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AöR-Verwaltungsrat: Eltern beteiligen?

Mit freundlicher Genehmigung von Nicole Scholmann, Segeberger Zeitung, SZHuKa3 SZ 28.04.2017 S1SZ 1

AöR-Verwaltungsrat: Eltern

FREITAG, 28. APRIL 2017 KALTENKIRCHEN | HENSTEDT-ULZBURG I Hartenholmer haben Vorgriffsrecht Für das neue Baugebiet Weinskoppel möchte die Gemeinde vor allem junge Menschen gewinnen, die sich ans Dorf binden wollen VON BIRGIT PANTEN ...................................................... HARTENHOLM. „So genannte Toskana-Häuser möchten wir nicht“, betonte Bürgermeister Hans-Burkhard Fallmeier während der Einwohnerversammlung im Dorfgemeinschaftshaus zum künftigen Baugebiet Weinskoppel an der Fuhlenrüer Straße. Die junge Frau schaute etwas ungläubig, als es um ihre Frage nach den Dachneigungen für die künftige Bebauung ging. Fallmeier strich heraus, dass lediglich eine eingeschossige Bebauung mit Sattel- oder Walmdach möglich sei, kein Staffelgeschoss. „Wir möchten den ländlichen Charakter erhalten, deshalb liegen beispielsweise auch die Mindestgrundstücksgrenzen bei 750 Quadratmetern“, erläuterte der Bürgermeister. Auch lasierte Dachpfannen sind laut Bebauungsplan nicht gestattet. Rund 60 Bürger waren zur Präsentation unter anderem der Modalitäten zur Grundstücksvergabe gekommen. Besonders interessierte die überwiegend jungen Bauwilligen der Preis für das erschlossene Bauland. 120 Euro kostet ein Quadratmeter. Für Hartenholmer gibt es 10 Euro Rabatt. Es wird von der Landgesellschaft im Auftrag der Gemeinde vermarktet. Nach Kalkulation aller Kosten müssen die Käufer 120 Euro pro Quadratmeter bezahlen. Für Hartenholmer wird es einen Nachlass von 10 Euro pro Quadratmeter geben. Damit will man gerade die jungen Leute halten, die im Ort aufgewachsen oder zugezogen sind und dauerhaft bleiben möchten. „Wir müssen Schule und Kindergarten retten und möchten keine Investoren anlocken, die auf Vermietung aus sind“, erläuterte Fallmeier. Deshalb haben Kaufinteressenten mit Hartenholm-Bindung auch ein Vorgriffsrecht. Für sie gibt es einen Fragebogen, auf dem sie sich beispielsweise durch Kinderzahl, einen Arbeitgeber in Hartenholm oder die Mitgliedschaft in einer Freiwilligen Feuerwehr Punkte „verdienen“ können. Bis zum 14. Mai muss dieser Bogen bei der Gemeinde abgegeben sein. Am 31. Mai ab 19 Uhr treffen die Interessenten mit der Gemeinde wieder im Dorfhaus zusammen. Die Käufer mit den höchsten Punktzahlen können auf ihr Bürgermeister Hans-Burkhard Fallmeier (links) und Projektleiter Dieter Huck von der Landgesellschaft stellten die Pläne für das Baugebiet Weinskoppel in Hartenholm vor. FOTO: PANTEN Wunschgrundstück zugreifen. Bei ihnen muss dann der Termin für die Kaufbeurkundung bis zum 31. Juli feststehen. Danach haben auswärtige Bewerber die Möglichkeit zum Kauf. Zuerst werden 30 Grundstücke ab 16. September bebaut. Wenn sie alle verkauft sind und die ersten Bauten stehen, kommen weitere zehn Grundstücke am Anfang und Ende des Baugebietes zur Vermarktung. „Das kann also noch etwas dauern“, warnte Dieter Huck als Projektleiter Grundstücksentwicklung bei der Landgesellschaft und legte den Bauwilligen nahe, sich auch rechtzeitig um Finanzierungsgespräche zu kümmern. Detailliert wurde die Ausstattung des Baugebietes mit Stichstraßen, Pfeifenkopf- Grundstücken, Laternen, Entwässerung und Fahrbahnbelägen erläutert, ebenso, wie hoch der Anteil an bebauter Fläche pro Grundstück sein darf und dass ein Bodengutachten von den meisten Hausbaufirmen verlangt wird. Die komplette Präsentation wird auf die Homepage der Gemeinde gestellt (www.hartenholm.de). Etliche junge Paare, die sich zum Teil aus der Schule oder dem Sportverein kennen, standen nach der Versammlung noch zusammen und diskutierten. Dabei wurde deutlich, dass das Interesse bei den meisten hoch ist, sich dauerhaft in Hartenholm zu binden. Die Bauten müssen in drei Jahren bezugsfertig sein und mindestens zehn Jahre lang persönlich bezogen werden. Sollte vorher verkauft werden, droht eine Kaufpreisnachzahlung. „Bei Schicksalsschlägen können wir über alles reden“, versprach Bürgermeister Fallmeier. KURZNOTIZEN Einzelgespräche mit Stefan Bauer HENSTEDT-ULZBURG. Bürgermeister Stefan Bauer lädt am Mittwoch, 3. Mai, zur Bürgersprechstunde in den Baubetriebshof ein. Bauer wird den Bürgern für Einzelgespräche zur Verfügung stehen, die etwa 15 bis 20 Minuten dauern können. Um sich auf die Gespräche vorbereiten zu können, ist eine Anmeldung mit Nennung des Themas erforderlich, unter 04193/963102 oder per E-Mail an stefan.bauer@h-u.de. Autobahnbrücke wird gesperrt KALTENKIRCHEN. Im Zuge der Ausbauarbeiten der Autobahn A7 wird die Alvesloher Straße hinter dem Ortsausgang Kaltenkirchen in Richtung Alveslohe von Dienstag, 2. Mai, bis zum 24. Juli voll gesperrt. In diesem Zeitraum wird die Autobahnbrücke saniert. Umleitungsempfehlungen werden ausgeschildert. Skandinavische Klänge HENSTEDT-ULZBURG. Freunde der skandinavischen Klassik kommen am Donnerstag, 4. Mai, auf ihre Kosten. Da lädt die Kreuzkirche Ulzburg zu einem Liederabend zum Thema „Klänge des Nordens“ ein. Studenten des Hamburger Konservatorium singen Klavierlieder unter anderem von Edvard Grieg, Agatha Baker-Gröndahl, Vilhelm Stenhammer und Hugo Alsven. Beginn ist um 19.30 Uhr im Gemeindsaal der Kreuzkirche. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen Lesung im Gemeinschaftshaus KALTENKIRCHEN. Das Tausendfüßler Gemeinschaftshaus, Schützenstraße 45, hat zu einer Lesung mit Charlotte Richter- Peill aus Kattendorf eingeladen. Am Montag, 8. Mai, ab 15 Uhr liest sie aus „Das Orakel von Farland“ und aus ihrem Roman „Magoria“. Richter-Peill wurde mehrfach ausgezeichnet. Das Café ist ab 14.30 Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei. Kammerspieler werden kafkaesk Die Kammerspieler in KATTEN- DORF wagen sich an einen Stoff, der eigentlich nicht für die Bühne gedacht war: Sie zeigen eine moderne Inszenierung von Franz Kafkas „Die Verwandlung“. „Als Gregor Samsa eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einem ungeheueren Ungeziefer verwandelt“, so beginnt Kafka seine Erzählung. Der Satz zählt zu den berühmtesten der Weltliteratur. Traum und Wirklichkeit, Schein und Sein verschränken sich in der Erzählung – und auch in der Inszenierung der „Kammerspieler“ – zu jener einzigartigen Welt- und Selbstwahrnehmung, für die der Ausdruck „kafkaesk“ erfunden wurde. Das spiegelt sich auch in dem von Bernd Ulrich und Jürgen Fock entworfenen Bühnenbild wieder: Podest und Käfig zugleich. Was passiert, wenn der uns am Herzen liegende Mensch sich verwandelt, nutzlos wird, unser ästhetisches Empfinden provoziert, sich entstellt? Bleibt dann die Liebe stark genug? Halten wir der Konfrontation mit dem Verwandelten stand? Darauf geben die Kattendorfer Kammerspieler unter der Regie von Rainer Hansen eine Antwort, frei nach Kafka. Trotz des Bezugs auf die Lebenswirklichkeit des 21. Jahrhunderts transformiert diese Inszenierung die Erzählung in ein Drama, das sich auf das Verhältnis des Außenseiters Gregor zu Familie und Gesellschaft konzentriert, ohne dabei die Vielschichtigkeit des Originals aus den Augen zu verlieren. Das Ergebnis der Kammerspieler lässt sich an den Freitagen, 12. und 19. Mai sowie Sonnabenden, 13. und 20. Mai, im Theater in Kattendorf (Sievershüttener Straße 18) jeweils um 20 Uhr verfolgen (weitere Informationen: www.theaterclubkattendorf.de). TEXT: LBW/FOTO: PRIVAT Einbrecher stahlen Laptop und Schmuck NORDERSTEDT. Zu mindestens vier Einbrüchen kam es in den vergangenen Tagen in der Stadt. Am Dienstag wurde gegen 18.45 Uhr in einen Heizungs- und Sanitär-Großhandel an der Robert-Koch-Straße eingebrochen. Hier hatte sich der Täter einschließen lassen und das Gebäude mit zwei Laptops verlassen. In der Zeit von Dienstag- auf Mittwochabend wurde zudem eine Wohnung in einem Mehrfamilienhaus in der Straße Am Ochsenzoll aufgebrochen. AöR-Verwaltungsrat: Eltern beteiligen? HENSTEDT-ULZBURG. Die Umwandlung der zehn Kitas der Gemeinde in einer Anstalt öffentlichen Rechts (AöR) – wie von der Mehrheit der Gemeindevertreter im Dezember beschlossen – geht seinen Gang, auch wenn die Elterninitiative für einen Eigenbetrieb statt der AöR beim Bürgerbegehren gerade Unterschriften sammelt. Die Mitglieder des Hauptausschusses befassten sich in ihrer Sitzung ausführlich mit der Satzung der neuen Organisation. Die Gemeindeverwaltung hatte sich mit der KPMG Rechtsanwaltsgesellschaft (Hamburg) in Person von Anwalt Dr. Arne Gniechwitz einen Experten ins Boot geholt, um die Satzung auszuformulieren. Gniechwitz stand den Ausschussmitglieder im Ratssaal Rede und Antwort. Diskussionsbedarf hatten die Fraktionen bei der Zusammensetzung des Verwaltungsrates, der unter anderem den zweiköpfigen Vorstand bestellt. „Wir plädieren dafür, Was geklaut wurde ist der Polizei nicht bekannt. Am Dienstagabend wurde der Polizei ein Einbruch in ein Reihenhaus in der Straße Großer Born gemeldet. Hier nahmen der oder die Täter Schmuck und elektronische Geräte mit. Wie sich herausstellte, wurde ebenfalls in das benachbartes Reihenhaus eingebrochen. Hier ist das Diebesgut noch unbekannt. Die Kriminalpolizei Norderstedt ermittelt (Telefon 040- 528060). nib Diskussion um Besetzung und Stimmrecht Jetzt der Umschwung – möchte man in der Öffentlichkeit nicht als elternfeindlich dastehen? Patrizia Giuffrida, Elterninitiative Pro Eigenbetrieb dass ein Mitglied des Elternbeirates mit Rede- und Stimmrecht dem Verwaltungsrat angehören sollte“, sagte Horst Ostwald, SPD-Fraktionsvorsitzender. Jens Iversen von der Wählergemeinschaft BFB schlug in dieselbe Kerbe und wünschte im Namen seiner Fraktion, dass die Eltern in dem Gremium beteiligt werden. „Bei der vorherigen Ratssitzung hatte die SPD bereits eine Beteiligung der Eltern im Aufsichtsrat gefordert. Dies wurde von den anderen Fraktionen kategorisch abgelehnt. Jetzt der Umschwung – möchte man in der Öffentlichkeit nicht als elternfeindlich dastehen?“, fragt Patrizia Giuffrida von der Elterninitiative Pro Eigenbetrieb. Sie und ihre Mitstreiter wundern sich über den Sinneswandel. Anwalt Gniechwitz hingegen gab die Empfehlung aus, den Verwaltungsrat ohne Beteiligung der Elternschaft aufzustellen. Seine Begründung: Die Mitglieder des Verwaltungsrates würden für fünf Jahre ernannt werden, und kaum ein Elternteil habe sein Kind diese Zeit über in einer Betreuungseinrichtung. Dem widersprachen die Kommunalpolitiker. Wer seine Tochter oder seinen Sohn vielleicht schon in die Krippe gebe, sei mindestens fünf Jahre dabei. Der Antrag, einen Elternvertreter in den Rat zu setzen, wurde angenommen. nib

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