newsticker - Color

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newsticker - Color

P.b.b. Verlagspostamt: 2340 Mödling, Zul.-Nr. GZ 07Z037211M, Postnummer: 04 www.wirtschaftsverlag.at

04

2012

Das österreichische Fachmagazin für Boden, Wand und Decke

Raus aus dem

Nachhaltigkeits-

Dschungel

dr. albert rössler weist den weg

funktionell: böden «

aktuell: berufsbild maler neu «

kontroversiell: etz im trockenbau «


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informieren und

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Von wegen Sommerloch

Wer kennt es nicht, das berühmt-berüchtigte

Sommerloch, die sogenannte

Saure-Gurken-Zeit, mancherorts

als Hundstage bekannt. Die Rede

ist von jener Zeit im Hochsommer, in der es

wenig zu kommunizieren gibt, die Presse

lahmt, Kuriositäten als Lückenfüller an der

medialen Tagesordnung sind. Nicht so im

Sommer 2012 – zumindest nicht im raumausstattenden

Gewerbe. Denn nicht nur auf

der Baustelle wurden dieser Tage die Ärmel

hochgekrempelt, überhaupt hat die Branche

in der heurigen heißen Jahreszeit mit etlichen

spannenden Entwicklungen und Geschehnissen

auf sich aufmerksam gemacht.

So haben die Maler mit Erwin Wieland als

Bundesinnungsmeister etwa nicht nur einen

neuen Branchenvorsteher, sondern gleich

ein rundum erneuertes Berufsbild erhalten.

Vier ganze Jahre hat diese Generalüberholung

gedauert, ist als solche natürlich vor

allem auch Kind des ehemaligen Bundesinnungsmeisters

Egon Fischer, den Landesinnungen

sowie von Bundeslehrlingswart

Alois Feuchter. Und selbstverständlich trägt

dieses Kind auch einen Namen. Maler/in

und Beschichtungstechniker/in heißt das

neue Berufsbild, das sich in vier verschiedene

Schwerpunkte aufteilt und für eine

zeitgemäße Ausbildung auf hohem Niveau

stehen soll. Ein Fingerzeig, vor allem in

Richtung des allgemein vor herrschenden

Lehrlings- und Facharbeitermangels.

Aber auch aus der Stuckateur- und Trockenbaubranche

gibt es Richtungweisendes zu

vermelden. Dort hat sich in den vergangenen

Wochen die Europäische Technische Zu-

lassung (ETZ) zu einem heißen Thema entwickelt.

Im Bereich nicht tragende Gipskartonwände

ist zwischen den Herstellern diesbezüglich

ein veritabler Streit entbrannt.

Wer, was, wie, warum, wir haben die Fakten.

Und auch ein anderer weist den Weg: Albert

Rössler, Leiter des Bereichs Forschung &

Entwicklung bei Adler Lacke, kennt den

internationalen Nachhaltigkeitsdschungel

und erklärt in unserem Cover-Gespräch unter

anderem, was das EU-Kriterium Nr. 7

besagt und warum Lacke an sich nicht nachhaltig

sein können. Und weil diese color-

Ausgabe ganz im Sinne der Aktualität steht,

hat die Redaktion im Rahmen unseres Bodenschwerpunkts

ein ansprechendes Potpourri

fortschrittlicher Produktentwicklungen

für Sie zusammengestellt – von den

Klassikern Parkett und Laminat über das

ökologische Linoleum bis hin zum Überflieger

Vinylboden.

Selbstverständlich wollen wir Ihnen all dies

auch in an- bzw. entsprechender Weise präsentieren.

Aus diesem Grund haben wir das

vorliegende color kurzerhand auf 48 Seiten

ausgeweitet, womit Sie nebenbei gesagt eine

der umfangreichsten Ausgaben der letzten

Jahre in den Händen halten. Eine spannende

und anregende Lektüre

wünscht

Dominique Platz

Coverfoto: Wegweiser aus dem Nachhaltigkeitsdschungel. Foto: thinkstock, Institute, Artwork: butjabutja - multicrossmedia | Cecile M. Lederer

color – österreichisches Fachmagazin für Boden, Wand und Decke

Herausgeber, Medieninhaber und Verleger: Österreichischer Wirtschaftsverlag GmbH,

Grünbergstraße 15, 1120 Wien, T 01/546 64-0,

www.wirtschaftsverlag.at, www.colorzeitung.at

Chefredaktion: Dominique Platz, Bakk., DW 346, d.platz@wirtschaftsverlag.at

Mitarbeiter dieser Ausgabe: Jürgen Fragner, Denise Grill, Dipl.-Ing. Hanna Geisswinkler

Artdirektion, Grafik: butjabutja - multicrossmedia, Inh. Cecile M. Lederer, 1140 Wien

Geschäftsführung: Thomas Zembacher

Ressortleitung Verlagsbereich Bau: Kersten Viehmann, DW 320,

k.viehmann@wirtschaftsverlag.at

Verkaufsleitung: Franz-Michael Seidl, DW 240, f.seidl@wirtschaftsverlag.at

Anzeigen- und Medienberatung: Stefan Haberleitner, DW 244, s.haberleitner@

wirtschaftsverlag.at, Birgit Wilheim DW 251, b.wilheim@wirtschaftsverlag.at,

Anzeigenservice: Monika Hentsch, DW 443, m.hentsch@wirtschaftsverlag.at

Anzeigenrepräsentanz für OÖ: Gerhard Weberberger, Kleinwört 8,

4030 Linz, T 0732/31 50 29-42, g.weberberger@wirtschaftsverlag.at

Hersteller: Friedrich VDV, Vereinigte Druckereien- und Verlags-GmbH & CO KG,

4020 Linz, Zamenhofstraße 43–45, www.friedrichvdv.com

EDitorial

Dominique Platz

d.platz@wirtschaftsverlag.at

Qr CoDE-GuiDE

In der vorliegenden wie

auch in den kommenden

color-Ausgaben werden

Ihnen immer wieder

so genannte QR Codes

begegnen, die Sie mit

einer entsprechenden

App auf Ihrem Smartphone scannen können

und mittels derer Sie zu mehr Informationen

zum jeweiligen Artikel auf unserer Website

gelangen. Alternativ können Sie natürlich

auch direkt auf www.colorzeitung.at

vorbei schauen.

imPrEssum

Marketing: Paul Kampusch, DW 130

Anzeigenpreisliste: Nummer 4, Jänner 2012, Erscheinungsweise: zweimonatlich

Aboservice: Aboservice Österreichischer Wirtschaftsverlag, Simmeringer Hauptstraße 24,

1110 Wien, T 01/361 70 70-570, F 01/361 70 70-9570,

aboservice@wirtschaftsverlag.at

Jahres bezugspreis: 50 Euro (Inland); Abonnements, die nicht einen Monat vor Ablauf des

Bezugsjahres storniert werden, laufen weiter.

Bankverbindung: Inserate: Bank Austria, Kto. 04240571200, BLZ 11000, IBAN

AT511100004240571200, BIC BKAUATWW, Druckauflage: 7.600 Stück, DVR: 0368491

color - 04 2012 EDitorial & imPrEssum «

3

Foto: Simon Jappel


4

iNhalt

10 20

rubrikEN

04 Inhalt

06 Aktuelles

16 EuroSkills

17 Newsticker

18 Boden & Belag

28 Malerei & Anstrich

32 Lackindustrie

36 Bundeslehrlingswettbewerb

37 Kunstaktion

42 Tapete & Textil

46 Herstellerverzeichnis

» iNhalt

10 kENNEr: Dr. albErt rösslEr

Albert Rössler ist Leiter des Bereichs Forschung & Entwicklung bei Adler

Lacke und ein Kenner des internationalen Nachhaltigkeits

dschungels. Im Interview erklärt er unter anderem, warum Lacke an sich

nicht nachhaltig sein können. «

14 kommuNikator: h. stEiNhausEr

Herbert Steinhauser ist verantwortlich für die Bereiche Aus-

und Weiterbildung bei der ISG Personalmanagement GmbH.

Er weiß zu kommunizieren und gibt dieses Wissen

gerne weiter. «

20 trENDsEttEr: fuNktioNEllEr boDEN

Es tut sich was in der Oberflächentechnik. Innovative Verfahren machen den

Bodenbelag noch leistungsfähiger, ohne dabei die Gestaltungsvielfalt zu

vernachlässigen. Ein Abriss aktueller Entwicklungen zeigt, was sich gerade

abspielt. «

30 NEuEr: bim ErwiN wiElaND

Erwin Wieland ist neuer Bundesinnungsmeister Maler/in

und Beschichtungstechniker/in. color hat den Lungauer in

Wien getroffen, wo er uns das neue Berufsbild Maler/in und

Beschichtungstechniker/in vorgestellt hat. «

color - 04 2012

Fotos: thinkstock, D. Grill, Christian Richters, Holitzky, Synthesa


34

color - 04 2012

iNhalt

14

34 koNtrovErsEr: troCkENbau uND Etz

In den vergangenen Wochen wurde in der Stuckateur- und Trockenbaubranche

die Europäische Technische Zulassung (ETZ) für nicht tragende Gipskartonwände

heftig diskutiert. Hier die Fakten im Überblick. Zuästzliche Infos haben wir

im Internet zusammengestellt. «

44 troublEshootEr: tExtilEs DEsiGN

Die Beziehung zwischen Architektur und Textil ist (fast) so alt wie die Menschheit

selbst. Doch was war zuerst da? „Bevor es zu dieser Beziehung kam, war

zuerst das textile Element da und dann die Architektur“, weiß Architekt und

Textiltheoretiker Hans Peter Mikolasch. «

5

iNhalt «

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für Maler, Spachtler und Putzer kommen überall dort

zum Einsatz, wo Pünktlichkeit oberstes Gebot ist –

also natürlich auch auf Bahnhöfen.

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Zeit zu sparen. Durch den Einsatz von Knauf Systemen

wird termingerechtes Fertigstellen deutlich einfacher.

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6

aktuelles

Gastkommentar InnunG:

Unsere Zukunftschance!

erwin wieland, bim der

maler und malerinnen

und beschichtungstechniker

und beschichtungstechnikerinnen

» branche

Gut ausgebildete Mitarbeiter

sind das größte Kapital für

unsere Unternehmen. Um

auch in Zukunft genügend

gut ausgebildete Fachkräfte

zur Verfügung zu haben, engagieren

sich die Landesinnungen

in enger Zusammenarbeit

mit der Bundesinnung

unserer Berufsgruppe intensiv

in der Berufsinformation und

für unser neu erarbeitetes

Berufsbild „Maler/in und Beschichtungstechniker/in“.

Daher sind wir gefordert, das

neue Berufsbild mit der neuen

Schwerpunktausbildung

gemeinsam mit den Berufsschulen

unseren Lehrlingen

vorzustellen, den richtigen

Ausbildungsschwerpunkt

zu finden und fachmännisch in Theorie und Praxis

auszubilden. Wir können stolz auf die gute Zusammenarbeit

zwischen den Betrieben und den Berufsschulen

in allen Bundesländern sein. Diese duale

Ausbildung ist ein weltweites Best-Practice-Beispiel,

das die bekannt hohe Qualität der Produkte und

Dienstleistungen des österreichischen Malerhandwerks

sicherstellt.

Wir, das österreichische Malerhandwerk, sind schon

jetzt die nachweislich besten Handwerker der Welt.

Wir haben im Vorjahr mit Frau Renate Lässer zum

neunten Mal den Weltmeistertitel für das österreichische

Malerhandwerk erzielen können. Einen

besonderen Dank an dieser Stelle allen engagierten

Kollegen und Kolleginnen, vor allem an den Trainer

und Kollegen Malermeister Michael Fetz und unseren

Bundeslehrlingswart Herrn Malermeister Alois

Feuchter.

Nützen wir diese großartige Chance unseres neuen

Berufsbilds, um einem Fachkräftemangel durch ein

attraktives Ausbildungsangebot entgegenzuwirken,

um die Freude am farbigen österreichischen Malerhandwerk

weiter zu unterstützen.

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höhepunkt der ausbildung: das anfertigen der

individuellen abschlussbilder

ausbildung zum wandmaler

Dekorative und illusionistische Wandmalereien haben im Malerhand-

Benad

werk eine lange Tradition. Doch die Fähigkeiten des Marmorierens und Atelier

Maserierens, der Landschafts- und Himmelsmalerei, der Komposition

raumerweiternder Motive zählt längst nicht mehr zur Kernkompetenz

Kolarik,

des Malerberufs. Hier hilft die „Akademie für Farbgestaltung und Wand-

Andreas

malerei“ im Münchner Atelier Benad weiter: Begabten Interessenten

/

bietet sie eine 40-tägige Ausbildung, die sich wahlweise über ein, zwei

oder drei Jahre erstrecken kann. Im Juni schlossen die Teilnehmer des

Salzburg

Jahrgangs 2010 die Ausbildung mit der Trompe-l’oeil-Malwoche ab. Im

Oktober startet der 7. Jahrgang der europaweit einmaligen Ausbildung. Exhibitions Reed

deutscher malerkongress abgesagt

2011, Bau –

Der Deutsche Malerkongress, angekündigt für den 9. und 10. November

2012, wird dieses Jahr nicht stattfinden. Grund für die Absage sind un-

GmbH

zureichende Finanzierungszusagen. Da das Konzept der Veranstaltung

bei den potenziellen Partnern jedoch große Akzeptanz findet, startet der

München

Callwey Verlag im Herbst mit der Vermarktung des Deutschen Maler-

Messe

kongresses für 2013. Von der Absage ausgenommen ist der Award Maler

des Jahres, der wie geplant durchgeführt wird. Zahlreiche Teilnehmer

Holitzky,

hatten sich hierfür bereits registriert. Fotos:

color - 04 2012


esucher aus aller welt

Wenn im kommenden Jänner die

Bau in München stattfindet, werden

sich auf über 180.000 Quadratmetern

Fläche mehr als 2000 Aussteller

aus 45 Ländern präsentieren.

Die internationale Fachmesse

scheint dabei vor allem bei internationalen

Unternehmen für Architektur,

Materialien und Systeme

attraktiver denn je. Fast ein Drittel

der Anmeldungen kommt nicht

aus Deutschland, weshalb die Messeleitung

mit rund 240.000 Besuchern

aus aller Welt rechnet. Die Messe plant für 2013

Themen aufzugreifen, die für die Zukunft des Bauens

wichtig und über verschiedene Branchen und Werkstoffe

hinweg von Bedeutung sind.

farbenfroher alltag

Lange bevor Kunst als Gattungsbegriff in unserer Zivilisation wahrgenommen

wurde, haben Menschen an den Decken und Wänden von Höhlen

ihren innersten Empfindungen mit Farben und Formen aus der Natur

Ausdruck verliehen. Filmemacher Gustav W. Trampitsch hat sich

unlängst dem Thema Farbe gewidmet und einige Expeditionen ins

„Reich des Regenbogens“ für seine gleichnamige Produktion unternommen.

Diese führten ihn durch Zeiten und Kulturen in die Regionen der

Kunst und der Farbe. Wie farbenfroh-künstlerisch Alltag sein kann, zeigen

dabei Beispiele aus Mexiko City, der Provence und Österreich. Dass

Farben jedoch nicht nur der Kunst dienlich sind, sondern auch dem

sachlichen, praktischen Nutzen, ist Aufgabe industrieller synthetischer

Produktion. Hubert Culik, Obmann der Berufsgruppe Lackindustrie des

FCIO, ist im Bilde: „Im Grunde unseres Herzens sind wir Lackformulierer.

Wir haben eine Palette an Rohstoffen, heute sind es bereits rund

40.000, die wir zur Verfügung haben und miteinander kombinieren. Wir

entwickeln Produkte, die wir an Forderungen betreffend Beständigkeit

und Haltbarkeit anpassen. Hierbei ist sehr viel Fingerspitzengefühl

notwendig.“ Fingerspitzengefühl bewies auch Gustav W. Trampitsch,

der sich in seiner Dokumentation der Welt der Farbe auf behutsame

und gleichsam laute wie bunte Weise nähert. „Im Reich des Regenbogens“

ist in Kooperation mit dem ORF, VÖF, FCIO, Sefra sowie anderen

Partnern entstanden und wird am 18. September im Rahmen einer

Sendereihe über Farben auf 3sat neuerlich ausgestrahlt. Text: Denise Grill

gut gebucht

Am 27. und 28. Jänner 2013 findet die zweite Ausgabe der Belétage, heimische

Messe für Stoffe und Design, im Salzburg Congress statt. Bereits

ein halbes Jahr bevor die Fachmesse an den Start geht, sind die Ausstellungsflächen

so gut wie ausgebucht. „Als Veranstalter freut man sich natürlich

immer, wenn eine Erstveranstaltung

erfolgreich verläuft.

Noch erfreulicher ist es,

wenn man diesen Schwung und

Elan in der Folge mitnehmen

und der Branche eine

optimale Plattform

bieten kann“, so Johann

Jungreithmair,

CEO von Reed Exhibitions

Messe Salzburg.

aktuelles 7

Gastkommentar trend:

Illusion schafft Ambiente

Illusionswandmalerei kann

ein schöner Blickfang sein,

den Raum öffnen oder mit

einer Traumlandschaft eine

Oase entstehen lassen. Wie

kein anderes raumarchitektonisches

Mittel ermöglicht

diese Kunst, auch in Räumen

ohne Fenster eine harmonische

und großzügige

Atmosphäre zu zaubern. Darüber

hinaus kann sie einem

Raum oder Schwimmbad das

richtige Ambiente für einen

bestimmten Zweck verleihen Paul­bertram Petereit

– beispielsweise für Therapieangebote.

Erzielt wird die „Täuschung des Auges“

– wie die Illusionsmalerei im Französischen genannt

wird – durch die Integration echter Bestandteile

des Raums in das Bild; dies können beispielsweise

Wandfarben oder Bodenfliesen sein. Die gewählten

Elemente werden in Originalgröße in das Gemälde

aufgenommen und laufen perspektivisch aus. Durch

diese Technik lösen sich Wände und Decke optisch

auf und der Raum weitet sich. Das zeigt der moderne

Entwurf für ein Kellerschwimmbad, bei dem ein

Raum ohne Fenster mithilfe der Illusionswandmalerei

in einen Outdoorpool mit Meeresblick verwandelt

wird. Zwei Seiten des Beckens liegen bündig an

der Wand; die gesamte Wandaufteilung – von den

Vasen, über das Geländer und die Säulen bis hin

zu Meer und blauem Himmel – sind Teil der Illusionsmalerei.

Selbst ein großflächiges Bild wie dieses

erschlägt den Raum nicht, wenn im Hintergrund mit

leichten Pastelltönen gearbeitet wird.

Durch die individuelle Abstimmung auf die räumlichen

Gegebenheiten kann die Illusionswandmalerei

die Vorzüge eines Raums oder Schwimmbads

optimal hervorheben und darüber hinaus das richtige

Ambiente für einen bestimmten Zweck schaffen.

So zum Beispiel für Therapieangebote, wie im Fall

des Schwimmbads von Löwenstark! Horn-Wolters in

Merzenich, das vor allem für Kinderschwimmen, zur

logopädischen Behandlung im Wasser und zur Vorbereitung

auf eine Delfintherapie genutzt wird. Die

geschaffene Unterwasserwelt an der Kopfseite der

Schwimmhalle stimmt die Patienten thematisch auf

die Therapie ein und regt sie visuell an. Die gemalten

Delfine scheinen zudem mitzuschwimmen und verstärken

so die motivierende Wirkung des Wassers

auf die Kinder.

color - 04 2012 branche »


8

aktuelles

Gastkommentar IndustrIe:

Experten durch Ausbildung

kr ing. hubert culik

mas, obmann der österreichischen

lackindustrie

» branche

Die Produkte der österreichischen

Lackindustrie sind

international gefragt. Mit

uns fahren die weltbesten

Skifahrer, die exklusivsten

Automarken und die schnellsten

Züge. Wir bauen die

modernsten Fußballstadien

und Luxushotels, mit uns arbeiten

Länder und Kommunen

zusammen. Damit wir

österreichischen Lackerzeuger

weiterhin im internationalen

Spitzenfeld bleiben,

brauchen wir qualifizierten

Nachwuchs. Nachwuchs,

der die Lackproduktion samt

der Anstrichmittelanwendung

von der Pieke auf beherrscht!

Es geht dabei um spezifische Themen wie Farbmetrik,

Rheologie und Rezeptierung, aber auch um

Prüfmethoden für Beschichtungsstoffe und Applikationsmethoden.

Derzeit bilden wir Chemielabor- und

-verfahrenstechniker als Lehrlinge aus. Die sind mit

den genannten Themen jedoch nicht vertraut. Einige

heimische Betriebe schicken daher ihre Lehrlinge

nach Deutschland und in die Schweiz zur weiteren

Ausbildung. Denn dort wird das Wissen, das Anstrichmitteltechniker

benötigen, in der Berufsschule

gelehrt.

Damit wir zukünftig unseren Nachwuchs selbst in

Österreich ausbilden können, schlagen wir von

der Berufsgruppe Lack- und Anstrichmittelindustrie

ein zusätzliches Lehrberufsmodul zum „Lack- und

Anstrichmitteltechniker“ vor. Es soll aus Chemielaboranten

und Chemieverfahrenstechnikern Experten

für die Lackproduktion machen. Denn: Neben

der praktischen Ausbildung im Betrieb, braucht es

ein entsprechendes theoretisches Fundament. 50

Lehrlinge könnten so jährlich zu hoch qualifizierten

Lackexperten ausgebildet werden. Sie wären stark

gefragte Fachkräfte mit rosigen Zukunftsaussichten!

Bis dahin ist es allerdings noch ein steiniger Weg

ist. Vieles ist noch zu erledigen und einiges an Überzeugungsarbeit

bei den Sozialpartnern und in den

Ministerien zu leisten. Die Ausbildungsinhalte und

Lehrpläne sind aber schon vorhanden – sie sind ähnlich

wie in der Schweiz und Deutschland.

Wir hoffen, dass wir alle zuständigen Stellen – insbesondere

die Arbeitnehmerseite, die neuen Lehrberufsmodulen

oft sehr kritisch gegenübersteht –

von dieser Win-win-Situation überzeugen können:

Jugendlichen eröffnet das neue Modul interessante

Jobmöglichkeiten in einer zukunftsorientierten Branche.

Für die Unternehmen erhöht sich durch gut

ausgebildete Fachkräfte die Standortqualität. Diese

sichert den Produktionsstandort Österreich und damit

Arbeitsplätze und Wohlstand in unserem Land.

Wir würden gerne 2014 mit dem Lehrberufsmodul

zum „Lack- und Anstrichmitteltechniker“ starten.

Denn: Wir sind eine Branche, die sich durch Forschung

und Produktentwicklung international einen

guten Namen gemacht hat. Den können wir aber

nur beibehalten, wenn wir die besten Mitarbeiter

haben!

neueröffnung in innsbruck

Seit Anfang Juli ist Brillux auch in Innsbruck mit einem eigenen Standort

präsent. Auf über 2000 Quadratmetern finden Profis aus Handwerk, Handel,

Industrie und Planung Lacke und Lasuren, Farben und Putze, Wärmedämmung,

Bodenbeschichtungen, Betonschutz und Werkzeuge. Außerdem

stehen den Kunden Service- und Dienstleistungen zur Verfügung – angefangen

bei der technischen Beratung bis hin zur Farbgestaltung. Offiziell

gefeiert wird die Neueröffnung am 25. Oktober im Rahmen eines Oktoberfestes

in traditioneller Tracht mit Musik und vielen leckeren Schmankerln.

vertriebsteam aufgestockt

Positive entwicklung

An jeweils vier Messetagen von 9. bis

12. Jänner 2013 ist die Heimtextil ein

wichtiger Präsentations- und Ordertermin

und somit Plattform für Hersteller,

Handel, Handwerk und Designer.

Viele Aussteller haben ihre wiederholte

Teilnahme an der Messe bereits

jetzt angekündigt. „Schon jetzt

kristallisiert sich eine stark aufgestellte

Heimtextil 2013 heraus – mit

zahlreichen Teilnehmern, die sich neu

oder nach einer Auszeit wieder angemeldet

haben. Der jetzige Status lässt

uns mehr als zufrieden in die

Zukunft blicken und untermauert

die positiven Branchenentwicklungen“,

erklärt Olaf Schmidt,

Vice President Textiles &

Textile Technologies der Messe

Frankfurt.

Mautner – Alles Farbe hat seinen Vertrieb weiter ausgebaut. Nachdem

das Grazer Unternehmen 2010 die bestehende Filiale von Feycolor

in Wiener Neudorf übernommen hat, dort einstweilen aber nur

Industrielacke im Programm waren, will man nun auch in Hauptstadtnähe

vermehrt auf Malerprodukte setzen. „In der Steiermark

sind wir beim Maler schon sehr gut positioniert, nun wollen wir

auch in Wien und Wien-Umgebung

auf diesem Markt vertreten sein“,

so Mautner-Geschäftsführer Gerhard

Sattler gegenüber color. Das

diesbezüglich neue Programm

heißt Mautner Decorativ – Bautenfarben

und Holzschutz. Die Ansprechpartner

sind Verkaufsleiter

Jürgen Hergge (li.) sowie Außendienstmitarbeiter

Martin Jilek (re.).

color - 04 2012

Fotos: Rembrandtin, Synthesa, Brillux, Messe Frankfurt Exhibition GmbH, BMLFUW/Strasser Robert, Mautner


so wohnt die welt

color - 04 2012

aktuelles

Gelungene Einrichtungen erzählen immer

eine Geschichte – vom Industrieloft

zum luxuriösen Penthouse bis zur klassischen

Villa. 100 Interiors Around the

World, ein zweiteiliger Bildband, kürzlich

im Taschen Verlag erschienen, trägt

inspirierende Apartments und Häuser

mit charmantem Charakter zusammen.

Einige Beispiele aktueller Raumgestaltung

von Nord- und Südamerika über Europa und

Asien bis nach Afrika und Australien wurden in dieser

Sammlung in Szene gesetzt und bieten ein breit gefächertes

Spektrum des zeitgenössischen Wohnens – vom

urbanen Minimalismus bis zur ländlichen Eklektik. Die

Verbindung zwischen den so verschiedenen Immobilien:

Statt um Status geht es um jenen Individualismus, der

nie aus der Mode kommt. Einen Schwerpunkt bilden

Wohnsitze, die Kreative für sich eingerichtet haben –

vom Londoner Loft des Fotografen Simon Upton mit

seinen Reisesouvenirs bis zur hölzernen Nischenwelt

des Architekten Yoshifumi Nakamura in Tokio. Zum

Nachmachen anregend und informativ: Die präsentierten

Häuser und Apartments von A wie Acapulco bis

Z wie Zürich zeichnen ein Panorama außergewöhnlichen

Einrichtens. Authentizität und jene Freude am

individuellen Stilausdruck stehen in diesem Bildband

im Vordergrund. Text: Denise Grill

(v. l.) markus smeykal (synthesa), hannes mayerhofer (synthesa)

und niki berlakovich (umweltminister).

umweltzeichen für wandfarben

Kürzlich überreichte Bundesminister Niki Berlakovich

Farbenhersteller Synthesa aus Oberösterreich für

eine Reihe von Innenwandfarben das Österreichische

Umweltzeichen. Die Auszeichnung wurde von Hannes

Mayerhofer, Synthesa-Fachverkaufsleiter, und Markus

Smeykal vom Synthesa Produktmanagement entgegengenommen.

Es ist die derzeit größte Palette ausgezeichneter

Innenfarben unter den österreichischen

Anbietern. Das Österreichische Umweltzeichen für

Wandfarben (UZ 17) ist ein sehr streng reglementiertes

Label für Innenwandfarben, das in enger Zusammenarbeit

mit international anerkannten Prüf-

und Forschungsinstituten die Maßstäbe in diesem

Bereich setzt.

9

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10

nachhaltigkeit in der lackindustrie

Aus der Helikopterperspektive

Albert Rössler ist Leiter des Bereichs Forschung & Entwicklung bei Adler Lacke und ein

Kenner des internationalen Nachhaltigkeitsdschungels. Was die viel zitierten „green binders“

sind, was das EU-Kriterium Nr. 7 besagt und warum Lacke an sich nicht nachhaltig sein

können – wir haben ihn gefragt. dominique Platz im gespräch mit dr. albert rössler

» coverstory

herr rössler, der nachhaltigkeitsbegriff

stammt ursprünglich aus der forstwirtschaft

und meint „vom ertrag leben ohne substanz

anzutasten“. was bedeutet

nachhaltigkeit für die lack­ und

anstrichmittelindustrie?

Albert Rössler: Bei diesem

Thema gibt es sehr vielfältige

Aspekte zu beachten, von

Ökonomie über Ökologie, Soziokulturelles

bis hin zur technischen Funktionalität.

Für die Lackindustrie bedeutet

Nachhaltigkeit, Produkte zu entwickeln, die

im Hinblick auf den gesamten Lebenszyklus

(also vom Rohstoff bis zum Recycling) einen

möglichst geringen Energie-, Ressourcen- und

Flächenverbrauch haben. Wie in der Natur

üblich, gilt es dabei, die Gesamtkosten bzw.

das gesamte System zu optimieren. Ein Wasserlack

auf Basis nachwachsender Rohstoffe

aus der Natur mit geringer Haltbarkeit kann

zwar aus Sicht der Rohstoffe ökologisch erscheinen,

Hightech-Produkte auf Basis synthetischer

Materialien mit einer hohen Haltbarkeit

sind aber unter dem Strich nachhaltiger,

weil über den gesamten Lebenszyklus

gesehen weniger oft renoviert werden muss

oder bereits mit einem Auftrag ein optimales

Resultat erzielt wird. Es kann auch vorkommen,

dass ein Wasserlack deutlich schlechter

hinsichtlich des ökologischen Verhaltens abschneidet,

weil das erforderliche Trocknungsverfahren

viel Energie benötigt oder die Herstellung

der Rohstoffe aufwendiger ist. Es gilt,

color - 04 2012

Fotos: thinkstock, Bearbeitung: Cecile M. Lederer/www.butjabutja.at, Adler Lacke


» Es muss im Interesse der

öffentlichen Hand sein, möglichst

europäisch harmonisierte

Standards zu fördern. «

alle Themen immer aus der Helikopterperspektive

zu betrachten.

die lack­ und anstrichmittelindustrie hat es in

den vergangenen Jahren nicht immer leicht gehabt.

die rohstoffverknappung führte zu erhöhten

Preisen, aber auch zu einem umdenken

im sinne ökologischer nachhaltigkeit. so genannte

„green binders“ sind hier immer wieder

thema. was kann man darunter verstehen und

wo befinden sich mögliche einsatzorte?

Darunter versteht man etwa auf Nachhaltigkeit

optimierte Bindemittel. Meist sind

nachwachsende Rohstoffe, also Pflanzenöle,

Holzcellulose, Biomasse etc., enthalten

und für eine Verfeinerung der Rohstoffe

werden oft auch biotechnologische Prozesse

eingesetzt. Im Bereich der Alkydharze,

Öle oder Polyester ist man hier sehr

weit, Produkte wie Öle für Möbel oder Parkett

mit einem hohen Anteil an „grünen

Rohstoffen“ lassen sich mit sehr guten

technischen Eigenschaften realisieren. Im

Bereich der Acrylat- oder Polyurethanchemie,

der modernen Bindemittel für Wasserlacke

im Bereich Möbel- oder Bautenlacke,

gibt es aber bezüglich der Leistungsfähigkeit

noch erheblichen Verbesserungsbedarf.

Es kann nicht Ziel sein, Lacke mit

weniger als 10 Prozent Anteil an nachwachsenden

Rohstoffen zu realisieren. Ich

bin aber überzeugt davon, dass das Thema

color - 04 2012

nachhaltigkeit in der lackindustrie

in den nächsten Jahren und Jahrzehnten

an Bedeutung gewinnen wird. Deshalb arbeiten

wir in der Forschung und Entwicklung

auch intensiv an diesen neuen Wegen

in der Lackherstellung. Derzeit ist die chemische

Industrie stark von der Erdölwirtschaft

abhängig – hier Alternativen zu finden

ist sicher das Gebot der Stunde, wobei

die Verarbeitung von Biomasse zu klassischen

Rohstoffen der Petrochemie (Herstellung

von chemischen Produkten aus

Erdgas und geeigneten Fraktionen des

Erdöls, Anm. d. Red.) auch einen interessanten

Weg darstellt.

als leiter des bereichs forschung & entwicklung

bei adler lacke haben sie tagtäglich mit den themen

nachhaltigkeit und umweltzeichen zu tun.

welche entwicklungen und Produkte aus der adler­familie

würden sie besonders hervorheben?

Nicht umsonst war „Saubere Arbeit – saubere

Umwelt“ über lange Jahre hinweg

das Motto von Adler: Nachhaltigkeit und

Umweltverträglichkeit nehmen für uns

nach wie vor einen hohen Stellenwert ein

und werden sicher auch für die Zukunft

entscheidende Kriterien für den Unternehmenserfolg

sein. Diese Themen werden

aber gerade für verantwortungsbewusste

Firmen wie Adler zunehmend zu

einer Selbstverständlichkeit. Davon zeugt

auch unsere jahrzehntelange Erfahrung

als Pionier der Wasserlacke. Insofern fällt

die Wahl einzelner Produkte schwer. Erwähnenswert

ist aber sicher unsere Legno-Schiene

mit Ölen und Wachsen generell

und hier besonders das ökologisch

orientierte Legno-Hartwachsöl. Auch unseren

neuen Füller für Möbellacke Aqua-

Isospeed haben wir unter besonderer Berücksichtigung

entsprechender Kriterien

der Nachhaltigkeit entwickelt. Im Bereich

der Dispersionsfarben wurde unsere neue

Streiflichtfarbe Formel Ultramatt mit

dem Österreichischen Umweltzeichen

ausgezeichnet. Langfristiges Denken

zahlt sich eben aus.

neben solchen produktbezogenen zertifikaten

sind gebäudezertifizierungen ein heißes thema

in der baubranche. welchen anteil haben da

lacke und farben?

11

coverstory »


12

nachhaltigkeit in der lackindustrie

» coverstory

Auch wenn der Lack mengenmäßig in Bezug

auf ein gesamtes Bauprodukt oder ein Gebäude

oft vernachlässigbar ist, stellt sich immer

wieder heraus, dass die Schutzwirkung auf

dessen Lebenszyklus erheblichen Einfluss

hat. Hightech-Beschichtungen mit langer

Haltbarkeit verzögern die Renovierungszyklen,

was sich sehr positiv auf die Ökobilanz

auswirkt. Lacke und Farben beeinflussen zudem

das Brandverhalten und die Innenraumluft

positiv. All diese Themen interessieren die

Baubranche zunehmend, denn die Zukunft im

Bauwesen heißt Nachhaltigkeit.

neben Produktionsprozess, brandverhalten und innenraumluft,

welche entwicklungen sind im bereich lacke

und nachhaltigkeit noch zu erwarten?

Die aktuellen Baustellen sind so groß, dass

der Gesetzgeber gut daran täte, keine neuen

Felder zu öffnen. Immer wieder kommt das

Thema Emissionen auf die Tagesordnung, wobei

hier durch die Realisierung Decopaintkonformer

Lacke schon große Anstrengungen

unternommen wurden. Auch hier gilt es, nicht

nur den Lösemittelgehalt zu reduzieren, die

Produkte müssen vor allem verarbeitbar sein.

Ein wichtiges Thema wird sicher das Elutions-

oder Leachingverhalten, also die Betrachtung

des Auswaschens von Stoffen aus Bauprodukten,

sein. Hier sind aber erst Normen

in Ausarbeitung.

welche umweltzeichen und richtlinien sind für

heimische raumausstatter eigentlich von besonderem

interesse?

Schon lange sind die Konsumenten an produktbezogene

Umweltzeichen gewöhnt – wie

den Blauen Engel, das Österreichische Umweltzeichen,

das Europäische Ecolabel oder

den aus dem Fußbodenbereich bekannten

GEV Emicode. Die meisten dieser freiwilligen

Ecolabels existieren seit den 1990er-Jahren.

Im Bereich Farben und Lacke tritt heute vermehrt

das Österreichische Umweltzeichen

in den Vordergrund. Relevant sind in diesem

Zusammenhang die Richtlinien UZ 01

(Lacke, Lasuren und Holzversiegelungslacke),

UZ 06 (Holzmöbel), UZ 07 (Holz und Holzwerkstoffe),

UZ 17 (Wandfarben) und UZ 56

(Fußbodenbeläge). Auch Webplattformen wie

Baubook oder Ökoeinkauf Wien bieten heute

ökologische Kriterien zur Produktbewertung

an. Sehr häufig basieren Ausschreibungen

aber auch auf den Kriterien des Österreichischen

Umweltzeichens.

gegen das baubook hat es 2010 bezüglich

der listung kritik gehagelt. mittlerweile

sind auch nicht im baubook gelistete Produkte,

die den vorschriften entsprechen, bei

der förderungsvergabe zu berücksichtigen. ist

das Problem damit behoben?

Aus Sicht der Farben- und Lackindustrie sind

einzelne, lokal begrenzte und leider oftmals

kommerziell orientierte Zertifikate nicht sinnvoll,

weil es der Sache nicht dient. Wirtschaftliche

und soziale Kriterien werden zudem

häufig völlig ausgeblendet. Der österreichische,

letztlich aber auch der europäische

Markt ist global gesehen klein und in einem

harten Wettbewerb! Es muss daher im Interesse

der öffentlichen Hand sein, möglichst europäisch

harmonisierte Standards zu fördern

und nicht lokale Aktionen. Dies wurde vor

einiger Zeit aufgezeigt und die Realisierung

vernünftiger Vorschriften ist in Arbeit.

in der aktuellen bauprodukte­verordnung der eu steht

die nachhaltigkeit im vordergrund. wichtig in puncto

recycling ist das neue kriterium nr. 7. was ist hierbei

zu beachten?

Gerade für Bauprodukte wird die Nachhaltigkeit

künftig ein Schlüsselfaktor des Erfolgs

sein. Es existieren bereits die unterschiedlichsten

Bewertungssysteme dafür. Das neue

Kriterium Nr. 7, Nachhaltige Nutzung der natürlichen

Ressourcen, besagt, dass Baustoffe

und Bauteile, die fest mit dem Gebäude verbunden

sind (also keine Möbel), recycelbar

sein müssen; und dass für das Bauwerk umweltfreundliche

Rohstoffe und Sekundärbaustoffe

zu verwenden sind. Wichtig für den

Kunden: Es handelt sich dabei immer um Anforderungen

an das Bauprodukt – beispielsweise

also das Holzfenster. Der Lack selbst ist

momentan noch kein Bauprodukt.

klingt komplex.

Sehen Sie, diese Dinge hängen wie immer mit

Nachweisen und Zertifikaten zusammen. Oft

genügen die bereits erwähnten klassischen

produktbezogenen Zertifikate. Immer häufiger

verlangt die EU-Bauprodukte-Verordnung

aber Produktinformationen über den gesamten

Produktlebenszyklus „von der Wiege bis

zur Bahre“: Herstellungsphase, Baustadium,

Nutzungsstadium, Nachnutzung sowie Recycling.

Dazu gehören sämtliche Umweltwirkungen,

also Rohstoff- und Energieverbrauch,

Abwasser, Abluft und Abfall während der Produktion,

der Nutzungsphase, Instandhaltung,

Renovierung, Rückbau und der Entsorgung

des Produkts. Außerdem: die damit verbundenen

vor- und nachgeschalteten Prozesse wie

Herstellung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe.

Auch der jeweilige Transport ist zu berücksichtigen.

Wichtig ist daher für uns: Es

gibt keinen an sich nachhaltigen Lack. Der

Lack kann immer nur in Verbindung mit seiner

Anwendung bezüglich Nachhaltigkeit beurteilt

werden. Diese Aspekte werden alle in

einer EPD (Environmental Product Declaration),

einer Art Lebenszyklusanalyse für das

Bauprodukt, zusammengefasst. Dieses Zertifikat

reicht im Rahmen des von der europäischen

Politik forcierten GPP (Green Public

Procurement)-Maßnahmenpakets, also v. a.

bei öffentlichen Aufträgen, aus.

color - 04 2012


sie sprechen stichworte wie cradle­to­cradle oder

von­der­wiege­bis­zur­bahre selbst an. welche auswirkungen

hat das für die lack­ und anstrichmittelindustrie?

Eine ganzheitliche Denkweise wird gefordert,

was aber grundsätzlich positiv zu sehen ist.

Natürlich gibt es noch einige große Herausforderungen.

Wir legen aber insgesamt sehr viel

Wert auf Nachhaltigkeit in der Fertigung unserer

Lacke: Die Rezepte und Prozesse sind

darauf ausgelegt, dass wir trotz optimiertem

Energie- und Rohstoffeinsatz stets Produkte

von gleichbleibend hoher Qualität liefern können.

Lacke werden mit Lebenszyklusanalysen

betrachtet – von „der Wiege bis zur Bahre“

eben. Das heißt, dass wir uns schon bei der

Entwicklung eines Produkts konkrete Gedanken

über z. B. die Entsorgung oder auch die

Auswirkungen auf die Umwelt machen. Auch

die nachhaltige Optimierung von Prozessen

bei Adler selbst und unseren Kunden – zum

Beispiel im Bereich des Energie- und Materialverbrauchs

– ist für uns ein wichtiges Thema.

Hier ist sicher noch Verbesserungspotenzial

vorhanden. Wesentlich stärker werden

aber auch die Konsumenten umdenken müssen.

Billige Wandfarben, die zum Abdecken

des Untergrunds dreimal gestrichen werden

müssen, sind bei Betrachtung der gesamten

Kosten für Mutter Natur nicht sinnvoll. „Geiz

ist geil“ wird auf Dauer daher keinen Bestand

haben, wenn diese Philosophie gelebt wird.

das österreichische umweltzeichen soll neben wandfarben

nun auch auf andere bereiche ausgeweitet werden.

welche vor­ bzw. nachteile ergeben sich hier für

die lackindustrie?

Grundsätzlich liegen die Vorteile aufseiten der

Konsumenten, zumal objektive Kriterien für

nachhaltige Produkte vorliegen. Aus Sicht der

Lackindustrie ist der Fokus auf ein – im Idealfall

europäisches – Umweltzeichen sinnvoll,

weil der Dschungel an diversen Labels und

Etiketten mittlerweile viel zu groß ist.

führen sie uns durch diesen nachhaltigkeitsdschungel:

welche internationalen standards zur gebäudezertifizierung

sind für heimische raumausstatter eigentlich

besonders wichtig?

Der aktuell letzte Schritt im Zusammenhang

mit Nachhaltigkeitszertifikaten ist die von Ihnen

bereits angesprochene Gebäudezertifizierung.

Gebäude haben einen sehr langen Lebenszyklus.

Daher gilt es, alle Lebensphasen

des Bauwerks auf die unterschiedlichen Aspekte

der Nachhaltigkeit zu prüfen. Dabei ist

die voraussichtliche Lebens- und Nutzungsdauer

des Gebäudes, der Bauteile und der

Bauteilschichten besonders wichtig. Die bisher

einzeln betrachteten Bauprodukte tragen nur

indirekt und anteilsmäßig im jeweiligen Bewertungssystem

dazu bei. Die Daten dafür

kommen beispielsweise aus besagter EPD.

Letztendlich entscheidet aber die Kombinati-

color - 04 2012

on aus beidem: die Bewertung der Baumaterialien

und die Bewertung des Gebäudebetriebs.

Die Vielfalt ist hier leider enorm, in Deutschland

etwa haben sich vor allem das Bewertungssystem

Nachhaltiges Bauen (BNB) und

das Deutsche Gütesiegel Nachhaltiges Bauen

(DGNB) etabliert, in Österreich das Gütesiegel

der ÖGNB. Das englische Breeam wurde

1990 von BRE (Building Research Establishment

Ltd.) gegründet und bedeutet BRE Environmental

Assessment Method. Breeam bewertet

ausschließlich ökologische Kriterien.

Der Schwerpunkt liegt hier vor allem auf Energie

und Umwelt. Leed (Leadership in Energy

& Environmental Design) wurde 2000 vom

US-amerikanischen GBC (Green Building

Council) entwickelt und baut auf dem Breeam-System

auf. Wie am Namen erkennbar, liegen

die Schwerpunkte von Leed ebenfalls

hauptsächlich auf Energie und Umwelt.

abschlussfrage: welchen stellenwert nimmt das thema

nachhaltigkeit bzw. der aspekt der umweltverträglichkeit

bei ihnen im unternehmen ein?

Nachhaltigkeit hat für Adler seit jeher eine

große Bedeutung. Seit den Anfängen vor mehr

als 75 Jahren war die Firmenstrategie auf

nachhaltiges Wirtschaften und organisches

Wachstum ausgelegt. Entscheidende Weichenstellungener-

folgten mit großer

Voraussicht

und stets unter

Bedachtnahme

auf Umweltaspekte:

So war

Adler eines der

ersten Unternehmen,

die die

Herstellung von

umweltfreundlichenWasserlackenvorangetrieben

haben.

Bereits Anfang

der 1980er-Jahre

haben wir an

dieser Technologie

geforscht.

Zum Thema

Nachhaltigkeit

gehören für uns

aber auch stabile,zukunftsträchtige,vertrauensvolle

Partnerschaften

– zu Lieferanten,

Kunden

und natürlich

auch zu den

Mitarbeiterinnen

und Mitarbeitern.

nachhaltigkeit in der lackindustrie

» Geiz ist geil wird

auf Dauer keinen

Bestand haben. «

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14

kommunikationsmanagement

Kommunizieren können

Herbert Steinhauser ist verantwortlich für die Bereiche Aus- und Weiterbildung der international

tätigen ISG Personalmanagement GmbH. Er weiß zu kommunizieren und gibt dieses

Wissen gerne weiter – etwa im Rahmen der Meisterseminare von Vollsortimenter Sefra oder

im Gespräch mit color. dominique Platz im gespräch mit herbert steinhauser

» Wenn du billig

kaufst, kaufst du

sieben Mal! Das

muss früh erlernt

werden. «

» interview

herr steinhauser, wie ist die kooperation mit sefra

eigentlich zustande gekommen?

Herbert Steinhauser: Die Kooperation mit

Sefra besteht prinzipiell schon recht lange.

Das Meisterseminar ist aber eine Idee von

Geschäftsleiter Peter Knobloch gewesen, der

für seine Malerbetriebe etwas Spezielles anbieten

wollte. Derartige Frontalvorträge sind

aber nicht das Kerngeschäft der ISG. Normalerweise

begleiten wir Unternehmen über

Monate oder manchmal sogar Jahre. Es geht

uns dabei um einen sukzessiven Aufbau mit

messbarem Erfolg. Im Rahmen der Meisterseminare

haben wir keine komplexen Situationen

aufgezeigt, sondern die notwendigsten

Basics erläutert. Hierbei ging es darum, den

Betrieben Impulse zu geben.

wie wird man eigentlich coach?

Da gibt es verschiedene Wege: Manche machen

ein Studium, andere wiederum eine

Trainerausbildung in jungen Jahren. Der

dritte Weg sind Spätberufene. Alles hat aber

Vor- und Nachteile. Der Spätberufene zum

Beispiel verfügt über enorme Erfahrung, tut

sich aber mitunter in der Methodik

schwerer.

sie selbst haben ihre karriere als automobilverkäufer

begonnen.

Genau. Ich ging sozusagen den mittleren

Weg, bin allerdings immer mal wieder von

der Coaching- in die KFZ-Branche und wieder

zurück gewechselt. In irgendeiner Form

muss man sich dazu berufen fühlen. Man

braucht zwar eine hohe Frusttoleranz, aber

die Belohnung dafür, wenn es einige verstanden

haben und umsetzen, ist umso größer.

ihre vorträge sollen ja super angekommen sein, wie

man aus der branche so hört. wie muss man sich ein

seminar für maler denn vorstellen? schließlich sind

handwerker nicht so sehr an coachings gewöhnt wie

etwa entscheider aus internationalen konzernen.

Ja, die sind in der Tat gut angekommen

(lacht). Aber Sie haben schon recht: Ein großer

Unterschied zu Managern beispielsweise

ist der Verhaltensfaktor. Das heißt aber

nicht, dass sich die Teilnehmer nicht genauso

schnell an eine Trainingssituation gewöhnen

können. Wichtig ist die Sprache, die

man wählt. Es lässt sich alles Übersetzen.

Entscheidend gerade für das heimische

Handwerk ist das richtige Kommunizieren

der eigenen Leistung, die in der Regel ja

sehr gut ist.

wie kommuniziere ich als handwerksbetrieb eigentlich,

dass meine leistung die beste für den Job ist?

Wir unterscheiden zwei sogenannte Achsen.

Jedes Unternehmen hat eine tatsächliche

Leistung, die beschreibt, wie gut es wirklich

ist – ohne Werbung, Marketing etc. Technik,

Ausbildung, Preis-Leistungs-Verhältnis sind

hier die Schlagworte. Und dann gibt es noch

eine zweite Achse: Das ist die kommunizierte

Leistung. Die besagt, wie viel von der

tatsächlichen Leistung am Markt bzw. beim

Kunden angekommen ist. So kann es eben

passieren, dass ein handwerklich sehr guter

Betrieb gegen ein wesentlich schlechteres

Unternehmen einen Auftrag verliert, weil er

nicht so gut kommuniziert hat. Im Rahmen

der Meisterseminare ging es darum, die guten

Betriebe zu ermutigen, selbstbewusster

zu kommunizieren.

color - 04 2012

Fotos: Denise Grill


wie gestaltet man eigentlich ein seminar, das nicht

langweilig ist?

Es soll und darf sich jeder einbringen, Erfahrungen

dürfen ausgetauscht werden. Das ist

sehr wichtig. Man muss aber auch selbst ein

hohes Maß an Freude und Idealismus mitbringen,

sonst funktioniert es nicht. Im handwerklich-technischen

Bereich haben die meisten

ein sehr gutes Gespür dafür, ob jemand

Lösungen auf Basis von Erfahrung im Gepäck

hat oder nur theoretisch Erlerntes widergibt.

Authentizität, Begeisterung und Erfahrung,

das sind die wichtigen Aspekte.

was zeichnet heimische handwerksbetriebe als teilnehmer

von trainings eigentlich aus?

Was sich so ein bisschen wie ein roter Faden

durchzieht, ist die defensive Haltung, die auf

viele Handwerker zutrifft. Häufig werden sie

angegriffen. Vonseiten der Endkunden, aber

auch von Partnern existiert da oft eine falsche

Erwartungshaltung. Aber es ist immer wieder

ein schönes Aha-Erlebnis, wenn diese

Menschen offensiver werden, proaktiv an

Dinge herangehen und letztlich wesentlich

erfolgreicher sind. Ein häufig auftretendes

Problem ist, dass sich Betriebe vom Kunden

zum Preisdumping und damit einhergehend

zum Verwenden qualitativ schlechter Produkte

zwingen lassen.

das sind dann meist die kunden, die sich danach noch

über das resultat beschweren.

Genau. Ich habe erlebt, dass sich solche Situationen

durch aktives, offensives Kommunizieren

eindämmen lassen.

sollten diese dinge vielleicht schon früher – in der

lehre etwa – vermittelt werden?

Ja, unbedingt! Verkäuferische Kommunikation

wird viel zu wenig gelehrt. Im Alten Testament

steht schon: Wenn du billig kaufst,

kaufst du sieben Mal! Das muss dem Kunden

plausibel kommuniziert werden – und kann

nicht früh genug erlernt werden.

kommunikationsmanagement

gibt es eine faustregel, wie betriebe aus besagter

defensive herauskommen können?

Ja! Sehen Sie, im handwerklichen Bereich

gibt es eine sogenannte tote Mitte. Das ist jener

Bereich zwischen qualitativ hochwertig

und billig – und der wird immer größer. Um

da rauszukommen, muss sich der Betrieb ein

Profil geben. Daran kann sich der Kunde

dann orientieren. Die Faustregel lautet also:

Wenn ich an die Qualität meines Produkts

glaube, kann ich selbstbewusst auftreten.

das geht aber schon sehr stark in richtung marketing.

Genau, Marketing ist überhaupt ein Thema,

das im handwerklichen Bereich viel zu wenig

beleuchtet wird. Aber es geht auch weit über

Marketing hinaus. Die Vorgehensweise lautet:

Stärken herausfinden, Profil orientieren

und dann erst raus zum Kunden! Eine gute

Maßnahme in diesem Zusammenhang ist,

sich mit seinen Mitarbeitern zusammenzusetzen

und eine einzige Frage zu stellen: Warum

sollte irgendwer mit mir zusammenarbeiten

wollen?

ab wann lohnt sich eigentlich ein professioneller

marketingauftritt?

Marketing lohnt sich meines Erachtens erst

dann, wenn man sein persönliches Netzwerk

wirklich zur Gänze ausgereizt hat, prinzipiell

aber schon ab einem Einmannbetrieb.

abschlussfrage: was können sie unseren lesern mit

auf den weg geben?

Generell gilt: Es hat mit Sicherheit noch nie

so große Unterschiede zwischen Gewinnern

und Verlieren gegeben, egal ob mit oder ohne

Marketingunterstützung. Die Konsequenzen

jeder Entscheidung vor allem im Vergleich zu

früher sind heute exorbitant. Man muss

schneller und detaillierter planen, das geht

von der Baustelleneinrichtung bis hin zur

Finanzplanung. Handwerker müssen unternehmerischer

Denken. Das ist nicht einfach,

aber der einzige Weg!

» Handwerker

müssen unternehmerischerDenken.

Das ist nicht

einfach, aber der

einzige Weg! «

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16

euroskills

Titelverteidigung anvisiert

„Gold, das ist mein Ziel. Darauf trainiere ich hin!“, so der einhellige Tenor des Teams Austria

für die EuroSkills 2012. text: denise grill

die acht frauen und 29 männer möchten

an die bisherigen leistungen österreichs

bei den euroskills anknüpfen.

anita mayer will den titel verteidigen.

thomas Jais hat eine 80­stunden­

woche hinter sich.

» branche

An die vierzig junge Damen und

Herren, allesamt Fachleute und

Staatsmeister aus verschiedensten

Berufen, bereiten sich derzeit auf die Berufseuropameisterschaften

im Oktober in

Belgien vor. Bis dahin wartet noch ein straffes

Programm auf die Kandidaten, die für

Österreich an den Start gehen. Junge Leute

in 28 Einzel- und Teamberufen aus der gesamten

Alpenrepublik – vom Bodenleger

über den Maler, Koch bis hin zum Gartengestalter

– treten bei den EuroSkills an. Nicht

nur fachlich, auch mental muss man für einen

derartigen Bewerb gut vorbereitet sein.

Fünf der 37 Teilnehmer kennen die Drucksituation

eines internationalen Wettbewerbs

jedenfalls schon, sie vertraten Österreich bereits

bei den WorldSkills. „Du kannst noch

so gut und stressresistent sein, aber wenn

du Bestleistungen zeigen musst, 4000 Besucher,

Jury, Mitbewerber sowie Headhunter

dabei zu schauen, dann ist das schon etwas

ganz anderes“, sagt Steinmetzin Melanie

Seidl, die Österreich 2011 bereits im Rahmen

der WorldSkills vertrat. „Wir Österreicher

haben einen guten Ruf für unsere

Ausbildung und unser Know-how“, so Seidl

weiter.

individuelles training

Anfang Juli fand das zweite Treffen des

Teams Austria in der Bauakademie in Oberösterreich

statt. Den Schwerpunkt bildeten

diesmal Teambuilding und Mentaltraining,

ein tägliches Seminar sowie ein Kletterworkshop

lieferten das notwendige Rüstzeug.

Außerdem erhielten die Teilnehmer

beim Gruppenmeeting von Sponsorpartner

Engelbert Strauss aus Linz ihre Berufsbekleidung

für die EuroSkills. In den Monaten

Juli und August drehte sich dann alles um

das individuelle, fachliche Training im jeweiligen

Beruf, wo die Teilnehmer zusammen

mit Experten die Wettbewerbssituation

simulierten. Anhand der EuroSkills-Kriterien

durchliefen die jungen Fachkräfte Aufgabenstellungen

und probten den Umgang

mit ihrem Zeitmanagement. Die offizielle

Verabschiedung des Teams findet dann am

19. September in der WKO Sky Lounge in

Wien statt.

Austragungsort des zum insgesamt dritten

Mal stattfindenden Wettbewerbs ist Spa-

Francorchamps, wo 450 Teilnehmer und deren

Fachbetreuer aus 28 Mitgliedsländern in

mehr als 40 Berufen antreten werden. „Die

EuroSkills sind eine große Herausforderung.

Ich mag es, mich beweisen zu können“, sagt

Malerin Anita Mayer aus Gußwerk vom Betrieb

Harald Hack, die beim vergangenen

Bundeslehrlingswettbewerb bereits Bronze

gewann. In Belgien will Anita Mayer Gold

und somit den Titel von Bernhard Holzer

aus dem Jahr 2010 verteidigen: „Ich möchte

als Europameisterin nach Hause kommen.“

Ebenfalls ehrgeizig zeigt sich Thomas Jais

von der Firma Wohnart Jais, der als erster

Österreicher die heimischen Bodenleger bei

einer Berufseuropameisterschaft vertritt.

Die Lehrabschlussprüfung für Bodenleger

hat er seit einem knappen Jahr hinter sich,

während der Vorbereitung auf die Euro-

Skills stand zusätzlich noch die Malerprüfung

auf dem Plan. „Ich lebe jetzt mit einer

80-Stunden-Woche“, meint Thomas Jais und

nimmt es locker: „Mein Vater unterstützt

mich. Es ist alles eine Einstellungssache.“

Die EuroSkills finden nach dem Vorbild der

internationalen Berufsmeisterschaften

WorldSkills seit 2008 alle zwei Jahre in jeweils

einem anderen EU-Mitgliedsland

statt.

color - 04 2012

Fotos: SkillsAustria WKO, R. Laresser


sieben streifen geben sicherheit

Bis Ende 2015 sollen alle öffentlichen Gebäude

in Österreich barrierefrei zugänglich sein. Dazu

zählt auch die Ausstattung mit Bodenleitsystemen,

die es Blinden und Sehbehinderten

ermöglicht, alleine und sicher unterwegs zu

sein. Die aufklebbaren und rutschhemmenden

Markierungen vom 3M können bei laufendem

Betrieb ohne Schmutzbelästigung installiert

werden. Bei baulichen Veränderungen lässt sich

das Orientierungssystem erweitern oder die

Wegführung verändern. „Die 3M-Leitlinien sind

robust und bleiben auch auf strapazierten Böden

kleben. Auch Kinderwägen oder Rollstühle sind

für die Markierungsbänder unproblematisch“,

heißt es vonseiten des Unternehmens. Das

tastbare Blindenleitsystem hilft Blinden und

Sehbehinderten, selbstständig Wege zu erledigen

und Ansprechpersonen, Türen und Lifte zu

finden. Es erleichtert die Orientierung und macht

auf Hindernisse und Gefahren aufmerksam.

www.3m.com/at/blindenleitsystem

blauer engel für relius

Die neue Dispersionsinnenwandfarbe Volldecker 4xff von Relius wurde

kürzlich mit dem Blauen Engel zertifiziert. Das Siegel ist optisch gut zu erkennen

und attestiert auf den ersten Blick Produkte, die frei von umwelt- und

gesundheitsgefährdenden Substanzen sind. „Relius Volldecker 4xff enthält

weder Lösemittel noch Weichmacher, ist emissionsarm, geruchsneutral und

APEO-frei. Außerdem haben wir das Deckvermögen der Dispersionsinnenwandfarbe

verbessert und darauf weist jetzt auch der Blaue Engel deutlich hin“, so

das Unternehmen. www.relius.de

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Fotos: Hersteller

raus aus der servicewüste

Pünktlich zum Ende der

Außensaison veröffentlicht Spritztechnikhersteller

Wagner eine

Serviceaktion unter dem Motto

„Raus aus der Servicewüste!“.

Das bedeutet: Im Zeitraum von

3. September bis 31. Oktober

2012 erhalten Kunden beim Kauf

eines Aktionsgeräts eine kostenfreie

Geräteeinweisung durch einen

Wagner-Spritztechnikspezialisten

(Wert: 130 Euro). Auf Anfrage

kommen Wagner-Profis zum Kunden

auf die Baustelle und erklären die Geräte,

wagner tempspray

f270 sP 2 speed

kräftige kalkfarben

Das Farbenwerk Koch aus dem Baden-Württembergischen Pfedelbach hat Kalkfarben

in satten Farbtönen entwickelt. Durch lange und intensive Forschungsarbeit

ist es dem Unternehmen gelungen, eine diffusionsoffene, biologische

sowie mineralische Bio-Kalkfarbe mit Namen Hekontec als Volltonfarbe mit den

typischen Eigenschaften einer Kalkfarbe zu entwickeln. Zehn Farbtöne wurden

insgesamt ausgearbeitet. Dabei besteht die

Möglichkeit, durch Mischen weitere Farbnuancen

zu erhalten. Der Österreichvertrieb wird

derzeit über einen Ansprechpartner in Bad Ischl

geregelt. www.hekontec.de

color - 04 2012

geben Hinweise zur Spritztechnik und zur

korrekten Verwendung von Zubehörteilen.

www.wagner­group.com

leicht sPachteln

Wichtig für den Verarbeitungskomfort einer Spachtelmasse

ist deren Konsistenz. Eine geschmeidige Qualität wie der

pufamur Leichtspachtel LS8 lässt sich angenehm leicht

aufziehen und einfach abglätten. Das führt zu einem

besseren Arbeitsergebnis, minimiert aufwendige Nacharbeiten

und ermöglicht einen zügigen Arbeitsfortschritt. Bei

großen Flächen überzeugt der LS8 zudem durch seine gute

Airless-Spritzbarkeit wie auch durch hohe Standfestigkeit

mit geringer Schrumpfneigung – selbst bei Schichtstärken

bis acht Millimeter. Entwickelt wurde der Leichtspachtel für

großflächiges Glätten rauer Untergründe, zur Sanierung von

Strukturputzen, Latexplastik oder Glasfasergewebe und für

Gipsplatten-Verspachtelungen in den Oberflächengüten Q2

bis Q4. www.pufas.com

Jeder ton ein treffer

Die Kollektion All-Color Nr. 1 Farbtöne von Südwest umfasst 300

besonders licht- und witterungsbeständige Farbtöne, deren Farbkraft

sehr lange erhalten bleibt. Der Grund: In diesen Farben kommen

ausschließlich anorganische Pigmente zum Einsatz. Die exklusive

Qualität umfasse alle Südwest-Fassadenfarben und

-Lacke, wie es vonseiten des Unternehmens heißt. „Bei

den stark der Verwitterung ausgesetzten Farben – wie

Lotusan, Silicon Therm, Silicon Fassadenfarbe, RenoCryl

Fassadenfarbe und AquaVision Holzfarbe – verwendet

der Hersteller zudem ein besonders hochwertiges

Bindemittel. Dadurch erfüllen diese Farben auch die

höchste Kreidungsklasse A und erreichen so die optimale

Farbtonbeständigkeit A1“, so Südwest weiter.

www.suedwest.de

newsticker

service «

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18

boden & belag

funktion unter den füssen

» highlights

1

3

2

1 verbessert

Der neue 2-Komponenten-Oberflächenschutz Bona Traffic HD

bietet verbesserte Widerstandfähigkeit gegen Kratzer, Abnutzung

und Chemikalien. Das Produkt soll die Widerstandfähigkeit bereits

24 Stunden nach der Verarbeitung verbessern. www.bona.com «

2 vorteilhaft

Ideal geeignet sind die strahlenden Farben der Colorette-

Kollektion von Armstrong für den Bildungssektor, etwa in Schulen

und Kindergärten, aber sicherlich auch in Krankenhäusern oder

Pflegeheimen. www.armstrong.de «

3 vielseitig

Mit Sto Pur BB hat StoCretec eine neue, farbig gestaltbare

Bodenbeschichtung für Innenbereiche mit viel Publikumsverkehr

entwickelt, die ebenso kostengünstig wie vielseitig und

benutzerfreundlich ist. www.sto.at «

4 vereinend

Dem natürlichen Vorbild zum Verwechseln ähnlich ist der

Vinylboden Midnight Oak aus dem Hause Inku. Die Ausführung

in Eichenoptik wirkt authentisch und vereint die Vorteile eines

elastischen mit jenen eines Holzbodens. www.inku.at «

5 verfeinernd

Dem Wunsch nach interessanter, aber nicht aufdringlicher Flächenwirkung

kommt das Synthesa-Disboxid-Arte-Floor-System

nach: Mittels klassischer Lasurtechnik wird die Bodenfläche

beinahe organisch wirkend strukturiert. www.synthesa.at «

color - 04 2012

Fotos: Hersteller, Werner Huthmacher


4

boden & belag 19

Gemäß dem Motto „Boden & Funktion – wenn Optik nicht

alles ist“ lesen Sie auf den kommenden fünf Seiten ein ansprechendes

Potpourri aktueller Produktentwicklungen –

vom Klassiker Parkett bis hin zum Überflieger Vinylboden.

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20

funktionelle böden

nachhaltigkeit und design sprechen für linoleumböden,

die zu rund 95 Prozent aus organischen und mineralischen

rohstoffen bestehen.

Erst mal am Boden bleiben

Es tut sich was in der Oberflächentechnik. Innovative Verfahren machen den Bodenbelag

noch leistungsfähiger, ohne dabei die Gestaltungsvielfalt zu vernachlässigen. Ein Abriss

aktueller Entwicklungen zeigt, was sich gerade abspielt. text: hanna geisswinkler

» boden & belag

Belastbar soll er sein, pflegeleicht,

schadstofffrei und obendrein noch optisch

ansprechend. Der Boden von

heute ist ein echter Allrounder. Auf der Suche

nach Innovationen zeigt sich, dass vor

allem im Bereich der Oberflächenbeschichtung

Produktivität durch hohe Funktionalität

angestrebt wird – mit dem Ziel, den steigenden

ökonomischen, ästhetischen und

technischen Ansprüche der Endverbraucher

gerecht zu werden. Und das am besten unabhängig

vom verwendeten Grundmaterial.

Denn egal, ob es ein Holz-, Stein oder Kunststoffboden

sein soll, die Techniken der Oberflächenbehandlungen

sind so weit ausgereift,

dass sich die Eigenschaften der jeweiligen

Oberfläche aus funktioneller Sicht einander

annähern. Einzig optische Ansprüche,

Belastbarkeit und persönliche Materialvorlieben

sind noch für die Materialauswahl

entscheidend. Ansonsten steht dem Holzboden

im Badezimmer und dem Vinylboden in

Parkettoptik im Schlafzimmer nichts mehr

im Weg.

Zu verdanken haben wir diese Entwicklung

der fortschrittlichen Oberflächentechnik, die

eine Reihe von Verfahren zur gewünschten

Veränderung der Oberflächeneigenschaften

bereithält. Funktionelle Beschaffenheit wie

Reflexionsvermögen, Kontaminationsverhalten,

elektrische und thermische Leitfähigkeit

sind neben Korrosions- und Verschleißverhalten

und nicht zuletzt der ästhetisch-dekorativen

Wirkung beeinflussbar.

Hierbei führen Beschichtungsverfahren, also

das Auftragen von Materialien, oder die

Behandlung der Oberfläche durch Wärmebehandlung,

thermo-, elektrochemische und

zahlreiche andere Verfahren zum gewünschten

Ergebnis.

color - 04 2012

Fotos: Hersteller


natürlich funktional

Gediegen klassisch, exotisch oder

gemasert – aus gestalterischer Sicht

sind Holzböden durch diverse Verlegevariationen

und die unterschiedlichen

Holzarten in Farbe, Dekor,

Struktur und Haptik immer noch

unschlagbar. Der Anspruch an Nutzerfreundlichkeit

und Wirtschaftlichkeit

ist dabei nicht weniger gering.

Denn der Verbraucher sucht

Oberflächen mit der Widerstands-

und Strapazierfähigkeit von Kunststoffen,

möchte aber gleichzeitig auf

die Wärme und Wohnlichkeit von

Holz nicht verzichten. In der Holzwerkstoffindustrie

wird daher vor

allem an der Optimierung der Trägerplatten

und deren Oberflächenqualität

gearbeitet. Es gilt, dem natürlich

gewachsenen Holz in Sachen

Härte, Robustheit, Lichtbeständigkeit

und anderem überlegen zu werden.

Geforscht wird daher nach Grundstoffen

für neue Beschichtungstechnologien,

zumal schadstoffarme oder

-freie Stoffe durch das steigende Gesundheitsbewusstsein

im Vorder-

grund stehen. Eine emissionsarme

Technologie ist zum Beispiel die

Elektronen-Strahl-Härtung (ESH)

von Pulverlack. Im Vergleich zur

herkömmlichen Wärmehärtung erreicht

die ESH-Methode höhere Aushärtegrade

und damit bessere

Chemikalien- und Kratzbeständig-

funktionelle böden

color - 04 2012 boden & belag »

21

keiten. Zudem ist der Lackverbrauch

um 30 Prozent geringer und Emissionsprobleme

mit organischen Lösungsmitteln

bleiben aus, da ESH-

Lacke einen etwa 100-pronzentigen

nicht flüchtigen Anteil aufweisen.

Anwendung findet diese Methode

unter anderem bei hoch abriebfesten

Fußbodenbelägen und der kontrollierten

Durchhärtung von Beschichtungen

auf Fertigparkett.

Eine Technik, die man nicht unbedingt

im Bodenbereich vermuten

würde, die sich dennoch steigender

Beliebtheit erfreut, ist der Digitaldirektdruck.

Der Fantasie sind dabei

keine Grenzen gesetzt. UV-Tintensysteme

drucken das Lieblingsmuster

oder jedes andere beliebige Design

auf Holzwerkstoffplatten, die in den

Fußboden eingefasst werden. Abwechslung

am Boden schaffen auch

auf Hochglanz polierte Ausführungen.

Aktuelle Neuheiten gibt es

dazu durch hoch beanspruchbare

Lacke und Laminat- oder Folienoberflächen.

Durch diese technische

Anpassung kann sich der Holzbelag

auch im Arbeitsflächenbereich eta-

links: der neue vinylboden vinclic von weitzer Parkett ist für feuchträume bestens geeignet.

rechts: epoxy esc 100 lautet die zauberformel für das erste epoxy­bindemittel, das in ver­

bindung mit gewöhnlichem estrichsand einen verarbeitungsfreundlichen schnellestrich ergibt.

blieren.

Für den Einsatz von Holz im öffentlichen

Raum tüfteln Unternehmen

fortlaufend an der Verbesserung des

Brandverhaltens, während im privaten

Bereich Oberflächen mit geringem

Pflegeaufwand forciert werden.

Nachdem Zeit bekanntlich eine

Meine Ansicht:

Sto-Fassadendämmsysteme

bieten eine Vielfalt an

traumhaften Oberflächen.

www.sto.at/fassade


22

funktionelle böden

bild oben rechts und unten links: ein

farbsystem mit 123 in fünf verschiedenen

strukturen umfasst das

dlw linoleum sortiment. unten

rechts: tilo setzt auch im außenbereich

auf holz.

» boden & belag

knappe Ressource ist, versucht die Industrie

in Sachen Zeitersparnis zu punkten. Zwar

ist der sich selbst reinigende Holzboden

noch nicht erfunden worden, dafür ermöglicht

eine porentiefe Spezialversiegelung dauerhaften

Glanz ganz ohne Pflegebedarf – der

Nanotechnologie sei Dank.

täuschend echt

Neben der Zeitersparnis spielt Kostenersparnis

bei der Weiterentwicklung der Produkte

ebenfalls eine nicht unerhebliche Rol-

le. Die Industrie arbeitet hier mit dem Prinzip

der Täuschung, vor allem im Bereich der

Vinylböden. Vinyl kennt man in der Bodenindustrie

besser als PVC (Polyvinylchlorid)

– das Kunststoffwunder, dem weder Sonnenlicht

noch Wasser oder Luft zusetzen können

und das daher vor allem für langlebige Produkte

eingesetzt wird. Ideal also für Böden,

die etwas aushalten müssen.

Das klassische PVC-Sortiment hat mit den

seit einigen Jahren vermarkteten Luxury

Vinyl Tiles (LVT) eine designbewusste Ausführung

erhalten. LVTs – im deutschsprachigen

Raum ist die Bezeichnung Designvinylboden

gängiger – gibt es als Vinylfertigböden,

selbstklebende Varianten sowie in

Form einer massiven Ausführung. Zuletzt

genanntes Produkt eignet sich aufgrund seiner

hohen Feuchtigkeitsbeständigkeit für

Anwendungsbereiche wie Nassräume, die

für herkömmliche Laminatböden bzw. Vinylböden

mit HDF-Trägern eher problematisch

sind. LVT-Beläge erweitern durch ihre Fliesen-

oder Dielenformate gegenüber der klassischen

PVC-Rollware die gestalterische

Bandbreite. Das große Spektrum an Dekoren,

sei es Holz-, Stein-, Keramikoptik oder

in metallisierter Ausführung, ist auf den ersten

Blick täuschend echt.

Abgesehen von Format und Dekor sind in

den letzten Jahren LVT-Oberflächenstruktur

und -Drucktechnologie soweit an Hart-

color - 04 2012


odenprodukte angenähert worden, dass sie

vor allem für keramische Fliesen und Laminat

zu ernstzunehmenden Konkurrenten geworden

sind. Ihr klarer Vorteil ist dabei ihre

weichere, wärmere Oberfläche und die damit

verbundene trittschalldämmende Optimierung,

die vor allem die sogenannten CV-Beläge

(Cushion Vinyl) im privaten Bereich beliebt

macht. Diese haben unter einer PVC-

Verschleißschicht eine bereits im Produktionsprozess

ausgeschäumte Schicht, die den

Belag weich und das Trittgefühl besonders

angenehm macht. Luxury Vinyl Tiles haben

also durchaus das Potenzial, an die Eigenschaften

von Hartböden anzuknüpfen, was

die steigende Nachfrage auch beweist.

Dabei ist die nachteilige ökologische Bewertung

der PVC-Produkte – Stichwort gesundheitsschädigende

Weichmacher – anscheinend

wieder etwas in den Hintergrund gerückt.

Ebenfalls aus Kunststoff, jedoch zu

100 Prozent PVC-frei, ist eine Alternative

aus Polyethylenterephthalat (PET), die sowohl

die Vorteile eines PVC-Bodens als auch

den Anspruch an Nachhaltigkeit kombiniert.

Die PET-Spezialbeschichtung bildet dabei

auf einem Schichtenaufbau aus Kork und einer

HDF-Mittellage den elastischen Kunststoffbelag

und eignet sich durch ihre Strapazierfähigkeit

und unkomplizierte Pflege für

den privaten wie gewerblichen Bereich. Für

Nassräume ist sie ungeeignet. Herkömm-

color - 04 2012

liche Vinylböden hingegen sind durchaus für

Feuchträume gemacht. Sie sind per se wasserabweisend

und daher feuchtigkeitsresistent.

Neuartige Klicksysteme, die leimlos

und in kurzer Zeit verlegt werden können,

sind ohne zusätzliche Versiegelung sofort

einsatzbereit.

hart im nehmen

Industrieböden müssen je nach Anforderung

der individuellen Arbeitsbedingungen gegen

eine Vielzahl von Belastungen gerüstet sein.

Der Markt bietet viele Systemlösungen, die

unter anderem Chemikalien, höchsten mechanischen

oder dynamischen Beanspruchungen

sowie elektrischen Spannungen

trotzen. Dabei meistern diese Hygienesicherheit,

Rutschhemmung und Wasserdampfdiffusionsfähigkeit

je nach Anspruch

mit links. Was der Industrieboden in der Regel

jedoch nicht schafft, ist eine kurze Aushärtungsdauer.

In puncto Zeit forciert die

Industrie daher verstärkt den Ausbau an

schnell erhärtenden Systemen, die – anders

als der herkömmliche Zementestrich, der

erst nach rund 28 Tagen belegt werden darf

– nach geringer Aushärtungszeit schnell belegfertig

sind.

In einem neuartigen System, das Bauzeitverkürzung

und die Vereinfachung von Bauabläufen

bietet, wird statt Zement ein Epoxy-Bindemittel

in den Estrichsand eingear-

funktionelle böden

bild oben: weitzer: zur betonung

der trendigen dielenform in eiche ist

die diele rundum gefast. durch

starke bürstung wird die natürliche

struktur der holzfaser besonders

hervorgehoben. bild unten: armstrong

timberline: der trend bei designvinylböden

geht deutlich richtung

rustikalem vintage­look.

boden & belag »

23


24

funkti0nelle böden

bild oben rechts: mit dem neuen uniclic

sytem von meyer Parkett wird die

verlegung von steinoptik­fliesen leicht

gemacht. unten links: durch das Pur

eco system kommt der linoleumbelag

ohne eigenpfelge aus. unten rechts:

landhausdielen von haro in eiche cognac

verleihen ein rustikales ambiente.

im internet

www.armstrong.de

www.haro.at

www.inku.at

www.meyerparkett.at

www.remmers.at

www.weitzer-parkett.com

» boden & belag

beitet. Dies führt zu einem schnell aushärtenden

Kunstharzestrich mit einer möglichen

Schichtdicke von fünf bis 50 Millimetern.

Neben Epoxydharzen werden auch Polyurethane

und andere Kunststoffe wie Polymethylmethacrylate

oder ungesättigte Polyestherharze

beigefügt. Durch eine chemische

Reaktion verfestigt sich der Estrich. Klarer

Nachteil der Kunstharzböden ist der hohe

Kostenfaktor, der durch die Beimischung der

teuren Kunststoffe entsteht. In der Schlussabrechnung

ist er aufgrund der Zeiteinsparung

dennoch günstiger.

nachhaltig alltagstauglich

Linoleum ist im Gegensatz zu seinem großen

Konkurrenten PVC vor allem eines: or-

ganisch und daher ökologisch. Angesichts

der gestiegenen Anfrage nach nachhaltigen

Produkten kann das Material hier punkten.

Es besteht zu rund 95 Prozent aus den natürlichen

Rohstoffen Leinöl, Harz, Holzmehl,

Korkmehl, Kalkstein und Jute als

Trägermaterial. Durch seine Struktur- und

Farbenvielfalt ist Linoleum unter den Objektbelägen

nicht mehr wegzudenken. Fortschritte

in der Oberflächentechnik konnten

die Nachteile von Linoleum gegenüber PVC-

Böden, wie etwa der hohe Pflegeaufwand,

durch hoch leistungsfähige Beschichtungen

ausschalten. Oberflächenveredelungen, unter

anderem aus Polyurethan, kommen ohne

Eigenpflege aus, was die laufenden Instandhaltungskosten

gering hält. Auch andere

Kunstharze oder Kunststoffe werden je nach

Unternehmen in speziellen Mischverhältnissen

als Oberflächenschutz aufgetragen.

Zum Beispiel in Form einer zweilagigen

wasserbasierenden Ausführung: eine Basisschicht,

welche die Poren des Linoleums

eben ausfüllt, gefolgt von einer Schutzschicht

gegen Kratzer, Gebrauchsspuren

und Verschmutzung. Zusammenfassend ist

erkennbar, dass Systeme effizienter Oberflächenbeschichtungen

weiter perfektioniert

werden und an neuen Materialien geforscht

wird, die den heute gebräuchlichen schon

längst überlegen sind. Wer sich fragt, ob es

den selbstreinigenden Boden, der jeder Belastung,

Verschmutzung und Reibung trotzt,

schon in Bälde geben wird, der sollte erst

mal am Boden bleiben – die Industrie arbeitet

zwar schnell, Wunder kann sie jedoch

auch nicht vollbringen.

color - 04 2012


Fotos: Synthesa

color - 04 2012

Promotion

effektvolle bodenbeschichtungen: individuelle farbeffekte –

von dezent bis extravagant

Einzigartig

Die praktischen Aspekte einer

Bodenbeschichtung liegen auf

der Hand: „Nahtlose“, robuste

Oberfläche, niedrige Einbauhöhe,

problemlose Reinigung.

An die Optik stellt man mittlerweile, besonders in

anspruchsvollerer Umgebung, hohe Ansprüche. Dem

Wunsch nach interessanter, aber nicht aufdringlicher

Flächenwirkung kommt das Disboxid-Arte-Floor-

System aus dem Hause Synthesa entgegen: Mittels

klassischer Lasurtechnik wird die Bodenfläche beinahe

organisch wirkend strukturiert. Die Vielzahl

möglicher Farbkombinationen, die das Caparol-3D-

System beinhaltet, ermöglicht dabei höchst individuelle

Farbigkeiten. Ob dezent Ton in Ton oder mit

kontrastreicheren Farbkombinationen, das Disboxid-ArteFloor-System

lässt der Kreativität viel

Spielraum, dadurch wieder jeder Boden ein Unikat.

www.synthesa.at

25

markt »

BODENKUNST

mit Disboxid Arte Floor-System

Attraktivste Bodenbeschichtungen mit

hohem Gebrauchwert.

� effektvoll & individuell

� abriebfest

� befahrbar

� chemiekalienbeständig

� 150 Lasurfarbtöne

www.synthesa.at


26

Promotion

Schöne Böden für Terrassen und Balkone

Balkone und Terrassen sind Orte des Wohlfühlens. Doch der Genuss des Außenbereichs

kann getrübt sein: Abgeplatzte, hochgefrorene Fliesen, Moosbewuchs und

undichte Fugen sorgen oft für ein trauriges Erscheinungsbild.

An diesem Punkt schaffen Flüssigkunststoff-Abdichtungen

von Triflex schnell

und unkompliziert Abhilfe. Geschulte

Fachbetriebe bringen den Außenbereich

meist schon innerhalb eines Tages wieder

in Hochform und gewährleisten eine hohe

Verarbeitungsqualität. Der Flüssigkunst-

» markt

stoff dichtet Außenflächen nahtlos ab und

schützt die Bausubstanz dauerhaft vor

Nässe und Feuchtigkeit. Die Strapazierfähigkeit

beweisen die Systeme seit über

30 Jahren auch beim Neubau und der

Sanierung von Parkhäusern oder bei der

Flachdachabdichtung.

attraktive oberflächenvarianten

Die Triflex-Produkte überzeugen nicht

nur durch langzeitsichere Funktionalität

und schnelle Verarbeitung, sondern laden

auch zur Gestaltung für den Außenbereich

ein. Mit dem Balkon- und Terrassenstudio

(s. Website) können alle Optionen

online durchgespielt werden. Neben

der Auswahl aus einer Vielzahl von Farbtönen

sind auch diverse Oberflächenvarianten

wählbar. Triflex Creative Design

bringt individuellen Flair auf Balkone

und Terrassen. Mit dem Stone Design

Das Beste aus zwei Welten

Floortec PU-Bodensiegel ELF 847 basiert

auf einem neuen Polyurethan-

Acrylat-Hybrid-System. Leichte Verarbeitung

und ein guter Verlauf charakterisieren

diese Versiegelung. So kann eine

sehr hohe Oberflächenhärte erzielt

werden, was sich in einer äußerst geringen

Verschmutzungsneigung und einem

sehr guten Reinigungsverhalten auswirkt.

Floortec PU-Bodensiegel ELF 847 ist

nach dem AgBB-Bewertungsschema

(Ausschuss zur gesundheitlichen Bewertung

von Bauprodukten) geprüft.

Neben diesen strengen Anforderungen

für die Verwendung in Innenräumen erfüllt

das Produkt aber auch gestalterische

und sicherheitsrelevante Ansprüche.

Die Versiegelung ist lieferbar in allen

1514 Scala-Farbtönen und erfüllt in

Verbindung mit Safe-Step 841 und

Floortec 2K-PUR Mattsiegel 844 sogar

die Rutschhemmklasse

R 10. Mit

diesen Eigenschaften

ist

der Floortec

PU-Bodensiegel

ELF 847 auf allen

Bodenflächen

mit einfacher bis

mittlerer Gehbe-

steht darüber hinaus eine exklusive Marmorkiesoberfläche

in verschiedenen Kiesgrößen

und Farben zur Verfügung.

www.triflex.at; www.triflex.com/studio

Die umweltfreundliche, lösemittelfreie Bodenversiegelung Floortec PU-Bodensiegel

ELF 847 von Brillux bietet Anwendern das Beste aus zwei Welten – der Welt der

Polyurethane und der Welt der Acrylate.

die eigenschaften:

• ELF = emissionsarm und lösemittelfrei

• VOC-geprüft gemäß den AgBB-Kriterien

• geringe Schmutzanhaftung

• optimale Reinigungsfähigkeit

• geringere Kratzneigung dank hoher Oberflächenhärte

• leichtere Verarbeitung

• verbesserter Verlauf = homogene Oberfläche

mit natürlichem marmorkies lassen sich balkone, ter­ Triflex

rassen und laubengänge abwechslungsreich gestalten. Fotos:

lastung in Keller- und Hauswirtschaftsräumen

sowie im Warenlagerbereich

und auch im Außenbereich

auf Balkonen und Loggien

einsetzbar.

www.brillux.at

color - 04 2012

Fotos: Brillux


Fotos: AkzoNobel

Mit beiden Marken sicher am Boden

Eigenschaften wie Abriebbeständigkeit,

Ästhetik, Reinigungsfähigkeit sowie

ökonomische Aspekte spielen für den

professionellen Anwender in puncto Bodengestaltung

genauso eine wichtige

Rolle wie für die späteren Benutzer.

AkzoNobel hat zu diesem Zweck ein für

viele Anforderungen zugeschnittenes

Sortiment an Bodenbeschichtungssystemen

entwickelt.

Sikkens: Wapex 660 von Sikkens ist

bestens geeignet für Böden im haustechnischen

Bereich wie Waschküchen,

Hobbyräume und auch Garagenböden

(nur für gummibereiften Fahrbetrieb).

Weitere Einsatzgebiete sind hoch strapazierfähige,

gut reinigungsfähige Innenwandflächen,

z. B. in Hotelfluren

oder Krankenhäusern. Wapex Color

Flakes zum Einstreuen verleihen Böden

zudem eine besondere Ausstrahlung.

Eingesetzt werden sie bei Böden mit erhöhter

Belastung im Innenbereich – etwa

in Geschäfts- und Ausstellungsräumen

oder Stiegenhäusern. Wapex Color

Flakes gibt es in 24 verschiedenen Flockenmustern,

die in die farblich abgestimmte

nasse Wapex-660-Beschichtung

eingestreut und anschließend nach der

Trocknung mit Wapex 648 versiegelt

werden. www.sikkens.at

color - 04 2012

Herbol: Die Herbol-Farbtonkollektion

Farbe & Boden wurde für die Bodenbeschichtung

Herbol-Methacryl-Siegel

entwickelt. Der seidenmatte einkomponentige

Dispersionslack schützt und

verschönert Böden im Innen- und Außenbereich.

In Kombination mit dem

Überzugslack Herbol-PU-Siegel (seidenglänzend

und rutschhemmend) werden

extrem strapazierfähige Bodenflächen

erzielt. Bei der Herbol-Farbtonkollektion

Farbe & Boden stehen 56 attraktive

Farbtöne für die kreative

Bodengestaltung zur Auswahl. Die

Farbauswahl im Zusammenspiel mit

speziellen Effekt-Chips führt zu hochwertigen

und repräsentativen Böden

im Innen- und Außenbereich. Die Herbol-Farbtonkollektion

und die dazugehörigen

Herbol-Produkte beweisen: Beton

muss nicht grau sein!

Eine objektangepasste, geschmackvolle

und fachgerecht aufgebrachte Farbgebung

wertet Bodenflächen qualitativ

auf. Dies gilt für Wohnbereiche, Industriegebäude

und Keller ebenso wie für

Terrassen und Balkone. Die Nutzungsqualität

von Innenräumen wie Geschäfts-

und Wohnbereichen, Verkaufsräumen

und Kellern wird erhöht und

dauerhaft bewahrt.

www.herbol.at

Promotion

Technisch intakte Böden sind für die Sicherheit unerlässlich, aber auch eine einwandfreie

Optik ist von Bedeutung. Die beiden Marken Sikkens und Herbol aus dem Hause

AkzoNobel bieten entsprechende Produkte an.

sikkens wapex beschichtungssystem

herbol­kollektion

farbe & boden

markt «

27


28

malerei & anstrich

» highlights

1 2

entscheidend beitragen

3

1 streifenfrei

Die SuperMaxx Innenfarbe von Synthesa weist eine besonders

lange Offenzeit auf und erlaubt dem Maler, auch bei sehr großen

Flächen noch ansatzfrei zu arbeiten, sodass eine homogene,

streifenfreie Oberfläche entsteht. www.synthesa.at «

2 knallbunt

Gemäß dem Motto „Die Zukunft ist bunt“ hat der Pop-

Fassadenkünstler Carsten Kruse den neuen, 22 Meter hohen

Rutschenturm des Freizeitbads Miramar in Weinheim (D) in eine

knallbunte Pop-Skulptur verwandelt. www.ck-paintings.de «

3 grundlegend

Dekochips als Wandbeschichtung wie der Brillux Creativ Floc 47

sind für die rationelle Applikation in vielen Bereichen nicht mehr

wegzudenken. Nun hat Brillux einen grundlegend optimierten

Farbtonblock auf den Markt gebracht. www.brillux.at «

4 ausgezeichnet

Das Ende Mai eröffnete neue Sto-VerkaufsCenter im 23. Wiener

Bezirk Liesing wurde kürzlich mit der klima:aktiv-Plakette in Gold

des Lebensministeriums ausgezeichnet. Es hat 958 von 1000

möglichen Punkten erhalten. www.sto.at «

5 individuell

Die Broschüre Hotels & more von Sikkens eröffnet eine

Vielfalt an Ideen für ein tolles Zusammenspiel aus Architektur,

Design, aktuellen Anforderungen, individuellen Lösungen und

höchster Qualität. www.sikkens.at «

color - 04 2012

Fotos: Hersteller


4

malerei & anstrich 29

Ob innen oder außen, ob Freizeitbad oder Luxushotel, ob

Firmensitz oder Supermarkt, Maler- und Anstrichmitteltechniker

tragen durch den gekonnten Einsatz von Farbe

erheblich zur Gesamterscheinung eines Objekts bei.

5

color - 04 2012 highlights «


30

innung

Bedeutendes Berufsbild

Erwin Wieland ist neuer Bundesinnungsmeister Maler/in und Beschichtungstechniker/in.

color hat den Lungauer in Wien getroffen, wo er uns das neue Berufsbild Maler/in und

Beschichtungstechniker/in vorgestellt hat. text: dominique Platz

erwin wieland ist neuer bundes­

innungsmeister maler/in und

beschichtungstechniker/in.

» malerei & anstrich

Ein komplettes Berufsbild

einer Generalüberholung

zu unterziehen,

das ist schon eine Herausforderung, vor

allem, wenn es sich um solch ein prominentes

wie das des Malers handelt. Seit

1969 unverändert, hat es ganze vier Jahre

gedauert, insbesondere die Ausbildung an

die Techniken und Materialien von heute

anzupassen. „Einiges an Überzeugungsarbeit

war gefordert, vor allem Bundeslehrlingswart

Alois Feuchter und seinen Kollegen

in den Landesinnungen gilt diesbezüglich

unser Dank“, sagt Erwin Wieland. Vor

allem in Zeiten, in denen das Handwerk in

Sachen Berufswahl oft nicht erste Adresse

für die heimische Jugend darstellt, ist es

umso wichtiger, einen attraktiven, interes-

santen und abwechslungsreichen Berufszweig

zur Verfügung zu stellen. „Mit dem

neu erarbeiteten Berufsbild Maler/in und

Beschichtungstechniker/in haben wir auf

diesen Trend reagiert und bieten mit vier

Schwerpunktmöglichkeiten eine zeitgemäße

Ausbildung auf sehr hohem Niveau“, ist

Wieland von der neuen Ausbildung überzeugt.

die schwerPunkte

Dass die Lehre, wie sie bis dato vermittelt

wurde, aber keineswegs an Aktualität eingebüßt

hat, beweist bereits Schwerpunkt 1 mit

der Spezialisierung Funktionsbeschichtungen,

der der bisherigen dreijährigen Malerlehre

entspricht. Schwerpunkt 2 befasst

sich indes mit historischer Maltechnik. Hier

wird der Nachwuchs zur Mithilfe in der

Denkmalpflege unter Anleitung als Unterstützung

für Restauratoren ausgebildet.

Schwerpunkt 3 namens Dekormaltechnik

setzt sich mit der Erstellung und Umsetzung

von verschiedenen Gestaltungs-,

Schmuck- und Ziertechniken

auseinander, während bei Schwerpunkt

4 Spezialbeschichtungen

wie Korrosionsschutz-,

Brandschutzbeschichtungen,

Betonsanierungen-, Bodenbeschichtungen

und anderwertige Spezialbeschichtungen

erlernt werden können.

Wieland fordert seine Kollegen diesbezüglich

auf, „den Lehrlingen den richtigen Ausbildungsplatz

mit der richtigen Schwerpunktlehre

anzubieten, damit sie entsprechend

in Praxis und Theorie geschult werden“.

Für die Schwerpunkte zwei bis vier

bedürfe es daher einer Spezialisierung der

Betriebe im jeweiligen Ausbildungsschwerpunkt,

weshalb die Spezialfirmen in der

Ausbildung ihrer Lehrlinge mit dem jeweils

gewählten Schwerpunkt unterstützt werden.

Seit diesem Sommer wird die Lehre im

Lehrvertrag als Maler/in und Beschichtungstechniker/in

mit dem Zusatz eines

Schwerpunkts angeboten.

(Lesen Sie mehr zum Thema auf Seite 6.)

color - 04 2012

Fotos: Roland Holitzky, thinkstock


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32

lackindustrie

Gute Aussichten

Seit 2009 belasten Rohstoff- und Ressourcenknappheit die heimische Lack- und Anstrichmittelindustrie.

Trotzdem blickt der Fachverband der Chemischen Industrie Österreich

(FCIO) in eine positive Zukunft. text: denise grill

bild: Präsentierten den stand der dinge

(v. l.): dr. klaus schaubmayr

(gf berufsgruppe lackindustrie des

fcio), dr. manfred oberreiter (stv.­

obmann der berufsgruppe lackindustrie

im fcio), hubert culik (obmann der

berufsgruppe lackindustrie des fcio)

und ernst gruber (stv.­obmann der

berufsgruppe lackindustrie im fcio).

» malerei & anstrich

Lacke und Farben begleiten uns durchs

Leben. Sie schützen, verschönern und

geben Sicherheit. Die Relevanz dieser

Produkte ist jedoch nicht jedem bewusst.

Kürzlich trafen sich Vertreter der österreichischen

Lackindustrie in Wien, um den aktuellen

Stand der Dinge zu präsentieren. Im

Zentrum standen hierbei die Ausweitung des

Umweltzeichens, ein neues Lehrberufsmodell

und die aktuelle Wirtschaftslage. Der Status

quo zeichnet dabei folgendes Bild: Nach einem

Produktionsrückgang von 17 Prozent aufgrund

der Weltwirtschaftskrise 2009 hat sich

die Lage im vergangenen Jahr wieder etwas

entspannt. Die Produktionsmenge konnte um

10 Prozent erhöht werden, während der Umsatz

auf 421 Millionen Euro angestiegen ist.

„Allerdings spiegeln sich im gestiegenen Umsatz

auch die gestiegenen Rohstoffkosten wider“,

erklärt Hubert Culik, Obmann der Berufsgruppe

Lackindustrie des Fachverbands

der Chemischen Industrie Österreich.

rohstoffsituation

Die schwierige Situation führte aber nicht nur

zu gestiegenen Rohstoffpreisen sowie Produktionsdrosselungen,

sondern in vielen Fällen auch

zur Schließung wichtiger Rohstoffwerke in

Amerika und Europa. Anlass zur Freude gibt

deshalb umso mehr das in Österreich für 2012

erwartete leichte Umsatzplus. Aufgrund der

monatelangen Rohstoffverknappung 2011 ist

das keine Selbstverständlichkeit, wie Hubert

Culik weiß: „Vergangenes Jahr hat sich die

Rohstoffsituation auf hohem Niveau stabilisiert.

Mithilfe eines neuen Rohstoffpreisindexes

werden die Rohstoffkosten nun transparent gemacht.“

Außerdem sollen fossile Rohstoffe

künftig durch nachwachsende, sogenannte

„green binders“ ersetzt werden. Als Bremse für

den Aufwärtstrend 2012 erweist sich jedoch die

schlechte Auftragslage in Südeuropa. Sie

schwächt den Export, weil für die Lackindustrie

wichtige Länder wie Spanien, Griechenland

und Portugal im Kundenkreis fehlen. Gute

Neuigkeiten gibt es indes aus der direkten

Nachbarschaft: Die Exporte, die vor allem nach

Deutschland, Italien, in die Slowakei und nach

Tschechien gehen, wurden ausgebaut und sind

um 16 Prozent angestiegen.

ausweitung des umweltzeichens

Nachhaltigkeit spielt in der Lack- und Anstrichmittelproduktion

aber nicht nur auf-

color - 04 2012

Foto: Fotodienst/Anna Rauchenberger


grund der Rohstoffsituation eine immer wichtigere

Rolle. In Kooperation mit dem Lebensministerium

und dem Verein für Konsumenteninformation

wird daher nach wie vor

am Umweltzeichen gearbeitet. Klaus Schaubmayr,

Geschäftsführer der Berufsgruppe Lack-

und Anstrichmittelindustrie des FCIO: „Wir

müssen die Entwicklungen auf europäischer

Ebene, die CEN-Normung, abwarten. Wenn

Österreich sein eigenes Süppchen kocht, kommen

wir nie auf einen einheitlichen europaweiten

Standard.“ Nachdem seit März 2011

bereits 10 Prozent der Wandfarben zertifiziert

wurden, soll das Umweltzeichen nun auch auf

andere Bereiche wie Holzschutzmittel, Bodenlacke

und Straßenmarkierungen ausgeweitet

werden. „Für die heimische Lackindustrie ist

das Umweltzeichen nicht nur ein wichtiges Instrument

für die öffentliche Beschaffung und

Wohnbauförderung, sondern eine elementare

Komponente für eine nachhaltige Lackindustrie“,

so Manfred Oberreiter, Obmann-Stv. der

Berufsgruppe Lackindustrie des FCIO. Das

Umweltzeichen soll innerhalb der nächsten

zwei bis drei Jahre noch stärker EU-weit eingebunden

werden.

neues lehrberufsmodell

Ebenfalls in Planung ist ein neues Lehrberufsmodell,

um für qualifizierten Nachwuchs

in österreichischen Betrieben zu sorgen.

Derzeit werden jährlich rund 50 Lehrlinge

als Chemielabortechniker und Chemieverfahrenstechniker

ausgebildet. Ernst Gruber,

Obmann-Stv. der Berufsgruppe Lack- und

Anstrichmittelindustrie des FCIO: „Wir

brauchen aber richtige Lack- und Anstrichmitteltechniker,

die ihr Handwerk von

Grund auf beherrschen.“ Einige Betriebe

schicken ihre Lehrlinge daher nach Deutschland

oder in die Schweiz zur Ausbildung, wo

derartige Lehrgänge angeboten werden. Um

diesen qualifizierten Nachwuchs auch in Österreich

ausbilden zu können, soll ab 2014

ein neues Lehrberufsmodell zum Lack- und

Anstrichmitteltechniker entstehen. Somit

soll es auch in Zukunft für die heimische

Lackindustrie durch intensive Forschung

und Entwicklung, besseres Qualitäts- und

Umweltmanagement sowie optimiertes Arbeits-

und Anlagenmanagement wieder

bergauf gehen.

(Lesen Sie mehr zum Thema auf Seite 8.)

lackindustrie

» Wenn Österreich

sein eigenes Süppchen

kocht, kommen

wir nie auf einen

einheitlichen europaweiten

Standard.

klaus schaubmayr, GF der Berufsgruppe

Lack- und anstrichmittelindustrie des FCIo

33


34

trockenbau

im mumuth graz kamen insgesamt 11.000 Quadratmeter gipskartonplatten zum einsatz.

Eine Frage der Berechtigung

In den vergangenen Wochen wurde in der Stuckateur- und Trockenbaubranche die Europäische

Technische Zulassung (ETZ) für nicht tragende Gipskartonwände heftig diskutiert.

Hier die Fakten im Überblick. text: Jürgen fragner

» malerei & anstrich

Die Verordnung des österreichischen

Instituts für Bautechnik (OIB) mit

der Baustoffliste ÖE gibt Auskunft

über Bauprodukte und deren produktspezifische

Verwendungsbestimmungen ebenso

wie über Leistungs- und allgemeine Anforderungen.

Im Zusammenhang mit Gipskarton

wird auf die Europäische Technische

Leitlinienspezifikation ETAG 003 „Bausätze

für innere Trennwände zur Verwendung als

nicht tragende Wände“ verwiesen. Dabei hat

die ÖE-Liste rechtsverbindlichen Charakter,

wodurch eine Europäische Technische Zulassung

(ETZ) verpflichtend wird. Es dürfen also

in Österreich Produkte, die ein CE-Kennzeichen

tragen, grundsätzlich in den Verkehr

gebracht werden. Somit gilt dieses System

als Bausatz, sobald ein Hersteller Kenn-

werte für Statik, Schallschutz oder Feuerwiderstand

für eine nicht tragende Innenwand

aus Gipskartonsystemen angibt. Damit ist

gemäß den gesetzlichen Bestimmungen eine

ETZ erforderlich. Diese liegt momentan aber

lediglich von einem Produzenten vor, der bereits

2005 mit den Prüfungen begonnen hat

und dem die Zulassung im April 2012

schließlich auch erteilt wurde.

die klarstellung

Der Verband der österreichischen Stuckateur-

und Trockenbauunternehmungen (VÖTB)

vertritt hierzu, nach Rücksprache mit dem

OIB, Sachverständigen, Baurechtsexperten

und Herstellern, nachfolgende fünf Punkte,

um den Themenkreis Bausatz, System, ETZ

und Klassifizierungsberichte richtig zu beur-

color - 04 2012

Fotos: Fragner, Christian Richters


teilen. Als Erstes gilt, dass der Ausführende

grundsätzlich für die Einhaltung der bautechnischen

Anforderungen und der individuellen

Baubewilligung verantwortlich ist. Der Nachweis

etwa über den Feuerwiderstand einer fertiggestellten

Wand ist eine Angelegenheit zwischen

dem Vollziehenden und der Baubehörde

beziehungsweise dem agierenden Sachverständigen.

Als weiterer Punkt gilt dies als Beleg

der Erfüllung der bautechnischen Voraussetzungen,

dass, so wie bisher, auf die vom

Hersteller beigestellten Klassifizierungsberichte

zurückgegriffen werden kann, sofern

das Bauteil genau unter Heranziehung dieser

Komponenten errichtet wurde. Eine CE-

Kennzeichnung für Einzelkomponenten gilt

dabei aber nicht für das System, wobei die

Vorlage der richtigen Klassifikationen dem

Ausführenden obliegt. Der nächste Punkt betrifft

die ETZ, die als Zusammenfassung der

verschiedenen bekannten Klassifizierungen

zu sehen ist. In diesem Fall übernimmt der

Hersteller die Verantwortung für die Leistung

des Systems als Bausatz, wenn dieser korrekt

eingebaut wurde. Die Haftung für den einwandfreien

Einbau trägt der zur Umsetzung

Beauftragte, wenngleich die CE-Kennzeichnung

dabei das System umfasst. Die Beschei-

gipskartonplatten an einer baustelle in wien

nigungen der Einhaltung sind in der Regel

nicht extra vorzulegen, da das CE-Zeichen für

die Einheit ausreicht. Ein weiterer Punkt betrifft

die Verbauung von Einzelkomponenten,

die außerhalb eines Systems weiterhin möglich

ist. Die Verantwortung für die Bauteile

sowie der Nachweis der Anforderungen liegen

in diesem Fall beim Verarbeiter. Zu guter Letzt

ist der Ausführende bei sachgerechter Anwendung

von Systemen auch in Zukunft bei Nichtbeachtung

der ETZ-Regelungen nicht von Verwaltungsstrafen

bedroht.

das fazit

Es können Bauteile im Trockenbau auch

weiterhin außerhalb eines Systems entstehen.

Damit steht es jedem Unternehmen

frei, die Einzelkomponenten zu wählen, wobei

sowohl die Verantwortung als auch der

Nachweis der Anforderungen zu erbringen

sind. Bei der Verwendung von Herstellersystemen,

speziell im Fall für nicht tragende

Innenwände mit ETZ-geprüften Systemen,

kann die Haftung an die Herstellerseite delegiert

werden. Es ist absehbar, dass alle

Produzenten im Laufe des nächsten Jahres

entsprechende Zulassungen vorliegen haben

werden und sich die bisherigen Diskussionen

erübrigen werden.

HANDWERK

trockenbau

im internet:

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color - 04 2012 malerei & anstrich «

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36

bundeslehrlingswettbewerb

Niederösterreicherin siegt im Wald

Beim heurigen Bundeslehrlingswettbewerb der Maler und Beschichtungstechniker blieb

das Podium ganz den Damen überlassen. Im vorarlbergerischen Au siegte Karin Strohmayr

(NÖ) vor Sabrina Monz (Stmk) und Verena Fahrberger (NÖ). text: dominique Platz

bild links: die damen am Podium (v. l.):

verena fahrberger, karin strohmayr

und sabrina monz.

bild rechts: siegerehrung (v. l.): lim

nö helmut schulz, bim erwin wieland,

siegerinnen, lim vbg dietmar längle,

blw alois feuchter.

» malerei & anstrich

Back to the Roots – zurück zum Spitzpinsel“

lautete das Motto des Bewerbs,

dem sich 16 junge Maler und

Malerinnen aus der gesamten Alpenrepublik

Ende Juni stellten. Austragungsort war

der Weltmeisterbetrieb Moosburger – Malerei

– Werbetechnik GmbH in Au im Bregenzerwald.

Und die Bergkulisse stand auch am

ersten Tag im Fokus des Geschehens, als eine

Fußwanderung zur Villa Maund samt

Vorarlberger Käsknöpflepartie auf dem Plan

stand. Am darauffolgenden Tag startete

pünktlich um 08:00 Uhr in der Früh der

Wettkampf. Aufgabe des Bewerbs war das

Aufzeichnen eines festgelegten Ornaments

mit einer Flächengestaltung auf einer Platte

mit den Maßen 100 mal 100 Zentimeter. Das

Konstruieren mit Pausen, Zirkeln oder anderen

geometrischen Hilfsmitteln war aber

erlaubt, wie Bundeslehrlingswart Alois

Feuchter den Teilnehmern im Vorfeld mit

auf den Weg gab. Außerdem musste das gewählte

Motiv eingeteilt und mit den bereitgestellten

Farben bemalt werden. Zusätzlich

war das Ziehen eines Linierstrichs mit einer

Breite von sieben bis zwölf Millimetern Teil

der Wettbewerbsaufgabe, die es innerhalb

von vier Stunden zu bewältigen galt. Außerdem

mussten mehrerer Rundelemente mit

einem Radius von mindestens vier Zentimetern

in das Flächenmuster integriert werden.

Zusätzliches Kriterium war das Fokussieren

auf rein handwerkliches Geschick

beim Beschneiden und Gestalten einer

Oberfläche – ganz ohne abkleben. Obendrauf

gab es noch den Zusatz, einen vorgegeben

Farbton nachzumischen und das gesamte

Farbkonzept zu erarbeiten, das Ornament

selbst sollte die Maße 80 mal 80 Zentimeter

aufweisen.

drei damen am Podium

Ihre Sache am besten machte Karin Strohmayr

aus Biberach in Niederösterreich, die

ihre Lehre im Betrieb ihrer Mutter Ulrike

absolviert. Den zweiten Platz auf dem

Treppchen ergatterte Sabrina Monz aus

Leibnitz in der Steiermark, deren Arbeit vor

allem durch die aufwendige Linierung zu

überzeugen wusste. Platz drei sicherte sich

Verena Fahrberger, die ebenfalls für Niederösterreich

an den Start ging. Zur Siegerehrung

in der Ur-Alp gesellten sich nebst Alois

Feuchter unter anderem die beiden Landesinnungsmeister

Helmut Schulz (NÖ) und

Dietmar Längle (Vlbg) und der neue Bundesinnungsmeister

Erwin Wieland sowie die

amtierende Weltmeisterin Renate Lässer.

color - 04 2012

Fotos: Innung, Alois Feuchter


Fotos: AkzoNobel/APA-Fotoservice/Schedl

Ran an die Pinsel

Das weltweite Farbprojekt Let’s colour

hat vor Kurzem auch in Wien halt gemacht.

An einem Ort der Kunst, Kultur

und Begegnung, dem KunstSozialRaum

Brunnenpassage, trafen sich kreative Freiwillige,

um die Umgebung des Brunnenmarkts

farblich zu verschönern.

Unterstützung bekamen sie dabei von

Street-Art-Künstler Matt W. Moore, der mit

den Teilnehmern den KunstSozialRaums, eine

Einrichtung der Caritas Wien, und andere

umliegende Gebäude am Yppenplatz in

Farbe getaucht und neu gestaltet hat. In diesem

Rahmen konnten zahlreiche Besucher

mit Pinsel und Rolle ausgestattet ihrer Kreativität

freien Lauf lassen.

„Wir haben mit diesem Projekt eine weitere

künstlerische Aktion im Bezirk, die auch die

Vielfalt der Umgebung widerspiegelt“, so

Bezirksrätin Susanne Haase. Gemeinsam

mit Matt W. Moore wollten die Teilnehmer

die Botschaft des Projekts vermitteln, das

Leben gemeinsam bunter und schöner zu gestalten.

Anne Wiederhold, künstlerische Leiterin

des KunstSozialRaums Brunnenpassage:

„Das Malprojekt ist ein gelebtes Statement

gegen Diskriminierung und Fremdenhass,

das die Vielfalt in der Gesellschaft als

Bereicherung aufzeigt.“

„wow statt grau!“

Let’s colour ist ein Aufruf an alle, die ihr Leben

mit Farben verschönern wollen. Unter

dem diesjährigen Motto „Wow statt Grau!“

wurde die Umgebung des Brunnenmarkts

von zahlreichen Teilnehmern farblich gestaltet.

Dabei war „Kunst für alle“, die Botschaft

der Brunnenpassage, als Ausgangspunkt

auch die des Events. Der US-Amerikaner

Matt W. Moore, der bereits einige Let’s-colour-Projekte

mit umgesetzt hat, stand den

Teilnehmern in Wien-Ottakring mit Rat und

Tat zur Seite. Unter Beachtung der Identität

des Brunnenmarkts und des Stils der Umgebung

fertigte Moore einen Entwurf an, der

sich in die Umgebung des Viertels einfügt

und den gesamten Yppenplatz bzw. Ottakring

als kreativen und kommunikativen

Ort der Begegnung unterstützt und neu

prägt. Moore: „Ich finde es toll, dass eine Aktion

wie Let’s colour hier mitten im öffentlichen

Raum stattfindet und so viele Menschen

zum Mitmachen bewegt. Wenn ich

color - 04 2012

dann mit meiner Kunst noch begeistern

kann, ist es umso schöner.“

farbe greifbar machen

Auch bei Dulux glaubt man an die Kraft der

Farbe. „Dieses Projekt ist ein ganz tolles

Zeugnis dafür, dass man die Vielfalt unserer

Gesellschaft mit Farbe erlebbar macht. Let’s

colour ist ein Aufruf an alle, Farbe ins Leben

zu bringen und somit die Vielfalt greifbar zu

machen“, so Peter Klameth, Commercial Manager

Retail, AkzoNobel Coatings GmbH.

Die Let’s-colour-Initiative hat sich verpflichtet,

mit Farbe mehr Freude, Fröhlichkeit und

Lebensqualität in das Leben der Menschen

zu bringen. Das Projekt soll vor allem auch

ein Gemeinschaftsprojekt sein mit der Botschaft:

Jeder kann mithelfen, die Welt etwas

farbenfroher zu gestalten.

kunstaktion

Zum Österreich-Auftakt der Kunstaktion Let’s colour – ausgerichtet von der Marke Dulux

aus dem Hause AkzoNobel – trafen sich kürzlich Malbegeisterte im Wiener Kreativviertel

Ottakring. text: denise grill

» Ich finde es toll, dass eine

Aktion wie Let‘s color so viele

Menschen zum kreativen

Schaffen bewegt.

matt W. moore, street-art-künstler und Grafiker

street­art­künstler matt w. moore

hat mit kreativen freiwilligen dem

kunstsozialraum brunnenpassage

einen neuen anstrich verpasst.

malerei & anstrich «

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38

Promotion

Sanieren von Blechdächern

Ob Villa, Ringstraßenobjekt oder Großbauwerk – Bessemerfarben von Amonn Coatings

sind für die Anstrichsanierung von Blechdächern eine gute Wahl.

Seit 1898 der Markenname Bessemer

Ambos im k. u. k. Musterregister eingetragen

wurde, bewähren sich Bessemerfarben

beim Schutz von Dachverblechungen

gegen Wind, Wetter und alle

anderen atmosphärischen Einflüsse.

Durch ständige Weiterentwicklungen

stehen heute folgende Beschichtungssysteme

zur Verfügung: Bessemer Ambos

Natürlich vergraut

Die Adler-Werk Lackfabrik hat Pullex

Silverwood in Zusammenarbeit mit bekannten

österreichischen Architekten

entwickelt. Diese haben immer mehr

den Wunsch, den Vergrauungseffekt

von Holz als gestalterisches Element

einzusetzen. Bei unbehandelten Fassaden

gibt es allerdings zwei Probleme:

Die Vergrauung dauert viele Jahre und

sie ist ungleichmäßig und fleckig, weil

Sonne, Wind und Regen sich nicht steuern

lassen. Beide Probleme räumt Pullex

Silverwood aus dem Weg: Es verleiht

der Fassade sofort einen natürlichen

Altholzcharakter mit silbrigem

Patinaeffekt.

Die Inhaltsstoffe der Lasur schützen

das Holz vor Bläue-, Pilz- und Insektenbefall.

Der gestalterische Silbereffekt

in unterschiedlichen Farbnuancen

kommt ganz besonders auf sägerauem,

gebürstetem und gehacktem Nadelholz

» markt

ist eine wetterfeste Korrosionsschutzdachfarbe

auf Leinölbasis, seit über 100

Jahren zur Sanierung von verzinkten

Blechdächern und als Erneuerungsanstrich

für abgewitterte Ölanstriche im

Einsatz. Bessemer VB und Echtkupfer

hingegen ist eine hochwertige Korrosionsschutzbeschichtung

für alle metallischen

Untergründe im Dach- und

Wandbereich mit bester Beständigkeit

selbst gegenüber aggressiver Industrieatmosphäre.

Der Deckanstrich Bessemer

VB-Super eignet sich derweil hervorragend

zur Sanierung und Renovierung

von industriell beschichteten Blechen

(z. B. Colorbleche). Bessemer Aqua ist ein

modernes Anstrichsystem auf Basis wasserverdünnbarer

Harze. Ausgezeichnete

Haftung auf allen tragfähigen Untergründen,

sogar auf glatten, frisch verlegten

Blechoberflächen.

Alle Bessemer Blechdachbeschichtungssysteme

sind einfach und sicher zu ver-

zur Geltung, wie es derzeit besonders

beliebt ist. Zahlreiche Architekten,

Bauherren und Maler haben Pullex

Silverwood schon eingesetzt, beispielsweise

bei der Volksschule in Arnoldstein

(Kärnten), gestaltet vom Architekturbüro

arch+more, oder bei einem

kleinen privaten Schmuckstück, einem

Badehaus am Attersee vom Architekturbüro

Luger & Maul und beim Firmengebäude

der Thomas Preuhs Holding

in Baden-Württemberg. Die Vergrauungslasur

bietet eine natürliche,

silbrige Optik und zusätzlich den

Schutz, den das Holz braucht.

www.adler-lacke.com

arbeiten entsprechen den anspruchsvollen

Dehnungsanforderungen im

Blechdachbereich, halten selbst extremen

Witterungseinflüssen jahrelang

stand und können problemlos und oftmals

überarbeitet werden, wodurch sich

bei der richtigen Verwendung von Bessemer

Blechbeschichtungssystemen die

Wartungskosten minimieren.

Da bei der Sanierung von bereits korrodierten

und rostigen Blechen eine Entrostung

der Oberflächen oft nicht möglich

ist, kommen hier die roststoppenden Eigenschaften

von Bessemer Ambos-Grund

und Bessemer VB-Grund besonders zur

Geltung. Dabei wird die Roststruktur

durch spezielle Mikroharzanteile durchdrungen

und vor weiterer Korrosion geschützt.

Detaillierte Informationen über

Bessemer Blechdachbeschichtungssysteme

sind bei den Bessemer-Vertriebspartnern

Farben Morscher und Sefra

erhältlich. www.bessemer.at

Natürlich vergraute Holzfassaden sind modern, schön und beliebt. Hausbesitzer und

Architekten, die sich dabei nicht nur auf Wind, Wetter und die Jahre verlassen wollen,

greifen zu einer Vergrauungslasur wie Adler Pullex Silverwood.

bild oben: badehaus am attersee

(architekturbüro luger & maul)

bild unten: firmengebäude thomas Preuhs

holding gmbh

color - 04 2012

Foto: Amonn

Fotos: Adler


Foto: Sikkens

Wasserlack in Bestform

Mit seiner innovativen Kombination

aus drei Bindemitteln und dank modernster

Lacktechnologie verfügt Rubbol

BL Ventura Satin aus dem Hause

Sikkens nicht nur über sehr gute Verarbeitungseigenschaften,

er erzielt auch

ebenso perfekte Oberflächen wie lösemittelbasierte

Lacke. „Und weil der

wasserbasierte Lack geruchsarm und

umweltschonend ist, stellt er selbst kritische

Auftraggeber restlos zufrieden“,

heißt es vonseiten Sikkens’.

anwendungsbereiche

Rubbol BL Ventura Satin eignet sich besonders

für den Einsatz auf neuen und

bereits behandelten Holzkonstruktionen:

Maßhaltige und begrenzt maßhal-

tige Bauteile, wie beispielsweise Fenster,

Dachuntersichten, Verschalungen

etc., werden optisch aufgewertet und

dabei optimal geschützt. In umfangreichen

Real-Life-Tests wurde Rubbol

BL Ventura Satin auf die

Probe gestellt und bewies

neben den beschriebenen

überzeugenden Eigenschaften

auch eine überdurchschnittliche

Standzeit.

Durch das patentierte

System optimal aufeinander

abgestimmter

Bindemittel bietet Rubbol

BL Ventura Satin

die richtige Kombinati-

Promotion

Immer mehr Auftraggeber fragen nach lösemittelarmen und gleichzeitig leistungsstarken

Produkten. Der wasserbasierte Rubbol BL Ventura Satin ist umweltschonend,

verfügt über tolle Verarbeitungseigenschaften und liefert überzeugende Ergebnisse.

Ihr Draht zum Staat!

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alle Entscheider im Öffentlichen Bereich

auf Bezirks- und Gemeindeebene. In Republik

Regional informiert sich die Leserzielgruppe

über aktuelle Themen und Trends aus

den Bereichen kommunale Finanzierung,

Infrastruktur, Beschaffung, Verwaltungsreform,

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on von langer Offen- und kurzer Trockenzeit.

Seine guten Fülleigenschaften

und seine hohe Deckfähigkeit erzeugen

eine perfekte Kantenabdeckung. Rubbol

BL Ventura Satin dringt tief ins Holz

ein und trocknet schnell.

Im Ergebnis sorgt der

ventilierende Lack für

eine sehr gute Feuchtigkeitsregulierung,eine

hohe Wetterbeständigkeit

und damit für

lang anhaltenden Holzschutz.

Außerdem ist der

wasserbasierte Lack in

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39


40

Fotos: Remmers

Promotion

Facelifting mit Sechsfachschutz

Die Remmers Baustofftechnik hat als eines der ersten Unternehmen die Zulassung

gemäß der Richtlinie 98/8/EG erhalten. Holzschutz-Kernprodukte wie die HK-Lasur

mit Sechsfachschutz sind nun offiziell mit dem EU-Qualitätssiegel ausgezeichnet.

Bislang gängige Wirkstoffkombinationen

werden jetzt zulassungspflichtig. Das

heißt, ohne eine Zulassung gemäß der

Richtlinie 98/8/EG (BPD-Zulassung) dürfen

entsprechende Produkte seit 30. Juni

dieses Jahres nicht mehr vermarktet

oder in Verkehr gebracht werden. Europaweit

dürfen künftig nur noch biozide

Holzschutzmittel vermarktet werden, deren

Wirksamkeit geprüft wurde und die

zugleich unschädlich für Mensch und

Umwelt sind. Das erfordert ein enorm

aufwendiges Zulassungsverfahren.

bewährt

„Die bewährte HK-Lasur hat sich seit

Jahrzehnten fest im Markt für dekorativen

Holzschutz etabliert“, heißt es aus

dem Hause Remmers. Das Produkt

schützt Holz vor UV-Strahlung, Feuchtigkeit,

Bläue, Fäulnis, Wespenfraß und

Schimmel. Remmers hat die Premium-

Holzschutz-Lasur bereits 2010 an die

neuen gesetzlichen Forderungen angepasst.

Neben der Senkung des VOC-Gehalts

wurde der „Klassiker unter den

Holzschutzlasuren“, wie ihn der Hersteller

bezeichnet, auch hinsichtlich des

Langzeitwetterschutzes nochmals verbessert.

„Wir haben aus der Not eine

Tugend gemacht und die neue HK-

Lasur weiter optimiert und das kann

man sogar sehen. Der Abperleffekt

macht optisch sichtbar, dass ein höherer

Oberflächen- und Langzeitschutz

realisiert werden konnte. Das

wurde durch die Erhöhung des Festkörperanteils

und den Einsatz eines

neuartigen High-Solid-Bindemittels

ermöglicht“, sagt Jürgen Dirkes, Produktmanager

Holzschutz & Holzveredelung.

verbessert

Neben der verbesserten Hydrophobierung

und dem Langzeitschutz vor Pilzbefall

und Bläue bietet die HK-Lasur

wie bisher einen wirksamen Schutz vor

Verwitterung der Oberfläche, ausgelöst

durch die Zerstörung des Lignins im

Holz durch UV-Strahlung. Da die Lasur

tief in das Holz penetriert und als

Dünnschichtlasur nur einen minimalen

Film auf der Oberfläche bildet, besteht

» markt

bild oben: der abperleffekt macht sichtbar,

dass ein höherer oberflächen­ und

langzeitschutz realisiert werden konnte.

bild unten: die gebinde der altbekannten hk­

lasur haben im frühjahr ein facelifting erhalten.

auch die Gefahr eines Reißens oder Abblätterns

mit der Zeit nicht. Nach einigen

Jahren kann problemlos ein Renovierungsanstrich

aufgebracht werden,

ohne dass eine Vorbehandlung wie

Anschleifen oder Abbeizen nötig wird.

Mit diesem Rundum-Holzschutz ist eine

dekorative Gestaltung des Untergrunds

in 16 verschiedenen Holzfarbtönen möglich.

Die speziellen Pigmente verhindern

das Vergrauen des Holzes. Eine zusätzliche

Holzschutzgrundierung ist bei Verwendung

der HK-Lasur nicht erforderlich.

Das Zwei-in-Eins-Produkt hat den

notwendigen Holzschutz bereits mit eingebaut.

Die Gebinde der altbekannten

HK-Lasur haben im Frühjahr 2012 dazu

noch ein Facelifting erhalten und sind

Österreich-exklusiv bei Sefra in Fünf-,

Zehn- und 20-Liter-Gebinden – flexibel

auf den gewünschten Farbton abtönbar

– im Vertrieb.

www.sefra.at, www.remmers.de

color - 04 2012


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Auszug aus den Themen 2012

• Neue Förderungen für Lehrlinge und Betriebe in der Novelle 2011 zum Berufsausbildungsgesetz

• Sozialpsychologische Einflussfaktoren auf die Lebenswelten der Lehrlinge von heute

• Ganzheitliche Lehrlingsausbildung auf höchstem Niveau – wie schaffen Sie Verantwortlichkeiten

auf allen Unternehmensebenen

• Vom Messestand zum Schülermagneten – Tipps für einen erfolgversprechenden Messeauftritt

• Suchtprävention im Lehrlingswesen

• Praxisbeispiele erfolgreicher Lehrlingsausbildung

• Mentale Stärke für Beruf und Privatleben

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42

taPete & textil

luxus für die wand

1 oPulent

Diese Kollektion von internationalem Design

aus dem Hause A. S. Création wird

dem hohen Anspruch der französischen

Edelschneiderei gleich in doppelter Hinsicht

durch ihr stilvoll-opulentes Design

und durch ihr hochwertiges Material gerecht.

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2 PomPöös

Vom russischen Zarenreich inspiriert,

entwarf Designer und Realityshow-

Star Harald Glööckler eine Kollektion

mit 66 Vliestapeten für die Marburger

Tapetenfabrik. Prachtvoll-pompös

präsentiert sich der Wandschmuck

von Glööckler by Marburg, der in

Österreich etwa über Vollsortimenter

Sonnhaus erhältlich ist. www.marburg.com;

www.sonnhaus.at «

3 kühl

Architects Paper erhielt für die

Designtapete „Pure Rust“ den Interior

Innovation Award 2011 im Bereich

Wandbekleidung. In reiner Handarbeit

wird Tapetenvlies in mehreren

aufwendigen Arbeitsschritten metallisiert

und anschließend oxidativ veredelt. Es

» highlights

1

entstehen Unikate mit glänzender Optik

und kühler Haptik.

www.architects-paper.com «

4 klassisch

Das Design ist klassisch, aber die

Farbgebung und die Größe von einigen

Mustern verleihen einen modernen Look

für die Textiltapeten. Die Effekte werden

durch ihre Gold- und Silberprägung

noch mehr in den Vordergrund gestellt

und die Kombination von Druck- und

Prägetechniken sowie die Verwendung

von matten Farben führen zu Lichtreflexionen

und „Trompe-l’oeil-Effekten“.

www.pro-ambiente.de «

5 luxuriös

Mit subtilem Luxus überzeugt die

„Casa Luxury Edition“ von Rasch Textil

(Bramsche) sowohl im klassischen Ambiente

als auch in modernen Räumen.

Zeitlose Muster in weicher Kolorierung

prägen die Tapete und der sparsame

Einsatz von Gold- und Pearleffekten

setzt Akzente. Die Kollektion umfasst

50 Textiltapeten auf Vlies.

www.rasch-tapeten.de «

Fotos: Hersteller

2

3

color - 04 2012


taPete & textil 43

Exklusive Tapetendesigns standen im Zentrum der diesjährigen

Comfortex, die von 1. bis 3. September in Leipzig über

die Bühne ging. Hier eine Auswahl an Highlights und Eyecatchern

der Fachmesse für Raumgestaltung.

5

color - 04 2012 highlights «

4

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44

architektur und textil

Die Erotik der Berührung

Die Beziehung zwischen Architektur und Textil ist (fast) so alt wie die Menschheit selbst.

Doch was war zuerst da? text: ingrid divis

die hängung der textilen elemente

korres pondiert mit der natursteinwand

durch lichteinfall, faltenwurf und knitter.

ProJektdaten:

thurnhof, weinbar i cafe i

vinothek:

Bauherr: Kainz u. Lehner Gastro OEG

Baumeisterarbeiten: Leyrer + Graf, Horn

Installationen: Jäger & Kronsteiner, Wien

Lüftungstechnik: Fa. Hauer, Horn

Tischlerarbeiten, Holzfußböden und Fenster:

Trittenwein & Binder, Guntersdorf

Textile Wandarbeiten: MMag. Susa

Schintler-Zuerner

» taPete & textil

Bevor es zu dieser Beziehung kam, war

zuerst das textile Element da und dann

die Architektur. Die Techniken der textilen

Kunst wie das Reihen, das Binden, das

Winden sowie das Wenden und Flechten stehen

auch am Anfang jeder Baukunst“, weiß

Hans Peter Mikolasch, Architekt und Textiltheoretiker.

Konkretisiert wird diese Aussage

von Adolf Loos in seinem Buch „Ins Leere gesprochen“:

Darin beschreibt er, dass die Decke

das älteste Architekturdetail überhaupt ist.

Ursprünglich war es aus Fellen oder Erzeugnissen

der Textilkunst. Diese Decken mussten

aber irgendwo angebracht werden, sollten sie

genügend Schutz für eine Familie bieten.

Dann kamen auch die Wände hinzu, um seitlich

Schutz zu bieten. In dieser Reihenfolge

entwickelte sich, so Adolf Loos, der bauliche

Gedanke.

textilien sexualisieren architektur

Inwiefern nun die Architektur das textile Design

beeinflusst und umgekehrt, beantwortet

Gilbert Bretterbauer, Textilkünstler und Professor

an der Kunstuniversität Linz: „Architektur

kommt ohne Textilien nicht aus. Tut sie

das, fehlt die Verbindung zum Menschen. Die

Berührung mit dem Raum erfolgt durch textile

Materialien, Textilien sexualisieren Architektur.“

Die Interieurdesignerin Susa

Schintler-Zuerner sagt: „Im Idealfall gibt es

die Zuschreibungen Architektur und textiles

Design nicht mehr.“ Die Mitbegründerin des

Architektur-, Textil- und Fotografienetzwerks

punktdrei meint darüber hinaus, dass die Geschichte

des textilen Designs beziehungsweise

der angewandten Künste ja mitunter eine

schwierige sei: „Während Architektur und bildende

Künste über Jahrhunderte männlich

konnotiert waren, wurden die angewandten

Künste vorwiegend Frauen zugeschrieben. Es

kam zu einer Hierarchisierung der einzelnen

Bereiche. Es war ja so, dass es zur damaligen

Zeit für Frauen sehr schwer war, überhaupt in

den Bereich der Architektur vorzudringen.

Oftmals war es der Weg, über das Textildesign,

die Innenraumdekoration oder die Gartengestaltung

an die Randbereiche der Architektur

heranzukommen.“

Schintler-Zuerner erklärt, wie die Zusammenarbeit

zwischen einem Textildesigner und Architekten

aus heutiger Sicht aussieht: „Häufig

werden die Interieurdesigner und Textilkünstler

erst nach dem vollendeten Bauprozess hinzugezogen.“

Meist gehe es dabei darum, „Verfehlungen“

der Architektur zu kompensieren.

Dem Textil werde lediglich die Aufgabe zugeschrieben,

den Raum bewohnbar zu machen,

die Chance, mit Textil (Form, Haptik, Farbe)

raumbildende oder gestalterische Aufgaben zu

übernehmen, werde leider oft nicht wahrgenommen,

so die Designerin. Das kann Architekt

Gerfried Schneider bestätigen: „Mein Kollege

und ich sind vor allem im Wohnbau tätig

und hier passiert eine Zusammenarbeit mit

Textildesignern nicht. Das liegt aber in erster

Linie an den Bauherren, die dies eigentlich

forcieren sollten.“

textiles design als troubleshooter

Als Beispiel einer gelungenen Zusammenarbeit

erwähnt Schintler-Zuerner die Thurnhof

Weinbar, Café und Vinothek in Horn, gestaltet

von Gerfried Schneider. „Doch auch hier wurde

ich erst nach dem Bauprozess hinzugezogen.

Es gab ein Problem – nämlich die Akustik

des Raums. Die Architektur ist zwar wunderschön,

aber durch den Einbau der Möbel wurde

die Akustik sehr laut und hallig.“ Die Aufgabe

der Raumausstatterin bestand darin, mit

den Textilien jene akustische Schärfe einzudämmen.

Die herausgearbeitete Ziegelwand

color - 04 2012

Fotos: Nicole Tintera | www.punktdrei.at


war das zentrale gestalterische Element des

Architekten. Schintler-Zuerner ging auf die

Suche nach geeigneten Weben wie Leinen und

Flachs, die je nach Hängung durch Lichteinfall,

Faltenwurf und Knitter mit den Natursteinen

korrespondierten. Die Härte und

Spröde der Steine wurde dadurch entschärft,

ohne ihnen ihre Ausdruckskraft zu nehmen.

Was die Farbigkeit anbelangt, so wollte der

Bauherr nichts „Flashiges“. Sondern eine Farbe,

die gedeckt ist und sich gut im Raum eingliedert.

umbau eines ehemaligen gasthauses

Die Aufgabenstellung für den Architekten bestand

im Umbau eines ehemaligen Gasthauses

im Stadtzentrum von Horn in ein

zeitgemäßes Weinlokal mit Vinothek. Problematisch

war dabei der Umstand, dass es bereits

ein fertiges, bei den Behörden eingereichtes

Projekt der Hauseigentümerin gab und

auch die meisten Gewerke vergeben waren.

„So mussten wir sozusagen mit den Sanitäranlagen

beginnen – noch vor dem Gastraum“,

sagt der Architekt. Die bestehenden zwei getrennten

Gasträume wurden zusammenge-

knitterndes leinen nimmt die spröde des raums.

color - 04 2012

architektur und textil

legt und durch eine lang gestreckte Bar verbunden.

Die bestehenden Fensterparapete

wurden abgebrochen, die Fenster durch Fenstertüren

ersetzt, um bessere Ein- und Ausblicke

zu ermöglichen. Die wenig attraktive

und vorschriftswidrige Eingangssituation

wurde durch eine in den Raum führende Eingangsbox

gelöst, die auch als Schaufenster

für die Vinothek außerhalb der Öffnungszeiten

dient. Die etwa sieben Meter lange Bar

erschließt den rechteckigen Grundriss des etwa

70 Quadratmeter großen Gastraums. Sie

nimmt den vorgegebenen Knick der Außenmauer

auf und lässt den rückwärtigen,

schmäleren Teil breiter wirken. Im vorderen

Lokalbereich ist mit erhöhten Tischen eine

Barsituation geschaffen worden, im rückwärtigen

Teil eine Restaurantsituation mit „normalen“

Stuhl- und Tischhöhen. Lederbezogene

Sitzbänke entlang der Wände geben

strukturellen

Halt. Das Flaschenregal

aus

MDF-Platten

detailansicht einer gefalteten textilie

im Eingangsbereich

nutzt

die bestehendenWandnischen

und gibt

die Höhe für

die eichenfurnierteWandverkleidung

vor, die sich

über die gesamte

innere

Längsseite als

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erstreckt.

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