Dem „Klinik-Kutscher“ - Katholisches Klinikum Bochum

klinikumbochum

Dem „Klinik-Kutscher“ - Katholisches Klinikum Bochum

MITARBEITERMAgAzIN

Impuls

Check-up

auf der A 40

Großer Fortschritt:

Schrittmacher-Patienten

dürfen jetzt auch in MRT

Ausgabe: Dezember 2010

Großer Einsatz:

Neuer Chefarzt leitet

Medizinische Klinik III am „Elli“

Großes Lob:

Bochumer Kliniken und

Blankenstein erfolgreich zertifiziert

Großes Herz:

„Klinik-Kutscher“ kümmert

sich um unsere Patienten


2

Impuls Dezember 2010

Editorial

Neues Erscheinungsbild

Liebe Leserin, lieber Leser,

Sie haben es auf dem Titelblatt bereits bemerkt: Schon wieder ist das Layout leicht

verändert worden. Diesmal war die Umstellung unseres Logos Anlass für die erneute

Umgestaltung. - mit diesem Kürzel in unserem Logo machen alle

Kliniken der Ruhr-Universität Bochum seit neuem auf ihren Status als Universitätsklinikum

aufmerksam. Die Ruhr-Universität Bochum hat ihr Erscheinungsbild geändert

– sie hat ein neues Logo eingeführt. Neue Farben und neue Schrifttypen

prägen die Darstellung der Universität in der Öffentlichkeit. Die Universitätskliniken

der Ruhr-Universität Bochum haben diese Umstellung zum Anlass genommen, ihr

Erscheinungsbild stärker auf einander abzustimmen. Alle Kliniken werden zukünftig

deutlich sichtbar unter dem Label Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum

mit der Abkürzung auftreten. ziel ist es das zu einem

Qualitätsmerkmal in der Öffentlichkeit wird.

Durch die Umstellung mussten auch unsere Logos angepasst werden, sowohl was

die Farbe als auch was den Schrifttyp betrifft. Die Farbe Magenta, die wir bislang

für das Katholische Klinikum genutzt haben, entfällt und die Farbe Blau ist nun etwas

dunkler geworden. Die Titelseite des aktuellen Impuls zeigt, wie das zusammenspiel

der beiden Logo-Farben: das Dunkelblau und das Hellgrün schöne gestalterische

Effekte ermöglicht. Seriosität und Dynamik sollen durch diese beiden

Farben als Werte der Universität und damit auch der Universitätskliniken zum Ausdruck

gebracht werden. Mit dem neuen Logo können wir uns sehr gut in der Öffentlichkeit

darstellen.

Besonders erwähnen wollen wir in diesem Editorial auch noch einmal die im November

bestandene KTQ-zertifizierung. Die Abschlusspräsentation der Visitoren

war wirklich ein schönes Erlebnis. Nicht nur, dass wir das KTQ-zertifikat für weitere

drei Jahre erhalten haben. Voll des Lobes waren die Visitoren für die Arbeit in

unserem Haus. Ihre Verbesserungsvorschläge haben sie mit dem Hinweis eingeleitet,

dass „hier auf hohem Niveau gemeckert wird“. Diese Würdigung für das

Haus ist ein Lob für jeden einzelnen Mitarbeiter. Nur als Team können wir diese

Qualität erbringen. Nur als Team konnten wir während der Visitation zeigen, welche

hohe Qualität in unserem Krankenhaus vorgehalten wird.

Wir möchten uns bei allen Mitarbeitern für Ihr großes Engagement und Ihre Arbeit

in dem zu Ende gehenden Jahr bedanken. Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien

ein frohes Weihnachtsfest und ein gutes neues Jahr.

F.-R. Kellerhoff Prof. Dr. P. Altmeyer

geschäftsführer geschäftsführer


Impressum

Herausgeber:

Katholisches Klinikum ggmbH

gudrunstr. 56, 44791 Bochum

Inhalt

2 Editorial

Verantwortlicher:

geschäftsführer Prof. Dr. Peter Altmeyer

Redaktion:

Bertold Bittger, Andreas Koppenhagen,

Renate Plenge, Otfried Priegnitz, Ulrike

Puzicha-Westerheide, Regina Wüllner,

Nicole zabel und Vassilios Psaltis

(verantwortlich)

3 Inhalt & Impressum

4 Weihnachten 2010

5 Schmerztherapie

6 Qualitätspreis und zertifizierung

7 Intranet-Verkaufsbörse / Historische St. Josef-Hospital Fotos gesucht

8 Europäische Kulturhauptstadt: Du & Ich II und Stillleben Ruhrschnellweg

9 Neue Mitarbeiterausweise / Dienstvereinbarungen / Klinik-Mobil

10 MRT-taugliche Schrittmacher in der Kardiologie

Impuls Dezember 2010 3

11 Neue gamma-Kamera in der Nuklearmedizin / Kardiologie-Studienambulanz

12 Willkommen Prof. Thomas Lücke! / Ehrung für Ilse Weyers

13 Brandübung am St. Josef-Hospital

14 Chefarzt-Wachwechsel und neuer Eingangstrakt im St. Elisabeth-Hospital

15 PKMS / Assistentin der geschäftsführung

16 Baby-Notarztwagen für Bochum

17 Der „Klinik-Kutscher“

18 HNO-Team führt die Ruanda-Hilfe / Orthopädie-OP-Kurse

19 zentrum für Präventivmedizin geht an den Start

20 Interkulturelle Öffnung / Hautchirurgie-Symposium

21 Blankenstein: Intensivstation zertifiziert / Erfolgreicher Crohn- & Colitis-Tag

22 KKBettgeflüster

23 KKBettgeflüster / Jubilare

24 Impuls-Preisrätsel

Fotos:

Stadt Bochum, Birgit greifenberg, Michael

Müller, Vassilios Psaltis, Ekkehart Reinsch

und die Klinikum-Mitarbeiter

Redaktionsanschrift:

Katholisches Klinikum Bochum

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Impuls-Redaktion, St. Josef-Hospital,

Forschungszentrum (Haus K), gudrunstr. 56

44791 Bochum, Raum 2.14

Tel.: 0234/509-2744

E-Mail: v.psaltis@klinikum-bochum.de

Gestaltung:

Agentur Schley und Vassilios Psaltis

IMPULS erscheint zweimal jährlich in einer

Auflage von 3.500 Exemplaren.

Wir danken allen Mitarbeitern des

Katholischen Klinikums Bochum, die an

dieser Ausgabe mitgearbeitet haben.

Berichte und Fotos, Leserbriefe sowie

Wünsche, Vorschläge und Kritik sind uns

jederzeit willkommen.


4

Impuls Dezember 2010

(K)ein

Weihnachtsbild…

Mit diesem Bild mit dem Titel „Die Heilige

Jungfrau züchtigt das Jesuskind vor

drei Zeugen“ schockierte Max Ernst im

Jahr 1926 seine frommen Zeitgenossen

zutiefst. Bei katholischen Künstlern

stieß er damit auf schroffe Ablehnung.

Der damalige Kölner Erzbischof war

über dieses provokante Werk mehr als

empört und ließ es aus einer Ausstellung

entfernen. Heute kann man es im

Museum Ludwig in der Kölner Innenstadt

wieder anschauen. Und auch heute

noch wird der eine darüber den Kopf

schütteln, ein anderer eher verschmitzt

lächeln.

Ich finde dieses Bild wunderbar - auch

wenn ich selbstverständlich gegen jedes

Verhauen von Kindern bin! Setzt der bekannte

und geschätzte Maler doch mit einem

Augenzwinkern einen energischen

Kontrapunkt zu den oftmals so süßlich verklärten

Bildern aus den Wohnräumen unserer

großeltern, die uns eine durch und

durch heile Familie zeigte: das lammfromme

Jesuskind, welches kein Wässerchen

trüben konnte; die geduldig lächelnde und

liebreizende gottesmutter und der etwas

ernste, aber gütig dreinschauende Josef als

Ernährer dieser heiligen Familie.

Jesus - ein Kind wie

jedes andere auch

Die Botschaft von Max Ernst war eine andere:

Die Heilige Familie, das waren Menschen

wie Du und Ich. Jesus war ein Kind

wie jedes andere auch. Er hat seinen Eltern

nicht nur Freude bereitet. Und Maria war

auch „nur“ eine Mutter, der vielleicht ebenso

mal die Nerven durchgingen und die ihren

Sprössling nach lange gültigen Erziehungsprinzipien

erzogen hat. Es wird seinerzeit

nicht nur Idylle in Nazareth geherrscht

haben. Warum auch soll Jesus in

einer Idealfamilie aufgewachsen sein, wo

doch sein ganzes weiteres Leben alles andere

als ideal oder gar harmonisch verlief?!

Es hätte ihn bloß noch mehr von der tatsächlichen

Wirklichkeit dieser Welt entrückt.

Und ich glaube, genau das wollte er

„Die Heilige Jungfrau züchtigt das Jesuskind vor drei zeugen“, Max Ernst (1926)

gerade nicht!

Für mich ist das auch die weihnachtliche

Botschaft dieses Bildes von Max Ernst: Es

war kein kleiner, über alles erhabener gott,

der da über unsere Erde gelaufen ist. Dieser

gott ist wirklich Mensch geworden:

Nicht vom Himmel gefallen, sondern mühsam

geboren. Kein Musterknabe, sondern

ein Kind wie jedes andere auch. Und genauso

war auch die Familie keine heile Welt

- zumindest nicht nur - wie sie es für viele

Menschen heute auch nicht ist.

Familie – ein Ort der Vorbereitung

auf das Leben

Dass wir sie doch „heilig“ nennen, hat einzig

den grund, dass in ihr gott anwesend

war - was wir für heutige Familien doch hof-

fentlich ebenfalls annehmen dürfen.

Das aber bedeutet nicht, dass ihnen all das

Schwierige erspart bliebe, was Familienleben

damals wie heute auch ausmacht: Belastungen,

Probleme, Spannungen und

Konflikte. Und doch ist für fast alle Menschen

die Familie der Ort, wo der lange

Weg unserer Menschwerdung beginnt. Ein

Ort, der uns Heimat und geborgenheit vermittelt

und auf all das vorbereitet, was das

Leben uns ständig abverlangt.

Ihnen und Ihren Familien auf diesem Wege

eine gesegnete frohe Weihnacht von Ihren

SeelsorgerInnen des Katholischen Klinikums!

Pastor Bertold Bittger

Seelsorger am

St. Josef-Hospital


Schmerztherapie stellt sich professionell auf

Das AKSD-Team bei einer morgendlichen am St. Josef-Hospital (v.l.n.r.): Anästhesiepfleger Harald

Schäfer („Pain Nurse“) sowie die Anästhesisten Janine Flor und Oberarzt Dr. Burkhard Dasch.

Postoperative Schmerzen werden von

Patienten immer weniger akzeptiert. Die

verbreiteten Möglichkeiten, solche

Schmerzen wirksam und schonend zu

behandeln, sprechen sich herum. Neben

den negativen Folgen von übermäßigen

Schmerzen auf den direkten Krankheitsverlauf

kann dies dazu führen, dass sich

Patienten bestimmte Kliniken aussuchen

bzw. umgehen. Die Klinik für Anästhesiologie

des Katholischen Klinikums

will dieses Potential künftig viel besser

ausschöpfen.

Das Thema wird auch in der Öffentlichkeit

immer wichtiger. Anästhesie- und Chirurgie-

Fachgesellschaften haben eine bundesweite

Untersuchung gestartet, die kontinuierlich

die Ergebnisqualität der postoperativen

Schmerztherapie auswertet. Dabei hat sich

gezeigt, dass in unseren Häusern noch einige

Verbesserungen möglich sind. Über

die Aufgabenstellungen in der operativen

Medizin hinaus ist die Klinik für Anästhesiologie

fachlich qualifiziert für die Therapie

akuter und chronischer Schmerzzustände

nach Abklärung des grundleidens. Wird die

Anästhesiologie durch die behandelnde Klinik

hinzugezogen, ist sie für die Schmerzbekämpfung

zuständig. Die das grundleiden

behandelnde Klinik bleibt stets für die

Diagnostik und Therapie der ursächlichen

Krankheit verantwortlich. Schmerztherapie

ist manchmal schwierig, da Schmerzen von

vielen Faktoren beeinflusst werden und

zeitaufwändig sind - im zeitalter der Arbeits-

verdichtung und Personalverknappung eine

knappe Ressource. Um diesen Problemen

zu begegnen, wird die postoperative

Schmerztherapie daher in vielen Bereichen

neu organisiert. Bei uns heißt sie „Sektion

Akutschmerztherapie“. gemeinsam mit den

operativen Kliniken haben wir ein festes

Schema nach dem neuesten Stand der Forschung

für die standardmäßige postoperative

Schmerztherapie erarbeitet.

Fast alle Kliniken ziehen mit

Nach der OP betreut der Akutschmerzdienst

(AKSD) engmaschig alle Patienten

des Akutschmerztherapie-Programms. Neben

mindestens einer Visite pro Tag durch

das AKSD-Team steht rund um die Uhr ein

Bereitschaftsanästhesist zur Verfügung. Mit

dem AKSD-Team stellen wir eine Einheit

von Schmerzexperten, die an der Schnittstelle

zwischen den Fachabteilungen vermitteln.

Damit kommt das Klinikum den Forderungen

zur interdisziplinären zusammenarbeit

nach, wie sie die betreffenden Fachgesellschaften

fordern. Fast alle KKB-Klinikdirektoren

sind von dieser zusammenarbeit

überzeugt und unterstützen sie voll und

ganz. Während seiner täglichen Visiten wird

der Erfolg der postoperativen Schmerztherapie

überprüft und die Behandlung angepasst.

Durch diese Anpassungen wird vom

standardmäßigen Vorgang „nach Plan“ abgewichen,

aber durch weitere Überprüfungen

werden diese Abweichungen erneut

Impuls Dezember 2010 5

angepasst. So werden vom AKSD-Team

nur die Werte registriert, die zur Steuerung

des Therapieprozesses hilfreich sind. Letztlich

werden damit die AKSD-Mitglieder zu

Qualitätsmanagern am Krankenbett - eine

wichtige grundlage für zukünftige zertifizierungen.

Voraussetzungen für

Zertifizierung geschaffen

Der bundesweite Vergleich der postoperativen

Schmerztherapie führt zu einer Art

Rangfolge unter den teilnehmenden Krankenhäusern.

Damit entsteht ein Wettbewerb.

Hinten stehende Kliniken werden

dies zum Anlass nehmen, die postoperative

Schmerztherapie zu optimieren, um sich zu

verbessern. Das so genannte „QUIPS“-Projekt

zielt genau auf diese Qualitätsverbesserung

in der postoperativen Schmerztherapie

und wird an bundesweit über 100 Kliniken

durchgeführt. An den Standorten St.

Josef- und St. Elisabeth-Hospital werden

auf acht Stationen entsprechende Datensätze

durch studentische Hilfskräfte erhoben

und ausgewertet.

Anästhesiepfleger Harald Schäfer („Pain

Nurse“) und Leitender Oberarzt Dr. Clemens

Sirtl beim Prüfen des Pain-Checks im OP-

Aufwachraum.

Mit der Teilnahme an dieser richtungsweisenden

Erhebung und Auswertung entscheidender

Daten (Benchmark-Projekt)

schafft die Klinik für Anästhesiologie eine

der Voraussetzungen für eine zertifizierung

einer hochwertigen postoperativen

Schmerztherapie. Weitere Informationen

dazu gibt es auf www.quips-projekt.de und

www.anaesthesie-bochum.de.

Bilal Cevik

Assistenzarzt Anästhesie und

Leiter der Akutschmerztherapie


6

Impuls Dezember 2010

St. Josef- u. St. Elisabeth-Hospital rezertifiziert

Durch die Unterstützung vieler Klinik-

Mitarbeiter ist es abermals gelungen, die

Qualität unseres Krankenhaus-Verbundes

unter Beweis zu stellen. Allen gilt

dafür ein herzlicher Dank. Wir konnten

erneut beste Noten in vielen Bereichen

für die Qualität unserer medizinischen

und pflegerischen Leistungen erreichen.

Insbesondere sahen die drei erfahrenen Visitoren

unsere Stärken in den intersektoral

organisierten Versorgungsstrukturen und

der Kooperation der Beteiligten an der Patientenversorgung.

Die Betriebsstättenübergreifende

Organisation des OP- Managements,

die Organisation der Fort- und

Die pflegerische Visitorin

Angelika Hausen, der

ärztliche Visitor PD Dr. Uwe

Torsten, der ökonomische

Visitor Rainer Anstätt und

der KTQ-Visitationsbegleiter

Ralf Obermeier (rechts)

gratulieren dem QM-Team

(Heike Fabian, Regina

glathe und Dr. Andreas

Hellwig), geschäftsführer

Franz Rainer Kellerhoff (3. v.

l.) und Pflegedirektor Elmar

Hanke (l.) zum erneut

verbesserten

Rezertifizierungsergebnis.

Weiterbildung, die Personalbedarfsplanung,

die Hygieneaktivitäten, Regelungen

zur Transfusionsmedizin und zum Notfallmanagement

wurden von den Visitoren als

vorbildlich bezeichnet. Des Weiteren wurden

die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

und die Nutzung der Informationstechnologie

ebenso wie die Unternehmensstrategie

und zielplanung sowie der Umgang mit der

schwierigen Thematik "Tod und Sterben im

Krankenhaus" positiv hervorgehoben. Auch

die Organisation des QM (zentral wie auch

dezentral) wurde gewürdigt. Das Ergebnis

unserer KTQ-Rezertifizierung, die in vielen

Bereichen des Klinikums durchgeführt wur-

Jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter

des Katholischen Klinikums sowie ganze

Teams können ihre Projekte zur Verbesserung

der Qualität unserer Einrichtungen

einsenden.

Der Preis soll Sie motivieren, unsere im

Leitbild verankerten Qualitätsziele praktisch

umzusetzen. zu Ihrer Bewerbung gehören

drei unabhängige Befürworter, die nicht im

unmittelbaren Arbeitsfeld des Projektes tätig

sind. Diese sind von Ihrer Arbeit überzeugt

und unterstützen Ihr Projekt. Der letzte

Klinikpreis ging an das Team vom zentrum

für Sexuelle gesundheit Team rund

um Prof. Norbert H. Brockmeyer am St. Josef-Hospital.

Ihr Engagement ist uns was wert!

Mit dem ausgeschriebenen Preisgeld von

10.000 Euro können Sie Ihre Abteilung fi-

de, lautete daher: "Die Visitoren haben der

Rezertifizierungskommission die Rezertifizierung

des Klinikums empfohlen.“ Diesem

abschließenden Satz hatten wir eine Woche

lang gemeinsam entgegengefiebert.

Die neuerliche zertifizierung zeigt, dass in

den Kliniken und weiteren visitierten Bereichen

die Anregungen und Erfahrungen aus

der letzten Überprüfung im Jahr 2007 umgesetzt

wurden. Qualität in Medizin und

Pflege auf einem hohen Standard zu halten,

ist ständige Aufgabe aller Mitarbeiter.

Dass uns dies gelungen ist, beweist das

von den Visitoren bescheinigte gute Ergebnis

und wir können gemeinsam stolz darauf

sein. Da das KTQ-zertifizierungsverfahren

sehr aufwändig ist, erforderte es ein

großes Engagement von Ärzten, Pflegekräften

und Verwaltungsmitarbeitern der

medizinischen und zentralen Einrichtungen.

Dabei wurde allerdings auch deutlich, an

welchen Stellen Verbesserungspotenzial

besteht. gemeckert wurde allerdings wenn,

dann „auf hohem Niveau“. Diese potentiellen

Verbesserungen werden ganz wesentlich

unsere Arbeit der nächsten drei Jahre

bestimmen.

Dr. Andreas Hellwig

Leiter Qualitätsmanagement

Qualitätspreis 2010 - Bewerbungen noch möglich

Regina glathe und Dr. Andreas Hellwig vom

Qualitätsmanagement mit dem noch

namenlosen Scheck des Qualitätspreiswettebwerbes

am Katholischen Klinikum

Bochum.

nanziell unterstützen. Stellen Sie uns Ihr

Projekt vor. Es gibt keine Beschränkung auf

Berufsgruppen oder Themen. Sie können

sich sofort bewerben. Einsendeschluss für

Bewerbungen ist der 31. Januar 2011. Weitere

Informationen zur Bewerbung stehen

im Managementhandbuch, das Interessierte

im Intranet finden.

Bei Fragen wenden Sie sich an:

Qualitätsmanagement

Dr. Andreas Hellwig

St. Elisabeth-Hospital

Bleichstr. 15

44787 Bochum

Tel.: 0234 / 612-899

Fax: 0234 / 612-323

E-Mail: qm@klinikum-bochum.de


Klinik-Ausrüstung demnächst

auch via Intranet zu kaufen

Wenn man das Wort Trödelmarkt hört,

denkt man immer an die vielen Trödelund

Flohmärkte. Vom Nagelsortiment,

über defekte Elektrogeräte bis hin zu antiken

Möbel findet man fast alles auf diesen

Märkten. Handeln ist Pflicht und der

Preis ist immer variabel. Dabei kommen

nicht selten Schnäppchen zustande, gelegentlich

aber auch Enttäuschungen.

So etwas wollen wir nicht. Wir wollen

hingegen einen hochwertigen Flohmarkt

bzw. Trödelmarkt über unser Intranet

aufbauen.

Das Angebot wird unter den Namen „Verkaufsbörse“

zu finden sein. Und dies stellen

wir allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern

des Katholischen Klinikum Bochum zur Verfügung.

Trödel im Klinikum? Welche Klinikartikel

könnten über Intranet verkauft werden?

Sicherlich keine abgelaufenen Medikamente.

Es gibt aber sehr viele Kliniksachen,

die nicht mehr benötigt werden oder

ersetzt werden müssen. Das können Dinge

sein wie z. B. Büroeinrichtungen, Computer,

Stationsinventar und geräte, die wir

Gut erhaltene, historische Fotos und

interessante Dokumente aus alten Zeiten

sucht das St. Josef-Hospital: Repräsentative

Außenaufnahmen der Klinik-

Gebäude, Bein-Eingipsen in der Ambulanz,

Visite durch den honorigen Chefarzt,

Verbandswechsel durch zwei Ordensschwestern,

Weinbrandbohnen für

das Schwesternzimmer, Krankenbesuch

von den Enkeln und Ähnliches sind

geeignete Motive.

Die schönsten dieser Fotos sollen (auf

Wunsch gern unter Erwähnung der Quelle)

Teil der großen Jubiläumsausstellung „100

Jahre in 100 Bildern“ im kommenden Jahr

werden. Dann feiert das St. Josef-Hospital

seinen 100. geburtstag. Mitarbeiter, die ein

oder mehrerer solcher Fotos im Besitz haben,

sind aufgefordert, diese (nach Möglichkeit

zusammen mit einer Bildzeile über

die dargestellten Personen bzw. Behandlungssituationen,

Örtlichkeiten und das Datum

der Erstellung des Fotos) an die Projektgruppe

für das Klinikjubiläum zu schi-

nicht mehr benötigen. Viele dieser Ausrüstungsgegenstände

wollen wir künftig nicht

einfach entsorgen, sondern unseren Mitarbeiterinnen

und Mitarbeitern zum Erwerb

über eine Verkaufsbörse im Internet anbieten.

Mit dieser Aktion entlasten wir unsere

eingeschränkten Lagerkapazitäten, handeln

umweltfreundlich und können immer

mal wieder Klinikum-Mitarbeiter mit all dem

ausstatten, was sie immer schon preisgünstig

anschaffen wollten. Ausgeschlossen

von dieser Verkaufsbörse sind private

Artikel. Die Vorgehensweise könnte einfacher

nicht sein: Die zum Verkauf anstehenden

Artikel werden (größtenteils) mit einem

aussagekräftigen Foto in unser Intranet eingestellt.

Wer sich zuerst meldet, hat die

besten Chancen, zum zuge zu kommen.

Der Kaufpreis wird individuell vereinbart.

Lassen Sie sich überraschen, was wir zu

bieten haben!

Otfried Priegnitz

Facility Management

cken. Die Anschrift für den Fotoversand per

Hauspost lautet: St. Josef-Hospital, Sekretariat

der geschäftsführung, z. Hd. Frau

günther. Die eingesandten Fotos werden

im St. Josef-Hospital eingescannt und den

Besitzern schon nach kurzer zeit wieder zurückgeschickt.

Weitere Informationen zu

diesem Thema erhalten Interessierte unter

0234 / 509-2744 (Medienreferent Vassilios

Psaltis). (vp)

Impuls Dezember 2010 7

Die ersten Angebote in der Intranet-Verkaufsbörse:

zwei neuwertige getränke-Kühlautomaten und vier

Therapie-Badewannen aus der physikalischen

Therapie stehen zum Verkauf.

St. Josef-Hospital sucht markante historische Fotos

Bild links zeigt die zufahrt

und das Hauptgebäude

des St. Josef-Hospitals in

den 30-er Jahren. Das

obere zeigt eine

Röntgenuntersuchung in

den 60-er Jahren.


8

Impuls Dezember 2010

Kulturhauptstadt in der Kapelle

Das Jahr der Kulturhauptstadt

Ruhr.2010 geht dem Ende entgegen - gefüllt

mit vielen Angeboten. Mit im Boot

war unser St. Josef-Hospital als eine der

52 spirituellen Kultur-Tankstellen im Bistum

Essen. Es war ein volles Programm

– wir haben im IMPULS schon darüber

gelesen. Höhepunkt des zweiten Halbjahres

war sicher das zweite Fahnenprojekt

„DU & ICH“ mit 480 Gesichtern auf

80 Fahnen.

Es sind viele Köpfe unserer MitarbeiterInnen,

aber auch solche von Ehrenamtlichen

und gottesdienstbesuchern

- Menschen wie du und ich

eben (Bild links). gott zeigt

uns sein gesicht in den gesichtern

der Menschen - so

wie es in unserm Leitbild

heißt: „Der Mensch ist der

bevorzugte Ort der gegenwart

gottes.“ Ein weiteres

Highlight war sicherlich der

Theater-Chanson-Abend in

der Kapelle mit der bekannten

Künstlerin Petra Afonin.

„Bevor ich gehe, bleibe ich“

war ein sehr persönliches

Programm, ein mutiger und

ein berührender Abend, der

die 150 Besucher nicht

schonte. Petra Afonin erzählt

vom Tod, von der

Trauer, vom Abschiednehmen – und immer

wieder von der Liebe. Denn Tod und Liebe

gehören zusammen, zog sie am Ende des

Abends ihr persönliches Resümee. Angerührt

ja – aber deprimiert hat wohl niemand

am Ende des Abends die Kapelle verlassen.

Und dann gab’s noch die große Ausstellung

„Kreuztracht“ des renommierten Malers

Thomas Jessen. Auf 14 großformatigen Bildern

ist er mit sieben angehenden Priestern

den Kreuzweg Jesu nachgegangen. Für

den Betrachter stellt sich die Frage nach

dem Umgang mit den eigenen durchkreuzten

Lebensplänen (Bild rechts). Last but not

least: Abschluss des gesamten Jahres war

ein feierlicher gottesdienst mit dem mehrfach

prämierten Mädchenchor der Essener

Domkirche. An dieser Stelle den engagierten

Mitgliedern der Projektgruppe, Fritz godehardt

sowie den anderen Künstlern und

Sponsoren, den vielen Besuchern, unserem

Küchenteam und den vielen jetzt nicht

genannten Helfern einen großen Dank. Sie

alle haben dazu beigetragen, dass das St.

Josef-Hospital ein durchaus beachteter Teil

der Kulturhauptstadt Ruhr.2010 war und ist!

Berthold Bittger

Seelsorger am

St. Josef-Hospital

Lautes Treiben beim Still-Leben Ruhrschnellweg


Neue Dienstvereinbarungen geschlossen

In der Mitarbeitervertretungsordnung

(MAVO) werden die

Angelegenheiten, die durch

eine Dienstvereinbarung geregelt

werden können, im § 38

MAVO beschrieben. Dienstvereinbarungen

können dort abgeschlossen

werden, wo die Mitarbeitervertretung

(MAV) ein Mitbestimmungsrecht hat und

die Sachverhalte nicht durch Gesetz

oder Rechtsnormen, insbesondere

kirchliche Arbeitsvertragsordnungen,

abschließend geregelt sind. Dienstvereinbarungen

treten mit Unterschrift der

Geschäftsführung und der MAV in Kraft.

Die MAV des St. Josef- und St. Elisabeth-

Hospital hat mit dem Dienstgeber verschiedene

Dienstvereinbarungen abgeschlos-

Patienten des Katholischen Klinikums

Bochum, die von einem Krankenhaus zu

einem anderen, ins Seniorenstift oder zu

einer Arztpraxis gefahren werden, sind

seit einigen Wochen schnell, komfortabel

und ohne Wartezeiten unterwegs:

Dem Klinikverbund für solche Touren

jetzt ein moderner, neunsitziger, schneeweißer

Kleinbus zur Verfügung.

Der Ford Transit verfügt über eine zeitgemäße

Sicherheits- und Komfortausstattung

und ist nicht zuletzt mit einer zwei-zonen-

Klima-Anlage ausgerüstet. Ermöglicht wurde

die 43.000 Euro teure Investition durch

die großzügige Unterstützung von 34 Spen-

sen. geregelt wurde unter anderem der

Umgang mit abhängigkeitsgefährdeten und

abhängigkeitskranken Mitarbeitern, der

Schutz vor sexueller Diskriminierung, das

rauchfreie Krankenhaus, die Alarmierung

im Katastrophenfall, die Nutzung neuer Informations-

und Kommunikationstechnologie,

der Umgang mit Überstunden und zeitkonten

und vieles mehr. Im Intranet werden

alle abgeschlossenen Dienstvereinbarungen

der MAV mit dem Dienstgeber veröffentlicht.

Aktuell ist die „Dienstvereinbarung

Rückkehrgespräch“ vereinbart worden. Dabei

gibt es eine gesetzliche grundlage (Sozialgesetzbuch

IX, § 84 Prävention) in der

beschrieben wird wann, warum und wie ein

Rückkehrgespräch zu führen ist.

Lang dauernde Konflikte am Arbeitsplatz

können negative Auswirkungen auf die

dern und 24 Sponsoren aus Bochum und

Umgebung. Die Namen der Sponsorpartner

Impuls Dezember 2010 9

Leistungen und Arbeitsabläufe haben. Häufig

kommt es in diesem zusammenhang zu

Störungen der Arbeitsorganisation und der

Arbeitszufriedenheit. Die gesundheit der

Betroffenen, das Betriebsklima und die Produktivität

leiden. Der finanzielle Schaden

für das Unternehmen kann erheblich sein.

Dazu gibt es die neue Dienstvereinbarung

„Konfliktmanagement“. In dieser Dienstvereinbarung

werden die Pfade beschrieben,

die beschritten werden müssen, wenn lang

dauernde Konflikte am Arbeitsplatz an Mobbing

denken lassen. Wenn es Fragen dazu

gibt, steht Ihnen die Mitarbeitervertretung

gerne zur Verfügung.

Ulrike Puzicha-Westerheide

Mitarbeitervertretung

Neues Klinik-Mobil übernimmt Patientenfahrten

Sie waren für Oktober geplant, werden

nun aber wahrscheinlich erst zum Jahreswechsel

verteilt werden können: die

neuen Namensschilder. Der Grund für

die Verzögerung ist u. a. die Erstellung

der Fotos von allen Mitarbeitern / Mitarbeiterinnen,

ohne dass die Arbeitsabläufe

gravierend gestört werden.

An den geplanten Funktionen hat sich

nichts geändert: Wie bisher sollen die Namensschilder

Fremden / Außenstehenden

nur zeigen, wer Mitarbeiter / Mitarbeiterin

des Hauses ist. Die einzige neue geplante

Funktion im Vergleich zu heute ist, dass zukünftig

bargeldlos in der Cafeteria bezahlt

werden kann. Alle weiteren Funktionen, von

denen man zurzeit im Hause hört, wie z.B.

Mitarbeiter-Ortung oder auch Arbeitszeit-

Kontrolle sind weder möglich noch gewollt.

Aber, es gibt doch noch etwas Negatives:

Bei Ersatzausstellung nach Verlust oder

Beschädigung des Originals ist eine gebühr

in Höhe von 10,00 Euro fällig. Dies

hängt mit der besseren und damit teueren

Qualität der neuen Namensschilder zusammen.

Ansonsten gilt: Wir hoffen bzw. gehen

davon aus, dass nach Erhalt alle Mitarbeiter

/ Mitarbeiterinnen in unseren Einrichtungen

nur noch die neuen Namensschilder tragen

und alle „alten Kamellen“ damit endgültig

entsorgt werden.

Personalabteilung

finden sich auf den Karosserieflächen des

Fahrzeuges wieder, das fortan das St. Josef-Hospital

(Klinikum der Ruhr-Universität)

als „Heimathafen“ hat. Der Verwaltungsdirektor

des Katholischen Klinikums Bochum,

Bernd Milde, bedankte sich bei einem Empfang

im Hörsaalzentrum bei den Sponsorpartnern

herzlich für die finanzielle und ideelle

Hilfe bei der Beschaffung und Ausrüstung

des Klinikmobils. In den Dank schloss

er den Inhaber der Bochumer Werbeagentur

„51° NORTH / 7° EAST“ Klaus Seelmann

ein. Dieser hatte in monatelanger Arbeit das

Katholische Klinikum Bochum und die

Sponsorpartner zusammengebracht. (vp)

Neue Namensschilder sind bald im Umlauf

Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie

Dr. med. Sabine Mustermann

KATHOLISCHES KLINIKUM

BOCHUM

Das ist der neue Mitarbeiterausweis.

Die Klinikum-

Fotoabteilung

beim Erstellen

der Mitarbeiter-

Portraitfotos.


10

Impuls Dezember 2010

MRT-fester Herzschrittmacher implantiert

Bei einer Herzschrittmacheroperation (v.l.n.r.) Dr. Thomas Hummel (Oberarzt der gefäßchirurgie),

Dr. Klaus Haensch (Honorararzt Anästhesie), PJ Studentin, Dr. Thomas Reger (Assistenzarzt der

Klinik für gefäßchirurgie) und Thorsten Pape (stellvertretender OP-Leiter).

Im St. Josef-Hospital werden durch die

Kardiologische Universitätsklinik (Medizinische

Klinik II, Direktor Prof. Dr. Andreas

Mügge) und der Klinik für Gefäßchirurgie

(Direktor Prof. Dr. Achim Mumme)

seit kurzem moderne ICD- und Herzschrittmachersysteme

implantiert. Anvisiert

werden jährlich 200 Eingriffe mit 1und

2-Kammer-Herzschrittmachern zur

Behandlung von langsamen (bradykarden)

Herzrhythmusstörungen.

Seit über 25 Jahren werden im St. Josef-

Hospital innovative Schrittmacher implantiert.

Wir waren eine der ersten Kliniken, die

VDD-Systeme oder regelhaft bipolare Elektrode

oder alle Schrittmacher mit Frequenzadaptation

(Anpassung der Herzfrequenz

bei Belastung) engesetzt hat. Ein wichtiger

Meilenstein war in 2007 die Erweiterung der

Therapiemöglichkeiten durch die Implantation

von ICD-Systemen. Vor dem Hintergrund

neuer Studien hatte sich herausgestellt,

dass Patienten mit einer eingeschränkten

Pumpfunktion (


Gamma-Kamera rundet die Nuklearmedizin ab

Die MTRA Christin grefe-Kramer mit dem Oberarzt des Institutes für

Radiologie und Nuklearmedizin Dr. Josef Schaffstein

Neben dem PET/CT ist seit kurzem eine

neue Gamma-Kamera in der Nuklearmedizin

des St. Josef-Hospitals in Betrieb

gegangen. Sie komplettiert das Untersuchungs-

und Behandlungsspektrum dieser

Klinik. Bei der Kamera handelt es

sich um ein sehr hochwertiges Gerät (ecam

180/signature) des Herstellers Siemens

im Wert von 173.000 Euro.

Im gegensatz zum 20 Jahre alten Vorgängergerät,

einer Einkopfkamera, steht nun

ein großgerät mit

zwei Detektoren,

also zwei Aufnahmeköpfen,

eine so

genannte Doppelkopfkamera

zur

Verfügung. Ihre

Vorteile liegen darin,

dass Untersuchungen

für den

Patienten erheblich

komfortabeler

durchgeführt werden

können. Der

Patient braucht

sich nicht mehr

umzudrehen, damit

er von vorn und von hinten gescannt

werden kann. Er legt sich einfach mit dem

Rücken auf den Tisch und die Kamera tastet

Vorder- und Rückseite gleichzeitig ab.

Des Weiteren hat man durch die Doppelköpfe

eine doppelte Datenausbeute, so

dass viele aufwändige Untersuchungen

jetzt hier im Hause laufen können und unsere

Patienten nicht mehr in andere Kliniken

überwiesen werden müssen. Bei gleichen

Untersuchungszeiten werden deutlich

Impuls Dezember 2010 11

bessere Bildqualitäten erreicht. Dies bezieht

sich hauptsächlich auf neurodegenerative

Erkrankungen, wie z. B. Morbus Parkinson

oder Demenz.

Außerdem hat sich die Auswertsoftware

weiter entwickelt, so dass auf dem neusten

Stand der Technik Befunde erhoben werden

können. Die Szintigramme mit der

gamma-Kamera finden nur montags, mittwochs

und freitags statt. Dienstags und

donnerstags fertigen die Mitarbeiter der Nuklearmedizin

PET/CT´s und Radiosynoviorthesen

(gelenktherapien) an. Damit an den

entsprechenden Tagen möglichst viele Untersuchungen

durchgeführt werden können

ist es wichtig, dass die Patienten gut vorbereitet

in die Nuklearmedizin kommen (Haus

C, Kellergeschoss). Sie müssen ihre ausgefüllte

Einverständniserklärung, drei Aufkleber

und eine gut gelegte Braunüle mitbringen

(nach Möglichkeit in der Ellenbeuge).

Auch die Patienten haben dabei einen

Vorteil: Sie brauchen nicht vor- oder nachstationär

szintigrafiert zu werden.

Christin grefe-Kramer

Leitende MTRA Nuklearmedizin

Interdisziplinäre Studienambulanz gestartet

Die MS-Studienambulanz der Neurologischen

Klinik und die Kardiologische Studienambulanz

haben gemeinsame

Räumlichkeiten im JosefCarree bezogen.

Die neuen Räumlichkeiten sind

freundlich, hell und bieten eine moderne

Ausstattung. Aktuell werden hier Studienteilnehmer

vor allem in Phase III-Studien

in den Indikationen Multiple Sklerose,

Lungenembolie, Vorhofflimmern und

akuter Herzinfarkt betreut.

In Phase III-Studien geht es darum, die

therapeutische Wirkung neuer Medikamente

aussagekräftig abzusichern. zu diesem

zeitpunkt ist man bereits über die Erstanwendung

hinaus, die optimale Dosierung

wurde gefunden und es gibt deutliche Hinweise

auf Wirksamkeit und Verträglichkeit.

Dennoch gelten für klinische Studien

immer besondere Bedingungen: so gibt es

beispielsweise strenge Kriterien für die Patiententeilnahme,

und natürlich gehört eine

intensive Aufklärung dazu. Der gesamte

Ablauf ist in einem Prüfplan festgehalten,

von dem nicht abgewichen werden darf.

zwar müssen die Patienten das Studienzentrum

oft und über einen langen zeitraum

besuchen, eine Teilnahme

lohnt sich für

viele aber dennoch.

Die genehmigung

durch Ethikkommission

und Behörden wird

nach intensiver Prüfung

nur dann erteilt,

wenn das neue Verfahren

im Vergleich

zur besten bis dahin

bekannten Methode

einen Vorteil erhoffen

lässt und Risiken sowieUnannehmlichkeiten

akzeptabel sind.

Für die Organisation

verantwortlich sind Susanne

Barbera, leitende Studienschwester

in der Kardiologie, und Claudia Nabring,

hauptverantwortliche Studienschwester in

der neurologischen Studienambulanz. In

zusammenarbeit mit den jeweiligen Prüfärzten

gehören die Begleitung der Patientenbesuche

und die sehr aufwändige medizinische

Dokumentation zu den Hauptaufgaben

einer Studienschwester. Bei Interes-

Das Team der Kardiologischen Studienambulanz: Conny Lenze,

Susanne Barbera, Sandra Albrecht, Sigrid Obermeier, gabriela Pryka

und Jessika Bieschke.

se an einer Hospitation gewähren wir gerne

Einblicke in unsere Arbeit.

Interdiziplinäre / Kardiologische

Studienambulanz

Josef Carree (Haus J), 1. Etage

Telefon 0234 / 509-2749

Telefax 0234 / 509-2743

ksab@klinikum-bochum.de


12

Impuls Dezember 2010

Herzlich willkommen, Prof. Dr. Thomas Lücke!

Am 1. Juli 2010 hat Prof. Dr. Thomas Lücke

die Abteilung für Neuropädiatrie mit

Sozialpädiatrie der Klinik für Kinder- und

Jugendmedizin (Direktor: Prof. Dr. Eckard

Hamelmann) übernommen. Er vertritt

damit auch die erste neu geschaffene

W2-Professur für Neuropädiatrie an

der Ruhr-Universität Bochum.

Prof. Dr. Thomas Lücke ist Facharzt für Kinder-

und Jugendmedizin und Kinderneuro-

loge. Er besitzt überdies die zusatzbezeichnung

„Ernährungsmedizin“. zuletzt war er

Oberarzt an der Medizinischen Hochschule

Hannover und dort für die Bereiche Kinderneurologie,

angeborene Stoffwechselerkrankungen

und Entwicklung zuständig.

Der 41-jährige Mediziner leitete dort die ArbeitsgruppeStickstoff-Monoxid-Stoffwechsel

im Kindes- und Jugendalter und baute

gemeinsam mit Prof. Dr. Anibh Das das

„Metabolische zentrum Hannover“ auf.

Nach dem Studium in göttingen, Hannover

und Würzburg promovierte er mit Auszeichnung

am Institut für Neurophysiologie (Prof.

Dr. R. F. Schmidt) über ein elektrophysiologisches

Thema. Nach einem Sub-internship

in New York und einer Forschungsphase im

zentrum Pharmakologie und Toxikologie

der Medizinischen Hochschule Hannover

führte er die Facharztweiterbildung an der

Universitätskinderklinik Hamburg-Eppendorf

fort. Unter den Professoren Bentele,

Kohlschütter und Ullrich spezialisierte er

sich auf die Betreuung von Kindern mit neurologischen

Problemen und angeborenen

Stoffwechselerkrankungen, bevor er diesen

Bereich dann oberärztlich an der Medizini-

schen Hochschule Hannover vertrat. Prof.

Thomas Lücke wünscht sich insbesondere

eine enge Kooperation mit den Kollegen

der Erwachsenenneurologie und plant neben

dem Ausbau der Neuropädiatrie den

Aufbau einer Sprechstunde für angeborene

Stoffwechselerkrankungen. Der verheiratete

Vater von vier Kindern (zwei Mädchen

und zwei Jungen) wohnt inzwischen in Bochum.

Erreichbar ist er telefonisch über

sein Sekretariat (Nicole Turek, Durchwahl -

2686 und -2687, E-Mail: n.turek@klinikumbochum.de)

bzw. auf direktem Weg per Email

unter t.luecke@klinikum-bochum.de

oder luecke.thomas@ruhr-uni-bochum.de.

Übrigens: Prof. Dr. Thomas Lücke hat seine

neue Aufgabe standesgemäß angetreten:

Sein jüngster Kind, Henrike Elisabeth (!),

kam – quasi während einer kurzen Unterbrechung

der familiären Wohnungssuche -

im St. Elisabeth-Hospital auf die Welt. Soviel

Verbundenheit wurde von den Kinderklinik-Kollegen

natürlich sogleich honoriert:

Als geburtsgeschenk gab’s die

VfL Bochum-Erstlingsausstattung in den

Vereinsfarben. Seien Sie allesamt herzlich

willkommen in Bochum! (tl)

Ilse Weyers wurde mit Ehrenmedaille geehrt

Unverhoffte Ehrung für Ilse Weyers

aus dem Facility Management:

Der langjährigen Mitarbeiterin im

Katholischen Klinikum wurde die

Ehrenmedaille der Stiftung Kinderzentrum

Ruhrgebiet verliehen.

Sie sei immer da, wenn Rat und Hilfe

gebraucht werde, würdigte Stiftungsvorstand

Dr. Jörg Hohendahl das

Wirken der 56-jährigen gelernten Kinderkrankenschwester.

Ilse Weyers ist

der Stiftung seit ihrer gründung im

Jahr 2001 eng verbunden. Da die

Medaillenträgerin erst bei der Verleihung

von ihrem glück erfuhr, war die

Überraschung perfekt: „Ich habe

mich wirklich riesig gefreut“, sagte die

geehrte gerührt. Ilse Weyers ist in

den Einrichtungen des Katholischen

Klinikums seit 1971 tätig. Der Einsatz

für behinderte und von Behinderung

bedrohte Kinder an der Klinik für Kinder-

und Jugendmedizin liegt ihr dabei

besonders am Herzen. (vp)


Nur Theaterrauch – dennoch sehr realistisch: Die

Feuerwehr geht mit Atemmasken in den vollständig

verrauchten Raum. In diesem Raum kämen

Rettungsversuche vom Krankenhauspersonal viel zu

spät. Hier darf es kein falsch verstandenes

Heldentum geben.

Mittwoch, 10 Uhr – geschäftiges Treiben

auf der Station. Plötzlich, was ist denn

das? Schwester Petra sieht Qualm aus

dem Physiotherapieraum dringen. Feuer?

Alarm? Wie war das noch? Was habe

ich in der Brandschutzübung gelernt?

Richtig - „Ruhe bewahren“ und

Brandmelder betätigen.

zum glück war es nur eine Übung, deren

Anfang gerade geschildert wurde und die

Anfang Oktober im St. Josef-Hospital stattfand.

Aber es war schon sehr realistisch.

Mit Hilfe einer Nebelmaschine, die im Physiotherapieraum

der Station OR1 aufgestellt

war, wurde Qualm erzeugt. Darauf hin

mussten die Patienten, die in dem betroffenen

Bereich lagen, hinter die nächste

Brandabschnitstür evakuiert werden. Die

Feuerwehr kam mit einem Löschzug und

„löschte“ das Feuer. zwei „Verletzte“ mussten

aus dem Brandzimmer gerettet werden.

Hierfür hatte die Feuerwehr Statisten mitgebracht.

Mit der „Löschung“ des Brandes war

die Evakuierungsübung beendet. Die Patienten

konnten wieder auf ihre zimmer. Die

Arbeit auf der Station konnte weitergehen.

Richtig los ging die Übung jetzt für die Mitglieder

der Einsatzleitung und das Technikteam.

In der Einsatzleitung

läuft alles zusammen

Bei einem Brand setzt sich die Einsatzleitung

zusammen. Diese besteht aus der geschäftsführung,

der Betriebsleitung und

dem Technischen Direktor. Aufgabe der

Einsatzleitung ist es, darauf zu achten,

dass alle notwendigen Maßnahmen bei einem

Brand durchgeführt werden und alle

Informationen an einer Stelle zusammenlaufen.

Bei der Übung waren es vor allem

zwei wichtige Aufgaben: Der Brand war gelöscht.

Aber jetzt kam sie – die Schreckensmeldung:

Löschwasser legte die Orthopädische

Ambulanz und die zentralküche lahm.

Die Patienten der orthopädischen Ambualnz

konnten schnell in die zentrale Patientenaufnahme

„verlegt“ werden. Aber was ist

mit der Küche? Im Ernstfall hätte der Ausfall

der Küche um diese Uhrzeit bedeutet, dass

die Patienten des St. Josef-Hospitals erst

einmal kein Mittagessen bekommen hätten.

Wie organisiert man schnell ein Mittagessen

für alle Patienten? Wie informiert man

die Stationen, dass das Essen voraussichtlich

später geliefert wird und so weiter? In

jedem Notfall kommt auf die Technik eine

Fülle von Aufgaben zu. Wege müssen über-

Impuls Dezember 2010 13

Den Brandablauf überwacht die Einsatzleitung - v.l.n.r. mit Protokollführerein Marion Herfert,

Pflegedirektor Elmar Hanke, Technischer Direktor Ralf gottowik, Ärztlicher Direktor Prof. Dr. Andreas

Mügge, Verwaltungsdirektor Bernd Milde. Im Hintergrund beobachten PD Dr. Christoph Hanefeld und

Dr. Cordula Kloppe.

„Brand auf

Station OR1“ - Alarmübung im St. Josef-Hospital

wacht, Fahrstühle müssen ausgeschaltet

werden. Stromleitungen und andere Versorgungseinrichtungen

müssen unter Umständen

abgesperrt werden. Im Notfall treffen

sich daher alle Mitarbeiter in der zentrale

des technischen Einsatzteams und erhalten

dort ihre Aufträge.

Die nächste Übung

kommt bestimmt

Und am Ende der Übung: Was konnten wir

mitnehmen? Vieles hat gut geklappt, einiges

hätte besser ablaufen müssen. Hier gilt

es aus den gemachten Fehlern zu lernen:

Die Alarmpläne zu überarbeiten, die Schulung

weiter zu verbessern usw.. Es war

aber auf jeden Fall gut, eine solche Übung

gemacht zu haben. Denn es ist immer gut,

auf die Katastrophe vorbereitet zu sein. Darum:

Die nächste Übung kommt bestimmt.

Vielleicht sind Sie es ja demnächst, der gefordert

ist, richtig zu reagieren.

Andreas Koppenhagen

Stellvertretender

Verwaltungsdirektor


14

Impuls Dezember 2010

PD Dr. C. Hanefeld neuer Chef der „Elli-Inneren“

Neuer Hausherr der Medizinischen Klinik III: PD

Dr. Christoph Hanefeld (links) bei der

Amtsübergabe mit seinem Vorgänger Prof. Dr.

Herbert Neumann.

Am 1. Dezember stand an der Spitze der

Medizinischen Klinik am St. Elisabeth-

Hospital ein Wachwechsel an: Aufsichtsrat

und Geschäftsführung des Katholischen

Klinikums Bochum haben PD Dr.

Christoph Hanefeld zum neuen Klinikdirektor

bestellt. Der 42-jährige Internist

und Kardiologe löst Prof. Dr. Herbert

Neumann, der sich 64-jährig seitdem

Hausherr im neuen Praeventicum ist.

Die Medizinische Klinik deckt das gesamte

Spektrum der Inneren Medizin ab: Dazu gehören

vor allem Herz-/Kreislauf-, Magen-

/Darm- und Stoffwechselerkrankungen. Die

Klinik hat 120 Betten. 13 Ärzte, darunter 4

Fachärzte, und 37 Pflegekräfte versorgen

jährlich knapp 4.000 stationäre und gut

2.000 ambulante Patienten aus Bochum

und dem gesamten mittleren Ruhrgebiet.

Der neue Klinikdirektor ist im Katholischen

Klinikum Bochum kein Unbekannter: Seit

dem Jahr 2008 ist er geschäftsführender

Oberarzt der Kardiologischen Universitätsklinik

am St. Josef-Hospital. Im selben Jahr

wurde er an der Ruhr-Universität Bochum

habilitiert. Der Facharzt für Innere Medizin

besitzt die zusatzqualifikationen Kardiologie,

Notfall- und Intensivmedizin. Die besten

Wünsche von Aufsichtsrat und ge-

schäftsführung für die neue Aufgabe von

PD Dr. Christoph Hanefeld gehen mit einem

Dank an Vorgänger Prof. Dr. Herbert Neumann

einher. Der Facharzt für Hämatologie

und Onkologie studierte Medizin in Würzburg

und Freiburg. Seiner Innere Medizin-

Facharztausbildung schloss sich bereits

1985 die Habilitation an der Universität

Freiburg an. Vor seiner Berufung zum Klinikdirektor

war Prof. Neumann Leitender

Oberarzt am St. Josef-Hospital. Er ist Mitglied

des zentrums für Medizinische Ethik

der Ruhr-Universität und Vorsitzender des

Hospizvereins St. Hildegard. Beiden Aufgaben

wird er sich auch in zukunft widmen.

Der ärztliche geschäftsführer Prof. Dr. Peter

Altmeyer: „Vor allem bei der Patientenversorgung

hat sich Prof. Neumann große

Verdienste erworben. Wir vertrauen ihm

deshalb gern unser neues Praeventicum im

JosefCarree an.“ Sinn dieser Einrichtung

ist, zusätzlich zur Diagnostik und Therapie

auch dem immer wichtiger werdenden Aspekt

der Vorsorge Rechnung zu tragen.

Vassilios Psaltis

Presse- und Öffentlichkeitarbeit

Neuer Eingangstrakt begeistert die Patienten

Die Eröffnung des neuen Eingangstraktes

am St. Elisabeth-Hospital wurde Ende

September viel beachtet. Der neue

Funktionstrakt sorgt nicht nur für mehr

und bessere Arbeitsmöglichkeiten. Er

wertet die Bochumer Innenstadt auch

städtebaulich auf.

zahlreiche Festgäste, Partner, Mitarbeiter

und Journalisten nutzten das Angebot die

neuen Untersuchungs- und Behandlungsräume

zu begutachten. Die Computer-gesteuerten

Operationsmöglichkeiten, um

z.B. Tumore zu entfernen, beeindruckten

vor allem Oberbürgermeisterin Dr. Ottilie

Scholz (Bild links), die sich ausführlich umschaute

und von KKB-geschäftsführer

Franz Rainer Kellerhoff (2. v.r.), HNO-Klinikchef

Prof. Dr. Stefan Dazert (vorn rechts)

und KKB-Technik-Bereichsleiter Ralf gottowik

(hinter dem Stuhl) zusammen mit den

Reportern und anderen gästen eine per-

sönliche Führung bekam. Viel Lob gab es

von den Besuchern auch für die 5 Sterne-

Hotel-ähnliche Empfangshalle und die stilvoll

eingerichtete Cafeteria mit ihrer Außenterasse.

Die Fassade vor dem barrierefreien

Eingang besteht aus einer Stahl-glas-

Konstruktion. Dieser zeitgemäße architektonische

Entwurf gelang, weil die Liegendkrankenanfahrt

an einen Seiteneingang

verlegt und ebenfalls überdacht wurde. Insgesamt

wurden durch diese drei Millionen

Euro teure Baumaßnahme 920 Quadratmeter

zusätzlich geschaffen. Im Rahmen eines

zehn-Jahres-Plans stehen schon bald neue

Baumaßnahmen an. Im Mittelpunkt steht

dabei die grundsanierung einer Reihe von

Patientenzimmern. Die letzten Vier-Bett-

Stationen mit zimmern ohne eigene Nasszelle

sollen so schnell wie möglich der Vergangenheit

angehören. (vp)


PKMS gut gestartet

Stationsleiterin Cornelia Sommer (links) und Krankenschwester Sina Duda (beide St. 6 im St.

Maria Hilf-Krankenhaus) beim Ausfüllen eines PKMS-Bogens.

Ende 2009 hat die Pflegedirektion die erste

DRg in der Pflege nach den gesetzlichen

Vorgaben in unseren Krankenhäusern eingeführt.

Es handelt sich um den Pflegekomplexmaßnahmenscore

(PKMS). Dokumentiert

werden hochaufwendige Pflegetätigkeiten

in fünf Leistungsbereichen der

grundpflege, die an unterschiedliche grün-

Seit dem 15. Oktober wird die geschäftsführung

des Katholischen Klinikums durch

eine neue Assistentin unterstützt: Ina Joraschkewitz

wird vor allem das neue JosefCarree

im Haus J betreuen. Sie begann

ihre Karriere ganz in der Nähe als sie 1999

an der Hildegardisschule Bochum ihr Abitur

erwarb. Nach dem Studium der Arbeitsund

Organisationspsychologie an der

Ruhr-Universität Bochum blieb sie zunächst

im universitären Umfeld. An der Uni

Dortmund begleitete Ina Joraschkewitz ein

Praxisprojekt zur Ausbildung innovativer

Organisationsstrukturen und -kulturen. Als

Projektmanagerin im Bereich Personal

wechselte sie anschließend zu einer international

agierenden Logistikfirma. zuletzt

war die 30-jährige als Projektleiterin eines

Assessmentcenters im Weiterbildungsbereich

tätig. Dort war sie sowohl mit der

theoretischen Konzeption als auch mit der

de gekoppelt sind. In zusammenarbeit mit

dem Medizincontrolling wurden die Mitarbeiter

aller Abteilungen geschult, um Sicherheit

für die Instrumentenhandhabung

zu bekommen. Die Pflegedirektion und das

Medizincontrolling begleiten das Projekt

weiterhin und besuchen jeden Stationsbereich,

um aktuelle Fragen zu beantworten,

praktischen Umsetzung und der Leitung

des Projektbereichs betraut. Ihre fachli-

Impuls Dezember 2010 15

neue Erkenntnisse zu kommunizieren,

Tipps zu vermitteln und die politischen Hintergründe

zu erläutern. Jede Woche stehen

aktuelle zahlen aller Bereiche der Pflegedirektion

zur Verfügung, die Aufschluss darüber

geben, wie viele A 4-Patienten (Patienten.

mit hochaufwändiger Pflege) von den

Pflegenden identifiziert wurden. Somit ist es

möglich zeitnah mit den Stationen zu sprechen,

wenn die Idee entsteht, dass Mitarbeiter

Probleme in der Anwendung oder

Umsetzung mit den PKMS-Bögen haben.

Insgesamt können wir für dieses Jahr ein

gutes Resümee ziehen. Engagiert sind die

Pflegenden an die neue Herausforderung

herangetreten und haben zufrieden stellende

Ergebnisse produziert. In einigen Betriebsteilen

wurden sehr gute Ergebnisse

erreicht, in anderen gibt es jedoch verbesserungswürdige

Leistungen, z.B. wenn

nicht kontinuierlich Daten gesammelt werden.

Im zusammenhang mit den komplexen

Aufgaben, die jeden Tag im Stationsalltag

zu bewältigen sind, bedankt sich die

Pflegedirektion bei allen im PKMS-Prozess

beteiligten Mitarbeitern für das Engagement

und die Motivation.

Renate Plenge

Pflegemanagerin

Ina Joraschkewitz unterstützt Geschäftsführung

chen Schwerpunkte sind Projektmanagement,

Organisationsentwicklung, Potentialerkennung

und -ausbau bei Menschen

und Unternehmen. Dass sie Spaß daran

hat, neue Menschen und Situationen kennen

zu lernen, ist für den Einstieg im Katholischen

Klinikum Bochum sicherlich von

großem Vorteil. Ina Joraschkewitz hat ihr

Büro zwar im St. Josef-Hospital und ihr Fokus

wird in den ersten Monaten auf dem

JosefCarree liegen, aber auch die anderen

Häuser und Einrichtungen des Klinikums

werden eine Rolle bei ihrer Arbeit spielen.

Sie wird dabei als Bindeglied zwischen

geschäftsführung, Kliniken und allen anderen

Bereichen fungieren. Anregungen,

Lob und Tadel nimmt die geschäftsführungsassistentin

gern unter der Rufnummer

0234 / 509-3704 oder per Mail über i.joraschkewitz@klinikum-bochum.deentgegen.

(ij)


16

Impuls Dezember 2010

Bochum bekommt besten Baby-Notarztwagen

Setzen sich für den Babynotarztwagen ein (v.l.n.r.): Ärztlicher Rettungsdienst-Leiter PD Dr. Christoph Hanefeld, Feuerwehr-Rettungsdienstleiter Simon

Heußen, Kinderklinikdirektor Prof. Dr. Eckard Hamelmann, Neonatologie-Leiter Dr. Norbert Teig, Melanie Storch (Björn-Steiger-Stiftung), geschäftsführer

Franz Rainer Kellerhoff mit einem Rettungsfahrzeug, in dem in Notfällen ein mobiler Inkubator fixiert werden muss (Foto: Stadt Bochum, Presseamt).

Kranke Babys aus Bochum und Umgebung

werden künftig noch schonender

transportiert. Dazu wird ein Baby-Notarztwagen

angeschafft, der künftig dauerhaft

an der Innenstadtwache der Feuerwehr

(Bessemer Str.) stationiert wird.

Die Universitätskinderklinik am St. Josef-Hospital,

die Bochumer Feuerwehr

und die Björn Steiger Stiftung setzen

dieses Projekt in einer Art „konzertierter

Aktion“ um.

Das neue Fahrzeug rundet

zusammen mit den „normalen“ Rettungsfahrzeugen

und dem Klinikmobil des

Katholischen Klinikums die Transportflotte

optimal ab. Jährlich fallen in Bochum und

Umgebung bislang gut 100 Fahrten mit

Säuglingen an. Meist handelt es sich dabei

um Fahrten nach Entbindungen, bei Unfällen,

schweren Erkrankungen, von Arztpraxen

aus oder in Spezialkliniken. Die kleinen

Patienten müssen dabei besonders schonend

transportiert werden. Kranke Säuglinge

werden bislang in herkömmlichen Rettungswagen

bewegt, in die ein Brutkasten

eingesetzt wird. „Das hat zwar bislang problemfrei

funktioniert, das neue Spezialfahrzeug

(Bild links) ist jedoch allemal die bes-

sere Lösung. Es ist optimal gefedert, hat eine

hochmoderne Versorgungstechnik installiert

und ist speziell auf die Bedürfnisse

von kleinen Patienten abgestimmt. Unserer

Stuttgarter Feuerwehrkollegen waren bei

einer Reihe von Tests mit alledem sehr zufrieden“,

erläutert der Rettungsdienst-Abteilungsleiter

der Bochumer Feuerwehr Simon

Heußen.

Mehr Sicherheit,

Ruhe und Komfort

Für die grundfinanzierung des 200.000

Euro teuren Fahrzeugs sorgt, wie schon andernorts

die Björn Steiger Stiftung. Dieser

Etat muss jedoch durch weitere Spenden

aufgestockt werden. Der Direktor der Klinik

für Kinder- und Jugendmedizin Prof. Dr.

Eckard Hamelmann: „Jeder Euro hilft uns

dabei. Denn wir wollen, dass auch schwer

geschädigte Kinder die beste Versorgung

kriegen. Es wäre fatal, wenn z.B. bei Unfällen

durch unzureichende Dämpfung des

Fahrzeugs Erschütterungen und Vibrationen

während der Fahrt den gesundheitszustand

der kleinen Patienten verschlechtern

würden. Darüber hinaus sollen kommt vor

allem den Frühchen die verringerte Lärmbelastung

zugute.“ Für das geld bekommt

Bochum ein Rettungsfahrzeug der neuesten

generation: Merkmale sind ein aktives

Dämpfungssystem und ein Tragentisch mit

einem querverbauten Transportinkubator.

Neben Beatmungsgerät, Spritzenpumpen,

Überwachung sowie Sauerstoff- und Druck-

luftversorgung gibt es Platz für weitere

technische Einrichtungen. So beinhaltet

das Fahrzeug eine Thermobox und Kühlschubladen.

Abgesehen von der Rettungsdienstbesatzung

und dem kleinen Patienten

können bis zu vier weitere Personen wie ein

Kinderarzt, Kinderkrankenschwester, Hebamme

oder ein bis zwei Angehörige mitfahren.

Die Björn Steiger Stiftung (BSS) hat

dieses Projekt initiiert und trägt neben den

beteiligten Partnern einen großteil der Kosten.

Bereits jetzt sammelt die BSS Spenden

und sucht Förderer für die Fahrzeug-Finanzierung,

um sie qualifizierten Perinatalzentren

zu übergeben. Insgesamt sollen bis

Ende 2014 rund 100 Fahrzeuge finanziert

werden. Weitere Informationen gibt es bei

der Stiftung telefonisch unter 0711 / 320

666 12 oder auf der Homepage www.steiger-stiftung.de,

bei der Feuerwehr Bochum

unter 0234 / 9254-550 (Simon Heußen)

oder unter 0234 / 612-631 Dr. Norbert Teig

(Leiter Perinatalzentrum Bochum).

Wer das Bochumer Baby-Notarztwagen-

Projekt mit einer (steuerlich abzugsfähigen)

unterstützen möchte, kann dies mit

einer geldspende auf folgendes Konto

tun: Bernhauser Bank, Konto 4444 116,

Bankleitzahl 612 623 45, Stichwort: Baby-

Notarztwagen Bochum, Name und Anschrift.

Vassilios Psaltis

Presse- und

Öffentlichkeitsarbeit


Singen, seufzen, sanftmütig sein -

Dem „Klinik-Kutscher“ sind

unsere Patienten sehr vertraut

Seine Markenzeichen sind Baskenmütze,

sehr gute Umgangsformen und ein

tägliches Ritual: Mittagessen in der St.

Josef-Cafeteria, im Anschluss ein Zigarillo,

ein starker schwarzer Kaffee und

die Lektüre geistlicher und manch anderer

schwerer Kost auf einer Bank im benachbarten

Klinikpark. Die Rede ist von

einem Taxifahrer, der – um es gleich vorweg

zu sagen – kein Mitarbeiter ist.

Gleichwohl stellt sich Jochen Spieker

seit drei Jahren als eine Art „Honorarkonsul“

in den Dienst des Katholischen

Klinikums. Im Volksmund heißt er liebevoll

bereits „unser Klinik-Kutscher“.

Seit fast 20 Jahren ist der drahtige Mann

Taxifahrer im Kohlenpott. Diesen kennt er

als gebürtiger Wanne-Eickeler und aufgewachsen

in Wattenscheid wie seine Westentasche.

Immer schon steuerte er die Bochumer

Kliniken an. Seit einem Jobwechsel

biegt der 46-jährige fast täglich in unsere

zufahrten ein. Das tun auch andere, aber

kaum jemand wird so oft und freundlich gegrüßt.

Seine häufigste Tour, mitunter mehrfach

täglich, führt vom „Juppes“ zum „Elli“

(wie er sagt). Meist fährt er Patienten zu

Untersuchungen in die HNO, gynäkologie

oder Nuklearmedizin. zudem stehen Shuttle-Fahrten

mit Ärzten zu Konsilen auf dem

Plan und der ein oder andere Eiltransport

einer Pflegekraft bei krankheitsbedingten

Personallücken. Viele Fahrgäste begrüßt er

mit Namen, kennt genau ihre Funktion und

ihren Dienstort. „Menschen fahre ich am

liebsten“, sinniert er bei einem gemeinsamen,

ohne Hektik eingenommenen Mittagessen,

„aber manchmal geht es auch um

Dinge, die wichtig für die Menschen sind

und deshalb auch gewissenhaft erledigt

werden müssen: Botenfahrten mit dringend

benötigten Medikamenten oder Proben in

die Pathologie am Bergmannsheil bzw. ins

gesundheitsamt. Neulich war ein spezielles

chirurgisches Instrument darunter“, erinnert

er sich und seine wachen Augen leuchten

auf. Da hieß es nur: Junge, mach hinne, der

Patient liegt schon auf dem OP-Tisch!“ Ich

frage besser nicht im Detail, wie genau er

es dabei mit den Tempolimits und Schleichpfaden

unterwegs hält. Sein schaukelnder

Kopf ist Hinweis genug.

Aus diesem immer akkurat frisierten und rasierten

Kopf kommen manchmal aber auch

wohl getroffene Töne! getreu dem Paulus-

Leitgedanken „Freut Euch mit den Fröhlichen,

weint mit den Weinenden!“ geht er

gern auf seine Fahrgäste ein, ohne sich

aufzudrängeln. Vielleicht sein markantestes

Markenzeichen.

CDs und Taschentücher

sind immer zur Hand

Dass er Handicap-Patienten trockenen Fußes,

in der gebotenen Ruhe und auf

Wunsch auch untergehakt zu ihrem ziel

bringt, darum macht er kein Aufheben. Jochen

Spieker hört nicht nur scheinbar zu,

wenn ihm unsere Patienten von ihren Beschwerden,

Unsicherheiten oder ihrer leidvollen

Chemotherapie erzählen. Seine Taschentücher

haben schon so manche fremde

und eigene Träne aufgefangen. Freud

und Leid liegen oft nur wenigen Minuten

auseinander. Nach erfolgreichen Behandlungen

hört man den „Klinik-Kutscher“ „Unter

den Pinien von Argentinien“ oder „Einmal

um die ganze Welt“ und andere stimmungsvolle

Schlager lauthals anstimmen.

Ein entsprechendes CD-Archiv ist immer

griffbereit. Nicht selten bewerten seine

Fahrgäste dabei ihre Versorgung in unseren

Kliniken. „Wirklich Negatives habe ich

dabei noch nicht gehört, Lob hingegen häufiger

mal. Die Abteilung von Prof. Wolfgang

Schmidt (Medizinische Klinik I) schätzen

viele. Und wer einmal auf der neuen CarreeStation

logiert hat, fühlt sich dort sehr

gut aufgehoben.“

Organisationsmängel bringen

ihn nicht aus der Fassung

Und wo können wir besser werden? Auch

bei unangenehmen Themen muss Jochen

Spieker nicht lange überlegen und spricht

Klartext: „Leider gibt es hin und wieder für

die Patienten und für mich ärgerliche Mängel

in der Organisation. Da soll ich Patienten

abholen, die noch gar nichts von ihrer

Fahrt wissen und noch im Bett liegen. Da

werden falsche Röntgenbilder mitgegeben.

Konsiliarbriefe fehlen oder sind falsch be-

Impuls Dezember 2010 17

schriftet.“ Da sind nicht ganz selten Wege

doppelt zu gehen bis alles korrekt ist - unnötigerweise.

Wutanfälle? Schnappatmung?

„Nein“, sagt er sanftmütig, „bringt

nichts. Kopf schütteln im Auto reicht. Ich

weiß, dass es auf vielen Stationen oft hektisch

zugeht. Trotzdem würde ich mich gern

bei Euch behandeln lassen, wenn’s mal erforderlich

ist – egal in welcher Abteilung.

Das können Sie ruhig so schreiben!“ Hiermit

geschehen, lieber Jochen Spieker. Allzeit

gute Fahrt und lassen Sie sich den täglichen

zigarillo ja nicht schlecht reden.

Und für einen guten Kaffee sorgen wir

weiterhin gern…

Vassilios Psaltis

Presse- und

Öffentlichkeitsarbeit


18

Impuls Dezember 2010

Gute Bilanz des ersten Orthopädie-OP-Kurses

Die Kursteilnehmer bei einer OP am anatomischen Kniepräparat.

Gute Rückmeldungen gab es vom ersten

Bochumer Operationskurs zum Thema

Knorpel- und Meniskuschirurgie. In den

Räumen des klinisch anatomischen Forschungs-

und Fortbildungszentrums der

Ruhr-Universität informierten sich die

Kursteilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet

in Vorträgen über aktuelle Entwicklungen

in der gelenkerhaltenden

Therapie von Knieverletzungen.

Im praktischen Teil konnten die teilnehmenden

Ärzte unter der Anleitung von erfahrenen

Tutoren das zuvor gehörte ausgiebig

am anatomischen Präparat üben.

Der Direktor der Bochumer HNO-Klinik Prof. Dr. Stefan Dazert

(rechts) und der Präsident des HNO-Berufsverbandes Dr. Dirk

Heinrich (3. v.r.) mit ihren ruandischen Kollegen Dr. Kaitesi,

Dr. Rajab sowie einer OP-Mitarbeitern in Kigali.

Der Direktor der Bochumer Universitäts-

HNO-Klinik am St. Elisabeth-Hospital

Prof. Dr. Stefan Dazert, die OP-Fachschwester

der Klinik Susanne Kissinger

und der Präsident des HNO-Berufsverbandes

Dr. Dirk Heinrich haben mit einem

mehrwöchigen Aufenthalt im ostafrikanischen

Ruanda ein neues Kapitel

eines umfassenden Hilfsprojektes aufgeschlagen.

Damit wurde einem der Schwerpunktthemen

des im Mai gegründeten zentrums für

Regenerative Medizin und Knorpelchirurgie

des Katholischen Klinikums Bochum, nämlich

der Weiterbildung praktizierender Ärzte,

Rechnung getragen. Neben Referenten unseres

zentrums konnten namhafte Orthopäden

und Unfallchirurgen von renommierten

Kliniken als Vortragende und Tutoren

gewonnen werden. Dr. Dirk Holsten aus Koblenz

referierte über Meniskustransplantationen,

PD Dr. Stefan Hinterwimmer (München)

berichtete über die Möglichkeiten der

arthroskopischen Meniskusnaht. Auch das

Die zusammenarbeit

geht auf eine viel beachtete

Initiative des früheren

Bochumer HNO-Klinikchefs

Prof. Dr. Henning

Hildmann zurück

und hat die klinische Ausbildung

ruandischer Ärzte

im Fach Hals-Nasen-Ohrenheilkunde

zum ziel.

zu den größten Problemen

Ruandas zählt die

schlechte medizinische

Versorgung. Nach den

schrecklichen Ereignissen

des Völkermordes

vor 15 Jahren ist die fachärztliche Versorgung

landesweit noch unvollständig. So

stehen für elf Millionen Menschen derzeit

nur sieben HNO-Ärzte zur Verfügung. In anderen

Fachgebieten ist die ärztliche Betreuung

ähnlich knapp. Das deutsche Medizinerteam

hat in Kooperation mit dem ruandischen

gesundheitsministerium und der

Universität des Landes ein Projekt zur Ausbildung

von HNO-Ärzten begonnen. Dieses

Erlernen und Verfeinern der operativen Fähigkeiten

in der Meniskuschirurgie wurde

ausreichend Platz eingeräumt. Je zwei bis

drei Kursteilnehmer pro Kniepräparat hatten

die gelegenheit, an topmodernen arthroskopischen

Arbeitsplätze das Erlernte

gleich anzuwenden. Der zweite Kurstag

hatte die Knorpelchirurgie zum Thema. Dr.

Tobias Vogel und Dr. Heinrich Kleinert aus

Bochum referierten zum Thema Knorpeltherapie

und Knochen-Knorpeltransplantation,

Dr. Klaus Ruhnau aus gelsenkirchen

zum Thema Knorpeltransplantation. Wissenschaftliches

Highlight war der Vortrag

von Prof. Dr. Philipp Lobenhoffer (Hannover)

über kniegelenksnahe Umstellungsosteotomien.

Am Nachmittag des zweiten Tages

konnte dann wieder am Präparat geübt

werden. Die Auswertung der Kursevaluation

erbrachte ein überdurchschnittlich gutes

Ergebnis, sodass die Planungen zur Wiederholung

des Kurses im Herbst 2011 bereits

auf vollen Touren laufen.

Dr. Tobias Vogel

Ärztlicher Leiter des zentrum

für Regenerative Medizin

und Knorpelchirurgie

St. Elisabeth-HNO-Team hilft ruandischen Kollegen

Engagement wird durch den Rotary-Club

Bochum-Rechen, das Katholische Klinikum

Bochum und den Berufsverband deutscher

HNO-Ärzte unterstützt. Mit dem ziel, das

geplante Ausbildungsvorhaben zu starten

und die entsprechenden akademischen Voraussetzungen

zu schaffen, setzten sich

Prof. Dr. Stefan Dazert, Susanne Kissinger

und Dr. Dirk Heinrich in der Hauptstadt Kigali

und der Universitätsstadt Butare erfolgreich

auseinander. Das Projekt dient sowohl

der HNO-Ausbildung junger Ärzte

nach Abschluss des Medizinstudiums als

auch dem weiteren chirurgischen Training

der Fachärzte vor Ort in der modernen Mikrochirurgie

des Kopf-Halsbereiches. Neben

Vorlesungen, Seminaren und praktischen

Übungen wurden Lehroperationen

am Universitätsklinikum und einem weiteren

Krankenhaus durchgeführt.

Das langfristig angelegte Projekt wird von

mehreren erfahrenen deutschen HNO-Ärzten

aus verschiedenen Städten unterstützt,

so dass Expertenteams mehrfach pro Jahr

für einige Wochen das ostafrikanische Land

besuchen können. (sd)


Das Katholische Klinikum Bochum

komplettiert sein Angebot: Am 1.

Dezember hat erstmals ein Zentrum

für Präventivmedizin im JosefCarree

am St. Josef-Hospital

seine Arbeit aufgenommen. Die

Wichtigkeit für die Prävention

im Rahmen der Krankenversorgung

und –betreuung

ist in den letzten Jahren

durch aufwändige klinische

Analysen immer

mehr belegt worden.

„Wir haben 20 Fachkliniken

zur Diagnostik

und zur Heilung

von Krankheiten im

Katholischen Klinikum.

Es war an der

Zeit, dass wir uns auch

professionell damit beschäftigen

diesen Krankheiten

bereits frühzeitig

vorzubeugen“, begründet

der Ärztliche Geschäftsführer

Prof. Peter Altmeyer die

auch vom Aufsichtsrat einstimmig

beschlossene Innovation.

Im modern eingerichteten zentrum für Präventivmedizin

wird eine Serie von bewährten

Untersuchungen mit den neuesten Untersuchungsverfahren

vorgenommen, die

frühzeitig Risikofaktoren für Erkrankungen

bzw. Risikokonstellationen aufzeigen. Dies

gilt besonders für Erkrankungen des Herz-

Kreislaufsystems, der Atemwege, bei Stoffwechselerkrankungen,

rheumatischen Erkrankungen,

Störungen des Bewegungsapparates

und nicht zuletzt bei Vorsorgeuntersuchungen

für bösartige Erkrankungen. Angeboten

wird ein „Basispaket“ aus 19 Untersuchungen

(inklusive Laborparameter),

mit denen eine ausführliche Analyse des

gesundheitszustandes stattfindet. Auf der

Basis dieses Diagnosespektrums wird entschieden,

ob weitere Untersuchungen nötig

sind. Für die Arbeit des zentrums für Präventivmedizin

steht die gesamte Diagnose-

Kapazität des Universitätsklinikums des St.

Josef-Hospitals mit allen seinen Fachdisziplinen

zur Verfügung. Dazu zählen vor allem

die endoskopischen Verfahren, die

Röntgen-Untersuchungen sowie die Kernspinuntersuchungen

und die Kardio-Computertomografie.

zum Leiter des Bochumer zentrums für

Präventivmedizin wurde Prof. Dr. Herbert A.

Neumann berufen. Er war über viele Jahre

hinweg Chefarzt der Medizinischen Klinik

des St. Elisabeth-Hospitals. Prof. Herbert

Neumann (64) ist Facharzt für Innere Medizin,

Hämatologie und Onkologie. Er nimmt

die Basisuntersuchungen und die intensiven,

individuellen Beratungen vor. Bei Bedarf

bezieht er weitere Spezialisten ein, so

Impuls Dezember 2010 19

Zentrum für Präventivmedizin geht an den Start

Das Team des zentrums für Präventivmedizin mit (v.l.n.r.): Erika Leveringhaus (Sekretariat und

Empfang), Christoph Eißing (Leitender Physiotherapeut der RuhrSportReha, Schwerpunkt

Bewegungsapparat), Prof. Dr. Herbert A. Neumann (zentrumsleiter und betreuender Arzt) und

Yasemin Nieborg (Arzthelferin). Fotos: Ekkehart Reinsch

Präventivmedizin-Leiter Prof. Dr. Herbert Neumann bei der Patientenberatung

dass über kurze Wege alle Fachdisziplinen

schnell und problemlos eingebunden werden

können. Mehr Informationen zu diesem

Thema gibt es unter der Telefonnummer

0234 / 509-5200 und auf der Homepage

www.klinikum-bochum.de/praeventivmedizin.

(hn)


20

Impuls Dezember 2010

Operativ-Dermatologen mobilisieren Fachleute

Kulturoffenheit erhöht Behandlungsqualität

Kinderpsychiater Priv.-Doz. Dr. Rainer georg Siefen und seine

Mitarbeiterin Kerstin Klauck mit einem tamilischen jugendlichen

Patienten und seinem Vater in der kinder- und

jugendpsychiatrischen Sprechstunde.

Das Mädchen ist zwei Jahre alt. Immer

noch will es nicht alleine laufen. Die Mutter

macht sich Sorgen. Warum das so

ist, will sie wissen. Der Vater übersetzt

die Erklärungen des Arztes. Das Gesicht

der Mutter bleibt sorgenvoll. Offenbar

passen die Antworten nicht mit ihren

Vorstellungen zusammen. Kulturoffenheit

und belastbare sprachliche Kommunikation

sind wichtig für Behandlungs-

Mehr als 150 Teilnehmer verzeichnete

das „1. Interdisziplinäre Bochumer Symposium

zur Chirurgie der Haut“ Anfang

November im Hörsaalzentrum des St.

Josef-Hospitals.

Die Verantwortlichen des Symposiums,

Dermatologie-Klinikdirektor Prof. Dr. Peter

Altmeyer und Oberarzt PD Dr Falk g. Bechara

(Bild unten - bei einer laserchirurgischen

Behandlung), zeigten sich höchst zufrieden

mit dem Erfolg der Veranstaltung:

„Die Resonanz auf das erstmalig initiierte

interdisziplinäre Konzept war überwältigend.

Besonders gefreut hat uns die Tatsache,

dass die Teilnehmer verschiedener

Fachdisziplinen aus dem gesamten Bundesgebiet

und sogar aus der Schweiz,

Österreich und Lichtenstein angereist sind.

Dies spricht für das Konzept der Veranstaltung

und lässt uns auf eine ebenso erfolgreiche

Folgeveranstaltung hoffen.“ Im Rah-

qualität und -zufriedenheit -

in der Universitätskinderklinik

am St. Josef-Hospital

(Direktor: Prof. Dr. Eckard

Hamelmann) und an allen

anderen Kliniken des Katholischen

Klinikums Bochum.

Immerhin werden hier Patienten

aus mehr als 85 Staaten

behandelt. Die zahl der von

ihnen und ihren Angehörigen

gesprochenen Sprachen liegt

sogar noch höher. In Ballungsgebieten

wie dem Ruhrgebiet

haben schon 40 Prozent

und mehr der Kinder eines

Jahrgangs einen familiären

Migrationshintergrund.

Interkulturelle Kompetenz ist

also in gynäkologie und Pädiatrie

besonders gefragt. So

startete in der Kinderklinik der Kinderdiabetologe

und Oberarzt Dr. Eggert Lilienthal mit

Unterstützung der Stiftung Kinderzentrum

Ruhrgebiet ein Pilotprojekt: In seiner Diabetessprechstunde

hilft eine zweisprachige

Kulturmittlerin der IFAK, ein Bochumer Verein

für multikulturelle Kinder- und Jugendhilfe

und Migrationsarbeit, türkeistämmigen

jungen Diabetikern dabei, erfolgreicher und

selbstverantwortlicher mit ihrer Krankheit

men des interdisziplinären Symposiums referierten

führende Vertreter aus Dermatologie,

Plastischer Chirurgie, Mund-Kiefer-gesichtschirurgie,Hals-Nasen-Ohrenheilkunde

und Augenheilkunde zu Fragestellungen

der Chirurgie am Hautorgan. Ein Highlight

war der nach den Vorträgen durchgeführte

interaktive OP-Kurs am Mousepad. Hierbei

konnten die Teilnehmer im Auditorium über

einen funkgesteuerten Table-PC aktiv ihre

Vorstellungen zu rekonstruktiven Techniken

bei gesichtsdefekten einbringen. „Der Kurs

hat zu hoch interessanten Diskussionen geführt.

Dabei konnte jede Fachdisziplin voneinander

lernen“, so Symposium-Initiator

und Leiter der operativen Dermatologie

Falk g. Bechara, der bereits einen Schritt

weiter denkt: „Der Kurs wurde so gut angenommen,

dass wir überlegen, zukünftig interaktive

Work-Shops auf diesem gebiet

anzubieten“. (fb)

umzugehen. Auch in der kinder- und jugendpsychiatrischen

Praxis des Medizinischen

Versorgungszentrums am Katholischen

Klinikum ist die IFAK-Hilfe bei Diagnostik

und Therapie türkischsprachiger Kinder

willkommen. Russisch sprechen dort

zwei psychologische Mitarbeiterinnen.

Schon kultursensitive Diagnostik verändert

vieles. Wenn die bis dahin oft unterschätzte

Begabung eines Kindes aus einer Migrantenfamilie

erst einmal bekannt ist, können

Eltern und Lehrer auch von sich aus besser

auf dessen Stärken und Schwächen eingehen.

Schulunlust und psychosomatische

Stresssymptome wie Kopf- und Bauchschmerzen

klingen ab. Patienten kommen

gerne zu Ärzten von denen sie sich verstanden

fühlen. Kulturkompetente Kommunikation

ist glücklicherweise lernbar. Wenn geduldiges

Nachfragen und Erklären nicht reichen,

sind zweisprachige Kulturmittler gefragt.

Allerdings sind sie nicht immer leicht

zu finden - etwa als kürzlich Eltern eines

Kindes über eine Bronchoskopie aufgeklärt

werden sollten. Sie kamen aus Bangladesch.

Weitere Informationen zu diesem

Thema gibt es auf der Homepage

http://integrationsportal.bochum.de.

Priv.-Doz. Dr. Rainer georg Siefen

Leitender Arzt am MVz

Katholisches Klinikum Bochum


Blankenstein-Intensivstation ausgezeichnet

Die Überschrift dieses Berichts beschreibt

die auf der Intensivstation der

Klinik Blankenstein gelebte Kultur. Um

alle Seiten eines Problems zu erfassen,

werden die Patienten und ihre Angehörigen

bestmöglich betreut. Die Intensivstation

ist ein besonderer Ort in den Augen

der Bevölkerung, denn es geht dort

häufig um Tod oder Leben.

Für immer mehr Menschen ermöglichen Intensivmedizin

und -pflege das Überleben.

Aus der Überzeugung, dass sich soziale

Beziehungen von Menschen nicht auflösen,

weil ein Mensch krank wird, werden neben

qualifizierter Pflege auch die nicht sichtbaren

aber essentiellen Bedürfnisse von Patienten

erkannt und ernst genommen. Pflegende

können Patienten nicht die Familie

ersetzten. Drei herausragende wissenschaftliche

Studien im deutschsprachigem

Raum haben die Aspekte Besuchsregelungen

sowie Beziehungen zwischen Angehörigen

und Pflegenden sowie zwischen Angehörigen

und Patienten untersucht. Dabei

kam u. a. heraus, dass Angehörige kein Besuch

im eigentlichen Sinne sind, sondern

eine Verbindung zur Welt ermöglichen und

damit eine existentielle bedeutsame Rolle

zum Überleben sichern. Auch die Art und

Weise wie man mit Angehörigen umgeht, ist

sehr wichtig. Die Mitarbeiter

aus der Pflege auf der

Intensivstation in der Klinik

Blankenstein setzen dies

gut um und wurden deshalb

mit dem zertifikat der

Berliner Stiftung Pflege

e.V. belohnt und zudem ermutigt,

weiterhin wichtige

pflegewissenschaftliche

Erkenntnisse umzusetzen.

Die Begründung der Jury

spricht für sich: „Sie heißen

auf Ihrer Intensivstation

die Angehörigen jederzeit

willkommen (…) Der

Angehörige spielt als vertrauter

Mensch für den Intensivpatienten

eine besondere

Rolle und trägt

wesentlich zur genesung

von Patienten bei (…) Da-

Sein wird durch ermöglicht

Berührungen, Anteilnahme, am Alltag teilhaben

lassen und auch ganz praktische Hilfen.

Die Voraussetzung für das Da-Sein haben

Sie auf Ihrer Intensivstation durch die

uneingeschränkte Öffnung für den Angehörigen

geschaffen (…) denn Engagement für

mehr Menschlichkeit gehört gewürdigt.“

Impuls Dezember 2010 21

Erika Finkeldey

Pflege-Abteilungsleiterin

Crohn- und Colitistag lockt viele Besucher an

Die Endoskopieabteilung in der Klinik Blankenstein beteiligte

sich schon zum zweiten Mal an einer Aufklärungsaktion

über die noch unheilbaren, aber behandelbaren

Krankheiten Morbus Crohn und Colitis ulcerosa.

Mitte konnten sich alle Interessierten und Betroffenen einen

ganzen Tag lang mit Hilfe von gut verständlichem Informationsmaterial,

eines professionell hergestellten Aufklärungsfilmes

und nicht zuletzt durch persönliche gespräche mit Pflegepersonal

und Ärzten aus den Bereichen Innere Medizin,

Chirurgie und Naturheilkunde und Mitgliedern der Selbsthilfegruppe

Morbus Crohn und Colitis ulcerosa ein umfassendes

Bild verschaffen. Medizinprodukte gegen Harn- und Stuhlinkontinenz

rundeten das Programm ab. zahlreiche Besucher

haben die gelegenheit genutzt, sich zu informieren und Kontakte

zu knüpfen. Von dem Angebot Einzelgespräche mit den

Ärzten zu führen, besonders mit der gastroenterologin Olga

Keilmann, wurde vielfach gebrauch gemacht. Aber auch die

Besichtigung der Untersuchungsräume, die gespräche mit

dem Pflegepersonal über Ablaufprozesse der Untersuchungen

sowie die Erklärungen zu den erforderlichen geräten fanden

regen Anklang. Für die Mitarbeiter der Endoskopie-Abteilung

war das ein anstrengender aber erfolgreicher Tag. (ef)

Mitglieder eines eingespielten Intensivstation Teams: Fachkrankenpfleger

Wolfgang Rund, Fachkrankenpfleger Stefan Wiebusch, Anästhesie-Oberarzt

Dr. Alvaro Andreoni und Fachkrankenpflegerin Sabine Stratmann-Wiegand.

Ein Teil des gastroenterologie-Teams bei der Vorbereitung einer Magenspiegelung

mit (v.l.n.r.) Krankenschwester Vera Heller-Hausmann, Innere Medizin-Oberärztin

Olga Keilmann, Krankenschwester Anja Köhne, Servicekraft Angelika Höffken und

Arzthelferin Heidemarie Neu.


22

Impuls Dezember 2010

Ein Rheumasymposium für Betroffene

und deren Angehörige fand erstmalig am

15 Oktober 2010 im St. Josef-Hospital statt.

Die Veranstaltung ist die erste des neu gegründeten

zentrums für Rheumatologie und

Autoimmunerkrankungen (Ärztliche Leiter:

Prof. Dr. Alexander Kreuter und Dr. Klaus

Müller, Bild unten). Mit mehr als 250 Teilnehmern

war der Hörsaal fast restlos gefüllt.

Auf dem Symposium fanden sehr praxisnahe

Vorträge der zentrumsleiter statt.

Insbesondere wurde das neu gegründete

zentrum genauestens vorgestellt sowie eine

umfangreiche Übersicht zu aktuellen Behandlungsmöglichkeiten

des gelenkrheu-

Preise für die besten Seminare im Praktischen

Jahr (PJ) 2009/2010 der Medizinstudenten

hat das Katholische Klinikum Bochum

erstmals vergeben. Den 1. Preis, dotiert

mit 3.000 Euro, hat Dr. Ansgar Michael

Chromik (Oberarzt Klinik für Allgemeinund

Viszeralchirurgie) erhalten. Den 2.

Preis (2.000 Euro) gewann PD Dr. Bruno

Geier (Oberarzt Klinik für gefäßchirurgie,

inzwischen ausgeschieden). Dritter (1.000

Euro) wurde Dr. Oliver Casagranda (Ober-

Der VfL Bochum hat dem Förderverein

der Kinderklinik 4.000 Euro zukommen

lassen. Von diesem geld wurden für die

KKBettgeflüster

mas gegeben. In

einem weiteren

Vortrag zum Thema

operative Behandlung

von

Rheumapatienten

durch den Leiter

der Rheumaorthopädie

am St. Elisab

e t h - H o s p i t a l ,

Prof. Dr. Roland

Willburger, wurden

die Möglichkeiten

der operativen

Behandlung aufgezeigt.

Abschließend

erfolgte ein Referat

zur konservativen und krankengymnastischen

Therapie bei Rheuma durch Ruhr-

SportReha-Leiter Christoph Eißing. Im Anschluss

an das Symposium fanden ange-

arzt Klinik für Anästhesie).

Die Evaluation

der Seminare

erfolgte durch

die Studenten, gewürdigt

wurden dabei

die Kategorien

„Wie gut vorbereitet“,

„Praktische

Relevanz“ und „Qualität der Vermittlung (Didaktik)“.

Auch für das kommende Ausbil-

Neu- und Frühgeborenenstation im St. Elisabeth-Hospital

zwei Lärmampeln für Patientenzimmer

gekauft. Diese leuchten in

der Regel grün. Wird

aber in den zimmern

zu laut gesprochen,

leuchten sie zunächst

gelb und bei stärkerem

Lärm sogar rot. So

werden Besucher und

Mitarbeiter daran erinnert,

leise zu sein. Die

neonatologische Oberärztin

Dr. Almut Weitkämper

lobt das Projekt:

„Da Lärm für die

Kinder ein besonders

negativer Reiz ist und

damit Stress bedeutet,

der die Entwicklung

beeinträchtigt, profitieren

die kleinen Frühgeborenen

von dieser

regte gespräche zwischen Betroffenen und

Ärzten statt. Aufgrund der hervorragenden

Resonanz ist geplant, diese Veranstaltung

jährlich am stattfinden zu lassen. (ak)

dungsjahr 2010/2011 ist ein solcher PJ-Seminar-Wettbewerb

geplant.

Kontrolle und Unterdrückung des Lärms auf

der Station. Wenn sich die Lärmampel bewährt,

werden wir voraussichtlich noch weitere

Bereiche damit ausstatten.“ In der Neonatologie

werden die Neu- und Frühgeborenen

seit mehreren Jahren nach dem Konzept

der „Entwicklungsfördernden Betreuung“

versorgt. gefördert werden hierbei positive

Reize, wie z.B. intensiver Eltern-Kind-

Kontakt und Känguruen (Haut-an-Haut-Ruhen).

Negative Reize, wie z.B. grelles Licht

und Lärm, werden reduziert und der Austausch

zwischen Eltern und Kind unterstützt.

Das Neonatologie-Team, die kleinen

Patienten und Eltern freuen sich sehr über

die wertvolle Unterstützung des Sponsoringpartners

VfL Bochum und bedanken

sich ganz herzlich. Das Foto zeigt die neue

Lärmampel (links) mit (v.l.n.r.) Assistenzärztin

Ina Böhm, Stationsleiterin Ursula

Bräutigam, Kinderkrankenschwester Janine

Parreidt und Oberärztin Dr. Almut

Weitkämper.


Pflegedirektor Elmar Hanke war in diesem

Dreh- und Angelpunkt der Klinikum-

Betriebsfeste: Bei hochsommerlichen Temperaturen

sorgte er für erfrischende gespräche

auf den Betriebsfesten des St. Elisabeth-Hospitals

und des St. Maria-Hilf-

Krankenhauses (Bild oben mit Pfleger Anton

Münster, Schwester Hannah Mücke

und Schwester Beate Haberzettl von der

geriatrischen Station 5). Beim St. Josef-

Hospital-Betriebsfest (Motto: Oktoberfest

Bochum) im unbeheizten JosefCarree-

Parkhaus (Bild rechts mit Controlling-Bereichsleiter

Christoph Winnemöller, Orthopädie-Oberarzt

Dr. Tobias Vogel und

Medienreferent Vassilios Psaltis) ließ er

mit launigen Anekdoten aus seinen täglichen

„Termintourneen“ die aus jeder Ecke

Der Gesundheits- und Kranken-/Gesundheits-

und Kinderkrankenpflegekurs

H07 hat kürzlich die Ausbildung beendet.

7 examinierte gesundheits- und KrankenpflegerInnen/gesundheits-

und KinderkrankenpflegerInnen

werden im Katholischen

Klinikum übernommen, die anderen

haben ebenfalls direkt nach der Ausbildung

einen Arbeitsplatz gefunden. Unser Bild

zeigt die Abschlussklasse (v.l.h.n.r.u.):

kriechende Kälte vergessen. Dr. Vogel kam

übrigens in einer Original-„Krachledernen“,

was ihm eine Reihe Wertmarken extra einbrachte,

die wiederum dem fast dreijährigen

Töchterchen Nina zugute kam.

Torsten Geldmacher, Sarah Witpeerd,

Anna Pohle, Marina Majnaric, Miriam

Scharfe, Mareike Beyer, Rahel Zagray,

Nadine Winterboer, Thomas Burkhardt,

Yvonne Kirse, Dorothee Korte, Sonja

Piotrowski, Michelle Rybacki, Cathryn

Phipps, Elena Pitronaci, Julia Marx,

Lisa-Marie Keßler, Sandra Terschlüsen,

Farzaneh Zareiy und Janine Haase.

St. Josef-Hospital

Elke Kretschmann 25 Jahre

Esther Kalthoff 25 Jahre

Marion Fengler 25 Jahre

Monika Exner 25 Jahre

Wilhelm Linnemann 25 Jahre

Susanne Schröder 25 Jahre

Lydia Klippstein 40 Jahre

St. Elisabeth-Hospital

Angelika Joraschkewitz 25 Jahre

Silvia Klünder 25 Jahre

Antriani Steenebrügge 40 Jahre

Johanna Stegelmeier 40 Jahre

Marlis Westerdorf 40 Jahre

Gaby Cederström-Piltz 25 Jahre

Ursula Dillmann-Watermeyer 25 Jahre

Klinik Blankenstein

Regina Hylla 25 Jahre

Silke Mäckel 25 Jahre

Heike Borgmann 25 Jahre

St. Maria Hilf-Krankenhaus

Birgit Stock-Crom 25 Jahre

Annette Beiske 25 Jahre

Zentrale Dienste

Impuls Dezember 2010 23

Unsere

Jubilare

Dieter Schmittenberg 25 Jahre


Das Preisrätsel

Das Preisrätsel

Haben Sie die Berichte dieser IMPULS-Ausgabe gelesen? Dann wird es Ihnen sicher leicht fallen,

unser Preisrätsel zu lösen. Mit etwas Glück gewinnen Sie einen Bücher-Gutschein im Wert von 30

Euro. Darüber hinaus verlosen wir zwei DIN A2-Fotoposter auf Basis Ihrer PDF-Datei (z.B. Portrait,

Familienfotos, Landschaften etc.). Der Rechtsweg ist leider ausgeschlossen.

Gehen mehrere richtige Lösungen ein, entscheidet das Los. Viel Glück!

Bitte beantworten Sie einfach nur die folgenden Fragen und schicken Sie die Lösung spätestens

bis zum 31. Januar 2011 an:

Redaktion IMPULS

St. Elisabeth-Stiftung

Gudrunstr. 56, 44791 Bochum

Telefax: 0234 / 509-2718

E-Mail: v.psaltis@klinikum-bochum.de

Folgende Fragen gilt es zu beantworten:

1) Welche Einrichtung des Katholischen Klinikums Bochum leitet Prof. Dr. Herbert Neumann

seit dem 1. Dezember 2010?

o Präludium-Zentrum

o Prekarium-Zentrum

o Praeventivmedizin-Zentrum

2) Wofür steht die Abkürzung AKSD im Rahmen der Schmerztherapie

der Klinik für Anästhesiologie?

o Akutschmerzdienst

o Anästhetisches Koronar-Stressdiagramm

o Aneurysmaknoten-Störungsdiagnose

3) Nach den Kriegswirren ist die gesundheitliche Versorgung im afrikanischen Ruanda

schlecht. So gibt es dort für elf Millionen Menschen nur…

o sieben HNO-Ärzte.

o siebzehn HNO-Ärzte.

o siebzig HNO-Ärzte

Gewinnerin des letzten Preisrätsels ist Claudia Oesterwalbesloh aus der Poststelle im

St. Josef-Hospital. Herzlichen Glückwunsch!

Der oder die Gewinner/in dieses Rätsels wird in der kommenden Ausgabe veröffentlicht.

Diese erscheint voraussichtlich im Juli 2011.

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