audimax IT 06/2017: Das Karrieremagazin für Informatiker

audimaxde

Made in Germany: Deutsche Softwareentwickler geben Gas. Weitere Themen im Heft: Dein Herz schlägt für Elektro? Ja - dann findest du hier Karrieremöglichkeiten und Informationen in der E-Technik. Außerdem: Studenten aufgepasst! Hol dir den Sieg: audimax MINT-Award & 39/17-Challenge und so bist du gut beraten: Dein Einstieg im IT-Consulting uvm.

MADE IN GERMANY

Deutsche Softwareentwickler

geben Gas

I.TINFORMATIK

im 10. Jahrgang • 6 - 2017 • Juni - Oktober 2017

DEIN HERZ SCHLÄGT FÜR ELEKTRO

Karriere in der E-Technik:

Infos, Perspektiven, Jobs

HOL DIR DEN SIEG

audimax MINT-Award

& 39/17-Challenge

GUT BERATEN

So gelingt dein Einstieg im IT-Consulting


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Power to you


TOP-THEMA:

SOFTWARE MADE

IN GERMANY

Seiten 08-18

INHALT

ARBEITSWELTEN

08 Software Made in

Germany

Start-ups, F&E, Future

Mobility und Trends in der

Softwareentwicklung

20 Banken & Versicherungen

24 Consulting

Wo einsteigen, was mitbringen

und welche Aufgaben

übernehmen

38 Vertrieb

42 Elektrotechnik

Chancen, Trends und

Wissenswertes im

Branchenüberblick

60 Maschinenbau

KARRIERE

06 Mensagespräch

Anette Weisbecker,

stellvertretende Leiterin des

Fraunhofer IAO, im Interview

36 39/17-Challenge

Mach mit und gestalte das

Auto von morgen

56 Future Work

So verändert sich unser

Arbeitsplatz durch die

Digitalisierung

66 Trendcheck

Fünf Branchen. Fünf

Trends. Ein Überblick

68 Gewusst wie

Lebenslauf: richtig

aufbauen und gestalten

87 Mint Minded Company

audimax ehrt Unternehmen

mit MINT-Engagement –

unterstütze uns dabei

STUDIUM

40 MINT-Award Informatik

Ausgezeichnet für Top-

Abschlussarbeit

70 Studienhilfe

Abbrechen oder Weitermachen?

72 International

Mandy in Athen

75 Umfrage

Dein Traumstudiengang

86 Masterforum

Studiengänge im

Kurzporträt

LEBEN

77 Wühlkiste

Von Glocken, Chivito

und Studium in Uruguay

78 Festival, Musik &

Outdoor

Must-haves, Kurioses

und Trends rund ums

Draußensein

83 Haben will!

Schöne Dinge für dein

Sommerabenteuer

84 Wahl-Spazial

Deine Stimme zählt!

WIE IMMER

04 IT-News

64 Karriere-News

69 Studium-News

74 Rätsel & Impressum

76 Leben

87 Inserentenverzeichnis

90 Mut zur Lücke

Philipp Walulis

NERDPERLE:

AUF EINEM

HACKATHON

ENTWICKELTEN

VIER STUDEN-

TEN DER TEXA-

NISCHEN RICE

UNIVERSITY

DIE SPRACHE

TRUMPSCRIPT.

ALLE PROGRAM-

ME MÜSSEN MIT

›AMERICA IS

GREAT‹ ENDEN

UND ZAHLEN

UNTER EINER

MILLION ERZEU-

GEN DIE FEHLER-

MELDUNG »I’M

REALLY RICH,

PART OF THE

BEAUTY OF ME IS

I’M VERY RICH.«

AUF ERFOLG

PROGRAMMIERT:

SOFTWAREENTWICKLER

können sich aktuell

hierzulande über beste

Bedingungen auf dem

Jobmarkt freuen. Wir

haben uns die deutsche

Szene angesehen, vom

kleinen Start-up bis zu

den größten

Trends. Findest

du ab

Seite 8. +++

Finance,

Consulting,

Vertrieb – du

weißt schon

konkreter, wo du nach

dem Studium andocken

möchtest? Läuft. Dann

informier dich auf den

Seiten 20, 24 und 38

über Einstiegsmöglichkeiten,

Anforderungen

und die Trends der Branchen.

+++ Etwas mehr

Techie-Faktor bitte? Et

voilà: Für die Liebesheirat

zwischen ITlern und

INGs steck deine Nase

ins große Elektrotechnikspecial

ab Seite 42.

Fans von Industrie 4.0

und Maschinenbau werden

ab Seite 60 bedient.

+++ Reicht fürs Erste mit

den Karriereinfos? Wir

können auch Freizeit.

Festivals zum Beispiel.

Vom Moshpit bis zum

Boratbadeanzug, Facts

und Fantastisches für

den Eventsommer 2017

gibt’s ab Seite 78.

+++

Schwing die Hüften und

lass Glitzer regnen!

Team

&

Fotos: © Markus Kästner, alphaspirit/Fotolia

| www.audimax.de – Die Jobbörse für Akademiker | 03


NEWS

HACK

ECK

QUERBEET DIE HEISSESTEN NEWS

FÜR FREUNDE DER IT. SCAN IT,

READ IT, KNOW IT

PSST. GEHEIMTIPP FÜR ITLER.

DER HACKMAN RÄT:

SMARTPHONE-LAUTSPRECHER SELBER BAUEN

Du brauchst eine leere Küchenpapierrolle und zwei

große Plastikbecher: Schneide in Längsrichtung der

Rolle einen Spalt für dein Smartphone und stecke

es hochkant hinein. Der Lautsprecher deines

Geräts sollte nicht direkt aufliegen, das

dämpft den Sound. In die Seite jedes Plastikbechers

ein für die Küchenrolle passendes

Loch schneiden, Becher links und rechts auf

die Küchenrolle stecken und fertig.

WIRD BAYMAX REAL?

Die Forschungsabteilung Disney Research hat ein Patent

auf einen Roboter angemeldet, der weich und

umarmbar ist. Spekulationen zufolge soll er künftig

die Schausteller in den Themenparks ersetzen und mit

Menschen interagieren können.

FEHLER ENTDECKT

Beim Update auf die neue Softwareversion aktueller Xperia-

Geräte ist Sony ein Fehler unterlaufen: Die Aktualisierung

stellt die Geräte teilweise auf Englisch um.

CREATORS UPDATE

Mit der Aktualisierung von Windows 10 auf Version 1703 hat

Microsoft einen Game Mode integriert. Wer ihn einschaltet, soll

eine bessere Leistung erhalten.

KOMPRIMIERTERE DATENPAKETE SCHNÜREN

Die Übertragung von Daten beschleunigen und das Downloadvolumen

verringern – Dropbox setzt für Javascript und CSS auf die Kompressionstechnik

Brotli. Im Vergleich zu Gzip reduziere sich die Datengröße

für die Webseiteninhalte mit Brotli um etwa 20 Prozent.

AUS ALT MACH NEU

Apple teilte in seinem ›Environment

Responsibility

Report‹ mit, dass das Unternehmen

künftig auf den

Kauf von Rohstoffen verzichten

und nur noch Rohstoffe

aus Altgeräten nutzen

wolle.

SIRENEN GEHACKT

Die Wettersirenen in Dallas im US-

Bundesstaat Texas warnen die Bürger

normalerweise vor Unwettern und

Tornados. In einer Nacht im April begannen

jedoch mehr als 100 Sirenen

ohne Grund loszuheulen. Ein Hackerangriff.

Die Suche nach den Verantwortlichen

läuft.

BASTLERHERZEN SCHLAGEN HÖHER

Dein Lieblingsspielzeug: Der Raspberry

Pi. Damit du weißt, was du aus dem Mini-

PC alles rausholen kannst, lohnt der Blick

in ›Elektronik verstehen mit Raspberry Pi‹

aus dem Rheinwerk Verlag. Auf 361 Seiten

frischst du dein Elektronikwissen auf und

lernst die Schnittstellen des RasPi ganz genau

kennen. Wissen, Tipps, Codes, spannende Projekte – was

willst du mehr?

SCHNELLERE TRANSAKTIONEN …

… und mehr Sicherheit erhofft sich der Kreditkartenanbieter

Mastercard durch die Authentifizierung per Fingerabdruck.

Entsprechende Karten wurden bereits in Südafrika eingeführt.

Nach erfolgreichen Tests könnte das Verfahren Ende

des Jahres auch nach Europa kommen.

ZEICHNEN WIE EIN PRO

Mit Googles intelligentem Zeichenprogramm ›AutoDraw‹

können nun auch weniger begabte Künstler

identifizierbare Bilder malen. Die kostenlose Browseranwendung

erkennt, was gekritzelt wurde und bietet

dem User eine Auswahl an schönen Zeichnungen und

Piktogrammen an.

Text: Viktoria Feifer, Illustrationen: © M.studio, Gstudio Group/Fotolia Foto: © Jamrooferpix/Fotolia

DROHNEN-REGELUNG IN KRAFT GETRETEN

Flugverbotszonen, Flughöhe, Kennzeichnung

und Führerschein: Die von Bundesverkehrsminister

Dobrindt initiierte Verordnung für unbemannte

Fluggeräte soll Privatsphäre schützen

und Sicherheit im Luftraum gewährleisten. Alle

Vorschriften unter www.bundesregierung.de.

ANBIETER, DIE ZU NIEDRI-

GE DATENRATEN …

… zur Verfügung stellen,

will die Bundesnetzagentur

laut FAZ nun mit Bußgeldern

strafen. Denn nur vier

bis 25 Prozent der Endkunden

erhalten im Festnetz 100

Prozent der vereinbarten

maximalen Datenübertragungsrate.

ALGORITHMEN-POLIZEI

Online-Angebote zu Versicherungstarifen,

Studienplätzen oder Stellenauswahl

für Algorithmen von

Internetdienstleistungen, die auf der

Basis von gesammelten Informationen

Angebote machen und für den

Nutzer Entscheidungen treffen, fordert

die Verbraucherzentrale Bundesverband

nun eine unabhängige

Behörde zu deren Überprüfung.

04 | www.audimax.de – Die Jobbörse für Akademiker |


Matthias Hobi liebt es, in der Freizeit steil zu gehen, besonders gerne aufs Zinalrothorn

(4221 m.ü.M.) im Wallis. Als Software-Entwickler bei BSI in Zürich (408 m.ü.M.) liebt

er hingegen die fl achen Hierarchien. Die sind bei BSI nicht nur Blabla, sondern gelebte

Realität mit echten Vorteilen: 360°-Blick statt Teilprojekte, direkter Kundenkontakt,

Beteiligung am Unternehmen und vieles mehr.

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BSI Business Systems Integration Deutschland GmbH


»ES MÜSSTE MEHR

VORBILDER GEBEN.«

PROF. DR.-ING. ANETTE WEISBECKER DES FRAUNHOFER

IAO ÜBER DEN WEG ZUR DIGITALEN GESELLSCHAFT UND

IHREN WUNSCH NACH MEHR FRAUEN IN DER IT

Interview: Eva Ixmeier

Prof. Dr.-Ing.

Anette Weisbecker

ist stellvertretende

Leiterin

des Fraunhofer-

Instituts für Arbeitswirtschaft

und Organisation,

IAO. Sie ist Mitglied

der Female

Patronage Group,

die die Schirmherrschaft

des

Karriere-Events

women&work

trägt. Die Gruppe

repräsentiert

stellvertretend

die Vielfalt von

unterschiedlichen

Persönlichkeiten,

Karrierewegen

und Erfolgsmodellen

als Vorbilder

für Frauen.

Frau Weisbecker, wo steht Deutschland

auf dem Weg zur digitalen Gesellschaft?

Im guten Mittelfeld. Dem Monitoring

Report Digital des Wirtschaftsministeriums

zufolge rangiert Deutschland

im Bereich der Digitalisierung auf dem

sechsten Platz. Auch die Gesellschaft

steht der Digitalisierung positiv gegenüber

und sieht vor allem die Chancen,

die sie bietet.

Wo liegen Deutschlands Stärken im internationalen

Vergleich? Deutschland

ist stark im Bereich

Industrie 4.0. Wir

nutzen Informations-

und Kommunikationstechnik

stark, um Prozesse zu

verbessern und neue

Produkte anzubieten.

Industrie 4.0 ist

»WIR MÜSSEN DEN

MITTELSTAND AUF

DEN WEG ZUR DIGI-

TALISIERUNG MIT-

NEHMEN.«

ein Begriff, der in Deutschland geprägt

wurde und von hier in die Welt gegangen

ist.

Wo besteht hingegen noch Handlungsbedarf?

Wir müssen den Mittelstand

auf den Weg zur Digitalisierung mitnehmen

und mit gutem Beispiel zeigen,

wie es machbar ist. Außerdem

sollten wir uns neben der Digitalisierung

der Prozesse auch Gedanken

machen, wie wir die Digitalisierung

für neue Geschäftsmodelle nutzen

können. Zum Beispiel

datenbasierte

Geschäftsmodelle

im Stadtumfeld: Wir

können die Daten,

die uns zur Verfügung

stehen, nutzen,

um den Besuchern

in Städten beispielsweise

zu zeigen, wo

freie Parkplätze zu

finden sind.

Was braucht Deutschland, um diesen

Weg zu gehen? Wir müssen dafür sorgen,

dass die Mitarbeiter qualifiziert

und die Bürger geschult sind, mit diesen

neuen Technologien umzugehen.

Beides braucht Personal, es besteht

also großer Bedarf an IT-Nachwuchs?

Ja, viele Umfragen zeigen, dass die

Haupthemmnisse der Digitalisierung

auf den Mangel an qualifiziertem Personal

zurückzuführen sind.

Inwiefern sehen Sie hier die Hochschulen

in der Pflicht? Zum einen würde ich

mir eine praxisnahe Ausbildung der

Studierenden wünschen. Zum anderen

muss aber auch die Interdisziplinarität

gefördert werden. Studierende

dürfen sich nicht nur auf die Informationstechnik

konzentrieren, sondern

müssen auch die Anwendungsbereiche

kennenlernen. Denn im Job müssen

sie in Projekten mit vielen Leuten

aus unterschiedlichen Bereichen zusammenarbeiten.

Diese müssen sich

untereinander verstehen, damit sie für

Probleme gemeinsam eine Lösung erarbeiten

können.

Was sollten IT-Absolventen neben interdisziplinärem

Verständnis noch mitbringen?

Ein zweiter wichtiger Punkt

ist die Bereitschaft zum lebenslangen

Lernen. Aufgrund der neuen Technologien

sollten sie sich eine gewisse Neugier

erhalten und Spaß daran haben,

Neues auszuprobieren.

Wie können sich Studierende bereits

über das Studium hinaus auf die Anforderungen

der Digitalisierung vorbereiten?

Projektarbeit ist hilfreich, um praktische

Erfahrungen zu sammeln: So erleben

sie, wie die Zusammenarbeit mit

anderen funktioniert. Die Inhalte sind

hierbei nur die eine Herausforderung.

Illustrationen: © Ramona Kaulitzki, undrey / Fotolia Foto: © privat

06 | www.audimax.de – Die Jobbörse für Akademiker |


MENSAGESPRÄCH FRAUNHOFER IAO

»WIR MÜSSEN DAFÜR SORGEN, DASS DIE MITARBEITER

QUALIFIZIERT UND DIE BÜRGER GESCHULT SIND, MIT DEN

NEUEN TECHNOLOGIEN UMZUGEHEN.«

Wichtig ist außerdem, zu

erkennen, wie die interdisziplinäre

Zusammenarbeit

mit Auftraggebern und

Kollegen, die unterschiedliche

Standpunkte einnehmen, funktioniert.

Sie haben selbst Informatik studiert – warum

haben Sie sich als junge Frau für diese

Männerdomäne entschieden? Damals

war die Informatik etwas Neues und hat

mich einfach interessiert, weil sie so viele

Anwendungsbereiche eröffnet.

Hatten Sie es als Frau schwerer als die

Männer in Ihrem Studiengang? Ich habe

keine Unterschiede festgestellt. Umso

bedauerlicher finde ich es, dass so wenige

Frauen diesen Studiengang wählen.

Der Frauenanteil der Studienanfänger

liegt zwar bei 25 Prozent, lediglich 17

Prozent schließen jedoch das Studium

ab. Das bedeutet dann natürlich auch,

dass es wenige weibliche Bewerber auf

dem Arbeitsmarkt gibt.

Wie könnten wir mehr Frauen für vermeintlich

männerdominierte Studiengänge

motivieren? Es müsste mehr Vorbilder

geben. Deshalb engagiere ich mich in

der Female Patronage Group im Rahmen

des Karrier-Events für Frauen

women&work. Wir sind eine Gruppe

von Frauen mit verschiedenen Lebensläufen,

die in der europäischen und

Bundespolitik aktiv sind, akademische

Laufbahnen eingeschlagen haben oder

führende Positionen in Unternehmen

besetzen. Somit können wir zeigen, welche

Möglichkeiten es gibt. Außerdem

sollten wir klarstellen, dass die Informationstechnik

nicht bedeutet, im stillen

Kämmerchen zu programmieren, sondern

ganz im Gegenteil Kommunikation

und Interaktion mit vielen Personen

einen Großteil der Arbeit ausmachen.

Welchen Rat können Sie abschließend

allen Frauen geben, die in der IT-Branche

Karriere machen möchten? Sie sollten

überlegen, was ihnen Spaß macht und

auf die eigenen Kenntnisse und Fähigkeiten

bauen, Neues ausprobieren und

Erfahrungen sammeln. Wichtig ist, die

Chancen zu nutzen, die sich einem bieten.

n

„Wir sorgen dafür, dass unsere innovativen Lösungen

die Anforderungen unserer Kunden erfüllen.“

Yu Zhenlei (Service Manager), Marie Duvivier (Projektmanager Qualität),

Bruno Fuhge (Innovationsingenieur)

Über 16.000 Beschäftigte in unseren fünf Teilkonzernen Metall, Controls,

Defence, Aerosystems und Metering arbeiten an den Technologien von

heute und morgen. Werden Sie Teil einer einzigartigen Unternehmenstradition

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Karrieremöglichkeiten in unserer internationalen Gruppe.

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Software made in Germany

Facts & Figures


KANN WAS:

SOFTWARE MADE IN

GERMANY

DEIN ZIEL: SOFTWARE ENTWICKELN. ABER HIER? WARUM DU NICHT

ÜBER DEN TEICH MUSST, UM ZU CODEN WIE EIN WELTMEISTER, LIEST

DU HIER. DENN SIE HAT’S DRAUF, DIE SOFTWARE MADE IN GERMANY

Milliarden Euro beträgt der prognostizierte

Umsatz im Bereich Software in

Deutschland für das Jahr 2017.

Unternehmen der Software- und IT-Services-Branche

in Deutschland generieren

je einen Umsatz von mehr als 50

Millionen Euro. Lediglich 20 Unternehmen

erwirtschaften einen Umsatz

von mehr als 250.000 Euro.

23

110

Euro betrug das Jahresgehalt eines

Softwareingenieurs in der ITK-Branche

im Jahr 2016.

Prozent von 1.300 befragten Unternehmen

waren bereits Opfer eines Hackerangriffs.

Das ergab eine Studie des

VDE. Der Bereich Software zählt dabei

zu den besonders gefährdeten Bereichen.

Prozent der deutschen Start-ups konnten

im Jahr 2016 dem Bereich IT- und

Softwareentwicklung zugeordnet werden.

Millionen Euro betrug das Marktvolumen

von Software-as-a-Service auf dem

deutschen Markt im Jahr 2016.

70.319

4.511 53

15

Kann sich sehen lassen: Deutschland

nimmt Rang eins als Investitionsadresse

im europäischen Vergleich ein. Dies zeigte

eine Befragung von Führungskräften

von über 735 weltweiten Unternehmen

durch das Wirtschaftsprüfungsunternehmen

EY im Jahr 2016. 69 Prozent nannten

Deutschland unter den Top Drei der lohnenden

Standorte für Investitionen. Die

Hauptstadt Berlin wurde dabei von jedem

zehnten Investor zu den drei Städten weltweit

gezählt, die die besten Voraussetzungen

für die ›Googles der Zukunft‹ bringt.

Damit rangiert Berlin auf Platz sechs hinter

San Francisco, London, Shanghai,

New York und Peking der als zukünftig

am wichtigsten eingeschätzten Standorte

für Technologieunternehmen.

Quellen: Gehalt.de, Bitkom, EITO, Statistisches Bundesamt, VDE Tec Report 2017, IG Metall, Experton, Bundesverband Deutsche

Startups; KPMG; Uni Duisburg-Essen, The EY Attractiveness Survey Standort Deutschland 2016, Capgemini Studie ›IT-Trends 2016‹

08 | www.audimax.de – Die Jobbörse für Akademiker |


GEHALT SOFTWAREENTWICKLER

je nach Programmiersprache, Bruttojahresgehalt

59.740 €

67.980 €

C# /.NET / C / C++

70.040 €

Java

PHP

Illustrationen: © 31moonlight31, sapannpix, vladwel/Fotolia

ZAHLENSALAT

33 Prozent

von 503 befragten

Unternehmen entwickeln

ihre eigene

Software, so

die Ergebnisse

einer Erhebung

des Branchenverbands

Bitkom.

Über 20

Prozent mehr als

im Vorjahr, nämlich

51.000 offene

Stellen für

IT-Spezialisten

zählte der

Branchenverband

Bitkom im Jahr

2016. Sechs von

zehn Unternehmen

suchen dabei

nach Softwareentwicklern.

5

SOFTWARE

TRENDS

in Deutschland

1

Wir werden agil

86 Prozent der von Capgemini befragten

Unternehmen wollen agile

Methoden wie Scrum,DevOps oder etwa

Kanban für ihre Projekte nutzen.

2

Wir kaufen ein

61 Prozent der Unternehmen prognostizierten,

dass IT-Abteilungen

künftig stärker als Einkäufer

von Leistungen agieren werden.

3

Wir setzen auf Sicherheit

Platz eins der wichtigsten Technologiebereiche

im Jahr 2016:

Sicherheit. Die relevantesten

Themen: Privacy by Design,

BYOx-Security, Security Automation

oder etwa Cloud-Security.

4

Wir arbeiten in der Cloud

Etwa ein Drittel der IT-Gesamtleistung

beziehen Unternehmen

bereits aus der Cloud.

5

Wir nutzen Big Data

24 Prozent der Unternehmen

betreiben mindestens

eine Big Data-Anwendung. Vorreiter

sind Finanzdienstleister,

das produzierende Gewerbe

sowie die Automobilindustrie.

Joseph Adersberger,

technischer Geschäftsführer

von QAware, zum

Thema Software Made in

Germany

Herr Adersberger, was ist derzeit

der wichtigste Trend der deutschen

Softwareentwicklung? Aus

technischer Sicht Cloud Native Computing,

also die Weiterentwicklung des Cloud Computing.

Dazu zählen Big Data, IoT und verschiedene

Containertechnologien.

Wie schätzen Sie das Renommee von

Software Made in Germany ein? Ich

denke, deutsche Software wird als qualitativ

hochwertig, jedoch etwas zaghaft beim

Thema Innovation bewertet. Das liegt wohl

auch an der deutschen Mentalität, die im

Gegensatz zur disruptiven Herangehensweise

im Silicon Valley rationaler und stärker

auf Nachhaltigkeit ausgelegt ist.

Welche Herausforderungen gilt es

für deutsche Softwareunternehmen

zu meistern? Erstens müssen sie

noch produktiver werden, denn die Welt

braucht aktuell mehr IT-Lösungen als produzierbar

sind. Zweitens sollten die Unternehmen

mehr Mut zum Experiment mit innovativen

Technologien haben.

Wie kann das funktionieren? Um

die Produktivität zu steigern, müssen die Bedingungen

von der Arbeitsumgebung bis

hin zur Mitarbeiterbindung optimiert werden

– auch Unternehmen wie Google tun

dies nicht rein aus altruistischen Gründen.

Um innovativer zu werden, sollte vermehrt

auf den Modus Inspect & Adapt umgeschaltet

werden: Mehr ausprobieren und daraus

lernen. Hierfür brauchen Entwickler entsprechenden

›Playground‹: Zeit und Raum

für kontrollierte Experimente mit innovativen

Technologien und Lösungsideen.

| www.audimax.de – Die Jobbörse für Akademiker | 09


Software made in Germany

Start-ups


Synfioo | 2015 | Softwareentwicklung für die Logistik

Die Idee: Synfioo bietet Logistikunternehmen eine intermodale ETA-Überwachung ihrer Transporte

und eine Vernetzung mit den Logistikpartnern. Dafür übergeben die Transportunternehmen ihre geplanten

Routen an Synfioos Softwareplattform. Diese ermittelt aus vielen verschiedenen und heterogenen

Quellen exakt alle in Ort und Zeit relevanten Störereignisse pro Transport, etwa Staus, Unwetter,

Wartezeiten, und deren Auswirkung auf die gesamte Transportkette. Diese Informationen werden

an alle betroffenen und am Transport beteiligten Logistikpartner weitergeleitet.

Ohne geht’s nicht: »Kuchen! Die wöchentlichen Kuchenmeetings sind bei Synfioo bereits Tradition. Da

man auch in einem kleineren Team schnell den Überblick verlieren kann, wer gerade was bearbeitet

und welche Probleme zu bewältigen hat, gibt es bei uns hierbei jede Woche die Gelegenheit, dies zu

berichten und auf Feedback und Lösungsvorschläge der Kollegen zu hoffen.« Sebastian Kluth, Synfioo

Gründer-Ratschlag: »So schnell und so viel Feedback wie möglich aus der ›echten‹

Welt einsammeln. Ein Gefühl für das Potenzial der eigenen Idee kannst du

nur durch Gespräche mit potenziellen Kunden und Investoren, aber auch mit

Wettbewerbern und Kooperationspartnern entwickeln – zumindest, wenn du

im B2B-Bereich tätig bist.« Sebastian Kluth, Synfioo

NEXT UNICORN

SECHS DEUTSCHE SOFTWARE-START-UPS IM PORTRÄT

Bitwala | 2015 | FinTech

Die Idee: Bitwala will Bitcoin alltagstauglich machen und

nutzt die Stärken der Blockchain Technology, um Geld

kostengünstig um die Welt zu verschicken. Den Service

nutzen sowohl kleine, international agierende Unternehmen

als auch Digitalnomaden und Freelancer,

die in Bitcoin bezahlt werden und

davon leben und reisen.

Der größte Brocken: »Durch die sehr junge

Technologie, die wir benutzen, hängt die

rechtliche Regulierung und das Image

der Kryptowährung hinterher. So werden wir immer wieder

ausgebremst und können unsere Produkte nicht so

schnell freischalten.« Jörg von Minckwitz, Bitwala

Ohne geht’s nicht: »Lola – unser ›Office dog‹. Sie ist seit Gründung

bei Bitwala und ist mittlerweile unser COH, Chief Of

Happiness, und aus dem Büro einfach nicht wegzudenken.«

Jörg von Minckwitz, Bitwala

Text: Petra Herr

Holidu | 2014 | Tourismus

Die Idee: Holidu ist ein Vergleichsportal für Ferienhäuser

und -wohnungen. Als Metasuchmaschine

prüft Holidu Millionen Ferienunterkünfte und ermöglicht

eine Preisersparnis von bis zu 55 Prozent für dieselbe

Unterkunft im selben Reisezeitraum. Um bei den verschiedenen

Anbietern die identischen Objekte zu finden und den besten

Preis zu zeigen, haben die Holidu-Gründer eine eigene Bilderkennungstechnologie

entwickelt.

Der größte Brocken: »Eine große Herausforderung war, schnell

ein hochkarätiges Team aufzubauen. Wenn man zu Beginn nur

wenig vorweisen kann und potenzielle Mitarbeiter erst davon

überzeugen muss, mit anzupacken und darauf zu vertrauen, dass

sich das Unternehmen erfolgreich entwickelt, ist das nicht so einfach.

Aber auch das ging rasant: Mittlerweile umfasst das Holidu-

Team über 70 reise- und techbegeisterte Mitarbeiter am Standort

München.« Heike Müller, Holidu

Ohne geht’s nicht: »Für uns als Reise-Start-up sind eigene Reisen

immer noch die beste Quelle für neue Ideen und Inspiration. Und

unsere Überzeugung, dass wir – fast – jedes Problem mit Technologie

lösen können.« Heike Müller, Holidu

Physec | 2016 | IT-Sicherheit

Die Idee: Physec entwickelt Sicherheits- und Konnektivitätskonzepte

zur Umsetzung neuer Funktionalitäten

und Geschäftsmodelle im Internet der Dinge.

Dazu zählen die Digitalisierung von Produkten,

Prozessen und Produktion. Die Zielsetzung: maximale

Sicherheit und vollständige Selbstbestimmung über Daten.

Der größte Brocken: »Die Nutzenkommunikation der Physec-Technologie

und Vertriebserfolge.« Dr. Heiko Koepke, Physec

Ohne geht’s nicht: »Platt, aber wahr: Ohne Kaffee geht es nicht!«

Dr. Heiko Koepke, Physecs

Gründer-Ratschlag: »Glaube an deine Idee, nimm Ratschläge an und

akzeptiere Rückschläge.« Heiko Koepke, Physec

ArtiMinds Robotics | 2013 | Industrielle

Automatisierung

Die Idee: Gegründet als Spin-off des KIT in Karlsruhe. Das Produkt:

Eine Software zur intuitiven und schnellen

Roboterprogrammierung, welche den

kostengünstigen und robusten Robotereinsatz

auch in neuen Anwendungen ermöglicht. Darüber

hinaus unterstützt ArtiMinds Robotics

Systemintegratoren und Endanwender bei der Programmierung

von anspruchsvollen Automatisierungslösungen.

Der größte Brocken: »Die ersten paar Produktverkäufe, bis man

den Stempel des Neulings langsam ablegen kann, sind sehr

hart. Kaum jemand gehört gerne zu den Pionieren, aber Mitläufer

sind sie alle gerne.« Rainer Jäkel, ArtiMinds Robotics

Gründer-Ratschlag: »Das Geschäftsmodell muss wasserdicht

sein: Marktgröße, Marktmomentum, Marktdiversität, Bruttomarge

pro Verkauf, Heterogenität der Marktteilnehmer

und Breite der Channel, Vielfalt und mangelnde Dominanz

möglicher Partner sind nur einige Parameter, die passen

müssen, sonst haben auch das beste Produkt und Team

keine Chance.« Rainer Jäkel, ArtiMinds Robotics

accu:rate | 2014 | Personenstromsimulation

für die Bau-, Event- und Infrastrukturbranche

Die Idee: Mit der eigens entwickelten Software crowd:it

können komplexe Personenströme dargestellt

und in verschiedenen Szenarien von der

Standardsituation bis hin zur Notfallevakuierung

getestet und analysiert werden.

Der größte Brocken: »Aus dem sicheren Hafen der Gründungsfinanzierung

in die raue See des selbst Finanzierens

stechen.« Sophia Simon, accu:rate

Ohne geht’s nicht: »Die Begeisterung des ganzen Teams

und den Spaß, den wir bei der Arbeit alle haben!« Sophia

Simon, accu:rate

Der

Lebenszyklus

eines

Start-ups

SEED:

Das Konzept

wird entwickelt

START-UP:

Das Angebot

ist marktreif,

erste Umsätze

in der Kasse

GROWTH:

Das Angebot

ist auf dem

Markt, starker

Umsatzuwachs

LATER:

etablierter

Marktteilnehmer,

plant Verkauf/Börsengang

STEADY:

kein weiteres

Umsatzwachstum

10

| www.audimax.de – Die Jobbörse für Akademiker |


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Software made in Germany

Software-Forschung & Entwicklung


KONTROLLE

über Daten möglich machen, ist Ziel des Forschungsprojektes AVARE des FZI Forschungszentrums für Informatik

Das Projekt … will Bürgern mittels einer

nutzerfreundlichen Softwareanwendung die

Kontrolle über Informationen zurückgeben,

die die eigene Person betreffen. Die Basis bildet

ein Datenschutzprofil für verschiedene

Endgeräte, über welches der Nutzer eigene

Daten verwalten kann.

Relevanz Gleichzeitig mit dem immer

schnelleren Technologiewandel und der

wachsenden digitalen Durchdringung des

Alltags beherrscht ein Phänomen unseren

Umgang mit Daten: das Privacy-Paradoxon.

Es besagt, dass Bürger sich zwar mehr

Schutz der persönlichen Daten wünschen,

es ihnen jedoch an konkretem Wissen mangelt,

das Recht auf informelle Selbstbestimmung

umzusetzen und wahrzunehmen.

Wie Drei Jahre Laufzeit, drei Phasen: Zuerst

wurde der Status Quo analysiert, dann das

technische Konzept, die Architektur der Softwareanwendung,

das User Interface sowie ein

begleitendes rechtswissenschaftliches Konzept

entwickelt. Aktuell beschäftigt sich das

Team mit den prototypischen Implementierungen

und Nutzertests zur Evaluation. Später

folgt die rechtliche Endbegutachtung.

Wer Das Team besteht aus Juristen, Wirtschaftswissenschaftlern

mit Schwerpunkt

betriebliche Informationssysteme und Informationswirten.

Skills Wer in der Softwareforschung einsteigen

will, sollte analytische Fähigkeiten

mitbringen, um komplexe, theoretische Fragestellungen

bearbeiten zu können. Genauso

wichtig: eine strukturierte, eigenständige und

methodische Arbeitsweise sowie ein Händchen

für Kommunikation, um etwa Projektergebnisse

vor Kunden, Partnern und Externen

darzustellen.

NEUE WEGE

WER STEHEN BLEIBT, VERLIERT. ZWEI PIONIER-

PROJEKTE DEUTSCHER SOFTWAREENTWICKLER

UND -FORSCHER IM SCHNELLCHECK

Text: Petra Herr

DEEP LEARNING

Im Oktober 2016 startete das Forschungsprojekt

DeepER (Deep learning Extended

Range Character Recognition), das vom

Bildungsministerium gefördert wird.

Dabei soll das Unternehmen CIB eine intelligente

Softwarelösung zur optischen

Zeichenerkennung entwickeln, die auf

sogenannten deep learning-Technologien

aufbaut. Wie bereits in anderen Wissenschaftsbereichen

wie der Spracherkennung

oder der Bildklassifizierung soll dieser Ansatz

der Künstlichen Intelligenz auch im

Bereich der Zeichenerkennung für einen

Durchbruch sorgen. Fachleute bestätigen,

dass heute noch immer bis zu 60 Prozent

eingescannter Dokumente nachbearbeitet

werden müssen. Für viele Anwendungsbereiche

ist das ein inakzeptables Ergebnis,

das die Automatisierung der nachgelagerten

Unternehmensprozesse erschwert. Ziel

des Forschungsprojektes ist es, mit dieser

neuen Softwareentwicklung die Qualität

beim Auslesen von gescannten Dokumenten

so zu verbessern, dass der Standard einer

menschlichen Interpretation erreicht

wird und damit der Aufwand einer Nachbearbeitung

drastisch sinkt.

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Software made in Germany

Trendbarometer


TRENDSETTER

SICHERHEIT, KÜNSTLICHE INTELLIGENZ UND

USER EXPERIENCE – DAS BESCHÄFTIGT DEUTSCHE

UNTERNEHMEN IN SACHEN SOFTWARE

Text: Eva Ixmeier

USER EXPERIENCE

D

ie Betrachtung der

Software wandelt

sich grundlegend:

»Software muss

nicht mehr nur primär funktionieren

und ihren Zweck erfüllen,

sondern muss so entwickelt

werden, dass sie eine

bestmögliche User Experience

liefert«, betont Guido

Baptist, IT-Abteilungsleiter

beim Süßwarenhersteller August

Storck. Zentrierung auf

den Anwender und auf seine

Anforderungen, Bedienbarkeit

und Effizienz seien in den

Vordergrund gerückt. »Daher

müssen unsere Entwickler

immer auch den Prozess und

den Anwender nachvollziehen

wollen, denn nur wenn

sie verstehen, wie in den Fachbereichen

gearbeitet wird,

können sie auch gute und effiziente

Lösungen liefern«, erklärt

Baptist.

Good to know

Außerdem ändere sich auch

die Art und Weise, wie Software

entwickelt wird: Clean

Code, TDD, Agilität und Sicherheit

in der Softwareentwicklung

werden immer zentraler.

Das bedeute, dass

zukünftig Softwareentwickler

benötigt werden, die die

neuen Paradigmen der Softwareentwicklung

beherrschen.

ALLROUNDLÖSUNG

I

n der Banken- und Versicherungsbranche

lassen

sich drei Entwicklungen

beobachten. Zum einen:

weg von Einzellösungen hin

zu Produkten, die an die Wünsche

des spezifischen Kunden

angepasst werden, so Christian

A. Rusche, Produktentwickler

bei BSI Business Systems

Integration. Sein Kollege

Oliver Hechler, Community

Manager Banken und Versicherungen,

beobachtet zum

anderen den Trend weg vom

Spartendenken hin zu einem

Gesamtangebot als digitaler

Begleiter und Ideenbringer für

Präventivmaßnahmen. Als

dritten Punkt hebt Zeno Hug,

CRM-Experte bei BSI, den Datenschutz

hervor: »Das ist ein

großes Thema: Banken und

Versicherungen wollen vermehrt

in die Cloud – dürfen

aber noch nicht«, erklärt der

Experte.

Good to know

Durch diese Entwicklungen

der Branche entstehen viele

verschiedene Facetten der Entwicklung:

Framework-Entwicklung,

UI, App, Backendsysteme,

Security, Internet of

Things und neuronale Netze.

»Jedes Thema für sich ist eine

eigene Welt, die jahrelang

Spaß macht«, betont Rusche

von BSI.

SAFETY FIRST

E

in übergreifendes Thema,

das alle Softwareentwickler

beschäftigt, ist die Sicherheit

von Systemen. Je

nach Einsatzgebiet der Software

unterscheiden sich die Sicherheitsanforderungen:

»Bei der Arbeit mit

weniger sensiblen Daten sind Sicherheitsanforderungen

üblicherweise

generisch. Bei hochsensiblen

Daten müssen die Besonderheiten

des Einsatzgebietes sehr detailliert

betrachtet werden. Dies geschieht,

indem das Sicherheitskonzept des

IT-Systems, in dem die fertige Software

arbeiten soll, auf nachvollziehbare

Art vollständig und korrekt

auf die zu entwickelnde

Software heruntergebrochen

wird«, erklärt Alexander Wille, Senior

Software Engineer bei ESG.

Grundsätzlich muss eine Software

die Vertraulichkeit, Integrität und

Verfügbarkeit der verarbeiteten

Daten in angemessener Weise sicherstellen.

Diese Sicherheitsaspekte

können durch Softwarefehler,

Fehlbedienung oder Angriffe

von Dritten beeinträchtigt werden.

Good to know

Hierbei gelte ein Minimumgesetz:

Software ist nur so sicher, wie es

der am wenigsten sorgfältig betrachtete

Aspekt erlaubt. »Durch

gutes Software Engineering und

vor allem eigenständiges, lebenslanges

Lernen können wir einen

entscheidenden Beitrag zu sicherer

Software leisten«, betont Wille.

KÜNSTLICHE

INTELLIGENZ

E

in sehr spannendes Zukunftsfeld

ist die Künstliche

Intelligenz: »Es

geht darum, dass Software

entwickelt wird, die eine

gewisse Lernfähigkeit besitzt:

Das sogenannte Machine Learning

umfasst dabei eine breite

Palette von Algorithmen und

Methoden, um die Leistungsfähigkeit

von Software durch

wachsende Datenmengen zu

verbessern«, erklärt Prof. Dr.-

Ing. Peter Liggesmeyer, geschäftsführender

Leiter des

Fraunhofer Instituts für Experimentelles

Software Engineering

(IESE). Grundsätzlich gehe

es beim Machine Learning darum,

aus den Daten bestimmte

Entwicklungen abzulesen oder

Systematiken wiederzuerkennen.

»Sobald die Software dann

mit neuen Daten gefüttert wird,

trifft sie die passenden Entscheidungen«,

fügt der Experte

hinzu. Verbreitete Spielarten

von Machine Learning sind beispielsweise

künstliche neuronale

Netze, Support Vector Machine

und Deep Learning.

Good to know

»Es ist schwierig, die korrekte

Funktion dieser Komponenten

zu garantieren, was derzeit ihren

Einsatz in kritischen Anwendungen

behindert«, schließt

Liggesmeyer.

SO WIRST DU ZUM TRENDSETTER

B

leib neugierig! »Ich rate meinen Studierenden immer, sich regelmäßig

über aktuelle Trends zu informieren, die richtigen Fragen zu

stellen und sich mit Experten auszutauschen«, betont Prof. Dr.-Ing.

Peter Liggesmeyer, geschäftsführender Leiter des Fraunhofer Instituts

für Experimentelles Software Engineering (IESE). Grundsätzlich sei

auch der Blick in benachbarte Disziplinen von Vorteil. Denn Software ist

heute allgegenwärtig. Mehr als 90 Prozent aller hergestellten Mikroprozessoren

arbeiten nicht mehr in klassischen PCs, sondern in Alltagsgegenständen,

Geräten und Maschinen. »Softwareentwicklung ist eine Querschnittsdisziplin,

die über alle Branchen hinweg Eigenschaften beeinflusst. Es ist

ausgesprochen wichtig für Informatiker, die Schnittstellen zu anderen Disziplinen

kompetent bedienen zu können«, sagt der Experte.

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Software made in Germany

Future Mobility


BEQUEM, FLEXIBEL UND

SICHER SOLL DIE MO-

BILITÄT VON MORGEN

SEIN – WIE ITLER DA-

FÜR SORGEN, DASS DIES

WIRKLICHKEIT WIRD,

LIEST DU HIER

Anbieter, einen Mobilitätsmanager, zu steuern. So sollen

Pendler und Reisende in Echtzeit und ortsgebunden die Entscheidung

fällen können, welcher Verkehrsträger sie auf dem

besten Weg zum Ziel bringt. Hierfür müssen die Beteiligten

wie Autohersteller, Verkehrsverbünde, Bahnen, Airlines, Telekommunikationsanbieter,

Internetunternehmen und

Technologieanbieter zusammenarbeiten, denn es ist nicht

nur essenziell, dass Verkehrsinformationen in Echtzeit für

jeden Nutzer verfügbar sind, sondern auch, dass Verkehrsmittel

und Infrastruktur intelligent vernetzt sind.

Text: Eva Ixmeier

ichaels Wecker klingelt, die Weckzeit hat sein

Smartphone anhand der Verkehrslage auf

seinem Arbeitswegs errechnet. So kommt er

M»DIE trotz Stau noch pünktlich zum Termin. Denn AKTUdie

App rät ihm, besser die S-Bahn zu nehmen

– das Ticket hat er bereits auf sein Smartphone

geschickt bekommen. Nach dem Mee-

ELLEN ENTting

geht sein Flug nach Berlin, das nächste

WICKLUNGEN

Carsharing-Elektrofahrzeug steht nur eine

WERDEN DIE

Straße weiter, das zeigt sein Smartphone an.

Das Navi lotst ihn über eine Alternativroute, AUTOMOBILda

hat er grüne Welle. Entspannt kommt er

am Flughafen an und weiß schon, dass in Berlin

ein Taxi für ihn bereitsteht.

INDUSTRIE

UND DIE

GESELL-

SCHAFT

REVOLUTI-

ONIEREN.«

JOCHEN FREY, WIRT-

SCHAFTS- UND FINANZ-

KOMMUNIKATION, BMW

GROUP

Sei flexibel

So bequem und flexibel kann Fortbewegung

in Zukunft sein – wenn wir vernetzt sind. Dabei

reicht es jedoch nicht aus, wenn nur Fahrzeuge

untereinander oder mit Ladesäulen

kommunizieren. Vielmehr müssen alle Verkehrsteilnehmer

und -anbieter miteinbezogen

werden. Denn das Ziel von Connected

Mobility ist einer Studie von Roland Berger

zufolge, Planung, Buchung und Bezahlung

aller Verkehrsmittel einer Reise über einen

Sei frei

Wenn wir dieses Modell noch eine Stufe weiterdenken, sitzt

Michael nicht am Steuer des Carsharing-Fahrzeugs, sondern

lässt sich vom hochautonomen Fahrzeug zum Flughafen

fahren, während er noch ein Manuskript durchliest. Ganz so

abwegig scheint diese Vorstellung nicht zu sein, plant doch

beispielsweise BMW, 2021 sein erstes autonom fahrendes

Fahrzeug auf den Markt zu bringen. Damit dies Wirklichkeit

wird, arbeiten Softwareentwickler wie Alexander Metz mit

Hochdruck an der Künstlichen Intelligenz für das hochautonome

Fahren. Der Machine Learning Engineer kennt die Herausforderungen,

die gerade urbane Umfelder mit sich bringen:

»Wir stoßen bei den Versuchen, mit regelbasierten

Ansätzen die Umwelt zu verstehen und zu intepretieren an

unsere Grenzen, da das Umfeld zu variabel ist. Daher verwenden

wir Machine-Learning-Ansätze, um die Handlungen

der anderen Verkehrsteilnehmer einzuschätzen und die

Reaktion des eigenen Fahrzeuges zu steuern.«

An der Entwicklung einer Software für das hochautomatisierte

Fahren sind verschiedene Spezialisten beteiligt, neben

Softwareentwicklern auch Datenmanager. Schließlich muss

die Fülle an Daten für die Machine-Learning-Ansätze korrekt

verwaltet werden. Außerdem gilt es, die Schnittstelle zur

Serienproduktion zu bilden: »Die projektplangetriebene Arbeit

in der klassischen Automobilindustrie mit unseren agilen,

iterativen Entwicklungsmethoden zu vereinen, ist nicht

immer einfach«, erklärt Metz. Die viel größere Herausforde-

16 | www.audimax.de – Die Jobbörse für Akademiker |


ung sei aber, die funktionale Sicherheit

der Software auch in den

absurdesten Randfällen sicherzustellen.

»Daher müssen wir die aktuellen

Methoden um statistische

Methoden erweitern, damit wir

unsere Modelle mit großen Mengen

an Daten testen und verifizieren

können.

Sei sicher

Gerade durch autonome beziehungsweise

teilautomatisierte

Fahrzeuge sollen Unfälle vermieden

werden. Die Kampagne ›bester

Beifahrer‹ des Deutschen Verkehrssicherheitsrates

weist auf die

Vorteile von Fahrerassistenzsystemen

hin: 91 Prozent der Verkehrsunfälle

mit Personenschaden sind

auf das Fehlverhalten der Beteiligten

zurückzuführen. Fahrerassistenzsysteme

warnen frühzeitig vor

kritischen Verkehrssituationen

und können potenziell die Anzahl

schwerer Verkehrsunfälle um die

Hälfte reduzieren. Dadurch wird

die Softwareentwicklung emotionalisiert,

denn Entwickler wissen,

dass sie einen großen Mehrwert für

die Gesellschaft leisten können.

Alexander Metz reizt außerdem die

Möglichkeit, am aktuellen Stand

der Technik und Forschung zu arbeiten:

»Da der Bereich noch sehr

jung und noch im Wandel ist, haben

wir als Entwickler die Möglichkeit,

den technischen und organisatorischen

Bereich in den

Scrum-Teams mitzugestalten. Hier

ist Pioniergeist gefragt«, sagt der

Softwareentwickler.

Mitgestalten der Mobilität von mogen

ist auch das Stichwort für ITK

Engineering: Das Unternehmen

arbeitet seit Oktober 2016 an der

Software AUTOSAR (Automotive

Open System Architecture), einer

neuen Plattform für das hochautomatisierte

Fahren. Die Entwicklung

neuer Software erfolgt hierbei

nach sogenannten Scrum-Prozessen.

Christoph Riedl, Fachreferent

im Bereich Methoden bei ITK Engineering

erklärt: »Beim automatisierten

Fahren und der damit einhergehenden

Vernetzung im

Fahrzeug werden flexible Softwareplattformen

benötigt, um Innovationen

schnell in den Markt zu

bringen. Durch unsere aktive Mitarbeit

bei der Entwicklung der AUTO-

SAR Adaptive Platform tragen wir

maßgeblich dazu bei, dass die Plattform

aktuellen und künftigen Herausforderungen

im Bereich Safety und

Security gerecht wird.«

Im Bereich Softwareentwicklung für

Future Mobility besteht ein enormer

Bedarf an IT-Nachwuchs. Bei BMW

werden talentierte Softwareentwickler

gesucht, die die Fähigkeit mitbringen,

sich in komplexe Themen einzuarbeiten.

Erste Kontakte in die

Softwarebranchen werden genauso

gerne gesehen wie die private Teilnahme

an Softwareprojekten. Eine gewisse

Begeisterung für Mobilität rundet

das Profil ab, ist aber kein Muss: »Ich

hatte ursprünglich nichts mit der Automobilindustrie

zu tun, habe mich

aber so sehr für Künstliche Intelligenz

interessiert, dass ich zu BMW gekommen

bin. Denn die Automobilindustrie

ist derzeit das spannendste Umfeld,

um diese Methoden

anzuwenden«, schwärmt Alexander

Metz. ■

DU WILLST DIE

MOBILITÄT

DER ZUKUNFT

AKTIV MIT-

GESTALTEN?

DANN SCHAU

UNTER WWW.

SCHAEFFLER-

AUTO-CHAL-

LENGE.DE VOR-

BEI UND LASS

DEINEN VISIO-

NEN IN DER

›39/17-CHAL-

LENGE‹ FREI-

EN LAUF.

Erfolg in der digitalen Zukunft

Schritt für Schritt auf der Karriereleiter:

Sergej Ritter erzählt von seinem Einstieg bei der Software AG

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Die Software AG engagiert sich aktiv für den

IT-Nachwuchs und bietet vielfältige Einstiegsmöglichkeiten

– ob durch ein Studium oder

eine Ausbildung. Sergej Ritter, heute Junior

ARIS Consultant, ist zum ersten Mal bei einer

Berufsmesse für Hochschulabsolventen und IT-

Interessierte auf die Software AG aufmerksam

geworden: »Ich war sehr überrascht, dass es ein

solch großes IT-Unternehmen quasi direkt vor

meiner Haustür gibt«, sagt Ritter. Da der damalige

Fachoberschüler schon immer großes Interesse

für die IT und das Programmieren hatte,

entschied er sich für eine Ausbildung zum Fach-

informatiker für Anwendungsentwicklung bei

der Software AG. Nach erfolgreich absolvierter

Ausbildung entschloss Ritter sich, im Unternehmen

zu bleiben: »Der Übergang verlief relativ

problemlos. Ich wurde sofort in das Alltagsgeschäft

integriert. Nach einer zweiwöchigen

Schulung zu dem Produkt ARIS wurde ich dann

einem Customizing-Team zugeordnet. Customizing

bedeutet, dass ich das Produkt ARIS je nach

Kundenwunsch um verschiedene Reports erweitere.«

Umfassendes IT-Wissen sei hierfür selbstverständlich

unerlässlich. Aber auch ein grundlegendes

Verständnis für Anforderungen und

Geschäftsmodelle der Partner und Kunden sowie

gute kommunikative Kompetenzen sind wichtig.

Wer bei der Software AG arbeiten möchte, sollte

außerdem Eigeninitiative und Engagement mitbringen.

»Da die Software AG ein internationales

Unternehmen ist, sollte jeder Bewerber auch über

interkulturelle Kompetenzen sowie Team-Player-

Qualitäten und Englischkenntnisse verfügen«,

fügt der Consultant hinzu. Im Gegenzug erwartet

den Mitarbeiter eine überdurchschnittliche Vergütung.

Geld ist aber natürlich nur ein Faktor.

Ritter schätzt beispielsweise auch das Gleitzeitmodell,

das Betriebssportangebot, die internen

Weiterbildungsmöglichkeiten oder das Arbeitsklima

innerhalb der Software AG. Außerdem hat

Ritter als Consultant einen Beruf gefunden, der

ihm viel Spaß macht: »Ich habe viel Kundenkontakt

und bin gelegentlich auch bei Kunden vor Ort.

Das Reisen macht mir entgegen meiner Erwartungen

doch viel Spaß. Mir wird nicht langweilig, da

immer neue Projekte und Herausforderungen auf

mich warten.« ■

Seit über 45 Jahren steht die Software AG für

Innovationen, die sich an den Bedürfnissen ihrer

Kunden ausrichten. Das Unternehmen wird in

zahlreichen Kategorien für Innovation und

Digitalisierung als Marktführer eingestuft. Die

Software AG beschäftigt rund 4.500 Mitarbeiter, ist

in 70 Ländern aktiv und erzielte im Geschäftsjahr

2016 einen Umsatz von 872 Millionen Euro.

www.softwareag.de

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Software made in Germany

Standortfrage


Dr. Frank Termer,

Bereichsleiter Software beim Branchenverband

Bitkom, sieht viel Potenzial in Software

made in Germany. Die größte Herausforderung:

der Fachkräftemangel. 51.000 offene

IT-Stellen sind aktuell zu besetzen.

Interview: Petra Herr

Herr Dr. Termer, was

zeichnet Deutschland

als Standort

für Softwareentwickler

aus? Wir sind

in Sachen IT-Arbeitgeber

sehr breit aufgestellt, sowohl

bei großen als auch

bei mittleren und kleinen

Unternehmen sowie Startups.

Und nicht nur allein in der IT-

Branche, sondern auch in anderen

Branchen nimmt Software einen

immer größeren Stellenwert ein.

Deshalb haben wir für fast jeden

Arbeitnehmer etwas in petto.

In welchem Bereich nimmt

Deutschland eine Vorreiterrolle

in Sachen Softwareentwicklung

ein? Besonders

stark sind wir in den Bereichen

Embedded Systems und Shopsysteme

sowie im Automotivesektor.

Insgesamt ist es jedoch schwierig,

einer ganzen Nation eine Vorreiterrolle

zuzuschreiben. Wer beispielsweise

an U.S.-amerikanische

Software denkt, assoziiert sofort

B2C-Unternehmen wie Google

oder Facebook – wieder ein ganz

anderer Bereich und somit nicht

wirklich vergleichbar.

In den USA ist die Standortfrage

klar: Das Silicon

Valley is the place to be.

Gibt es dazu ein deutsches

Pendant? Die Frage ist, wie man

das Silicon Valley definiert. Letztendlich

ist es ein Ort, an dem Ideen

mit technischem Know-how, Wissen

und Geld zusammenfließen.

Es ist ein Raum, um Neues auszuprobieren

und diese neuen Ideen

dann auch zu Geschäftsmodellen

heranwachsen zu lassen. Etwas

Vergleichbares schaffen wir in

Deutschland aktuell mit den sogenannten

›Hubs‹, die das Bundeswirtschaftsministeriums

auf Initiative

des Bitkom ins Leben gerufen

hat. Hier geht es darum, deutsche

Leitindustrien zu digitalisieren.

STANDORT UND STATUS: WAS SOFTWARE MADE

IN GERMANY DRAUF HAT. EIN GESPRÄCH MIT

BITKOM-EXPERTE DR. FRANK TERMER

Und welche sind das? Beispielsweise

sind für den Bereich

Logistik in Hamburg und Dortmund

schon zwei solcher Hubs

entstanden sowie für Mobility in

München. Andere sollen noch

folgen, wie etwa für Gesundheit

in Nürnberg/Erlangen. Das Ziel

ist jeweils, ein Gebäude oder eine

Fläche dort bereitzustellen, wo sich

die Spieler einer Branche – Global

Player, Mittelständler und Startups,

genauso wie Wissenschaft,

Kommunen und öffentliche Verwaltung

– treffen können, um eine

Basisinfrastruktur zu schaffen und

um Ideen auch ausprobieren zu

können.

Können die Hubs dem Vergleich

mit dem Silicon Valley

standhalten? Es geht nicht

darum, ein eigenes Silicon Valley

in Deutschland zu haben, sondern

darum, zu verstehen, wie dieses

Ökosystem für IT-Unternehmen

funktioniert. Das Konzept ist dann

auf die Gegebenheiten und Rahmenbedingungen

Deutschlands

anzupassen.

Trotzdem schmücken sich

IT-Unternehmen rund um

Dresden mit dem Beinamen

Silicon Saxony … Eine

Einszueins-Kopie des Silicon Valley

würde keinen Sinn machen,

denn sie würde so bei uns nicht

funktionieren. Sicher sind die Ansätze

in Sachsen oder etwa im Softwarecluster

Rhein-Main-Neckar

ähnlich, die Kultur ist aber eine

andere.

Kein kleiner Fisch:

So bedeutend ist die

Softwarebranche

Im Jahr 2014 waren

rund 90.000 Unternehmen

in der deutschen

Informations- und

Kommunikationsbranche

tätig. Über 90

Prozent dieser Firmen

– 83.000 an der Zahl

– erwirtschafteten

ihren Umsatz dabei

mit dem Schwerpunkt

Software- und IT-

Services. Dies zeigte

eine Erhebung des

Branchenverbandes

Bitkom.

Ein junger IT-Gründer fragt

Sie, wo in Deutschland er auf

fruchtbare Gründerwiesen stößt

– was wäre Ihr Rat? Das hängt natürlich

von der Branche ab. In einer Studie

haben wir Start-up-Gründer selbst

befragt, welche deutsche Stadt sie für den

besten Ort für Gründungen halten. Knapp

drei Viertel, also 73 Prozent der befragten

Gründer, entschieden sich für Berlin, weit

abgeschlagen folgen Hamburg mit 14 und

München mit neun Prozent.

Warum Berlin? Diese Stadt hat schlicht

die besten Voraussetzungen für die Gründung

eines IT-Start-ups. Es wirkt sich einerseits

günstig aus, dass es dort bereits so

viele Start-ups gibt. Dadurch hat sich eine

gründerfreundliche Kultur entwickelt.

Andererseits sind dort Lebenshaltungskosten

noch vergleichsweise niedrig. Nicht

zu unterschätzen ist auch der international

sehr gute Ruf Berlins, denn viele Unternehmen

streben eine schnelle Internationalisierung

an.

Nicht jeder ist ein Gründertyp.

Woran können sich Absolventen

orientieren, die in der Softwarebranche

einsteigen wollen?

Wer weiß, womit er sich nach dem Einstieg

beschäftigen möchte, sollte sich in den jeweiligen

Schwerpunktregionen umsehen.

Typischerweise finden sich Automobilunternehmen

eher im Süden Deutschlands,

im Großraum München oder Stuttgart.

Für Finanzen ist die Region um Frankfurt,

für Versicherungen um Köln und für Logistik

um Dortmund oder Hamburg attraktiv.

Das Potenzial für Software in Deutschland

ist sehr groß. Nun braucht es noch die entsprechenden

Fachkräfte, um dieses Potenzial

auch auszuschöpfen. n

Foto: privat

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BANKEN & VERSICHERUNGEN

LUST AUF VERÄNDE-

RUNGEN? DANN KOMM

IN DIE WELT DER

FINANZDIENSTLEISTER

UND VERSICHERUNGEN

Text: Sabine Olschner

Sina Gunkel

Personalentwicklung & Talentmanagement,

comdirect

»Bewerber sollten für einen

Einstieg bei uns ein abgeschlossenes

IT-Studium oder eine

vergleichbare Qualifikation mitbringen.

Die Begeisterung für IT-

Themen und erste Erfahrungen

in Programmen wie Java sind

ebenso wichtig wie die Freude

an Teamarbeit, Begeisterung für

Neues und eine gute Kommunikationsfähigkeit.«

Michel Hose

Personalreferent,

Barmenia Versicherungen

»ITler, die sich bei uns bewerben,

müssen keine Versicherungskenntnisse

mitbringen

– das lernen sie bei uns in Weiterbildungen

und bei der täglichen

Arbeit. Von Vorteil sind

zum Beispiel Java-Kenntnisse,

denn Java ist bei uns die gebräuchlichste

Programmiersprache.

Berufserfahrung in

der Branche wäre wunderbar.«

Millionen Deutsche nutzten im

Jahr 2016 Online-Banking-Dienste.

4,4 Millionen Versicherungskunden

haben vergangenes Jahr

im Internet eine Versicherung abgeschlossen.

Hunderte von Apps

wollen Nutzern den Umgang mit

ihren Finanzen erleichtern. Willkommen

in der digitalen Welt der

Banken, Versicherungen und Finanzdienstleister.

Lange Zeit hinkte die Finanzbranche

beim Thema Digitalisierung hinterher.

An den Schnittstellen zu Kunden

und Interessenten ist in den vergangenen

Jahren bereits viel passiert – doch

die internen Prozesse werden erst

nach und nach digitalisiert. Das ist

auch dringend nötig, denn anders lassen

sich die vielen Daten, die durch

onlinebasierte Geschäftsmodelle, aber

auch durch die anhaltend hohen Regulierungsanforderungen

gesammelt

werden, nicht in den Griff bekommen.

Aufsichtsbehörden fordern von

Banken Stresstests und Performance-

Kennzahlen, das interne Risikomanagement

braucht Daten für die Risikoabschätzung.

Big Data ist das

Stichwort, das vor allem Banken und

Versicherungen beschäftigt. Auch die

IT-Sicherheit ist ein besonders wichtiges

Thema in der Branche, die auf das Vertrauen

ihrer Kunden baut. »Prozesse und Produkte der

Finanzwelt werden sich weiterhin verändern,

die Entwicklungszyklen werden schneller«,

glaubt Prof. Dr. Peter Roßbach von der Frankfurt

School of Finance & Management. Daher

braucht die Branche dringend Informatiker und

Wirtschaftsinformatiker, die die Unternehmen

auf ihrem Weg in die Digitalisierung begleiten.

Eines der Unternehmen, die händeringend

Nachwuchs suchen, sind die Barmenia Versicherungen.

»Es ist schwierig, gute ITler zu finden,

denn die Finanzbranche hat leider den Ruf,

nicht besonders sexy zu sein«, sagt Personalreferent

Michel Hose. »Wer aber einmal bei uns reingeschnuppert

hat, ist meist überrascht über die

Vielfalt der Aufgaben und die moderne und agile

Arbeitsweise.« Die Barmenia beschäftigt über

200 Mitarbeiter in der IT. Die meisten Informatiker

arbeiten in der Entwicklung und setzen die

Anforderungen der Fachbereiche um. Andere

beschäftigen sich etwa mit SAP-Lösungen oder

betreuen die IT-Infrastruktur für die Mitarbeiter

im Haus. »Die Nähe zu den Fachbereichen ist

uns wichtig, daher wollen wir unsere IT-Aufgaben

auch nicht zu externen Dienstleistern auslagern«,

so der Personalreferent.

Die Softwareentwickler kümmern sich zum

Beispiel um Kundenmanagementsysteme, um

die Internetpräsenz des Unternehmens oder um

digitale Abschlussprozesse für Versicherungsverträge.

An Ideen mangelt es den Fachbereichen

nicht: »Für unsere Krankenversicherungskunden

haben wir beispielsweise eine App

entwickelt, mit der sie ihre Arztrechnungen

einscannen und online an uns schicken können«,

berichtet Michel Hose. Damit sich ITler

Fotos: privat

20 | www.audimax.de – Die Jobbörse für Akademiker |


7 FRAGEN ???

… beantwortet

Corin Dignas,

Junior-Entwickler

bei Lunar, der IT-

Tochter von Edeka.

Der 28-jährige

Absolvent der

Informationstechnik

startete seine

Karriere mit einem

Traineeprogramm

Corin, wie hast du deine ersten hundert

Tage als Junior-Entwickler bei Lunar

erlebt? Während der ersten hundert

Tage habe ich nicht nur meine Fähigkeiten

als Entwickler verbessert, sondern

auch ein umfangreiches Prozesswissen

aufgebaut. Dafür wurde mir ab

dem ersten Tag ein Senior-Entwickler

zugeteilt, der als eine Art Mentor fungierte

und sich bewusst Zeit für meine

Einarbeitung nahm.

Warum würdest du das Traineeprogramm

bei Lunar empfehlen?

Das Programm bietet den Teilnehmern

die Möglichkeit, nicht nur

Lunar, sondern auch den Edeka-Verbund

in vielen Facetten kennenzulernen.

Die Arbeitsplatzrotation umfasst

nämlich nicht nur unterschiedliche

Bereiche bei Lunar, sondern auch

einen Einsatz bei einer der sieben

Edeka-Regionalgesellschaften, einem

selbstständigen Einzelhändler und

der Edeka-Zentrale. So bekommt

man einen sehr guten Einblick in den

Verbund.

Was war bisher dein spannendstes Projekt?

Die Einführung von SAP Transportation

Management, einem Softwareprodukt

zur Optimierung der

Transportlogistik in einer der Edeka-

Regionalgesellschaften.

Wenn du deinen Arbeitgeber mit fünf

Eigenschaftswörtern beschreiben müsstest,

welche wären das? Ich versuche

es mit den fünf Buchstaben von Lunar:

lebhaft, unverwechselbar, nutzenorientiert,

agil, richtungsweisend.

Was zeichnet Lunar als Arbeitgeber

aus? Lunar bietet mir interessante

Aufgaben, flexible Arbeitszeiten,

Weiterbildungsmöglichkeiten, mit

Hamburg und Mannheim attraktive

Standorte sowie die unmittelbare

Nähe zu Edeka, einem der größten Lebensmittelhändler

Deutschlands.

Wie gestaltet sich ein typischer Arbeitstag?

Es gibt nicht den typischen

Arbeitstag. Der Tag nimmt die unterschiedlichsten

Wege: Als Entwickler

schreibe ich nicht nur täglich zahlreiche

Codezeilen, sondern analysiere

auch Problemstellungen mit Beraterkollegen

oder nehme an unterschiedlichen

Meetings teil.

Welche Herausforderungen begegnen

dir als Junior-Entwickler bei Lunar? Die

tagtäglichen Herausforderungen können

unterschiedlichster Natur sein.

Das geht von der Behebung von Softwarefehlern

über die Architektur neuer

Softwarekomponenten bis hin zur

Analyse von IT-Prozessen. ■

Foto: privat

Wir sind alles andere als

staubig.*

Auch wenn sich die Versicherungsfälle der Hannover Rück gelegentlich

um Sandstürme und Verwüstungen drehen, werden Sie bei uns nicht

auf eine staubige Unternehmenskultur treffen. Vielmehr auf Teamgeist,

Kollegialität und Raum für eigene Ideen. Haben Sie als Multitalent sowohl

an kon zep tioneller Arbeit als auch am Tagesgeschäft Spaß? Bei

uns können Sie Ihr ökonomisches oder mathema tisches Talent an vielen

Stellen einbringen. Schauen Sie, was wir Ihnen zu bieten haben:

hannover-rueck.jobs

* Wir rückversichern sogar dagegen.

www.hannover-rueck.jobs


BANKEN & VERSICHERUNGEN

»EINE SCHICKE WEBSEITE, EINE COOLE APP FÜR EIN

JUGENDLICHES PUBLIKUM UND SCHON IST DIE

DIGITALISIERUNG VOLLZOGEN? DEM IST NICHT SO!«

MARIO ZILLMANN, PARTNER BEI LÜNENDONK & HOSSENFELDER

Marc-Oliver Dorn

Senior Manager Human Resources,

Hannover Re

»Neben dem Wissen aus dem

Studium sollten ITler erste

praktische IT-Erfahrungen mitbringen.

Darüber hinaus ein

starkes Interesse, fachlich aktuell

zu bleiben. Da wir auch

für unsere internationalen

Standorte Service anbieten,

sind Englischkenntnisse und

Spaß an der Zusammenarbeit

mit Kollegen aus anderen Kulturkreisen

sehr wichtig.«

Frank Paul

Abteilungsleiter IT Finanzierung & Zahlungsverkehr,

HSH Nordbank

»Unsere Informatiker müssen

das, was sie tun, in verständlichem

Deutsch erklären können.

Wir erwarten zu Beginn

keine tiefen Bankkenntnisse, es

ist allerdings zum Berufsstart

hilfreich, ein Grundverständnis

für Bankfunktionen zu

haben. Softwareentwicklung

erfolgt in der Regel mit Java

beziehungsweise ABAP als Programmiersprache

der SAP.«

und Versicherungsexperten auch

verstehen, gibt es in der Entwicklung

erfahrene Leute, die sich jahrelang

in Versicherungsthemen

eingearbeitet haben. Auf Produktseite

hingegen sitzen Zuständige,

die auch Ahnung von IT haben.

Diese beiden sprechen die

gleiche Sprache und bilden damit

die Brücke zwischen den Technikern

und den Versicherungsfachleuten.

»Besonders gute Brückenbauer

sind Wirtschaftsinformatiker«, ist

Peter Roßbach von der Frankfurt

School überzeugt, »weil sie Wissen

aus Technik und Wirtschaft mitbringen.«

Reinen Informatikern

empfiehlt er, durch Praktika oder

Werkstudententätigkeiten in der

Finanzbranche Berufserfahrung

zu sammeln. »Auch Traineeprogramme

können für den Einstieg

hilfreich sein«, so der Professor.

Selbst wenn die IT-Aufgaben aufgrund

der vielen Regulatorien

strukturiert angegangen werden

müssen, ist auch Kreativität gefragt,

so Roßbach weiter. »Viele der

künftigen Anwendungstechnologien

arbeiten mit Künstlicher Intelligenz«,

nennt er ein Beispiel.

Innovative Option: Fintechs

Zahlreiche Start-ups machen mittlerweile

Banken und Versicherungen

Konkurrenz. Ihr Vorteil: Sie

konzentrieren sich von Anfang an

auf den Einsatz moderner Finanztechnologien.

Die Geschäftsmodelle

sind ganz unterschiedlich:

Fintechs vermitteln beispielsweise

Finanzprodukte, unterstützen Kunden

bei Finanzentscheidungen

oder bieten Kreditvergleichsdienste.

Den Ideen der Gründer sind keine

Grenzen gesetzt, fast täglich betreten

neue Anbieter den Markt.

Eins der bereits etablierten Fintech-Unternehmen

ist der Kreditvermittler Auxmoney,

der seit zehn Jahren private Kreditnehmer

und Anleger über einen Online-Marktplatz

zusammenbringt. »Wir wollen unsere Geschäftsprozesse

soweit es geht digitalisieren.

Das macht es für unsere Kunden einfacher

und schneller und für uns effizienter«, erklärt

Chief Operation Officer, COO, Arie Wilder.

Informatiker arbeiten dabei in agilen Teams

eng mit Produkt- und Testmanagern zusammen,

die die neu entwickelten Features testen,

bevor sie öffentlich gemacht werden. Die

Softwareentwickler werden früh in die Ideenfindung

eingebunden und gestalten die

Produkte mit.

»Fachlich sollten sich Bewerber mit PHP-Programmierung

und dem Datenbanksystem

MySQL auskennen«, sagt Arie Wilder.

Kenntnisse zu weiteren Softwareprogrammen

sowie dem Webframework Symfony

sind von Vorteil. »Finanzwissen ist für uns

eher sekundär«, so der COO, »das können wir

von Informatikern weniger erwarten«. Allerdings

sollten Bewerber gegenüber Finanzthemen

aufgeschlossen sein und sich vor allem

in den Kunden hineinversetzen können. Darüber

hinaus sind Neugierde und die Motivation,

sich weiterentwickeln zu wollen, entscheidend.

»Im Gegensatz zu vielen

klassischen Finanzdienstleistern setzen wir

auf agile Softwareentwicklung«, so Wilder.

Das bedeutet: sich selbst organisierende

Teams, ein geringer bürokratischer Aufwand

und schnelle Entwicklungszyklen.

Wenn man also genau hinschaut, wird klar:

Die Finanzbranche ist alles andere als verstaubt.

Es tut sich derzeit viel – mitunter viel

mehr als in anderen Branchen, die die Digitalisierung

bereits vollzogen haben und schon

wieder in ruhigerem Fahrwasser schwimmen.

ITler, die Lust auf Veränderungen haben,

sind also aktuell bei Banken, Versicherungen,

Finanzdienstleistern oder Fintechs

gut aufgehoben. ■

Fotos: © www.rolandschmidt-fotografie.de, privat

22 | www.audimax.de – Die Jobbörse für Akademiker |


Ihr Job: Gemeinsam.*

*Nicht einsam.

Willkommen bei der Generali in Deutschland, die Teil der internationalen Generali Gruppe

ist. Arbeiten Sie mit an unserem Ziel, weltweit in unseren Märkten „First Choice“ für

unsere Kunden zu werden. In einem spannenden Umfeld, in dem Ihr Beitrag geschätzt

und Ihre Entwicklung gefördert wird. In einem Team, das mit Leidenschaft agiert.

karriere.generali-deutschland.de


WANTED: ITLER MIT

BERATERQUALITÄTEN

Text: Julia Wolf

DIE DIGITALISIERUNG VERÄNDERT DIE CONSULTINGBRANCHE: NEUE ARBEITSWEISEN ENTSTEHEN,

IT-EXPERTENWISSEN IST INZWISCHEN IN ALLEN BEREICHEN GEFRAGT.

WO EINSTEIGEN, WAS MITBRINGEN UND WELCHE AUFGABEN ÜBERNEHMEN? DAS LIEST DU HIER

Prozent der Personaler achten bei Bewerbungen

um eine Beraterstelle auf die Abschlussnote.

Euro verdiente ein Berater in der ITK-Branche

in Deutschland durchschnittlich im Jahr 2016.

55

56.821

neue Beraterjobs sind in Deutschland im Jahr

2016 in den Consultingfirmen geschaffen worden.

Prozent der Consultants glauben, dass sich das Portfolio,

die Geschäftsmodelle und die Prozesse im Unternehmen

mit der zunehmenden Digitalisierung verändern werden.

Consultants kümmerten sich im Jahr 2016 in Deutschland

darum, Unternehmen mit ihrer Expertise voranzubringen.

Prozent der Personalverantwortlichen

schätzen Englischkenntnisse als wichtige

bis sehr wichtige Zusatzqualifikation ein.

76

5.000

115.000

84

Die Consultingbranche in Deutschland

boomt. Im vergangenen Jahr ist der Umsatz

der Branche um 7,4 Prozent gestiegen – auf

ganze 29 Milliarden Euro. Und es wird rosig

weitergehen: Für das Jahr 2017 erwartet der

Bundesverband Deutscher Unternehmensberater

eine Zunahme um 8,3 Prozentpunkte.

Mitverantwortlich für das Branchenwachstum

ist natürlich der digitale Wandel. Doch

Unternehmensberatungen gibt es schon

weitaus länger als etwa Computer, Smartphones

oder das Internet: Sie gehen auf das 19.

Jahrhundert zurück. Treiber für ihr Aufkommen

war die Industrialisierung. Sie sorgte dafür,

dass man Arbeitsschritte aufteilte und

sich Eigentümer von Managern unterschieden.

Die Wirtschaftskrise von 1929 feuerte

die Entwicklung weiter an. Der Blick auf die

Geschichte zeigt: Je komplexer die Welt, desto

mehr sind wir auf die Expertise anderer angewiesen.

Beste Aussichten für Berater.

24 | www.audimax.de – Die Jobbörse für Akademiker |


EINSTIEGSGEHALT

Junior IT-Berater, Jahresbruttoverdienst

43.563 €

oberes Viertel der Gehälter

42.881 €

Median

40.500 €

unteres Viertel der Gehälter

Ein 4,8 prozentiges

Marktwachstum erwarten die

führenden deutschen Anbieter

von Technologieberatung und

Engineering Services für 2017.

Ganze 92 Prozent der Consultants

rechnen in den nächsten

Jahren mit einer zunehmenden

Virtualisierung ihrer Dienstleistung.

Quellen: JobTrends 2017, BDU, gehaltsreporter.de, Statista, Lünendonk

Illustrationen: © Markus Mainka, alexdndz, vladwel / Fotolia Foto: Platinion

5

GRÜNDE

FÜR

eine Karriere

als IT-Berater

1

Challenge IT

Wer Herausforderungen liebt

und gern Verantwortung trägt,

ist in der Beratung goldrichtig.

2

Earn IT

Beratungshäuser verlangen

viel, entlohnen ihre Mitarbeiter

aber auch entsprechend gut.

3

Make IT (a) Career

Selbst wenn es ›out‹ statt ›up‹

heißen sollte, stehen IT-Beratern

meist viele Türen offen.

4

Know IT

Die Lernkurve von Beratern ist

sehr steil, das akquirierte Wissen

nützlich für Folgeprojekte.

5

Network IT

Zahlreiche Kunden, wechselnde

Teammitglieder – IT-Berater haben

mit vielen Personen Kontakt.

Spannende Projekte, anspruchsvolle

Kunden und viel IT-Expertise

Mirjam Bayatloo erzählt von ihrer Arbeit beim

IT-Consultingunternehmen Platinion

Frau Bayatloo, wie verlief Ihr Einstieg? Angenehm

und sehr intensiv. Nach einer Woche Onboarding

ging es direkt zum ersten Kundenprojekt. In jedem

neuen Projekt ist eine sehr schnelle Einarbeitung

in die fachliche, technische und organisatorische

Situation des Kunden gefragt. Hierfür stand und

steht mir auch heute noch viel Support von allen

Seiten zur Verfügung.

Ihre größte Herausforderung bei der Arbeit?

Tatsächlich die sehr unterschiedlichen Persönlichkeiten

beim Kunden – und weniger die Inhalte oder die

Arbeitsbelastung selbst. Meine Erfahrung ist, dass es

sich lohnt, beim Kunden sehr schnell die politischen

Verflechtungen im Unternehmen aufzugreifen und sie

bei Terminen zu berücksichtigen. Das beeinflusst den

Ablauf des gesamten Projekts ungemein. Das richtige

Fingerspitzengefühl kann entscheidend sein.

Welches Projekt hat Sie bisher am meisten weitergebracht?

Mein aktuelles: Wir erstellen aus strategischer

Perspektive ein fachlich-technisches Zielbild

für die nächsten zehn Jahre in einem hochkomplexen

Umfeld. Ich kann sehr viel für mich mitnehmen,

lerne neue Tools und Methoden kennen und

bekomme Einblicke in eine für mich unbekannte

Branche mit herausfordernden Anwendungslandschaften.

Gibt es Aufgaben, die Sie so nicht erwartet haben? Es

gibt tatsächlich wenige alltägliche Aufgaben, was

ich positiv finde. Etwa drei Monate nach meinem

Einstieg wurde mir die Verantwortung für ein Teilmodul

des Projekts übertragen: In vier Wochen die

Entwicklung eines Zielbilds für eine Konzerninfrastruktur

in einem internationalen Team steuern.

Das ist sicherlich nicht selbstverständlich.

| www.audimax.de – Die Jobbörse für Akademiker | 25


GROSSE FISCHE

ODER GOLDENE MITTE

Text: Julia Wolf

WAS ERSCHEINT

DIR VERLOCKEN-

DER – ARBEITEN IM

MITTELSTAND ODER

IM KONZERN? DIE

RICHTIGE WAHL DES

ARBEITGEBERS KANN

ENTSCHEIDEND SEIN

FÜR DEINE ZUFRIE-

DENHEIT IM JOB

Nehmen wir zuerst das Naheliegende unter die

Lupe: für viele IT-Absolventen mit Consulting-

Faible ist das der Einstieg bei den Großen, deren

Name schon lange ein Begriff ist. Dort hat auch

Marco Willmanns seine Karriere gestartet. Für

den heutigen IT-Consultant und Client Manager

bei Atos zählte vor allem die große Vielfalt an

Möglichkeiten, die ein Konzern bietet. Er absolvierte

ein Duales Studium mit dem Unternehmen,

hatte Lust, viele internationale Erfahrungen

zu sammeln und in einem multikulturellen

Team weltweit Kontakte zu knüpfen. Und noch

etwas steckte hinter seiner Entscheidung für einen

Global Player: Willmanns wollte vermeiden,

sich sofort auf ein Fachgebiet festzulegen. Er

hielt sich lieber die Möglichkeit offen, sich innerhalb

des Konzerns frei nach seinen Interessen zu

entwickeln. So überrascht der Karriereweg des

jungen IT-Beraters kaum: »Ich habe als Document

Management Systems Consultant begonnen,

bin dann über Output Management Consulting

zum IT Project Management gekommen,

war zwischendurch Service Delivery Manager

und bin aktuell Client Manager«, erzählt Willmanns.

Auch Harry Daniel Lersch hat sich mit IBM für

ein großes Unternehmen entschieden, weil er

einen möglichst breiten Überblick über das vielseitige

Spektrum an IT-Themen und ihre Zusammenhänge

gewinnen wollte. Besonders

wichtig war es dem heutigen Managing Consultant,

in der Praxis herauszufinden, was wirklich

hinter dem Schlagwort ›digitale Transformation‹

steckt, was für eine erfolgreiche Umsetzung dieser

wichtig ist, und welche Themen ihm am

meisten Spaß machen. »In einer großen IT-Beratung

gibt es buchstäblich für jedes Thema Experten,

von denen ich lernen und mich mit ihnen

austauschen kann«, erklärt Lersch begeistert.

Doch es ist nicht nur die große Themenvielfalt,

die Konzerne attraktiv macht. Sanna Takanen,

Senior Managerin bei Accenture, war zum Beispiel

besonders vom achtwöchigen Trainingsprogramm

angetan. Das Unternehmen bereitet

damit neue Kollegen aus dem technischen Bereich

in praxisnahen Schulungen auf den Einsatz

beim Kunden vor. Für Takanen stellte es die ideale

Möglichkeit dar, im IT-Bereich durchzustarten.

Zum Durchstarten eignet sich der Mittelstand

natürlich ebenfalls, auch wenn hier wieder andere

Aspekte im Vordergrund stehen. Für Caroline

Kleist, Business Intelligence-Consultant bei Mayato,

war die Kombination aus fachlicher Analyse

und technischer Umsetzung im Bereich Business

Intelligence und Analytics sowie die

familiäre Unternehmenskultur ausschlaggebend.

Beides begeisterte sie sofort. »Ich habe bei

Mayato die Möglichkeit gefunden, mich direkt

beim Berufseinstieg mit meinem Wissen einbringen

zu können und mich laufend weiterzubilden,

da ich eng mit erfahrenen Kollegen zusammenarbeite

und so von ihrer Erfahrung

profitieren kann«, erzählt Kleist von ihren Anfängen

bei dem mittelständischen IT-Unternehmen.

IT-BERATER IM MITTELSTAND

SOLLTEN AUCH MAL INS KALTE

WASSER SPRINGEN KÖNNEN.

Auch für Christian Großmann, ERP-Berater bei

Cosmo Consult, zählten in erster Linie die Menschen.

Er schätzt den direkten Draht, den er zu

seinen Kunden hat, und arbeitet bei seinen Projekten

gerne in Teams eng mit seinen Kollegen

zusammen. In einem kleineren Unternehmen

sieht er hierfür das ideale Umfeld. Die enge Zusammenarbeit

bringt viele Vorteile mit sich:

Fotos: privat, Michel Buchmann


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Andreas Kranki,

Chief Technology Officer UPDAY

Alle Chancen eines Start-ups.

Mit internationalen Kollegen,

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Großmann schätzt es etwa, einen guten Gesamtüberblick

über alle Projekte und Lösungen

im Unternehmen zu haben. Daneben erleichtern

kurze Abstimmungswege seine tägliche

Arbeit. »Wir haben zum Beispiel hier in Berlin

eine Feedback-Box im Flur hängen, in die ich

meine Zettel mit Ideen und Meinungen stecke.

Ich bekomme darauf direkt Rückmeldung von

der Geschäftsleitung – kürzer geht die Abstimmung

gar nicht«, erzählt Großmann von den

einfachen Abläufen in seinem Unternehmen.

Den persönlichen, teils familiären Umgang

empfindet der ERP-Berater als sehr angenehm.

Doch auch harte Faktoren bestätigen ihn in seiner

Entscheidung für den Mittelstand: Die Lernkurve

sei am Anfang steiler, sagt er. Weil Einsteiger

schneller beim Kunden dabei sind.

PROJEKTARBEIT HEISST MIT MENSCHEN

ARBEITEN. EMPATHIEFÄHIGKEIT IST

DESHALB ENORM WICHTIG.

Doch natürlich sollten Einsteiger auch mit der

Kehrseite dieser Eigenschaften rechnen. So werden

sie etwa nicht wie im Konzern häufig üblich

an die Hand genommen, sondern haben von Beginn

an eine hohe Eigenverantwortung. Auch

die Jobposition ist nicht starr fixiert. Schon am

folgenden Tag können neuartige Aufgaben auf

die Einsteiger zukommen. Daher ist Flexibilität

gefragt. Scheuklappendenken hindert enorm,

dafür sei der Blick über den Tellerrand umso

wichtiger, findet Christian Großmann von Cosmo

Consult. Auch Caroline Kleist von Mayato

betont das dynamische Umfeld und den steten

Wandel, auf den sich Mitarbeiter in einem mittelständischen

Beratungshaus einstellen müssen.

Dieser Wandel ist entscheidend: Wachsende

Unternehmen in einem kompetitiven Beratungs-

und Technologieumfeld müssen sich laufend

weiterentwickeln, um immer einen Schritt

voraus zu sein. »Das Spannende daran ist, dass

ich aufgrund der Unternehmensgröße und -kultur

diese Entwicklung aktiv mitgestalten kann«,

sagt Kleist.

Im Konzern ist der einzelne Mitarbeiter dagegen

oft das kleine Rädchen im Getriebe. Was seine

Arbeit am Ende bewirkt, zeigt sich zum Teil nur

indirekt. Doch wo es Nachteile gibt, tauchen andere

Vorteile auf: »Größter Pluspunkt sind für

mich die vielfältigen Entwicklungs- und Karrieremöglichkeiten,

fachlich wie auch persönlich«,

verrät IBM Managing Consultant Lersch. Wer

sich anfangs noch nicht auf ein konkretes Thema

festlegen wolle, könne in Projekten, Schulungen

und im Austausch mit Kollegen in viele Themen

hineinschnuppern, Erfahrungen sammeln und

sich dann schlussendlich aufgrund dieser Erfahrungen

entscheiden, sagt er. So können sich Berufseinsteiger

Harry Lersch zufolge langfristig

zu ausgewiesenen Experten entwickeln – sei es

für die Bereiche digitale Strategie,

mobile App-Entwicklung, Softwarelösungen

oder eben für bestimmte

Industrien.

Harry Daniel Lersch, Managing Consultant

bei IBM

Worauf müssen sich Einsteiger bei

großen Konzernen einstellen?

»Konzerne brauchen, um

wettbewerbsfähig zu bleiben,

ein gewisses Maß an standardisierten

Strukturen, Prozessen und Hierarchien,

die sich jedoch im Laufe der Zeit

wandeln können. Einsteiger sollten die

Spielregeln eines großen, eingespielten

Teams annehmen und zugleich

durch gute Ideen und die individuelle

Persönlichkeit eigene Akzente setzen.«

Caroline Kleist, Business Intelligence-

Consultant bei Mayato

Warum lohnt es sich, bei einem Mittelständler

zu arbeiten?

»Aus meiner Sicht sind unsere

flachen Hierarchien und die familiäre

Unternehmenskultur ein großer

Vorteil, in einem mittelständischen

Unternehmen wie Mayato zu arbeiten.

Wir haben die Möglichkeit, durch kurze

und schnelle Entscheidungswege

direkt am Erfolg des Unternehmens

mitzuarbeiten und zu partizipieren.«

Sanna Takanen von Accenture

kann sich gut vorstellen, dass sich

Neueinsteiger erst in die Unternehmenskultur

eines Konzerns einfinden

müssen. Schließlich erscheint

so ein großes, vernetztes Gebilde

auf den ersten Blick doch recht

komplex. Da der einzelne Mitarbeiter

unter tausenden schnell mal untergehen

kann, rät Harry Daniel

Lersch von IBM: »Es gehört auch

dazu, sich mal mutig nach vorne zu

stellen und zu zeigen, was man

kann, will und wofür man steht. So

bleibt man Kollegen und Führungskräften

besser im Gedächtnis,

schafft Vertrauen und baut nebenbei

seine persönliche Marke auf.«

Daneben bedeutet Arbeiten in einem

großen Konzern vor allem

auch den Kontakt mit vielen unterschiedlichen

Menschen. Absolventen

sollten deshalb Freude am Netzwerken

haben und sich

gegenseitig austauschen und

unterstützen.

Netzwerken hilft auch, um eigene

Projekte voranzutreiben.

Bei Atos gebe es für nahezu alle

Themen auch global aufgestellte

Communities, etwa zu DevOps,

Blockchain oder IoT,

sagt Marco Willmanns. »Wenn

sie offen und selbstbewusst

auftreten und neuen Aufgaben

und Herangehensweisen positiv

gegenüberstehen, können

gerade junge Mitarbeiter dazu

beitragen, neue Ideen auch in

großen Unternehmen umzusetzen«,

ist sich Willmanns sicher.

Die richtige Wahl des Arbeitgebers

lässt sich nicht pauschal

bestimmen. Wichtig ist, sich

selbst treu zu bleiben, und die

Vor- und Nachteile nach persönlichen

Vorlieben und Zielen

zu gewichten. ■

28 | www.audimax.de – Die Jobbörse für Akademiker |


WERDEN SIE TEIL UNSERER

ERFOLGSGESCHICHTE!

mayato unterstützt seine Kunden darin, den maximalen Nutzen aus ihren Informationen zu generieren und Marktchancen zu

vervielfachen. Hierfür entwickeln und realisieren wir Strategien und Architekturen für Business Intelligence und Business Analytics,

die den Unternehmenserfolg unserer Kunden langfristig sichern. Wir haben große Ziele - werden Sie Teil unseres Teams und

schreiben Sie mit uns die mayato Erfolgsgeschichte weiter!

Dafür suchen wir für unsere Teams bundesweit eine/n:

JUNIOR CONSULTANT DATA ENGINEERING (m/w)

IHRE AUFGABEN





Als Junior Consultant beraten Sie unsere Kunden in Business

Intelligence Themen (Schwerpunkt: ETL, DWH und

Architektur)

Sie unterstützen die Planung und Umsetzung von Big Data

Szenarien mit gängigen Technologien z.B. SAP BW / HANA,

SAS, Informatica, Talend, Exasol, Hadoop, u. ä.

Sie planen die Implementierungs-Roadmaps und setzen

diese in enger Zusammenarbeit mit unseren Kunden um

Sie verantworten die Durchführung von

Datenqualitätsmaßnahmen und die Umsetzung von Daten

Virtualisierungslösungen

UNSERE ANFORDERUNGEN










Sie haben Ihr Studium vorzugsweise der (Wirtschafts-)

Informatik, (Wirtschafts-) Mathematik, Statistik oder einer

vergleichbaren Fachrichtung mit quantitativem Fokus

erfolgreich abgeschlossen

Sie verfügen über erste Kenntnisse von Business Intelligence

Lösungen z.B. der Hersteller SAP, SAS, IBM o.ä.

Sehr gute SQL Kenntnisse setzen wir voraus

Sie haben Grundkenntnisse einer gängigen

Programmiersprache wie z.B. Python oder Java

Sie haben ein exzellentes analytisches Verständnis und das

richtige Gespür für unerschlossene Relationen in

vorhandenen Daten

Sie sind engagiert und sorgfältig, bringen eine hohe

Leistungsbereitschaft mit und arbeiten gut und gerne im

Team

Ihre Arbeit ist geprägt von hoher Kundenorientierung sowie

Ihrer ausgezeichneten Kommunikationsfähigkeit

Sie verfügen über verhandlungssichere Deutsch- und sehr

gute Englischkenntnisse

Deutschlandweite Reisebereitschaft setzen wir voraus

WAS SIE VON UNS ERWARTEN KÖNNEN








Bei mayato warten vielfältige Projekte bei Kunden

unterschiedlicher Branchen auf Sie. Bei uns gelten

flache Hierarchien und ein Prinzip der offenen Tür.

Wir tragen das „Top Consultant“-Siegel und gehören zu

den „Besten Arbeitgeber in der ITK 2016“

Ihr Arbeitsumfeld: flache Hierarchien, eine offene

Unternehmenskultur mit familiärer Atmosphäre und

kurzen Entscheidungswegen

Wir bieten allen Beratern eine attraktive Vergütung,

Zusatzleistungen sowie 30 Tage Erholungsurlaub und

unabhängig vom Wohnort gelten die Feiertage des

Landes Baden-Württemberg

Sie erhalten bei Ihrem Einstieg die modernsten

Werkzeuge und Weiterbildungen für effizientes

Arbeiten

Wir bieten individuelle Entwicklungsmöglichkeiten für

Ihren weiteren Karriereweg bei uns

Hochmotivierte, engagierte Kollegen und ganz wichtig:

viel Spaß bei der Arbeit runden unser Angebot ab

VOLLTREFFER?

Die Position und Anforderungen sind Ihnen wie auf den Leib

geschneidert? Sie haben Lust darauf, in einem dynamisch

wachsenden Unternehmen unsere mayato-Kultur positiv

mitzugestalten? Dann freut sich unser Talent Management

Team auf Ihre Bewerbung – per Mail – unter Angabe Ihres

frühestmöglichen Eintrittstermins und Ihrer konkreten

Gehaltsvorstellung.

Ihr Kontakt

Karin Kral

recruiter@mayato.com

Mehr Infos auf www.mayato.com


PRAXIS

CHECK

Informatiker sind auf den Mund gefallen? Von wegen. Wir stellen zwei IT-

Consultants vor, die sagen: Kommunikationsfähigkeit ist ein Muss

KOMMUNIKATIONSKÜNSTLER

STEPHAN HARTELT ist Business Intelligence-Consultant bei

SOLISYON. Zum Consulting ist der studierte Medieninformatiker

durch Eigeninitiative gekommen. Er hatte Lust auf den

Umgang mit Menschen auf verschiedenen Ebenen und sprach

seinen jetzigen Chef auf eine Beraterstelle an.

ORGANISATIONSTALENT

TORBEN VOLKMANN ist Managing Consultant und Teamleiter bei

BLUECUE CONSULTING. Er hat naturwissenschaftliche Informatik

studiert und ist über Umwege zum Consulting gekommen. Besonders

schätzt er die große Abwechslung und die intensive Arbeit

mit seinen Kunden.

Herr Volkmann, bitte beschreiben Sie Ihre Arbeit in fünf Sätzen.

Derzeit übernehme ich viele Migrationsprojekte im Bereich Messaging.

Generell muss ich als Projektleiter flexibel sein, denn die

Aufgaben variieren teils stark. Da spielt es nur eine untergeordnete

Rolle, ob es sich um Drucker, Mailclients oder Server-Hardware

handelt. Daneben gehört die Kundenberatung zu meinen Aufgaben.

In diesem Zusammenhang beschäftige ich mich momentan

vor allem mit Künstlicher Intelligenz und deren Auswirkung.

Wie sieht Ihr Arbeitsalltag aus? Das Schöne ist, dass es keinen Alltag

gibt. Jeder Tag unterscheidet sich vom anderen. Generell liegt

der Schwerpunkt aber auf Kommunikation und Organisation,

also gehören Telefonate, Mails und Meetings fest zum Tagesablauf.

Die Kernherausforderung ist Ihrer Meinung nach … die Selbstorganisation.

Das liegt daran, dass meistens mehrere Projekte gleichzeitig

laufen und Aufgaben wie die Teamleitung noch hinzukommen.

Sehr entscheidend ist dann ein gutes Task- und Zeitmanagement.

Was sollte der ideale Mitarbeiter mitbringen? Aufgeschlossenheit

für Technik und Wirtschaft sowie sehr gute kommunikative Fähigkeiten,

denn in Beratungsprojekten müssen Consultants auf

ganz unterschiedliche Personen eingehen und ihre Fragen beantworten

können. Ein Administrator hat zum Beispiel andere Sorgen

und Wünsche als ein Geschäftsführer oder Abteilungsleiter.

Studierenden empfehlen Sie, … sich im Studium nicht nur auf den

technischen Bereich zu fixieren, sondern sich auch mit den wirtschaftlichen

und kulturellen Auswirkungen zu beschäftigen. Nur

mit diesem breiten Wissen können sie Firmen später wirklich gut

beraten.

Als Consultant bei Solisyon … bin ich Projektleiter für Business

Intelligence-Projekte und Hauptansprechpartner für unsere

Kunden. Darüber hinaus beschäftige ich mich schwerpunktmäßig

mit Berichtswesen und Visualisierung von Daten und

gebe Softwareschulungen – sowohl Remote als auch beim

Kunden vor Ort.

Wie sieht ein typischer Tagesablauf bei Ihnen aus? Der Morgen

beginnt mit der Beantwortung meiner E-Mails. Im Laufe des

Vormittages treffen meistens Kundenanfragen bei mir ein.

Diese arbeite ich nach Priorität ab oder delegiere sie. Am Nachmittag

steht die Koordination mit den Projektmitarbeitern beziehungsweise

die reine Projektarbeit auf der Tagesordnung.

Die kann aber immer von einem sehr wichtigen Problem beim

Kunden unterbrochen werden. Bei einem Vor-Ort-Termin

heißt es: sehr früh aufstehen, ins Auto oder Flugzeug steigen,

gegen neun Uhr das erste Meeting beim Kunden starten. Oft

übernachte ich dann im Hotel.

Ihre größte Herausforderung? Als Berater bin ich die erste Anlaufstelle

für alle Schwierigkeiten, die das Projekt betreffen.

Meist liegt das Problem beim Kunden selbst. Hier ist es dann

nötig, einen kühlen Kopf zu bewahren und dem Kunden mögliche

Lösungswege einfach und verständlich aufzuzeigen – das

ist die schwierigste und meist auch undankbarste Aufgabe.

Welche Fähigkeiten sind für Consultants entscheidend? Kommunikation

ist das A und O, sowohl mit dem Kunden als auch

innerhalb des Teams. Auch der ›gesunde Menschenverstand‹

ist sehr wichtig, denn damit können Consultants die meisten

Herausforderungen gut bewältigen, solange sie Ruhe bewahren

und ihr zuvor Gelerntes anwenden. Ansonsten hilft eine

große Portion Durchhaltevermögen, da viele Meetings und

Arbeitstage sehr lang und abverlangend sein können.

Ihr Tipp für einen angehenden IT-Berater lautet: Werde zur

›Frontsau‹! Nutze jede Chance, frei vor Menschen zu sprechen

und deinen Standpunkt klarzumachen – das hilft dir später im

Consulting. Gleichzeitig solltest du aber auch gut zuhören und

Anliegen verstehen können. Der Kunde weiß in den meisten

Fällen nicht genau, was er benötigt. Hier muss der Berater das

Business des Kunden erfassen und mit wenigen Informationen

ein Konzept ausarbeiten, um ihm bei der Problemlösung

zu helfen.

Text: Julia Wolf Fotos: bluecue, Solisyon

30 | www.audimax.de – Die Jobbörse für Akademiker |


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Vegetarier und Veganer sind selbstverständlich

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VOM KÖNNEN

UND WISSEN

DAS SOLLTEST DU ALS PERFEKTER BERATER

MITBRINGEN. PLUS: SO GEHT SPEZIALISIEREN

Du besitzt viel Durchhaltevermögen

Ein Kunde ruft

an – und du stehst

erst einmal vor einem

oft kniffligen

Problem, das sich

nicht mal kurz auf

die Schnelle lösen

lässt. In vielen

Fällen dauern

die Projekte

mehrere Monate

oder sogar Jahre.

Darüber hinaus

sind Meetings mit

den Kunden sowie

die Arbeitstage an

sich meist recht

lang. Da ist Ausdauer

gefragt!

Du hast ausgeprägte

analytische Fähigkeiten

Klar, es hilft, wenn

du früher immer

gut in Mathe warst

– denn bei vielen

Problemstellungen

sind Zahlen

im Spiel. Doch als

analytisches Genie

solltest du auch

in der Lage sein,

ein Problem in

seiner Gesamtheit

zu erfassen, die

einzelnen Teilaspekte

herauszufiltern

und so eine

sinnvolle Lösung

vorzubereiten.

Den Fokus auf

relevante Details

hast du auch im

Blut? Läuft!

Du bist kommunikationsstark

Als Berater stehst

du quasi ständig

im Austausch

– sowohl mit

Kunden als auch

mit Kollegen.

Doch einfach

nur drauflos

quatschen bringt

dich noch nicht

weiter. Es gilt,

dem Kunden gut

zuzuhören, ihn

in seiner Sprache

zu beraten und

ihn in Präsentationen

von deiner

Kompetenz zu

überzeugen. Alles

kein Problem für

dich? Dann los!

Deine Lernbereitschaft

ist hoch

Du bist wissbegierig,

neugierig

und findest es toll,

deinen Wissensschatz

ständig zu

erweitern – wo

kannst du das

besser, als in der

Unternehmensberatung?

Mit jedem

neuen Projekt bieten

sich dir bisher

womöglich unbekannte

Einblicke

in einen speziellen

Bereich. Dein neu

akquiriertes Wissen

kannst du anschließend

gleich

für Folgeprojekte

nutzen.

Du bist flexibel

An deinem

perfekten Tag läuft

alles genau so,

wie du es vorab

minütlich geplant

hast? Dann bist

du im Consulting

leider fehl am

Platz, denn hier ist

kein Tag wie der

andere. Mal beim

Kunden, mal im

Office – und ständig

kann etwas

Unvorhergesehenes

dazwischen

kommen, das

sofort erledigt

werden muss. Deine

Flexibilität ist

also unabdingbar.

Du hast Lust, viel auf

Reisen zu sein

Heute beim

Kunden hier, die

Woche drauf beim

nächsten Kunden

dort, freitags mal

wieder im Büro.

Ein Consultant ist

ständig unterwegs.

Wer Freude

an viel Abwechslung,

Flugreisen,

Essen außer Haus

und Nächten im

Hotel hat, ist in der

Beraterbranche

gut aufgehoben.

Effizientes Packen

ist ohnehin deine

Leidenschaft und

Langweile macht

dich unruhig? Na

dann, heb ab.

FOKUS AUSRICHTEN FÜR IT-BERATER

Alles auf Grün umschalten

Fairen Kaffee und faire Kleidung, das gibt es schon.

Doch auch in der Technikwelt ist viel Potenzial vorhanden,

um beispielsweise Lieferketten von technologischer Ware

wie Smartphone oder Computermaus gerechter zu gestalten.

Um Themen wie diese kümmert sich Green-IT-Berater

Rüdiger Maas von Ecofair Consulting. Daneben setzt er sich

dafür ein, dass Produkte sparsamer und langlebiger werden.

Berater mit Schwerpunkt

Bei IT-Beratern handelt es sich in den meisten Fällen

um Spezialisten, die sich auf wenige Themengebiete

fokussieren und darin sehr tiefgreifende Kenntnisse vorweisen

können. Denkbar wäre zum Beispiel, dass du als IT-

Consultant besonders gut Anforderungsanalysen im Bereich

betrieblicher Informationssysteme erstellen kannst oder ein

Ass in puncto Sicherheitsanalysen von IT-Systemen bist.

Cooles Studium

An der Universität Hamburg können Studierende

den aufbauenden Masterstudiengang ›IT-Management

und -Consulting‹ absolvieren. Auch die Hochschule

Ludwigshafen am Rhein bereitet auf den Beruf des IT-

Consultants vor: Im Wintersemester 2017/18 startet dort

der neu konzipierte Masterstudiengang ›Wirtschaftsinformatik

mit Schwerpunkt Data Science & Consulting‹.

Du als SAP-Consultant

Als SAP-Berater hast du die Aufgabe, die Enterprise-

Resource-Planning-Software, kurz ERP, in Unternehmen

einzuführen und bedarfsgerecht anzupassen. Die

SAP-Umgebung setzt sich aus verschiedenen Modulen wie

Rechnungswesen, Logistik und Personalmanagement zusammen.

Der Einsatz der SAP-Software soll den reibungslosen

Informationsfluss in einem Unternehmen sicherstellen.

Etwas gründen

IT-Berater beschäftigen sich ständig mit neuen Projekten,

lernen viele Produkte kennen – und kommen dabei

vielleicht auf eine zündende Idee, die sie am liebsten selbst umsetzen

möchten. So auch Felix Bopp, der nach seiner IT-Consultingtätigkeit

einen Buzzer erfand, der die Arbeitszeit für einzelne

Aufgaben erfasst, sie verschiedenen Auftraggebern zuordnet

und sich mit vielen Drittanbieterlösungen verknüpfen lässt.

Text: Julia Wolf

32 | www.audimax.de – Die Jobbörse für Akademiker |


Daten sind Deine

Leidenschaft ?

Beratung ist

Deine Disziplin ?

IT ist Dein

Spielfeld ?

Profi für Business

Intelligence Dein Ziel ?

WERDE DATENMODELLATHLET !

BEWIRB DICH JETZT !

WIR SIND EXPERTEN im Data Warehousing, Business Intelligence- und Big Data-Umfeld

und betreuen in kleinen dynamischen Teams namhafte Kunden wie Deutsche Börse AG,

Commerzbank AG und Hamburger Sparkasse. Dabei lösen wir Aufgaben in einem

interdisziplinären Kontext und setzen neueste Technologien ein. Langjährige

vertrauensvolle Partnerschaften zu vielen unserer Kunden sowie internationale

Auszeichnungen belegen den Erfolg unserer Arbeit.

HAST DU LUST AUF außergewöhnliche Projekte mit Raum für Kreativität und

Eigeninitiative? Legst Du Wert auf eine individuelle Einarbeitung sowie ein attraktives

Gehaltsmodell? Sind Dir eine ausgewogene Work-Life-Balance, Spaß an der Arbeit sowie

Social Events im In- und Ausland wichtig? Dann werde Teil unseres kreativen Teams und

wachse gemeinsam mit uns!

Wir freuen uns auf Deine Bewerbung an: bewerbung@integration-factory.de

integration-factory GmbH & Co. KG | Windmühlstraße 2 | 60329 Frankfurt am Main

www.integration-factory.de/karriere


EINE FRAGE DER

PERSPEKTIVE

Als interner oder externer Berater arbeiten – viele Absolventen

stellen sich diese Frage erst gar nicht. Doch

es lohnt sich, die Unterschiede zu kennen

Text: Julia Wolf

Welchen Vorteil sehen Sie

in der Arbeit als externer

Berater?

»Externes Consulting

bietet die Möglichkeit,

innerhalb einer Branche

verschiedene Unternehmen

kennenzulernen. Durch die Zusammenarbeit

mit mehreren

Kunden kann ich mir als externer

Berater ein ganzheitliches

Verständnis für die Branche und

deren Spieler aufbauen, was bei

Kunden sehr geschätzt wird.«

Maximilian Storp, Consultant bei Deloitte

Was sollten Bewerber

fürs Inhouse Consulting

mitbringen?

»Inhouse-Berater sollten

Lust haben, sich

ein Netzwerk im eigenen

Unternehmen aufzubauen und

zu pflegen – sowohl für die erfolgreiche

Projektarbeit als auch

für eine mögliche Karriere im

Konzern. Daneben sollten sie es

schätzen, Veränderungen über

einen langen Zeitraum zu begleiten

und auch nach Projektende in

Reichweite der Kunden zu sein.«

Tim Tetzlaff, Senior Consultant

bei DHL Consulting

F

ür einen Großteil der Absolventen,

die eine Consulting-Karriere anstreben,

steht früh fest, dass sie den Einstieg

in ein externes Beratungshaus

finden möchten. Sie wollen also als Experten

von außen in ein Unternehmen kommen

und es bei der Problemlösung unterstützen.

DER BLICK VON AUSSEN

Johanna Katharina Scheerbarth hat sich

nach einem Praktikum bei A.T. Kearney

dazu entschlossen, in diesem Unternehmen

den Grundstein für ihre Karriere zu legen.

»Ich habe mich für den Einstieg in die externe

Beratung entschieden, da ich mir den

Freiraum lassen wollte, verschiedene Industrien,

Kunden und auch Projektteams kennenzulernen

und mich somit nicht von Anfang

an festlegen zu müssen«, sagt die

Associate. Sie hat den Eindruck, dass sie bei

einer externen Unternehmensberatung Einblicke

in viele Industrien bekommt und sich

mit ganz unterschiedlichen Problemstellungen

beschäftigen kann. Bei internen Beratungen

hingegen sei doch ein stärkerer Branchenfokus

zu sehen. Die Consultingarbeit

von außen findet Scheerbarth sehr dynamisch:

vergleichsweise kurze Projekte und

immer neue Kunden und Herausforderungen.

Die Folge sei eine steilere und diversere

Lernkurve als in der internen Beratung.

Auch Maximilian Storp, Consultant bei Deloitte,

schätzt die Möglichkeit, verschiedene

Unternehmen innerhalb einer Branche kennenzulernen.

Das Arbeitspensum kann dabei

je nach Projektphase stark schwanken,

auch sehr spontane Planungsänderungen

sind keine Seltenheit. Storp arbeitet zwischen

40 und maximal 65 Stunden pro Woche.

Der Job als externer Berater erfordert daher ein

hohes Maß an Flexibilität und Spontanität.

ALS INSIDER ARBEITEN

Interne Berater gehen ebenfalls fordernden Aufgaben

nach und haben eine branchenüblich

hohe Arbeitszeit, die je nach Projektphase variiert.

Insgesamt müssen sie jedoch weniger aus

dem Koffer leben. Während externe Berater in

der Regel vier Tage pro Woche beim Kunden

sind und in Hotels übernachten, findet zum Beispiel

ein Großteil der Beratungsprojekte von

Audi Consulting am Hauptsitz des Unternehmens

in Ingolstadt statt. »Ich persönlich genieße

es, nicht jede Woche verreisen zu müssen«, gibt

Consultant Dr. Susanne Scherer zu. »So bleibt

neben vielen spannenden Aufgaben und Projekten

auch Zeit für private Hobbies.«

Die ausgewogenere Work-Life-Balance ist nicht

der einzige Vorteil, den Scherer in der internen

Beratung sieht. So betont die Beraterin, dass sie

direkt an den Kernthemen des Unternehmens

arbeitet und die Möglichkeit hat, die Zukunft

des Konzerns aktiv mitzugestalten. Ihre Kunden

sind dabei gleichzeitig ihre Kollegen. Also sitzen

bei internen Projekten alle in einem Boot und arbeiten

gemeinsam daran, das Unternehmen auf

die künftigen Herausforderungen auszurichten.

Der gemeinsame Nenner ist dabei stets: die Faszination

für das Automobil.

Mathias Gerner, Principal bei DB Management

Consulting hebt ebenfalls die Beziehung der Berater

zu ihren Kunden als positiv hervor. »Als

Teil der Deutschen Bahn genießen sie ein deutlich

höheres Vertrauen bei den Kollegen«, verrät

Gerner. Dies erlaubt auch eine höhere Selbstständigkeit

der Consultants im Umgang mit ver-

Fotos: © Privat

34 | www.audimax.de – Die Jobbörse für Akademiker |


schiedenen Ansprechpartnern. »So

können insbesondere junge Kollegen

sehr früh ›alleine‹ laufen«, sagt er.

Aufgrund der engen, persönlichen

Verzahnung zwischen den Partnern

und den Top-Entscheidungsträgern

haben Inhouse Consultants einen

besseren Zugang zur oberen Managementebene

als externe Berater.

Diesen Umstand weiß auch Tim

Tetzlaff von DHL Consulting zu

INHOUSE CONSULTANTS HABEN IDE-

ALERWEISE EIN STARKES INTERESSE

SPEZIELL FÜR IHR UNTERNEHMEN.

schätzen. Er hat mit der Zeit nicht

nur viel Wissen über die Branche akquiriert,

sondern auch über die internen

Prozesse im Unternehmen.

Das bedeutet, dass Berater sofort

wissen, wen sie wofür anfragen können.

»Wenn wir ein neues Projekt

anfangen und Daten sammeln müssen,

haben wir oft schon nach einer

Woche eine Informationslage, die

für Externe wesentlich schwerer zu

erreichen wäre. Das macht uns sehr

effizient«, erklärt Tetzlaff. Und noch

etwas gefällt ihm an der internen

Perspektive: Er sieht, wie seine Ideen

langfristig umgesetzt werden und

den Unternehmenserfolg beeinflussen.

Das spornt an.

Für viele zählt ein zusätzlicher

Punkt: internen Beratern steht auch

eine Unternehmenskarriere offen.

Bei DB Management Consulting

führt der nächste Entwicklungsschritt

nach drei bis fünf Jahren sogar

klassischerweise in den DB Konzern

mit dem Ziel, Verantwortung

im Rahmen einer Führungsposition

zu übernehmen.

Am Ende des Tages ist letztlich keine

Perspektive – weder die interne noch

die externe – die per se ›bessere‹. Für

die Zufriedenheit im Job ist es jedoch

entscheidend, dass sich Einsteiger

fragen, worauf sie bei ihrer

beruflichen Tätigkeit Wert legen.

Aufgrund persönlicher Ziele und Interessen

können sie dann den für sie

passenden Arbeitgeber wählen. ■

Was empfehlen Sie

Absolventen für den

Einstieg ins Consulting?

»Ein Praktikum hilft bei der

Entscheidung für einen zukünftigen

Job ungemein, denn

Studierende und Absolventen können

so herausfinden, ob ihre Erwartungen

erfüllt werden. Ein Praktikum ist meines

Erachtens der beste Weg, um die

Arbeit, das Unternehmen, dessen Kultur

sowie die zukünftigen Kollegen auf

Herz und Nieren zu prüfen.«

Johanna Katharina Scheerbarth,

Associate bei A.T. Kearney

Welchen Aspekt schätzen Sie

an der internen Beratung?

»Ich finde es schön, mitverfolgen

zu können, wie

unsere Beratungsprojekte im

Unternehmen umgesetzt werden.

Unser Ziel ist es, nicht nur konzeptionell

zu beraten und Impulse zu geben,

sondern auch zu sehen, welche langfristigen

Ergebnisse bleiben.«

Dr. Susanne Scherer,

Consultant bei Audi Consulting

| www.audimax.de – Die Jobbörse für Akademiker | 35


TRADITION GOES FUTURE

DU & DEIN TEAM PIMPEN DAS

AUTOMOBIL VON GESTERN

IN DER GROSSEN

MOBILITY FOR

TOMORROW

39/17-CHALLENGE

DARUM GEHT’S

Tradition goes Future, 1939 meets 2017: Gemeinsam

mit audimax und dem Automobilzulieferer

Schaeffler wird ein Oldtimer

zum Fahrzeug der Zukunft. Du darfst kreativ

aufs Ganze gehen und ein DKW-F8-Meisterklasse-Cabrio

700, Baujahr 1939 zum

modernen High-End-Mobil umgestalten.

Und wie? Na so: Du überlegst dir ein Konzept

und gestaltest den Oldtimer visuell

zum Auto der Zukunft. Der DKW sollte dabei

seine ursprüngliche Außenform behalten,

das Innenleben kannst du vollkommen

frei nach den Vorlieben der Generation Y

gestalten. Dabei willst du die Meisterklasse

aber nicht nur restaurieren, sondern lässt

dich von der Vergangenheit inspirieren und

designst deine Vision der mobilen Zukunft.

Wie soll das aussehen? Alles ist erlaubt: Du

darfst gerne auch Bleistift und Co. verwenden.

Nach dem Motto: ›Sei grenzenlos!‹ bist

du vollkommen frei in der Art der Ausgestaltung

deines Konzepts – lass deiner Kreativität

ihren Lauf! Lass’ dich nicht eingrenzen

von dem, was es schon gibt – sei mutig

und denke an Übermorgen! Beam’ dich in

die Welt der Zukunft und überschreite die

Alle weiteren Infos zu Teilnahme und Ablauf

findet ihr unter

www.schaeffler-auto-challenge.de

technischen Grenzen. Bilde mit bis zu vier

weiteren Studierenden ein Fiktions-Team

und gestalte deine Version des Oldtimer-

Zukunftsautos.

Digital Natives, werft uns euer Konzept um

die Ohren: Sobald euer Ideen-Scribble fertig

ist, wird es geprüft – von einer dreiköpfigen

Fachjury aus dem Bereich Corporate

Innovation bei Schaeffler. Die zehn besten

Teams dürfen weiter machen und ihre Ideen

den Sommer über ausarbeiten – um im

Wettstreit um das beste 39/17-Konzept zu

gewinnen.

36 | www.audimax.de – Die Jobbörse für Akademiker |


Das springt für

euch raus:

Freiraum nutzen

Ihr könnt eure Kreativität

und Innovationskraft von

der Leine lassen

Know-how tanken

Ihr vertieft eure Skills in

Sachen Future Mobility

Praxisluft atmen

Ihr steht im intensiven Aus-

tausch mit dem Team Inno-

vation Projects und weiteren

kreativen Mitarbeitern von

Schaeffler

Time for Networking

Ihr baut euch bei Treffen

und einer exklusiven

Führung im Schaeffler-

Headquarter ein Netzwerk

im Schaeffler-Kosmos auf

Meet the Diamonds

Ihr knüpft wertvolle

Kontakte zu einer hochkarätigen

Jury

Leckerbissen:

Diese Gewinne

warten außerdem

auf dich und dein

Siegerteam

ein Kaminabend mit Innovatoren

aus dem Schaeffler-

Management

eine exklusive Führung

im Dauphin-Museum

– eine der größten Privatsammlungen

Europas zum

Thema Automobile und

Motorräder

eine Vorstellung von

Future-Mobility bei

Schaeffler – E-Wheel Drive,

BioHybrid und vieles mehr

und natürlich

ein Sachpreis:

ein Retro-Radio, dem Motto

»Tradition goes Future« entsprechend

pro Teammitglied

SO LÄUFT’S

16.06.17

Bewerbungsschluss!

Ihr wollt dabei sein – dann

schickt euren Konzeptvorschlag

als PDF (max. eine Seite)

sowie euren Kurz-CV per

E-Mail an leidner@audimax.

de. Ob ihr es unter die zehn

besten Teams in die nächste

Runde geschafft habt, erfahrt

ihr bis zum 07.07.17.

KW 30 2017

Get in touch:

Beim Kick-off-

Meeting mit

Schaeffler habt ihr

Gelegenheit, einen

Blick auf den Oldtimer

zu werfen

und euch zusätzliche

Inspiration für

das Konzept zu

holen.

29.09.17

Einsendeschluss

der

Konzepte –

get it done: Über

die Semesterferien

habt ihr Zeit,

euer Konzept für

die 39/17-Challenge

auszuarbeiten.

13.10.17

And the

winner is...

Das Siegerteam

wird bekannt gegeben

und später

auf einer Preisverleihung

– nach

Terminabsprache

– gekürt.

Foto: audimax, Hersteller

Noch Fragen?

Einfach per E-Mail an Ivo Leidner

leidner@audimax.de.

| www.audimax.de – Die Jobbörse für Akademiker | 37


VERTRIEB

UPLOADING: VERKAUFSTALENT

ALS ITLER IN DEN VERTRIEB EINSTEIGEN: EINE SPANNENDE

ANGELEGENHEIT. WAS DU DAFÜR TUN MUSST, LIEST DU HIER

Text: Sabine Olschner

I

nformatiker und Absolventen mit anderem IT-

Hintergrund können in der Regel programmieren.

Aber können sie auch verkaufen? Mit Sicherheit!

Denn wer könnte ein Produkt besser an den

Mann bringen als derjenige, der sich gut damit auskennt?

Vertrieb ist für viele ITler nicht unbedingt naheliegend,

wenn sie über ihren Berufswunsch nachdenken.

Aber in Anbetracht des hohen Bedarfs an

Fachleuten im Vertrieb lohnt es sich durchaus, solch

einen Karriereweg in Betracht zu ziehen.

»Ob man im Vertrieb Erfolg hat, ist eine Typfrage«,

meint Prof. Dr. Key Pousttchi, Inhaber des Lehrstuhls

für Wirtschaftsinformatik und Digitalisierung an der

Universität Potsdam und Fachgruppensprecher der

Gesellschaft für Informatik. »Vertriebler brauchen

nicht nur viel Wissen über das zu vertreibende Produkt,

sondern auch Leidenschaft für den Verkauf.« Das

Gehalt könne sich auf jeden Fall sehen lassen, weiß Key

Pousttchi. Er empfiehlt allen Informatikern, die eine

Führungsposition anstreben oder sich mit einem

Start-up selbstständig machen wollen, einmal im Vertrieb

zu arbeiten, um zu erleben, wie der Verkauf eines

Produkts funktioniert. »Nur dann weiß man wirklich,

wie ein Produkt beim Kunden ankommt.«

Im reinen Informatikstudium werden Studierende in

der Regel gar nicht auf Aufgaben im Vertrieb vorbereitet.

Wer als Informatiker in den Vertrieb einsteigen

will, sollte also frühzeitig entsprechende Praktika absolvieren.

Anders sieht es bei Wirtschaftsinformatikern

aus. »Es hat sich gezeigt, dass Studenten der

Wirtschaftsinformatik von der Kombination

aus IT als Geschäftszweck und dem ergänzenden

betriebswirtschaftlichen Verständnis

profitieren«, sagt Udo F. Littke, Senior

48.330

Euro verdienen Berufseinsteiger mit Bachelorabschluss

im Schnitt im Vertrieb.

Mögliche

AUFGABEN

im Vertrieb: Kundenstamm aufbauen, bestehende

Kundenbeziehungen ausbauen, Angebote

erstellen, Wettbewerbsanalysen durchführen.

11

Prozent beträgt im Schnitt

der variable Gehaltsanteil für

Einsteiger im Vertrieb. Provisionen

sind im Vertrieb die Regel.

Vice President Human Resources bei

Atos Deutschland. Der IT-Dienstleister

bietet Absolventen auch direkt

nach ihrem Hochschulabschluss Einstiegsmöglichkeiten.

»Produkterfahrung

ist nicht zwingend notwendig«,

so Littke.

Ähnlich sieht es bei Datev aus, einem

Softwarehaus und IT-Dienstleister für

Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und

Rechtsanwälte. »Unsere Einsteiger lernen

in der Einführungsphase unsere

Softwareprodukte und die betriebswirtschaftlichen

Inhalte kennen, die

sie für den Vertrieb benötigen«, erklärt

Recruiterin Maike Krause. IT-Knowhow

allein reicht nämlich für die Arbeit

im Vertrieb nicht aus. »Man muss

auch Gespräche führen, den Kunden

beraten und das Produkt verständlich

präsentieren können.« Daher legt

Krause Wert auf erste Berufserfahrung

aus Praktika, Nebenjobs, Werkstudententätigkeiten

oder in Form einer

praktischen Abschlussarbeit.

»Vertriebskompetenz ist lernbar«, betont

die Recruiterin. »Aber ITler müssen

auch offen dafür sein und unter

anderem Flexibilität zeigen. Reisetätigkeiten

sind im Vertrieb zum Beispiel

keine Seltenheit.« Als Vermittler

zwischen Kunde und Entwickler muss der IT-

Vertriebler zwar keine tiefgehenden Programmierkenntnisse

haben, aber er sollte wissen,

was technisch möglich ist.

Weitere wichtige Kompetenzen sind eine

schnelle Auffassungsgabe, Empathie sowie die

Fähigkeit zuzuhören. »Mindestens genauso

wichtig ist zudem die Bereitschaft für lebenslanges

Lernen, denn gerade in der IT werden

die Innovationszyklen immer kürzer und neue

Technologien drängen in immer kürzeren Abständen

auf den Markt«, sagt Udo F. Littke. »Daher

ist es generell wichtig, immer neugierig

zu bleiben.« n

Foto: privat Illustration: © aleutie /Fotolia Quelle: StepStone Gehaltsreport für Absolventen 2016

38 | www.audimax.de – Die Jobbörse für Akademiker |


FAKTENALARM

Mögliche

Karriere stufen im Vertrieb

Vertriebsassistent, Junior Vertriebsbeauftragter,

Vertriebsbeauftragter, Senior

Vertriebsbeauftragter, Leiter Vertrieb

Positionen im Vertrieb:

Vertriebsinnendienstler unterstützen den

Vertrieb; der Außendienst hält Kontakt

zum Kunden, Key-Account Manager betreuen

wichtige Großkunden, Sales Consultants

legen den Schwerpunkt auf Beratung.

SIE WOLLEN

HOCH HINAUS?

HIER GEHT’S

LANG!

Mit diesen Soft Skills

punktest du im Vertrieb:

Kommunikationsstärke, Authentizität,

Kritikfähigkeit, Verbindlichkeit, guter

Zuhörer und Beobachter sein.

Mit der Zeit gehen

Customer Experience Management,

Customer Journey oder empathisches

CRM sind moderne Ansätze im IT-Vertrieb,

so das Marktanalyse- und Beratungsunternehmen

Pierre Audoin Consultants.

PRAXIS-CHECK

EIN ITLER, DER IM VERTRIEB

ARBEITET, LÄSST BLICKEN

IT-Kenntnisse als Pluspunkt im Vertrieb

Michael Polczyk, Sales Consultant bei CAS Software

»Mein Studium der Informationswirtschaft am Karlsruher

Institut für Technologie, KIT, bestand zu etwa 40 Prozent aus

Informatik, zu 40 Prozent aus Betriebswirtschaft

und zu 20 Prozent aus Jura. Während

des Studiums habe ich als Werkstudent

und nach meinem Bachelorabschluss als

Angestellter bei einem großen IT-Unternehmen

gearbeitet und dort Daten für die

Vertriebsunterstützung aufbereitet. Nach

einem Jahr bin ich zu CAS in den Vertrieb

gewechselt. Ich arbeite nun als Sales Consultant

für unseren Produktkonfigurator, mit dem sich Kunden maßgeschneiderte

Maschinen und Anlagen erstellen lassen können.

Da ich unsere Interessenten direkt berate, ist es sehr hilfreich,

dass ich mich gut mit IT-Themen auskenne. Ich muss die Prozesse

bei meinen Kunden verstehen, Lösungen für sie erarbeiten

und diese an unsere Produktentwicklung kommunizieren.

Außerdem präsentiere ich den Kunden unsere Produkte über

das Web oder gebe Workshops. An der Vertriebsarbeit reizt

mich vor allem diese Vielfalt.«

Werden Sie Trainee im IT-Vertrieb bei Europas

führendem herstellerübergreifenden IT-Dienstleister.

Am 01.10.2017 startet es wieder: Unser bundesweites, neun -

monatiges Sales-Traineeprogramm! Eine um fassende Aus bildung

mit Hand und Fuß für Talente mit Herz und Verstand: Wenn Sie Ihr

Business talent mit Ihrer Begeisterung für aktuelle IT-Themen

verknüpfen möchten, findet Ihre eindrucksvolle Karriere hier ihren

Anfang.

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im IT-Vertrieb. Neben einem spannenden Kunden portfolio mit vielen

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| www.audimax.de – Die Jobbörse für Akademiker | 39


Die Preisträger des MINT-Award Informatik von l. n. r.: Philipp Neugebauer,

Tobias Pfeffer, Khalil Bijjou und Fabian Trautsch. Verliehen

wurde der Preis von Ivo Leidner, audimax MEDIEN, Ulrike Mölau, KPMG,

sowie Hans-Peter Fischer, Jurymitglied, KPMG.

eine Initiative der

MINT-Award

Informatik

2016

Unterstützt von

audimax ist im Kuratorium

3.000

Euro Preisgeld erhält der Gesamtsieger

des MINT-Award Informatik.

500

Euro gewinnen die Sieger der

einzelnen Kategorien.

AND THE WINNER IS …

VEREDELT UND GEWÜRDIGT: FÜNF IT-ABSOLVENTEN

FREUEN SICH ÜBER DEN MINT-AWARD INFORMATIK

Text: Petra Herr

Sie sind brandaktuell und bewegen sich inhaltlich auf höchstem

Niveau: Diese fünf Abschlussarbeiten sind es einfach wert, nicht

in den Tiefen eines Aktenschrankes zu verschwinden. Deshalb

wurden ihre Verfasser nun mit dem MINT-Award Informatik von

audimax und KPMG ausgezeichnet. Inhaltlich beschäftigten sich

die IT-Absolventen mit den Trendthemen Data & Analytics, Cyber

Security, E-Crime sowie Digitale Transformation.

Fabian Trautsch strahlt, als er Urkunde und Award

in den Händen hält. Der Gesamtsieger des MINT-

Award Informatik freut sich sichtlich über die Würdigung

seiner Arbeit zum Thema Software-Testing

mittels Big Data-Technologien. MINT-Förderung

sei ein wichtiger Beitrag, um die Zukunftsfähigkeit

des Wirtschafsstandorts Deutschland sicherzustellen,

meint der Doktorand an der Georg-August-

Universität Göttingen. Nur konsequent möchte der

Absolvent daher einen Teil seines Gewinns für

Computerbildung in der Gesellschaft spenden.

Eine großzügige Geste, denn immerhin erhielt

Trautsch als Gesamtsieger des von audimax und

KPMG initiierten MINT-Award Informatik für seine

Masterthesis ›A Platform for the Integration of

Repository Mining and Software Analytics

through Big Data Technologies‹ ein Preisgeld von

3.000 Euro. Die weiteren vier Sieger in den Einzelkategorien

Philipp Neugebauer von der Uni Bamberg

(Data & Analytics), Tobias Pfeffer von der TU

Berlin (E-Crime) Khalil Bijjou von der Frankfurt

University of Applied Sciences (Cyber-Security)

sowie Tim Wilke von der Hochschule Heilbronn

(Digitale Transformation) konnten sich jeweils

über 500 Euro freuen.

audimax engagiert sich bereits seit vielen Jahren als

Kuratoriumsmitglied und strategischer Partner des

bundesweiten Netzwerks ›MINT Zukunft schaffen‹.

Im Rahmen der MINT-Awards werden

Verfasser herausragender Abschlussarbeiten

aus den unterschiedlichen MINT-Disziplinen

geehrt. »Es begeistert mich, mit welcher Euphorie

und welchem Enthusiasmus sich unsere

Preisträger mit hochkomplexen Themen

auseinandersetzen, die unser aller Leben in

Zukunft angenehmer und sicherer machen

werden«, zeigte sich Ivo Leidner, Projektleiter

bei audimax MEDIEN, beeindruckt. Partner

beim aktuellen MINT-Award Informatik ist

mit KPMG eines der weltweit führenden Wirtschaftsprüfungs-

und Beratungsunternehmen.

Eine hochkarätige Jury, bestehend aus Experten

des Wirtschaftsprüfungsunternehmens

KPMG und der Wissenschaft, wählte aus zahlreichen

Einsendungen die fünf besten Arbeiten

anhand ihrer Zukunftsausrichtung, der

Relevanz für die IT-Praxis sowie der Qualität

der Ausarbeitung aus. »Digitale Themen sind

die Themen von morgen. Die Wirtschaft hat

einen hohen Bedarf an qualifizierten IT-Experten,

um die Herausforderungen der Digitalisierung

zu meistern. Deshalb ist der MINT-

Award Informatik eine ideale Plattform, junge

Nachwuchskräfte zu fördern und im Idealfall

auch für den Bereich IT-Consulting zu begeistern«,

sagt Hans-Peter Fischer, Partner für Cyber

Security bei KPMG, Jury-Mitglied und

Keynote-Speaker im Rahmen der Verleihung.

Bleib auf dem Laufenden und halte Ausschau

nach zukünftigen Ausschreibungen

auf mint-award-informatik.de. ■

40 | www.audimax.de – Die Jobbörse für Akademiker |


IT-Probleme lösen.

Digitale Zukunft gestalten.

Mit Erfindergeist und Handwerksstolz.

Weitere Informationen und Bewerbung:

qaware.de/karriere

kununu.de/qaware


Elektrotechnik-Special

Es funkt

zwischen uns

Das muss echte Liebe sein: Elektrotechnik und die Zukunft haben gerade ein heißes Date – und sie passen

ziemlich gut zusammen. Chancen, Trends und Wissenswertes im Branchenüberlick

Text: Petra Herr

Jeder fängt einmal an.

Und damit kommt

auch keiner am Thema

Gehalt vorbei, auch

Elektrotechnikingenieure

nicht. Die erste Gehaltsverhandlung

macht meist wenig Spaß,

und schon im Vorstellungsgespräch

wird häufig eine genaue Gehaltsvorstellung

seitens des Kandidaten

erwartet. Deshalb ist es sinnvoll,

genau zu wissen, was du verlangen

kannst. Die folgenden Faktoren

spielen hier mit rein:

Abschluss Master schlägt Diplom

schlägt Bachelor. Absolventen einer FH

oder eines Dualen Studiums haben in

den letzten Jahren zwar aufgeholt, liegen

aber noch immer unter dem Niveau

von Uni- und TU-Ings. Am meisten verdient

ein Ingenieur mit einer Promotion

– ob eine entsprechende Stelle zur Verfügung

steht, ist die andere Frage.

Unternehmensgröße Großes Unternehmen

füllt dicke Geldbörsen. Klingt

nach Binsenweisheit, ist aber wahr. Bis

zu 9.000 Euro kann der Unterschied zwischen

kleinem Unternehmen und Konzern

sein. Wer die 50.000-Euro-Marke

gleich zu Beginn knacken will, wende

sich an Letztere. Auch mit mehr Berufserfahrung

lassen sich hier mehr Scheine

holen.

Standort Die gute Nachricht: Auf dem

Land lebt es sich meist billiger. Die weniger

gute: Hier werden auch niedrigere

Löhne gezahlt. Darum sollten Einsteiger

abwägen, wie viel ihnen das ruhige Landleben

wert ist. Denn Unternehmen in Ballungszentren

zahlen mehr. Außerdem:

Das Gehaltsniveau einer Region kannst

du besser abschätzen, wenn du dir die

regionalen Tarifverträge ansiehst. Nicht

tarifgebundene Arbeitgeber zahlen

meist etwa 3.000 bis 4.000 Euro weniger.

Einstiegsart Trainees verdienen weniger

als Direkeinsteiger, werden dafür in

einem vorstrukturierten Programm mitunter

auf Führungsposten ausgebildet.

Milliarden Euro setzt die deutsche Elektroindustrie

nach Schätzungen des Zentralverband

Elektrotechnik- und Elektronikindustrie

im Jahr 2017 um – drei Milliarden

mehr als im Jahr zuvor. Tendenz: steigend.

Euro brutto verdienen frischgebackene

Elektrotechnik- und Elektronikingenieure

durchschnittlich im Jahr.

Euro – oder 1,8 Prozent – betrug das

Plus, um das das Einstiegsgehalt von

Elektrotechnik- und Elektronikingenieuren

vom Jahr 2015 auf 2016 gestiegen ist.

Prozent des Produktportfolios der

deutschen Elektroindustrie sind Industriegüter,

etwa für den Bereich Automation,

Energietechnik oder Medizintechnik.

Beschäftigte in Deutschland zählt

die Elektroindustrie momentan.

Patente meldet die deutsche

Elektroindustrie pro Jahr an.

48.150

78

182

13.000

865

846.000

42


Elektrotechnik-Special

Einstiegsgehalt E-Technikingenieure

nach Aufgabengebiet

44.200 €

Konstruktion

45.400 €

Instandhaltung

46.500 €

Vertrieb

47.300 €

Projektabwicklung

49.400 €

Produktion

1893 patentierte G. Meyer in

den Vereinigten Staaten ein Fahrrad mit

elektrischer Lampe und Dynamo. Im

gleichen Jahr wird der Verband Deutscher

Elektrotechniker – der heutige VDE

– gegründet, um erste Sicherheitsvorschriften

zur Errichtung von Niederspannungsanlagen

zu beschließen.

57 Prozent der Unternehmen der

deutschen Elektroindustrie betrieben

im Jahr 2015 Forschung und Entwicklung.

Insgesamt investierten die Unternehmen

dabei über 19,6 Milliarden

Euro in Innovationen.

Fotos: © blende11.photo, adam121 / Fotolia Quellen: ingenieurkarriere.de Studie Ingenieureinkommen 2002 - 2016, www.zvei.org, www.vde.com, ZEW Branchenreport 2016, www.get-in-engineering.de, gehalt.de

5 Spezialisierungen

für E-Ingenieure

NACHRICHTENTECHNIK Du

arbeitest etwa bei TV- und Rundfunkanstalten

oder für Internet- und Telekommunikationsanbieter.

Deine Aufgaben:

Übertragunssysteme bauen, Netzwerkinfrastrukturen

entwickeln oder Sendeund

Empfangsanlagen optimieren.

ANTRIEBSTECHNIK

Antriebe

aller Art – von Elektro, Hybrid- bis

Biogas – sind dein Spezialgebiet. Du

entwickelst und testest Konzepte und

begleitest die Implementierung in die

Maschine.

REGELUNGSTECHNIK

Die

Messtechnik gibt die Führungsgrößen

vor. Diesen näherst du deine Regelgrößen

an und hältst dabei den Einfluss

von Störungen gering. Du erstellst Labormuster,

Prototypen und testest sie.

AUTOMATISIERUNGS-

TECHNIK Der gesamte Prozess

einer automatisierten Anlage wird von

dir begleitet. Du entwirfst und implementierst

Automatisierungsfunktionen,

Materialnachschub oder etwa

die Wartung. Mess-, Steuerungs- und

Regelungstechnik sind Vertiefungsrichtungen.

MESSTECHNIK Du planst, entwickelst

und wartest elektronische

Produkte. Hierfür legst beeinflussbare

Größen fest und entwirfst Messmethoden

und Systeme, um Daten zu erfassen

und aufzuarbeiten.

Seit Jahren

Vollbeschäftigung

Gute Aussichten: Ansgar Hinz, Vorstandsvorsitzender des

Verband der Elektrotechnik Elektronik und Informationstechnik,

VDE, über die Perspektiven für Elektroingenieure

Herr Hinz, welcher Typ Elektroingenieur

wird aktuell am stärksten gesucht?

Im Moment ist es egal, welche

Vertiefungsrichtung ein Absolventmitbringt:

Unternehmen und Forschungseinrichtungen

suchen gleichermaßen

händeringend qualifizierte Elektroingenieure.

Im Zweifel bilden die

Unternehmen Berufseinsteiger ›on the

job‹ aus. Für Elektroingenieure herrscht

schon seit Jahren Vollbeschäftigung und

daran wird sich auch nicht so schnell etwas

ändern.

Das hört sich gut an. Mit welchen

Schwerpunktthemen dürfen Einsteiger

rechnen, die im kommenden Jahr ihr

Studium abschließen?

Die Schwerpunktthemen

sind stark von den jeweiligen

Branchen und Unterneh-men

abhängig. Betrachten wir aber nur

die aktuellen Hypethemen mit dem

größten Innovationspotenzial, dann sind

das die Bereiche Elektromobilität und

Autonomes Fahren, Industrie 4.0, Robotik,

Künstliche Intelligenz und Cyber

Security sowie die Themen Energieeffizienz,

Speichertechnologien, Smart Grid

und Smart Living.

Das große Interview mit Ansgar Hinz über

Jobs und Anforderungen für Elektroingenieure

findest du auf der nächsten Seite.

43


?

Herr

Was in der Elektrotechnikbrache

gerade passiert und worauf sich

zukünftige E-Technik-ingenieure einstellen

können, erklärt Ansgar Hinz,

Vorstandsvorsitzender des VDE

Interview: Petra Herr

Perspektiven in der E-Technik

ANSGAR HINZ,

Vorstandsvorsitzender des Verband

der Elektrotechnik Elektronik und

Informationstechnik, VDE

Hinz, wie geht es der deutschen Elektrotechnikbranche?

Ausgezeichnet. Der Elektro- und

IT-Anteil wächst an der Wertschöpfung in

fast allen Branchen und die Elektroindustrie

hat einen großen Anteil daran, dass Deutschland

2016 wieder Exportweltmeister geworden

ist. Die Ausfuhren der Elektrobranche

haben zwischen Januar und November 2016

gegenüber dem Vorjahr um vier Prozent auf

166,5 Milliarden Euro zugelegt. Das ist ein

Siebtel aller deutschen Ausfuhren. 2017 könnte

sogar der Branchenumsatz-Rekord von 182

Milliarden Euro aus dem Jahr 2008 geknackt

werden. Der einzige Unsicherheitsfaktor ist

zurzeit, ob die internationale Handelspolitik

künftig stärker in Richtung Protektionismus

oder Freihandel tendiert.

Welche Trendthemen bewegen die Branche

aktuell?

Alle. Ingenieure der Elektro- und Informationstechnik

sind längst die Trendsetter,

nicht nur der deutschen Wirtschaft. Sie treiben

den digitalen Wandel voran und damit

auch die Trendthemen der Zukunft: Energiewende,

Elektromobilität und autonomes Fahren,

Industrie 4.0, E-Health, Smart Living und

viele andere mehr.

Das klingt so, als müsste man sich als E-

Techniker vorerst keine Sorgen machen?

Unsere Welt wird immer vernetzter,

elektrischer und digitaler.

Damit steigt auch die Nachfrage nach

Ingenieuren der Elektro- und Informationstechnik.

92 Prozent unserer 1.300 Mitgliedsunternehmen

und Hochschulen sind

von den exzellenten Karriereperspektiven

von Elektroingenieuren überzeugt. Etwa die

Hälfte der Unternehmen rechnet damit, dass

sie in den nächsten Jahren offene Stellen für

Elektroingenieure und IT-Experten nicht besetzen

können. Die VDE-Arbeitsmarktstudie

2016 bestätigt dieses Stimmungsbild.

Unsere Experten haben ausgerechnet,

dass in den nächsten zehn Jahren in

Deutschland rund 100.000 Ingenieure

der Elektro- und Informationstechnik

mehr benötigt werden, als hierzulande

ausgebildet werden. Wenn die Anzahl

der Studienanfänger nicht gravierend

steigt, hilft nur noch das Werben um

Elektroingenieure aus dem Ausland.

Wo und wie können diese Nachwuchskräfte

künftig einsteigen?

Elektroingenieuren steht

die ganze Welt offen. Hier spreche

ich aus persönlicher Erfahrung.

Neben der Elektrobranche suchen der

Maschinen- und Automobilbau, die

Luft- und Raumfahrtbranche sowie die

Chemiebranche. Auch Unternehmensberatungen,

die zunehmend die digitale

Welt für sich entdecken, konkurrieren

um Absolventen der Elektro- und Informationstechnik.

Wir haben unsere

6.000 Young Professionals im VDE

gefragt, wie viele Bewerbungen sie versenden

mussten, bis sie den ersten Vertrag

in der Tasche hatten: Die Hälfte der

Hochschulabsolventen verschickte bis

zum Berufsstart weniger als fünf Bewerbungen

und hatte spätestens nach drei

Vorstellungsgesprächen den ersten Arbeitsvertrag

in der Tasche. Unsere Mitgliedsunternehmen

suchen aktuell insbesondere

für die Bereiche Forschung

und Entwicklung, Planung, Projektierung,

Engineering und IT und Software.

Aber auch in den Bereichen Produktion,

Data Science und Analytics, Beratung

und Dienstleistung, Marketing und

Vertrieb sowie Qualitätsmanagement.

Und nicht zu vergessen: Auch an Hochschulen

fehlt es an wissenschaftlichem

Nachwuchs.

Foto: privat

44


Im Zeitgeist des Wandels: Welche

Qualifikationen bringt der ideale

Elektrotechnikingenieur heute

mit?

Absolut notwendig ist

die Fachkompetenz, das

heißt: fundierte Kenntnisse

der Elektrotechnik

und die Fähigkeit, Hochschulwissen

auf praktische

Aufgabenstellungen

zu übertragen und sich

die fehlenden Kenntnisse

selbstständig oder durch

Weiterbildung zu erarbeiten.

Befragt man Unternehmen

allgemeiner nach ihren Wunschvorstellungen

für Ingenieure, dann

steht die Persönlichkeit der Kandidaten

ganz oben auf der Liste.

Zu welchem Bildungsabschluss

raten Sie Studierenden?

Die Frage ist nicht pauschal

zu beantworten. Es

gibt Positionen, beispielsweise in

der Produktion oder im Vertrieb,

in der ein Bachelor ausreichend

ist. Bei anderen Positionen wird

ein Masterabschluss vorausgesetzt.

Das gilt gerade in der Forschung

und Entwicklung, wo ein hohes

theoretisches Wissen erwartet wird.

Grundsätzlich ist es nicht falsch, ein

Masterstudium zu absolvieren, es

garantiert aber keine Karriere! Die

Sporen müssen sich Ingenieure in

der beruflichen Praxis verdienen.

Und wie sieht es in Sachen Promotion

aus?

Die Promotion ist der

Nachweis, dass die Person

auf hohem Niveau wissenschaftlich

arbeiten kann

und dass sie über ausgeprägte

Abstrak-tions- und

Analysefähigkeiten verfügt.

Dies sind exzellente Voraussetzungen

für eine akademische Laufbahn

oder eine sehr anspruchsvolle Tätigkeit

in der Wirtschaft. So sieht

die Mehrheit der frisch gebackenen

Dr.-Ing. die Promotion als Sprungbrett

für eine erfolgreiche Karriere

in einem Unternehmen. Gegen eine

Promotion spricht, dass sie zunächst

einmal Zeit und Geld kostet und für

die individuelle Karriere vielleicht

gar nicht notwendig ist – wenn zum

Beispiel die angestrebte Stelle einen

starken Praxisbezug hat, wie etwa in

den Bereichen Marketing, Vertrieb

oder Fertigung.

»2017

könnte

der Umsatzrekord

der

Branche

von 182

Milliarden

Euro geknackt

werden.«

Ihr Rat an die E-Ingenieure der

Zukunft:

Von Vorteil sind sicherlich

aussagekräftige

praktische Erfahrungen

wie Praktika, Werkstudententätigkeit

oder die Abschlussarbeit

im Unternehmen.

Für viele ergibt sich

daraus ein Arbeitsvertrag noch

vor der letzten Prüfung. Was den

größten nicht-fachlichen Wunsch

von Unternehmen betrifft: Ein

Mitarbeiter, der zeigt, dass er über

den Tellerrand schauen kann.

Unternehmen registrieren beispielsweise

sehr positiv, wenn ein

Absolvent während des Studiums

ein Auslandssemester oder ein

Auslandspraktikum absolviert hat.

Auch, ob er sich neben dem Studium,

beispielsweise beim VDE, ehrenamtlich

engagiert und vernetzt

hat. Das alles sind Pluspunkte, die

ein Absolvent während des Studiums

sammeln kann und die ihm

das gewisse Etwas geben. ■

DER EINZIGE, DER IMMER

UNTER STROM SEIN SOLLTE:

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45


E-Technik goes Future

Was

ist

Was?

Spannende

Projekte rund um

Connected Mobility,

Future Work und

Smart Home

Text: Julia Henke

Es werde Licht

Ingenieure und IT-Experten bei Microsens machen

die LED-Beleuchtung zum Teil des IP-Netzwerkes. Sie

entwickeln Möglichkeiten, wie energieeffiziente LED-Leuchten,

die über Datenleitungen (Power over Ethernet) mit Energie

versorgt und über das IP-Netzwerk gesteuert werden können.

In Kombination mit leistungsfähigen Sensoren und intelligenten

Controllern wird die Beleuchtung autonom und adaptiv.

Energieeinsparungen von bis zu 80 Prozent sind möglich.

Wohnen mit IP

»IP-basierte Konzepte werden herkömmliche

Automationslösungen und Steuerungsanlagen

in Gebäuden zunehmend verdrängen. Vorreiter sind

intelligente, smarte Zweckgebäude, die neue Möglichkeiten

an Ergonomie, Komfort und Energieeffizienz schaffen. IT-

Experten und Ingenieure sind das intellektuelle Fundament

solcher IoT-Konzepte.« Uli Schunk, Sprecher Euromicron

Im großen Stil

Ingenieure und IT-Experten der Euromicron arbeiten

an der Automation und zentralen Bedienung

von Bürokomplexen, Flughäfen oder Fertigungshallen.

Ihre intelligenten, vernetzten Systeme übernehmen Aufgaben

der Gebäudesystemtechnik und sorgen für erhöhte Sicherheit

und Wirtschaftlichkeit der ›Smart Buildings‹.

Die Beweger

»Ingenieure und

IT-Experten gestalten

in der Automobilbranche

den größten Transformationsprozess

seit der Erfindung

des Autos: Die gesamten

Produktentstehungs-, Herstellungs-

und Vermarktungsprozesse

verändern

sich. Themen wie übergreifende

Softwarearchitekturen,

maschinelles Lernen und die

Übersetzung von Sensordaten

werden immer wichtiger. Bei

Audi wollen wir intuitivste

Bedienmethodik bei maximaler

Sicherheit bieten. Das alles

bedeutet ein sehr dynamisches

Entwicklungstempo.« Christoph

Steinberg, Leiter Personalreferate

Technische Entwicklung, Audi

Lernende

Autos

Mit dem ›Audi

Q2 deep learning concept‹

entwickeln Ingenieure und

IT-Experten bei Audi eine

Methode, mit dem künftige

Fahrzeuge deutlich

intelligenter einparken

können als bisher. Denn

sie finden selbstständig

geeignete Parkbuchten

und parken dort ein. Die

Fähigkeit zum Einparken

erwirbt das Fahrzeug mittels

Deep Reinforcement

Learning: Ein Algorithmus

erkennt eigenständig

die erfolgreichen

Aktionen und verfeinert

auf diese Weise die Parkstrategie

immer weiter.

Neue Rolle

»Bei der Suche

nach intelligenten

Lösungen für das Ambient

Assisted Living (AAL) werden

Ingenieure und IT-Experten

zu wichtigen Mitgliedern

interdisziplinärer Teams. Weil

sie mit Sozialwissenschaftlern,

Altersforschern und Designern

intensiv an technischen

Ideen etwa für autonome,

mobile Roboter oder Haushaltskontrollsysteme

zusammenarbeiten,

übernehmen sie

eine für sie noch ungewohnte

Rolle.« Prof. Katrin Hinz, Kommunikationsdesign,

Hochschule

für Technik und Wirtschaft Berlin

Industrie

4.0

Mit Industrie

4.0 läuten Ingenieure

und ITler eine neue

Ära der Automatisierung

ein. Bei

der Kuka-Start-up-

Tochter Connyun

beispielsweise entwickeln

sie eine offene

Cloud-Plattform zur

Anbindung von Maschinen,

um Lösungen

für die Analyse

und Optimierung

von Produktionsund

Logistikprozessen

zu entwickeln.

46


E-Technik goes Future

Das Fahrzeug

kommt zum Fahrer

Die Ingenieure und IT-Experten von Bosch

und Daimler arbeiten gemeinsam an der Entwicklung

eines Systems für fahrerlose Autos im öffentlichen

urbanen Straßenverkehr: Car-Sharing-Autos oder

Robotertaxen werden über Smartphones geordert und

kommen für die Weiterfahrt fahrerlos zum Nutzer.

Dadurch soll der Verkehrsfluss in den Städten verbessert

und die Sicherheit auf den Straßen erhöht werden.

Automatisierung

»Digitalisierung und Automatisierung sind

grundlegende Themen, die einen umfassenden

Einfluss darauf haben, wie wir produzieren,

kommunizieren, uns weiterentwickeln und lernen.

Unsere Ingenieure und IT-Spezialisten arbeiten an einer

Vielzahl elementarer Lösungen für Automatisierung

und IoT.« Silvia Buchinger, Konzernpersonalleiterin, Kuka

Lass uns

reden

»Wie gestaltet

sich die Kommunikation

zwischen selbstfahrenden

Fahrzeugen und der Umwelt?

Und wie verändert

sich der Innenraum dieser

Fahrzeuge? Unsere Ingenieure

und ITler entwickeln

intuitive Lösungen

im Bereich User Interaction

und User Experience.

Sie gestalten die Mobilität

der Zukunft.« Dr. Anna-

Maria Karl, Leiterin Global

Talent Sourcing, Daimler

Digitale

Transformation

Die aktuelle ›heiße Phase‹

der digitalen Transformation

in Deutschland wird für Ingenieure

und ITler bis 2025

abgeschlossen sein. Davon

sind laut einer Umfrage

unter den Mitgliedsunternehmen

des Technologieverbandes

VDE 64 Prozent der

Befragten überzeugt. Eine

wesentliche Voraussetzung

dafür ist die Entwicklung

des neuen Kommunikationsstandards

5G.

Gravierender Graben

Deutschland benötigt im Zeitraum von 2016

bis 2026 rund 100.000 Ingenieure der Elektro-

und Informationstechnik mehr, als hierzulande ausgebildet

werden. Zu diesem Schluss kommt eine Studie,

die unter anderem vom VDE in Auftrag gegeben wurde.

DIE RICHTIGE WAHL

ANZEIGE

Tim Raiser entschloss

sich nach seinem

Wirtschaftsinformatikstudium

für den

Einstieg bei dem IT-

Softwareunternehmen

USU. Diese Entscheidung

hat der Junior

Consultant nie bereut

Tim, warum hast du dich für USU entschieden?

Mir war es wichtig, spannende

Projekte zu bearbeiten und dabei

viel lernen zu können – und wo lernt

man mehr als in einem Beratungshaus.

Im Bewerbungsgespräch war dann

schnell klar, dass auch die Chemie und

das Zwischenmenschliche stimmten –

ein weiterer Punkt, der entscheidend

für mich war.

Woran hast du das gemerkt? Ich hatte

von Beginn an das Gefühl, dass das

Gespräch auf Augenhöhe stattfand. Ich

wurde offen begrüßt, das Miteinander

stand im Vordergrund.

Du hattest als Bewerber noch weitere

Zusagen. Hast du deine Entscheidung je

bereut?

Auf keinen Fall. Das Projektum-

feld und das

Technologiespektrum ist

sehr vielfältig. Außerdem gefällt

mir die familiäre Atmosphäre:

Ich verbringe schließlich einige

Zeit dort, da möchte ich mich

auch wohlfühlen.

Wie verlief dein Einstieg? Bei

der

Einführungsveranstaltung

konnte ich das ganze Unternehmen

kennenlernen. Jeder Mitarbeiter hat uns

damals per Handschlag begrüßt – eine

tolle Willkommenskultur. Von Anfang an

wurde mir außerdem ein Pate zur Seite

gestellt, der mich fachlich begleitet.

Ist es dir leicht gefallen, ins Team zu finden?

Ja, denn die Kollegen sind sehr aufgeschlossen.

Alle drei Monate findet zudem

die U Step In! Veranstaltung statt,

bei der ich viele Mitarbeiter – auch aus

anderen Fachbereichen und Niederlassungen

– intensiv beim Teambuilding

kennenlernen durfte. Von diesem Netzwerk

profitiere ich bis heute.

Gab es etwas, dass dich überrascht hat?

Ehrlich gesagt dachte ich, dass mir der

fachliche Part meiner Arbeit leichter

fallen würde, da ich schon in einigen

Praktika und auch als Selbstständiger

Erfahrung gesammelt hatte. Die ersten

sechs Monate im Projektumfeld waren

nicht leicht, die Lernkurve steil. Einen

kurzen Moment habe ich an mir gezweifelt,

aber mein Vorgesetzter hat mich

ermutigt, dran zu bleiben. Das hat sich

gelohnt.

Wie sieht deine Tätigkeit als Junior

Consultant bei der USU im Bereich Business

Solutions aus? Basierend auf der

Beratung sowie den Anforderungen des

Kunden konzipiere und entwickle ich

mit meinen Kollegen individuelle Softwarelösungen.

In der Regel handelt es

sich dabei um Lösungen, die nicht durch

Standardsoftware abgebildet werden

können, wie beispielsweise die Umsetzung

von IT-Architekturen, Portal-Lösungen

oder mobilen Anwendungen.

Was sind aktuell deine größten Herausforderungen?

Bei der Einbindung in

verschiedene Kundenprojekte geht es

darum, seine Ressourcen geschickt zu

verteilen. Hier die richtige Balance zu

finden, fordert mich momentan noch.

Was macht dir am meisten Spaß? Die

kreative Arbeit im Team. Besonders im

Bereich Architektur-Design bringe ich

mich gerne mit ein.

Was zeichnet USU als Arbeitgeber aus?

Bei der USU werden echte Werte gelebt.

Jeder Einzelne wird geschätzt, gefördert

und gefordert. ■

Foto: USU

47


Medizintechnik

Ein gutes

Gefühl

Mit 12.263 Patentanträgen führt die

Medizintechnik die Zahl der angemeldeten Innovationen

in Deutschland an.

In der deutschen Gesundheitswirtschaft arbeiten

zurzeit rund

Menschen.

Die Zahl der Beschäftigten ist in den vergangenen

zehn Jahren um

gestiegen und

wächst weiter.

Keine andere ingenieurwissenschaftliche

Disziplin hat in den

vergangenen zehn

Jahren so bedeutende

Fortschritte

gemacht wie die

Medizintechnik.

Text: Julia Henke

»ONE

apple a

day keeps

the doctor

away.« Seit fast 150 Jahren hält sich dieser Sinnspruch.

Und ebenso lange heißt es von offizieller

Seite: denkste! Denn so einfach ist es natürlich

nicht. Ein Apfel hin und wieder mag nicht

schlecht sein, aber wir brauchen trotzdem Ärzte

und Pflegepersonal – und diese wiederum

brauchen medizintechnische Produkte, die sie

unterstützen. Mehr noch: Die Kostenexplosion

im Gesundheitswesen und der demographische

Wandel machen es nötig, dass Technik und Automation

einen immer bedeutenderen Teil bei

Versorgung und Pflege übernehmen.

Während Ärzte und Pflegepersonal nah an den

Patienten arbeiten, sorgen Medizintechniker

im Hintergrund dafür, dass die Möglichkeiten

in Diagnostik und Behandlung vielfältiger

werden. Herzschrittmacher, Knieprothesen,

Röntgengeräte, Kernspintomographen – in der

Medizintechnik werden die unterschiedlichsten

Produkte, Geräte und Verfahren entwickelt. Die

Medizinprodukte-Hersteller beschäftigen in

Deutschland 210.000 Mitarbeiter in rund 1.250

größeren und 11.300 Kleinunternehmen. »Seit

Jahren ist die Medizintechnik ein Jobmotor und

wird es auch noch bleiben. Dabei sind vor allem

Ingenieure gefragt«, sagt Carol Petri vom

Bundesverband Medizintechnologie. Vier von

fünf Unternehmen haben offene Stellen, jede

dritte davon soll idealerweise mit einem Ingenieur

besetzt werden. Gesucht wird vor allem

im Bereich Forschung und Entwicklung. Aber

auch für den Vertrieb, in Marketing und der

Medizintechnik-Kommunikation und im Key

Account Management gibt es Bedarf. Dabei

sind neben der Ausbildung erste Erfahrungen

etwa durch Praktika im medizintechnischen

Bereich Voraussetzung für den Einstieg.

Oder Ingenieure entscheiden sich noch während

des Studiums für einen medizintechni-

schen Schwerpunkt. So

wie Thomas Fränkler.

Der Medizininformatiker

arbeitet bei dem

Medizin- und Sicherheitstechnik-Unternehmen

Dräger in Lübeck.

An der Medizintechnik

haben ihn vor allem die

Dynamik der Branche

und die Vielfalt der

Aufgaben fasziniert.

»Als Informatiker geht

es ohnehin immer darum,

kreativ zu sein.

In der Medizintechnik

kann ich diesen Ansatz

intensiv nutzen«, sagt

er. Bei Dräger entwickelt

er als Software-

Projektleiter in enger

Absprache mit anderen

Ingenieuren und den

Kunden Beatmungsgeräte.

Mit ihnen kann

der Patient maschinell

beatmet oder bei seiner

Atmung unterstützt

werden. »Durch Aufgaben

wie diese kommt

neben dem Reiz an der

technischen Entwicklung

noch die Sinnhaftigkeit

dazu«, sagt

Fränkler.

Das sieht Vivienne Paton

ähnlich. Sie hat in

Hamburg Mediziningenieurwesen

studiert

und absolviert derzeit

bei Siemens Healthineers

die dritte Station

ihres 24-monatigen

48


Medizintechnik

Traineeprogramms. So lernte

sie Unternehmensbereiche

wie beispielsweise Digital

Health Services kennen, wo

sie an Cloud-Lösungen für

Medizinprodukte mitgearbeitet

hat. Auf einer anderen

Station in den USA hat sie

sich mit der Entwicklung von

Software für Kardiologieanwendungen

vertraut gemacht

und – zurück im Headquarter

in Erlangen – im Bereich Customer

Services Erfahrungen

zu Magnetresonanztomographen

gesammelt. »Techniken

zu entwickeln, mit denen

Ärzte in den Menschen quasi

hineinsehen können sind ein

Beispiel, warum mich die Medizintechnik

so interessiert«,

sagt Paton. Hinzu komme die

intensive Zusammenarbeit

mit den Ärzten und das Gefühl,

Positives zu bewirken. n

In kaum einem anderen ingenieurwissenschaftlichen

Bereich ist eine Promotion

für die Karriere in einem Unternehmen

so entscheidend

wie in der Medizintechnik.

Allein in Deutschland werden

im Jahr 2030 voraussichtlich

mehr als 28 Millionen

Menschen 60 Jahre und

älter sein. Pflege und Versorgung

durch medizintechnische

Geräte müssen dann

zum Standard gehören.

Schon heute verfügen ältere

Menschen in Europa

über mehr als drei Billionen

Euro. Medizintechnische

Entwicklungen im Bereich

Ambient Assistent Living

in Verbindung mit Smart

Home sind zu einem wesentlichen

Wirtschaftsfaktor

geworden.

GLÄNZENDE AUSSICHTEN

»Die Berufsaussichten in der Medizintechnologie-Branche sind

für Ingenieure und Medizintechniker, aber auch für Marketingspezialisten

im Allgemeinen ausgezeichnet. Der Bedarf an

Ingenieuren wird nach Expertenmeinung weiter steigen. Ein

Grund ist der Erfolg der medizintechnischen Unternehmen aus

Deutschland auf dem Weltmarkt. Gut ausgebildetes Personal

wird vor allem für Forschung und Entwicklung, aber auch für

den Bereich Zulassungsfragestellungen gesucht. Medizinprodukte

und ihr Weg von der Idee zum Markt werden zunehmend

komplexer, sodass das Know-how und die personellen Ressourcen

in den Unternehmen ständig verbessert werden müssen.«

Manfred Beeres, Bundeverband Medizintechnologie

ZWISCHEN TECHNIK UND MEDIZIN

»Durch modernste IT-Technik wird es möglich, Organe eines

Patienten anhand verschiedener Daten so zu beschreiben, dass

sich ein virtuelles Patientenmodell erstellen lässt, um dann im

Computer den weiteren Krankheitsverlauf und mögliche Auswirkungen

eines bestimmten Therapieansatzes zu simulieren.

Auf diese Weise lässt sich die individuell sinnvollste Behandlungsmethode

finden. Eine optimale Anpassung von medizintechnischen

Systemen erfordert von Experten deshalb

oftmals nicht nur technisches, sondern darüberhinausgehend

auch biologisches und unter Umständen sogar pharmazeutisches

Wissen.« Prof. Dr. Schmitz-Rode, Chairman Applied Medical Engineering

RWTH Aachen University und stellvertretender Vorsitzender der

Deutschen Gesellschaft für Biomedizinische Technik (DGBMT) im VDE

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49

Guido B., Abteilungsleiter IT


Cyber Security

Lücken im

System

Die Zahl der offenen

Stellen für Cyber

Security-Experten

steigt. Genau wie

die Ansprüche an

das Know-how der

Einsteiger

Text: Julia Henke

Digitalisierung rund um Industrie

4.0 und das Internet

of Things hat eine regelrechte

Ideenexplosion ausgelöst: Über

eine Trillion Sensoren, Steuersysteme

und Endgeräte sind weltweit miteinander

vernetzt. Aber das ist eben nur die eine Seite

der Medaille. Die andere Seite ist eine massive

Anfälligkeit dieser Systeme und der Boom einer

neuen Berufsgruppe: Diebe 2.0. Offensichtlich

werden sich Hochschulen, Institutionen und

Industrieunternehmen der immensen Gefahr

erst allmählich vollumfänglich bewusst. Anders

ist es kaum zu erklären, dass die Ausgaben für

IT-Sicherheit laut Branchenverband Bitkom

erst seit wenigen Jahren um jährlich rund sieben

Prozent wachsen. Unabhängig davon, ob in

Industrie, Forschungsunternehmen oder mittelständisch

geprägten Unternehmen.

Bei der Bundeswehr heißt es beispielsweise:

»Wir haben über 20.000 IT-Spezialisten in der

Bundeswehr, bieten derzeit aber fast 2.000 neue

Stellen für IT-Fachkräfte. Gesucht werden Cyber-Forensiker,

IT-Sicherheits-Spezialisten und

Softwareprogrammierer.« Und: »Wir arbeiten

intensiv daran, die klügsten Köpfe zu bekommen«,

sagt Bernd Schneider, Oberstleutnant

i.G., Referatsgruppenleiter Personelle Grundsatzangelegenheiten,

Kommando Cyber- und

Informationsraum. Hintergrund dabei sei unter

anderem, dass Angriffsversuche über das Internet

auf Ministerien, Bundesbehörden und die

Streitkräfte inzwischen alltäglich sind.

Auch Institutionen wie der TÜV Rheinland

suchen derzeit intensiv: »Unsere Mitarbeiter

unterstützen und beraten unsere Kunden beim

Betrieb von Technologien zur Erkennung von

gezielten Angriffen auf Unternehmensnetze

und entwickeln innovative Detektions- und

Verteidigungsmaßnahmen. Sie analysieren

Zero-Day Attacken und zielgerichtete Angriffe

auf Kundennetze und erstellen Handlungsempfehlungen

zur Bekämpfung der Sicherheitsvorfälle.

Allein in diesem Jahr wollen wir 20 bis

30 Stellen durch ITler besetzen«, erklärt Andy

Fuchs, Teamleiter Personalmarketing, TÜV

Rheinland Service. Dabei ist die Spannbreite

der Einsatzmöglichkeiten für IT-Experten groß:

Im Bereich der klassischen Forschung gehört

dazu beispielsweise das Fraunhofer-Institut für

sichere Informationstechnologie SIT, wo IT-

Experten an einem ›Volksverschlüsselungssystem‹

für E-Mails arbeiten oder das Fraunhofer-

Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD,

wo Angriffe großflächig visualisiert werden. Bei

Herstellern drahtloser Kommunikationstech-

nik wie Rohde & Schwarz

übernehmen Ingenieure

und IT-Experten neben

der Entwicklung auch

Aufgaben als Softwaretester

oder Scrum Master,

arbeiten für das Produktmarketing

oder den technischen

Vertrieb. Beim

IT-Dienstleister Computacenter

übernehmen zurzeit

über 160 IT-Consultants

neben der Beratung

zu Security-Konzepten

verstärkt auch die praktische

Abwehrarbeit.

Gesucht wird überall.

Neben rund 300 spezialisierten

Security Dienstleistern

in Deutschland,

die Personal aufstocken

wollen, den allgemeinen

Sicherheitsfirmen, die

ihren Aufgabenbereich

erweitern wollen und den

Sicherheitsabteilungen

großer Firmen sind es aber

vor allem mittelständische

Unternehmen, die einen

teils massiven Nachholbedarf

in Sachen Cyber

Security haben. Laut der

›Global Information Security

Workforce‹-Studie

beklagen über 50 Prozent

der Unternehmen, keine

Fachkräfte zu finden.

Andererseits aber sind

die Ansprüche an einen

Job in der Cyber Security

auch besonders hoch.

Meist ist ein Hochschulabschluss

zu wenig, um

einen so sensiblen Bereich

anvertraut zu bekommen.

Andy Fuchs vom TÜV

Rheinland bringt es auf

den Punkt: »Manche Bewerber

verlassen sich auf

den Fachkräftemangel

und gehen davon aus, sich

die Jobs nach dem Studium

aussuchen zu können.

Das aber fällt ohne praktische

Kenntnisse jedoch oft

schwerer als gedacht.« n

Inside!

Zwei Einsteiger

und ihre Aufgaben

Als Security Analyst bei

Computacenter ist Dr. Mara

Grahl so etwas wie die Feuerwehr

für IT-Systeme.

»Kunden rufen uns beispielsweise

an, weil ein akuter

Malwarebefall die Kernprozesse

eines Unternehmens

lahmzulegen droht. Dann

geht es darum, unter Zeitdruck

verdächtige Vorgänge

und schädliche Software

mit Hilfe von Monitoring-

Systemen und Spezialtools

zu analysieren, forensisch

nachzuvollziehen und entsprechende

Abwehrmaßnahmen

einzuleiten«, erzählt

sie. In den vergangenen

Jahren gab es beispielsweise

viele Ransomwarevorfälle,

bei denen es darum ging, die

Verbreitung der Schadsoftware

einzudämmen, Daten

wiederherzustellen und für

die Zukunft Maßnahmen zu

ergreifen.

Alexander Fehse ist Softwareentwickler

für die Rohde

& Schwarz Cybersecurity

in Leipzig. Dort ist er für die

Implementierung der Gerätesoftware

zuständig. »Bei

der Entwicklung kommt

es darauf an, verschiedene

Mechanismen der Kryptologie

zu kombinieren und

die Verfahren immer ›state

of the art‹ einzubauen«, sagt

er. »Ich muss also ständig

am Ball bleiben – das sorgt

für Abwechslung«. Die Entwicklungen

der vergangenen

Jahre hätten gezeigt, wie

umfassend IT-Systeme und

Infrastrukturen immer mehr

vor Cyberangriffen geschützt

werden müssen. Dafür die

Technologie zu entwickeln,

während sich auch die Anforderungen

permanent weiterentwickeln,

sei eines der

zentralen Punkte, die Cybersecurity

spannender machen

als manch andere ingenieurwissenschaftliche

Bereiche.

50


Cyber Security

Einbruch auf Bestellung

Unternehmen müssen

verstärkt auf Sicherheit setzen.

Doch ob das System effektiv

geschützt ist, zeigt sich erst

dann, wenn Profi-Hacker ihren

Daten-Dietrich auspacken

Bis zum Jahr

2020 werden

weltweit 1,8

Millionen

Fachkräfte in

Sachen Cybersicherheit

fehlen, so die

›Global Information

Security

Workforce‹-

Studie.

Text: Julia Henke

Allein beim

Bundesamt

für Sicherheit

in der Informationstechnik

sind

180 Stellen

vakant.

Auf die Frage, ob sie nicht schon

einmal daran gedacht haben die

Seiten zu wechseln, antworten

die beiden Geschäftsführer von

RedTeam Pentesting mit professioneller

Nachsicht: »Klar, man könne die Seiten

wechseln und nicht zum Vorteil, sondern zum

Nachteil von Unternehmen und Institutionen in

deren Datensysteme einbrechen. Aber warum?«

Die Herausforderung für einen IT-Spezialisten

sei doch in beiden Fällen die gleiche. Aber im

einen Fall wartet nach acht Stunden der Feierabend,

inklusive gutem Verdienst. Im anderen

die JVA. Zumal ihr Job auch sonst kaum zu überbieten

sei an Interessantem und Abwechslungsreichen,

so die Hack-Profis weiter.

Patrick Hof und Jens Liebchen sind Experten für

individuelle Penetrationstests, kurz Pentests. Gemeinsam

mit einem derzeit achtköpfigen Team

spezialisierter IT-Sicherheitsexperten greifen sie

im Auftrag ihrer Kunden diesen Kunden an, um

Sicherheitslücken in Netzwerken, Anwendungen

oder Geräten aufzudecken. Die entscheidenden

Werkzeuge dafür: Kreativität und die

Fähigkeit, sich cool in eine ›Angreiferperspek-

tive‹ hineinzudenken. Denn wer

bei RedTeam Pentesting arbeitet,

muss auch die Nerven haben,

live, also während der Abschlusspräsentation

und vor den Augen

der Kunden das System effektiv

anzugreifen. Aber dafür braucht

es nicht allein die entsprechende

Souveränität, sondern auch das

Know-how. »Ohne grundlegende

Kenntnisse beispielsweise zur

Programmierung von Datenbanken

geht es nicht. Deshalb haben

alle Mitarbeiter bei uns eine akademische

Ausbildung im Bereich

IT«, sagt Liebchen. In der Regel

arbeiten immer zwei von ihnen

zwischen einer und drei Wochen

von ihren Büros in Aachen aus an

einem Einbruch, dann ist Präsentation

beim Kunden vor Ort.

Einer der Profi-Hacker ist Benjamin

Grap. Er erklärt eine simple

Methode, das Datenbanksystem

eines Online-Shops durcheinanderzubringen:

»Wenn ich statt

einem Produkt nun zehn bestelle,

zahle ich auch den zehnfachen

Preis. Dieser Algorithmus ist

im System hinterlegt. Was aber,

wenn ich stattdessen negative

Zahlen eingebe und minus zehn

Produkte bestelle und die Bestellung

mit der ›normalen‹ Order

von weiteren zehn Produkten

ergänze? Unter Umständen verrechnet

das System dann den

negativen Preis der ersten Produkte

mit dem Preis des zweiten

und ich erhalte 20 Produkte ohne

Geld dafür bezahlen zu müssen«,

erklärt der 32-Jährige. Dass dem

Team die Arbeit nicht ausgeht, sei

offensichtlich, sagt Geschäftsführer

Hof. Wo früher nur wenige

Computer angreifbar gewesen

wären, habe das Internet der Dinge

nun die Einbruchsmöglichkeiten

und damit ihre Aufgaben

vervielfacht. Einbrüche können

sich also auch auszahlen. ■

51


Status Quo

Quo Vadis

Elektroingenieur?

Mit der Studie

›Young Professionals

der Elektro- und

Informationstechnik‹

bringt der VDE Licht

in Situation und

Erwartungen des

Berufs

Text: Julia Henke

Anforderungen, Arbeitszahlen, Auslandsaufenthalt:

Die wichtigsten Fragen und

Antworten im Überblick.

Wie empfinden junge Elektroingenieure

ihren Berufseinstieg?

Die Mehrheit der Berufseinsteiger beschreibt ihren Job

als kreativ und abwechslungsreich (71 Prozent) mit guten

Karriereaussichten (61 Prozent) und als krisensicher (46

Prozent). 17 Prozent geben an, bereits Personalverantwortung

zu haben, 56 Prozent streben diese an und 26

Prozent erwarten sie innerhalb der nächsten drei Jahre.

Bei der Wahl ihrer Tätigkeit setzen die Young Professionals

auf die Zukunftstechnologien: 23 Prozent aller

Befragten arbeiten im Bereich Smart Grid, knapp ein

Fünftel bewegt sich auf dem Arbeitsfeld der E-Mobility

(19 Prozent), im Bereich der Medizintechnik sind 15 Prozent

und im Bereich Industrie 4.0 rund 14 Prozent der

Befragten tätig. 12 Prozent ordnen ihre Tätigkeit dem

Smart Home zu, neun Prozent beschäftigen sich mit

Smart Cities.

53 Prozent der Elektroingenieure und

Informationstechniker verschicken bis zum

Berufsstart weniger als fünf Bewerbungen.

Elektroingenieure und Informationstechniker

benötigen durchschnittlich höchstens

Vorstellungsgespräche. Dann

haben Sie ihren Arbeitsvertrag

in der Tasche.

Fast 50 Prozent der Elektroingenieure

und Informationstechniker absolvieren

mindestens eines ihrer Praktika im Ausland

Wird von den Ingenieuren viel verlangt?

Ja. Der Beruf gibt viel, fordert aber auch viel. Die Arbeit

eines Ingenieurs bedeutet ständige Verfügbarkeit, häufige

Überstunden und Wochenendarbeiten: Rund ein Viertel

der Befragten stimmt dieser Aussage voll und ganz zu

(24 Prozent). Auch wenn Familie und Freunde fast allen

Befragten wichtiger ist als die Karriere – 41 Prozent stimmen

hier voll und ganz zu, 52 Prozent mehr oder weniger

–, akzeptieren 81 Prozent, ihr Privatleben einschränken

zu müssen, um beruflich voranzukommen. Allerdings

sind nur zwölf Prozent der Meinung, dass sie ihre sozialen

und familiären Bedürfnisse nicht mit beruflichen

Pflichten in Einklang bringen können. Die Motivation

der Young Professionals, sich für die berufliche Karriere

zu engagieren, ist dennoch hoch: Rund elf Tage im Jahr

nehmen die Befragten durchschnittlich an internen und

externen Weiterbildungsveranstaltungen teil.

Wie wichtig sind Work-Life-Balance und ein überdurchschnittliches

Gehalt?

Sagen wir so: Es gibt andere Faktoren, die den jungen

Elektroingenieuren deutlich wichtiger sind: Eine Tätigkeit,

mit der sie sich gut identifizieren können, stand für

64 Prozent der Bewerber bei der Suche nach einem Arbeitsplatz

an erster Stelle. Ein angenehmes Arbeitsumfeld

mit netten Kollegen halten 60 Prozent für sehr wichtig.

Zudem sollte ihnen ihr künftiger Arbeitgeber eine langfristige

Perspektive bieten können (53 Prozent). Flexible

Arbeitszeiten sind für 44 Prozent der Befragten sehr

wichtig. In einem internationalen Umfeld zu arbeiten, ein

überdurchschnittliches Gehalt zu beziehen und vom Arbeitgeber

beim Thema Kinderbetreuung unterstützt zu

52


Status Quo

werden, stufen jeweils nur etwa

15 Prozent der Befragten bei der

Suche nach einem Job als sehr

wichtig ein.

Wie sieht es mit der Lust aus,

auch mal ins Ausland zu gehen?

Die Bereitschaft für einige Zeit ins

Ausland zu gehen, ist bereits bei

Studierenden hoch. Vor dem Jobeinstieg

hat knapp die Hälfte ein

Praktikum im Ausland absolviert,

davon die meisten in den USA.

Insgesamt haben 16 Prozent der

Befragten ein Auslandssemester

eingelegt. Berufserfahrungen im

europäischen Ausland oder in

den USA zu sammeln und dafür

– wenn nötig – auch die Familie

mitzunehmen, können sich mehr

als die Hälfte der Young Professionals

vorstellen. Für 41 Prozent der

Befragten käme ein beruflicher

Aufenthalt in Asien in Betracht.

Zu weiteren beliebten Ländern

zählen Australien, Kanada und

Neuseeland. Auch die süd- und

mittelamerikanischen Staaten

sind für einige attraktiv. n

Elektroingenieure und Informationstechniker

bilden Qualifikationen aus,

die beruflich von übergeordneter Bedeutung

sein können: Dazu gehören

das Denken in dynamischen Systemen

und Prozessen, die strukturierte

Suche nach den Ursachen und das

Beheben von Fehlern in Systemen

sowie der Umgang mit komplexen

Systemhierarchien, Schnittstellen

und Wirkungszusammenhängen.

Die VDE-Experten zeigen in ihrer

Studie, dass die Gründungsneigung

von Elektroingenieure und Informationstechniker

hierzulande wenig

ausgeprägt ist. Der wichtigste Grund

dafür ist sicherlich die besonders

gute Arbeitsmarktsituation, die einer

Vollbeschäftigung gleichkommt.

Ein Fünftel aller Vorstände in einem

DAX-Unternehmen sind Ingenieure.

Nach Wirtschaftswissenschaftlern

(50 Prozent) sind sie damit noch vor

den Juristen (13 Prozent) die am

stärksten vertretene Berufsgruppe.

Was leisten Ingenieure der Elektro- und Informationstechnik?

In einem Thesenpapier unterstreicht der VDE die Bedeutung

der Elektroingenieure. Der Tenor: »Ingenieure der Elektro- und

Informationstechnik entwickeln in zentralen Bereichen Wirtschaft

und Gesellschaft weiter und tragen damit erheblich zum

Wohlstand unserer Gesellschaft bei. Arbeitswelt und Kommunikation

gehören genauso dazu wie Energieversorgung und

Mobilität. Hinzu kommen Impulse für Medizin und Bildung.

Außerdem können sie aufgrund ihrer breiten Qualifikation in

vielen Berufsbereichen eingesetzt werden – von klassischer Forschungs-

und Entwicklungsarbeit über Fertigung, Betrieb und

Service bis hin zu Marketing, Vertrieb oder Lehrtätigkeit.«

Kompetenz und Können

Laut VDE-Thesenpapier verfügen Elektroingenieure über eine

so breite Qualifikation, das ihr Einsatz in vielen Berufsbereichen

möglich ist. Die Ingenieurberufe reichen demnach von klassischer

Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten über Fertigung,

Betrieb und Service bis hin zu Marketing, Vertrieb oder Lehrtätigkeit.

Und dass sowohl in Fach- als auch in Führungskarrieren.

Ingenieure seien deshalb in jeder Art von Unternehmen und

Institutionen zu finden. Auch deshalb – so der VDE – sollte es

Ingenieuren nahezu als Pflicht erscheinen, ihre Sachkompetenz

auch in politische Entscheidungen einzubringen.

KLARE ANSAGEN UND TROTZDEM

GANZ VIEL SPIELRAUM, GEHT DAS?

WARUM NICHT?

Wenn du bei CENIT, dem IT- Software-

Beratungshaus, ein Praktikum machst,

deine Abschlussarbeit schreibst oder

als Werkstudent arbeitest, wirst du

gleich ein Teil unseres starken Teams.

Nachdem du eingearbeitet wurdest,

kannst du dich beweisen, direkt mit

einbringen und bekommst schon während

deines Studiums Verantwortung

bei uns.

WWW.CENIT.DE/KARRIERE

53


VDE YoungNet

Jeder anders

– alle aktiv

?Herr Pillmann, rund 60 Hochschulgruppen

sind derzeit im VDE aktiv. Von

München bis Wismar, von Aachen bis

Cottbus …

… wobei man die Gruppen

und ihre Aktivitäten nicht

über einen Kamm scheren sollte.

Jede Gruppe setzt andere Schwerpunkte.

Gemeinsam aber ist allen die Idee, dass

sich Studenten der Elektrotechnik und

Informationstechnik besser kennenlernen

sollten, gemeinsam Spaß haben und so gut

wie möglich vorbereitet und informiert

sein müssen, wenn sie Prüfungen bewältigen

wollen oder in ihren Beruf starten.

Natürlich gibt es dabei Klassiker, die fast

jede Hochschulgruppe anbietet: Dazu gehören

Tutorials, Stammtische oder auch

Kamingespräche, zu denen Vertreter von

Unternehmen eingeladen werden. Aber

es gibt auch eine Vielzahl weiterführender

Events – von einer Stadtrally über die

Fahrzeug-entwicklung für die Formula

Student Germany bis hin zu eigengestalteten

Unterrichtseinheiten für Schulen.

Welche Großveranstaltungen des

YoungNet sind für das zweite Halbjahr

geplant?

Dazu gehört vorneweg die

siebte YoungNet Convention

2017 in München, zu der

rund 300 Studenten aus ganz

Deutschland erwartet werden.

Weitere Highlights dürften die

Jungmitgliedersitzung und das Treffen

der Bundesteams sein. Hier tauschen die

Teilnehmer ihre Erfahrungen in der Hochschulgruppenarbeit

aus und besprechen

bundesweite Aktionen.

Das VDE YoungNet

unterstützt die Aktivitäten

der Hochschulgruppen

und

Initiativen junger

Elektroingenieure

Interview: Julia Henke

STEPHAN PILLMANN ist Leiter der

Geschäftsstelle im VDE YoungNet.

Inwieweit kann das VDE YoungNet Einfluss

nehmen, beispielsweise auf Fragen zur Zukunft

der Ingenieursausbildung?

Einerseits nehmen wir aktiv

Einfluss, beispielsweise durch

unsere Vertreter im Ausschuss

Ingenieurausbildung des VDE. Dafür

arbeiten wir Vorschläge und Konzepte aus.

Andererseits ist Bildungspolitik in der Regel ein

träges Unterfangen. Es kann also sein, dass ein

Aktiver einen Vorschlag macht, aber bereits im

Berufsleben steht, wenn dieser dann umgesetzt

wird.

Im VDE YoungNet mitzuarbeiten bedeutet

auch, sich zeitlich engagieren zu müssen.

Was bringt das YoungNet den Studierenden

und Young Professionals?

Jeder, der ein Ehrenamt übernimmt,

weiß, dass er Zeit investieren

muss. Das ist im Sportverein nicht anders

als bei der Feuerwehr oder im YoungNet.

Die Motive, sich zu engagieren, sind bei den

einzelnen Studierenden – und das YoungNet

hat über 8.000 Mitglieder – sehr unterschiedlich.

Hauptgründe sind aber, dass sich die Studierenden

in ihrer Hochschulgruppe wohlfühlen

und persönliche, fachliche und berufliche

Netzwerke ausbilden können. Ein dritter wichtiger

Grund sind die vielfältigen Seminare und

Weiterbildungsmöglichkeiten, die wir anbieten.

Sei es im Bereich von Bewerbungen, dem Ausbau

sozialer Kompetenzen oder auch durch

eher technisch geprägte Veranstaltungen.

Wie sieht die Zukunft des YoungNet aus?

Es wird sich weiterentwickeln

– genau wie der VDE und die Ingenieurwissenschaften

insgesamt.

Konkret heißt das beispielsweise, dass wir den

Aufbau der Hochschulgruppen vorantreiben

werden. Noch ist das YoungNet nicht an jeder

Hochschule präsent. Zusätzlich werden wir

die Serviceangebote, unsere Dienstleistungen

und die Plattform, die wir den Studierenden

bieten, weiter verbessern und natürlich unsere

Kontakte jenseits des VDE ausbauen, um Ingenieure

aus anderen Ländern intensiver kennenzulernen.

n

Foto: © Privat

54


VDE-News

Mix &

Match

Bundesteam

Beim VDE YoungNet

hat das Bundesteam

seine Arbeit aufgenommen.

So sollen

überregionale Projekte

und Themen verstärkt

in den Vordergrund

gerückt werden.

YES - EUREL Young Engineers

Seminar

Mitglieder des VDE YoungNet können

sich für das kommende YES Seminar

anmelden. Vom 5. bis 7. Juli 2017

fahren die Teilnehmer auf Exkursion

durch die Technik- und Politikwelt in

Brüssel. Parlamentsbesuch inklusive.

Weitere Infos: www.vde.com/youngnet

MikroSystemTechnik Kongress

Der MikroSystemTechnik Kongress vom 23. bis 25. Oktober 2017 in München

ist die nationale Plattform für Ingenieure im Bereich der Mikroelektronik, Mikrosystem-

und Feinwerktechnik. VDE YoungNet-Mitglieder sind herzlich

willkommen. www.mikrosystemtechnik-kongress.de

Was wichtig ist

und wichtig

wird im VDE

Text: Julia Henke

Junges Forum

BMT 2017

Die Biomedizinische Technik

ist ein stark interdisziplinär

geprägtes, vielschichtiges

Fachgebiet. Auf dem

Jungen Forum BMT erhalten

Studierende am 9. September

2017 in Dresden im

Rahmen der BMT-Tagung

speziell auf sie zugeschnittene

Informationsangebote.

Jenseits der Norm

Die Next Generation DKE ist das Netzwerk junger Ingenieure und Ingenieurinnen,

die an Themen rund um die Zukunft der Normung und Standardisierung

arbeiten wollen. www.dke.de/de/services/next-generation-dke

Ab in die Eifel

Vom 30. Juni bis 2. Juli 2017 treffen sich Mitglieder des VDE YoungNet in der

Eifel. Der ›Sommertreff‹ soll vor allem dem Networking dienen. Ziel ist es, durch

gemeinsame Aktivitäten eine ungezwungene Teamatmosphäre zu schaffen.

7 FRAGEN ???

... beantwortet uns Tim

Brutscher, Consultant

webMethods bei der

Software AG

Tim, wie hast du zur Software AG gefunden?

Während meiner Schulzeit

konnte ich bereits lehrreiche Praktika

bei der Software AG absolvieren. Die

spannenden Erfahrungen waren ausschlaggebend

für meine Entscheidung,

ein Informatikstudium in Kooperation

mit dem Unternehmen aufzunehmen.

2008 bewarb ich mich schließlich für

das kooperative Informatikstudium

(KoSI).

Was hat dich von der Software AG überzeugt?

Die Tätigkeiten sind herausfordernd,

abwechslungsreich und zudem

äußerst interessant. Obendrein ist das

Klima des international agierenden

Unternehmens dennoch familiär und

die Kollegen sind stets hilfsbereit.

Was war bisher dein spannendstes Projekt?

Das für mich herausforderndste

Projekt erlebe ich zurzeit bei SOKA-

Bau in Wiesbaden. Das Spannende

hierbei ist einerseits die technische Ablösung

eines Alt-Systems, andererseits

die für mich neue Rolle als Anforderungsmanager.

Weißt du schon, wie es für dich bei der

Software AG weitergeht? 2017 konnte

ich erfolgreich den ›Junior‹-Titel ablegen.

Nun stehen die nächsten Schritte

in meiner Entwicklung an. Dabei

bietet die Software AG verschiedene

Möglichkeiten: Ob im technischen

Bereich, im Projektmanagement oder

im People Management stehen mir die

Türen offen.

Welchen Tipp hast du für Absolventen,

die sich für den Einstieg ins Consulting

bei der Software AG interessieren? Wer

sich unsicher ist, ob der Beruf als Consultant

die richtige berufliche Zukunft

ist, oder ob die Software AG der passende

Arbeitgeber ist, dem rate ich ein

Praktikum als ersten Schritt.

Was sollten Bewerber mitbringen? Neben

den technischen Grundlagen – unter

anderem Java-Kenntnisse – gehört

der Wille, sich in das Umfeld und die

Anforderungen von sich wechselnden

Kunden einzuarbeiten, zum Job eines

Consultants. Von Vorteil sind zudem

Kenntnisse über verschiedene Entwicklungsmethoden

wie Scrum, da

diese ebenfalls von Kunde zu Kunde

wechseln können. Abschließend sollte

ein Consultant eine gewisse Reisebereitschaft

mitbringen.

Was zeichnet die Software AG als Arbeitgeber

aus? Die Software AG ist ein

innovatives Unternehmen, das sich

neuen Herausforderungen der IT-Welt

nicht verschließt, sondern diese versucht

mit geeigneten Technologien zu

lösen. Durch eine interne Corporate

University kann sich jeder Mitarbeiter

individuell weiterbilden. ■

Foto: Andreas Schödl


FUTURE WORK

László Földesi ist selbstständiger

Berater zu den Themen

Digitalisierung und Arbeit der

Zukunft. Mehr Infos unter

www.kompetenzzentrumdigitalisierung.com

Interview: Viktoria Feifer

Herr Földesi, wie wirkt sich

die Digitalisierung auf unsere

Arbeitsweise aus? Die

technische Entwicklung

führt zu einer höheren

Kommunikationsdichte.

Smartphones und Computer

bieten uns nicht nur

die Möglichkeit mit Personen zu

kommunizieren, die mit uns im

Raum sind, sondern verbinden uns

zeitgleich mit Menschen überall

auf der Welt. Im analogen Raum

gibt es weniger Produktivitäts-, dafür

aber mehr Kommunikationsund

Erholungsfläche. Der digitale

Raum wird über Angebote wie

Software-as-a-Service (SaaS) und

Platform-as-a-Service (PaaS) zum

Produktivitätsraum. Produktion

kann damit in vielen Branchen

günstiger sowie orts- und zeitunabhängig

stattfinden.

Und in Bezug auf unseren Arbeitsplatz

– was zeichnet einen Digital

Workplace aus? Es muss einen guten

Fluss zwischen analogen sowie

digitalen Kommunikations- und

Arbeitsmitteln geben. Neben einer

guten Internetverbindung geht es

vor allem darum, wie ich unabhängig

vom Betriebssystem mit verschiedenen

digitalen Werkzeugen

team-, orts- und zeitübergreifend

arbeiten kann – ob aus dem Büro

oder von der einsamen Insel. Dafür

bedarf es einer guten Nutzerführung.

Das heißt konkret? Die Systeme

müssen einfach und gut erklärt

sein, verlässlich funktionieren, ein

ansprechendes Design haben sowie

ergonom und individualisierbar

sein. Verschiedene Dienste

müssen interkonnektiv zusammenwirken.

Welche Vorteile bieten diese Arbeitsplatzumgebungen?

Der digitale

Raum ermöglicht es global miteinander

zu arbeiten. Arbeits platzumgebungen

können und müssen

WIE SICH UNSER

ARBEITSPLATZ

DURCH DIE DI-

GITALISIERUNG

VERÄNDERT

UND WIE ER

KÜNFTIG AUS-

SEHEN KÖNNTE

– LÁSZLÓ FÖL-

DESI MIT EINEM

AUSBLICK

flexibler werden. Arbeit, Methoden

und Programme sind gezwungen,

sich ständig weiterzuentwickeln.

Kommunikation und

Prozesse haben die Möglichkeit

sich nachhaltig zu verbessern, und

zwar dann, wenn klare Kommunikationsregeln

und eine wertschätzende

Feedback- und Unternehmenskultur

entstehen. So können

Arbeitnehmer und Arbeitgeber

ihre eigene Vorstellung von Arbeitsweise

und Arbeitsplatzumgebung

entwerfen.

Der Digital Workplace stellt Informatiker

sicher auch vor neue Herausforderungen

… Sicher, Informatiker

werden zu Allroundern. Sie sind

nicht länger nur mit Code beschäftigt,

sondern müssen sich stärker

in die Nutzer einfühlen und die Perspektive

wechseln. Es geht darum,

Probleme der Nutzer zu erkennen

und zu verstehen, diesen empathisch

zu begegnen und flexible

Individuallösungen anzubieten.

Das erfordert eine stetige Weiterentwicklung

der Soft und Coaching

Skills sowie die Zusammenarbeit

mit Arbeitspsychologen,

Anthropologen oder Feelgood Managern.

Sie haben gesagt, Informatiker

müssen sich stärker in die Nutzer einfühlen

und ihnen Individuallösungen

anbieten. Welche Anforderungen

werden Nutzer denn künftig an ihre

Arbeitsplätze stellen? In unserer

Freizeit nutzen wir viele Programme,

die auf unsere Bedürfnisse zugeschnitten

sind und die wir zu einem

großen Teil selbst gestalten

können. Zum Beispiel für unsere

Lebens- und Freizeitplanung. Diese

Anforderungen übertragen wir

auf unsere Arbeitsplätze: Wir wollen

leistungsfähig kommunizieren,

arbeiten und gleichzeitig eine

bessere Balance zwischen Arbeit,

Freizeit und Familie. Beide Entwicklungen

werden dazu führen,

dass Arbeit und Freizeit fließend

ineinander übergehen.

Welche Berufsgruppen werden besonders

von einem Digital Workplace

profitieren? Alle Berufsgruppen

werden direkt oder indirekt von

der Digitalisierung profitieren

können, aber nicht im gleichen

Maße. Erzieher oder Altenpfleger

werden beispielsweise durch Maschinen

und Programme unterstützt

und entlastet. Am meisten

profitieren werden meiner Meinung

nach Unternehmen und

Selbstständige, die Informationen

verarbeiten oder einen fernmündlichen

Kundenservice anbieten.

Ebenso wie beispielsweise Webdesigner

und Programmierer haben

sie die Möglichkeit, Dienste zu einem

Großteil zu automatisieren

und orts- und zeitunabhängig

durchzuführen.

Und was glauben Sie, wie werden

unsere Arbeitsplätze in zehn Jahren

aussehen? Es wird viel mehr Selbstständige

sowie kleine und mittlere

Unternehmen geben, denn Fachwissen

und digitale Werkzeuge stehen

heute nahezu jedem gleichermaßen

zur Verfügung. Konzerne

werden sich massiv entwickeln

müssen, um nicht disruptiven Geschäftsmodellen

zum Opfer zu fallen.

Es wird weniger Büros geben,

die nach Arbeit aussehen. Büroflächen

werden kleiner und eher

Wohnzimmercharakter haben.

Viele Prozesse und Arbeiten werden

von Maschinen und Programmen

erledigt. Coworking Spaces

und Home Offices werden stark

zunehmen und Digitale Nomaden

werden ihre Arbeit von dort erledigen,

wo andere Urlaub machen. n

Fotos: privat, www.joerglaube.de

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FUTURE WORK

INTERNET OF THINGS FAQ

WELCHE HERAUSFORDERUNGEN UND MÖGLICHKEITEN BIRGT DAS IOT? WIR HABEN DIE ANTWORTEN

»Auch im Internet der Dinge bleiben Menschen die Entscheider,

die die Aktivitäten der Dinge kontrollieren: Mensch

und Roboter arbeiten in der Produktion Hand in Hand.

Zusätzliche vernetzte Sensorik liefert Daten, auf deren Basis

die Menschen neuartige Analysen und Geschäftsmodelle

kreieren können. Für die Arbeitswelt ergeben sich ebenfalls vielfältige Optionen:

intelligenter Einsatz der Arbeitskraft, eine höhere Souveränität in Bezug auf

Arbeitszeit und -ort, Ergebnis-, statt Präsenzkultur sowie alters- und alternsgerechtes

Arbeiten.« Jan-Christoph Schüler, Personalleiter ABB Deutschland

»Durch das IoT haben wir die Möglichkeit direkt mit unseren

Kunden zu kommunizieren. Es gibt Konzepte NFC

Chips in Produkte zu integrieren, welche exklusive digitale

Mehrwerte wie Informationen zur Umweltfreundlichkeit

und Herstellung ermöglichen. Besitzt ein Kunde beispielsweise

mehrere mit einer digitalen ID ausgestattete adidas Schuhe,

könnte ihm eine App eine zum Wetter abgestimmte Trageempfehlung

geben und somit den Trainingserfolg steigern.« Michael Kräutlein,

Senior Manager Talent Aquisition, adidas

»Das IoT wird komplett neue Geschäftsmodelle hervorbringen.

Die Herausforderung wird im Wesentlichen darin bestehen,

die Komplexität und Abhängigkeiten dieser Möglichkeiten

zu überblicken. Das wird nur in offeneren Netzwerken

funktionieren. Die Chancen sind enorm. Der Softwareanteil an

Innovationen wird deutlich größer werden. Die Softwareentwicklung wird somit

in allen Bereichen wesentlich stärker zum Erfolg beitragen.« Stefan Seuferling,

Leiter Connect & Develop, Dräger

»Cyber Security ist sicherlich eine der größten Herausforderungen

für Informatiker im Rahmen des Internet of

Things. Ob Fitness Tracker, Smart Home-Komponenten

wie Steuergeräte für Heizungen oder Einbruchsschutz, das

smarte Auto oder auch Herzschrittmacher: Cyber Security

bezieht sich nicht mehr nur auf Daten, sondern auf unseren

gesamten Alltag.« Marko Vogel, HR-Partner im Bereich Consulting –

Cyber Security, KPMG

»Das IoT macht das Arbeiten ›smarter‹: Klassische Produkte erhalten neue, digitale Funktionen

und auch zusätzlichen Nutzen.« Ingo Krauß, Leiter Personal Technologie, Schaeffler

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FUTURE WORK

Fort- und Weiterbildung

Neben verschiedenen Sportangeboten bietet adidas seinen

Mitarbeitern die Möglichkeit sich ständig weiterzuentwickeln

und zu lernen: »Wir stellen Mitarbeitern den Zugang zu führenden

IT-Lernportalen zur Verfügung, schicken sie zu IT-Fachkonferenzen

und begleiten ihre Entwicklung durch unsere Inhouse IT-Akademie«,

erzählt Michael Kräutlein, Senior Manager Talent Aquisition.

Für Volkswagen sind Themen wie Quantencomputing, Mensch-

Roboter-Kooperation und Maschinelles Lernen genauso essentiell wie

Cloud und Car-IT. »Wir verbinden ein agiles, modernes und flexibles

Arbeitsumfeld mit der Sicherheit und fast unbegrenzten persönlichen

Möglichkeiten zur Weiterentwicklung«, sagt der Leiter des Software

Development Center Wolfsburg Thomas Alexander George.

Ingo Krauß, Leiter Personal Technologie bei Schaeffler, sieht die Benefits

für Informatiker in dem anspruchsvollen Industrieumfeld. »Wir

verbinden das Bearbeiten von IT- und Digitalisierungsaufgaben im

Sinne einer Start-up-Kultur mit den Werten eines erfolgreichen Familienunternehmens«,

beschreibt er das Konzept von Schaeffler.

Work-Life-Balance

Allen Mitarbeitern mit ihren

individuellen und wechselnden

Lebens- und Berufshintergründen ein

attraktives Arbeitsumfeld zu ermöglichen

– das ist der Anspruch von ABB Deutschland:

»Neben einer leistungsgerechten

Vergütung bieten wir eine Vielzahl attraktiver

betrieblicher Angebote und sozialer

Leistungen wie flexible Arbeitszeitmodelle,

die Möglichkeit zusätzliche Urlaubstage

zu erwerben und Sabbaticals für Aus- und

Weiterbildungen oder Pflegezeiten«, so

Personalleiter Jan-Christoph Schüler.

Sick lässt seinen Mitarbeitern Freiraum,

um sich auszuprobieren und weiterzuentwickeln.

»Außerdem kann ich von dort aus

arbeiten, wo es am besten für mich passt,

und mir meine Arbeitszeit weitgehend frei

einteilen«, schwärmt IT-Prozessberater

und Projektleiter Martin Sprenger.

Gehalt

Informatiker

treffen bei

Aldi Nord auf eine

Teamkultur, die sich

durch Offenheit und

Vertrauen auszeichnet.

»Darüber hinaus

punktet Aldi Nord mit

zahlreichen Benefits,

wie überdurchschnittlichen

Gehältern sowie

jährlichen Gehaltsentwicklungen«,

berichtet

Mustafa Yazici, Bereichsgeschäftsführer

IT

Online & E-Commerce.

HEISS

BEGEHRT

SO LEGEN SICH ARBEITGEBER

FÜR INFORMATIKER INS ZEUG

Text: Viktoria Feifer

Sport und Gesundheit

KPMG bietet seinen Mitarbeitern von der individualisierten Arbeitszeit

bis hin zu Essenszuschüssen oder Kooperationen mit Fitnessstudios

unterschiedlichste Benefits. »Für mich persönlich sind aber unsere anspruchsvollen

und herausfordernden Projekte der größte Benefit für Informatiker«,

sagt Marko Vogel, HR-Partner im Bereich Consulting – Cyber Security.

»Für unsere Mitarbeiter gibt es unter anderem ein betriebliches Altersvorsorge-

Programm, ein jährliches Mitarbeiter-Aktienprogramm sowie flexible Arbeitszeiten«,

führt Katrin Prag, HR-Managerin bei Dräger, auf. »Hier stehen neben

gesundheitsfördernden Kursen auch Angebote zu Persönlichkeitsbildung und

Ernährung für die Mitarbeiter bereit. Darüber hinaus haben wir ein umfangreiches

Angebot an Betriebsportgruppen.«

Acando beschleunigt die persönliche und fachliche Entwicklung seiner Mitarbeiter:

»Mit Trainings, Mentoring, Coaching, Zertifizierungen sowie Brown Bag

Sessions«, verrät Recruiting-Managerin Verena Clemens. »Mitarbeiter können

ihr Expertennetzwerk zudem bei vielen Sportevents wie etwa Rudern, Laufen,

Fußball und Golfen ausbauen. Und wer eine Auszeit mag, macht ein Sabbatical.«

Vergünstigungen

Mitarbeiter bei Electronic Arts, EA, erhalten landesspezifisch

unterschiedliche Leistungen: »Diese

umfassen unter anderem Zuschüsse zu einer privaten Krankenversicherung

und Altersvorsorge, Fitnesskursen sowie

Spielekonsolen«, so PR Direktor und Jugendschutzbeauftragter

Martin Lorber. »Außerdem: Gutscheine für Games, gesunde

Ernährung in den Büros – beispielsweise in Form von kostenlosen

Obstkörben, eine Krankenkassenzusatzversicherung

für Dienstreisen ins Ausland, sowie flexible Arbeitszeiten.«

Darüber hinaus greift EA sozialen Einrichtungen unter die

Arme, wenn sich Mitarbeiter ehrenamtlich engagieren.

Illustration: © nadia_snopek / Fotolia

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SATZERGÄNZUNG...

Katja Könnecke,

HR-Consultant bei

Computacenter

beendet, was wir

begonnen haben

Einstiegsmöglichkeiten bei Computacenter

… sind unterschiedliche Traineeprogramme,

zum Beispiel im Consulting,

Projektmanagement, Service

Management sowie der Direkteinstieg.

Aktuell suchen wir Absolventen für

unser Traineeprogramm IT-Vertrieb.

Computacenter steht für … ein erstklassiges

Unternehmen, das seit mehr

als 30 Jahren für große, international

erfolgreiche Unternehmen maßgeschneiderte

IT-Lösungen entwickelt,

implementiert und betreibt.

Wer bei Computacenter anfängt … trifft

auf eine lebendige Teamatmosphäre,

in der sich jeder Mitarbeiter mit seinen

persönlichen Stärken einbringen

kann. Bei uns herrschen ein unkompliziertes

Miteinander sowie eine Politik

der offenen Türen und der gelebten

Zusammenarbeit über verschiedene

Bereiche und Standorte hinweg.

Trendthemen sind derzeit … vor allem

die Digitalisierung, die zunehmend

alle Branchen und Arbeitsbereiche

betrifft. Die vier großen Treiber Social

Business, Mobility, Big Data Analytics

und Cloud geben die Richtung der

digitalen Transformation vor. Hinzu

kommen Innovationen wie das Internet

der Dinge und Industrie 4.0.

Der ideale Bewerber … liegt im Auge

des Betrachters und sollte – je nach

Aufgabe – unterschiedliche Eigenschaften

mitbringen. Was bei uns aber

unisono gilt, ist, dass wir Menschen

suchen, die eine hohe IT-Affinität

mitbringen sowie Begeisterungsfähigkeit

für neue Herausforderungen,

gute kommunikative Fähigkeiten und

Teamgeist.

Ein großes Plus bei Computacenter ist

…, dass wir als leistungsorientiert,

innovativ und zuverlässig am Markt

bekannt sind. Nicht nur deshalb bringen

uns unsere Kunden und Partner

eine hohe Wertschätzung entgegen,

sondern auch, weil wir geradlinig auftreten,

praxisnahe Lösungen präsentieren

und unsere Zusagen einhalten.

Außerdem liegt uns die Begeisterung

für den Erfolg einfach im Blut.

Computacenter legt Wert auf … Mitarbeiter,

die selbstständig arbeiten und

etwas bewegen möchten.

Die Unternehmenskultur … zeichnet

sich aus durch Teamgeist, gegenseitige

Unterstützung und den offenen

Austausch, den wir seit vielen Jahren

pflegen.

Weiterbildung heißt für Computacenter

…, dass wir unsere Mitarbeiter mit

einem breitgefächerten Angebot an

Weiterbildungs- und Zertifizierungsmöglichkeiten

unterstützen, ihren

persönlichen Karrierepfad erfolgreich

zu gehen. ■

Foto: Bernd Arnold

ENERGIE

PERSPEKTIVEN GESTALTEN _

Innovative Ideen kennzeichnen unsere Erfolge und treiben uns an. Mit Leidenschaft errichten wir weltweit unsere Windenergieanlagen und

geben Antworten auf die energietechnischen Herausforderungen von morgen. Leisten Sie einen Beitrag, um mit Ihren Ideen die regenerative

Energiezukunft mitzugestalten. Wir bieten neben Bachelor-, Master- und Diplomarbeiten beste Perspektiven für Hochschulabsolventen

und Berufserfahrene der Fachrichtungen / Elektrotechnik, Informatik, Maschinenbau, Bauwesen, Wirtschaftsingenieurwesen,

Betriebswirtschaft / . Besuchen Sie unser Karriereportal und erfahren Sie mehr!

karriere.enercon.de


MASCHINENBAU

HALLO HERAUSFORDERUNG!

»Bei unseren komplexen Entwicklungs- und Produktionsprozessen

ist es eine große Herausforderung,

unterschiedlichste Hard- und Softwareelemente zu

passgenauen Lösungen für individuelle Kundenanforderungen

zu kombinieren«, weiß Henriette

Viebig, Leiterin Konzernkommunikation bei Körber.

SCHÖNE AUSSICHT

Die Nachfrage nach gut ausgebildeten Informatikern

ist groß, die Beschäftigungsprognosen rosig.

Durch Neuerungen in technologischen Entwicklungen

ergeben sich völlig neue Perspektiven für ITler.

Die Jobs zeichnen sich durch abwechslungsreiche

und vielseitige Tätigkeiten aus – auch im Maschinenbau.

MONEY, MONEY, MONEY

Der Maschinen- und Anlagenbau

zählt neben Fahrzeugbau

und -zulieferern zu den

Top-Branchen für ein hohes

Einstiegsgehalt für Informatiker.

Ein Bachelorabsolvent

verdient durchschnittlich knapp

45.000 Euro brutto im Jahr, ein

Masterabsolvent bekommt ein

Jahresbruttogehalt von 49.000

Euro.

WANTED: KLUGE KÖPFE

»Im Maschinenbau sind ITler

gefragt, die es verstehen, Software-Merkmale

auf klassisch

mechanisch geprägte Produkte

pfiffig zu übertragen, wie etwa

Update-Fähigkeit, versatile

use oder Modularität. Freude

am Übertragen und Kreativität

sind gefragt«, meint Dr. Martin

Randler, Leiter Aktive und Passive

Sicherheit in der zentralen

Vorentwicklung beim Automobilzulieferer

ZF.

SCHNELLES

WISSEN

IT

MEETS

ING

Text: Julia Wolf

DU WILLST WISSEN, WAS

GENAU DU IM MASCHINENBAU

MACHST? ET VOILÀ

Eine Vielzahl an unterschiedlichen

Aufgaben wartet auf ITler, die im

Maschinenbau tätig werden. Dabei

variieren die Tätigkeiten je nach den

Produkten, die das jeweilige Unternehmen

herstellt. ITler können etwa dafür

verantwortlich sein, Programmsprachkonzepte

zu erarbeiten, Embedded

Software zu entwerfen und zu programmieren

oder Konzepte zum Aufbau

von Robotiksystemen zu entwickeln

und verifizieren. Daneben kann

es auch wichtig sein, sicherzustellen,

dass die Unternehmensprodukte in

die Automatisierungssysteme verschiedener

Hersteller integriert werden

können. Henriette Viebig, Leiterin

Konzernkommunikation bei Körber,

erklärt, welche Aufgaben ITler im

Konzern übernehmen: »Die IT-Experten

bei unseren Konzernunternehmen

Werum IT Solutions und Inconso entwickeln

jeden Tag neue IT-Lösungen

für Produktions- und Logistikprozesse.«

Hierzu wenden sie Viebig zufolge

zum Beispiel agile Methoden wie Scrum

an. Gleichzeitig arbeiten IT-Experten in

allen Geschäftsfeldern an Konzepten für

›intelligente Fabriken‹ im Rahmen von Industrie

4.0, wie die Leiterin der Konzernkommunikation

fortführt. »Unser konzernweites

Experten-Netzwerk entwickelt

und implementiert smarte Produkte, Applikationen

und Services und betreut diese

vor Ort«, erklärt sie. Die Erfolgsformel für

zufriedene Kunden liegt dabei darin, die

gesamte Wertschöpfungskette zu betrachten

sowie intensiv und funktionsübergrei-

fend zusammenzuarbeiten.

Illustrationen: © jemastock, partyvector/Fotolia

BE SOFT, BABY!

Obwohl ITler in erster Linie

aufgrund ihrer fachlichen

Kenntnisse gefragt sind, können

die ein oder anderen Soft

Skills nicht schaden. Zu den

Top-Fähigkeiten zählen kommunikative

und analytische

Kompetenz, Einfühlungsvermögen

sowie Team- und

Kritikfähigkeit.

IMMER INFORMIERT

In der schnelllebigen IT-

Branche ist es von Vorteil,

wenn du deinen Wissensstand

immer aktuell hältst.

Untermauern solltest du ihn

mit den neuesten Technologien

sowie den jüngsten agilen

Projekt- und Entwicklungsmethoden.

VERNETZTES STUDIUM

Früher hieß es bei der Studienwahl:

entweder IT oder

Maschinenbau. Heute musst

du dich nicht zwingend

entscheiden – mach einfach

beides! An der Universität

Augsburg gibt es zum

Beispiel den interdisziplinären

Masterstudiengang

Ingenieurinformatik.

Fotocredit

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Wussten Sie, dass Voith Platz

für verschiedene Talente bietet?

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mit herausfordernden Aufgaben und Freiraum für Ihre Kreativität.

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MASCHINENBAU

APPLIKATIONS-ASSE AUFGEPASST

In den letzten beiden Jahren hat dem Verband

Deutscher Maschinen- und Anlagenbau zufolge vor

allem die Bedeutung von Apps im Maschinenbau

stark zugenommen, nämlich um 50 Prozent. Auch

der Softwareanteil der Produkte wächst, sie werden

intelligenter und komplexer. Damit sind mehr und

mehr IT-Spezialisten gefragt, die das technische Umfeld

verstehen, in das ihre Software integriert wird.

ALTE MASCHINEN, NEUE AUSSTATTUNG

Informatiker und Ingenieurwissenschaftler der

Frankfurt University of Applied Science haben in

Projektarbeiten Methoden entwickelt, um bestehende

Fertigungsanlagen mit möglichst geringer

Umrüstung für intelligente Lösungen einsetzbar

zu machen. Dadurch können auch mittelständische

Unternehmen vom Fortschritt im Bereich der

dezentralen Datenanalyse mit Cognitive Services

profitieren.

MIT IT WERT SCHÖPFEN

Mehr und mehr Fabriken

werden mit cyber-physischen

Systemen und dem Internet der

Dinge ausgestattet. Dank dieser

Entwicklung wird der deutsche

Maschinen- und Anlagenbau

aktuellen Prognosen zufolge bis

2025 eine jährliche Steigerung

der Bruttowertschöpfung von

2,21 Prozent erfahren.

INDUSTRIE 4.0 LIEGT VOLL

IM TREND …

… und das macht sich finanziell

bemerkbar: In Deutschland wer-

den dafür dem Bundesministerium

für Wirtschaft und Energie

zufolge bis 2020 jährlich 40

Milliarden Euro investiert.

CHECKLISTE

ALS ITLER IM MASCHI-

NENBAU? GEHT SO:

Du stehst neuen Lösungsvorschlägen offen

gegenüber.

Du kannst anderen gut zuhören und dich in

sie hineinversetzen.

Du kommst gerne im Team auf die beste

Lösung.

Du blickst auch mal über deinen eigenen

IT-Tellerrand hinaus.

Du stehst auf die neuesten Trends und

willst unbedingt vorne mitmischen.

Du kannst dein IT-Fachwissen verständlich

vermitteln.

Illustration: © evgeniyzimin / Fotolia Quellen: BMBF, Bitkom, Fraunhofer IAO, Absolventa

DEIN TYP WIRD VERLANGT

Die einzelnen Fachrichtungen

wie Maschinenbau oder Elektrotechnik

können kaum noch für

sich alleinstehend betrachtet werden.

Denn die klassische IT dringt

immer mehr in die Industrie ein.

Mit der starken Vernetzung gehen

auch neue Anforderungen und

Aufgaben einher.

SMART DEVICES

Viele Maschinenbauer haben

sich an IT-Häuser gewendet, um

Smart Devices in ihre Systeme

integrieren zu lassen. So können

sie Informationen von der

Maschine, etwa Servicemeldungen,

auf mobilen Endgeräten wie

Smartphones und Tablets lesen.

Inzwischen sind Smart Devices

ziemlich weit verbreitet. Etwa

70 Prozent der Maschinenbauer

setzen sie in verschiedenen Integrationsgraden

ein – die übrigen

30 Prozent müssen dringend

nachziehen.

Prof. Claus Oetter vom Fachverband

Software und Digitalisierung

des Verbands Deutscher

Maschinen- und Anlagenbau

zufolge setzen sich erfolgreiche

Teams aus zwei Typen zusammen:

»Einerseits braucht es Kandidaten,

die den Überblick behalten.

Solche, die eine Vision und

Verständnis für Zukunftstechnologien

haben und über den

Tellerrand blicken. Sie beherrschen

zwar womöglich die neueste

Programmiersprache nicht,

PROF. OETTER VOM VERBAND DEUTSCHER MASCHINEN-

UND ANLAGENBAU ÜBER AKTUELLE IT-TRENDS IM MASCHINENBAU

VIRTUELLE REALITÄT

Über ihre Brille sieht das Servicepersonal

Programmabläufe

und Schaltpläne. Bei Problemen

wird ihnen über die Brille gezeigt,

an welcher Stelle ein Problem

aufgetreten ist – so kann

VR in Zukunft aussehen. Die

Verschmelzung von Virtuellem

und Realem wird im Maschinenbau

eine ganz große Rolle

spielen, vor allem bei Serviceeinsätzen

und Produktplanungen.

Hierfür sind Mitarbeiter

mit einem ausgeprägten IT- und

Softwareverstand unabdingbar.

KÜNSTLICHE

INTELLIGENZ

Von Künstlicher Intelligenz

sind wir im Vergleich zu

Smart Devices und Virtueller

Realität noch am weitesten entfernt.

Doch auch hier wird es einen

Riesenschwung geben, sowohl im Maschinen-

und Anlagenbau als auch in allen

anderen industriellen Bereichen. Hier

geht es darum, Systeme zu integrieren,

die sich eigenständig weiterentwickeln

können. Das heißt, sie lernen aus Fehlern

und vermeiden diese beim nächsten Produktionsprozess.

So werden sich Systeme

in Zukunft selbst optimieren.

wissen aber, welche technologischen

Möglichkeiten es aktuell

gibt und an welcher Stelle sie für

ein bestimmtes Produkt relevant

sein können. Andererseits sind

Kandidaten gefragt, die in die

Tiefe bohren können und als Softwarearchitekten

alle handwerklichen

Tätigkeiten ausführen, also

die technische Umsetzung vornehmen.

Domainübergreifendes

Wissen brauchen sie nicht unbe-

dingt. Aber eines sollten sie mitbringen:

Kommunikationsfähig-

keit – das ist ganz entscheidend.

Auch ein Verständnis für andere

Disziplinen hilft im Berufsleben«,

erklärt Oetter. »Ich plädiere jedoch

dafür, ITler nicht zu sehr zu

verbiegen. Schließlich bringen sie

genau die speziellen Fähigkeiten

mit, die im Maschinenbau fehlen«,

ergänzt der Experte.

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Friedberg Info: www.iqb.de 17.06. women&work

Ort: Bonn Info: www.womenandwork.de 19.-22.06.

IKOM Ort: Garching bei München Info: www.ikom.tum.de

24.06. LZ Karrieretag 2017 Ort: Frankfurt Info: www.

lzjobs.de 29.06. jobvector career day Ort: Frankfurt

Info: www.jobvector.de 01.07. PANDA Young

Talent Ort: Berlin Info: www.we-are-panda.com

ING IT JURA NaWi MINT WiWi Alle

Frauen

Karrierefrage

Wie wichtig ist Auslandserfahrung für den Berufseinstieg?

Nicolai Netz, Wissenschaftler am Deutschen Zentrum

für Hochschul- und Wissenschaftsforschung

»Wer während des Studiums im Ausland war, arbeitet

später auch eher im Ausland oder ist in Deutschland

direkt in internationale Arbeitszusammenhänge eingebunden.

Auslandserfahrung geht sogar mit einem

EUROPEAN YOUTH AWARD

Auch 2017 sucht der European

Youth Award (EYA) wieder

herausragende digitale Projekte,

die auf besonders kreative und

innovative Weise gesellschaftliche

Herausforderungen lösen.

Die Kategorien 2017: Healthy

Life, Smart Learning, Connecting

Cultures, Go Green, Active

Citizenship, Sustainable Economics,

Open Innovation und

die Spezialkategorie Water. Die

Teams mit den besten Einsendungen

werden eingeladen, ihre

Projekte vom 29. November bis 2.

Dezember 2017 am EYA Festival

in Graz vorzustellen. Einsendeschluss:

15. Juli 2017. Mehr Infos

www.eu-youthaward.org

FUTURE AWARD

Beim Future Award kommt

es auf Innovationen zu den

Themenschwerpunkten ›Digitale

Transformation‹, ›Gesellschaft und

Bildung‹, ›Ressourcen und Umwelt‹

sowie ›Technologie und Leben‹ an.

Egal ob Konzept, Modell, Idee oder

Vision – am Wettbewerb können

alle Studenten teilnehmen, die an

einer Hochschule eingeschrieben

sind. Mach mit! Einsendeschluss ist

der 10. September 2017. Mehr Infos

unter www.dvpt.de

JOBPROFILE IM WANDEL

Weltweit bleiben Arbeitnehmer

durchschnittlich nur noch viereinhalb

Jahre bei einem Arbeitgeber. Das

geht aus der aktuellen Human-Capital-

Trend-Studie von Deloitte hervor, die

Antworten von über 10.400 Geschäftsführern

und HR-Leitern aus über 140

Ländern umfasst.

DRIVE-E 2017

Es ist wieder soweit: Studierende technischer

Fachrichtungen an deutschen

Hochschulen haben ab sofort die Möglichkeit

ihre Bewerbung für den DRIVE-

E-Studienpreis und die DRIVE-E-Akademie

einzureichen: www.drive-e.org

geringen Einkommensvorteil einher. Dieser erklärt

sich vor allem dadurch, dass Auslandserfahrene

häufiger Gehaltssprünge durch Arbeitgeberwechsel

erreichen und besseren Zugang zu großen und multinationalen

Firmen haben, die hohe Gehälter zahlen.

Auslandspraktika scheinen sich hierbei etwas mehr

auszuzahlen als reine Studienphasen im Ausland.«

Text: Viktoria Feifer Quelle: Deloitte, ManpowerGroup Deutschland Fotos: © otsphoto, eyetronic / Fotolia

64

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Akademiker


eige MINT 2015_Die Zeit_Layout 1 18.03.15 09:43 Seite 1


TRENDBRANCHEN

TRENDCHECK

Fünf Branchen. Fünf Trends. Ein Überblick

Fünf Branchen. Fünf Trends. Ein Überblick

Text: Petra Herr

ITK

IT-SICHERHEIT

Kurzgesagt »Verschlüsselung und synchronisierte IT-Sicherheitssysteme

werden immer wichtiger für Unternehmen. Sämtliche

Funktionen für sich gesehen gelingen meist bereits einwandfrei,

aber entscheidend ist heute, dass alle diese Systeme intelligent

miteinander verknüpft sind und miteinander kommunizieren.«

Andreas Grosse, Development Manager bei dem Sicherheitssoftwareentwickler

Sophos

Praxisbeispiel »Als Teamleiter übernehme ich die Koordination

sowie das Controlling von Projekten aus dem Bereich Sicherheitsanalysen.

Neben den organisatorischen Aufgaben führe ich

technische Sicherheitsanalysen in Form von Penetrationstests

durch oder übernehme Notfalleinsätze im Rahmen unseres

Computer Emergency Response Teams. Des Weiteren beraten

wir, in Zusammenarbeit mit unserem Consulting Team, unsere

Kunden zu Schwerpunktthemen wie der Absicherung von Produktionsumgebungen

in der Industrie. Wir sind ständig neuen

Themen, Produkten und natürlich Sicherheitslücken ausgesetzt,

zu denen wir unsere Kunden beraten.

Die Herausforderung besteht darin, sich in kurzer Zeit in neue

Themen einzuarbeiten, diese aufzubereiten und den Kunden ver-

ständlich zu erklären. « Sebastian Bittig, IT-Sicherheitsspezialist, r-tec

Mitbringen »Wichtig sind gute Kenntnisse in der Netzwerktechnik

und in Netzwerkprotokollen. Programmierkenntnisse sind ebenfalls

notwendig, je nach Arbeitsbereich kann systemnahe Programmierung

oder auch Erfahrung mit modernen Sprachen nötig

sein. Erfahrung im Scripting mit Bash, Python oder Perl, sowie

Einblick in die Funktion von Firewalls, Secure Coding Practices,

Threat Modelling und Web Application Security sind ebenso hilfreich.«

Andreas Grosse, Sophos

Übrigens Laut einer Studie der Cybersicherheitsexperten von Kaspersky

Lab gehen 68 Prozent der befragten Unternehmen davon

aus, dass die Anzahl der Mitarbeiter, die sich Vollzeit IT-Sicherheitsfragen

widmen, steigen wird. Auch beim Staat sind IT-Sicherheitsexperten

gefragt: Allein das Bundesamt für Sicherheit

in der Informationstechnologie stellte kürzlich 180 Spezialisten

ein, die im Bundeswahlkampf 2017 für Sicherheit sorgen sollen.

ADDITIVE MANUFACTURING

Kurzgesagt Horrende Produktionskosten und lange Vorlaufzeiten

ade: Additive Verfahren ermöglichen eine individuelle und

unglaublich flexible Herstellungsweise im Maschinenbau. Dr.

Jörg Friedrich vom Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau

(VDMA) erklärt Additive Manufacturing daher zu einem

der wichtigsten Zukunftsthemen des Maschinen- und Anlagenbaus.

Der Clou »Für die Fertigung im additiven Bereich werden keine

Werkzeuge benötigt. Die neuen Verfahren bieten die Möglichkeit,

beliebige Geometrien – fast – ohne Einschränkungen aufzubauen«,

sagt Rainer Gebhardt, Projektleiter der Arbeitsgemeinschaft

Additive Manufacturing im VDMA. »Hierbei können verschiedene

Materialien wie zum Beispiel Metall und Kunststoff verwendet

werden. Diese werden dann schichtweise aufgebaut. Dabei werden

gezielt Formen erzeugt, indem Material selektiv verschweißt,

aufgeschmolzen und abgelegt oder auch mittels UV-Strahlung

ausgehärtet wird«, erklärt Gebhardt weiter.

Praxisbeispiel »Ein Beispiel für die additive Fertigung sind Spritzgusswerkzeuge,

die als Einzelstücke gefertigt werden müssen. Dabei

kann man durch optimierte, konturnahe Kühlkanäle beliebiger

Geometrien eine Leistungs- und Qualitätssteigerung

gegenüber herkömmlich gefertigten Werkzeugen erreichen.«

Rainer Gebhardt, Arbeitsgemeinschaft Additive Manufacturing, VDMA

Mitbringen »Nachwuchskräfte sollten vor allem kreativ, innovativ

und offen für digitale Fertigungskonzepte sein. Additive Manufacturing

bietet maximalen Mehrwert, wenn es über den gesamten

Produkt-Lebenszyklus verstanden wird: Von der Konzeption über

die Fertigung bis zur Nutzung.« Rainer Gebhardt, VDMA

Oho-Faktor Wer sich davon überzeugen will, dass der 3D-Druck

mittlerweile auch die vierte Dimension erobert hat, schaut sich die

im Wasser ›aufblühende‹ Orchideenkonstruktion aus Hydrogel

an. Forscher aus Harvard haben sie so designed und per 3D-Druck

gefertigt, dass die flache Schablone erst in Berührung mit Wasser

ihre Blütenform einnimmt – die Zeit als vierte Dimension.

MASCHINENBAU

Illustration: © paladjai / Fotolia

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TRENDBRANCHEN

LEGAL TECH

Kurzgesagt Die Digitalisierung hat längst auch das Rechtswesen

erreicht: »Legal Tech, dass sind digitale Technologien, die dazu gedacht

sind, juristische Arbeit zu unterstützen, zu vereinfachen

und effizienter zu gestalten«, fasst Natalie Eichler, Veranstaltungsleiterin

und Organisatorin des ersten Legal Tech-Hackatons ›hacking.law‹,

zusammen. Die Szene der Legal Tech-Start-ups wächst

aktuell zunehmend. Auch Rechtsabteilungen etablierter Unternehmen

und Kanzleien rüsten sich für den digitalen Wandel. So

steht beispielsweise der diesjährige Deutsche Anwaltstag des

Deutschen Anwaltverein unter dem Motto ›Innovationen & Legal

Tech‹.

Praxisbeispiel Ansätze gibt es zahlreiche: »Bei der Automatisierung

der Erstellung von rechtlichen Texten, beim Handling von

Verträgen, in der Due Diligence, bei strafrechtlichen oder kartellrechtlichen

Untersuchungen, in großen Verfahren, bei den Anbietern

von juristischen Datenbanken, aber natürlich auch in

vielen Bereichen außerhalb der inneren Arbeitswelt der Juristen,

wenn man zum Beispiel die Blockchain und Smart Contracts als

Legal Tech einordnet«, erklärt Dr. Frederik Leenen, Counsel und

Leiter Legal Tech der Kanzlei CMS. Verbraucherzentrierte Konzepte

sind beispielsweise Rechtsdienste wie die digitalisierten

Chat-bots von ›DoNotPay.co.uk‹, die Londoner und New Yorker

Parksünder beraten oder etwa die kostenlose Überprüfung von

Hartz-IV-Bescheiden des Start-ups ›rightmart‹.

Mitbringen »Ich rate Studierenden, täglich auch spezifische Tech-

Nachrichten zu lesen, sich immer die Hintergründe zu erschließen

und vielleicht auch einmal eine Programmiersprache zu erlernen.

Für den Juristen geht es nicht darum, ein vollwertiger Programmierer

zu werden. Aber wer die grundlegenden Konzepte, die eigentlich

alle Programmiersprachen vermitteln, einmal gesehen und

verstanden hat, der tut sich im Umgang mit Technologie doch erheblich

leichter.« Dr. Frederik Leenen, Counsel und Leiter Legal Tech, CMS

RECHTSWESEN

MEDIZIN

ROBOTER IM OP

Kurzgesagt Präzisere Eingriffe, kürzere OP-Zeiten: Das sind die

Hoffnungen, die die Entwicklung von medizinischen Robotern

voran treiben. Noch steht etwa die Chirurgierobotik am Anfang,

doch teilautomatisierte OP-Prozesse sind immer weiter

auf dem Vormarsch, besonders im Bereich minimalinvasiver

Eingriffe.

Praxisbeispiele Derzeit lassen sich drei Typen von Medizinrobotern

unterscheiden: ferngesteuerte Robotersysteme, Hands-on-

Roboter, an denen ein Instrument zwar befestigt ist, die jedoch

durch den Arzt bewegt werden sowie vollautomatische Roboter.

Letzere werden derzeit vor allem für bildgebende Verfahren

wie beispielsweise der Röntgen- oder Ultraschalluntersuchung

verwendet. Dabei fährt der Roboter auf einer vordefinierten Bewegungsbahn

relativ zum Patienten wie der Angiograph von

Siemens, mit welchem mittels 3D-Bildgebungsverfahren Gefäßerkrankungen

diagnostiziert und therapiert werden können.

Ein Beispiel für ein ferngesteuertes Robotersystem ist der

Intuitive-Surgical-s DaVinci-Roboter für Eingriffe im urologischen

und gynäkologischen Bereich: »Die Roboterarme sind

dabei über der Patientenliege angebracht, der Arzt sitzt daneben

an der Steuerkonsole und bewegt die Instrumente im Inneren

des Patienten«, erklärt Prof. Dr. Tim Lüth vom Lehrstuhl für Mikrotechnik

und Medizingerätetechnik der TU München.

Mitbringen Wer in der medizinischen Robotik einsteigen wolle,

sollte logisches Denkvermögen, ein gutes Prozessverständnis

und eine starke medizinaffine Grundneugier mitbringen, meint

Dr. Joachim Schulz, Vorsitzender des Vorstands des Medizintechnik-Herstellers

Aesculap. Außerdem von Vorteil: Die Krankenhauspraxis

etwa in Praktika kennenlernen. Gesucht werden

beispielsweise Ingenieure aus den Bereichen Medizintechnik,

IT, Elektronik, Elektrotechnik, Maschinenbau, oder Mechatronik.

BIG DATA ANALYTICS

Kurzgesagt »Durch Big Data-Analysen wird ein jahrzehntelang

unerfüllter Marketingtraum wahr: die Entdeckung von

Ursache-Wirkungs-Beziehungen. Bringt etwa eine Werbekampagne

nicht den erhofften Erfolg – meist die Erhöhung

der Absatzmenge –, hieß es bisher: ›Ist aber gut für das Markenimage.‹

Die Frage, ob das verpuffte Budget nicht besser

in andere Werbekanäle oder Sendezeiten investiert gewesen

wäre, war auch durch aufwändige Marketingforschung

kaum zu beantworten. Im Big Data-Marketing ist heute analytisch

nachvollziehbar, woran es gelegen hat. Außerdem

können durch die Nutzung der Analyseergebnisse Marketing-,

Vertriebs- und Serviceprozesse oft sprunghaft effizienter

gestaltet werden: Denn wenn ich weiß, welcher Kunde

voraussichtlich positiv auf eine Direktmarketingaktion reagiert,

kann ich zielgenau nur diese Kundengruppe kontaktieren.

Das spart Kosten und reduziert zudem den Werbedruck

erheblich.« Peter Neckel, Leiter Analytics, mayato

Praxisbeispiele »Die Analyseszenarien sind gerade im Marketing–umfeld

sehr vielfältig – das Spektrum reicht von der Preisanalyse über Absatzprognosen

bis zu Media Analytics, der Voraussage, wie das Marketingbudget

am effizientesten über alle Kanäle aufgeteilt werden sollte.

Prognosen aller Art sind besonders gefragt: Für eine Bank prognostizieren

wir beispielsweise aktuell, welche Kunden aus welchen Segmenten

voraussichtlich zu welchem Zeitpunkt ihr Tagesgeldkonto kündigen

werden. Dieses Wissen kann dann für gezielte Kundenrückgewinnungsaktionen

genutzt werden.« Peter Neckel, mayato

Mitbringen »Big Data-Marketing vereint mindestens zwei Bereiche: Das

Marketing und die Analytik. Big Data-Marketiers müssen beide Bereiche

im Blick haben – das heißt, sie kennen idealerweise die fachlichen

Anforderungen aus dem Marketing und können ihr Verständnis der

Marketingprozesse mit den aktuellen Möglichkeiten moderner Datenanalyseverfahren

verheiraten. Dazu braucht es eine gewisse Zahlenaffinität

sowie Neugier und Spaß daran, den Ursache-Wirkungs-Beziehungen

im Marketing auf den Grund zu gehen.« Peter Neckel, mayato

MARKETING

www.audimax.de – Die Jobbörse für Akademiker | 67


KALEIDOSKOP

Gewusst wie:

Lebenslauf

Richtig aufbauen und gestalten

Frau Werner, wie ist der ideale Lebenslauf aufgebaut?

Der Lebenslauf beginnt mit allgemeinen Angaben zur Person,

das heißt Name, Adresse, Kontaktdaten. Dazu sehen Perso-

naler immer gerne noch das Geburtsdatum. Danach kommen

die Angaben zum Studium und zur Schulbildung, bevor prak-

tische Erfahrungen in Form von Praktika, Nebentätigkeiten

oder Ähnliches folgen. Anschließend bietet es sich an, eine

Kategorie ›Weitere Kenntnisse/Interessen‹ anzufügen. In

dieser werden IT- und Sprachenkenntnisse aufgelistet, sowie

soziales Engagement und Interessen.

Wie ausgefallen darf das Layout des Lebenslaufs sein?

Wer sich nicht gerade in der Kreativbranche zum Beispiel als

Grafikdesigner bewirbt, dem empfehle ich, sich an gängige,

einfache Layoutformate zu halten. Entscheider wollen zwar

individuell geschriebene Anschreiben und Lebensläufe, gleich-

zeitig bevorzugen sie eher schlichte Layouts. Struktur und

inhaltliche Aussagekraft gewinnen.

Inwieweit darf bei Angaben im Lebenslauf geflunkert

werden? Ich würde es anders benennen – nämlich Anga-

ben umformulieren. Es geht in erster Linie darum, dass ein

Bewerber das Interesse des Unternehmens für sich und sein

Profil weckt. Längere Auszeiten werden beispielsweise nicht

mit ›Krankheit‹ oder ›arbeitssuchend‹ benannt, sondern

können mit Nebentätigkeiten oder Reisen gefüllt oder ganz

ausgelassen werden. Das ist jedoch individuell zu betrachten.

Es geht darum, allein die Dinge stehen und wirken zu lassen,

die für den zukünftigen Arbeitgeber wirklich relevant sind.

Stichwort schlechtes Arbeitszeugnis: Sollten Bewer-

ber die Tätigkeit im Lebenslauf auslassen oder das

Arbeitszeugnis nicht beilegen? Ich würde die Tätigkeit,

wenn sie für die ausgeschriebene Stelle relevant ist, im

Lebenslauf aufführen und das Zeugnis auslassen. Wenn der

Bewerber danach gefragt wird, kann er immer noch ent-

scheiden, ob er es – mit zwei Sätzen der Erklärung – nachreicht

oder darauf verweist, dass keines vorliegt.

Nützliche Lektüre

Christine

Werner,

Berufs- &

Bewerbungscoach

Auf einen Blick

Tipp 1: Strukturiere deinen Lebenslauf

von allgemeinen Angaben

zur Person bis zu praktischen

Erfahrungen und weiteren Kenntnissen

Tipp 2: Halte gängige, einfache

Layoutformate ein

Tipp 3: Achte auf inhaltliche Aussagekraft

im Lebenslauf

Tipp 4: Hebe die für den Arbeitgeber

interessanten Aspekte hervor

und lasse unwichtige aus

Tipp 5: Führe nur die relevanten

Tätigkeiten im Lebenslauf auf

Bewerbungsblüte:

Lebenslauf-Chaos

Wie sah der chaotischste

Lebenslauf aus, den Sie je zu

Gesicht bekamen? Er war chaotisch

im Hinblick auf Struktur

und Übersichtlichkeit. Ich wusste

nicht, wo ich anfangen sollte zu

lesen, welche Inhalte zu welcher

Kategorie gehören sollten und

was mir der Bewerber eigentlich

mit seinen ellenlangen, für die

Stelle irrelevanten Ausführungen

zu einzelnen Stationen sagen

wollte.

Download-Tipp: Auf audimax.de/

bewerbung findest du kostenlose

Mustervorlagen für Lebensläufe

›Training Lebenslauf‹ von Hesse/Schrader

In deinem Lebenslauf findet sich die eine

oder andere Lücke. Er ist schlichtweg nicht

perfekt – und du fragst dich, wie du ihn am

besten optimieren kannst? Anhand von Beispielen

erfolgreicher Bewerber zeigen Hesse/

Schrader in ihrem Band vom Stark-Verlag,

wie’s funktioniert. Auf der beiliegenden CD-

ROM findest du Mustervorlagen und Übungen;

17,95 Euro.

Text: Viktoria Feifer Fotos: privat, Hersteller Illustration: © swillklitch / Fotolia

68 | www.audimax.de – Die Jobbörse für Akademiker


studium

Prozent der 18- bis 34-jährigen Deutschen

halten das Bildungssystem hierzulande für

ungerecht.

59

STUDENTENWUCHER Teuer,

teurer, München. Laut einer Studie

des Instituts der deutschen

Wirtschaft (IW) in Köln sind die

Mieten von Studentenwohnungen

seit Beginn des Jahrzehnts

extrem gestiegen – weit mehr

noch als auf dem gesamten

Wohnungsmarkt. Teuerste

Stadt bleibt München mit

durchschnittlich 17 Euro pro

Quadratmeter. Am billigsten

wohnen Studenten in Leipzig

und Bochum. Dort lagen die

Mieten im Schnitt noch unter

6,50 Euro pro Quadratmeter.

WOHNST DU NOCH?

Wir bleiben bei angespannten

Wohnungsmärkten:

Aus der Not heraus werden

inzwischen alternative

Wohnkonzepte entwickelt,

doch entsprechen diese

deinen Vorstellungen? Die

Humboldt Universität zu

Berlin will zusammen mit

CBRE herausfinden, wie

ihr wohnt, was eure Erfahrungen

sind und wie ihr

euch modernes Wohnen

vorstellt. Die Umfrage soll

aufzeigen, wie die Wohnbedingungen

für junge

Menschen verbessert

werden können. Mach

mit unter www.audimax.de/

junges-wohnen und gewinne

ein iPad oder einen

von zehn Amazon-Gutscheinen.

Neuigkeiten des Monats

VON SPARERN, PUBLIZISTEN UND WOH-

NUNGSSUCHENDEN

MACH ES PUBLIK Seminararbeiten,

Bachelor- und Masterarbeit – ein

Student schreibt viel – leider jedoch oft

für die Schublade. Der benotende Dozent

bleibt meist der einzige, der es liest.

Das muss aber nicht sein: Studentische

Fachzeitschriften bieten beispielsweise

die Möglichkeit, eigene Arbeiten zu

veröffentlichen. Das Magazin 3600 zum

Beispiel erscheint einmal im Semester

zu einem interdisziplinären Überthema.

Einfach mit deinen Texten für eine Veröffentlichung

bewerben. SPARSAMS-

TER STUDENT GESUCHT Gute Noten,

ehrenamtliches Engagement, außergewöhnliche

Verdienste – alles nicht

wichtig. Was für dieses Stipendium

zählt, ist einzig, wie kreativ du mit wenig

Geld dein Studium finanzierst. Bei

der Auswahl der Stipendiaten kommt

es vor allem auf den individuellen

Hintergrund, die Persönlichkeit und

auch auf die Originalität der Bewerbung

an, so die Initiatoren des

Stipendiums von mystipendium.de.

NOTEN-ROULETTE Flensburger

Bildungsforscher haben in der

Studie ›Noten an Deutschlands

Hochschulen‹ festgestellt, dass

Examensnoten an deutschen

Hochschulen seit den Siebzigerjahren

immer besser geworden

sind. Die Notengebung verlaufe

in Zyklen: Bestehe viel Bedarf

am Arbeitsmarkt, würden

bessere Noten vergeben. Muss

in einem Fach aufgrund der

großen Nachfrage ausgesiebt

werden, würden schlechte

Noten dabei helfen. Das

macht Noten oft wenig vergleichbar,

daher plädieren

die Forscher für mehr Losverfahren

bei der Vergabe

von Masterplätzen, denn

gute Noten bedeuten

nicht unbedingt gut ausgebildete

Studenten.

Nebenjobrakete

AKTMODELL

Das tust du: Nackt posieren, damit zum Beispiel

Kunststudenten beim Zeichnen ein Gefühl für

Körperproportionen und das Spiel von Licht und

Schatten bekommen. Das solltest du mitbringen: Du

solltest keine Scheu vor dem Nacktsein haben.

Du musst aber keineswegs vermeintlichen Schönheitsidealen

entsprechen, Hauptsache ist, du fühlst

dich wohl in deinem Körper. Good to know: Aktmodell

stehen hat nichts mit Erotik zu tun. Vielmehr

ist es wirklich harte Arbeit, denn eine Position einzunehmen

und für eine lange Zeit beizubehalten ist

gar nicht so einfach, wie es aussieht. Es ist also mehr,

als einfach nur herumzustehen. Gehalt: Die Bezahlung

kann stark variieren und hängt vor allem davon ab, wo

und für wen du Modell stehst. In der Regel verdienst du

zwischen zehn und 20 Euro pro Stunde. Dort findest du Angebote:

Jobangebote findest du weniger im Internet, mehr

in Form von Aushängen an Kunsthochschulen oder ähnlichen

Einrichtungen.

Wettbewerb

OCEAN GAME JAM: WISSENSCHAFT TRIFFT GAME DESIGN

Gamer, Programmierer, Designer und Studierende aufgepasst: Beim

Ocean Game Jam entwickeln kreative Tüftler in zwei Tagen Prototypen

für Spiele-Apps und Online-Games. Diese sollen den Nutzern

spielerisch aktuelle Themen rund um das Wissenschaftsjahr 2016/17

›Meere und Ozeane‹ näherbringen. Wissenschaftler und Spieleentwickler

geben eine inhaltliche Einführung und bieten Inspiration für

die Teilnehmer. Nach intensiven Tagen des Programmierens und Hackens

entscheiden das Publikum und eine Jury, welche Game-Idee in den

darauffolgenden Wochen realisiert und veröffentlicht wird. Die Teilnahme

ist kostenfrei. Anmeldung und Informationen unter: www.oceangamejam.de.

Termine: 20. bis 21. Mai 2017 in Berlin und 10. bis 11. Juni 2017 in

Köln.

Fotos: © otsphoto, Dirk Vonten , Clemens Schüßler / Fotolia Text: Eva Ixmeier

Quelle: Europabericht ›Generation What‹

www.audimax.de – Die Jobbörse für Akademiker | 69


STUDIENHILFE

ABBRECHEN

oder

WEITERMACHEN?

ZWEIFEL AM STUDIUM? WIE DU AUS EINEM

SCHLECHTEN GEFÜHL EINEN STRUKTURIER-

TEN ENTSCHEID UNGSPROZESS MACHST

Text: Peter Piolot

Dein Studium ist anders als du es dir vorgestellt hast? Kann passieren,

denn ein Studium ist Neuland und damit ein Weg durch

unbekanntes Gelände. Nur durch die eigenen Erfahrungen der

ersten Wochen und Monate lernst du deinen Studiengang wirklich

kennen. Du stellst fest, welche Teilgebiete dich interessieren und

durch welche du dich quälst. Kein Studium macht immer nur Spaß.

Aber wenn du das Gefühl hast, der Frust überwiegt die Erfolgserlebnisse,

wird es Zeit, in Ruhe über fünf Fragen nachzudenken.

1. KRISE ODER DURCHHÄNGER?

Einen Durchhänger hat jeder mal. Aber nicht jede versiebte Klausur

ist schon ein Grund aufzugeben. Wann aber wird aus einem

Durchhänger, der von selbst vorüber geht, eine ernste Studienkrise?

Ein kritisches Stadium ist dann erreicht, wenn vor Prüfungen

deine Aufmerksamkeit nicht vom Lernen, sondern überwiegend

von Grübeleien über den Sinn deines Studiums beansprucht

wird. Irgendwann wird das Gefühl hinzukommen, der erfolgreiche

Abschluss rückt nicht näher, sondern in immer weitere Ferne.

Das sind deutliche Anzeichen, dass die Lage ernst ist und du

eine nüchterne Bilanz deiner Studienleistungen ziehen solltest.

Überprüfe deinen Rückstand in Relation zu deiner Semesterzahl

und bespreche ihn mit der Fachberatung.

2. WIE VIEL STRESS IST GUT FÜR DICH?

Stress ist normal. Ein völlig stressfreies Studium wäre nicht ok.

Es würde nämlich bedeuten, dass das Studium zu leicht ist und

deshalb keine Herausforderungen und folglich keine Erfolgserlebnisse

bietet. Du würdest unter deinen Möglichkeiten bleiben.

Aber wie viel Stress solltest du dir zumuten? Der Schwellenwert,

bei dem positiver Stress in krankmachende Überforderung umschlägt,

ist bei jedem Menschen verschieden. Manche sind belastbar,

andere sind empfindlich und geraten schneller in Panik.

Deine persönliche Stressschwelle hast du definitiv überschritten,

wenn eines oder mehrere der folgenden Symptome auftreten:

D

O

N’

T

P

A

N

I

C

• Konzentrationsstörungen

• hartnäckige Kopfschmerzen

• anhaltende depressive Stimmung

• anhaltende Schlafstörungen

• ›leeres‹ Grübeln – deine Gedanken kreisen zwanghaft

immer um das gleiche Problem

• Angstzustände, insbesondere Prüfungsangst

• Suchtverhalten

• massive Gewichtszunahme oder -abnahme

• plötzlich auftretende oder verstärkte Allergien

Der negative Stress kann am Studium liegen, muss er aber

nicht. Bevor du also vorschnell dem Studium die Schuld

gibst, solltest du deine gesamte persönliche Situation

überdenken und ausschließen, dass der Stress andere Ursachen

als das Studium hat.

3. DRÜCKST DU DICH VOR DER ENTSCHEIDUNG?

Schiebst du die Entscheidung über dein weiteres Studium

schon längere Zeit, möglicherweise seit mehreren Semestern,

vor dir her? Ein Projekt nur deshalb weiter zu verfolgen,

weil du es einmal angefangen hast, ist kein Zeichen

von Stärke, sondern von Passivität und fehlender Initiative.

Die veränderte Situation zu ignorieren ist einfach bequemer.

Das Eingeständnis, das falsche Studium gewählt

zu haben, fällt schwer gegenüber sich selbst und gegenüber

Eltern und Freunden. Du solltest aber einkalkulieren,

dass die Korrektur der eingeschlagenen Richtung immer

schwerer fällt, je länger du abwartest. Je mehr Zeit und

Energie du in dein Studium investierst, desto hartnäckiger

wirst du an dem eigentlich schon verlorenen Projekt

festhalten. Hier hilft nur eins: Setze dir ein Limit. Lege fest,

welche Klausur oder welche Prüfung über die Fortsetzung

des Studiums entscheiden soll. Schreibe das Limit – den

Wendepunkt – auf einen Zettel und hänge es an deinen

Spiegel. Kommuniziere das Limit mit Personen deines

Vertrauens, dann gibt es kein Zurück mehr. Und wenn es

denn sein muss: Ziehe die nötigen Konsequenzen.

4. WORAN LIEGT ES?

In dem Nachdenken über einen Studienabbruch steckt

für dich bei genauem Hinsehen auch die Chance, einen

Foto: © olly/Fotolia

70 | www.audimax.de – Die Jobbörse für Akademiker


STUDIENHILFE

besseren Weg zu finden. Aber nur mit etwas Ursachenforschung

kriegst du heraus, was besser oder schlechter

in deinem Fall bedeutet. Was stört dich in erster Linie an

deinem Studium?

Zu schwer: Du lernst viel, aber Lernaufwand und Studienleistungen

stehen in keinem guten Verhältnis. Die

Zahl deiner Credit-Points oder Scheine ist in deutlichem

Rückstand gegenüber deiner Semesterzahl. Bei der Frage,

welcher Rückstand noch ›normal‹ ist, hilft dir die Fachberatung.

Langweilig: Der Lernstoff interessiert dich einfach

nicht. Nur mit viel Selbstkontrolle kannst du dich überhaupt

zum Lernen zwingen. Im Gegensatz zu Interesse

erschöpft sich Selbstkontrolle jedoch irgendwann und

dann geht nichts mehr.

Ziellos: Du fragst dich, was du später einmal mit dem,

was du lernst, anfangen sollst. Ohne ein solches Ziel –

eine extrinsische Motivation – wird dein Studium irgendwann

bedeutungslos für dich. Entweder du entwickelst

eine berufliche Perspektive für dein Studium oder es verliert

seinen Sinn.

5. WAS KANNST DU TUN?

Wenn deine Diagnose so weit klar ist, hast du in einer solchen

Situation grundsätzlich drei Möglichkeiten:

Weitermachen im bisherigen Studiengang: Dieser

Weg macht nur Sinn, wenn du bereit bist, an den Ursachen

der Probleme etwas zu ändern. Wenn deine Lernorganisation

oder dein Selbstmanagement schlecht sind,

erkundige dich nach Seminaren zu diesem Thema. Diese

bietet jede Hochschule an: Die Zentrale Studienberatung

oder die psychosoziale Beratung können dir hier weiterhelfen.

Wenn es an der fehlenden Perspektive liegt, wende

dich an den Career-Service deines Fachbereichs.

Fachwechsel: Nur zu empfehlen, wenn die Krise wirklich

an deiner Studienwahl liegt und du ein interessanteres,

motivierenderes Studium gefunden hast. Wenn es

aber an Defiziten in der Lernorganisation oder fehlenden

Zukunftsvorstellungen liegt, würdest du diese Probleme

in das neue Studium mitschleppen. Bei Fachwechsel berät

die Zentrale Studienberatung deiner Hochschule.

Ausstieg aus der Hochschule: Diese Option ist das

kleinere Übel im Vergleich zu einem verkorksten Le-

benslauf. Lass dich nicht durch

die – scheinbar – verlorene Investition

an Zeit und Arbeit davon

abhalten, diese Option zu

wählen. Statt diesen ›sunk costs‹

nachzutrauern, fragst du dich

besser: »Was erreiche ich zukünftig

mit einem bestimmten

Arbeitsaufwand einerseits in

einem fragwürdig gewordenen

Studienprojekt mit ungewissem

Ausgang oder andererseits in

der Berufswelt?« Die Beratung

der Agentur für Arbeit informiert

Studienaussteiger und

kann in vielen Fällen attraktive

verkürzte Ausbildungswege anbieten.

Die Entscheidung ist, so oder so,

nicht leicht. Aber das Problem

wird durch Angst vor dem Eingeständnis

gegenüber anderen

Menschen, durch falsches Statusdenken

oder durch schlichte

Passivität nicht kleiner, sondern

größer. Ein Fachwechsel oder

ein Ausstieg aus der Hochschule

ist kein Schandfleck im Lebenslauf,

sondern ein Zeichen, dass

du dein Leben im Griff hast. n

Generalistenstudium

MBA

MASTER OF BUSINESS

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Studiengang:

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März und September

DENK DRÜBER NACH

Studium hinschmeißen oder

weiter machen – keine leichte

Entscheidung, und vor allem

keine, in die du nicht wenigstens

ein paar Stunden Zeit investieren

solltest.

Um der Grübelei etwas Struktur

zu verschaffen, wirf doch einen

Blick in Peter Piolots Buch »Don`t

Panic! Studienabbruch als

Chance.« Auf 216 Seiten wartet

eine Mischung aus Tipps und

Lösungsansätzen, die den ganzen

Prozess vom ersten Gedanken ans

Abbrechen bis zum Durchführen

und dem unbekannten Danach

durchdekliniert. Für 17,99 im

UVK Verlag.

29 Hochschulzentren

in Deutschland.

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Supply Chain Management

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· Risk Management & Treasury

· Sales Management

· Technologie- und

Innovationsmanagement

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NEU.


INTERNATIONAL

Von außen betrachtet ist die Panteion-

University ein echter Hingucker.

IN DER TAVERNE ZU LYRAMUSIK TANZEN, INSELN ERKUNDEN UND DAS ENTSPANNTE

TREIBEN GENIESSEN – MANDY KOMMT BEIM ERZÄHLEN VON IHREM ERASMUSSEMESTER

IN ATHEN INS SCHWÄRMEN

Mandy und Griechenland

– Liebe auf den ersten Blick

audimax-Serie

Das Leben

anderswo

DAS ANDERSWO

Athen ist nicht nur die Hauptstadt

Griechenlands, sondern

beherbergt mit 3,17 Millionen

Einwohnern auch über ein Drittel

aller Griechen. Die überwiegend

weißen Häuser sind umgeben

von Stränden, felsiger Küste und

hohen Bergen. Die Wirtschaftskrise

des Landes hat auch vor

der bedeutendsten Metropole

der Helenen nicht Halt gemacht

– trotzdem haben die Griechen

ihre Gastfreundlichkeit und ihr

Lächeln nicht verloren. Das wichtigste

Reiseutensil für Frauen:

Flache Schuhe – denn Athen ist

sehr hügelig und das Straßenbild

durch Pflastersteine geprägt.

A

ls ich mein Auslandssemester in Athen antrat, hatte

ich keine Ahnung, dass es die beste Entscheidung

meines Lebens sein würde. Darum rate ich jedem,

der die Möglichkeit hat, im Ausland zu studieren oder zu

arbeiten, diese Chance zu nutzen, denn: Du kannst nur

gewinnen! An neuen Erkenntnissen und Erfahrungen

und daran, neue, wundervolle Leute kennenzulernen,

die dir ihre Heimat als dein zweites Zuhause aufzeigen,

von dem du dich später nur schwer wieder losreißen

kannst. Doch um all das erleben zu können, musst du offen

für Neues sein und Veränderungen in deinem bisherigen

Leben zulassen.

Anderes Land, andere Sitten

In Deutschland läuft der Tag schon am Morgen in geregelten

Bahnen – in Griechenland passiert vor 10 Uhr

nicht viel. Die Griechen lassen sich nicht gerne hetzen.

Für Deutsche ist das anfangs ungewohnt – trotzdem

lohnt es sich, zu versuchen, die griechische Gelassenheit

anzunehmen. Gefrühstückt wird in Griechenland nie,

aber dafür starten die Griechen ihren Tag immer mit einem

Frappé, dem griechischen Eiskaffee. Nach einem

entspannten Start in den Tag wird es spätestens nachts

sehr lebendig: Ab 22 Uhr sind alle Restaurants proppenvoll.

Auch hier lässt sich ein Grieche niemals hetzen,

schon gar nicht beim Essen. Die Menschen nehmen sich

Zeit fürs Essen und mit einem Ouzo geht es gerne auch

mal feuchtfröhlich zu. Üblich ist, dass in den Tavernen

griechische Livemusik auf einer Lyra gespielt wird. Dabei

kann man gar nicht anders, als mitzutanzen.

Mein Alltag in Athen

Vor 12 Uhr musste ich

nie in die Uni fahren, da

die Professoren gerne

erst nach einem gemütlichen

Kaffeeplausch die

Vorlesungen starten.

Von außen betrachtet

war meine Universität

traumhaft schön: Die

›Panteion-University‹

wurde vor einigen Jahren

restauriert. Als ich am

ersten Tag ankam, begrüßten

mich gleich am

Eingang zwei prächtige Palmen. Im Inneren des

Gebäudes mangelte es jedoch leider an einfachen

Gegenständen wie Stühlen, Tischen, Kreide oder

einer Klimaanlage. Da in Griechenland praktisch

im März der Sommer beginnt, wurden die Vorlesungen

oft nach draußen vertagt. Im Vergleich

zum Studium an einer deutschen Hochschule hatte

ich als Erasmusstudent viel weniger Arbeitsaufwand

– ein Privileg. Und doch schaffte ich am

Ende sehr gute Noten. Die Dozenten fördern es,

dass Erasmusstudenten viel verreisen und sich das

Land anschauen.

Verkehrsanbindung

Vom Athener Flughafen benötigt der Bus X95 eine

knappe Stunde in die Innenstadt. Am Syntagma

Platz befinden sich das Parlament und der prachtvolle

Nationalgarten, der zum Joggen unter Palmen

einlädt. Ratsam ist, sich eine Monatskarte zu

holen, da es am Syntagma Platz von Kontrolleuren

nur so wimmelt und sie es gar nicht gerne sehen,

wenn ausländische Studenten keine Fahrkarte besitzen!

Sehenswürdigkeiten in Athen

In der griechischen Hauptstadt warten die Schätze

der Antike auf dich. Vom Akropolishügel mit dem

Parthenon-Tempel ist der Ausblick über die griechische

Metropole atemberaubend. Die Besichtigung

der Akropolis sowie des Panathinaiko Stadiums,

wo die ersten Olympischen Spiele der

Das ausgelassene Athener Nachtleben

lernte Mandy in ihrem Erasmussemester

in Griechenland kennen.

Fotos: Mandy Baumgärtner

72

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Weiße Fassaden, felsige Küsten und

azurblaues Meer. Griechenland

geizt nicht mit Postkartenmotiven.

Innovation im Job.

Inspiration in der Stadt.

MANDYS

TIPPS

Neuzeit 1986 stattfanden, ist ein Muss!

In Athen gibt es vier U-Bahnlinien. Eine

davon fährt direkt zum Hafen Piräus.

Sobald du den U-Bahnhof verlässt,

weht dir auch schon der Fischgeruch

um die Nase. Von diesem Hafen fahren

Fähren auf jede griechische Insel.

DAS GEHT NUR HIER

Ein Live-Konzert im Amphitheater

– Gänsehaut pur

aufgrund des Klangs.

LIEBER NICHT

Taxi fahren. Die Taxifahrer

ziehen Ausländer gerne über

den Tisch. Busse oder die neue

Metro sind billig und modern.

Perlen im Mittelmeer – die griechischen

Inseln

Meine Empfehlung für Griechenland: Insel-Hopping.

Für dieses Erlebnis brauchst

du bei über 6.000 griechischen Inseln

zwar etwas Zeit, aber dank der niedrigen

Kosten nur einen kleinen Geldbeutel.

Während meiner fünf Monate Auslandsaufenthalt

in Griechenland habe

ich mir insgesamt zehn Inseln angesehen.

Santorini war eine davon. Sie ist

Postkartenmotiv, sehenswert und meine

Lieblingsinsel. Dort fand ich keine

großen Hotelketten, sondern nur kleine

Apartments, da fast jede Unterkunft auf

dieser Insel einen Blick aufs Meer gewährleisten

soll. Erkundet habe ich die

Insel per Esel oder Scooter. An diesem

Ort kommt die griechische Kultur und

Mentalität ganz besonders zum Vorschein.

Kein Stress, einfach nur die Seele

baumeln lassen. Sehr schön fand ich

den Aussichtspunkt Oia, eine perfekte

Stelle, um den Sonnenuntergang zu genießen.

Mein letzter Inseltrip – und mein Geheimtipp

–, ist die Insel Zakynthos, verbunden

mit einem Tagesausflug nach

Kefalonia. Dort fühlte ich mich fast wie

in Thailand oder in der Karibik. Türkisfarbenes

Meer, weiße Strände, Schnorcheln,

Riesenschildkröten beobachten,

Tretboot fahren, Bungee Jumping, lange

Strandspaziergänge oder auch einfach

nur einen Scooter mieten und

planlos drauf losfahren – dies ist nur

eine kleine Auswahl von Möglichkei-

UNBEDINGT PROBIEREN

Gyros Pita – eine leckere

griechi sche Spezialität für

unterwegs.

Macht schnell süchtig!

GEHEIMTIPP ZUM AUSGEHEN

Hotel Athens mit der Rooftop-

Bar. Dort hast du einen wunderschönen

Ausblick auf die

Akropolis.

WICHTIGSTE VOKABELN

Kalimera = Guten Morgen

Ti Kanis? = Wie geht’s dir?

ten, die Zakynthos bietet.

Mein Fazit

Während ich meine Erinnerungen

über die letzten fünf

Monate aufschreibe, packt

mich erneut das Fern- und

Heimweh. Ich kann kaum in

Worte fassen, was für eine

wundervolle Zeit ich erlebt

habe. Athen ist für mich wie

eine zweite Heimat geworden.

Das Gefühl, wenn du nach einer

Weile eben nicht mehr als

Tourist durch die Straßen

läufst, sondern fast blind

weißt, welche Abbiegung du

zu nehmen hast oder dich im

Restaurant auf der Landessprache

unterhalten kannst,

lässt dich spüren, alles richtig

gemacht zu haben und Teil der

© BSM/Daniel Möller

braunschweig.de/bestchoice

Das habe ich gar nicht erwartet –

Braunschweig ist ja richtig schön!“ –

ein Ausspruch, den man oft hört von Menschen, die das erste Mal in

Braunschweig sind. Wir möchten mit der Initiative best choice neugierig

machen, informieren und davon überzeugen, dass man in Braunschweig

gut leben kann. Warum in Braunschweig arbeiten und leben? Innovativ,

kreativ und vernetzt – eine vergleichbare Dichte an international anerkannten

Forschungsinstitutionen wie in Braunschweig findet man

selten und daher gehören wir zu den besten Wirtschafts- und Wissenschaftsstandorten

Deutschlands. Neben Jobs in starken und innovativen

Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Hochschulen bietet das

Leben in Braunschweig viel Lebensqualität auf kurzen Wegen.

Kultur- und Freizeitangebote sind vielfältig und jede Braunschweigerin

und jeder Braunschweiger findet für sich das gewisse Etwas: Kunst

entdecken und genießen im Herzog Anton Ulrich-Museum, Bummeln

und Relaxen in unserer schönen Innenstadt, Spazierengehen oder

Sportmachen in einem der Parks, Bootfahren auf der Oker, Stöbern in

kleinen Geschäften, auf dem Flohmarkt, bei einer Vernissage, …

Mehr Informationen gibt es auf der Internetseite

www.braunschweig.de/bestchoice

Herzog Anton Ulrich-Museum


SOUVERÄN STUDIEREN. BESSER ARBEITEN.

DAS ABITURIENTENMAGAZIN

für

schlaue´Füchse

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Waagerecht 1 DIE Umgebung für Auskenner 12 Was manche Lehrer sogar in Automobilen tun 14 Maß fürs

Übliche 15 Wo Römer Segel setz(t)en 17 Bringt von A nach B – und manchen einen steifen Nacken 18 Angelegenheit

st erledigt, ist er gelutscht 19 Tritt auf, wo auch PIN gefragt ist (Abk.) 20 Da hier nicht geworben

wird: ein nordisches Geschlecht 22 Ihr Sieger hieß erneut Spanien 23 Zu ihm könnte greifen, wer auf den Teegeschmack

gekommen ist 26 Tönende Silberlinge (Abk.) 27 Umgibt Leonardos Mona Lisa, aber nicht Michelangelos

David 30 Von allen bekannten Richtern einer der schärfsten (Nachn.) 32 Von Sportlern 2012 gern besucht (Abk.)

33 Klingt wie ein Schiffsmann, dieses Geschnittene 34 Zu leistender in der Schneiderei 36 Wie gehen Entschlossene?

37 Gehört zum Rüstzeug des filigranen Fußballers 38 Besitzerklärung 39 Das Hastige beim Verweilen

Senkrecht 1 Ist für Fußballfans untrennbar mit Bern verknüpft 2 Ideal für Leute, die außerordentlich umschreiben

wollen 3 Brennt nicht lange, wird gern fehlendem Hirn gleichgesetzt 4 Erlaubt, den Fuß vom Gas zu nehmen

5 Er hätte sich wohl nicht träumen lassen, dass mal diverse Center nach ihm benannt würden 6 Ziert, gekürzt,

jedes Haus 7 Ein (fast All-)Mächtiger 8 Ein Ire mit fürwahr ausgezeichnetem Witz (Nachn.) 9 Steht mal für Kleingeld,

mal für vertretbare Verspätung 10 Produkt der 33 waager., 3 senkr. vergleichbar 11 Umgibt den geheiligten

Kumpel von Max 13 Marzahns mehr oder weniger witzigstes Exportprodukt 16 Auch sie dient der Geschwindigkeitsangabe

17 Was Ihnen zu Peter und (!) Alexander einfallen sollte 21 Auch abgestanden; wärmt den Hals

24 Christlich gesehen der menschliche Hauptbestandteil 25 Das Finale im Beamtendeutsch 28 Kurzform des

universitären Türöffners 29 Von dort aus lässt sich mühelos und CO²-neutral Bremen erreichen (Kfz-Kennz.) 30

Folgt der Lore, der felsigen 31 Belegt als Letzter modischen Einfluss (frz.) 32 Heimat der Urdemokraten (Abk.)

35 Was früher so war, ist heute hip

TRAIN your BRain

Dadurch wird die halbe Stunde, die

das zweite Seil noch zum abbrennen

benötigt, halbiert: Es dauert

noch genau 15 Minuten, bis es verbrannt

ist. So sind insgesamt nach

Abbrennen der Seile 45 Minuten

vergangen.

9

© SeHer

Inga hat keine Uhr, möchte aber

wissen, wann 45 Minuten vorüber

sind. Sie hat zwei Seile, die jeweils in

einer Stunde ganz abbrennen. Aber:

Die Seile brennen nicht konstant

ab, die Brenngeschwindigkeit

variiert. Beispielsweise

können nach vier Minuten

bereits 90 Prozent des einen Seils

abgebrannt sein, während das andere

Seil in derselben Zeit nur zu zehn

Prozent abgebrannt ist. Wie gelingt

es Inga mit Hilfe der beiden Seile genau

45 Minuten abzumessen?

Inga zündet beide Seile gleichzeitig

an: Das Erste an beiden Enden, das

zweite nur von einer Seite. Ist das

erste vollständig verbrannt, ist

eine halbe Stunde vergangen. Nun

muss sie das zweite Seil ebenfalls

an der anderen Seiten entzünden.

EINE WIE KEINE

Upcycling vom Feinsten: In ihrem

ersten Leben waren die Produkte von

www.feuerwear.de echte Helden, denn

sie bestehen aus dem Material von

gebrauchten Feuerwehrschläuchen.

Jedes Stück ist dabei ein Unikat, denn

die vielen Jahre im Löscheinsatz zwischen

Schlamm und Geröll haben

Spuren hinterlassen – so geht Used

Look. Die Feuerwear-Mannschaft

zeigt, was alles möglich ist, und holt

Umhängetaschen, Federmäppchen

und Schlüsselanhänger aus den alten

Schläuchen. Du bist brandheiß darauf,

deine Kollektion im einzigartigen

Feuerwear-Style in den Händen

zu halten – geht ganz einfach: Rätsel

lösen, mitmachen und eines von zwei

Sets der Feuerwear-Serie gewinnen

unter www.audimax.de/gewinnspiele!

Teilnahmeschluss: 31.07.2017. Der

Rechtsweg ist ausgeschlossen, die

Lösung gibt’s ab 01.08.2017 auf

www.audimax.de.

Impressum

GEWINN-

SPIEL

VERLAG audimax MEDIEN GmbH, Hauptmarkt 6-8 • 90403 Nürnberg

• Zentrale: 0911. 23 77 9-0, Fax: 0911. 20 49 39 • E-Mail: info@audimax.de

Herausgeber: Oliver Bialas

REDAKTION Fon: 0911. 23 77 9-24, -41 und -38 (Online)

Mail: leserbriefe@au di max.de

BV3

Heftentwicklung und Redaktionskonzeption: Barbara Martin

Chefredaktion: Petra Herr, Eva Ixmeier (V.i.S.d.P.)

Redaktion: Julia Wolf, Viktoria Feifer

Redaktionelle Mitarbeit: Julia Henke, Sabine Olschner, Peter Piolot, Mandy

Baumgärtner

Gestaltung: Nadine Distler, Janina Rüsseler

Titelbild: © Mauritius / Westend61 / HuberStarke

Druck: Jungfer Druckerei & Verlag GmbH, Herzberg am Harz

Vertrieb: Dipl.-Kfm. Joachim Bärtl, Fon: 09 11. 23 77 9-23

ANZEIGEN Fon: 0911. 23 77 9-40 Mediaberatung: Ana Baltazar, Markus Erhardt, Ivo

Leidner, Josefine Lorenz, Antje Schmidtpeter, Stephanie Rogers-Graf, Dr. Rowena

Sandner • Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 31 vom 01.01.2017. audimax erscheint

mo natlich in der Vorlesungszeit und ist politisch unabhängig. Wir drucken,

zertifiziert mit dem ›Blauen Engel‹, besonders CO2-neutral und energiesparend.

Für die Vollständigkeit und Richtigkeit von Ter minan ga ben wird keine Gewähr

über nom men. Für uns un verlangt gesandte Ma nus kripte, Fotos und Illus wird

nicht gehaftet. Bezug per Abo: siehe www.audimax.de/abo.

Verbreitete Auflage laut IVW 01/17: 32.500 Expl., ISSN 1869-9553

Das nächste audimax I.T erscheint am 13.10.2017.

Hinweis: Der Lesbarkeit halber wird in allen Artikeln die männliche Schreibweise

verwendet. Selbstverständlich sind Frauen und Männer immer gleichermaßen angesprochen.

Foto: © freshidea / Fotolia

74 | www.audimax.de – Die Jobbörse für Akademiker


UMFRAGE

Wissenschaft

der Deduktion

Kochwissenschaft

mit Schwerpunkt

Schokolade

KORBINIAN, 25

Entwicklungshilfe

mit Schwerpunkt

Geldmanagement

vor Ort

JONAS, 21

STUDY

DEEPITA, 26

Studiengang,

bei dem man lernt,

wie man lernt,

ohne zu lernen

SOPHIE, 19

HARD

Wir wollen wissen:

Welchen Studiengang

würdest du gerne

konzipieren?

MO, 22

Wie man

Frauen

versteht

Ready. Study. Go!

Gemeinsam

Zukunft gestalten.

th-koeln.de

instagram.com/th_koeln

facebook.com/technischehochschulekoeln

Technology

Arts Sciences

TH Köln

www.audimax.de – Die Jobbörse für Akademiker | 75


Ins Leben startet heute für dich Eva. Was sie besonders am Frühling mag:

den Geruch – eine Mischung aus Blütenduft, warmer Luft und Eis.

eben

92

Prozent

der befragten Studierenden finden es

am besten, neue Bekanntschaften über Freunde

zu schließen. Lediglich elf Prozent setzen bei der

Datesuche auf entsprechende Apps.

Erinnern

1.000 DINGE, DIE UNS IN SCHULE UND

STUDIUM GENERVT HABEN.

HEUTE: BIBLIOTHEKSBESUCHE

LAUBENPIEPER - MARTIN

DEMMLER Eine eigene Gartenparzelle,

selbst angebautes

Gemüse, ein kleiner Teich – es

könnte so entspannt laufen

für Sabine und Robert in ihrer

Kleingartenkolonie. Wären

da nicht die schwere Arbeit,

nervtötende Maulwürfe und

kuriose Nachbarn. Und dann

kommt auch noch die junge

gut aussehende Yvonne ins

Spiel. Martin Demmler nimmt

uns mit seiner ironisch-trockenen

Sprache mit in das Leben

der Kleingärtner – mit all

ihren Absurditäten, Wirren,

aber auch Freuden. Auch –

oder gerade weil – Demmler

kein Klischee auslässt, bietet

das Buch gute Unterhaltung

– und ein paar unerwartete

Begebenheiten gibt es dann

doch. TABEAH - STARS

AT EYE-HEIGHT Das Debütalbum

der Komponistin und

Sängerin präsentiert sich gefühlvoll,

intim und bisweilen

dramatisch. Zusammen mit

ihrer Band schafft sie zwölf

überzeugende Tracks, die

immer wieder durch ungeahnte

musikalische Elemente

Sehen, lesen, hören

Vergegenwärtigen

erstaunen. Besonders schön

und eindrucksvoll sind die

Stücke in Zusammenarbeit

mit einem Streicher- und

Bläser-Trio. Ihre Stimme – unverwechselbar,

gefühl- und

kraftvoll – berührt. Große

Musik zum Wegträumen,

Dahinschmelzen und tief

Reinfühlen. MAX PRO-

SA - KEINER KÄMPFT FÜR

MEHR Tanzbar und eingängig

kommt es daher, das neue Album

des Berliner Jungen mit

seiner Gitarre. Die vielen poppigen

Elemente überraschen

im ersten Moment, die poetischen

Texte sind aber ganz

Max Prosas Manier. HO-

NIGFRAUEN Erfurt 1986: Die

Schwestern Maja (Sonja Gerhardt)

und Catrin (Cornelia

Gröschel) halten die Reiseerlaubnis

in den

Händen und

fahren das erste

Mal ohne Eltern

in den Urlaub.

Das Ziel: am

Plattensee einen

tollen Sommer

erleben, mit Jungs,

Sonne und ohne

Sorgen – fernab

des DDR-Regimes.

Den Plan haben sie

jedoch ohne die Stasi,

Catrins leiblichen

Vater und die Liebe

gemacht. Der Urlaub

stellt die Beziehung

der Schwestern auf

die Probe und fordert

Entscheidungen – sowohl

politisch als auch

emotional. Am Anfang

etwas vorhersehbar und

seicht, nimmt der Dreiteiler

zum Ende des ersten

Teils an Fahrt auf und

überrascht mit tragischen

Wendungen. Fazit: Geschichtsunterricht

garniert

mit Liebeswirren und dem

modischen Charme der

1980er Jahre.

Vorab: Ich liebe Bücher. Aber: Ich bekomme Zustände,

wenn ich an die Büchersuche in der Unibibliothek

denke. Warum? Die Signatur herausgesucht

und auf einen Zettel geschrieben, tigere

ich auf Zehenspitzen los und suche das richtige

Regal – müsste im ersten Stock sein – ach nein,

doch im Erdgeschoss. Zweite Reihe hinten links

– Stop, falsch – hinten rechts. Wer hat sich dieses

System ausgedacht? Am richtigen Regal angelangt,

stehe ich zehn Minuten davor und finde

das gewünschte Buch nicht. Also zurück zum

Computer: Signatur checken – war richtig notiert.

Verfügbarkeit checken – ausleihbar. Also

möglichst geräuschlos zurück zum Regal. Ich

checke jeden Buchrücken: nichts. Genervt

gehe ich zur Ausleihtheke – inzwischen

nicht mehr auf Zehenspitzen, mir doch egal.

Die Aushilfe erklärt mir freundlich, dass das

Buch eigentlich da sein müsste und sie sich

das jetzt auch nicht erklären könne. Ich solle

warten, dann frage sie mal ihre Kollegin.

Tief durchatmen – sie kann ja nichts dafür.

Ein Blick auf die Uhr verrät mir jedoch,

dass ich nicht warten kann, die nächste

Vorlesung beginnt in drei Minuten. Ich

verlasse wütend stampfend die Bibliothek.

Nach der Vorlesung starte ich

noch einen Versuch. Checke noch einmal

die Signatur am Computer – alles

richtig. Checke die Verfügbarkeit – entliehen

und zwei Mal vorgemerkt. Ich

hasse diese Bücherverstecker.

Text: Eva Ixmeier Quelle: Uniplaces Fotos: © otsphoto, Fotoschlick / Fotolia Coverfoto: Fattoria Musica Records/Timezone

»Was für ein herrliches Leben hatte ich! Ich wünschte nur, ich hätte es früher bemerkt.«

SIDONIE-GABRIELLE CLAUDINE COLETTE (* 1873 † 1954), FRANZÖSISCHE SCHRIFTSTELLERIN UND VARIETÉKÜNSTLERIN

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WÜHLKISTE

ÜBER DEN TELLERRAND

STUDIEREN IN URUGUAY

Der vollständige Name des Landes lautet ›República Oriental del

Uruguay‹, übersetzt Republik östlich des Uruguay. Der namensgebende

Río Uruguay bildet die Landesgrenze zum Nachbarland Argentinien.

Uruguay ist mit seiner Fläche von 176.215 Quadratkilometern

das zweitkleinste Land in Südamerika. Zum Vergleich:

Deutschland hat eine etwa doppelt so große Landesfläche. In der

Hauptstadt Montevideo leben 1,3 Millionen Einwohner – mehr als

ein Drittel der Gesamtbevölkerung. Der Kontrast zwischen der Landesmetropole,

der subtropischen Grassteppe des Hinterlands – auch

Pampas genannt –, den Sumpfgebieten entlang des Río Uruguay und

den Stränden an der Atlantikküste lockt Touristen in das Land im

Südosten Südamerikas.

In Uruguay gibt es sechs Universitäten. Darunter die staatliche ›Universidad

de la República‹, die kirchliche ›Universidad Católica del

Uruguay‹ sowie private Einrichtungen, alle mit Sitz in Montevideo.

Studierende der staatlichen Universität zahlen keine Studiengebühren.

An den Privatuniversitäten variiert die Gebührenhöhe je nach

Fachrichtung und Hochschule zwischen 1.500 und 2.000 US-Dollar

im Studienjahr. Dieses umfasst zwei Semester. Ein Bachelorstudium

dauert je nach Fachrichtung vier bis fünf Jahre. Aufbauend auf den

Bachelorabschluss werden auch einjährige Spezialisierungs- sowie

zweijährige Masterprogramme angeboten. Internationale Studienbewerber

müssen neben einer Hochschulzugangsberechtigung

auch gute Spanischkenntnisse nachweisen können. Denn alle Lehrveranstaltungen

finden auf Spanisch statt. An einigen Hochschulen

werden deshalb vorbereitende Sprachkurse angeboten.

EAT THE WORLD: URUGUAY

Chivito

Chivito ist das Nationalgericht Uruguays. Es sieht

aus wie eine Mischung aus Sandwich und Burger.

Die Grundzutaten sind: Filetsteak, Tomatenscheiben,

Käse, Mayonnaise, Speck, gekochter Schinken,

Spiegelei und Salatblätter. Serviert wird ein Chivito

in einem Brötchen, als Beilage gibt’s Pommes Frites.

Kurz gesagt ein Chivito ist eine einzige Kalorienbombe.

Das Probieren soll sich aber lohnen!

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Quellen: Auswärtiges Amt, DAAD, Duden: Berühmte Zitate und Redewendungen Fotos:/Illustrationen: © hansgeel, grgroup / Fotolia

WOHER KOMMT EIGENTLICH?

an die große

Glocke hängen

Bedeutung: Etwas im großen Stil öffentlich machen. Immer

dann, wenn wir einer anderen Person etwas erzählen und nicht

wollen, dass das Erzählte der breiten Masse zugänglich gemacht

oder sogar noch auffällig ausgeschmückt wird, kommt

diese Redewendung zum Einsatz.

Herkunft: Die Redensart geht auf einen alten Brauch zurück,

der ab dem sechsten Jahrhundert – durch die Verbreitung der

Glocken – in Europa Einzug erhielt. Damals, als noch nicht einmal

annähernd die Rede von Radio, Fernsehen und Internet

war, diente die Glocke der Nachrichtenankündigung. Das

einzelne oder gemeinsame Läuten von Glocken, die Anzahl

der Glockenschläge und die Art des Läutens oder

Schlagens vermittelten der Allgemeinheit verschiedene

Anlässe wie etwa Gottesdienste, Geburten, Bekanntmachungen,

drohende Gefahren oder öffentliche

Rügen. Der Klang der Glocke – meist der

Kirchenglocke – informierte die Leute

von Nah und Fern über Neuigkeiten.

Und das obwohl die Bevölkerung

gerade in ländlichen Gegenden

damals sehr zerstreut lebte.

Übrigens: Die Zweiteilung

in kirchliches und bürgerliches

Läuten bei den Kirchenglocken

gibt es bis heute

noch.

Every day we make it, we’ll make it the best we can

Seit über zehn Jahren ist JACK DANIEL‘S fester Bestandteil der Festivalszene. In diesem

Jahr rockt Jack bei ›Rock im Park‹, auf dem ›Hurricane‹ und erstmalig auch beim ›MS

Dockville‹. JACK DANIEL‘S führt die Festivalfans auf die Spuren von Jack und lässt sie

erleben, was hinter der Herstellung des ›Old No. 7‹ steckt. In 360 Grad mit VR-Brille

gibt’s einen Kurztrip nach Lynchburg, und in real life zeigt sich, wer aus dem richtigen

Holz geschnitzt ist: Fässer bauen, Ricks stapeln und Filtern durch Holzkohle. Wer tatkräftig

anpackt, hat die Chance, beliebte JACK DANIEL’S Festival-Items zu gewinnen:

Jack-Bag, Cap, T-Shirt und Sonnenbrille. Dazu einen Jack on the Rocks und die Festival-

Ausstattung ist komplett.

Every drop from a small town

Noch heute wird jeder Tropfen JACK DANIEL‘S auf dieselbe Art und an demselben Ort

produziert: in der Destillerie in Lynchburg, Tennessee, aus dem reinen, eisenfreien

Wasser der eigenen Höhlenquelle, Tropfen für Tropfen durch eine drei Meter dicke

Holzkohleschicht vom Zuckerahorn gefiltert und in selbstgefertigten Fässern aus

amerikanischer Weißeiche gelagert.

Cheers and keep on rocking!

JACK DANIEL’S

rockt 2017:

auf den Festivals Rock im Park,

Hurricane und erstmalig

dem MS Dockville

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Boombastisch.

Festivalrekorde

1. ALTER VOR SCHÖNHEIT, Reading

Festival, UK, seit 1961 Die Granny unter

den Popmusik-Festivals ist das Reading

Festival, 60 Kilometer von London. Seit

1961 findet das älteste jährlich zelebrierte

Musikfestival weltweit statt – mittlerweile

zeitgleich mit dem Zwilling Leeds Festival.

Von den Rolling Stones (1963) bis Nirvana

(1992) und Metallica (2015) spielte dort

seither so ziemlich alles, was im Musikbiz

Rang und Namen hat.

2. INTERNATIONALE GRÖSSE, WO-

MAD, seit 1982 Schon der Name ›World of

Music, Arts and Dance‹ lässt ahnen: Dieses

Festival findet nicht nur an einem Ort statt,

sondern auf 160 Events in 30 verschiedenen

Ländern. Mitbegründet wurde das

Festival durch den ehemaligen Genesis-

Sänger Peter Gabriel.

3. MONSTERBÜHNE, The Villa Mix Festival,

Goiânia, 2015 Gigantische Ausmaße

für Rockveteranen: dezente 52 Meter ragte

der Bühnenaufbau für ein Konzert von

U2 auf dem brasilianischen Musikfestival

›The Villa Mix‹ in die Höhe. Die Konstruktion

in Form von fünf nach oben

zulaufenden Dreiecken nahm insgesamt

eine Fläche von über 2.788 Quadratmetern

ein – etwas größer als ein halbes

Fußballfeld. 31 Tage lang verbauten

über 1.500 Arbeiter mehr als 628 Tonnen

Material für diese Monsterbühne.

4. LIVE-STREAMING. Wacken Open Air,

Wacken, 2016 Mehr als eine halbe Million,

genauer gesagt 550.000 User, sahen sich

die Live-Übertragung des Konzerts der

Metalband Iron Maiden auf dem Wacken

Open Air 2016 an – Streaming-Rekord

laut Veranstalter. Auch live kann W:O:A

mithalten: Das Festival ist nach Besucherzahlen

das größte Heavy Metal-Festival

der Welt. 2016 bevölkerten über 75.000

Besucher das Festivalgelände neben dem

1.800 Seelen-Ort – macht knapp 42 Metalheads

pro Einwohner.

Text: Eva Ixmeier & Petra Herr

5. MASSENSPASS, Donauinselfest, Wien, 2015 Das Donauinselfest in Wien knackte im Jahr

2015 den Rekord der meisten Besucher eines Musikfestivals auf einer Location. Über 3.300.000

Musikfans feierten auf der 21 Kilometer langen Insel, unterhalten von über 2.000 Künstlern.

Kuschelige Zeiten für Wien, wenn man bedenkt, dass die österreichische Hauptstadt selbst

›nur‹ 1,8 Millionen Einwohner hat.

Ohne Einhornkostüm fährst du auf kein Festival? Wir haben die

Stars gefragt, was bei ihrem Festivalbesuch auf keine Fall fehlen

darf …

ANTILOPEN GANG

Dorsch Dieser Knochenfisch

ist reich an Eiweiß und arm an

Kalorien. Somit eignet er sich

hervorragend als Proviant für

die anstrengenden Festivaltage.

Pförtner Niemand lässt sein

Zelt gerne unbeaufsichtigt.

Um die Freuden eines Festivals

sorgenfrei genießen zu können,

sollte man immer einen Pförtner

engagieren.

Klöppel Ohne Klöppel kann

eine Glocke nicht klingen.

Daher sollte man auf Festivals

immer einen Klöppel zur Hand

haben, damit man jederzeit die

Glocken läuten kann.

KENO VON

MOOP MAMA

Ohrstöpsel Als Einstieg bisschen

Stimmungsbremse, aber

unabdingbar in Tourbus und

Backstagecontainern. Nicht alle

Bands sind live so gut wie wir.

Laufschuhe Die Blicke die man

bekommt wenn man morgens

um zehn Uhr nüchtern

durch die Zeltplätze joggt sind

unbezahlbar! Beleidigungen,

Staunen, alles dabei.

Megaphon Sonst hört einen

ja keiner bei dem Rummel, die

haben wohl alle Ohrstöpsel

drin?!

JUDITH HOLOFERNES

Mantel Mein Mantel ist aus

einer Oma-Sofadecke, bodenlang,

mit einem riesigen

Tigerkopf auf dem Rücken.

Darin fühle ich mich wie eine

Mischung aus Muhammad Ali

und, naja, seiner Oma eben.

Regenüberzieher für die

Schuhe Die lassen sich klein

zusammenfalten, und ich

brauche kein schweres Paar

Gummistiefel.

Mikrofaser-Turbantücher

Mit denen werden die Haare

extrem schnell trocken, auch

ohne Fön.

LABRASSBANDA

Hut Bewahrt einen kühlen

Kopf und schützt vor Sonnenstich.

Müllsäcke und Klebeband

Nicht nur zur Müllaufbewahrung

sondern ideal zum Stiefel

und Poncho basteln.

Stuhl Zwischen dem Feiern

vor der Bühne sind die kurzen

Pausen vorm Zelt viel schöner

mit einem gemütlichen Stuhl

zum relaxen und trinken.

MAX PROSA

Sonnenschirm Nie wieder

morgens verkatert in einem

stickigen Zelt liegen auf das

die Sonne brezelt. Sich nach

draußen rollen und noch ein

paar Stunden auf der Wiese zu

dösen ist dagegen himmlisch.

Kopfhörer Wenn nachts die

Bässe gegen die Zeltwand

hämmern, hilft mir ein bisschen

klassische Musik, um

zur Ruhe zu kommen.

Notizbuch Denn die besten

Ideen kommen beim Tanzen

oder wenn ich nicht damit

rechne. So ein Notizbuch

im Hosentaschenformat ist

praktisch.

Fotos: audimax, privat, Lena Semmelrogge, Robert Eikelpoth; Quellen: Guiness World Records, Wacken Open Air

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ERST AUFMACHEN.

DANN DURCHMACHEN.

SO FRESH. SO YOU.


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NEU

YES,

RUM

FLAVOURED

BEER

RUM FLAVOURED BEER

TRINK VERANTWORTUNGSVOLL. CAPTAIN’S ORDER


Das sollte auf keinem Outdoor-Trip fehlen:

Apps und Gadgets für eine entspannte

Naturzeit

1. HELFER-APP Du bist gerne alleine in der Natur unterwegs

– mal mit dem Mountainbike, mal zum Klettern. So

richtig sicher ist das nicht, sagen deine Freunde. Mit Back-

Checker hast du nun einen digitalen Aufpasser dabei. So

funktioniert's: Du stellst die voraussichtliche

Dauer bis zu deiner

Rückkehr im Timer ein und wählst

drei Notfallkontakte aus. Stößt dir

etwas zu, schickt die App eine Nachricht

mit deiner Geo-Position an die

Kontakte. Die Notfall-Infos werden

ausschließlich im Alarmfall weitergegeben,

bist du heil zurück, werden

sie automatisch gelöscht. Ab Juni für

iOS und Android erhältlich.

2. NIE WIEDER DURSTIG Keine

Lust, schwere Wasservorräte mit dir

herumzuschleppen? Kein Problem:

Steck dir einfach den LifeStraw in die

Hosentasche. Dieser strohhalmartige Wasserfilter fischt 99

Prozent aller Bakterien und Parasiten aus dem Wasser. Einfach

ab in die Pfütze und Durst stillen. Schafft bis zu 1.000

Liter – ohne Batterie. 56 Gramm schwer, 22 Zentimeter lang,

fünf Jahre haltbar. Läuft.

3. ATLAS IN DER HOSENTASCHE Sie zeigt dir Höhe,

Namen und Entfernung zu Berggipfeln und Zielen in der

Umgebung an – und kann noch vieles mehr: ViewRanger

heißt die App, die dich beim Wandern unter anderem mit

Kartenmaterial und detailiierten Routeninfos versorgt. Besonders

hilfreich: Wer sich die Karten zuhause noch speichert,

kann bei der Verwendung vor Ort offline gehen. Die

App ist kostenlos für iOS und Android verfügbar, Kartenmaterial

ist in unterschiedlicher Qualität entweder umsonst

oder gegen Aufpreis downloadbar.

4. ERLEUCHTUNG Taschenlampe, Batterien, Aufladegerät

– kannst du alles zuhause lassen. Stattdessen sollte in dein

Gepäck die aufblasbare Solarzellenleuchte. Platzsparend

und leicht kommt der umweltfreundliche Lichtsprender

daher. Einfach tagsüber in die Sonne legen oder an den

Rucksack hängen und die Solarzelle aufladen lassen.

Abends aufblasen und voila: Es werde Licht.

Was dran ist am Outdoorboom erklärt uns Thomas Bucher,

Pressesprecher des Deutschen Alpenvereins. Außerdem:

Tipps für Wanderlustige

Herr Bucher, Wandern galt lange Zeit als

Rentnersport – jetzt liegt es voll im Trend.

Wie erklären Sie sich das? Der gesamte

Outdoorbereich hat einen Imagewandel

erlebt. So haben auch viele jüngere Leute

das Wandern aus einem neuen Blickwinkel

entdeckt. Außerdem hat der Hype um das

Klettern auf das Wandern abgefärbt und es

ein Stück weit mitgerissen. Zu guter Letzt ist

dann noch die Industrie auf den rollenden

Zug aufgesprungen und hat den Imagewandel

vollendet. Es passt einfach in unsere Zeit.

Wie meinen Sie das? Wir sind ständig gestresst

und immer erreichbar. Gerade die

Menschen, die in der digitalen, beschleunigten

Welt leben, brauchen einen Gegenpol.

Da hat Wandern einen besonderen Reiz.

Wandern ist nicht nur entspannend, sondern

auch ein echter Fitmacher – was macht Wandern

so gesund? Es macht konditionell total

fit, auf eine Art und Weise, die Spaß macht.

Viele bekommen oft gar nicht mit, wie sehr

sie sich beim Wandern körperlich anstrengen.

Gleichzeitig ist man in der Natur, entspannt

und wird vielseitig gefordert – mal

steil bergauf, mal mit Wanderstöcken, mal

bergab, mal muss der Wanderer schneller

gehen, weil hinter ihm das Gewitter droht.

Es ist eine vieldimensionale Betätigung und

das führt dazu, dass es so gesund ist.

Was liegt neben dem klassischen Wandern

noch im Trend? Trekking ist sehr beliebt, also

das Wandern über mehrere Tage von Hütte

zu Hütte. Ansonsten gibt es immer mehr

Unterdisziplinen, zum Beispiel Trailrunning,

Speedhiking, Wandern und Yoga oder

24-Stunden-Wandern.

Welchen Tipp haben Sie für Wanderlustige?

Nicht die ausgetretenen und vollen

Routen nutzen. Es gibt tausende Kilometer

Wanderwege, die total einsam sind. Mit etwas

Kreativität ist es möglich, den ganzen

Tag alleine unterwegs zu sein. Dafür am

besten nicht die prominenten Berge besuchen

– die zweithöchsten Berge sind genauso

interessant, aber leer.

Worauf sollte im Vorfeld einer Wanderung

geachtet werden? Die Ausrüstung ist an

die Art der Wanderung anzupassen. Gute

Wanderschuhe aus dem Fachgeschäft

sind unabdingbar. Und auch Sonnen- und

Regenschutz sowie Getränke sollten im

Rucksack sein. Die Tourenplanung ist

aber genauso wichtig: Jeder sollte sich eine

Tour entsprechend seiner Verfassung aussuchen,

dabei in der Gruppe immer am

Schwächsten orientieren. Außerdem immer

den Wetterbericht checken.

Fotos: privat, © Jakob Lund / Fotolia

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ill ich!

Raus gehen, was erleben,

Sonne genießen. Dies und das

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Platz für dich und zwei deiner Freunde. Perfekte Voraussetzung

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Was gibt es Schöneres, als die Zeit zwischen den

Vorlesungen im Freien zu verbringen? Ob pro-

duktiv oder kreativ – dafür braucht es nichts

weiter als den hochwertigen Aluminiumfüll-

halter ›Pelikano Up‹ und einen DIN-A4-Spi-

ralblock von Pelikan. Den Füller im edlen

Metallic-Look und mit optimierter Griffzone

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WAHL-SPEZIAL

UNSRE

VERDAMMTE

PFLICHT

WARUM ES IM SEPTEMBER AN UNS LIEGT, WENN WIR UNS NICHT

EINMISCHEN. WIR HABEN DIE WAHL

Interview: Eva Ixmeier, Petra Herr

Herr Prof. Dr. Albert,

wissen Sie

schon, wem Sie im

September Ihre

Stimme geben?

Im Moment weiß

ich noch nicht,

wen ich wählen werde, das

entscheide ich näher am

Wahltermin.

Gibt es hierfür einen bestimmten

Grund? Es liegt

einfach daran, dass es

heutzutage sehr schwierig

ist, sich für eine bestimmte

Partei zu entscheiden.

Denn Parteien stehen

heute nicht mehr für geschlossene

ideologische

Weltbilder und haben oftmals

Schwerpunktsetzungen, die sich

zum Teil überlappen. Es gibt für

die wenigsten Leute heute noch die

eine Partei, die in allen Bereichen

das vertreten, was sie präferieren.

Da muss man genau abwägen, was

für einen selbst wichtig ist.

Wie können sich Unentschlossene

auf die Wahl vorbereiten? Ich würde

immer raten, die Wahlprogramme

der Parteien anzuschauen. Aber

nicht nur die gegenwärtigen, sondern

auch die der letzten Bundestagswahl.

Insbesondere bei den

Regierungsparteien lohnt es hier,

zu vergleichen, was von den Wahlversprechen

wirklich umgesetzt

wurde.

Prof. Dr. Mathias

Albert, Politikwissenschaftler

an der Uni

Bielefeld, antwortet auf die

Frage: »Sind wir zu unpolitisch?«

Wir schauen mit Dr.

pol. in den Spiegel

Klingt nach viel Aufwand, worauf

manche vielleicht keine Lust

haben. Warum ist es aber wichtig,

dass jeder wählt? Wir sehen an vielen

Entwicklungen auch außerhalb

Deutschlands, dass Wahlen wirklich

einen Unterschied machen.

Gerade bei der Präsidentenwahl

in den USA und dem Brexit-Referendum

gab es großes Erstaunen

bei den Menschen, die gegen die

Ergebnisse waren, aber dennoch

nicht zur Wahl gegangen sind.

Wahlen sind in einer Demokratie

der zentrale Stellhebel, um etwas

zu bewirken.

Dennoch hält sich die Einstellung

›Meine Stimme bewirkt doch eh

nichts.‹ ... Das beste Beispiel ist auch

hier der Brexit. Die Mehrheit der

jungen Briten war dagegen, viele

sind aber genau aus dieser Einstellung

heraus nicht zur Abstimmung

gegangen – mit bekanntem

Ergebnis. Die einzelne Stimme

bewirkt als Teil eines Stimmverhaltens

natürlich etwas.

Sind die deutschen Studenten wieder

politischer? In der Fläche gesehen

gibt es keinen breiten Trend

hin zu einer Politisierung oder

Debattierfreudigkeit der Studierenden.

Aber wir können ein Ansteigen

des politischen Interesses

bei jüngeren Menschen, die in den

nächsten Jahren ins Studieralter

kommen, beobachten.

Heißt das, die Studenten heute sind

zu unpolitisch? Es gibt natürlich lokale

Besonderheiten, aber im Großen

und Ganzen ist das politische

Interesse und die Bereitschaft der

Studierenden, sich politisch einzubringen,

relativ gering.

Welche Gefahren birgt dies? Eine

unpolitische Jugend kann dazu

führen, dass das gesamtgesellschaftliche

Meinungsbild, das sich

eigentlich in Wahlen ausdrücken

sollte, verfälscht wird – zugunsten

der älteren Generation. Außerdem

ergibt sich dadurch die Gefahr,

dass die spezifischen Belange der

jungen Menschen deutlich schwieriger

Gehör finden, wenn Politiker

diese Gruppe nicht ernst nehmen,

weil die Wahlbeteiligung so gering

ist.

Kann das Wahlergebnis auch von

Wutbürgern und Protestwählern

verfälscht werden? Ja. Dieses Phänomen,

dass Teile der Gesellschaft

sehr laut werden und eine größere

Stimme bekommen, weil andere

Bevölkerungsteile sich zurückhalten,

ist eine Gefahr. Für das

politische System gerade in der

Bundesrepublik sollte es daher von

zentraler Bedeutung sein, dass sich

junge Menschen wieder stärker interessieren

und sich wieder mehr

einbringen.

Wie kann die Bundesrepublik das

schaffen? Obwohl wir es mit einer

Parteienverdrossenheit zu tun haben,

sind dennoch weiter die politischen

Parteien diejenigen, die

aufgefordert sind, Willensbildung

zu betreiben, indem sie aktiv auf

die jungen Menschen zugehen und

zum Beispiel Diskussionsangebote

bereitstellen. Und das nicht nur

kurz vor der Wahl. Aber natürlich

liegt es auch in der Verantwortung

jedes Einzelnen, sich zu überlegen,

welche Konsequenzen ein politisches

Desinteresse hat.

Welches Ergebnis erwarten Sie im

September? Es ist schwieriger denn

je zuvor, eine Prognose abzugeben.

Denn wir haben in der letzten Zeit

die Unzuverlässigkeit der repräsentativen

Umfragen gesehen. Zudem

zeigt sich – Stichwort Schulz-Effekt

– wie schnelllebig Zustimmungswerte

von Parteien innerhalb von

wenigen Wochen variieren. Meiner

Meinung nach liegt die größte

Wahrscheinlichkeit in der Fortsetzung

der großen Koalition. n

Illustration: © stockWERK, alphaspirit/Fotolia Foto: © privat Quelle: Friedrich Ebert Stiftung, ›Nichtwählen als rationales Handeln‹, Steffen Kühnel / Dieter Fuchs, IWK, Donnerwetter.de

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60 SEK

WAHL-SPEZIAL

Sei dabei

Ihren Höhepunkt hatte die Wahlbeteiligung bei der

Bundestagswahl 1972 mit 91,1 Prozent. Schlusslicht ist

die Bundestagswahl 2009: Nur 70,8 Prozent der Wahlberechtigten

gaben ihre Stimme ab. Deutschland ist an zweiter Stelle

hinter Portugal und vor Frankreich die sogenannte Demokratie

mit dem größten Rückgang bei der Wahlbeteiligung.

Durchhalten

Schäuble gehört seit 1972 dem Bundestag an und ist somit

in der Geschichte der Bundesrepublik der Abgeordnete

mit der längsten Amtszeit. Das erste Mal Abgeordneter war

Schäuble unter Willy Brandt, es folgten drei Mal das Kabinett

Schmidt, fünf Mal Kohl, zwei Mal Schröder und Angela Merkel.

Wer wohl in seiner 13. Legislaturperiode an der Spitze ist ...

Wenn die Sonne lacht …

Thesen, so abwechslungsreich wie Aprilwetter:

An der Frage, ob die Wetterlage Einfluss auf das

Wahlergebnis nimmt, scheiden sich die Geister. Die Forscher

Kühnel und Fuchs fanden 1998 beispielsweise heraus, dass

das Wetter insgesamt keinen messbaren Einfluss auf die

Wahlbeteiligung habe – je unentschlossener aber ein Wähler,

desto stärker falle etwa schlechtes Wetter bei der Entscheidung

›wählen oder nichtwählen‹ ins Gewicht. Einer Studie des Hamburger

Instituts für Wetter- und Klimakommunikation, IWK,

zufolge kostet jedes Grad Celsius mehr auf dem Thermometer

die Wahlbeteiligung von etwa 100.000 Wählern. Meteorologen

des Wetterservice Donnerwetter.de behaupten zudem, mieses

Wetter animiere die Wähler zum Schwarzsehen und beschere

somit der Regierungspartei schlechtere Werte als schönes.

… in 60

Sekunden.

Lies dich

schlau

Bei der Bundestagswahl handelt

es sich um eine personalisierte

Verhältniswahl. Im Klartext: Du

hast zwei Stimmen. Mit der Erststimme

– links auf dem Wahlzettel

– wählst du per Direktwahl deinen

Wahlkreisabgeordneten, nennen

wir ihn Walter. Deine Stimme

ist also Walters Fahrkarte in den

Bundestag, sein Direktmandat.

Die zweite Stimme auf der rechten

Seite geht an die Landesliste

einer Partei in deinem Bundesland.

Darauf finden sich zwar Kandidaten,

du kannst aber nur die ganze

Liste wählen. Anders gesagt: Hier

zeigt sich das Wahlergebnis über

die Anzahl der Sitze, die die Partei

später im Bundestag inne hat. Die

Stuhlpolster werden dabei gemäß

der intern – nicht öffentlich – festgelegten

Reihenfolge an die Kandidaten

vergeben. Hat etwa Gudrun

Platz zwei auf der Landesliste,

DIE BUNDESTAGSWAHL …

bekommt sie wahrscheinlicher

ein Mandat als Dieter auf Platz 34.

Logisch soweit. Aber halt, da war

noch was. Es gilt nämlich: Direktmandat

schlägt Listenplatz. Das

heißt: Gudrun und Dieter kommen

erst an die Reihe, wenn durch Walter

und die übrigen Direktmandate

nicht alle Sitze besetzt wurden. Stehen

der Partei also 17 Sitze zu und

Walter und Kollegen erlangten 15

Direktmandate, sind zwei für die

Landeslistler frei. Hat Gudrun zusätzlich

zum Listenplatz auch ein

Direktmandat erkämpft, dann darf

der Kandidat auf Rang drei nachrücken.

War’s das? Nicht ganz. Erreichen

die Kandidaten einer Partei

mehr Direktmandate als Sitze per

Zweitstimmen, dürfen sie dennoch

in den Bundestag einziehen

– nennt sich Überhangmandat.

Das führte etwa im 18. Bundestag

dazu, dass mit 630 Sitzen mehr als

die festgelegten 598 Stück vergeben

wurden. Der Bundeskanzler

wird schließlich – vorgeschlagen

vom Bundespräsidenten – durch

den Bundestag gewählt.

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AB IN DIE INDUSTRIE

Ready for take-off in der Industrie 4.0. In

drei Semestern lernst du im Master IN-

DUSTRIAL INFORMATION TECH-

NOLOGY an der Ostbayerischen Technischen

Hochschule Amberg-Weiden

alles, was du als IT-Experte innerhalb

der industriellen Wertschöpfungskette

wissen musst. Dazu gehören Fähigkeiten

in den Bereichen Systemanalyse

und -architektur, technische Hard- und

Software-Entwicklung sowie Gestaltung

industrieller IT-Prozesse. Als

Schwerpunktfach kannst du zwischen

Systemtechnik, Kommunikationstechnik

sowie Produktautomatisierung

wählen.

www.oth-aw.de

BORN TO LEAD

Du träumst groß: Als IT-Manager auf internationaler Bühne agieren? Lässt sich machen. Mit dem

Master International Enterprise Information Management an der Hochschule Neu-Ulm lernst du

in drei Semestern alle Skills, die dafür nötig sind. Unterrichtet wird in Englisch, auf dem Plan

stehen unter anderem praxisnahe Casestudys. Dein weltweites Netzwerk baust du im zweiten

Semster entweder an der Oulu University of Applied Sciences in Finnland oder an der Kingston

Univeristy in London aus. Später kannst du im IT-Projektmanagement und -Controlling, der IT-

Beratung oder in IT-bezogenen Führungspositionen einsteigen.

www.hs-neu-ulm.de

TEILE UND HERRSCHE

Du hast im Bachelor schon grundlegendes Wissen über verteilte Systeme aufgeschnappt und möchtest

nun mehr über diesen interessanten Teilbereich der IT erfahren. Die Westfälische Hochschule bietet dir

mit dem Master VERTEILTE SYSTEME die Chance dazu. Am Campus in Bocholt befasst du dich in

vier Semestern nicht nur mit der Theorie, sondern eignest dir je nach Interessenschwerpunkt auch Kompetenzen

in der betriebswirtschaftlichen oder technischen Anwendung verteilter Systeme an.

www.w-hs.de

ANZEIGE

Text: Simon Meier, Petra Herr

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MINT MINDED COMPANY

Inserentenverzeichnis

MINT MINDED COMPANY

MDeine Stimme zählt, wenn wir wieder nach MINT

Minded Companies suchen. Per E-Mail, auf unserer

Webseite und auf Karrieremessen haben wir

unsere Leser dazu aufgerufen, uns Unternehmen

60

Mehr als

Unternehmen sind bereits

als ›MINT Minded Company‹

2017 zertifiziert.

AUSGEZEICHNET IN MINT.

AUDIMAX EHRT UNTERNEHMEN

FÜR IHR AUSSERGEWÖHNLICHES

MINT-ENGAGEMENT – MIT DEINER HILFE

vorzuschlagen, die sich nachweislich in besonderer

Weise um den MINT-Gedanken verdient

gemacht haben – egal, ob Familienunternehmen,

Mittelständler oder Großkonzerne. Nach Durchsicht

der vielen tausend Nennungen und Prüfung

der vorgeschlagenen Unternehmen, haben wir den

nominierten Unternehmen die frohe Botschaft

überbracht. Mehr als 60 Unternehmen haben sich

bereits durch das Unterschreiben der 10-Punkte-

Erklärung ›MINT Welcomes‹ als ›MINT Minded

Company‹ 2017 zertifiziert.

Das Außergewöhnliche an unserem Arbeitgebersiegel:

Im Gegensatz zu den meisten anderen Arbeitgeberzertifikaten

ist ›MINT Minded Company‹

nicht käuflich erwerbbar oder mit sonstigen Kosten

verbunden. audimax will sich mit dem Siegel

keine goldene Nase verdienen, sondern die Unternehmen

auszeichnen, die sich aktiv dem MINT-

Fachkräftemangel entgegenstellen, sich für mehr

MINT-Frauen an Hochschulen einsetzen und durch

gezielte Maßnahmen das MINT-Image in der Gesellschaft

geraderücken.

audimax engagiert sich seit vielen Jahren als strategischer

Partner und Kuratoriumsmitglied in der Wirtschaftsinitiative

›MINT Zukunft schaffen‹ und geht

mit dem Arbeitgebersiegel einen weiteren Weg, um

den MINT-Gedanken in der öffentlichen Wahrnehmung

zu vertiefen.

Du kannst uns auch weiterhin bei der Suche nach

den besten MINT-Arbeitgebern unterstützen,

denn die Nominierungsrunde für 2018 hat bereits

begonnen. Du kennst ein Unternehmen, das alle

geforderten Kriterien erfüllt? Dann verrate es uns

per E-Mail an projektleitung@mint-minded-company.de.

Alle weiteren Informationen findest du auf

www.mint-minded-company.de. ■

Illustrationen: © jemastock, timboosch / Fotolia

INSERENTENVERZEICHNIS 6.2017

Mit dem QR-Code wirst du direkt verlinkt zum jeweiligen

Unternehmensprofil im Career-Center auf www.audimax.de

integration-factory

GmbH & Co. KG

Windmühlstraße 2

60329 Frankfurt am Main

www.integration-factory.de

Kontakt:

Andreas Hoeck

Fon: +49 (0) 69 25669269-20

bewerbung@integrationfactory.de

Branche: IT-Beratung

Produkte/Dienstleistungen:

Experten für die Integration

von Unternehmensdaten, deren

Transformation zu nachhaltig

wertvollen Informationen und

die Umsetzung von analytischen

Business Applikationen.

adesso AG

Stockholmer Allee 20

44269 Dortmund

www.aaajobs.de

Kontakt:

Olivia Slotta

Fon: 0231-7000-7100

jobs@adesso.de

Branche:

IT-Dienstleitung, IT-Beratung

Produkte/Dienstleistungen:

Das Leistungsspektrum von adesso

reicht von der Strategieentwicklung

über die Architekturkonzeption

bis hin zur Anwendungsentwicklung

und -integration. Je nach

Kundenanforderung setzen sich

die Projektteams aus Experten

der Leistungsbereiche Business

Consulting, IT-Consulting, Software

Development und IT-Management

zusammen.

ALDI Nord

ALDI Einkauf GmbH & Co. oHG

Eckenbergstraße 16 + 16 A

45307 Essen

www.aldi-nord.de/it

Kontakt:

ohg-bewerbung@aldi-nord.de

Branche:

Lebensmitteleinzelhandel

Produkte/Dienstleistungen:

Als führender Discounter im

Lebensmitteleinzelhandel

liefert die ALDI Nord IT moderne

Ansätze, um alle Aktivitäten,

Informationen, Interaktionen

und Kontaktpunkte von gestern,

heute und morgen aktuell und in

Echtzeit verarbeiten zu können.

Ob E-Commerce oder Online, ob

Verkaufs- und Filialmanagementlösungen

oder SAP-Systeme,

unsere IT bietet spannende,

internationale Projekte.

Voith GmbH

St. Pöltener Straße 43

89522 Heidenheim

www.voith.com/karriere

Branche:

Maschinen- und Anlagenbau

Produkte/Dienstleistungen:

Seit 150 Jahren inspirieren die

Technologien von Voith Kunden,

Geschäftspartner und Mitarbeiter

weltweit. Gegründet 1867 ist Voith

heute mit rund 19.000 Mitarbeitern,

4,3 Milliarden Euro Umsatz und

Standorten in über 60 Ländern der

Welt eines der großen Familienunternehmen

Europas. Als Technologieführer

setzt Voith Maßstäbe

in den Märkten Energie, Öl & Gas,

Papier, Rohstoffe

und Transport &

Automotive.

Siehe Anzeige Seite 33 Siehe Anzeige Seite 15

Siehe Anzeige Seite 19 Siehe Anzeige Seite 61

| www.audimax.de – Die Jobbörse für Akademiker | 87


Inserentenverzeichnis

INSERENTENVERZEICHNIS 6.2017

Mit dem QR-Code wirst du direkt verlinkt zum jeweiligen Unternehmensprofil im Career-Center auf www.audimax.de

mayato GmbH

Am Borsigturm 9

13507 Berlin

www.mayato.com/karriere

Kontakt:

Karin Kral

Fon: +49 151 1211 2470

recruiter@mayato.com

Branche:

Consulting / Beratung

Produkte/Dienstleistungen:

mayato unterstützt Unternehmen,

den optimalen Nutzen aus

verfügbaren Informationen zu

ziehen. Gemeinsam mit seinen

Kunden entwirft und realisiert

mayato Lösungen in den Bereichen

Financial Analytics, Customer

Analytics, Industry Analytics und

Security Analytics.

Siehe Anzeige Seite 29

AUGUST STORCK KG

Paulinenweg 12

33790 Halle (Westf.)

www.storck.de/karriere

Kontakt:

Personalabteilung

Birte Schmitz

Fon: 05201-12 8351

Branche:

Konsumgüter / Süßwaren

Produkte/Dienstleistungen:

Die Storck Gruppe gehört heute

mit vielen bekannten Marken zu

den zehn größten Süßwarenherstellern

der Welt.

Deloitte

Schwannstraße 6

40476 Düsseldorf

www2.deloitte.com/careers

Kontakt:

Recruiting Team

Fon: 0211-8772-4111

career@deloitte.de

Branche:

Prüfung und Beratung

Produkte/Dienstleistungen:

Deloitte erbringt Dienstleistungen

aus den Bereichen Wirtschaftsprüfung,

Risk Advisory, Steuerund

Rechtsberatung, Financial

Advisory und Consulting.

Siehe Anzeige Seite 35

CENIT AG

Industriestraße 52-54

70565 Stuttgart

www.cenit.de/karriere

Kontakt:

Anne-Katrin Schlenker

Fon: 0711 7825 3163

a.schlenker@cenit.de

Branche:

Beratung/SoftwareBeratung/

Software

Produkte/Dienstleistungen:

Die CENIT AG ist seit 29 Jahren

erfolgreich für die Optimierung

von Geschäftsprozessen im

Product Lifecycle Management

(PLM) und Enterprise Information

Management (EIM) aktiv.

Bertelsmann SE &

Co. KGaA

Carl-Bertelsmann-Straße 270

33311 Gütersloh

www.createyourowncareer.de

www.facebook.com/

CreateYourOwnCareer

Kontakt:

Dr. Nico Rose

n.rose@bertelsmann.de

Branche: Medien, Dienstleistung

und Bildung

Produkte/Dienstleistungen:

Bertelsmann ist ein Medien-, Dienstleistungs-

und Bildungsunternehmen,

das in rund 50 Ländern der Welt aktiv

ist. Zum Konzernverbund gehören

die Fernsehgruppe RTL Group, die

Buchverlagsgruppe Penguin Random

House, der Zeitschriftenverlag Gruner +

Jahr, das Musikunternehmen BMG, der

Dienstleister Arvato, die Bertelsmann

Printing Group, die

Bertelsmann Education

Group sowie das

internationale Fonds-

Netzwerk Bertelsmann

Investments.

Siehe Anzeige Seite 92

Hannover Rück

Karl-Wiechert-Allee 50

30625 Hannover

hannover-rueck.jobs

Kontakt:

personnel@hannover-re.de

Branche:

Rückversicherung

Produkte/Dienstleistungen:

Die Hannover Rück ist mit einem

Prämienvolumen von rund 17

Milliarden Euro der drittgrößte

Rückversicherer der Welt. Sie

betreibt alle Sparten der Schadenund

Personen-Rückversicherung

und ist mit rund 2.500 Mitarbeitern

auf allen Kontinenten vertreten.

Vodafone GmbH

Ferdinand-Braun-Platz 1

40549 Düsseldorf

www.vodafone.de/jobs

Kontakt:

Astrid Lehmann

Fon: 0800-172-227-337

career.de@vodafone.com

Branche: Telekommunikation

Produkte/Dienstleistungen:

Vodafone Deutschland mit

Hauptsitz in Düsseldorf ist mit 45

Millionen Kunden, 11 Milliarden

Euro Umsatz und 14.000 Mitarbeitern

das führende integrierte

Telekommunikationsunternehmen

Deutschlands. Vodafone liefert

den Kunden alle Produkte und

Services aus einer Hand: Festnetz,

Mobilfunk, Internet, Fernsehen –

als einziges Unternehmen sowohl

über Mobilfunk-, DSL- als auch

Kabeltechnologie.

Siehe Anzeige Seite 02

Generali

Deutschland AG

Adenauerring 7-11

81737 München

www.generali.de

karriereblog.generali-deutschland.de

Kontakt:

www.generali.de

karriereblog.generali-deutschland.de

Branche:

Versicherungen & Finanzdienstleistungen

Produkte/Dienstleistungen:

Unter dem Dach der Generali

Deutschland arbeiten namhafte

Versicherer und Finanzdienstleistungsunternehmen

wie die

AachenMünchener, Generali

Versicherungen, CosmosDirekt,

Central Krankenversicherung,

Advocard Rechtsschutzversicherung,

Deutsche Bausparkasse

Badenia und Dialog Lebensversicherung.

Siehe Anzeige Seite 49

Siehe Anzeige Seite 53

Siehe Anzeige Seite 21

Siehe Anzeige Seite 23

88 | www.audimax.de – Die Jobbörse für Akademiker |


QAware

FERCHAU

Engineering GmbH

Enercon GmbH

Axel Springer SE

Jungheinrich AG

Aschauer Str. 32

81549 München

www.qaware.de/karriere/

Kontakt:

Christine Kantsperger

Fon: 089-232315-115

christine.kantsperger@qaware.de

Branche: Softwareentwicklung,

IT-Beratung

Produkte/Dienstleistungen:

Die QAware ist ein unabhängiges

Beratungs- und Projekthaus. Wir

analysieren, renovieren, erfinden

und realisieren Softwaresysteme

und wurden von kununu sowie

vom Great Place to Work® Institut

mehrmals als einer der besten

IT-Arbeitgeber Deutschlands

ausgezeichnet.

Steinmüllerallee 2

51643 Gummersbach

ferchau.com

Kontakt:

Frau Alexa Wigger

Fon: 02261-3006-120

bewerber@ferchau.com

Branche:

Engineering-Dienstleistungen

(entwickeln, konstruieren,

dokumentieren, projektieren,

programmieren und berechnen)

Produkte/Dienstleistungen:

Die FERCHAU Engineering GmbH ist

mit über 100 Niederlassungen und

Standorten Deutschlands Nr. 1 für

Engineering und IT.

Dreekamp 5

26605 Aurich

Kontakt:

Simone Philipp

Fon: 04941-927 244

Branche:

Erneuerbare Energien

Produkte/Dienstleistungen:

Windenergieanlagen, Solarwechselrichter,

Wasserkraftwerke

Axel-Springer-Straße 65

10888 Berlin

www.axelspringer.de/karriere

Kontakt:

Personalentwicklung

Fon: 030-2591-77308

personalentwicklung@axelspringer.de

www.facebook.com/

AxelSpringerKarriere

www.instagram.com/Axel_

Springer_Karriere

Branche:

Medien

Produkte/Dienstleistungen:

Die Axel Springer SE ist der

führende digitale Verlag in Europa

– mit einer Vielzahl erfolgreicher

journalistischer Angebote und Vermarktungs-

und Rubrikenportale in

mehr als vierzig Ländern.

Friedrich-Ebert-Damm 129

22047 Hamburg

www.jungheinrich.de

Kontakt:

www.jungheinrich.de/karriere

Branche:

Maschinen- und Anlagenbau,

Logistik, Dienstleistungen

Produkte/Dienstleistungen:

Ohne Jungheinrich bliebe Ihr

Einkaufswagen vermutlich leer.

Und nicht nur der. Täglich bewegen

unsere Geräte Millionen von Waren

in Logistikzentren auf der ganzen

Welt.

Wir zählen zu den weltweit führenden

Flurförderzeugherstellern,

sind in 36 Ländern mit Direktvertrieb

vertreten

– und sehr neugierig

auf Ihre Bewerbung.

Siehe Anzeige Seite 41

Siehe Anzeige Seite 45

Siehe Anzeige Seite 59

Siehe Anzeige Seite 27

Siehe Anzeige Seite 63

Diehl Stiftung &

Co. KG

msg

Computacenter

AG & Co. oHG

BSI Business

Systems Integration

AG

Kaufland

Stephanstraße 49

90478 Nürnberg

www.diehl.com/de/karriere.html

Kontakt: Laura Haupmann

Fon: 0911/9472216

perspektiven@diehl.com

Branche: Metall-und Elektroindustrie,

Luftfahrtindustrie,

Verteidigung

Branche: Kupfer- und Messinghalbzeuge,

Synchronringe für die

Fahrzeugindustrie, Steuerung für

die Haus- und Heizungstechnik,

Flight Controlsysteme, Cockpit-Displays

und innovative Lichtsysteme

für die Luftfahrtindustrie, Integrierte

Systemlösungen im Bereich

der Kabinenausstattung, intelligente

Verteidigungssysteme,

Systemlösungen zur Messung von

Energieverbrauch, Smart Metering

sowie Energiedienstleistungen.

Robert-Bürkle-Straße 1

85737 Ismaning / München

https://karriere.msg.group

Kontakt:

Recruiting Services

Fon: +49 89 96 10 10

recruiting@msg.group

Branche: IT-Beratung und

IT-Lösungen

Produkte/Dienstleistungen:

msg ist eine unabhängige, international

agierende Unternehmensgruppe

mit weltweit mehr als 6.000

Mitarbeitenden. Mit ihrem ganzheitlichen

Leistungsspektrum aus

strategischer Beratung und intelligenten,

nachhaltig wertschöpf–

enden IT-Lösungen hat sich msg in

über 35 Jahren einen ausgezeichneten

Ruf als Branchenspezialist

erworben.

Europaring 34-40

50170 Kerpen

www.computacenter.de

Kontakt:

Kostenlose Karrierehotline:

+49 (0) 800 4682326

Branche:

IT-Dienstleistung

Produkte/Dienstleistungen:

Computacenter ist Europas führender

herstellerübergreifender

Dienstleister für eine Informationstechnologie,

die Anwender

und deren Geschäft erfolgreich

macht. Computacenter berät

Organisationen hinsichtlich ihrer

IT-Strategie, implementiert die am

besten geeigneten Technologien,

optimiert deren Performance oder

managt die IT-Infrastruktur seiner

Kunden.

Täfernweg 1

CH-5405 Baden

www.bsi-software.com/jobs

Kontakt: Claudia Isler

Fon: +41-56-4841920

Branche: Softwareentwicklung

Produkte/Dienstleistungen:

Unsere Stärke sind Business-Applikationen

für CRM, CTMS, Kassen

und Kundendienst – langjährig entwickelte

Softwareprodukte sowie

Individualsoftware. Wir programmieren

u.a. in Java, .NET, C++, und

setzen auf moderne Technologien

wie das Open Source Framework

Eclipse Scout, REST, HTML5 oder Lucene.

Zuhause in Baar, Baden, Bern,

Düsseldorf, Darmstadt, München

und Zürich. 250 Mitarbeiter stark.

Inhabergeführt, mit 185 beteiligten

Mitarbeitern.

Rötelstraße 35

74172 Neckarsulm

www.kaufland.de/arbeitgeber

Kontakt:

karriere@kaufland.de

facebook.com/kauflandkarriere

Branche:

Lebensmitteleinzelhandel

Produkte/Dienstleistungen:

Kaufland ist ein erfolgreiches

internationales Handelsunternehmen

– leistungsstark, dynamisch

und fair. Das Unternehmen setzt

auf Motivation und Engagement

von jedem Einzelnen.

Siehe Anzeige Seite 07

Siehe Anzeige Seite 31

Siehe Anzeige Seite 39

Siehe Anzeige Seite 05

Siehe Anzeige Seite 11

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audimax

MUT ZUR LÜCKE

beweist

Philipp Walulis

Fotos: © victor zastolˇskiy / Fotolia, privat

Philipp Walulis wurde am 5. August 1980 in Starnberg geboren. Nach seinem Studium der Theaterund

Kommunikationswissenschaft sowie der Psychologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München begann er seine

Laufbahn 2004 als Moderator und Ressortleiter beim Münchner Radiosender M94.5. Schon damals machte er sich satirisch über

die Medienlandschaft lustig. Richtig bekannt wurde er mit seinem TV-Format ›Walulis sieht fern‹. Heute nimmt er auf seinem

YouTube Channel ›Walulis‹ TV-Shows, YouTuber und Stars aufs Korn – immer mit einer ordentlichen Portion Sarkasmus.

Mut zur Lücke beweist das nächste Mal: Judith Holofernes

Und im

nächsten audimax?

• Fernweh-Special: Reisefieber

• Industrie und Arbeiten 4.0

• Formula Student Germany

Wann?

Ab 9. Juni 2017

an deiner Hochschule!

90 | www.audimax.de – Die Jobbörse für Akademiker


audimax »Ride I.T«: Der Recruiting-Event für ITler

RIDE I.T!

WIR HABEN DIE LOCATION.

DU HAST DIE SICHT.

KOMM ZUM KRASSESTEN RECRUITING-EVENT 2017!

Einer der legendärsten Freeride-Contests weltweit.

Die besten Mountainbiker der Welt. Du bist live dabei.

Mit VIP-Front Row-Sicht. Beim Red Bull District Ride.

UND LERNST TOP-PERSONALER KENNEN.

Mountainbike-Slopestyle-Tricks

auf Weltklasse-Niveau gibt‘s am 1.

und 2. September am Nürnberger

Hauptmarkt. Der verwandelt sich

beim Red Bull District Ride in einen

urbanen Freeride-Parcours. Der audimax-Newsroom

bietet geilste Sicht

auf das Spektakel.

Deshalb verlosen wir 24 Plätze zu

»Ride I.T«, unserem Karriereevent für

IT-Studenten. Networken, Runs gucken,

mit Personalentscheidern quatschen

und Biker kennenlernen, zur

Aftershopwarty gehen und auf

Kosten des audimax-Hauses anreisen,

essen, trinken und schlafen – das

wartet auf 24 ausgewählte IT-Talente

aus ganz Deutschland.

Du willst dabei sein? Dann bitte

Lebenslauf und eine Übersicht deiner

Stu dienleistungen an district@audimax.de

schicken und dich um einen der 24 Plätze

bewerben.

Mehr Infos: audimax.de/rideit.

© Red Bull Media House


10TH ANNIVERSARY EDITION

Berlin | July 3 - July 5, 2017

#TMB17

The 10th Anniversary of Our International

Networking Extravaganza. Apply Now!

Do you have an entrepreneurial mindset? Are you creative? Are you passionate about shaping

the future of the media landscape, especially in the digital domain? Then seize the opportunity

and apply to participate in “Talent Meets Bertelsmann 2017” – the international networking

extravaganza taking place in Berlin from July 3 to July 5, 2017. Join us and shape the future

of the media industry!

What can you expect?

Learn more here!

www.talentmeetsbertelsmann.com

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