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5/<strong>2017</strong> • www.hwk-berlin.de<br />

Stabiler<br />

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Berlin-Brandenburgisches Handwerk 5 I <strong>2017</strong><br />

Editorial I 3<br />

Im Berliner<br />

Handwerk<br />

läuft es rund<br />

Von Stephan Schwarz, Präsident der Handwerkskammer Berlin<br />

Eine der schönsten Aufgaben des Präsidentenamtes ist es, positive Nachrichten aus dem Handwerk zu<br />

veröffentlichen. Seit 1991 waren die Berliner Handwerksbetriebe mit ihrer wirtschaftlichen Situation nicht<br />

mehr so zufrieden, wie sie es jetzt sind. Das ergab die Frühjahrsumfrage der Handwerkskammer Berlin.<br />

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neue druckfrische<br />

Broschüre an.«<br />

Der Geschäftsklimaindex, der sowohl<br />

die Geschäftsergebnisse der<br />

vergangenen sechs Monate als auch die<br />

Erwartungen der Betriebe für die kommenden<br />

sechs Monate umfasst, gewinnt<br />

gegenüber dem Vorjahr weitere sechs<br />

Zähler und steht jetzt auf 124 Punkten.<br />

Das ist überhaupt der beste Wert seit<br />

Bestehen unserer Umfrage. Auf diese<br />

Leistung kann das Handwerk stolz sein.<br />

zufrieden und auch im Kraftfahrzeuggewerbe<br />

hellt sich die Stimmung immer<br />

weiter auf. Problematisch zeigt sich leider<br />

die Stimmung im Berliner Gesundheitsgewerbe,<br />

das jedoch aufgrund seiner Abhängigkeit<br />

von der Gesetzgebung nicht<br />

am Aufschwung partizipiert. Die Nachfrage<br />

findet somit keinen stabilen Trend, die<br />

wirtschaftlichen Ergebnisse hinken den<br />

Erwartungshaltungen hinterher.<br />

Foto: Simone M. Neumann<br />

Damit setzt unser Wirtschaftsbereich seinen<br />

bereits vor längerer Zeit begonnenen<br />

Höhenflug fort. Und auch die Erwartungen<br />

der Betriebe an die Geschäfte der<br />

kommenden Monate sind äußerst positiv.<br />

Das ist erstaunlich, denn Handwerkerinnen<br />

und Handwerker sind naturgemäß<br />

sachliche und kühl kalkulierende Köpfe:<br />

Selbst wenn die Zahlen gut sind, zeigten<br />

sich die Erwartungen in früheren Umfragen<br />

oft verhalten.<br />

Aber der stabile Aufwärtstrend der<br />

vergangenen Jahre hat sich etabliert. Die<br />

gute Binnenkonjunktur, die immer noch<br />

niedrigen Zinsen und die Investitionen<br />

bei der energetischen Sanierung bringen<br />

dem Handwerk weiterhin eine stabile<br />

Nachfrage und lassen darauf hoffen,<br />

dass es so weitergeht.<br />

Konjunkturlokomotive ist hierbei das<br />

Bau- und Ausbaugewerbe sowie das<br />

Handwerk für den gewerblichen Bedarf.<br />

Die Berliner Betriebe aus dem Nahrungsmittelgewerbe<br />

sind ebenfalls äußerst<br />

Diese Bilanz und weitere Fakten, aber<br />

auch eine Analyse des abgelaufenen<br />

Jahres finden Sie in unserer neuen druckfrischen<br />

Broschüre „Berliner Handwerk<br />

<strong>2017</strong> – Bilanz und Ausblick”, die ab<br />

sofort den traditionellen Jahresbericht<br />

ersetzt. Beim Lesen werden Sie feststellen,<br />

dass wir nicht nur die Gestaltung<br />

attraktiver gemacht haben – so finden<br />

Sie beispielsweise zahlreiche erklärende<br />

Infografiken – sondern auch aktuelle<br />

Entwicklungen mit aufgenommen haben.<br />

Sie können diese Broschüre bei der<br />

Handwerkskammer Berlin per E-Mail<br />

(info@hwk-berlin.de) oder telefonisch<br />

(0 30/2 59 03–01) anfordern oder auch<br />

im Internet einsehen unter<br />

www.hwk-berlin.de, Rubrik „Zahlen,<br />

Daten, Fakten”.


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Berlin-Brandenburgisches Handwerk 5 I <strong>2017</strong><br />

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Einsendeschluss: 31. Juli <strong>2017</strong><br />

Inhalt<br />

Editorial<br />

Im Berliner Handwerk läuft es rund 3<br />

Wirtschaft & Politik<br />

„Fast jeder Handwerker fährt einen Diesel” 6<br />

So nutzen Sie die Imagekampagne für Ihre Eigenwerbung 7<br />

Titelthema<br />

Frühjahrsumfrage im Handwerk: Stabiler Aufwärtstrend 8<br />

143. Vollversammlung: An Erfolge anknüpfen 11<br />

Betriebsinformation<br />

Mit Sachverstand 12<br />

„Mich interessiert die praktische Seite” 13<br />

Haste Töne? Die kleinste spielbare Orgel der Welt steht in Berlin 14<br />

Göttliche Schmiedekunst 16<br />

Serie Service: Existenzgründerberatung 18<br />

Experten informieren über Beschäftigung von Flüchtlingen 20<br />

Netzwerktreffen für Frauen: Reden ist Gold 21<br />

Mängelgewährleistungen 31<br />

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Seminare BIZWA 22<br />

Auslandsaufenthalte bilden 23


Berlin-Brandenburgisches Handwerk 5 I <strong>2017</strong><br />

Mein Unternehmen: vernetzt.<br />

Meine Steuerberaterin:<br />

Titelthema<br />

Dem Berliner Handwerk geht es gut. Die Auftragsbücher<br />

sind gut gefüllt und auch die<br />

Konjunkturerwartungen für die kommenden<br />

Monate sind glänzend. Dies bestätigt auch<br />

die jüngste Umfrage der Handwerkskammer<br />

Berlin unter ihren Mitgliedsbetriebe.<br />

mit mir verbunden.<br />

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Detaillierte Analysen finden Sie auf den<br />

Seiten 3 und 8 bis 11.<br />

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Seminare BTZ 24<br />

Seminare für Ausbilder 25<br />

Die Kariereleister hinauf – mit der Fortbildung zum Fertigungsplaner 25<br />

Deutsch-Türkische Ausbildungsmesse 25<br />

Fit in die Ausbildung 27<br />

Familiensportfest 27<br />

Ausbildungsmessen vocatium I und Ausbildung4U 27<br />

INNUNGEN<br />

Tischler: Frank-Michael Niehus erneut als Obermeister bestätigt 28<br />

Zahntechniker: um beste Leistungen gerungen 28<br />

Maler- und Lackierer: Jörg Paschedag neuer Geschäftsführer 29<br />

Innung SHK: Von Analogistan nach Digitalien 29<br />

Tischler: Sechsmal die Traumnote 1,0 erreicht 30<br />

Berliner Bratwurst trifft kolumbianische Baumtomate 31<br />

KULTUR<br />

Europäische Tage des Kunsthandwerks: auf Entdeckungstour 34<br />

Preisrätsel 36<br />

Der Glöckner von Notre Dame 37<br />

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Aktuelles<br />

Unser Service für Handwerksbetriebe 38<br />

Geburtstage und Jubiläen 40<br />

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6 I Wirtschaft & Politik<br />

Berlin-Brandenburgisches Handwerk 5 I <strong>2017</strong><br />

„Fast jeder Handwerker fährt einen Diesel"<br />

Die Diskussion um drohende Fahrverbote in Stuttgart, Köln und München<br />

hat auch in Berlin für Unruhe gesorgt. In Berliner Handwerksbetrieben<br />

sind rund 20 000 Dieselfahrzeuge zugelassen, Unternehmer fahren<br />

damit zu Baustellen oder Kunden. Sie sorgen sich jetzt um die Alltagstauglichkeit<br />

ihrer teils neuen Autos.<br />

Blaue Plakette<br />

Das Bundesumweltministerium hatte<br />

den Aufkleber ins Spiel gebracht.<br />

Nur Fahrzeuge, die die Euro-6-Norm<br />

erfüllen, sollen die blaue Plakette<br />

erhalten. Diesel gelten als Hauptverursacher<br />

der Luftverschmutzung<br />

mit Stickoxiden. Rund 13 Millionen<br />

Dieselautos wären ausgesperrt –<br />

darunter auch fast neue, die erst<br />

2015 mit der Euro-5-Norm gekauft<br />

wurden.<br />

Alte Diesel mit Partikelfilter haben<br />

keine Chance auf die blaue Plakette.<br />

Nur Diesel der Klasse Euro<br />

6 würden sie bekommen, dafür ist<br />

aber eine aufwendige Abgasreinigung<br />

nötig, ein Partikelfilter genügt<br />

nicht.<br />

Aber auch viele Euro-6-Fahrzeuge<br />

halten die Grenzwerte nur auf dem<br />

Papier ein. Im Stadtverkehr werden<br />

regelmäßig hohe Stickoxidwerte<br />

freigesetzt.<br />

„Was<br />

soll aus<br />

unseren Transportern<br />

werden?“, fragen<br />

Berliner Unternehmer.<br />

Sie fürchten Wertverlust und<br />

hohe Kosten. Die Einführung<br />

der ersten Umweltzone 2010 weckt<br />

bei vielen schlechte Erinnerungen.<br />

Damals ist Berlin vorgeprescht und<br />

hat die grüne Plakette durchgesetzt.<br />

Handwerker anderer Bundesländer<br />

konnten später für die Nachrüstung von<br />

Partikelfiltern Fördergeld nutzen. Berliner<br />

Handwerker wurden zum vorzeitigen<br />

Fahrzeugwechsel gezwungen. Es wäre<br />

absurd, würden gerade erst erworbene<br />

Autos jetzt erneut wertlos.<br />

Augenmaß gefordert<br />

Sollte die Bundesregierung die blaue<br />

Umweltplakette per Verordnung erlassen,<br />

würde sie nach Ansicht der Deutschen<br />

Umwelthilfe in vielen Städten und Kommunen<br />

auch eingeführt werden. In Berlin<br />

warnen vor allem die Wirtschaftsverbände<br />

davor. Ohne Übergangsfristen und<br />

Ausnahmeregelungen für Betriebe gehe<br />

es nicht. „Das Handwerk beobachtet<br />

diese Diskussion mit großer Sorge und<br />

erwartet von der Politik, mit Augenmaß<br />

und Umsicht zu handeln. Fast jeder<br />

Handwerker fährt einen Diesel“, erklärt<br />

Jürgen Wittke, Hauptgeschäftsführer<br />

der Handwerkskammer<br />

Berlin.<br />

Fahrzeughalter fordern<br />

Rechtssicherheit.<br />

Bundesweit sind rund<br />

13 Millionen Dieselfahrzeuge<br />

angemeldet.<br />

Auch Pendler, die zur Arbeit<br />

fahren müssen, wären hart getroffen.<br />

Bundesverkehrsminister Alexander<br />

Dobrindt (CSU) spricht sich nach wie<br />

vor gegen die blaue Plakette und gegen<br />

Diesel-Fahrverbote aus.<br />

Baden-Württembergs Ministerpräsident<br />

Winfried Kretschmann<br />

(Grüne) lenkt inzwischen ein: Das<br />

Dieselverbot bei Feinstaubalarm<br />

in Stuttgart sei „nicht in Stein<br />

gemeißelt“, wenn die Industrie nachrüsten<br />

könne und der Luftreinhalteplan<br />

eingehalten werde. Die Industrie habe<br />

signalisiert, dass dies möglich sei, sagte<br />

Kretschmann der Presse.<br />

Unterschiedliche Schadstoffe<br />

Während in Stuttgart wegen der Lage im<br />

Talkessel Feinstaub und Stickstoffdioxid<br />

(NO 2<br />

) über den EU-Grenzwerten liegt, ist<br />

in den meisten Ballungsräumen, wie auch<br />

in Berlin, Stickstoffdioxid das Problem.<br />

Dieser Schadstoff lässt sich am besten<br />

durch Harnstoff-Einspritzung (AdBlue)<br />

neutralisieren.<br />

Wie der Abgasskandal zuerst bei VW<br />

deutlich gemacht hat, sind viele Diesel-<br />

Pkw auf dem Papier und dem Prüfstand<br />

sauberer geworden – in der Realität<br />

allerdings nicht.<br />

Fazit: Es ist es Aufgabe der Politik, den<br />

Schadstoffausstoß rechtzeitig zu begrenzen<br />

– statt allein die Autofahrer in den<br />

Fokus zu nehmen. wo<br />

Fotos: FM2/Fotolia; rcfotostock/Fotolia


Berlin-Brandenburgisches Handwerk 5 I <strong>2017</strong> I 7<br />

So nutzen sie die Imagekampagne für Ihre Eigenwerbung<br />

Die Imagekampagne mit dem Motto „Das Handwerk. Die Wirtschaftsmacht<br />

von nebenan“ hat in den letzten Jahren viel bewegt.<br />

Seit 2010 zeigt sie, wie modern und attraktiv das Handwerk<br />

ist. Sie können sich noch einklinken und die Angebote für Ihren<br />

Betrieb nutzen.<br />

Verschiedene Studien konnten<br />

nachweisen, dass das Handwerk<br />

durch die Kampagne an Ansehen<br />

in der Öffentlichkeit und vor allem<br />

bei Jugendlichen gewonnen<br />

hat, denn Plakate und Kinospots<br />

informieren mit Witz über Ausbildungs-<br />

und Karrieremöglichkeiten<br />

im Handwerk. Mithilfe der<br />

sozialen Medien wurden weitere<br />

Kanäle erschlossen, um die junge<br />

Zielgruppe zu erreichen.<br />

Betriebsinhaber können von der<br />

Kampagne profitieren: Nutzen<br />

Sie die Ideen für Ihre Suche<br />

nach Auszubildenden und<br />

Praktikanten. Auf der Website<br />

www.handwerk.de gibt es ab<br />

sofort die Rubrik „Infos für<br />

Betriebe“. Dort können Sie<br />

sich anmelden und werden<br />

dann zukünftig über aktuelle<br />

Kampagnenaktionen informiert<br />

oder erhalten Alltagstipps zu<br />

Digitalthemen. Anregungen und<br />

Ideen anderer Betriebe können<br />

Sie für eigene Inspirationen zur<br />

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8 I Wirtschaft & Politik<br />

Berlin-Brandenburgisches Handwerk 5 I <strong>2017</strong><br />

Frühjahrsumfrage im Handwerk <strong>2017</strong><br />

Stabiler Aufwärtstrend<br />

Das Berliner Handwerk befindet sich schon seit längerer Zeit in einem anhaltenden<br />

Höhenflug. Seit Bestehen der Konjunkturumfrage der Handwerkskammer Berlin<br />

werden aktuell absolute Bestwerte verzeichnet. Am 5. April <strong>2017</strong> stellten Präsident<br />

Stephan Schwarz und Hauptgeschäftsführer Jürgen Wittke die Trends im Berliner<br />

Handwerk in einer Pressekonferenz vor.<br />

„Der Start ins Jahr <strong>2017</strong> verlief für das<br />

Berliner Handwerk außerordentlich gut.<br />

Die Geschäfte laufen glänzend”, betonte<br />

Stephan Schwarz. Der Geschäftsklimaindex,<br />

der sowohl die Geschäftsergebnisse<br />

der vergangenen sechs Monate als auch<br />

die Erwartungen der Betriebe für die<br />

kommenden sechs Monate umfasst, habe<br />

gegenüber dem Vorjahr um weitere sechs<br />

Zähler gewonnen und stehe jetzt auf<br />

124 Punkten. Das Erstaunliche daran sei,<br />

so der Kammerpräsident, dass auch die<br />

Konjunkturerwartungen noch einmal gestiegen<br />

sind. Diese seien bei hohen Saldenwerten<br />

normalerweise eher verhalten.<br />

Den Grund für diese Entwicklung sieht<br />

Schwarz in der guten Binnenkonjunktur,<br />

den derzeit immer noch niedrigen Zinsen<br />

sowie den Investitionen im Bereich der<br />

energetischen Sanierung.<br />

Das Bau- und Ausbaugewerbe ist dabei<br />

schon seit längerer Zeit das Zugpferd<br />

der Berliner Handwerkskonjunktur. Die<br />

Auftragsbücher sind für bis zu zehn<br />

Wochen gut gefüllt, der Branche geht<br />

es großartig. Viele Hauseigentümer und<br />

Bauherren investieren vorzugsweise, anstatt<br />

ihr Kapital zu Nullzinsen bei einer<br />

Bank zu parken.<br />

Fehlendes Fachpersonal<br />

Wermutstropfen: Eine noch höhere Auslastung<br />

wird im Moment durch fehlendes<br />

Fachpersonal verhindert. Besonders betroffen<br />

ist auch hier das Ausbaugewerbe,<br />

aber auch andere Betriebe können ihre<br />

expansiven Beschäftigungspläne nicht<br />

umsetzen. Vierzig Prozent aller Betriebe<br />

melden derzeit offene Stellen.<br />

Erstmals wieder Positivsaldo<br />

bei Umsätzen<br />

Dennoch kann erstmals wieder ein<br />

Positivsaldo bei den Umsätzen vermeldet<br />

werden. Das gab es von 2010 bis 2016<br />

bei keiner Frühjahrsumfrage mehr: Aktuell<br />

berichtet ein Viertel der Betriebe von<br />

gestiegenen Umsätzen; bei 20 Prozent<br />

sind die Umsätze gesunken.<br />

Hemmnis: fehlende Gewerbeflächen<br />

Als Gründe für Investitionshemmnisse<br />

(siehe nebenstehende Infografik) werden<br />

hauptsächlich die Steuern- und Abgabenlast<br />

sowie das Fehlen von Fachkräften<br />

angegeben. Auffällig war überdies,<br />

Fortsetzung auf Seite 10<br />

Foto: Wolf<br />

Bilanz und Ausblick:<br />

Stephan Schwarz und<br />

Jürgen Wittke stellten<br />

den aktuellen und neu<br />

ausgerichteten Jahresbericht<br />

der Handwerkskammer<br />

vor.<br />

www.hwk-berlin.de,<br />

Rubrik „Zahlen, Daten, Fakten”


Strukturelle Hemmnisse für Investitionsentscheidungen im Betrieb<br />

(Mehrfachnennungen möglich)<br />

Dauer<br />

von<br />

Genehmigungsverfahren<br />

14<br />

Umweltschutz<br />

und<br />

Energiekosten<br />

28<br />

Zugang zu<br />

Fördermitteln<br />

16<br />

fehlende<br />

Fachkräfte/<br />

Auszubildende<br />

66<br />

fehlender<br />

Breitbandanschluss<br />

5<br />

Quelle: Handwerkekammer Berlin;<br />

Gestaltung: scottiedesign<br />

Infrastruktur<br />

und fehlende<br />

Gewerbeflächen<br />

18<br />

Steuern<br />

und Abgaben<br />

68<br />

Angaben in Prozent


10 I Wirtschaft & Politik<br />

Berlin-Brandenburgisches Handwerk 5 I <strong>2017</strong><br />

Fortsetzung von Seite 8<br />

dass – über alle Handwerksbranchen<br />

hinweg betrachtet – jeder zehnte Betrieb<br />

fehlende Gewerbeflächen als Grund<br />

nannte, warum Investitionspläne schwer<br />

umsetzbar waren. Die Problematik der<br />

fehlenden Gewerbeflächen ist auf die<br />

Herausforderungen zurückzuführen, die<br />

eine wachsende Stadt mit sich bringt.<br />

Entwicklung der einzelnen<br />

Handwerksbranchen<br />

Aber wie sieht es in den einzelnen Branchen<br />

aus? Kammerhauptgeschäftsführer<br />

Jürgen Wittke erläuterte die Ergebnisse<br />

der einzelnen Handwerksbranchen:<br />

Bau- und Ausbaugewerbe legt zu<br />

„Der Meister aller Klassen ist und bleibt<br />

das Bau- und Ausbaugewerbe”, so Wittke.<br />

Diese Betriebe profitierten von der<br />

wachsenden Stadt und von der weiter<br />

vorangehenden energetischen Sanierung.<br />

Allen Grund zur Freude hätten<br />

auch die Betriebe des Handwerks für<br />

den gewerblichen Bedarf, in erster Linie<br />

die Zulieferbetriebe für die Industrie.<br />

„Hier erreicht der Geschäftsklimaindex<br />

den besten Wert seit 2004”, betont der<br />

Hauptgeschäftsführer.<br />

Kfz-Gewerbe gibt Gas<br />

Auch im Kraftfahrzeuggewerbe sieht<br />

man schon seit Beginn des Jahres 2014<br />

wieder Licht am Ende des Tunnels –<br />

Stück für Stück hellt sich hier die<br />

Stimmung wieder auf; die Umsatzzahlen<br />

haben sich verbessert. Knapp ein Drittel<br />

der Betriebe hat ein Umsatzplus erreicht.<br />

Im vergangenen Jahr waren es lediglich<br />

zwölf Prozent.<br />

Nahrungsmittelgewerbe<br />

zeigt sich zufrieden<br />

43 Prozent der Betriebe der Nahrungsmittelhandwerke<br />

bezeichnen die<br />

aktuellen Geschäftsergebnisse als gut,<br />

keiner als schlecht. „Das war vor Jahren<br />

noch nicht so und ist heute ein absolutes<br />

Novum!”, freut sich Wittke.<br />

Sorgenkind: Gesundheitshandwerke<br />

Als einziger Handwerksbereich bleiben<br />

die Gesundheitshandwerke unter<br />

der 100-Punkte-Marke. Zahntechniker,<br />

Augenoptiker und Orthopädietechniker<br />

seien allerdings auch stark abhängig von<br />

Gesetzen und Regularien, so Schwarz.<br />

Investitionspläne sind expansiv<br />

In jedem Jahr führt die Handwerkskammer<br />

auch eine Sonderumfrage zu einem<br />

ausgewählten Thema durch: In diesem<br />

Jahr bezog sie sich auf Investitionsplanungen.<br />

Interessantes Ergebnis war:<br />

Die steigenden Energiekosten haben<br />

dazu geführt, dass mehr als die Hälfte<br />

der Betriebe (54 Prozent) gegensteuern<br />

wollen und Investitionen planen: in<br />

Maschinen, Geräte und Werkzeuge. Vor<br />

allem Betriebe aus den energieintensiven<br />

Nahrungsmittelgewerken haben ihr<br />

Augenmerk auf effiziente Produktionsmethoden<br />

gelegt. Zwei Drittel der Befragten<br />

wollen in Fahrzeuge investieren. Aber,<br />

ergänzt Jürgen Wittke, auch Investitionen<br />

in sogenanntes Betongold seien geplant.<br />

Geschäftsklimaindex des Berliner Handwerks<br />

gut<br />

124<br />

<strong>2017</strong><br />

zufriedenstellend<br />

100<br />

77<br />

2010<br />

2011<br />

2012<br />

2013<br />

2014 2016<br />

2009<br />

2008<br />

schlecht<br />

Geometrisches Mittel der Salden aus positiven und negativen Einschätzungen der aktuellen Geschäftsergebnisse und den Geschäftserwartungen<br />

für die kommenden sechs Monate<br />

Quelle: Handwerkskammer Berlin, Grafik: scottiedesign


Berlin-Brandenburgisches Handwerk 5 I <strong>2017</strong> Rubrik I 11<br />

Foto: Konstantin Gastmann<br />

143. Vollversammlung der handwerkskammer Berlin<br />

An Erfolge anknüpfen<br />

„Im Berliner Handwerk läuft es rund”, konnte Stephan Schwarz, Präsident der Handwerkskammer<br />

Berlin, anlässlich der 143. Vollversammlung am 6. April <strong>2017</strong> vor den Mitgliedern,<br />

Obermeistern und Innungsgeschäftsführern verkünden. Trotz der sehr guten Handwerkskonjunktur<br />

standen auch Themen zur Verbesserung der Rahmenbedingungen auf der Agenda.<br />

„Sich auf Erreichtem auszuruhen, ist<br />

nicht unsere Sache. Um die Bedingungen<br />

für das Handwerk in der Hauptstadt<br />

langfristig stabil zu halten und zu<br />

optimieren, arbeiten wir bereits jetzt an<br />

einer Neuauflage des Aktionsprogramms<br />

Handwerk”, betonte Schwarz. Erklärtes<br />

Ziel sei es, mit einer Vereinbarung<br />

zwischen Senat und Berliner Handwerk<br />

die Leistungsfähigkeit des Handwerks als<br />

wichtigen Wirtschaftszweig nachhaltig<br />

zu stärken und systematisch weiterzuentwickeln.<br />

Fortführung des Aktionsprogramms<br />

zur Stärkung des Handwerk<br />

Somit wird es eine Fortführung des sehr<br />

erfolgreichen Aktionsprogramms 2015–<br />

<strong>2017</strong> geben. „An die vorangegangenen<br />

Erfolge möchten wir anknüpfen. Und<br />

auch die Politik hat bereits frühzeitig<br />

Interesse an einer Fortsetzung signalisiert”,<br />

freute sich Stephan Schwarz. Die<br />

Neuauflage des Aktionsprogramms sei<br />

sogar im Koalitionsvertrag von „r2g“<br />

verankert.<br />

Der aktualisierte Entwurf soll bis zum<br />

Jahresende stehen – dann, wenn das<br />

vorangegangene abläuft. Zu Beginn des<br />

Jahres 2018 soll dann die neue Verein-<br />

barung vom Berliner Senat verabschiedet<br />

werden. Mit seinen Vorbereitungen sei<br />

das Berliner Handwerk bereits auf einem<br />

guten Weg, zeigte sich der Kammerpräsident<br />

optimistisch. In einem Workshop<br />

Ende März hatten interessierte Teilnehmerinnen<br />

und Teilnehmer, unter ihnen<br />

zahlreiche Obermeister und Geschäftsführer<br />

der Innungen, Unternehmerfrauen<br />

im Handwerk, Handwerksjunioren und<br />

viele andere mehr die Chance genutzt,<br />

ihre Idee und Themen einzubringen. Nun<br />

gehe es an die Feinarbeit und Abstimmung<br />

mit den einzelnen Senatsverwaltungen.<br />

Qualitätsstandards<br />

müssen erhalten bleiben<br />

Ein Thema, das das Handwerk in den<br />

letzten Wochen stark beschäftigt hat,<br />

war das von der EU-Kommission geschnürte<br />

Dienstleistungspaket. Es sieht<br />

unter anderem vor, dass die Weiterentwicklung<br />

von Berufen künftig abschließend<br />

in Brüssel anhand einheitlicher<br />

Kriterien auf ihre Verhältnismäßigkeit<br />

geprüft wird – aus Sicht des Handwerks<br />

eine völlig unnötige Einflussnahme der<br />

EU auf die Berufszugangsbedingungen<br />

einzelner Länder. Kammerpräsident<br />

Schwarz sprach sich für den Erhalt der<br />

deutschen Qualifikationsstandards aus.<br />

Wer eine Verhältnismäßigkeitsprüfung<br />

für Berufsreglementierungen fordere,<br />

stelle den Meisterbrief, der für Erfolg<br />

und Qualität steht, zwangsläufig in<br />

Frage, warnte Schwarz und konnte<br />

gleichzeitig auf die erfolgreiche politische<br />

Zusammenarbeit mit dem Zentralverband<br />

des Deutschen Handwerks und<br />

dem Deutschen Gewerkschaftsbund<br />

verweisen:<br />

„Gemeinsam mit dem ZDH, deren Vertreter<br />

zahlreiche Gespräche auf politischer<br />

Ebene geführt haben, und dem DGB, mit<br />

dem wir an einem Strang gezogen haben<br />

und der uns in der Sache tatkräftig<br />

unterstützt hat, konnten wir auf Berliner<br />

Ebene die zuständigen Senatoren für die<br />

Problematik sensibilisieren.”<br />

Subsidiaritätsrüge angeschlossen<br />

Dies habe mit dazu beigetragen, dass<br />

Berlin sich im Bundesrat einer Subsidiaritätsrüge<br />

angeschlossen hat.<br />

Eine solche Rüge gab es vorher erst drei<br />

Mal in der Geschichte. Auch der österreichische<br />

Bundesrat sowie die Nationalversammlung<br />

und der Senat in Frankreich<br />

haben eine solche Rüge ausgesprochen.


12 I Betriebinformation<br />

Berlin-Brandenburgisches Handwerk 5 I <strong>2017</strong><br />

Mit Sachverstand<br />

Öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige genießen Ansehen,<br />

sie werden gefragt, wenn ein Auftraggeber mit einer Ware oder<br />

Dienstleistung nicht zufrieden ist. Wer sich für diese Tätigkeit interessiert,<br />

muss seine fachliche und persönliche Eignung nachweisen.<br />

Bundesweite Datenbank<br />

Namen und Kontaktdaten aller<br />

vereidigten und bestellten Sachverständigen<br />

werden in einer bundesweiten<br />

Datenbank gespeichert. Wer<br />

ein Gutachten beauftragen oder<br />

den fachlichen Rat eines solchen<br />

Experten in Anspruch nehmen will,<br />

kann sich auf folgender Internetseite<br />

informieren:<br />

www.svd-handwerk.de/suche<br />

Ansprechpartner<br />

Die Handwerkskammer Berlin sucht<br />

erfahrene Handwerkerinnen und<br />

Handwerker, die als Sachverständige<br />

tätig sein wollen. Sie haben<br />

Interesse? Oder Fragen zu den<br />

Bewerbungsunterlagen, zur Verfahrensdauer<br />

oder den Kosten? Bitte<br />

wenden Sie sich an die:<br />

Handwerkskammer Berlin,<br />

Ansprechpartnerin ist:<br />

Petra Heimhold,<br />

Telefon (030) 2 59 03 – 391<br />

E-Mail: heimhold@hwk-berlin.de<br />

Theoretisch kann sich jeder Sachverständiger<br />

nennen, denn dieser Begriff<br />

ist nicht geschützt. „Bei öffentlich bestellten<br />

und vereidigten Sachverständigen ist<br />

das anders”, betont Katharina Liebsch.<br />

Sie betreut bei der Handwerkskammer<br />

Berlin Sachverständige und erklärt, wie<br />

ein Bewerbungsverfahren nach genau<br />

festgelegten Kriterien abläuft. Die<br />

Grundlagen dafür sind in der Sachverständigenordnung<br />

(SVO) geregelt: das<br />

Auswahl- und Bestellungsverfahren, nach<br />

dem die Handwerkskammer öffentliche<br />

Bestellung durchführt, die Rechte und<br />

Pflichten der Sachverständigen und die<br />

rechtliche Beziehung zwischen den Sachverständigen<br />

und der Kammer.<br />

Grundsätzlich ist eine Eintragung in die<br />

Handwerksrolle, ins Verzeichnis der zulassungsfreien<br />

Handwerke oder handwerksähnlichen<br />

Gewerbe seit mindestens fünf<br />

Jahren notwendig. Ob jemand überdurchschnittliche<br />

Fachkenntnisse hat, um die<br />

handwerkliche Arbeit anderer einzuschätzen,<br />

stellen die zuständigen Innungen<br />

und Fachverbände fest. Die persönliche<br />

Eignung der Bewerber überprüft die<br />

Handwerkskammer.<br />

Diese Kriterien müssen erfüllt sein:<br />

• Persönliche Eignung (dafür muss<br />

u. a. ein polizeiliches Führungszeugnis<br />

und ein Auszug aus dem<br />

Gewerbezentralregister vorliegen)<br />

• Nachweis der besonderen Sachkunde<br />

(überdurchschnittliche<br />

Fachkenntnisse), der notwendigen<br />

praktischen Erfahrung sowie der<br />

Fähigkeit, Gutachten zu erstellen<br />

• Geordnete wirtschaftliche Verhältnisse,<br />

ein Bewerber darf beispielsweise<br />

nicht insolvent sein, keine<br />

Steuerschulden haben oder im<br />

Rückstand mit sozialversicherungspflichtigen<br />

Beiträgen sein.<br />

Als Sachverständiger kann aber auch<br />

öffentlich bestellt und vereidigt werden,<br />

wer Arbeitnehmer ist und:<br />

• zur selbstständigen Ausübung eines<br />

Handwerks berechtigt (Meisterprüfung,<br />

Dipl.-Ing.), aber nicht eingetragen,<br />

sondern in einem Handweksbetrieb<br />

tätig ist und die vorgenannten<br />

Kriterien enbenfalls erfüllt,<br />

• seine Niederlassung als Sachverständiger<br />

oder, falls eine solche<br />

noch nicht besteht, seinen Hauptwohnsitz<br />

im Kammerbezirk hat.<br />

• Arbeitnehmer brauchen als Sachverständige<br />

auch während geregelter<br />

Arbeitszeiten eine Freistellung vom<br />

Arbeitgeber, eine schriftliche Erklärung<br />

darüber muss vorliegen.<br />

Natürlich werden Sachverständige nicht<br />

unvorbereitet vereidigt. Sie stellen sich<br />

Sach- und Fachkundeprüfungen und<br />

nehmen an rechtlichen Grundlagenseminaren<br />

teil. Sie sind sogar verpflichtet,<br />

sich weiterzubilden – für die Einhaltung<br />

und Kontrolle ist die Handwerkskammer<br />

verantwortlich, die auch selbst Seminare<br />

und Schulungen zu aktuellen Rechtsthemen<br />

anbietet. Regelmäßig findet<br />

beispielsweise ein Tag des Sachverständigen<br />

statt. „Wir suchen Menschen, die<br />

sich für dieses spannende Tätigkeitsfeld<br />

interessieren und bereit sind, darin Zeit<br />

und Geld zu investieren”, sagt Petra<br />

Heimhold, Juristin bei der Handwerkskammer<br />

Berlin.<br />

Zur Vereidigung von Sachverständigen<br />

sind Handwerkskammern nicht generell<br />

ermächtigt, sondern sie bestellen<br />

Sachverständige, die sich zu Waren,<br />

Leistungen und Preisen von Handwerkern<br />

äußern sollen. Die Bestellung ist immer<br />

nur für die Handwerke oder Gewerbe<br />

möglich, mit denen ein Bewerber in der<br />

Handwerksrolle eingetragen ist. wo


Foto: Stanisic Vladimir/Fotolia<br />

„Mich interessiert die praktische Seite"<br />

In strittigen Fällen holen Privatpersonen, Unternehmen oder Gerichte den Rat<br />

von Sachverständigen ein. Gabrielle Wolff, seit 21 Jahren öffentlich bestellte<br />

und vereidigte Sachverständige im Bodenlegergewerbe, kann gut mit zerstrittenen<br />

Menschen umgehen. Ihre Sachkenntnis und Erfahrung werden geschätzt.<br />

Meine Devise lautet: 'Wer nicht fragt,<br />

bleibt dumm'. Ich frage immer viel,<br />

schon damals, als ich in einer 'Fußbodenfirma'<br />

als Sekretärin anfing“, erzählt<br />

Gabrielle Wolff. Damals stellte sie ihrem<br />

Chef viele Fragen: „Mich hat die praktische<br />

Seite interessiert. Er nahm mich mit<br />

auf Baustellen und erklärte, worauf es<br />

in diesem Beruf ankommt.“ Als er eines<br />

Tages krank wurde und plötzlich ausfiel,<br />

konnte Gabrielle Wolff einspringen und<br />

die Abteilung übernehmen. Für 30 Mitarbeiter<br />

war sie verantwortlich, leitete<br />

Bausitzungen und erstellte Angebote.<br />

„Damals habe ich sogar abends im Bett<br />

noch die VOB gelesen“, sagt sie. Mit Weiterbildungen<br />

hält sie auch heute noch<br />

ihr Wissen auf dem neuesten Stand. Es<br />

gibt nicht viele Fachfrauen im Bodenlegerhandwerk,<br />

Gabrielle Wolff ist eine!<br />

Die zierliche Frau lässt sich auf einer<br />

Baustelle von männlichen Kollegen nicht<br />

die Butter vom Brot nehmen. Schlagfertig<br />

und gelassen reagiert sie auf manchen<br />

Spruch, ihre Antworten machen schnell<br />

deutlich, dass sie Ahnung hat. Sie arbeitete<br />

im Vorstand der Innung mit, leitete<br />

die Fachgruppe Bodenleger und war<br />

Dozentin im Bildungs- und Technologiezentrum<br />

der Handwerkskammer Berlin.<br />

Der ehemalige Obermeister Joachim<br />

Barth wies ihr den Weg in Richtung<br />

Sachverständigentätigkeit.<br />

Gabrielle Wolff geht das sachlich an:<br />

„Oft sind die Parteien zerstritten. Ich soll<br />

Ursachen finden, wenn etwas nicht wie<br />

geplant verlaufen ist. Dann frage ich<br />

nach, höre beide Seiten und suche einen<br />

Weg zur Verständigung“, beschreibt sie<br />

ihre Arbeit. Sie ist sich der Verantwortung<br />

bewusst und kann gut schlichten.<br />

Vielleicht nehmen Männer den sachlichen<br />

Rat einer Frau besser an, meint sie.<br />

Aufgrund ihrer Sachkenntnis geht sie<br />

bis ins Detail, schließlich führt sie selbst<br />

einen Bodenlegerfachbetrieb. „Der tägliche<br />

Bezug zur Materie hilft, die Probleme<br />

der Parteien praxisnah zu lösen.“<br />

Das gelingt ihr, weil sie fachlich aufklärt<br />

über Normen, Richtlinien und Regeln des<br />

Fachs. Mit diesem Wissen nehmen etliche<br />

Auftraggeber überzogene Forderungen<br />

an den Handwerksbetrieb zurück. Wenn<br />

beide Seiten sich einigen, war ihre Arbeit<br />

erfolgreich. <br />

wo<br />

Gabrielle Wolff, öffentlich bestellte<br />

und vereidigte Sachverständige<br />

Handwerk: Bodenlegergewerbe<br />

Telefon (030) 6 31 76 20<br />

E-Mail: gabrielle.wolff@gmx.de<br />

Foto: Hemmerling


14 I Rubrik Berlin-Brandenburgisches Handwerk 5 I <strong>2017</strong><br />

Haste Töne?<br />

Die kleinste spielbare Orgel<br />

der Welt steht in Berlin<br />

Foto: Sarkandy


Berlin-Brandenburgisches Handwerk 5 I <strong>2017</strong> Betriebinformation I 15<br />

Was macht eigentlich ein Thermometermacher?<br />

Wo liegen die<br />

Marktnischen im Orgelbauerhandwerk<br />

und warum müssen Metallgestalter<br />

auch Entdecker sein? Allen gemein<br />

ist: Sie gehören zu den sogenannten<br />

seltenen Handwerken mit ganz eigenen<br />

Attributen: Sie sind oft Einzelkämpfer<br />

oder Kleinunternehmer mit wenigen<br />

Angestellten. Sie bringen ein hohes Maß<br />

an Leidenschaft für ihren Beruf mit. Und:<br />

Die Qualität ihrer Arbeit kann durch<br />

keine Maschine ersetzt werden.<br />

Einer von ihnen ist der gelernte Orgelbauer<br />

Andreas Hermert. Ein Tafelklavier<br />

aus dem Jahr 1855 steht gerade in der<br />

Friedenauer Werkstatt und wird von ihm<br />

in geduldiger Feinarbeit langsam wieder<br />

zu dem gemacht, was es einmal war.<br />

Hermert bessert gerade die Gewinde der<br />

Beine aus, die herausgebrochen sind.<br />

„Der Fuß des Tafelklaviers kann nicht auf<br />

der Drechselbank eingespannt werden,<br />

weil er nach 150 bis 170 Jahren natürlich<br />

nicht mehr ganz gerade ist und sich<br />

daher nicht mehr zentrisch dreht“, erklärt<br />

der 54-Jährige. Also muss das Gewinde<br />

per Hand nachgeschnitzt werden.<br />

Auch ein Cembalo, das er selbst vor 13<br />

Jahren für einen Sammler mit der größten<br />

Cembalo-Sammlung der Welt gebaut<br />

hat, muss fachmännisch repariert werden.<br />

Es hat in den vergangenen Jahren<br />

in einem Zimmer mit Fußbodenheizung<br />

gestanden. Dadurch haben sich Risse im<br />

Holz gebildet. Andreas Hermert schließt<br />

die Risse gerade mit Haut- und Knochenleim.<br />

„Bei den Schäden handelt es sich<br />

nur um einfache Trockenschäden, die<br />

kann ich reparieren, und das Instrument<br />

hört sich danach immer noch gut an.“<br />

Clavichorde, Cembali, Virginale,<br />

Spinette – und Terpodien<br />

Hermert restauriert, repariert, reinigt<br />

und stimmt nicht nur die historischen<br />

Instrumente, sondern er baut sie auch:<br />

Cembali, Spinette, Virginale und Clavichorde<br />

– alles Unikate. „Kein Instrument<br />

baue ich zweimal, jedes ist individuell,<br />

entweder der Nachbau eines historischen<br />

Instruments oder der Bau nach eigenen<br />

geeignetes Massivholz auf dem Sperrmüll<br />

findet. „Wenn das Holz einer alten<br />

Küche oder eines anderen Möbelstücks<br />

60 bis 70 Jahre alt ist, dann ist es schon<br />

gut abgelagert und trocken und daher<br />

auch hervorragend für Restaurierungen<br />

und Reparaturen bei Musikinstrumenten<br />

geeignet“, sagt der Spezialist. Neben<br />

dem Holz benötigt Hermert für seine<br />

Arbeit auch Federn, Schweinsborsten<br />

und Ziegenhaut-Pergament. Die Federn<br />

und Schweinsborsten verwendet er<br />

für die Mechanik eines Cembalos, das<br />

Ziegenhaut-Pergament braucht er für alle<br />

Instrumente. Daraus macht er Verzierungen<br />

wie Rosetten in den Schalllöchern.<br />

Bei der Restaurierung zieht Andreas<br />

Hermert noch weitere Fachleute hinzu.<br />

Eine Möbelrestauratorin, die bei ihm<br />

mit in der Werkstatt arbeitet, macht die<br />

Schellackpolitur. Eine frühere Kollegin<br />

hat einen Teil der Mechanik restauriert.<br />

Sie wird später, wenn alles wieder<br />

zusammengebaut ist, die Mechanik<br />

einrichten. Dann sind auch die Klavier-<br />

Hämmerchen wieder zurück aus der<br />

Pariser Spezialfirma, wo die Filze erneuert<br />

werden. „Diese Firma kennt sich mit der<br />

Verarbeitung von Filzen aus, wie man es<br />

im 19. Jahrhundert bei den Hammerklavieren<br />

gemacht hat“, sagt Hermert. Dafür<br />

lohne sich die Mühe, alles fachgerecht<br />

zu verpacken und den weiten Weg nach<br />

Paris zu schicken.<br />

Anlässlich der Europäischen Tage des Kunsthandwerks im April öffnete Andreas Hermert seine<br />

Werkstatt und begeisterte Besucher mit Vorführungen. <br />

Foto: Sarkandy<br />

Entwürfen.“ Im vergangenen Jahr hat<br />

Hermert fünf Clavichorde gebaut. An<br />

jedem sitzt er 150 bis 320 Stunden.<br />

Das eine Mal handelte es sich um den<br />

Nachbau eines Originals, das andere<br />

Mal um die Realisierung von speziellen<br />

Kundenwünschen: bei der Holzart, dem<br />

Profil oder der Anzahl der Oktaven.<br />

Das Holz, das er für die Restaurierung<br />

und den Bau der Instrumente benötigt,<br />

nimmt er grundsätzlich aus seinem<br />

eigenen Holzlager. Dann weiß er<br />

wenigstens, dass das Holz ausreichend<br />

abgelagert und damit trocken genug für<br />

die Musikinstrumente ist. Je jünger das<br />

Holz ist, desto größer ist die Gefahr, dass<br />

es sich noch verzieht. Für ein Musikinstrument<br />

wäre das eine Katastrophe.<br />

Es kann sogar passieren, dass Hermert<br />

Stimmwirbel und Scharniere aus Messing<br />

oder Eisen fertigt er ebenfalls selbst an.<br />

Es gibt nicht viele Clavichordbauer in<br />

Deutschland – und schon gar nicht in<br />

Berlin. Sechs Orgel- und Harmoniumbau-<br />

Betriebe ergibt die Suche in der Handwerksrolle.<br />

Auch wenn Andreas Hermert<br />

vor über dreißig Jahren seine Lehre zum<br />

Orgelbauer als Geselle abgeschlossen hat<br />

und in den Jahren danach viele Orgeln<br />

restauriert, gereinigt und gestimmt hat,<br />

ist er heute kein klassischer Orgelbauer<br />

mehr, sondern mittlerweile ein international<br />

anerkannter Spezialist für Clavichorde.<br />

Seine Kunden sind Berufsmusiker,<br />

Museen und Liebhaber. Clavichordbauer<br />

Fortsetzung auf Seite 16


16 I Betriebinformation<br />

Berlin-Brandenburgisches Handwerk 5 I <strong>2017</strong><br />

Fortsetzung von Seite 15<br />

ist auch kein Ausbildungsberuf, den man<br />

erlernen kann, vielmehr ein Nebenzweig<br />

des Cembalo- und Klavierbaus. „Ich<br />

habe mir das selbst beigebracht, weil<br />

ich über die Liebe zur Barockmusik beim<br />

Clavichord hängen geblieben bin“, sagt<br />

Hermert, während er eine Melodie auf<br />

einem alten Clavichord in der Werkstatt<br />

spielt. Erst kurz vor dem Abitur hat er<br />

nur einige Monate lang Klavierunterricht<br />

genommen und dabei das Notenlesen<br />

und den Fingersatz gelernt. Den<br />

Rest hat er sich selbst auf einem alten<br />

Klavier einer Großtante beigebracht.<br />

Und aufgrund seiner Leidenschaft für<br />

die Barockmusik und für die technische<br />

Seite der Orgel hat er sich dann auch<br />

kurzfristig entschieden, nicht Kunst zu<br />

studieren, sondern Orgelbau von der Pike<br />

auf zu lernen. Nach mehreren Praktika in<br />

verschiedenen Betrieben in Norddeutschland,<br />

Marburg und Trier fand er dann bei<br />

Letzterem einen Ausbildungsplatz.<br />

Vom Modellbau zur kleinsten Orgel<br />

der Welt<br />

Mehr als dreißig Jahre ist es nun her,<br />

dass Andreas Hermert sich zum ersten<br />

Mal den historischen Tasteninstrumenten<br />

gewidmet hat. 1988 eröffnete er seine<br />

erste kleine Werkstatt in Charlottenburg.<br />

Kurz darauf erhielt er eine ganz<br />

besondere Anerkennung: den Eintrag ins<br />

Guinnessbuch der Rekorde für die kleinste<br />

spielbare Orgel der Welt (Foto S. 14).<br />

Drei Jahre später unterbot er seinen<br />

Rekord noch um einige Millimeter mit<br />

einer Orgel, die in eine Streichholzschachtel<br />

passt. Geschuldet ist dieser Erfolg<br />

eigentlich seinem Hobby, dem Modellbau.<br />

Zuerst waren es Dampfmaschinen<br />

und Segelschiffe, die er als Jugendlicher<br />

baute, später dann Miniatur-Orgeln und<br />

heute Miniatur-Clavichorde. Andreas<br />

Hermerts Liebe zu historischen Tasteninstrumenten<br />

geht weit über die Arbeit<br />

hinaus. In seiner Freizeit besucht er<br />

Instrumentensammlungen, hält Vorträge<br />

über Clavichorde und seine Erkenntnisse<br />

aus der Instrumentenbauforschung. Zu<br />

Hause haben er und seine Frau Antoinette<br />

Hermert-Grün, die Klavier-, Clavichordund<br />

Cembalolehrerin ist, auch einige<br />

Instrumente stehen: drei Clavichorde und<br />

ein Cembalo – und jedes erfordert seine<br />

eigene Spielart.<br />

Marijke Lass<br />

Kontakt<br />

CLAVIERE – Clavichord-Werkstatt<br />

Andreas Hermert, Bahnhofstraße 3,<br />

12159 Berlin<br />

Telefon (0 30) 851 15 80<br />

Göttliche Schmiedekunst<br />

Auf dem Gelände der Domäne Dahlem wird geschmiedet, getrieben, gebogen, geschweißt<br />

und geschraubt, was das Zeug hält. Im Handwerksbetrieb von Torsten Theel entsteht aus<br />

schroffem Material Schönes mithilfe kreativer Gestaltung.<br />

Die Hofschmiede in Dahlem betreibt<br />

Torsten Theel seit 1990. Oft<br />

schauen Besucher den Metallgestaltern<br />

über die Schulter, stellen Fragen, machen<br />

Fotos und staunen über das mittelalterlich<br />

anmutende Ambiente. Werkstätten<br />

wie diese gibt es heutzutage kaum noch.<br />

Torsten Theels Schmiede ist eine von<br />

sechs Metallbaubetrieben mit der Fachrichtung<br />

Metallgestaltung in Berlin.<br />

Der Handwerksmeister arbeitet mit<br />

einem Auszubildenden und einem<br />

Gesellen in der Werkstatt in Dahlem,<br />

drei weitere Mitarbeiter sind in seiner<br />

Werkstatt in Stahnsdorf tätig. Sie entwerfen,<br />

schmieden, biegen, schweißen,<br />

treiben, schrauben und prellen kunstvolle<br />

Geländer, Toranlagen, Gitterwerk, Halterungen<br />

für Fassaden, Konstruktionen<br />

für Bauwerke, Grabanlagen, aber auch<br />

Skulpturen oder Sockel für Plastiken. Als<br />

Schmied und Metallgestalter arbeitet er<br />

mit verschiedenen Metallen wie Kupfer,<br />

Messing, Aluminium und natürlich Stahl.<br />

Gerade sind er und sein Team mit den<br />

abschließenden Arbeiten eines Gitters<br />

im Stil des Historismus beschäftigt. Das<br />

Gitter ist mit geschmiedeten Voluten<br />

und Blätterwerk aus der Gründerzeit verziert.<br />

Der Meister hat rund acht Wochen<br />

mit zwei Mitarbeitern an diesem Auftrag<br />

gearbeitet. Sie restaurierten zuerst ein<br />

Foto: Marijke Lass<br />

historisches Gitter und fertigten dann<br />

neun Meter Gitterwerk neu an, davon ein<br />

dreigeteiltes für das Dachgeschoss und<br />

drei Schmuckgitter für die Beletage.<br />

Gestaltung steht an erster Stelle<br />

„Ich habe den Beruf nicht aus einem<br />

handwerklichen Grund gewählt, weil<br />

ich den Hammer schwingen wollte,<br />

sondern aus einem gestalterischen“,<br />

sagt der 58-Jährige, der schon mit 23<br />

Jahren seine Meisterprüfung ablegte,<br />

damals noch als Bauschlosser mit Zusatz<br />

Metallgestaltung in Ostberlin. Seine<br />

Ausbildung machte er bei Achim Kühn,<br />

dem Sohn von Fritz Kühn, dem wohl bekanntesten<br />

Metallgestalter in Berlin. „Die<br />

Kühn-Schule hat mich sehr stark geprägt,<br />

kein Zweifel, aber die Stationen bei<br />

Leopold Habermann in Mähren oder die<br />

im Kollegium bildender Künstler haben


Berlin-Brandenburgisches Handwerk 5 I <strong>2017</strong> Rubrik I 17<br />

Foto: Carlos Meyer<br />

In der Werkstatt von Metallbauermeister Thorsten Theel wird Geschichte lebendig.<br />

mich im Laufe der Jahre ebenfalls beeinflusst“,<br />

sagt Theel. Heute, nach mehr als<br />

40 Jahren in dem Beruf, ist es für ihn als<br />

erfahrenem Metallgestalter wichtiger, zu<br />

zeigen, was er im Laufe der Jahre entworfen,<br />

gebaut und gestaltet hat.<br />

Der Meister ist überzeugter Ausbilder.<br />

Zwei Auszubildende lernen zurzeit bei<br />

ihm, insgesamt sind es rund 15, die das<br />

Handwerk seit Anfang der 1990er Jahre<br />

bei ihm gelernt haben. „Wir haben jede<br />

Woche Anfragen von jungen Männern,<br />

die gerne ein Praktikum oder eine<br />

Ausbildung bei uns machen wollen“, sagt<br />

der Meisterschmied. Leider kann er sie<br />

nicht alle beschäftigen. Die Nachfrage<br />

sei deutlich höher als das Angebot. Und<br />

irgendwann, so seine Befürchtungen,<br />

fehlten dann plötzlich die Fachleute im<br />

Metallgestaltungsbereich, weil sie aus<br />

Kostengründen wegrationalisiert wurden.<br />

„Erst wenn wieder einmal ein wertvolles<br />

Denkmal restauriert werden soll und<br />

dann niemand da ist, der die Arbeit<br />

qualitativ auch ausführen kann, wird<br />

auffallen, dass man sich nicht genug um<br />

den Erhalt dieses Berufs gekümmert hat.“<br />

Jeder Auftrag – eine Entdeckungsreise<br />

Der gestalterische Anspruch ist hoch, so<br />

hoch, dass er auch manchmal Aufträge<br />

ablehnt, wenn er sich nicht damit<br />

identifizieren kann. „Ich fühle mich nicht<br />

als Erfüllungsgehilfe des Auftraggebers,<br />

sondern ich will meine Arbeit qualitativ<br />

hochwertig machen.“ Wenn aus seiner<br />

Sicht beispielsweise ein fachlicher Eingriff<br />

bei einer Skulptur nicht nötig ist oder sie<br />

dadurch verändert wird, dann nimmt er<br />

den Auftrag nicht an, weil er die Skulptur<br />

in ihrer ursprünglichen Form nicht zerstören<br />

möchte. Aufträge, bei denen es nur<br />

um Massenware geht, überlässt er auch<br />

anderen, größeren Betrieben. Schließlich<br />

könnten andere industrielle Serien-Fertigung<br />

besser bewältigen.<br />

„Wir können dafür besser gestalten“,<br />

erklärt er überzeugt. Und kreative Gestaltung<br />

ist auch seine Leidenschaft. „Jeder<br />

Auftrag ist anders und damit eine neue<br />

Herausforderung. Aber ich weiß genau,<br />

dass ich das kann, dass die Fähigkeit<br />

in mir steckt“, sagt Theel begeistert.<br />

Zur Realisierung der kreativen Ideen<br />

verwenden er und sein Team neben den<br />

traditionellen Techniken teilweise auch<br />

modernste Verfahren. Nicht zuletzt, um<br />

die Kosten für den Kunden im Auge zu<br />

behalten. „Das Spannende an diesem<br />

Beruf ist, dass eigentlich jeder Auftrag<br />

eine Entdeckungsreise ist“, erklärt der<br />

Metallgestalter, der sich jederzeit wieder<br />

für diesen Beruf entscheiden würde.<br />

Torsten Theel macht in seinem Betrieb<br />

alles in Personalunion: Entwurfsarbeiten,<br />

Ausführung, Auslieferung und Montage,<br />

Einkauf, Angebote und Rechnungen<br />

schrei ben. Daraus ergibt sich automatisch<br />

ein langer Arbeitstag für ihn. Für die<br />

kreative, gestalterische Tätigkeit muss er<br />

sich extra Zeit freischaufeln. Kein leichtes<br />

Unterfangen, denn diese Tätigkeit wird<br />

beispielsweise bei öffentlichen Aufträgen<br />

weder honoriert noch gefördert. Das ist<br />

insbesondere bei der Denkmalpflege fatal.<br />

„Was mich am meisten stört, ist, dass das<br />

Maß aller Dinge immer wieder das Geld<br />

ist. Ich erwarte eigentlich, dass an den<br />

Schaltstellen verantwortungsvolle und<br />

kulturell gebildete Menschen sitzen, die<br />

denselben Anspruch an die Dinge haben<br />

wie wir“, sagt Theel, der es aufs Schärfste<br />

verurteilt, wenn ein denkmalgeschütztes<br />

Bauwerk aus Kostengründen nicht<br />

originalgetreu restauriert wird. Hier seien<br />

öffentliche Stellen gefordert, etwas zu unternehmen,<br />

denn es gebe immer weniger<br />

gute Metallgestalter.<br />

Torsten Theel liebt seinen Beruf, auch<br />

wenn er nicht immer leicht ist. Das merkt<br />

man sofort. Für ihn war es Berufung,<br />

dieses sowohl kreative als auch kraftvolle<br />

und ausdrucksstarke Handwerk<br />

zu lernen. Und dieses Handwerk ist<br />

auch etwas ganz Besonderes: Welcher<br />

andere Beruf als der des Schmieds und<br />

Metallgestalters kann schließlich von<br />

sich behaupten, über einen eigenen<br />

griechischen Gott zu verfügen? Keiner.<br />

In der griechischen Mythologie ist der<br />

Gott des Feuers, der Schmiedekunst und<br />

der Architektur Hephaistos der einzige<br />

Handwerker unter den zwölf olympischen<br />

Gottheiten. Wenn das keine Auszeichnung<br />

für ein besonderes Handwerk ist.<br />

Marijke Lass<br />

Kontakt<br />

Hofschmiede Dahlem, Auf der<br />

Domäne Dahlem, Torsten Theel,<br />

Königin-Luise-Str. 49, 14195 Berlin<br />

www.hofschmiede-dahlem.de


18 I Betriebsinformation<br />

Berlin-Brandenburgisches Handwerk 5 I <strong>2017</strong><br />

Service wird bei uns großgeschrieben.<br />

Kennen Sie schon die vielen<br />

kostenfreien Dienstleistungen und<br />

Beratungsangebote der Handwerkskammer<br />

Berlin? Wir zeigen, wie Ihnen<br />

das nützen kann. Diesmal:<br />

Existenzgründerberatung<br />

Grafik: Fiedels/Fotolia<br />

Schritt für Schritt<br />

Meistergründungsprämie<br />

Basisförderung: Meisterinnen und<br />

Meister, die sich innerhalb von drei<br />

Jahren nach der Meisterprüfung in<br />

ihrem Handwerk in Berlin erstmals<br />

selbstständig machen, erhalten<br />

einen Zuschuss von 7000 €.<br />

Arbeitsplatzförderung: Wird in<br />

den ersten drei Jahren eine versicherungspflichtige<br />

Arbeitskraft<br />

oder ein Auszubildender mindestens<br />

zwölf Monate beschäftigt,<br />

gibt es weitere 5000 €.<br />

Die Basisförderung muss vor<br />

Beginn der Selbstständigkeit bei<br />

der Handwerkskammer beantragt<br />

werden, die Arbeitsplatzförderung<br />

nach den ersten drei Jahren der<br />

selbstständigen Tätigkeit.<br />

Ihre Ansprechpartner<br />

Sie wollen eine Existenzgründerberatung<br />

nutzen? Bitte wenden Sie<br />

sich an die:<br />

Betriebsberatung, Sekretariat,<br />

Sylvia Köckeritz und Susanne Heth,<br />

Telefon (030) 2 59 03 – 467<br />

betriebsberatung@hwk-berlin.de<br />

Ein Unternehmen zu gründen, ist eine echte Herausforderung.<br />

Selbstständigen wird viel Wissen und Vorbereitung abverlangt. Aber<br />

sie stehen nicht alleine da: Die Handwerkskammer berät umfassend<br />

und kostenfrei.<br />

„Wir geben einen Überblick und gehen gemeinsam<br />

die wichtigsten Punkte durch“,<br />

sagt Georg Klasmann, Diplom-Kaufmann<br />

und Betriebsberater der Handwerkskammer<br />

Berlin. Ausgangspunkt ist die handwerksrechtliche<br />

Situation: Soll in einem<br />

zulassungspflichtigen oder zulassungsfreien<br />

Gewerk gegründet werden oder im<br />

handwerksähnlichen Bereich? Wer ein<br />

zulassungspflichtiges Handwerk ausüben<br />

will, muss einen Meisterbrief oder eine<br />

vergleichbare Qualifikation nachweisen.<br />

„Wurde die Meisterprüfung in den<br />

vergangenen drei Jahren abgelegt, kann<br />

die Meistergründungsprämie beantragt<br />

werden“, betont Klasmann.<br />

Rechtsform<br />

Für eine Selbstständigkeit gibt es grundsätzlich<br />

drei Alternativen:<br />

• einen eigenen Betrieb gründen,<br />

• ein bestehendes Unternehmen<br />

übernehmen oder<br />

• sich beteiligen.<br />

Ein wichtiger Punkt ist die Wahl der<br />

Rechtsform. Meist firmieren Gründungswillige<br />

als Einzelunternehmen, gefolgt<br />

von der GbR und der GmbH. Sie werden<br />

hingewiesen auf Buchführungspflichten<br />

und Jahresabschlüsse, die dem Finanzamt<br />

in Form der Einnahmen-Überschuss-Rechnung<br />

oder der Bilanzierung mit doppelter<br />

Buchführung vorgelegt werden müssen.<br />

Kapital<br />

Das vorhandene Eigenkapital reicht für<br />

eine Gründung oft nicht aus. „Bei der<br />

Suche nach Finanzierungsmöglichkeiten<br />

bereiten wir auch auf ein Bankgespräch<br />

vor.“ Gebraucht wird eine detaillierte<br />

Kapitalbedarfs- und Investitionsplanung,<br />

die kurz- und langfristigen Kapitalbedarf<br />

deutlich macht. Welche Investitionen<br />

sind erforderlich, wie hoch sind die Anlaufkosten?<br />

Können öffentliche Kredite<br />

oder Fördermittel genutzt werden? „Banken<br />

verlangen u. a. eine Rentabilitätsvorschau<br />

und eine Liquiditätsplanung,<br />

dabei geben wir Unterstützung“, so der<br />

Betriebsberater.<br />

Steuern und Versicherungen<br />

Auch wer von Beginn an einen Steuerberater<br />

hinzuzieht, muss sich mit fünf<br />

Steuerarten auskennen: Umsatz- bzw.<br />

Vorsteuer, Einkommen- und Lohnsteuer,


Berlin-Brandenburgisches Handwerk 5 I <strong>2017</strong> I 19<br />

Gewerbe- und Körperschaftsteuer. Diese<br />

Grundkenntnisse sind für die Kalkulation<br />

sowie die Organisation der Geschäftsprozesse<br />

wichtig. Abhängig vom Handwerksbereich,<br />

in dem sich ein Gründer<br />

selbstständig machen will, werden<br />

persönliche und betriebliche Versicherungen<br />

notwendig. In gefahrengeneigten<br />

Handwerken, dazu gehören beispielsweise<br />

alle Bau- und Ausbaugewerke, ist die<br />

Mitgliedschaft auch des Unternehmers<br />

in der Berufsgenossenschaft Pflicht. Wer<br />

Mitarbeiter beschäftigt, muss für sie die<br />

Sozialabgaben abführen.<br />

Markt<br />

Es geht um die Fragen, welchen individuellen<br />

Marktzugang Gründer haben.<br />

Braucht er/sie Laufkundschaft? Gibt<br />

es schon potenzielle Auftraggeber?<br />

Wie ist die Standortqualität? Konkrete<br />

wirtschaftliche Ziele gehören in den<br />

Businessplan.<br />

Businessplan<br />

In der Regel steht fest, in welchem Handwerksbereich<br />

die selbstständige Tätigkeit<br />

AOK-Anz-FK-<strong>2017</strong>-BGF-in210x143mm 30.03.<strong>2017</strong> 11:59 Seite 1<br />

ausgeführt werden soll. Geschäftsidee<br />

und Geschäftsmodell liefern die Grundlage<br />

für den Businessplan. Er bildet das<br />

tragfähige Unternehmenskonzept, das<br />

jede Gründung braucht. Ein Businessplan<br />

hilft bei der Kontrolle und soll Partner<br />

und Kapitalgeber überzeugen. Dafür<br />

muss jeder Gründer gut recherchieren,<br />

fundierte Planzahlen vorlegen, seine Idee<br />

an der Realität geprüft haben. Experten<br />

raten, die Vorteile und Besonderheiten<br />

eines Gründungsvorhabens zusammenzufassen<br />

und zu zeigen, was den Gründer<br />

dafür qualifiziert.<br />

Anmeldungen<br />

Natürlich werden auch die nötigen<br />

Formalitäten angesprochen, wie die<br />

Eintragung in die Handwerksrolle oder<br />

die Gewerbeanmeldung. Beides können<br />

Gründer direkt nach der betriebswirtschaftlichen<br />

Beratung im StarterCenter<br />

der Handwerkskammer erledigen. Dort<br />

nehmen sich die Mitarbeiter Zeit, die<br />

Anträge gemeinsam mit den künftigen<br />

Unternehmern auszufüllen. Ein Gewerbe<br />

anmelden kann jeder auch online über<br />

die Internetseite Einheitlicher Ansprechpartner.<br />

Dieses Serviceportal koordiniert<br />

die Formulare berlinweit.<br />

Wer sich nicht selbst beim Finanzamt<br />

anmeldet, wird später aufgefordert,<br />

voraussichtliche Umsätze und Gewinne<br />

mitzuteilen, an denen sich die Steuervorauszahlung<br />

orientiert. „Dieses Formular<br />

sollten Gründer gemeinsam mit einem<br />

Steuerberater ausfüllen“, rät Klasmann.<br />

Persönliche Eignung<br />

Nicht nur fachliches Know-how und<br />

kaufmännisches Wissen entscheiden über<br />

eine erfolgreiche Unternehmensgründung.<br />

Wer diesen Sprung wagt, muss<br />

seine eigene Leistungsfähigkeit realistisch<br />

einschätzen. Die Anforderungen an<br />

Selbstständige sind hoch, ein belastbares<br />

soziales Umfeld spielt eine wichtige<br />

Rolle. „Wir gehen all diese Themen<br />

Schritt für Schritt durch und dabei auf<br />

die persönliche Situation ein. Je nach Beratungsbedarf<br />

kommen viele Handwerker<br />

auch mehrmals zum Gespräch“, erzählt<br />

der Betriebsberater.<br />

Janine Schadow<br />

Mitarbeiterin der AOK Nordost<br />

IHRE ADRESSE<br />

für Kompetenz, Service,<br />

Leistung und Sicherheit<br />

Betriebliche Gesundheitsförderung – für ein gesundes, erfolgreiches Unternehmen<br />

Die AOK Nordost analysiert mit Ihnen gemeinsam betriebliche Belastungen und Ressourcen. Nutzen Sie danach das gezielt<br />

auf Ihr Unternehmen zugeschnittene Maßnahmenpaket zur Betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF).<br />

• Profitieren Sie von der umfangreichen Erfahrung und der hohen Expertise der AOK-Beratung.<br />

• Steigern Sie so das persönliche Gesundheitsverhalten Ihrer Beschäftigten.<br />

• Fördern Sie gesundheitsgerechte Bedingungen am Arbeitsplatz, der Arbeitsumgebung und der Arbeitsorganisation.<br />

Gesundheit in besten Händen<br />

aok-business.de/nordost


20 I Betriebsinformation<br />

Berlin-Brandenburgisches Handwerk 5 I <strong>2017</strong><br />

Experten informieren über Beschäftigung von Flüchtlingen<br />

Über Ausbildung und Einstellung von Geflüchteten informieren die Handwerkskammer<br />

Berlin und das Projekt DIKO-B des IQ Netzwerks bei einem<br />

Expertengespräch am 30. Mai <strong>2017</strong>. Eingeladen sind Geschäftsführer sowie<br />

Ausbilderinnen und Ausbilder kleiner und mittelständischer Betriebe.<br />

Diversity bringt Vorteile<br />

Der Begriff bezeichnet die Vielfalt<br />

der Menschen in einer Organisation/<br />

einem Unternehmen. Ziel ist es,<br />

Personalprozesse und Personalpolitik<br />

so auszurichten, dass die Belegschaft<br />

einerseits die demografische Vielfalt<br />

des Geschäftsumfeldes widerspiegelt<br />

sowie andererseits alle Mitarbeitenden<br />

Wertschätzung erfahren und motiviert<br />

sind, ihr Potenzial zum Nutzen<br />

des Unternehmens einzubringen.<br />

Der 30. Mai <strong>2017</strong> ist gleichzeitig der<br />

5. Deutsche Diversity-Tag. Bei Diversity<br />

geht es um Vielfalt und die Vorteile,<br />

die sie mit sich bringt. Kleine und<br />

mittlere Unternehmen wissen jedoch<br />

häufig nicht, wo sie ansetzen sollen. Im<br />

Mittelpunkt der Veranstaltung stehen<br />

u. a. arbeitsrechtliche Themen, es geht<br />

aber auch um Fördermöglichkeiten für<br />

Betriebe, um Hilfe beim Spracherwerb<br />

und um viele andere Fragen:<br />

• Was muss ich beachten, wenn ich<br />

Geflüchtete beschäftigen oder<br />

ausbilden will?<br />

• Gibt es finanzielle Unterstützung für<br />

Betriebe?<br />

• Wie finde ich geeignete Bewerberinnen<br />

und Bewerber?<br />

• Wie können Geflüchtete berufsbegleitend<br />

beim Erwerb des Fachwortschatzes<br />

unterstützt werden?<br />

• Wer ist Ansprechpartner bei Fragen<br />

zu interkulturellen Unterschieden<br />

oder Konflikten im Betrieb?<br />

• Wie schaffe ich eine Unternehmenskultur,<br />

in der sich Stammbelegschaft<br />

und Neuankömmlinge wohlfühlen?<br />

Folgende Expertinnen und Experten stehen<br />

an diesem Tag Rede und Antwort:<br />

• André Hanschke, Projektleiter<br />

Arbeitgeber-Service „Asyl“ der<br />

Arbeitsagentur Berlin Süd<br />

• Sabine Massloff, Bereichsleiterin IQ<br />

und Projektleiterin von „Miteinander<br />

Lernen und Verstehen – Sprachenwerkstatt<br />

Deutsch als Fremdsprache“<br />

der WIPA GmbH<br />

• Rufus Sona vom Projekt „Diversityorientierte<br />

Interkulturelle Kompetenz<br />

für Berlin“ der Stiftung SPI<br />

Was:<br />

Expertengespräch: Ausbildung und<br />

Einstellung von Geflüchteten<br />

Wann: 30. Mai <strong>2017</strong>, 17 bis 20 Uhr<br />

Wo:<br />

Handwerkskammer Berlin,<br />

Blücherstraße 68, 10961 Berlin,<br />

2. Etage, Sitzungssaal 1<br />

Die Veranstaltung ist kostenfrei, die Zahl<br />

der Plätze jedoch begrenzt. Bitte melden<br />

Sie sich deshalb jetzt bei der Handwerkskammer<br />

an.<br />

Ansprechpartnerin: Ines Rüdiger,<br />

Telefon (030) 2 59 03 – 480,<br />

E-Mail: ruediger@hwk-berlin.de<br />

Wichtigste Voraussetzung für eine Ausbildung sind gute Sprachkenntnisse.<br />

Foto: Frank Gärtner/Fotolia


Berlin-Brandenburgisches Handwerk 5 I <strong>2017</strong><br />

Netzwerktreffen für Frauen<br />

Reden ist Gold<br />

Beim 3. Netzwerktreffen für Frauen aus dem<br />

Berliner Handwerk dreht sich alles um das Thema<br />

„Erfolgsfaktor Kommunikation. Wer netzwerken<br />

und diskutieren will, sollte sich schnell anmelden.<br />

Ein Blick auf die eigenen Kommunikationsmuster<br />

lohnt sich auf jeden Fall.<br />

„Reden ist Gold!”<br />

Erfolgsfaktor Kommunikation –<br />

Weibliche Karrierewege im Handwerk<br />

3. Netzwerktreffen<br />

für Frauen aus dem Berliner Handwerk<br />

Der Keynotespeaker Dr. Peter Modler hat sich auf weibliche<br />

Karrierewerge spezialisiert. Er beleuchtet, wie beruflicher<br />

Erfolg ausgebaut und verdeckte Machtspiele gegen Frauen am<br />

Arbeitsplatz aufgedeckt werden können. Dazu päsentiert er das<br />

passende Handwerkszeug, um darauf reagieren zu können. Im<br />

Anschluss können sich die Teilnehmerinnen auf eine Podiumsdiskussion<br />

mit Karrierefrauen aus dem Berliner Handwerk<br />

freuen.<br />

Und wann mieten Sie<br />

Ihre Berufskleidung?<br />

„Einzelkämpferinnen haben es schwer in der heutigen Zeit.<br />

Nur wer gut vernetzt ist, kann die Vorteile gegenseitiger<br />

Unterstützung für sich nutzen“, ermutigt Sina Goldkamp von<br />

der Handwerkskammer Berliner Handwerkerinnen, sich mit<br />

Gleichgesinnten zusammenzutun.<br />

Gemeinsam mit dem Kompetenzzentrum beim bfw und dem<br />

UFH Landesverband Unternehmerfrauen im Handwerk richtet<br />

die Handwerkskammer Berlin die Veranstaltung aus.<br />

Veranstaltung: Reden ist Gold! Erfolgsfaktor Kommunikation:<br />

Weibliche Karrierewege im Handwerk.<br />

Termin: 7. Juni <strong>2017</strong><br />

Zeit:<br />

17 Uhr<br />

Ort:<br />

Bildungs- und Technologiezentrum (BTZ) der<br />

Handwerkskammer Berlin<br />

Mietberufskleidung von DBL.<br />

Wir beschaffen, holen, bringen und pflegen Ihre<br />

Berufs kleidung. Individuell, pünktlich und<br />

zu verlässig. Testen Sie unser Angebot.<br />

Rufen Sie an unter +49 800 310 311 0.<br />

Die Veranstaltung ist kostenlos. Bitte melden Sie sich bis zum<br />

29. Mai <strong>2017</strong> per E-Mail oder telefonisch an: Sina Goldkamp,<br />

goldkamp@hwk-berlin.de, Telefon (030) 25903–362<br />

www.hwk-berlin.de/netzwerk<br />

DBL – Deutsche Berufskleider-Leasing GmbH<br />

Albert-Einstein-Str. 30 | 9<strong>05</strong>13 Zirndorf<br />

info@dbl.de | www.dbl.de


22 I<br />

Berlin-Brandenburgisches Handwerk 5 I <strong>2017</strong><br />

Bildungs- und Innovationszentrum (BIZWA), Wandlitzer Chaussee 41, 16321 Bernau<br />

Seminare für Sachverständige Termine Dauer Kosten<br />

J. Päch, App. – 60<br />

A. Hempler, App. – 65<br />

S. Boehnke, App. – 11<br />

K. Pierenz, Telefon (0 33 38) 39 44 – 16<br />

SSV 1/17 Einführung 8. und 9.9.<strong>2017</strong> 16 Ustd. 401 €<br />

SSV 2/17 Rechtliche Stellung 13.9.<strong>2017</strong> 9 Ustd. 225 €<br />

SSV 3/17 Gerichtliche Tätigkeit 19.9.<strong>2017</strong> 9 Ustd. 225 €<br />

SSV 4/17 Privatgutachter 28.9.<strong>2017</strong> 9 Ustd. 225 €<br />

SSV 5/17 Sachverständigengutachten 6. und 7.10.<strong>2017</strong> 16 Ustd. 401 €<br />

SSV 6/17 Vergütung 12.10.<strong>2017</strong> 9 Ustd. 225 €<br />

SSV 7/17 Schiedsgutachten, Schiedsrichter 18.10.<strong>2017</strong> 9 Ustd. 225 €<br />

SSV 8/17 Haftung und Versicherung 7.11.<strong>2017</strong> 9 Ustd. 225 €<br />

SSV 9/17 Abschlusstest 9.5.<strong>2017</strong> 9 Ustd. 225 €<br />

SSV 10/17 Sachverständigengutachten 17. und 18.11.<strong>2017</strong> 16 Ustd. 401 €<br />

SSV 11/17 Todsünden, Gerichtsverfahren 24.11.<strong>2017</strong> 8 Ustd. 225 €<br />

SSV 12/17 Arbeit mit Gerichtsakten 1.12.<strong>2017</strong> 8 Ustd. 225 €<br />

SSV 13/17 Seminar Baurecht VOB 8.12.<strong>2017</strong> 8 Ustd. 225 €<br />

Meistervorbereitung Termine Dauer Kosten<br />

Gerüstbauer/-in (Teil I und II) – Wochenendlehrgang November <strong>2017</strong> bis Juli 2019 775 Ustd. 4850 €*<br />

Fachliche Qualifizierungen Termine Dauer Kosten<br />

Gabelstaplerfahrer/-in<br />

Abschluss: Fahrausweis für Flurförderzeuge<br />

Mai <strong>2017</strong> 16 Ustd. 126 €<br />

Gerüstprüfung: befähigte Personen, Nutzer von Gerüsten Mai <strong>2017</strong> 14 Ustd. 290 €<br />

Verankerung von Fassadengerüsten Mai <strong>2017</strong> 8 Ustd. 280 €<br />

Gerüstbauhelfer inkl. Praktikum (160 Stunden)<br />

Maßnahmenummer: 036/20/2016<br />

November <strong>2017</strong> bis Januar 2018 480 Ustd. 0 € F<br />

Fachliche Qualifizierungen Termine Dauer Kosten<br />

Drechseln<br />

Manuelle Holzbearbeitung<br />

10. und 11. November <strong>2017</strong><br />

24. und 25. November <strong>2017</strong><br />

Fr 15 bis 20 Uhr, Sa 8 bis 16 Uhr<br />

6. bis 10. Juni <strong>2017</strong><br />

8 bis 16 Uhr<br />

14 Ustd. 246 €<br />

40 Ustd.<br />

292 € A<br />

385 €<br />

Fachliche Qualifizierungen für Flüchtlinge Termine Dauer Kosten<br />

MBQ – Modulare Basisqualifikation Handwerk,<br />

Eignungsfeststellung; Maßnahmenummer: 036/23/2016<br />

MBQ – Modulare Basisqualifikation Handwerk<br />

Maßnahmenummer: 036/33/2016<br />

BOF – Berufsorientierung für Flüchtlinge<br />

Ziel: Vermittlung in Ausbildung/Arbeit<br />

Berufsfelder: Metall, Holz, Farbe<br />

Einstieg jederzeit möglich 240 Ustd. 0 € F<br />

Einstieg jederzeit möglich 480 Ustd. 0 € F<br />

1.8. bis 31.10.<strong>2017</strong> 390 Ustd. 0 € *<br />

* zuzüglich Prüfungsgebühr; F Förderung über Agentur für Arbeit/Jobcenter möglich; A ermäßigter Preis für Auszubildende; * kostenfreie Finanzierung über das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF)


Berlin-Brandenburgisches Handwerk 5 I <strong>2017</strong> Aus- & weiterbildung I 23<br />

Auslandsaufenthalte bilden<br />

Fast ein Drittel aller Studierenden verbringt einen Teil des Studiums im Ausland. Die Zahl<br />

der deutschen Jugendlichen, die während der Berufsausbildung Fernluft schnuppert, ist<br />

mit knapp fünf Prozent vergleichsweise gering. Das sollte sich ändern. Die Mobilitätsberatung<br />

der Handwerkskammer Berlin berät Sie gern.<br />

Andere Länder, Kulturen, aber auch Arbeitsweisen<br />

zu erleben, sind Erfahrungen,<br />

die man nicht in der Schule lerne, ist sich<br />

Klaus-Dieter Müller, Geschäftsführer der<br />

Firma K. Rogge Spezialbau GmbH und<br />

Vorstandsmitglied der Handwerkskammer<br />

Berlin, sicher. Viele Betriebe versuchen es<br />

auch erst einmal andersherum: Sie nehmen<br />

ausländische Auszubildende für ein<br />

Praktikum im Betrieb auf, um dann später<br />

eigene Azubis ins Ausland zu entsenden.<br />

Von diesen interkulturellen Kontakten<br />

profitieren dann Betrieb und Auszubildende<br />

gleichermaßen. Die K. Rogge<br />

Spezialbau nahm im März einen Trockenbauer<br />

aus Norwegen in ein zweiwöchiges<br />

Schnupperpraktikum auf. Klaus-Dieter<br />

Müller berichtet über seine Erfahrungen<br />

und die Chancen für Lehrlinge und Fachkräfte<br />

des Handwerks.<br />

Warum unterstützen Sie Auslandsaufenthalte<br />

in der Ausbildung?<br />

Klaus-Dieter Müller: Auslandsaufenthalte<br />

bilden jeden und gerade im Handwerk<br />

hat Mobilität Tradition. Für den Stuckateur<br />

als sehr traditionellen Beruf ist es<br />

z. B. interessant, andere historische Techniken<br />

kennenzulernen, jedes Land hat ja<br />

auch andere Traditionen. Der Trockenbauer<br />

ist zwar eher ein moderner Beruf,<br />

aber auch hier gibt es Unterschiede, die<br />

man nur lernt, wenn man reist und im<br />

Ausland auch arbeitet.<br />

Zu welchem Zeitpunkt bietet sich ein<br />

Auslandspraktikum für Lehrlinge an?<br />

Ende des 2. Lehrjahres bzw. Anfang des<br />

3. Lehrjahres ist ein optimaler Zeitpunkt,<br />

gute qualifizierte Auszubildende für<br />

interessante Auslandsprojekte freizustellen.<br />

In der Vergangenheit haben unsere<br />

Auszubildenden an Projekten in Europa,<br />

aber auch in Moskau – beispielsweise an<br />

der Restaurierung eines Nonnenklosters<br />

– teilgenommen.<br />

Gibt es auch Nachteile?<br />

Natürlich gibt es unmittelbar für den<br />

Betrieb nicht wirklich viele Vorteile, wenn<br />

Azubis ins Ausland gehen. Trotzdem ist<br />

es kein Grund, es sein zu lassen, denn sie<br />

bringen ja auch ihre Erfahrungen wieder<br />

mit zurück. Wenn wir qualifizierte, motivierte<br />

Auszubildende haben, würden wir<br />

ihnen die Gelegenheit geben. Natürlich<br />

ist deren Tendenz, nach der Ausbildung<br />

ein Studium anzufangen und somit<br />

wegzugehen vom Handwerk, bei den<br />

besonders guten sehr hoch.<br />

Haben Sie momentan Probleme, gute<br />

Auszubildende zu finden?<br />

Ja, durchaus. Es ist kaum eine wirkliche<br />

Vorauswahl anhand von Zeugnissen oder<br />

Bewerbungsunterlagen möglich. Wir<br />

laden mehr Interessenten ein als früher,<br />

um persönliche Gespräche zu führen.<br />

Auch haben wir das Gefühl, dass junge<br />

Leute heutzutage schneller die Lehre<br />

abbrechen. Daher tendieren wir dazu,<br />

eher mehr aufzunehmen.<br />

Die Beschäftigung von Flüchtlingen<br />

spielt momentan eine große Rolle beim<br />

Thema Fachkräftesicherung. Beschäftigen<br />

Sie Flüchtlinge?<br />

Nein, leider noch nicht, aber wir sind<br />

offen dafür. Auch die Fachgemeinschaft<br />

Bau hat Möglichkeiten, Flüchtlingen<br />

Jobperspektiven zu geben. Viele haben<br />

in ihren Heimatländern Erfahrungen<br />

im Bau gesammelt. Allerdings ist eine<br />

Verständigung mit nur marginalen<br />

Deutschkenntnissen sehr problematisch.<br />

Leider sind die Hürden, um Flüchtlinge<br />

in den Arbeits- und Ausbildungsmarkt zu<br />

integrieren, noch sehr hoch – allen voran<br />

etwa ein ungeklärter Aufenthaltstitel.<br />

Viele warten auch lange auf die Zusage<br />

für einen Deutschkurs. Wir hoffen aber,<br />

in Zukunft Flüchtlinge aufnehmen und<br />

auch ausbilden zu können. Da die Betriebe<br />

die Ausbildung ihrer Lehrlinge aus<br />

eigener Tasche finanzieren, möchte man<br />

natürlich, dass der Auszubildende auch<br />

die Lehre vollständig absolvieren kann<br />

und im besten Fall dem Unternehmen<br />

erhalten bleibt.<br />

Interview: Anne-Kristin Wiedemann<br />

Handwerk mobil<br />

Insgesamt absolvierten ein Trockenbauerlehrling<br />

und vier Zimmererlehrlinge<br />

aus Norwegen ein Praktikum<br />

in Berliner Gastbetrieben. Sie freuen<br />

sich, zukünftig deutsche Azubis in<br />

Trondheim begrüßen zu dürfen. Die<br />

Handwerkskammer Berlin dankt herzlich<br />

folgenden Zimmereibetrieben<br />

für die Aufnahme: Dahms Holzbau<br />

GmbH, PAUSE Dachdecker – Maurer<br />

GmbH Zimmerei – Holzbau, Dachkonzept-Ihle<br />

GmbH, Zimmerei Schilling<br />

Internationale Mobilitätsberatung,<br />

Telefon (0 30) 2 59 03 – 3 28,<br />

E-Mail a.wiedemann@hwk-berlin.de<br />

Foto: Stickforth


24 I<br />

Berlin-Brandenburgisches Handwerk 5 I <strong>2017</strong><br />

Bildungs- und Technologiezentrum (BTZ), Mehringdamm 14, 10961 Berlin<br />

Technische Weiterbildung – Elektrotechnik Termine Dauer Kosten<br />

Sylvia Düring, Tel. (030) 25903 – 424<br />

Jutta Ritte, App. – 434<br />

Jean Liebing, App. – 454<br />

Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten<br />

Tageslehrgang<br />

Tageslehrgang<br />

Tageslehrgang<br />

Tageslehrgang<br />

Jahresunterweisung<br />

19.5. bis 2.6.<strong>2017</strong><br />

26.6. bis 7.7.<strong>2017</strong><br />

10. bis 21.7.<strong>2017</strong><br />

21.8. bis 1.9.<strong>2017</strong><br />

15.6.<strong>2017</strong><br />

80 Ustd.<br />

80 Ustd.<br />

80 Ustd.<br />

80 Ustd.<br />

8 Ustd.<br />

894,00 €<br />

894,00 €<br />

894,00 €<br />

894,00 €<br />

198,00 €<br />

Technische Weiterbildung – gewerkeübergreifend Termine Dauer Kosten<br />

Multikopter erobern das Handwerk<br />

Seminar 1 – Sachkundenachweis "Flugtechnik/Flugsicherheit"<br />

Seminar 2 – Einsatz der Agisoft Photoscan-Software<br />

Seminar 3 – Einsatz von Infrarotkamera<br />

Seminar 4 – Vermessungsflüge mit Multikoptern<br />

26. und 27.6.<strong>2017</strong><br />

28.6.<strong>2017</strong><br />

29. und 30.6.<strong>2017</strong><br />

1.7.<strong>2017</strong><br />

16 Ustd.<br />

8 Ustd.<br />

16 Ustd.<br />

8 Ustd.<br />

ab 374,70<br />

ab 124,80<br />

ab 223,20<br />

ab 124,80<br />

Fachwirt/-in für Gebäudemanagement (HWK)<br />

Teilzeitlehrgang 15.8. bis 24.11.<strong>2017</strong> 240 Ustd. ab 690,00 € F<br />

Gebäudeenergieberater/-in (HWK)<br />

Teilzeitlehrgang<br />

€ F<br />

€ F<br />

€ F<br />

€ F<br />

13.9. bis 2.12.<strong>2017</strong> 240 Ustd. ab 712,50 €* F<br />

Technische Weiterbildung – Tischler Termine Dauer Kosten<br />

Kastendoppelfenster – fachgerechte Reparatur,<br />

Aufarbeitung und Sanierung<br />

Laserbearbeitung von Holz und Kunststoffen<br />

Gepr. Fertigungsplaner/-in im Tischlerhandwerk<br />

2D/3D-Aufmaß in den Bau- und Ausbaugewerken<br />

TSM 1 – Tageslehrgang<br />

TSM 1 – Kombinierter Abend-/Wochenendlehrgang<br />

CNC Fachkraft Tischler Kooperation mit QEU (Theorie)<br />

Praxis im BTZ der Handwerkskammer Berlin<br />

Anmeldung über QEU, Herr Lorang: 0176/15574291<br />

13., 16. und 17.6.<strong>2017</strong><br />

16. und 17.6.<strong>2017</strong><br />

19.9.<strong>2017</strong> bis 26.4.2018<br />

13. und 14.10.<strong>2017</strong><br />

28.8. bis 1.9.<strong>2017</strong><br />

12. bis 28.6.<strong>2017</strong><br />

Modul 1-4<br />

Prüfung HWK<br />

16.6. bis 6.7.<strong>2017</strong><br />

16 Ustd.<br />

14 Ustd.<br />

300 Ustd.<br />

14 Ustd.<br />

40 Ustd.<br />

40 Ustd.<br />

ab 103,50<br />

ab 100,50<br />

ab 689,70<br />

ab 85,50<br />

€ F<br />

€ F<br />

€ F<br />

€ F<br />

429,00 €<br />

429,00 €<br />

760 Ustd. 5982,40<br />

€<br />

228,00 €<br />

Technische Weiterbildung – Erneuerbare Energien Termine Dauer Kosten<br />

Einführung in die DIN V 18599<br />

Wochenendlehrgang<br />

Luftdichtheitstest und Thermografie in der Praxis<br />

Wärmebrücken erkennen, berechnen, bilanzieren<br />

16.6. bis 8.7.<strong>2017</strong><br />

16. und 23.5.<strong>2017</strong><br />

12. bis 23.9.<strong>2017</strong><br />

32 Ustd.<br />

8 Ustd.<br />

24 Ustd.<br />

ab 156,00<br />

ab 89,70<br />

ab 143,40<br />

€ F<br />

€ F<br />

€ F<br />

F Kurs mit 70 % IQ-Förderung (aus den Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes Berlin) für Berliner Handwerksbetriebe (KMU) und deren Berliner Mitarbeiter; * zuzüglich Prüfungsgebühr


Berlin-Brandenburgisches Handwerk 5 I <strong>2017</strong> Aus- & weiterbildung I 25<br />

Die Karriereleiter hinauf – mit der Fortbildung zum Fertigungsplaner<br />

Thomas Heinze arbeitet schon seit mehreren<br />

Jahren in der Arbeitsvorbereitung. Vor<br />

einem Jahr hat er sich entschlossen, sein<br />

Wissen berufsbegleitend zu erweitern. In<br />

Kürze wird er seine Fortbildung zum geprüften<br />

Fertigungsplaner im Bildungs- und<br />

Technologiezentrum der Handwerkskammer<br />

Berlin abgeschlossen haben. „Teilweise<br />

beanspruchen Arbeit und Fortbildung sehr<br />

viel Zeit, aber prinzipiell sind sie gut miteinander<br />

vereinbar“, sagt er rückblickend.<br />

Durch die zusätzliche Qualifizierung strebt<br />

er berufliche Aufstiegschancen bei der<br />

Tischlerei Artis GmbH, seinem Arbeitgeber,<br />

an. Geprüfte/-r Fertigungsplaner/-in im<br />

Tischlerhandwerk sind befähigt, in der Arbeitsvorbereitung<br />

alle Aufgabenstellungen<br />

für die Werkstattfertigung zu übernehmen.<br />

Die Fortbildung knüpft an bestehenden<br />

Fertigkeiten aus der Gesellen- und Praxiszeit<br />

an und vertieft gelernte Kenntnisse.<br />

Zudem wird betriebswirtschaftliches<br />

Know-how vermittelt, welches zukünftige<br />

Aufgabenfelder deutlich erweitern wird.<br />

Für Thomas Heinze ist die Qualifizierung<br />

zum Fertigunsplaner eine echte Alternative<br />

zur Meisterausbildung. Sollte er diese<br />

später doch noch absolvieren wollen, kann<br />

er sich das Themenfeld Auftragsabwicklung<br />

anrechnen lassen.<br />

Der nächste 28-wöchige Kurs startet am<br />

19. September <strong>2017</strong> und wird durch das<br />

ESF Programm IQ Handwerk mit bis zu<br />

70% für kleine und mittelständische Unternehmen<br />

in Berlin gefördert.<br />

Weitere Infomationen:<br />

Jutta Ritte, Telefon (0 30) 2 59 03– 434<br />

www.bildung4u.de<br />

Seminare für Ausbilder<br />

Ausbildungsmesse<br />

In wenigen Wochen starten wieder kostenfreie Seminare für Ausbilderinnen<br />

und Ausbilder. Sie können sich jetzt noch anmelden.<br />

Die Seminarreihe richtet sich an Unternehmer<br />

und mit der Ausbildung beauftragte<br />

Gesellinnen und Gesellen.<br />

1. Glaubhaftigkeit von Aussagen<br />

Di, 20. Juni <strong>2017</strong>, 17 bis 20 Uhr<br />

Uwe Rüffer, Diplom-Kriminalist und<br />

Supervisor, erläutert, woran Sie erkennen,<br />

dass etwas wirklich ist. Welche körpersprachlichen<br />

Hinweise gibt es, die Ausbilder<br />

aufmerksam werden lassen sollten<br />

und wie erkennen Sie Lügen?<br />

2. Prävention in der Ausbildung<br />

Di, 27. Juni <strong>2017</strong>, 17 bis 20 Uhr<br />

Dozent Helmut Weigand, Koordinator für<br />

schulische Prävention beim Senat, geht<br />

auf den Umgang mit auffälligem Verhalten<br />

in Schule und Betrieb ein. Er erklärt,<br />

wie Sie Suchttendenzen ansprechen, welche<br />

rechtlichen Möglichkeiten der Betrieb<br />

hat und gibt Handlungsempfehlungen.<br />

Die Seminare finden im Meistersaal der<br />

Handwerkskammer Berlin statt, Blücherstraße<br />

68, 10961 Berlin, 3. Etage.<br />

Bitte anmelden bei: Ines Rüdiger,<br />

Telefon (030) 2 59 03 – 480,<br />

E-Mail: ruediger@hwk-berlin.de<br />

Bei der 3. Deutsch-Türkischen Ausbildungsmesse<br />

am 20. Mai <strong>2017</strong> im türkischen Konsulat<br />

(Heerstr. 21, 14<strong>05</strong>2 Berlin) sollen Berliner<br />

Jugendliche für eine duale Ausbildung<br />

begeistert werden. Initiiert vom türkischen<br />

Generalkonsulat, wird die Messe gemeinsam<br />

mit der IHK Berlin, der Handwerkskammer,<br />

der Agentur für Arbeit und der Türkisch-<br />

Deutschen IHK organisiert. Vor allem<br />

türkische junge Menschen sollen gezielt angesprochen<br />

werden (Eintritt frei). Im vorigen<br />

Jahr boten mehr als 60 Unternehmen Ausbildungsplätze<br />

an. Eine Vermittlungsmesse<br />

für Jugendliche mit Migrationshintergrund<br />

findet am 8. Juni <strong>2017</strong> im Berufsinformationszentrum<br />

der Arbeitsagentur Mitte statt<br />

(Friedrichstraße 39, 10969 Berlin).


26 I<br />

Berlin-Brandenburgisches Handwerk 5 I <strong>2017</strong><br />

Bildungs- und Technologiezentrum (BTZ), Mehringdamm 14, 10961 Berlin<br />

Kaufm. Weiterbildung – Betriebswirtschaft und Recht Termine Dauer Kosten<br />

Gepr. Betriebswirt/-in (HwO)<br />

Abendlehrgang 5.9.<strong>2017</strong> bis 20.12.2018 680 Ustd. ab 1783,50 €* F<br />

Sabrina Zill, Tel. (030) 25903 – 413<br />

Juane Joanny, App. – 4<strong>05</strong><br />

Gepr. Kaufmännische/-r Fachwirt/-in (HwO)<br />

Tageslehrgang<br />

Abendlehrgang<br />

Grundlagen Kommunikations- & Präsentationstechniken<br />

Tageslehrgang<br />

Wochenendlehrgang<br />

Grundlagen Projektmanagement im Handwerksbetrieb<br />

Tageslehrgang<br />

Wochenendlehrgang<br />

Crashkurs Buchführung – Wochenendlehrgang<br />

Fit am PC – Einstieg ins Büro<br />

Starthilfe für Ihre Selbstständigkeit<br />

Konflikte souverän lösen<br />

Erfolgreiche Mitarbeiterführung<br />

4.9. bis 18.12.<strong>2017</strong><br />

12.9.<strong>2017</strong> bis 9.10.2018<br />

14. bis 20.6.<strong>2017</strong><br />

17.6. bis 1.7.<strong>2017</strong><br />

14. bis 20.6.<strong>2017</strong><br />

17.6. bis 1.7.<strong>2017</strong><br />

16. bis 24.6.<strong>2017</strong><br />

4.9. bis 9.10.<strong>2017</strong><br />

21.6.<strong>2017</strong><br />

22.9.<strong>2017</strong><br />

22. und 23.9.<strong>2017</strong><br />

490 Ustd.<br />

490 Ustd.<br />

40 Ustd.<br />

40 Ustd.<br />

40 Ustd.<br />

40 Ustd.<br />

28 Ustd.<br />

40 Ustd.<br />

5 Ustd.<br />

8 Ustd.<br />

16 Ustd.<br />

ab 1168,50<br />

€* F<br />

ab 1168,50<br />

€* F<br />

399,00 €*<br />

399,00 €*<br />

399,00 €*<br />

399,00 €*<br />

299,00 €<br />

399,00 €<br />

80,00 €<br />

175,00 €<br />

334,00 €<br />

Meistervorbereitung Termine Dauer Kosten<br />

Ausbildereignungsverordnung (Teil IV)<br />

Tageslehrgang AEVO<br />

Tageslehrgang AEVO<br />

Abendlehrgang AEVO<br />

Wochenendlehrgang AEVO<br />

Gepr. Fachmann/-frau für kaufm. Betriebsführung (HwO)<br />

– anerkennbar für Teil III<br />

Tageslehrgang<br />

Abendlehrgang<br />

Wochenendlehrgang<br />

Wochenendlehrgang<br />

19.6. bis 7.7.<strong>2017</strong><br />

14.8. bis 1.9.<strong>2017</strong><br />

4.9. bis 20.12.<strong>2017</strong><br />

22.9. bis 17.11.<strong>2017</strong><br />

18.9. bis 13.11.<strong>2017</strong><br />

11.9.<strong>2017</strong> bis 2.7.2018<br />

9.6. bis 2.12.<strong>2017</strong><br />

22.9.<strong>2017</strong> bis 10.2.2018<br />

120 Ustd.<br />

120 Ustd.<br />

120 Ustd.<br />

120 Ustd.<br />

304 Ustd.<br />

304 Ustd.<br />

304 Ustd.<br />

304 Ustd.<br />

598,00 €*<br />

598,00 €*<br />

598,00 €*<br />

598,00 €*<br />

1599,00<br />

€*<br />

1599,00<br />

€*<br />

1599,00<br />

€*<br />

1599,00<br />

€*<br />

Zahntechniker/-in Teil I + II<br />

Tageslehrgang 4.9.<strong>2017</strong> bis 15.6.2018 1432 Ustd. 8950,00 €*<br />

Maler- und Lackiererhandwerk Teil I + II<br />

Tageslehrgang 13.9.<strong>2017</strong> bis 18.5.2018 988 Ustd. 6304,00 €*<br />

Elektrotechniker Teil I + II<br />

Tageslehrgang<br />

Wochenendlehrgang<br />

2.10.<strong>2017</strong> bis 30.4.2018<br />

1.11.<strong>2017</strong> bis 30.4.2019<br />

1 100 Ustd.<br />

1 100 Ustd.<br />

7038,00<br />

€*<br />

7038,00<br />

€*<br />

F Kurs mit 70 % IQ-Förderung (aus den Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes Berlin) für Berliner Handwerksbetriebe (KMU) und deren Berliner Mitarbeiter; * zuzüglich Prüfungsgebühr


Berlin-Brandenburgisches Handwerk 5 I <strong>2017</strong> Aus- & weiterbildung I 27<br />

Fit in die Ausbildung<br />

Damit Azubis fit in die Ausbildung<br />

gehen und es vor allem bleiben, bieten<br />

die Handwerkskammer und der Landessportbund<br />

Berlin wieder eine Sportund<br />

Seminarwoche an. Betriebe können<br />

ihre Auszubildenden jetzt noch dafür<br />

anmelden. Es gibt zwei Termine: 19. bis<br />

23. Juni <strong>2017</strong> und 21. bis 25. August<br />

<strong>2017</strong>. Teilnehmende Firmen sollen auch<br />

je einen Ausbilder entsenden.<br />

Im vorigen Jahr lief diese Woche sehr<br />

erfolgreich: Lehrlinge des 1. bis 3. Lehrjahres<br />

und ihre Ausbilder lernten sich beim<br />

Kletterkurs oder Grillabend kennen. Die<br />

Teilnahme ist kostenfrei. Untergebracht<br />

werden alle in der Bildungsstätte der<br />

Sportjugend auf dem Gelände des Olympiaparks<br />

(1- bis 3-Bett-Zimmer). Trainiert<br />

wird beispielsweise auch der Umgang mit<br />

Konflikten oder gesunde Ernährung. Bitte<br />

bis zum 30. Mai <strong>2017</strong> anmelden bei:<br />

Birgit Marcinek, Handwerkskammer Berlin,<br />

Telefon (030)25903 – 330,<br />

E-Mail: marcinek@hwk-berlin.de<br />

Familiensportfest<br />

Nachwuchswerbung und sportliche<br />

Fitness passen gut zusammen, finden die<br />

Handwerkskammer und der Landessportbund<br />

Berlin. Beim bereits 8. Familiensportfest<br />

am 3. September <strong>2017</strong> im<br />

Olympiapark geht es deshalb um Sport<br />

und Spiel mit der ganzen Familie – und<br />

um Karriereplanung. Denn das Handwerk<br />

kann sich dort an Infoständen als<br />

Ausbilder und attraktiver Arbeitgeber<br />

vorstellen.<br />

Innungen haben die Möglichkeit, Eltern<br />

und Kindern spannende handwerkliche<br />

Tätigkeiten zu zeigen, über Aufstiegschancen<br />

in vielen Berufen zu sprechen<br />

oder über ihre Ausbildungszentren zu<br />

informieren. Im Olympiapark werden an<br />

diesem Tag mehr als 100 sportliche und<br />

kreative Mitmach-Aktionen kostenlos angeboten.<br />

Der Eintritt ist frei. Interessierte<br />

Innungen wenden sich an:<br />

Birgit Marcinek, Handwerkskammer Berlin,<br />

Telefon (030)25903 – 330,<br />

E-Mail: marcinek@hwk-berlin.de<br />

Ausbildungsmessen<br />

Am 14. und 15. Juni <strong>2017</strong> findet in der<br />

Arena Berlin (Eichenstraße 4, 12435<br />

Berlin) von 8.30 Uhr bis 14.45 Uhr die<br />

Bildungsmesse vocatium I statt. Schüler<br />

und Studenten informieren sich dort über<br />

Ausbildungsberufe. Innungen, Verbände<br />

und Handwerksbetriebe können ihre<br />

Angebote vorstellen.<br />

Am 27. Juni <strong>2017</strong> lädt die Handwerkskammer<br />

Berlin von 12 bis 18 Uhr ins<br />

Bildungs- und Technologiezentrum<br />

(Mehringdamm 14, 10961 Berlin) ein<br />

zur Vermittlungsmesse „Ausbildung4U<br />

– nicht ohne Ausbildungsplatz in die<br />

Ferien". Noch vor dem Sommer können<br />

Betriebe, die Jugendliche für den Ausbildungsbeginn<br />

Sommer <strong>2017</strong> suchen,<br />

künftige Azubis kennenlernen. Unternehmer<br />

oder Ausbilder nehmen selbst teil<br />

oder teilen uns freie Ausbildungsplätze<br />

für diese Vermittlungsaktion mit:<br />

Handwerkskammer Berlin,<br />

Telefon (030)25903 – 555,<br />

E-Mail: vermittlung@hwk-berlin.de


28 I INNUNGEN<br />

Berlin-Brandenburgisches Handwerk 5 I <strong>2017</strong><br />

Frank-michael niehus erneut als obermeister bestätigt<br />

TIScHlEr-INNUNG BErlIN<br />

Frank-Michael Niehus,<br />

Wilhelminenhofstraße 89 A,<br />

12459 Berlin, Telefon (030) 5 31 10 50<br />

E-Mail: info@niehus-tischlerei.de<br />

Bereits zum neunten Mal wurde Frank-<br />

Michael Niehus am 2. März <strong>2017</strong> zum<br />

obermeister der Tischler-Innung Berlin gewählt.<br />

Seit 1995 steht er ununterbrochen<br />

an der Spitze der Innung. Der 56-Jährige<br />

ist Mitinhaber der Tischlerei Niehus und<br />

Sohn in Berlin-Köpenick. Nach der Schule<br />

absolvierte er eine Tischlerlehre und legte<br />

1984 die Meisterprüfung ab. Niehus<br />

engagiert sich seit 27 Jahren ehrenamtlich:<br />

Er war Bezirksmeister (Köpenick und<br />

Treptow), ist u. a. seit 1994 im Vorstand<br />

der Innung, Mitglied der Vollversammlung<br />

der Handwerkskammer Berlin, im<br />

Innungszusammenschluss WHdI, Mitglied<br />

im Förderverein für die Aus- und Weiterbildung<br />

im Tischlerhandwerk oder im<br />

Inter Versorgungswerk.<br />

niederlagen eingesteckt und um beste leistungen gerungen<br />

ZaHNTEcHNIKEr-INNUNG BErlIN-BraNdENBUrG<br />

Mit 81 jungen Gesellen, Ausbildern und vielen Gästen feierte die Innung am<br />

28. Februar <strong>2017</strong> in der Heilig-Kreuz-Kirche (Berlin-Kreuzberg) die Freisprechung.<br />

Prüfungsergebnisse<br />

Gesellenprüfung Winter 2016/17<br />

Kammerbezirk und Land Berlin:<br />

Elisa Benes, Ausbildungsbetrieb:<br />

Zahntechnik Nitschke GmbH, Berlin<br />

Kammerbezirk Frankfurt (Oder) und<br />

Land Brandenburg: Julia Maxeiner,<br />

Ausbildungsbetrieb: Spasa Dentallabor<br />

GmbH, Templin<br />

Kammerbezirk Potsdam: Laura<br />

Grotkopp, Ausbildungsbetrieb: ZAP<br />

Juhl, Ludwigsfelde<br />

Kammerbezirk Cottbus: Nick<br />

Neumann, Ausbildungsbetrieb: Mühe<br />

dentallabor GmbH, cottbus<br />

„Sie haben gelernt Niederlagen einzustecken<br />

und um beste leistung zu kämpfen“,<br />

beglückwünschte Gerd-Jürgen Golze, stellvertretender<br />

Landesinnungsmeister der<br />

Zahntechniker-Innung Berlin-Brandenburg,<br />

die jungen Gesellen. 60 Teilnehmer der<br />

Winterprüfung <strong>2017</strong> und 21 Teilnehmer<br />

der Sommerprüfung 2016 hatten bestanden.<br />

Sie wurden von Landeslehrlingswartin<br />

Simone Gretzmacher nach altem<br />

Handwerksbrauch freigesprochen und in<br />

den Gesellenstand übernommen.<br />

„Viele Menschen freuen sich mit ihnen<br />

über die Prüfungsergebnisse: ihre Ausbilder,<br />

Eltern und Freunde", sagte Jürgen<br />

Wittke, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer<br />

Berlin. Jetzt könnten sie<br />

die „Überwindungsprämie" in Form des<br />

Gesellenbriefs erwarten. der in Teamwork<br />

zwischen Meisterschule und Innungsgeschäftsstelle<br />

entstandene Live-Mittschnitt<br />

der praktischen Prüfung ließ alle Anwesenden<br />

ein wenig an Freud und Leid des<br />

Prüfungsgeschehens teilhaben.<br />

Bevor die Prüfungsergebnisse bekannt<br />

gegeben wurden, ehrte die Innung drei<br />

Prüfer für ihr Engagement: Dr. Klaus-Dieter<br />

Müller, ehemals lehrer am oSZ Berlin,<br />

Gesellenbeisitzerin Veronika Nittke und<br />

angela Strohwig, lehrerin am oSZ Potsdam.<br />

Dann zeichnete Ehrenobermeister<br />

Karlfried Hesse die besten jungen Gesellen<br />

aus. Die Innung dankt allen Betrieben<br />

für die Ausbildungsleistung und den<br />

Firmen DeguDent, Ivoclar/Wieland und<br />

Verlag Neuer Merkur für die Sachgeschenke<br />

der Azubis.<br />

A. Zosel-Seeger<br />

Gesellenprüfung Sommer 2016<br />

Sandra Belaschke, Ausbildungsbetrieb:<br />

Brandenburger Dentaltechnik<br />

GmbH, Brandenburg<br />

Foto: Michael Paul<br />

Simone Gretzmacher, Judith Behra (v. l.) und Jürgen Wittke (r.) gratulierten den Besten.


Berlin-Brandenburgisches Handwerk 5 I <strong>2017</strong> I 29<br />

jörg Paschedag neuer geschäftsführer<br />

MalEr- UNd lacKIErErINNUNG BErlIN<br />

Seit März <strong>2017</strong> ist Jörg Paschedag neuer<br />

Geschäftsführer der Innung. Er wurde<br />

1965 in Wuppertal-Barmen geboren und<br />

studierte Wirtschaftswissenschaften.<br />

Berufliche Stationen: Geschäftsführer des<br />

FDP-Kreisverbandes Wuppertal, Büroleiter<br />

des FDP-Bundesvorsitzenden, Abteilungsleiter<br />

in der Bundesgeschäftsstelle und<br />

Bundesgeschäftsführer der Freien Demokraten<br />

(2013/14). Dazwischen gründete<br />

er die Vision Media Systems Berlin GmbH,<br />

war Geschäftsführer der altmann-druck<br />

GmbH und arbeitete in der Agentur Universum<br />

Kommunikation und Medien AG.<br />

2016 machte er sich erneut selbstständig<br />

im Bereich Beratung und Veranstaltungsorganisation.<br />

Paschedag ist verheiratet<br />

und Vater zweier erwachsener Töchter.<br />

Jörg Paschedag, Wuthenowstraße 1,<br />

12169 Berlin, Telefon (030) 2 23 28 60<br />

E-Mail: info@malerinnung-berlin.de<br />

www.malerinnung-berlin.de<br />

Von analogistan nach Digitalien<br />

INNUNG SHK BERLIN<br />

Das erste Barcamp für Fachleute aus<br />

dem Bauhandwerk, das kürzlich in der<br />

Innung SHK Berlin rund 50 digitale Vorreiter<br />

aus verschiedenen Gewerken, der<br />

Industrie, aus Verbänden und Bildungseinrichtungen<br />

anlockte, ist erfolgreich zu<br />

Ende gegangen. „Uns hat beeindruckt,<br />

wie engagiert die Teilnehmenden die<br />

agenda mit eigenen Themen zur digitalisierung<br />

gestaltet haben“, resümierte<br />

Andreas Koch-Martin von der SHK-<br />

Innung. Barcamps unterliegen einem<br />

besonderen Veranstaltungsformat, bei<br />

dem die Teilnehmenden über Facebook,<br />

Twitter oder Messenger-Programme in<br />

Echtzeit über den Stand der Diskussionen<br />

informieren. Der Mehrwert für Betriebe<br />

ist immens, denn es wird jenseits von<br />

Hierarchien debattiert, Wissen weitergegeben<br />

und mit anderen geteilt. Ein<br />

nächstes Handwerkscamp ist für 2018<br />

geplant.<br />

Berichte über das Barcamp:<br />

#hwc17 und www.meistertipp.de<br />

Aus Investition wird Expansion.<br />

IBB für Unternehmen: Die Mittelstandsförderer in Berlin.<br />

Ihr Unternehmen soll weiter wachsen – wir haben das Förderprogramm. Mit einem<br />

maß geschneiderten Finanzierungsangebot unterstützen wir Sie dabei, Ihre Wettbewerbsfähigkeit<br />

zu sichern und Ihre Wachstumsziele zu erreichen. Sprechen Sie mit uns!<br />

Telefon: 030 / 2125-4747<br />

E-Mail: wachsen@ibb.de<br />

www.ibb.de/wachsen


30 I Innungen<br />

Berlin-Brandenburgisches Handwerk 5 I <strong>2017</strong><br />

Sechsmal die Traumnote 1,0 erreicht<br />

Tischler-innung berlin<br />

Freisprechung der Gesellinnen und Gesellen und Fachpraktiker/-innen<br />

im Tischlerhandwerk<br />

Drei Jahre harter Arbeit liegen hinter<br />

ihnen, am 31. März <strong>2017</strong> konnten sie die<br />

Früchte ihrer Arbeit ernten: 72 Junggesellinnen<br />

und –gesellen und Fachpraktiker/<br />

-innen erhielten in einer Feierstunde im<br />

Bildungs- und Technologiezentrum der<br />

Handwerkskammer Berlin ihren Gesellenbzw.<br />

Fachpraktikerbrief.<br />

Der Obermeister der Tischler-Innung Berlin,<br />

Frank-Michael Niehus, sprach traditionell<br />

alle Lehrlinge von ihren Rechten und<br />

Pflichten aus dem Ausbildungsverhältnis<br />

los und frei und wies darauf hin, dass<br />

diese nun als Gesellinnen und Gesellen<br />

auch in der Arbeitswelt von nun an die<br />

volle Verantwortung für ihr Tun übernehmen<br />

müssten.<br />

Der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer,<br />

Jürgen Wittke, beglückwünschte<br />

die neuen Gesellen und Fachpraktiker<br />

im Berliner Tischlerhandwerk<br />

und machte in seiner Ansprache auf die<br />

hervorragenden Berufschancen aufmerksam.<br />

„Machen Sie etwas Großartiges aus<br />

Ihrem Leben!“, forderte er alle Absolventen<br />

auf.<br />

Großartig waren auf jeden Fall die<br />

erbrachten Leistungen, für die es<br />

Auszeichnungen und Belobigungen gab.<br />

Für den schulischen Traum-Notendurchschnitt<br />

von 1,0 wurden Simone Mantel,<br />

Florian Ebeling, Sabine Goller, Maxim<br />

Michaelis, Ninja Garbe und Filipp Rust<br />

ausgezeichnet.<br />

Weitere Gewinner waren:<br />

Simone Mantel:1. Preis Schülerjury,<br />

1. Preis Gutes Handwerk,<br />

Belobigung Gute Form<br />

Ninja Garbe: 1.Preis Schülerjury,<br />

2. Preis Gutes Handwerk,<br />

Belobigung Gute Form<br />

Sabine Goller:1. Preis Gute Form, Belobigungen<br />

Schülerjury und Gutes Handwerk<br />

Konrad von Bruchhausen: 2. Preis<br />

Schülerjury<br />

Julius Heinrich Partzsch: Innungsbester<br />

In unterschiedlichen Kategorien wurden<br />

zudem André Weih, Ludwig Kroll und<br />

Simon Wilensky belobigt.<br />

Berliner Bratwurst trifft kolumbianische Baumtomate<br />

Fleischer-innung berlin<br />

Gute Ideen – super Geschmack! Am 9. April <strong>2017</strong> ging‘s auf der Domäne<br />

Dahlem um die Wurst. Berliner Fleischereien kämpften bei der 15. Bratwurstmeisterschaft<br />

mit Kreativität und Können um die Preise. 9000 Besucher, so<br />

viele wie noch nie, kürten wieder ihre Geschmackssieger.<br />

Jens-Uwe Bünger aus Berlin-Wilmersdorf<br />

und Markus Genz aus Berlin-Marienfelde<br />

konnten die Gäste auch diesmal überzeugen.<br />

Eine wirkliche Überraschung ist<br />

es nicht, denn diese beiden Fleischermeister<br />

und ihre Teams gehen seit Jahren<br />

mit Pokalen vom Platz: Team Bünger<br />

erreicht mit der Fränkischen Bratwurst<br />

Platz eins in der Kategorie regionale<br />

Variante.<br />

Team Genz gewann in der Kategorie<br />

kreative Variante mit der Tamarillo-Bratwurst.<br />

„Eine frische Bratwurst, kombiniert<br />

mit der kolumbianischen Baumtomate",<br />

begründeten die Testesser und auch<br />

eine fünfköpfige Profijury der Innung,<br />

die außer dem Publikumspreis zusätzlich<br />

Urkunden für Geschmack, Konsistenz<br />

und Aussehen vergab. Der Sender N24<br />

begleitete die 15. Bratwurstmeisterschaft<br />

und berichtete live.<br />

Jens-Uwe Bünger (vorn links) und Markus Genz (Mitte, mit Urkunde) mit ihren Sieger-Teams<br />

Foto: Marion Schlag


Berlin-Brandenburgisches Handwerk 5 I <strong>2017</strong> Betriebsberatung I 31<br />

Mängelgewährleistungsrecht<br />

Haftungsfalle für Handwerker entschärft<br />

Das Gesetz zur Reform des Mängelgewährleistungs- und Bauvertragsrechts ist rechtskräftig.<br />

Nachdem der Bundesrat am 31. März <strong>2017</strong> dem Gesetz zugestimmt hat, treten<br />

die neuen Bestimmungen wie vorgesehen zum 1. Januar 2018 in Kraft.<br />

Das gesetzliche Gewährleistungsrecht<br />

wird um einen wichtigen Aspekt erweitert:<br />

Handwerker können dann einen Ersatz<br />

ihrer Aus- und Einbaukosten geltend<br />

machen, wenn der Lieferant mangelhaftes<br />

Material geliefert hat. Einen solchen<br />

Ersatzanspruch gab es bislang nicht. Der<br />

Anspruch umfasst neben den Kosten für<br />

ein- und wieder ausgebaute Materialien<br />

zudem Kosten für das erneute Anbringen<br />

von Materialien, die zuvor an eine andere<br />

Sache angebracht wurden. Der Begriff<br />

des „Anbringens“ berührt zahlreiche<br />

Tätigkeiten, wie sie z. B. im Maler- und<br />

Lackiererhandwerk, Raumausstatterhandwerk<br />

oder Rollladen- und Sonnenschutztechnikerhandwerk<br />

ausgeführt werden.<br />

Damit sind nahezu sämtliche Tätigkeiten<br />

erfasst, die vorher in die „Haftungsfalle“<br />

für Handwerker führen konnten. Des<br />

Weiteren erhalten Handwerker das<br />

Recht zur Wahl der Nachbesserung. Sie<br />

entscheiden, ob der Materiallieferant<br />

ihnen Geldersatz leisten oder selbst die<br />

erforderliche Mängelbeseitigung beim<br />

Kunden durchführen muss.<br />

Eine gesetzliche AGB-Festigkeit hat<br />

der Bundestag nicht beschlossen. Die<br />

Abgeordneten gehen davon aus, dass die<br />

bewährte Rechtsprechung des BGH einen<br />

ausreichenden Schutz für die Betriebe<br />

bietet. Die ständige Rechtsprechung zur<br />

Ausstrahlungswirkung der AGB-Verbotsklauseln<br />

bei Verwendung gegenüber<br />

Unternehmern wird sich nach Einschätzung<br />

des Zentralverbandes des Deutschen<br />

Handwerks dennoch positiv auf den neu<br />

eingeführten Anspruch auf Ersatz der Ausund<br />

Einbaukosten bzw. Anbringungskosten<br />

von Materialien auswirken. Inwieweit<br />

die Rechtsprechung eine Einschränkung<br />

des Anspruchs zulässt, sei derzeit jedoch<br />

nicht abschließend prognostizierbar. Wichtig<br />

sei es, entsprechende Fälle gerichtlich<br />

klären zu lassen, um zeitnah Rechtsklarheit<br />

zu erlangen.<br />

Weitere Ankünfte erhalten Sie bei:<br />

Dr. Johannes Thelen, thelen@hwk-berlin.de<br />

Telefon (0 30) 2 59 03–3 93,<br />

Naturstrom<br />

für Ihren<br />

Betrieb<br />

Der exklusive Stromtarif – Profi Natur12 Partner<br />

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Preisgarantie *<br />

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www.vattenfall.de/partner-berlin<br />

* Ausgenommen sind Änderungen der EEG-Umlage, der KWK-Umlage, der Umlage<br />

nach § 19 StromNEV, der Offshore-Haftungs-Umlage, der Umlage für abschaltbare<br />

Lasten, der Strom- und der Umsatzsteuer. Ausgenommen sind ferner Preisänderungen,<br />

soweit künftig neue Steuern, Abgaben oder sonstige staatlich veranlasste,<br />

die Beschaffung, Erzeugung, Speicherung, Netznutzung oder den Verbrauch von<br />

elektrischer Energie betreffende Mehrbelastungen oder Entlastungen wirksam<br />

werden. Die staatlichen Komponenten inklusive der Steuern betragen ca. 53 % des<br />

Verbrauchspreises und ca. 16 % des Grundpreises. Der Vertrag hat eine Mindestvertragslaufzeit<br />

von 12 Monaten.


ANZEIGE<br />

Werbung ganz praktisch<br />

Großflächenplakat links, City-Light-Poster rechts, Litfaßsäule direkt in der Mitte … Doch wie kommen eigentlich<br />

all die Werbemedien an Ort und Stelle? Wer sorgt dafür, dass die Inhalte aktuell sind? Vor ziemlich<br />

genau 27 Jahren gründete Frank Meinhardt sein Unternehmen, bei dem sich alles um Werbeanlagen dreht.<br />

Heute ist er ein bundesweit tätiger verlässlicher Partner der Anbieter von Außenwerbung. Dienstleistung<br />

oder Handwerk? Wir fragten nach.<br />

Außenwerbung – das ist ein weites Feld.<br />

Was genau ist der Arbeitsgegenstand<br />

Ihrer Firma?<br />

Wir bauen und bewirtschaften die<br />

unterschiedlichsten Werbeträger für<br />

den Innen- und Außenbereich. Wir sind<br />

also nicht die kreativen Köpfe, die sich<br />

Werbekampagnen ausdenken, sondern<br />

die, die dafür sorgen, dass diese<br />

wahrgenommen werden können. Wir<br />

errichten Werbeträger aller Größen und<br />

Ausführungen vom Fundament bis zur<br />

endgültigen Montage des Werbeträgers.<br />

Dazu betreuen und warten wir die Anlagen,<br />

einschließlich des Wechselns der<br />

Plakate. Zudem verfügen wir über die<br />

notwendige Spezialtechnik wie selbstfahrende<br />

Arbeitsbühnen für besondere<br />

Anforderungen. Das alles kann der<br />

Kunde als Komplettpaket nutzen oder<br />

nur einzelne Segmente buchen.<br />

Wir sind Dienstleister,<br />

die ohne solides und verlässliches<br />

Handwerk nicht bestehen können.<br />

gehen an den Start, wenn die Baugenehmigung<br />

vorliegt und die Werbeleute das „Go“<br />

für die Kampagne erteilt haben.<br />

Ihr Unternehmen steht aber auf zwei<br />

Beinen?<br />

Ja, und das hat sich in all den Jahren als<br />

sehr gesund erwiesen: der Aufbau und<br />

die Bewirtschaftung von Werbeanlagen<br />

und der turnusmäßige Wechsel von Plakaten<br />

der verschiedenen Flächen.<br />

Wer nutzt Ihre Leistungen?<br />

Es sind die Stadtmöblierer und Außenwerbefirmen,<br />

also Unternehmen wie Ströer,<br />

Mediateam, Kulturplakatierung, Moplak,<br />

AWK sowie diverse Agenturen.<br />

Sie arbeiten an einer Schnittstelle<br />

zwischen Dienstleistung und Handwerk.<br />

Welcher Bereich überwiegt?<br />

Wir sind Dienstleister, die ohne<br />

solides und verlässliches Handwerk<br />

nicht bestehen können,<br />

denn die einzelnen Aufgabenstellungen<br />

verlangen immer<br />

wieder individuelle Lösungen,<br />

die durchdacht sein und den<br />

unterschiedlichsten Belastungen<br />

standhalten müssen.<br />

Onkel auf dieses Geschäftsfeld aufmerksam.<br />

Damals gab es hier im Ostteil der<br />

Stadt nirgends Werbetafeln. Zu Beginn<br />

wurde mein Aufbruchsoptimismus erst<br />

mal heftig auf die Probe gestellt, denn<br />

es dauerte doch länger als gedacht,<br />

bis die ersten Projekte überhaupt Fahrt<br />

aufnahmen. Meine ersten Touren zum<br />

Kleben von Plakaten habe ich in meiner<br />

Garage geplant und vorbereitet. Heute<br />

arbeiten in meinem Unternehmen sieben<br />

festangestellte Fachleute. Hinzu kommen<br />

Subunternehmer, mit denen ich zum Teil<br />

schon mehr als 20 Jahre zusammenarbeite<br />

– alle sind fit, haben ein hohes<br />

Fachverständnis und arbeiten gut.<br />

Die Garage wurde dann ja bald zu eng …<br />

Stimmt. Und so fand ich im Rummelsburger<br />

Industriegebiet einen geeigneten<br />

Standort in einem ehemaligen<br />

Fabrikgebäude. Als das Unternehmen<br />

weiterwuchs, konnte ich da nur einzelne<br />

Flächen mieten, die nicht nebeneinanderlagen.<br />

Das war ziemlich unpraktisch,<br />

zudem kletterte die Miete in eine Höhe,<br />

die mir die Falten auf die Stirn trieb.<br />

Dann fand ich 2006 dieses brachliegende<br />

Grundstück mit 3.500 Quadratmetern<br />

und kaufte das Bauland.<br />

Aus eigener Kraft?<br />

Welche Werbeträger sind das konkret?<br />

Kurz gesagt: Stadtmöbel, also Großflächenplakate,<br />

City Light Poster, Billboards,<br />

Werbeflächen an Wartehallen, Vitrinen,<br />

die Uhren mit Werbeflächen an markanten<br />

Orten und natürlich, nicht zu vergessen: die<br />

gute, alte Litfaßsäule. Aber all diese Dinge<br />

entwerfen und produzieren wir nicht, wir<br />

stellen sie „nur“ auf und warten sie. Wir<br />

Wie kamen Sie persönlich dazu, gerade<br />

ein Unternehmen mit dieser Ausrichtung<br />

zu gründen?<br />

Mehr oder weniger war es Zufall. Ich<br />

bin gelernter Mechaniker und wusste<br />

in den Wirren der Wende 1989/90,<br />

dass ich mich neu orientieren muss. In<br />

dieser Mischung aus Unsicherheit und<br />

Goldgräberstimmung machte mich mein<br />

Nein, da half mir meine Bank, die<br />

Berliner Volksbank, deren Kunde ich von<br />

Beginn an bin. Übrigens war auch das<br />

ein Rat meines Onkels, der mir erklärte,<br />

dass dies die richtige Bank für mich sei,<br />

schließlich ist sie durch den Zusammenschluss<br />

von Handwerkern und Gewerbetreibenden<br />

entstanden. Ein guter Rat,<br />

denn ich bin seitdem ein treuer Kunde –<br />

treu aus Überzeugung und Erfahrung.


Wo überall in Berlin sieht man Ihre<br />

Arbeit?<br />

Kurz und knapp: überall. Manchmal<br />

ertappen wir uns im Kollegenkreis, dass<br />

wir einen Weg beschreiben nach Punkten<br />

unserer Arbeit, etwa so: beim Mega Light<br />

nach rechts bis zur Litfaßsäule und am<br />

Superposter noch vorbei …<br />

Geht nicht, gibt’s nicht bei Frank Meinhardt, Chef der Firma FM-Aussenwerbung<br />

Frank Malong<br />

Dabei gab es schon lukrative Wechsel-Angebote<br />

von anderen Banken.<br />

Wann haben Sie neben dem Kauf des<br />

Grundstücks Ihre Hausbank besonders<br />

gebraucht?<br />

Auf dem Bauland mussten ja erst mal<br />

die Hallen und Arbeitsräume errichtet<br />

werden. Hinzu kommt die Technik – wie<br />

eben die selbstfahrende Arbeitsbühne –,<br />

die kostenintensiv ist. Aber eine funktionierende<br />

und damit vertrauensvolle Beziehung<br />

zur Bank erleichtert grundsätzlich<br />

den Arbeitsalltag. Ich habe seit rund<br />

15 Jahren die gleiche Betreuerin und mit<br />

Doris Weiß das große Los gezogen.<br />

Woraus ergibt sich, dass Ihr Unternehmen<br />

deutschlandweit tätig ist?<br />

Wir verfügen über das notwendige<br />

Fachwissen und mit der selbstfahrenden<br />

Arbeitsbühne, dem Hubsteiger,<br />

Foto: Sabeth Stickforth<br />

über die entsprechende Technik, um<br />

bundesweit die sogenannten Superposter<br />

in großer Höhe an Hauswänden<br />

anzubringen. Ich denke, wir haben uns<br />

bei den Auftraggebern auch einen<br />

guten Ruf erarbeitet. Zudem ist es ja<br />

ganz praktisch: Die unterschiedlichen<br />

Werbeträger lagern hier und müssen<br />

eh an den Ort ihrer Bestimmung<br />

transportiert werden. Warum dann<br />

nicht gleich von den Fachleuten, die<br />

sie funktionsfertig aufstellen? Und so<br />

sind wir zwischen Rostock, Hamburg,<br />

Bielefeld und Dresden unterwegs. Geht<br />

nicht, gibt’s bei uns nicht!<br />

Deshalb auch der Sofortservice als besondere<br />

Dienstleistung?<br />

Ja. Der greift bei Schäden durch Sturm, Unfälle<br />

oder Vandalismus. Werbung ist eine<br />

ziemlich preisintensive Sache, da haben<br />

die Werbetreibenden auch einen Anspruch,<br />

dass ihre Werbeträger funktionieren.<br />

Werbung in ihren unterschiedlichen<br />

Formen wird immer moderner.<br />

Ja, der Trend geht natürlich zu elektronischen<br />

Medien, wie beispielsweise die<br />

digitalen Monitore in Einkaufszentren und<br />

Bahnhöfen, wo wir gegenwärtig zunehmend<br />

Aufträge realisieren. Allerdings bin<br />

ich davon überzeugt, dass uns das klassische<br />

Großflächenplakat, auf das die entsprechenden<br />

Werbebotschaften geklebt<br />

werden, noch lange begleiten wird. Weil<br />

es eine einfach-praktische und preiswerte<br />

Möglichkeit der Werbepräsenz ist.<br />

Wie sieht Ihre Auftragslage für das laufende<br />

Geschäftsjahr aus?<br />

Gut. Mein Unternehmen ist über all die<br />

Jahre stetig gewachsen. Ich habe das<br />

immer als gut empfunden und der Stand<br />

der Planung lässt mich optimistisch<br />

in die nächsten Monate und darüber<br />

hinausschauen.<br />

von Brigitte Menge<br />

FM-Aussenwerbung Frank Malong<br />

GmbH & Co.KG<br />

Außenwerbungsunternehmen, Berlin<br />

Köpenicker Chaussee 47, 10317 Berlin<br />

Tel.: 030 / 55498320<br />

www.fm-aussenwerbung.de


34 I Rubrik Berlin-Brandenburgisches Handwerk 5 I <strong>2017</strong><br />

1<br />

Fotos (5): Sarkandy<br />

Auf Entdeckungstour<br />

Die Europäischen Tage des Kunsthandwerks sind in Berlin erfolgreich zu Ende<br />

gegangen. Bei einem Bummel durch Werkstätten, Galerien und Museen am ersten<br />

Aprilwochenende konnten Besucher allerhand lernen: über kunsthandwerkliche<br />

Tätigkeiten und natürlich auch die schönen Dinge des Lebens.<br />

Foto: Liebscher<br />

Schuhe zum Beispiel. Mal sind<br />

sie pure Leidenschaft, mal<br />

Statement für den gelungenen<br />

Auftritt oder auch geliebte<br />

Treter. Maßschuhmacherin Ina<br />

Büchs (Foto 1) kennt sie alle,<br />

spezialisiert hat sie sich jedoch<br />

auf Eigenkreationen aus Leder<br />

und Textil. Da kann es auch<br />

schon mal der Sofabezug sein,<br />

der sie zu neuen Entwürfen<br />

inspiriert. Natürlich widmet sie<br />

sich auch den schiefgelaufenen<br />

Absätzen oder gerissenen<br />

Nähten der Lieblingsschlappen.<br />

„Manchmal ist wirklich detektivisches<br />

Spezialwissen gefragt,<br />

wenn es um die Zusammensetzung<br />

von Leim und Leder geht”,<br />

sagt die 32-Jährige. Denn die<br />

Schuhindustrie ändere häufig<br />

die chemische Zusammensetzung<br />

von Klebemitteln.<br />

Experimentell geht es auch beim<br />

Berlin Kreativ Kollektiv (Foto 2)<br />

zu. In verschiedenen Vorführungen<br />

konnten Besucher den<br />

ganzen Tag über Einblicke in<br />

handwerkliche Prozesse gewinnen<br />

und Schmuckdesignern über<br />

die Schulter schauen.<br />

Eine Ausstellung von 40 Kunsthandwerkerinnen<br />

und -handwerkern<br />

des Berufsverbandes<br />

Angewandte Kunst Berlin-<br />

Brandenburg (Foto 6) gab es<br />

in der KPM Königliche Porzellanmanufaktur<br />

zu sehen, wo<br />

auch die Europäischen Tage<br />

des Kunsthandwerks feierlich<br />

eröffnet wurden. Zu sehen waren<br />

Arbeiten u. a. aus den Bereichen<br />

Textil (Foto 6), Keramik, Leder,<br />

Glas, Schmuck und Gerät, Holz,<br />

Metall und Papier.<br />

Kulturgüter bewahren und<br />

kunsthandwerkliche Zeitzeugnisse<br />

für die Nachwelt erhalten–<br />

das ist die Profession von<br />

der Ateliergemeinschaft von<br />

Michael Janowski und Anja<br />

Idehen. In der Werkstatt des Vergolders<br />

und Fassmalers (Foto 3)<br />

werden Bilder- und Spiegelrahmen<br />

restauriert, aber auch neu<br />

angefertigt. Alte Holzmöbel<br />

erhalten unter seiner fachkundigen<br />

Hand Goldapplikationen.<br />

Auch Punzierungen, bei denen<br />

zarte Ornamente mithilfe eines<br />

2


Berlin-Brandenburgisches Handwerk 5 I <strong>2017</strong> Kultur I 35<br />

3<br />

4<br />

stumpfen Nagels entstehen, oder Gravuren<br />

und Radierungen gehören zum Repertoire von<br />

Michael Janowski. Die Restauratorin Anja Idehen<br />

(Foto 7) widmet sich der Baudenkmalpflege<br />

und der Gemälderestaurierung. Aktuell ist<br />

in der Werkstatt zu sehen, wie sie Verschmutzungen<br />

und vergilbte Firnisschichten von einem<br />

Ölbild entfernt.<br />

5<br />

Eine Kunstfertigkeit der ganz anderen Art ist in<br />

der Werkstatt für Geigenbau bei Tanja Hidde<br />

und Andrea Dürr zu beobachten (Foto 4). „Holz<br />

ist ein besonderer Werkstoff”, schwärmt Tanja<br />

Hidde. Rund 200 Stunden dauert es, bis eine<br />

neue Geige fertig ist. Musikfreunde können<br />

sich in der Werkstatt zur Holzauswahl bei Neubau<br />

eines Instruments oder auch zu Reparaturen<br />

und Restaurierungen beraten lassen.<br />

7<br />

Foto: Eichinger<br />

6


36 I<br />

Berlin-Brandenburgisches Handwerk 5 I <strong>2017</strong><br />

Preisrätsel<br />

Preisrätsel<br />

„Berlin-Brandenburgisches Handwerk“<br />

verlost unter allen richtigen<br />

Einsendungen:<br />

2 x 2 Karten für „WET TEMPTATION.<br />

Try to resist!“ am Samstag, den<br />

20.<strong>05</strong>.<strong>2017</strong>, 20.00 Uhr, im Mehr!<br />

Theater am Großmarkt in Hamburg.<br />

Wann waren Sie das letzte Mal in<br />

Hamburg? – Schon eine Weile her?<br />

Dann wäre doch jetzt die ideale Gelegenheit<br />

für die Planung eines verlängerten<br />

Wochenendes im Wonnemonat<br />

Mai. In knapp zwei Stunden bringt Sie<br />

der ICE in die brückenreichste Stadt<br />

Europas, denn mit 2.486 Brücken<br />

liegt Hamburg weit vor Amsterdam<br />

mit 1.200 Brücken. Lieben Sie nicht<br />

nur das raue Nordseeklima, sondern<br />

sind auch kulturinteressiert, könnte<br />

sich die Teilnahme an unserem<br />

Gewinnspiel für Sie lohnen. Die<br />

neue Tanz-Sensation verspricht<br />

„Kreisch-Alarm!“ und hat schon über<br />

drei Millionen Zuschauer begeistert.<br />

Regisseur Rustam Nadirshin suchte<br />

weltweit nach den „unwiderstehlichsten“<br />

Tänzern, Artisten und Akrobaten<br />

und fand 11 „attraktive, begehrenswerte,<br />

charmante Männer“, die die<br />

unterschiedlichsten Tanzstile vereinen.<br />

Mit „verführerischer Körpersprache“<br />

und technischer Perfektion zeigen sie<br />

eine neue Tanzdimension quer durch<br />

Klassik, Jazz, Hip-Hop und Breakdance<br />

Akrobatik. – Das alles bei strömendem<br />

Regen mit freiem Oberkörper,<br />

was das eine oder andere Frauenherz<br />

sicher höher schlagen lassen wird.<br />

www.wettemptation.com<br />

So können Sie gewinnen:<br />

Schreiben Sie die Lösung auf eine frankierte<br />

Postkarte an Berlin-Brandenburgisches<br />

Handwerk, c/o TMM Marketing & Medien<br />

Verlag GmbH, Kantstr. 151, 10623 Berlin,<br />

oder schicken Sie eine E-Mail an<br />

handwerk@tmm.de (bitte mit vollständigem<br />

Namen, Adresse, Tel.-Nr., E-Mail-Adresse und<br />

LÖSUNGSWORT). Die Gewinner werden<br />

schriftlich benachrichtigt.<br />

Boxschlag<br />

q Golf-<br />

begriff<br />

franz.<br />

Käsesorte<br />

Ton<br />

geschlechschaden<br />

a d Stoff-<br />

d<br />

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Harz<br />

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Kröte<br />

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(lat.)<br />

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Kriegsgott<br />

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Popgruppe<br />

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Gotteshaus<br />

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und<br />

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(engl.)<br />

Paarungszeit<br />

Schluss Wolfsspinne<br />

Eintönigkeitsgefühl<br />

Schmelzüberzug<br />

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Buchstabe<br />

Wurfund<br />

Stoßwaffe<br />

w Laubbaum<br />

begeisterter<br />

Anhänger<br />

Fernkopie<br />

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Thor<br />

Kampfplatz<br />

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Liebesgott<br />

Nährmutter<br />

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Herausgeber<br />

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Fisch-<br />

Baumate-<br />

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österr.<br />

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Haartrachker<br />

Weltmeer<br />

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Wurzelgemüsschafmuttehorn<br />

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ostasiatischer<br />

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Staat<br />

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Kavallerist<br />

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Stadt<br />

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Ersatznamlöwe<br />

Silber-<br />

Weser<br />

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Baskenmütze<br />

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türk.<br />

Berg<br />

krimin.<br />

Vereinigung<br />

c d d<br />

1 2 3 4 5 6 7 8 9<br />

Einsendeschluss: 19.<strong>05</strong>.<strong>2017</strong><br />

Teilnehmen darf jeder über 18 Jahre. Ausgenommen sind Mitarbeiter<br />

des Verlages, der Handwerkskammer sowie deren Angehörige.<br />

Der Gewinn wird unter den richtigen Einsendungen verlost. Eine<br />

Barauszahlung und Übertragung des Gewinns ist nicht möglich. Der<br />

Rechtsweg ist ausgeschlossen. Durch die Teilnahme an dem Gewinnspiel<br />

werden die Teilnahmebedingungen anerkannt. Die Gewinner<br />

erklären sich mit ihrer Teilnahme automatisch damit einverstanden,<br />

dass ihr Name und ihre Anschrift veröffentlicht werden dürfen.<br />

Fotos: agenda production


Berlin-Brandenburgisches Handwerk 5 I <strong>2017</strong> KUlTUr I 37<br />

DEr glÖCknEr Von noTrE DamE<br />

Eine geschichte von liebe, rache und mitgefühl<br />

Das Paris des 15. Jahrhunderts ist Schauplatz der dramatisch-romantischen Liebesgeschichte<br />

des Buckeligen Quasimodo. Noch bis zum 5. November <strong>2017</strong> hat das Stage<br />

Theater des Westens Berlin Disney‘s Glöckner von Notre Dame auf dem Spielplan.<br />

Die Inszenierung basiert auf dem gleichnamigen<br />

Zeichentrickfi lm von 1996. Es<br />

ist die klassische Geschichte von Liebe,<br />

Rache und Mitgefühl. Für Berlin wurde<br />

das Buch zum Musical neu geschrieben<br />

und um einige charaktere des<br />

originalromans sowie neue Songs von<br />

oscar®-Gewinner alan Menken ergänzt.<br />

Dieser neue Glöckner von Regisseur<br />

Scott Schwartz wird durch einen großen<br />

chor und ein orchester in neuem Klang<br />

erzählt.<br />

Sie können Gutscheine über 3 x 2 Tickets<br />

gewinnen. Bitte senden Sie dazu bis<br />

zum 17. Mai <strong>2017</strong> eine E-Mail mit dem<br />

Stichwort „Glöckner” an redaktion@hwkberlin.de.<br />

www.stage-entertainment.de<br />

unsere gewinner<br />

carmina Burana am 20. Mai <strong>2017</strong><br />

im Tempodrom werden erleben:<br />

Gerhard Kablitz<br />

Kerstin Landmesser, Eschricht<br />

Metalltechnik GmbH<br />

Frank-M. Weber, fmw guitars berlin<br />

www.opern-festspiele.de<br />

Foto: Johan Persson<br />

Exklusive Angebote nur für Gewerbekunden.<br />

Sie sind Profi in Ihrem<br />

Bereich – wir schenken<br />

Ihnen mehr Zeit dafür.<br />

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Hol- und Bring-Service für<br />

inkl. kostenloser Mobilitätsgarantie.<br />

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Zzgl. Material und Zusatzarbeiten, gültig für Renault Nutzfahrzeuge. Die Mobilitätsgarantie ist gültig bis zur nächsten fälligen Wartung bzw. zum nächsten fälligen<br />

Service-Check. 2 Im Umkreis von 3 km. 3 Die Angebote gelten bis zum 31.<strong>05</strong>.<strong>2017</strong>.<br />

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38 I Aktuelles<br />

Unser Service für<br />

Handwerksbetriebe<br />

Mitgliedsbetriebe der Handwerkskammer Berlin können ein umfangreiches Dienstleistungsangebot<br />

nutzen, fast immer kostenfrei. Hier eine Auswahl. Fordern Sie uns. Wir informieren und beraten Sie gern.<br />

Fotos: reeel, iko/Fotolia<br />

Aus- und Weiterbildung, Sekretariat,<br />

(030) 259 03 - 347<br />

Ausbildungsvertrag, Lehrlingsrolle, Tel:<br />

- 346, E-Mail: lehrlingsrolle@hwk-berlin.de<br />

Ausschuss für Lehrlingsstreitigkeiten: Eva<br />

Taubert, - 344, taubert@hwk-berlin.de<br />

Förderung der Berufsausbildung im Land<br />

Berlin (FBB): Norman Popp, - 381,<br />

n.popp@hwk-berlin.de<br />

Lehrstellenbörse, Praktikumsbörse: - 356,<br />

lehrstellenboerse@hwk-berlin.de<br />

praktikumsboerse@hwk-berlin.de<br />

Meister-BAföG und Begabtenförderung:<br />

Jens Wortmann, - 356,<br />

wortmann@hwk-berlin.de<br />

Meisterprüfungen: Angelika Schönwaldt-<br />

Dohnt, - 370, dohnt@hwk-berlin.de<br />

Fort- und Weiterbildungsprüfungen:<br />

Jürgen Vohl, - 365, vohl@hwk-berlin.de<br />

Passgenaue Besetzung: - 395 oder - 409,<br />

vermittlung@hwk-berlin.de<br />

Bildungsstätten<br />

Bildungs- und Technologiezentrum (BTZ):<br />

Erneuerbare Energien, Gebäudeenergieberater:<br />

Jean Liebing, - 454,<br />

liebing@ hwk-berlin.de<br />

Technische Weiterbildung: Sylvia Düring,<br />

-424, duering@hwk-berlin.de<br />

Kaufmännische Weiterbildung: Sabrina<br />

Zill, -413, zill@hwk-berlin.de<br />

Kompetenzzentrum Zukunftstechnologien<br />

im Handwerk: Dr. Jost-Peter Kania,<br />

- 444, kania@hwk-berlin.de<br />

Meistervorbereitungslehrgänge: Juane<br />

Joanny, - 4<strong>05</strong>, joanny@hwk-berlin.de<br />

Bildungs- und Innovationszentrum<br />

(BIZWA), Aus- und Fortbildungsangebote:<br />

Jürgen I. Päch, (03338) 39 44 60,<br />

paech@hwk-berlin.de<br />

Betriebsberatung, Sekretariat,<br />

Sylvia Köckeritz, (030) 259 03 - 467<br />

Arbeitsschutz- und Qualitätsmanagement,<br />

ZDH-ZERT GmbH: Andreas Weise,<br />

- 465, weise@hwk-berlin.de<br />

Betriebsführung, Existenzgründung,<br />

Übergabe/-nahme, Finanzierung, Fördermittel:<br />

- 467,<br />

betriebsberatung@hwk-berlin.de<br />

Bewertung von Betriebseinrichtung,<br />

Zeitwertgutachten, Steffen Noak, - 462,<br />

noak@hwk-berlin.de<br />

EU-Beratung, Kooperationen: Heinrich<br />

Staudigl, - 464, staudigl@hwk-berlin.de<br />

Meistergründungsprämie: Martin Klinn,<br />

- 471, klinn@hwk-berlin.de<br />

Nachfolgebörse: Robert Bach, - 360,<br />

bach@hwk-berlin.de<br />

Gewerbeangelegenheiten<br />

Ausnahmebewilligungen, GmbH-Eintragungen,<br />

Schwarzarbeit: Phillip Richter,<br />

- 109, p.richter@hwk-berlin.de<br />

Handwerksrolle<br />

Änderungen, Betriebsleiterwechsel: Ines<br />

Wiesmann, - 107, wiesmann@hwk-berlin.de<br />

Handwerkskammerbeiträge<br />

Claudia Kautz, - 315; Alexandra Stabernack,<br />

- 310, beitrag@hwk-berlin.de<br />

Rechtsberatung<br />

Rechtliche Beratung für Handwerksbetriebe<br />

oder rechtliche Fragen im Sachverständigen-<br />

und Innungswesen:<br />

Steffi Reich, - 350, reich@hwk-berlin.de<br />

Johannes Thelen, - 393,<br />

thelen@hwk-berlin.de<br />

Petra Heimhold, - 391,<br />

heimhold@hwk-berlin.de<br />

Sachverständigenvermittlung,<br />

Verbraucherbeschwerdestelle: Katharina<br />

Liebsch, - 352, liebsch@hwk-berlin.de<br />

StarterCenter Berlin<br />

Maria Kochan, - 117, kochan@hwk-berlin.de<br />

Selda Özdemir, -342, s.oezdemir@hwkberlin.de<br />

Jovan Otto, -116, otto@hwk-berlin.de<br />

Wirtschaftspolitik, Sekretariat,<br />

Ina Kannenberg, (030) 259 03 - 358<br />

Arbeits- und Umweltschutz, Umgang mit<br />

Gefahrstoffen, Gefährdungsbeurteilung,<br />

Abfall, Energie: Dr. Martin Peters, - 460,<br />

peters@hwk-berlin.de<br />

Digitalisierung, Innovation: Kerstin<br />

Wiktor, -392, wiktor@hwk-berlin.de<br />

Förderung von Frauen, Vereinbarkeit<br />

Beruf u. Familie: Adriane Nebel, - 362,<br />

nebel@hwk-berlin.de<br />

Parkraumbewirtschaftung, Öffentliche<br />

Aufträge: Svend Liebscher, - 357,<br />

liebscher@hwk-berlin.de<br />

Personalentwicklung, Organisation:<br />

Gudrun Laufer, - 499, laufer@hwk-berlin.de<br />

Weitere Ansprechpartner:<br />

www.hwk-berlin.de


Anzeige<br />

Wer durch das Buch von Gelbe Seiten blättert, erhält neben<br />

dem, was er sucht, viele Tausend Erfolgsgeschichten von Unternehmen<br />

in Berlin. Diese sind erzählenswert und der Beweis<br />

dafür, dass ein Inserat in Gelbe Seiten das eigene Angebot<br />

bekannter und das eigene Unternehmen erfolgreicher macht.<br />

Mit der Aktion Erfolgsgeschichten von Gelbe Seiten machen<br />

wir uns jedes Jahr auf die Suche nach diesen Erfolgsgeschichten<br />

und küren jeweils drei Gewinner, die mit ihrem Unternehmen<br />

und einem Inserat in Gelbe Seiten gut im Geschäft sind.<br />

Das sind die beeindruckenden Geschichten unserer Gewinner<br />

aus 2016, die mit viel Mut und Leidenschaft erfolgreich in der<br />

Berliner Unternehmenslandschaft vertreten sind.<br />

Das Erfolgsduo: Gundula Mohr und Jennifer Mohr Inhaber von KULA-HOLZ: Pascal Holz Dekorateurin aus Leidenschaft: Heike Belgert<br />

Gundula und Jennifer Mohr sind so etwas<br />

wie die Pioniere des Branchenzweigs<br />

Trocknungstechnik. Was in den 80er Jahren<br />

noch völliges Neuland war, ist heute<br />

nicht wegzudenken: Für Wasserschäden<br />

jeglicher Art bieten die Mohrs ihren Kunden<br />

optimalen Service und innovative<br />

Lösungen an. Der rund um die Uhr erreichbare<br />

Notdienst ist dabei genauso wichtig<br />

wie die Förderung von Innovationen.<br />

Heute führt Jennifer Mohr das Erfolgsunternehmen<br />

in zweiter Generation. Investitionen<br />

in Werbung sind für sie ein Muss,<br />

da der Konkurrenzkampf größer wird.<br />

Trotzdem blickt Mohr optimistisch in die<br />

Zukunft. Das hat zwei Gründe. Erstens ist<br />

Mohr Trocknungstechnik insgesamt bestens<br />

aufgestellt, und zweitens: „Wasserschäden<br />

wird es immer geben.“<br />

Holz steckt bei Pascal Holz nicht nur im<br />

Nachnamen, denn er führt das erfolgreiche<br />

Unternehmen KULA-HOLZ, bei dem<br />

sich wirklich alles um Holz dreht. Für ihn<br />

stand bereits früh fest, dass er irgendwann<br />

in die Fußstapfen des Vaters treten<br />

wird. „Jedes Stück, das hier liegt, habe ich<br />

selber im Wald eingekauft“, erklärt der<br />

erfolgreiche Unternehmer. Auch die Holzbranche<br />

ist Trends unterworfen. Derzeit<br />

zielt alles auf Nachhaltigkeit. Nicht verwunderlich<br />

ist somit, dass immer mehr<br />

Architekten und Bauherren auf Holz setzen<br />

und die Produkte von Holz nachfragen.<br />

Aber auch Möbelhersteller gehören<br />

zu seinen Stammkunden und bringen<br />

immer öfter auch ihre Endkunden mit zu<br />

KULA-HOLZ, um sich das Holz direkt vor<br />

Ort auszusuchen.<br />

Möchte man sein Ladengeschäft optimal<br />

präsentieren, dann ist man bei Heike<br />

Belgert, der Inhaberin des Werbeateliers<br />

Art Window, genau richtig. Belgert hat<br />

sich mitten in Berlin ein festes Standbein<br />

aufgebaut. Neben der Schaufenstergestaltung<br />

setzt sie Messestände, Firmenevents<br />

oder Familienfeiern um und verspricht,<br />

dabei „originell, wagemutig und<br />

anders“ zu sein. Nicht verwunderlich ist<br />

somit, dass viele ihrer Kunden dem Unternehmen<br />

seit der Gründung treu geblieben<br />

sind. Obwohl immer mehr im Internet<br />

eingekauft wird, birgt das Dekorieren von<br />

Schaufenstern noch großes Potenzial. Je<br />

weniger Läden auf hochwertige Dekoration<br />

setzen, desto mehr stechen die maßgeschneidert<br />

gestalteten Schaufenster<br />

von Belgert heraus.<br />

Lesen Sie die kompletten Erfolgsgeschichten unserer<br />

Gewinner auf www.erfolgsgeschichten.berlin


40 I Aktuelles<br />

Berlin-Brandenburgisches Handwerk 5 I <strong>2017</strong><br />

Impressum<br />

Herausgeberin:<br />

Handwerkskammer Berlin<br />

Blücherstraße 68<br />

10961 Berlin<br />

Telefon (030) 2 5903–01<br />

Telefax (030) 2 5903–235<br />

Internet: www.hwk-berlin.de<br />

E-Mail: info@hwk-berlin.de<br />

ISSN 0939–44 43<br />

Foto: shaiith/Fotolia<br />

„Berlin-Brandenburgisches Handwerk“<br />

ist das offizielle Mitteilungsblatt der<br />

Handwerkskammer Berlin.<br />

Redaktion:<br />

Elke Sarkandy (Chefredakteurin),<br />

Tel.: 2 59 03–2 30<br />

E-Mail: sarkandy@hwk-berlin.de<br />

Marina Wolf, App. –1 19<br />

Birgit Wittenberg, App. –226<br />

Verlag, Druck und Anzeigen:<br />

TMM Marketing & Medien Verlag GmbH<br />

Kantstr. 151, 10623 Berlin<br />

Telefon (030) 2 06 26 73,<br />

Fax (0 30) 2 06 26 75 0<br />

E-Mail: handwerk@tmm.de<br />

Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 31<br />

vom 1. Januar 2016.<br />

Gestaltung:<br />

Redaktion und scottie.design<br />

Erscheinungsweise:<br />

10 Ausgaben pro Jahr<br />

Abonnement:<br />

Für Mitgliedsbetriebe der Handwerkskammer<br />

Berlin ist der Bezugspreis mit<br />

dem Handwerkskammerbeitrag abgegolten.<br />

Der Einzelverkaufspreis beträgt<br />

4 €, das Jahresabonnement kostet 40 €<br />

(Preise einschl. 7% MwSt.).<br />

Ihre Bestellwünsche richten Sie bitte<br />

an TMM Marketing & Medien Verlag<br />

GmbH, Telefon (030) 2 06 26 73.<br />

Die mit dem Namen des Verfassers<br />

oder seinen Initialen gekennzeichneten<br />

Beiträge geben die Meinung des<br />

Verfassers wieder, aber nicht unbedingt<br />

die Ansicht der Handwerkskammer. Für<br />

unverlangt eingesandte Manuskripte,<br />

Fotos, Grafiken und Illustrationen<br />

übernehmen wir keine Haftung.<br />

Diese Zeitschrift wird<br />

geprüft durch die Informationsgemeinschaft<br />

zur Feststellung<br />

der Verbreitung<br />

von Werbeträgern e.V.<br />

Schuhmacherwerkstatt seit 50 Jahren<br />

Dieser Schuhmachermeister ist bei seinen Leisten geblieben: Seit einem<br />

halben Jahrhundert kümmert sich Wolfgang Mistelbauer mit Leib, Seele und<br />

technischem Know-how um die Fußbekleidung seiner Kunden: zum Wandern,<br />

Lustwandeln oder für den großen Auftritt.<br />

Gerade mal 22 Jahre war er damals<br />

jung, als er sich als Nachkriegskind in<br />

die Handwerksrolle eintragen ließ und<br />

sich mit seiner ersten Werkstatt selbstständig<br />

machte - „mit einer Ausnahmegenehmigung”,<br />

betont er. Heute blickt er<br />

,71-jährig, auf Hunderttausende Schuhe<br />

zurück, denen er zu neuem Leben verholfen<br />

hat. Auch bei Fußproblemen ist er zur<br />

Stelle, denn Meister Mistelbauer führt<br />

Geburtstage<br />

85 Jahre<br />

Joachim Köppe, Geschäftsführer<br />

Ing. J. Köppe & Co. GmbH, 24. Mai<br />

80 Jahre<br />

Fred Witt, Klempnermeister, 16. Mai<br />

71 Jahre<br />

Bernd Korella, Ehrenmitglied der<br />

Fleischer-Innung Berlin, 5. Mai<br />

70 Jahre<br />

Marie-Henriette Schlack, Friseurmeisterin,<br />

6. Mai<br />

Frank Jüttner, Komplementär der Jüttner<br />

Orthopädie KG, 15. Mai<br />

Irene Klamann, Friseurmeisterin, 30. Mai<br />

auch Zurichtungen an orthopädischen<br />

Schuhen durch. Von 2002 bis 2009<br />

war er Meisterbeisitzer im Ausschuss<br />

für Berufsbildung seiner Innung. Seine<br />

Meisterprüfung legte das Friedrichshainer<br />

Urgestein bereits 1974 ab. Damit ist<br />

er heute fast ein Exot: Die Handwerkskammer<br />

Berlin verzeichnete 2016 nur<br />

eine einzige abgelegte Meisterprüfung in<br />

diesem Handwerk.<br />

65 Jahre<br />

Ernst Lukowski, Mitglied der Vollversammlung<br />

der Handwerkskammer Berlin,<br />

8. Mai<br />

Hans Wiese, Gas- und Wasserinstallateurmeister,<br />

12. Mai<br />

63 Jahre<br />

Thomas Lundt, Mitglied der Vollversammlung<br />

der Handwerkskammer Berlin,<br />

26. Mai<br />

61 Jahre<br />

Peter Hoppe, Obermeister der Kürschner-<br />

Innung Berlin, 13. Mai<br />

60 Jahre<br />

Peter Roll, Zentralheizungs- und Lüftungsbauermeister,<br />

5. Mai


Berlin-Brandenburgisches Handwerk 5 I <strong>2017</strong> Jubiläen I 41<br />

Karl-Heinz Beeskow, Geschäftsführer<br />

Gleichfeld Gebäudereinigung, 11. Mai<br />

Peter Schwarzwälder, Gas- und Wasserinstallateurmeister,<br />

29. Mai<br />

54 Jahre<br />

Jörg Spott, stellv. Mitglied der Vollversammlung<br />

der Handwerkskammer Berlin,<br />

14. Mai<br />

Torsten Weber, Obermeister der Innung<br />

Parkett und Fußbodentechnik Nordost,<br />

15. Mai<br />

53 Jahre<br />

Gundula Käsler, stellv. Mitglied der<br />

Vollversammlung der Handwerkskammer<br />

Berlin, 10. Mai<br />

52 Jahre<br />

Stephan Schwarz, Präsident der Handwerkskammer<br />

Berlin, 15. Mai<br />

Axel Pönisch, stellv. Mitglied der Vollversammlung<br />

der Handwerkskammer Berlin,<br />

20. Mai<br />

50 Jahre<br />

Ronald Horstmann, stellv. Mitglied der<br />

Vollversammlung der Handwerkskammer<br />

Berlin, 9. Mai; Ronny Reinhold, stellv.<br />

Mitglied der Vollversammlung der Handwerkskammer<br />

Berlin, 14. Mai<br />

49 Jahre<br />

Erdinc Zayim, Obermeister der Karosserieund<br />

Fahrzeugbauer-Innung Berlin, 5. Mai<br />

Peter Lehmann, stellv. Mitglied der<br />

Vollversammlung der Handwerkskammer<br />

Berlin, 16. Mai<br />

45 Jahre<br />

Mario Hübner, Mitglied der Vollversammlung<br />

der Handwerkskammer Berlin,<br />

3. Mai<br />

Erik Paßow, stellv. Mitglied der Vollversammlung<br />

der Handwerkskammer Berlin,<br />

6. Mai<br />

38 Jahre<br />

Johannes Kamm, Geschäftsführer der<br />

Bäcker-Innung Berlin, 29. Mai<br />

Meisterjubiläum<br />

55 Jahre Meister<br />

Günter Nitschke, Zahntechnikermeister,<br />

21. Mai<br />

40 Jahre Meister<br />

nachträglich: Monika Zahl, Friseurmeisterin,<br />

26. April<br />

30 Jahre Meister<br />

Peter Kramm, Kraftfahrzeugmechanikermeister,<br />

20. Mai<br />

25 Jahre Meister<br />

Mario Beyer, Dachdeckermeister, 23. Mai<br />

Wolfgang Algie, Dachdeckermeister,<br />

25. Mai<br />

Betriebsjubiläum<br />

50-jähriges Bestehen<br />

Wolfgang Mistelbauer, Schuhmachermeister,<br />

1. Mai<br />

25-jähriges Bestehen<br />

Peter Brederlau, Gas- und Wasserinstallateurmeister,<br />

1. Mai<br />

Masuch GmbH, Ofen- und Luftheizungsbau,<br />

26. Mai<br />

Betriebliche Zugehörigkeit<br />

25 Jahre im Betrieb<br />

Andre Kunst, beschäftigt bei der Firma<br />

Stehmeyer + Bischoff Berlin GmbH & Co.<br />

KG, 4. Mai<br />

Carsten Brands, beschäftigt bei der<br />

Firma Bilfinger Wolfferts Gebäudetechnik<br />

GmbH, 11. Mai<br />

Liebe Leserinnen und Leser,<br />

auf dieser Seite veröffentlichen<br />

wir Ihre Glückwünsche zu runden<br />

Geburtstagen (ab 60 Jahre) und<br />

andere Jubiläen (ab 25 Jahre). Unabhängig<br />

davon werden Geburtstage<br />

ehrenamtlich Tätiger immer<br />

genannt.<br />

Da das Archiv der Handwerkskammer<br />

im Zweiten Weltkrieg zerstört<br />

wurde, existieren über frühere<br />

Firmengründungen keine vollständigen<br />

Daten mehr. Außerdem leiten<br />

nicht alle Innungen die Jubiläen<br />

ihrer Mitglieder an die Handwerkskammer<br />

weiter.<br />

Bitte informieren Sie deshalb die<br />

Redaktion, wenn Sie einen Veröffentlichungswunsch<br />

haben – gern<br />

mit einem entsprechenden Nachweis<br />

über das Eintragungsdatum<br />

Ihres Betriebes:<br />

Fax (0 30) 2 59 03–2 35<br />

E-Mail: redaktion@hwk-berlin.de<br />

Sachverständigenwesen<br />

Amtliche Bekanntmachung<br />

gemäß § 8 SVO der Handwerkskammer<br />

Berlin<br />

Löschung<br />

Elektrotechniker-Handwerk:<br />

Rainer Botzenhardt, Teilgebiet Kommunikations-<br />

und Sicherheitstechnik<br />

Berlin, 6. April <strong>2017</strong><br />

Schwarz<br />

Präsident<br />

Wittke<br />

Hauptgeschäftsführer


42 I Vorschau<br />

Berlin-Brandenburgisches Handwerk 5 I <strong>2017</strong><br />

Das lesen Sie im nächsten<br />

handwerk<br />

Berlin-Brandenburgisches<br />

Fahrplan für die Sanierung<br />

Neue Impulse in Sachen Energiewende geben die<br />

Berliner Energietage <strong>2017</strong>. Schwerpunkt: Wie<br />

gelingt es bei der energetischen Sanierung,<br />

Wärme, Elektrizität und Mobilität intelligent<br />

in einem effizienten Energiesystem zu koppeln?<br />

Lesen Sie außerdem, wie das Beratungsinstrument<br />

Sanierungsfahrplan Handwerkern und<br />

Kunden nützen soll.<br />

Spielerpotenzial fürs Handwerk<br />

Die Electronic-Games-Branche treibt seit Jahren<br />

die Entwicklungen im IT-Bereich an: Nicht<br />

erst seit gestern nutzen auch andere Wirtschaftszweige<br />

– die klassische Industrie,<br />

der Handel, aber auch das Handwerk<br />

dieses immense Innovationspotential. Wir<br />

berichten über interessante Entwicklungen.<br />

Die Jungs aus<br />

der Zoohandlung<br />

Die Pet Shop Boys kommen mit einer Zusatztour<br />

nach Deutschland. Das britische<br />

Pop-Duo präsentiert sein „Super”-Album am<br />

1. Juli <strong>2017</strong> live in der Mercedes-Benz-<br />

Arena. Dafür verlosen wir in der<br />

nächsten Ausgabe 2 x 2 Tickets.<br />

Foto: fotomek/Fotolia; xiaoliangge/Fotolia; Joseph Sinclair


Senta Berger präsentiert<br />

Donnerstag, 20. Juli, 19.30 Uhr<br />

First Night<br />

Highlights aus Film und Musical<br />

In Zusammenarbeit mit dem Rundfunk Berlin–Brandenburg (rbb)<br />

– Großes Feuerwerksfinale –<br />

Freitag, 21. Juli, 19.30 Uhr<br />

Lucia Aliberti präsentiert<br />

Belcanto – Musik der großen Gefühle<br />

Samstag, 22. Juli, 19.30 Uhr<br />

Opera Italiana in Licht und Feuer<br />

Die große Nacht der italienischen Oper<br />

Sonntag, 23. Juli, 19.30 Uhr<br />

Vier Pianisten – Ein Konzert<br />

Joja Wendt, Sebastian Knauer, Axel Zwingenberger & Martin Tingvall<br />

Montag, 24. Juli, 19.30 Uhr<br />

Till Brönner Orchestra


Handwerkskammer Berlin<br />

Blücherstraße 68 · 10961 Berlin<br />

www.hwk-berlin.de<br />

Brummen<br />

Weltweit<br />

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Weil Investitionen die Berliner einen Sparkasse<br />

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