Altlandkreis Ausgabe Mai/Juni 2017 - Das Magazin für den westlichen Pfaffenwinkel

tassilo2

die Ärztlichen Direktoren von Schongau und Weilheim auf der Roten Couch - Kontrollierte Faustschläge: die Boxabteilung Schongau - die Carrera-Bahnen der Familie Benzerath - Rigoros, mit Wollsockn an den Chiemsee - Therpeutisches Klettern in herzogsägmühle - Wetterkapriolen im Frühjahr: die Eisheiligen - das Tierheim Schongau - Personal-Trainer im Altlandkreis Schongau: ganzheitlich zum besseren Lebensgefühl - 180 Jahre Kohlebergbau in Hohenpeißenberg - Fachmännische Radl-tipps zum Frühjahr - Die Tablet-Klasse an der Realschule Schongau - Zunfttaferl am Maibaum: Ausdruck der Dorfgemeinschaft - Bezirksmusikfest in Denklingen - Veranstaltungskalender für Mai und Juni 2017

Ausgabe 41 | Mai / Juni 2017

.de

Eine Produktion von

Titelbild: Martin Siepmann, mauritius images

Lechschleife mit Epfach

mit Veranstaltungskalender für zwei Monate

Fairer Faustkampf

Boxen beim TSV Schongau

Zwischen Büro und

OP

Prof. Dr. Knez und Dr. Fischer


Einstellungssache

Wussten

Sie, dass die Stimmung

eines Instruments für den Charakter

einer ganzen Region

steht? t? Wir haben einen Vollblutmusiker

getroffen, der aus

Steingaden stammt, in Freilassing

arbeitet und obendrein

mit mehreren Bands

die Bühnen der Region

rockt. Seine größte Leidenschaft

ist aber nicht

das Musikmachen. Sei-

ne

größte Leidenschaft

ist das Bauen eines

Instrumentes, das als

das kernigste hiesiger

Volksmusik gilt.

Dabei ganz entscheidend:

Die richtige Einstellung lung

der

gefühlt tausend Kleinteile,

die

von

Landkreis zu Landkreis, von „sanft“ bis

„wild“, so unterschiedlich ist wie der Charakter der

Menschen.

Musik läuft beim Europameister der Radlmechaniker

allenfalls im Hintergrund, sofern das Radio

überhaupt Platz findet in seiner derzeit prallgefüllten

Werkstatt. Umso erfreulicher, dass sich Florian

Ohnesorg trotz bester Auftragslage Zeit genommen

hat für uns. Passend zum Start in die neue Radlsaison

gibt der junge Ingenrieder entscheidende Tipps,

damit beim ersten Ausritt durch die sanfthügelige

Altlandkreis-Landschaft nichts schief gehen kann.

Vorab: Es geht nicht nur um technische Ratschläge.

Dieses „alles eine Frage der richtigen Einstellung“,

technisch wie moralisch, könnte das Motto unserer

Mai/Juni-Ausgabe sein, das für alteingesessene Vereine

eine ganz besondere Bedeutung hat. Schützen,

Musiker und Landjugend können im Juni nur deshalb

ihre Jubiläen so groß feiern, weil die Einstellung der

einzelnen Mitglieder zu Tradition und Brauchtum

stimmt, seit Wochen und Monaten an einem Strang

gezogen wird. Vorbildliche Teamarbeit zeichnet auch

ein Ehepaar aus Schwabniederhofen aus. Insbesondere

beim Kreieren detailgetreuer Rennstrecken, die

bis in die USA und nach Australien verkauft werden

– und nicht nur Kinderherzen höher schlagen lassen.

Erhöhten Puls haben auch die Hauer im Bergbau

gehabt. Mehrere hundert Meter waren sie unter der

Erde gelegen, um in hüftbreiten Schächten schweißtreibende

Schwerstarbeit zu verrichten. Angefangen

hat die Suche nach dem schwarzen Gold vor 180

Jahren. Allerdings nicht, wie viele meinen, in Peiting

oder Peißenberg, wo noch heute Diskothek und

Veranstaltungshalle namentlich an den Kohleabbau

erinnern.

Schweiß von der Stirn rinnt ebenso den aktiven Mitgliedern

der Schongauer Boxer. Wir haben vorbeigeschaut

in der alten Vatter-Fabrik und sind begeistert

von diesem abwechslungsreichen Training, das Geist

und Körper gleichermaßen fordert. Dafür steht auch

Personal-Training, die effektivste Art, sich in Form zu

bringen. Warum? Weil ein professioneller Coach stets

an der Seite des Kunden ist, die Einheiten optimal auf

ihn abstimmt. Und zur rechten Zeit motiviert, falls die

Einstellung zum Training mal etwas nachlässt.

Motivierende Worte meiner Kollegen waren nicht notwendig,

um die Aufgabe als Ihr neuer „altlandkreis“-

Redakteur voller Tatendrang anzugehen.

Viel Spaß beim Lesen,

Ihr Johannes Schelle

> > > AUS DEM INHALT

Seite 4

Kontrollierte Faustschläge

in einer alten Fabrik: die

Schongauer Boxabteilung

Seite 6

Bei den Carrera-Bahnen von

Familie Benzerath wird der

Mann wieder zum Kind

Seite 9

Die Ärztlichen Direktoren der

Krankenhaus GmbH nehmen

Platz auf der Roten Couch

Seite 14

Mit „Wollsockn“ an den

Chiemsee: Heimatsound

mit Rigoros

Seite 18

Herzogsägmühle — über

die Kletterwand zurück ins

geordnete Leben

Seite 28

Wetterkapriolen im

Frühjahr: Dafür stehen die

vier „Eisheiligen“

Seite 34

Obhut für Hund, Katze

und Meerschweinchen im

Tieheim Schongau

Seite 38

Personal-Trainer im

Altlandkreis: Ganzheitlich zum

besseren Lebensgefühl

Seite 42

180 Jahre Kohlebergbau in

Hohenpeißenberg — der

Ursprung einer harten Zeit

Seite 44

Die Radsport-Saison

startet: Fachmännische Tipps

zum Auftakt

Seite 46

Stark im Referieren, schwach

in der Vernetzung: Die Tablet-

Klasse der Realschule

Seite 58

Die Zunfttaferl an Maibäumen

sind ein Ausruck der

Dorfgemeinschaft

Seite 68

Do spielt d’ Musik!

Das 46. Bezirksmusikfest

in Denklingen

Seite 85

Voller Elan in den Frühsommer:

Unsere Veranstaltungstipps für

Mai und Juni

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mai / juni 2017 | 3


Die Boxabteilung des TSV Schongau

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in alter Fabrik

Schongau | Boxen, ein Sport, bei

dem sich zwei Halbtrainierte so

lange gegenseitig die Birne kloppen,

bis einer aufgibt oder zu

Boden geht? Alles Quatsch, alles

Klischee! Boxen ist hochklassiger

Sport, der Geist, Körper und

Moral gleichermaßen fordert.

Letzteres wird an diesem Montagabend

besonders deutlich: Egal

wer die Trainingshalle im alten

Fabrikgebäude von Vatter betritt,

zuallererst wird Trainer Murat

Döldös mittels Handschlag begrüßt.

Respekt, Anstand, Disziplin.

Darum geht es den Boxern beim

TSV Schongau, die nach nicht

mal einem Jahr bereits 70 aktive

Mitglieder zu verzeichnen haben,

Tendenz steigend.

Zugpferd des im März 2015 gegründeten

Clubs ist Charlotte Hofmann,

17, amtierende Deutsche

Meisterin im Juniorenbereich der

51-Kilo-Klasse. Sie ist bislang die

Einzige, die für Schongau Wettkämpfe

bestreitet. Die Anderen,

im Grunde allesamt Anfänger,

sind noch nicht so weit, besitzen

demnach auch keinen Pass – noch

nicht. Döldös hat einige Talente

in seinen Reihen, die er bereits

als wettkampftauglich einstuft.

Genaugenommen sind es fünf

Jungs im Alter zwischen elf und

22 Jahren, für die der Verein gerade

einen Pass beim Bayerischen

Amateur-Box-Verband (BABV) beantragt.

Männer und Frauen

trainieren gemeinsam

Die Basis für erfolgreiche Kämpfe

im Ring: Fitness. Deshalb wird

beim Box-Training bei weitem

nicht nur geboxt. Mal geht es um

Kraft, mal um Kondition, mal um

Spritzigkeit. Letzteres trifft auch

an diesem Montagabend zu. Rund

30 Teilnehmer aller Altersklassen

sind am Start. Los geht es mit

einem zehnminütigen Aufwärmprogramm,

das es in sich hat.

Zwar lockeres Laufen im Kreis,

allerdings gepaart mit knackigen

Übungen wie Liegestütz und

Kniebeugen. Als Döldös mit deutlichem

Trillerpfeifen-Pfiff die erste

Verschnaufpause einleitet, ist das

Gepuste groß. „Jetzt ist es aber

nicht so, dass die hier unfit sind“,

sagt der Coach mit verschmitztem

Strahlende Siegerin: Charlotte te Hofmann, die bislang einzige ige aktive, dafür

äußerst erfolgreiche Boxerin des TSV Schongau.

4 | der altlandkreis


Grinsen im Gesicht. Anstrengend,

aber effektiv. So geht es an diesem

Abend auch weiter.

Montag, Mittwoch und

Freitag, jeweils von 19.15

bis 21 Uhr, findet in der

Halle an der Niederhofe-

e-

ner Straße 6 in Altenstadt

t

Erwachsenen-Training statt. tt.

Es

geht um Fitness- und Wettkampf-

tka

boxen. Zusätzlich bietet die Abteilung

immer freitags von 18 bis

19 Uhr Kinderboxen für Acht- bis

Zwölfjährige an. Außerdem unterrichtet

der Verein Teambildungs-

Maßnahmen und sogenanntes

Managerboxen – privates Training

für Menschen mit „besonderer

Außenwirkung und repräsentativer

Funktion“.

Ausgestattet ist die Trainingshalle

mit Boxsäcken, einem Ring, Stepper,

Heimtrainer, diversem Trainingsmaterial

wie Hütchen und

Bällen sowie einem Kühlschrank

mit Getränkevorrat. Zwischen Aufgang

und Halle (im ersten Stock)

befindet sich eine geräumige Umkleide.

Einziger Nachteil: Es gibt

(noch) keine Duschen. Und auch

mit den Heizungsmöglichkeiten

ist Döldös nicht wirklich zufrieden.

Zwar wären ausreichend Körper

installiert, „das würde uns aber

gleich 300 Euro im Monat mehr

kosten“. Zu teuer für den jungen

Verein. So muss speziell über

die kalten Wintertage ein kleiner

Heizstrahler herhalten – und das

Training immer so gestaltet sein,

dass keine großen bewegungsfreien

Pausen notwendig sind. Dafür

passt der Flair des alten Fabrikgebäudes

umso besser zur Sportart.

Ob das die Boxer des TSV Peißenberg

auch so sehen? Bis zur Gründung

des Schongauer Vereins waren

sie über Jahre die einzigen in

der Gegend - und hatten mit Charlotte

Hofmann die Nachwuchshoffnung

in ihren Reihen. Gibt es Anfeindungen?

„Überhaupt nicht“,

sagt Döldös. Erstens: Hofmann sei

die einzige Boxerin, die von Peißenberg

nach Schongau gewech-

selt

ist.

Und das in

erster Linie, weil sie in Schongau

wohnt, jetzt weniger Anfahrtszeit

zum Training hat. Man nehme sich

also keine Athleten weg. Und zweitens:

Ein Boxverein in Schongau

und näherer Umgebung sei ohnehin

längst überfällig gewesen.

Titelkämpfe in

Schongau

Döldös, der unter anderem 20

Jahre für den damaligen Peitinger

Boxverein gekämpft hat, erzählt

von stark wachsendem Interesse

in seinem Umfeld. Auch der Kurs

Fitness-Boxen, den er im Workout-

West in Schongau gegeben hat,

war bestens besucht. So kam es

letztlich zur Idee, mit Anfangs 20

Mitgliedern einen eigenen Verein

zu Gründen – der mit Begeisterung

angenommen wird.

Das zeigt sich auch am Montagabend

in den Gesichtern der

Sportler, die ihrem Körper dank

ganzheitlichem Training viel Gu-

tes tun


und obendrein mit

Döldös breitem Übungs-

Repertoire eine Riesengaudi

haben.

Selbst die, die sich

in Zukunft nicht beim

klassischen Wettkampf-

Boxen sehen, sind hier

bestens ens aufgehoben. Falls doch,

wird die Ausrüstung vom Verein

gestellt. „Das ist wie beim Fußballspielen

mit den Trikotsätzen“,

sagt Döldös, der die komplette

Ausrüstung aufzählt: Handschuhe,

Hose, Schuhe, Mundschutz,

Kopfschutz für unter 18-Jährige

sowie Bandagen, die als Schutz

vor Verletzungen ums Handgelenk

gebunden werden.

So auch Mitte April 2018, wenn

in Schongaus Lechsporthalle das

erste große Highlight des TSV

stattfindet: Die oberbayerische

Meisterschaft im Amateur-Boxen.

An Land gezogen hat sie Achim

Hofmann, Vater von Charlotte, der

neben Döldös der zweite Trainer

im Verein ist. Doch dabei soll es

nicht bleiben. Mit Martin Huber

absolviert derzeit ein weiterer

Kandidat den Übungsleiterschein

in Oberhaching. Neben Technik,

Taktik und Schnelligkeit geht es

auch dort vor allem um Respekt,

Anstand und Disziplin.

js

Der Chef

im Ring: Murat Döldös ös ist

Trainer und

Vorsitzender der im

März 2015 gegründeten Boxabteilung.

mai / juni 2017 | 5


Carrera-Bahnen von Familie Benzerath

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Schwabniederhofen | Der Klassiker

im Geschäft von Beate und Horst

Benzerath: Ein männlicher Kunde,

Mitte 30, kommt zur Tür herein,

geht auf die Ladenbesitzer zu und

sagt voller Enthusiasmus, er brauche

ein Geschenk für seinen Sohn.

Auf die Frage, wie alt denn der

Sohnemann sei, kommt meist die

sanft grummelnde Antwort: „Der

ist noch im Bauch seiner Mutter.“

Beim Thema Carrera-Autorennbahn

werden Männer ganz schnell

zum Kinde – und schämen sich

manchmal dafür. Dabei ist dieses

faszinierende Hobby alles andere

als ein reines Kinderspielzeug. Es

ist für siebenjährige Mädchen und

Buben ebenso geeignet wie für

den 80-jährigen Großvater. Es gibt

Autos und Strecken für Vollprofis.

Und es gibt die beschauliche Bahn

für den gemütlichen Hobbyraum

zuhause im Keller.

6 | der altlandkreis

Vor 24 Jahren haben die seit jeher

motorsportbegeisterten Benzeraths

ihren Rennbahn-Laden

eröffnet. Damals in Apfeldorf, seit

drei Jahren sind sie in Schwabniederhofen.

Inhaberin von Geschäft

und Onlineshop ist Beate. Horst,

hauptberuflich als Zollbeamter in

Weilheim eingespannt, unterstützt

seine Ehefrau je nach Zeit und Bedarf

nach Feierabend. Unter anderem

bei der Planung von Strecken,

eines ihrer Spezialgebiete. Je nach

Kundenwunsch, ganz individuell,

planen die Benzeraths Carrera-

Bahnen, die nicht nur Räumlichkeit,

Lichtverhältnissen, Platte oder

Boden sowie Budget optimal angepasst

werden. Sie sehen auch

den bekanntesten Rennstrecken

der Welt aus Formel-1 und DTM

verblüffend ähnlich. Bäume, Straßenlaternen,

Zuschauertribünen,

Boxengassen für Tankstopps und

vieles mehr umrahmen die in der

Regel zweispurigen Bahnen. Horst

Benzerath spricht in Sachen Gestaltung

von „open end“. Grundsolide

Strecken über acht bis zehn

Meter gehen bei rund 300 Euro

los. Sie haben aber auch schon

Strecken im Wert von bis zu 7 000


Euro geplant und verkauft – für

Kunden in ganz Deutschland, Europa,

manchmal sogar nach Übersee

wie Australien oder den USA.

Geschwindigkeitsrekord

bei 100 km/h

Jeden zweiten Freitagabend fährt

Horst Benzerath das PC-Zeichenprogramm

für die Streckengestaltung

herunter und macht sich

auf den Weg zum alten Vatter-

Fabrikgebäude. Dorthin haben

er und seine Frau ihre eigene

Carrera-Rennbahn ausgelagert.

Vierspurig und 40 Meter lang. Eine

monströse, noch analoge Anlage,

bei der die Autos die Spuren

nicht wechseln können. Gefahren

wird gegen Gleichgesinnte, die

bis aus Starnberg und Mindelheim

anreisen. Meist mit eigenen Autos,

etwas tiefer gelegt, mit griffigeren

Spezial-Gummireifen und

einem leistungsstärkeren Motor.

„Aber noch alles im Rahmen“,

sagt Benzerath mit einem Grinsen

im Gesicht. Er und seine Spezl

betreiben das Ganze aus Spaß an

der Freude, ganz ohne Wettkampf

und Konkurrenzdenken. Es gab allerdings

auch schon andere Zeiten.

Horst Benzerath erzählt von seinem

persönlichen Geschwindigkeitsrekord:

100 km/h durchschnittlich

pro Runde, deren

Kurven logischerweise langsamer

zu fahren waren, auf den Geraden

also über 100 km/h erreicht

wurden. Und Frau Beate berichtet

von Wettrennen, bei denen die

von der Strecke ausgebrochenen

Miniatur-Flitzer vor lauter Wucht

Löcher in die Wand gedrückt haben.

Gefährlich! Und auf diesem

Niveau dann definitiv kein Kinderspielzeug

mehr. Deshalb verkaufen

die Benzeraths die detailgetreuen

Porsche 917, Ferrari 521s und GTs

im Maßstab 1:24 oder 1:32 ausschließlich

mit Leistungen im für

den Verkauf gesetzlich erlaubten

Bereich. Heißt: 18 Volt-Motor bei

Maximalgeschwindigkeiten von

rund 20 km/h, erhältlich für etwa

60 Euro in digitaler, für circa 40

Euro in analoger Version. „Genau

das richtige Spielzeug für die

ganze Familie.“ Und optimal zum

Abschalten.

Ideales Hobby

zum Abschalten

Wenn sich Horst Benzerath mit

seinen Kumpels aus Starnberg und

Mindelheim an seiner 40-Meter-

Bahn duelliert, vergisst er ganz

schnell die Sorgen des stressigen

Arbeitsalltags. Carrera-Fahrer

brauchen eine hohe Konzentrationsfähigkeit,

gute Koordination

und sehr viel Fingerspitzengefühl.

Es geht ums Ausloten physikalischer

Grenzen. „Da hinten in der

Kurve, wo etwas mehr Staub auf

der Strecke liegt, droht das Auto

eher auszubrechen“, nennt Horst

Benzerath ein klassisches Beispiel.

Um in solch schwierigen Abschnitten

auf der Bahn zu bleiben, arbeiten

Körper und Geist derart

auf Hochtouren, „dass in deinem

Kopf kein Platz für andere Dinge

ist“. Entsprechend frisch und frei

von Sorgen geht Horst Benzerath

die nächste Streckengestaltung

an. Oder Ehefrau Beate holt ein

ganz bestimmtes Ersatzteil aus

dem auffallend ordentlich sortierten

Lager – das zweite Steckenpferd.

„Alles, was wir im Laden

und Online-Shop anbieten, haben

wir auch sicher hier vor Ort.“ Damit

ist das Carrera-Fachgeschäft

in Schwabniederhofen auf weiter

Flur konkurrenzlos. Ein so großes

Ersatzteillager gebe es deutschlandweit

„zehn, maximal zwölf

Mal“. Und diese professionelle

Gestaltung von Strecken lediglich

„drei, vier Mal“.

Damit das so bleibt, setzen die

Benzeraths auch 2017 wieder

alle Karten auf das Geschäft der

Schlecht-Wetter-Zeit. „In den vier

Wintermonaten machen wir doppelt

so viel Umsatz wie im Rest

des Jahres“, sagt Beate Benzerath.

Besonders beliebt seien Carrera-

Bahnen und Carrera-Autos zu

Weihnachten – wenn die Männer

wieder zum Kinde werden. js

mai / juni 2017 | 7


Schongauer Erlebnisführungen

Henker, Hexen und Bier

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And by appointment

Schongau | Egal ob für Tourist, Besucher

oder Einheimischen – bei

den Schongauer Erlebnisführungen

dürfte für jeden etwas dabei

sein. Da gibt es Klassiker, wie etwa

die „Führung durch die malerische

Altstadt“. Hier erfahren Gäste

auf einem Spaziergang durch die

Altstadt Wissenswertes aus der

Stadt- und Baugeschichte ebenso

wie Anekdoten aus dem Leben der

Bürger im Mittelalter. Die Führung

– sie kostet vier Euro pro Person –

gibt es von Mai bis Oktober jeden

Freitag um 16 Uhr. Zusätzlich wird

sie im Juli und September jeden

Dienstag um 14 Uhr angeboten.

Treffpunkt ist vor dem Rathaus.

Sehr beliebt bei Leuten aus nah

und fern ist auch die Führung

„Mit der Henkerstochter durch

das mittelalterliche Schongau“,

der man sich am 20. Mai, 24.

Juni, 1. und 29. Juli sowie 9. und

28. September anschließen kann.

Hier begleitet die Stadtführerin die

Teilnehmer bei einem nicht alltäglichen

Stadtrundgang zu verschiedenen

Schauplätzen des Romans

„Die Henkerstochter“ von Oliver

Pötzsch. Man erfährt Spannendes

über das mittelalterliche Schongau,

über Henker, vermeintliche

Hexen und deren besonderes Wissen.

Lebendig wird die Geschichte

insbesondere durch Schauspiel

und Lesungen aus dem historischen

Roman. Die Führung beginnt

jeweils um 17 Uhr und kostet

pro Person zehn Euro – inklusive

Speis und Trank.

Ein Höhepunkt ist sicherlich die

Erlebnis-Wanderung „Stadt- und

Lechgeschichten“, bei der man ein

Stück Geschichte über das Leben

am und mit dem Fluss erleben

kann. Durch das ehemalige Gerberviertel

führt der Weg hinunter

zum Lech, und es wird auf dem

idyllischen Uferweg flussabwärts

zum Stausee gewandert. Über den

Staffelauwald und das Trachtenheim

am Helgoland geht es zum

Ausgangspunkt zurück. Treffpunkt

für diese Wanderung am 21. Mai

ist um 14 Uhr am Bahnhof. Kosten:

Sieben Euro pro Person. Nicht

minder beliebt ist der „abendliche

Streifzug durch Schongaus

Altstadt“. Ein Rundgang mit

spannenden und unterhaltsamen

Geschichten. Ein kleiner Umtrunk

beschließt den Abend. Pro Person

kostet der Streifzug, der am 21.

Juni und 30. August jeweils um

20.30 Uhr beginnt, sieben Euro inklusive

dem Umtrunk.

Zwei neue

Themenführungen

Neben den bekannten und beliebten

werden heuer zwei ganz

neue Führungen angeboten: Bei

„Schongaus Biergeschichten“ (23.

Juni und 22. September) hört man

Geschichten zum Bier und den

Brauereigasthöfen in Schongau

von Stadtführerin Kornelia Funke,

die die Besucher zu den ehemaligen

Stadtbrauereien begleitet.

Denn schon im Schongauer Stadtrecht

aus dem 14. Jahrhundert

wurden die Schankgebote festgelegt.

Schließlich darf „kein Wirt einen

Trank mit einem anderen mischen“.

Inklusive Bierspezialitäten

beläuft sich die Führung auf zehn

Euro pro Person. Ebenfalls neu ist

die Führung „Anna Gerberin – die

Bürgersfrau zwischen Huren und

Henker“. Hier wissen die Teilnehmer

nach zwei Stunden sicherlich

mehr über Berufe und Bewohner

des Flussufers und über die Hassliebe,

die Anna mit der Lechvorstadt

verbindet. Sie findet am 3.

Juni, 5. und 6. August jeweils um

17 Uhr statt und kostet pro Person

fünf Euro. Alle Infos – auch zu den

weiteren Führungen und Wanderungen,

gibt es im Internet (www.

schongau.de). Oder bei der Tourist-Information

Schongau unter

08861 / 214-181 oder touristinfo@

schongau.de, die auch die Anmeldungen

entgegennimmt. tis

8 | der altlandkreis


Auf der Roten Couch

Die Expeditionsleiter der Kliniken

Im weißen Kittel auf der Roten Couch:

Die beiden Ärztlichen Direktoren Prof. Dr. Andreas Knez vom Krankenhaus Weilheim

(links) und sein Kollege Dr. Wilhelm Fischer von der Schongauer Klinik.

Foto: Johann Jilka

mai / juni 2017 | 9


Weilheim-Schongau | Sie sind so

etwas wie die Sprecher der Chefärzte,

im Grunde der kompletten

Belegschaft eines Krankenhauses:

Ärztliche Direktoren. Während bei

großen Universitätskliniken dieser

Posten häufig ein eigenständiger

ist, erfüllt in kleineren Häusern ein

Chefarzt diese verantwortungsvolle

Aufgabe ehrenamtlich. Dr. Wilhelm

Fischer war 31 Jahre lang Chefarzt

in Peißenberg und wechselte nach

der Schließung der dortigen Klinik

als Ärztlicher Direktor nach Schongau,

„um dort etwas aufzubauen“.

Obwohl er bereits im Rentenalter

ist, lässt er seine Mitarbeiter nicht

im Stich. Gemeinsam mit seinem

Weilheimer Pendant, Prof. Dr. Andreas

Knez – nicht weniger sportlich

aktiv – haben wir ihn zum großen

Gespräch auf die „Rote Couch“

gebeten. Dort geben die heimatverbundenen

Ärzte einen Einblick

in die Tätigkeiten des Ärztlichen Direktors

und machen sich Gedanken,

wie die Zukunft rund um die Krankenhaus

GmbH aussehen kann.

Dr. Fischer, Prof. Dr. Knez, was ist

die Aufgabe eines Ärztlichen Direktors?

Dr. Wilhelm Fischer: Die Aufgabe

beinhaltet die Koordination aller

möglichen Projekte, vor allem

was den ärztlichen Bereich betrifft.

Überhaupt die ärztliche Organisation

und die Zusammenarbeit der

Abteilungen. Das hat so manche

Konferenz zur Folge.

Trifft man Sie dadurch häufi ger im

Büro als im OP-Saal?

Prof. Dr. Andreas Knez: Das kann

man so nicht sagen. Die Patientenversorgung

steht natürlich im Vordergrund.

Der Ärztliche Direktor

ist Sprecher der Ärzteschaft, der

Chefärzte und ist insofern Partner

des Geschäftsführers hinsichtlich

der strategischen Ausrichtung. Ein

Geschäftsführer sieht viele Dinge

anders als die Doktoren und so ist

es hilfreich, wenn verschiedene

Perspektiven zusammenkommen.

Sie wurden beide vom Aufsichtsrat

„berufen“. Welche Voraussetzungen

muss man mitbringen, um

Ärztlicher Direktor zu werden?

Knez: Man muss Chefarzt sein,

dessen Aufgabe schon damit verbunden

ist, Leitungsfunktionen

zu übernehmen. Was wir immer

mehr dazulernen mussten, sind

betriebswirtschaftliche Aspekte,

mit denen wir uns früher als Mediziner

nicht in der Form auseinandergesetzt

haben. Basisfallwert,

Vergütung, Deckelung des Budgets,

betriebswirtschaftliche Kennzahlen,

Defizite – wo will man hin,

was gleicht man aus? Fragen, die

immer wichtiger werden.

Der Beruf des Chefarztes ist für viele

ein Kindheitstraum. War das bei

Ihnen auch der Fall?

Knez: Ja, absolut. Bei mir hat sich

das während meines Zivildienstes

ergeben. Ich wollte immer gerne

mit Menschen arbeiten und im

medizinischen Bereich tätig sein.

Daher ist es mein Berufstraum.

Fischer: Ich hatte ein paar Vorbilder,

bei denen ich sagen konnte:

Ja, damit kann ich was anfangen.

Der Chefarztposten stand dabei

noch nicht im Vordergrund. Aber

der Beruf des Arztes war für mich

ungefähr mit dem Abitur klar und

ist bis heute mein Traumberuf,

auch wenn die Bürokratie uns einiges

abverlangt.

Dr. Fischer, Sie sind seit 2016 Ärztlicher

Direktor in Schongau. Wo

liegen die Stärken des Schongauer

Krankenhauses?

Fischer: Neben der traumhaften

Lage können wir ein breitgefächertes

medizinisches Angebot

anbieten. Viel bringt die Zusammenarbeit

mit dem Krankenhaus

Weilheim, die sehr gut funktioniert.

Ich bin ein Verfechter für

Landkrankenhäuser, weil wir kurze

Wege haben müssen. Deshalb

brauchen wir eben auch diese

Qualität und müssen ein breites

Angebot vorhalten. Neben der

schönen Lage ist das Haus quasi

neu gebaut bzw. frisch renoviert.

Und die Schwächen?

Fischer: Die großen Häuser in den

Ballungsräumen bieten Medizin

ein bisschen wie am „Fließband“

an, was wir aber gar nicht wollen.

Wir möchten weiterhin individuell

bleiben und auch der Landbevölkerung

den Vorteil bieten, dass

wir genauso schnell und qualitätsmäßig

Nothilfe leisten können.

Wir haben keine gute Anbindung

zum öffentlichen Verkehr. Ich hatte

eine Bahnhaltestelle schon 2015

angeregt und die Politik, der

Kreistag und auch Minister Dobrindt

stehen dahinter. Zehn Meter

von hier fährt der Zug vorbei,

aber eben nur der Güterverkehr.

Eine Bahnhaltestelle würde eine

erhebliche Erleichterung für die

Patienten, Angehörigen und Mitarbeiter

ohne Auto bedeuten.

Auch eine Verbindung nach Landsberg

wäre sicherlich Gold wert?

Fischer: Das wäre jetzt hohe Politik,

davon will ich gar nicht sprechen.

Aber ehrlich gesagt fände

ich es auch gut. Gerade jetzt, wo

wir daran denken, mit mehreren

Landkreisen Verbünde einzugehen.

Aber wir wären schon sehr

froh, bei uns eine Haltestelle zu

bekommen.

Prof. Dr. Knez, Sie haben in Weilheim

die 24-Stunden Herzkatheterbereitschaft

aufgebaut. Wie hat sich

die Abteilung seither entwickelt?

Knez: Sie hat sich sehr gut etabliert.

Wir machen im Jahr mit den

Kardiologen im Landkreis zusammen

rund 1 200 Katheter-Untersuchungen.

Bei den Interventionen

schwankt die Zahl immer, wobei

sicherlich mehr als 50 Prozent

Eingriffe mit Stentimplantationen

sind. Für die Bevölkerung war

die schnelle, wohnortnahe Versorgung

– zu jeder Tages- und

Nachtzeit ist ein Kardiologe vor

Ort – sicher ein großer Zugewinn.

10 | der altlandkreis


Bürokratie statt tt OP: Verwaltungsarbeiten stehen bei Ärztlichen Direktoren auf der

Tagesordnung.

So konnten wir schon einige Leben

retten.

Ärzte sind keine Maschinen, tragen

aber eine wahnsinnige Verantwortung

und stehen unter enormen

Druck. Wie geht man damit um?

Knez: Ja, das stimmt. Je länger

ich die „Katheterei“ mache, desto

vorsichtiger werde ich, weil ich

einfach schon viele Dinge gesehen

habe. Sobald ich allerdings im

OP bin, bin ich hochkonzentriert.

Dann spüre ich den Druck nicht so

sehr wie hinterher.

Wie gleichen Sie diesen Alltagsstress

aus?

Knez: Ich gehe sehr gerne in die

Berge, auch Skitouren. Zwar nicht

so extrem wie Dr. Fischer unterwegs

war, aber auch leidenschaftlich.

Und ich radel sehr gerne,

wenn es geht, einmal die Woche

auf den Hohenpeißenberg. Hier

komme ich am meisten zur Ruhe.

Ein neues Hobby ist das Kajakfahren.

Auf dem Ammersee unterwegs

zu sein, auch in der kalten

Jahreszeit, das entspannt und tut

meiner Seele gut.

Fischer: Wir sind ja beide begeisterte

Radler und fahren, so weit

wie möglich, jeden Tag damit zur

Arbeit.

Dr. Fischer, Sie sind ausgewiesener

Experte für Herzschrittmacher. Was

ist einfacher, eine Herz-OP oder

eine Expedition zum 6 190 Meter

hohen Mount McKinley?

Fischer: Eine schwierige Frage.

Obwohl ich eine Herzschrittmacher-OP

gewöhnt bin, geht es mir

ebenso wie Prof. Dr. Knez. Vor jeder

Operation empfinde ich es als

Herausforderung. Die Expedition

zum Mount McKinley war da etwas

ganz anderes. Es ist entspannend,

als Gegenpol zum Alltag in die

Welt rauszugehen ...

... was meinen Sie mit „in die Welt

rausgehen“?

Fischer: Ich bin durch die Sahara

gefahren, durch den Dschungel

gegangen, habe bei der Bundeswehr

einen Taucherarztlehrgang

gemacht, war bei den Gebirgspionieren

und bin mal die

Carstensz-Pyramide in Neuguinea

hochgeklettert und habe sogar

den Stamm der ehemaligen Kannibalen

kennengelernt. Das sind

so Erfahrungen, da denkt man

weniger an die Alltagssorgen. Hier

merkt man auch, wie klein manche

unserer hausgemachten Probleme

gegenüber dem sind, was es

in der Welt gibt. Hier in Schongau

sind wir Gelbfieberimpfstelle. Die

Geschichten dieser

Reisenden interessieren

mich immer sehr,

gleichzeitig kann ich

ihnen ein paar medizinische

Reisetipps mit

auf den Weg geben.

Wie kam es zur Leidenschaft

Bergsteigen?

Fischer: Seit meiner

Kindheit bin ich beim

Alpenverein, auch

meine Eltern waren

schon dabei. Ich war

immer gerne in den

Bergen. Als ich dann

um die 50 Jahre war,

hab ich mir gesagt,

dass ich ein bisschen

mehr Sport machen müsste. Auch

weil ich mit dem Lehrbücher-

Schreiben sehr an den Computer

gefesselt war, besonders in den

Nächten. Damals hatte ich zu

wenig Ausgleich und mir gesagt:

„Jetzt wird es Zeit, dass du dir ein

Ziel suchst, bevor du einrostest.“

Prof. Dr. Knez, als Professor kooperieren

Sie mit der LMU-München.

Wie sieht Ihre Lehrtätigkeit aus?

Knez: Ich bin pro Semester immer

vier bis fünf Wochen mit je einer

Vorlesung in Großhadern eingespannt.

Zudem sind wir in Weilheim

Lehrkrankenhaus und damit

verpflichtet, Studenten in ihrem

praktischen Jahr weiterzubilden.

Das macht unglaublich viel Spaß

und ist hochmotivierend für mich,

aber auch für die Assistenten, die

so gefordert sind, ihr Wissen weiterzugeben.

Was macht mehr Spaß, lehren oder

operieren?

Knez: Es ist zwar völlig verschieden,

aber beides macht sehr viel

Spaß. Es ist schon etwas sehr

Befriedigendes, wenn man etwas

weitergibt und das auf fruchtbaren

Boden fällt. Gerade wenn sich Studenten

nach dem praktischen Jahr

melden und sagen: „Ich konnte

viel von meiner Zeit in Weilheim

für die Prüfung nutzen.“ Das gibt

einem das Gefühl, auf dem richtigen

Weg zu sein.

Ein schwer kranker Patient kommt

in die Klinik und Sie als fremde

Person behandeln ihn. Wie baut

man hier ein Vertrauensverhältnis

auf?

Fischer: Ich glaube, die Erfahrung

und auch die Einstellung helfen einem

da sehr. Und wenn man den

ärztlichen Beruf mit Begeisterung

ausübt, geht man ohnehin ganz

anders heran. Mit Zuwendung

lässt sich manchmal wesentlich

mehr erreichen als mit Tabletten.

Wir sind ja auch beide bayerische

Urgewächse und kennen den bestimmten

Schlag der Leute. Das

erleichtert das Reden.

Knez: Wir mögen die Leute ja

auch. Ich glaube, das wichtigste

ist: ernst nehmen und Empathie.

Den Patienten das Gefühl geben,

dass wir sie verstehen, sie aber

auch in ihrer Persönlichkeit belassen.

Wir sind nicht die Schlaueren,

und das spüren die Patienten. Ich

mag die Bevölkerung hier. Die

Leute sind geraderaus und sagen,

was sie wollen. Und die Zeit der

Bevormundung und des „weißen

Gottes“ ist ohnehin vorbei. Das ist

auch gut so.

Sie sind beide sehr heimatverbunden.

Hatten Sie nie den Drang, etwas

anderes zu sehen?

Fischer: Ich bin geborener Hohenpeißenberger,

war aber auch lange

Zeit weg. Bevor ich 1984 nach

Peißenberg kam, war ich im Rosenheimer

Krankenhaus, in Haag

bei Wasserburg, bei der Bundeswehr

als Truppenarzt im Erdbebeneinsatz

in Friaul. Das waren

zum Teil sehr abenteuerliche

Wege, die ich gerne beschritten

habe. Aber ehrlich gesagt bin ich

sehr gerne zuhause, weil es hier

ausgesprochen schön ist.

Knez: Ich bin in München geboren,

und eines war für mich immer

mai / juni 2017 | 11

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FESTLICHER

SOMMER

in der

Mitwirkende: Solisten, Chor der Stadt Schongau,

Chor der Berufsfachschule für Musik Krumbach, La Banda,

Neue Süddeutsche Philharmonie, Leitung: Christoph Garbe

Orchester der Stadt Schongau, Junges Ensemble

Leitung: Kristina Kuzminskaite

06. Mai 2017 Basilika Altenstadt 19.00 Uhr

Alte Musik in jungen Händen

14. Mai 2017 Stadtpfarrkirche M. Himmelfahrt Schongau 18.00 Uhr

Alpenländische geistliche Volksmusik

28. Mai 2017 Ballenhaus Schongau 19.00 Uhr

Ensemble Pathos: Männer und Frauen

25. Juni 2017 Wieskirche 19.00 Uhr

J.S. Bach: BWV 82 „Ich habe genug“ BWV 158 „Der Friede sei mit Dir“

J. Haydn: Missa in Angustiis „Nelsonmesse“

09. Juli 2017 Wieskirche 19.00 Uhr

L.v. Beethoven: Sinfonie Nr. 5 c-moll op.67 „Schicksal“

F. Schubert: Messe in As D 678

23. Juli 2017 Wieskirche 19.00 Uhr

W.A. Mozart: Sinfonie Nr. 41 in C KV 551

Rihards Dubra: Missa simplex

W.A. Mozart: Litaniae Lauretanae B.M.V. KV 195 in D

Förderverein Festlicher Sommer in der Wies e.V.

Karten: www.wieskonzerte.de

12 | der altlandkreis

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klar: Aus Bayern will ich auf keinen

Fall weg. Als ich in jungen

Jahren in Großhadern tätig war

und mal am Weilheimer Krankenhaus

vorbeigefahren bin, habe

ich gedacht: „Hoffentlich muss ich

hier niemals hin.“ Ich kannte es

schlicht nicht. Letztlich habe ich

es meinem Vorgänger Dr. Kment

zu verdanken, dass er mir diese

Chance gegeben hat. Ich bin sehr

glücklich hier, besser geht’s nicht.

Die Entwicklung ländlicher Krankenhäuser

ist seit geraumer Zeit

schwierig. Wo sehen Sie die Krankenhaus

GmbH in Zukunft?

Knez: Ich glaube, dass unsere

Krankenhäuser als Grund- und

Regelversorger hohes Potential

haben. Wir bieten eine breite

medizinische Versorgung mit

Notfallversorgung, aber auch

spezialisierter Medizin an. Wir

können viele Patienten auf hohem

fachärztlichen Niveau versorgen,

so müssen sie sich nicht auf den

Weg nach München machen. Das

ist unser Potential, was man auch

rüberbringen muss. Ich sehe unsere

Stärke in der wohnortnahen

Versorgung. Wenn das noch ergänzt

wird mit einem allgemeinen

Konzept, mit Altersmedizin, mit

Palliativmedizin, dann sehe ich auf

jeden Fall eine Chance, dass solche

Häuser überleben. Sie müssen

Geld verdienen, das ist klar. Aber

sie müssen auch Sachen anbieten,

mit denen man kein Geld verdient.

Unsere Aufgabe ist es, für unsere

Bevölkerung, die ja auch immer

älter wird, eine medizinische Versorgung

zu gewährleisten.

Interview in lockerer Atmosphäre: Prof. Dr. Andreas Knez und Dr. Wilhelm

Fischer mit den beiden „altlandkreis“-Redakteuren Tim Schmid

(links) und Johannes Schelle (rechts).

Ist die Umsetzung realistisch?

Knez: Das muss letztlich die Politik

entscheiden, was eine wohnortnahe

Versorgung wert ist. Ich finde,

Gesundheit ist unser größtes Gut.

Und für mich ist es ganz wichtig,

dass die Leute, auch die Angehörigen,

nicht weit fahren müssen,

denn das trägt zur Gesundung bei.

Es gibt ja die Diskussion, dass viele

sagen, man müsste 50 Prozent

der Kliniken schließen und dann

riesengroße Schwerpunkt-Krankenhäuser

errichten, wie es sie

in andern Ländern gibt. Vielleicht

ist es aus ökonomischer Sicht sogar

sinnvoll. Wir haben ein hochentwickeltes

Gesundheitssystem,

sektorale Grenzen, ambulant und

stationär getrennt. Das müsste

man jetzt eigentlich zurückentwickeln.

Aber wie soll das gehen?

Ich kann es nicht abschätzen,

aber wir bekommen derzeit eine

unglaubliche Unterstützung aus

der Politik, die das genauso sieht.

Ich bin absolut dafür, dass wir

ökonomisch denken, da kommen

wir auch gar nicht drum herum.

Nichtsdestotrotz muss eine klare

Ansage kommen, was uns eine

wohnortnahe Versorgung wert

ist. Ich kann mich an einen tollen

Satz des Alt-Landrats Luitpold

Braun erinnern, der zu mir gesagt

hat: „Wissen Sie Herr Knez, wenn

wir mit dem Herzkatheter nur ein

Menschenleben retten, dann hat

es sich schon rentiert“. Aber ich

kann es nicht vorhersehen. Das ist

ein schwieriges Schiff, das gerade

kräftig schlingert.

Wie schätzen Sie das ein, Dr. Fischer?

Fischer: Ich kann Prof. Dr. Knez

nur zustimmen. Wir müssen die

Landbevölkerung mit hoher Qualität

gut und schnell versorgen, wie

zum Beispiel beim Schlaganfall

oder Herzinfarkt.

Ganz allgemein, wie hat sich die

Medizin technisch und medikamentös

in den letzten Jahren entwickelt?

Knez: Wenn ich für die Kardiologie

spreche, waren es in den

letzten Jahren bahnbrechende

Entwicklungen, zum Beispiel beim

Aortenklappen-Ersatz, der jetzt

ohne Operation möglich ist für Patienten,

die als inoperabel gelten.

Der Rückgang in der Infarktsterblichkeit

zeigt, dass das Konzept

der Katheter greift. Vergleichbare

Fortschritte gibt es bei Medikamenten

mit ebenfalls bahnbrechenden

Entwicklungen. Allerdings

führt beispielsweise allein die

Therapie der Hepatitis C, die heutzutage

medikamentös heilbar ist,

zu einer erheblichen Belastung

des Gesundheitsbudgets. Auch

werden in der Onkologie neue

Medikamente entwickelt, etwa

Antikörper gegen Krebserkrankungen,

die mit sehr hohen Kosten

verbunden sind. Eines Tages wird

man sich fragen, wie verteilt man

das in der Solidargemeinschaft?

Gibt es weiterhin alles für alle? Ich

möchte nicht derjenige sein, der

das entscheidet.


Fischer: 1871 gab es die erste

Statistik, da lag die Lebenserwartung

bei 37 Jahren und jetzt sind

wir bei circa 80. Mit Entwicklung

der Herzschrittmachertechnik

werden viele Leben gerettet. Der

erste Patient 1958 wäre ohne Gerät

mit 40 Jahren gestorben und

wurde dann über 80 Jahre alt.

Aber auch die Lebensqualität hat

sich extrem verbessert. Zum Beispiel

habe ich einen Patienten

gesehen, der ohne Herzschrittmacher

nur 50 Meter gehen konnte

und mit dem Gerät uns am Berg

davonläuft.

Auch in anderen Bereichen wie

etwa den Gallenblasen-Operationen

hat sich sehr viel getan.

Früher war man drei Wochen im

Krankenhaus, jetzt macht man

einen minimalen Eingriff und ist

nach drei Tagen wieder zuhause.

Wenn Sie einen Wunsch frei hätten

in Sachen Entwicklung?

Knez: Demenz! Ich finde, dass hier

bereits tolle Arbeit geleistet wird

von den Alzheimergesellschaften.

Aber ich sehe das als große Herausforderung

an die Gesellschaft.

Wenn man hier die Möglichkeit

hätte, frühzeitig den Prozess zu

beeinflussen, wäre das ein Segen.

Für die Patienten und Angehörigen,

für die das eine ungeheure

Last ist. Sie fühlen sich verantwortlich

und arbeiten bis zur Erschöpfung.

Und das Thema nimmt

immer mehr zu ...

Fischer: ... weil die Leute immer

älter werden. Keiner ist davor gefeit,

das ist das Schlimme. Unsere

beiden Häuser arbeiten bereits

rege mit der Alzheimergesellschaft

zusammen. Ich möchte die

Kooperation mit der Hospizbewegung

verstärken, wo ich selbst als

Hospizrat ehrenamtlich involviert

bin.

Dr. Fischer, Sie waren 31 Jahre in Peißenberg,

dann kam die Schließung.

Die Mitarbeiter wurden nach Weilheim

und Schongau aufgeteilt. Eine

Voraussetzung, dass Sie in Schongau

Ärztlicher Direktor wurden?

Fischer: Sicherlich. 2013 stand Peißenberg

schon mal auf der Kippe.

Da haben wir aber gesagt, so geht

das nicht. Wir konnten Peißenberg

nicht einfach von der Bildfläche

verschwinden lassen. Damals war

jedenfalls noch nicht der richtige

Zeitpunkt.

Der richtige Zeitpunkt kam dann

2015?

Fischer: Erst im Juli 2015 wurde

politisch klar, dass das Krankenhaus

Peißenberg keine eigene

Perspektive mehr hat, sondern

endgültig geschlossen werden

sollte, wenn Weilheim umgebaut

ist. Das hätte für mich bedeutet,

dass ich meine Mannschaft nicht

mehr hätte organisieren können.

Außerdem: Wenn bekannt ist, dass

wir schließen, kommen ja auch

keine Patienten und kein Personal

mehr, da es keine Perspektive

gibt. Das war das eine Manko. Das

zweite, dass in Schongau Probleme

aufgetaucht sind. Der damalige

Ärztliche Direktor, Dr. Andreas

Eder, hatte sich niedergelassen,

die Chefarztstelle war somit frei.

Wir haben uns dann mehr oder

weniger über Nacht überlegt, mit

dem ganzen Team nach Schongau

zu wechseln. Das Personal wurde

dort dringend gebraucht. Wäre

dem nicht so gewesen, hätten wir

für Peißenberg einen speziellen

Sozialplan aufstellen müssen. So

musste ich nichts abwickeln, sondern

konnte etwas aufbauen. Die

Integration ist uns sehr gut gelungen.

Und auch Dr. Eder arbeitet

zeitweise im Team zur Unterstützung

mit. Es ist nicht mehr Schongau,

Peißenberg und Weilheim,

sondern eine GmbH.

Sie sind bis Ende 2017 noch Ärztlicher

Direktor in Schongau. Bleiben

Sie der Medizin treu?

Fischer: Ganz aufhören werde ich

wahrscheinlich nicht. Ich werde

sicherlich den beruflichen Stress

abbauen, mich mehr um meine

Familie kümmern und auch dem

Krankenhaus verbunden bleiben.

Außerdem arbeite ich weiter ehrenamtlich,

genau wie Prof. Dr.

Knez, im Kreisverband des Bayerischen

Roten Kreuzes.

Wartet die nächste Expedition, der

nächste Gipfel?

Fischer: Auch diesbezüglich wird

man ruhiger. Ich bin immer noch

gerne in den Bergen und mache

Skitouren. Aber ich werde keine

Expedition mehr unternehmen.

Prof. Dr. Knez, Sie sind 55, haben

also noch einige Jahre bis zur Rente.

Würden Sie sagen, dass Sie mit

dem Ärztlichen Direktor beruflich

alles erreicht haben?

Knez: Ja, wobei für mich der Ärztliche

Direktor nicht im Vordergrund

steht. Ich habe alles, was

ich wollte. Ich wollte in Bayern

bleiben, wollte einen Herzkatheter

haben, und wollte den Professor

schaffen. Das war so ein bisschen

der Ansporn für die „Quälerei“ in

Großhadern. Dass sich das alles so

ergeben hat, darüber bin ich sehr

happy und ich fühle mich einfach

unglaublich wohl hier in Weilheim.

Ich möchte nirgendwo anders hin.

Das heißt, Sie bleiben bis zum

Rentenalter Ärztlicher Direktor in

Weilheim?

Knez: Ob ich Ärztlicher Direktor

bleibe, weiß ich nicht. Es ist sogar

mal gut, wenn irgendwann wieder

eine andere Perspektive dazu

kommt. Ärztlicher Direktor und

Geschäftsführer dürfen gerne kontroverser

Meinung sein. Aber nach

außen müssen sie den Karren

gemeinsam ziehen. Ich glaube,

mit unserem Geschäftsführer haben

wir dazu die Möglichkeit. So

viel wie in den letzten drei Jahren

in der GmbH passiert ist, das ist

schon enorm. Auch die Unterstützung,

die wir aus der Politik erfahren.

Das kennen wir auch anders.

Die Mitarbeiter brauchen eine

Perspektive. Das ist ihre Heimat,

ihr Arbeitsplatz und den möchten

sie auch behalten. Wir sind ja ein

wichtiger Arbeitgeber im Landkreis,

das wird immer ein wenig

unterschätzt. Wir schaffen Werte,

sind Steuerzahler. Ein Krankenhaus

wird immer nach den Defiziten

bewertet. Aber ein Mitarbeiter

wohnt ja auch hier. Sie haben Familien,

das sollte man auch volkswirtschaftlich

betrachten.

Bitte ergänzen sie: Wenn das Krankenhaus

in Schongau schließt ...

Fischer: ... benötigen über 30 000

Menschen mehr als eine halbe

Stunde, um ein Krankenhaus zu

erreichen.

Wenn das Krankenhaus in Weilheim

schließt ...

Knez: ... geht ein großes Stück Heimat

in jeglicher Hinsicht verloren.

js / tis

mai / juni 2017 | 13


Hausg’machter Heimatsound von Rigoros

Mit „Wollsockn“

an den Chiemsee

Peiting | Die jungen Musiker von

Rigoros machen sich „koan Stress“.

Das verkörpern sie im Proberaum

wie auf der Bühne. Das sagen sie

in jedem Interview. Das singen sie.

Doch hinter dieser beschwingten

Art steckt knallharte Arbeit. „Jeder

von uns probt am Tag zwei bis vier

Stunden“, sagt Matthias Waldner,

21, hauptberuflich Elektroniker

für Maschinen und Antriebstechnik,

privat Single, und dazwischen

Schlagzeuger, der sich gerne hinter

den großen Becken versteckt,

das ganz große Rampenlicht nicht

zwingend braucht. Große Ziele

hat er trotzdem: „Das Ganze hier

Vollzeit machen.“ Und damit ist er

nicht allein.

Rigoros, eine fünfköpfige Band aus

Peiting, möchte hoch hinaus. „Im

Grunde reicht ein einziger Song,

der jedem gefällt, der im Radio

rauf- und runtergespielt wird ...

scho is ma drin im Gschäft“,

schwärmt Leo Brennauer. „Wie

bei Seiler und Speer mit ‚Ham

kummst‘.“ Brennauer, 22, Rampensau

und treibende Kraft der Band,

Haben im Januar ihre erste CD auf den Markt gebracht (von links): Lukas

Linder, Leo Brennauer, Theresa Schauer, Matthias Waldner und Valentin

Kirchbichler — die jungen Musiker von Rigoros.

investiert besonders viel Zeit in

sein Hobby, das eigentlich schon

lange keines mehr ist. Der Fachwirt

im Einzelhandel komponiert.

Alle zwölf Songs, die auf der ersten

eigenen CD „KOAN STRESS“ zu hören

sind, stammen größtenteils aus

seiner Feder. Selbstverständlich in

engster Absprache mit den anderen.

Manch Strophe, mancher Akkord,

wurde stundenlang im Keller

bei Blumen Leinauer diskutiert. Bis

es passte, die Songs bühnen- und

plattenreif waren.

Proben über

vier Stunden

In diesem kleinen und zu Teilen

schalldichten Raum direkt unter

dem Blumengeschäft trifft sich die

Band jeden Sonntag zur Probe.

14 | der altlandkreis


Gemeinsam werden mindestens

vier Stunden geübt. Vier Stunden

Heimatsound über vadruxte Leid,

WhatsApp und Wollsockn. Angelehnt

ist die Musik an Vorbilder

wie LaBrassBanda, Django3000

oder Dreiviertelblut. Sie selbst beschreiben

ihren Stil als Bayerisch-

Pop-Mundart mit einem Hauch

HipHop, Ska und Disco-Beats.

Angefangen hat alles dank Party-

Schlager von Andreas Gabalier und

Helene Fischer, deren Musik „wir

ehrlicherweise eher belächeln“.

Brennauer und Waldner erzählen

von jenem Skitag am Hahnenkamm

in Reutte, den sie bei Après-Ski

ausklingen ließen, dabei diese Party-Songs

hörten und sich sagten:

„Sowas in der Art machen wir jetzt

auch, aber gscheid.“ Seither, das

war Anfang 2015, gibt es Rigoros.

Komponist Leo Brennauer spielt

Klavier und Akkordeon. Hauptsänger

Valentin Kirchbichler, 19, Feinwerkmechaniker-Lehrling,

zupft

den E-Bass. Sängerin Theresa

„Resi“ Schauer, 20, akribische

Arbeiterin und Musikstudentin

in Krumbach, zupft die Gitarre.

Küken Lukas Linder, erst 17, und

als Schwabsoier einziger Nicht-

Peitinger, zieht die Posaune.

Schlagzeuger Waldner, auch fester

Bestandteil in der Knappschaftsund

Trachtenkapelle, ist bereits bekannt.

In dieser Konstellation und

Aufstellung tourt Rigoros zu rund

40 Auftritten pro Jahr. Tour-Bus ist

der Sprinter vom Blumengeschäft,

das Brennauers Eltern betreiben.

Da passt die komplette Ausstattung

inklusive fünf Mann beziehungsweise

Frau auf den Millimeter

genau hinein. Das Ein- und Auspacken

erfordert Maßarbeit und

maximale Vorsicht, damit „ja nix“

kaputtgeht. Der Grund: Sound-Anlage

und Instrumente haben einen

Gesamtwert von über 30 000 Euro.

Hochwertige Ausstattung

im Wert von 30 000 Euro

Die Rede ist von High-End-Produkten.

Einige Instrumente und Anlage

sind mittels Funk verbunden.

„Wir legen deshalb so viel Wert

darauf, weil ein guter Sound für

die unterbewusste Wahrnehmung

> > > CD'S ZU GEWINNEN

enorm wichtig ist“, sagt Waldner,

der nebenbei die Finanzen verwaltet.

Buchungspreise möchte er allerdings

nicht verraten, weil die je

nach Anlass und Auftragslage ganz

unterschiedlich seien. Noch investieren

die Fünf alle Einnahmen

direkt in die Band. Künftig sollte

allerdings mehr bei rausspringen.

„Damit sich der ganze Aufwand

auch lohnt“, sagt Brennauer.

Wunschziel: Eine eigene Tournee

durch Bayern mit Zwischenstation

Olympiahalle München.

Ein erster Clou in diese Richtung ist

ihnen bereits gelungen. Sie dürfen

heuer als Newcomer-Band bei

Chiemsee Summer (16. bis 19. August)

auftreten – ein Riesen-Festival

mit hochkarätigen, weltweit bekannten

Gruppen wie Billy Talent,

The Offspring, Jennifer Rostock,

Wanda, Clueso. Das wird definitiv

das größte Highlight für die 17- bis

22-Jährigen. Bislang waren das

Auftritte beim Open Air in Böbing

oder als Vorband bei LOSAMOL im

Allgäu vor 2000 Zuschauern.

Bis Mitte August nutzen sie die

Zeit, über fleißiges Proben und diverse

kleinere Auftritte ihre neuesten

Stücke zu perfektionieren und

neue Musikvideos zu drehen. Denn

2018 soll die zweite CD auf den

Markt. Acht Songs sind bereits fertig,

die auf Konzerten auch schon

gespielt werden. „Goaßmoß“ ist in

Brennauers Augen der neue Kracher

schlechthin, „weil der Song

sehr jugendlich ist und so richtig

zum Abgehen einlädt“.

js

Seit Januar ist die erste CD von Rigoros

auf dem Markt. Alle zwölf Songs, von „So

Wurscht“ bis „Hobby“, haben die fünf Musiker

textlich wie inhaltlich selbst kreiert. Der „altlandkreis“ verlost

fünf Rigoros-CDs. Schicken Sie uns eine e Postkarte an „altlandkreis“,

Birkland 40, 86971 Peiting oder eine E-Mail an info@altlandkreis.de

mit dem Stichwort „KOAN STRESS“. Das Los entscheidet, der

Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Gewinner werden schriftlich

benachrichtigt. Bitte Adressangabe nicht vergessen. Viel Glück!

mai / juni 2017 | 15

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Zweite Kunstmesse in der Weilheimer Stadthalle

Von Bildhauerei bis meditativem Video

Weilheim | Hochqualifizierte und

begabte Künstler aus nah und

fern stellen Ende Juni ihre zeitgenössischen

Werke auf der Weilheimer

Kunstmesse aus. Für das

Event wurde extra eine eigene

Jury einberufen, die im Vorfeld 90

Bewerbungen unter die Lupe genommen

hatte – und aussortierte.

Zwei Bildhauer, ein Maler, eine

Kunsthistorikerin sowie der Leiter

des Weilheimer Museums haben

sich letztlich auf knapp 60 Aussteller

festgelegt. „Wir achten ganz

bewusst auf einen professionellen

oder zumindest sehr aktiven Werdegang,

auf Menschen, die großen

Wert auf das legen, was sie

tun“, sagt Organisatorin Andrea

Kreipe. Kurzum: Auf der Weilheimer

Kunstmesse (von Freitag, 23.

Juni, bis Sonntag, 25. Juni) darf

nicht jeder selbsternannte Hobby-

Künstler seine Arbeiten zur Schau

stellen. Die Künstler kommen bis

aus Halle, Dresden, Siegen. Aber

auch aus Schongau, Peiting, der

Tölzer Gegend und aus dem Weilheimer

Raum.

Bildhauerei, Objekt-Arbeiten aus

Beton oder Kunststoff, Fotografie,

Malerei, Grafiken: Die Weilheimer

Kunstmesse wird sehr abwechslungsreich,

deckt das breite

Spektrum zeitgenössischer Kunst

ab. „Diese Vielfalt kommt bei den

Besuchern hoffentlich so gut an

wie beim ersten Mal“, sagt Kreipe.

2015, als sie gemeinsam mit Messeleiter

Marinus Wirtl und Helfern

die erste Weilheimer Kunstmesse

ins Leben rief, wurden 2 000 Besucher

gezählt. „Das war für uns

überwältigend, mit so großem

Andrang hätten wir niemals gerechnet.“

Aber das zeige auch, wie

wichtig den Leuten aus der Region

Kunst sei, die in vielen Fällen mit

der hiesigen Geschichte tief verwurzelt

ist.

Freier Eintritt

für die Jugend

Insbesondere erhoffen sich die

Künstler selbst, die an allen drei

Tagen vor Ort sein werden, einen

Vorteil dieser Messe, die ihnen

nicht ganz günstig kommt. Die

Standgebühr beträgt je nach Größe

320 bis 400 Euro. Eine Investition,

die sich vor zwei Jahren für

den ein oder anderen durchaus

gelohnt hat. Damals wurden die

Werke von den Besuchern nicht

nur bestaunt, sondern auch gekauft.

Kleinere im Wert von 150

Euro, aber auch größere für eine

stolze Summe von 5 000 Euro. Wie

wertvoll die diesjährigen Ausstellungsstücke

sind, kann Kreipe

nicht wirklich vorhersagen, „weil

den Preis jeder Künstler selbst

festlegt“. Derweil fix sind die fünf

Euro Eintritt, wobei Kinder, Schüler

und Studenten umsonst die

Stadthalle betreten dürfen. Junge

Leute bekommen freien Zugang,

„weil wir ihnen ganz besonders

Kunst näher bringen wollen“.

Passend dazu auch das Motto der

Messe: „Der Auftrag, das Erbe zu

erhalten und die zeitgenössischen

Künste zu fördern, ist Anspruch

und Verpflichtung.“

> > > INFORMATION

Unter anderem mit einer meditativen

Video-Show – das Highlight

der Kunstmesse. Darin werden

außergewöhnliche Bilder gezeigt,

kombiniert mit zum Motiv passender

Entspannungsmusik. Und

zwar nicht in der voller Trubel steckenden

Halle, sondern in einem

kleineren Raum im Untergeschoss

bei gedimmtem Licht. „Das ist vor

allem dann zu empfehlen, wenn

man in der Halle zu viele Eindrücke

gesammelt hat, nicht mehr

aufnahmefähig ist“, sagt Kreipe.

Als willkommener Ausgleich zur

Bildhauerei und Fotografie dient

auch eine leckere Mahlzeit. Damit

Künstler und Besucher nicht

verhungern, werden neben Kaffee

und Kuchen an allen drei Tagen je

drei Mittagsgerichte angeboten. js

Die 2. Kunstmesse in der Stadthalle Weilheim (Wessobrunner

Straße 8) beginnt am Freitag, 23. Juni, und endet am Sonntag, 25.

Juni. Die rund 60 Künstler, die sich um einen Ausstellungsplatz

bewerben mussten, stammen aus ganz Deutschland.

Öffnungszeiten: Freitag und Samstag von 11 bis 20 Uhr, Sonntag

von 11 bis 18 Uhr.

16 | der altlandkreis


„Festlicher Sommer in der Wies“ startet wieder durch

Vielseitiger Konzertreigen

Bezirksverband

Oberbayern e.V.

Wies I Der Förderverein Festlicher

Sommer in der Wies e.V. hat in diesem

Jahr wieder viele musikalische

Kostbarkeiten für sein Programm

zusammengestellt. Den Reigen

eröffnet das Konzert I „Alte Musik

in jungen Händen“ unter der

Leitung von Kristina Kuzminskaite

am 6. Mai in der Basilika. Sänger

und Musikanten aus dem Oberland

und vom Oberen Lech musizieren

unter der Gesamtleitung von Angela

Holzschuh bei der „Alpenländischen

geistlichen Volksmusik“

am 14. Mai in der Stadtpfarrkirche

Mariae Himmelfahrt in Schongaus

Altstadt. Am 21. Mai gibt das

Schongauer Stadtorchester ein

Nachmittagskonzert mit dem Titel

Das Meer und der Bach“ im

Ballenhaus. Eine Woche später

(28. Mai) präsentiert das Ensemble

Pathos mit seinem Programm

„Männer und Frauen“, ebenfalls

im Ballenhaus, einen bunten Mix

aus Liederabend, Comedy und Musik

aller Stilrichtungen.

In der Wieskirche folgen drei weitere

Konzerte: Am 25. Juni das

Konzert IV mit zwei Kantaten von

Bach und Haydns „Nelsonmesse“.

Als Solisten konnten Julia Sophie

Wagner (Sopran), Brigitte Lang

(Alt), Frieder Lang (Tenor) und

Thomas Stimmel (Bass) gewonnen

werden. Es singt der Chor der

Stadt Schongau, begleitet vom Orchester

La Banda auf historischen

Instrumenten unter der Leitung

von Christoph Garbe. Im Mittelpunkt

vom Konzert V stehen am

9. Juli Beethovens Sinfonie Nr. 5

sowie Schuberts „Messe in As“ D

678. Priska Eser (Sopran), Mareike

Braun (Alt), Andreas Hirtreiter

(Tenor) und Timo Janzen (Bass)

werden, begleitet vom Chor der

Stadt Schongau mit der Neuen

Süddeutschen Philharmonie, die

Soli singen. Es dirigiert Christoph

Garbe, der auch beim Konzert VI in

der Wieskirche am 23. Juli am Pult

steht, wenn neben Dubras „Missa

simplex“, Mozarts Sinfonie Nr. 41

in C, KV 551 und „Litaniae Lauretanae“

KV 195 in D aufgeführt

werden. Die Solistenpartien übernehmen

Stephanie Krug (Sopran),

Kevin Prinz (Altus), Thaisen Rusch

(Tenor) und Christian Wolf (Bass).

Die Neue Süddeutsche Philharmonie

begleitet den Chor der Stadt

Schongau mit dem Auswahlchor

der Berufsfachschule für Musik in

Krumbach.

Ein besonderes musikalisches

Schmankerl bieten Zwantje Bergmann

(Sopran), Ursula Garbe

(Alt), Bernhard Winzer (Tenor)

und Christoph Garbe (Bass) mit

William Byrds „Geheimen Messen“

am 14. Oktober in der Heilig-

Geist-Kirche Schongau und am

15. Oktober in der Pfarrkirche St.

Nikolaus Murnau – hier kommt

Christian Jungwirth als Sprecher

hinzu. Zum Advent musizieren

Chor und Orchester der Stadt

Schongau gemeinsam am 9. Dezember

im Ballenhaus. Gerne lädt

der Chor der Stadt Schongau unter

dem Titel „Offene Tore“ wieder

Gastsängerinnen und Gastsänger

im Rahmen zweier Chorprojekte

ein. Informationen und Kartenvorverkauf

zu allen Konzerten

gibt es bei der Tourist-Information

Schongau oder beim Förderverein

Festlicher Sommer in der Wies e.V.

(www.wieskonzerte.de).

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mai / juni 2017 | 17


Herzogsägmühle therapiert in DAV-Halle

Über die Kletterwand

zurück ins geordnete Leben

Peißenberg I Tuncay, der Kräftigste

in der Gruppe, tut sich sichtlich

schwer beim Klettern. Aber er gibt

nicht auf, möchte an diesem Freitagvormittag

unbedingt diese eine

Route bis ganz nach oben schaffen.

Und? Er packt’s. Und alle lieben ihn

dafür. Denn als er mit der rechten

Hand über die in zehn Metern Höhe

liegende Kante greift, applaudieren

seine psychisch- und suchtkranken

Mitstreiter voller Euphorie. Sie

wissen: Diese Energieleistung ist

für Tuncay ein weiterer wertvoller

Schritt zurück in Richtung Normalität.

„Kann es was schöneres geben?“,

sagt in diesem Moment ein

grinsender Stefan Jenuwein, 54,

ausgebildeter Diplom-Sportlehrer

(Sporthochschule Köln). Vor 25

Jahren gründete er in Herzogsägmühle

das Freizeit- und Bildungswerk.

Seit rund zehn Jahren fester

Bestandteil des Programms: Therapie-Klettern.

Diese siebenköpfige Gruppe um

Tuncay betreut er und ein bis zwei

Helfer seit sieben Wochen, immer

Freitagvormittag für vier Stunden.

Einige von ihnen sind straffällig,

dürfen nur unter Bewährungsauflage

in Herzogsägmühle und in

der Halle klettern. „Wenn die sich

draußen zufällig kennengelernt

hätten und ohne Therapie als Clique

unterwegs wären, könnte es

leicht sein, dass ganz schnell bei

irgendeiner Kleinigkeit die Fetzen

fliegen“, sagt Jenuwein offen

Genau hingesehen: Stefan Jenuwein

(links) beobachtet seine

Schützlinge an der Kletterwand.

und ehrlich. Hier beim Klettern

fehlt von aggressivem Verhalten

jede Spur. Gegenseitiges Sichern,

Anfeuern, Route aussuchen – das

zeichnet die jungen Männer in der

Peißenberger Kletterhalle aus. Inzwischen

sogar ohne Hilfe ihres

Trainers. „Die hier sind besonders

stark“, sagt Jenuwein. Alle sieben

haben über den Alpenverein den

Vorstiegs-Schein (zweite Stufe des

Kletterscheins) erfolgreich absolviert.

Das heißt: Wer sich’s zutraut,

darf mit seinem Partner ohne

Lehrkraft die Wand bezwingen,

beziehungsweise den anderen

sichern. Das schweißt zusammen

und schafft Vertrauen. Tugenden,

die die Psychisch- und Suchtkranken

auch im Leben abseits der

Sporthalle ein gutes Stück voranbringen.

Die effektivste Art zu

therapieren

Generell gibt es in Herzogsägmühle

unzählige Formen der Therapie.

Keine sei laut Jenuwein jedoch

derart effektiv wie das Klettern.

Warum? Einerseits wird beim Klettern

sehr Vieles abverlangt. An der

18 | der altlandkreis


Vor, während und nach dem Klettern wird das Erlebte gemeinsam besprochen.

Wand Kraft, Kondition, Koordination,

Mut, Konzentration und vollstes

Vertrauen in denjenigen, der

unten steht und sichert. Zugleich

trägt der „Sicherer“ die volle Verantwortung

für den in der Wand.

Diese spezielle Form der Teamarbeit

ist therapeutisch äußerst

wertvoll.

Dabei sehen die Klettertage mit

Therapiegruppen – Jenuwein betreut

neben psychisch und suchtkranken

Menschen auch Klassen

der Alfons-Brandl-Schule in Herzogsägmühle

– nicht immer so

spielerisch aus wie an diesem

Freitag. Speziell der erste Tag ist

für Klient und Therapeut eine echte

Herausforderung. „Vor allem mit

Sucht- oder psychisch Erkrankten,

die meistens extrem viel Angst

haben und niemandem vertrauen“,

sagt Jenuwein. Tuncay beispielsweise

habe sich am Anfang

überhaupt nicht an die Wand getraut.

Heute, nur sieben Einheiten

später, klettert er im Vorstieg bis

nach ganz oben. „Das ist wirklich

genial.“ Dahinter steckt ein behutsamer

Aufbau über insgesamt

zehn Einheiten – und mit Peißenberg

die dafür perfekte Kletterhalle,

die Jenuwein und Team für faire

20 Euro pro Gruppe und diese vier

Stunden nutzen dürfen.

Obwohl es in Herzogsägmühle

selbst eine gern genutzte Kletterhalle

gibt? In der Tat. Die allerdings

ist mit größtenteils glatten Wänden

ausgestattet, die insbesondere für

Anfänger wesentlich schwieriger

zu bewältigen sind. Die große

Wand in Peißenberg dagegen hat

zwei essentielle Vorteile. Erstens:

In die Wand sind starke Profile wie

Wölbungen, Einkerbungen und Mini-Stufen

eingearbeitet, das erweitert

neben den eigentlichen Griffen

die Tritt- und Haltemöglichkeiten.

Und zweitens: Die komplette Wand

lässt sich mittels Elektro-motor in

ihrer Steilheit verstellen. Heißt: Für

die absoluten Anfänger fährt Jenuwein

die Wand einige (Zenti-)Meter

ins Rauminnere, wodurch das

Steilwand-Klettern plötzlich zum

Kraxeln wird. Das erleichtert das

Herantasten ans klassische Seil-

Klettern ungemein.

Über das Erlebte

sprechen

Nicht nur Tuncay hat diese Vereinfachung

geholfen, den inneren

Schweinehund im Rahmen

der ersten Einheiten erfolgreich

zu überwinden. Das spiegelt sich

auch in den Aussagen im Rahmen

regelmäßiger Zwischenrunden

wieder. Vor, zur Halbzeit und nach

dem Klettern setzen sich Jenuwein

und seine Klienten im Kreis zusammen

und sprechen über das eben

Erlebte, ziehen Vergleiche mit vorherigen

Einheiten und auch mit

dem wahren Leben „da draußen“.

Zuallererst möchte Jenuwein wissen,

wie es den jungen Männern

geht. „Viele haben eine schlechte

Nacht gehabt, sind oft ganz anders

drauf als beim letzten Mal.“ Dann

verlangt er einen Blick zurück auf

die vorherige Einheit und spricht

darüber, wie die bevorstehende

angegangen wird. Dabei geht es

auch um klare Zielsetzungen, zum

Beispiel welche Route in welcher

Form bezwungen wird.

Die meisten haben ihr Kletterziel

bereits nach den ersten zwei

Stunden erreicht. „Ich bin sehr zufrieden“,

so die häufigste Antwort

bei der Zwischenrunde. Dazu gehört

auch David, der abschließend

preisgibt: „Als ich heute Morgen

aufgestanden bin, hatte ich überhaupt

keinen Bock auf Klettern.

Jetzt bin ich doch wieder vier Routen

hoch. Das fühlt sich richtig gut

an.“ David und die anderen sind

glücklich und zufrieden, haben

ein breites Grinsen im Gesicht.

Das vergeht ihnen auch nicht, als

sie Seilschaft, Kletterschuhe und

-gurte ordentlich in ihre Kisten

packen und in die Busse tragen.

Gemeinsames Aufräumen ist auch

ein äußerst wichtiger Teil des

Therapie-Kletterns – und für das

wahre Leben „da draußen“. js

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mai / juni 2017 | 19


Einzigartige Fischzucht am Forggensee

Die mit den Huchen tanzt

Mangmühle | Torpedoartig, hinterrücks

und aus der Tiefe heraus pirschen

sich die gierigen Huchen an

ihre Beute heran. Sekunden später

zappeln die hilflos davonschwimmenden

Regenbogenforellen auch

schon in ihrem flachen Maul und

haben keine Chance, sich wieder

zu befreien. Ein grausamer Überlebenskampf,

der sich in diesem

glasklaren Wasser abspielt. Aber

auch ein natürlicher. Genau dafür

steht die bayernweit einzigartige

Huchenzucht von Helga Heiserer.

Vor 50 Jahren hat ihr inzwischen

verstorbener Vater damit angefangen.

Erst mit Zuchtbecken direkt

am Lech in Prem, wo auch sein

Sägewerk stand. Später kaufte

der ehemalige Unternehmer eine

größere Fläche am nordwestlichen

Zipfel des Forggensees, genannt

Mangmühle. Dort betreibt

das sehr zeit- und kostenintensive

Hobby nun Tochter Helga Heiserer,

die hellauf begeistert ist von ihrem

Lieblingsfisch „mit wirklich außergewöhnlichen

Charakterzügen“.

Der Huchen gilt als der Süßwasser-Raubfisch

schlechthin. Er ist

intelligent, neugierig, muskulös,

aber auch sehr sensibel. Optik,

Jagd- und Fressverhalten erinnern

stark an den weißen Hai. Außerdem

dient der Huchen als idealer

Indikator für optimale Wasserqualität.

Fühlt er sich pudelwohl, ist

das kalte Nass sowie das Leben

darin im natürlichen Gleichgewicht.

Wie einst der Lech, der ursprünglich

als idealer Lebensraum

für den Huchen galt. Doch seit Errichtung

zahlreicher Staumauern

wird das natürliche Laichverhalten,

wofür der Huchen in der Regel

viele Kilometer flussaufwärts

Perfektes Fischzucht-Areal: h Hier in Mangmühle bei i Roßhaupten wird

der artenbedrohte Huchen gezüchtet.

schwimmt, nachhaltig gestört.

Allein deshalb ist die Huchenzucht

eine große Herausforderung – der

Helga Heiserer mit einer idealen

Anlage optimal gerecht wird.

Trinkwasserquelle

versorgt 14 Zuchtbecken

Das zehn Hektar große (nur die

Wasserfläche) Areal umfasst 14

Weiher, die allesamt mit zwei

kiesigen Wasserstraßen verbunden

sind. Für ununterbrochene

Frischwasserzufuhr sorgt eine

Trinkwasserquelle oberhalb des

leicht abfallenden Geländes. „Das

Wichtigste für die Zucht, weil der

Huchen sehr viel Sauerstoffgehalt

braucht“, sagt Heiserer, die das

majestätische Tier mit insgesamt

acht Flossen zumeist im Sprudel

schwimmen sieht.

Gefüttert werden die bis zu eineinhalb

Meter langen Exemplare

lediglich drei bis vier Mal im Jahr.

Dafür auf ganz besondere Art.

Es gibt ausschließlich lebendige

Futterfische, hauptsächlich Weißfische,

die ebenso aus eigener

Zucht stammen. Rund eine Tonne

werden davon auf einmal in die

Becken gekippt. Heißt: Dem Huchen

wird das Fressen nicht auf

dem Teller serviert, er muss darum

kämpfen, auf die Jagd gehen.

Regenbogenforellen füttert Heiserer

übrigens nur an ganz besonderen

Tagen, als Zuckerl.

Unter anderem nach erfolgreichem

Abstreifen, das immer im

März oder April erfolgt, wenn die

Süßwasser-Haie bereit zur Paarung

sind. Und die geht so: Männchen

und Weibchen ziehen in

trauter Zweisamkeit die kiesigen,

strömungsstarken Wasserstraßen

hinauf. Oben angekommen, sind

sie reif zur Abgabe der Eier. Jetzt

kommt Helga Heiserer mit ihren

Helfern ins Spiel, die unmittelbar

vor dem natürlichen Laichvorgang

die Fische sorgfältig aus dem Wasser

nehmen und abstreifen. Der

Rogen (Eier) bzw. die Milch (Samen)

werden jetzt in ein spezielles

Glas gegeben. Die Befruchtung

der Eier erfolgt letztlich extern.

Hauseigener

Fischverkauf

Aktuell sind die meisten Huchen

von Helga Heiserer vier Jahre und

älter, haben das Abstreifen also

schon des Öfteren mitgemacht.

Insbesondere der Chef im Becken,

der mit seinen 30 Lenzen zwar

nicht mehr der schnellste, dafür

der mit Abstand größte Jäger ist.

Und bald auf der Speisekarte landet?

Das bringe ich nicht übers

Herz“, sagt Helga Heiserer, die

sehr an ihren Huchen hängt, diese

ausschließlich über Besatz, nicht

über die Pfanne verkaufen möchte.

Fakt ist: Um die Zucht in dieser

Größenordnung und auf diesem

natürlichen Niveau zu halten,

muss Geld in die Kasse.

Schon seit längerem werden einmal

die Woche Fische an einen

kleinen Laden in Roßhaupten

verkauft. Inzwischen aber auch

direkt am Hof in Mangmühle. Ein

bis zwei Mal die Woche. „Je nachdem,

wie groß die Nachfrage sein

wird“, sagt Helga Heiserer. Ob

zwei Tage für diese edlen Zuchtfische

tatsächlich ausreichen? Eine

nagelneue Verkaufshütte aus Holz

steht bereits. Das große Zuchtbecken

direkt vor dem Wohnhaus,

20 | der altlandkreis


näher bringen – mit Führungen

für Schulklassen. Kinder werden

an diesem idyllischen Fleckerl definitiv

aus dem Häuschen sein, vor

allem beim Entdecken der vielen

anderen Tiere, die sich auf diesem

hügeligen Gelände mit Seeblick

tummeln.

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Entscheidender Moment ist das

Abstreifen, wofür die Fische aus

dem Wasser genommen werden.

an dem auch ein Wanderweg

hinunter zum Forggensee vorbeiführt,

wird umgestaltet in ein regelrechtes

Fisch-Erlebnisbecken.

Außerdem möchte die Züchterin

dieses außergewöhnliche Hobby

auch den Kleinsten der Region

Schutz vor Kormoran

und Reiher

Neben Wollsäuen und Gänsen

sticht eine große Herde Bergschafe

ins Auge, die gemeinsam mit

zwei Eseln das Gras um die Gewässer

kurz hält. „Unsere Rasenmäher“,

sagt Heiserer, die mit ein

paar Mini-Hochlandrindern ihren

Traum des „Farmer-Prinzips“ endgültig

erfüllen möchte.

Im Zentrum ihrer Leidenschaft

bleibt allerdings der Huchen, der

im Süßwasser, sofern die Wasserqualität

stimmt, die unangefochtene

Nummer eins ist. Feinde

hat er ausschließlich von außen

und oben kommende. Neben dem

Angler besonders unangenehm:

Kormoran und Fischreiher, die den

kräftigen Fisch lediglich anpicken,

dadurch verletzen und oft krank

machen. Deshalb sind alle Zuchtbecken

für Huchen mit Gitter oder

Schnüren überspannt – das einzig

Unnatürliche an der Huchenzucht

von Helga Heiserer.

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mai / juni 2017 | 21

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ALLERLEI IM ALTLANDKREIS I

Schwungvoll

in den Frühsommer

Böllerschützentreffen zum

140-Jährigen

Baustellenfete, Oldtimer-Treffen

und Platzschießen

„Es grünt so grün“ – Aktionstag des Netzwerks Gartenwinkel-Pfaffenwinkel

Altlandkreis | Mit einem grünen Paukenschlag

starten die Teilnehmer des Netzwerks Gartenwinkel-Pfaffenwinkel

in das Gartenjahr. Für alle

Gartenfreunde steht damit der erste Aktionstag in

diesem Jahr mit offenen Gärten in der Region auf

Lechbruck | Zwei Feste auf einen Streich

feiert Ende Mai der Schützenverein Lechbruck.

Zum einen sein 140-jähriges Bestehen.

Zum anderen 25 Jahre Böllerschützen.

Jubiläumsauftakt ist am Freitag, 26. Mai,

wenn um 19.30 Uhr die Böllerschützen ins

Festzelt neben dem Lechbrucker V-Markt

(Richtung Roßhaupten) einmarschieren –

und ab 20 Uhr „Blech und Schwefel“ für

musikalische Stimmung sorgt. Ein moderner

Abend mit der Partyband „Herz-Ass“

steigt am Samstagabend, 27. Mai, um 20

Uhr. Der Festsonntag, 28. Mai, gestaltet

sich mit Kirchenzug (9 Uhr) vom Festzelt,

Gottesdienst in der örtlichen Pfarrkirche

(9.30 Uhr), Frühschoppen im Festzelt (13

Uhr), Festzug durchs Dorf (13 Uhr)

und anschließendem Platzjschießen

ganz klassisch.

Urspring | Mit 38 Mitgliedern zählt der Böllerschützenverein

Urspring zu den größten in ganz Bayern.

Gegründet wurde er vor 20 Jahren. Anlässlich dieses

Jubiläums sind alle Interessierten am Sonntag, 18.

Juni, zum großen Festtag mit Weckruf (6 Uhr), Kirchenzug

(9 Uhr), Feldmesse (9.30 Uhr), Mittagessen,

Platzschießen (15 Uhr), Kaffee und Kuchen sowie Ausklang

ins große Festzelt eingeladen, das am südlichen

Ortseingang aufgebaut wird – und zwar schon einige

Tage vorher. Schließlich steigt bereits am Mittwoch,

14. Juni, um 21 Uhr die legendäre Baustellenfete unter

dem Motto „Baggern, Rohr verlegen, Zuschütten“.

Und am Samstag, 17. Juni, werden im Rahmen eines

Oldtimer-Treffens historische Fahrzeuge und Maschinen

aller Art ausgestellt. Auch Rundfahrten sowie

Vorführungen mit alten Feuerwehrautos stehen auf

dem Programm, ehe um 20 Uhr ein klassi-

scher Festabend mit den Schönegger musikanten beginnt.

Almjs

dem Programm. Am Sonntag, den 21. Mai 2017,

öffnen von 13 bis 18 Uhr zahlreiche Mitglieder ihre

Gartenpforten zum Thema „Es grünt so grün“.

Spezielle Führungen durch die Gärten bieten zu

dieser Jahreszeit die ideale Möglichkeit um neue

Ideen für den eigenen Garten mitzunehmen. Die

Besucher erhalten dabei praktische Tipps aus erster

grüner Hand. Für den Gaumen gibt es in einigen

Gärten Kaffee und Kuchen oder erfrischende

Getränke.

Auf der Seite www.gartenwinkel-pfaffenwinkel.de

affenwinkel.de

finden Interessierte im Internet die komplette

Liste der teilnehmenden Gärten

mit ihren speziellen Angeboten.

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22 | der altlandkreis


„Trotzdem“ mit BR-Kabarettist

Christian Springer

Herzogsägmühle | Der aus Funk und Fernsehen

bekannte Christian Springer, unter anderem

fester Bestandteil der BR-Sendung „Schlachthof“,

kommt am Freitag, 5. Mai, nach Herzogsägmühle.

Im Rahmen der 32. Kulturtage

spielt der Kabarettist sein aktuelles Programm

„Trotzdem“ – ein satirischer Mut-Macher, der

leichtfüßig Sinn und Unsinn skurriler politischer

Geschichten miteinander verknüpft. Vorverkaufskarten

(14 Euro, ermäßigt 7 Euro) gibt

es im WerkstattLaden und MühlenMarkt in

Herzogsägmühle, im MühlenMarkt in Schongau

sowie bei Schreibwaren Seitz in Peiting. Die

Vorstellung beginnt um 19.30 Uhr im Rainer-

Endisch-Saal, der sich im Kappellenfeld in Herzogsägmühle

befindet.

js

Kreativmarkt in Bernbeuren

Bernbeuren | Zum Schauen, Kaufen und Genießen:

Der Kreativmarkt in Bernbeuren findet

am Sonntag, 11. Juni, von 10 bis 17 Uhr auf dem

Marienplatz statt. Wie schon in den letzten Jahren

ist er Anziehungspunkt für Kreative aus der

Region und die zahlreichen Besucher. An den

Ständen können besondere kunsthandwerkliche

Gegenstände bewundert und gekauft werden.

Ein spannendes Spiel- und Mitmachprogramm

für Kinder wird von der Landjugend Bernbeuren

angeboten. Selbstverständlich ist auch für das

leibliche Wohl gesorgt.

Der Tourismusverein Bernbeuren richtet den

Kreativmarkt zum vierten Mal aus und freut sich

auf viele Interessierte. Informationen gibt es

auch auf der Facebook-Seite der Ge-

meinde Bernbeuren oder per E-Mail

unter info@bernbeuren.de.

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Vorhang auf! Musiktalente entdecken

Schongau | Am Muttertag, Sonntag 14. Mai, veranstaltet der Lions-

Club Schongau-Pfaffenwinkel zum vierten Mal ein Matinée-Konzert

zugunsten der Musikschule Pfaffenwinkel e.V. – Beginn ist um 11 Uhr.

Der Club knüpft damit an eine langjährige Tradition in der Förderung

junger Musiker an. Überaus talentierte Musikerinnen und Musiker

im Alter von sechs bis zwanzig Jahren aus dem Altlandkreis stehen

jetzt im Mittelpunkt und präsentieren sich im Ballenhaus Schongau

einem breiten Publikum. Die künstlerische Leitung und Moderation

übernimmt der Leiter der Musikschule, Karl Höldrich. Der Lions-Club

Schongau-Pfaffenwinkel unterstützt damit Schüler der Musikschule

und trägt zum Erhalt der Einrichtung bei. Die Talente werden

auch über die nächsten Jahre begleitet – den einen oder anderen

vielleicht bis hin ins professionelle

Musikgeschäft. Der Lions-Club freut

sich, mit der Organisation einen

kleinen finanziellen Beitrag

für die Ausbildung ung

beizusteuern.

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mai / juni 2017 | 23


Marienkäfer e.V. – Begleitung bei Verlusterfahrungen

Jugendlichen und Kindern

Trauer ermöglichen

Aidenried/Pähl I Wo Marienkäfer

sind, da ist auch Glück. Man sagt

ihnen Nützlichkeit nach, sie seien

ein Geschenk der heiligen Maria.

Deren Tugenden, darunter Besonnenheit,

Tapferkeit und Mut,

Glaube, Hoffnung und – natürlich

auch Liebe – assoziiert man mit

diesem beliebten Krabbeltier. Marienkäfer

nennt sich ebenfalls ein

ehrenamtlicher Verein mit Sitz in

Aidenried, der es sich zur Aufgabe

gemacht hat, Kindern und Jugendlichen,

jungen Erwachsenen

und deren Angehörigen begleitend,

beratend und unterstützend

zu helfen, wenn ein Elternteil oder

beide Eltern von einer schweren

Krankheit betroffen sind, im Koma

liegen, an einer zum Tode führenden

Krankheit leiden, aber auch

durch Unfall, Suizid oder andere

unnatürliche Umstände verstorben

sind.

All diese Aufgabenbereiche des

ehrenamtlichen Vereins sind erst

einmal harter Tobak. Hat die Gesellschaft

in heutiger Zeit den

natürlichen Umgang mit dem

Sterben, dem Tod allgemein fast

verlernt – oder zumindest gut

verdrängt, trifft die Erfahrung des

Sterbens engster Bezugspersonen

gerade Kinder und Jugendliche

vollkommen ungefiltert. Dem Tod

Worte, ein Gesicht, überhaupt

eine bezwingbare Größe zu geben,

ist eines der Anliegen, dem

sich der Verein widmet. Hinter

Marienkäfer e.V. steht Gründerin

und zweite Vorsitzende Gudrun

Huber. Jahrelange Erfahrung

als ausgebildete Erwachsenentrauerbegleiterin

und klinische

Tanathologin (Verstorbenenversorgung)

hat sie 2007 dazu bewogen,

eine eigene Akademie zu

gründen mit dem Auftrag, eine

veränderte Einstellung zum Tod

in der Gesellschaft zu etablieren.

Besonders der Umgang mit Kindern

zum Thema Sterben bleibt

auf der Strecke, konnte Gudrun

Huber erkennen. Seit zehn Jahren

bildet sie nun Menschen auf diesem

Gebiet in ihrer Akademie am

Fuße des Ammersees aus. Zu ihr

kommen Hospizbegleiter, Pädagogen

und Erzieher; dass sich etwas

tut auf diesem Gebiet, belegen

Buchungszahlen. „Als ich meinen

ersten Kurs angeboten habe, kamen

drei Personen“, erinnert sich

Huber. Zwischenzeitlich bietet sie

24 | der altlandkreis


egelmäßig zweimal im Jahr das

Curriculum Trauerbegleitung an –

Tendenz steigend.

Mehr als Motivation

und warme Worte

Und auch der über die Akademie

gegründete Verein wächst. Mittlerweile

kann sie auf ein Netzwerk

von 15 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen

(„der Umgang mit

dem Tod ist nach wie vor ein eher

weibliches Thema“) zugreifen, die

allesamt im Bereich Kindertrauerbegleitung

von ihr in über 300

Unterrichtseinheiten ausgebildet

wurden. Darüber hinaus haben

alle ihrer Helferinnen weitere

Ausbildungen im Bereich psychologischer

Beratung, Paartherapie,

Sozialberatung oder Psychotherapie

vorzuweisen. Trauerbegleitung

ist ein Respekt einflößendes Aufgabenfeld,

und wenn es sich vorrangig

um Kinder handelt, braucht

es dazu mehr als warme Worte,

Trost und Motivation. Kontakt zu

betroffenen Familien bekommt

Marienkäfer e.V. über Palliativstationen

der Krankenhäuser, über

Jugendämter oder Hospize. „Es ist

grausam für sterbende Eltern, ihre

Kinder zurücklassen zu müssen“,

sagt Gudrun Huber. Umso mehr

ist eine begleitende Unterstützung

eine Hilfestellung für beide Seiten,

die verbleibende Zeit so störungsfrei

wie möglich miteinander erleben

zu können. „Fragen Sie eine

Fünfjährige, wo die verstorbene

Mama nun ist, dann hören sie

eine Geschichte voller Fantasie

und Emotionen“, erzählt Gudrun

Huber. Bei Jugendlichen sehe das

ganz anders aus. Sie versuchen

oft verzweifelt, die Alltagsstruktur

aufrecht zu erhalten, wenn sie die

Mutter oder den Vater in Trauer

erleben. Sie wollen trösten, sie

aus dieser Trauer herausholen.

Das kostet Kindern und Jugendlichen

immense Kraft. In diesen

Situationen unterstützend zur Seite

stehen zu können, macht Gudrun

Huber froh. Denn gesprochen

werden muss nun einmal über

den Tod. „Die Kinder einen Tag

vorher zu informieren, kann fatale

Folgen haben“, sagt sie. „Gerade

das Abschiednehmen ist eine Ressource,

die Kindern später Kraft

geben kann.“

Gudrun Huber führt die Erstgespräche

mit den betroffenen Eltern.

Dann entscheidet sie, welcher

Helfer zum Umfeld passt, wie

die Begleitung aussehen könnte

und was die Familien überhaupt

zur Bewältigung brauchen. „Nicht

alle Jugendlichen wollen die Begleitung

jede Woche sehen“, erklärt

Gudrun Huber. Die Kinder

entscheiden selbst; sie sollen da

sein, wenn die Marienkäfer-Mitarbeiter

kommen, müssen aber

nicht bleiben. Ist ein Kontakt zur

Familie hergestellt, werden regelmäßige

Besuche besprochen.

Sie dienen als vertrauensbildende

Maßnahme, da wird gemeinsam

gebastelt und gemalt, werden

Spiele oder Sport gemacht und

hinaus ins Freie gegangen. Auch

die Eltern profitieren von der Situation;

haben sie selbst Angst, fällt

das bei Kindern sofort auf fruchtbaren

Boden. Ein Aussprechen

ist für Kinder Entlastung und hilft

ihnen, besser mit allem umgehen

zu können.

Natürliche Integration

des Todes in den Alltag

Gudrun Huber kann erschütternde

Fallbeispiele nennen. Wenn plötzlich

der Ernährer wegfällt, eine

Mutter in der Schwangerschaft

aufgrund einer Depression

Suizid begeht,

Kinder betroffener Eltern

plötzlich selbst unheilbar

krank werden, dann zeigt

sich die Realität in harten

Bildern. Eine natürliche

Integration des Todes

kann dennoch möglich

sein. Kinder sind von Natur

aus lebensbejahende

Wesen. So bleibt der Verein auch

mit Familien über längeren Zeitraum

in Kontakt, da Kinder und

Jugendliche bei der Trauerarbeit

durch unterschiedliche Entwicklungsstufen

gehen. „Jetzt ist vielleicht

eine Stabilität zu erkennen“,

fasst Huber zusammen, „doch

wenn ein neuer Schub kommt,

sind wir wieder da.“

Helfen kann Kindern bei der

Trauerbewältigung eine Erinnerungsarbeit.

Die Vereinsmitarbeiter

erstellen gemeinsam mit

ihnen Fotoalben und -bücher

oder helfen bei der Errichtung

einer Erinnerungsecke im eigenen

Zimmer. „Wir basteln Karten

mit Ressourcen, auf die Kinder im

Notfall zugreifen können“, erzählt

Gudrun Huber. An einer bunten

Schnur im Zimmer aufgehängt,

sind darauf einfach umzusetzende

Vorschläge zu finden. Vielleicht

ein Pferd, wenn das Kind gerne

reiten geht, die Oma oder Malstifte

sind darauf abgebildet. Zusätzlich

unterstützt der Verein auch

finanziell, wenn besondere Umstände

das erfordern. Da wird einer

verwitweten Mutter das Heizöl

bezahlt, wird einem mittlerweile

selbst tödlich erkrankten Jungen,

der frisch seinen Vater verlor, eine

Ballonfahrt ermöglicht. Für all das

werden Spenden benötigt; auch

die Fahrkostenerstattung und die

Organisationsarbeit des Vereins

werden damit beglichen. Jüngst

konnte einem traumatisierten

Kind geholfen werden. Marienkäfer

e.V. übernahm die Kosten für

eine Reittherapie.

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> > > INFORMATIONN

Marienkäfer e.V.

Gudrun Huber, Hohe Rainäckerstr. 15,

82396 Aidenried/Pähl,

Telefon: 08808 / 9247595,

E-Mail: kontakt@marien-kaefer.org

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Unterstützung, Begleitung in allen Lebenslagen

mai / juni 2017 | 25


Lebenshilfe Polling erweitert Wohnangebote

Mehr Raum, mehr Möglichkeiten

und mehr Freiheit

Die Bestandbauten t der Lebenshilfe Polling werden im Zuge des Neubaus saniert und modernisiert. i Auch hier

dürfen die Bewohner, so etwa bei der Wahl der Neugestaltung der Böden, mitentscheiden.

Polling | Die Pläne sind gezeichnet,

die Baugenehmigung steht – Ende

Juni bis Anfang Juli dieses Jahres

wird der erste Spatenstich folgen:

In der Pollinger Obermühlstraße,

in unmittelbarer Nachbarschaft

zu den Oberland Werkstätten, erweitert

die Lebenshilfe Polling ihr

Wohnangebot für Menschen mit

geistiger und körperlicher Behinderung.

Drei Gebäude werden

dann zu den bereits bestehenden

Häusern hinzukommen und damit

mehr Raum und Möglichkeiten für

die Bewohner schaffen. Rund 2,6

Millionen Euro werden dafür investiert.

Die Bestandbauten der Lebenshilfe

Polling bilden derzeit das Zuhause

von 46 Bewohnern in einer Altersstruktur

zwischen Anfang 30 und

78 Jahren. Vor über 25 Jahren erbaut,

gäbe es nach heutiger Sicht

allein in Sachen Barrierefreiheit

einiges an gesetzlichen Auflagen

zu erfüllen, was jedoch aufgrund

der örtlichen Begebenheiten nicht

ohne größeren Aufwand zu bewältigen

wäre. „Es gibt ganz klare

Auflagen, die das Pflege- und

Wohnqualitätsgesetz vorgibt“,

so Thomas Gania, geschäftsführender

Wohnstättenleiter bei der

Lebenshilfe Polling, und erklärt

damit die Beweggründe, warum

man sich für den Neubau von drei

weiteren Wohngebäuden entschlossen

habe. Eine weitere Motivation

ist natürlich die Schaffung

von mehr Raum. So steht derzeit

für die Seniorenbetreuung kein

fester Raum zur Verfügung, und

manche Wohnbereiche sind noch

mit Doppelzimmern ausgestattet,

um allen Bewohnern Platz

zu bieten. Was Kostenträger vor

25 Jahren noch befürworteten,

erfüllt heute nicht mehr die konzeptionellen

Kriterien, die Einrichtungen

wie die Lebenshilfe ihren

Bewohnern garantieren möchten.

Doppelzimmer gehören da längst

nicht mehr dazu.

Selbstbestimmter

Lebensabend

Dank der Neubauten können sogar

zwei Wohnplätze zusätzlich

angeboten werden, denn die

Warteliste der Bedürftigen ist

lang, wie Thomas Gania bestätigt.

Derzeit stehen 17 Personen in der

„Warteschleife“, die sich für das

ausgereifte Wohnkonzept der Lebenshilfe,

das attraktive Wohnsituationen

in überschaubaren Einheiten

ermöglicht, interessieren.

Denn wer hier ein Zimmer innehat,

kann bleiben. Neun Senioren

gehören zur Bewohnerschaft, die

längst ihren Lebensabend jenseits

des Arbeitsalltags in den Oberland

Werkstätten beschritten haben.

26 | der altlandkreis


Die neue Wohnanlage wird über drei Häuser verfügen, die miteinander verbunden sein werden. Alle Zimmer

haben dann, neben Balkon oder Terrasse, auch einen Sanitärbereich und teilweise Kochzeilen.

(Grafik: Architekturbüro Fussenegger, Bad Kohlgrub)

Seit Juni 2014 bietet die Lebenshilfe

Polling auch Tagesbetreuung

für Senioren an. Ein fester Raum

wird natürlich auch hier mehr individuelle

Freiheiten ermöglichen.

Im Architekturbüro Fussenegger

mit Sitz in Bad Kohlgrub hat

man einen versierten Partner

gefunden, der passgenau die Anforderungen,

die Menschen mit

körperlichen und geistigen Behinderungen

ans Wohnen stellen,

erfüllen kann. Alle neu geschaffenen

Zimmer werden Rollstuhlfahrer

geeignet, von Schwellen

und Barrieren befreit sein. Dabei

können die Bewohner selbst individuell

nach ihren Bedürfnissen

und Vorlieben ihre Räumlichkeiten,

die alle dann auch über

Sanitärbereich, Terrasse oder

Balkon verfügen, mitgestalten.

Acht Plätze für ambulantes Wohnen

wird Haus 1 bieten; darunter

versteht man einen Beeinträchtigungsgrad,

der dem Betroffenen

ermöglicht, selbst noch relativ viel

des eigenen Tagesablaufes autark

bewältigen zu können. Im Erdgeschoss

von Haus 2 wird die Tagesbetreuung

der Senioren ihren

festen Raum erhalten. „Sie freuen

sich schon sehr darauf“, sagt Thomas

Gania und ergänzt, dass alle

Bewohner schon relativ früh nach

Planung über alles informiert

worden waren. „Natürlich haben

alle mitbekommen, dass sich etwas

verändern wird“, erzählt er.

Die Aufregung unter ihnen ist verständlicherweise

groß. Was wird

sich ändern am Vertrauten, was

kommt auf den Einzelnen Neues

zu? „Das gehört für uns mit zum

Grundsatzprogramm, dass die

Bewohner auch hier in die Planungsverläufe

mit eingebunden

werden“, berichtet der Wohnstättenleiter.

Externer Wohnraum zur

Anmiete gesucht

Im ersten Obergeschoss von Haus

2 wird eine Wohngruppe für sechs

Personen entstehen, die höheren

Betreuungs- und Pflegeaufwand

benötigen. Auch hier werden die

Bewohner weitestgehend mit in

den Tagesablauf eingebunden;

man kocht gemeinsam, sorgt gemeinsam

für einen geregelten Ablauf.

Deren Zimmer werden sich

über einen Flur mit Haus 3 verbinden,

die allesamt Apartment-

Charakter haben. Schließlich wird

das dritte Gebäude Wohnraum

für kleine Gruppen bieten, die in

einer Art Wohngemeinschaft und

unterstützt durch intensive Betreuung

zusammenleben. Teile

der Bestandbauten werden dennoch

modernisiert, so weit das

technisch möglich ist. Etwa 12 bis

15 Monate Bauzeit sind eingeplant,

dann hofft Thomas Gania,

vielleicht eine „Punktlandung“

vollziehen zu können und zeitgleich

zum Tag der offenen Tür der

Oberland Werkstätten im September

2018 auch die neuen Häuser

öffnen zu können.

Die Lebenshilfe gibt es nicht nur in

Polling, sondern deutschlandweit.

Im Rahmen von Inklusion sieht

die Lebenshilfe ihren Sozialauftrag

jedoch primär nicht nur in der

Schaffung von Wohneinheiten für

Beeinträchtigte. Inklusion bedeutet

eben auch ein Hineingehen in

die Gesellschaft, eine Vermischung

beider Bereiche als etwas ganz

Natürliches. Aus diesem Grund ist

die Lebenshilfe Polling auch immer

auf der Suche nach externem

Wohnraum zur Anmiete, um den

großen Bedarf an behindertengerechtem

Wohnen nachkommen

zu können. Idealerweise im Großraum

Weilheim und damit im Einzugsgebiet

zu den Oberland Werkstätten

sollten sich diese befinden,

und Wohnraum für vier bis sechs

Personen bieten. „Das entspringt

auch dem Bedarfswunsch einiger

unserer Bewohner“, erklärt

Thomas Gania. „Sie möchten dort

leben, wo das Leben stattfindet!“

Natürlich werden auch diese Bewohner

weiter von der Lebenshilfe

Polling unterstützt und begleitet

– ein steigender Bedarf ist erkennbar.

Als weiteres Angebot bietet

die Lebenshilfe Unterstützung für

Beeinträchtigte, die bereits in eigenen

Wohnungen leben, sich

dennoch Begleitung ihres Alltags

wünschen.

Interessierte finden Ansprechpartner

und Hintergrundinfos dazu

auf der Homepage der Lebenshilfe

Polling unter www.lebenshilfeweilheim-schongau.de

rp

mai / juni 2017 | 27


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Wetterkapriolen im Frühjahr

Dafür stehen

die vier „Eisheiligen“

Hohenpeißenberg | Angefangen

vom Pankratius am 12. Mai, folgen

im Kalender die Namenstage

Servatius, Bonifatius und Sophia

von Rom (15. Mai), die im Volksmund

als die „drei Eisheiligen“

sowie die „kalt’ Sofie“ bekannt

sind. „Aberglaube ist das sicher

nicht“, stellt der Diplom-Meteorologe

Ulf Köhler vom Observatorium

Hohenpeißenberg fest, „aber

man sollte es nicht an diesen vier

Tagen festmachen“.

Die vier Heiligen werden in unserer

Region relativ wenig verehrt, in

Fischen am Ammersee gibt es eine

St. Pankratius Kirche und vom Heiligen

Bonifaz ist eigentlich nur die

Abtei in München bekannt, zu der

auch das Kloster Andechs gehört.

Pankraz, Servaz, Bonifaz

machen erst dem Sommer Platz

Mamertus, der auf den 11. Mai datiert

ist. Das begründet Ulf Köhler

vom Meteorologischen Observatorium

Hohenpeißenberg mit der

Tatsache, dass die Kaltfronten von

Tiefdruckgebieten immer von Norden

kommen und dort einen Tag

früher auftreten.

Pankrazi, Servazi & Bonifazi

sind drei frostige Bazi,

und zum Schluss fehlt nie

die kalte Sophie

Doch so genau möchte der Meteorologe

den für das Frühjahr

typischen Kälteeinbruch nicht an

einem Datum fixieren. Im Mai

erwärmt sich das Festland zusehends,

es entstehen aber immer

wieder kalte Luftströmungen

aus den Polargebieten, die auch

zu Nachtfrösten führen können.

Landwirte, die ihre Saat ausbringen

oder Gartler, deren Gemüse

keinen Frost verträgt, achten natürlich

auf das Wetter und warten

den typischen Mai-Frost ab.

Vor Nachtfrost Du nie sicher

bist, bis Sophie vorüber ist

Auf dem Hohen Peißenberg werden

seit dem Jahr 1781 täglich die

Temperaturen aufgeschrieben, sodass

man in dieser ältesten Bergwetterstation

der Welt einen sehr

guten Vergleich hat.

Betrachtet man die Temperaturkurve

des Tagesmittelwertes in

diesen 235 Jahren, so ist von den

Eisheiligen eigentlich nichts zu


















28 | der altlandkreis

Viele der Bauernregeln sind schon

im frühen Mittelalter entstanden,

als noch der julianische Kalender

galt. Bei der gregorianischen Kalenderreform

im Jahre 1582 sind

die Gedenktage der vier Heiligen

um etwa eine Woche früher angesetzt

worden. Man darf also den

Kälteeinbruch nicht genau vom

12. bis 15. Mai erwarten, sondern

muss den Zeitraum von Mitte bis

Ende Mai ausgeweitet betrachten.

Mamertus, Pankratius,

Servatius, die bringen Kält’

oft und Verdruß

In Norddeutschland beginnen die

Eisheiligen einen Tag früher mit

Diplom-Meteorologe Ulf Köhler vom

Observatorium Hohenpeißenberg erklärt

die Wetterphänomene um die Eisheiligen.


wenn sich in dem Zeitraum Ende

Juni/Anfang Juli eine stabile Wetterlage

einstellt, kann sich das

über Wochen fortsetzen.“

Wenn die Siebenschläfer

Regen kochen, so

regnet’s sieben Wochen

Doch in den letzten 20 Jahren gehen

die Temperaturen durch den

Klimawandel kontinuierlich nach

oben. „Wir stellen in den vergangenen

Jahren einen Rekord nach

dem anderen fest“, verdeutlicht es

Ulf Köhler. Dadurch werden auch

die Minusgrade im Mai immer

weniger, so dass man davon ausgehen

kann, dass die Eisheiligen

in Zukunft nur noch alle paar Jahre

auftreten oder irgendwann ganz

verschwinden.

rg

erkennen. Erst der Blick auf die

Grafik des absoluten Tagesminimum,

also die niedrigste gemessene

Temperatur für jeden Tag in

diesen 235 Jahren, lässt mit bis zu

minus sieben Grad Mitte Mai auf

die Eisheiligen schließen. Ein Kälteeinbruch

im Mai ist also ein ganz

normales, regelmäßiges Wetterereignis.

Vor Bonifaz kein Sommer,

nach der Sophie kein Frost

In der Grafik mit den Tagesmittelwerten

deutlicher zu erkennen

ist die Schafskälte Mitte Juni und

zum Siebenschläfer stellt der Hohenpeißenberger

Wetterexperte

fest: „Man darf ihn ebenfalls nicht

auf den 27. Juni festmachen, aber

mai / juni 2017 | 29


Hypnose-Therapeut Peter Phillip Koss und seine Hypno-Active-Methode

„Hat nichts mit Esoterik zu tun“

Altlandkreis I In nur drei Stunden

zum Nichtraucher. Mit diesem Seminar

erlangte Peter Phillip Koss

bundesweite Bekanntheit. Der

Murnauer, geboren in Nordrhein-

Westfalen, aufgewachsen in Spanien

und Brasilien, tourt seit 25

Jahren als Hypnose-Therapeut

durch den deutschsprachigen

Raum. Im „altlandkreis“ spricht er

über diesen außergewöhnlichen

Beruf und verrät das Erfolgsrezept

von „Hypno-Active“.

Herr Koss, im Grunde dreht sich

bei Ihrer Arbeit alles ums Unterbewusstsein

des Menschen. Wie

würden Sie dieses „nicht Sicht- und

Greifbare" beschreiben?

Im Unterbewusstsein des Menschen

sind viele Erfahrungen abgespeichert,

die durch regelmäßige Wiederholungen

irgendwann zu festen

Mustern erstarren und schließlich

zur Gewohnheit werden. Klassisches

Beispiel: Die Zigarette nach

dem Essen. Oder Frustessen, das

sehr

schnell zu Übergewicht führt.

30 | der altlandkreis

Ihre Seminare zum Nichtraucher

und Abnehmen sind allseits bekannt.

Wie laufen die ab?

Hauptübung des Seminars ist das

Hinterlegen besprochener Inhalte.

Also zum Beispiel nicht mehr Rauchen

wollen, gezielt abnehmen

und schlank bleiben. Diese Vorsätze

müssen dann im Unterbewusstsein

gefestigt werden.

Innerhalb eines dreistündigen Seminars?

Ja. Die Teilnehmer gehen tatsächlich

rauchfrei aus dem Seminar.

Damit dieser Erfolg auch von Dauer

bleibt, bekommt jeder Teilnehmer

eine spezielle Therapie-CD

mit nach Hause, mit der er durch

das tägliche Üben die Vorsätze immer

weiter vertieft und festigt. Bei

den meisten Teilnehmern wurde

das Wunschziel nach nur 30 Tagen

dann erreicht.

Das gilt übrigens auch für das

Abnehm-Seminar, wobei da die

CD eine Woche länger angehört

t. wird.

Klingt beeindruckend. Wie fallen

die Rückmeldungen der Kurs-Teilnehmer

aus?

Da sehr viele Teilnehmer ihr Ziel

erreichen, kommen meistens auch

sehr positive Rückmeldungen auf

mich zu. Sollte ein Teilnehmer

das Nichtrauchen oder Abnehmen

nicht zufriedenstellend erreichen,

darf er jederzeit und kostenlos

an einem Wiederholungsseminar

teilnehmen. Wenn auch das

keinen Erfolg bringt, begleite ich

den Kunden so lange, bis er sein

Wunschziel erreicht hat.

Bei allem Erfolg. Es gibt auch einige

Bürger, die ihrer Therapie sehr

skeptisch gegenüberstehen, sie als

esoterisch bezeichnen. Wie argumentieren

Sie dagegen?

Ganz sachlich, weil moderne Hypnose

schlichtweg nichts mit Esoterik

zu tun hat. Zahnärzte arbeiten

mit Hypnose gegen Schmerzen,

Psychologen gegen Ängste. An der

Uniklinik in Regensburg werden

sogar Gehirnoperationen anstatt

mit Narkose in Hypnose durchgeführt.

Währenddessen kann sich

der Operateur mit dem Patienten

sogar unterhalten – wohl der beste

Beweis, dass Hypnose weit weg von

Esoterik ist.

Sie machen am 24. Juni Station im

Parkhotel Bad Bayersoien. Auf dem

Programm stehen nicht ihre zwei

Klassiker, das Nichtraucher- und

Abnehmprogramm. Sie laden dort

zu einem Intuitions-Seminar. Was

muss man sich darunter vorstellen?

Ich bezeichne Intuition als innere

Weisheit, als Bauchgefühl,

das jeder Mensch in sich trägt. In

meinem neuen Seminar geht es

darum, wie wir Intuition optimal

im Alltag einsetzen. Zum Beispiel,

um privat oder beruflich einfacher

die richtigen Entscheidungen zu

treffen.

Hört sich vielversprechend an. Wie

läuft das Intuitions-Seminar ab?

Bei diesem Seminar aktivieren

wir das innere Werkzeug der Intuition,

das sogenannte Bauchgefühl,

das von Natur aus in uns

angelegt ist, wir aber manchmal

aus verschiedenen Gründen nicht

optimal nutzen. Viele Menschen

sind sehr kopflastig erzogen. Speziell

wir Männer orientieren uns

meistens nur an Tatsachen und

wägen Fakten ab. Mittlerweile ist

aber bekannt, dass die besten Entscheidungen

immer dann getroffen

werden, wenn die Intuition mit

eingebunden wird.

Das funktioniert wie?

Im Grunde mit ähnlichen Methoden

wie beim Nichtraucher- oder

Abnehm-Seminar. Nur, dass ich

eben diesmal das Bewusstsein des

Bauchgefühls in die Köpfe der Leute

rufen möchte.

Sie betreuen auch Promis,

Sportler und Führungspersonen

aus der

Wirtschaft. Was haben

die für Ziele?

Da geht es oft um bessere

Konzentration,

optimale Arbeitseffizienz

oder gesunde

Leistungssteigerung.

Aber auch um das

Abbauen innerer Blockaden,

mehr Selbstbewusstsein

oder

Selbstliebe und höhere

Stressresistenz.

Auch das erreichen wir alles über

Hypno-Active, so heißt meine Hypnose-Therapie.

Allerdings nicht in

Gruppen wie bei den Seminaren,

sondern mittels Einzelcoaching,

das auch Ihre Leser jederzeit bei

mir buchen können.

Mehr als 50 000 Menschen haben

Sie inzwischen erfolgreich therapiert.

Was war ihr bislang größter

Erfolg?

Das ist echt schwer zu sagen.

Vielleicht der mit einem österreichischen

Unternehmer, dem ich

zuerst akute Kettenraucherei und

danach ein massives Alkoholproblem

abgewöhnen konnte. Und

dann gibt es noch einen Mann,

der durch mein Hypno-Active unglaubliche

53 Kilo abgenommen

hat, mittlerweile sogar Kampfsport

betreibt. Dabei kann ich mich noch

gut daran erinnern, wie er sagte:

„Früher habe ich es nicht mal geschafft,

alleine aus dem Sessel zu

kommen.“ Ich glaube schon, dass

ich das Leben dieses Mannes positiv

verändern konnte – das macht

mich ehrlicherweise auch stolz. js

> > > SEMINARE IN DER REGION

NICHTRAUCHER – 3-Stunden-Seminar

22. Mai, 18.30 Uhr Weilheim, Stadthalle

19. Juni, 18.30 Uhr Peiting, SparkassenSaal

WUNSCHGEWICHT leicht erreicht

23. Mai, 18.00 Uhr Weilheim, Stadthalle

20. Juni, 18.00 Uhr Peiting, SparkassenSaal

INTUITION denke nicht – spüre!

24. Juni, 15.00 Uhr Bad Bayersoien, Parkhotel

Weitere Infos auf www.hypno-active.com


mai / juni 2017 | 31


Musik im Pfaffenwinkel

Eröffnungskonzert der Saison 2017

Sonntag, 28. Mai 16.00 Uhr Basilika Benediktbeuern

Gabriel Fauré Requiem op.48

Johannes Brahms Symphonie Nr.2 D-Dur op.73

Weitere Konzerte: 02.07. und 16.07. Wieskirche, 23.07. Bibliotheksaal Polling

08.10. Mariae Himmelfahrt Schongau

Info: www.MusikimPfaffenwinkel.de

KOBE – neu im Weilheimer Landratsamt

Eigene Anlaufstelle

fürs Ehrenamt

Kartenvorverkauf: Musik im Pfaffenwinkel, Tel. 08861/2194138

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Weilheim | Jeder zweite Bayer engagiert

sich ehrenamtlich. Zudem

sind vier von insgesamt zwölf Millionen

Menschen im Freistaat an

Freiwilligen-Arbeit interessiert.

Warum diese keine passende

Stelle finden? „Es gibt, vor allem

in den Städten, inzwischen derart

viele Möglichkeiten, die meisten

Bürger wissen gar nicht, wo man

sich überall engagieren kann“,

sagt Utta Pollmeier. Andere wiederum

könnten sich nicht entscheiden,

hadern, wohin sie wohl

am besten passen. „Früher waren

es Feuerwehr, Trachtenverein, TSV

und Pfarrei, die Richtung des Engagements

war sozusagen

vorgegeben.“ Heute

gebe es in allen gesellschaftlichen

Bereichen

ehrenamtliche Tätigkeiten:

Senioren, Flüchtlinge,

Tiere, Natur, Bildung,

Religion, Kinder, Sport,

Brauchtum … Schier unendlich

ließe sich diese

Liste fortführen. Nicht

nur deshalb gibt es seit

Januar 2017 eine neue

Koordinierungsstelle für

Bürgerengagement, kurzgenannt

„KOBE“.

Die Anlaufstelle mit den

vier Buchstaben steht für

Beratung, Information und

Vernetzung ehrenamtlicher

Tätigkeiten im kompletten

Landkreis Weilheim-Schongau.

Alleinverantwortlich

für das

Projekt ist Sozialgeographin

Utta Pollmeier, 37,

geboren in München, seit drei

Jahren wohnhaft in Weilheim.

Montag- bis Donnerstagvormittag

sitzt sie in den Räumen des Landratsamtes

an der Stainhartstraße.

Sie beantwortet Fragen, sortiert

Anliegen und greift Ideen auf, um

das Ehrenamt in der Region weiter

zu stärken.

Man spricht von der

„Generation maybe“

Denn trotz dieser zufriedenstellenden

Statistik, wonach sechs

Millionen Bayern ehrenamtlich

tätig sind, stellt nicht nur die

Angebots-Vielfalt eine zunehmend

wachsende Hürde dar.

„Die Gesellschaft hat sich verändert“,

sagt Pollmeier. Sie spricht

von der „Generation maybe, die

sich alles offen halten möchte“. Vor

allem in Sachen Freizeitbeschäftigung.

Früher engagierten sich die

Leute vor Ort. Heute zücken viele

das Smartphone, suchen nach

Therme, Bike-Park, Festival oder

Travel & Work fernab der Heimat.

Zeit für Vereinsarbeit „Dahoam“

würde da für einige schnell zum

nervigen Übel. Eine weitere Baustelle:

die vom Arbeitgeber immer

mehr erforderliche Flexibilität und

Belastbarkeit im Beruf.

Ständige Erreichbarkeit,

Termine im

Ausland, Arbeitszeiten

bis in die Nacht – das

führt zu Stress, raubt

die Freizeit und macht

somit ehrenamtliches

Engagement unmöglich.

Wie sich das in

den Vereinen auswirkt?

„Die finden immer

weniger Leute insbesondere

für Bereiche

mit Verantwortung wie

Vorstandsvorsitzender,

Kassier oder Schriftführer.“

Durch die neue Anlaufstelle

erhofft sich Pollmeier,

einen Großteil

dieser ehrenamtlich

Interessierten für bestimmte

Aufgaben zu

begeistern. Das muss

natürlich keine Position

32 | der altlandkreis


im Vorstand sein. Der körperlich

geschwächten Nachbarin beim

Einkaufen helfen, Flüchtlingen

die deutsche Sprache lehren, die

Nachwuchsfußballer am Wochenende

zum Punktspiel fahren. „Da

ist für jeden das Richtige dabei.“

Neben der Vermittlung steht für

die Koordinatorin speziell in den

ersten Wochen und Monaten die

Vernetzung und Öffentlichkeitsarbeit

ganz oben auf der Prioritätenliste.

Fragebogen für

Bürger(meister)

Im Internet finden gemeinnützige

Organisationen einen Fragebogen,

den sie mit all ihren Wünschen

und Ideen ausfüllen und bei

der Koordinierungsstelle Bürgerengagement

einreichen dürfen.

Einen gesonderten Fragebogen

haben auch die insgesamt 34

Bürgermeister bei deren jüngster

Dienstbesprechung erhalten. Pollmeier

stellte sich den Stadt- und

Gemeindeoberhäuptern vor und

erhofft sich von ihnen umfangreiches

Feedback aus den einzelnen

Ortschaften. Denn eines ist klar:

„KOBE muss absolut bedarfsgerecht

und bürgernah sein.“

Ende 2017 bis Anfang 2018 möchte

Pollmeier das neue Aufgabengebiet

soweit aufgebaut haben, um

auch eigene Projekte in enger Zusammenarbeit

mit Organisationen

und Vereinen ins Leben zu rufen.

Das in sechs Bereiche gegliederte

Konzept steht bereits: Ehrenamtsprojekte,

Fortbildungen für

> > > INFORMATION

Erreichbarkeit der KOBE

Ehrenamtliche, Engagementbereite

Bürger sowie gemeinnützige

Einrichtungen informieren und

beraten, Öffentlichkeitsarbeit sowie

Vernetzung und Kooperation

mit den gemeinnützigen Organisationen

im kompletten Landkreis.

Nun besucht Pollmeier diverse

Schulungen, um künftig interessante

Vorträge für Vereine, in etwa

zu Themen wie Versicherungsschutz

oder Mitgliederverträge,

halten zu können. Außerdem

möchte sie eigene Ehrenamtsprojekte

ins Leben rufen. Einige

spannende Ideen hat sie bereits

aus anderen Gegenden aufgeschnappt,

die sicherlich sehr gut

in den Landkreis Weilheim-Schongau

passen. Zum Beispiel EDV-

Kurse von Schülern für Senioren.

Speziell solche Mehrgenerationen-Projekte

seien „eine geniale

Sache, um die Gesellschaft näher

zusammenzubringen“.

„Ehrenamt bringt

Freude und Freunde“

Das kennt Pollmeier auch aus eigener

ehrenamtlicher Erfahrung.

Sie engagiert sich im Elternbeirat

des Weilheimer Kinderhauses

St. Anna. Mai- oder Sommerfest,

Winterfeuer und Kerzengießen

organisieren oder im Frühjahr das

Hochbeet pflegen. „Da fällt wesentlich

mehr Arbeit an, als sich

viele vorstellen können.“ Warum

sie es neben Familie und Job trotzdem

macht? „Weil Ehrenamt Freude

und Freunde bringt – und das

ist unbezahlbar.“

js

Utta Pollmeier sitzt im Landratsamt Weilheim, Stainhartstraße 9 in

82362 Weilheim und ist von Montag bis Donnerstag vormittags erreichbar

unter der Telefonnummer 0881 / 681-1519 oder per E-Mail:

u.pollmeier@lra-wm.bayern.de.

Weitere Infos auf www.weilheim-schongau.de/ehrenamt.asp.

mai / juni 2017 | 33

20-jähriges Jubiläum bei

Malerbetrieb Rainer Riedl

Ihr Fachmann für sämtliche Malerarbeiten

im Innen- und Außenbereich

Altenstadt/Schwabsoien | Der

Malerbetrieb Rainer Riedl in Altenstadt

und inzwischen auch

in Schwabsoien steht seit 20

Jahren für qualitativ hochwertiges

Handwerk. Bereits

1991 besuchte Rainer Riedl die

Meisterschule in Freiburg im

Breisgau und schloss im Juni

1992 als jüngster Maler- und

Lackierermeister Deutschlands

ab. Am 1. Mai 1997 wagte er

sich in die Selbständigkeit und übernahm den


Abschluss als jüngster Maler- und

Lackierermeister Deutschlands

Schon damals gehörte zum Team der Geselle

Antonio Zurlo, der bis heute im Betrieb beschäftigt

ist. Kurz darauf unterstützte Rainer Riedls


fangs wurde noch in den gemieteten Räumlichkeiten

in der Wettersteinstraße in Altenstadt

gearbeitet, doch schon im Frühjahr 2001 bezog

die Firma die eigene Werkstatt Am Dumpf 3

im selben Ort. Ebenfalls 2001 wurde der erste

Auszubildende Stefan Heinrich eingestellt, der

3 Jahre später erfolgreich den Gesellenbrief bestand

und bis heute im

Team mitarbeitet. Um

im kaufmännischen Bereich

besser unterstützen

zu können, absolvierte Frau

Riedl 2002 eine Fortbildung zur

Betriebswirtin bei der Handwerkskammer.

Nach der Familienpause

für die Kinder Ramona,

Julia und Ludwig arbeitete


lerbetrieb. Auch die Ausbildung

von Fachkräften war dem Betrieb

weiterhin wichtig und

Das Team: v.l. Sina Haslinger, Stefan

im Jahr 2007 erreichte eine

Heinrich, Rainer Riedl, Antonio Zurlo

Auszubildende von Rainer

Riedl den Innungs- und Kammersieg. Aufgrund

des ständig wachsenden Betriebes und dessen

neue Anforderungen wurden die Räumlichkeiten

im vorhandenen Betriebsgebäude in Altenstadt

mehr und mehr beengt und so erwarb der

Malerbetrieb Rainer Riedl in Schwabsoien einen

Gewerbegrund und stellte darauf eine Werkhalle,

die seit Mitte 2015 bezogen ist. Seit September

2015 ergänzt Sina Haslinger als Auszubildende

die Belegschaft. Zum treuen Kundenkreis des

Malerbetriebs gehören hauptsächlich Privatkunden

sowie regionale Unternehmen wie z. B. Firma

Eirenschmalz.

Rainer Riedl und sein Team bedanken sich bei

allen Kunden für die 20-jährige Treue sowie für

das Vertrauen, das sie dem Betrieb entgegengebracht

haben und hoffen auf viele weitere

erfolgreiche Firmenjahre.

Die Familie: Seit Februar

2017 komplettiert Sohn

Lorenz die Familie.

Für Sie an zwei Standorten:

Am Dumpf 3 Niederhofer Weg 10

86972 Altenstadt 86987 Schwabsoien

Telefon 0 88 61 / 48 08

Mobil 01 72 / 2 72 36 02

malerbetrieb.riedl@t-online.de


Obhut für Hunde, Katzen und Meerschweinchen

„Froh, dass sie nicht

irgendwo ausgesetzt wurden

Schongau | Im Oktober 2016 wird

Tierheimleiterin Elke Keller durch

ein ihr fremdes Hundegebell aus

dem Bett gerissen. Sie steht auf,

geht raus auf den Hof und traut

ihren Augen nicht: Vier kleine

Welpen, zwei Terrier- und zwei

Labrador-Mischlinge, gerade mal

zehn Wochen alt, sind mitten in

der Nacht von einem bis heute unbekannten

Halter ausgesetzt worden.

„Einerseits unglaublich, dass

jemand sowas macht, andererseits

sind wir froh, dass die Hunde zu

uns gebracht und nicht irgendwo

ausgesetzt wurden“, sagt Keller

über dieses Happy-End. Alle vier

haben inzwischen neue, liebevolle

Besitzer gefunden.

Das Schongauer Tierheim, gebaut

im Jahre 1981, ist die einzige Auffangstation

für Hund, Katz und

Maus im Landkreis Weilheim-

Schongau. Es liegt ziemlich versteckt

im Gewerbegebiet an der

Dießener Straße zwischen Schongau

und Peiting, umringt von

Wald sowie den Firmen Lackiererei

Beer, Wärmepumpen Wechner

und Holz und Furniere Osenstätter.

Platz haben rund 20 Hunde,

50 Katzen sowie diverse Kleintiere

wie Hamster, Mäuse, Meerschweinchen.

„Es hat aber auch

schon Zeiten gegeben, in denen

wir 60, 70 Katzen betreut haben“,

sagt Keller. Was sie damit sagen

will: Das Schongauer Tierheim ist

im Grunde zu klein.

Neues Katzenhaus

geplant

Das Schongauer Tierheim wurde im Jahr 1981 gebaut und ist die einzige

Auffangstation im Landkreis Weilheim-Schongau.

Das wird beim Rundgang durch

die Anlage deutlich. Die zahlreichen

Räumlichkeiten im Gebäude

sind ziemlich eng. Der Außenbereich

ist geprägt von etlichen Außenzwingern

und Freiläufen für

Hunde. Direkt vor dem Haupteingang

liegt ein mittelgroßer Teich,

„weil wir früher sehr viele Wasserschildkröten

gehabt haben“.

Dazwischen: Behandlungsraum

für kranke Tiere, Futterkammer,

Büro und Abstellkammer etwa für

Decken.

Derzeit beherbergt das Heim 17

Hunde, 32 Katzen, zwölf Kaninchen,

zehn Meerschweinchen,

einen Hamster und einen Wellensittich.

Das ist verhältnismäßig

überschaubar“, sagt Janine

Weigelt, die Vorsitzende des Tierschutzvereins,

die von durchaus

verheißungsvollen Neuerungen

spricht. Auf der noch einzigen

freien Wiese neben dem Hauptgebäude

soll ein neues Katzenhaus

entstehen. Außerdem konnte sie

nach langen Verhandlungen mit

umliegenden Gemeinden und

dem Landratsamt eine Finanzierungspauschale

aushandeln, die

dem Tierheim ab sofort 43 000

Euro jährlich statt der bisherigen

13 000 Euro einbringt. Hintergrund:

Aufnahme und Versorgung

von Fundtieren ist eigentlich die

Aufgabe der Gemeinden – eigentlich.

Da Rathäuser bekanntlich

keine Tier-Auffangstationen führen,

kümmert sich das Schongauer

Tierheim und bekommt dafür eine

entsprechende Gebühr.

Geimpft, entwurmt

und kastriert

Darüber hinaus finanziert sich

das Heim beziehungsweise der

Verein durch Spenden, Mitgliedsbeiträge

(knapp 600 Mitglieder,

20 Euro Jahresbeitrag) und Vermittlungsgebühren.

Wer sich also

Hund, Katze, Meerschweinchen,

Janine Weigelt ist Vorsitzende des Tierschutzvereins und spricht von verheißungsvollen

Neuerungen. Ein neues Katzenhaus soll entstehen und

auch eine modifizierte Finanzierungspauschale konnte sie aushandeln.

34 | der altlandkreis


Hamster oder

Wellensittich lensittich zulegen

möchte, muss dafür bezahlen.

Für Hunde wird aktuell

eine Schutzgebühr von 200

Euro, für Katzen in Höhe von 150

Euro verlangt. Gewinn macht das

Schongauer Tierheim mit diesen

Einmalzahlungen nicht. Schließlich

wird jedes Tier bereits bei

Aufnahme zum Tierarzt gebracht

und gründlich untersucht. Katzen

werden beispielsweise immer

geimpft, entwurmt und kastriert.

Hunde ebenfalls geimpft, entwurmt

und bei Bedarf kastriert.

Damit garantieren Keller, Weigelt

und Co., die Tiere in einem bestmöglich

gesunden und fitten Zustand

an neue Besitzer zu geben –

vorausgesetzt, diese erfüllen bestimmte

Kriterien.

Nicht jeder Bürger ist als Tierhalter

geeignet. Bevor es zur

Adoption kommt, wird der

mögliche Neu-Besitzer sowie

dessen Umfeld auf Tiertauglichkeit

überprüft. „Die

Leute müssen eine Selbstauskunft

ausfüllen, dann machen wir immer

eine Platzkontrolle“, sagt Weigelt.

Hat der Hunde-Fan ausreichend

Zeit für seinen Vierbeiner? Ist ausreichend

Auslauf gewährleistet?

Passt Herrchen charakterlich zum

Hund? Wie ausgeprägt ist notwendiges

Wissen über das Tier? All das

wird im Vorfeld geklärt, „damit

wir sicher sein können, dass unsere

Tiere in die richtigen Hände

geraten“. Meistens funktioniert’s.

Manche Leute aber gaukeln Weigelt

auch was vor, haben letztlich

gar keinen so großen Garten, haben

gar nicht ausreichend Zeit zum

Gassi gehen. „Dann sind wir so

streng und sagen ganz klar: Nein!“

Das Tier gehe schließlich vor. Beim

Team des Tierheims sowieso, das

im Grunde sein ganzes Leben für in

Not geratene Haustiere opfert.

Tierwunder und

grausame Erlebnisse

Bester Beweis für schier ungebrochene

Liebe zum Tier ist die

Geschichte von Mischlings-Hündin

Miluka, die aufgrund einer Lähmung

die Hinterbeine nicht mehr

bewegen konnte. Während die

Ärzte das Tier bereits aufgegeben

hatten, blieben Keller und ihre

Mitarbeiter stets am Ball. Dank

täglichem Training und Physiotherapie

über Monate hinweg

gab es zwar nur kleine Verbesserungen

zu vermelden, aber das

Tierheim-Team glaubte weiter an

die Hündin. Das schier Unglaubliche

geschah letztlich am Tag der

Abholung: Das Heim hatte für Miluka

trotz allen gesundheitlichen

Problemen einen neuen Besitzer

gefunden. Als dieser sich auf den

Weg gemacht hatte, konnte die

junge Hündin plötzlich wieder auf

allen Vieren und ohne Hilfsmittel

laufen. „Das war wirklich ein

Wunder“, sagt Keller, die neben

den schönsten auch schon die

grausamsten Dinge hautnah miterleben

musste.

In etwa die aus jener bitterkalten

Winternacht, als ähnlich wie

bei den vier Welpen ein bis heute

Unbekannter zwei Katzen in Transportboxen

mitten in der Nacht direkt

vor dem Heim abstellte – damals

gab es kein Happy-End. Eine

der Katzen, ein Kater, ist erfroren. js

> > > INFORMATIONEN

Auf tierliebe Menschen angewiesen

Um auch künftig Tieren in der Not helfen zu können, ist der Weilheim-Schongauer

Tierschutzverein stets auf die Hilfe tierlieber

Menschen angewiesen, die die Arbeit von Elke Keller, Janine Weigelt

und Team durch Mitgliedschaft oder Spenden unterstützen.

Nähere Infos im Internet auf www.tierheim-schongau.de.

mai / juni 2017 | 35


„Jugend forscht“ und „Schüler experimentieren“

Nachwuchs-Tüftler

und Forscher

Altlandkreis | Er ist so etwas wie

das Eldorado aller Nachwuchs-

Tüftler und Forscher im Oberland:

der Regionalentscheid Voralpenland

von „Jugend forscht“ und

„Schüler experimentieren“. Dieser

fand Ende Februar in der Peitinger

Schloßberghalle statt. Unter dem

Motto „Zukunft – ich gestalte sie“,

unterstützt Hoerbiger den Regionalentscheid

seit 2005 als Patenunternehmen.

86 Teilnehmer mit

insgesamt 48 Projekten traten bei

der 13. Auflage des Wettbewerbs

an. Die Fachgebiete sind unterteilt

in Arbeitswelt, Biologie, Chemie,

Geo-/Raumwissenschaften, Mathematik/Informatik,

Physik und Technik.

30 der Teilnehmer waren älter

als 15 und nahmen in der Kategorie

„Jugend forscht“ teil, während die

restlichen bei „Schüler experimentieren“

starteten. „Der Wettbewerb

ist eine Talentschmiede für die

Strahlende Sieger: Zehn Erstplatzierte von „Jugend forscht“ und „Schüler

experimentieren“ dürfen bzw. durften zu den bayerischen Landeswettbewerben

in Vilsbiburg und Dingolfing.

Wissenschaftler von morgen und

fördert kreatives und forschendes

Lernen bei jungen Menschen“,

erklärt Kerstin Giebel, Patenbeauftragte

von „Jugend forscht“ bei

Hoerbiger. Die konstant hohe Beteiligung

am Regionalentscheid

motiviere das Unternehmen, sich

nachhaltig und langfristig als Pate

und Sponsor zu engagieren. Giebel

erklärt: „Wir wollen auch in

Zukunft viele junge Talente für die

MINT-Fächer begeistern und ihnen

vermitteln, welche vielfältigen

Chancen und Perspektiven diese in

der Ausbildung und im Studium

bieten.“ Bis Anfang Januar hatten

die jungen Wissenschaftler aus

dem Voralpenland Zeit, zu Hause

oder in der Schule zu tüfteln, zu

experimentieren und ihre Ideen zu

Papier zu bringen. Danach mussten

sie eine schriftliche Ausarbeitung

ihrer Forschungsergebnisse einreichen.

Am 22. und 23. Februar präsentierten

sie ihre Arbeiten dann

in der Schloßberghalle Peiting

den Juroren und der Öffentlichkeit.

Insgesamt qualifizierten sich zehn

Nachwuchsforscher aus dem Voralpenland

für die Landeswettbewerbe

in Vilsbiburg und Dingolfing.

„Uns begeistern euer Engagement,

eure Fähigkeiten, eure Freude. Und

ganz wichtig – es geht auch um

Wertschätzung für das, was ihr geschafft

habt. Diese Wertschätzung

möchten wir euch insbesondere in

dieser Feierstunde zu Teil werden

lassen“, bekräftigte Thomas Englmann,

Mitglied der Hoerbiger-Konzernleitung,

bei der Siegerehrung.

Kreative Beispiele aus

dem Altlandkreis

Selbstverständlich waren auch wieder

einige Schüler aus dem Altlandkreis

beim Wettbewerb dabei und

zeigten erneut, auf welche beeindruckenden

Ideen man bereits in

jungen Jahren kommen kann. Wie

etwa Seppi Frühschütz-Grüning

von der Pfaffenwinkel-Realschule

Schongau. Der Bad Bayersoier ist

schon ein alter Hase bei „Schüler

experimentieren“, schließlich war

er bereits diverse Male dabei. Der

13-Jährige untersuchte, wie man

mit Körperwärme ein Handy aufladen

kann. Zwei Peltier-Elemente,

ein Fünf-Volt-Spannungsregler und

ein Mikro-USB-Anschluss sollten

die Lösung sein. Seine Vermutung:

Wenn man die Peltier-Elemente an

den Spannungsregler und den Mikro-USB

anschließt, können diese

36 | der altlandkreis


genügend Strom erzeugen, um ein

Handy vollständig zu laden. Leider

funktionierte es nicht ganz. Dies

hält Seppi allerdings nicht davon

ab, weiter zu „tüfteln“. Nicht ausgeschlossen,

dass man ihn bereits

im nächsten Jahr wieder trifft –

egal ob mit einem ähnlichen oder

einem ganz neuen Projekt.

Gedanken über die allgemeine Sicherheit

im Straßenverkehr machte

sich Jonathan Schopper, ebenfalls

von der Schongauer Realschule.

Jonathan hat herausgefunden, dass

rund 20 Prozent der Fahrradunfälle

durch das sogenannte „Dooring“

geschehen, also dann, wenn ein

unaufmerksamer Autofahrer nach

dem Parken die Türe aufreißt und

den von hinten heranfahrenden

Fahrradfahrer übersieht. In seinem

Modell wird die Entfernung

des Autos zum Radfahrer durch

Ultraschall gemessen. Ab einem

bestimmten Abstand verriegelt

das Auto automatisch die Tür, um

gefährliche Unfälle zu vermeiden.

Das Projekt des 15-Jährigen war der

Jury einen dritten Preis im Bereich

„Arbeitswelt“ wert.

Die beiden 13-jährigen Linus Schellenberger

und Felix Schmid lösten

ein ganz anderes Problem: Mit

dem Ziel, sich – insbesondere bei

schlechtem Wetter – den Gang nach

draußen zu sparen, erfanden sie

einen „intelligenten Briefkasten“,

der ihnen Bescheid gibt, sobald

Post eingeworfen wird. Dafür bauten

sie Sensoren in einen gewöhnlichen

Hausbriefkasten ein. Diese

registrieren, ob die Klappe oder

das Türchen das Briefkastens geöffnet

wird und Post eintrifft. Zum

Ansteuern der Sensoren und zum

Auswerten der Daten verwenden

die Schüler einen Arduino-Kleinrechner,

für den ein entsprechendes

Programm geschrieben wurde.

Mit einem Funkmodell meldet der

Arduino das Eintreffen von Post an

ein Smartphone.

Ein erster Platz im

Regionalwettbewerb

Einen ersten Preis beim Regionalentscheid

erzielten zwei Mädchen

aus dem Altlandkreis. Die Peitingerin

Regina Schmid sowie die

Burggenerin Louisa Holderried,

beide 14 Jahre alt und Schülerinnen

des Welfen-Gymnasiums

Schongau, präsentierten „Arnold,

das Gedächtnisspiel“. Arnold spielt

eine Melodie mit hohen und tiefen

Tönen. Mit Knöpfen muss diese

nachgespielt werden; bei korrekter

Ausführung bekommt der Spieler

eine Belohnung. Bei einem Fehler

wird die Testperson über einen Signalton

informiert. Die beiden Mädchen

werden nun am 4. und 5. Mai

in Dingolfing beim Landeswettbewerb

von „Schüler experimentieren“

dabei sein. Freuen durften sich

auch zwei Lehrer: Klaus Muthsam

vom Welfen-Gymnasium erhielt

den „Jugend forscht-Projektbetreuerpreis“,

und Claus-Ulrich Malz von

der Pfaffenwinkel-Realschule den

„Sonderpreis für engagierte Talentförderer“.

Schon jetzt darf man gespannt

sein, was den Nachwuchs-Tüftlern

und Forschern im kommenden Jahr

einfällt. Auch dann wird Hoerbiger

wieder die Regionalwettbewerbe

von „Jugend forscht“ und „Schüler

experimentieren“ als Patenunternehmen

im Voralpenland unterstützen.

tis

Caritas-Seniorenzentrum Peißenberg










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beraten Sie gerne!

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Selbstbestimmt Leben im Oberland –

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Unsere Leistungen auf einen Blick

Ökumenische Sozialstation Oberland gGmbH




mai / juni 2017 | 37


Personal-Training im Altlandkreis

Ganzheitliches Training

für ein besseres Lebensgefühl

Eine Bewegungs-Analyse

gehört immer dazu.

Altlandkreis | Personal-Training

ist die wohl aussichtsreichste und

vielseitigste Methode, fit zu werden.

Warum? „Weil der Klient in

ständiger Begleitung eines professionellen

Trainers ist“, sagt

Sportwissenschaftler Andreas Rinesch.

Der Peitinger ist einer von

ganz wenigen im Altlandkreis, der

diese moderne Art des Trainierens

anbietet. Das A und O in Sachen

Personal-Training: Individualität.

„Weil ein Eishockey-Spieler, der

sich auf die kommende

Saison vorbereiten

will, ganz andere

Ambitionen hat

als eine Seniorin,

der es einfach nur

darum geht, den Bewegungsapparat

wieder

in Gang zu bringen.“

Wenngleich der Einstieg ins

Personal-Training für Seniorin

und Eishockeyler

letztlich der gleiche ist.

Zu allererst trifft sich

Rinesch mit dem Kunden zu

einem 30- bis 60-minütigen Gespräch.

Was stellen Sie sich vor?

Welche Ziele haben Sie? Herrschen

Krankheiten vor? Was lässt

der Zeitplan zu? Wie sind Sie beruflich

eingespannt? Mit den Antworten

auf diese Fragen grenzt

der Personal-Trainer schon mal

ein, was in etwa für Übungseinheiten

in Frage kommen. Konkretisiert

wird der Trainingsplan nach

Schritt zwei, einer Bewegungs-

Analyse. Durch bestimmte Übungen

wird ermittelt, wie der Kunde

funktioniert, was er körperlich so

drauf hat. Unter anderem wird

die Beweglichkeit der einzelnen

Gelenke sowie Gleichgewicht und

Rumpfstabilität getestet. Sollten

bei diesen Übungen Problemstellen

auftreten, zum Beispiel ein

auffallend unbewegliches Schultergelenk,

erfolgt diesbezüglich

eine noch genauere Analyse. Ist

der Bewegungsapparat des Kunden

von Kopf bis Fuß bekannt,

versucht Rinesch anhand der

Ergebnisse „den perfekten Trainingsplan“

aufzustellen. Perfekt

im Sinne von maximal flexibel.

Tagesform, Gesundheitszustand,

Lust und Laune – es gibt unzählige

Faktoren, die den Klienten mal

stärker, mal schwächer aussehen

lassen. Heißt: An einem guten

Tag schraubt Rinesch die Intensität

der Einheiten nach oben, an

Schwächeren nach unten. Demnach

brauchen Personal-Trainer

viel Fingerspitzengefühl und gute

Menschenkenntnisse. Sie müssen

motivieren und begeistern können,

gleichzeitig die Zügel nicht

zu locker lassen. Rineschs Motto:

„Herausfordern, aber nicht überfordern.“

60 bis 80 Euro

pro Stunde

Das würde auch zur Philosophie

von Dominik Bätzner (30) und

Anja Buccarella (47) gut passen,

zwei weitere Exoten hier in der

Provinz. Auch sie bieten seit rund

zwei Jahren Personal-Training an.

In einem kleinen beschaulichen

Studio in Schongaus Altstadt trainieren

sie Einzelkunden sowie

Kleingruppen mit maximal sieben

Personen. „Von 30- bis Anfang

70-Jährigen ist alles dabei“, sagt

Buccarella, die als Physiotherapeutin,

Ernährungsberaterin und

Heilpraktikerin bestens aufgestellt

ist, um als Fitness-Trainerin zu

glänzen. Und wenn es der Kunde

wünscht, die Einheiten auch gerne

draußen an der frischen Luft angeht.

Am Preis, der hier in der Region

bei 60 bis 80 Euro pro Stunde

liegt, ändert das nichts. Denn auch

in Sachen Auswahl des Trainingsortes

gibt es für Personal-Training

keine wirklichen Grenzen.

Für Rinesch gibt es sowieso nix

besseres, als „in der Sonne und

an der frischen Luft zu trainieren“.

Doch welche Übungen werden

beim Personal-Training überhaupt

gemacht? „Auch diese Frage ist

aufgrund der Individualität nur

schwer zu beantworten.“ Generell

schwört der 33-Jährige auf







To do Liste 2017:


- Neue Einlagen

- Schuhe Neu Besohlen

- Flip-Flop nach Maß






Joya Auslaufmodelle

ab 100

inlagen nach Ma














38 | der altlandkreis


lip-Flop und Hausschuhe nach Ma


„Herausfordern,

aber nicht überfordern.“

Um für

seine Kunden fit

zu sein, treibt

Andreas Rinesch

selbst regelmäßig

Sport.

Training mit Eigenkörper-Gewicht.

Von Beinpressen und 100-Kilo-

Hanteln hält der Peitinger nicht

viel, weil diese Übungen „von der

Maschine geführt beziehungsweise

gesteuert sind und nicht der

natürlichen Bewegung entsprechen“.

Halte-Übungen, Liegestütz,

Klimmzüge – drei Klassiker, die

jedem Körper gut tun. Und je nach

Intensität auch richtig anstrengend

sind. Kniebeugen sind ein

ähnlich beliebtes Instrument, um

den Körper in Form zu bringen.

Von Gewebe-Arbeit

bis Intervall-Training

Bevor es überhaupt an solch anstrengende

Übungen wie Kniebeugen

geht, wird mittels Black-Roll

erst mal das Gewebe bearbeitet,

um Verklebungen zu lösen (bekannt

als Faszientraining). Danach

wird gedehnt. Sowohl kleinere

Bereiche wie Adduktoren als auch

ganze Muskelketten mittels Streckung

des kompletten Körpers.

Und danach wird mobilisiert.

„Speziell Sprunggelenk, Hüfte

und Brustwirbelsäule sind immer

zu fest“, sagt Rinesch, der diese

Bereiche durch fließende Bewegungen

zu lockern versucht. Nach

diesen Dehn- und Mobilisationsübungen

folgt das Aktivieren der

Muskulatur sowie das eigentliche

Aufwärmen – und zwar intensiv.

„Wenn ich nicht schwitze, bin ich

nicht richtig aufgewärmt“, sagt Rinesch,

der von Kunden spricht, die

nach gewissen Aufwärmprogrammen,

zum Beispiel durch Krabbeln

oder Lauf-ABC, schon richtig

ausgepowert wären. „Deshalb

gilt bereits beim Aufwärmen, das

Training an die Person individuell

anzupassen.“ Bei Leistungssportlern

besteht die Gefahr des zu frühen

Plattseins nicht wirklich. Die

brauchen zum Beispiel knallhartes

Intervall-Training, um ihre Kraft,

Kondition oder Koordination weiter

auf Vordermann zu bringen.

In etwa so: 30 Sekunden Vollgas,

15 Sekunden Pause, 30 Sekunden

Vollgas, 15 Sekunden Pause ... Je

kürzer die Pause, desto intensiver

das Training.

Vor allem letztere Kunden setzen

voraus, dass die Personal-Trainer

selbst von der Haar- bis zur Fußspitze

topfit sind. Gerade deshalb

lieben Bätzner, Buccarella und Rinesch

ihren Job so sehr. „Weil wir

das, was wir in unserer Freizeit

ohnehin gerne machen, mit dem

Beruflichen verbinden können.“

Ganzheitliches Training für ein

besseres Lebensgefühl.

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mai / juni 2017 | 39


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19.30 Uhr, Karte 10,00 €

Krimilesung aus erster Hand mit

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25.05.17:

ab 10.00 Uhr

Weisswurstessen

ab 14 Uhr Musik

17.06.17:

19.30 Uhr, Karte 10,00 €

Bernd Rinser, Roots Rock

Kunstcafé

am Tor

Inhaber: Lena Kaufmann-Friedberger

Reservierung unter:

0 88 67 - 92 10 40

info@kunstcafe-rottenbuch.de

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Die Köhlertage in Bad Kohlgrub

Denn „Köhlern“

dies ist eine Kunst

Bad Kohlgrub I Die Grillsaison

hat wieder begonnen. Überall

wird Grillkohle angeboten. Im

Supermarkt, an der Tankstelle,

im Baumarkt. Wer aber regionale

und qualitativ hochwertige Kohle

möchte, der muss auf den Mai

warten. Oder sogar auf den Juni.

Denn – so wie jedes Jahr – finden

die Köhlertage in Bad Kohlgrub

statt. Und sobald die Köhlerfreunde

ihr Handwerk vollbracht haben,

gibt es eine der besten Grillkohlen

im Oberland. Da das Handwerk

des Köhlerns eine lange Tradition

in Bad Kohlgrub hat, daher hat

der Ort auch seinen Namen, machen

die Köhlerfreunde nicht einfach

nur ein paar Kilo Holzkohle.

Es wird ein kulturelles Event für

die ganze Familie. Schon beim

Aufbau des Meilers in der Prentstraße,

am 12. und 13. Mai, sind

Gäste willkommen. Hier erleben

die Besucher von Anfang an einen

unvergesslichen Einblick in die historische

Arbeit der Köhler.

Ausgestorben aber

quicklebendig

Noch vor einigen hundert Jahren

war das Köhlern ein lebendiges

Handwerk. Holzkohle war damals

nötig, um Stahl zu gewinnen oder

Edelmetalle zu verarbeiten, später

auch zum Filtern von Wasser sowie

für die Medizin, um nur ein

paar Beispiele zu nennen. nnen

Aber

es war leider kein angesehener

Beruf – im Mittelalter waren Köhler

sogar geächtete Leute. Immer

wieder wurden ihnen dunkle

Machenschaften nachgesagt. Das

lag unter anderem daran, dass

die Meiler immer in der Nähe

von Wasser und Wald aufgebaut

wurden und die Köhler somit ein

karges, abgeschiedenes Leben

führten. Das ist heute ganz anders.

Zwar ist der Beruf in Europa

so gut wie ausgestorben, aber im

Dezember 2014 wurde die Köhlerei

ins Verzeichnis des immateriellen

Kulturerbes in Deutschland aufgenommen.

Schon viele Jahre davor

haben die Köhlerfreunde Bad

40 | der altlandkreis

Die Köhler bauen mit großer

Akribie den Meiler auf.


Kohlgrub begonnen, die Tradition

wieder aufleben und alle Interessierten

daran teilhaben zu lassen.

Eine Woche warten

und Aufsicht

Hat man im Mai also noch nichts

vor, dann sind die 16. Köhlertage

einen Besuch wert. Am 12. Mai

um 14 Uhr beginnt der Aufbau

des Meilers. Dazu haben die Köhler

im Wald Bäume gefällt, meist

Eschen und Buchen, die ihnen die

Gemeinde zugewiesen hat. Dieses

Holz zersägen sie in meterlange

Stücke und zerteilen es in Scheite.

Aus Rundhölzern oder Brettern

wird ein Boden ausgelegt, in

der Mitte rammt ein Köhler zwei

Quandlstangen, als eine Art Kamin.

Um den Kamin werden die

ein Meter langen Scheite aufgeschichtet.

Die Zwischenräume füllen

die Köhler mit kleinen Holzstücken.

Am Ende besteht der Meiler

aus rund 18 Ster Holz. Jetzt wird

das Ganze mit Reisig, Erde und

Holzkohlestaub luftdicht umhüllt

und festgeklopft. Denn beim Köhlern

darf keine Luft an das glühende

Holz kommen, sonst würde es

einfach nur zu Asche verbrennen.

Der Meiler wird nun durch eine

Öffnung, die gelassen wurde, entzündet.

Daraus machen die Köhlerfreunde

am Sonntag, 21. Mai,

ein großes Fest mit Bewirtung und

viel altem Handwerk. Die Besucher

können zum Beispiel sehen, wie

Entzündet wird

im Rahmen des

Köhlerfestes.

> > > INFORMATION

16. Köhlertage 2017

früher mit Holzkohle und einem

alten Bügeleisen gebügelt wurde,

außerdem ist ein Pechler aus

Österreich vor Ort. Er zeigt, wie er

aus Holz Pechöl herstellt, das für

medizinische Zwecke genutzt wurde.

Die Musik zum Fest liefert die

„Kanapee Musi“ aus Peißenberg.

Mittlerweile ist das Fest zum Anzünden

des Meilers sehr beliebt,

die Zahl der Besucher hängt aber

immer vom Wetter ab, erklärt Köhler

Stefan Mayr.

Der Meiler glimmt dann acht Tage

lang. Die Köhler müssen ihn Tag

und Nacht beaufsichtigen, denn

im Inneren darf es nicht zu heiß

und auch nicht zu kalt sein. Es

muss stetig eine Temperatur zwischen

400 und 500 Grad Celsius

herrschen. An den Seiten stoßen

die Köhler nach und nach Löcher

in den Meiler, damit bläulicher

Rauch entweichen kann. In dieser

Zeit gibt es zwei geführte Wanderungen

zum Kohlenmeiler mit

den Förstern Friedrich Meier und

Ernst Ochs. Außerdem laden am

Donnerstag, 25. Mai, die Köhler zu

Kaffee und Kuchen ein. Während

der Meiler läuft, sind Besucher

aber auch jederzeit willkommen,

um sich mit den Köhlern auszutauschen

und ihnen beim Handwerk

zuzuschauen. Schließlich sind sie

ja sowieso Tag und Nacht vor Ort.

Entweicht nach acht Tagen kein

Rauch mehr aus dem Meiler, ist es

Zeit für die Ernte. Die Köhler öffnen

vorsichtig den Meiler und „ernten“

die fertige Holzkohle. Hier gibt es

zwar kein wirkliches Rahmenprogramm,

weil die Köhler alle Hände

voll zu tun haben, aber es sei laut

Stefan Mayr doch ein sehr interessantes

Ereignis. Sie erinnern sich,

dass etwa 18 Ster Holz im Meiler

sind. Aus einem Ster Holz werden

zwischen 80 und 100 Kilogramm

Holzkohle gewonnen. Die Köhler

haben also rund eineinhalb Tonnen

Holzkohle produziert. Und das

ist, wie erwähnt, eine der besten

Kohlen, um im Sommer den Grill

anzuheizen. Die Kohle bleibt äußerst

lang heiß und verleiht durch

das regionale Holz dem Grillgut ein

besonderes Aroma. Aber auch nach

der Ernte heißt es erst mal abwarten.

Denn bis zum Verkauf vergehen

noch 14 Tage. Was beim großen

Verkauf im Juni nicht weggeht,

kann in vier oder neun Kilo-Säcken

im Hofladen in Bad Kohlgrub gekauft

werden.

ww

12. Mai (ab 14 Uhr) / 13. Mai (ab 9 Uhr): Aufbau des Kohlenmeilers

in der Prentstraße Bad Kohlgrub

21. Mai (ab 11 Uhr): Entzünden des Meilers mit Fest

23. und 25. Mai (jew. ab 13 Uhr): Geführte Waldwanderung zum

Kohlenmeiler

27. Mai: Öffnen des Meilers mit Ernte

Kohle gibt es 14 Tage nach der Ernte in Säcken zu

4 kg (9 Euro) bzw. im 9 kg-Sack (18 Euro).

mai / juni 2017 | 41


180 Jahre Kohlebergbau Hohenpeißenberg

Der Ursprung einer

knochenharten Zeit

Hohenpeißenberg | Kaum Licht,

kaum Sauerstoff, kaum Platz:

Als Hauer im Bergbau brauchte

man extrem viel Mut, Kraft und

Ausdauer. „Das kann sich heute

keiner mehr vorstellen, unter

welchen Umständen damals

gearbeitet wurde“, sagt Rudolf

Hochenauer vom Knappenverein

Peißenberg. Der 59-Jährige beschäftigt

sich seit vielen Jahren

mit der Geschichte des hiesigen

Bergbaus. Angefangen hat alles in

Hohenpeißenberg, in der heutigen

Glückaufstraße. Dort wurde am 8.

Mai 1837 der erste und bis heute

erhaltene Hauptstollen ins Berginnere

gegraben.

Darin gewerkelt haben zunächst

vier Hauer und ein Steiger. Für

die jüngere Generation: Der Hauer

schlug mit Fäustling und Meißel

die Kohle aus dem Erdinneren.

Der Steiger war dessen Vorgesetzter,

für Leitung, Verwaltung, Verkauf

und Mitarbeiter-Motivation

verantwortlich. Und zugleich der

Mittels-Mann Mann

nach München, dem

Hauptsitz des anno dazumal königlich

staatlichen Bergbaus. Motivierende

Worte waren notwendiger

als in den meisten anderen

Berufen dieser Zeit. Warum? Wer

kriecht schon gerne für zwölf

Stunden am Tag und sechs Tage

die Woche in einen oft nur 35 Zentimeter

(die Höhe einer Benzin-

Sicherheitslampe), h itsl

dunklen und

verstaubten Spalt, um mit bloßer

Muskelkraft Sandstein, Kies, Humus

und diese immer gefragtere

Pech-Glanz-Kohle herauszuschlagen?

Eine Tortur, die in kürzester

Zeit einen regelrechten Boom erfuhr,

obwohl der Hohenpeißenberger

Hauptstollen ursprünglich

nur zu Forschungszwecken errichtet

wurde.

Eingang

Hauptstollen

Am 8. Mai 1837 wurde der erste und bis heute erhaltene Hauptstollen

ins Berginnere gegraben, links hinten sieht man das Steigerhaus.

Mit Ochsengespann

an den Lech gekarrt

1840 wurden 3 000 Zentner Kohle

pro Jahr abgebaut, 1842 waren es

bereits 12 000 Zentner und ab 1846

jährlich stolze 60 000 Zentner. Das

entspricht 3 000 Tonnen. Abtransportiert

wurde der Brennstoff mittels

Brückenwagen, gezogen von

Pferden oder Ochsen der umliegenden

Bauern, die quasi als Subunternehmer

angestellt waren. 20

Zentner pro Fuhre wurden nach

42 | der altlandkreis


Bis 1850 wurde alles von Hand gemacht,

ehe das erste Gleis in den

Hauptstollen verlegt wurde, um

die Kohle herauszufahren.

Schongau an den Lech gekarrt,

dort auf die von Füssen kommenden

Flöße geladen und schließlich

nach Augsburg verschifft.

Die Fuggerstadt blühte damals

wirtschaftlich auf. Großabnehmer

der Hohenpeißenberger Ware

waren Ziegel- und Spinnfabriken,

deren Dampfmaschinen mit Kohle

betrieben wurden. Aber auch

kleinere Mengen wurden in die

Großstadt verkauft – als Heizstoff

für Privathaushalte.

Aneinandergereihte Wohnhäuser

prägen heute auch das Landschaftsbild

in der Hohenpeißenberger

Glückaufstraße, die 1837

noch Kohle-Abfuhr-Straße, später

„Hätten“ hieß. Für privaten Wohnraum

war damals allerdings kein

Platz. Neben dem großen Verwaltungsgebäude

(steht heute noch),

in dem der Steiger sein Büro

hatte, entstanden mit den Jahren

Lagerhalle, Schmiede, Schreinerei

sowie Kantine mit Sanitätsraum.

Und damit viele weitere Arbeitsplätze.

Zu den Hauern gesellten

sich Scheider, die herausgebrochene

Kohle vom „tauben Gestein“

trennten. Ein Schmied formte und

schärfte die Eisen für Hammer

und Meißel. Schreiner sägten und

schnitzten den passenden Stiel

dazu und fertigten Schubkarren,

mit denen die Pech-Glanz-Kohle

von nicht weniger Fleißigen aus

dem Stollen geschoben wurde.

Und Medizinaffine versorgten die

angeschlagenen und Verletzten,

die es bei diesem gefährlichen

Knochenjob immer wieder gab.

Gequietscht wie ein

jaulender Hund

Die ersten Jahre wurde alles von

Hand gemacht. Ab 1850 wurde

das erste Gleis in den Hauptstollen

verlegt, die Kohle auf sogenanntem

Hunt herausgefahren. Der

Name dieser kompakten Kohlewagen,

die unter anderem am Ortseingang

Hohenpeißenbergs und

vor Peitings Pfarrbücherei stehen,

kommt laut Hochenauer daher,

„weil die Räder beim Herausfahren

gequietscht haben wie ein

jaulender Hund“. Ab 1890 wurden

Öl- durch Benzin-Sicherheitslampen

ersetzt und mit Beginn

des Ersten Weltkrieges mussten

Meißel und Fäustling dem Presslufthammer

weichen. Gleichzeitig

wurden Stollen und Schächte immer

tiefer gegraben.

Als das Bergbau-Imperium hierzulande

um 1960 seinen Höhepunkt

erreichte, waren insgesamt

112 Kilometer Stollen errichtet,

allesamt miteinander verbunden.

Von Peißenberg über Hohenpeißenberg

bis nach Peiting. Die gewaltigsten

Schächte reichten 1 150

Meter tief. Und aus ursprünglich

einem Steiger und vier Hauern

wurden im Jahre 1950 allein in

Hohenpeißenberg 500 Arbeiter

gezählt.

Wer die Hohenpeißenberger

Bergbau-Geschichte hautnah erleben

möchte, sollte am Sonntag, 7.

Mai, zwischen 14 und 17 Uhr zum

Hauptstollen in die Glückaufstraße

kommen. Rudolf Hochenauer

bietet durch den ersten Teil des

zwischenzeitlich 432 Meter langen

Tunnels kostenlose Führungen

für Kinder und Erwachsene

an. Original erhaltene Werkzeuge

wie Meißel und Schubkarren sowie

Hauer-Spuren in bockhartem

Sandstein vermitteln eindrucksvoll,

wie dunkel, licht- und sauerstoffarm

dieser Knochenjob gewesen

ist.

js

Rudolf Hochenauer, 1. Vorstand

des Knappenvereins Peißenberg

> > > RAHMENPROGRAMM ZUM JUBILÄUM

Zu 180 Jahre Bergbau in Hohenpeißenberg wird am Sonntag, 7. Mai,

der Hauptstollen in der Glückaufstraße von 14 bis 17 Uhr geöffnet.

In diesem Zeitraum finden Führungen für Kinder und Erwachsene

statt. Außerdem erinnert am Montag, 8. Mai, ab 18 Uhr kräftiges

Geläut der Barbaraglocke an den Ursprung des hiesigen Bergbaus.

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mai / juni 2017 | 43


Mit dem Frühsommer startet auch die Radsport-Saison

Fachmännische Tipps zum Auftakt

Altlandkreis | Gesunde

Bewegung an der Frischluft

mit traummalerisch

schöner Landschaft:

Dafür steht Radsport im

Altlandkreis. Passend zum

Saisonauftakt gibt Florian

Ohnesorg, Europameister der

Radlmechaniker, entscheidende

Tipps für den ersten

Ausritt der Saison.

1. Luftdruck: Optimale

Traktion im Gelände

oder möglichst wenig

Rollwiderstand auf der

Straße? Wie viel Luft maximal

oder minimal in

die Reifen soll, schreibt

der Hersteller in der Regel

auf den Mantel. Als Richtwert

für den klassischen

Hobby-Mountainbiker im

Pfaffenwinkel sind rund 2,5 Bar

zu empfehlen – dieser Wert eignet

sich gut sowohl auf Straße wie

auch auf Schotter.

2. Kette ölen: Für geschmeidiges

Treten und Schalten, aber auch um

schnellen Verschleiß und Gequietsche

zu verhindern, sollte mindestens

nach jeder dritten Fahrt die

Kette geölt werden – und zwar mit

einem speziellen Öl für Fahrräder.

Das als Allzweckwaffe bekannte

und auch gern genommene WD40

ist für Mountainbike, Renn- und

Dorfrad viel zu dünnflüssig! Wichtig:

Vor dem Ölen die Kette von

Schmutz und Altschmiere befreien.

Außerdem sollte überschüssiges

Öl mit Lumpen oder Zewa

(locker um die Kette halten und in

gleichmäßigem Tempo kurbeln)

wieder abgezogen werden.

3. Bremse überprüfen: In Sachen

Sicherheit auf dem Rad ist

eine reibungslos funktionierende

Bremse unabdingbar. Die sollte

vor dem ersten Ausritt unbedingt

auf Funktion überprüft werden.

Dabei besonders entscheidend:

Ausreichende Dicke der Brems-

44 | der altlandkreis

Schrauben nachgezogen?

Europameister der Radlmechaniker Florian Ohnesorg

beim Überprüfen der Gangschaltung.


eläge. Wer sich diesbezüglich,

speziell bei Scheibenbremsen,

unsicher ist, sollte den Fachmann

draufblicken lassen. Sobald die

Bremsbeläge abgenutzt sind,

kommt jede Hilfe zu spät. Blech

auf Blech!

4. Schrauben nachziehen: Rahmen,

Reifen, Lenker, Sattel – jedes

Fahrrad besteht aus verschiedensten

Bauteilen, die durch

verschiedene Verschraubungen beziehungsweise

Klemmungen miteinander

verbunden sind. Und

sich aufgrund ständiger Vibration

durchaus mal lösen können. Heißt:

vor der ersten Tour unbedingt die

einzelnen Schrauben auf ausreichend

Festigkeit überprüfen. Allen

voran die am Lenker (Vorbau) und

Sattel sowie die Schnellspanner

an Reifen und Sattelstütze.

5. Nur mit Helm: Auch wenn in

Deutschland keine Helmpflicht

gilt, eine Radtour ohne Kopfschutz

wäre grob fahrlässig. Selbst der

technisch ausgereifte „Biker“ ist

vor Stürzen nicht gefeit. Nasse

Wurzeln, Rollsplitt oder Platten

durch scharfkantige Steine oder

Glasscherben – es gibt unzählige

Gründe, unfreiwillig abgeworfen

zu werden. Gute und TÜV-geprüfte

Fahrradhelme sind bereits ab

60 Euro erhältlich. Wer sich Luxus

leisten möchte: Seit wenigen Jahren

gibt es 300-Euro-Sturzhelme

mit integriertem Airbag, die ersten

Testberichten zufolge den dreifachen

Sicherheitswert aufweisen.

6. Angemessene Kleidung: Im

Frühjahr sind die Temperaturen

meist frisch, trotzdem fahren viele

mit Kurzarmtrikot und kurzer

Hose. Speziell bei längeren Abfahrten

ist die Sommerbekleidung

viel zu dünn. Eine sinnvolle

Ergänzung zur kurzen Kleidung

sind Arm- und Beinlinge, die bei

wechselhaftem Wetter jederzeit

und unkompliziert an- und ausgezogen

werden können. Für längere

Abfahrten ist außerdem das

Mitführen einer in Faustgröße verstaubaren

Windjacke empfehlenswert.

Viele Radfahrer bekommen

rasch Halsweh. Dagegen hilft ein

Halstuch (Buff-Tuch).

7. Klickpedale befestigen: Wer mit

Klickpedalen unterwegs ist, sollte

die Festigkeit der sogenannten Cleats

stets im Auge behalten. Durch

ständiges Ein- und Ausdrehen können

sich die Schrauben, die Cleat

mit Schuhsohle verbinden, lösen.

In der Folge wird der Cleat beweglich,

wodurch erhöhte Sturzgefahr

herrscht, weil der Sportler nicht

rechtzeitig und sauber aus dem

Pedal kommt. Auch die Auslösekraft

und Position des Klickpedals

ist entscheidend, wird aber in der

Regel vom Fachmann beim Kauf

des Fahrrades optimal eingestellt.

8. Die richtige Position: Bike-

Fitting ist das eingedeutschte

Zauberwort in Sachen optimaler

Position auf dem Rad, die in jedem

Falle vom Fachmann durchzuführen

ist. Die meisten Händler

stellen Sattel, Lenker und Pedal

mittels Maßband, Winkellehre

und dem Fällen eines Lotes (vom

Schienbeinkopf zum Pedal) manuell

ein. Inzwischen wartet der

Markt auch mit hochtechnischen

Lasermessgeräten auf, die auch in

den umliegenden Geschäften immer

häufiger Einzug finden. Wichtig

zu wissen: Die ideale Position

hängt stets von Fahrweise und

Fahrertyp ab. Während der Racer

regelrecht auf dem Lenker liegt,

sitzt der Genuss-Tourer wesentlich

aufrechter auf seinem Bike.

9. Fahrwerk-Service: Wer sein

Bike liebt, sollte es ähnlich wie

Motorrad und Auto regelmäßig zur

Wartung bringen. Oft unterschätzt

wird der Verschleiß von Federgabel

und Dämpfer. In der Regel raten

die Hersteller einmal jährlich zum

Gabel-Service, um eine langfristige

und geschmeidige Funktion zu gewährleisten.

Andernfalls droht relativ

rasch ein schlechtes Ansprechverhalten,

das meist mit hohen

Folgeschäden verbunden ist. Ganz

günstig sind diese Arbeiten an Gabel

und Dämpfer bei rund 100 Euro

allerdings nicht.

10. Dosiertes Training: Um die

Basis für eine erfolgreiche Radl-

Saison zu legen, sollten die ersten

Touren locker und gemächlich angegangen

werden. Das gilt auch

für extremere Fahrer, die sich in

den ersten Wochen auf lange,

aber langsamere Touren einlassen

sollten. Ideales Terrain hierfür ist

die bunte Hügellandschaft im Voralpenland

mit ersten Bergetappen

wie etwa auf den Auer- oder Hohen

Peißenberg.

11. Viel Trinken, richtig Essen:

Schreit der Körper nach Durst, ist

es bereits zu spät! Vor und während

der Radltour sollte regelmäßig

Flüssigkeit zugeführt werden.

Im Optimalfall 250 Milliliter pro

halbe Stunde. In Sachen Ernährung

brauchen Gelegenheitsfahrer

keine Nahrungsergänzung.

Banane oder Müsliriegel sollten

als Energienachschub für zwischendurch

in Trikottasche oder

Rucksack gepackt werden. Aktivere

Biker wie Hobby-Rennfahrer

sollten vor den Einheiten reichlich

Kohlenhydrate zuführen und während

den Touren auf einige Happen

Power-Gel zurückgreifen.

12. Regeneration: Sobald man

einige Gänge zurückschaltet, erholen

sich die Beine mehr oder

weniger von allein. Am besten

die Tour so einplanen, dass hinterher

noch genug Zeit zum locker

Ausstrampeln bleibt. Gönnt sich

der Radlfahrer hinterher noch

ein isotonisches Kaltgetränk wie

Saftschorle oder alkoholfreies

Weißbier, hält sich der Muskelkater

selbst am Tag nach dem ersten

Ausritt der Saison definitiv in

Grenzen.

js





Das Leben steckt voller Überraschungen

und bringt viele Veränderungen mit sich.

Unabhängige Experten und Verbraucherschützer

empfehlen daher, mögliche

Wagnisse nicht zu ignorieren.

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mai / juni 2017 | 45


Die Tablet-Klasse der Pfaffenwinkel-Realschule

Stark im Referieren,

schwach im Vernetzen

DORFFEST HERZOGSÄGMÜHLE

46 | der altlandkreis

Wir feiern das

123. DORFFEST

Samstag

1. Juli 2017

17.00 Uhr Serenade

mit Masha Dimitrieva

und dem Vocalensemble „Die Rosinen“

im Rainer-Endisch-Saal

Sonntag

2. Juli 2017

Beginn 10.00 Uhr

mit dem Gottesdienst

in der Deckerhalle am Dorfplatz

Schongau | Digitales Sideboard

in der Pausenhalle, Beamer und

Dokumentenkamera in jedem

Klassenzimmer, in Ausnahmefällen

Recherche mit dem Smartphone:

Die Unterrichtsgestaltung

an der Pfaffenwinkel-Realschule

in Schongau wurde mit zunehmender

Digitalisierung an neue

Techniken und Medien angepasst.

Vorzeigeprojekt in Sachen

Schulunterricht 4.0 ist sicherlich

die vor vier Jahren eingeführte

Tablet-Klasse, die nach Pfingsten

Abschlussprüfungen schreibt. Der

„altlandkreis“ hat schon vorher bei

IT-Lehrer Florian Pointner nachgefragt

und wollte wissen, ob sich

der iPad-Unterricht gelohnt hat.

„Eine exakte Analyse werden wir

noch machen“, sagt Pointner. Eine

Erfahrung wert sei die Tablet-

Klasse jedoch allemal gewesen

– positiv wie negativ. Angefangen

hat alles mit 24 hochmotivierten

Schülern, Fachrichtung Wirtschaft.

Bedingung war damals, dass die

Tablets von den Eltern privat gekauft

werden. Gleichzeitig wurde

von Seiten der Schule das Klassenzimmer

mit WLAN ausgestattet,

um dauerhaften Internet-Zugriff zu

gewähren. Dann konnte es losgehen

mit der bis heute modernsten

Unterrichtsform an einer Schule.

In den Fächern Physik und Chemie

wurden Grafiken und Videos von

bestimmen Versuchen auf dem

Tablet beobachtet. Im Fach Betriebswirtschaftslehre,

kurz BWR,

Tabellenkalkulationen durchgerechnet

und dargestellt. Es wurden

Gesprächsdialoge in Englisch

aufgezeichnet, Gruppenarbeiten

online erledigt, Arbeitsblätter im

PDF-Format ausgefüllt. Und die

klassischen Lehrbücher, die in

der Regel im Schulranzen mitgeschleppt

werden, gab und gibt es

in den Fächern Mathematik und

Deutsch auch in digitaler Form,

konnten also mittels Touchscreen

aufgeschlagen werden.

Viele

Kurzreferate

Diese Übungen habe den Tablet-

Schülern vor allem eines gebracht:

Sicherheit bei Referaten. Während

in den Fächern der „normalen“

Klassen eher selten Vorträge vor

versammelter Mannschaft verlangt

werden, die Nervosität entsprechend

groß ist, präsentierten

die Tablet-Schüler „immer wieder

mal“ ihre täglichen Online-Arbeiten

als Kurzreferat. „Das bietet

sich natürlich an“, sagt Florian

Pointner. Einfach das Tablet über

„Apple TV“ mit dem Beamer

verknüpfen, und schon werden

Mathe-Übungsblatt oder BWR-

Kalkulations-Tabelle auf die Leinwand

projeziert. Freies Reden vor

Klarer Vorteil: Die Lehrbücher, die sonst

im Schulranzen mitgeschleppt werden,

gibt es auch in digitaler Form.


Mitschülern und Lehrern ist für die

Jungs und Mädels der Tabletklasse

also schnell zur Routine geworden

– allein dafür hat sich das Projekt

gelohnt.

Es gibt bei der bevorstehenden

Analyse, das kann Pointner vorweggreifen,

jedoch auch einige

negative Bemerkungen zu notieren.

Zum Beispiel, dass der anfangs

24 Schüler starken Klasse inzwischen

nur noch 14 angehören.

Weil sie auf ihrem Tablet mehr gespielt

als gearbeitet haben? „Die

Fälle haben wir auch gehabt“, so

Pointner, der bei diesem Thema

etwas weiter ausholt. Speziell in

der siebten und achten Klasse sei

bei einigen Schülern die Versuchung

der Spielerei während dem

Unterricht besonders groß gewesen.

Ein beliebter Zeitvertreib damals:

„Minecraft“, dessen Ziel die

Konstruktion würfelförmiger Bauteile

in 3D-Darstellung ist. „Aber

diese Schüler haben wir alle wieder

in den Griff bekommen.“

Zu wenig

miteinander vernetzt?

Der Hauptgrund für die immer

kleiner werdende Tablet-Klasse

lag eindeutig an abnehmender

Leistungsbereitschaft, „die auch

ohne iPad eingetreten wäre“. Einige

Schüler wechselten daraufhin

vom Wirtschafts- auf den Hauswirtschaftszweig.

Andere auf die

benachbarte Mittelschule.

Ein anderes Manko aus vier Jahren

Tablet-Klasse: „Die Möglichkeiten

wurden nicht so genutzt, wie wir

uns das gewünscht haben.“ Durch

die digitale Vernetzung der Klasse

hätten die Schüler gemeinsam

Hausaufgaben machen, sich beim

Lernen gegenseitig unterstützen

und auch die Lehrer regelmäßig

mit einbeziehen können. „Ab und

an habe ich nachmittags mal eine

Frage bekommen, aber das hätte

ruhig öfter passieren dürfen“, sagt

Pointner. Warum dieser intensivere

Austausch so selten stattgefunden

hat, „kann ich mir selbst noch

nicht erklären“. Aufschluss soll

auch hier die noch bevorstehende

Fehleranalyse geben.

Bis dahin liegen die Prioritäten

voll und ganz auf der Prüfungsvorbereitung

– und zwar ganz

altmodisch mit Bleistift, Füller und

eingebundenem DIN-A4-Heft. Für

die Abschluss-Klausuren sind weder

Handy noch Tablet zugelassen

– das gilt auch für die iPad-Klasse.

Stattdessen der altbekannte grafikfähige

Taschenrechner, mit dem

sich die Tablet-Schüler von Pointner

die vergangenen Wochen und

Monate bestens anvertraut haben.

Das gilt übrigens auch für das

Sideboard in der Aula, auf dessen

Großbildschirm der aktuelle

Vertretungsplan, Wetter, Datum

und Nachrichtenticker angezeigt

wird. Und wer sich die aktuellen

Verschiebungen bis zum Bettgehen

nicht merken kann, hat sogar

die Möglichkeit, den Stundenoder

Vertretungsplan auf seinem

Smartphone abzurufen. „Dafür

haben wir extra eine spezielle

App“, sagt Pointner. Ansonsten

aber gilt an der Paffenwinkel-

Realschule, wie auch an allen

anderen bayerischen Schulen, absolutes

Handyverbot. Heißt: Die

Dinger müssen während der Pausen

und Unterrichtszeiten ausgeschaltet

sein. Es sei denn, der

Lehrer macht eine Ausnahme, erlaubt

den Schülern Recherche auf

dem Smartphone.

Angebot für

neue Tablet-Klasse

Was Lehrer wie Florian Pointner

vom allgemeinen Handyverbot

halten? „Grundsätzlich richtig,

aber extrem schwer zu kontrollieren.“

Bei 20 bis 30 Schülern

in einem Klassenzimmer ständig

zu schauen, ob die Handys ausgeschaltet

sind, sei ein Ding der

Unmöglichkeit und koste an vielen

Tagen kostbare Zeit des Unterrichts.

Eingeführt wurde das

allgemeine Handyverbot, weil vor

einigen Jahren Schüler mit nicht

jugendfreien Fotos drangsaliert

wurden. Generell ist Cyber-Mobbing

an Schulen ein wichtiges

Thema, auf das Pointner bei Gelegenheit,

zum Beispiel in Frei- oder

Vertretungsstunden, immer wieder

eingeht und hofft, dass solch

wichtige Themen künftig auch fest

in den Lehrplan verankert werden.

Ob es kommendes Schuljahr wieder

eine Tablet-Klasse gibt, ist

derweil noch offen. „Das kommt

die nächsten Wochen auf“, sagt

Pointner. Angeboten werde das

Projekt auf jeden Fall. Die einzige

Bedingung: Es müssen sich mindestens

25 medienaffine Schüler

sowie deren zahlungswillige Eltern

bereiterklären. Ansonsten gibt

es ganz „normalen“ Unterricht mit

Beamer und Dokumentenkameras,

die vor rund eineinhalb Jahren

die letzten Tageslichtprojektoren

aus den Klassenzimmern

verdrängt haben.

js

mai / juni 2017 | 47


Krankenhaus GmbH zertifiziert

Bestens gerüstet gegen Diabetes

Schongau | In Deutschland werden

jährlich etwa zwei Millionen Diabetespatienten

in einer Klinik behandelt.

Sie wollen sicher sein, dass

ihre Grunderkrankung kompetent

berücksichtigt wird, auch wenn sie

sich etwa wegen eines Eingriffs an

Hüfte oder Herz in eine Klinik begeben,

die nicht explizit über eine

diabetologische Fachabteilung verfügt.

Patienten möchten sich darauf

verlassen können, dass ihr Blutzuckerspiegel

bedarfsgerecht überwacht

wird, die Narkose auf ihre

Diabetes-Erkrankung abgestellt ist,

oder Notfallequipment für den Fall

einer Blutzucker-Entgleisung bereit

steht. Diesen Patienten bietet

die Deutsche Diabetes Gesellschaft

(DDG) mit dem Zertifikat „Klinik

für Diabetespatienten geeignet“

eine nützliche Orientierung – das

Zertifikat hilft sowohl Ärzten als

auch Patienten bei der Wahl der

richtigen Klinik. Als 70. Einrichtung

in Deutschland und als fünfte

Klinik in Oberbayern, hat die DDG

die Krankenhaus GmbH Weilheim-

Schongau zertifiziert.

Volkskrankheit Diabetes

Dr. Wilhelm Fischer, Ärztlicher Direktor

am Schongauer Krankenhaus,

zeigt sich hocherfreut über

die Auszeichnung, und dachte

dabei auch an seine Vorgänger

Dr. Eder und Dr. Meier, die das

Projekt einst initiiert hatten. Zu

Ende geführt hat es Claus Holm,

leitender Oberarzt in der Klinik

für Innere Medizin. Er koordinierte

das Projekt „Krankenhaus für

Diabetespatienten geeignet“ auf

ärztlicher Seite. „Diabetes ist eine

Volkskrankheit. Etwa 20 Prozent

der über 60-Jährigen sind betroffen,

also jeder fünfte“, gibt Holm,

der bereits über 30 Jahre Erfahrung

hat, zu bedenken. „Zwei Insuline

und eine Tablette“, so beschreibt er

eine Diabetes-Abteilung in seinen

Anfangszeiten. Das hat sich mittlerweile

selbstverständlich geändert,

eine ganze Palette an Medikamenten

gibt es auf dem Markt. „Ziel

ist es, Diabetikern ein möglichst

normales Leben zu ermöglichen“,

sagt der Oberarzt. Die Zertifizierung

des Hauses sei insbesondere

wegen der Folgeerkrankungen bei

einer Diabetes-Diagnose so wichtig.

Wird ein Patient in der Klinik

stationär behandelt, wird der

Blutzuckerspiegel bereits bei der

Aufnahme gemessen. Es komme

daher gar nicht so selten vor, dass

ein Patient erst hier von seiner Diabetes-Erkrankung

erfährt, obwohl

er mit einem anderen Anliegen ins

Krankenhaus kam. Die Behandlung

inklusive Verpflegung muss bei einem

Diabetiker ganz anders

gesteuert und überwacht

werden, etwa bei der Anästhesie

oder der Nachsorge.

Während eines Aufenthalts

im Krankenhaus Schongau

wird der Blutzuckerspiegel

ständig überwacht. „Wir

können sehen, wann welcher

Patient welchen Blutzuckerspiegel

hat“, erklärt

Diabetesassistentin Gabriele

Kirsten, die eigens für das

Projekt abgestellt wurde.

Ihre Aufgabe bei der GmbH

ist im Zuge der Zertifizierung

zweigeteilt: Einerseits

schult sie regelmäßig das

Pflegepersonal, andererseits

ist sie für die Betreuung der

Patienten mit auffälligen Werten

verantwortlich.

Der Zertifizierungsprozess dauerte

rund zweieinhalb Jahre, nach drei

Jahren erfolgt eine Rezertifizierung.

Sechs Arbeitsanweisungen,

wie etwa das „Wundmanagement“

oder auch das „Entlassungsmanagement“,

müssen umgesetzt

werden. Während des Krankenhausaufenthalts

kann „immer nur

der Anfang im Akutbereich gemacht

werden“, wie Dr. Wilhelm

Fischer verrät. Die erste Säule sei

dann immer die Änderung des Lebensstils,

wobei die Krankenhaus

GmbH auch hier beratend zur Seite

steht.

Spätfolgen

immer im Blick

Diabetes-Patienten müssen besonders

mit der Krankheit zusammenhängende

Spätfolgen im

Blick haben: So können die Augen

schlechter werden, weshalb ein

regelmäßiger Gang zum Augenarzt

unerlässlich ist. Ebenso sollte

ein Augenmerk auf die Füße gelegt

werden. Da Diabetiker ein vermindertes

Schmerzempfinden haben,

können sogenannte Druckstellen

zu einem Problem werden.

Als eine der ersten Kliniken in

Bayern erhielt das Krankenhaus

Schongau nun dieses Zertifikat.

Dr. Wilhelm Fischer erklärt: „Wir

haben an unserer Klinik ein routinemäßiges

Screening auf erhöhte

Glukosewerte. Bei jedem neu

aufgenommenen Patienten wird

sofort Blut abgenommen und die

Blutzuckerwerte werden bestimmt.

Damit werden nicht nur die Diabetespatienten

klar identifiziert,

sondern auch die, deren Diabetes

bislang unentdeckt geblieben ist.“

Die standardisierten Abläufe sind

vorbildlich. Schongau ist eine Klinik,

welche die „Nebendiagnose“

Diabetes ihrer Patienten stets ernst

nimmt und bestmöglich berücksichtigt.

Denn: ein gut eingestellter

Diabetes trägt dazu bei, die Komplikationen

wie Nierenversagen,

Lungenentzündung und Wundheilungsstörungen

zu verhindern.

Die Deutsche Diabetes

Gesellschaft

Die Deutsche Diabetes Gesellschaft

(DDG) gehört mit über

9000 Mitgliedern zu den großen

medizinischen Fachgesellschaften

in Deutschland. Sie unterstützt

Wissenschaft und Forschung, engagiert

sich in Fort- und Weiterbildung,

zertifiziert Behandlungseinrichtungen

und entwickelt

Leitlinien. Ziel ist eine noch

wirkungsvollere Prävention

und Behandlung der

Volkskrankheit Diabetes,

von der Millionen

von Menschen

in Deutschland

betroffen

sind. tis

Sonderveröffentlichung der

Von links: Dr. Wilhelm Fischer (Chefarzt), Claus Holm

(Ltd. Oberarzt), Gabriele Kirsten (Diabetesassistentin),

Anne Ertel (Pflegedienstleitung)


Diätassistentin Nicole Retzer gibt Ernährungs-Tipps

Ein gesunder Lebensstil

Schongau/Weilheim | Viele Personen

verbinden mit dem Thema

„gesunde Ernährung“ Verzicht,

Hunger, Gewichtsverlust – und

damit zunächst einmal negative

Dinge. Dabei sollte man vielmehr

darüber nachdenken, was einem

selbst und dem eigenen Körper

gut tut, und was man eher in Maßen

genießen sollte. Genießen

und Freude am Essen sollten zudem

die Hauptziele eines gesunden

Lebensstils sein. Wichtig ist,

die Themen Ernährung, Bewegung

und Genuss wieder in den

Vordergrund zu stellen. Mit dem

eigenen Handeln kann die richtige

Portionsgröße für die verschiedenen

Lebensmittel ganz leicht erkannt

werden, wenn man ein paar

Tipps beachtet:

Die Ernährungspyramide

als Grundlage

Betrachtet man die Ernährungspyramide

etwas genauer, stellt man

fest, dass der Großteil über sogenannte

Handportionen gesteuert

werden kann. Hilfsutensilien, wie

etwa eine Küchenwaage oder

spezielle Schöpfer, sind somit

eigentlich nicht nötig. Als Basis

und erste Stufe findet sich in der

Ernährungspyramide die Flüssigkeit:

Hier sollte sich die tägliche

Menge bei etwa zwei bis zweieinhalb

Litern einpendeln und aus

kalorienfreien bis kalorienarmen

Getränken bestehen. Tiefgekühlte

Beeren, Ingwerstücke, Zitronenoder

Orangenscheiben im Mineralwasser

sorgen für Abwechslung.

Als zweite Stufe sollte das Gemüse

den größten Teil der verzehrten

Lebensmittel

darstellen. Mindestens

drei Hände voll

sollen es davon

sein. Es spielt keine

Rolle, welche

Gemüsesorte

bevorzugt

wird,

da

alle zahlreich Vitamine, Mineralstoffe,

Ballaststoffe und Wasser

enthalten. Zu jeder Mahlzeit sollte

eine Portion einbezogen werden.

Somit fällt es auch leichter, auf die

entsprechende Menge zu kommen

und auch eine Sättigung wird

schneller erreicht. Zudem enthält

Gemüse eine hohe Nährstoffdichte:

Also viele Vitamine, gepaart

mit Mineralstoffen auf eine geringe

Kalorienzahl.

Auf der nächsten Stufe folgt das

Obst. Wegen des hohen Fruchtzuckergehaltes

wird es mittlerweile

auf etwa zwei Portionen

(handvoll) reduziert. Insbesondere

Bananen und Trauben sollten

nur in Maßen verzehrt werden.

Im Anschluss finden sich die Getreideprodukte

mit rund vier Portionen.

Hier ist beispielsweise

eine Scheibe Brot (in Handgröße)

die richtige Portionsgröße. Das

Hauptaugenmerk sollte auf der

Auswahl von Vollkornprodukten

liegen. Diese liefern wie Gemüse

viele Ballaststoffe, die für eine

längere Sättigung sowie eine gute

Darmtätigkeit sorgen und so vor

verschiedenen Erkrankungen wie

etwa Divertikulose schützen.

Auf den Fettgehalt

achten!

Diätassistentin Nicole Retzer

und Physiotherapeut Bastian Zinder

leiten das „Fitnessprogramm“ (siehe unten).

Nun folgen die Kategorien der

Milchprodukte sowie Fleisch,

Fisch und Eier. Nimmt man unseren

Essalltag etwas genauer unter

die Lupe, stellt man fest, dass die

Kategorie häufig einen zu großen

Stellenwert einnimmt. Bei den

Milchprodukten wären pro

Tag circa zwei bis drei Portionen

ausreichend. Besonders

auf den Fettgehalt sollte geachtet

werden. Bei Käse empfiehlt

sich ein Fettgehalt bis etwa 45

Prozent in der Trockenmasse, bei

Milch und Joghurterzeugnisse anderthalb

Prozent, da hier ein ausgewogenes

Verhältnis zwischen

Fett und Zucker herrscht. Fleisch

soll dagegen nicht öfter als zweibis

dreimal die Woche verzehrt

werden. Wie bei der Wurst, die so

wenig wie möglich auf den Speiseplan

gehört, sollte auf eine fettarme

Auswahl geachtet werden.

Optimal sind Fleischstücke wie Rücken,

Filet und Schulter, bei Wurstwaren

zum Beispiel kalter Braten,

Corned Beef, Aspikaufschnitt oder

die verschiedenen Schinkenarten.

Seefisch wie Hering, Lachs, Makrele

und frischer Thunfisch

können eine

gute Alternative zum

Fleisch sein und liefern

hochwertige

Omega 3-Fettsäuren,

welche sich positiv auf

die Fließeigenschaft

des Blutes sowie Entzündungsreaktionen

im Körper auswirken.

Eier sollten aufgrund

des „hohen“ Fettgehalts

maximal dreimal

pro Woche verzehrt

werden. Wichtig ist,

dass auch die Eier in Kuchen und

Gebäck berücksichtig werden. Als

vorletzte Stufe findet sich das Thema

Fette und Öle. Nach aktuellem

Stand der Wissenschaft sind Rapsund

Olivenöl vom Fettsäuremuster

am Besten und wirken sich sehr

positiv auf den Cholesterinspiegel

im Blut aus. Raffiniertes Rapsöl

kann zum Beispiel auch zum

Backen und Frittieren verwendet

werden.

Das Beste kommt zum Schluss“

stimmt in diesem Fall nicht. An

der Spitze der Pyramide stehen die

Süßigkeiten. Hier sollte darauf geachtet

werden, dass Süßes als Genussmittel

gehandhabt wird und

somit nicht Überhand nimmt.

> > >KURSTIPP

„Fitnessprogramm“

Walken, Aquagymnastik, Trainingstherapie

Dienstags, 19 bis 20 Uhr, in Schongau

Leitung: Nicole Retzer (Diätassistentin)

Bastian Zinder (Physiotherapeut)

Gruppengröße: 8 Personen

Kosten: 240 Euro / 24 Einheiten

Einstieg jederzeit möglich

Anmeldung erforderlich:

Nicole Retzer (n.retzer@kh-gmbh-ws.de)

Telefon: 0881 / 188-585

mai / juni 2017 | 49


Dr. med. Jochen Dresel wird Chefarzt der Inneren Medizin in Schongau

Lieber eine Visite zu viel,

als eine zu wenig

Sonderveröffentlichung der

Schongau | Die Klinik der Inneren

Medizin am Krankenhaus Schongau

bekommt zum 1. Mai einen

neuen Chefarzt: Dr. Jochen Dresel

wird dann die Nachfolge von Dr.

Wilhelm Fischer antreten. Wobei

man die erste Zeit durchaus als

„Übergangs-Monate“ bezeichnen

kann. Dr. Dresel wird von seinem

Vorgänger Dr. Fischer eingearbeitet,

ehe er zum 1. Juli 2017 die

Leitung komplett übernimmt. Aus

seiner bisherigen Tätigkeit als Leitender

Arzt der Gastroenterologie

und Allgemeinen Inneren Medizin

in einer Klinik am Starnberger See

sind Jochen Dresel die modernen

Herausforderungen vertraut: Zum

einen hinsichtlich der Qualität

und Sicherheit in der Patientenversorgung,

andererseits in der

Zusammenstellung eines fachlich

gut ausgebildeten und motivierten

Teams, immer mit Blick auf

die Wirtschaftlichkeit eines Krankenhauses.

In seiner ehemaligen

Klinik hatte er die Abteilung rund

um Gastroenterologie und Endoskopie

die letzten fünf Jahre massiv

ausgebaut, wie er berichtet: „So

konnten wir eine Reihe von speziellen

Verfahren anbieten – ein

echtes Alleinstellungsmerkmal

rund um den Starnberger See.“

Neben der sehr guten technischen

Ausstattung bei der Krankenhaus

GmbH habe unter anderem das

Bauchgefühl des gefragten Mediziners

den Ausschlag für Schongau

gegeben. Bereits beim ersten

Gespräch mit den Verantwortlichen,

„hatte ich das Gefühl, dass

es auch menschlich passt“, verrät

der 45-Jährige. Und auch die Gespräche

mit Vorgänger Dr. Fischer,

der bis Ende des Jahres weiterhin

als Ärztlicher Direktor zur Verfügung

stehen wird, haben ihn in

seiner Entscheidung bestärkt: „Dr.

Fischer hat während seiner Zeit in

der Inneren Medizin vieles nach

vorne gebracht. Hier möchte ich

anknüpfen.“

Ein Rundgang durch die

Innere Medizin

Dr. Jochen Dresel ist ein breit

ausgebildeter Internist mit dem

Schwerpunkt der Gastroenterologie

– dies ist von der Speiseröhre

bis zum Darmausgang sowie

„links und rechts“ des Verdauungstrakts

mit der Leber, dem Gallensystem

und der Bauchspeicheldrüse,

einer der größten Bereiche

der Inneren Medizin. Die dafür

notwendigen Untersuchungs- und

Behandlungsmethoden umfassen

Ultraschall, Endoskopie und

zahlreiche Funktionsuntersuchungen.

Die Klinik für Innere Medizin

in Schongau bietet das gesamte

Spektrum internistischer Behandlungen

an: Egal ob Therapie von

Erkrankungen des Verdauungstrakts

(Gastroenterologie) und der

Leber, des Kreislaufsystems (Kardiologie)

oder die Behandlung

und Betreuung von Schlaganfallpatienten

in der Schlaganfalleinheit.

Eine Besonderheit hält die

Abteilung Röntgen/EKG bereit:

Hier steht seit vergangenem Jahr

ein „Body-Plethysmograph“. Ein

Glaskasten, in den sich Patienten

komplett hineinsetzen, und dann

der Volumenunterschied und

damit die Leistungsfähigkeit der

Lunge exakt gemessen werden

kann. Ein spezielles Gerät für den

Fachbereich der Pneumologie,

den der leitende Oberarzt Christian

Sturm verantwortet. Die Untersuchungen

hier stiegen innerhalb

kürzester Zeit auf vier bis fünf

pro Tag. Eine Herzschrittmacher-

Ambulanz, die künftig unter der

Leitung des leitenden Oberarztes

Dr. Jochen Dresel an einem Ultraschall-Gerät

Claus Holm stehen wird, runden

das Angebot in der Inneren Medizin

ab. „Die hervorragende technische

Ausstattung des Schongauer

Krankenhauses ermöglicht Medizin

auf höchstem Niveau“, freut

sich der neue Chefarzt auf seine

zukünftigen Aufgaben. Weitaus

wichtiger ist ihm allerdings eine

funktionierende, kommunikative

Zusammenarbeit mit seinen

neuen Kollegen: „Das etablierte

Team der Inneren Medizin mit

Leitenden Ärzten und Oberärzten

aus wichtigen Fachbereichen der

Gastroenterologie, Kardiologie,

Pneumologie, Intensivmedizin

und Nephrologie, bietet einen in

der Behandlung internistischer

Krankheitsbilder wichtigen interdisziplinären

Therapieansatz“. Das

Thema Interdisziplinarität scheint

ohnehin einen hohen Stellwert bei

Dr. Jochen Dresel zu haben, wie er

am Beispiel der Zusammenarbeit

mit der Chirurgie festmacht: „Es

ist wichtig, dass zwischen Chirurg

und Internist ein gutes Verhältnis

herrscht, schließlich geht

es nur zusammen.“ Zudem wird

ein enger Schulterschluss mit der

Weilheimer Schwesterklinik erfolgen.

Dort bildet insbesondere das

Herzkatheterlabor eine passende

Ergänzung zum Leistungsspektrum

am Schongauer Krankenhaus.

Kooperation und

Empathie

In den Zeiten zunehmenden Wettbewerbs

zwischen Krankenhäusern

liegt es Jochen Dresel be-


Vorgänger Dr. Wilhelm Fischer (3.v.r.), Nachfolger Dr. Jochen Dresel

(2.v.r.), die beiden ltd. Oberärzte Claus Holm (re.), sowie Christian

Sturm (4.v.r.) und ein Teil des Teams der Inneren Medizin in Schongau.

sonders am Herzen, die Patienten

nicht nur kompetent und unter

Anwendung modernster Behandlungsmethoden

zu therapieren,

„sondern dies insbesondere mit

der Menschlichkeit und Zuwendung

dem Kranken gegenüber zu

tun, die in einem vertrauensvollen

Arzt-Patientenverhältnis unabdingbar

sind“, sagt Dresel und

ergänzt: „Lieber eine Visite zu viel,

als eine zu wenig.“

Dazu gehört neben einer engen

Zusammenarbeit des gesamten

Teams aus Pflege, Therapeuten

und Ärzten auch der direkte Draht

zu den niedergelassenen Hausärzten.

Für diese und den Patienten ist

ein reibungsloser Übergang nach

Entlassung aus dem Krankenhaus

ein wichtiger Punkt in der weiteren

Genesung. Der Kontakt und

die Kommunikation spielen für Dr.

Jochen Dresel eine zentrale Rolle,

weswegen er sich vorgenommen

hat, sich den Praxen in der Region

während der „Übergangs-Zeit“

persönlich vorzustellen.

„In der Inneren Medizin gibt es

so viele Unterfachrichtungen, einer

alleine kann das gar nicht

alles abdecken“, berichtet Dresel,

dass mit ihm zwei weitere Oberärzte

bei der Krankenhaus GmbH

beginnen. Zum einen Dr. Peter

Koerfer, ein laut dem neuen Chefarzt

der Inneren Medizin „breit

ausgebildeter Internist, der gerade

im Bereich der Endoskopie

sowie Herz- und Gefäßmedizin

ein ausgewiesener Experte ist“.

Zum anderen komplettiert das

neue Trio Dr. Wolfgang Wistuba

aus Kaufbeuren, über den Jochen

Dresel sagt: „So wie ich ihn kennenlernen

durfte, passt er sehr

gut ins Team. Und fachlich hat er

eine exzellente Ausbildung“. Und

nicht nur Dresel blickt hinsichtlich

der neuen Aufgaben bei der Krankenhaus

GmbH optimistisch in die

Zukunft. Geschäftsführer Thomas

Lippmann freut sich obendrein,

mit dem Internisten den „absoluten

Wunschkandidaten bekommen

zu haben“.

Auf dem Motorrad oder

dem Golfplatz

Dr. Jochen Dresel hat sein Studium

der Humanmedizin im Jahr 2000

an der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität

erfolgreich abgeschlossen.

Die Facharztanerkennung

für Innere Medizin erhielt

er 2007, die Zusatzbezeichnung

„Gastroenterologe“ folgte 2010.

Nach Tätigkeiten in den Kliniken

München-Harlaching, Bamberg,

München-Großhadern und Fürstenfeldbruck

arbeitete Jochen Dresel

seit 2010 als Oberarzt in der

„Agirov-Klinik“, später Schön-Klinik

Starnberger See, seit 2012 als

leitender Arzt für Gastroenterologie

und allgemeine Innere Medizin.

In seiner Freizeit mag es der

45-Jährige aktiv und reist gerne.

Erst kürzlich nutzte er das „Fenster“

zwischen alter und neuer

beruflichen Tätigkeit und bereiste

Argentinien und die USA. Privat

trifft man den Vater einer 13-jährigen

Tochter auf dem Golf- und

Tennisplatz, oder auf seinem Motorrad.

„Leider reicht irgendwann

die Zeit nicht mehr aus“, sagt Dresel

über seine musikalische Seite

– er spielt Klavier und Saxophon.

Doch wer weiß, vielleicht investiert

er bald wieder mehr Zeit in

die Musik, wenn er hört, dass die

hauseigene „Krankenhaus-Band“

schon für Stimmung auf so mancher

Klinik-Feier gesorgt hat. tis

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mai / juni 2017 | 51


Kampf um Geburtshilfen: Weilheimer Landrätin hat Erfahrung —

und ärgert sich über private Klinikbetreiber

„Rosinenpickerei

akzeptiere ich nicht“

Quelle: Tölzer Kurier / Dr. Andreas Steppan (veröffentlicht am 17. März 2017)

Mit freundlicher Genehmigung des Tölzer Kuriers

Sonderveröffentlichung der

Bad Tölz-Wolfratshausen / Weilheim

| In Bad Tölz wird aktuell

darüber diskutiert, ob und wie

die Geburtshilfe an der Asklepios-

Stadtklinik noch zu retten sein

könnte. Die Weilheimer Landrätin

Andrea Jochner-Weiß hat an den

beiden kommunalen Krankenhäusern

in Weilheim und Schongau

vergleichbare Situationen erlebt.

Im Interview mit dem Tölzer Kurier

übt sie nun deutliche Kritik an

privaten Klinikträgern.

Die aktuelle Diskussion um die

Geburtshilfe in Bad Tölz wird auch

im Nachbarlandkreis Weilheim-

Schongau aufmerksam verfolgt.

Sehr interessiert ist die dortige

Landrätin Andrea Jochner-Weiß

(CSU). Denn es gibt deutliche Parallelen

zu den kommunalen Krankenhäusern

in Weilheim (2016:

345 Geburten) und Schongau (422

Geburten). Die waren durch den

Weggang von Belegärzten ebenfalls

bedroht. Auch in Weilheim-

Schongau verfiel man auf die

Lösung, die Beleg- in Hauptabteilungen

mit fest angestellten Ärzten

umzuwandeln. In Weilheim ist

das bereits passiert, in Schongau

steht es unmittelbar bevor. Dieser

Schritt wird nun für die Tölzer

Asklepios-Stadtklinik erwogen.

Dazu ein Interview mit Andrea

Jochner-Weiß, Thomas Lippmann

(Geschäftsführer der Krankenhaus

Weilheim-Schongau GmbH) und

Dr. Solveig Groß (Chefärztin der

Weilheimer Frauenklinik und der

künftigen Geburtshilfe-Abteilung

in Schongau).

Was geht Ihnen durch den Kopf,

wenn Sie aktuell die Nachrichten

zur Geburtshilfe in Bad Tölz lesen?

Jochner-Weiß: Als ich das Interview

mit Asklepios-Regionalgeschäftsführer

Joachim Ramming

gelesen habe, war ich absolut

entsetzt, dass man eine Abteilung

einfach abstößt, wenn sie unangenehm

und defizitär wird.

Herr Ramming spricht davon, dass

eine Geburtshilfe-Hauptabteilung

in Tölz mit 2,2 Millionen Euro unterfi

nanziert wäre.

Jochner-Weiß: Diese Begründung

kann ich nicht glauben. Natürlich

haben auch wir eine Finanzierungslücke:

Es sind zirka 600 000

bis 700 000 Euro für die Hauptabteilung

in Weilheim. Für Schongau

gehen wir von einer ähnlichen

Größenordnung aus.

Das andere Problem ist, die nötigen

Ärzte zu fi nden, speziell für

eine kleine kommunale Klinik. Warum

war es für Sie attraktiv, Chefärztin

in Weilheim zu werden, Frau

Dr. Groß?

Groß: Ich war schon vorher als

Belegärztin hier. Ich habe früher

in Privatkliniken gearbeitet. Auch

vor diesem Hintergrund bin ich

fest davon überzeugt, dass die

Gesundheitsversorgung in die öffentliche

Hand gehört.

Lippmann: Es ist eine Mär, dass

nur Privatkliniken attraktive Arbeitgeber

für Chefärzte sind. Das

kann auch eine kommunale Klinik

sein. Voraussetzung ist natürlich,

dass man bereit ist zu investieren,

zum Beispiel in eine gute Geräteausstattung.

Ein Unterschied liegt

in den Maßstäben, woran ein

Chefarzt, woran Erfolg gemessen

wird. Uns geht es darum, die Bevölkerung

umfassend mit Medizin

zu versorgen.

... im Gegensatz zum gewinnorientierten

Arbeiten bei privaten

Trägern.

Lippmann: Es sind zwei verschiedene

Unternehmensansätze.

Wo und wie haben Sie weitere

Ärzte gefunden, Frau Groß?

Groß: Wir haben zwei ausländische

Kollegen, dann habe ich ehemalige

Kommilitonen und Kollegen

kontaktiert, und ein Kollege

ist aus Bad Tölz zu uns gekommen.

Natürlich ist es nicht leicht,

Kollegen zu motivieren, an einen


kleinen Standort zu kommen, weit

weg von Metropolen. Aber es gibt

noch mehr Kollegen, die so denken

wie ich, die sagen, ich möchte

an einen kleinen Ort, in eine ruhige

Umgebung, ich möchte Stabilität.

Für mich ist der finanzielle

Aspekt nicht der Hauptantrieb.

Der bundespolitische Trend geht

zu großen Geburtszentren. Warum

setzen Sie auf das Gegenteil?

Jochner-Weiß: Unsere Grundüberzeugung

ist es, dass wir den

werdenden Müttern die Möglichkeit

erhalten wollen, ihre Kinder

nah am Wohnort zur Welt zu bringen.

Wir haben hier tolle Kliniken

mit tollen Teams, die ein familiäres

Umfeld bieten – im Gegensatz

zu leider immer mehr anzutreffenden

Geburtsfabriken.

Groß: Den Trend zu großen Zentren

sehe ich sehr kritisch. Eine Geburt

ist ein wichtiger Augenblick. In

großen Zentren gehen die Feierlichkeit

und Spiritualität verloren.

Leider hat sich die Geburtskultur

in Deutschland gravierend verändert

hin zu einem übertriebenen

Sicherheitsdenken. Es herrscht

ein extremer Leistungsdruck auf

die Frauen zu gewährleisten, dass

das Kind gesund zur Welt kommt.

Doch der schöne Augenblick, wo

man Leben schenkt, sollte kein

ökonomisierter, mechanisierter

Prozess werden. Auch in einer

kleinen Klinik ist eine Entbindung

in Deutschland sehr sicher. Wir

setzen auf eine natürliche, frauenorientierte

Geburt.

Lippmann: In nordischen Ländern

führt die Zentralisierung dazu,

dass Frauen aus Angst, es nicht

rechtzeitig in die Klinik zu schaffen,

schon Tage vor dem Geburtstermin

in die Klinik kommen. Da wird

eine Natürlichkeit zerstört. Auch

insofern, als Omas und Opas dann

nicht in der Nähe sein können.

nicht zu schrumpfen und Bereiche

abzugeben oder den Träger

zu wechseln. Im Gegenteil: Wir

wollen mit anderen kommunalen

Häusern in ähnlicher Größenordnung

und mit ähnlichem

Gedankengut – im konkreten Fall

Gab es bei Ihnen nie die Überlegung,

Landsberg am Lech und Fürsten-

dass die Geburtshilfe eine feldbruck – einen Klinikverbund

– vielleicht für die ganze Klinik eingehen, mit dem wir mittelgefährliche

– fi nanzielle Last sein

könnte?

und langfristig die breite medizinische

Versorgung sichern.

Jochner-Weiß: Nein, die gab es Jochner-Weiß: Schon allein aus

nicht. Eine Geburt ist das Natürlichste

auf der Welt. Wenn dieses

Thema aus unseren Krankenhäusern

dem Argument heraus, dass wir

als Landkreis mit 800 Geburten

aus bundespolitischer Sicht ei-

Jochner-Weiß: Sehr gut! Darüber

verdrängt wird, ist das für gentlich schon zu klein sind. Im will ich mit meinem Kollegen,

mich völlig unverständlich. Verbund mit weit über 2000 Geburten

Landrat Josef Niedermaier, spre-

würden wir ganz anders chen.

Ein Landkreis muss aber auch sagen:

dastehen.

Das leisten wir uns jetzt. Es ist

kein Pappenstiel.

Würde auch die Kreisklinik Wolfrats-

Was würden Sie dem Tölzer Kreistag

jetzt raten: Soll er mit einem

mt. Lippmann: Natürlich wissen wir,

hausen

in so

einen Verbund

passen?

dass es in

Zukunft im ländlichen

n

Bereich eec schwierig wird, kleine

e

Kliniken iken

in

kommunaler Hand zu

erhalten. en

Aber unsere Antwort ist

Zuschuss an Asklepios die Geburtshilfe

stützen?

Jochner-Weiß: Das ist eine äu-

ßerst schwierige Frage. Ich fin-

de es nur ungeheuerlich, dass

ein Krankenhaus dem Landkreis

den Schwarzen Peter zuschiebt.

Falls sich der Kreistag dagegen

entscheidet, e steht in vorderster

Front der Landrat als Buhmann

da. Meinem Kollegen etwas zu ra-

ten,

würde ich mir nicht anmaßen.

Zwei Millionen Euro, das

wären bei uns zwei Punkte

Kreisumlage. Das wird natürlich

kritisch beäugt.

Groß: Die Geburt ist der Anfang

des Lebens, und man

422 Geburten in Schongau

(links) und 345 in Weilheim,

macht zusammen

stolze 767 Kinder, welche

in 2016 in der Krankenhaus

GmbH auf die Welt

kamen.

muss sich überlegen: Was sollte

uns das wert sein?

Denken Sie, der Asklepios-Konzern

könnte, wenn er wollte, die Geburtshilfe

aus eigener Kraft erhalten?

Jochner-Weiß: Ich spreche mal

ganz allgemein von privaten Klinik-

und Krankenhausträgern: Bei

allem, womit man Geld machen

kann, sind sie voll dabei. Eine Abteilung,

die keinen Gewinn abwirft,

wird zugemacht – darum soll sich

dann die Kommune kümmern.

Es ist die Rosinenpickerei, die ich

nicht akzeptieren kann und will.

Lippmann: Um ein Beispiel zu

nennen: Für einen akutgeriatrischen

Fall bekommt das Krankenhaus

den gleichen Erlös wie für

drei bis vier Geburten. Im Falle

der Krankenhäuser Weilheim-

Schongau ist unser Auftrag, beides

zu machen und keines zu lassen.

Dr. Solveig Groß (links), Chefärztin der Weilheimer Frauenklinik,

Landrätin Andrea Jochner-Weiß und Thomas Lippmann, Geschäftsführer

der Krankenhaus GmbH.

mai / juni 2017 | 53


Umbaumaßnahmen „Auf der Gsteig“

Investitionen

in die Attraktivität

Lechbruck | In den letzten beiden

Jahren wurde „Auf der Gsteig“

eine Menge investiert. Neben der

Hotelerweiterung und der Installation

einer Golf-Indoor-Anlage

wurden und werden insbesondere

die Begebenheiten auf dem

Golfplatz weiter verbessert: Die

Driving-Range wurde um eine

Abschlags- und eine „Scopehütte“

für die Golflehrer erweitert. Die

Wegstrecken zwischen einzelnen

Bahnen wurden bereits verkürzt,

außerdem einige Wege für die 18

zur Verfügung stehenden Carts

befestigt. Auch wurden ein paar

Steigungen entschärft, schließlich

gehört die Gsteig zu den sportlich

anspruchsvollen Plätzen in der

Region. Die Spielbahn fünf wird

etwa komplett neu gebaut, die

Bahnen sechs und sieben erhalten

neue Abschläge sowie einen

geänderten Verlauf. „Bei einem

guten Witterungsverlauf sollten

im August die Umbaumaßnahmen

abgeschlossen sein“, blickt Dieter

Müller, Golf-Manager der Betreibergesellschaft

Auf der Gsteig, in

die nicht allzu ferne Zukunft.

Golfsaison 2017

in vollem Gange

Die Golfsaison 2017 hat für die 465

Mitglieder des Golfclubs Auf der

Gsteig längst Fahrt aufgenommen.

Zwar kann der Deutsche Golfverband

als einer der wenigen Sportverbände

in Deutschland leicht

ansteigende Mitgliederzahlen verzeichnen

– dieser ergibt sich durch

die Zuwächse der sogenannten

„Baby Boomer“, der Generation

50 plus. Bei den Jugendlichen hat

man Auf der Gsteig jedoch die

gleichen Sorgen wie viele andere

Vereine auch: Rückgänge.

Deshalb zählt Auf der Gsteig besonders

die Generation 50 plus

zur Zielgruppe. Gerade diese erwarte

eine gute Qualität und einen

exzellenten Service, wie Dieter

Müller erklärt: „Zudem sind

die gesundheitlichen Vorteile,

die sich durch das regelmäßige

Golfspielen ergeben, ein weiterer

großer Pluspunkt. Positiver Effekt:

Unsere Golfspieler spielen immer

länger und werden gesund älter“.

54 | der altlandkreis


In den letzten beiden Jahren wurde „Auf der Gsteig“ eine Menge investiert — auch in die Hotelerweiterung.

Auf der Gsteig wird aber nicht

nur in dieses Klientel investiert,

sondern auch bewusst in den

Nachwuchs. Das bestätigt Hagen

Fastner, der Mitte November vergangenen

Jahres zum neuen Präsidenten

des Golfclubs gewählt

wurde: „In 2016 haben wir über 50

Prozent unserer Einnahmen in die

Nachwuchsarbeit investiert.“ Und

auch zukünftig wird das der größte

Posten in der Budgetplanung sein,

auch wenn man sich bewusst ist,

dass nicht alle Kinder und Jugendlichen

die Möglichkeit zum Golfen

haben. Schließlich sei es sehr zeitintensiv,

die Golfplätze sind nicht

immer in unmittelbarer Nähe

und somit nicht mit dem Fahrrad

erreichbar. Deshalb versucht sich

der Golfclub Auf der Gsteig auch

an einer „gesunden Mischung“,

wie es aus Vorstandskreisen heißt

– ein stimmiges Gesamtkonzept

eben. Zur weiteren Verbesserung

des Pflegezustands des Golfplatzes

wurde das Greenkeeping, also

die Platzpflege, in professionelle

Hände der Firma Sommerfeld gegeben.

Die Testphase begann bereits

im vergangenen Jahr, im März

dieses Jahres wurde der endgültige

Schritt vollzogen. „Die Resonanz

unserer Mitglieder, auch zu

den Umbaumaßnahmen, ist äußerst

positiv. Sie nehmen die Verbesserungen

also deutlich wahr“,

berichtet Dieter Müller über zufriedene

Mitglieder, die auch als wichtige

Multiplikatoren fungieren. Hagen

Fastner hat im Golfclub, bei

Mitgliedern oder golfspielenden

Hotelgästen ebenfalls eine positive

Stimmung ausgemacht. Insgesamt

wurde von 2015 bis 2017 knapp

eine Million Euro in die Maßnahmen

investiert, um den Golfplatz

attraktiver zu machen. Trotz all

dieser Aktivitäten sind die Preise

im Vergleich zum vorherigen Jahr

stabil geblieben. „Einige Golfplätze

leben von der Substanz, und bekommen

dann Probleme“, meint

Dieter Müller über die Investitionen

in die Zukunft.

Golferlebnistag und Tag

der offenen Tür

Zum Gesamtbild trägt neben dem

traumhaften Panorama, Hotel,

Restaurant und Wellness auch

ein Golf-Simulator bei, mit dem

ganzjährig in der Golf-Indoor-

Anlage weltweiter Golf-Flair genossen

werden kann. Als Golfschule

ist seit knapp zwei Jahren

„Easy Swing“ mit Gründer Thomas

Henning und Partner Peter Angerer

Auf der Gsteig tätig. Die zwei

Profis begleiten Sportler jeglicher

Spielstärke, egal ob ambitionierter

Spieler, Hobbygolfer oder Golfneuling.

Die Angebote zu Schnupper-

und Platzreifekursen werden

sehr gut angenommen, wie Max

Martin, zweiter Vorstand des Golfclubs,

bestätigt. Und: „Es bleiben

anschließend viele beim Golfen

dabei.“

Darum geht es auch am Sonntag,

14. Mai, von 11 bis 15 Uhr. Dann lädt

der Golfclub Auf der Gsteig wieder

zum Golferlebnistag inklusive Tag

der offenen Tür. Neben dem Reinschnuppern

ins Golfen und einem

Gewinnspiel werden zudem

Rundfahrten mit dem E-Cart über

den Golfplatz angeboten.

„Wir wünschen uns, dass die

Maßnahmen und unsere Servicequalität

mittelfristig Früchte

trägt und wir damit positiv in die

Zukunft blicken können“, sagt

Dieter Müller. Hagen Fastner ergänzt:

„Wir wollen die sehr gute

Zusammenarbeit mit dem Golfplatzbetreiber

und die positive

Entwicklung fortführen.“ Ziele,

die angesichts der Entwicklung

Auf der Gsteig von einer Driving-

Range 1997 über einen 9-Loch-

Platz hin zu einem 18-Loch-Platz

samt Restaurant und Landhaus –

inkusive Hotelerweiterung 2014 –

durchaus erreichbar scheinen. tis

mai / juni 2017 | 55


Sparkassen-Fusion nun offiziell vollzogen

Kundenberater bleiben

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Altlandkreis | Nun ist es vollbracht:

Am 1. April 2017 hat sich die Kreissparkasse

Schongau mit den Vereinigten

Sparkassen Weilheim zur

Sparkasse Oberland zusammengeschlossen.

Offiziell vorgestellt

wurde das Projekt im Rahmen eines

Pressefrühstücks im Eingangsbereich

der Weilheimer Filiale, die

zugleich Hauptsitz der Sparkasse

Oberland ist. Die ehemaligen

Schongauer Vorstände, Alexander

Schmitz und Michael Lautenbacher,

haben dort bereits ihr neues

Büro bezogen, um fortan mit den

ehemaligen Weilheimer Vorständen

Josef Koch, Thomas Orbig und

Markus Lanz gemeinsam an einem

Strang zu ziehen.

Umziehen müssen im Zuge der

Fusion auch zahlreiche Mitarbeiter.

70 bislang in Weilheim stationierte

werden künftig die rund

28 Kilometer nach Schongau auf

sich nehmen, umgekehrt pendeln

40 Mitarbeiter aus der Schongauer

Gegend nach Weilheim. Wie die

Betroffenen auf den neuen Arbeitsplatz

und die damit verbundene

Pendlerei reagiert haben?

„Bislang sind mir keine Härtefälle

bekannt“, sagt Josef Koch. Sollten

jedoch Probleme auftreten, werde

man individuell nach Lösungen

suchen, „die für beide Seiten passen“.

Vorerst keine Änderung

für Kunden

Für alle Mitarbeiter neu sind auch

die Namensschilder, die bereits

fleißig verteilt wurden. Ebenso

vereinheitlicht wurden Intranetseite

und E-Mail-Adressen. Für wen

sich die ersten Wochen und Monate

im Grunde überhaupt nichts

ändert: Die Kunden, deren Berater

allesamt an alter Wirkungsstätte

bleiben, sich ab sofort lediglich

unter dem neuen Namen „Sparkasse

Oberland“ zu Wort melden.

Witzige Anekdote: Laut Information

eines Kundenberaters habe am

ersten Arbeitstag ein Kunde sofort

den Hörer wieder aufgelegt, weil

ihm der Name „Sparkasse Oberland“

offensichtlich fremd war.

Neben der Beratung bleibt für die

Sparkassenkunden auch technisch

die kommenden Wochen und Monate

alles beim Alten. Zwar gibt

es ab 24. September, wenn die

technische Umstellung vollzogen

wird, eine neue IBAN. Allerdings

funktionieren auch nach diesem

Stichtag die alten Bankkarten mit

alter Konto- und Bankleitzahlnummer

– und zwar längerfristig,

über mehrere Jahre. Heißt: Der

Austausch alt gegen neu erfolgt

erst dann, wenn die EC-Karte ohnehin

ausläuft. Dieses schrittweise

Vorgehen ist von der Sparkasse

explizit so gewünscht, damit nicht

alle Kunden gleichzeitig die Filialen

stürmen.

Wovon die Kunden ebenso wenig

mitbekommen werden: Auch die

kommenden Wochen und Monate

sind 80 Mitarbeiter der Sparkasse

permanent damit beschäftigt, die

Umstellung bis zu diesem 24. September

voranzutreiben. Ein Lenkungsausschuss,

bestehend aus

sechs Spezialisten, koordiniert die

17 Teilprojekte wie Kommunikation,

Revision, Personal und Vertrieb.

js

56 | der altlandkreis


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Ölessenzen von Zitrone, Lavendel und Eukalyptus

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Die Blumenschule im Wandel

75 JAHRE GÄRTNEREI ENGLER UND 25 JAHRE BLUMENSCHULE

Schongau | Kurz vor dem Zweiten Weltkrieg gründete Pius Engler vor

den Toren Schongaus seine Gärtnerei zur Versorgung der Bevölkerung

mit Gemüse. Zusammen mit Frau Hedwig und Schwester Annemarie

entwickelte sich schließlich der Verkauf von Blumen und Floristik zum

dominanten Geschäftszweig. Ende der 1970er Jahre übernahm Sohn

Rainer mit seiner Frau Renate den Betrieb und mit zeitweise drei Blumengeschäften

entstand das führende Fachgeschäft in Schongau. Ein

schwerer Verkehrsunfall unterbrach die Entwicklung und das Schicksal

führte Rainer Engler und Sabine Friesch zusammen. Ihre Vision: eine

Blumenschule in Schongau. Ein radikaler Wandel vom traditionellen

Blumenfachgeschäft zu einer völlig neuartigen Ausrichtung folgte. Seitdem

wird ein umfassendes Sortiment an Kräuter-, Heil- und Gewürzpflanzen

aus biologischem Anbau und Räucherwerk angeboten. Kurse,

Vorträge und Seminare zum Thema Pflanzen runden das Angebot

ab. Ein Internet-Shop wurde eingerichtet und ein Café mit regionalen

und biologischen Produkten lädt zum Verweilen ein. Altersbedingt galt

es nun, die Nachfolge zu regeln. Die letztlich passende Lösung: Den

schönen und besonderen Ort mit Kräutergarten und Gewächshäusern

zu erhalten und weiterhin Seminare und Kurse zu veranstalten. Das

25 Jahre KÖPF TV – Das Haus der Marken

JUBILÄUMSANGEBOTE IN DER SCHONGAUER ALTSTADT

Schongau | Vor genau 25 Jahren war es, als der der Peitinger Franz

Köpf in der Passage zwischen Frauentor und Marienplatz in Schongaus

Altstadt sein Elektrogeschäft mit Spezialisierung auf TV, Audio und Video

eröffnete. Ein Fachgebiet, das in dieser Kombination in Schongau

Wichtigste ist, der Ort Blumenschule bleibt auch weiterhin bestehen.

Bis Ende Juni gibt es in gewohnter Bio-Qualität Tomaten und Chilis,

Gemüsepflanzen, Kräuter und essbare Blüten. Ab Juli gibt es jeden Donnerstag

einen verkaufsoffenen Hoftag. Seltene Heilpflanzen und Räucherwerk

mit Zubehör sind weiterhin im Angebot. Schwerpunkte sind

die Seminare, Kurse und Führungen für Gruppen sowie Vorträge, alles

auch in Verbindung mit dem Café, das für Feiern und Veranstaltungen

extra gebucht werden kann.

tis

definitiv gefehlt hatte bis dahin. Von Anfang an war ihm wichtig, auch

die gesamte Servicedienstleistung vom Aufstellen bis zur Einstellung

von etwa Satellitenanlagen vor Ort für die Kunden mit anzubieten. Im

Jahr 2000 erfolgte der Umzug ins Ferstl-Haus direkt am Marienplatz,

wo sich das Fachgeschäft bis heute befindet. Im Laufe der Jahre blieben

zwar die Themen Fernsehen, Video und Audio aktuell, wurden

aber durch viele neue Angebote für die Kunden erweitert. Dazu zählen

heute beispielsweise Angebote für „sky“ oder auch im Bereich

Mobilfunk. „Im Haushaltsbereich wird auch immer mehr auf echte

Qualitätsgeräte geachtet“, erklärt Franz Köpf, und nennt als Beispiele

die Kaffeevollautomaten von Jura oder die Haushaltspalette von Miele.

Köpf, der durch die Mitgliedschaft beim Einkaufsverband „Euronics“

Angebote machen kann „wie die Großen“, hat speziell zum Jubiläum

direkt mit Herstellern etliche ganz besondere Schnäppchenpreise vereinbart,

die einen Besuch in dem Geschäft am Marienplatz in Schongau

definitiv wert sein sollten.

op

mai / juni 2017 | 57

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Zunfttaferl an Maibäumen

Ein Ausdruck

der Dorfgemeinschaft

58 | der altlandkreis

Altlandkreis | Schreiner, Gastwirt

oder Maler – unsere Maibäume

zieren allerorten eine Vielzahl an

Zunftzeichen. „Die Schilder haben

etwas Identitätsstiftendes, man

möchte zeigen, was das Dorf zu

bieten hat“, sagt Kreisheimatpfleger

Klaus Gast. Doch ob ein Winzer

in unsere Region passt oder ob

die Darstellung eines Hutmachers

noch zeitgemäß ist, das möchte

der „altlandkreis“ einmal zur Diskussion

stellen und den Blick auf

die Maibaumschilder richten.

Für das Jahrbuch des Heimatverbandes

Lech-Isar-Land hat Klaus

Gast im Jahr 2008 einen ausführlichen

Beitrag zu Maibäumen verfasst.

Dazu hat er eine Votivtafel in

der kleinen Kirche von Deutenhausen

bei Weilheim gefunden, auf

der schon im Jahre 1733 eine Ortsansicht

mit Maibaum abgebildet

ist. Das Brauchtum ist somit seit

rund 300 Jahren in unserer Region

nachgewiesen. Soweit man

auf dem gemalten Bild erkennen

kann, war es ein blank geputzter

Stamm, nur der Gipfel mit Ästen

bekleidet. Als Schmuck waren

zwei gekreuzte, rote Fahnen angebracht.

Als 1806 das Königreich

Bayern gegründet wurde, förderte

der Staat derartige Brauchtümer

zur Identitätsstiftung und trug

damit auch zur Verbreitung der

Maibäume bei. „Später waren

dann Kränze oder Girlanden am

Maibaum angebracht, erst ab

etwa 1850 kamen die Schilder“,

berichtet Klaus Gast. Nun ist die

mittelalterliche Blütezeit der Zünfte

längst vorbei, so dass der Kreisheimatpfleger

lieber von Symbolen

spricht, die aufzeigen sollen, was

in den Orten alles vertreten ist.

10 bis 40 Zeichen an

einem Maibaum

Nun könnte man daraus schließen,

dass ein kleines Dorf wesentlich

weniger Maibaum-Schilder zu

verzeichnen hat als eine größere

Stadt. Doch wer an den Maibäumen

in unserer Gegend einmal die

Symbole zählt, kann überhaupt

keine Schlussfolgerung auf die

Größe des Ortes ziehen. Mal sind

es zehn Taferl, mal 40. Im unteren

Bereich des Stammes werden

meist Kirche, Gasthaus, Gemeinschaftseinrichtungen

oder Vereine

dargestellt. Andere Bäume weisen

ausschließlich auf verschiedene

Handwerksberufe hin.

Proportionen sollten

stimmig sein

Walter Sirch aus Sulzschneid am

Auerberg ist in seiner Funktion

als Landesvorsitzender des Sachgebietes

Mundart, Brauchtum,

Laienspiel im Bayerischen Trachtenverband

jedes Jahr mit einer

Maibaum-Kommission im Landkreis

Ostallgäu unterwegs, um

die schönsten Traditionsstangen

zu prämieren. „Die Anzahl der

Schilder sollte stimmig sein zur

Länge des Maibaumes“, sagt Walter

Sirch, der zu einem schönen

Gesamteindruck rät. Außerdem

empfiehlt er den aufstellenden

Vereinen, ihre Zeichen auch mal

bewusst anzuschauen, sie den

heutigen Gegebenheiten anzupassen.

„Wenn Firmen für den

Maibaum spenden, sollten nicht

einfach ihre Logos angebracht

werden.“ Einen Installateur kön-

Der Hohenfurcher Maibaum hat

30 Schilder und drei weitere am

Stamm befestigt.


Das frühere Raiffeisen-Zeichen mit den gekreuzten Pferdeköpfen ist fast

an jedem Maibaum zu finden.

ne man beispielsweise mit einem

Wasserhahn, eine Bank mit einem

Sparschwein darstellen.

Individuelle

Schilder erhalten

Das sieht auch Klaus Gast nicht

anders: „Ein Maibaum sollte nicht

zur Werbetafel degradiert werden.“

Bei der Erneuerung der

Schilder sei mit Gespür für die

Tradition vorzugehen. Wenngleich

beide Brauchtums-Fachleute den

verantwortlichen Maibaum-Aufstellern

der Region, von wenigen

Ausnahmen abgesehen, durchaus

sehr viel Fingerspitzengefühl bescheinigen.

Und Individualität, die

laut Klaus Gast möglichst erhalten

bleiben soll. „Sonst könnte man

die Maibaumschilder auch bei

eBay bestellen.“

Doch bei aller Vielfalt. Wer die

Symbole an den hiesigen Maibäumen

einmal genauer inspiziert,

stellt fest: die könnten fast

alle eine Erneuerung gebrauchen.

Wer das anpackt, muss viel Kreativität

einbringen, um Tradition

und Moderne miteinander zu verbinden.

Zunächst gilt es, die nach

wie vor ausgeübten traditionellen

Handwerksberufe zeitgemäß zu

zeichnen. Dann werden die Schilder

mit Metallbearbeitungsmaschinen

hergestellt, zum Beispiel

durch Stanzen oder Laserschneiden.

Und schließlich braucht man

eine künstlerisch begabte Person,

die die Schilder bemalt. Alternativ

könnte man die Motive auch als

Folie aufkleben.

Gleichwohl sind die Zunftzeichen

nur ein kleiner Bestandteil des Gesamt-Aufwandes,

der zur Aufstellung

eines Maibaumes notwendig

ist. Vom Stifter des Baumes über

den Transport, die Vorbereitung,

die Nachtwachen bis zur Organisation

des Aufstelltages – viele

helfende Hände sind notwendig,

um dieses Brauchtum zu erhalten.

„Die Gemeinschaftsleistung ist das

Wichtigste an einem Maibaum“,

sagt auch Klaus Gast, der in jeder

Traditionsstange auch eine gute

Dorfgemeinschaft erkennt. rg

Die Steingadener haben die Schönegger Käsealm gut integriert.

> > > INFORMATION

Wo wird aufgestellt?

Das Maibaumaufstellen ist in jeder Ortschaft mit einem schönen

Fest verbunden. Meist spielt die Musikkapelle schon zum Frühschoppen

und alle Gäste werden bei Speis und Trank zum Verweilen

eingeladen. Wenn der neue Maibaum steht, wird mit Musik

und Tänzen gefeiert. Im Altlandkreis wird in sieben Dörfern ein

neues Traditionsstangerl aufgestellt.

ORTSCHAFT VEREIN BEGINN

Apfeldorf Trachtenverein 10.30 Uhr

Denklingen Landjugend 14 Uhr

Ludenhausen Jugendclub 8 Uhr

Rottenbuch Trachtenverein 11.30 Uhr

Schwabbruck Landjugend 12 Uhr

Schwabniederhofen Maibaumverein 10 Uhr

Schwabsoien Landjugend 10 Uhr

Auch in Apfeldorf wird heuer wieder ein Maibaum aufgestellt.

mai / juni 2017 | 59


ALLERLEI IM ALTLANDKREIS II

Getanzt, geholfen und gewonnen

Maitanz in der Schloßberghalle

Musik im Pfaffenwinkel 2017

Peiting | Die Lebenshilfe Weilheim-Schongau veranstaltet zusammen

mit der Herzogsägmühle, der Caritas, Regens Wagner aus

Rottenbuch, dem TSV Peiting, der Mittelschule und der Grundschule

Peiting, sowie den beiden Peitinger Kirchengemeinden wieder einen

Maitanz. Die Neuauflage des bis 2011 von der Caritas organisierten

und in Weilheim angesiedelten Maitanzes findet nun schon zum

dritten Mal in der Peitinger Schloßberghalle statt und hat sich längst

etabliert. Das Besondere an der Veranstaltung ist sicherlich die

Tatsache, dass nicht nur ein Verein mitmacht, sondern viele Organisatoren

zusammenkommen. Schließlich gibt es leidenschaftliche

Tänzer sowohl beim TSV Peiting, als auch bei der Lebenshilfe oder

etwa in Herzogsägmühle. Alle, die Lust haben, eine flotte Sohle aufs

Parkett zu legen, Menschen mit oder ohne Behinderung, sind am

Samstag, 13. Mai in die Schloßberghalle eingeladen. Einlass ist um

18 Uhr, Beginn um 19 Uhr. Zur Unterhaltung spielt die Rock-Band

„Take Off“ und die Ballettschule Schongau tritt ebenfalls enfalls

auf. Für Essen und Trinken sorgen die Schüler der Mitteltischule

Peiting.

Pfaffenwinkel | Auch in der Saison 2017 hat der

künstlerische Leiter und Dirigent Christian Fröhlich

wieder herausragende Solisten und Orchester

gemeinsam mit dem gemischten Chor im Pfaffenwinkel

bekommen. Und ein abwechslungsreiches

Programm für die Konzertreihe

„Musik im Pfaffenwinkel

zusammengestellt.

Zum Auftakt am 28. Mai

erklingt in der Basilika Benediktbeuern

das Requiem

von Gabriel Fauré. Fauré,

der auch der „französische

Schumann“ genannt wird,

komponierte sein Requiem

ohne das Angst und Schrecken

verbreitende „Dies

Irae“, was Ende des 19.

Jahrhunderts fast revolutionär war. Lediglich das

„Pie Jesu“ übernahm er und beendete sein Requiem

mit dem „In Paradisum“, der Verheißung

des Paradieses. Dem Requiem schließt sich die 2.

Symphonie von Johannes Brahms an. Solisten sind

Anna El-Khashem und Johannes Kammler sowie

der gemischte Chor im Pfaffenwinkel und Mitglieder

des Bayerischen Staatsorchesters. Am 2. Juli

und 16. Juli folgen die Konzerte zwei und drei in

der Wieskirche. Weiter geht es am 23. Juli im Pollinger

Bibliotheksaal, am 8. Oktober in der Schongauer

Stadtpfarrkirche und zum Abschluss am 10.

Dezember in der Wieskirche. Nähere Information

– auch zu den weiteren fünf Konzerten – gibt es

im Internet (www.musikimpfaffenwinkel.de).

fenwinkel.de).

Kartenvorverkauf unter 08861 / 2194138,

bei München-Tickets, GAP-Tickets oder

beim Kreisboten Weilheim.

tis

Ökologische Druckfarben beim „altlandkreis“ verursachen unangenehme Gerüche

„Tag der Helfer“ in Peiting

Altlandkreis | Unser gesamtes Team freut sich immer

wieder, wenn positive Rückmeldungen von

Lesern oder auch von unseren Werbekunden kommen.

Leider kamen gerade bei den letzten Ausgaben

auch einige besorgte Rückmeldungen, dass

der „altlandkreis“ sehr intensiv, zum Teil sogar unangenehm

riecht, und sich die Leser diesbezüglich

Sorgen um eine eventuelle Gesundheitsgefährdung

machen. Wir haben das Problem sofort aufgegriffen

und sind mittlerweile diesbezüglich mit unserer

Druckerei und dem Druckfarbenhersteller in engem

Kontakt. Das Wichtigste vorneweg: die verwendeten

Druckfarben stellen keinerlei gesundheitliche

Risiken dar und entsprechen bezüglich der Freiheit

von gesundheitlich bedenklichen Stoffen der

amerikanischen CONEG-Regelung sowie der EN

71/3 für Kinderspielzeug. Die von uns verwendeten,

oxidativ trocknenden Farben trocknen ohne

Zusätze von Kobalt (der in der Druckindustrie noch

üblich ist). Während dieses Trocknungsprozesses

entstehen Reaktionsprodukte mit einem generell

milden Eigengeruch, der durch die Verwendung

des von uns gewählten Papiers leider noch etwas

verstärkt wird. Die sofortige Verarbeitung und Bündelung

der Magazine tut ihr Übriges, um die Ausdünstungen

im Einzelfall erst beim Leser erfolgen

zu lassen. Gemeinsam mit der Firma Epple-Druckfarben

in Neusäß und der Druckerei Geiselberger

in Altötting sind wir dran, diesen unangenehmen

Nebeneffekt der speziell sehr umwelt- und gesundheitsfreundlichen

Farben weiter zu minimieren. Bis

dahin bitten wir Sie um Verständnis, da wir nur

sehr ungern auf mineralölhaltige Farben zurückwechseln

und auch keine zusätzlichen Lackierungen

aufbringen möchten, die das Produkt mehr

belasten würden. Natürlich halten wir Sie weiter

auf dem Laufenden, da wir auch in Zukunft unseren

Lesern mit jeder Ausgabe eine echte

Freude bereiten möchten.

Ihr „altlandkreis“-Team

Peiting | Am Sonntag, 21. Mai, laden die regionalen

Rettungsorganisationen erneut zu einem

großen Informationstag am Feuerwehrhaus Peiting

ein. Der „Tag der Helfer“ wird bereits seit

1996 im Drei-Jahresrhythmus durchgeführt und

bietet den Besuchern eine umfangreiche Vorstellung

der einzelnen Organisationen: Freiwillige Feuerwehr Peiting,

BRK Schongau und Peiting, Notärzte Schongau e.V., Nofallseelsorger,

Katastrophenschutz des Landratsamtes Weilheim-Schongau, Heeresflugplatzfeuerwehr

Altenstadt, Polizei Schongau, Verkehrswacht

Schongau, Bergwacht Steingaden-Peiting, Wasserwacht Schongau

und Technisches Hilfswerk Schongau. Auf dem Tagesprogramm stehen

neben der Fahrzeugschau und Gerätevorführungen der Teilnehmer,

auch Aktionen mit Besucherbeteiligung wie etwa Löschtraining.

Eine große, gemeinsame Einsatzübung eines Verkehrsunfalls um

14 Uhr sowie ein Kinderprogramm mit Hüpfburg, Spritzwand und

Kinderschminken runden den „Tag der Helfer“ ab. Es gibt zudem

die Möglichkeit, Mittag zu essen oder Kaffee und Kuchen

zu genießen. Das Feuerwehrhaus Peiting steht von 10 bis

17 Uhr ganz im Zeichen des Tages der Helfer. tis

60 | der altlandkreis


Kabarett, Konzert, Theater und Bücher

Altlandkreis | Der „altlandkreis“ versucht bei den Gewinnspielen

den Lesern stets etwas zu bieten. Wie in der vergangenen Ausgabe

mit dem neuen Roman von Hans Schütz, den wir Heinrich

Hasholzner aus Schongau, Brigitte Hefele aus Burggen und Christine

Strobl aus Altenstadt zuschicken durften. Das lyrische Handbuch

von Marianne Porsche-Rohrer ging an Maria Bussewitz aus

Schwabsoien, Elisabeth Kauer aus Kinsau, Ursula Knappich aus

Hohenpeißenberg, Brigitte Weiss aus Peiting und Katharina Zwißler

aus Steingaden. Rosi Dopfer aus Peiting erlebte einen Abend

bei Roland Hefter, während wir Sonja Bair aus Kinsau, Cäcila

Fedisch aus Peiting und Elisabeth Horn aus Schongau zum Osterkonzert

der Stadtkapelle einladen durften. Je zwei Karten für

das Theater „Anders als Du glaubst" gingen an Christine

Wetzler aus Altenstadt, Hertha Veittinger aus Peiting

und Gabriele Assner aus Denklingen.

tis

56. Gauschützenfest in Rettenbach

Rettenbach | Das Sonnendorf Rettenbach am Auerberg lädt im Mai

zum sportlichen Wettkampf beim 56. Gauschützenfest des Sportschützengaus

Kaufbeuren-Marktoberdorf. Die Tradition des 850

Jahre alten Dorfes wird insbesondere durch die Vereine geprägt,

die fast alle um die Jahrhundertwende gegründet wurden, wie

auch die Zimmerstutzen-Schützengesellschaft Rettenbach (ZSSG),

die 1898 von 12 Bauern gegründet wurde. Nun haben sie keine Mühen

gescheut, ein würdiges Gauschießen auf die Beine zu stellen:

Nach der Gaubannerübergabe am 24. Mai, werden zu den Schießtagen

vom 25. Mai bis 4. Juni rund 1300 Schützen aus über 60 Vereinen

zum Schießbetrieb in der Produktionshalle der Firma Holzhaus

Oberland GmbH erwartet, um zusammen mit den Besuchern

einen spannenden Wettkampf zu erleben. Im Festzelt gibt es dann

ab Mittwoch, 14. Juni, das erste Event mit den „Isartaler Hexen“.

Freitag, 16. Juni, ist die „Nacht der Tracht“ mit den „Lederrebellen“.

Tags darauf und Sonntag, 18. Juni, veranstalten die Fuhrwerker ein

Oldtimer-Treffen anlässlich ihres 15-jährigen Bestehens. Beginn ist

samstags ab 13.30 Uhr und sonntags ab 10 Uhr. Um Erfolge mit den

Sportlern zu feiern, beginnt das eigentliche Festwochenende der

Schützen am Freitag, 23. Juni, mit dem Königszug und anschließender

Königsehrung. Dabei wird mit viel Spannung die Bekanntgabe

des Gauschützenkönigs erwartet. Anschließend ist Party mit

der Band „Dreisam“. Am Samstag, 24. Juni, wird mit den „Mercuries“

eine Nacht gefeiert und Höhepunkt des Gauschießens ist der

Festsonntag am 25. Juni

mit Gottesdienst, Frühschoppen

und traditionellem

Festsonntag

mit rund 3 000

Mitwirkenden.

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mai / juni 2017 | 61


7. Musiknacht am 20. Mai

Peiting rockt

Peiting | Es darf wieder „gerockt“

werden – und zwar eine ganze

Nacht lang. Am Samstag, 20. Mai,

öffnen zum bereits siebten Mal

Peitings

Gastronomen ihre Eingangs-

ngstüren

für die Musiknacht. Wie

immer der Clou: einmal bezahlen,

elf Konzerte erleben.

en

Ein besonderer Höhepunkt in

diesem Jahr wird sicherlich

der „Partybus“ mit DJ – bewirtet

von der Kneipe Spix –

der durch Peitings Straßen tourt.

Ab 21 Uhr kann für je eine Stunde

eine Fahrt gebucht werden.

Aber auch die Konzerte in den

nicht-mobilen Lokalitäten versprechen

einen kurzweiligen Abend. um

Eine zentrale Anlaufstelle für Musikbegeisterte

wird erneut die

Schloßberghalle. Hier spielt ab

20 Uhr die junge Band „Kind of

Black“, die vom Peitinger Musik-

Förderverein unterstützt wird. Sie

präsentiert Klassiker von Metallica

ebenso wie aktuelle Hits von

Rag ’n’ Bone Man, und zwar in

klassischer Rockbesetzung plus

Orchester. Im Anschluss daran,

von 22 bis 3 Uhr, versprechen „Sin

Goblin“ mit ihrer unkomplizierten

und sympathischen Art eine publikumsnahe

Show.

Country, Blues und

Heimatsound

Die weiteren Gaststätten und Bars

setzen sowohl auf Altbekanntes

wie auch auf Neuheiten: Im Buchberger

unterhält der aus Pennsylvania

stammende Sänger „Daniel

T. Coates“ mit Country, Bluesrock,

Rockabilly und Folk. Die lokale

Rock-Coverband „Take Off“ steht

für erdige und ehrliche Musik mit

Rock- und Popklassikern aus 50

Jahren Musikgeschichte. Sie treten

in der Kegelbahn (Obere Straße)

auf. „Live Time“, die Truppe rund

Musiknacht-Mitorganisator

Michael Schmid, verwöhnt das Publikum

im Keppeler mit Live-Musik

vom Feinsten. „Koan Stress“ heißt

es hingegen bei der frischen Band

„Rigoros“, die das Café Central mit

eigens komponierten Heimatsound

einnehmen wird. Von 20 bis 21 Uhr

und 23 bis 24 Uhr lockt das Central

zudem mit einer Cocktail-Happy-

Hour. Die „Roxx Doxx“ aus München

garantieren Partystimmung

im Dragoner und wollen die Besucher

ihre ganz eigene Handschrift

hören lassen. Neben musikalischen

Evergreens gibt es auch Titel,

die nicht jeder kennt, aber sofort

ins Ohr gehen. Der Wahlmünchner

„Ro Clausman“ spielt die großen

Hits der 1960er bis 1990er Jahre wie

etwa von Simon & Garfunkel, CCR

> > > VERLOSUNG

oder Bob

Dylan im s’Xaver. Aktuel-

lere

Songs aus

dem

Indie- und Alternativbereich

re

ich sowie Klassiker sike

des

Rock und Pops präsentiert das Duo

Lukas Gnettner und Lucas Härtel

von „Dusty Fruitbar“ im Kapitel 10.

Die „Beat Bulls“ holen indes im

M32 zeitlose Rock-Songs aus der

Vergessenheit an die Oberfläche.

Tickets in teilnehmenden

Gaststätten

Die Konzerte dauern von 20 Uhr

bis 1 Uhr. In der Schloßberghalle

wird das Live-Erlebnis bis 3 Uhr

verlängert. Karten gibt es im Vorverkauf

für zehn Euro bei allen

teilnehmenden Gaststätten. An der

Abendkasse sind die Tickets zwei

Euro teurer.

Für den Partybus kann im Vorfeld

eine Fahrt unter 08861 / 9088055

oder info@spix-peiting.de gebucht

werden. Die Personenzahl ist begrenzt,

daher lohnt es sich, früh

dran zu sein.

tis

Für die 7. Peitinger Musiknacht am 20. Mai verlost der „altlandkreis“

3 x 2 Eintrittsbändchen. Wer sie gewinnen möchte, schickt bis 15. Mai

eine Postkarte mit dem Stichwort „Musiknacht“ an „altlandkreis“,

Birkland 40, 86971 Peiting. Oder eine Mail an info@altlandkreis.de.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, das Los entscheidet.

62 | der altlandkreis


Das blaue Haus in Schongau-West

Das Ärztehaus feiert

Zehnjähriges

Schongau | Weil das Geschäft gut

gelaufen ist, sollte die Apotheke

von Brigitte Schäfer-Ullmann

umgebaut und erweitert werden.

Doch in Schongaus Pöllandtstraße

war alles zugebaut, kein Platz

für Vergrößerung. Umso praktischer,

wenn der eigene Ehemann

Architekt ist und obendrein eine

zündende Idee hat: den Bau eines

Ärztehauses. So entstand das

blaue Gebäude in der Burggener

Straße, das seit Jahren voll ausgelastet

ist mit Haus-, Haut- und

Zahnarzt, mit Ergo- und Physiotherapie

sowie Logopädie und

eben der West-Apotheke von Brigitte

Schäfer-Ullmann. Heuer feiern

die fünf Parteien gemeinsam

zehnjähriges Bestehen. Grund genug,

die einzelnen Praxen vorzustellen.

Trainingsberatung

beim Hausarzt

Die Hausarztpraxis von Dr. Jiris

Faltis und Dr. Franz Meier ist mit

Kunden aus Schongau und Umgebung

seit Jahren bestens besucht.

Auch, weil sie überdurchschnittlich

viele Leistungen anzubieten

hat. Neben dem Standardrepertoire

wie Grundversorgung, EKG,

Notfallmedizin, Vorsorgeuntersuchungen

sowie Ultraschall zählen

auch Naturheilkunde und „Trainingsoptimum

zum Leistungsspektrum.

Für letzteres ist Dr. Faltis

zuständig, der sich in Sachen

Trainingslehre und Belastungsgrenzen

als leidenschaftlicher

HAUTARZTPRAXIS

SCHONGAU

Thomas Schleußinger

Natalia Warncke

Ammar Al-Hilaifawi

M.B.Ch.B. (Univ. Bagdad)

Fachärzte für:

· Dermatologie

· Venerologie

· Allergologie


· Lasertherapie

· Berufsdermatologie

Burggener Straße 13 86956 Schongau

Tel. 08861/3443 Fax 08861/71443

dermaoberbayern@googlemail.com

www.hautarzt-schongau.de

Feiern Zehnjähriges: (v.l.) Zahnarzt Kurt Rosenthal, Apothekerin Brigitte Schäfer-Ullmann, Hautarzt Thomas

Schleußinger, Ergo- und Physiotherapeutin Kerstin Mosch, Hautärztin Natalia Warncke und die Hausärzte Dr.

Franz Meier und Dr. Jiris Faltis.

Dr. med. Jiri Faltis

Facharzt für innere Medizin

Hausärztliche Versorgung · Notfallmedizin

Sprechzeiten

Montag 8.00 – 12.00 · 14.30 – 17.00 Uhr

Dienstag 8.00 – 12.00 · 14.30 – 17.00 Uhr

Mittwoch 8.00 – 12.00 Uhr

Donnerstag 8.00 – 12.00 · 14.30 – 17.00 Uhr

Freitag 8.00 – 13.00 Uhr

und nach Vereinbarung.

Burggener Straße 13 · 86956 Schongau

Telefon 08861 7326 · Telefax 08861 7322

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mai / juni 2017 | 63


Hobby-Sportler bestens auskennt.

Über den Kampfsport Krav Maga

lernte er auch Praxisgründer

Dr. Rupert Schmidt kennen. Der

Schicksalsschlag um den gebürtigen

Schongauer sitzt bis heute

tief. Schmidt ist im November 2015

mit 48 Jahren so plötzlich wie unerwartet

an Herzversagen verstorben.

„Er fehlt uns als Mensch und

Arzt“, sagt Dr. Faltis, der wie Kollege

Dr. Meier außerhalb der Praxis

auch als Notarzt arbeitet.

Hautkrebsvorsorge für

Maurer und Zimmerer

Von Anfang an in das Projekt involviert

war auch Hautarzt Thomas

Schleußinger gewesen. Der

Murnauer hatte schon vorher

seine Praxis in Schongau, allerdings

in der Altstadt, „wo die

Parkmöglichkeiten nicht wirklich

gut waren“. Als er vom Projekt

„Ärztehaus in Schongau-West“

erfuhr, war er sofort begeistert:

„Vor allem, weil wir bei der Planung

dabei sein durften und

unsere Räume so mitgestalten

konnten, wie wir sie brauchen.“

Schleußinger arbeitet mit zwei

weiteren Ärzten zusammen, die

künftig zu je einem Drittel die

Praxis leiten werden. Unterstützt

wird das Team von acht Mitarbeitern

in Voll- und Teilzeit, die den

regen Kundenverkehr managen.

Die Patienten kommen aus dem

Umkreis von rund 20 Kilometern.

Die häufigsten Krankheiten: Hautkrebs,

Allergien, Akne, Fußpilz

und Infektionen. Krebsvorsorge ist

Schleußinger ein besonderes Anliegen.

Insbesondere bei Bürgern,

die Freiluftberufe wie Maurer oder

Zimmerer ausüben und ständiger

Sonneneinstrahlung ausgesetzt

sind. „Dadurch steigt das Krebsrisiko“,

sagt Schleußinger. Ein- bis

zweimal jährlich sollten beruflich

belastete und erblich vorbelastete

Bürger zur Hautkrebsvorsorge.

Menschen ohne Risiko alle zwei

Jahre.

Gesunde Zähne für

Wohlbefinden

Schon gewusst, dass gesunde

Zähne, starke Kaumuskulatur und

geschmeidiges Kiefergelenk ganz

entscheidend für das körperliche

Wohlbefinden sind? Zahnarzt Dr.

Kurt Rosenthal hat es mit komplexen

Organen zu tun. Entsprechend

breit ist sein Leistungsspektrum,

das von der Zahnfleischbeobachtung

werdender Mütter über

Kariesscreening mittels Laser bei

Kindern bis hin zu diversen Implantaten

für Erwachsene und

F

S

r

D

Inh. Brigitte Schäfer-Ullmann

Burggener Straße 13

86956 Schongau

Tel. 08861/4761

www.westapotheke-schongau.de

64 | der altlandkreis


Senioren reicht. Besonders praktisch:

Die dort angestellte Zahntechnikerin

hat ihren Arbeitsplatz

ebenfalls in der Praxis, wodurch

den Kunden viel Zeit und Weg erspart

wird.

Das richtige

Medikament

Falls der Zahnschmerz trotz umfänglicher

Behandlung noch einige

Tage andauert, könnte ein

Medikament in der West-Apotheke

helfen. Bekommt der Patient

von Haus-, Haut- oder Zahnarzt

Schmerzgel, Kopfweh- oder Halstabletten

verschrieben, kann er

die quasi im Vorbeigehen bei Apothekerin

Brigitte Schäfer-Ullmann

besorgen. Und anschließend ganz

bequem in sein Auto steigen. Das

> > > TAG DER OFFENEN TÜR

Ärztehaus in Schongau-West ist

nicht nur zu 100 Prozent barrierefrei

gebaut, es bietet auch reichlich

kostenlose Parkmöglichkeiten.

Entweder direkt rund um das Haus

oder in der dazugehörigen Tiefgarage.

Neue Logopädin

im Team

Optimal ergänzt wird das Angebot

im Ärztehaus Schongau-West

mit Ergotherapie, Logopädie

eiern Zehnjähriges: (v.l.) Zahnarzt arzt

Kurt Rosenthal, und Apothekerin Physiotherapie. erin

Brigitte

In der für

chäfer-Ullmann, lm

n,

Hautarzt Thomas Schleußinger, Ergo- und

Physiothe-

heapeutin

Kerstin Mosch, Hautärztin Natalia al

Warncke und

die

Hausärzte

r. Franz Meier und Dr. Jiris Faltis.

Zum Zehnjährigen veranstaltet das Ärztehaus in Schongau-West,

Burggener Straße 13, am Samstag, 6. Mai, von 9 bis 12 Uhr einen

Tag der offenen Tür. Hausarzt Dr. Jiris Faltis, Ergotherapeutin Kerstin

Mosch und Apothekerin Brigitte Schäfer-Ullmann sperren ihre

Arbeitszimmer auf und gewähren Einblicke in ihre Tätigkeiten. Für

leibliches Wohl sowie ein buntes Rahmenprogramm ist gesorgt.

verschiedenste Behandlungsmethoden

eingerichteten Praxis von

Kerstin Mosch arbeiten derzeit 15

Fachkräfte, die allesamt über ein

großes Repertoire an Zusatzqualifikationen

verfügen. Zum Beispiel

für verhaltenstherapeutisches

Training, manuelle Therapie nach

Mulligan oder therapeutisches

Klettern an einer vier auf vier Meter

großen Kletterwand. Neu im

Team ist Logopädin Sabine Huber,

die mit speziellen Übungen

Sprach-, Sprech-, Stimm- und

Schluckstörungen behebt. js

ZAHNHEILKUNDE

PRAXIS

ROSENTHAL

Leistungssprektrum:

Eigenes Zahntechniklabor; komplette Zahnmedizin von

der Schwangerschaft bis ins hohe Alter, z.B. Vorsorge,

adhäsive Füllungstechnik, Zahnersatz, Implantologie,

funktionelle Behandlung (knirschen, pressen),

Parodontologie, Bleaching.

Ziel:

Zahngesundheit; Ein gesundes Kauorgan ist wesentlich


Ausstattung:

Die Praxis ist auf dem neuesten, bewährten Stand der

Technik, z.B. Cerec, Mikroskop, DVT (dreidimensionales

Röntgen), Laser, usw.

Burggener Straße 13

86956 Schongau

Tel. 08861 – 1666

Fax 08861 – 1667

Web www.zahnheilkunde-rosenthal.de

E-Mail zahnarzt.rosenthal@t-online.de

mai / juni 2017 | 65


SAG MAL, DIESMAL MIT

Stephanie Eglhofer

aus Epfach

Epfach | „Ich kann eine ruhige Ballade

singen oder auch eine richtige

Rock-Röhre sein. Aber alles

bleibt im Steffi-Stil“, sagt Stephanie

Eglhofer. Die Epfacherin ist in

der dritten Saison mit der Blasmusikformation

„Die Schwindligen

15“ unterwegs und bringt als

Sängerin die Bierzelte zum Toben.

Auch beim Bezirksmusikfest in

Denklingen wird die 26-Jährige zu

sehen und hören sein.

Sag mal, wie bist Du dazu gekommen,

bei den „Schwindligen 15“ als

Sängerin aufzutreten?

Christoph Plischke, ein guter

Freund aus Tannenberg, hatte

schon ein Jahr bei den Schwindligen

mitgespielt. Er hat mich vorgeschlagen,

als sie auf der Suche

66 | der altlandkreis

nach einer Sängerin waren, und

so durfte ich neben weiteren Bewerberinnen

zum Vorsingen kommen.

Die Musiker haben sich dann

tatsächlich für mich entschieden.

Ich bin jetzt schon die dritte Saison

die einzige Sängerin und muss bei

jedem Auftritt da sein. Krank werden

oder so gibt es da nicht.

Du bezeichnest Eure intensive Zeit

als „Saison“. In welchem Radius

und wie viele Auftritte bestreitet

Ihr denn?

Ja, unsere Saison geht in der Regel

von Mai bis Oktober, weil wir

fast ausschließlich in Bierzelten

und auf Sommerfesten spielen.

Wir haben im Jahr rund 25 Auftritte,

sind in Bayern, Baden-

Württemberg und auch mal in der

Stephanie Eglhofer zuhause

in Epfach am Flügel.

Schweiz oder Südtirol unterwegs.

Das sind oft bis zu drei Stunden

einfache Fahrzeit. Unsere Musiker

sind auch ziemlich verstreut, die

meisten kommen aus dem Allgäu,

einer ist aus Baden-Württemberg

und drei kommen aus Oberbayern.

Und wie sieht es außerhalb der

Saison aus?

Außerhalb der Saison ist es ruhiger,

da haben wir höchstens mal

einen verfrühten Termin in einer

Halle. Im vergangenen Jahr haben

zwei Musiker geheiratet, so eine

Hochzeit spielen wir natürlich.

Die Proben sind immer in Pforzen

bei unserem musikalischen

Leiter Alexander Pfluger. Die Bläser

beginnen schon im Januar

mit den wöchentlichen Proben,

wir vom moderneren Teil proben

zunächst extra und stoßen dann

später dazu. Kurz vor den ersten

Auftritten gibt es dann zwei heiße

Durchläufe, wo das komplette

Programm geübt wird. Da kann

eine Probe schon mal bis zwei Uhr

nachts dauern.

Was reizt Dich daran, mit 20 Blasmusikern

durch die Gegend zu ziehen,

Dir die Nächte um die Ohren

zu schlagen?

Für mich ist das eine ganz tolle Erfahrung,

auf einer großen Bühne

zu stehen und mit so guten Musikern

zu spielen. Wir haben eigene

Leute für den Aufbau und die

Technik, eine tolle Lichtshow und

eine dazu passende Videoleinwand

– das ist alles sehr professio-


Wenn die „Schwindligen 15“ auftreten, brodelt es im Festzelt – und

Stephanie Eglhofer ist mittendrin.

nell. Für mich als Mädel ist das

super, man kommt viel rum und

wenn 5 000 Leute einem zujubeln,

dann ist das ein aufregendes Gefühl.

Gedanken darüber, dass ich

das einzige Mädel bin, hab ich

mir eigentlich noch nie gemacht.

Das ist einfach ein netter Haufen

und die Männer schauen alle auf

mich. Eine solche Chance hätte ich

kein zweites Mal bekommen. Jetzt

Die Epfacherin singt

in der dritten Saison bei

den „Schwindligen 15“.

freue ich mich schon richtig auf

die ersten Auftritte der Saison.

Deine Anfänge waren bei den

„Bloody Chicken Heads“. Wie kam

es dazu?

Ja, das stimmt. Die Musiker der

„Bloody Chicken Heads“ sind sehr

gute Freunde von mir. Vor fast fünf

Jahren haben sie mit der Band

angefangen und mich dann gleich

als Sängerin dazu geholt. Inzwischen

ist auch Ramona Knopp als

Sängerin dabei, falls es bei mir

mal Terminüberschneidungen mit

den Schwindligen gibt. Die Bloodies

sind mir besonders wichtig,

weil es bei uns nicht nur musikalisch,

sondern auch menschlich

super passt.

Du bist, was das musikalische Talent

angeht, erblich stark vorbelastet.

Erzähl uns von Deiner Familie.

Mein Papa hat früher selbst bei

den „Epfacher Buam“ gespielt und

ist bis heute bei der Tanzlmusik.

Meine Mama singt im Pfaffenwinkel-Chor.

Unsere Eltern haben uns

musikalisch sehr gefördert. Mein

älterer Bruder Tobias studiert Klarinette

und Lehramt für Musik an

Gymnasien. Er ist natürlich auch

sehr viel mit Musik unterwegs.

Mein jüngerer Bruder Fabian hat

zuerst Klavier gelernt und fand

dann seine große Liebe zur Ziach.

Mit der „Dreieckmusi“ ist er mittlerweile

weitum bekannt. Außerdem

spielt er Schlagzeug bei den

Birkländer Musikanten. Bei uns

daheim ist also immer irgendwo

Musik zu hören.

Welche musikalische Ausbildung

hast Du genossen?

Bei mir hat es schon im Kindergarten

mit musikalischer Früherziehung

angefangen. Dann hab

ich an der Schongauer Musikschule

Blockflöte gelernt und Klavierunterricht

bekommen. An der

Gitarre hat mich Elisabeth Gruber

unterrichtet und als Jugendliche

hatte ich auch schon drei Jahre

Gesangsunterricht. Jetzt bei den

Schwindligen mache ich einmal

wöchentlich eine Gesangsausbildung

in Kempten, damit meine

Stimme diese Herausforderungen

auch schafft. Ich kann eine ruhige

Ballade singen oder eine richtige

Rock-Röhre sein. Aber alles im

Steffi-Stil, weil meine Stimme sehr

voll und kräftig ist.

Erst eine Ausbildung zur Mediengestalterin,

dann Tourismus-Studium.

Warum diese berufliche Kombination?

Nach dem Abitur wusste ich eigentlich

nicht, was ich machen

möchte. Ich hab dann verschiedene

Praktika gemacht und bin so

auf den Beruf der Mediengestalterin

gestoßen. Aber acht Stunden

nur vor dem Computer zu sitzen,

das war nichts für mich und darum

wollte ich nach der Ausbildung

ein Studium machen. Mit

der Firma war ich viel auf Messen

und Events unterwegs, so bin ich

auf den Studiengang Tourismus-

Management gekommen. Die Bereiche

Gastronomie und Hotellerie

sind mir vielleicht schon in die

Wiege gelegt, weil meine Mutter

aus dem Gasthaus „Neuwirt“ in

Birkland stammt.

Gerade schreibst Du an Deiner Bachelorarbeit.

Was sind Deine beruflichen

Ziele für die Zeit danach?

Das ist gar nicht leicht zu sagen,

weil ich mit dem Kombinations-

Studium auch in andere Bereiche

gehen könnte. Wichtig ist, dass es

mir Spaß macht und zu mir passt.

Im Moment bin ich in Schwangau

im Hotel König Ludwig als Werkstudentin,

wo ich auch meine

Bachelorarbeit schreibe. Daher

könnte ich es mir gut vorstellen,

in der Hotelbranche einzusteigen.

Bleibt bei so vielen Terminen überhaupt

noch Zeit für was Privates,

zum Beispiel einen Freund?

Für Freunde oder Partys bleibt besonders

im Sommer wenig Zeit.

Aber meine Freunde wissen und

verstehen das. Dafür kommen sie

gern zu meinen Auftritten, wenn

sie es schaffen. Das freut mich

immer besonders. Meinen Freund

habe ich bei den Schwindligen


kennengelernt. Er gehört zur Crew

und ist als Lichttechniker mit dabei.

Das ist natürlich perfekt, denn

so sind wir am Wochenende immer

gemeinsam unterwegs und

haben den gleichen Rhythmus.

Sonntags schlafen wir aus, das ist

dann unser gemütlicher Tag, an

dem wir’s uns gutgehen lassen.

Sag mal, wie siehst Du Deine Zukunft?

Solange es Spaß macht, möchte

ich bei den Schwindligen bleiben

und Musik werde ich immer

irgendwie machen, auch bei den

Bloody Chicken Heads. Privat

bin ich ein Familienmensch, ich

wünsche mir mal einen netten

Ehemann, ein schönes Haus und

brave Kinder. Mit ersterem sieht’s

ja schon mal ganz gut aus. rg

www.mv-denklingen.de

mai / juni 2017 | 67


Dem Musikverein Denklingen

wünscht ein erfolgreiches

46. Bezirksmusikfest

die

46. Bezirksmusikfest in Denklingen

Do spielt d’ Musik

Denklingen | 55 Musikkapellen bei

den Wertungsspielen, ein Festprogramm

vom 19. Mai bis 25. Juni

und 94 angemeldete Vereine zum

großen Festzug. Das 46. Bezirksmusikfest

in Denklingen wird ein

Fest der Superlative – und zwar

in einer Größenordnung, wie es

die Fuchstalgemeinde bisher noch

nicht erlebt hat. Richten wir also

unsere Aufmerksamkeit auf den

Musikverein Denklingen, getreu

dem mundartlichen Motto „Do

spielt d’Musik“.

Der langjährige Musiker und Heimatforscher

Horst Raabe konnte

vor einigen Jahren eine Rechnung

aus dem Jahre 1740 ausfindig machen,

in der Musikanten für ihren

Dienst an Himmelfahrt einen Gulden

erhielten. Dies allein genügte

dem Ortschronisten aber nicht, er

fand bis in die heutige Zeit immer

wieder Belege einer Existenz von

Blasmusikern in Denklingen. Beim

Festabend am Freitag, 19. Mai,

wird der Musikverein für 275 Jahre

Blasmusik mit der goldenen Ehrennadel

der Bundesvereinigung

deutscher Musikverbände ausgezeichnet.

Eine Ehrung, die bisher

nur fünf Orchestern innerhalb des

Musikbundes von Ober- und Niederbayern

zuteilwurde.

Wertungsspiele in

Mehrzweckhallen

Gleich am darauffolgenden Samstag,

20. Mai, sowie Sonntag, 21.

Mai, finden die Wertungsspiele

in den Mehrzweckhallen von

Fuchstal und Denklingen statt. Der

Musikverein ist Mitglied im Bezirk

Lech-Ammersee, pflegt aufgrund

der geografischen Lage aber auch

enge Kontakte zum Bezirk Oberland

und zu den Nachbarkapellen

aus dem Allgäu. Deshalb werden

die Wertungsspiele nicht nur ein

Wettstreit zwischen den 55 angemeldeten

Kapellen, sondern auch

ein interessanter Austausch zwischen

den Kapellen aus Ober- und

Niederbayern, Schwaben und dem

Allgäu. Alle Blasmusikfreunde

sind herzlich eingeladen, diesen

Wertungsspielen mit hohem musikalischem

Anspruch und einer

vor Spannung knisternden Atmosphäre

beizuwohnen und sich ein

Bild vom Leistungsstand der regionalen

Klangkörper zu verschaffen.

Wenn‘s was Gscheid‘s sei soll!

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Von uns werd‘s sauber Zamgricht:

Sandra Bär

(Frau vom Chef)

Manfred Bär

(Chef)

Heike Hirt

(Schwägerin vom Chef)

Mit der Pfarrkirche im Hintergrund

marschiert die Blaskapelle Denklingen auf.

68 | der altlandkreis


Hoffen auf schönes Wetter: Auch beim 46. Bezirksmusikfest am Sonntag,

25. Juni möchten die teilnehmenden Musiker an zahlreichen Zuschauern

vorbei marschieren.

Im Festzelt, das beim Gewerbegebiet

stehen wird, geht es an Fronleichnam

(15. Juni) los. Nach der

heiligen Messe um 10 Uhr spielt

der Musikverein Reichling zum

Frühschoppen. Abends folgt mit

den „Blasmusik-Giganten“ gleich

der erste Höhepunkt der Festtage.

Ab 19 Uhr geben sich Anton Gälle

mit seiner „Scherzachtaler Blasmusik“,

die österreichische Gruppe

„Viera-Blech“ und die „Brauhaus

Musikanten“ auf der Bühne

ein Stelldichein.

Das große Festzelt wird auch von

anderen Organisationen der Gemeinde

genutzt: Der CSU-Ortsverband

Denklingen-Fuchstal-Unterdießen

veranstaltet am Samstag,

17. Juni, einen politischen Abend,

rund 400 Kinder und Jugendliche

aus den Vereinen des Lechgau-

Trachtenverbandes kommen am

Sonntag, 18. Juni, um 13.30 Uhr

zum Gaujugendtag zusammen

und am Montag, 19. Juni, sind

alle Senioren aus dem Landkreis

Landsberg ab 14 Uhr zum Kreisseniorennachmittag

eingeladen.

Dann geht es mit großen Schritten

auf das eigentliche Festwochenende

zu, bei dem zunächst am

Donnerstag, 22. Juni, die Nachbarkapellen

aus Leeder, Asch, Unter-

und Oberdießen, Blonhofen,

Schwabsoien und Denklingen

einen Sternmarsch zum Festzelt

bilden und dann in einer Art Blasmusik-Karussell

im Festzelt für

Stimmung sorgen. Am Freitag, 23.

Juni, geben die „Schürzenjäger“

ein Konzert, als Vorband fungieren

die „Allgäu Feager“. Für den Festsamstag,

bei Musikfesten traditionell

eintrittsfrei, lassen sich die

Denklinger nicht lumpen, haben

die „Schwindligen 15“ engagiert.

Befreundete Kapellen

aus nah und fern

> > > FESTPROGRAMM

Zum Festwochenende erwartet

der Musikverein auch seine befreundeten

Kapellen aus Eggen

in Südtirol, Bischberg bei Bamberg

und Renningen bei Stuttgart,

die alle in privaten Unterkünften

nächtigen werden. Auch dadurch

verspricht der Festsonntag eine

besondere Vielfalt. Schon der

Gottesdienst um 9.30 Uhr am

Kriegerdenkmal wird von fünf Kapellen

musikalisch umrahmt. Zum

anschließenden Frühschoppen

spielt im Festzelt die Stadtkapelle

Schongau auf. Und beim großen

Gemeinschaftschor um 13 Uhr werden

mehrere tausend Musikanten

ein einmaliges Klangvolumen bieten.

Zum großen Festzug um 14

Uhr werden 94 Vereine erwartet,

und zwar nicht nur Blaskapellen,

Trommler- oder Spielmannszüge.

Auch sämtliche Ortsvereine aus

Denklingen, Epfach und Dienhausen

marschieren mit. Außerdem

bieten 15 bis 20 Festwagen mit

Pferdegespannen ein prächtiges

Bild. Wieder im Festzelt angelangt,

spielt die Blaskapelle Hohenfurch

auf, während die anderen

Musiker mit Spannung auf

die Bekanntgabe der Ergebnisse

aus den Wertungsspielen warten.

Die dort erzielten Erfolge können

abschließend beim Festausklang

mit den „Hurlachern“ gebührend

gefeiert werden.

Drei Jahre hat der Festausschuss

auf dieses Großereignis hingearbeitet.

Alle 47 aktiven Musiker

haben in verschiedenen Arbeitsgruppen

mitgewirkt. Und das

ganze Dorf hat sich herausgeputzt,

so dass sich die Gäste aus dem

Altlandkreis Schongau, Lechrain,

Fuchstal, Allgäu und Schwaben

noch lange erinnern an dieses 46.

Bezirksmusikfest.

rg

46. Bezirksmusikfest in Denklingen

Das ausführliche Festprogramm von Freitag, 19. Mai, bis Sonntag,

25. Juni, mit sämtlichen Wertungsspielen, Festabend, dem Festwochenenden

und allen weiteren Veranstaltungen, findet sich detailliert

im Internet unter www.mv-denklingen.de.

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mai / juni 2017 | 69


Bezirkslandjugendfest in Altenstadt

Eine engagierte

Jugend im Dorf

Altenstadt | Zusammenhalt ist das

Schlagwort, das beim Interview

mit der Landjugend Altenstadt

immer wieder fällt. Mit Teamgeist

und Euphorie packen die jungen

Leute den 47. Bezirkslandjugendtag

(29. Juni bis 2. Juli) an und

wollen ein schönes Fest für die

Dorfgemeinschaft ausrichten. Wir

haben die Vorstände Andrea Salzmann

und Lukas Thoma sowie

Eva-Maria Messmer, Max Schweiger

und Andreas Nuscheler vom

Festausschuss gefragt, was eine

Landjugend in der heutigen Zeit

ausmacht.

70 | der altlandkreis

Seit wann gibt es denn die Altenstadter

Landjugend?

Andreas Nuscheler: Eine Jugendorganisation

kann man in Altenstadt

bis ins Jahr 1932 zurück

verfolgen. Später, seit den 1960er

Jahren, ist es eine katholische

Landjugend. Ende der 1990er Jahre

war da aber ziemliche Flaute.

Vor allem durch das Engagement

von Florian Jocher wurde dann

2003 ein Neustart gewagt. Bei

der Gründungsversammlung entschied

man sich, zur Bayerischen

Jungbauernschaft zu gehen. Alle

umliegenden Landjugenden sind

bei der Jungbauernschaft, das

war bis heute die richtige Entscheidung.

Deshalb haben wir der

Kirche bestimmt nicht den Rücken

gekehrt, ich meine sogar, dass wir

noch nie so viel gemacht haben,

wie derzeit. 2007 haben wir schon

einmal den Bezirkslandjugendtag

ausgerichtet, allerdings sehr

kurzfristig, deshalb war es damals

auch nur ein Abend und der Festsonntag.

Jetzt, zehn Jahre später,

wollen wir es gscheid machen.

Der 47. Bezirkslandjugendtag in Altenstadt:

Was kommt da auf Euch

zu?

Eine aktive Gruppe ist die Landjugend Altenstadt, die auch mal für einen Spaß zu haben ist: (von links) Eva-

Maria Messmer, Lukas Thoma, Max Schweiger, Andreas Nuscheler und vorne Andrea Salzmann.

Lukas Thoma: Im Herbst 2015 haben

wir auf der Bezirksversammlung

den Zuschlag bekommen.

Wir haben gleich damit angefangen,

uns Gedanken über das

Programm zu machen und die

wichtigsten Dinge zu fixieren. Das

Zelt haben wir von Franz Zimmermann,

die Verpflegung übernimmt

der Partyservice Schmid

und den Ausschank machen wir

komplett selber. Am Donnerstag

wollten wir einen lockeren Einstieg

mit einem Kabarettisten machen,

als Abend für das Dorf. Wir

haben einige angeschrieben und

uns dann für Chris Boettcher entschieden.

Am Freitag wollten wir

eine Party machen. Als ich selbst

auf Mallorca war, hab ich Partykönigin

Mia Julia gesehen. Das

war eigentlich nur ein Gag, wir

haben angefragt und da sie aus

Gilching bei München stammt,

hat sie tatsächlich zugesagt. Jetzt

haben wir daraus eine Mallorcaparty

gestrickt. Der Samstag soll

ein Stimmungsabend werden,

aber nicht mit den üblichen Verdächtigen.

In Rottenbuch hatten

wir die Muckasäck gesehen, und

die haben uns gefallen. Einige

Landjugendgruppen kommen von

weiter her und schlafen in der

Turnhalle. Deshalb geht es Sonntagfrüh

schon mit einem Weckruf

los, sonst wären die bis zum Gottesdienst

nicht alle frisch. Für den

großen Festzug haben sich über

30 Gruppen angemeldet. Und

natürlich haben wir auch Blaskapellen,

Festwagen und Ehrenkutschen

organisiert. Zum Festausklang

lassen wir uns mit der

Stadtkapelle Schongau auch nicht

lumpen. Der schlimmste Tag wird

wohl der Samstag, da ist abends

Party und in der Nacht müssen wir

das Zelt komplett umbauen, damit

am Sonntag wieder alles passt.

Wahrscheinlich kommen wir da zu

ziemlich wenig Schlaf.

Aus welchem Grund richtet Ihr dieses

Festwochenende aus?

Eva-Maria Messmer: Für unsere

Gruppe ist der Bezirkslandjugendtag

immer ein besonderes Highlight.

Beim letzten Fest in Maising

vor zwei Jahren sind einige von uns

schon am Freitag mit dem Fahrrad

los, andere mit dem Auto nachgekommen.

Das ist immer super

lustig und fördert den Zusammenhalt.

Außerdem lernt man da Leute

aus ganz Oberbayern kennen.

Deshalb freuen wir uns, wenn wir

dieses Treffen jetzt ausrichten können.

Der Lukas hat gesagt, wenn


er Vorstand wird, dann macht er

das Landjugendfest. Im Moment

ist das zwar ziemlich viel Arbeit,

aber je näher es rückt, umso mehr

freuen wir uns darauf.

Auf was legt Ihr besonderen Wert?

Max Schweiger: Auf den Zusammenhalt.

Wir unternehmen auch

das ganze Jahr über recht viel. Ob

Altpapier sammeln, Käse essen

am Karfreitag oder gemeinsame

Ausflüge – bei uns ist immer was

los. Bei unserem Fest schauen wir

natürlich darauf, dass alles funktioniert

und dass es den Gästen

auch Spaß macht. Das letzte große

Fest in Altenstadt war unser

Landjugendfest vor zehn Jahren.

Es ist schön, wieder einmal ein

großes Ereignis im Dorf zu haben

und deshalb hoffen wir, dass nicht

nur die Jugend, sondern das ganze

Dorf sich angesprochen fühlt. Mit

so einem Fest macht man auch auf

sich aufmerksam, da können die

Jüngeren sehen: Bei der Landjugend,

da rührt sich was.

> > > INFORMATION

Warum engagiert Ihr euch in der

Landjugend?

Andrea Salzmann: Ich finde es super,

dass in der Landjugend jede

Altersklasse vertreten ist. Wir haben

141 Mitglieder und gut 40 Aktive.

Das bedeutet, dass auch viele

längst Verheiratete uns noch durch

ihren Beitrag unterstützen und bestimmt

auch beim Fest wieder da

sind. Bei uns ist der Zusammenhalt

groß, man kann sich auf jeden

verlassen. Unser Bürgermeister

Albert Hadersbeck ist Schirmherr

beim Fest und als wir die letzten

Neuwahlen hatten, meinte er, wir

seien der einzige Verein, der mehr

Bewerber hat als Posten zu vergeben

sind. Bei uns ist auch jeder

bereit, Verantwortung zu übernehmen.

Wir haben zum Beispiel den

Landjugendraum komplett in Eigenleistung

ausgebaut. Außerdem

beteiligen wir uns aktiv am Dorfleben

und da bekommen wir auch

immer sehr viel Rückmeldung vom

Dorf.

rg

Programm zum

47. Bezirkslandjugendtag in Altenstadt

DONNERSTAG, 29. JUNI

20.00 Uhr Kabarettabend mit Chris Boettcher

mit musikalischer Unterhaltung durch die

Blaskapelle Altenstadt

(Kartenvorverkauf bei sämtlichen Filialen der

Raiffeisenbank Pfaffenwinkel, Einlass 19 Uhr)

FREITAG, 30. JUNI

21.00 Uhr „Mallorca do bin i dahoam“

mit den DJs Rocko und Dennis Hard,

Entertainer Rainer Seidl macht Stimmung für

die Partykönigin Mia Julia (Einlass 20 Uhr)

SAMSTAG, 1. JULI

20.00 Uhr Stimmungsabend mit „Muckasäck“

SONNTAG, 2. JULI

9.15 Uhr Kirchenzug

9.45 Uhr Festgottesdienst in der Basilika; anschließend

Frühschoppen mit der Blaskapelle Sachsenried

13.30 Uhr Aufstellung

14.00 Uhr Großer Festzug mit über 30 Gruppen,

anschl. Festausklang mit der Stadtkapelle Schongau






Eine starke Landjugend

Altenstadt

lädt zum

47. Bezirkslandjugendtag

ein.

mai / juni 2017 | 71


150 Jahre Apfeldorfer Schützen

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Auf zu einem geselligen Dorffest

Apfeldorf | Vor zehn Jahren hat

der Schützenverein Apfeldorf sein

letztes Gauschießen ausgerichtet.

Daran erinnern sich die Aktiven

des Schützengaus Schongau noch

immer gerne. Denn hier nahm die

Dorfbevölkerung regen Anteil am

Geschehen während der Schießtage,

schaute im Bierzelt vorbei

und sorgte neben dem sportlichen

auch für geselliges Miteinander.

An diese wunderbare Stimmung

möchten die Stamm-Schützen bei

ihrem vierten Gauschießen von

Mittwoch, 14. Juni, bis Samstag,

24. Juni, sowie den anschließenden

Festtagen bis Sonntag, 2. Juli,

anknüpfen.

Der Name Josef Schwaller hat in

Apfeldorf eine besondere Bedeutung.

Fest in Schwallers

Händen

Er war der letzte Floßmeister,

Gastwirt, Holzhändler und Landwirt.

Und er war ein hervorragender

Schütze. Als er 1867 nach Apfeldorf

kam, übernahm er alsbald

die Führung des erst vor wenigen

Monaten gegründeten Schützenvereins.

Er besuchte große Preisschießen

in München, Leipzig

oder Wien und pflegte eine enge

Freundschaft zur königlich privilegierten

Feuerschützengesellschaft

Landsberg. Die war mehrmals bei

Fest-Schießen in Apfeldorf zu Gast,

und wurden von Josef Schwaller

mit Flößen wieder zurück nach

Landsberg gebracht. Als Schwaller

im Jahre 1908 plötzlich verstarb,

verloren die Apfeldorfer nicht

nur einen ihrer besten Schützen,

sondern auch ihren bisher einzigen

Vereinsvorstand – und das

nach 41-jähriger Amtszeit. Da die

Beim Schützenfest 2007 marschierte ein ganz neuer Trommlerzug voran.

Heuer feiern die Apfeldorfer Trommler ihr Zehnjähriges.

Schwaller’sche Gastwirtschaft zugleich

das Vereinslokal der Schützen

war, übernahm Neffe Sebastian

Schwaller den Verein, den auch

er bis zu seinem Tod (1926) führte.

Die Tradition setzte schließlich Sebastian

Schwaller Junior fort. Und

so wurde in der Wirtsstube bis

zum kriegsbedingten Verbot der

Schützenvereine (1939) immer unter

der Führung eines Gastwirtes

der Familie Schwaller geschossen.

1952, einige Jahre nach den Kriegswirren,

ergriffen einige Apfeldorfer

die Initiative zur Wiederbelebung

und integrierten dabei auch

1961 wurde die Fahne der Apfeldorfer

Stamm-Schützen geweiht.

Floßmeister Josef Schwaller pflegte eine enge Freundschaft zur

Feuerschützengesellschaft Landsberg. Hier werden die Schützen

aus Landsberg auf dem Floß wieder nach Hause gebracht.

72 | der altlandkreis


den vormals zweiten Schützenverein

des Oberdorfes. Bereits 1958

richtete man das erste Gauschießen

aus und 1961 wurde ebenfalls

mit großen Festtagen eine Fahne

geweiht. 1970 übernahm Richard

Beinhofer den Stamm, unter seiner

Regie konnte 1975 ein schönes

Vereinsheim in der Turnhalle bezogen

werden, 1992 richtete man

wieder ein großes Schützenfest

aus und auch mehrere Jubiläen

wurden in Beinhofers 31-jähriger

Amtszeit gefeiert.

2007 Gauschießen mit

über 1 000 Schützen

2001 tritt eine weitere Schützenfamilie

in Erscheinung, Karl Baab

übernahm den Vereinsvorsitz.

> > > INFORMATION

2007 fand wieder ein Gauschießen

mit über 1 000 teilnehmenden

Schützen und einem familiären

Festwochenende statt.

70 Schießstände

im Zelt

Festprogramm zum Gauschießen in Apfeldorf

Mittwoch, 14. Juni, bis Samstag, 24. Juni

Schießbetrieb im Festzelt an der Mehrzweckhalle

Samstag, 17. Juni

13 – 16 Uhr Sommerbiathlon der Jugend

Montag, 26. Juni

18 – 22.30 Uhr Finalschießen der besten Schützen

Donnerstag, 29. Juni

19 Uhr Preisverteilung

Freitag, 30. Juni

20.30 Uhr Stimmungsabend mit den „Waidigel“

Samstag, 1. Juli

19 Uhr Sternmarsch zum Zehnjährigen des

Trommlerzuges Apfeldorf; anschließend

Unterhaltungsabend mit mehreren Blaskapellen

aus den Nachbargemeinden

Sonntag, 2. Juli

9.30 Uhr Festgottesdienst am Dorfbrunnen; anschl. Frühschoppen

im Festzelt mit der Blaskapelle Kinsau

13 Uhr Aufstellung zum Festzug

13.30 Uhr Großer Schützenzug durch das Dorf;

anschl. Unterhaltungsmusik mit der Apfeldorfer

Trachtenkapelle

18 Uhr Festausklang mit den Birkländer Musikanten

Mittlerweile hat seine Tochter Evelyn

Baab das Zepter übernommen

und möchte in Zusammenarbeit

mit allen Ortsvereinen wieder ein

Gauschießen aufziehen, das lange

in Erinnerung bleibt. Im Festzelt

werden zunächst 70 Schießstände

aufgebaut, damit die gut 1 100

erwarteten Schützen an den insgesamt

elf Schießtagen auch genügend

Platz haben. Die Gastgeber

laden dabei mit täglich wechselnden

Schmankerln auch zum Verweilen

ein, damit nicht nur der

Sport ausgeübt, sondern auch das

kameradschaftliche Miteinander

unter den Schützen und der Dorfbevölkerung

gepflegt wird. Zusätzlich

wird ein Sommerbiathlon von

den Gaujugendleitern angeboten,

der besonders junge Sportler anziehen

soll. Die besten Jungschützen,

Damen und Herren dürfen am

Montag, 26. Juni, mit dem Luftgewehr

beziehungsweise der Luftpistole

zum Finalschießen antreten.

Großen Einsatz haben die Apfeldorfer

an diesen Tagen zu bewältigen,

denn schon zum Finalschießen

muss umgebaut werden. Für

die Preisverteilung am Donnerstag,

29. Juni, soll das große Zelt in eine

Festhalle mit Bestuhlung und Dekoration

verwandelt werden.

Festsonntag als

Höhepunkt

Zum Stimmungsabend mit der

Gruppe „Waidigel“ sorgt Festwirt

Markus Hämmerle für die Bewirtung.

Die Gestaltung des Programmes

am Samstagabend hat

sich der Apfeldorfer Trommlerzug

vorbehalten. Beim Gauschießen

vor zehn Jahren marschierten erstmals

sieben Apfeldorfer Burschen

als schneidige Trommler beim

Festzug voran. Inzwischen sind es

an die 20, die bei verschiedenen

Festzügen für Aufmerksamkeit

sorgen. Mit einigen befreundeten

Trommlerzügen und Musikkapellen

soll am 1. Juli ein Sternmarsch

stattfinden, ehe anschließend im

Festzelt das Zehnjährige gebührend

gefeiert wird.

Höhepunkt des Gauschützenfestes

soll der Sonntag, 2. Juli, mit








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Festgottesdienst am Dorfbrunnen,

Frühschoppen im Festzelt, großem

Festzug und abschließendem

Festausklang mit den Birkländer

Musikanten werden. Erst nach

diesen fast drei Wochen Festzeltbetrieb

werden die Apfeldorfer

Schützen wieder Zeit zum Durchschnaufen

finden.

rg

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mai / juni 2017 | 73


M. HASEITL


Gauschützenmeister Konrad Schwarz im Interview

Steingaden | Jedes Jahr ein Gauschießen

und dann auch noch

regelmäßig über 1000 Schützen

am Stand, das ist in anderen Gauen

längst nicht mehr üblich. Doch

diese Kombination aus Sport und

freundschaftlicher Gemeinschaft

sieht Gauschützenmeister Konrad

Schwarz als Grundlage für die

zahlreichen Erfolge des Schongauer

Schützengaus. Wir haben

mit dem 62-jährigen Bautechniker

über Ziele und Visionen im

Schießsport gesprochen.

Herr Schwarz, Sie sind seit 15 Jahren

Gauschützenmeister. Was hat

sich in dieser Zeit alles verändert?

Sportlich gesehen sind die Jungschützen

heute wesentlich besser.

Sie fangen früher an und können

eine richtige Grundausbildung

genießen. Zu meiner Anfangszeit

gab es zwar auch einige gute

Schützen im Gau, aber derzeit haben

wir schon ein paar namhafte

Aushängeschilder. Da ist zum

Beispiel ein Bernhard Oswald aus

Wildsteig, der nur ganz knapp die

Olympiateilnahme verpasste. Oder

Matthias Holderried aus Tannenberg,

der für den SV Waldkirch

in der Luftpistolen-Bundesliga

schießt. Auch unsere Vorderladerschützen

in Schongau sind überaus

erfolgreich, da kommen die

guten Schützen aus dem gesamten

oberbayerischen Raum zusammen.

Und ganz aktuell freuen

wir uns natürlich mit den Peitinger

Luftpistolen, die den Aufstieg

in die erste Bundesliga geschafft

haben.

Man kann also sagen, der kleine

Schützengau Schongau schießt

ganz oben mit. Was wird dafür getan?

Mit gut 4000 Mitgliedern gehören

wir gar nicht mal zu den Kleinsten.

Wir sind etwa im hinteren

Mittelfeld der 30 Gaue des Bezirks

Oberbayern.

Damit immer wieder gute Schützen

hervorkommen, wird natürlich

einiges getan. Zunächst gibt

es zur allgemeinen Förderung

den Rundenwettkampf. Hier treten

rund 55 Mannschaften mit

je vier Schützen über einen Zeitraum

von zehn Wochen im Winter

zum Wettstreit an. Durch einen

Online-Melder kann man täglich

die neuesten Ergebnisse abrufen

und immer mitverfolgen, wie weit

die einzelnen Mannschaften sind.

Die Vereine Peiting, Schwabsoien,

Rottenbuch, Wildsteig und Prem

schießen in unserem Bezirk Luftgewehr.

Die Luftpistole schießen

Bernbeuren, Schwabbruck, Peiting

und Rottenbuch. Außerdem

trainieren die besten Schützen

aus dem Gau zusätzlich im Gaukader

und nehmen unter der Bezeichnung

„Sportschützenverein

Pfaffenwinkel“ an überregionalen

Wettbewerben teil. Bei der Luftpistole

gibt es ebenfalls ein aktives

Training in Rottenbuch.

Kommt bei dieser positiven sportlichen

Entwicklung der gesellschaftliche

Auftrag der Vereine etwas zu

kurz?

Durch die sportlichen Erfolge ist

wohl der gesellschaftliche Teil ein

wenig zurückgegangen. Aber das

vereinsinterne Königsschießen

wird groß geschrieben und mittlerweile

veranstaltet jeder Verein

ein Gesellschaftsschießen. Das

reicht vom Er-und-Sie-Schießen

über Dorfschießen bis hin zu verschiedenen

Disziplinen. Sogar ein

Batschen-Schlenzen kann dabei

sein, denn da muss man schließlich

auch was treffen. Solche lustigen

Turniere sind ein wichtiger

Beitrag zur Dorfgemeinschaft.

Welchen Stellenwert hat für Sie ein

Gauschützenfest?

An ganz hoacha! Das ist die erste

Veranstaltung im Schützenjahr. In

Prem hatten wir letztes Jahr 1 147

Schützen am Stand. Zum Festzug

am Sonntag kommen ebenfalls

über 1 000 Leute aus den Gauvereinen.

Die meisten Vereine haben mittlerweile

ein schönes Schützendirndl

und wenn Frauen wie

Männer sauber in Tracht aufmarschieren,

gibt das ein bäriges Bild.

Jeder Schützenkönig kauft einen

Taler an die Schützenkette und

meistens hat er nur einmal im

Jahr die Gelegenheit, diese wertvolle

Schützenkette zu präsentieren.

Das ist beim Schützenzug,

wenn er mit Eichenlaub

umkränzt ausrücken

darf.

Heuer fi ndet das 63.

Gauschießen statt. Wie

sind die Regelungen unter

den 30 zugehörigen

Vereinen zur Verteilung

der Großveranstaltung?

Mit vier Gauschießen

ist Apfeldorf schon herausragend,

aber ich

denke, jeder unserer

30 Vereine hat mindestens

schon einmal

das Fest ausgerichtet.

In anderen Gauen gibt

es längst nicht mehr jedes Jahr

ein Gauschießen und vor allem

nicht mit so vielen Teilnehmern,

da sind es auch mal bloß 400

oder 500 Schützen. Wir haben bis

2020 Ausrichter und ich würde

mich freuen, wenn sich auch für

2021 bald ein Verein bewirbt. Vom

letzten Gauschießen in Apfeldorf,

das war vor zehn Jahren, habe ich

noch markant in Erinnerung, dass

die Bevölkerung schon während

der Schießtage sowie beim Festwochenende

mit angepackt und

mitgefeiert hat. Die Apfeldorfer

haben ja Erfahrung, was Festlichkeiten

anbelangt, da bin ich überzeugt,

dass auch dieses Gauschießen

wieder so harmonisch wird.

Wo sehen Sie den Schützengau

Schongau in 15 Jahren?

Alles hausgemacht von Meisterhand ...

an der Theke:Kuchen,Semmeln,Brezen,Brot,Baguette,...

Reichhaltige Auswahl à la carte:

Frühstücksvariationen, Brotzeiten,deftige Brettl ...

und herrliche Sonnenterrasse mit Bergblick.

Veronika Kößel · Auernheimer Weg 1 · 82409 Wildsteig

Tel.0 88 67-9 12 57 30 · cafe@peramarta.de · www.peramarta.de

30 Schützenvereine gehören zum Gau Schongau,

der seit 15 Jahren von Konrad Schwarz

aus Steingaden geführt wird.

Es wäre gut, wenn die Ausbildung

der Jugendleiter intensiviert wird,

denn das ist die Grundlage für den

Fortbestand. Die heutige Jugend

hat viele Sportmöglichkeiten, deshalb

wird es immer schwieriger,

sie fürs Schießen zu gewinnen.

Ein Trend der Zeit ist es, dass man

sich für Projekte begeistern lässt

und dabei in einem begrenzten

Zeitraum sehr aktiv mitarbeitet.

Aber eine ständige Bereitschaft,

wie es beispielsweise der Gauschützenmeister

aufbringen sollte,

ist nicht mehr so gefragt. Ein

Wandel ist notwendig und für die

Vereine auch förderlich.

Mir würde es gut gefallen, wenn

die Vielfalt noch ein bisserl mehr

wird, beispielsweise mit einer

Sparte Bogen- oder Blasrohrschießen.

rg

Öffnungszeiten: Mo.,Do.,Fr.13.00 - 22.00 Uhr mai · Sa.,So.09.00 / juni 2017 - | 22.00 75 Uhr


We love cosmetics.

Die Weckerle GmbH ist ein weltweit erfolgreich agierendes

und expandierendes Familienunternehmen mit Sitz in

Weilheim und Standorten in Peißenberg, Eislingen, der

Schweiz, Frankreich, Brasilien, China, Russland und

den USA. Mit den Geschäftsbereichen Machines und

Cosmetics ist das Unternehmen führend in der Herstellung

innovativer und hochspezialisierter Abfüllanlagen

für die Kosmetik-, Pharma- und Lebensmittelindustrie.

Wir suchen zum 1. September 2018 engagierte

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an einem ausländischen Standort nach der Ausbildung

Ausbildung bei ept in Peiting

Drehen und Schleifen

über zwei Etagen

Peiting | Die Firma ept mit Hauptsitz

in Peiting hat zwei glorreiche

Jahre hinter sich. Von 2014 auf 2016

konnte der Umsatz dank starker

Auftragslage um 38 Prozent, von

81 auf 112 Millionen Euro, gesteigert

werden. Auch personell legte

das vor 44 Jahren gegründete

mittelständische Unternehmen

ordentlich zu. Im gleichen Zeitraum

wurden 100 neue Mitarbeiter

eingestellt. Unter anderem 50 im

US-Werk in Chester, 34 in Peiting.

Weltweit, auch in Tschechien und

China, beschäftigt der Steckverbinder-Hersteller

derzeit 1033 Mitarbeiter.

Wobei die Zahl fast täglich

nach oben korrigiert werden muss.

„Personell ist momentan kein Ende

in Sicht“, bekräftigt Pressesprecherin

Sabrina Behnisch. Speziell in

Peiting, Buching und Augsburg,

den drei deutschen Werken, wird

händeringend nach neuen Mitarbeitern

in nahezu allen Bereichen

gesucht. Um der anhaltend starken

Auftragslage nachhaltig gerecht zu

werden, wird auch für den hauseigenen

Nachwuchs sehr viel getan.

Deutlich wird das beim Blick in die

Ausbildungsabteilung in Peiting.

Allein die Lehrwerkstatt hat sich im

Zuge des starken Wachstums deutlich

verändert. Vor zehn Jahren waren

Werkbänke, Dreh-, Fräs- und

Schleifmaschinen noch allesamt

auf einer Ebene gestanden. Inzwischen

sind sie auf zwei Etagen verteilt

– in der süd-westlichen Ecke

der großen Halle wurde eine Decke

mit Treppenaufgang und Sicherheitsgeländer

eingezogen.

Erfreulich hohe

Ausbildungsquote

Auch auffallend im Vergleich zu

damals: Zwischen Werkbank und

Maschine verstecken sich mehrere

Schreibtische mit Computer, an denen

die Azubis das Programmieren

und Zeichnen üben können. Und

der große Besprechungsraum direkt

daneben dient nicht nur zum

Brotzeiten, sondern auch zum Lernen

der fachbezogenen Theorie.

Insgesamt 104 Auszubildende, zum

Beispiel Werkzeugmechaniker, Industriekauffrauen,

Verfahrensmechaniker,

Technische Produktdesigner

und Mechatroniker beschäftigt

ept derzeit. Mit einer Ausbildungsquote

von 17 Prozent in den Ausbildungsbetrieben

Peiting und

Buching liegt das Unternehmen

weit über dem deutschlandweiten

Durchschnitt (5,5 Prozent). Hinzu

kommen sieben duale Studenten,

die in der Kombination Industriemechaniker

und Maschinenbauingenieur

zwei Abschlüsse auf einen

Streich erwerben.

Im zweistöckigen Ausbildungszentrum

in Peiting sind aktuell 56

Azubis untergebracht, ab Herbst

2017 werden es 66 sein. Hauptsächlich

Werkzeugmechaniker, der

seit jeher gefragteste Beruf bei

ept. Dreieinhalb Jahre dauert diese

Ausbildung, die sich ebenfalls

gewandelt hat. Während vor zehn

Haben wir Sie neugierig gemacht?

Dann bewerben Sie sich bitte bis

spätestens 31. August 2017 über unser

Jobportal unter www.weckerle.com

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an:

Herrn Dominik Schütz

Personalleiter

Tel. +49 881 92 93 1126

76 | der altlandkreis


Jahren die ersten zwei, drei Monate

noch ausschließlich gefeilt, gesägt

und gemeißelt wurde, um ein Gespür

für Material und Werkzeug zu

bekommen, dürfen die Neu-Azubis

von heute bereits nach drei Wochen

an die Maschinen. Zunächst

an ältere, manuell zu bedienende.

Dann an die modernen, computergesteuerten

Dreh-, Fräs- und

Schleifmaschinen. Hierfür werden

die Auszubildenden explizit geschult.

Und zwar von mittlerweile

drei Ausbildern in Vollzeit sowie

einem in Teilzeit, ausschließlich

zuständig für Peiting.

Betriebswagen für

Berufsschüler

Sobald der Umgang mit den Maschinen

sitzt, produzieren die angehenden

Werkzeugmechaniker

Bauteile wie Schneidstempel oder

Niederhalter, die zum Stanzen in

der Produktion verwendet werden.

Außerdem durchlaufen die Azubis

vom Werkzeugbau über den Spritzguss

bis hin zur Stanzerei nahezu

alle Abteilungen – vorausgesetzt,

sie sitzen nicht in der Weilheimer

Berufsschule. Ein bis zwei Tage die

Woche machen sich die Werkzeugmechaniker-Azubis

auf in die Kreisstadt.

Dafür stellt die Firma sogar

Betriebswagen bereit, sagt Konrad

Socher, leitender Ausbilder bei ept,

der großen Wert auf ordentliche

Prüfungsergebnisse legt. Erstmals

ernst wird es zur Zwischenprüfung

im zweiten Lehrjahr, die bereits 40

Prozent des Abschlusses ausmacht

und sich aus einem praktischen

und theoretischen Teil zusammensetzt.

Letzteres gilt auch für die

restlichen 60 Prozent. Und dann?

Bei erfolgreichem Bestehen erhalten

die Lehrlinge ihren langersehnten

Gesellenbrief. Und haben

derzeit beste Chancen, bei ept zu

bleiben. Denn nach der Gebäudeerweiterung

in Buching (2013),

einem neuen Werksgebäude in

Tschechien (2016) und einem Neubau

im amerikanischen Chesterfield

(seit Anfang 2017) soll nun

auch die Produktionshalle in Peiting

erweitert werden – und dazu

braucht es weitere, gut ausgebildete

Fachkräfte.

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uns erreichen!

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mai / juni 2017 | 77


Dachmarke

Vier Jugendliche zeigen Daumen hoch

weisses Feld

Englischkenntnisse während der Ausbildung

Lehrlinge lernen an

der „Milling Machine“

Berufsberatung - das bringt mich weiter!


Du willst in Ausbildung oder Studium?

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Orientierung bei der Berufswahl.

Ausbildungsstelle gesucht? Wir vermitteln.

Altlandkreis | Fremdsprachenkenntnisse,

allen voran in Englisch,

sind im Zeitalter der Globalisierung

immer wichtiger. Speziell

die hiesigen Industriebetriebe, die

weltweit vernetzt sind, kommunizieren

mit Kunden und den in

Zweigstellen tätigen Kollegen

nahezu ausschließlich fernab der

deutschen Muttersprache. Das

wissen auch die Schulabgänger,

die nach ihrem Abschluss immer

häufiger Erfahrungen im Ausland

sammeln. Travel & Work, Sprachreisen,

Au-Pair in Gastfamilien

Berufsberatung in der Agentur für

Arbeit Weilheim

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oder Auslandspraktika sind nur

wenige Beispiele. Der „altlandkreis“

hat bei der Agentur für Arbeit

in Weilheim nachgefragt und

wollte wissen, wie entscheidend

Auslandserfahrungen für Bewerbungen

sind? „Die Unternehmen,

die bei uns Ausbildungsstellenangebote

oder Angebote für ein duales

Studium melden, setzen von

den Jugendlichen keine Auslandserfahrung

voraus", sagt Pressesprecherin

Sandra Perzul. Klar ist

aber auch: Bessere Sprachkenntnisse

durch einen Auslandsaufenthalt

lesen sich in den Bewerbungen

immer gut.

Auch ohne Auslandserfahrung

nach Quali, Mittlerer Reife oder

Abitur steht einer Karriere in einem

internationalen mittelständischem

Betrieb also nichts im

Wege. Selbst angehende Facharbeiter

wie Werkzeug- oder Industriemechaniker

haben im Rahmen

der Berufsschule die Möglichkeit,

freiwillig einen Englischkurs zu

belegen, diesen sogar mit einer

Prüfung abzuschließen. Anderen

Unternehmen ist das Thema

„Technical English“ sogar so

wichtig, dass sie ihre Lehrlinge

betriebsintern fördern. Und zwar

durch Dolmetscherin Ingrid Schiebel

aus Peißenberg, die viele Jahre

in Amerika und England gelebt

und dort auch für verschiedene

Firmen gearbeitet hat. Mindestens

einmal im Monat besucht sie in

vier Industriebetrieben der Region

angehende Werkzeugmechaniker,

Mechatroniker und Produktdesigner,

um ihnen fachspezifisches

Englisch beizubringen.

Betriebsinterner

Englisch-Unterricht

Unter anderem bei Aerotech in

Peißenberg, wo Ingrid Schiebel

Dachmarke

weisses Feld

78 | der altlandkreis


sogar einmal die Woche für je

90 Minuten die künftigen Zerspanungsmechaniker

unter ihre

Fittiche nimmt. Der Unterricht findet

entweder in einem Konferenzraum

oder direkt an der „Turning

or Milling Machine“ (Dreh- oder

Fräsmaschine) statt. „So praxisnah

wie möglich.“ Manchmal

werden auch bestimmte Bauteile

in den Unterrichtsraum geholt

und dessen Fertigungsprozess auf

Englisch beschrieben. Schiebel

begleitet die Lehrlinge vom ersten

bis dritten Lehrjahr – bis hin zur

Prüfung, die firmenextern und in

zwei unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden

absolviert werden

kann. Der Inhalt der Prüfung ist

unter Vorgabe des Kultusministeriums

deutschlandweit gleich. Bestehen

die Azubis, erhalten sie ein

Zertifikat, das sowohl firmenintern

als auch bei späteren Bewerbungen

guten Eindruck macht.

Doch sind die Englisch-Kenntnisse

für den klassischen Facharbeiter

tatsächlich notwendig?

Gute Englischkenntnisse

unabdingbar

Laut Schiebel werden klassische

Dreher, Fräser oder Schleifer eher

selten mit technischem Englisch

konfrontiert, zumindest die hier

in der Region angestellten. Doch

für Mitarbeiter, die sich weiterqualifizieren

möchten, „sind gute

und vor allem fachbezogene Englischkenntnisse

unabdingbar.“

Facharbeiter, Meister oder Techniker

werden von den hiesigen Betrieben

immer häufiger in die im

Ausland stationierten Zweigstellen

gesandt, um dort Mitarbeiter

einzuweisen oder Maschinen aufzubauen

– je besser die Englischkenntnisse,

desto einfacher das

dortige Arbeiten.

Das kann Peter Frühschütz, seit

2002 Ausbilder bei Aerotech, nur

bestätigen. Er sagt sogar, dass

auch die in Peißenberg stationierten

Facharbeiter immer häufiger

mit fachbezogenem Englisch zu

tun haben. Zum Beispiel durch

Spezifikationen oder Zeichnungen

bestimmter Kunden, die selbstverständlich

„in English“ auf dem

Tisch des Zerspanungsmechanikers

landen. Oder durch Audits,

wonach der ausländische Kunde

direkt in die Produktionshalle

kommt und sich anschaut, wie

sein bestelltes Bauteil hergestellt

wird. „Da ist es natürlich immer

von Vorteil, wenn unsere Mitarbeiter

sich mit dem Kunden unterhalten

können.“

Ein Studium

im Ausland?

Ob Zeichnungen lesen oder Fertigungsprozesse

beschreiben, Florian

Schmid beherrscht inzwischen

beides. Der 27-jährige Peitinger

absolvierte nach Abschluss der

Mittelschule eine Ausbildung zum

Werkzeugmechaniker, besuchte

nach ein paar Facharbeiter-Jahren

die Techniker-Schule in Kempten

und setzte anschließend ein Maschinenbau-Studium

obendrauf –

und zwar im Ausland, genau genommen

in Wales. Inzwischen arbeitet

er für ein oberbayerisches

Unternehmen als Projektingenieur

im Bereich Kostenmanagement,

rechnet unter anderem

Großkonzernen wie Volkswagen

vor, wie teuer die Herstellung

eines neuen Produkts und die

Werkzeuge für dessen Fertigung

sein werden. Ob sein Auslandsstudium

das entscheidende Kriterium

für die Zusage dieser

verantwortungsvollen Stelle war,

könne er schwer einschätzen.

„Allgemein kann ich aber sagen,

dass die Unternehmen in den

Vorstellungsgesprächen sehr daran

interessiert waren, was ich in

meinem Auslandsstudium alles

gemacht habe. Und sie haben es

auch sehr positiv wahrgenommen“,

sagt Schmid, der nahezu

ausschließlich in Firmen mit internationalem

Umfeld tätig ist.

„Deshalb kommt mir das in Wales

erlernte Englisch meiner jetzigen

Arbeit sehr entgegen, speziell das

fachbezogene.“

Wer sich also hocharbeiten möchte

in einem der hiesigen Industriebetriebe,

der kommt über

kurz oder lang nicht vorbei am

Erlernen der englischen Sprache.

Fakt ist aber auch: Nicht jeder,

der Karriere machen will,

muss für fachbezogenes Englisch

seine Heimat verlassen –

auch wenn dies sicherlich die effektivere

Methode ist.

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mai / juni 2017 | 79


Andi Nöß über seine Ausbildung zum Ziach-Bauer

Jeder Klang steht

für eine andere Region

Steingaden | Wie kann aus einem

so eckigen, faltigen Kasten eine so

„bearige“ Musik kommen? „Das

hat mich schon als kleines Kind

fasziniert“, sagt Andreas Nöß aus

Steingaden, der bayernweit einzige

Auszubildende im Handzug-

Instrumentenbau. Bereits im zarten

Alter von neun Jahren hat er

angefangen, die Ziach zu spielen.

Heute zählt der 21-Jährige zu den

begabtesten Protagonisten weit

über die Altlandkreis-Grenzen

hinaus. Noch lieber aber baut er

dieses ursprünglich aus Wien

stammende, kernige Instrument

origineller Volksmusik selbst, das

in Österreich, Südtirol, Tschechien,

Slowenien und Bayern zuhause

ist. Jeden Sonntagabend packt er

dafür seinen Koffer und macht sich

auf zur Firma Öllerer in Freilassing

bei Salzburg, wo er seine Lehre

zum Handzug-Instrumentenbauer

absolviert.

Dabei wollte ihn sein jetziger Lehrmeister,

Hans Kirchhofer, eigentlich

nie haben. Bereits in der achten

Klasse (Realschule Schongau)

ruft der damals junge Andi Nöß

bei Öllerer an, erkundigt sich nach

einem Praktikum. „Die haben sich

gedacht, was will denn der von

da oben bei uns.“ Andreas Nöß

bekam eine Absage mit dem nett

gemeinten Rat, doch eine Ausbildung

zum Schreiner anzufangen.

Gesagt getan. Nöß wird Schreiner,

lernt zuhause in Steingaden,

hat aber stets eine Zweit-Lehre

zum Ziach-Bauer im Hinterkopf.

Schon vor der Schreiner-Gesellenprüfung

meldet sich Andreas Nöß

erneut bei Öllerer – und wird wieder

abgewimmelt. Außerdem sei

keine Stelle frei, hieß es.

Beim Bewerben

„saulästig“ gewesen

Doch diesmal lässt der junge

Steingadener nicht locker, ist

„saulästig“ und ruft so oft an, bis

er zumindest grünes Licht für eine

Bewerbung bekommt. Dass sich

an diesem Tag ein Schreiner von

Öllerer in den Finger geschnitten

hatte, spielte dem Oberbayer,

„so makaber das klingt“, in die

Karten. Er bekommt die Stelle als

Azubi, könne zur Not als „günstige

Arbeitskraft“ drüben in der Schreinerei

aushelfen. Jetzt, rund zwei

Jahre später, ist der Ehrgeizige,

handwerklich Geschickte und musikalisch

Begabte fester Bestandteil

der Ziach-Bauer-Riege von

Öllerer, wird nach der Abschlussprüfung

diesen Mai auch sicher

übernommen.

Die Ziach, Zugin oder Quetsch,

scherzhaft auch Faltenradio oder

Heimatluftkompressor genannt,

besteht grob betrachtet aus drei

Bauteilen: Diskant, der Bereich

mit den in der Regel 46 Tasten, die

auf vier Reihen verteilt sind. Balg,

das faltbare Mittelstück. Und Bass,

der Bereich mit den Knöpfen auf

der anderen Seite, zuständig für

die tiefen Begleittöne. Diese drei

Teile erkennt von außen betrachtet

auch der Hoagart-Besucher. Den

Innenraum der steirischen Harmonika

bekommt der Laie nicht

zu Gesicht. Andreas Nöß spricht

von vielen Kleinteilen, von Fusselarbeit,

die extrem viel Fingerspitzengefühl

abverlangt. Allein

die für die Montage notwendigen

rund 150 Schrauben sind so winzig,

dass er sie nur mittels Pinzette

greifen kann. Besonders empfindlich:

Die zarten Tonzungen

auf den Stimmplatten, die sich im

Herzstück der Ziach befinden und

hauptverantwortlich sind für eine

einzigartige Klangart.

Drei Töne

gleichzeitig

Entgegen einer klassischen Harmonika

ertönen bei der Ziach mit

Grundton, einem etwas höheren

und einem etwas tieferen immer

drei Töne gleichzeitig. Hinzu

kommt der kernige Basston, so

dass die Ziach klanglich betrachtet

gleich mehrere Instrumente auf

einmal vereint. Für Andreas Nöß

„einfach nur genial“. Und eine

enorme Herausforderung bei der

Zusammensetzung. Die Firma Öllerer

stellt die Ziach nahezu vollständig

von Hand und in Akkordarbeit

her. Das Team besteht aus

zwölf Produkteuren, das pro Tag

eine komplette Ziach in insgesamt

sechs Arbeitsschritten herstellt.

Zuerst wird das Gehäuse aus Oliven-,

Eichen-, Nuss- oder Obstbaumholz

geschreinert. Dann

eine Schutzschicht aus mattem

oder hochglänzendem Lack aufgetragen,

damit das Material 30

bis 40 Jahre lang hält. Schließlich

folgt die Montage von Beschlägen,

Holzverdeck, Schalltrichter,

Stimmplatten und den drei Bereichen

Diskant, Bass und Balg,

dessen Grundgerüst übrigens

aus Pappkarton besteht. Sind alle

Biegungen im Innenraum vorgenommen

und die Tasten fein

eingestellt, wird das Instrument

vorgestimmt. Schritt fünf, das Fertigstimmen,

übernimmt Chef Hans

Kirchhofer höchstpersönlich. Abschließend

erfolgt die Endkontrolle,

ob alles perfekt passt und dem

Auftrag entspricht. Nach erfolgrei-

80 | der altlandkreis


cher Endkontrolle darf der Kunde

sein Schmuckstück abholen.

Preise bis

zu 9 000 Euro

Öllerer bietet vier verschiedene

Versionen an: Standard, Super,

Luxus und Solist im Wert von 4 400

bis 6 150 Euro, wobei mit Sonderwünschen

Preise von bis zu

9 000 Euro erreicht werden. Ein

ganz entscheidender Punkt für die

Preissteigerung ist die Schwebung

(Klangart) der Ziach, die im Rahmen

der Stimmung ganz unterschiedlich

eingestellt werden kann

und laut Andreas Nöß sogar den

Charakter der Menschen verschiedener

Regionen prägt. Im Chiemgau

und Rupertiwinkel lege der

Ziachra größten Wert auf sanfte,

leise Klänge. In der „muhackeligeren

Gegend“ wie Garmisch-Partenkirchen

und Mittenwald muss

die Ziach „laut und wild“ klingen.

Andreas Nöß selbst bevorzugt eine

Mischung aus beidem, wobei er

mit Fertigstellung seines Gesellenstücks

ohnehin drei seiner Leidenschaften

zuhause stehen hat –

und alle drei sind unterschiedlich

gestimmt.

Neben dem Bau einer eigenen

Ziach erfordert die dreijährige

Ausbildung – Andreas Nöß verkürzte

dank Schreiner-Lehre auf

zwei Jahre – auch eine schriftliche

Abschlussprüfung. Die schreibt der

Steingadener in der sächsischen

Wintersporthochburg Klingental.

„Eine längere, komplizierte

Geschichte“, meint er und verzieht

sein Gesicht. Früher wurden

Handzug-Instrumentenbau-Lehrlinge

nach Ludwigsburg in die Berufsschule

geschickt. So auch Nöß,

der dort bereits seine Zwischenprüfung

geschrieben hatte und

noch am selben Tag erfuhr, dass

die dortigen Lehrer sie gar nicht

abnehmen dürfen, inzwischen

die Berufsschule in Klingental die

richtige sei. „Dann habe ich sie

tatsächlich nochmal schreiben

müssen“, sagt er. Seither pendelt

er für die jeweils zweiwöchigen

Unterrichtsblöcke per Zug vom

Peitinger Ostbahnhof hinauf nach

Sachsen. Einfache Reisezeit: acht

Stunden. „Ich bin ehrlich gesagt

froh, wenn diese Zeit vorbei ist.“

Platteln, Blasmusik

und Heimatsound

Andreas Nöß liebt seine oberbayerische

Heimat rund um Steingaden,

mit der er als aktiver Plattler

und Posaunist für Trachtenverein

und Musikkapelle tief verwurzelt

ist. Darüber hinaus rockt er mit

seiner fünfköpfigen „BressBäänd“

als Sänger, Posaunist, Ziachara

und Komponist Woche für Woche

diverse Hochzeits- und Heimatsoundbühnen,

unter anderem

bei Chiemsee Summer. Was ihn

Arbeitsschritt zwei: Ziach-Bau-Lehrling Andi Nöß trägt auf dieses geschreinerte

Holzgehäuse eine Schutzschicht auf.

an seiner beeindruckenden Musiker-Laufbahn

am meisten gefällt?

„Ganz klar das Bauen und

Bespielen der Ziach.“ Um die 150

Lieder beherrscht er mittlerweile

auf seinem Sahne-Instrument,

allesamt auswendig, ohne Hilfe

von Notenblättern. Dazu gehören

auch einige Werke seines großen

Idols, Herbert Pixner. Der Südtiroler

gilt als König unter den Ziach-

Profis, dessen Können selbst Andreas

Nöß mit größtem Respekt

bestaunt. Wie er Pixners Musik

beschreiben würde? „Einfach bearig.“

js

WIR BRINGEN

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Namhafte Triebwerkshersteller vertrauen seit über 45 Jahren auf die hochwertigen Bauteile

der Aerotech Peissenberg. Wir sind eine innovative, international anerkannte Unternehmensgruppe

mit Standorten in Deutschland und Tschechien. Spezialisiert sind wir auf die Herstellung

komplexer Bauteile für Flugzeugtriebwerke. Die außergewöhnliche Kompetenz und der Einsatz

unserer rund 520 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bilden das Rückgrat unseres Unternehmens

und die Basis unseres Erfolges.

Zum 1. September 2018 bieten wir Ausbildungsplätze für den Beruf

Zerspanungsmechaniker (m/w)

Wir bieten Jungen und Mädchen mit Interesse an einer sehr guten Ausbildung bei einem

kunftsträchtigen

Branche. Sprechen Sie unsere Ausbilder über den Ablauf der Ausbildung

an und lernen Sie unsere Firma kennen. Weitere Informationen erhalten Sie online auf

www.aerotech.de in unserem Bewerbungsportal (Kennziffer 1373).



mai / juni 2017 | 81


DAS HEIMATRÄTSEL IM ALTLANDKREIS

Ein zünftiger Beruf?

> > > IMPRESSUM

„altlandkreis“

„altlandkreis“ ist ein Medium von

Birkland 40 in 86971 Peiting

Telefon: 08869 / 91 22-16

Fax: 08869 / 91 22-17

Mail: info@altlandkreis.de

Stand bei Drucklegung im April 2017.

Änderungen und Fehler vorbehalten.

Auflage: 28000 Exemplare

Für eingesandte Manuskripte wird keine Haftung sowie keine

Erscheinungsgewähr übernommen.

Die aktuellen Anzeigenpreise, Mediadaten sowie Erscheinungstermine

und weitere technische Angaben finden Sie auf unserer

Webseite www.altlandkreis.de.

Geplanter Erscheinungstermin der nächsten Ausgabe Juli/August

2017: Freitag, 23. Juni 2017 (Anzeigenschluss: 31. Mai 2017)

Für eingesandte Manuskripte wird keine Haftung sowie keine

Erscheinungsgewähr übernommen.

Altlandkreis | Passend zum Feiertag

am 1. Mai wird er wieder

aufgestellt: der Maibaum. Die

Holzstange, die so viel Tradition

umgibt. Maibaum-Wache, Aufstellen

mit Muskelkraft oder die

typisch weiß-blaue Farbgebung,

die selbstverständlich an das bayerische

Wappen angelehnt ist.

Voller Tradition sind auch die

Zunftzeichen, deren Bedeutung

in dieser „altlandkreis“-Ausgabe

(Seite 58 / 59) detailliert vorgestellt

werden. Und obwohl die Zünfte

längst vergangen sind, existieren

ihre Zeichen in Form von Symbolen

immer noch. Und so sind die

Zunftzeichen auch heute noch an

den zahlreichen Maibäumen der

Region angebracht. Wie etwa jenes

auf unserer Abbildung am

Hohenfurcher Maibaum: eine Frau

mit Kopfbedeckung.

Wir möchten in unserem aktuellen

Heimaträtsel wissen, welchen Beruf

dieses Zunfteichen symbolisch

darstellt. Ein kleiner Tipp: Es ist

nicht der Hutmacher. Als Antwort

gelten lassen wir sowohl die altertümliche

als auch die aktuelle

Berufsbezeichnung.

Sollten Sie also das Zeichen kennen

und den Beruf ausmachen

können, dann schicken Sie bis

zum 15. Mai eine Postkarte mit der

Lösung und dem Stichwort „Heimaträtsel“

an „altlandkreis“, Birkland

40, 86971 Peiting. Oder eine

E-Mail an info@altlandkreis.de.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen,

das Los entscheidet. Zu gewinnen

gibt es erneut fünf Familienkarten

für das Plantsch.

tis

> > > DES LETZTEN RÄTSELS LÖSUNG

Herausgeber: Peter Ostenrieder

Redaktion: Johannes Schelle, Tim Schmid,

Peter Ostenrieder (V.i.S.d.P.)

Mitarbeiter dieser Ausgabe:

Regine Pätz, Rosi Geiger, Wennaël Würmli

Anzeigenverkauf: Wolfgang Stuhler, Tim Schmid

Satz, Layout & Anzeigengestaltung: Peter Ostenrieder,

Kurt Zarbock, Irmgard Gruber, Christian Lechner, Tim

Schmid, Jonas Desche, Johannes Schelle

Druck: Gebr. Geiselberger GmbH, Martin-Moser-Straße 23,

84503 Altötting

Verteilservice: KBV Vertriebs GmbH, Am Weidenbach 8,

82362 Weilheim

Erscheinungsweise: zweimonatig, kostenlose Verteilung

an alle Haushalte im Altlandkreis Schongau und einzelnen

angrenzenden Gemeinden

Seit welchem Jahr in Schongau draußen geplantscht

wird – so die Frage aus dem letzten Heimaträtsel.

Also seit wann in Schongau das Freibad

unter dem Namen Plantsch läuft. Wir geben zu,

das Rätsel war nicht ganz einfach. Offiziell eröffnet

wurde das Plantsch am 6. Dezember 2001. Heißt:

der darauffolgende Sommer 2002 war demnach

die erste Plantsch-Freibad-Saison und damit die

korrekte Antwort. Im Jahr 2006 wurde das Freibad

im Übrigen grundlegend saniert und mit einer riesigen

Breitwellenrutsche attraktiver gestaltet. Diese

Lösung bekamen

wir ebenfalls häufig

zugesandt. Die richtige

Antwort – also

2002 – wussten in

jedem Fall Michael

Fichtl aus Peiting, Johannes Kleinhenz aus Reichling,

Erich Kratochwil aus Augsburg, Holger Nachtigall

aus Sachsenried und Fanny Perst aus Altenstadt.

Alle durften sich über je eine Familienkarte

für das Plantsch freuen.

Fotos: Mauritius Images/Martin Siepmann, Johann Jilka, Achim Hofmann,

Peter Ostenrieder, Johannes Schelle, Kurt Zarbock, Regine Pätz, Rosi

Geiger, Tim Schmid, Benzerath’s Rennbahnen, Herbert Sporer, Felix Baab,

Max Mirlach, Sigi Braun, Tourismusverein Bernbeuren, K. Ziedek, Ulrike

Ramsauer/Lions-Club Schongau-Pfaffenwinkel, AVC, Architekturbüro Fussenegger

Bad Kohlgrub, Observatorium Hohenpeißenberg, Hypno Active/

Peter Phillip Koss, Tierschutzverein im Landkreis Weilheim-Schongau e.V.,

Hans-Helmut Herold/Hoerbiger, Andreas Rinesch, Peter Höhne, Rudolf

Hochenauer, Florian Ohnesorg, Krankenhaus GmbH Weilheim-Schongau,

Landratsamt Weilheim-Schongau, Werner Böglmüller, Sparkasse Oberland,

Die Blumenschule Schongau, Freiwillige Feuerwehr Peiting, Carina

Höfler, Thomas Härtel, Alexander Morstadt, Architekturbüro Manfred

Ullmann, Stephanie Eglhofer, Musikverein Denklingen, Landjugend Altenstadt,

Stadtarchiv LL, BSE-pictures/ept GmbH, Aerotech Peißenberg GmbH

& Co. KG, Harmonikabau Georg Öllerer GmbH, Andreas Nöß, Plantsch

Badespaß und Saunaland/Andreas Kosian, Sony Music, Jan Vogel, Martin

Wagner, Sylvia Baumgartner, Markus Blacek, fotolia















mai/juni 2017 | 83


MAI /


Veranstaltungskalender

1. Mai bis 30. Juni 2017

MO 01.05.

Maifeiertag

WO UND WANN HEUTE

MAIBÄUME AUFGESTELLT

WERDEN, FINDEN SIE AUF DEN

SEITEN 58 / 59

ALTENSTADT

10.00 Uhr

Weißwurstfrühstück am Maibaum

BERNBEUREN

10.00 Uhr

Goggomobil Frühschoppen. Treffpunkt

an der Pfarrkirche. Anschl.

Frühschoppen auf dem Auerberg

HOHENFURCH

DI 02.05.

14.00 Uhr

Spielenachmittag der älteren

Generation im Gemeindesaal

BAD BAYERSOIEN

20.15 Uhr

Theater „Der sanfte Tyran“, eine

Komödie von Ulla Kling im Gasthof

Bayersoier Hof. Karten: 9 €.

VVK in der Touristinfo

PEITING

MI 03.05.

8.00 Uhr

Radtour nach Apfeldorf über

Hohenfurch und Kinsau, zurück

über Birkland mit Fini Schilcher.

Anmeldung unter 08861 / 6535

LECHBRUCK

16.00 Uhr

Puppentheater „Das kleine

Schlossgespenst“ in der Lechhalle

BAD BAYERSOIEN

20.30 Uhr

Weisenblasen am Soier See

ALTENSTADT

DO 04.05.

14.30 bis 16.00 Uhr

Treff für Menschen nach Schlaganfall,

deren Angehörige und

Interessierte bei Kaffee und Kuchen

zum Erfahrungsaustausch im

MIZ, Bürgerzentrum. Infos unter

08861 / 9091583

ROTTENBUCH

11.00 Uhr

Schaukäsen auf der Schönegger

Käsealm

SCHONGAU

FR 05.05.

16.00 Uhr

Führung durch die malerische

Altstadt. Treffpunkt am Rathaus.

Kosten: 4 €. Siehe Seite 8

21.30 Uhr

Live-Konzert von Mary Lou im

Moritz. VVK im Lagerhaus und bei

den Schongauer Nachrichten

PEITING

8.30 bis 12.00 Uhr

Bauernmarkt auf dem Hauptplatz

HERZOGSÄGMÜHLE

19.30 Uhr

Kulturtage — Kabarett „Trotzdem“

von Christian Springer im Rainer-

Endisch-Saal. Karten: 14 € / 7 €

(ermäßigt). VVK im Schreibwaren

Seitz Peiting, Schongauer MühlenMarkt

und im WerkstattLaden.

Siehe Seite 23

SCHWABBRUCK

20.00 Uhr

Konzert von Michael Fitz im Kuhstall.

Karten: 19,80 € / 22 € (AK). VVK

im Schäferwirt, Schongauer Nachrichten,

Lechkurier, Süße Hanni und

bei der Buchhandlung am Bach

STEINGADEN

20.30 Uhr

Absolut-Party im Festzelt

ROTTENBUCH

11.00 bis 15.00 Uhr

Kässpatzenessen auf der Schönegger

Käsealm

SCHONGAU

SA 06.05.

9.00 bis 12.00 Uhr

Tag der offenen Tür im Ärztehaus

in Schongau-West. Siehe Seite 63

9.30 bis 12.30 Uhr

Faires Frühstück im Weltladen

9.30 bis 18.00 Uhr

40. Geburtstag von Heim & Hobby

mit Tombola und tollen Aktionen

im Laden

10.00 bis 16.00 Uhr

Weibsdeifi Markt in der Münzstraße

9. Weitere Infos auf www.

weibsdeifi-markt.de

PEITING

14.00 bis 16.00 Uhr

Führung an der Villa Rustica.

Spenden zum Erhalt der Anlage

erwünscht

19.00 Uhr

Dinner & Dance 4 africa im

Bergwerk. Karten: 30 €. VVK bei

den Schongauer Nachrichten.

Anmeldung unter damaris@gerdreissmann.de

und 08861 / 900377

HOHENPEISSENBERG

20.00 Uhr

Theater „A gmahde Wiesn“ im

Haus der Vereine. Karten: 7 €. VVK

bei Elektro Weinmann

ALTENSTADT

19.00 Uhr

Festlicher Sommer in der Wies —

„Alte Musik in jungen Händen

in der Basilika. Infos auf www.

wieskonzerte.de und Seite 17

BURGGEN

14.00 bis 15.30 Uhr

Pflanzenbörse am Roatherhaus

BERNBEUREN

14.00 bis 16.00 Uhr

Golf-Schnupperkurs auf dem

Golfplatz Stenz. Anmeldung unter

www.golfplatz-stenz.de

LECHBRUCK

10.00 Uhr

Tag der offenen Tür „Deutschland

spielt Snooker“ im Snookerraum

STEINGADEN

10.00 bis 11.30 Uhr

Pflanzentauschbörse bei Familie

Leimbach, Kindergartenweg 5

19.00 Uhr

Musikantentreffen mit Sternmarsch

im Festzelt am Fohlenhof

ROTTENBUCH

19.30 Uhr

Krimilesung „Töte für mich“ mit

Ellen Stone im Kunstcafé am Tor.

Karten: 10 €

ROTT

10.00 bis 13.00 Uhr

Flohmarkt und Bazar auf dem

Dorfplatz

EPFACH

21.00 Uhr

Schlagerparty im Landjugendheim

SO 07.05.

HOHENPEISSENBERG

14.00 bis 17.00 Uhr

180 Jahre Kohlebergbau — Offener

Hauptstollen in der Glückaufstraße.

Siehe Seite 42

> > > BLUTSPENDETERMINE IM ALTLANDKREIS

Mi, 10. Mai 17.00 bis 20.00 Uhr Rott, Volksschule

Fr, 12. Mai 16.00 bis 20.00 Uhr Schongau, BRK-Haus

Mo, 15. Mai 16.00 bis 20.00 Uhr Schongau, BRK-Haus

Di, 16. Mai 17.00 bis 20.30 Uhr Bernbeuren, Pfarrheim

Mo, 29. Mai 17.00 bis 20.30 Uhr Rettenbach, Grundschule

Mo, 26. Juni 16.30 bis 20.00 Uhr Lechbruck, Lechhalle

mai / juni 2017 | 85


86 | der altlandkreis

/


SCHWABSOIEN

BERNBEUREN

EPFACH

HOHENPEISSENBERG

14.00 bis 16.00 Uhr

Hammerschmiede-Museum geöffnet.

Eintritt frei

LECHBRUCK

17.00 Uhr

Konzert des Damenensembles

Saitensprung im Flößermuseum

BAD BAYERSOIEN

19.00 Uhr

Sonntagskonzert „Jugend musiziert“

im Dorfstadl. Bei guter

Witterung auf dem Kirchplatz

SCHONGAU

MO 08.05.

19.00 Uhr

Literaturtage — Infoabend zu

E-Books in der Bücherei am

Münztor

PEITING

15.00 Uhr

Vorlesestunde für Kinder in der

Gemeindebücherei

SCHONGAU

DI 09.05.

14.30 und 15.30 Uhr

Literaturtage — Bilderbuchkino in

der Bücherei am Münztor

18.30 Uhr

Schülerkonzert der Musikschule

Pfaffenwinkel e.V. in der Musikschule.

Eintritt frei

ALTENSTADT

13.30 Uhr

Treffen der Caritas Aktiv-Senioren

am Basilika Parkplatz

HOHENFURCH

14.00 Uhr

Spielenachmittag der älteren

Generation im Gemeindesaal

14.30 Uhr

Rentnerhoagart in der Honeleshofstube

des Auerbergmuseums

APFELDORF

19.30 Uhr

Handarbeitstreff in der Schlossbergstube

BÖBING

MI 10.05.

14.30 Uhr

Kinderkino „Vilja und die Räuber“

in der Bücherei der Schule

BAD BAYERSOIEN

20.30 Uhr

Weisenblasen am Soier See

ROTT

17.00 bis 20.00 Uhr

Blutspenden in der Volksschule

APFELDORF

16.00 Uhr

Kinderkino im Kindergarten

SCHWANGAU

19.00 bis 23.00 Uhr

Romantisches Vollmondschwimmen

in der Kristalltherme

SCHONGAU

DO 11.05.

18.30 Uhr

Jubiläum Hospizverein Polling

— Vortrag „Meine heilende

Lebensbilanz und Spuren, die ich

hinterlassen will“ von Dr. Otto

Zsok im Sparkassenforum

ROTTENBUCH

11.00 Uhr

Schaukäsen auf der Schönegger

Käsealm

19.30 Uhr

Kreativtreff im Pfarrheim

SCHONGAU

FR 12.05.

16.00 Uhr

Führung durch die malerische

Altstadt. Treffpunkt am Rathaus.

Kosten: 4 €. Siehe Seite 8

16.00 bis 18.00 Uhr

Vortrag „Wohlspannungstraining“

der Krebs-Selbsthilfegruppe mit

Andrea Lowes im Evangelischen

Pfarrheim

16.00 bis 20.00 Uhr

Blutspenden im BRK-Haus

SCHWABBRUCK

20.00 Uhr

Konzert von Hundling im Kuhstall.

Karten: 16,50 € / 18 € (AK). VVK im

Schäferwirt, Schongauer Nachrichten,

Lechkurier, Süße Hanni und

bei der Buchhandlung am Bach

ROTTENBUCH

11.00 bis 15.00 Uhr

Kässpatzenessen auf der Schönegger

Käsealm

SCHONGAU

SA 13.05.

10.00 Uhr

Volleyballturnier der Gemeinden,

Ämter, Behörden und Schulen im

Landkreis in der Dreifachturnhalle

PEITING

14.00 bis 16.00 Uhr

Führung an der Villa Rustica.

Spenden zum Erhalt der Anlage

erwünscht

19.00 Uhr

Maitanz in der Schloßberghalle.

Einlass ab 18 Uhr. Siehe Seite 60

20.00 Uhr

Theater „A gmahde Wiesn“ im

Haus der Vereine. Karten: 7 €. VVK

bei Elektro Weinmann

ALTENSTADT

14.00 Uhr

Pflanzenflohmarkt am Alten

Lagerhaus

SCHWABSOIEN

10.00 Uhr

Pflanzentauschmarkt auf dem

Schulhof

LECHBRUCK

10.00 Uhr

Frühlingsfest der Feuerwehr am

Feuerwehrhaus. Ausweichtermin

am 20.5.

REICHLING

14.00 Uhr

Pflanzentauschmarkt des Gartenbauvereins

am Pfarrheim

DENKLINGEN

14.00 Uhr

Pflanzentauschmarkt beim Gartenbauverein,

Hauptstraße 45

SCHWANGAU

20.00 Uhr

Konzert mit Ray Wilson „Genesis

Classics“ im Schlossbrauhaus

SCHONGAU

SO 14.05.

Muttertag

11.00 Uhr

Matinée-Konzert des Lions-Club

zugunsten der Musikschule

Pfaffenwinkel e.V. im Ballenhaus.

Siehe Seite 23

18.00 Uhr

Festlicher Sommer in der Wies

— Alpenländische geistliche Volksmai

/ juni 2017 | 87

Samstag, 13. Mai

Ray Wilson

Genesis Classics

Sonntag, 14. Mai

Muttertag

Alle Mütter erhalten zu Ihrem Essen

eine Maß Bier, ohne Essen eine

Halbe oder einen Biercocktail

Samstag, 20. Mai

Ü30-Party

Donnerstag, 25. Mai

Vatertag

alle Väter erhalten zu Ihrem Essen

eine Maß Bie

r, ohne Essen eine Halbe

Bei schönem Wetter

täglich geöffnet

Gipsmühlweg 5

87645 Schwangau

Tel. 08362/92 64 68 - 0

www.schlossbrauhaus.de


Direkt neben dem

berühmten Kloster Ettal

Ammergauer Alpen

www.gq-bayern.de

Schaukäserei-Laden

Gemü tliches Brotzeitstü berl

Kaffee und selbstgebackener

Käsekuchen

Präsentationen mit kleiner

Käseprobe

Die Produkte der Schaukäserei

sind handwerklich hergestellte

Regionalprodukte

enthalten die frische Milch von

Kühen aus den Ammergauer

Alpen

entsprechen den Kriterien von

UNSER LAND

Öffnungszeiten:

Täglich geöffnet von 10 bis 17 Uhr

November bis einschl. Mai:

Montag Ruhetag

Präsentationen an Werktagen um

11 Uhr bzw. nach Vereinbarung

Schaukäserei eG

Mandlweg 1 • 82488 Ettal

Tel. +49 (0) 88 22 / 92 39 26

www.Schaukaeserei-Ettal.de

hauk

cha

Sch

Sc

OHNE

Schaukäserei Ammergauer Alpen eG

GENTECHNIK

OHNEGE

OHNE GENTECHNIK

musik in der Stadtpfarrkirche.

Weitere Infos auf www.wieskonzerte.de

und auf Seite 17

HERZOGSÄGMÜHLE

9.00 bis 12.00 Uhr

Tauschtag für Briefmarken und

Münzen in der Deckerhalle

LECHBRUCK

11.00 bis 15.00 Uhr

Tag der offenen Tür und Golferlebnistag

Auf der Gsteig. Siehe

Seite 54

11.30 bis 14.00 Uhr

Muttertags-Buffet im Hotel Auf

der Gsteig. Kosten: 28,50 €. Reservierung

unter 08862 / 98770

BAD BAYERSOIEN

20.00 Uhr

Muttertagskonzert der Blaskapelle

im Dorfstadl. Eintritt frei

SCHONGAU

MO 15.05.

16.00 bis 20.00 Uhr

Blutspenden im BRK-Haus

ALTENSTADT

DI 16.05.

15.30 Uhr

Kinderkino in der Bücherei

HOHENFURCH

14.00 Uhr

Spielenachmittag der älteren

Generation im Gemeindesaal

BERNBEUREN

17.00 bis 20.30 Uhr

Blutspenden im Pfarrheim

BÖBING

14.00 Uhr

Muttertagskaffee mit Ehrungen

des Frauenbunds im Pfarrsaal

BAD BAYERSOIEN

20.15 Uhr

Theater „Der sanfte Tyran“, eine

Komödie von Ulla Kling im Gasthof

Bayersoier Hof. Karten: 9 €.

VVK in der Touristinfo

ALTENSTADT

MI 17.05.

14.00 Uhr

Seniorenachmittag der Caritas im

Pfarrsaal

BAD BAYERSOIEN

20.30 Uhr

Weisenblasen am Soier See

SCHONGAU

DO 18.05.

17.30 Uhr

Öffentliche Vereidigung von circa

200 Soldatinnen und Soldaten auf

dem Marienplatz

STEINGADEN

15.00 Uhr

Vorlesestunde in der Bücherei im

Fohlenhof. Für Kinder bis 7 Jahre

ROTTENBUCH

11.00 Uhr

Schaukäsen auf der Schönegger

Käsealm

WILDSTEIG

15.30 Uhr

Kinderkino im Sportheim

SCHONGAU

FR 19.05.

16.00 Uhr

Führung durch die malerische

Altstadt. Treffpunkt am Rathaus.

Kosten: 4 €. Siehe Seite 8

LECHBRUCK

17.00 Uhr

Wild-Kräuter entdecken mit

Gertrud Fischer. Treffpunkt bei

Landlust im Flößerhaus

ROTTENBUCH

11.00 bis 15.00 Uhr

Kässpatzenessen auf der Schönegger

Käsealm

DENKLINGEN

19.00 Uhr

Bezirksmusikfest — Festabend in

der Turnhalle. Siehe Seite 68

SCHONGAU

SA 20.05.

17.00 Uhr

Führung „Mit der Henkerstochter

durch das mittelalterliche Schongau“.

Treffp. am Rathaus. Kosten:

10 €. Infos: 08861 / 214181 und Seite 8

PEITING

8.00 Uhr

Flohmarkt am Eisstadion

8.00 Uhr

Kreisjugendfeuerwehrtag am

Feuerwehrgerätehaus

14.00 bis 16.00 Uhr

Führung an der Villa Rustica.

Spenden zum Erhalt erwünscht

20.00 Uhr

7. Peitinger Musiknacht. Weitere

Infos zu teilnehmenden Bars und

Bistros unter www.musiknachtpeiting.de

und auf Seite 62

HOHENPEISSENBERG

WEILHEIM

20.00 Uhr

LECHBRUCK

Theater „Offene Zweierbeziehung“

des Turmtheaters Regensburg im

Stadttheater. VVK im Veranstaltungsbüro

und KB-Ticketservice in

der Sparkasse. Siehe Anzeige rechts

ROTTENBUCH

7. PEITINGER

MUSIK

NACHT

Samstag

20 Uhr

20. MAI

20.00 Uhr

Theater „A gmahde Wiesn“ im

Haus der Vereine. Karten: 7 €. VVK

bei Elektro Weinmann

20.00 Uhr

Jahreskonzert der Musikkapelle in

der Lechhalle

9.00 Uhr

Tag der Chöre im Pfarrhof

ROTT

14.00 Uhr

Pflanzentauschmarkt am Dorfplatz

WEILHEIM

20.00 Uhr

Theater „Offene Zweierbeziehung“

des Turmtheaters Regensburg im

Stadttheater. VVK im Veranstal-

1

11

Nacht

Konzerte

VVK: 10 €

AK: 12 €

www.musiknacht-peiting.de

/

88 | der altlandkreis


tungsbüro und KB-Ticketservice in

der Sparkasse. Siehe Anzeige rechts

SCHWANGAU

21.30 Uhr

Ü30-Party im Schlossbrauhaus

DENKLINGEN

13.00 bis 15.00 Uhr

„Ein Dorf bewegt sich“ beim

Sportheim

BAD KOHLGRUB

SCHONGAU

SO 21.05.

11.00 Uhr

Köhlertage — Eröffnung mit Anzünden

des Kohlenmeilers in der

Prentstraße. Siehe Seite 40

13.00 bis 18.00 Uhr

Aktionstag „Es grünt so grün“ des

Netzwerks Gartenwinkel-Pfaffenwinkel.

Infos auf www.gartenwinkel-pfaffenwinkel.de

und Seite 22

14.00 bis 17.00 Uhr

Erlebniswanderung „Stadt- und

Lechgeschichten“. Treffpunkt am

Bahnhof. Kosten: 7 €. Anmeldung

unter 08861 / 214191, Siehe Seite 8

16.00 Uhr

Festlicher Sommer in der Wies —

Konzert „Das Meer und der Bach“

im Ballenhaus. Weitere Infos unter

www.wieskonzerte.de und Seite 17

PEITING

10.00 bis 17.00 Uhr

Tag der Helfer am Feuerwehrhaus.

Siehe Seite 60

SCHWABSOIEN

14.00 bis 16.00 Uhr

Hammerschmiede-Museum geöffnet.

Eintritt frei

SCHWABBRUCK

19.30 Uhr

Kabarett vom „Albtraumpaar“ im

Kuhstall. Karten: 13,20 € / 15 € (AK).

VVK im Schäferwirt, Schongauer

Nachrichten, Lechkurier, Süße Hanni

und bei der Buchhandlung am Bach

LECHBRUCK

9.00 Uhr

Vogelkundliche Führung am Oberen

Lechsee mit Bernhard Kraus.

Treffpunkt am Rathaus. Kosten:

5 € / 2 € (Kinder 6 — 15 Jahre)

11.00 Uhr

Internationaler Museumstag mit

Frühschoppen im Flößermuseum.

13.00 bis 18.00 Uhr

Aktionstag „Es grünt so grün“ des

Netzwerks Gartenwinkel-Pfaffenwinkel.

Infos zu teilnehmenden

Gärten auf www.gartenwinkelpfaffenwinkel.de

und Seite 22

STEINGADEN

9.00 bis 16.00 Uhr

Südbayerische Meisterschaft im

Jugendkart Slalom am Gelände in

der Riesener Straße

13.00 bis 18.00 Uhr

Aktionstag „Es grünt so grün“ des

Netzwerks Gartenwinkel-Pfaffenwinkel.

Siehe www.gartenwinkelpfaffenwinkel.de

und Seite 22

19.30 Uhr

Konzert „Marienlob“ in der

Ilgenkirche

BAD BAYERSOIEN

20.00 Uhr

Sonntagskonzert der Jugendkapelle

Ammertal im Dorfstadl. Eintritt

frei. Bei gutem Wetter am Kirchplatz

ROTT

14.00 Uhr

Eröffnung der Sonderausstellung

„Verlorenen Dingen auf der Spur:

von Wählscheibentelefon, Lohntüte,

Musikbox, Wackeldackel ...“ im

Dorfmuseum

WEILHEIM

MO 22.05.

18.30 Uhr

3 Stunden Seminar Nichtraucher!

in der Stadthalle. Siehe Seite 30

HOHENFURCH

DI 23.05.

14.00 Uhr

Spielenachmittag der älteren

Generation im Gemeindesaal

WEILHEIM

18.00 Uhr

Seminar „Wunschgewicht leicht

erreicht!“ mit Peter Phillip Koss in

der Stadthalle. Siehe Seite 30

BAD KOHLGRUB

13.00 Uhr

Köhlertage — Geführte Wanderung

zum Kohlenmeiler. Treffpunkt

am Haus des Gastes. Siehe Seite 40

SCHONGAU

MI 24.05.

20.00 Uhr

Jazzkonzert von Josef Reßle im

Ballenhaus. Karten: 15 €

RETTENBACH

19.15 Uhr

Gauschützenfest — Übergabe des

Gaubanners an der Festhalle.

Siehe Seite 61

Karten: Veranstaltungsbüro Stadt Weilheim i. OB - Rathaus

Tel.: 0881/ 682 732 u. 733

Ticket-Hotline 24h auf Mailbox: 0152 - 565 703 59

Wir rufen zurück !

mai / juni 2017 | 89


BAD BAYERSOIEN

20.30 Uhr

Weisenblasen am Soier See

ROTT

21.00 Uhr

Klappstuhlparty des Trachtenvereins

im Vereinsstadel

PEITING

DO 25.05.

Christi Himmelfahrt

12.00 Uhr

Kesselfleischessen mit Fassbier im

Kleingartenverein Peiting. Anmeldung

unter 08861 / 258635

LECHBRUCK

9.00 Uhr

Flohmarkt am EVG Markt

ROTTENBUCH

10.00 Uhr

Weißtwurstessen im Kunstcafé

am Tor. Ab 14 Uhr Musik

11.00 Uhr

Schaukäsen auf der Schönegger

Käsealm

BAD BAYERSOIEN

20.00 Uhr

Konzert des Männerchors Böbing

im Dorfstadl. Eintritt frei

BAD KOHLGRUB

13.00 Uhr

Köhlertage — Geführte Wanderung

zum Kohlenmeiler. Treffpunkt

am Haus des Gastes. Siehe Seite 40

SCHONGAU

FR 26.05.

16.00 Uhr

Führung durch die malerische

Altstadt. Treffpunkt am Rathaus.

Kosten: 4 €. Siehe Seite 8

21.30 Uhr

Heimatabend mit verschiedenen

Bands aus dem Umland im Moritz

LECHBRUCK

19.30 Uhr

140-jähriges Schützenjubiläum —

Einmarsch mit Böllerschützen und

Stimmungsabend mit „Blech und

Schwefel“ im Festzelt. Siehe S. 22

ROTTENBUCH

11.00 bis 15.00 Uhr

Kässpatzenessen auf der Schönegger

Käsealm

BAD BAYERSOIEN

17.30 bis 18.30 Uhr

Historische Tunnelführung mit

landwirtschaftlichem Museum.

Treffpunkt am Lötschmüllerhof.

Kosten: 2 €. Infos unter 08845 / 204

APFELDORF

19.30 Uhr

Handarbeitstreff in der Schlossbergstube

PEITING

SA 27.05.

14.00 bis 16.00 Uhr

Führung an der Villa Rustica.

Spenden zum Erhalt der Anlage

erwünscht

BIRKLAND

21.00 Uhr

Spring Beatzz – die Fete mit DJ

rocko am Sportgelände. Einlass

ab 16 Jahren (mit Aufsichtsperson),

Happy Hour von 22.30 bis 23.30

Uhr, Eintritt; 5 €

LECHBRUCK

14.00 bis 19.00 Uhr

Vernissage der Ausstellung

„Farbgefühl trifft Textespiel“ im

Arteraum Camping Via Claudia.

Ausstellung geöffnet bis 11.6.

20.00 Uhr

140-jähriges Schützenjubiläum

— Partyspaß mit „Herz-Ass“ im

Festzelt. Siehe Seite 22

BAD BAYERSOIEN

7.00 bis 16.00 Uhr

Floh- und Trödelmarkt am

Festplatz

SCHONGAU

SO 28.05.

19.00 Uhr

Festlicher Sommer in der Wies

— Konzert „Ensemble Pathos:

Männer und Frauen“ im Ballenhaus.

Weitere Infos unter www.

wieskonzerte.de und auf Seite 17

HOHENPEISSENBERG

17.00 Uhr

Jubiläum Hospizverein Polling

— Orgelkonzert mit Werken von

Mendelsson, Mozart, Händel,

uvm. in der Wallfahrtskirche

BERNBEUREN

15.00 bis 17.00 Uhr

Golf-Schnupperkurs auf dem

Golfplatz Stenz. Anmeldung unter

www.golfplatz-stenz.de

LECHBRUCK

9.00 Uhr

140-jähriges Schützenjubiläum —

Aufstellung für Kirchenzug am

Festzelt, anschl. Festgottesdienst

in der Pfarrkirche und Frühschoppen

im Festzelt. Siehe Seite 22

BAD BAYERSOIEN

20.00 Uhr

Sonntagskonzert der Blaskapelle

Böbing im Dorfstadl. Eintritt frei.

Bei gutem Wetter am Kirchplatz

BENEDIKTBEUERN

16.00 Uhr

Musik im Pfaffenwinkel — Er-

/

90 | der altlandkreis


öffnungskonzert in der Basilika.

Weitere Infos siehe Seite 60

RETTENBACH

MO 29.05.

17.00 bis 20.30 Uhr

Blutspenden in der Grundschule

HOHENFURCH

DI 30.05.

14.00 Uhr

Spielenachmittag der älteren

Generation im Gemeindesaal

BAD BAYERSOIEN

20.15 Uhr

Theater „Der sanfte Tyran“, eine

Komödie von Ulla Kling im Gasthof

Bayersoier Hof. Karten: 9 €.

VVK in der Touristinfo

PEITING

MI 31.05.

19.30 Uhr

EM-Stammtisch „EM — effektiv

miteinander zu jeder Jahreszeit“

im Gasthaus Buchberger

BÖBING

14.30 Uhr

Kinderkino „Monty Spinnerratz“

in der Bücherei der Schule

BAD BAYERSOIEN

14.30 Uhr

Seniorennachmittag im Pfarrheim

20.30 Uhr

Weisenblasen am Soier See

ALTENSTADT

DO 01.06.

14.30 bis 16.00 Uhr

Treff für Menschen nach Schlaganfall,

deren Angehörige und

Interessierte bei Kaffee und Kuchen

zum Erfahrungsaustausch im

MIZ, Bürgerzentrum. Infos unter

08861 / 9091583

ROTTENBUCH

11.00 Uhr

Schaukäsen auf der Schönegger

Käsealm

SCHONGAU

FR 02.06.

16.00 Uhr

Führung durch die malerische

Altstadt. Treffpunkt am Rathaus.

Kosten: 4 €. Siehe Seite 8

16.00 bis 18.00 Uhr

Krebs-Selbsthilfegruppe im Evangelischen

Pfarrheim

17.00 bis 22.00 Uhr

Streetfood-Markt am Marienplatz

18.30 Uhr

Vernissage der Ausstellung

„Heilsame Energiebilder als

Gemeinschaftsausstellung“ im

Ballenhaussaal

PEITING

8.30 bis 12.00 Uhr

Bauernmarkt auf dem Hauptplatz

BIRKLAND

18.00 Uhr

Smokerabend in der Zauberhütte.

Reservierung unter 08809 / 205

ROTTENBUCH

11.00 bis 15.00 Uhr

Kässpatzenessen auf der Schönegger

Käsealm

BAD BAYERSOIEN

17.30 bis 18.30 Uhr

Historische Tunnelführung mit

landwirtschaftlichem Museum.

Treffpunkt am Lötschmüllerhof.

Kosten: 2 €. Weitere Infos unter

08845 / 204

SCHONGAU

SA 03.06.

10.00 bis 16.00 Uhr

Weibsdeifi Markt in der Münzstraße

9. Weitere Infos auf www.

weibsdeifi-markt.de

10.00 bis 20.00 Uhr

Ausstellung „Heilsame Energiebilder

als Gemeinschaftsausstellung“

im Ballenhaussaal

12.00 bis 22.00 Uhr

Streetfood-Markt am Marienplatz

17.00 Uhr

Führung „Anna Gerberin — die

Bürgersfrau zwischen Huren und

Henker“. Kosten: 5 €. Anmeldung

unter 08861 / 214181. Siehe Seite 8

PEITING

14.00 bis 16.00 Uhr

Führung an der Villa Rustica.

Spenden zur Erhaltung der Anlage

erwünscht

RETTENBACH

20.00 Uhr

Pfingstkonzert der Blaskapelle

und der Kapelle aus Surheim in

der Weichberghalle

LECHBRUCK

20.00 Uhr

Konzert „Viva la vida — musikalische

Hommage an Frida Kahlo“

im Flößermuseum. Karten: 15 €

ROTTENBUCH

8.00 bis 12.00 Uhr

Flohmarkt am Campingplatz

20.00 Uhr

Volkstanz des Trachtenvereins in

der Gemeindehalle

BAD BAYERSOIEN

20.00 Uhr

Pfingstkonzert der Blaskapelle im

Dorfstadl. Eintritt frei

WEILHEIM

18.00 und 20.00 Uhr

Boulevardkomödie „Sechs Tanzstunden

in sechs Wochen“ des Hoftheaters

Bergkirchen im Stadttheater.

VVK im Veranstaltungsbüro und

beim Ticketservice des Kreisboten in

der Sparkasse. Siehe Seite 89

SCHONGAU

SO 04.06.

Pfingstsonntag

10.00 bis 20.00 Uhr

Ausstellung „Heilsame Energiebilder

als Gemeinschaftsausstellung“

im Ballenhaussaal

11.00 bis 22.00 Uhr

Streetfood-Markt am Marienplatz

19.00 Uhr

Orgelnacht in der Stadtpfarrkirche

SCHWABSOIEN

14.00 bis 16.00 Uhr

Hammerschmiede-Museum geöffnet.

Eintritt frei

ROTTENBUCH

20.00 Uhr

Standkonzert mit der Musikkapelle

und dem Trommlerzug im

Klosterhof

WILDSTEIG

20.00 Uhr

Pfingstsingen in der Gemeindehalle

SCHONGAU

MO 05.06.

Pfingstmontag

11.00 bis 22.00 Uhr

Streetfood-Markt am Marienplatz

SCHWABSOIEN

11.00 bis 18.00 Uhr

Hammerschmiede-Museum geöffnet

mit Sonderprogramm zum

Mühlentag. Eintritt frei

BAD BAYERSOIEN

20.15 Uhr

Theater-Premiere „Gut versichert

stirbt sich’s leichter“, ein Lustspiel

von Monika Szabady im Bayersoier

Hof. Karten: 9 €. VVK in der

Touristinfo

PEITING

DI 06.06.

15.00 Uhr

Vorlesestunde für Kinder in der

Gemeindebücherei

HOHENFURCH

14.00 Uhr

Spielenachmittag der älteren

Generation im Gemeindesaal

LECHBRUCK

19.00 Uhr

Alphornblasen auf dem Floß am

Bootsverleih

PEITING

MI 07.06.

8.30 Uhr

Wanderung mit Fini Schilcher.

Anmeldung unter 08861 / 6535

BAD BAYERSOIEN

20.30 Uhr

Weisenblasen am Soier See

mai / juni 2017 | 91


in Schongau und im Pfaffenwinkel

an der Romantischen Straße

PEITING

SA 10.06.

14.00 bis 16.00 Uhr

Führung an der Villa Rustica.

Spenden zum Erhalt erwünscht

STEINGADEN

10.00 bis 19.00 Uhr

Steingadener Blütentage rund um

den Fohlenhof. Eintritt: 7 €

BAD BAYERSOIEN

20.00 Uhr

Sonntagskonzert der Blaskapelle

im Dorfstadl. Eintritt frei. Bei guter

Witterung auf dem Kirchplatz

SCHWANGAU

10.00 bis 17.00 Uhr

Kunsthandwerker Markt rund ums

Schlossbrauhaus

Komödie von Ulla Kling im Gasthof

Bayersoier Hof. Karten: 9 €.

VVK in der Touristinfo

APFELDORF

19.30 Uhr

Handarbeitstreff in der Schlossbergstube

PEITING

MI 14.06.

• Stadt-Führungen:

Mai – Oktober, Freitag, 16.00 Uhr

zusätzlich im Juli und September, Dienstag, 14.00 Uhr

• Themen-Führungen:

- Mit der Henkerstochter durch das mittelalterliche Schongau

- Schongaus Stadt- und Lechgeschichten

- Neue Führungen: „Schongauer Biergeschichten“ und „Anna Gerberin“

• Führungen im Pfaffenwinkel

• Kinder-Führungen

WILDSTEIG

19.00 Uhr

Grillfest der Freiwilligen Feuerwehr

im Feuerwehrhaus

EPFACH

19.00 Uhr

Römerstraßenfest am Sportplatz

SO 11.06.

17.00 Uhr

Schmankerltage am oberen

Hauptplatz

RETTENBACH

20.00 Uhr

Gauschützenfest — Party Power

Nacht mit den Isartaler Hexen im

Festzelt. Siehe Seite 6

STEINGADEN

KINSAU

Tourist Information Schongau . Tel. 08861 214-181 . www.schongau.de

15.00 Uhr

Gemütliches Kaffeetrinken des

Frauenbunds im Pfarrhof

LECHBRUCK

DO 08.06.

19.30 Uhr

Dämmerschoppen mit der Musikkapelle

Prem im Musikpavillon

ROTTENBUCH

11.00 Uhr

Schaukäsen auf der Schönegger

Käsealm

SCHONGAU

FR 09.06.

16.00 Uhr

Führung durch die malerische

Altstadt. Treffpunkt am Rathaus.

Kosten: 4 €. Siehe Seite 8

BIRKLAND

18.00 Uhr

Smokerabend in der Zauberhütte.

Reservierung unter 08809 / 205

ROTTENBUCH

11.00 bis 15.00 Uhr

Kässpatzenessen auf der Schönegger

Käsealm

BAD BAYERSOIEN

17.30 bis 18.30 Uhr

Historische Tunnelführung mit

landwirtschaftlichem Museum.

Treffpunkt am Lötschmüllerhof.

Kosten: 2 €. Weitere Infos unter

08845 / 204

SCHWANGAU

19.00 bis 23.00 Uhr

Romantisches Vollmondschwimmen

in der Kristalltherme

SCHONGAU

13.00 bis 17.00 Uhr

Dreifaltigkeitsmarkt auf dem

Marienplatz

HERZOGSÄGMÜHLE

9.00 bis 12.00 Uhr

Tauschtag für Briefmarken und

Münzen in der Deckerhalle

SCHWABBRUCK

19.30 Uhr

Konzert von Kieselklang im Kuhstall.

Karten: 11 € / 12 € (AK). VVK im

Schäferwirt, Schongauer Nachrichten,

Süße Hanni und Buch am Bach

BERNBEUREN

10.00 bis 17.00 Uhr

Kreativmarkt auf dem Marienplatz.

Siehe Seite 23

STEINGADEN

9.00 bis 18.00 Uhr

Steingadener Blütentage rund um

den Fohlenhof. Eintritt: 7 €

ALTENSTADT

DI 13.06.

13.30 Uhr

Treffen der Caritas Aktiv-Senioren

am Basilika-Parkplatz

HOHENFURCH

14.00 Uhr

Spielenachmittag der älteren

Generation im Gemeindesaal

BERNBEUREN

14.30 Uhr

Rentnerhoagart in der Honeleshofstube

des Auerbergmuseums

LECHBRUCK

19.00 Uhr

Alphornblasen auf dem Floß am

Bootsverleih

BAD BAYERSOIEN

20.15 Uhr

Theater „Der sanfte Tyran“, eine

21.00 Uhr

Baustellenfete im Festzelt. Eintritt:

3 €. Einlass ab 16 Jahren. Siehe S. 22

BAD BAYERSOIEN

20.30 Uhr

Weisenblasen am Soier See

SCHONGAU

DO 15.06.

Fronleichnam

11.00 Uhr

Stadtfest auf dem Bürgermeister-

Schägger-Platz

PEITING

11.00 Uhr

Schmankerltage am oberen

Hauptplatz

LECHBRUCK

19.30 Uhr

Dämmerschoppen mit der

Musikkapelle aus Rückholz im

Musikpavillon

/

92 | der altlandkreis


ROTTENBUCH

20.00 Uhr

Serenade der Musikkapelle beim

Weiher am Campingplatz

DENKLINGEN

10.00 Uhr

Bezirksmusikfest — Hl. Messe,

anschl. Frühschoppen. Ab 19 Uhr

Konzert der Blasmusik-Giganten im

Festzelt. Siehe Seite 68

SCHONGAU

FR 16.06.

16.00 Uhr

Führung durch die malerische

Altstadt. Treffpunkt am Rathaus.

Kosten: 4 €. Siehe Seite 8

PEITING

17.00 Uhr

Schmankerltage am oberen

Hauptplatz

BIRKLAND

18.00 Uhr

Smokerabend in der Zauberhütte.

Reservierung unter 08809 / 205

RETTENBACH

20.00 Uhr

Gauschützenfest — Die Nacht der

Tracht mit den Lederrebellen im

Festzelt. Siehe Seite 61

LECHBRUCK

17.00 Uhr

Floßfahrt auf dem Lech. Anmeldung

unter 08862 / 987830

www.boeglmueller.com

ROTTENBUCH

11.00 bis 15.00 Uhr

Kässpatzenessen auf der Schönegger

Käsealm

PEITING

SA 17.06.

14.00 bis 16.00 Uhr

Führung an der Villa Rustica.

Spenden zur Erhaltung der Anlage

erwünscht

17.00 Uhr

Schmankerltage am oberen

Hauptplatz

SCHWABSOIEN

19.30 Uhr

Sonnenwendfeuer der Landjugend

auf dem Festplatz

RETTENBACH

13.30 Uhr

Gauschützenfest — Fuhrwerkerabend

mit Oldtimer-Treffen am

Fuhrwerkerstadl. Siehe Seite 61

STEINGADEN

10.00 Uhr

Oldtimertreffen am Festzelt. Ab

20 Uhr Abendunterhaltung mit

den Schönegger Almmusikanten.

Siehe Seite 22

ROTTENBUCH

12.00 bis 17.00 Uhr

Turnier der Vereine der Stockschützen

am Sportgelände.

Ausweichtermin 18.6.

19.30 Uhr

Konzert mit Bernd Rinser „Roots

Rock“ im Kunstcafé am Tor.

Karten: 10 €

21.00 Uhr

Sonnwendfeier am Schmauzenberg

BAD BAYERSOIEN

7.00 bis 16.00 Uhr

Floh- und Trödelmarkt am

Festplatz

APFELDORF

13.00 bis 16.00 Uhr

63. Gauschützenfest — Sommerbiathlon

der Jugend am Sportplatz.

Siehe Seite 72

PEITING

SO 18.06.

Ganztags

Sommermarkt in der Bachstraße

11.00 Uhr

Schmankerltage am oberen

Hauptplatz

SCHWABSOIEN

14.00 bis 16.00 Uhr

Hammerschmiede-Museum geöffnet.

Eintritt frei

RETTENBACH

10.00 Uhr

Gauschützenfest — Fuhrwerkertag

mit Festgottesdienst und

anschließendem Frühschoppen

im Festzelt. Siehe Seite 61

STEINGADEN

9.00 Uhr

Festtag des Böllerschützenverein

mit Kirchenzug, Feldmesse und

Mittagessen im Festzelt. Ab 15 Uhr

Kaffee und Kuchen. Siehe Seite 22

BAD BAYERSOIEN

20.00 Uhr

Sonntagskonzert der Musikkapelle

Schönberg im Dorfstadl. Eintritt

frei. Bei gutem Wetter am Kirchplatz

DENKLINGEN

13.30 Uhr

Gaujugendtag mit Vereinen des

Lechgau-Trachtenverbandes im

Festzelt. Siehe Seite 68

PEITING

MO 19.06.

18.30 Uhr

3 Stunden Seminar Nichtraucher!

mit Peter Phillip Koss in der Kreissparkasse.

Weitere Infos auf www.

hypno-active.com und Seite 30

DENKLINGEN

14.00 Uhr

Kreisseniorennachmittag im

Festzelt. Siehe Seite 68

PEITING

DI 20.06.

18.00 Uhr

Seminar „Wunschgewicht leicht

erreicht!“ mit Peter Phillip Koss in

der Kreissparkasse. Weitere Infos

auf www.hypno-active.com und

Seite 30

ALTENSTADT

15.30 Uhr

Kinderkino in der Bücherei

HOHENFURCH

14.00 Uhr

Spielenachmittag der älteren

Generation im Gemeindesaal

LECHBRUCK

18.00 Uhr

Floßfahrt auf dem Lech. Anmeldung

unter 08862 / 987830

BAD BAYERSOIEN

20.15 Uhr

Theater „Gut versichert stirbt

sich’s leichter“, ein Lustspiel

von Monika Szabady im Bayersoier

Hof. Karten: 9 €. VVK in der

Touristinfo

SCHONGAU

MI 21.06.

20.30 Uhr

Abendlicher Streifzug durch die

Altstadt. Treffpunkt am Rathaus.

Kosten: 7 €. Anmeldung unter

08861 / 214181. Siehe Seite 8

BAD BAYERSOIEN

20.30 Uhr

Weisenblasen am Soier See

Zauberhafte Momente mit besten Aussichten ...

Gsteig 1 · 86983 Lechbruck am See · Tel. 0 88 62-98 77-0 · info@aufdergsteig.de · www.aufdergsteig.de

mai / juni 2017 | 93


LECHBRUCK

DO 22.06.

18.00 Uhr

Floßfahrt auf dem Lech. Anmeldung

unter 08862 / 987830

ROTTENBUCH

11.00 Uhr

Schaukäsen auf der Schönegger

Käsealm

WILDSTEIG

15.30 Uhr

Kinderkino im Sportheim

DENKLINGEN

19.00 Uhr

Bezirksmusikfest — Sternmarsch

und Blasmusikspektakel mit den

umliegenden Kapellen im Festzelt.

Siehe Seite 68

SCHONGAU

FR 23.06.

HEUTE ERSCHEINT DER

NEUE ALTLANDKREIS

16.00 Uhr

Führung durch die malerische

Altstadt. Treffpunkt am Rathaus.

Kosten: 4 €. Siehe Seite 8

17.00 Uhr

Schongauer Biergeschichten

mit Kornelia Funke. Kosten: 10 €.

Anmeldung unter 08861 / 214181.

Siehe Seite 8

BIRKLAND

18.00 Uhr

Smokerabend in der Zauberhütte.

Reservierung unter 08809 / 205

SCHWABBRUCK

20.00 Uhr

Kabarett von Stefan Kröll im

Kuhstall. Karten: 16,50 € / 18 € (AK).

VVK im Schäferwirt, Schongauer

Nachrichten, Süße Hanni und bei

der Buchhandlung am Bach

RETTENBACH

19.00 Uhr

Gauschützenfest — Abmarsch

vom Rathaus zum Festzelt mit

anschließender Königsehrung.

Anschließend Party mit „Dreisam“

im Festzelt. Siehe Seite 61

ROTTENBUCH

11.00 bis 15.00 Uhr

Kässpatzenessen auf der Schönegger

Käsealm

BÖBING

8.00 Uhr

Radlturnier des MSC an der Schule

21.30 Uhr

Sonnenwendfeier auf der Schnalz

BAD BAYERSOIEN

18.00 Uhr

Johannifeuer des Volks- und

Trachtenvereins am Soier See

DENKLINGEN

20.30 Uhr

Bezirksmusikfest — Konzert der

„Allgäuer Feager“ und „Schürzenjäger“

im Festzelt.

Siehe Seite 68

19.30 Uhr

Handarbeitstreff in der Schlossbergstube

WEILHEIM

11.00 bis 20.00 Uhr

Kunstmesse in der Stadthalle.

Siehe Seite 16

SCHONGAU

SA 24.06.

17.00 Uhr

Führung „Mit der Henkerstochter

durch das mittelalterliche Schongau“.

Treffpunkt am Rathaus.

Kosten: 10 €. Weitere Infos unter

08861 / 214181 und auf Seite 8

PEITING

14.00 bis 16.00 Uhr

Führung an der Villa Rustica.

Spenden zur Erhaltung der Anlage

erwünscht

19.00 Uhr

Serenade am Gumpen

HOHENPEISSENBERG

6.00 bis 16.00 Uhr

Wandertage. Treffpunkt am Haus

der Vereine. Weitere Infos unter

08861 / 6130

BURGGEN

20.00 Uhr

Grillfest der FFW am Feuerwehrhaus

BERNBEUREN

14.00 bis 16.00 Uhr

Golf-Schnupperkurs auf dem

Golfplatz Stenz. Anmeldung unter

www.golfplatz-stenz.de

RETTENBACH

20.00 Uhr

Gauschützenfest — Partyabend mit

„The Mercuries“ im Festzelt. Siehe

Seite 61

LECHBRUCK

13.00 Uhr

Dorfturnier des SV am Sportplatz

STEINGADEN

18.00 Uhr

Traditionelles Fischerfest mit

Fischspezialitäten und Käseplatten

im Vereinsheim

BAD BAYERSOIEN

15.00 Uhr

Seminar „Intuition — Denke nicht!

— Spüre!“ mit Peter Phillip Koss im

Parkhotel. Weitere Infos auf www.

hypno-active.com und auf Seite 30

DENKLINGEN

20.30 Uhr

Bezirksmusikfest — Konzert mit

den „Schwindligen 15“ im Festzelt.

Siehe Seite 68

WEILHEIM

11.00 bis 20.00 Uhr

Kunstmesse in der Stadthalle.

Siehe Seite 16

SCHWANGAU

18.00 Uhr

Sommernachtstraum in der

Kristalltherme

SO 25.06.

HOHENPEISSENBERG

6.00 bis 16.00 Uhr

Wandertage. Treffpunkt am Haus

der Vereine. Weitere Infos unter

08861 / 6130

RETTENBACH

9.00 Uhr

Gauschützenfest — Abmarsch vom

Rathaus zum Festzelt, anschließender

Festgottesdienst und

Frühschoppen. Siehe Seite 61

LECHBRUCK

9.00 Uhr

Vogelkundliche Führung am Oberen

Lechsee mit Bernhard Kraus.

Treffpunkt am Rathaus. Kosten:

5 € / 2 € (Kinder 6 — 15 Jahre)

10.00 Uhr

Oldtimer-Treff des MSC am

Rathaus

16.00 Uhr

Vernissage der Ausstellung

„Alpenflüsse — Schatzkammern

der Vielfalt“ im Flößermuseum.

Ausstellung bis 31.8. geöffnet

STEINGADEN

9.00 Uhr

Johannimarkt auf dem Marktplatz

WIES

19.00 Uhr

Festlicher Sommer in der Wies —

Konzert mit Werken von Bach und

Haydn in der Wieskirche. Infos

unter www.wieskonzerte.de und

Seite 17

BAD BAYERSOIEN

20.00 Uhr

Sonntagskonzert der Blaskapelle

im Dorfstadl. Eintritt frei. Bei guter

Witterung auf dem Kirchplatz

DENKLINGEN

9.30 Uhr

Bezirksmusikfest — Festgottesdienst

am Kriegerdenkmal. Anschl.

Festumzug und Frühschoppen im

Festzelt. Siehe Seite 68

WEILHEIM

11.00 bis 18.00 Uhr

Kunstmesse in der Stadthalle.

Siehe Seite 16

LECHBRUCK

MO 26.06.

16.30 bis 20.00 Uhr

Blutspenden in der Lechhalle

APFELDORF

18.00 Uhr

63. Gauschützenfest — Finalschießen

im Festzelt neben der

Mehrzweckhalle. Siehe Seite 72

/

94 | der altlandkreis


HOHENFURCH

DI 27.06.

14.00 Uhr

Spielenachmittag der älteren

Generation im Gemeindesaal

LECHBRUCK

18.00 Uhr

Floßfahrt auf dem Lech. Anmeldung

unter 08862 / 987830

20.00 Uhr

Alphornblasen auf dem Floß am

Bootsverleih

BAD BAYERSOIEN

20.15 Uhr

Theater „Der sanfte Tyran“, eine

Komödie von Ulla Kling im Gasthof

Bayersoier Hof. Karten: 9 €.

VVK in der Touristinfo

SCHONGAU

MI 28.06.

17.00 bis 23.00 Uhr

Schmankerlfest in der Altstadt

19.30 Uhr

Sommerkonzert des Welfengymnasiums

in der Aula des Gymnasiums.

Eintritt frei

PEITING

17.00 Uhr

Führung durch den Walderlebnispfad

mit Hans Wörnzhofer.

Treffpunkt am Schützenhaus

19.30 Uhr

EM-Stammtisch „EM — effektiv

miteinander zu jeder Jahreszeit“

im Gasthaus Buchberger

BAD BAYERSOIEN

14.30 Uhr

Seniorennachmittag im Pfarrheim

20.30 Uhr

Weisenblasen am Soier See

SCHONGAU

DO 29.06.

17.00 bis 23.00 Uhr

Schmankerlfest in der Altstadt

ALTENSTADT

20.00 Uhr

Bezirkslandjugendfest — Kabarett

mit Chris Boettcher im Festzelt am

Sportplatz. Einlass ab 19 Uhr. VVK

bei allen Filialen der Raiffeisenbank

Pfaffenwinkel. Siehe Seite 70

ROTTENBUCH

11.00 Uhr

Schaukäsen auf der Schönegger

Käsealm

APFELDORF

19.00 Uhr

63. Gauschützenfest — Preisverteilung

im Festzelt neben der

Mehrzweckhalle. Siehe Seite 72

> > > SO ERREICHEN SIE DEN „ALTLANDKREIS“

Anschrift

„altlandkreis“

Birkland 40

86971 Peiting

Tel.: 08869 / 91 22-16

Fax: 08869 / 91 22-17

www.altlandkreis.de

Email

Redaktion: redaktion@altlandkreis.de

Termine: veranstaltungen@altlandkreis.de

Anzeigen: anzeigen@altlandkreis.de

Anregungen / Kritik: info@altlandkreis.de

Das Impressum finden Sie auf Seite 83.

SCHONGAU

FR 30.06.

16.00 Uhr

Führung durch die malerische

Altstadt. Treffpunkt am Rathaus.

Kosten: 4 €. Siehe Seite 8

12.00 bis 23.00 Uhr

Schmankerlfest in der Altstadt

BIRKLAND

18.00 Uhr

Smokerabend in der Zauberhütte.

Reservierung unter 08809 / 205

ALTENSTADT

20.00 Uhr

Bezirkslandjugendfest — Konzert

mit Mia Julia im Festzelt am

Sportplatz. Siehe Seite 70

SCHWABBRUCK

20.00 Uhr

Konzert von „Swinging Cotelettes

& The Monkey Wildmen“ im

Kuhstall

LECHBRUCK

17.00 Uhr

Wild-Kräuter entdecken mit

Gertrud Fischer. Treffpunkt bei

Landlust im Flößerhaus

ROTTENBUCH

11.00 bis 15.00 Uhr

Kässpatzenessen auf der Schönegger

Käsealm

BÖBING

17.00 Uhr

Sportfest des SC an der Schule

APFELDORF

20.30 Uhr

63. Gauschützenfest — Musikabend

mit den „Waidigel“ im

Festzelt neben der Mehrzweckhalle.

Siehe Seite 72

Änderungen und Fehler vorbehalten

mai / juni 2017 | 95


96 | der altlandkreis

/

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