zum Polarmeer

Kokos-Palme Der Baum des

Lebens

Tasmanien Reich der Seedrachen

Informationen zum

Katholischen Klinikum Essen

Abenteuer Amazonas Start

Richtung Südamerika

Die Alpen Der Steinadler

Informationen zum

Katholischen Klinikum Essen

Abenteuer Arktis Spitzbergen,

Nordkap und die Fjordwelt

Burnout als Chance

Gesundheitsreportage

Portugal Von Fatima zur Algarve

Informationen zum

Katholischen Klinikum Essen

Abenteuer Amazonas

Das Land der 10.000 Flüsse

Die Alpen Alpenseen

Informationen zum

Katholischen Klinikum Essen

Chronische Schmerzen

Gesundheitsreportage

Abenteuer Afrika Kruger Park

und Madagaskar

Bleib fit Fitnessübungen rund

um´s Bett

Europas Urwälder Lappland

Informationen zum

Katholischen Klinikum Essen

Island Insel der Naturgewalten ·

Island ist de größte Vulkaninsel

der Welt

So weit die Flügel tragen

Naturdokumentation

Berlin Ecke Bundesplatz

Mütter und Töchter · Marina Storbeck

wollte alles anders machen

als ihre Mutter

Yoga Der Ruf der Stille ·

Gesundheitsreportage

Informationen zum

Katholischen Klinikum Essen

Kraftquelle Schlaf

Gesundheitsreportage

Abenteuer Afrika Von Sansibar

bis zu den Seychellen

Bleib fit Fitnessübungen rund

um´s Bett

Europas Urwälder Wisente

Informationen zum

Katholischen Klinikum Essen

Unsere Ozeane Eine faszinierende

Dokumentation mit atemberaubenden

Bildern über die Bewohner

der Weltmeere

Berlin Ecke Bundesplatz

Schornsteinfegerglück · Zwei

junge Männer werden Schornsteinfeger

Microfinance Kredite für

die Armen

Informationen zum

Katholischen Klinikum Essen

Volkskrankheit Rheuma

Gesundheitsreportage

Abenteuer Arktis Von Island

zum Polarmeer

Bleib fit Fitnessübungen rund

um´s Bett

Quarks & Co. Warum

sterben die Bienen?

Informationen zum

Katholischen Klinikum Essen

Die wunderbare Welt der Pilze

Überraschende Einblicke in die

erstaunliche Welt der Pilze

Als wären sie nicht von dieser

Welt Doku über Schleimpilze

Berlin Ecke Bundesplatz

Vater, Mutter, Kind · Gerhard Rehbein

ist U-Bahn-Abfertiger, seine

Frau Helga die quirlige Hausfrau

Bogenschießen Der Flug des

Pfeils

Informationen zum

Katholischen Klinikum Essen

Volkskrankheit Diabetes

Gesundheitsreportage

Abenteuer Arktis Spitzbergen,

Nordkap und die Fjordwelt

Bleib fit Fitnessübungen rund

um´s Bett

Quarks & Co. Warum werden

unsere Kinder immer dicker?

Informationen zum

Katholischen Klinikum Essen

Fledermäuse Warte, bis es

dunkel wird

Königin für einen Sommer

Dokumentation über

Hummelvölker

Berlin Ecke Bundesplatz

Die Köpcke Bande · Niels

Köpcke hat zwei Berufe:

Sänger und Begräbnisredner

Sonne Zukunftsenergie und

Wirtschaftsmotor

Gesund in Essen

17


„Der Kontakt mit den

Menschen ist mir wichtig“

74-Jährige engagiert sich seit 21 Jahren

für die Katholische Krankenhaushilfe

Einkäufe erledigen, Telefon anmelden

oder einfach nur reden: Die Katholische

Krankenhaushilfe setzt sich am Philippusstift

in Essen ehrenamtlich für das

Wohlergehen der Patienten ein – und

leistet damit Hilfe in Bereichen, die von

den Pflegenden nicht abgedeckt werden

können. Die Vorsitzende Gisela van

Gemmern ist seit 21 Jahren mit großer

Begeisterung dabei. Jetzt fürchtet sie

um die Zukunft der Katholischen Krankenhaushilfe.

18 Gesund in Essen

Die Katholische Krankenhaushilfe des

Philippusstifts wurde 1996 gegründet.

Neben Gisela van Gemmern ist auch

die inzwischen 81-jährige Rosemarie

Kudlick von Anfang an dabei. Sie hatte

1995 auf einem Pfarrfest mit Schildern

vor Brust und Rücken die Werbetrommel

gerührt und sieben weitere Damen

für das ehrenamtliche Engagement begeistert.

Zeit für Patienten und Gespräche

Stephanie Kreutz, die die Katholische

Krankenhaushilfe als angestellte Sozialarbeiterin

des Klinikums betreut, ist froh

über die Unterstützung. „Die ehrenamt-

liche Arbeit ist für uns sehr wertvoll“,

sagt sie und begründet: „Die Damen

und Herren bringen Menschlichkeit und

Ruhe auf die Stationen, weil sie sich die

persönlichen Geschichten der Patienten

anhören.“

„Das Pflegepersonal hat keine Zeit dafür,

sich ans Bett zu setzen und ausgiebig

mit den Patienten zu plaudern“, weiß

auch Gisela van Gemmern. Sie möchte

ihren Dienstagvormittag im Philippusstift

nicht mehr missen. „Ich brauche

den Kontakt mit den Menschen. Wenn

ich allein zu Hause sitze, grübele ich

nur“, so die Witwe. Sie habe selbst aufgrund

von Krankheiten einiges miterlebt


Links: Alltägliche Dinge, wie der Gang

zum Optiker, können für stationäre

Patienten zum Problem werden.

Gisela van Gemmern hilft.

Unten: Gisela van Gemmern steht in

ständigem Austausch mit Sozialarbeiterin

Stephanie Kreutz.

Ihre Katholische

Krankenhaushilfe

vor Ort

Katholisches Klinikum Essen

Katholische Krankenhaushilfe

und freue sich, wenn sie anderen Mut

zusprechen könne. Zu ihrem Bedauern

sinkt die Zahl der ehrenamtlichen Helfer.

War die Katholische Krankenhaushilfe

über die Jahre auf zwanzig Mitglieder

angewachsen, stagniert sie inzwischen

nach Krankheits- und Todesfällen bei elf

Frauen und zwei Männern. Das an sich

ist für Gisela van Gemmern noch nicht

problematisch, andere Kliniken kämen

mit weit weniger Personal aus.

„Wir passen aufeinander auf “

„Wir sind aber alle in einem Alter, in dem

wir das nicht mehr lange machen können.

Viele gehen auf die 80 zu“, so die

Vorsitzende. Ursprünglich hatte der Caritas

Verband, unter dessen Trägerschaft

die Katholische Krankenhaushilfe steht,

zum Schutz der Helfer ein Alter von

75 Jahren als Obergrenze festgelegt. Das

sei inzwischen gelockert worden. „Wir

passen aufeinander auf und schieben

die Patienten beispielsweise nicht mehr

im Rollstuhl“, sagt Gisela von Gemmern.

Nicht nur sie würde sich aber freuen,

frisch gebackene Rentner und Rentnerinnen

mit einem Alter bis zu 70 Jahre

für ein Engagement in der Krankenhaushilfe

begeistern zu können. Auch

die Vorsitzenden der Krankenhaushilfen

im Marienhospital und im St. Vincenz

Krankenhaus schließen sich der Sorge

um den Nachwuchs für ihr Projekt an.

Neue Mitglieder würden anfangs nicht

allein zu Patienten geschickt, sondern

von anderen Helfern begleitet, bis sie

sich sicher fühlten. Das könnten zwei

Wochen oder auch zwei Monate sein.

Darüber hinaus, wirbt Gisela van Gemmern,

würden in monatlichen Treffen

Erfahrungen ausgetauscht und Vorträge

unter anderem zu aktuellen gesundheitspolitischen

Themen angeboten. „Es

wäre einfach schade“, findet sie, „wenn

das ganze Projekt einschlafen würde“.

Philippusstift

Stephanie Kreutz

Sozialarbeiterin

Hülsmannstraße 17

45355 Essen-Borbeck

Fon: 0201 6400 1233

Mail: s.kreutz@kk-essen.de

Marienhospital

Jens Schwabe-Baumeister

Ev. Seelsorger

Hospitalstraße 24

45329 Essen

Fon: 0201 6400 1215

Mail: j.schwabe-baumeister@

kk-essen.de

St. Vincenz Krankenhaus

Joachim Vogt

Kath. Seelsorger

Von-Bergmann-Straße 2

45141 Essen

Fon: 0201 6400 1221

Mail: j.vogt@kk-essen.de

Gesund in Essen

19


Dr. Feldmann erklärt seinem Patienten Helmut Saxe

die Funktionsweise der Kniegelenks-Endoprothese.

Mit neuem Kniegelenk

100 Kilometer auf dem Rennrad

Dr. Peter Feldmann setzt am Philippusstift und

im St. Vincenz Krankenhaus individuelle Implantate ein

Maßgeschneiderter Gelenkersatz statt

Knie von der Stange: Mit dem Einsatz

individuell angefertigter Knieimplantate

gehört das Katholische Klinikum

Essen zu den Koryphäen in Sachen

Endoprothetik. Ein Paradebeispiel für

die hervorragende Arbeit von Dr. Peter

Feldmann, Leitender Arzt der Chirurgischen

Klinik II – Orthopädie und Unfallchirurgie,

Hand- und Fußchirurgie

am Katholischen Klinikum Essen, ist

Helmut Saxe. Der 66-Jährige konnte

vor der Operation nicht mal schmerzfrei

gehen. Ein halbes Jahr später bereiten

ihm auch 100 Kilometer auf dem Rennrad

keine Probleme mehr.

„Ich bin zuletzt keinen Tag ohne Schmerztabletten

ausgekommen“, berichtet der

Essener. In die Knie gehen war nicht

mehr möglich, Aufstehen, Laufen oder

20 Gesund in Essen

auch nur mit angewinkelten Beinen Sitzen

mit Schmerzen verbunden. Helmut

Saxe erinnert sich sogar an deutliche

Verschleißgeräusche: „Wenn es still war,

konnten Sie es knirschen hören, wenn ich

mich gesetzt habe“.

Ein Foul in der Fußball-Kreisliga hatte

Saxe vor 40 Jahren außer Gefecht gesetzt.

„Kreuzband, Innenband, Meniskus,

Kapsel – alles ist zerrissen“, sagt der

Mann, der bis dahin als Leichtathlet unter

anderem an Deutschen Meisterschaften

teilgenommen hatte. Nach zwölf Wochen

im Krankenhaus versuchte der damalige

Mittzwanziger, an seine früheren Leistungen

anzuknüpfen. Das Knie wurde aber

immer wieder dick. Nach einem Knorpelschaden

hängte der Athlet seine Karriere

schließlich an den Nagel und widmete

sich hobbymäßig dem Radsport.

„Das Knie war reif “

Beschwerden verursachte sein Knie auch

vier Jahrzehnte später noch. „Irgendwann

waren die Schmerzen so schlimm,

dass ich sie einfach nur noch loswerden

wollte“, berichtet der pensionierte Allgemeinmediziner.

In einer Fortbildung hörte

er von patientenindividuellen Implantaten

und beschloss: „So ein Knie will ich haben.“

Lange fand er niemanden, der ihm

die Prothese hätte einbauen können, bis

ein früherer Kollege den Kontakt zu Dr.

Feldmann herstellte. „Das Knie war reif,

sinnvollere Alternativen als eine Prothese

gab es nicht“, berichtet der auf Orthopädie

und Endoprothetik spezialisierte

Mediziner und fügt hinzu: „Außer Helmut

Saxe hätte noch mehr Schmerzen ertragen,

noch mehr Medikamente nehmen

und weiter humpeln wollen oder sein Bein


Schwere Arthrose

und hoher Leidensdruck

Wann eine Knie- oder Hüftprothese sinnvoll ist und welchen Nutzen ein von der

Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie initiiertes

Endoprothesenregister hat, an dem sich auch das Katholische Klinikum Essen

beteiligt, berichtet Prof. Dr. Karl-Dieter Heller, Generalsekretär der Deutschen

Gesellschaft für Endoprothetik.

Wann wird ein Hüft- oder Kniegelenk

aus medizinischer Sicht ersetzt?

Prof. Dr. Karl-Dieter Heller: Hier müssen

zahlreiche Parameter zusammen

wirken. Voraussetzung ist ein hoher

Leidensdruck beim Patienten. Dieser

Leidensdruck wird unabhängig von der

Schwere der Verschleißerkrankung von

den Betroffenen sehr unterschiedlich

empfunden. Grundvoraussetzung ist

auch ein positiver Röntgenbefund im

Sinne einer schweren Arthrose. Und nur

wenn beides zusammenpasst, sollte und

muss operiert werden.

Sofern Patienten nicht schmerzgeplagt

sind, können sie also trotz einer schweren

Arthrose und der damit einhergehenden

Bewegungseinschränkung durchaus gut

ihren Alltag meistern und ohne eine Operation

auskommen. Wenn sich Patienten

hingegen eine Operation wünschen, obwohl

sie keinen positiven Röntgenbefund

und keine ausgeprägte Bewegungseinschränkung

aufweisen, sollte von einer

Operation abgeraten werden. Positiver

Röntgenbefund, klinische Untersuchung

und Leidensdruck: Passen diese Fak-

toren zusammen, sollte, kann, aber es

muss nicht operiert werden.

Das Endoprothesenregister (EPRD) erfasst

die Zeit der Kunstgelenke im Körper

vom Einbau bis zum gegebenenfalls

notwendigen Wechsel. Welchen Nutzen

hat dieses Register für den Patienten?

Prof. Dr. Karl-Dieter Heller: Das EPRD

informiert die Patienten über die Qualität

der Versorgung und stellt gleichzeitig

einen entscheidenden Schritt auf dem

Weg zu einer höheren Patientensicherheit

dar. Mit dem EPRD wird es zukünftig

möglich sein, zu erfahren, wie lange

ein künstliches Hüft- oder Kniegelenk

hält, ob und in welchem Zeitraum eine

Endoprothese gewechselt werden muss

und aus welchem Grund dies nötig sein

könnte. Solche Aussagen werden möglich

durch die Dokumentation wesentlicher

Informationen über Eigenschaften

der eingesetzten Kunstgelenke, der

Operationen sowie der jeweiligen Grunderkrankung

der betroffenen Patienten –

Informationen, die in ihrer Gesamtheit

auch Aufschluss über die Ursachen

möglicher Fehlschläge geben.

Kontakt

Deutsche Gesellschaft

für Endoprothetik

Prof. Dr. Karl-Dieter Heller

Generalsekretär

Oltmannsstraße 5

79100 Freiburg

Fon: 0761 45647668

Mail: l.geng@ae-germany.com

www.ae-germany.com

Sind die Schmerzen groß, sollte über

eine Operation nachgedacht werden.

© Dan Kosmayer – Fotolia.com

versteifen lassen.“ Überreden musste Dr.

Feldmann ihn zu dem Eingriff nicht: „Herr

Saxe hat sich über Jahre mit seinem Knie

auseinandergesetzt und wusste, dass er

nicht an einer Operation vorbeikommt.“

„Schmerzen können wir nicht messen“

Der richtige Zeitpunkt für ein Implantat ist

aus Sicht des Orthopäden dann da, wenn

der Patient mit seinem eigenen Knie nicht

mehr zurechtkommt und alle konservativen

Möglichkeiten wie Bandagen, Physiotherapie

und die Einnahme von Medikamenten

ausgeschöpft sind. Röntgenbilder

würden helfen, die Diagnose zu stellen,

seien aber nicht der entscheidende Faktor.

„Schmerzen können wir nicht messen, die

können wir uns nur beschreiben lassen“,

so Dr. Feldmann. Welche Prothese für

welchen Patienten geeignet sei, hänge von

verschiedenen Faktoren ab. Individuelle

Implantate hätten den Vorteil, dass beim

Eingriff nur wenig eigener Knochen entfernt

werde. „Wir müssen nicht den Knochen

an die Prothese anpassen, sondern

andersherum“, betont der Leitende Arzt.

Allerdings sei der Vorlauf durch die Maßanfertigung

länger als bei herkömmlichen

Implantaten. Die Kosten seien deutlich

höher und es blieben Restfragen: Lockere

sich beispielsweise ein Teil, müsse die

gesamte Prothese erneuert werden. „Für

einen fragmentierten Austausch gibt es

noch keine optimale Lösung. Das muss

offen kommuniziert werden“, so Dr. Feldmann.

Die neue Technik ist seit fünf Jahren

auf dem Markt, am Philippusstift und

im St. Vincenz Krankenhaus wird sie seit

drei Jahren eingesetzt. „Langzeitstudien

kann es also noch nicht geben“, erklärt

Dr. Feldmann, der Patienten im Beratungsgespräch

ausführlich über Vor- und

Nachteile informiert. Helmut Saxe erhielt

sein individuelles Implantat im November

2015. Einen Tag später konnte er

aufstehen. Gut zwei Monate danach gab

er als Spinning-Trainer wieder die erste

Einheit. Nach einem halben Jahr fuhr er

100 Kilometer mit dem Rennrad und genoss

im Anschluss ein Rad-Trainingslager

mit Freunden in Südtirol. „Das alles hoch

beglückt, weil die Schmerzen weg waren“,

jubiliert der Senior.

„Man steht auf und erwartet

einen Schmerz. Aber da ist nichts“

Ähnlich positive Rückmeldungen erhält

Dr. Feldmann immer wieder, auch bei

Gesund in Essen

21


Patienten mit Hüftgelenks-Prothesen.

„Ich kann das immer nur aus zweiter

Sicht beurteilen“, sagt der Orthopäde.

„Aber kürzlich sagte eine Frau am Tag

nach der Operation zu mir: ‚Ich habe keine

Schmerzen und endlich wieder eine Nacht

geschlafen. Das ist ein Wunder.‘“ Helmut

Saxe bestätigt: „Man steht auf und erwartet

einen Schmerz. Aber da ist nichts.“

Kniegelenks-Endoprothese

Üblicherweise sind Patienten am Tag der

OP noch durch Drainage-Schläuche eingeschränkt.

Einen Tag später dürfen sie

aufstehen, am dritten Tag Treppen steigen.

„Helmut Saxe musste ich eher bremsen“,

blickt Dr. Feldmann zurück und lacht. „Als

ich ihm gesagt habe, morgen steigen wir

Treppen, sagte er: ‚War ich schon.‘“

Grundsätzlich freut der Mediziner sich

über ein gewisses Maß an Engagement

seiner Patienten. „Ohne Eigeninitiative

funktioniert das Konstrukt nicht“, so Dr.

Feldmann. Nach der Operation müssten

die Muskeln wieder aufgebaut werden.

Das gehe mit einer großen Portion

Selbstvertrauen flotter. „Man muss die

Prothese aber auch nicht am zweiten

Tag nach dem Eingriff schon voll beugen

können“, beruhigt der Orthopäde.

Kniegelenks-Arthrose

Nach der Operation:

Helmut Saxe ist schmerzfrei und

kann sein Knie wieder voll belasten.

Individuell angepasste

Kniegelenks-Endoprothese

Ihre Fachklinik vor Ort

Katholisches Klinikum Essen

Chirurgische Klinik II –

Orthopädie und Unfallchirurgie,

Hand- und Fußchirurgie

Dr. Peter Feldmann

Leitender Arzt

Fon: 0201 6400 3100

Mail: p.feldmann@kk-essen.de

St. Vincenz Krankenhaus

Von-Bergmann-Straße 2

45141 Essen

Philippusstift

Hülsmannstraße 17

45355 Essen

22 Gesund in Essen


MVZ weitet Reha aus

Das Medizinische Versorgungszentrum

(MVZ) am Katholischen Klinikum Essen

hat sein Angebot erweitert. Seit März

stehen für Patienten mit Nervenerkrankungen

neue ambulante Untersuchungstechniken

der Elektrophysiologie

zur Verfügung.

„Der Rehabilitationsschwerpunkt ist

kürzlich erweitert worden“, berichtet

Privatdozent Dr. Horst Gerhard, Ärztlicher

Leiter der Physikalischen und

Rehabilitativen Medizin am MVZ des Katholischen

Klinikums Essen. Der Mediziner

kann ab sofort elektrophysiologische

Verlaufsuntersuchungen an Nerven und

Muskeln durchführen, die im Rahmen

der Rehabilitation notwendig sind. Damit

ist beispielsweise bei Patienten mit einer

Polyneuropathie, einer Krankheit, die

sich durch Empfindungsstörungen vor

allem in den Füßen und Beinen äußert,

eine gezieltere Überwachung der Prognose

und der Rehabilitation möglich.

Sprechen und Schlucken wird besser

Neu am MVZ ist zudem eine Kooperation

zur Schluckdiagnostik unter anderem in

der Rehabilitation bei Schlaganfallpati-

Erfolgsgeschichte MVZ

Medizinische Versorgungszentren wachsen wie Unkraut aus dem Boden.

Bernd Köppl, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes Medizinischer

Versorgungszentren (BMVZ) berichtet, was das Modell so erfolgreich macht.

Sie sagten: „Die MVZ sind eine

der wenigen Erfolgsgeschichten

im deutschen Gesundheitssystem“.

Sehen Sie das noch so?

Dr. Bernd Köppl:: Ja, unbedingt. Seit

2004 sind etwa 2.400 dieser fachübergreifenden

Einrichtungen gegründet

worden, in denen heute rund 15.000

Ärzte tätig sind. Da etwa vier von

fünf MVZ in den alten Bundesländern

arbeiten, lässt sich der Erfolg dieser

poliklinisch orientierten Versorgungstruktur

nicht leugnen.

anbieten. Häufig sind MVZ auch rund

um ein Krankheitsbild konzipiert,

etwa als Rheuma- oder Diabeteszentrum.

Diese fachliche Zusammenarbeit

nutzt vor allem Patienten mit

chronischen Erkrankung und komplexen

Krankheitsbildern. Patienten

ist es in aller Regel gleichgültig, ob

der behandelnde Arzt selbstständig

oder ein angestellter Mediziner ist

– Hauptsache, er ist kompetent und

freundlich, und das Praxispersonal

ist hilfsbereit.

enten, Parkinsonpatienten und Patienten

nach Schädel-Hirntrauma. Nach einer

gastroenterologischen Untersuchung

kann eine Dysphagie-Untersuchung

mit daran anknüpfender intensiver logopädischer

Therapie erfolgen. Diese

wird durchgeführt im interdisziplinären

Dysphagie-Zentrum (IDE) in der Neurologischen

Klinik des Philippusstifts.

„Damit können wir den bestmöglichen

Erfolg erreichen“, so Dr. Gerhard, der

in Aussicht stellt: „Sprechen und Schlucken

wird dadurch deutlich besser“.

Das 2009 gegründete Medizinische Versorgungszentrum

ist auf Innere Medizin,

Physikalische und Rehabilitative Medizin

sowie Sport- und Reisemedizin spezialisiert.

Das Behandlungsspektrum umfasst

unter anderem alle Erkrankungen

im Bereich Herz, Kreislauf und Gefäße,

gut- und bösartige Erkrankungen des

Verdauungstrakts, die Früherkennung

und Behandlung von Darmkrebs sowie

Diabetes. Darüber hinaus werden akute

und chronische Schmerzen, Blockaden,

Fehlhaltungen oder Störungen infolge

von Unfällen und Operationen sowie

von rheumatologischen, neurologischen

oder onkologischen Erkrankungen therapiert.

Zum Spektrum gehören daneben

Untersuchungen zur Prävention, Therapie

und Rehabilitation von Sportlern und

Reiseimpfungen.

Wie erklären Sie sich den Erfolg?

Dr. Bernd Köppl: MVZ sind eine kooperative

Versorgungsform. Die Last

der Verantwortung beim Praxisbetrieb

wird entsprechend geteilt. Oft gibt es

auch eine hauptamtliche Verwaltung,

die es den Ärzten ermöglicht, mehr ihrer

Zeit den Patienten zu widmen. Die

neue Ärztegeneration sucht gezielt

nach solchen Anstellungsmöglichkeiten,

zumal hier kollegiale Strukturen

gepflegt werden, die sie aus dem

Krankenhaus gewöhnt sind.

Inwiefern profitieren Patienten?

Dr. Bernd Köppl: Die Durchschnittsgröße

eines MVZ liegt bei 6 bis 7

Ärzten. Daher findet man dort verschiedene

Fachrichtungen, die koordinierte

Medizin unter einem Dach

Kontakt

Bundesverband Medizinische

Versorgungszentren e. V.

Dr. Bernd Köppl

Vorstandsvorsitzender

Schumannstraße 18

10117 Berlin

Fon: 030 270 159 50

Mail: b.koeppl@bmvz.de

www.bmvz.de

Ihr MVZ vor Ort

Medizinisches Versorgungszentrum

Essen-Nord-West

Priv.-Doz. Dr. Horst Gerhard

Ärztlicher Leiter Physikalische und Rehabilitative

Medizin

Fon: 0201 6400 5000

Mail: info@mvz-enw.de

www.mvz-enw.de

Philippusstift

Hülsmannstraße 17

45355 Essen

Gesund in Essen

23


260.000 Schlaganfälle pro Jahr

Die Deutsche Gesellschaft für Neurologie

(DGN) zählt 260.000 Schlaganfälle

pro Jahr. „Ausgelöst werden sie entweder

durch eine Blutung im Gehirn oder – in

80 Prozent der Fälle – durch ein Blutgerinnsel,

das ein Hirngefäß verschließt“,

erklärt Privatdozent Dr. Oliver Kastrup,

Leitender Arzt der Klinik für Neurologie

und klinische Neurophysiologie am

Katholischen Klinikum Essen. Das betroffene

Areal des Gehirns stirbt ab, so

kommt es zu Ausfallerscheinungen.

„Wir haben uns

schon immer mit

Blicken verstanden“

Mit 48 Jahren erleidet Norbert Köster einen

Schlaganfall und wird mitten aus dem Leben gerissen.

Mehr als elf Jahre später ist der frühere Banker noch

halbseitig gelähmt und zum Schweigen verdammt.

Dass er trotzdem gesellschaftsfähig bleibt und

seinen Hobbies nachgehen kann, verdankt er vor

allem seiner Frau, dem Aphasiker-Zentrum Essen

und der eigenen Kämpfernatur.

Kurz vor Weihnachten kommt Norbert

Köster mit einem Kribbeln im Arm vom

Tischtennis-Training nach Hause. Die

Hand zittert so sehr, dass er die Tür nicht

allein aufschließen kann. Der Filialleiter

eines großen Geldinstituts ignoriert

den Ausfall und geht schlafen. Erst am

nächsten Tag sucht er einen Neurologen

auf, der ihn umgehend ins Krankenhaus

schickt. Dort erleidet der schlaksige

Mann einen Schlaganfall, ausgelöst

durch eine verschlossene Halsschlagader.

Als seine Frau Claudia Köster ihn

im Hospital besuchte, war sie geschockt:

„Nichts ging mehr. Er konnte sich nicht

bewegen und gab keinen Laut von sich.“

„Viele Schlaganfallpatienten“, so Dr.

Kastrup, „sind nach einem halben Jahr

wieder symptomfrei“. Dabei hilft vor

allem eine sogenannte Lysetherapie.

Per Infusion werden Patienten mit akutem,

durch ein Gerinnsel ausgelösten

Schlaganfall mit einem Gerinnungsmedikament

versorgt, das den Weg zum

Hirn wieder freigeben soll. „Die Lysetherapie

ist allerdings nur in den ersten

viereinhalb Stunden nach Eintreten des

Schlaganfalls wirksam. Danach steigt

außerdem das Risiko für Blutungen“,

schränkt der Neurologe ein. Zusätzlich

zur Lysetherapie erhalten Menschen,

bei denen ein großes Gefäß verschlossen

ist, eine Thrombektomie. Ärzte führen

einen Katheter mit Stent über die Leiste

Richtung Gehirn. Wie ein Drahtkäfig umschließt

der Stent das Gerinnsel und der

Pfropf wird zusammen mit dem Katheter

herausgezogen.

Partiell abgestorbenes Gewebe

kann regenerieren

Im Anschluss an die Akuttherapie werden

bereits auf der Stroke Unit des Katholischen

Klinikums Essen erste Rehamaßnahmen

mit Logopädie, Physio- und

Ergotherapie vorgenommen. Nach einer

Akutfrührehabilitation im Krankenhaus

folgt stationär oder ambulant eine weiterführende

Reha. „Mit der richtigen

Anschlusstherapie und viel Ehrgeiz kann

auch partiell abgestorbenes Gewebe

regenerieren oder können Funktionen

verloren gegangener Areale durch andere

übernommen werden“, spricht

Dr. Kastrup Betroffenen Mut zu. Trotz

aller Maßnahmen: „Mit der modernen

Medizin können wir Prognosen zwar

verbessern, aber bei weitem nicht bei

allen Patienten die Symptome völlig

zum Verschwinden bringen“, bedauert

der Neurologe. Gründe seien zum einen

ein zu großer Zeitverzug, wenn Symp-

24 Gesund in Essen


Vom Arztbesuch bis zum

Schwerbehindertenausweis

Mit einem neuen, europaweit einmaligen Projekt bildet das Aphasiker-Zentrum

in Nordrhein-Westfalen seit kurzem Schlaganfallhelfer aus. Geschäftsführerin

Christiane Mais gehört gemeinsam mit der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe

der Hochschule für Gesundheit in Bochum zu den Initiatoren des Projektes.

Im Interview spricht sie über Aufgaben und die Vorreiterrolle.

Was machen Schlaganfallhelfer,

die Sie seit kurzem ausbilden?

Christiane Mais: Schlaganfallhelfer

leisten frisch betroffenen

Patienten oder Patienten mit

chronischem Leiden Beistand im

alltäglichen Leben. Alleinstehende

werden von der Reha bis in

den häuslichen Bereich begleitet.

Die Helfer stellen Pflegeanträge,

gehen mit zum Arzt oder unterstützen,

wenn der Patient Sport

machen möchte. Stehen Familienangehörige

zur Seite, werden

Angehörige entlastet, indem die

Schlaganfallhelfer für eine Auszeit

beispielsweise zwei Stunden

einspringen.

Christiane Mais (l.)

mit Norbert und Claudia Köster.

tome eines Schlaganfalls nicht oder zu

spät erkannt würden. Zum anderen sei

die Toleranz, wie lange das Gehirn ohne

Sauerstoff schadenfrei übersteht, von

Mensch zu Mensch unterschiedlich.

Bei manchen bilden sich sogenannte

Umgehungskreisläufe, die die Blutzufuhr

erhalten. „Das Gehirn ist eine sehr

empfindliche Region“, betont Dr. Kastrup.

Schon ab einer halben Stunde ohne

Sauerstoff könnten Zellen absterben und

bleibende Schäden verursachen oder

zumindest lange Rehamaßnahmen notwendig

machen.

Urlaube und Radtouren

sind trotzdem möglich

bürokratischen Fragen erhielt und an einer

besonderen Musiktherapie teilnahm.

Sprachrohr des Frührentners ist auch

heute noch seine Frau. Während Norbert

Köster gestikuliert und gelegentlich ein

einzelnes Stichwort auf ein weißes DIN-

A4-Blatt kritzelt, führt die Gemahlin

seine Gedanken wie selbstverständlich

aus. Der Gehandicapte reagiert mit erleichtertem

Kopfnicken. „Wir haben uns

schon immer mit Blicken verstanden“,

beschreibt Claudia Köster die zwischenmenschliche

Symbiose der beiden.

Wie verbreitet ist das Projekt?

Christiane Mais: Wir gehören zu

den ersten Drei. Ähnliche Projekte

wurden schon in Lünen und

Gütersloh durchgeführt, Schleswig-Holstein,

Bayern und Berlin

bilden zurzeit ebenfalls aus. Vor

vier Jahren forschte die Hochschule

für Gesundheit in Bochum,

was Schlaganfallpatienten nach

dem Klinikaufenthalt brauchen.

Dabei sind die Wissenschaftler zu

dem Ergebnis gekommen, dass

Schlaganfallhelfer eine sehr positive

Unterstützung zur Alltagsbewältigung

sein können.

Norbert Köster zählt zu den Unglücklichen,

bei denen der Schlaganfall zu

heftig oder die Zeit zwischen den ersten

Symptomen und der Therapie zu lang

war, um wieder in den gewohnten Alltag

zurückzukehren. Seinen Job als Banker

gab er auf, allein Brötchen holen ist ebenso

wenig möglich wie Tischtennis spielen

oder Auto fahren. Trotzdem lässt der

Philanthrop sich nicht hängen. Einmal

in der Woche trifft er sich mit früheren

Fußball-Kumpanen zum Stammtisch,

er unternimmt Urlaube und ist im Sommer

jeden zweiten Tag mit dem auf seine

Bedürfnisse modifizierten Liegefahrrad

unterwegs. Eine große Unterstützung

war ihm das Aphasiker-Zentrum,

in dem er Gleichgesinnte traf, Hilfe in

Ihre Fachklinik vor Ort

Katholisches Klinikum Essen

Klinik für Neurologie

und Klinische Neurophysiologie

Priv.-Doz. Dr. Oliver Kastrup

Leitender Arzt

Fon: 0201 6400 3350

Mail: o.kastrup@kk-essen.de

Philippusstift

Hülsmannstraße 17

45355 Essen

Kontakt

Aphasiker-Zentrum NRW e. V.

Christiane Mais

Geschäftsführerin

Laarmannstr. 21

45359 Essen

Fon: 0201 6099422

Mail: aphasie@versanet.de

www.apha-zent-nrw.de

Lesen Sie auch die Interviews

zum Thema auf Seite 26

Gesund in Essen

25


Abläufe in Stroke Units sehr viel eingeübter

Warum Patienten mit Schlaganfall

auf einer Stroke Unit behandelt werden

sollten, erläutert Privatdozent

Dr. Oliver Kastrup, Leitender Arzt der

Klinik für Neurologie und Klinische

Neurophysiologie am Katholischen

Klinikum Essen.

Die Deutsche Gesellschaft für Neurologie

empfiehlt bei akuten Schlaganfällen

eine Lysetherapie in einer Stroke

Unit. Warum ist die Behandlung an

diesen Spezialzentren besser als auf

anderen Stationen?

Dr. Oliver Kastrup: Insgesamt erhalten

in Deutschland mit unter 20 Prozent relativ

wenige Patienten die empfohlene

Lysetherapie. Viele Kliniken verfügen

nicht über eine Stroke Unit und so

unterbleibt die Therapie. Schlaganfälle

sind Notfälle. Die Zeit bis zur Behandlung

sollte kurz sein. In Stroke Units

sind die Abläufe bei Schlaganfällen sehr

viel eingeübter als auf anderen Stationen.

Auf der Stroke Unit starten sofort

die Ursachen-Abklärung und die fachübergreifende

Rehabilitation.

Woran können Patienten und Angehörige

einen Schlaganfall erkennen?

Dr. Oliver Kastrup: Bei akuter halbseitiger

Schwäche, Sprach- und Sehstörungen

sollten Patienten oder Angehörige

umgehend den Rettungsdienst

rufen oder sich in ein Krankenhaus mit

Stroke Unit begeben. Je später Patienten

die Lysetherapie erhalten, umso

schlechter. Zeit ist Hirn.

„Die Neurologie ist eine Schlüsseldisziplin!“

Schlaganfallpatienten sind als Notfälle zu betrachten,

betont Prof. Gereon R. Fink. Im Interview spricht der Präsident

der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN)

und Direktor für Kognitive Neurowissenschaften am

Institut für Neurowissenschaften und Medizin am Forschungszentrum

Jülich über Aufgaben der DGN, Stroke

Units und Überlebensraten nach einem Schlaganfall.

Welche sind die wesentlichen Aufgaben der DGN?

Prof. Dr. Gereon R. Fink: Die Neurologie ist eine Schlüsseldisziplin

und das am schnellsten wachsende klinische Fach

in der Medizin. Die DGN kümmert sich als wissenschaftlichmedizinische

Fachgesellschaft darum, dass aktuelle wissenschaftliche

Fortschritte schnell und kompetent beim

Patienten ankommen. Mit der steigenden Lebenserwartung

der Menschen nimmt auch die Anzahl der Patienten

mit Krankheiten des Nervensystems zu, etwa mit Schlaganfällen,

Demenzen oder Parkinson-Syndromen. Darum

besteht eine weitere wichtige Aufgabe der DGN darin, den

neurologischen Nachwuchs zu fördern, damit die Versorgung

der Patienten auch in Zukunft gewährleistet ist.

Warum empfiehlt die DGN bei einem akuten Schlaganfall

ein Krankenhaus mit Stroke Unit?

Prof. Dr. Gereon R. Fink: Zeit ist Hirn, im wahrsten Sinne

des Wortes! Bei der Behandlung des akuten Schlaganfalls

zählt jede Minute. Schlaganfallpatienten sind deswegen

immer als medizinischer Notfall zu betrachten – auch

wenn die Symptome nur leicht ausgeprägt sind. Die mehr

als 250 zertifizierten spezialisierten Schlaganfall-Einheiten

(„Stroke Units“) besitzen fast flächendeckend für Deutschland

die technischen und personellen Voraussetzungen, um

Schlaganfallpatienten bestmöglich zu versorgen.

Wie hoch sind die Überlebensraten ?

Prof. Dr. Gereon R. Fink: Der Krankheitsverlauf und die

Chancen auf eine Heilung hängen beim Schlaganfall vom Ort

und der Größe der dauerhaften Hirnschädigungen ab – und

davon, wie schnell ärztlich eingegriffen werden kann. Die

Überlebensraten haben sich in den vergangenen Jahren

deutlich verbessert. In den 80er-Jahren starben noch zwischen

40 und 50 Prozent der Patienten, inzwischen sind es

nur noch 10 bis 15 Prozent. Außerdem konnte das Ausmaß

bleibender Behinderungen deutlich reduziert werden. Auf

diese Fortschritte der vergangenen 20 Jahre ist die Neurologie

sehr stolz!

Kontakt

Deutsche Gesellschaft

für Neurologie

Prof. Dr. Gereon R. Fink

Präsident

Reinhardtstr. 27 C

10117 Berlin

Fon: 030 531437930

Mail: info@dgn.org

www.dgn.org

26 Gesund in Essen


Wenn Abnehmen zur Gefahr wird

Während ein Großteil der Bevölkerung gerne isst, kann Essen für andere durchaus mit Qualen verbunden sein.

Betroffen sind Patientinnen und Patienten mit sogenannten Essstörungen. Dazu gehören zum Beispiel Magersucht

und Bulimie. Prof. Dr. Cornelius Wurthmann, Leitender Arzt der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und

Psychosomatische Medizin, beantwortet zu diesem Thema einige Fragen.

Wie äußern sich Magersucht

und Bulimie?

Prof. Dr. Cornelius Wurthmann: Ein wesentliches

Symptom ist das subjektive

Gefühl, zu dick zu sein. Als Folge davon

wird alles getan, um einen Gewichtsverlust

herbeizuführen, wie zum Beispiel

bei der Magersucht, oder um einer Gewichtszunahme

durch Nahrung entgegen

zu wirken, wie zum Beispiel bei der

Bulimie. Dazu werden Appetitzügler,

Abführmittel oder Flüssigkeit ausscheidende

Medikamente verwendet. Andere

betreiben exzessiv Sport, hungern oder

führen Erbrechen herbei.

Was sind die Folgen?

Prof. Dr. Cornelius Wurthmann: Die Magersucht

führt zu massiven Beeinträchtigungen

der körperlichen Gesundheit.

Es kommt zu Störungen der Hormone,

Ausbleiben der Periode, Potenzstörungen

sowie zu Osteoporose und zum Beispiel

zu Herzrhythmusstörungen. Durch

die Einnahme sogenannter Diuretika

wird der Elektrolythaushalt gestört. Ungefähr

8 bis 20 Prozent der Patientinnen

und Patienten sterben an den Folgen

der Magersucht. Bei der Bulimie ist die

Sterblichkeit deutlich geringer.

Wie unterscheiden sich Bulimie

und Magersucht?

Prof. Dr. Cornelius Wurthmann: Sowohl

bei Bulimie als auch bei Magersucht

wird der Körper als zu dick eingeschätzt.

Mädchen und junge Frauen sind deutlich

häufiger betroffen als Jungen und junge

Männer. Patienten mit Bulimie haben im

Gegensatz zu Patienten mit Magersucht

Essanfälle. Meistens werden große Nahrungsmengen

aufgenommen. Die Bezeichnung

Essanfall hängt aber nicht

von der Kalorienmenge ab. Schon die

Aufnahme geringer Essensmengen kann

subjektiv als Heißhungerattacke empfunden

werden. Patienten mit Magersucht

wiederum haben im Unterschied

zu Patienten mit Bulimie ausgeprägte

hormonelle Störungen und sind deutlich

stärker untergewichtig.

Wo setzt die Therapie an?

Prof. Dr. Cornelius Wurthmann: Wenn

Patienten mit Magersucht ins Krankenhaus

kommen, sind sie oft in einem körperlich

so schlechten Zustand, dass sie

zunächst nicht psychotherapeutisch behandelt

werden können. Ist der Zustand

bereits lebensbedrohlich und wird trotzdem

die Nahrungsaufnahme verweigert,

erfolgt die Nahrungszufuhr nach

richterlicher Genehmigung vorübergehend

gegen den Willen. Dies sind aber

Ausnahmesituationen. Die Psychotherapie

der Essstörungen erfolgt immer auf

freiwilliger Basis. Zunächst müssen die

Ursachen der Störungen erarbeitet und

erklärt werden. Patienten mit Bulimie

und Magersucht haben sogenannte Körperschemastörungen.

Sie halten sich

für zu dick und zu fett. Sie leiden häufig

unter vermindertem Selbstwertgefühl,

haben Schwierigkeiten mit der Verarbeitung

von Aggressionen und vielfach wurden

in Kindheit und Jugend Bedürfnisse

nach Autonomie nicht erfüllt. Sehr viele

Patientinnen und Patienten wuchsen in

streng reglementierten Elternhäusern

auf. Es wurde nicht gelernt zwischen

Hunger, Langeweile, Wut und anderen

Gefühlen zu differenzieren. Im Rahmen

der Behandlung werden den Patientinnen

und Patienten vielfältige Informationen

über Entstehung, Symptomatik,

Verlauf und Behandlung der Essstörungen

vermittelt. Es wird im Rahmen der

Behandlung ein Plan für normal geregeltes

Essen erstellt. In Einzelfällen

kommen begleitend Psychopharmaka

zur Anwendung.

Welche Chancen auf Heilung

haben Patienten?

Prof. Dr. Cornelius Wurthmann: Bei einer

Anorexie haben wissenschaftlichen

Untersuchungen zufolge nach 10 bis

12 Jahren über 50 Prozent der zuvor Erkrankten

keine Diagnose einer Essstörung

mehr. Das heißt aber nicht, dass

diejenigen völlig unauffällig sind. Etwa

ein Drittel sind immer noch figur- und

gewichtsfixiert. Nach einer Bulimie haben

nach demselben Zeitraum sogar

70 Prozent der früheren Patienten keine

Diagnose einer Essstörung mehr. Sowohl

Betroffene als auch Therapeuten

brauchen also einen langen Atem.

Ihre Fachklinik vor Ort

© RioPatuca Images – Fotolia.com

Patienten mit Essstörungen

haben

eine verzerrte

Selbstwahrnehmung.

Katholisches Klinikum Essen

Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie

und Psychosomatische Medizin

Prof. Dr. Cornelius Wurthmann

Leitender Arzt

Fon: 0201 6400 3401

Mail: c.wurthmann@kk-essen.de

Philippusstift

Hülsmannstraße 17

45355 Essen

Gesund in Essen

27


Aus Höflichkeit dick

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Prof. Dr. Hans-Georg Krengel sieht Fettleibigkeit als gesellschaftliches Problem

„So dick war Deutschland noch nie“,

titelt die Deutsche Gesellschaft für

Ernährung. Laut ihrem aktuellen Ernährungsbericht

sind 59 Prozent der

Männer und 37 Prozent der Frauen

übergewichtig. Der Anstieg von Adipositas

sei besorgniserregend. Prof. Dr.

Hans-Georg Krengel, Leitender Arzt der

Medizinischen Klinik I – Gastroenterologie,

Hepatologie und Ernährungsmedizin

am Katholischen Klinikum Essen,

kennt die Ursachen und weiß, wie sie

behoben werden könnten.

Zarte Schokopralinen, knusprige Pizza

oder ein erfrischendes Kaltgetränk: Die

TV-Werbung ist voll mit reizvollen Leckereien,

die einem auf der Couch das

Wasser im Mund zusammenlaufen lassen.

„Werbespots bringen zu 70 Prozent

Nahrungsmittel – und darunter viel süße

Ernährung“, stellt Prof. Dr. Krengel fest.

Der Griff in den Kühlschrank oder die Süßigkeitenschublade

ist vorprogrammiert.

28 Gesund in Essen

Der Deutschen Gesellschaft für Ernährung

zufolge nahm der Anteil adipöser

Männer von 1999 bis 2003 um

40 Prozent und der adipöser Frauen um

24,2 Prozent zu. Am Berufsende seien

74,2 Prozent der Menschen zu dick, also

jeder bis jeder zweite. Die Folgen von

Fettleibigkeit können nach Aussage des

Mediziners unter anderem Bluthochdruck,

Diabetes, Herzinfarkt, Schlaganfall

oder Durchblutungsstörungen sein.

Durch das höhere Gewicht seien Betroffene

darüber hinaus unbeweglicher und

würden häufiger stürzen. Die Warnung

vor zu viel Bewegung setze aber wiederum

einen Teufelskreis in Gang.

Fettleibig durch

gesellschaftliche Zwänge

Der Ernährungsspezialist und Diabetologe

sieht Fettleibigkeit vor allem als

gesellschaftliches Problem. Werbung

reize zu übermäßigem Essen ebenso wie

gesellschaftliche Zwänge. Gastgeber

stopften ihren Besuchern die Teller voll,

um zu zeigen: Wir geben gern. Gäste

signalisierten durch geleerte Teller mit

ebenso falscher Höflichkeit, dass es ihnen

geschmeckt hat.

Aber nicht nur das Essverhalten, sondern

auch mangelnder Elan ließen Fettpolster

wachsen. Hervorragende Nahverkehrsverbindungen,

die Bequemlichkeit

des Autofahrens, häufig ausfallender

Sportunterricht oder ein umfangreiches

Konsolen-Angebot führten zu weniger

Bewegung an der frischen Luft. „Für

manche Kinder ist das größte Abenteuer

heute mit einem Handy, das nur

noch zwölf Prozent Akku hat, das Haus

zu verlassen“, bedauert der Professor,

der auch die Lebensmittel-Hersteller

in die Verantwortung nimmt: Fast allen

Lebensmitteln sei Fruktose als Sirup

zugesetzt. Der aus Fruchtzucker hergestellte,

verhältnismäßig preisgünstige


Prof. Dr. Hans-Georg Krengel

rät seinen Patienten zu dauerhaft

gesunder Ernährung und viel Bewegung.

Obst, Gemüse und viel Wasser:

Auch im Büro ist eine ausgewogene

Ernährung wichtig.

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Nahrungszusatz sei 20 Prozent süßer als

Traubenzucker, erhöhe den Blutzuckerspiegel

nicht, mache aber dennoch dick.

„Es stellt sich kein Sättigungsgefühl

ein“, bemängelt Prof. Krengel. „Fruchtzucker

hört sich zwar gut an, ist es aber

nicht. Das ist Augenwischerei.“

Dass es vielen trotz guter Vorsätze nicht

gelingt, Gewicht zu verlieren, ist für Prof.

Krengel deshalb vollkommen nachvollziehbar.

Ein Kilogramm Fett entspreche

etwa 9.000 Kalorien. „Wenn man neun

Tage hungert, um ein Kilogramm runterzubekommen,

ist das sehr enttäuschend“,

so der Arzt. Und die Veränderung

würde man nicht mal bemerken.

Diäten sind unsinnig

Diäten hält der Professor ohnehin allesamt

für unsinnig. Viele der Hungerkuren

würden zu einem Mangel an

wichtigen Bestandteilen führen. Auch

Fettabsaugen und Darmtherapien kann

er nichts abgewinnen. „Fett absaugen

bringt nichts“, meint der Mediziner,

„Fettzellen regenerieren und lagern wieder

Fett ein“. Die Krankenkassen würden

einem solchen Eingriff auch nur zustimmen,

wenn wegen des Übergewichts

bereits Lebensgefahr besteht. Ebenso

seien bei sogenannten Darmtherapien

die Heilungschancen schlecht. Prof.

Krengel setzt lieber auf gute Beratung.

„Das Wichtigste ist, dass Übergewichtige

wissen, was gesund ist und was sie

essen sollten.“ Kommen Fettleibige zu

ihm, schaut er zunächst, ob Stoffwechselerkrankungen

zugrunde liegen. Auch

falsche Darmkeime oder genetische Veranlagung

können ihren Teil beitragen.

Allerdings bedauert der Internist: „Meist

kommen Patienten mit Übergewicht erst

dann zu mir, wenn Folgeerkrankungen

schon eingetreten sind.“ Dann gilt es,

auch die zu behandeln.

Obst und Gemüse

statt Kekse und Schokolade

Prof. Krengel wünscht sich schon früher

ein Umdenken. Richtig wäre aus Sicht des

Mediziners, qualitativ hochwertig, aber

dafür weniger zu essen, viel Wasser statt

süße Säfte zu trinken und Bewegung in

den Alltag zu integrieren. Lieber Treppen

als den Fahrstuhl nehmen, besser das

Rad als das Auto. Dazu müsste sich aber

auch gesellschaftlich Grundlegendes

ändern: Der Breitensport sollte ebenso

stärker gefördert werden wie Betriebssport

in den Pausen. In Büros sollten

Obst und Gemüse statt Kekse und Schokolade

der Mitarbeitermotivation dienen.

Außerdem ist Krengel für die Einführung

der oft debattierten Lebensmittel-Ampel.

Schädliche Inhaltsstoffe müssten schon

auf der Verpackung zum Beispiel durch

einen roten Punkt als solche deklariert

werden. Ginge es nach ihm, würde nicht

nur Zigarettenwerbung, sondern auch

Reklame für Süßigkeiten verboten.

Ihre Fachklinik vor Ort

Katholisches Klinikum Essen

Medizinische Klinik I –

Gastroenterologie, Hepatologie

und Ernährungsmedizin

Prof. Dr. Hans-Georg Krengel

Leitender Arzt

Fon: 0201 6400 1900

Mail: h.krengel@kk-essen.de

Marienhospital Altenessen

Hospitalstraße 24

45329 Essen

Gesund in Essen

29


Sie sind herzlich willkommen!

Veranstaltungen

Geschwisterkurs

16. Mai 2017, 25. Juli 2017, 15.00 - 16.30 Uhr, auf der Station A 4.2,

Patienten-Lounge. Weitere Informationen und Anmeldung bei der Kursleiterin

Vanessa Wrobel unter 0171 178 98 90 oder vwrobel@arcor.de.

Babymassage, Fördern und Spielen

Informationen und Anmeldung bei der Kursleiterin Vanessa Wrobel

unter 0171 178 98 90 oder vwrobel@arcor.de.

Regelmäßige Termine

Kreißsaalführung

Erster (werktäglicher) Freitag im Monat, 18.30 – 20.00 Uhr,

Treffpunkt Hörsaal Marienhospital Altenessen

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Weitere Informationen

erhalten Sie im Kreißsaal unter 0201 6400 3860

Trockengymnastik für Herz- und Kreislauferkrankte

Dienstags, 16.30 – 17.30 Uhr und 17.30 – 18.30 Uhr, Philippusstift

Lungensportgruppe

Donnerstags, 14.00 – 15.30 Uhr, Philippusstift

Patientenhochschule

Koronarstents – Welche Blutverdünnung ist erforderlich?

Mittwoch, 12. April 2017, 18.00 - 19.30 Uhr,

St. Vincenz Krankenhaus (Caféteria), Von-Bergmann-Str. 2, 45141 Essen

Referentin: Prof. Dr. Birgit Hailer, Leitende Ärztin der Med. Klinik II

Reisen – Gefahr durch falsche Ernährung

Donnerstag, 27. April 2017, 17.30 - 19.00 Uhr, RREB e. V. im Marienhospital

Altenessen (6. OG, Raum 5 + 6), Hospitalstraße 24, 45329 Essen

Referent: Prof. Dr. Hans-Georg Krengel, Leitender Arzt der Med. Klinik I & IV

Workshop für Gerätemedizin

Dienstag, 2. Mai 2017, 18.00 - 19.30 Uhr, Steinbeis-Hochschule

Essen-Kupferdreh, Prinz-Friedrich-Straße 3, 45257 Essen-Kupferdreh

Krankenhauskeime

Dienstag, 2. Mai 2017, 18.00 - 19.30 Uhr, Marienhospital Altenessen

(Kommunikations- und Gesundheitszentrum, 6. OG), Hospitalstr. 24, 45329 Essen

Referent: Dr. Christoph Weyland, Hygienebeauftragter Arzt

Bauchwand- und Leistenbrüche – Wann ist eine Operation erforderlich?

Mittwoch, 3. Mai 2017, 18.00 - 19.30 Uhr, St. Vincenz Krankenhaus

(Caféteria), Von-Bergmann-Str. 2, 45141 Essen

Referent: Priv.-Doz. Dr. Olaf Guckelberger, Leitender Arzt der Chirurg. Klinik I

Patientenfürsprecher, Beschwerdemanagement, Krankenkasse, Gesundheitsamt

und Co. – Wer hilft mir bei Schwierigkeiten im Gesundheitswesen?

Dienstag, 9. Mai 2017, 18.00 - 19.30 Uhr, Steinbeis-Hochschule

Essen-Kupferdreh, Prinz-Friedrich-Straße 3, 45257 Essen-Kupferdreh

Referenten: Oliver Gondolatsch, 1. Vorsitzender des BBfG e. V. & Detlef Schliffke,

1. Vorsitzender des BPiK e. V. und Patientenfürsprecher am Philippusstift

Tag des Schlaganfalls

Mittwoch, 10. Mai 2017, 18.00 - 19.30 Uhr, Philippusstift (Haus F),

Hülsmannstraße 17, 45355 Essen

Referenten: Christiane Mais, Geschäftsführerin Aphasiker-Zentrum NRW e. V.

und Schlaganfallbüro Ruhr & Priv.-Doz. Dr. Oliver Kastrup, Leitender Arzt der

Klinik für Neurologie

Ein Knoten in der Leber – Wie geht es weiter?

Dienstag, 23. Mai 2017, 18.00 - 19.30 Uhr, Marienhospital Altenessen

(Kommunikations- und Gesundheitszentrum, 6. OG), Hospitalstr. 24, 45329 Essen

Referent: Dr. Armin Thelen, Leitender Oberarzt der Chirurg. Klinik I

Darmkrebs – Kann eine Operation helfen?

Donnerstag, 1. Juni 2017, 18.00 - 19.30 Uhr, Philippusstift (Haus F),

Hülsmannstraße 17, 45355 Essen

Referent: Priv.-Doz. Dr. Olaf Guckelberger, Leitender Arzt der Chirurg. Klinik I

Informationen zu den Terminen finden Sie online unter www.kk-essen.de,

auf unserem Gesundheitsportal www.gesundinessen.de sowie bei Facebook,

Twitter, Google+ und YouTube.

Selbsthilfegruppen

Marienhospital Altenessen:

Selbsthilfegruppe für Frauen (Leben nach Krebs)

Erster Mittwoch im Monat, 15.00 – 16.30 Uhr, Station A 4.2, Patientenlounge

Selbsthilfegruppe für Frauen ab 40 Jahren mit Depressionen

14-tägig mittwochs, 18.00 Uhr

Selbsthilfegruppe für Menschen mit Angst

Dienstags, 18.00 Uhr

Selbsthilfegruppe Lupus Erythematodes

Termine auf Anfrage, monatlich

Selbsthilfegruppe Poly Neuro Pathie (PNP)

Letzter Dienstag im Monat, 18.00 Uhr, 6. OG, Raum 1

Philippusstift:

Selbsthilfegruppe Poly Neuro Pathie (PNP)

Letzter Mittwoch im Monat, 18.00 Uhr, Haus F, Raum 1

Selbsthilfegruppe für Menschen mit Depressionen

14-tägig dienstags

Angehörigengruppe für psychisch Kranke in der Tagesklinik

Fon: 0201 6400 5363

Anonyme Alkoholiker

Montags, 19.30 Uhr

Informationen zu den Selbsthilfegruppen erhalten Sie vom

Katholischen Klinikum Essen unter 0201 6400 1021.

Aphasiker-Zentrum NRW e.V. und Schlaganfallbüro Ruhr,

Laarmannstraße 21, 45359 Essen. Anmeldung unter 0201 6099 422.

Beratungsgruppe für Angehörige von neurologisch erkrankten Patienten

Jeden 1. Mittwoch im Monat, 10.00 – 11.30 Uhr im Aphasiker-Zentrum,

Anmeldung unter 0201 6099 422

Selbsthilfegruppe für Aphasiker und Angehörige

Jeden 1. und 3. Montag im Monat, 15.00 – 16.30 Uhr

Selbsthilfegruppe junger Aphasiker und Schlaganfallpatienten

Jeden 1. und 3. Mittwoch im Monat, 16.30 – 18.00 Uhr

Anmeldung unter 0201 6099 422

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30 Gesund in Essen


Fachkliniken/Leitende Ärzte

Katholisches Klinikum Essen

Philippusstift

Hülsmannstraße 17

45355 Essen

Fon: 0201 6400 1370

Fax: 0201 6400 1390

Mail: info@kk-essen.de

Katholisches Klinikum Essen

Marienhospital Altenessen

Hospitalstraße 24

45329 Essen

Fon: 0201 6400 1310

Fax: 0201 6400 1330

Mail: info@kk-essen.de

Katholisches Klinikum Essen

St. Vincenz Krankenhaus

Von-Bergmann-Straße 2

45141 Essen

Fon: 0201 6400 1340

Fax: 0201 6400 1452

Mail: info@kk-essen.de

Fachkliniken/Leitende Ärzte

Fachkliniken/Leitende Ärzte

Fachkliniken/Leitende Ärzte

Prof. Dr. Andreas Biedler

Klinik für Anästhesie, Intensivmedizin

und Notfallmedizin

Prof. Dr. Birgit Hailer

Medizinische Klinik II

Innere Medizin, Kardiologie,

Angiologie, Rhythmologie

und Gastroenterologie

Priv.-Doz. Dr. Oliver Kastrup

Klinik für Neurologie und

Klinische Neurophysiologie

Dr. Christoph Eicker

Dr. Peter Feldmann

Dr. Peter Kaivers

Chirurgische Klinik II

Orthopädie und Unfallchirurgie,

Hand- und Fußchirurgie

Prof. Dr. Cornelius Wurthmann

Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie

und Psychosomatische Medizin

Dr. Georg Bilitewski

Radiologische Klinik II

Klinik für Radiologie

Priv.-Doz. Dr. Olaf Guckelberger

Chirurgische Klinik I

Allgemein-, Viszeral- und

Gefäßchirurgie

Prof. Dr. Andreas Biedler

Klinik für Anästhesie, Intensivmedizin

und Notfallmedizin

Prof. Dr. Hans-Georg Krengel

Medizinische Klinik I

Gastroenterologie, Hepatologie

und Ernährungsmedizin

Dr. Martin Schütte

Klinik für Gynäkologie

und Geburtshilfe

Prof. Dr. Hans-Georg Krengel

Medizinische Klinik IV

Innere Medizin, Geriatrie

und Pulmonologie

Dr. Winfried Berger

Medizinische Klinik III

Hämatologie und Internistische

Onkologie

Dr. Tarek Azhari

Radiologische Klinik I

Klinik für Diagnostische und

Interventionelle Radiologie

Prof. Dr. Robert Wammack

Klinik für Urologie und

Neurourologie

Priv.-Doz. Dr. Olaf Guckelberger

Chirurgische Klinik I

Allgemein-, Viszeral- und

Gefäßchirurgie

Prof. Dr. Andreas Biedler

Klinik für Anästhesie, Intensivmedizin

und Notfallmedizin

Prof. Dr. Hans-Georg Krengel

Medizinische Klinik IV

Innere Medizin, Geriatrie

und Pulmonologie

Prof. Dr. Birgit Hailer

Medizinische Klinik II

Innere Medizin, Kardiologie,

Angiologie, Rhythmologie

und Gastroenterologie

Dr. Christoph Eicker

Dr. Peter Feldmann

Dr. Peter Kaivers

Chirurgische Klinik II

Orthopädie und Unfallchirurgie,

Hand- und Fußchirurgie

Dr. Tarek Azhari

Radiologische Klinik I

Klinik für Diagnostische und

Interventionelle Radiologie

Gesund in Essen

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PHILIPPUSSTIFT | MARIENHOSPITAL ALTENESSEN | ST. VINCENZ KRANKENHAUS

Ein Haus mit drei Herzen

Ihr Weg zu uns

Unsere drei Krankenhäuser befinden sich im

Essener Norden und sind sowohl mit dem Auto

als auch mit Bus und Bahn sehr gut zu erreichen.

Für eine problemlose Anfahrt stehen Ihnen auf

unserer Website www.kk-essen.de Anfahrtsskizzen,

Lagepläne, Routenplaner und weitere

Beschreibungen zur Verfügung.

Zentren

Chest Pain Unit

EndoProthetikZentrum

Endoskopiezentrum

Gefäßzentrum Marienhospital Altenessen

Hernienzentrum

Krankenpflegeschule

Magen-Darm-Zentrum

Nierensteinzentrum

Onkologisches Zentrum

Pflegedienst Essen

Prostata-Zentrum

Stroke Unit

Traumazentrum Philippusstift und St. Vincenz Krankenhaus

Uni-Brustzentrum

Westdeutsches Kontinenz- und Beckenbodenzentrum

Zertifizierungen

Angehörigenfreundliche Intensivstation Philippusstift

Chest Pain Unit Philippusstift

Chest Pain Unit St. Vincenz Krankenhaus

Deutsche Herniengesellschaft Hernienchirurgie

Endoprothetikzentrum Philippusstift

Endoprothetikzentrum St. Vincenz Krankenhaus

Europäische Gesellschaft für Onkologie ESMO Zertifikat

Gefäßzentrum

Hypertoniezentrum

Stroke Unit

Traumazentrum Philippusstift

Traumazentrum St. Vincenz Krankenhaus

Westdeutsches Magen-Darm-Zentrum

Zertifiziert nach DIN ISO 9001:2015

Notfall

In medizinischen Notfällen wenden Sie

sich bitte an die Integrierte Leitstelle des

Rettungsdienstes, die Sie telefonisch über

112 erreichen.

In weniger dringenden Fällen sowie bei

Arbeits-, Sport- und Schulunfällen stehen

Ihnen rund um die Uhr die Notfall-Ambulanzen

unserer Kliniken zur Verfügung.

Diese sind über unsere Standort-Zentralen

zu erreichen (siehe letzte Innenseite in

diesem Heft).

Bei der Meldung eines Notfalls sollten Sie

unbedingt folgende fünf W beachten:

Wo ist der Notfall passiert?

Was ist passiert?

Wie viele Patienten oder Verletzte?

Welche Probleme oder Verletzungen?

Warten auf Rückfragen

32 Gesund in Essen

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