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Pfingsten 2010 - Jesuitenmission

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Pfingsten 2010

C H I N A I N D O N E S I E N

Die Erben des Junge Leute mit

Matteo Ricci SJ Innovationskraft


Wir haben Besuch, der mai bringt die ersten

lauen Abende und wir wollen mit

Ihnen feiern! Am Freitag, den 21. Mai

2010 ab 17.00 Uhr laden wir Sie herzlich

ein zum Gartenfest der missionsprokur im

jesu itengarten in Zürich. Die jungen musiker

von Sonidos de la tierra aus Paraguay

werden sicher Schwung und viel

gute laune in die Festgesellschaft bringen.

Zum jesuitengarten kommen Sie

durch das aki, Eingang: Hirschengraben

86. Bei schlechter Witterung findet das

Fest im aki statt.

Damit wir besser planen können,

bitten wir Sie, sich anzumelden:

Jesuitenmission, Hirschengraben 74,

8001 Zürich, Telefon 044 266 21 30,

Email: prokur@jesuitenmission.ch

Editorial

j E S u I t E N m I S S I O N A k t u E l l

Wir feiern mit Sonidos – feiern Sie mit! Pater Henry –

Apostel der Armen

Liebe Freundin nen

und Freunde

unserer Missionare

und unserer

Partner weltweit!

mit unserem aktuellen

magazin gehen

wir weit zurück

in die Vergangenheit

und erinnern uns an den grossen

Chinamissionar matteo Ricci, der am

9. mai vor 400 jahren in Peking gestorben

ist. Sein Grabstein auf dem jesuitenfriedhof

«Zhalan mudi» verewigt

eindrücklich den kulturaustausch, den

Wenn Sie Sonidos de la tierra im Gottesdienst

oder konzert erleben wollen – mit

ihren echten Instrumenten oder denen

von der müllhalde – laden wir Sie herzlich

zu folgenden terminen ein:

Di 18. Mai 2010, 19.30 Uhr

kulturverein Zuger Privileg: konzert

und Vorträge zu martin Schmid Sj,

Forrenmattsaal im lassalle-Haus

Bad Schönbrunn, Edlibach

www.zugerprivileg.ch

Sa 22. Mai 2010, 17.45 Uhr

Gottesdienst in der Pfarrei St.Paulus,

Gossau

So 23. Mai 2010, 18.30 Uhr

Gottesdienst in der Pfarrei maria lourdes,

Zürich-Seebach

Mo 24. Mai 2010, 20.30 Uhr

konzert im teatro Dimitri,

Verscio

Alle Termine und weitere Informationen

finden Sie auf unserer Website:

www.jesuitenmission.ch

er begonnen hat. jedes Schulkind in

China kennt li madou, wie Ricci mit

seinem chinesischen Namen heisst.

Die jesuiten sind in China nicht nur teil

der Geschichte, sondern auch der Gegenwart.

Zusammen mit meinen kollegen aus

Nürnberg und Wien durfte ich 2009 das

Engagement der mitbrüder vor Ort kennen

lernen. Weitab von den Herrschaftszentren

hilft Casa Ricci Social Services in

den Dörfern der leprakranken. Eine hoffnungsvolle

Arbeit, denn gute medikamente

ermög lichen heute die vollständige

Heilung der krankheit. Doch schon

steht Casa Ricci vor neuen Herausforde-

Am 3. mai vor 10 jahren starb Heinrich

Volken Sj, von allen nur liebevoll Pater

Henry genannt. Er wirkte viele jahre als

missionar in Indien, als leiter des Sozialins

tituts, in der Ausbildung von Sozialarbeitern

und mit dem «mobilen trainingsteam»

schliesslich an allen Brandherden

der Not. man hat ihn als männliches Pendant

zu mutter teresa bezeichnet. und

wirklich waren ihm die Armen ein Herzensanliegen.

Nach 36 jahren Arbeit in

Indien ging Pater Henry 1984 nach Rom,

um dort das Sekretariat für soziale Gerechtigkeit

der Gesellschaft jesu zu leiten.

Hier konnte er seine Erfahrungen aus

Indien für die ganze Welt fruchtbar machen.

1992, im Alter von 67 jahren, kehrte

er zurück in die Schweiz und wurde Pfarrer

der Gemeinde St. Boniface in Genf.

Immer noch war er ruhelos im Einsatz für

Gerechtigkeit, bestens vernetzt mit NGOs

und internationalen Organisationen.

Radio Horeb hat zum Gedenktag am

3.Mai 2010 einen Bericht über Henry

Volken SJ gesendet. Das Manuskript

finden Sie auf www.jesuitenmission.ch

rungen: Waisenkinder. Ihre Eltern sind

an Aids gestorben. Sie selbst sind infiziert.

Die Gesellschaft schiebt sie ab.

Ein ganz anderes thema beschäftigt

P. triatmoko aus Indonesien, dessen

Interview Sie im zweiten teil lesen können.

Sein Ziel ist die technische und

wirtschaftliche Weiterentwicklung seines

landes. Dafür setzt er auf die Innovationskraft

junger menschen.

und wir setzen auf Ihre kreativen

kräfte, wenn wir Sie zur mitarbeit bei

uns in der missionsprokur aufrufen.

Ihr P. Toni Kurmann SJ

Missionsprokurator


Nach der kommunistischen machtübernahme

1949 hat es viele Enteignungen

kirchlicher Güter in China gegeben. Die

aktuellen Bestrebungen, eine Gesellschaft

der Harmonie zu gestalten, führen inzwischen

zu Entschädigungszahlungen und

zur Rückgabe von Häusern. Die Diözesen

werden meist verpflichtet, mit diesem

Geld kathedralen zu errichten. Die Regierung

hat überall begonnen, an einem

modernen, harmonischen Stadtbild zu

bauen. Es klingt unglaublich: Der Staat

finanziert einige Bischofskirchen in China

mit. Diese parallele Entwicklung zum wirtschaftlichen

Aufschwung ist natürlich

auch fragwürdig: Wird die kirche durch

diese massnahmen nicht auch ein Stück

weit gekauft? Geben grosse Bauten nicht

auch das Signal, dass wir auf der Seite der

Wirtschaftsgewinner stehen? Aber: Repräsentative

Gebäude zu errichten ist das

eine, die Auseinandersetzung damit, was

darin verkündigt wird und wie sich diese

Botschaft auswirkt, das andere.

Zwei von lepra betroffene

männer, die

in einem von Casa

Ricci betreuten lepra-Dorf

wohnen.

Dank der neuen medikamente

kann

heute lepra gestoppt

werden.

C H I N A

Neue Herausforderungen für Casa Ricci

Neben lepraarbeit nun Engagement in der Aidshilfe

Auch heute gibt es noch jesuiten in China. Sie sind

in akademischen und sozialen Bereichen tätig. Casa

Ricci Social Services ist eine Institution, die P. toni

kurman Sj und seine kollegen aus Deutschland und

Im Leprakranken Christus begegnet

Eine Initiative, die seit über 20 jahren erfolgreiche

Arbeit leistet, durften die missionsprokuratoren

mit der lepraarbeit

von Casa Ricci Social Services kennen

lernen. Als junger mann war der heute

96-jährige P. luis Ruiz Sj nach China

gekommen, um sich für die menschen in

diesem land einzusetzen. 1953 wurde er

von den kommunisten vom Festland vertrieben

und arbeitete seitdem in macao.

ursprünglich half er Flüchtlingen vom

chinesischen Festland. Als er 1986 von der

total vernachlässigten leprastation auf

der Insel Da jin in der Provinz Guangdong

hörte, begann er sein Engagement für die

leprakranken. «Die Begegnung mit diesen

menschen hat sich tief in mein Gebetsleben

eingegraben», gesteht Ruiz.

«jeden tag in der messe bete ich: ‹Ich danke

dir, Herr, denn du bist gegenwärtig und

lässt mich dir dienen in den leprakranken

und Armen.› Wenn man den leprakranken

begegnet, begegnet man Christus. Ich

2 3

Österreich auf ihrer Projektreise im September 2009

besucht haben. Vor über 20 jahren wurde sie

gegründet von P. luis Ruiz Sj. Engagiert stellt sich

Casa Ricci den sozialen Herausforderungen Chinas.

umarmte sie, ich drückte ihnen die Hand

– wenn sie eine hatten –, ich tröstete sie,

ich dachte nach, wie wir ihre miserablen

lebensbedingungen verbessern können.»

Über zwanzig jahre hat luis Ruiz die

leprahilfe in China aufgebaut und die Sozialeinrichtung

Casa Ricci Social Services

gegründet, die heute lepra dörfer im

ganzen land betreut. Entstanden sind

bereits auch erste Projekte in Vietnam und

myanmar.

Unrein! Unrein!

lepra ist eine Infektionskrankheit, die vor

allem Haut, Schleimhäute und Nerven befällt.

Wenn lepra nicht rechtzeitig erkannt

und behandelt wird, kommt es zu Verstümmelungen

an Gesicht, Händen, Füssen

und Rücken. Der Übertragungsweg

der lepra ist bis heute nicht geklärt, aber

ein gutes Immunsystem schützt vor dem

Ausbruch der Erkrankung. Durch eine

frühzeitige medikamentöse Behandlung

kann lepra heute vollkommen geheilt


C H I N A

„Der kürzeste Weg

zwischen zwei Menschen

ist ein Lächeln“

Sprichwort aus China

Die Jesuitenmission hilft dank Ihrer Spenden vielen

Menschen in China: Leprakranken und ihren Familien,

Kindern mit körperlicher und geistiger Behinderung,

Aidswaisen und HIV-infi zierten Kindern.

werden. trotzdem werden immer noch viele leprakranke diskriminiert.

Die Geschichte hat ein biblisches Alter. Schon der im

Alten testament beschriebene Aussatz ist wohl identisch mit der

krankheit, die wir heute lepra nennen. Wer Aussatz hatte, sollte

sich dem Priester zeigen und der muss te nach festgeschriebenen

kriterien entscheiden, ob der kranke rein oder unrein sei. Die

Folge: Ausschluss aus der Gemeinschaft. «Der Aussätzige, der

von diesem Übel betroffen ist, soll eingerissene kleider tragen

und das kopfhaar ungepflegt lassen; er soll den Schnurrbart verhüllen

und ausrufen: unrein! unrein! Solange das Übel besteht,

bleibt er unrein; er ist unrein. Er soll abgesondert wohnen, ausserhalb

des lagers soll er sich aufhalten.» (lev 13, 45–46)

Die Liebe der Schwestern hat heilende Kraft

Diese Vorgehensweise hat sich gehalten. P. Ruiz begann seine

lepraarbeit auf einer Insel, auf die die leute hinübergeschickt

wurden, um zu sterben. «Es war der schlimmste Ort weit und

breit», erinnert sich Ruiz. Durch seine Arbeit stand dort bald darauf

das beste lepradorf von ganz China. Doch das Geheimnis

des Erfolgs schreibt Ruiz nicht sich selbst zu. Er hatte tatkräftige

Hilfe. «Es war die liebe der Schwestern, die die menschen geheilt

hat», ist der Pater überzeugt. Es war wie ein Wunder, dass die

chinesische Regierung einer Gruppe von Ordensschwestern erlaubt

hatte, an einem solchen Ort zu arbeiten. «Die leprakranken

brauchten nicht in erster linie Gebäude, Wohnungen, kleider»,

glaubt Ruiz. «Was sie wirklich brauchten, war liebe. Denn niemand

gab ihnen Zuwendung, niemand liebte sie auf dieser Insel.

Die Regierung erhielt sie am leben. Nichts sonst. Als wir mit der

liebe Christi kamen, das bewegte sie.» Durch die Schwestern

wuchs aus den gelegentlichen Besuchen des Paters echte Nachbarschaftshilfe.

Sie waren 24 Stunden da, kochten Essen, pflegten

die Wunden – jeden tag. «Da fingen die kranken an zu lächeln»,

sagt Ruiz. Seit 2007 hat der argentinische jesuitenpater Fernando

Azpiroz Sj die leitung der Sozialeinrichtung übernommen.

P. luis Ruiz hilft trotz seines hohen Alters immer noch mit.

Besuch im Lepradorf

Die Österreichische jesuitenmission ist schon lange eng verbunden

mit der lepraarbeit in China. missionsprokurator Hans

tschiggerl Sj erzählt von seinen Begegnungen im lepradorf:

«jeden morgen um 8.00 uhr geht Sr. Elisabeth ins lepradorf. Sie

behandelt zuerst die Bewohner mit offenen Wunden. Die meisten

schaffen es noch, selbst zu ihr in den Behandlungsraum

zu kommen: völlig verstümmelte menschen in Rollstühlen, auf

krücken, mit verunstalteten Gesichter, die Finger zu Stummeln

verfault. Vielen wurden die Beine abgenommen, nun gehen sie

auf hölzernen oder metallenen Ersatzbeinen. Einige sind vollkommen

erblindet und bleiben im Haus oder sind bewegungsunfähig.

Schwester Elisabeth geht zu ihnen ins Zimmer. Bis zu

einem gewissen Grad können fast alle für sich sorgen: manche

kochen für sich selbst, manche wohnen allein in der selbst gebauten

Hütte am Rand des Dorfes, viele betreuen ihr Stück

Gemüse acker. Sam Qiu Heng kommt jeden morgen, um seine

offenen Füsse neu verbinden zu lassen. Die besondere tragik

liegt in den lebensgeschichten dieser menschen. Sam Qiu Heng


wurde von seinen Eltern und Geschwistern einfach vertrieben.

Er erzählt, dass sie ihn eigentlich ermorden wollten. Immer beginnen

die menschen, wenn sie mich ansprechen, von ihrer leidensgeschichte

zu erzählen. Einer erklärt mir mit Zeichensprache,

wie sein Bein amputiert wurde. Es muss schmerzvoll sein,

sich selbst so verunstaltet zu sehen. Noch mehr mit dem Wissen,

dass es nicht notwendig gewesen wäre, hätte es eine zeitgerechte

Behandlung gegeben. Anstatt sie zu gewährleisten, hat

der Staat die Erkrankten ein weiteres mal verlassen und weggesperrt.

Auf der Insel thai kam leben 68 leprakranke. Bis auf einen,

Nu Ching kok, sind alle geheilt, müssen aber mit ihrer Verunstaltung

und mit den leicht auftretenden Verwundungen

leben. Nur Nu Ching kok ist noch in Behandlung und nimmt

regelmässig medikamente zur Heilung seiner krankheit.»

Lepra stirbt aus

Das ist die positive Nachricht nicht nur auf thai kam: Die lepra

stirbt aus. «Es gibt immer weniger leprafälle in China. Neue medikamente

bringen sie zum Stillstand», erklärt Cecilia Chang,

eine mitarbeiterin von Casa Ricci. Die Aufgaben der Organisation

werden sich wandeln. «Die wenigen verbleibenden leprakranken

bleiben in ihren Familien. und das ist gut so. In ein paar

jahren werden wir unsere Zentren in den lepradörfern schliessen

können», hofft Cecilia. Doch die Arbeit mit den Ausgestossenen

der Gesellschaft geht Casa Ricci nicht aus. Eine neue

Seuche stellt die menschen an den Rand: Aids.

Aids – am schlimmsten trifft es die Kinder

Die Arbeit von Casa Ricci mit HIV-positiven menschen begann

im jahr 2003. Die Regionalregierung von Hunan hatte angefragt,

gemeinsam ein Palliativzentrum für HIV-Patienten im Endstadium

im Gebiet Hongjiang im Südwesten der Provinz zu gründen.

Zu Beginn waren zwischen den erwachsenen Patienten auch

zwei HIV-Waisen. Ihre beiden Eltern waren an HIV gestorben und

sie selbst waren infiziert. Diese frühe Erfahrung mit kindern, die

an Aids leiden, zeigte, wie komplex dieses leiden ist. Sie sind

vielfältig von dieser krankheit betroffen. HIV triggert nicht nur

verschiedene verwandte krankheiten, die ihre physische Gesundheit

belasten, es beeinträchtigt auch ihr Familienleben und

ihre sozialen Netzwerke erheblich. Dabei würden sie so dringend

stabile Beziehungen brauchen. Aber wir erleben das ganze

Drama einer vererbten krankheit. Die meisten von ihnen haben

ein oder sogar beide Elternteile an Aids verloren. Oft weisen

andere Familienmitglieder sie zurück und wollen nicht für sie

Sorge tragen. Es gibt alle Formen sozialer Diskriminierung, vor

allem in ländlichen Gebieten. trotz der rechtlichen Zusicherung

der Schulpflicht ist es für diese kinder unmöglich, regulären

Schulunterricht oder auch nur medizinische Hilfe zu bekommen,

sobald bekannt geworden ist, das sie HIV-positiv sind.

Zusammenarbeit mit der Aidshilfe

mitte der 90er-jahre hatte Casa Ricci beschlossen, sich einzusetzen,

damit in China kinder mit lepra und Nachkommen von

leprakranken Zugang zu einer ordentlichen Schulbildung bekommen.

Zehn jahre später traf die Hilfsorganisation die Ent-

„Wenn das Licht

in der Seele ist,

ist Schönheit

im Menschen“

Sprichwort aus China

4 5


C H I N A

„Wer vergangene

Dinge nicht vergisst,

ist Meister aller

zukünftigen Dinge“

Sprichwort aus China

scheidung, sich auch für HIV-positive kinder und deren Erziehung

und Gesundheitspflege zu engagieren. Hier lag der

Schwerpunkt auf Waisenkindern, die keine oder nur sehr wenig

unterstützung aus der Familie haben. Angesichts der komplexität

dieser Aufgabe war es Casa Ricci wichtig, sich und der umwelt

immer wieder zu vergewissern: Diese kinder sind für die Zukunft

Chinas genauso wichtig wie jedes andere kind im land. «Der

erste Schritt in diese spezifische Arbeit mit den kindern war wirklich

eine Fügung des Schicksals», ist Casa Ricci-leiter Fernando

Azpiroz Sj heute überzeugt. Der Impuls kam letztlich ausgerechnet

von Seiten der Regierung. 2007 besuchte der Vorstandsvorsitzende

der Aids hilfe China das Büro von Casa Ricci in macao.

Die Aidshilfe ist eine chinesische Organisation, die sich auf die

unterstützung von HIV-Patienten bei der antiretroviralen Behandlung

fokussiert hat. Aufgrund ihrer erfolgreichen Arbeit mit

erwachsenen Aidspatienten in kranken häusern in mehreren

Provinzen Chinas hatte die Regierung beschlossen, der Aidshlife

die Fürsorge für vier Aidskinder zu übertragen. Alle vier waren

Waisen. Die Aidshilfe suchte in Casa Ricci einen Partner, um gemeinsam

ein Heim für diese kinder zu schaffen. Das war der

Anfang. Die Zusammenarbeit bewährte sich: In den nächsten

jahren folgten drei weitere Häuser in zwei weiteren Provinzen,

auch diese in kooperation mit der Aidshilfe.

Aus der Mülltonne gerettet

Heute leben 45 Aidskinder in fünf Heimen, verteilt über vier Provinzen.

Sie sind zwischen zwei und vierzehn jahre alt. Etwa die

Hälfte gehört den ethnischen minderheiten an, die in den Bergen

der südlichen Provinzen Chinas leben. Azpiroz berichtet:

«Viele der kinder, die in unseren Häusern ankamen, waren in

einem erbärmlichen Zustand. Sie waren schwierigsten Bedingungen

ausgesetzt und hatten wenig Hoffnung zu überleben.

So vieles hat sich getan, seit sie bei uns sind. Heute sind alle in

einem stabilen Zustand und können den kindergarten oder die

Schule besuchen.» Ein Drittel der kinder, die heute in der Obhut

von Casa Ricci leben, kamen aus staatlichen Waisenhäusern. Ihre

Familien setzten sie dort aus und verschwanden. Ein kind wurde

als dreimonatiges Baby von einem Polizisten in einer mülltonne

gefunden. Er brachte es ins staatliche Waisenhaus. Als man dort

feststellte, dass das Baby HIV-positiv war, wollte man es schnell

los werden und schickte es zu Casa Ricci.

Tausend Talente

Die Betreuung der Häuser fordert alle kräfte. Casa Ricci hat 20

mitarbeiter, die rund um die uhr beschäftigt sind, 24 Stunden

am tag, sieben tage die Woche. Der Dienst an den Aidskindern

braucht tausend talente. Die mitarbeitenden sind lehrerin und

krankenpfleger, Hausmeister und köchin, mutter und Bruder,

alles zugleich. Aber keine dieser Fähigkeiten wäre wichtig, wenn

sie nicht verbunden wären mit einer starken Überzeugung und

einer grossen liebe für diese kinder. Sie sind einzigartig und sie

haben grossartige Begabungen. Diese wollen die mitarbeitenden

bei Casa Ricci fördern und ihnen Raum zur Entfaltung geben.

P. Toni Kurmann SJ / Andrea Zwicknagl


Unsere Spendenbitte für die

Arbeit von Casa Ricci in China

Liebe Spenderinnen und Spender

Im Gedenkjahr matteo Riccis möchten wir Sie um Ihre

unterstützung für das Engagement der jesuiten im heutigen

China bitten. Vor allem für die neuen Aufgaben in der

Aidsarbeit brauchen P. Fernando Azpiroz Sj, P. luis Ruiz Sj

und und Cecilia Chan von Casa Ricci Ihre Hilfe.

mit den bestehenden fünf Heimen für HIV-positive kinder

leistet Casa Ricci Pionierarbeit. Der laufende Betrieb

erfordert jährlich Fr. 150 000. Neue Heime sollen noch dazu

kommen. Ziel ist vor allem die Stabilisierung des Gesundheitszustandes

der kinder. Hier gibt es immer wieder verbesserte

medikamente, die sehr hilfreich sind. Gerade die

soziale Integration muss die Identität der kinder geschützt

werden. Das verbietet es Casa Ricci, grosse lokale Spendenaktionen

ins leben zu rufen und die Geschichten der

kinder auszuschlachten. Sie sollen, soweit es die krankheit

zulässt, ein ganz normales leben führen können. Darum

arbeitet Casa Ricci vor allem mit der unterstützung von

einzelnen Spendern und Wohltätern, die sich das Schicksal

der Aidswaisen zu Herzen gehen lassen, ohne dafür eine

Öffentlichkeit zu brauchen.

Helfen Sie mit, dass diese kinder nicht an den Rand der

Gesellschaft gedrängt werden, sondern teilhaben können

am pulsierenden leben im Reich der mitte.

Ihr P. Toni Kurmann SJ

Missionsprokurator

„Der Fluss

entsteht

aus Quellen,

der Baum

erwächst aus

Wurzeln“

Sprichwort aus China

6 7


Wer war Matteo Ricci? Die staunenswe

© Fausto Conti C H I N A

„China ist nicht nur

ein Land, es ist eine

ganze Welt“

Matteo Ricci (1552-1610)

Grenzgänger zwischen Kulturen: 2010 feiert der

Jesuitenorden den 400. Todestag seines großen

Wissenschaftlers und Chinamissionars Matteo Ricci.

Durch ein besonderes jubiläum steht das jahr

2010 für den jesuitenorden im Zeichen Chinas: Vor

genau 400 jahren starb matteo Ricci. Was der

gebürtige Italiener mit China zu tun hat, beschreibt

der missionswissenschaftler michael Sievernich Sj.

Die frühneuzeitlichen jesuitenmissionen in China sind bis heute

Gegenstand wissenschaftlicher Erforschung und künstlerischer

Darstellung. Zahlreiche Veröffentlichungen von Historikern und

theologen, Sinologen und kuturwissenschaftlern befassen sich

mit dem thema, aber auch Schriftsteller lassen sich davon inspirieren

und nehmen jesuitenmissionare als historische Vorbilder

für ihre Romanfiguren. Dieses Interesse ist nicht zufällig, sondern

spiegelt die religiöse, kulturelle, politische und wissenschaftliche

Bedeutung wider, die der Begegnung der westlichen missionare

mit der alten kultur Chinas zukommt.

Eintritt ins Kaiserreich

Begründer der mission im China der ming-kaiser waren die beiden

italienischen jesuiten michele Ruggieri und matteo Ricci,

denen es 1583 gelang, Eingang ins hermetisch abgeschlossene

Reich der mitte zu finden. matteo Ricci wurde 1552 noch zu lebzeiten

des Ignatius von loyola geboren und stammte aus macerata.

Dort besuchte er das jesuitenkolleg und studierte jurisprudenz

in Rom, bevor er 1571 ins römische Noviziat der Gesellschaft

jesu eintrat. Nach weiteren philosophischen, theologischen und

mathematischen Studien wurde er 1578 als missionar nach Asien

entsandt. Er hielt sich zunächst im indischen Goa auf, wurde zum

Priester geweiht und ging dann zum mehrjährigen Studium der

chinesischen Sprache und kultur nach macao. Von dort gelang

ihm der Eintritt ins kaiserreich, zunächst nach Nangking und

dann 1601 mit kaiserlicher Erlaubnis nach Peking.

Der Weise aus dem Westen

trat Ricci zunächst in der Rolle und kleidung buddhistischer

mönche auf, so bemerkte er bald deren schlechtes Image und

schlüpfte deshalb ins seidene Gewand des konfuzianischen Gelehrten.

Er wechselte also den religiösen Anknüpfungspunkt,

den er nicht mehr bei der «Volksreligion» sucht, die man sich als

Gemisch von taoismus und Buddhismus vorstellen muss, sondern

bei der konfuzianischen Weltanschauung der Gebildeten

und Gelehrten. Er selbst trat als «Weiser aus dem Westen» auf

und legte sich den chinesischen Namen li madou zu. Eine wichtige

Rolle für seine kenntnis der chinesischen Sprache und kultur

spielte der Gelehrte und hohe Beamte Xu Guanqui, der zum

Chris tentum konvertierte und mit dem er freundschaftlich und

wissenschaftlich verbunden war.

Anknüpfungspunkte für Dialog

Wegweisend wurde Ricci dadurch, dass er die geistige Auseinandersetzung

suchte und an die klassische chinesische Philosophie

anknüpfte. mit seinem Buch «Die wahre lehre über den Herrn

des Himmels», das 1603 erschien und in Dialogform über Gott,


te Geschichte eines Weltenwanderers

den menschen und den Weg zum ewigen leben handelt, bot er

eine christliche Philosophie in chinesischem Gewand. Überdies

erkannte Ricci die Bedeutung der Vermittlung europäischer Wissenschaft

(mathematik, Astronomie, Geografie), der technologie

und der künste (malerei, Architektur, Holzschnitt) für den Dialog

mit der Führungsschicht. Daher sind die jesuitenmissionare vor

allem als mathematiker und Astronomen tätig, als Architekten,

maler, uhrmacher und kartografen, selbst als kanonengiesser.

So fertigte Ricci eine Weltkarte an, mit der er Chinas Anspruch

als Reich der mitte bestätigte, doch zugleich das sinozentrische

Weltbild überwand, indem er auch die gesamte übrige Welt einzeichnete.

Dies brachte er durch eine Veränderung der kartenprojektion

zu Stande, sodass in der nördlichen Hemisphäre Asien

nicht mehr am rechten kartenrand lag, sondern China in die mitte

rückte. Neben diesem kartografischen Werk, das für China eine

neue Weltsicht mit sich brachte, verfasste er zahlreiche weitere

Schriften in Chinesisch, so einen traktat über die Freundschaft

und Abhandlungen über mathematik und Agrikultur sowie astronomische

Schriften.

Erfüllung der Traditionen

Als Adressaten seiner missionarischen Vorgehensweise sah Ricci

die konfuzianische Bildungselite. Er wollte nachweisen, dass die

christliche lehre mit den besten traditionen Chinas nicht nur

kompatibel war, sondern ihre Erfüllung darstellte. Ricci praktizierte

aber nicht nur eine äusserliche Anpassung an die kultur,

sondern hatte eine innere Interkulturalität im Auge, in der es

zum wissenschaftlichen Austausch und zum geistigen Dialog

kommt. Deshalb versuchte er den Glauben auch indirekt durch

die Vermittlung von Wissenschaft und technologie zu verbreiten.

Dazu dienten seine Übersetzungen mathematischer Werke.

letztlich hatte der Bezug zu den Eliten des landes das Ziel, den

kaiser zu erreichen und möglicherweise zu bekehren und mit

ihm das ganze Reich. Nach heutigem konsens gehören diese

Elemente der Adaptation an die chinesische kultur, der Offenheit

für die konfuzianisch geprägte chinesische Wertewelt, die möglichst

weit «oben» ansetzende missionierung und der Einsatz der

Wissenschaften und künste als indirekte Weise der Glaubensverbreitung

zur methode der Akkommodation im asiatischen Raum.

Damit begann ein Prozess zunehmender Weltkenntnis, wechselseitiger

Anerkennung bereichernden Wissenstransfers.

Von Ricci zu Leibniz

Nach Ricci wirkte eine grosse Zahl von jesuiten in China und

insbesondere am kaiserhof, wo sie sich durch ihre kenntnis der

Wissenschaften unentbehrlich machten. Die Grundsätze der

Chinamission der jesuiten, also die «Akkommodation» an die

chinesische kultur, die Evangelisierung von oben nach unten,

die indirekte Glaubensverbreitung durch Wissenschaft hat der

protestantische Gelehrte Georg Wilhelm leibniz aufgegriffen,

um sie zum kern einer protestantischen missionierung zu

machen, deren träger freilich kein Orden wie die Gesellschaft

jesu, sondern eine Akademie der Wissenschaften sein sollte.

Michael Sievernich SJ, Mainz /Frankfurt

„Mutter der Ho� nung,

unterstütze den Einsatz all

derer, die in China unter

den täglichen Mühen weiter

glauben, ho� en und lieben“

Aus dem Gebet zu Unserer Lieben Frau von China

8 9


C H I N A

Schweizer Jesuiten­Missionare in China

Geschichte einer Begegnung durch die jahrhunderte

Sie waren Gelehrte und Handwerker, meister ihres

Fachs. Ihr Ziel war das ferne China, der kaiser-

hof, die mitte des Reiches der mitte. Der motor war

die Faszination für die hochstehende kultur. Immer

Der erste Schweizer Jesuit in China

1628, während des Niedergangs der

ming-Dynastie kam der Schweizer jesuit

Nikolaus Fiva aus Fribourg in das südöstliche

China der heutigen Provinz Zhejiang.

Er war in landsberg am lech ins Noviziat

der jesuiten eingetreten und von dort aus

im 30-jährigen krieg mitten im Winter aufgebrochen,

um zu Fuss über die Alpen in

Portugal das Schiff nach Goa zu erreichen.

Fiva verfügte über ein hervorragendes

kommunikationstalent, das ihm den Zugang

zu den chinesischen literaten öffnete.

Einen hoch motivierten und treuen

Freund fand er in dem aus jiashan stammenden

Schriftsteller, maler und Gelehrten

julius Wei Xuelian. Dieser suchte

nach dem Foltertod seines Vaters mit aller

Energie nach einer religiösen und sittlichen

Quelle, um China aus dem Sumpf

des korrupten kaiserhofes herauszuführen.

In Fiva fand er einen zwar jugendlichen,

aber doch kompetenten lehrer,

dessen christliche Botschaft in jiashan mit

Literatur- und Film-Tipps

Buchempfehlungen

Eine Reihe von Schriftstellern haben

jesuitenmissionare als historische Vorbilder

ihrer Romanfiguren genommen.

So handelt der Roman von uli Franz

«Im Schatten des Himmels» (münchen

2000) über den am kaiserhof zum

mandarin aufgestiegenen Pater Adam

Schall von Bell, tilman Spenglers Roman

«Der maler von Peking» (münchen

1993) vom jesuitenmaler am chinesischen

Hof, Giuseppe Castiglione,

während Rainer langner den historischen

Roman verfasste: «kopernikus

in der verbotenen Stadt: wie der jesuit

grossem Interesse aufgenommen wurde.

Noch heute verehrt ihn die dortige katholische

Gemeinde als Gründungsvater. Er

starb am 15. August 1640 In Hangzhou.

Uhrmacher am Kaiserhof

Die ersten uhren, die die jesuitenmissionare

am Ende de 16. jahrhunderts nach

China brachten, sorgten für Aufsehen.

matteo Ricci selbst bildete vier Eunuchen

zu uhrmachern aus, die die Geräte pflegen

sollten. Doch mit der schnell wachsenden

Zahl von uhren am Hof waren sie

bald überfordert. So engagierte man professionelle

uhrmacher, die als fromme

Handwerker in die Chinamission integriert

wurden. Der sicher bekannteste

dieser Handwerker war der Schweizer

jesuitenbruder Franz ludwig Stadlin

(1658–1740) aus Zug, der es duch sein

ausser ordentliches talent zum obersten

uhren- und Automatenmacher am kaiserlichen

Hof brachte. man erzählt, dass er

bei der Arbeit fast ununterbrochen deut-

johannes Schreck das Wissen der ketzer

nach China brachte» (Frankfurt 2007).

Für den Erwerb dieser Bücher wie auch

des Werkes «matteo Ricci und der kaiser

von China» von Rita Haub und Paul Oberholzer

Sj empfehlen wir Ihnen die Zürcher

Buchhandlung:

Buchandlung von Matt

Inhaber Bernd Strobel

Weinbergstrasse 20, 8001 Zürich

buchhandlung@drvonmatt.ch

www.drvonmatt.ch

Telefon 044 252 52 77

Fax: 044 261 46 84

wieder brachen jesuiten-missionare auf und nahmen

die beschwerliche Reise auf sich. Auch Schweizer

waren unter ihnen. Damals wie heute steht den

Dialog der kulturen im mittelpunkt ihrer mission.

sche kirchenlieder sang. Er wurde im jahr

1707 vom Hof angestellt und wirkte bis zu

seinem tod im hohen Alter von 82 jahren.

Der Qianlong-kaiser schrieb eigenhändig

einen Nachruf auf seinen treuen Diener.

China­Mission heute

Nach der Wiederzulassung der jesuiten

wird 1856 eine zweite Chinamission gestartet.

Aber es dauert noch bis 1942, bis

wieder ein Schweizer missionar das land

betritt. Franz Burkhardt Sj leitet als Oberer

und mitglied der Österreichischen Provinz

deren Engagement in China. Schon 1949

werden die missionare vom kommunistischen

System wieder ausgewiesen. Burkhardt

stirbt 2002 in taiwan. Heute ist es

der Schweizer Stephan Rothlin Sj , der an

den neuen Herrschaftshöfen der Ökonomie

als Wirtschaftsethiker christliche Werte

zu vermitteln sucht. Er forscht und lehrt

an der universität Peking.

Andrea Zwicknagl

Film­Tipp

Ganz aktuell konnte auch eine deutsche

Fassung des Filmes Matteo Ricci:

Ein Jesuit im Reich des Drachen produziert

werden. Er zeigt in filmischer

Inszenierung das historische leben des

matteo Ricci und schliesst mit einigen

Interviews heutiger Personen, die mit

dem Wirken Riccis verbunden sind.

Sie können die DVD zum Preis von

Fr. 30.– (inkl. Versand) in der missionsprokur

bestellen:

Jesuitenmission, Hirschengraben 74,

8001 Zürich, Telefon 044 266 21 30,

prokur@jesuitenmission.ch


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Ausstellung und Symposium in Zürich

Bodensee-Institut setzt Fokus auf die Begegnung mit China

Vor über 400 jahren waren jesuiten die ersten

Europäer, die an den chinesischen kaiserhof vordrangen,

nicht mit dem Schwert, sondern mit der

Wissenschaft. Diese Pioniere werden nun mit dem

1583 reiste allen voran der italienische

jesuit matteo Ricci nach China, im Gepäck:

«Die Elemente» von Euklid. Ihm folgte

johannes Schreck, der zusammen mit chinesischen

Gelehrten Bücher über Anatomie,

Astronomie, mathematik und maschinenbau

schrieb. johann Adam Schall

von Bell avancierte als Direktor des astronomischen

Amtes zum Berater und

Freund des kaisers. Ebenfalls am Hof tätig

waren der kartograf martino martini und

michael Boym, Autor der «Clavis medica»,

eine Beschreibung der chinesischen medizin.

Der Schweizer Franz Stadlin brachte

im 18. jh. die uhrmacherkunst in die Verbotene

Stadt und der maler Giuseppe

Castiglione prägte die chinesische kunst.

Ausstellung an der Universität Zürich

Im Zentrum des Programms «China trifft

Europa – Europa trifft China» zum 400.

todestag matteo Riccis steht eine Ausstellung

im lichthof der universität Zürich,

die von kommunikationsdesign-Studen-

ten der konstanzer Hochschule technik,

Wirtschaft und Gestaltung konzipiert

wurde. Auf einem Zeitstrahl wandern die

Besucher durch eine nachempfundene

chinesische ladengasse und können sich

an 13 Stationen über den ersten europäisch-chinesischen

Austausch informieren.

Ergänzt wird dieser informative teil durch

eine Ausstellung historischer Schaustücke

– Bilder, Bücher und Atlanten; Schätze, die

dank der jesuiten die Grenze zwischen

den kontinenten überwanden.

Fachsymposium

Ein internationales Fachpublikum mit

Gästen aus China wird zum Symposium

«Wissenschaft und technik als Vehikel

zur interkulturellen Begegnung» erwartet,

das am 14. und 15. juni an der uni Zürich

stattfindet. Ziel des Symposiums ist es

neue Brücken zu schlagen zwischen

Eu ro pa und Asien, zwischen Natur- und

Geis teswissenschaft, zwischen unterschiedlichen

Strukturen und Denkweisen.

umfassenden Programm «China trifft Europa – Europa

trifft China» gewürdigt. Veranstalter sind das

Bodensee-Institut, das Ostasiatische Seminar der

uni Zürich und die Schweizer Provinz der jesuiten.

Rita Haub/Paul Oberholzer: Matteo Ricci und der Kaiser von China

Zum 400. todestag

des Chinamissionars

matteo Ricci Sj haben

Dr. Rita Haub

m.A., Historikerin, Redakteurin

und leiterin

Referat Geschichte

& medien der

Deutschen Provinz

der jesuiten, und Dr. Paul Oberholzer

Sj, Historiker, mitarbeiter des Institutum

Historicum Societatis jesu (Rom)

und leiter des Archivs der Schweizer

jesuitenprovinz, ein Buch über den berühmten

Chinamissionar geschrieben.

Es will sowohl matteo Ricci und sein umfeld

vorstellen als auch die Chinamission

der jesuiten von den Anfängen bis heute

beleuchten und somit dazu beitragen, die

Geschichte Europas mit China neu lebendig

werden zu lassen.

Buch:

matteo Ricci und der kaiser von China –

jesuitenmission im Reich der mitte

Fr. 24.90, ISBN 978-3-429-03226-5

Buchvernissage:

termin: So 6. juni 2010, 18.00 uhr in der

Sakristei der jesuitenkirche luzern in An-

Termin-Hinweise

Eröffnung der Ausstellung im Lichthof

der Universität Zürich

Pfingstmontag, 24.5.10, 18.00 uhr.

Die Ausstellung dauert bis 3. juli.

Ausstellung Bücherschätze

14. juni bis 3. juli 2010 im lichthof

Öffnungszeiten Lichthof

mo–Fr 7–18 und Sa 7–13.30 uhr

Führungen durch die Ausstellung

Rita Haub: Sa 5.6.10, 11.00 uhr

toni kurmann Sj: Do 24.6.10, 16.30 uhr

Auf Anfrage bei der jesuitenmission

sind weitere Führungen möglich.

Internationales Symposium

«Wissenschaft und technik als Vehikel

zur interkulturellen Begegnung»:

14. und 15. juni 2010

Weitere Informationen & Anmeldung:

www.bodensee­institut.ch

wesenheit von Rita Haub, Paul Oberholzer

Sj und thomas Häusner, Geschäftsführer

des Echter-Verlags

Seminar mit Paul Oberholzer SJ:

«China und die jesuiten – 400 jahre

matteo Ricci»

mit lektüre verschiedener missionsberichte,

Referaten und Diskussion

18.–19.9.10, Sa 11.00 bis So 13.00 uhr

kosten: Fr. 257.–

Anmeldung: lassalle-Haus Bad Schönbrunn,

6313 Edlibach,

info@lassalle-haus.org,

telefon 041 757 14 14


Diese Fähigkeit wird die Gesellschaft prägen

AtmI setzt auf kreative Innovationskraft junger leute

2009 hat P. johann Casutt Sj den Best Practice

Award der jacobs-Foundation für sein lebenswerk

bei AtmI, der technischen Schule der jesuiten in

Indonesien, erhalten. Sein Nachfolger P. Benedikt

Das Erfolgskonzept von ATMI beruht

auf dem Schweizer dualen System

der Berufsausbildung, das Theorie

und Praxis verbindet. Seit mehr als 40

Jahren arbeiten Sie danach. Wo liegt

die Zukunft?

unser Ziel war es von Anfang an, die Gesellschaft

in unserer Stadt und unserem

land voranzubringen. Die duale technische

Ausbildung junger leute war und

ist ein sehr erfolgreiches mittel dafür. Wir

haben vor einem jahr mit dem neuen Programm

I-Cell begonnen, das die unternehmerischen

Fähigkeiten von jungen

leuten fördert. Wir wollen sie unterstützen,

kreative lösungen für die Zukunft

selbst zu entwickeln.

Wie geht das vonstatten?

unsere trainees lernen keine spezifischen

tätigkeiten. Sie erwerben eine mentalität.

Sie lernen, wie man lernt. So entstehen

Entrepreneurs. Für die Zukunft braucht

Indonesien nicht nur qualifizierte Arbei-

AtmI bildet heute

an drei Standorten in

jakarta und Surakarta

etwa 800 Studenten

in technischen

Berufen aus.

I N D O N E S I E N

Interviewpartner P. Benedikt triatmoko Sj

ter, sondern auch unternehmer, die Neues

ausdenken und umsetzen können. Diese

Fähigkeit wird die Gesellschaft prägen.

Was motiviert Sie zu dieser Arbeit?

Die jungen leute! jede neue Generation

ist ein Versprechen für die Zukunft. Wenn

man ihnen die möglichkeit gibt, ihre kapazität

voll auszuschöpfen, kann Gross-

triatmoko Sj führt dieses Werk fort. Im Sinne der

Gründung auf neuen Wegen. Wir sprachen in Zürich

mit dem ausgebildeten manager über seine

Zukunftsvisionen für die technische Entwicklung.

artiges entstehen. Sie können uns helfen,

dass die Welt eine bessere wird. Viele

menschen staunen, mit welchem tempo

die Welt zusammenwächst und sorgen

sich. Aber es macht keinen Sinn, gegen

die Globalisierung zu kämpfen. Sie ist eine

Realität. Die Frage ist, wie wir die jungen

leute darauf vorbereiten können.

Und Sie glauben, dass der Entrepreneur­Geist

ihnen dabei eine Hilfe ist?

ja. Er wird ihnen helfen, nicht Opfer, sondern

mitgestalter der Globalisierung zu

werden. Das ist das Ziel des Formationsprozesses.

Sie lernen, wie sie Probleme

analysieren können, sich der Abläufe bewusst

werden, Prioritäten setzen, ihr eigenes

leben reflektieren, aber auch das der

Anderen. Die Problemlösungkompetenz,

die sie sich durch solche Übungen erwerben,

wird sie zu aktiven teilnehmern der

Globalisierung machen. Der zweite Grund,

warum wir das Entrepreneur-Programm

entwickelt haben, erwächst aus meiner


Überzeugung, dass konzepte für die Zukunft

der Entwicklungs- und Schwellenländer,

wie Indonesien, von innen kommen

müssen. Es ist gut, wenn wir Partner

von ausserhalb haben, aber die aktive Rolle

muss bei uns liegen.

Was macht I­Cell?

In den letzten 10 bis 15 jahren wurde der

Prozess der «Seed Incubation» auf der

ganzen Welt erforscht, d.h. methoden gesucht,

wie man besonders effektiv neue

Geschäftsmodelle entwickeln kann. Dabei

wurde immer deutlicher, dass Innovationen

sich nicht um Produkte drehen,

sondern um menschen. Deshalb holen wir

in den jeweils 4-monatigen I-Cell-Phasen

menschen zusammen und lassen sie

miteinander Ideen entwickeln. Innovative

leute lieben Probleme. Denn sie sind

Chancen, Neues zu entwickeln. Es hängt

ganz vom Blickwinkel ab. Gerade die

ärmsten länder der Welt haben wahren

Überfluss dieser Chancen.

Was ist die Rolle von ATMI dabei?

Natürlich haben die jungen leute viel zu

wenig Erfahrung. Sie brauchen Führung,

jeman den, der ihnen sagt, geh in diese

Richtung. Dann gehen sie und machen

Ordnung und Disziplin,

das waren

Werte, die P. johann

Casutt Sj beim Aufbau

von AtmI sehr

wichtig waren. Noch

heute kann man die

jungen leute in Reih

und Glied bei der

Ausbildung sehen.

Auf diesen Werten

baut die neue

leitung der AtmI

auf, wenn sie Entrepreneurs

fördern

möchte.

ihre eigenen Erfahrungen. Es ist mit den

Exerzitien des heiligen Ignatius vergleichbar:

Der Begleiter gibt dem Exerzitanten

einen Rahmen. Gehen tut er selbst, macht

Fehler, löst seine Fragen. Der Begleiter begleitet

den Prozess. Das zweite, was den

jungen leuten fehlt und wir ihnen zu geben

versuchen, ist die Vernetzung. AtmI

ist eine Plattform, die verschiedenste

leute mit gleichen Interessen miteinander

in kontakt bringt.

Woher haben Sie dieses Netzwerk?

Auch für uns ist das neu und wir mussten

es erst aufbauen. AtmI verfügt über eine

ausgezeichnete Reputation. Wir haben in

der beruflichen Qualifikation nationale

Normen gesetzt. Auf dieser Grundlage

traut man uns auch zu, einen Schritt weiter

zu gehen. Nicht weil wir gute lehrer

sind, sondern weil wir eine Vision für die

Gesellschaft haben. Deshalb kommt I-Cell

aus der Herzmitte unserer mission.

Was unterscheidet die Geschäftspraxis

bei ATMI von der freien Wirtschaft?

unsere Arbeit ist auf ethische Werte

gegründet. Die Wirtschaft dient uns als

mittel für ein anderes Ziel. AtmI ist der

Beweis, dass ethisches Wirtschaften kein

12 13

Gerede ist, sondern möglich. Ganz realistisch.

Wir machen es wie in den Exerzitien:

Wir schauen auf die Welt, wie sie ist. Sie ist

korrupt. Dann gehen wir trotzdem, in kleinen

Schritten, und versuchen unsere Werte

einzubringen. Wenn wir nur hinter dem

lehrerpult erzählen, dass es wichtig ist,

ein ehrlicher Geschäftsmann zu werden,

lacht man. Aber wenn wir selbst gute

Geschäfte machen und dabei gute menschen

mit einer ethischen Basis bleiben,

dann glaubt man uns.

Die Jesuiten haben sich seit jeher für

diese Wertevermittlung eingesetzt

und sind damit an den Königshöfen

früherer Zeiten zu Rang und Namen

gekommen. Sind die Chefetagen der

grossen Unternehmen die Machtzentren

der heutigen Zeit?

Ich würde nicht sagen, dass wir Einflussnahme

auf die machtzentren anstreben.

Wir gehen an die Grenzen. Das heisst, wir

betreten Neuland und wissen oft selbst

nicht, wie die Antwort lautet. Wir müssen

es herausfinden. Eine Erhebung der DEZA

hat mich vor einigen jahren tief beeindruckt.

Sie ergab, dass gerade glaubensgetragene

Organisationen in der lage

sind, echte Veränderungen in der sozialen


I N D O N E S I E N

und wirtschaftlichen Entwicklung zu bewirken.

Das sagt eine säkulare Organisation

wie die DEZA. um vom Handeln zum

Erfolg zu kommen, braucht man Glauben.

man kennt das Ergebnis nie, man kann

nur darauf vertrauen und hoffen, dass es

in die richtige Richtung geht. Deshalb ist

der Glaube so wichtig. Er gibt die langfristige

Perspektive, die hilft durchzuhalten,

auch wenn es schwierig wird. Doch es gibt

auch ein Aber: Wenn sie nicht autoritativ

werden soll, kann die religiöse Gruppe

nicht mehr liefern als diese Hoffnung. Die

Vision kommt vom Himmel. Die umsetzung

muss von der Erde kommen – dazwischen

treffen sie sich. Das ist das „tor zum

Himmel“ - so hiess die DEZA-Studie.

Was heisst das für Ihre Arbeit?

Es ist wichtig, dass wir diese Erkenntnis

strukturell einplanen. momentan sind wir

jesuiten bei AtmI voll im tagesgeschäft.

Wir verkaufen, wir erstellen Offerten, wir

verhandeln die Preise. Gleichzeitig sollen

wir die Vision für das Ganze haben. Es ist

schwierig, in beiden Welten gleichzeitig

zu leben. mein Ziel ist, dass die jesuiten

den strategischen Input geben, die Vision

wach halten, aber das Business selbst von

Fachleuten aus der Wirtschaft getragen

P. johann Casutt Sj,

der 2009 von der

jacobs-Stiftung mit

dem Best Practice

Award für sein

lebenswerk ausgezeichnet

wurde, ist

im Ruhestand, aber

immer noch präsent

auf dem Campus von

AtmI: leibhaft und

auch im Geist, der

die Institution trägt.

wird, die wirklich unsere Spiritualität verstehen.

Die Geschäftsleute sollen das saubere

Geschäft machen – wir vermitteln

ihnen die Zuversicht, dass es möglich ist.

Werteorientierung – was heisst das

bei ATMI konkret?

konkret beeinflusst das die Geschäftsbereiche,

in denen wir uns engagieren.

Ziel all unserer Arbeit ist die Verbesserung

der lebensqualität. Wir machen jedes Geschäft,

das Vorteile bringt für Benachteiligte.

Ein sonderbares Geschäftsmodell,

oder? Deshalb investieren wir in medizintechnologie.

Sie bringt direkte Hilfe für die

menschen. Deshalb fördern wir erneuerbare

Energien – um die regionale Bevölkerung

unabhängig zu machen. Deshalb

stärken wir den umweltschutz.

ATMI war ein Schweizer Entwicklungsprojekt,

heute ist es ganz in indonesischer

Hand. Was hat sich verändert?

Aus der Arbeit von P. Casutt und der unterstützung

aus der Schweiz haben wir

eine sehr starke Basis. An meiner Generation

ist es, die Architektur auf dieses Fundament

zu setzen. Die Erfahrung soll weitergegeben

werden in andere teile der

Welt. Sie muss sich immer neu den Fragen

der Zeit anpassen, wie z.B. mit der Entrepreneur-Formation.

Früher wurde Geld

gegeben für Gebäude, maschinen, für die

Infrastruktur. Heute investieren wir weiter

in die Beziehungen, die daraus gewachsen

sind. Das ist ein noch wichtigeres Investment.

Wir verstehen uns als Plattform

für gemeinsame Interessen zwischen Europa

und Asien, die die Welt verändern

können. je mehr man wächst, desto weniger

wird man über das eigene leben

weinen, aber umso mehr über die Welt.

Erinnern Sie sich an jesus, als er über jerusalem

weinte.

Was bedeutet Ihnen dabei die Zusammenarbeit

mit der Jesuitenmission?

Die missionsprokur ist unser Standbein in

der Schweiz, die tür nach Europa. Sie vernetzt

unsere Arbeit. Wir kommen nicht in

die Schweiz und wohnen im Hotel und

kennen keinen. Wir kommen nach Hause,

treffen auf Freunde und mitstreiter. Ebenso

können wir für die jesuitenmission eine

Basis für den Zugang in die asiatische Welt

sein. Wir sind heute vielmehr Partner mit

einem gemeinsamen Ziel als missionar

und missionsland.

Interview:

Andrea Zwicknagl


S C H W E I Z

Neue Talente herzlich willkommen

Die missionsprokur in Zürich freut sich auf mithelfende

Vielfältig sind die Aufgaben, die das team in der

missionsprokur der jesuiten in Zürich zu erledigen

hat. missionsproku rator toni kurmann Sj, Annamaria

Brahm und jacqueline Curnis sind bei ihrer

Hier kommt die ganze Welt zusammen

Dankesbriefe müssen verpackt und zur

Post gebracht werden, Veranstaltungen

begleitet, logistik organisiert, Adressen

verwaltet. Schon jetzt unterstützen uns

menschen mit unterschiedlichsten talenten

bei unserer Arbeit in der missionsprokur.

Da sind Didit und Hery von AtmI,

der technischen Schule der jesuiten in

Indonesien. Sie machen eine zweijährige

Ausbildung in Winter thur. Aber immer

wieder bleibt auch Zeit, dass sie bei uns

reinschauen und uns zur Seite stehen.

Hery beispielweise als Reisebegleiter für

die Gäste von Sonidos de la tierra aus Paraguay

oder Didit als Powerpointexperte,

der die Präsentation von AtmI in eine ausdrucksvolle

Bildsprache verpackt. Da ist

eine tami lische Flüchtlingsfamilie, die uns

beim Postversand hilft und sehr flexibel

einspringen kann. Zusammen mit Pater

locher Sj, einem älteren jesuiten hier aus

der Provinz, bilden sie ein tolles team. Vor

allem die internationale Atmosphäre,

Anna-maria Brahm-

Gartner (li.) und

jacquline Curnis

(mitte) zusammen

mit der freiwilligen

mitarbeiterin marta

Somoza (re.) im Büro

der missionsprokur –

ein gutes team, mit

Begeisterung und

Engagement dabei.

wenn Freiwillige mit Besuchern aus allen

Erd teilen hier zusammentreffen, macht

uns Freude. manchmal reichen die Stühle

rund um den kaffeetisch nicht, so viel

leben und eifriges Schaffen steckt im

Hirschengraben. So entsteht aus dem

gemeinsamen Arbeiten auch immer eine

Begegnung der kulturen.

Vom eigenen Geschäft zum inter­

nationalen Koordinator

manchmal bekommen unsere Freiwilligen

eindrucksvolle Posten. So hat Pater triatmoko

von AtmI in Indonesien Franz

Fricker kurzum zum seinem Strategischen

manager ernannt. Aus der einfachen Anfrage,

ob er nach dem Verkauf seines gutgehenden

Geschäftes bei uns in einem

internationalen Projekt mitarbeiten könne,

hat sich fast ein Fulltimejob entwickelt.

Franz vertritt AtmI in der Schweiz, knüpft

kontakte, betreut den Austausch der Instruktoren,

reist nach Indonesien, schmiedet

mit Romo moko, wie man den Pater in

14 15

Arbeit in der Projektbetreuung, Buchhaltung,

Adressverwaltung etc. immer wieder auf tatkräftige

unterstützung von aussen angewiesen. Frei willige

Helferinnen und Helfer sind herzlich willkommen.

Indonesien freundschaftlich und respektvoll

nennt, grenz überschreitende Pläne.

Einsatz im Ausland

Eine besondere Gruppe unter den Freiwilligen

bilden die Volontäre, die einen

Einsatz in einem unserer Projektländer

gemacht haben. Sie sind intensiv mit

unserem Engagement verbunden und

werden zurück in der Heimat zu Botschaftern

für unsere Partner in der Ferne. Immer

wieder sind sie dabei, wenn Gäste kommen

oder eine Geschichte zum Projekt zu

erzählen ist.

P. Toni Kurmann SJ und Team

Wenn Sie sich bei uns engagieren

möchten, wenden Sie sich an Jacqueline

Curnis, besprechen mit ihr, welche

Fähigkeiten Sie einbringen möchten,

kommen auf einen Besuch vorbei. Wir

freuen uns auf Sie! Tel. 044 266 21 30,

E­Mail: magazin@jesuitenmission.ch


3 C H I N A

Casa Ricci: Hilfe

für Aidswaisen

Junge Leute mit

innovativen Ideen

Angebote für junge Leute

16.–22. August

12 I N D O N E S I E N 15 S C H W E I Z

Der persönlichen Berufung auf der Spur: Besinnungs­ und Ferienwoche

auf der Belalp

Gemeinsam wandern. Die kraft der Berge aufnehmen. mit Gottesdiensten,

meditationen und Impulsen für junge menschen auf dem Weg ihrer lebens-

entscheidung. mit Paul Oberholzer Sj und Andreas Schalbetter Sj

Anmeldung: andreas.schalbetter@jesuiten.org, www.jesuiten.ch

28.August bis 4.September

Ignatianische Exerzitien für Studierende und junge Erwachsene

Missionsprokur

auf Talentsuche

tage im Schweigen, täglich vier individuelle Gebetszeiten, ein praktischer

Impuls und ein Gespräch mit dem Begleiter, Eucharistiefeier.

Notre-Dame de la Route, Fribourg, mit Beat Altenbach Sj

Anmeldung: 026 409 75 00, secretariat@ndroute.ch, www.aki-zh.ch

AZB

8001 Zürich

Das Magazin der

Jesuitenmission Schweiz

Erscheint viermal im jahr

Adressberichtigung melden

Abonnementsverwaltung:

jesuitenmission, Hirschengraben 74,

8001 Zürich, telefon 044 266 21 30,

Fax 044 266 21 36

E-mail: magazin@jesuitenmission.ch

Postcheck: Zürich 80-22076-4

Abonnementspreis: Fr. 8.–

Redaktion: Andrea Zwicknagl,

toni kurmann Sj

Gestaltung, Druck und Versand:

Cavelti AG, Druck und media,

9201 Gossau SG

Bildnachweis: titel: matteo

Ricci Sj, Stadtmuseum Ingolstadt.

Baumberger 2,15,16. kurmann

3,7. jesuitenmission Nürnberg

4,5,6,7,8,9. jacobs Stiftung

12,13,14,16. Noviziat Nürnberg 16

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