CB.e WORKS 1/17

lea.graf

CB.e WORKS 1/17 CB.e AG

CB.e WORKS

Inhalt

Think like a Designer – Das Prinzip des Machens

Ausstellungsdesign – Fantastic Four

Sounddesign – The Sound of Communication

Design agiler Arbeitsformen – Agiles Essen

Prozessdesign – Veränderungsdruck ist hoch – und steigt

Sponsoring-Design – Füchse brauchen kein Roll-up

Nachwuchs-Konzeptionsdesigner – Treibhaus

1/17

gutes

Design

kann *

… man einfach machen

… strukturieren

… man sehen

… man erleben

… man hören

… man lernen

… man schmecken

*

Mehrfachnennungen sind möglich


WORKS 1.17

01

D

E

S

i

g N


Editorial

Liebe Leserinnen,

liebe Leser,

der Ursprung von CB.e ist die Live-Kommunikation, also die

Kommunikation durch Events, Messen und Ausstellungen.

Später kamen andere Disziplinen dazu. Eine Kernkompetenz

von uns ist geblieben: Bis heute inszenieren wir Themen

und Marken und schaffen nachhaltige Beziehungen zwischen

Menschen und Unternehmen.

Aus dieser Arbeit heraus haben wir drei Grundlagen für gute

Kommunikation identifiziert: Als Erstes den Dialog zwischen

Mensch und Marke als wichtigste Form für inhaltsbezogene

Kommunikation, wie wir sie uns vorstellen. Schon bald danach

kommt die Gestaltung, also das Design des Kontextes, in dem

Kommunikation stattfindet, und zuletzt die Digitalisierung, die

Kommunikation maßgeblich erleichtert.

Dieser Dreiklang aus Dialog, Design und Digitalisierung bestimmt

unsere Beratungsansätze und unsere konzeptionelle

Arbeit. In der Ausgabe der CB.e WORKS, die Sie gerade lesen,

geht es vor allem um Design in seinen vielfältigen Formen.

Häufig wird die große Anwendungsspanne von Design übersehen.

Sie macht eine übergeordnete (Design-)Idee notwendig,

die unternehmens- und aufgabenspezifisch für alle relevanten

Bereiche angewendet werden kann, um die Marke bzw. das Unternehmen

spürbar zu machen und tatsächlich auch die Kraft

zu entwickeln, die möglich ist.

Auch wir selber stehen täglich vor der Herausforderung, gutes

Design für unsere internen (Kreativ-)Prozesse in ein harmonisches

Zusammenspiel mit der Aufgabe und vor allem den

Designerfordernissen unseres jeweiligen Kunden zu bringen.

Einige Beispiele für unsere Überlegungen lernen Sie in dieser

Ausgabe unserer WORKS näher kennen.

Mit schönsten Grüßen,

herzlich

Eberhard Bingel

Sabine Clausecker

Vorstand

Myriam Fleck

CB.e Live

Cathrine Niermann

CB.e Corporate

Daniel Wetzel

CB.e Digital

Jan Diekmann

Business Development

Eberhard Bingel

Vorstand

Michael de Gelmini

CB.e Brand Momentum

Monika Maria Lehmann

CB.e Corporate

Oxana Zeitler

CB.e Digital

Gunnar Kavermann

Geschäftsführung

Stuttgart

LinkedIn

Instagram

Xing

works@cbe.de

Facebook


Das

Prinzip

des

Machens

Das Silicon Valley lehrt uns vor allem

eines: Fang an! Mach was! Wie das in

der Praxis aussieht, hat CB.e-Digitalchefin

Oxana Zeitler vor Ort erlebt.

Oxana Zeitler,

CB.e und Björn

Weidenmüller,

SVP Deutsche

Telekom

© Deutsche

Telekom

Wer lernen will, wie das funktioniert mit dieser Digitalisierung,

geht am besten dahin, wo alles begann: ins Silicon

Valley. Der ideale Ort zum Lernen, denn das Tal südlich

von San Francisco ist der Taktgeber des digitalen Wandels.

Bereits ein kurzer Abstecher kann die Augen öffnen, zeigt

dieser doch vor allem eines: Es ist so einfach. Man muss

einfach nur machen. Die Digitalisierung mag in Deutschland

und Europa als komplexes Problem gesehen werden,

viele Manager und Unternehmer mögen sich den Kopf

zerbrechen, wie sie die

digitale Transformation,

Industrie 4.0, Cloud Computing

stemmen – dort

macht man sich nicht diesen

Kopf. Dort macht man

einfach.

Oxana Zeitler, Leiterin von

CB.e Digital, hat auf Einladung

der Telekom an

einem Silicon-Valley-Trip

teilgenommen, um schon

nach kurzer Zeit die Leidenschaft,

den Mut und

die Zuversicht bei den Digital

Natives zu erleben,

die ein neues Design des

Denkens, des Produzierens

und auch des Lebens

geschaffen haben. „Statt

große Pläne zu schmieden,

setzen sie ihre Ideen möglichst

schnell in die Praxis

um“, berichtet Zeitler, „dafür bauen sie Prototypen und

testen, testen, testen.“ Das Prinzip des Machens, das Prinzip

des Ausprobierens ersetzt das Prinzip des Überanalysierens.

Fehler sind ausdrücklich gestattet, Irrtümer erlaubt –

und Mut gehört ohnehin zur Valley-DNA.

Nicht monatelang diskutieren

Die „B2B Silicon-Valley-Tour“ war

eine Rundreise durch die dynamischen

Firmenzentralen: Über

Big Player wie Google, Salesforce,

Cisco oder LinkedIn ging es auch

zu kleineren Firmen wie Mobile

Iron, Slack, Zimperium, Capriza

oder Docusign. Gerade hier fanden

die Top-Manager der deutschen

Firmen konkrete digitale Ansätze, um Absatz und

Produktivität zu steigern. Keith Krach, CEO von Docusign,

ausgestattet mit einem sagenhaften Büroblick auf die Golden

Gate Bridge, erläutert dann auch das Valley-Selbstverständnis:

„Wir diskutieren nicht monatelang, sondern entwickeln

etwas, das man in die Hand nehmen kann, etwas

zum Ausprobieren.“ Wenn ein Problem auftaucht, wird das

Netzwerk befragt, werden Partnerschaften aufgebaut, und

dann Ideen entwickelt und ausprobiert, entwickelt und

ausprobiert, entwickelt und ausprobiert.

Dieses „Sofort-Machen“ mag Fehler verursachen, mag

sich manches Mal als Irrweg erweisen, bewahrt ein Unternehmen

allerdings vor Lethargie – denn die ist nicht selten

der Beginn des Niedergangs. Beim Telko-Riesen Cisco

haben sie beispielsweise, weil sie selbst eine gewisse Bequemlichkeit

bei sich im Unternehmen festgestellt haben,

prompt eine Unternehmensausgründung gestartet. Von

Cisco Meraki erwartet sich der Konzern nun neue Impulse,

Hagen Rickmann,

Geschäftsführer

Geschäftskundenbereich

Deutsche

Telekom

4


THINK LIKE A DESIGNER

Innovationen und vor allem Schnelligkeit

bei der Umsetzung. „In Deutschland“, so

bilanziert ein Reiseteilnehmer, „entwickeln

wir monate-, ja jahrelang ein Produkt und

lassen es über viele Hierarchieebenen hinweg

sehr zeitaufwendig absegnen“ – was

angesichts der rasanten technologischen

Entwicklung eine kaum mehr vertretbare

Ewigkeit ist.

Der erste Tag ist entscheidend

Beim Blick in die Valley-Labore fällt eine Sache vor allem

auf: die Wertschätzung der Mitarbeiter. Deren Wissen, deren

Kreativität, deren Leistungsbereitschaft sind die Basis

des Erfolgs – also muss es ihnen gut gehen. Kaffee, Obst

und Essen sind gratis, die Büros sind eher Büro-Landschaften,

und diese „Landscapes“ bestehen vor allem aus Kommunikationsräumen,

Inspirationsräumen, eben Orten,

an denen die Fantasie sprießt – und nicht alte Errungenschaften

„verwaltet“ werden. Die Wertschätzung beginnt

bereits am ersten Tag in der Firma. Während in Deutschland

der neue Mitarbeiter sich am ersten Tag häufig noch

selbst um seinen Telefonanschluss, einen passenden Stuhl

oder die Mail-Adresse kümmern muss, ist der erste Tag, das

„Onboarding“ im Valley perfekt organisiert: Alles steht bereit,

Telefon und Computer sind startklar, jeder bekommt

ein T-Shirt, und alle Mitarbeiter begrüßen einen und freuen

sich, dass man beginnt. Das motiviert nicht nur die neue

Kraft, sondern ist ein gutes Signal nach außen. „Gutes Marketing

eines Unternehmens beginnt eben beim Personalmarketing“,

sagt Zeitler.

Das „Doing“ ist die Hürde

Was zählt, ist die Gruppe, das Team, das Netzwerk. „Es zählt

nicht das einzelne Produkt oder die geniale Idee“, sagt Zeitler,

„sondern das Ökosystem aus Talenten, Kapitalgebern,

Forschung und Tech-Giganten.“ Das zeige sich auch in

der Zusammenarbeit über Unternehmens- und Branchengrenzen

hinweg. Unternehmen kooperieren, es entstehen

ständig neue Vernetzungen, die wiederum Innovationen

ermöglichen. „Offenheit ist ein entscheidender Wesenszug

der Digitalisierung“, sagt Zeitler. „Es gibt keine klare Trennung

der Branchen mehr, die Grenzen verschwimmen.“

Und eine weitere Öffnung sei ganz klar eine Chance – auch

für deutsche Unternehmen, die beim Thema Digitalisierung

noch etwas zögerlich sind, was auch der „Reiseveranstalter“

Telekom bestätigt. „Natürlich ist unseren Kunden

bewusst, dass Digitalisierung entscheidend für ihre

Wettbewerbsfähigkeit ist“, sagt Hagen Rickmann, Geschäftsführer

Geschäftskunden

bei der

Telekom Deutschland.

„Doch viele

wissen nicht, was

sie konkret angehen

sollen, welche Themen am dringlichsten und welche digitalen

Trends wirklich nachhaltig sind.“ Bei der Reise wurde

es allen klar. Insgesamt zeigten sich die Valley-Besucher

aus Deutschland begeistert von der Offenheit und ließen

sich von der Dynamik und Zuversicht des Tals und seiner

Bewohner inspirieren – wie sie alles versuchen, sich nicht

von Bürokratie und Controlling lähmen zu lassen. „Dazu

braucht es sicher Mut“, sagt Oxana Zeitler, „aber der anhaltende

Erfolg der Valley-Unternehmen zeigt, dass Mut und

Machen heute die Voraussetzungen für Innovation sind.“

Die Devise heißt: loslegen, anfangen. Die technologische

Entwicklung ist rasant. Was heute eine Lösung ist, kann

morgen veraltet sein. Deshalb ist der einzige Weg: machen.

Wie das gelingt, wie man den Macher-Geist des Silicon

Valley im eigenen Unternehmen implementiert, wie

Kunden strategisch und professionell bei der Umsetzung

unterstützt werden, dafür hat CB.e Methoden wie das

„Scrum-Dinner“, das „CB.e Innovation Lab“ sowie spezielle

Design-Thinking-Workshops und

Prototyping-Tools entwickelt.

Wie Machen

bei CB.e geht?

Eine von zahlreichen

LinkedIn–

Küchen zur Selbstbedienung

Melden Sie sich gerne bei

oxana.zeitler@cbe.de

5


WORKS 1.17

1

2

4

1 Weihnachten, Mercedes-Benz Gallery Berlin

2 She’s Mercedes, Mercedes-Benz Gallery Berlin

3 Neujahr, Mercedes-Benz Gallery Berlin

4 Laurerus Sport for Good Stiftung,

Mercedes me Store München

3

6


AUSSTELLUNGSDESIGN

FAN

Welche Themen habt ihr gespielt und wie läuft die

Zusammenarbeit mit Mercedes-Benz?

TASTIC

Wünsch: Jede der vier Installationen stellt ein Thema der

Mercedes-Benz Welt in den Fokus bzw. traditionelle Festthemen

wie Weihnachten und Neujahr. Nach der erfolgreichen

Zusammenarbeit für Weihnachten 2015 erhielten wir im Anschluss

den Auftrag für drei weitere Installationen. Erstens:

Laurerus Sport for Good Stiftung, die von Mercedes-Benz

FOUR

mitgegründet wurde und wichtiger Teil ihrer Kommunikation

ist. Zweitens: She’s Mercedes, eine neue Initiative von

Mercedes-Benz. Drittens: Weihnachten 2016.

Bremer: Im ersten Teil des Kreativprozess, den wir Flight

nennen, entwickeln wir im Team Ansätze. Dann setzt sich

Jimmy an den Rechner und entwickelt daraus eine erste

Konzeptskizze.

Februar 2017. Wer in diesen Tagen an der

Mercedes-Benz Gallery Berlin oder dem

Wünsch: Schließlich haben wir Mercedes-Benz Konzepte

Mercedes me Store München vorbeikommt,

für drei Installationen vorgestellt.

fühlt sich für einen kurzen Moment in die

Goldenen Zwanziger zurückversetzt. Auf dem

Bremer: Und erhielten den Auftrag für Vier!

Hauptstadt-Boulevard Unter den Linden und

am Odeonsplatz der bayerischen Metropole

Die Arbeit fand also Gefallen?

lädt die Marke Mercedes-Benz auf eine edle

Zeitreise ein. Erinnerungen an eine großartige

Wünsch: Ja, wir hatten zwei verschiedene konzeptionelle

Ansätze für die Winter-Installation vorgeschlagen. Das

Epoche, inszeniert als Set einer Stummfilmkulisse.

Mercedes-Benz Oldtimer treffen auf

kam so gut an, dass man beide umsetzen wollte.

verträumte Erinnerungen an ein Jahrzehnt

voller Romantik.

Was gab es bei der Entwicklung und Umsetzung zu

beachten?

Konzipiert und umgesetzt wurde die Installation von CB.e.

Das Team: Diana Bremer, Creative Lead und Art Director.

Claudia Wünsch, Projektmanagement. Jimmy-Can Taymus,

Konzeption und Storytelling.

Berlin-Charlottenburg. Franklinstraße 27. Heimat von CB.e.

Der fünfte Stock: Ein lichtdurchflutetes Atelier und das

Zuhause des Creative Departments. Treffpunkt für ein Gespräch

zwischen STYLE GUIDE, dem Magazin für visuelles

Marketing, und dem CB.e-Trio.

Nicht nur die aktuelle Installation „Golden dreams“

stammt von CB.e, sondern auch die Kreationen im

vorigen Jahr. Wie lange arbeitet ihr schon gemeinsam

mit Mercedes-Benz in diesem Rahmen zusammen

und was ist aus dieser Zusammenarbeit bisher

entstanden?

Wünsch: Startschuss unserer Zusammenarbeit war eine

Installation zu Weihnachten 2015, die wir für die beiden

Mercedes-Benz Stores entwickelt und realisiert haben.

Bremer: Seither haben wir vier weitere Installationen für

Mercedes-Benz umgesetzt. Drei im Jahr 2016 und eine in 2017.

Taymus: Intern hat das Gesamtprojekt den Titel Fantastic

Four erhalten. In dieser Formation sind wir als Team im Dezember

2015 gestartet und gemeinsam vier der bisher fünf

Installationen umgesetzt.

Bremer: Unterstützung erhielten wir durch den Grafiker

Mirco Heisig. Vier Installationen von einem eingespielten

Quartett.

Taymus: Fantastic Four halt.

Bremer: Mercedes-Benz steht als Premium-Marke für Qualität,

hohen Designanspruch, Tradition und Modernität

zugleich. Deshalb ist es wichtig, dass sich unsere Installationen

nicht zu nüchternen Ausstellungen entwickeln, sondern

zu erlebnisorientierten und eigenständigen Kommunikationsinstrumenten

– die genau diesem Anspruch der

Marke gerecht werden.

Taymus: Genauso wichtig ist es, einen spannenden und

emotionalen Zugang zur Marke zu ermöglichen.

Wünsch: Die Installationen sollten immer faszinieren, innovativ

und mutig sein.

Worauf kommt es beim Storytelling für eine weltweit

agierende Marke mit einem derart großen

Namen wie Mercedes-Benz an?

Taymus: Das Storytelling muss bewegen und auf das Marken-Image

einzahlen. Unser Job ist es, Marken- und Produktbotschaften,

Faszination und auch Vertrauen in die

Marke zu vermitteln. Unsere Geschichten dürfen nicht an

der Marke vorbeizielen.

Bremer: Dabei muss auch die Balance zwischen dem Installationsthema

und der Marke Mercedes-Benz als Absender

gehalten werden.

Wünsch: Digitale Tools sind für die Kommunikation mittlerweile

zu einem Standard geworden. Auch wenn in allen

Bereichen die Digitalisierung „The Big Thing“ ist, muss es

jedoch zur Marke passen. Sie darf nicht zum modischen

Selbstzweck in einer Installation eigesetzt werden. Die Zukunft

der Live-Kommunikation wird definitiv digitaler und

individueller. Für uns als Kommunikationsagentur sind

neue Kommunikationsmöglichkeiten immer spannend.

Aber wie gesagt: Passen muss es.

Wollen auch Sie einen

Raum mit Träumen füllen?

Melden Sie sich gerne bei

claudia.wuensch@cbe.de

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WORKS 1.17

The

Sound of

Communication

Oft sind es nur ein paar Töne oder ein

fragiler Klang teppich, der sich über

eine aufsteigende Wand aus Licht erhebt.

Das Publikum wird in einen Bann gezogen,

ist plötzlich Teil eines gemeinschaftlichen

Erlebens inmitten einer Komposition

aus Licht- und Sound, Architektur und

Inszenierung. Und über allem schwebt der

Hauptdarsteller: die Marke.

Domez Dombrowski, Creative Director Concept Development,

Josh Premkumar, Senior Art Director (beide CB.e),

und Markus Krane, Geschäftsführer von Krane & Rabe, über

eine Welt voller Sounds, Musik und Sprache. Und mit einer

klaren Botschaft an unsere Leser: Nutzt, was uns Menschen

seit tausenden von Jahren kommunikativ begleitet: die

emotionale Kraft von Klängen, Musik und Sprache.

Wenn wir an „Sounddesign“ denken, dann denken

wir an Sound-Logos, die uns in den Medien manchmal

im wahrsten Sinne des Wortes um die Ohren

fliegen. Wie kreiert man Sounds, die im Kopf landen –

und vor allem bleiben?

Krane: Wir entwickeln hier Sound-Logos und ganze Soundwelten,

die zum wiedererkennbaren Aushängeschild einer

Marke werden. Ich nenne es akustische Signaturen einer

Marke. Sounddesign ist aber mehr als ein Jingle, mehr ein

Sound-Logo in TV, Funk oder im Netz.

Dombrowski: Viel mehr. Die Marke muss sich auch bei anderen

Kommunikationsmaßnahmen wiederfinden. Events

und Corporate-Maßnahmen sind hier genauso in der

Pflicht. Sounds, Musik und der Einsatz der richtigen Stimme

schaffen außergewöhnliche Erlebnisse und Emotionen.

Perfekte Tools, wenn wir Menschen erreichen wollen. Mit

der richtigen Auswahl trifft man Herz und Hirn. Leider wird

das zu oft vernachlässigt.

8


SOUNDDESIGN

Sounddesigner Markus

Krane im Gespräch

mit Domez

Dombroski und Joshua

Premkumar

Premkumar: Absolut. Lichtdesign oder Bewegtbild-Produktionen

allein sind ohne den dramaturgischen Einsatz

von Musik bei einem Event oder beispielsweise bei einer

Mitarbeiterversammlung verschenkt. Im Mix mit Musik

schaffen sie Stimmungen, können Bilder kreieren, die uns

bewegen, aufrütteln oder träumen lassen. Erst das richtige

Zusammenspiel aus Licht, Sound und Sprache macht eine

Veranstaltung zu einem außergewöhnlichen Erlebnis! Am

Ende heißt es dann oft „dafür haben wir kein Geld mehr“.

Oder noch besser: „Reicht da nicht eine Coverband, die aktuelle

Hits nachspielt?“

Dombrowski: Und das gilt nicht nur für einen Festakt oder

eine Jubiläumsfeier. Wie viele Mitarbeiter nutzen täglich

einen Aufzug? Das ist geradezu eine Einladung, mit den

Mitarbeitern zu kommunizieren. Alle reden von der Digitalisierung,

aber wir sehen überall noch Aushänge an den

Wänden kleben. Viele Unternehmen, in denen ich mich

aufhalte, haben tolle Touchpoints, die sie medial nutzen

könnten, und da sollten Sounds oder Musik eine viel größere

Rolle spielen. Alle wollen sich für die Zukunft wappnen,

und am Ende nehmen wir immer noch zu oft …

Premkumar: … die Fähnchen.

Wie gelingt gutes Sounddesign?

Krane: Gib uns ein Ziel. Ohne Ziel kein gutes Sounddesign.

Oder Logo. Wenn ich nicht weiß, wohin ich ziele, kann ich

auch nicht treffen. Wofür steht das Unternehmen? Wie

können DNA, Image und Werte klangtechnisch umgesetzt

werden?

Premkumar: Mittlerweile sind Sound-Logos nur noch die

Spitze des Eisbergs. Es geht heute viel mehr darum, Soundwelten

zu kreieren, die man an sämtliche kommunikativen

Maßnahmen andocken kann. Durch das Internet kommunizieren

wir nicht nur anders, sondern die Erwartungshaltung

an audiovisuelle Kommunikation ist viel höher geworden.

Die Menschen sehen und hören anspruchsvoller, weil die

Welt, in der wir leben, einen noch nie dagewesenen hohen

technologischen Standard bietet. Quasi ein Quantensprung

in Bild- und Soundwelten. Mitarbeiter oder Kunden erwarten

ein ebensolches Niveau von dem Unternehmen, für das

sie täglich arbeiten oder deren Produkte sie kaufen sollen.

Das ist extrem wichtig, damit sie sich identifizieren können.

Und wenn das Ziel definiert ist? Sitzt man da

wochenlang im dunklen Studio?

Krane: Wir haben hier überall Fenster und erfreuen uns

am Tageslicht. Zur Frage: sowohl als auch. Manchmal sitzen

mehrere Teams über Wochen hinweg an einem Projekt. Nur

vier, fünf Töne, die mit 80 verschiedenen Instrumenten gespielt

werden, um den richtigen Charakter zu finden. Klingt

vielleicht komisch, ist aber so! Eben weil es …

Dombrowski: … so eine große Bedeutung hat! Bei unserer

Arbeit für den Anchor Award haben wir beide eine halbe

Stunde über einen einzigen Ton diskutiert. Meine Kollegin

Myriam Fleck saß mir gegenüber und fragte fasziniert, ob

wir vielleicht ambulante Hilfe benötigen.

Krane: Und seine Agentur-Kollegen brauchen einiges an

Geduld und Verständnis. Das ist mal sicher.

Premkumar: Yes.

Sounds,

Musik und der

Einsatz der

richtigen

Stimme schaffen

außergewöhnliche

Erlebnisse und

Emotionen.

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WORKS 1.17

Digital trifft analog:

Original VOX AC30

Vollröhrenverstärker

Ihr habt für ein schwieriges Umfeld Soundwelten

geschaffen, eben für den Anchor Award in Hamburg,

eine internationale Veranstaltung der Musikbranche.

Wie überzeugt man gerade die Musikwelt?

Dombrowski: Das war in der Tat eine Herausforderung.

Der Anchor Award, der im Rahmen des Reeperbahnfestivals

verliehen wird, wurde erstmalig vergeben. Beim

Reeperbahnfestival haben Musiker wie u. a. Bon Iver oder

auch Ed Sheeran ihren ersten international beachteten

Auftritt absolviert. Heute sind das Stars. In Hamburg treffen

sich alle wichtigen Player der Musikbranche, da kannst du

nicht mit einem simplen Jingle anrücken.

Krane: Sound-Logo und Design hatten bei diesem Projekt

eine enorme Fallhöhe – da sitzt das Musikbusiness, und du

musst genau wissen, wo du hinwillst, und ein gutes Konzept

haben.

Premkumar: Und perfekt umsetzen. Der Anchor ist international.

Es ist eine Red-Carpet-Veranstaltung, der Sound

muss aber auch den Charakter des Festivals treffen. Verschwitzte

Konzertbesuche und lange Nächte!

Dombrowski: Das ging weit über das Sound-Logo hinaus.

Auswahl der Moderatoren, sämtlicher Sprecher …

Wieso Moderatoren und Sprecher?

Dombrowski: Weil die Stimmen abgestimmt [kurzes Gekicher]

sein müssen. Ich kann nicht nur mit Männerstimmen

oder umgekehrt arbeiten. Da das Event medial im Ausland

ausgewertet wurde, brauchst du Native Speaker. Außerdem

benötigten wir aus konzeptioneller Sicht Stimmen,

die nicht nach professionellen Sprechern

klingen durften, weil sie Fans oder Musiker

darstellen sollten. Wenn solche Charaktere

zu professionell klingen, ist die Inszenierung

nicht glaubwürdig. Dazu kamen

Musikbetten. Auftrittsjingles. Wir wussten

nicht, wer am Ende den Award in der Hand

halten wird und wo derjenige oder diejenigen

sitzen würden.

Premkumar: Also haben wir mehrere unterschiedlich

lange Auftrittsjingles angelegt.

Wäre peinlich, wenn der Jingle aus, der

Künstler aber noch auf dem Weg zur Bühne

ist. Für die Filme der Nominierten gab es

unterschiedliche Versionen von Soundbetten.

Je nachdem, in welchem Genre die

Künstler unterwegs sind. Wir haben uns

immer wieder gesagt: Da sitzt ein Fachpublikum,

das teilweise 200 Shows, Konzerte

und Events im Jahr besucht – harte Kritiker!

Soundlogo und

Design hatten bei

diesem Projekt

eine enorme Fallhöhe

– da sitzt das

Musikbusiness,

und du musst genau

wissen wo du hinwillst

und ein gutes

Konzept haben.

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SOUNDDESIGN

anspruchsvoll sein. Ich glaube das nicht. Ich glaube vielmehr,

dass wir als Kreative die Aufgabe haben, unsere Kunden

und deren Zielgruppen immer wieder aufs Neue zu

begeistern. Egal ob Live-Performance, Bilder oder Filmeinspieler:

Ein Großteil der Wirkung hängt vom Sound ab. Und

das betrifft eben nicht nur Kinofilme, sondern unsere tägliche

Arbeit für unsere Kunden. Man kann es nicht oft genug

sagen: SOUND und MUSIK sind wichtig!

Wie seid Ihr die Sache dann angegangen?

Premkumar: Für das Sounddesign wollten wir Musikgeschichte

und die Faszination „Musik“ abbilden. Beim

Sound-Logo ging es uns um Größe und eine Prise Pathos.

Und rotzig sollte es klingen.

Krane: Ich habe etwas gebraucht, um zu verstehen, was

Domez wollte. Im Prinzip hören wir im Sound-Logo den

Weg einer Band vom Übungsraum bis zur großen Bühne.

Man kann viele Details heraushören: wie eine Gitarre eingestöpselt

wird, Applaus … ja, sogar Töne, die an einen

Aufzug erinnern.

Dombrowski: Rauf und runter. Große Künstler haben alle

Karriereknick und Comeback durchgemacht …

Krane: Das Sound-Logo war dann so wuchtig und echt und

hatte genug Ecken und Kanten, um nicht wie nach Samstagabend-Fernsehshow

zu klingen, sondern nach Reeperbahn,

Schweiß und Livekonzert. Wir haben den Kunden

und das Publikum mehr als überzeugt.

Gut, es wirkt bei Musikern. Aber wir leben in Zeiten

von Bilderfluten, manche sprechen von Reizüberflutung.

Wie kann sich Sound da noch behaupten?

Premkumar: Find ich witzig: „Es wirkt bei Musikern.“ Versteh

ich nicht. Das war die Zielgruppe! Als würden Mitarbeiter

von DIN, der Diakonie oder 50Hertz nicht genauso

Es sind aber nicht nur Sounds, wie wichtig sind

Stimmen?

Dombrowski: Ganz klar, entscheidend für ein gutes Sounddesign

ist immer auch Wahl der richtigen Stimme. Ich

bin ein Fan von guten Stimmen: Gert Heidenreich, Christian

Brückner oder Dietmar Wunder. Die wissen, wie man den

Subtext aus dem Text herausschält. Viele Kunden winken

allerdings ab, wenn sie die Gagen von den guten Sprechern

hören. Aber genau die machen den Unterschied. Eine Investition,

die sich positiv auf Marke, Image oder Botschaft

auswirkt.

Gibt es eigentlich einen Wandel, in der Art wie man

etwas ausspricht?

Krane: Ja, in den 1990ern hat es immer sehr eindringlich

geklungen. „Jetzt Probieren!“ Da hat sich der Sprecher

dann immer tief in die Gehörgänge gebohrt. [Macht es vor:]

„Jetzt! Probieren!“ Heute ist die Bandbreite vielfältiger. Und

immer häufiger klingt ein Sprecher lakonisch, fast beiläufig

und unaufdringlich an. [Macht es wieder vor:] „Jetzt probieren.“

Der Subtext: Wir haben etwas Neues, wir finden es

ganz gut, probiere es doch einfach mal aus.

Premkumar: Dieselben Wörter. Andere Betonung. Und das

auszuloten, darauf kommt es an, damit eine Botschaft auch

ihr Ziel erreicht. Und genau darum geht es auch im Mix aus

Sound, Musik und Licht: auszuloten, wie ich Marke und Botschaft

auf bewegende Art und Weise inszenieren kann.

Vielen Dank!

Wie ein nachhaltiges

Sounddesign entwickelt

wird und wie CB.e Sie dabei

unterstützen kann, sagt

Ihnen gerne:

domez.dombrowski@cbe.de

Hier kann man sich die

Arbeit von CB.e für den

Anchor Award anschauen

und -hören:

cbe.de/anchor-award

11


WORKS 1.17

Agiles

Welcher Ort eignet sich gut, um Agilität

zu lernen? Genau: ein Herd. Warum

das so ist, zeigt sich beim Scrum-Dinner von

CB.e – und zwar im dichten Gedränge.

Essen

Der einsame Entscheider, der in seinem geräumigen Eckbüro

sitzt und weise Entscheidungen zum Wohle aller

trifft – von dieser Illusion werden sich Unternehmen wohl

verabschieden müssen. Die Welt ist hochkomplex, Unternehmen

sind zunehmend dezentral organisiert, Innovationszyklen

enorm, die technologische Entwicklung rasant,

und die Unberechenbarkeit nimmt zu. Das erfordert Weisheit

und gute Führung, klar. Aber mehr noch erfordert es

eine dynamische und vor allem eine agile Führung oder

besser: agile, dynamische Teams.

Und Agilität lernt man am besten im Gedränge. Im

Rugby-Gedränge, beim sogenannten Scrum. Scrum ist

ein Spielzug im Rugby und bezeichnet das Gedränge der

Spieler, nachdem das Spiel unterbrochen wurde und neu

gestartet werden muss. Und vor allem ist Scrum eine Methode

zur erfolgreichen Produktentwicklung, die eben Abschied

nimmt vom einsamen Entscheider, stattdessen auf

agile Teams und deren Fähigkeit setzt, abteilungsübergreifend

und dynamisch ein Problem zu lösen, eine Innovation

auf den Weg zu bringen. Scrum gilt als eine neue Arbeitsund

Innovationsmethode, die sich spielerisch erlernen

lässt. Zum Beispiel beim Kochen.

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DESIGN AGILER ARBEITSFORMEN

Scrum

Workflow

Plan

Build

Sprint

Design

Scrum-Master

Test

Review

Product

Im Gedränge eine Suppe kochen

CB.e hat die Methode des Scrums und das Herstellen einer

Mahlzeit vereint und bietet für Kunden nun Scrum-Dinner

an. Fern vom Innovationsdruck können Teams beim Schnippeln

und Brutzeln lernen, wie es geht, als agiles Team zu

funktionieren – und lernen, wie im „Gedränge“ eine gute

Suppe entsteht. Bis zu zwölf Teilnehmerinnen und Teilnehmer

gehen gleichzeitig an die Töpfe, eine Großküche steht

bereit. Wichtig ist eine klare Ziel- und eine enge Zeitvorgabe:

So haben die Scrummer genau eine Stunde, um ein

mehrgängiges Menü für zwölf Menschen zuzubereiten. Sie

werden begleitet von

einem sogenannten

Und genau das ist Scrum.

„Sei wach!“ „Schau auf

das, was um dich herum

geschieht!“

Scrum-Master und bei

Bedarf auch von einem

Profi-Koch. Doch

die beiden haben eher

eine unterstützende

und moderierende als

eine führende Funktion.

Und dann geht

es los.

Interaktion wichtiger als das Werkzeug

Die Regeln sind dabei klar: Innerhalb des Projektteams

gibt es keine Hierarchien. Jedes Teammitglied übernimmt

selbstständig die Aufgaben, für die es sich verantwortlich

fühlt. Zunächst wird geklärt: Was soll gekocht werden?

Italienisch? Asiatisch? Soll es vegetarisch sein? Gibt es ein

Dessert? Und was könnte die Vorspeise sein? Dann entsteht

ein Scrum-Board, also: Was ist zu tun? Wer macht was? Wie

teilen wir die Jobs auf?

Die Zusammenarbeit, auch und vor allem mit dem Kunden,

sprich mit demjenigen, der das essen soll, ist wichtiger als

Vertragsverhandlungen. Und vor allem ist das Reagieren

auf Veränderungen wesentlich wichtiger als das Befolgen

eines Plans. Beispielsweise: Ein Stück Fleisch brennt an,

ein Gemüse ist zerkocht, und das Soufflé geht nicht in die

Höhe. Das erfordert Agieren – und Agilität. In kurzer Zeit

soll ein Menü auf den Tisch. Und genau das ist Scrum. „Sei

wach!“ „Schau auf das, was um dich herum geschieht!“

Ergebnisoffen und kundenorientiert

Das Scrum-Dinner-Team lernt bei der Zubereitung, wie

sinnvoll es ist, die Arbeit für Kommunikation über die Arbeit

zu unterbrechen, um Korrekturen im Team und im eigenen

Tun vorzunehmen. Beim abschließenden Essen werden

Erfahrungen ausgetauscht, man spricht darüber, wie die

Kochleistung auf die tägliche Arbeit übertragen werden

kann – und welche Vorteile es hat, in einem gleichermaßen

flexiblen wie klar strukturierten Rahmen agil, ergebnisoffen

und kundenorientiert zu arbeiten.

Was am Herd geschieht, kann – das zeigen die bisherigen

Scrum-Dinner-Aktionen – auch im Alltag klappen. CB.e initiiert

diese Dinner im Auftrag von Projekt-Teams aus Unternehmen

und Organisationen. Die Agentur gibt den Rahmen

vor, lässt gewähren, greift ein, wenn nötig, und macht

aus Teams agile Teams. Entscheidend ist immer, dass sich

die Teams hierarchiefrei selbst organisieren; Führung wird

dabei situativ von den Personen übernommen, die in dem

aktuellen Problemkontext die größte Problemlösungskompetenz

haben. Das muss dann eben nicht mehr der einsame

Entscheider übernehmen.

Wenn Sie die Methode des

agilen Arbeitens kennenlernen

und ausprobieren

wollen, wenn Sie Interesse

an unserem Scrum Dinner

haben:

Melden Sie sich gerne bei

monikamaria.lehmann@cbe.de

Und mit jedem Schritt wird klar: Auch bei der Alltagstätigkeit

„Kochen“ zeigt sich, worauf es wirklich ankommt. Die

einzelnen Individuen und Interaktionen sind wichtiger als

Prozesse und Werkzeuge. Einfach mehr miteinander reden.

13


WORKS 1.17

„Verän derungs -

druck ist

hoch – und

steigt“

Der deutsche Mittelstand läuft Gefahr,

den digitalen Wandel zu verschlafen.

Sabine Clausecker und Digitalisierungsberater

Dr. Diethard Bühler helfen

Unternehmen, den Wandel strategisch,

technologisch und kommu ni kativ

zu organisieren.

Sie haben in jüngster Zeit eine Reihe von Unternehmen

bei der digitalen Transformation beraten.

Wie selbstbewusst gehen die sehr erfolgreichen

deutschen Mittelständler den digitalen Wandel an?

Clausecker: Wir beobachten eine deutliche Zurückhaltung.

Sie sind bei der Digitalisierung eher zögerlich und

eben nicht selbstbewusst. Man hat das Gefühl, viele Mittelständler

wachen gerade erst auf. Die Unternehmen spüren

einen Veränderungsdruck. Sie haben die digitale Transformation

zu lange nicht ernst genommen.

Wie äußert sich dieser Veränderungsdruck?

Dr. Bühler. Das ist in den Branchen unterschiedlich: Mal ist

es die Regulierung, mal die Erwartungshaltung der Kunden

oder Zulieferer, mal ist es die Technologie oder auch

neue, branchenübergreifende Wettbewerber. Die Digitalisierung

spielt am Ende in allen Fällen eine maßgebliche

Rolle. Sie kann Auslöser, Treiber oder Ziel der Veränderung

sein. Nehmen Sie beispielsweise die großen Technologiekonzerne,

allen voran Google, die begonnen haben, über

die Herstellung von Autos, Medikamenten oder die Energieversorgung

nachzudenken. Oder das Beispiel Apple Pay,

das zeigt, wie schnell ein Technologiekonzern wie Apple in

das Geschäft der Finanzdienstleistungen einsteigen kann –

einfach, weil Apple über iTunes bereits die wesentlichen

Zahlungsdaten seiner Kunden hat. Hinzu kommt, dass viele

Unternehmen mittlerweile verstehen, dass die Digitalisierung

die Kostenstrukturen radikal verbessern kann und

dass digitale Services und digitale Business-Modelle wichtig

sind, um auf dem Markt zu bestehen – oder um neue

Märkte zu erobern.

Und darauf sind die Unternehmen nicht vorbereitet?

Clausecker: Nur sehr bedingt. Vielleicht verfügen sie über

Einzelansätze und Software-Lösungen, aber Digitalisierung

bedeutet heute nicht nur einen Tech-Change, sondern

vor allem einen People-Change. Die Digitalisierung

macht sowohl Mittelständler als auch Industriekonzerne

verwundbar. Unter den zehn höchstbewerteten Unternehmen

der Welt befinden sich in diesem Jahr sechs digitale

Unternehmen und nur noch vier Industriefirmen. Die größte

Transformation ist jedoch nicht nur digital. Wenn Technologie

alles entzaubert, müssen Marken neue Identitäten

schaffen. Es geht um eine neue Unternehmenskultur.

Dr. Bühler: Und da kommen dann wir ins Spiel. In der Kombination

der Kommunikationsexperten von CB.e mit uns

Beratern der Berlin Digital Group können wir den digitalen

Wandel in Unternehmen sowohl strategisch und technologisch

als auch kommunikativ begleiten.

Wie steht es um die Nachfrage? Wollen bereits viele

Kunden von dieser Kombination profitieren?

Clausecker: Wir haben in der Tat sehr viele Anfragen. Und die

meisten sind dringend. Die Unternehmen müssen schnell

aktiv werden, der Druck nimmt weiter zu. Sie haben jetzt

auch keine Zeit mehr, lange ins Silicon Valley zu fahren, um

dort ein Sabbatical oder Ähnliches zu machen. Das Thema

ist bei vielen zu lange auf kleiner Flamme gehalten worden.

Dr. Bühler: Die Firmen machen derzeit die Erfahrung, dass

die digitale Transformation eben nicht nur eine gute Story ist,

wie das viele gerne hätten. Es ist vielmehr ein Change-Prozess,

der Unternehmen fundamental verändert.

Wird das denn jede Branche treffen? Oder gibt

es digitale „Ausnahmen“?

Dr. Bühler: Alles, was digitalisiert werden kann, wird auf

Dauer auch digitalisiert werden, dafür sorgen schon die er–

heblichen Kosteneinsparungs- und Umsatzchancen. Es wird

kaum Ausnahmen geben. Nur ein Beispiel: In der Energiebranche

wandelt sich derzeit das komplette Geschäftsmodell,

14


PROZESSDESIGN

Die größte Transformation

ist jedoch

nicht nur digital.

Wenn Technologie

alles entzaubert,

müssen Marken neue

Identitäten schaffen.

Es geht um eine neue

Unternehmenskultur.

primär aus regulativen und technologischen Gründen. Heute

kann jeder Bürger mit einer Solaranlage auf dem Dach

nicht nur Strom für sich selbst erzeugen – sondern auch in

das Netz einspeisen und daran verdienen. Das Geschäftsmodell

hat sich eindeutig dezentral verlagert. Und die

Digitalisierung erlaubt es, dies auch profitabel zu gestalten.

Sie sagen, der Druck sei hoch, aber es fehle an

Strategien. Wie verbreitet ist denn überhaupt

das Wissen über digitale Themen?

Clausecker: Das Wissen ist durchaus vorhanden, wird aber

nicht hinreichend genutzt. In vielen klassischen deutschen

Unternehmen, gerade im Mittelstand, fehlt es noch an

Affinität zum Thema. Für viele heißt Digitalisierung immer

noch, dass alle ein Smartphone haben. Digitalisierung ist

aber viel mehr, die Digitalisierung ändert Geschäftsmodelle,

Organisationsstrukturen und Prozesse. Damit das

erfolgreich gelingt, muss eine Veränderungskultur in den

Unternehmen geschaffen werden.

Dr. Bühler: Im Maschinenbau gibt es heute schon positive

Signale in Richtung Digitalisierung. Das Verständnis ist mittlerweile

breiter gestreut und man geht es auch schon praktisch

an. Das gilt vor allem für das Thema Wartung. Sensoren

übermitteln den Zustand von Maschinen, man kann aus der

Ferne frühzeitig Verschleiß erkennen und rechtzeitig eingreifen.

Das spart Wartungskosten und erhöht die Produktivität.

Letztlich kann daraus ein tragendes Business-Modell

entwickelt werden. Das haben bereits einige erkannt.

Wenn die Vorteile doch nachvollziehbar sind,

woran liegt es, dass viele deutsche Firmen noch

zögerlich agieren?

Clausecker: Vermutlich setzen viele noch auf die alten

Tugenden; wir sind ja das Land der Ingenieure. Vielleicht

macht uns das etwas zu selbstsicher. Tatsächlich befinden

wir uns mitten in der vierten industriellen Revolution – und

laufen Gefahr, den Anschluss zu verlieren. Ich glaube, dass

es in ein paar Jahren einige DAX-30-Unternehmen in der

jetzigen Form nicht mehr geben wird, wenn nicht gegengesteuert

wird.

Worin liegen die Gründe für diese drohende Gefahr?

Dr. Bühler: Viele Unternehmen haben aus organisatorischen,

aber auch aus kulturellen Gründen Mühe, mit vorhandenen

Daten zu arbeiten, und sie erkennen nicht, dass

datenbasierte Geschäftsmodelle und die sogenannte

„Plattform-Ökonomie“ ein wichtiger Teil der Zukunft sind.

Viele sind auch nicht in der Lage, wichtige Daten aus verschiedenen

Unternehmensbereichen zusammenzuführen.

Clausecker: Das gilt auch und vor allem für Kundendaten.

Kundendaten sind das neue Gold. Es gibt aber immer noch

viele Unternehmen, die haben nicht einmal die E-Mail-

Adresse ihrer Kunden. Solche Daten sind aber die Mindestvoraussetzung

für eine Kundenorientierung und vor allem

Voraussetzung, um Kunden frühzeitig in Entwicklungsprozesse

einzubinden.

Kundenorientierung ist doch keine Erfindung des

digitalen Zeitalters?!

Clausecker: In gewisser Weise schon. Das Produkt ist heute

weniger wichtig als der Service am Kunden. Wir sehen das

an vielen Beispielen. Wer beschäftigt sich schon zu Hause

mit der Qualität seines WLAN-Routers? Wichtig ist, dass

der Telekommunikationsanbieter einen perfekten Service

bietet. Die Annäherung an die Kundenbedürfnisse ist entscheidend,

es muss heute gelingen, sich in den Kunden

hineinzuversetzen.

Dr. Bühler: Es gibt das schöne Beispiel vom Flughafen-Bus

in Berlin. Ein Berliner Start-up hat mithilfe der verfügbaren

Handydaten geschaut, aus welchen Teilen der Stadt

die Menschen zum Flughafen Tegel fahren und welche

Strecke sie zurücklegen. Dabei hat man festgestellt, dass

die meisten Menschen nicht in der Nähe der Route der

Flughafen-Busse ihren Weg anfangen, der Bus also sozusagen

„falsch“ fährt. Warum ist das so? Bei der Planung der

Bustrecke hat man damals geschaut, auf welchen Straßen

sich Busspuren einrichten lassen. Der tatsächliche Bedarf

der Kunden ist aber ein anderer.

Wir helfen Ihnen gerne

bei Ihrer digitalen Transformation.

sabine.clausecker@cbe.de

15


WORKS 1.17

FÜCHSE

BRAUCHEN

KEIN

ROLL-UP

Das Sponsoring geht neue Wege. Statt Roll-ups

und austauschbarer Inszenierungen gehören

heute in erster Linie ein emotionales Markenerlebnis

und eine spannende Story zum guten Auftritt. CB.e

zeigt unter anderem beim Sportsponsoring der

Berliner Sparkasse, wie sich Unternehmen heute sinnvoll

und nachhaltig engagieren.

Was geht nicht mehr beim Sponsoring? „Sponsoren, ich

spreche lieber von Partnern, reicht es nicht mehr, nur ihr

Logo auf der Pressewand am roten Teppich, im Veranstaltungsbereich

oder in den Drucksachen der Veranstaltung

zu platzieren“, sagt Jens Reinshagen, der seit rund zwei

Jahren den Bereich Kooperationen und Sponsoring bei

CB.e leitet. Sein Fokus bei der Inszenierung von Partnern

und Marken liegt auf emotionaler Erlebbarkeit und der Verbindung

der Partner und Marken mit Inhalten. „Sponsoring

ist nur sinnvoll, wenn es in die strategische Ausrichtung

des Unternehmens passt und auf die anderen Kommunikationsinstrumente

abgestimmt ist und diese ergänzt. Und

natürlich auch nur dann, wenn die Marke für die relevante

Zielgruppe mit einer guten Story nachhaltig erlebbar gemacht

wird.“

Live von der Berlinale

Der TEDDY AWARD, der älteste und bedeutendste queere

Filmpreis der Welt, der im Februar im Rahmen der Internationalen

Filmfestspiele Berlin verliehen wird, ist eines der

neuen von ihm betreuten Medienereignisse. „Wir freuen

uns sehr darauf, gemeinsam mit L’ORÉAL PARiS, Samsonite

RED, Air France und vielen anderen Partnern Vielfalt, Toleranz,

Gleichstellung und Akzeptanz in der Gesellschaft im

Rahmen der Internationalen Filmfestspiele Berlin ein Gesicht

zu geben“, sagt Reinshagen.

16


SPONSORING-DESIGN

Mit L’ORÉAL PARiS konnte CB.e einen exklusiven Partner für

den TEDDY AWARD gewinnen. L’ORÉAL PARiS präsentiert

beim diesjährigen TEDDY AWARD erstmalig die DIVERSITY

TALKS, eine neu geschaffene Talkrunde mit Regisseuren,

Produzenten und Schauspielern, in der die Themen des

aktuellen Filmprogramms der Berlinale aufgegriffen und

diskutiert werden.

Unter dem Namen TEDDY INTERACTIVE berichtet erstmalig

ein Team von jungen Journalisten täglich live auf Facebook,

Twitter, Instagram, YouTube und dem TEDDY Blog vom

Tagesgeschehen der Berlinale rund um den Potsdamer

Platz. TEDDY INTERACTIVE wird von Samsonite RED unterstützt,

und das nicht nur über Product-Placement. „Genau

das verstehen wir heute unter klugem und durchdachtem

Sponsoring“, sagt Reinshagen, „das ist die Arbeit mit Content.“

Auf diesem Weg präsentieren sich Marken, die soziale

Verantwortung ernst nehmen, die von Themen wie Diversity

nicht nur sprechen, sondern diese aufgreifen und mit

dem Sponsoring wirkungsvoll und nachhaltig ein Ereignis

unterstützen.

Neues Sponsoring-Design

In gewisser Weise sei CB.e ein Vorreiter bei neuem Sponsoring-Design,

sagt Cathrine Niermann, Leiterin von CB.e Corporate.

Beim jährlichen Sommerfest und später dann beim

Bürgerfest des Bundespräsidenten – beide bis 2014 von

CB.e konzipiert – hat die Agentur bereits den Weg zu einem

nachhaltigerem Sponsoring eingeschlagen. Die Idee war,

dass die Unternehmen ihr Engagement in gesellschaftlich

relevanten Projekten, passend zum Thema des Festes präsentieren.

So gab es dann beim Staatsoberhaupt Nachhaltigkeitskonzepte,

Mobilitätsideen, innovative Gesundheitskonzepte

und anderes zu entdecken. „Denn genau das

entspricht unserem Ansatz eines sinnvollen Sponsorings.“

Eben nicht nur einfach Geld geben, etwas hinstellen und

hoffen, dass es etwas bringt – sondern durchdacht und

strategisch mit Content arbeiten.

„Gerade Nachhaltigkeit ist ja längst kein Kann-Thema mehr,

das ist ein Muss-Thema“, so Niermann, „und ein Thema, das

eine Vielzahl an Inhalten bietet.“ Und mit einer Neuausrichtung

auf Inhalte gelingt es Unternehmen auch, Haltung

zu zeigen, eine Marke aufzuladen, sich nicht zuletzt auch

Kunden auf einem unmittelbareren Weg zu nähern. „Uns

geht es immer darum, echte Markenerlebnisse zu schaffen“,

sagt Jens Reinshagen. „Die Frage, die sich ein Unternehmen

heute vor einer Sponsor-Aktivität auf jeden Fall stellen

muss, ist: ‚Was passt zu mir und zu meiner Marke?’.“ Und

Es geht darum,

Content zu

generieren, und

nicht nur eine

äußere Hülle zu

gestalten.

diese Frage müsse jedes Mal, wirklich jedes Mal, wieder neu

gestellt werden. „Es geht darum, Content zu generieren

und nicht nur eine Plattform, nicht nur eine äußere Hülle zu

gestalten“, so Reinshagen. Das entspreche sozusagen dem

neuen Design von Sponsoring.

EM-Gold für den Bank-Azubi

Ein weiteres gutes Beispiel, bei dem Marke und Sponsoring

eine gelungene Verbindung eingehen, ist das von CB.e

konzipierte Sportsponsoring der Berliner Sparkasse. Die

Sparkasse unterstützt die Nachwuchsarbeit des Berliner

Handball-Bundesligisten „Füchse Berlin“ – und dabei klebt

nicht nur ein Logo auf dem Trikot. Vielmehr hat man bei

CB.e, so berichtet Cathrine Niermann, genau hingeschaut

und identifiziert, was die beiden Akteure, Sparkasse und

Handballverein, authentisch verbindet – und kam dann auf

„Mit uns werdet ihr groß“.

Mit diesem Motto wurde einerseits die Nachwuchsförderung

der Füchse integriert, die „Jungfüchse“, bei denen

man vom Kind zum Profi reifen kann. Andererseits ist „groß

werden“ auch Teil des Sparkassen-Angebots, bei dem der

Nachwuchs vom „Knax-Konto“ über Girokonten bis hin zur

soliden Anlage und Bausparkrediten „groß“ werden kann.

Das ist der Spirit, der das Sponsoring seitdem begleitet,

es werden gezielt individuelle Inhalte erzählt wie die Geschichte

von Fabian Wiede, der beide Welten in sich vereint.

Wiede ist Füchse-Handballer, hat 2016 sogar mit der

deutschen Nationalmannschaft die Europameisterschaft

gewonnen – außerdem hat er eine Ausbildung bei der Berliner

Sparkasse begonnen. „Eine faszinierende Geschichte

und ein toller Content für herausragendes Sponsoring“,

sagt Niermann.

Ganz nebenbei hat CB.e noch ein Sparkassen-Füchse-

T-Shirt mit integriertem Barcode entwickelt. Das T-Shirt

kann so als Fan-Utensil und auch als Eintrittskarte genutzt

werden. Und einem Versprecher von Cathrine Niermann ist

es zu verdanken, dass das Shirt auch einen besonderen Namen

hat: „Tricket“, entstanden aus Trikot und Ticket. Das Tricket

zählt zu diesen Markenerlebnissen, die heutiges Sponsoring-Design

ausmachen.

Die Feste des Bundes präsidenten

würdigen das

ehrenamtliche Engagement.

Wie gutes Sponsoring funktioniert,

berichten wir Ihnen gerne – und

wir beraten Sie in allen Fragen des

Sponsorings:

cathrine.niermann@cbe.de

und

jens.reinshagen.kooperationen@cbe.de

17


WORKS 1.17

Fabian Frauendorf

1. Jahrgang 2008/2009

„Im Rückblick ist für mich schwer nachzuvollziehen,

wie die Live Kommunikation so

lange ohne eine Konzeptioner-Schmiede

wie treibhaus 0.8 auskommen konnte. Nicht

nur die Ausbildung von Konzeptionern,

sondern das Niveau der ganzen Branche hat

meiner Meinung nach einen enormen

Schub erhalten. Die Gründung vor zehn Jahren

war ein mutiger, visionärer Schritt. Wobei die

Richtung natürlich noch im Entstehen war und

auch weiterhin bleibt.“

Treibhäusler:

CB.e Clausecker | Bingel AG

Agentur für Kommunikation

Aktueller Job:

Kreativdirektor Corporate

Communications bei OCCASEO,

Leipzig

Einmal

Treib häusler. Immer

Treib häusler.

Ich bin Teil der neunten Generation. Konzeptioner werden

wir genannt. Noch grün hinter den Ohren, sitze ich mit der

achten und sechsten Generation im Atelier des Creative

Departments von CB.e. Wie sie, lerne und wachse ich ein

Jahr lang im treibhaus 0.8, um kreativ „auszutreiben“. Die

ersten Generationen begegnen mir heute als Dozenten

an den treibhaus-Wochenenden. Ehemalige lehren den

Nachwuchs: halten Vorträge, leiten Workshops und teilen

ihre Erfahrungen als Creative Directors oder Freelancer mit

uns. Meine ersten Monate im Agenturvolontariat bei CB.e

und Konzeptionsstudium treibhaus 0.8 vergingen für mich

wie im Flug. Ein kleiner Kulturschock, vom Hörsaal in die

Agenturwelt zu wechseln. Langeweile gibt es hier nicht.

Die Abschlussprüfung winkt mir bereits aus dem Herbst

entgegen. Und dann heißt es bereits für den nächsten Jahrgang:

ab ins Jubiläumsjahr des treibhaus 0.8. Auch für CB.e

bedeutet dies als Mitbegründer-Agentur die zehnte Runde.

Ein guter Zeitpunkt, um einige CB.e-Treibhäusler nach ihren

Erfahrungen zu fragen:

Und nicht zu vergessen: Ein großes Dankeschön an Annette

Beyer, die Mama aller Treibhäusler.

Wir freuen uns auf die 10. Generation!

Autor:

Vanessa Peral y Fuster

9. Jahrgang 2016/2017

B.A. Deutsche Sprache und

Literatur / Berufsorientierte

Linguistik im interkulturellen

Kontext

Treibhäuslerin:

CB.e Clausecker | Bingel AG

Agentur für Kommunikation,

Berlin

„Zwischen Druckbetankung

und Reallabor. Irrsinnig viele

Themen aus unterschiedlichen

CD- und Agenturbrillen

kennenlernen: Das war für mich

Druckbetankung Marke pur

und etwas, das ich am treibhaus

sehr geschätzt habe. Nachhaltig

geprägt hat mich aber erst

die Arbeit in der Agentur. Das

(Sich-)Ausprobieren-Dürfen

in der echten Welt, das entgegengebrachte

Vertrauen und die

tollen Menschen, von denen

ich lernen durfte, haben mich

selbstsicherer und mutiger

gemacht. Danke dafür!“

Nico Stöppler

4. Jahrgang 2011/2012

Treibhäusler:

insglück Berlin und

CB.e Clausecker | Bingel AG

Agentur für Kommunikation

Aktueller Job:

Brand Manager

Deutsche Bahn AG

18


NACHWUCHS-KONZEPTIONSDESIGNER

„Zack.

Und schon war das eine Jahr

im treibhaus vorbei –

BOOooOOM. Ob Daimler

Hauptversammlung, Postfest,

Expo in Mailand oder auch

der FAMAB Award. Langweilig

wurde es bei CB.e und den

treibhaus-Wochenenden

definitiv nie. PÄENG.

Für mich persönlich war die

Ausbildung im treibhaus

die Initialzündung und hat

mir nochmal eine ganz neue,

spannende und vielfältige

Welt in der Live-Communication

geöffnet. Auf

mindestens weitere zehn

Jahre treibhaus-Ausbildung

bei CB.e – macht weiter so!“

Moritz Fuchs

7. Jahrgang 2014/2015

Treibhäusler:

CB.e Clausecker | Bingel AG

Agentur für Kommunikation

Aktueller Job:

Inhaber der Agentur FOXnFRIENDS

Initiator von NEW HERITAGE –

FESTIVAL FUER ZEITLOSES

Lars-Erik Janssen

8. Jahrgang 2015/2016

Treibhäusler:

CB.e Clausecker | Bingel AG

Agentur für Kommunikation

Aktueller Job:

Junior Concept Developer

bei CB.e, Berlin

„In einem Jahr an mehr als zwölf

Seminaren in acht verschiedenen

Städten teilzunehmen, ist für ein

Volontariat sehr außergewöhnlich.

Das Kennenlernen anderer Agenturen,

neuer Arbeitsformen und Herangehensweisen

bleibt für mich genauso

in Erinnerung wie die gemeinsame

Zeit mit den anderen Volontären. Im

November 2015 war die Einschulung.

Zwölf Klassenfahrten später: das

Abitur.“

Simone Younossi

6. Jahrgang 2013/2014

Treibhäuslerin:

Uniplan GmbH & Co.KG,

Köln

Aktueller Job:

Concept Developer bei

CB.e, Berlin

„treibhaus 0.8: einmal im Monat drei

Tage Entschleunigung pur, arbeiten

unter laborhaften Bedingungen. Der

Nachwuchs der Live-Kommunikationsbranche

trifft sich, tauscht sich aus,

hinterfragt Arbeitsweisen, Trends, öffnet

den Blick für mehr. Mit dabei: das

geballte Agenturwissen Deutschlands.

treibhaus 0.8, das ist Inspiration, ein

starkes Netzwerk, eine gemeinsame

Sprache und damit der perfekte

Einstieg in die Agenturbranche.“

„Das treibhaus 0.8 ist

der Debütantenball

für angehende

Konzeptioner in der

Live-Kommunikation.

Das treibhaus

bereitet auf die

Branche vor und

führt in sie ein. Die

treibhaus-Seminare

haben mich

jedes Mal aufs Neue

inspiriert.“

Jimmy-Can Taymus

8. Jahrgang 2015/2016

Treibhäusler:

CB.e Clausecker | Bingel AG

Agentur für Kommunikation

Aktueller Job:

Junior Concept Developer

bei CB.e, Berlin

19


CB.e WORKS

CB.e Clausecker | Bingel AG ist eine Agentur für Kommunikation –

inhabergeführt seit unserer Gründung 1997. Wir bringen komplexe

Themen zum Menschen. Und Marken ins Leben. Mit Konzepten, die

immer den Menschen in den Mittelpunkt stellen und gleichermaßen

Kopf und Gefühl berühren. Unsere Lösungen sind geprägt durch die

Dimensionen Dialog, Digital und Design. Wir lieben Herausforderungen,

sind an drei Standorten präsent und rund 100 Köpfe stark.

Wo andere gerne dicke Schlagzeilen schaffen, machen wir lieber gute

Arbeit für unsere Kunden.

CB.e bewegt!

Herausgeber

CB.e Clausecker | Bingel AG

Agentur für Kommunikation

Franklinstraße 27, 10587 Berlin

www.cbe.de

Erscheinungsort

© Berlin 2017

Redaktion

Cathrine Niermann, Christoph Schlegel, Diethard Bühler, Domez

Dombrowski, Eberhard Bingel, Jens Reinshagen, Jimmy-Can Taymus,

Joshua Premkumar, Michael de Gelmini, Monika Maria Lehmann,

Oxana Zeitler, Sabine Clausecker, Sarah Felling, Vanessa Peral y Fuster

Konzept und Gestaltung

Sven Stuckenschmidt

Bildnachweis

CB.e AG, Andreas Keller, Frank Nürnberger, istock.com/franckreporter,

Bundesregierung / Guido Bergmann, Privat

Papier

Gedruckt auf 90 g/m² Profibulk 1.3 Vol

Dieses Magazin wurde klimaneutral hergestellt.

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