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Praxiszeitschrift April 2017

Ihre Gesundheit liegt ins am Herzen

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Dr. med. Maximilian Hornauer

Facharzt für Physikalische und

Rehabilitative Medizin

• Sportmedizin

• Chirotherapie

• Akupunktur

Golfen – der perfekte Sport

für die Gesundheit!

von Dr. med. Maximilian Hornauer

Golf ist auch für Ältere als

Sport ideal geeignet.

Zugegeben, Golf ist nicht Jedermanns Sache.

Eine Runde dauert immerhin im Schnitt vier

Stunden kostbare Zeit und billig ist dieses

sportliche Vergnügen auch nicht. Beides

muss man sich leisten können. Aus medizinischer

Sicht kann ich regelmäßigen Golfern

jedoch nur gratulieren, gerade im fortgeschrittenen

Alter gibt es wenige bessere Betätigungen

für Körper und Geist. Bewegung,

frische Luft, eine lange Dauer, Belastungen

bei niedrigem Puls, muskuläre Betätigung im

aeroben Bereich, all diese Faktoren fördern

das körperliche und auch das mentale Wohlbefinden.

Golf für die Gesundheit -

richtig ist wichtig

Auch deshalb hat sich die Zahl der Golfer in

Deutschland über die vergangenen zehn

Jahre deutlich erhöht. Derzeit gibt es

640.181 in Clubs organisierte Golfer (Stand

Jan. 2016), dazu kommen noch ca. 200.000

Golfspieler, die nicht registriert sind. Um positive

medizinische Rückwirkungen auch

wirklich zu erzielen, muss der Golfer allerdings

einige Regeln beachtet. In erster Linie

sollte das Spiel Freunde machen. Der USamerikanische

Spitzengolfer Lee Trevino hat

einmal mit einem Augenzwinkern gesagt:

„Golf ist der größte Spaß, den man mit angezogenen

Hosen haben kann.“ Diese gelassene

Einstellung lassen jedoch Amateurgolfer

oft vermissen. Sie gehen übermäßig

ehrgeizig und verbissen über den Platz und

regen sich über jeden misslungenen Schlag

auf. So verpuffen natürlich die erwünschten

Effekte für die Gesundheit. Wer vier Stunden

Golf pro Woche spielt, erzielt den vergleichbaren

Effekt, wie jemand, der etwa 3 Stunden

Powerwalking betreibt.

Im Vergleich zu den allermeisten Sportarten

ist Golf ungefährlich und weist eine extrem

niedrige Verletzungsrate auf. Wichtig ist eine

gute Vorbereitung und eine saubere technische

Ausführung, denn der Golfschwung ist

eine komplexe Bewegung, an der mehr als

400 Muskeln beteiligt sind. Aufwärmen und

Stretching vor und nach dem Golfen, zumindest

jeweils 10 Minuten, gehören zur Pflicht,

um verletzungsfrei zu bleiben.

Auf einer Runde von 4 Stunden werden pro

Minute rund 4 - 6 Kcal verbraucht. Dies entspricht

einem Bruttoenergieumsatz von bis

zu 1400 kcal. Zu den To Dos gehört ebenfalls

eine optimale Versorgung des Körpers. Es

muss schon vor dem Golfen ausreichend getrunken

und gegessen werden. Während der

Runde sind Bananen, Müsliriegel und viel

Wasser ideal. Es gilt unbedingt, einen sogenannten

Hungerast, also eine Unterzuckerung,

zu vermeiden.

Durch die hohe Konzentration über einen

längeren Zeitraum und das Schlagen von vielen

Bällen insbesondere auf der Driving

Range, wirkt eine Runde Golf weit mehr als

ein ausführlicher Spaziergang. Die Entwicklung

geht im Spitzensport jedoch klar zu den

Modellathleten. Rory McIlroy, Dustin Johnson

und auch Martin Kaymer sind ohne

Zweifel Leistungssportler und das sieht man

ihnen auch an. Golf als eine Form des Spaziergangs

zu bewerten, wäre also falsch.

Koordination und Kondition

Auch, weil Sie es für ein gutes Golfspiel eine

Vielzahl an körperlichen Fähigkeiten braucht.

Zum einen wäre da eine gute Kondition.

Ohne eine entsprechende Herzkreislauffunktion

werden Golfer mit zunehmender

Dauer der Runde müde und es fehlt am

Ende an der notwendigen Präzision. Gut

hierfür ist ein Training auf dem Ergometer

oder direkt auf dem Fahrrad. Genauso wichtig

ist Beweglichkeit. Jede Form der Gymnastik

ist also Ziel führend, auch dehnende

Varianten von Yoga helfen. Und nicht zuletzt

ist Muskulatur ein Erfolgsfaktor für Golfer,

um bessere Längen mit Hölzern und Eisen zu

erzielen.

Gerade der Rücken und die Körpermitte

müssen stark sein, zum einen, um den Ball

weit zu schlagen, zum anderen, um Verletzungen

vorzubeugen. Hinzu kommen Übungen

für die Balance und eine bessere

Augen-Hand Koordination. Golfer können

viel Zeit in einem Fitness-Studio verbringen,

um ihre Voraussetzungen für ein gutes Spiel

zu verbessern.

Aber Achtung: Beschwerden durch das Golfspielen

nehmen - wissenschaftlich nachgewiesen

- in Abhängigkeit von der Zahl der

Golfrunden und der gespielten weiten Bälle

pro Woche zu.


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Also: Nicht übertreiben! Wer täglich fünf

Stunden auf den kleinen Ball drischt, tut sich

nichts Gutes. Auch Golfen ist nur mit Augenmaß

körperlich sinnvoll. Ein letzter Vorteil

des Golfens aus medizinischer Sicht sollte

nicht vergessen werden. Die meisten Menschen

können diesen Sport gut im Alter betreiben

- mit den wünschenswerten Folgen

für den Herzkreislauf, die Muskulatur und

die mentale Gesundheit. Andere Sportarten,

denken Sie ans Langstreckenlaufen, Tennisspielen

oder auch ans Skifahren, sind gerade

im Alter mit deutlich höheren Risiken verbunden.

Die Lendenwirbelsäule

beim Golfschwung

Von allen Bereichen des Haltungs- und Bewegungsapparates

wird die Lendenwirbelsäule

beim (falschen) Golfspielen am

häufigsten getroffen. Das liegt vor allem

daran, dass ca. 77 Prozent aller Menschen

bereits unter Rückenproblemen leiden. Bedingt

durch zu langes Sitzen und unzureichende

muskuläre Ausbildung vom Rumpf

kommt es gerade in der Lendenwirbelsäule

zu Schmerzen.

Somit ist unsere Empfehlung für alle Golfer,

im Winter an speziellen Rückenkursen in Fitnessstudios

teilzunehmen. Es hilft ihrem

Kreuz und ihrem Spiel. Im Folgenden zeigen

wir Schwungbewegungen, die den Rücken

gefährden und wie die Gefahr von Schäden

vermieden werden kann.

Ungünstig: Ein runder Rücken!

Die Haltung, die auf dem rechten Bild zu

sehen ist, bringt u. U. Probleme in der Lendenwirbelsäule.

Aufgrund der starken Vorbeugung

aus der Halswirbelsäule wird die

Brustwirbelsäule rund. Die Lendenwirbelsäule

ist aber nicht ausreichend vorgebeugt.

Aus dieser Position heraus kann die Lendenwirbelsäule

noch schlechter gedreht werden,

da die Zwischenwirbelgelenke in ungünstiger

Stellung zueinander stehen. Besser

ist es, das Kinn von der Brust zu heben

und die Schulterblätter ein wenig zurückzuziehen.

Dann kann der Golfer sofort aus der

Hüfte rotieren und entlastet die Lendenwirbelsäule.

Achtung:

Die Hüfte dreht vor!

Bei einem schmerzfreien Schwung bleibt die

Wirbelsäule im gleichen Winkel wie in der

Ansprechposition. Die Rotation erfolgt in

den Hüften. Dadurch wird die Kraft in den

Schaft und dann auf den Ball übertragen.

Viele Golfer versuchen jedoch aus der Hüfte

zu starten und schieben sie in Richtung Ball

(Foto rechts). Wenn zudem der Kopf „festgehalten“

wird, dann verkantet die Lendenwirbelsäule

und es kommt zu größeren

Belastungen an den Zwischenwirbelgelenken

und den Bandscheiben.

Schlecht: Hinteres Bein

bleibt stehen

Sehr häufig kommt es

vor, dass das hintere

Bein in der Endstellung

noch fest am

Boden steht, aber der

Oberkörper weitergedreht

wurde. Dabei

werden die Bandscheiben

und die Wirbelgelenke

in der Lendenwirbelsäule

ebenfalls

stark belastet.

Bei korrektem Einleiten des Abschwungs

aus den Beinen und der Hüftdrehung heraus,

schwingt die Hüfte den Armen voraus

und das hintere Bein wird wie von selbst in

die Endstellung mitgezogen (Foto unten).

Das entlastet die Lendenwirbelsäule vollständig.

Denken Sie beim vollen Schwung

immer daran, dass von hinten die gesamte

Sohle des rechten Fußes zu sehen sein

sollte.

Übungen zur Kräftigung der

Lendenwirbelsäule:

Die Lendenwirbelsäule ist beim Golfen besonderen

Belastungen ausgesetzt. Durch die

Rotationsbewegungen werden die Zwischenwirbelgelenke

und Bandscheiben beansprucht.

Eine gut ausgebildete Bauch- und

Rückenmuskulatur schützt diese Strukturen

vor Überlastungen und kann über eine bessere

„Core stability“ auch den Golfschwung

verbessern. Einfache Übungen hierzu haben

wir im Folgenden für Sie zusammengestellt.

Übung 1:

Im Unterarmstütz bilden Oberkörper und

Beine eine Linie. Die Rumpfmuskulatur ist

angespannt, der Bauchnabel wird zur Wirbelsäule

gezogen. Die Spannung wird gehalten

und das rechte Bein gestreckt angehoben.

Dabei sollte der Oberkörper und das

linke Bein weiterhin eine Linie bilden. Danach

wird das rechte Bein wieder abgesenkt

und das linke Bein abgehoben. Im Wechsel

werden 15 Wiederholungen ausgeführt.

Foto/Quelle:

http://imworld.aufeminin.com/story/20160510/-

Übung 2:

In Rückenlage werden die Füße auf einen

Pezzi-Ball abgelegt. Rücken und Gesäßmuskulatur

werden angespannt, sodass Oberkörper

und Beine eine Linie bilden. Hüfte

und Knie werden gebeugt und der Ball wird

dadurch zum Gesäß gerollt. Die Rumpfmuskulatur

muss dabei die Spannung halten, sodass

bei erneuter Streckung von Knie und

Hüfte wieder die Ausgangsposition erreicht

wird. 15 Wiederholungen sind bei dieser

Übung zu empfehlen.

Foto/Quelle:

http://imworld.aufeminin.com/story/20160510/-

Literaturhinweise:

Fotos/Quelle:

https://www.golfmagazin.de/training/medizinratgeber-die-lendenwirbelsaeule/4/

http://www.gesuendernet.de/wellness-und-beauty/fita-in-form/item/1225-golfen-der-perfekte-sport-fuerdie-gesundheit.html


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Dr. med. Maximilian Hornauer

Facharzt für Physikalische und

Rehabilitative Medizin

• Sportmedizin

• Chirotherapie

• Akupunktur

Akupunktur

von Dr. med. Maximilian Hornauer

Definition

„Die Akupunktur verwendet Einstiche mit

Gold- oder Silbernadeln an genau festgelegten

Hauptpunkten, die spontan- oder druckschmerzhaft

sein können, bei funktionellen

reversiblen Erkrankungen oder Störungen zu

diagnostischen und/oder therapeutischen

Zwecken.“ Diese Definition der Akupunktur

nach De la Fuye gilt noch immer, mit einer

Ausnahme: Heute werden hauptsächlich

sterile Stahlnadeln verwendet. In China wird

aber wieder vereinzelt mit Gold- und Silbernadeln

gearbeitet.

Die Akupunktur und Moxibustion (Wärmebehandlung

an vorgesehenen Punkten) ist

nur ein kleiner Teilbereich der traditionell

chinesischen Medizin (TCM), welche ihrerseits

nur ein kleiner Teil eines philosophischen

Systems darstellt. In unserer westlichen

Medizin hat davon bisher allerdings

nur die Akupunktur in größerem Ausmaß

Eingang gefunden. Dennoch ist Akupunktur

immer noch umstritten. Auf der einen Seite

gibt es Fanatiker, die die Akupunktur als Universaltherapie

verkaufen, auf der anderen

Seite wird sie von den Kollegen wütend als

Scharlatanerie abgelehnt. Beides ist falsch.

Die Akupunktur ist sicherlich kein Allheilmittel.

Sie ist eine Ordnungstherapie, deren Einsatz

wohl bei Gestörtem, nicht aber bei

Zerstörtem sinnvoll ist. Akupunktur kann

somit zerstörte Organe und Gewebe nicht

reparieren. Sie stößt aber die Selbstheilung

des Körpers an und kann gestörte Funktionen

wiederherstellen und Schmerzen lindern.

Yin und Yang

Es gibt eine ganze Reihe von Therapiemethoden,

um z.B. Rückenschmerzen im Lendenwirbelbereich

zu lindern. Krankengymnastik

(Physiotherapie), Massagen oder

Wärmebehandlung stoßen aber oft an ihre

Grenzen. Die Akupunkturbehandlung könnte

hier eine Alternative sein.

Bei der Akupunktur werden bestimmte, sogenannte

Triggerpunkte stimuliert, um Blockaden

der Körperenergie (Qi) aufzuheben

und damit Rückenschmerzen zu bessern.

In der Lehre der Traditionellen Chinesischen

Medizin (TCM) wird der Energiefluss durch

ein Ungleichgewicht zweier gegensätzlicher

Kräfte blockiert: Yin, dem Langsamen, Kalten

u. Passiven, u. Yang, das für Hitze, Schnelligkeit

und Aktivität steht. Aus diesen Blockaden,

so die Vorstellung der TCM, resultieren

körperliche und seelische Beschwerden.

Wirkung der Akupunktur

Was genau bei der Akupunktur im Körper

geschieht, ist wissenschaftlich noch nicht zu

hundert Prozent bewiesen. Dank moderner

wissenschaftlicher Untersuchungsmethoden

konnte die Akupunkturwirkung in den letzten

Jahren aber viel besser erklärt werden.

Dennoch fehlen Erklärungen für die Tatsache,

dass zum Beispiel Schulterschmerzen

von einem bestimmten Punkt auf dem Unterschenkel

aus besonders gut behandelt

werden können, von einem Punkt knapp daneben

allerdings nicht. Wissenschaftlich erwiesen

sind bisher folgende Wirkungen:

• Nervös-reflektorisch

• Humoral-endokrin: Einfluss auf die End orphin-,

Serotonin-,Cortisonproduktion

• Vasoaktive Wirkung: direkt auf die Blutzirkulation

und über die Aktivierung des

vasoaktiven intestinalen Polypeptides (VIP)

• Muskelwirkung

• Wirkung auf das Immunsystem


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Die meisten Patienten empfinden meist

schon nach der ersten Behandlung ein angenehmes,

wohltuendes und entspannendes

Gefühl. Die heilende Wirkung kommt

u.a. dadurch zustande, dass der stimulierende

Reiz der Nadeln im Gehirn eine vermehrte

Ausschüttung schmerzlindernder

und stimmungsaufhellender Substanzen

auslöst.

Bei diesen „Glückshormonen“ handelt es

sich um Serotonin; körpereigene Morphine

wie das Endorphin sowie Enkephaline. Mit

modernen Verfahren, wie zum Beispiel mit

der fMRT (funktionelle Magnetresonanztomografie

– Kernspin), lassen sich die Wirkungen

der Akupunktur oder der

Laserakupunktur über die Stoffwechselaktivität

im Gehirn nachweisen. In den Hirnarealen,

welche mit den stimulierten Akupunkturpunkten

in Verbindung stehen, zeigen

sich vermehrt erhöhte Aktivitäten.

GERAC-Studie

Wie die Akupunktur in der Therapie von Rückenschmerzen

im Vergleich zu anderen Ansätzen

abschneidet, wurde in Deutschland

in mehreren Studien untersucht. 500 niedergelassene

Ärzte, die eine mindestens 140-

stündige Akupunkturausbildung bei verschiedenen

deutschen Akupunkturgesellschaften

erhalten hatten und über eine mindestens

zweijährige klinische Erfahrung mit

der Akupunktur verfügten, wurden speziell

für GERAC geschult und führten in ihren Praxen

die Prüftherapien durch.

Moxibustion und eine Elektrostimulation

von Akupunkturpunkten waren in den

GERAC-Studien nicht zugelassen. Insgesamt

erfolgten über 35.000 Akupunkturbehandlungen.

Die Patienten waren gegenüber der

Art der Akupunktur (Verum oder Sham) verblindet.

Wirksame Nadeln

Bei rund 48 Prozent der TCM-Behandelten

hatten sich Rückenschmerzen und -beweglichkeit

nach sechs Monaten deutlich gebessert.

Dies traf aber auch auf 44 Prozent der

Patienten zu, die mit Schein-Akupunktur behandelt

wurden. Insgesamt wirkten die Akupunkturnadeln

deutlich besser als die

klassische Therapie, schlussfolgern die Autoren

im Fachblatt "Archives of Internal Medicine"

(2007). Denn hier verspürten nur 27

Prozent eine Besserung. Neuere Studien zur

Akupunktur bei Rückenschmerzen und eine

Übersichtsanalyse zahlreicher Untersuchungen

bestätigten das Ergebnis:

Die dreiarmigen Studien verglichen an über

3500 randomisierten Patienten die Wirksamkeit

einer Akupunktur an chinesischen

Akupunkturpunkten (Verum, lat. echt) mit

einer Akupunktur an nicht chinesischen

Punkten (sham, engl. für Vortäuschung) und

einer konventionellen (pharmakologischen,

Physiotherapie u. a.) Therapie.


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Prof. Dr. med. habil.

PETER C. KREUZ

Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie

• Knorpeltherapie u. regenerative Gelenkchirurgie

• Kinderorthopädie

• Säuglingshüftsonographie

• Chirotherapie

• Sportorthopädie

Möglichkeiten zur Vermeidung von Erkrankungen

und Verletzungen am Bewegungsapparat

von Prof. Dr. med. habil. Peter C. Kreuz

Demographische Entwicklung

und Erkrankungen am

Bewegungsapparat

Die Bedeutung der Prävention für den Stützund

Bewegungsapparat wird in unserer Gesellschaft

noch deutlich unterschätzt. Allerdings

kommt gerade in Bezug auf die demographische

Entwicklung und die zunehmende Alterung

unserer Gesellschaft der Vorsorge von

Erkrankungen und Verletzungen am Bewegungsapparat

eine immer bedeutendere Rolle

zu. Wenn die Selbständigkeit und Mobilität

verloren geht, werden die meisten Menschen

pflegebedürftig. Diesem Problem kann man

nur mit einer gezielten Prävention entgegentreten,

was nur mit Eigeninitiative und Disziplin

möglich ist.

Im Jahr 2010 war die Arbeitsunfähigkeit bei

über 21 % aller Patienten auf Erkrankungen

des muskuloskelettalen Systems zurückzuführen.

Desweiteren sind die muskuloskelettalen

Erkrankungen für 38 % der Leistungen der gesetzlichen

Rentenversicherung zur medizinischen

Rehabilitation verantwortlich. Führend

hierbei sind degenerative/entzündliche Erkrankungen

des Hüft- und Kniegelenks, Rückenschmerzen,

Osteoporose, Haltungsschäden

oder degenerative Sehnenerkrankungen

wie z.B. Sehnenrupturen

in der Schulter bis

hin zu sturzbedingten

Frakturen und (Sport-)

Verletzungen. Besonders

dramatisch zeigt

sich das an der rapide

steigenden Anzahl

von Implantation von

künstlichen Knie- und

Hüftgelenken. So wurden

2009 in Deutschland ca.

175.000 Knie- und

209.000 Hüftendoprothesen

implantiert.

Risikofaktoren für Erkrankungen

des Bewegungsapparates

Nicht beeinflussbare Risikofaktoren:

Nicht zu beeinflussen ist die demographische

Entwicklung mit einer steigenden Lebenserwartung

der Bevölkerung in Deutschland. Dies

ist vorallem auf eine zunehmende Qualität der

medizinischen Versorgung zurückzuführen.

Durch eine optimierte internistische Versorgung

lassen sich die Parameter und Funktionen

von Herz, Kreislauf und inneren Organen

optimieren. Dies nützt allerdings nichts, wenn

die Funktion des Stütz- und Bewegungsapparates

immer schlechter wird und die Menschen

trotzdem immer unbeweglicher werden

und schließlich im Rollstuhl sitzen. Natürlich

spielen hier eine ganze Reihe an Faktoren eine

Rolle, auf die wir keinen Einfluss nehmen können.

Hierzu gehören u.a.:

• das Geschlecht: die Häufigkeit von Osteoporose

(Knochenschwund) ist bei Frauen

höher als bei Männern, ebenso werden

bei Frauen Knieendoprothesen aufgrund

eines Gelenkverschleißes viel häufiger als

bei Männern implantiert

• genetische Prädisposition für eine

schlechtere Qualität des Gelenkknorpels,

des Knochens, der Muskeln und Bänder

• soziales Umfeld

• anatomisch ungünstige Voraussetzungen

wie Achsen- und Rotationsfehler: in die

sem Zusammenhang führen O- oder X-

Beine zu einer einseitigen Belastung des

Kniegelenks, wobei eher die Innen- oder

die Außenseite des Kniegelenks vermehrt

abgenützt wird. Ebenso können Drehfehler

im Ober- oder Unterschenkel zu

einer Überbelastung bestimmter Gelenkabschnitte

und damit zu einem vorzeitigen

Verschleiß führen. Ebenso müssen in

diesem Zusammenhang Beinlängendifferenzen

erwähnt werden, die zu einer

Fehlstellung und einem vorzeitigen Verschleiß

der Wirbelsäule führen können.

Desweiteren kann im Bereich des Hüftgelenks

eine unzureichende Überdachung des Hüftkopfes

durch die Pfanne (sog. Hüftdysplasie)

zu einem vorzeitigen Verschleiß des Hüftgelenks

führen. Diese Faktoren sollten rechtzeitig

durch einen erfahrenen Orthopäden abgeklärt

werden, da sonst langfristig irreparable Schäden

entstehen können. Allerdings kann der Patient

den Verschleißprozess des Bewegungsapparates

u. damit seine eigene Mobilität im

Alter aktiv beeinflussen u. damit auch steuern.

Beeinflussbare Faktoren:

Unfälle/Sportverletzung

Unfälle, die zu Verletzungen an Muskeln, Bändern

und Gelenken führen stellen einen wichtigen

Risikofaktor für die Entstehung und den

Progress degenerativer Gelenkerkrankungen

dar. Im Falle eines vorzeitigen Kniegelenkverschleißes

stehen dabei Kreuzbandrisse sowie

Knorpel- und Meniskusschäden im Vordergrund.

Studien haben dabei gezeigt, dass eine

operative Rekonstruktion eines vorderen

Kreuzbandschadens zwar die Stabilität des

Kniegelenks optimiert, aber einen vorzeitigen

Gelenkverschleiß nicht entscheidend verhindern

kann. Meniskusschäden sollten dabei

immer – wenn möglich – genäht werden, da

ein Meniskusverlust durch die biomechanische

Überlastung des Gelenks (so steigt der Druck

auf den Gelenkkorpel nach einer kompletten

Meniskusentfernung auf das 3fache an) zu

eine Arthrose im Kniegelenk verursacht. Das

Risiko ist dabei umso geringer, je mehr von

dem Meniskus erhalten werden kann. Gleiches

gilt für den Gelenkknorpel, der als Stoß- und

Druckverteiler die Reibung im Gelenk auf ein

Minimum reduziert und unbedingt erhalten

werden muss.


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Übergewicht/Adipositas

Den meisten ist bekannt, das Übergewicht zu

einem erhöhten Risiko an Herz- und Kreislauferkrankungen

führt. Der Einfluss von Übergewicht

auf Erkrankungen des Bewegungsapparates

wird dabei häufig unterschätzt. Dabei ist

heute inzwischen nachgewiesen, dass übergewichtige

Menschen viel häufiger an einer Kniearthrose

leiden. Biomechanische Studien haben

gezeigt, dass ein Kilogramm Körpergewicht zu

einer vermehrten Kniegelenkbelastung um ca.

4 kg führt. Passend dazu konnte nachgewiesen

werden, dass bereits eine Gewichtsreduktion

um fünf Kilogramm das Risiko für eine Kniearthrose

reduziert.

gungsmangel zudem die Entstehung von Osteoporose.

Ebenso zeigt sich ein erhöhtes Risiko

für einen Kniegelenkverschleiß bei Frauen

mit einer schlecht trainierten und schwachen

Oberschenkelmuskulatur.

Behandlungsmöglichkeiten

In Bezug auf die oben genannten Risikofaktoren

lassen sich folgende Behandlungsmaßnahmen

im Rahmen der Prävention ableiten:

Prävention und Therapie

von Sportverletzungen/Unfällen

Der gesundheitliche Nutzen von Sport ist unbestritten,

dennoch kann es im Rahmen der

sportlichen Aktivität zu Verletzungen oder

Überlastungen kommen. Dies gilt es durch verschiedene

Maßnahmen zu minimieren. Vorsorgeuntersuchungen

sind deshalb gerade im

Bereich des Leistungssportes essentiell, um

diejenigen Sportler herauszufiltern, die aufgrund

ihrer körperlichen Konstitution nicht für

den Leistungssport geeignet sind. In diesem

Zusammenhang sollten Kinder mit Wirbelgleiten

keine reklinierenden Sportarten oder Jugendliche

mit einem Morbus Scheuermann

kein Gewichtheben betreiben, da es sonst zu

einem Progress der Erkrankung und der Beschwerden

kommen kann.

Nach einer diffizilen klinischen und ggf. auch

radiologischen Diagnostik müssen die jungen

Sportler wie auch die Eltern und Trainer über

die Möglichkeiten der Verletzungsprävention

(z.B. geeignete Schutz-Ausrüstung, beachten

Bewegungsmangel

Eine weltweite Schätzung der WHO zur Prävalenz

körperlicher Inaktivität unter Erwachsenen

(ab 15 Jahren) beträgt 17 %. Etwa 31 bis

51 % der Menschen auf der Welt gehen pro

Woche weniger als 2,5 Stunden moderaten

körperlichen Aktivitäten nach. Bewegungsmangel

ist nicht nur ein Indikator bei der Entstehung

von Übergewicht sondern führt auch

zu Folgeerkrankungen bzw. Beeinträchtigungen

im Alltag. So führen die muskulären Ungleichgewichte

und Haltungsschwächen schon

im Kindesalter zu Beschwerden am Bewegungsapparat,

die sich später in Überlastungsreaktionen

und Haltungsschäden manifestieren.

Im Alter fördert chronischer Bewedes

Regelwerkes, Aufwärmen, richtiges Training

usw.) bis zum Vermeiden bestimmter

Sportarten aufgeklärt werden, um das Verletzungsrisiko

und mögliche irreversible Folgeschäden

zu reduzieren. Kommt es dennoch zu

einer Verletzung im Sport, ist die rechtzeitige

und adäquate Therapie entscheidend, um

langfristig negative Folgen zu verhindern.

Während viele Verletzungen konservativ gut

ausheilen können, müssen strukturelle Gelenkverletzungen

oft operativ behandelt werden,

um langfristig einen vorzeitigen Gelenkverschleiß

und damit die Implantation einer Endoprothese

zu verhindern.

Im Rahmen der regenerativen Gelenkchirurgie

können dabei verschiedenste Maßnahmen

zum Einsatz kommen:

• Kreuzbandersatz: ohne ausreichende

Stabilität des Kniegelenks führen die

überproportional großen Reibungskräfte

zu einem vorzeitigen Gelenkverschleiß

• Knorpelersatz mittels Stammzelltherapie

oder autologer Knorpelzelltransplantation:

unbehandelt werden kleine Knorpelschäden

immer größer und führen zu

einem vorzeitigem Gelenkverschleiß

• Meniskusnaht: der Meniskus als Stoßdämpfer

und Druckverteiler im Gelenk

sollte immer – wenn möglich – erhalten

werden, da sonst die axialen Kompressionskräfte

im Gelenk überproportional

ansteigen und eine Arthrose entstehen

kann.


Praxiszeitschrift_Mai_17_Hochformat_Layout 1 05.05.2017 12:54 Seite 8

Korrektur von Achsfehlstellungen

Sind die Patienten noch im Wachstumsalter,

lassen sich solche Fehlstellungen oftmals durch

kleine Operationen mit gezielter Wachstumslenkung

unter Ausnutzung des biolog. Längenwachstums

in den Epiphysenfugen hervorragend

korrigieren (temporäre Epiphyseodese).

Dieses Zeitfenster sollte man während des

Wachstums für eine Korrektur ausnützen, da

nach Wachstumsabschluss Korrekturen nur

durch größere Osteotomien und Osteosynthesen

(Verplattungen) der betroffenen Skelettabschnitte

möglich sind. Aber auch damit läßt

sich ein vorzeitiger Gelenkbinnenschaden

noch verhindern. Im Bereich des Hüftgelenks

kann durch eine rechtzeitige Behandlung einer

Hüftdysplasie bei Säuglingen ein vorzeitiger

Gelenkverschleiß durch eine passende Abspreizbehandlung

vermieden werden, da sich

dadurch unausgereifte Hüftpfannen völlig normal

formen lassen.

Gewichtsreduktion

Prävention sollte schon im Kindes und Jugendalter

beginnen, um Übergewicht und Adipositas

zu verhindern. So haben Programme, die

möglichst frühzeitig (im Kindesalter)

beginnen durchaus beachtliche Erfolge.

Eine Kombination aus

Bewegung und gesunder Ernährung

hat sich in

vielen Studien bewährt

und bewirkt

eine Reduktion

von Arbeitsunfähigkeit

und vorzeitiger

Berentung,

Stärkung der Selbstmanagementfähigkeit

und

Stressverarbeitung

sowie Steigerung

der Lebensqualität.

Bewegungstherapie

Die Bewegungstherapie ist ein wichtiger Bestandteil

in der Therapie von Übergewicht. Ein

wichtiger therapeutischer Aspekt bei älteren

Menschen besteht in der Reduktion des Sturzrisikos

und damit des Frakturrisikos. Kraft-, Beweglichkeits-

und Koordinationstraining senken

die Sturzhäufigkeit bei älteren Patienten,

wodurch die Morbidität durch sturzassozierte

Knochenbrüche (v.a. mediale Schenkelhalsfraktur)

deutlich vermindert werden kann.

Durch regelmäßige körperliche Bewegung

kommt es auch zu einer Erhöhung der Knochenmineralmasse

bzw. geringeren Knochenabbau

im Alter. Muskuläres Training führt

zudem zu einer verbesserten Gelenkfunktion.

Bewegung und körperliche Aktivität im Alltag

haben eine protektive oder präventive Wirkung.

Immer deutlicher zeichnet sich ab, dass

eine gezielte Steigerung der körperlichen Aktivität

im Alltagsleben genauso wirksam ist wie

strukturierte Sport- und Bewegungsprogramme.

Mit mittlerem Trainings- und Übungsumfang

werden ausreichende Trainingeffekte erzielt

und präventiv wirksame Reize gesetzt. Optimal

sind Trainingseinheiten von 30–45 Minuten

3 bis 4-mal pro Woche mit einer Trainingsintensität

von etwa 50–70 % der maximalen

Leistungsfähigkeit (DGSP-Empfehlung).

Regelmäßige Belastungen im Alltag, auch längere

Spaziergänge oder Wanderungen mit

schnellem Tempo, sind eine sinnvolle und wirksame

Ergänzung zum Training. Die Stabilisierungsfähigkeit

der peripheren Gelenke korreliert

eng mit der Stabilität des Rumpfes. Deswegen

sind neben dem Ausdauertraining (ca.

70 % des gesamten Trainingsumfangs) auch

Kraft- und Beweglichkeitstraining (ca. 30 %

Umfang), vor allem im Alter, eine wichtige Ergänzung.

Ausblick / Zusammenfassung

Die Bedeutung des gesunden Bewegungsapparats

wird mit zunehmendem Alter immer

existenzieller. Dementsprechend ist schon

frühzeitig mit präventiven Maßnahmen zu beginnen.

Richtige Aufklärung und Basisprogramme

sind essenzielle Komponenten zur

Prävention. Der Lebensstil in Deutschland ist

oftmals durch Fehlernährung, körperliche Inaktivität

und Stress charakterisiert. Wird der

Lebensstil korrigiert, nimmt die Häufigkeit von

Risikofaktoren und Folgekrankheiten des muskuloskelettalen

Systems erheblich ab.

Die konservative Therapie und präventive gelenkerhaltende

Eingriffe (regenerative Chirurgie)

helfen dabei, teure Endoprothesen zu

vermeiden und deren Komplikationen einzusparen,

was auch aus finanzieller Sicht volkswirtschaftlich

von Bedeutung ist.

Für weitere Fragen zu gezielten konservativen

und operativen Präventionsmaßnahmen im

Alltag, Breiten- und Leistungssport berate ich

Sie gerne in meiner Sprechstunde!

Prof. Dr. med. habil.

PETER C. KREUZ

Ihr Prof. Dr. med. habil.

Peter Cornelius Kreuz

Facharzt für Orthopädie

und Unfallchirurgie

Facharzt für spezielle Orthopädie

Minimalinvasive Chirurgie und

Arthroskopie

Regenerative Gelenkchirurgie

Knorpeltherapie

Sportmedizin

Chirotherapie

Kinderorthopädie

Säuglingshüftsonographie

Prüfarzt


Praxiszeitschrift_Mai_17_Hochformat_Layout 1 05.05.2017 12:54 Seite 9

Mit entspannten Beinen ins Urlaubsparadies

Auf langen Flügen oder weiten Autoreisen unterstützen

Reisestrümpfe die Beine

Fünf Reisetipps für die Beine

Um die Beine unterwegs zu entlasten, kann

man viel tun:

1. Tee, Saftschorle und Wasser trinken.

2. An der Raststätte, oder wenn man im Flug

zeug aufstehen darf, sollte man für etwas

gesunde Bewegung sorgen.

3. Reisestrümpfe tragen, mehr Informationen

dazu gibt es beispielsweise unter

www.gilofa.de.

4. Eine Übung für die Beingesundheit ist:

Schuhe ausziehen, gerade hinstellen und

sich langsam in den Zehenstand erheben.

Eine Weile so verharren, dann genauso

langsam die Fersen wieder auf den Boden

senken.

5. Eine andere Übung ist: Im Sitzen mit der

Fußsohle eine leere Flasche hin und her

rollen.

Die Koffer sind gepackt, endlich geht es los, das

Taxi zum Flughafen oder das eigene Auto stehen

abfahrbereit vor dem Haus. Jetzt trennt

die Urlauber nur noch die Anreise vom ersehnten

Reiseziel in Südeuropa oder von exotischen

Reisezielen in der ganzen Welt. Die Anreise allerdings

hat es meist in sich und die Vorfreude

wird von der stressigen Autofahrt oder der

Langeweile im Flugzeug gedämpft. Vor allem

müssen die Reisenden mehrere Stunden meist

sitzend verbringen.

Besser liegen und gehen

Das lange Sitzen belastet Beine, Knöchel und

Füße. Das Blut sackt herunter zu den Füßen,

sie schwellen unangenehm an und die Schuhe

drücken. Das liegt daran, dass das venöse System

im Sitzen und auch im Stehen nicht so effizient

arbeiten kann wie im Liegen und Gehen.

Die größte Herausforderung beim Rücktransport

des sauerstoffarmen Blutes zum Herzen

und zur Lunge ist die Schwerkraft.

Das Blut muss von den Füßen und Beinen nach

oben, zum Herzen, transportiert werden. Allerdings

gibt es einen besonderen Mechanismus,

der die Venen bei dieser Aufgabe

unterstützt: die Wadenmuskelpumpe - zumindest

wenn unsere Beine in Bewegung sind.

Dann verdickt sich die Muskulatur, drückt die

Venen zusammen und presst dabei das Blut

nach oben. Bei langem Sitzen können Reiseund

Vitalstrümpfe etwa aus der Reihe Gilofa

diese Aufgabe mit sanftem Druck übernehmen.

Die Strümpfe der Marke Gilofa 2000 gibt

es mit Baumwolle, Aloe Vera oder Mikrofaser.

Allein die Baumwollvariante ist in 14 Farben zu

haben.

Kleine Klappen, große Wirkung

Der zweite hilfreiche Mechanismus sind die

Venenklappen. Sie funktionieren wie kleine

Rückstoßventile und hindern das Blut daran, in

Richtung der Füße zurückzufließen.

Besonders gut schließen sich diese Klappen,

wenn die Venen von kräftigem Bindegewebe

umgeben sind. Ist das Gewebe hingegen ein

wenig ausgeleiert und kündigt sich vielleicht

schon die eine oder andere Krampfader an,

können die Klappen sich oft nicht mehr vollständig

schließen.

Eine weitere Möglichkeit ist, sich hinzulegen

und die Beine ein wenig höher als den Rumpf

zu lagern. Dann hat der Weg des Blutes zum

Herzen sogar ein kleines Gefälle. Das Problem

der Schwerkraft spielt dann keine Rolle mehr.

Deswegen ist Liegen für die Arbeit der Venen

eine so gute Unterstützung und besser als Sitzen

und Stehen.

Wer auf der Reise in den Urlaub die Chance

hat, für eine Weile die Beine hochzulegen,

sollte das also ruhig tun.

Quelle: djd/pressetreff.de


Praxiszeitschrift_Mai_17_Hochformat_Layout 1 05.05.2017 12:54 Seite 10

Die Asklepios Stadtklinik Bad Tölz stellt sich vor:

Die Abteilung für

Neurologische Frü

Die Abteilung für Neurologie und Neurologische Frührehabilitation

bietet zusammen mit der Klinik für Neurologische Rehabilitation

im angrenzenden Asklepios Gesundheitszentrum Bad Tölz

die komplette Kette der neurologischen Behandlung aus einer

Hand.

Das Gebiet der Neurologie wird in der medizinischen Grundversorgung

zunehmend wichtiger. Chefarzt Priv.-Doz. Dr. med. Dr.

Rüdiger Ilg und das gesamte ärztliche, pflegerische und therapeutische

Team versorgen Patienten mit allen neurologischen

Erkrankungen des zentralen und peripheren Nervensystems.

Zum Team gehören fünf spezialisierte Oberärzte, die alle wesentlichen

Bereiche der Neurologie abdecken (Schlaganfall, Parkinson,

MS, Schmerztherapie und Neurologische Intensivmedizin).

Neurologische Erkrankungen können die Folge vielfältiger Ursachen

sein. Darum versuchen wir immer den ganzen Menschen

und seine Lebensumstände zu berücksichtigen. Als akademisches

Lehrkrankenhaus der TU München behandeln wir unsere

Patienten nach dem neusten Stand der Wissenschaft.

Neben der medizinischen Kompetenz unserer Mitarbeiter und

einer modernen technischen Ausstattung legen wir besonderen

Wert auf Herzlichkeit und patientenorientiertes Handeln.

Die Patienten profitieren dabei von der breiten Ausrichtung der

Asklepios Stadtklinik Bad Tölz, insbesondere der Abteilung für

Innere Medizin, interdisziplinären Intensivstation, Gefäßchirurgie

und angeschlossenen Praxis für Radiologie.

Denn unabhängig vom akuten Beschwerdebild spielen bei jeder

Erkrankung komplexe Ursachen und Einflüsse eine Rolle. So sind

beispielsweise Gefäßerkrankungen wie der Schlaganfall außerordentlich

vielschichtig und erfordern eine enge Kooperation mit

den Kollegen der Inneren Medizin und der Gefäßchirurgie.


Praxiszeitschrift_Mai_17_Hochformat_Layout 1 05.05.2017 12:54 Seite 11

:

ür Neurologie und

Frührehabilitation

Während sich Neurologen um die Behandlung des Gehirns kümmern,

arbeiten Internisten an der optimalen Einstellung der kardiovaskulären

Risikofaktoren wie Bluthochdruck und Blutzucker.

Währenddessen beginnt bereits in den ersten Tagen des akutstationären

Aufenthaltes die Frührehabilitation in der spezialisierte

Pflegekräfte und Ärzte, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten,

Masseure, Logopäden und Neuropsychologen zusammenarbeiten,

um Lähmungen, Sprach- und Schluckstörungen zu behandeln

und das Wiederauftreten von Symptomen zu

verhindern.

Darüber hinaus besteht eine enge klinische und wissenschaftliche

Kooperation mit dem Klinikum rechts der Isar der TU München.

Chefarzt PD Dr. Rüdiger Ilg ist Lehrbeauftragter für

Neurologie der TU München (TUM) und leitet eine wissenschaftliche

Arbeitsgruppe am TUM-Neuroimaging Center. Außerdem

besteht eine teleradiologische Zusammenarbeit mit dem TEM-

PiS-Netzwerk, der Abteilung für Neuroradiologie der Asklepios

Klinik in Hamburg Barmbek und der BG Unfallklinik in Murnau.

Asklepios Gesundheitszentrum Klinik

für Neurologische Rehabilitation

Im angeschlossenen Gesundheitszentrum für Neurologische Rehabilitation

erfolgen zu Beginn ihres Aufenthalts zunächst eine

umfassende ärztliche und therapeutische Untersuchungen, in

denen wir uns ein Bild von Ihrer Krankheit und Ihren Beschwerden

machen. Basierend auf den neuesten Erkenntnissen der

Reha-Forschung erarbeiten wir in unserem interdisziplinären

Team einen individuellen Therapieplan, der auf ihre persönlichen

Ziele ausgerichtet ist.

Ihre Teilhabe am Leben wieder herzustellen ist unser oberstes

Ziel. Um dieses anspruchsvolle Ziel zu erreichen, wird sich ein

interdisziplinäres Team aus Ärzten, spezialisierten Pflegekräften,

Therapeuten und Mitarbeitern des Sozialdienstes um Sie und

Ihre Angehörigen kümmern.

Schwerpunkte & Krankheitsbilder

Das Spektrum der Klinik für Abteilung für Neurologie und

Neurologische Frührehabilitation umfasst alle Erkrankungen

des zentralen und peripheren Nervensystems.

Dazu gehören insbesondere:

Priv.-Doz. Dr. med. Rüdiger Ilg

ist seit April 2014 Chefarzt der Abteilung

für Neurologie und Neurologische Frührehabilitation

der Asklepios Stadtklinik

Bad Tölz. Er ist Facharzt für Neurologie und

war zuvor unter anderem als Oberarzt an

der Neurologischen Klinik am Klinikum

rechts der Isar tätig. Seine Schwerpunkte

liegen im Bereich der akuten Schlaganfallbehandlung,

entzündlichen Erkrankungen

des zentralen und peripheren Nervensystems

sowie Bewegungsstörungen.

Asklepios Stadtklinik Bad Tölz

Abteilung für Neurologie &

Neurologische Frührehabilitation

Schützenstraße 15, 83040 Bad Tölz

CA Priv.-Doz. Dr. med. Rüdiger Ilg

Telefon: 08041/507 - 20 02

Telefax: 08041/507 - 23 34

neurologie.badtoelz@asklepios.com

https://www.asklepios.com/bad-toelz/experten/neurologie/

• Schlaganfall (Hirninfarkt, Hirnblutung)

• M. Parkinson u. andere neurologische Bewegungsstörungen

• Neuroimmunologische Erkrankungen (z.B. Multiple Sklerose)

• Neurodegenerative Erkrankungen

(z.B. Demenzielle Syndrome, Motoneuronerkranungen)

• Gangstörungen und Schwindel

• Hirn- und Hirnhautentzündungen (z.B. Meningoencephalitis)

• Polyneuropathien (z.B. Guillain-Barré-Syndrom, CIDP)

• Epilepsie und andere anfallartige Erkrankungen


Praxiszeitschrift_Mai_17_Hochformat_Layout 1 05.05.2017 12:54 Seite 12

Frau Barbara Buchner

Fachärztin für Chirurgie

• Allgemeinchirurgie und Unfallchirurgie

• Fußchirurgie und Handchirurgie

Gesunde Ernährung!

Warum Obst und Gemüse so gesund sind. Ernährungsempfeh lungen

zur Vorbeugung und Behandlung bei Osteoporose

von Barbara M. Buchner, Fachärztin für Chirurgie und Ökotrophologin

Was ist gesunde Ernährung?

Die Frage, was eine gesunde Ernährung ist,

können selbst Wissenschaftlerinnen und

Wissenschaftler noch nicht ausreichen beantworten.

Die Wege, die die Nährstoffe im

menschlichen Körper nehmen, sind hoch

komplex und trotz umfangreicher Forschungen

bis heute nicht vollständig verstanden.

Denn: Jeder Mensch is(s)t anders.

Aber man weiß, dass eine vielseitige Ernährung

und regelmäßige körperliche Bewegung

eine entscheidende Voraussetzung für

Gesundheit, Fitness und Leistungsfähigkeit

sind. Mit „vielseitig“ ist eine abwechslungsreiche

Lebensmittelauswahl gemeint, die

reich an lebenswichtigen Nährstoffen ist.

Mit dieser einfachen Formel fasst die Deutsche

Gesellschaft für Ernährung (DGE) zusammen,

was eine gesunde Ernährung ausmacht.

Der Grund: Kein Lebensmittel enthält alle

notwendigen Nährstoffe, nur eine Kombination

aus unterschiedlichen Lebensmitteln

kann den Nährstoffbedarf decken. Schemata

wie die Ernährungspyramide oder der Ernährungskreis

helfen, das richtige Verhältnis

zu finden.

Pflanzlichen Lebensmitteln wie Getreide,

Obst und Gemüse kommt dabei die größte

Bedeutung zu. Sie liefern wertvolle Ballaststoffe,

Kohlenhydrate, Vitamine und Mineralien.

Hochwertiges Protein, sowie weitere

wichtige Vitamine und Mineralien erhält der

Körper insbesondere aus tierischen Lebensmitteln,

die aber in kleinen Mengen und

möglichst fettarm verzehrt werden sollten.

Sparsam zu dosieren sind auch Fette und Öle

– innerhalb dieser Gruppe kommt den

pflanzlichen Produkten wiederum eine besondere

physiologische Bedeutung zu.

Unverzichtbar ist die Zufuhr von Flüssigkeit:

1,5 Liter am Tag sind das Minimum. Gesund

ausgewogen, vielfältig – gute Ernährung ist

lebensnotwendig. Doch richtig essen alleine

hält nicht gesund. Wer etwas für seine Fitness

tun möchte, braucht Bewegung. Dabei

muss Bewegung nicht gleich Leistungssport

sein – schon eine halbe Stunde moderates

Joggen pro Tag kann, neue Studien zufolge,

nach einer Krebserkrankung das Risiko

neuer Tumoren deutlich senken. Körperliche

Aktivität baut Stress ab, bringt das Herz-

Kreislauf-System in Schwung und stärkt das

Immunsystem.

Warum Obst und Gemüse

so gesund sind?

Obst und Gemüse sind die Tausendsassa

unter den Lebensmitteln. Viele Sorten enthalten

wertvolle sekundäre Pflanzenstoffe,

die den Körper schützen und Krankheiten

vorbeugen. Das belegen inzwischen

zahlreiche wissenschaftliche

Studien, die sich mit der gesundheitsfördernden

Wirkung verschiedener

Obst- und Gemüsesorten

beschäftigen. In allen Untersuchungen

fallen bestimmte pflanzliche Inhaltsstoffe

immer wieder auf:

Sekundäre Pflanzenstoffe:

Beim Menschen können sie möglicherweise

Krebs vorbeugen, das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen

mindern oder Zellschäden

vermeiden.

Vitamine:

Sie können vom menschlichen Körper nicht

hergestellt werden. Da sie aber wesentliche

Aufgaben im Stoffwechsel übernehmen,

sind sie essentiell und müssen täglich mit

der Nahrung zugeführt werden. Bekannte

Beispiele sind Vitamin C, Folat u. Vitamin D.

Ein Mangel an Vitaminen hat meist schwere

gesundheitliche Folgen. Nährstoffsupplemente

in Form von Vitamin- und Mineralstoffpräparaten

sind bei einer ausgewogenen

Ernährung nicht erforderlich.

Ballaststoffe:

Sie sind die Gerüstsubstanzen der pflanzlichen

Zelle und für den Menschen nicht verdaulich.

Trotzdem sind sie wichtig: Ballaststoffe

wirken z.B. positiv auf den Kohlenhydrat-

und Fettstoffwechsel und fördern die

Darmfunktion.

Ernährungsmedizinerinnen und Erfahrungsmediziner

wissen um die Bedeutung der

pflanzlichen Inhaltsstoffe von Obst und Gemüse.

Sie raten jeden Tag mindestens fünf

Portionen unterschiedlicher Obst- und Gemüsesorten

zu essen.


Praxiszeitschrift_Mai_17_Hochformat_Layout 1 05.05.2017 12:54 Seite 13

Ernährungsempfehlungen zur Vorbeugungund Behandlung von Osteoporose:

Definition der Osteoporose:

Die Osteoporose ist eine systemische (den

ganzen Körper betreffende) Skeletterkrankung,

die durch eine niedrige Knochenmasse

und eine mikroarchitektonische Verschlechterung

des Knochengewebes (=Auflockerung

der Knochenbälkchenstruktur und

Herabsetzung der Stabilität des Knochengewebes)

gekennzeichnet ist. Die Folge ist eine

Zunahme der Knochenbrüchigkeit.

Vorbeugung der Osteoporose:

Die Osteoporose vorzubeugen ist wesentlich

Erfolg versprechender als eine bereits existierende

Osteoporose zu therapieren. Dabei

hat die Ernährung neben einer angepassten

körperlichen Aktivität eine zentrale Bedeutung

sowohl bei der Prophylaxe als auch bei

der Therapie der Osteoporose.

Ernährungsempfehlungen

zur Vorbeugung und Therapie bei

Männern ab dem 60. Lebensjahr und

bei Frauen nach den Wechseljahren

Untergewicht vermeiden:

Untergewicht (BMI


Praxiszeitschrift_Mai_17_Hochformat_Layout 1 05.05.2017 12:54 Seite 14

Chefarzt Priv.-Doz.

Dr. med. Andre Steinert

Facharzt für Orthopädie,

Orthopädie und Unfallchirurgie,

Sportmedizin, Spezielle Orthopädische

Chirurgie. Schwerpunkt: Endoprothetik

PD Dr. med Andre Steinert

Der erfahrene Gelenk-Chirurg hat für

seine herausragenden Leistungen

zahlreiche Preise erhalten.

Sprechstunde:

Montag von 09:00 Uhr bis 13:00 Uhr

und 14:00 Uhr bis 16:00 Uhr

Telefon: +49 (0)8026 393-2444

Telefax: +49 (0)8026 393-4614

E-Mail: andre.steinert(at)khagatharied.de

Erfahrener Hüft- und Kniespezialist ist neuer

Chefarzt im Krankenhaus Agatharied

Anfang des Jahres hat das Krankenhaus Agatharied die bestehende

Abteilung für Unfall-, Schulter- und Handchirurgie ausgebaut

und eine neue gemeinsame Abteilung für Unfallchirurgie und

Orthopädie gegründet. Geleitet wird sie neben Chefarzt Prof. Dr.

med. Ulrich Brunner von Priv.-Doz. Dr. med. Andre Steinert.

Sie sind seit Anfang des Jahres in Agatharied. Wie sind die ersten

Monate verlaufen?

Priv.-Doz. Dr. med. Andre Steinert: Die ersten Monate waren aufregend

und sind sehr positiv verlaufen. Zwei Patientenveranstaltungen

zum Thema Gelenkersatz haben eine außerordentlich

positive Resonanz nach sich gezogen. Der Patientenzustrom

wächst kontinuierlich. Darüber freue ich mich sehr. Durch die hervorragende

Unterstützung auf allen Ebenen wurde mir der

Schnelleinstieg in Agatharied sehr leicht gemacht. Ich sage an dieser

Stelle noch einmal herzlichen Dank an alle Beteiligten.

Sie waren vorher am Universitätsklinikum Würzburg und

hatten dort eine Professur. Wie sind Sie auf Agatharied

gekommen?

Priv.-Doz. Dr. med. Andre Steinert: Durch meine persönliche Bekanntschaft

mit Chefarzt Prof. Dr. Brunner kannte ich das Krankenhaus

Agatharied bereits und war gleich sehr interessiert. Das

hohe medizinische Niveau, das kollegiale Umfeld, die Zukunftsperspektiven,

die das Krankenhaus Agatharied aufweist und nicht

zuletzt die Möglichkeit in einer der schönsten Regionen Bayerns

zu leben und zu arbeiten - das hat mir die Entscheidung für Agatharied

letztendlich sehr leicht gemacht.

Was ist das Besondere an der neuen Abteilung Unfallchirurgie

und Orthopädie?

Priv.-Doz. Dr. med. Andre Steinert: Von Anfang an war ich über

das hohe medizinische Niveau im Krankenhaus und insbesondere

auch in der Abteilung sehr begeistert. Durch die interdisziplinäre

Zusammenarbeit aller ansässigen Fachdisziplinen besteht eine

fachlich so optimale Zusammenarbeit, dass Patienten aller

Schwierigkeitsgrade optimal betreut werden können. Eine besondere

Stärke ist die gemeinsame Abteilung für Alterstraumatologie

zusammen mit den Kollegen der Inneren Medizin/Geriatrie unter

der Leitung von Chefarzt Dr. med. Peter Wellner. Gerade für ältere

Menschen ist das Thema Gelenkersatz von Bedeutung.

Die Möglichkeit einer solch interdisziplinären Komplexbehandlung

auf diesem Niveau gab es auch an meiner alten Klinik in Würzburg

nicht.

Welche Patienten kommen klassischer Weise zu Ihnen?

Priv.-Doz. Dr. med. Andre Steinert: Zu mir kommen alle Patienten

mit Beschwerden an den unteren Extremitäten, insbesondere an

Hüft-und Kniegelenken. Es geht dabei um Fragen zu einem zukünftigen

Gelenkersatz oder um Probleme aller Schwierigkeitsgrade

bei bereits bestehendem Gelenkersatz. Aber auch Patienten mit

Fragen zur rekonstruktiven Gelenkchirurgie ohne Gelenkersatz

sind bei mir an der richtigen Adresse, insbesondere wenn es um

Gewebeheilung und Möglichkeiten der regenerativen Medizin

geht.

Was macht für Sie einen guten Arzt aus?

Priv.-Doz. Dr. med. Andre Steinert: Für ganz wesentlich halte ich

den Blick für den ganzen Menschen und das nicht nur in unserem

Fachgebiet, sondern in der gesamten Medizin. Für einen guten

Arzt ist die umfassende Aufklärung des Patienten über seine Erkrankung,

über die Behandlungsmöglichkeiten und Alternativen

sowie die Betrachtung seiner zukünftigen Lebensqualität essentiell.

Ich selber versuche mich immer in den Patienten hinein zu

versetzen. Ich bemühe mich, die bestmögliche Behandlungsalternative

anzubieten, die ich auch wählen würde, wenn ich selber

oder ein Familienangehöriger betroffen wäre.

Welche Ziele haben Sie für die kommenden Jahre?

Priv.-Doz. Dr. med. Andre Steinert: Nachdem ich über Jahre ein

Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung koordiniert habe,

möchte ich ein solches Zentrum am Krankenhaus Agatharied etablieren.

Die Zertifizierung ist zu Beginn des Jahres 2018 geplant. Ein

weiteres großes Ziel ist zum Beispiel auch die vermehrte Zusammenarbeit

mit den niedergelassenen Kollegen und Therapieeinrichtungen

(Rehakliniken und Physiotherapeuten).

Mein persönliches Ziel ist es, zusammen mit meiner Frau und meiner

Tochter, uns als Familie im Landkreis weiter zu integrieren.

Wir fühlen uns bereits jetzt schon sehr wohl. Ein gutes Zeichen!

Vielen Dank für das Gespräch.


Praxiszeitschrift_Mai_17_Hochformat_Layout 1 05.05.2017 12:54 Seite 15

Der Daumen bleibt beweglich!

Spezielle Orthesen stabilisieren Gelenk ohne Ruhigstellung

Nur noch wenige Stiche und alle Knöpfe der Jacke sind angenäht.

Doch dann schmerzt der Daumen so stark, dass die Arbeit unterbrochen

werden muss. Solche Situationen belasten nicht nur

beim Hobby, sondern auch bei vielen Alltagstätigkeiten. Die Ursache

kann eine sogenannte Rhizarthrose sein, der Verschleiß

des Daumensattelgelenks. Dieses Gelenk ermöglicht es dem

Menschen, den Daumen den anderen vier Fingern entgegenzustellen.

Ohne diese Fähigkeit wären Stricken, Häkeln, Nähen und

Sticken überhaupt nicht möglich. Sie ist essenziell für die Geschicklichkeit

und Kraft der Hand.

Beweglichkeit wird nicht eingeschränkt

Damit der Daumen so beweglich sein kann, ist die knöcherne

Verbindung zwischen dem ersten Mittelhandknochen und der

Handwurzel relativ schwach. Muskel und Bänder bilden den Halteapparat,

der hier für Stabilität sorgt. Eine starke Beanspruchung

- etwa durch intensives Handarbeiten - kann dazu führen,

dass sich die Gelenkflächen verschieben. Davon sind besonders

Frauen in den Wechseljahren betroffen, weil bei ihnen die Bänder

erschlaffen. Knorpelverschleiß - also Arthrose - und Schmerzen

können die Folge sein.

Neben Schmerzmitteln, Physiotherapie, Kälteanwendungen

oder der Vermeidung von Überlastung werden bei Rhizarthrose

auch Bandagen oder Schienen genutzt. Allerdings wird die Beweglichkeit

der gesamten Hand dadurch oft stark eingeschränkt.

Denn um das Sattelgelenk ruhigzustellen, werden häufig auch

andere Gelenke miteingeschlossen. Hingegen kann der Daumen

mit speziellen Orthesen wie der stabilisiert werden, ohne die

Mobilität der Hand einzuschränken.

Konsequentes Tragen wird erleichtert

Mit einer solchen Orthese wird gezielt das Sattelgelenk unterstützt,

während andere Gelenke und die Handfläche weitgehend

freibleiben. Informationen dazu gibt es unter www.ofa.de/pushcmc.

Stricken, Häkeln, Nähen - alles ist weiterhin möglich. Was

auch das konsequente Tragen der Daumenorthese sehr erleichtert

und damit zur Schmerzlinderung beiträgt. Außerdem bleibt

die Muskulatur im Training. Einer weiteren Schwächung des Halteapparats

wird vorgebeugt.


Praxiszeitschrift_Mai_17_Hochformat_Layout 1 05.05.2017 12:54 Seite 16

Ab sieben Grad erwacht die Zecke

So kann man Zeckenstichen am besten vorbeugen

Steigen die Temperaturen draußen einige Tage hintereinander

auf sieben Grad oder mehr, sehnt sich der Mensch nach dem

Frühling – und die Zecke nach frischem Blut. In Hecken, Wiesen

und Büschen wartet sie auf ihre Opfer. Gestochen werden kann

jeder, vom krabbelnden Baby im Garten bis zum Sonnenanbeter

im Stadtpark. Rechnen muss man mit Zeckenstichen in der Regel

von Februar bis Oktober. Bei milder Witterung sogar ganzjährig.

Zecken gehören zur Familie der Spinnen

In Deutschland ist der Gemeine Holzbock die am häufigsten vorkommende

Art. Zecken sind eine Milbenart und gehören zur Familie

der Spinnen. Zwar sind die bis zu vier Millimeter großen

Achtbeiner nicht unbedingt ein Grund für eine Spinnenphobie,

etwas Respekt vor dem Parasiten kann dennoch nicht schaden.

Denn Zecken können bis zu 50 verschiedene Krankheitserreger

übertragen, darunter Borreliose-Bakterien oder auch FSME-

Viren. FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) ist eine Erkrankung

der Hirnhaut und des zentralen Nervensystems und nicht

ursächlich behandelbar. Es können nur Beschwerden wie Fieber

und Gliederschmerzen gelindert werden, mit dem Virus selbst

muss es der menschliche Organismus allein aufnehmen.

IMPRESSUM PRAXISZEITSCHRIFT

AUFTRAGGEBER: Zentrum für Orthopädie & Chirurgie Dr.med.Rainer Pränger

HERAUSGEBER, GESTALTUNG und FOTOS:

Cosmix, Agentur für Werbung & Printmedien,

Liane Jahnel, Gewerbepark 1 A, 83088 Kiefersfelden,

Tel: +43 (0)8033 979 52 65, Mobil: +43 (0)676 - 440 27 15,

E-Mail: info@cosmix-werbung.de, URL: www.cosmix-werbung.de

Fotos: Businessfotograf Tom Küst, Fotolia, djd-Pressetreff

Die von der Firma Cosmix erstellten Werbeanzeigen und Fotos unterliegen den gesetzlichen

Copyright-Rechten. Die Nutzung wird nur für die „Praxiszeitschrift Dr. Rainer Pränger“ erteilt.

Eine weitere Nutzung für Werbezwecke bedarf der Genehmigung durch die Firma Cosmix.

Die Verteilung obligt der Firma Cosmix.

Vorsorge ist besser als Nachsorge

Deshalb sind Vorsorgemaßnahmen essentiell: Festes Schuhwerk

und in die Socken gesteckte Hosenbeine können verhindern,

dass Zecken sich ihren Weg in die Kniekehle bahnen. Möglichst

lange Kleidung trägt auch dazu bei. Auf hellen Kleidern lassen

sich die dunklen Zecken leicht erkennen und ablesen. Chemische

Duftstoffe, Repellents genannt, verringern bei regelmäßiger Auffrischung

die Stechlust der Zecke. Wer draußen war, sollte sich

danach am ganzen Körper gründlich nach Zecken absuchen.

Zudem kann eine Impfung gegen FSME dazu beitragen, das Risiko

einer Virusinfektion nach einem Zeckenstich zu reduzieren.

Wenn eine Zecke doch den Weg auf die Haut gefunden und zugestochen

hat, sollte diese sofort entfernt werden.

Vorsorge gegen Zeckenstiche auf einen Blick

Diese Maßnahmen können helfen, Zeckenstichen vorzubeugen:

Hosen in die Socken stecken, festes Schuhwerk tragen, möglichste

lange und helle Kleidung wähle; Anti-Zeckensprays, so genannte

Repellents, verwenden; Den Körper nach jedem

Aufenthalt im Freien gründlich nach Zecken absuchen; Eine Impfung

gegen FSME kann dazu beitragen, das Risiko einer FSME-

Virusinfektion nach einem Zeckenstich zu verringern.

Mehr Informationen zu Zecken und Vorsorgemaßnahmen auf

www.zecken.de


Praxiszeitschrift_Mai_17_Hochformat_Layout 1 05.05.2017 12:54 Seite 17

Hilfe bei Rückenschmerzen

Ein ergonomischer Arbeitsplatz kann bei

Rückenbeschwerden viel bewirken

Lange Arbeitszeiten, bewegungsloses Sitzen

und Stress sind häufig die Ursachen für

Rückenschmerzen. Im Körper baut sich

Spannung auf, die Muskeln verhärten sich

und schmerzen. Menschen unter hohem

Leistungsdruck, die sehr engagiert im Job

sind, haben häufig solche stressbedingten

Beschwerden.

Verbesserte Rückengesundheit, weniger

Schmerzen

Ein ergonomischer Arbeitsplatz kann für

eine entspannte, aufrechte Sitzhaltung sorgen.

Die Sitzfläche des Bürostuhles hat die

richtige Höhe und Tiefe, wenn die Beine 90

Grad abgewinkelt sind und die Füße auf

dem Boden stehen. Die Lehne sollte das

Becken bis zu den Schultern stützen. Für

zusätzlichen Komfort sorgen seitliche Lehnen,

auf denen die Unterarme im 90-Grad-

Winkel abgelegt werden.

Bürostühle mit Kipp- und Wipp-Mechanismus

sowie ergonomische Hocker fördern

ein dynamisches Sitzen. Die Schreibtischhöhe

ist optimal, wenn die Unterarme im

rechten Winkel zum Oberarm auf der Fläche

abgelegt werden können. Zudem sollte

der Bildschirm direkt im Blickfeld in einem

Abstand von 60 bis 80 Zentimetern sein.

Wer seinen Arbeitstag bewegt gestaltet,

entlastet und stärkt den Rücken und beugt

Verspannungen vor. Immer wieder bewusst

die Sitzposition ändern, eine gerade

Sitzhaltung, Strecken und Dehnen des Nackens

und Rückens sowie aktive Pausen

machen den Job rückenfreundlicher und

entspannter.

Selbsthilfe bei Rückenschmerzen

Regelmäßige körperliche Aktivität, Rückenschule,

Yoga oder Pilates beugen Rückenschmerzen

vor. Sie helfen Körper und

Geist, Stress abzubauen. Auch spezielle Rückenbandagen

und -orthesen wie etwa die

"Lumbamed" von medi stabilisieren und

entlasten den Lendenwirbelbereich.

Sie helfen, Verspannungen zu lösen und

Schmerzen zu lindern. Wer dann wieder

aktiv ist und sich bewegt, stärkt die Muskulatur,

entlastet die Wirbelsäule und die

Bandscheiben. Atmungsaktive Materialien

und Materialaussparungen an der Leiste

sorgen für viel Tragekomfort. Rückenbandagen

sind im medizinischen Fachhandel

erhältlich. Der Arzt kann sie bei Notwendigkeit

verordnen.

Online-Selbsttest gibt Aufschluss

Ein Online-Selbsttest unter www1.medi.de/

rueckenschmerzen-online-test hilft Betroffenen,

ihr persönliches Risiko für chronische

Rückenschmerzen besser einzuschätzen.

Das Testergebnis ersetzt nicht die

Diagnose des Arztes. Ein Facharzt für Orthopädie

und Unfallchirurgie sowie eine

Physiotherapeutin und Spezialistin für Ergonomie

am Arbeitsplatz geben in Videos

Tipps zur Rückengesundheit und zum ergonomischen

Arbeitsplatz. Ein kostenloser

Ratgeber "Rücken" kann unter Telefon

0921-912750 angefordert werden.

Drei Lockerungsübungen fürs Büro

Die Hände mit verschränkten Fingern vor

dem Oberkörper nach außen drehen. Die

Arme gerade nach oben strecken und die

Wirbelsäule lang ziehen. Dann die Bewegung

nach vorne mit runder Wirbelsäule

wiederholen. Den Kopf leicht senken und

die verschränkten Hände waagerecht vom

Körper weg strecken.

Den Kopf nach rechts neigen. Den linken

Arm leicht nach unten ziehen und den geneigten

Kopf leicht nach links drehen.

Diese Position für etwa drei Atemzüge halten.

Anschließend die Übung gegengleich

wiederholen.

Die linke Hand an das rechte Knie legen.

Den rechten Arm nach hinten führen und

den Oberkörper um die eigene Achse nach

rechts drehen. Mit dem Kopf über die

rechte Schulter schauen. Anschließend die

Übung gegengleich wiederholen.


Praxiszeitschrift_Mai_17_Hochformat_Layout 1 05.05.2017 12:54 Seite 18

Dr. med. Peter Sabisch

Gefäßsprechstunde der

Asklepios Stadtklinik nun

auch im Zentrum für

Orthopädie, Chirurgie &

Neurochirurgie in Holzkirchen

Seit 1. September 2015 ist Dr. Peter Sabisch Chefarzt der Klinik

für Gefäßchirurgie der Asklepios Stadtklinik Bad Tölz. Praktisch

von Kopf bis Fuß reicht das Spektrum, das der Chefarzt an der

Stadtklinik bietet. So zählt die Behandlung und Operation von

Erkrankungen der Halsschlagader, der sogenannten Carotis

ebenso zum Schwerpunkt wie krank- hafte Veränderungen der

Bauch- und Brustschlagadern. Nun bietet der Experte seine Gefäßsprechstunde

auch im Zentrum für Orthopädie und Chirurgie

Holzkirchen Dr. Pränger an.

Behandlungsschwerpunkte:

• Erkrankungen der Haupt- und Beckenschlagadern (Aorta)

• Erkrankungen der Halsschlagader (Carotis) und der

Beinschlagadern

• Schaufensterkrankheit, Raucherbein

• Diabetischer Fuß

• Krampfadern

• Wundmanagement

Gefäßsprechstunde

Dr. med. Peter Sabisch

(Voranmeldung erforderlich)

Sekretariat Klinik für Gefäßchirurgie, Asklepios Stadtklinik

Bad Tölz, Alexandra Oberhof, Veronika Greiter

Tel.: (0 80 41) 507- 12 11, Fax: (0 80 41) 507- 12 13

E-Mail: chirurgie.badtoelz@asklepios.com

www.mvz-atrium.de


Praxiszeitschrift_Mai_17_Hochformat_Layout 1 05.05.2017 12:54 Seite 19

Felix Neureuther setzt auf ISARTALER HOLZHAUS

Genau wie seine Eltern, Rosi Mittermaier

und Christian Neureuther,

setzt auch Felix Neureuther

bei seinem Hausbau auf die Marke

und die hohe Qualität von ISARTA-

LER HOLZHAUS. ISARTALER HOLZ-

HAUS begleitet das gemeinsame

Projekt von Felix Neureuther und

Freundin Miriam Gössner fotografisch

und dokumentiert die einzelnen

Bauschritte.

Das gesamt Team von ISARTALER

HOLZHAUS freut sich auf die Zusammenarbeit

mit Felix Neureuther

und Miriam Gössner bei der

Planung und der Realisierung

ihres Traumhauses. Und am Ende

hat Felix Neureuther sicher lange

Freude an seinem Heim, wie bereits

seine Eltern Rosi Mittermaier

und Christian Neureuther.

Zu ersten Planbesprechung kamen

Felix Neureuther und Miriam

Gössner in Begleitung von Christian

Neureuther nach Holzkirchen,

um die Planungsgrundlagen für ihr

Traumhaus zu legen. Nach der Begrüßung

durch August Inselkammer

jun. folgte eine interessante

Besichtigung der Werkshallen und

der zugehörigen Schreinerei.

Felix Neureuther und August Inselkammer

jun. Packten auch

gleich selbst mit an und wählten

erste Massivholzbalken für das

neue Eigenheim aus. Das gesamte

Werks- und Schreinereiteam von

ISARTALER HOLZHAUS war sichtlich

begeistert von der Abwechslung

und posierte gerne für ein

Erinnerungsfoto. Anschließend

ging es ins Haupthaus um weitere

Details der Planung zu besprechen.

August Inselkammer jun.

nahm sich den Wünschen des jungen

Paares an und am Architektenplan

wurde gearbeitet und

optimiert.

Das junge Paar kann sich bei ihrer

Entscheidung zum Traditionsunternehmen

ISARTALER HOLZHAUS

aus der Erfahrung heraus sicher

wiegen: „Meine Eltern haben es

aus Liebe zur Heimat und unserer

Kultur“ vorgemacht und sich für

ein ISARTALER HOLZHAUS entschieden.

Wir fühlen uns bei der

Firma ISARTALER HOLZHAUS sehr

gut betreut und verstanden.“

Euer Felix Neureuther

Öffnungszeiten Musterhaus:

Münchner Str. 56, 83507 Holzkirchen

Täglich geöffnet auch an

Sonn- und Feiertagen von

10 - 12 Uhr und 13 - 17 Uhr


Praxiszeitschrift_Mai_17_Hochformat_Layout 1 05.05.2017 12:54 Seite 20

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