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MitSchmackes_KOCHEN_K5-US

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1.2016 | 4,95 € | Mit Schmackes <strong>KOCHEN</strong><br />

So <strong>KOCHEN</strong> wir im Münsterland<br />

EINFACH NACHGEMACHT<br />

Mit informativen Tipps<br />

35<br />

Rezepte von<br />

WN-Lesern<br />

DA WAR DOCH WAS<br />

Gemüsesorten die wir fast vergessen hätten<br />

VON HIER<br />

Münsteraner Sternekoch über seine kulinarische Heimat<br />

www.mitschmackes.ms<br />

in kooperation mit<br />

1


LandGenussWerkstatt<br />

Mit allen Sinnen genießen<br />

– wir laden Sie ein<br />

Kochkurs, Kochevent oder Teamkochen – in der<br />

LandGenussWerkstatt erleben Sie die Perfektion<br />

des guten Geschmacks in Bioqualität!<br />

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LandGenussWerkstatt<br />

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landgenusswerkstatt.de<br />

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Impressum<br />

Verlag und Herausgeber<br />

Aschendorff Verlag GmbH & Co. KG<br />

Soester Straße 13, 48155 Münster<br />

Tel. (0251) 690-0<br />

Internet: www.mitschmackes.ms<br />

Redaktion<br />

Claudia Bakker (verantw.)| Tel. (0251) 690-9612<br />

Sebastian Rohling | Tel. (0251) 690-9608<br />

Soester Straße 13, 48155 Münster<br />

Anzeigenleitung<br />

Herbert Eick | Telefon (0251) 690-505<br />

Soester Straße 13, 48155 Münster<br />

Anzeigenverkauf<br />

Jochen Gerling | Tel. (0251) 690-4948<br />

Soester Straße 13, 48155 Münster<br />

Produktionspartner<br />

LandGenussWerkstatt, Philipp Gakstatter<br />

www.landgenusswerkstatt.de<br />

Rezeptfotos<br />

Thomas Mohn | www.thomasmohn.de<br />

Corporate Design, Umsetzung & Titelgestaltung<br />

Livingpage ® GmbH & Co. KG, Münster<br />

Dipl. Grafik-Designerin Ulrike Stüdemann (verantw.)<br />

www.livingpage.com<br />

Titelfoto<br />

www.shutterstock.de<br />

Bildnr.125338145 | Urheberrecht: Pressmaster<br />

Sonstige Fotos<br />

www.shutterstock.de<br />

KONZEPTION UND KOORDINATION<br />

Jochen Gerling und Sebastian Rohling<br />

Druck & Verarbeitung<br />

Druckhaus Cramer GmbH & Co. KG,<br />

Hansaring 118, 48268 Greven<br />

2<br />

1 | 2016 Mit Schmackes <strong>KOCHEN</strong>


Liebe Genussmenschen …<br />

Da heißt es immer, dass zu viele Köche<br />

den Brei verderben würden. Doch die<br />

vergangenen Monate haben uns das<br />

Gegenteil bewiesen und wir freuen uns<br />

Ihnen diese delikate Erstlingsausgabe<br />

der “Mit Schmackes – So kochen<br />

wir im Münsterland” kredenzen zu<br />

können.<br />

Ehrlich, wir freuen uns über soviel Vertrauen,<br />

das wir mit den Rezepten und<br />

den dazugehörigen Anekdoten und Geschichten<br />

von Ihnen zugesandt bekommen<br />

haben. Auch die fünf unerschrockenen<br />

Genussmenschen, die unserer<br />

Einladung zum Kochevent gefolgt sind,<br />

verdienen Respekt, wussten sie doch<br />

ebensowenig was auf sie zukommt<br />

wie wir. Folgende Generationen von<br />

auserwählten Genussmenschen können<br />

auf den Seiten 42 und 43 einen kleinen<br />

Einblick in diesen wundervollen Abend<br />

bekommen.<br />

Dass uns der Einblick in die vielen Töpfe<br />

des Münsterlandes gewährt wurde,<br />

ist auch den vielen Einsendern zu verdanken,<br />

die es leider nicht in diese Ausgabe<br />

geschafft haben. Aus einer Vielzahl<br />

von Rezepten haben wir 35 für die<br />

erste Mit Schmackes ausgewählt und<br />

wollen sie mit Ihnen teilen. Kommen<br />

Sie mit uns auf eine kulinarische Reise,<br />

die direkt vor Ihrer Haustür beginnt<br />

und bis in die entferntesten Winkel der<br />

Welt gehen wird. Dabei greifen einige<br />

Rezepte auf wahre Raritäten zurück,<br />

wie sie so nur selten in der Obst- und<br />

Gemüseabteilung zu finden sind. Was<br />

es mit den „Alten-Sorten” auf sich hat,<br />

lesen Sie auf den Seiten 12 und 13.<br />

Dass die regionale Küche des Münsterlandes<br />

nicht gerade für ihre Raffinesse<br />

bekannt ist, hat Andre Skupin nicht<br />

davon abgehalten das Beste aus ihr<br />

herauszuholen. So kommt es, dass bei<br />

dem Sternekoch immer wieder Elemente<br />

seiner Heimat auf den köstlichen<br />

Tellern landen, wie er auf den Seiten 22<br />

und 23 berichtet.<br />

Und nun, ob in der Küche oder auf dem<br />

Sofa, wünschen wir Ihnen viel Spaß bei<br />

der Lektüre.<br />

Lassen Sie sich unsere Heimat schmecken<br />

und genießen Sie bei Gerichten für<br />

Bauch und Seele die dunkle Jahreszeit<br />

…<br />

Guten Appetit<br />

Ihr Sebastian Rohling<br />

3


zum Inhalt<br />

<strong>KOCHEN</strong> _ 1 | 2016<br />

Rezeptübersicht<br />

6/7 Alle Rezepte im Überblick<br />

12<br />

Gemüsiges<br />

Von alten und vergessenen Gemüsesorten<br />

ab 30<br />

Bei Fernweh<br />

16 leckere Gerichte bringen Sonne,<br />

Exotic und Meer in Ihre Küche<br />

Saisonstars<br />

ab 8 5 Rezepte zum Herbstauftakt<br />

12 Alte Bekannte – neue<br />

Freundschaften<br />

Von alten und vergessenen<br />

Gemüsesorten<br />

HEIMATDÜFTE<br />

ab 16 10 Rezeptideen aus der<br />

münsterländischen Kochlandschaft<br />

22 Sternekoch André Skupin<br />

über die münsterländer Küche<br />

Bei Fernweh<br />

ab 30 16 Rezepte mit Urlaubsflair<br />

42 Von wegen zu viele Köche<br />

verderben den Brei<br />

So brachte das Kochevent nicht<br />

nur das Essen zum Kochen<br />

Apfelallerlei<br />

ab 52 4 köstliche Apfelrezepte<br />

55 Vom Streuobst zum<br />

leckeren Saft<br />

Kurz und Knapp<br />

58 Wissenswertes aus<br />

der Region<br />

2 Impressum<br />

3 Editorial<br />

Regionale<br />

Apfelkultur<br />

Immer eine süße Verführung<br />

ab 52


42<br />

Unsere Gewinner<br />

Der Auftakt zum Magazin war ein Kochevent der<br />

besonderen Art mit fünf der vielen Rezeptgebern<br />

Vorsicht heiß!<br />

Quinoa-Cups – die schnelle<br />

Tassenmahlzeit<br />

Vielen Dank für Ihre vielen<br />

tollen Rezepte – die Auswahl<br />

fiel uns schwer!<br />

Versuchen Sie es wieder bei unserer nächsten<br />

Ausgabe – vielleicht kochen SIE dann mit uns.<br />

Wir machen es kurz: Quinoa-Cup „Mexikanisch“<br />

in 5 Minuten ein Genuss!<br />

Anden<br />

NEU<br />

22<br />

Sternekoch<br />

André Skupin<br />

Im Gespräch über die Münsterländer Küche<br />

In vier leckeren Geschmacksrichtungen mit<br />

vorgegartem Quinoa. www.davert.de<br />

Vielfalt für die kreative Küche


schnelle<br />

Küche<br />

Vegetarisch<br />

mit Ei und Milch<br />

Rezeptübersicht 1 | 2016<br />

leicht<br />

gemacht<br />

für Fortgeschrittene<br />

Vegan<br />

Raffiniert<br />

Leckere Gerichte<br />

mit Herbstgemüse<br />

Saisonstars<br />

Herbstlicher Rote Bete-<br />

Salat mit Nüssen<br />

Kürbis-Orangen-Suppe<br />

S. 9 S. 10<br />

Lauchkuchen<br />

S. 11<br />

Kürbiskartoffelsuppe<br />

mit Curry und Wein<br />

S. 14<br />

Obst-Streusel Taler<br />

S. 15<br />

Die westfälische Küche<br />

in Hochform<br />

HEIMAT-<br />

DÜFTE<br />

Graeser Mett<br />

(Brotaufstrich van Nols)<br />

S. 17<br />

Grünkohlauflauf<br />

S. 18<br />

Porree mit Pumpernickelkruste<br />

S. 19<br />

Münsterländer Schnitzelroulade<br />

S. 20<br />

Endivien - Kartoffel -<br />

Gemüse<br />

S. 21<br />

Münsterl. Burger v. mediteranen<br />

Matjes-Tartar<br />

S. 24<br />

Salzbraten<br />

S. 25<br />

Westfälischer Heringsalat<br />

etwas anders<br />

S. 26<br />

Kartoffel-Lauch-Eintopf<br />

S. 27<br />

Münsterl. Rehrücken mit<br />

Pumpernickelkruste<br />

S. 28<br />

6<br />

1 | 2016 Mit Schmackes <strong>KOCHEN</strong>


Bei<br />

fernweh<br />

Urlaubserinnerungen<br />

nachgekocht<br />

Lachs in Currysahnesoße<br />

S. 31<br />

Kartoffel-Räucherlachs-<br />

Salat in Blätterteig<br />

S. 32<br />

Garnelen-Couscous-<br />

Pfanne<br />

S. 34<br />

Zucchinisuppe mit Lachs<br />

und Garnelen<br />

S. 35<br />

Der Bohnanza<br />

S. 36<br />

Königsberger „Klopfe“<br />

nach Opa Emil<br />

S. 38<br />

Dukatenbuchteln<br />

Bella Italia mit<br />

Toskanischer Hähnchenauflauf<br />

Matjessalat mit Hassel-<br />

S. 39 Schmackes<br />

S. 40<br />

S. 41 back-Kartoffeln S.<br />

44<br />

Bunter Nudelsalat<br />

S. 45<br />

Spaghetti mit Schmorgurke<br />

und Lachs<br />

S. 46<br />

Macadamia-Cranberry<br />

Cookies<br />

S. 47<br />

Asiatische<br />

Curry-Hähnchensuppe<br />

S. 48<br />

Kohlrabischnitzel mit<br />

Currysauce<br />

S. 50<br />

Schweinefilet mit<br />

Rübenkraut<br />

S. 51<br />

Apfelallerlei<br />

Fruchtiges rund<br />

um den Apfel<br />

Apfel-Quark-Püfferchen<br />

S. 53<br />

Dreierlei vom Apfel<br />

S. 54<br />

Apfelpfannkuchen<br />

aus dem Ofen<br />

S. 56<br />

Geschichteter<br />

Apfelquark<br />

S. 57<br />

7


Saisonstars<br />

Letzte bunte Blätter an den Bäumen und abgeerntete<br />

Felder: Der Herbst ist schon fast vorbei und der<br />

Winter steht bevor. Doch auch in den kommenden<br />

Monaten muss es nicht immer Importgemüse<br />

sein, gibt es doch viele regionale Leckereien<br />

in dieser Zeit des Jahres.<br />

8<br />

1 | 2016 Mit Schmackes <strong>KOCHEN</strong>


Saisonstars<br />

von: Kirsten Wiemann<br />

aus: Greven<br />

»Simpel, aber raffiniert!<br />

Mit diesem Rezept kann<br />

es gelingen, auch Rote<br />

Bete-Skeptiker zum<br />

Probieren zu verlocken!«<br />

Appetitanregende Vorspeise<br />

mit süßlich-frischer Note<br />

Herbstlicher Rote Bete-Salat mit Nüssen<br />

1. Die Rote Bete in dünne Scheiben schneiden und auf Tellern nebeneinander kreisförmig auslegen.<br />

Dann Salzen und leicht zuckern.<br />

2. Mozzarella halbieren und in der gleichen Anzahl der Rote Bete-Scheiben aufschneiden und<br />

darüberlegen.<br />

3. Das Zitronenöl oder Walnussöl gleichmäßig über die Vorspeise träufeln und im Anschluss mit<br />

der Balsamico-Creme nach Belieben verfeinern.<br />

4. Walnüsse klein brechen und die Brösel über der Roten Bete sowie dem Mozzarella verteilen.<br />

Abschließend mit Pfeffer aus der Mühle würzen.<br />

Oder: Einen Marmeladenklecks auf jede Mozzarellascheibe, darüber die Nüsse. Das ist farblich<br />

hübsch und gibt dem Gericht eine angenehme Süße.<br />

Zubereitung:<br />

10 Minuten<br />

TIPP Falls Sie kein Zitronenöl<br />

bekommen: Einfach 50 ml Olivenöl<br />

mit dem Abrieb von einer Biozitrone<br />

mischen und kurz erwärmen. So<br />

lösen sich die Aromen und Öle der<br />

Zitrone und geben ihren Geschmack<br />

an das Öl ab! Noch besser: Einen Tag<br />

vorher vorbereiten und durchziehen<br />

lassen! Vor dem Gebrauch durch ein<br />

Sieb geben.<br />

Für 4 Personen:<br />

4 möglichst gleich große Knollen<br />

vorgekochte Rote Bete (Vakuumpack)<br />

2 Kugeln Mozzarella<br />

weiße Balsamico-Creme<br />

Zitronenöl (großer Supermarkt oder<br />

Feinkosthandel) oder Walnussöl<br />

12-16 Walnusshälften<br />

Brombeermarmelade oder -gelee<br />

Zucker, Salz<br />

schwarzer Pfeffer (Mühle)<br />

Varianten zum Ausprobieren:<br />

Ziegenkäse statt Mozzarella<br />

Pistazien statt Walnüsse<br />

9


von: Annabel Wiemann<br />

aus: Greven<br />

»Mutig gewürzt<br />

ist diese Suppe<br />

köstlich.«<br />

Herbststimmung mit<br />

einem Schuss Sonne<br />

Für 4 Personen (mit Nachschlag):<br />

1 Hokkaido<br />

500- 800 ml Hühnerbrühe<br />

(oder Gemüsebrühe für Vegetarier)<br />

1 Dose ungesüßte Kokosmilch<br />

oder -creme (400 ml)<br />

2 Orangen<br />

200 ml Orangensaft (Besser:<br />

frisch ausgepresst)<br />

Pfeffer und Chili (Mühle)<br />

Kräutersalz<br />

1 Stück Ingwer (Größe einer<br />

Daumenfingerkuppe)<br />

Currypulver<br />

Kürbis-Orangen-Suppe<br />

1. Den Ingwer in kleine feine Stücke zerhacken oder reiben. Den Hokkaido gewaschen, aber ungeschält<br />

durchschneiden und das Innere (Kerne und Fasern) entfernen. (Die Schale ist essbar und<br />

wird beim Kochen weich.) Dann weiter grob zerteilen und gemeinsam mit dem Ingwer in der<br />

kochenden Brühe weichkochen. 4 EL der Kokoscreme abnehmen und beiseite stellen.<br />

2. Wenn der Hokkaido weich gekocht ist, mit dem Pürierstab gründlich pürieren. Sollte das beschwerlich<br />

sein oder spritzen, weil die Masse zu dick ist, bereits während des Mixens Kokosmilch<br />

und Orangensaft zufügen. Die Suppe mit Pfeffer, Curry und Kräutersalz abschmecken und<br />

anschließen warmhalten.<br />

3. Orangen schälen und das Weiße vollständig entfernen. Die geschälten Früchte in die Hand nehmen<br />

und mit einem scharfen, nicht zu kurzen Messer entlang der Trennwände die Orangenfilets<br />

heraustrennen und auf vorgewärmte Teller verteilen.<br />

4. Dann die heiße nicht mehr kochenden Suppe darüberschöpfen. Mit Pfeffer und etwas Chili aus<br />

der Mühle übermahlen und den Rest Kokosmilch als Garnitur mit einem Esslöffel (pro Teller 1 EL)<br />

mit einer runden Handbewegung auf der Suppe verteilen.<br />

Zubereitung:<br />

Kochzeit:<br />

20-30 Minuten<br />

ca. 20 Minuten<br />

So geht‘s noch einfacher:<br />

Den Hokkaido im Ganzen für 30-45<br />

Minuten im Ofen bei 100 Grad garen.<br />

Danach ab Punkt 2 weitermachen.<br />

10 1 | 2016 Mit Schmackes <strong>KOCHEN</strong>


»Auf jeder Party<br />

ein Star!«<br />

Saisonstars<br />

von: Marlies Quittmann<br />

aus: Münster<br />

Ein knuspriger Genuss<br />

aus dem Ofen<br />

Lauchkuchen<br />

1. Eine Springform mit dem angetauten Blätterteig (am besten auf Backpapier) auslegen, aus<br />

einem Teil des Teiges einen Rand formen, den Backofen auf 200 Grad Ober-Unterhitze vorheizen.<br />

2. Den Lauch putzen, waschen, in Ringe schneiden, Zwiebeln würfeln. Speck, Zwiebeln und Lauch<br />

in dem Olivenöl in einem Topf ca. 10 Minuten andünsten, mit Salz und Pfeffer würzen. Die Masse<br />

abkühlen lassen und die Flüssigkeit gut abschütten. Das Gemüse auf dem Blätterteigboden<br />

verteilen.<br />

3. Die saure Sahne mit den Eiern und dem Käse verquirlen. Gut mit Kräutern, Salz, Pfeffer und<br />

Muskat abschmecken. Die Eiersahne gut über dem Gemüse verteilen. Die Quiche 40-45 Minuten<br />

backen, bis sie gut gebräunt ist.<br />

Zubereitung:<br />

Backzeit:<br />

Temperatur:<br />

90 Minuten<br />

40 bis 45 Minuten<br />

200 Grad Ober-Unterhitze<br />

Für eine Springform (Ø 28 cm)<br />

6-7 Platten Blätterteig<br />

600 g Lauch<br />

100 g Zwiebeln<br />

2 EL Olivenöl<br />

150 g geräucherter Speck in Würfeln<br />

Salz, Pfeffer, Muskat<br />

150 g saure Sahne<br />

2 Eier<br />

100 g geriebener Käse<br />

2 EL feingehackte Kräuter nach Wahl<br />

Schmeckt auch ohne<br />

Speckwürfel hervorragend.<br />

Blätterteig kann man<br />

auch leicht selber machen?<br />

Und so geht‘s:<br />

11


Pastinake wird vorwiegend<br />

im Winter geerntet.<br />

Der Geschmack ist<br />

süßlich-würzig, teilweise<br />

auch herb -– ähnlich wie<br />

Karotten und Sellerie<br />

oder auch Petersilienwurzel,<br />

nur milder.<br />

Alte Bekannte –<br />

neue Freundschaften<br />

Viele Sorten und Arten kennen<br />

wir leider nicht mehr<br />

Altes und vergessenes Gemüse und Obst.<br />

Da denken die meisten wahrscheinlich erstmal<br />

an Schimmel und Gammel, oder zumindest an<br />

viele Flecken und matschiges Gemüse, beziehungswiese<br />

verdorrtes Obst. Dabei kann hinter<br />

diesen Begrifflichkeiten auch etwas ganz<br />

anderes stehen. Rare Köstlichkeiten, die vom<br />

Markt in ein Nischendasein gedrängt worden<br />

sind. Produkte, die für den einen vielleicht<br />

ungenießbar sind, für den anderen eine wahre<br />

Gaumenfreude. Leckereien, die wir vielleicht<br />

noch aus Omas und Opas Garten, nicht aber aus<br />

dem Supermarkt kennen.<br />

12<br />

1 | 2016 Mit Schmackes <strong>KOCHEN</strong>


Topinambur – der Geschmack der Knollen ist<br />

süßlich, die Konsistenz wässrig und sie erinnert<br />

an Artischockenböden.Die Knolle schmeckt roh<br />

aber auch gekocht oder frittiert. Als Sirup dient<br />

sie auch als Süßungsmittel.<br />

Die Petersilienwurzel fristet unbegründet<br />

ein Schattendasein. Neben<br />

B-Vitaminen, Eiweiß, Kalzium und<br />

Eisen sind sie vor allem Vitamin<br />

C-Bomben.<br />

„Eine alte Obstsorte ist in der Regel vor<br />

100 Jahren oder früher gezüchtet worden“,<br />

sagt Klaus Krohne. Im Kreislehrgarten<br />

Steinfurt sind er und sein Team<br />

für die Kultivierung von rund 300<br />

Obstsorten, darunter 95 Apfel-, 65<br />

Birnen- und 30 Pflaumen- und Zwetschgensorten<br />

zuständig. Viele der Gehölze<br />

sind dabei dem Supermarkt-Einkäufer<br />

gänzlich unbekannt. Aber auch auf<br />

Wochenmärkten und in Bio-Läden ist es<br />

gar nicht so einfach, sogenanntes altes<br />

Obst zu finden. Das hat gleich mehrere<br />

Gründe: „Krankheitsanfälligkeit,<br />

Geschmack, Aussehen oder Druckanfälligkeit.<br />

Der Markt hat keinen Platz<br />

für über 1000 Apfelsorten“, bringt es<br />

Krohme auf den Punkt.<br />

Auch im Bereich Gemüse sieht es ähnlich<br />

aus, weiß Jörg Schulze Buschhoff,<br />

Geschäftsführer von Ökullus in Münster.<br />

Dabei ist es weniger das Angebot, das<br />

der Acker bietet. Vielmehr sind wir<br />

es, die Verbraucher, für die teils sehr<br />

einseitigen Auslagen in Supermärkten<br />

und Marktständen verantwortlich sind.<br />

Schulze Buschhoff ist diese Erklärung<br />

aber zu einfach. „Es gibt Sorten, die<br />

schmecken nun mal nicht jedem. Tomaten,<br />

Möhren, roter Paprika oder auch<br />

Äpfeln und Bananen sind da sehr viel<br />

gefälliger im Geschmack als beispielsweise<br />

Stielmus oder Pastinake.“ Zudem<br />

sei auch das Wissen über die Zubereitung<br />

von nicht alltäglichen Gemüsesorten<br />

vielerorts verloren gegangen, so wie<br />

zum Beispiel bei der Schwarzwurzel.<br />

Trends in der Küche und im Gemüsegarten<br />

sowie eine Neuentdeckung<br />

regionaler Produkte sorgen dafür, dass<br />

das Interesse an neuen Geschmäckern<br />

wächst. „Wir haben zum Beispiel<br />

deswegen die „regionale Kiste“ in<br />

unser Angebot mit aufgenommen. Aber<br />

auch sonst versuchen wir so gut es<br />

geht regionale und saisonale Produkte<br />

an unsere Kunden zu liefern“, nennt<br />

Schulze Buschhoff eine Art, wie er und<br />

sein Team die Bezieher der „Grünen<br />

Kiste“ mit neuen Genüssen in Kontakt<br />

bringen. Aber auch auf Wochenmärkten<br />

lohnt der Schnack mit den Händlern.<br />

Statt zu sagen, was man haben will,<br />

kann die Frage, was es denn heute an<br />

Besonderheiten gibt, richtige Überraschungen<br />

bereithalten. Einen Tipp zur<br />

Zubereitung gibt es dann noch obendrauf.<br />

Niemand verlangt, dass er ab sofort<br />

nur noch Sorten kauft, die weder Koch<br />

noch Gast kennen. Aber sich hin und<br />

wieder einmal an Obst und Gemüse<br />

heranwagen, das einem fremd ist,<br />

erweitert nicht nur kulinarisch den<br />

Horizont – beziehungsweise zeigt ihm<br />

seine Grenzen auf, sollte es einem<br />

nicht munden. Vielmehr kann jeder<br />

damit einen kleinen Beitrag zum Erhalt<br />

dieser Sorten beisteuern. Denn ohne<br />

Die Gelbe Bete hat ein buttriges, zartes<br />

Aroma und schmeckt nicht nur toll in<br />

Salaten, sondern gibt auch noch einen<br />

tollen Farbtupfer.<br />

den Genuss dieser in der Regel noch<br />

ursprünglichen und nicht auf Maximalertrag<br />

gezüchteten Obst- und Gemüsesorten<br />

gehen auch das Wissen über die<br />

Pflanzen selbst sowie ihre Kultivierung<br />

und Zubereitung verloren. Mehr noch:<br />

Diese Sorten verschwinden und mit ihnen<br />

geht ihr Saatgut und damit ein Teil<br />

der genetischen Vielfalt für Natur und<br />

Teller verloren. | Sebastian Rohling<br />

13


von: Nina Vogt<br />

aus: Telgte<br />

Hurra, hurra,<br />

der Herbst ist da!<br />

»Wir lieben diese<br />

Suppe mit einem<br />

Klecks »Das Crème Gericht fraîche bringt<br />

und Glanz frischer in die Petersilie.«<br />

meiner<br />

Augen<br />

Kinder.«<br />

Für ca. 8 Personen:<br />

1 Kürbis (800 g) Muskat<br />

oder Hokkaido<br />

2 kleine Zwiebeln<br />

200 g Porree<br />

4 TL Curry<br />

80 g Butter<br />

80 g Schinkenwürfel<br />

600 g Kartoffeln<br />

1 l Gemüsebrühe<br />

125 ml Weißwein<br />

Salz, Pfeffer<br />

1 EL Zucker<br />

Kürbiskartoffelsuppe mit Curry und Wein<br />

1. Den Kürbis halbieren und weiche Faserteile und Kerne entfernen. Den Muskatkürbis schälen,<br />

den Hokkaidokürbis kann man mit der Schale verwenden. Anschließend den Kürbis in Stücke<br />

schneiden. Danach die Zwiebeln und Porree fein schneiden und zusammen mit den Schinkenwürfeln<br />

zur Seite stellen.<br />

2. Kartoffeln schälen und in kleine Stücke schneiden.<br />

3. Curry und Butter in einen Topf geben und erhitzen.<br />

4. Kürbis, Schinkenwürfel und restliches Gemüse zur Currybutter gegeben und kurz ziehen lassen.<br />

Anschließend Weißwein und Gemüsebrühe hinzugeben und alles auf mittlerer Hitzestufe ca.<br />

20-25 Minuten köcheln lassen.<br />

5. Wenn alles weich gekocht ist mit dem Pürierstab pürieren und gegebenenfalls mit Salz, Pfeffer<br />

und etwas Zucker abschmecken.<br />

Zubereitung:<br />

Kochzeit:<br />

20 Minuten<br />

ca. 20-25 Minuten<br />

Variante ohne Schinken:<br />

Tofuwürfel nach Belieben würzen,<br />

kross anbraten, Kürbiskerne<br />

rösten und mit frischen Kräutern<br />

auf jedem Teller anrichten.<br />

14 1 | 2016 Mit Schmackes <strong>KOCHEN</strong>


Saisonstars<br />

von: Christina Pauer<br />

aus: Lüdinghausen<br />

»Die Kombination<br />

mit frischen Saisonobst<br />

oder fruchtigem<br />

Kompott begeistert.«<br />

Wenn knusprig auf<br />

fruchtig trifft ... mmmmh<br />

Obst-Streusel Taler<br />

1. Das Mehl sieben und mit Zucker und Vanillezucker sowie Vanille,<br />

Salz und Natron vermischen. Quark, Buttermilch und Öl hinzugeben<br />

und zu einem Teig verkneten.<br />

2. Den Teig in gleich große Stücke teilen und auf einem mit Backpapier ausgelegten Gitter/Backblech<br />

platt drücken.<br />

3. Jetzt aus 3 Teilen Mehl, 2 Teilen Margarine, 1 Teil Zucker und 1 Prise Salz einen Streuselteig<br />

herstellen.<br />

4. Die Teigfladen nun nach Belieben mit eingelegtem Obst, frischen Früchten, oder nur mit den<br />

Streuseln belegen.<br />

5. Bei 180-200 Grad Ober-/ Unterhitze 35-40 Minuten backen.<br />

Zubereitung:<br />

Backzeit:<br />

Temperatur:<br />

ca. 20 Minuten<br />

35-40 Minuten<br />

180-200 Grad Ober-/ Unterhitze<br />

Falls der Teig zu<br />

Klebrig sein sollte<br />

noch etwas Mehl<br />

hinzufügen.<br />

Für ca. 8 Streuseltaler:<br />

50 g Zucker<br />

150 g Magerquark<br />

250 g Mehl<br />

6 EL Olivenöl<br />

6 EL Buttermilch<br />

etwas (echte) Vanille<br />

1 Päckchen Vanillinzucker<br />

1 Prise Salz<br />

1 TL Natron<br />

Sehr lecker mit den Streuseln<br />

sind eingelegte Stachelbeeren.<br />

Oder einfach nur Apfelspalten<br />

mit etwas Zimt.<br />

15


HeimatDÜFTE<br />

Nicht nur Liebe geht durch den Magen. Auch die<br />

Heimat zergeht regelrecht auf der Zunge. Wie unser<br />

Zuhause schmecken kann und was ein Sternekoch<br />

von der Küche des Münsterlandes hält.<br />

Lesen und kosten Sie selbst.<br />

16 1 | 2016 Mit Schmackes <strong>KOCHEN</strong>


Heimat-<br />

DÜFTE<br />

von: Günter Terhaar<br />

aus: Ahaus - Alstätte<br />

»Wir haben immer<br />

ein Glas Mett im<br />

Kühlschrank.«<br />

Deftig leckere Brotzeit<br />

mit köstlichen Aromen<br />

Graeser Mett (Brotaufstrich van Nols)<br />

1. 300 Gramm geräucherten Speck in der Pfanne kross ausbraten und auskühlen lassen.<br />

2. Zwiebeln und Knoblauchzehen häuten, klein hacken und in<br />

Butterschmalz glasig dünsten.<br />

3. Zwiebeln und Knoblauch mit den übrigen 450 Gramm Speck gut<br />

vermengen und durch die feine Scheibe des Fleischwolfes drehen.<br />

4. Anschließend alle Zutaten in eine Schüssel geben und mit den<br />

Gewürzen sowie dem Gartengemüse vermengen.<br />

5. Die fertige Mettmasse kann in<br />

Einkochgläsern mit Schraubverschluss<br />

im Kühlschrank gelagert werden.<br />

Zubereitung:<br />

Garzeit:<br />

60 Minuten<br />

15 Minuten<br />

Damit das Griebenschmalz<br />

sich gut<br />

vermengen lässt,<br />

sollte es Zimmertemperatur<br />

haben.<br />

Für 6 Portionen (je 200 g):<br />

750 g magerer geräucherter und<br />

gewürfelter Speck<br />

200 g Griebenschmalz<br />

250 g Gartengemüse (Schnittlauch,<br />

Petersilie)<br />

2 Gemüsezwiebeln<br />

10 Knoblauchzehen<br />

1/2 TL Paprika gemahlen scharf<br />

2 TL Sumak (Gewürz)<br />

2 TL Cemen unu, gemahlen<br />

je nach Gusto: Fenchelsamen,<br />

Muskat, Pfeffer, Salz<br />

Gutes Brot unterstützt den<br />

vollen Genuss. Wir empfehlen dazu<br />

den Münsterländer Bauernstuten.<br />

Fragen Sie in Ihrer Bäckerei.<br />

17


»Da werden<br />

Heimatgefühle<br />

geweckt.«<br />

v.: Monika Lindenschmidt<br />

aus: Telgte<br />

Schicht für Schicht<br />

deftig regional<br />

»Das Gericht bringt<br />

Glanz in die Augen<br />

meiner Kinder.«<br />

Für 4 Personen:<br />

1 kg Kartoffeln in dünnen Scheiben<br />

1 kg Grünkohl fein gehackt und<br />

blanchiert<br />

3 Cabanossi oder 4 Mettenden<br />

in Scheiben<br />

Salz, Pfeffer, Muskatnuss<br />

Tomatenketchup<br />

1 Becher Schmand<br />

1 Becher Sahne<br />

etwas Butter oder Margarine<br />

Grünkohlauflauf<br />

1. Die Zutaten wie folgt in der Auflaufform schichten:<br />

Zuerst eine Lage Kartoffeln die abschließend gesalzen und gepfeffert wird. Dann eine Lage<br />

Grünkohl, die ebenfalls gesalzen und gepfeffert sowie mit Muskatnuss gewürzt wird. Abschließend<br />

eine Lage Cabanossis oder Mettenden und Ketchup (reichlich).<br />

2. Dann wieder von vorne beginnen und eine neue Lage Kartoffeln auslegen. Weiter mit Grünkohl<br />

und Wurst und das so lange wiederholen, bis kein Grünkohl und keine Wurst mehr da ist.<br />

3. Dann die letzte Schicht Kartoffeln auslegen und diese mit einigen Butter- oder Margarineflöckchen<br />

bedecken.<br />

4. Sahne und Schmand verquirlen und über die Schichten gießen.<br />

5. Die Auflaufform bei 180 Grad in den vorgeheizten Backofen schieben und rund 1,5 Stunden mit<br />

Deckel garen. Für die letzten Minuten im Ofen den Deckel abnehmen.<br />

Zubereitung:<br />

Garzeit:<br />

Temperatur:<br />

ca. 1 Stunde<br />

1 Stunde und 40 Minuten<br />

180 Grad<br />

In einem kleineren Glas<br />

gebacken, ist die Garzeit<br />

kürzer und das Auge isst<br />

gleich mit.<br />

18 1 | 2016 Mit Schmackes <strong>KOCHEN</strong>


Heimat-<br />

DÜFTE<br />

von: Laura Klöpper<br />

aus: Gronau<br />

»Dieses Rezept habe<br />

ich während meiner<br />

Vegetarierzeit entdeckt<br />

und lieben gelernt!«<br />

Vegetarisch und trotzdem deftig<br />

mit münsterländischem Einschlag<br />

Porree mit Pumpernickelkruste<br />

1. Porree waschen und in 8 bis 10 cm lange Stücke schneiden.<br />

2. 5 Minuten in der Gemüsebrühe kochen, danach abgießen, gut abtropfen lassen und in eine<br />

Auflaufform geben.<br />

3. Schmand, Käse, Salz und Pfeffer vermischen und über den Porree geben.<br />

4. Pumpernickel zerbröseln, mit Butter und kleingehackter Petersilie verkneten und über die<br />

Käsemischung streuen.<br />

5. Im vorgeheizten Backofen bei 200 Grad Ober-Unterhitze rund 30 Minuten backen.<br />

Zubereitung:<br />

Garzeit:<br />

Temperatur:<br />

45 Minuten<br />

30 Minuten<br />

200 Grad Unter/-Oberhitze<br />

Für 2 Personen:<br />

2 große Stangen Porree<br />

3 Scheiben Pumpernickel<br />

Gemüsebrühe instant<br />

100 g geriebener Gouda<br />

1 Becher Schmand<br />

Salz, Peffer<br />

50 g weiche Butter<br />

Petersilie<br />

TIPP<br />

Wer es doch lieber mit Fleisch mag,<br />

kann auch sehr gut gekochten Schinken<br />

dazugeben.<br />

19


von: Brigitte Hollmann<br />

aus: Münster<br />

»So leicht gemacht<br />

und doch mal waS<br />

anderes.«<br />

Ein Geschmackserlebnis:<br />

Pikant trifft Süß<br />

Für 4 Personen:<br />

4 Schnitzel vom Bentheimer<br />

Schwein<br />

1/2 Steckrübe<br />

4 Scheiben Kochschinken<br />

(ebenfalls vom o.g. Schwein)<br />

1 Packung Schmelzkäse Sahne<br />

Grafschafter Rübensirup<br />

Salz, Pfeffer<br />

Variante zum Ausprobieren:<br />

Für Nichtmünsteraner oder<br />

Emsländer funktioniert das Rezept<br />

auch mit Ananas und Ananassaft<br />

anstatt Steckrübe und Sirup.<br />

Münsterländer Schnitzelroulade<br />

1. Schnitzel säubern, klopfen und mit Salz und Pfeffer würzen. Jeweils auf einer Seite, wie bei<br />

einer Brotscheibe, mit dem Schmelzkäse einstreichen. Darauf die Scheibe gekochten Schinken<br />

legen.<br />

2. Die geschälte Steckrübe hauchdünn hobeln und die Scheibe passgenau auf den gekochten<br />

Schinken legen. Jetzt einen Teelöffel in den Grafschafter Rübensaft tauchen und von der süßen<br />

Masse etwas über Schinken und Rübe tröpfeln lassen.<br />

3. Am Ende die belegten Schnitzel aufrollen, mit Küchengarn zubinden und in einer Pfanne ordentlich<br />

anbraten.<br />

4. Mit Wasser ablöschen und das Ganze – mit dem Wasser – in einer flachen Auflaufform für rund<br />

40 Minuten bei 165 Grad Umluft in den vorgeheizten Ofen stellen. Zwischendurch immer mal<br />

wieder nachschauen und Wasser nachgießen.<br />

5. Kurz vor Ende der Garzeit weiteren Sirup und Rest Schmelzkäse zufügen. Gegebenenfalls mit<br />

Salz und Pfeffer abschmecken.<br />

Zubereitung:<br />

Backzeit:<br />

Temperatur:<br />

ca. 30 Minuten<br />

35 bis 40 Minuten<br />

165 Grad Umluft<br />

Tipp vom Profi<br />

Die Scheiben von der Steckrübe vor<br />

dem Einrollen kurz in kochendem<br />

Wasser blanchieren, also nur für ca.<br />

20 1 | 2016 Mit Schmackes <strong>KOCHEN</strong><br />

30 Sekunden kochen. Anschließend mit<br />

kaltem Wasser abschrecken. So lassen<br />

sich die Scheiben leichter rollen!


Heimat-<br />

DÜFTE<br />

von: Margret Franz<br />

aus: Münster<br />

»Als Mama<br />

und Papa noch<br />

am Herd<br />

standen ...«<br />

Rustikales<br />

aus der Heimat<br />

Endivien - Kartoffel - Gemüse<br />

1. Die Kartoffeln schälen, waschen, weich kochen<br />

2. In der Zwischenzeit den Endiviensalat putzen, in Streifen schneiden, waschen, in eine große<br />

Schüssel geben.<br />

3. Aus Essig, Öl, Salz und Pfeffer eine Salatsoße herstellen. Die Soße über den Salat geben und<br />

gut durchrühren.<br />

4. Die Schinkenwürfel in einer kleinen Pfanne anbraten.<br />

5. Wenn die Kartoffeln weich sind (nach ca. 20 Minuten), das Wasser abschütten, die Kartoffeln<br />

auf den Salat geben und klein stampfen.<br />

6. Die Schinkenwürfel ebenfalls auf den Salat geben und alles gut vermischen.<br />

7. Die Salat-Kartoffel-Mischung auf 4 Teller verteilen und jeweils ein<br />

Spiegelei oben drauf geben.<br />

Für 4 Personen:<br />

1 Endiviensalat<br />

8 mittelgroße Kartoffeln<br />

80 g Schinkenwürfel<br />

Salz, Pfeffer<br />

Essig<br />

Öl (z.B. Rapsöl)<br />

4 Eier<br />

Zubereitung:<br />

Garzeit:<br />

30 Minuten<br />

20 Minuten<br />

Perfekt dazu<br />

ein kühles Bier!<br />

21


Sternekoch André Skupin<br />

über die Münsterländer Küche<br />

André Skupin (Mitte):<br />

Chef de Cuisine der Restaurants<br />

Gourmet 1895 und Gabriel’s im<br />

Hotel Kaiserhof. Mit im Bild die Gastgeber<br />

Anja und Kay Fenneberg<br />

Was ist Essen eigentlich? Die Aufnahme von Nahrung, um<br />

Energie und Nährstoffe zu erhalten? Oder ist es Genuss, Zeit<br />

sich auf etwas einzulassen – vielleicht etwas Neues, die Sinne<br />

zu schärfen und sich zu verwöhnen. Augen, Nase und Gaumen<br />

in Einklang zu bringen und sich ganz dem hinzugeben,<br />

was auf dem Teller liegt. Aber geht diese Hingabe auch mit der<br />

regionalen, eher rustikalen Küche unseres Münsterlandes?<br />

Einer, der sich mit der sinnlichen Zubereitung<br />

und Anrichtung von Speisen<br />

ausgezeichnet auskennt, ist André<br />

Skupin. Der Chef de Cuisine der Restaurants<br />

Gourmet 1895 und Gabriel’s im<br />

Hotel Kaiserhof kennt sich außerdem<br />

mit der Region sehr gut aus, ist er doch<br />

Münsteraner. Gemeinsam mit seinem<br />

Team zelebriert er in dem derzeit<br />

einzigen Sterne-Restaurant der Domstadt<br />

das Erlebnis Essen. Dabei spielen<br />

auch regionale Produkte eine große<br />

Rolle. „Die typische Münsterländer<br />

Küche selbst gibt es bei uns aber nur in<br />

Ausschnitten“, so Skupin. Die regionale<br />

Küche sei doch eher bäuerlich geprägt<br />

und sollte vor allem eins erreichen: satt<br />

machen. „Ich will die hiesige Küche von<br />

damals und ihren Geschmack gar nicht<br />

abwerten. Aber an Raffinesse und Geschmack,<br />

wie zum Beispiel der Elsässer<br />

Küche, mangelte es früher dann doch.“<br />

Typisch für die Region ist, dass Nahrungsmittel<br />

nicht verschwendet werden<br />

und alles eine Verwendung findet.<br />

Egal ob Pfefferpotthast, Panhas, Töttchen<br />

oder Möppkenbrot. „Die Region<br />

ist bezüglich der Essensverwertung bei<br />

Fleischgerichten sehr effizient gewesen<br />

und bekannt für ihre Resteverwertung.<br />

Nicht nur aus ökologischer, sondern<br />

auch aus ökonomischer Sicht sehr ver -<br />

antwortungsvoll“, so der Küchenexperte.<br />

Aber auch jenseits des Fleisches<br />

gibt es typische Produkte der Region.<br />

Stielmus oder Dicke Bohnen sind unter<br />

anderem Vertreter der Gemüsefraktion,<br />

Pumpernickel ein typisches Brot.<br />

Eines der Geheimnisse der Küche<br />

des Kaiserhofs ist es, dass der Spagat<br />

zwischen Moderne und Tradition über<br />

alle Kochtöpfe hinweg gelingt. „Wir<br />

legen großen Wert auf Produkte aus der<br />

22 1 | 2016 Mit Schmackes <strong>KOCHEN</strong>


Die Kombination aus Getränk und Gericht kann<br />

das Beste sein, was dem Gaumen passieren kann.<br />

Das Vertrauen auf die Empfehlungen des Sommeliers<br />

im Kaiserhof kann also positiv überraschen.<br />

»Es gibt nichts Schöneres,<br />

als sich an einen Geschmack<br />

zu erinnern.«<br />

Region, soweit das denn möglich ist.<br />

Gerne experimentieren wir auch mit alten<br />

Sorten, die so nur noch sehr selten<br />

oder erst seit wenigen Jahren wieder<br />

in unseren Breiten angebaut werden“,<br />

beschreibt er eines der Erfolgsrezepte,<br />

mit dem er und sein Team im November<br />

2012 den Stern des Guide Michelin<br />

bekommen und bis heute gehalten<br />

haben. „Am Ende entscheidet aber der<br />

Gast, was bei uns auf die Karte kommt.“<br />

Aber nicht jeden Küchentrend kann<br />

André Skupin verstehen – geschweige<br />

denn mitkochen. So begrüße er es, dass<br />

Burger mit hochwertigeren Zutaten<br />

hergestellt werden, aber am Ende seien<br />

es für ihn doch nur Hamburger.<br />

Wer aber glaubt, dass ein Sternekoch<br />

nur fürstlich und extravagant diniert,<br />

der irrt. Auf die Frage, was denn gutes<br />

Essen für ihn ausmache, antwortet<br />

er: „Geschmack. Es gibt nichts Schöneres,<br />

als sich an einen Geschmack zu<br />

erinnern. Wenn ein Gericht es schafft,<br />

auch Jahre später einem das Wasser im<br />

Mund zusammenlaufen zu lassen, dann<br />

hat die Küche alles richtig gemacht“,<br />

berichtet er.<br />

Neben guten Zutaten und deren Zubereitung<br />

ist für Skupin aber noch etwas<br />

ganz anderes beim Essen wichtig: Zeit.<br />

Zeit, um die Anrichtung auf dem Teller<br />

zu bestaunen, den Geruch zu inhalieren<br />

und sich auf die verschiedenen<br />

Geschmäcker im Gaumen einzulassen.<br />

Dabei kann es auch wichtig sein, das<br />

richtige Getränk zu kredenzen. „Dabei<br />

muss es nicht immer Wein sein. Das Essen<br />

bestimmt die Begleitung. Bier, Wein,<br />

Wasser oder doch was ganz anderes.<br />

In einer guten Küche sind die Getränke<br />

immer auf das Essen abgestimmt“, so<br />

der Chefkoch. So könnte es durchaus<br />

sein, dass ein Drink für sich genommen<br />

nicht dem persönlichen Geschmack ent -<br />

spricht. „In Kombination mit dem Essen<br />

kann es aber das Beste sein, was dem<br />

Gaumen passieren konnte. Ähnlich ver -<br />

hält es sich bei der Kombination von<br />

Espresso und Grappa.“<br />

Egal, ob Haute cuisine oder einfach und<br />

schnell zubereitet – wichtig ist, dass<br />

es schmeckt. „Jeder sollte aber den<br />

Mut und die Neugierde haben, auch<br />

mal etwas Neues auszuprobieren und<br />

zu kosten. Es gibt so viele spannende<br />

und anregende Geschmäcker, die es zu<br />

entdecken gilt“. | SEBASTIAN ROHLING<br />

Fotos: Hotel Kaiserhof<br />

23


»Macht nicht nur<br />

was her, schmeckt<br />

auch fantastisch!«<br />

von: Karl-Heinz Huizen<br />

aus: Senden<br />

Eine Vorspeise<br />

vom Feinsten<br />

Für 4-6 Personen:<br />

250 g Matjes-Filet<br />

2 Schalotten<br />

1 Knoblauchzehe<br />

2 TL Kapern (aus dem Glas)<br />

6 kleine Tomaten<br />

10 Blätter Basilikum<br />

1 TL gehackter Thymian<br />

je 10 grüne & schwarze Oliven<br />

(ohne Stein)<br />

8-12 Pumpernickel-Taler<br />

(alternativ Schwarzbrot-Taler)<br />

2 EL Gemüsefond<br />

je 1 EL Weißweinessig &<br />

Balsamico<br />

Salz, Pfeffer, Zucker<br />

Münsterländer Burger<br />

vom Mediterranen Matjes-Tatar<br />

1. Die Matjes-Filets ganz kurz mit kaltem Wasser abspülen und sofort trocken tupfen. Dann die<br />

Filets längs in 2 Hälften teilen, quer in ca. 1/2 cm breite Streifen schneiden und in eine Schüssel<br />

geben.<br />

2. Die Schalotten und den Knoblauch schälen, in feine Würfel schneiden und die abgetropften<br />

Kapern zum Fisch geben.<br />

3. Die Tomaten vierteln, entkernen, in kleine Würfel schneiden und ebenfalls in die Schüssel<br />

geben. Ebenso den fein geschnittenen Basilikum, den Thymian und die klein gewürfelten Oliven<br />

beigeben.<br />

4. In einer zweiten, kleinen Schüssel das Olivenöl, den Fond, den Weißweinessig und den Balsamico<br />

mit einem Schneebesen kräftig aufschlagen und dann über den Salat geben und vorsichtig<br />

vermengen. Mit Salz, Pfeffer und 1 Prise Zucker abschmecken und mindestens 2 Stunden im<br />

Kühlschrank abgedeckt ziehen lassen.<br />

5. Das Tatar aus dem Kühlschrank nehmen und langsam auf Zimmertemperatur erwärmen lassen.<br />

Kurz vor dem Servieren nochmals durchmengen und final abschmecken.<br />

6. Die Masse zwischen die Pumpernickeltaler geben und mit Olivenscheibchen garnieren.<br />

Zubereitung:<br />

Marinierzeit:<br />

30 Minuten<br />

2 Stunden<br />

24 1 | 2016 Mit Schmackes <strong>KOCHEN</strong>


Heimat-<br />

DÜFTE<br />

von: Marita Horstmann<br />

aus: Füchtorf<br />

»Ich nutze dieses Rezept gerne,<br />

wenn wir viele Gäste erwarten.<br />

Der Arbeitsaufwand ist sehr<br />

gering und der Geschmack<br />

hervorragend.«<br />

Es duftet und schmeckt<br />

wie Zuhause<br />

Salzbraten<br />

1. Den Schweinebraten mit Senf einreiben. Anschließend mit etwas Salz und einem ½ Teelöffel<br />

Pfeffer bestreuen.<br />

2. Backpapier auf einem Backblech auslegen, den Braten drauflegen und um den Braten<br />

250 Gramm Salz verteilen. Dieses saugt anschließend die austretende Bratenflüssigkeit auf.<br />

3. Den Backofen auf 180 bis 200 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen und den Braten je nach Größe<br />

und Beschaffenheit 1,5 bis 2 Stunden garen.<br />

4. Wenn der Braten zu dunkel werden sollte, decken Sie ihn zum Schluss mit Alufolie ab. Der<br />

Braten braucht nicht gewendet zu werden.<br />

Für 4 Personen:<br />

ca. 1,2 kg Schweinebraten<br />

aus der Schulter oder dem Nacken<br />

(von Sehnen befreit)<br />

250 g Salz<br />

4 EL Senf<br />

1/2 TL Pfeffer<br />

etwas Salz für den Braten<br />

Zubereitung:<br />

Backzeit:<br />

Temperatur:<br />

15 Minuten<br />

ca. 1,5 - 2 Stunden<br />

180-200 Grad Ober-/Unterhitze<br />

Dazu serviere ich Salate der<br />

Saison und Rosmarinkartoffeln<br />

oder Kartoffelgratin, da es keine<br />

Bratensauce gibt.<br />

25


von: Heribert Bröker<br />

aus: Senden<br />

Meeresgrüße<br />

nach Westfalenart<br />

»Zur Weihnachtszeit<br />

genieße ich<br />

diesen »Das Salat Gericht mit bringt<br />

einer Glanz Schlesischen<br />

in die Augen<br />

Weißwurst.« meiner Kinder.«<br />

Für 4 Personen:<br />

4-5 eingelegte Sahneheringe<br />

(gute Qualität kaufen)<br />

1 Glas rote Beete (450 ml)<br />

1 Glas saure Gurken (300 ml)<br />

1 saurer Apfel (Boskop)<br />

4 hartgekochte Eier<br />

500 g Kartoffeln festkochend<br />

(4-7 mittelgroße)<br />

200 g gehackte Haselnüsse<br />

(oder gehackte Walnüsse)<br />

ca. 400 g mageres Rindfleisch<br />

z.B. Tafelspitz<br />

1 Glas gute Mayonnaise (250 ml)<br />

1 mittelgr. Zwiebel<br />

1/8 l Sahne<br />

1 Lorbeerblatt, 1 Gewürznelke<br />

Salz, Pfeffer<br />

Westfälischer HERINGSSALAT etwas anders<br />

1. Rindfleisch mit Salz garen und abkühlen lassen.<br />

2. Heringe in kleine Stücke schneiden.<br />

3. Rote Bete und Gurken klein hacken, aber nicht zu Mus. Wenn die Rote Bete aus dem Glas<br />

kommt, Flüssigkeit nicht weggießen.<br />

4. Apfel, Eier und kaltes Rindfleisch kleinschneiden und zusammen mit der Mayonnaise vorsichtig<br />

untermengen.<br />

5. 1 Lorbeerblatt, 1 Nelke sowie Hasel- oder Walnüsse vorsichtig untermischen. Anschließend<br />

alles für 3 bis 4 Stunden zugedeckt stehen lassen.<br />

6. Kartoffeln kochen, abkühlen lassen und in kleine Scheiben schneiden. Die Zwiebel hacken und<br />

gemeinsam mit den Kartoffelscheiben unterheben.<br />

7. Sahne mit Salz und Pfeffer verrühren, vorsichtig unterheben und eine Stunde ziehen lassen.<br />

8. Am Ende, sofern vorhanden, 2 Esslöffel Rote Bete-Saft zufügen, um dem Salat etwas mehr Farbe<br />

zu verleihen. Je nach individuellem Geschmack kann auch noch ein wenig Senf untergemischt<br />

werden.<br />

Zubereitung:<br />

Marinierzeit:<br />

Kochzeit:<br />

insgesamt 2-3 stunden<br />

insgesamt 4-5 Stunden<br />

insgesamt ca. 1-1,5 Stunden<br />

Ein kühles Bier rundet<br />

den Geschmack ab.<br />

26 1 | 2016 Mit Schmackes <strong>KOCHEN</strong>


Heimat-<br />

DÜFTE<br />

von: Agnes Kerperin<br />

aus: Havixbeck<br />

»Eintopf geht immer,<br />

aber an nassen Herbsttagen<br />

schmeckt er<br />

besonders gut.«<br />

Ein Duft erfüllt die Küche,<br />

wie bei Muttern ...<br />

Kartoffel-Lauch-Eintopf<br />

1. Kartoffeln schälen und in Würfel schneiden. Kasseler ebenfalls würfeln und den Lauch in Ringe<br />

schneiden.<br />

2. Öl in einem Topf erhitzen und die Kasseler-Würfel rundum anbraten. Lauch und Kartoffeln hinzufügen<br />

und kurz mit anbraten. Anschließend mit Salz, Pfeffer und Thymian würzen, Brühe<br />

zugießen, Lorbeerblätter dazugeben und zugedeckt rund 20 Minuten garen.<br />

3. Lorbeerblätter entfernen, Schmelzkäse unterrühren und abschmecken.<br />

Zubereitung:<br />

Kochzeit:<br />

15 Minuten<br />

30 Minuten<br />

Für 4 Personen:<br />

600 g Kartoffeln<br />

500 g Kasseler ohne Knochen<br />

3 Stangen Porree<br />

2 EL Speiseöl<br />

Salz, Pfeffer<br />

1 TL gehackter Thymian<br />

200 ml Gemüsebrühe<br />

2 Lorbeerblätter<br />

150 g Schmelzkäse<br />

Tipp Vorwiegend festkochende Kartoffelsorten<br />

eignen sich mit ihrem<br />

mittleren Stärkeanteil von ca. 15<br />

Prozent und ihrem mittelfesten, feinkörnigen<br />

Fruchtfleisch wunderbar für<br />

Eintöpfe sowie für Salzkartoffeln,<br />

Bratkartoffeln, Aufläufe, Pommes<br />

frites und auch Stampfkartoffeln.<br />

27


Bei Wild muss man wirklich<br />

Wert auf die Qualität<br />

legen. Wenn man Glück<br />

hat und EINEN Jäger in<br />

der Familie hat, ist das<br />

perfekt. Ansonsten gibt<br />

es auf dem Wochenmarkt<br />

tolle Adressen.«<br />

von: Henrik Himpe<br />

aus: Münster<br />

Wenn es mal etwas<br />

Besonderes sein soll ...<br />

» Nicht einfach,<br />

aber der Aufwand<br />

lohnt sich.«<br />

28<br />

1 | 2016 Mit Schmackes <strong>KOCHEN</strong>


Heimat-<br />

DÜFTE<br />

Münsterländer Rehrücken mit<br />

Pumpernickelkruste, Stielmus und Pfifferlingen<br />

1. Den Rehrücken waschen, trocken tupfen und von Haut und Sehnen befreien. Mit der Wild-Gewürzmischung<br />

rundum würzen. In einer Pfanne in etwas Pflanzenöl von allen Seiten scharf anbraten,<br />

eine Flocke Butter hinzugeben, und dann im Ofen bei 70-80 Grad circa 30 Minuten garen.<br />

2. Für die Kruste 60 Gramm Pumpernickelbrösel und 50 g Butter mit Salz, Pfeffer und getrocknetem<br />

Majoran gut verkneten. Zwischen Frischhaltefolie ausrollen und kühl stellen. Vor dem Servieren<br />

einen schmalen Streifen der Masse auf den Rehrücken geben und im Backofen unter dem Grill<br />

kurz grillen.<br />

3. Die Kartoffeln schälen, klein schneiden und in Salzwasser 20 Minuten garen. In der Zwischenzeit<br />

das Stielmus vom Strunk befreien, blanchieren und in Eiswasser abkühlen. Trockentupfen<br />

und anschließend sehr klein schneiden.<br />

4. Kartoffeln abgießen, Stielmus zugeben und mit 40 g Butter und der Milch stampfen. Mit Salz und<br />

einer Prise geriebener Muskatnuss würzen.<br />

5. Die Pfifferlinge putzen und anschließend kurz in einer heißen Pfanne in 1 EL Öl anbraten.<br />

20 g Butter und kleingehackte glatte Petersilie zugeben. Mit Salz und Pfeffer würzen.<br />

Für 2 Personen:<br />

Rehrücken, ca. 360 g<br />

aus dem Münsterland<br />

4 mittelgroße Kartoffeln<br />

350 g Stielmus, das Grün<br />

60 g Pumpernickel, klein<br />

gemahlen<br />

insgesamt ca. 140 g Butter<br />

80 ml Milch<br />

120 g Pfifferlinge<br />

2 EL Pflanzenöl<br />

Salz, Pfeffer,<br />

Wildgewürzmischung<br />

Muskat, Zucker, Petersilie, Majoran<br />

Zubereitung: insgesamt ca. 1,5 Stunden<br />

Backzeit: Rehrücken 30 Minuten<br />

Temperatur: Rehrücken bei 70-80 Grad<br />

Dazu passt eine Rotweinreduktion:<br />

1. 2 EL Zucker in einem kleinen Topf karamellisieren, eine kleingeschnittene Schalotte zugeben<br />

und mit 200 ml Rotwein (trocken) ablöschen. Die Flüssigkeit um die Hälfte einkochen.<br />

2. 300 ml Wildbrühe, 5 Wacholderbeeren und 8 zerstoßene Pfefferkörner hinzugeben. Erneut um<br />

die Hälfte einkochen.<br />

3. Durch ein Sieb passieren. Die Reduktion mit Salz und Zucker nach Geschmack<br />

abschmecken und mit etwas kalter Butter und Kartoffelstärke binden.<br />

Für die Rotweinreduktion:<br />

2 EL Zucker<br />

1 Schalotte<br />

200 ml Rotwein (trocken)<br />

300 ml Wildbrühe<br />

5 Wachholderbeeren<br />

8 Pfefferkörner<br />

Salz und Zucker<br />

etwas Butter<br />

Kartoffelstärke<br />

Wie säubert man einen Rehrücken?<br />

So geht es:<br />

29


Bei Fernweh<br />

Urlaub muss nicht immer mit einer Flugreise<br />

verbunden sein. Verreisen Sie doch kulinarisch<br />

in Ihren eigenen vier Wänden und kosten von<br />

exotischen Speisen und lernen die Welt<br />

an Ihrem Esstisch kennen.<br />

30 1 | 2016 Mit Schmackes <strong>KOCHEN</strong>


ei<br />

Fernweh<br />

von: Ingrid Knaup<br />

aus: Havixbeck<br />

»Urlaubsstimmung<br />

für zuhause.«<br />

Einfach und schnell<br />

zurück in den Sommerurlaub<br />

Lachs in CurrysahnesoSSe<br />

1. Den Lachs säubern und mit Salz, Pfeffer sowie Dill würzen. Eine Auflaufform einfetten und den<br />

Fisch hineingeben.<br />

2. Äpfel schälen und achteln, die Tomaten achteln und die Zwiebel in dünne Scheiben schneiden.<br />

Alles in die Form zum Lachs geben und noch einmal mit Salz und Pfeffer würzen.<br />

3. In einer Schüssel Tomatenmark und Ketchup glatt rühren, Curry und Sahne dazugeben und alles<br />

gut verrühren. Die Masse dann in die Form gießen.<br />

4. Alles mit geriebenen Käse bedecken und dann den Auflauf in den vorgeheizten Backofen auf die<br />

mittlere Schiene schieben. Bei 175 Grad Umluft rund 30 bis 40 Minuten im Ofen lassen.<br />

Zubereitung:<br />

Backzeit:<br />

Temperatur:<br />

15 Minuten<br />

30-40 Minuten<br />

175 Grad Umluft<br />

Dazu reiche ich<br />

einen grünen Salat,<br />

Reis oder Baguette.<br />

Für 2 Personen:<br />

ca. 250 g Lachsfilet<br />

2 dickere Äpfel (Elstar)<br />

2 Tomaten<br />

2 Zwiebeln<br />

200 g süße Sahne<br />

1 EL Tomatenmark<br />

2 EL Ketchup<br />

Salz, Pfeffer<br />

Dill<br />

1 gehäufter TL Curry<br />

100 g geriebenen Käse<br />

31


»Es lohnt sich die Mühe,<br />

die Gurkenwürfel sehr klein<br />

zu schneiden. Der Salat<br />

schmeckt toll.«<br />

Angelika Klinge-Fischer<br />

aus: Telgte<br />

Salat im Teigmantel?<br />

Das geht wirklich und<br />

schmeckt köstlich!<br />

32<br />

1 | 2016 Mit Schmackes <strong>KOCHEN</strong>


Tipp vom Profi<br />

Salatgurke mit einem Teelöffel<br />

entkernen – dann wird der Salat<br />

nicht matschig!<br />

bei<br />

Fernweh<br />

Kartoffel-Räucherlachs-Salat<br />

im Blätterteig-Mantel mit Gurkensalat<br />

1. Kartoffeln garen, abkühlen lassen und in Würfel schneiden.<br />

2. Räucherlachs ebenfalls in kleine Stücke schneiden.<br />

3. Frühlingszwiebeln putzen und die weißen und hellgrünen Teile in dünne Scheiben schneiden.<br />

Die Dillästchen (die Dillspitzen für den Gurkensalat übrig lassen) von den Stielen zupfen und<br />

hacken.<br />

4. Kartoffeln mit Crème fraîche, Dill, Frühlingszwiebeln, Zitronensaft und Räucherlachs mischen.<br />

Mit Salz und Pfeffer würzen.<br />

5. Blätterteig ausrollen und mit der Masse bestreichen. Die Seiten ebenfalls durch andrücken verschließen.<br />

Tipp: Oben und seitlich einen Rand freilassen, sonst quillt die Masse beim Aufrollen<br />

heraus.<br />

6. Den Blätterteig zu einer Rolle formen und mit der Naht nach unten das Blech mit Backpapier<br />

legen. Die Rolle mit einer Eigelb-Mich (1 Eigelb mit etwas Milch verquirlen) bestreichen.<br />

7. Bei 200 Grad Ober-/Unterhitze ungefähr 30 Minuten backen. Nach dem Backen die Rolle ca.<br />

5 Minuten ruhen lassen und mit einem scharfen Messer in dicke Scheiben schneiden und mit<br />

dem Gurkensalat anrichten.<br />

Für 4 Personen:<br />

Blätterteig<br />

600 g geschälte Kartoffeln<br />

200 g Räucherlachs<br />

1 Bund Frühlingszwiebeln<br />

5-7 Stiele Dill<br />

200 g Crème frâiche<br />

2 EL Zitronensaft<br />

300 g Salatgurke<br />

100 g Gewürzgurke<br />

70 g Senfgurke<br />

1 Ei<br />

etwas Milch<br />

8. Für den Gurkensalat: Schalotte fein würfeln, kurz in einem Sieb mit kochend heißem Wasser<br />

überbrühen, abschrecken und abtropfen lassen. Die Schalotte wird dann schön mild!<br />

9. Alle Gurken in 1/2 cm kleine Würfel schneiden, die Dillspitzen (s.o.) fein schneiden.<br />

Schalotte, Gurkenwürfel, Dill und 3 EL Rapskernöl mischen und kurz durchziehen lassen.<br />

Weiteres Würzen ist nicht nötig.<br />

Zubereitung:<br />

Backzeit:<br />

Temperatur:<br />

40 Minuten<br />

30 Minuten<br />

200 Grad Ober-/Unterhitze<br />

Tipp zur Kartoffelfüllung<br />

Wer sich weniger Arbeit machen<br />

möchte, kann die Kartoffelfüllung<br />

auch prima kalt als Kartoffelsalat<br />

essen, ohne ihn in Blätterteig zu<br />

packen, bzw. eventuelle Reste am<br />

nächsten Tag essen.<br />

33


von: Silke Spirgatis<br />

aus: Münster<br />

Mediterraner<br />

Genuss in Rekordzeit<br />

»Mein persönliches<br />

„samstags“- Rezept:<br />

nach dem obligatorischen<br />

Marktbesuch<br />

und vor der Putzaktion<br />

am Nachmittag.«<br />

Für 1 Person:<br />

150 g Garnelen / Shrimps<br />

1 Knoblauchzehe<br />

2 Lauchzwiebeln<br />

2 rote Paprika<br />

60 g Couscous<br />

200 ml Gemüsebrühe<br />

1/2 TL Currypulver<br />

Basilikum (frisch<br />

oder getrocknet)<br />

Salz und Pfeffer<br />

Garnelen-Couscous-Pfanne<br />

1. 1 TL Öl in einer Pfanne erhitzen und die Garnelen zusammen mit der gepressten Knoblauchzehe<br />

darin anbraten. Die Lauchzwiebeln in Ringe schneiden und rund 2 Minuten mitbraten.<br />

2. In der Zeit die Paprika würfeln und zufügen. Mit etwas Salz, Pfeffer und Currypulver würzen.<br />

3. Den trockenen Couscous zufügen und anschwitzen, mit der Gemüsebrühe ablöschen und rund<br />

5 Minuten quellen lassen, dabei gelegentlich umrühren.<br />

4. Mit Basilikum verfeinern.<br />

Zubereitung:<br />

Kochzeit:<br />

ca. 5-10 Minuten<br />

ca. 10 Minuten<br />

Frische Garnelen und<br />

ihre Verwandten gibt<br />

es beim Fischhändler<br />

ihres Vertrauens.<br />

34 1 | 2016 Mit Schmackes <strong>KOCHEN</strong>


ei<br />

Fernweh<br />

von: KaPe Pape<br />

aus: Lüdinghausen<br />

»Die schnellste Art,<br />

nach Indien zu kommen.«<br />

Exotisches aus dem<br />

Land der Gewürze<br />

Zucchinisuppe mit Lachs und Garnelen<br />

1. Lachsfilet würfeln und gemeinsam mit den geschälten Garnelen in etwas Limettensaft<br />

marinieren.<br />

2. Zucchini, Zwiebel und Knoblauch grob hacken und in der Gemüsebrühe so lange kochen, bis sie<br />

weich genug sind, um sie mit einem Pürierstab fein zu mixen. Je nach Konsistenz eventuell noch<br />

etwas Gemüsebrühe hinzugeben.<br />

3. Mit der Tandoori-Mischung vorsichtig Prise für Prise abschmecken, bis der gewünschte Grad<br />

an Exotik und Würze erreicht ist.<br />

4. Abschließend Crème fraîche oder, je nach Geschmack, Kokosmilch unterrühren.<br />

5. Lachs und Garnelen in einen Suppenteller<br />

legen und die heiße Suppe eingießen.<br />

Kurz ziehen lassen.<br />

Für 1 Person:<br />

Tandoori-Masala-Gewürzmischung<br />

70-100 g Lachsfilet<br />

2-3 geschälte Garnelen<br />

Limettensaft<br />

250 ml Gemüsebrühe<br />

250 g gelbe Zucchini<br />

1 EL Zwiebelwürfel<br />

1 Knoblauchzehe<br />

1-2 TL Crème fraîche<br />

oder 3-4 EL Kokosmilch<br />

Zubereitung:<br />

Kochzeit:<br />

20-25 Minuten<br />

Suppe 10-15 Minuten<br />

Tandoori Masala (auch Tanduri<br />

Masala) ist eine Gewürzmischung aus<br />

der indischen Küche, die für das Marinieren<br />

von Fleischgerichten aus dem<br />

Tandur, einem Holzkohle-Ofen, genutzt<br />

wird. Im Wesentlichen besteht<br />

die Mischung aus gemörserten Chilis,<br />

Kreuzkümmel und Koriandersamen<br />

sowie Cumin, Salz, Kardamom, Knoblauch<br />

und Ingwer.<br />

35


»Klassisch kann jeder!<br />

Als Saucenfan variiere ich<br />

hie und da, so dass jeder<br />

Burger einzigartig wird.«<br />

von: Philipp Bradt<br />

aus: Münster<br />

Wilder Westen<br />

in Bestform<br />

36<br />

1 | 2016 Mit Schmackes <strong>KOCHEN</strong>


Tipp vom Profi<br />

Falls Sie den Bohnenburger etwas<br />

fester wollen, mischen Sie 2 Esslöffel<br />

Haferflocken unter die Mischung,<br />

das gibt Bindung!<br />

Der Bohnanza<br />

1. Kidney Bohnen in ein Sieb gießen und gut abtropfen lassen.<br />

bei<br />

Fernweh<br />

2. Während die Bohnen abtropfen die Champignons, 2 Zwiebeln und den Knoblauch in ganz feine<br />

Würfel schneiden und die Petersilie fein hacken. Die dritte Zwiebel wird in Ringe geschnitten.<br />

3. Fetakäse in dünne Scheiben schneiden und gemeinsam mit der Zwiebel zur Seite legen.<br />

4. Etwas Olivenöl in einer Bratpfanne erhitzen und dann Champignons, Zwiebelwürfel und den<br />

Knoblauch anbraten bis es alles gar ist und eine schöne Farbe hat. An die Seite stellen und<br />

etwas auskühlen lassen.<br />

5. Kidneybohnen in einer Schüssel mit einem Stampfer zu Brei zerdrücken. Die Zutaten aus der<br />

Pfanne dazugeben und vermengen.<br />

Die Masse mit Salz, Pfeffer, Paprikapulver und Cayennepfeffer würzen und anschließend die<br />

gehackte Petersilie untermischen.<br />

6. In der Pfanne wieder etwas Öl erhitzen. In der Zwischenzeit die Bohnenmasse zu „Patties“<br />

formen. Die Größe der Pattys richtet sich nach der Größer der Burgerbrötchen und sollte diese<br />

nicht überschreiten.<br />

7. Die Pattys in Mehl wenden, abklopfen und vorsichtig in das heiße Olivenöl legen. Einige Zwiebelringe<br />

mit in die Pfanne legen und mit einer kleinen Prise Zucker versehen.<br />

8. Den Patty vorsichtig wenden und die mittlerweile goldbraunen Zwiebeln auf die gebratene Seite<br />

legen. Während die zweite Seite anbrät, auf die obere Hälfte eine Scheibe Cheddar legen.<br />

9. Das Burgerbrötchen parallel toasten und nach Belieben die beiden Hälften mit den Saucen<br />

bestreichen. Der Aufbau des Burgers beginnt bei der Unterseite. Erst kommt Rucola, dann der<br />

mit Käse und Zwiebeln gebratene Patty. Es folgt der Fetakäse und als Abschluss der obere Teil<br />

des Brötchen.<br />

Für 2 Personen:<br />

1 Dose Kidneybohnen<br />

150 g Champignons<br />

3 Zwiebeln<br />

1 Knoblauchzehe<br />

2-4 Burger Brötchen (je nach Größe<br />

der Patties)<br />

1 Paket Rucola (Salat je nach<br />

Vorliebe)<br />

1 Paket Feta Käse<br />

2-4 Scheiben Cheddar Käse<br />

(1 pro Burger)<br />

Barbecue Sauce<br />

Chili Sauce<br />

Dänische Remoulade<br />

Salz, Pfeffer, Cayennepfeffer<br />

Zucker<br />

Mehl zum Mehlieren<br />

Olivenöl<br />

Zubereitung:<br />

Garzeit:<br />

25 Minuten<br />

7 Minuten<br />

Perfekt passt dazu<br />

eine eisgekühlte Limo<br />

Tipp mit Kartoffeln<br />

Sollten Salzkartoffeln vom Vortag<br />

übrig sein, schneiden Sie diese in<br />

dünne Scheiben und braten Sie in<br />

der Pfanne von beiden Seiten schön<br />

knusprig an. Diese lassen sich hervorragend<br />

auf den Burger legen und<br />

peppen auf.<br />

37


von: Gerda Barthmann<br />

aus: Nottuln<br />

Ostpreußen<br />

lässt grüßen<br />

»Wir alle lieben<br />

Opa Emils<br />

»Das<br />

Kochkünste.<br />

Gericht bringt<br />

Glanz<br />

Viel<br />

in<br />

Spaß<br />

die Augen<br />

beim<br />

meiner<br />

Nachkochen!«<br />

Kinder.«<br />

Für 3 Personen:<br />

600 g Hackfleisch gemischt<br />

1 Ei<br />

2 Zwiebeln<br />

1 Brötchen oder Paniermehl<br />

Salz und Pfeffer, Zucker<br />

2 Lorbeerblätter<br />

1/2 Zitrone<br />

1 Becher saure Sahne<br />

2 Esslöffel Butterschmalz<br />

2-3 EL Mehl<br />

Dazu passen<br />

Kartoffeln<br />

und Salat.<br />

Königsberger „Klopfe“ nach Opa Emil<br />

1. Hackfleisch in eine Schüssel geben. Das rohe Ei sowie eine zuvor kleingeriebene Zwiebel und<br />

das eingeweichte, aber ausgedrückte, Brötchen mit dem Gehackten gut vermengen. Salz und<br />

Pfeffer nach Belieben.<br />

2. Wasser mit 1 TL Salz, Lorbeerblatt und kleingeriebener Zwiebel kochen.<br />

3. Aus dem Fleischteig kleine Kugeln formen und ins kochende Wasser geben. Rund 20 Minuten<br />

ziehen lassen.<br />

4. In einem zweiten Topf währenddessen Butterschmalz auslassen und mit dem Mehl eine Mehlschwitze<br />

herstellen. Zum Ablöschen die Brühe der Klopse verwenden. Dabei darauf achten,<br />

dass genügend Soße entsteht, diese aber auch nicht zu dünn wird.<br />

5. Den Sauerrahm unterrühren und mit Salz, Pfeffer, Zitrone sowie etwas Zucker abschmecken.<br />

Abschließend die Klopse in die fertige Soße geben.<br />

Zubereitung:<br />

Kochzeit:<br />

15 Minuten<br />

20 Minuten<br />

38 1 | 2016 Mit Schmackes <strong>KOCHEN</strong>


ei<br />

Fernweh<br />

von: Rüdiger Martens<br />

aus: Altenberge<br />

»Wenn es draußen<br />

ungemütlich wird, gönne<br />

ich mir warme Gaumenfreuden.«<br />

Verführerisch duftende<br />

Teigkugeln locken zum Schmauss<br />

Dukatenbuchteln<br />

1. Milch erwärmen, bis sie lauwarm ist. Hefe in die Milch bröseln und auflösen. Mehl in eine<br />

Schüssel sieben und Hefemilch, zimmer temperierte Butter, Zucker, Prise Salz, Vanillemark, Zitronenabrieb<br />

und 2 Eigelbe dazu geben und rund 5 Minuten mit einer Küchenmaschine zu einem<br />

geschmeidigen Hefeteig verkneten.<br />

2. Den Teig mit einem Küchentuch abdecken und für 30 Minuten im Backofen bei 30 Grad gehenlassen.<br />

Eine ofenfeste Form mit 30 Gramm zimmerwarmer Butter einfetten. Den Hefeteig<br />

ordentlich durchkneten und auf einer ganz leicht bemehlten Arbeitsfläche in rund<br />

1 cm dicke Walzen ausrollen.<br />

3. Danach 20-Gramm-Stücke schneiden und auf der Arbeitsfläche mit einer Hand zu Kugeln formen.<br />

Diese eng an eng in die ofenfeste Form legen, mit 30 Gramm flüssiger Butter bestreichen und für<br />

20 Minuten im Backofen bei 30 Grad gehenlassen.<br />

4. Zunächst die Buchteln aus dem Ofen nehmen, diesen auf 160 Grad Heißluft vorheizen um die<br />

Buchteln dann rund 25 bis 30 Minuten goldbraun backen.<br />

5. Nach dem Backen aus dem Ofen nehmen, mit 30 Gramm flüssiger Butter bestreichen und<br />

großzügig mit einer Zimt-Zuckermischung bestreuen. Danach die Buchteln auskühlen lassen,<br />

bis sie lauwarm sind. Nun die Buchteln auseinanderbrechen und auf Tellern servieren.<br />

Zubereitung:<br />

Backzeit:<br />

Temperatur:<br />

90 Minuten<br />

20-30 Minuten bei 180 Grad<br />

160 Grad Heißluft<br />

Für 8 Personen:<br />

500 g Weizenmehl Type 405<br />

34 g frische Hefe<br />

250 ml Milch<br />

60 g Butter<br />

60 g Zucker<br />

Mark von 1 Vanilleschote<br />

1 Prise Salz<br />

Abrieb von einer 1 Zitrone<br />

2 Eier Größe M<br />

Zimt-Zucker Mischung<br />

120 g Butter zum Bestreichen<br />

Dazu passt eine<br />

frische Vanillesauce<br />

oder Marillenkompott<br />

39


»Ideal für ein<br />

gemütliches<br />

Grill-Chill.«<br />

von: Britta Schramm<br />

aus: Hagen<br />

So schmeckt bei uns<br />

die Sonne Italiens<br />

Für 8 Personen:<br />

500 g Rigatoni<br />

1 Glas Pesto Rosso<br />

1 Schale Cocktailtomaten<br />

1 Glas getrocknete Tomaten<br />

(eingelegt)<br />

60 g Pinienkerne<br />

2 Knoblauchzehen<br />

200 ml Tomatensaft<br />

1 Packung / Bündel Rucola<br />

Salz, Pfeffer, Chili, Basilikum<br />

Bella Italia mit Schmackes<br />

1. Nudeln in Salzwasser nach Anleitung kochen und abkühlen lassen.<br />

2. Zwischenzeitlich die getrockneten Tomaten klein schneiden,<br />

Cocktailtomaten vierteln und Knoblauch hacken.<br />

3. Gemeinsam mit Pesto Rosso und Tomatensaft<br />

in eine Schüssel geben.<br />

4. Pinienkerne kurz in der Pfanne anrösten und<br />

ebenfalls untermischen.<br />

5. Die abgekühlten Nudeln unterheben.<br />

6. Rucola waschen, kleinschneiden (nicht zu klein)<br />

und ab in die Schüssel.<br />

7. Nach Belieben mit Salz, Pfeffer und Chili abschmecken<br />

und mit etwas Basilikum garnieren.<br />

Nach einer Stunde<br />

ziehen lassen, ist<br />

der Salat besonders<br />

lecker.<br />

Zubereitung:<br />

Marinierzeit:<br />

35 Minuten<br />

1 Stunde ziehen lassen<br />

Als Veganervariante<br />

einfach eine Rigatonisorte<br />

ohne Eizusatz verwenden.<br />

40 1 | 2016 Mit Schmackes <strong>KOCHEN</strong>


»Damit verwöhne<br />

ich meine Familie<br />

und Freunde.«<br />

bei<br />

Fernweh<br />

von: Maria Halberscheidt<br />

aus: Münster<br />

Mittelmeer-Flair für<br />

einen gemütlichen Abend<br />

Toskanischer Hähnchenauflauf<br />

1. Ketchup, Preiselbeeren, Chilisauce, Honig, Olivenöl und Sojasauce<br />

mischen und die gewaschenen und getrockneten Hähnchenfilets<br />

hineinlegen und mindestens 1 Stunde darin marinieren.<br />

2. Die ganzen Kartoffeln mit Schale kochen.<br />

3. Danach die größeren Knollen halbieren und in Olivenöl von allen Seiten braun braten.<br />

4. Knoblauch schälen und klein hacken. Die Zwiebel schälen, halbieren und die Hälften in Ringe<br />

schneiden. 1 Zweig Thymian und 1 Zweig Rosmarin waschen und hacken.<br />

5. Die gebratenen Kartoffeln in eine mit Olivenöl ausgestrichene Auflaufform geben.<br />

6. Zwiebeln, Knoblauch und gehackte Kräuter im Bratfett andünsten,<br />

dann über die Kartoffeln geben.<br />

7. Das Fleisch mit der Marinade über die Kartoffeln geben und im<br />

Backofen bei 200 Grad ca. 15 Minuten backen.<br />

8. Dann heiße Hühnerbrühe angießen, die Tomaten und zwei Rosmarinzweige<br />

im Auflauf verteilen und weitere 30 Minuten im Ofen garen.<br />

Zubereitung:<br />

Marinierzeit:<br />

Backzeit:<br />

Temperatur:<br />

30 Minuten<br />

mindestens 1 Stunde (besser über Nacht)<br />

45 Minuten<br />

200 Grad<br />

Am besten entfalten<br />

sich die Aromen<br />

bei einer Marinierzeit<br />

über Nacht.<br />

Für 4 Personen:<br />

2 EL Olivenöl<br />

1 EL Honig<br />

3 EL Sojasauce<br />

3 EL Chilisauce<br />

1 TL Preiselbeeren (aus dem Glas)<br />

3 EL Ketchup<br />

800 g kleine Kartoffeln<br />

1 große Zwiebel<br />

2 Zehen Knoblauch<br />

500 g Hähnchenfilet<br />

3 Tomaten<br />

3 Zweige Rosmarin<br />

1 Zweig Thymian<br />

1/4 Liter Hühnerbrühe<br />

Olivenöl zum Braten und für die Form<br />

41


Von wegen zu viele Köche<br />

verderben den Brei<br />

Unsere gesellige Kochrunde, v. l.:<br />

Rüdiger Martens, Sebastian Rohling,<br />

Brigitte Hollmann, Philipp Gakstatter,<br />

Kirsten Wiemann, Angelika Klinge-Fischer,<br />

Werner Feist und Jochen Gerling<br />

Das Mit Schmackes-Kochevent<br />

brachte nicht nur das Essen zum<br />

Kochen<br />

Der Sommer ist schon längst vorbei,<br />

doch der eine oder andere erinnert sich<br />

sicherlich noch an die letzten heißen<br />

Tage des Jahres. Rund um den 14. Sep -<br />

tember hatte es schließlich über 30<br />

Grad. Doch davon ließen sich fünf eingeladene<br />

Münsterländer nicht abschrecken<br />

und folgten unserer Einladung in<br />

die LandGenussWerkstatt, in der sie ihr<br />

Essen nicht nur zubereiteten, sondern<br />

zusammen mit dem Fotografen Thomas<br />

Mohn auch gekonnt in Szene setzten.<br />

Ein Gewinner konnte leider nicht am<br />

Kochabend teilnehmen. Darum sprang<br />

„Mit Schmackes-Kreateur“ Jochen Gerling<br />

kurzerhand ein und war fortan für<br />

den vegetarischen Burger (Rezept auf<br />

Seite 36) zuständig. Tatkräftige Unterstützung<br />

bekam er dabei von unserem<br />

Gastgeber und Inhaber der Land-<br />

GenussWerkstatt, Philipp Gakstatter,<br />

der aber auch allen anderen mit Rat<br />

und Tat zur Seite stand.<br />

Da die Küche fast immer der beste Ort<br />

für eine Party und gelöste Atmosphäre<br />

ist, war die Laune schnell gut und<br />

das Eis gebrochen. Kühl blieb an dem<br />

Abend nur der Roséwein. Die Stimmung<br />

hingegen passte sich der spätsommerlichen<br />

Hitze an. Gemeinsam haben wir<br />

so mit Kirsten, Brigitte, Angelika, Rüdiger<br />

und Werner viel gelacht, geschnackt<br />

und natürlich geschnippelt, gerührt und<br />

gekocht. Herausgekommen sind sechs<br />

unglaublich leckere Gerichte.<br />

HERBSTLICHER ROTE BETE-SALAT<br />

MIT NÜSSEN<br />

Als erste war Kirsten mit ihrem Salat<br />

(Rezept auf Seite 9) fertig. Die Idee zu<br />

dieser Vorspeise hatte sie, als sie eine<br />

Alternative zum altbekannten Tomate-<br />

Mozzarella-Teller suchte. „Ich bin<br />

neugierig und tüftle gerne. Dabei sollte<br />

es aber nicht zu kompliziert werden.<br />

Herausgekommen ist dann diese<br />

Leckerei“, beschreibt sie ihre Kreation<br />

und präsentiert ihren herbstlichen<br />

Teller, bevor sie mit dem Gericht und<br />

unserem Fotografen zum Fotoshooting<br />

verschwindet.<br />

Kartoffel-Räucherlachs-<br />

Salat im Blätterteig-Mantel<br />

Währenddessen nimmt Angelikas Salat<br />

(Rezept auf Seite 32) finale Gestalt an.<br />

„Es handelt sich hierbei um ein altes<br />

Rezept meiner Mutter, nur dass sie damals<br />

noch Thunfisch verwendet hatte.<br />

Ich habe es dann weiterentwickelt,<br />

auch weil an unserem Tisch zu Hause<br />

nicht jeder Thunfisch mag“, erzählt sie<br />

die Geschichte des Rezepts und ergänzt:<br />

„Das schmeckt auch am nächsten Tag<br />

noch kalt hervorragend, wenn am<br />

Vortag überhaupt etwas übrig geblieben<br />

ist.“ Eine Empfehlung, der von uns<br />

42<br />

1 | 2016 Mit Schmackes <strong>KOCHEN</strong>


Fotograf Thomas Mohn<br />

setzte unsere Meisterwerke<br />

gekonnt in Szene.<br />

keiner nachkommen konnte, hatten wir<br />

Dukatenbuchteln (Rezept auf Seite 39).<br />

am Ende doch alles aufgegessen.<br />

„Es handelt sich dabei um ein böhmisches<br />

Rezept. Ich mache hier quasi die<br />

SCHWEINEFILET IM RÜBENKRAUT<br />

Basisversion, ganz ohne Füllung“, so<br />

Wie es sich für das Münsterland gehört,<br />

der Hobbykoch. Er reichte außerdem<br />

hatten wir auch zwei Fleischgerichte<br />

eine frische Vanille-Soße dazu. Der Tipp<br />

auf unserer Speisekarte. Das erste war<br />

für Faule wurde gleich mitgeliefert:<br />

Werners Antwort auf Gulasch. „Wir<br />

„Statt einer frischen Vanille-Soße kann<br />

haben eine Männerkochrunde und<br />

man auch Vanilleeis in einer Schüssel<br />

irgendwann wurde uns ein simples<br />

schmelzen lassen.“<br />

Gulaschrezept zu einfach“, erklärt er<br />

die Idee zu seinem „Schweinefilet im<br />

Rund drei Stunden später waren alle<br />

Rübenkraut“ (Rezept auf Seite 51).<br />

Teilnehmer glücklich, satt und um viele<br />

Erfahrungen reicher. Zum Ausklang des<br />

MÜNSTERLÄNDER SCHNITZELROULADE<br />

Abends hatte auch unser Gastgeber nur<br />

Das zweite Fleischgericht basiert auch<br />

lobende Worte für unsere fantastischen<br />

auf Schwein, obwohl es ein typisches<br />

Fünf übrig, musste Philipp doch so gut<br />

Rindergericht als Vorbild hat: die Rou-<br />

wie kaum helfen. Dabei soll hier noch<br />

lade. „Mein Vater war Koch und hat das<br />

einmal einem weiteren Helfer der<br />

Rezept auch bei uns zu Hause für die<br />

LandGenussWerkstatt gedankt werden:<br />

Familie gezaubert“, verrät Brigitte die<br />

Saliou, der sich um unser Küchen-<br />

Inspiration zu ihrer „Münsterländer<br />

Chaos gekümmert und hinter uns allen<br />

Schnitzelroulade“ (Rezept auf Seite 20).<br />

aufgeräumt hat. Lieber Saliou, ich glau-<br />

Sie wollte die Delikatesse mit regiona-<br />

be ich spreche für uns alle wenn ich<br />

len Zutaten zuzubereiten, verbannte die<br />

sage: Je te suis très reconnaissant<br />

Ananas aus dem Rezept und ersetzte<br />

de ton aide.<br />

sie kurzerhand durch Steckrübe und<br />

Rübensaft.<br />

Aber auch euch, liebe Köche,<br />

möchten wir, Jochen und ich, auf die-<br />

Dukatenbuchteln<br />

sem Weg noch einmal ganz herzlich<br />

Wie es sich für ein gelungenes Mahl<br />

gehört, durfte natürlich auch das Dessert<br />

nicht fehlen. Rüdiger servierte<br />

uns zur Feier des Tages ofenfrische<br />

danken.Denn ohne euch wäre es keine<br />

so tolle Premiere geworden.<br />

Sebastian Rohling<br />

Fotos: Thomas Mohn<br />

und WILFRIED GERHARZ<br />

43


von: Michael Nölke<br />

aus: Münster<br />

Meeresbrise<br />

nach Uropas Art<br />

»Ein altes Rezept meines<br />

Urgroßvaters - ursprünglich<br />

mit Pellkartoffeln. »Das Gericht Moderner bringt<br />

wird es mit Glanz Hasselback- in die Augen<br />

Kartoffeln.« meiner Kinder.«<br />

Für 4 Personen:<br />

4 Matjesfilets (ca. 260 g)<br />

200 ml Sahne<br />

3 EL Weißweinessig mit Estragon<br />

Salz (alt. Zitronensalz) & Pfeffer<br />

2 TL Zucker<br />

1 TL Majoran, frisch gehackt<br />

3 Schalotten (ca. 60 g)<br />

1/2 Bund Dill<br />

1 Apfel, z.B. Braeburn (ca. 250 g)<br />

100 g Joghurt<br />

4 größere etwa<br />

gleichförmige Kartoffeln<br />

etwas Olivenöl zum Beträufeln<br />

ein paar Butterflöckchen<br />

Matjessalat mit Hasselback-Kartoffeln<br />

1. Matjesfilets mit Küchenpapier gut trocken tupfen und in mundgerechte Stücke schneiden.<br />

Sahne mit Essig verrühren und eindicken lassen. Danach mit Salz, Pfeffer, Zucker und Majoran<br />

verrühren.<br />

2. Schalotten in dünne Scheiben schneiden, Dill fein hacken. Apfel schälen, achteln, entkernen<br />

und in dünne Scheibchen schneiden. Mit Schalotten und Dill unter die eingedickte Sahne heben.<br />

Joghurt unterrühren und den Salat mit Folie abgedeckt am besten für 6 Stunden oder über<br />

Nacht ziehen lassen.<br />

3. Den Ofen auf 220 Grad (Umluft) vorheizen. Kartoffeln waschen und mehrmals der Breite nach bis<br />

fast ganz unten mit einem Messer anschneiden. Nun mit Olivenöl beträufeln, ein Flöckchen Butter<br />

darauf geben, salzen, Pfeffer aus der Mühle, etwas Majoran oder Thymian darüber streuen<br />

und in einer feuerfesten Form für rund 40 bis 45 Minuten backen, bis die Knolle goldbraun und<br />

knusprig ist.<br />

4. Wenn die Kartoffeln fertig sind, evtl. unterm Ofengrill noch etwas nachbräunen.<br />

Zusammen mit dem Matjes anrichten und genießen.<br />

Zubereitung:<br />

Marinierzeit:<br />

Backzeit:<br />

Temperatur:<br />

ca. 30-40 Minuten<br />

Salat mindestens 6 Stunden – besser über Nacht<br />

Kartoffeln ca. 40-45 Minuten<br />

220 Grad Umluft<br />

44 1 | 2016 Mit Schmackes <strong>KOCHEN</strong>


ei<br />

Fernweh<br />

von: Christof Hoffmann<br />

aus: Münster<br />

»Die unterschiedlichen<br />

Zutaten machen<br />

jeden Happen zu einem<br />

Erlebnis.«<br />

Ein Potpourri mit<br />

griechischer Unterstützung<br />

Bunter Nudelsalat<br />

1. Die Nudeln in reichlich Salzwasser nach Packungsanleitung bissfest garen.<br />

2. Währenddessen Essig mit Senf, Zucker, Salz sowie Pfeffer verrühren. Dann das Öl unter Rühren<br />

langsam unterschlagen, bis das Dressing leicht andickt.<br />

3. Nudeln abgießen, abtropfen lassen und sofort mit dem Dressing vermengen.<br />

4. Die übrigen Zutaten in Würfel (Paprika), Streifen (Zwiebel) oder Ringe (Bleichsellerie, Lauchzwiebel)<br />

schneiden. Schnittlauch und Petersilie fein hacken.<br />

5. Erbsen, Mais und Oliven abgießen.<br />

6. Anschließend alle Zutaten zu den Nudeln geben und gut mischen. Mindestens eine Stunde bei<br />

Zimmertemperatur ziehen lassen.<br />

Zubereitung:<br />

Garzeit:<br />

Marinierzeit:<br />

30 Minuten<br />

Nudeln ca. 10-12 Minuten<br />

mindestens eine Stunde<br />

Tipp Statt der Dose Erbsen einfach<br />

Tiefkühlerbsen verwenden, kurz in<br />

kochendem Wasser (1 Min.) blanchieren<br />

und mit kaltem Wasser abschrecken.<br />

Statt der Dose Mais kann auch ein<br />

vorgegarter Maiskolben in der Pfanne<br />

angebraten werden, Danach die Maiskörner<br />

mit dem Messer heraustrennen<br />

und zum Salat geben.<br />

Für 4 Personen:<br />

480 g Kritharaki (griechische<br />

reisförmige Nudeln)<br />

5 EL Essig<br />

7 EL Öl<br />

2 TL Senf<br />

1,5 TL Zucker<br />

Salz und Pfeffer<br />

je 1 rote und gelbe Paprika<br />

1 Stange Bleichsellerie<br />

1 kleine Dose Erbsen<br />

1 kleine Dose Mais (425 ml)<br />

1 Glas mit Paprika gefüllte Oliven<br />

1 rote Zwiebel<br />

200g Sultaninen<br />

je 1 Bund Lauchzwiebeln,<br />

Schnittlauch und Petersilie<br />

45


von: Elke Gossen<br />

aus: Münster<br />

»Für Gäste oder in<br />

trauter Zweisamkeit<br />

– immer ein Genuss.«<br />

Mediterrane Leichtigkeit<br />

mit Schmackes<br />

Für 4 Personen:<br />

800 g Schmorgurke (grün oder gelb)<br />

1 Zwiebel<br />

2 El Olivenöl<br />

150 ml Gemüsebrühe<br />

150 ml Kochsahne<br />

Salz, Pfeffer aus der Mühle<br />

250 g Lachsfilet<br />

1 EL Senf, 1 Bund Dill<br />

350 g Spaghetti<br />

Spaghetti mit Schmorgurke und Lachs<br />

1. Ausreichend Wasser für die Nudeln zum Kochen bringen und anschließend die Spaghetti nach<br />

Packungsanleitung kochen.<br />

2. Schmorgurke schälen, Kerne entfernen und dann Fruchtfleisch in Scheiben schneiden.<br />

3. Zwiebel klein schneiden und in heißem Öl andünsten. Gurken dazugeben, kurz anbraten und<br />

dann mit Brühe und Kochsahne ablöschen. Dann zudecken und rund 5 Minuten köcheln lassen<br />

4. In der Zwischenzeit Fisch in mundgerechte Stücke würfeln, salzen und pfeffern und in der<br />

Pfanne mit dem Gurkengemüse weitere 6 Minuten garen lassen. Abschließend Senf einrühren<br />

und gegebenenfalls nachwürzen.<br />

5. Spaghetti und Schmorgemüse mischen<br />

und mit Dill bestreuen.<br />

Zubereitung:<br />

Kochzeit:<br />

30 Minuten<br />

20 Minuten<br />

46 1 | 2016 Mit Schmackes <strong>KOCHEN</strong>


ei<br />

Fernweh<br />

von: Anja Krause<br />

aus: Warendorf<br />

»Wenn das Wochenendwetter<br />

keinen<br />

Ausflug zulässt, wird<br />

»Das Gericht bringt<br />

es hiermit zuhause<br />

Glanz in die Augen<br />

gemütlich.«<br />

meiner Kinder.«<br />

Ein Muss mit Genuss<br />

zum Kaffee<br />

Macadamia-Cranberry Cookies<br />

1. Fett, Zucker und Vanillezucker schaumig schlagen.<br />

2. Das Ei unterrühren. Mehl und Backpulver mischen und unterrühren. Anschließend Nüsse und<br />

Cranberrys unterheben.<br />

3. Plätzchen beliebig groß auf einem gefetteten Backblech (oder auf Backpapier) verteilen und<br />

leicht andrücken.<br />

4. Bei 175 Grad (Ober/Unterhitze), bzw. 150 Grad (Umluft) 15 bis 20 Minuten backen, je nach gewünschtem<br />

Bräunungsgrad.<br />

Zubereitung: 15 Minuten<br />

Backzeit: 10-20 Mintuen<br />

Temperatur: 150-175 Grad (siehe Punkt 4)<br />

Verfeinern kann man die<br />

Cookies auch mit klein gehackter<br />

(weißer) Schokolade - einfach in<br />

den Teig mit einmischen.<br />

Für 1 Blech:<br />

150 g Butter<br />

75 g brauner Zucker<br />

50 g weißer Zucker<br />

1 Päckchen Vanillezucker<br />

1 Ei<br />

200 g Mehl<br />

80 g Cranberries<br />

125 g gehackte Macadamianüsse<br />

47


»Die asiatische Küche<br />

fasziniert mit ihren unverwechselbaren<br />

Gewürzen<br />

und Düften.«<br />

von: Frank Tischner<br />

aus: Münster<br />

Exotischer Duft nach Curry<br />

und köstlich warmem Brot<br />

48<br />

1 | 2016 Mit Schmackes <strong>KOCHEN</strong>


Teriyaki-Sauce<br />

stammt aus der japanischen Küche und<br />

ist eine Mischung aus Sojasauce, Mirin<br />

oder Sake und Zucker oder Honig<br />

und ist für den Glanz, die Zartheit<br />

des Fleisches und den besonderen Geschmack<br />

der Gerichte verantwortlich.<br />

bei<br />

Fernweh<br />

Asiatische Curry-Hähnchensuppe<br />

1. Den Porree putzen, das Wurzelende sowie zwei Drittel vom Grün wegschneiden. Den Rest in<br />

rund 5 mm breite Ringe schneiden, gut abspülen und in leicht gesalzenem Wasser garen.<br />

2. In der Zwischenzeit die Hähnchenbrustfilets waschen, in rund 2 cm große Stücke schneiden<br />

und in etwas Öl portionsweise in einer hohen Pfanne anbraten und beiseite stellen.<br />

3. Die Paprika waschen, entkernen und in ca. 1 cm große Stücke schneiden. Die Zwiebel schälen<br />

und zusammen mit der Paprika in etwas Öl anschwitzen. Nach rund 5 Minuten die geputzten und<br />

in Scheiben geschnittenen Champignons zugeben und weitere 5 Minuten anschwitzen, danach<br />

beiseite stellen.<br />

4. Die angebratenen Hähnchenstücke mit der Butter wieder in die Pfanne geben und kurz erhitzen.<br />

5. Das Mehl und das Currypulver zugeben, kurz anschwitzen und dann mit der Brühe ablöschen.<br />

Den Schmelzkäse zugeben und bei mittlerer Hitze unter Rühren schmelzen lassen, die Sahne<br />

einrühren.<br />

6. Die vorbereitete Paprika-Zwiebel-Pilz-Mischung sowie den gegarten Lauch zugeben und mit<br />

der Teriyakisauce, der Currypaste und etwas Pfeffer abschmecken. Bei geschlossenem Deckel<br />

noch weitere 5 Minuten bei kleiner Hitze durchziehen lassen, gelegentlich umrühren. Zum<br />

Schluss die Petersilie unterrühren.<br />

Zubereitung:<br />

Garzeit:<br />

30-40 Minuten<br />

insgesamt 20-25 Minuten<br />

Für 4 Personen:<br />

500 g Hähnchenbrustfilet<br />

1 kleine Stange Porree<br />

1 rote Paprikaschote<br />

1 Zwiebel<br />

1/2 Becher Schmelzkäse<br />

1/2 Becher Kräuter-Schmelzkäse<br />

500 ml Geflügelbrühe<br />

75 ml Sahne<br />

35 ml Teriyakisauce<br />

1 TL rote Currypaste<br />

1 1/2 EL Weizenmehl<br />

1 EL Currypulver<br />

1 1/2 EL Petersilie<br />

25 g Butter<br />

Salz und Pfeffer<br />

Dazu passt hervorragend<br />

selbst gebackenes Naanbrot.<br />

Naanbrot<br />

1. Das Mehl mit dem Salz und dem Backpulver vermischen und dann den Joghurt und das Wasser<br />

zugeben und in der Küchenmaschine verkneten. Den Teig zugedeckt in den Kühlschrank stellen<br />

und mindestens 2 Stunden ruhen lassen.<br />

2. Anschließend in sechs gleiche Teile portionieren und zu einem dünnen Fladen ausrollen. Eine<br />

Pfanne erhitzen (nicht zu heiß!) und die Fladen in der Pfanne ausbacken.<br />

Zubereitung:<br />

Ruhezeit:<br />

Garzeit:<br />

15 Minuten<br />

2 Stunden<br />

ca. 3 Minuten pro Fladen<br />

Für das Naanbrot:<br />

250 g Weizenmehl<br />

1 TL Backpulver<br />

1 TL Salz<br />

30 g Joghurt<br />

125 ml lauwarmes Wasser<br />

Teriyaki-Sauce<br />

kann man auch leicht<br />

selber machen:<br />

49


von: Martina Kaluza<br />

aus: Münster<br />

»Dazu schmeckt<br />

uns am besten Reis<br />

oder »Das Couscous Gericht und bringt<br />

ein Glanz Salat.« in die Augen<br />

meiner Kinder.«<br />

Knackig und knusprig – Kohlrabi<br />

mit indischer Untermalung<br />

Für 2 Personen:<br />

2 Kohlrabi<br />

2-3 Eier<br />

Paniermehl<br />

3 Bananen<br />

1 Apfel<br />

2 TL Curry<br />

1 Msp Kurkuma<br />

Honig<br />

Zitrone<br />

2 EL Milch<br />

1 EL Mehl<br />

Kohlrabischnitzel mit Currysauce<br />

1. Kohlrabi schälen und in 1 cm dicke Scheiben schneiden.<br />

2. Die Eier mit der Milch verquirlen und in einen tiefen Teller oder Schale füllen.<br />

Ebenso das Paniermehl in einen tiefen Teller oder eine Schale füllen.<br />

3. Jede Kohlrabischeibe erst in der verquirlten Eimasse und anschließend im Paniermehl wenden.<br />

4. Die Kohlrabischeiben in einer Pfanne mit Öl goldbraun braten und im Backofen bei 150 Grad<br />

warm stellen.<br />

5. Für die Soße die Bananen und den Apfel zerkleinern und in Butter dünsten. Das Obst mit Mehl<br />

bestäuben und mit einem halben Liter Wasser aufgießen.<br />

6. Das Ganze 5 bis 10 Minuten köcheln lassen bis die Soße cremig geworden ist.<br />

Die Gewürze hinzufügen und mit Honig, Salz und Zitronensaft abschmecken.<br />

7. Kohlrabi mit der Soße anrichten.<br />

Zubereitung:<br />

Bratzeit:<br />

30 Minuten<br />

je Seite ca. 4 Minuten<br />

50 1 | 2016 Mit Schmackes <strong>KOCHEN</strong>


ei<br />

Fernweh<br />

von: Werner Feist<br />

aus: Münster<br />

»Schmeckt sehr gut<br />

mit selbstgemachten<br />

Spätzle.«<br />

Mediterranes Gemüse<br />

trifft rheinischen Sirup<br />

Schweinefilet mit Rübenkraut<br />

1. Zwiebeln und Knoblauch fein hacken. Zucchini, Tomaten und Aubergine würfeln und alles<br />

erstmal beiseite stellen.<br />

2. Schweinefilet in kleine Stücke schneiden, pfeffern und salzen und in Olivenöl rund 10 Minuten<br />

von allen Seiten anbraten.<br />

3. Parmaschinken klein schneiden und dazugeben. Nach ungefähr 5 Minuten beides aus der<br />

Pfanne nehmen und warm halten.<br />

4. In dieselbe Pfanne Zwiebeln und Knoblauch hineingeben und anschmoren. Anschließend Zucchini,<br />

Tomaten und Auberginen hinzugeben und 15 Minuten köcheln lassen.<br />

5. Mit Hühnerbrühe ablöschen, Sahnekäse, Rübenkraut sowie Crème fraîche unterrühren und das<br />

Schweinefilet dazugeben. Alles mit Salz und Pfeffer abschmecken und nochmals 5 Minuten<br />

köcheln - fertig.<br />

Zubereitung:<br />

Garzeit:<br />

30 Minuten<br />

30 Minuten<br />

Rübenkraut wird im Rheinland<br />

auch Sehm oder Siepnaat genannt,<br />

früher sprach man auch von Wottelkrut<br />

für Wurzelkraut. Der Sirup<br />

wird aus dem Saft von Zuckerrüben<br />

gewonnen, indem er eingedickt<br />

wird. Er eignet sich als Brotaufstrich,<br />

schmeckt aber auch vorzüglich<br />

zu Fleisch oder Reibekuchen.<br />

Für 4 Personen:<br />

500 g Schweinefilet<br />

50 g Parmaschinken<br />

2 Zwiebeln<br />

2 Knoblauchzehen<br />

300 g Zucchini<br />

4 Tomaten enthäutet<br />

1 Aubergine<br />

50 g Sahnekäse<br />

2 Eßl. Rübenkraut<br />

250 ml Hühnerbrühe (Instant )<br />

100 g Crème fraîche<br />

Olivenöl<br />

Pfeffer und Salz<br />

51


Apfelallerlei<br />

Der Apfel spielt in allen eurasischen Kulturen eine<br />

Rolle, und zwar als Symbol der Liebe, Sexualität, der<br />

Fruchtbarkeit und des Lebens, der Erkenntnis und<br />

Entscheidung, des Reichtums … bei uns wird er<br />

einfach köstlich in Szene gesetzt.<br />

52<br />

1 | 2016 Mit Schmackes <strong>KOCHEN</strong>


Apfelallerlei<br />

von: Norbert Kohlmann<br />

aus: Münster<br />

»Nach einem herbstlichen<br />

Garteneinsatz oder längerer<br />

Winterwanderung ein Genuss<br />

zu Kaffee nach Pharisäer-Art<br />

oder Kakao mit Amaretto.«<br />

Süßer Apfelduft und<br />

Röstaromen für die Seele<br />

Apfel-Quark-Püfferchen<br />

1. Die Butter schaumig rühren und nach und nach den Zucker,<br />

die Eier, die Gewürze, den Quark und das mit Backpulver<br />

gemischte Mehl hinzugeben.<br />

2. Die Äpfel schälen, mit einem Apfelausstecher das Kerngehäuse<br />

im Ganzen entfernen und den Apfel in Scheiben<br />

schneiden.<br />

3. In einer Pfanne das Fett (oder Raps-Öl) erhitzen und aus dem<br />

Teig kleine dünne Püfferchen formen. Die Apfelscheiben mittig auf jedes Püfferchen legen und<br />

mit weiterem Teig dünn bedecken.<br />

4. Von beiden Seiten knusprig braun backen, dabei die Hitze recht gering lassen, damit der Teig<br />

auch von innen gar wird.<br />

5. Auf Küchenkrepp die Püfferchen entfetten und noch heiß mit Zimt und Zucker bestreuen.<br />

Zubereitung:<br />

Garzeit:<br />

15-20 Minuten<br />

ca. 5-8 Minuten je Pfanne<br />

Die Püfferchen schmecken<br />

auch sehr gut, wenn der<br />

Apfel nicht in Ringen,<br />

sondern in Würfeln dem<br />

Teig zugefügt wird und<br />

noch zusätzlich Korinthen,<br />

Rosinen oder getrocknete<br />

Cranberris untergehoben<br />

werden.<br />

Für 2 Personen:<br />

40 g Butter<br />

60 g Zucker<br />

2 Eier<br />

einige Tropfen Backöl<br />

Bittermandel oder Zitrone<br />

1/2 Teel. Salz<br />

500 g Magerquark<br />

250 g Mehl<br />

3 Teel. Backpulver<br />

2 Äpfel<br />

Fett zum Ausbacken<br />

Zimt-Zucker<br />

53


von: Margarete Kohlmann<br />

aus: Münster<br />

Heiße Verführung<br />

mit eisigem Sorbet<br />

»Ein opulentes<br />

»Das Gericht bringt<br />

Dessert – die Hauptspeise<br />

sollte darum<br />

Glanz in die Augen<br />

meiner Kinder.«<br />

etwas leichter<br />

ausfallen.«<br />

Für die Crème brûlée:<br />

400 g Sahne<br />

140 ml Milch<br />

85 g Zucker<br />

1 Vanilleschote<br />

3 EL brauer Zucker<br />

4 Eigelb<br />

sehr feines Apfelmus<br />

Für den Bratapfel:<br />

6 bis 8 kleine Äpfel<br />

Honig<br />

3 EL gehackte Mandeln<br />

2 EL Preißel- oder Himbeermarmelade<br />

einige Rosinen<br />

Fett für die Förmchen<br />

Für das Sorbet:<br />

6 Kugeln Apfel- oder Zitroneneis<br />

Apfelmus von 2 Äpfeln<br />

54 1 | 2016 Mit Schmackes <strong>KOCHEN</strong><br />

Dreierlei vom Apfel<br />

1. Am Vortag für die Crème brûlée Sahne, Milch, Zucker, das ausgekratzte Mark der Vanilleschote<br />

und Eigelb verrühren. Diese Mischung über Nacht im Kühlschrank unter Zugabe der Vanilleschote<br />

stehen lassen, damit sich die Zutaten gut verbinden.<br />

2. Am nächsten Tag Apfelmus durch ein Haarsieb streichen und unter die Masse rühren (die<br />

Vanilleschote vorher entfernen). Die Apfel-Eier-Sahne in 6 bis 8 ofenfeste Förmchen gießen und<br />

in die Fettpfanne des auf 150 Grad vorgeheizten Backofens stellen. In die Fettpfanne kochend<br />

heißes Wasser gießen, so dass die Förmchen zur Hälfte im Wasserbad stehen.<br />

3. Ca. 45 MInuten garen lassen, bis die Masse nicht mehr flüssig ist. Die fertige Crème abkühlen<br />

lassen. In der Zwischenzeit die Äpfel entkernen, in kleine gebutterte ofenfeste Förmchen stellen<br />

und mit den Bratapfel-Zutaten füllen. Bei 180 Grad ca. 20 MInuten bräunen.<br />

4. Für das Sorbet das durch ein Haarsieb gedrückte Apfelmus mit dem fertigen Eis verrühren und<br />

noch einmal durchkühlen lassen.<br />

5. Die dreierlei Dessert-Sorten auf einer Platte nebeneinander drapieren. Die Crème brûlée mit<br />

braunem Zucker bestreuen und mit einem Küchen-Gasbrenner karamellisieren.<br />

Zubereitung:<br />

Ruhezeit:<br />

ca. 2 Stunden<br />

über Nacht


»Sie bieten Lebensraum für<br />

Hunderte von Pflanzen- und<br />

Tierarten, die sonst kaum noch<br />

Rückzugsmöglichkeiten haben.«<br />

Vom Streuobst<br />

zum leckeren Saft<br />

Apfelsaft und Apfelschorle, gehören zu den beliebtesten Getränken<br />

in Deutschland. Im Münsterland kümmert sich der<br />

NABU um den Erhalt und die Vermarktung von alten Obstsorten<br />

und schafft so Vielfalt im Glas.<br />

Im Gegensatz zu der großindustriellen<br />

Produktion auf Apfelplantagen stammen<br />

die Früchte der lokalen Säfte in<br />

der Regel von Streuobstwiesen. Diese<br />

zeichnen sich durch einen lockeren Bestand<br />

hochstämmiger Obstbäume aus<br />

und gehören heute aufgrund traditionell<br />

extensiver Nutzung zu den artenreichsten<br />

Lebensräumen Mitteleuropas.<br />

„Sie bieten Lebensraum für Hunderte<br />

von Pflanzen- und Tierarten, die sonst<br />

kaum noch Rückzugsmöglichkeiten<br />

haben“, sagt Karin Rietman vom Projekt<br />

Streuobstwiesenschutz des NABU<br />

Münster. Zudem würden Streuobstwiesen<br />

alten, fast vergessenen Obstsorten<br />

eine Chance zum Überleben geben.<br />

Als einer der ersten Verbände in NRW<br />

hat der NABU Münster 1988 mit der<br />

„Versaftung“ von Streuobst begonnen.<br />

1996 startete die Vermarktung von<br />

selbst gepflücktem Streuobst über den<br />

Wochenmarkt in Münster.<br />

Bundesweit gibt es auf 250 000 Hektar<br />

Streuobst. Anders als auf Plantagen<br />

mit niedrigen Bäumen in Monokultur<br />

wachsen hier verschiedene Obstarten<br />

und -sorten auf unterschiedlich<br />

alten, hochstämmigen Bäumen. „Der<br />

NABU Münster bewirtschaftet 5,5<br />

Hektar Streuobstwiesen im Stadtgebiet.<br />

Zudem kooperieren wir mit<br />

rund 100 Streuobstwiesenbesitzern in<br />

der Region“, beschreibt Rietman, wo<br />

geeignete Äpfel, Birnen und Pflaumen<br />

für den Markt zugekauft werden. „Von<br />

den benachbarten Vereinen in Altenberge,<br />

Warendorf oder Dülmen haben<br />

wir zum Beispiel die Adresslisten der<br />

Obstwiesenbesitzer übernommen, als<br />

diese Gruppen die eigenen Sammlungen<br />

aufgegeben haben“, nennt Rietman<br />

einige Partner, zu denen auch die NAJU<br />

Steinfurt-Borghorst und die Arbeitsgemeinschaft<br />

Naturschutz Tecklenburger<br />

Land (ANTL) gehören. Die<br />

ANTL sammelt jedes Jahr Äpfel, presst<br />

sie zu Saft und vermarktet die Produkte<br />

und bewirtschaftet darüber hinaus<br />

sogar ein eigenes Obstmuseum. Auf der<br />

Streuobstwiese „Fliehburg“ in Brochterbeck<br />

wachsen mittlerweile mehr als<br />

100 verschiedene alte Obstsorten.<br />

| Sebastian Rohling<br />

55


von: Sandra Schröer<br />

aus: Münster<br />

Der Duft von<br />

Apfel und Zimt ...<br />

»Wir lieben dieses<br />

Gericht »Das mit Gericht Schlagsahne<br />

Glanz oder in die einer Augen<br />

bringt<br />

Kugel meiner Vanilleeis.« Kinder.«<br />

Für 4 Personen:<br />

200 g Mehl<br />

3 Eier<br />

Salz<br />

250 ml Milch<br />

1 Schuss Mineralwasser<br />

5 Äpfel<br />

3 EL Zucker<br />

1 TL Zimtpulver<br />

Apfelpfannkuchen aus dem Ofen<br />

1. Fettpfanne des Backofens mit Backpapier auslegen und auf 240 Grad vorheizen.<br />

2. Mehl, Eier, 1 Prise Salz, Milch und Mineralwasser zu einem Pfannkuchenteig verquirlen.<br />

3. Äpfel waschen, schälen, vierteln und Kerngehäuse entfernen. In 1 cm dicke Spalten schneiden<br />

und mit Zucker und Zimt mischen.<br />

4. Pfannkuchenteig gleichmäßig auf dem Blech verteilen, die Apfelspalten darauf verteilen, Zimtzucker<br />

über alles streuen und den Pfannkuchen im Backofen 10 bis 15 Minuten backen, bis er<br />

goldbraun ist.<br />

Zubereitung:<br />

Backzeit:<br />

Temperatur:<br />

20 Minuten<br />

15 Minuten<br />

240 Grad<br />

Der Pfannkuchen kann nach<br />

Lust und Laune auch mit<br />

Birnen, Kirschen, Aprikosen<br />

etc. zubereitet werden.<br />

56 1 | 2016 Mit Schmackes <strong>KOCHEN</strong>


von: Maren Knaup<br />

aus: Dortmund<br />

»Ich verziere diesen<br />

Nachtisch auch<br />

gerne mit geraspelter<br />

Schokolade<br />

und Eierlikör<br />

auf dem Klecks<br />

Sahne!«<br />

Apfelallerlei<br />

Ob mit oder ohne Alkohol<br />

ein fruchtiger Genuss<br />

Geschichteter Apfelquark<br />

1. Die Äpfel schälen, entkernen, in Stücke schneiden und mit 2 Esslöffeln Zucker sowie dem Zimt<br />

in etwas Apfelsaft weich dünsten, erkalten lassen.<br />

2. Die Mandelblättchen in Butter und Zucker in einer beschichteten Pfanne unter Rühren goldgelb<br />

anrösten und auf Backpapier erkalten lassen.<br />

3. Den Quark mit 2 Esslöffeln Zucker, der ausgekratzten Vanilleschote und 200 Gramm der geschlagenen<br />

Sahne verrühren.<br />

4. Die Amarettinis auf 4 Gläser verteilen und mit etwas Eierlikör tränken.<br />

5. Dann schichtweise Sahnequark, Mandelblättchen, gedünstete Apfelstücke im steten Wechsel<br />

auf die getränkten Amarettinis geben. Im Anschluss mit einem Klecks Sahne, Mandelblättchen<br />

und, je nach Geschmack, mit etwas Eierlikör verzieren.<br />

6. Vor dem Servieren mindestens 2 Stunden kalt stellen.<br />

Zubereitung:<br />

Kühlzeit:<br />

30-40 Minuten<br />

mindestens 2 Stunden<br />

Für 4 Personen:<br />

250 g Magerquark<br />

250 g Schlagsahne<br />

1 Vanilleschote<br />

ca. 5 EL Zucker<br />

2 TL Zimt<br />

ca. 20 Amarettiniplätzchen<br />

1 kleine Flasche Eierlikör<br />

50-70 g Mandelblättchen<br />

ca. 1 EL Butter<br />

10 Äpfel (z.B. Elstar)<br />

ca. 4 EL Apfelsaft<br />

Für eine alkoholfreie Variante:<br />

Anstatt des Eierlikörs 2 EL Apfelmus<br />

mit 50 ml Apfelsaft vermengt verwenden!<br />

57


Kurz und Knapp<br />

Wissenswertes aus der Region<br />

Altbekannt<br />

Die 1981 gegründete Gesellschaft zur Erhaltung alter und<br />

gefährdeter Haustierrassen (GEH) hat sich die Erhaltung<br />

alter Haustierrassen zum Ziel gesetzt. Der Verein zählt über<br />

2100 Mitglieder. Neben Landwirten und Tierzüchtern schließen<br />

sich auch Interessierte aus anderen Bereichen der GEH<br />

an. 1995 wurde ein „Arche-Hof“-Projekt ins Leben gerufen, in<br />

dem Mitgliedsbetriebe, so genannte Arche-Höfe, gefährdete<br />

Haustierrassen halten und züchten. Zurzeit gibt es rund 100<br />

Höfe dieser Art.<br />

Einige davon liegen hier bei uns im Münsterland. Einer der<br />

bekannteren ist der Naturlandhof Büning in Laer, auf dem<br />

auch das Bunte Bentheimer Landschwein zu Hause ist.<br />

» www.g-e-h.de<br />

» www.naturlandhof-buening.de<br />

Vertrauensvoll<br />

Genau 15 Jahre ist es her, seit das sechseckige<br />

Biosiegel vom Bundeslandwirtschaftsministerium<br />

der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Seit der Einführung hat sich<br />

viel getan auf dem Bio-Markt: Ob bei der Anzahl der Hersteller, der<br />

Produkte oder der Verkaufsstellen – selbst in Discountern wächst das<br />

Angebot an Bio-Produkten stetig. Hinzu kommen immer neue Produktgruppen,<br />

die mit dem Siegel als „bio“ gekennzeichnet werden.<br />

Inzwischen ziert das Zeichen immer mehr Lebensmittel, derzeit rund<br />

75.000. Über 80 Prozent der Verbraucher geben an, es zu kennen. Sie<br />

alle haben eins gemeinsam: Sie sind produziert und kontrolliert nach<br />

den EU-Rechtsvorschriften für den ökologischen Landbau. Konkret<br />

bedeutet dies, dass bei den Produkten mindestens 95 % der Zutaten<br />

aus landwirtschaftlicher Erzeugung und/oder aus ökologischer Herstellung<br />

sind und dass der Einsatz von Gentechnik verboten ist.<br />

„Handcrafted“ destilliert.<br />

Das Münsterland: Hier ist die Heimat unseres<br />

Lagerkorns. Von hier stammen 100 Prozent<br />

seiner Zutaten. Hier wird er nach alter Rezeptur<br />

von uns selbst gebrannt.<br />

58<br />

Die Zutaten: Vom Hof Rülfing<br />

aus Rhede beziehen wir den wichtigsten<br />

Rohstoff: hochwertiger Bioweizen.<br />

Aus ihm entstehen feinste<br />

Malzdestillate für eine sehr runde<br />

Alkoholsüße.<br />

Die Herstellung: Wir destillieren<br />

unseren Lagerkorn im Pot-Still-<br />

Verfahren in Kesseln aus 137-<br />

jährigem Kupfer. Danach lassen<br />

wir ihn im Barriqueausbau vier<br />

Jahre lang reifen.


Ausgezeichnet<br />

Bei Weinliebhabern dürfte es sich mittlerweile herum gesprochen<br />

haben: Das Münsterland hat mit Mathias Meimberg<br />

einen echten Winzer von Format. Und als solcher stellte<br />

er sich gerne dem zum zweiten Mal durchgeführten Wettbewerb<br />

„Deutschlands beste Jungwinzer“. Dazu aufgerufen<br />

hatte die Redaktion des Fachmagazins Selection. Meimberg<br />

lebt seit 2014 in Emsdetten und pendelt immer nach Iphofen<br />

in Franken, wo er seine Weine anbaut. Diese besondere Konstellation<br />

ist auch der Grund, warum er als Münsterländer<br />

Winzer für die Region Franken beim Wettbewerb antrat. Ein<br />

Spagat der sich gelohnt hat: Platz drei in Franken und bundesweit<br />

der elfte Platz sind bei dem – gegenüber 2015 stark gewachsenen<br />

– Konkurrenzfeld mehr als beachtlich: Über 160<br />

Betriebe aus ganz Deutschland hatten ihre Kellermeister und<br />

Betriebsleiter unter 35 Jahren mit insgesamt 670 ihrer aktuell<br />

besten Weine ins Rennen geschickt.<br />

» winzer-im-muensterland.de<br />

Frischgehalten<br />

Was nützen einem die besten Lebensmittel der Region, wenn sie<br />

falsch gelagert werden. Gerade bei der Lagerung im Kühlschrank<br />

sollten einige Dinge beachtet werden. Kühlpflichtige Produkte sollten<br />

zu Hause dann auch schnellstmöglich wieder gekühlt werden. Allerdings<br />

ist der Kühlschrank kein homogener Kühlraum. Er unterteilt<br />

sich in verschiedene Temperaturzonen. Diese können zwischen den<br />

einzelnen Modellen variieren, allerdings gibt es Merkmale, die in der<br />

Regel immer gleich sind. So steigt Wärme nach oben, weshalb es<br />

dort wärmer ist als in den unteren Etagen. Moderne Geräte haben<br />

separate Fächer, die für die Lagerung von speziellen Lebensmittelgruppen<br />

genutzt werden sollten. Neben den Temperaturen hat auch<br />

die Luftfeuchtigkeit einen Einfluss auf die Lagerqualität. Molkereiprodukte<br />

und Wurstwaren bevorzugen trockene Kühlschrankzonen,<br />

während zum Beispiel Salate feuchte Klimazonen bevorzugen. Mehr<br />

Infos finden Interessierte im Downloadbereich des Landservice.<br />

» www.landservice.de<br />

Münsterländer Lagerkorn – wie ein Grappa, nur von hier.<br />

Mehrfach ausgezeichnet und als einziger Korn Deutschlands<br />

mit dem Prädikat V.S.O.P.<br />

Mehr erfahren Sie unter www.sassekorn.de<br />

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Küchen<br />

mit Geschmack<br />

Schauen<br />

Sie vorbei!<br />

Bild: www.neff.de<br />

Königstraße 6·48268 Greven ·Telefon (0 2571) 5032480·www.kuechen-greven.de

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