Filmgottesdienst Broschüre "Glauben heißt Vertrauen"

filmgottesdienst.de

Glauben

heisst vertrauen

Filmgottesdienst

Vorlagen und Gestaltungselemente für Ihren Gottesdienst


VORWORT UND INHALT

VIELEN DANK,

für Ihr Interesse am FilmgottesdienstGlauben heißt Vertrauen“. Die Geschichte aus Lukas

5,17-26 ist der biblische Ausgangspunkt dieses Filmgottesdienstes. Der feste Glaube von

vier Freunden macht es möglich, dass ein Gelähmter den Mann kennenlernt, der ihn doppelt

beschenkt und sein ganzes Leben verändern wird. Ohne die Hilfe seiner Freunde, hätte der

Gelähmte keine Hilfe erfahren. Gelähmte benötigen Menschen die sie dorthin bringen, wo

ihnen Hilfe zuteil wird. Menschen, die ihnen die Begegnung mit Jesus ermöglichen. Jesus

Christus ist der Grund unseres Glaubens. Er ruft uns zu einem Dienst der Liebe. Gerade in der

Nächstenliebe bekommt unser Glaube „Hände und Füße“.

Der Gottesdienst bildet für die meisten christlichen Gemeinden das Herzstück des

Gemeindelebens. Für viele Menschen, die regelmäßig oder unregelmäßig an ihm teilnehmen,

gehört er zum tragenden Gerüst ihres Lebens und Alltags. Deshalb schenken viele

Gemeinden der Gestaltung ihrer Gottesdienste eine hohe Priorität, mit dem Ziel: Glauben zu

wecken und zu stärken, Menschen einzuladen und anzusprechen.

Wir freuen uns, Sie mit dem Filmmaterial in Verbindung mit dieser Konzeptvorlage dabei

unterstützen zu dürfen.

Gottes Segen wünscht Ihnen

Seite 2

Steve Volke

(Direktor von Compassion Deutschland)


WIE SIE DIESES GOTTESDIENSTMATERIAL VERWENDEN:

Als Kirchen und Gemeinden haben wir einen wichtigen Auftrag: die Verkündigung

des Evangeliums von Jesus Christus. Gerade der Sonntagsgottesdienst thematisiert

die Grundfragen des Glaubens wie Zweifel, Hoffnung, Dank, Klage oder Bitte. Dieser

Filmgottesdienst möchte Ihnen dabei helfen, das Thema „Glauben heißt Vertrauen“ zeitgemäß,

in Bildern, zu kommunizieren. Diese Broschüre zeigt verschiedene Strukturen,

Abläufe und Ideen für den Gottesdienst auf. In der Mitte dieses Heftes haben wir für Sie einen

kompletten landeskirchlichen und einen freikirchlichen Gottesdienstentwurf erstellt.

Diesen können Sie gerne durch andere Lieder verändern, an die Gottesdienstordnung

Ihrer Kirche anpassen oder auch Elemente aus beiden Gottesdienstentwürfen miteinander

verknüpfen. Passend zum Filmgottesdienst empfehlen wir das gleichnamige

Kinder-Musical von Ruthild Wilson für die Sonntagsschule oder den Kindergottesdienst.

Inhaltsverzeichnis

4 theologischer Impuls und

Exegese

20 Freikirchlicher

gottesdienstentwurf

10 Filmmaterial

26 Zitate

11 VERänderung Schenken -

Glauben Fördern

27 Gebete

12 GLAUBEN HEISST VERTRAUEN

- für Kinder

28 LIEDER

16 Landeskirchlicher

gottesdienstentwurf

30 exkurs: der Begriff

glauben in der Bibel

Seite 3


Lukasevangelium 5,17-26:

Theologischer Impuls

und Exegese

Seite 4

Glauben ist eine urmenschliche und alltägliche

Handlung. Ohne zu glauben hätte man nicht Rechnen

gelernt. Was der Lehrer sagt, das musste man erstmal

so glauben. Ebenso müssen wir glauben, dass unser

Partner uns liebt. Denn die innersten Empfindungen eines

anderen kennen wir nicht. Wir vertrauen, dass die

Aussagen des Anderen wahr sind. Glauben ist vor allem

ein Vorgang des Vertrauens. Aber auch ein Vorgang

der Vernunft. Denn die Aufgabe der Vernunft ist es, die

Glaubwürdigkeit dessen zu prüfen, dem ich glauben

will. Bei unserem Vertrauen Gott gegenüber ist das nicht

anders.

Der Heidelberger Katechismus beantwortet die Frage

„Was ist wahrer Glaube?“ so: „Wahrer Glaube ist nicht

allein eine zuverlässige Erkenntnis, durch welche ich

alles für wahr halte, was uns Gott in seinem Wort geoffenbart

hat (…)“. Zum Glauben gehört das Denken,

Erkennen und Wollen ganz wesentlich dazu. Es ist

die eine Seite der Medaille. Die andere Seite ist: Der

Glaube will mit dem Herzen vertrauen. Vertrauen ist

Bestandteil einer Beziehung: Meiner Beziehungen zu

Familienmitgliedern oder Freunden, ebenso wie meiner

persönlichen Beziehung zu Gott, die sich bei allen

Gläubigen so vielfältig gestaltet, wie wir Menschen sind.

Erkennen und Vertrauen werden durch das „für wahr

Halten“ miteinander verbunden. Es geht um ein

Anerkennen: den Worten der Heiligen Schrift zu trauen

und dem Weg Gottes mit den Menschen zuzustimmen.

Ich sage Ja, ich stimme zu. Grundlage des Glaubens ist

Gottes Wort, die Bibel. Glaube ist zugleich ein Akt des

Erkennens, des Anerkennens und somit eines grundlegenden

Vertrauens in Gott.

Vielleicht machen wir es uns aber viel zu schwer mit dem

Begriff „Glauben“. Bei Jesus Christus scheint er recht

selbstverständlich und mühelos daher zu kommen.

Wahrer Glaube

ist nicht allein

eine zuverlässige

Erkenntnis, durch

welche ich alles für

wahr halte,

was uns Gott in

seinem Wort geoffenbart

hat,

sondern auch

ein herzliches

Vertrauen (...)

Heidelberger Katechismus -

Frage 21


Jesus scheint ein gewisses Gottvertrauen bei den Menschen seiner Zeit vorauszusetzen.

Sie rechneten in bestimmten Momenten des Lebens einfach damit, dass Gott nahe ist

und in ihrem Leben wirkt. Alle Suchenden erfahren in Jesus die Nähe Gottes. Und viele

Menschen machten sich auf den Weg zu Jesus. In den Evangelien scheint der Glaube zunächst

ein Schritt zu sein, nämlich „auf Jesus zu - zu ihm zu kommen“. Viele Menschen

damals, ob nun Kranke, Fragende oder Gottesfürchtige, kommen auf ihn zu. Jesus verwandelt

den Zweifel der Menschen in Vertrauen, dass Gott nahe ist und bei ihnen bleibt.

Wer an Jesus glaubt, kann darauf vertrauen: Er macht es gut! Auch in Zeiten, wo nichts

gut ist.

Ein wunderbare Glaubensgeschichte finden wir in Lukas 5 (Perikope: Markus 2,1-12):

17 Und es begab sich eines Tages, als Jesus lehrte, dass auch Pharisäer und Lehrer des

Gesetzes dasaßen, die gekommen waren aus allen Dörfern in Galiläa und Judäa und aus

Jerusalem. Und die Kraft des Herrn war mit ihm, dass er heilen konnte.

18 Und siehe, einige Männer brachten einen Menschen auf einem Bett; der war gelähmt.

Und sie versuchten, ihn hineinzubringen und vor ihn zu legen.

19 Und weil sie wegen der Menge keinen Zugang fanden, ihn hineinzubringen, stiegen

sie auf das Dach und ließen ihn durch die Ziegel hinunter mit dem Bett mitten unter sie

vor Jesus.

20 Und als er ihren Glauben sah, sprach er: Mensch, deine Sünden sind dir

vergeben.

21 Und die Schriftgelehrten und die Pharisäer fingen an zu überlegen und

sprachen: Wer ist der, dass er Gotteslästerungen redet? Wer kann Sünden

vergeben als allein Gott?

22 Als aber Jesus ihre Gedanken erkannte, antwortete er und sprach zu ihnen:

Was denkt ihr in euren Herzen?

23 Was ist leichter, zu sagen: Dir sind deine Sünden vergeben, oder zu sagen:

Steh auf und geh umher?

24 Damit ihr aber wisst, dass der Menschensohn Vollmacht hat auf Erden,

Sünden zu vergeben –

sprach er zu dem Gelähmten: Ich sage dir, steh auf, nimm dein Bett und geh heim!

25 Und sogleich stand er auf vor ihren Augen und nahm das Bett, auf dem er gelegen

hatte, und ging heim und pries Gott.

26 Und sie entsetzten sich alle und priesen Gott und wurden von Furcht erfüllt und

sprachen: Wir haben heute seltsame Dinge gesehen.

(Lutherbibel 2017)

Seite 5


Seite 6

Theologischer Impuls und Exegese

Blick auf den Bibeltext:

Gliederung

In dieser Geschichte sind zwei Themen miteinander verwoben: Die Heilung eines Gelähmten

und das Streitgespräch über die Sündenvergebung. Die Heilungsgeschichte bildet hier den

Rahmen für das Streitgespräch. Im Zentrum dieser Geschichte steht die Frage nach der

Sündenvergebung. Im Filmgottesdienst legen wir den Fokus auf die Heilungsgeschichte.

Die Erzählung von der Heilung des Gelähmten entspricht vom Aufbau her einer typischen

Wundergeschichte. Die Krankheit des Mannes wird erwähnt und auch die Anstrengung,

den Gelämten zu Jesus zu bringen. Der Glaube des Gelähmten und seiner Begleiter wird

von Jesus wohlwollend erwähnt. Es gibt ein wunderwirkendes Wort Jesu und am Schluss

wird die Heilung bestätigt; der Gelähmte kann wieder gehen, die Menge preist Gott für das

Wunder, dessen Zeuge sie wurde. Das einzig ungewöhnliche an dieser Wundergeschichte

ist lediglich die Zusage der Sündenvergebung, denn der Gelähmte und seine Freunde haben

nicht um die Vergebung der Sünden gebeten.

VERS 17 Exposition

Pharisäer und Schriftgelehrte waren an dem von Lukas nicht näher definierten Ort (bei

Markus ist es Kapernaum) aus allen Dörfern Galiläas, Judäas und sogar Jerusalem zusammengekommen.

Diese erste Szene bereitet die nachfolgende Auseinandersetzung vor.

Vielleicht handelt es sich um ein Treffen dieser Gruppe von Theologen, die auf das kommende

Reich Gottes warteten und darauf drängten, die Torah noch strikter zu befolgen.

Jesu Worte und auch das Wunder haben ein gutes Forum. Lukas betont, dass Jesu heilendes

Wirken in der Kraft Gottes geschieht.

VERSE 18+19 Vertrauender Glaube

Der Gelähmte ist ein Schwerkranker, der in einer Welt, die noch keine medizinischen

Einrichtungen und keine Pflegeversicherung kannte, medizinisch und sozial ein hoffnungsloser

Fall war. Er kann sich körperlich nicht mehr helfen. Dernnoch hat es der Gelähmte im

Evangelium nach Lukas es gut: Er hat Menschen, die sich um ihn kümmern. Eine Ressource,

auf die nicht alle Menschen, damals und heute, zurückgreifen können. Die vier Freunde

werden aktiv, um die Situation des Gelähmten zu verändern. Im Vertrauen auf die heilende

Kraft Gottes tragen sie ihn zu Jesus, damit dieser dem Gelähmten eine bessere Zukunft

ermöglicht. Auf dem Weg zu Jesus sind sie hartnäckig und scheuen sich nicht, einen ungewöhnlichen

Weg einzuschlagen.

Die damaligen „Betten“ waren häufig einfach schlichte Matten. Die vier Männer lassen sich

nicht von der großen Zuhörerschaft abhalten, die den Weg zu Jesus blockieren, sondern

werden kreativ. Ein durchschnittlich großes Haus in Kapernaum konnte allerhöchstens 50

Personen fassen.


Seite 7

Eine Außentreppe führte zum Dach hinauf, sodass die Männer ungehindert hinaufsteigen

konnten. Üblicherweise bestanden Dächer damals oft aus einem Geflecht von Zweigen

und Binsen, die über die Dachbalken gelegt und mit Schlamm verkleidet waren. Dieses

Dach bestand jedoch aus übereinander gelegten Ziegeln.

Die Anstrengung, den Gelähmten dicht vor Jesus zu bringen, wird als deutlicher

Anhaltspunkt eines starken Glauben beschrieben. Nicht der individuelle Glaube des

Kranken, sondern der kollektive Glaube aller findet hier Beachtung. Lukas verzichtet

dabei auf eine Definition des Begriffs „Glaube“. Was Glaube heißt, lässt sich an der

Erzählung ablesen: Vertrauen haben, entschieden handeln und mit den Schwachen solidarisch

sein.

VERSE 20 – 24 Vergebung der Sünden

Die Sündenvergebung erscheint hier nicht, wie im Alten Testament und im Frühjudentum

an Bedingungen geknüpft zu sein (z.B. an ein Opfer, ein Schuldbekenntnis oder - wie bei

Johannes dem Täufer - an ein Sündenbekenntnis mit anschließender Taufe).

Die Pharisäer und Schriftgelehrten meinen, dass Jesus die Sündenvergebung aus sich

selbst heraus, als Mensch, zuspricht. Aber nur Gott kann Sünden vergeben. Für Juden

war der ordentliche Weg zur Sündenvergebung in ihrem System des Tempel und alles,

was dort stattfand: die Reinigungsrituale, die Opfer und nicht zuletzt der große

Versöhnungstag. Allerdings räumen die Juden ein, dass bestimmte Stellvertreter Gottes,

z.B. Priester oder Propheten, als Sprachrohr Gottes handeln konnten. Der Vorwurf der

Gotteslästerung ist dann zu verstehen, wenn man davon ausgeht, dass sie Jesus weder

als Messias noch als Prophet anerkannten.

Jesus setzt sich über all das hinweg. Durch die rhetorische Frage: „Was ist leichter, zu

sagen: Dir sind deine Sünden vergeben, oder zu sagen: Steh auf und geh umher?“ verknüpft

er Wunder- und Sündenvergebungsthemen miteinander. Jesus argumentiert hier,

indem er vom Größeren auf das Geringere schließt. Wenn das Schwerere, die Heilung

eines Gelähmten, gelingt, dann ist das Leichtere, nämlich die Sündenvergebung zuzusprechen,

erst recht möglich.


Theologischer Impuls und Exegese

Die Heilung beglaubigt also hier die Vollmacht Jesu, Sünden tilgen zu können. Hier, im

Kontext dieses Zusammenhangs, führt Lukas den Titel „Menschensohn“ ein. In der aramäischen

Sprache kann Menschensohn einfach „Mensch“ bedeuten. Lukas verknüpft Jesus

jedoch mit der messianischen Bedeutung des Begriffs aus Daniel 7. Jesus beanspruchte

damit eine große Autorität: Seine Taten und Worte waren Taten und Worte von Gottes

Reich.

VERS 24b + 25 Vertrauen wird belohnt

Der Gelähmte befolgt die Anweisungen von Jesus. Er kann wieder selbstständig aufstehen

und gehen. Nach der Heilung verlässt der ehemals Gelähmte direkt das Haus.

Offen bleibt, wie ihm dieses durch die Menschenmenge hindurch gelingt. Durch diese

Heilung geschah, wie bei fast allen Krankenheilungen, auch eine Befreiung aus sozialer

Abhängigkeit und materieller Armut. Die Bemerkung dass er Gott pries, zeigt, dass der

bestehende Glaube verändert worden ist. Jesus belohnt den (stellvertretenden) Glauben

der vier Männer.

VERS 26 Seltsames ist geschehen

Die Menge war (wörtlich übersetzt) „erstaunt“. Kein Wunder! Die Kombination von Heilung,

Autoritätsanspruch und scharf geführter Diskussion mit den führenden Religionsführern

ihrer Zeit ging weit über all das hinaus, was sie je erlebt hatten. Sie „verherrlichten

Gott“, weil sie anerkannten, dass sie an diesem Tag Unglaubliches gesehen hatten. Die

Schriftgelehrten und deren Reaktion werden nicht mehr erwähnt. Jedoch ist davon auszugehen,

dass sie nicht zu der jubelnden und lobpreisenden Menge der Umstehenden

gehörten. Es ist in der Tat so: Wenn Menschen nicht glauben, dann können sie zwar sehen,

was sich vor ihren Augen abspielt und doch bemängeln, dass da irgendwas faul sei und

nicht zu ihrer Lebenswelt passt. Doch wenn Menschen mit nur einem Körnchen Glauben zu

Jesus kommen, dann können und werden auch heute noch unerwartete Dinge geschehen.

Handlungsimpulse

Diese Erzählung ist eine Geschichte voller Hoffnung. Vier Freunde bringen einen Gelähmten

zu Jesus, der ganz auf die Hilfe anderer angewiesen ist. Die Vier zeigen Mitgefühl: sie

versetzen sich in die Situation ihres Freundes, sie suchen und finden einen Weg, ihm zu

helfen. Sie sind Wegbereiter für die Begegnung des Gelähmten mit Jesus.

Seite 8

Diese Lukasgeschichte ist eine

Geschichte voller Hoffnung, dass

bei Jesus Veränderung möglich ist.

Die Kraft Gottes verändert Leben.

Das ist die frohe Botschaft dieser

Geschichte.


Seite 9

Die Freunde bringen den in Bewegung, der sich nicht selbst bewegen kann. Und damit tun

sie genau das, was auch wir tun können: Wegbereiter und –begleiter sein. Ausdauernd

und manchmal auch geistreich sein. Das ist nötig, wenn es darum geht, Menschen zu

helfen, um sie zu Jesus zu bringen.

Dass Menschen gelähmt sind, das kennen wir. Sie liegen im Bett oder bewegen sich mithilfe

eines Rollstuhls. Sie können nicht selbst dorthin gelangen, wohin sie möchten. Eine

Form der Lähmung kann aber auch durch Angst oder eine mentale Abhängigkeit entstehen.

Eine Lebensaufgabe kann nicht bewältigt werden, lähmende Kräfte treten auf. Auch

mangelnde Ressourcen können die freie Entfaltung des Lebens lähmen. Millionen Kinder

weltweit sind im vielschichtigen Netz der Armut gefangen: kulturelle Zwänge, fehlende

Gesundheitsfürsorge, kein ausreichendes Einkommen, Teilhabe verwehrende religiöse

Systeme, verwehrte Rechte und unzureichende Bildung. Wer im Teufelskreis der Armut

gefangen ist, der fühlt sich bewegungslos, der ist gelähmt. Gelähmte brauchen Menschen

die sie tragen und durchtragen. Dabei ist es vollkommen gleichgültig, ob es sich wie in der

Lukasgeschichte um eine körperliche Lähmung handelt oder eine durch Armut hervorgerufene

oder seelische Lähmung. Gelähmte benötigen Menschen, die sie dorthin bringen,

wo ihnen Hilfe zuteil wird. Menschen die ihnen die Begegnung mit Jesus ermöglichen.

Denn die Begegnung mit Jesus ist heilsam. Jesus ermöglicht den Menschen wieder eine

volle Teilnahme am Leben. Menschen auf diesem Weg zu begleiten, ihnen Stütze und

Hilfe zu sein, ist eine wesentliche Aufgabe von Christen und christlichen Gemeinden. In

solchem Handeln bekommt der Glaube „Hände und Füße“.

Wer sich auf diese Geschichte einlässt, wird hoffentlich von ihr ergriffen und setzt sich

ebenso wie die vier Freunde für die Gelähmten, Armen und Ausgegrenzten ein. Wer sich

der Not in unserer Welt öffnet, schafft Raum für Gottes Reich. Die Entscheidung, etwas zu

tun, ist auch die Entscheidung, etwas anderes zu lassen. Die vier Freunde hatten den Tag

vielleicht ganz anders geplant. Jetzt aber war es dran, ihren Freund zu Jesus zu bringen.

Wer dem Heiligen Geist die Führung überlässt, der kann erleben, wie Gott ihn an Orte und

zu Menschen führt, die ihm am Herzen liegen. Ein Blick in die Bibel macht deutlich, dass

Gottes Herz für die Armen und Benachteiligten schlägt. Hunderte Bibelstellen machen

dies deutlich. Über 380 Millionen Kinder weltweit leben in extremer Armut. Sie benötigen

solche Freunde (bei Compassion nennen wir sie Paten), die sich im übertragenen

Sinne „ein Bett schnappen“ und ein Kind dorthin bringen, wo ihm konkrete Hilfe und eine

Begegnung mit Jesus möglich wird.

Ein kleine Tat im Vertrauen, vier Freunde die einen Gelähmten zu Jesus bringen, ist der

Beginn einer großen Veränderung.


Filmmaterial

Alles Filmmaterial finden Sie im Downloadbereich unter:

www.filmgottesdienst.de/glaube_material

Außerdem finden Sie dort auch alle Flyer, Plakate und

weitere Dateien zum Filmgottesdienst.

VIDEOCLIP: „Glauben“ (Einstieg ins Thema)

„Ich glaube ...“ - was heißt das? Dieser kurze

Videoclip soll die Gottesdienstbesucher mit hineinnehmen

in das weite Themenfeld „Glauben“.

Dauer: 2:20 Minuten

Film: „Glauben heißt Vertrauen“

Dies ist eine Geschichte über den Glauben. Drei

Menschen die sich im Glauben auf den Weg machen,

ihre Lebensumstände zu verändern. Ein Film der eindrucksvoll

zeigt: Glauben heißt Vertrauen.

Dauer: ~20 Minuten

VIDEOCLIP: „Compassion verbindet“

Compassion Deutschland hat die Agentur

BärTigerWolf beauftragt, kreativ zu werden, um einen

Clip zu entwickeln, der die Arbeit von Compassion

kurz, kompakt und vor allem originell auf den Punkt

bringt. Das Ergebnis: Gewinn des Red Dot Design

Award 2016 und des iF Design Award 2017.

Dauer: 2:00 Minuten

Seite 10


veränderung Schenken - Glauben Fördern

POSTKARTE ZUM

WEITERGEBEN

Wer Gott vertraut, dessen

Leben ist in guten

Händen. Machen Sie diese

Glaubensbotschaft in Ihrem

Umfeld sichtbar. Verteilen Sie

die Karten doch am Ende des

Filmgottesdienstes.

EINE BIBEL FÜR EIN

KIND-SPENDENFONDS

Fördern Sie in einem Kind

den Glauben an den Gott

der Bibel. Ihre Spende wird

dafür verwendet, dass Kinder

in einem Compassion-

Kinderzentrum eine altersgerechte

Bibel in ihrer eigenen

Sprache erhalten. Durch das

Lesen der Bibel können sie

die unglaubliche Liebe Jesu

Christi kennenlernen.

Kindern Hoffnung schenken -

Eins-zu-Eins Patenschaften.

In den Compassion-Kinderzentren

ist sichergestellt, dass Kinder gut

versorgt werden. Dabei legen die

Partnergemeinden vor Ort großen Wert

auf eine ganzheitliche Entwicklung der

Patenkinder: Physisch, psychisch und

geistig. Wir glauben, dass es darüber

hinaus das Beste ist, die Kinder mit

Jesus Christus bekannt zu machen,

denn das verändert ihr Leben nachhaltig.

Eine Eins-zu-Eins-Patenschaft

mit Compassion schenkt einem Kind

Hoffnung, die es sonst nie erhalten

würde.

IDEE: Wenn Sie im

Gottesdienst besonders

auf diese

Möglichkeit, Hoffnung

zu schenken, hinweisen

möchten, dann

zeigen Sie doch den

kurzen Videoclip:

Compassion verbindet.

Compassion-Infomaterial oder Kuverts von Patenkindern

können Sie gerne unter filmgottesdienst@compassion-de.org

bestellen.

Seite 11


GLAUBEN HEiSST VERTRAUEN - FÜR KINDER

Zielgedanke:

In diesem Kindergottesdienst sollen die Kinder anhand dieser Geschichte aus dem Leben

Jesu erkennen, dass er ganz konkret Leben verändern kann. Er kann Leben von Minus in

Plus verwandeln. Außerdem können die Kinder ermutigt werden, selber gute Freunde für

andere zu sein – auch für ärmere oder schwächere Menschen.

Hinführung zum Thema:

Hey Leute, heute geht es um einen kranken Menschen. Aber dabei geht es nicht nur um

einen Schnupfen, Bauchweh oder Fieber. Sondern um eine Krankheit, die nicht weg geht.

Kennt ihr jemanden, der eine schwere Krankheit hat und schon lange krank ist?

Heute geht es um die Krankheit „Lähmung“. Also jemand ist gelähmt.

Weiß jemand von euch was ein Gelähmter ist?

Ein Gelähmter kann nichts bewegen. Oder vielleicht nur die Arme, aber nicht die Beine.

Bei einer Lähmung sind bestimmte Bereiche vom Gehirn oder dem Nervensystem zerstört.

Das hat zur Folge, dass man keine Kraft mehr in den Muskeln hat. Und wenn man keine

Muskelkraft mehr hat, dann kann man zum Beispiel keinen Arm bewegen, kann auch keine

Hand bewegen oder manchmal nicht mal den kleinen Finger. Genauso ist es mit den

Beinen. Ein Gelähmter kann auch die Beine nicht bewegen.

Kennt ihr jemanden, der gelähmt ist?

Probiert mal, etwas aus einem Glas zu trinken, ohne eure Hände zu benutzen. Oder probiert

mal aus, von Stuhl A zu Stuhl B zu kommen und deine Beine haben nicht die Kraft

dich von A nach B zu tragen. Versucht einmal, ohne die Beine zu benutzen, die Stühle

wechseln.

Und wie war das jetzt? Meint ihr, es ist schlimm, wenn man einen Teil seinen Körpers nicht

bewegen kann? Und ganz besonders schlimm und schwierig ist es, wenn der ganze Körper

gelähmt ist, so wie in der folgenden Geschichte.

Seite 12


KINDERMUSICAl „Glauben hEiSSt Vertrauen“:

Bestellung des Materials zum Vorzugspreis im Downloadbereich:

www.filmgottesdienst.de/glaube_material


GLAUBEN HEiSST VERTRAUEN - Für Kinder

KINDER UND WUNDER:

Kinder sind meist fasziniert von Wundergeschichten.

Wunder verändern drastische Notsituationen (Lepra,

Blindheit, Lähmung). Häufig kommen im Zusammenhang

von Wundergeschichten Fragen auf wie: „Kann ich

auch heute noch Wunder erlebenv?“, „Hat bei Jesus

auch manchmal ein Wunder nicht funktioniert?“, „Sind

Wunder nicht bloß Zufälle?“.

Für Kinder ist es oft unwichtig, ob ein Wunder ein historischer

Fakt oder ein „Glaubenserlebnis“ ist. Kinder,

insbesondere stark religiös sozialisierte, haben oft kein

Problem damit, dass Jesus „Wunder konnte“. Ihm wird

eine besondere Kraft zugestanden, die er „von Gott

hat. Eine vielleicht passende „Wunder“-Erklärung für

Kinder könnte folgende sein: Ein Wunder ist ein ungewöhnliches

Ereignis, das nach den Regeln unserer

Welt eigentlich gar nicht geschehen kann. Es durchbricht

die natürliche Ordnung. Jesus hat recht oft

Wunder vollbracht. Damit wollte er zeigen, dass Gott

eine neue Wirklichkeit schafft. Jesus will beispielhaft

deutlich machen, dass die Herrschaft des liebevollen

Gottes bereits im Kommen ist. In der Bibel ist das

Wichtigste beim Wunder nicht die Übernatürlichkeit

des Geschehens, sondern das Sichtbarwerden der

Menschenfreundlichkeit Gottes. Wir Menschen dürfen

uns der guten Führung Gottes glaubend anvertrauen,

um seinen Beistand zu erfahren.

Jesus Christus

spricht: „Amen,

das sage ich euch:

Wer das Reich

Gottes nicht

so annimmt

wie ein Kind,

der wird nicht

hineinkommen.“

Lukas 18,16

Bausteine für den Kindergottesdienst:

Seite 14

Geschichte aus anderer Perspektive: Die Geschichte

aus einer neuen Perspektive heraus erzählt, um

das Lernziel herauszuarbeiten. Prima eignet sich die

Rubens Geschichte, aus dem Kindermusical „Glauben

heißt Vertrauen“ (im Werkbuch).


Idee für jüngere Kinder: Die Szene wird mit Legofiguren und einem Lego Haus nachgespielt.

Gerne können die Kinder beim Aufbau integriert werden.

Laufspiel: Ein Kind liegt in einem Tuch/Decke. Die anderen halten das Tuch an den

Rändern fest und tragen das Kind vorsichtig im Raum umher. Gerne können mehrere

Gruppen parallel diese Übung ausprobieren. Variation: Kinder treten in unterschiedlichen

Mannschaften gegeneinander an.

Daumenkino basteln: Ein Daumenkino ist ein Abblätterbuch. Durch das schnelle

Abblättern zusammengehöriger Bilder entsteht für den Betrachter eine vollständige

Bewegung. Folgende Szenen wären hier denkbar: Der Gelähmte wird langsam herunter

gelassen. Oder der Gelähmte liegt am Boden und richtet sich langsam auf.

Fotostory: Die Geschichte des Gelähmten ist manchen Kindern schon bekannt.

Anstelle einer nacherzählten Geschichte wird die Geschichte mit verkleideten Personen

nachgestellt und fotografiert. Diese kann dann den Eltern im nächsten Gottesdienst via

PowerPoint präsentiert werden. Damit klingt dann das Thema des Filmgottesdienstes

nochmal nach.

Lied einüben: Gemeinsam ein Lied aus dem Kindermusical „Glauben heißt Vertrauen“

einüben und es am Ende des Gottesdienstes den Erwachsenen vortragen. Dafür eignet

sich gut das gleichnamige Lied „Glauben heißt Vertrauen“. Text und Noten des Liedes

haben wir für Sie im Downloadbereich zur Verfügung gestellt.

LIEDER FÜR KINDER: Passende Lieder finden Sie auf Seite 29.

KINDERMUSICAL „Glauben HEISSt Vertrauen“

Alle

Materialien

zum

Führen Sie doch mit den Kindern Ihrer Gemeinde und Ihres Ortes das

Kindermusical „Glauben heißt Vertrauen“ von Ruthild Wilson und Helmut

Jost auf. Dieses Musical will Kindern eine Geschichte aus dem Leben des

Jesus von Nazareth näherbringen, die zeigt, dass er ganz konkret Leben verändern

kann. Dieses Musical kann sowohl als Vollversion mit 10 Liedern als

auch als Mini-Musical mit 6 Liedern aufgeführt werden. Die Geschichte kann

sowohl von einem Sprecher (siehe Werkbuch) erzählt werden, als auch durch

Vorzugspreis!

die umfangreichen Dialoge (siehe Werkbuch) erzählt oder gespielt werden.

Vielleicht nutzen Sie das Musical, um den Kontakt zu Kindern und Familien der Umgebung zu

erweitern. Ein solches Kindermusical bietet die Möglichkeit, dass die jungen Darsteller in ihrer

Persönlichkeit wachsen und ihr kreatives Potenzial entdecken. Mit gestärktem Selbstvertrauen

können sie die Bühne verlassen. Und nicht nur die Kinder, sondern auch die Zuschauer erfahren

auf unterhaltsame Art und Weise vom christlichen Glauben.

Seite 15


FILMGOTTESDIENST NACH

LANDESKIRCHLICHER

GOTTESDIENSTORDNUNG

ERÖFFNUNG

Glockengeläut

Orgel: musikalisches Vorspiel

Eingangsvotum

BegrüSSung

Heute ist nicht nur die Bundestagswahl, sondern auch der 15. Sonntag nach

Trinitatis. Wir werden einen etwas anderen Gottesdienst feiern. Einen Gottesdienst

zum Thema „Glauben heißt Vertrauen“. In diesem thematischen Gottesdienst

werden wir einige Filmelemente mit einbinden. Filme können uns helfen

Glaubensthemen zur Sprache zu bringen.

Passend zum heutigen Gottesdienstthema lautet der Wochenspruch: „Alle eure

Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch“ (1.Petr. 5,7). Wer glaubt, kann

vertrauen, auch wo er nichts sieht: Wer offenen Auges in eine irritierende Welt

sieht und dabei weiß, dass er geführt wird, kann darauf vertrauen, dass Gott auch

in den Sorgenzeiten des Lebens ein treuer Wegbegleiter ist.

Gemeinsames Lied

Gott ist gegenwärtig – Strophen 1 und 6

(EG- 165/ Feiern & Loben – 1/ Feiert Jesus! 3 – 32/ Singt von Jesus (Band 3) – 90/ Jesus unsere Freude –

270/ So groß ist der Herr – 52)

GroSS ist unser Gott

(Singt von Jesus Band 3 100/ So groß ist der Herr 56/ Feiert Jesus! 2 41/ Glaubenslieder 2 613/ In Love

With Jesus 38/ Lied 4325006 in SongSelect von der CCLI)

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2


Psalmlesung

Psalm 27 (EG 714):

Der Herr ist meines Lebens Kraft

Der HERR ist mein Licht und mein Heil;

vor wem sollte ich mich fürchten?

Der HERR ist meines Lebens Kraft;

vor wem sollte mir grauen?

Eines bitte ich vom HERRN, das hätte ich gerne:

dass ich im Hause des HERRN bleiben könne mein Leben lang,

zu schauen die schönen Gottesdienste des HERRN

und seinen Tempel zu betrachten.

Denn er deckt mich in seiner Hütte zur bösen Zeit, er birgt mich im Schutz seines Zeltes

und erhöht mich auf einen Felsen.

HERR, höre meine Stimme, wenn ich rufe;

sei mir gnädig und erhöre mich!

Mein Herz hält dir vor dein Wort: »Ihr sollt mein Antlitz suchen.«

Darum suche ich auch, HERR, dein Antlitz.

Verbirg dein Antlitz nicht vor mir,

verstoße nicht im Zorn deinen Knecht!

Denn du bist meine Hilfe; verlass mich nicht

und tu die Hand nicht von mir ab, Gott, mein Heil!

Denn mein Vater und meine Mutter verlassen mich,

aber der HERR nimmt mich auf.

Ich glaube aber doch, dass ich sehen werde

die Güte des HERRN im Lande der Lebendigen.

Harre des HERRN!

Sei getrost und unverzagt und harre des HERRN!

Aufforderung zum Kyrie

Gemeinde: EG 178.11 Herr, erbarme dich

Gnadenzusage: Barmherziger Gott, du vergibst uns in Christus unsere

Schuld. Du bist uns nahe in unserem Bitten und Flehen, du trägst uns

durch das Leben, in allen Höhen und Tiefen und in Dunkelheit wie im

hellen Sonnenschein. Du bist mit deiner Barmherzigkeit bei uns und

schenkst uns neues Leben.

Aufforderung zum Gloria

Gemeinde: EG 272 Ich lobe meinen Gott ...

glauben heisst vertrauen

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(Tages-)Gebet:

Lieber Vater im Himmel,

wir feiern diesen Gottesdienst, um dich zu loben und zu preisen.

Wir danken, dass du jeden Tag neu auf uns zugehst. Danke, dass du unseren

Glauben erhältst und uns nah bist, gerade in Zeiten von Sorge und Not. Vater,

vergib, dass wir in unserem Alltag so wenig an dich denken.

Schenke uns ein beständiges Herz. Lass uns so leben, dass wir

dich nicht vergessen, heute nicht, an diesem Sonntag, und auch Morgen

nicht, wenn der Alltag wieder beginnt.

Amen

VIDEOCLIP: „Glauben“ (Einstieg ins Thema)

Was ist Glaube eigentlich? Was meinen Menschen damit, wenn sie sagen: Ich glaube?

Manche Leute meinen, Glauben sei das Gegenteil von Wissen. Man habe eben

keine Beweise, und deshalb müsse man halt glauben. Oder ist Glaube ein „Für-

Wahr-Halten“ im Sinne einer festen Überzeugung? Oder hat Glauben vielmehr mit

Beziehungen zu tun und dem Vertrauen in eine Person?

Ein kleiner Videoclip soll uns helfen, der Antwort auf die Spur zu kommen und uns

in das Thema des Gottesdienstes „Glauben heißt Vertrauen“ einstimmen.

Videoclip „Glaube“

Das Video befindet sich im Downloadbereich:

www.filmgottesdienst.de/glaube_material

Glaubensbekenntnis

Gemeinsam wollen wir nun unseren christlichen Glauben bekennen. Das Sprechen des

apostolischen Bekenntnisses macht deutlich: Jeder Einzelne ist hinein genommen in

die große, weltweite und Zeit übergreifende Familie der Kinder Gottes.

Schriftlesung bzw. Predigttext: Lukas 5, 17-26

17 Und es begab sich eines Tages, als er lehrte, dass auch Pharisäer und Lehrer des

Gesetzes dasaßen, die gekommen waren aus allen Dörfern in Galiläa und Judäa und

aus Jerusalem. Und die Kraft des Herrn war mit ihm, dass er heilen konnte.

18 Und siehe, einige Männer brachten einen Menschen auf einem Bett; der war

gelähmt. Und sie versuchten, ihn hineinzubringen und vor ihn zu legen.

Seite 18


19 Und weil sie wegen der Menge keinen Zugang fanden, ihn hineinzubringen,

stiegen sie auf das Dach und ließen ihn durch die Ziegel hinunter mit dem Bett

mitten unter sie vor Jesus.

20 Und als er ihren Glauben sah, sprach er: Mensch, deine Sünden sind dir vergeben.

21 Und die Schriftgelehrten und die Pharisäer fingen an zu überlegen und sprachen:

Wer ist der, dass er Gotteslästerungen redet? Wer kann Sünden vergeben als allein

Gott?

22 Als aber Jesus ihre Gedanken erkannte, antwortete er und sprach zu ihnen: Was

denkt ihr in euren Herzen?

23 Was ist leichter, zu sagen: Dir sind deine Sünden vergeben, oder zu sagen: Steh

auf und geh umher?

24 Damit ihr aber wisst, dass der Menschensohn Vollmacht hat auf Erden, Sünden zu

vergeben – sprach er zu dem Gelähmten: Ich sage dir, steh auf, nimm dein Bett und

geh heim!

25 Und sogleich stand er auf vor ihren Augen und nahm das Bett, auf dem er

gelegen hatte, und ging heim und pries Gott.

26 Und sie entsetzten sich alle und priesen Gott und wurden von Furcht erfüllt und

sprachen: Wir haben heute seltsame Dinge gesehen. (Lutherbibel 2017)

Lied vor der Predigt (und Kollektenlied)

Jesus, berühre mich (Nur den Saum deines Gewandes)

(Feiert Jesus! 2 172; S.O.N.G. (2. Auflage - blau) 151; So groß ist der Herr 124; Lied 4334499 in

SongSelect von der CCLI)

Wunderbarer Hirt

(Feiert Jesus! 4 174; Glaubenslieder 2 638; S.O.N.G. (2. Auflage - blau) 122; Lied 4684723 in SongSelect

von der CCLI)

Einleitende Worte zur Filmpredigt

An irgendetwas glauben alle Menschen. Man muss nicht an Gott glauben, um zu

glauben. Atheisten, glauben nicht an einen theos – an einen Gott. In der Bibel ist

oft davon die Rede, dass man glauben soll. Der Glaube von Vorbildern wie Abraham,

Josua, König David, Ruth, Esther, Maria oder Paulus, wird offen und ehrlich in der

Heiligen Schrift geschildert.

„Ich glaube, hilf meinem Unglauben“ beschreibt vor allem in der heutigen Zeit die

Situation von vielen Menschen. Viele Menschen haben ein unbestimmte Sehnsucht

nach Gott. Manche glauben, aber da schwingen durchaus Zweifel mit. Das geht

nicht nur Menschen in Deutschland so, sondern auch in vielen Ländern des globalen

Südens.

In der Geschichte aus Lukas 5 hat Jesus den Zweifel der Menschen verwandelt: in

Vertrauen, dass Gott nah ist und bei ihnen bleibt. Wer an Jesus glaubt, kann darauf

vertrauen: Er macht es gut! Auch in Zeiten, wo nichts gut ist. Das Thema „Glauben

Seite 19


heißt Vertrauen“ wollen wir nun durch einen Film vertiefen, der heute die Predigt

ersetzen wird.

FILM „Glaube heisst vertrauen“

Den Film befindet sich im Downloadbereich: www.filmgottesdienst.de/glaube_material

Lied nach der Predigt

Bei dir, Jesu, will ich bleiben

(EG 406/ Feiert Jesus! 3 79/ Glaubenslieder 290/ Ich will dir danken! 277/ Jesus unsere Freude! 376/

Feiern & Loben 355/ Lied 4897637 in SongSelect von der CCLI)

Du bist meine Zuflucht und Stärke

(Feiert Jesus! 3 99/ Du bist Herr 4 29/ Feiern & Loben 417/ Lied 4328993 in SongSelect von der CCLI)

So bist nur du (Wasser wird Wein, Blinde sehn)

(Feiert Jesus! 4 119; Wiedenester Jugendlieder 17 4; Lied 5906981 in SongSelect von der CCLI)

FÜRBITTENGEBET

Lasst uns nun miteinander und füreinander beten:

Lieber Vater im Himmel,

viele Menschen sind auf der Suche nach Dir. Lass sie Menschen begegnen, die durch

ihr Reden und Handeln Wegweiser sind.

Es gibt viele einsame Menschen. Lass sie Freunde finden, die sich um sie kümmern.

Lieber Vater im Himmel, es gibt viele arme Menschen in dieser

Welt. Mach uns bereit, mit ihnen zu teilen.

Lieber Vater im Himmel, es gibt viele verzweifelte Menschen in

dieser Welt. Lass sie neuen Mut finden.

Lieber Vater im Himmel, es gibt viele kranke Menschen in dieser

Welt. Lass sie Heilung erfahren.

Lieber Vater im Himmel, es gibt viele traurige Menschen in dieser

Welt. Lass sie deinen Trost spüren.

Lieber Vater im Himmel, danke dass wir dir sagen dürfen, was uns

auf dem Herzen liegt. Erhöre unsere Bitten. Amen

>>> SIEHE ALTERNATIVE GEBETE (Seite 27)

Schlusslied/Lied zum Ausgang

Seite 20

Glauben heiSSt Vertrauen

(Jesu Name nie verklinget 3 900)


Jesu, geh voran

(EG 391/ Feiern & Loben 426/ Gemeindelieder 424/ Glaubenslieder 206/ Ich will dir danken! 271/ Jesus

unsere Freude! 522/ Singt zu Gottes Ehre 269)

Bekanntmachungen

Hinweise auf Veranstaltungen, wo und wie Gemeinde den Glauben zusammen im

Alltag leben kann.

Hinweise zur Gabensammlung (Dankopfer) - ggf. für konkrete glaubensfördernde

Projekte - z.B. Compassion Bibelfonds

Bitte weisen Sie doch auf das Infomaterial und die Kuvers von Compassion zu

Kindern, die einen Paten suchen, hin als eine Möglichkeit, auf den Gottesdienst zu

reagieren.

HINWEIS POSTKARTEN

Sorgen Sie dafür, dass dieses Thema uns im Alltag nachgeht. Verteilen Sie doch am

Ende des Gottesdienstes an jeden Besucher eine Postkarte.

Segen

Der Herr segne dich und behüte dich; der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir

und sei dir gnädig; der Herr hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.

4. Mose 6,24–26

Musik zum Ausgang

Verteilung der Postkarten am Ausgang

NACH DEM GOTTESDIENST

Idee: Ermöglichen Sie ein offenes Gemeindecafé.

Durch Stehtische, die ggf. mit Getränken und

Knabbereien gedeckt sind, schaffen Sie die

Möglichkeit, dass sich die Gottesdienstbesucher

über die Filmpredigt austauschen können.

Wir würden uns freuen, wenn Sie im

Downloadbereich Infomaterial von Compassion

bestellen und am Infotisch auslegen.

Der Glaube ist das tägliche Brot, das Gott uns gibt.

Seite 21


FILMGOTTESDIENST

IN FREIKIRCHLICHER GOTTESDIENSTFORM

BegrüSSungslied

KOmm in unsre MItte, O Herr

(Feiert Jesus! 1 120; Lebenslieder 2 155; In Love With Jesus 38; Lobt den Herrn! 6)

BegrüSSung

Herzlich willkommen zum Gottesdienst. Schön, dass Sie sich auf den Weg gemacht

haben, um Gott: dem Vater, Jesus, seinem Sohn und dem Heiligen Geist zu begegnen.

Heute werden wir uns Gedanken zum Thema „Glauben heißt Vertrauen“ machen. Die

Bibel ist ja das Buch des Lebens und des Glaubens. Darin sind viele Glaubenserfahrungen

von unterschiedlichen Menschen, in verschiedenen Lebenssituationen aufgeschrieben.

In der Bibel finden wir lauter Vorbilder im Glauben: Noah, Abraham, Rut, Daniel, Maria,

Paulus. Diese zeigen uns, was ihren Glauben ausmacht: Ich kann Gott vertrauen.

Was kennzeichnet vornehmlich Ihren Glauben? Hadern Sie mit Gott über leidvolle

Erfahrungen in ihrem Leben? Wird Ihr Glaube durch spektakuläre Erlebnisse geprägt?

Oder haben Sie einen hoffnungsvollen Glauben ganz nach dem Motto „Gott wird es schon

gut machen“? Wovon auch immer unser Glaube geprägt ist, Jesus lädt uns ein, immer

wieder zu vertrauen und eine Beziehung mit Gott zu wagen. Gebet ist eine wesentliche

Ausdrucksform unserer Beziehung zu Gott. Darum wollen wir nun zu Beginn beten.

Gebet

Lieber Vater im Himmel!

Wir danken dir, dass wir miteinander Gottesdienst feiern dürfen. Wir bitten dich, lass

uns deine Gegenwart erfahren. Lass uns in dieser Zeit vor dir Hörende sein, die dein

Wort aufnehmen, nicht nur mit den Ohren, sondern auch mit dem Herzen. Präge uns

durch dein gutes Evangelium. Lass uns die verändernde Kraft deiner Gegenwart jetzt

in diesem Gottesdienst erfahren.

Amen

GEMEINSAMES LIED

GroSS ist unser Gott

(Feiert Jesus! 1 31; Glaubenslieder 2 613; In Love With Jesus 38; Lobt den Herrn! 92; So groß ist der Herr

56; Wiedenester Jugendlieder 2002 43; Lied 4325006 in SongSelect von der CCLI)

Seite 22

KINDER GEHEN IN IHREN GOTTESDIENST


Anmoderation „Was ist Glauben?“

Weil unser Gott groß ist, braucht es manchmal nur einen kleinen Glauben von uns

Menschen. Einen senfkorngroßen Glauben an einen großen Gott. Man muss nicht an

den Gott der Bibel glauben, um zu glauben. Manche glauben an Götter, manche ans

Schicksal, andere an die Liebe, an die Freundschaft oder an die Wissenschaft. Doch:

Was ist „glauben“ eigentlich? Ein Gefühl, eine Überzeugung, ein Gehorsam? Ein

kleiner Videoclip soll uns helfen diesem schillerden Begriff auf die Spur zu kommen.

Videoclip „Glauben“ (Einstieg ins Thema)

Den Videoclip finden Sie im Downloadbereich: www.filmgottesdienst.de/glaube_material.

Bekanntmachungen

Lobpreis

HOSANNA (Praise Is Rising)

(Feier Jesus 4! 39; www.worshiptogether.com/songs/hosanna-praise-is-rising)

RUFT ZU DEM HERRN (MEIN JESUS, MEIN RETTER)

(Feiert Jesus! 4 143/ In Love With Jesus 114/ Come to Worship 1+2 69/ S.O.N.G. (2. Auflage - blau) 88/

Lied 5172193 in SongSelect von der CCLI)

Everlasting God (Strength Will Rise As We Wait Upon The Lord)

(Feiert Jesus! 4 69; So groß ist der Herr 41; Wiedenester Jugendlieder 16 44; Lied 4556538 in SongSelect

von der CCLI)

Every move I make (Waves of mercy)

(Feiert Jesus! 3 59; In Love With Jesus 24; Wiedenester Jugendlieder 16 186)

So bist nur du (Wasser wird Wein, Blinde sehn)

(Feiert Jesus! 4 119; Wiedenester Jugendlieder 17 4; Lied 5906981 in SongSelect von der CCLI)

Wir warten

(Feiert Jesus! - to go 2 40)

Predigt-/Bibeltext: Lukas 5, 17-26

Und es begab sich eines Tages, als er lehrte, dass auch Pharisäer und Lehrer des

Gesetzes dasaßen, die gekommen waren aus allen Dörfern in Galiläa und Judäa

und aus Jerusalem. Und die Kraft des Herrn war mit ihm, dass er heilen konnte. Und

siehe, einige Männer brachten einen Menschen auf einem Bett; der war gelähmt.

Und sie versuchten, ihn hineinzubringen und vor ihn zu legen. Und weil sie wegen

der Menge keinen Zugang fanden, ihn hineinzubringen, stiegen sie auf das Dach und

ließen ihn durch die Ziegel hinunter mit dem Bett mitten unter sie vor Jesus. Und

als er ihren Glauben sah, sprach er: Mensch, deine Sünden sind dir vergeben. Und

die Schriftgelehrten und die Pharisäer fingen an zu überlegen und sprachen: Wer ist

der, dass er Gotteslästerungen redet? Wer kann Sünden vergeben als allein Gott? Als

Seite 23


aber Jesus ihre Gedanken erkannte, antwortete er und sprach zu ihnen: Was denkt

ihr in euren Herzen? Was ist leichter, zu sagen: Dir sind deine Sünden vergeben, oder

zu sagen: Steh auf und geh umher? Damit ihr aber wisst, dass der Menschensohn

Vollmacht hat auf Erden, Sünden zu vergeben – sprach er zu dem Gelähmten: Ich

sage dir, steh auf, nimm dein Bett und geh heim! Und sogleich stand er auf vor ihren

Augen und nahm das Bett, auf dem er gelegen hatte, und ging heim und pries Gott.

Und sie entsetzten sich alle und priesen Gott und wurden von Furcht erfüllt und

sprachen: Wir haben heute seltsame Dinge gesehen. (Lutherbibel 2017)

FILM „Glauben Heisst Vertrauen“ (Heute kommt die Predigt von der Leinwand)

Den Film finden Sie im Downloadbereich: www.filmgottesdienst.de/glaube_material.

Ggf. musikstück/Lied

Jesus (www.worshiptogether.com/songs/jesus-chris-tomlin/ oder auf YouTube: https://www.youtube.com/

watch?v=cEbQswNB6Wc)

Gebet

Wenn keiner da ist,

der dir hilft,

dann ist Gott da.

Gott ist immer da.

Er hilft dir jederzeit,

egal was los ist.

Wenn keiner da ist,

und du ganz alleine bist

dann ist Gott da.

Gott ist immer da.

Er leistet dir Gesellschaft

und lässt dich nicht allein.

Wenn keiner da ist,

und du unter Ungerechtigkeit leidest,

dann ist Gott da.

Gott ist immer da.

Er hält deine Hand

und verschafft dir Gerechtigkeit.

Seite 24


Gott ist immer da,

Er lässt dich nie alleine und beschützt dich.

Er nimmt dich in den Arm und passt auf dich auf.

Er hilft dir immer und überall.

Er ist dein treuster Begleiter, der dich so mag wie du bist.

Auf Gott kannst du dich verlassen.

nach Annja Teschers – Probier´s mal mit Beten. Leipzig 2015

Kollektenansage

>>> SIEHE AUCH UNTER: ALTERNATIVE GEBETE

Gemeinsames Lied und Kollektensammlung

Jesus, berühre mich (Nur den Saum deines Gewandes)

(Feiert Jesus! 2 172; S.O.N.G. (2. Auflage - blau) 151; So groß ist der Herr 124; Lied 4334499 in

SongSelect von der CCLI)

Vortragslied oder Instumentalstück

Segen

Der Herr spricht:

Fürchte dich nicht, denn ich bin bei dir;

hab keine Angst, denn ich bin dein Gott!

Ich mache dich stark, ich helfe dir,

mit meiner siegreichen Hand beschütze ich dich!

Jesaja 41,10

Postkarten Verteilen

Sorgen Sie dafür, dass dieses Thema uns im Alltag nachgeht und die Besucher auch

nach dem Gottesdienst bewegt. Verteilen Sie doch am Ende des Gottesdienstes an

jeden Besucher eine Postkarte.

Nach dem Gottesdienst

Ermöglichen Sie ein offenes Gemeindecafé. Durch Stehtische, die ggf. mit Getränken

und Knabbereien gedeckt sind, schaffen Sie die Möglichkeit, dass sich die

Gottesdienstbesucher über die Filmpredigt austauschen können.

Seite 25


ZITATE ZUM THEMA

Der Glaube ist nicht ein Gedanke des Kopfes, sondern eine Tat des Herzens, eine

freiwillige Übergabe des ganzen Menschen an seinen Schöpfer und Erlöser.

Friedrich von Bodelschwingh - evangelischer Theologe

Glaube heißt nicht, Gott zu sehen, aber zu wissen, dass Gott mich sieht. Das reicht mir.

Das ist vollkommene Freiheit.

Oswald Chambers - schottischer Missionar

Es kommt nicht auf einen großen Glauben an, sondern auf den Glauben an die Größe

Gottes.

Hans-Joachim Eckstein - evangelischer Theologe

Glaube heißt: sich auf die Glaubwürdigkeit Gottes zu verlassen.

Corrie ten Boom - niederländische Widerstandskämpferin

Der Glaube muss, um echt zu sein, gebende Liebe sein. Glaube und Liebe gehen

zusammen.

Mutter Teresa - Friedensnobelpreisträgerin

Ich würde nicht glauben, wenn ich nicht einsehen würde, dass es vernünftig ist zu

glauben.

Thomas von Aquin - italienischer Theologe

Den Glauben leben heißt, sein ganzes Leben in die Hände Gottes zu legen, besonders

in schwierigen Augenblicken.

(Jorge Mario Bergoglio) Papst Franziskus

Das Wichtigste, was Menschen über Gott wissen müssen, ist, dass Gott unbegreiflich

und gleichzeitig zum Greifen nahe ist.

Manfred Siebald - Liedermacher

Ich glaube an die Sonne, auch wenn ich sie nicht sehe. Ich glaube an die Liebe, auch

wenn ich sie nicht fühle. Ich glaube an Gott, auch wenn er schweigt.

Johann Christoph Blumhardt - evangelischer Theologe

Seite 26


Alternative Gebete

Glaube ist ein

Geschenk Gottes

in unserem

Herzen.

Martin Luther

GEBET UM GLAUBEN

Gib mir, Herr nicht Gold und Silber, sondern einen

starken, festen Glauben.

Nichts begehre ich,

das die Welt groß achtet,

denn ich bin dadurch vor dir

nicht um ein Haarbreit gebessert; sondern

deinen Heiligen Geist gib mir,

der mein Herz erleuchte,

mich in meiner Angst und Not

stärke und tröste,

im rechten Glauben und Vertrauen auf deine Gnade

erhalte mich bis an mein Ende.

Amen

(Martin Luther zugeschrieben)

ERWECKE DAS VERLANGEN

Herr Gott,

erwecke in meiner Seele

das große Verlangen nach dir.

Du kennst mich und ich kenne dich.

Hilf mir, dich suchen und finden.

Herr Jesus,

wenn ich angefochten bin,

weil ich Gott und seine Macht

und Liebe nicht sehen kann

in dieser Welt,

so lass mich fest auf dich blicken,

denn du bist mein Herr und mein Gott.

Amen

(Dietrich Bonhoeffer)

GOTT ALLEIN

Nichts soll dich verwirren,

nichts dich erschrecken.

Alles geht vorbei.

Gott allein bleibt der selbe.

Die Geduld erreicht alles.

Wer Gott hat, dem fehlt nichts:

Gott allein genügt.

Amen

(Teresa von Avila)

Seite 27


LIEDEr

Klassische Choräle

Lobet den Herren alle, die ihn Ehren

Gotteslob 81; EG 447; Feiern & Loben 460; Feiert

Jesus! 3 231; Gemeindelieder 462; Jesus unsere

Freude! 638; glauben-hoffen-loben 550

Befiehl du deine Wege

Gotteslob 418; EG 361; Feiert Jesus! 1 136;

Gemeindelieder 419; Glaubenslieder 175; Singt zu

Gottes Ehre 295; Jesus unsere Freude! 502; glaubenhoffen-loben

396

Weiss ich den Weg auch nicht

EG 624; Feiern & Loben 432; Gemeindelieder 386;

Glaubenslieder 216; Ich will dir danken! 392; Singt

zu Gottes Ehre 300; Unser Liederbuch 392; Jesus

unsere Freude! 528; glauben-hoffen-loben 522

Ein feste Burg ist unser Gott

EG 362; Feiern & Loben 130; Gemeindelieder 97;

Glaubenslieder 232; Singt zu Gottes Ehre 297; Unser

Liederbuch 306

Lehre mich glauben, Herr

Glaubenslieder 312; Ich will dir danken! 432; Jesu

Name nie verklinget 88; Jesus unsere Freude! 419;

Singt zu Gottes Ehre 124; Unser Liederbuch 298

Wer Jesus am Kreuze im Glauben

erblickt

Ich will dir danken! 221; Jesus unsere Freude! 331;

Sein Ruhm, unsere Freude (1989) 244

MODERNE LOBLIEDer

Wir erheben uns im Glauben

Du bist Herr 3 230; Du bist Herr - Die neue

Selection 338

Freue dich und glaube fest

Jesus unsere Freude! 346; Singt zu Gottes Ehre 288

Glauben heiSSt Vertrauen

Jesu Name nie verklinget 3 900

Ich glaube

Die besten Songs 1 64; Feiert Jesus! 4 109

Ich möchte Glauben haben, der über

Zweifel siegt

EG: BY/TH 622; Feiern & Loben 377

DU BIST MEINE ZUFLUCHT UND STÄRKE, DU

BIST MEINE HILFE IN NOT

Feiert Jesus! 3 99, Feiern & Loben 417, Lied

4328993 in SongSelect von der CCLI

Weil bei Jesus unser Glaube wieder

Feuer fängt (Bleibt mein Leben ohne

Spur)

Feiert Jesus! 1 228; Lebenslieder plus 103; Singt von

Jesus (Band 3) 236

Wir glauben Gott im höchsten Thron

EG 184; Feiern & Loben 338; Alive 243

Auf diesen Glauben will ich nun

EG 706

Seite 28

Geist des Glaubens, Geist der Stärke

EG 137; Feiern & Loben 282; Gemeindelieder 259;

Singt zu Gottes Ehre 96


LIEDEr

AKTUELLE LOBPREISLIEDER

Ich glaube (Ich glaube an den Vater)

In Love With Jesus 2 87

Hungrig komm ich zu Dir (Ich fall auf

meine Knie)

Come to Worship 1+2 42; In Love With Jesus 60; So

groß ist der Herr 77; Lied 5229266 in SongSelect von

der CCLI

Wunderbarer Hirt

Feiert Jesus! 4 174; Glaubenslieder 2 638; S.O.N.G.

(2. Auflage - blau) 122; Lied 4684723 in SongSelect

von der CCLI

Healer

http://www.lyricsmode.com/lyrics/h/hillsong/

healer.html

Musikvideo: https://vimeo.com/6850259

Still (Hide me now)

Feiert Jesus! 4 140; Ruft zu dem Herrn 42; Lied

3940963 in SongSelect von der CCLI

Mighty To Save (Everyone Needs

Compassion)

Feiert Jesus! 4 22; Ruft zu dem Herrn 20; So groß

ist der Herr 176; Lied 4591782 in SongSelect von

der CCLI

LIEDER FÜR KINDER

Liederbuch: Kinder feiern Jesus

Bärenstark 23

Hilfe in der Not 55

Volltreffer 9

Groß, größer, am größten bist du 16

Liederbuch: Du bist Herr - Kids

Eins, zwei, der Herr ist treu 36

Hurra für Jesus 81

Mein Gott ist so groß 150

Wir glauben, was die Bibel sagt 211

Liederbuch: Knallersongs

Wir glauben an Gott den Vater 8

Felsenfest und stark ist mein Gott 12

Unserm Gott ist alles möglich 44

Hey, Jesus liebt mich 45

Jesus kann alles 144

Liederbuch: Feiert Jesus Kids 1

Schwappdidu 105

Bärenstark 29

Du bist der einzig wahre Gott 16

Ich streck mich aus 23

Oceans Will Part

Ruft zu dem Herrn 41; Lied 4591830 in SongSelect

von der CCLI

Seite 29


EXKURS: Der Begriff „Glaube“ in der Bibel

Häufig bekommt man auf die Frage „Was heißt Glauben?“ die Antwort: Vertrauen! Beim

Blick in die Bibel wird recht schnell deutlich, dass sich diese Antwort mit den Erfahrungen

der biblischen Autoren deckt.

243 mal kommen im NT das Hauptwort „pistis“, sowie das Tätigkeitswort „pisteuō“

und verwandte Wörter für „Glauben“ vor. Das Wortfeld ist ein Leitwort im NT für die

rechte Gottesbeziehung, vor allem für Christen in den frühen Gemeinden. Pistis meint

vor allem „Vertrauen“, aber auch die Eigenschaft, die Vertrauen begründet, also

„Vertrauenswürdigkeit“, „Treue“ oder „Gewissheit“. Das Verb „pisteuèin“ heißt sowohl

„glauben“ als auch „auf etwas vertrauen“ oder „das Vertrauen auf jemanden setzen“. Der

Gebrauch im NT ist stark von der Septuaginta, der altgriechischen Übersetzung der hebräischen

Bibel (AT), beeinflusst: An Gott zu glauben, heißt, ihm zu vertrauen, und dieses

Vertrauen gründet in dem, was Gott schon getan hat und in seiner Treue.

Im Alten Testament kommt lediglich 51 mal die Verbalform „glauben“ vor. Das wichtigste

hebräische Wort für „glauben“ -„aman“- mit dem Hauptwort „Amen“. Es kommt 30 mal

im AT vor, 74 mal im NT. Eine Untersuchung des Alten Testaments auf das Thema Glauben

hin führt zu dem erstaunlichen Befund, dass im Vergleich zu dem im Umfang kleineren

Neuen Testament relativ selten vom Glauben an Jahwe als der Haltung des Menschen vor

und zu Gott die Rede ist (Brandscheidt).

Für diesen überraschenden Sachverhalt gibt

es zwei Gründe:

Erstens gibt es nicht selten alttestamentliche

Texte, die den Glaubensvollzug thematisieren,

ohne dass eine entsprechende Begrifflichkeit

gebraucht wird. Wenn beispielsweise Abraham

auf die Aufforderung Jahwes hin seine Heimat

und Verwandtschaft verlässt, um in das Land

zu gehen, das Gott ihm zeigen wird (Gen 12,1-

4), dann ist das ein Akt gehorsamen Glaubens

und Vertrauens auf die Führungsmacht Jahwes

(Brandscheidt).

Zweitens scheint der Glaube als Antwort auf

Gottes Wort und Tat dem Alten Testament nahezu

selbstverständlich, weshalb vornehmlich

dann die Rede davon ist, wenn der Glaube

an die Rettermacht Jahwes in Krisenzeiten

gefährdet ist und eine Bewährung des

Gottesvolkes ansteht.

Seite 30


An Gott zu

glauben, heißt,

ihm zu

vertrauen, und

dieses Vertrauen

gründet in dem,

was Gott schon

getan hat, und

in seiner

Treue.

Dies ist beispielsweise in Jesaja 7 der Fall, wo angesichts

einer Bedrohung durch Feinde „das Herz des

Königs und des Volkes wie die Bäume im Wald zitterten“

(Jes 7,2) und der Aufruf des Propheten Jesaja

zur Standfestigkeit in die Aussage mündet: „Glaubt

ihr nicht, so bleibt ihr nicht“ (Jes 7,9). Somit ist –

auch wenn das Alte Testament mit dem Wort „glauben“

sparsam umgeht – das Thema des Glaubens

keineswegs ein Nebenthema (Brandscheidt).

Im Kapitel 11 des Hebräerbriefes findet man eine

retrospektive Aneinanderreihung vieler alttestamentlicher

Glaubenshelden. Zu Beginn dieses

Kapitels findet man eine der wenigen definitionsähnlichen

Beschreibungen von „glauben“ im Neuen

Testament: „Es ist aber der Glaube eine Grundlage

für Erhofftes, ein Erweis von Dingen, die wir nicht

sehen“ (Heb 11,1). Keine einfache Definition. Der

Schreiber des Hebräerbriefes erläutert anhand von

Glaubenshelden in den restlichen 39 Versen dieses

Kapitels, was der Glaube wirklich ist: festes

Vertrauen auf Gott - in Gegenwart und Zukunft.

in dieser Broschüre Verwendete Literatur: Paul Gerhard Müller,

Lukasevangelium, Stuttgart 1984; Rainer Dillmann/Cesar Mora Paz, Das Lukas-

Evangelium, Stuttgart 2004; N.T. Wright, Lukas für heute, Gießen 2016; Craig S.

Keener, Kommentar zum Umfeld des NT – Band 1, Neuhausen-Stuttgart 1998;

Joachim Gnilka, Das Evangelium nach Markus (EKK, Bd. 1 Mk 1-8,26), Zürich und

Düsseldorf 1998; Britta Hübener/Gottfried Orth, Wörter des Lebens, Stuttgart

2007; William McDonald - Kommentar zum Neuen Testament, Dillenburg 2010;

Diener/Morgner/Schneider, Grundbegriffe des Glaubens, Gießen 2011; Georg

Plasger, Glauben heute mit dem Heidelberger Katechismus, Göttingen 2012;

Martin Autschbach, Wunder entdecken; www.bibelwissenschaft.de - Glauben

(AT) von Renate Brandscheidt; www.bibelwerk.de: Glauben in der Bibel

von Anneliese Hecht; „Was heißt glauben?“- Ein biblischer Streifzug von P.

Franz Prosinger; Religion in Geschichte und Gegenwart. Handwörterbuch für

Theologie und Religionswissenschaft, Glauben, Stuttgart 2008.

Seite 31


COMPASSION GLAUBT:

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