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Leseprobe "Max & Fine 2 | Henri haut ab"

Was geschieht in dem dunklen Gebäude hinter dem Wald, das Brüterei genannt wird und das einem Mann namens Hohlmann gehört, den alle nur den Eiermann nennen? Woher kommt das kleine Hühnerküken, das ganz alleine im Wald sitzt? Und was haben die dunklen Gestalten zu verbergen, die nachts um die Brüterei schleichen? Als die kleine Fine und ihre Freunde Max, Luise und Paul eine Wanderung machen, finden sie ein kleines Hühnerküken, dem sie den Namen Henri geben. Keiner weiß, woher es kommt oder zu wem es gehört. Fine wird sich von nun an um Henri kümmern. Als sie ihn mit nach Hause bringt, erzählen ihre Eltern ihr ungeheuerliche Dinge über die Brüterei hinter dem Wald, über die Küken, die Hühner und die Eier. Von dem Gehörten völlig von den Socken, schmieden Fine und ihre Freunde einen abenteuerlichen Plan: Zusammen wollen sie den Küken helfen. Doch was sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht wissen: Sie sind nicht die Einzigen, die den dunklen Machenschaften des Eiermanns auf der Spur sind. "Max & Fine 2 | Henri haut ab" ist die Fortsetzung von Marco Mehrings erfolgreichem Erstlingswerk "Max & Fine" und beschreibt die Realität jenseits der Bauernhofidylle. Eine Abenteuergeschichte über Freundschaft, Mut, Selbstvertrauen, Freiheit, Hühner, Küken und das Ei. Es zeigt, dass jeder etwas verändern kann, wenn er nur daran glaubt. Max & Fine 2 | Henri haut ab von Marco Mehring Ein Buch für Menschen ab 8 Jahren Illustration: Kerstin Falkenstein 196 Seiten mit 92 Illustrationen PLUS: Ausführlichen Hintergrundinformationen über die "Geflügel- und Eierindustrie" & leckeren veganen Rezepten Überall im Buchhandel erhältlich (ISBN: 978-3-7345-1515-6)

Was geschieht in dem dunklen Gebäude hinter dem Wald, das Brüterei genannt wird und das einem Mann namens Hohlmann gehört, den alle nur den Eiermann nennen?
Woher kommt das kleine Hühnerküken, das ganz alleine im Wald sitzt?
Und was haben die dunklen Gestalten zu verbergen, die nachts um die Brüterei schleichen?
Als die kleine Fine und ihre Freunde Max, Luise und Paul eine Wanderung machen, finden sie ein kleines Hühnerküken, dem sie den Namen Henri geben.
Keiner weiß, woher es kommt oder zu wem es gehört.
Fine wird sich von nun an um Henri kümmern.
Als sie ihn mit nach Hause bringt, erzählen ihre Eltern ihr ungeheuerliche Dinge über die Brüterei hinter dem Wald, über die Küken, die Hühner und die Eier.
Von dem Gehörten völlig von den Socken, schmieden Fine und ihre Freunde einen abenteuerlichen Plan:
Zusammen wollen sie den Küken helfen.
Doch was sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht wissen:
Sie sind nicht die Einzigen, die den dunklen Machenschaften des Eiermanns auf der Spur sind.

"Max & Fine 2 | Henri haut ab" ist die Fortsetzung von Marco Mehrings
erfolgreichem Erstlingswerk "Max & Fine" und beschreibt die Realität jenseits der Bauernhofidylle. Eine Abenteuergeschichte über Freundschaft, Mut, Selbstvertrauen, Freiheit, Hühner, Küken und das Ei.
Es zeigt, dass jeder etwas verändern kann, wenn er nur daran glaubt.

Max & Fine 2 | Henri haut ab von Marco Mehring
Ein Buch für Menschen ab 8 Jahren
Illustration: Kerstin Falkenstein
196 Seiten mit 92 Illustrationen
PLUS: Ausführlichen Hintergrundinformationen über die "Geflügel- und Eierindustrie" & leckeren veganen Rezepten
Überall im Buchhandel erhältlich (ISBN: 978-3-7345-1515-6)

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I

m Wald ist es kühler. Wir hören das Hämmern, das von Herrn Karls

Baustelle herüberlärmt, doch je tiefer wir in den Wald laufen, desto

leiser wird es. Irgendwann ist es ganz verschwunden.

Der dichte Wald verschluckt uns und es wird dämmrig.

„Ganz schön düster hier im Wald, Fine. Hast du gar keine Angst?“, fragt Paul.

Ich schüttele den Kopf.

„Nein, Paul. Wovor soll ich denn Angst haben?“

Paul lacht.

„Da hast du auch wieder recht. Kennst du dich hier im Wald gut aus?“

Wieder schüttele ich den Kopf und beobachte Max, wie er neugierig ins

Unterholz läuft.

„Ich kenne nur den Weg von zu Hause zur Kita und zurück und diese

Abkürzung durch den Wald. Was im übrigen Wald, oder hinter dem Wald

liegt, weiß ich gar nicht.“

Paul blickt sich neugierig um.

„Muh! - Max, komm wieder hierher, sonst verläufst du dich noch!“, ruft Luise.

19


Max ist nirgends mehr zu sehen.

„Muhu! - Maaaax, Maaaaaax!“, ruft Luise.

„Mach dir keine Sorgen, Luise. Max wird sich schon nicht verirren. Er war ja

schon öfter alleine unterwegs.“

„Muh - Du hast wahrscheinlich recht, Fine!“, beruhigt sich Luise und schmiegt

ihren Kopf an mich.

„Du kannst mit den Kühen reden, Fine?“, fragt Paul neugierig.

„Nicht wirklich reden, Paul. Ich stelle mir einfach vor, dass sie das sagen, was

ich denke. Und meistens habe ich auch recht. Stimmt's, Luise?“

„Muhu! – Ganz genau!“

Paul schaut mich mit großen Augen an. So etwas hat er wohl noch nie gehört.

„Wo kommst du denn her, Paul?“, will ich nun wissen.

„Ich komme aus der Hauptstadt. Dort haben wir keinen so dichten und

schönen Wald wie hier! Ich glaube, Fine, hier gefällt es mir viel, viel besser“,

sagt er leise.

Dann taucht auch schon die Kita vor uns auf. Da Sonntag ist und wir frei

20


haben, ist weit und breit niemand zu sehen.

„Oh, toll. In so eine Kita wäre ich auch gerne gegangen. Hast du ein riesiges

Glück, Fine!“, bemerkt Paul und ich grinse.

„Muh!“ Plötzlich kommt Max um die Ecke, schießt auf uns zu und rennt Paul

beinahe um.

„Na, Max, da bist du ja wieder. Wovor läufst du denn weg?“, will ich von ihm

wissen und streichele seinen Kopf. Doch er sagt nichts, sondern blickt immer

wieder in den Wald.

Ich zeige Paul meine Kita, laufe mit ihm um das Haus herum und wir linsen

durch die Fensterscheiben ins Innere.

„Ich würde ja gerne mal wissen, was sich sonst noch so im Wald befindet.

Wollen wir mal auf Entdeckungstour gehen, Fine?“, fragt er mich.

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Kaum hat Paul die Frage gestellt, galoppiert Max wieder wie wild in den Wald

hinein.

„Muh! - Max, wo willst du denn jetzt schon wieder hin?“, ruft Luise sorgenvoll.

„Was ist denn mit ihm los?“

Paul ist verwirrt.

Das weiß ich allerdings auch nicht. So wild habe ich Max noch nie erlebt.

„Nichts wie hinterher!“

Paul läuft los und ist

nach ein paar Metern schon nicht

mehr zu sehen.

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Ich blicke zu Luise.

Sie setzt sich in Bewegung und ich renne hinter ihr her.

Max muss irgendwas im Wald gesehen haben, was ihn

arg beschäftigt, Luise.“

„Muh - Schnell, wir müssen Max finden!“, schnaubt sie.

23


N

ach wenigen Metern habe ich die Orientierung verloren.

Die Bäume stehen hier dicht an dicht und vor allem für

Luise ist es wegen ihrer Größe schwierig, voranzukommen,

doch sie kämpft sich tapfer weiter, immer tiefer in den Wald hinein.

Ich habe Paul und Max aus den Augen verloren.

Max! Paul! Wo seid ihr?“, rufe ich, so laut ich kann.

Ich lausche.

Keine Antwort.

„Muh! - Sie können doch nicht verschwunden sein, Fine!“

Luise ist nervös. Sie wirft ihren Kopf hin und her.

„Du hast recht, Luise. Sie müssen irgendwo sein. Aber wo? Ich kenne mich

hier überhaupt nicht aus.“

Ich blicke mich um.

So tief bin ich vorher noch nie im Wald gewesen.

Und das Schlimmste ist, alles sieht so gleich aus: grün, grün, grün!

Bäume, soweit das Auge reicht.

24


„Krääääh!“

Plötzlich fliegt eine Krähe dicht über unseren Köpfen hinweg.

Vor Schreck ducke ich mich und stolpere dabei

über einen großen Stein. Dabei schramme ich mir

mein Knie auf.

„Muh! - Fine, hast du dir wehgetan?“, schnaubt

Luise besorgt.

Ihr dünner Schwanz peitscht hin und her.

„Es geht schon, Luise!“, beruhige ich sie, obwohl das Knie ganz schön

schmerzt.

Luise stupst mich mit ihrem Kopf an und hilft mir hoch.

„Fiiiiiineeeeeeeeeeee!“

Luise macht große Augen. „Muh! - Das ist Paul!“

„Fiiiiiineeeeeeeee!“

Ich versuche herauszubekommen, aus welcher Richtung das Rufen kommt.

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„Muuuhuuuuu!“

Luises Augen werden noch größer. „Muhu! - Das ist Max!“

„Hier sind wir! Hier!“

Ich drehe mich nach rechts um.

„Ich glaube, wir müssen in diese Richtung, Luise!“, sage ich und zeige auf die

kleine Lichtung, die in einiger Entfernung vor uns liegt.

Von dort kommen die Rufe.

„Muhuuuu!– Fiiiineeeee!“

Dieses Mal laufe ich voraus.

Dicht hinter mir folgt Luise.

Sie schnaubt aufgeregt und möchte zu ihrem Sohn.

Ich schaue mich nach allen Seiten um und blicke auch nach oben.

Der Himmel zieht sich zu.

Dort, wo gerade noch die Sonne so schön schien, sind jetzt dicke Wolken zu

entdecken.

Bald werden erste Regentropfen fallen.

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Außerdem haben wir uns hoffnungslos verirrt. Meterhoher Farn, umgestürzte

Bäume und unebener Waldboden machen uns das Vorwärtskommen schwer.

„Hier sind wir, Fine!“

Ich höre Pauls Stimme.

Und dann sehe ich ihn auch.

„Hast du Max gefunden?“, rufe ich.

„Krääääh! Krääääh! Krääääh!“, antwortet mir eine Krähe irgendwo im Wald.

„Ja, er ist hier bei mir auf der Lichtung!“

„Muhuuuuu! - Mama!“

Das war Max.

„Es geht ihm gut, Luise, du kannst dich beruhigen.“

Luise schnaubt erleichtert.

Endlich sind wir auf der Lichtung angekommen.

Ich blicke dankbar zu Paul.

Dann gehe ich zu Max und streichele ihn.

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Aber er beachtet mich gar nicht.

„Ich habe Max hier auf der Lichtung gefunden. Er steht hier einfach rum und

starrt ins Gebüsch. Ich habe nachgeschaut, was es ist. Du wirst kaum glauben,

was er gefunden hat!“

Ich spüre einen Regentropfen auf meiner Stirn, der mir langsam das Gesicht

herunterläuft.

„Was ist es denn?“, will ich wissen.

Dann noch ein Tropfen, und noch einer.

„Schau selber, Fine!“

Ich zwänge mich an Max vorbei und laufe vorsichtig auf den Ginsterbusch zu,

der knallgelb mitten im Wald steht.

Immer mehr Regentropfen prasseln nun auf den Boden.

Trotzdem gehe ich in die Knie und krieche vorsichtig in den Busch hinein.

Mein verletztes Knie tut dabei höllisch weh, aber ich vergesse den Schmerz,

als ich sehe, was oder besser wer dort vor mir sitzt.

Ich denke, ich träume, als ich meine Hand ausstrecke.

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