newsticker - Color

colorzeitung.at

newsticker - Color

P.b.b. Verlagspostamt: 2340 Mödling, Zul.-Nr. GZ 07Z037211M, Postnummer: 03 www.wirtschaftsverlag.at

03

2012

Das österreichische Fachmagazin für Boden, Wand und Decke

Wände mit Tiefgang

eine mediterrane philosophie

zu besuch bei inku «

zum schutz des holzes «

zu gast auf der baustelle «


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Struktur bei Wand und Web

Bevor ich Ihnen die Themen der aktuellen

color-Ausgabe vorstelle, möchte

ich zuerst ein Dankeschön loswerden

– für die positiven Rückmeldungen zu unserer

neu strukturierten Website. Seit gut

drei Monaten forcieren wir nun unsere Onlineaktivitäten,

nutzen diesen Kanal, um Sie

tagesaktuell mit Branchennews zu versorgen.

Und da dieser Service mittlerweile gut

ankommt, stecken bei uns noch zwei weitere

digitale Ideen in der Schublade. Zum einen

planen wir die Einführung eines redaktionell

eigenständigen Newsletters, der Ihnen

die Wartezeit zwischen den einzelnen Printausgaben

verkürzen soll, und zum anderen …

Nun ja, lassen Sie sich überraschen! Nur so

viel: Es lohnt sich, ab und zu auf unserer

Website vorbeizuschauen.

Doch nun zur vorliegenden color-Ausgabe,

die Sie – ganz dem bevorstehenden Sommer

gemäß – in die Welt des mediterranen Wandgestaltens

entführt. In unserer aktuellen

Coverstory haben wir verschiedenste Techniken

für Sie zusammengetragen, die weit

über die Klassiker Wandteppiche, Tapeten-

Remakes oder Walltattoos hinausgehen. Unweigerlich

sind wir im Rahmen unserer Recherchen

auf die Italiener gestoßen, fanden

neben dem klassischen Stucco Lustro und

der Strukturmalerei auch spannende Wandideen

mit Beton. Ebenfalls mit nach Italien

nimmt Sie unsere Redakteurin Barbara

Jahn, die Ihnen in ihrem Nachbericht zur

Mailänder Interiormesse Salone del Mobile

ein buntes Potpourri der neuesten Trends im

Teppichbodenbereich gewissermaßen zu Füßen

legt.

Außerdem stellt Jürgen Fragner in seinem

Beitrag zum Thema Holzschutz im Außenbereich

ganz essenzielle Fragen wie: Welche

Produkte kommen wann, wo zur Anwendung

– und warum? Keine Sorge, bei den Fragen

bleibt es nicht. Die Hersteller standen ihm

bereitwillig Rede und Antwort – zusammengetragen

hat er seine Ergebnisse in einer

umfangreichen Marktübersicht.

Fragen durfte derweil auch ich ganz viele

stellen. Einerseits im spannenden Gespräch

mit Verena Böhm-Czech und Herbert Seidl,

der Prokuristin und dem Geschäftsführer

von Vollsortimenter Inku, wo sich außer dem

Markennamen alles neu präsentiert. Andererseits

stand mir Fritz Petter, Geschäftsführer

der Maler Petter GmbH, bei einem

exklusiven Rundgang über den Zubau an

das Krankenhaus Eisenstadt Rede und Antwort.

Eine spannende und anregende Lektüre

wünscht

Dominique Platz

Coverfoto: Stucco Lustro an den Wänden der Gästezimmer von Haus Selva/Therme Vals. Foto: Therme Vals

color – österreichisches Fachmagazin für Boden, Wand und Decke

Herausgeber, Medieninhaber und Verleger: Österreichischer Wirtschaftsverlag GmbH,

Grünbergstraße 15, 1120 Wien, T 01/546 64-0,

www.wirtschaftsverlag.at, www.colorzeitung.at

Chefredaktion: Dominique Platz, Bakk., DW 346, d.platz@wirtschaftsverlag.at

Mitarbeiter dieser Ausgabe: Dipl.-Ing. Barbara Jahn, Jürgen Fragner

Artdirektion, Grafi k: butjabutja - multicrossmedia, Inh. Cecile M. Lederer, 1140 Wien

Geschäftsführung: Thomas Zembacher

Ressortleitung Verlagsbereich Bau: Kersten Viehmann, DW 320,

k.viehmann@wirtschaftsverlag.at

Verkaufsleitung: Franz-Michael Seidl, DW 240, f.seidl@wirtschaftsverlag.at

Anzeigen- und Medienberatung: Stefan Haberleitner, DW 244, s.haberleitner@

wirtschaftsverlag.at, Birgit Wilheim DW 251, b.wilheim@wirtschaftsverlag.at,

Anzeigenservice: Monika Hentsch, DW 443, m.hentsch@wirtschaftsverlag.at

Anzeigenrepräsentanz für OÖ: Gerhard Weberberger, Kleinwört 8,

4030 Linz, T 0732/31 50 29-42, g.weberberger@wirtschaftsverlag.at

Hersteller: Friedrich VDV, Vereinigte Druckereien- und Verlags-GmbH & CO KG,

4020 Linz, Zamenhofstraße 43–45, www.friedrichvdv.com

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dominique platz

d.platz@wirtschaftsverlag.at

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impressum

Marketing: Paul Kampusch, DW 130

Anzeigenpreisliste: Nummer 4, Jänner 2012, Erscheinungsweise: zweimonatlich

Aboservice: Aboservice Österreichischer Wirtschaftsverlag, Simmeringer Hauptstraße 24,

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Bezugsjahres storniert werden, laufen weiter.

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color - 03 2012 editorial & impressum «

3

Foto: Simon Jappel


4

inhalt

rubriken

04 Inhalt

06 Aktuelles

16 Boden & Belag

22 Messenachbericht

24 Malerei & Anstrich

32 Tapete & Textil

36 Newsticker

38 Herstellerverzeichnis

» inhalt

10 innovativ: wandgestaltung

Wandgestaltung ist im Laufe der letzten Jahre zu einem wichtigen Thema

geworden. Das Design beschränkt sich aber nicht mehr nur auf Wandteppiche,

Tapeten-Remakes oder Walltattoos, es geht viel mehr in die Tiefe –

und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. «

18 ambitioniert: alles neu bei inku

Bei Komplettanbieter Inku ist außer dem Markennamen alles neu, sagen

Prokuristin Verena Böhm-Czech und Geschäftsführer Herbert Seidl im

Interview. Ein Gespräch über solide Partnerschaften, neue Technologien und

den Willen, alles auf den Kopf zu stellen. «

10

26

26 funktionell: holzschutz für draussen

Anstriche bieten die Möglichkeit, Schäden von Witterungseinflüssen an

Holzbauteilen zu verhindern. Das Spektrum an Gestaltungsmöglichkeiten

ist immens. Umso wichtiger also die Frage, was wo warum zur Anwendung

kommt. color hat die Antworten. «

34 exklusiv: baustelle mit fritz petter

In der burgenländischen Landeshauptstadt Eisenstadt realisiert der Konvent

der Barmherzigen Brüder derzeit einen Zubau an das bestehende Krankenhaus.

Vor Ort trafen wir Malermeister Fritz Petter, der einen exklusiven

Einblick in „seine“ Baustelle gewährte. «

34

color - 03 2012

Fotos: Hersteller, S. Haberleitner, S. Jappel


18

inhalt

5


6

aktuelles

GASTKOMMENTAR NORMUNG:

Denn wahr ist vielmehr …

dipl.-ing. dr. karl grün,

director development bei

austrian standards

» branche

Auch wenn man Sätze

wie diese oft zu hören

bekommt: „Was genormt

wird und was in den

Normen steht, das bestimmt

Austrian Standards

Institute.“ Sie sind und

bleiben falsch. Genauso

falsch wie die Behauptung,

Normen kämen aus

Brüssel. Allesamt Mythen,

die die Normung seit vielen

Jahren begleiten und

offenbar nur schwer auszurotten

sind. Tatsache ist,

dass genau jene die Initiative

ergreifen und Normen

entwickeln, die diese

für ihre berufl iche Praxis

brauchen, um – einfach

ausgedrückt – nicht jeden Tag das Rad neu erfi nden

zu müssen.

Ausgangspunkt für Normen ist immer die Tatsache,

dass etwas nicht genau geregelt ist, dass Defi nitionen

oder Anforderungen an Produkte, Dienstleistungen

oder Verfahren nicht klar oder widersprüchlich bzw.

Prüfergebnisse nicht vergleichbar sind. Hier setzt die

Normung an und bringt jene an den runden Tisch,

die vitales Interesse haben, mithilfe von Normen

festzulegen, was in ihrem Fachgebiet „Stand der

Technik“ ist. Diese Personen – mehr als 5900 –,

die in den Komitees von Austrian Standards mitarbeiten,

kommen von Wirtschaft und Verwaltung,

von Wissenschaft, Prüfstellen und Verbrauchern und

erarbeiten im Dialog und im Konsens mit anderen

Interessengruppen freiwillige Normen. Denn sie wissen:

In der Normung mitarbeiten bedeutet nicht mehr

und nicht weniger, als die Rahmenbedingungen des

eigenen wirtschaftlichen Handelns selbst mitzugestalten

– auf österreichischer, europäischer und internationaler

Ebene.

Zentrale Aufgabe von Austrian Standards ist es, diesen

Interessengruppen die erforderliche Infrastruktur

für die Normungsarbeit zur Verfügung zu stellen;

kurz: ein neutrales und effi zientes Normungssystem

bereitzustellen und auch für dessen Finanzierung zu

sorgen.

So wie die Entwicklung von Normen ist auch der

Zugang zu den Dokumenten für Austrian Standards

und seine Kunden ein zentrales Thema. Speziell

für KMU wurde dazu gemeinsam mit engagierten

Interessenvertretungen die erfolgreiche

Branchenlösung „MeinNormenPaket“

(www.meinnormenpaket.at) entwickelt.

Sie ermöglicht deren Mitgliedern einen

extrem kostengünstigen Zugang zu

den benötigten Normen (rund 1 Euro

pro Stück und Jahr), wovon heute bereits

mehr als 12.000 Unternehmen

profi tieren. Das sind die Fakten zur

Normung. Die Mythen kann man

ruhig vergessen.

(v. l.): norbert hartl (gf baugruppe schmid), ulrich paulmann (gf Quester), erwin Janesch-voit

(Quester) und andrea schabel-fuchs (wirtschaftskammer)

bauliches zeichen gesetzt

Baustoff- und Fliesenhändler Quester hat Ende Mai in Wien-Auhof den

Spatenstich zu seiner 22. Filiale gesetzt. Der neue Standort soll Kunden

aus dem westlichen Wien und den angrenzenden niederösterreichischen

Bezirken anziehen. Die neue Filiale wird die erste, die seit der Übernahme

durch die irische CRH im Jahr 2005 gebaut wird. Quester-Geschäftsführer

Ulrich Paulmann: „Für uns ist das ein historischer Moment.

Wir haben uns als Teil der CRH-Gruppe neu formiert und können

nun weiter wachsen. Der Bau der neuen Filiale ist ein sichtbares Zeichen

dafür.“ An der Feier zum Baustart in der Johann-Schorsch-Gasse

nahmen unter anderem Andrea Schabel-Fuchs als Vertreterin der Wirtschaftskammer,

Vermieter Franz-Georg Stern, Ewald Thenmayer vom

Baumanagement Forstner, der Geschäftsführer der ausführenden Baufirma

Schmid-Baugruppen Norbert Hartl, zahlreiche Vertreter der ausführenden

Gewerbe, Nachbarn und Quester-Mitarbeiter sowie zwei Kollegen

der CRH Europe Distribution teil. Die Eröffnung soll im Spätsommer

erfolgen.

neuer präsident

Hubert Culik, Geschäftsführer der Rembrandtin Lack GmbH Wien,

wurde Anfang Mai im Rahmen der 64. Generalversammlung des

Österreichischen Forschungsinstituts für Chemie und Technik

(ofi) zum neuen Präsidenten gewählt. Culik übernimmt das

Amt seines Vorgängers Jürgen Miethlinger, der aufgrund beruflicher

Veränderungen innerhalb der Wietersdorfer Gruppe

die Präsidentschaft zurücklegte. Hubert Culik zu seinem

Amtsantritt: „Ich bedanke mich für das Vertrauen und freue

mich über meine neuen Aufgaben als ofi-Präsident.

Echte Innovationen verlangen sorgfältige Forschung,

zielgerichtete Entwicklung, saubere Umsetzung und

die Gewissheit über Qualität und Funktionalität

der Innovation. Ohne diese Grundpfeiler haben

Neuentwicklungen im Industriebereich heute

kaum Chancen. Unsere Aufgabe als ofi ist es,

diese Pfeiler auch österreichischen Klein- und

Mittelbetrieben sowie Organisationen zugänglich

zu machen. Zum einen, um Unternehmen

dabei zu unterstützen, Ideen zu

verwirklichen und wettbewerbsfähig zu

bleiben, zum anderen, um den Wirtschaftsstandort

Österreich zu stärken. Diese Leistungen

weiter auszubauen ist mein Fokus.“

color - 03 2012

Fotos: AS Institute, IVK, Fotodienst/Rauchenberger, TKO, WKO


zwei in eins

Mit welchen Stoffen, Bodenbelägen und anderen

Materialien Wohn- und Objekträume modern und

stilvoll gestaltet werden können, das sehen Fachbesucher

von 1. bis 3. September 2012 auf der Comfortex

Leipzig. Die Fachmesse bietet Raumausstattern,

Bodenlegern, Malern sowie Inneneinrichtern,

Planern und Architekten eine Fülle von Informationen

und praktischen Ratschlägen. „Die Comfortex

ist ein wichtiger Branchentreff für nahezu alle Sparten

der Innenraumgestaltung“, sagt Projektdirektor

Andreas Zachlod. Erweitert wird die Comfortex-Offerte

durch Wohnaccessoires, die in den Nachbarhallen

auf der parallel stattfindenden Cadeaux Leipzig,

Fachmesse für Geschenk- und Wohntrends, zu finden

sind.

oö: landeslehrlingswettbewerb

doris katzmaier aus neufelden mit

ihrem siegerprojekt

ehrenvorsitzender ernannt

Die oberösterreichischen

Malerlehrlinge

zeigten kürzlich

beim Landeslehrlingswettbewerb

im

Wifi Linz ihr Können.

Die Lehrlinge

hatten beim Bewerb

die Aufgabe, ein Ornament

zu vergrößern

und nach eigenen

Ideen farblich zu

gestalten. Der Sieg

ging an Doris Katzmaier aus Neufelden vom

Lehrbetrieb Höhnel Beschichtungstechnik GmbH

in Linz. Platz zwei sicherte sich Walter Meixner

aus Höhnhart aus dem Lehrbetrieb Alu Stiftung,

Ranshofen. Über den dritten Platz durfte sich Victoria

Liebl aus Suben freuen, die bei der Reiter

GmbH & Co KG in Raab ihre Lehre absolviert.

Im Rahmen der diesjährigen Jahreshauptversammlung

des Industrieverbands Klebstoffe in

Nürnberg wurde Arnd Picker (Bild) Anfang Juni

von der Mitgliederversammlung einstimmig zum

Ehrenvorsitzenden ernannt. Arnd Picker

war Vorsitzender des Vorstandes von

1992 bis 1998 und von 2000 bis 2008.

Während seiner 16-jährigen Amtszeit

hat er nicht nur nur das optische

Erscheinungsbild, sondern darüber

hinaus auch die Struktur und die

fachinhaltlichen Arbeiten des Verbandes

maßgeblich geprägt. „Der Industrieverband

Klebstoffe ist heute

der weltweit größte und im Hinblick

auf das für seine Mitglieder angebotene

Serviceportfolio ebenfalls

der weltweit führende Verband

im Bereich Klebtechnik“, Klebtechnik“, heißt

es vonseiten des Unternehmens.

neue leitveranstaltung des malerhandwerks

ZU VERKAUFEN

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aktuelles 7

Am 9. und 10. November 2012 findet in

München erstmalig der Deutsche Malerkongress

statt. Am Tagungsort, dem Sofitel

München, werden über 300 hochkarätige

Branchenteilnehmer erwartet: Inhaber,

Geschäftsführer und Meister aus

Malerbetrieben sowie Entscheider aus

Industrie und Fachhandel. Ziel des Deutschen

Malerkongresses mit dem Motto

Erfolgsperspektiven 2020 ist es, die

Branche rechtzeitig auf die Veränderungen des Malerberufs, des Kundenumfelds

und der dafür erforderlichen Qualifizierung der Mitarbeiter vorzubereiten.

Als Key-Note-Speaker macht sich Trendforscher und Strategiecoach

Sven Gábor Jánszky Gedanken über einen Tag im Leben eines Menschen

im Jahr 2020 und die Folgen für das Malerhandwerk. Mit weiteren

Expertenvorträgen, Podiumsdiskussionen, Workshops und Ausstellungsflächen

wird der Kongress die Informations- und Kommunikationsplattform

für zukunftsorientierte Unternehmer im Maler- und Lackiererhandwerk.

Erstmals ausgeschrieben ist zudem der Wettbewerb Maler des Jahres, ein

Preis, der in sieben Kategorien vergeben wird. Teilnahmeberechtigt sind

Maler- und Lackiererbetriebe aus Deutschland, Österreich und der

Schweiz. Die Einreichungsfrist läuft am 30. August 2012 ab. Verliehen wird

der Preis von der Malerzeitschrift Mappe in der Nacht der Farbe, die den

Deutschen Malerkongress abrundet.

color - 03 2012 branche »


8

aktuelles

GASTKOMMENTAR TREND:

Alles zu seiner Zeit …

Denken Sie einmal 15 Jahre

zurück – Solaranlagen zur

Wärmeerzeugung werden

sich nie rechnen und sind was

für Ökofreaks. Der Ölpreis hat

uns eines Besseren belehrt.

Selbst die Photovoltaik ist mittlerweile

so weit, dass die Förderung

in wenigen Sekunden

vergriffen ist. Sonnenenergie

ist in der großen weiten Welt

angekommen. Ähnliches passiert

momentan mit Lehmputz. Bis jetzt eher als

Alternativspielzeug betrachtet, entwickeln sich momentan

aus dem archaischen Baumaterial Lehmputz

richtige Hightech-Materialien. Wie bestimmte

Tonmörtel, die Kühlfl ächen die doppelte Leistung

entlocken. Dabei wird gleichzeitig die Luft getrocknet

– und trockene Luft wirkt kühler. Oder Oberfl

ächenspachtelungen aus Ton, die Schadstoffen

aus der Luft den Garaus machen. Verrauchte

Restaurants und Hotelzimmer können also auch

ohne Rauchverbot der Vergangenheit angehören.

Nebenbei bewirken diese Spachtelungen Ionisation

der Luft und Vermeidung von Feinstaub in der

Raumluft. Bronchialbeschwerden werden deutlich

gemildert. Und das alles durch die „Power of

Nature“. Doch der wichtigste Grund für die zunehmende

Akzeptanz fehlt noch – das spannende

Design. Mineralische Oberfl ächen die alle Stückln

spielen, von unglaublichen strukturierten Flächen

bis zum Stucco Lustro. „Funktionskleidung“ für

die Wände. Die Natur erobert immer wieder Lebensräume

zurück – in diesem Fall sogar die bewohnten.

Harald Weihtrager, Baubiologe IBN,

CEO Emoton GmbH

» branche

Für unsere neue Oberfl ächenproduktlinie

war ein bei bei uns am

Tisch liegendes color-Magazin

Namensgeber. Die Verwendung

schien uns logisch, da

dieser einfache, aber aussagekräftige

Name alles, was

Emoton zu bieten hat, zusammenfasst.

Michael Weihtrager, Marketing

Emoton GmbH

aus nächster nähe

zu besuch bei transJob

lehrlingsbesuch im ronacher

Wie sich der Beruf von Tischlern, Schlossern, Malern und Tapezierern

im Theaterbetrieb gestaltet, davon konnten sich rund 50 Lehrlinge an

drei Terminen im April und Anfang Mai ganz persönlich ein Bild machen.

Die Wirtschaftskammer Wien lud in Kooperation mit den Vereinigten

Bühnen Wien Auszubildende der drei Berufsgruppen ins Ronacher.

Vor Ort konnten sich die Lehrlinge – Mädchen und Burschen zwischen

16 und 19 Jahren – über ihr Berufsbild informieren, mit Experten sprechen

und exklusive Einblicke hinter die Kulissen des Theaters erhalten.

Auf der Bühne des historischen Wiener Ronacher konnten die Jugendlichen

Requisiten, Bühnenbilder und technische Vorrichtungen aus

nächster Nähe begutachten. Bühnenbildner, Bühnenmaler und Techniker

standen den neugierigen Jugendlichen Rede und Antwort. Bei einer

Führung durchs Haus sahen die Lehrlinge nicht nur die Arbeitsplätze

der Theatermitarbeiter, sondern auch selten zugängliche Bereiche wie

den Schnürboden oder die Hinterbühne.

Im Mostviertel existiert eine besondere arbeitsmarktpolitische Maßnahme

mit Namen Transjob. Hauptziel der Organisation ist die

Beschäftigung, Qualifizierung und Wiedereingliederung

von Jugendlichen, Langzeitarbeitslosen, Langzeitbeschäftigungslosen,Übertrittsgefährdeten

und Menschen mit besonderen

Bedürfnissen in das Berufsleben.

Am Standort Standort Loosdorf etwa

unterstützt Baustoffhersteller

Knauf die Maler mit Materialspenden.

Es werden in

Loosdorf aber auch Maurer,

Platten- und Fliesenleger

ausgebildet.

Den Kontakt zwischen

Knauf und Transjob

hat Jürgen Mötz von

der Knauf Maler- und

Putztruppe hergestellt.

he

Im Sommer steht eine

praktische Spachtelvorführung

für die

Malerlehrlinge auf

der Agenda.

color - 03 2012

Fotos: Emoton, Magadalena Possert, Rolf Bock, Synthesa


Foto: Industrieboden

. für innen und außen

. wasserverdünnbar

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Wind und Wetter

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Rohstoffauswahl

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fachkräfteverordnung in kraft getreten

Die Fachkräfteverordnung für 2012 ist Mitte Juni im Einvernehmen

zwischen Sozial- und Wirtschaftsministerium in

Kraft getreten. Insgesamt sind 26 Berufe in dieser Verordnung

angeführt. Es werden nun Fachkräfte – darunter bei

den Bodenlegern – zugelassen, die eine abgeschlossene Berufsausbildung

in einem Mangelberuf nachweisen, die mindestens

mit einem Lehrabschluss vergleichbar ist. Als abgeschlossene

Berufsausbildung gilt insbesondere eine schulische

Ausbildung, die dem Abschluss einer Berufsbildenden

Höheren Schule in Österreich entspricht oder ein einschlägiges

Universitätsstudium. Neben der Qualifikation zählen

ausbildungsadäquate Berufserfahrung, Sprachkenntnisse

und Alter zu den Kriterien bei der Zulassung.

Individuelles Ambiente

Die Einsatzbereiche von Doppo Ambiente Wand sind vielfältig.

Zur Gestaltung repräsentativer Sichtflächen in öffentlichen Einrichtungen,

Ausstellungsräumen, Gastronomie, Wellness- und

Wohnbereichen – also überall und besonders dort, wo eigenes

Ambiente gefragt ist.

eigenschaften

Das Produkt aus dem Hause Industrieboden zeichnet sich besonders

durch folgende Eigenschaften aus:

• leicht zu mischen, leicht zu verarbeiten

• sehr gute Haftung auf allen gängigen Untergründen

• individuell in Farbe und Struktur

• erzielbare Wunscheffekte durch verschiedene Farbpigmente

und Spachteltechniken möglich

• leicht zu reinigen, da abwaschbar im imprägnierten/versiegelten

Zustand

Anwendung findet Doppo Ambiente Wand bei Schichtdicken von

ein bis zwei Millimetern pro Quadratmeter. Je nach Strukturvariante

werden zwischen 1,8 und 2,2 Kilogramm Material verbraucht.

Die Flächenleistung je 15-Kilogramm-Gebinde liegt bei

color - 03 2012

dalmatiner aus perg

aktuelles

Die Synthesa Gruppe, Hersteller von Baufarben, Lacken,

WDVS, Korrosionsschutz und Holzschutzlasuren,

steigt nun auch in die Dämmstoffproduktion ein. Im

Wirtschaftspark Perg-Machland, einem Standort, an

dem künftig 25 Gemeinden des Bezirks Perg beteiligt

sein werden, investiert Synthesa rund zwölf Millionen

Euro in das Dalmatherm Dämmtechnik genannte

Werk. Hergestellt werden dort Dalmatiner-Fassadendämmplatten

aus EPS-F (Styropor), die wegen ihrer

schwarzen Punkte nach den edlen Hunden benannt

wurden. Durch die Inanspruchnahme

der derzeit fortschrittlichsten Produktionstechnologie

wird man in der Lage

sein, über den gesamten Produktionsprozess

optimale Qualitäten zu erzielen.

Die Fertigstellung der Produktionsanlage

ist für Ende 2012 anberaumt.

promotion

Doppo Ambiente Wand ist ein spachtelbarer Feinputz auf Kalkhydrat- und Weißzementbasis,

verfeinert nach traditioneller italienischer Rezeptur mit Marmormehlen als Füllstoff zur kreativen

und färbigen Oberflächengestaltung an Wand und Decke.

fünf bis zehn Quadratmetern – abhängig von der Strukturvariante.

Außerdem sind im Industrieboden-Sortiment noch die Produkte

der Marken Doppo Ambiente Boden und Terrazzo erhältlich.

www.industrieboden-technik.at

branche «

9


10

wände mit gestalt

Wenn die Wand Gestalt annimmt

Wandgestaltung ist im Laufe der letzten Jahre zu einem wichtigen Thema geworden. Das

Design beschränkt sich aber nicht mehr nur auf kunstvolle Wandteppiche, außergewöhnliche

Remakes von Tapeten oder aufheiternde Walltattoos, es geht viel mehr in die Tiefe – und

zwar im wahrsten Sinne des Wortes. text: barbara Jahn und dominique platz

graphic concrete in der

indoor-anwendung

» coverstory

Gerade in Italien, wo die Illusionsmalerei

erfunden wurde, ist man mit planen

Oberflächen, die in die Dreidimensionalität

gehen, weit voraus. So ist die Technik

des echten Stucco Lustro beispielsweise heute

wie damals ein geeignetes Instrument, sich

plastische Träume auf ebener Fläche zu erfül-

len. Übersetzt „blanker Stuck“, handelt es sich

hierbei um eine mit der Freskotechnik verwandten

Kalkputztechnik, bei der auf den

noch feuchten Unterputz ein aus Marmorstaub

und Weißkalk bestehender und nur

wenige Millimeter dünner Malstuck aufgetragen

wird. Anschließend wird dieser mit einer

sogenannten Kalkseife – ein Bindemittel aus

Seifenlauge und Kalk – bestrichen und mit

den ebenfalls in einer Kalkseife angesetzten

Pigmenten bemalt. Durch die „Nass-in-Nass“-

Technik können die nach oben hin immer feineren

Schichten aus Marmorsand-/Marmormehl-Sumpfkalk

aufgetragen werden und

schließlich mit polierten heißen Streichblechen

und durch das Einlassen mit gebleichtem

Bienenwachs oder „Venezianerseife“, ein

Gemisch aus Kernseife und Olivenöl, finalisiert

werden. Das Ergebnis der behandelten

Flächen sind glänzende, schimmernde Oberflächen

mit starker Leuchtkraft der Farben,

die die Vorstellung von transparentem, glatt

poliertem Marmor wiedergeben. Zu den großen

Vorteilen dieser Technik, die häufig mit der

Scagliola-Technik, einem vollvolumigen Marmorimitat,

verwechselt wird, zählen die Wasser

und Schmutz abweisenden Eigenschaften

und die Möglichkeit, jederzeit ausgebessert

und überspachtelt werden zu können.

color - 03 2012

Fotos: Hersteller, Faux Expression


ansprechend für architekten

Mit Kitsch hat Stucco Lustro heute nicht

mehr viel zu tun. Ganz im Gegenteil sind

auch namhafte Architekten für den punktuellen

Einsatz der Technik durchaus begeisterungsfähig.

Zwei repräsentative Beispiele

sind etwa Architekt Peter Zumthor, der für

das Haus Selva der Therme in Vals zur Ausstattung

der Zimmer die Stucco-Lustro-

Technik für die Wände wählte. Auch das Architektenduo

Herzog & De Meuron veredelte

die Außenseite der Wendeltreppe im neuen

Vitra-Haus mit der schichtweisen Verarbeitung,

die nun als changierend weiße Oberfläche

zum Vorschein kommt. Die Leichtigkeit

von Marmor – wenn auch ganz anders

– macht sich auch der italienische Hersteller

Lithea zum Programm. Das Material mit

Licht, mit Wasser, mit Essenz zu füllen, es

berührbar und weich zu machen, darin besteht

die Intention des erst 2008 von Patrizia

Funari gegründeten Unternehmens. Die

Platten wirken fast wie tätowierte Flächen,

die ein besonderes Spiel von Licht und

Schatten durch die dreidimensionalen Dekore

auf den Plan rufen. Mit den emotionalen

Mustern können Wände im Innen-, aber

auch im Außenbereich verkleidet werden.

inserat-200x62-premium-dose-2012_24u 11.06.2012 13:56 Seite 1

die sprache der textilien

Weniger illusionistisch, dafür umso lebhafter

in ihrem Ausdruck von Design, Licht

und Schatten ist die Kollektion Drappi di

Pietra von Lithos, die das Medium Stein mit

seinen vielgestaltigen und aerodynamischen

Dimensionen auf besondere Art und Weise

mit einer Feinheit der Linien, dreidimensionalen

Effekten und einer neuartigen Leichtigkeit

neu definieren. Insgesamt sind es

fünf verschiedene Modelle, die – wie ihre

Namensgebung schon andeutet – Bezug auf

die Welt der Stoffe nehmen und mit einer

fließenden Mäanderung die Sprache textiler

Gewebe aufnehmen. Durch den perfekt

nachempfundenen Faltenwurf, die reflektierenden

Eigenschaften des Steins und die

Modularität der einzelnen Elemente ent-

steht eine neuartige Variante der Wandgestaltung,

die die ebene Fläche rein optisch,

aber auch haptisch greifbar und fühlbar

macht. Drappi di Pietra ist ein Avantgarde-

Designprojekt, das es ermöglicht, Formen

ähnlich den natürlichen Wellen von Stoffen

aus einem Marmorblock zu schaffen – bei

gleichzeitiger Minimierung der Verarbeitung

von Abfallstoffen. Die Maschine liest

und übersetzt den Faltenwurf, jeder Schnitt

Sefra gibt dem Leben Farbe!

Holzanstriche mit nachhaltiger Wirkung!

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color - 03 2012

wände mit gestalt

im internet:

www.claudiaroessner.de

www.cleaf.it

www.diessner.de

www.graphicconcrete.com

www.lithea.it

www.lithosdesign.com

www.oikos-paint.com

www.truzzi.it

viele möglichkeiten, ein material –

lithea zeigt die leichtigkeit von

marmor.

coverstory »

11


12

wände mit gestalt

» coverstory

stucco lustro – motiv

von faux expression

modell nadir von

cleaf, hergestellt im

digitaldruck

bei der Herstellung ist einerseits der negative

und andererseits der positive des nächsten

Elements. Das Ergebnis ist eine überraschende

Verkleidung in Form von Falten,

Wellen und Riffeln, die sogar mit hervorragenden

Wärmedämmeigenschaften punktet.

neue wahrnehmung

Ausgehend von der Produktion von Paneelen

aus Sägespänen, die 1975 gegründet

wurde, entschied sich das italienische Unternehmen

Cleaf, noch weiter darüber hinaus

in Richtung gesamte Produktionskette

und Interiordesign zu gehen und Verkleidungen

für Türen, Böden und Wände, aber

auch für Möbel anzubieten. Das reichhaltige

Sortiment enthält aber nicht nur die obligatorischen

Standardmuster, sondern bietet

auch ganz spezielle Effekte an, die sich ganz

nach den Kundenwünschen richten. Mit

einem speziellen thermischen Verfahren beziehungsweise

mithilfe von Digitaldruck, die

die unterschiedlichsten Strukturen in das

Material einprägen, können die verschiedensten

und vor allem sehr realistischen Effekte

für Innenräume erzeugt werden. Im

Vordergrund bei der Entwicklung stehen

Technologie, Forschung und der Wille, die

taktile und visuelle Welt zu erkunden: Nach

diesen Richtlinien betreibt man bei Cleaf die

Erforschung neuer Techniken, um Oberflächen

– immer unter Berücksichtigung der

ästhetischen Funktion – eine dritte Dimension

hinzuzufügen. Diese entsteht durch Berührung

und Erkundung einer vielleicht unerwarteten

Tiefe von Oberflächen, aber auch

durch die visuelle Wahrnehmung, wie durch

Licht über Oberflächen geführt wird.

produktfamilie erweitert

Den unmittelbaren Kontakt zu Architekten,

Interiordesignern und Raumausstattern

sucht der italienische Konzern Oikos, der

seine bisherige, äußerst auf Umweltverträglichkeit

bedachte Kollektion nun mit sieben

neuen Produktfamilien erweitert hat: Absorptionen,

Korrosionen, Reflexionen,

Schichtungen, Vibrationen, Geweben und

Transparentfolien. Um den Flächen als

einem wichtigen Element der Inneneinrichtung

entsprechende Geltung zu verleihen,

bietet Oikos eine breite Auswahl an Farbeffekten

und Texturen an: Sie sind das Ergebnis

langjähriger Studien und Erfahrungen,

die den Bedürfnissen von Designern und

neuesten Dekorationstrends Rechnung tragen.

So gehören etwa die fein gemaserte

Holz oberfläche oder beispielsweise eine korrodierte

Stahlplatte dazu, hinter denen

nichts anderes steckt als sauber hergestelltes,

hochqualitatives Melamin.

variante tulle, kollektion drappi

di pietra von lithos

color - 03 2012

Fotos: Hersteller, S. Haberleitner


seiden- bis hochglänzend

Dass man nicht eigens nach Italien fahren

muss, um mediterranes Flair – und vor

allem dessen Anwendungstechniken – zu erleben,

beweist die Kooperation zwischen

dem deutschen Hersteller Diessner und dem

heimischen Anbieter Sefra. Im Rahmen der

Sefra-Meisterseminare zeigte Sebastian

Bunde, Gebietsverkaufsleiter für Süddeutschland,

Österreich und die Schweiz,

Ende März, wie sich die Produkte der Marke

Valpaint by Diessner verarbeiten lassen und

was das Besondere an der dekorativen Gestaltungstechnik

mit mediterraner Optik

ist. „Das Spannende an Valpaint ist einerseits

der Umstand, auf nahezu alle glatten

Untergründe edle Oberflächen zu zaubern,

andererseits bietet das Produkt jedem Verarbeiter

die Möglichkeit, seine persönliche

Handschrift zu hinterlassen“, sagt Bunde.

Das wohl italienischste Produkt in der Valpaint-Reihe

trägt seine Herkunft sogar bereits

im Namen. Rococò – Grassello di calce

ist eine hoch diffusionsfähige, dekorative

Kalkglätte-Spachteltechnik für den Innenbereich.

„Grassello di calce eignet sich für

besonders dekorative, glatte und glänzende

Spachteltechniken für Wand- und Deckenflächen

im venezianischen Stil. Geeignete

Untergründe sind ebene, schwach saugfähige

Flächen wie Glattputze, Gipskartonplatten,

Beton etc., die mit dem passenden

Valpaint-Primer 400 vorgearbeitet sind“, erklärt

Bunde. Der Glanzgrad sei je nach Bearbeitung

seidenglänzend bis glänzend,

durch eine entsprechende Wachspolitur

auch hochglänzend möglich. Die Verarbeitung

klinge aufwendiger, als sie tatsächlich

ist, meint Bunde, verweist auch gleich auf

die Gestaltungsfreiheit, die dem Verarbeiter

zuteil wird. Aufgetragen wird Grassello di

calce vollflächig und gleichmäßig in einer

circa einen Millimeter dicken Schicht; nach

color - 03 2012

der Trocknung müssen die vorhandenen

Spachtelschläge glatt geschliffen, der

Schleifstaub vollständig entfernt werden.

Anschließend ist das Produkt mit einer Venezianerkelle

in kurzen Fleckspachtelschlä-

wände mit gestalt

links: anwendungsbeispiel rococò.

oben: gebietsverkaufsleiter sebastian

bunde zeigt, wie es geht.

coverstory »

13


14

wände mit gestalt

rechts: variante foulard,

kollektion drappi di pietra von lithos.

unten: making of – truzzi fertigt

strukturierte betonfertigteile.

« coverstory

gen aufzuarbeiten, das Material wird dabei

dünn aufgelegt und sofort glatt abzogen.

„Wichtig ist, zwischen den Spachtelschlägen

Freiräume zu lassen, die dann nach einer

Trockenzeit von circa einer Stunde mit einer

zweiten und dritten Fleckspachtelschicht

nach und nach geschlossen werden“, verrät

Bunde wichtige Verarbeitungstipps. Für den

sogenannten Klassikeffekt werden die

Spachtelschläge derweil nur circa drei bis

vier Zentimeter gezogen. Nach der letzten

Spachtelschicht wird die Fläche mit einer

sauberen Venezianerkelle beginnend mit

leichtem Druck verpresst. Mit zunehmender

Trocknung kann der Druck sodann verstärkt

werden. Der gewünschte Glanzgrad entsteht

durch den Verpressvorgang.

effekte mit sand

An die besondere Optik einer gemütlichen

Strandvilla erinnern indes die Sandreflex-

Effekte von Valpaint Sabulador. Sanddünen-

Effekt nennt man das bei Diessner. Erreicht

wird dieser mittels unregelmäßiger Bewegungen

mit einem Flachpinsel in allen Richtungen.

Der Sandeffekt sollte sich dabei unregelmäßig

ablagern. Das noch feuchte Material

wird nach etwa fünf bis zehn Minuten

mit dem trockenen Flachpinsel in unregelmäßigen

Bewegungen verrieben. Dabei sollen

die Pinselstreifen des Materialauftrags

verschlichtet und der Sandeffekt als unregelmäßige

Sanddüne angelagert werden.

„Durch das Zusammenspiel mit dem im Tageslauf

wechselnden Lichteinfall ergeben

sich dadurch spannende Effekte, die mit vielen

anderen Techniken nicht erreicht werden

können. Je nach Auftragsart treten die Sandkörner

entweder deutlich hervor oder sie verharren

dezent im Hintergrund“, verweist

Bunde neuerlich auf die Gestaltungsfreiheit

des Verarbeitenden. Insgesamt wird die Valpaint-Kollektion

unter anderem von Produkten

namens Klondike, Artéco, Valrenna

oder aber Valsetin komplettiert. Allesamt

Produkte, die der Wand eine reliefartige

Struktur, mitunter gar eine gewisse Dreidimensionalität

verleihen.

Aber auch in Finnland bleibt man nicht auf

Zweidimensionalem hocken. Das Unternehmen

Graphic Concrete Ltd. macht genau das,

was sein Name schon andeutet: Designer Samuli

Naamanka entwirft plastische Oberflächen

für Architektur, für innen und außen. Die

Idee dazu stammt aus der Intention heraus,

mit alten Klischees aufzuräumen. „Wenn man

sich mit Menschen aus den unterschiedlichsten

Teilen der Welt unterhält, höre ich oft eine

äußerst fragwürdige Meinung über vorgefertigte

Betonteile. Die Leute tun das immer

noch in die Schublade der 1960er- und 1970er-

Jahre“, sagt Harri Lanning, CEO von Graphic

Concrete Ltd. Insofern versteht sich das Produkt

als technologische und zeitgenössische

Antwort, das eine innovative Art der Nutzung

von Fertigbetonteilen erlaubt und insbesondere

mit seiner Oberflächenbehandlung zahlreiche

optische und gestalterische Möglichkeiten

eröffnet. Das Gussmodell wird auf

einem Gussblock aus Beton als kontrastierender

Effekt abgebildet und erscheint

schließlich als feines Relief auf der Oberfläche.

Durch Veränderung und Anpassung des Betonzuschlags

und der Pigmentierung des Betons

ergeben sich weitere Optionen für den

gestaltenden Ausführenden.

bekannte vokabel

Zurück in Italien, ist Beton natürlich auch keine

große Unbekannte mehr. Seit 1955 stellt

das in der Nähe von Mantua ansässige Unternehmen

Truzzi strukturierte Betonfertigteile

her. Mit dem Know-how von mehr als 50 Jahren

und einer großen Kapazität, die von der

Produktion bis zur örtlichen Baustelle geht,

kann man sämtlichen gestalterischen Vorlieben

im architektonischen und im Interiorbereich

nachkommen. Die Produktpalette reicht

von der Dachgestaltung mit Spannweiten bis

zu 32 Metern über Wandpaneele bis hin zu Paneelen

von Trennwänden. Bei der Produktion

der Avantgarde-Lösungen wird neben der

Qualität auch penibel auf die Vermeidung von

Abfall und Verschnitt sowie auf technische

und funktionale Aspekte geachtet. Denn

selbstverständlich ist das Thema Nachhaltigkeit

auch in Sachen mediterrane Wandgestaltung

keine unbekannte Vokabel.

color - 03 2012


Zeit sparen als Service.

„Wir alle sind dankbar, wenn uns jemand hilft, Zeit zu sparen“, war die

Ausgangsüberlegung von Gerhard Sattler, Geschäftsführer von

MAUTNER – Alles Farbe. „Das hat uns inspiriert,

noch weiter darüber nachzudenken,

wie wir unseren Kunden dabei helfen können.“

Herausgekommen ist das MAUTNER

Zeitspar-Service. Beispielsweise mit Katalogen,

in denen alle Produkte des umfang-

reichen Sortiments in gedruckter Form

oder als Blätterkatalog im Internet darge-

stellt sind. „In den Katalogen finden sich auch zahlreiche Know How-

und Zeitspar-Tipps für unsere Kunden“, so Gerhard Sattler.

Know How-Mappen

In mittlerweile zahlreichen Know How-Mappen werden wichtige

Praxisthemen aufgegriffen, wie zum Beispiel Anti Schimmel Schutz,

Salzausblühungen, Fliesenbeschichtungen, Anti Graffiti, Spritzspachteln,

Holzfenstersanierung, Holzbodenschutz und Brandschutzbeschichtungen

für Holz. „Vom wichtigen Basiswissen über den richtigen

Beschichtungsaufbau bis hin zu technischen Merkblättern ist

alles enthalten“, so Gerhard Sattler. „Die Know How-Mappen werden

von unseren Kunden sehr gerne in Anspruch genommen, weil sie

das jeweilige Thema umfassend behandeln.“ In einem Newsletter

hält MAUTNER seine Kunden darüber hinaus über Neuigkeiten rund

um das Thema Farbe auf dem Laufenden. Seit kurzem stehen auch

alle technischen Merkblätter im Internet zur Verfügung. „Unser Zeit-

ZEITSPAR-SERVICE 5

Zeit ist heute eines unserer knappsten Güter. Man hat meistens nicht genug davon und umso ärgerlicher

ist es, wenn wir die knappe Zeit unnütz vergeuden. Das Unternehmen MAUTNER hat sich darüber

ganz spezielle Gedanken für seine Kunden gemacht.

Aktion bis 15. Juli 2012

Sichern Sie sich eine gratis ICE Watch

Gerhard Sattler

Geschäftsführer MAUTNER

Anzeige

spar-Service wird abgerundet durch zahlreiche weitere Leistungen,

wie z. B. einen schnellen Zustell- und Reparaturservice und Beratung

vor Ort.“

In Graz und Wien

Seit kurzem ist MAUTNER nun auch verstärkt im Großraum Wien tätig.

„Die Wirtschaftlichkeit von Anstrichen, unsere Umwelt und gute

Kundenbeziehungen sind für uns besonders wichtig. Dafür optimieren

wir laufend unser Angebot“, so Verkaufsleiter Ing. Jürgen Hergge.

Mit einem umfassenden Sortiment namhafter und innovativer Hersteller

bietet das Unternehmen seinen

Kunden Gesamtlösungen – angefangen

vom Anstrichsystem bis hin zu Technik und

Zubehör. „Kürzlich haben wir auch die M+

Eigenmarkenlinie deutlich ausgebaut, um

unseren Kunden einen noch größeren

Ing. Jürgen Hergge

Verkaufsleiter MAUTNER Wien

Lieferservice – innerhalb 24 Stunden

MAUTNER Zentrale in Graz

Mehrwert zu bieten“, so Gerhard Sattler.

„Leidenschaft für Farbe gehört bei uns zum

Jobprofil. Und das leben wir auch. Erfolgreiche Lösungswege für die

verschiedensten Anforderungen unserer Kunden zu finden ist das,

wofür wir stehen.“ Das weit gefasste Verständnis vom Thema Farbe

zeigt sich auch in den Farb-Erlebnisreisen, die das Unternehmen seinen

Kunden regelmäßig bietet. Der Slogan des Unternehmens

kommt also nicht von ungefähr: MAUTNER – Alles Farbe.

Mehr zum Thema unter: MAUTNER-Alles-Farbe.at


16

1

boden & belag

alles elastisch

3

» highlights

2

color - 03 2012


Fotos: Hersteller

4

boden & belag

Wenn der Boden an die Wand oder gar an die Decke soll, wenn der Kunde die Freuden einer

Holzoptik auch im Nassbereich genießen möchte, wenn aus einem alten Gemeindezentrum

eine Spieloase für Kinder wird, dann setzen Bodenleger auf Elastizität.

1 gegen die strapazen

Dank einer neuen wasserbasierten Oberfl ächenbeschichtung ist

Forbo-Linoleum nun genauso pfl egeleicht und strapazierfähig

wie jeder andere elastische Bodenbelag. www.forbo.at «

2 gegen die schwerkraft

Bei der Neugestaltung einer Kantine hatte der lösemittelfreie

Kontaktklebstoff Uzin WK 222 die nötige Soforthaftung, um

den Bodenbelag über Kopf zu fi xieren. www.uzin.de «

3 gegen die starre

Die elastischen Beläge von Artigo sind der Protagonist bei der

Neugestaltung der alten Markthallen im spanischen Alcaniz

in ein Gemeindezentrum für Kinder. www.artigo.com «

4 gegen die langeweile

Vinyl-Designböden von Corpet gibt es in zahlreichen naturgetreuen

Holz- und Steindekoren und vielen Farbschattierungen

– darunter Australischer Eukalyptus. www.corpet.de «

5 gegen das wasser

Meyer Parkett bringt mit Vinclic einen neuen Vinylboden mit

Uniclic-System auf den Markt. Der Boden ist wasserfest und

ideal für Feuchträume geeignet. www.meyerparkett.at «

6 gegen die fantasielosigkeit

Ob authentische Holz-, Fliesen-, Stein- oder abwechslungsreiche

Mosaik- und Fantasiedekore, Inku-Designbeläge

werden allen Wohnstilen gerecht. www.inku.at «

color - 03 2012 highlights «

5

6

17


18

interview

Kopfüber zum Erfolg

In drei Jahren vom Konkurs zum zweistelligen Wachstum. Bei Komplettanbieter Inku ist

außer dem Markennamen alles neu, sagen nicht nur die Geschäftsführer. Ein Gespräch über

solide Partnerschaften, neue Technologien und den Willen, alles auf den Kopf zu stellen.

dominique platz im gespräch mit verena böhm-czech und herbert seidl

» Our Business is

local – und dementsprechend

freuen sich unsere

Kunden auch über

Ansprechpartner

aus ihrer jeweiligen

Region. «

Herbert Seidl

» boden & belag

Im Jahre 2008 musste das Traditionsunternehmen

Inku Konkurs anmelden.

2009 bekam man mit der W. & L. Jordan

GmbH einen starken Partner aus Deutschland

an die Seite. Seither ist Inku 100-prozentige

Jordan-Tochter. Während der letzten

zweieinhalb Jahre erfolgte unter der Leitung

von Mario Freiberger eine umfangreiche

personelle und organisatorische Neuausrichtung

des Unternehmens, was u. a.

auch durch die Gründung neuer Filialstandorte

in fünf österreichischen Landeshauptstädten

begleitet wurde. Wir haben Geschäftsführer

Herbert Seidl und Prokuristin

Verena Böhm-Czech zum Gespräch in der

neuen Zentrale in Wiener Neudorf getroffen.

color: der geschäftsführungsvertrag mit mario

freiberger wurde mit 30. april einvernehmlich und

wie geplant beendet. nun sind sie an der reihe.

was steht auf ihrer agenda?

verena böhm-czech: Vielleicht müssen wir da

erst einmal ein Stück in die Vergangenheit

zurückgehen, denn in den letzten beiden

Jahren haben wir mit dem Umzug der Zen-

trale von Klosterneuburg nach Wiener Neudorf

bereits einiges geleistet. Insgesamt sind

wir mit sechs Standorten und der personellen

wie räumlichen Entwicklung auf

Schiene. In Zukunft wird es darum gehen,

diese Regionalisierung weiter voranzutreiben

und die Partnerschaft mit unseren Kunden

weiter auszubauen.

herbert seidl: Nachdem die räumliche Regionalisierung

nun abgeschlossen ist, wollen

wir das Prinzip auch in den Köpfen der

Kunden verankern und ihnen die Vorteile

vor allem in Sachen Lagerung und Logistik

näherbringen. Unser Grundsatz lautet: „Our

Business is local“ – und dementsprechend

freuen sich unsere Kunden auch über Ansprechpartner

aus ihrer jeweiligen Re gion,

die, im wahrsten Sinne des Wortes, ihre

Sprache sprechen.

böhm-czech: Durch die Niederlassungen in

den Regionen ist es möglich, dass Raumaus-

color - 03 2012

Fotos: Simon Jappel


statter mit ihren Kunden zu uns kommen

und unsere Schauräume für ihre Beratung

nutzen.

seidl: Um auf Ihre Eingangsfrage zurückzukommen.

Die Restrukturierung von einer

zentralen zu einer dezentralen Organisation,

die Herr Freiberger vorgenommen hat,

ist nun positiv abgeschlossen. Jetzt geht es

darum, die Marke Inku mit Leben zu füllen

und unseren Fachhandelspartnern mit Servicequalität

ihre tägliche Arbeit zu erleichtern.

Das Spannende an unserem Markt ist

die Dynamik, obwohl es ja eigentlich ein alter

Markt ist.

inkus werbeslogan lautet: „die bühne meines lebens“.

welche bühne bedeutet inku für herbert

seidl als neuen geschäftsführer?

seidl: Die Bühne meines Lebens (lacht)? Sagen

wir es mal so: Grundsätzlich setzt Inku

als eigentümergeführtes Familienunternehmen

auf authentisches und überzeugendes

Eintreten für den Betrieb – sowohl den

Kunden als auch den Mitarbeitern gegenüber.

Und da lässt sich eigentlich der Kreis

zu mir schließen, denn die Bühne meines

Lebens bezieht sich auf die Verschönerung

unseres Lebensraums, einerseits bei mir

persönlich, aber in erster Linie natürlich bei

unseren Kunden bzw. deren Kunden. Wobei

der Slogan eigentlich einem früheren Casa-

Auftritt von Inku entstammt. Wir haben

dort im übertragenen Sinne die Bretter, die

die Welt bedeuten, gestaltet. Das lässt wiederum

einen Brückenschlag zum Parkett,

zum Laminat, aber auch zu anderen Bodenbelägen

zu, die eben für uns die Welt bedeuten.

Die adaptierte Version und somit

brandaktueller Slogan lautet: „Vollkommenheit

erleben“.

„vollkommenheit erleben“ ist also nicht nur das

motto der neuen bodenbelagskollektionen?

seidl: Hierbei geht es generell um den neuen

Markenauftritt. Da geht es um die Bildsprache

und die gesamtheitliche Aufstellung der

neuen Kollektionen. Wir unterscheiden zwischen

Classic und Deluxe, wobei sich Classic

eher als alltägliche, konsumige, trendige

Produktion präsentiert, während Deluxe unser

gediegenes Hochwertprogramm für den

anspruchsvollen Privat-, aber auch Objektbereich

darstellt.

wie kann man dem hoch gesteckten ziel vollkommenheit

gerecht werden und dabei trotzdem wirtschaftlich

sein? vor allem gegenüber billiganbietern?

seidl: Grundsätzlich ist der Bodenbelagsbereich

kein Markenthema. Das heißt, man

color - 03 2012

kann sich nur mit einer ganzheitlichen Bearbeitung

als Marke positionieren. Wichtig

ist das Drumherum, sprich: wie die Marke

gefüllt wird. Da geht es um Serviceleistungen,

da geht es um die Qualität der Produkte

selbst, da geht es aber auch um den

Marketingauftritt. Und über alldem steht

natürlich, dass unser Fachhandwerk unsere

Systemprodukte qualitativ und vor allem

fachgerecht beim Endkunden auch verlegt

bzw. installiert. Dafür gibt es ja auch unsere

Fachberater.

wie können sie dafür sorge tragen, dass dies vonseiten

der partnerbetriebe auch so gehandhabt

wird?

böhm-czech: Grundsätzlich natürlich nur bedingt,

zumal unsere Kunden – auch die Inku-Fachberater

– komplett eigenständig arbeiten.

Wir unterstützen unsere Partnerfirmen

mit Seminaren, Fortbildungen, gehen

sehr individuell auf die Bedürfnisse der einzelnen

Partner ein und geben ihnen verschiedene

Marketingtools an die Hand. Allerdings

werfen wir nicht einen Trend nach

dem anderen auf den Markt, sondern verfolgen

eine langfristige Strategie, was vor

allem auch der Qualität der Produkte zugute

kommt.

kann man dennoch einen allgemeinen trend in der

raumgestaltung ausmachen?

seidl: Im Bodenbelagsbereich ist ein Trend

klar erkennbar und das sind Designbeläge

bzw. sogenannte Luxury Vinyl Tiles. Diese

LVTs sind weiterhin auf dem Siegesmarsch,

was vor allem ihren positiven Eigenschaften

zuzuschreiben ist: Sie sind leicht zu reinigen

und zu pflegen, hoch strapazierfähig und

überdies relativ einfach in bestehende Gebäude

einzubauen – auch mit der geringen

Aufbauhöhe. Kurzum: LVTs sind Bodenbeläge,

die so gut wie alles können.

wobei die vorteile von vinyl-, aber auch laminatböden

ja nicht nur auf funktioneller ebene liegen.

gerade die oberflächengestaltung wird immer

authentischer. welche fortschritte bzw. entwicklungen

sind denn noch zu erwarten?

seidl: Wir befinden uns mittendrin in der

Entwicklung. Mit unserer Designkollektion

etwa beantworten wir die Nachfrage in Richtung

Authentizität, sprich: der Natur nachgeahmte

Produkte mit entsprechenden

Struktureindrücken. Die Poren des Astes

werden dabei so authentisch wie möglich gestaltet.

Das geht so weit, dass selbst für die

Fachwelt eine Unterscheidung zum Naturvorbild

auf den ersten Blick nahezu unmöglich

ist. Da muss man dann schon niederknien

und fühlen.

herbert seidl

interview

1992 – 1997

Skigymnasium Stams

1998

Präsenzdienst bei der Sportabteilung

(HSNS) des BH

1999

Beginn der Tätigkeit beim österreichischen

Skiverband

3 Jahre Cotrainer der Nationalmannschaft

Langlauf

1 Jahr Betreuer bei der österr. Nationalmannschaft

Sprunglauf

bis 2006

3 Jahre Trainer und Leiter der Sparte

Langlauf beim ÖSV (zuständig für den

gesamten Nachwuchsbereich)

2006–2009

internationale Marketing- und Rennlaufbetreuung

bei Fischer Sports in Ried/Innkreis

für Langlauf

seit 2009

bei Inku Jordan GmbH & Co. KG tätig

2009

Vertreibsmitarbeiter in Salzburg und

Oberösterreich

2010

Vertriebsleiter Westösterreich

2011

Vertriebsleiter Österreich

seit 2012

Geschäftsführer der Inku Jordan GmbH &

Co. KG

boden & belag »

19


20

interview

» Wenn der Kunde

einmal dringend

etwas braucht,

sind wir da, um

mit ihm gemeinsam

Lösungen zu

erarbeiten. «

Verena Böhm-Czech

verena böhm-czech

1991–1996

Höhere Bundeslehranstalt für wirtschaftliche

Berufe mit Matura

2008

Einrichtungsberaterschule Kuchl, mit

Auszeichnung absolviert

1997–2000

Wohn-Böhm Handels OEG

Einführung/Verkauf und Ausbildung

2000–2006

Wohn-Böhm Handels OEG

Einkaufs- und Sortimentsmanagement,

Kundenberatung, Marketing

2006–2010

Wohn-Böhm Handels OEG

Familienbetrieb mit 2 Mitarbeitern und

3 freien Mitarbeitern

Raumausstattung mit Schwerpunkt

Vorhang, Boden, Wanddekoration

Geschäftsübernahme – Geschäftsinhaberin

seit 2010

bei Inku Jordan GmbH & Co. KG tätig

» boden & belag

und im teppichbodensegment?

seidl: Neben dem Designbelag erkennen wir

absolutes Steigerungspotenzial im hochwertigen,

textilen Bodenbelag. Wobei das meist

als Highlight zum Tragen kommt – im

Schlafzimmer etwa. Da kommt dann der

Wohlfühlfaktor zum Vorschein: Klar betreten

die Füße am Morgen nach dem Aufstehen

lieber einen kuscheligen Teppich als einen

kälteren, harten Belag.

wie stellt sich das im heimtextiliensegment dar?

böhm-czech: Richtige Trends gibt es meiner

Meinung nach auch im Heimtextiliensegment

nicht. Wir konzentrieren uns auf die

verschiedenen Wohnwelten, die wir in Privat

Comfort, Modern Dreams und Natural Feeling

unterteilen. Gerade auf Letzterem liegt

bei Inku aktuell ein starker Fokus.

im textilienbereich vollzieht sich derzeit ein wandel,

schwer brennbare stoffe, cradle-to-cradle etc.

es gibt viele möglichkeiten, sich zu positionieren,

wo ist inku verortet?

böhm-czech: Wir sind da natürlich mittendrin.

Ein Fokus liegt mit Sicherheit auf dem

Thema Trevira CS (Fasern und Garne, die

weltweit den wichtigen Brandschutzvorschriften

standhalten, Anm. d. Red.). Gerade

im Objektbereich ist das ein großer Aspekt

der heimischen Bauvorschriften – zum

Glück. Selbstverständlich kollektionieren

wir auch in diese Richtung.

seidl: Um noch mal auf das Thema Cradle-to-

Cradle zurückzukommen. Das geht ja weit

über den Textilienbereich hinaus. Auch andere

Zertifizierungen, wie etwa der Blaue

Engel, Green Building etc., werden von uns

unterstützt. Vor allem im öffentlichen Bereich

sind Produkte, die unter dem großen

Titel Nachhaltigkeit firmieren, selbstverständlich

nicht mehr wegzudenken. Aber

auch im Privatbereich haben wir mit unserer

Teppichkollektion Smartstrand, die zu

über 40 Prozent aus nachwachsenden Rohstoffen

besteht, auf diesen Trend reagiert.

Für den Bodenleger bedeutet das ein starkes

Verkaufsargument bei seinen Kunden, das

sich stetig wachsenden Zuspruchs erfreut.

sprechen wir hier nur von einem marketingtool

oder gibt es auch funktionelle vorteile?

seidl: Sowohl als auch. Die Fasern bei besagter

Kollektion zum Beispiel sind weniger

schmutzempfindlich und somit leichter

zu reinigen, aber natürlich ist der Faktor

Ökologie auch in Sachen Marketing hilfreich.

wie lassen sich die themen cradle-to-cradle und

schwer brennbare stoffe eigentlich vereinen?

immerhin bestehen trevirafasern aus polyester.

seidl: Bei Teppichfliesen funktioniert das

sehr wohl. Das heißt, gemäß den Cradle-to-

Cradle-Kriterien holen wir die Ware vom

Kunden zurück und binden diese auch wieder

in den Produktionskreislauf ein. Biosfera

ist ein Beispiel, wo wir so vorgehen. Beim

neuen Produkt haben wir dann wieder alle

Objekteigenschaften vereint. Auf der technischen

Ebene heißt das etwa die Trennung

von Rücken- auf Trägermaterial. Rohöl wird

allerdings noch keins daraus (lacht).

wie stellt sich eigentlich die verteilung im inkusortiment

dar?

seidl: Der gesamte elastische Bereich umfasst

knapp 40 Prozent, jeweils 25 Prozent

entfallen auf Parkett/Laminat bzw. auf den

Bereich textile Bodenbeläge. Die restlichen

10 Prozent entfallen auf die Bereiche Bauchemie

und Zubehör. Da kommt wiederum

der Vollsortimenter-Anspruch zum Tragen.

Wir bieten unseren Kunden von der Spachtelmasse

bis zur Produktpflege alles an.

2011 hat man ein zweistelliges wachstum erreicht.

für heuer ist man angetreten, dies zu wiederholen.

nach dem ersten Quartal – zeichnet sich schon ein

trend ab?

seidl: Der zweistellige Zuwachs zeichnet sich

glücklicherweise auch im heurigen Jahr wieder

ab und an diesem Ziel werden wir weiterhin

festhalten. Wir sind ja nach wie vor in

der Expansionsphase.

Jörg ludwig Jordan sagte kürzlich: „außer dem namen

ist bei inku alles neu.“ welche sind die neuheiten,

die ihnen besonders am herzen liegen?

seidl: Tatsächlich ist kein Stein auf dem anderen

geblieben. Herausheben möchte ich

aber dennoch die Kundenorientierung, die

nun ganz anders funktioniert. Die neue Politik

lautet: Unser Handeln wird durch die

Bedürfnisse unserer Kunden maßgeblich beeinflusst.

wie muss man sich das vorstellen?

böhm-czech: Grundsätzlich ist uns die Partnerschaft

mit unseren Kunden sehr wichtig

– und das ist nicht nur ein Schlagwort. Für

uns heißt das: Wir wollen Partner für unsere

Kunden sein und natürlich auch dort unterstützen,

wo wir gebraucht werden. Wenn der

Kunde einmal dringend etwas braucht, sind

wir da, um mit ihm gemeinsam Lösungen zu

erarbeiten.

color - 03 2012


Foto: Pandomo

Große Vielfalt

promotion

Pandomo ® aus dem Hause Ardex ist

ein modernes System für die Oberflächengestaltung,

das alle Möglichkeiten

architektonischer Konzeption offenhält.

Ob Boden, Wand oder Decke, was zählt, ist die Idee.

Alle Pandomo-Produktsysteme bieten Anwendern und

Planern so viele Gestaltungsmöglichkeiten, wie sie benötigen

– ob klassisch, edel-homogen oder ganz individuell.

„Das umfangreiche Pandomo-Produktsortiment

bietet für jede Anforderung die passende Lösung und

lässt damit in puncto Raumgestaltung keine Wünsche

offen“, heißt es vonseiten der Ardex Baustoff GmbH.

drei vorlagen

Mit den drei Pandomo-Sortimenten Wall, Floor und

Terrazzo bietet Ardex Vorlagen für die Gestaltungsideen

in gewissermaßen drei Dimensionen. Pandomo

Wall etwa, das sind fugenlose Wandflächen, individuell

an die Wünsche des Kunden angepasst. Pandomo Floor

indes steht für die freie und kreative Bodengestaltung

mit nahezu unbegrenzten Farben und Designs, während

sich Pandomo Terrazzo als elegante Bodengestaltung

in klassischer Terrazzo-Optik präsentiert.

www.pandomo.at

privathaus wartberg an der krems –

pandomo floor

color - 03 2012 markt «

21

PANDOMO von ARDEX ist ein modernes

System für die Oberflächengestaltung,

das alle Möglichkeiten architektonischer

Konzeption offen hält. Ob Wand oder

Decke, was zählt ist Ihre Idee.

Alle PANDOMO Produktsysteme bieten

Ihnen so viele Gestaltungsmöglichkeiten,

wie Sie benötigen.

PANDOMO Wall ...

... die Revolution an der Wand.

PANDOMO

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von

www.pandomo.at


22

nachbericht: salone del mobile

Die Kunst am Boden

Die Vielfalt an Ideen und gestalterischen Zugängen macht Teppiche zu einem außergewöhnlichen

Wohnaccessoire. Dass sie mehr als nur eine Behübschung des Bodens sein

können, haben sie auch auf dem Mailänder Salone del Mobile 2012 bewiesen. text: barbara Jahn

nanimarquina – chillida

im internet:

www.bolon.com

www.gan-rugs.com

www.gtdesign.it

www.kasthall.se

www.missonihome.it

www.nanimarquina.com

www.nodusrugs.it

www.ruckstuhl.com

www.slowhanddesign.com

» boden & belag

bolon – missoni

Ja, es stimmt, dass Bodenbeläge auf dem

Mailänder Möbelsalon nicht die Hauptrolle

spielen. Dennoch finden sie genügend

Beachtung und erregen als hochwertiges

Komplementärprodukt das Interesse der Besucher.

Zwischen den unzähligen Messeständen,

die ihre fast schon unüberschaubaren

Stühle, Polstermöbel, Tische und Schränke zur

Schau stellen, sind gerade diejenigen, die

nichts damit zu tun haben, eine willkommene

Abwechslung, wenn nicht sogar eine optische

Wohltat. Trotzdem versteht man sofort die Zusammenhänge,

denn Einrichtung und Raumausstattung

gehen Hand in Hand, und so ergänzen

sich beide Themen dementsprechend

wunderbar.

das besondere gesucht

Gan, das Schwesterunternehmen des spanischen

Outdoormöbelherstellers Gandia

Blasco überraschte mit einem neuen Konzept

namens Espacios Gan. Dieses verfolgt die

Strategie, aus dem Fußboden etwas zu machen,

das sich in der restlichen Einrichtung

des Raums und darüber hinaus fortsetzen

lässt – in Polstern, Kissen, Sofas. Der Kreateur

ist also der Kunde selbst. In der Glaoui New

Collection nimmt man Kontakt zu anderen

Horizonten und Kulturen auf und orientiert

sich an den marokkanischen Teppichen mit

tausendjähriger Tradition, die die Besonderheit

aufweisen, dass sie drei verschiedene

Techniken kombinieren: den Webstuhl-Teppich,

den Knoten-Teppich und die Stickereien.

Bis heute war es nur möglich, diese einzeln zu

finden, und sie sind alle verschieden, hergestellt

von den nomadischen Frauen aus den

verschiedenen Landesregionen. Gan hat die

für die Herstellung nötige Infrastruktur aufgebaut.

Zudem wurde mit der spanischen Designerin

Patricia Urquiola eine Kollektion

ausgearbeitet: Mangas basiert auf der Originalidee,

wie handgestrickte Pullover auszusehen.

Ebenfalls aus Spanien kommt echte

Kunst für den Fußboden. Die erfolgreiche Unternehmerin

Nani Marquina, deren gleichnamiges

Label dieses Jahr sein 25-jähriges Bestehen

feiert, hat sich zu diesem Jubiläum die

Kreativität eines außergewöhnlichen Künstlers

an Bord geholt. Der 1924 in San Sebastian

geborene und 2002 verstorbene Bildhauer

Eduardo Chilida, der eigentlich Architekt werden

wollte, schuf sein ganzes Leben lang ex-

gan – detalle materia

pressive Skulpturen, für die er mit unzähligen

Preisen ausgezeichnet wurde. Seine Arbeiten

finden sich in mehr als 20 Museen rund um

den Globus. Mit Teppichen, auf denen eine reduzierte

Strichgrafik nach Skizzen des Künstlers

zu sehen ist, würdigt Nani Marquina das

umfangreiche Schaffen des kreativen Spaniers.

grosse namen

Dass international bekannte Designer das

Portfolio enorm bereichern können, haben nun

auch Hersteller erkannt, die zuvor ohne diese

vordergründige Marketingstrategie ausgekommen

sind. Nun aber wagen sie den Vorstoß

und setzen auf gefeierte Größen im Interiorbusiness.

Der schwedische Produzent

Kasthall ist mit der italienischen Designerin

Paola Navone eine Kooperation eingegangen,

deren Arbeiten sich ganz klar von der restlichen

Kollektion abheben. Die Modelle Patch,

Doodle, Dye Dye, Crinkle und Fold tragen die

eindeutige Handschrift der Grande Dame des

Designs, die sich ganz stark mit dem Thema

Handarbeit auseinandersetzt. Als klassisches

Pendant dazu zeigte Kasthall Erweiterungen

bestehender Kollektionen, angepasst an die

neuesten Farbtrends. Auf Kuschelkurs ist der

italienische Hersteller Nodus Rugs mit der

französischen Designerin Matali Crasset gegangen,

die gedankliche Anleihe in der

color - 03 2012


Flora sucht und Teppiche mit wurzelartigen

Endungen kreiert. Die Asymmetrie der Teppiche

verleiht der Allover-Kollektion eine ganz

besondere Note (s. color 02/2012).

liaison nord-süd

Einen besonderen Messeauftritt legte der

schwedische Bodenbelaghersteller Bolon hin.

Präsentiert wurde eine eigene Kollektion, die

unverkennbar aus der Feder des italienischen

Modelabels Missoni stammt. Die neue Bodenbelagserie

Bolon by Missoni basiert auf Missonis

klassischen Mustern und dem breiten

Farbspektrum, das Bolon dank moderner

Webtechnik umsetzen konnte. Diese lebendige,

verspielte und äußerst extravagante Kollektion

ist in drei Designs erhältlich – Optical,

Bayadere und Flame – von denen jedes Design

in unterschiedlichen Farbstellungen erhältlich

ist. Insgesamt gibt es neun unterschiedliche

Varianten. Man hatte einander im Vorjahr

kennengelernt und war sich auf Anhieb sympathisch,

was zu dieser fruchtbaren Zusammenarbeit

führte, denn diese lebendige, farbenfrohe

Kollektion exklusiver, gewebter Bodenbeläge

zeigt den typischen, beliebten Missoni-Stil

in neuem Licht. „Wir entdeckten

schon bald, dass wir vieles gemeinsam hatten:

die gleiche Lebensphilosophie, die gleiche Auffassung

im Hinblick auf Design, Bolon und

Missoni sind beide starke Familienunternehmen

mit eigener Produktion, die in dritter Generation

geführt werden, beide stellen gewebte

Produkte her. Kreative Partnerschaften

wie die mit Missoni spornen uns an, noch einen

Gang höher zu schalten“, erklärt Annica

Eklund, leitende Geschäftsführerin bei Bolon.

Rosita Missoni, kreative Leiterin bei Missoni

Home, deren Unternehmen seit vielen Jahren

Stammgast auf den internationalen Möbel-

Metallischer Glanz im Rausch der Sinne.

Klondike, die dekorative Wandbeschichtung

für besonderes Raumdesign.

Klondike ist eine echt italienische Designlinie aus dem Hause Valpaint.

Klondike verbindet exclusiven Metallglanz mit der Wärme einer Farb-

lasur und schafft harmonisch glitzernde Gold-, Silber- und Oxideffekte

in einzigartigen Farbtönen und Nuancen.

exclusive in Austria by

nachbericht: salone del mobile

messen ist, zeigt sich ebenso begeistert von der

Kooperation: „Als ich vor ein paar Jahren den

Auftrag hatte, eine kleine Wellnessanlage im

Hotel Missoni in Edinburgh einzurichten, fiel

mir bei der Suche nach einem Bodenbelag die

Bolon-Kollektion ins Auge, die genau unseren

Anforderungen entsprach: ein angenehmer

textiler Charakter, ein interessantes Farbkonzept

und ein hochmoderner Look. Uns war bewusst,

dass Bolon der richtige Partner mit

dem richtigen Profil ist, der unseren Anforderungen

an Bodenbeläge mit einer starken, modernen

Optik entspricht.“

harmoniebedürfnis

Mit dem Farbkonzept „Harmony House“, das in

enger Zusammenarbeit mit der renommierten

Farbspezialistin Katrin Trautwein entstand,

ging die Langenthaler Teppichmanufaktur

Ruckstuhl in Mailand an den Start. Bestehende

Kollektionen wurden in der Farbpalette dahingehend

ergänzt, dass sie sich harmonisch in die

unterschiedlichen Räume eines Hauses einfügen.

Die Initialzündung für diese Idee lieferten

die Architekten Frank Lloyd Wright, Louis

Barragàn oder Le Corbusier, die sich in ihren

Arbeiten stets mit dem stimmigen Zusammenspiel

von Farbe, Raum und Architektur auseinandersetzten.

In der Farbwahl wird dabei

unterschieden, um welchen Raum es sich konkret

handelt, wobei natürliche Farben immer im

Mittelpunkt stehen. Die Gegenüberstellung von

warmen und kühlen, hellen und dunklen Nuancen

lässt damit eine Vielzahl individueller Farbkonzepte

zu, die zum Teil auch sehr kontrastierend

sein können, ohne eine stimmige Gesamtkonzeption

zu unterbrechen. Als Orientierungshilfe,

welche Teppiche sich für die jeweiligen

Raumsituationen eignen, hat Ruckstuhl begleitend

das sogenannte Moodbook herausgegeben.

kasthall – hägga lifestyle

Klondike Farblinien – exclusiv und modern

gt-design

interface – metropolis

23


24

malerei & anstrich

charakterstark

3

» highlights

1

2

1 farbe und schnee

Mit der Deko-Innenfarbe „Colore & Neve“ (ital.: Farbe & Schnee)

zaubert Dinova Wände mit der Wirkung von Schnee in der Sonne.

Je nach Lichteinfall verleihen silber-metallische Mikropartikel der

Farbe ein Lichtspiel mit Tiefeneffekt. www.dinova.de «

2 farbe und individualität

Valpaint by Diessner ermöglicht auf nahezu alle glatten

Untergründe edle Oberfl ächen zu zaubern, andererseits bietet

das Produkt jedem Verarbeiter die Möglichkeit, seine persönliche

Handschrift zu hinterlassen. www.diessner.de «

3 farbe und vlies

Die wasserverdünnbare, schadstoffarme Deko-Effektfarbe

Creativ Lucento 83 auf Acrylat-Basis von Brillux präsentiert sich

als hochwertige, strapazierfähige metallische Oberfl ächenoptik.

Hier in Kombination mit Lightvlies 130. www.brillux.at «

4 farbe und variation

MagicTouch ist eine dekorative Spachtelmasse von Zero, die als

Akzentbeschichtung innen und außen auf allen festen, tragfähigen

Untergünden einsetzbar ist. Der samtig-metallische Effekt

ist in 251 Farbtönen vielfältig variierbar. www.zero-lack.de «

5 farbe und stuck

Übersetzt „blanker Stuck“, handelt es sich bei Stucco Lustro

um eine Kalkputztechnik, bei der auf den feuchten Unterputz

ein aus Marmorstaub und Weißkalk bestehender Malstuck

aufgetragen wird. www.claudiaroessner.de «

color - 03 2012


4

malerei & anstrich

Mit viel Gespür fürs Detail und spannenden

Beschichtungstechniken realisieren Maler

charakterstarke Individuallösungen für

anspruchsvolle Auftraggeber.

5

color - 03 2012 highlights «

25

Knauf macht

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Unser System

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für Maler, Spachtler und Putzer kommen überall dort

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Zeit zu sparen. Durch den Einsatz von Knauf Systemen

wird termingerechtes Fertigstellen deutlich einfacher.

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26

holzschutz im aussenbereich

Gut geschützt

Anstriche bieten die Möglichkeit, Schäden von Witterungseinflüssen an Holzbauteilen zu

verhindern. Das Spektrum an Gestaltungsmöglichkeiten ist immens. Umso wichtiger also

die Frage, was wo warum zur Anwendung kommt. text: Jürgen fragner

1) hotel post/lech am arlberg – maidler

2) seidig glänzende dünnschichtflächenlasur

mipaxyl als – mipa

3) natürlicher holzschutz mit ölen und

lasuren – natural

4) oberflächenbeschichtung

außentür – naturhaus

5) lärchenholzöl hotel tirol – herbol

6) alt und neu anhand einer

lärchenfassade mit uv-lasur – volvox

» malerei & anstrich

1

2

Die Beschichtungstechnik von Holzoberflächen

hat sich in den letzten 50 Jahren

erheblich verändert. Wenngleich

Rezepturen und Technologien signifikant verbessert

wurden, sind für einen effektiven

Oberflächen- und Wetterschutz nach wie vor

einige wichtige Faktoren zu berücksichtigen.

Dazu zählt etwa die Holzartenauswahl, aber

auch der konstruktive und chemische Holzschutz.

Neben einer dekorativen Wirkung sorgen

Oberflächenbeschichtungen heute natürlich

vor allem für entsprechenden Schutz gegenüber

Feuchte, UV-Strahlung und mechanischen

Beschädigungen. Unklare oder missverständliche

Angaben hinsichtlich der Leistungsfähigkeit

der Erzeugnisse führen dabei

oftmals zu Anstrichschäden. Zu den potenziellen

Problemfaktoren zählen etwa eine

nicht ausreichende Beachtung der Vorgaben

hinsichtlich des Einsatzes sowie die Kombination

von nicht abgestimmten Produkten.

erfordernisse und beanspruchung

Die Anforderungen an die behandelnden Komponenten

sind vielfältig, wobei zwischen

nicht-, begrenzt- oder maßhaltigen Bauteilen

unterschieden wird. Erstere benötigen einen

Schutz vor Niederschlägen, wenngleich sich

ihre Brauchbarkeit durch Quellen und

Schwinden nicht ändert. Zur zweiten Gruppe

zählen etwa Dachuntersichten, die einer höheren

Behütung vor Feuchtigkeit bedürfen.

Zur letzten Kategorie gehören Bauelemente

wie Fenster oder Außentüren, sie benötigen einen

besonderen Feuchtigkeitsschutz zur Erhaltung

ihrer Funktionsfähigkeit. Einen weiteren

entscheidenden Einfluss auf die Dauerhaftigkeit

besitzt die Holzoberfläche selbst.

Die Haltbarkeit und Schutzwirkung des Anstrichs

hängt aber zu einem großen Teil auch

von der Intensität der Wetterbeanspruchung

ab. Allgemein kann in Mitteleuropa davon

ausgegangen werden, dass die Belastungen an

der Nordseite gering ausfallen, jene an der

Wetterseite in südwestlicher Richtung hingegen

wesentlich größer. Der konstruktive

Schutz – etwa durch Dachüberstände oder

Laibungen – spielt hier eine zusätzliche Rolle.

In Anlehnung an die DIN 50010-1 wird er drei

unterschiedlichen Klimabegriffen zugeordnet.

Dazu zählen das Außenraumklima, das sogenannte

Freiluftklima I (Normalfall) und das

Freiluftklima II (ungehinderter Atmosphäreneinfluss

im Freien).

aufgaben der oberflächenbehandlung

Gleich mehrere Aufgaben hat der physikalische

Holzschutz zu bewältigen. Einerseits

soll vermieden werden, dass sich die Holzfeuchte

zu schnell an die relative Luftfeuchte

anpasst. Andererseits wird die Aufnahme von

Niederschlagswasser sowie obendrein das Erreichen

der zerstörenden UV-Strahlung auf

der Holzoberfläche unterbunden. Zusätzlich

ermöglicht die Beschichtung einen Schutz vor

Bläue- und Schimmelbefall, aber auch die

farbliche Gestaltung sowie die langfristige

Funktionstauglichkeit der Teile spielen eine

Rolle. Wichtig: Flüssiges Wasser wird im Regelfall

von allen gängigen Erzeugnissen abgehalten,

da die Belastung meist nur zeitlich begrenzt

ist. Der Schutz gegen Wasserdampf

hingegen ist materialspezifisch und abhängig

von der Schichtdicke. Zur Beschreibung eines

Systems dient dabei die diffusionsäquivalente

Luftschichtdicke, die sich aus dem Produkt

der Diffusionswiderstandszahl und der wirksamen

Schichtdicke zusammensetzt. Letztere

ist für den Feuchteschutzeffekt notwendig und

wird durch ungenügende Kantenrundungen

3 4 5 6

color - 03 2012


7 8

und verarbeitungsbedingte Lufteinschlüsse

verringert.

Die Einflusstiefe von UV-Strahlung kann bis

zu zwei Millimeter betragen, wobei kurzwelliges

Licht die Lignine (feste Biopolymere, die

in die pflanzliche Zellwand eingelagert werden

und so die Verholzung der Zelle bewirken,

Anm. d. Red.) in wasserlösbare Komponenten

spaltet. Dadurch verliert sich der tragfähige

Untergrund für die Beschichtung und die

Lackschichten platzen großflächig ab. Nur

Systeme mit ausreichenden Pigmenten oder

speziellen Additiven gewährleisten hierzu den

erforderlichen Schutz.

beschichtungen

Grundierungen verstärken den Kontakt zum

Trägermaterial und sorgen für Haftfestigkeit.

Dazu ist eine möglichst hohe Eindringung notwendig,

wobei diese oftmals mit Fungiziden

gegen Bläuepilze oder auch mit absperrenden

Wirkstoffen gegen Ausbluten wirken. Zwar

müssen Grundierungen auf das verwendete

Gesamtsystem abgestimmt sein, dennoch

sind sie als Wetterschutz nicht ausreichend

geeignet. Als Behandlung bietet sich hierfür

seinerseits die Verwendung von Lasuren an,

die je nach Bindemittelgehalt zwischen Dünnschicht-

und Dickschichtlasuren unterschieden

werden. Dabei weist die erste Variante einen

Anteil von bis zu 30 Prozent, die zweite

von 30 bis 60 Prozent an nicht flüchtigen Bestandteilen

auf. Sie sind sowohl lösemittelbasierend

als auch wasserverdünnbar erhältlich,

während bei der ersten Variante eine zusätzliche

Ausrüstung mit Fungiziden möglich ist.

Die Funktion: Die Produkte sollen die Holzstrukturen

und damit verbundene Farbabstufungen

bewahren, was allerdings vom Pigmentgehalt

abhängt. Dabei gilt die Faustregel,

dass farblose oder gering pigmentierte Lasuren

nicht für Anwendungen bei direkter

Wettereinwirkung (Freiluftklima I + II) geeignet

sind.

dick- und dünnschicht

Dünnschichtausführungen weisen eine Trockenschichtdicke

von 20 bis 60 Mikrometern

auf und finden vor allem bei begrenzt oder

nicht maßhaltigen Bauteilen Verwendung.

Dickschichtlasuren indes verfügen über eine

höhere Viskosität und dringen daher weniger

tief in das Holz ein. Sie erzielen bei schichtbildender

Behandlung eine übliche Trockenschichtdicke

von 30 bis 60 Mikrometern, wobei

für maßhaltige Bauteile ein Wert von 60 bis 80

für ausreichenden Feuchteschutz notwendig

ist. Lasuren werden als Eintopfvariante oder

als Kombination von Imprägnier- und Dickschichtsystemen

angeboten. Eine weitere Art

von Beschichtungen sind deckende Lacksysteme,

die nach dem Aushärten eine schützende

Schicht auf dem Trägermaterial bilden.

Sie sind wiederum als wasserverdünnbare

oder lösemittelbasierende Systeme verfügbar.

Die Eigenschaften reichen von hoch diffusionsoffenen

Überzügen (µ-Wert unter 5000) bis

hin zu dickschichtigen, diffusionshemmenden

Lacken (µ-Zahl über 12.000) – beispielsweise

für Fenster. Die Ausstattung erfolgt ohne

Holzschutzwirkstoffe, jedoch häufig mit Topf-

und Filmkonservierern.

variantenreichtum

Die Lacksysteme für den Außenbereich liegen

einerseits als deckend pigmentierte oder als

farblos transparente Varianten vor. Bei der ersten

Art ist der gesamte Film mit deckenden

Pigmenten durchsetzt, sodass die farbliche Zonierung

des Untergrunds nicht mehr erkennbar

ist. Dabei ist allerdings nicht von einer

vollständigen Absorption beziehungsweise Reflexion

des Lichts im Lack auszugehen. Dies

ist von der Art sowie der Verteilung des Bindemittels

wie auch der Schichtdicke abhängig.

Bei hellen, wässrigen Beschichtungen kann es

zu Farbdurchschlägen von wasserlöslichen

Holzinhaltsstoffen führen, wobei dazu Sperrgründe

als Grundanstrich oder eine lösungsmittelhaltige

Variante zum Einsatz kommt.

Unter High Solid werden lösemittelhaltige

Lacksysteme verstanden, die einen Festkörpergehalt

von über 70 Volumenprozent und im

Verarbeitungszustand eine reduzierte Lösemittelemission

aufweisen. Zu den deckenden

Systemen zählen noch die Klarlacke. Sie besitzen

aber keinen UV-Absorber und sind daher

für eine Anwendung bei direkter Wettereinwirkung

nicht geeignet. Man sieht: Das Spektrum

an Gestaltungsmöglichkeiten ist immens.

Wichtig ist, wie so oft, die relevanten

Faktoren zu erkennen und danach zu handeln.

holzschutz im aussenbereich

renovierungsintervalle

Beschichtungssystem

color - 03 2012 malerei & anstrich »

9

10

7) abperlwirkung auf der lasur – leinos

8) verarbeitung lasur – brillux

9) zusammenspiel von konstruktivem

holzschutz mit natürlicher lasur – auro

10) auftrag bodenöl – adler

farblose

und gering

pigmentierte

Systeme

Dünnschichtlasuren

mit

ausreichender

Pigmentierung

Dickschichtlasuren

mit

ausreichender

Pigmentierung

Deckende

Lacke ohne

fungizide

Grundierung

Deckende

Lacke mit

fungizider

Grundierung

Außenraumklima

5

Jahre

8-10

Jahre

10-12

Jahre

10-12

Jahre

10-12

Jahre

Freiluft-

klima I

Freiluft-

klima II

1 Jahr < 1 Jahr

2-3

Jahre

4-5

Jahre

3-4

Jahre

5-8

Jahre

1-2

Jahre

2-3

Jahre

2-3

Jahre

4-5

Jahre

Quelle: Johann Müller – Holzschutz im Hochbau, Fraunhofer IRB Verlag

27


28

holzschutz im aussenbereich

marktübersicht

holzschutzlasuren

www.colorzeitung.at

Produktname

Durchschnittlicher Preis

in €/Liter

www.adlerlacke.com

Pullex

Bodenöl

« malerei & anstrich

www.auro.at www.brillux.at

Auro Holzlasur

Anzahl der Standardfarbtöne 2 24

Dauerschutzlasur

580

www.ivmchemicals.de

Cromaprotect

/Renoline

www.gori.at www.herbol.at www.leinos.de

Gori 88

Compact-Lasur

Herbol

Lärchenholzöl

Leinos Holzlasur

260

www.

maidler.at

Mai-Tech

High-Soild

Holzlasur

www.mipapaints.com

Mipaxyl ALS

www.natural.at

Natural

Holzlasur

Naturharzöl

www.

naturhaus.net

Naturhaus

Holzlasur

www.

synthesa.at

Danske

Imprägniergel

www.volvox.de

16,50 23,80 k. A. k. A. k. A. ca. 20 24,60 k. A. k. A. 21 29 15,33 65 9

11 über 112

gesamt

nach Wunsch 8 farblos 10

12 bzw. nach

Wunsch

15 + tönbar

über Mischsystem

20 15

11 + Sonder-

& Effekttöne

proAqua

Holzlasur/

UV-Lasur

color - 03 2012

www.

wildschek.at

Wigodecor

Holzlasur für

außen

12 12

Deckvermögen m²/Liter k. A. 12 14-15 k. A. k. A. 12 14-15 12-16 14-18 12 k. A. 12 12 8-10

Bindemittel

Verdünnbar

mit

Inhaltsstoffe

Art

Öl j j & Naturharze - j - j j j - j & Naturharze j - - -

Alkydharz - - j j j j - j j - - J - j

Acrylat - - - j - - - - - - - - - -

Wasser - j - j n - - - - - - - j -

Lösemittel j - j j n j j j j j j J - j

Volldeklaration n j n möglich n j j j j j j n j n

Imprägnierlasur

Dünnschichtlasur

j - - j - - j - - - - - - -

- j - j - j j - j j - J j -

Dickschichtlasur - j - j - - - - - j - j -

High-Solid (Öl)

Lasur

- - High-Solid - - - - j - j - - - -

Biozide enthalten j n j/n j j j j j j n n J j n

Umwelt

Anwendungsmöglichkeiten

Für die

Witterungsbeständigkeit

im

Freiland

wird …

Anstricheigenschaften

Gütesiegel

Blauer Engel

VOC-Wert

[Gramm pro

Liter]

Konservierungsmittel

enthalten

Streichen

Überkopf

Streichen von

senkrechten

Flächen

-

524,8 0 400 k. A. 399 k. A. 510 240 max. 640 390 500-550 690 0.01 max. 380

- - - j - - - - - - - j j j

j j j j j j j j - j j j j -

Spritzen - j - j - - j j j j j - j -

keine

Grundierung

eine

Grundierung

j j j - - - - - - j - j j -

- - - j j - j - j - j - - j

empfohlen - - j - j - j - - - - - - -

vorgeschrieben - - - j - - - - j - j j j j

Anmerkungen

Verklebungsfest

gegen

Dichtprofile

j

- j j j - j j - j - j j j -

Blockfest j

Haftfest j

Erkennbarkeit

der Holz-

maserung

Bodenöl,

Witterungsbeständigkeit,Wasserdampfdurchlässigkeit

und

Wasseraufnahme

gemäß EN

927

mit 85 µm zwischen

Dünn- &

Dickschichtlasur

Testsieger Stiftung

Warentest

5/2006,

gemäß EN

927

Witterungsbeständigkeit,Wasserdampfdurchlässigkeit

und Wasseraufnahme

in

Anlehnung

an EN 927 in

Eigenprüfung

bestätigt

auch in Nano-

Ausführung

möglich,

Witterungsbeständigkeit,Wasserdampfdurchlässigkeit

und Wasseraufnahme

gemäß

EN 927

Legende: j = ja n = nein - = trifft nicht zu k. A. = keine Angabe

einfach und

sauber zu

verarbeiten,

exzellenter

Witterungs-

und UV-Schutz,

kein Abblättern

oder Abplatzen,

hohe

Reichweite

Witterungsbeständigkeit,Wasserdampfdurchlässigkeit

und Wasseraufnahme

gemäß

EN 927

-

j

naturverbundene,

bewährte

Formel

Witterungsbeständigkeit,Wasserdampfdurchlässigkeit

und Wasseraufnahme

gemäß

EN 927 erfüllt

über 90 %

natürliche

Inhaltsstoffe,

Witterungsbeständigkeit,Wasserdampfdurchlässigkeit

und Wasseraufnahme

gemäß

EN 927

Witterungsbeständigkeit,Wasserdampfdurchlässigkeit

und Wasseraufnahme

gemäß

EN 927 erfüllt

dampfdiffusionsoffen,

starke

Abperlwirkung

Weißleim als

Bindemittel,

Universal-Lasur

für innen und

außen,

maßhaltiges

und nicht

maßhaltiges

Holz

Mittelschichtlasur


Netzwerken, Informieren, Mitreden!

Das Branchen-Event des Jahres für zukunftsorientierte

Unternehmer des Maler- und Lackiererhandwerks

09.-10.

November

Deutscher

Malerkongress

2012

München

Die Referenten

Gottfried Pank

Creative-Director

mode…information

GmbH

Highlight

Prof. Klaus

Hurrelmann

Senior Professor

Hertie School of

Governance GmbH

Nacht der Farbe

Kesselhaus München

Abendveranstaltung

ab 19.00 Uhr

Maler des Jahres 2012

Preisverleihung

Michael Bross Sven Gábor Jánszky

Geschäftsführer Trendforscher und

Verband der deutschen Strategiecoach

Lack- und Druckfarbenindustrie

e.V.

Margit Niedermaier

Vorsitzende Landesverband

der Unternehmerfrauen

im Handwerk

Bayern e.V.

Sponsoren Medienpartner

Partner

Programm & Info

malerkongress.de

Toni Kreckl

(freier) Dozent und

Abteilungsleiter

Treukontax Steuerberatungsgesellschaft

mbH.

Andrea Eigel

Geschäftsführerin

Kaleidoskop

Marketing-Service

GmbH

Bernhard

Zimmermann

Gründer und Geschäftsführer

BZ.Bildung-

Beratung-Innovation

Veranstalter


30

promotion

210 Jahre Erfahrung, Tradition und Innovation

Die Firmengeschichte der Unternehmensgruppe Amonn beginnt im Jahr 1802 in Bozen. Heute

besteht die Gruppe aus mehreren Unternehmen, die es sich zum Ziel gesetzt haben, Spezialprodukte

für verschiedene Branche zu entwickeln und zu produzieren.

„Das Ergebnis sind Holzschutz-, Brandschutz-

und Korrosionsschutzsysteme,

die internationalen Standards entsprechen

und Ausdruck der Leidenschaft

und Erfahrung von Amonn sind“, wie es

vonseiten des Unternehmens heißt.

massgeschneiderte lösungen

Amonn mit Sitz im niederösterreichischen

Korneuburg bietet mit der Marke

Bessemerfarbe seit über 100 Jahren

maßgeschneiderte Lösungen für den

Korrosions- und Rostschutz von Blechdächern

und auch für die dekorative

Gestaltung von Dachflächen. Sämtliche

im Blechdachbereich erforderlichen

Aufbauten können mit den Produkten

von Bessemer ausgeführt werden und

sind in einer breiten Farbpalette

erhältlich.

» markt

langfristiger schutz

Mit den Holzschutzsystemen von Amonn

Color können alle aus Holz gefertigten

Bauteile langfristig geschützt werden.

Die natürliche Ästhetik des Holzes und

seine Ausstrahlung können so erhalten

werden. Amonn Color stützt sich in der

Entwicklung der Produkte auf seine jahrzehntelange

Erfahrung und Kompetenz.

Für die vielfältigen Beanspruchungen

entwickelt Amonn wirksame und zuverlässige

Lösungen auf Wasser- und Lösemittelbasis.

reaktive brandschutzsysteme

Seit über 40 Jahren hat sich Amonn Fire

auf die Entwicklung und die Produktion

von reaktiven Brandschutzsystemen spezialisiert.

Die neueste Produktlinie Amotherm

wurde nach den strengen EN-Nor-

men zertifiziert und bietet eine umfassende

Palette für den passiven Brandschutz

von Elementen und Tragwerken

aus Stahl, Holz, Stahlbeton und Mauerwerk.

www.amonncolor.com

Holzöle für den dauerhaften Wetterschutz

Die Holzöle von Herbol unterstützen Struktur und Maserung des Holzes, damit dieses wertvolle

Naturmaterial sowohl seine Beständigkeit und Langlebigkeit als auch seine Optik und

Gebrauchsfähigkeit behält.

Schon seit vielen Jahrzehnten wird

Holzöl zur Pflege, Versiegelung und zum

Schutz von Holz eingesetzt. Grundsätzlich

ist Holz jeglicher Arten dankbar für

jede Behandlung mit Holzöl. Sowohl für

die Benetzung und Bestreichung von

Oberflächen als auch für die sogenannte

Tiefenimprägnierung ist das Holzöl in

Abhängigkeit von den jeweiligen Inhaltsstoffen

hervorragend geeignet.

Wenn Holz mit Holzöl behandelt wird,

zeigt es weniger Risse im Holz und das

Material zeichnet sich durch eine wesentlich

geringere Sprödigkeit aus.

drei programme

Die Marke Herbol hat drei verschiedene

Holzöle im Programm, die für die verschiedenen

Einsatzgebiete und Untergründe

geeignet sind. Herbol-Alpenöl

etwa ist eine farbige Wetterschutzlasur

auf wässriger Spezial-Öl-Emulsionsbasis

für dekorative Holzoberflächen im

Freien mit extrem guter Bewitterungs-

beim alpengasthof gramai lässt herbol-lärchenholzöl

das holz wieder erstrahlen.

stabilität. Mit dem Lärchenholzöl bietet

Herbol nun zusätzlich ein farbloses

Wetterschutzöl an, das ohne farbige

Pigmentierung vor UV-Strahlung

schützt, so den natürlichen Holzton erhält

und dabei gleichzeitig vor Verfärbungen

durch Bläuebefall bewahrt.

Durch den Einsatz von Herbol-Basiment-Holzöl

Spezial BSV wird im Außenbereich

die Holzvergrauung letztlich

entscheidend verzögert – dies wird

durch den Einsatz von wirkstoffhaltigem

Naturöl und Nanowachs erreicht.

Herbol-Basiment-Holzöl Spezial BSV

wurde zudem speziell für den Einsatz

auf Holzterrassen konzipiert.

geschützt und veredelt

Selbstverständlich kann die Vergrauung

von Holzverkleidungen, Vordächern

oder auch Gartenmöbeln nur verzögert

werden. Ein gelegentlicher Auffrischungsanstrich

mit Holzölen von Herbol

verleiht den Objekten über Jahre

hinweg ein natürlich-schönes Aussehen

und dauerhaften Schutz vor Witterungseinflüssen.

www.herbol.at

color - 03 2012

Foto: www.amonncolor.at

Foto: Herbol


Foto: www.natural.at

Fotos: Maidler

Holzschutz im Außenbereich

Mit der Versiegelung durch synthetische

Farben und Lacke gehen die positiven

Eigenschaften von Holz oft verloren.

Deshalb werden immer mehr natürliche

Öle und Lasuren nachgefragt,

denn damit bleibt der natürliche

Charme von Holz für lange Zeit erhalten.

Bei stärkerer Belastung im Außenbereich

sind Holzlasuren empfehlenswert:

besonders für Holzfassaden, Carports,

Balkone, Zäune und Sichtblenden.

Holzlasuren bieten einen mehrfachen

Schutz, sie sind Grundierung und

Lasur in einem. „Naturöle in der Holzlasur

sättigen die Holzfaser, sodass keine

Feuchtigkeit eindringen kann, und sorgen

so für einen Tiefenschutz. Naturharze

bilden darüber eine Schutzschicht

auf der Holzoberfläche. Für den UV-

Schutz sorgen feinst geriebene Naturfarbpigmente.

Dadurch wird die Vergrauung

des Holzes verhindert“, sagt

Oskar Scherzenlehner vom heimischen

Naturfarbenhersteller Natural.

color - 03 2012

grosse palette

Holzlasuren sind transparent und seidenmatt.

Es gibt sie farblos oder in 20 verschiedenen

Naturfarben. Bei besonders

belasteten Oberflächen kann auch noch

zusätzlich eine farblose Dickschichtlasur

aus Naturharzen aufgezogen werden,

Wetterschutz plus UV-Filter. Das ist auch

bei hellen Farbtönen zu empfehlen. Öle

für außen schützen, pflegen und verschönern

Gartenmöbel und Holzdecks. Diese

promotion

Holzlasuren und Öle vom heimischen Hersteller Natural schützen Holz im Außenbereich

wirkungsvoll vor Wetter, Wasser, Schmutz und Vergrauen, ohne die Umwelt mit

Giften zu belasten.

Extremtest in der Wüste

Vor Ort unterzog er die Mai-

Tech High-Solid Holzlasuren

einem Extremtest. Um die UV-

und Witterungsbeständigkeit

über einen längeren Zeitraum

unter Ausnahmebedingungen

zu erforschen, wurden in der

Wüste eine Prüfstation errichtet

und mehrere Muster montiert.

Basierend auf diesen Ergebnissen

soll die patentierte

Formel weiter optimiert werden.

„Die stetige Forschungs-

und Entwicklungsarbeit

macht sich bezahlt, unsere

Kunden haben die Vorteile unseres

Produkts längst erkannt

und bestätigen dies täglich“,

resümiert Maidler sein ambitioniertes

Projekt.

www.maidler.at

Öle sind farblos oder transparent und seidenmatt.

Sie glätten die Holzoberflächen

und machen sie resistent gegen Wasser

und Schmutz. Diese Öle gibt es in der Variante

Teaköl, anwendbar für zahlreiche

Edelhölzer, und Terrassenöl für alle herkömmlichen

Hölzer. Doch auch bei natürlicher

Oberflächenbehandlung mit Ölen

bzw. Wachsen gibt es große Unterschiede.

Und das ist nicht nur für den Umweltschutz

wichtig, es existieren auch technische

Unterschiede zwischen den Lasuren

und Ölen, die eine große Auswirkung

haben können. „Ganz entscheidend

ist, dass das Öl in das Holz einzieht und

keine Schicht bildet. Sonst werden die Poren

des Holzes verschlossen und es entsteht

ein lackartiger unerwünschter Effekt.

Andererseits darf das Öl auch nicht

zu tief eindringen. Diese optimale Balance

leisten vor allem die natürlichen Öle

und Lasuren der neuen Generation von

Natural“, so Oskar Scherzenlehner.

www.natural.at

Eine der unwirtlichsten Gegenden unseres Planeten ist die Sierra Nevada, wo Temperaturen

zwischen 0 und 55 Grad vorherrschen. Genau aus diesem Grund aber hat es Andreas Maidler,

Geschäftsführer des gleichnamigen Lasurenherstellers, unlängst dorthin verschlagen.

markt «

31


32

tapete & textil

schicker schutz

Fotos: Hersteller

1 luxuriös

Markisen des Tiroler Unternehmens

Ennemoser geben Terrassen ein

elegantes, mediterranes Flair und

werten das Haus dadurch optisch

auf. Auch Wohnungen mit Balkon

oder Dachterrasse wirken mit einer

Markise luxuriöser. www.ennemosersonnenschutz.at

«

2 passend

Prima Lichtverhältnisse für jede

Tageszeit. Dafür sorgen die

Warema-Raffstoren, -Außenjalousien

und -Lichtlenkjalousien. Sie lassen sich

in nahezu jedem beliebigen Winkel

einstellen. So kommt Tageslicht in den

Raum, unerwünschte Blicke bleiben

aber draußen. www.warema.at «

3 schlank

Die Markise Luna von Valetta ist

eine innovative Gelenkarmmarkise

in schlankem Design mit einteiliger

Aluminiumkassette und passendem

Ausfallprofi l, das für ganzjährigen

Wetterschutz von Tuch und Technik

sorgt. Die Luna passt gut zu modernen,

minimalistischen Gebäuden.

www.valetta.at «

» highlights

1

4 innovativ

SunSquare hat vor 18 Jahren das

Sonnensegel erfunden, um das

Wohnzimmer zu erweitern und neue

Lebensräume zu eröffnen. Ob auf der

Dachterrasse, im Gastgarten oder im

Public Space. Mit 6500 Projekten

ist das Unternehmen am Weltmarkt

vertreten. www.sunsquare.com «

5 modern

Große Glasfl ächen geben modernen

Gebäuden Leichtigkeit und sorgen für

ein Leben ohne sichtbare Grenzen.

Raffstore aus dem Hause Schlotterer

lenken das Tageslicht über die Decke tief

in den Raum hinein, bieten eine gute

Durchsicht und lassen die Hitze draußen.

www.schlotterer.at «

2

6 individuell

Mit einem einzigen Knopfdruck auf den

Somfy Funk-Hand- oder Wandsender

kann der Sonnenschutz individuell

geöffnet oder geschlossen werden.

Das im Funksteuerungsmodell Telis

Modulis integrierte Scrollrad ermöglicht

eine besonders präzise Ausrichtung der

Lamellenneigung.

www.somfy.at « 3

color - 03 2012


4

tapete & textil

Sonnenschutz gewinnt im raumaustattenden Gewerbe immer mehr an Bedeutung. Und die Produkte

können viel mehr als nur Schatten spenden. Seit Jahren überzeugen die Hersteller durch

stylische und funktionelle Innovationen, sei es im Bereich Markisen, Raffstores oder Sonnensegel.

6

color - 03 2012 highlights «

5

33


34

reportage

Gesund „gevliest“

In der burgenländischen Landeshauptstadt Eisenstadt realisiert der Konvent der Barmherzigen

Brüder derzeit einen Zubau an das bestehende Krankenhaus. Vor Ort trafen wir

Malermeister Fritz Petter, der einen exklusiven Einblick in „seine“ Baustelle gewährte.

Ein Lokalaugenschein. text: dominique platz

» Durch die

Verwendung von

Glasvliestapeten

sparen wir in

Summe rund 20

Prozent. «

Fritz Petter, GF Maler Petter GmbH

Das Portfolio der Maler Petter GmbH

aus Teesdorf im niederösterreichischen

Industrieviertel ist umfassend, die Referenzliste

liest sich wie ein Who-is-Who heimischer

Auftraggeber. Vom Österreichischen

Siedlungswerk über die Bundesimmobiliengesellschaft

bis hin zu namhaften Planern wie

den Wiener AllesWirdGut Architekten deckt

Fritz Petter eine nicht zu verachtende Bandbreite

ab. Der color-Redaktion hat er Mitte Juni

einen exklusiven Einblick in die Arbeit seiner

Kollegen und Mitarbeiter gewährt und erklärt,

welche Produkte sich im klinischen Innenausbau

anbieten – und warum.

das obJekt

Der sogenannte Zubau Nord aus der Feder der

ortsansässigen Szauer Architekten ist die vorletzte

von fünf Bauphasen – 2007 von der Landesregierung

bewilligt. Einer chronologischen

Herangehensweise gemäß sind die Phasen

eins eins bis drei, drei, bestehend bestehend aus aus Parkdeck (2009), (2009),

einer einer Trafostation (2010) und einem BlockBlockheizkraftwerk (2010/2011), bereits abgeschlossen.

Nach Nach der im im Sommer vergangenen vergangenen Jahres

erfolgten Fertigstellung des Rohbaus stehen

die Innenausbauarbeiten aktuell kurz vor AbAbschluss, mit den Maler- und Beschichtungsarbeitenbeiten

betraut wurden Fritz Petter und sein

Team. Auf der Baustelle beschäftigt er je nach

Arbeitsvolumen und und Tag sechs bis acht Leute,

deren Aufgabe im Wesentlichen darin besteht,

insgesamt 11.000 Quadratmeter Glasvlies zu

verlegen und selbiges anschließend zu malen.

Für ein Krankenzimmer mit rund 22

Quadratmetern beispielsweise benötigen

seine Kollegen rund 90 Quadratmeter

Tapete, zu zweit schaffen sie

das an einem Vormittag.

» tapete & textil

die verarbeitung

Die Frage, warum gerade sein Betrieb mit

diesem Großprojekt betraut worden ist, beantwortet

Fritz Petter pragmatisch: „Wir haben

das finanziell lukrativste Angebot abgegeben.

Das liegt mitunter daran, dass wir

durch die Verwendung der Glasvliestapeten

eine personelle Einsparung von rund einem

Drittel gegenüber anderen Produkten verzeichnen.

In Summe sparen wir so – trotz des

teureren Materials – rund 20 Prozent.“ Die

Fertigtapete aus dem Hause Vitrulan überzeugt

aber nicht nur auf der finanziellen Ebene:

„Das System ist ganz einfach erklärt“, sagt

Petter: „Der Kleber ist auf der Tapete schon

drauf, wodurch ein gesamter Arbeitsgang entfällt.

Der Vorteil liegt auf der Hand: Im Einmannverfahren

können wir die Bahnen bequem

und einfach befeuchten und aufbringen.“

Und das Produkt kommt nicht nur beim

Chef an. „Ich kann eine Bahn komplett alleine

aufbringen, was die Arbeit natürlich enorm

erleichtert“, so Mitarbeiter Istvan Pichler.

Im Detail läuft die Arbeit wie folgt ab: Mit

einem eigens entwickelten Tapeziertisch –

der entweder gekauft oder gemietet werden

kann – wird die Tapete durch ein mit herkömmlichem

Wasser befülltes Becken gezogen.

Anschließend kann die Bahn verlegt

werden. Praktischer Vorteil: Da die Tapete

nicht sofort mit der Wand verbindet, kann je

nach Untergrund noch minutenlang korrigiert

werden. „Verschnitt ist so gut wie gar

nicht vorhanden. Wegen den Glasgarnen sind

Stöße kaum zu erkennen. Lediglich bei den

strukturierten Tapeten sind die Stöße nicht

immer ganz sauber zu realisieren, was nach

dem ersten Anstrich aber kaum mehr auffällt“,

so Petter.

color - 03 2012

Fotos: Stefan Haberleitner


die technologie

Grundmaterial von Wandbelägen aus Glasgewebe

sind feinste Glasgarne, hergestellt durch

das Spinnen von geschmolzenem Glas. Das sogenannte

Textilglas zeichnet sich dabei vor

allem durch die hohe mechanische Belastbarkeit

einerseits und die entsprechende Strapazierfähigkeit

andererseits aus. Zudem weiß

Textilglas in puncto Wandarmierung zu überzeugen

– gerade in stark frequentierten Gebäuden

wie dem Klinikum Eisenstadt mit seinen

mehr als 900 Mitarbeitern und den mehr

als 120.000 Patienten ein veritabler Mehrwert.

Die wandarmierende Kraft übersteigt

jene etlicher anderer Wandbeläge um ein Vielfaches.

So können etwa vorhandene Risse im

Putz armiert und die Bildung neuer Risse vermieden

werden. „Gerade auf einer Baustelle,

wo so viele Gewerke aufeinandertreffen, ist

das ein Gewinn“, weiß Fritz Petter, „zudem

werden die Wände nachhaltig vor Schäden –

etwa durch Scheuern oder Stöße – geschützt.“

Vertrieben werden die Systexx-Tapeten von

Vitrulan übrigens unter anderem über Vollsortimenter

Alltek. Ansprechpartner und Geschäftsleiter

Franz Lechner gegenüber color:

„Aufgrund der Lagerkapazitäten sind unsere

Waren schnell vor Ort, bei derartigen Großprojekten

ist das ein enormer Vorteil.“ Im Objektbereich

unerlässlich ist natürlich auch das

Thema schwere Entflammbarkeit, die Produktzusammensetzung

von Systexx-Tapeten

aus Glasgewebe lässt zudem im Brandfall keine

giftigen Gase entstehen. Außerdem profitiere

das Raumklima durch die Wasserdampfdurchlässigkeit,

die vergleichbar mit hoch atmungsaktiven

Lehmputzen ist, wie es vonseiten

des Unternehmens heißt.

die fertigstellung

Die Wandbeläge sind mit entsprechenden

Farbsystemen abwasch- sowie desinfizierbar

und lassen sich zehn bis 15 Mal überstreichen.

Letzteres war zum Zeitpunkt des color-Baustellenbesuchs

auch für Fritz Petter entscheidend,

denn: „Der Bauherr hat sich noch nicht

für eine Farbe entscheiden können, glücklicherweise

können wir die Tapete wirklich

mehrfach überstreichen.“ Mittlerweile wird

die Farbe die Wand wohl bereits zieren, da die

Bauarbeiten von Zubau Nord kurz vor ihrem

color - 03 2012

Abschluss stehen. Um das Klinikum Eisenstadt

wird es in den kommenden beiden Jahren

baustellentechnisch aber dennoch nicht

ruhiger, denn Phase fünf, die Sanierung und

der Umbau des Bestands sowie ein Zu- und

Umbau im Bereich der Apotheke, stehen ja

noch auf der Bauherrenagenda. Die Fertigstellung

aller baulichen Maßnahmen ist übrigens

für 2014/2015 anberaumt.

reportage

mit einem eigens entwickelten tapeziertisch

wird die tapete durch ein mit herkömmlichem

wasser befülltes becken

gezogen. anschließend kann die bahn,

die nicht sofort mit der wand verbindet,

verlegt werden.

tapete & textil «

35


36

so vielseitig wie ein schweizer taschenmesser

Bohrmaschine, Kraftschrauber, Winkelbohrmaschine,

Winkelschrauber und Bauschrauber

mit Tiefenanschlag – die neue QuaDrill von

Elektrowerkzeughersteller Protool vereint

fünf Maschinen in einer. Diese Vielfalt wird

durch die FastFix-Schnittstelle ermöglicht,

mit der werkzeuglos verschiedene Vorsätze

einfach auf die Bi-Spindel der Bohrmaschine

aufgeklickt werden können. Für den Handwerker

bedeutet das ein deutlich effi zienteres

Arbeiten auf der Baustelle und somit eine

signifi kante Kostenersparnis. Beispielsweise

können Maler und Bodenleger mühelos mit

der QuaDrill Sockelleisten montieren, Trockenbauten durchführen, Löcher für Gardinenstangen bohren,

Schrauben eindrehen, Terrassenböden auf eine defi nierte Tiefe verschrauben oder an schwer

zugänglichen Stellen dank des Winkelkopfs sauber und problemlos arbeiten. Die neue QuaDrill ist

in zwei Varianten erhältlich, als Bohrmaschine DRP oder als Schlagbohrmaschine PDP.

www.protool.de

starkes paar zum schutz des bodens

Mit den Zwei-Komponenten-Versiegelungslacken RZ Turbo Protect Zero und RZ

Turbo Protect Plus bietet der Reinigungs- und Pfl egespezialist RZ, eine Marke

der Uzin Utz AG, neue Permanentversiegelungen für elastische Bodenbeläge

an. Bereits nach einmaligem Auftragen sorgt ein hoch strapazierfähiger und

elastischer Film für extremen Langzeitschutz bei

Neuverlegungen und Renovierungen von elastischen

Bodenbelagsoberfl ächen im Objekt- und Wohnbereich.

Beide Versiegelungen schützen mit einem hoch strapazierfähigen

Film alle Vinyl- und PVC-Designbeläge,

aber auch CV-, Linoleum-, Kautschuk- und

PU-vergütete elastische Bodenbeläge mit

glatter und leicht strukturierter Oberfl äche

vor höchsten Beanspruchungen. Sie eignen

sich sowohl für den Wohn- als auch für den

Objektbereich. Ihre Pfl egeleichtigkeit sorgt bei

den üblichen Unterhaltsreinigungen im Objekt

zudem für Kosten- und Zeitersparnis.

www.rz-systeme.de

newsticker » newsticker » newsticker » newsticker » newsticker » newsticker » newsticker »

Fotos: Hersteller

newsticker

design-tool

Möbelfronten, Arbeitsplatten, Bodenbeläge und Wände – Räume sind vielfältig

und schaffen Platz für neue Ideen. Mit dem neuen Online Interior Studio bietet

Kaindl das passende visuelle Design-Tool, um Raumgestaltung digital zum Leben

zu erwecken. Dabei sind den eigenen Gestaltungsmöglichkeiten fast keine

Grenzen gesetzt: blitzschnelles Visualisieren von Kundenwünschen, Präsentation

unterschiedlicher Verlegemuster sowie kompetente Wohnstilberatung werden

durch dieses Designwerkzeug im Handumdrehen möglich gemacht.

www.kaindl.com

online-werkzeug

Das Villacher Unternehmen Sto zeigt ab sofort unter www.stoviewer.com zahlreiche Oberfl ächenoptionen für

Fassaden und Innenwände und informiert über deren Eigenschaften, wodurch die Vorauswahl der Materialien

von Putz bis Glas vereinfacht werden soll. Die technischen Möglichkeiten erlauben dem Benutzer, Oberfl ächen

vielfältig zu variieren und sie direkt miteinander zu vergleichen. Der StoViewer ermöglicht also eine Einschätzung

der Oberfl ächenwirkung unter realitätsnahen Bedingungen. Das Werkzeug übertrifft dabei – besonders durch die

Wechselwirkung zwischen Struktur und Farbigkeit sowie die Helligkeits- und Schatteneinstellungen – gängige

Bildschirmdarstellungen. In Kürze ergänzen akustisch wirksame Flächen das Portfolio. www.sto.at

» service

adler schont die schweinchen

Für eine perfekt lackierte Oberfl äche kommt es neben einem qualitativ

hochwertigen Lack vor allem auf den Pinsel an. Bisher kam für den

Auftrag von lösemittelbasierten Produkten nur Chinaborste infrage –

echte Schweineborsten, i. d. R. von chinesischen Schweinen. Die können

jetzt aufatmen, denn nun gibt es eine synthetische Alternative, die nicht

nur gleich gut, sondern signifi kant besser ist. „Unsere neuen Solvamaxx-

Pinsel bedeuten einen Quantensprung, was das Finish betrifft. Die

Borsten bestehen aus Polyester und sind sehr, sehr fein“, sagt Adler-

Anwendungstechniker Martin Unterberger. www.adler-lacke.com

interaktiver anwendungstechniker

Die Murexin AG bietet mit dem interaktiven Anwendungstechniker nun schnelle Beratung via

Computer, Laptop, Tablet oder Handy. Anhand eines einfachen, aber zielgerichteten Fragenkatalogs

kann der User die Details zu seinem Projekt festlegen und erhält als Resultat eine Liste des dafür

empfohlenen Systemaufbaus. Will man noch einen Schritt weitergehen, steht dazu gleich eine

Mengenberechnung zur Verfügung und man erhält einen kompletten Bestellvorschlag basierend auf

den üblichen Verbrauchsmengen und den allgemeinen Preislistenpreisen. Derzeit wurde der Bereich

Verfl iesen in das Instrument eingebracht – Schritt für Schritt folgen weitere Sparten. Marketingleiter

Christian Führer dazu: „Wir arbeiten hier mit einem dynamischen und sich ständig weiterentwickelnden

System. Man muss sich dazu vorstellen, dass die Systemaufbaudatenbank alleine für

die Sparte Verfl iesen bei Weitem nicht mehr in einem üblichen Excel-Arbeitsblatt abbildbar ist.

Aktualisierungen und Erweiterungen dazu erfolgen laufend.“ www.murexin.at

color - 03 2012


Foto: Saint-Gobain Weber

promotion

In neuem Gwand

Das Gwandhaus der Firma Gössl in

Salzburg ist ein herrschaftliches Anwesen

mit einer langen Geschichte.

37

Der platzbedingt

benötigte

Zubau erforderteästhetisches

Gespür

der Planer,

handwerkliches

Geschick

der Ausführenden

und die

richtigen

dukte.Pro-

Besucher finden

im Gössl

Gwandhaus in

der Morzger der zubau ist vom bestand nicht zu unterscheiden.

Straße 31 in

Salzburg das

große Gössl-Geschäft, ein Trachtenmuseum mit historischen

Unikaten und auch eine Erlebnisstätte der besonderen

Art mit vielfältigem Angebot. Bereits 2004

wurde der ehemalige Rupertihof auf Bestreben von

Gerhard Gössl mit viel Engagement, Einsatz und Liebe

zum Detail revitalisiert. Aufgrund des regen Interesses

war nun ein Zubau unumgänglich.

lebhafte fassade

Um die Fassade des Gwandhauses noch attraktiver zu

gestalten, wurde diese mit einem mineralischen, widerstandsfähigen

Edelputz aus dem Hause Saint-Gobain

Weber versehen. Dieser Putz sorgt nicht nur für eine

robuste und zugleich lebhafte Struktur, sondern auch

für eine optimale Wasserdampfdurchlässigkeit – das

schafft noch mehr Behaglichkeit und ein angenehmes

Raumklima im Gebäudeinneren. Die kristalline Struktur

der Oberfläche macht es möglich, dass winzige

Körnchen das einfallende Sonnenlicht reflektieren und

brechen.

langlebiges system

Neben der Ästhetik wird bei zeitgemäßen Gebäuden

auch die Energiebilanz und deren Umweltfreundlichkeit

immer höher bewertet. Sie sollten also möglichst

wenig wertvolle Heizenergie verbrauchen und gleichzeitig

einen sehr geringen CO 2 -Ausstoß vorweisen.

Daher kam beim Zubau der Firma Gössl ein zeitgemäßes

Wärmedämmverbundsystem zum Einsatz.

weber.therm freestyle vereint wirtschaftliche Wärmedämmung

mit mineralischen Edelputzen. Dazu der

technische Berater von Saint-Gobain Weber Fritz Häuserer:

„Diese dickschichtige und robuste Kombination

garantiert der Bauherrenschaft eine besonders hohe

Langlebigkeit der Fassade. Vor allem bei historisch wirkenden

Gebäuden, die zwar vielleicht in einigen Jahrzehnten

vorsichtig saniert, aber optisch nicht verändert

werden, ist dies besonders wichtig.“

www.weber-terranova.at

color - 03 2012 markt «

BauProfi Quester

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38

marktführer

farben & lacke

adler-werk

Lackfabrik Johann Berghofer GmbH & Co KG

Bergwerkstraße 22, 6130 Schwaz

Tel: 0 52 42/69 22, Fax: 0 52 42/69 22-999

E-Mail: info@adler-lacke.com, www.adler-lacke.com

akzo nobel coatings gmbh

Aubergstraße 7, 5161 Elixhausen

Tel: 0662/489 89 0, Fax: 0662/489 89 66

E-Mail: herbol.at@akzonobel.com, www.herbol.at

MAUTNER-Alles-Farbe.at

A-8020 Graz • Ägydigasse 18 • TEL: +43 (0) 316 / 71 89 35

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sefra farben- und tapetenvertrieb gmbh

Schönbrunner Straße 47, 1050 Wien

Tel: 01/588 41-0, Fax: 01/588 41-23

E-Mail: sekretariat@sefra.at, www.sefra.at

akzo nobel coatings

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Aubergstraße 7, 5161 Elixhausen

Tel: 0662/489 89-0, Fax: 0662/489 89-11

E-Mail: sikkens.at@akzonobel.com, www.sikkens.at

synthesa chemie gesellschaft m. b. h.

Dirnbergerstraße 29–31, 4320 Perg

Tel: 0 72 62/560-0, Fax: 0 72 62/560-15 00

www.synthesa.at, offi ce@synthesa.at

farben und lacke handels gmbh

H.-Thalhammer-Straße 17, A-8501 Lieboch bei Graz

Tel: 03136/62 7 25 · Fax: 03136/62 7 25-4

E-Mail: konrad.vogrin@aon.at

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farben & tapeten

erfurt & sohn kg

Hugo-Erfurt-Straße 1, D-42399 Wuppertal

Tel: +49 (0) 202/61 10-0, Fax: +49 (0) 202/61 10-894 51

E-Mail: info@erfurt.com, www.erfurt.com

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Tel: +49 (0) 55 41/70 03 01, Fax: +49 (0) 55 41/70

02.02.2012

03 50

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E-Mail: info@pufas.de, www.pufas.com

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holzschutz

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Tel. +43 (0)3332 / 644 93, Fax -94

E-mail: o�ce@maidler.at

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. malerwerkzeuge

Schönbrunner Straße 47

1050 Wien

Tel. 01/58841-0

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draco handels gmbh

Therese-Riggle-Str. 17, 4982 Obernberg am Inn

Tel: 07758/2252-0, Fax: 07758/224914

offi ce@draco.at, www.draco.at

locher gmbh, malerwerkzeuge

Ossiachersee-Süduferstraße 2, 9523 Landskron-Villach

Tel: 04242/41696, Fax: 04242/41985

E-Mail: locher.gmbh@utanet.at

spachtelmasse/kleber

ardex baustoff gmbh

Hürmer Straße 40, Postfach 60, 3382 Loosdorf

Tel: 0 27 54/70 21-0, Fax: 0 27 54/24 90

E-Mail: offi ce@ardex.at, www.ardex.at

murexin ag

Franz von Furtenbachstraße 1, 2700 Wiener Neustadt

Tel: 0 26 22/274 01-0, Fax: 0 26 22/274 01-173

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stauf klebstoffwerk gmbh

Oberhausener Straße 1, D-57234 Wilnsdorf

Tel: +49 (0) 27 39/301-0, Fax: +49 (0) 27 39/301-200

E-Mail: info@stauf.de, www.stauf.de

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sto ges. m. b. h.

Richtstraße 47, 9500 Villach

Tel: 0 42 42/331 33-0, Fax: 0 42 42/343 47

E-Mail: info@sto.at, www.sto.at

parkett/laminat

hain industrieprodukte vertriebs gmbh

Am Eckfeld 4, D-83543 Rott am Inn

Tel: +49 (0) 80 39/404-0, Fax: +49 (0) 80 39/404-199

E-Mail: info@hain.de, www.hain.de

kaindl flooring gmbh

Kaindlstraße 2, 5071 Wals, Tel: 0662/85 88-0,

Fax: 0662/85 13-31, E-Mail: offi ce@kaindl.com, www.kaindl.com

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color - 03 2012


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