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Praxiszeitschrift April 2017

Ihre Gesundheit liegt ins am Herzen

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Dr. med. Maximilian Hornauer<br />

Facharzt für Physikalische und<br />

Rehabilitative Medizin<br />

• Sportmedizin<br />

• Chirotherapie<br />

• Akupunktur<br />

Golfen – der perfekte Sport<br />

für die Gesundheit!<br />

von Dr. med. Maximilian Hornauer<br />

Golf ist auch für Ältere als<br />

Sport ideal geeignet.<br />

Zugegeben, Golf ist nicht Jedermanns Sache.<br />

Eine Runde dauert immerhin im Schnitt vier<br />

Stunden kostbare Zeit und billig ist dieses<br />

sportliche Vergnügen auch nicht. Beides<br />

muss man sich leisten können. Aus medizinischer<br />

Sicht kann ich regelmäßigen Golfern<br />

jedoch nur gratulieren, gerade im fortgeschrittenen<br />

Alter gibt es wenige bessere Betätigungen<br />

für Körper und Geist. Bewegung,<br />

frische Luft, eine lange Dauer, Belastungen<br />

bei niedrigem Puls, muskuläre Betätigung im<br />

aeroben Bereich, all diese Faktoren fördern<br />

das körperliche und auch das mentale Wohlbefinden.<br />

Golf für die Gesundheit -<br />

richtig ist wichtig<br />

Auch deshalb hat sich die Zahl der Golfer in<br />

Deutschland über die vergangenen zehn<br />

Jahre deutlich erhöht. Derzeit gibt es<br />

640.181 in Clubs organisierte Golfer (Stand<br />

Jan. 2016), dazu kommen noch ca. 200.000<br />

Golfspieler, die nicht registriert sind. Um positive<br />

medizinische Rückwirkungen auch<br />

wirklich zu erzielen, muss der Golfer allerdings<br />

einige Regeln beachtet. In erster Linie<br />

sollte das Spiel Freunde machen. Der USamerikanische<br />

Spitzengolfer Lee Trevino hat<br />

einmal mit einem Augenzwinkern gesagt:<br />

„Golf ist der größte Spaß, den man mit angezogenen<br />

Hosen haben kann.“ Diese gelassene<br />

Einstellung lassen jedoch Amateurgolfer<br />

oft vermissen. Sie gehen übermäßig<br />

ehrgeizig und verbissen über den Platz und<br />

regen sich über jeden misslungenen Schlag<br />

auf. So verpuffen natürlich die erwünschten<br />

Effekte für die Gesundheit. Wer vier Stunden<br />

Golf pro Woche spielt, erzielt den vergleichbaren<br />

Effekt, wie jemand, der etwa 3 Stunden<br />

Powerwalking betreibt.<br />

Im Vergleich zu den allermeisten Sportarten<br />

ist Golf ungefährlich und weist eine extrem<br />

niedrige Verletzungsrate auf. Wichtig ist eine<br />

gute Vorbereitung und eine saubere technische<br />

Ausführung, denn der Golfschwung ist<br />

eine komplexe Bewegung, an der mehr als<br />

400 Muskeln beteiligt sind. Aufwärmen und<br />

Stretching vor und nach dem Golfen, zumindest<br />

jeweils 10 Minuten, gehören zur Pflicht,<br />

um verletzungsfrei zu bleiben.<br />

Auf einer Runde von 4 Stunden werden pro<br />

Minute rund 4 - 6 Kcal verbraucht. Dies entspricht<br />

einem Bruttoenergieumsatz von bis<br />

zu 1400 kcal. Zu den To Dos gehört ebenfalls<br />

eine optimale Versorgung des Körpers. Es<br />

muss schon vor dem Golfen ausreichend getrunken<br />

und gegessen werden. Während der<br />

Runde sind Bananen, Müsliriegel und viel<br />

Wasser ideal. Es gilt unbedingt, einen sogenannten<br />

Hungerast, also eine Unterzuckerung,<br />

zu vermeiden.<br />

Durch die hohe Konzentration über einen<br />

längeren Zeitraum und das Schlagen von vielen<br />

Bällen insbesondere auf der Driving<br />

Range, wirkt eine Runde Golf weit mehr als<br />

ein ausführlicher Spaziergang. Die Entwicklung<br />

geht im Spitzensport jedoch klar zu den<br />

Modellathleten. Rory McIlroy, Dustin Johnson<br />

und auch Martin Kaymer sind ohne<br />

Zweifel Leistungssportler und das sieht man<br />

ihnen auch an. Golf als eine Form des Spaziergangs<br />

zu bewerten, wäre also falsch.<br />

Koordination und Kondition<br />

Auch, weil Sie es für ein gutes Golfspiel eine<br />

Vielzahl an körperlichen Fähigkeiten braucht.<br />

Zum einen wäre da eine gute Kondition.<br />

Ohne eine entsprechende Herzkreislauffunktion<br />

werden Golfer mit zunehmender<br />

Dauer der Runde müde und es fehlt am<br />

Ende an der notwendigen Präzision. Gut<br />

hierfür ist ein Training auf dem Ergometer<br />

oder direkt auf dem Fahrrad. Genauso wichtig<br />

ist Beweglichkeit. Jede Form der Gymnastik<br />

ist also Ziel führend, auch dehnende<br />

Varianten von Yoga helfen. Und nicht zuletzt<br />

ist Muskulatur ein Erfolgsfaktor für Golfer,<br />

um bessere Längen mit Hölzern und Eisen zu<br />

erzielen.<br />

Gerade der Rücken und die Körpermitte<br />

müssen stark sein, zum einen, um den Ball<br />

weit zu schlagen, zum anderen, um Verletzungen<br />

vorzubeugen. Hinzu kommen Übungen<br />

für die Balance und eine bessere<br />

Augen-Hand Koordination. Golfer können<br />

viel Zeit in einem Fitness-Studio verbringen,<br />

um ihre Voraussetzungen für ein gutes Spiel<br />

zu verbessern.<br />

Aber Achtung: Beschwerden durch das Golfspielen<br />

nehmen - wissenschaftlich nachgewiesen<br />

- in Abhängigkeit von der Zahl der<br />

Golfrunden und der gespielten weiten Bälle<br />

pro Woche zu.


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Also: Nicht übertreiben! Wer täglich fünf<br />

Stunden auf den kleinen Ball drischt, tut sich<br />

nichts Gutes. Auch Golfen ist nur mit Augenmaß<br />

körperlich sinnvoll. Ein letzter Vorteil<br />

des Golfens aus medizinischer Sicht sollte<br />

nicht vergessen werden. Die meisten Menschen<br />

können diesen Sport gut im Alter betreiben<br />

- mit den wünschenswerten Folgen<br />

für den Herzkreislauf, die Muskulatur und<br />

die mentale Gesundheit. Andere Sportarten,<br />

denken Sie ans Langstreckenlaufen, Tennisspielen<br />

oder auch ans Skifahren, sind gerade<br />

im Alter mit deutlich höheren Risiken verbunden.<br />

Die Lendenwirbelsäule<br />

beim Golfschwung<br />

Von allen Bereichen des Haltungs- und Bewegungsapparates<br />

wird die Lendenwirbelsäule<br />

beim (falschen) Golfspielen am<br />

häufigsten getroffen. Das liegt vor allem<br />

daran, dass ca. 77 Prozent aller Menschen<br />

bereits unter Rückenproblemen leiden. Bedingt<br />

durch zu langes Sitzen und unzureichende<br />

muskuläre Ausbildung vom Rumpf<br />

kommt es gerade in der Lendenwirbelsäule<br />

zu Schmerzen.<br />

Somit ist unsere Empfehlung für alle Golfer,<br />

im Winter an speziellen Rückenkursen in Fitnessstudios<br />

teilzunehmen. Es hilft ihrem<br />

Kreuz und ihrem Spiel. Im Folgenden zeigen<br />

wir Schwungbewegungen, die den Rücken<br />

gefährden und wie die Gefahr von Schäden<br />

vermieden werden kann.<br />

Ungünstig: Ein runder Rücken!<br />

Die Haltung, die auf dem rechten Bild zu<br />

sehen ist, bringt u. U. Probleme in der Lendenwirbelsäule.<br />

Aufgrund der starken Vorbeugung<br />

aus der Halswirbelsäule wird die<br />

Brustwirbelsäule rund. Die Lendenwirbelsäule<br />

ist aber nicht ausreichend vorgebeugt.<br />

Aus dieser Position heraus kann die Lendenwirbelsäule<br />

noch schlechter gedreht werden,<br />

da die Zwischenwirbelgelenke in ungünstiger<br />

Stellung zueinander stehen. Besser<br />

ist es, das Kinn von der Brust zu heben<br />

und die Schulterblätter ein wenig zurückzuziehen.<br />

Dann kann der Golfer sofort aus der<br />

Hüfte rotieren und entlastet die Lendenwirbelsäule.<br />

Achtung:<br />

Die Hüfte dreht vor!<br />

Bei einem schmerzfreien Schwung bleibt die<br />

Wirbelsäule im gleichen Winkel wie in der<br />

Ansprechposition. Die Rotation erfolgt in<br />

den Hüften. Dadurch wird die Kraft in den<br />

Schaft und dann auf den Ball übertragen.<br />

Viele Golfer versuchen jedoch aus der Hüfte<br />

zu starten und schieben sie in Richtung Ball<br />

(Foto rechts). Wenn zudem der Kopf „festgehalten“<br />

wird, dann verkantet die Lendenwirbelsäule<br />

und es kommt zu größeren<br />

Belastungen an den Zwischenwirbelgelenken<br />

und den Bandscheiben.<br />

Schlecht: Hinteres Bein<br />

bleibt stehen<br />

Sehr häufig kommt es<br />

vor, dass das hintere<br />

Bein in der Endstellung<br />

noch fest am<br />

Boden steht, aber der<br />

Oberkörper weitergedreht<br />

wurde. Dabei<br />

werden die Bandscheiben<br />

und die Wirbelgelenke<br />

in der Lendenwirbelsäule<br />

ebenfalls<br />

stark belastet.<br />

Bei korrektem Einleiten des Abschwungs<br />

aus den Beinen und der Hüftdrehung heraus,<br />

schwingt die Hüfte den Armen voraus<br />

und das hintere Bein wird wie von selbst in<br />

die Endstellung mitgezogen (Foto unten).<br />

Das entlastet die Lendenwirbelsäule vollständig.<br />

Denken Sie beim vollen Schwung<br />

immer daran, dass von hinten die gesamte<br />

Sohle des rechten Fußes zu sehen sein<br />

sollte.<br />

Übungen zur Kräftigung der<br />

Lendenwirbelsäule:<br />

Die Lendenwirbelsäule ist beim Golfen besonderen<br />

Belastungen ausgesetzt. Durch die<br />

Rotationsbewegungen werden die Zwischenwirbelgelenke<br />

und Bandscheiben beansprucht.<br />

Eine gut ausgebildete Bauch- und<br />

Rückenmuskulatur schützt diese Strukturen<br />

vor Überlastungen und kann über eine bessere<br />

„Core stability“ auch den Golfschwung<br />

verbessern. Einfache Übungen hierzu haben<br />

wir im Folgenden für Sie zusammengestellt.<br />

Übung 1:<br />

Im Unterarmstütz bilden Oberkörper und<br />

Beine eine Linie. Die Rumpfmuskulatur ist<br />

angespannt, der Bauchnabel wird zur Wirbelsäule<br />

gezogen. Die Spannung wird gehalten<br />

und das rechte Bein gestreckt angehoben.<br />

Dabei sollte der Oberkörper und das<br />

linke Bein weiterhin eine Linie bilden. Danach<br />

wird das rechte Bein wieder abgesenkt<br />

und das linke Bein abgehoben. Im Wechsel<br />

werden 15 Wiederholungen ausgeführt.<br />

Foto/Quelle:<br />

http://imworld.aufeminin.com/story/20160510/-<br />

Übung 2:<br />

In Rückenlage werden die Füße auf einen<br />

Pezzi-Ball abgelegt. Rücken und Gesäßmuskulatur<br />

werden angespannt, sodass Oberkörper<br />

und Beine eine Linie bilden. Hüfte<br />

und Knie werden gebeugt und der Ball wird<br />

dadurch zum Gesäß gerollt. Die Rumpfmuskulatur<br />

muss dabei die Spannung halten, sodass<br />

bei erneuter Streckung von Knie und<br />

Hüfte wieder die Ausgangsposition erreicht<br />

wird. 15 Wiederholungen sind bei dieser<br />

Übung zu empfehlen.<br />

Foto/Quelle:<br />

http://imworld.aufeminin.com/story/20160510/-<br />

Literaturhinweise:<br />

Fotos/Quelle:<br />

https://www.golfmagazin.de/training/medizinratgeber-die-lendenwirbelsaeule/4/<br />

http://www.gesuendernet.de/wellness-und-beauty/fita-in-form/item/1225-golfen-der-perfekte-sport-fuerdie-gesundheit.html


<strong>Praxiszeitschrift</strong>_Mai_17_Hochformat_Layout 1 05.05.<strong>2017</strong> 12:54 Seite 4<br />

Dr. med. Maximilian Hornauer<br />

Facharzt für Physikalische und<br />

Rehabilitative Medizin<br />

• Sportmedizin<br />

• Chirotherapie<br />

• Akupunktur<br />

Akupunktur<br />

von Dr. med. Maximilian Hornauer<br />

Definition<br />

„Die Akupunktur verwendet Einstiche mit<br />

Gold- oder Silbernadeln an genau festgelegten<br />

Hauptpunkten, die spontan- oder druckschmerzhaft<br />

sein können, bei funktionellen<br />

reversiblen Erkrankungen oder Störungen zu<br />

diagnostischen und/oder therapeutischen<br />

Zwecken.“ Diese Definition der Akupunktur<br />

nach De la Fuye gilt noch immer, mit einer<br />

Ausnahme: Heute werden hauptsächlich<br />

sterile Stahlnadeln verwendet. In China wird<br />

aber wieder vereinzelt mit Gold- und Silbernadeln<br />

gearbeitet.<br />

Die Akupunktur und Moxibustion (Wärmebehandlung<br />

an vorgesehenen Punkten) ist<br />

nur ein kleiner Teilbereich der traditionell<br />

chinesischen Medizin (TCM), welche ihrerseits<br />

nur ein kleiner Teil eines philosophischen<br />

Systems darstellt. In unserer westlichen<br />

Medizin hat davon bisher allerdings<br />

nur die Akupunktur in größerem Ausmaß<br />

Eingang gefunden. Dennoch ist Akupunktur<br />

immer noch umstritten. Auf der einen Seite<br />

gibt es Fanatiker, die die Akupunktur als Universaltherapie<br />

verkaufen, auf der anderen<br />

Seite wird sie von den Kollegen wütend als<br />

Scharlatanerie abgelehnt. Beides ist falsch.<br />

Die Akupunktur ist sicherlich kein Allheilmittel.<br />

Sie ist eine Ordnungstherapie, deren Einsatz<br />

wohl bei Gestörtem, nicht aber bei<br />

Zerstörtem sinnvoll ist. Akupunktur kann<br />

somit zerstörte Organe und Gewebe nicht<br />

reparieren. Sie stößt aber die Selbstheilung<br />

des Körpers an und kann gestörte Funktionen<br />

wiederherstellen und Schmerzen lindern.<br />

Yin und Yang<br />

Es gibt eine ganze Reihe von Therapiemethoden,<br />

um z.B. Rückenschmerzen im Lendenwirbelbereich<br />

zu lindern. Krankengymnastik<br />

(Physiotherapie), Massagen oder<br />

Wärmebehandlung stoßen aber oft an ihre<br />

Grenzen. Die Akupunkturbehandlung könnte<br />

hier eine Alternative sein.<br />

Bei der Akupunktur werden bestimmte, sogenannte<br />

Triggerpunkte stimuliert, um Blockaden<br />

der Körperenergie (Qi) aufzuheben<br />

und damit Rückenschmerzen zu bessern.<br />

In der Lehre der Traditionellen Chinesischen<br />

Medizin (TCM) wird der Energiefluss durch<br />

ein Ungleichgewicht zweier gegensätzlicher<br />

Kräfte blockiert: Yin, dem Langsamen, Kalten<br />

u. Passiven, u. Yang, das für Hitze, Schnelligkeit<br />

und Aktivität steht. Aus diesen Blockaden,<br />

so die Vorstellung der TCM, resultieren<br />

körperliche und seelische Beschwerden.<br />

Wirkung der Akupunktur<br />

Was genau bei der Akupunktur im Körper<br />

geschieht, ist wissenschaftlich noch nicht zu<br />

hundert Prozent bewiesen. Dank moderner<br />

wissenschaftlicher Untersuchungsmethoden<br />

konnte die Akupunkturwirkung in den letzten<br />

Jahren aber viel besser erklärt werden.<br />

Dennoch fehlen Erklärungen für die Tatsache,<br />

dass zum Beispiel Schulterschmerzen<br />

von einem bestimmten Punkt auf dem Unterschenkel<br />

aus besonders gut behandelt<br />

werden können, von einem Punkt knapp daneben<br />

allerdings nicht. Wissenschaftlich erwiesen<br />

sind bisher folgende Wirkungen:<br />

• Nervös-reflektorisch<br />

• Humoral-endokrin: Einfluss auf die End orphin-,<br />

Serotonin-,Cortisonproduktion<br />

• Vasoaktive Wirkung: direkt auf die Blutzirkulation<br />

und über die Aktivierung des<br />

vasoaktiven intestinalen Polypeptides (VIP)<br />

• Muskelwirkung<br />

• Wirkung auf das Immunsystem


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Die meisten Patienten empfinden meist<br />

schon nach der ersten Behandlung ein angenehmes,<br />

wohltuendes und entspannendes<br />

Gefühl. Die heilende Wirkung kommt<br />

u.a. dadurch zustande, dass der stimulierende<br />

Reiz der Nadeln im Gehirn eine vermehrte<br />

Ausschüttung schmerzlindernder<br />

und stimmungsaufhellender Substanzen<br />

auslöst.<br />

Bei diesen „Glückshormonen“ handelt es<br />

sich um Serotonin; körpereigene Morphine<br />

wie das Endorphin sowie Enkephaline. Mit<br />

modernen Verfahren, wie zum Beispiel mit<br />

der fMRT (funktionelle Magnetresonanztomografie<br />

– Kernspin), lassen sich die Wirkungen<br />

der Akupunktur oder der<br />

Laserakupunktur über die Stoffwechselaktivität<br />

im Gehirn nachweisen. In den Hirnarealen,<br />

welche mit den stimulierten Akupunkturpunkten<br />

in Verbindung stehen, zeigen<br />

sich vermehrt erhöhte Aktivitäten.<br />

GERAC-Studie<br />

Wie die Akupunktur in der Therapie von Rückenschmerzen<br />

im Vergleich zu anderen Ansätzen<br />

abschneidet, wurde in Deutschland<br />

in mehreren Studien untersucht. 500 niedergelassene<br />

Ärzte, die eine mindestens 140-<br />

stündige Akupunkturausbildung bei verschiedenen<br />

deutschen Akupunkturgesellschaften<br />

erhalten hatten und über eine mindestens<br />

zweijährige klinische Erfahrung mit<br />

der Akupunktur verfügten, wurden speziell<br />

für GERAC geschult und führten in ihren Praxen<br />

die Prüftherapien durch.<br />

Moxibustion und eine Elektrostimulation<br />

von Akupunkturpunkten waren in den<br />

GERAC-Studien nicht zugelassen. Insgesamt<br />

erfolgten über 35.000 Akupunkturbehandlungen.<br />

Die Patienten waren gegenüber der<br />

Art der Akupunktur (Verum oder Sham) verblindet.<br />

Wirksame Nadeln<br />

Bei rund 48 Prozent der TCM-Behandelten<br />

hatten sich Rückenschmerzen und -beweglichkeit<br />

nach sechs Monaten deutlich gebessert.<br />

Dies traf aber auch auf 44 Prozent der<br />

Patienten zu, die mit Schein-Akupunktur behandelt<br />

wurden. Insgesamt wirkten die Akupunkturnadeln<br />

deutlich besser als die<br />

klassische Therapie, schlussfolgern die Autoren<br />

im Fachblatt "Archives of Internal Medicine"<br />

(2007). Denn hier verspürten nur 27<br />

Prozent eine Besserung. Neuere Studien zur<br />

Akupunktur bei Rückenschmerzen und eine<br />

Übersichtsanalyse zahlreicher Untersuchungen<br />

bestätigten das Ergebnis:<br />

Die dreiarmigen Studien verglichen an über<br />

3500 randomisierten Patienten die Wirksamkeit<br />

einer Akupunktur an chinesischen<br />

Akupunkturpunkten (Verum, lat. echt) mit<br />

einer Akupunktur an nicht chinesischen<br />

Punkten (sham, engl. für Vortäuschung) und<br />

einer konventionellen (pharmakologischen,<br />

Physiotherapie u. a.) Therapie.


<strong>Praxiszeitschrift</strong>_Mai_17_Hochformat_Layout 1 05.05.<strong>2017</strong> 12:54 Seite 6<br />

Prof. Dr. med. habil.<br />

PETER C. KREUZ<br />

Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie<br />

• Knorpeltherapie u. regenerative Gelenkchirurgie<br />

• Kinderorthopädie<br />

• Säuglingshüftsonographie<br />

• Chirotherapie<br />

• Sportorthopädie<br />

Möglichkeiten zur Vermeidung von Erkrankungen<br />

und Verletzungen am Bewegungsapparat<br />

von Prof. Dr. med. habil. Peter C. Kreuz<br />

Demographische Entwicklung<br />

und Erkrankungen am<br />

Bewegungsapparat<br />

Die Bedeutung der Prävention für den Stützund<br />

Bewegungsapparat wird in unserer Gesellschaft<br />

noch deutlich unterschätzt. Allerdings<br />

kommt gerade in Bezug auf die demographische<br />

Entwicklung und die zunehmende Alterung<br />

unserer Gesellschaft der Vorsorge von<br />

Erkrankungen und Verletzungen am Bewegungsapparat<br />

eine immer bedeutendere Rolle<br />

zu. Wenn die Selbständigkeit und Mobilität<br />

verloren geht, werden die meisten Menschen<br />

pflegebedürftig. Diesem Problem kann man<br />

nur mit einer gezielten Prävention entgegentreten,<br />

was nur mit Eigeninitiative und Disziplin<br />

möglich ist.<br />

Im Jahr 2010 war die Arbeitsunfähigkeit bei<br />

über 21 % aller Patienten auf Erkrankungen<br />

des muskuloskelettalen Systems zurückzuführen.<br />

Desweiteren sind die muskuloskelettalen<br />

Erkrankungen für 38 % der Leistungen der gesetzlichen<br />

Rentenversicherung zur medizinischen<br />

Rehabilitation verantwortlich. Führend<br />

hierbei sind degenerative/entzündliche Erkrankungen<br />

des Hüft- und Kniegelenks, Rückenschmerzen,<br />

Osteoporose, Haltungsschäden<br />

oder degenerative Sehnenerkrankungen<br />

wie z.B. Sehnenrupturen<br />

in der Schulter bis<br />

hin zu sturzbedingten<br />

Frakturen und (Sport-)<br />

Verletzungen. Besonders<br />

dramatisch zeigt<br />

sich das an der rapide<br />

steigenden Anzahl<br />

von Implantation von<br />

künstlichen Knie- und<br />

Hüftgelenken. So wurden<br />

2009 in Deutschland ca.<br />

175.000 Knie- und<br />

209.000 Hüftendoprothesen<br />

implantiert.<br />

Risikofaktoren für Erkrankungen<br />

des Bewegungsapparates<br />

Nicht beeinflussbare Risikofaktoren:<br />

Nicht zu beeinflussen ist die demographische<br />

Entwicklung mit einer steigenden Lebenserwartung<br />

der Bevölkerung in Deutschland. Dies<br />

ist vorallem auf eine zunehmende Qualität der<br />

medizinischen Versorgung zurückzuführen.<br />

Durch eine optimierte internistische Versorgung<br />

lassen sich die Parameter und Funktionen<br />

von Herz, Kreislauf und inneren Organen<br />

optimieren. Dies nützt allerdings nichts, wenn<br />

die Funktion des Stütz- und Bewegungsapparates<br />

immer schlechter wird und die Menschen<br />

trotzdem immer unbeweglicher werden<br />

und schließlich im Rollstuhl sitzen. Natürlich<br />

spielen hier eine ganze Reihe an Faktoren eine<br />

Rolle, auf die wir keinen Einfluss nehmen können.<br />

Hierzu gehören u.a.:<br />

• das Geschlecht: die Häufigkeit von Osteoporose<br />

(Knochenschwund) ist bei Frauen<br />

höher als bei Männern, ebenso werden<br />

bei Frauen Knieendoprothesen aufgrund<br />

eines Gelenkverschleißes viel häufiger als<br />

bei Männern implantiert<br />

• genetische Prädisposition für eine<br />

schlechtere Qualität des Gelenkknorpels,<br />

des Knochens, der Muskeln und Bänder<br />

• soziales Umfeld<br />

• anatomisch ungünstige Voraussetzungen<br />

wie Achsen- und Rotationsfehler: in die<br />

sem Zusammenhang führen O- oder X-<br />

Beine zu einer einseitigen Belastung des<br />

Kniegelenks, wobei eher die Innen- oder<br />

die Außenseite des Kniegelenks vermehrt<br />

abgenützt wird. Ebenso können Drehfehler<br />

im Ober- oder Unterschenkel zu<br />

einer Überbelastung bestimmter Gelenkabschnitte<br />

und damit zu einem vorzeitigen<br />

Verschleiß führen. Ebenso müssen in<br />

diesem Zusammenhang Beinlängendifferenzen<br />

erwähnt werden, die zu einer<br />

Fehlstellung und einem vorzeitigen Verschleiß<br />

der Wirbelsäule führen können.<br />

Desweiteren kann im Bereich des Hüftgelenks<br />

eine unzureichende Überdachung des Hüftkopfes<br />

durch die Pfanne (sog. Hüftdysplasie)<br />

zu einem vorzeitigen Verschleiß des Hüftgelenks<br />

führen. Diese Faktoren sollten rechtzeitig<br />

durch einen erfahrenen Orthopäden abgeklärt<br />

werden, da sonst langfristig irreparable Schäden<br />

entstehen können. Allerdings kann der Patient<br />

den Verschleißprozess des Bewegungsapparates<br />

u. damit seine eigene Mobilität im<br />

Alter aktiv beeinflussen u. damit auch steuern.<br />

Beeinflussbare Faktoren:<br />

Unfälle/Sportverletzung<br />

Unfälle, die zu Verletzungen an Muskeln, Bändern<br />

und Gelenken führen stellen einen wichtigen<br />

Risikofaktor für die Entstehung und den<br />

Progress degenerativer Gelenkerkrankungen<br />

dar. Im Falle eines vorzeitigen Kniegelenkverschleißes<br />

stehen dabei Kreuzbandrisse sowie<br />

Knorpel- und Meniskusschäden im Vordergrund.<br />

Studien haben dabei gezeigt, dass eine<br />

operative Rekonstruktion eines vorderen<br />

Kreuzbandschadens zwar die Stabilität des<br />

Kniegelenks optimiert, aber einen vorzeitigen<br />

Gelenkverschleiß nicht entscheidend verhindern<br />

kann. Meniskusschäden sollten dabei<br />

immer – wenn möglich – genäht werden, da<br />

ein Meniskusverlust durch die biomechanische<br />

Überlastung des Gelenks (so steigt der Druck<br />

auf den Gelenkkorpel nach einer kompletten<br />

Meniskusentfernung auf das 3fache an) zu<br />

eine Arthrose im Kniegelenk verursacht. Das<br />

Risiko ist dabei umso geringer, je mehr von<br />

dem Meniskus erhalten werden kann. Gleiches<br />

gilt für den Gelenkknorpel, der als Stoß- und<br />

Druckverteiler die Reibung im Gelenk auf ein<br />

Minimum reduziert und unbedingt erhalten<br />

werden muss.


<strong>Praxiszeitschrift</strong>_Mai_17_Hochformat_Layout 1 05.05.<strong>2017</strong> 12:54 Seite 7<br />

Übergewicht/Adipositas<br />

Den meisten ist bekannt, das Übergewicht zu<br />

einem erhöhten Risiko an Herz- und Kreislauferkrankungen<br />

führt. Der Einfluss von Übergewicht<br />

auf Erkrankungen des Bewegungsapparates<br />

wird dabei häufig unterschätzt. Dabei ist<br />

heute inzwischen nachgewiesen, dass übergewichtige<br />

Menschen viel häufiger an einer Kniearthrose<br />

leiden. Biomechanische Studien haben<br />

gezeigt, dass ein Kilogramm Körpergewicht zu<br />

einer vermehrten Kniegelenkbelastung um ca.<br />

4 kg führt. Passend dazu konnte nachgewiesen<br />

werden, dass bereits eine Gewichtsreduktion<br />

um fünf Kilogramm das Risiko für eine Kniearthrose<br />

reduziert.<br />

gungsmangel zudem die Entstehung von Osteoporose.<br />

Ebenso zeigt sich ein erhöhtes Risiko<br />

für einen Kniegelenkverschleiß bei Frauen<br />

mit einer schlecht trainierten und schwachen<br />

Oberschenkelmuskulatur.<br />

Behandlungsmöglichkeiten<br />

In Bezug auf die oben genannten Risikofaktoren<br />

lassen sich folgende Behandlungsmaßnahmen<br />

im Rahmen der Prävention ableiten:<br />

Prävention und Therapie<br />

von Sportverletzungen/Unfällen<br />

Der gesundheitliche Nutzen von Sport ist unbestritten,<br />

dennoch kann es im Rahmen der<br />

sportlichen Aktivität zu Verletzungen oder<br />

Überlastungen kommen. Dies gilt es durch verschiedene<br />

Maßnahmen zu minimieren. Vorsorgeuntersuchungen<br />

sind deshalb gerade im<br />

Bereich des Leistungssportes essentiell, um<br />

diejenigen Sportler herauszufiltern, die aufgrund<br />

ihrer körperlichen Konstitution nicht für<br />

den Leistungssport geeignet sind. In diesem<br />

Zusammenhang sollten Kinder mit Wirbelgleiten<br />

keine reklinierenden Sportarten oder Jugendliche<br />

mit einem Morbus Scheuermann<br />

kein Gewichtheben betreiben, da es sonst zu<br />

einem Progress der Erkrankung und der Beschwerden<br />

kommen kann.<br />

Nach einer diffizilen klinischen und ggf. auch<br />

radiologischen Diagnostik müssen die jungen<br />

Sportler wie auch die Eltern und Trainer über<br />

die Möglichkeiten der Verletzungsprävention<br />

(z.B. geeignete Schutz-Ausrüstung, beachten<br />

Bewegungsmangel<br />

Eine weltweite Schätzung der WHO zur Prävalenz<br />

körperlicher Inaktivität unter Erwachsenen<br />

(ab 15 Jahren) beträgt 17 %. Etwa 31 bis<br />

51 % der Menschen auf der Welt gehen pro<br />

Woche weniger als 2,5 Stunden moderaten<br />

körperlichen Aktivitäten nach. Bewegungsmangel<br />

ist nicht nur ein Indikator bei der Entstehung<br />

von Übergewicht sondern führt auch<br />

zu Folgeerkrankungen bzw. Beeinträchtigungen<br />

im Alltag. So führen die muskulären Ungleichgewichte<br />

und Haltungsschwächen schon<br />

im Kindesalter zu Beschwerden am Bewegungsapparat,<br />

die sich später in Überlastungsreaktionen<br />

und Haltungsschäden manifestieren.<br />

Im Alter fördert chronischer Bewedes<br />

Regelwerkes, Aufwärmen, richtiges Training<br />

usw.) bis zum Vermeiden bestimmter<br />

Sportarten aufgeklärt werden, um das Verletzungsrisiko<br />

und mögliche irreversible Folgeschäden<br />

zu reduzieren. Kommt es dennoch zu<br />

einer Verletzung im Sport, ist die rechtzeitige<br />

und adäquate Therapie entscheidend, um<br />

langfristig negative Folgen zu verhindern.<br />

Während viele Verletzungen konservativ gut<br />

ausheilen können, müssen strukturelle Gelenkverletzungen<br />

oft operativ behandelt werden,<br />

um langfristig einen vorzeitigen Gelenkverschleiß<br />

und damit die Implantation einer Endoprothese<br />

zu verhindern.<br />

Im Rahmen der regenerativen Gelenkchirurgie<br />

können dabei verschiedenste Maßnahmen<br />

zum Einsatz kommen:<br />

• Kreuzbandersatz: ohne ausreichende<br />

Stabilität des Kniegelenks führen die<br />

überproportional großen Reibungskräfte<br />

zu einem vorzeitigen Gelenkverschleiß<br />

• Knorpelersatz mittels Stammzelltherapie<br />

oder autologer Knorpelzelltransplantation:<br />

unbehandelt werden kleine Knorpelschäden<br />

immer größer und führen zu<br />

einem vorzeitigem Gelenkverschleiß<br />

• Meniskusnaht: der Meniskus als Stoßdämpfer<br />

und Druckverteiler im Gelenk<br />

sollte immer – wenn möglich – erhalten<br />

werden, da sonst die axialen Kompressionskräfte<br />

im Gelenk überproportional<br />

ansteigen und eine Arthrose entstehen<br />

kann.


<strong>Praxiszeitschrift</strong>_Mai_17_Hochformat_Layout 1 05.05.<strong>2017</strong> 12:54 Seite 8<br />

Korrektur von Achsfehlstellungen<br />

Sind die Patienten noch im Wachstumsalter,<br />

lassen sich solche Fehlstellungen oftmals durch<br />

kleine Operationen mit gezielter Wachstumslenkung<br />

unter Ausnutzung des biolog. Längenwachstums<br />

in den Epiphysenfugen hervorragend<br />

korrigieren (temporäre Epiphyseodese).<br />

Dieses Zeitfenster sollte man während des<br />

Wachstums für eine Korrektur ausnützen, da<br />

nach Wachstumsabschluss Korrekturen nur<br />

durch größere Osteotomien und Osteosynthesen<br />

(Verplattungen) der betroffenen Skelettabschnitte<br />

möglich sind. Aber auch damit läßt<br />

sich ein vorzeitiger Gelenkbinnenschaden<br />

noch verhindern. Im Bereich des Hüftgelenks<br />

kann durch eine rechtzeitige Behandlung einer<br />

Hüftdysplasie bei Säuglingen ein vorzeitiger<br />

Gelenkverschleiß durch eine passende Abspreizbehandlung<br />

vermieden werden, da sich<br />

dadurch unausgereifte Hüftpfannen völlig normal<br />

formen lassen.<br />

Gewichtsreduktion<br />

Prävention sollte schon im Kindes und Jugendalter<br />

beginnen, um Übergewicht und Adipositas<br />

zu verhindern. So haben Programme, die<br />

möglichst frühzeitig (im Kindesalter)<br />

beginnen durchaus beachtliche Erfolge.<br />

Eine Kombination aus<br />

Bewegung und gesunder Ernährung<br />

hat sich in<br />

vielen Studien bewährt<br />

und bewirkt<br />

eine Reduktion<br />

von Arbeitsunfähigkeit<br />

und vorzeitiger<br />

Berentung,<br />

Stärkung der Selbstmanagementfähigkeit<br />

und<br />

Stressverarbeitung<br />

sowie Steigerung<br />

der Lebensqualität.<br />

Bewegungstherapie<br />

Die Bewegungstherapie ist ein wichtiger Bestandteil<br />

in der Therapie von Übergewicht. Ein<br />

wichtiger therapeutischer Aspekt bei älteren<br />

Menschen besteht in der Reduktion des Sturzrisikos<br />

und damit des Frakturrisikos. Kraft-, Beweglichkeits-<br />

und Koordinationstraining senken<br />

die Sturzhäufigkeit bei älteren Patienten,<br />

wodurch die Morbidität durch sturzassozierte<br />

Knochenbrüche (v.a. mediale Schenkelhalsfraktur)<br />

deutlich vermindert werden kann.<br />

Durch regelmäßige körperliche Bewegung<br />

kommt es auch zu einer Erhöhung der Knochenmineralmasse<br />

bzw. geringeren Knochenabbau<br />

im Alter. Muskuläres Training führt<br />

zudem zu einer verbesserten Gelenkfunktion.<br />

Bewegung und körperliche Aktivität im Alltag<br />

haben eine protektive oder präventive Wirkung.<br />

Immer deutlicher zeichnet sich ab, dass<br />

eine gezielte Steigerung der körperlichen Aktivität<br />

im Alltagsleben genauso wirksam ist wie<br />

strukturierte Sport- und Bewegungsprogramme.<br />

Mit mittlerem Trainings- und Übungsumfang<br />

werden ausreichende Trainingeffekte erzielt<br />

und präventiv wirksame Reize gesetzt. Optimal<br />

sind Trainingseinheiten von 30–45 Minuten<br />

3 bis 4-mal pro Woche mit einer Trainingsintensität<br />

von etwa 50–70 % der maximalen<br />

Leistungsfähigkeit (DGSP-Empfehlung).<br />

Regelmäßige Belastungen im Alltag, auch längere<br />

Spaziergänge oder Wanderungen mit<br />

schnellem Tempo, sind eine sinnvolle und wirksame<br />

Ergänzung zum Training. Die Stabilisierungsfähigkeit<br />

der peripheren Gelenke korreliert<br />

eng mit der Stabilität des Rumpfes. Deswegen<br />

sind neben dem Ausdauertraining (ca.<br />

70 % des gesamten Trainingsumfangs) auch<br />

Kraft- und Beweglichkeitstraining (ca. 30 %<br />

Umfang), vor allem im Alter, eine wichtige Ergänzung.<br />

Ausblick / Zusammenfassung<br />

Die Bedeutung des gesunden Bewegungsapparats<br />

wird mit zunehmendem Alter immer<br />

existenzieller. Dementsprechend ist schon<br />

frühzeitig mit präventiven Maßnahmen zu beginnen.<br />

Richtige Aufklärung und Basisprogramme<br />

sind essenzielle Komponenten zur<br />

Prävention. Der Lebensstil in Deutschland ist<br />

oftmals durch Fehlernährung, körperliche Inaktivität<br />

und Stress charakterisiert. Wird der<br />

Lebensstil korrigiert, nimmt die Häufigkeit von<br />

Risikofaktoren und Folgekrankheiten des muskuloskelettalen<br />

Systems erheblich ab.<br />

Die konservative Therapie und präventive gelenkerhaltende<br />

Eingriffe (regenerative Chirurgie)<br />

helfen dabei, teure Endoprothesen zu<br />

vermeiden und deren Komplikationen einzusparen,<br />

was auch aus finanzieller Sicht volkswirtschaftlich<br />

von Bedeutung ist.<br />

Für weitere Fragen zu gezielten konservativen<br />

und operativen Präventionsmaßnahmen im<br />

Alltag, Breiten- und Leistungssport berate ich<br />

Sie gerne in meiner Sprechstunde!<br />

Prof. Dr. med. habil.<br />

PETER C. KREUZ<br />

Ihr Prof. Dr. med. habil.<br />

Peter Cornelius Kreuz<br />

Facharzt für Orthopädie<br />

und Unfallchirurgie<br />

Facharzt für spezielle Orthopädie<br />

Minimalinvasive Chirurgie und<br />

Arthroskopie<br />

Regenerative Gelenkchirurgie<br />

Knorpeltherapie<br />

Sportmedizin<br />

Chirotherapie<br />

Kinderorthopädie<br />

Säuglingshüftsonographie<br />

Prüfarzt


<strong>Praxiszeitschrift</strong>_Mai_17_Hochformat_Layout 1 05.05.<strong>2017</strong> 12:54 Seite 9<br />

Mit entspannten Beinen ins Urlaubsparadies<br />

Auf langen Flügen oder weiten Autoreisen unterstützen<br />

Reisestrümpfe die Beine<br />

Fünf Reisetipps für die Beine<br />

Um die Beine unterwegs zu entlasten, kann<br />

man viel tun:<br />

1. Tee, Saftschorle und Wasser trinken.<br />

2. An der Raststätte, oder wenn man im Flug<br />

zeug aufstehen darf, sollte man für etwas<br />

gesunde Bewegung sorgen.<br />

3. Reisestrümpfe tragen, mehr Informationen<br />

dazu gibt es beispielsweise unter<br />

www.gilofa.de.<br />

4. Eine Übung für die Beingesundheit ist:<br />

Schuhe ausziehen, gerade hinstellen und<br />

sich langsam in den Zehenstand erheben.<br />

Eine Weile so verharren, dann genauso<br />

langsam die Fersen wieder auf den Boden<br />

senken.<br />

5. Eine andere Übung ist: Im Sitzen mit der<br />

Fußsohle eine leere Flasche hin und her<br />

rollen.<br />

Die Koffer sind gepackt, endlich geht es los, das<br />

Taxi zum Flughafen oder das eigene Auto stehen<br />

abfahrbereit vor dem Haus. Jetzt trennt<br />

die Urlauber nur noch die Anreise vom ersehnten<br />

Reiseziel in Südeuropa oder von exotischen<br />

Reisezielen in der ganzen Welt. Die Anreise allerdings<br />

hat es meist in sich und die Vorfreude<br />

wird von der stressigen Autofahrt oder der<br />

Langeweile im Flugzeug gedämpft. Vor allem<br />

müssen die Reisenden mehrere Stunden meist<br />

sitzend verbringen.<br />

Besser liegen und gehen<br />

Das lange Sitzen belastet Beine, Knöchel und<br />

Füße. Das Blut sackt herunter zu den Füßen,<br />

sie schwellen unangenehm an und die Schuhe<br />

drücken. Das liegt daran, dass das venöse System<br />

im Sitzen und auch im Stehen nicht so effizient<br />

arbeiten kann wie im Liegen und Gehen.<br />

Die größte Herausforderung beim Rücktransport<br />

des sauerstoffarmen Blutes zum Herzen<br />

und zur Lunge ist die Schwerkraft.<br />

Das Blut muss von den Füßen und Beinen nach<br />

oben, zum Herzen, transportiert werden. Allerdings<br />

gibt es einen besonderen Mechanismus,<br />

der die Venen bei dieser Aufgabe<br />

unterstützt: die Wadenmuskelpumpe - zumindest<br />

wenn unsere Beine in Bewegung sind.<br />

Dann verdickt sich die Muskulatur, drückt die<br />

Venen zusammen und presst dabei das Blut<br />

nach oben. Bei langem Sitzen können Reiseund<br />

Vitalstrümpfe etwa aus der Reihe Gilofa<br />

diese Aufgabe mit sanftem Druck übernehmen.<br />

Die Strümpfe der Marke Gilofa 2000 gibt<br />

es mit Baumwolle, Aloe Vera oder Mikrofaser.<br />

Allein die Baumwollvariante ist in 14 Farben zu<br />

haben.<br />

Kleine Klappen, große Wirkung<br />

Der zweite hilfreiche Mechanismus sind die<br />

Venenklappen. Sie funktionieren wie kleine<br />

Rückstoßventile und hindern das Blut daran, in<br />

Richtung der Füße zurückzufließen.<br />

Besonders gut schließen sich diese Klappen,<br />

wenn die Venen von kräftigem Bindegewebe<br />

umgeben sind. Ist das Gewebe hingegen ein<br />

wenig ausgeleiert und kündigt sich vielleicht<br />

schon die eine oder andere Krampfader an,<br />

können die Klappen sich oft nicht mehr vollständig<br />

schließen.<br />

Eine weitere Möglichkeit ist, sich hinzulegen<br />

und die Beine ein wenig höher als den Rumpf<br />

zu lagern. Dann hat der Weg des Blutes zum<br />

Herzen sogar ein kleines Gefälle. Das Problem<br />

der Schwerkraft spielt dann keine Rolle mehr.<br />

Deswegen ist Liegen für die Arbeit der Venen<br />

eine so gute Unterstützung und besser als Sitzen<br />

und Stehen.<br />

Wer auf der Reise in den Urlaub die Chance<br />

hat, für eine Weile die Beine hochzulegen,<br />

sollte das also ruhig tun.<br />

Quelle: djd/pressetreff.de


<strong>Praxiszeitschrift</strong>_Mai_17_Hochformat_Layout 1 05.05.<strong>2017</strong> 12:54 Seite 10<br />

Die Asklepios Stadtklinik Bad Tölz stellt sich vor:<br />

Die Abteilung für<br />

Neurologische Frü<br />

Die Abteilung für Neurologie und Neurologische Frührehabilitation<br />

bietet zusammen mit der Klinik für Neurologische Rehabilitation<br />

im angrenzenden Asklepios Gesundheitszentrum Bad Tölz<br />

die komplette Kette der neurologischen Behandlung aus einer<br />

Hand.<br />

Das Gebiet der Neurologie wird in der medizinischen Grundversorgung<br />

zunehmend wichtiger. Chefarzt Priv.-Doz. Dr. med. Dr.<br />

Rüdiger Ilg und das gesamte ärztliche, pflegerische und therapeutische<br />

Team versorgen Patienten mit allen neurologischen<br />

Erkrankungen des zentralen und peripheren Nervensystems.<br />

Zum Team gehören fünf spezialisierte Oberärzte, die alle wesentlichen<br />

Bereiche der Neurologie abdecken (Schlaganfall, Parkinson,<br />

MS, Schmerztherapie und Neurologische Intensivmedizin).<br />

Neurologische Erkrankungen können die Folge vielfältiger Ursachen<br />

sein. Darum versuchen wir immer den ganzen Menschen<br />

und seine Lebensumstände zu berücksichtigen. Als akademisches<br />

Lehrkrankenhaus der TU München behandeln wir unsere<br />

Patienten nach dem neusten Stand der Wissenschaft.<br />

Neben der medizinischen Kompetenz unserer Mitarbeiter und<br />

einer modernen technischen Ausstattung legen wir besonderen<br />

Wert auf Herzlichkeit und patientenorientiertes Handeln.<br />

Die Patienten profitieren dabei von der breiten Ausrichtung der<br />

Asklepios Stadtklinik Bad Tölz, insbesondere der Abteilung für<br />

Innere Medizin, interdisziplinären Intensivstation, Gefäßchirurgie<br />

und angeschlossenen Praxis für Radiologie.<br />

Denn unabhängig vom akuten Beschwerdebild spielen bei jeder<br />

Erkrankung komplexe Ursachen und Einflüsse eine Rolle. So sind<br />

beispielsweise Gefäßerkrankungen wie der Schlaganfall außerordentlich<br />

vielschichtig und erfordern eine enge Kooperation mit<br />

den Kollegen der Inneren Medizin und der Gefäßchirurgie.


<strong>Praxiszeitschrift</strong>_Mai_17_Hochformat_Layout 1 05.05.<strong>2017</strong> 12:54 Seite 11<br />

:<br />

ür Neurologie und<br />

Frührehabilitation<br />

Während sich Neurologen um die Behandlung des Gehirns kümmern,<br />

arbeiten Internisten an der optimalen Einstellung der kardiovaskulären<br />

Risikofaktoren wie Bluthochdruck und Blutzucker.<br />

Währenddessen beginnt bereits in den ersten Tagen des akutstationären<br />

Aufenthaltes die Frührehabilitation in der spezialisierte<br />

Pflegekräfte und Ärzte, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten,<br />

Masseure, Logopäden und Neuropsychologen zusammenarbeiten,<br />

um Lähmungen, Sprach- und Schluckstörungen zu behandeln<br />

und das Wiederauftreten von Symptomen zu<br />

verhindern.<br />

Darüber hinaus besteht eine enge klinische und wissenschaftliche<br />

Kooperation mit dem Klinikum rechts der Isar der TU München.<br />

Chefarzt PD Dr. Rüdiger Ilg ist Lehrbeauftragter für<br />

Neurologie der TU München (TUM) und leitet eine wissenschaftliche<br />

Arbeitsgruppe am TUM-Neuroimaging Center. Außerdem<br />

besteht eine teleradiologische Zusammenarbeit mit dem TEM-<br />

PiS-Netzwerk, der Abteilung für Neuroradiologie der Asklepios<br />

Klinik in Hamburg Barmbek und der BG Unfallklinik in Murnau.<br />

Asklepios Gesundheitszentrum Klinik<br />

für Neurologische Rehabilitation<br />

Im angeschlossenen Gesundheitszentrum für Neurologische Rehabilitation<br />

erfolgen zu Beginn ihres Aufenthalts zunächst eine<br />

umfassende ärztliche und therapeutische Untersuchungen, in<br />

denen wir uns ein Bild von Ihrer Krankheit und Ihren Beschwerden<br />

machen. Basierend auf den neuesten Erkenntnissen der<br />

Reha-Forschung erarbeiten wir in unserem interdisziplinären<br />

Team einen individuellen Therapieplan, der auf ihre persönlichen<br />

Ziele ausgerichtet ist.<br />

Ihre Teilhabe am Leben wieder herzustellen ist unser oberstes<br />

Ziel. Um dieses anspruchsvolle Ziel zu erreichen, wird sich ein<br />

interdisziplinäres Team aus Ärzten, spezialisierten Pflegekräften,<br />

Therapeuten und Mitarbeitern des Sozialdienstes um Sie und<br />

Ihre Angehörigen kümmern.<br />

Schwerpunkte & Krankheitsbilder<br />

Das Spektrum der Klinik für Abteilung für Neurologie und<br />

Neurologische Frührehabilitation umfasst alle Erkrankungen<br />

des zentralen und peripheren Nervensystems.<br />

Dazu gehören insbesondere:<br />

Priv.-Doz. Dr. med. Rüdiger Ilg<br />

ist seit <strong>April</strong> 2014 Chefarzt der Abteilung<br />

für Neurologie und Neurologische Frührehabilitation<br />

der Asklepios Stadtklinik<br />

Bad Tölz. Er ist Facharzt für Neurologie und<br />

war zuvor unter anderem als Oberarzt an<br />

der Neurologischen Klinik am Klinikum<br />

rechts der Isar tätig. Seine Schwerpunkte<br />

liegen im Bereich der akuten Schlaganfallbehandlung,<br />

entzündlichen Erkrankungen<br />

des zentralen und peripheren Nervensystems<br />

sowie Bewegungsstörungen.<br />

Asklepios Stadtklinik Bad Tölz<br />

Abteilung für Neurologie &<br />

Neurologische Frührehabilitation<br />

Schützenstraße 15, 83040 Bad Tölz<br />

CA Priv.-Doz. Dr. med. Rüdiger Ilg<br />

Telefon: 08041/507 - 20 02<br />

Telefax: 08041/507 - 23 34<br />

neurologie.badtoelz@asklepios.com<br />

https://www.asklepios.com/bad-toelz/experten/neurologie/<br />

• Schlaganfall (Hirninfarkt, Hirnblutung)<br />

• M. Parkinson u. andere neurologische Bewegungsstörungen<br />

• Neuroimmunologische Erkrankungen (z.B. Multiple Sklerose)<br />

• Neurodegenerative Erkrankungen<br />

(z.B. Demenzielle Syndrome, Motoneuronerkranungen)<br />

• Gangstörungen und Schwindel<br />

• Hirn- und Hirnhautentzündungen (z.B. Meningoencephalitis)<br />

• Polyneuropathien (z.B. Guillain-Barré-Syndrom, CIDP)<br />

• Epilepsie und andere anfallartige Erkrankungen


<strong>Praxiszeitschrift</strong>_Mai_17_Hochformat_Layout 1 05.05.<strong>2017</strong> 12:54 Seite 12<br />

Frau Barbara Buchner<br />

Fachärztin für Chirurgie<br />

• Allgemeinchirurgie und Unfallchirurgie<br />

• Fußchirurgie und Handchirurgie<br />

Gesunde Ernährung!<br />

Warum Obst und Gemüse so gesund sind. Ernährungsempfeh lungen<br />

zur Vorbeugung und Behandlung bei Osteoporose<br />

von Barbara M. Buchner, Fachärztin für Chirurgie und Ökotrophologin<br />

Was ist gesunde Ernährung?<br />

Die Frage, was eine gesunde Ernährung ist,<br />

können selbst Wissenschaftlerinnen und<br />

Wissenschaftler noch nicht ausreichen beantworten.<br />

Die Wege, die die Nährstoffe im<br />

menschlichen Körper nehmen, sind hoch<br />

komplex und trotz umfangreicher Forschungen<br />

bis heute nicht vollständig verstanden.<br />

Denn: Jeder Mensch is(s)t anders.<br />

Aber man weiß, dass eine vielseitige Ernährung<br />

und regelmäßige körperliche Bewegung<br />

eine entscheidende Voraussetzung für<br />

Gesundheit, Fitness und Leistungsfähigkeit<br />

sind. Mit „vielseitig“ ist eine abwechslungsreiche<br />

Lebensmittelauswahl gemeint, die<br />

reich an lebenswichtigen Nährstoffen ist.<br />

Mit dieser einfachen Formel fasst die Deutsche<br />

Gesellschaft für Ernährung (DGE) zusammen,<br />

was eine gesunde Ernährung ausmacht.<br />

Der Grund: Kein Lebensmittel enthält alle<br />

notwendigen Nährstoffe, nur eine Kombination<br />

aus unterschiedlichen Lebensmitteln<br />

kann den Nährstoffbedarf decken. Schemata<br />

wie die Ernährungspyramide oder der Ernährungskreis<br />

helfen, das richtige Verhältnis<br />

zu finden.<br />

Pflanzlichen Lebensmitteln wie Getreide,<br />

Obst und Gemüse kommt dabei die größte<br />

Bedeutung zu. Sie liefern wertvolle Ballaststoffe,<br />

Kohlenhydrate, Vitamine und Mineralien.<br />

Hochwertiges Protein, sowie weitere<br />

wichtige Vitamine und Mineralien erhält der<br />

Körper insbesondere aus tierischen Lebensmitteln,<br />

die aber in kleinen Mengen und<br />

möglichst fettarm verzehrt werden sollten.<br />

Sparsam zu dosieren sind auch Fette und Öle<br />

– innerhalb dieser Gruppe kommt den<br />

pflanzlichen Produkten wiederum eine besondere<br />

physiologische Bedeutung zu.<br />

Unverzichtbar ist die Zufuhr von Flüssigkeit:<br />

1,5 Liter am Tag sind das Minimum. Gesund<br />

ausgewogen, vielfältig – gute Ernährung ist<br />

lebensnotwendig. Doch richtig essen alleine<br />

hält nicht gesund. Wer etwas für seine Fitness<br />

tun möchte, braucht Bewegung. Dabei<br />

muss Bewegung nicht gleich Leistungssport<br />

sein – schon eine halbe Stunde moderates<br />

Joggen pro Tag kann, neue Studien zufolge,<br />

nach einer Krebserkrankung das Risiko<br />

neuer Tumoren deutlich senken. Körperliche<br />

Aktivität baut Stress ab, bringt das Herz-<br />

Kreislauf-System in Schwung und stärkt das<br />

Immunsystem.<br />

Warum Obst und Gemüse<br />

so gesund sind?<br />

Obst und Gemüse sind die Tausendsassa<br />

unter den Lebensmitteln. Viele Sorten enthalten<br />

wertvolle sekundäre Pflanzenstoffe,<br />

die den Körper schützen und Krankheiten<br />

vorbeugen. Das belegen inzwischen<br />

zahlreiche wissenschaftliche<br />

Studien, die sich mit der gesundheitsfördernden<br />

Wirkung verschiedener<br />

Obst- und Gemüsesorten<br />

beschäftigen. In allen Untersuchungen<br />

fallen bestimmte pflanzliche Inhaltsstoffe<br />

immer wieder auf:<br />

Sekundäre Pflanzenstoffe:<br />

Beim Menschen können sie möglicherweise<br />

Krebs vorbeugen, das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen<br />

mindern oder Zellschäden<br />

vermeiden.<br />

Vitamine:<br />

Sie können vom menschlichen Körper nicht<br />

hergestellt werden. Da sie aber wesentliche<br />

Aufgaben im Stoffwechsel übernehmen,<br />

sind sie essentiell und müssen täglich mit<br />

der Nahrung zugeführt werden. Bekannte<br />

Beispiele sind Vitamin C, Folat u. Vitamin D.<br />

Ein Mangel an Vitaminen hat meist schwere<br />

gesundheitliche Folgen. Nährstoffsupplemente<br />

in Form von Vitamin- und Mineralstoffpräparaten<br />

sind bei einer ausgewogenen<br />

Ernährung nicht erforderlich.<br />

Ballaststoffe:<br />

Sie sind die Gerüstsubstanzen der pflanzlichen<br />

Zelle und für den Menschen nicht verdaulich.<br />

Trotzdem sind sie wichtig: Ballaststoffe<br />

wirken z.B. positiv auf den Kohlenhydrat-<br />

und Fettstoffwechsel und fördern die<br />

Darmfunktion.<br />

Ernährungsmedizinerinnen und Erfahrungsmediziner<br />

wissen um die Bedeutung der<br />

pflanzlichen Inhaltsstoffe von Obst und Gemüse.<br />

Sie raten jeden Tag mindestens fünf<br />

Portionen unterschiedlicher Obst- und Gemüsesorten<br />

zu essen.


<strong>Praxiszeitschrift</strong>_Mai_17_Hochformat_Layout 1 05.05.<strong>2017</strong> 12:54 Seite 13<br />

Ernährungsempfehlungen zur Vorbeugungund Behandlung von Osteoporose:<br />

Definition der Osteoporose:<br />

Die Osteoporose ist eine systemische (den<br />

ganzen Körper betreffende) Skeletterkrankung,<br />

die durch eine niedrige Knochenmasse<br />

und eine mikroarchitektonische Verschlechterung<br />

des Knochengewebes (=Auflockerung<br />

der Knochenbälkchenstruktur und<br />

Herabsetzung der Stabilität des Knochengewebes)<br />

gekennzeichnet ist. Die Folge ist eine<br />

Zunahme der Knochenbrüchigkeit.<br />

Vorbeugung der Osteoporose:<br />

Die Osteoporose vorzubeugen ist wesentlich<br />

Erfolg versprechender als eine bereits existierende<br />

Osteoporose zu therapieren. Dabei<br />

hat die Ernährung neben einer angepassten<br />

körperlichen Aktivität eine zentrale Bedeutung<br />

sowohl bei der Prophylaxe als auch bei<br />

der Therapie der Osteoporose.<br />

Ernährungsempfehlungen<br />

zur Vorbeugung und Therapie bei<br />

Männern ab dem 60. Lebensjahr und<br />

bei Frauen nach den Wechseljahren<br />

Untergewicht vermeiden:<br />

Untergewicht (BMI


<strong>Praxiszeitschrift</strong>_Mai_17_Hochformat_Layout 1 05.05.<strong>2017</strong> 12:54 Seite 14<br />

Chefarzt Priv.-Doz.<br />

Dr. med. Andre Steinert<br />

Facharzt für Orthopädie,<br />

Orthopädie und Unfallchirurgie,<br />

Sportmedizin, Spezielle Orthopädische<br />

Chirurgie. Schwerpunkt: Endoprothetik<br />

PD Dr. med Andre Steinert<br />

Der erfahrene Gelenk-Chirurg hat für<br />

seine herausragenden Leistungen<br />

zahlreiche Preise erhalten.<br />

Sprechstunde:<br />

Montag von 09:00 Uhr bis 13:00 Uhr<br />

und 14:00 Uhr bis 16:00 Uhr<br />

Telefon: +49 (0)8026 393-2444<br />

Telefax: +49 (0)8026 393-4614<br />

E-Mail: andre.steinert(at)khagatharied.de<br />

Erfahrener Hüft- und Kniespezialist ist neuer<br />

Chefarzt im Krankenhaus Agatharied<br />

Anfang des Jahres hat das Krankenhaus Agatharied die bestehende<br />

Abteilung für Unfall-, Schulter- und Handchirurgie ausgebaut<br />

und eine neue gemeinsame Abteilung für Unfallchirurgie und<br />

Orthopädie gegründet. Geleitet wird sie neben Chefarzt Prof. Dr.<br />

med. Ulrich Brunner von Priv.-Doz. Dr. med. Andre Steinert.<br />

Sie sind seit Anfang des Jahres in Agatharied. Wie sind die ersten<br />

Monate verlaufen?<br />

Priv.-Doz. Dr. med. Andre Steinert: Die ersten Monate waren aufregend<br />

und sind sehr positiv verlaufen. Zwei Patientenveranstaltungen<br />

zum Thema Gelenkersatz haben eine außerordentlich<br />

positive Resonanz nach sich gezogen. Der Patientenzustrom<br />

wächst kontinuierlich. Darüber freue ich mich sehr. Durch die hervorragende<br />

Unterstützung auf allen Ebenen wurde mir der<br />

Schnelleinstieg in Agatharied sehr leicht gemacht. Ich sage an dieser<br />

Stelle noch einmal herzlichen Dank an alle Beteiligten.<br />

Sie waren vorher am Universitätsklinikum Würzburg und<br />

hatten dort eine Professur. Wie sind Sie auf Agatharied<br />

gekommen?<br />

Priv.-Doz. Dr. med. Andre Steinert: Durch meine persönliche Bekanntschaft<br />

mit Chefarzt Prof. Dr. Brunner kannte ich das Krankenhaus<br />

Agatharied bereits und war gleich sehr interessiert. Das<br />

hohe medizinische Niveau, das kollegiale Umfeld, die Zukunftsperspektiven,<br />

die das Krankenhaus Agatharied aufweist und nicht<br />

zuletzt die Möglichkeit in einer der schönsten Regionen Bayerns<br />

zu leben und zu arbeiten - das hat mir die Entscheidung für Agatharied<br />

letztendlich sehr leicht gemacht.<br />

Was ist das Besondere an der neuen Abteilung Unfallchirurgie<br />

und Orthopädie?<br />

Priv.-Doz. Dr. med. Andre Steinert: Von Anfang an war ich über<br />

das hohe medizinische Niveau im Krankenhaus und insbesondere<br />

auch in der Abteilung sehr begeistert. Durch die interdisziplinäre<br />

Zusammenarbeit aller ansässigen Fachdisziplinen besteht eine<br />

fachlich so optimale Zusammenarbeit, dass Patienten aller<br />

Schwierigkeitsgrade optimal betreut werden können. Eine besondere<br />

Stärke ist die gemeinsame Abteilung für Alterstraumatologie<br />

zusammen mit den Kollegen der Inneren Medizin/Geriatrie unter<br />

der Leitung von Chefarzt Dr. med. Peter Wellner. Gerade für ältere<br />

Menschen ist das Thema Gelenkersatz von Bedeutung.<br />

Die Möglichkeit einer solch interdisziplinären Komplexbehandlung<br />

auf diesem Niveau gab es auch an meiner alten Klinik in Würzburg<br />

nicht.<br />

Welche Patienten kommen klassischer Weise zu Ihnen?<br />

Priv.-Doz. Dr. med. Andre Steinert: Zu mir kommen alle Patienten<br />

mit Beschwerden an den unteren Extremitäten, insbesondere an<br />

Hüft-und Kniegelenken. Es geht dabei um Fragen zu einem zukünftigen<br />

Gelenkersatz oder um Probleme aller Schwierigkeitsgrade<br />

bei bereits bestehendem Gelenkersatz. Aber auch Patienten mit<br />

Fragen zur rekonstruktiven Gelenkchirurgie ohne Gelenkersatz<br />

sind bei mir an der richtigen Adresse, insbesondere wenn es um<br />

Gewebeheilung und Möglichkeiten der regenerativen Medizin<br />

geht.<br />

Was macht für Sie einen guten Arzt aus?<br />

Priv.-Doz. Dr. med. Andre Steinert: Für ganz wesentlich halte ich<br />

den Blick für den ganzen Menschen und das nicht nur in unserem<br />

Fachgebiet, sondern in der gesamten Medizin. Für einen guten<br />

Arzt ist die umfassende Aufklärung des Patienten über seine Erkrankung,<br />

über die Behandlungsmöglichkeiten und Alternativen<br />

sowie die Betrachtung seiner zukünftigen Lebensqualität essentiell.<br />

Ich selber versuche mich immer in den Patienten hinein zu<br />

versetzen. Ich bemühe mich, die bestmögliche Behandlungsalternative<br />

anzubieten, die ich auch wählen würde, wenn ich selber<br />

oder ein Familienangehöriger betroffen wäre.<br />

Welche Ziele haben Sie für die kommenden Jahre?<br />

Priv.-Doz. Dr. med. Andre Steinert: Nachdem ich über Jahre ein<br />

Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung koordiniert habe,<br />

möchte ich ein solches Zentrum am Krankenhaus Agatharied etablieren.<br />

Die Zertifizierung ist zu Beginn des Jahres 2018 geplant. Ein<br />

weiteres großes Ziel ist zum Beispiel auch die vermehrte Zusammenarbeit<br />

mit den niedergelassenen Kollegen und Therapieeinrichtungen<br />

(Rehakliniken und Physiotherapeuten).<br />

Mein persönliches Ziel ist es, zusammen mit meiner Frau und meiner<br />

Tochter, uns als Familie im Landkreis weiter zu integrieren.<br />

Wir fühlen uns bereits jetzt schon sehr wohl. Ein gutes Zeichen!<br />

Vielen Dank für das Gespräch.


<strong>Praxiszeitschrift</strong>_Mai_17_Hochformat_Layout 1 05.05.<strong>2017</strong> 12:54 Seite 15<br />

Der Daumen bleibt beweglich!<br />

Spezielle Orthesen stabilisieren Gelenk ohne Ruhigstellung<br />

Nur noch wenige Stiche und alle Knöpfe der Jacke sind angenäht.<br />

Doch dann schmerzt der Daumen so stark, dass die Arbeit unterbrochen<br />

werden muss. Solche Situationen belasten nicht nur<br />

beim Hobby, sondern auch bei vielen Alltagstätigkeiten. Die Ursache<br />

kann eine sogenannte Rhizarthrose sein, der Verschleiß<br />

des Daumensattelgelenks. Dieses Gelenk ermöglicht es dem<br />

Menschen, den Daumen den anderen vier Fingern entgegenzustellen.<br />

Ohne diese Fähigkeit wären Stricken, Häkeln, Nähen und<br />

Sticken überhaupt nicht möglich. Sie ist essenziell für die Geschicklichkeit<br />

und Kraft der Hand.<br />

Beweglichkeit wird nicht eingeschränkt<br />

Damit der Daumen so beweglich sein kann, ist die knöcherne<br />

Verbindung zwischen dem ersten Mittelhandknochen und der<br />

Handwurzel relativ schwach. Muskel und Bänder bilden den Halteapparat,<br />

der hier für Stabilität sorgt. Eine starke Beanspruchung<br />

- etwa durch intensives Handarbeiten - kann dazu führen,<br />

dass sich die Gelenkflächen verschieben. Davon sind besonders<br />

Frauen in den Wechseljahren betroffen, weil bei ihnen die Bänder<br />

erschlaffen. Knorpelverschleiß - also Arthrose - und Schmerzen<br />

können die Folge sein.<br />

Neben Schmerzmitteln, Physiotherapie, Kälteanwendungen<br />

oder der Vermeidung von Überlastung werden bei Rhizarthrose<br />

auch Bandagen oder Schienen genutzt. Allerdings wird die Beweglichkeit<br />

der gesamten Hand dadurch oft stark eingeschränkt.<br />

Denn um das Sattelgelenk ruhigzustellen, werden häufig auch<br />

andere Gelenke miteingeschlossen. Hingegen kann der Daumen<br />

mit speziellen Orthesen wie der stabilisiert werden, ohne die<br />

Mobilität der Hand einzuschränken.<br />

Konsequentes Tragen wird erleichtert<br />

Mit einer solchen Orthese wird gezielt das Sattelgelenk unterstützt,<br />

während andere Gelenke und die Handfläche weitgehend<br />

freibleiben. Informationen dazu gibt es unter www.ofa.de/pushcmc.<br />

Stricken, Häkeln, Nähen - alles ist weiterhin möglich. Was<br />

auch das konsequente Tragen der Daumenorthese sehr erleichtert<br />

und damit zur Schmerzlinderung beiträgt. Außerdem bleibt<br />

die Muskulatur im Training. Einer weiteren Schwächung des Halteapparats<br />

wird vorgebeugt.


<strong>Praxiszeitschrift</strong>_Mai_17_Hochformat_Layout 1 05.05.<strong>2017</strong> 12:54 Seite 16<br />

Ab sieben Grad erwacht die Zecke<br />

So kann man Zeckenstichen am besten vorbeugen<br />

Steigen die Temperaturen draußen einige Tage hintereinander<br />

auf sieben Grad oder mehr, sehnt sich der Mensch nach dem<br />

Frühling – und die Zecke nach frischem Blut. In Hecken, Wiesen<br />

und Büschen wartet sie auf ihre Opfer. Gestochen werden kann<br />

jeder, vom krabbelnden Baby im Garten bis zum Sonnenanbeter<br />

im Stadtpark. Rechnen muss man mit Zeckenstichen in der Regel<br />

von Februar bis Oktober. Bei milder Witterung sogar ganzjährig.<br />

Zecken gehören zur Familie der Spinnen<br />

In Deutschland ist der Gemeine Holzbock die am häufigsten vorkommende<br />

Art. Zecken sind eine Milbenart und gehören zur Familie<br />

der Spinnen. Zwar sind die bis zu vier Millimeter großen<br />

Achtbeiner nicht unbedingt ein Grund für eine Spinnenphobie,<br />

etwas Respekt vor dem Parasiten kann dennoch nicht schaden.<br />

Denn Zecken können bis zu 50 verschiedene Krankheitserreger<br />

übertragen, darunter Borreliose-Bakterien oder auch FSME-<br />

Viren. FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) ist eine Erkrankung<br />

der Hirnhaut und des zentralen Nervensystems und nicht<br />

ursächlich behandelbar. Es können nur Beschwerden wie Fieber<br />

und Gliederschmerzen gelindert werden, mit dem Virus selbst<br />

muss es der menschliche Organismus allein aufnehmen.<br />

IMPRESSUM PRAXISZEITSCHRIFT<br />

AUFTRAGGEBER: Zentrum für Orthopädie & Chirurgie Dr.med.Rainer Pränger<br />

HERAUSGEBER, GESTALTUNG und FOTOS:<br />

Cosmix, Agentur für Werbung & Printmedien,<br />

Liane Jahnel, Gewerbepark 1 A, 83088 Kiefersfelden,<br />

Tel: +43 (0)8033 979 52 65, Mobil: +43 (0)676 - 440 27 15,<br />

E-Mail: info@cosmix-werbung.de, URL: www.cosmix-werbung.de<br />

Fotos: Businessfotograf Tom Küst, Fotolia, djd-Pressetreff<br />

Die von der Firma Cosmix erstellten Werbeanzeigen und Fotos unterliegen den gesetzlichen<br />

Copyright-Rechten. Die Nutzung wird nur für die „<strong>Praxiszeitschrift</strong> Dr. Rainer Pränger“ erteilt.<br />

Eine weitere Nutzung für Werbezwecke bedarf der Genehmigung durch die Firma Cosmix.<br />

Die Verteilung obligt der Firma Cosmix.<br />

Vorsorge ist besser als Nachsorge<br />

Deshalb sind Vorsorgemaßnahmen essentiell: Festes Schuhwerk<br />

und in die Socken gesteckte Hosenbeine können verhindern,<br />

dass Zecken sich ihren Weg in die Kniekehle bahnen. Möglichst<br />

lange Kleidung trägt auch dazu bei. Auf hellen Kleidern lassen<br />

sich die dunklen Zecken leicht erkennen und ablesen. Chemische<br />

Duftstoffe, Repellents genannt, verringern bei regelmäßiger Auffrischung<br />

die Stechlust der Zecke. Wer draußen war, sollte sich<br />

danach am ganzen Körper gründlich nach Zecken absuchen.<br />

Zudem kann eine Impfung gegen FSME dazu beitragen, das Risiko<br />

einer Virusinfektion nach einem Zeckenstich zu reduzieren.<br />

Wenn eine Zecke doch den Weg auf die Haut gefunden und zugestochen<br />

hat, sollte diese sofort entfernt werden.<br />

Vorsorge gegen Zeckenstiche auf einen Blick<br />

Diese Maßnahmen können helfen, Zeckenstichen vorzubeugen:<br />

Hosen in die Socken stecken, festes Schuhwerk tragen, möglichste<br />

lange und helle Kleidung wähle; Anti-Zeckensprays, so genannte<br />

Repellents, verwenden; Den Körper nach jedem<br />

Aufenthalt im Freien gründlich nach Zecken absuchen; Eine Impfung<br />

gegen FSME kann dazu beitragen, das Risiko einer FSME-<br />

Virusinfektion nach einem Zeckenstich zu verringern.<br />

Mehr Informationen zu Zecken und Vorsorgemaßnahmen auf<br />

www.zecken.de


<strong>Praxiszeitschrift</strong>_Mai_17_Hochformat_Layout 1 05.05.<strong>2017</strong> 12:54 Seite 17<br />

Hilfe bei Rückenschmerzen<br />

Ein ergonomischer Arbeitsplatz kann bei<br />

Rückenbeschwerden viel bewirken<br />

Lange Arbeitszeiten, bewegungsloses Sitzen<br />

und Stress sind häufig die Ursachen für<br />

Rückenschmerzen. Im Körper baut sich<br />

Spannung auf, die Muskeln verhärten sich<br />

und schmerzen. Menschen unter hohem<br />

Leistungsdruck, die sehr engagiert im Job<br />

sind, haben häufig solche stressbedingten<br />

Beschwerden.<br />

Verbesserte Rückengesundheit, weniger<br />

Schmerzen<br />

Ein ergonomischer Arbeitsplatz kann für<br />

eine entspannte, aufrechte Sitzhaltung sorgen.<br />

Die Sitzfläche des Bürostuhles hat die<br />

richtige Höhe und Tiefe, wenn die Beine 90<br />

Grad abgewinkelt sind und die Füße auf<br />

dem Boden stehen. Die Lehne sollte das<br />

Becken bis zu den Schultern stützen. Für<br />

zusätzlichen Komfort sorgen seitliche Lehnen,<br />

auf denen die Unterarme im 90-Grad-<br />

Winkel abgelegt werden.<br />

Bürostühle mit Kipp- und Wipp-Mechanismus<br />

sowie ergonomische Hocker fördern<br />

ein dynamisches Sitzen. Die Schreibtischhöhe<br />

ist optimal, wenn die Unterarme im<br />

rechten Winkel zum Oberarm auf der Fläche<br />

abgelegt werden können. Zudem sollte<br />

der Bildschirm direkt im Blickfeld in einem<br />

Abstand von 60 bis 80 Zentimetern sein.<br />

Wer seinen Arbeitstag bewegt gestaltet,<br />

entlastet und stärkt den Rücken und beugt<br />

Verspannungen vor. Immer wieder bewusst<br />

die Sitzposition ändern, eine gerade<br />

Sitzhaltung, Strecken und Dehnen des Nackens<br />

und Rückens sowie aktive Pausen<br />

machen den Job rückenfreundlicher und<br />

entspannter.<br />

Selbsthilfe bei Rückenschmerzen<br />

Regelmäßige körperliche Aktivität, Rückenschule,<br />

Yoga oder Pilates beugen Rückenschmerzen<br />

vor. Sie helfen Körper und<br />

Geist, Stress abzubauen. Auch spezielle Rückenbandagen<br />

und -orthesen wie etwa die<br />

"Lumbamed" von medi stabilisieren und<br />

entlasten den Lendenwirbelbereich.<br />

Sie helfen, Verspannungen zu lösen und<br />

Schmerzen zu lindern. Wer dann wieder<br />

aktiv ist und sich bewegt, stärkt die Muskulatur,<br />

entlastet die Wirbelsäule und die<br />

Bandscheiben. Atmungsaktive Materialien<br />

und Materialaussparungen an der Leiste<br />

sorgen für viel Tragekomfort. Rückenbandagen<br />

sind im medizinischen Fachhandel<br />

erhältlich. Der Arzt kann sie bei Notwendigkeit<br />

verordnen.<br />

Online-Selbsttest gibt Aufschluss<br />

Ein Online-Selbsttest unter www1.medi.de/<br />

rueckenschmerzen-online-test hilft Betroffenen,<br />

ihr persönliches Risiko für chronische<br />

Rückenschmerzen besser einzuschätzen.<br />

Das Testergebnis ersetzt nicht die<br />

Diagnose des Arztes. Ein Facharzt für Orthopädie<br />

und Unfallchirurgie sowie eine<br />

Physiotherapeutin und Spezialistin für Ergonomie<br />

am Arbeitsplatz geben in Videos<br />

Tipps zur Rückengesundheit und zum ergonomischen<br />

Arbeitsplatz. Ein kostenloser<br />

Ratgeber "Rücken" kann unter Telefon<br />

0921-912750 angefordert werden.<br />

Drei Lockerungsübungen fürs Büro<br />

Die Hände mit verschränkten Fingern vor<br />

dem Oberkörper nach außen drehen. Die<br />

Arme gerade nach oben strecken und die<br />

Wirbelsäule lang ziehen. Dann die Bewegung<br />

nach vorne mit runder Wirbelsäule<br />

wiederholen. Den Kopf leicht senken und<br />

die verschränkten Hände waagerecht vom<br />

Körper weg strecken.<br />

Den Kopf nach rechts neigen. Den linken<br />

Arm leicht nach unten ziehen und den geneigten<br />

Kopf leicht nach links drehen.<br />

Diese Position für etwa drei Atemzüge halten.<br />

Anschließend die Übung gegengleich<br />

wiederholen.<br />

Die linke Hand an das rechte Knie legen.<br />

Den rechten Arm nach hinten führen und<br />

den Oberkörper um die eigene Achse nach<br />

rechts drehen. Mit dem Kopf über die<br />

rechte Schulter schauen. Anschließend die<br />

Übung gegengleich wiederholen.


<strong>Praxiszeitschrift</strong>_Mai_17_Hochformat_Layout 1 05.05.<strong>2017</strong> 12:54 Seite 18<br />

Dr. med. Peter Sabisch<br />

Gefäßsprechstunde der<br />

Asklepios Stadtklinik nun<br />

auch im Zentrum für<br />

Orthopädie, Chirurgie &<br />

Neurochirurgie in Holzkirchen<br />

Seit 1. September 2015 ist Dr. Peter Sabisch Chefarzt der Klinik<br />

für Gefäßchirurgie der Asklepios Stadtklinik Bad Tölz. Praktisch<br />

von Kopf bis Fuß reicht das Spektrum, das der Chefarzt an der<br />

Stadtklinik bietet. So zählt die Behandlung und Operation von<br />

Erkrankungen der Halsschlagader, der sogenannten Carotis<br />

ebenso zum Schwerpunkt wie krank- hafte Veränderungen der<br />

Bauch- und Brustschlagadern. Nun bietet der Experte seine Gefäßsprechstunde<br />

auch im Zentrum für Orthopädie und Chirurgie<br />

Holzkirchen Dr. Pränger an.<br />

Behandlungsschwerpunkte:<br />

• Erkrankungen der Haupt- und Beckenschlagadern (Aorta)<br />

• Erkrankungen der Halsschlagader (Carotis) und der<br />

Beinschlagadern<br />

• Schaufensterkrankheit, Raucherbein<br />

• Diabetischer Fuß<br />

• Krampfadern<br />

• Wundmanagement<br />

Gefäßsprechstunde<br />

Dr. med. Peter Sabisch<br />

(Voranmeldung erforderlich)<br />

Sekretariat Klinik für Gefäßchirurgie, Asklepios Stadtklinik<br />

Bad Tölz, Alexandra Oberhof, Veronika Greiter<br />

Tel.: (0 80 41) 507- 12 11, Fax: (0 80 41) 507- 12 13<br />

E-Mail: chirurgie.badtoelz@asklepios.com<br />

www.mvz-atrium.de


<strong>Praxiszeitschrift</strong>_Mai_17_Hochformat_Layout 1 05.05.<strong>2017</strong> 12:54 Seite 19<br />

Felix Neureuther setzt auf ISARTALER HOLZHAUS<br />

Genau wie seine Eltern, Rosi Mittermaier<br />

und Christian Neureuther,<br />

setzt auch Felix Neureuther<br />

bei seinem Hausbau auf die Marke<br />

und die hohe Qualität von ISARTA-<br />

LER HOLZHAUS. ISARTALER HOLZ-<br />

HAUS begleitet das gemeinsame<br />

Projekt von Felix Neureuther und<br />

Freundin Miriam Gössner fotografisch<br />

und dokumentiert die einzelnen<br />

Bauschritte.<br />

Das gesamt Team von ISARTALER<br />

HOLZHAUS freut sich auf die Zusammenarbeit<br />

mit Felix Neureuther<br />

und Miriam Gössner bei der<br />

Planung und der Realisierung<br />

ihres Traumhauses. Und am Ende<br />

hat Felix Neureuther sicher lange<br />

Freude an seinem Heim, wie bereits<br />

seine Eltern Rosi Mittermaier<br />

und Christian Neureuther.<br />

Zu ersten Planbesprechung kamen<br />

Felix Neureuther und Miriam<br />

Gössner in Begleitung von Christian<br />

Neureuther nach Holzkirchen,<br />

um die Planungsgrundlagen für ihr<br />

Traumhaus zu legen. Nach der Begrüßung<br />

durch August Inselkammer<br />

jun. folgte eine interessante<br />

Besichtigung der Werkshallen und<br />

der zugehörigen Schreinerei.<br />

Felix Neureuther und August Inselkammer<br />

jun. Packten auch<br />

gleich selbst mit an und wählten<br />

erste Massivholzbalken für das<br />

neue Eigenheim aus. Das gesamte<br />

Werks- und Schreinereiteam von<br />

ISARTALER HOLZHAUS war sichtlich<br />

begeistert von der Abwechslung<br />

und posierte gerne für ein<br />

Erinnerungsfoto. Anschließend<br />

ging es ins Haupthaus um weitere<br />

Details der Planung zu besprechen.<br />

August Inselkammer jun.<br />

nahm sich den Wünschen des jungen<br />

Paares an und am Architektenplan<br />

wurde gearbeitet und<br />

optimiert.<br />

Das junge Paar kann sich bei ihrer<br />

Entscheidung zum Traditionsunternehmen<br />

ISARTALER HOLZHAUS<br />

aus der Erfahrung heraus sicher<br />

wiegen: „Meine Eltern haben es<br />

aus Liebe zur Heimat und unserer<br />

Kultur“ vorgemacht und sich für<br />

ein ISARTALER HOLZHAUS entschieden.<br />

Wir fühlen uns bei der<br />

Firma ISARTALER HOLZHAUS sehr<br />

gut betreut und verstanden.“<br />

Euer Felix Neureuther<br />

Öffnungszeiten Musterhaus:<br />

Münchner Str. 56, 83507 Holzkirchen<br />

Täglich geöffnet auch an<br />

Sonn- und Feiertagen von<br />

10 - 12 Uhr und 13 - 17 Uhr


<strong>Praxiszeitschrift</strong>_Mai_17_Hochformat_Layout 1 05.05.<strong>2017</strong> 12:54 Seite 20

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