Tassilo, Ausgabe Mai/Juni 2017 - Das Magazin rund um Weilheim und die Seen

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Therapieklettern in der DAV-Halle Peißenberg - Die Ärztlichen Direktoren von Weilheim und Schongau auf der Roten Couch (Prof. Dr. Andreas Knez, Dr. Wilhelm Fischer) - Tipps für Fahrrad im Frühjahr - Wetterkapriolen im Frühjahr: die Eisheiligen - Bambi-Rettung per Drohne: ein Pilotprojekt auf Gut Achberg - Die Geschichte der Zunftzeichen am Maibaum: Ausdruck der Dorfgemeinschaft - Feuerwehrwettkampf in Murnau am 24. Juni - Die Lebenshilfe Polling und ihr Wohnraumangebot - Drei Firmen unter einem Dach: die Bauer Unternehmensgruppe - Tierheim Starnberg - Spatzenhausen: ein Ort feiert Bezirksmusikfest - Veranstaltungstipps für Mai und Juni im Tassiloland

Ausgabe 12

Mai / Juni 2017

®

Das Magazin rund um Weilheim und die Seen

Eine Produktion von

Titelbild: Bernd Römmelt, mauritius images

Kloster Wessobrunn

mit Veranstaltungskalender für zwei Monate

Zuhause auf Zeit

Zu Besuch im Tierheim Starnberg

Zwischen Büro und OP

Prof. Dr. Knez und Dr. Fischer


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Im Einklang mit Natur und Technik

„Die Maschine ist die souveräne

Beherrscherin unseres gegenwärtigen

Lebens.“ Dieser Satz

vom österreichischen Schriftsteller

ler

Egon Friedell stammt

aus

einer Zeit, weit vor

der Erfindung des ersten

Computers. Heute leben

wir mit hochintelligenten

Errungenschaften ru

im Hosentaschenformat,

Paradebeispiel

Smartphone.

Es

kann filmen, sprechen,

orten, navigieren,

telefonieren und

whats-appen. Eine

geniale Erfindung für

Kommunikation mu und Information.

Aber

auch ein Gefahrenherd. Sucht, Kriminalität,

Kontrollverlust. ol

lver

lust

Fast

400 000 Viren und Trojaner

jagen Online-Verbrecher tagtäglich durch die

virtuelle Welt. Mit der Einstellung des „wer soll sich

bitteschön für meine Daten interessieren“, schauen

viele Bürger weg. Sie alle hoffen, nie Ziel eines Hackerangriffs

zu werden. Ein Fehler? Ex-Agent Cem

Karakaya ist einst auf die Jagd nach den gefährlichsten

Drahtziehern im Darknet gegangen. Heute berät

er Schulen, Firmen und Behörden im Tassiloland,

wie sie sich vor Internetkriminalität schützen können.

Das Handy auch mal beiseitelegen, raus aus der virtuellen

Welt und hinaus in die nun aufblühende Natur:

Die sanft hügelige Landschaft um Weilheim und

die drei Seen lädt geradezu ein, erfolgreich in die

Radlsaison zu starten. Europas bester Radlmechaniker

gibt entscheidende Tipps für den ersten Ausritt,

damit die Technik von Mountainbike und Rennrad

optimal harmoniert mit den Straßen und Wegerl im

Tassiloland. Auf das Zusammenspiel zwischen Technik

und Natur kommt es auch auf dem idyllisch gelegenen

Gut Achberg an. In dessen saftigen Wiesen

verstecken sich im Frühsommer dutzende Rehkitze,

die sich nichtsahnend in Lebensgefahr begeben. Die

Lösung der alljährlichen Mähtod-Problematik: Ein

Drohnenpilot, der die handflächengroßen Bambis

rechtzeitig erspäht – Daumendrücken für ein hoffentlich

erfolgreiches Pilotprojekt.

Erste Erfahrungen mit der Weilheimer Demenz-WG

haben Pfleger, Angehörige und Betroffene bereits

gesammelt – und zwar durchweg positiv. Wer hätte

gedacht, dass ein Zusammenleben zwischen unheilbar

kranken Menschen derart harmonisch und

friedvoll funktioniert. Noch erfreulicher wäre allerdings

ein medizinisches Heilmittel gegen diese

Vergesslichkeit. Hätte Privatdozent Prof. Dr. Andreas

Knez, Ärztlicher Direktor des Weilheimer Krankenhauses,

einen Wunsch frei, es wäre die erfolgreiche

Behandlung von Demenz. Gemeinsam mit seinem

Schongauer Pendant, Dr. Wilhelm Fischer, haben wir

ihn zum großen Interview gebeten. Im weißen Kittel

auf der Roten Couch erzählen die beiden von ihrem

intensiven Arbeitsalltag. Stressausgleich finden sie

übrigens beim Sport wie Kanufahren, Wandern oder

Kraxeln. Klettern fordert Geist und Körper dermaßen,

dass die Sorgen des Alltags definitiv in Vergessenheit

geraten. Zumindest während der Einheit in der

Wand. Das durfte ich als Ihr neuer „tassilo“-Redakteur

beim Therapie-Klettern in Peißenberg sogar

hautnah miterleben. Und ich muss zugeben: Einen

schöneren Start dank technischer Hilfe durch Gurt

und Seil hätte ich mir nicht wünschen können. Viel

Spaß beim Lesen,

Ihr Johannes Schelle

> > > AUS DEM INHALT

Seite 6

Therapie in DAV-Halle:

Über die Kletterwand zurück

ins geordnete Leben

Seite 9

Die Ärztlichen Direktoren der

Krankenhaus GmbH nehmen

Platz auf der Roten Couch

Seite 18

Tipps zum Auftakt:

Mit dem Frühsommer startet

auch die Fahrrad-Saison

Seite 20

Wetterkapriolen im

Frühjahr — dafür stehen

die vier „Eisheiligen“

Seite 24

Ein Pilot-Projekt auf Gut

Achberg: Rehkitz-Rettung

per Drohnenflug

Seite 26

Ein Ausdruck der

Dorfgemeinschaft — die

Geschichte der Zunftzeichen

Seite 30

Für eine innige Kameradschaft:

Der Feuerwehrwettkampf

in Murnau am 24. Juni

Seite 32

Die Lebenshilfe Polling

erweitert Wohnangebote für

mehr Raum und mehr Freiheit

Seite 34

Drei Firmen unter

einem Dach: Die Bauer

Unternehmensgruppe

Seite 42

Das Starnberger Tierheim:

Sozialpädagogische Fähigkeiten

für Hund und Herrchen

Seite 56

Nachwuchs-Tüfler und

Forscher bei „Jugend forscht“

und „Schüler experimentieren“

Seite 60

Beispiel Spear-Phishing:

Ein Ex-Agent über den Schutz

vor Internetkriminalität

Seite 62

Spatzenhausen — ein

kleiner Ort feiert ein großes

Bezirksmusikfest

Seite 73

Schwungvoll in den

Mai und Juni! Unsere

Veranstaltungstipps

















mai / juni 2017 | 3


Naturschutzprojekt rund um den Ammersee

„Manchmal geht es hier zu

wie im Regenwald“

Tassiloland | Auch wenn der

Name „Ammerseepfad“ etwas in

die Irre führt, ist das Projekt eine

Bereicherung für die Region. Ein

größerer Kreis von Akteuren aus

Vereinen und Behörden hat sich

über zwei Jahre zur Aufgabe gemacht,

die wichtigsten Informationen

über die atemberaubende

Artenvielfalt an und im Ammersee

an die Öffentlichkeit zu tragen.

Gelungen ist das mit einfachen Infotafeln

und interaktiven Objekten,

die rund um das 46,6 quadratkilometergroße

Gewässer aufgebaut

wurden – unter anderem in den

drei Naturschutzgebieten, die im

Süden, Norden und Westen des

Sees ausgewiesen sind. Insgesamt

sind mehr als 20 dieser Objekte

anzusteuern, wobei die jeweiligen

Pfade zu den Tafeln nicht direkt

miteinander verbunden sind.

Gebietsbetreuer Christian Niederbichler

kennt die dortige Tierund

Pflanzenwelt aus dem Effeff.

Unzählige Male schon hat er sich

mit Fernglas und Spektiv auf den

Weg gemacht, um Bestehendes

zu beobachten, Neues zu entdecken

und dies interessierten Führungsteilnehmern

zu zeigen. So

auch an diesem sonnigen Frühjahrsvormittag

am südlichen Zipfel

des Sees, nahe Vorderfischen.

Alle paar Meter bleibt er stehen,

horcht auf, blickt um sich,

stellt sein auf einem Stativ

befestigtes Fernrohr ab

und dreht es hinein in das

sandstrandfarbene Niedermoor.

Niederbichler sucht nach dem Großen

Brachvogel, dem Indikator für

natürlichsten Lebensraum. „Wenn

wir ihn schützen, schützen wir viele

andere Arten auch“, sagt er.

Anspruchsvoller Vogel

als idealer Indikator

Der Große Brachvogel gilt als sehr

empfindlicher Vogel mit hohem

Anspruch. Er braucht großen Lebensraum

mit freier Sicht, da er

am Boden lebt und nistet, und die

Feinde Fuchs, Marder, Dachs und

Wildschwein rechtzeitig erspähen

muss. Außerdem stehen auf

seiner Speisekarte ganz oben die

schleimigen Regenwürmer, die

allerdings nicht zu tief im Erdreich

verschwinden sollten. „So wie im

Niedermoor“, sagt Niederbichler,

wo sich die Würmer meist unter

der Oberfläche schlängeln und

der Große Brachvogel mit seinem

langen Schnabel sprichwörtlich

leichtes Spiel hat. Damit solch seltene

Exemplare noch lange in der

Ammersee-Gegend leben, sollte

der Mensch mit größter

Vorsicht an diese

geschützten

Gebiete herantreten. Querfeldein-

Spaziergänger, freilaufende Hunde,

zu tief fliegende Ballone und

eine immer intensivere landwirtschaftliche

Nutzung scheuchen

die artenbedrohten Tiere auf und

vertreiben sie. „In manchen Fällen

sogar für immer.“ Gerade deshalb

wurde das Projekt „Ammerseepfad“

ins Leben gerufen: um bei

Einheimischen, Zugezogenen und

Besuchern Bewusstsein für Pflanzen

und Tiere direkt vor unserer

Haustüre zu schaffen. „Denn viele

wissen gar nicht, was hier alles

lebt und gedeiht“, sagt Niederbichler,

der auch einen äußerst geschulten

Blick für seltene Pflanzen

hat. Zum Beispiel für den Stängellosen

Enzian, ein klassischer Alpenschwemmling,

dessen Samen

von der reißenden

Der Große Brachvogel

gilt als ein sehr

empfindlicher Vogel.

Gebirgsammer hinunter zum Ammersee

gespült wurde und aufblüht.

Blaues Meer

aus Blumen

Besonders schön sei außerdem

die blaue Schwertlilie, die in manchen

Frühjahren das Niedermoor

regelrecht in ein blaues Meer verwandelt

und so manche Dame

zu schier gräulicher Tat verleitete.

Niederbichler erzählt von einer

Anekdote früherer Tage, wonach

sich eine Frau aus München extra

mit dem Taxi an den Ammersee

chauffieren ließ, um heimlich einen

Strauß Schwertlilien zu pflücken.

„Damals standen aber auch

noch keine Tafeln mit dem Hinweis,

dass diese Blume artenbedroht

ist“, sagt Niederbichler mit

breitem Grinsen im Gesicht, ehe

er sein Fernrohr samt Stativ auf die

Schulter nimmt und weiter Richtung

Seeufer marschiert.

„Manchmal geht es hier zu wie

im Regenwald“, sagt Niederbichler.

Heute ist so ein Tag. Von Nah

und Fern ertönen gefühlt tausend

verschiedene Klänge, allesamt aus

den Kehlen von Wasser- und Landvögeln.

Das Brüllaffenartige sei der

Kormoran. Das monotone Piepen

der Zilpzalp. Das ächzende Gekreische

die wildlebenden Graugänse.

Niederbichler hört sie alle. Am

Ufer angekommen sind die meisten

dann auch zu sehen. Sogar ein

Flußregenpfeiffer, ebenso artenbedroht

wie der Große Brachvogel,

tummelt sich am kiesigen Rande

4 | tassilo


des Ammersees, wo sich auch andere

Naturliebhaber samt Spektiv

und Fernglas eingefunden haben.

Direkt daneben stehen zwei dieser

Schautafeln, die im Rahmen des

Projekts aufgestellt wurden und

mit Eisvogel, Pirol, Krickente und

Schwarzmilan viele weitere Schönheiten

des Ammersee-Gebiets zeigen.

Viel Arbeit und

85 000 Euro Kosten

Hinter den Tafeln steckt sehr viel

Recherche, umfangreiches Texten,

Grafiken erstellen, Fotos schießen,

Schilder basteln und vieles mehr.

Insgesamt hat das Projekt „Ammerseepfad“

rund 85 000 Euro

3 Schondorf

4 Utting

2 Eching

am Ammersee

5

6 Riederau

NSG

Dießen

1 Kottgeisering

T1

Raisting

T2

Ammersee

Rott

NSG

7

Am Naturbeobachtungsturm in Kottgeisering half eine 9. Klasse der

Mädchenrealschule Dießen beim Bau eines begehbaren Schilfrohrs.

gekostet, wobei rund 50 000 Euro

aus einem Fördertopf des Bayerischen

Umweltministeriums stammen.

Die Projektbeteiligten und

mehrere weitere Förderer aus der

Region haben die übrigen Kosten

getragen. Geleitet wurde das ganze

8

NSG

Amper

12 Breitbrunn

am Ammersee

Ammer

Inning

am Ammersee

Buch

am Ammersee

10 Aidenried

9

11 Herrsching

am Ammersee

Erling

Vorderfischen

Standorte Tafeln und Objekte: 1 Natur beobachtungsturm Kottgeisering, 2 Erholungsgelände Eching, 3 Dampfersteg

Schondorf, 4 Uferstraße Utting südlich Bahnhof, 5 Rad weg Naturschutzgebiet Seeholz, 6 Dampfersteg Riederau,

7 Radweg Raistinger Schleife, 8 Westlicher Ammerdamm und Binnensee, 9 Parkplatz Ammerbrücke bei Fischen,

10 Aidenrieder Bucht und Uferweg südlich Herrsching, 11 Nördliche Seepromenade Herrsching, 12 Dampfersteg Breitbrunn.

T1 Naturbeobachtungsturm Kottgeisering, T2 Naturbeobachtungsturm Dießen (beide nicht Teil des Projektes Ammerseepfad)

Pähl

vom freiberuflichen Förster Markus

Blacek, der mit Niederbichler und

rund 40 weiteren Personen und

Institutionen diese vom Bodensee

stammende Vision umgesetzt hat.

Aktiv mitgestaltet haben das Projekt

auch mehrere Schulklassen,

zum Beispiel eine Neunte der Dießener

Mädchenrealschule, die sich

mit der Biodiversität (biologische

Vielfalt) am Ammersee jetzt bestens

auskennen – und jede Menge

Spaß am Entwerfen und Mitgestalten

der interaktiven Objekte hatten.

Deshalb wünschen sich Blacek und

Niederbichler künftig nicht nur regelmäßige

Führungen für Erwachsene,

die unter anderem im Rahmen

von VHS-Kursen angeboten

werden. Auch Schulklassen sollen

in Zukunft regelmäßig an die gut

20 verschiedenen Schautafeln an

den zwölf verschiedenen Orten

geführt werden, um das Gedeihen

der Pflanzen, vor allem aber das

Brüten, Schwimmen, Fliegen und

Kreischen der unzähligen Wasserund

Landvögel mittels Fernglas

ganz genau unter die Lupe zu nehmen.

Insbesondere im Süden und

Norden (Ampermoos) des Ammersees,

wo der Große Brachvogel

derzeit seine Eier ausbrütet. js

> > > INFORMATION

Weitere Informationen rund

um das Großprojekt „Ammerseepfad“

findet man online

auf www.ammerseepfad.de

FESTLICHER

SOMMER

in der

Mitwirkende: Solisten, Chor der Stadt Schongau,

Chor der Berufsfachschule für Musik Krumbach, La Banda,

Neue Süddeutsche Philharmonie, Leitung: Christoph Garbe

Orchester der Stadt Schongau, Junges Ensemble

Leitung: Kristina Kuzminskaite

06. Mai 2017 Basilika Altenstadt 19.00 Uhr

Alte Musik in jungen Händen

14. Mai 2017 Stadtpfarrkirche M. Himmelfahrt Schongau 18.00 Uhr

Alpenländische geistliche Volksmusik

28. Mai 2017 Ballenhaus Schongau 19.00 Uhr

Ensemble Pathos: Männer und Frauen

25. Juni 2017 Wieskirche 19.00 Uhr

J.S. Bach: BWV 82 „Ich habe genug“ BWV 158 „Der Friede sei mit Dir“

J. Haydn: Missa in Angustiis „Nelsonmesse“

09. Juli 2017 Wieskirche 19.00 Uhr

L.v. Beethoven: Sinfonie Nr. 5 c-moll op.67 „Schicksal“

F. Schubert: Messe in As D 678

23. Juli 2017 Wieskirche 19.00 Uhr

W.A. Mozart: Sinfonie Nr. 41 in C KV 551

Rihards Dubra: Missa simplex

W.A. Mozart: Litaniae Lauretanae B.M.V. KV 195 in D

Förderverein Festlicher Sommer in der Wies e.V.

Karten: www.wieskonzerte.de

www.boeglmueller.com

mai / juni 2017 | 5


Herzogsägmühle therapiert in DAV-Halle

Über die Kletterwand

zurück ins geordnete Leben

Peißenberg I Tuncay, der Kräftigste

in der Gruppe, tut sich sichtlich

schwer beim Klettern. Aber er gibt

nicht auf, möchte an diesem Freitagvormittag

unbedingt diese eine

Route bis ganz nach oben schaffen.

Und? Er packt’s. Und alle lieben ihn

dafür. Denn als er mit der rechten

Hand über die in zehn Metern Höhe

liegende Kante greift, applaudieren

seine psychisch- und suchtkranken

Mitstreiter voller Euphorie. Sie

wissen: Diese Energieleistung ist

für Tuncay ein weiterer wertvoller

Schritt zurück in Richtung Normalität.

„Kann es was schöneres geben?“,

sagt in diesem Moment ein

grinsender Stefan Jenuwein, 54,

ausgebildeter Diplom-Sportlehrer

(Sporthochschule Köln). Vor 25

Jahren gründete er in Herzogsägmühle

das Freizeit- und Bildungswerk.

Seit rund zehn Jahren fester

Bestandteil des Programms: Therapie-Klettern.

Diese siebenköpfige Gruppe um

Tuncay betreut er und ein bis zwei

Helfer seit sieben Wochen, immer

Freitagvormittag für vier Stunden.

Einige von ihnen sind straffällig,

dürfen nur unter Bewährungsauflage

in Herzogsägmühle und in

der Halle klettern. „Wenn die sich

draußen zufällig kennengelernt

hätten und ohne Therapie als Clique

unterwegs wären, könnte es

leicht sein, dass ganz schnell bei

irgendeiner Kleinigkeit die Fetzen

fliegen“, sagt Jenuwein offen

Genau hingesehen: Stefan Jenuwein

(links) beobachtet seine

Schützlinge an der Kletterwand.

und ehrlich. Hier beim Klettern

fehlt von aggressivem Verhalten

jede Spur. Gegenseitiges Sichern,

Anfeuern, Route aussuchen – das

zeichnet die jungen Männer in der

Peißenberger Kletterhalle aus. Inzwischen

sogar ohne Hilfe ihres

Trainers. „Die hier sind besonders

stark“, sagt Jenuwein. Alle sieben

haben über den Alpenverein den

Vorstiegs-Schein (zweite Stufe des

Kletterscheins) erfolgreich absolviert.

Das heißt: Wer sich’s zutraut,

darf mit seinem Partner ohne

Lehrkraft die Wand bezwingen,

beziehungsweise den anderen

sichern. Das schweißt zusammen

und schafft Vertrauen. Tugenden,

die die Psychisch- und Suchtkranken

auch im Leben abseits der

Sporthalle ein gutes Stück voranbringen.

Die effektivste Art zu

therapieren

Generell gibt es in Herzogsägmühle

unzählige Formen der Therapie.

Keine sei laut Jenuwein jedoch

derart effektiv wie das Klettern.

Warum? Einerseits wird beim Klettern

sehr Vieles abverlangt. An der

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Vor, während und nach dem Klettern wird das Erlebte gemeinsam besprochen.

Wand Kraft, Kondition, Koordination,

Mut, Konzentration und vollstes

Vertrauen in denjenigen, der

unten steht und sichert. Zugleich

trägt der „Sicherer“ die volle Verantwortung

für den in der Wand.

Diese spezielle Form der Teamarbeit

ist therapeutisch äußerst

wertvoll.

Dabei sehen die Klettertage mit

Therapiegruppen – Jenuwein betreut

neben psychisch und suchtkranken

Menschen auch Klassen

der Alfons-Brandl-Schule in Herzogsägmühle

– nicht immer so

spielerisch aus wie an diesem

Freitag. Speziell der erste Tag ist

für Klient und Therapeut eine echte

Herausforderung. „Vor allem mit

Sucht- oder psychisch Erkrankten,

die meistens extrem viel Angst

haben und niemandem vertrauen“,

sagt Jenuwein. Tuncay beispielsweise

habe sich am Anfang

überhaupt nicht an die Wand getraut.

Heute, nur sieben Einheiten

später, klettert er im Vorstieg bis

nach ganz oben. „Das ist wirklich

genial.“ Dahinter steckt ein behutsamer

Aufbau über insgesamt

zehn Einheiten – und mit Peißenberg

die dafür perfekte Kletterhalle,

die Jenuwein und Team für faire

20 Euro pro Gruppe und diese vier

Stunden nutzen dürfen.

Obwohl es in Herzogsägmühle

selbst eine gern genutzte Kletterhalle

gibt? In der Tat. Die allerdings

ist mit größtenteils glatten Wänden

ausgestattet, die insbesondere für

Anfänger wesentlich schwieriger

zu bewältigen sind. Die große

Wand in Peißenberg dagegen hat

zwei essentielle Vorteile. Erstens:

In die Wand sind starke Profile wie

Wölbungen, Einkerbungen und Mini-Stufen

eingearbeitet, das erweitert

neben den eigentlichen Griffen

die Tritt- und Haltemöglichkeiten.

Und zweitens: Die komplette Wand

lässt sich mittels Elektro-Motor in

ihrer Steilheit verstellen. Heißt: Für

die absoluten Anfänger fährt Jenuwein

die Wand einige (Zenti-)Meter

ins Rauminnere, wodurch das

Steilwand-Klettern plötzlich zum

Kraxeln wird. Das erleichtert das

Herantasten ans klassische Seil-

Klettern ungemein.

Über das Erlebte

sprechen

Nicht nur Tuncay hat diese Vereinfachung

geholfen, den inneren

Schweinehund im Rahmen

der ersten Einheiten erfolgreich

zu überwinden. Das spiegelt sich

auch in den Aussagen im Rahmen

regelmäßiger Zwischenrunden

wieder. Vor, zur Halbzeit und nach

dem Klettern setzen sich Jenuwein

und seine Klienten im Kreis zusammen

und sprechen über das eben

Erlebte, ziehen Vergleiche mit vorherigen

Einheiten und auch mit

dem wahren Leben „da draußen“.

Zuallererst möchte Jenuwein wissen,

wie es den jungen Männern

geht. „Viele haben eine schlechte

Nacht gehabt, sind oft ganz anders

drauf als beim letzten Mal.“ Dann

verlangt er einen Blick zurück auf

die vorherige Einheit und spricht

darüber, wie die bevorstehende

angegangen wird. Dabei geht es

auch um klare Zielsetzungen, zum

Beispiel welche Route in welcher

Form bezwungen wird.

Die meisten haben ihr Kletterziel

bereits nach den ersten zwei

Stunden erreicht. „Ich bin sehr zufrieden“,

so die häufigste Antwort

bei der Zwischenrunde. Dazu gehört

auch David, der abschließend

preisgibt: „Als ich heute Morgen

aufgestanden bin, hatte ich überhaupt

keinen Bock auf Klettern.

Jetzt bin ich doch wieder vier Routen

hoch. Das fühlt sich richtig gut

an.“ David und die anderen sind

glücklich und zufrieden, haben

ein breites Grinsen im Gesicht.

Das vergeht ihnen auch nicht, als

sie Seilschaft, Kletterschuhe und

-gurte ordentlich in ihre Kisten

packen und in die Busse tragen.

Gemeinsames Aufräumen ist auch

ein äußerst wichtiger Teil des

Therapie-Kletterns – und für das

wahre Leben „da draußen“. js

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mai / juni 2017 | 7


WIR BILDEN AUS!

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Tutzinger Fischerhochzeit Anfang Juli

Eine berührende Geschichte

„DER COUNTDOWN LÄUFT“

Die Fertigstellung der neuen Seegastronomie in der Marina

Bernried geht in den Endspurt.

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Tutzing I Vor etwa 200 Jahren entflammte

in Tutzing ein Streit zwischen

Hoffischer Gröber und dem

Schlossherren Graf von Vieregg. Die

Folge war, dass der Graf dafür sorgte,

dass Gröbers einziger Sohn Michael,

obwohl er als Hoffischersohn

nicht zum Heer hätte gemusst, doch

eingezogen und nach Russland geschickt

wurde. Nach Kriegsende

kehrten die Überlebenden heim –

ohne Michael. Eltern und viele Tutzinger

betrauerten den vermeintlichen

Tod. Ebenso wie Veronika

Bierbichler, Tochter eines Fischermeisters,

die Michaels Avancen

bis dato ignoriert hatte. Nachdem

Michael wider Erwarten doch

noch zurück in die Heimat kehrte,

war die Freude im Dorf und auch

bei Veronika groß. Sie und Michael

werden heiraten – das war alsbald

klar. Am Tag der Fischerhochzeit

kamen Verwandte, Bekannte und

Kameraden nach Tutzing. Sogar

der Graf, berührt von Michaels Geschichte,

kam und versöhnte sich

mit dem alten Gröber. Der Dorffriede

war wieder hergestellt.

Erstmals wurde die Fischerhochzeit

1929 mit vielen Darstellern aus

dem Ort aufgeführt. 1935 wurde

sie mit Begeisterung wiederholt,

eine dritte Aufführung folgte 1953.

Im Jahr 1975 belebte die Gemeinde

zusammen mit dem Heimat- und

Volkstrachtenverein „Tutzinger Gilde“

und traditionsbewussten Familien

das historische Spiel, das

an die Ursprünge des Ortes als Fischersiedlung

anknüpft, neu. Seitdem

wird die Fischerhochzeit alle

fünf Jahre gefeiert. Das Drehbuch

stammt vom Heimatpfleger Josefranz

Drummer (1887 - 1959). Besonders

macht die Fischerhochzeit,

dass alle Akteure Tutzinger Bürger

sind und das Brautpaar von einem

alten Fischergeschlecht abstammen

muss.

Hochzeit, Bayern 1-Band

und die Bananafishbones

Gefeiert wird also auch dieses Jahr,

passend zum 1275. Geburtstag

der Gemeinde Tutzing. Das erste

Juliwochenende steht ganz im

Zeichen der Fischerhochzeit. Der

Samstag beginnt um 8 Uhr mit

dem Hochzeitslader, der durch das

Ortszentrum zieht. Um 18.30 Uhr

folgen Polterabend und Tanz im

Festzelt beim Rathaus, ehe gegen

23 Uhr der Nachtwächter auftritt.

Sonntag weckt das Böllerschießen

morgens um 6 Uhr die Tutzinger

Bürger. Der Empfang der Hochzeitsgäste

vor dem „Gröberhof“

ist für 8.30 Uhr geplant, dem sich

ein Gottesdienst in der St. Josephskirche

und der Zug zum Schloss

anschließt. Um 11.45 Uhr beginnt

der Höhepunkt des Wochenendes:

die Trauungszeremonie. Ein Festzug

durch den Ort, Tänze im Festzelt,

das Brautverziehen und das

Abdanken gegen 19 Uhr runden

die Festlichkeiten ab. Im Zelt darf

noch bis 24 Uhr die Vermählung

gefeiert werden. Auch rund um

das Fischerhochzeits-Wochenende

wird in Tutzing einiges los sein:

So spielt zum Auftakt der Festwoche

am Donnerstag, 29 Juni, die

Bayern 1-Band im Zelt am Rathausfestplatz.

Beginn ist um 20.30

Uhr, der Eintritt ist frei. Am Freitag,

30. Juni, folgt an gleichem Ort ein

Auftritt der „Bananafishbones“.

Einlass ist um 18 Uhr, Beginn um

20.30 Uhr. Tickets gibt es für 14

Euro (zzgl. Vorverkaufsgebühr) im

Vorverkauf in der Gemeindebücherei,

bei den Buchhandlungen

Held und Eselsohr, bei der Gästeinformation

im Vetterlhaus sowie

bei Eventim oder Online (www.

bee-veranstaltung.de). An der

Abendkasse kosten die Karten 17

Euro. Im Anschluss an die Fischerhochzeit

von Montag, 3. Juli bis

Mittwoch, 5. Juli, sind zudem politische

Abendveranstaltungen geplant.

Weitere Informationen, auch

das detaillierte Programm zur Fischerhochzeit,

gibt es im Internet

(www.tutzing.de).

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8 | tassilo


Auf der Roten Couch

Die Expeditionsleiter der Kliniken

Im weißen Kittel auf der Roten Couch:

Die beiden Ärztlichen Direktoren Prof. Dr. Andreas Knez vom Krankenhaus Weilheim

(links) und sein Kollege Dr. Wilhelm Fischer von der Schongauer Klinik.

Foto: Johann Jilka

mai / juni 2017 | 9


Weilheim-Schongau | Sie sind so

etwas wie die Sprecher der Chefärzte,

im Grunde der kompletten

Belegschaft eines Krankenhauses:

Ärztliche Direktoren. Während bei

großen Universitätskliniken dieser

Posten häufig ein eigenständiger

ist, erfüllt in kleineren Häusern ein

Chefarzt diese verantwortungsvolle

Aufgabe ehrenamtlich. Dr. Wilhelm

Fischer war 31 Jahre lang Chefarzt

in Peißenberg und wechselte nach

der Schließung der dortigen Klinik

als Ärztlicher Direktor nach Schongau,

um dort etwas aufzubauen“.

Obwohl er bereits im Rentenalter

ist, lässt er seine Mitarbeiter nicht

im Stich. Gemeinsam mit seinem

Weilheimer Pendant, Prof. Dr. Andreas

Knez – nicht weniger sportlich

aktiv – haben wir ihn zum großen

Gespräch auf die „Rote Couch“

gebeten. Dort geben die heimatverbundenen

Ärzte einen Einblick

in die Tätigkeiten des Ärztlichen Direktors

und machen sich Gedanken,

wie die Zukunft rund um die Krankenhaus

GmbH aussehen kann.

Dr. Fischer, Prof. Dr. Knez, was ist

die Aufgabe eines Ärztlichen Direktors?

Dr. Wilhelm Fischer: Die Aufgabe

beinhaltet die Koordination aller

möglichen Projekte, vor allem

was den ärztlichen Bereich betrifft.

Überhaupt die ärztliche Organisation

und die Zusammenarbeit der

Abteilungen. Das hat so manche

Konferenz zur Folge.

Trifft man Sie dadurch häufi ger im

Büro als im OP-Saal?

Prof. Dr. Andreas Knez: Das kann

man so nicht sagen. Die Patientenversorgung

steht natürlich im Vordergrund.

Der Ärztliche Direktor

ist Sprecher der Ärzteschaft, der

Chefärzte und ist insofern Partner

des Geschäftsführers hinsichtlich

der strategischen Ausrichtung. Ein

Geschäftsführer sieht viele Dinge

anders als die Doktoren und so ist

es hilfreich, wenn verschiedene

Perspektiven zusammenkommen.

10 | tassilo

Sie wurden beide vom Aufsichtsrat

„berufen“. Welche Voraussetzungen

muss man mitbringen, um

Ärztlicher Direktor zu werden?

Knez: Man muss Chefarzt sein,

dessen Aufgabe schon damit verbunden

ist, Leitungsfunktionen

zu übernehmen. Was wir immer

mehr dazulernen mussten, sind

betriebswirtschaftliche Aspekte,

mit denen wir uns früher als Mediziner

nicht in der Form auseinandergesetzt

haben. Basisfallwert,

Vergütung, Deckelung des Budgets,

betriebswirtschaftliche Kennzahlen,

Defizite – wo will man hin,

was gleicht man aus? Fragen, die

immer wichtiger werden.

Der Beruf des Chefarztes ist für viele

ein Kindheitstraum. War das bei

Ihnen auch der Fall?

Knez: Ja, absolut. Bei mir hat sich

das während meines Zivildienstes

ergeben. Ich wollte immer gerne

mit Menschen arbeiten und im

medizinischen Bereich tätig sein.

Daher ist es mein Berufstraum.

Fischer: Ich hatte ein paar Vorbilder,

bei denen ich sagen konnte:

Ja, damit kann ich was anfangen.

Der Chefarztposten stand dabei

noch nicht im Vordergrund. Aber

der Beruf des Arztes war für mich

ungefähr mit dem Abitur klar und

ist bis heute mein Traumberuf,

auch wenn die Bürokratie uns einiges

abverlangt.

Prof. Dr. Knez, Sie sind seit 2007 in

Weilheim, seit 2009 dort Ärztlicher

Direktor. Wo liegen die Stärken des

Weilheimer Krankenhauses?

Knez: Wir können eine wirklich

gute Medizin anbieten, die sich

vor niemandem – auch vor den

großen Häusern – verstecken

muss. Sympathisch sind die kurzen

Dienstwege. Wir kennen uns

alle: die Pflege, die Reinigungskräfte,

die Leute an der Pforte, die

Nothilfe. Das finde ich ganz wichtig,

weil der Patient das spürt. Mir

gefällt dieses kleine, beschützte

Umfeld.

Und die Schwächen?

Knez: Aufgrund des Altbaus gibt es

einfach eine Limitation des Komforts

für den Patienten. Außerdem

hätten wir gerne mehr Betten.

Wir wollen ein 200-Betten-Haus

werden, derzeit sind wir bei 160.

Was wir uns wünschen – und das

wird dieses Jahr noch entstehen –

ist eine Akutgeriatrie. Persönlich

wünsche ich mir, dass wir auch

Palliativ-Betten dazu bekommen.

Prof. Dr. Knez, Sie haben in Weilheim

die 24-Stunden Herzkatheterbereitschaft

aufgebaut. Wie hat sich

die Abteilung seither entwickelt?

Knez: Sie hat sich sehr gut etabliert.

Wir machen im Jahr mit den

Kardiologen im Landkreis zusammen

rund 1 200 Katheter-Untersuchungen.

Bei den Interventionen

schwankt die Zahl immer, wobei

sicherlich mehr als 50 Prozent

Eingriffe mit Stentimplantationen

sind. Für die Bevölkerung war

die schnelle, wohnortnahe Versorgung

– zu jeder Tages- und

Nachtzeit ist ein Kardiologe vor

Ort – sicher ein großer Zugewinn.

So konnten wir schon einige Leben

retten.

Ärzte sind keine Maschinen, tragen

aber eine wahnsinnige Verantwortung

und stehen unter enormen

Druck. Wie geht man damit um?

Knez: Ja, das stimmt. Je länger

ich die „Katheterei“ mache, desto

vorsichtiger werde ich, weil ich

einfach schon viele Dinge gesehen

habe. Sobald ich allerdings im

OP bin, bin ich hochkonzentriert.

Dann spüre ich den Druck nicht so

sehr wie hinterher.

Wie gleichen Sie diesen Alltagsstress

aus?

Knez: Ich gehe sehr gerne in die

Berge, auch Skitouren. Zwar nicht

so extrem wie Dr. Fischer unterwegs

war, aber auch leidenschaftlich.

Und ich radel sehr gerne,

wenn es geht, einmal die Woche

auf den Hohenpeißenberg. Hier


iologisch wirksam durch Auszüge der

Ölessenzen von Zitrone, Lavendel und Eukalyptus

Bürokratie statt OP: Verwaltungsarbeiten stehen bei Ärztlichen Direktoren auf der Tagesordnung.

komme ich am meisten zur Ruhe.

Ein neues Hobby ist das Kajakfahren.

Auf dem Ammersee unterwegs

zu sein, auch in der kalten

Jahreszeit, das entspannt und tut

meiner Seele gut.

Fischer: Wir sind ja beide begeisterte

Radler und fahren, so weit

wie möglich, jeden Tag damit zur

Arbeit.

Dr. Fischer, Sie sind ausgewiesener

Experte für Herzschrittmacher. Was

ist einfacher, eine Herz-OP oder

eine Expedition zum 6 190 Meter

hohen Mount McKinley?

Fischer: Eine schwierige Frage.

Obwohl ich eine Herzschrittmacher-OP

gewöhnt bin, geht es mir

ebenso wie Prof. Dr. Knez. Vor jeder

Operation empfinde ich es als

Herausforderung. Die Expedition

zum Mount McKinley war da etwas

ganz anderes. Es ist entspannend,

als Gegenpol zum Alltag in die

Welt rauszugehen ...

... was meinen Sie mit „in die Welt

rausgehen“?

Fischer: Ich bin durch die Sahara

gefahren, durch den Dschungel

gegangen, habe bei der Bundeswehr

einen Taucherarztlehrgang

gemacht, war bei den Gebirgspionieren

und bin mal die

Carstensz-Pyramide in Neuguinea

hochgeklettert und habe sogar

den Stamm der ehemaligen Kannibalen

kennengelernt. Das sind

so Erfahrungen, da denkt man

weniger an die Alltagssorgen. Hier

merkt man auch, wie klein manche

unserer hausgemachten Probleme

gegenüber dem sind, was

es in der Welt gibt. Hier in Schongau

sind wir Gelbfieberimpfstelle.

Die Geschichten dieser Reisenden

interessieren mich immer sehr,

gleichzeitig kann ich ihnen ein

paar medizinische Reisetipps mit

auf den Weg geben.

Wie kam es zur Leidenschaft Bergsteigen?

Fischer: Seit meiner Kindheit bin

ich beim Alpenverein, auch meine

Eltern waren schon dabei. Ich war

immer gerne in den Bergen. Als

ich dann um die 50 Jahre war, hab

ich mir gesagt, dass ich ein bisschen

mehr Sport machen müsste.

Auch weil ich mit dem Lehrbücher-Schreiben

sehr an den Computer

gefesselt war, besonders in

den Nächten. Damals hatte ich zu

wenig Ausgleich und mir gesagt:

„Jetzt wird es Zeit, dass du dir ein

Ziel suchst, bevor du einrostest.“

Prof. Dr. Knez, als Professor kooperieren

Sie mit der LMU-München.

Wie sieht Ihre Lehrtätigkeit aus?

Knez: Ich bin pro Semester immer

vier bis fünf Wochen mit je einer

Vorlesung in Großhadern eingespannt.

Zudem sind wir in Weilheim

Lehrkrankenhaus und damit

verpflichtet, Studenten in ihrem

praktischen Jahr weiterzubilden.

Das macht unglaublich viel Spaß

und ist hochmotivierend für mich,

aber auch für die Assistenten, die

so gefordert sind, ihr Wissen weiterzugeben.

Was macht mehr Spaß, lehren oder

operieren?

Knez: Es ist zwar völlig verschieden,

aber beides macht sehr viel

Spaß. Es ist schon etwas sehr

Befriedigendes, wenn man etwas

weitergibt und das auf fruchtbaren

Boden fällt. Gerade wenn sich Studenten

nach dem praktischen Jahr

melden und sagen: „Ich konnte

viel von meiner Zeit in Weilheim

für die Prüfung nutzen.“ Das gibt

einem das Gefühl, auf dem richtigen

Weg zu sein.

Ein schwer kranker Patient kommt

in die Klinik und Sie als fremde

Person behandeln ihn. Wie baut

man hier ein Vertrauensverhältnis

auf?

Fischer: Ich glaube, die Erfahrung

und auch die Einstellung helfen einem

da sehr. Und wenn man den

ärztlichen Beruf mit Begeisterung

ausübt, geht man ohnehin ganz

anders heran. Mit Zuwendung

lässt sich manchmal wesentlich

mehr erreichen als mit Tabletten.

Wir sind ja auch beide bayerische

Urgewächse und kennen den bestimmten

Schlag der Leute. Das

erleichtert das Reden.

Knez: Wir mögen die Leute ja

auch. Ich glaube, das wichtigste

ist: ernst nehmen und Empathie.

Den Patienten das Gefühl geben,

dass wir sie verstehen, sie aber

auch in ihrer Persönlichkeit belassen.

Wir sind nicht die Schlaueren,

und das spüren die Patienten. Ich

mag die Bevölkerung hier. Die

Leute sind geraderaus und sagen,

was sie wollen. Und die Zeit der

Bevormundung und des „weißen

Gottes“ ist ohnehin vorbei. Das ist

auch gut so.

Sie sind beide sehr heimatverbunden.

Hatten Sie nie den Drang, etwas

anderes zu sehen?

Fischer: Ich bin geborener Hohenpeißenberger,

war aber auch lange

Zeit weg. Bevor ich 1984 nach

Peißenberg kam, war ich im Rosenheimer

Krankenhaus, in Haag

bei Wasserburg, bei der Bundeswehr

als Truppenarzt im Erdbebeneinsatz

in Friaul. Das waren

zum Teil sehr abenteuerliche

Wege, die ich gerne beschritten

habe. Aber ehrlich gesagt bin ich

sehr gerne zuhause, weil es hier

ausgesprochen schön ist.

Knez: Ich bin in München geboren,

und eines war für mich immer

klar: Aus Bayern will ich auf

keinen Fall weg. Als ich in jungen

Jahren in Großhadern tätig war

und mal am Weilheimer Krankenhaus

vorbeigefahren bin, habe

mai / juni 2017 | 11

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ich gedacht: „Hoffentlich muss

ich hier niemals hin.“ Ich kannte

es schlicht nicht. Letztlich habe

ich es meinem Vorgänger Dr.

Kment zu verdanken, dass er mir

diese Chance gegeben hat. Ich bin

sehr glücklich hier, besser geht’s

nicht.

Die Entwicklung ländlicher Krankenhäuser

ist seit geraumer Zeit

schwierig. Wo sehen Sie die Krankenhaus

GmbH in Zukunft?

Knez: Ich glaube, dass unsere

Krankenhäuser als Grund- und

Regelversorger hohes Potential

haben. Wir bieten eine breite

medizinische Versorgung mit

Notfallversorgung, aber auch

spezialisierter Medizin an. Wir

können viele Patienten auf hohem

fachärztlichen Niveau versorgen,

so müssen sie sich nicht auf den

Weg nach München machen. Das

ist unser Potential, was man auch

rüberbringen muss. Ich sehe unsere

Stärke in der wohnortnahen

Versorgung. Wenn das noch ergänzt

wird mit einem allgemeinen

Konzept, mit Altersmedizin, mit

Palliativmedizin, dann sehe ich auf

jeden Fall eine Chance, dass solche

Häuser überleben. Sie müssen

Geld verdienen, das ist klar. Aber

sie müssen auch Sachen anbieten,

mit denen man kein Geld verdient.

Unsere Aufgabe ist es, für unsere

Bevölkerung, die ja auch immer

älter wird, eine medizinische Versorgung

zu gewährleisten.

Ist die Umsetzung realistisch?

Knez: Das muss letztlich die Politik

entscheiden, was eine wohnortnahe

Versorgung wert ist. Ich finde,

Gesundheit ist unser größtes Gut.

Und für mich ist es ganz wichtig,

dass die Leute, auch die Angehörigen,

nicht weit fahren müssen,

denn das trägt zur Gesundung bei.

Es gibt ja die Diskussion, dass viele

sagen, man müsste 50 Prozent

der Kliniken schließen und dann

riesengroße Schwerpunkt-Krankenhäuser

errichten, wie es sie

12 | tassilo

in andern Ländern gibt. Vielleicht

ist es aus ökonomischer Sicht sogar

sinnvoll. Wir haben ein hochentwickeltes

Gesundheitssystem,

sektorale Grenzen, ambulant und

stationär getrennt. Das müsste

man jetzt eigentlich zurückentwickeln.

Aber wie soll das gehen?

Ich kann es nicht abschätzen,

aber wir bekommen derzeit eine

unglaubliche Unterstützung aus

der Politik, die das genauso sieht.

Ich bin absolut dafür, dass wir

ökonomisch denken, da kommen

wir auch gar nicht drum herum.

Nichtsdestotrotz muss eine klare

Ansage kommen, was uns eine

wohnortnahe Versorgung wert

ist. Ich kann mich an einen tollen

Satz des Alt-Landrats Luitpold

Braun erinnern, der zu mir gesagt

hat: „Wissen Sie Herr Knez, wenn

wir mit dem Herzkatheter nur ein

Menschenleben retten, dann hat

es sich schon rentiert“. Aber ich

kann es nicht vorhersehen. Das ist

ein schwieriges Schiff, das gerade

kräftig schlingert.

Wie schätzen Sie das ein, Dr. Fischer?

Fischer: Ich kann Prof. Dr. Knez

nur zustimmen. Wir müssen die

Landbevölkerung mit hoher Qualität

gut und schnell versorgen, wie

zum Beispiel beim Schlaganfall

oder Herzinfarkt.

Ganz allgemein, wie hat sich die

Medizin technisch und medikamentös

in den letzten Jahren entwickelt?

Knez: Wenn ich für die Kardiologie

spreche, waren es in den

letzten Jahren bahnbrechende

Entwicklungen, zum Beispiel beim

Aortenklappen-Ersatz, der jetzt

ohne Operation möglich ist für Patienten,

die als inoperabel gelten.

Der Rückgang in der Infarktsterblichkeit

zeigt, dass das Konzept

der Katheter greift. Vergleichbare

Fortschritte gibt es bei Medikamenten

mit ebenfalls bahnbrechenden

Entwicklungen. Allerdings

Interview in lockerer Atmosphäre: Prof. Dr. Andreas Knez und Dr. Wilhelm Fischer mit den beiden „tassilo“-

Redakteuren Tim Schmid (links) und Johannes Schelle (rechts).

führt beispielsweise allein die

Therapie der Hepatitis C, die heutzutage

medikamentös heilbar ist,

zu einer erheblichen Belastung

des Gesundheitsbudgets. Auch

werden in der Onkologie neue

Medikamente entwickelt, etwa

Antikörper gegen Krebserkrankungen,

die mit sehr hohen Kosten

verbunden sind. Eines Tages wird

man sich fragen, wie verteilt man

das in der Solidargemeinschaft?

Gibt es weiterhin alles für alle? Ich

möchte nicht derjenige sein, der

das entscheidet.

Fischer: 1871 gab es die erste Statistk,

da lag die Lebenserwartung

bei 37 Jahren und jetzt sind wir

bei circa 80. Mit Entwicklung der

Herzschrittmachertechnik werden

viele Leben gerettet. Der erste

Patient 1958 wäre ohne Gerät mit

40 Jahren gestorben und wurde

dann über 80 Jahre alt. Aber auch

die Lebensqualität hat sich extrem

verbessert. Zum Beispiel habe ich

einen Patienten gesehen, der ohne

Herzschrittmacher nur 50 Meter

gehen konnte und mit dem Gerät

uns am Berg davonläuft. Auch in

anderen Bereichen wie etwa den

Gallenblasen-Operationen hat

sich sehr viel getan. Früher war

man drei Wochen im Krankenhaus,

jetzt macht man einen minimalen

Eingriff und ist nach drei

Tagen wieder zuhause.

Wenn Sie einen Wunsch frei hätten

in Sachen Entwicklung?

Knez: Demenz! Ich finde, dass hier

bereits tolle Arbeit geleistet wird

von den Alzheimergesellschaften.

Aber ich sehe das als große Herausforderung

an die Gesellschaft.

Wenn man hier die Möglichkeit

hätte, frühzeitig den Prozess zu

beeinflussen, wäre das ein Segen.

Für die Patienten und Angehörigen,

für die das eine ungeheure

Last ist. Sie fühlen sich verantwortlich

und arbeiten bis zur Erschöpfung.

Und das Thema nimmt

immer mehr zu...

Fischer: ... weil die Leute immer

älter werden. Keiner ist davor gefeit,

das ist das Schlimme. Unsere

beiden Häuser arbeiten bereits

rege mit der Alzheimergesellschaft

zusammen. Ich möchte die

Kooperation mit der Hospizbewegung

verstärken, wo ich selbst als

Hospizrat ehrenamtlich involviert

bin.

Dr. Fischer, Sie waren 31 Jahre in

Peißenberg, dann kam die Schließung.

Die Mitarbeiter wurden nach

Weilheim und Schongau aufgeteilt.

Eine Voraussetzung, dass Sie in

Schongau Ärztlicher Direktor wurden?

Fischer: Sicherlich. 2013 stand Peißenberg

schon mal auf der Kippe.

Da haben wir aber gesagt, so geht

das nicht. Wir konnten Peißenberg

nicht einfach von der Bildfläche

verschwinden lassen. Damals war

jedenfalls noch nicht der richtige

Zeitpunkt.

Der richtige Zeitpunkt kam dann

2015?

Fischer: Erst im Juli 2015 wurde

politisch klar, dass das Krankenhaus

Peißenberg keine eigene

Perspektive mehr hat, sondern

endgültig geschlossen werden

sollte, wenn Weilheim umgebaut

ist. Das hätte für mich bedeutet,

dass ich meine Mannschaft nicht

mehr hätte organisieren können.

Außerdem: Wenn bekannt ist, dass

wir schließen, kommen ja auch

keine Patienten und kein Personal

mehr, da es keine Perspektive

gibt. Das war das eine Manko. Das

zweite, dass in Schongau Probleme

aufgetaucht sind. Der damalige

Ärztliche Direktor, Dr. Andreas

Eder, hatte sich niedergelassen,

die Chefarztstelle war somit frei.


Wir haben uns dann mehr oder

weniger über Nacht überlegt, mit

dem ganzen Team nach Schongau

zu wechseln. Das Personal wurde

dort dringend gebraucht. Wäre

dem nicht so gewesen, hätten wir

für Peißenberg einen speziellen

Sozialplan aufstellen müssen. So

musste ich nichts abwickeln, sondern

konnte etwas aufbauen. Die

Integration ist uns sehr gut gelungen.

Und auch Dr. Eder arbeitet

zeitweise im Team zur Unterstützung

mit. Es ist nicht mehr Schongau,

Peißenberg und Weilheim,

sondern eine GmbH.

Sie sind bis Ende 2017 noch Ärztlicher

Direktor in Schongau. Bleiben

Sie der Medizin treu?

Fischer: Ganz aufhören werde ich

wahrscheinlich nicht. Ich werde

sicherlich den beruflichen Stress

abbauen, mich mehr um meine

Familie kümmern und auch dem

Krankenhaus verbunden bleiben.

Außerdem arbeite ich weiter ehrenamtlich,

genau wie Prof. Dr.

Knez, im Kreisverband des Bayerischen

Roten Kreuzes.

Wartet die nächste Expedition, der

nächste Gipfel?

Fischer: Auch diesbezüglich wird

man ruhiger. Ich bin immer noch

gerne in den Bergen und mache

Skitouren. Aber ich werde keine

Expedition mehr unternehmen.

Prof. Dr. Knez, Sie sind 55, haben

also noch einige Jahre bis zur Rente.

Würden Sie sagen, dass Sie mit

dem Ärztlichen Direktor beruflich

alles erreicht haben?

Knez: Ja, wobei für mich der Ärztliche

Direktor nicht im Vordergrund

steht. Ich habe alles, was

ich wollte. Ich wollte in Bayern

bleiben, wollte einen Herzkatheter

haben, und wollte den Professor

schaffen. Das war so ein bisschen

der Ansporn für die „Quälerei“ in

Großhadern. Dass sich das alles so

ergeben hat, darüber bin ich sehr

happy und ich fühle mich einfach

unglaublich wohl hier in Weilheim.

Ich möchte nirgendwo anders hin.

Das heißt, Sie bleiben bis zum

Rentenalter Ärztlicher Direktor in

Weilheim?

Knez: Ob ich Ärztlicher Direktor

bleibe, weiß ich nicht. Es ist sogar

mal gut, wenn irgendwann wieder

eine andere Perspektive dazu

kommt. Ärztlicher Direktor und

Geschäftsführer dürfen gerne kontroverser

Meinung sein. Aber nach

außen müssen sie den Karren

gemeinsam ziehen. Ich glaube,

mit unserem Geschäftsführer haben

wir dazu die Möglichkeit. So

viel wie in den letzten drei Jahren

in der GmbH passiert ist, das ist

schon enorm. Auch die Unterstützung,

die wir aus der Politik erfahren.

Das kennen wir auch anders.

Die Mitarbeiter brauchen eine

Perspektive. Das ist ihre Heimat,

ihr Arbeitsplatz und den möchten

sie auch behalten. Wir sind ja ein

wichtiger Arbeitgeber im Landkreis,

das wird immer ein wenig

unterschätzt. Wir schaffen Werte,

sind Steuerzahler. Ein Krankenhaus

wird immer nach den Defiziten

bewertet. Aber ein Mitarbeiter

wohnt ja auch hier. Sie haben Familien,

das sollte man auch volkswirtschaftlich

betrachten.

Bitte ergänzen sie: Wenn das Krankenhaus

in Schongau schließt...

Fischer: ... benötigen über 30 000

Menschen mehr als eine halbe

Stunde, um ein Krankenhaus zu

erreichen.

Wenn das Krankenhaus in Weilheim

schließt...

Knez: ... geht ein großes Stück Heimat

in jeglicher Hinsicht verloren.

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mai / juni 2017 | 13


Die Köhlertage in Bad Kohlgrub

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(Chef)

Heike Hirt

(Schwägerin vom Chef)

Denn „Köhlern“

dies ist eine Kunst

Bad Kohlgrub I Die Grillsaison

hat wieder begonnen. Überall

wird Grillkohle angeboten. Im

Supermarkt, an der Tankstelle,

im Baumarkt. Wer aber regionale

und qualitativ hochwertige Kohle

möchte, der muss auf den Mai

warten. Oder sogar auf den Juni.

Denn – so wie jedes Jahr – finden

die Köhlertage in Bad Kohlgrub

statt. Und sobald die Köhlerfreunde

ihr Handwerk vollbracht haben,

gibt es eine der besten Grillkohlen

im Oberland. Da das Handwerk

des Köhlerns eine lange Tradition

in Bad Kohlgrub hat, daher hat

der Ort auch seinen Namen, machen

die Köhlerfreunde nicht einfach

nur ein paar Kilo Holzkohle.

Es wird ein kulturelles Event für

die ganze Familie. Schon beim

Aufbau des Meilers in der Prentstraße,

am 12. und 13. Mai, sind

Gäste willkommen. Hier erleben

die Besucher von Anfang an einen

unvergesslichen Einblick in die historische

Arbeit der Köhler.

Ausgestorben aber

quicklebendig

Noch vor einigen hundert Jahren

war das Köhlern ein lebendiges

Handwerk. Holzkohle war damals

nötig, um Stahl zu gewinnen oder

Edelmetalle zu verarbeiten, später

auch zum Filtern von Wasser sowie

für die Medizin, um nur ein

paar Beispiele zu nennen. nnen

Aber

es war leider kein angesehener

Beruf – im Mittelalter waren Köhler

sogar geächtete Leute. Immer

wieder wurden ihnen dunkle

Machenschaften nachgesagt. Das

lag unter anderem daran, dass

die Meiler immer in der Nähe

von Wasser und Wald aufgebaut

wurden und die Köhler somit ein

karges, abgeschiedenes Leben

führten. Das ist heute ganz anders.

Zwar ist der Beruf in Europa

so gut wie ausgestorben, aber im

Dezember 2014 wurde die Köhlerei

ins Verzeichnis des immateriellen

Kulturerbes in Deutschland

aufgenommen. Schon viele Jahre

davor haben die Köhlerfreunde

Die Köhler bauen mit großer

Akribie den Meiler auf.

14 | tassilo


Bad Kohlgrub begonnen, die Tradition

wieder aufleben und alle

Interessierten daran teilhaben zu

lassen.

Eine Woche Warten

und Aufsicht

Hat man im Mai also noch nichts

vor, dann sind die 16. Köhlertage

einen Besuch wert. Am 12. Mai

um 14 Uhr beginnt der Aufbau des

Meilers. Dazu haben die Köhler

im Wald Bäume gefällt, meist

Eschen und Buchen, die ihnen

die Gemeinde zugewiesen hat.

Dieses Holz zersägen sie in meterlange

Stücke und zerteilen es

in Scheite. Aus Rundhölzern oder

Brettern wird ein Boden ausgelegt,

in der Mitte rammt ein Köhler

zwei Quandlstangen, als eine

Art Kamin. Um den Kamin werden

die ein Meter langen Scheite

aufgeschichtet. Die Zwischenräume

füllen die Köhler mit kleinen

Holzstücken. Am Ende besteht

der Meiler aus rund 18 Ster Holz.

Jetzt wird das Ganze mit Reisig,

Erde und Holzkohlestaub luftdicht

umhüllt und festgeklopft.

Denn beim Köhlern darf keine

Luft an das glühende Holz kommen,

sonst würde es einfach nur

zu Asche verbrennen. Der Meiler

wird nun durch eine Öffnung, die

gelassen wurde, entzündet. Daraus

machen die Köhlerfreunde

am Sonntag, 21. Mai, ein großes

Fest mit Bewirtung und viel

Entzündet wird

im Rahmen des

Köhlerfestes.

altem Handwerk. Die Besucher

können zum Beispiel sehen, wie

früher mit Holzkohle und einem

alten Bügeleisen gebügelt wurde,

außerdem ist ein Pechler aus

Österreich vor Ort. Er zeigt, wie er

aus Holz Pechöl herstellt, das für

medizinische Zwecke genutzt wurde.

Die Musik zum Fest liefert die

„Kanapee Musi“ aus Peißenberg.

Mittlerweile ist das Fest zum Anzünden

des Meilers sehr beliebt,

die Zahl der Besucher hängt aber

immer vom Wetter ab, erklärt Köhler

Stefan Mayr.

Der Meiler glimmt dann acht Tage

lang. Die Köhler müssen ihn Tag

und Nacht beaufsichtigen, denn im

Inneren darf es nicht zu heiß und

auch nicht zu kalt sein. Es muss

stetig eine Temperatur zwischen

400 und 500 Grad Celsius herrschen.

An den Seiten stoßen die

Köhler nach und nach Löcher in

den Meiler, damit bläulicher Rauch

entweichen kann. In dieser Zeit

gibt es zwei geführte Wanderungen

zum Kohlenmeiler mit den Förstern

Friedrich Meier und Ernst Ochs.

Außerdem laden am Donnerstag,

25. Mai, die Köhler zu Kaffee und

Kuchen ein. Während der Meiler

läuft, sind Besucher aber auch jederzeit

willkommen, um sich mit

den Köhlern auszutauschen und ihnen

beim Handwerk zuzuschauen.

Schließlich sind sie ja sowieso Tag

und Nacht vor Ort.

Entweicht nach acht Tagen kein

Rauch mehr aus dem Meiler, ist es

Zeit für die Ernte. Die Köhler öffnen

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vorsichtig den Meiler und „ernten“

die fertige Holzkohle. Hier gibt es

zwar kein wirkliches Rahmenprogramm,

weil die Köhler alle Hände

voll zu tun haben, aber es sei laut

Stefan Mayr doch ein sehr interessantes

Ereignis. Sie erinnern sich,

dass etwa 18 Ster Holz im Meiler

sind. Aus einem Ster Holz werden

zwischen 80 und 100 Kilogramm

Holzkohle gewonnen. Die Köhler

haben also rund eineinhalb Tonnen

Holzkohle produziert. Und das

16. Köhlertage 2017

12. Mai (ab 14 Uhr) / 13. Mai (ab 9 Uhr): Aufbau des Kohlenmeilers

in der Prentstraße Bad Kohlgrub

21. Mai (ab 11 Uhr): Entzünden des Meilers mit Fest

23. und 25. Mai (jew. ab 13 Uhr): Geführte Waldwanderung zum

Kohlenmeiler

27. Mai: Öffnen des Meilers mit Ernte

Kohle gibt es 14 Tage nach der Ernte in Säcken zu

4 kg (9 Euro) bzw. im 9 kg-Sack (18 Euro).

ist, wie erwähnt, eine der besten

Kohlen, um im Sommer den Grill

anzuheizen. Die Kohle bleibt äußerst

lang heiß und verleiht durch

das regionale Holz dem Grillgut ein

besonderes Aroma. Aber auch nach

der Ernte heißt es erst mal abwarten.

Denn bis zum Verkauf vergehen

noch 14 Tage. Was beim großen

Verkauf im Juni nicht weggeht,

kann in vier oder neun Kilo-Säcken

im Hofladen in Bad Kohlgrub gekauft

werden.

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mai / juni 2017 | 15


Tollhub 2017 vom 26. bis 28. Mai auf Gut Hub

Mit Vollgas-Optimismus

durchs Leben

Penzberg | Seit 1993 gehört das

Tollhub Festival zur festen Größe

des Veranstaltungskalenders im

Raum Penzberg. In den vergangenen

24 Jahren gehörten kabarettistische

Schwergewichte wie Dieter

Hildebrandt, Gerhard Polt und die

Biermösl Blosn zum illustren Programm,

für dessen Zusammenstellung

sich jedes Jahr die Stadt

Penzberg als auch die KleinKunst-

Initiative verantwortlich zeichnen.

Tollhub machte aber auch die

„Bühne frei“ für Lokalgrößen wie

Kofelgschroa, Zither-Manä oder

die Cubaboarischen – deren steigender

Erfolg eben auch durch

Präsenz auf Festivals wie Tollhub zu

erklären ist. Auch das diesjährige

Programm, das von 26. bis 28. Mai

auf Gut Hub für abwechslungsreiche

Stimmung sorgen wird, ist eine

Wiederauflage des bis dato als gelungen

bezeichneten Konzepts. So

wird Kabarettist Ingo Appelt heuer

den Part der „Rampensau“ übernehmen

und am Freitag, 26. Mai,

mit seinem Programm „Besser…

ist besser!“ eine große Portion

Vollgas-Optimismus über seine Zuschauer

ausschütten. Denn – nichts

braucht die Gesellschaft derzeit

mehr als das, meint Appelt. Beginn

ist um 20 Uhr.

Wikinger & Frühschoppen-

„Dreigestirne“

Ganz im Zeichen der Wikinger steht

das Lager, das sich heuer ab Samstag,

27. Mai, um den Tollhub-Markt

ranken wird. Ab 13 Uhr finden hier

vor allen Dingen Familien mit Kindern

jede Menge Programmpunkte

rund um das Festival. Jeweils um

14.30 und 16 Uhr gehört dazu zum

Beispiel Dr. Döblingers geschmackvolles

Kasperltheater; „Kasperl und

die Stinkprinzessin“ heißt dessen

Versuch, eben geschmackvolles

Kindertheater auf die Bühne zu

bringen. Der Tollhub-Markt bietet

die Möglichkeit, zwischen Auslagen

der Hobbykünstler zu flanieren

und sich kulinarisch durch den Tag

bringen zu lassen. Ab 17 Uhr heißt

es „Live on Stage“ für mutige Talente.

Jeder, der sich auf die Bühne

traut, kann zeigen, ob er das Zeug

zum Star von morgen hat. Schließlich

schließt das Tollhub Festival

am Sonntag, 28. Mai, traditionell

mit dem KleinKunst-Frühschoppen.

Heuer sorgt das „Dreigestirn“

Andreas Bittl, Hermina Szabó und

Kathrin Anna Stahl ab 10.30 Uhr für

Unterhaltung auf hohem Niveau.

Ausführliche Informationen zum

24. Tollhub Festival findet man

unter www.kleinkunst-penzberg.de

sowie auf der Internetpräsenz

der Stadt unter www.penzberg.de;

Tickets und Kartenvorverkauf bei

Buchhandlung Rolles unter Telefon

08856 / 4344. rp

16 | tassilo


Gabentisch in Peißenberg feiert Zehnjähriges

Im Grunde wie im Supermarkt

Peißenberg | Eine junge Mutter

habe nur noch geweint – vor

Glück. „Das sind diese Momente,

für die man das hier macht“,

sagt Henriette Ursel. Seit zehn

Jahren engagiert sie sich für den

Gabentisch in Peißenberg. Sozial

Schwache bekommen dort noch

gut erhaltene und nicht abgelaufene

Lebensmittel, um über die

Runden zu kommen. Das Angebot

reicht von Fleisch und Brot

über Obst und Gemüse bis hin zu

Milchprodukten und Süßigkeiten.

Im Grunde wie im Supermarkt,

reduziert auf die überlebenswichtigsten

Produkte.

Rund 276

Hilfsbedürftige

Jeden Mittwochnachmittag um 14

Uhr öffnet der Gabentisch in Peißenberg,

der sich in der Wörther

Henriette Ursel und Hans-Peter Hösle vom Leitungsteam des Peißenberger

Gabentisches, der heuer Zehnjähriges feiert.

Kirchstraße 28 befindet. Und zwar

in einem kleinen Raum des Pfarrheimes.

Zunächst bekommen die

hilfsbedürftigen Familien, Alleinerziehenden,

Rentner, Arbeitslose

und Asylbewerber (ausschließlich

anerkannte Einzelpersonen und

Familien) eine Nummer zugeteilt.

Nach dieser Reihenfolge wird

schließlich eingekauft, symbolisch

gegen einen Euro. Die Ware wird

von ehrenamtlichen Helfern verteilt.

„Die wägen ab, wie viel eine

junge Familie, wie viel eine Einzelperson

braucht“, sagt Ursel. Rund

60 Leute sind es im Schnitt, die für

rund 276 Personen, darunter 84

Kinder unter 14 Jahren, vom Angebot

des Gabentisches Gebrauch

machen. Sollte nach der ersten

Ausgabe etwas übrig bleiben, dürfen

die Hilfsbedürftigen eine zweite

„Einkaufs-Runde“ machen.

Mit den katholischen Kirchen St.

Johann und St. Barbara, der evangelischen

Kirche und dem Caritasverband

für den Landkreis Weilheim

Schongau stehen gleich vier

Träger hinter dem Peißenberger

Gabentisch, der nach den Regeln

und Prinzipien des „Bundesverband

Deutsche Tafel e.V.“ arbeitet.

Bei der Gründung

vor zehn Jahren

hieß es, Peißenberg

braucht keine Tafel,

die Leute sollen

nach Schongau oder

Weilheim kommen.

Dass Peißenberg

sehr wohl eine eigene Einrichtung

braucht, die übrigens eigens organisiert

ist, haben die vergangenen

Jahre deutlich gezeigt – und es

funktioniert prächtig. Inzwischen

sogar in guter Zusammenarbeit

mit der Weilheimer Tafel.

Einkaufs-Teams

wechseln sich ab

Lebensmitel aller Art werden für die Hilfsbedürftigen

zur Verfügung gestellt.

Fast alle Supermärkte, Bäckereien

und Metzgereien unterstützen

den Gabentisch mit großzügigen

Lebensmittelspenden. Damit die

Ware am Mittwochnachmittag

pünktlich und sortiert auf den Tischen

liegt, sind bereits am Vortag

oder frühen Morgen mehrere

Fahrer-Teams mit deren Privat-

Pkw unterwegs, um die Ware der

Lebensmittelgeschäfte einzusammeln.

Ebenso wie ein Einkaufs-

Team, das bestimmte Grundnahrungsmittel

wie Reis, Nudeln, Öl

oder Kaffee dazukauft. Damit diese

Arbeit für die ehrenamtlichen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

nicht zu viel wird, wechseln sich

die Teams alle drei Wochen ab.

Finanziert wird der Peißenberger

Gabentisch ausschließlich durch

Spenden. Mal von Firmen und

Vereinen, mal von der Gemeinde,

mal privat. Obendrein gibt es

zwei Zuckerl: Der Peißenberger

Kulturverein sponsert pro Tiefstollenhallen-Veranstaltung

sechs

Freikarten, die an die Hilfsbedürftigen

verteilt werden. Und von der

Rigi-Rutschn, deren Zukunft nach

dem Großbrand noch nicht geklärt

ist, gibt es vergünstigten Eintritt.

Auch darüber freuen sich die

Hilfsbedürftigen ungemein, denn

diesen Luxus eines Konzert- oder

Kabarettbesuchs könnten sie sich

sonst kaum leisten.

js

mai / juni 2017 | 17


Mit dem Frühsommer startet auch die Radsport-Saison

Fachmännische Tipps zum Auftakt

Tassiloland | Gesunde Bewegung

an der Frischluft

mit traummalerisch schöner

Landschaft: Dafür steht

Radsport im Tassiloland.

Passend zum Saisonauftakt

gibt Florian Ohnesorg, Europameister

der Radlmechaniker,

entscheidende Tipps für den ersten

Ausritt der Saison.

1. Luftdruck: Optimale Traktion

im Gelände oder möglichst

wenig Rollwiderstand

auf der Straße? Wie viel Luft

maximal oder minimal in

die Reifen soll, schreibt der

Hersteller in der Regel auf

den Mantel. Als Richtwert für

den klassischen Hobby-Mountainbiker

im Pfaffenwinkel

sind rund 2,5 Bar zu empfehlen

dieser Wert eignet sich

gut auf Straße und Schotter.

2. Kette ölen: Für geschmeidiges

Treten und Schalten, aber auch um

schnellen Verschleiß und Gequietsche

zu verhindern, sollte mindestens

nach jeder dritten Fahrt die

Kette geölt werden – und zwar mit

einem speziellen Öl für Fahrräder.

Das als Allzweckwaffe bekannte

und auch gern genommene WD40

ist für Mountainbike, Renn- und

Dorfrad viel zu dünnflüssig! Wichtig:

Vor dem Ölen die Kette von

Schmutz und Altschmiere befreien.

Außerdem sollte überschüssiges

Öl mit Lumpen oder Zewa

(locker um die Kette halten und in

gleichmäßigem Tempo kurbeln)

wieder abgezogen werden.

3. Bremse überprüfen: In Sachen

Sicherheit auf dem Rad ist

eine reibungslos funktionierende

Bremse unabdingbar. Die sollte

vor dem ersten Ausritt unbedingt

auf Funktion überprüft werden.

Dabei besonders entscheidend:

Ausreichende Dicke der Bremsbeläge.

Wer sich diesbezüglich,

speziell bei Scheibenbremsen,

unsicher ist, sollte den Fachmann

draufblicken lassen. Sobald die

Bremsbeläge abgenutzt sind,

kommt jede Hilfe zu spät. Blech

auf Blech!

4. Schrauben nachziehen: Rahmen,

Reifen, Lenker, Sattel – jedes

Fahrrad besteht aus verschiedensten

Bauteilen, die durch

verschiedene Verschraubungen beziehungsweise

Klemmungen miteinander

verbunden sind. Und

sich aufgrund ständiger Vibration

durchaus mal lösen können. Heißt:

vor der ersten Tour unbedingt die

einzelnen Schrauben auf ausreichend

Festigkeit überprüfen. Allen

voran die am Lenker (Vorbau) und

Sattel sowie die Schnellspanner

an Reifen und Sattelstütze.

5. Nur mit Helm: Auch wenn in

Deutschland keine Helmpflicht

gilt, eine Radtour ohne Kopfschutz

wäre grob fahrlässig. Selbst der

technisch ausgereifte „Biker“ ist

vor Stürzen nicht gefeit. Nasse

Wurzeln, Rollsplitt oder Platten

durch scharfkantige Steine oder

Glasscherben – es gibt unzählige

Gründe, unfreiwillig abgeworfen

zu werden. Gute und TÜV-geprüfte

Fahrradhelme sind bereits ab

60 Euro erhältlich. Wer sich Luxus

leisten möchte: Seit wenigen Jah-

18 | tassilo


Schrauben nachgezogen? Europameister der Radlmechaniker

Florian Ohnesorg beim Überprüfen der Gangschaltung.

ren gibt es 300-Euro-Sturzhelme

mit integriertem Airbag, die ersten

Testberichten zufolge den dreifachen

Sicherheitswert aufweisen.

6. Angemessene Kleidung: Im

Frühjahr sind die Temperaturen

meist frisch, trotzdem fahren viele

mit Kurzarmtrikot und kurzer

Hose. Speziell bei längeren Abfahrten

ist die Sommerbekleidung

viel zu dünn. Eine sinnvolle

Ergänzung zur kurzen Kleidung

sind Arm- und Beinlinge, die bei

wechselhaftem Wetter jederzeit

und unkompliziert an- und ausgezogen

werden können. Für längere

Abfahrten ist außerdem das

Mitführen einer in Faustgröße verstaubaren

Windjacke empfehlenswert.

Viele Radfahrer bekommen

rasch Halsweh. Dagegen hilft ein

Halstuch (Buff-Tuch).

7. Klickpedale befestigen: Wer mit

Klickpedalen unterwegs ist, sollte

die Festigkeit der sogenannten

Cleats stets im Auge behalten.

Durch ständiges Ein- und Ausdrehen

können sich die Schrauben,

die Cleat mit Schuhsohle verbinden,

lösen. In der Folge wird der

Cleat beweglich, wodurch

erhöhte Sturzgefahr

herrscht, weil der

Sportler nicht rechtzeitig

und sauber aus dem

Pedal kommt. Auch die

Auslösekraft und Position

des Klickpedals ist entscheidend,

wird aber in

der Regel vom Fachmann

beim Kauf des Fahrrades

optimal eingestellt.

8. Die richtige Position:

Bike-Fitting ist das eingedeutschte

Zauberwort

in Sachen optimaler

Position auf dem Rad,

die in jedem Falle vom

Fachmann durchzuführen ist. Die

meisten Händler stellen Sattel,

Lenker und Pedal mittels Maßband,

Winkellehre und dem Fällen

eines Lotes (vom Schienbeinkopf

zum Pedal) manuell ein. Inzwischen

wartet der Markt auch mit

hochtechnischen Lasermessgeräten

auf, die auch in den umliegenden

Geschäften immer häufiger

Einzug finden. Wichtig zu wissen:

Die ideale Position hängt stets

von Fahrweise und Fahrertyp ab.

Während der Racer regelrecht auf

dem Lenker liegt, sitzt der Genuss-

Tourer wesentlich aufrechter auf

seinem Bike.

9. Fahrwerk-Service: Wer sein

Bike liebt, sollte es ähnlich wie

Motorrad und Auto regelmäßig

zur Wartung bringen. Oft unterschätzt

wird der Verschleiß von

Federgabel und Dämpfer. In der

Regel raten die Hersteller einmal

jährlich zum Gabel-Service, um

eine langfristige und geschmeidige

Funktion zu gewährleisten.

Andernfalls droht relativ rasch

ein schlechtes Ansprechverhalten,

das meist mit hohen Folgeschäden

verbunden ist. Ganz günstig

sind diese Arbeiten an Gabel und

Dämpfer bei rund 100 Euro allerdings

nicht.

10. Dosiertes Training: Um die

Basis für eine erfolgreiche Radl-

Saison zu legen, sollten die ersten

Touren locker und gemächlich angegangen

werden. Das gilt auch

für extremere Fahrer, die sich in

den ersten Wochen auf lange,

aber langsamere Touren einlassen

sollten. Ideales Terrain hierfür ist

die bunte Hügellandschaft im Voralpenland

mit ersten Bergetappen

wie etwa auf den Hohen Peißenberg.

11. Viel Trinken, richtig Essen:

Schreit der Körper nach Durst, ist

es bereits zu spät! Vor und während

der Radltour sollte regelmäßig

Flüssigkeit zugeführt werden.

Im Optimalfall 250 Milliliter pro

halbe Stunde. In Sachen Ernährung

brauchen Gelegenheitsfahrer

keine Nahrungsergänzung.

Banane oder Müsliriegel sollten

als Energienachschub für zwischendurch

in Trikottasche oder

Rucksack gepackt werden. Aktivere

Biker wie Hobby-Rennfahrer

sollten vor den Einheiten reichlich

Kohlenhydrate zuführen und während

den Touren auf einige Happen

Power-Gel zurückgreifen.

12. Regeneration: Sobald man

einige Gänge zurückschaltet, erholen

sich die Beine mehr oder

weniger von allein. Am besten

die Tour so einplanen, dass hinterher

noch genug Zeit zum locker

Ausstrampeln bleibt. Gönnt sich

der Radlfahrer hinterher noch

ein isotonisches Kaltgetränk wie

Saftschorle oder alkoholfreies

Weißbier, hält sich der Muskelkater

selbst am Tag nach dem ersten

Ausritt der Saison definitiv in

Grenzen.

js

6. AKTIONSTAG GEGEN DEN SCHMERZ

RÜCKENSCHMERZ-

THERAPIE HEUTE:

91.

Tutzinger

Patientenforum

Pille und Training oder Spritze und Messer?

Wir entscheiden gemeinsam!

06. Juni 2017 um 19.00 Uhr

REFERENTEN

Prof. Dr. Rainer Freynhagen, Chefarzt Schmerzzentrum

Dr. Jens Knauer, Oberarzt Schmerztherapie

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Benedictus Krankenhaus Tutzing

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Um Anmeldung wird gebeten unter T 08158 23-710.

mai / juni 2017 | 19


Wetterkapriolen im Frühjahr

Dafür stehen

die vier „Eisheiligen“

Hohenpeißenberg | Angefangen

vom Pankratius am 12. Mai, folgen

im Kalender die Namenstage

Servatius, Bonifatius und Sophia

von Rom (15. Mai) die im Volksmund

als die „drei Eisheiligen“

sowie die „kalt’ Sofie“ bekannt

sind. „Aberglaube ist das sicher

nicht“, stellt der Diplom Meteorologe

Ulf Köhler vom Observatorium

Hohenpeißenberg fest, „aber

man sollte es nicht an diesen vier

Tagen festmachen“.

Die vier Heiligen werden in unserer

Region relativ wenig verehrt, in

Fischen am Ammersee gibt es eine

St. Pankratius Kirche und vom Heiligen

Bonifaz ist eigentlich nur die

Abtei in München bekannt, zu der

auch das Kloster Andechs gehört.

Pankraz, Servaz, Bonifaz

machen erst dem Sommer Platz

Mamertus, der auf den 11. Mai datiert

ist. Das begründet Ulf Köhler

vom Meteorologischen Observatorium

Hohenpeißenberg mit der

Tatsache, dass die Kaltfronten von

Tiefdruckgebieten immer von Norden

kommen und dort einen Tag

früher auftreten.

Pankrazi, Servazi & Bonifazi

sind drei frostige Bazi,

und zum Schluss fehlt nie

die kalte Sophie

Doch so genau möchte der Meteorologe

den für das Frühjahr

typischen Kälteeinbruch nicht an

einem Datum fixieren. Im Mai

erwärmt sich das Festland zusehends,

es entstehen aber immer

wieder kalte Luftströmungen

aus den Polargebieten, die auch

zu Nachtfrösten führen können.

Landwirte, die ihre Saat ausbringen

oder Gartler, deren Gemüse

keinen Frost verträgt, achten natürlich

auf das Wetter und warten

den typischen Mai-Frost ab.

Vor Nachtfrost Du nie sicher

bist, bis Sophie vorüber ist

Auf dem Hohen Peißenberg werden

seit dem Jahr 1781 täglich die

Temperaturen aufgeschrieben,

sdass man in dieser ältesten Bergwetterstation

der Welt einen sehr

guten Vergleich hat.

Betrachtet man die Temperaturkurve

des Tagesmittelwertes in

diesen 235 Jahren, so ist von den

Eisheiligen eigentlich nichts zu

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Viele der Bauernregeln sind schon

im frühen Mittelalter entstanden,

als noch der julianische Kalender

galt. Bei der gregorianischen Kalenderreform

im Jahre 1582 sind

die Gedenktage der vier Heiligen

um etwa eine Woche früher angesetzt

worden. Man darf also den

Kälteeinbruch nicht genau vom

12. bis 15. Mai erwarten, sondern

muss den Zeitraum von Mitte bis

Ende Mai ausgeweitet betrachten.

Mamertus, Pankratius,

Servatius, die bringen Kält’

oft und Verdruß

In Norddeutschland beginnen die

Eisheiligen einen Tag früher mit

Diplom-Meteorologe Ulf Köhler vom

Observatorium Hohenpeißenberg erklärt

die Wetterphänomene um die Eisheiligen.

20 | tassilo


wenn sich in dem Zeitraum Ende

Juni/Anfang Juli eine stabile Wetterlage

einstellt, kann sich das

über Wochen fortsetzen.“

Wenn die Siebenschläfer

Regen kochen, so

regnet’s sieben Wochen

Doch in den letzten 20 Jahren gehen

die Temperaturen durch den

Klimawandel kontinuierlich nach

oben. „Wir stellen in den vergangenen

Jahren einen Rekord nach

dem anderen fest“, verdeutlicht es

Ulf Köhler. Dadurch werden auch

die Minusgrade im Mai immer

weniger, so dass man davon ausgehen

kann, dass die Eisheiligen

in Zukunft nur noch alle paar Jahre

auftreten oder irgendwann ganz

verschwinden.

rg

erkennen. Erst der Blick auf die

Grafik des absoluten Tagesminimum,

also die niedrigste gemessene

Temperatur für jeden Tag in

diesen 235 Jahren, lässt mit bis zu

minus sieben Grad Mitte Mai auf

die Eisheiligen schließen. Ein Kälteeinbruch

im Mai ist also ein ganz

normales, regelmäßiges Wetterereignis.

Vor Bonifaz kein Sommer,

nach der Sophie kein Frost

In der Grafik mit den Tagesmittelwerten

deutlicher zu erkennen

ist die Schafskälte Mitte Juni und

zum Siebenschläfer stellt der Hohenpeißenberger

Wetterexperte

fest: „Man darf ihn ebenfalls nicht

auf den 27. Juni festmachen, aber

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mai / juni 2017 | 21


ALLERLEI IM TASSILOLAND

Schwungvoll in den Frühsommer

Auf geht’s zum zweiten Boarischen Tanz

Drei Virtuosen gemeinsam in der Schlossberghalle

Weilheim | Der Gebirgstrachtenverein D’Ammerbergler Polling und der Heimat-

und Trachtenverein Weilheim laden am Samstag, 13. Mai, zum zweiten

„Boarischen Tanz“ in die Hochlandhalle ein. Für Stimmung und musikalischen

Schwung sorgen die Jungen Pfaffenwinkler. Zwölf junge und, laut eigener

Aussage, unerschrockene Musiker aus dem oberbayerischen Pfaffenwinkel

von Oderding über Peißenberg, Böbing, Wallgau, Uffing bis nach Riegsee

und Benediktbeuern. Sie widmen sich mit großer Leidenschaft der böhmischmährischen

aber auch modernen

Blasmusik. Für Speis

und Trank wird an dem sicherlich

heiteren Samstagabend

ebenfalls gesorgt sein.

Beginn ist ab 19 Uhr, der Barbetrieb

startet gegen 22 Uhr.

Einlass haben alle

„Tanzwütigen“ ab

16 Jahren. tis

Ausstellung im „Artforum Lorenz“

Starnberg | Drei international präsente Musikerpersönlichkeiten

haben sich zusammengetan,

um als „Austrian String Trio“ neue

Wege zu gehen. Am Donnerstag, 18. Mai,

spielen der gefeierte Geigen-Solist Benjamin

Schmid, der renommierte Cellist Florian

Egger sowie der Ausnahme-Gittarist Wolfgang

Muthspiel in der Starnberger Schlossberghalle.

Das Repertoire der drei Virtuosen

reicht von komponierten Liedern Muthspiels

über Neudeutungen Johann Sebastian Bachs

bis hin zu Popsongs. Aber auch kammermusikalische

Variationen und improvisierte

Stücke kommen mit jazzigen Beats, jazzigem

Puls und jazzigem Rhythmus zum Tragen.

Beginn des zweiten von insgesamt sechs

Konzerten aus der Reihe „All that Jazz“ ist

um 20 Uhr.

„tassilo“ verlost für diesen hochklassigen

Abend 3 x 2 Karten. Wer sie gewinnen möchte,

sendet mit dem Stichwort „All that Jazz“

eine E-Mail an info@tassilo.de oder schickt

eine Postkarte an „tassilo“, Birkland 40 in

86971 Peiting. Einsendeschluss ist der 11. Mai.

Da die Tickets per Post verschickt werden,

bitte die Absenderadresse nicht vergessen.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, das Los

entscheidet. Wer beim Gewinnspiel kein

Glück hat, kann Konzertkarten n unter

www.muenchenticket.de be-

stellen.

js

Neufahrn bei Schäftlarn | Der Maler

und Bildhauer Leonard Lorenz, gebürtiger

Österreicher, lädt am Samstag,

27. Mai, in sein Atelier „Artforum

Lorenz“ zur Ausstellungseröffnung

von „Kommunikation der Formen –

Koordinaten im Paradigmenwechsel

unserer Zeit“. Um 17 Uhr wird die

Ausstellung mit Skulpturen, Gemälden

und Zeichnungen in Neufahrn

bei Schäftlarn eröffnet. Musikalisch

umrahmt wird die Veranstaltung von

Andrea Schumacher vom Münchener

Kammerorchester an der Violine, Reinhold Koller am Akkordeon und Felix

Lorenz am Violoncello. Am Sonntag, 28. Mai, um 17 Uhr erwartet das

„Artforum Lorenz“ die Lesung „Nur eine Rose als Stütze“ mit Gedichten von

Hilde Domin und anderen. Gelesen von Schauspielerin Marianne Sägebrecht,

zu der Künstler Leonard Lorenz eine besondere Verbindung gpflegt.

Die Ausstellung wird anschließend von Montag, 29. Mai, bis Mittwoch,

31. Mai, im „Artforum Lorenz“ in der Starnbergerstraße e zu

sehen sein. Geöffnet jeweils von 15 bis 19.30 Uhr.

tis

„Es grünt so grün“ – Aktionstag des Netzwerks

Gartenwinkel-Pfaffenwinkel

Tassiloland | Mit einem grünen Paukenschlag

starten die Teilnehmer des Netzwerks Gartenwinkel-Pfaffenwinkel

in das Gartenjahr.

Für alle Gartenfreunde steht damit der diesjährig

erste Aktionstag mit offenen Gärten in

der Region auf dem Programm.

Am Sonntag, den 21. Mai 2017, öffnen von 13

bis 18 Uhr zahlreiche Mitglieder ihre Gartenpforten

zum Thema „Es grünt so grün“. Spezielle

Führungen durch die Gärten bieten zu

dieser Jahreszeit die ideale Möglichkeit, um

neue Ideen für den eigenen Garten mitzunehmen.

Die Besucher erhalten dabei praktische

Tipps aus erster grüner Hand. Für den

Gaumen gibt es in einigen Gärten Kaffee und

Kuchen oder erfrischende Getränke.

Auf der Seite www.gartenwinkel-pfaffenwin-

ff i

kel.de finden Interessierte im Internet die

komplette Liste der teilnehmenden nden

Gärten mit ihren speziellen Angetiboten.

22 | tassilo


Wer zahlt den Preis für unseren Wohlstand?

Weilheim | „Wir leben nicht über unsere Verhältnisse, sondern

über die Verhältnisse der anderen“, sagt Prof. Dr. Stephan Lessenich

von der Ludwig-Maximilians-Universität München. Er

analysiert die Abhängigkeits- und Ausbeutungsverhältnisse der

globalen Wirtschaft. Am Dienstag, 2. Mai, hält er ab 19.30 Uhr im

Pfarrheim Miteinander den Vortrag „Neben uns die Sintflut: Wer

zahlt den Preis für unseren Wohlstand“.

An konkreten Beispielen macht er deutlich, wie unser Wohlstand

auf Übelstände anderer aufgebaut wird. Das heißt, soziale und

ökologische Kosten werden von Gesellschaften in anderen Regionen

getragen, Armut und Ungerechtigkeit ausgelagert. Der Eintritt

ist frei, Spenden sind jedoch willkommen. Veranstalter sind die

Arbeitskreise „eine Welt“ und „Gemeinwohl-Ökonomie“ omie“

sowie der Unterstützerkreis Asyl im Oberland und die

Buchhandlung Zauberberg.

tis

Musik im Pfaffenwinkel 2017

Pfaffenwinkel | Auch in der Saison 2017 hat der künstlerische Leiter

und Dirigent Christian Fröhlich wieder herausragende Solisten und

Orchester gemeinsam mit dem gemischten Chor im Pfaffenwinkel

bekommen. Und ein abwechslungsreiches Programm für die

Konzertreihe „Musik im Pfaffenwinkel“ zusammengestellt. Zum

Auftakt am 28. Mai erklingt in der Basilika Benediktbeuern das

Requiem von Gabriel Fauré. Fauré, der auch der „französische

Schumann“ genannt wird, komponierte sein Requiem ohne das

Angst und Schrecken verbreitende „Dies Irae“, was Ende des 19.

Jahrhunderts fast revolutionär war. Lediglich das „Pie Jesu“ übernahm

er und beendete sein Requiem mit dem „In Paradisum“,

der Verheißung des Paradieses. Dem Requiem schließt sich die 2.

Symphonie von Johannes Brahms an. Solisten sind Anna El-Khashem

und Johannes Kammler sowie der gemischte Chor im Pfaffenwinkel

und Mitglieder des Bayerischen

Staatsorchesters. Am 2. Juli

und 16. Juli folgen die Konzerte zwei

und drei in der Wieskirche. Weiter

geht es am 23. Juli im Pollinger Bibliotheksaal,

am 8. Oktober in der

Schongauer Stadtpfarrkirche und

zum Abschluss am 10. Dezember in

der Wieskirche. Nähere Information

– auch zu den weiteren fünf Konzerten

– gibt es im Internet (www.

musikimpfaffenwinkel.de). Kartenvorverkauf

unter 08861 / 2194138,

bei München-Tickets, GAP-

Tickets oder beim Kreistiboten

Weilheim.

Warum „tassilo“ so manchem stinkt –

Ökologische Druckfarben verursachen unangenehme e Gerüche

Tassiloland | Unser gesamtes „tassilo“-Team freut

sich immer wieder, wenn positive Rückmeldungen

von Lesern oder auch von unseren Werbekunden

kommen. Leider kamen gerade bei den letzten

Ausgaben auch einige besorgte Rückmeldungen,

dass der „tassilo“ sehr intensiv, zum Teil sogar unangenehm

riecht, und sich die Leser diesbezüglich

Sorgen um eine eventuelle Gesundheitsgefährdung

machen. Wir haben das Problem sofort aufgegriffen

und sind mittlerweile diesbezüglich mit unserer

Druckerei und dem Druckfarbenhersteller in engem

Kontakt. Doch das Wichtigste vorneweg: die verwendeten

Druckfarben stellen keinerlei gesundheitliche

Risiken dar und entsprechen bezüglich der Freiheit

von gesundheitlich bedenklichen Stoffen der amerikanischen

CONEG-Regelung sowie der EN 71/3 für

Kinderspielzeug. Die oxidativ trocknenden, von uns

verwendeten Farben trocknen ohne Zusätze von

Kobalt (der in der Druckindustrie noch üblich ist).

Während dieses Trocknungsprozesses entstehen

Reaktionsprodukte mit einem generell milden Eigengeruch,

der durch die Verwendung des von uns

gewählten Papiers leider

noch etwas verstärkt wird.

Die sofortige Verarbeitung

und Bündelung der Magazine

tut ihr Übriges, um die

Ausdünstungen im Einzelfall

erst beim Leser erfolgen

zu lassen. Gemeinsam mit

der Firma Epple-Druck-farben

in Neusäß und der Druckerei Geiselberger

in Altötting sind wir dran, diesen unangenehmen

Nebeneffekt der speziell sehr umwelt- und gesundheitsfreundlichen

Farben weiter zu minimieren. Bis

dahin bitten wir Sie um Verständnis, da wir nur

sehr ungern auf mineralölhaltige Farben zurückwechseln

und auch keine zusätzlichen Lackierungen

aufbringen möchten, die das Produkt mehr belasten

würden. Natürlich halten wir Sie weiter auf dem

Laufenden, da wir auch in Zukunft unseren Lesern

mit jeder Ausgabe eine echte Freude e reiten möchten.

be-

Ihr Team „tassilo“










mai / juni 2017 | 23


Pilot-Projekt auf Gut Achberg

Rehkitz-Rettung

per Drohnenflug

Achberg | Als Florian Pfütze anfängt

von toten Rehkitzen zu erzählen,

stockt ihm regelrecht der

Atem. Diese Bilder in seinem Kopf

seien „grausam, wie durch den

Fleischwolf gedreht“. Der Vorsitzende

des Kreisjagdverbandes

spricht vom Tod durch Mäharbeiten.

Allein in seinem rund 540

Hektar großen Gebiet erwischte

es 2016 an nur einem einzigen Tag

15 Stück. Noch grausamer als der

Anblick dieser „zerhäckselten“ Babys:

wenn die Mütter an den Tatort

zurückkehren, mit ihren Vorderbeinen

vorsichtig die Kleinen

anstupsen und feststellen, dass

jede Hilfe zu spät kommt. „Das ist

wirklich schlimm“, seufzt Pfütze,

der nun mit einer neuen Methode

gegen den alljährlich auftretenden

Mähtod effektiver ankämpfen will:

mit Drohnen-Flügen.

Mitte März trifft sich Florian Pfütze

erstmals mit Martin Wagner,

gelernter Maschinenbautechniker,

Bauhofmitarbeiter in Hohenpeißenberg

und nebengewerblicher

Drohnen-Flieger. Er soll mit seinem

ferngesteuerten Kopter, der

am Bauch eine hochauflösende

Kamera führt, Felder und Wiesen

in Pfützes Jagdrevier abfliegen,

und mittels Luftaufnahmen die

im hohen Gras liegenden Rehkitze

ausfindig machen. Im Optimalfall

unmittelbar vor Beginn

der Mähsaison. „Denn sobald die

Landwirte ausschwärmen, kommt

jede Hilfe zu spät“, so Pfützes Erfahrung.

Gemäht wird bei Geschwindigkeiten

von 15 bis 20 km/h. Die bis zu

drei Mähbalken an einem Traktor

– vorne zentral, hinten jeweils

seitlich – betragen Spannweiten

von bis zu neun Metern. Gewaltige

Maschinerien, die sich von einem

zwei Handflächen großen Rehkitz

selbstverständlich nicht aufhalten

lassen. Zumal es bei Mäharbeiten

immer schnell gehen muss,

da Schönwetter-Zeitfenster meist

kurz sind, das Heu oder Grummet

rechtzeitig ins Trockene soll.

Ein weiteres Problem: Fährt der

Landwirt mit Fendt Vario und Co.

durch’s hohe Gras, hat er ohnehin

keine Chance, vom Führerhaus

aus diese in sich eingerollten Kitze

rechtzeitig zu entdecken. „Deshalb

muss die Suche unbedingt

vor dem Mähen erfolgreich abgeschlossen

sein“, sagt Pfütze. Ein

mühsames Unterfangen.

Zu Fuß sehr zeitintensiv

und oft erfolglos

In der Regel gehen Jäger die Felder

zu Fuß ab. Das braucht viel Zeit

und Finderglück. „Selbst wenn

wir zu dritt recht nah beieinander

marschieren, kann es trotzdem

sein, dass wir die Kitze im teilweise

oberschenkelhohen Gras übersehen“,

sagt Pfütze. Hinzu kommt,

dass speziell unter der Woche

die meisten Jäger berufsbedingt

keine Zeit haben, großangelegte

Suchaktionen ohnehin unmöglich

sind. Eine Drohne mit Weitwinkelkamera

dagegen wäre wesentlich

effektiver. Bei einer Flughöhe von

rund zehn Metern erspäht sie eine

Fläche von rund zehn auf zehn

Metern. Und die Fluggeschwindigkeit

ist bei maximal 65 km/h

wesentlich höher als des Jägers

Schrittgeschwindigkeit.

Ganz so euphorisch ist Drohnen-

Spezialist Martin Wagner allerdings

(noch) nicht. Ursprünglich

wollte er mittels Wärmebildkamera

auf Rehkitz-Suche gehen.

Die hat er inzwischen wieder

verkauft, weil „sie mit rund 1 500

Euro extrem teuer ist und sich

mangels Aufträgen nicht rentiert

hat“. Und weil sie Rehkitze nicht

wirklich von Scherhaufen unterscheiden

konnte. Das habe ein

erster Testflug im vergangenen

Jahr gezeigt. Scherhaufen sind abgeflachte

Maulwurfhügel aus Humus,

die bei Sonneneinstrahlung

schnell erwärmen und damit in

etwa die Körpertemperatur eines

Lebewesens erreichen. „Würde

man jeden Scherhaufen mit einem

Rehkitz verwechseln und ihn

explizit ansteuern, kommt man

mit der Suche sprichwörtlich in

den Wald hinein“, meint Wagner,

der allerdings davon überzeugt

ist, mittels „normaler“ Kamera

durchaus guten Erfolg zu haben.

Vorausgesetzt, das Gras ist nicht

allzu hoch und überdeckt die Kitze.

„Denn durch Grasbüschel hindurchschauen

kann die Kamera

natürlich nicht.“

Rechte und Pflichten für

Drohnen-Flieger

Zwei Stunden unterhalten sich

Martin Wagner und Florian Pfütze

auf dessen Gutshof in Achberg.

24 | tassilo


Auch ein zentrales Thema

des Gesprächs: Rechte und

Pflichten in Sachen Drohnenflüge.

Nicht jeder darf

mit so einem vierrotorigen

Kopter in die Luft. Eine gut

50 Euro teure Aufstiegsgenehmigung,

zu beantragen

bei der Regierung

von Oberbayern, ist die

Grundvoraussetzung. Flüge über

Menschenansammlungen

sind

strikt verboten, ebenso das hineinsteuern

in Flugsperrzonen, zum

Beispiel rund um Flughäfen. Vor

dem Abheben innerhalb geschlossener

Ortschaften gilt es immer,

die vor Ort zuständige Polizei zu

informieren. „Weil die in der Regel

die Beschwerdeanrufe bekommen“,

sagt Wagner. Beim Start auf

Privatgrund braucht es zusätzlich

ein schriftliches OK des Grundstückseigentümers.

Außerdem:

Obwohl nicht nur Wagners Drohne

zwei Kilometer Reichweite hat,

darf sie auf gar keinen Fall außer

Sichtweite gesteuert werden. „Das

sind lediglich rund 400 Meter.“

Auch die maximale Aufstiegshöhe

ist auf 100 Meter limitiert.

Wer sich nicht an die Regeln hält,

muss mit Bußgeldern im vierstelligen

Bereich rechnen. „Deshalb

Haben eine Vision: Jäger Florian Pfütze (links) und Drohnenpilot Martin

Wagner möchten Rehkitze vor dem Mähtod retten.

habe ich meine Aufstiegsgenehmigung

immer dabei“, sagt Wagner,

der unter anderem auch Luftaufnahmen

fürs staatliche Bauamt

in Weilheim macht, beispielweise

um den Fortschritt des Umgehungsstraßenbaus

in Hohenpeißenberg

zu dokumentieren.

Währenddessen hatte er immer

wieder mit Anliegern zu kämpfen,

die natürlich wissen wollen, was

Wagner mit seiner 1,6 Kilogramm

schweren und rund 1 600 Euro

teuren Drohne (inklusive Zubehör

wie Fernsteuerung und Videobrille)

so vor hat.

Unter anderem: Geld verdienen.

Für 30 Minuten Flugzeit inklusive

Anfahrt verlangt Martin Wagner

40 Euro, für jede weitere halbe

Stunde 25 Euro. Ein verhältnismäßig

günstiger Preis. Gleichgesinnte

im Münchner Raum würden bis

zu 100 Euro die Stunde verlangen.

Was Florian Pfütze in diesem Zusammenhang

interessiert: Wie

lange Wagner für die rund 100

Hektar Mähflache in seinem Jagdgebiet

auf dem Achberg und in

Oberhausen-Süd braucht? „Ganz

schwer zu sagen, weil die Bedingungen

je nach Wetter und Grashöhe

ganz unterschiedlich sein

können.“ Grob geschätzt 30 Minuten

pro Hektar, denn um diese

zwei Handflächen großen Rehkitze

zu erkennen, darf Wagner auf gar

keinen Fall mit Maximalgeschwindigkeit

und auch nicht höher als 15

Meter fliegen. Heißt: Auch die Suche

per Drohne nimmt relativ viel

Zeit in Anspruch.

Kitz-Rettung erfordert

viel Fingerspitzengefühl

Wird ein Rehkitz entdeckt, macht

sich Florian Pfütze sofort auf den

Weg, es zu retten – eine komplizierte

Aufgabe mit knallhartem

Hintergrund. Rehkitze sind zum

Schutz vor natürlichen Feinden

die ersten sechs bis acht Wochen

geruchsneutral, verständigen sich

mit ihren Müttern ausschließlich

durch spezielle Laute. Nehmen

die Jungtiere in dieser Anfangszeit

fremden Geruch an, werden

sie von den Müttern verstoßen.

Genau das ist die Schwierigkeit

bei der Rettung. „Deshalb reißen

wir ganz viele Grasbüschel direkt

um das liegende Kitz aus, betten

es damit ein und tragen es dann

an einen sicheren Ort im Wald“,

erklärt Pfütze, für den die Rehkitz-

Rettung eine Herzensangelegenheit

ist. Denn eigentlich ist der

Landwirt selbst dafür verantwortlich,

vor dem Mähen seine Felder

nach den „Bambis“ abzusuchen.

Doch viele haben schlichtweg die

Zeit dafür nicht. „Deshalb nehmen

wir Jäger sie, obwohl es im Grunde

nicht unsere Aufgabe ist.“

Die Kitz-Rettung kommt übrigens

nicht nur den Rehen zugute. Pfütze

spricht von Botulismus, Leichenwasser

toter Tiere wie Mäuse

oder eben Kitze, das sich mit Heu

oder Grummet vermischen und in

seltenen Fällen verheerende Auswirkungen

haben kann: „Ich hatte

mal einen Landwirt in Pacht, dem

sind wegen Botulismus auf einen

Schlag 25 Kühe weggestorben.“

Auch das verhindert der Schutz

vor Mähtod – von den grausamen

Bildern mal abgesehen.

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mai / juni 2017 | 25


Die Geschichte der Zunfttaferl

Ein Ausdruck

der Dorfgemeinschaft

Tassiloland | Schreiner, Gastwirt

oder Maler – unsere Maiume

zieren allerorten eine Vielzahl an

Zunftzeichen. „Die Schilder haben

etwas Identitätsstiftendes, man

möchte zeigen, was das Dorf zu

bieten hat“, sagt dazu Kreisheimatpfleger

Klaus Gast. Doch ob

ein Winzer in die Region passt,

oder ob die Darstellung eines Hutmachers

noch zeitgemäß ist, das

möchte „tassilo“ einmal zur Diskussion

stellen. Mit einem Blick

auf die Maibaumschilder.

Für das Jahrbuch des Heimatverbandes

Lech-Isar-Land hat Klaus

Gast im Jahr 2008 einen ausführlichen

Beitrag über Maiume verfasst.

Dazu hat er eine Votivtafel in

der kleinen Kirche von Deutenhausen

bei Weilheim gefunden, auf

der eine Ortsansicht mit Maibaum

aus dem Jahre 1733 abgebildet ist.

Das Brauchtum ist somit seit rund

300 Jahren in unserer Region verwurzelt.

Soweit man auf dem gemalten

Bild erkennen kann, war

es ein blank geputzter Stamm mit

Ästen am Gipfel, geschmückt mit

zwei gekreuzten, roten Fahnen.

Als 1806 das Königreich Bayern

gegründet wurde, förderte der

bayerische Staat zur Identitätsstiftung

derartige Brauchtümer und

trug damit auch zur Verbreitung

der Maiume bei. „Später waren

Kränze oder Girlanden am Maibaum

angebracht, erst ab etwa

1850 kamen die Schilder“, berichtet

Klaus Gast über die wachsende

Tradition.

10 bis 40 Zeichen an

einem Maibaum

Da die mittelalterliche Blütezeit

der Zünfte längst vorbei war,

spricht Klaus Gast lieber von Symbolen,

die aufzeigen sollten, was

in der Ortsgemeinschaft so vertreten

war.

Daraus könnte man schließen,

dass ein kleines Dorf wesentlich

weniger Schilder am Traditionsstangerl

angebracht hatte als eine

Stadt. Doch wer an den Maiumen

in unserer Gegend einmal

die Symbole zählt, kann überhaupt

keine Schlussfolgerung auf

die Größe des Ortes ziehen. Unten

sind meistens als

erstes die Kirche, das

Gasthaus und sonstige

Gemeinschaftseinrichtungen

dargestellt.

Auf manchen

Maiumen sind

auch die Vereine

dargestellt, andere

beschränken sich nur

Das Raiffeisen-Zeichen

ist fast an jedem Baum zu

finden, wie hier in Oderding.

auf verschiedene Handwerksberufe.

Mal sind es nur zehn Zeichen,

mal 40.

Die Proportionen

sollten stimmig sein

Walter Sirch aus Sulzschneid am

Auerberg ist in seiner Funktion

als Landesvorsitzender des Sachgebietes

Mundart, Brauchtum und

Laienspiel im Bayerischen Trachtenverband

alljährlich mit einer

Maibaum-Kommission im Landkreis

Ostallgäu unterwegs, um

die schönsten Traditionsstangerl

zu prämieren. „Die Anzahl der

Schilder sollte stimmig sein zur

Länge des Maibaumes“, sagt Walter

Sirch und rät den Gemeinden,

auf die richtigen Proportionen der

Zeichen und einen schönen Gesamteindruck

zu achten. Den auf-

Der Maibaum in Pähl trägt 16 Zunftzeichen und ein Schild,

das auf die Wichtigkeit der Dorfgemeinschaft hinweist.

26 | tassilo


Was bedeutet wohl das

Waagen-Symbol – hier zu

sehen am Forster Maibaum?

stellenden Vereinen empfiehlt er,

ihre Zeichen einmal bewusst anzuschauen

und den heutigen Gegebenheiten

anzupassen. „Wenn

Firmen für den Maibaum spenden,

sollten nicht einfach ihre Logos

angebracht werden“, wünscht

sich Walter Sirch ein wenig mehr

Kreativität. Einen Installateur könne

man beispielsweise mit einem

Wasserhahn, eine Bank mit einem

> > > INFORMATION

Sparschwein darstellen.

„Ein Maibaum

sollte nicht zur Werbetafel

degradiert werden“,

sagt auch Klaus

Gast. Er wünsche sich,

dass bei der Erneuerung

der Schilder mit

viel Gespür für die Tradition

gearbeitet wird.

Wenngleich beide

Brauchtums-Fachleute

den verantwortlichen

Maibaum-Aufstellern

hierzulande, von wenigen

Ausnahmen abgesehen,

viel Fingerspitzengefühl

bescheinigen. An den meisten

umen ist das einzig erkennbare

Firmenzeichen das frühere Raiffeisen-Logo

mit den gekreuzten Pferdeköpfen.

Dies ist wohl durch die

landwirtschaftlichen Lagerhäuser

der vielen kleinen Raiffeisen-Genossenschaften

entstanden. Die

Individualität eines jeden Maibaumes

möchte Klaus Gast möglichst

Hier wird im Tassiloland aufgestellt ...

Das Maibaumaufstellen ist in jeder Ortschaft mit einem Maifest

verbunden. Meist spielt die Musikkapelle schon zum Frühschoppen

und alle Gäste werden bei Speis und Trank zum Verweilen

eingeladen. Wenn der neue Maibaum steht, wird mit Musik und

Tänzen gefeiert. Im Tassiloland wird unter anderem in folgenden

Ortschaften eine neue Traditionsstange aufgestellt:

Ortschaft Verein Beginn

Bernried Trachtenverein 10 Uhr

Dießen Heimat- und Trachtenverein 10.30 Uhr

Dießen/Dettenhofen Martinsschützen 10 Uhr

Habach/Dürnhausen Dorfgemeinschaft 12.30 Uhr

Pähl/Fischen Freiwillige Feuerwehr 10 Uhr

Penzberg Stadt Penzberg 11 Uhr

mit dem Jungritterverein

Pöcking Burschenschaft 10 Uhr

Polling/Etting Trachtenverein 10 Uhr

Seeshaupt/Magnetsried Dorfgemeinschaft 9 Uhr

Spatzenhausen Trachtenverein 10 Uhr

Wessobrunn Trachtenverein 13 Uhr

Wielenbach/Haunshofen Dorfgemeinschaft

10 Uhr

erhalten, „denn sonst könnte man

die Maibaumschilder irgendwann

bei ebay bestellen“.

Individuelle

Schilder erhalten

Doch wer die Symbole an unseren

Maiumen einmal genau inspiziert,

stellt fest, die könnten fast

alle eine Erneuerung gebrauchen.

Wer das anpackt, muss Kreativität

einbringen, Tradition mit Moderne

verbinden. Die noch heute

vorhandenen Handwerksberufe

müssen zunächst traditionell aber

zeitgemäß gezeichnet werden.

Dann benötigt man eine entsprechende

Computerdatei, damit die

heutigen Metallbearbeitungs-

Maschinen die Maibaummotive

ausschneiden können.

Und schließlich braucht man eine

künstlerisch begabte Person, die

mit viel zeitlichem Aufwand die

Schilder bemalt. Oder man klebt

eine Folie mit den gezeichneten

Motiven auf.

Ein Baum, viele

helfende Hände

Gleichwohl sind die Zunftzeichen

nur ein kleiner Bestandteil

des notwendigen Aufwandes zur

Maibaum-Aufstellung. Vom Stifter

des Baumes über den Transport,

die Vorbereitung, die Nachtwachen

bis hin zur Organisation des

Aufstellungstages sind viele helfende

Hände notwendig, um dieses

Brauchtum zu erhalten. „Die

Gemeinschaftsleistung ist das

Wichtigste an einem Maibaum“,

sagt Kreisheimatpfleger Klaus

Gast, der an jeder Traditionsstange

„auch eine gute Dorfgemeinschaft“

erkennt. Diese Kenntnis

drückt auch ein Schild am Pähler

Maibaum aus. Darauf steht geschrieben:

„Dieser Baum, so jeder

weiß, entstand durch vieler Bürger

Fleiß. Ihr Pähler denkt daran,

es kommt auf die Gemeinschaft

an.“

rg

92.

Tutzinger

Patientenforum

DIVERTIKEL –

DIE RICHTIGE THERAPIE

28. Juni 2017 um 19.00 Uhr

REFERENT

Dr. Alexander Fieger

Oberarzt Viszeralchirurgie

VERANSTALTUNGSORT

Benedictus Krankenhaus Tutzing

Bahnhofstraße 5

82327 Tutzing

Um Anmeldung wird gebeten unter T 08158 23-112.

mai / juni 2017 | 27


So lebt es sich in der Weilheimer Demenz-WG

Friedvoll und harmonisch

trotz Vergesslichkeit

Weilheim | Terminschwierigkeiten,

Wohnungsschlüssel und Lebensmittel

vergessen. Die ersten Anzeichen

für Demenz tauchen bei

Jutta Ruffings Mutter im Alter von

74 Jahren auf. Und werden mit den

Monaten immer schlimmer. Für

den einst routinemäßigen Salateinkauf

fährt sie irgendwann zehn Mal

zum Naturkostladen – und hat noch

immer keine Tomaten im Korb. Sie

geht im tiefsten Winter strumpfsockig

in den Schnee hinaus. Sie erzählt

immer wieder von der kaputten

Heizung, weil sie das Feuer im

Kachelofen nicht mehr anbringt. Sie

geht mehrfach am Tag spazieren

oder radeln, bis sie völlig entkräftet

ist. Schließlich stürzt sie auch noch

vom Fahrrad. Spätestens dann war

auch dem letzten Familienmitglied

klar: Die Mutter von Jutta Ruffing ist

schwer an Demenz erkrankt, kann

ihren Alltag unmöglich weiterhin

alleine bestreiten. Doch alle Angehörigen

sind berufstätig, wohnen

nicht im gleichen Ort.

Nach unzähligen Pendlereien, einer

24-Stunden-Betreuung über

eineinhalb Jahre und einigen Wochen

Demenz-Reha erfährt Jutta

Ruffing von der Demenz-WG in

Weilheim. Anfangs ist sie skeptisch.

Ausgerechnet ihre Mutter, die immer

schon selbstständig leben und

auf gar keinen Fall ihr geliebtes

Zuhause verlassen will, soll jetzt

in eine WG voller demenzkranker

Menschen? „Habe ich mir überhaupt

nicht vorstellen können“,

sagt Ruffing rückblickend über das

landkreisweit einmalige Projekt.

Mittlerweile, gut ein Jahr später,

spricht die 51-Jährige von „der besten

Entscheidung, die wir für meine

Mutter treffen konnten“.

Noch einige

freie Plätze

Die Demenz-WG in der Weilheimer

Paradeisstraße ist ein Gemeinschaftsprojekt

der Alzheimer-

Gesellschaft Pfaffenwinkel und der

MARO-Genossenschaft. Im letzten

Gebäude einer Neubaureihe sind

über je zwei Stockwerke zwei

Wohngesellschaften ausschließlich

für Demenz-Kranke errichtet

worden. Die im Erdgeschoss und

ersten Stock heißt WG Josef, ist seit

Februar 2016 beziehbar und bietet

Platz für zehn Erkrankte. Die WG

Maria befindet sich im zweiten und

dritten Stock, ist seit Januar 2017

beziehbar und bietet Platz für neun

Demenz-Kranke. In der Josefs-WG,

in der auch Jutta Ruffings Mutter

lebt, ist derzeit noch ein Zimmer

frei. In der Maria-WG sind es ganze

fünf freie Plätze.

Das Besondere: Alle Einzelzimmer

sind rund 20 Quadratmeter groß,

haben ein barrierefreies Bad mit

Toilette, Dusche und Waschbecken

und sind so demenzfreundlich wie

nur möglich ausgestattet. Lichtschalter

und Klodeckel beispielweise

heben sich in Kirschrot vom Weiß

der Wand und Keramikschüssel ab,

„weil Demenzkranke kein räumliches

Sehvermögen mehr haben“,

erklärt Ruffing. Außerdem kann das

Bad bewusst nicht abgeschlossen

werden, „damit sich niemand einsperrt“.

Und das Waschbecken hat

keinen Stöpsel, „um Überschwemmungen

vorzubeugen“. Sollte doch

etwas passieren, sind rund um die

Uhr Pflegekräfte und Angehörige in

der Wohnung, um den an Vergesslichkeit

Erkrankten zu helfen.

Auch Jutta Ruffing, hauptberufliche

Zahntechnikerin, kommt regelmäßig

vorbei, um ihre Mutter zu besuchen,

und das Pflegepersonal zu

unterstützen. „Ich komme ehrlich

gesagt richtig gern“, sagt sie. In

der Tat herrscht in dieser Josefs-WG

eine total friedvolle, harmonische

Stimmung. Die Demenzkranken,

Pfleger und Angehörigen fühlen

sich sichtlich wohl. Bei Kaffee und

Kuchen sitzen alle an einem großen

Tisch, unterhalten sich wie

ganz normale, gesunde Erwachsene.

„Wenn man nicht regelmäßig

vorbeikommt, fällt einem das gar

nicht auf, dass die hier alle dement

sind“, sagt Jutta Ruffing, die von

einigen Bewohnern erzählt, die im

Grunde topfit sind, nur eben die

Dinge sofort wieder vergessen.

Diese Vergesslichkeit fällt speziell

im Anfangsstadium kaum auf.

Auch, weil es die Betroffenen mit

gewieften Tricks gut zu verbergen

wissen. „Sie legen sich Phrasen

zurecht, wiederholen Aussagen im

Vieraugengespräch als Gegenfrage

oder schreiben sich Zettel als Erinnerungen“,

berichtet Ruffing aus

eigener Erfahrung mit ihrer Mutter.

Ein weiterer trügerischer Aspekt

dieser unheilbaren Krankheit:

„Gerade die Angehörigen wollen

es einfach nicht Wahr haben.“ Das

führe meistens dazu, dass viel zu

spät professionelle Hilfe hinzugeholt

wird, „man sich auf kurz oder

lang kaputt arbeitet“. Aber wer gibt

schon gerne einen engsten Vertrauten

in fremde Hände? „Das ist wirklich

sehr schwer, man hat ständig

ein schlechtes Gewissen“, sagt Jutta

Ruffing, die selbst lange Zeit mit

sich gehadert, irgendwann aber

keinen anderen Ausweg mehr gesehen

hat. „Weil man sich wirklich

rund um die Uhr nur noch Sorgen

macht und neben der körperlich

schweren Pflege keine Ruhe mehr

findet.“

Zwang führt zu

Aggression

In der Josefs-WG sind tagsüber fünf

Pflegekräfte festangestellt, nachts

eine. Verantwortung und Planung

der Abläufe unterliegen allerdings

einer Angehörigen-Gemeinschaft.

Die legt großen Wert darauf, dass

es keinen strikten Tagesablauf gibt.

Warum? „Zwang führt bei dementen

Menschen zu Aggression“, erklärt

Jutta Ruffing. Die Rücksichtnahme

auf individuelle Bedürfnisse

sowie Selbstbestimmungsrecht haben

oberste Priorität. Beispiel: Hat

jemand Mitternachts noch den

Drang, sich die Füße zu vertreten,

ist er am Morgen viel zu müde, um

> > > INFORMATION

pünktlich am Frühstückstisch zu

sitzen. Deshalb bekommen die Demenzkranken

in der WG Josef und

WG Maria immer dann Kaffee und

Honigbrot, wenn sie ausgeschlafen

sind – der eine um Sechs, die andere

um Elf.

Diese Freiheiten gibt es nicht in

allen Wohnheimen, die übrigens

ähnlich viel kosten. Besonders Essenszeiten

sind nicht selten streng

durchgetaktet. Apropos Essen: Auch

das ist in der Demenz-WG in Weilheim

ein alltägliches Schmankerl.

Zwei türkische Köchinnen bereiten

gemeinsam mit den Bewohnern

jeden Mittag ein Drei-Gänge-Menü

zu. An diesem Mittwoch hat es Sellerie-Creme-Suppe,

Hackfleischbällchen

mit Reis und Tomatensoße

sowie Raffaelo-Creme gegeben.

„Die Köchinnen hier sind wirklich

der Wahnsinn“, sagt Jutta Ruffing,

die selbst einen Kirschdatschi mitgebracht

hat und bei Kaffee und

Kuchen schon voller Vorfreude vom

Nachmittagsprogramm erzählt.

Singen, Spielen und Spazieren

stehen ganz oben auf der Gestaltungsliste.

„Und wer nicht möchte,

kann es sich in der Fernsehecke

gemütlich machen.“ Oder draußen

im Garten die Frischluft genießen –

das geht auch mit Vergesslichkeit. js

Wer sich über die Weilheimer Demenz-WG genauer informieren möchte,

sollte einen Blick auf www.maro-genossenschaft.de werfen. Genaue

Auskunft geben auch Vlasta Beck (0176 / 34220678), Jutta Ruffing

(0172 / 8523151) oder die Alzheimer Gesellschaft (0881 / 9276091).

28 | tassilo


mai / juni 2017 | 29


Feuerwehrwettbewerb in Murnau am 24. Juni

Sprinten, Kraxeln und Kriechen

für eine innige Kameradschaft

Murnau | Ende Juni verwandelt

sich Murnau in ein Mekka für

ehrgeizige Feuerwehrleute. Auf

dem Sportplatz an der Pechmannstraße

wird der Oberbayerische

Feuerwehrleistungswettbewerb

ausgetragen. Eine Gaudiveranstaltung?

„Ganz und gar nicht“, sagt

Johann Eitzenberger, Vorsitzender

des Oberbayerischen Feuerwehrverbandes.

Zumindest nicht, bis

die Sieger feststehen. Bis zu 40

Teams werden erwartet, um am

härtesten Mannschaftswettbewerb

für Maschinist, Gerätewart und

Atemschutzträger teilzunehmen.

Für die Leonhardigemeinde Murnau

heißt das: Am 24. Juni werden

samt Betreuer, Helfer, Organisatoren

und Jury rund 500 Ehrenamtliche

und Hauptberufliche eintreffen.

Und alle Teilnehmergruppen

haben nur ein Ziel: Ein Leistungsabzeichen

zu ergattern.

Löschangriff und

Staffellauf

Zwei verschiedene Wettkämpfe

(ab 9 Uhr) gilt es bis zur Siegerehrung

(18 Uhr) zu absolvieren.

Zuerst den sogenannten Löschangriff,

den ein neunköpfiges Team

bestreitet. Dort gilt es verschiedene

Schläuche auszurollen, diese

miteinander zu verknüpfen und an

eine Pumpe anzuschließen. Und

sobald alles wasserdicht beisammen

hält, wird ein bis zu zwei Meter

hohes Feuer schnellstmöglich

abgelöscht. Eine vierköpfige Jury

beobachtet dabei die Mannschaften

mit Argusaugen, legt größten

Wert auf schnelle Zeiten, aber

auch auf so wenige Fehler wie

nur möglich. Das gilt auch für den

zweiten Bewerb, den Staffellauf.

Dort treten nur noch acht Athleten

der ursprünglichen Neuner-Teams

an. Gelaufen werden acht Mal 50

Meter, insgesamt 400 Meter, also

eine Stadionrunde. Als Staffelstab

dient bei diesem Bewerb ein

Strahlrohr.

Nach internationalem

Regelwerk

Das am Ende schnellste und zugleich

fehlerfreieste Team hat die

besten Karten, den ersten Platz

zu erreichen – und dafür wird

hart trainiert. Eitzenberger berichtet

von Feuerwehren, die sich

zwei bis drei Jahre lang mit wöchentlichem

Training auf so einen

Wettbewerb vorbereiten. Andere

wiederum würden es etwas ruhiger

angehen. Doch unter einem

Vierteljahr intensiver Vorbereitung

kenne er keine Teilnehmergruppen.

Schon gar nicht die aus dem

Ausland. Zwar handelt es sich um

den Oberbayerischen Wettbewerb,

der allerdings findet unter dem

strengen und 54 Seiten starken

Regelwerk der CTIF, dem Internationalen

technischen Komitee für

vorbeugenden Brandschutz und

Feuerlöschwesen, statt. Deshalb

dürfen bei diesem Wettbewerb in

Murnau auch ausländische Teams

teilnehmen. „Theoretisch sogar

aus den USA“, sagt Eitzenberger,

der heuer durchaus mehrere

Mannschaften speziell aus Tirol

und Südtirol erwartet. „Als Vorbereitungswettkampf

für die im

Sommer anstehende Olympiade.“

Die findet im österreichischen

Villach statt, wo bis zu 3 000 Teilnehmer

erwartet werden. „Das

sind dann Erlebnisse, die man

nie wieder vergisst.“ Eitzenberger

spricht aus eigener Erfahrung, von

Stockerlplätzen mit der Garmisch-

Partenkirchener Wehr.

Zwei verschiedene

Schwierigkeitsklassen

Da das Leistungsniveau des breiten

Teilnehmerfeldes sehr unterschiedlich

sein kann, werden

grundsätzlich zwei verschiedene

30 | tassilo


Die Wettkampfgruppe der Freiwilligen Feuerwehr Murnau im vergangenen Jahr in Rostock.

Klassen mit unterschiedlichen

Schwierigkeitsgraden angeboten.

Teams mit ab 16-Jährigen dürfen

ausschließlich in Gruppe A an den

Start. Für den anspruchsvolleren

Wettbewerb in Klasse B müssen

die Teilnehmer mindestens 30

Jahre alt und sollten gleichzeitig

nicht älter als 65 Jahre alt sein.

Während in Klasse A die klassischen

Aufgaben, löschen und laufen,

das Schwierigste sind, werden

in Klasse B speziell beim Staffellauf

zusätzliche Hindernisse wie

eine eineinhalb Meter hohe Wand

zum drüberklettern, ein Schwebebalken

zum drüberbalancieren

und ein 80 bis 100 Zentimeter

dickes Rohr zum durchkriechen

aufgestellt. Da die Teilnehmer

in Dienstkleidung antreten müssen,

also langer Hose und Jacke,

Helm und schwarzen Stiefeln, ist

der Wettkampf insbesondere bei

höheren Temperaturen extrem

schweißtreibend.

500 Teilnehmer

werden erwartet

Umso wichtiger ist ein buntes

Rahmenprogramm für die frühen

Stunden vor, und den geselligen

Stunden nach den harten Wettkämpfen,

in denen die Kameradschaft

unter den verschiedenen

Feuerwehren gestärkt werden

soll. Von sechs Uhr in der Früh

bis tief in die Nacht hinein sind

die Organisatoren der Murnauer

Feuerwehr an diesem Wettkampf-

Tag im Einsatz. Die Vorbereitungen

auf dieses Riesenspektakel

laufen bereits seit Monaten. So

gibt es zum Beispiel einen Plan

für gutes, einen für schlechtes

Wetter. Außerdem brauchen die

rund 500 Teilnehmer, die zum Teil

von weit her anreisen, bezahlbare

Unterkünfte. Traditionell wird

in Jugendherbergen übernachtet.

Diesmal in den umliegenden Orten

Oberammergau, Walchensee,

Benediktbeuern und Garmisch-

Partenkirchen. Außerdem stellen

das Naturfreunde-Haus Weilheim

sowie die Murnauer Hotels Alpenbräu

und Angerhof Betten zur

Verfügung. Neben der sportlichen

Leistung verlangt der Oberbayerische

Feuerwehrwettbewerb mit

internationalem Startrecht auch

organisatorisch alles ab. Dieses

Jahr der Murnauer Wehr, die mit

Open-Air, Frühschoppen sowie

ausreichend Speis und Trank rund

um den Sportplatz für ein kunterbuntes

Rahmenprogramm sorgt.

Nähere Informationen im Internet

auf www.feuerwehr-murnau.de. js

Die Murnauer Feuerwehr beim Wettkampf in Innsbruck.


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mai / juni 2017 | 31


Lebenshilfe Polling erweitert Wohnangebote

Mehr Raum, mehr Möglichkeiten

und mehr Freiheit

Die Bestandbauten der Lebenshilfe Polling werden im Zuge des Neubaus saniert und modernisiert. Auch hier

dürfen die Bewohner, so etwa bei der Wahl der Neugestaltung der Böden, mitentscheiden.

Polling | Die Pläne sind gezeichnet,

die Baugenehmigung steht – Ende

Juni bis Anfang Juli dieses Jahres

wird der erste Spatenstich folgen:

In der Pollinger Obermühlstraße,

in unmittelbarer Nachbarschaft

zu den Oberland Werkstätten, erweitert

die Lebenshilfe Polling ihr

Wohnangebot für Menschen mit

geistiger und körperlicher Behinderung.

Drei Gebäude werden

dann zu den bereits bestehenden

Häusern hinzukommen und damit

mehr Raum und Möglichkeiten für

die Bewohner schaffen. Rund 2,6

Millionen Euro werden dafür investiert.

Die Bestandbauten der Lebenshilfe

Polling bilden derzeit das Zuhause

von 46 Bewohnern in einer Altersstruktur

zwischen Anfang 30 und

78 Jahren. Vor über 25 Jahren erbaut,

gäbe es nach heutiger Sicht

allein in Sachen Barrierefreiheit

einiges an gesetzlichen Auflagen

zu erfüllen, was jedoch aufgrund

der örtlichen Begebenheiten nicht

ohne größeren Aufwand zu bewältigen

wäre. „Es gibt ganz klare

Auflagen, die das Pflege- und

Wohnqualitätsgesetz vorgibt“,

so Thomas Gania, geschäftsführender

Wohnstättenleiter bei der

Lebenshilfe Polling, und erklärt

damit die Beweggründe, warum

man sich für den Neubau von drei

weiteren Wohngebäuden entschlossen

habe. Eine weitere Motivation

ist natürlich die Schaffung

von mehr Raum. So steht derzeit

für die Seniorenbetreuung kein

fester Raum zur Verfügung, und

manche Wohnbereiche sind noch

mit Doppelzimmern ausgestattet,

um allen Bewohnern Platz

zu bieten. Was Kostenträger vor

25 Jahren noch befürworteten,

erfüllt heute nicht mehr die konzeptionellen

Kriterien, die Einrichtungen

wie die Lebenshilfe ihren

Bewohnern garantieren möchten.

Doppelzimmer gehören da längst

nicht mehr dazu.

Selbstbestimmter

Lebensabend

Dank der Neubauten können sogar

zwei Wohnplätze zusätzlich

angeboten werden, denn die

Warteliste der Bedürftigen ist

lang, wie Thomas Gania bestätigt.

Derzeit stehen 17 Personen in der

„Warteschleife“, die sich für das

ausgereifte Wohnkonzept der Lebenshilfe,

das attraktive Wohnsituationen

in überschaubaren Einheiten

ermöglicht, interessieren.

Denn wer hier ein Zimmer innehat,

kann bleiben. Neun Senioren

gehören zur Bewohnerschaft, die

längst ihren Lebensabend jenseits

des Arbeitsalltags in den Oberland

Werkstätten beschritten haben.

Spaziergang durch das Murnau

der Literaten und Künstler

25. April, 23. Mai, 13. Juni, 18. Juli,

15. August, 12. September, jeweils

18.00–19.30 Uhr*

© Das Blaue Land · Florian Werner

Ortsführungen durch Murnau

2. April bis 29. Oktober, jeweils

10.30–12.00 Uhr*

Abendliche Ortsführungen

durch Murnau

5. April bis 25. Oktober:

April – Aug., jew. 18.00–19.30 Uhr*

Sept. – Okt. jew. 17.00–18.30 Uhr*

© Das Blaue Land · Wolfgang Ehn

Auf den Spuren von Gabriele Münter

18. Mai, 22. Juni, 20. Juli, 17. Aug.,

14. Sept., jeweils 14.30 Uhr*

© Das Blaue Land · Wolfgang Ehn

32 | tassilo

Außerdem: Geführte Rad- und Bergtouren,

Kräuterführungen, kunsthistorische

Spaziergänge, Mooswanderungen,

Wanderungen auf dem Meditationsweg

Ammergauer Alpen im Blauen Land

und vieles mehr!

* Treffpunkt Brunnen vor dem Kultur- und Tagungszentrum, Kohlgruber Straße 1

Für zusätzliche Informationen, auch zum weiteren, attraktiven Gästeprogramm,

stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung:


Die neue Wohnanlage wird über drei Häuser verfügen, die miteinander verbunden sein werden. Alle Zimmer

haben dann, neben Balkon oder Terrasse, auch einen Sanitärbereich und teilweise Kochzeilen.



(Grafik: Architekturbüro Fussenegger, Bad Kohlgrub)

Trachtenstoffe

für Schalk und Mieder – auch für Vereine –

Dirndlstoffe

in aktuellen Designs, in Baumwolle, Halbseide,

Wolle und Seide

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wie Futterstoffe, Fäden, Spitzen und Knöpfe

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Telefon 08027/ 1263 • www.disl-trachtenstoffe.de

Seit Juni 2014 bietet die Lebenshilfe

Polling auch Tagesbetreuung

für Senioren an. Ein fester Raum

wird natürlich auch hier mehr individuelle

Freiheiten ermöglichen.

Im Architekturbüro Fussenegger

mit Sitz in Bad Kohlgrub hat

man einen versierten Partner

gefunden, der passgenau die Anforderungen,

die Menschen mit

körperlichen und geistigen Behinderungen

ans Wohnen stellen,

erfüllen kann. Alle neu geschaffenen

Zimmer werden Rollstuhlfahrer

geeignet, von Schwellen

und Barrieren befreit sein. Dabei

können die Bewohner selbst individuell

nach ihren Bedürfnissen

und Vorlieben ihre Räumlichkeiten,

die alle dann auch über

Sanitärbereich, Terrasse oder

Balkon verfügen, mitgestalten.

Acht Plätze für ambulantes Wohnen

wird Haus 1 bieten; darunter

versteht man einen Beeinträchtigungsgrad,

der dem Betroffenen

ermöglicht, selbst noch relativ viel

des eigenen Tagesablaufes autark

bewältigen zu können. Im Erdgeschoss

von Haus 2 wird die Tagesbetreuung

der Senioren ihren

festen Raum erhalten. „Sie freuen

sich schon sehr darauf“, sagt Thomas

Gania und ergänzt, dass alle

Bewohner schon relativ früh nach

Planung über alles informiert

worden waren. „Natürlich haben

alle mitbekommen, dass sich etwas

verändern wird“, erzählt er.

Die Aufregung unter ihnen ist verständlicherweise

groß. Was wird

sich ändern am Vertrauten, was

kommt auf den Einzelnen Neues

zu? „Das gehört für uns mit zum

Grundsatzprogramm, dass die

Bewohner auch hier in die Planungsverläufe

mit eingebunden

werden“, berichtet der Wohnstättenleiter.

Externer Wohnraum zur

Anmiete gesucht

Im ersten Obergeschoss von Haus

2 wird eine Wohngruppe für sechs

Personen entstehen, die höheren

Betreuungs- und Pflegeaufwand

benötigen. Auch hier werden die

Bewohner weitestgehend mit in

den Tagesablauf eingebunden;

man kocht gemeinsam, sorgt gemeinsam

für einen geregelten Ablauf.

Deren Zimmer werden sich

über einen Flur mit Haus 3 verbinden,

die allesamt Apartment-

Charakter haben. Schließlich wird

das dritte Gebäude Wohnraum

für kleine Gruppen bieten, die in

einer Art Wohngemeinschaft und

unterstützt durch intensive Betreuung

zusammenleben. Teile

der Bestandbauten werden dennoch

modernisiert, so weit das

technisch möglich ist. Etwa 12 bis

15 Monate Bauzeit sind eingeplant,

dann hofft Thomas Gania,

vielleicht eine „Punktlandung“

vollziehen zu können und zeitgleich

zum Tag der offenen Tür der

Oberland Werkstätten im September

2018 auch die neuen Häuser

öffnen zu können.

Die Lebenshilfe gibt es nicht nur in

Polling, sondern deutschlandweit.

Im Rahmen von Inklusion sieht

die Lebenshilfe ihren Sozialauftrag

jedoch primär nicht nur in der

Schaffung von Wohneinheiten für

Beeinträchtigte. Inklusion bedeutet

eben auch ein Hineingehen in

die Gesellschaft, eine Vermischung

beider Bereiche als etwas ganz

Natürliches. Aus diesem Grund ist

die Lebenshilfe Polling auch immer

auf der Suche nach externem

Wohnraum zur Anmiete, um den

großen Bedarf an behindertengerechtem

Wohnen nachkommen

zu können. Idealerweise im Großraum

Weilheim und damit im Einzugsgebiet

zu den Oberland Werkstätten

sollten sich diese befinden,

und Wohnraum für vier bis sechs

Personen bieten. „Das entspringt

auch dem Bedarfswunsch einiger

unserer Bewohner“, erklärt

Thomas Gania. „Sie möchten dort

leben, wo das Leben stattfindet!“

Natürlich werden auch diese Bewohner

weiter von der Lebenshilfe

Polling unterstützt und begleitet

– ein steigender Bedarf ist erkennbar.

Als weiteres Angebot bietet

die Lebenshilfe Unterstützung für

Beeinträchtigte, die bereits in eigenen

Wohnungen leben, sich

dennoch aber Begleitung ihres

Alltags wünschen. Interessierte

finden Ansprechpartner und Hintergrundinformationen

dazu auf

der Homepage der Lebenshilfe

Polling unter www.lebenshilfeweilheim-schongau.de

rp









Zefix, beim Nold

gibts auch

Eheringe!

mai / juni 2017 | 33


Die Bauer Unternehmensgruppe im Weilheimer Paradeis

Drei Firmen unter einem Dach

Weilheim | Drei gestandene Firmen

unter einem Dach: So könnte

man die Unternehmensgruppe

Bauer in Weilheim beschreiben.

Auf einem 56 000 Quadratmeter

großem Areal, so groß wie acht

Fußballfelder, befinden sich die

drei Unternehmen, von denen jedes

etwas ganz Besonderes vorzuweisen

hat: Durch die „Bauer

Maschinen & Technologie“ (BMT)

werden hochpräzise Maschinen

für Weltmarktführer im Werkzeug-

oder Getränkeanlagenbereich

gebaut. Die zweite Tochter

namens „BTS Turbo“ ist mittlerweile

deutscher Marktführer im

Handel mit Turboladern. Und

schließlich werden bei „Motoren

Bauer“ so ziemlich alle

Fahrzeuge und Geräte repariert

und gewartet, die mit Diesel-,

Benzin-, oder Gasmotor betrieben

werden. Kurzum: Die Bauer

Unternehmensgruppe ist eines

der am breitest aufgestellten

Unternehmen im Tassiloland.

Und mit 230 Mitarbeitern einer

der fünf größten Arbeitgeber

Weilheims. „Nur wissen das

viele gar nicht“, sagt Barbara

Christ, geborene Bauer und

Junior-Chefin in vierter Generation.

Zumindest das mit

dem Maschinenbau und den

Turboladern. „Weil die meisten

unser Unternehmen nur als

Motoren Bauer kennen. Vielen

ist nicht mal bewusst, dass Motoren

Bauer eine ganz normale

Kfz-Werkstatt, auch für alle

Automarken, ist“

Der Großteil der jährlich 50

Millionen Euro wird in der

Tat mit modernstem Maschinenbau

umgesetzt, und

zwar unter dem Begriff „Maschinologen“,

den BMT vom Patentamt

schützen ließ. Für ein

bestimmtes Produkt? „Nein“, sagt

BMT-Werksleiter Martin Lindner.

Menge und Art der Aufträge seien

so verschieden wie die Unternehmensgruppe

selbst. Mal wird eine

Maschine für die Herstellung von

Getränkeverpackung, mal eine für

die Produktion von Brillengläsern,

mal eine für 3D-Drucker gefertigt.

„Und wenn wir Kapazitäten übrig

haben, produzieren wir auch Einzelteile.“

Für die Dreher, Fräser,

Schleifer, Lackierer und Monteure

der Firma heißt das: Bereit sein für

ständige Veränderung. „Genau das

ist unsere Stärke“, bekräftigt Lindner,

der als Paradebeispiel den Abgasskandal

nennt. Während zahlreiche

Automobilzulieferer beim

Bekanntwerden der Manipulationen

Umsatzeinbrüche zu verzeichnen

hatten, sprangen Lindner und

sein Team kurzerhand auf andere

Marktnischen auf. „So waren wir

von der Krise fast gar nicht betroffen.“

Mitarbeiter-Schulungen

sind Pflicht

Dahinter steckt eine für heutige

Verhältnisse durchaus außergewöhnliche

Firmenphilosophie.

Während die meisten Unternehmen

sich Input neuester Entwicklungen

durch neue Mitarbeiter

holen, setzt die Bauer Unternehmensgruppe

verstärkt auf die Ausund

Weiterbildung des eigenen

Personals. „Das ist bei uns sogar

Pflicht“, sagt Barbara Christ, die

von 120 Schulungstagen pro Jahr

alleine für die Mechaniker von

Motoren Bauer spricht. „Natürlich

stellen auch wir neue, bereits ausgebildete

Mitarbeiter ein.“ Martin

Lindner ist beispielsweise so ein

Kandidat. Das Hauptaugenmerk

liege aber auf einem „qualitativ

hochwertigen Kern“, dem die Geschäftsführung

in Sachen Sozialleistungen

auf vielfältige Art und

Weise entgegenkommt. Zwar könne

man laut Christ mit Gehältern

vieler Unternehmen in München

nicht mithalten. Dafür seien Arbeitszeiten

und Arbeitseinteilung

so familienfreundlich wie möglich.

Von Zehnstunden-Anstellungen bis

Vollzeit ist alles dabei, stets bei relativ

frei einteilbaren Arbeitszeiten.

Heißt laut Christ: „Uns ist wichtig,

dass die Arbeit gut und rechtzeitig

gemacht wird, zu welchen Zeiten,

ist zweitrangig.“

Diese ungemeine Flexibilität

kommt insbesondere den derzeit

30 Auszubildenden in den Berufen

Wertvolles Lager: 10 000 Turbolader

werden hier aufbewahrt.

Feinwerkmechaniker, Elektroniker,

KFZ-Mechatroniker und Kauffrau

für Büromanagement zugute. Egal

in welcher der drei Firmen die

Lehrlinge beginnen, sie durchlaufen

stets auch die Abteilungen der

anderen beiden Bauer-Betriebe.

Darüber hinaus wartet die Unternehmensgruppe

mit einer eigenen

Ausbildungswerkstatt auf, ausgestattet

mit neuen Maschinen. Ein

Bereich, „der uns immer wichtiger

wird und auch werden muss“,

sagt Christ. Gut gelernte Fachkräfte

„gibt es bei uns keine mehr“. Dieser

Markt sei leergefegt.

„Alles,

was vier Räder hat“

Das Problem trifft auch auf die

KFZ-Firma innerhalb der Gruppe

zu. „Alles, was vier Räder oder

mehr hat, wird bei uns repariert“,

sagt Christ mit einem Grinsen im

Die „Maschinologen“ betreiben das

Stammgeschäft der Bauer-Unternehmensgruppe

in Weilheim.

34 | tassilo


Gesicht. Zu Recht. Vom RVO-Bus

übers Feuerwehrauto bis zum

Gemeinde-Rasenmäher für Fußballplätze

– Fahrzeuge aller Art

kommen bei Motoren Bauer auf

die Hebebühne. Allen voran Fahrzeuge

der Vertragspartner Iveco,

Volvo, MAN und Mercedes. „Aber

wir können auch Auto", sagt Christ.

Und wie. Motoren Bauer bietet

die größte markenunabhängige

Werkstatt in der Region, repariert

Kleinwagen und Familienkutschen

ebenso wie Lieferwagen der

Handwerker oder Wohnmobile.

Und kann dank einer nagelneuen

Lackiererei sogar Lackschäden aus

erster Hand ausmerzen.

Darüber hinaus gibt es noch einen

zweiten wichtigen Bereich, den

die Einheimischen kaum kennen:

Motoren Bauer verkauft, vermietet,

wartet und repariert auch Stromerzeuger.

Die reichen vom Riesengroßen,

der bei flächendeckendem

Stromausfall ein ganzes Krankenhaus

versorgt, bis hin zum kleinen

Kompakten für den Strandurlaub

auf dem Campingplatz.

Regelmäßigen Urlaub haben sich

auch die Mitarbeiter der dritten

Firma unter dem Dach der Bauer

Gruppe verdient: BTS Turbo heißt

sie und ist deutschlandweit führend

im Vertrieb von Turboladern

für den freien Ersatzteilmarkt.

Turbolader sind längst nicht nur

in dieselbetriebenen Fahrzeugen

verbaut. Auch in weit über

75 Prozent der Benziner werden

diese Bauteile heute verwendet.

Zur Erklärung: Mit einem „Turbo“

am Verbrennungsmotor wird

bei gleichen Abgaswerten höhere

Leistung erzielt. Das ist gefragt

wie selten zuvor, weil im Umkehrschluss

dadurch bei gleicher Leistung

ein kleinerer Motor verbaut

werden kann. Rund 40 000 Turbolader,

vom Smart bis zur Lokomotive,

verkauft BTS Turbo pro Jahr in

ganz Europa. „10 000 haben wir

bei uns immer auf Lager“, sagt

Barbara Christ, die neben dem

Maschinenbau, den Motoren und

Vom Kleinwagen über Transporter bis hin zum Nutzfahrzeug: Motoren

Bauer repariert alles, was mindestens vier Räder hat.

den Turboladern auch größten

Wert auf Umweltschutz legt.

Zahlreiche Umweltpreise

für Energieeffizienz

Zahlreiche Preise hat die Bauer

Unternehmensgruppe seit dem

Einbau einer Dunkelstrahlheizung,

einer intelligenten LED-

Beleuchtung und einer speziellen

> > > INFORMATION

Tag der offenen Tür

Wärmedämmung bekommen.

„Damit konnten wir den Energieverbrauch

von 2008 bis heute um

40 Prozent senken“, sagt Lindner,

der besonders stolz auf eine Auszeichnung

der Deutschen Energie

Netzagentur (dena) ist. Das deutsche

Kompetenzzentrum für Energieeffizienz

kürte die Weilheimer

Unternehmensgruppe auf Platz

zwei, direkt hinter Lidl. Darüber

haben sich auch die 230 Mitarbeiter

aus 15 verschiedenen Nationen

wahrlich gefreut – und zwar gemeinsam.

Trotz zahlreichen Migrationshintergründen

gab es bei

„Bauer“ nicht ansatzweise Probleme

mit Ausländerfeindlichkeiten.

„Ganz im Gegenteil“, sagt KFZ-

Bereichsleiter Andreas Möller, der

von „kostenlosen Sprachkursen“

und „extremer Hilfsbereitschaft“

regelrecht schwärmt. Einige seiner

Mitarbeiter haben sich vorgenommen,

den insgesamt fünf Flüchtlingen

(davon drei Azubis) jeden

Tag ein neues Wort beizubringen.

Für solch eine Hilfsbereitschaft,

Weltoffenheit und gleichzeitige

Verwurzelung mit der Region war

schon Ernst Bauer bekannt, der

sich 1950 mit seinem gegründeten

Unternehmen in Weilheim niedergelassen

hat. Mit seiner innovativen

Denkweise hat er den Grundstein

für drei stabile, flexible und

äußerst kompetente Firmen unter

einem Dach geschaffen – dem der

Unternehmensgruppe Bauer. js

Die Bauer Unternehmensgruppe, Paradeisstraße 56 in Weilheim,

gewährt am Samstag, 8. Juli, tiefe Einblicke in alle drei Firmen.

Geöffnet sind die Pforten von 10 bis 16 Uhr. Für leibliches Wohl und

Unterhaltung ist bestens gesorgt.

mai / juni 2017 | 35

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Hypnose-Therapeut Peter Phillip Koss und seine Hypno-Active-Methode

„Hat nichts mit Esoterik zu tun“

Tassiloland I In nur drei Stunden

zum Nichtraucher. Mit diesem Seminar

erlangte Peter Phillip Koss

bundesweite Bekanntheit. Der

Murnauer, geboren in Nordrhein-

Westfalen, aufgewachsen in Spanien

und Brasilien, tourt seit 25

Jahren als Hypnose-Therapeut

durch den deutschsprachigen

Raum. Im „tassilo“ spricht er über

diesen außergewöhnlichen Beruf

und verrät das Erfolgsrezept von

„Hypno-Active“.

Herr Koss, im Grunde dreht sich

bei Ihrer Arbeit alles ums Unterbewusstsein

des Menschen. Wie

würden Sie dieses „nicht Sicht- und

Greifbare" beschreiben?

Im Unterbewusstsein des Menschen

sind viele Erfahrungen abgespeichert,

die durch regelmäßige Wiederholungen

irgendwann zu festen

Mustern erstarren und schließlich

zur Gewohnheit werden. Klassisches

Beispiel: Die Zigarette nach

dem Essen. Oder Frustessen, das

sehr

schnell zu Übergewicht führt.

36 | tassilo

Ihre Seminare zum Nichtraucher

und Abnehmen sind allseits bekannt.

Wie laufen die ab?

Hauptübung des Seminars ist das

Hinterlegen besprochener Inhalte.

Also zum Beispiel nicht mehr Rauchen

wollen, gezielt abnehmen

und schlank bleiben. Diese Vorsätze

müssen dann im Unterbewusstsein

gefestigt werden.

Innerhalb eines dreistündigen Seminars?

Ja. Die Teilnehmer gehen tatsächlich

rauchfrei aus dem Seminar.

Damit dieser Erfolg auch von Dauer

bleibt, bekommt jeder Teilnehmer

eine spezielle Therapie-CD

mit nach Hause, mit der er durch

das tägliche Üben die Vorsätze immer

weiter vertieft und festigt. Bei

den meisten Teilnehmern wurde

das Wunschziel nach nur 30 Tagen

dann erreicht.

Das gilt übrigens auch für das

Abnehm-Seminar, wobei da die

CD eine Woche länger angehört

t. wird.

Klingt beeindruckend. Wie fallen

die Rückmeldungen der Kurs-Teilnehmer

aus?

Da sehr viele Teilnehmer ihr Ziel

erreichen, kommen meistens auch

sehr positive Rückmeldungen auf

mich zu. Sollte ein Teilnehmer

das Nichtrauchen oder Abnehmen

nicht zufriedenstellend erreichen,

darf er jederzeit und kostenlos

an einem Wiederholungsseminar

teilnehmen. Wenn auch das

keinen Erfolg bringt, begleite ich

den Kunden so lange, bis er sein

Wunschziel erreicht hat.

Bei allem Erfolg. Es gibt auch einige

Bürger, die ihrer Therapie sehr

skeptisch gegenüberstehen, sie als

esoterisch bezeichnen. Wie argumentieren

Sie dagegen?

Ganz sachlich, weil moderne Hypnose

schlichtweg nichts mit Esoterik

zu tun hat. Zahnärzte arbeiten

mit Hypnose gegen Schmerzen,

Psychologen gegen Ängste. An der

Uniklinik in Regensburg werden

sogar Gehirnoperationen anstatt

mit Narkose in Hypnose durchgeführt.

Währenddessen kann sich

der Operateur mit dem Patienten

sogar unterhalten – wohl der beste

Beweis, dass Hypnose weit weg von

Esoterik ist.

Sie machen am 24. Juni Station im

Parkhotel Bad Bayersoien. Auf dem

Programm stehen nicht ihre zwei

Klassiker, das Nichtraucher- und

Abnehmprogramm. Sie laden dort

zu einem Intuitions-Seminar. Was

muss man sich darunter vorstellen?

Ich bezeichne Intuition als innere

Weisheit, als Bauchgefühl,

das jeder Mensch in sich trägt. In

meinem neuen Seminar geht es

darum, wie wir Intuition optimal

im Alltag einsetzen. Zum Beispiel,

um privat oder beruflich einfacher

die richtigen Entscheidungen zu

treffen.

Hört sich vielversprechend an. Wie

läuft das Intuitions-Seminar ab?

Bei diesem Seminar aktivieren

wir das innere Werkzeug der Intuition,

das sogenannte Bauchgefühl,

das von Natur aus in uns

angelegt ist, wir aber manchmal

aus verschiedenen Gründen nicht

optimal nutzen. Viele Menschen

sind sehr kopflastig erzogen. Speziell

wir Männer orientieren uns

meistens nur an Tatsachen und

wägen Fakten ab. Mittlerweile ist

aber bekannt, dass die besten Entscheidungen

immer dann getroffen

werden, wenn die Intuition mit

eingebunden wird.

Das funktioniert wie?

Im Grunde mit ähnlichen Methoden

wie beim Nichtraucher- oder

Abnehm-Seminar. Nur dass ich

eben diesmal das Bewusstsein des

Bauchgefühls in die Köpfe der Leute

rufen möchte.

Sie betreuen auch Promis,

Sportler und Führungspersonen

aus der

Wirtschaft. Was haben

die für Ziele?

Da geht es oft um bessere

Konzentration,

optimale Arbeitseffizienz

oder gesunde

Leistungssteigerung.

Aber auch um das

Abbauen innerer Blockaden,

mehr Selbstbewusstsein

oder

Selbstliebe und höhere

Stressresistenz.

Auch das erreichen wir alles über

Hypno-Active, so heißt meine Hypnose-Therapie.

Allerdings nicht in

Gruppen wie bei den Seminaren,

sondern mittels Einzelcoaching,

das auch Ihre Leser jederzeit bei

mir buchen können.

Mehr als 50 000 Menschen haben

Sie inzwischen erfolgreich therapiert.

Was war ihr bislang größter

Erfolg?

Das ist echt schwer zu sagen.

Vielleicht der mit einem österreichischen

Unternehmer, dem ich

zuerst akute Kettenraucherei und

danach ein massives Alkoholproblem

abgewöhnen konnte. Und

dann gibt es noch einen Mann,

der durch mein Hypno-Active unglaubliche

53 Kilo abgenommen

hat, mittlerweile sogar Kampfsport

betreibt. Dabei kann ich mich noch

gut daran erinnern, wie er sagte:

„Früher habe ich es nicht mal geschafft,

alleine aus dem Sessel zu

kommen.“ Ich glaube schon, dass

ich das Leben dieses Mannes positiv

verändern konnten – das macht

mich ehrlicherweise auch stolz. js

> > > SEMINARE IN DER REGION

NICHTRAUCHER – 3-Stunden-Seminar

22. Mai, 18.30 Uhr Weilheim, Stadthalle

19. Juni, 18.30 Uhr Peiting, SparkassenSaal

WUNSCHGEWICHT leicht erreicht

23. Mai, 18.00 Uhr Weilheim, Stadthalle

20. Juni, 18.00 Uhr Peiting, SparkassenSaal

INTUITION denke nicht – spüre!

24. Juni, 15.00 Uhr Bad Bayersoien, Parkhotel

Weitere Infos auf www.hypno-active.com


Zweites Festival am Stadtplatz

Streetfood im Herzen Penzbergs

Penzberg | Streetfood – übrigens

ist auch die Schreibweise „Street

Food“ möglich – ist längst mehr

als nur ein Geheimtipp. Steetfood

ist Trend, auch wenn es keine aktuelle

Erfindung ist, sondern eine

jahrhundertealte Tradition aufweist.

Lediglich die Bezeichnung

ist neu, und dass es zu einem

weltweiten Phänomen geworden

ist. Beim Streetfood werden die

Speisen zumeist aus mobilen Verkaufsständen,

den „Food-Trucks“,

oder auf Märkten und Festen verkauft.

Mittlerweile gibt es in zahlreichen

deutschen Städten ganze

Streetfood-Festivals. Hungrige

Menschen können in der Regel bei

der Zubereitung von Burger, Burrito,

Wrap und Co. zusehen und

diese sofort verspeisen. Oftmals

sind sowohl Preise als auch Portion

gemäßigt, damit man mehr

vom kulinarischen Angebot hat.

Prinzipiell eignet sich so gut wie

alles als Streetfood. Viele bekannte

Imbiss- oder Fastfood-Klassiker

überraschen heutzutage in neuem

Gewand. Da werden aus gewöhnlichen

Pommes aus der Tüte

mehrfach frittierte Süßkartoffel-

Fritten, oder aus dem Hamburger

ein Pulled-Pork-Burger mit zuvor

ausgiebig in hausgemachter

Gewürzmischung mariniertem

Fleisch. Der Phantasie scheinen

keine Grenzen gesetzt und durch

die Kreativität der „Streetfood-

38 | tassilo

Artists“ kommen neue Trends und

fremde Einflüsse nach Deutschland.

Zum zweiten Mal

in Penzberg

Essen ist längst eine Lebenseinstellung

und mittlerweile weit

mehr als das Grundbedürfnis der

Nahrungsaufnahme. Die Frage,

wie man sich über seinen bewusst

gewählten Ernährungsstil definiert

und präsentiert, ist da weitaus

interessanter.

Am Samstag, 20. Mai, und Sonntag,

21. Mai, lädt die „Streetfood-

Family“ nach Penzberg zum

kulinarischen Entdecken der internationalen

Straßenküche ein. Egal

ob Food-Truck oder Restaurantbesitzer

– auf dem Stadtplatz kommen

Größen aus der Streetfood-

Szene zusammen und freuen sich,

Besucher aus Nah und Fern mit

ihrer Kochkunst zu verwöhnen.

Das Streetfood-Festival findet,

nach der erfolgreichen Premiere

mit rund 7 000 Besuchern im vergangenen

Jahr, zum zweiten Mal

im Herzen Penzbergs statt. In den

Trailern bereiten die „Streetfood-

Artists“ am Samstag von 11 bis 22

Uhr und am Sonntag von 11 bis 20

Uhr internationales Essen zu. „Von

vegan über Wildfleisch-Burger,

Indisch, Steaks, Langos, Kartoffelchips,

Fleischspieße, BBQ, bis

hin zu einem Bayrisch-Foodtruck,

Thai-Wok, Café Mobil, Schokodöner,

Crêpe und vieles mehr“, gibt

Veranstalter Marcel Harsányi einen

Ausblick auf das vielfältige Essensangebot.

Am Sonntag können

Besucher zudem von

10 bis 18 Uhr durch den

Maimarkt oder die Geschäfte

– es ist verkaufsoffener

Sonntag von 13

bis 17 Uhr – flanieren

und sich zwischendurch

auf dem Festival

bei einem der knapp

20 „Essens-Aussteller“

stärken. Ein kleiner Krämermarkt

mit „fliegenden

Händlern“ und eine Band,

die am Samstagabend zur

Unterhaltung beiträgt, runden

das Streetfood-Festival

in diesem Jahr ab. Schlemmen

in bester Gesellschaft

sozusagen.

tis

> > > GUTSCHEIN-VERLOSUNG

„tassilo“ verlost für das Penzberger Streetfood-Festival am Wochenende

des 20. und 21. Mai drei Schlemmergutscheine, jeweils

im Wert von 30 Euro. Wer sich über das reichhaltige kulinarische

Angebot hermachen möchte, schickt eine Postkarte mit dem Stichwort

„Streetfood“ an „tassilo“, Birkland 40, 86971 Peiting oder eine

E-Mail an info@tassilo.de. Das Los entscheidet, der Rechtsweg ist

ausgeschlossen. Einsendeschluss ist der 15. Mai 2017. Wir wünschen

viel Glück und guten Appetit.


Zweite Kunstmesse in der Weilheimer Stadthalle

Von Bildhauerei bis meditativem Video

Weilheim | Hochqualifizierte und

begabte Künstler aus Nah und

Fern stellen Ende Juni ihre zeitgenössischen

Werke auf der Weilheimer

Kunstmesse aus. Für das

Event wurde extra eine eigene

Jury einberufen, die im Vorfeld 90

Bewerbungen unter die Lupe genommen

hatte – und aussortierte.

Zwei Bildhauer, ein Maler, eine

Kunsthistorikerin sowie der Leiter

des Weilheimer Museums haben

sich letztlich auf knapp 60 Aussteller

festgelegt. „Wir achten ganz

bewusst auf einen professionellen

oder zumindest sehr aktiven Werdegang,

auf Menschen, die großen

Wert auf das legen, was sie

tun“, sagt Organisatorin Andrea

Kreipe. Kurzum: Auf der Weilheimer

Kunstmesse (von Freitag, 23.

Juni, bis Sonntag, 25. Juni) darf

nicht jeder selbsternannte Hobby-

Künstler seine Arbeiten zur Schau

stellen. Die Künstler kommen bis

aus Halle, Dresden, Siegen. Aber

auch aus Schongau, Peiting, dem

Tölzer und natürlich Weilheimer

Raum.

Bildhauerei, Objekt-Arbeiten aus

Beton oder Kunststoff, Fotografie,

Malerei, Grafiken: Die Weilheimer

Kunstmesse wird sehr abwechslungsreich,

deckt das breite

Spektrum zeitgenössischer Kunst

ab. „Diese Vielfalt kommt bei den

Besuchern hoffentlich so gut an

wie beim ersten Mal“, sagt Kreipe.

2015, als sie gemeinsam mit Messeleiter

Marinus Wirtl und Helfern

die erste Weilheimer Kunstmesse

ins Leben rief, wurden 2 000 Besucher

gezählt. „Das war für uns

überwältigend, mit so großem

Andrang hätten wir niemals gerechnet.“

Aber das zeige auch, wie

wichtig den Leuten aus der Region

Kunst sei, die in vielen Fällen mit

der hiesigen Geschichte tief verwurzelt

ist.

Freier Eintritt

für die Jugend

Insbesondere erhoffen sich die

Künstler selbst, die an allen drei

Tagen vor Ort sein werden, einen

Vorteil dieser Messe, die ihnen

nicht ganz günstig kommt. Die

Standgebühr beträgt je nach Größe

320 bis 400 Euro. Eine Investition,

die sich vor zwei Jahren für

den ein oder anderen durchaus

gelohnt hat. Damals wurden die

Werke von den Besuchern nicht

nur bestaunt, sondern auch gekauft.

Kleinere im Wert von 150

Euro, aber auch größere für eine

stolze Summe von 5 000 Euro. Wie

wertvoll die diesjährigen Ausstellungsstücke

sind, kann Kreipe

nicht wirklich vorhersagen, „weil

den Preis jeder Künstler selbst

festlegt“. Derweil fix sind die fünf

Euro Eintritt, wobei Kinder, Schüler

und Studenten umsonst die

Stadthalle betreten dürfen. Junge

Leute bekommen freien Zugang,

„weil wir ihnen ganz besonders

Kunst näher bringen wollen“.

Passend dazu auch das Motto der

Messe: „Der Auftrag, das Erbe zu

erhalten und die zeitgenössischen

Künste zu fördern, ist Anspruch

und Verpflichtung.“

> > > INFORMATION

Unter anderem mit einer meditativen

Video-Show – das Highlight

der Kunstmesse. Darin werden

außergewöhnliche Bilder gezeigt,

kombiniert mit zum Motiv passender

Entspannungsmusik. Und

zwar nicht in der voller Trubel steckenden

Halle, sondern in einem

kleineren Raum im Untergeschoss

bei gedimmtem Licht. „Das ist vor

allem dann zu empfehlen, wenn

man in der Halle zu viele Eindrücke

gesammelt hat, nicht mehr

aufnahmefähig ist“, sagt Kreipe.

Als willkommener Ausgleich zur

Bildhauerei und Fotografie dient

auch eine leckere Mahlzeit. Damit

Künstler und Besucher nicht

verhungern, werden neben Kaffee

und Kuchen an allen drei Tagen je

drei Mittagsgerichte angeboten. js

Die 2. Kunstmesse in der Stadthalle Weilheim (Wessobrunner

Straße 8) beginnt am Freitag, 23. Juni und endet am Sonntag, 25.

Juni. Die rund 60 Künstler, die sich um einen Ausstellungsplatz

bewerben mussten, stammen aus ganz Deutschland.

Öffnungszeiten: Freitag und Samstag von 11 bis 20 Uhr, Sonntag

von 11 bis 18 Uhr.

mai / juni 2017 | 39


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Marienkäfer e.V. – Begleitung bei Verlusterfahrungen

Jugendlichen und Kindern

Trauer ermöglichen

Aidenried/Pähl I Wo Marienkäfer

sind, da ist auch Glück. Man sagt

ihnen Nützlichkeit nach, sie seien

ein Geschenk der heiligen Maria.

Deren Tugenden, darunter Besonnenheit,

Tapferkeit und Mut,

Glaube, Hoffnung und – natürlich

auch Liebe – assoziiert man mit

diesem beliebten Krabbeltier. Marienkäfer

nennt sich ebenfalls ein

ehrenamtlicher Verein mit Sitz in

Aidenried, der es sich zur Aufgabe

gemacht hat, Kindern und Jugendlichen,

jungen Erwachsenen

und deren Angehörigen begleitend,

beratend und unterstützend

zu helfen, wenn ein Elternteil oder

beide Eltern von einer schweren

Krankheit betroffen sind, im Koma

liegen, an einer zum Tode führenden

Krankheit leiden, aber auch

durch Unfall, Suizid oder andere

unnatürliche Umstände verstorben

sind.

All diese Aufgabenbereiche des

ehrenamtlichen Vereins sind erst

einmal harter Tobak. Hat die Gesellschaft

in heutiger Zeit den

natürlichen Umgang mit dem

Sterben, dem Tod allgemein fast

verlernt – oder zumindest gut

verdrängt, trifft die Erfahrung des

Sterbens engster Bezugspersonen

gerade Kinder und Jugendliche

vollkommen ungefiltert. Dem Tod

Worte, ein Gesicht, überhaupt

eine bezwingbare Größe zu geben,

ist eines der Anliegen, dem

sich der Verein widmet. Hinter

Marienkäfer e.V. steht Gründerin

und zweite Vorsitzende Gudrun

Huber. Jahrelange Erfahrung

als ausgebildete Erwachsenentrauerbegleiterin

und klinische

Tanathologin (Verstorbenenversorgung)

hat sie 2007 dazu bewogen,

eine eigene Akademie zu

gründen mit dem Auftrag, eine

veränderte Einstellung zum Tod

in der Gesellschaft zu etablieren.

Besonders der Umgang mit Kindern

zum Thema Sterben bleibt

auf der Strecke, konnte Gudrun

Huber erkennen. Seit zehn Jahren

bildet sie nun Menschen auf diesem

Gebiet in ihrer Akademie am

Fuße des Ammersees aus. Zu ihr

kommen Hospizbegleiter, Pädagogen

und Erzieher; dass sich etwas

tut auf diesem Gebiet, belegen

Buchungszahlen. „Als ich meinen

ersten Kurs angeboten habe, kamen

drei Personen“, erinnert sich

Huber. Zwischenzeitlich bietet sie

Wir beraten Sie gerne:

40 | tassilo


egelmäßig zweimal im Jahr das

Curriculum Trauerbegleitung an –

Tendenz steigend.

Mehr als Motivation

und warme Worte

Und auch der über die Akademie

gegründete Verein wächst. Mittlerweile

kann sie auf ein Netzwerk

von 15 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen

(„der Umgang mit

dem Tod ist nach wie vor ein eher

weibliches Thema“) zugreifen, die

allesamt im Bereich Kindertrauerbegleitung

von ihr in über 300

Unterrichtseinheiten ausgebildet

wurden. Darüber hinaus haben

alle ihrer Helferinnen weitere

Ausbildungen im Bereich psychologischer

Beratung, Paartherapie,

Sozialberatung oder Psychotherapie

vorzuweisen. Trauerbegleitung

ist ein Respekt einflößendes Aufgabenfeld,

und wenn es sich vorrangig

um Kinder handelt, braucht

es dazu mehr als warme Worte,

Trost und Motivation. Kontakt zu

betroffenen Familien bekommt

Marienkäfer e.V. über Palliativstationen

der Krankenhäuser, über

Jugendämter oder Hospize. „Es ist

grausam für sterbende Eltern, ihre

Kinder zurücklassen zu müssen“,

sagt Gudrun Huber. Umso mehr

ist eine begleitende Unterstützung

eine Hilfestellung für beide Seiten,

die verbleibende Zeit so störungsfrei

wie möglich miteinander erleben

zu können. „Fragen Sie eine

Fünfjährige, wo die verstorbene

Mama nun ist, dann hören sie

eine Geschichte voller Fantasie

und Emotionen“, erzählt Gudrun

Huber. Bei Jugendlichen sehe das

ganz anders aus. Sie versuchen

oft verzweifelt, die Alltagsstruktur

aufrecht zu erhalten, wenn sie die

Mutter oder den Vater in Trauer

erleben. Sie wollen trösten, sie

aus dieser Trauer herausholen.

Das kostet Kindern und Jugendlichen

immense Kraft. In diesen

Situationen unterstützend zur Seite

stehen zu können, macht Gudrun

Huber froh. Denn gesprochen

werden muss nun einmal über

den Tod. „Die Kinder einen Tag

vorher zu informieren, kann fatale

Folgen haben“, sagt sie. „Gerade

das Abschiednehmen ist eine Ressource,

die Kindern später Kraft

geben kann.“

Gudrun Huber führt die Erstgespräche

mit den betroffenen Eltern.

Dann entscheidet sie, welcher

Helfer zum Umfeld passt, wie

die Begleitung aussehen könnte

und was die Familien überhaupt

zur Bewältigung brauchen. „Nicht

alle Jugendlichen wollen die Begleitung

jede Woche sehen“, erklärt

Gudrun Huber. Die Kinder

entscheiden selbst; sie sollen da

sein, wenn die Marienkäfer-Mitarbeiter

kommen, müssen aber

nicht bleiben. Ist ein Kontakt zur

Familie hergestellt, werden regelmäßige

Besuche besprochen.

Sie dienen als vertrauensbildende

Maßnahme, da wird gemeinsam

gebastelt und gemalt, werden

Spiele oder Sport gemacht und

hinaus ins Freie gegangen. Auch

die Eltern profitieren von der Situation;

haben sie selbst Angst, fällt

das bei Kindern sofort auf fruchtbaren

Boden. Ein Aussprechen

ist für Kinder Entlastung und hilft

ihnen, besser mit allem umgehen

zu können.

Natürliche Integration

des Todes in den Alltag

Gudrun Huber kann erschütternde

Fallbeispiele nennen. Wenn plötzlich

der Ernährer wegfällt, eine

Mutter in der Schwangerschaft

aufgrund einer Depression

Suizid begeht,

Kinder betroffener Eltern

plötzlich selbst unheilbar

krank werden, dann zeigt

sich die Realität in harten

Bildern. Eine natürliche

Integration des Todes

kann dennoch möglich

sein. Kinder sind von Natur

aus lebensbejahende

Wesen. So bleibt der Verein auch

mit Familien über längeren Zeitraum

in Kontakt, da Kinder und

Jugendliche bei der Trauerarbeit

durch unterschiedliche Entwicklungsstufen

gehen. „Jetzt ist vielleicht

eine Stabilität zu erkennen“,

fasst Huber zusammen, „doch

wenn ein neuer Schub kommt,

sind wir wieder da.“

Helfen kann Kindern bei der

Trauerbewältigung eine Erinnerungsarbeit.

Die Vereinsmitarbeiter

erstellen gemeinsam mit

ihnen Fotoalben und -bücher

oder helfen bei der Errichtung

einer Erinnerungsecke im eigenen

Zimmer. „Wir basteln Karten

mit Ressourcen, auf die Kinder im

Notfall zugreifen können“, erzählt

Gudrun Huber. An einer bunten

Schnur im Zimmer aufgehängt,

sind darauf einfach umzusetzende

Vorschläge zu finden. Vielleicht

ein Pferd, wenn das Kind gerne

reiten geht, die Oma oder Malstifte

sind darauf abgebildet. Zusätzlich

unterstützt der Verein auch

finanziell, wenn besondere Umstände

das erfordern. Da wird einer

verwitweten Mutter das Heizöl

bezahlt, wird einem mittlerweile

selbst tödlich erkrankten Jungen,

der frisch seinen Vater verlor, eine

Ballonfahrt ermöglicht. Für all das

werden Spenden benötigt; auch

die Fahrkostenerstattung und die

Organisationsarbeit des Vereins

werden damit beglichen. Jüngst

konnte einem traumatisierten

Kind geholfen werden. Marienkäfer

e.V. übernahm die Kosten für

eine Reittherapie.

rp

> > > INFORMATIONN

Marienkäfer e.V.

Gudrun Huber, Hohe Rainäckerstr. 15,

82396 Aidenried/Pähl,

Telefon: 08808 / 9247595,

E-Mail: kontakt@marien-kaefer.org

Internet: www.marien-kaefer.org

mai / juni 2017 | 41

Gemeinsam

für Tradition

und Zukunft.

Wir, die Sparkassen Schongau

und Weilheim haben uns

zusammengeschlossen.

Als Sparkasse Oberland bleiben

wir Ihre verlässliche und vertraute

Sparkasse. Auch in Zukunft.

sparkasse-oberland.de


Starnberger Tierheim – derzeit mit 100 Kaninchen

Sozialpädagogische Fähigkeiten

für Hund und Herrchen

Starnberg | Von zuckersüßen Eichhörnchen-Babys

bis zum bissigen

Schutzhund: 280 Haus-, Klein- und

Wildtiere sind derzeit im Starnberger

Tierheim untergebracht. „Damit

sind wir fast voll“, sagt Leiterin

Christine Hermann, die insgesamt

Platz für 300 Tiere hat. Selten allerdings

waren dieumlichkeiten

mit derart vielen Kaninchen

besetzt. Der Grund: Ende 2016

meldeten aufmerksame Nachbarn

einen Tier-Messi. Gefunden

wurden 78 Häschen, gefangen in

einem völlig verwahrlosten Stall.

„Solche Animal-Hoardings sind

mit die härtesten Fälle, die wir so

haben“, sagt Hermann, die mit ihrem

Team alle 78 Zwerghasen aufgenommen

hat, sich inzwischen

sogar um 100 Stück kümmert.

„Weil einige davon trächtig waren

und bei uns ihre Jungen geboren

haben“.

Allein der Hasen wegen hat das

15-köpfige Tierheim-Team in Teilund

Vollzeit, bestehend aus Pflegern,

Verwaltern und Hausmeistern,

alle Hände voll zu tun. Hinzu

kommt die Arbeit für 20 Hunde,

35 Katzen sowie jede Menge

Eichhörnchen, Meerschweinchen,

Mäuse, Siebenschläfer, ein Käfig

voller Wellensittiche und zwei Kanada-Gänse,

die nach monatelanger

Stallverordnung (Vogelgrippe)

endlich wieder an den idyllischen

Teich dürfen. „Das war für die

beiden eine harte Zeit“, sagt Hermann,

die dort unten zwischen

Fichtenbaum und Wiese auch immer

wieder junge oder verletzte

Schwäne annimmt, sie groß oder

wieder gesund pflegt.

Wunsch nach modernem

Hundehaus

Garten mit Teich: Speziell über die

schneefreie Zeit haben es nicht

nur Gans und Schwan so richtig

schön im Starnberger Tierheim.

Auch Hunde dürfen aus ihren Einzelboxen

im Gebäude hinaus ins

saftige Grün. Im Optimalfall in ein

größeres Gemeinschafts-Gehege,

da Gruppenhaltung für die Tiere

wesentlich wertvoller als Einzel-

Tierhaltung sei. „Deshalb bräuchten

wir auch dringend ein neues

Hundehaus“, sagt Hermann, die

von den Einzel-Zwingern nicht

wirklich begeistert ist. Doch wie

den meisten Tierheimen fehlt es

auch dem Starnberger an ausreichend

Platz und Geld für ein neues

Gebäude.

Personal, Energie, Futter, Tierarztbehandlungen...

Mehr als 700 000

Euro braucht das Starnberger

Tierheim im Jahr. Kein Wunder,

dass Vereinsvorsitzender Thomas

Fischer stets händeringend auf der

Suche nach neuen Mitgliedern ist.

Derzeit sind es rund 1 400. Darüber

hinaus finanziert sich der Verein

über Spenden, Erbschaften und einer

Fundtierpauschale, die derzeit

bei 70 Cent pro Einwohner liegt.

Zur Erklärung: Für Fundtiere sind

gesetzlich die Gemeinden verantwortlich.

Da ihnen n

Tierheime diese Arbeit

abnehmen, ist als Gegenleistung

eine jährliche

Pro-Kopf-Pauschale

fällig. Für das Starnberger Heim

sind das in Summe etwa 90000

Euro. „Gemessen an unseren Gesamtkosten

deutlich zu wenig“,

sagt Fischer, der im Laufe der Jahre

zwei Seiten der Menschen kennengelernt

hat. Sehr hilfsbereite

und tierliebe – dazu gehören auch

die vielen ehrenamtlichen Helfer,

die regelmäßig alle Tierheimtiere

mit viel Zuwendung und Liebe

verwöhnen. Und die, „die für Tiere

überhaupt nichts übrig haben“.

Mensch entfernt

sich zunehmend

Speziell letztere haben in Sachen

Tieradoption ganz schlechte

Karten. Wer Hund, Katze, Meerschweinchen

oder Kaninchen

möchte, muss dafür auch geeignet

sein, es wirklich ich wollen.

Heißt: Ausreichend und passenden

Platz für die Tiere, aber auch

regelmäßig Zeit zum Füttern und

Gassi gehen haben. „Das wird von

uns auch geprüft“, sagt Christine

Hermann, die ihren Beruf aufgrund

ständiger Abwechslung

so sehr schätzt. Einerseits ist die

Liebe zu den Tieren aus pflegerischer

und medizinscher Sicht

gefragt. Dann die Büroarbeit für

Heimverwaltung und Tiervermittlung.

Und andererseits die ständige

Kommunikation mit „total

unterschiedlichen Menschen“.

Unter anderem dieses Überprüfen

auf Tauglichkeit, wofür die Neu-

Besitzer in deren Zuhause besucht

werden. Und, wenn auch selten,

auch mal mit einer Abfuhr rechnen

müssen. „Weil der Mensch

sich von der Natur immer weiter

Das Markenzeichen des Starnberger Tierheims ist der schöne Garten mit

Teich für Wasservögel, Fichten für Eichhörnchen und Auslauf für Hunde.

42 | tassilo


entfernt“, ernt“ sagt Hermann, bezogen

en

auf die virtuelle Welt in Smartphones

und Tablets. Viele würden ins

Tierheim kommen und erwarten,

egal um welche Art und Rasse es

sich handelt, dass das Tier bestens

erzogen ist. Dabei sei die Erziehung

eines Haustieres „im Grunde

nie abgeschlossen“. Hermann und

ihre

Mitarbeiter i er brauchen in solchen

Fällen sozialpädagogische

Fähigkeiten für Mensch und Tier.

Schutzimpfungen

für alle Tiere

Derweil garantiert ist die Gesundheit

der Tierheim-Tiere. In enger

Zusammenarbeit arbe

mit

Tierärzten

rzte

werden die oft traumatisierten

und körperlich sehr geschwächten

Fundtiere wieder aufgepäppelt

und durch regelmäßige Streicheleinheiten

und optimal abgestimmtes

Futter auf Vordermann

gebracht. Unter anderem die 78

beziehungsweise 100 Kaninchen,

für deren Impfung auf einen

Schlag 11000 Euro fällig wurden.

Das sind für uns schon heftige

Ausgaben“, sagt Fischer, der umso

mehr

hofft, ft dass

auch die süßen Kaninchen allesamt

neue, tierliebe Besitzer finden.

„Denn Katzen gehen bei uns

immer.“ Und auch die Adoptions-

Quote bei Hunden sei mit 98 Prozent

sehr zufriedenstellend.

Einzig die zwei (noch) bissigen

Herdenschutzhunde finden verständlicherweise

schon seit längerem

keinen Abnehmer. Woher

die kommen? „Es gibt immer wieder

Leute, die solche Hunde aus

dem Urlaub mitbringen,

inge

dann feststellen, dass sie deren

Ansprüchen nicht gewachsen

sind und sie dann bei uns abgeben“,

sagt Hermann. Streuner aus

fremden Ländern sind die größte

Herausforderung für das Starnberger

Tierheim-Team. Wobei die

zuckersüßen Eichhörnchen-Babys

bei fünf Fläschchen Milch am

Tag nicht wirklich weniger Pflege

brauchen.

js

mai / juni 2017 | 43


KOBE – neu im Weilheimer Landratsamt

Eigene Anlaufstelle

fürs Ehrenamt

6. Mai 12 bis 18 Uhr Hausmesse

Deutschland - Österreich

Weilheim | Jeder zweite Bayer engagiert

sich ehrenamtlich. Zudem

sind vier von insgesamt zwölf Millionen

Menschen im Freistaat an

Freiwilligen-Arbeit interessiert.

Warum diese keine passende

Stelle finden? „Es gibt, vor allem

in den Städten, inzwischen derart

viele Möglichkeiten, die meisten

Bürger wissen gar nicht, wo man

sich überall engagieren kann“,

sagt Utta Pollmeier. Andere wiederum

könnten sich nicht entscheiden,

hadern, wohin sie wohl

am besten passen. „Früher waren

es Feuerwehr, Trachtenverein,

TSV und Pfarrei, die Richtung des

Engagements war sozusagen vorgegeben.“

Heute gebe es in allen

gesellschaftlichen Bereichen ehrenamtliche

Tätigkeiten: Senioren,

Flüchtlinge, Tiere, Natur, Bildung,

Religion, Kinder, Sport, Brauchtum

… Schier unendlich ließe sich

diese Liste fortführen. Nicht nur

deshalb gibt es seit Januar 2017

eine neue Koordinierungsstelle für

Bürgerengagement, kurzgenannt

„KOBE“.

Die Anlaufstelle mit den vier Buchstaben

steht für Beratung, Information

und Vernetzung ehrenamtlicher

Tätigkeiten im kompletten

Landkreis Weilheim-Schongau.

Alleinverantwortlich für das Projekt

ist Sozialgeographin Utta Pollmeier,

37, geboren in München,

seit drei Jahren wohnhaft in Weilheim.

Montag- bis Donnerstagvormittag

sitzt sie in den Räumen des

Landratsamtes an der Stainhartstraße.

Sie beantwortet Fragen,

sortiert Anliegen und greift Ideen

auf, um das Ehrenamt in der Region

weiter zu stärken.

Man spricht von der

„Generation maybe“

Denn trotz dieser zufriedenstellenden

Statistik, wonach sechs

Millionen Bayern ehrenamtlich

tätig sind, stellt nicht nur die

Angebots-Vielfalt eine zunehmend

wachsende Hürde dar.

„Die Gesellschaft hat sich verändert“,

sagt Pollmeier. Sie spricht

von der „Generation maybe, die

sich alles offen halten möchte“. Vor

allem in Sachen Freizeitbeschäftigung.

Früher engagierten sich die

Leute vor Ort. Heute zücken viele

das Smartphone, suchen nach

Therme, Bike-Park, Festival oder

Travel & Work fernab der Heimat.

Zeit für Vereinsarbeit „Dahoam“

würde da für einige schnell zum

44 | tassilo


nervigen Übel. Eine weitere Baustelle:

die vom Arbeitgeber immer

mehr erforderliche Flexibilität

und Belastbarkeit im Beruf.

Ständige Erreichbarkeit, Termine

im Ausland, Arbeitszeiten bis in

die Nacht – das führt zu Stress,

raubt die Freizeit und macht somit

ehrenamtliches Engagement

unmöglich. Wie sich das in den

Vereinen auswirkt? „Die finden

immer weniger Leute insbesondere

für Bereiche mit Verantwortung

wie Vorstandsvorsitzender, Kassier

oder Schriftführer.“

Durch die neue Anlaufstelle erhofft

sich Pollmeier, einen Großteil

dieser ehrenamtlich Interessierten

für bestimmte Aufgaben zu

begeistern. Das muss natürlich

keine Position im Vorstand sein.

Der körperlich geschwächten

Nachbarin beim Einkaufen helfen,

Flüchtlingen die deutsche Sprache

lehren, die Nachwuchsfußballer

am Wochenende zum Punktspiel

fahren. „Da ist für jeden das richtige

dabei.“ Neben der Vermittlung

steht für die Koordinatorin speziell

in den ersten Wochen und Monaten

die Vernetzung und Öffentlichkeitsarbeit

ganz oben auf der

Prioritätenliste.

Fragebogen für

Bürger(meister)

Im Internet finden gemeinnützige

Organisationen einen Fragebogen,

den sie mit all ihren Wünschen

und Ideen ausfüllen und bei

der Koordinierungsstelle Bürgerengagement

einreichen dürfen.

Einen gesonderten Fragebogen

haben auch die insgesamt 34

Bürgermeister bei deren jüngsten

Dienstbesprechung erhalten. Pollmeier

stellte sich den Stadt- und

Gemeindeoberhäuptern vor und

erhofft sich von ihnen umfangreiches

Feedback aus den einzelnen

Ortschaften. Denn eines ist klar:

„KOBE muss absolut bedarfsgerecht

und bürgernah sein.“

Ende 2017 bis Anfang 2018 möchte

Pollmeier das neue Aufgabengebiet

soweit aufgebaut haben, um

auch eigene Projekte in enger Zusammenarbeit

mit Organisationen

und Vereinen ins Leben zu rufen.

Das in sechs Bereiche gegliederte

Konzept steht bereits: Ehrenamtsprojekte,

Fortbildungen für

Ehrenamtliche, Engagementbereite

Bürger sowie gemeinnützige

Einrichtungen informieren und

> > > INFORMATION

Erreichbarkeit der KOBE

Utta Pollmeier sitzt im Landratsamt Weilheim, Stainhartstraße 9 in

82362 Weilheim und ist von Montag bis Donnerstag vormittags erreichbar

unter der Telefonnummer 0881/681-1519 oder per E-Mail:

u.pollmeier@lra-wm.bayern.de.

Weitere Infos auf www.weilheim-schongau.de/ehrenamt.asp.

beraten, Öffentlichkeitsarbeit sowie

Vernetzung und Kooperation

mit den gemeinnützigen Organisationen

im kompletten Landkreis.

Nun besucht Pollmeier diverse

Schulungen, um künftig interessante

Vorträge für Vereine, in etwa

zu Themen wie Versicherungsschutz

oder Mitgliederverträge,

halten zu können. Außerdem

möchte sie eigene Ehrenamtsprojekte

ins Leben rufen. Einige

spannende Ideen hat sie bereits

aus anderen Gegenden aufgeschnappt,

die sicherlich sehr gut

in den Landkreis Weilheim-Schongau

passen. Zum Beispiel EDV-

Kurse von Schülern für Senioren.

Speziell solche Mehrgenerationen-Projekte

seien „eine geniale

Sache, um die Gesellschaft näher

zusammenzubringen“.

„Ehrenamt bringt

Freude und Freunde“

Das kennt Pollmeier auch aus eigener

ehrenamtlicher Erfahrung.

Sie engagiert sich im Elternbeirat

des Weilheimer Kinderhauses

St. Anna. Mai- oder Sommerfest,

Winterfeuer und Kerzengießen

organisieren oder im Frühjahr das

Hochbeet pflegen. „Da fällt wesentlich

mehr Arbeit an, als sich

viele vorstellen können.“ Warum

sie es neben Familie und Job trotzdem

macht? „Weil Ehrenamt Freude

und Freunde bringt – und das

ist unbezahlbar.“

js

82515 Wolfratshausen, Gewerbegebiet Hans-Urmiller-Ring 34

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mai / juni 2017 | 45


Schnell und einfach regionale Produkte und Anbieter finden

Ein Klick zur regionalen Übersicht

Gutes aus der

Metropolregion München

einfach besser finden!

www.besser-regional.eu













Tassiloland | Der Europäische Metropolregion

München (EMM) e.V.

hat im Juni 2015 die Internetplattform

„Besser Regional“ geschaffen.

Ziel des Projektes ist es, die

Suche nach regionalen Produkten

aus der Metropolregion München

und damit auch aus dem Tassiloland

– für den Verbraucher so

einfach wie möglich zu gestalten.

Zudem soll das Bewusstsein für

regionale Produkte geschärft und

heimische Anbieter aktiv unterstützt

werden.

Größeres Bewusstsein für

regionale Produkte

Regionale Produkte sind beliebter

denn je: Kurze Lieferwege und

maximale Frische sind da nur zwei

Argumente. Immer mehr Menschen

setzen auf heimische Produzenten

und unterstützen damit die

regionale Wirtschaft. Doch woher

bekommt man regionale Produkte?

Die vom EMM e.V. geschaffene

Webseite gibt einen übersichtlichen

und detaillierten Überblick

über die regionalen Anbieter.

Neben einem umfangreichen Verzeichnis

heimischer Lebensmittel

und Stromversorger findet sich

hier auch eine Übersicht über Regionalvermarktungsinitiativen

wie

etwa das Netzwerk „Unser Land“,

das für den Erhalt der Lebensgrundlagen

von Menschen, Tieren

und Pflanzen in der Region steht.

Auch eine Liste mit sämtlichen

Wochenmärkten und Hofläden

hält die Seite „Besser Regional“

bereit. Insgesamt sind bereits über

eintausend Bezugsquellen gelistet

– Tendenz steigend, da diese stetig

ergänzt werden. Die Vorstellung

von leckeren Rezeptideen und aktuellen

Ausflugszielen, bei denen

Produzenten häufig einen Blick

hinter die Kulissen erlauben, runden

das Angebot ab.

Service komplett

kostenfrei für die Anbieter

Der Service ist für alle gelisteten

Anbieter komplett kostenfrei und

mit keinerlei Aufwand verbunden.

„Uns geht es darum, die Lebensqualität

der Bevölkerung zu steigern

und die Wirtschaftskraft in

Einklang mit Umwelt und Natur

nachhaltig zu fördern“, so Wolfgang

Wittmann, Geschäftsführer

des Europäischen Metropolregion

München e.V.. Seine Stellvertreterin

Dr. Eva Krumme ergänzt:

„Mit ‚Besser Regional‘ wollen wir

transparent machen, was es in der

Metropolregion München Gutes

gibt und gleichzeitig das Bewusstsein

stärken, dass man mit seinem

Konsumverhalten viel Positives bewegen

kann.“ Schließlich liegt das

Gute oft so nah – ganz besonders,

wenn es um Lebensmittel und andere

Produkte hoher Qualität geht.

In der Metropolregion München

werden diese an vielen Orten mit

großer Sorgfalt hergestellt. Die

Facharbeitsgruppe „Regionale

Produkte“ des EMM e.V. hat daher

die Initiative „Besser Regional“

angestoßen, um die regionale

Wertschöpfung zu stärken und für

den Verbraucher Transparenz in

Sachen Produkte aus der Region

zu schaffen. Wer selbst regionale

Produkte vertreibt oder weitere

Hofläden, Direktvermarkter oder

Ausflugs-Tipps kennt, die noch

nicht auf „Besser Regional“ gelistet

sind, kann sich direkt beim

Verein melden (info@metropolregion-muenchen.eu).

Oder einfach

auf der Webseite vom Angebot des

EMM e.V. selbst überzeugen – ein

Klick genügt.

tis



Einfach reinschauen –

es lohnt sich!

46 | tassilo


M. HASEITL

mai / juni 2017 | 47


Krankenhaus GmbH zertifiziert

Bestens gerüstet gegen Diabetes

Schongau | In Deutschland werden

jährlich etwa zwei Millionen Diabetespatienten

in einer Klinik behandelt.

Sie wollen sicher sein, dass

ihre Grunderkrankung kompetent

berücksichtigt wird, auch wenn sie

sich etwa wegen eines Eingriffs an

Hüfte oder Herz in eine Klinik begeben,

die nicht explizit über eine

diabetologische Fachabteilung verfügt.

Patienten möchten sich darauf

verlassen können, dass ihr Blutzuckerspiegel

bedarfsgerecht überwacht

wird, die Narkose auf ihre

Diabetes-Erkrankung abgestellt ist,

oder Notfallequipment für den Fall

einer Blutzucker-Entgleisung bereit

steht. Diesen Patienten bietet

die Deutsche Diabetes Gesellschaft

(DDG) mit dem Zertifikat „Klinik

für Diabetespatienten geeignet“

eine nützliche Orientierung – das

Zertifikat hilft sowohl Ärzten als

auch Patienten bei der Wahl der

richtigen Klinik. Als 70. Einrichtung

in Deutschland und als fünfte

Klinik in Oberbayern, hat die DDG

die Krankenhaus GmbH Weilheim-

Schongau zertifiziert.

Volkskrankheit Diabetes

Dr. Wilhelm Fischer, Ärztlicher Direktor

am Schongauer Krankenhaus,

zeigt sich hocherfreut über

die Auszeichnung, und dachte

dabei auch an seine Vorgänger

Dr. Eder und Dr. Meier, die das

Projekt einst initiiert hatten. Zu

Ende geführt hat es Claus Holm,

leitender Oberarzt in der Klinik

für Innere Medizin. Er koordinierte

das Projekt „Krankenhaus für

Diabetespatienten geeignet“ auf

ärztlicher Seite. „Diabetes ist eine

Volkskrankheit. Etwa 20 Prozent

der über 60-Jährigen sind betroffen,

also jeder fünfte“, gibt Holm,

der bereits über 30 Jahre Erfahrung

hat, zu bedenken. „Zwei Insuline

und eine Tablette“, so beschreibt er

eine Diabetes-Abteilung in seinen

Anfangszeiten. Das hat sich mittlerweile

selbstverständlich geändert,

eine ganze Palette an Medikamenten

gibt es auf dem Markt. „Ziel

ist es, Diabetikern ein möglichst

normales Leben zu ermöglichen“,

sagt der Oberarzt. Die Zertifizierung

des Hauses sei insbesondere

wegen der Folgeerkrankungen bei

einer Diabetes-Diagnose so wichtig.

Wird ein Patient in der Klinik

stationär behandelt, wird der

Blutzuckerspiegel bereits bei der

Aufnahme gemessen. Es komme

daher gar nicht so selten vor, dass

ein Patient erst hier von seiner Diabetes-Erkrankung

erfährt, obwohl

er mit einem anderen Anliegen ins

Krankenhaus kam. Die Behandlung

inklusive Verpflegung muss bei einem

Diabetiker ganz anders

gesteuert und überwacht

werden, etwa bei der Anästhesie

oder der Nachsorge.

Während eines Aufenthalts

im Krankenhaus Schongau

wird der Blutzuckerspiegel

ständig überwacht. „Wir

können sehen, wann welcher

Patient welchen Blutzuckerspiegel

hat“, erklärt

Diabetesassistentin Gabriele

Kirsten, die eigens für das

Projekt abgestellt wurde.

Ihre Aufgabe bei der GmbH

ist im Zuge der Zertifizierung

zweigeteilt: Einerseits

schult sie regelmäßig das

Pflegepersonal, andererseits

ist sie für die Betreuung der

Patienten mit auffälligen Werten

verantwortlich.

Der Zertifizierungsprozess dauerte

rund zweieinhalb Jahre, nach drei

Jahren erfolgt eine Rezertifizierung.

Sechs Arbeitsanweisungen,

wie etwa das „Wundmanagement“

oder auch das „Entlassungsmanagement“,

müssen umgesetzt

werden. Während des Krankenhausaufenthalts

kann „immer nur

der Anfang im Akutbereich gemacht

werden“, wie Dr. Wilhelm

Fischer verrät. Die erste Säule sei

dann immer die Änderung des Lebensstils,

wobei die Krankenhaus

GmbH auch hier beratend zur Seite

steht.

Spätfolgen

immer im Blick

Diabetes-Patienten müssen besonders

mit der Krankheit zusammenhängende

Spätfolgen im

Blick haben: So können die Augen

schlechter werden, weshalb ein

regelmäßiger Gang zum Augenarzt

unerlässlich ist. Ebenso sollte

ein Augenmerk auf die Füße gelegt

werden. Da Diabetiker ein vermindertes

Schmerzempfinden haben,

können sogenannte Druckstellen

zu einem Problem werden.

Als eine der ersten Kliniken in

Bayern erhielt das Krankenhaus

Schongau nun dieses Zertifikat.

Dr. Wilhelm Fischer erklärt: „Wir

haben an unserer Klinik ein routinemäßiges

Screening auf erhöhte

Glukosewerte. Bei jedem neu

aufgenommenen Patienten wird

sofort Blut abgenommen und die

Blutzuckerwerte werden bestimmt.

Damit werden nicht nur die Diabetespatienten

klar identifiziert,

sondern auch die, deren Diabetes

bislang unentdeckt geblieben ist.“

Die standardisierten Abläufe sind

vorbildlich. Schongau ist eine Klinik,

welche die „Nebendiagnose“

Diabetes ihrer Patienten stets ernst

nimmt und bestmöglich berücksichtigt.

Denn: ein gut eingestellter

Diabetes trägt dazu bei, die Komplikationen

wie Nierenversagen,

Lungenentzündung und Wundheilungsstörungen

zu verhindern.

Die Deutsche Diabetes

Gesellschaft

Die Deutsche Diabetes Gesellschaft

(DDG) gehört mit über

9000 Mitgliedern zu den großen

medizinischen Fachgesellschaften

in Deutschland. Sie unterstützt

Wissenschaft und Forschung, engagiert

sich in Fort- und Weiterbildung,

zertifiziert Behandlungseinrichtungen

und entwickelt

Leitlinien. Ziel ist eine noch

wirkungsvollere Prävention

und Behandlung der

Volkskrankheit Diabetes,

von der Millionen

von Menschen

in Deutschland

betroffen

sind. tis

Sonderveröffentlichung der

Von links: Dr. Wilhelm Fischer (Chefarzt), Claus Holm

(Ltd. Oberarzt), Gabriele Kirsten (Diabetesassistentin),

Anne Ertel (Pflegedienstleitung)


Diätassistentin Nicole Retzer gibt Ernährungs-Tipps

Ein gesunder Lebensstil

Schongau/Weilheim | Viele Personen

verbinden mit dem Thema

„gesunde Ernährung“ Verzicht,

Hunger, Gewichtsverlust – und

damit zunächst einmal negative

Dinge. Dabei sollte man vielmehr

darüber nachdenken, was einem

selbst und dem eigenen Körper

gut tut, und was man eher in Maßen

genießen sollte. Genießen

und Freude am Essen sollten zudem

die Hauptziele eines gesunden

Lebensstils sein. Wichtig ist,

die Themen Ernährung, Bewegung

und Genuss wieder in den

Vordergrund zu stellen. Mit dem

eigenen Handeln kann die richtige

Portionsgröße für die verschiedenen

Lebensmittel ganz leicht erkannt

werden, wenn man ein paar

Tipps beachtet:

Die Ernährungspyramide

als Grundlage

Betrachtet man die Ernährungspyramide

etwas genauer, stellt man

fest, dass der Großteil über sogenannte

Handportionen gesteuert

werden kann. Hilfsutensilien, wie

etwa eine Küchenwaage oder

spezielle Schöpfer, sind somit

eigentlich nicht nötig. Als Basis

und erste Stufe findet sich in der

Ernährungspyramide die Flüssigkeit:

Hier sollte sich die tägliche

Menge bei etwa zwei bis zweieinhalb

Litern einpendeln und aus

kalorienfreien bis kalorienarmen

Getränken bestehen. Tiefgekühlte

Beeren, Ingwerstücke, Zitronenoder

Orangenscheiben im Mineralwasser

sorgen für Abwechslung.

Als zweite Stufe sollte das Gemüse

den größten Teil der verzehrten

Lebensmittel

darstellen. Mindestens

drei Hände voll

sollen es davon

sein. Es spielt keine

Rolle, welche

Gemüsesorte

bevorzugt

wird,

da

alle zahlreich Vitamine, Mineralstoffe,

Ballaststoffe und Wasser

enthalten. Zu jeder Mahlzeit sollte

eine Portion einbezogen werden.

Somit fällt es auch leichter, auf die

entsprechende Menge zu kommen

und auch eine Sättigung wird

schneller erreicht. Zudem enthält

Gemüse eine hohe Nährstoffdichte:

Also viele Vitamine, gepaart

mit Mineralstoffen auf eine geringe

Kalorienzahl.

Auf der nächsten Stufe folgt das

Obst. Wegen des hohen Fruchtzuckergehaltes

wird es mittlerweile

auf etwa zwei Portionen

(handvoll) reduziert. Insbesondere

Bananen und Trauben sollten

nur in Maßen verzehrt werden.

Im Anschluss finden sich die Getreideprodukte

mit rund vier Portionen.

Hier ist beispielsweise

eine Scheibe Brot (in Handgröße)

die richtige Portionsgröße. Das

Hauptaugenmerk sollte auf der

Auswahl von Vollkornprodukten

liegen. Diese liefern wie Gemüse

viele Ballaststoffe, die für eine

längere Sättigung sowie eine gute

Darmtätigkeit sorgen und so vor

verschiedenen Erkrankungen wie

etwa Divertikulose schützen.

Auf den Fettgehalt

achten!

Diätassistentin Nicole Retzer

und Physiotherapeut Bastian Zinder

leiten das „Fitnessprogramm“ (siehe unten).

Nun folgen die Kategorien der

Milchprodukte sowie Fleisch,

Fisch und Eier. Nimmt man unseren

Essalltag etwas genauer unter

die Lupe, stellt man fest, dass die

Kategorie häufig einen zu großen

Stellenwert einnimmt. Bei den

Milchprodukten wären pro

Tag circa zwei bis drei Portionen

ausreichend. Besonders

auf den Fettgehalt sollte geachtet

werden. Bei Käse empfiehlt

sich ein Fettgehalt bis etwa 45

Prozent in der Trockenmasse, bei

Milch und Joghurterzeugnisse anderthalb

Prozent, da hier ein ausgewogenes

Verhältnis zwischen

Fett und Zucker herrscht. Fleisch

soll dagegen nicht öfter als zweibis

dreimal die Woche verzehrt

werden. Wie bei der Wurst, die so

wenig wie möglich auf den Speiseplan

gehört, sollte auf eine fettarme

Auswahl geachtet werden.

Optimal sind Fleischstücke wie Rücken,

Filet und Schulter, bei Wurstwaren

zum Beispiel kalter Braten,

Corned Beef, Aspikaufschnitt oder

die verschiedenen Schinkenarten.

Seefisch wie Hering, Lachs, Makrele

und frischer Thunfisch

können eine

gute Alternative zum

Fleisch sein und liefern

hochwertige

Omega 3-Fettsäuren,

welche sich positiv auf

die Fließeigenschaft

des Blutes sowie Entzündungsreaktionen

im Körper auswirken.

Eier sollten aufgrund

des „hohen“ Fettgehalts

maximal dreimal

pro Woche verzehrt

werden. Wichtig ist,

dass auch die Eier in Kuchen und

Gebäck berücksichtig werden. Als

vorletzte Stufe findet sich das Thema

Fette und Öle. Nach aktuellem

Stand der Wissenschaft sind Rapsund

Olivenöl vom Fettsäuremuster

am Besten und wirken sich sehr

positiv auf den Cholesterinspiegel

im Blut aus. Raffiniertes Rapsöl

kann zum Beispiel auch zum

Backen und Frittieren verwendet

werden.

Das Beste kommt zum Schluss“

stimmt in diesem Fall nicht. An

der Spitze der Pyramide stehen die

Süßigkeiten. Hier sollte darauf geachtet

werden, dass Süßes als Genussmittel

gehandhabt wird und

somit nicht Überhand nimmt.

> > >KURSTIPP

„Fitnessprogramm“

Walken, Aquagymnastik, Trainingstherapie

Dienstags, 19 bis 20 Uhr, in Schongau

Leitung: Nicole Retzer (Diätassistentin)

Bastian Zinder (Physiotherapeut)

Gruppengröße: 8 Personen

Kosten: 240 Euro / 24 Einheiten

Einstieg jederzeit möglich

Anmeldung erforderlich:

Nicole Retzer (n.retzer@kh-gmbh-ws.de)

Telefon: 0881 / 188-585

mai / juni 2017 | 49


Dr. med. Jochen Dresel wird Chefarzt der Inneren Medizin in Schongau

Lieber eine Visite zu viel,

als eine zu wenig

Sonderveröffentlichung der

Schongau | Die Klinik der Inneren

Medizin am Krankenhaus Schongau

bekommt zum 1. Mai einen

neuen Chefarzt: Dr. Jochen Dresel

wird dann die Nachfolge von Dr.

Wilhelm Fischer antreten. Wobei

man die erste Zeit durchaus als

„Übergangs-Monate“ bezeichnen

kann. Dr. Dresel wird von seinem

Vorgänger Dr. Fischer eingearbeitet,

ehe er zum 1. Juli 2017 die

Leitung komplett übernimmt. Aus

seiner bisherigen Tätigkeit als Leitender

Arzt der Gastroenterologie

und Allgemeinen Inneren Medizin

in einer Klinik am Starnberger See

sind Jochen Dresel die modernen

Herausforderungen vertraut: Zum

einen hinsichtlich der Qualität

und Sicherheit in der Patientenversorgung,

andererseits in der

Zusammenstellung eines fachlich

gut ausgebildeten und motivierten

Teams, immer mit Blick auf

die Wirtschaftlichkeit eines Krankenhauses.

In seiner ehemaligen

Klinik hatte er die Abteilung rund

um Gastroenterologie und Endoskopie

die letzten fünf Jahre massiv

ausgebaut, wie er berichtet: „So

konnten wir eine Reihe von speziellen

Verfahren anbieten – ein

echtes Alleinstellungsmerkmal

rund um den Starnberger See.“

Neben der sehr guten technischen

Ausstattung bei der Krankenhaus

GmbH habe unter anderem das

Bauchgefühl des gefragten Mediziners

den Ausschlag für Schongau

gegeben. Bereits beim ersten

Gespräch mit den Verantwortlichen,

„hatte ich das Gefühl, dass

es auch menschlich passt“, verrät

der 45-Jährige. Und auch die Gespräche

mit Vorgänger Dr. Fischer,

der bis Ende des Jahres weiterhin

als Ärztlicher Direktor zur Verfügung

stehen wird, haben ihn in

seiner Entscheidung bestärkt: „Dr.

Fischer hat während seiner Zeit in

der Inneren Medizin vieles nach

vorne gebracht. Hier möchte ich

anknüpfen.“

Ein Rundgang durch die

Innere Medizin

Dr. Jochen Dresel ist ein breit

ausgebildeter Internist mit dem

Schwerpunkt der Gastroenterologie

dies ist von der Speiseröhre

bis zum Darmausgang sowie

„links und rechts“ des Verdauungstrakts

mit der Leber, dem Gallensystem

und der Bauchspeicheldrüse,

einer der größten Bereiche

der Inneren Medizin. Die dafür

notwendigen Untersuchungs- und

Behandlungsmethoden umfassen

Ultraschall, Endoskopie und

zahlreiche Funktionsuntersuchungen.

Die Klinik für Innere Medizin

in Schongau bietet das gesamte

Spektrum internistischer Behandlungen

an: Egal ob Therapie von

Erkrankungen des Verdauungstrakts

(Gastroenterologie) und der

Leber, des Kreislaufsystems (Kardiologie)

oder die Behandlung

und Betreuung von Schlaganfallpatienten

in der Schlaganfalleinheit.

Eine Besonderheit hält die

Abteilung Röntgen/EKG bereit:

Hier steht seit vergangenem Jahr

ein „Body-Plethysmograph“. Ein

Glaskasten, in den sich Patienten

komplett hineinsetzen, und dann

der Volumenunterschied und

damit die Leistungsfähigkeit der

Lunge exakt gemessen werden

kann. Ein spezielles Gerät für den

Fachbereich der Pneumologie,

den der leitende Oberarzt Christian

Sturm verantwortet. Die Untersuchungen

hier stiegen innerhalb

kürzester Zeit auf vier bis fünf

pro Tag. Eine Herzschrittmacher-

Ambulanz, die künftig unter der

Leitung des leitenden Oberarztes

Dr. Jochen Dresel an einem Ultraschall-Gerät

Claus Holm stehen wird, runden

das Angebot in der Inneren Medizin

ab. „Die hervorragende technische

Ausstattung des Schongauer

Krankenhauses ermöglicht Medizin

auf höchstem Niveau“, freut

sich der neue Chefarzt auf seine

zukünftigen Aufgaben. Weitaus

wichtiger ist ihm allerdings eine

funktionierende, kommunikative

Zusammenarbeit mit seinen

neuen Kollegen: „Das etablierte

Team der Inneren Medizin mit

Leitenden Ärzten und Oberärzten

aus wichtigen Fachbereichen der

Gastroenterologie, Kardiologie,

Pneumologie, Intensivmedizin

und Nephrologie, bietet einen in

der Behandlung internistischer

Krankheitsbilder wichtigen interdisziplinären

Therapieansatz“. Das

Thema Interdisziplinarität scheint

ohnehin einen hohen Stellwert bei

Dr. Jochen Dresel zu haben, wie er

am Beispiel der Zusammenarbeit

mit der Chirurgie festmacht: „Es

ist wichtig, dass zwischen Chirurg

und Internist ein gutes Verhältnis

herrscht, schließlich geht

es nur zusammen.“ Zudem wird

ein enger Schulterschluss mit der

Weilheimer Schwesterklinik erfolgen.

Dort bildet insbesondere das

Herzkatheterlabor eine passende

Ergänzung zum Leistungsspektrum

am Schongauer Krankenhaus.

Kooperation und

Empathie

In den Zeiten zunehmenden Wettbewerbs

zwischen Krankenhäusern

liegt es Jochen Dresel be-


Vorgänger Dr. Wilhelm Fischer (3.v.r.), Nachfolger Dr. Jochen Dresel

(2.v.r.), die beiden ltd. Oberärzte Claus Holm (re.), sowie Christian

Sturm (4.v.r.) und ein Teil des Teams der Inneren Medizin in Schongau.

sonders am Herzen, die Patienten

nicht nur kompetent und unter

Anwendung modernster Behandlungsmethoden

zu therapieren,

„sondern dies insbesondere mit

der Menschlichkeit und Zuwendung

dem Kranken gegenüber zu

tun, die in einem vertrauensvollen

Arzt-Patientenverhältnis unabdingbar

sind“, sagt Dresel und

ergänzt: „Lieber eine Visite zu viel,

als eine zu wenig.“

Dazu gehört neben einer engen

Zusammenarbeit des gesamten

Teams aus Pflege, Therapeuten

und Ärzten auch der direkte Draht

zu den niedergelassenen Hausärzten.

Für diese und den Patienten ist

ein reibungsloser Übergang nach

Entlassung aus dem Krankenhaus

ein wichtiger Punkt in der weiteren

Genesung. Der Kontakt und

die Kommunikation spielen für Dr.

Jochen Dresel eine zentrale Rolle,

weswegen er sich vorgenommen

hat, sich den Praxen in der Region

während der „Übergangs-Zeit“

persönlich vorzustellen.

„In der Inneren Medizin gibt es

so viele Unterfachrichtungen, einer

alleine kann das gar nicht

alles abdecken“, berichtet Dresel,

dass mit ihm zwei weitere Oberärzte

bei der Krankenhaus GmbH

beginnen. Zum einen Dr. Peter

Koerfer, ein laut dem neuen Chefarzt

der Inneren Medizin „breit

ausgebildeter Internist, der gerade

im Bereich der Endoskopie

sowie Herz- und Gefäßmedizin

ein ausgewiesener Experte ist“.

Zum anderen komplettiert das

neue Trio Dr. Wolfgang Wistuba

aus Kaufbeuren, über den Jochen

Dresel sagt: „So wie ich ihn kennenlernen

durfte, passt er sehr

gut ins Team. Und fachlich hat er

eine exzellente Ausbildung“. Und

nicht nur Dresel blickt hinsichtlich

der neuen Aufgaben bei der Krankenhaus

GmbH optimistisch in die

Zukunft. Geschäftsführer Thomas

Lippmann freut sich obendrein,

mit dem Internisten den „absoluten

Wunschkandidaten bekommen

zu haben“.

Auf dem Motorrad oder

dem Golfplatz

Dr. Jochen Dresel hat sein Studium

der Humanmedizin im Jahr 2000

an der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität

erfolgreich abgeschlossen.

Die Facharztanerkennung

für Innere Medizin erhielt

er 2007, die Zusatzbezeichnung

„Gastroenterologe“ folgte 2010.

Nach Tätigkeiten in den Kliniken

München-Harlaching, Bamberg,

München-Großhadern und Fürstenfeldbruck

arbeitete Jochen Dresel

seit 2010 als Oberarzt in der

„Agirov-Klinik“, später Schön-Klinik

Starnberger See, seit 2012 als

leitender Arzt für Gastroenterologie

und allgemeine Innere Medizin.

In seiner Freizeit mag es der

45-Jährige aktiv und reist gerne.

Erst kürzlich nutzte er das „Fenster“

zwischen alter und neuer

beruflichen Tätigkeit und bereiste

Argentinien und die USA. Privat

trifft man den Vater einer 13-jährigen

Tochter auf dem Golf- und

Tennisplatz, oder auf seinem Motorrad.

„Leider reicht irgendwann

die Zeit nicht mehr aus“, sagt Dresel

über seine musikalische Seite

– er spielt Klavier und Saxophon.

Doch wer weiß, vielleicht investiert

er bald wieder mehr Zeit in

die Musik, wenn er hört, dass die

hauseigene „Krankenhaus-Band“

schon für Stimmung auf so mancher

Klinik-Feier gesorgt hat. tis

> > >KONTAKT

Klinik Schongau

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mai / juni 2017 | 51


Kampf um Geburtshilfen: Weilheimer Landrätin hat Erfahrung —

und ärgert sich über private Klinikbetreiber

„Rosinenpickerei

akzeptiere ich nicht“

Quelle: Tölzer Kurier / Dr. Andreas Steppan (veröffentlicht am 17. März 2017)

Mit freundlicher Genehmigung des Tölzer Kuriers

Sonderveröffentlichung der

Bad Tölz-Wolfratshausen / Weilheim

| In Bad Tölz wird aktuell

darüber diskutiert, ob und wie

die Geburtshilfe an der Asklepios-

Stadtklinik noch zu retten sein

könnte. Die Weilheimer Landrätin

Andrea Jochner-Weiß hat an den

beiden kommunalen Krankenhäusern

in Weilheim und Schongau

vergleichbare Situationen erlebt.

Im Interview mit dem Tölzer Kurier

übt sie nun deutliche Kritik an

privaten Klinikträgern.

Die aktuelle Diskussion um die

Geburtshilfe in Bad Tölz wird auch

im Nachbarlandkreis Weilheim-

Schongau aufmerksam verfolgt.

Sehr interessiert ist die dortige

Landrätin Andrea Jochner-Weiß

(CSU). Denn es gibt deutliche Parallelen

zu den kommunalen Krankenhäusern

in Weilheim (2016:

345 Geburten) und Schongau (422

Geburten). Die waren durch den

Weggang von Belegärzten ebenfalls

bedroht. Auch in Weilheim-

Schongau verfiel man auf die

Lösung, die Beleg- in Hauptabteilungen

mit fest angestellten Ärzten

umzuwandeln. In Weilheim ist

das bereits passiert, in Schongau

steht es unmittelbar bevor. Dieser

Schritt wird nun für die Tölzer

Asklepios-Stadtklinik erwogen.

Dazu ein Interview mit Andrea

Jochner-Weiß, Thomas Lippmann

(Geschäftsführer der Krankenhaus

Weilheim-Schongau GmbH) und

Dr. Solveig Groß (Chefärztin der

Weilheimer Frauenklinik und der

künftigen Geburtshilfe-Abteilung

in Schongau).

Was geht Ihnen durch den Kopf,

wenn Sie aktuell die Nachrichten

zur Geburtshilfe in Bad Tölz lesen?

Jochner-Weiß: Als ich das Interview

mit Asklepios-Regionalgeschäftsführer

Joachim Ramming

gelesen habe, war ich absolut

entsetzt, dass man eine Abteilung

einfach abstößt, wenn sie unangenehm

und defizitär wird.

Herr Ramming spricht davon, dass

eine Geburtshilfe-Hauptabteilung

in Tölz mit 2,2 Millionen Euro unterfi

nanziert wäre.

Jochner-Weiß: Diese Begründung

kann ich nicht glauben. Natürlich

haben auch wir eine Finanzierungslücke:

Es sind zirka 600 000

bis 700 000 Euro für die Hauptabteilung

in Weilheim. Für Schongau

gehen wir von einer ähnlichen

Größenordnung aus.

Das andere Problem ist, die nötigen

Ärzte zu fi nden, speziell für

eine kleine kommunale Klinik. Warum

war es für Sie attraktiv, Chefärztin

in Weilheim zu werden, Frau

Dr. Groß?

Groß: Ich war schon vorher als

Belegärztin hier. Ich habe früher

in Privatkliniken gearbeitet. Auch

vor diesem Hintergrund bin ich

fest davon überzeugt, dass die

Gesundheitsversorgung in die öffentliche

Hand gehört.

Lippmann: Es ist eine Mär, dass

nur Privatkliniken attraktive Arbeitgeber

für Chefärzte sind. Das

kann auch eine kommunale Klinik

sein. Voraussetzung ist natürlich,

dass man bereit ist zu investieren,

zum Beispiel in eine gute Geräteausstattung.

Ein Unterschied liegt

in den Maßstäben, woran ein

Chefarzt, woran Erfolg gemessen

wird. Uns geht es darum, die Bevölkerung

umfassend mit Medizin

zu versorgen.

... im Gegensatz zum gewinnorientierten

Arbeiten bei privaten

Trägern.

Lippmann: Es sind zwei verschiedene

Unternehmensansätze.

Wo und wie haben Sie weitere

Ärzte gefunden, Frau Groß?

Groß: Wir haben zwei ausländische

Kollegen, dann habe ich ehemalige

Kommilitonen und Kollegen

kontaktiert, und ein Kollege

ist aus Bad Tölz zu uns gekommen.

Natürlich ist es nicht leicht,

Kollegen zu motivieren, an einen


kleinen Standort zu kommen, weit

weg von Metropolen. Aber es gibt

noch mehr Kollegen, die so denken

wie ich, die sagen, ich möchte

an einen kleinen Ort, in eine ruhige

Umgebung, ich möchte Stabilität.

Für mich ist der finanzielle

Aspekt nicht der Hauptantrieb.

Der bundespolitische Trend geht

zu großen Geburtszentren. Warum

setzen Sie auf das Gegenteil?

Jochner-Weiß: Unsere Grundüberzeugung

ist es, dass wir den

werdenden Müttern die Möglichkeit

erhalten wollen, ihre Kinder

nah am Wohnort zur Welt zu bringen.

Wir haben hier tolle Kliniken

mit tollen Teams, die ein familiäres

Umfeld bieten – im Gegensatz

zu leider immer mehr anzutreffenden

Geburtsfabriken.

Groß: Den Trend zu großen Zentren

sehe ich sehr kritisch. Eine Geburt

ist ein wichtiger Augenblick. In

großen Zentren gehen die Feierlichkeit

und Spiritualität verloren.

Leider hat sich die Geburtskultur

in Deutschland gravierend verändert

hin zu einem übertriebenen

Sicherheitsdenken. Es herrscht

ein extremer Leistungsdruck auf

die Frauen zu gewährleisten, dass

das Kind gesund zur Welt kommt.

Doch der schöne Augenblick, wo

man Leben schenkt, sollte kein

ökonomisierter, mechanisierter

Prozess werden. Auch in einer

kleinen Klinik ist eine Entbindung

in Deutschland sehr sicher. Wir

setzen auf eine natürliche, frauenorientierte

Geburt.

Lippmann: In nordischen Ländern

führt die Zentralisierung dazu,

dass Frauen aus Angst, es nicht

rechtzeitig in die Klinik zu schaffen,

schon Tage vor dem Geburtstermin

in die Klinik kommen. Da wird

eine Natürlichkeit zerstört. Auch

insofern, als Omas und Opas dann

nicht in der Nähe sein können.

nicht zu schrumpfen und Bereiche

abzugeben oder den Träger

zu wechseln. Im Gegenteil: Wir

wollen mit anderen kommunalen

Häusern in ähnlicher Größenordnung

und mit ähnlichem

Gedankengut – im konkreten Fall

Gab es bei Ihnen nie die Überlegung,

Landsberg am Lech und Fürsten-

dass die Geburtshilfe eine feldbruck – einen Klinikverbund

– vielleicht für die ganze Klinik eingehen, mit dem wir mittelgefährliche

– fi nanzielle Last sein

könnte?

und langfristig die breite medizinische

Versorgung sichern.

Jochner-Weiß: Nein, die gab es Jochner-Weiß: Schon allein aus

nicht. Eine Geburt ist das Natürlichste

auf der Welt. Wenn dieses

Thema aus unseren Krankenhäusern

dem Argument heraus, dass wir

als Landkreis mit 800 Geburten

aus bundespolitischer Sicht ei-

Jochner-Weiß: Sehr gut! Darüber

verdrängt wird, ist das für gentlich schon zu klein sind. Im will ich mit meinem Kollegen,

mich völlig unverständlich. Verbund mit weit über 2000 Geburten

Landrat Josef Niedermaier, spre-

würden wir ganz anders chen.

Ein Landkreis muss aber auch sagen:

dastehen.

Das leisten wir uns jetzt. Es ist

kein Pappenstiel.

Würde auch die Kreisklinik Wolfrats-

Was würden Sie dem Tölzer Kreistag

jetzt raten: Soll er mit einem

mt. Lippmann: Natürlich wissen wir,

hausen

in so

einen Verbund

passen?

dass es in

Zukunft im ländlichen

n

Bereich eec schwierig wird, kleine

e

Kliniken iken

in

kommunaler Hand zu

erhalten. en

Aber unsere Antwort ist

Zuschuss an Asklepios die Geburtshilfe

stützen?

Jochner-Weiß: Das ist eine äu-

ßerst schwierige Frage. Ich fin-

de es nur ungeheuerlich, dass

ein Krankenhaus dem Landkreis

den Schwarzen Peter zuschiebt.

Falls sich der Kreistag dagegen

entscheidet, e steht in vorderster

Front der Landrat als Buhmann

da. Meinem Kollegen etwas zu ra-

ten,

würde ich mir nicht anmaßen.

Zwei Millionen Euro, das

wären bei uns zwei Punkte

Kreisumlage. Das wird natürlich

kritisch beäugt.

Groß: Die Geburt ist der Anfang

des Lebens, und man

422 Geburten in Schongau

(links) und 345 in Weilheim,

macht zusammen

stolze 767 Kinder, welche

in 2016 in der Krankenhaus

GmbH auf die Welt

kamen.

muss sich überlegen: Was sollte

uns das wert sein?

Denken Sie, der Asklepios-Konzern

könnte, wenn er wollte, die Geburtshilfe

aus eigener Kraft erhalten?

Jochner-Weiß: Ich spreche mal

ganz allgemein von privaten Klinik-

und Krankenhausträgern: Bei

allem, womit man Geld machen

kann, sind sie voll dabei. Eine Abteilung,

die keinen Gewinn abwirft,

wird zugemacht – darum soll sich

dann die Kommune kümmern.

Es ist die Rosinenpickerei, die ich

nicht akzeptieren kann und will.

Lippmann: Um ein Beispiel zu

nennen: Für einen akutgeriatrischen

Fall bekommt das Krankenhaus

den gleichen Erlös wie für

drei bis vier Geburten. Im Falle

der Krankenhäuser Weilheim-

Schongau ist unser Auftrag, beides

zu machen und keines zu lassen.

Dr. Solveig Groß (links), Chefärztin der Weilheimer Frauenklinik,

Landrätin Andrea Jochner-Weiß und Thomas Lippmann, Geschäftsführer

der Krankenhaus GmbH.

mai / juni 2017 | 53


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„Festlicher Sommer in der Wies“ startet wieder durch

Vielseitiger Konzertreigen

Wies I Der Förderverein Festlicher

Sommer in der Wies e.V. hat in diesem

Jahr wieder viele musikalische

Kostbarkeiten für sein Programm

zusammengestellt. Den Reigen

eröffnet das Konzert I „Alte Musik

in jungen Händen“ unter der

Leitung von Kristina Kuzminskaite

am 6. Mai in der Basilika. Sänger

und Musikanten aus dem Oberland

und vom Oberen Lech musizieren

unter der Gesamtleitung von Angela

Holzschuh bei der „Alpenländischen

geistlichen Volksmusik“

am 14. Mai in der Stadtpfarrkirche

Mariae Himmelfahrt in Schongaus

Altstadt. Am 21. Mai gibt das

Schongauer Stadtorchester ein

Nachmittagskonzert mit dem Titel

Das Meer und der Bach“ im

Ballenhaus. Eine Woche später

(28. Mai) präsentiert das Ensemble

Pathos mit seinem Programm

„Männer und Frauen“, ebenfalls

im Ballenhaus, einen bunten Mix

aus Liederabend, Comedy und Musik

aller Stilrichtungen.

In der Wieskirche folgen drei weitere

Konzerte: Am 25. Juni das

Konzert IV mit zwei Kantaten von

Bach und Haydns „Nelsonmesse“.

Als Solisten konnten Julia Sophie

Wagner (Sopran), Brigitte Lang

(Alt), Frieder Lang (Tenor) und

Thomas Stimmel (Bass) gewonnen

werden. Es singt der Chor der

Stadt Schongau, begleitet vom Orchester

La Banda auf historischen

Instrumenten unter der Leitung

von Christoph Garbe. Im Mittelpunkt

von Konzert V stehen am

9. Juli Beethovens Sinfonie Nr. 5

sowie Schuberts „Messe in As“ D

678. Priska Eser (Sopran), Mareike

Braun (Alt), Andreas Hirtreiter

(Tenor) und Timo Janzen (Bass)

werden, begleitet vom Chor der

Stadt Schongau mit der Neuen

Süddeutschen Philharmonie, die

Soli singen. Es dirigiert Christoph

Garbe, der auch beim Konzert VI in

der Wieskirche am 23. Juli am Pult

steht, wenn neben Dubras „Missa

simplex“, Mozarts Sinfonie Nr. 41

in C, KV 551 und „Litaniae Lauretanae“

KV 195 in D aufgeführt

werden. Die Solistenpartien übernehmen

Stephanie Krug (Sopran),

Kevin Prinz (Altus), Thaisen Rusch

(Tenor) und Christian Wolf (Bass).

Die Neue Süddeutsche Philharmonie

begleitet den Chor der Stadt

Schongau mit dem Auswahlchor

der Berufsfachschule für Musik in

Krumbach.

Ein besonderes musikalisches

Schmankerl bieten Zwantje Bergmann

(Sopran), Ursula Garbe

(Alt), Bernhard Winzer (Tenor)

und Christoph Garbe (Bass) mit

William Byrds „Geheimen Messen“

am 14. Oktober in der Heilig-

Geist-Kirche Schongau und am

15. Oktober in der Pfarrkirche St.

Nikolaus Murnau – hier kommt

Christian Jungwirth als Sprecher

hinzu. Zum Advent musizieren

Chor und Orchester der Stadt

Schongau gemeinsam am 9. Dezember

im Ballenhaus. Gerne lädt

der Chor der Stadt Schongau unter

dem Titel „Offene Tore“ wieder

Gastsängerinnen und Gastsänger

im Rahmen zweier Chorprojekte

ein. Informationen und Kartenvorverkauf

zu allen Konzerten

gibt es bei der Tourist-Information

Schongau oder beim Förderverein

Festlicher Sommer in der Wies e.V.

(www.wieskonzerte.de).

tis

Kontakt:

M. & T. Schlittenbauer

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54 | tassilo


Pollinger Tage für Alte und Neue Musik

Festival geht

in die zweite Runde

Polling | Nach drei beflügelten Tagen

der Klassik, Literatur und Kulinarik

im letzten Sommer, startet

das Pollinger Musikfestival 2017 in

die zweite Runde: Für das Eröffnungskonzert

am 30. April gibt der

bekannte Tenor Julian Prégardien

sein Debüt im Bibliotheksaal. Den

thematischen Kontrapunkt setzt das

Jubiläum „70 Jahre Doktor Faustus“,

gefolgt von einem abwechslungsreichen,

international besetzten

Kammermusikprogramm.

Junge Künstler treffen auf

internationale Größen

Anfang Juli 2016 standen im Klosterdorf

Polling erstmals das Erleben

von Alter und Neuer Musik,

Literatur und kulinarisches Rahmenprogramm

in einem gemeinsamen

Fokus. Unter der künstlerischen

Leitung des Pianisten Gerold

Huber trafen junge Interpreten im

Bibliotheksaal des ehemaligen

> > > KARTEN-VERLOSUNG

„tassilo“ verlost 3x2 Karten für das Festival „Pollinger Tage Alter und

Neuer Musik“. Zum einen zwei Eintrittskarten für das Gesprächskonzert

„Faust-Stoff“ am 6. Mai um 11 Uhr. Außerdem zwei Karten

für das Kammerkonzert „Horn plus“, ebenfalls am 6. Mai ab 20 Uhr.

Zudem noch zwei Gutscheine für den Brunch nach der Sonntagsmatinée

am 7. Mai um 13 Uhr in der Alten Klosterziegelei.

Wer zwei der Tickets ergattern möchte, muss sich diesmal beeilen.

Einsendeschluss ist bereits der 3. Mai. Schicken Sie eine Postkarte an

„tassilo“, Birkland 40, 86971 Peiting mit dem Stichwort „Tage Alter

und Neuer Musik“. Oder eine E-Mail an info@tassilo.de. Sie können

Ihre Wunsch-Veranstaltung gerne mit angeben. Der Rechtsweg ist

wie immer ausgeschlossen, das Los entscheidet.

Augustiner-Chorherrenstifts auf

internationale Musikgrößen. In der

Verbindung von Kammerkonzerten,

Lesungen und Vorträgen, Familienund

Kinderprogramm, Ausstellungen

und Führungen im Klosterareal

sowie gastronomischen Angeboten

wurde gemeinsam erprobt, wie die

Musik über ihre Wirkung als pures

Konzerterlebnis hinaus durch neue

Formate und Konzepte zu einem

spannenden „Spielfeld des Genusses“

für alle werden kann.

2017 wird nun erneut durchgestartet:

Mit dem Termin wurde in den

„Wonnemonat Maiumgezogen,

beim Konzept hingegen auf Bewährtes

gesetzt – aber auch Neues

aufgenommen. Etwa das „SalonKONZERT“,

welches anlässlich

des Jubiläums „70 Jahre Doktor

Faustus“ mit einem musikalischen

Thomas-Mann-Schwerpunkt im

Schweigharthof aufwartet und

kulinarisch im Weinkeller unterm

Rathaus ausklingt. Bei diesem Thema

stehen neben Ulrike Gänswein

und Michael Kreuter, die Pollinger

Wein GbR sowie der Pollinger

Thomas-Mann-Experte Eckhard

Zimmermann zur Verfügung, was

die Veranstalter besonders freut.

Zimmermann wirkt in diesem Zusammenhang

zudem als Kurator

der Sonderausstellung über Thomas

Mann, die bis zum Ende des

Festivals im Viersäulenkeller des

Bibliotheksaals und danach im

Pollinger Museum zu finden sein

wird. Drumherum drapiert sich ein

abwechslungsreiches Programm

für alle Generationen: Zu den internationalen

Stars Julian Prégardien

(Sonntag, 30.4, 17 Uhr), Guido Corti

(Flügelhorn)l und Nimrod Guez (Violine/Bratsche)

gesellen sich junge

Künstler, wie der Klarinettist Fidelis

Edelmann, Tareq Nazmi (Bass),

Virgil Mischok (Bariton) sowie die

Sopranistinnen Anna Karmasin und

Andrea Oswald (Samstag, 6.5., 11

und 20 Uhr). Die „OffeneBÜHNE“

gestaltet Gerold Huber diesmal

gemeinsam mit der Klasse 7a des

Gymnasiums Weilheim und der

Fachschaft Musik und Kunst. „Bilder

einer Ausstellung“ von Modest

Mussorgsky sind das zentrale Thema,

das am Samstagnachmittag,

6. Mai ab 14 Uhr, bei freiem Eintritt

visuell und musikalisch von den

Schülern präsentiert wird.

Nach der Sonntagsmatinée am 7.

Mai um 11.30 Uhr mit dem Ensemble

L’Accademia Giocosa in Begleitung

des Lautenisten Jacopo Sabina,

wird ab 13 Uhr gemeinsam mit

den Künstlern bei einem üppigen

Brunch in der Alten Klosterziegelei

getafelt. Gäste mit einer Konzertkarte

vom Festival erhalten hier

einen Rabatt.

Aufgrund der hohen Nachfrage,

sind die beiden Thomas-Mann-

Abende leider bereits ausverkauft.

An allen Konzerttagen zwischen

dem 30. April und 9. Mai bietet der

Regionalverkehr Oberbayern gegen

Vorlage der Tickets freie Fahrt

im Bus – die Gültigkeit ist auf den

Landkreis Weilheim-Schongau beschränkt.

Zudem wird am Samstag,

6. Mai, ein zusätzlicher Shuttlebus

passend zu den Veranstaltungszeiten

eingesetzt.

tis

mai / juni 2017 | 55


„Jugend forscht“ und „Schüler experimentieren“

Nachwuchs-Tüftler

und Forscher

Tassiloland | Er ist so etwas wie

das Eldorado aller Nachwuchs-

Tüftler und Forscher im Oberland:

der Regionalentscheid Voralpenland

von „Jugend forscht“ und

„Schüler experimentieren“. Dieser

fand Ende Februar in der Peitinger

Schloßberghalle statt. Unter dem

Motto „Zukunft – ich gestalte sie“,

unterstützt Hoerbiger den Regionalentscheid

seit 2005 als Patenunternehmen.

86 Teilnehmer mit

insgesamt 48 Projekten traten bei

der 13. Auflage des Wettbewerbs

an. Die Fachgebiete sind unterteilt

in Arbeitswelt, Biologie, Chemie,

Geo-/Raumwissenschaften,

56 | tassilo

Mathematik/Informatik, Physik

und Technik. 30 der Teilnehmer

waren älter als 15 und nahmen

in der Kategorie „Jugend forscht“

teil, während die restlichen bei

„Schüler experimentieren“ starteten.

„Der Wettbewerb ist eine

Talentschmiede für die Wissenschaftler

von morgen und fördert

kreatives und forschendes Lernen

bei jungen Menschen“, erklärt

Kerstin Giebel, Patenbeauftragte

von „Jugend forscht“ bei Hoerbiger.

Die konstant hohe Beteiligung

am Regionalentscheid motiviere

das Unternehmen, sich nachhaltig

und langfristig als Pate und Sponsor

zu engagieren. Giebel erklärt:

„Wir wollen auch in Zukunft viele

junge Talente für die MINT-Fächer

begeistern und ihnen vermitteln,

welche vielfältigen Chancen und

Perspektiven diese in der Ausbildung

und im Studium bieten.“ Bis

Anfang Januar hatten die jungen

Wissenschaftler aus dem Voralpenland

Zeit, zu Hause oder in der

Schule zu tüfteln, zu experimentieren

und ihre Ideen zu Papier zu

bringen. Danach mussten sie eine

schriftliche Ausarbeitung ihrer

Forschungsergebnisse einreichen.

Am 22. und 23. Februar präsentierten

sie ihre Arbeiten dann in

der Schloßberghalle Peiting den

Juroren und der Öffentlichkeit.

Kreative Beispiele aus

dem Tassiloland

Insgesamt qualifizierten sich zehn

Nachwuchsforscher aus dem Voralpenland

für die Landeswettbewerbe

in Vilsbiburg und Dingolfing.

„Uns begeistern euer Engagement,

eure Fähigkeiten, eure

Freude. Und ganz wichtig – es

geht auch um Wertschätzung für

das, was ihr geschafft habt. Diese

Wertschätzung möchten wir euch

insbesondere in dieser Feierstunde

zu Teil werden lassen“, bekräftigte

Thomas Englmann, Mitglied

der Hoerbiger-Konzernleitung, bei

der Siegerehrung.

Selbstverständlich waren auch

wieder einige Schüler aus dem

Tassiloand beim Wettbewerb dabei

und zeigten erneut eindrucksvoll,

auf welche beeindruckenden

Ideen man bereits in jungen

Jahren kommen kann. Wie etwa

Marius Drobisz vom Gymnasium

Starnberg. Der 14-Jährige startete

mit seinem Projekt „Bau eines

Piezo-Tonabnehmers für die

Geige“. Der passionierte Musiker

stellte fest, dass Raumgeräusche

den reinen Klang einer Geige stören

können, wenn das Mikrofon

zu weit weg ist – hierfür wollte

er eine Lösung finden. Normalerweise

sind Piezo-Elemente wegen

ihrer Kapazität und ihres Innenwiderstandes

nicht sonderlich gut

als Schallabnahmer geeignet. Jedoch

kann durch Beschallung mit

einem geeigneten Vorverstärker


Strahlende Sieger: Zehn Erstplatzierte von „Jugend forscht“ und „Schüler experimentieren“ dürfen bzw.

durften zu den bayerischen Landeswettbewerben in Vilsbiburg und Dingolfing.

eine Erweiterung des Frequenzbereichs

erzielt werden. So hat der

Pöckinger diverse im Internet verfügbare

Schaltungsvorschläge mit

verschiedenen Piezo-Elementen

erprobt, zum Teil modifiziert und

anschließend an der Geige getestet,

so dass sich ein optimaler

Klang bei einem Verstärker ergab.

Marius konnte mit dem Projekt

seine beiden Leidenschaften Wissenschaft

und Musik miteinander

verbinden, was auch für die Jury

nicht unentdeckt blieb. Er erreichte

im Bereich Physik bei seiner

dritten Teilnahme bei „Schüler experimentieren“

den dritten Platz.

Ohne Preis – aber nicht weniger

kreativ – blieben die Brüder

Christian und Angelo Schmidt

vom Staffelsee-Gymnasium Murnau.

Sie waren im Bereich Physik

angetreten. Ihre Erfindung: ein

Lötstift, der das Löten vereinfacht.

In diesem Stift wird Lötzinn von

hinten nachgeschoben und in der

Spitze durch Heizelemente erhitzt,

so dass man mit Lötzinn schreiben

kann. Eine wesentliche Vereinfachung,

da so mit nur einer Hand

gelötet werden kann.

Den „Sonderpreis Umwelttechnik“

in der Kategorie „Schüler experimentieren“

erhielten drei Schüler

des Gymnasiums Starnberg: Leo

Schminke, Vinzenz Glogger und

Marius Drobisz, der neben seinem

„Bau eines Piezo-Tonabnehmers

für die Geige“ auch in ein zweites

Projekt involviert war. „Generatoren

aus Computerschrott“ – so

der vielsagende Name. Sie stellten

fest, dass die in modernen elektronischen

Geräten wie Computer,

Scanner oder Drucker enthaltenen

Motoren meist auch nach elektronischen

Defekten der Geräte noch

gut verwendbar sind. Also haben

sie aus diversen Geräten die

Motoren ausgebaut und auf ihre

Verwendung als Generatoren untersucht.

Preise für das

Gymnasium Starnberg

Dieser Sonderpreis war nicht der

einzige Erfolg des Gymnasiums

Starnberg. Die Schule erhielt zudem

den „Sonderpreis bayerische

Forscherschule des Jahres 2017“.

Schon jetzt darf man gespannt

sein, was den Nachwuchs-Tüftlern

und Forschern im kommenden

Jahr einfällt. Auch dann wird Hoerbiger

wieder die Regionalwettbewerbe

von „Jugend forscht“ und

„Schüler experimentieren“ als Patenunternehmen

im Voralpenland

unterstützen.

tis

mai / juni 2017 | 57


7.7. – 23.7.2017

Alte Floßlände

Wolfratshausen

7.7. RAINHARD FENDRICH

SCHWARZODERWEISS TOUR 2017 ausverkauft

8.7. DIE KUH, DIE WOLLT INS KINO GEHN

DAS STERNSCHNUPPE KULT-FAMILIENMUSICAL AUF TOURNEE DURCH BAYERN Preis: € 10,50 *

8.7. MAX UTHOFF

GEGENDARSTELLUNG Preise: € 25,50 / erm. € 21,50 *

9.7. THE AFRICAN NIGHT

DOMINIK HALAMEK & SOLOMON SOLGIT Preise: € 25,50 / erm. € 21,50 *

11.7. DREIVIERTELBLUT

FINSTERLIEDER Preise: € 26,50 / erm. € 22,50 *

12.7. MUNDWERK CREW Preise: € 22,50 / erm. € 18,50 *

13.7. LUISE KINSEHER

RUHE BEWAHREN! Preise: € 25,50 / erm. € 21,50 *

14.7. SIGI SCHWAB & KLAUS HAMPL

GUITARISSIMO XL „FLYING CLOUDS“ Preise: € 25,50 / erm. € 21,50 *

15.7. LOISACHJAM 3.0

POETRY SLAM MIT REIMRAUSCH. AB 20 UHR NI SALA & NAKED SUPERHERO Preis: € 8,50 *

16.7. HAN’S KLAFFL

CAMERATA BAVARESE Preise: € 25,50 / erm. € 21,50 *

18.7. MAX MUTZKE Preise: € 29,50 / erm. € 25,50 *

19.7. DOUBLE DRUMS

GROOVE SYMPHONIES Preise: € 20,50 / erm. € 16,50 *

Überdachte

Open Air

Flussbühne auf

der Loisach

20.7. JOSEF BRUSTMANN & ARDHI ENGL

LIEBE LEBEN, TOD UND TEUFEL Preise: € 26,50 / erm. € 22,50 *

21.+22.7. LOISACHTALER BAUERNBÜHNE

DER BRANDNER KASPAR UND DAS EWIG‘ LEBEN Preise: € 24,50 / erm. € 20,50 *

23.7. BLECHSCHADEN

LIVE IN CONCERT BY BOB ROSS Preise: € 45,50 / erm. € 39,50 *

*Preise zuzüglich Vorverkaufsgebühr. Änderungen vorbehalten.

TICKETS: München Ticket www.muenchenticket.de, Tel. 089/54 81 81 81

Bürgerbüro Wolfratshausen: info@wolfratshausen.de, Tel. 08171/214-0

Happy Holiday Reisen in Wolfratshausen: info@happy-holiday-reisen.de, Tel. 08171/481544

Vorverkauf Geretsried: fl ussfestival2017@gmx.de, Tel. 08171/8397

Reisebüro Hecher in Geretsried: info@hecher-reisen.de, Tel. 08171/98120

Rundschau Kartenservice Das gelbe Blatt: info@dasgelbeblatt.de, Tel. 08041/78910

Der Handyladen Tressl: Bahnhofstr. 31, 82515 Wolfratshausen, Tel. 08171/9694100

Sparkassen-Fusion nun offiziell vollzogen

Kundenberater bleiben

an alter Wirkungsstätte

Weilheim | Nun ist es vollbracht:

Am 1. April 2017 hat sich die Kreissparkasse

Schongau mit den Vereinigten

Sparkassen Weilheim zur

Sparkasse Oberland zusammengeschlossen.

Offiziell vorgestellt

wurde das Projekt im Rahmen eines

Pressefrühstücks im Eingangsbereich

der Weilheimer Filiale, die

zugleich Hauptsitz der Sparkasse

Oberland ist. Die ehemaligen

Schongauer Vorstände, Alexander

Schmitz und Michael Lautenbacher,

haben dort bereits ihr neues

Büro bezogen, um fortan mit den

ehemaligen Weilheimer Vorständen

Josef Koch, Thomas Orbig und

Markus Lanz gemeinsam an einem

Strang zu ziehen.

Umziehen müssen im Zuge der

Fusion auch zahlreiche Mitarbeiter.

70 bislang in Weilheim stationierte

werden künftig die rund

58 | tassilo

28 Kilometer nach Schongau auf

sich nehmen, umgekehrt pendeln

40 Mitarbeiter aus der Schongauer

Gegend nach Weilheim. Wie die

Betroffenen auf den neuen Arbeitsplatz

und die damit verbundene

Pendlerei reagiert haben?

„Bislang sind mir keine Härtefälle

bekannt“, sagt Josef Koch. Sollten

jedoch Probleme auftreten, werde

man individuell nach Lösungen

suchen, „die für beide Seiten passen“.

Vorerst keine Änderung

für Kunden

Für alle Mitarbeiter neu sind auch

die Namensschilder, die bereits

fleißig verteilt wurden. Ebenso

vereinheitlicht wurden Intranetseite

und E-Mail-Adressen. Für wen

sich die ersten Wochen und Monate

im Grunde überhaupt nichts

ändert: Die Kunden, deren Berater

allesamt an alter Wirkungsstätte

bleiben, sich ab sofort lediglich

unter dem neuen Namen „Sparkasse

Oberland“ zu Wort melden.

Witzige Anekdote: Laut Information

eines Kundenberaters habe am

ersten Arbeitstag ein Kunde sofort

den Hörer wieder aufgelegt, weil

ihm der Name „Sparkasse Oberland“

offensichtlich fremd war.

Neben der Beratung bleibt für die

Sparkassenkunden auch technisch

die kommenden Wochen und Monate

alles beim Alten. Zwar gibt

es ab 24. September, wenn die

technische Umstellung vollzogen

wird, eine neue IBAN. Allerdings

funktionieren auch nach diesem

Stichtag die alten Bankkarten mit

alter Konto- und Bankleitzahlnummer

und zwar längerfristig,

über mehrere Jahre. Heißt: Der

Austausch alt gegen neu erfolgt

erst dann, wenn die EC-Karte ohnehin

ausläuft. Dieses schrittweise

Vorgehen ist von der Sparkasse

explizit so gewünscht, damit nicht

alle Kunden gleichzeitig die Filialen

stürmen.

Wovon die Kunden ebenso wenig

mitbekommen werden: Auch die

kommenden Wochen und Monate

sind 80 Mitarbeiter der Sparkasse

permanent damit beschäftigt, die

Umstellung bis zu diesem 24. September

voranzutreiben. Ein Lenkungsausschuss,

bestehend aus

sechs Spezialisten, koordiniert die

17 Teilprojekte wie Kommunikation,

Revision, Personal und Vertrieb.

js


Neueröffnung am 6. Mai

Die neue-alte Penzberger Stadthalle

Penzberg | Nach dreijährigen Renovierungs-

und Umbauarbeiten

– stets begleitet durch Denkmalschützer

– wird im Mai die Penzberger

Stadthalle wiedereröffnet.

Am Montag, 1. Mai, können sich

Penzbergs Bürger beim Maifest

bereits einen ersten guten Eindruck

verschaffen. Denn nach

dem Festzug durch die Stadt, der

um 11.30 Uhr beginnt, erfolgt ab

12.30 Uhr die Maibaumaufstellung

direkt vor der Stadthalle. Am

Samstag, 6. Mai, findet dann die

offizielle Eröffnung statt.

Halle zur körperlichen

Ertüchtigung

Der Bau der Penzberger Stadthalle

wurde einst im Frühjahr 1927 im

Stadtrat beschlossen. Den Zweck

sah insbesondere die Fraktion des

ehemaligen Bürgermeisters Hans

Rummer „hauptsächlich darin,

durch Schaffung eines Saales der

gesamten Einwohnerschaft ein

Projekt zur Verfügung g zu stellen,

das in erster r Linie der

So sah die Stadthalle bei der

Eröffnung im Jahr 1928 aus.

Hatte mit dem Umbau viel zu tun:

Stadtbaumeister Justus Klement

Jugend zur körperlichen Ertüchtigung

verfügbar gemacht werden

soll“. Gerade einmal eineinviertel

Jahre später wurde das schmucke

neue Gebäude eingeweiht, welches

in Sachen Mächtigkeit und

Opulenz den das Stadtbild dominierenden

Bergwerksanlagen

sofort Paroli bot. Mit dem Bau beauftragt

wurde der aus München

stammende Architekt Josef Linder,

der auch die evangelische Kirche

und das städtische Altenheim

entworfen hatte. Die Gesamtkosten

für den Bau beliefen sich auf

108 000 Reichsmark, wobei Arbeiter-

und Handwerkerschaft durch

viele Stunden unentgeltlicher Eigenleistung

auf der Baustelle für

die Verwaltung der noch jungen

Stadt einiges an Geld eingespart

hat. Ein deutliches Signal, wessen

Treffpunkt das Gebäude mit

Gaststube, Saal, Nebenräumen für

Parteien und Gewerkschaften sowie

Metzgerei werden sollte.

Anlässlich der Neueröffnung der

frisch renovierten Stadthalle hat

der in Penzberg lebende Publizist

Stefan König und sein Kollege Cyriakus

Wimmer (Fotografie und Gestaltung)

durch gründliche Recherche

viel Wissenswertes und auch

Amüsantes über die Stadthalle

zum Vorschein gebracht. Mit historischem

Bildmaterial und zahlreichen

architektonischen Details,

Die Pfeiler im Saal sind rosa, mit einer weiß-gelben Rautendecke. Gewichen

ist die drückende Holzvertäfelung. So wirkt der Raum heller.

aufgenommen kurz vor der Neueröffnung,

wird auch optisch ein

interessanter Bogen gespannt von

den 1920er Jahren bis heute. Die

Chronik „Stadthalle Penzberg“ ist

vom 7. Mai an im Penzberger Rathaus

kostenlos erhältlich.

Ein überraschendes

Farbspektakel

Mittlerweile erstrahlt die renovierte

Stadthalle von innen und

außen im neuen Glanz. Während

die Türstöcke und auch die Türen

einerseits in zartem Lindgrün gehalten

wurden, sind sie auf der

anderen Seite in Gelb. Die Pfeiler

im

Saal sind rosa, die Rautendecke

ist weiß und gelb. Gewichen

ist die drückende Holzvertäfelung,

was den Raum wesentlich

heller und luftiger wirken lässt.

Der Parkettboden ist hingegen

bewusst erhalten geblieben. Bei

den Farben gab es insgesamt so

manche Überraschung: So sind

die Säulen im Saal wieder freigelegt

worden, da die bisherige

Verkleidung nicht original war.

Durch weiße Stützen sollte die

Architektur des Saales betont werden.

Während dem „Herunterwaschen“

der Wände sei man auf die

alten Farben gestoßen, wie Stadtbaumeister

Justus Klement erklärt.

So kam es zu der typischen Farbgebung

im „Art déco“ der 1920er

Jahre. Der Saal wirkt also wieder,

wie er einst bei der Eröffnung 1928

ausgesehen hatte. Zurück zu den

Wurzeln, wenn man denn so will.

Der auf über neun Millionen Euro

angesetzte Umbau begann im Mai

2014. Der Bau einer neuen Küche,

der Ausbau des Nebensaals und

andere unvorhergesehene Arbeiten

machten das Projekt teurer als

geplant. Mittlerweile wurde auch

für die Gastronomie eine Lösung

gefunden, damit in Zukunft die

Stadthalle nicht nur optisch etwas

her macht, sondern auch mit Leben

gefüllt wird. Davon können

sich alle Penzberger spätestens

am 6. Mai überzeugen.

tis

mai / juni 2017 | 59


Ein Experte über Schutz vor Internetkriminalität

Spear-Phishing und

andere Gefahren

Mehr Platz im Innenraum, mehr Platz im Kofferraum, mehr

Stil und mehr Komfort: Der neue Kia Picanto steht für alles,

was in der Stadt mehr Fahrspaß macht. Freuen Sie sich auf

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Tassiloland | Onlinebanking sei

laut Cem Karakaya zu 100 Prozent

sicher – sofern der Benutzer

die zwei entscheidenden Schritte

beim Chip-Tan-Verfahren richtig

bedient. Nämlich die Fragen, ob

Kontonummer und Betrag übereinstimmen,

mit Ok zu bestätigen

– wenn sie denn übereinstimmen.

Karakaya hatte neulich einen besorgten

männlichen Kunden an

der Leitung, der auf Ok drückte,

ohne zu schauen. Das Resultat:

80 000 Euro landeten nicht bei

BMW, sondern auf einem Konto

der russischen Mafia.

Cem Karakaya, 43, ehemaliger

Agent beim türkischen Interpol, ist

Experte für Sicherheit im Internet.

Seit 2003, das Jahr seiner Hochzeit,

in dem er mit der Jagd nach Kriminellen

aufgehört hat, arbeitet er

für die Münchner Kriminalpolizei.

Nicht als Polizist, sondern in der

Prävention und Ausbildung rund

60 | tassilo

ums Thema neue Medien. Dafür

tourt er auch nebenberuflich durch

ganz Deutschland, Europa, ab und

an die Welt, spricht für Schulklassen,

Eltern, Vereine und Behörden.

Das Besondere an seinen Auftritten:

Er gestaltet sie kabarettartig,

nennt die Dinge trocken beim Namen,

nimmt selten ein Blatt vor

den Mund. Die Kinder lieben ihn

für diese Art des Auftretens. Manche

Erwachsene nicht. „Weil ich

ihnen mit meinen Vorträgen die

Bequemlichkeit nehme.“

Virenverseuchte

Schülerhandys

Zum Beispiel: Erfahren die Eltern,

dass 90 Prozent der Smartphones

ihrer Liebsten virenverseucht sind,

weil sie sehr wohl Pornoseiten

aufrufen, bricht die Heile-Welt-

Mentalität der „Helikopter-Eltern“

blitzschnell in sich zusammen.

Doch genau darauf möchte Cem

Karakaya bei seinen Vorträgen

hinaus. „Die Aufmerksamkeit der

Menschen gewinnen, die sich für

die Sicherheit im Internet in der

Regel keine Zeit nehmen.“ Und am

besten gelingt ihm das, von der

richtigen Wortwahl abgesehen,

mit abschreckenden Beispielen

aus der Welt der Internetkriminalität.

Spear-Phishing-Mails, die Weiterentwicklung

der klassischen

Phishing-Mails, die derart persönlich

und stets in der richtigen

Sprache formuliert werden, dass

Tag für Tag unzählige Menschen

darauf reinfallen. Früher wurde

man mit „Sehr geehrte Damen

und Herren“ angeschrieben. Heute

mit dem vollständigen Namen.

Klickt der Adressat die seriös wirkende

Mail an, ist es schon zu spät

– alle auf dem PC abgespeicherten

Daten können auf den Server der

Betrüger verschwinden oder werden

verschlüsselt.

Mit Verschlüsselungstrojanern,

sogenannte Cryptolocker, werden

häufig mittelständische Unternehmen

attackiert. Dieses hinterlistige

System sucht sich automatisch

Firmen, die zum Beispiel neue

Stellen ausgeschrieben haben. Per

E-Mail wird dann eine Fake-Bewerbung

verschickt. Klickt der

Personaler

nichtsahnend nend

nd den

Anhang

mit den angeblichen Dokumenten

an, wird in derselben elbe

Sekunde

Kontakt zum Darknet aufgenommen

und es ploppt pp

eine

drohende

Nachricht cht auf:

„Sie

haben 48 Stunden Zeit, um

einen Betrag X über Bitcoins

(Online-Währung) zu

überweisen.“ Wenn nicht,

hätten nur sie als

Hacker

die Möglichkeit, die

Daten

des Unternehmens ns zu retten.

en

Laut Karakaya a seien Daten immer

zu retten. Doch allein lein

die

Tatsache,

dass eine

Firma über zwei

Tage keinen Zugriff hat,

somit keine

Aufträge rein bekommt, mt

könnte

deren Aus bedeuten.

en.

Call-ID-Postings verschleiern eie

e die

wahre Nummer mer

des

Anrufers und

zeigen stattdessen ss

en eine fremde


an. Zum Beispiel die „110“, die im

realen Leben niemals angezeigt

würde, denn sollte tatsächlich die

Polizei anrufen, dann stets mit der

Nummer der Nebenstelle. Doch

viele wissen das nicht, glauben

wirklich, dass die Polizei ermittelt

und dringend persönliche Daten

überprüfen muss. Speziell ältere

Leute denken nicht so weit, geben

alle möglichen Infos preis, woraus

die Betrüger gnadenlos Kapital

schlagen.

Digitale Erpressung erklärt Cem

Karakaya am folgenden Beispiel:

Ein Mann besucht eine Pornoseite,

entdeckt einen Videochat mit

einer leichtbekleideten Frau, lässt

sich auf einen Gesprächsdialog

ein. Es dauert nicht lange, schon

lässt die Sauerstoffzufuhr zum Gehirn

deutlich nach – und der Mann

macht alle Schweinereien mit, die

diese „heiße Frau“ von ihm haben

will. Dass er dabei splitterfasernackt

von seiner eigenen Webcam

klammheimlich gefilmt wird, bemerkt

er freilich nicht. Plötzlich die

Nachricht: Entweder, er überweise

7000 Euro, oder das Video würde

auf YouTube ube landen. Das Opfer, ein

stellvertretender Geschäftsführer

einer sehr großen Firma, glaubte

den Betrügern damals nicht, ignorierte

die Forderung mit einem

süffisanten Lächeln. Sekunden

später landete das nicht jugendfreie

Video tatsächlich im Netz.

Erst mal Hard- und

Software aktualisieren

Cem Karakaya nutzt 1:55 seiner

insgesamt zwei Vortragsstunden

(in Schulen spricht er 90 Minuten),

um von solch abschreckenden Beispielen,

von denen es „Trillionen

verschiedene gibt“, zu erzählen.

Viel wichtiger sind ihm aber die

letzten fünf Vortragsminuten, in

denen er in sechs Schritten kurz

und knackig erklärt, wie jeder Bürger

nahezu 100 prozentige Sicherheit

im Internet erreichen kann.

Erstens: Die Hard- und Software

aktualisieren. „Würde das weltweit

jeder Mensch regelmäßig machen,

hätten wir 70 Prozent weniger Internetkriminalität

– 70 Prozent!“

Zweitens: Wer im Internet surft,

sollte das nicht mit seinem Benutzerkonto

tun, sondern ein Gastkonto

anlegen und damit das

Netz durchforsten – insbesondere

er

e

was

Porno-

und illegale Streaming-Seiten betrifft,

von denen satte 80 Prozent

aller Viren und Trojaner ausgehen.

Drittens: Jedes Jahr ein Anti-Virus-

Programm (egal, welcher Hersteller)

für rund 60 Euro kaufen, das

in der Regel auf fünf verschiedenen

Geräten, auch Tablet und Smartphone,

installiert werden kann.

Viertens: Sicheres Passwort verwenden,

mindestens achtstellig

mit Groß- und Kleinbuchstaben

sowie Sonderzeichen.

Fünftens: Daten und E-Mails erst

verschlüsseln, dann ins Rechnernetzwerk

(Cloud) hochladen. Außerdem

sparsam mit den Daten

umgehen und genau überlegen:

Muss ich das wirklich preisgeben?

Und wo gebe ich meine Bilder

preis?

Sechstens: Sich regelmäßig im Internet

informieren. Über neue Gefahren

und wie man sich dagegen

schützen kann.

Werden alle sechs Punkte eingehalten,

sei man laut Cem Karakaya

zu 98 Prozent vor Internetkriminalität

geschützt. 100 Prozent gebe

es deshalb nicht, weil es in vielen

Fällen len

am gesunden en Menschennverstand

fehlt, die Leute zu leichtgläubig

sind. Und weil

jeden en

Tag

unglaubliche 380 000

neue Viren

und

Trojaner in Umlauf gebracht

werden.

js

Musik im Pfaffenwinkel

Eröffnungskonzert der Saison 2017

Sonntag, 28. Mai 16.00 Uhr Basilika Benediktbeuern

Gabriel Fauré Requiem op.48

Johannes Brahms Symphonie Nr.2 D-Dur op.73

Weitere Konzerte: 02.07. und 16.07. Wieskirche, 23.07. Bibliotheksaal Polling

08.10. Mariae Himmelfahrt Schongau

Info: www.MusikimPfaffenwinkel.de

Kartenvorverkauf: Musik im Pfaffenwinkel, Tel. 08861/2194138

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GAP-Ticket Tel. 08821/7301995 und www.muenchenticket.de



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mai / juni 2017 | 61


110 Jahre Spatzenhausener Musikkapelle mit Bezirksmusikfest

Kleiner Ort feiert großes Fest

Samstag, 13. Mai

Ray Wilson

Genesis Classics

Muttertag

Alle Mütter erhalten zu Ihrem Essen

eine Maß Bier, ohne Essen eine

Halbe oder einen Biercocktail

Samstag, 20. Mai

Sonntag, 14. Mai

Ü30-Party

Spatzenhausen | Kontinuität ist das

Schlagwort des Musikvereins Spatzenhausen.

Seit 28 Jahren führt Anton

Hutter als Dirigent den Klangkörper.

Und Hubert Schwingshandl

ist seit 1993 als erster Vorstand des

Musikvereins an seiner Seite. Mit

dieser geballten Erfahrung wagen

sich die 30 Musiker der Blaskapelle

zusammen mit den 35 Trommlern

und Pfeiffern des Spielmannszuges

erstmals an die Ausrichtung eines

Bezirksmusikfestes.

Spatzenhausen ist mit rund 800

Einwohnern eine der kleinsten Gemeinden

im Landkreis Garmisch-

Partenkirchen und besteht aus den

Ortsteilen Spatzenhausen, Hofheim

und Waltersberg. Einen Festzug mit

55 Musikkapellen, Trommler- und

Spielmannszügen zu veranstalten,

ist nur im Ortsteil Hofheim möglich

und so wurden die Festtage von

Mittwoch, 24. Mai, bis Sonntag, 28.

Mai, danach ausgelegt.

Erstaunlich ist, dass ein so kleiner

Ort eine so stattliche Blaskapelle

hervorbringt, die zusammen mit

dem Spielmannszug immer wieder

für Aufsehen sorgt. Auch die

lange Musiktradition von 110 Jahren,

die zwei Weltkriege und so

manche Höhen und Tiefen überwunden

hat, ist längst nicht selbstverständlich.

Angefangen hat alles mit einer

Fastnachts-Gaudi im Jahr 1907, als

sich einige Musikanten für den Faschingszug

zu einer Musikkapelle

formierten. Die neun Akteure fanden

so viel Spaß am gemeinsamen

Musizieren, dass sie unbedingt

weiter machen wollten. Mit Georg

Erhard aus Aidling fanden sie

einen Musikmeister, es wurden

Instrumente gekauft und schon

bald die ersten Auftritte bestritten.

Nach den Wirren der Weltkriege

ging es mit der Spatzenhausener

Musik kontinuierlich bergauf. Ein

besonderer Meilenstein war 1969

die Gründung eines Musikvereins,

der einen ungeheuren Aufschwung

brachte. Dirigent und Vereinsführung

leisteten eine erfolgreiche

Jugendarbeit, die sich über die

Jahrzehnte fortsetzte und heute

ein Orchester mit hohem Anspruch

und einer gesunden Mischung aus

jungen Nachwuchsmusikern sowie

erfahrenen Kräften besitzt.

Festtage beginnen mit

Tag der Nachbarschaft

Die Spatzenhausener Musikkapelle

ist sehr reiselustig, war in Tschechien,

Griechenland und sogar Cincinnati,

USA. Gefallen fanden sie letztes

Jahr bei einem Auftritt auf der

„Oidn Wiesn“, so dass sie heuer

gleich beim großen Trachten- und

Schützenzug des Münchner Oktoberfests

dabei sein werden. Doch

zuvor wird im eigenen Ort groß

gefeiert. Die Festtage beginnen am

Mittwoch, 24. Mai, mit einem Tag

der Nachbarschaft. Die Blaskapellen

Uffing, Söchering, Seehausen

und Eglfing bilden um 18.30 Uhr

einen Sternmarsch und spielen

dann im Festzelt abwechselnd auf.

Am Donnerstag, 25. Mai (Christi

Himmelfahrt), lädt die Molkerei

Zott zu einem großen Hoffest auf

das Anwesen von Familie Weiß.

„Unsere Landwirte liefern überwiegend

zu Zott und so entstand

diese Verbindung“, berichtet Vorstand

Hubert Schwingshandl zum

Hintergrund dieses einmaligen

Hoffestes. Ein Bauernmarkt bietet

regionale Schmankerl, zahlreiche

Oldtimer werden sich versammeln

und bei schönem Wetter zu einer

Rundfahrt starten, die bayerische

Milchkönigin wird erwartet und

auch verschiedene Kinderattraktionen

sind vorgesehen. Im direkt

benachbarten Festzelt spielt am

Donnerstag, 25. Mai

Vatertag

alle Väter erhalten zu Ihrem Essen

eine Maß Bier, ohne Essen eine Halbe

Bei schönem Wetter

täglich geöffnet

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87645 Schwangau

Tel. 08362/92 64 68 - 0

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62 | tassilo

Die Spatzenhausener werden den Festzug mit Spielmannszug

und Blaskapelle anführen.


Der Festausschuss ist intensiv mit den Vorbereitungen beschäftigt.

Vormittag das Jugendblasorchester

Murnau, den Nachmittag bestreitet

die Blaskapelle Aidling/Riegsee.

Abends gibt es dann musikalische

Schmankerl mit den „MusiKatzen“.

Am Freitag, 26. Mai, ist Blasmusik

der Extraklasse angesagt: Ab 20

Uhr spielt zunächst die junge und

pfiffige lokale Besetzung aus Uffing,

Eglfing und Spatzenhausen

mit dem Namen „BLECHpfiff“ auf.

Später übernimmt die international

bekannte Gruppe „VieraBlech“

und wird das Festzelt zum Brodeln

bringen.

23. Bezirksmusikfest

startet mit „Mistrinanka“

Das 23. Bezirksmusikfest des Werdenfels

startet offiziell am Samstag,

27. Mai, mit einem Gastspiel

der tschechischen Blaskapelle

„Mistrinanka“. Die Spatzenhausener

verbindet eine jahrzehntelange

Freundschaft zu der Profikapelle,

zweimal waren die Oberbayern

beim Prager Winter und organisierten

1982 die ersten Auftritte

von „Mistrinanka“ in Deutschland,

nämlich in Spatzenhausen und

Penzberg. Nun gibt es ein Wiedersehen

mit alten Freunden, die

mit ihrer mährischen Musik auf

höchstem Niveau das Publikum

begeistern möchten. Der große

Festsonntag, 28. Mai, beginnt um

8.30 Uhr mit einem Kirchenzug

vom Festzelt zur Hofheimer Ortsmitte.

Im Strauß-Anger südlich der

Kirche findet um 9 Uhr die heilige

> > > FESTPROGRAMM

Messe statt. Gleich im Anschluss

stellen sich 16 Blaskapellen,

Trommler- und Spielmannszüge

einem Marschmusikwettbewerb.

Währenddessen spielt die Blaskapelle

Schöffau zum Frühschoppen

im Festzelt auf. Um 13.15 Uhr versammeln

sich wieder alle Musiker

im Strauß-Anger zum großen Gemeinschaftschor,

von wo aus ab 14

Uhr der Festzug startet. Spatzenhausen

liegt an der Grenze zum

Bezirk Oberland, so dass die 55

erwarteten Klangkörper eine sehenswerte

Vielfalt mit etwa einem

Drittel aus dem Werdenfels und

zwei Drittel aus dem Oberland

bieten. Natürlich werden auch

sämtliche Ortsvereine und zahlreiche

Festwagen für Blickfang

sorgen. Im Festzelt wieder angelangt,

sorgen die Kapellen aus

Bad Bayersoien und Huglfing bis

zur Bekanntgabe der Wertungsergebnisse

für gute Unterhaltung.

Den Festausklang bestreitet die

Musikkapelle Habach. Der kleine

Ortsteil Hofheim wird an diesen

fünf Festtagen von Musik vereinnahmt

und für die Besucher sind

die verschiedensten Facetten der

Blasmusik geboten.

rg

110 Jahre Musikkapelle Spatzenhausen

und 23. Bezirksmusikfest

Mittwoch, 24. Mai

18.30 Uhr Sternmarsch mit den Blaskapellen Uffing,

Söchering, Seehausen und Eglfing

20.00 Uhr Tag der Nachbarschaft im Festzelt

Donnerstag, 25. Mai

10.00 Uhr Hoffest der Molkerei Zott am Weiß-Hof und

Oldtimer-Treffen am Festplatz.

20.00 Uhr Musikalisches Schmankerl mit den „MusiKatzen“

Freitag, 26. Mai

20.00 Uhr Blasmusik der Extraklasse mit „BLECHpfiff“

und „VieraBlech“

Samstag, 27. Mai

20.00 Uhr Mährischer Abend mit der Blaskapelle „Mistrinanka“

Sonntag, 28. Mai

8.30 Uhr Kirchenzug vom Festplatz zur Ortsmitte Hofheim

9.00 Uhr Festgottesdienst im Strauß-Anger, anschließend

Marschmusikwettbewerb und Frühschoppen im

Festzelt mit der Blaskapelle Schöffau

13.15 Uhr Gemeinschaftschor im Strauß-Anger

14.00 Uhr Großer Festzug mit 55 Musikkapellen, Trommlerund

Spielmannszügen, anschließend Unterhaltung

mit den Blaskapellen Bad Bayersoien und Huglfing

sowie Bekanntgabe der Wertungsergebnisse

19.30 Uhr Festausklang mit der Musikkapelle Habach







mai / juni 2017 | 63


Englischkenntnisse während der Ausbildung

Lehrlinge lernen an

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Tassiloland | Fremdsprachenkenntnisse,

allen voran in Englisch,

sind im Zeitalter der Globalisierung

immer wichtiger. Speziell die

hiesigen Industriebetriebe, die

weltweit vernetzt sind, kommunizieren

mit Kunden und den in

Zweigstellen tätigen Kollegen nahezu

ausschließlich fernab der

deutschen Muttersprache. Das

wissen auch die Schulabgänger,

die nach ihrem Abschluss immer

häufiger Erfahrungen im Ausland

sammeln. Travel & Work, Sprachreisen,

Au-Pair in Gastfamilien

oder Auslandspraktika sind nur

wenige Beispiele. „tassilo“ hat bei der Agentur für Arbeit in Weilheim

nachgefragt und wollte wissen,

wie entscheidend Auslandserfahrungen

für Bewerbungen sind?

„Die Unternehmen, die bei uns

Ausbildungsstellenangebote oder

Angebote für ein duales Studium

melden, setzen von den Jugendlichen

keine Auslandserfahrung voraus",

sagt Pressesprecherin Sandra

Perzul. Klar ist aber auch: Bessere

Sprachkenntnisse durch einen Auslandsaufenthalt

lesen sich in den

Bewerbungen immer gut.

Auch ohne Auslandserfahrung

nach Quali, Mittlerer Reife oder

Abitur steht einer Karriere in einem

internationalen mittelständischem

Betrieb also nichts im Wege. Selbst

angehende Facharbeiter wie Werkzeug-

oder Industriemechaniker

haben im Rahmen der Berufsschule

die Möglichkeit, freiwillig einen

Englischkurs zu belegen, diesen

sogar mit einer Prüfung abzuschließen.

Anderen Unternehmen

ist das Thema „Technical English“

sogar so wichtig, dass sie ihre

Lehrlinge betriebsintern fördern.

Und zwar durch Dolmetscherin Ingrid

Schiebel aus Peißenberg, die

viele Jahre in Amerika und England

gelebt und dort auch für verschiedene

Firmen gearbeitet hat. Mindestens

einmal im Monat besucht

sie in vier Industriebetrieben der

Region angehende Werkzeugmechaniker,

Mechatroniker und Produktdesigner,

um ihnen fachspezifisches

Englisch beizubringen.

Betriebsinterner

Englisch-Unterricht

Unter anderem bei Aerotech in

Peißenberg, wo Ingrid Schiebel

sogar einmal die Woche für je 90

Minuten die künftigen Zerspanungsmechaniker

unter ihre Fittiche

nimmt. Der Unterricht findet

entweder in einem Konferenzraum

oder direkt an der „Turning

or Milling Machine“ (Dreh- oder

Fräsmaschine) statt. „So praxisnah

64 | tassilo


wie möglich.“ Manchmal werden

auch bestimmte Bauteile in den

Unterrichtsraum geholt und dessen

Fertigungsprozess auf Englisch

beschrieben. Schiebel begleitet

die Lehrlinge vom ersten bis dritten

Lehrjahr – bis hin zur Prüfung,

die firmenextern und in zwei unterschiedlichen

Schwierigkeitsgraden

absolviert werden kann.

Der Inhalt der Prüfung ist unter

Vorgabe des Kultusministeriums

deutschlandweit gleich. Bestehen

die Azubis, erhalten sie ein Zertifikat,

das sowohl firmenintern als

auch bei späteren Bewerbungen

guten Eindruck macht. Doch sind

die Englisch-Kenntnisse für den

klassischen Facharbeiter tatsächlich

notwendig?

Laut Schiebel werden klassische

Dreher, Fräser oder Schleifer eher

selten mit technischem Englisch

konfrontiert, zumindest die hier

in der Region angestellten. Doch

für Mitarbeiter, die sich weiterqualifizieren

möchten, „sind gute

und vor allem fachbezogene Englischkenntnisse

unabdingbar.“

Facharbeiter, Meister oder Techniker

werden von den hiesigen Betrieben

immer häufiger in die im

Ausland stationierten Zweigstellen

gesandt, um dort Mitarbeiter

einzuweisen oder Maschinen aufzubauen

– je besser die Englischkenntnisse,

desto einfacher das

dortige Arbeiten.

Das kann Peter Frühschütz, seit

2002 Ausbilder bei Aerotech, nur

bestätigen. Er sagt sogar, dass

auch die in Peißenberg stationierten

Facharbeiter immer häufiger

mit fachbezogenem Englisch zu

tun haben. Zum Beispiel durch

Spezifikationen oder Zeichnungen

bestimmter Kunden, die selbstverständlich

„in English“ auf dem

Tisch des Zerspanungsmechanikers

landen. Oder durch Audits, wonach

der ausländische Kunde direkt in

die Produktionshalle kommt und

sich anschaut, wie sein bestelltes

Bauteil hergestellt wird. „Da ist es

natürlich immer von Vorteil, wenn

unsere Mitarbeiter sich mit dem

Kunden unterhalten können.“

Ein Studium

im Ausland?

Ob Zeichnungen lesen oder Fertigungsprozesse

beschreiben, Florian

Schmid beherrscht inzwischen

beides. Der 27-jährige Peitinger

absolvierte nach Abschluss der

Mittelschule eine Ausbildung zum

Werkzeugmechaniker, besuchte

nach ein paar Facharbeiter-Jahren

die Techniker-Schule in Kempten

und setzte anschließend ein Maschinenbau-Studium

obendrauf –

und zwar im Ausland, genau genommen

in Wales. Inzwischen arbeitet

er für ein oberbayerisches

Unternehmen als Projektingenieur

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im Bereich Kostenmanagement,

rechnet unter anderem Großkonzernen

wie Volkswagen vor, wie

teuer die Herstellung eines neuen

Produkts und die Werkzeuge für

dessen Fertigung sein werden.

Ob sein Auslandsstudium das entscheidende

Kriterium für die Zusage

dieser verantwortungsvollen

Stelle war, könne er schwer einschätzen.

„Allgemein kann ich aber

sagen, dass die Unternehmen in

den Vorstellungsgesprächen sehr

daran interessiert waren, was ich in

meinem Auslandsstudium alles gemacht

habe. Und sie haben es auch

sehr positiv wahrgenommen“, sagt

Schmid, der nahezu ausschließlich

in Firmen mit internationalem Umfeld

tätig ist. „Deshalb kommt mir

das in Wales erlernte Englisch meiner

jetzigen Arbeit sehr entgegen,

speziell das fachbezogene.“

Wer sich also hocharbeiten möchte

in einem der hiesigen Industriebetriebe,

der kommt über kurz oder

englischen Sprache. Fakt ist aber

auch: Nicht jeder, der Karriere machen

will, muss für fachbezogenes

Englisch seine Heimat verlassen –

auch wenn dies sicherlich die effektivere

lang nicht vorbei am Erlernen der

Methode ist.

js

Eirenschmalz Maschinenbaumechanik

& Metallbau GmbH

Altenstadter Str. 4

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mai / juni 2017 | 65


Sylvia Baumgartner und die Kaminkehrer-Ausbildung

Schornsteinfegen

mit Seeblick

Feldafing | Mittwochnachmittag

mitten in Feldafing. Im Kellergeschoss

des veralteten Bauhofgebäudes

hat sich Sylvia Baumgartner

ein Büro, im Nebenraum ein

kleines Lager eingerichtet. „Mehr

brauche ich nicht“, sagt sie breitgrinsend

und stellt den halbvollen

Aschenbecher zur Seite. Als

Kaminkehrer komme man zu den

Leuten, nicht die Leute zu einem.

Ein klassisches Firmengebäude

mit Empfang wäre überflüssig.

Viel wichtiger ist ihr der kleine, mit

Kehrwerkzeug, Messgeräten und

Leiter ausgestattete Kombi draußen

auf dem Schotterparkplatz, mit

dem sie durch die oft sehr schmalen,

schlagigen und hügeligen

Straßen am Rande des Starnberger

Sees tourt. Um was zu tun?

„Viele denken immer noch,

dass der Kaminkehrer nur den

Schornstein sauber macht“, sagt

Baumgartner. Dabei verlangt der

klischeebehaftete Glücksbringer-

Beruf im Jahr 2017 weitaus mehr.

Handwerker, Berater, Vertreter, im

Falle des Meisters auch noch Verwalter,

Organisator, Buchhalter.

Der moderne Kaminkehrer ist ein

verantwortungsvoller Allrounder

mit Kerngeschäft Brandschutz.

Dazu gehört die Reinigung und

Überprüfung von Kachelöfen und

Heizungsanlagen ebenso wie die

Abnahme neuer Feuerstellen.

„Sobald jemand einen neuen

Ofen oder eine neue Heizung

einbauen lässt, muss ich als

Kaminkehrer überprüfen,

ob das alles ordnungsgemäß

und nach den

geltenden Vorschriften gemacht

wurde“, sagt Baumgartner.

Aufreibende Diskussionen

an der Haustüre

Einige Bürger würden das gar nicht

wissen und reiben sich verwundert

die Augen, „wenn ich an der Haustüre

klingele, weil ich bei meiner

Rundfahrt mal wieder einen nagelneuen

Kamin zufällig entdeckt

habe“. In solchen Fällen sind zumeist

gute Menschenkenntnisse

gefragt. Speziell die neuen, zugezogenen

Kunden aus der Stadt, die

vorher noch nie einen Ofen hatten,

haben nicht immer Verständnis

und fragen „was will denn die nervige

Kaminkehrerin von uns". Bis

ihnen Baumgartner inständig die

Fakten aus der Überprüfungsverordnung

erklärt. Doch gerade wegen

dieser Vielfalt, auch wenn es

mal nervenaufreibender zur Sache

geht, liebt Baumgartner ihren Beruf

so sehr. Seit wann? „Im Grunde

schon immer.“

Als die kernbayerische Weilheimerin

noch ein kleines Schulmädel

war, sich erstmals Gedanken über

einen Beruf machte und in der Familie

um Rat fragte, sagte ihr Vater

scherzhaft: „Machst halt Kaminkehrerin.“

Klingt spannend, dachte

sie zur großen Überraschung

ihrer Eltern und absolvierte ihre

erste Schnupperlehre auch gleich

bei einem Kaminkehrer. Seither

lässt sie dieser „faszinierende und

äußerst abwechslungsreiche Job“

nicht mehr los. Baumgartner ist

inzwischen 39 und hat Karriere

gemacht. Als Bezirkskaminkehrermeisterin

ist sie gemeinsam mit

ihrem Mitarbeiter Mario Drexler

nicht nur für 2 500 Haushalte in

den Orten Feldafing, Tutzing und

Obertraubing zuständig. Dank

zahlreicher Zusatzqualifikationen

ist sie unter anderem auch als

Energieberaterin aktiv und bietet

66 | tassilo


Dachmarke

Vier Jugendliche zeigen Daumen hoch

weisses Feld

Auf dem Dach fühlt sich Sylvia

Baumgartner wohl.

diverse Extras wie das Reinigen

von Kachelöfen und die Montage

von Rauchmeldern an. Außerdem

sitzt sie im Prüfungsausschuss,

nimmt Jahr für Jahr den Lehrlingen

die Gesellen- und Meisterprüfung

ab.

Herzensangelegenheit

Ausbildung

Die Ausbildung liegt Baumgartner

besonders am Herzen, da es kaum

noch Lehrlinge in ihrem Berufszweig

gibt. „Jeder meint, eine akademische

Ausbildung einschlagen

zu müssen.“ Dabei verdiene ein

Geselle „mit 1700 bis 1800 Euro

netto wirklich sehr ordentlich“.

Die Kaminkehrer-Ausbildung,

rund 500 Euro im ersten, gut 700

Euro im letzten Lehrjahr, erfolgt

in einem Meisterbetrieb und geht

über drei Jahre. Es handelt sich

um ein duales Bildungssystem

mit regelmäßigem, drei- bis vierwöchigem

Blockunterricht an der

Kerschensteiner-Gewerbeschule in

München. Außerdem gibt es überbetrieblichen

Unterricht im Technologiezentrum

der Kaminkehrer-

Innung, ebenfalls München. Dort

werden handwerkliche Tätigkeiten

wie Ofenanschlüsse und Rauchmelderinstallationen

gelehrt. „Der

Beruf ist definitiv hochinteressant“,

sagt Baumgartner, die von 30 Azubis

pro Jahr für ganz Oberbayern

spricht. „Viel zu wenig, zumal die

meisten nach der Ausbildung eh

was anderes machen.“ Berufsfeuerwehr

oder Umwelttechnik-Studium

seien beliebt. Dabei bräuchten

die meisten Betriebe wegen wachsender

Aufgaben inzwischen zwei

statt einen Gesellen.

Eigenschaften eines

Kaminkehrers

An diesem inzwischen späten Mittwochnachmittag

kommt Baumgartner

alleine zurecht. Nachdem

sie einen weiteren Beratungstermin

im prall gefüllten Terminkalender

eingetragen hat, zieht sie

Sicherheitsschuhe, Uniform sowie

Rußkappe an und macht sich mit

ihrem Kombi auf den Weg zu einem

großen Mehrparteien-Haus

mit Flachdach. Dort oben gilt es

noch einen Schornstein sauber zu

machen. Dieses Gebäude ist zu

hoch, um von außen aufs Dach zu

steigen. Die ersten Etagen fährt sie

mit dem Aufzug hinauf, das letzte

Stück führt über Leiter und Dachfenster

hinaus ins Freie. „Einfach

nur herrlich“, sagt Baumgartner

beim Blick Richtung Süd-Ost, wo

ihr der Starnberger See regelrecht

zu Füßen liegt. „So macht Arbeit

besonders viel Spaß."

Auf den gegenüberliegenden Dächern

könnte sie diese herrliche

Aussicht nicht wirklich genießen.

Steil emporragende Spitzdächer

– nichts für schwache Nerven.

Trittsicherheit, Schwindelfreiheit

sowie keine Scheu vor Schmutz

und Schmuddelwetter braucht ein

Kaminkehrer schon. Eigenschaften,

die Sylvia Baumgartner bereits bei

ihrem allerersten Praktikum für

sich entdeckte.

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mai / juni 2017 | 67


We love cosmetics.

Das Azubiprojekt bei WTW

Eine neue Tradition

Die Weckerle GmbH ist ein weltweit erfolgreich agierendes

und expandierendes Familienunternehmen mit Sitz in

Weilheim und Standorten in Peißenberg, Eislingen, der

Schweiz, Frankreich, Brasilien, China, Russland und

den USA. Mit den Geschäftsbereichen Machines und

Cosmetics ist das Unternehmen führend in der Herstellung

innovativer und hochspezialisierter Abfüllanlagen

für die Kosmetik-, Pharma- und Lebensmittelindustrie.

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Personalleiter

Tel. +49 881 92 93 1126

68 | tassilo

Weilheim | Das Azubiprojekt bei

der Weilheimer Firma Xylem Analytics

Germany (XAG, bis Juli 2016:

WTW) geht heuer bereits in die

vierte Runde, die Anfänge sollen

auf Weihnachten 2012 und Ulrich

Schwab zurückgehen. Passend zur

„staden Zeit“ wollte der Geschäftsführer

ein paar Nüsse mit einem

herkömmlichen Nussknacker öffnen.

Die Zange glitt ab und zu den

Nüssen und dem Rotwein gesellte

sich ungewollt ein verletzter Finger.

Das Positive daran? Eine neue

Idee wurde geboren: Mit der Vorstellung

eines verletzungssicheren

Nussknackers im Hinterkopf

beauftragte der WTW-Chef die

Auszubildenden der Firma mit der

Herstellung eines solchen. Um den

Lerneffekt zu erhöhen, wurde daraus

eine Serienfertigung von rund

400 Stück, aus der jeder Mitarbeiter

zu Weihnachten ein Geschenkexemplar

erhalten sollte. Der Plan

der Geschäftsführung ging auf,

Azubis und die restlichen Mitarbeiter

waren begeistert. Der Start

einer neuen Tradition.

Immer ein neues

Alltagsproblem

Jedes Jahr wird den Auszubildenden

eine neue Aufgabe gestellt.

Seit dem Start vor knapp vier Jahren

wurden die Projekte immer etwas

komplexer. Auf den Nussknacker

folgte ein ebenso verletzungssicherer

Korkenzieher und eine

Taschenlampe, ausgestattet mit

LED-Lichtern. Wie das Weihnachtsgeschenk

2017 aussieht, wird indes

noch nicht verraten. „Da kommt

bei der Weihnachtsfeier dann der

berühmte Überraschungseffekt

zum Tragen“, schmunzelt Philipp

Strahlende Gesichter: Das Azubiprojekt bei WTW ist ein voller Erfolg.

Hartmann, Auszubildender im Bereich

Marketing-Kommunikation,

und damit unter anderem für die

Öffentlichkeitsarbeit während des

Projektes verantwortlich.

Die jährliche Aufgabe wird bewusst

von der Geschäftsführung gestellt,

da Aufwand, Kosten und Möglichkeiten

nur mit der entsprechenden

Erfahrung eingeschätzt werden

können. Das Alltagsproblem wird

meist in eine lebhafte Geschichte

verpackt, die Vorgaben wie Stückzahl

oder Kostenrahmen beinhaltet.

Design und Funktion realisieren

von der Planung bis zur Übergabe

alleine die Azubis. Während einer

Ausbildung bei XAG WTW ist somit

jeder Lehrling – derzeit sind es

elf – an drei aufeinanderfolgenden

Projekten beteiligt. Die gesamte

Fertigung läuft dabei hausintern

ab, bis hin zur Verpackung.

An der Praxis

orientiert

Produktmanagement, Präsentationen,

Planungen – die Arbeitsumfänge

während des Projektes

orientieren sich stark an der beruflichen

Praxis. „Das eigenständige

Arbeiten gefällt mir besonders“,

erklärt Azubi Philipp Hartmann die

Grundidee, die Auszubildenden ein

Jahr lang als Gruppe arbeiten zu

lassen. „Praxis am echten Projekt,

das ist hervorragend“, meint Josef

Platzek, Leiter der Abteilung „Mar-

Com“ (Marketing-Kommunikation).

„Die Kommunikationsfähigkeiten

werden geschult, da man mit den

verschiedensten Leuten in Kontakt

kommt“, sagte Heike Hertelt, Werbefachkraft

und Ausbilderin. Horst

Heller, ebenfalls von „MarCom“,

ergänzt: „Es ist eine Kombination

aller Fähigkeiten und Tätigkeiten“.

Zudem sei es eine sehr gute

Möglichkeit, das gesamte Leistungsspektrum

der Firma in seinen

Einzelheiten kennenzulernen. Die

Projektleitung übernimmt meist

ein erfahrener Auszubildender, der

von den anderen Gruppenmitgliedern

gewählt wird. Der Austausch

des im letzten Jahr gesammelten

Wissens zwischen älteren und jüngeren

Azubis spielt eine zentrale

Rolle. Missverständnisse werden


möchte mündige Arbeitnehmer,

die den Mut haben, vor einem vollen

Saal zu sprechen, das bringt

uns und unser Unternehmen weiter.

Ich bin sehr stolz auf die Leistung

unserer Azubis und messe der

Ausbildung in unserer Firma große

Bedeutung bei.“

Aus WTW wurde

Xylem Analytics Germany

so vermieden und Unklarheiten

geklärt. Da die Fertigstellung des

Projektes die normale Produktion

nicht beeinträchtigen darf, kann

es durchaus zu kontroversen Diskussionen

bei den Maschineneinsätzen

kommen. Hier greifen die

Ausbilder steuernd und beratend

ein. Auch ein Koordinator wurde

mittlerweile installiert, der den gesamten

Prozess überwacht, ohne

die Auszubildenden in ihrer Kreativität

einzuschränken.

Für Geschäftsführer Ulrich Schwab

ist das jährliche Azubiprojekt inzwischen

ein wichtiger Bestandteil

der Ausbildung bei XAG. „2017

werden den Azubis erstmals auch

gezielt Kenntnisse der Projektleitung

und Meilensteinplanung von

erfahrenen Projektleitern vermittelt.

Ein besonderer Höhepunkt

stellt für mich auch die Präsentation

der Azubis dar“, erklärt er und

ergänzt: „Sie sollen lernen, vor der

gesamten Firma aufzutreten; ich

Die Firma WTW wurde 1945 gegründet

und ist auf die Entwicklung

und Herstellung hochwertiger

Messtechnik für Wasseranalytik

spezialisiert. Seit 2011 gehört WTW

zur Analytiksparte des Xylem-Konzerns,

einem globalen Unternehmen,

welches sich auf die Lösung

der weltweit schwierigsten und

Die Azubis und Geschäftsführer Ulrich Schwab bei der Präsentation.

grundlegendsten Wasserfragen

konzentriert. Das Produktportfolio

umfasst einerseits Labor- und

Taschengeräte, andererseits stationäre

Messsysteme für Kläranlagen

für eine große Vielfalt an

Parametern der Wasseranalytik.

Die WTW-Produkte werden fast

ausschließlich in Deutschland, direkt

am Standort Weilheim hier

im Pfaffenwinkel, produziert. Das

alteingesessene Weiheimer Unternehmen

hat sich über viele

Jahre einen guten Ruf als Ausbildungsbetrieb

erworben. Neben

dem Azubiprojekt können sich

motivierte Auszubildende auf einige

Extras freuen: Wie etwa einen

Paten, der jedem Lehrling für die

Ausbildungszeit zur Seite gestellt

wird und bei Fragen aller Art erster

Ansprechpartner ist. Zudem

fördert das Unternehmen das Engagement

seiner jungen Mitarbeiter

mit einer Übernahmegarantie

von einem Jahr – das schönste Geschenk

für die WTW-Azubis. tis

WIR BRINGEN

PERFEKTE TRIEBWERKE

ZUM LAUFEN

Namhafte Triebwerkshersteller vertrauen seit über 45 Jahren auf die hochwertigen Bauteile

der Aerotech Peissenberg. Wir sind eine innovative, international anerkannte Unternehmensgruppe

mit Standorten in Deutschland und Tschechien. Spezialisiert sind wir auf die Herstellung

komplexer Bauteile für Flugzeugtriebwerke. Die außergewöhnliche Kompetenz und der Einsatz

unserer rund 520 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bilden das Rückgrat unseres Unternehmens

und die Basis unseres Erfolges.

Zum 1. September 2018 bieten wir Ausbildungsplätze für den Beruf

Zerspanungsmechaniker (m/w)

Wir bieten Jungen und Mädchen mit Interesse an einer sehr guten Ausbildung bei einem

kunftsträchtigen

Branche. Sprechen Sie unsere Ausbilder über den Ablauf der Ausbildung

an und lernen Sie unsere Firma kennen. Weitere Informationen erhalten Sie online auf

www.aerotech.de in unserem Bewerbungsportal (Kennziffer 1373).



mai / juni 2017 | 69


DAS TASSILO-HEIMATRÄTSEL

Pionierarbeit

Tassiloland | Die Region rund um

Weilheim, Starnberger See und

Ammersee ist nicht nur wegen der

traumhaften Landschaft bekannt.

Oftmals waren die Menschen aus

dem Tassiloland auch Vorreiter für

ganz Bayern oder darüber hinaus.

Während in Penzberg der Erfinder

des modernen Elfmeterschießens,

Karl Wald, lebte, wird Weilheim

als Geburtsstätte der Fernwähltechnik

bezeichnet. 1923 wurde in

der heutigen Kreisstadt die erste

Netzgruppe mit Selbstwählferndienst

eingerichtet und somit der

erste Schritt hin zu einem ortsübergreifenden

Telefonnetz ohne

menschliche Vermittlungsdienste

getan. Nur zwei Beispiele für den

Pioniergeist der Leute im Tassiloland

die Liste ließe sich durchaus

noch erweitern.

Eine bayernweite

Neuheit

Davon zeugt auch unsere Abbildung,

die eine Skulptur an einem

ganz bestimmten Gebäude in der

Region zeigt. Doch welches Gebäude

könnten wir meinen?

Wir möchten im aktuellen Heimaträtsel

von Ihnen wissen, an

welchem Gebäude im Tassiloland

die Skulptur zu sehen ist. Ein

kleiner Tipp: Die Ortschaft befindet

sich im Landkreis Weilheim-

Schongau. Zusätzlich würden wir

gerne wissen, welche Besonderheit

das Gebäude beherbergt.

Auch hier ein kleiner Hinweis: Es

war bayernweit eine Neuheit – Pionierarbeit

eben.

Sollten Sie unsere zweigeteilte

Frage beantworten können, dann

schicken Sie eine Postkarte mit

dem Stichwort „Heimaträtsel“ an

„tassilo“, Birkland 40, 86971 Peiting.

Oder eine E-Mail an info@

tassilo.de. Bitte geben Sie Ihre

vollständige Adresse an, da Sie

der Gewinn auf postalischem Weg

erreicht. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen,

das Los entscheidet.

Wer sich ein wenig mit Pionieren

auskennt, kann auch diesmal

mit etwas Glück eine von fünf

Badewelt-Familienkarten für das

„Plantsch – Badespaß und Saunaland“

gewinnen.

Wie immer wünschen wir allen

Teilnehmern unseres Heimaträtsels

viel Erfolg.

tis

> > > DES LETZTEN RÄTSELS LÖSUNG

Nach einem architektonischen Schmankerl aus dem Tassiloland

hatten wir in der vergangenen Ausgabe gefragt. Nach einem beeindruckenden

Gebäude mit ganz besonderen „inneren Werten“.

Während der Olympischen Sommerspiele 1972 nutzte sogar der

ehemalige Bundeskanzler Willy Brandt dieumlichkeiten der

Villa und empfing dort hochrangige Gäste. Der Name dieses Hauses?

Klar, wir meinten die Villa Waldberta, die in Feldafing am

Starnberger See steht. Heutzutage wird sie als internationales

Künstlerhaus der Stadt München genutzt. Etwa 30 bis 40 Gäste

aus allen Kunstsparten erhalten hier jedes Jahr eine Heimat

auf Zeit. Den richtigen Namen des Gebäudes sowie den Standort

wussten zahlreiche Personen, wie die Vielzahl an E-Mails und

Postkarten beweisen. Wir bekamen fast ausnahmslos die richtigen

Antworten. Auch von Ruth Drechsel aus Weilheim, Christl

Höfler aus Tutzing, Monika Bauer aus Penzberg, Elisabeth Reinelt

aus Huglfing und Josef Käß aus Wessobrunn. Sie hatten zudem

alle Glück bei unserer Auslosung und durften sich so über je eine

Familienkarte für das „Plantsch“ in Schongau freuen.

> > > IMPRESSUM

„tassilo“

„tassilo“ ist ein Medium von

Birkland 40, 86971 Peiting

Telefon: 08869 / 91 22-26

Fax: 08869 / 91 22-27

Mail: info@tassilo.de

Stand bei Drucklegung im April 2017.

Änderungen und Fehler vorbehalten.

Auflage: 64000 Exemplare

Die aktuellen Anzeigenpreise, Mediadaten sowie Erscheinungstermine und

weitere technische Angaben finden Sie auf unserer Webseite www.tassilo.de

Erscheinungsweise: zweimonatig, kostenlose Verteilung an alle Haushalte rund

um Weilheim und die Seen — Zahlreiche Auslegestellen im Verteilgebiet.

Herausgeber: Peter Ostenrieder

Redaktion: Johannes Schelle, Tim Schmid, Peter Ostenrieder (V.i.S.d.P.)

Mitarbeiter dieser Ausgabe: Regine Pätz, Rosi Geiger, Wennaël Würmli

Anzeigenverkauf: Wolfgang Stuhler, Tim Schmid

Satz, Layout & Anzeigengestaltung: Peter Ostenrieder, Kurt Zarbock, Irmgard

Gruber, Christian Lechner, Tim Schmid, Jonas Desche, Johannes Schelle

Druck: Gebr. Geiselberger GmbH, M.-Moser-Straße 23, 84503 Altötting

Verteilservice: KBV Vertriebs GmbH, Am Weidenbach 8, 82362 Weilheim

Geplanter Erscheinungstermin der nächsten Ausgabe Juli/August 2017: Freitag, 23. Juni 2017 (Anzeigenschluss: 31. Mai 2017)

Für eingesandte Manuskripte wird keine Haftung sowie keine Erscheinungsgewähr übernommen.

Fotos: Mauritius Images/Bernd Römmelt, Johann Jilka, Tierheim Starnberg, Peter Ostenrieder, Johannes

Schelle, Regine Pätz, Rosi Geiger, Tim Schmid, Markus Blacek, Fotogruppe Traubing, Peter Höhne,

www.doktor-doeblingers-kasperltheater.de, Felix Rachor, Florian Ohnesorg, Observatorium Hohenpeißenberg,

Leonard Lorenz, tba, Heimat- und Trachtenverein Weilheim e.V., AVC, Martin Wagner,

Freiwillige Feuerwehr Murnau, Jan Vogel, Architektenbüro Fussenegger Bad Kohlgrub, Bauer Unternehmensgruppe

GmbH & Co. KG, Hypno Active/Peter Phillip Koss, TSP Agency/Marcel Harsanyi, Max

Mirlach, Sebastian Hoffmann, Europäische Metropolregion, Krankenhaus GmbH Weilheim-Schongau,

Archive Künstler/Klangwork Kulturbüro, Hans-Helmut Herold/Hoerbiger, Sparkasse Oberland, Stadt

Penzberg/C. Wimmer, www.blackstone432.de, Musikverein Spatzenhausen, Aerotech Peißenberg

GmbH & Co. KG, Sylvia Baumgartner, XAGS GmbH & Co. KG, WTW, Wikipedia, Sony-Music, Horst

Raabe, Rudolf Hochenauer, Andreas Nöß, fotolia

70 | tassilo


MAI /


Veranstaltungskalender

1. Mai bis 30. Juni 2017

MO 01.05.

Maifeiertag

WO MAIBÄUME AUFGESTELLT

WERDEN, FINDEN SIE AUF DEN

SEITEN 26-27

WEILHEIM

10.00 Uhr

Weilheimer Aulauf der Abt.

Leichtathletik des TSV in der Au.

Anmeldung (bis 26.4.) unter www.

aulauf.tsv-weilheim.com

11.00 Uhr

Tanz am Maibaum mit der Stadtkapelle

und dem Trachtenverein

am Maibaumgelände

PEISSENBERG

19.30 Uhr

Tauschabend für Briefmarken der

Sammlerfreunde Peiting e.V. in

der Bücherei

ODERDING

11.00 bis 17.00 Uhr

Dorffest auf dem Dorfplatz

WEILHEIM

DI 02.05.

8.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt auf dem Kirchplatz

19.30 bis 21.30 Uhr

Vortrag „Neben uns die Sintflut.

Wer zahlt den Preis für unseren

Wohlstand?“ von Prof. Stephan

Lessenich im Pfarrheim „Miteinander“.

Siehe Seite 23

PEISSENBERG

16.00 bis 20.00 Uhr

Blutspenden in der Josef-Zerhoch-

Mittelschule

BERNRIED

8.30 bis 14.00 Uhr

Wochenmarkt am Bahnhof

EBERFING

15.00 Uhr

Kinderkino „Vilja und die Räuber“

in der Schule

WEILHEIM

MI 03.05.

16.00 bis 17.00 Uhr

Märchenzeit „Die Bienenkönigin“

als Tischtheater in der Stadtbücherei.

Für Kinder ab 4 Jahren

20.00 Uhr

Kabarett „Oschpele“ vom Luis aus

Südtirol in der Großen Hochlandhalle.

VVK beim Ticketservice des

Kreisboten in der Sparkasse

MURNAU

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt in der Fußgängerzone

18.00 Uhr

Abendliche Führung durch den

Ort. Kosten: 5 €. Treffpunkt am

Brunnen vor dem Kultur- und

Tagungszentrum

20.00 Uhr

Vortrag „444 Tage um den Globus“

mit Peter Krinninger in der

Westtorhalle. Eintritt: 14 €

PÄHL

14.30 Uhr

Kaffeekranzl im Kerschlach Café

RAISTING

19.00 Uhr

Künstlerstammtisch im Café Ibiza

OBERSÖCHERING

15.30 Uhr

Kinderkino „Vilja und die Räuber“

im Pfarrheim

POLLING

9.00 Uhr

Kreuzmarkt auf dem Kichplatz

WEILHEIM

DO 04.05.

16.00 Uhr

Figurentheater „Mascha und der

Bär“ am Festplatz. Karten: 8 €

PEISSENBERG

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Glückauf-Platz

STARNBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt auf dem Kirchplatz

PENZBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt auf dem Stadtplatz

15.30 bis 16.30 Uhr

Vorlesen des Lesecafés Miteinander

im Pfarrzentrum Christkönig.

Für Kinder von 4 — 7. Eintritt frei

16.00 bis 20.00 Uhr

Blutspenden im BRK-Haus

20.00 Uhr

Liederabend mit Nikolaus Pfannkuch

und Pauliina Tukiainen in

der Aula der Bürgermeister-

Prandl-Grundschule. Karten: 20 €

MURNAU

19.30 Uhr

Krimishow mit Jörg Steinleitner

und Matthias Edlinger im Schloßmuseum.

Eintritt: 10 € / 8 €

HABACH

18.30 Uhr

Irish-Folk-Session mit der Band

„Keltentanz“ im Trödler. Eintritt frei

WEILHEIM

FR 05.05.

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Marienplatz

16.00 Uhr

Figurentheater „Mascha und der

Bär“ am Festplatz. Karten: 8 €

20.00 Uhr

Musikantenhoagart des Heimatund

Trachtenvereins im Vereinsheim

PEISSENBERG

16.30 Uhr

Sprach-Café im Gemeindesaal der

evang. Kirche

STARNBERG

20.00 Uhr

STAkulturABO — Kabarett „Letzte

Patrone“ von Django Asül in der

Schlossberghalle. Karten: 29 €.

VVK in der Schlossberghalle

PENZBERG

16.00 bis 20.00 Uhr

Blutspenden im BRK-Haus

19.00 Uhr

Theater „Der nackte Wahnsinn“

auf der Probebühne. Karten: 10 €.

VVK im Café Freudenberg

MURNAU

10.00 bis 12.00 Uhr

Themenführung und Präsentation

„Die Maler des Blauen Reiters

in Murnau“ in der Tourist-Info.

Kosten: 6 €

10.00 bis 17.00 Uhr

Internationaler Tag des Museums

im Schloßmuseum. Eintritt frei

RAISTING

17.00 Uhr

Kinderkino im AWO-Haus

HABACH

18.30 Uhr

Konzert „Doc Fetzer & Friends“ im

Trödler

OBERSÖCHERING

16.30 Uhr

50 Jahre SV — Stundenteamlauf

mit anschließender Siegerehrung

in der Sporthalle. Startnummernübergabe

ab 15.30 Uhr

POLLING

19.30 Uhr

Konzert im Bibliotheksaal

> > > BLUTSPENDETERMINE DES ROTEN KREUZ

Di, 2. Mai 16.00 bis 20.00 Uhr Peißenberg, Josef-Zerhoch-

Mittelschule

Do, 4. Mai 16.00 bis 20.00 Uhr Penzberg, BRK-Haus

Fr, 5. Mai 16.00 bis 20.00 Uhr Penzberg, BRK-Haus

Do, 8. Juni 16.00 bis 20.00 Uhr Weilheim, BRK-Haus

Fr, 9. Juni 16.00 bis 20.00 Uhr Weilheim, BRK-Haus

Mo, 19. Juni 16.00 bis 20.00 Uhr Murnau, Kultur- und

Tagungszentrum

mai / juni 2017 | 73


SÖCKING

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Carolinenhaus

WEILHEIM

SA 06.05.

12.00 bis 18.00 Uhr

Hausmesse Deutschland-Österreich

im Weinladen Instinsky

16.00 Uhr

Figurentheater „Mascha und der

Bär“ am Festplatz. Karten: 8 €

DIESSEN

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Bahnhofsplatz

15.00 Uhr

Kinderkino „Der kleine Rabe

Socke 2 — Das große Rennen“ im

SOS-Kinderdorf

STARNBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt auf dem Kirchplatz

PENZBERG

19.00 Uhr

Theater „Der nackte Wahnsinn“

auf der Probebühne. Karten: 10 €.

VVK im Café Freudenberg

19.30 Uhr

Konzert „Gospels and More —

Liedernacht für Maõ Luiza“ in der

Pfarrkirche Steigenberg. Ab 19 Uhr

Sektempfang im Eine-Welt-Laden.

Eintritt frei

MURNAU

14.00 Uhr

Repaircafé mit Pflanzentausch in

der Westtorhalle

19.00 Uhr

Frühlingsball der Staffelsee Big

Band im Kultur- und Tagungszentrum.

Karten: 15 € / 10 € (ermäßigt)

BERNRIED

11.00 Uhr

Eröffnung des Hofladens im

Schlossgut

ANTDORF

14.00 Uhr

Pflanzentauschmarkt des Gartenbauvereins

am Kirchplatz. Bei

schlechtem Wetter am Feuerwehrhaus

HABACH

18.30 Uhr

Konzert der Alpenrock-Band

„Austria Project“ im Trödler

IFFELDORF

19.00 Uhr

Meisterkonzert mit dem Stephan

König Quartett in der Mehrzweckh.

POLLING

11.00 Uhr

Pollinger Tage Alter und Neuer

Musik — Gesprächskonzert „Fauststoff“

im Bibliotheksaal. Karten:

18 € / 12 € (ermäßigt). Siehe Seite 55

14.00 Uhr

Pollinger Tage Alter und Neuer

Musik — „OffeneBÜHNE“ mit

Musikbeiträgen des Gymnasiums

Weilheim im Bibliotheksaal.

Eintritt frei. Siehe Seite 55

15.00 Uhr

Kinderkino „Vilja und die Räuber“

im Feuerwehrhaus

20.00 Uhr

Pollinger Tage Alter und Neuer

Musik — KammerKONZERT „Horn

plus“ im Bibliotheksaal. Karten:

10 € – 36 €. Siehe Seite 55

TUTZING

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt vor dem Rathaus

ALTENSTADT

19.00 Uhr

Festlicher Sommer in der Wies

— Konzert „Alte Musik in neuen

Händen“ in der Basilika. Weitere

Infos unter www.wieskonzerte.de

und auf Seite 54

WEILHEIM

SO 07.05.

10.30 Uhr

Luther-Gottesdienst „Solus Christus

– allein durch Christus“ der

Freien evangelischen Gemeinde

in der Schützenstraße 17 mit

anschließendem Stehimbiss

11.00 Uhr

Figurentheater „Mascha und der

Bär“ am Festplatz. Karten: 8 €

19.30 Uhr

Orgelkonzert „Eine feste Burg“

in der evang. Apostelkirche.

Eintritt frei

PEISSENBERG

13.30 bis 16.30 Uhr

Bergbaumuseum geöffnet.

Eintritt: 5 €

14.00 bis 17.00 Uhr

Bockerlbahn-Fahrtag an der

Tiefstollenhalle. Kosten: 1 €

20.00 Uhr

Konzert „Pippo Pollina & Palermo

Acoustic Quintet“ in der Tiefstollenh.

DIESSEN

11.00 bis 12.30 Uhr

Konzert des Duos „KlangZeit“ im

Schacky Park

19.00 Uhr

Münsterkonzert des „Arcis Cello

Quartett“ in der Kirche St. Stephan

PENZBERG

19.00 Uhr

Theater „Der nackte Wahnsinn“

auf der Probebühne. Karten: 10 €.

VVK im Café Freudenberg

MURNAU

10.30 bis 12.00 Uhr

Führung durch den Ort. Treffp. am

Kultur- und Tagungsz. Kosten: 5 €

12.00 Uhr

Maidult in der Fußgängerzone.

Außerdem: verkaufsoffener Sonntag

HUGLFING

11.00 Uhr

Matinée mit Dekan Axel Piper

im Dorfgemeinschaftshaus Beim

Schmitter. Eintritt frei

OBERSÖCHERING

10.00 Uhr

50 Jahre SV — Festgottesdienst

im Schulgarten. Anschließend

Festzug zur Sporthalle und Frühschoppen

POLLING

11.30 Uhr

Pollinger Tage Alter und

Neuer Musik — OriginalKLANG

„L’Accademia Giocosa“ im Bibliotheksaal.

Ab 13.00 Uhr Brunch.

Karten: 10 € – 36 €. Siehe Seite 55

ANDECHS

12.15 Uhr

Orgelmatinée von Ángel Monter

Herrero in der Wallfahrtskirche.

Eintritt frei

TUTZING

20.00 Uhr

Kabarett von Luise Kinseher im

Dorfstadl. Karten: 20 €. VVK in der

Tourist Information Starnberg

WEILHEIM

MO 08.05.

16.00 bis 16.45 Uhr

Vorlesestunde der „LeseRatten“ in

der Stadtbücherei. Eintritt frei

STARNBERG

9.00 bis 12.00 Uhr

Infomarkt „Meine Zukunft bin

ich — berufliche Perspektiven nach

der Familienzeit“ im Landratsamt

www.boeglmueller.com

• 18-Löcher-Golfanlage „Auf der Gsteig“

• Öffentlicher 3-Löcher-Kurzplatz

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Golfen mit besten Aussichten ...

/


HUGLFING

15.00 bis 17.00 Uhr

Handarbeitstreff im Café Hey

Schaffner. Infos unter 08802 / 8588

OBERSÖCHERING

19.30 Uhr

50 Jahre SV — Kabarett mit Stefan

Kröll in der Sporthalle. Karten:

17 €. VVK unter 01573 / 2491558

WEILHEIM

DI 09.05.

8.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt auf dem Kirchplatz

20.00 Uhr

Weilheimer Glaubensfragen —

Vortrag „Ohne Verzicht wird es

nicht gehen — die Verantwortung

des Menschen für die Schöpfung“

mit Dr. Günther Beckstein im Haus

der Begegnung

DIESSEN

19.00 Uhr

Schachabend im Denkerhaus.

Kostenlos und ohne Anmeldung.

Bitte ein Schachspiel mitbringen

PENZBERG

14.00 Uhr

Seniorennachmittag „Bayrischer

Nachmittag“ mit Rainer Hoffmann

und dem Volksensemble bei Kaffee

und Kuchen im Barbarasaal

MURNAU

18.00 bis 20.00 Uhr

Exkursion „Was singt in Murnau?

Vogelstimmen im Ort“. Infos unter

08821 / 73464 und gap@lbv.de

BERNRIED

8.30 bis 14.00 Uhr

Wochenmarkt am Bahnhof

PEISSENBERG

MI 10.05.

15.00 Uhr

Lichtbildvortrag „Zwischen Dachstein

und drei Zinnen“ mit Franz

Auer im Josef-Lindauer Haus

STARNBERG

20.00 Uhr

Lesung „König Ludwig II und seine

Frauen“ von Alfons Schweiggert

mit anschl. Diskussion in der

Schlossberghalle. Karten: 8 € / 5 €

(Mitglieder). Jugendliche frei

PENZBERG

17.00 bis 21.00 Uhr

Seniorentanz mit Heini Prestele im

Glück-Auf-Stüberl. Eintritt: 3,60 €

19.30 Uhr

Konzert „Pfeiffer&Stelzle“ über

Franz Graf Pocci in der Stadtbücherei.

Eintritt: 5 €

MURNAU

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt in der Fußgängerz.

18.00 Uhr

Abendliche Führung durch den

Ort. Kosten: 5 €. Treffpunkt am

Kultur- und Tagungszentrum

BERNRIED

15.00 bis 17.00 Uhr

SoNe-Mittwochscafé in der Alten

Schule

POLLING

14.00 Uhr

Seniorennachmittag im Pfarrsaal

des Klosters

19.30 Uhr

Dämmerschoppen im Weinkeller

des Rathauses

PÖCKING

16.00 Uhr

Vorlesestunde mit Bilderbuchkino

in der Gemeindebücherei. Für

Kinder ab 3 Jahren

PEISSENBERG

DO 11.05.

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Glückauf-Platz

14.00 Uhr

Seniorenkreis „Was uns aktuell

bewegt — Gespräche über Gott und

die Welt“ im evang. Gemeindesaal

STARNBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt auf dem Kirchplatz

PENZBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt auf dem Stadtplatz

SEESHAUPT

20.00 Uhr

Konzert von „Norisha — stands for

love“ in der Seeresidenz Alte Post

ANTDORF

20.00 Uhr

Zusammhock’n — Musizieren —

Lustig sein im Vereinsheim der

Eisstockschützen

FORST

15.30 Uhr

Kinderkino „Vilja und die Räuber“

in der Grundschule

WEILHEIM

FR 12.05.

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Marienplatz

PENZBERG

14.00 Uhr

Country Night & US Pick-up Treffen

mit Live-Musik und Kulinarischem

vom Grill auf Gut Hub

19.00 Uhr

Theater „Der nackte Wahnsinn“ in

der Probebühne. Karten: 10 €. VVK

im Café Freudenberg

MURNAU

19.00 Uhr

Kulturwoche — Eröffnung durch

Rolf Beuting mit Vernissagen im

Kultur- und Tagungsz. Eintritt frei

20.30 Uhr

Jazzkonzert von Marco Schmolling

in der Westtorhalle. Einlass ab 20

Uhr. Karten: 12 € / 9 € (ermäßigt)

HUGLFING

14.00 Uhr

Kinderkino „Vilja und die Räuber“

im Dorfgemeinschaftshaus

POLLING

19.30 Uhr

Konzert im Bibliotheksaal

SÖCKING

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Carolinenhaus

WEILHEIM

SA 13.05.

10.00 bis 16.00 Uhr

Tag der Lions mit Spiel-, Verkaufsund

Infoständen am Marienplatz

17.00 bis 22.00 Uhr

Nachtflohmarkt vor der Kleinen

Hochlandhalle

19.00 Uhr

Boarischer Tanz mit „Die jungen

Pfaffenwinkler“ in der Großen

Hochlandhalle. Einlass ab 16

Jahren. Siehe Seite 22

20.00 Uhr

Frühjahrskonzert des Kammerorchesters

in der Stadthalle. VVK

beim Ticketservice in der Sparkasse

20.30 Uhr

Oriental-Folk-Blues-Rock-Konzert

mit „Barthel & Kalley“ im Bistro

Hänsel’s. Eintritt frei, Sammlung

per Hut

PEISSENBERG

20.00 Uhr

Kabarett „Ehrlich“ von Helmut

Schleich in der Tiefstollenhalle

DIESSEN

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Bahnhofsplatz

STARNBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt auf dem Kirchplatz

PENZBERG

10.00 Uhr

Country Night & US Pick-Up Treffen

mit Live-Musik und Kulinarischem

vom Grill auf Gut Hub

19.00 Uhr

Theater „Der nackte Wahnsinn“

auf der Probebühne. Karten: 10 €.

VVK im Café Freudenberg

MURNAU

10.00 bis 13.00 Uhr

Tag der Camerloher Musikschule

im Kultur- und Tagungszentrum

20.00 Uhr

Kulturwoche — Muttertagskonzert

im Kultur- und Tagungszentrum.

Karten: 8 € / 6 €. VVK im Café Krönner

und Schreibwaren Köglmayer

MARNBACH

10.00 bis 16.00 Uhr

Saatgut- & Pflanzentauschmarkt

des Gartenwinkel Pfaffenwinkel

auf dem Wieshof

PÄHL

10.00 bis 12.00 Uhr

Historisches Archiv geöffnet

SEESHAUPT

Ganztags

Seeshaupt-er-Leben — Tag der

mai / juni 2017 | 75


offenen Türen von verschiedenen

Vereinen, Künstlern, Handwerkern,

Institutionen, uvm. im Dorf

WIELENBACH

20.00 Uhr

Stadlfest des Trachtenvereins im

Mayrstadl

EBERFING

21.30 Uhr

Führung zum Thema „Jupiter mit

den Galileischen Monden: der

größte Planet unseres Sonnensystems

und ein wichtiges Objekt

in der Diskussion, ob die Erde im

Mittelpunkt des Weltalls steht“ in

der Sternwarte, Escherstr. 12

HABACH

14.00 bis 16.00 Uhr

Pflanzentauschmarkt am Feuerwehrhaus

OBERHAUSEN

16.30 Uhr

Kinderkino „Vilja und die Räuber“

im Rathaus. Eintritt: 1 €

SPATZENHAUSEN

20.00 Uhr

Jahreskonzert der Musikkapelle

Habach im Haus des Gastes

WESSOBRUNN

15.00 Uhr

Pflanzentauschmarkt am Feuerwehrhaus

PÖCKING

9.00 bis 12.00 Uhr

Schenk- und Tauschmarkt am

Sportpark

TUTZING

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt vor dem Rathaus

16.30 bis 18.30 Uhr

Textstube — Kreativer Schreibworkshop

für Erwachsene und

Jugendliche. Ab 17 Jahren. Anmeldung

unter 08158 / 9643

HERRSCHING

14.00 bis 17.30 Uhr

Meditative Wanderung von

Herrsching nach Andechs durchs

Kiental. Weitere Infos unter www.

hospiz-pfaffenwinkel.de

SCHWANGAU

20.00 Uhr

Konzert mit Ray Wilson „Genesis

Classics“ im Schlossbrauhaus

WEILHEIM

SO 14.05.

Muttertag

7.30 bis 11.30 Uhr

Kleintiermarkt in der Kleinen

Hochlandhalle

11.15 bis 12.30 Uhr

Matinée auf dem Kirchhof der

evang. Apostelkirche. Eintritt frei

DIESSEN

11.00 bis 12.30 Uhr

Musikalische Valentinade mit dem

Duo „Amourette“ im Schacky Park

STARNBERG

11.00 Uhr

Konzert mit Werken von Barock

bis zur Gegenwart zum Muttertag

in der Schlossberghalle. Einlass:

10.30 Uhr, mit kleinem Sektempfang.

Karten: 5 € / 3 €. VVK im

Kulturamt

PENZBERG

19.00 Uhr

Muttertagskonzert der Jugendkapelle

und der Stadt- und Bergknappenkapelle

in der Stadthalle

19.00 Uhr

Theater „Der nackte Wahnsinn“ in

der Probebühne. Karten: 10 €. VVK

im Café Freudenberg

MURNAU

10.30 bis 12.00 Uhr

Führung durch den Ort. Treffpunkt

am Brunnen vor dem Kultur- und

Tagungszentrum. Kosten: 5 €

17.00 Uhr

Kulturwoche — Literarisch-musikalische

Tour durch die Austellung

der Kunstvereine im Kultur- und

Tagungszentrum. Eintritt: 5 €

19.30 Uhr

Kulturwoche — Marienlieder-Konzert

„Ave Maria“ in der Nikolauskirche.

Eintritt frei, Spenden erbeten

ANDECHS

12.15 Uhr

Orgelmatinée von Lorenz Höß in

der Wallfahrtskirche. Eintritt frei

SCHONGAU

18.00 Uhr

Festlicher Sommer in der Wies —

Konzert „Alpenländische geistliche

Volksmusik“ in der Stadtpfarrkirche.

Weitere Infos unter www.

wieskonzerte.de und auf Seite 54

LECHBRUCK

11.30 bis 14.00 Uhr

Muttertags-Buffet im Hotel Auf

der Gsteig. Kosten: 28,50 €.

Reservierung unter 08862 / 98770

MURNAU

MO 15.05.

9.30 bis 13.00 Uhr

Leichte Mooswanderung mit

Reinhard Klein zum Drachenstich.

Kosten: 6 € / 5 € (mit Kurkarte). Für

Kinder ab 10 Jahren. Treffpunkt am

Wanderparkplatz am Ähndl. Weitere

Infos unter 08841 / 61410

TUTZING

19.30 Uhr

Vortrag „Worte, die erschaffen,

was sie sagen“ mit Pf. Eberhard

Hadem im evang. Gemeindehaus

WEILHEIM

DI 16.05.

8.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt auf dem Kirchplatz

STARNBERG

19.30 Uhr

Filmvorstellung zum Jahresthema

„Ein Erlebnis“ des Film- und Videoclubs

in der Schlossberghalle.

Eintritt frei, Gäste willkommen

MURNAU

17.30 Uhr

Kulturwoche — Kinderkonzert

der Camerloher Musikschule im

Kultur- und Tagungszentrum.

Eintritt frei

20.00 Uhr

Kulturwoche — Open Stage mit

verschiedenen Künstlern im

Kultur- und Tagungszentrum.

Eintritt frei

BERNRIED

8.30 bis 14.00 Uhr

Wochenmarkt am Bahnhof

PENZBERG

MI 17.05.

18.00 Uhr

Bläser-Serenade der Musikschule

in der Aula der Bürgermeister-

Prandl-Grundschule. Eintritt frei

MURNAU

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt in der Fußgängerzone

18.00 Uhr

Abendliche Führung durch den

Ort. Kosten: 5 €. Treffpunkt am

Brunnen vor dem Kultur- und

Tagungszentrum

19.30 Uhr

Kulturwoche — Jazzkonzert der

Camerloher Musikschule in der

Westtorhalle. Einlass ab 19 Uhr.

Eintritt frei

19.30 bis 21.30 Uhr

Kulturwoche — Vortrag des historischen

Vereins im Kultur- und

Tagungszentrum. Eintritt frei

WEILHEIM

DO 18.05.

15.30 bis 16.10 Uhr

Coccinelli-Mitmachprogramm „Der

Superwurm“ in der Stadtbücherei.

Für Kinder von 3 — 5 Jahren. Karten:

1,50 €. VVK in der Stadtbücherei

16.30 bis 17.00 Uhr

Coccinelli-Mitmachprogramm

„Kleine Raupe Nimmersatt“ in der

Stadtbücherei. Für Kinder von 3 — 5

Jahren. Karten: 1,50 €. VVK in der

Stadtbücherei

PEISSENBERG

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Glückauf-Platz

14.30 Uhr

Seniorennachmittag „Frühlingszeit!“

im Pfarrheim St. Barbara

STARNBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt auf dem Kirchplatz

20.00 Uhr

All that Jazz — Konzert des „Austrian

String Trio“ in der Schlossberghalle.

Karten: 23 € / 19 € / 10 €.

VVK im Kulturamt. Siehe Seite 22

PENZBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt auf dem Stadtplatz

MURNAU

9.30 bis 14.30 Uhr

Moosführung mit Dr. Helmut Hermann.

Treffpunkt an der Infotafel

am Wanderparkplatz Murnauer

Moos. Kosten: 6 €. Weitere Infos

unter 08841 / 61410

/

76 | tassilo


14.30 Uhr

Führung "Auf den Spuren von

Gabriele Münter". Treffpunkt am

Kultur- und Tagungszentrum

18.00 bis 20.00 Uhr

Kulturwoche — Poetry Slam im

Schloßmuseum. Eintritt frei

WEILHEIM

FR 19.05.

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Marienplatz

20.00 Uhr

Theater „Offene Zweierbeziehung“

des Turmtheaters

Regensburg im Stadttheater. VVK

im Veranstaltungsbüro und beim

KB-Ticketservice in der Sparkasse

PENZBERG

nachmittags

Kaffeehausmusik der Hospizgruppe

Herrsching im AWO-Seniorenzentrum.

Musikalische Umrahmung

durch die Musikschule

Penzberg und Bgm. Elke Zehetner

18.00 Uhr

Musik für Kinder der Musikschule

auf Gut Hub. Eintritt frei

MURNAU

20.00 Uhr

Vortrag über Körpersprache, von

Alexander Veit in der Westtorhalle.

Eintritt: 12 €

20.00 Uhr

Kulturwoche — Konzert des

Kammerorchesters im Kultur- und

Tagungszentrum. Eintritt: 12 € / 8 €

PÄHL

20.00 Uhr

Kino und Vino im Pfarr- und

Gemeindezentrum

PÖCKING

10.00 Uhr

Literaturkreis mit Vorstellung

neuer Romane und Sachbücher in

der Gemeindebücherei

SÖCKING

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Carolinenhaus

TUTZING

20.00 Uhr

Kabarett mit Sissi Perlinger im

Dorfstadl. Karten: 25 €. VVK in der

Tourist Information Starnberg

WEILHEIM

SA 20.05.

20.00 Uhr

Theater „Offene Zweierbeziehung“

des Turmtheaters Regensburg im

Stadttheater. VVK im Veranstaltungsbüro

und beim KB-Ticketservice

PEISSENBERG

20.00 Uhr

Konzert „Vivid Curls & Sarah

Straub“ in der Tiefstollenhalle.

Karten: 19 €

DIESSEN

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Bahnhofsplatz

STARNBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt auf dem Kirchplatz

PENZBERG

11.00 bis 22.00 Uhr

Streetfood Festival am Stadtplatz.

Siehe Seite 38

MURNAU

17.00 bis 19.00 Uhr

Kulturwoche — „Innere Stadt“

gemeinsames Essen am großen,

in Papier verpackten Tisch in der

Fußgängerzone

20.00 Uhr

Kulturwoche — Konzert „Tonspur“

im Kultur- und Tagungszentrum.

Karten: 18 € / 15 € (ermäßigt). VVK

in der Buchhandlung Gattner

20.30 Uhr

Benefizkonzert der „Gamskampler“

in der Westtorhalle. Einlass ab

20 Uhr. Eintritt: 12 € / 8 € (ermäßigt)

PÄHL

10.00 bis 12.00 Uhr

Historisches Archiv geöffnet

RAISTING

18.00 bis 23.00 Uhr

Museumsnacht im Heimatmuseum

HABACH

18.30 Uhr

Countrykonzert „NoNameFour“

im Trödler

TUTZING

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt vor dem Rathaus

SCHWANGAU

21.30 Uhr

Ü30-Party im Schlossbrauhaus

WEILHEIM

SO 21.05.

13.00 bis 18.00 Uhr

Gartenwinkel Pfaffenwinkel — „Es

grünt so grün“ mit offenen Gärten

in der Region. Siehe Seite 22

PEISSENBERG

10.00 bis 16.00 Uhr

Museumstag im Bergbaumuseum

DIESSEN

11.00 bis 12.30 Uhr

Jazzmusik mit dem „Susanne Karl

Trio“ im Schacky Park

11.30 Uhr

Münsterkonzert mit Bratsche und

Orgel „Chanson de matin“ im

Marienmünster

PENZBERG

9.45 bis 13.00 Uhr

Bücherflohmarkt des Lesecafés

Miteinander im Michaels-Raum

des Pfarrzentrums Christkönig

10.00 bis 18.00 Uhr

Maimarkt auf dem Stadtplatz.

Außerdem: verkaufsoffener Sonntag

11.00 bis 20.00 Uhr

Streetfood Festival auf dem Stadtplatz.

Siehe Seite 38

19.30 Uhr

Konzert „Liebesfrühling (Clara

und Robert Schumann)“ in der

Aula der Bürgermeister-Prandl-

Grundschule. Karten: 20 €

MURNAU

10.30 bis 12.00 Uhr

Führung durch den Ort. Treffp. am

Kultur- und Tagungsz. Kosten: 5 €

IFFELDORF

11.00 Uhr

Osterseenlauf am Sportplatz

SCHONGAU

16.00 Uhr

Festlicher Sommer in der Wies —

Konzert „Das Meer und der Bach“

im Ballenhaus. Siehe Seite 54

WEILHEIM

MO 22.05.

16.00 bis 16.45 Uhr

Vorlesestunde der „LeseRatten“ in

der Stadtbücherei. Eintritt frei

18.30 Uhr

3 Stunden Seminar Nichtraucher!

mit Peter Phillip Koss in der Stadthalle.

Siehe Seite 36

WEILHEIM

DI 23.05.

8.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt auf dem Kirchplatz

18.00 Uhr

Seminar „Wunschgewicht leicht

erreicht!“ mit Peter Phillip Koss in

der Stadthalle. Weitere Infos auf

www.hypno-active.com und auf

Seite 36

MURNAU

18.00 bis 19.30 Uhr

Themenführung durch das Murnau

der Literaten und Künstler. Kosten:

6 €. Treffpunkt am Brunnen vor dem

Kultur- und Tagungszentrum

BERNRIED

8.30 bis 14.00 Uhr

Wochenmarkt am Bahnhof

STARNBERG

MI 24.05.

20.00 Uhr

Frühlingsball des TSV unter Leitung

der Tanzschule Peter Schuh

in der Schlossberghalle. Karten:

30 € / 20 € (ermäßigt). VVK im Kulturamt

und in der Tourist-Info

20.00 Uhr

Vortrag „Starnberg — Dinard“

mit Angelika Galata im kleinen

Saal der Schlossberghalle. Karten:

8 € / 5 €. Jugendliche frei. VVK im

Kulturamt und in der Tourist-Info

MURNAU

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt in der Fußgängerzone

18.00 Uhr

Abendliche Führung durch den

Ort. Kosten: 5 €. Treffpunkt am

Brunnen vor dem Kultur- und

Tagungszentrum

BERNRIED

16.30 bis 18.00 Uhr

SoNe-Mittwochs-Kino in der

Torbogenhalle

mai / juni 2017 | 77


HABACH

WESSOBRUNN

PÄHL

HABACH

18.30 Uhr

Konzert „The Champs 68“ im

Trödler

SPATZENHAUSEN

20.00 Uhr

Tag der Nachbarschaft im Bierzelt.

Siehe Seite 62

POLLING

19.30 Uhr

Dämmerschoppen der Weinbruderschaft

im Weinkeller des

Rathauses. Bei gutem Wetter im

Garten

WEILHEIM

DO 25.05.

Christi Himmelfahrt

10.30 Uhr

Volksfest auf dem Festplatz

DIESSEN

10.00 bis 18.00 Uhr

Töpfermarkt in den Seeanlagen

MURNAU

16.00 Uhr

Vogelexkursion ins Murnauer

Moos. Anmeldung (bis 18.5.) unter

089 / 480066571 und barbara.

sagadin@mvhs.de

PÄHL

15.00 Uhr

Führung durch den Kerschlacher

Klostergarten. Weitere Infos und

Anmeldung unter 08196 / 999579

und kraeuter.stedele@yahoo.de

SEESHAUPT

20.00 Uhr

Konzert des Trios „Lydie Auvray“

in der Seeresidenz Alte Post

19.00 Uhr

Offene Bühne „Saitnhupfa Hoagascht

— verboten ist nix, außer

Strom“ im Trödler. Einlass ab 18.30

SPATZENHAUSEN

10.00 Uhr

Hoffest der Molkerei Zott mit

Oldtimer-Treffen. Abends Unterhaltung

mit den „Musikkatzen“

auf dem Hof der Familie Alois

Weiss. Siehe Seite 62

WEILHEIM

FR 26.05.

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Marienplatz

14.00 Uhr

Volksfest auf dem Festplatz

DIESSEN

10.00 bis 18.00 Uhr

Töpfermarkt in den Seeanlagen

PENZBERG

20.00 Uhr

Tollhub-Festival — Komiker Ingo

Appelt mit „Besser... ist besser!“

auf Gut Hub. Karten: 25 €. Siehe

Seite 16

MURNAU

16.00 bis 17.00 Uhr

Führung zum Storchennest.

Teilnahme kostenlos. Treffpunkt am

alten Rathaus. Weitere Infos und

Anmeldung unter 08841 / 61410

RAISTING

17.00 Uhr

Kinderkino im AWO-Haus

SPATZENHAUSEN

19.00 Uhr

Blasmusik der Extraklasse mit

„BLECHpfiff“ und „Viera Blech“.

Siehe Seite 62

14.00 Uhr

Frauentreff im Gasthof Zum

Löwen

SÖCKING

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt vor dem Carolinenhaus

WEILHEIM

SA 27.05.

11.00 Uhr

Volksfest auf dem Festplatz

PEISSENBERG

9.00 Uhr

Sportfest der Abt. Leichtathletik

des TSV am Sportplatz

20.00 Uhr

Konzert „The Red Hot Serenaders“

in der Tiefstollenhalle. Karten: 19 €

DIESSEN

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Bahnhofsplatz

10.00 bis 18.00 Uhr

Töpfermarkt in den Seeanlagen

STARNBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt auf dem Kirchplatz

PENZBERG

13.00 Uhr

Tollhub-Markt auf Gut Hub. 14.30

und 16 Uhr Kasperltheater im

Stadl. Siehe Seite 16

MURNAU

9.30 bis 13.00 Uhr

Leichte Mooswanderung mit

Reinhard Klein zum Drachenstich.

Kosten: 6 € / 5 € (mit Kurkarte). Für

Kinder ab 10 Jahren. Treffpunkt am

Wanderparkplatz am Ähndl. Weitere

Infos unter 08841 / 61410

10.00 bis 12.00 Uhr

Historisches Archiv geöffnet

HABACH

18.30 Uhr

Bluesrock-Konzert „Kashja Medjo

Band“ im Trödler

SPATZENHAUSEN

20.00 Uhr

Mährischer Abend mit „Mistrinanka“.

Siehe Seite 62

POLLING

15.00 Uhr

Kinderkino „Monty Spinnerratz“

im Feuerwehrhaus

TUTZING

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt vor dem Rathaus

13.30 bis 16.00 Uhr

1275 Jahre Tutzing — Tag der Jugendfeuerwehr

auf der Lindlwiese

NEUFAHRN BEI SCHÄFTLARN

17.00 Uhr

Vernissage der Ausstellung „Kommunikation

der Formen – Koordinaten

im Paradigmenwechsel

unserer Zeit“ im Artforum Lorenz.

Geöffnet bis 31.05., siehe Seite 22

WEILHEIM

SO 28.05.

11.00 Uhr

Volksfest auf dem Festplatz

PEISSENBERG

9.00 bis 17.00 Uhr

Mai-Markt in der Schongauer Str.

Außerdem: verkaufsoffener Sonntag

16.00 Uhr

Konzert „Klänge der Himmelfahrt“

in der St. Johannkirche.

Eintritt frei, Spenden erbeten

/

78 | tassilo


DIESSEN

10.00 bis 18.00 Uhr

Töpfermarkt in den Seeanlagen

11.00 bis 12.30 Uhr

Konzert der „Ladystrings“ im

Schacky Park

PENZBERG

10.30 Uhr

Tollhub-Festival — KleinKunst-

Frühschoppen auf Gut Hub.

Eintritt frei. Siehe Seite 16

MURNAU

10.30 bis 12.00 Uhr

Führung durch den Ort. Treff.am

Kultur- und Tagungsz. Kosten: 5 €

EBERFING

11.00 Uhr

Führung zum Thema „Sonne und

ihre Eruptionen“ in der Sternwarte,

Escherstraße 12. Weitere Infos

unter www.sternwarte-eberfing.de

SPATZENHAUSEN

8.30 Uhr

Bezirksmusikfest mit Festzug

zum Festzelt und abendlichem

Festausklang. Siehe Seite 62

SCHONGAU

19.00 Uhr

Festlicher Sommer in der Wies —

Konzert „Ensemble Pathos: Männer

und Frauen“ im Ballenhaus.

Infos unter www.wieskonzerte.de

BENEDIKTBEUERN

16.00 Uhr

Musik im Pfaffenwinkel — Eröffnungskonzert

in der Basilika.

Weitere Infos siehe Seite 23

HOHENPEISSENBERG

17.00 Uhr

Orgelkonzert mit Werken von

Bruckner, Mendelssohn, Mozart,

Händel u.a. in der Wallfahrtskirche.

Siehe www.hospiz-pfaffenwinkel.de

NEUFAHRN BEI SCHÄFTLARN

17.00 Uhr

Lesung „Nur eine Rose als Stütze“

gelesen von Marianne Sägebrecht

im Artforum Lorenz. Siehe Seite 22

WEILHEIM

MO 29.05.

12.00 Uhr

Volksfest auf dem Festplatz

MURNAU

17.00 bis 18.30 Uhr

Kunsthistorischer Spaziergang

im Ort. Kosten: 6 €. Treffpunkt am

Kultur- und Tagungszentrum

WEILHEIM

DI 30.05.

8.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt auf dem Kirchplatz

14.00 Uhr

Volksfest auf dem Festplatz

PEISSENBERG

16.30 Uhr

Sprach-Café im Gemeindesaal der

evang. Kirche

STARNBERG

19.30 Uhr

Filmvorstellung „Griechische

Inseln“ von Wilhelm Mügge des

Film- und Videoclubs in der

Schlossberghalle. Eintritt frei

BERNRIED

8.30 bis 14.00 Uhr

Wochenmarkt am Bahnhof

WEILHEIM

MI 31.05.

14.00 Uhr

Volksfest auf dem Festplatz

MURNAU

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt in der Fußgängerzone

18.00 Uhr

Abendliche Führung durch den

Ort. Kosten: 5 €. Treffpunkt am

Brunnen vor dem Kultur- und

Tagungszentrum

WEILHEIM

DO 01.06.

14.00 Uhr

Volksfest auf dem Festplatz

20.00 Uhr

Weilheimer Glaubensfragen —

Vortrag „Kein Weltfrieden ohne

Religionsfrieden — Ein Gott, eine

Welt, viele Religionen“ mit Dr.

Hermann Häring im Haus der

Begegnung

PEISSENBERG

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Glückauf-Platz

STARNBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt auf dem Kirchplatz

PENZBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt auf dem Stadtplatz

15.30 bis 16.30 Uhr

Vorlesen für Kinder des Lesecafés

Miteinander im Michaels-Raum

des Pfarrzentrums Christkönig. Für

Kinder von 4 — 7 Jahren. Eintritt frei

MURNAU

9.30 bis 14.30 Uhr

Moosführung mit Dr. Helmut Hermann.

Treffpunkt an der Infotafel

am Wanderparkplatz Murnauer

Moos. Kosten: 6 €. Weitere Infos

unter 08841 / 61410

20.00 Uhr

Kabarett „40 Jahre Ferien — ein

Lehrer packt ein“ von Han’s Klaffl

im Kultur- und Tagungszentrum.

Karten: 22,50 € / 24 € (AK). VVK im

Kultur- und Tagungszentrum und

bei München Ticket

HABACH

18.30 Uhr

Irish-Folk-Session mit der Band

„Keltentanz“ im Trödler. Eintritt frei

FORST

15.30 Uhr

Kinderkino „Monty Spinnerratz“

in der Grundschule

FELDAFING

20.00 Uhr

Lesung „Dampfschiff nach Argentinien“

mit Alexei Makushinsky in

der Gemeindebücherei.

Eintritt: 8 €

WEILHEIM

FR 02.06.

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Marienplatz

14.00 Uhr

Volksfest auf dem Festplatz

STARNBERG

20.00 Uhr

STAkulturABO — Kabarett „Theorie

der feinen Menschen“ von Claus

von Wagner in der Schlossberghalle.

Karten: 29 €. VVK in der

Verwaltung der Schlossberghalle

MURNAU

16.00 bis 17.00 Uhr

Führung zum Storchennest.

Teilnahme kostenlos. Treffpunkt am

alten Rathaus. Weitere Infos und

Anmeldung unter 08841 / 61410

OBERHAUSEN

21.00 Uhr

Stadlparty in Berg

SÖCKING

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Carolinenhaus

WEILHEIM

SA 03.06.

8.00 bis 11.00 Uhr

Vogelexkursion an der Ammer

mit Hobbyornithologin Christine

Moser. Anmeldung unter

08821 / 73464 oder gap@lbv.de

14.00 Uhr

Volksfest auf dem Festplatz

20.00 Uhr

Boulevardkomödie „sechs

Tanzstunden in sechs Wochen“

des Hoftheaters Bergkirchen im

Stadttheater. VVK im Veranstaltungsbüro

und beim Ticketservice

des Kreisboten in der Sparkasse

DIESSEN

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Bahnhofsplatz

STARNBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt auf dem Kirchplatz

PENZBERG

20.00 Uhr

Jazzkonzert des Trios „JOB“ in der

Aula der Bürgermeister-Prandl-

Musikschule. Karten: 21 €

PÄHL

10.00 bis 12.00 Uhr

Historisches Archiv geöffnet

ANTDORF

20.00 Uhr

Heimatabend des Trachtenvereins

im Schweyerstadl

OBERHAUSEN

16.30 Uhr

Kinderkino „Neues von Petterson

und Findus“ im Rathaus. Eintritt: 1 €

mai / juni 2017 | 79


SPATZENHAUSEN

20.00 Uhr

Schützenball im Haus des Gastes

POLLING

9.00 bis 12.00 Uhr

Bauernmarkt auf dem Kirchplatz

TUTZING

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt vor dem Rathaus

WEILHEIM

SO 04.06.

Pfingstsonntag

10.30 Uhr

Volksfest auf dem Festplatz

PEISSENBERG

13.30 bis 16.30 Uhr

Bergbaumuseum geöffnet.

14.00 bis 17.00 Uhr

Bockerlbahn-Fahrtag an der

Tiefstollenhalle. Kosten: 1 €

MURNAU

10.30 bis 12.00 Uhr

Führung durch den Ort. Treffpunkt

am Brunnen vor dem Kultur- und

Tagungszentrum. Kosten: 5 €

WEILHEIM

MO 05.06.

Pfingstmontag

11.00 Uhr

Volksfest auf dem Festplatz

PEISSENBERG

19.30 Uhr

Tauschabend für Briefmarken der

Sammlerfreunde Peiting e.V. in

der Bücherei

MURNAU

20.00 Uhr

Diavortrag „Naturparadies

Murnauer Moos“ von Martin Doll

im Kultur- und Tagungszentrum.

Eintritt: 5 €

WEILHEIM

DI 06.06.

8.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt auf dem Kirchplatz

13.30 bis 19.00 Uhr

Bildungsmesse in der Stadthalle

PENZBERG

14.00 Uhr

Seniorennachmittag „Lieber

gemeinsam als einsam“ im Pfarrsaal

Steigenberg

MURNAU

11.00 Uhr

Rätselrunde durch den Ort. Für

Kinder von 8 — 12 Jahren. Anmeldung

unter 08841 / 476-207 (Di-So)

oder -201 (Mo)

BERNRIED

8.30 bis 14.00 Uhr

Wochenmarkt am Bahnhof

TUTZING

19.00 Uhr

91. Patientenforum — Vortrag

„Rückenschmerztherapie heute:

Pille und Training oder Spritze

und Messer?“ im Benedictus

Krankenhaus. Weitere Infos siehe

Anzeige Seite 19

MURNAU

MI 07.06.

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt in der Fußgängerzone

18.00 Uhr

Abendliche Führung durch den

Ort. Kosten: 5 €. Treffpunkt am

Brunnen vor dem Kultur- und

Tagungszentrum

PÄHL

14.30 Uhr

Kaffeekranzl im Kerschlach Café

RAISTING

19.00 Uhr

Künstlerstammtisch im Café Ibiza

POLLING

14.00 Uhr

Seniorennachmittag im Pfarrsaal

des Klosters

WEILHEIM

DO 08.06.

16.00 bis 20.00 Uhr

Blutspenden im BRK-Haus

PEISSENBERG

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Glückauf-Platz

14.00 Uhr

Seniorenkreis „Übungen für Körper

und Geist“ im Gemeindesaal

der evang. Kirche

DIESSEN

14.00 Uhr

Frauenbund Café mit Margot

Grötz im Foyer des Traidtcasten

STARNBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt auf dem Kirchplatz

PENZBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt auf dem Stadtplatz

WEILHEIM

FR 09.06.

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Marienplatz

16.00 bis 20.00 Uhr

Blutspenden im BRK-Haus

MURNAU

16.00 bis 17.00 Uhr

Führung zum Storchennest.

Teilnahme kostenlos. Treffpunkt am

alten Rathaus. Weitere Infos und

Anmeldung unter 08841 / 61410

SÖCKING

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt vor dem Carolinenhaus

WEILHEIM

SA 10.06.

17.00 bis 22.00 Uhr

Nachtflohmarkt vor der Kleinen

Hochlandhalle

PEISSENBERG

8.00 bis 11.00 Uhr

Vogelexkursion mit Hobbyornithologin

Christine Moser in der

Neuen Berghalde. Anmeldung

unter 08821 / 73464 und unter

gap@lbv.de

DIESSEN

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Bahnhofsplatz

STARNBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt auf dem Kirchplatz

PÄHL

10.00 bis 12.00 Uhr

Historisches Archiv geöffnet

TUTZING

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt vor dem Rathaus

WEILHEIM

SO 11.06.

7.30 bis 11.30 Uhr

Kleintiermarkt in der Kleinen

Hochlandhalle

MURNAU

10.30 bis 12.00 Uhr

Führung durch den Ort. Treffpunkt

am Brunnen vor dem Kultur- und

Tagungszentrum. Kosten: 5 €

EBERFING

11.00 Uhr

Führung zum Thema „Sonne und

ihre Flecken, ein Maß für ihre Aktivität“

in der Sternwarte, Escherstr.

12. www.sternwarte-eberfing.de

SCHWANGAU

10.00 bis 17.00 Uhr

Kunsthandwerker Markt rund ums

Schlossbrauhaus

MURNAU

MO 12.06.

9.30 bis 13.00 Uhr

Leichte Mooswanderung mit

Reinhard Klein zum Drachenstich.

Kosten: 6 € / 5 €. Für Kinder ab 10

Jahren. Treffp. am Wanderparkplatz

am Ähndl. Infos unter 08841 / 61410

17.00 bis 18.30 Uhr

Kunsthistorischer Spaziergang

im Ort. Kosten: 6 €. Treffpunkt

am Brunnen vor dem Kultur- und

Tagungszentrum

WEILHEIM

DI 13.06.

8.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt auf dem Kirchplatz

DIESSEN

19.00 Uhr

Schachabend im Denkerhaus.

Kostenlos und ohne Anmeldung.

Bitte ein Schachspiel mitbringen

PENZBERG

14.00 Uhr

Seniorennachmittag „Wunderbare

Natur“ mit Fotos, Gedichten und

/

80 | tassilo


Kaffee und Kuchen im Barbarasaal

des Pfarrzentrums Christkönig

MURNAU

18.00 bis 19.30 Uhr

Themenführung durch das Murnau

der Literaten und Künstler.

Treffpunkt am Brunnen vor dem

Kultur- und Tagungszentrum,

Kosten: 6 €

BERNRIED

8.30 bis 14.00 Uhr

Wochenmarkt am Bahnhof

PENZBERG

MI 14.06.

17.00 bis 21.00 Uhr

Seniorentanz mit Heini Prestele

im Glück-Auf-Stüberl. Eintritt:

3,60 €

MURNAU

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt in der Fußgängerzone

18.00 Uhr

Abendliche Führung durch den

Ort. Kosten: 5 €. Treffpunkt am

Brunnen vor dem Kultur- und

Tagungszentrum

19.30 Uhr

Vortrag „Vom Kraxenträger zum

Buchhändler der Bischöfe: der

Aufstieg des Matthäus Rieger von

Seehausen (1705-1775)“ mit Dr.

Christoph Paulus im Kultur- und

Tagungszentrum. Eintritt frei

BERNRIED

15.00 bis 17.00 Uhr

SoNe-Mittwochscafé in der Alten

Schule

TUTZING

20.15 Uhr

1275 Jahre Tutzing — Filmvorstellung

„Netz & Wurm — Fischergeschichten“

im KurTheater

SEESHAUPT

DO 15.06.

Fronleichnam

20.00 Uhr

Konzert des Goldmund Quartetts

in der Seeresidenz Alte Post

WEILHEIM

FR 16.06.

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Marienplatz

MURNAU

16.00 bis 17.00 Uhr

Führung zum Storchennest.Treffpunkt

am alten Rathaus. Anmeldung

unter 08841 / 61410

SÖCKING

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Carolinenhaus

DIESSEN

SA 17.06.

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Bahnhofsplatz

STARNBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt auf dem Kirchplatz

11.00 Uhr

Handpuppentheater „Mama hat

Geburtstag“ von LEO Lausemaus

in der Schlossberghalle. Für Kinder

ab 3 Jahren. Karten: 8 €. VVK im

Kulturamt und in der Tourist-Info

19.00 Uhr

Tanzschifffahrt auf der MS Starnberg.

Treffpunkt am Dampfersteg.

Karten: 25 € / 20 €. VVK unter

08151 / 89095

PÄHL

10.00 bis 12.00 Uhr

Historisches Archiv geöffnet

EBERFING

10.00 Uhr

Hobby-Fußball-Turnier des Sportvereins

am Sportplatz

IFFELDORF

19.00 Uhr

Jubiläumskonzert „KlangKunst“ in

der Mehrzweckhalle

TUTZING

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt vor dem Rathaus

14.00 Uhr

1275 Jahre Tutzing — Weinfest an

der Brahmpromenade

16.30 bis 18.30 Uhr

Textstube — Kreativer Schreibworkshop

für Erwachsene und

Jugendliche. Ab 17 Jahren. Anmeldung

unter 08158 / 9643

WEILHEIM

SO 18.06.

15.00 bis 18.00 Uhr

Familienwanderung „Die Kraft der

Ammer erleben“ mit Nicola Boll.

Weitere Infos und Anmeldung unter

01577 / 1915939 und n.boll@gmx.de

19.30 bis 21.00 Uhr

Kammermusik „Sonate Concertante“

in der evang. Apostelkirche.

Karten: 12 € / 8 € (ermäßigt)

PEISSENBERG

13.30 bis 16.30 Uhr

Bergbaumuseum geöffnet.

Eintritt: 5 €

14.00 bis 17.00 Uhr

Bockerlbahn-Fahrtag an der

Tiefstollenhalle. Kosten: 1 €

MURNAU

10.30 bis 12.00 Uhr

Führung durch den Ort. Treffpunkt

am Brunnen vor dem Kultur- und

Tagungszentrum. Kosten: 5 €

OBERHAUSEN

11.00 Uhr

Gartenfest mit den Oberhauser

Musikanten am Kulturstadl

WEILHEIM

MO 19.06.

20.00 Uhr

Weilheimer Glaubensfragen —

Vortrag „Die angetastete Würde —

Wo bleibt der Mensch“ mit Prof.

Dr. Peter Schallenberg im Haus

der Begegnung

MURNAU

16.00 bis 20.00 Uhr

Blutspenden im Kultur- und

Tagungszentrum

PEITING

18.30 Uhr

3 Stunden Seminar Nichtraucher!

mit Peter Phillip Koss in der Kreissparkasse.

Weitere Infos auf www.

hypno-active.com und Seite 36

WEILHEIM

DI 20.06.

8.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt auf dem Kirchplatz

PEISSENBERG

16.30 Uhr

Sprachcafé im Gemeindesaal der

evang. Kirche

BERNRIED

8.30 bis 14.00 Uhr

Wochenmarkt am Bahnhof

PEITING

18.00 Uhr

Seminar „Wunschgewicht leicht

erreicht!“ mit Peter Phillip Koss in

der Kreissparkasse. Weitere Infos

auf www.hypno-active.com und

Seite 36

STARNBERG

MI 21.06.

20.00 Uhr

Vortrag „Das Ende von Raum

und Zeit“ von Eugen Reichl in der

Schlossberghalle. Karten: 8 € / 5 €

(ermäßigt). Jugendliche frei. VVK im

Kulturamt und in der Tourist-Info

MURNAU

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt in der Fußgängerzone

18.00 Uhr

Abendliche Führung durch den

Ort. Kosten: 5 €. Treffpunkt vor dem

Kultur- und Tagungszentrum

WEILHEIM

DO 22.06.

18.30 bis 22.00 Uhr

Vogelexkursion im Weilheimer

Moos mit Brigitte Wegemann.

Weitere Infos und Anmeldung unter

08821 / 73464 und gap@lbv.de

PEISSENBERG

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Glückauf-Platz

14.30 Uhr

Seniorennachmittag „Ein

Sommernachmittag“ mit Pfarrer

Fetsch im Pfarrheim St. Barbara

STARNBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt auf dem Kirchplatz

PENZBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt auf dem Stadtplatz

MURNAU

9.30 bis 14.30 Uhr

Moosführung mit Dr. Helmut Hermann.

Treffpunkt an der Infotafel

am Wanderparkplatz Murnauer

mai / juni 2017 | 81


PEISSENBERG

ANTDORF

DIESSEN

10.00 bis 13.00 Uhr

Familienexkursion „Die Kraft des

Flusses erleben“. Weitere Infos

und Anmeldung (bis 20.6.) unter

01577 / 1915939 und n.boll@gmx.de

18.00 Uhr

Schülerkonzert des Musikfördervereins

Peißenberg e.V. in der

Tiefstollenhalle. Eintritt frei

20.00 Uhr

Theater im Schützenheim

EBERFING

20.00 Uhr

Wuidsau-Party in der alten

Kiesgrube

TUTZING

19.00 Uhr

Münsterkonzert mit Gesang und

Orgel im Marienmünster

MURNAU

10.30 bis 12.00 Uhr

Führung durch den Ort. Treffpunkt

am Brunnen vor dem Kultur- und

Tagungszentrum. Kosten: 5 €

Moos. Kosten: 6 €. Infos unter

08841 / 61410

14.30 Uhr

Führung "Auf den Spuren von

Gabriele Münter". Treffpunkt am

Brunnen vor dem Kultur- und

Tagungszentrum

ANTDORF

20.00 Uhr

Theater im Schützenheim

WEILHEIM

FR 23.06.

HEUTE ERSCHEINT DER

NEUE TASSILO

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Marienplatz

11.00 bis 20.00 Uhr

Kunstmesse in der Stadthalle.

Siehe Seite 39

PEISSENBERG

20.00 Uhr

Konzert „Ignaz Netzer & Thomas

Scheytt“ in der Tiefstollenhalle.

Karten: 19 €

MURNAU

19.00 Uhr

Landesjazzfestival Bayern — Eröffnung

durch das Florian Oppenrider

Trio und Klaus Doldinger’s

Passport im Kultur- und Tagungszentrum.

Karten: 36 € / 24 €

ANTDORF

20.00 Uhr

Theater im Schützenheim

POLLING

19.00 Uhr

Sonnenwendfeuer am Jakobifeldweg

19.30 Uhr

Kameradschaftsabend im Neuwirt

PÖCKING

19.00 Uhr

Vollmond-Serenade unterm

Sternenhimmel in der LA VILLA.

Karten: 25 €. VVK unter rezeption@

lavilla.de und 08151 / 77060

SÖCKING

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Carolinenhaus

WEILHEIM

SA 24.06.

11.00 bis 20.00 Uhr

Kunstmesse in der Stadthalle.

Siehe Seite 39

19.30 Uhr

Weinfest des Volkstrachtenvereins

in der Tiefstollenhalle

DIESSEN

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Bahnhofsplatz

STARNBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt auf dem Kirchplatz

MURNAU

9.30 bis 13.00 Uhr

Leichte Mooswanderung mit

R. Klein zum Drachenstich. Kosten:

6 € / 5 €. Für Kinder ab 10 Jahren.

Treffpunkt am Wanderparkplatz am

Ähndl. Infos unter 08841 / 61410

9.00 Uhr

Oberbayrischer Feuerwehrleistungswettbewerb

mit Rahmenprogramm

und Open Air von

„Janko Roo“ auf dem Sportplatz.

Siehe Seite 30

19.00 Uhr

Landesjazzfestival Bayern —

Konzert des Landesjazzensembles

Bayern und Wolfgang Lackerschmid

& The Brazilian Trio im

Kultur- und Tagungszentrum.

Karten: 30 € / 20 € (ermäßigt)

PÄHL

10.00 bis 12.00 Uhr

Historisches Archiv geöffnet

19.00 Uhr

Kickerturnier am Sportgelände

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt vor dem Rathaus

14.00 Uhr

Wandern und Schreiben. Weitere

Infos und Anmeldung unter

08158 / 9643 und 0151 / 57349515

BAD BAYERSOIEN

15.00 Uhr

Seminar „Intuition — Denke nicht!

— Spüre!“ mit Peter Phillip Koss

im Parkhotel. Weitere Infos auf

www.hypno-active.com und auf

Seite 36

WEILHEIM

SO 25.06.

9.00 bis 17.00 Uhr

Johannimarkt in der Oberen Stadt.

Außerdem: verkaufsoffener Sonntag

10.00 bis 17.00 Uhr

Tag der offenen Gartentüren im

Landkreis Weilheim-Schongau.

Teilnehmende Gärten unter www.

gartenbauvereine-wm-sog.de

10.30 Uhr

Luther-Gottesdienst „Sola Gratia

– allein durch Gnade“ der Freien

evangelischen Gemeinde in der

Schützenstraße 17 mit anschließendem

Stehimbiss

11.00 bis 17.00 Uhr

Bauernmarkt am Marienplatz

11.00 bis 18.00 Uhr

Kunstmesse in der Stadthalle.

Siehe Seite 39

11.00 bis 14.00 Uhr

Landesjazzfestival Bayern — Abschlusskonzert

des Workshops mit

der BigBand des Staffelsee-Gymnasiums

und den Gewinnern des

LAG-Jazzpreises 2017 im Kultur-

Park. Bei schlechter Witterung im

Saal. Eintritt frei, Spenden erbeten

11.30 Uhr

Kirchenführung durch die Barockkirche

St. Nikolaus. Treffpunkt am

Altar. Eintritt frei

BERNRIED

19.00 Uhr

Konzert „Duo Rosso“ im Barocksaal

des Klosters

ANTDORF

18.00 Uhr

Theater im Schützenheim

EBERFING

11.00 Uhr

Führung zum Thema „Sonne und

ihre Materienauswürfe, die Auswirkungen

auf die Erde haben“ in

der Sternwarte, Escherstraße 12.

Weitere Infos unter www.sternwarte-eberfing.de

oder 08802 / 8389

IFFELDORF

18.00 Uhr

Musica Burana „Ein ewig Rätsel

bleiben will ich“ in der Pfarrkirche

St. Vitus. Karten: 18 €

/

82 | tassilo


WIES

19.00 Uhr

Festlicher Sommer in der Wies —

Konzert mit Werken von Bach und

Haydn in der Wieskirche. Siehe

www.wieskonzerte.de und Seite 54

DIESSEN

MO 26.06.

20.00 Uhr

Ausstellung „Heimat — heimatlos.

Die Macht der Bilder“ mit Werner

Kroener im Hotel Mauerhansl

WEILHEIM

DI 27.06.

8.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt auf dem Kirchplatz

19.30 Uhr

Vortrag „Erbrecht für Eheleute

und Patchworkfamilien“ von RA

Caroline Kistler in der Waldwirtschaft

am Gögerl. Eintritt frei

PENZBERG

19.30 Uhr

Gesprächsabend „Plaudereien an

Luthers Tafel“ im evang. Gemeindehaus

MURNAU

19.00 Uhr

Percussion-Konzert der Camerloher

Musikschule im Kultur- und

Tagungszentrum. Eintritt frei

BERNRIED

8.30 bis 14.00 Uhr

Wochenmarkt am Bahnhof

EBERFING

15.00 Uhr

Kinderkino „Neues von Peterson

und Findus“ in der Schule

MURNAU

MI 28.06.

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt in der Fußgängerzone

18.00 Uhr

Abendliche Führung durch den

Ort. Kosten: 5 €. Treffpunkt am

Brunnen vor dem Kultur- und

Tagungszentrum

BERNRIED

16.30 bis 18.00 Uhr

SoNe-Mittwochs-Kino in der

Torbogenhalle

POLLING

19.30 Uhr

Dämmerschoppen der Weinbruderschaft

im Weinkeller des

Rathauses. Bei gutem Wetter im

Garten

TUTZING

19.00 Uhr

92. Patientenforum — Vortrag

„Divertikel — Die richtige Therapie“

im Benedictus Krankenhaus.

Weitere Infos siehe Anzeige Seite 27

PEISSENBERG

DO 29.06.

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Glückauf-Platz

STARNBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt auf dem Kirchplatz

PENZBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt auf dem Stadtplatz

ANTDORF

20.00 Uhr

Theater im Schützenheim

WESSOBRUNN

14.00 Uhr

Frauentreff im Gasthof Zum

Löwen

TUTZING

20.30 Uhr

1275 Jahre Tutzing — Konzert

der „Bayern 1 Band“ im Festzelt

gegenüber des Rathauses.

Eintritt frei. Siehe Seite 8

WEILHEIM

FR 30.06.

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Marienplatz

PENZBERG

18.00 Uhr

Rock’n’Grill der Musikschule auf

Gut Hub. Eintritt frei

MURNAU

19.00 Uhr

Erwachsenenkonzert der Camerloher

Musikschule im Pfarrheim

St. Nikolaus. Eintritt frei

RAISTING

17.00 Uhr

Kinderkino mit AWO-Haus

ANTDORF

20.00 Uhr

Theater im Schützenheim

SÖCKING

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Carolinenhaus

TUTZING

20.30 Uhr

1275 Jahre Tutzing — Konzert der

„Bananafishbones“ im Festzelt

gegenüber des Rathauses. Siehe

Seite 8

Änderungen und Fehler vorbehalten

mai / juni 2017 | 83


Weil in 5 Jahren

viel passieren kann.

Das Sorglos-Paket für Junge Gebrauchte mit:

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1 Garantie bis zum 5. Fahrzeugjahr, abhängig von Modell und Laufleistung, für ausgewählte Junge Gebrauchte aus dem Bestand der Marke Volkswagen Pkw

möglich. Die Einzelheiten zur Garantie des beworbenen Fahrzeuges erfragen Sie bitte bei uns. 2 Ein Angebot der Volkswagen Leasing GmbH, Gifhorner Straße

57, 38112 Braunschweig. Die Dienstleistung Wartung und Inspektion ist ohne Mehrkosten abschließbar bis zu einer Laufzeit von 24 Monaten und bis zu einer

jährlichen Laufleistung von 20.000 km. Wartung und Inspektion beinhaltet alle Wartungs- und Inspektionsarbeiten nach Herstellervorgabe während der

Vertragslaufzeit (bis zu 6 Service-Ereignisse) sowie eine begrenzte Kostenübernahme für Ersatzmobilität während der Service-Ereignisse. Bitte wenden Sie

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