Bahnsport 05/2017

mce71

Liebe BSA-Leser,
herzlich willkommen zu unserer aktuellen Ausgabe. Schön, dass Sie wieder mit dabei sind.
Hinter uns liegen inzwischen das Eisspeedway-WM-Finale in Heerenveen, der Best-Pairs- und vor allem der Bundesligastart sowie natürlich auch schon das ein oder andere offene Rennen, worüber wir nachfolgend ausführlich berichten.
Zunächst gehen an dieser Stelle also erst einmal unsere Glückwünsche an den „alten“ und neuen Eisspeedwayweltmeister Dimitri Koltakow, der im Finale einmal mehr deutlich gemacht hat, wer der derzeitige Chef im Eis-Oval ist...

46. Jahrgang • D: 4,50 A: 5,00 LUX: 5,00 B: 5,00 NL: 5,00 I: 5,00 (Alle Angaben in Euro) 8,50 CHF • D 3392 E • ISSN 2198–2902

NR. 5/17

SPEEDWAY • SANDBAHN• GRASBAHN • EISSPEEDWAY

EISSPEEDWAY-WM:

Krönung in Heerenveen für Koltakow

+ Roelof-Thijs-Pokal

POSTER:

Eisspeedwayweltmeister

Dimitri Koltakow

SPEEDWAY-BUNDESLIGA:

Auftakt in Landshut + Pocking

SPEEDWAY BEST PAIRS:

Auftakt Torun/PL

LANGBAHN-WM:

Saisonvorschau

Jannick de Jong gewinnt EM-Semi


• Foto: Bert Swarts

28.5. BIELEFELD

INTERNATIONAL TOP BESETZT

Der DMSC Bielefeld e.V. im ADAC präsentiert am 28. Mai 2017 ein internationales

Grasbahnrennen der Extraklasse. Mit zwei internationalen Soloklassen,

den besten europäischen Seitenwagenteams, einem Länderkampf

in der 250-ccm-Jugendklasse, den ambitionierten Nachwuchsfahrern

in der B-Lizenz bis 500 ccm sowie der aus regionalen Fahrern bestehenden

Enduro-Konkurrenz verheißt der Renntag auf dem Leineweberring besonders

spannend und abwechselungsreich zu werden.

Im Fokus der Bahnsportfans wird unter anderem die internationale Lizenzgruppe

A stehen. Hier hat der DMSC Bielefeld e.V. im ADAC bei der Fahrerverpflichtung

insbesondere Piloten aus der aktuellen Langbahn-Weltmeisterschaft

im Blick. Dabei sein werden unter anderem die amtierenden Langbahn-Teamweltmeister

aus den Niederlanden Jannick de Jong, Theo Pijper

und Dirk Fabriek. Aus England kommt der amtierende Grasbahn-Europameister

James Shanes nach Bielefeld und die deutschen Farben vertreten

Stephan Katt und Martin Smolinski. Gerade das Abschneiden von Martin

Smolinski auf dem Leineweberring wird für viele Motorsportfreunde von besonderem

Interesse sein. Der amtierende Deutsche Langbahnmeister und

bisher einzige deutsche Speedway-GP-Gewinner polarisiert durch sein provokantes

Auftreten und wird bei seinen Rennen von vielen Fans unterstützt.

Auch in der internationalen Lizenzgruppe B erwartet die Zuschauer ein ausgeglichenes

Fahrerfeld: Christian Hülshorst, Bernd Diener, David Pfeffer,

der Tscheche Martin Malek oder der Engländer Collum Walker werden ebenfalls

alles daran setzen, auf dem Leineweberring ganz weit nach vorne zu

fahren. Höhepunkt der Veranstaltung auf dem 700-Meter-Grasoval im Bielefelder

Stadtteil Heepen-Baumheide wird dann das große Tagesfinale. Hierfür

qualifizieren sich die fünf Besten der Gruppe A und die Fahrer auf den

Plätzen 1 und 2 der internationalen Gruppe B.

Auch das weitere Eventprogramm auf dem Leineweberring

bietet 2017 eine bunte Vielfalt.

Beim Bielefelder Publikum sehr beliebt sind

die Rennläufe der internationalen Seitenwagen.

Hier konnte der DMSC die derzeit

schnellsten Teams aus Europa verpflichten.

Hervorzuheben sind der amtierende Europameister

William Matthijssen, EM-Vize Markus

Venus, der EM-Dritte Markus Brandhofer und

Mitch Godden. Auch für die Gespannrennen

bietet der Leineweberring mit seinen weiten

Kurvenradien ideale Bedingungen für spektakuläre

Überholvorgänge.

In der B-Lizenz bis 500 ccm ist mit Marcel Sebastian

der Lokalmatador des DMSC Bielefeld

am Start. Er konnte 2015 und 2016 die nationale

Konkurrenz gewinnen und wird auch bei der

diesjährigen Ausgabe seines Heimrennens extrem

motiviert auftreten. Die Läufe der offenen

Enduroklasse stehen in der Enduro-Hochburg

Ostwestfalen-Lippe bei den Fans hoch im

Kurs! Fahrer aus der Region Bielefeld haben

bereits ihre Nennungen abgegeben und wollen

vor großem Publikum möglichst viel Spaß

auf dem Leineweberring haben. Wer am Ende

hier die Nase vorne haben wird, ist allerdings

noch völlig offen, denn mit Björn Breder

(Steinhagen), Stephan Körner (Bestwig) und

Thilo Günter (Bielefeld) stehen drei ehemalige

Tagessieger auf dem Leineweberring am Startband.

Nachwuchsarbeit steht im Vordergrund beim

Rennen der 250-ccm-Klasse der Junioren C.

Mit jeweils zwei Fahrern aus Großbritannien,

Frankreich, Tschechien und Deutschland erwartet

die Fans ein interessanter Länderkampf.

Auch 2017 möchte der DMSC Bielefeld e.V. im

ADAC den Motorradfans auf seinem High-

Speed-Oval erneut Motorradsport allererster

Güte präsentieren. Das Training beginnt am

Sonntagmorgen bereits um 9:15 Uhr, der

Startschuss für die Rennen fällt um 13:30 Uhr.

Die aktuellen Entwicklungen zur Veranstaltung

werden regelmäßig auf der Website des

DMSC Bielefeld e.V. im ADAC veröffentlicht

(www.dmscbielefeld.de). Für Kinder bis zu

12 Jahren in Begleitung eines Erwachsenen ist

der Eintritt übrigens kostenlos.

Termin: 28. Mai 2017

ADAC-Grasbahnrennen Bielefeld,

Leineweberring


6

EISSPEEDWAY

Eisspeedway-WM-Finale 5 in Heerenveen: Dimitri Koltakow holt zum zweiten Mal Gold, Vizeweltmeister

ist Igor Kononow (links), WM-Dritter Dimitri Komisewitsch • Foto: good-shoot.com

WM - Finale 5 Heerenveen/NL 6

Roelof-Thijs-Pokal Heerenveen/NL 10

GRASBAHN

EM - Semifinale Balkbrug/NL 12

SPEEDWAY

Best Pairs Torun/PL 14

Bundesliga Diedenbergen 16

Bundesliga Landshut 18

Ludwigslust, Cloppenburg,

Wittstock 22

Berghaupten, Wolfslake 26

Güstrow, Pocking 27

Neuenknick 28

POSTER

Dimitri Koltakow 24

LANBAHN-WM

Vorschau 40

SONSTIGES

Vorschau Bielefeld 2

People & Facts 4

International 30

Clubnotizen/Notizen 36

Erik Riss bei WACO 38

Vorschauen allgemein 44

Bazar 45

Termine/Impressum 46

Bundesliga-Auftakt am Ostersamstag in Pocking ... und Fortsetzung am Montag in Landshut

22

Foto unten: Rafal Okoniewski (DMV White Tigers) gegen Kevin Wölbert (Wittstock) • Foto: Klaus Goffelmeyer

Titel: Jannick de Jong in Balkbrug • Foto: Daniel Sievers

Poster auf den Mittelseiten: Dimitri Koltakow • Foto: David Reygondeau/good-shoot.com

INHALT & EDITORIAL

Alles neu

macht der Mai

- von Nadine Pfeiffer -

Liebe BSA-Leser,

herzlich willkommen zu unserer aktuellen Ausgabe.

Schön, dass Sie wieder mit dabei sind.

Hinter uns liegen inzwischen das Eisspeedway-

WM-Finale in Heerenveen, der Best-Pairs- und vor

allem der Bundesligastart sowie natürlich auch

schon das ein oder andere offene Rennen, worüber

wir nachfolgend ausführlich berichten.

Zunächst gehen an dieser Stelle also erst einmal

unsere Glückwünsche an den „alten“ und neuen

Eisspeedwayweltmeister Dimitri Koltakow, der im

Finale einmal mehr deutlich gemacht hat, wer der

derzeitige Chef im Eis-Oval ist. Die GP-Premiere in

Heerenveen an sich kann man als absolut gelungen

bezeichnen: tolles Stadion, tolle Stimmung,

tolles Städtchen! Längst wird eine Veranstaltung ja

nicht nur durch das Rennen an sich ausgemacht,

sondern das Gesamtpaket muss einfach stimmen

und dann sind die Fans auch bereit, sich auf den

Weg zu machen. Und dann spielen weder Entfernungen

noch Wetter noch sonst irgendwas eine

Rolle … dann setzt man sich einfach ins Auto und

fährt „aufs“ Rennen – fertig, so einfach ist das!

Hinter mir persönlich liegt aber auch noch eine

jüngst ganz neue Erfahrung, die ich machen durfte.

Da war ich nämlich zu so einer Art „Motorrad-Anlassen“

eingeladen und durfte in diesem Zusammenhang

als Beifahrerin mal meine erste Runde

über die Grasbahn drehen. Und das erwähne ich

aus mehreren Gründen. Zum einen, weil man alles

nur erleben kann, wenn man auch wirklich live vor

Ort ist, und zum anderen, weil das natürlich auch

irre Spaß gemacht hat. Vielen Dank an dieser Stelle

an den Vorstand des MSC Klein-Krotzenburg für

diese Möglichkeit, das Geschehen auch einmal

aus einer ganz anderen Perspektive kennenlernen

zu dürfen. Überhaupt sind solche Perspektivwechsel

nicht nur spannend, sondern im Gesamten eine

Bereicherung, auch mal aus einem ganz anderen

Blickwinkel etwas zu betrachten.

Es war also schon einiges los und das obwohl die

Saison so richtig erst noch im Kommen ist. Und das

ist ja das Schöne, diese Vorfreude, die man schon

so in sich trägt, wohl wissend, jetzt geht’s bald

richtig los. Und das finde ich toll, dieses Freuen …

Und da haben wir in nächster Zeit auch wirklich allen

Grund dazu. Vor uns liegen nämlich wahnsinnig

tolle Rennevents, wo ich Ihnen nur nahelegen

kann, diese auch zu besuchen! Tolle Menschen,

auf die man dort trifft, und hautnahe Race-Action,

all das ist Bahnsport!

Der Mai bringt uns also (endlich) die neue Sommersaison

und zu deren Gelingen können wir alle –

jeder für sich – unseren Teil dazu beitragen. Indem

wir in die Stadien gehen, indem wir unsere Fahrer

und die Clubs unterstützen und indem wir immer

offen und ehrlich kommunizieren. All das in Summe

ergibt ein Miteinander, ohne das es nicht geht

und für dieses Miteinander ich mich an dieser Stelle

auch mal gerne herzlich bedanken möchte. Wir

sind stolz darauf, Ihr Fachmagazin zu sein und

freuen uns ein ums andere Jahr, mit Ihnen allen gemeinsam

die Saison bestreiten zu dürfen!

Wir wünschen allen Fahrern unfallfreie Fahrt, allen

Veranstaltern ein volles Haus und Ihnen –unseren

Lesern – viel Spaß mit unserer aktuellen Ausgabe.

Und darüber hinaus natürlich auch viel Spaß auf

den Rennplätzen!

MfG

Nadine P.

Mai '17 BAHNSPORT AKTUELL 3


PEOPLE & FACTS

Endlich ... ein Eisspeedwaybuch:

Mr. Good-shoots Saisonrückblick

Es war schon lange der Wunsch

des FIM-Fotografen David Reygondeau,

ein Eisspeedwaybuch mit

tollen Fotos herauszubringen. Dieses

Jahr hat es nun endlich geklappt

und sein Werk erscheint unter

dem Titel „Season Review

2017“. Das Buch wird zirka 120

Seiten haben (Format 24 x 33 cm).

Es beinhaltet Fotos aller Eisspeedway-WM-Finals,

des Team-WM-Finals,

ein Interview mit Weltmeister

Dimitri Koltakow und einen Technik-Report

sowie Porträts aller

WM-Piloten. Also, nicht lange warten

und noch heute reservieren!

Preis: 35,00 Euro + Versandkosten

Maße: 24 x 33 cm

Umfang: 120 Seiten

Limitierte Auflage (in englischer

Sprache)

Reservierungen nur per E-Mail:

david@reygondeau.com

Nach Sturz beim MX-Training:

Saison vorbei für Luca Bauer

Bei den Grand Prix Nummer 7 und

8 in Berlin waren sie gemeinsam

am Start, der „große und der kleine“

Bauer, Vater Günther und

Sohn Luca Bauer. Als Wildcardfahrer

konnte der 18-jährige Luca

aber nicht viel ausrichten gegen

die harte Konkurrenz in der Eisspeedway-WM.

Immerhin einen

Punkt konnte das Talent aus Schleching

einfahren.

Zum Saisonabschluss in Heerenveen

fehlte Luca Bauer sowohl

beim Roelof-Thijs-Pokal als Fixstarter

als auch bei den GP 9 und

10 als Nummer 3 der Substitute

List. Der Oberbayer aus dem Landkreis

Traunstein hatte sich am

Sonntag zuvor beim Motocrosstraining in Österreich böse am Bein verletzt,

sodass er für längere Zeit eine Schiene tragen muss.

„Der Luca wollte das schöne Wetter zum Training in der Arena Stegenwald

im Salzburger Land ausnutzen und da ist er leider gestürzt“, erklärte Vater

Günther am Rande der WM-Läufe in Heerenveen, „die medizinischen

Untersuchungen haben dann ergeben, dass der Schienbeinkopf total zusammengestaucht

wurde. Dr. Schulz in Oberaudorf sagte, er wäre kurz

vor dem Auseinanderbröseln gewesen. Dazu sei das Innenband aus- oder

abgerissen, mitsamt dem Meniskus, und das Kreuzband wäre eingerissen.“

Nach Angaben des behandelnden Arztes sei eine Operation nicht nötig

gewesen. Luca Bauer muss jetzt die Schiene tragen, danach würde man

nach einer weiteren Kernspintomographie sehen, wie weit der Heilungsprozess

gediehen sei und dann weitere Entscheidungen treffen.

• Text u. Foto: Rudi Hagen

Team Niederlande

mit drei Youngstern

Beim Eisspeedway-Saisonabschluss in Heerenveen (NL) waren die Niederlande

am Freitagabend beim Roelof-Thijs-Pokal mit gleich vier Fahrern

vertreten. Neben Routinier Simon Reitsma (47) aus Sint Annaparochie

tummelten sich drei Youngster auf dem harten Eis im neuen „Thialf“.

Einmal der 17-jährige Bart Schaap aus Callantsoog, der von einem sehr

großen Fan-Club auf der Tribüne unterstützt wurde, und dann der gleichaltrige

Jimmy Tuinstra aus dem friesischen Tzummarum. Vater Johnny

Tuinstra, bis 2011 selbst Einsatzfahrer in der Eisspeedway-WM, betreute

seinen Sohn am Rande.

Und dann war da noch Jasper Iwema. Der mittlerweile 27-jährige und nur

50 Kilogramm schwere Niederländer aus Hooghalen bei Assen ist vom

Straßenrennsport zum Eisspeedway gewechselt. „Eisspeedway ist noch

echtes Racing, das macht einfach ganz viel Spaß“, sagte der nur 1,67 m

große ehemalige Moto3-GP-Fahrer, der insgesamt 88 Einsätze in der kleinen

WM-Klasse hinter sich hat.

Bei seinen Einsätzen am Sonnabend und am Sonntag in Heerenveen hatte

der Niederländer das Publikum jedenfalls auf seiner Seite, angesichts

seines beherzten Auftretens und seines sauberen Fahrstils. Wenn er es

dann nicht übertrieb und in den Ballen landete. Betreut und technisch versorgt

wird Iwema von Landsmann und Ex-Eisspeedwayfahrer René Stellingwerf,

der auch sein Motorrad zur Verfügung stellte.

• Text u. Foto: Rudi Hagen

Krasnikow ist russischer Meister

2012 wurde Nikolaj Krasnikow zum achten und letzten Mal Eisspeedwayweltmeister

und spätestens seitdem betrachtet er sich selbst als „Hobbyfahrer“.

Der mittlerweile 32-Jährige macht sich tatsächlich auf Eisbahnen

immer rarer, bestreitet aber immerhin einige Rennen in der Saison. Jetzt

scheint es, als hätte der Ausnahmesportler eine neue Sportdisziplin gefunden,

die seine Zeit immer mehr in Anspruch nimmt. Es sind Snowmobilrennen.

Zwischen Februar und April wurde die russische Meisterschaft

4 BAHNSPORT AKTUELL Mai '17


in dieser Sportart ausgetragen und Krasnikow nahm in der Klasse SPORT

daran teil. Auf einer LYNX-Maschine finnischer Herstellung bestritt der

Russe insgesamt sieben Rennen und seine Leistung war imponierend.

Krasnikow holte vier Siege und kreuzte dreimal als Zweiter die Ziellinie.

Mit diesem Resultat holte der 32-Jährige den russischen Meistertitel. Wir

gratulieren!

• Text: Georg Dobes; Fotos: privat

Tobias Kroner

ist schnell und intelligent

Tobias Kroner gewann kürzlich zusammen

mit seinem jungen Partner

Lukas Fienhage das Speedway-Paarrennen

in Wittstock. Für

den 31-jährigen Dohrener war es

nicht einfach, sich in die neue Saison

einzufinden, da bei ihm das

duale Studium zum Betriebswirt

im Vordergrund steht.

„Ich habe mich im Winter körperlich

sehr gut vorbereitet, aber der

Start in die Saison in Polen war

doch eher holprig“, gesteht Tobias

Kroner im Gespräch mit BSA, „mit

Torun war ich persönlich gar nicht

zufrieden. Aber ich habe in den

letzten drei März-Wochen meine abschließenden Prüfungen an der Uni

gehabt, dafür musste ich viel Zeit investieren. Wenn man im Speedway

mithalten will, muss man schon zu 100 Prozent im Kopf frei und voll risikobereit

sein.“

In Wittstock löste sich Kroners innere Spannung im Laufe des Rennens auf

und er fand, wie er sagte, wieder den Spaß an der Pace zurück. Vielleicht

auch, weil seine Abschlussnote an der Uni jetzt schon bei 1,5 liegt. Es fehlt

nur noch die Note der abschließenden Bachelor-Arbeit, und die zählt

„nur“ zehn Prozent. In dieser Saison fährt Tobias Kroner wieder in der

Bundesliga für die Wikinger aus Brokstedt, im Team Cup für das neue

Emsland Speedwayteam Dohren und in der Best-Pairs-Serie für das City

(Casino) Team. • Text u. Foto: Rudi Hagen

Terminänderung

Speedway U21-WM

Die Qualifikationsrunde 2 am 20. Mai findet nicht wie ursprünglich

geplant in Badia Calavena, sondern in Terenzano/Italien statt.

British Speedway im TV

Erst am 5. April gab der BT Sport die Termine für seine Speedway-Live-

Übertragungen bekannt. Der am 1. August 2013 gegründete britische Bezahlsender

gehört zur British Telecommunications AG. Insgesamt werden

34 Rennen live gesendet. Wie schon im Vorjahr sind das alle zwölf FIM-

Speedway-Grand-Prix und auch die vier Rennen des Monster Energy FIM

Speedway World Cup. Erstmals wird BT Sport in dieser Saison auch Matches

der SGB Premiership übertragen, die in den Jahren zuvor von Sky

Sports gesendet wurden. Zum BT Sport’s Speedway Team gehören die

Moderatoren Natalie Quirk und Suzi Perry. Scott Nicholls wird bei den

Grand Prix und beim World Cup als Analyst im Studio dabei sein. Vorort

werden die Rennen von Nigel Pearson und Kelvin Tatum kommentiert. Für

die SGB Premiership sind 18 Live-Rennen eingeplant. BT Sport beginnt

mit seinen Ligaübertragungen allerdings erst sehr spät am 19. Juni mit

dem British Final in Manchester.

Folgende Live-Übertragungen sind geplant: Poole - Belle Vue (26.6.),

Wolverhampton - Rye House (10.7.), Leicester - Swindon (17.7.), Belle Vue -

Wolverhampton (24.7.), unbekannt (31.7.), King’s Lynn - Somerset (7.8.),

Somerset - Leicester (14.8.), Swindon - Kings Lynn (21.8.), Rye House -

Poole (28.8.), unbekannt (4.9.), SGB Premiership Halbfinale 1, 1. Rennen

(11.9.), SGB Premiership Halbfinale 2, 1. Rennen (18.9.), Premiership

Halbfinale 1 und 2, 2. Rennen in Konferenzschaltung (25.9.), Relagations-

Play-off-Finale, 1. Rennen (2.10.), Relegations-Play-off-Finale, 2. Rennen

(4.10.), SGB Premiership Grand Final, 1. Rennen (9.10.), SGB Premiership

Grand Final, 2. Rennen (11.10.).

Die Rennen im UK und Irland können im Fernsehen, am PC/Mac auf

BTSport.com und mit der BT Sport App empfangen werden.

• Andreas Fahldiek

Joonas Kylmäkorpi

verkündet seinen Rücktritt

Viermal in Folge gewann Joonas

Kylmäkörpi zwischen 2010 und

2013 die Langbahnweltmeisterschaft.

Jetzt erklärte der Finne seinen

Rücktritt.

„Für mich war es das“, gab Joonas

Kylmäkörpi jetzt bekannt, „im Dezember

war ich in einen schrecklichen

Trainingsunfall verwickelt

und habe mir dabei den Oberschenkel

und das Becken gebrochen.“

Zwei Operationen waren

nötig, aber die Wiederherstellung

verlief nicht so, wie sich das der

mittlerweile 37-jährige Finne erhofft

hatte. Kylmäkörpi: „Die Ärzte

taten nach dem Crash alles, was

möglich war, aber sämtliche Anstrengungen

waren umsonst, die

Verletzungen bedeuten mein Karriereende.“

Der vierfache Langbahnweltmeister war 2015 auf gutem Weg, sich seinen

fünften WM-Titel zu holen, verletzte sich aber bei einem Ligarennen in Dänemark

an den Bandscheiben. Die Saison war damit für ihn beendet. Danach

war er weiter als Speedway-Profi tätig, wollte aber keine Langbahnrennen

mehr fahren. Im November 2016 vergab die FIM überraschend eine

Dauer-Wildcard für die Langbahn-WM 2017 an Kylmäkorpi, der daraufhin

erklärte, zurückkehren zu wollen. Dann aber kam der Trainingsunfall

dazwischen. Der in Andorra lebende Ex-Champion stürzte bei der Vorbereitung

auf das Dirt-Track-Rennen „Superprestigio“ in Barcelona.

„Ich bin stolz auf das, was ich im Sport erreicht habe“, sagt Joonas Kylmäkorpi

heute, „ich habe für meine Ziele hart gearbeitet und alle erreicht. Ich

habe zwar über die Jahre gelernt mit Schmerzen zurechtzukommen, aber

mein Körper sagt heute nein, obwohl ich vom Kopf her noch motiviert bin.

Der Rücktritt lag nicht in meinen Händen, ich akzeptiere ihn ohne Traurigkeit.“

• Text: Rudi Hagen; Foto: Daniel Sievers

Dmitri Tschatschin, der Kämpfer

Dmitri Tschatschin ist sicherlich

noch vielen als kämpferischer Fahrer

für Deutschland aus dem Eisspeedwaysport

bekannt. Der junge

Russe stand unter den Fittichen

von Sergej Kasakow und erkämpfte

mit dem deutschen Team und

auch in der DM einige Medaillen.

Im Anschluss an seine Eisspeedwaykarriere

wechselte er zum Supermoto

und war dort erfolgreich

unterwegs, bis ihn ein bitteres

Schicksal ereilte. Bei einem

schweren Sturz beim Motocross in

Landshut zog er sich einen Bruch

des zwölften Brustwirbels mit Rückenmarkquetschung zu. Nun ist er an

den Rollstuhl gefesselt. Diesem Schicksal möchte Dmitri entfliehen. Er

will wieder laufen, für seine Familie und natürlich für sich und seine

Freunde. Ein neuartiges Gerät aus der Physiotherapie wäre die große

Chance für ihn, den Kampf auch zu gewinnen, wenn da nicht der Preis von

72.000 Euro wäre. Aber glücklicherweise gibt es ja uns, die Bahnsportfans.

Diese sind hiermit eingeladen, für Dmitri zu spenden, um ihn beim

wieder Laufenlernen zu unterstützen. Parallel laufen Spendenaktionen in

der Schweiz und in Moskau. Es wäre doch gelacht, wenn diese Aktion in

Deutschland bei Motorsportfans und Firmen nicht auch auf große Spendenbereitschaft

stoßen würde. Jeder Euro ist ein Schritt in ein Rollstuhlfreies

Leben. • Text: Anita Geyer; Foto: privat

Dmitri sagt schon jetzt DANKE.

Spendenkonto Dmitri Tschatschin:

• IBAN: AT033445500004401642 • BIC: RZOOAT2L455

Mai '17 BAHNSPORT AKTUELL 5


EISSPEEDWAY-WM

Finale 5 - Heerenveen/NL

Weltmeister Dimitri Koltakow mit Papa

(ganz rechts) und Fans und Freunden aus Berlin

Mit „Mr. good-shoot“

(mal vor der Kamera)

Eislegende Per-Olov Serenius (links) und

Teamchef und Sponsor Witali Russkich

(WM-Dritter 1987) gratulieren

6 BAHNSPORT AKTUELL Mai '17


WM

Titel

Nr. 2 für

Koltakow

Dimitri Koltakow holte im supermodernen Thialf-Eisstadion im holländischen Heerenveen seinen zweiten WM-Titel.

Ein böser, unverschuldeter Sturz brachte Franky Zorn um den 5. WM-Rang.

• Fotos: David Reygondeau / good-shoot.com

Mai '17 BAHNSPORT AKTUELL 7


EISSPEEDWAY-WM

Franz Zorn verlor in Heerenveen seinen 5. WM-Rang, nachdem er nach

einer Kollision mit Niklas Svensson (außen) nicht mehr voll fahren konnte

Nachdem das alte Eisstadion in Assen abgerissen

worden war, standen die niederländischen

GP-Rennen auf der Kippe. Zum Glück gelang es

dem Präsidenten des Organisationskomitees

Theo Verdegem, einen neuen Austragungsort

zu finden. Und so fand zum ersten Mal ein GP-

Rennen im supermodernen Thialf-Eisstadion in

Heerenveen statt. Aber schon einmal, und zwar

genau vor 30 Jahren, war in der Sportstätte eine

Eisspeedway-WM-Veranstaltung ausgetragen

worden. Damals kämpften die besten Eisspeedwayteams

der Welt in Heerenveen um den Titel.

Dimitri Koltakow hatte vor dem GP-Wochenende

in den Niederlanden 8 Punkte Vorsprung auf

Igor Kononow und war guter Dinge. „Die Technik

läuft sehr gut und ich hoffe, dass ich mich im

Kampf gegen Igor durchsetzen werde“, sagte

der 26-Jährige nach dem Training. Und tatsächlich,

der WM-Führende gab am Sonnabend eine

Galavorstellung. Koltakow fand auf der 370 Meter

langen Bahn keinen Bezwinger und erkämpfte

ein fabelhaftes Punktemaximum. Obwohl

Igor Kononow auch ein sehr gutes Rennen

absolvierte, musste sich der Pilot von Mega-Lada

seinem Landsmann beugen. Damit war die

Vorentscheidung zugunsten von Koltakow gefallen,

denn der in Kurgan geborene und lebende

Pilot hatte vor der abschließenden GP-Runde

bereits 10 Zähler mehr auf dem Konto als Kononow.

Der WM-Führende ließ am Sonntag

nichts mehr anbrennen. In Lauf 8 schlug Koltakow

wieder Kononow und als er in Rennen 14

als Erster ins Ziel kam, konnte er seinen zweiten

WM-Titelgewinn feiern. Aber Koltakow machte

weiter wie bisher. Die Qualifikation schloss er

mit 15 Punkten ab und ließ auch im Semifinale

seinen Gegnern nicht den Hauch einer Chance.

Auch im Endlauf setzte sich Koltakow gleich an

Drei, die immer

für Action sorgten:

Jan Klatovsky, Harald Simon

und Niklas Svensson

die Spitze und nach drei Runden hätte man fest

davon ausgehen können, dass er wieder ein

makelloses Maximum holen würde. Doch dann

ließ seine Konzentration etwas nach und der

Russe rutschte in der Zielkurve aus. Der Sturz

hatte logischerweise keinen Einfluss mehr auf

den WM-Endstand, aber Koltakow musste sich

mit dem unbeliebten 4. Tagesrang begnügen.

„Ich freue mich sehr, dass ich wieder Weltmeister

bin. Ich möchte mich bei meinem Team bedanken,

aber vor allem bin ich meinem Vater

Sergej und meinem Mechaniker Marat Ganejew

dankbar“, sagte Kononow. Im Vorjahr verlor

Koltakow den Kampf um die Goldmedaille gegen

Dimitri Komisewitsch denkbar knapp. Er

hatte damals nur einen Punkt weniger auf dem

Konto. In dieser Saison hatte Koltakow am Ende

15 Punkte Vorsprung vor Kononow und 31 vor

Komisewitsch. „Vor allem hat sich meine Einstellung

zum Rennen geändert. Ich kalkuliere

nicht mehr, sondern will aus jedem Lauf ein Maximum

herausholen. Meine Technik lief einwandfrei

und ich hatte etwas Glück, denn ohne

Glück geht es nicht. Natürlich haben wir vor der

Saison sehr hart gearbeitet und das hat sich

ausgezahlt. Auch logistische Abläufe haben wir

deutlich optimiert. Zum Beispiel hatten wir vor

dem Rennen in Heerenveen drei Wochen Rennpause

und in dieser Zeit im Ausland trainiert“,

gab der glückliche Fahrer die Gründe seiner

Überlegenheit preis.

Igor Kononow fuhr am Sonntag im zweiten Semifinallauf

über die Innenlinie und wurde disqualifiziert,

aber der 29-Jährige sicherte sich

schon vorher die Silbermedaille. Auch er war

mit seinem Resultat sehr zufrieden, denn es

war wohl die beste Eissaison seiner bisherigen

Laufbahn. Es ist Kononows zweiter Vize-WM-Titel.

2011 unterlag er nur Nikolaj Krasnikow.

Nachdem Koltakow sich im Finale selbst um den

Tagessieg brachte, kreuzte Dimitri Komisewitsch

als Erster die Ziellinie. Der Vorjahres-

Weltmeister musste sich diesmal mit dem

3. WM-Gesamtrang begnügen. Es ist bereits die

sechste Bronzemedaille von „Komi“. Dinar Walejew

wurde in seinem WM-Debütjahr Vierter.

Am ersten Renntag holte der 21-Jährige Tagesplatz

4 und am Sonntag meldete er sich hinter

Komisewitsch als Zweiter im Ziel.

Franz Zorn lag nach dem Berliner GP-Wochenende

in der WM-Wertung an 5. Stelle und war

nach dem Training zuversichtlich. Im ersten

Lauf startete der Österreicher schwach und lag

zunächst an letzter Position, konnte jedoch Ove

Ledström und Stefan Svensson niederringen

und 2 Punkte schreiben. Das nächste Rennen

wurde dem Saalfeldener, der von der Außenbahn

fuhr, zum Verhängnis. Eingangs der Startkurve

wurde es eng und Niclas Svensson sowie

Zorn stürzten spektakulär. Beide Fahrer konnten

zum Glück die Bahn auf eigenen Beinen verlassen

und ihre Läufe fortsetzen, aber der Österreicher

verletzte sich dabei schmerzhaft an

der Schulter. Er übte harte Kritik an der Fahrweise

des Schweden. „Der Svensson macht immer

dasselbe. Er macht den Start und fährt nicht

links. Für Eisspeedway braucht man nicht so intelligent

zu sein, um zu wissen, dass man nach

dem Start links fährt und nicht gerade aus. Ich

verstehe das nicht.“ Zorn erreichte mit seiner

Reservemaschine das Semifinale, konnte aber

die Russen nicht gefährden und wurde Tagessiebter.

Daniil Iwanow, der vor dem Rennen

WM-Sechster war und 6 Zähler Rückstand auf

Zorn hatte, konnte an diesem Renntag nur einen

Punkt gutmachen. Am Sonntag war offensichtlich,

dass der 46-jährige Österreicher

mehr mit den Schmerzen als mit den Rivalen zu

kämpfen hatte. Franky zog immerhin mit dem

Reservebike ins Semifinale ein, kam dort aber

nicht über den 3. Rang hinaus. „Ich habe eine

kaputte Schulter. Iwanow musste in Kasachstan

deswegen aussetzen. Bei mir ist es nicht so

schlimm, Gott sei Dank. Fahren kann man aber

nicht mehr hundertprozentig. Man hat keine

Kraft, weil die Schulter schmerzt. Das ist Wahnsinn“,

sagte der Österreicher. Iwanow witterte

seine Chance und fuhr am Sonntag deutlich

besser als noch am Vortag. Auf einmal konnte er

auch zweimal Walejew schlagen. Im Endeffekt

erreichte der 30-Jährige den Endlauf und wurde

Tagesdritter. In der WM-Wertung konnte er Zorn

überholen und wurde mit 2 Zählern Vorsprung

Gesamtfünfter.

Günther Bauer hatte sich vor dem Wochenende

im Thialf-Eisstadion einiges ausgerechnet, hatte

jedoch an beiden Renntagen große technische

Probleme. Sowohl am Sonnabend als

auch am Sonntag erzielte der Schlechinger jeweils

5 Punkte und schied nach den Qualifikationen

aus. „Ich habe keine Ahnung, warum es

so schlecht gelaufen ist. Das war das schlechteste

Wochenende vom ganzen Jahr. Wir haben

zu keiner Zeit den Speed gefunden und das Motorrad

war schlicht und einfach unfahrbar. Wir

hatten permanent das Problem, dass uns das

Vorderrad einklappt und haben nicht herausgefunden,

warum. Wir haben an Reifen und Fahrwerk

alles Mögliche umgestellt. Es war einfach

nicht zu finden und das Ganze war total beschissen“,

sagte der sehr enttäuschte Pilot. Der

Bayer wurde letztendlich WM-Achter.

Harald Simon musste dem Team-WM-Finale verletzungsbedingt

fernbleiben, war aber in Holland

wieder dabei. Am Sonnabend bot der

Waldviertler eine starke Leistung. Er hatte zwei

8 BAHNSPORT AKTUELL Mai '17


Siege vorzuweisen und qualifizierte sich mit 11 Zählern fürs

Semifinale. Dabei konnte er unter anderem Walejew bezwingen.

In Heat 21 stürzte der 50-Jährige in der zweiten

Kurve, wurde disqualifiziert und schied aus. Simon wurde

Tagesfünfter. Am zweiten Renntag lief es für den Österreicher

nicht mehr so rund. In Lauf 7 wurde er wegen Überfahrens

der inneren Bahnbegrenzung disqualifiziert. Simon

protestierte heftig dagegen, aber Referee Krister Gardell

änderte seine Entscheidung nicht. Mit insgesamt 7 Punkten

verpasste der Waldviertler das Semifinale knapp und belegte

Rang 9. Diese Platzierung belegte er auch in der WM-

Endwertung. „Ich habe mich die letzten drei Wochen gut erholt.

Ich denke, gestern bin ich gut gefahren und habe das

Semifinale erreicht. Heute war eigentlich auch alles gut, bis

auf die Disqualifikation. Es war ungerecht. Mit meiner Leistung

in dieser Saison bin ich auf alle Fälle zufrieden. Ich hatte

die ganze Zeit ja irgendwelche Verletzungen“, sagte Harry

nach dem Rennen. Wir hoffen, Simon kommende Saison

erneut in Aktion zu erleben. Er hat noch keine Entscheidung

getroffen, ob er seine sportliche Laufbahn fortsetzen wird.

Max Niedermaier war nach den Rennen in Berlin-Wilmersdorf

WM-Zehnter und kam mit dem Ziel nach Holland, diese

Position erfolgreich zu verteidigen. Schon nach seinem

zweiten Auftritt am Sonnabend musste der Deutsche Meister

seine Pläne revidieren. In der zweiten Runde stürzte er

und schlug dabei hart auf die linke Schulter auf. Mit

Schmerzen quälte sich der Edlinger durch den Abend und

schrieb an beiden Renntagen insgesamt nur 5 Punkte. Auf

seinen letzten Lauf am Sonntag verzichtete er sogar ganz.

Im Endeffekt schloss Niedermaier als Zwölfter die WM-Saison

ab. Es ist jedoch die beste Platzierung, die Max bisher

in der WM erzielen konnte. Für Johann Weber verlief der erste

Renntag zum Abhaken. Im Auftaktlauf kämpfte der

32-Jährige mit Jan Klatovsky um die Führung, aber in der

zweiten Runde stürzte er und wurde ausgeschlossen. Dabei

wurde sein Vorderrad beschädigt und auch gesundheitlich

ging es ihm nicht mehr gut. Im nächsten Heat wurde er wegen

Zeitüberschreitung disqualifiziert. Danach absolvierte

„Eishans“ noch einen Lauf, bevor er das Handtuch warf. Am

Sonntag kam der Schlierseer immerhin auf 4 Punkte, hatte

aber auch da einen Sturz und eine Disqualifikation zu beklagen.

Stefan Svensson lag in Führung, dann griff Weber in

der Zielkurve an. Dabei berührte er den Skandinavier und

beide verschwanden unter den Strohballen. Letztendlich

wurde Hans Weber WM-Vierzehnter.

Stefan Svensson qualifizierte sich an beiden Tagen fürs Semifinale

und festigte seinen 7. WM-Gesamtrang. Sein Sohn

Niclas zog am Sonntag ins Semifinale ein und wurde Tagessiebter.

Der 26-Jährige belegte schließlich WM-Platz 10, gefolgt

von seinem Landsmann Ove Ledström. Jan Klatovsky

erzielte am Wochenende insgesamt 10 Punkte und beendete

die Eissaison als WM-Dreizehnter. Timo Kankkunen fuhr

im Thialf-Eisstadion für den verletzten Jimmy Olsén. Der

59-jährige Finne kam insgesamt auf 5 Punkte.

Die Organisatoren schickten Simon Reitsma als Wildcard-

Fahrer aufs Eis, aber erwartungsgemäß war er für die GP-

Teilnehmer kein ebenbürtiger Gegner. Der Niederländer erzielte

nur einen Zähler, als er am Sonnabend nach dem

Sturz von Weber im Re-run Dritter wurde. Nach seinem guten

Abschneiden beim Roelof-Thijs-Pokal kam Jasper Iwema

als Reservist insgesamt dreimal zum Einsatz. Der Publikumsliebling

erkämpfte dabei einen Punkt, als Niedermaier

stürzte. Am ersten Renntag lieferte er sich in Heat 15 einen

spannenden Fight mit Ledström um Position 3, ehe er in

der Zielkurve ins Straucheln kam und sich vor einem Sturz

retten musste. Dabei fuhr der 27-Jährige ins Innenfeld und

wurde disqualifiziert. Am nächsten Tag überholte Iwema in

Heat 19 Bauer innen, kam jedoch in der vorletzten Kurve zu

Fall. Der zweite Reservist Bart Schaap bestritt zwei Läufe,

blieb allerdings ohne Punkte.

Die Wahl des Thialf-Stadions als GP-Austragungsort war ein

Schuss ins Schwarze. Die Organisatoren von Stichting Ijsspeedway

Assen leisteten in Heerenveen eine tolle Arbeit

und wir freuen uns schon auf das nächste Eisspeedway-Wochenende

(6. bis 8. April 2018) im „Thialf“. Am Sonnabend

sahen sich rund 8000 Zuschauer das Rennen an. Am nächsten

Tag waren 5500 Fans vor Ort.

• Texte: Georg Dobes; Fotos: David Reygondeau / good-shoot.com

AM RANDE

Die Austragung der Eisspeedway-GP im modernen

Thialf-Eisstadion in Heerenveen

könnte zum Meilenstein werden, um Eisspeedwayrennen

in Westeuropa populärer

zu machen. Das Stadion wurde 1967 als Freiluftarena

gebaut. 1986 wurde die Eisbahn

überdacht und die letzte Renovierung fand

vor einem Jahr statt. Das Eisstadion wird vor

allem für Eisschnelllaufprädikate genutzt.

Man sagt, die Sportstätte in Heerenveen hat

sehr schnelles Eis. Angeblich sollen nur die

Eisbahnen in Calgary und Salt Lake City

schneller sein. Sie liegen allerdings höher

und haben aufgrund eines niedrigeren Luftdruckes

bessere Bedingungen. Neben Eisschnellläufern

finden im Thialf-Eisstadion

auch Eishockeyspieler ihr Zuhause.

STATISTIK WM 2017

GP-Siege: Koltakow 4, Kononow 4,

Komisewitsch 2.

Podestplätze: Koltakow 9 (4-5-0),

Komisewitsch 9 (2-1-6), Kononow

7 (4-3-0), Walejew 3 (0-1-2), Iwanow

2 (0-0-2).

Finalteilnahmen: Koltakow 10, Komisewitsch

9, Kononow 8, Walejew

6, Iwanow 4, Zorn 3.

Semifinalteilnahmen: Koltakow 10,

Kononow 10, Komisewitsch 10, Walejew

10, Zorn 9, Iwanow 8, S.Svensson

5, Bauer 4, Simon 3, N.Svensson

3, Ledström 2, Krasnikow 2, Toloknow

2, Weber 1, Olsén 1.

EISSPEEDWAY-WM

Endstand nach Heerenveen/NL - 1./2.4.2017

Pl./Name Nat. F1 F2 F3 F4 F5 F6 F7 F8 F9 F10 Ges.

1. Dimitri Koltakow RUS 18 19 17 18 14 19 21 20 21 18 185

2. Igor Kononow RUS 15 13 20 19 15 21 18 17 19 13 170

3. Dimitri Komisewitsch RUS 18 18 14 16 13 15 11 17 16 16 154

4. Dinar Walejew RUS 12 16 13 11 12 13 16 16 11 15 135

5. Daniil Iwanow RUS 17 13 12 14 0 0 12 11 11 16 106

6. Franz Zorn A 12 11 9 6 11 13 11 12 10 9 104

7. Stefan Svensson S 6 7 6 7 7 11 7 8 9 10 78

8. Günther Bauer D 7 6 5 4 10 10 6 8 5 5 66

9. Harald Simon A 3 4 1 4 8 5 9 1 11 7 53

10. Niclas Svensson S 2 7 6 8 2 0 2 6 7 9 49

11. Ove Ledström S 4 0 5 6 9 8 2 4 5 4 47

12. Max Niedermaier D 4 5 5 2 6 5 7 4 3 2 43

13. Jan Klatovsky CZ 2 2 2 0 4 4 4 6 6 4 34

14. Johann Weber D 1 0 2 2 4 6 8 2 0 4 29

15. Nikolaj Krasnikow* RUS 13 15 28

16. Jimmy Olsen S 7 6 7 20

17. Nikita Toloknow* RUS 9 10 19

18. Timo Kankkunen FIN 2 3 5

19. Wladimir Cheblokow** KAZ 3 4 7

20. Artem Akulow** RUS 6 6

21. Pavel Nekrassow* KAZ 2 3 5

22. Markus Jell** GER 1 1

Mikhail Litwinow** RUS 0 1 1

Luca Bauer* GER 1 0 1

Tobias Busch** GER 1 1

Jasper Iwema** NL 1 0 1

Simon Reitsma* NL 1 0 1

28. Juri Oleynik** RUS 0 0 0

Iwan Bolschakow** RUS 0 0 0

Denis Slepuchin** KAZ 0 0 0

F9 - Heerenveen/NL: SF1: Koltakow, Walejew, Zorn, Simon S/D; SF2: Kononow, Komisewitsch, Iwanow, S.Svensson; Finale:

Koltakow, Kononow, Komisewitsch, Walejew A.

F10 - Heerenveen/NL: SF1: Koltakow, Komisewitsch, N.Svensson, S.Svensson; SF2: Iwanow, Walejew, Zorn, Kononow D;

Finale: Komisewitsch, Walejew, Iwanow, Koltakow S.

*) Wildcard, **) Bahnreserve


EISSPEEDWAYRoelof-Thijs-Pokal Heerenveen/NL

P

Premiere

Eduard Krysow holte im Thialf-Eisstadion

den Pokal. Sebastian Gegenbauer

erreichte das Finale.

Das Roelof-Thijs-Pokalrennen wurde zum ersten

Mal im modernen Eisstadion in Heerenveen

ausgetragen. Bei den letzten vier Ausgaben

des Eisklassikers waren keine russischen

Eisfahrer am Start, was für spannendere Rennverläufe

und überraschende Entscheidungen

sorgte. In diesem Jahr stand wieder ein Pilot

aus dem Osten auf der Starterliste. Eduard Krysow

war übrigens auch 2011 dabei, als die Russen

zuletzt am Pokalrennen teilgenommen hatten.

Der Fahrer stürzte damals und verletzte

sich, wodurch er nur Fünfzehnter wurde. Und

das Turnier gewann ein gewisser Dimitri Koltakow.

Krysow war vor dem Rennen im Thialf-Stadion

klarer Favorit. Schließlich gehört der 33-Jährige

zu den besten russischen Eisfahrern. 2012 und

2013 war er GP-Teilnehmer und belegte die Ränge

6 sowie 7. In dieser Saison holte der Pilot bei

der russischen Meisterschaft Platz 4. Vor zirka

4500 Zuschauern wurde Krysow schließlich in

Heerenveen seiner Favoritenrolle gerecht, aber

er musste hart um den Triumph kämpfen und

gab sich während des Abends einmal geschlagen.

Nach einem souveränen Start-Ziel-Sieg in

Lauf 14 lag der Russe in Rennen 18 in Führung,

ehe Martin Haarahiltunen innen angriff und am

völlig überrumpelten Gegner vorbeizog. Der

Schwede kam als Erster ins Ziel und wurde

plötzlich zum Mitfavoriten. Beide Siegesanwärter

trafen im Endlauf wieder aufeinander. Krysow

war bereits gewarnt und ging sehr konzentriert

an den Start, aber Haarahiltunen legte einen

besseren Start hin und setzte sich an die

Spitze. Krysow saß dem 26-Jährigen im Nacken

und wartete auf einen entscheidenden Fehler.

Auf dem ramponierten Eis hatte der Skandinavier

immer wieder kleine Probleme, aber eine

gute Gelegenheit zum Angriff bot sich für Krysow

erst in der dritten Runde. Der Russe nutzte

sie sofort aus, ging an Haarahiltunen vorbei

und meldete sich als Sieger im Ziel. Martin Haarahiltunen

wurde Zweiter.

Eine starke Leistung zeigte Charly Ebner. Der

Österreicher erzielte am Anfang zwei Siege

und erreichte das Semifinale, wo er sich nur

Krysow beugte und in den Endlauf einzog. Der

23-Jährige konnte im Kampf um den Gesamtsieg

nicht mitreden, belegte aber den niedrigsten

Podiumsplatz. Einen sehr guten Eindruck

hinterließ Sebastian Gegenbauer. Sein Weg

ins Finale war viel länger, denn der Bayer ging

schon in der Vorrunde an den Start. Nach zwei

ungefährdeten Siegen qualifizierte sich der

34-Jährige für die Hauptrunde. Hier kam der Pilot

zweimal als Zweiter ins Ziel, erreichte jedoch

sicher das Semifinale, wo er Haarahiltunen

unterlag. Im Finale kam der Deutsche nicht

über den 4. Rang hinaus, aber im Vergleich

zum Vorjahr, als Gegenbauer Neunter wurde,

ist sein Resultat eine deutliche Steigerung.

Sehr zufrieden mit seinem Abschneiden kann

Franz Mayerbüchler sein. Der Inzeller startete

zum vierten Mal beim Thijs-Pokalrennen, konnte

aber bisher niemals das Semifinale erreichen.

Dies gelang dem 23-Jährigen erst am

31. März 2017. Mayerbüchler bestritt in Heerenveen

sieben Läufe und wurde am Ende Siebter.

In Heat 20 lag er zunächst an 3. Stelle, konnte

aber Tobias Busch außen überholen, kam als

Zweiter ins Ziel und qualifizierte sich fürs Semifinale.

Im kleinen Finale unterlag der Bayer Lukas

Hutla und Jonas Andersson. Der Schwede

war bis zur Zielkurve in Führung, aber dann griff

der Tscheche innen an und hatte im Ziel knapp

die Nase vorne. Für Tobias Busch nahm das

Rennen eine etwas unerwartete Wendung. Der

Eisspeedway-Rookie lag in Lauf 11 deutlich in

Führung, ehe er in der Zielkurve völlig unerwartet

stürzte. Dabei verletzte sich der 28-Jährige

am rechten Bein, konnte jedoch das Rennen

fortsetzen. In Heat 16 kam der Stralsunder als

Sieger ins Ziel, aber dann unterlag er Andersson

und Mayerbüchler. „Buscher“ schied aus

und wurde Neunter. Reinhard Greisel überstand

die Vorrunde nicht und landete auf Platz 16.

Siegerehrung am Freitagabend in Heerenveen (v.l.):

Martin Haarahiltunen, Eduard Krysow, Roelof Thijs

und Charly Ebner • Foto: Georg Dobes

Eine Sensation in Heerenveen war der Start

von Jasper Iwema. Der Niederländer fuhr sehr

beherzt und wurde gleich zum Publikumsliebling.

Mit seiner ziemlich unorthodoxen Fahrweise

wurde der 27-Jährige am Ende Elfter. Er

verpasste das Semifinale sehr unglücklich.

Iwema führte in Heat 19 deutlich, aber Ende

der dritten Runde fiel er aus. Schon vorher hatte

der Holländer Probleme mit seiner Technik.

Vor Rennen 14 konnte er den Motor nicht zum

Laufen bringen, dann eilte Franz Zorn zur Hilfe

und das Aggregat sprang sofort an. Es war jedoch

zu spät und der Fahrer wurde wegen Zeitüberschreitung

disqualifiziert. Dank seiner

starken Leistung durfte er beim GP als Reservist

fungieren. In der Motorsportszene ist Iwema

kein Unbekannter, sondern eine feste Größe.

Von 2009 bis 2014 fuhr er in der Moto3-Klasse

(bis 2011 in der 125-ccm-Klasse)

Straßenrennen. Auf Aprilia belegte der Fahrer

2010 Gesamtrang 16.

Der Sieger vom Vorjahr Viktor Svensson möchte

das Turnier sicherlich schnellstens vergessen.

Der Schwede stürzte in Heat 14 und wurde

vom Re-run ausgeschlossen. Im darauffolgenden

Lauf fiel er mit technischen Problemen und

als Fünfzehnter aus. Andreas Westlund, Enkel

des legendären Kurt und Sohn von Ola, hatte

im kleinen Finale ebenfalls einen Ausfall zu beklagen

und belegte Gesamtrang 8.

Jimmy Tuinstra, Sohn von Johnny, gab im Thialf-Eisstadion

sein Debüt und wurde Zwanzigster.

Der erst 15-jährige Junge führte im Auftakt,

rutschte aber in der zweiten Runde aus. In

seinem nächsten Lauf kam Jimmy als Dritter

ins Ziel und danach war das Rennen für ihn zu

Ende. Nichtsdestotrotz kann der junge Pilot

mit seinem Debüt zufrieden sein.

• Text: Georg Dobes

10 BAHNSPORT AKTUELL Mai '17


Jasper Iwema war der absolute Publikumsliebling in Heerenveen

(hier gegen Tobias Busch, außen)• Foto: Daniel Sievers

Sebastian Gegenbauer schaffte es bis ins Finale

(hier vor Mikael Flodin) • Foto: Georg Dobes

Roelof-Thijs-Pokal - Heerenveen/NL - 31.3.2017

Ergebnis:

1. Eduard Krysow, RUS; 2. Martin Haarahiltunen, S;

3. Charly Ebner, A; 4. Sebastian Gegenbauer, D; 5. Lukas

Hutla, CZ; 6. Jonas Andersson, S; 7. Franz Mayerbüchler,

D; 8. Andreas Westlund, S; 9. Tobias Busch,

D; Tomi Tani, FIN; 11. Jasper Iwema, NL; Bart Schaap,

NL; 13. Mikael Flodin, S; Simon Reitsma, NL; 15. Viktor

Svensson, S; 16. Reinhard Greisel, D; Jo Saetre, N;

18. Radek Hutla, CZ; Robert Irving, GB; 20. Jimmy

Tuinstra, NL; David Lizak, CZ; 22. Erwin Schuster, A.

Martin Haarahiltunen vor Sieger Eduard Krysow

• Foto: Daniel Sievers

Mai '17 BAHNSPORT AKTUELL 11


GRASBAHN-EM

Semifinale 1

Balkbrug/NL

Jannick de Jong siegt

vor James Shanes (li.)

und Stephan Katt

• Foto: Daniel Sievers

Drei Deutsche im Finale

Stephan Katt, Christian Hülshorst und Bernd Diener haben es geschafft. Sie haben

sich am Ostermontag in Balkbrug (NL) für das EM-Finale in Hertingen qualifiziert.

Das war wahrlich nichts für Weicheier, das Semifinale

1 zur Grasbahn-Europameisterschaft

2017 am Ostermontag im niederländischen

Balkbrug. Sonne, starker Wind, Regen und teils

auch Schneegraupel ließen keinen Platz für

Lust auf Ostereiersuchen bei Aktiven und Fans.

Die Suche nach der richtigen Linie auf der 472

Meter langen Naturgrasbahn war aber auch

nicht einfach. Viele der 18 Fahrer (plus zwei Reservisten)

aus sechs Nationen stöhnten am Ende

über die Belastungen, die die vielen Löcher

und Rillen von ihnen einforderten.

Der Tagesbeste, Jannick de Jong aus Gorredijk

in Friesland, zeigte sich von alldem unbeeindruckt.

Der 29-jährige ehemalige Langbahnweltmeister

distanzierte seine Konkurrenz in

allen Läufen, auch im Finale, jeweils um Längen

und gewann die Konkurrenz unangefochten.

„Meine Vorbereitung auf die Saison mit Trainingseinheiten

auf verschiedenen Bahnen, wie

in Herxheim, hat sich für mich ausgezahlt, obwohl

es heute auch für mich auf dieser harten

Bahn sehr schwierig war.“

Die deutschen Fahrer erwiesen sich in Balkbrug

als wahre Kämpfer. Stephan Katt lieferte dabei

die beste Vorstellung ab. Nach den Vorläufen

hatte der Neuwittenbeker mit 19 Punkten die

zweitmeisten nach Jannick de Jong gesammelt.

Damit war der Schleswig-Holsteiner genauso

wie der Brite James Shanes (17 Vorlaufpunkte)

und der Niederländer Dave Meijerink (15) direkt

fürs A-Finale qualifiziert.

Hier setzte sich de Jong aber schnell ab, dahinter

entbrannte ein Kampf um die Plätze zwischen

Katt, Shanes und Paul Cooper. Der „Catman“,

von seinen Verletzungen vom Vorjahr

vollständig genesen, konnte Cooper nach hartnäckigem

Widerstand abschütteln, aber

Shanes nicht mehr einholen. „Eine Runde mehr

und ich hätte ihn gehabt“, sagte Katt am Ende.

Dave Meijerink war die Überraschung des Tages

schlechthin. Der erst 17-jährige Clubfahrer des

veranstaltenden M.A.C. Van Dedem Balkbrug

lieferte auf seiner Heimbahn eine außerordentliche

Leistung ab und qualifizierte sich zurecht

für Hertingen.

Christian Hülshorst wurde am Ende Fünfter, eine

feine Leistung des Lüdinghausers, der immer

für Alles oder Nichts gut ist. Sein Kämpferherz

brachte ihn mit 14 Vorlaufpunkten ins B-Finale,

wo er hinter Cooper ins A-Finale fuhr.

Bernd Diener vollbrachte an diesem Nachmittag

eine Top-Leistung. Der mittlerweile 57-jährige

Gengenbacher stürzte in seinen ersten beiden

Vorläufen und gab dennoch nicht auf. „Beide

Male ist mir die Kette abgesprungen“, erklärte

der Oldie nach seinem zweiten Sturz:

„Schuld daran ist wohl eine zu leichte Schwinge

aus Flugzeugstahl, die zu diesem Motorrad

nicht passt.“

Einen Moment lang zweifelte Bernd Diener daran,

ob es Sinn mache, weiterzufahren, aber

dann packte er seine ganze Erfahrung und Routine

aus. Nach einem Laufsieg und einem

2. Platz hatte er 9 Punkte auf seinem Konto und

im B-Finale doch noch die Möglichkeit, ins A-Finale

vorzurücken. Hier wurde es aber „nur“

Platz 4, aber es reichte mit Gesamtrang 8 fürs

EM-Finale in Hertingen.

GESPANNE: AUFREGUNG IM FINALE

Zehn internationale Gespanne waren in Balkbrug

am Start, unter ihnen auch die Aufsteiger

Kevin Hübsch und Beifahrer Michael Burger.

Die Deutschen schlugen sich außerordentlich

gut und lagen nach den drei Vorläufen mit

11 Punkten nur einen Zähler hinter den favorisierten

William Matthijssen/Sandra Mollema.

Im Finale aber crashten Hübsch/Burger kurz

nach dem Start und rissen dabei auch die Briten

Josh Goodwin/Liam Brown mit zu Boden. Goodwin

brach sich dabei die rechte Hand und musste

für den Re-run passen. Ebenso Hübsch/Burger,

die ihren verbogenen Lenker nicht mehr

rechtzeitig gerichtet bekamen. „Matthijssen

hat uns einen Stoß versetzt, das war nicht in

Ordnung“, klagte Michael Burger später.

• Text u. Fotos: Rudi Hagen

Kevin Hübsch/Michael Burger (33) vor

David Chaminade/Stephanie Vedelago (11)

und Arnold Bruins/Emiel Bruins (7)

• Foto: Rudi Hagen

12 BAHNSPORT AKTUELL Mai '17


Jannick de Jong vor Stephan Katt

• Foto: Rudi Hagen

Christian Hülshorst steht im Finale

in Hertingen • Foto: Rudi Hagen

SW: William Matthijssen/Sandra Mollema siegen vor Mitch Godden/Paul Smith

und Davide Chaminade/Stephanie Vedelago • Foto: Daniel Sievers

Grasbahn-EM - Semifinale 1 Balkbrug/NL - 17.4.2017

Ergebnisse:

Qualifiziert für Finale in Hertingen/D am 12.8.: 1. Jannick de Jong, NL, 20 Vorlaufpunkte;

2. James Shanes, GB, 17; 3. Stephan Katt, D, 19; 4. Paul Cooper, GB, 13; 5. Christian

Hülshorst, D, 14; 6. Dave Meijerink, NL, 15; 7. Martin Malek, CZ, 9; 8. Bernd Diener, D, 9;

9. Jesse Mustonen, FIN, 11; Reserve 10. Daniel Winterton, GB, 9.

Ausgeschieden: 11. James Wright, GB, 5; 12. Jerôme Lespinasse, F, 8; 13. Henry van der

Steen, NL, 8; 14. Richard Di Biasi, F, 6; 15. Andreas Bergström, S, 3; 16. Michal Dudek,

CZ, 7; 17. Romano Hummel, NL, 3; 18. Karel Kadlec, CZ, 0.

I-Seitenwagen: 1. William Matthijssen/Sandra Mollema, NL, 12 Punkte; 2. Mitch Godden/Paul

Smith, GB, 8; 3. David Chaminade/Stephanie Vedelago, F, 6; 4. Kevin Hübsch/

Michael Burger D, 11; 5. Josh Goodwin/Liam Brown, GB, 10; 6. Wilfred Detz/Steffen

Veldhuis, NL, 6; 7. Stinus Lund/Dennis Smit, DK, 3; 8. Natasha Bartlett/Ciara Southgate,

GB, 2; 9. Arnold Bruins/Emiel Bruins, NL, 1; 10. Klaas Kregel/Inge Slagter, NL, 0.

Mai '17 BAHNSPORT AKTUELL 13


SPEEDWAY

Best Pairs - Torun/PL

Fogo Power Polen

Wie bereits in der vergangenen Saison findet der Paarwettbewerb mit

Sponsorenteams statt. Schon traditionell wurde die erste Runde im

polnischen Torun ausgetragen. Das Monster Energy Speedway Team

galt vor dem Rennen als Favorit, aber Greg Hancock und Chris

Holder, die ja in der Ekstraliga die Farben des heimischen

Vereins vertreten, mussten sich am

Ende geschlagen geben.

Bartosz Zmarzlik und Piotr Pawlicki holten den Auftaktsieg

für das Fogo Power Team • Foto: Jarek Pabijan

Nach vier Durchgängen waren Greg Hancock

und Chris Holder mit 16 Zählern noch gut im

Geschäft, in Heat 17 jedoch erlitten sie gegen

das Boll-Team eine 1:5-Niederlage und hatten

danach keine Chance mehr, sich direkt fürs Finale

zu qualifizieren. Das beste Duo nach der

Qualifikation war Fogo Power. Bartosz Zmarzlik

und Piotr Pawlicki erkämpften in dieser

Rennphase 25 Punkte und zogen in den Endlauf

ein. Die polnischen Youngster verzeichneten

drei Doppelsiege und kamen nur in Duellen

mit Monster Energy und Nice Racing nicht über

3:3-Unentschieden hinaus. Das Boll-Team hätte

den Polen die 1. Position in der Qualifikation

streitig machen können, denn beide Mannschaften

trafen erst in Lauf 19 aufeinander und

waren bis dahin punktgleich. Doch Jason Doyle

fuhr ins Startband und wurde disqualifiziert.

Im Re-run triumphierte Zmarzlik vor Pawlicki,

wobei Letzterer sich mit Max Fricke einen spannenden

Fight lieferte. Das Boll-Team erreichte

als Zweites das Semifinale und trat dann gegen

das Monster-Energy-Team an. Die Entscheidung

fiel schon am Start. Hancock berührte

das Band und wurde ins Fahrerlager zurückgeschickt.

Holder kreuzte zwar als Sieger

den Zielstrich, aber das Boll-Team zog in den

Endlauf ein, weil – laut Reglement – die Plätze

2 und 3 bei einem Unentschieden höher zu bewerten

sind.

Das Duell um den Gesamtsieg war der Höhepunkt

des Abends. Im Finale kamen die Fahrer

vom Team Boll besser aus den Bändern und

übernahmen die Führung. Es schien, als ob die

Australier am Ende ganz oben auf dem Podium

14 BAHNSPORT AKTUELL Mai '17

stehen würden, aber Fogo Power gab sich nicht

geschlagen. In der dritten Runde ging Pawlicki

nach einer waghalsigen Attacke in Führung,

aber ein Unentschieden hätte dem Boll Team

noch immer zum Sieg gereicht. In der Zielkurve

griff Zmarzlik innen Fricke an und zog am Juniorenweltmeister

vorbei. Das Duo von Fogo

Power triumphierte mit 4:2 und konnte den Tagessieg

feiern. Bartosz Zmarzlik und Piotr Pawlicki

zeigten sich zu Saisonanfang in sehr guter

Form. Insgesamt holten sie fünf Laufsiege.

„Seitdem wir in einem Team sind, haben wir

noch kein Turnier verloren. Im Vorjahr holten

wir den Gesamtsieg und nun haben wir die erste

Runde gewonnen. Das ist ein gutes Omen.

Zunächst gab es Probleme mit der richtigen

Abstimmung, aber die konnten wir lösen“, sagte

Piotr Pawlicki. Sein älterer Bruder Przemyslaw

kam in der Geburtsstadt von Nikolaus Kopernikus

nicht zum Einsatz. Der Manager des

Boll Teams setzte zunächst auf Grigorij Laguta,

der Russe erzielte in zwei Rennen aber nur ein

Pünktchen und wurde danach durch Max Fricke

ersetzt. Der wiedergenesene Jason Doyle zeigte

in Torun eine sehr starke Leistung und hatte

drei Siege vorzuweisen. Der Leistungsträger

des Monster Energy Teams war Hancock. Bis

auf das Malheur im Semifinale zeigte der Weltmeister

eine gute Performance. Holder fuhr auf

der 325 Meter langen Bahn unausgeglichen.

Nachdem der Australier zum zweiten Mal Letzter

geworden war, ersetzte man ihn durch Pawel

Przedpelski, doch der junge Pole ging in

Heat 20 leer aus.

Die Teams von Nice Racing und Eko-Dir kamen

in der MotoArena auf 19 bzw. 18 Zähler und

verpassten knapp den Einzug ins Semifinale.

Das City Team, das mit deutschen Fahrern ins

Rennen ging, belegte mit 15 Zählern letztendlich

Rang 6. Man muss jedoch sagen, dass die

Leistung unserer Piloten besser war, als die

Endplatzierung erahnen lässt. Vor allem Kai

Huckenbeck hinterließ in Polen einen sehr guten

Eindruck. Der 24-Jährige erzielte insgesamt

zwei Siege (er konnte dabei unter anderem

Doyle und Lindbäck bezwingen) und stellte mit

58,69 Sekunden auf der erneuerten Strecke

sogar vorübergehend einen neuen Bahnrekord

auf. „Wir können zufrieden mit dem Saisonbeginn

sein. Wir haben im Winter viel verändert

und hart daran gearbeitet, gute Leistungen zu

zeigen. Unsere Arbeit zeigt bereits Wirkungen.

Wir hatten aber in den letzten beiden Heats

das falsche Set-up. Wir müssen jetzt aus unseren

gemachten Fehlern lernen, um eine konstante

Saison zu zeigen“, gab der DMSB-Pilot

bekannt. Tobias Kroner hingegen kann mit seinem

Resultat alles andere als zufrieden sein.

Der 31-Jährige hatte in Torun einen letzten

Platz sowie einen Ausfall zu beklagen und bestritt

danach keine weiteren Läufe. „Uns war

schon klar, dass wir erneut nur wieder als Außenseiter

gehandelt werden – trotzdem wollten

wir uns so teuer wie möglich verkaufen. Ich

persönlich kann mit meiner Leistung und meinem

Abschneiden nicht zufrieden sein und bin

letztlich sehr enttäuscht“, so der Pilot. Kroner

wurde von Erik Riss ersetzt. Der zweifache

Langbahnweltmeister konnte einmal als Sieger

die Ziellinie kreuzen und kam auf insgesamt

5 Punkte.


Fogo Power siegt vor Boll Team (links) und Monster Energy Speedway Team • Foto: Daniel Sievers

Das Trans MF Pro Race Team kam in der Moto

Arena auf 8 Zähler und musste mit dem letzten

Rang vorliebnehmen. Der Däne Leon Madsen

erfuhr 6 Punkte. Martin Smolinski startete mit

zwei 3. Rängen, konnte aber danach seine

Punkteausbeute nicht mehr verbessern. Am

Ende hatte der Olchinger noch zwei Ausfälle zu

beklagen. „Die ersten beiden Läufe war ich

noch bei der Musik und konnte mitfahren, nach

Lauf 2 kamen jedoch Probleme mit der Leistung

und der Abend nahm für mich einen katastrophalen

Verlauf. Uns ist zweimal komplett

die Zündung ausgefallen und wir sind stehen

geblieben“, ließ der 32-Jährige wissen. In Rennen

21 kam Mark Riss für „Smoli“ zum Einsatz,

doch der Memminger konnte keine Punkte

schreiben.

Das Rennen sahen sich zirka 9000 Zuschauer

an. Den neuen Bahnrekord stellte schließlich

Bartosz Zmarzlik auf. Seine Zeit war um 0,45

Sekunden besser als die von Kai Huckenbeck.

• Text: Georg Dobes; Fotos: J.Pabijan/D.Sievers

Speedway Best Pairs - 1. Lauf

Torun/PL - 31.3.2017

Ergebnis:

1. Fogo Power, 25 Vorlaufpunkte

(Piotr Pawlicki 11, Bartosz Zmarzlik

14, Przemyslaw Pawlicki N); 2. Boll

Team, 21 (Jason Doyle 13, Grigorij

Laguta 1, Max Fricke 7); 3. Monster

Energy Speedway Team, 20 (Greg

Hancock 13, Chris Holder 7, Pawel

Przedpelski 0); 4. Nice Racing, 19

(Krzysztof Kasprzak 8, Antonio

Lindbäck 10, Adrian Miedzinski 1);

5. Eko-Dir Speedway Team, 18 (Vaclav

Milik 6, Szymon Wozniak 4,

Maksym Drabik 8); 6. City Team,

15 (Kai Huckenbeck 10, Tobias Kroner

0, Erik Riss 5); 7. Trans MF Pro

Race Team, 8 (Martin Smolinski 2,

Leon Madsen 6, Mark Riss 0).

Semifinale: Holder, Fricke, Doyle,

Hancock D – 3:3. Ins Finale kam

das Boll Team.

Finale: Piotr Pawlicki, Doyle,

Zmarzlik, Fricke – 4:2 für Fogo

Power.

Das City Team mit (v.l.) Tobias Kroner, Kai Huckenbeck

und Erik Riss • Foto: Daniel Sievers

Kai Huckenbeck punktete im zweistelligen Bereich, holte zwei Laufsiege und ließ u.a. Jason Doyle und

Grigorij Laguta hinter sich; Tobias Kroner (gelb) konnte da nicht mithalten • Foto: Jarek Pabijan

Mai '17 BAHNSPORT AKTUELL 15


SPEEDWAY-DM

DMV White Tigers (Pocking) - Wölfe Wittstock

Wölfe schlagen Tiger

Das erste Bundesligamatch der jungen Saison gewannen die Wölfe

aus Wittstock mit 49 zu 37 gegen die DMV White Tigers.

16 BAHNSPORT AKTUELL Mai '17


Aller Unkenrufe zum Trotz spielte

das Wetter am Karsamstag im Rottalstadion

mit und der Bundesliga-

Saisonauftakt konnte stattfinden.

Mit 12 Zählern mehr auf dem Konto

präsentierte sich letztlich der MSC

Wittstock in Top-Form und machte

alle Anstrengungen der Tigers zunichte.

Punktbester Fahrer war zwar

der noch kurzfristig verpflichtete

Pole Rafal Okoniewski, aber auch er

konnte die Tigers nicht „retten“.

Die Wölfe Michi Härtel, Kevin Wölbert,

Mads Hansen und Co. dominierten

das Rennen nach Belieben

und gewann hochverdient.

Speedway-Bundesliga - 1. Lauf

DMV White Tigers - Wölfe Wittstock - Pocking

15.4.2017

Ergebnis:

DMV White Tigers, 37 Punkte (Rafal Okoniewski

15, Danny Maaßen 5, René Deddens 4, Max Dilger

9, Ethan Spiller 1, David Pfeffer 1, Marius Hillebrand

2); MSC Wittstock, 49 (Mads Hansen 9, Kevin

Wölbert 13, Michael Härtel 13, Christian Hefenbrock

6, Steven Mauer 0, Darrel de Vries 8).

Wolf Darrel de Vries gegen Tiger Max Dilger • Fotos: Goffelmeyer

Mai '17 BAHNSPORT AKTUELL 17


SPEEDWAY-DM

Bundesliga: Landshut - Brokstedt

Ein echter Wikinger

macht auch vor

einem Teufel

nicht Halt

• AC Landshut Devils verlieren Saisonauftaktrennen gegen Brokstedt Wikinger

• Abbruch nach Heat 9 wegen schlechter Witterungsbedingungen

Der Ostermontag hat es nicht gut gemeint mit dem Titelverteidiger

und Rekordmeister AC Landshut – die Neuauflage des ewigen

Duells mit den Brokstedt Wikingern erwies sich im wahrsten

Sinne des Wortes als Schlag ins Wasser.

Die Teufel gaben alles, hatten aber

am Ende das Nachsehen: Local Hero

Martin Smolinski und Partner

Sandro Wassermann holten ein 4:2

gegen Tobias Kroner (weiß)

• Foto: Klaus Goffelmeyer

18 BAHNSPORT AKTUELL Mai '17


Mai '17 BAHNSPORT AKTUELL 19


SPEEDWAY

Trotz nasskaltem Wetter wollten über 1500 Besucher

den Bundesligakracher in der OneSolar-Arena

sehen und erlebten einen planmäßigen

Beginn für die Niederbayern: Im ersten

Lauf ließen Erik Riss und sein Bruder Mark

nichts anbrennen und setzten sich mit einem

5:1 gegen Rune Holta und Lukas Fienhage

durch. In Heat 2 baute Kapitän Martin Smolinski

mit einem Sieg und Sandro Wassermann

mit Platz 3 hinter Tobias Kroner den Vorsprung

weiter aus. Nach einem 3:3 in Heat 3 konnten

die Gäste in Heat 4 bereits die taktische Reserve

einsetzen, ersetzten Hannes Gast durch den

stark auffahrenden Rune Holta und das Verhängnis

nahm langsam, aber sicher seinen

Lauf. Martin Smolinski erwischte einen sehr

schlechten Start, Sandro Wassermann kam

trotz verbissener Versuche nicht an Rune Holta

auf Platz 2 hinter Kai Huckenbeck vorbei, sodass

die Gäste schließlich ihr erstes 5:1 holen

konnten. Nach einem weiteren 3:3 der Riss-

Brüder gegen Tobias Kroner/Ronny Weis holten

Holta/Fienhage gegen Valentin Grobauer

auf Platz 3 und den ausgefallenen Dominik Möser

ein weiteres 5:1, ein weiteres dann in Heat

7 durch Tobias Kroner und Ronny Weis gegen

Möser/Grobauer, den ein Ausfall stoppte. Das

Ausfallpech hielt auch in Heat 8 an, als Erik

Riss als taktische Reserve für Sandro Wassermann

zum Einsatz kam – Martin Smolinski hinter

Rune Holta – und schon stand es 20:28 für

die Gäste.

ACL-Coach Jan Hertel entschied sich, Mark Riss

in Heat 9 als Joker einzusetzen, doch der kam

an dem auf Platz 2 liegenden Kai Huckenbeck

nicht vorbei, sodass auch hier die Rechnung

nicht ganz aufging. Es wäre sicherlich in den

verbleibenden fünf Heats noch mal spannend

geworden, doch beim Stand von 25:30 für die

Gäste aus dem Norden entschied sich der

Schiedsrichter, die Veranstaltung abzubre-

Rune Holta und Lukas Fienhage holten ein 4:2 gegen Martin Smolinski • Foto: Klaus Goffelmeyer

Die Landshut Devils (links) mussten sich den Wikingern aus Brokstedt geschlagen geben • Foto: Michael Eder

chen, da nach dem erneuten Schauer das Sicherheitsrisiko

für die Fahrer einfach zu groß

geworden war. Die weiteren Läufe wurden 3:3

gewertet und somit stand am Ende ein 40:45

für die Brokstedter fest, wodurch der Vizemeister

nun zur lange erwarteten Revanche kam.

Der Titelverteidiger aus Landshut steht indes

vor dem nächsten Bundesligarennen am 7. Mai

in Diedenbergen schon etwas mit dem Rücken

an der Wand. „Wir müssen sicherlich noch eine

Schippe drauflegen, insbesondere bei den

Starts“, meinte ACL-Coach Jan Hertel. „Unter

den heutigen Bedingungen gab es so gut wie

keine Chancen zum Überholen, da war ein guter

Start bereits entscheidend für den ganzen

Heat. Den Gästen aus dem hohen Norden gelang

es deutlich besser, sich auf die stark veränderten

Bahnbedingungen einzustellen. Jeder

hinter dem Führenden war praktisch im

Blindflug unterwegs und es ist der großen Umsicht

der Fahrer zu verdanken, dass es während

des gesamten Rennverlaufs bei schwierigen

Bahnbedingungen keinen einzigen Sturz

gab.“

„Es hat heute einfach nicht sein sollen“, so

ACL-Vize Gerald Simbeck etwas enttäuscht.

„Wir haben gestern lange überlegt, das Rennen

aufgrund der Wettervorhersage abzusagen,

doch die Bahn war staubtrocken und der

bereits für Ostersonntag vorhergesagte Regen

blieb aus, sodass wir uns letztlich zur Durchführung

entschlossen.“

Die Rennen aus dem Rahmenprogramm konnten

alle am Vormittag planmäßig durchgeführt

werden. Hier gewannen in der Junioren-B-Klasse

Erik Bachhuber vor Maximilian Troidl und

Alexandra Schauer. Bei den Junioren C überzeugte

ein weiteres Mal Celina Liebmann vor

Leon Maier und Jonas Wilke und bei der

U21/B-Lizenz gewann Ethan Spiller vor Josef

Nebauer und Mario Niedermaier.

Um die knapp 1500 Zuschauer, die den Weg in

die Ellermühle gefunden hatten, etwas zu entschädigen,

kündigten die Macher des Rekordmeisters

gleich noch im Stadion ein Zuckerl

an: Gegen Vorlage der Eintrittskarte vom

Ostermontagrennen erhalten die Zuschauer

beim nächsten Bundesliga-Heimrennen am

28. Juli oder wahlweise beim 2.-Liga-Heimrennen

am 29. Juli eine Ermäßigung von 3,- Euro

auf den regulären Eintrittspreis. Frei- und VIP-

Tickets sind natürlich davon ausgenommen.

Nähere Informationen folgen demnächst auf

der Homepage des AC Landshut unter www.

speedway-landshut.de oder auf der Facebook-

Seite des Vereins.

Auch ACL-Vorsitzender Christian Schmid zeigte

sich begeistert von den treuen Anhängern:

„Unsere Fans sind der Wahnsinn. 1500 Zuschauer

bei einem solch unsicheren, kalten,

windigen und regnerischen Wetter! Wir bedanken

uns ganz herzlich für die Unterstützung

und können den Fans auch versichern, dass

diese Unterstützung auch von den Fahrern erkannt

und geschätzt wird. Merci noch mal.“

• Text: Claudia Patzak-Krüger

• Fotos: Michael Eder, Klaus Goffelmeyer

Speedway-Bundesliga - Landshut - Brokstedt - 17.4.2017

Ergebnis:

AC Landshut Devils, 25 Punkte (Erik Riss 7, Martin Smolinski 6,

Mark Riss 6, Valentin Grobauer 3, Sandro Wassermann 1, Dominik

Möser 2); MSC Brokstedt Wikinger, 30 (Rune Holta 9, Tobias

Kroner 8, Lukas Fienhage 3, Kai Huckenbeck 8, Ronny Weiss 2,

Hannes Gast 0).

Stand (nach 2 von 10 Veranstaltungen): 1. MSC Wittstock,

1 Rennen/49 Laufpunkte/2 Matchpunkte; 2. Brokstedt Wikinger,

1/30/2; 3. DMV White Tigers, 1/37/0; 4. Landshut Devils,

1/25/0; 5. MC Nordstern Stralsund N.

20 BAHNSPORT AKTUELL Mai '17


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SPEEDWAY

Länderkampf

Ludwigslust

Dänen

gewinnen

souverän

Kasper Andersen gegen Michael Härtel (außen)

Viel Glück mit dem Wetter hatte der MC Ludwigslust

am 18. März, er konnte seinen Länderkampf

austragen.

Es regnete, wie angekündigt, die ganze Nacht

zuvor und die Bahn sah zum Training nicht gut

aus. Da der Wind aber ordentlich pfiff, sagte

Bahndienstmann Bernd Möser schon vorher,

dass es später wieder stauben würde und er

hatte Recht. Der Renntag begann mit dem Länderkampf

der 250-ccm-Fahrer. Auf dem Programm

stand die Begegnung Deutschland gegen

Dänemark. Nach 14 Läufen hatten die Dänen

mit 47 Punkten immerhin 10 Punkte mehr

als das deutsche Team, obwohl Leon Maier mit

15 Zählern Maximum fuhr. Ben Ernst, der gleich

im ersten Heat wie auch Jonas Wilke stürzte,

war am Ende mit 9 Punkten zweitbester Deutscher

vor der einzigen Dame, Celina Liebmann,

die mit 7 Zählern nicht zufrieden war. Jonas Wilke

und Finn Loheider hatten so ihre Probleme

mit der Bahn und kamen nur auf je 3 Punkte.

Jörn Pöcker konnte keinen Zähler erkämpfen.

Für Dänemark war Andreas Hviid mit 12 Punkten

bester Starter.

Im Anschluss fand der Länderkampf der

500-ccm-Fahrer statt und auch hier siegte das

dänische Team mit 47 Punkten vor dem deutschen

Team (35), das bis Heat 18 führte, Norwegen

(25) und Holland. Allein drei der dänischen

Fahrer erzielten je 11 Punkte. Der Kampf zwischen

Jason Jörgensen und Michael Härtel bot

Action vom Feinsten. Jason ist der Sohn des dänischen

Ex-Weltklassefahrers John Jörgensen,

der natürlich als Helfer dabei war. Jason ging

sofort in Führung, doch Michael zog geschickt

außen vorbei. Ende der dritten Runde stürzte

Michael jedoch. Die Fußraste an seinem Bike

brach ab, Michael aber blieb unverletzt und gewann

seinen letzen Lauf. Tim Sörensen und Jonas

Jeppesen erzielten ebenfalls je 11 Punkte,

Dänemark siegt vor Deutschland und Norwegen

Kasper Andersen 8 und Jonas Seiffert 7 Zähler.

Beste Deutsche mit je 9 Punkten waren Lokalmatador

Dominik Möser und Michael Härtel. Richard

Geyer kam auf 7 Zähler, Niels Oliver Wessel

auf 6 und Fabian Wachs war mit 4 Punkten

sicher nicht ganz zufrieden.

Leider waren nur drei Norweger angereist. Somit

verstärkte Maximilian Pott das Team. Bester

war hier Glen Moi mit 9 Zählern vor Espen Sundvor

(6), Maximilian Pott und Kenneth Klipper-

Smith (je 6). Auch Holland war nur mit drei Fahrern

vertreten und wurde durch Neuling Leon

Arnheim verstärkt. Dieser stürzte im ersten

Lauf und schien etwas überfordert. Aber auch

Mika Meijer und Romano Hummel hatten echte

Probleme, die bei Henk Koonstra noch deutlicher

auftraten.

Auf jeden Fall war dieser Junioren-Länderkampf

eine gute Trainingschance für die jungen Fahrer

und wie wichtig diese Veranstaltung genommen

wurde, zeigte auch der Auftritt von Dänemarks

Juniorentrainer Erik Gundersen, der erstmals

in Ludwigslust war und dem seine jungen

Leute an den Lippen hingen. Das deutsche

Team wurde von Jonathan Ziegler und Sönke Petersen

unterstützt.

• Text und Foto: Wolfgang Radszuweit

U21-4-Länderkampf Ludwigslust - 18.3.2017

Ergebnisse:

1. Dänemark, 47 Punkte (Tim Sörensen 11, Kasper Andersen 8,

Jason Jörgensen 11, Jonas Jeppesen 11, Jonas Seifert 6);

2. Deutschland, 35 (Michael Härtel 9, Dominik Möser 9, Richard

Geyer 7, Fabian Wachs 4, Niels Oliver Wessel 6); 3. Norwegen,

25 (Espen Sundvor 6, Maximilian Pott/D 5, Kenneth Klipper

Smith 5, Glenn Mol 9); 4. Niederlande, 4 (Romano Hummel 2,

Mika Meijer 0, Leon Arnheim/D 0, Henk Koonstra 2).

Testmatch 250 ccm: 1. Dänemark, 47 (Mads Dalum 4, Emil

Breum 7, Mathias Rex 7, Andreas Hviid 12, Malte Ulstrup 10, Andreas

Christensen 7, Henrik Lorentsen 0); 2. Deutschland,

37 (Celina Liebmann 7, Ben Ernst 9, Jörn Pöcker 0, Leon Maier 15,

Jonas Wilke 3, Finn Loheider 3).

ADAC-Weser-Ems-Cup + Talent Team Trophy

Cloppenburg

im Doppelpack

Der zweite Lauf zum ADAC-Weser-Ems-Cup wurde

am 25. März mit fast 40 Fahrern gestartet.

Die größte Gruppe stellten mit 18 Teilnehmern

die Klasse 125 ccm. Erik Bachhuber holte ein sicheres

Maximum (16 Punkte). Tom Finger und

Maximilian Troidl beendeten das Rennen

punktgleich mit je 15 Zählern. Hier musste das

Los entscheiden. Letztlich wurde der 2. Rang

Finger zugesprochen.

In der Junior-A-Kategorie war Max Streller eine

Klasse für sich. In all seinen Läufen setzte er

sich bereits nach dem Start ab und gewann.

Platz 2 ging an Julian Ploog vor Mika-Fynn Janssen

und Thies Schweer. Die Junior-C-Klasse gewann

Finn Loheider mit Maximum vor Birger

Jähn und Timo Wachs.

Auch die B-Lizenzler waren am Start. Hier war

Fabian Wachs eifrigster Punktesammler. Er gewann

vor Sascha Stumpe und Marc Tebbe.

Clubfahrer René Deddens war ebenfalls zwecks

Training vor Ort. Auch etliche Besucher lockte

das herrliche Wetter an die Rennstrecke und für

das leibliche Wohl der Fahrer und Besucher war

natürlich gesorgt.

Am Sonntag fand der erste Lauf der Talent Team

Trophy 2017 mit den Mannschaften Speedfighters

Olching/Scheeßel, Crazy Rabbits

Mulmshorn, Tigers Brokstedt und Young

Fighters Cloppenburg statt. In Match 1 traten

die Speedfighters gegen die Crazy Rabbits an

und gewannen. Match 2 trugen die Tigers gegen

die Young Fighters aus. Die Heimmannschaft

siegte. Nach der Mittagspause folgte Match 3

mit den Tigers gegen die Speedfighters, die erneut

gewannen. Die Crazy Rabbits trafen in

Match 4 auf die Young Fighters und unterlagen.

Junior A: Max Streller vor Carl Wynant und Thies Schweer

22 BAHNSPORT AKTUELL Mai '17


Insgesamt verlief das Rennen ausgeglichen.

Pech hatten die Crazy Rabbits Mulmshorn.

Nick-Colin Haltermann stürzte in seinem dritten

Lauf nach der Zieldurchfahrt startkurveneingangs

und musste ins Krankenhaus. Reservefahrer

Melvin Jödicke konnte leider nicht punkten.

Das Finale in der Talent Team Trophy Junioren A

gewann Max Streller vor Mika-Fynn Janssen und

Paul Weisheit. Heidi Stolzenberg stürzte.

• Text u. Fotos: Ubbo Bandy

ADAC-Weser-Ems-Cup + Talents Team Trophy - Cloppenburg -

25./26.3.2017

Ergebnisse:

ADAC-Weser-Ems-Cup - Junior A: 1. Max Streller, 16 Punkte;

2. Julian Ploog, 15; 3. Mika Janssen, 12; 4. Thies Schweer, 11;

5. Paul Weisheit, 8; 6. Carl Wynant, 7; 7. Heidi Stolzenberg, 6;

8. Felix Klütemeyer, 4.

Junior B: 1. Erik Bachhuber, 16 Punkte; 2. Tom Finger, 15; 3. Maximilian

Troidl, 15; 4. Jonny Wynant, 14; 5. Calvin Richter, 13;

6. Nikodem Czarnecki, 11; 7. Marlon Hegener, 11; 8. Alexandra

Schauer, 10; 9. Louis Ruhnke, 9; 10. Hanna Jasper, 9; 11. Nick

Haltermann, 9; 12. Marvin Kleinert, 8; 13. Jonas Landwehr, 7;

14. Tom Meyer, 7; 15. Melvin Jödicke, 6; 16. Sven Lottmann, 5;

17. Tobias Wunderer, 4; 18. Michelle Köhler, 0.

Junior C: 1. Finn Loheider, 16 Punkte; 2. Birger Jähn, 14; 3. Timo

Wachs, 13; 4. Kevin Lück, 11; 5. Jan Meyer, 10; 6. Dominik Otto,

8; 7. Lando Michaelis, 3.

B-Solo: 1. Fabian Wachs, 10 Punkte; 2. Sascha Stumpe, 8;

3. Marc Tebbe, 8; 4. Niels Wessel, 7; 5. Fabien Neid, 6; 6. Timo

Bürke, 4.

Talent Team Trophy - Match 1: 1. Speedfighters Olching/Scheeßel,

48 Punkte (Maximilian Troidl 14, Alexandra Schauer 11, Erik

Bachhuber 16, Tobias Wunderer 7); 2. Crazy Rabbits Mulmshorn,

24 (Tom Finger 7, Louis Ruhnke 0, Nick Haltermann 10,

Sven Lottmann 7).

Match 2: 1. Young Fighters Cloppenburg, 43 (Marlon Hegener

11, Michelle Köhler 6, Jonny Wynant 16, Marvin Kleinert 10);

2. Tigers Brokstedt, 27 (Calvin Richter 15, Julian Schlüter 3, Nikodem

Czarnecki 9, Hanna Jasper 0, Finn Ruhnau 0).

Match 3: 1. Olching/Scheeßel, 45 Punkte (Troidl 10, Schauer 12,

Bachhuber 16, Wunderer 7); 2. Tigers Brokstedt, 27 (Richter 13,

Schlüter 4, Czarnecki 5, Hanna Jasper 5).

Match 4: 1. Young Fighters Cloppenburg, 38 (Hegener 13, Köhler

5, Wynant 16, Kleinert 4); 2. Crazy Rabbits Mulmshorn, 34 (Finger

13, Ruhnke 11, Haltermann 3, Sven Lottmann 7).

Talent Team Trophy - Junioren A: 1. Max Streller, 15 Punkte;

2. Mika-Fynn Janssen, 12; 3. Paul Weisheit, 9; 4. Heidi Stolzenberg,

5; 5. Carl Wynant, 5; Thies Schweer, 5; 7. Felix Klütemeyer, 2.

Junior B: Marvin Kleinert (innen)

gegen Sven Lottmann (45)

und Alexandra Schauer

Wittstock

Best Pairs vom Feinsten

Der MSC „Wölfe“ Wittstock hatte ein Best-Pairs-

Rennen organisiert, in dem acht Teams in

28 Läufen die Sieger ermitteln sollten. Dazu

wurde jeweils einem erfahrenen Fahrer ein Junior

zur Seite gestellt.

Gleich im ersten Heat konnten Tobias Kroner/

Lukas Fienhage ein 5:1 gegen Steven Mauer verbuchen,

Tobias Busch war ausgefallen. Leider

gab es gleich in Heat 2 einen spektakulären

Sturz, als sich Kai Huckenbeck mit Partner Piotr

Dziatkowiac verhakte und der Pole sehr unglücklich

abstieg. Die Rettungsmaßnahmen

dauerten mindestens eine halbe Stunde und

Genaues hörte man bis Rennende nicht. Die

Verletzung war aber nicht lebensgefährlich. Für

den Polen bekam Huckenbeck dann den eigentlich

in der B-Gruppe fahrenden Darrel de Vries

zugeteilt, der seine Sache sehr gut machte. Der

erste richtige Kracher war Heat 4, in dem Kevin

Wölbert/Broc Nicol (USA) fast drei Runden lang

vor Grand-Prix-Fahrer Matej Zagar in Führung

lagen. Doch dann griff der Slowene an und ging

an beiden vorbei. Trotzdem hatten die Teams

von Kroner/Fienhage und Wölbert/Nicol nach je

zwei Läufen mit 8 Punkten die Nase vorn.

Nach dem nächsten Durchgang führten Kroner/

Fienhage mit 12 Punkten vor Wölbert/Nicol (11),

die mit einem 3:0 gegen Michael Härtel/ Viktor

Trofimov auftrumpften. Zagar/Maaßen (11) fuhren

ein 4:2 gegen Adrian Cyfer heraus, während

René Deddens mit Kupplungsschaden ins Innenfeld

rollte. Im vierten Durchgang bauten

Kroner/Fienhage ihren Vorsprung mit einem

weiteren 5:1-Sieg gegen Deddens und Cyfer

aus. Zagar konnte seinen vierten Sieg über

Mads Hansen/Christian Hefenbrock sichern,

während Danny Maaßen stürzte. Huckenbeck

besiegte in tollem Kampf Wölbert/Nicol und

hatte damit, wie Zagar, schon 12 Punkte erfahren.

Siegerehrung für Tobias Kroner/Lukas Fienhage,

Mads Hansen/Christian Hefenbrock

(links) und Darrel de Vries/Kai Huckenbeck

Im ersten Heat zu Durchgang 5 konnten sich

erstmals Tobias Busch/Steven Mauer mit einem

5:1 über Deddens/Cyfer in Szene setzen

und Fienhage/Kroner bauten mit dem dritten

5:1, diesmal gegen Härtel/Trofimov, ihre Führung

aus. In Heat 19 besiegte der erst 16-jährige

Däne Hansen Wölbert/Nicol. Aber der Höhepunkt

war der Lauf der bisher mit Maximum fahrenden

Huckenbeck und Zagar. Mehrmals

wechselte die Führung und erst Ende der dritten

Runde ging Kai mit einer tollen Attacke ganz innen

am Slowenen vorbei. Die Fans jubelten. Im

nächsten Rennen hatte Zagar wieder Mühe,

sich den Angriffen von Junior Fienhage zu erwehren.

In ihrem letzten Lauf gewannen Kroner/Fienhage

noch einmal mit 4:2 gegen Wölbert/Nicol

und hatten damit mit 29 Punkten den

Tagessieg errungen. Dabei hatte am Ende Lukas

mit 15 Punkten sogar noch einen Zähler

mehr als Kroner, der ihn aber in bester Best-

Pairs-Manier gut abgedeckt hatte. Um Platz 2

gab es ein Stechen zwischen den Teams Hefenbrock/Hansen

und Huckenbeck/de Vries. Überraschend

trat Junior Hansen gegen Huckenbeck

an, gewann den Start und auch den Lauf. Das

war die erste Niederlage für Kai nach sieben

Laufsiegen an diesem Tag. Große Freude natürlich

bei den Dänen und deren Tuner Matten Kröger.

Damit waren Hefenbrock/Hansen Zweite

vor Huckenbeck/de Vries, der hier sein erstes

Rennen nach seinem schweren Sturz im letzten

Jahr bei der Junioren-DM fuhr. Auf dem 4. Platz

landeten gleich drei Teams mit je 21 Punkten.

Das waren Wölbert/Nicol, Mauer/Busch und

Zagar/Maaßen. Härtel/Trofimov hatten nicht

den besten Tag erwischt. Der einzige Laufsieg

Härtels gegen Deddens, der bis zur letzten Kurve

führte, endete fast im Crash. Trofimov riss

einmal die Kette und einmal war ein Kupplungsschaden

Grund für den Ausfall. Letzte wurden

Deddens/Cyfer, die mehrere Ausfälle zu beklagen

hatten.

Im B-Feld waren wegen de Vries’ Aufstieg ins

A-Feld nur drei Fahrer am Start. Hannes Gast gewann

die ersten drei Heats jeweils vor Maximilian

Pott, der wiederum den letzten Lauf dominierte.

Henk Koonstra fährt noch weit hinter

seinen Möglichkeiten.

Auf jeden Fall war dieses Rennen in Wittstock eine

tolle Veranstaltung. Ein Kritikpunkt, den

sehr viele geäußert haben, war die Renndauer.

Die Siegerehrung findet fast jedes Mal ohne Zuschauer

statt. Weniger ist mehr und es müssen

wie im Oktober nicht 32 Fahrer sein oder wie

diesmal acht anstatt sieben Teams wie bei anderen

Best-Pairs-Rennen. Auch die Getränkepreise

(2,- Euro für einen Plastikbecher Kaffee

oder 4,- Euro für ein dünnes Bier) sind eindeutig

zu hoch. • Text u. Foto: Wolfgang Radszuweit

Int. ADMV-Speedwayrennen Wittstock - 8.4.2017

Ergebnisse:

Paarrennen: 1. Paar B, 29 Punkte (Lukas Fienhage 15, Tobias

Kroner 14+5); 2. Paar C, 25+3 (Mads Hansen 17+1, Christian Hefenbrock

8+1); 3. Paar D, 25+2 (Darrel de Vries 4+1, Kai Huckenbeck

21); 4. Paar H, 21 (Kevin Wölbert 17, Broc Nicol 4+3); Paar A,

21 (Steven Mauer 7+4, Tobias Busch 14); Paar G, 21 (Matej Zagar

17, Danny Maaßen 4+1); 7. Paar E, 16 (Michael Härtel 11+1, Viktor

Trofimov 5+1); 8. Paar F, 10 (René Deddens 8, Adrian Cyfer 2).

Mai '17 BAHNSPORT AKTUELL 23


gratuliert

Eisspeedway-Weltm


eister 2017 Dimitri Koltakow


SPEEDWAY

Deutschland schlägt

Dänemark (links)

und Polen

Int. DMV-Speedway-Länderkampf Pocking

Michael Härtel vor Frederik Jacobsen und Jurica Pavlic

Team Germany

setzt sich durch

Gut in Szene setzte sich das deutsche Team mit

Martin Smolinski, Michael Härtel, Valentin Grobauer

und Max Dilger beim 4-Länderkampf in

Pocking.

Dank der ausgeglichenen Mannschaftsleistung

eroberten sie das oberste Treppchen vor Dänemark

(34 Punkte) und Polen (33). Team Europa

landete abgeschlagen mit 15 Zählern auf Rang

4. Topscorer der Deutschen war mit 13 Zählern

Smolinski. Härtel steuerte 11, Grobauer 10 und

Dilger 6 Punkte zum Sieg bei.

• Text und Fotos: Klaus Goffelmeyer

Int. DMV-Speedway-Länderkampf Pocking - 16.4.2017

Ergebnisse:

Länderkampf: 1. Team Germany, 40 Punkte (Martin Smolinski

13, Valentin Grobauer 10, Michael Härtel 11, Max Dilger 6);

2. Team Danmark, 34 (Nikolai B. Jacobsen 10, Patrick Hansen 7,

Frederik Jacobsen 10, Mikkel B. Andersen 7); 3. Team Poland,

33 (Rafal Okoniewski, 12, Pawel Miesiac, 6, Grzegorz Zengota

14, Adam Skornicki 1); 4. Team Europa, 15 (Jurica Pavlic 5, Paco

Castagna 2, Ondrej Smetana 2, Josef Franc 6).

Deutschlands Topscorer

Martin Smolinski gegen

Grzegorz Zengota

(bester Einzelfahrer)

und Josef Franc

26 BAHNSPORT AKTUELL Mai '17


Tobias Kroner vor Mark Riss

Osterpokal Güstrow

Abgesagt

Speedstart Berghaupten

Voller Erfolg

Clubtraining und Sichtungslehrgang des Junioren-Bahnsport-Nationalkaders

am 8. April

in Berghaupten war ein voller Erfolg.

Am 8. April fand mit dem Speedstart 2017 wie

gewohnt der Saisonauftakt des MSC Berghaupten

statt. Hierbei hatten die Clubfahrer die

Möglichkeit, auf der heimischen Bahn ihr in der

Winterpause präpariertes Material ausgiebig

für die bevorstehende Saison testen zu können.

Zusätzlich zum Clubtraining war der MSC

Berghaupten in diesem Jahr noch Austragender

des 1. Sichtungslehrgangs für das dmsj-Bahnsport-Junior-Team.

Für diesen Lehrgang kamen

die besten Nachwuchsfahrer der 125- und

250-ccm-Klasse nach Berghaupten, um sich für

das künftige Nationalmannschaftsteam anzubieten

und die Verantwortlichen von ihren Leistungen

zu überzeugen.

Bei perfekten Bedingungen und strahlendem

Sonnenschein wurde das Training auf der Bahn

pünktlich um 9:00 Uhr am Samstagmorgen gestartet.

Die Trainingseinheiten wurden von geschulten

Trainern des DMV sehr abwechslungsreich

gestaltet. Von vorgegebenen abgesteckten

Kurvenfahrten mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden

bis hin zum Startbandtraining

hatte das Training viel Lehrreiches für die jungen

Nachwuchsfahrer unternahmen.

Sehr erfreut zeigte sich der MSC Berghaupten

über die hohe Anzahl der interessierten jungen

Nachwuchsfahrer aus der Region, die beim Jedermannfahren

an diesem Wochenende ihre

ersten Driftversuche auf der Speedwaybahn

unternahmen.

Von nun an gilt die komplette Aufmerksamkeit

den Vorbereitungen auf das im August anstehende

Highlight bei den Race Days 2017. Mit

dem GP-Challenge kehrt am 26./27. August

erstmals seit 1999 der WM-Zirkus nach Berghaupten

zurück.

• Text: Michael Wurmseher; Fotos: Jerôme Groux

Der MC Güstrow hatte mit dem Osterpokal

2017 wirklich Pech. Schlechte Wetterprognosen

setzten sich auch wirklich durch und eine

gute Stunde vor Rennbeginn kam ein ordentlicher

Schauer vom Himmel. Es sammelte sich

einiges an Wasser auf der Bahn und trotzdem

versuchte der Club, mit ordentlichem Bahndienst

das Rennen zu retten. Das Rahmenprogramm

mit jungen Fahrern aus Dänemark hatte

man sicherheitshalber schon am Freitag abgesagt

und auch auf die Fahrervorstellung verzichtete

man kurzerhand. Bereits der erste

Heat zeigte, wie schwer die Bahn zu befahren

war. Lukas Fienhage konnte nur mit großer

Mühe einen Sturz vermeiden. In Heat 2 produzierte

Tobias Kroner einen Fehlstart. Im Re-run

rutschte der Däne Martin S. Hansen weg. Erst

beim dritten Anlauf sah man ein gutes Rennen.

Mark Riss kämpfte sich an Kroner vorbei, während

Timo Lahti einige Schwierigkeiten hatte.

Der Pole Adrian Gala rutschte in der ersten

Kurve von Heat 3 weg und erst im Re-run konnte

US-Boy Ricky Wells vor dem Letten Jevgenijs

Kostigovs und Broc Nicol gewinnen. Der vierte

Lauf sollte dann auch der letzte sein. Hier fuhr

Vorjahressieger Renat Gafurow ins Band. Rasmus

Jensen gewann vor Josef Franc, Hannes

Gast und Reservist Leon Arnheim. Im Anschluss

beschlossen alle Fahrer und die Rennleitung,

das Rennen wegen Unbefahrbarkeit

der Bahn abzubrechen. Erstaunlich war, dass

bei diesem Wetter zirka 1500 Zuschauer gekommen

waren. Sie harrten trotz des Sturmes

in der Kälte aus. Erstaunlich weit fortgeschritten

ist der Tribünenneubau. Das Schiedsrichterhäuschen

befindet sich in gut acht Metern

Höhe. Das Dach der Tribüne wird noch darüber

geführt. Hier entsteht ein toller Bau mit diversen

Räumen auf der Rückseite. Zum Pfingstpokal

soll die neue Tribüne fertig sein. Auf diesen

Anblick können sich schon alle Fans freuen.

•Text und Foto: Wolfgang Radszuweit

Startbandtraining

in Berghaupten

für den Nachwuchs

Links:

Auch Max Dilger

nutzte die

Trainingsgelegenheit

Int. ADAC-Speedwayrennen - Oberkrämerpokal - 9.4.2017

WOLFSLAKE

Ergebnisse:

I-Solo: 1. Kasper Anderson, DK, 13 Punkte; 2. René Deddens, D,

12; 3. Lukas Fienhage, D, 11; 4. Christian Hefenbrock, D, 11;

5. Daniel Henderson, S, 11; 6. Andriy Kobrin, UKR, 9; 7. Dominik

Möser, D, 9; 8. Ondrej Smetana, CZ, 8; 9. Emil Engström, DK, 8;

10. Darrel de Vries, NL, 7; 11. Mike Trzensiok, PL, 6; 12. Mathias

Bartz, D, 4; 13. Jacob Bukhave, DK, 3; 14. Hannes Gast, D, 2;

15. Steven Mauer, D, 1; 16. Henk Koonstra, NL, 1.

Junior C: 1. Lukas Wegner, 12 Punkte; 2. Marvin Wiegert, 8;

3. Malthe Ulstrup, DK, 8; 4. Emil Breum, DK, 7; 5. Tomek Matten

Dau, 5; 6. Timo Wachs, 4; 7. Ben Ernst, 3; 8. Kevin Lück, 0.

Junior A: 1. Max Streller, 16 Punkte; 2. Julian Ploog, 15; 3. Paul

Weisheit, 12; 4. Freyja Redlich, 9; Mika-Finn Janssen, 9; 6. Thies

Schweer, 6; 7. Frieda Thomas, 5; 8. Max Weidenbach, 4; Magnus

Rau, 4; 10. Michelle Rau, 0.

Mai '17 BAHNSPORT AKTUELL 27


SPEEDWAY

Neuenknick

Sieger Andreas Lyager Hansen

vor dem zweitplatzierten

Mathias Bartz, René Deddens

und Martin Steen Hansen

• Foto: Daniel Sievers

Viel Dramatik

Noch bis in die Nacht zum Ostersonntag

telefonierte SC-Sportleiter Jan-

Phillip Otte, um das internationale

Fahrerfeld für das traditionelle Osterrennen

des SC Neuenknick zu komplettieren.

Krankheits- bzw. verletzungsbedingt

hatten sich einen Tag vor dem

Rennen gleich vier A-Lizenz-Piloten

abgemeldet. Was das Wetter anbelangte,

so wurde der Renntag ein Mix

aus Sonne, Regen und Hagel. Doch die

meiste Zeit strahlte die Sonne über

dem Hexenkessel und die Mittagstemperaturen

stiegen sogar über 13 Grad.

Rund 1500 Zuschauer sahen dann auch alles,

was ein spannendes Speedwayrennen ausmacht

und das Herz der Motorsportfans höherschlagen

lässt. Es gab packende Fights und

auch zahlreiche extrem enge Duelle auf einem

Parcours, der sich von ganz unterschiedlichen

Seiten zeigte. Mal war er trocken, steinhart

und glatt, dann wieder, durch kurze, aber starke

Regengüsse, auch nass und rutschig. Es war

nicht einfach für die Fahrer, sich technisch wie

fahrerisch darauf einzustellen.

Die Läufe der Junior-Klassen A und C wurden

am Vormittag noch bei trockenem Wetter ausgetragen.

Diejenigen Zuschauer, die das Programm

vor dem Hauptrennen verfolgten, konnten

auch in der 50-ccm-Klasse Junior A einige

Talente beobachten. So beispielsweise Max

Streller vom MSC Cloppenburg. Der erst Achtjährige

aus Pritzwalk bei Wittstock zeigte mit

vier Laufsiegen, was in ihm steckt. Max Streller

konnte sich in der Endabrechnung mit einem

Punkt vor seinem engsten Kontrahenten Paul

Aurelius Weisheit behaupten. Der Youngster

nahm bei der Siegerehrung nicht nur den Pokal,

sondern auch viel Zuspruch und Anerkennung

entgegen.

In der Junior-Klasse C (250 ccm) lief von Anfang

an alles auf einen Ländervergleich Deutschland

- Dänemark hinaus. Gleich im ersten Lauf

der 250er gab es einen Unfall, als Timo Wachs

ausgangs der Zielkurve der durch einen technischen

Defekt sich urplötzlich verlangsamenden

Maschine von Maximilian Firniß nicht

mehr ausweichen konnte. Timo Wachs, dem

beim Aufprall auf das Bike von Firniß das Hinterrad

einer Maschine gegen den Helm schlug,

wurde zum Check ins Krankenhaus gebracht,

konnte aber noch vor Beginn des Hauptrennens

wieder entlassen werden.

28 BAHNSPORT AKTUELL Mai '17

Mathias Rex Hansen aus Jütland, der wohl erfolgreichste

Fahrer in der Gruppe der 250-ccm-

Piloten (unter anderem Goldmedaille Jawa Cup

2016) ging mit Maximumpunkten in den neunten

Vorlauf. Am Start bekam er zu viel Grip und

seine Maschine überschlug sich. Durch den damit

verbundenen Ausschluss geriet der sichtlich

enttäuschte 15-Jährige in einen nicht mehr

einholbaren Rückstand. Die Rennen der C-Klasse

waren insbesondere da sehr sehenswert,

wo die „jungen Wilden“, die Dänen Andreas

Hviid Rasmussen und Mathias Rex Hansen sowie

die Deutschen Leon Maier, Ben Ernst und

Lukas Wegner, aufeinandertrafen. Hohe Spannung

hatte das Finale. Hier konnte sich der erst

14-jährige Augsburger Leon Maier (ADAC-Bundesendlaufsieger

2016) von innen startend

dank eines Blitzstarts und einer beherzt-mutigen

Fahrweise nach beinhartem Match mit Andreas

Hviid Rasmussen durchsetzen und mit

einem Punkt Vorsprung vor Rasmussen den Tagessieg

erringen.

Auch die B-Lizenz zeigte packende Rennen.

Hier lief alles auf einen Fight der drei Deutschen

Fabien Neid, Maximilian Pott und Sascha

Stumpe sowie des Niederländers Sjoerd

Rozenberg zu. Eine sehr gute Leistung zeigte

Sascha Stumpe. In Heat 2 beispielsweise

konnte der Wagenfelder nur wenige Meter vor

dem Zielstrich in einem harten Fight Tim Brinkmann

abfangen und 3 Punkte einfahren. Spannend

ging es auch in Rennlauf 8 zwischen diesen

beiden Kontrahenten zu, als Stumpe von

außen startend versuchte, sich vor Brinkmann

und Sebastian zu setzen. Nachdem er Sebastian

hinter sich gelassen hatte, entwickelte sich

schließlich ein schneidiges und hautenges Duell

zwischen Brinkmann und Stumpe. Dabei

konnte Stumpe ausgangs der Zielkurve zwar

kurz an Brinkmann vorbeischießen, doch dieser

fing ihn nur wenige Meter vor dem Ziel wieder

ab.

Ab Heat 4 ging der 16-jährige Fabien Neid, der

in diesem Jahr für den SC in der 2. Bundesliga

an den Start geht und im vergangenen Jahr den

1. Platz beim ADAC Weser Ems Cup belegt hat,

auf Siegeskurs. Mit einem starken Spurt hautnah

der Bande entlang, setzte sich der Schwarmer

an die Spitze – vorbei an Fabian Wachs

und Dennis Helfer. Und mit konzentrierten

Starts und couragiertem Fahrstil eroberte er

sich die Poleposition auch in den beiden Heats

9 und 11. Entscheidend für das Rennen der nationalen

Klasse waren die drei letzten Läufe 10

bis 12, zumal Neid, Pott, Stumpe, Rozenberg

und Brinkmann von den Punkten her etwa

gleichauf lagen. In Lauf 9 dominierte Fabien

Neid von innen startend das Feld über alle vier

Runden. In Lauf 10 war es der ebenfalls sehr

stark fahrende Maximilian Pott, der Sjoerd Rozenberg

hinter sich halten konnte. Pott sicherte

sich mit dem Laufsieg den 2. Platz in der Gesamtwertung.

Eine Schrecksekunde gab es allerdings,

als die Maschine von Niels Oliver

Wessel in Lauf 10 in vollem Speed direkt auf

der Ziellinie einen Aufsteiger bekam und Wessel

hart zu Boden ging – glücklicherweise ohne

sich zu verletzen. Der alles entscheidende Lauf

11 fand schon auf durch den Regen leicht aufgeweichtem

Parcours statt. SC-Fahrer Marcel

Sebastian erwischte einen guten Start, kam

aber mit der rutschigen Bahn nicht zurecht und

musste Fabien Neid vorbeilassen. Nach erneutem

Angriff auf Neid touchierte Sebastian die

Airfences und fiel zurück. Daraufhin lieferten

sich Fabien Neid und Sascha Stumpe ein sehenswertes

Duell, das letztendlich siegreich

für Neid ausging. Dieser ambitionierte und

kämpferische Auftritt sicherte ihm mit hauchdünnem

Vorsprung auf Maximilian Pott den Tagessieg.

Da Sjoerd Rozenberg und Sascha

Stumpe am Ende punktgleich waren, wurde

Platz 3 über Los entschieden. „Ich habe mich

gleich beim Training gut auf die Bahn einstel-


len können. Sie war heute nicht leicht zu fahren.

Und hinter dem Tagessieg stehen natürlich

auch meine Mechaniker. Sie haben sehr

gute Arbeit geleistet. Ich habe mich nur über

den im ersten Lauf verschenkten Punkt geärgert,

sonst hätte ich den Tagessieg mit Maximum

gefahren“, sagte Fabien Neid am Ende

des Renntages.

Wie gewohnt heiß ging es in der internationalen

Klasse zu. Schnell war klar, dass es hier

den dänischen ebenso wie den deutschen Fahrern

darum ging, gleich zu Beginn der Saison

ein Zeichen zu setzen. Während Tobias Kroner

mit einem Superstart von außen an der Bande

entlang vor das Feld gleich im ersten Heat zeigte,

dass es nicht einfach werden würde, an ihm

vorbeizukommen, verschaffte sich das erst

18-jährige Speedway-Supertalent Andreas Lyager

Hansen mit seinem zweiten Rennsieg in

Heat 6 einen Riesenrespekt. Mit seinem risikoreichen

Fahrstil ließ der Däne so starke Fahrer

wie Mathias Bartz und Tobias Kroner hinter

sich. Und nach einem wahren Husarenritt und

einem blitzartigen Angriff auf Kroner, an dem

er in der Zielkurve wie im Flug vorbeizog, hatte

Hansen sich in Heat 10 ein ebenso gutes Punktepolster

wie auch eine herausragende Ausgangsposition

verschafft. In der Punkteabrechnung

stand er gleichauf mit Matze Bartz. Alle

Chancen vorne mitzumischen, hatte bis dahin

auch der Cloppenburger René Deddens, der

Motoren wollen . . .

engines want . . .

vor allem in den Läufen 2 und 6 zeigte, welche

Superstarts er hinlegen kann und wie artistisch

er seine Maschine selbst in extremsten

Situationen beherrscht. Doch dann kam Lauf

16. Schon beim Start hatte der Schwede Mathias

Thörnblom einen extremen Aufsteiger, den

er so gerade noch abfangen konnte. Dann am

Ende von Runde 2 ausgangs der Zielkurve er-

Der drittplatzierte Tobias Kroner, hier vor René Deddens,

war sichtlich enttäuscht, dass es nicht mehr zum Finale kam

• Foto: Ubbo Bandy

wischte es Deddens, der möglicherweise etwas

zu spitz aus der Kurve auf die Gerade zufuhr.

Seine Maschine stellte sich auf und

rutschte nach rechts in die Maschine des leicht

versetzt hinter Deddens fahrenden Dänen Andreas

Jensen. In die durch die Luft zur Bande

hin wirbelnde Maschinen von Deddens und Andreas

Jensen fuhr dann noch unglücklicherweise

mit vollem Tempo der dänische Fahrer Sam

Jensen hinein. Für alle drei hätte dieser gefährlich

aussehende Crash böse enden können.

Doch die Rennärzte gaben für Sam und Andreas

Jensen unter dem Beifall des Publikums

schnell Entwarnung. Und wie sich später zeigte,

war auch René Deddens mit Prellungen und

einer Gehirnerschütterung einigermaßen

glimpflich aus diesem Rennunfall herausgekommen.

Die beiden Semifinals verbuchten

dann Andreas Lyager Hansen (Semifinale 1)

und Matze Bartz (Semifinale 2) für sich, wobei

Hansen am Ende mit 2 Punkten vor Matze Bartz

den Tagessieg errang. Tobias Kroner musste

sich mit Platz 3 in der Gesamtwertung zufriedengeben,

obwohl er das beinharte Duell mit

Artjoms Trofimovs in Lauf 8 noch für sich entscheiden

konnte. Vielleicht hätte das Ganze für

die beiden Deutschen Kroner und Bartz noch

vorteilhafter ausgehen können, wenn der Finallauf

gestartet worden wäre. Doch graue

Wolkenberge und ein länger anhaltender Hagelschauer

verkündeten nichts Gutes. Schon

das Semifinale 2, das Matze Bartz vor den Polen

Mike Trzensiok gewann, hatte bei strömendem

Regen stattgefunden. Der Dauerregen

hatte inzwischen Pfützen auf der Bahn gebildet.

Und Matze Bartz war vor den Zielrichterturm

gefahren um anzudeuten, dass er bei diesen

Bahnverhältnissen nicht mehr antreten

würde. Schiedsrichter Frank Debrecht (Osnabrück)

hatte schließlich ein Einsehen und sagte

den Finallauf der A-Lizenz im Einvernehmen

mit der Rennleitung ab.

Tobias Kroner war anzumerken, dass er auf

den Finallauf gehofft hatte. „Das internationale

Fahrerfeld war stark und ausgeglichen. Wegen

des Regens zwischendurch war die Rennstrecke

schwierig und nicht immer kalkulierbar.

Durch einige zu lange Wartezeiten zwischen

den Rennen sind wir in den Regen gekommen,

das hätte nicht sein müssen“, sagte

der ein wenig enttäuschte Dohrener. „Den Wetterkapriolen

zum Trotz haben wir heute tolle

Rennen gesehen und die meiste Zeit stand ja

doch auch die Sonne über dem Platz“, meinte

SC-Vorsitzender Mario Hauke nach dem Rennen.

Andere Vereine haben ihre Veranstaltung

absagen müssen. Vor diesem Hintergrund können

wir mit dem Ablauf und der Zuschauerzahl

doch ganz zufrieden sein“.

• Text: André Lindhorst; Fotos: Ubbo Bandy

ADAC-Speedwayrennen Neuenknick - 16.4.2017

Ergebnisse:

I-Solo: 1. Andreas Lyager Hansen, DK, 24 Punkte; 2. Mathias

Bartz, D, 22; 3. Tobias Kroner, D, 20; 4. Martin Steen Hansen,

DK, 17; 5. Jonas Jensen, DK, 16; 6. Mike Trzensiok, PL, 16; 7. René

Deddens, D, 11; 8. Oleg Mihailov, LV, 13; 9. Mathias Thörnblom,

S, 11; 10. Danny Maaßen, D, 11; 11. Hubert Legowik, PL, 12;

12. Sam Jensen, DK, 8; 13. Niclas Sayrio, FIN, 7; 14. Artjoms Trofimovs,

LV, 7; 15. Aureliusz Bielinski, PL, 6; 16. Henry van der

Steen, NL, 5; 17. Jörg Tebbe, D, 1; 18. Andreas Jensen, DK, 0.

B-Solo: 1. Fabien Neid, 11 Punkte; 2. Maximilian Pott, 10; 3. Sascha

Stumpe, D, 9; 4. Sjoerd Rozenberg, NL, 9; 5. Tim Brinkmann,

8; 6. Niels Oliver Wessel, 6; 7. Fabian Wachs, 5; 8. Dennis

Helfer, 5; 9. Marcel Sebastian, 5; 10. Marc Leon Tebbe, 2; 11. Mika

Meijer, NL, 1; 12. Dennis Möhlenpage, 0.

Junior C - 250 ccm: 1. Leon Maier, 11 Punkte; 2. Andreas Hviid

Rasmussen, DK, 10; 3. Ben Ernst, 9; 4. Lukas Wegner, 8; 5. Mathias

Rex Hansen, 6; 6. Jeffrey Sijbesma, NL, 6; 7. Birger Jähn, 5;

8. Kevin Lück, 5; 9. Jan Meyer, 4; 10. Tomek Matten Dau, 4;

11. Dominik Otto, 2; 12. Finn Loheider, 2; 13. Jana-Maria Muschiol,

1; 14. Marvin Wiegert, 1; 15. Timo Wachs, 0; 16. Maximilian

Firniß, 0.

Junior A - 50 ccm: 1. Max Streller, 15 Punkte; 2. Paul Aurelius

Weisheit, 14; 3. Freyja Redlich, 11; 4. Mika Fynn Janssen, 10;

5. Thies Schweer, 6; 6. Julian Ploog, 6; 7. Carl Wynant, 4; 8. Alina

Sassenhagen, 3; 9. Len-Joris Rixen, 1; 10. Felix Klütemeyer, 0.

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Mai '17 BAHNSPORT AKTUELL 29


INTERNATIONAL

Erik Riss (außen) gegen Kevin Doolan und Ludvig Lindgren

1. offenes Rennen zugleich 1. Podium für Erik Riss (li.), mit Justin Sedgmen und Ricky Wells

ENGLAND

Scottish Open Championship - Edinburgh

Erik auf dem Treppchen

Edinburghs Erik Riss begann mit drei Laufsiegen äußerst stark. In Lauf 16

wurde er als Sturzverursacher disqualifiziert. Er schloss mit einem

3-3-3-D-1 seine Vorläufe ab. Mit einer starken Vorstellung im Halbfinale sicherte

er sich das letzte Ticket für den Endlauf. Mit Richard Lawson strauchelte

nun auch der letzte Fahrer der gastgebenden Monarchs.

Vorab war Publikumsliebling Aaron Summers mit nur 5 Punkten überraschend

gescheitert. Mark Riss begann gar nicht schlecht, stürzte aber in

Heat 14 und wurde in Lauf 19 hinter Ricky Wells, Richard Lawson und Bruder

Erik nur Letzter. Im Finale startete Erik sehr gut von der Innenbahn,

führte das Feld fast zwei Runden an. Dann kam Manchesters Justin

Sedgmen und ging etwa zu Beginn der dritten Runde innen am Deutschen

vorbei.

Ergebnis - Vorläufe: 1. Justin Sedgmen, 12 Punkte; 2. Rory Schlein, 12; 3. Ricky Wells, 12; 4. Sam

Masters, 11; 5. Richard Lawson, 11; 6. Erik Riss, 10; 7. Ludvig Lindgren, 10; 8. Kevin Doolan, 7;

9. Mark Riss, 6: 10. Theo Pijper, 6; 11. Matthew Wethers, 6; 12. Aaron Summers, 5; 13. Josh Pickering,

4; 14. Ulrich Östergaard, 4; 15. Max Clegg, 3; 16. Mitchell Davey, 1.

Halbfinale: 1. E.Riss; Lindgren; 3. Lawson; 4. Masters A.

Finale: 1. Sedgmen; 2. Wells; 3. E.Riss; 4. Schlein.

SGB Premiership Pairs - Somerset

Holder zum dritten

Erstmals seit 2011 wurde dieser Wettbewerb wieder ins Programm genommen.

Damals gewann Chris Holder mit Traumpartner Darcy Ward in King’s

Lynn. Bereits 2009 konnte der Exweltmeister seinen ersten Paartitel (mit

Hans Andersen) gewinnen – beide Male für Poole. Aber auch mit 2017er

Partner Robert Lambert konnte Holder überzeugen. Poole hingegen war

mit Jack Holder und dem ehemaligen australischen Meister Brady Kurtz

nicht gut vertreten. Die Youngster

konnten nicht einen Lauf gewinnen.

Dem King’s-Lynn-Duo gelang ein brillantes

Maximum in der B-Gruppe. Im

zweiten Semifinale mussten die Stars

erstmals eine Niederlage einstecken.

Jason Doyle konnte den Lauf zwar gewinnen,

aber aufgrund der Punktevergabe

(4-3-2-0) schied Swindon dennoch

aus. In der A-Gruppe überzeugte

Wolverhampton mit viel Routine.

Gastgeber Somerset konnte in Heat 7

(gegen die Wolves) nur 2 Punkte herausfahren,

was unter anderem zum

Ausscheiden der Rebels führte. Aber

das Duo gab nie auf und so wurde der

letzte Lauf – trotz einer 2:7-Niederlage

– zu einem Höhepunkt auf dieser engen

300-Meter-Bahn in der Oak Tree

Arena. Wolverhampton hatte im ersten

Halbfinale gegen Rye House keine

Probleme und fuhr einen nie gefährdeten

Start-Ziel-Sieg heraus. Im Finale

übernahm Holder innen fahrend die

Führung. Lambert fuhr auf der äußeren

Linie und schirmte das Paar aus

den West Midlands erfolgreich ab.

Ergebnisse - Gruppe A: 1. Wolverhampton, 17 Punkte

(Fredrik Lindgren 10, Jacob Thorssell 7); 2. Swindon, 14 (Jason Doyle 10, Nick Morris 4); 3. Somerset,

12 (Patrick Hougaard 6, Rohan Tungate 6); 4. Belle Vue, 11 (Craig Cook 7, Max Fricke 4).

Gruppe B: 1. King’s Lynn, 21 Punkte (Chris Holder 11, Robert Lambert 10); 2. Rye House, 15 (Scott

Nicholls 10, Chris Harris 5); 3. Leicester, 11 (Kim Nilsson 7, Daniel King 4); 4. Poole, 7 (Brady Kurtz

4, Jack Holder 3).

Halbfinale 1: 1. Thorssell; 2. Lindgren; 3. Harris; 4. Nicholls.

Halbfinale 2: 1. Doyle; 2. Lambert; 3. C.Holder: 4. Morris.

Finale: 1. Lambert; 2. C.Holder; 3. Thorssell; 4. Lindgren A.

SGB Premiership

Elite Shield

Wolverhampton hatte im ersten Match in Monmore Green doch arge Probleme

mit den Pirates. Bis zum zwölften Lauf konnten die Gäste ein Remis

halten. Erst durch ein 4:2 in Heat 13 und zwei darauffolgende 5:1 sicherten

dem Meister einen 10-Punkte-Vorsprung in diesem Prestige-Wettbewerb.

Im Rückmatch, zwei Tage später an der Wimborne Road, lief es bei Poole

optimal. Die Mannschaft wirkte in allen Belangen homogener. Hans Andersen

und der junge James Shanes setzten die Akzente. Zwölf von 15 Läufe

gewannen die Gastgeber. Bereits nach fünf Läufen konnte Poole den

Rückstand aus dem ersten Rennen wettmachen.

Ergebnisse: Wolverhampton, 50 Punkte (Jacob Thorssell 14, Fredrik Lindgren 12, Kyle Howarth 10,

Sam Masters 8, Max Clegg 4, Nathan Greaves 2); Poole, 40 (Nicolai Klindt 16, Hans Andersen 8,

Krzysztof Kasprzak 5, Jack Holder 4, Brady Kurtz 4, James Shanes 3).

Poole, 58 Punkte (Nicolai Klindt 15, Hans Andersen 12, James Shanes 9, Brady Kurtz 8, Jack Holder

7, Krzysztof Kasprzak 7); Wolverhampton, 32 (Fredrik Lindgren 9, Jacob Thorssell 8, Sam Masters

5, Kyle Howarth 3, Adam Skornicki 3, Nathan Greaves 2, Max Clegg 2).

Poole gewinnt 98:82.

SGB Premiership - Meisterschaft

Kevin geschasst

In der laufenden Saison, am 23. März, gaben Dave Darcy und Neil Machin,

die Promoter der Leicester Lions, mal eben einen Wechsel in ihrem Team

bekannt! Wegen der Turbulenzen in Coventry verpflichteten sie kurzerhand

Daniel King und Josh Bates. Der eine britischer Champion der Senioren,

der andere britischer Meister der Junioren.

Ihren zugesagten Platz im Team der Löwen verloren somit der Lette Andzejs

Lebedevs und auch Kevin Wölbert. Der Deutsche hatte sich – wie von

ihm gewohnt – gewissenhaft für seine Zeit in den East Midlands vorberei-

SGB PREMIERSHIP

Pl./Club

R S U N Ges.

1. Poole 1 1 0 0 4

2. Leicester 3 1 0 2 4

3. King’s Lynn 1 1 0 0 3

4. Rye House 1 1 0 0 3

5. Belle Vue 1 1 0 0 3

6. Wolverhampton 2 1 0 1 3

7. Swindon 2 0 0 2 1

8. Somerset 1 0 0 1 0

SGB CHAMPIONSHIP

Pl./Club

R S U N Ges.

1. Glasgow 3 2 0 1 7

2. Edinburgh 2 2 0 0 6

3. Peterborough 2 2 0 0 6

4. Workington 1 1 0 0 3

5. Newcastle 2 1 0 1 3

6. Ipswich 1 1 0 0 3

7. Sheffield 3 1 0 2 3

8. Scunthorpe 5 1 0 4 3

9. Berwick 3 0 0 3 0

10. Redcar 0 0 0 0 0

30 BAHNSPORT AKTUELL Mai '17


tet und auch viel Geld investiert. Kevin wird nicht in Großbritannien starten.

Es bleibt bei zwei deutschen Fahrern in der SGB Premiership: Kai Huckenbeck

in King’s Lynn und Erik Riss in Leicester.

Ergebnisse: Leicester (Erik Riss 2-S-2-3=7) - Swindon 48:42 Punkte; Rye House - Wolverhampton

51:41; Wolverhampton - Leicester (Erik Riss T-3-S-3=6) 45:44; King’s Lynn (Kai Huckenbeck

3-D-1-2=6) - Somerset 53:37; Swindon - Belle Vue 44:46; Leicester - Poole 34:56.

1. Knockout Cup - 1. Runde

Poole deklassiert

Erstmals seit 2012 wird der K.o.-Cup wieder in der ersten britischen Liga

ausgetragen. Somit ist Poole der Titelverteidiger. Aber bereits im ersten

Rennen hatten die Pirates große Schwierigkeiten. Bis zum 13. Lauf lagen

die Gastgeber 4 Punkte zurück. Nach dem 5:1 im vorletzten Lauf stand es

dann 42:42. Dass Poole doch noch mit 2 Punkten gewann, lag sicherlich

daran, dass Kenneth Bjerre in Führung liegend ausfiel.

Zwei Tage später revanchierten sich die Asse. Herausragend war das Maximum

von Craig Cook. Belle Vue war auf allen Positionen besser besetzt.

Pooles Nicolai Klindt, eine Schlüsselfigur im Team der Piraten, konnte mit

seinem 2-0-1-0-0-1-2 nicht überzeugen.

Ergebnisse: Poole - Belle Vue 46:44 Punkte; Belle Vue - Poole 57:33. Belle Vue gewinnt 101:79.

Somerset - Leicester 49:41; Rye House - Swindon 41:49.

Peter Karlsson Farewell - Wolverhampton

Adieu Peter

Nun ist Schluss. Mit 47 Jahren hängt Peter Karlsson nun endgültig den

Stahlschuh an den Nagel. Bereits 1990 kam PK nach Großbritannien. Die

meisten Jahre, nämlich 18, fuhr er für die Wolves. In Peterborough, King’s

Lynn, Belle Vue und Lakeside gab er nur relativ kurze Gastspiele. Dreimal

gewann er mit Schweden die Team-WM. Es war für die vielen Zuschauer

ein unterhaltsamer Sonntag. Mag das Ergebnis des Rennens nebensächlich

sein – spannend war es allemal. Reservist Kyle Howarth fuhr für

gleich drei Teams. Pech hatte Sam Ermolenko im Old Guys Match Race-up.

Wegen technischer Mängel musste das 56-jährige Wolverhampton-Urgestein

frühzeitig aufgeben.

Ergebnis: 1. Wolves Legends, 35 Punkte (Fredrik Lindgren 22, Peter Karlsson 7, Kyle Howarth 6,

Max Clegg 0); 2. Monmore Nice Guys, 31 (Niels-Kristian Iversen 21, Adam Skornicki 8, Kyle Howarth

2); 3. Rye House „BMR“ Rockets, 30 (Scott Nicholls 16, Chris Harris 14); 4. Danish Pirates, 29 (Hans

Andersen 18, Nicolai Klindt 11); 5. PK Stars, 24 (Sam Masters 19, David Howe 5); 6. Swedish

Wolves, 21 (Jacob Thorssell 15, Magnus Karlsson 4, Kyle Howarth 2); 7. US Young Guys, 19 (Ricky

Wells 19, Broc Nicol 0).

Old Guys Match Race-up: 1. Mikael Max, 7 Punkte; 2. Paul Hurry, 6; 3. Ronnie Correy, 5; 4. Sam

Ermolenko, 0.

Darcy Ward Invitational - Poole

Abbruch wegen Bahnzustand

Das hatten die Zuschauer und Darcy Ward, dem der Erlös zugutekommen

sollte, nicht verdient. Darcys Einladungsrennen in Poole war bestens besetzt.

Aber bereits vor dem Rennen waren die Fahrer enttäuscht vom Zustand

der Bahn. Besonders die Innenbahn war viel zu weich. Kyle

Newman war der Leidtragende. Nach einem spektakulären Sturz brach eine

alte Schulterverletzung wieder auf. Nach acht Läufen hatten die Fahrer

endgültig genug. Referee Dave Robinson brach das Rennen ab.

Ergebnis bis Heat 8: 1. Jason Doyle, AUS, 6 Punkte; 2. Krzysztof Kasprzak, PL, 6; 3. Hans Andersen,

DK, 5; 4. Przemyslaw Pawlicki, PL, 5; 5. Emil Saifutdinow, RUS, 5; 6. Chris Holder, AUS, 4; 7. Rory

Schlein, AUS, 3; 8. Piotr Pawlicki, PL, 3; 9. Nick Morris, AUS, 2; 10. Davey Watt, AUS, 2; 11. Nicolai

Klindt, DK, 2; 12. Brady Kurtz, AUS, 2; 13. Todd Kurtz, AUS, 2; 14. Troy Batchelor, AUS, 1; 15. Kyle

Newman, GB, 0; 16. Josh Grajczonek, AUS, N.

Rambo Lambo’s Decennary (Simon Lambert Testimonial) - King’s Lynn

Bjerre bändigt PUK

Niels-Kristian Iversen kehrte zurück an die Saddlebow Road, wo er von

2011 bis 2015 bzw. 2016 für die Stars fuhr. Und er ist seit 2002 immer noch

Bahnrekordhalter! Mit Maximum schloss er seine Vorläufe ab. Dann aber

kam Kenneth Bjerre. Belle Vues Neuverpflichtung konnte den Dänen im

Halbfinale und auch Endlauf bezwingen. Craig Cook, ebenfalls von Belle

Vue, schied nach guten 13 Punkten in den Vorläufen etwas überraschend

im zweiten Semi aus! Pech hatte Jubilar Simon Lambert. Seine durchwachsene

Vorstellung endete in Heat 15 nach einem Sturz.

Ergebnis - Vorläufe: 1. Niels-Kristian Iversen, DK, 15 Punkte; 2. Craig Cook, GB, 13; 3. Sam Masters,

AUS, 13; 4. Kenneth Bjerre, DK, 12; 5. Josh Grajczonek, AUS, 10; 6. Michael Palm Toft, DK, 9; 7. Daniel

King, GB, 8; 8. Lasse Bjerre, DK, 8; 8. Kenneth Hansen, DK, 6; 9. Todd Kurtz, AUS, 6; 10. David

Howe, GB, 4; 11. Thomas Jörgensen, DK, 4; 12. Carl Wilkinson, GB, 3; 13. James Sarjeant, GB, 3;

14. Daniel Ayres, GB, 3; 15. Ulrich Östergaard, DK, 1; 16. Simon Lambert, GB, 1.

Halbfinale 1: 1. K.Bjerre; 2. Iversen; 3. Palm Toft; 4. L.Bjerre.

Halbfinale 2: 1. Masters; 2. King; 3. Cook; 4. Grajczonek.

Finale: 1. K.Bjerre; 2. Iversen; 3. Masters; 4. King.

Peter Craven Memorial - Manchester

Ein Däne empfiehlt sich

Kenneth Bjerre kehrt nach seinem Gastspiel von 2004 bis 2006 zurück

nach Manchester. Und er fährt in bestechender Frühform. Nur Ex-Aussie-

Champ Brady Kurtz konnte den Dänen in Heat 2 bezwingen. Kurtz startete

furios mit drei Laufsiegen. Dann baute der erst 20-Jährige ab. Matej Zagar

kehrte an alte Wirkungsstätte zurück. Der Slowene fuhr hier von 2013 bis

2016. Er konnte jedoch nicht in den Titelkampf eingreifen, den machten

die beiden direkt fürs Finale Qualifizierten unter sich aus.

Ergebnis - Vorläufe: 1. Kenneth Bjerre, DK, 14 Punkte; 2. Troy Batchelor, AUS, 13; 3. Brady Kurtz,

AUS, 11; 4. Max Fricke, AUS, 11; 5. Patrick Hougaard, DK, 10; 6. Matej Zagar, SLO, 9; 7. Ricky Wells,

USA, 8; 8. Joe Jacobs, GB, 8; 9. Jason Garrity, GB, 7; 10. Josh Grajczonek, AUS, 6; 11. Justin

Sedgmen, AUS, 6; 12. Ben Barker, GB, 5; 13. Ulrich Östergaard, DK, 4; 14. Todd Kurtz, AUS, 3;

15. Rohan Tungate, AUS, 3; 16. Charles Wright, GB, 2.

Halbfinale: 1. Zagar; 2. Hougaard; 3. Fricke; B.Kurtz.

Grand Final: 1. Bjerre; 2. Batchelor; 3. Zagar; 4. Hougaard.

SGB Championship (Meisterschaft)

Im Fokus

Edinburgh und Redcar befinden sich natürlich im Fokus der deutschen

Fans. Die Riss-Brüder bleiben Monarchs und Tobias „der Buscher“ Busch

ein Bear. Während für Redcar die Meisterschaft der SGB Championship

noch nicht begonnen hat, hatte Edinburgh einen fast optimalen Start.

Ergebnisse: Peterborough - Scunthorpe 51:42 Punkte; Ipswich - Sheffield 52:41; Glasgow - Scunthorpe

53:37; Scunthorpe - Peterborough 44:46; Sheffield - Berwick 61:30; Edinburgh (Mark Riss

3-3-0-3-2=11, Erik Riss 3-3-S-1=7) - Scunthorpe 54:36; Berwick - Edinburgh (Erik Riss 1-2-2-3=8,

Mark Riss 1-2-0-0-1-2-0=6) 42:48; Glasgow - Newcastle 51:42; Workington - Sheffield 54:37;

Newcastle - Berwick 58:33; Scunthorpe - Glasgow 47:43.

Knockout Cup

Banditen gegen Hexen k.o.

Ergebnisse: Ipswich - Berwick 60:30 Punkte; Berwick - Ipswich 49:41.

Ipswich gewinnt 101:79.

Newcastle - Workington 49:41; Peterbrough - Redcar (Tobias Busch 0-S=0) 49:39.

50th Season Spectacular - Berwick

Vissing verdient

Lokalmatador Claus Vissing gewann das Jubiläumsrennen in Berwickupon-Tweed

mit 12 Punkten vor dem punktgleichen Ricky Wells, den der

Däne aber in Heat 14 besiegen konnte. Geplant war, dass die Entscheidung

in einem Halbfinale und einem Grand Final fallen wird. Das schlechte

Wetter machte dem Ganzen aber einen Strich durch die Rechnung.

Ergebnis: 1. Claus Vissing, 12 Punkte; 2. Ricky Wells, 12; 3. Richie Worrall, 11; 4. Steve Worrall, 10;

5. Jason Garrity, 10; 6. Josh Grajczonek, 10; 7. Lewis Bridger, 9; 8. Dimitri Bergé, 8; 9. Kevin Doolan,

8; 10. Aaron Summers, 7; 11. Ulrich Östergaard, 6; 12. Daniel Gappmaier, 5; 13. Ryan Blacklock, 4;

14. Adam Skornicki, 3; 15. James Sarjeant, 3; 16. Liam Carr, 2; 17. Paul Cooper (Res.), 0.

Cumberland Open Championship - Workington

Späte Entscheidung

Localhero Craig Cook gewann Workingtons Klassiker zwar mit Maximum,

doch der 29-Jährige, der auch in Belle Vue fährt, musste im letzten Lauf

hart kämpfen. In Heat 20 traf er auf Ricky Wells und Ben Barker. Beide hatten

auch noch Chancen auf den Titel. Barker lieferte sich einen heißen

Kampf mit Cook, der aber dann doch die Nase vorn hatte.

Ergebnis: 1. Craig Cook, 15 Punkte; 2. Charles Wright, 13; 3. Ben Barker, 12; 4. Ricky Wells, 12; 5. Tyron

Proctor, 10; 6. Thomas Jörgensen, 9; 7. Ulrich Östergaard, 8; 8. Adam Roynon, 8; 9. Josh Auty,

8; 10. Nick Morris, 6; 11. Nicolai Klindt, 6; 12. Mason Campton, 4; 13. Matt Williamson, 4; 14. Rob

Shuttleworth, 2; 15. Tero Aarnio, 2; 16. Nathan Greaves, 1.

Julie Lewis Memorial - Berwick

Jason Max’

Jason Garrity, die neue Nummer 1 bei den Bears, hat mit seinem Maximum

die neue Marschrichtung für den Club angezeigt: In diesem Jahr wollen

die Bären „bullisch“ werden! Und das Line-up für diese Saison (fünf

Wechsel im Team) kann sich sehen lassen. Leider nicht dabei war Tobias

Busch, der zu diesem Zeitpunkt noch an einer Prellung laborierte. Redcars

Richard Hall hatte einen Ausfall im ersten Lauf zu beklagen, Ben Barker

hat immer noch nicht zu seiner gewohnten Form gefunden.

• Texte: Andreas Fahldiek; Fotos: Ron MacNeill

Ergebnis: 1. Jason Garrity, 15 Punkte; 2. Ulrich Östergaard, 12; 3. Tyron Proctor, 11; 4. Tero Aarnio,

11; 5. Richard Hall, 10; 6. Jonas B. Andersen, 10; 7. Theo Pijper, 9; 8. Jacob Bukhave, 9; 9. Ellis Perks,

7; 10. Aaron Summers, 6; 11. David Howe, 6; 12. Matthew Wethers, 5; 13. Ben Morley, 4; 14. Ben

Barker, 2; 15. Daniel Phillips, 2; 16. David Wallinger (Res.), 1; 17. Coty Garcia, 0.

Weitere Rennen

TYNE TEES TROPHY: Berwick - Newcastle 45:45 Punkte; Newcastle - Berwick 55:35. Newcastle

gewinnt 100:80.

Challenges: Peterborough - Coventry 33:57 Punkte; Sheffield - Somerset 47:43; Redcar Bears -

ehemalige Bears 57:35.

NATIONAL LEAGUE - MEISTERSCHAFT: Cradley - King’s Lynn 61:29 Punkte.

THE FEN FOURS - MILDENHALL: 1. Browns Bombers, 40 Punkte (Daniel Halsey 15, Cameron Heeps

11, Jordon Jenkins 11, Chris Widman 3); 2. Assured Group Aces, 37 (Stefan Nielsen 17, Sam Woods

8, Jon Armstrong 8, Ryan Kinsley 4); 3. Mighty Manchetts, 25 (Ben Morley 13, Nathan Stoneman 8,

Danno Verge 3, Taylor Hampshire 1); 4. Palmer Panthers, 23 (Daniel Ayres 8, Alfie Bowtell 7, Connor

Mountain 6, Luke Ruddick 2).

PRIDE OF THE POTTERIES - STOKE: 1. Mitchell Davey, 15 Punkte; 2. Luke Priest, 13; 3. Darryl Ritchings,

12; 4. Rob Shuttleworth, 10; 5. Tony Atkin, 10; 6. Lee Payne, 9; 7. Paul Burnett, 8; 8. Ryan

Terry-Daley, 8; 9. Kyle Bickley, 8; 10. David Wallinger, 5; 11. Tom Woolley, 6; 12. Layne Cupitt, 4;

13. David Speight, 4; 14. Sam Woolley (Res.), 2; 15. Ryan Burton, 2; 16. Daniel Greenwood, 1;

17. Chris Hay, 1.

CHALLENGE: Birmingham - Cradley 43:47 Punkte.

Mai '17 BAHNSPORT AKTUELL 31


INTERNATIONAL

ger hervor und das Team aus Leszno konnte sich

über den Vizemeistertitel freuen. Adrian Miedzinski

kam als Zweiter ins Ziel und KS Torun gewann

die Bronzemedaille. Mit Bedauern muss man feststellen,

dass der Paarwettbewerb immer mehr an

Prestige verliert. Immer seltener treten die teilnehmenden

Vereine mit ihren besten Piloten an.

Ergebnis: 1. Sparta Wroclaw, 24 Punkte (Szymon Wozniak 11, Tomasz

Jedrzejak 13); 2. Unia Leszno, 23+3 (Piotr Pawlicki 17+3, Janusz

Kolodziej 4, Grzegorz Zengota 2); 3. KS Torun, 23+2 (Adrian

Miedzinski 17+2, Pawel Przedpelski 6, Daniel Kaczmarek N);

4. ROW Rybnik, 21 (Damian Balinski 16, Kacper Woryna 5, Robert

Chmiel N); 5. Unia Tarnow, 15 (Jakub Jamrog 10, Artur Czaja 5, Artur

Mroczka N); 6. Wybrzeze Gdansk, 13 (Oskar Fajfer 10, Hubert Legowik

3); 7. Kolejarz Rawicz, 7 (Arkadiusz Pawlak 7, Marek Lutowicz

0).

Patryk Dudek siegt vor Nicki Pedersen (links) und Przemyslaw Pawlicki

• Foto: Daniel Sievers

POLEN

Edward-Jancarz-Memorial - 9.4.2017

Dudek siegt

Am 9. April fand in Gorzow das Edward-Jancarz-Memorial statt. Im Vorjahr

triumphierte Patryk Dudek und der Fahrer von Falubaz Zielona Gora konnte

auch in der 14. Ausgabe des Memorials ganz oben auf dem Podest stehen.

Doch zunächst sah es gar nicht danach aus, als könnte der 24-Jährige

an seinen Vorjahreserfolg anknüpfen. Als Dudek in Lauf 10 stürzte und

disqualifiziert wurde, hatte er nur 2 mickrige Pünktchen auf dem Konto.

Dank zweier Siege in der Endphase der Qualifikation zog der Pilot gerade

noch als Sechstbester ins Semifinale ein. In Heat 21 unterlag Dudek dem

besten Fahrer der Vorläufe, Grigorij Laguta, kam jedoch mit in den Endlauf.

Dort von der Außenbahn fahrend, erwischte Dudek den besten Start,

setzte sich an die Spitze und siegte vor zirka 9000 Zuschauern souverän.

„Am Anfang lief es für mich nicht gut. Ich fuhr schlecht, obwohl ich gute

Starts hatte. Nach drei Läufen war ich nah dran, einzuknicken. Paradoxerweise

fing ich erst nach dem Sturz an, besser zu fahren. Wie Phönix aus

der Asche“, sagte der Sieger mit breitem Lächeln.

Nicki Pedersen meldete sich als Zweiter im Ziel. Der Däne zeigte in Gorzow

eine starke Leistung und war mit seinem Resultat zufrieden. Seine Platzierung

wertet er als gutes Zeichen vor dem Grand Prix und vor dem Ekstraliga-Start.

Um den niedrigsten Podestrang lieferten sich Przemyslaw

Pawlicki und Grigorij Laguta einen spannenden Fight, aus dem der Pole

schließlich als Sieger hervorging. Bartosz Zmarzlik brachte im Semifinale

Pedersen zu Fall und wurde disqualifiziert. Der 21-Jährige belegte am Ende

Platz 7. Emil Saifutdinow konnte keinen Heatsieg erzielen und schied

schon nach der Qualifikation als Neunter aus.

Ergebnis: 1. Patryk Dudek, 8 Vorlaufpunkte; 2. Nicki Pedersen, DK, 12; 3. Przemyslaw Pawlicki, 10;

4. Grigorij Laguta, RUS, 14; 5. Piotr Pawlicki, 11; 6. Martin Vaculik, SK, 8; 7. Bartosz Zmarzlik, 11;

8. Niels-Kristian Iversen, DK, 8; 9. Emil Saifutdinow, RUS, 8; 10. Leon Madsen, DK, 5; 11. Antonio

Lindbäck, S, 5; 12. Jaroslaw Hampel, 5; 13. Krzysztof Kasprzak, 5; 14. Piotr Protasiewicz, 4; 15. Andreas

Jonsson, S, 3; 16. Tomas H. Jonasson, S, 3; 17. Rafal Karczmarz, 0.

Paarmeisterschaft - Finale - Rawicz - 8.4.2017

Sparta Wroclaw Meister

Die Teams, die sich für das Finale des Paarwettbewerbs qualifiziert hatten,

mussten genau ein halbes Jahr warten, um endlich untereinander

den Sieger zu ermitteln. Das Finale sollte nämlich ursprünglich am 8. Oktober

2016 stattfinden, musste jedoch aufgrund schlechter Wetterbedingungen

verschoben werden. Es fehlte nicht viel und das Rennen hätte

auch am 8. April abgesagt werden müssen. In der Nacht vor dem Finale

hatte es heftig geregnet, aber zum Glück gelang es den Organisatoren

schließlich, die Bahn regelkonform zu präparieren. Den Meistertitel sicherte

sich das Duo von Sparta Wroclaw. Szymon Wozniak und Tomasz

Jedrzejak holten vor rund 1000 Zuschauern drei Doppelsiege und drei Unentschieden.

Um die Silbermedaille musste ein Stechen ausgetragen

werden. Ans Startband rollten die zwei besten Piloten des Finales, die jeweils

17 Zähler erkämpft hatten. Aus dem Duell ging Piotr Pawlicki als Sie-

Int. Teamvergleich Polen gegen Weltauswahl

Zielona Gora - 2.4.2017

Knapper Sieg für Polen

Der Teamvergleich in Zielona Gora sollte ursprünglich

schon im Oktober 2016 ausgetragen

werden, aber schlechte Wetterbedingungen

zwangen die Organisatoren, das Rennen auf 2017

zu verlegen. Das Match begann mit einem Unentschieden,

aber danach holten die Gäste einen Doppelsieg und übernahmen

die Führung. Jason Doyle/Andrij Karpow bezwangen Patryk Dudek/

Grzegorz Zengota. Nach neun Läufen betrug der Vorsprung der Weltauswahl

schon 6 Punkte (24:30), aber danach fingen die Polen an, den Rückstand

abzubauen. Nach zwölf Heats herrschte wieder Gleichstand. Im anschließenden

Rennen erzielten Zengota und Dudek gegen Niels-Kristian

Iversen und Fredrik Lindgren einen 4:2-Sieg und die Gastgeber gingen

zum ersten Mal in Führung. Die zwei letzten Läufe endeten mit jeweils 3:3

und das Team von Marek Cieslak holte am Ende einen knappen

46:44-Sieg.

Ergebnis: Polen, 46 Punkte (Piotr Protasiewicz 8, Piotr Pawlicki 12, Patryk Dudek 4, Grzegorz Zengota

7, Bartosz Zmarzlik 9, Krzysztof Kasprzak 6); Team Weltauswahl, 44 (Niels-Kristian Iversen 4,

Nicki Pedersen 10, Jason Doyle 9, Andrij Karpow 10, Grigori Laguta 7, Fredrik Lindgren 4).

Int. Speedwayrennen „Zorros Final Show“ 2017 - Gdansk - 1.4.2017

Do widzenia „Zorro“

Das Abschiedsrennen von Magnus Zetterström fand vor zirka 2000 Zuschauern

statt. Der 46-Jährige startete seit 1999 in Polen und vertrat die

letzten sechs Saisons die Farben von Wybrzeze Gdansk. Ursprünglich

sollte „Zorro“ das Rennen für Team DDS Poland bestreiten, aber kurz davor

hatte er es sich anders überlegt und drehte nach der Fahrervorstellung

lediglich einige Abschiedsrunden. „Speedway ist ein gefährlicher

Sport und man kann sich dabei leicht verletzen. Vor dem Rennen hatte ich

ein wenig trainiert, aber ich war nicht hundertprozentig darauf vorbereitet,

darum wollte ich nichts riskieren. Mit meiner sportlichen Laufbahn

bin ich zufrieden. Ich habe meine Ziele erreicht“, sagte der Schwede.

Im Anschluss fand ein Vierkampf statt, aus dem Team Investing als Sieger

hervorging. Im Sonderlauf um den Pokal des Stadtpräsidenten triumphierte

Bartosz Zmarzlik vor Robert Miskowiak und Linus Sundström,

während Anders Thomsen ausfiel.

Ergebnis: 1. Team Investing, 41 Punkte (Bartosz Zmarzlik 11, Martin Vaculik 11, Niels-Kristian Iversen

9, Krzysztof Kasprzak 10); 2. Team DDS Poland, 39 (Magnus Zetterström N, Dominik Kossakowski

9, Antonio Lindbäck 8, Krystian Pieszczek 12, Andrej Kudrjaschow 10); 3. Team Porter Domofon,

21 (Grigorij Laguta 10, Robert Miskowiak 4, Tobias Kroner 1, Andzejs Lebedevs 6); 4. Team

Elnaft, 19 (Linus Sundström 5, Renat Gafurow 6, Anders Thomsen 7, Hubert Legowik 1).

Int. Speedwayrennen „PK The Final Word“ - Ostrow - 1.4.2017

Bye-bye Peter Karlsson

Am 1. April fand das Abschiedsrennen von Peter Karlsson statt. Es war der

Wunsch des Schweden, in Ostrow sein letztes Rennen zu absolvieren,

weil er insgesamt sechs Saisons lang die Farben der Vereine aus dieser

Stadt vertrat. Die heimische Mannschaft, die mit Tai Woffinden und Greg

Hancock ins Rennen gegangen war, trat gegen die Freunde des 47-jährigen

Schweden an. Die Gastgeber gewannen mit 49:41 und Karlsson holte

in Heat 9 vor rund 5000 Fans gegen Lukasz Sowka und Bjarne Pedersen

seinen letzten Sieg. „Ich bin sehr gerührt. Einen schöneren Abschied

konnte ich mir nicht vorstellen. Ich bedanke mich bei den Fans, dem Verein

und der Stadt. Ich freue mich, dass ich hier mein letztes Rennen bestreiten

konnte“, sagte der Skandinavier.

Ergebnis: TZ Ostrovia Ostrow, 49 Punkte (Peter Karlsson 5, Patryk Dolny 1, Tomasz Jedrzejak 11,

Zbigniew Suchecki 5, Tai Woffinden 15, Greg Hancock 7, Kamil Brzozowski 3, Lukasz Sowka 2); PK

Friends, 41 (Andreas Jonsson 7, Rune Holta 7, Mikkel Michelsen 9, Bjarne Pedersen 3, Tomasz Gapinski

6, Maksym Drabik 9, Broc Nicol 0).

32 BAHNSPORT AKTUELL Mai '17


Int. Speedwayrennen „Back in Town II. Rennen um die Krone Boleslaws

des Tapferen“ - Gniezno - 1.4.2017

Wieder Oskar Fajfer

Im vergangenen Jahr siegte Oskar Fajfer in der ersten Ausgabe von „Back

in Town” und der 22-Jährige konnte auch diesmal ganz oben auf dem Podest

stehen, aber zunächst sah es für den Fahrer von Wybrzeze Gdansk

gar nicht so gut aus. In der Qualifikation erzielte Fajfer 9 Punkte und qualifizierte

sich nur als Sechstbester fürs Semifinale. In der Rennendphase

konnte er sich jedoch deutlich steigern und bezwang im Finale Przemyslaw

Pawlicki, Krzysztof Buczkowski und Miroslaw Jablonski. „Das Rennen

genießt großes Ansehen, aber für mich war das vor allem eine Gelegenheit,

einen meiner Motoren zu testen“, sagte der Tagessieger. Bester Pilot

der Qualifikation war Vaclav Milik. Der Tscheche holte in dieser Rennphase

14 Punkte, aber im ersten Semifinallauf kam er nicht über den 3. Platz

hinaus und schied aus. Auch Maksims Bogdanovs erging es nicht besser.

Der Lette war nach 20 Läufen mit 12 Zählern zweitbester Fahrer, wurde

aber in Heat 22 Letzter.

Ergebnis: 1. Oskar Fajfer, 9 Vorlaufpunkte; 2. Przemyslaw Pawlicki, 11; 3. Krzysztof Buczkowski, 9;

4. Miroslaw Jablonski, 7; 5. Vaclav Milik, CZ, 14; 6. Patryk Dudek, 11; 7. Maksims Bogdanovs, LV, 12;

8. Rafal Okoniewski, 11; 9. Artem Laguta, 6; 10. Adrian Gala, 6; 11. Marcin Nowak, 6; 12. Eduard

Krcmar, CZ, 5; 13. Oliver Berntzon, S, 5; 14. Krzysztof Jablonski, 4; 15. Kjastas Puodzuks, LV, 3;

16. Wadim Tarasenko, RUS, 1; 17. Patryk Fajfer, 0; 18. Damian Stalkowski, 0.

Goldhelm - Semifinals

Überraschungen

In den Semifinals des Goldhelms kam es zu einigen Überraschungen. In

Rawicz schied unter anderem Grzegorz Zengota aus. Das gleiche Schicksal

erlitten Krzysztof Buczkowski und Grzegorz Walasek in Lublin. Doch

die große Sensation war das Ausscheiden von Jaroslaw Hampel. Der

34-Jährige wurde in Gniezno nur Zehnter und hat aus diesem Grund keine

Chance mehr, sich für den GP zu qualifizieren. Es sei denn, er bekommt

vom polnischen Verband eine Wildcard.

Ergebnisse - Rawicz - 30.3. - qualifiziert für Goldhelm-Finale: 1. Krzysztof Kasprzak, 13 Punkte;

2. Przemyslaw Pawlicki, 13; 3. Szymon Wozniak, 12; 4. Adrian Miedzinski, 11+3; Reserve: 5. Tomasz

Jedrzejak, 11+2. Ausgeschieden: 6. Tobiasz Musielak, 10; 7. Marcin Nowak, 9; 8. Adrian Cyfer, 7;

9. Grzegorz Zengota, 7; 10. Kacper Woryna, 6; 11. Robert Miskowiak, 6; 12. Alex Zgardzinski, 6;

13. Damian Balinski, 5; 14. Marcel Kajzer, 2; 15. Hubert Legowik, 2; 16. Patryk Dolny, 0; 17. Sebastian

Niedzwiedz, 0.

Lublin - 31.3. - qualifiziert für Goldhelm-Finale: 1. Janusz Kolodziej, 13 Punkte; 2. Daniel Jeleniewski,

13; 3. Jakub Jamrog, 11; 4. Pawel Przedpelski, 10; 5. Maksym Drabik, 10. Ausgeschieden:

6. Oskar Bober, 9; 7. Dawid Lampart, 9; 8. Krzysztof Buczkowski, 9; 9. Ernest Koza, 9; 10. Maciej Kuciapa,

7; 11. Bartosz Smektala, 5; 12. Artur Czaja, 5; 13. Grzegorz Walasek, 3; 14. Edward Mazur, 2;

15. Marcin Rempala, 2; 16. Patryk Rolnicki, 2; 17. Artur Mroczka, 0.

Gniezno - 4.4. - qualifiziert für Goldhelm-Finale: 1. Piotr Protasiewicz, 15 Punkte; 2. Kacper Gomolski,

11; 3. Miroslaw Jablonski, 10; 4. Mateusz Szczepaniak, 10; Reserve 5. Oskar Fajfer, 9. Ausgeschieden:

6. Tomasz Gapinski, 8; 7. Adrian Gala, 8; 8. Rafal Okoniewski, 8; 9. Norbert Kosciuch,

7; 10. Jaroslaw Hampel, 7; 11. Krystian Pieszczek, 7; 12. Zbigniew Suchecki, 7; 13. Daniel Kaczmarek,

4; 14. Sebastian Ulamek, 4; 15. Dominik Kossakowski, 3; 16. Damian Drozdz, 2.

3. Memorial der Speedwayritter - Zielona Gora - 31.3.2017

Dudek dominiert

Ergebnis: 1. Patryk Dudek, 13 Vorlaufpunkte; 2. Jaroslaw Hampel, 12; 3. Andrij Karpow, UA, 12;

4. Piotr Protasiewicz, 14; 5. Sebastian Ulamek, 9; 6. Zbigniew Suchecki, 9; 7. Grzegorz Zengota, 9;

8. Norbert Kosciuch, 8; 9. Kacper Gomolski, 8; 10. Alex Zgardzinski, 7; 11. Sebastian Niedzwiedz,

5; 12. Rafal Karczmarz, 5; 13. Hubert Legowik, 3; 14. Adrian Cyfer, 2; 15. Mateusz Burzynski, 2;

16. Arkadiusz Potoniec, 2.

1. Liga

1. Runde - 9.4.: Stal Rzeszow, 42 Punkte (Watt 6, M.Szymko 1, Bergé 6, Harris 9, D.Lampart 13, Rzasa

3, Wojdylo 4); Polonia Pila, 47 (Kosciuch 12, Tarasenko 10, Cyfer 11, Gapinski 14, Grzegorczyk 0,

Staniszewski 0).

Unia Tarnow, 59 Punkte (Jamrog 8, Mroczka 9, Czaja 10, Michelsen 9, K.Bjerre 12, Nowinski 5, Rolnicki

6); Polonia Bydgoszcz, 31 (Kulakow 12, Kudrjaschow 7, Adamczak 2, Curylo 2, Jedrzejewski 7,

Sitarek 1).

Orzel Lodz, 50 Punkte (Loktajew 9, H.Andersen 7, Tungate 12, Mazur 4, Miskowiak 9, Piosicki 4, Potoniec

5); Speedway Wanda Krakow, 40 (Mat.Szczepaniak 13, Nicholls 10, Koza 2, Klindt 5, Hougaard

8, Borczuch 1, Szlauderbach 1).

Wybrzeze Gdansk, 52 Punkte (K.Gomolski 10, O.Fajfer 12, Gafurow 8, Sundström 5, Batchelor 6,

Bielinski 1, Kossakowski 10); Lokomotiv Daugavpils, 38 (Bogdanovs 11, Puodzuks 3, Logatschew

9, Lahti 10, Kostigovs 3, Kurmis 2).

Grasbahnrennen Vries - 8./9.4.2017

Auftaktsieg für de Jong

In den Niederlanden begann die Grasbahnsaison mit allen nationalen

Klassen am Samstag, 8. April. Am Sonntag fuhren die internationalen

Klassen um Punkte zur Dutch Open 2017. Seit diesem Jahr wird die Meisterschaft

in einem neuen System ausgetragen. Nach neun Vorläufen werden

die zehn punktbesten Fahrer ausgewählt und sodann die Startplätze

ausgelost. Nach den Semifinals fahren die fünf Punktbesten im Finale. Alle

erfahrenen Punkte werden gewertet. Die Seitenwagen tragen acht Vorläufe

ohne Semifinale aus. Die fünf Punktbesten qualifizieren sich fürs Finale

und auch hier werden alle erfahrenen Punkte gewertet.

Bei den Solisten qualifizierten sich die zwei Besten aus der nationalen

Klasse für das Rennen am Sonntag, dies waren William Kruit und Mika

Meijer. Letzterer konnte sich im internationalen Feld behaupten und erreichte

immerhin 7 Punkte. Am Start waren Fahrer aus sechs Nationen. Vizeweltmeister

und holländischer Meister Jannick de Jong dominierte das

Rennen und zog einsam seine Runden. Auf den folgenden Plätzen ging es

allerdings eng zu. Henry van der Steen hatte nach den Vorläufen 11 Punkte

auf dem Konto, gefolgt von Mark Beishuizen (8). Romano Hummel, Lars

Zandvliet, Sjoerd Rozenberg, Dave Meijerink, Christian Hülshorst und Mika

Meyer hatten jeweils 7 Punkte erzielt. Jens Benneker schrieb 5 Zähler.

Auch er schaffte den Sprung ins Semifinale, in dem er dann aber stürzte.

Semifinale 1 gewann de Jong vor Zandvliet, Meijerink und Beishuizen. Semi

2 ging an Hummel vor Rozenberg, Hülshorst, van der Steen und Meijer.

Hülse wurde aufgrund einer Startbandberührung disqualifiziert. Das Finale

gewann mit großem Abstand de Jong vor Hummel, van der Steen,

Zandvliet und Rozenberg.

Die Seitenwagenklasse dominierten William Matthijssen/Sandra Mollema.

Aber hinter ihnen entbrannte ein heißer Kampf um die Positionen.

Letztlich belegten Shaun Harvey/Danny Hogg Platz 2 vor Stinus Lund/

Dennis Smit.

Auch die 125-ccm-Fahrer waren am Start. Hier setzte sich Christian Wagemans

vor Sem Ensing und Amazone Margriet Diever durch. Die Shorttrackklassen

ST 1 und ST 2 rundeten das Rennprogramm ab.

• Text u. Foto: Ubbo Bandy

Ergebnisse - Specials Senioren: 1. Jannick de Jong, 20 Punkte; 2. Henry van der Steen, 14; 3. Romano

Hummel, 14; 4. Lars Zandvliet, 11; 5. Sjoerd Rozenberg, 10; 6. Dave Meijerink, 9; 7. Mark Beishuizen,

9; 8. Christian Hülshorst, D, 9; 9. Mika Meyer, 7; 10. Jens Benneker, D, 5; 11. Andreas Bergstrom,

S, 4; 12. Aarni Heikkila, FIN, 3; 13. Charley Powell, GB, 2; 14. Callum Walker, GB, 1; 15. William

Kruit, NL, 0.

125 Specials: 1. Christian Wagemans, 10 Vorlaufpunkte; 2. Sem Ensing, 5; 3. Margriet Diever, 8;

4. Nynke Sybesma, 7; 5. Michael Jong, 6; 6. Nigel Hummel, 4; 7. Delina Kruit, 1; 8. Luca Drenthe, 0.

Seitenwagen: 1. William Matthijssen/Sandra Mollema, NL, 20 Punkte; 2. Shaun Harvey/Danny

Hogg, GB, 18; 3. Stinus Lund/Dennis Smit, DK, 13; 4. Wilfred Detz/Steffan Velthuis, NL, 11; 5. Arnold

Bruins/Emiel Bruins, NL, 10; 6. David Chaminade/Stephanie Vedelago, F, 6; 7. Aaron Vale/

Stephan Vale, GB, 4; 8. Mike Frederiksen/Steven Grandt, DK, 3; 9. Klaas Kregel/Inge Slagter, NL,

3; 10. Antony Sairrailh/Katia Sairrailh, F, 2; 11. James Hogg/Gary Coleman, GB, 0.

Shorttrack ST 1: 1. Stef Hamstra, 15 Vorlaufpunkte; 2. Erwin Mulder, 21; 3. Frank Hamming, 27;

4. Wybe Valkema, 31; 5. Johan Wissema, 21; 6. Evert van Til, 12; 7. Reinse de Jong, 28; 8. Maurice Ijken,

23; 9. Bert Dijkstra, 11; 10. Olav den Engelsman, 6; 11. Mark Dijkstra, 2; 12. Karim Boezerooy, 1.

Shorttrack ST 2: 1. Jan Okke Loonstra, 30 Vorlaufpunkte; 2. Mark Helmhout, 22; 3. Berry de Vos, 28;

4. Anne Bos, 18; 5. Joey van Kammen, 12; 6. Lorenzo Punter, 13; 7. Gert Jan Valk, 18; 8. Rindert Boonstra,

24; 9. Remon Meeters, 12; 10. Roy Pasveer, 11; 11. Harriët Zwiers, 9; 12. Jeffrey Oppersma, 1.

Christian Hülshorst gegen

Mark Beishuizen

NIEDERLANDE

2. Liga

1. Runde - 9.4.: PSZ Poznan, 52 Punkte (Borodulin 13, Borowicz 12, F.Jakobsen 11); Kolejarz Rawicz,

38 (Niedzwiedz 13, Melnichuk 7, Grobauer 0-3-1-2-0=6).

TZ Ostrovia Ostrow, 50 Punkte (Sowka 11, Dolny 10, Suchecki 10, Brzozowski 9); KSM Krosno,

40 (Drozdz 11, Bellego 10).

GTM Start Gniezno, 53 Punkte (Krcmar 12, J.Davidsson 10, M.Jablonski 9, Gala 8); Kolejarz Opole,

37 (Wölbert 2-2-3-3-3=13, Gizatullin 10).

• Texte: Georg Dobes

Mai '17 BAHNSPORT AKTUELL 33


INTERNATIONAL

RUSSLAND

Statistiken Eisspeedway-

Teammeisterschaft

Nikolaj Krasnikow belegte in der Rangliste der russischen Eis-Superliga

den 1. Platz, aber der achtfache Weltmeister bestritt in dieser Saison nur

zwei Ligarennen. Der 32-Jährige ging lediglich in Ufa an den Start. Von

den Piloten, die in der vergangenen Eissaison voll zum Einsatz kamen, erzielte

Igor Kononow den besten Punktedurchschnitt. Der 29-Jährige von

Mega-Lada Togliatti erkämpfte auch die meisten Zähler. Er kam insgesamt

auf 77 Punkte. Sehr stark fuhr auch Dimitri Komisewitsch. Der amtierende

Weltmeister schrieb nur einen Zähler weniger als Kononow und belegte

mit 2,533 Zählern pro Lauf Rang 3.

EISSPEEDWAY-SUPERLIGA TOP-12

Pl./Name Club R P L Ave.

1. Nikolaj Krasnikow Ufa 2 26 10 2,600

2. Igor Kononow Togliatti 6 77 30 2,567

3. Dimitri Komisewitsch Kamensk-Uralskij 6 76 30 2,533

4. Dinar Walejew Kamensk-Uralskij 6 73 30 2,433

5. Daniil Iwanow Togliatti 6 70 30 2,333

6. Nikita Toloknow Togliatti 6 63 20 2,100

7. Jewgeni Scharow Kamensk-Uralskij 6 60 30 2,000

8. Wassili Nesytych Kamensk-Uralskij 3 22 12 1,833

9. Iwan Tschitschkow Ufa 2 16 10 1,600

10. Andrej Schischegow Sterlitamak 6 42 30 1,400

11. Igor Saidullin Togliatti 4 26 20 1,300

12. Nikita Tarasow Sterlitamak 6 30 24 1,250

Der WM-Dritte Igor Kononow ist

„nur“ Zweitbester der Superliga

„Liga-Champion“

Nikolaj Krasnikow

Mit Abstand bester Fahrer der Höheren Liga war Wladimir Bobin. Der

22-Jährige aus Kamensk-Uralskij erkämpfte zusammen 89 Punkte und

sein Average betrug am Ende 2,788 Punkte pro Lauf. Eine große Überraschung

war die Performance von Maxim Luschnikow. Nach vierjähriger

Pause erzielte der 29-jährige Fahrer aus Saransk den drittbesten Durchschnitt

der Liga. • Texte u. Action-Fotos: Georg Dobes; Porträt: Tatjana Lomovskaya

HÖHERE LIGA TOP-8

Pl./Name Club R P L Ave.

1. Wladimir Bobin Kamensk-Uralskij 6 89 33 2,788

2. Alexander Kosyrew Kamensk-Uralskij 6 27 16 2,375

3. Maxim Luschnikow Saransk 6 55 26 2,346

4. Anton Sosykin Neftekamsk 5 20 12 2,333

5. Sergej Makarow Luchowitsy 6 76 33 2,303

6. Artjom Akulow Schadrinsk 6 82 36 2,278

7. Dimitri Bulankin Neftekamsk 6 60 29 2,138

8. Daniil Goloschejkin Kamensk-Uralskij 6 39 23 2,043

Wladimir Bobin ist der

Star in der Höheren Liga

Mannschaftsaufstellungen

SPEEDWAYLIGA

Wostok Wladiwostok

Podestplätze in der Teammeisterschaft: Sowjetunion, 2 Gold- (1972,

1990), 4 Silbermedaillen, 1 Bronzemedaille • Russland, 3 Gold- (2010,

2015, 2016), 6 Silber-, 9 Bronzemedaillen

Mannschaftskader: Grigorij Laguta, Wadim Tarasenko, Sergej Logatschew

• Junioren: Gleb Schewtschenko, Pawel Laguta, Mark Karion, Witali

Kotlar, Kyrill Hvan • Trainer: Igor Stoljarow

SK Turbina Balakowo

Podestplätze in der Teammeisterschaft: Sowjetunion, 8 Gold- (1973,

1974, 1975, 1976, 1977, 1978, 1984, 1989), 4 Silber-, 5 Bronzemedaillen •

Russland, 3 Gold- (2009, 2011, 2012), 3 Silber-, 3 Bronzemedaillen

Mannschaftskader: Wladimir Borodulin, Ilja Tschalow, Wiktor Kulakow,

Kyrill Zukanow • Junioren: Wladimir Morosow, Maxim Sosnow, Daniil

Schtschurin, Wladimir Bogma, Dimitri Petrakow, Mikhail Blochin, Alexander

Alonow, Ilja Kusnetsow, Danil Frolenkow, Alexander Kajbyschew •

Trainer: Waleri Gordejew

Mega-Lada Togliatti

Podestplätze in der Teammeisterschaft: Sowjetunion, 1 Silber-, 1 Bronzemedaille

• Russland, 14 Gold- (1994, 1995, 1996, 1998, 2001, 2002, 2003,

2004, 2005, 2006, 2007, 2008, 2013, 2014), 4 Silber-, 4 Bronzemedaillen

Mannschaftskader: Witali Belousow, Sergej Darkin, Renat Gafurow, Andrej

Kudrjaschow, Artem Laguta • Junioren: Mikhail Litwinow, Iwan Bolschakow,

Roman Lachbaum, Wiatcheslaw Monakhow, Gleb Tschugunow •

Trainer: Oleg Kurguskin

STK Oktjabrskij Oktjabrskij

Podestplätze in der Teammeisterschaft: Sowjetunion, 2 Silbermedaillen,

1 Bronzemedaille • Russland, 3 Gold- (1997, 1999, 2000), 9 Silbermedaillen

Mannschaftskader: Denis Gizatullin, Marat Gatijatow, Alexej Gusajew,

Igor Kononow, Lenar Nigmatsjanow, Semen Wlasow • Junioren: Arslan

Fayzulin, Ruschan Gimajew, Artur Scharafetdinow, Nikita Zubarew, Danil

Zelenskij • Trainer: Flur Kalimullin

34 BAHNSPORT AKTUELL Mai '17


SLOWAKEI

Offene Landesmeisterschaft und Ladislav-Elias-Memorial

Zarnovica - 2.4.2017

Saisoneröffnung

Ungewöhnlich früh, am 2. April, fand die offizielle Speedway-Saisoneröffnung

in der Slowakei statt. Und schon die erste Veranstaltung hatte hohes

Prestige. In Zarnovica kämpften Fahrer aus neun Nationen um den slowakischen

Meistertitel. Da Martin Vaculik auf der einzigen Speedwaybahn

des Landes an den Start ging, gab es logischerweise nur einen Favorit.

Der 26-Jährige enttäuschte seine Fans nicht und holte die Goldmedaille,

musste jedoch vorher eine Niederlage einstecken. In Lauf 20 legte Josef

Franc einen Bombenstart hin, übernahm die Führung und kam vor Vaculik

ins Ziel. Der Slowake fuhr von der Außenbahn, startete eher schlecht und

bevor er sich gegen den Ungarn Jozsef Tabaka durchsetzen konnte, enteilte

der erfahrene Tscheche. Beide Fahrer erzielten in der Qualifikation jeweils

14 Punkte. Da Franc jedoch im direkten Duell besser war, gewann

der 38-jährige Prager das Ladislav-Elias-Memorial. Im Endlauf des Tages,

der über sechs Runden ging und über den Titel entschied, startete der

Tscheche wesentlich schlechter als im vorhergehenden Heat und kam hinter

Vaculik als Zweiter ins Ziel. Dritter wurde Jevgenijs Kostigovs aus Lettland,

gefolgt von Jozsef Tabaka und dem Ukrainer Andrij Kobrin.

Das Rennen war für die Gastgeber eine wichtige Vorbereitung auf die

tschechische Extraliga. Außer Vaculik hinterließ Michal Tomka den besten

Eindruck. Der 18-Jährige war derjenige, der in der Qualifikation Franc die

einzige Niederlage beibrachte. Tomka belegte am Ende Tagesrang 8. Patrik

Buri hatte nach zwei Durchgängen 5 Zähler auf dem Konto, schloss

das Rennen mit 6 Punkten ab, was nur für Platz 10 reichte.

• Text: Georg Dobes; Fotos: Jarek Pabijan

Ergebnis: 1. Martin Vaculik, 14 Vorlaufpunkte; 2. Josef Franc, CZ, 14; 3. Jevgenijs Kostigovs, LV, 12;

4. Jozsef Tabaka, H, 12; 5. Andrij Kobrin, UA, 11; 6. Roman Lachbaum, RUS, 9; 7. Martin Malek, CZ,

8; 8. Michal Tomka, 8; 9. Marko Lewischyn, UA, 7; 10. Patrik Buri, 6; 11. Marcel Kajzer, PL, 6;

12. Martin Gavenda, CZ, 5; 13. Milen Manev, BG, 4; 14. Jan Mihalik, 2; 15. Andrei Popa, RO, 1; 16. Jakub

Valkovic, 1; 17. Peter Vida, H, 0.

Martin Vaculik ist

Slowakischer Meister

TSCHECHIEN

Speedwaysaison gestartet

Am 3. April sollte die neue tschechische Speedwaysaison eröffnet werden.

Man hatte geplant, in Pardubice einen Junioren-Dreiländerkampf

austragen zu lassen. Gegner der Gastgeber waren Teams aus Dänemark

und Schweden. Das Rennen wurde jedoch wegen Regens abgesagt und

der Saisonauftakt musste verschoben werden.

Mehr Glück hatte man am nächsten Tag. In Prag sollten die Junioren aus

Skandinavien und Tschechien nämlich ihr zweites Rennen bestreiten.

Diesmal gab es keine Probleme und der Dreikampf konnte planmäßig

über die Bühne gehen. Im Marketa-Stadion holte das dänische Team den

Sieg. Die Weichen für ihren Triumph stellten die Dänen schon ganz am Anfang,

als sie ihre ersten drei Läufe jeweils mit 5:1 gewannen. Sie erzielten

insgesamt 55 Punkte und hatten am Ende 14 Zähler Vorsprung auf die

Schweden. Die Gastgeber, die unter anderem ohne Skurla und Holub fuhren,

schlossen das Rennen mit 30 Punkten als Dritte ab.

Ergebnis - Prag - 4.4.: 1. Dänemark, 55 Punkte (Patrik Hansen 10, Jonas Jensen 8, Mikkel B. Andersen

8, Jason Jörgensen 12, Mads Hansen 9, Kenneth Jürgensen 8); 2. Schweden, 41 (Joel Andersson

5, Alex Johansson 8, Joel Kling 5, Kenny Wennerstam 6, Filip Hjelmland 7, Christopher Selvin 2, Alexander

Woentin 8); 3. Tschechien, 30 (Eduard Krcmar 14, Josef Novak 0, Ondrej Smetana 13, Martin

Mejtsky 0, Pavel Cermak 0, Filip Hajek 3).

Pokalrennen in Pardubice

abgesagt

Die Bahn in Pardubice befand sich am 3. April in solch einem desolaten

Zustand, dass man auch die erste Runde des Landespokals, die am

5. April stattfinden sollte, absagen musste. Bei diesem Turnier sollten die

Teilnehmer nicht nur um Punkte im Pokalwettbewerb kämpfen. Zu vergeben

waren nämlich auch sieben Startplätze für das Finale zur Einzelmeisterschaft.

Da es laut der Bahnsportkommission keine Ersatztermine gibt,

ist noch unklar, welche Fahrer und nach welchen Kriterien sie für die Meisterschaft

nominiert werden.

Int. Speedwayrennen „Prague Open“ - 8.4.17

Sieg für Franc

Josef Franc war im Marketa-Stadion der Triumphator der Prague Open. Der

38-Jährige erzielte in der Qualifikation 13 Punkte und siegte im Finallauf.

Zweiter wurde Sebastian Ulamek. Der Pole führte bis zur Zielkurve, aber

dann griff Franc an und gewann knapp. Als Dritter kam Hynek Stichauer

ins Ziel. Vaclav Milik war vom Pech verfolgt. Der zurzeit beste tschechische

Speedwayfahrer fand in der Qualifikation keinen Bezwinger und

lag im Finale zunächst in Führung. Ende der ersten Runde hatte sein Motor

einige Aussetzer und der 23-Jährige wurde durchgereicht. Milik konnte

später seine Fahrt fortsetzen, kam jedoch nicht über den letzten Platz hinaus.

Ronny Weis schloss das Turnier in der tschechischen Hauptstadt mit

7 Zählern ab und belegte Rang 9. Richard Geyer erzielte einen Punkt und

wurde Fünfzehnter. • Texte: Georg Dobes; Foto: Ubbo Bandy

Ergebnis: 1. Josef Franc, 13 Vorlaufpunkte; 2. Sebastian Ulamek, PL, 12; 3. Hynek Stichauer, 14;

4. Vaclav Milik, 15; 5. Tomas Suchanek, 11; 6. Patrik Mikel, 10; 7. Zdenek Simota, 7; 8. Ondrej Smetana,

7; 9. Ronny Weis, D, 7; 10. Martin Mejtsky, 7; 11. Martin Malek, 4; 12. Tomasz Dutka, PL, 4;

13. Michal Dudek, 3; 14. Jaroslav Petrak, 3; 15. Richard Geyer, D, 1; 16. Filip Hajek, 1; 17. Jan Kvech,

1; 18. Vaclav Kvech, 0.

Mai '17 BAHNSPORT AKTUELL 35


CLUBNOTIZEN/NOTIZEN

Die Neulinge mit den MSC-Uhren (v.l.): Ramona Kienbacher, neuer Vorsitzender

Peter Oleschko, Benjamin Kirchner, Karina Köpf und der bisherige Vorsitzende

Günter Schmidmair

MSC Steingaden

Neuwahlen und

die silberne Ehrenmedaille

für Günter Schmidmair

Der Applaus wollte nicht enden, als Günter Schmidmair am 17. März vom

1. Bürgermeister Xaver Wörle die silberne Ehrenmedaille der Gemeinde

Steingaden überreicht bekam. Sage und schreibe 40 Jahre lang war Günter

Schmidmair 1. Vorsitzender des Motorsportclubs Steingaden gewesen

– nun übergab er bei den Neuwahlen, die im Rahmen der diesjährigen

Jahreshauptversammlung durchgeführt wurden, das Amt an Peter

Oleschko.

„Günter Schmidmair hat sich um unsere Heimatgemeinde verdient gemacht.

Der Motorsportclub Steingaden ist unweigerlich mit seinem Namen

verbunden. Ich bedanke mich für sein gewaltiges Engagement und

seine offene und ehrliche Art.“ – Xaver Wörle sprach den Vereinsmitgliedern

aus der Seele, als er Günter Schmidmairs Verdienste würdigte und

im Saal Standing Ovations auslöste.

Günter Schmidmair hinterlässt seinem Nachfolger einen perfekt geführten

Verein: Sämtliche Veranstaltungen stehen bereits, der Zusammenhalt

im Verein ist super – und Günter Schmidmair steht den Vereinskameraden

weiterhin als Beisitzer zur Verfügung. „40 Jahre kann man nicht einfach

so ad acta legen“, erklärte Schmidmair, „Ich werde dem Verein auf alle

Fälle noch mit Rat und Tat zur Seite stehen.“

Doch Günter Schmidmair war am 17. März nicht der Einzige, der sich bei

den Neuwahlen nicht mehr für das bisherige Amt zur Verfügung stellte.

Noch ein ganz Großer verabschiedete sich: Schatzmeister Ludwig „Luggi“

Schwarz übergab nach nunmehr 42 Jahren sein Amt. Die Nachfolge von

Ludwig Schwarz übernimmt Ramona Kienbacher, eine erfolgreiche Kart-

Pilotin des Vereins.

Weiterhin traten auch die bisherige Schriftführerin Alexandra Linder und

Beisitzer Roland Lepnik bei den Neuwahlen nicht mehr an. Neue Schriftführerin

ist Karina Köpf, neuer Jugendleiter der Kategorie Trial wurde Benjamin

Kirchner. Die Neulinge im Vorstand und Beirat erhielten als Willkommensgeschenk

eine MSC-Steingaden-Uhr. „Damit sie zu den Versammlungen

nicht zu spät kommen“, so Schmidmair.

Der neue Vorsitzende, Peter Oleschko, ist aber beim MSC Steingaden

auch schon ein „alter Hase“: Der 27-Jährige kommt aus einer durchweg

motorsportbegeisterten Familie, lernte vor über 20 Jahren beim Verein

das Kartfahren und stieg dann auf Trial um, wo er heute noch aktiv fährt.

Außerdem ist er beim Skijöring selber als Skifahrer unterwegs und war

während der letzten sechs Jahre beim MSC Steingaden Jugendleiter im

Bereich Trial. Alle Kategorien wolle er weiterfördern – so fasste er seine

Ziele als 1. Vorsitzender zusammen. Und, was speziell die Bahnsportfans

interessieren wird: Der Eisspeedwaysport soll auch zukünftig nicht zu

kurz kommen. Peter Oleschko kennt hier die witterungsbedingten Probleme

der letzten Jahre, aber: „Solange es einen Winter gibt, probieren wir’s

weiterhin mit den Eisspeedwayrennen!“, verkündete er. Die Fans können

sich also freuen.

• Text u. Foto: Tanja Schön

MSC Wolnzach

Führungswechsel

1. Vorsitzender Johann Werner gibt sein Amt nach über 40 Jahren ab

Der MSC Wolnzach e. V. im ADAC hielt kürzlich seine Jahreshauptversammlung

mit Neuwahlen ab, zu der sich überraschend viele Mitglieder

einfanden.

Nach der Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden Johann Werner ließ der

2. Vorsitzende Adolf Demmel das vergangene Jahr Revue passieren. „Ein

arbeits- und ereignisreiches Jahr liegt hinter uns, in dem mindestens einmal

im Monat ein Club- oder Speedwaystammtisch abgehalten wurde.

Die Höhepunkte waren 2016 das 14. Südbayerische US-Car-Treffen, das

2. Holledauer Trike-Treffen, die Beteiligung am Lauf 10 und Christkindlmarkt

sowie als besonderes Highlight im August die erfolgreiche

Durchführung des „Deutschen Langbahnpokals Solo“ mit Beiprogramm

auf der Grasbahn in Nandlstadt, wo den Zuschauern, darunter viele Familien

mit Kindern, Bahnsport vom Feinsten mit vielen Überholvorgängen

geboten wurde. In der Juniorenklasse B (125 ccm) konnte überraschend

ein Mädchen mit ihrer tollen Leistung überzeugen. Sogar Landrat Martin

Wolf und einige Markt- und Gemeinderäte aus Nandlstadt und Wolnzach

waren gekommen, um sich den tollen Renntag nicht entgehen zu lassen.

Ein Grasbahntraining für alle Klassen fand dann Ende September noch

statt und abends wurde ein Fest für alle Helfer der Saison 2016 organisiert.

Ein besonderer Dank geht an alle Mitglieder, Funktionäre, Helfer

und Gönner des Vereins, denn sonst wären die vielen Veranstaltungen

nicht zu schaffen gewesen.“

Es folgte der ausführliche Bericht der Schatzmeisterin Hilde Werner. Die

Mitgliederzahl liegt derzeit bei 54 Mitgliedern, die Abgänge durch Todesfälle

hielten sich die Waage mit den Neuzugängen. Die beiden Kassenprüfer

bestätigten eine ordnungsgemäße Kassenführung, die Entlastung der

Vorstandschaft erfolgte einstimmig.

Bei turnusmäßig erforderlichen Neuwahlen, die fast alle einstimmig erfolgten,

konnten viele Posten neu besetzt werden und so wurde Adolf

Demmel für das Amt des 1. Vorsitzenden bestätigt, als stellvertretender

Vorsitzender fungiert Michael Sulcz. Elena Einamann übernimmt das Amt

des Schatzmeisters und als Schriftführer zeichnet Christoph Demmel verantwortlich.

Den Sportleiter gibt wieder Heribert Erhart, Georg Färber fungiert

weiterhin als Rennleiter, neu hinzu kommt Robert Grichtmeier als

Trainingsleiter. Als weitere Beisitzer bleiben dem Verein weiterhin treu

Lorenz Hölzl, Tobias Demmel, Martin Haid und Christian Scheffler. Adolf

Demmel übernimmt wieder die Pressearbeit und wird von Medienvertreter

Erhard Wallenäffer unterstützt.

Nach einer kurzen Pause erfolgte die Ehrung von Johann Werner, zu der

außer dem Marktgemeinderat Florian Werther auch ein Vertreter des

Marktes Wolnzach gekommen war. Johann Werner war über 40 Jahre lang

das Oberhaupt des MSC Wolnzach. In einer kurzen Chronik stellte Adolf

Demmel die überragenden Leistungen für den Club heraus und überreichte

dem langjährigen Vorsitzenden eine Ehrenurkunde und einen Geschenkkorb.

Johann Werner wurde zudem zum Ehrenvorsitzenden des

Motorsportclubs Wolnzach e. V. im ADAC ernannt. Sportreferent Florian

Foto oben links: Michael

Sulcz, Johann Werner

und Adolf Demmel

Oben rechts: Johann

Werner und Florian

Werther, Gemeinderat

und Sportreferent

Links (v.l.): 2. Vorstand

Michael Sulcz, Schatzmeisterin

Elena Einamann,

Schriftführer

Christoph Demmel,

Beisitzer Martin Haid,

1. Vorstand Adolf Demmel,

Beisitzer Christian

Scheffler und Beisitzer

Tobias Demmel

36 BAHNSPORT AKTUELL Mai '17


Werther brauchte dem nicht viel hinzuzufügen, gratulierte dem neuen Ehrenvorsitzenden

im Namen des 1. Bürgermeisters Jens Machold und überreichte

ein Geschenk vom Markt Wolnzach.

Anschließend erfolgte noch die Ehrung von Mitgliedern für ihre 40-jährige

Clubmitgliedschaft. So erhielten Martin Haid und Erich Jilg vom 2. Vorsitzenden

Michael Sulcz Ehrenurkunden und Geschenke überreicht. Georg

Kellerer, Theodor Kürzinger und Josef Wimmer waren nicht anwesend,

die Präsente wurden nachgereicht.

Zum Schluss stellte der Vorsitzende Adolf Demmel noch die Jahresterminplanung

für das Jahr 2017 vor, bei dem natürlich wieder ein besonderes

Highlight dabei ist. Der MSC Wolnzach befindet sich bereits in der Planung

für ein ADAC-Grasbahnrennen, EU offen, mit drei deutschen und drei

europäischen Teams und einem „Josef Angermüller Gedächtnislauf“,

denn heuer werden es 40 Jahre, dass der ehemalige Clubfahrer verstorben

ist. Natürlich sind auch die tollkühnen I- und B Seitenwagenfahrer sowie

der Nachwuchs der 125-ccm-Klasse wieder mit dabei. Das Grasbahnrennen

soll heuer am 20. August stattfinden, ein früherer Termin kann aus

verschiedenen Gründen nicht realisiert werden.

Unter dem Punkt Wünsche und Anträge wurde nur eines genannt: Man

wünschte sich gutes Wetter für alle Veranstaltungen im Jahr 2017.

• Text u. Fotos: Adolf Demmel

Café Racer

Von Geschwindigkeit fasziniert

Johann Werner (3.v.r.) bei der

Begrüßung zu seinem letzten

Grasbahnrennen als 1. Vorsitzender

im letzten Jahr, links

beim Start der Seitenwagen

Ein flacher Lenker, zurückversetzte Fußrasten und eine gekürzte Rückbank

– die Kombination sorgt für einen geringen Luftwiderstand und somit

für hohe Geschwindigkeiten. Alle heutigen Café Racer, egal ob Retro

oder Techno, haben ihre Wurzeln in dieser alten Tradition. Das „Ace Café“

in der Nähe von London wurde gegen Ende der 1950er Jahre zum Motorradfahrer-Treffpunkt

schlechthin, an dem die „jungen Wilden“ bei Rock ’n’

Roll aus der Jukebox frisieren, abhängen und sich Rennen liefern konnten.

Diese daraus entstandene Motorrad-Subkultur erlebte in den vergangenen

Jahrzehnten immer wieder Höhen und Tiefen. Die Blütezeit des Café

Racers war nur ein kurzer Moment, der zuletzt von plastikverkleideten Supersportlern

verdrängt wurde. Doch nun feiert sie erneut eine Renaissance,

denn die Sehnsucht nach Authentizität und Einfachheit ist groß.

Dieser Bildband zeigt einen Querschnitt aus allen Epochen der Café Racer

und erzählt die ganze Geschichte der weltweit agierenden Szene, angefangen

mit den ersten Rennmaschinen auf der Straße bis zum Ende des

Goldenen Zeitalters und dem Neuanfang. Die unzähligen Fotos und Infos

über Marken aus aller Welt machen dieses Buch außerdem zu einem hilfreichen

Nachschlagewerk. Ob Clubman-Racer Norton Manx von 1962 oder

die neueste Hamburger „Kaffeemaschine 19“ auf Moto-Guzzi-Basis –

Fans der ton-up culture kommen hier voll auf ihre Kosten.

Michael Lichter, Paul D’Orleans, Café Racer – Speed, Style und Stories •

1. Auflage, 224 Seiten, 268 Fotos (farbig), Format 25,8 x 31,3 cm, gebunden

mit Schutzumschlag • 49,90 Euro (D) / 51,30 Euro (A) • ISBN 978-3-

667-10840-1 • Erhältlich im Buchhandel od. unter der Hotline 0521 559955

Das aktuelle DMV-Präsidium 2017: Vizepräsident für Finanzen Ralf Frache, Sportpräsident

für Automobilsport Dr. Gunther David, Präsident Wilhelm A. Weidlich,

Sportpräsident für Motorradsport Hans-Robert Kreutz und Vizepräsident Bernd

Schmidt (v.l.)

DMV-Jahreshauptversammlung 2017

DMV will sich noch stärker in den

deutschen Motorsport einbringen

Goslar-Hahnenklee/Frankfurt. Der Deutsche Motorsport Verband e.V.

(DMV) führte am Sonntag, 19. März 2017, im Hotel Harzhöhe in Goslar-

Hahnenklee unter der Beteiligung vieler Delegierter, Ortsclubvertreter

und Einzelmitglieder seine diesjährige Hauptversammlung durch.

Bei den turnusmäßigen Wahlen der Präsidiumsgruppe I wurde Präsident

Wilhelm A. Weidlich (Neunkirchen/Österreich) von den Delegierten, die

mehr als 5000 Mitgliederstimmen (ein Drittel der Gesamtmitgliederzahl)

repräsentierten, einstimmig wiedergewählt. Von den beiden Sportpräsidenten

im DMV stand der Amtsinhaber für Motorradsport, Hans-Robert

Kreutz (Neunkirchen/Siegerland), zur Wiederwahl. Kreutz, der auch Mitglied

des Präsidiums für Finanzen, Recht und Verwaltung im Motorsport-

Dachverband DMSB ist, wurde ebenfalls mit beeindruckendem einstimmigem

Votum im Amt bestätigt.

Für den bisherigen Vizepräsidenten für Finanzen und Verwaltung, René

Schäfer, der sich nach zwei Jahren Amtsausübung nicht zur Wiederwahl

stellte, wurde Ralf Frache (Alsbach-Hähnlein) nominiert. Der Südhesse,

der derzeit noch Vorsitzender der Motorsportjugend im DMV (MSJ) ist,

wurde mit deutlicher Mehrheit von den Mitgliedern zum neuen Finanzchef

des Verbandes gewählt.

Die Hauptversammlung des DMV war geprägt von lebhaften Diskussionen

um die Demokratisierungsbestrebungen des Deutschen Motorsport Bundes

(DMSB), dessen Trägerverband der DMV ist. Weidlich und die beiden

Sportpräsidenten Dr. Gunther David und Kreutz unterstrichen, dass sich

die Experten in den Reihen des DMV mit ihren Kompetenzen im Automobilsport-

wie im Motorradsportbereich bei den erstmalig anstehenden

Wahlen zu den DMSB-Fachausschüssen vollumfänglich einbringen wollen.

Auch die Sportpolitik des DMSB, was die Abgrenzung zwischen lizenziertem

Spitzensport, Clubsport und Breitensport betrifft, wurde in der

Mitgliederversammlung lebhaft diskutiert.

Dabei herrschte Einklang zwischen Plenum und Präsidium, dass der Deutsche

Motorsport Verband auch künftig seine Position innerhalb des Spitzenverbandes

vertreten will, um der fortgesetzten Bürokratisierung des

Motorsports entgegenzuwirken und den Breitensport im Sinne tausender

Amateur- und Hobbymotorsportler zu stärken.

„Der DMV ist ein Traum an Vielfalt im Motorsport. Und er betreibt Motorsport,

der machbar ist“, erklärte Wilhelm A. Weidlich zu dem Thema. Man

wolle sich dafür stark machen, dass diverse Breitensport-Disziplinen

auch künftig unter der Autonomie des DMV betrieben werden können und

dass auch die lizenzpflichtigen Motorsportsparten für die Teilnehmer attraktiv

und finanzierbar bleiben, so Weidlich. • Text u. Foto: DMV Medien

Mai '17 BAHNSPORT AKTUELL 37


INTERVIEW

Neulich hatte ich mal wieder ein sehr

nettes Telefonat mit Walter Aust von

WACO. Nach unserem Gespräch über

Eisspeedway und Bahnsport allgemein,

die ideale Motorradbekleidung

für Winter und Sommer und namhafte

internationale sowie heimische WACO-

Kunden dauerte es auch nicht lange,

bis Herr Aust gutgelaunt und mit

Stolz auf Erik Riss zu sprechen kam.

Zu Recht, hat man doch nicht alle Tage

einen Weltmeister bei sich im

Haus und dazu noch einen so sympathischen.

Es war also rückblickend

Sonntag (!), der 12. Februar, als besagter

Termin im niederbayerischen

Beutelsbach stattfand und Maß genommen

wurde für Eriks neuen Rennanzug

aus hochwertigem, feinen Känguru-Leder


Bahnsport aktuell: Erik, was war für dich ausschlaggebend,

dich für eine WACO-Rennkombi

zu entscheiden?

Erik Riss: Ich kenne Walter schon seit ich noch

im Kindesalter bei meinem Dad auf den Rennen

mit dabei war und so hat sich über die Jahre eine

Freundschaft aufgebaut, für die ich sehr

dankbar bin. Ich war schon des Öfteren bei der

Firma WACO in der Schneiderei und konnte mir

ein Bild davon machen, welchen Stellenwert

die Qualität der Rennanzüge hat.

Dieses Jahr hat sich endlich wieder die Möglichkeit

ergeben, dass ich mit WACO zusammenarbeite,

was aufgrund vertraglicher Angelegenheiten

das Jahr zuvor nicht möglich war.

Ich habe mich für einen Känguru-Lederanzug

Rock

meets Classic

Weltmeistertreffen in Niederbayern

Nadine P. im Gespräch mit WACO und Erik Riss

entschieden. Zum einen, weil Leder für Klasse

steht und das bin ich. Und zum anderen ist das

Känguru-Leder sehr elastisch und gleichzeitig

sehr stabil.

Wie verlief euer Termin zum Maß nehmen und

wie kam es, dass dieser an einem Sonntag

stattfand?

Der Tag hatte sich angeboten, weil ich einen

ziemlich vollen Terminkalender hatte.

Wie oft gönnst du dir einen solchen neuen

Rennanzug? Und wie muss man sich das überhaupt

vorstellen, mit welcher Kombi du wann

(beim Training/beim Rennen) und wo (national/international)

unterwegs bist?

Einen neuen Anzug, jede Saison. Ein neuer Anzug

von WACO alle zwei bis drei Jahre. Qualität

hat ihren Preis. Wenn man jedoch bedenkt,

dass der Anzug dafür ein bis zwei Jahre länger

hält, spart man.

Den WACO-Anzug werde ich bei allen offenen

Rennen und in der Bundesliga sowie 2.-Liga-

Rennen tragen. In England und beim Best Pairs

bin ich daran gebunden, Teamanzüge zu tragen.

Inwiefern bedeutet die hochwertige Qualität

auch ein Sicherheits-Plus beim Fahren?

Na ja, also ich sehe das so: Wenn du mit 100 in

die Bande knallst, brichst du dir entweder was

oder nicht. Das kommt immer drauf an, wie du

gebaut bist und wie der Aufprall abläuft. Und

bei so einem heftigen Aufprall spielt es keine

Rolle, was für eine Kombi du anhast. Deswegen

trage ich auch keine Protektoren außer an Rücken

und Knie. Im Speedway kommt es jedoch

auch oft vor, dass du einfach mal dein Motorrad

umlegen musst, um einen Sturz zu vermeiden

und mit einer Lederkombi lassen sich da

Schürfwunden leichter vermeiden, denke ich.

Erik Riss:

Einer

der weiß

was er will

Mit wie vielen Jahren hast du angefangen,

Motorrad zu fahren?

Ich habe mit vier Jahren angefangen, Motorrad

zu fahren. Jedoch nur auf einem Feld und nicht

wettkampfmäßig. Ich bin auch immer dabei geblieben,

mal mehr, mal weniger. Zwischenzeitlich

hatte ich mich mehr für andere Sportarten

interessiert. Speedway/Langbahn habe ich

dann erst 2012 angefangen, nachdem mein

Dad seine Karriere beendet hatte.

Was sind deine weiteren Ziele und Wünsche

für 2017 und darüber hinaus?

Die Nummer 1 zu sein. Es wird geschehen und

ich lass’ euch wissen, wenn es soweit ist.

Wen oder was würdest du mit auf die berühmte

einsame Insel nehmen? Und hast du für so was

wie Urlaub überhaupt Zeit?

Jeden Menschen, der mir wichtig ist. Ich habe

ständig Urlaub. Ich liebe, was ich tue. Das ist

keine Arbeit für mich. Es ist ein Vergnügen. Ich

brauche keine Erholung von der Erholung.

Wir sind hier und heute dein Sprachrohr zu unseren

zahlreichen Lesern. Möchtest du die Gelegenheit

nutzen, etwas Bestimmtes loszuwerden,

was dir aktuell auf der Seele liegt?

Ich werde sein, wo ich sein will.

Noch drei abschließende Schlagwörter bitte,

die dir spontan zum bayerischen Familienbetrieb

WACO in den Sinn kommen:

Qualität, Klasse, Individualität.

Vielen Dank, Erik! Vielen Dank, WACO! Es war

mir ein Vergnügen, mich mit zwei Profis ihres

Fachs auszutauschen und freue mich auf eine

gemeinsame Saison 2017! Weil Bahnsport so

was von rockt …

• Text: Nadine Pfeiffer/Erik Riss

• Fotos: WACO/Archiv Bahnsport aktuell

38 BAHNSPORT AKTUELL Mai '17


Walter Aust in Action ... wie er leibt und lebt!

Bloß nicht zappeln beim Maßnehmen ... dann sitzt’s wie angegossen!

Und gleich eingefahren in Landshut

Born to be wild:

Erik mit Bruder Mark

1998 in Marmande –

früh übt sich, wer ein

Meister werden will

(rechts) .… und 1999 in

Plattling – hier auch

schon mit WACO

unterwegs

Mai '17 BAHNSPORT AKTUELL 39


VORSCHAU

ANGBAHN

WELTMEISTER-

SCHAFT 2017

Josef Franc (444) und Jannick de Jong (1)

vor Dirk Fabriek (94), Michael Härtel (15)

und Glen Phillips (35) • Foto: Ubbo Bandy

40 BAHNSPORT AKTUELL Mai '17


Die Langbahnweltmeisterschaft wird in fünf Finalrennen in drei Ländern

ausgetragen. Auftaktrennen ist der erste Finallauf zur Langbahnweltmeisterschaft

in Herxheim am 25. Mai. Insgesamt werden jeweils zwei

Grand-Prix-Rennen in Deutschland (Herxheim, Mühldorf) und Frankreich

(La Réole und Morizes) ausgetragen. In den Niederlanden wird der vierte

Grand Prix in Eenrum im August stattfinden.

Die Termine

25.05.2017 FIM-Langbahn-WM - Finale 1, Herxheim/Deutschland

17.06.2017 FIM-Langbahn-WM - Finale 2, La Réole/ Frankreich

09.07.2017 FIM-Langbahn-WM - Finale 3, Mühldorf/Deutschland

20.08.2017 FIM-Langbahn-WM - Finale 4, Eenrum/Niederlande

02.09.2017 FIM-Langbahn-WM - Finale 5, Morizes/Frankreich

Absagenflut

Geprägt ist das Fahrerfeld 2017 von namhaften Absagen. Nachdem Joonas

Kylmäkorpi mittels Wildcard in die Serie zurückgekehrt war, ließ das

Starterfeld ein Duell der Giganten zwischen Erik Riss und Kylmäkorpi vermuten.

Doch zuerst meldete sich Riss und dann Kylmäkorpi vom Wettbewerb

ab. Martin Smolinski hatte ebenfalls die Chance auf eine Wildcard,

doch er verzichtete, da er aufgrund einer Terminkollision (an Vatertag

wird auch in Landshut gefahren) dem Speedway den Vorrang gab. Mit Erik

Riss meldete sich dann der Titelverteidiger im Winter vom Wettbewerb ab,

da er sich, wie der Franzose Dimitri Bergé, auf seine Speedwaykarriere

konzentrieren möchte. Kylmäkorpi traf es noch härter. Aufgrund einer im

Winter zugezogenen Verletzung musste der Serienweltmeister seine

Laufbahn komplett beenden und seinen Startplatz zurückgeben.

Der Ablauf / Modus der Weltmeisterschaft

Mit je fünf Fahrern auf der Bahn bestreiten die WM-Fahrer insgesamt

15 Vorläufe. Jeder Fahrer kommt fünfmal in den Vorläufen auf die Bahn. Die

erfahrenen Punkte (4 für den Sieger, 3 für den Zweiten, 2 für den Dritten,

1 für den Vierten, 0 für den Letzten) werden nach Abschluss der 15 Vorläufe

addiert und die besten zehn Fahrer bestreiten die Halbfinalläufe (Lauf 16

und 17). Nach den Halbfinalläufen werden die Punkte erneut addiert und

die fünf besten Fahrer des Tages bestreiten das Finale um den Tagessieg.

Alle erfahrenen Punkte eines Renntags (maximal 28 Punkte) gehen vollständig

in die Gesamtwertung zur Weltmeisterschaft ein und werden nach

allen fünf Finalrennen zur Langbahnweltmeisterschaft 2017 addiert, um

das Gesamtklassement zu bilden.

Der Gewinner des Finallaufs (Lauf 18) ist der Tagessieger der Veranstaltung,

jedoch ist es möglich, dass ein hinter ihm platzierter Fahrer mehr

Punkte in die Gesamtwertung mitnimmt. • Texte: Manuel Wüst

Ist Jannick de Jong (grün) nach

der Absage von Titelverteidiger

Erik Riss der heißeste Anwärter

auf den Langbahn-WM-Titel oder

haben auch Glen Philipps (blau)

oder Stephan Katt gute Chancen?

• Foto: Niklas Breu

DIE BISHERIGEN WELTMEISTER

Jahr Ort Weltmeister Vize Dritter

1971 Oslo/N Ivan Mauger/NZ Manfred Poschenrieder/D Runo Wedin/S

1972 Mühldorf/D Ivan Mauger/NZ Manfred Poschenrieder/D Jon Ödegaard/N

1973 Oslo/N Ole Olsen/DK Hans Siegl/D Manfred Poschenrieder/D

1974 Scheeßel/D Egon Müller/D Ivan Mauger/NZ Alois Wiesböck/D

1975 Radgona/YU Egon Müller/D Ivan Mauger/NZ Ole Olsen/DK

1976 Marienbad/CZ Ivan Mauger/NZ Ole Olsen/DK Egon Müller/D

1977 Aalborg/DK Anders Michanek/S Hans Siegl/D Ole Olsen/DK

1978 Mühldorf/D Egon Müller/D Alois Wiesböck/D Peter Collins/GB

1979 Marienbad/CZ Alois Wiesböck/D Anders Michanek/S Ole Olsen/DK

1980 Scheeßel/D Karl Maier/D Egon Müller/D Josef Aigner/D

1981 Radgona/YU Michael Lee/GB Christoph Betzl/D Anders Michanek/S

1982 Korskro/DK Karl Maier/D Alois Wiesböck/D Egon Müller/D

1983 Marienbad/CZ Shawn Moran/USA Jiri Stancl/CZ Karl Maier/D

1984 Herxheim/D Erik Gundersen/DK Egon Müller/D Karl Maier/D

1985 Korskro/DK Simon Wigg/GB Jiri Stancl/CZ Peter Collins/GB

1986 Pfarrkirchen/D Erik Gundersen/DK Peter Collins/GB Marcel Gerhard/CH

1987 Mühldorf/D Karl Maier/D Simon Wigg/GB Shawn Moran/USA

1988 Scheeßel/D Karl Maier/D Klaus Lausch/D Chris Morton/GB

1989 Marienbad/CZ Simon Wigg/GB Ales Dryml/CZ Karl Maier/D

1990 Herxheim/D Simon Wigg/GB Karl Maier/D Hans-Otto Pingel/D

1991 Marienbad/CZ Gerd Riss/D Ales Dryml/CZ Jan O. Pedersen/DK

1992 Pfarrkirchen/D Marcel Gerhard/CH Mitch Shirra/NZ Karl Maier/D

1993 Mühldorf/D Simon Wigg/GB Karl Maier/D Marcel Gerhard/CH

1994 Marienbad/CZ Simon Wigg/GB André Pollehn/D Gerd Riss/D

1995 Scheeßel/D Kelvin Tatum/GB Simon Wigg/GB Walter Scherwitzki /D

1996 Herxheim/D Gerd Riss/D Bernd Diener/D Robert Barth/D

1997 Grand-Prix-Serie Tom Dunker/D Steve Schofield/GB Glenn Cunningham/GB

1998 Grand-Prix-Serie Kelvin Tatum/GB Robert Barth/D Steve Schofield/GB

1999 Grand-Prix-Serie Gerd Riss/D Robert Barth/D Kelvin Tatum/GB

2000 Grand-Prix-Serie Kelvin Tatum/GB Robert Barth/D Matthias Kröger/D

2001 Grand-Prix-Serie Gerd Riss/D Kelvin Tatum/GB Robert Barth/D

2002 Grand-Prix-Serie Robert Barth/D Kelvin Tatum/GB Gerd Riss/D

2003 Grand-Prix-Serie Robert Barth/D Kelvin Tatum/GB Gerd Riss/D

2004 Grand-Prix-Serie Gerd Riss/D Kelvin Tatum/GB Bernd Diener/D

2005 Grand-Prix-Serie Robert Barth/D Gerd Riss/D Paul Hurry/GB

2006 Grand-Prix-Serie Robert Barth/D Joonas Kylmäkorpi/FIN Gerd Riss/D

2007 Grand-Prix-Serie Gerd Riss/D Joonas Kylmäkorpi/FIN Mathieu Trésarrieu/F

2008 Grand-Prix-Serie Gerd Riss/D Glenn Phillips/GB Dirk Fabriek/NL

2009 Grand-Prix-Serie Gerd Riss/D Stéphane Trésarrieu/F Dirk Fabriek/NL

2010 Grand-Prix-Serie Joonas Kylmäkorpi/FIN Theo Pijper/NL Richard Speiser/D

2011 Grand-Prix-Serie Joonas Kylmäkorpi/FIN Richard Speiser/D Stephan Katt/D

2012 Grand-Prix-Serie Joonas Kylmäkorpi/FIN Martin Smolinski/D Josef Franc/CZ

2013 Grand-Prix-Serie Joonas Kylmäkorpi/FIN Jannick de Jong/NL Richard Hall/GB

2014 Grand-Prix-Serie Erik Riss/D Jannick de Jong/NL Joonas Kylmäkorpi/S

2015 Grand-Prix-Serie Jannick de Jong/NL Erik Riss/D Dimitri Bergé/ F

2016 Grand-Prix-Serie Erik Riss/D Jannick de Jong/ NL Mathieu Trésarrieu/F

Mai '17 BAHNSPORT AKTUELL 41


VORSCHAU

ge vorzuweisen und auch am Vatertag

in Herxheim wusste Katt bereits

zu überzeugen. In seiner

Laufbahn gewann Katt bereits

mehrfach mit der Nationalmannschaft

die Team-WM, der Einzeltitel

fehlt in seiner Sammlung noch.

In der Speedway-Bundesliga startet

Stephan Katt seit einiger Zeit

erfolgreich für den AC Landshut.

hat der Niederländer bereits gesammelt.

2013 und auch in der vergangenen

Saison wurde er mit der

Nationalmannschaft Teamweltmeister.

Seine direkte WM-Qualifikation

sicherte sich Fabriek ebenfalls

im Challenge im französischen

La Réole mit dem 3. Platz.

Denn 2016 war er nur beim Grand

Prix in Eenrum (Niederlande) als

Wildcard-Fahrer gesetzt.

Startnummer 2

JANNICK DE JONG

*9.6.1978

www.jannickdejong.nl

Der Langbahnweltmeister von

2015 möchte dieses Jahr wieder

voll angreifen, nachdem er im vergangenen

Jahr den Titel an Erik

Riss abgeben musste. Als Langbahn-Teamwelt-

und Europameister

hat er natürlich hohe Ansprüche

an sich selbst und wird alles

geben, um einen weiteren Titel

einzufahren. Somit gehört er definitiv

zum Kreis der Favoriten in

dieser Saison.

Startnummer 5

MATHIEU TRÉSARRIEU

*2.3.1986

www.team-tresarrieu.fr

Mathieu ist der jüngste der insgesamt

drei Trésarrieu-Brüder. Er besitzt

reichlich Erfahrung auf der

Speedwaybahn und ist vor allem

auf den Bahnen in Frankreich immer

schnell unterwegs. Mit La

Réole und Morizes stehen auch

wieder zwei französische Termine

im WM-Kalender. Aber auch auf

langen Bahnen wie Herxheim hat

er gezeigt, dass man mit ihm rechnen

muss. Dies bewies er mit einem

2. Platz 2015 und einem

3. Platz 2016.

Startnummer 115

THEO PIJPER

*11.2.1980

https://www.facebook.com/

theopijperracing

Theo Pijper sicherte sich mit dem

4. Platz 2016 ein direktes Ticket für

die WM 2017. Allerdings bedeutete

dies auch, dass er das Podium nur

knapp verpasste. Für die neue Saison

hat er sich viel vorgenommen

und möchte mehr als nur den „undankbaren“

4. Platz. Bereits 2010

zeigte er mit dem Gewinn der Silbermedaille,

dass er durchaus das

Potenzial zum Weltmeister hat.

Auch seine Erfahrungen im Speedway,

die er in der britischen

Speedwayliga zur Geltung bringt,

sind sicher ein Vorteil, um eine

weitere Medaille in der Langbahn-

WM zu erringen.

Startnummer 444

JOSEF FRANC

*18.1.1979

„Pepe“ Franc ist derzeit Tschechiens

bester Langbahnfahrer und

weiß immer, wie man für eine ordentliche

Überraschung sorgt. Mit

dem 2. Platz im Challenge löste er

vorzeitig sein Ticket für die neue

Saison. In der Gesamtwertung der

Langbahn-WM erreichte er den

7. Platz. Auch Josef Franc ist auf der

kurzen Speedwaybahn erfolgreich

unterwegs, weshalb er schon

beim tschechischen Speedway-GP

in Prag als Gastfahrer zum Einsatz

kam.

Startnummer 19

GLEN PHILLIPS

*22.11.1982

www.glenphillipsracing.co.uk

Mit dem 8. Platz konnte sich Glen

Phillips den letzten direkten Startplatz

sichern. Als Vizeweltmeister

von 2008 und Teamweltmeister

2012 und 2015 hat er bereits einige

Titel aufzuweisen. Sein Können

zeigt er vor allem auf den etwas

kürzeren Bahnen. In Herxheim

kommt Phillips immer besser zurecht,

weshalb er dort schon

durchaus ein Wörtchen um die Podestplätze

mitreden kann.

Startnummer 25

MICHAEL HÄRTEL

*25.1.1998

www.michael-haertel.de

Schon oft bewies er, dass er definitiv

in die Weltelite gehört. Bereits

2015 durfte er an Christi Himmelfahrt

Weltmeisterschaftsluft

schnuppern und überzeugte mit

seinem Talent. Am Ende des Tages

schaffte er den Sprung aufs Podest

mit einem tollen 3. Platz. Man

darf also gespannt sein und dem

erst 19-Jährigen fest die Daumen

drücken, dass er 2017 die Weltelite

ordentlich aufmischen wird.

Startnummer 42

STEPHAN KATT

*15.9.1979

www.stephankatt.de

Auf der Langbahn hat der Norddeutsche

inzwischen einige Erfol-

Startnummer 4

RICHARD HALL

*23.8.1984

Der Brite, der schon etliche spektakuläre

Rennen auf der Speedwaybahn

abgeliefert hat, setzt

diesen Trend auch auf der Langbahn

fort und ist einer der Hoffnungsträger

der Briten. Die abgelaufene

Saison beendete er auf

dem 6. Platz, womit er sein Ticket

für 2017 lösen konnte. 2015 wurde

er mit der Nationalmannschaft im

bayerischen Mühldorf Teamweltmeister.

Startnummer 94

DIRK FABRIEK

*2.4.1985

www.DirkFabriek.com

Zahlreiche WM- und EM-Medaillen

Startnummer 95

JESSE MUSTONEN

*24.11.1995

Der junge Finne qualifizierte sich

im Grand Prix Challenge in La Réole

(Frankreich) für die diesjährige

Weltmeisterschaft. Bereits 2016

kam er als Ersatzfahrer aufgrund

von verletzungsbedingten Ausfällen

zum Einsatz und hinterließ einen

bleibenden Eindruck. Der Name

Mustonen wird im Bahnsport

aber auch durch seinen Bruder Appe

vertreten, der in den vergangenen

Jahren WM-Teilnehmer war.

42 BAHNSPORT AKTUELL Mai '17


aufgrund einer Verletzung seinen

Rücktritt erklärt hat. Di Palma war

bereits GP-Pilot und kam zuletzt

auch als Wildcard-Fahrer zum Einsatz.

Auch in Herxheim war Theo

Di Palma schon öfter am Start und

kennt die Bahn darum natürlich

gut.

Die Langbahn-WM-Teilnehmer 2017

Startnummer 93

JAMES SHANES

*17.3.1997

Der Brite gehört auch zu den „jungen

Wilden“ in der Saison 2017.

Der amtierende Grasbahn-Europameister

qualifizierte sich ebenfalls

über den Challenge. Früh übt

sich, ist sein Motto, deswegen

nutzte er das Saisoneröffnungstraining

am 25. März im Waldstadion

Herxheim voll aus und hinterließ

mehr als nur einen guten Eindruck.

Mit der Bahn ist er an Christi

Himmelfahrt also vertraut, da

darf man ein Auge auf ihn haben,

wenn es um den Tagessieg beim

WM-Auftakt geht.

Startnummer 37

CHRIS HARRIS

*28.11.1982

www.chrisharrisracing.com

Chris Harris ist ebenfalls Brite,

aber bekannt als Speedwayfahrer.

Lange Zeit war er im Speedway-

Grand-Prix im Einsatz. In der polnischen

sowie in der britischen Liga

wird er diesem Sport weiterhin erhalten

bleiben. Zusätzlich will er

sein Können auf der Langbahn unter

Beweis stellen und wurde aufgrund

dessen mit einer Wildcard

ausgestattet.

Startnummer 90

THEO DI PALMA

*8.8.1990

Der Franzose Theo Di Palma rückt

für Joonas Kylmäkorpi ins Feld, der

Startnummer 88

HYNEK STICHAUER

*17.6.1987

Der Tscheche war in den letzten

Jahren nur auf der kurzen Speedwaybahn

unterwegs. 2017 wird

sich das ändern. Durch den Verzicht

von Dimitri Bergé steht Stichauer

nun fest im Feld der Grand-

Prix-Serie. Wie sich der Speedway-

Experte auf der Langbahn schlagen

wird, darf man mit Spannung

beobachten.

Wildcard

MAX DILGER

*14.7.1989

www.dilger-racing.de

Der sympathische Schwarzwälder

Max Dilger, der bisher den Großteil

seiner Laufbahn auf der kurzen

Speedwaybahn verbrachte, wird

beim ersten Grand Prix an Christi

Himmelfahrt im Waldstadion die

Weltelite auf der Sandbahn fordern.

Mit einer guten Leistung will

er sich für den Langbahn-Grand-

Prix 2018 empfehlen, um dann als

permanenter Teilnehmer im Fahrerfeld

zu stehen. Natürlich ist

Herxheim dafür die perfekte Bühne.

Im Speedway ist er diese Saison

sowohl in der deutschen als

auch in der polnischen und dänischen

Liga vertreten.

Reserve 1

DAVID PFEFFER

*10.3.1997

David Pfeffer fährt bereits seit Kindesbeinen

Motorrad bei der MSV

Herxheim. Somit war sofort klar,

dass er als 1. Reservist zum Einsatz

kommt und die Farben des

Vereins vertritt. Der noch junge

Schwarzwälder fährt seine zweite

Saison in der internationalen Soloklasse

und konnte schon reichlich

Erfahrung sammeln.

Reserve 2

LUKAS FIENHAGE

*12.9.1999

www.fienhage-racing.de

Lukas startet seit 2013 für die MSV

Herxheim im Speedway Team Cup

und ist auch seitdem ein fester

und wichtiger Bestandteil des

Teams. Beim ersten Grand Prix soll

Fienhage auch auf der Langbahn

den Verein vertreten.

• Porträts erstellt von Valerie Winstel

24./5.5. HERXHEIM

Die ersten WM-Punkte werden vergeben!

Nach einem Jahr Pause richtet die Motorsportvereinigung Herxheim

am Vatertag wieder einen Finallauf zur Langbahn-WM aus! Die besten

Sandbahnfahrer der Welt werden am 25. Mai im Herxheimer Waldstadion

um die ersten Punkte zur Weltmeisterschaft 2017 fighten!

Eine große Kulisse, ein Volksfest abseits der Bahn, das seinesgleichen

sucht und zudem an zwei Tagen volle Fahrerfelder in allen Klassen. Diese

bekannte Mischung, gepaart mit den besten Sandbahnfahrern der

Welt, die um WM-Punkte kämpfen, machen das Herxheimer Sandbahnrennen

so einzigartig!

Völlig offen ist der Kampf um die Krone in der Weltmeisterschaft, denn

der amtierende Langbahnweltmeister Erik Riss konzentriert sich im

neuen Jahr vollständig auf seine Speedwaykarriere und so wird es 2017

einen neuen Weltmeister geben. Heiß gehandelt wird natürlich der Niederländer

Jannick de Jong, der 2015 Weltmeister wurde und auch damals

in Herxheim mit einer starken Leistung den Grundstein zum Titelgewinn

legte. Ebenfalls überzeugend war in Herxheim bereits Michael

Härtel unterwegs, der neben Stephan Katt der einzige fest gesetzte

Deutsche im WM-Zirkus ist. 2015 wurde er als Wildcard Fahrer sensationell

Dritter und hat den nötigen Biss, ganz vorne reinzufahren. Als

Wildcard-Fahrer für das Rennen am 25. Mai wurde Max Dilger aus Lahr

im Schwarzwald nominiert. Der Herxheimer Clubfahrer wird sein WM-

Debüt in Herxheim geben und verfolgt inzwischen auch auf der Langbahn

ehrgeizige Ziele.

Abgerundet werden die WM-Rennen, die Motorsport am Limit versprechen,

von den Rennen der internationalen Seitenwagen sowie den nationalen

Klassen, wo auch zahlreiche Fahrer aus Herxheim und Umgebung

an den Start gehen werden.

TRIBÜNENKARTENVORBESTELLUNG UND VORVERKAUF!

Bereits jetzt ist es möglich, sich Sitzplatzkarten für den WM-Auftakt online

zu sichern. Auf der Homepage der MSV Herxheim können Sitzplatzkarten

vorbestellt werden. Der Kartendirektverkauf in der Sparkasse

Herxheim beginnt am 2. Mai 2017.

KURZFACTS SANDBAHNRENNEN HERXHEIM – WM-FINALE 1

Zeitplan: Mittwoch, 24. Mai, Training und Vorläufe ab 15:00 Uhr • Donnerstag,

25. Mai, Training/Vorläufe ab 9:00 Uhr, Fahrervorstellung

13:00 Uhr, Rennbeginn 13:30 Uhr.

Eintrittspreise: Stehplätze Erwachsene, 14,- €; Jugendliche bis 16 Jahre,

7,- €; Kinder bis 12 Jahre, frei; Sitzplätze überdachte Tribüne, 20,- €.

Termin: 24./25. Mai 2017

Int. 119. ADAC-Sandbahnrennen Herxheim

Mai '17 BAHNSPORT AKTUELL 43


VORSCHAUEN

Lokalmatador Christian Hülshorst

gibt immer alles auf seiner Hausbahn

25.5. LÜDINGHAUSEN

ADAC-GOLDHELM

Himmelfahrt – Herrentag – Vatertag! Ausschließlich Vatertag? Nicht in Lüdinghausen,

denn das traditionelle Grasbahnrennen auf dem Westfalenring

ist bekannt für „Gras, Spaß & Action für die ganze Familie“. Für viele

Fans steht Christi Himmelfahrt schon früh im Jahr dick markiert im Kalender

und das aus Nah und Fern. Kein Wunder, denn es wird für jede Altersgruppe

was geboten. Das 1000-Meter-Grasbahn-Oval mit den langen Geraden

und den spitzen Kurven verspricht bei Highspeed Action vom ersten

Lauf bis zum letzten Finale. In vier Klassen, bestehend aus I-Solo,

I-Seitenwagen, B-Solo und einer Enduro, geht es auf Punktejagd. Zusätzlich

werden eine Handvoll englische Sidecarteams mit ihren 1000-ccm-

Geschossen in entgegengesetzter Fahrtrichtung mit ihrem Powersound

für actionreiche Unterhaltung sorgen.

Sport- und Rennleiter Maik Domscheit hat das Fahrerfeld so gut wie zusammen

und der AMSC-Clubvorsitzende Karsten Jakobs freut sich schon

heute darauf, die Fahrer und Fahrerinnen aus Holland, England, Frankreich

und natürlich Deutschland herzlich willkommen zu heißen.

In der Soloklasse International wird es heiß hergehen, denn am Ende des

Renntages kann sich der Sieger mit dem „ADAC-Goldhelm“ schmücken.

Zum ersten Mal wird diese höchste ADAC-Trophäe auf dem Westfalenring

in Lüdinghausen ausgefahren. Ganz klar stehen die Lokalmatadoren

Christian „Hülse“ Hülshorst und Jens Benneker im Fokus der Fans in der

internationalen Soloklasse. Doch die Konkurrenz bei den Grasbahnspezialisten

ist stark und sehr ausgeglichen. Neben den erfahrenen Westfalenring-Kennern

Bernd Diener und Jörg Tebbe oder auch Andrew Appleton/GB

steht unter anderem mit Romano Hummel/NL, Dave Meijerink/

NL, oder auch dem Engländer Zach Waijtkecht die junge, wilde Garde bereit.

Insgesamt werden 14 Stahlschuhcowboys, jeweils mit sieben Fahrern,

vom Startmarschall auf die Rennrunden geschickt.

Acht internationale Gespannteams werden ihrerseits um Plätze, Punkte

und Pokale kämpfen. Auch hier ist das Fahrerfeld sehr ausgeglichen. Für

Insider gelten die Gespannrennen eh als das „Salz in der Suppe“ an einem

Renntag, so auch in Lüdinghausen. Mit Markus Venus, Wilfried Detz/

NL, Christophe Grenier/F, Mitch Godden/GB, Dennis Noordman/NL, Florian

Kreuzmayr, Kevin Hübsch sowie Shaun Harvey/GB treffen viele mehrfache

Meister ihrer Nation aufeinander.

Bei den B-Lizenz-Solisten werden die AMSC-Farben vom Lüdinghauser

Sven Klein vertreten. Hier werden insgesamt sieben Piloten und eine

Amazone an den Start rollen. Eine Seltenheit bei den Solisten, denn bisher

machten sich die Damen häufig als Beifahrerinnen in der Gespannszene

auf die Jagd nach dem besonderen Adrenalin-Kick. Aber die unerschrockene

Kelly Velda aus dem benachbarten Holland wird sich auch auf

der 1000-Meter-Bahn zu beweisen wissen.

Neben der Rennaction bietet der „Westfalenring“ seinen Gästen ein reichhaltiges

Angebot an Essen und Getränken, ob warm oder kalt, da ist für jeden

Geschmack etwas dabei. Auch für die jüngsten Besucher wird einiges

geboten, so. z.B. Kinderschminken, Hüpfburg, Ballonkünstler oder die

kostenlose Nutzung eines großen Kinderkarussells auf der Event-Meile

hinter Start und Ziel.

Wer schon einen Tag vorher anreisen möchte, kann bei freiem Eintritt das

2-Stunden-Mofarennen auf dem Westfalenringgelände hautnah verfolgen.

Dieses Spektakel beginnt um 18:00 Uhr, während um 9:30 Uhr am

Himmelfahrtstag die Grasbahn für das erste Training freigegeben wird.

Der Startschuss fürs ADAC-Westfalenringrennen fällt um 13:30 Uhr. Camper

können wie immer auf dem Stadionvorplatz (Haupteingang) kostenlos

ihr Lager aufschlagen. Lüdinghausen liegt verkehrsgünstig an der Autobahn

A1 zwischen Dortmund und Münster.

Der AMSC Lüdinghausen freut sich schon jetzt auf ihren Besuch und wird

zum 78. Mal für „Gras, Spaß & Action“ auf dem Westfalenring sorgen.

Weitere Infos erhältlich unter: www.westfalenring-rennen.de

Termin: 25. Mai 2017

78. Int. ADAC-Westfalenring-Grasbahnrennen Lüdinghausen

4./5.6. ABENSBERG

WM-QUALIFIKATION

Deutsche Speedwaypiloten steigen in Abensberg in die Qualifikation

zum Grand Prix 2018 ein • 16 Fahrer aus zehn Nationen kämpfen am

Pfingstmontag um den Einzug in die nächste Runde

Abensberg freut sich auf sein internationales Fahrerfeld

sowie besonders auf Martin Smolinski und Erik Riss,

die hier den Grundstein für ihren Einzug

in den Grand Prix 2018 legen wollen ...

… hier seinerzeit Martin Vaculik an der Spitze • Foto: Uwe Ebler

In Abensberg steht der Pfingstmontag seit vielen Jahren traditionell ganz

im Zeichen des Speedwaysports. Heuer fällt der Pfingstmontag auf den

5. Juni und der MSC Abensberg ist wie schon 2016 wieder Ausrichter des

letzten von vier Vorrunden-Qualiläufen für den Speedway-Grand-Prix

2018. Sechzehn Fahrer aus zehn Nationen, darunter Deutschland, Schweden,

Polen, Dänemark, Tschechien und die USA werden in Abensberg an

den Start gehen. Die besten sieben schaffen den direkten Einzug in die

Semifinals, der Achtplatzierte belegt die Reservefahrerposition. Von dort

qualifizieren sich wieder die sieben Fahrer mit den meisten Punkten plus

ein Reservefahrer für den Challenge und die drei besten aus diesem sichern

sich einen Startplatz für die Grand-Prix-Serie 2018.

Deutschland hat für Abensberg zwei Startplätze sicher, einer davon geht

an das Abensberger MSC-Mitglied Martin Smolinski, der zweite an England-Profi

Erik Riss. Smolinski, Grand-Prix-Teilnehmer 2014, scheiterte

2016 nur um einen Punkt im Challenge an einer erneuten Grand-Prix-Saison.

Sascha Dörner, Rennleiter beim MSC Abensberg, verspricht: „Wer in

den vergangenen Jahren dabei war, der weiß, dass das ein absolut hochklassiger

Wettbewerb ist, der eine Menge spannender Läufe verspricht.“

Start zum ersten Lauf ist am Montag, 5. Juni, um 14:00 Uhr im Abensberger

Speedwaystadion. Das Stadion öffnet bereits gegen 9:00 Uhr und zur

Mittagszeit findet eine Autogrammstunde mit den Fahrern aus allen Nationen

statt. Um 13:30 Uhr, kurz vor dem Start, werden die Piloten im Oval

präsentiert. Bereits am Sonntag, 4. Juni, findet das freie Training zur

Grand-Prix-Qualifikation statt.

Termin: 4./5. Juni 2017

Int. ADAC-Speedwayrennen Abensberg - WM-Qualifikation 4

44 BAHNSPORT AKTUELL Mai '17


15.6. ALTRIP

SANDBAHNSTARS AM START

Auch das 64. internationale Altriper ADAC-Sandbahnrennen findet wieder

am Fronleichnamstag statt, dieses Jahr der 15. Juni. Die Veranstaltung beginnt

morgens gegen 9:00 Uhr mit dem Training. Das Rennen wird um

13:30 Uhr gestartet. Neunzehn Rennen der nationalen und internationalen

Solo- und Seitenwagenklasse werden gestartet. Altrip – bekannt für

die spannendsten Rennen auf dem „ Altriper Ei“. Immer wieder kommen

die weltbesten Solisten, um den „Goldenen Römer“ mit nach Hause zu

nehmen. Den „Römer-Rekord“ hält übrigens Multiweltmeister Gerd Riss,

der das edle Gefäß sage und schreibe elfmal gewinnen konnte. Mit von

der Partie ist auch in diesem Jahr wieder das „Who is who“ der Langbahnfahrer,

allen voran Langbahn-Vizeweltmeister und Ex-Grasbahn-Europameister

Jannick de Jong, des Weiteren der tschechische Langbahn-Ex-Vizeweltmeister

Josef Franc sowie unsere deutschen Langbahn-Asse Stephan

Katt und Jörg Tebbe. Mit weiteren Spitzenfahrern steht der Club

noch in Verhandlung.

Für mindestens ebenso gute Unterhaltung sorgen die besten internationalen

Gespanne sowie die nationalen Solisten und Seitenwagen. Bei Eintrittspreisen

von 13,- Euro für Erwachsene und 7,- Euro für Schüler und Jugendliche

ab 12 Jahren (Kinder bis 12 Jahre sind frei), können Sie einen

wunderschönen Renntag in Altrip verbringen! Tribünenplätze kosten übrigens

einen Aufpreis von 10,- Euro. Auch für das leibliche Wohl ist bei

„Weck, Worscht unn Woi ...!“ bestens gesorgt! Also Fans, auf geht’s in die

Pfalz ... an Fronleichnam, 15. Juni 2017, nach Altrip.

Termin: 15. Juni 2017

64. Int. ADAC-Sandbahnrennen „Goldener Römer“ Altrip

4.-6.8. MELSUNGEN

MOTORSPORT WEEKEND

Am ersten Augustwochenende ist es wieder soweit, dann startet das

57. Internationale ADAC-Grasbahnrennen an der St.-Georgs-Brücke in

Melsungen, verbunden mit einem ganzen Motorsportweekend vom 4. bis

6. August 2017.

Grasbahnrennen

Für die hervorragende Arbeit des MSC Melsungen über Jahrzehnte hinweg

wurde auch in diesem Jahr wieder ein Prädikat nach Melsungen vergeben,

der Deutsche Bahnpokal der Seitenwagen. Die nationalen Gespanne

werden an diesem Wochenende um ihren Deutschen Meister

kämpfen. Und der MSC Melsungen hat mit den Teams Udo Poppe/Martin

Weick und den Lokalmatadoren Oswald Bischoff/Mario „Locke“ Siebert

zwei heiße Eisen im Feuer. Die nationalen Solisten werden sich in einer

Europa-offenen Klasse mit anderen europäischen Nachwuchsfahrern

messen. Und die internationalen Klassen der Gespanne und Solisten werden

natürlich wieder, wie man es von Melsungen kennt, mit Spitzenfahrern

aus Europa besetzt sein. Die internationale Soloklasse kämpft um

den in Europa begehrten Ehrenpreis der Stadt Melsungen.

Jubiläum

Der Motorsportclub Melsungen 1927 e.V. im ADAC feiert sein 90-jähriges

Bestehen. Wo könnte man dies besser als gleich im richtigen Ambiente,

beim Motorsport Weekend, wo schon viele Freunde vor Ort sind. Am Freitag

wird das Wochenende mit einer Jubiläumsfeier eröffnet. Begonnen

wird mit einem Festkommers und später will der MSC natürlich auch mit

Fans und Freunden im Festzelt an der Rennstrecke feiern. Natürlich hat

man sich für das Jubiläumswochenende einiges einfallen lassen, getreu

dem Motto, „Rennsport, Show und Action“.

FMX Freestyle Show

Mittlerweile ist Freestyle schon eine eigene Sportart, die sich aus dem

Motocross heraus entwickelt hat. Die Fahrer springen mit ihren Motocrossmaschinen

von einer Startrampe ab, zeigen waghalsige Sprünge

und Überschläge in der Luft, bevor sie auf einer Landerampe wieder landen.

Viele von Ihnen kennen das sicher nur aus dem Fernsehen, in Melsungen

können Sie es „live“ erleben. Der MSC Melsungen hat drei Freestyler

am Start, die mehrmals am Tag eine atemberaubende Show zeigen

werden.

Rennsport, Show und Action

Es ist wieder „angerichtet“ für ein unvergessliches Motorsport-Weekend

in Melsungen. Highlight natürlich das 57. Internationale ADAC-Grasbahnrennen,

eine atemberaubende Freestyle-Motocross-Show, Volker Hermsdorf

wird den Motorradtrialsport näherbringen, Livemusik von den MSC-

Freunden aus Würzburg, die am Samstag bei der Rennparty im Festzelt

wieder ordentlich einheizen werden, die Dance Devils der MT Melsungen

werden wieder für Stimmung sorgen und vieles mehr. An der ein oder anderen

Überraschung wird noch gearbeitet. Mehr dazu in Kürze hier oder

unter www.

msc-melsungen.de

Termin:

4. bis 6. August 2017

57. Int. ADAC-

Grasbahnrennen

Melsungen

Bazar

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Anzeigenschluss für BSA Juni-Ausgabe: 15. Mai


TERMINE MAI/IMPRESSUM

1.5. ADAC-Speedwayrennen Brokstedt - Bundesliga

Deutsche Speedway-Mannschaftsmeisterschaft

MSC Brokstedt e.V. im ADAC, Postfach 1236, 25543 Kellinghusen

E-Mail: speedway@mscbrokstedt.de , www.mscbrokstedt.de

1.5. Int. ADAC-Sandbahnrennen Dingolfing

Langbahn - offene Veranstaltung

MSC Dingolfing e.V. im ADAC, Georg Bauer, Oberbubach 12, 84130 Dingolfing

Tel. 08731 394245, E-Mail: Georg.Bauer3@gmx.de, www.msc-dingolfing.de

1.5. 68. ADMV-Sandbahnrennen Lübbenau - Goldhelm des ADMV

Langbahn - offene Veranstaltung

MSC Jugend Lübbenau e.V. im ADMV, Postfach 200007, 03218 Lübbenau, Tel. 035754 640152

E-Mail: schmidt-motobox@t-online.de, www.msc-jugend-luebbenau.com

6.5. Int. ADAC-Flutlichtrennen Moorwinkesldamm - Master of Speedway

Speedway - offene Veranstaltung

MSC Moorwinkelsdamm e.V., Heinrich Wilhelms, Flidder 51, 26340 Zetel, Tel. 04453 4737

Fax 04453 489774, E-Mail: wilhelms_matthias@web.de, www.mscm.de

6.5. Int. ADMV-Speedwayrennen 14. Autohaus-Cup Speedwaystadion Meißen

Speedway - offene Veranstaltung

MC Meißen e.V. im ADMV, Speedwaystadion, Zaschendorfer Straße 77 a, 01662 Meißen

Tel./Fax: 03521 733208, E-Mail: ankegeyer74@web.de, www.mc-meissen-speedway.de

6/7.5. DMV-Speedwayrennen Diedenbergen - Bundesliga

7.5.: Deutsche Speedway-Mannschaftsmeisterschaft • 6.5.: Speedway-Team-Cup

MSC Diedenbergen e.V. im DMV, Weilbacher Straße 25 , 65719 Hofheim

Tel. 06192 37884 (Clubhaus), Fax 06192 38757

E-Mail: vorstand@msc-diedenbergen.de, www.msc-diedenbergen.de

13.5. Talents Team Trophy Eichenring Scheeßel

MSC Eichenring e.V. im DMV, Postfach 1248, 27383 Scheeßel, Tel. 04263 3989, Fax 04263 982856

E-Mail: eckhardkoslowski@gmx.de, www.msc-eichenring.de

13./14.5. ADAC-Speedwayrennen Olching

Speedway - 13.5.: ADAC-Bayerncup • 14.5.: Team Cup

MSC Olching e.V. im ADAC, Postfach 1224, 82134 Olching, Tel. 08142 17011, Fax 08142 18992

E-Mail: info@msco.de, www.msco.de

13./14.5. Int. ADAC-Speedwayrennen Teterow

EU-offene Jugendrennen 250 ccm + Speedway - offene Veranstaltung

MC Bergring Teterow e.V. im ADAC, Appelhäger Chaussee 1, 17166 Teterow, Tel. 03996 172935

Fax 03996 183193, E-Mail: bergring-teterow@gmx.de, www.bergring-teterow.de

20.5. ADAC Weser-Ems Cup Wagenfeld

MSC Heidering Wagenfeld e.V., Tel. 0151 40142865, E-Mail: matthias.rathje@t-online.de

21.5. Int. ADAC-Sandbahnrennen Plattling

Langbahn - offene Veranstaltung

MSC Plattling e.V. im ADAC, Postfach 1211, 94442 Plattling, Tel. 09931 2757, Fax 09931 907650

Stadion Tel./Fax 09931 2964, E-Mail: webmaster@msc-plattling.de, www.mscplattling.de

24./25.5. Int. 119. ADAC-Sandbahnrennen Herxheim

Langbahn-WM-Finale 1

MSV Herxheim e.V. im ADAC, Karl-Neuberger-Straße 2, 76863 Herxheim, Tel. 07276 8690

E-Mail: redaktion@speedway.de, www.speedway.de

25.5. Int. ADAC-Speedwayrennen Dithmarschenring

Speedway - offene Veranstaltung

MSC Nordhastedt Nordseeküste e.V., Speedwaycenter, Dithmarschenring, Am Brahmkamp

25767 Albersdorf, E-Mail: joergmuschiol@versanet.de, www.mscnordhastedt.com

25.5. Int. ADAC-Speedwayrennen Wolfslake

Speedway - offene Veranstaltung

Speedway Team Wolfslake e.V. im ADAC, Am Krämerwald 6 a, 16727 Wolfslake

E-Mail: info@speedwayteam-wolfslake.de, www.speedwayteam-wolfslake.de

25.5. Int. ADAC-Speedwayrennen Landshut - Best Pairs

Speedway Best Pairs

AC Landshut e.V. im ADAC, Kirchgasse 250, 84028 Landshut, Fax 0871 9637722

E-Mail: info@ac-landshut.de, www.speedway-landshut.de

25.5. VR-Speedway-Day Güstrow

Tag der offenen Tür + Clubsport

MC Güstrow e.V. im ADAC, Plauer Chaussee 4, 18273 Güstrow, Tel./Fax 03843 684685

E-Mail: info@mcguestrow.de, www.mcguestrow.de

25.5. 78. Int. ADAC-Westfalenring-Grasbahnrennen Lüdinghausen

Langbahn - offene Veranstaltung

AMSC Lüdinghausen e.V. im ADAC, Postfach 1119, 59348 Lüdinghausen, Tel. 02591 6737

www.amsc-luedinghausen.de

26.5. ADMV-Speedwayrennen Wittstock - Bundesliga

Deutsche Speedway-Mannschaftsmeisterschaft

MSC „Wölfe“ Wittstock e.V. im ADMV, Finkenkruger Str. 49 a, 14612 Falkensee

E-Mail: MSC-Woelfe@speedwayteam-wittstock.de, www.speedwayteam-wittstock.de

28.5. ADAC-Grasbahnrennen Bielefeld, Leineweberring

Langbahn - offene Veranstaltung

DMSC Bielefeld e.V. im ADAC, Ludwig-Steil-Straße 4, 33719 Bielefeld, Tel. 0521 330808

Fax 0521 3930025, E-Mail: info@dmscbielefeld.de, www.dmscbielefeld.de

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kombiniert: 162 – 113 [150 – 115] g/km. Werte in [ ] gelten für Fahrzeuge mit Automatikgetriebe.

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