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da – vieles versteckt - und TechnologieCentrum Gummersbach GmbH

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Vielseitig und hochwertig: Experten der FH (l.), die weltweit einzigartige Fräsmaschine bei Clouth (Mitte), spezialisierte Caterer wie Tapas y más.

Dienstleistungsregion Oberberg:

Alles da vieles versteckt

Die Wirtschaft brummt zumindest in vielen Branchen. Wenn es brummt,

dann müssen auch die Dienstleistungsunternehmen ran. Viele heimische Unternehmen

bedienen sich ganz bewusst bei Dienstleistungsfirmen der Region.

Doch nicht immer werden sie fündig. Es ist schwer, den Überblick zu behalten.

Ein Blick ins Branchenbuch beweist: In

Oberberg gibt es zahlreiche Dienstleistungsunternehmen.

Alles ist verzeichnet,

von der Buchführung und Büroservice

über Energieberatungen, Ingenieur-Büros

und Oberflächen-Veredlung

bis hin zu Wirtschaftsdetekteien, Übersetzungs-Büros

und Zeitarbeitfirmen.

Wer sucht, der findet und doch ist

nicht immer das Passende dabei.

Dabei kann man nicht alle Dienstleistungen

mit der gleichen Messlatte

messen. Wer sein Gebäude reinigen

lässt, der sucht sich das Reinigungsunternehmen

möglichst noch vor der

Firmentür. Gleiches gilt für das Catering.

Doch da fängt der feine Unterschied

schon an: Wer das Spezielle

benötigt, für den macht sich die Vielseitigkeit

der Region positiv bemerkbar.

Denn hier im Oberbergischen Land haben

nicht nur hoch spezialisierte Pro-

4

Foto: FH

Von Peter Schmidt

duktionsunternehmen ihren Sitz, sondern

auch hochkarätige Service-Unternehmen.

Qualität kommt zu Qualität.

Testweise ein Blick nach Engelskirchen.

Hochwertige Spezialitäten fürs kleine

Geschäftsessen, für Messen und Betriebsfeiern

sind hier kein Problem: Mit

spanischen Tapas verwöhnt Brigitte

Quercia-Naumann, Inhaberin von Tapas

y más, Unternehmen hier in Oberberg

oder auch im Rheinland. Auch Metzger

Holger Kleinjung überzeugt mit seinen

bergisch pur-Spezialitäten nicht nur

oberbergische Unternehmen.

Breite Dienstleistungspalette

Wer hinschaut, findet das Besondere

sei es der Partyservice der Lindlarer

Landmetzgerei Porsch oder der Bergneustädter

Gaststätte Kutt erop. Ebenfalls

in Bergneustadt kocht Diätkoch

Axel Schneider für den AS-Partyservice

und in Radevormwald bietet Markus

Marschner mit seinem Mietkochservice24

die Alternative zum klassischen

Catering.

So ist auch für den Bergischen Abfallwirtschaftsverband

(BAV) klar: „Generell

versuchen wir, Dienstleistungsunternehmen

aus dem Bergischen zu beauftragen“,

betont BAV-Chefin Monika

Lichtinghagen-Wirths. Ende Februar

wurde ein Unternehmen gesucht, das

Werbe-T-Shirts produziert. Der einfache

Weg: Ein Blick in die einschlägigen

Kataloge. Doch so kommt das Shirt

eventuell aus China bis an die Agger.

Aber gerade rechtzeitig gab „mir ein

Bekannter den Hinweis auf ein Unternehmen

in Nümbrecht.“

„Was allerdings fehlt, ist der Überblick

über das, was die Region zu bieten hat“,

kennt Mathias Härchen, Experte der

Industrie- und Handelskammer, das

Defizit. Aber Oberberg bietet mehr als

die meisten Unternehmen ahnen. Das

geht bis zu hoch spezialisierten Angeboten.

Anbieter können Unternehmen

sein, von denen dieses gar nicht erwartet

würde. So bietet sich die Joh.

Clouth GmbH & CO. KG als Dienstleister

für all die an, die riesig große Platten

beispielsweise mit exakt sitzenden

Löchern versehen lassen müssen. Die

speziell entwickelte Fräsmaschine bearbeitet

Platten mit einem Maß bis zu

14 x 1,1 Metern mit einer maximalen

Fehlertoleranz von gerade einmal

0,01mm auf die insgesamt mögliche

Länge von 14 Metern.

Ein weiteres hoch spezialisiertes Unternehmen

ist SL3D aus Gummersbach.

Das Unternehmen bietet einen speziellen

Service um das Vermessen und

Prüfen von dreidimensionalen Objekten

und ist ein gefragter Dienstleister nicht

nur für die Automobilindustrie.

Manch ein Unternehmen beauftragt eine

PR- und Werbeagentur aus dem

Rheinland, weil da die Agenturen mit

den großen Namen sitzen. Oft kennen

Unternehmen gar nicht die richtigen

Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner

in der Region. Dabei gibt es

einige entsprechend spezialisierte Anbieter.

Dazu zählen die Agentur Piepenbrink

im Gummersbacher Gründer- und

TechnologieCentrum als Experte für

Dialogmarketing, Werbeagenturen wie

CE Grafik-Design, Stausberg & Stausberg

aus Gummersbach, PR-Journalisten

aus dem Gummersbacher Journalistenbüro

profil, Internet-Experten wie

OBERBERGISCHE

impulse

Fotos: Foto: FH BPW / Clouth und GIRA / Tapas y más


Elisabeth Blum aus Marienheide oder

Living Lemon aus Denklingen.

Michael Schwertel hat sich mit seiner

Werbeagentur blurmedia in Waldbröl

niedergelassen. Er produziert DVDs,

Internet-Auftritte und Video-Installationen.

Unternehmen wie T-Com und die

Deutsche Bahn, das Zweite Deutsche

Fernsehen und Filmhersteller wie die

Ufa sind seine Kunden. Doch „in der

Region ist es schwerer es dauert

einfach länger, bis dann ein Vertrauensverhältnis

entsteht.“ Was funktioniert,

das sind die klassischen Netzwerke

in den Traditionsbranchen der

Michael Schwertel arbeitet lieber

in Waldbröl als in Köln

OBERBERGISCHE

impulse

Foto: GIRA Foto: blur media

● Vorsorgeanalyse

● Kosteneinsparungen

● Finanzoptimierung

Region. Wer hier Metall verarbeiten

oder Oberflächen veredeln lassen will,

kennt seine Dienstleistungsuntenehmen.

Andere Oberbergische Dienstleister

haben mittlerweile eine so starke

Marktposition erreicht, dass diese

deutschlandweit oder weltweit anbieten.

Seien es Unternehmensberater wie die

Kienbaum Consultants International

GmbH, Inkasso-Unternehmen wie Tesch

Inkasso Forderungsmanagement GmbH,

Anbieter von Ingenieur-Dienstleistungen

wie die Ferchau Engineering GmbH

oder Messebauer wie expomart Marketing

Technology.

Sie sind äußeres Signal für eine lebendige

Dienstleistungs-Szene. Denn wo die

Großen sitzen, da entwickelt sich immer

auch ein Umfeld verwandter Anbieter.

Rund 100 Unternehmensberatungen

gibt es in Oberberg, die Zahl der Inkasso-Unternehmen

ist überschaubarer.

Ferchau ist auch nicht mehr allein auf

dem Oberbergischen Markt. Kleinere

Unternehmen wie die BackUp GmbH,

GiLD.e GmbH oder auch AskoTec Engineering

und Consulting GmbH bieten

ebenso Ingenieur-Dienstleistungen an.

Hiesige Unternehmen haben die Aus-

Finanz-Versicherungs-Makler

● alternative Anlagemöglichkeiten

● umfassende Betreuung

● unabhängige Beratung

Wir sind immer nur auf einer Seite - auf Ihrer!

Wählen Sie den direkten Draht:

Marko Schmidt

Gebietsdirektor

Am Baumolus 4 · 51570 Windeck

Fon: 0 22 43 - 8 32 56 · Mobil: 0 178 - 8 95 34 23

www.alvecon.de

Foto: expomart

Oberbergische Ausstellungssysteme für die

großen Marken

wahl. Das ist ein echtes Standortplus,

belegt eine Befragung von rund 10.000

Unternehmen durch den Deutschen Industrie-

und Handelstag (DIHT). Das zentrale

Ergebnis: Ein reiches Dienstleistungsangebot

stärkt die Region. „Der

Hauptlieferant einer Dienstleistung

kommt überwiegend aus derselben Region

wie das Unternehmen“, schreibt

der DIHT. Und: „Beim Kauf von Dienstleistungen

ist die räumliche Entfernung

zum Anbieter für die Unternehmen in

Deutschland von großer Bedeutung.“

5


Kooperationen mit der FH Köln,

Campus Gummersbach:

Die Forschung als Dienstleister

Ein enormes Potenzial: 2.500 bis 2.800 Studierende lernen und forschen am

Campus Gummersbach der Fachhochschule Köln. Darunter sind rund 1.500

angehende Informatiker und Informatikerinnen wie auch mehr als 1.000 Ingenieurinnen

und Ingenieure.

Die Fachhochschule (FH) als Dienstleister

immer mehr Unternehmen entdecken,

dass sie durch gute Kontakte

zu den Lehrstühlen gleich von mehreren

Bereichen profitieren können. Wer

kooperiert erhält

● konkrete Problemlösungen und Entwicklungen

● erlebt angehende Fachkräfte bereits

während der Ausbildung und kann

sich so gute Köpfe für die Zukunft

sichern.

Enge Kontakte zahlen sich aus. Manfred

Stern, Transfer-Beauftragter der

FH Köln in Gummersbach schätzt,

dass die Unternehmen, die mit uns

kooperieren, insgesamt einen Nutzen

von bis zu 5 Millionen Euro im Jahr

haben.“ Immerhin arbeiten rund 150

6

Ansprechpartner:

Transferstelle Gummersbach,

Fachhochschule Köln,

Campus Gummersbach

Am Sandberg 1

51643 Gummersbach

T: 02261 8196-109

F: 02261 8196-13

E: manfred.stern@gm.fh-koeln.de

Die Institute des

Campus Gummersbach:

● Betriebswirtschaftliches Institut

Gummersbach (BIG)

● Institut für Automation &

Industrial IT (AIT)

● Institut für Elektronik und

Informationsverarbeitung

● Institut für Fernstudien und

Weiterbildung (IDF)

● Institut für Informatik

● Institut für Physik

● Institut für Produktentwicklung,

Produktion und Qualität (IPPQ)

● Institut für Werkstoffkunde

und Angewandte Mathematik

ww.gm.fh-koeln.de

Studierende eines Jahrgangs mehr

oder weniger kontinuierlich in Unternehmen.

Dabei finden die Studierenden

der Ingenieurswissenschaften ganz besonders

häufig interessante Angebote

in der Bergischen Region. Informatik-

Studierende reisen dagegen für ihre

Kooperationsprojekte bis ins Rheinland.

Einige Unternehmen haben schon lange

den Wert der Kooperation erkannt.

So sichert sich der Lindlarer Autofedern-Hersteller

Gebrüder Ahle GmbH

& Co. seit Jahren schon das Know-how

angehender FH-Fachleute. „Sie leisten

Entwicklungsarbeit, für die wir im Werk

gar nicht die Ressourcen haben“, berichtet

Ahle-Entwicklungschef Bernd

Rhönisch. Die Otto Kind AG aus Marienheide,

Hersteller von Betriebs- und

Büroeinrichtungen, ließ sich über die

Fachhochschule ein Kommissionierungs-

System entwickeln. Nach Eingabe der

Bestellung in den Rechner zeigen dann

Leuchtdioden im Lager an, welche Teile

gepackt werden müssen.

Kooperationen mit der FH Köln richtig angepackt

T I T E L T H E M A

Junge Menschen - frische Ideen

Solche Kooperationen sind ausbaufähig.

Das belegt ein Projekt, an dem zwei

Bereiche der FH Maschinenbau und

Informatik mitarbeiteten wie auch zwei

Unternehmen der Region. Die Gummersbacher

Opitz Consultig GmbH unterstützte

die Arbeit der 24 Studierenden

bei der BPW Bergische Achsen KG

in Wiehl, dem eigentlichen Auftraggeber.

Im Rahmen einer einsemestrigen

Projektarbeit suchten die Studierenden

in vier Bereichen der BPW-Fertigung

nach Wegen, den Prozessablauf zu

optimieren. Die Ergebnisse haben den

BPW-Prokuristen Hartmut Schmidt

überzeugt. Künftig zählt auch die

FH Gummersbach neben der RWTH

Aachen zu den potenziellen Kooperationspartnern.

psch

Kooperationen mit der Fachhochschule können einen echten Wissens-Vorsprung

liefern. Doch die FH ist kein Unternehmen, das auf Anforderung mal

eben eine Dienstleistung zur Verfügung stellt. Ausbildung und Kooperation

müssen zusammen passen.

Wer wirklich Nutzen aus der Kooperation ziehen will, sollte darum nicht mal

eben die schnelle Lösung erwarten und die FH-Studierenden als Wissens-

Feuerwehr einsetzen. Sinnvoll ist eine Kooperation, die langfristig angelegt

ist. Einen guten Einstieg ermöglicht derzeit das Angebot, im Unternehmen ein

Praxissemester zu absolvieren oder eine Diplomarbeit zu erarbeiten. Während

dieser Zeit haben die Unternehmen die Chance, in Ruhe die Expertinnen

und Experten von morgen kennen zu lernen und gleichzeitig eine Problemlösung

erarbeitet zu bekommen.

Im fortgeschrittenen Stadium kann eine solche Kooperation dann auch zu

einer Forschungskooperation entwickelt werden. An der Fachhochschule wird

entwickelt, das Unternehmen verschafft sich technologische Wettbewerbsvorteile.

Dazwischen gibt es zahlreiche verschiedene Kooperationsmöglichkeiten:

vom studentischen Nebenjob und der Gruppen-Projektarbeit

bis zum Entwicklungsauftrag an eine Professorin oder einen Professor.

Foto: FH Köln, Campus Gummersbach

OBERBERGISCHE

impulse

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