ME2BE_Campus_Medizin_und_Technik

me2be

CAMPUS

STUDIUM UND AUSBILDUNG IN SCHLESWIG-HOLSTEIN UND HAMBURG

EINE FRAGE DER GESUNDHEIT

Wie das Zusammenspiel von Medizin und Technik

unser Leben beeinflusst

STUDIS FORSCHEN FÜR

BESSERE HÖRGERÄTE

Bundesweit erster Studiengang

Hörakustik an der FH Lübeck

ES IST NUR FERNSEHEN

Interview mit dem

Moderator Dennis Wilms

GLOSSAR

Auf einen Blick – Studiengänge

im medizinischen und

technischen Bereich

www.me2be.de brandpublishers Heft 02 Sommer 2015 € 2,90


EDITORIAL

Text Joachim Welding

Foto Ministerium

Medizin und Technik

So findest Du Deinen

Traumberuf

Orientierung, Fördermöglichkeiten und START:

Bildungsministerin Britta Ernst im Interview mit ME2BE

Eine ganz private Frage an die ehemalige

Schülerin Britta Ernst: Was ging Ihnen

durch den Kopf, als das Abi vor der Tür

stand? Wussten Sie schon genau, was Sie

werden wollten?

Ich habe mich vor allem sehr frei gefühlt. Damals

wollte ich Naturwissenschaftlerin werden.

Die Gesundheitsbranche boomt in Schleswig-Holstein:

Wo bekommen SchülerInnen

Informationen, wie sie mit dem Abi, dem

Fachabi oder dem Mittleren Schulabschluss

den richtigen Beruf zwischen Arztpraxis,

Medizintechnik-Unternehmen und Klinik

finden? Was raten Sie ihnen?

Es gibt gute Möglichkeiten, sich zu informieren

und zu orientieren - dieses Magazin

gehört dazu. Natürlich gehört eine ausgewogene,

fächerübergreifende und zeitgemäße

Berufs- und Studienorientierung auch

zum pädagogischen Auftrag der Schulen.

Ich empfehle aber auch, Erwachsene im Bekanntenkreis

zu befragen, sich im Internet

zu informieren oder die Berufsberatung der

Arbeitsagentur zu besuchen.

Ärztin/Arzt ist nach wie vor ein Traumberuf

von Abiturienten. Was können sie tun,

wenn es zum Numerus clausus von derzeit

1,1 in SH nicht gereicht hat?

Man kann an einem Test für medizinische Studiengänge

teilnehmen. Das Testergebnis kann die

Chance auf einen Studienplatz je nach Hochschule

erhöhen. (Infos dazu auf www.tms-info.org).

Außerdem kann man eine medizinische Ausbildung

zur Krankenschwester oder zum Rettungssanitäter

machen und so - wenigstens bei einigen

Hochschulen - seine Abi-Note „verbessern“.

Welche Möglichkeiten haben Schulabgängerinnen

und Schulabgänger, die vor

dem Studium in Deutschland oder im

Ausland einige Zeit ehrenamtlich arbeiten

wollen?

Nach Vollendung der Vollzeit-Schulpflicht

gibt es die Möglichkeit, ein freiwilliges soziales

oder ökologisches Jahr zu machen oder

zum Bundesfreiwilligendienst zu gehen. Die

Vorteile sind, dass man soziale oder ökologische

Berufe kennenlernt oder etwas über

die Bereiche Kultur, Sport oder Denkmalpflege

erfährt. Es ist zudem ein gutes Gefühl,

sich für andere einzusetzen und gleichzeitig

ganz neue Kompetenzen zu entwickeln.

Diese Erfahrungen zählen dann auch später:

Wer sich für eine Ausbildungsstelle bewirbt,

hat möglicherweise nach der Freiwilligenzeit

bessere Chancen.

Auf unseren Wunschzetteln steht GESUNDHEIT ganz weit oben.

Es gibt nichts Wichtigeres. Deshalb interessieren wir uns so

unglaublich dafür. Aber wer produziert eigentlich Gesundheit?

In erster Linie denken wir an Ärzte und Ärztinnen,

Therapeuten und Therapeutinnen, Pfleger und Pflegerinnen,

an Krankenhäuser, Arztpraxen und Apotheken.

Ein Blick hinter die Kulissen zeigt: Es gibt noch weitere

Gesundheitsmacher. Zum Beispiel kleine und große

Hersteller medizintechnischer Geräte, Instrumente,

Werkzeuge und Apparaturen, die eine erfolgreiche

Patientenbehandlung erst ermöglichen.

Auch die Robotik und die Lasertechnik gehören

längst zum medizinischen Alltag. Ganz zu schweigen

von Computeranwendungen und modernen

Kommunikationstechnologien. Kurzum: Die moderne

Medizin ist in hohem Maße auf Technik angewiesen.

Ideale Voraussetzungen für Schüler, die neben

technischem Verständnis und kreativen Ideen den

Wunsch haben, mit ihrer Arbeit kranken Menschen zu

helfen und unsere Welt aktiv mitzugestalten.

Viel Spaß beim Lesen

Euer ME2BE CAMPUS Team

2


INHALT

STUDIUM

PORTRAITS

14

„KÖNIGIN DER

INGENIEURWISSENSCHAFTEN“

Medizintechnik für den Menschen: Universität zu Lübeck bietet

mit Bachelor- und Masterstudiengang Schnittstelle zwischen

Naturwissenschaften und Gesundheit

40

DUALES STUDIUM DIPLOM-

FINANZWIRTSCHAFT

Fachhochschule für Verwaltung und Dienstleistung in Altenholz

16

EIN HÄNDCHEN FÜR TECHNIK

UND MEDIZIN

Vom Beatmungsgerät bis zur Computertomografie: FH Lübeck

mit Studiengang Biomedizintechnik / Forschung im Labor für

Medizinische Elektronik

42

43

BIOMEDICAL ENGINEERING

FH Lübeck

HÖRAKUSTIK

FH Lübeck

6

Bilder aus

dem Körper

18

21

STUDIS FORSCHEN FÜR

BESSERE HÖRGERÄTE

Bundesweit erster Studiengang Hörakustik an der FH Lübeck

FH FLENSBURG: COUNTDOWN

FÜR DREI NEUE MISSIONEN

Neue Studienangebote ab WS 2015/16 locken auf den

Sandberg-Campus: Angewandte Informatik, Werbefilm und

Energiewissenschaften

44

45

MEDIZINISCHE INGENIEURWISSENSCHAFT

43

MEDIZINISCHE INGENIEURWISSENSCHAFT

Universität zu Lübeck

MEDIENINFORMATIK

FH Flensburg

CAMPUS

BILDER AUS DEM KÖRPER

Das Zusammenspiel von Medizin und Technik offenbart

unser Innerstes

06

12

30

EINE FRAGE DER GESUNDHEIT

Wie das Zusammenspiel von Medizin und Technik

unser Leben beeinflusst

ABITUR UND DANN?

Was mache ich mit meiner (Fach-)Hochschulreife?

24

26

28

32

36

LERNEN, VISUELL ZU VERFÜHREN

Der neue Master-Studiengang „Werbefilm, Corporate

Communication & Marketing“ an der FH Flensburg

ENERGIEWISSENSCHAFTEN

– WENIGER IST MEHR!

Gespräch mit Prof. Dr.-Ing. Jochen Wendiggensen, Dekan des

Fachbereichs Energie und Biotechnologie an der FH Flensburg über

den neuen Bachelor-Studiengang „Energiewissenschaften“

DIE FACHHOCHSCHULE FLENSBURG

NUR NOCH KURZ EIN LEBEN RETTEN

Die Knochenmarkspende einer HSBA-Studentin

PLANEN, PROGRAMMIEREN, INFORMIEREN

Duales Studium Wirtschaftsinformatik bei der PPI AG in Hamburg

und Kiel

51

54

THE NØRD TIMES

Das können wir besser

Interview mit Hannes Nockel, Skaterampenbauer

und Geschäftsführer von Anker

Rampen

Hauptberuf Windsurfer

Interview mit dem Profiwindsurfer Vincent

Langer

48

60

FILME, IN DENEN MEDIZIN UND

TECHNIK EINE ROLLE SPIELEN

TASCHENGELD FÜR PROFIS

Wenn das Geld nicht reicht und Oma nicht ans Telefon gehen will

36

Planen,

Programmieren,

Informieren

02

03

46

63

SO FINDEST DU DEINEN TRAUMBERUF

Orientierung, Fördermöglichkeiten und START: Bildungsministerin

Britta Ernst im Interview mit ME2BE

EDITORIAL

GLOSSAR

Auf einen Blick – Studiengänge im medizinischen und technischen

Bereich

IMPRESSUM

56

58

Es ist nur Fernsehen

Interview mit dem Moderator Dennis Wilms

Flexi-Boy

Florens Beyer von der Kieler Max-

Planck-Schule erhielt die Auszeichnung:

Bundesweit „Beste Arbeit des Themas“ im

Europäischen Schülerwettbewerb

Das können

wir

besser

51


CAMPUS STUDIUM COMPANIES PORTRAITS

Bilder aus dem Körper

Das Zusammenspiel von Medizin und Technik offenbart unser Innerstes

Die Entdeckung der Röntgenstrahlen durch Wilhelm Conrad Röntgen im Jahre 1895

hat das Verständnis der Medizin revolutioniert. Diese neuartigen Strahlen, die

Röntgen erst „X“-Strahlen nannte, eröffneten den Menschen im wahrsten Sinne des

Wortes eine vollständig neue Sicht auf die Beschaffenheit des Körpers und der damit

zusammenhängenden Vorgänge des Lebens. Die Anwendung der Strahlen am lebenden

Menschen war eine Sensation, die dazu führte, dass ein neues wissenschaftliches

Zeitalter eingeläutet wurde. Was früher verborgen war, konnte nun sichtbar

gemacht werden. Ohne die bahnbrechende Entdeckung Röntgens wäre die heutige

Medizin undenkbar. Die genauen Abbildungen des Körpers sind aus dem klinischen

Alltag nicht mehr wegzudenken. Wir zeigen ein paar Bilder aus dem Körper.

Die menschliche hanD

ist ein kompliziertes

GebilDe.

sie besteht aus

insGesamt 27

einzelknochen

In den Händen befinden

sich damit etwa ein

Viertel aller Knochen

des menschlichen

Körpers.

8 Handwurzelknochen,

5 Mittelhandknochen

und 14 Fingerknochen

sind durch Gelenke und

Bänder miteinander

verbunden.

7


Die Halswirbelsäule

besteHt aus 7

wirbeln

Dem skelett

verDanken wir

menscHen unseren

aufrecHten GanG

unD in verbinDunG

mit muskeln

unD seHnen, Die

möGlicHkeit, uns zu

beweGen

CAMPUS STUDIUM COMPANIES PORTRAITS

Das Skelett bietet

außerdem wichtigen

Organen, wie Hirn, Herz

und Lunge Schutz vor

Verletzungen.

Das menschliche Skelett

hat etwa 206 Knochen.

Im Gegensatz zu

den Brust- und

Lendenwirbeln sind die

Halswirbel relativ klein

und zart, aber dennoch

stark genug, um das

komplette Gewicht des

Kopfes zu tragen.

9


CAMPUS STUDIUM COMPANIES PORTRAITS

Die Stellung der

Handwurzelknochen

verändert sich mit jeder

Wachstumsphase.

Jeder Finger, mit

Ausnahme des

Daumens, besteht

aus drei Knochen.

Der nur zweigliedrige

Daumen ist durch ein

Sattelgelenk mit dem

Handwurzelknochen

verbunden. So kann

die Hand Gegenstände

umgreifen.

anhand von

röntgenaUfnahmen

der

handWUrzel

können

mediziner

errechnen,

Wie gross ein

mensch Wird

Den Schädel besteht

aus 29 Teilen,

einschließlich der

Gesichtsknochen

und der drei kleinen

Knochen in den

Ohren. Die meisten

Schädelknochen sind

durch unbewegliche

Gelenke verbunden,

die man Schädelnähte

nennt. Beweglich sind

allerdings nur der

Unterkiefer und die

Mittelohrknochen.

In Ohren und

Nasenspitze sitzen

keine Knochen. Ihr

Innengerüst besteht

aus Knorpel, der

leichter und biegsamer

als Knochen ist. Auf

Röntgenaufnahmen sind

sie nicht zu sehen.

Text Katharina Grzeca

Fotos Shutterstock

Um es mit den Worten des grossen mr. michael

jackson zU sagen: „it don‘t matter if YoU‘re Black or

White“! Unter der haUt Bestehen Wir alle aUs knochen.

10 11


CAMPUS

STUDIUM COMPANIES PORTRAITS

Text Katharina Grzeca

Illustration Sarah Matuszewski

Eine Frage der Gesundheit

Wie das Zusammenspiel von Medizin und

Technik unser Leben beeinflusst

Susannah Jones ist 116 Jahre alt und damit die älteste Person auf der

Welt. Ihr hohes Alter brachte ihr einen Eintrag ins Guinness-Buch der

Rekorde. Das Geheimnis der New Yorkerin sei viel Schlaf, wie sie berichtet.

Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt allgemein weit unter den 116

Jahren von Susannah. Deutsche Frauen schaffen 83, deutsche Männer leben

im Durchschnitt 78 Jahre. Und wir werden immer älter. Um 1750 lag die

Lebenserwartung bei kaum mehr als 30 Jahren. Allein in den vergangenen

130 Jahren hat sich die durchschnittliche Lebenszeit mehr als verdoppelt.

Kein Wunder, wenn man die Behandlungsmethoden

und das Wissen um den menschlichen

Körper im 18. Jahrhundert mit den Möglichkeiten

vergleicht, die heutigen Ärzten zur

Verfügung stehen. Zählten früher Aderlass

oder das Ansetzen von Blutegeln zu gängigen

Behandlungsmethoden, gewähren heute

MRT-Scanner tiefe Einblicke in den menschlichen

Körper, ohne ihn zu verletzen. Chirurgen

können mithilfe computerunterstützter

Operationsverfahren komplizierteste Eingriffe

auf minimalstem Raum vornehmen, ohne,

wie einst sehr häufig, das gesunde Gewebe

zu verletzen. Impfstoffe oder Medikamente

verhindern den Ausbruch oder verbessern die

Heilungschancen gefährlicher Krankheiten.

Medizinischer Fortschritt

durch moderne Technik

Technische Errungenschaften haben stets

den medizinischen Fortschritt vorangetrieben.

Neue Wege in der Diagnostik und Therapie

werden heute in verstärktem Maße durch

eine ausgefeilte und erweiterte Technik eröffnet.

Medizinprodukte und medizintechnische

Verfahren sind in allen Stufen der Patientenversorgung

im Einsatz – von der Vorsorge

über Diagnose, Therapie und Nachsorge bis

hin zu Rehabilitation und Pflege. Sie leisten

einen maßgeblichen Beitrag zu mehr Lebensqualität

und verlängern schließlich auch unser

Leben.

Ein langes Leben geht allerdings mit der

Häufung altersbedingter Beschwerden und

Krankheiten einher. Doch auch bei diesen

helfen uns Medizintechnologien, die körperlichen

Unzulänglichkeiten wettzumachen:

Kontaktlinsen und Brillen, Hörgeräte, Zahnprothesen,

Implantate für Kiefer, Knie- und

Hüftgelenke. Medikamentöse Behandlungen

von Bluthochdruck oder Diabetes. Ein weites

Feld mit zahlreichen Einsatzgebieten für verschiedene

Spezialisten.

Medizin-Technik aus

der Hosentasche

In unserer modernen Welt nehmen zusehends

mehr Menschen die Verbesserung der eigenen

Gesundheit oder die Kontrolle und Überwachung

des eigenen Wohlbefindens selbst in

die Hand. Der Trend zu einer bewussteren

Ernährungsweise oder der sportlichen Betätigung

– ob im Sportverein oder Fitnessstudio

– sind klare Indikatoren für eine bewusstere

Wahrnehmung der eigenen Gesundheit.

Die dazu passende Hard- und Software passt

dabei in jede Hosentasche. Das Smartphone

übernimmt die Rolle eines gesundheitsbewussten

Beraters. Unzählige Applikationen

finden sich in der Kategorie „Gesundheit

und Wellness“, sie zählen unsere Schritte,

messen die zurückgelegte Joggingstrecke,

geben Kochtipps für eine gesunde Mahlzeit

oder überwachen den Schlafrhythmus. Zum

echten medizinischen Helfer wird das eigene

Telefon beispielsweise durch ein ansteckbares

Messgerät, welches den Blutzuckerspiegel

bei Diabetikern misst. Die entsprechende App

errechnet die erforderliche Insulinmenge und

speichert die Daten für eine längerfristige

Dokumentation. Weitere Applikationen erinnern

durch einen voreingestellten Alarm an

die Einnahme wichtiger Medikamente oder an

anstehende Arztbesuche, messen den Pulsoder

den Blutdruck.

Die Beschäftigungsbereiche und Karrierechancen

sind vielseitig: ob in Technikunternehmen,

der medizinischen Industrie, Laboren,

Universitäten oder Firmen für IT-Lösungen.

Gefragt sind Ingenieure, die sich auf

Fachrichtungen wie Maschinenbau, Medizin-,

Elektro- oder Verfahrenstechnik, Wirtschaft

oder Mechatronik spezialisiert haben. Wichtig

sind allerdings auch Informatiker, Physiker,

Chemiker, Mediziner, Biologen, Pharmazeuten

und Betriebswirte, da fast überall

interdisziplinär gearbeitet wird. Viele Universitäten

und Fachhochschulen haben auf das

rasante Wachstum der Branche reagiert und

bieten spezialisierte Studiengänge an.

Eines ist gewiss: Wer sich zur Fachkraft in

den Bereichen Medizin und Technik ausbilden

lässt, den erwarten sehr gute Jobaussichten.

12 13


CAMPUS

STUDIUM COMPANIES PORTRAITS

„Königin der

Ingenieurwissenschaften“

Medizintechnik für den Menschen: Universität zu Lübeck

bietet mit Bachelor- und Masterstudiengang Schnittstelle

zwischen Naturwissenschaften und Gesundheit

Die besten Ärzte könnten ohne moderne Technologien in Klinik und

Arztpraxis wenig ausrichten: Chirurgie-Roboter, Strahlentherapiesysteme

oder die neuesten medizinischen bildgebenden Geräte aus Lübeck gehören

zur modernen Medizin. Für Abiturienten, die an dieser spannenden

Entwicklung mitwirken wollen, bietet die Universität zu Lübeck ein

erstklassiges Studium an: Medizinische Ingenieurwissenschaft.

Medizintechnik trägt als zukunftsorientierte

Hightech-Branche in Schleswig-Holstein und

Deutschland immer stärker dazu bei, Arbeitsplätze

und Wohlstand zu sichern. Ständig

entwickeln Ingenieure und Ingenieurinnen

neue Geräte und Verfahren, die in Kliniken

oder Arztpraxen eingesetzt werden. „Die Medizintechnik

ist die Königin der Ingenieurwissenschaften“,

meint Prof. Thorsten M. Buzug,

Direktor des Instituts für Medizintechnik

an der Uni Lübeck. „Praktisch das gesamte

aktuelle Wissen über naturwissenschaftliche,

mathematische und informatorische Prozesse

mit ingenieurwissenschaftlichen Erkenntnissen

wie zum Beispiel neuen Materialien

fließen hier zusammen, um eine optimale

Diagnostik und Therapie für Krankheitsbilder

zu ermöglichen, die sich früher einer Heilung

entzogen haben.“

Der mehrfach ausgezeichnete Institutschef

hat ursprünglich Physik studiert. „Ich

bin aus diesem Fachgebiet kommend gerne in

Optische Technologien für den

Menschen: Bevor neue optische

Systeme in die klinische

Anwendung gehen, werden sie in

den Labors der Uni Lübeck erprobt

und perfektioniert.

Text Joachim Welding

Fotos Uni Lübeck

die spannende Medizintechnik eingetaucht,

weil mir darin jeden Tag sehr klar ist, wofür

ich meine Kreativität einsetze: für den Menschen.“

Neben der Lehre spielt die Spitzenforschung

am Lübecker Institut eine große

Rolle: Prof. Buzug und sein Team gelten als

wissenschaftliche Wegbereiter für die nächste

Generation der medizinischen Bildgebung,

dem Magnetic Particle Imaging (MPI). Bei

diesem Verfahren werden mit magnetischen

Nanoteilchen und einem speziell entwickel-

ten Tomografen Prozesse im Körper auch

während medizinischer Eingriffe abgebildet.

Im Gegensatz zu den herkömmlichen nuklear

diagnostischen Verfahren werden Patienten

und Personal dabei keiner Strahlenbelastung

ausgesetzt.

Der Bachelor-Studiengang Medizinische

Ingenieurwissenschaft (MIW) spricht Abiturientinnen

und Abiturienten an, die Spaß an

fachübergreifenden Aufgaben im Forschungsfeld

zwischen Physik, Mathematik, Informatik,

Elektrotechnik und Medizin haben. Dabei

seien Leistungskurse wie Mathematik oder

Physik keine Voraussetzung – auf jeden Fall

aber ein großes Interesse an Technik und Naturwissenschaften.

„Die jungen Leute sollten

außerdem Begeisterungsfähigkeit und Durchhaltevermögen

mitbringen“, rät Prof. Buzug.

Für das Studium an der Uni Lübeck sprechen

einige gute Gründe, meint der Institutschef:

Medizin und Ingenieurwissenschaften sind

auf einem Campus eng miteinander verzahnt.

Die meisten wissenschaftlichen Projekte, die

in Bachelor-, Master- oder Promotionsarbeiten

durchgeführt werden, finden in interdisziplinären

Teams statt. Die kurzen Wege

zwischen technischen Labors und OPs sind

wesentlicher Baustein unserer erfolgreichen

Projekte.“ Zu den besonderen Pluspunkten

gehören die Unterstützung des Studiengangs

durch die medizinische Fakultät und die Nähe

des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein

direkt auf dem Campus im Lübecker Hochschulstadtteil.

Wer das anspruchsvolle Bachelor-Studium

(und den darauf aufbauenden Master-Studiengang)

abgeschlossen hat, ist bei

Unternehmen hoch willkommen. Dies sind die

Arbeitsfelder:

• Softwareingenieur/-in im Bereich medizintechnischer

Geräte

• Software-Testingenieur/-in oder Softwareentwickler/-in

• Test- und Versuchsingenieur/in für medizinphysikalische

und biophysikalisch-optische

Geräte in mittelständischen Betrieben

und Großunternehmen

• Vertriebsingenieur/-in für medizinphysikalische

und biophysikalisch-optische Geräte

mit qualifizierter Beratung der Anwender

oder Kunden

• Applikationsingenieur/-in für die Einrichtung

medizintechnischer und biophysikalisch-optischer

Geräte in der Klinik

Mediziningenieur/-in in Großkliniken zur

Betreuung der eingesetzten medizintechnischen

und biophysikalisch-optischen Geräte

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Forschung und

Lehre gehen an der

Universität zu Lübeck

Hand in Hand: Prof.

Thorsten M. Buzug

(2. v. r.) arbeitet mit

Studierenden an einem

Medizintechnik-Projekt

Auch die Universität zu Lübeck selbst bietet

viele Promotionsstellen, die für Absolventinnen

und Absolventen der Medizinischen

Ingenieurwissenschaft geeignet sind. „Diese

Stellen können wir meist nur schwer besetzen,

weil uns die eigenen Absolventinnen

und Absolventen von der Wirtschaft schnell

abgeworben werden“, erklärt Prof. Buzug.

„Da unsere Ausbildung zwar eine Hinwendung

zu medizinischen Themen beinhaltet, in der

Basis aber ein fundiertes ingenieurwissenschaftliches

Studienprogramm ist, sind die

Karrierechancen der jungen Leute auch in

fachfernen Ingenieurwissenschaften exzellent.“

Bachelor-Studiengang Medizinische

Ingenieurwissenschaft

Studienabschluss: Bachelor of Science

Zulassungsvoraussetzungen: Allgemeine

Hochschulreife oder gleichwertige Qualifikation

Regelstudienzeit: 6 Semester

Studienbeginn: Wintersemester

Studienplätze: 80

Internet: www.miw.uni-luebeck.de

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CAMPUS

STUDIUM COMPANIES PORTRAITS

Text Joachim Welding

Fotos FH Lübeck

Studentin Esther Scherer

Hightech für die

Medizin in Lübeck: Von

der rechnergestützten

Simulation von

Hirntumoren bei

Patienten (oben) bis

zu modernen Verfahren

der Computertomografie

(rechts).

Ein Händchen für Technik und Medizin

Vom Beatmungsgerät bis zur Computertomografie:

FH Lübeck mit Studiengang Biomedizintechnik /

Forschung im Labor für Medizinische Elektronik

Sie können Leben retten oder helfen, dass kranke Menschen

geheilt werden: Chirurgie-Roboter, Beatmungsgeräte oder

Strahlentherapiesysteme. Die FH Lübeck bildet Expert/-innen für solche

medizintechnischen Geräte aus. Und die Master-Studierenden können

bereits forschen – etwa im Labor für Medizinische Elektronik.

Medizintechnik ist eine wichtige zukunftsorientierte

Hightech-Branche, die Arbeitsplätze

und Wohlstand sichert. Und sie trägt

zur Gesundheit der Menschen und damit der

Deutschen insgesamt bei. Ständig entwickeln

Ingenieur/-innen neue, bahnbrechende

Geräte, die nach und nach in Kliniken oder

Arztpraxen eingesetzt werden. Herz eines jeden

Gerätes ist die Elektronik, die in medizinischen

Geräten in besonderer Weise zum

Einsatz kommt, erläutert Prof. Martin Ryschka,

der dieses Spezialgebiet ebenso wie das

Labor für Medizinische Elektronik an der FH

Lübeck leitet.

„Ingenieur/-innen der Medizintechnik

sind gefordert, möglichst sichere Medizinprodukte

zu entwickeln, herzustellen und zu

betreiben. Doch elektrischer Strom kann auch

sehr gefährlich sein, wenn er unkontrolliert

durch den menschlichen Körper fließt. Die

medizinische Elektronik stellt durch besondere

Vorkehrungen sicher, dass alle Ströme,

die gewollt oder ungewollt durch den Patient/-innen

fließen, bestimmte Höchstwerte

nicht überschreiten“, erklärt Prof. Ryschka,

der vor seiner FH-Professur bei namhaften

Herstellern gearbeitet hat, darunter beim

Lübecker Drägerwerk, wo der Physiker Beatmungs-

und Anästhesie-Geräte entwickelt hat.

Die Ausbildungsschwerpunkte für das

Biomedizintechnologie-Studium legt die

FH Lübeck auf die Entwicklung komplexer

Medizingeräte (Systemdesign, Mechanik,

Elektronik), auf die Fachgebiete Beatmung,

Anästhesie, Herz-Kreislauf und Augenheilkunde

sowie auf die Qualitätssicherung von

Medizinprodukten. Wer das anspruchsvolle

Bachelor-Studium und sogar den darauf aufbauenden

Master-Studiengang Biomedical

Engineering abgeschlossen hat, hat beste

Chancen auf einen gut bezahlten und anspruchsvollen

Arbeitsplatz. Dies sind die Arbeitsfelder:

• Entwicklung von medizintechnischen

Geräten

• Qualitätsplanung und -sicherung in

Entwicklung und Produktion

• Als Applikationsingenieur zur Beratung

bei der Anwendung medizintechnischer

Geräte in Kliniken

• Produktmanagement- und Marketing in

medizintechnischen Unternehmen

• Vertrieb medizintechnischer Geräte mit

qualifizierter Beratung der Anwender

• In Beratungsunternehmen

• Als Klinikingenieure („Clinical Engineer“)

in größeren Kliniken zur Vor-Ort-Betreuung

der medizintechnischen Geräte

Zu einer guten Lehre gehört auch an Fachhochschulen

längst die Forschung, meist als

Auftragsarbeiten für Unternehmen oder für

andere Institutionen. Das Labor für Medizinische

Elektronik etwa gehört dem TANDEM

Kompetenzzentrum für Medizintechnik an –

das ist ein Zusammenschluss mehrerer Labore

und Institute der FH und der Universität

in Lübeck sowie des Universitätsklinikums

Schleswig-Holstein. „Seit 2009 forschen wir

an zwei großen innovativen Projekten, die

von der EU und vom Bundesforschungsministerium

gefördert werden“, erläutert Prof.

Ryschka. Dabei arbeitet das Team an der sogenannten

Impedanz-Tomografie. Das ist ein

neues Bildgebungsverfahren, das anders als

ein Röntgengerät ohne Nebenwirkungen arbeitet.

„Dabei werden kleinste Ströme in den

Körper eingeleitet und die Spannungen an

der Körperoberfläche gemessen, um ein Bild

im Computer zu erzeugen.“

Forschung heißt das Zauberwort auch

für Esther Scherer, die für ihre Masterarbeit

die meiste Zeit im Labor für Medizinische

Elektronik verbringt. „Bei der Erforschung

der Steifigkeit des menschlichen Arteriensystems

sind wir auf die Möglichkeit gestoßen,

die vom Herzen ausgehende Pulswelle im

Gehörgang zu orten. Ich erforsche nun, wie

genau es zu Druckänderungen im Zusammenspiel

zwischen der Pulswelle in den Arterien

und der Anatomie des Gehörgangs kommt“,

erklärt die Studierende. Das Ergebnis könnte

für die Diagnose von arteriellen Erkrankungen

bei Patient/-innen eingesetzt werden

und dient vielleicht der Entwicklung neuer

medizintechnischer Geräte – mit Forschungs-

Know-how „made in Lübeck“.

Bachelor-Studiengang Biomedizintechnik

Studienabschluss: Bachelor of Science

Zulassungsvoraussetzungen: Fachhochschulreife

oder gleichwertige Qualifikation

Regelstudienzeit: 7 Semester

www.fh-luebeck.de

Prof. Martin Ryschka leitet das Labor für Medizinische

Elektronik an der FH Lübeck.

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CAMPUS STUDIUM COMPANIES PORTRAITS

Studis forschen für

bessere Hörgeräte

Bundesweit erster Studiengang Hörakustik an der FH Lübeck

Text Joachim Welding

Fotos FH Lübeck

In einer zunehmend alternden Gesellschaft nimmt auch die

Zahl der Schwerhörigen von derzeit rund 15 Millionen künftig

deutlich zu. Deshalb suchen Unternehmen der Hörakustik und

die Hersteller von Hörgeräten händeringend Fachkräfte. Die FH

Lübeck bietet den ersten Studiengang Hörakustik bundesweit an.

Technik verstehen und für Forschungsprojekte vorbereiten: Die Hörakustik-Studierende arbeiten mit Puppen und am "echten" Menschen.

„Hörakustik-Absolvent/-innen unserer Fachhochschule

sind gefragte Fachkräfte, denn

sie bringen beides mit: sowohl Berufspraxis

durch ihre handwerkliche Ausbildung als

auch fundiertes Fachwissen und die Befähigung

zu wissenschaftlichem Arbeiten“,

bringt Studiengangsleiter Prof. Jürgen Tchorz

die Qualitäten des außergewöhnlichen Studiums

in der Hansestadt auf den Punkt. Neben

der Theorie nehmen in diesem Studiengang

Praxisarbeiten und Projektphasen großen

Raum ein. „In Laborversuchen, Praktika und

Projektarbeiten heißt

es immer wieder ‚Learning

by Doing‘.“ Schon

während des Studiums

bearbeiten die Studierenden

dank der intensiven

Zusammenarbeit

mit Unternehmen der

Hörakustik Themen und

Probleme, die in der

Praxis bedeutend sind.

Nicht zuletzt knüpfen

die Nachwuchskräfte so

wertvolle Kontakte zu späteren Arbeitgebern.

So konnten die drei Fünftsemester Dominic

Schmidt, Malte Herden und Philipp

Narten jetzt ein Thema für den Hörgerätehersteller

Siemens Audiologische Technik bearbeiten

– das Thema lautete: Wie bringt man

die wahre Welt der Hörgeschädigten ins Labor?

„Mit diesem Hörprojekt wollten wir uns

sowieso beschäftigten und hatten dazu be-

Zu Beginn mussten

wir herausfinden,

in welchen

Umgebungen

Hörgeschädigte

die meisten

Schwierigkeiten

haben.

reits einige eigene Ideen entwickelt“, berichten

die Studenten. Es ging darum, Alltagssituationen

rein akustisch möglichst real und

authentisch im Labor wiedergeben, um damit

die Entwicklung neuer, computergesteuerter

Hörgeräte zu verbessern. Diese können

durch ihre komplexe Signalverarbeitung beispielsweise

Sprache, Lärm, Musik und Wind

voneinander unterscheiden und sich automatisch

darauf einstellen. „Die neue Technik

ermöglicht eine genauere Signalverarbeitung

und eine verlässlichere Erkennung der akustischen

Umgebung“, erklärt

Prof. Tchorz.

Für die Feinabstimmung

der Geräte sei es wichtig, die

Hörsituation beliebig im Labor

reproduzieren zu können. „Zu

Beginn mussten wir herausfinden,

in welchen Umgebungen

Hörgeschädigte die meisten

Schwierigkeiten haben. Dazu

haben wir eine Umfrage unter

71 Hörgeräteträgern durchgeführt“,

erzählt Philipp Narten.

„Parallel haben wir uns mit der Technik beschäftigt

und einen Messaufbau mit Mikrofonen

entworfen. Aus den Antworten konnten

wir die Alltagssituationen ableiten, die wir

aufnehmen wollten: eine Versammlung, ein

Restaurant und Straßenverkehr – also alles

Situationen, in denen das Hören und Verstehen

besonders schwierig ist“, erläutern Dominic

Schmidt und Malte Herden.

Die Aufnahmeergebnisse der Lübecker

Studenten klingen im Labor mit acht Lautsprechern

nun exakt so wie draußen in der

Wirklichkeit. „Mit geschlossenen Augen findet

man sich tatsächlich in der aufgenommenen

Umgebung wieder. So hat man den Eindruck,

dass einzelne Geräusche wirklich nur

aus einer bestimmten Richtung kommen oder

Autos an dir vorbeifahren“, berichtet Philipp

Narten.

Die Ergebnisse will der FH-Partner Siemens

Audiologische Technik für die Entwicklung

neuer Geräte nutzen – so, dass die

Hörgeräteträger von morgen letztlich von der

Arbeit der Lübecker Studenten profitieren.

Wenn das kein Motivationsschub fürs Studium

ist.

Studiengang Hörakustik (Bachelor of Science)

Zulassungsvoraussetzungen: Fachhochschulreife

oder gleichwertige Qualifikation und Nachweis

einer abgeschlossenen Berufsausbildung zum/

zur Hörgeräteakustiker/Hörgeräteakustikerin

(mindestens jedoch die Zwischenprüfung)

Studienbeginn: jeweils zum Wintersemester,

Bewerbungsschluss jeweils 31. August

Regelstudienzeit: 6 Semester

www.hoerakustik.fh-luebeck.de

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FH Flensburg: Countdown

für drei neue Missionen

Neue Studienangebote ab WS 2015/16 locken auf den Sandberg-Campus:

Angewandte Informatik, Werbefilm und Energiewissenschaften

21


Jon und Fabian –

Nach dem Studium

der Medieninformatik

möchten sie als

Spieleprogrammierer

arbeiten.

CAMPUS STUDIUM COMPANIES PORTRAITS

Die Fachhochschule

Flensburg zündet die

nächste Stufe in Richtung

Zukunft. Mit drei neuen

Studiengängen in den

Fachbereichen „Energie

und Biotechnologie“

und „Information und

Kommunikation“ zieht die

nördlichste Hochschule

Deutschlands in den Kampf

gegen den regionalen

Fachkräftemangel und

lockt die Generationen Y

und Z an die Flensburger

Förde. Die Studierenden

profitieren davon. Warum?

Die Studieninhalte

sind topaktuell und die

Ausstattung hochmodern!

Text Christian Dorbandt

Fotos Sebastian Weimar

Los Angeles, Convention Center, Mitte Mai

2015. Auf der E3, der größten Videospielmesse

der Welt, bestaunt die Öffentlichkeit die

neuesten Ideen und Produkte der Spieleindustrie.

Absoluter Mega-Trend: Virtual-Reality-Brillen,

mit denen sich die Gamer per

Kopfbewegungen durch die virtuelle Spielewelt

manövrieren. Eine junge Technologie

bewegt weltweit die Angewandte Informatik.

Ungeahnte Möglichkeiten.

Flensburg, Fachhochschule, Mitte Mai

2015. Die Studenten Jon und Fabian demonstrieren

uns im Rechenzentrum die neueste

Oculus-Rift-VR-Brille der Firma Oculus. Flensburger

Lehre und Forschung auf topaktuellem

Niveau!

An wen richtet sich eigentlich das Angebot

der Angewandten Informatik der FH Flensburg?

Frau Prof. Dr. Milena Reichel (35) ist

die jüngste Professorin der FH und spezialisiert

auf Softwaretechnik und Web-Engineering.

Sie beschreibt das Profil folgendermaßen:

„Grundsätzlich richtet sich der

Bachelorstudiengang Angewandte Informatik

an alle Schüler/-innen, die Interesse daran

haben, Computer- und Softwaresysteme nicht

nur anzuwenden, sondern sie auch selbst zu

gestalten und zu bauen. Es ist ein technischer

Studiengang, der auf den Arbeitsmarkt

von IT-Beratung, Softwareentwicklung, Webprogrammierung,

E-Commerce vorbereitet.

Der neue Masterstudiengang

wird entsprechend

tiefer in die Materie vordringen,

erhöht die Spezialisierung

und vor allem die

Fähigkeit der Studierenden,

selbstständig an komplexen

Systemen zu arbeiten.“

Die Angewandte Informatik

beschäftigt sich nicht mit

sich selbst. Sie schaut über den eigenen Tellerrand

und wendet ihre Methoden auf andere

naturwissenschaftliche Gebiete an, wie Biologie

oder Medizin, aber auch auf Wirtschaft

und Medien. Ergebnisse Angewandter Infor-

Computerspiele sind

unsere Leidenschaft.

Programmieren

würden wir nur

Spiele, die wir selbst

leidenschaftlich gern

spielen würden!

matik sind in unserem Arbeits- und privaten

Alltag fest verankert. Ein modernes Leben

ohne computergesteuerte Prozesse ist nicht

mehr vorstellbar. Entsprechend hoch ist der

Bedarf an gut ausgebildeten Nachwuchskräften

für den Arbeitsmarkt. Was für ein Segen,

dass es ein Anwendungsgebiet der Informatik

geschafft hat, zu einem Leitmedium für viele

Jugendliche zu werden: Computerspiele.

Mit Süßigkeiten konnte man die Kids vor 50

Jahren locken. Die Bonbons von heute heißen

Diablo, World of Warcraft, Grand Theft

Auto, Sims. Eine mögliche Folge: Rekordzahlen

an der FH Flensburg im vergangenen

Wintersemester: 90 neue Studierende im Bachelor-Studiengang

Angewandte Informatik,

100 neue Studis in B. Sc. Medieninformatik.

Boom!

Prof. Dr. Michael Teistler (42) lehrt seit 2011

an der FH Flensburg und ist sowohl in der

Angewandten als auch in der Medieninformatik

tätig. Seine Spezialgebiete sind Virtuelle

Realität, Human-Computer Interaction und

Medizinische Visualisierung. Seiner Meinung

nach spielt die grafische Gestaltung in der

Medieninformatik eine mindestens so große

Rolle, wie die Programmierung selbst und

spricht somit ein etwas anderes Studi-Profil

an. „Es geht in diesem Studium etwas weniger

um Programmierung als vielmehr um

die digitale Informationsvermittlung, -speicherung

und -verbreitung

in den Medien.

Vor allem gestalterische

Aspekte, z.B. die Zeichnung

von 3D-Modellen,

das 3-D-Rendering

am Monitor oder das

Motion-Capturing-Verfahren,

in dem eigene

Bewegungen im Labor

aufgezeichnet werden

und später am Rechner in 3-D-Animationen

übertragen werden, spielen eine Rolle. Auch

Mobile Computing (z. B. Entwicklung von

Apps) und Usability Engineering kommen im

Studium vor. Diese Gebiete werden vor allem

im neuen Masterstudiengang eine größere

Rolle spielen.“

Jon und Fabian studieren im sechsten Semester

Medieninformatik. Beide zieht es nach

dem Studium in den Bereich Spieleentwicklung.

„Meine Eltern stammen ursprünglich

aus Berlin und sind Filmemacher“, berichtet

Jon Jelinski (22) aus Husum. „Ich bin in einem

Medienumfeld groß geworden und habe

mich irgendwann entschieden, mich nicht

mit nur mit Filmen, sondern mit der nächsten

Generation von Medien zu beschäftigen …

der computergenerierten Medienwelt.

Ich fing früh an, Bots für Online-Spiele

zu schreiben. Ich habe also meinen Computer

so programmiert, dass er Spiele allein spielen

kann. Mein Verhältnis zu Computerspielen

fällt schon ziemlich leidenschaftlich aus. Aus

dieser Faszination heraus kam ich an die FH

Flensburg zur Medieninformatik. Wir profitieren

hier auf jeden Fall von der sehr guten

technischen Ausstattung. Ich möchte später

gern Spieleentwickler werden und habe schon

eine Praktikumszusage bei Chimera Entertainment.

Die nächsten sechs Monate werde

ich also in München arbeiten und freue mich

schon darauf.“

Auch Fabian Müller zieht es zur Spieleentwicklung.

Seine Leidenschaft für Computer

entdeckte der 21-Jährige schon zur

Schulzeit in Niebüll. „Die Atmosphäre an der

FH Flensburg ist familiär“, hebt er hervor.

„Man kennt alle Dozenten und wird intensiver

betreut als an anderen Hochschulen. Ein

schönes Erlebnis war, als unser Professor Jon

und mich fragte, ob wir statt einer Hausarbeit

nicht gemeinsam eine 90-minütige Vorlesungseinheit

im Kurs ‚Spieleentwicklung‘

halten könnten. Wir hatten mit dem Oculus

Rift und dem Razer Hydra ziemlich viele Erfahrung

gesammelt und haben das deshalb,

glaube ich, ganz gut hinbekommen!“

Prof. Dr. Michael

Teistler und Prof. Dr.

Milena Reichel

22 23


CAMPUS STUDIUM COMPANIES PORTRAITS

Animations-, Trick- und

Werbefilmer Jim Lacy

lehrt Medieninformatik

mit Schwerpunkt Film.

Franziska Loh, Dipl.

Grafik-Designerin und

Illustratorin.

Lernen, visuell zu verführen

Der neue Master-Studiengang „Werbefilm, Corporate

Communication & Marketing“ an der FH Flensburg

Design & Ästhetik, Social Media & Vernetzung, Marken & Werbung – die

moderne, digitale Welt begeistert, prägt und erschöpft uns zuweilen. Die

FH Flensburg bildet ab dem Wintersemester 2015/16 Fachkräfte für den

innovativen Werbemarkt aus. Mit dem Master-Studiengang „Werbefilm,

Corporate Communication & Marketing“ beginnt eine Pionierarbeit. ME2BE

konnte vor Beginn dieses in Deutschland einzigartigen Studiengangs

hinter echte „Kulissen“ schauen und mit den Lehrkräften sprechen.

Prof. Klaus Hoefs ist der

Dekan des Fachbereichs.

Dipl.-Designer Uwe

Zimmermann ist Dozent in der

Medieninformatik.

Text Christian Dorbandt

Fotos Sebastian Weimar

Professor Hoefs, wie kam es zu der Idee

eines Master-Studiengangs „Werbefilm“?

Wir haben im Bachelorstudiengang Medieninformatik

zwei Schwerpunkte: Medienprogrammierung

und Film. Der Masterstudiengang

soll diese Schwerpunkte weiterführen.

Werbefilm als Studiengang gibt es in dieser

Form in Deutschland noch nicht. Das ist also

ein weiteres Alleinstellungsmerkmal unserer

FH. Wir verfolgen keinen rein konservativen

Ansatz, indem wir nur die Produktion von

Werbefilmen lehren. Vielmehr wollen wir entdecken,

was mit diesem Medium noch alles

erreicht werden kann. Wie kann das Bewegtbild

in den neuen Medien wie Facebook und

Twitter funktionieren? Es

geht um die Vermittlung von

Skills und Know-how, um

gute Werbe- oder Stock-Filme

zu produzieren, zu verkaufen

oder einzukaufen. Da

gibt es großen Bedarf auf dem Arbeitsmarkt

und bisher wenig Fachleute, die sich auskennen.

An wen richtet sich der Studiengang?

Unser Master richtet sich sowohl an unsere

FH-Studierenden als auch an Absolventen

anderer FHs, der Muthesius Kunsthochschule

oder anderen Wirtschaftszweigen. Wir schauen

uns genau die Motivation der Bewerber

an und welche Kenntnisse und Fähigkeiten

sie mitbringen. Ein brennendes Interesse an

Medien, Information, Design und Kommuni-

„Studieren heißt

auch Experimentieren!“

kation sollte vorhanden sein. Und es bedarf

immer einer konkreten Frage, mit der man in

die einzelnen Projekte geht. Das ist mir beinahe

das Wichtigste: Die Studierenden sollen

immer ein Thema haben, mit dem sie sich

auseinandersetzen wollen. Dann kann man

davon ausgehen, dass ein selbstverantwortliches

Lernen und Forschen stattfindet.

Warum lohnt es sich, bei Ihnen an der FH

Flensburg zu studieren?

Weil wir etwas Besonderes bieten: ein enges,

fast familiäres Verhältnis zu den Studierenden.

Das schafft Vorteile auf beiden Seiten.

Große Hochschulen können genau diese

Atmosphäre nicht bieten.

Wir sind etwas kleiner und

möchten jeden Einzelnen

kennenlernen. Unsere Studierenden

wissen auch, dass

sie jederzeit zu uns kommen

können und Hilfestellungen erhalten.

Herr Lacy, der Fachbereich Kommunikation

der FH Flensburg verfügt über eine hervorragende

Ausstattung. Was gibt es Neues?

Seit vier Monaten verfügen wir über ein komplettes

Fernsehstudio. Im Untergeschoss haben

wir einen Greenscreen und ein Stop-Motion-Labor.

Das Filmlabor ist mit Profikameras

eingerichtet. Mit der Arri Amira haben wir

eine der besten Kameras, die es auf dem Markt

gibt. Das coolste an dem Raum aber ist der

Geheimausgang. Wenn man hier im Bücherregal

ein bestimmtes Buch wegnimmt, kann

man das Regal zur Seite schieben. Hinter

der Geheimtür kommt man in einen kleinen

Raum. Von hier aus kann man ein „falsches“

Fenster des Filmstudios mit Licht anstrahlen.

So werden verschiedene Tageszeiten simuliert

oder eine Nachtszene gedreht.

Frau Loh, eine Ihrer Lehrveranstaltungen

wird „Intervention Design“ heißen. Was

verbirgt sich dahinter?

Im Brand Design haben wir bestimmte Designgrundlagen

erarbeitet, die in verschiedenen

Medien sichtbar werden. Intervention Design

ist quasi eine Guerilla-Taktik. Wir gehen in

einen Raum hinein und suchen Intervention

im Raum für ein Produkt oder eine Marke. Die

Methoden sind experimentell. Der Betrachter

wird somit angeregt, mit dem Produkt oder

der Marke in Interaktion zu treten. In der

Lehre versuche ich, einen nachhaltigen oder

ganzheitlichen Aspekt zu vermitteln, wenn

ich über Design spreche. Gerade im werberischen

Bereich finde ich es kritisch, wenn es

nur um das Konsumieren und Verkaufen geht.

Die Menschlichkeit und Fairness sind mir

ganz wichtig. Trotz einer Branche, bei der es

fast nur um Verkaufszahlen geht. Gerade die

neuen Medien bieten noch viele unbekannte

Möglichkeiten, die wir mit den Studenten erarbeiten

möchten. Studieren heißt auch Experimentieren!

24 25


CAMPUS STUDIUM

COMPANIES PORTRAITS

Energiewissenschaften

– Weniger ist mehr!

Gespräch mit Prof. Dr.-Ing. Jochen Wendiggensen, Dekan des

Fachbereichs Energie und Biotechnologie an der FH Flensburg über

den neuen Bachelor-Studiengang „Energiewissenschaften“

mit Schwerpunkt Elektrotechnik lernen auch

Energiewissenschaftler kennen, die in anderen

Wirtschaftssektoren arbeiten. Drittens: Unsere

Ausstattung ist sehr gut. Wir haben eine eigene

Windkraftanlage, eigene Versuchsanlagen,

Labore, Fotovoltaikanlagen, Brennstoffzellen,

Erdwärmepumpen, also direkten Kontakt zu

allen bekannten Technologien. Und viertens:

Flensburg ist eine attraktive Stadt mit tollen

Wassersportmöglichkeiten. Wir haben übrigens

viele gute Kiter unter unseren Studierenden,

teilweise mit Werksverträgen!

Haben Sie einen Wunsch an Ihre zukünftigen

Energiewissenschaftler?

Ja. Im Bereich Energie- und Umweltmanagement

haben wir es erlebt, dass viele Studierende

sich außerhalb des Studiums sehr aktiv

engagiert haben, z.B. im Klimaschutz, durch

Patenschaften oder Dritte-Welt-Projekte. Ich

wünsche mir, dass alle Studierenden des neuen

Studiengangs intensiv zusammenarbeiten, damit

sich eine neue Identität von Energiewissenschaftlern

entwickeln kann. Wir brauchen sie!

Herr Professor Wendiggensen, an der FH

Flensburg wird das Thema ENERGIE traditionell

groß geschrieben. Zum Wintersemester

2015/16 vereinen Sie die drei Bachelorstudiengänge

im Bereich Energie zu

einem neuen Studiengang namens Energiewissenschaften.

Warum?

Aus der Zusammenlegung ergeben sich zwei

wesentliche Vorteile. Erstens: Die Studierenden

erhalten mehr Freiraum durch größere

Wahlmöglichkeiten. Zweitens: Unser Lehrkörper

wird entlastet. Beispiel: Das Fach Thermodynamik

stand bisher in allen drei Studiengängen

auf dem Lehrplan.

Zukünftig wird es nur in dem

neuen Studiengang Energiewissenschaften

angeboten,

dafür natürlich in jedem Semester.

Freiraum im Studium hört

sich immer gut an. Wie genau wird der

aussehen?

Bisher waren die Möglichkeiten individueller

Schwerpunktsetzung begrenzt. Das

haben unsere Studierenden immer wieder

bemängelt. Zukünftig wird das Studium anders

gegliedert: Der Grundlagenbereich ist

für alle identisch. In ihm werden die energiewissenschaftlichen

Grundlagen gelegt.

Anschließend entscheidet sich jeder Studierende

für eine von drei Studienrichtungen:

EES – Elektrische Energiesystemtechnik, RET

– Regenerative Energietechnik, oder EUM –

Energie- und Umweltmanagement. Im darauf

folgenden Profilbereich erhält die gewählte

Studienausrichtung ihr genaues Lehrprofil.

Es ergeben sich dann für jeden Studierenden

individuelle Pflichtveranstaltungen. Abschließend

kommt der Wahlbereich. Hier wird

nicht mehr vorgeschrieben, welche Fächer die

Studierenden belegen müssen.

Wie sieht allgemein die Situation in Ihrem

Fachbereich aus?

Mit der Auslastung sind wir zufrieden, auch

wenn der Zulauf in den

„Wir bringen an

unserer FH die Leute

zusammen, die

später miteinander

arbeiten!“

vergangenen Jahren

etwas abgenommen

hat. Ein Grund dafür

sind steigende Hochschulangebote

im gesamten

Bundesgebiet.

Das können wir daran

erkennen, dass noch vor einigen Jahren ca.

80 Prozent der Studierenden aus anderen

Bundesländern zu uns kamen, nur 20 Prozent

aus Schleswig-Holstein. In diesem Jahr war

die Verteilung 50:50.

An wen richtet sich der neue Studiengang

Energiewissenschaften?

Wir sprechen alle technisch interessierten

Schülerinnen und Schüler an, auch solche,

die noch nicht genau wissen, in welche Richtung

sie tendieren. Es gibt sehr unterschiedliche

Aufgabenbereiche im Energiesektor:

Elektrotechnik, Maschinenbau, Verfahrenstechnik,

aber auch Planung, Öffentlichkeitsarbeit,

Projektierung – viele Optionen für die

Studierenden in der Energiewirtschaft.

Welche Energiethemen werden uns zukünftig

besonders stark beschäftigen?

Es geht nach wie vor um die drei großen E‘s

der Energiewende: Einsparung, Erneuerbare

Energien und Energie-Effizienzsteigerung.

Mit Wärmeverlust und Stromtransport werden

wir uns auch noch in vierzig, fünfzig Jahren

beschäftigen.

Thema Energiepolitik. Blicken Sie als Wissenschaftler

optimistisch oder pessimistisch

in die Zukunft?

Optimistisch, was die Stromversorgung angeht.

Weniger optimistisch bei den Themen

Verkehr und Wärme. Pessimistisch, was das

Zwei-Grad-Klimaziel betrifft. Damit kommen

wir meiner Einschätzung nach zu spät.

Warum sollte man bei Ihnen an der FH

Flensburg studieren? Was ist das Besondere?

Erstens: Wir sind die einzige Hochschule im

Norden, die Energiewissenschaften anbietet.

Zweitens: Wir bringen hier die Leute zusammen,

die später miteinander arbeiten. Wer

reine Elektrotechnik studiert, lernt viele Elektrotechniker

kennen. Energiewissenschaftler

Text Christian Dorbandt

Fotos Sebastian Weimar


CAMPUS STUDIUM COMPANIES PORTRAITS

lorstudium inkl. Praktikum und Thesis. Nach

dem zweiten Semester erfolgt eine Schwerpunktfestlegung

auf Web- und Softwaretechnologie

oder Informations- und Kommunikationstechnologie.

Die Fachhochschule Flensburg

Die Fachhochschule Flensburg ist die nördlichste Hochschule

Deutschlands und eine der renommiertesten Hochschulen der

regionalen Fachkräfteausbildung. Zurzeit studieren hier 4.175

Studierende, davon 1.065 weibliche und 152 ausländische

Studenten und Studentinnen. In nationalen Hochschulrankings

rangiert die FH Flensburg regelmäßig auf Spitzenplätzen.

Das Studienangebot konzentriert sich auf die

vier Bereiche:

• Maschinenbau, Verfahrenstechnik,

Maritime Technologien

• Energie und Biotechnologie

• Information und Kommunikation

• Wirtschaft

Die FH Flensburg ist aufs Engste mit der Region

Süddänemark verknüpft. Diese grenzüberschreitende

Wirtschafts- und Wissenschaftsregion

bietet einzigartige Möglichkeiten zu

internationalem Wissenschaftsaustausch und

Technologietransfer.

Der Standort Flensburg bietet eine hohe

Lern- und Lebensqualität. Als Tor zu Skandinavien

und zum Ostseeraum (Baltic Sea Region)

besitzt Flensburg maritimes Flair und

Weltoffenheit.

Energiewissenschaften (B. Sc.)

Gesamtzahl der Studierenden: –

Studienplätze pro Jahr: 100

Voraussetzungen: Allgemeine Hochschulreife,

Fachhochschulreife oder als gleichwertig

anerkannte Ausbildung.

Aufbau und Dauer: 7-semestriges Erst-Studium,

bestehend aus: Grundlagenbereich,

Profilbereich, Wahlmodul, Praktikum und

Bachelor-Thesis. Nach dem Grundlagenbereich

erfolgt eine Schwerpunktfestlegung auf

Regenerative Energietechnik, Energie- und

Umweltmanagement oder Elektrische Energiesystemtechnik.

Angewandte Informatik (B. Sc.)

Gesamtzahl der Studierenden: ca. 250

Studienplätze pro Jahr: ca. 80

Voraussetzungen: Allgemeine Hochschulreife,

Fachhochschulreife oder eine andere alternative

Hochschulzugangsberechtigung.

Aufbau und Dauer: 7-semestriges Bache-

Angewandte Informatik (M. Sc.)

Gesamtzahl der Studierenden: –

Studienplätze pro Jahr: ca. 30

Voraussetzungen: Gut oder sehr gut abgeschlossenes

Bachelorstudium in einem Informatikstudiengang.

Aufbau und Dauer: 3-semestriges Masterstudium

inklusive Forschungsprojekt und Master-Thesis.

Medieninformatik (B. Sc.)

Gesamtzahl der Studierenden: ca. 350

Studienplätze pro Jahr: ca. 100

Voraussetzungen: Allgemeine Hochschulreife,

Fachhochschulreife oder als gleichwertig

anerkannte Ausbildung.

Aufbau und Dauer: 7-semestriges Bachelorstudium

der Informatik und der Gestaltung.

Zentrale Themen sind die Software-Entwicklung

von plattformübergreifenden, interaktiven

Anwendungen, die Erstellung von 2-Dund

3-D-Animationsfilmen und Game-Design.

Werbefilm, Corporate Communication

& Marketing (M. Sc.)

Gesamtzahl der Studierenden: –

Studienplätze pro Jahr: 20

Voraussetzungen: Abgeschlossenes Bachelorstudium,

Motivationsschreiben, ausführlicher

Themenvorschlag für das Masterprojekt,

Portfolio mit 4 bis 10 Arbeitsproben: Animationen,

interaktive Arbeiten und Filme auf

DVD, alle anderen Arbeiten auf DIN A4 (keine

dreidimensionalen Produkte) und eine Liste

mit Auszeichnungen, Preisen, Projekten und

Veröffentlichungen sowie künstlerisch-gestalterisch

relevanten Fort- und Weiterbildungen,

tabellarischer Lebenslauf.

Aufbau und Dauer: 3-semestriges Curriculum

inklusive Master-Thesis und Master-Forum.

Fachhochschule Flensburg

Kanzleistraße 91–93

24943 Flensburg

Telefon: +49(0) – 461/805 1747

Fax: +49(0) – 461/805 13 00

E-Mail: studienberatung@fh-flensburg.de

www.fh-flensburg.de

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Text Christian Dorbandt

Fotos FH Flensburg,

Sebastian Weimar

28 29


Kunst- und Musikhochschulen sind den

Universitäten gleichgestellte Hochschulen,

die eine Ausbildung in den bildenden,

gestalterischen und

darstellenden Künsten sowie in

musikalischen Fächern

anbieten.

Das duale Studium ist eine Kombination aus Ausbildung

im Betrieb und Studium an einer (Fach-)Hochschule beziehungsweise

Berufsakademie. In den meisten Fällen wird

während des Studiums ein zusätzlicher Berufsabschluss

in einem anerkannten Ausbildungsberuf erworben. Dafür

wird während des Grundstudiums die entsprechende Prüfung

bei der Handwerkskammer oder der Industrie- und

Handelskammer abgelegt.

Wie bei einer dualen Ausbildung erhält der/die

Auszubildende eine Ausbildungsvergütung, die

anfallenden Studiengebühren werden in der

Regel vom Unternehmen übernommen. Die Voraussetzung

ist meist die allgemeine oder die fachgebundene

Hochschulreife. Manchmal ist auch die Fachhochschulreife

ausreichend.

Die betriebliche Berufsausbildung ist eine Kombination aus

theoretischem Unterricht an einer Berufsschule und der beruflichen

Praxis im Betrieb. Insgesamt gibt es 350 anerkannte

Ausbildungsberufe. Die Ausbildungsdauer beträgt zwischen 2

und 3 1/2 Jahren. Wer gute Leistungen zeigt, kann die Ausbildung

verkürzen.

Fachhochschulen für öffentliche Verwaltung des Bundes und der

Länder bilden Anwärter für die Laufbahnen des gehobenen Dienstes

in der öffentlichen Verwaltung aus. Das dreijährige Studium

ist dual aufgebaut und findet im Wechsel an der Hochschule und

in der Ausbildungsbehörde statt. Während des Studiums an einer

Fachhochschule für öffentliche Verwaltung ist man bereits Beamter/-in

auf Widerruf und erhält Anwärterbezüge. Die Voraussetzung

ist ein Abitur oder die Fachhochschulreife.

Die Berufsausbildung erfolgt im Rahmen von Vollzeitunterricht an Berufsfachschulen,

Fachschulen oder Fachakademien. Die Praxis wird durch

betriebliche Praktika vermittelt. Einige Berufe können nur über eine schulische

Berufsausbildung erlernt werden. Das sind zum Beispiel Pflege- und

Gesundheitsberufe wie Altenpfleger/-in oder Physiotherapeut/-in, kaufmännische

Assistentenberufe wie Fremdsprachenassistent/-in oder technische

Assistentenberufe wie Pharmazeutisch-technischer Assistent/-in und soziale

Berufe wie Erzieher/-in. Im Gegensatz zur betrieblichen Berufsausbildung

bekommen die Schüler in der Regel keine Ausbildungsvergütung. Finanzielle

Unterstützung gewährleistet in den meisten Fällen das BAföG.

Das Studium an der Fachhochschule bietet seinen

Studierenden eine starke Praxisorientierung.

Lehre und Forschung werden hier mit praxis- und

anwendungsorientiertem Schwerpunkt betrieben.

Im Rahmen des Studiums an der Fachhochschule

werden häufig mehrwöchige Praktika,

Projektphasen und oft auch Praktikumssemester

absolviert.

Zulassungsvoraussetzung für den Besuch einer

Fachhochschule ist die Fachhochschulreife

oder eine gleichwertige Qualifikation wie eine

berufliche Hochschulzugangsberechtigung, zum

Beispiel ein Meisterbrief.

Text Katharina Grzeca

Seit 2010 wurden die Studienabschlüsse in Deutschland

im Bachelor- und Master-System vereinheitlicht.

Der Bachelorabschluss stellt nun den Regelabschluss

dar. Das Studium vermittelt wissenschaftliche

Grundlagen, Methodenkompetenz und berufsfeldbezogene

Qualifikationen.

In den meisten Fällen ist das Abitur die Voraussetzung

für die Aufnahme eines Studiums. Wer allerdings

über entsprechende Fortbildungsabschlüsse

(Meister, Techniker) oder entsprechende berufliche

Qualifikationen verfügt, kann auch ohne Abitur ein

Studium beginnen.

- Freiwilligendienste FSJ, BFD, FÖJ, FWD

- Auslandsaufenthalte

- Sonderausbildungen

- Triales Modell

- Praktika

Illustration Sarah Matuszewski

30 31


CAMPUS STUDIUM COMPANIES PORTRAITS

Text Katharina Grzeca

Fotos Sebastian Weimar

Nur noch kurz ein Leben retten

Die Knochenmarkspende einer HSBA-Studentin

Stäbchen rein – Spender sein! Dieser Aufruf zur Knochenmarkspende

überzeugte Stefanie Hollermann schnell. „Ich habe häufig darüber

nachgedacht, an einer Stammzellenregistrierung teilzunehmen, weil ich

das für eine wirklich gute Sache halte“, erzählt die junge Studentin.

Als dann das Social Committee ihrer Hochschule – der Hamburg

School of Business Administration (HSBA) – eine Registrieraktion

für die Knochenmarkspender-Datei (DKMS) organisierte, hat sich

Stefanie ohne langes Überlegen typisieren lassen. „Direkt vor

meiner Lehrveranstaltung konnte ich an der Aktion teilnehmen.

Unkomplizierter geht es kaum“, erzählt die 22-Jährige. Durch ihre

Spende konnte das Leben eines kleinen Mädchens gerettet werden.

Jedes Jahr erkranken allein in Deutschland

etwa 11.000 Menschen an bösartigen Blutkrankheiten

wie Leukämie. Eine Blutstammzellenspende

ist für viele die einzige Möglichkeit

auf Heilung. Einen passenden Spender zu

finden, ist aber wie die sprichwörtliche Suche

nach der Nadel im Heuhaufen. Denn nur ein

Drittel der Patienten findet innerhalb der

Familie einen geeigneten Spender. Der weit

größere Teil ist auf Spender wie Stefanie angewiesen.

„Als ich die erste E-Mail bekam,

mein Knochenmark könnte zu

einer Patientin passen, war

das ein aufregender Augenblick“,

erinnert sie sich.

Um ganz sicher zu sein, dass

Stefanies Knochenmark zu der

kleinen Patientin aus den USA

passt, wurde von ihrem Hausarzt

ein Bluttest durchgeführt.

„Als einen Monat später die Nachricht

kam, ich wäre die perfekte Spenderin, war ich

sehr froh. Die Vorstellung, mit einem so kleinen

Aufwand meinerseits ein Leben zu retten

und eine Familie davor zu bewahren, ihr Kind

zu verlieren, hat mich sehr ermutigt“, erzählt

die gebürtige Osnabrückerin. „In zahlreichen

Telefonaten wurde ich umfangreich über die

kommenden Schritte informiert und hatte

jederzeit die Gelegenheit, meine Spende zu

widerrufen“, berichtet Stefanie. Ein Ausstieg

kam für die junge Studentin aber nicht infrage:

„Meine Schwester ist Krankenschwester

und hat mich bei jeder Gelegenheit bestärkt,

weiterzumachen. Auch Familie und Freunde

standen hinter meiner Entscheidung.“

Für eine gründliche medizinische Untersuchung

reiste Stefanie auf Kosten der DKMS

in eine Spezialklinik nach Köln. „In der Klinik

erhielt ich ein Einzelzimmer für Privatpatienten,

das größer war als mein Zimmer zu

Meine Schwester

ist Krankenschwester

und hat mich bei

jeder Gelegenheit

bestärkt,

weiterzumachen.

Hause, und das Essen

war auch erste Klasse.

Ich durfte zudem

überall eine Begleitperson

mitnehmen,

für deren Anreise und

Unterkunft ebenfalls

bezahlt wurde“, schildert

Stefanie ihre

Vorbereitung auf den

Eingriff. Gleichzeitig wurde auf der anderen

Seite der Welt die kleine an Leukämie erkrankte

Patientin auf die Knochenmark-Transplantation

vorbereitet. Eine starke Chemotherapie

sollte ihren Körper vor der Transplantation

von allen Krebszellen befreien.

In etwa 80% der Fälle können die Stammzellen

aus dem Blut der Spender entnommen

werden. Dafür wird ihnen eine besondere

Substanz verabreicht, die das Stammzellenwachstum

im Blut anregt. Bei Kindern oder

Patienten, deren Krankheit ein akutes Stadium

erreicht hat, ist eine Knochenmarktransplantation

nötig, da man bei diesem

Verfahren an höher konzentrierte Mengen der

benötigten Zellen gelangt. „Bei mir wurde

eine Knochenmarktransplantation vorgenommen,

und zwar nicht – wie früher noch üblich

– am Rückenmark, sondern am Knochenmark

meines Beckens. In einer einstündigen Operation

wurden mir unter Vollnarkose etwa

5% meines Knochenmarks entnommen. Die

Operations-Einstiche schmerzten ähnlich wie

Prellungen, wenn man sich falsch bewegt“,

so Stefanie, „nach zwei Wochen war davon

aber nichts mehr zu spüren.“

Vor einigen Wochen erreichte ein Brief die

junge Studentin. Die Transplantation war erfolgreich

und die kleine Patientin konnte das

Krankenhaus verlassen. Erst zwei Jahre nach

der Knochenmarkspende besteht grundsätzlich

die Möglichkeit, direkten Kontakt zum

Patienten aufzunehmen. „Wenn ich an die

Möglichkeit denke, das Mädchen zu treffen,

bekomme ich gleich eine Gänsehaut“, schildert

Stefanie. „Jetzt muss ich erst mal meine

Brüder dazu bringen, dass sie auch an einer

Stammzellenregistrierung teilnehmen. Es ist

so einfach, ein Leben zu retten.“

33


Duales Studium

an der HSBA

Stefanie ist im vierten Semester Business

Administration:

3.000 Ausbildungsplätze.

UND EINER IST DEINER.

„Die Liebe zur Stadt ließ mich von Osnabrück

nach Hamburg ziehen. Im Vorfeld habe ich

mir alle Hochschulen der Hansestadt gründlich

angeschaut. Die HSBA war von Beginn

an mein Favorit. Die Hochschule hatte alles,

was ich mir für mein Studium wünschte, zusammengebracht.

Besonders gut gefiel mir

das duale System. Die Theoriephasen an der

Hochschule wechseln sich mit Praxisphasen

ab, die ich bei meinem Partnerunternehmen

Trailer Lloyd verbringe. Auf diese Weise sammele

ich wertvolle Berufserfahrung. Ein weiterer

Vorteil ist, dass mein Partnerunternehmen

meine Studiengebühren übernimmt. Als

Ausgleich werde ich nach meinem Abschluss

zwei Jahre im Unternehmen bleiben.

Vor dem Studium war ich für ein Jahr in

den USA, um meine Sprachkenntnisse zu verbessern.

Etwa ein Drittel der Seminare finden

auf Englisch statt. Dafür war der Austausch

wirklich hilfreich.

Die HSBA kann ich jedem empfehlen, der

nicht nur Theorien lernen möchte, sondern

dem auch das Praktische liegt. Die Seminare

sind interaktiv und die Dozenten sehr hilfsbereit.

Ich finde es auch gut, dass sich die Studierenden

in viele verschiedene Richtungen

engagieren. Die Registrieraktion für die Knochenmarkspender-Datei

ist ein gutes Beispiel

dafür. Ich habe vor Kurzem die Leitung des

Messe-Komitees übernommen. Wir stellen die

HSBA auf verschiedenen Messen interessierten

Schülern vor und berichten über unsere

Erfahrungen hier.“

Studieren an der HSBA

Business Administration (B. Sc.)

Wirtschaftsinformatik (B. Sc.)

Logistics Management (B. Sc.)

Maritime Management (B. Sc.)

Media Management (B. Sc.)

Beratung für Studierende und Unternehmen

Service Office

+49 40 36138-700

info@hsba.de

www.hsba.de

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HSBA

ME2BE.DE / FACEBOOK.COM/ME2BEMAG

ALLES ÜBER AUSBILDUNG UND STUDIUM IN DEINER REGION.

34


CAMPUS STUDIUM COMPANIES PORTRAITS

Bei PPI genieße ich

den Vorteil, mich nicht

schnell auf einen

Bereich festlegen zu

müssen. Ich kann mich

zwar spezialisieren,

muss es aber nicht.

Nach dem Studium

freue ich mich nun auf

eine Tätigkeit, in der ich

sowohl programmieren

als auch beraten kann.

(Sören)

Planen, Programmieren, Informieren

Duales Studium Wirtschaftsinformatik bei der PPI AG in Hamburg und Kiel

SEPA, EBICS, PayPal, Giropay – viele Standards bestimmen den elektronischen

Zahlungsverkehr. Wer über sein Konto daran teilnimmt, profitiert in

der Regel von Softwareprodukten der Aktiengesellschaft PPI. Seit über 30

Jahren ist die PPI AG als unabhängiges Consulting- und Softwareunternehmen

für die Finanzbranche tätig. Mit europaweit fast 400 Mitarbeiterinnen

und Mitarbeitern in Hamburg, Kiel, Frankfurt a. M., Düsseldorf, München,

Paris und Zürich bietet das Unternehmen Fach- und IT-Beratung sowie

Softwareentwicklung für Banken, Versicherungen und deren Dienstleister an.

Interessierst du dich für ein duales Studium

der Wirtschaftsinformatik? Dann brauchst

du zwei Dinge: einen Studienplatz an der

Nordakademie Elmshorn oder Wirtschaftsakademie

Kiel sowie einen Ausbildungsvertrag

mit einem dort zugelassenen Unternehmen.

Die PPI AG bietet dieses attraktiv vergütete

Bachelor-Studium gleich an beiden Standorten

an. ME2BE Campus hat sich in den

Geschäftsstellen in Hamburg und Kiel umgeschaut

und Studierende befragt. Wie fängt so

ein Studium an? Woran arbeiten angehende

Wirtschaftsinformatiker bei PPI? Und wie

zeitaufwendig ist das duale Studium wirklich?

Sandra Rudeloff (20) aus Kiel, 2. Semester

Wirtschaftsinformatik an der NAK Elmshorn,

erinnert sich gut daran, wie ihr Studium

begann. „Schon Wochen vor meinem ersten

Arbeitstag erhielt ich einen Brief von den

Studierenden der PPI AG“, erzählt die junge

Kielerin. „Darin wurden mir Tipps gegeben,

was ich an meinem ersten Tag mitbringen

und vor allem, was ich anziehen sollte: Jeans

und T-Shirt, also legere Kleidung, rieten sie

mir. Ich habe zwar doch eine Bluse zur Jeans

angezogen … über den Brief habe ich mich

aber total gefreut!

An meinem ersten Arbeitstag in Hamburg-Winterhude

wurde ich herzlich von den

beiden Ausbildungsleitern Jens Dittmer und

Hans-Dirk Kämpfer begrüßt. Als Erstes erhielt

ich einen Rundgang durch die Firma.

Alle Büros, Räume und Flure sind großzügig

angelegt, lichtdurchflutet und modern eingerichtet.

Beide Firmenstockwerke wirken hell

und freundlich. Nach und nach wurden mir

alle Kolleginnen und Kollegen vorgestellt.

Natürlich konnte ich mir nicht gleich alle Namen

merken. Aber es war schön, von allen

persönlich willkommen geheißen zu werden.

Bei PPI duzen sich übrigens alle Angestellten.

Das war anfangs ungewohnt, trägt aber

zu einer entspannten Arbeitsatmosphäre bei.

Zuletzt erhielt ich noch mein wichtigstes Arbeitsinstrument:

ein eigener Lenovo-Laptop.

Das darf ich auch mit nach Hause oder zum

Studium an die Nordakademie mitnehmen.

Alle Studierenden bei der PPI AG werden

zusätzlich von einem studentischen Paten

aus fortgeschrittenem Semester begleitet.

Das ist ziemlich praktisch, sowohl für fachliche

Fragen nach Studieninhalten oder guten

Übungsaufgaben als auch für alltägliche Fragen,

z.B. nach dem besten Café in der Gegend.

Für alle Fragen rund um die Arbeitsbedingungen

von PPI erhält man ein Mitarbeiterhandbuch,

in dem alles ausführlich erklärt wird:

Wie funktioniert die Zeiterfassung? Wo ist die

Zufahrt zur Tiefgarage? Welche Freizeitangebote

können genutzt werden? Jedes Quartal

gibt es zusätzlich einen zweitägigen Workshop

für alle neuen Mitarbeiter, in denen sich

das Unternehmen vorstellt und folgende Fragen

klärt: Welche Produkte bietet die PPI AG

an? Welche Bereiche gibt es? Wer leitet sie?

Wen kann ich ansprechen?

Zum Ausbildungsbeginn kann ich nur

Positives berichten. Ich hatte vom ersten

Tag an ein gutes Gefühl. Jetzt im zweiten

Semester werde ich bereits auf Außenterminen

eingesetzt. Momentan unterstütze ich

einen Kunden in Hannover bei dem Update

unserer TRAVIC-Link-Software, einem vollautomatischen

Kundensystem für das Electronic

Banking. Logisch, dass ich mich hier gut aufgenommen

und wertgeschätzt fühle.“

Sören Herber (23) aus Lütjenburg hat sein

Bachelor-Studium im März erfolgreich abgeschlossen

und wurde jüngst zum Consultant

im Bereich Business Intelligence übernommen.

Wie kam er zur PPI AG?

„Bei einem Schnupperstudium an der Uni

Kiel war ich ernüchtert von den Eindrücken

des reinen Informatikstudiums. Sehr programmierlastig!

Ich habe zwar Spaß am Programmieren,

auf Dauer wäre mir das aber zu

einseitig. Zufällig gab es an diesem Tag noch

einen Vortrag eines Redners, der den Alltag

von Informatikern bei der PPI AG vorstellte.

36 37


Bevor ich bei der PPI

AG anfing, dachte

ich, Programmieren

sei nichts für

mich. Auf meiner

Schule wurde kein

Informatikunterricht

angeboten, und ich

hatte nur wenig

Erfahrung in diesem

Bereich. Mittlerweile

habe ich meine

Meinung geändert.

Programmieren macht

mir gerade total Spaß.

(Sandra)

CAMPUS STUDIUM COMPANIES PORTRAITS

Text Christian Dorbandt

Fotos Sebastian Weimar

Die Arbeit des Informatikers erschien dynamisch

und genau in der Schnittmenge zwischen

IT und Wirtschaft verhaftet. Deshalb

wählte ich PPI als Arbeitgeber und das duale

Studium Wirtschaftsinformatik. Diese Entscheidung

habe ich keine Sekunde bereut.“

Wie sieht die tägliche Arbeit von Wirtschaftsinformatikern/-innen

bei der PPI

AG aus?

„In den Praxisblöcken des Studiums beschäftigen

wir uns mit Software-Tests, Software-Entwicklung,

Konzeption und Beratung“,

zählt Sören auf. „Software-Tests sind

ein Teil der Qualitätssicherung. Wir prüfen

Programme von Kolleginnen und Kollegen,

die als Programmierer selbst zu nah am Projekt

sind, um Fehlerquellen finden zu können.

Im Bereich Software-Entwicklung haben wir

uns z.B. mit der Programmierung eines Zeiterfassungstools

beschäftigt. Viele PPI-Studenten

waren daran beteiligt und haben unter

Anleitung erfahrener Kollegen eine Software

entwickelt. Eine besondere Aufgabe war auch

die Programmierung eines Windows-kompatiblen

Installationsprogramms für unsere

TRAVIC-Software in der Programmiersprache

Pascal/Delphi. Dazu musste ich erst eine

Zeit lang recherchieren, ehe ich eine funktionierende

exe-Datei entwickeln konnte. Zwei

Monate hat das Projekt gedauert. Auch Anforderungsanalysen

habe ich durchgeführt.

Dafür habe ich Mitarbeiter-Fragebogen entwickelt,

um konkrete Anforderungen an eine

Software zu ermitteln, in diesem Fall an eine

iPad-App.“

Wie steht’s mit dem Zeitmanagement? Haben

PPI-Studis eigentlich genügend Freizeit?

„Klares Ja“, meint Sandra. „Aber man sollte

gut organisiert und dazu bereit sein, Hobbys

ggf. etwas umzuorganisieren. Beispiel: Durch

meinen Umzug nach Hamburg kann ich nicht

mehr mit meinem Kieler Turniertanzpartner

trainieren. Trotzdem bleibt Tanzen mein Hobby

Nummer eins und ich gehe weiterhin regelmäßig

auf Salsa-Partys.“

Für Sören lief das Studium ganz entspannt

ab. „Der Arbeitstag im Praxisblock bei PPI

dauert acht Stunden“, berichtet er. „Es gibt

eine Gleitzeitregelung, sodass wir flexible

Arbeitszeiten wählen können. Die Wochenenden

sind frei. Während der Ausbildung fallen

so gut wie keine Überstunden an, und die Arbeitszeit

erfassen wir selbstständig im Intranet.

Das ist bei uns Vertrauenssache.

Ein typischer Tag im Studium sieht so

aus: Um 08:00 Uhr bin ich im Büro. Dann

checke und beantworte ich E-Mails und plane

meinen Tag. Um 09:30 Uhr treffe ich mein

sechsköpfiges Projektteam beim Daily Standup.

Wir besprechen unsere Arbeitsergebnisse,

koordinieren die nächsten Arbeitsschritte

und klären, ob es Probleme gibt. Anschließend

beschäftige ich mich allein mit meiner

Aufgabe und programmiere ein Modul.

Um 12:00 Uhr mache ich eine halbstündige

Mittagspause. Danach wird die Projektarbeit

fortgesetzt. Online überprüfen wir unsere

Module gegenseitig, indem wir unsere Codes

austauschen. So geben wir uns untereinander

Feedbacks. Ab 14:00 Uhr treffe ich meinen

Projektleiter und kläre mit ihm einige Fragen,

die sich bei mir angesammelt haben,

oder bitte ihn konkret um Hilfestellung. Den

restlichen Nachmittag arbeite ich weiter am

Projekt. Um 16:45 Uhr habe ich Feierabend

und Freizeit.

Ein Studientag an der Nordakademie

beginnt um 09:15 Uhr. Am Vormittag gibt

es einen ersten Vorlesungsblock. Die Mittagspause

dauert von 12:00 bis 12:45 Uhr.

Nachmittags gibt es einen zweiten Block

bis 15:00 Uhr. Anschließend habe ich mich

meist auf dem Open Campus mit Kommilitonen

getroffen und den Stoff nachgearbeitet.

Zwischen 16:30 und 18:00 Uhr war ich wieder

zu Hause in Kiel. Dann hatte ich noch genügend

Zeit, um meinen Hobbys nachgehen,

z.B. Jogging und Kite-Surfen. Bei westlichen

Winden kite ich in Laboe, bei nördlichen und

östlichen Winden am Bülker Leuchtturm. Ansonsten

programmiere ich gern iOS-Apps. Ich

kann nicht behaupten, dass meine Freizeit

während des Studiums zu kurz kam.“

PPI-Studierende müssen nicht in Eiscafés

jobben. Das duale Studium wird vom ersten

Tag an attraktiv vergütet, und von Anfang an

werden die Nachwuchskräfte als Kolleginnen

und Kollegen behandelt und wertgeschätzt.

Nach Feierabend gibt es eine PPI-Laufgruppe

oder die Möglichkeit zum Alster-Segeltörn

auf der firmeneigenen Jolle „Backslash“. Die

Unternehmensgrundsätze der PPI AG basieren

auf Fairness, Respekt, Teamarbeit und

Verantwortung. Dementsprechend positiv gestaltet

sich das Arbeitsklima. Im Gegenzug

werden gute Leistungen erwartet. In dieser

Atmosphäre beinahe „vorprogrammiert“.

Duales Studium Wirtschaftsinformatik

Studienorte: Nordakademie Elmshorn oder

Wirtschaftsakademie Kiel

Studienplätze: ca. 140 (Elmshorn) und ca. 25

(Kiel)

Voraussetzung: (Fach-)Hochschulreife,

Ausbildungsvertrag mit einem der zugelassenen

Unternehmen, erfolgreiche Absolvierung des

hochschulinternen Auswahlverfahrens (nur

Elmshorn)

Studiendauer: 6 Semester (Kiel), 7 Semester

(Elmshorn inkl. Auslandssemester)

Studiengebühren: Keine. Dies übernimmt der

Ausbildungsbetrieb.

Studienbeginn: zum 1. Oktober

Bewerbungsfrist: bis September

Weitere Informationen unter:

www.ppi.de

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„die

atmosphäre

hier ist

super

entspannt.“

studenten-portraits

„Mir Liegen

theoretische stoffe

und MAtheMAtisches,

Logisches denKen.“

studenten-portraits

studentenportraits

Anna-Lena Kersten, 20

aus Neumünster, Duales Studium zur Diplom-Finanzwirtin an der

Fachhochschule für Verwaltung und Dienstleistung in Altenholz,

2. Studienjahr.

„Die Anwendung von Gesetzen folgt einer Logik. Es gibt andauernd

Tatbestände, nach deren Erfüllung eine Rechtsnorm erfolgt. Mir liegen

theoretische Stoffe und mathematisches, logisches Denken.

Deshalb fühle ich mich sehr wohl in dem Studium zur Diplom-Finanzwirtin.

Es ist schon eine komplexe Materie, doch wir lernen

hier alles Schritt für Schritt. Die Veranstaltungen bauen inhaltlich

aufeinander auf und ich fühle mich gut mitgenommen von den

Dozenten. Als Diplom-Finanzwirtin werde ich sowohl einen Hochschulabschluss

als auch eine Ausbildung haben, die nicht nur in

der Finanzverwaltung, sondern auch in der Privatwirtschaft höchstes

Ansehen genießt.

In meiner Freizeit betreibe ich den Vollkontaktsport Taekwondo

beim Post SV Neumünster. Ich bin vierfache Jugendmeisterin und

Vize-Europameisterin. Dort habe ich auch Durchhaltevermögen und

Selbstdisziplin gelernt. Als Leistungssport kann ich den Sport jetzt

nicht mehr ausüben, doch aufhören werde ich ganz sicher nicht.

Der Verein ist wie mein zweites Zuhause.“

Jens Heutmann, 20

aus Heiligenhafen, Duales Studium zum Diplom-Finanzwirt an der

Fachhochschule für Verwaltung und Dienstleistung in Altenholz, 1.

Studienjahr.

„Ich habe schon immer den Wunsch gehabt, beruflich etwas mit

dem Thema Recht zu machen. Im Studium lernen wir viele Rechtsvorschriften,

die wir in der Praxis anwenden müssen. Die Atmosphäre

hier ist super entspannt. Wir haben eine nette Klassengemeinschaft

und das Verhältnis zu den Dozenten ist angenehm.

Mein typischer Tagesablauf sieht so aus: Ich stehe um ca. 7 Uhr auf

und frühstücke. Um 8 Uhr beginnen täglich die drei Lerneinheiten

zu jeweils 90 Minuten. Um 13:15 Uhr endet der Unterricht. Ich

esse dann zum Mittag, entweder hier in der Cafeteria oder in meinem

Studenten-Appartement. Nach einer Mittagspause bereite ich

dann ein bis zwei Stunden den Unterrichtsstoff nach. Anschließend

fahre ich dreimal pro Woche zum Fitnesstraining nach Kiel. Die Einlassbänder

an meinem Arm stammen von diversen Festivals. Meine

Lieblingbands sind Linkin Park, Metallica, Volbeat und In Flames.“

Anna-Lena Kersten

Text Christian Dorbandt Foto Michael Ruff

Text & Foto Christian Dorbandt

40 41


„PriMA finde ich die

„NebeN dem toLLeN,

Aber LerNiNteNSiVeN

Studium mAcHe icH

gerNe Sport –

ScHWimmeN, JoggeN,

StANd-up-pAddeLN

uNd KLetterN.“

PersönLiche

AtMosPhäre hier,

überfüLLte

hörsäLe gibt es

nicht.“

studenten-portraits

Sarah Wandel, 23

aus Lübeck, im 1. Semester des Master-Studiengangs Biomedical

Engineering an der FH Lübeck.

„Nach dem Abschluss meines Bachelors in Rettungsingenieurwesen

wollte ich mich weiter in Richtung Medizintechnik spezialisieren.

Bei Besuchen verschiedener Messen war ich von

den Möglichkeiten, der Vielfalt und der schnellen Weiterentwicklung

dieses Markts fasziniert. Aufgaben im späteren Berufsleben

sind generell die Entwicklung und Verbesserung von

Medizingeräten für Kliniken und Arztpraxen. Hierbei sind die

Aufgabengebiete sehr vielfältig: Je nach persönlichem Interesse

gibt es Arbeits- und Aufstiegsmöglichkeiten beispielsweise

in Forschung und Entwicklung oder Qualitätsmanagement.

Generell sollten Bewerber gute Englischkenntnisse haben,

Fachwörter können jedoch auch während des Studiums gelernt

werden. Außerdem erleichtert es die Arbeit, wenn du grundsätzliche

PC-Programmierkenntnisse (Matlab) mitbringst. Neben

dem tollen, aber lernintensiven Studium mache ich gerne

Sport – Schwimmen, Joggen, Stand-up-Paddeln und Klettern.“

Text Joachim Welding | Foto FH Lübeck

Vivian Schlupp, 25

aus Hamburg, im 1. Semester des Master-Studiums Biomedical

Engineering an der FH Lübeck.

„Ich habe mich für das Studium in Lübeck entschieden, weil

die FH international ausgerichtet ist und als kleine Hochschule

einen guten Kontakt zu den Lehrenden bietet. Ich habe mich

schon seit Langem für Mathematik und Physik, aber auch für

Medizin begeistert – und Biomedical Engineering (Medizinische

Elektronik) ist der perfekte Studiengang, um beides zu kombinieren.

Wir lernen, medizinische Probleme mithilfe von Technik

zu lösen und dadurch einerseits die Arbeit von Ärzt/-innen

zu erleichtern. Andererseits kannst du auch die Behandlung

von Patient/-innen verbessern und sicherer machen. Toll ist die

persönliche Atmosphäre hier, überfüllte Hörsäle gibt es nicht.

Dennoch ist das englischsprachige Biomedical Engineering ein

anspruchsvolles Studium, denn viele Projektarbeiten müssen

gemeistert werden, in denen wir beispielweise Geräte konstruieren

und entwickeln, Programmieren oder Hausarbeiten

schreiben. Es herrscht eine tolle Stimmung unter den Studierenden,

die aus vielen verschiedenen Ländern kommen. Voraussetzung:

In Englisch musst du absolut fit sein.“

Text Joachim Welding | Foto FH Lübeck

dominic Schmidt, 25

5. Semester Studiengang Hörakustik

FH Lübeck.

„Nach der vorangegangenen Berufsausbildung

zum Hörgeräteakustiker habe ich im

Studium gute berufliche Chancen nach dem

Abschluss gesehen. Das hat mich ebenso

gereizt wie die Nähe meines Wohnortes Lübeck

zur Fachhochschule. Ich wollte erlerntes

Wissen gerne vertiefen. Mit dem Bachelor

in der Tasche stehen Absolventen viele

Türen in unterschiedlichen Berufsbranchen

offen: Hörgeräteindustrie, Automobilindustrie

und Ingenieurbüros für Bau- und

Raumakustik sind nur einige der möglichen

Ziele. Außerdem hat man die Möglichkeit,

an anderen Universitäten einen Masterabschluss

zu erlangen. Die Projekte im Studium

laufen meist als Gruppenarbeit mit

drei bis vier Studenten. Hier ist es wichtig,

dass alle Teilnehmer an einem Strang ziehen

und das Projekt gut durchgeplant wird.

Toll finde ich, dass die FH ein vielseitiges

Hochschulsportprogramm anbietet. Alle

gängigen Sportarten, aber auch Exoten wie

Unterwasserrugby sind möglich. Außerdem

kannst du hier den Segelschein, Fallschirmschein

oder Tauchschein machen.“

malte Herden, 26

aus Lübeck, 5. Semester Studiengang

Hörakustik FH Lübeck.

„Das Studium an der FH war für mich die

logische Konsequenz nach der Gesellenprüfung

als Hörgeräteakustiker. Und sie ist

praktisch, denn als Lübecker ist sowohl die

Akademie für Hörgeräteakustik als auch die

Fachhochschule fast vor meiner Haustür.

Ich habe mir den Beruf ausgesucht, weil

mir die Akustik als Hobbymusiker insgesamt

sehr nahe liegt. Da es kein reines

Akustikstudium gibt, habe ich mich für die

Ausbildung zum Hörgeräteakustiker und

das anschließende Studium entschieden.

Hier sind Teamarbeit und der Austausch mit

den Professoren sehr wichtig, die Dozenten

haben zudem immer ein offenes Ohr für

uns Studis. Da der Studiengang recht klein

ist, herrscht untereinander eine familiäre

Atmosphäre. Der Campus ist überschaubar:

Gebäude, Labore, Mensa und Bibliothek

sind schnell zu Fuß zu erreichen. In meiner

Freizeit spiele ich gern Gitarre, ich nehme

Songs auf und bearbeite sie auf dem PC.“

philipp Narten, 27

aus Lübeck, 5. Semester Studiengang

Hörakustik FH Lübeck.

„Bevor ich mit dem Studium in Lübeck begonnen

habe, habe ich die duale Ausbildung

zum Hörgeräteakustiker abgeschlossen.

Die ist Voraussetzung zur Zulassung.

Während ich zuvor in einem Hörgeräte-Geschäft

ausgebildet wurde, möchte ich nach

dem Studium in der Industrie arbeiten, um

dort Hörgeräte zu entwickeln. Mir gefällt

an dem Beruf die abwechslungsreiche Tätigkeit

mit einer Mischung aus handwerklichem

Arbeiten und dem Umgang mit modernster

Technik.

Die beruflichen Perspektiven sind prima,

denn Arbeitslosigkeit gibt es bei den Hörakustikern

praktisch nicht. Du kannst nach

der Ausbildung die Meisterschule besuchen,

ein eigenes Fachgeschäft führen und

Azubis ausbilden. Möglich ist auch die Weiterbildung

zum Pädakustiker, der Hörgeräte

bei Kindern anpasst. Mein Tipp für Studienanfänger/-innen:

Neben dem Lernen

nicht vergessen, das Studierendenleben zu

genießen!“

Texte Joachim Welding | Foto FH Lübeck

studenten-portraits

42 43


„LübecK HAt eiNeN

überScHAubAreN cAmpuS,

Hier KeNNt eigeNtLicH

Jeder JedeN.“

„AusserdeM wird iM

studiuM Auf direKte

KoMMuniKAtion und

teAMArbeit grossen

wert geLegt.“

„ich könnte mir

nach dem studium

vorstellen, als

Web-developerin zu

arbeiten.“

„ich woLLte nAch deM Abi

MAL weg von zu hAuse.

jetzt bin ich in fLensburg

geLAndet – weiter weg

geht fAst nicht Mehr!“

studenten-portraits

Florian matysiak, 24

aus Berlin, im 2. Semester des Master-Studiengangs Medizinische

Ingenieurwissenschaft an der Universität zu Lübeck.

„Bereits in der Schule interessierte ich mich sehr für die naturwissenschaftlichen

Fächer. Mir war klar, dass ich etwas in

dieser Richtung studieren wollte. Außerdem sollten die beruflichen

Perspektiven gut sein. Dabei hat mich ein Studienfach

mit medizinischen Aspekten am meisten angesprochen.

Einen Wunschberuf habe ich bis jetzt noch nicht. Ich

kann mir aber gut vorstellen, nach Beendigung des Studiums

in den Bereich Forschung und Entwicklung bei einer medizinisch-technisch

spezialisierten Firma zu gehen. In Betracht

kommt für mich aber auch, weiter an der Uni zu forschen. Da

immer Leute in dieser Branche gesucht werden, sehen die beruflichen

Perspektiven und Aufstiegschancen ganz gut aus.

Lübeck hat einen überschaubaren Campus, hier kennt eigentlich

jeder jeden. Wenn es Probleme oder Fragen zu den

Vorlesungen gibt, sind die Professoren schnell zur Stelle, um

zu helfen. Bei Projekten merkt man, dass Teamarbeit großgeschrieben

wird, mit dem Ziel, gemeinsam eine Lösung zu

erarbeiten. Darüber hinaus gibt es ein attraktives sportliches

Freizeitangebot. Wer sich für diesen Studiengang interessiert,

sollte sich selbst ein Bild machen. Und unbedingt zu Studenten

Kontakt aufnehmen und nach persönlichen Erfahrungen

fragen. Das hat mir damals sehr geholfen.“

maike Happe, 23

aus Münster, im 6. Semester des Bachelor Studiengangs Medizinische

Ingenieurwissenschaft an der Universität zu Lübeck.

„Der Wunsch, ein Studium der Medizintechnik aufzunehmen,

entstand bei mir erst während eines Freiwilligen Sozialen Jahres.

Bei einem Info-Tag und verschiedenen Praktika habe ich

die Berufswelt der medizinischen Ingenieurwissenschaft für

mich entdeckt. Ich wusste, bei diesem Studium konnte ich

mein Interesse an Medizin mit meinen Fähigkeiten in den Naturwissenschaften

und der Mathematik kombinieren.

Mit dem Studium bin ich zufrieden. Man bekommt nicht

nur die physikalischen und technischen Grundlagen vermittelt,

die erklären, wie Computertomografie, Magnetresonanztomografie

oder Ultraschall funktionieren. Von Bedeutung ist auch,

ein Verständnis für die Software der Verfahren zu entwickeln.

Außerdem wird im Studium auf direkte Kommunikation und

Teamarbeit großen Wert gelegt. Ein konkretes Berufsbild im

Bereich der Medizintechnik habe ich noch nicht, aber ich weiß,

dass mir viele Türen offen stehen. Die Bereiche Forschung oder

Industrie spielen dabei eine große Rolle.

Mein privates Umfeld konnte im ersten Moment nichts mit

dem Begriff Medizinische Ingenieurwissenschaft anfangen, war

aber fasziniert, als sie hörten, wie die Technik die Medizin unterstützen

kann. Jedem, der sich für diesen Studiengang interessiert,

empfehle ich, vor Beginn Praktika zu machen. Damit

man sicher ist, ob man wirklich in diesen Bereich passt.“

Jana ratjen, 25

kommt aus Emsbüren und absolviert im 4. Semester den Bachelor-

Studiengang Medieninformatik an der FH Flensburg.

„Nach dem Abi habe ich eine Ausbildung zur Werbekauffrau in

Rendsburg gemacht. Mit dem Studium Medieninformatik möchte

ich die Produktionsseite kennenlernen, um dieses Know-how

später mit der Ausbildung kombinieren zu können. Ich könnte

mir nach dem Studium vorstellen, als Web-Developerin zu

arbeiten. Das Fach Informatik hatte ich schon in der Schule.

Als 16-Jährige nahm ich außerdem an einem zweiwöchigen

Schnupperstudium an der Kieler Christian-Albrechts-Universität

teil. Danach war mein Interesse an Informatik noch größer.

Die Atmosphäre an der FH Flensburg ist für mich genau

richtig. Es geht hier etwas ruhiger und familiärer zu als in Städten

wie Frankfurt, Köln oder Berlin. So, wie Schleswig-Holstein

eben ist … ein bisschen dörflicher! Die Stadt hat viel zu bieten,

und es ist ziemlich nett, im Beachclub an der Hafenspitze

zu sitzen oder am Strand zu grillen. Mein Hobby ist das Tanzen.

Seit 16 Jahren tanze ich alles Mögliche … Ballett, Jazz und

mittlerweile auch Zumba, für den ich gerade einen Trainerschein

gemacht habe.“

chahinaz maalem, 21

kommt aus Konstanz und absolviert im 4. Semester den Bachelor-

Studiengang Medieninformatik an der FH Flensburg.

„Ich wollte nach dem Abi mal weg von zu hause. Jetzt bin

ich in Flensburg gelandet – weiter weg geht fast nicht mehr!

Durch das Internet und die Agentur für Arbeit habe ich von

dem Flensburger Studiengang erfahren. Das hörte sich ziemlich

interessant an. Computeraffin bin ich schon von klein auf.

Ich habe schon immer Rechner zusammengebaut und Computerspiele

gespielt. Mit dem Programmieren hatte ich vor dem

Studium noch keine Berührung.

Ich wohne direkt gegenüber der Fachhochschule im Studentenwohnheim.

Was mir an der FH gut gefällt, ist die persönliche

Atmosphäre. Ich mag es nicht, wenn alles so anonym

ist und niemand den anderen kennt. Hier auf dem Campus kann

man einfach jedem „Hallo“ sagen! Privat zeichne ich gern und

spiele gern Computerspiele, z.B. Diablo. Mein Lieblingsort in

Flensburg ist der Strand Solitüde.“

studenten-portraits

Text Joachim Welding | Foto Uni Lübeck

Text Joachim Welding | Foto Uni Lübeck

Text Christian Dorbandt | Foto Sebastian Weimar

Text Christian Dorbandt | Foto Sebastian Weimar

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AUF EINEN BLICK

GLOSSAR

Studiengänge im medizinischen Bereich

Studiengänge im technischen Bereich

HH

HAW – Hochschule für Angewandte Wissenschaften

- Biotechnologie (Bachelor)

- Gesundheitswissenschaften (Bachelor)

- Gefahrenabwehr/ Hazard Control (Bachelor)

- Medizintechnik/ Biomedical Engineering

(Bachelor)

- Rettungsingenieurwesen/Rescue Engineering

(Bachelor)

- Ökotrophologie (Bachelor)

- Pfl ege, Dualer Studiengang (Bachelor)

- Interdisziplinäre Gesundheitsvorsorg und

Management (Bachelor)

- Pfl egeentwicklung und Management (Bachelor)

- Pharmaceutical Biotechnology (Master)

- Health Sciences (Master)

- Public Health (Master)

- Biomedical Engineering/Medizintechnik

(Master)

- Sozial- und Gesundheitsmanagement (Master)

www.haw-hamburg.de

SH

Fachhochschule Flensburg

- Betriebswirtschaftslehre - Spektrum

Krankenhausmanagement (Bachelor)

- Biotechnologie - Verfahrenstechnik –

Lebensmitteltechnologie (Bachelor)

- E-Health (Master)

www.fh-fl ensburg.de

Europa-Universität Flensburg

- Prävention und Gesundheitsförderung (Master)

www.uni-fl ensburg.de

Fachhochschule Lübeck

- Betriebswirtschaftslehre - Spektrum

Gesundheitswirtschaft (Bachelor)

- Biomedical Engineering (Master)

- Biomedizintechnik (Bachelor)

- Hörakustik (Bachelor)

www.fh-luebeck.de

HFH – Hamburger Fern-Hochschule

- Health Care Studies (Bachelor)

In den Fachrichtungen: Ergotherapie,

Logopädie, Physiotherapie, Pfl ege

(auch für Berufserfahrene)

- Gesundheits- und Sozialmanagement (Bachelor)

- Management von Organisationen und

Personal im Gesundheitswesen (Master)

- Pfl egemanagement (Bachelor)

www.hamburger-fh.de

Universität Hamburg

- Medizin (Staatsexamen)

- Zahnmedizin (Staatsexamen)

- Psychologische Psychotherapie

(Staatsexamen)

- Psychologie (Bachelor/Master)

- Bewegungswissenschaft (Master)

Schwerpunkt Gesundheitsforschung

www.uni-hamburg.de

MSH Medical School Hamburg - University of

Applied Sciences and Medical University

- Medical Controlling and Management

(Bachelor)

- Logopädie (Bachelor)

- Rescue Management (Bachelor)

- Physiotherapie (Bachelor)

- Ergotherapie (Bachelor)

- Advanced Nursing Practice (Bachelor)

- Klinische Psychologie und Psychotherapie

(Master)

- Medizinpädagogik (Bachelor/Master)

www.medicalschool-hamburg.de

Universität zu Lübeck

- Biomedical Engineering (Bachelor)

- Humanmedizin (Staatsexamen)

- Mathematik in Medizin und

Lebenswissenschaften (Bachelor/Master)

- Medizinische Informatik (Bachelor/Master)

- Medizinische Ingenieurwissenschaft (Bachelor/

Master)

- Molecular Life Science (Bachelor/Master)

- Pfl ege, Dualer Studiengang (Bachelor)

www.uni-luebeck.de

Fachhochschule Kiel

- Physiotherapie (Bachelor)

- Soziale Arbeit - Spektrum Rehabilitation

(Bachelor)

- Soziale Arbeit - Forschung, Entwicklung,

Management (Master)

www.fh-kiel.de

TUHH – Technische Universität Hamburg-

Harburg

- Bioverfahrenstechnik (Bachelor/Master)

- Mediziningenieurwesen (Master)

www.tuhh.de

Hochschule Fresenius

- Management und Ökonomie im

Gesundheitswesen (Bachelor)

- Angewandte Psychologie (Bachelor)

- Wirtschaftspsychologie (Bachelor/Master)

- Business Psychology (Master)

- Ergotherapie - Angewandte

Therapiewissenschaften (Bachelor)

- Gesundheit und Management für

Gesundheitsberufe (Bachelor)

- Logopädie (Bachelor)

- Logopädie - Angewandte

Therapiewissenschaften (Bachelor)

- Physiotherapie (Bachelor)

- Physiotherapie - Angewandte

Therapiewissenschaften (Bachelor)

- Soziale Arbeit (B.A.)

www.hs-fresenius.de

Helmut-Schmidt-Universität – Universität

der Bundeswehr Hamburg

- Medizin (an der Universität in München)

- Psychologie (Bachelor/Master)

www.hsu-hh.de

EBC Hochschule

- Business Psychology (Bachelor)

www.ebc-hochschule.de

CAU – Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

- Hospital Management (Master)

- Medizin - Klinik (Staatsexamen)

- Medizin - Vorklinik (Staatsexamen)

- Ökotrophologie (Bachelor/Master)

- Pharmazie (Staatsexamen)

- Psychologie (Diplom)

- Zahnmedizin (Staatsexamen)

www.uni-kiel.de

Muthesius Kunsthochschule

- Industriedesign mit dem Schwerpunkt Medical

Design (Master)

www.muthesius-kunsthochschule.de

Fachhochschule Westküste

- International Tourism Management -

Spektrum Health Tourism (Bachelor)

www.fh-westkueste.de

HH

HAW - Hochschule für Angewandte

Wissenschaften

- Fahrzeugbau (Bachelor/Master)

- Flugzeugbau (Bachelor/Master)

- Angewandte Informatik (Bachelor)

- European Computer Science (Bachelor)

- Technische Informatik (Bachelor)

- Wirtschaftsinformatik (Bachelor)

- Elektrotechnik und Informationstechnik

(Bachelor)

- Maschinenbau - Energie- und

Anlagensysteme (Bachelor)

- Maschinenbau - Entwicklung und

Konstruktion (Bachelor)

- Produktionstechnik und -management

(Bachelor)

- Mechatronik (Bachelor)

- Biotechnologie (Bachelor)

- Medizintechnik/Biomedical

Engineering (Bachelor)

- Rettungsingenieurwesen/Rescue

Engineering (Bachelor)

SH

Fachhochschule Kiel

- Elektrotechnik (Bachelor)

- Informationstechnologie und Internet

(Bachelor)

- Mechatronik (Bachelor)

- Technologiemanagement und -marketing

(Bachelor)

- Elektrische Technologien (Master)

- Information Engineering (Master)

- Internationales Vertriebs- und Einkaufsingenieurwesen

(Bachelor)

- Maschinenbau (Bachelor/Master)

- Industrial Engineering (Master)

www.fh-kiel.de

FH-Westküste

- Elektrotechnik / Informationstechnik (E/I)

(Bachelor)

www.fh-westkueste.de

- Verfahrenstechnik (Bachelor)

- Umwelttechnik (Bachelor)

- Logistik/Technische Betriebswirtschaftslehre

(Bachelor)

- Informatik (Master)

- Next Media (Master)

- Automatisierung (Master)

- Informations- und Kommunikationstechnik

(Master)

- Mikroelektronische Systeme (Master)

- Berechnung und Simulation im Maschinenbau

(Master)

- Erneuerbare Energien (Master)

- Nachhaltige Energiesysteme im Maschinenbau

(Master)

- Produktionstechnik und -management (Master)

www.haw-hamburg.de

Universität Hamburg

- Informatik (Bachelor)

- Mensch-Computer-Interaktion (Bachelor)

- Technomathematik (Bachelor)

www.uni-hamburg.de

Helmut-Schmidt-Universität (Bundeswehr

Hamburg)

- Elektrische Energietechnik (Master)

- Elektrotechnik und Informationstechnik

(Bachelor)

- Fahrzeugtechnik (Master)

Fachhochschule Flensburg

- Angewandte Informatik (Bachelor)

- Biotechnologie – Verfahrenstechnik (Bachelor)

- EW - Elektrische Energiesystemtechnik

(Bachelor)

- EW - Energie- und Umweltmanagement

(Bachelor)

- EW - Regenerative Energietechnik (Bachelor)

- Maschinenbau (Bachelor)

- Biotechnology and Process Engineering

(Master)

- Systemtechnik (Master)

- Angewandte Informatik (Master)

www.fh-fl ensburg.de

Fachhochschule Lübeck

- Angewandte Informationstechnik (Master)

- Biomedical Engineering (Master)

- Biomedizintechnik (Bachelor)

- Informatik-Ingenieurwesen (Master)

- Informationstechnik (Master)

- Maschinenbau (Bachelor)

- Mechatronik (Master)

- Energie- und Umwelttechnik (Master)

www.hsu-hh.de

Technische Universität Hamburg-Harburg

- Allgemeine Ingenieurwissenschaften (Bachelor)

- General Engineering Science (Bachelor)

- Bau- und Umweltingenieurwesen (Bachelor)

- Bioverfahrenstechnik (Bachelor)

- Computer Science (Bachelor)

- Elektrotechnik (Bachelor)

- Energie- und Umwelttechnik (Bachelor)

- Informatik-Ingenieurwesen (Bachelor)

- Logistik und Mobilität (Bachelor)

- Maschinenbau (Bachelor)

- Mechatronik (Bachelor)

- Technomathematik (Bachelor)

- Verfahrenstechnik (Bachelor)

- Bioverfahrenstechnik (Master)

- Computer Science (Master)

- Elektrotechnik (Master)

- Energietechnik (Master)

- Informatik-Ingenieurwesen (Master)

- Mediziningenieurwesen (Master)

- Chemical and Bioprocess Engineering

(Master)

www.tuhh.de

- Food Processing - Technologie und

Management (Bachelor)

- Hörakustik (Bachelor)

- Mechanical Engineering (Bachelor)

- Technische Biochemie (Master)

www.fh-luebeck.de

CAU - Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

- Elektrotechnik und Informationstechnik

(Bachelor/Master)

- Informatik (Bachelor/Master)

- Informatik (Bachelor)

www.uni-kiel.de

Universität zu Lübeck

- Biomedical Engineering (Master)

- Entrepreneurship in digitalen Technologien

(Master)

- Informatik (Bachelor/Master)

- Medizinische Informatik (Bachelor/Master)

- Medizinische Ingenieurwissenschaft

(Bachelor/Master)

www.uni-luebeck.de

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CAMPUS STUDIUM COMPANIES PORTRAITS

Filme, in denen Medizin &

Technik eine Rolle spielen

Medizin und Technik“ gehörten schon immer zusammen. Gerade im Science-

Fiction-Genre wird das Unmögliche oft wahr. Will Smith verliert einen Arm?

Kein Problem, in „I, Robot“ von 2005 bekommt er eine Roboter-Prothese. Doch

schon 1977 hatte George Lucas die Idee von einem Mann im Anzug, den er

tragen muss, um am Leben zu bleiben. In „Star Wars“ bekommt Darth Vader

ohne Hightech-Anzug und Hightech-Helm keine Luft. Wo Medizin und Technik

noch aufeinander treffen, lest ihr in unserer Auswahl:

I, Robot

Fiction /Action, USA. 2004

Im Jahr 2035 übernehmen Roboter viele Alltagsaufgaben der Menschheit: Sie kehren die Straßen,

führen Hunde aus, kaufen ein und hüten Kinder. Das risikofreie Zusammenleben zwischen Mensch und

Maschine wird durch ein strenges Regelwerk, garantiert, das in jede Robotereinheit programmiert

wird. Geprägt von einem traumatischen Erlebnis, bei dem ein Robot seinem Befehl widersprach, beobachtet

Polizist Del Spooner (Will Smith) die Entwicklung voller Sorge. Als ausgerechnet ein Mord

in dem Unternehmen US Robotics geschieht, das mit der sorgenfreien Welt der Robot-Technologie

wirbt, sieht sich Spooner in seinem Misstrauen bestätigt. Wie kann eine solche Tat von einem Robot

begangen worden sein? Bei seinen Ermittlungen stößt Spooner auf weitere Ungereimtheiten und auf

eine Bedrohung, welche die gesamte Menschheit auslöschen könnte.

FOTO 20TH Century Fox Home Entertainment

FOTO 20TH Century Fox Home Entertainment

Star Wars

Sience Fiction /Action, USA. 1977

Auch wenn viele seinen Namen nicht kennen: Darth Vader ist bekannt, insbesondere seine Atemgeräusche

aus Star Wars. Das Heldenepos um Anakin Skywalker, Obi-Wan Kenobi, Han Solo, Prinzessin

Leia und Luke Skywalker erzählt eine spannende Geschichte in einer futuristischen Welt. Der junge

Anakin Skywalker soll zu einem Jedi-Ritter ausgebildet werden. Diese Hüter des Friedens beschützen

die galaktische Republik schon seit 1000 Jahren vor der dunklen Seite der Macht. Diese zeigt auch

ihr reges Interesse an dem jungen Skywalker und spielt mit seinen Ängsten und Sehnsüchten bis

der inzwischen erwachsen gewordene Jedi-Ritter von der dunklen Seite korrumpiert wird. Ab diesem

Zeitpunkt dreht sich die Geschichte um seinen Sohn Luke. Dieser weiß nichts von seinem Vater und

dessen Geschichte, da er gleich nach seiner Geburt vor ihm versteckt wurde. Auch Luke muss sich

bald zwischen der hellen und dunklen Seite der Macht entscheiden.

FOTO Sony Pictures Home Entertainment

Gattaca

Sience Fiction /Action, USA. 1997

Schöne neue Welt: Die kommende Gesellschaftsform kategorisiert ihre Mitmenschen nicht mehr nach

Rasse, Alter oder Geschlecht. Es geht nur noch um die DNA. Genetisch hoch gezüchtete Menschen

verrichten alle wichtigen Arbeiten, während sich die auf natürlichem Weg gezeugten, mit dem Rest

begnügen müssen. Vincent (Ethan Hawkes ) hat einen Traum. Er möchte Astronaut bei der Gattaca

Corp. werden. Als Mensch, der auf natürlichem Weg gezeugt wurde, steht ihm ein solcher Beruf nicht

zur Verfügung. Die nötige Identität besorgt er sich von einem “Identitäten-Makler”. Der genetisch

manipulierte „Jerome” (Jude Law) liefert gegen Bezahlung Vincent Urin-, Haut- und Haarproben.

Vincent steht kurz davor, zum Saturn-Mond Titan zu fliegen. Plötzlich wird einer seiner Vorgesetzten

ermordet und seine Leiche zusammen mit einer Wimper von Vincent aufgefunden. Der angehende

Astronaut macht sich Sorgen, als Betrüger entlarvt, oder schlimmer noch, zu unrecht als Mörder

beschuldigt zu werden.

FOTO Universal Pictures

Die Entdeckung der Unendlichkeit

Drama /Großbritannien, 2014

Als bei dem genialen Physikstudenten Stephen (Eddie Redmayne) eine degenerative Nervenkrankheit

diagnostiziert wird geben ihm seine behandelnden Ärzte eine Lebenserwartung von zwei Jahren.

Neue Kraft schöpft er durch die Liebe zu seiner Kommilitonin Jane Wild (Felicity Jones). Sie heiraten

und bekommen Kinder. Stephens körperlicher Verfall ist nicht mehr aufzuhalten. Das beflügelt jedoch

nur seinen Geist. Die Krankheit von „Einsteins legitimen Nachfolger” stellt die Ehe der beiden

sich Liebenden auf eine harte Probe und verändert ihre Leben nachhaltig. Da Stephen durch einen

Luftröhrenschnitt nicht mehr sprechen kann, wird für ihn Elaine Mason engagiert. Sie trainiert mit

Stephen die Kommunikation via Verständigungstafel und später mittels eines Sprachcomputers. Sie

verstehen sich auf Anhieb sehr gut. Auch Stephens Frau Jane lernt jemanden kennen.

FOTO Tobis Film GmbH & Co. KG

Transcendence

Sience Fiction /Action, USA. 2014

Was passiert, wenn ein menschlicher Geist mit einem Computer verschmolzen wird? In „Transcendence“

stellen sich Dr. Will Caster (Johnny Depp), anerkannter Experte auf dem Gebiet der künstlichen Intelligenz,

und seine Frau Evelyn (Rebecca Hall), genau diese Frage. Sie versuchen ein Elektronengehirn

zu erschaffen, das über menschliche Emotionen verfügt. Außerdem soll es dazu in der Lage sein, seine

eigenen Entscheidungen zu reflektieren. Technikfeindliche Extremisten versuchen das Experiment zu

zerstören. Dr. Will Master wird bei diesem Angriff so schwer verletzt, dass seine Frau Evelyn glaubt,

nur noch seinen Geist retten zu können. Sie verbindet sein Bewusstsein mit dem Elektronengehirn. Es

entsteht ein hochintelligentes Wesen, das sich seiner Macht schnell bewusst wird.

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Th e m a

KREATIVWIRTSCHAFT

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HERBST 2015

No.2

Hauptberuf

WIND

Das können

wir

besser

Interview mit Hannes Nockel,

Skaterampenbauer und

Geschäftsführer von Anker Rampen

Das können

wir

besser

SURFER

Interview mit dem

Profiwindsurfer

Vincent Langer

Florens Beyer von der Kieler Max-

Planck-Schule erhielt die Auszeichnung:

Bundesweit „Beste Arbeit

des Themas“ im Europäischen

Schülerwettbewerb

Es ist nur

FERNSEHEN

Interview mit dem Moderator

Dennis Wilms

Interview mit Hannes Nockel,

Skaterampenbauer und

Geschäftsführer von Anker Rampen

Wann hast du angefangen, Rampen zu

bauen?

Ich skate seit meinem zehnten Lebensjahr,

etwa genauso lange baue ich auch Rampen.

Es fing mit einer Stichsäge und ein paar alten

Holzbrettern an, die ich im Hinterhof

zu einer Rampe zusammenbaute. Ich war

damals schon unzufrieden mit den Anlagen,

die es für Skater gab, und wollte es besser

machen.

Wie ging es weiter?

Das erste größere Projekt war der Bau eines

Skateparks in Heikendorf, wo ich zur Schule

gegangen bin. Die Gemeinde stellte mir – da

war ich etwa 15 Jahre alt – und einer Gruppe

Jugendlicher Holz zur Verfügung, womit

wir eine Anlage nach unseren Vorstellungen

gestalten konnten. Darauf folgten weitere

Jugendprojekte in Lütjenburg und Burg auf

Fehmarn, die ich gemeinsam mit Christian

Thomas, der sich ebenso fürs Skaten begeistert

wie ich, umsetzen konnte. Mit Christian

bin ich übrigens immer noch befreundet,

und wir arbeiten auch heute viel zusammen.

Er ist Architekt und hat sich auf die Planung

von Skateparks spezialisiert.

Kam dir schon als Jugendlicher der Gedanke,

mit dem Rampenbau dein Geld zu

verdienen?

Die Arbeit mit den Jugendlichen hat mir

großen Spaß gemacht, und wir bekamen

von den Gemeinden eine kleine Aufwandsentschädigung.

Weiter gingen meine Gedanken

damals nicht. Ich bin ja noch zur

Schule gegangen. Nach dem Abschluss – ich

habe meine Fachhochschulreife am Wirtschaftsgymnasium

am Ravensberg absolviert

– stand für mich allerdings fest, dass ich mit

der Wirtschaft nichts zu tun haben möchte.

Eine Welt, die sich nur um Profitmaximierung

dreht, hat mich sehr abgeschreckt.

Also habe ich die Sommer über viel bei einem

Zimmermann gejobbt und bin die übrige

Zeit herumgereist. Ich war in Mexiko, in

den USA, Marokko, Irland und Südafrika, wo

ich auch sieben Jahre geblieben bin.

Was hast du in Südafrika gemacht?

Da ein Teil meiner Familie dort lebt, kannte

ich das Land von vorherigen Besuchen schon


Rubrik

THE NØRD TIMES

Thema

K REa TIvwIRTSc H afT

52 53

gut. So konnte ich dort weiter als Zimmermann

arbeiten, Wellenreiten, Skaten und

Rampen bauen. In Südafrika habe ich auch

das erste Mal mit Beton experimentiert. Zuvor

habe ich immer nur Holz für meine Rampen

verarbeitet.

Was brachte dich zurück in den Norden?

Es war eine Anfrage für den Neubau eines

Skateparks aus Holz in Heikendorf. Da habe

ich sofort zugesagt. Gleich nachdem dieser

fertig war, kam die nächste Anfrage der

Stadt Kiel für ein Betonprojekt unter der

Holtenauer Hochbrücke. Dafür holte ich mir

fachkundige Unterstützer direkt aus meinem

Freundeskreis. Neben dem Architekten

Christian Thomas kannte ich einen Zimmermann

und einen Betonbauer. Es gemeinsam

aufzuziehen, bot sich förmlich an, denn neben

dem jeweiligen Handwerk sind die Jungs

auch alle durch und durch Skater.

Muss man Skater sein, um gute Rampen

zu bauen?

Ja, das ist schon von großem Vorteil. Viele

Firmen, die Rampen bauen, sind eigentlich

Spielplatzhersteller, und das, was sie abliefern,

ist leider oftmals totaler Mist, mit dem

man nichts anfangen kann. Das können wir

besser, dachten wir uns. Als Skater wissen

wir, wie eine Anlage aussehen muss. Seit wir

klein sind, beschäftigen wir uns schließlich

damit. So entstand 2009 Anker Rampen: Aus

der Gelegenheit heraus, einen Skatepark zu

bauen … zusammen mit Leuten, die hoch

motiviert waren, etwas Gutes für Skater

bauen zu wollen. Während dieses besagten

Betonprojektes kam direkt das nächste Angebot,

dann das nächste und so fort. Seitdem

sind wir nonstop am Bauen.

Wieso habt ihr den Anker für den Firmennamen

ausgesucht? Steckt da eine tiefere

Bedeutung dahinter?

Eigentlich nicht. Aber wir mussten dem Kind

einen Namen geben. Zufälligerweise hatten

alle Leute, die bei der Gründung mit dabei

waren, einen Anker tätowiert. Da war der

gemeinsame Nenner gefunden. Ich glaube,

ich habe auch noch nie in einer Stadt ohne

Hafen gelebt und segle, seitdem ich Sechs

bin. Da passt ein maritimes Symbol schon

gut.

Was braucht ein guter Skatepark? Worauf

ist besonders zu achten?

Das ist ein ziemlich komplexes Thema, aber

im Vordergrund sollte immer die Funktionalität

stehen. Wir achten sehr darauf, dass

man die Elemente richtig anfahren kann.

Dafür müssen zum Beispiel die Abstände

zwischen den Rampen genau stimmen. Auch

die Neigungswinkel, Höhen und Radien müssen

perfekt passen. Manchmal entscheiden

Nuancen darüber, ob ein Park gut wird oder

nicht. Auch die späteren Nutzer sollten immer

in die Planung miteinbezogen werden.

In Workshops versuchen wir, gemeinsam

mit den Jugendlichen, auszuarbeiten, ob

sie eher urbane Elemente wie Treppen oder

Geländer möchten oder doch organische Formen,

die leeren Swimmingpools ähneln. Ist

der Platz dafür da, mischen wir auch beide

Stile.

Wie wird man ein Skaterampenbauer?

Eine klassische Ausbildung gibt es da nicht.

Viele der Jungs fahren seit Jahren Skateboard

und sind schon alleine deswegen

Experten, wenn es um Rampen geht. Eine

handwerkliche Ausbildung ist natürlich von

Vorteil, aber viele haben sich ihr Können bei

der Arbeit angeeignet. Betonbauer, Zimmermänner,

Schweißer sind im Team. Und ein

paar Allround-Handwerker, die alles können.

Man darf aber nicht vergessen, dass es ein

richtiger Knochenjob ist. Das Team reist

für die Aufträge durch ganz Europa. Mehrere

Wochen am Stück verbringen sie dann

in der jeweiligen Stadt. An Tagen, an denen

zum Beispiel der Beton angeliefert wird, arbeiten

sie 10–12 Stunden auf der Baustelle.

Danach fällt man nur ins Bett. Und am

nächsten Tag geht es schon wieder weiter.

Die Wintermonate haben wir hingegen frei,

weil wir keinen Beton bauen können, wenn

Schnee liegt. Diese Zeit verbringen viele in

Südafrika oder Spanien. Mit diesem unregelmäßigen

Leben muss man in der Branche

zurechtkommen. Das kann nicht jeder.

Bist du noch persönlich auf den Baustellen

unterwegs?

Leider nicht mehr so viel, wie ich gerne würde.

Wir haben eine Bürokraft, die hält mir

zum Glück den Rücken frei. Sie regelt den

täglichen E-Mail-Verkehr, nimmt die Anrufe

entgegen und bereitet die Buchhaltung

„Manchmal entscheiden Nuancen

darüber, ob ein Park gut wird

oder nicht“

vor. Ich pendele zwischen Büro, Baustellen

und Kundenterminen. Mein Ziel ist es, das

gesamte Jahr so zu planen, dass mein Team

gut zu tun hat. Bisher klappt das ganz gut.

Das nächste Projekt ist bereits in Planung

und das darauffolgende auch. Damals hätte

ich mir nicht vorstellen können, eine Firma

zu leiten. Aber mir gefällt der Gedanke sehr,

dass wir alle genau das machen, wofür unser

Herz schlägt, nämlich richtig gute Skateparks

bauen. Wenn wir damit unsere Miete

und das Essen auf dem Tisch zahlen können,

umso besser.

Was war dein bisheriger Höhepunkt beim

Rampenbau?

Das schönste Referenzprojekt ist die Anlage

in Köln, die wir vergangenes Jahr gebaut haben.

Sie wurde von Rune Glifberg konzipiert,

einem bekannten Profiskater aus Dänemark,

der ein absolutes Kindheitsidol von mir gewesen

ist. Ihn zu treffen und mit ihm gemeinsam

an diesem Projekt zu arbeiten, war

schon besonders. Es war mit Abstand unser

bisher größtes, aber auch anstrengendstes

Projekt. Die viele Arbeit hat sich meiner

Meinung nach sehr gelohnt. Der Skatepark

ist wirklich besonders gut geworden. Ich

glaube aber, dass unser Höhepunkt noch vor

uns liegt. Wir entwickeln uns ständig weiter,

verbessern die Materialien und versuchen,

kommende Projekte noch perfekter zu machen.

Was gefällt dir an Kiel?

Ich glaube, ich musste erst eine Zeit lang

weg sein, um die Stadt wieder schätzen zu

lernen. Wer nicht in einer Großstadt aufwächst,

kann irgendwann den Punkt erreichen,

an dem er eine Stadt einfach satt hat.

So war es bei mir. Jedes Mal aber, wenn ich

zurückgekommen bin, fühlte es sich schnell

wieder nach Heimat an. Mittlerweile lebe ich

total gerne hier. Ich liebe die Nähe zum Wasser.

Ich kann morgens mit dem Hund an den

Strand oder kurz vor der Arbeit Schwimmen

gehen. In der Stadt finde ich fast alles, was

mir wichtig ist. Und wenn nicht, dann muss

ich nicht weit fahren, um etwas zu finden.

Ich finde Kiel ist die richtige Mischung aus

Großstadt und Provinz.

TEXT Katharina Grzeca

FOTOS Anker Rampen


Rubrik

THE NØRD TIMES

Th e m a

KREATIVWIRTSCHAFT

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Hauptberuf

WIND

SURFER

Interview mit dem Profiwindsurfer

Vincent Langer

Zum ersten Mal hat es ein Deutscher

geschafft, dass Windsurf-Triple zu

gewinnen. Vincent Langer ist Deutscher

Meister, Europameister und Weltmeister.

Mit uns spricht er über Förderprogramme

der Bundeswehr, die Lehrerausbildung

in Flensburg und sein Windsurf Kids Camp.

„Es ist mir wichtig, den

Kindern zu vermitteln, was

einen guten Windsurfer

ausmacht.“

Braun gebrannt, funkelnde Augen und immer

ein leichtes Grinsen um die Lippen: Ich

treffe mich mit Vincent Langer auf einen

Kaffee. Der 28-Jährige ist gut gelaunt, die

Stimmung gelassen. Vincent hat den akademischen

Teil seiner Ausbildung zum Lehrer

abgeschlossen. Jetzt fehlt ihm nur noch

das Referendariat. Er hat aber noch etwas

anderes geschafft, den bisherigen Höhepunkt

seiner sportlichen Karriere. Noch nie

gewann ein Deutscher das Windsurf-Triple.

Vincent Langer ist der Erste. Nun überlegt

der Windsurfer, ob er sportlich noch mal so

richtig durchstarten oder seine Zukunft als

Lehrer gestalten soll. Macht das mit fast 30

Jahren überhaupt noch Sinn? Sein Blick

wird ernster.

„Beim Windsurfen verhält es sich ein wenig

anders als bei anderen Sportarten. Mit

28, 29 oder 30 Jahren wird man noch mal

richtig gut. Das geht noch so bis 35. In

den Disziplinen, die ich fahre, geht es um

Körperkraft. Du wirst mit dem Alter immer

stärker. Außerdem brauchst du auch sehr

viel Erfahrung. Der Sport geht aber, wie

jeder andere Leistungssport, schon an die

körperliche Substanz. Seit ich ungefähr

12 Jahre alt war, habe ich immer wieder

Probleme mit meinem Rücken. Wegen des

Trapezes, durch das ich mit dem Segel verbunden

bin, ist mein Rücken direkt dem

Wind ausgesetzt. Wenn dieser mal peitscht,

geht das direkt in die Rückenwirbel und die

Muskulatur. Ich habe aber einen guten Osteopathen.“

Angesteckt von der Begeisterung für den

Wassersport wurde Langer von seinem Vater.

Der fuhr auch schon bei Regatten mit.

Mit acht Jahren stand der Triple-Gewinner

erstmals auf dem Brett. Nach einer Fußball-Phase

stand für ihn fest: „Ich will nur

noch Windsurfen.“ Nach dem Abitur wurde

Langer Sportsoldat. „Das geht nur, wenn du

eine olympische Sportart betreibst. Außerdem

musst du einen Bundeskader-Status

haben. Den kannst du dir verdienen, indem

du in internationalen Wettkämpfen gut

fährst. Der Deutsche Segler-Verband (DSV)

stellt dir dann eine Berufung aus. Mit diesem

Status bewarb ich mich um die Stelle

als Sportsoldat und wurde auch genommen.

Ich war aber auch der einzige Bewerber. Dort

habe ich mich dann für die Spiele in Peking

2008 vorbereitet“, erzählt Langer. Trotzdem

durfte er nicht für Deutschland antreten.

Darüber ist er noch heute enttäuscht.

Obwohl seine Leistungen nach olympischen

Standards ausreichend waren, genügten sie

nicht für eine nationale, geförderte Zulassung.

„Meine Chancen auf eine Medaille

wurden wohl als zu gering eingestuft. Das

Geld für meine Teilnahme haben die sich

gespart“, meint Langer. Olympische Disziplinen

wollte er danach nicht mehr fahren.

Jetzt macht er nur noch das, worauf er Lust

hat. Das sind Formula Windsurfing und Slalom.

Er lächelt wieder. „Ich fing mit diesen

Disziplinen 2009 an, gleichzeitig mit meinem

Studium. Ich brauchte eine Universität,

die Lehrer ausbildet und Wassersportler

fördert. Flensburg war damit meine erste

Wahl“, berichtet Langer.

In Flensburg studierte er Geschichte und

Sport auf Lehramt. Die Professoren und

Dozenten dort kommen professionellen

Sportlern sehr entgegen, was die Anwesenheitspflicht

angeht. „Ich konnte echt ein

paar gute Deals mit meinen Profs machen“,

erzählt Langer. „So hatte ich genug Zeit für

meine Aktivitäten als Profisportler. In Geschichte

sah es leider anders aus.“ Ein paar

Dozenten zeigten sich wenig bis gar nicht

kooperativ, was seinen Sport angeht. Letztlich

klappte es aber.

Seit drei Jahren engagiert sich der Weltmeister

für den Windsurf-Nachwuchs. 2012

entschied das olympische Segelkomitee, das

Windsurfen durch Kitesurfen ersetzt werden

soll. Langer schüttelt den Kopf. „Die Jugendarbeit

wurde daraufhin eingestellt, obwohl

kurze Zeit später die Entscheidung des

Komitees revidiert wurde. Der DSV wollte das

eingesparte Geld behalten. Diese Entscheidung

war für mich damals und heute untragbar.

Also gründete ich das Windsurf Kids

Camp. Hier trainiere ich mit zwei Pädagogen

30 Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre. Wir

reden auch viel über Ernährung, Sicherheit

auf dem Wasser, Feintuning am Material,

korrektes Verhalten bei Wettkämpfen und

natürlich Umweltschutz. Das machen wir an

sechs aufeinanderfolgenden Tagen. Es geht

nur um Sport. Abends sind alle total platt,

aber immer glücklich. Es ist mir wichtig,

den Kindern zu vermitteln, was einen guten

Windsurfer ausmacht.“

Jetzt zieht es ihn wieder in seine Heimat Schönkirchen.

Wenn alles so läuft wie geplant, macht

er dort sein Referendariat. „Schönkirchen hat

genau die richtige Größe, und die Lage gefällt

mir auch. Es ist recht ländlich geprägt, aber

man ist in 20 Minuten in der Stadt.“

Profi-Windsurfer bleiben oder Lehrer werden?

Schwierige Entscheidung.

TEXT Lennart Theede

FOTO Beck/Osterloh


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THE NØRD TIMES

Th e m a

KREATIVWIRTSCHAFT

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Es ist nur

FERNSEHEN

D

u bist immer dann am besten,

wenn’s dir eigentlich egal ist …“

heißt es im „Lied vom Scheitern“ von

der Band „Die Ärzte“ aus Berlin. Viele ambitionierte

Menschen, welche in Deutschlands Fernsehbranche

unbedingt einsteigen und dort bekannt

werden wollen, scheitern. Dennis Wilms

ist seit 19 Jahren beim Fernsehen und fühlt sich

dort sehr wohl – vielleicht, weil er die ganze

Sache nie so ganz ernst genommen hat.

Jeden Tag aus dem Haus gehen und nicht

wissen, wer oder was einem begegnet, viel

Interview mit dem Moderator

Dennis Wilms

unterwegs sein, neue Orte und Menschen

kennenlernen und dafür bezahlt werden –

das klingt verlockend. Kein Wunder also,

dass jedes Jahr Tausende von jungen Menschen

sich um ein Volontariat bei Deutschlands

öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten

bewerben.

Die Plätze sind rar, und zum Ziel gelangen

nur die Besten. Beim Norddeutschen Rundfunk

(NDR) ist eine Bewerbung für ein Volontariat

nur ein Mal möglich.

Es führt aber nicht nur ein Weg nach Rom.

Der Moderator und Journalist Dennis Wilms

startet seine Karriere beim Radio Schleswig-Holstein

(R.SH). „Ich hatte in meiner

Schulzeit eine Band und gewann einen

Contest, den John Lennon Talent Award.

Ein Teil des Preises war eine Produktion

mit Harold Faltermeyer in München. Der

ehemalige Manager von Faltermeyer war

der damalige Programmdirektor von R.SH,

Hans Scherer. Der fragte mich, ob ich nicht

Lust hätte, ein Praktikum in der Musikredaktion

von R.SH zu machen. Damals wollte

ich unbedingt Pilot werden. Mein ganzes

Zimmer hing voller Poster mit Abbildungen

von Jets. Als ich mit meinem Praktikum

begann, sah ich zum ersten Mal ein Radiostudio.

Das sah aus wie ein Cockpit und

hat mich damals total fasziniert. Ich setzte

mich dann rein zu den Moderatoren und

guckte ihnen zu. Da mich Technik schon

immer faszinierte, wollte ich unbedingt

lernen, diese Studiotechnik zu bedienen.

Ich durfte mich dann nachts in die leeren

Studios setzen und meine ersten kleinen

Demo-Sendungen produzieren“, berichtet

Wilms. Diese Demos reichte Wilms beim

Sender ein. Ein paar Wochen später moderierte

er seine erste eigene Radiosendung.

So verdiente er sich während seiner Schulzeit

in der Oberstufe sein Taschengeld und

bekam auch gleich ein Volontariat nach

seinem Abitur. Zu seinen Aufgaben gehörte

es, auch die junge Ausgabe der Preisverleihung

„R.SH-Gold“ zu moderieren, die „R.SH

„Du bist immer

dann am besten,

wenn’s dir eigentlich

egal ist …“

Dance Chart-Party“. Diese Show wurde im

Fernsehen übertragen. Im Anschluss daran

wurde Wilms von einer Film- und Fernsehagentur

entdeckt und an verschiedene

Castings vermittelt.

„Eines der ersten Castings war für den Tigerentenclub.

Ich bekam die Stelle und war

von 1997 bis 2003 dabei. Das war eine tolle

Zeit. Ich durfte 50 Reisen quer über den

Planeten für diese Sendung unternehmen.

Wir drehten in den Pyramiden von Gizeh,

fuhren mit der transsibirischen Eisenbahn,

waren auf dem Baikalsee mit einem Forschungsschiff

unterwegs und unternahmen

in Kenia eine Safari-Tour“, schwärmt der

Journalist. „Den Kindern die Welt zu erklären,

hat mir schon immer Freude bereitet.“

Nach dem Tigerentenclub wollte Wilms sich

weiterentwickeln und wechselte in die Wissensshow

Planet Wissen. „Da musste ich

mich schon erst beweisen. In diesem Format

arbeiten ja auch echte Wissenschaftler.

Dadurch, dass ich auf Augenhöhe mit den

Zuschauern war und ich die Dinge genau

so entdeckte wie sie, konnte ich mich aber

gut etablieren“, erzählt Wilms. „Für die

Zukunft erhoffe ich mir noch attraktivere

Sendeplätze.“ Für diejenigen, die sich für

eine Karriere beim Fernsehen interessieren,

hat der Moderator ein paar Tipps: „Ich

würde versuchen, mich über ein Praktikum

an die Sache heranzupirschen. Je nachdem

ob man sich eher für Radio-, Fernsehoder

Printjournalismus interessiert, würde

ich Produktionsfirmen, Verlagshäuser und

Rundfunkanstalten anschreiben. In der

Praktikumszeit muss es einem irgendwie

gelingen, sich unentbehrlich zu machen.

Schreibe eine eigene Kolumne oder arbeite

mit etablierten Kollegen. Die Verantwortlichen

sollen denken: ‚Mensch, den könnten

wir gebrauchen. Den sollten wir halten.‘

Dann heißt es: Augen und Ohren offen

halten. Wo wird etwas frei? Mit wem könnte

man zusammenarbeiten? Man darf die

ganze Sache nicht zu ernst nehmen. Diese

Leichtigkeit trug dazu bei, dass es bei mir

einfach passte. Ich hatte ja nicht mal den

Berufswunsch und wollte nur mal schauen,

was in dem Bereich so machbar ist. Es ist

wichtig, es langsam angehen zu lassen, flexibel

zu sein und nicht zu schnell zu viel zu

wollen. Ich habe meine Talente gnadenlos

zum Beruf gemacht. Die ganze Medienwelt

lernte ich sehr spielerisch kennen, und mir

wurde schnell klar, was ich kann und was

nicht. Außerdem wusste ich meine Chancen

zu nutzen.“

TEXT Lennart Theede

FOTO Sebastian Weimar


Rubrik

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Th e m a

KREATIVWIRTSCHAFT

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Florens Beyer von der Kieler Max-

Planck-Schule erhielt die Auszeichnung:

Bundesweit „Beste Arbeit des Themas“

im Europäischen Schülerwettbewerb

2015 – Jahr der europäischen Entwicklung.

Der 62. Europäische Schülerwettbewerb

stand erstmals im Zeichen

außenpolitischer Themen, wie Krieg, Flucht,

globaler Handel und Naturschutz. Unter der

Überschrift „Europa hilft – hilft Europa?“

waren Schülerinnen und Schüler aufgerufen,

sich multimedial zu beteiligen und sich den

Herausforderungen der europäischen Entwicklungszusammenarbeit

zu stellen. Dem

Kieler Schüler Florens Beyer gelang dies in

ausgezeichneter Weise. Wir waren neugierig

und haben ihn zu Hause besucht.

„Ich habe gerade mein Abi an der Max-

Planck-Schule in Kiel gemacht“, erzählt

uns der 19-jährige Florens Beyer aus

Kiel-Schulensee. „Meine Lieblingsfächer

waren Kunst, Mathe und Chemie, aber jetzt

bin ich erst mal froh, Ferien zu haben.“ Im

Garten seiner Eltern zeigt er uns gut gelaunt

seine Urkunde und eine richtige

„Trophäe“: eine Acryl-Plastik

mit dem neuen Logo

der EU. „Über die Auszeichnung

war ich

selbst überrascht.

Eigentlich

wollte

ich nur eine

gute Kunstnote

erreichen.

Mit einer Auszeichnung habe ich überhaupt

nicht gerechnet.“

Wie kam es zur Teilnahme am Europäischen

Schülerwettbewerb?

„Die Idee zur Teilnahme hatte unsere Kunstlehrerin.

Wir wollten im letzten Halbjahr

unbedingt etwas Kreatives machen und genügend

Spielraum für eigene Ideen haben.

Schließlich schlug Frau Schumann den Europäischen

Schülerwettbewerb vor. Das Thema

hieß: Pflanzen statt Plastik. Da wir ohnehin

gerade im Themenbereich Plakative Werbung

waren, passte das ganz gut.“

Was genau war eure Aufgabe?

„Unsere Aufgabe bestand darin, ein virtuelles

Unternehmen zu gründen und ein Werbeplakat

für ein Produkt dieser Firma zu entwerfen.

Das Produkt sollte irgendetwas mit

den Blättern der Baumwollpflanze zu tun

haben, da gegenwärtig nur die Baumwollfasern

genutzt werden. Die Blätter der Pflanze

werden entsorgt oder chemisch weggeätzt.“

Welche virtuelle Firma hast du gegründet?

Und welches Produkt stellt sie her?

„Meine Firma heißt FLEXI, und das Produkt

habe ich FLEXIBOY genannt. Der Flexiboy

(Wortspiel von „Flexibler Beutel“) ist eine

Tragetasche, die aus Baumwollblättern gefertigt

wird und sehr dehnbar und flexibel

ist. Es ist ein zu 100 Prozent reines Naturprodukt

aus fair gehandelten Rohstoffen

und unterstützt somit den Umweltschutz,

die regionale Wirtschaft und den Nachhaltigkeitsaspekt.

Das Logo enthält den

Firmennamen und ein stilisiertes Baumwollblatt.

Das Plakat zeigt die Tasche und

Baumwollpflanzen im Hintergrund.“

„Meine Firma

heißt FLEXI, und

das Produkt habe

ich FLEXIBOY

genannt.“

lich klein, bestehen aber, wie alle Blätter,

aus Zellulose. Eine Papierherstellung ist

also durchaus möglich. Man müsste aber

wahrscheinlich weitere natürliche Reststoffe

zusetzen.“

Eine super Idee! Und welche Auszeichnung

hast du erhalten?

„Am 18. Mai gab es eine Ehrung im Kieler

Landtag, an dem die landesweit ausgezeichneten

Arbeiten vorgestellt wurden. Dort

habe ich eine Urkunde erhalten und eine

EU-Acryl-Trophäe.“

Abi in der Tasche. Wie geht es jetzt bei

dir weiter?

„Ich möchte ab dem Wintersemester Medieninformatik

in Lübeck studieren. Eine genaue

Berufsvorstellung habe ich noch nicht, aber

ich glaube, das Studium bietet eine gute Mischung

zwischen Mathe und Kunst.“

Und was machst du sonst in der Freizeit?

„In meiner Freizeit spiele ich Tennis und mache

EDM – also Electronic Dance Music am

Computer. Dafür habe ich demnächst auch

einen richtigen Studiotermin organisiert.“

TEXT / FOTO Christian Dorbandt

Wie bist du darauf gekommen?

„Ich habe erst einmal zu dem Thema recherchiert:

Wo wächst überhaupt Baumwolle?

Woraus besteht die Pflanze? Wie wird sie

geerntet? Die Fasern der Blätter sind ziem-


Taschengeld für Profis

Wenn das Gehalt nicht reicht und Oma

nicht ans Telefon gehen will

Text Katharina Grzeca

Illustration Sarah Matuszewski

Das Ausbildungsgehalt fällt in den meisten Fällen nicht gerade üppig

aus. Abhängig von der eigenen Lebenssituation kann es schwer

werden, sich von der Vergütung über Wasser zu halten. Azubis, die

nicht mehr bei ihren Eltern wohnen, müssen vom Ausbildungsgehalt

die Miete, Essen, Telefon und Fahrten bestreiten. Manche

Berufe verlangen zudem die Anschaffung von Berufskleidung oder

anderen Arbeitsmaterialien, auch Bücher für die Berufsschule müssen

häufig selbst bezahlt werden.

Noch schwieriger haben es diejenigen, die eine schulische Ausbildung

an Berufs(fach)schulen absolvieren. In der Regel bekommen

sie keine Ausbildungsvergütung. Viele private Schulen verlangen

zudem eine monatliche Schulgebühr.

Berufsausbildungsbeihilfe (BAB)

Unterstützung für Auszubildende, die in finanzielle Nöte geraten,

bietet die Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) der Agentur für Arbeit.

Ziel dieser Förderung ist die Überwindung wirtschaftlicher

Schwierigkeiten, die einer angemessenen beruflichen Qualifikation

entgegenstehen. Wie viel finanzielle Unterstützung dir letztendlich

zugesprochen wird, muss zunächst eingehend geprüft werden. Anspruch

auf die BAB haben Auszubildende, die nicht mehr zu Hause

wohnen und keine finanzielle Unterstützung vom Elternhaus erhalten

können. Schulische Ausbildungen sind von dieser Förderung

ausgenommen.

BAföG

Schüler können zu diesem Zweck Leistungen aus dem Bundesausbildungsförderungsgesetz

(BAföG) beantragen. Der

monatliche Zuschuss muss von Schülern nicht, so wie es bei

Studenten der Fall ist, anteilig zurückgezahlt werden. Für die

Schülerförderung sind die Ämter für Ausbildungsförderung der

Kreise oder kreisfreien Städte zuständig. Für die Studierendenförderung

sind die Studentenwerke der Hochschulen zuständig,

an denen die Immatrikulation erfolgt. Hier wird zunächst

eingehend geprüft, ob dir bei deinem familiären Hintergrund

überhaupt eine staatliche Unterstützung zusteht.

Wohngeld

Wer weder Anspruch auf die Berufsausbildungsbeihilfe noch

auf BAföG hat, kann sich seine Miete, oder Teile davon, durch

das Wohngeld finanzieren. Dabei muss der Auszubildende volljährig

sein und nachweisen, dass er die Kosten für die Wohnung

selbstständig aufbringen muss.

Kindergeld

Vom ersten Lebensmonat bis zur Volljährigkeit ist jedem das

Kindergeld sicher. Befindet man sich darüber hinaus noch in

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der Ausbildung für einen Beruf, kann die Kindergeldzahlung sogar

bis zum 25. Lebensjahr fortgezahlt werden. Damit ist allerdings

nicht nur eine klassische Ausbildung gemeint, sondern z. B. auch

ein Studium.

Hauptsache, der Ausbildungsweg hat einen bestimmten Beruf

als Ziel. Das schließt somit auch betriebliche oder andere weiterführende

Ausbildungen mit ein. Grundsätzlich aber endet die Kindergeldzahlung,

wenn das Ergebnis der Abschlussprüfung deiner

Ausbildung schriftlich vorliegt.

www.me2be.de

Meister-BAföG

Das Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG) ermöglicht

Handwerkern und Fachkräften finanzielle Förderungen bei der

beruflichen Weiterbildung in Form des Meister-BAföG. Das Meister-BAföG

wird gemeinsam von Bund und Ländern getragen und

zu einem Teil als Zuschuss, zum anderen Teil als Darlehen ausgezahlt.

Alle Berufsbereiche sind förderungsfähig, aber die Förderung

ist an bestimmte Anforderungen gebunden. So muss beispielsweise

eine abgeschlossene Erstausbildung nachgewiesen

werden. Wer nach einer solchen Förderung eine Selbstständigkeit

anstrebt, dem können Teile des Darlehens erlassen werden.

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rund um Ausbildung

& Studium im Norden!

Nebenjob

Wer trotz aller Hilfen mit seinem Geld nicht auskommt, dem bleibt

noch der Nebenjob als Alternative. Über alle bezahlten Nebentätigkeiten

sollte der Ausbildungsgeber informiert werden. Dabei ist einerseits

entscheidend, wie viele Stunden der Nebenjob einnimmt.

Die Arbeitszeit wird nämlich mit der im Ausbildungsbetrieb verrechnet.

Andererseits sollte darauf geachtet werden, wie viel Geld

man aus Ausbildung und Nebenjob erhält. Ein zu hohes Einkommen

kann dazu führen, dass der Anspruch auf Wohn- oder Kindergeld

verfällt. Wer zudem über 450 Euro im Monat dazuverdient, ist sozialversicherungspflichtig.

Einsparmöglichkeiten gibt es zudem bei kostenlosen Girokonten

für Auszubildende und bei günstigen Wohnheimen. Vergünstigungen

gibt es auch bei Nah- und Fernverkehr sowie bei vielen Sportund

Freizeitaktivitäten. Wer einen Monat trotz der Tipps nicht über

die Runden kommt, dem bleibt immer noch der Anruf bei Oma.

IMPRESSUM

ME2BE CAMPUS erscheint im Verlag

brandpublishers GmbH

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Herausgeberin

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Chefredaktion (V.i.S.d.P.)

Katharina Grzeca

Chefin vom Dienst

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Textredaktion Joachim Welding, Christian Dorbandt,

Katharina Grzeca, Lennart Theede

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F o t o g r a fi eJoachim Welding, Christian Dorbandt, Land

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– nur nach vorheriger schriftlicher Zustimmung des Verlages.

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Zukunft Steuern

Ausbildung zum Finanzwirt/

zur Finanzwirtin

Ausbildungsdauer: 2 Jahre

Einstellungsvoraussetzungen:

• Mittlerer Schulabschluss oder

gleichwertig anerkannter Bildungsstand

• EU-Staatsangehörigkeit

Die Bewerbung geht an das zuständige

Finanzamt für deinen Wohnort.

www.schleswig-holstein.de

Duales Studium zum Diplom-Finanzwirt/

zur Diplom-Finanzwirtin

Ausbildungsdauer: 3 Jahre

Einstellungsvoraussetzungen:

• Abitur oder Fachhochschulreife

• EU-Staatsangehörigkeit

Die Bewerbung geht an das zuständige

Finanzamt für deinen Wohnort.

www.fhvd.de

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