Jahresbericht - bei der Jugendberufshilfe Ortenau eV

jbhortenau

Jahresbericht - bei der Jugendberufshilfe Ortenau eV

mittendrin und dabei

Jahresbericht 2009 & 2010


Vorwort ............................................... Seite 4

Grußwort ............................................. Seite 6

Organigramm ...................................... Seite 9

Berufseinstiegsbegleitung ................ Seite 10

Akquise .............................................. Seite 13

Gestufte Ausbildung ......................... Seite 15

Inhaltsverzeichnis

Betreutes Wohnen ............................ Seite 20

Das Rätsel ........................................... Seite 24

Ausblick .............................................. Seite 25

Der Verein .......................................... Seite 26

Dank ................................................... Seite 27

Werden Sie Mitglied ......................... Seite 27

Seite 3


Seite 4

Vorwort

Liebe Leserin, lieber Leser,

liebe Mitglieder,

Die beiden zurückliegenden Jahre waren

erfreuliche Jahre für den Verein. Nachdem

wir im Jahr 2008 ein Vierteljahrhundert

JBH feiern konnten, folgten in 2009 und

2010 weitere wichtige Meilensteine.

Aufgrund der nachhaltigen stabilen finanzi-

ellen Situation des Vereins gelang es uns, in

den zurückliegenden Jahren ein ansehnliches

finanzielles Polster zu bilden. Ein guter Teil

hiervon fließt schon seit Jahren wieder zurück

in unsere Arbeit und in die Umsetzung von

kleinen eigenen Projektideen, die wir dadurch

schnell und unkompliziert umsetzen können.

Ein Beispiel dafür ist unser jüngstes Kind

»PAuLIne«. Näheres dazu im Ausblick.

Im Jahr 2009 konnte sich die Jugendberufshilfe

einen lang gehegten Wunsch erfüllen:

Unser Haus in der Zähringerstraße 9a,

das Haus welches für uns seit vielen Jahren das

„Mutterschiff“ ist, gehört nun uns. Wir konnten

das Haus von unserem Kooperationspartner

der Wohnbau Offenburg GmbH erwerben.

Besonders erfreulich dabei war, dass es uns

gelungen ist, den Kauf ohne fremdes Kapital und

somit komplett eigenfinanziert zu stemmen.

In dem Haus befinden sich nicht nur Büroräume

für unsere MitarbeiterInnen. Auch zwei

Wohngruppen des Betreuten Jugendwohnens

haben ihr Domizil in der Zähringerstraße 9a.


Seit Januar 2010 können wir im

Auftrag des Jugendamtes auch zwei

Kriseninterventionsplätze in den Wohnungen

anbieten. Jugendkrisen erfordern oftmals sehr

kurzfristiges Handeln. Eine Atempause oder

eine vorübergehende Zeit der Abklärung der

Situation mit allen Beteiligten ist von Nöten.

Diesem Bedarf kommen wir mit den beiden

Kriseninterventionsplätzen nach. Die beiden

Plätze werden vorgehalten und können im

Falle eines Falles innerhalb weniger Stunden

belegt werden.

Was wir in den zurückliegenden zwei Jahren

darüber hinaus noch alles bei der JBH bewegt

haben, davon können Sie sich im vorliegenden

Jahresbericht einen Eindruck verschaffen.

Viel Spaß beim Lesen!

Herzlichst, Ihre

suche

passenden

Fördertopf

für das neue

Projekt

bin Bald

zurück

Vorwort

habe eine freie

Lehrstelle

entdeckt, bin

gleich wieder da

Daniel Drancourt Hans-Joachim Ramp

Seite 5


Seite 6

Grußwort

Sehr geehrte Damen und Herren,

gerne komme ich dem

Wunsch nach, das Grußwort

für die jüngste Ausgabe

des Jahresberichts zu ver-

fassen. Seit über 25 Jahren

leistet die Jugendberufshilfe

Ortenau e.V. ihre wert-

volle Arbeit. Daher war es auch nicht mehr

als recht, dass dies mit einem gelungenen

Fest im Jahr 2008 gefeiert wurde.

Die vielen lobenden Worte sind dabei für das

Team um Daniel Drancourt und Hans-Joachim

Ramp Ansporn und Auftrag zugleich,

um auch in den kommenden Jahren weiter

mit gewohntem Schwung die anstehen-

den Herausforderungen anzugehen.

Wie wertvoll und effektiv die dabei geleistete

Unterstützung der Jugendberufshilfe

Ortenau e.V. ist, lässt sich daran erkennen,

dass Jahr für Jahr mehr als 100 junge Menschen

durchgängig während ihrer „Lehrjahre“ im

Rahmen der gestuften Ausbildung unter-

richtet und betreut werden. Seit etwas mehr

als einem Jahrzehnt gibt es bereits dieses

erfolgreiche Projekt, welches zwischenzeit-

lich in Zusammenarbeit mit mehr als 100

Partnerbetrieben in der Ortenau realisiert

wird. Dies sind wahrlich beachtliche Zahlen.


Seit dem Jahresanfang 2009 ist die

Jugendberufshilfe als Berufseinstiegsbegleiter

für die Agentur für Arbeit in Offenburg tä-

tig. Mit zunächst zwei Schulen in Kehl und

Haslach werden in den kommenden Jahren

Hauptschüler von der achten Klasse an bei ihren

Bemühungen um den Hauptschulabschluss

unterstützt, die Phase der Berufsfindung aktiv

begleitet und schließlich Ausbildungsstellen

akquiriert. Im für die jungen Menschen so

wichtigen ersten Ausbildungsjahr erfolgt

eine besondere Betreuung, die den Einstieg

in das Berufsleben weiter erleichtern soll.

mittendrin & dabei

Mit dem 2010 initiierten Kriseninterventionsteam

wurde ein weiterer Mosaikstein für eine

aktive Hilfe für junge Menschen in akuten

Notsituationen geschaffen. Dank dieses

Teams kann den Betroffenen an sieben Tagen

die Woche, rund um die Uhr, unkompliziert,

schnell und wirkungsvoll geholfen werden. Im

Auftrag des Kreisjugendamtes wurden zwei

sogenannte Kriseninterventionsplätze einge-

richtet. Diese Plätze sind Teil des Betreuten

Wohnens, mit dem die Jugendberufshilfe

Ortenau e. V. seit über einem Jahrzehnt jungen

Menschen „Zimmer mit Aussicht“ anbietet.

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Grußwort

Eine wesentliche Hilfe dabei ist, dass durch

den Kauf des Hauses Zähringer Straße 9 a

im Juli 2009 auch in räumlicher Hinsicht eine

Kontinuität geschaffen werden konnte.

Hier können die Verantwortlichen

der Jugendberufshilfe sicher planen

und zukunftsorientiert arbeiten.

Mein besonderer Dank geht an dieser Stelle

an die Geschäftsleitung der Jugendberufshilfe

mit Hans-Joachim Ramp und Daniel Drancourt

sowie ihren Mitstreitern, welche durch ihren

großen Einsatz häufig schnelle und unbürokra-

tische Hilfestellungen für junge Menschen am

Übergang von der Schule ins Berufsleben geben.

Ich bin mir sicher, dass die unternommenen

Anstrengungen aller Beteiligten nicht nur der

jeweiligen individuellen Entwicklung der jungen

Menschen dienen, sondern dem Arbeits- und

Ausbildungsmarkt in der Ortenau insgesamt.

Für die dabei geleistete Arbeit möchte ich

mich sehr herzlich bei allen Mitgliedern der

Jugendberufshilfe Ortenau e. V. und den

Partnern bedanken und wünsche allen weiterhin

Kraft für ihre wichtige Arbeit und viel Erfolg.

Matthias Braun

1. Vorsitzender


Organigramm

Organisations

Ebene

Operartive

Betreutes

Wohnen

GF Herr Hans-­‐Joachim Ramp

Marketing, Gebäudemanagement

Akquise /

Vermittlung

Mitgliederversammlung

Vorstand

Geschäftsleitung

Berufs-­‐

einstiegs-­‐

begleitung

Gestufte

Ausbildung

Verwaltung /

EDV

Ebene Betreuung Stuf-­‐Akquise Standort Kehl Unterricht Verwaltung

Krisenintervention PrimA / BiKe / BoRA Standort Haslach Betreuung EDV

Hauswirtschaft PAuLInE Standort Zell a.H.

Sport Reha-­‐Vermittlung Standort Gengenbach

Assistierte

Vermittlung Ausbildungs-­‐

management

GF Herr Daniel Drancourt

Finanzen, Personalwesen, IT

Jugendhilfe Vermittlung / Bildung / Arbeitsmarkt -­‐ Dienstleistungen Unterstützungsprozesse

Organigramm

Stand: 02/2011

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Seite 10

Berufseinstiegsbegleitung

Seit dem 01.02.2009 wird das, von der

der Bundesagentur für Arbeit finanzierte,

Modellprojekt »Berufseinstiegsbegleitung« in

der Ortenau in einer Bietergemeinschaft von

CJD und JBH durchgeführt. Die Jugendberufs-

hilfe arbeitet an den Schulen in Kehl, Haslach,

Zell und Gengenbach mit aktuell 75 Teilnehmern.

Unsere Aufgaben als Berufseinstiegsbegleiter:

– Jugendliche beim Übergang

von der allgemeinbildenden Schule

in eine Ausbildung unterstützen

– Erreichen des Schulabschlusses

– Erlangung persönlicher Kompetenzen

– Berufsorientierung und –wahl

– Unterstützung bei Bewerbungsverfahren

und Ausbildungsplatzsuche

– Stabilisierung des Ausbildungsverhältnisses


TeilnehmerInnen

45 in Kehl

15 in Haslach

10 in Zell am Harmersbach

5 in Gengenbach

Anke Bögle Renate Pahnke

Berufseinstiegsbegleitung

Von den 48 TeilnehmerInenn die das Projekt

durchlaufen haben, sind

4 in Ausbildung,

15 in weiterführenden Schulen.

7 haben das Projekt aus

persönlichen Gründen (z.B. Umzug,

Schulwechsel …) verlassen,

12 in schulischer Berufsvorbereitung

5 in berufsbildenden Schulen

(Ziel: Hauptschulabschluss)

5 zeigten fehlende Motivation oder

vertragswidriges Verhalten

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Seite 12

Berufseinstiegsbegleitung

Sieben „Früchte unserer Früchtchen“

1. Zuverlässigkeit erhöht

2. Durchhaltevermögen gestärkt

3. Schulische Leistungen gesteigert:

– Verbesserung des Lernverhaltens

– Erlangung persönlicher Einsicht

– Nachhilfe

4. Freiwillige Praktika

5. Erreichung des Hauptschulabschlusses

6. Vermittlung in Ausbildung

7. Betreuung in der Ausbildung

Kuno Eggert Bianca Monninger


Maßnahmen

Gestufte Ausbildung

Akquise von Ausbildungsstellen und Vermittlung

von Bewerbern der Berufsberatung in die ak-

quirierten Stellen im Rahmen des Offenburger

Modells. (Metall Industrie & Handwerk, Maler & Lackierer,

Maurer, Betonbauer, Straßenbauer, Gleisbauer, Kaufmann

Einzelhandel, Fachkraft Lagerlogistik, Restaurantfach, Zimmerer)

Assistierte Vermittlung

Akquise von Ausbildungsstellen und Vermittlung

von Bewerbern der Berufsberatung in die gewor-

benen Stellen (alle Berufe).

Reha

Vermittlung von Rehabilitanden in

betriebliche Umschulung.

PrimA

Akquise von Ausbildungsplätzen

Vermittlung von unversorgten Bewerbern in ein

betreutes Langzeitpraktikum, mit dem Ziel einer

Übernahme in eine Ausbildung.

BIKE

Kooperationsprojekt mit dem Schul- und Arbeits-

projekt „Pfähler Villa“ der Stadt Offenburg:

Vertiefte Berufsorientierung und Hinführung zu

betrieblicher Ausbildung für die Teilnehmenden

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Seite 14

Akquise– Namen und Zahlen

Das Akquise Team (v.l.n.r.)

Frau Kaiser (ohne Bild) Verwaltung

Herr Vollmer (seit April 2011) Gestufte

Ausbildung, Assistierte Vermittlung, PrimA

Herr Baas Gestufte Ausbildung

Frau Nock Assistierte Vermittlung, Reha, PrimA,

BIKE

Herr Braun Gestufte Ausbildung

Herr Latussek Gestufte Ausbildung, Assistierte

Vermittlung, PrimA

Gestufte Ausbildung

2009 – 34 TN vermittelt in Ausbildung

2010 – 38 TN vermittelt in Ausbildung

Assistierte Vermittlung

2009 – 37 TN vermittelt in Ausbildung

2010 – 26 TN vermittelt in Ausbildung

PrimA

2009 – 1 TN vermittelt in Ausbildung

2010 – 2 TN vermittelt in Ausbildung

Reha

2009 – 8 TN vermittelt in Ausbildung

2010 – 9 TN vermittelt in Ausbildung

Bike

2010 – 1 TN vermittelt in Ausbildung


das Offenburger Modell

10 Jahre

Martin, Matthias, Matias, Christian, Piero, Nikita, Marko, Thomas, Maria-

Frank, Robert, Jean-Marc, Martin, Avni, Valery, Daniel, Robert, Karsten,

Serkiz, Anatoli, Sarkis, Michele, Mohammed, Anis, Andrej, Hakan, Christian,

Daniel, Sascha, Faruk, Sven, Eugen, Simon, Sergius, Andreas, Maxim, Daniel,

JBH

Gestufte

Laetitia, Waldemar, Vito, Andreas, Andre, Andreas, Oliver, Thomas, Marco,

Sezgin, Maurice, Daniele, Stephan, Marco, Juri, Sven, Joachim, Alexander,

Dennis, Denis, Christoph, Selahaddin, Mustafa, Serkan, Carlos, Martin, Eugen,

Alexander, Willi, Kevin, Juri, Marco, Oskar, Ayhan, Mike, Claudio, Stefan, Harry,

Konstantin, Waldemar, Patrik, Nick, Sascha, Ahmet, Cevat, Gökay, Christian,

Florian, Gökcihan, Anja, Dimitri, Eugen, Frank, Ömer Faruk, Roman, Vasili,

Paul, Mathias, Wjatscheslaw, Matthias, Alexander, Artur, Sandra, Dimitri,

Andreas, Jürgen, Thorsten, Adam, Pascal, Eduard, Dominic, Alexander, Anton,

Peter, Benjamin, Leonardo, Roman, Eugen, Johannes, Patrik, Arthur, Eduard,

Timo, Andreas, Nokolaj, Dominik, Marco, Paul, Andre, Miki, Mehmet, Ilker,

Simon, Andreas, Jennifer, Stanislaw, Andreas, Phillipp, Konrad, Willi, Sascha,

Adem, Waldemar, Valeri, Michael, Paul, Hakan, Thimhuai, Johann, Samuel,

Friedrich, Roman, Arnold, Steffen, Markus, Afrim, Katja, Jens, Artur, Vadim,

Leo, Sascha, Arnold, Bernd, Raphael, Sven, Ümit, Dimitri, Alexander, Bedos,

Alexander, Daniel, Piero, Stefan, Eugen, Eduard, Sebastian, Viktor, Michel,

Roman, Ibrahim, Alexander, Andreas, Nikole, Stephan, Kamil, Michael,

Ausbildung

Oleg, Mirko, Dennis, Paul, Kevin, Jasmine, Felix, Ewald, Mike, Oleg, Stefan,

Sebastian, Witali, Andreas, Dieter, Konstantin, Artur, Yves, Benjamin, Oleg,

Tobias, Marco, Nico, Daniel, Viktor, Andreas, Manuel, Nikolaj, Dirk, Eugen,

Benjamin, Dennis, Alexander, John-Joseph, John-Kenneth, Daniel, Samuel,

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Seite 16

Offenburger Modell

Als die Mitglieder der Ausbildungsinitiative

Ortenau im Herbst 1998 die „Gestufte

Ausbildung“

entwickelten,

ahnten sie

bestimmt

nicht, wie

erfolgreich das Modell für benachteiligte junge

Menschen, werden würde. Über 400 junge

Menschen konnten bisher in dem mehrstufigen

Ausbildungsgang mit intensiver sozialpäda-

gogischer Betreuung die Gestufte Ausbildung

durchlaufen. Hiervon haben 17 % mit dem

zweijährigen Beruf abgeschlossen und 68 %

haben beide Stufen erfolgreich gemeistert. Die

Agentur für Arbeit lud im März 2010 anläss-

lich des 10-jährigen Bestehens der „Gestuften

Ausbildung“ in die Gewerbeakademie ein.

Für Bärbel Höltzen-Schoh,Leiterin der Offen-

burger Arbeitsagentur, war die Grundlage

für das Gelingen dieses Projektes ein gut

funktionierendes Netzwerk mit engagierten

Arbeitgebern, Berufsschulen, Kammern,

Gewerkschaft und Bildungsträger. „Hier im

Ortenaukreis haben alle gesagt, das wol-

len wir und dann hat es auch geklappt.“

Stellvertretend für die Betriebe hat Bernd

Wiegele, Ausbildungsleiter der Badischen

Stahlwerke, seine Erfahrungen mit der Gestuften

Ausbildung geschildert. Aus der anfänglichen

Skepsis entwickelte sich immer mehr Vertrauen

in diese Ausbildungsform und natürlich über-

zeugten dann auch die erfolgreichen Abschlüsse.

In einem Interview mit drei jungen Leuten, die


die Gestufte Ausbildung durchlaufen haben,

hat Daniel Drancourt, Geschäftsführer der

Jugendberufshilfe, ihre Situation vor, während

und nach der Ausbildung aufgezeigt. Die drei

haben unzählige Bewerbungen geschrieben

und nur Absagen erhalten. Von der Gestuften

Ausbildung zeigten sie sich begeistert, auch

wenn es zeitweise stressig war. Heute sind alle

drei erfolgreich in

ihrem Beruf tätig.

Ein Höhepunkt war

die Zeugnisüber-

gabe der 3 ½-jährigen Metall-Ausbildung durch

Hartmut Möller von der IHK-Südlicher Oberrhein

und Heinz Bitzenhofer von der HWK-Freiburg.

Alle Teilnehmer, die den Vollberuf anstrebten,

haben ihre Ausbildung erfolgreich beendet.

Gestufte Ausbildung

Unter den IHK-Absolventen war ein Preisträger,

zwei erhielten Belobigungen. Somit haben die

Teilnehmer der Gestuften Ausbildung erneut

bewiesen, dass mehr Potential in ihnen steckt,

als so mancher Schulabschluss vermuten ließ.

Weitere Höhepunkte

Im Sommer 2008 hat Ender Bulut, Azubi bei Fa.

Benz in Haslach, mit 95 Punkten den bundesweit

besten Abschluss im Beruf des Teilezurichters

erreicht. Hierfür wurde er in Berlin ausge-

zeichnet. Bei der Lernortkooperation in den

Beruflichen Schulen

in Kehl wurde diese

Leistung anerken-

nend gewürdigt.

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Gestufte Ausbildung

Klassenausflug

Die Fachpraxis und -theorie ist natürlich sehr

wichtig, aber auch die Erkundung der Region

kommt nicht zu kurz. Beim Klassenausflug

im Sommer 2009 hat es die Teilezurichter-

abschlussklasse nach Strasbourg gezogen.

Zuerst wurde das Münster besichtigt, anschlie-

ßend fuhren wir mit

dem Schiff auf der

Ill. Um den Flair

von Strassbourg zu

spüren, gab es auch noch Zeit zum Verweilen.

Beim Ausflug im Sommer 2010 wurde die

Firma Schondelmaier in Hornberg besichtigt.

Anschließend ging es auf die Sommerodelbahn

nach Gutach. Hier konnten die Azubis die

Geschwindigkeitsformel am eigenen Leib spüren.

Das Schlusswort haben zwei unserer Azubis:

„Die Prüfungsvorbereitung finde ich gut.

Wenn was unklar ist,

so kann man immer

wieder nachfragen.

Die Lehrer haben echt

viel Geduld.“ Carmen Filipiak, Azubi

Teilezurichterin, 2. Ausbildungsjahr.

„JBH-Ansprechpartner und Hilfe

bei meiner Ausbildung“

Andreas Szill,. AzuBi, 1. Ausbildungsjahr


mittendrin & dabei

10 Jahre

Alexander, Eugen, Michael, Patrick, Leonid, Patrick, Konstantin, Dominic,

Ender, Oktay, Denis, Joachim, Johannes, Christian, Mario, Michael, Florian,

Kris, Steffen, Björn, Tobias, Norman, Aygün, Ismail, Vitali, Fabian, Daniel,

Martin, Felix, Eugen, Fabian, Alexander, Patrick, Arthur, Matthias, Sadik, Vitali,

JBH

Gestufte

Benjamin, Marco, Matthias, Tugrul, Christian, Meickel, Clemens, Bünyamin,

Mahmut, Nico, Frank, Sergej, Konstantin, Maxim, Anel, Mattheus, Enrico,

Ali, Faris, Paul, Jan, Max, Sven, Paul, David, Valentin, Viktor, Jörg, Christoph,

Ahmet, Pascal, Wadim, Kevin, Manuel, Kevin, Steven, Raphael, Johannes,

Matthias, Viktor, Andreas, Daniel, Dieter, David, Andreas, Heiko, Dimitri,

Alexej, Reiner, Simon, Marius, Denis, David, Benjamin, Yonca, Kai-Uwe,

Cem, Michael, Matthias, Simon, Denis, Jetmir, Christian, Andreas, Denis,

Viktor, Marco, Evgenji, Matthäus, Harry, Kevin, Sascha, Julian, Florian, Heiko,

Matthias, Alexander, Wilco, Yavuz, Sabrina, Stephan, Arthur, Eugen, Gennadj,

Patrick, Dominic, Andrej, Michael, Franziska, Claudio, Matthias, David, Peter,

Marc, Francesco, Dejan, Joachim, Artur, Christoph, Christian, Rouven, Patrick,

Kevin, Andreas, Oskar, Simon, Marc-Andre, Janis, Victor, Simon, PatriK, Vito,

Alex, Eduard, Sebastian, Carmen, Alexander, Artur, Marius, Sinan, Andre,

Kevin, Gennadj, Marco, Benedikt, Artan, Sascha, Daniel, Andre, Markus,

Ferit, David, Vladimir, Philippe, David, Alexis, Rene, Benjamin, Andreas,

Marco, Kitty-Preet, Cindy, Dustin, Michael, Emre, Alexander, Anton, Ivan,

Ausbildung

Joachim, Johannes, Robert, Christian, Ulrich, Erdal, Alexander, Felix, Benedikt,

Andy, Dominik, Kai, Adrian, Jannik, Erich, Jorge, Lukas, Florian, Kevin,

Wilhelm, Artem, Altug-Ali-Riza, Matthias, Nicolas, Anastasya, Fernando,

Dmytro, Florian, Tatjana, Kevin, Andreas, Simon, Melanie, Caroline, Viktor.

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Seite 20

Betreutes Wohnen

Zimmer mit Aussicht…

bieten wir für 16 junge Menschen zwischen 16

und 21 Jahren. 2009 nahmen wir zum ersten Mal

jugendliche Asylbewerber (sogenannte „unbeglei-

tete Minderjährige“) auf. Unter anderem ist dies

sprachlich ein Zugewinn, denn soviel französisch

und englisch wurde unter unseren Bewohnern

noch nie zuvor gesprochen. Wenngleich auch

noch andere Herausforderungen (z.B. gesetz-

liche Vorgaben und Sozialisationshintergründe)

auf uns zukamen, so ist unser gelebter Alltag

multikultereller als in den Jahren zuvor. Wir

erleben dies vor allem als Bereicherung. Im

Berichtszeitraum waren zwei junge Algerier, ein

junger Mann aus dem Kongo und eine junge

Frau aus dem Kosovo bei uns. Auf den folgenden

Seiten lassen wir unsere jungen Menschen aus

dem Betreuten Wohnen zu Wort kommen.

Im Anschluß stellen wir die 2010 hinzu-

gekommene Krisenintervention vor.

Insgesamt waren 2009 26 junge Menschen im

Betreuten Wohnen, 2010 waren es insgesamt 30.


Zimmer mit Aussicht

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Seite 22

mittendrin & dabei


Im Jahr 2010 haben wir zwei weitere Zimmer

mit Aussichten geöffnet. Eine junge Frau

bzw. ein junger Mann aus dem Ortenaukreis

können aufgenommen werden, die auf-

grund einer aktuellen Notlage nicht länger

in ihrem Herkunftssystem verbleiben kön-

nen und deren persönliche Perspektive

einer grundlegenden Abklärung bedarf.

Die Krisenintervention ist auf eine Dauer von

sechs bis acht Wochen angelegt und erfolgt

in enger Abstimmung mit dem Jugendamt.

In der Krisenintervention entwickeln wir ein

individuelles Konzept zur Bewältigung der ak-

tuellen Situation. Wir stellen die unmittelbare

Unterbringung und Aufsicht sowie die ausrei-

chende Versorgung des jungen Menschen sicher.

Es erfolgt eine Abklärung, ob die Ressourcen

Krisenintervention

der Herkunftsfamilie so weit zu entwickeln

und zu fördern sind, dass eine Rückkehr

möglich ist. Ebenso gilt es die Notwendigkeit

und Möglichkeit begleitender oder weiterfüh-

render Jugendhilfemaßnahmen zu prüfen

Gegebenenfalls beginnt hier bereits die

Verselbständigung des jungen Menschen.

Sechs junge Menschen fanden 2010

Aufnahme in der Krisenintervention.

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Das Rätsel

Die Lösung erhalten Sie, wenn die farbigen Buchstaben

in der richtigen Reihenfolge sind. Viel Vergnügen!

1. Nachname des zweiten

Vorsitzenden der JBH?

2. Gründungsjahr der JBH?

3. Wie heißt die junge Dame,

die ab 2011 unser

Projektportofolio erweitert?

4. Das Betreute Wohnen bietet

Zimmer mit ...

5. Die Zähringerstr. 9a heißt ab

und an auch:

6. Der 1. Vorsitzende der JBH

kommt aus ...

7. 78 Mitglieder der JBH sind...

8. Wozu dienen die neu

installierten Plätze im

Betreuten Wohnen?

9. Bis wann ist die JBH LQW-

zertifiziert (Monat `Jahr)?

10. Erfolgreich bei der JBH und

beim Fußball: die...

11. Die Beschleunigungsformel

lässt sich auf der .... gut

testen.


Eine wichtige Aufgabe für die JBH wird auch in

Zukunft die Unterstützung von jungen Menschen

am Übergang von Schule in Ausbildung sein.

Trotz zurückgehender Schülerzahlen wird

es weiterhin einen erheblichen Anteil an

Schulabgängern geben, denen dieser Über-

gang ohne Hilfe nicht gelingt. Schaut man

auf die aktuellen Zahlen, so scheint der

Bedarf eher zu steigen. Bei der bundesweiten

Ausbildungsumfrage der IHK im Jahr 2010

gaben 74 % der befragten Betriebe an, dass

zunehmend mehr Schulabgänger nicht die

erforderliche Reife für einen Einstieg in die

Ausbildung mitbringen. Vor allem bei den

klassischen Schlüsselqualifikationen wie

Leistungsbereitschaft, Disziplin, Belastbarkeit

oder Umgangsformen macht sich dieser Mangel

Ausblick

bemerkbar. Auf der anderen Seite braucht die

regionale Wirtschaft zunehmend qualifizierte

Fachkräfte. Bereits seit vielen Jahren ist es Ziel

und Auftrag der JBH, beiden Seiten gleicher-

maßen gerecht zu werden: dem bestehenden

(erhöhten) Förder- und Entwicklungsbedarf der

jungen Menschen einerseits und dem zuneh-

menden Bedarf an gut ausgebildeten und qua-

lifizierten Mitarbeitern in Industrie, Handwerk

und Handel andererseits. Die in diesem

Bericht vorgestellten Projekte wie die Gestufte

Ausbildung oder die Berufseinstiegsbegleitung

sind bewährte Antworten auf diese Heraus-

forderung. Unser neuestes Angebot in di-

ese Richtung heißt PAuLIne. Dies steht für

Persönlichkeitsentwicklung – Ausbildungsreife –

Lernförderung – Integration.

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Seite 26

mittendrin & dabei – Ausblick Der Verein

Mit dem modular aufgebauten Angebot wollen

wir jungen Menschen nach Schulabschluss die

Möglichkeit geben, durch individuelle Heraus-

forderungen und Unterstützungsangebote selbst

Erfolgserlebnisse zu erfahren. Dadurch sollen

die für eine Berufsausbildung so wichtigen

Voraus-setzungen wie etwa persönliche Stabilität

und fachliche Reife herausgebildet werden. Seit

Anfang 2011 läuft das wiederum zum großen Teil

eigenfinanzierte Pilotprojekt PAuLIne. Eine ei-

gens hierfür neu angestellte Mitarbeiterin arbei-

tet seither gemeinsam mit den Teilnehmerinnen

am Thema. Wir halten sie auf dem Laufenden.

Ihre

Hans-Joachim Ramp & Daniel Drancourt

Die Jugendberufshilfe Ortenau e.V. ist

anerkannter Bildungsträger und freier Träger

der Jugendhilfe.

Sie kann sich seit ihrer Gründung im Jahr 1983 auf

eine außergewöhnlich breite Verankerung

im Ortenaukreis stützen.

Unsere Mitgliederstruktur macht dies deutlich.

Mitglieder sind neben dem Ortenaukreis selbst:

34 Kommunen (⅔ aller Ortenauer Städte

und Gemeinden)

9 Wohlfahrtsverbände

und soziale Einrichtungen

12 Wirtschaftsunternehmen

78 Privatpersonen

Erster Vorsitzender

Matthias Braun Oberbürgermeister

Oberkirch

Zweiter Vorsitzender

Dr. Christoph Jopen, Bürgermeister

Offenburg

Geschäftsleitung

Hans-Joachim Ramp

Daniel Drancourt


Wir bedanken uns

bei allen Mitgliedern, Förderern, Auftraggebern

und Freunden des Vereins für die Unterstützung

und das entgegengebrachte Vertrauen.

Gestalten Sie mit uns weiterhin die

Zukunft junger Menschen.

Das Team der JBH

Unterstützen Sie unsere Arbeit:

Werden Sie Mitglied

bei der



Beitrittserklärung

Hiermit erkläre ich meinen Beitritt zum Verein

Jugendberufshilfe Ortenau e.V.

Name ..................................................

Vorname ..................................................

PLZ, Wohnort ..................................................

Straße, Hausnummer .................................................

Ort, Datum ..................................................

Unterschrift ..................................................

Abbuchungsermächtigung

Ich erteile dem Verein Jugendberufshilfe Ortenau e.V.

die Vollmacht,

� den satzungsgemäßen Jahresbeitrag (siehe unten)

� den Jahresbeitrag in Höhe von …… € (mind. 15€/55 €)

von meinem Bankkonto abzubuchen.

Kontonummer ..................................................

Bank ..................................................

Bankleitzahl ..................................................

Kontoinhaber ..................................................

Unterschrift ..................................................

Jahresbeitrag

Privatpersonen 15 €

juristische Personen 55 €

Kommunen 55 € (je angefangene 1.000 Einwohner)


Zähringerstraße 9a

77652 Offenburg

Telefon (07 81) 2 89 42-0

Fax (07 81) 2 89 42-399

E-Mail info@jbh-ortenau.de

http://www.jbh-ortenau.de

Satz & Layout 05/2011:

http://www.dermannohnejacke.de

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