kultur - StuRa Universität Leipzig

stura.uni.leipzig.de

kultur - StuRa Universität Leipzig

WELT WEIT

Das Magazin für ausländische und deutsche Studierende in Leipzig

1. Jahrgang, 1. Juni 2008

www.stura.uni-leipzig.de


INHALT

EDITORIAL

KULTUR

Die Internationale Studentische Woche

Über das Gefühl, ein „Waiguoren“ zu sein

(K)ein deutsches Tagebuch

Die Welt, in der wir leben

Keiner will hier weg

BILDUNG

Das Studienkolleg Sachsen öffnet die Tür zum Studium

Deutschland ist für mich Einstein

A new passage to India / StuRadio

Nach drei Semestern wechseln?

POLITIK

Eure studentische Vertretung im Akademischen Senat

Es ist für mich eine Herausforderung

Universitäten im Wandel

SOZIALES

Promovieren international/ STUBE Sachsen

Kontakte über das Studium hinaus

Mit einem Klick zu mehr Wissen

Zu den Lebensbedingungen ausländischer Studierender

Der StuRa lässt Euch nicht allein!

RAS-SEITEN

IMPRESSUM

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Liebe Leserinnen und Leser,

von Susann Hannemann und Setara Janassary

wir freuen uns, Euch das Magazin

WeltWeit überreichen

zu können. Immer wieder

haben sich Studierende an

das Referat ausländischer

Studierender des StuRa gewandt,

um von Schwierigkeiten,

Bedürfnissen aber

auch Ideen und kulturellen

Erfahrungen zu erzählen.

Damit auch andere an den

spannenden Projekten und

innovativen Gedanken teilhaben

können und sich

aktiv an aktuellen Diskussionen

beteiligen können, ist

das Magazin WeltWeit entstanden.

WeltWeit will die Interessen

ausländischer und auch

deutscher Studierender stärker

in den Focus der Aufmerksamkeit

stellen. Die

knapp 3000 ausländischen

Studierenden bilden zehn

Prozent der Leipziger Studierendenschaft

und bereichern

mit einer Vielzahl von

internationalen Vereinen die

Leipziger Kulturlandschaft.

Das Magazin soll auch als

Plattform für interkulturellen

Austausch dienen und allen

interessierten Studierenden

ein Forum eröffnen, über

aktuelle politische, soziale

und gesellschaftliche Themen

zu diskutieren. Es greift

informativ und engagiert

gegenwärtige Debatten auf

und will zu mehr Verständnis

und Toleranz auffordern.

Dieses Projekt ist bisher einzigartig

in Leipzig und mit

Partnern aus dem universitären

und städtischen Raum

soll das Projekt fortlaufend

weiterentwickelt werden.

Es soll ein Dialog in Gang

gesetzt werden, der allen

Interessierten die Möglichkeit

bietet, selbst zu Wort zu

kommen.

So können sich unterschiedliche

Perspektiven zu einem

Mosaik formen, das wiederum

neue Impulse geben

und spannende Diskurse

initiieren kann. Es beleuchtet

aber zudem auch interessante

Projekte und zukunftsweisende

Initiativen, die es

sich zur Aufgabe gemacht

haben, kulturübergreifend

und integrativ zu agieren

und nicht nur aus einer begrenzten

Sichtweise auf die

Welt zu schauen.

Weitere Informationen und Kontakt unter:

E-mail: setara@stura.uni-leipzig.de, susann@stura.uni-leipzig.de

Homepage: www.stura.uni-leipzig.de/~ras

EDITORIAL

Foto: Setara Janassary

Das Magazin WeltWeit erscheint

einmal im Semester

und erkundet in den

Rubriken Soziales, Bildung

und Kultur sowie Politik unterschiedliche

Aspekte im

Leben ausländischer und

deutscher Studierender. Für

die erste Ausgabe führten

wir ein Interview mit der

Ausländerbeauftragten der

Universität Leipzig Dr. Birgit

Jänichen. Außerdem könnt

Ihr spannende Berichte von

Reisen nach Taiwan und

Brasilien verfolgen. Ihr erfahrt,

warum ausländische

Studierende mit einem Studiengangwechsel

nicht allzu

lange warten sollten und

welche Unterstützung der

StudentInnenRat allen Studierenden

bei der Lösung

ihrer Probleme bieten kann.

Wir wünschen viel Spaß

beim Lesen!

WELT WEIT 3


KULTUR

Die Internationale Studentische Woche – Wer steckt dahinter?

von Katharina Seibt

Nachrichtensendungen im

Fernsehen und im Internet

überschütten uns tagtäglich

mit Informationen über das

Ausland. Kaum sind TV und

Computer aber ausgeschaltet,

verblassen die vielen

Botschaften und manchmal

bleibt das Gefühl, nicht viel

mehr zu wissen als zuvor.

Internationales Geschehen

auf Nachrichtenplattformen

sind zum größten

Teil erschütternde Kriegsbilder

oder Berichte über

interkulturelle Krisen, die

in Ausmaß und Menge fast

nicht zu verarbeiten sind.

Vielleicht aber sind Konflikte

und Negativsensationen

nicht immer der richtige

Weg, sich fernen Ländern

und Kulturen anzunähern.

„Wir können auch anders!

denn wir wollen Sachen

bewegen, Träume leben,

unsere Wege gehen und

gemeinsam Zeit verbringen.

Wir wollen auf Probleme

aufmerksam machen und

um Verständnis für andere

Kulturen werben“, formuliert

Johann Simowitsch,

Koordinator der 14. Internationalen

Studentischen

Woche (ISW) die Idee. Die

ISW wird veranstaltet vom

StudentInnenRat der Universität

Leipzig und hat es

4 WELT WEIT

sich zur Aufgabe gemacht,

den Leipziger BürgerInnen

von anderen Ländern und

Kulturen zu berichten – und

das aus verschiedenen Perspektiven.

So veranschaulicht ein

Mönch aus Sri Lanka die

buddhistische Lebensweise

in Südasien und marokkanische

Studierende informieren

über die Auswirkungen

des modernisierten

Frauenrechts in ihrem Land.

Weitere ExpertInnen, ProfessorInnen

und Landeskundige

sowie Studierende

lassen uns während der sieben

Tage in aktuelles Weltgeschehen,

wissenschaftliche

und politische Themen, aber

auch in ihre landestypische

Kultur eintauchen.

Foto: Katharina Seibt

Das siebentägige Programm

umfasst 66 sowohl

politische, wissenschaftliche,

kulturelle als auch

sportliche und kulinarische

Ereignisse. Doch wer steckt

eigentlich hinter diesen Programmpunkten?

Insgesamt

40 (internationale) Vereine,

Arbeitsgemeinschaf ten,

Studierendengruppen und

verschiedene Bildungs- und

Kultureinrichtungen sind an

der Gestaltung der 14. ISW

beteiligt.

Koordiniert, organisiert,

bekannt gemacht und visualisiert

werden die verschiedenen

Beiträge und

Ideen vom siebenköpfigen

ISW-Team. Jana Kuppardt

und Johann Simowitsch

sind verantwortlich für die


Koordination der ISW. Sie

haben den Stein ins Rollen

gebracht und den Kontakt

zu MusikerInnen, KünstlerInnen,

Vereinen und

weiteren VeranstalterInnen

hergestellt. Abstimmungen

im Team, die Kommunikation

mit dem StuRa der

Universität Leipzig und das

aufwendige Managen der

großen Woche stehen seit

vier Monaten auf ihrem

Tagesplan, wobei zum Studieren

nicht mehr viel Zeit

bleibt: „Die ISW soll aktiver

sein und mehr Raum

für Ideen, Austausch und

Reflektionen schaffen“, ist

Johanns Anspruch an die

Internationale Studentische

Woche 2008.

Jana Kuppardt, die schon

Benefizkonzerte für den Boabab

Family e.V. organisierte,

legte bei der Gestaltung

großen Wert auf die Vielfalt

der Veranstaltungen. „Wichtig

fand ich, die Elemente

‚Mitmachen und interaktiv

sein’ in diese Woche zu integrieren.

Deswegen sollten

unbedingt zahlreiche Workshops

und Diskussionsrunden

dabei sein “, so Jana.

Nicole Engert kümmert sich

um die Finanzierung der

ISW. Dabei war es ihre Aufgabe,

mit einem begrenz-

ten Budget eine Woche mit

hohem Anspruch und zahlreichen

Programmpunkten

gerecht zu finanzieren. Zudem

gehören zur ISW-Crew

noch Katharina Seibt, zuständig

für die Presse- und

Öffentlichkeitsarbeit sowie

Claudia Vogel, die Plakate,

Flyer und das Programmheft

entworfen hat. Setara

Janassary als Vertreterin des

Referats für ausländische

Studierende und Michael

Becker als Entsandter des

StudentInnenRats unterstützen

das Team tatkräftig.

Dass gute Teamarbeit entscheidend

zum Erfolg einer

Veranstaltung beiträgt, dass

viel Arbeit und gute Ideen

hinter einem solchen studentischen

Festival stecken

und dass es unglaublich

viele internationale Vereine

in Leipzig gibt, sind die Erfahrungen

des Teams aus

der bisherigen Zusammenarbeit.

Nun erhofft es sich,

dass die Woche vom 02.

bis 08. Juni so bunt und

interessant wird, wie man

sie fünf Monate lang liebevoll

geplant hat, dass sie in

diesem Jahr noch mehr BesucherInnen

anziehen wird

und diese dann nicht nur

teilnehmen sondern auch

richtig mitmischen.

Johann Simowitsch

Koordination,

studiert im 10. Semester

Geographie, Ethnologie

und Mongolistik (Diplom)

Jana Kuppardt

Koordination,

studiert im 6. Semester

Ethnologie und Afrikanistik

Nicole Engert

Finanzen,

studiert im 8. Semester

Klassische Archäologie

und Ägyptologie

Katharina Seibt

Presse-/ Öffentlichkeitsarbeit,

studiert im 8. Semester

Französisch, Soziologie

und Journalistik (Magister)

Claudia Vogel,

Layout, Design, Website,

studiert im 8. Semester

Kunst und Mathematik

(Lehramt Gymnasium)

Setara Janassary

RAS

Michael Becker

StudentInnenRat

KULTUR

WELT WEIT 5


KULTUR

Über das Gefühl, ein „Waiguoren“ zu sein

von Kristin Unger

„Waiguoren“ heißt auf Chinesisch

„Ausländer“ und

als ein solcher wurde ich

in Taiwan integriert und akzeptiert,

man könnte sogar

sagen, geschätzt. Ich fühlte

ich mich zehn Monate sehr

wohl im Land der Tempel

und Motorroller, einem

Land, wo Tomaten zu Obst

und Geister zu den Lebenden

zählen. Doch selbst

nach einem halben Jahr

erlebte ich noch immer das

ein oder andere, das mir

ein Schmunzeln entlockte

oder mich nachdenklich

stimmte.

Meine erste skurrile Begegnung

ereignete sich

in einem Supermarkt. Ein

kleines Mädchen bleibt

stehen, zeigt auf mich und

6 WELT WEIT

ruft zu ihrer Mutter rüber:

„Schau mal, eine Ausländerin!“,

postiert sich stolz vor

mir und spricht mich mutig

an: „Guten Tag!“ Ich antworte

mit einem gespielt

selbstverständlichen Unterton:

„Guten Tag!“ Sie starrt

mich entsetzt und überrascht

zugleich an, wendet

sich zu ihrer Mutter und

fragt aufgeregt: „Wie kann

es sein, dass sie unsere

Sprache spricht?!“

Ein anderes Mal diene ich

als Anschauungsobjekt, an

dem eine Mutter ihrem

Sohn deutlich macht, dass

es doch viele verschiedene

Menschen auf dieser Welt

gäbe, die alle anders aussähen.

„Und was denkst du,

WAS das dort ist?“ fragt der

Junge und zeigt lächelnd

auf mich. „Ein Mensch“,

schreit es aus mir raus.

Wenn ich bei einem Konzert

als „ausländische Freundin“

vor dem Publikum begrüßt

und verabschiedet werde,

mich Verkäuferinnen begrüßen

und Busfahrer verabschieden

mit den Worten:

„Du bist hübsch!“ oder

Leute mit dem Motorroller

bewusst langsamer fahren,

um mich anzustarren,

fühle ich mich zunächst geschmeichelt

und doch ist es

manchmal etwas peinlich

und gewöhnungsbedürftig.

Letzteres relativiert sich

allerdings wieder dadurch,

dass man weibliche Schönheit

daran misst, wie viele

Verkehrsunfälle durch eine

Foto: Kristin Unger


Frau verursacht werden.

Die konfuzianisch geprägte

Höflichkeit zeigte sich auch

in anderen Situationen. Statt

der deutschen Gewohnheit,

mit einer unnötig komplizierten

Wegbeschreibung

daherzukommen, sagt man

in Taiwan ganz herzlich und

spontan: „Ich bring dich

hin!“. So wurde ich bei meiner

Rundreise von einem

Reisebus mitgenommen,

vom Chef eines Süßwarenladens

zur Unterkunft gebracht

und von zwei Frauen

aus der Touristeninformation

samt Gepäck mit dem

Roller zur Bushaltestelle gefahren.

In Gaoxiong fuhr mich

ein Getränkeverkäufer, zur

nächsten Bank, dabei wollte

ich eigentlich nur nach dem

Weg fragen. In Shanhua

wurden mir im Supermarkt

zwei Mandarinen und in

Taipeh in einem Buchladen

ein Stift geschenkt. In Tainan

hatte ich in einem Computerladen

einmal nicht

genug Geld mit und die

Verkäuferin gab mir auf alles

Sonderpreise und reizte

ihre Rabatte vermutlich bis

an die Grenzen aus. Ich

wäre auch schnell zur Bank

gegangen.

Meine Freundin Shaofen

nennt das Diskriminierung,

ich nenne es Herzlichkeit

und Mitgefühl, vielleicht

KULTUR

Foto: Kristin Unger

paart mit ein bisschen Bewunderung

für meine weiße

Haut und meine blonden

Haare. Doch abgesehen

von dieser oberflächlichen,

aber warmherzigen Sympathie

habe ich in Taiwan

auch sehr gute Freunde

– Freunde, die mich als

Mensch schätzen – und

nicht als „Waiguoren“.

Kristin Unger ist 24 Jahre alt und studiert seit 2002 Sinologie und Kulturwissenschaften

an der Universität Leipzig. Im Rahmen von DAAD-Stipendien war sie 2005/ 06 für zehn

Monate für ein Sprachstudium in Tainan, im Süden Taiwans. Im Herbst 2007 reiste sie

erneut für drei Monate nach Taiwan um vor Ort Recherchen für ihre Magisterarbeit

durchzuführen.

WELT WEIT 7


KULTUR

(K)ein deutsches Tagebuch

von Ischchan Tschiftdschjan

Ich kann nicht auf Deutsch

schreiben. Deutsch ist keine

Muttersprache. Man kann

also nur in der Muttersprache

schreiben. Man kann

aber in die deutsche Sprache

hineinschreiben. In die

Sprache hinschreiben. Richtung

der Sprache, am Rand,

an der Wand der Sprache.

Aber auf Deutsch werde ich

nie schreiben.

10. 03. 2004

Ich heiße dazwischen. Warum

man mich so nennt,

weiß ich nicht genau. So ist

es aber gar nicht schlecht!

Hauptsache, ich habe einen

Namen, den ich ausleihen

darf. Ausleihbare Namen

mag ich aber nicht benutzen.

27. 04. 2004

Diese Menschen haben das

Unglück, nicht traurig sein

zu können. Sie werden nur

sauer. Leid können sie nicht

tragen, ertragen. Sie geben

es nur weiter, weg von ihnen,

fern.

12. 07. 2004

Mit Julia unterhalten wir uns

lange bei den Schließfächern

in der Uni-Bibliothek.

Am Ende des Gesprächs

meinte sie, dass es ihr etwas

gebracht hätte. „Also

8 WELT WEIT

alles zum Eigennutz, egal

mit wem und worüber“,

scherze ich und denke an

Kant: „Der Mensch nicht

bloß Mittel, sondern Zweck

an sich...“. Super Kant, aber

das wirst du nie schaffen!

03. 08. 2004

Zwei Jungs, zwischen 11

und 13 Jahren, steigen in

die Straßenbahn ein und

nehmen in der Nähe von

mir Platz. Plötzlich fangen

sie an, mich ab und zu anguckend,

laut und fast ununterbrochen

zu husten und

zu lachen. Das soll die arabische

Sprache sein und ich

soll ein arabisches Gesicht

darstellen, in ihren Ohren

und Augen, denke ich.

10. 10. 2004

Wir kommen in Fai della

Paganella, eine kleine Stadt

in Norditalien an. Das Hotel

steht halb gebaut, die

zweite Etage ist gar nicht

bewohnbar, aber wir werden

in den unteren Etagen

gut untergebracht. So was

könnte ja nicht in Deutschland

passieren, sage ich

mir!

11. 10. 2004

Sie sind ein altes Paar, ehemalige

Kommunisten und

gegenwärtige Atheisten.

Wir sitzen und essen zusammen

am gleichen Tisch. Ich

bin Theologiestudent. Wir

tauschen unsere Gedanken

aus. Irgendwann soll aber

das Gespräch aufhören,

weil man Respekt zueinander

haben muss. Was

könnte man sonst machen?

Sie missionieren? Klingt altmodisch.

Sagen, sprechen,

die eigene erlebte Wahrheit,

nicht die Buchwahrheit.

Das kennen sie aber schon.

Oder muss man gar nicht

mehr reden? Aber nicht

sauer werden.

Der Mann ist älter, aber verständnisvoller

als die Frau,

die mit Leib und Seele an

den Kommunismus glaubt.

Das System fand sie damals

wohl richtig und lebbar. Ich

frage gar nicht, warum sie

erst jetzt mit etwa 60 nach

Rom fährt. Warum ließ die

DDR die Türen und Fenster

nicht offen, damit man

ihre Wahrheit hinüberbringen

könnte? Können die

geschlossenen Wahrheiten

woanders nicht aufwachsen?


Die Welt, in der wir leben

von Susann Hannemann

Warum gibt es so viele verschiedene

Tierarten? Kann

man sich nur von Bananen

ernähren? Mit diesen ungewöhnlichen

Fragen werden

die SchülerInnen der

Leipziger Wilhelm-Busch-

Grundschule im Unterricht

konfrontiert. Doch statt der

Ethiklehrerin steht diesmal

Serge Kentcha aus Kamerun

vor der Klasse. Zusammen

mit anderen AfrikanerInnen

und Deutschen hat er 2006

den Verein ‚Equilibre International’

gegründet

Vorurteilen ist Serge als Afrikaner

schon vielen begegnet.

Er nimmt es gelassen,

denn er weiß, dass Menschen

nicht von Grund auf rassistisch

sind. Vor allem den

Medien weist er einen großen

Teil der Verantwortung für

verzerrte Menschenbilder zu.

Wer keine Möglichkeit hat,

selbst andere Länder zu bereisen

und fremde Kulturen

kennen zu lernen, ist ihrem

Einfluss stärker ausgesetzt.

Deshalb plädiert er dafür,

dass Menschen dargestellt

werden müssen, wie sie sind.

„Jeder Mensch hat ein Potential.

Die Welt ist eine Riesenbaustelle,

auf der jeder

Mensch gebraucht wird. Mit

jeder Diskriminierung schließt

man ein Potential aus.“

Doch was kann man konkret

tun, um Diskriminierung und

Vorurteilen entgegenzuwirken?

Bevor man aktiv etwas

bewegen kann, müsse man

die Einstellungen der Menschen

ändern, meint Serge

und stellt das Projekt „Die

Welt in der WIR leben“ vor.

Das Konzept ist gleichermaßen

anspruchsvoll wie

einleuchtend: Kindern soll

auf spielerische Weise die

Vielfalt des Lebens deutlich

gemacht werden. Es geht

dabei jedoch nicht darum,

sie zu belehren, sondern sie

Fragen stellen und selbst

Erkenntnisse gewinnen zu

lassen. Warum haben wir

unterschiedliche Berufe?

Warum sind wir überhaupt

anders als andere?

Ganz konkret und anschaulich

soll so vermittelt werden,

welche Vielfalt es in der

Natur gibt, und auch dass

die Welt ohne diese Vielfalt

nicht existieren kann. Auch

wenn Begriffe wie ‚Diskriminierung’

oder ‚Rassismus’

nicht direkt angesprochen

werden, schweben sie über

den Köpfen und die Kinder

beginnen nachzudenken.

KULTUR

„Menschen sind nicht gleich.

Ich bin anders und das ist

gut so. Aber ich bin als Afrikaner

nicht nur anders als

Deutsche, sondern auch

anders als mein Vater“, erläutert

Serge den Ansatz

und fasst den Gedanken

des Andersseins ganz allgemein.

Das Projekt ist so

gut angelaufen, dass das

Projekt auch an anderen

Schulen, wenn möglich in

ganz Sachsen etablieren

werden soll.

Über die Andersartigkeit

eines jeden hinaus, sollen

auch Zusammenhänge bewusst

gemacht werden. Deshalb

gibt es am Ende der

Unterrichtsstunde noch ein

kleines Seminar zur Schokolade.

Wenn die Kinder

erfahren, wer an ihrer Herstellung

beteiligt ist und

was alles passieren muss,

damit ihre liebste Süßigkeit

in ihrem Mund landet, bekommen

sie ein erstes Empfinden

für globale Zusammenhänge.

Und mit dem

nächsten Stück Schokolade

auf der Zunge grübeln

sie vielleicht schon weiter:

Warum gibt es eigentlich so

viele verschiedene Schokoladensorten

auf der Welt?

E-mail: info@equilibre-international.com, Homepage: www.equilibre-international.com

WELT WEIT 9


KULTUR

Keiner will hier weg

von Eva-Maria Eiermann

Ich steige mit meinen

Freunden Maria, Silvia und

Joao aus dem Auto. Das

Ziel unserer Ausfahrt im

brasilianischen Porto Alegre

ist kein touristisches

Muss. Vielmehr ist es eine

Quilombo, eine ärmliche

Siedlung von Nachfahren

entlaufener Sklaven. Diese

gibt es in ganz Brasilien, jedoch

meist weit entfernt von

städtischen Wohngebieten.

Wir betreten einen kleinen

Pfad, gesäumt von Bauzäunen

und Rohbauten. Beim

Schild mit der Nummer

1170 biegen wir um eine

Ecke und befinden uns inmitten

der kleinen Siedlung

der Familie Silva. Rings um

das Gelände mit den 14

Hütten befindet sich die

noble Wohngegend Tres Figueras

mit gut gesicherten

Hochhäusern, umgeben

von hohen Zäunen, durch

Sicherheitspersonal bewacht.

Noch vor ein paar Jahren

war die Quilombo von grünen

Flächen und Bäumen

eingefasst, heute stehen

Hütten und schicke Wohnhäuser

dicht an dicht.

Zwei Frauen, Rita und Leila,

sind gerne bereit, uns Auskunft

zu geben. Sie tragen

Stühle auf die Terrasse und

10 WELT WEIT

berichten von den Problemen

und Fortschritten ihrer

Gemeinschaft.

Die wichtigste Neuerung

war 2005 die staatliche

Anerkennung ihrer Siedlung

als Quilombo. Die Silvas

sind seitdem zwar nicht die

Eigentümer, jedoch ist das

Grundstück nicht veräußerbar

und gegen unzulässige

Bauten kann gerichtlich vorgegangen

werden.

Durch die reiche Umgebung

war das Gelände nämlich

zu begehrtem Bauland geworden

und weite Teile waren

illegalen Bauprojekten

zum Opfer gefallen. Mit

dem gewonnenen Rechtsstreit

gerieten die Silvas in

den Fokus der Öffentlichkeit.

Politiker, Wissenschaftler

und Organisationen, die

für die Rechte der Schwarzen

in Brasilien kämpfen,

wurden auf sie aufmerksam

und setzen sich für sie ein.

Trotz der bescheidenen Verhältnisse

bekommt man so

den Eindruck einer „Vorzeige-Quilombo“:

Es gibt

fließend Wasser, ein Abwassersystem

und Toiletten.

Sogar die Müllabfuhr transportiert

seit einem Jahr den

Unrat ab.

Foto: Eva-Maria Eiiermann

Von der Regierung wurde

beschlossen, den Silva-

Frauen Nähmaschinen zur

Verfügung zu stellen, um

ihnen eine selbständige

Erwerbstätigkeit zu ermöglichen.

Bisher stehen diese

jedoch ungenutzt in einer

Hütte, da die versprochene

Unterweisung in das Nähhandwerk

seit langem auf

sich warten lässt. Mit Kinderkleidung

behängte Leinen

vor beinahe jeder Hütte

lassen auf zahlreiche junge

Bewohner schließen. Rita

bestätigt: „Ja, was wir hier

viel haben, sind Babies und

Hunde“.

Regelmäßigen Schulbesuch

kennen die Kinder kaum.

Man trifft sie eher beim

Fußballspielen, berichtet man

uns. So verfügen die Bewohner

nur über geringe

Bildung und stehen, als

Gärtner oder Haushaltshilfen,

vorwiegend in den Diensten

der wohlhabenden Nachbarn.


Allerdings ist der Kontakt

zwischen den Welten eher

schwierig. Die Silvas werden

häufig für Diebe gehalten.

Auf die Frage jedoch, ob es

Probleme mit dem reichen

Umfeld gäbe, antworten sie

mit einem Lächeln und den

Blick auf die Baustellen um-

sie herum: „Manchmal sind

sie ein bisschen laut.“

Es ist kein einfaches Leben.

Bei unserer Verabschiedung

fallen mir jedoch die stolzen

Worte der Frauen wieder

ein: „Keiner will aus unserer

Quilombo weg!“

KULTUR

Eva-Maria Eiermann ist

26 Jahre alt und studiert

seit 2004 Ethnologie an

der Universität Leipzig.

Während einer vierwöchigen

Reise quer durch

Brasilien besuchte sie

auch die Quilombo der

Silvas in Porto Alegre.

WELT WEIT 11


BILDUNG

Das Studienkolleg Sachsen öffnet die Tür zum Studium

von Tatjana Chukina

Ich komme aus Russland

und habe dort Deutsch als

Fremdsprache gelernt. Ich

habe viel über Deutschland

gehört. Es war mein Traum

Deutschland zu besuchen.

Ich wohne jetzt seit zwei

Jahren hier und möchte später

Wirtschaftswissenschaf-ten.

Bei der Bewerbung habe

ich erfahren, dass meine

Deutschkenntnisse dazu leider

nicht ausreichend sind.

Deshalb besuche ich und

mit mir viele andere Studienbewerber

aus verschiedenen

Ländern der Welt, das Studienkolleg

in Leipzig.

Im Studienkolleg werden

die ausländischen StudienbewerberInnen

für die Aufnahme

eines Studiums an

Hochschulen der Bundesrepublik

Deutschland vorbereitet.

Die Ausbildung für die

Feststellungsprüfung erfolgt

in vier Schwerpunktkursen:

Die so genannten T-Kurse

dienen der Vorbereitung für

technische, mathematische

und naturwissenschaftliche

Studiengänge. In den M-

Kursen lernt man für medizinische,

biologische und

forstwissenschaftliche Studiengänge,

in G/S-Kursen

für geisteswissenschaftliche,

sprachliche und künstlerische

Studiengänge. W-Kur-

12 WELT WEIT

se bereiten auf wirtschafts-

und sozialwissenschaftliche

Studienfächer vor.

Das Studienkolleg bietet

auch die Sprachprüfung

in „Deutsch für den Hochschulzugang“

(DSH) an,

aber auch studienbegleitende

Angebote und fachorientierte

Kurse (Deutsch

für Juristen, Germanisten

usw.) werden angeboten.

Für Interessenten gibt es

auch Konversations- und

Aufbaukurse in Deutsch.

Die Studiendauer im Studienkolleg

beträgt zwei Semester

und endet mit einer

Abschlussprüfung. In den

Gruppen studieren meist

StudentInnen verschiedener

Foto: Setara Janassary

Foto: Setara Janassary

Nationalitäten zusammen.

In meiner Gruppe sind Studierende

aus China, der

Mongolei, Vietnam, Irak

und Russland. Wir sind

schon das zweite Semester

zusammen und sind für

einander nicht nur gute

Freunde, sondern fast ein

Ersatz für die fehlenden

Familien geworden. Da die

Studierendenzahl zurzeit

nicht so groß ist, kennen

sich fast alle StudentInnen

und sind in schwierigen Situationen

für einander da.

In Vorbereitung auf diesem

Artikel habe ich eine Umfrage

gemacht. Die befragten

StudentInnen sollten auf die

Frage beantworten: „Was

habt Ihr für eine Meinung


vom Studienkolleg?“ Als

Ergebnis habe ich interessante

Antworten erhalten.

Fast alle Interviewten sagten,

dass „der große Schatz des

Studienkollegs“ seine hilfsbereiten,

netten und kompetenten

Lehrer und Lehrerinnen

sind und möchten sich

ganz herzlich für ihr Engagement

bedanken.

Aber natürlich war auch ein

bisschen Kritik dabei. Die

Mehrzahl der Studierenden

sagte, dass ihnen gemeinsame

Veranstaltungen, bei

denen alle zusammentreffen

können, sehr fehlen.

Egal, ob es sich dabei um

ein Sportfest oder andere

kulturelle Veranstaltungen

handelt, es besteht allgemein

große Interesse daran.

Das denke ich auch.

Aber wenn ich am Anfang

sehr traurig war, dass ich

nicht sofort an der Universität

studieren durfte, dann

bin ich jetzt sehr froh darüber,

weil ich am Studienkolleg

sehr viele nette Menschen

kennen gelernt habe,

die für mich gute Freunde

geworden sind und weil

ich sehr viel Neues gelernt

habe, was mir einen guten

Start an der Universität ermöglicht.

„Deutschland ist für mich Einstein“

Interview: Susann Hannemann

Tara Dahal kommt aus Nepal

und studiert am Studienkolleg

Sachsen in Leipzig.

Über ihre ersten Eindrücke

in Leipzig berichtet sie in

der kurzen Pause.

Wie lange bist Du schon in

Deutschland?

Ich bin jetzt seit einem Monat

hier in Leipzig.

Warum bist Du nach Leipzig

gekommen?

Ich absolviere gerade am

Studienkolleg Sachsen in

Leipzig einen Deutschkurs.

Danach möchte ich in

Magdeburg für zwei Jahre

„Conflict resolution“ studieren.

Danach will ich in

Deutschland oder auch in

einem anderen Land meinen

PhD machen.

Warum wolltest Du gerade

in Deutschland studieren?

Ich habe ein Stipendium für

ein Studium hier bekommen

und ich wollte gern Deutsch

lernen, um dann, wenn ich

in Nepal zurück bin, mit

meinen erworbenen Kenntnissen

zu arbeiten. Ich habe

bereits in Nepal acht Monate

lang deutsch gelernt,

aber natürlich nicht so intensiv

wie hier. Ich habe schon

so viel über Deutschland

gehört. Deutschland, das ist

BILDUNG

Foto: Setara Janassary

für mich Marx, Einstein und

Habermas. Es hat mich sehr

gereizt, hierher zu kommen

und hier zu studieren.

Was hältst Du vom Studienaufbau?

Ich finde, das Studium und

die Kurse sind sehr gut organisiert.

Ich bin sehr froh,

dass ich am Sprachkurs teilnehmen

kann. Jeden Tag

gibt es so viel zu lernen

– und dass für die nächsten

sechs Monate.

Wie gefällt Dir Dein Leben

in Leipzig?

Ich mag es sehr. Wir sind

eine nette Gruppe, fast wie

eine Familie. Ich wohne

hier in einem Wohnheim,

das sehr gut ausgestattet

ist und da ich ein Stipendium

bekomme, habe ich

auch keine finanziellen Probleme.

Das einzig Schlechte

an meinem Aufenthalt ist,

dass ich großes Heimweh

habe und meine Familie

vermisse. Aber ich will noch

viel erleben…

WELT WEIT 13


BILDUNG

A new passage to India

von Arun Voruganti

To accelerate the establishment

of bi-national study

programmes and to increase

the number of exchange

students, the German Academic

Exchange Service

(DAAD) organised a promotion

tour “German Higher

Education Fair India

2008” in the cities New

Delhi, Chandigarh, Pune,

Bangalore, Hyderabad,

and Chennai from February

09th until 21st.

The University of Leipzig

participated in the fair to

promote its higher studies

and research opportunities

in various disciplines. The

representatives including

me from the University of

Leipzig were Prof. Dr. Evamarie

Hey-Hawkins, Ms.

Jane Moros, and Dr. Doritt

Luppa.

In every city, the University

of Leipzig had a stall

to present the offered opportunities

to the students.

Information concerning

Bachelor, Master, doctoral

courses and management

programmes were provided

to interested students.

The response to the promotion

fair was enormous

in the big and highly po-

14 WELT WEIT

pulated cities. A lot of interest

was shown for Master,

Management and doctoral

programmes. Many engineering

students were interested

in Master Courses in

specific fields like bio- and

nanotechnologies. In my

opinion, presenting the science

courses to students in

India was a difficult task.

While choosing a higher

study program, students

in India would choose the

courses which have great

demand in the industrial

market and the courses

which would later ensure

to get a job position soon

after the completion of the

course. In my opinion this

is one of the major rea-

sons why most of the Indian

students prefer to study

Computer Engineering or

Electronics Engineering as

both the fields have a great

demand in the booming

economy.

During my conversation

with some of the interested

students, many of them

were surprised to hear that

the courses at the University

of Leipzig have no tuition

fees. This is not the case

in today’s commercialized

education system in India.

Even many students found

the SEPT MBA program with

a tuition fee of 4000 Euro

affordable in comparison

to the fees in institutions of

other foreign countries.

Foto: Arun Voruganti


As part of the tour, I was

lucky to get the chance of

visiting the best universities

and institutes of India.

One of my first impressions

was the drastic change and

development that is going

hand-in-hand with the developing

economy. Institutes

like the IISER (Indian

Institute of Science Education

and Research) were

well equipped with latest infrastructure

and on-campus

facilities. In my opinion, interested

students from Germany

should opt for such

institutes when seeking for

an exchange program in In-

Foto: Arun Voruganti

dia. Renowned campus institutes

maintain standards

and have an advantage of

both top class educational

and living facilities.

Finally, I conclude that Leipzig

being a multi-cultural city

and the University of Leipzig

which is one of the Europe’s

oldest universities and also

one of the few universities in

Germany offering courses

in science, management

and arts with no tuition fee

should take a chance in increasing

the number of exchange

students from and

to universities of India.

Arun Voruganti is from India and came to Germany to

pursue his Master degree. After the completion he joined

the Innovation Center Computer Assisted Surgery,

University of Leipzig as a researcher and am working on

research topics in the Medical Informatics field

BILDUNG

StuRadio

von Magda Wlostowska

Jeden zweiten Mittwoch, immer

von 18 bis 19 Uhr, ist der

StuRa der Uni Leipzig „on

air“. Dann gibt’s das Neuste

aus (Hochschul)politik

und studentischer Kultur,

garniert mit feinster Musik.

Zu hören ist StuRadio auf

den Frequenzen von Radio

Blau: UKW: 89,2 / 94,4

und 99,2 MHz Primacom-

Kabelnetz: 97,9 MHz und

im Livestream im Internet

auf www.radioblau.de.

Du wolltest auch schon immer

mal Radio machen?

Hast Du Lust zu moderieren?

Die kommenden Sendungen

im Team zu planen?

News zu recherchieren und

zu schreiben? Beiträge zu

schneiden? Playlisten zusammenzustellen?

StuRadio sucht ständig

neue Leute, die sich bei der

Planung und Produktion der

Sendung einbringen wollen!

Am Donnerstag, 12. Juni,

um 18 Uhr findet ein Gründungstreffen

der StuRadio-

Redaktion im StuRa-Interim

in der Liebigstraße 27a statt.

Wenn Du Lust auf Radio

hast, komm einfach vorbei

und mach mit!

WELT WEIT 15


BILDUNG

Nach 3 Semestern wechseln?

von Claudia Laßlop

Die ersten Semester an der

Hochschule haben viel mit

Ausprobieren zu tun und

sich zurechtfinden müssen.

Wie ist das Arbeiten in Seminaren,

die Ausleihe in der

Bibliothek, wo sind welche

Ämter?

Oft zeigt sich erst nach zwei,

drei Semestern, dass das

gewählte Studienfach nicht

den eigenen Vorstellungen

entspricht. Ausländische

Studierende dürfen sich mit

einem Wechsel allerdings

nicht zu lange Zeit lassen.

Bereits nach drei Semestern

ist der Wechsel in ein anderes

Fach oder an eine andere

Hochschule nicht mehr

möglich und mit enormen

Problemen verbunden.

Mourad aus Marokko, war

sich erst gar nicht bewusst,

dass er diesen Problemen

nur knapp entgangen ist.

Schwierigkeiten mit der

Universität und zudem mit

der Ausländerbehörde hätte

es gegeben – das wusste

er nicht und ist sich sicher,

dass die meisten ausländischen

Studierenden dieses

Risiko nicht kennen. Wer erst

nach drei Semestern einen

Wechsel anstrebt, riskiert

im schlimmsten Fall seinen

Aufenthalt in Deutschland.

16 WELT WEIT

Dass diesem Aufenthalt

eine langwierige Aufnahmeprozedur

mit Deutschkursen

– und in Mourads

Fall auch die Wiederholung

seines Abiturs auf Deutsch

– vorausgegangen ist, spielt

dann keine Rolle mehr. „Am

Ende studiert jemand etwas,

was er gar nicht will, weil

diese harte Bürokratie es

nicht mehr anders zulässt.“

Und das wegen einer Regelung,

die man nicht einmal

kannte.

Foto: Claudia Laßlop

Dabei ist es nicht selten,

dass die erste Studienwahl

nicht die richtige ist. Mourad

begann an der Universität

Leipzig Informatik zu studieren

und fühlte sich dabei

schließlich gar nicht wohl.

Er wechselte zu Elektro-

und Informationstechnik an

die Hochschule für Technik,

Wirtschaft und Kultur

(HTWK): „Wer sich mit den

deutschen Hochschulen

nicht auskennt, weiß einfach

nicht, dass Informatik an

der Uni und an der HTWK

nicht das gleiche ist.“ Der

hohe Praxisbezug des Studiums

bringt Mourad seinem

Wunschberuf Ingenieur nun

wesentlich näher.

Die unterschiedliche Ausrichtung

der Hochschulen

hätte er gern eher gekannt

und hofft darauf, dass die

Beratungsangebote für ausländische

Studierende auf

diesen Problematik eingehen

und die Suche nach

dem jeweils richtigen Studienangebot

erleichtern. Entscheidend

wären für Mourad

vor allem grundlegende

Fragen gewesen etwa die

Arbeitsweise an einer Universität

im Vergleich zu einer

Fachhochschule.

Denn erst einmal an einer

deutschen Hochschule angekommen,

gibt es neben

organisatorischen Aufgaben

und rechtlichen Fragen

für ausländische Studierende

noch soviel mehr zu bewältigen.

Da ist ein falscher

Weg schnell eingeschlagen,

ohne es zu wissen und ohne

die nachfolgenden Probleme

abschätzen zu können.


Eure studentische Vertretung im Akademischen Senat

von Thomas Seifert

Der Senat ist das beschlussfassende

akademische Gremium

der Universität Leipzig,

das alle Gruppen und

Fakultäten der Universität

repräsentiert. Seine Entscheidungsbefugnisse

und

Zuständigkeiten sind mannigfaltig.

Der Senat trifft Personalentscheidungen,

beschließt

Studien-, Prüfungs- und

Eignungsfeststellungsordnungen,

befindet über die

Einrichtung oder Auflösung

von Studiengängen

sowie zentralen Einrichtungen,

gibt der Universität

Rechtsvorschriften oder

führt hochschulpolitische

Diskussionen zu Themen

wie der Novellierung des

Sächsischen Hochschulgesetzes,

der Studienreform,

den Studiengebühren, Exzellenzinitiativen

oder auch zur

anstehenden 600-Jahr-Feier

der Universität Leipzig im

Jahr 2009.

Neben dem Rektor, den 14

DekanInnen, drei weiteren

direkt gewählten ProfessorInnen,

sieben Mitgliedern

aus dem Mittelbau

(sprich wissenschaftlichen

MitarbeiterInnen) und drei

sonstigen MitarbeiterInnen

setzen sich in ihrer einjährigen

Amtsperiode sieben

studentische SenatorInnen

für Eure Interessen und Probleme

ein. Mit beratender

Stimme aber ohne Stimmrecht

agieren der Kanzler,

die ProrektorInnen und die

Gleichstellungsbeauftragte

der Universität im Senat.

Auch wenn die direkten Einflussmöglichkeiten

der studentischen

SenatorIn-nen

aufgrund der notorischen

Mehrheit auf Seiten der

HochschullehrerInnen von

mindestens einer Stimme

eher gering sind, gibt es

doch zwei elementare Aufgaben

der studenti-schen

SenatorInnen: zum einen

Die aktuellen studentischen SenatorInnen sind

Lena Beimborn , Gerald Eisenblätter, Bastian Lindert , Alexander

Mitterle, Thomas Seifert, Georg Teichert und Marcel Wodniock

Weitere Informationen und Kontakt unter

E-Mail: senat@stura.uni-leipzig.de

Homepage: www.uni-leipzig.de/~senat/

POLITIK

die Weiterleitung von Information

an Fachschaftsräte,

Fakultätsräte und den StudentInnenRat,

zum anderen

aber auch die direkte Partizipation

an Entscheidungsprozessen,

das Sichtbarmachen

von studentischen

Interessen. Damit wahren

sie die studentische Präsenz

auf höchster Entscheidungsebene.

Natürlich ist uns auch viel

daran gelegen, von Euch

zu erfahren, wo es Schwierigkeiten

gibt, so dass wir

Euch helfen können. Darum

zögert nicht, sondern meldet

Euch. Vielleicht habt Ihr

auch Interesse bekommen,

die Arbeit der studentischen

SenatorInnen mal näher

kennen zu lernen, vielleicht

sogar auch einmal selbst

als studentische/r SenatorIn

kandidieren zu wollen.

WELT WEIT 17


POLITIK

„Es ist eine Herausforderung, der ich mich gern stelle“

Mit der Ausländerbeauftragten der Universität Leipzig Dr. Birigt Jänichen sprach Susann Hannemann

Wie lange sind Sie schon

Ausländerbeauftragte an

der Universität Leipzig?

Ich habe das Amt im April

2004 übernommen und

werde dafür zehn Stunden

pro Woche von der Universität

freigestellt, um mich

den vielfältigen Aufgaben

zu widmen.

Warum wollten Sie dieses

Amt übernehmen?

Schon früh habe ich mich

für andere Kulturen interessiert.

Mein Studium der

Slawistik habe ich vollständig

an der Universität Sofia

in Bulgarien absolviert und

habe dann in Deutschland

promoviert. Ich bin also

vertraut mit den Problemen,

die ein Auslandsstudium

mit sich bringt und finde

es wichtig, dass es einen

Ansprechpartner und vor

allem eine Vertrauensperson

für Ratsuchende an der

Universität Leipzig gibt.

Wie wird man Ausländerbeauftragte/r?

Das Rektorat ist an mich herangetreten

und hat gefragt,

ob ich Interesse hätte, dieses

Ehrenamt zu übernehmen.

Ich wurde dann vom Senat

als Ausländerbeauftragte

der Universität Leipzig bestätigt.

Meine Tätigkeit ist

18 WELT WEIT

an die Amtsperiode des Senats

gebunden. Ich bin lediglich

ihm und dem Rektor

rechenschaftspflichtig, was

eine unbedingt notwendige

Neutralität und Unabhängigkeit

ermöglicht. Somit

bleiben auch die zu klärenden

Sachverhalte mit ausländischen

Studierenden

und Angestellten der Universität

Leipzig vertraulich.

Welche Aufgaben beinhaltet

die Tätigkeit?

Ich berate und unterstütze

alle ausländischen Universitätsangehörigen

in allen

universitären und außeruniversitären

Angelegenheiten,

abgesehen von akademischen

Belangen, für die

das Akademische Auslandsamt

der Universität Leipzig

zuständig ist.

Ich vermittle bei Schwierigkeiten

mit der Universität

oder dem Lehrpersonal und

gebe Hilfestellung bei der

Klärung von Aufenthaltsgenehmigungen,

bei Problemen

mit ArbeitgeberInnen,

VermieterInnen, aber auch

bei persönlichen Problemen.

Ich habe jedoch keine

Entscheidungskompetenz,

kann aber als unabhängige

Vermittlerin Lösungen für

Probleme suchen oder weitere

AnsprechpartnerInnen

finden, an die sich die Studierenden

wenden können.

Welche Herausforderungen

stehen hinter der Tätigkeit

als Ausländerbeauftragte?

Es ist eine große Herausforderung,

der ich mich jedoch

sehr gern stelle. Es ist

immer wieder schön, wenn

man helfen konnte und die

Rückmeldungen der Studierenden

sind weitgehend positiv.

Es ist jedoch nicht immer

einfach, mit Problemen

umzugehen oder persönliche

Schicksale zu erfahren,

die auch mich nicht kalt

lassen. Ich kann sicher nicht

jedes Problem lösen, aber

versuche, die mir zur Verfügung

stehenden Möglichkeiten

voll auszuschöpfen.

Wichtig ist mir vor allem,

als Ansprechpartnerin da

zu sein und Unterstützung

organisieren zu können. Für

die Betroffenen ist es oft

eine große Hilfe, für ihre

Probleme ein offenes Ohr

und eine vertrauensvolle

Atmosphäre zu finden.

Mit welchen Sorgen und

Problemen kommen die

ausländischen Studierenden

zu Ihnen?

Die Studierenden suchen

das Gespräch für die Klärung

unterschiedlicher Be-


lange. Auffällig ist, dass

weniger das Studium an

sich Schwierigkeiten bereitet,

sondern vielmehr die

Bewältigung der oft neuen

Lebensumstände.

Welche Angebote gibt es für

ausländische Studierende?

Ich biete den Studierenden

eine Beratung an, um

konstruktive Lösungen für

ihre Probleme zu suchen.

Im Einzelfall kann ich selbst

intervenieren und nachhaken

oder weise die Studierenden

auf weitere Möglichkeiten

der Unterstützung

hin. Da häufig auch finanzielle

Probleme das Studium

erschweren, wurde ein Förderverein

„Hilfe für ausländische

Studierende“ gegründet,

aus dessen Fond Gelder

für Härtefälle zur Verfügung

stehen. Der Förderverein

finanziert sich grundlegend

aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen

und ist ständig auf

der Suche nach weiteren Finanzierungsquellen.

Welche Verbesserungsmöglichkeiten

sollte es für ausländische

Studierende und

ihre Integration an Leipziger

Hochschulen geben?

Die Studienabbrecherquote

ausländischer Studierender

ist – vor allem in den ersten

Semestern – besonders

hoch. Vor allem, wenn die

Studierenden neu in Leipzig

und auch in Deutschland

sind, kommen viele nicht

zurecht. Die Klientel der

StudienbewerberInnen setzt

sich vor allem aus Studierenden

aus nicht-europäischen

Ländern zusammen.

Die fremde Sprache, die

neuen Lebensumstände

machen es anfangs schwer,

hier Fuß zu fassen und das

Studium zu organisieren.

Gerade sind Projekte mit

einzelnen Instituten der

Universität Leipzig in Planung,

die Einführungsveranstaltungen

für ausländische

Studierende anbieten wollen,

um so gleich zu Beginn

nachzuhaken, wo es mögliche

Schwierigkeiten aber

auch Bedürfnisse gibt. So

können im Vornherein einige

Probleme umgangen

werden, die den Studienverlauf

behindern. An der

medizinischen Fakultät ist

gerade ein Patenschaftsprogramm

für ausländische Studierende

in Planung, das

Sprechstunde: Di, 10-12, Goethestraße 6, 04109 Leipzig, Raum 605

Kontakt: Tel. 0341-97 32 033, E-mail: jaenich@rz.uni-leipzig.de

POLITIK

nach erfolgreichem Anlauf

vielleicht auch auf andere

Institute übertragen werden

kann.

Was sind Ihre zukünftigen-

Pläne als Ausländerbeauftragte?

Mein Ziel ist es, bestehende

Netzwerke und Projektideen

weiter auszubauen. Bislang

habe ich noch nicht viele

Rückmeldungen von Studierenden,

was die Umstellung

der Studiengänge auf

BA/MA betrifft. Aber auch

hier sind Einführungsveranstaltungen

für ausländische

Studierende notwendig.

Probleme sehe ich in dem

Umstand, dass ein Studium

nun nur noch im Wintersemester

begonnen werden

kann. So müssen Möglichkeiten

z.B. für Absolvent-

Innen des Studienkollegs

geschaffen werden, bereits

im Sommersemester einen

Einblick in den Universitätsalltag

zu bekommen und

vielleicht sogar schon ein

Modul zu belegen. Ich begrüße

diese Ideen und bin

bestrebt, solche integrativen

Projekte auch weiterhin zu

unterstützen.

WELT WEIT 19


POLITIK

Universitäten im Wandel

von Christin Melcher

In einer Welt, die immer wissensbasierter

wird, spielen

Hochschulen eine tragende

Rolle. Allerdings wird unsere

Welt auch zunehmend

ökonomischer, soll heißen,

dass alles verwertbar ist

oder werden muss.

Auch die Bildung wird sich

über kurz oder lang diesem

Trend unterwerfen müssen.

Ist Bildung als quantitative

Größe überhaupt messbar?

Geht es nach der Politik,

lautet die Antwort: „Ja!“

Diese Auffassung hat vielschichtigen

Einfluss auf die

universitäre Landschaft.

Eine gravierende Umgestaltung

der Hochschulen hin

zu unternehmerisch geführten

Institutionen ist nur eine

offenkundige Entwicklung.

Demokratischen Entscheidungsstrukturen

weichen

immer häufiger effizienten

Leitungsstrukturen.

Ein massiver Einfluss der

Wirtschaft im Bildungsbereich

ist kein Geheimnis

mehr; dem gegenüber steht

der zunehmende Wegfall

der gesellschaftlichen Verantwortung

und Kontrollfunktion

in Hochschulen.

Entsprechend sieht sich

von der Gesamtheit der

20 WELT WEIT

Bevölkerung finanzierte

Hochschule auch immer

häufiger Kritik ausgesetzt.

Hochschulen sind verstärkt

mit dem Erwerb von Finanzierungsquellen

beschäftigt,

seien es Drittmittel aus der

Wirtschaft oder Studiengebühren.

Dass diese Entwicklung fatale

Folgen hat, zeigt sich

jetzt schon in deutlichen

Tendenzen. Vor allem die

Klientel der Studierenden

wird sich drastisch verändern.

Zukünftig wird ein Studium

nur noch für Menschen mit

einem ausreichenden finanziellen

Hintergrund in Frage

kommen. Die soziale Schere

klafft weiter auseinander

und wird sich deutlicher

auch in den Bildungsabschlüssen

zeigen.

Persönliche Eignung oder

Fähigkeit spielen keine

tragende Rolle mehr. Die

zunehmende Ökonomisierung

von Bereichen, die

eigentlich nicht ökonomisierbar

sind, wirkt einer solidarischen

und sozialen Gesellschaftsstruktur

entgegen.

Hochschulen sehen sich zudem

einem vermeintlichen

internationalen Wettbewerb

ausgesetzt. Und die Gesetzgebung

wird diesen Wettbewerb

unterstützen, durch

Novellierungen von Hochschulgesetzen

oder Hochschulzulassungsgesetzen

oder Exzellenzinitiativen.

Demnach werden sich

Hochschulen ihre Studierenden

mehr denn je selbst

auswählen können, mit dem

Ziel, die Besten der Besten

an die Hochschule zu locken.

Ein ungenügendes

Globalbudget, zwingt die

Hochschulen im gleichen

Atemzug dazu, umfangreiche

Geldquellen von

Dritten zu akquirieren oder

eine Profilbildung vorzunehmen.

Profilbildung heißt nichts

anderes, als unprofitable

Studiengänge zu streichen

und Studiengänge, die in

der Wirtschaft gefragt sind,

strukturell und finanziell

auszubauen. Dahingehend

besonders ausgeprägte Bereiche

bekommen dann im

Zuge der Exzellenzinitiative

Gelder in Millionenhöhe.

Diese Gelder stammen

aus der öffentlichen Hand

und sollten vielmehr in

die Erhaltung einer vielfältigen

Universität investiert


werden, als dass einzelne

Fachbereiche ungleichmäßig

gefördert werden. All diese

Tatsachen werden dann in

einem Ranking zusammengeführt,

das entscheidet,

welche Hochschule die Beste

ist. Dem Gewinner fließen

dann noch mehr Gelder zu.

So entsteht ein verhängnisvolles

Ungleichgewicht in

der Hochschullandschaft.

Universitäten werden bald

nicht mehr breite Bildungsmöglichkeiten

bieten, sondern

sich einem Markt

anpassen und nur noch

das (aus-)bilden, was der

POLITIK

Wirtschaft dient. Das humboldtsche

Ideal der Freiheit

von Lehre und Forschung

wird zukünftig nicht mehr

praktiziert. Welche gesamtgesellschaftlichen

Folgen

diese Entwicklungen haben,

bleibt mit Erschrecken abzuwarten.

Christin Melcher ist seit dem 1. 10. 2007 Sprecherin im StuRa der Universität Leipzig.

Kontakt:

E-mail: christin@stura.uni-leipzig.de

Homepage: www.stura.uni-leipzig.de

WELT WEIT 21


SOZIALES

Promovieren international - Internationale Doktorandeninitiative

von Katarina Augustinova, Elena Kukharenko und Katja Prassol

Zur Zeit promovieren ca.

400 ausländische Doktoranden

an der Universität

Leipzig, die Tendenz ist

steigend. Die Doktoranden,

die aus dem Ausland nach

Leipzig kommen, werden in

den ersten Tagen mit einer

neuen und unbekannten Realität

konfrontiert.

Ungewohnte Vorlesungsverzeichnisse,

Behördengänge,

die Suche nach Einkaufsmöglichkeiten

in der Nähe

der Wohnung, aber auch

lange Abende am Rechner

bis in die späte Nacht hinein,

fallen nicht allen in den

ersten Monaten des Promotionsstudiums

leicht.

Um die neu immatrikulierten

Studierenden in dieser

schwierigen Zeit zu unter-

22 WELT WEIT

stützen, aber auch um einen

wissenschaftlichen Austausch

zwischen verschiedenen

Fachbereichen zu fördern,

wurde die Idee der InternationalenDoktorandeninitiative

der Universität Leipzig

2004 von Mayka Burke

geboren, die mit Unterstützung

und Betreuung von

Sabine Klimmek vom Akademischen

Auslandsamt ins

Leben gerufen wurde.

Die Internationale Doktorandeninitiative

unterstützt

Doktoranden nicht nur in

der Integrationsphase, sondern

bleibt auch während

des gesamten Studiums an

der Universität Leipzig eine

wichtige Anlaufstelle.

Die ersten Jahre organisierte

das Team der Doktorandeninitiative

monatlich ein

Foto: Souhaib Al-dabbag

Treffen, um Kontakte zwischen

ausländischen Doktoranden

zu knüpfen und

aufrecht zu erhalten, diese

über die laufenden Aktivitäten

zu informieren bzw.

in Notsituationen zu helfen.

Inzwischen entwickelte sich

die Initiative auch zu einer

Plattform für den wissenschaftlichen

Austausch.

In lebhaften Diskussionen

der Natur- und GeisteswissenschaftlerInnen

entstehen

Ideen, die kaum in einem

„hermetisch abgeriegelten

akademischen“ Bereich

möglich wären. Schlüsselkompetenzen

werden angesprochen,

indem zusätzliche

Seminare und Workshops

zur Didaktik oder zum wissenschaftlichen

Schreiben

angeboten werden.

In den letzten Semestern

wurden neben Stadtführungen,

auch Bibliotheksführungen

sowie viele

weitere Veranstaltungen

wie beispielsweise Länderabende,

Museumsbesuche,

Radtouren, Bowling- und

Kneipenabende angeboten.

Seit drei Jahren nimmt die

Internationale Doktorandeninitiative

mit eigenen Veranstaltungen

an der Inter-


nationalen Studentischen

Woche (ISW) teil. In diesem

Jahr bieten wir drei Vorträge

an.

Einmal im Semester können

Interessierte auf Reisen gehen

und gemeinsam mit anderen

ausländischen Doktoranden

ein paar Tage ein

bisschen mehr von Deutschland

kennen lernen. Die

letzten Reiseziele brachten

uns spannende Erlebnisse

in Hamburg, Berlin, Wismar

und Schneeberg.

Koordiniert wird die Doktorandeninitiative

von Katarina

Augustinova und Elena

Kukharenko, die mit Hilfe

weiterer aktiver Doktoranden

ein vielfältiges Programm

gestalten. Seit dem

Sommersemester 2008 finden

Sprechstunden in einem

vom Studentenwerk zur Verfügung

gestellten Büro in

der Tarostraße statt. Das

Team freut sich auf das Mitwirken

aller Doktoranden,

auf neue Anregungen und

Ideen für die weitere Arbeit.

Sprechzeiten: Do 19:00-20:30 Uhr

Tarostraße 14, 04103 Leipzig.

Kontakt:

E-mail: dokinfo@rz.uni-leipzig.de.

Homepage: : www.uni-leipzig.de/initiative

Foto: Souhaib Al-dabbag

SOZIALES

STUBE Sachsen

von Barbara Irmer

Das Studienbegleitprogramm

STUBE Sachsen richtet sich

an Studierende aus Afrika,

Asien, Lateinamerika, Südosteuropa,

die an Hochschulen

in Sachsen studieren.

Auf Anfrage ist es auch offen

für andere Interessierte.

STUBE ist eine Ergänzung

zum Studium. Gemeinsam

diskutieren wir gesellschaftliche

und entwicklungspolitische

Fragen, die die

Studierenden beschäftigen.

Es gibt viel Austausch untereinander,

wir lernen voneinander,

geben uns gegenseitig

Ideen, Anregungen, Mut

und auch Wärme.

STUBE besteht aus drei Bausteinen:

Veranstaltungen,

lokale Aktivitäten (Filmabende,

Länderberichte) und

Kurzstipendien für Praktika-

oder Studienaufenthalte im

Herkunftsland.

Wer Interesse an STUBE hat,

sendet eine E-mail und erhält

unsere Infos. Das Büro

befindet sich in Dresden,

einmal monatlich gibt es

eine Sprechzeit in Leipzig.

Kontakt:

E-mail: stube@infozentrum-dresden.de

www.info zentrum-dresden/de/stube

WELT WEIT 23


SOZIALES

Kontakte über das Studium hinaus – 10 Jahre LAl

von Kathrin Herbst

Bereits 1998 startete Leipzig

Alumni International

(LAI) – das internationale

Netzwerk ehemaliger ausländischer

Studierender

der Universität Leipzig – als

eigenständiges Projekt im

Akademischen Auslandsamt.

Ziel des Projektes ist

es, Kontakte zwischen ehemaligen

Studierenden und

der Universität Leipzig über

das Studium hinaus zu pflegen

und auszubauen.

Unterstützt werden die

Alumni bei der Organisation

von Alumni-Treffen und

beim Aufbau von Alumni-

Vereinen in den Heimatländern.

Außerdem können

Weiterbildungsseminare

veranstaltet werden, und

die ehemaligen Studierenden

bekommen Hilfe bei

der Organisation von Besuchen

in Leipzig.

Damit die Alumni auf dem

Laufenden bleiben, erhalten

sie zweimal im Jahr den

LAI-Newsletter per Post.

Darin wird sowohl über

Geschichtliches als auch

Aktuelles aus dem Leipziger

Leben berichtet. Außerdem

kommen natürlich auch

die Alumni selbst zu Wort,

um ihre interessanten Lebensläufe

vorzustellen oder

einfach in Erinnerungen an

ihre Leipziger Studienzeit zu

schwelgen.

Mittlerweile zählt Leipzig

Alumni International

fast 1.400 Mitglieder aus

etwa 120 Ländern. Schwerpunkte

gehen auf frühere

DDR-Kontakte zurück, z. B.

mit Kuba, Vietnam, Äthiopien

oder Russland. Mit

der Ausweitung der Studierendenmobilität

seit 1990

konnten aber auch immer

mehr Kontakte in westeuropäische

Länder und nach

Nord- und Südamerika geknüpft

werden.

Dank einer finanziellen Unterstützung

durch den Deutschen

Akademischen Austauschdienst

(DAAD) war es

LAI nun auch möglich, eine

moderne Kommunikationsplattform

ins Leben zu rufen.

Sie bietet den Mitgliedern

ab sofort die Möglichkeit, in

einem geschlossenen Netzwerk

direkt mit anderen

Alumni in Kontakt zu treten

und sich für weitere fachbezogene

Alumni-Programme

anzumelden. Darüber hinaus

stehen noch viele andere

Funktionen zur Verfügung,

wie die Gründung

eigener Untergruppen (sog.

Communities), die Veröffentlichung

von Artikeln,

Fotos oder Jobangeboten

im Netzwerk oder das Verschicken

von Nachrichten

an persönlich ausgewählte

Kontakte.

Neben Neu-Absolventen

sind auch alle Studierenden

eingeladen, sich bereits vor

dem Ablauf Ihrer Studienzeit

bei LAI anzumelden,

um die Möglichkeiten des

internationalen Netzwerks

zu nutzen.

Für eine Anmeldung im LAI-

Netzwerk gibt es zwei Möglichkeiten:

eine Registrierung

beim Online-Portal mit

einem aktiven Mitgliedsprofil

oder eine Registrierung

per Anmeldeformular als

„passives“ Mitglied. Damit

können ebenfalls alle Angebote

von LAI (bis auf die

Dienste des Online-Portals)

genutzt werden

Kontakt und Anmeldeformular:

E-Mail: lai@uni-leipzig.de,

Homepage: www.uni-leipzig.de/aaa/WegbegleiterAusl/Alumni/LAI/LAI.htm

24 WELT WEIT


Mit einem Klick zu mehr Wissen

von Emmanuel Akuffo und Setra Janassary

Das neue Informationsportal

Studium-In-Leipzig.de ist

eine Initiative des Referats

ausländischer Studierender

(RAS) in Kooperation mit

dem Studentenwerk Leipzig.

Ziel dieses Projekts ist die

Entwicklung eines Wegweisers

für ausländische Studierende

in Leipzig sowie

für ausländische StudienbewerberInnen

im In- und

Ausland. Auch für deutsche

Studierende, die mehr Einblick

in andere Kulturen gewinnen

möchten, Integrationsbeauftragte

und weitere

Interessengruppen bietet

die Seite nützliche und interessante

Informationen.

Gerade bei der Ankunft in

einem fremden Land gibt es

viele Fragen und Probleme

zu klären. Fragen, die immer

wieder gestellt werden

und für die man erst einmal

die richtigen AnsprechpartnerInnen

finden muss. Auf

den Internetseiten der verschiedenen

offiziellen Institutionen

findet man einzelne

Informationen, aber

manchmal nicht jene, die

man gerade braucht.

Kontakt:

E-Mail: ras@stura.uni-leipzig.de

Homepage: www.studium-in-leipzig.de

Das Portal „Studium in

Leipzig“ bietet den verschiedenen

Zielgruppen zahlreiche

Informationen, gebündelt

auf einer Plattform,

zum Studium und Studienangelegenheiten,Sprachkursen,

Studentischem

Wohnen, Kultur und Freizeit,

Initiativen ausländischer

Studierender, Sozialberatung,

Jobvermittlung und

Transportmöglichkeiten.

Da die Gesundheit eine

wesentliche Rolle in unserem

Leben spielt, werden

auf dem Portal nützliche Informationen

bezüglich des

deutschen Gesundheitssystems

online gestellt.

SOZIALES

Neben den umfangreichen

studienbezogenen Informationen,

findet man eine

Vielzahl an Hinweisen zu

behördlichen Angelegenheiten,

Telekommunikation,

Reisen und vieles mehr.

Im weiteren Verlauf sollen

moderne interaktive Kommunikationsschnittstellen

wie Foren, Wikis, FAQs sowie

ein zentraler Veranstaltungs-

und Terminkalender

angeboten werden. Alle

Inhalte werden in Englisch

und Deutsch zur Verfügung

stehen. Die Seite www.studium-in-leipzig.de

geht Ende

Juni 2008 an den Start.

Foto: Setara Janassary

WELT WEIT 25


SOZIALES

Zu den Lebensbedingungen ausländischer Studierender

von Rico Rokitte

BAföG, Unterhalt, Nebenjob

oder ALG2. Über

diese vier Studienfinanzierungsmöglichkeiten

für sich

genommen oder in Mischformen

bestreiten die meisten

deutschen Studierenden

in Leipzig ihren Lebensunterhalt.

Für viele ausländische Studierende

gilt dies jedoch

nicht. Auch wenn ein großer

Prozentsatz von ihnen über

Stipendien ihrer Herkunftsländer

oder Elternunterhalt

abgesichert ist, müssen sich

schätzungsweise 20 Prozent

dieser Studierenden in Leipzig

eigene Finanzierungsquellen

erschließen.

Abhängig davon, ob sie aus

der Europäischen Union

(meist noch einmal getrennt

in Alt- oder Neubeitrittsländer)

oder der restlichen Welt

kommen, gestalteten sich

ihre Möglichkeiten ihren Le-

bensunterhalt zu verdienen

unterschiedlich schwierig.

Besonders viele ausländische

Studierende arbeiten

in Leipzig im Niedriglohnsektor

und übernehmen

Aushilfstätigkeiten auf der

Messe oder arbeiten als

Reinigungspersonal in

einem der Leipziger Hotels.

Begründet von Löhnen

um die fünf Euro und einer

dabei notwendig hohen

Arbeitsstundenzahl stellt

das praktische Studieren

mit Prüfungsvorbereitungen

oder das Anfertigen von

Hausarbeiten oft ein extremes

Zeitproblem für die Betroffenen

dar.

Hier ist häufig auch eine

diskriminierende Behandlung

an den Arbeitsstellen

oder durch die Behörden

festzustellen. Fast immer ist

das Bestreben nach Verlängerung

der Aufenthaltsge-

Sprechzeiten: nach Vereinbarung

CLI, Liebigstraße 27a, Raum 001

Kontakt: E-mail: soziales@stura.uni-leipzig.de

Homepage: www.stura.uni-leipzig.de/~soziales

26 WELT WEIT

nehmigung, der Arbeitserlaubnis

oder Papieren der

Kinder und PartnerInnen

bürokratisch, langwierig

und unangenehm.

Ein zusätzliches finanzielles

Problem eröffnet sich, wenn

Schwangerschaft oder Kinder

mit ins Spiel kommen.

Oft herrscht hier existenzielle

Unklarheit über Förderungsmöglichkeiten

(ALG2,

Kindergeld etc.) bis hin zu

Verbesserung der Studienbedingungen

für Studierende

mit Kind.

Der StudentInnenRat der

Universität Leipzig bietet

ebenso wie das Studentenwerk

Leipzig eine Sozialberatung

an, die zu Möglichkeiten

der Unterstützung

in der Bundesrepublik

Deutschland berät, in Notsituationen

unterstützen soll

und Möglichkeiten zur Förderung

bietet.


Der StuRa lässt Euch nicht allein!

von Christian Keller

Im Stura bin ich der Ansprechpartner

für Fragen

rund ums Studieren mit

Kind. Ich kenne die Probleme,

die dies mit sich

bringen kann aus eigener

Erfahrung, denn ich bin

selbst studierender Vater

und habe einen mittlerweile

dreijährigen Sohn.

Immer wieder begegnen

mir ausländische Studierende

mit Kindern, die sich

gar nicht über die Unterstützungsmöglichkeitenbewusst

sind, die ihnen geboten

werden. Ob Elterngeld,

Sozialhilfe oder einmalige

finanzielle Unterstützungen

– unter Umständen haben

auch Studierende mit Kind

Anspruch auf diese Leistungen.

Während der Sprechzeiten

können in Not geratene

Studierende einfach vorbeikommen

und zusammen

mit mir klären, ob und wo

man Hilfe zur Finanzierung

Eures Lebensunterhalts bekommen

kann.

Dabei werden Euch nicht nur

Adressen für weitere Unterstützung

vermittelt, sondern

es können auch Anträge an

den StuRa abgegeben werden.

Der StudentInnenRat

räumt die Möglichkeit ein,

eine einmalige finanzielle

Unterstützung zu beantragen,

die nicht zurückgezahlt

werden muss. Allerdings

muss man dazu eine finanzielle

Notlage nachweisen.

Auch Fragen zu Kindergartenplätzen,

psychischen

Belastungen oder andere

Problemen, mit denen sich

Studierende konfrontiert

Sprechzeiten: Mo, 9.00 – 10.30 Uhr, Fr, 14.00 – 15.30 Uhr

CLI, Liebigstraße 27a, Raum 116

Kontakt: E-mail: sozialberatung@stura.uni-leipzig.de

Homepage: www.stura.uni-leipzig.de/~soziales

SOZIALES

Foto: Setara Janassary

sehen finden bei der Sozialberatung

Gehör.

StudentInnen, die das Beratungs-

und Unterstützungsangebot

des Stura

in Anspruch nehmen wollen,

können einfach in den

Sprechzeiten vorbeikommen

– ich freue mich, Euch

zu helfen.

WELT WEIT 27


RAS-SEITEN

Das Referat ausländischer Studierender

von Setara Janassary

Viele junge Menschen kommen

aus dem Ausland, um

in Deutschland studieren zu

können. Sie begegnen vielen

Problemen, die sie so

nicht erwartet haben. Das

Visum muss verlängert werden,

das Geld reicht nicht,

die Sprache ist fremd und

die Menschen auch.

Das Referat Ausländischer

Studierender (RAS) ist die

interne und externe Interessenvertretung

der ausländischen

Studierenden an

der Universität Leipzig und

betreut diese in verschiedenen

Bereichen des studentischen

Lebens. Ausländische

Studierende fühlen

sich oft benachteiligt, weil

universitäre Einrichtungen,

Behörden und teilweise ihre

KommilitonInnen Ihnen ein

distanziertes Interesse entgegenbringen.

Das RAS hat sich die Aufgabe

gesetzt, Probleme und

Schwierigkeiten, mit denen

ausländische Studierende

konfrontiert sind, zu identi-

fizieren und wenn möglich

zu lösen. Mit anderen Worten:

Die Arbeit des RAS beginnt

in der Unterstützung

bei einer Studienaufnahme

und geht weiter mit umfangreichen

Informationen

und Hilfe beim Visum- und

Fremdengesetz, der Immatrikulation,

beim Umgang

mit Behörden, sowie anderen

Organisationen.

Ein weiterer Bereich der Referatsaufgaben

besteht in

politischer Arbeit. Hier wären

z.B. die Bemühungen

um ein effizientes Mitbestimmungsrecht

für ausländische

Studierende an

der Leipzig Universität und

gleichzeitig die Forderung

nach einem passiven Wahlrecht

für AusländerInnen zu

erwähnen.

Das RAS tritt gegen Rassismus

und für das Menschenrecht

auf Bildung ein

sowie die rechtliche Gleichstellung

aller ausländischen

Studierenden. Die Situation

ausländischer Studentinnen

Sprechzeiten: Di, 10.00 – 10.30 Uhr (Amangül)

Mi, 13.30 – 15.30 Uhr ( Sofya)

Do, 10.00 – 12.00 Uhr (Setara)

CLI, Liebigstraße 27a, Raum 116

Kontakt: E-mail: ras@stura.uni-leipzig.de

Homepage: www.stura.uni-leipzig.de/~ras

28 WELT WEIT

ist in vielerlei Hinsicht durch

besondere Nachteile und

Diskriminierung gekennzeichnet.

Gegen diese geschlechtsspezifischeDiskriminierung

will das RAS

vorgehen und Änderungen

herbeiführen.

Zu den Aufgaben des RAS

gehören auch die Zusammenarbeit

mit der Ausländerbeauftragten

der

Universität Leipzig, dem

Akademischen Auslandsamt,

dem Studentenwerk

Leipzig, dem Förderverein

„Hilfe für ausländische Studierende“

sowie mit den

anderen studentischen und

nicht-studentischen Gremien.

Des Weiteren werden vom

RAS zahlreiche Initiativen

und Aktivitäten z.B. kulturelle

und studienbezogene

Veranstaltungen von mehreren

AusländerInnen- und

Nationalitätengruppen organisatorisch

und finanziell

unterstützt.


Die Referentinnen des RAS

Amangül Paltayeva

Referentin für Soziales und Finanzen

Amangül beschäftigt sich mit den sozialen Belangen der

ausländischen Studierenden. Das Sozialreferat ist für die

Sozialberatungen, alle Fragen zu den Themen Studierende

ohne Kind, Lernstress sowie finanzielle oder auch

psychische Probleme zuständig. Sie ist verantwortlich für

die Beratung, Bearbeitung von Finanzanträgen von studentischen

Gremien und Einzelpersonen. Gleichzeitig

kümmert sie sich um die Aufstellung und Ausführung

des Wirtschaftplanes des RAS.

Sofya Fayzi

Referentin für Öffentlichkeitsarbeit und Bildung

Sofya gewährleistet die Kommunikation zwischen Studierenden

und MitarbeiterInnen der Universität Leipzig, den

Fachschaften sowie der Presse und anderen Medien. Zu

ihren Aufgaben gehören die Gestaltung von Flyern und

Plakaten für RAS-Veranstaltungen, das Schreiben von

Pressemitteilungen und die Betreuung von Stellwänden

des RAS. Sofya engagiert sich beim Länderwochenende

und hat den RAS-Kalender entwickelt, der Studierende

aus unterschiedlichen Ländern vorstellt.

Setara Janassary

Referentin für Kultur und Sport

RAS-SEITEN

Setara ist zuständig für die Organisation und Durchführung

der RAS-Veranstaltungen wie Weihnachtsfeier, Semesteranfangs-

und Abschlussparty, Länderwochenende.

Setara betreut und unterstützt das ISW-Team, sowie

organisiert die ISW-Events Kinderfest, Frauenfrühstück

und Fußballturnier. Sie arbeitet aktiv im ISW-Team mit.

Zudem hilft sie bei der Betreuung, Vermittlung und Unterstützung

von Kulturprojekten, der Raumsuche oder

auch kostengünstiger Ausstattung und Technik.

WELT WEIT 29


IMPRESSUM

StudentInnenRat der Universität Leipzig

Referat Ausländischer Studierender

Liebigstraße 27a

04103 Leipzig

Tel. 0341-97 37 850

Fax. 0341-97 37 859

ras@stura.uni-leipzig.de

www.stura.uni-leipzig.de

V.i.S.d.P.

Setara Janassary, Susann Hannemann

AUTORiNNEN

Emmanuel Akuffo, Katarina Augustinova, Tatjana Chukina, Eva-Maria Eiermann, Susann

Hannemann, Kathrin Herbst, Barbara Irmer, Setara Janassary, Christian Keller, Elena

Kukharenko, Claudia Laßlop, Christin Melcher, Katja Prassol, Rico Rokitte, Katharina Seibt,

Thomas Seifert, Ischchan Tschiftdjian, Kristin Unger, Arun Voruganti, Magda Wlostowska

LAYOUT

Susann Hannemann, Setara Janassary

DRUCK

Druckerei Friedrich Pöge, Handwerkerhof 15, 04316 Leipzig, www.poege.druck.de

Auflage: 500 Exemplare

Namentlich gekennzeichnet Artikel geben die Meinung der AutorInnen wieder Die Redaktion

behält sich vor, eingesandte Artikel zu redigieren und zu kürzen. Bei unverlangt

eingesandten Manuskripten besteht keine Gewähr für einen Abdruck.

Der Nachdruck von Artikeln, auch auszugsweise, ist nur mit Genehmigung des Referates

Ausländischer Studierender des StudentInnenRates der Universität Leipzig gestattet.

DANK

Herzlicher Dank für finanzielle Förderung geht an das Studentenwerk Leipzig und die

Industrie- und Handelskammer zu Leipzig, sowie an Fabian Keppler, Marco Holzheu,

Claudia Laßlop und Claudia Vogel für die idelle und technische Unterstützung.

30 WELT WEIT


WELT WEIT 31


Seid unsere RASenden ReporterInnen!

Kommen. Sehen. Schreiben.

Wir suchen für die 14. International Studentische Woche

(ISW) spontane und gewiefte ReporterInnen, die ihre Erlebnisse

und Erfahrungen der ISW 2008 zu Papier bringen.

Deiner Kreativität sind dabei kaum Grenzen gesetzt.

Vorraussetzung ist natürlich, dass sich dein Beitrag thematisch

mit der Internationalen Studentischen Woche

(ISW) auseinandersetzt. Sei es ein besonderes Event, eine

kritische Beschäftigung mit einer Veranstaltung, ein Feedback

zu den Vereinen oder etwas zur ISW als Institution

selbst: Themen wie Ausländerfeindlichkeit, Zivilcourage

oder alltägliche Diskriminierung in Leipzig können ebenfalls

Schwerpunkt deiner Berichterstattung sein. Schreib

uns, was dich bewegt. Wir geben Dir eine Plattform!

Binnen 24 Stunden stellen wir noch innerhalb der ISW

deinen Artikel auf unsere Homepage! Dort kann er im

Forum diskutiert werden. Der Beitrag, der mit Inhalt und

Idee die ISW- Jury am meisten überzeugt und neue Perspektiven

aufzeigt, gewinnt den RAS- ReporterInnen-Preis

und wird in der Zeitung des StudentInnenRates der Universität

Leipzig STURAktiv veröffentlicht.

isw-presse@stura.uni-leipzig.de

www.isw-leipzig.de

Die ISW findet vom 2.-8.6.2008 statt

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