Mauritiushof Naturmagazin Mai 2017

mauritiushof

Hier sehen Sie die Maiausgabe unseres Mauritiushof Natur Magazins 2017

Mauritiushof

Das online

Naturmagazin

Ausgabe Mai/2017

Offizielle News

der Österreichischen

Gesellschaft

für Tiergestützte

Therapie ÖGTT


Editorial des Herausgebers

Der Mai ist ins Land gezogen ! Endlich sind wir nun den späten Schnee und die Kälte los !

Jetzt haben wir Hochsaison am Hof - die Pferde und Rinder müssen auf die Sommerweiden

und das bedeutet Huf- bzw Klauenpflege, Entwurmung, Zaunreparatur und dann das

Führen aller Tiere auf die Weiden. Mit einem Wort: Stress pur, wie jedes Jahr.

Und das, wo ich doch immer predige nehmt Euch Zeit, genießt jeden Tag und so weiter und

so fort...

Aber auch in der Natur gibt es die Zeit des eiligen Wachstums, des Austreibens, des

Vermehrens - eben den Spätfrühling und den Frühsommer. Ein alter Bauernspruch meint: die

Jungtiere sollen bis zum 21. Juni, der Sommersonnenwende, das Licht des Lebens erblicken,

denn dann würden sie kräftig und stark werden !

Also warum soll es nicht auch für uns Menschen eine Jahreszeit des raschen Handelns, des

Schaffens und der Entfaltung geben ? Wichtig ist viel mehr, dass wir uns dann auch wieder

eine Phase der Ruhe und Erholung gönnen, vielleicht die schönen Sommerabende und dann

wieder die Zeit im Herbst nach der Ernte des Jahres. Also nur mutig voran mit neuen Ideen

und deren Verwirklichung !! Es darf auch ruhig einmal lustig voran gehen !

Ihr Dr. Dieter Schaufler


Inhaltsverzeichnis

in unserer Maiausgabe 2017 finden Sie folgende Beiträge

Kräuter

Frauenmantel

Special

Bewusst Leben Teil 4 artgerecht - das andere Babybuch

Tiergestützte Betriebe

der Weidenhof

8same Lebensweise

Österreichische Gesellschaft für

Tiergestützte Therapie ÖGTT:

Biophilie

Tierarzt Fährtenhunde

Praxis Körbe flechten aus Gras

Ausbildung

Aktuelle Kurse 2017

Impressum -Offenlegung

Herausgeber, Eigentümer und Verleger:

Mauritiushof - Dr.med. Dieter Schaufler , Rappoltschlag 13, 3914 Waldhausen

www.zentrum-mauritiushof.at, Tel 0043287720059

Chefredaktion: Dr.med. Dieter Schaufler

Grundsätze und Ziele: Mauritiushof Naturmagazin dient der Information über Natur, Pflanzen und Tiere,

weiters sollen altes Erfahrungswissen und neue innovative Ideen dem Leser näher gebracht werden. Ein

Teil informiert über die Aktivitäten der Österreichischen Gesellschaft für Tiergestützte Therapie ÖGTT

Kooperationspartner: Österreichische Gesellschaft für Tiergestützte Therapie ÖGTT, www.oegtt.at

Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben die persönliche und/oder wissenschaftliche Meinung des

jeweiligen Autors wieder und fallen in den persönlichen Verantwortungsbereich des Verfassers.

Entgeltliche Einschaltungen fallen in den Verantwortungsbereich des jeweiligen Auftraggebers und müssen

nicht die Meinung von Herausgeber und Redaktion wiedergeben. Angaben über Dosierungen,

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Eigentümer und Herausgeber.

Bezug: Gratisausgabe


Der Frauenmantel

Klein aber oho, das trifft beim Frauenmantel auf jeden Fall zu. Wild findet man den

Frauenmantel geduckt in Wiesen. Seine unverwechselbare kelchartige Blattform erinnert an

ein schützendes Mäntlein, das im Volksmund auch als „Weiberkittel“ und

„Muttergottesmantel“ bekannt ist. Was seine bescheidenen grünlich-gelben Blüten nicht

vermuten lassen, der Frauenmantel gehört zu den Rosengewächsen.

Wie sein Name schon erahnen lässt, der Frauenmantel ist ein typisches Frauenkraut. In der

Volksmedizin wurde er bei jeglichen Frauenleiden angewandt.

Die Kraft der Weiblichkeit

Als harmonisierendes Kraut unterstützt der Frauenmantel Frauen in allen

Entwicklungsphasen der Weiblichkeit. Im Teenageralter zur Regulierung der Menstruation,

in der Geburtsvorbereitung zur Stärkung der Gebärmuttermuskulatur und nach der Geburt

zu Unterstützung der Rückbildung. Auch im Klimakterium, wenn es geistig und körperlich

manchmal drunter und drüber geht, kann der Frauenmantel Harmonie bringen.

Taufänger

Wer besonders aufmerksam durch die Wiese geht, kann aus den kelchförmigen Blättern

des Frauenmantels Wassertropfen glitzern sehen. Tautropfen, würde man meinen.


Doch die Tropfen sind auch längst noch da, wenn sich der Tau schon aus den Wiesen

verflüchtigt hat. Wie kommt das?

Der Frauenmantel erzeugt diese Tröpfchen selbst. Er nimmt Wasser aus den Wurzeln auf

und saugt es bis an den reich gezähnten Blattrand, der mit Poren bestückt ist. Hier bilden

sich kleine Tröpfchen, die an der mit feinen Härchen übersäten Blattoberfläche in die Mitte

des Kelches gleiten. Ein ganz besonderes Wasser, so meinten die Alchemisten.

Alchemistenkraut

Alchemilla vulgaris. Das ist der lateinische Name des Frauenmantels. Dieses kleine

Kräutlein war hoch geschätzt bei den Alchemisten, denn sie schätzten besonders die vom

Frauenmantel selbst erzeugten Wassertropfen. Diese sammelten sie und fügten sie bei

ihren geheimen Wandlungsprozessen in der richtigen Phase hinzu.

Wundkraut

Frauenmantel enthält viele Gerbstoffe. In der Volksmedizin bediente man sich deshalb bei

inneren und äußeren Wunden des Frauenmantels in Form von Tee, Waschungen oder auch

von frischen Pflanzensaft.


Gerda Holzmann BSc

Dipl. Kinesiologin

Dipl. Wildkräuterguide

A-3920 Groß Gundholz 25

Tel.: +43 676 334 46 71

Mail:

praxis@gerdaholzmann.at

www.gruen-kraft.at


Bewusst leben – Teil 4

Im vierten Teil meiner Serie geht es weiter mit Themen, die mich während meiner

Schwangerschaft beschäftigt haben und eine Rückbesinnung auf das Wesentliche darstellen

sollen. Ich möchte, dass unsere mittlerweile 6 Monate alte Emma mit der Natur aufwächst und

schätzen lernt, was es bedeutet, auf diesem wunderbaren Planeten mit all seinen Bewohnern

leben zu dürfen.

Unsere Tiere hier in der Glücksschmiede leben artgerecht, es wird auf ihre Bedürfnisse so gut

als möglich eingegangen. Ich habe mich gefragt, was artgerecht eigentlich für den Menschen

bedeutet und bin prompt auf „artgerecht – Das andere Baby-Buch“ gestoßen. Nicola Schmidt

beschreibt in ihrem Buch, welche Bedürfnisse so ein kleiner Mensch eigentlich hat und erklärt

die Hintergründe dazu. Dabei gibt sie kein Patent-Rezept für alle (werdenden) Eltern, sondern

gibt Anregungen nachzudenken – z. B. ob das, was uns als unbedingt notwendig

vorgegaukelt wird, tatsächlich dem Kind oder doch nur dem Status der Eltern dient. Es muss

vielleicht nicht unbedingt der hippe Kinderwagen um EUR 1.000 sein – vielleicht tut es auch

ein 2nd-hand Modell oder braucht ein Kind überhaupt einen Kinderwagen? Ich habe mich von

ihren Anregungen inspirieren lassen und gefunden, was für mich und meine Familie passt. Die

Ideen waren für mich jedenfalls richtungsweisend.

Umso mehr freue ich mich, dass ich Nicola Schmidt für ein Interview gewinnen konnte.


artgerecht

- Das andere Baby-Buch -

Interview mit Nicola Schmidt,

Autorin des Buches "artgerecht - Das andere Baby-Buch" und Gründerin des artgerecht-

Projekts

Redaktion:

Frau Schmidt, Sie sind Autorin des Buches "artgerecht - Das andere Baby-Buch" und

Gründerin des artgerecht-Projekts. Was kann man sich darunter vorstellen?

Nicola Schmidt:

Das artgerecht-Projekt hat damit begonnen, als ich mich als Mutter und Wissenschafts-

Journalistin gefragt habe: Wir reden immer von artgerecht gehaltenen Hühnern oder

artgerecht gefütterten Hunden – was wäre eigentlich artgerecht für kleine Menschen-

Babys? Und zwar wenn man jenseits sämtlicher Erziehungsmoden fragt: Was ist

nachweisbar das, wofür kleine Menschen-Babys biologisch gemacht sind?

So kam ich auf ganz interessante Sachen: Die Wissenschaft ist sich nämlich total einig,

was kleine Menschen-Babys brauchen, nur die Kulturen der Menschen sind sich überhaupt

nicht einig. Es gibt auch ganz viele Variationsmöglichkeiten, wie so ein kleiner Homo

sapiens aufwachsen kann. Er kann in der Hitze der Kalahari genauso gut groß werden wie

oben am Nordpolarkreis. Aber es gibt ein paar Grundbausteine, die so ein kleines

Menschenwesen einfach braucht, und wenn es die nicht kriegt, wird es krank.


Nicola Schmidt


Genau damit beschäftigt sich das artgerecht-Baby-Buch und auch mit der Frage, wie wir

das heute umsetzen, wo wir doch nicht mehr im Paläolithikum leben, sondern im

Kommunikationszeitalter. Deswegen bin ich auch der Frage nachgegangen: Was können

wir im Alltag machen, damit wir unseren Kindern das so artgerecht wie möglich machen

können?

Das artgerecht-Projekt hat sich einfach daraus entwickelt, dass Leute gesagt haben

„Nicola, das ist total spannend! Kannst du uns das einmal erzählen?“ Dann haben wir

angefangen zu schreiben, Vorträge zu halten und herumzufahren. Ja, das ist jetzt das

artgerecht-Projekt.

Redaktion:

Aber wie können Babys in unserer heutigen Zeit artgerecht aufwachsen? Was brauchen

Babys wirklich?

Nicola Schmidt:

Die Frage „Was brauchen Babys wirklich?“ ist relativ leicht zu beantworten: Wir sind eine

kooperativ aufziehende Art, wir sind Gruppenwesen. Babys brauchen in erster Linie

Bindung.

Und alles, was Bindung fördert, fördert in der Regel die Gesundheit unserer Babys und

alles, was Bindung unterbricht, ist zumindest potentiell gefährlich für sie.

Es ist in der Tat so, dass vieles von dem, was unsere Babys brauchen, aus einem Zeitalter

kommt, das wir Pleistozän nennen. Das ist wirklich schwierig. Warum?


Der Homo sapiens kriegt seine Kinder in einem Stadium, in dem sie überhaupt nicht

ausgereift sind. Das liegt an unserem aufrechten Gang:

Als wir uns aufgerichtet haben, sind die Becken enger geworden und die Köpfe größer. Was

eine blöde Kombi ist, weil wir dann große Köpfe durch schmale Becken kriegen müssen.

Jede Frau, die schon einmal ein Kind gekriegt hat, die weiß – das ist spannend! Und

deswegen musste Mutter Natur einfach eine Lösung dafür finden.

Und die Lösung hieß – gut, dann müssen sie eben früher raus.

Unsere Babys kommen in einem Alter zur Welt, oder in einem Reifezustand, an dem sie

gerade so noch durch den Geburtskanal passen und ganz knapp reif genug sind um

draußen zu überleben.

Der Effekt ist, dass wir eine physiologische Frühgeburt haben, die eigentlich bei einer

gesamten Tragezeit von geschätzt 21 Monaten noch 12 Monate im Bauch hätte bleiben

müssen bis das Nervensystem und alle anderen Systeme so ausgereift sind wie sie z. B.

bei anderen kleinen Primaten sind.

Wie zieht man so etwas groß? Die Antwort lautet: nicht alleine – das war nie so gedacht,

dass wir das alleine groß ziehen, das können wir gar nicht. Es ist anstrengend. Und jeder

Mutter, die sagt „Ich werde verrückt, es ist mir zuviel“, der kann ich nur sagen: „Das ist ganz

normal, denn du bist nicht dafür gemacht, das alleine zu tun!“


Klar, die Frage ist natürlich, wie macht man das in Zeiten, wo die Großfamilie nicht mehr da

ist?

Es gibt mehrere Möglichkeiten. Also es gibt natürlich in allen Dingen, die das Baby direkt

betreffen, einfache Lösungen, die häufig einfacher sind als die nicht artgerechte Lösung –

also das Kind zu tragen, statt viel im Kinderwagen herumzufahren.

Es ist einfacher: Man hat die Hände frei, es ist besser für die Milchproduktion, besser für die

Rückbildung, für die Bindung, die Kinder sind ruhiger, haben weniger Bauchschmerzen, die

Hüften entwickeln sich besser usw.

Mit dem Clan ist es ein bisschen schwieriger – ich empfehle Müttern immer: Fangt vor oder

spätestens in der Schwangerschaft an, euch einen Clan, eine Großfamilie, eine

Wahlverwandtschaftsfamilie zu bauen, denn ihr werdet sie hinterher brauchen.

Wenn ihr mit eurer eigenen Familie gut klarkommt, dann aktiviert die! Wir brauchen nicht

den 85. Baumwollstrampler, den sich das Kind sowieso nicht über den Kopf ziehen lässt,

weil es nichts über den Kopf haben will.

Wir brauchen jemanden, der die Wäsche abhängt und der Essen mitbringt. Und wir

brauchen jemanden der sagt, „Du machst das ganz toll mit dem Kind!“ Wir brauchen

jemanden der sagt, „Papa, wie geht’s denn dir eigentlich?“ Das ist ein bisschen aufwändig,

weil unsere Gesellschaft nicht mehr so darauf abgestimmt ist.


Wenn wir aber in der Geographie nur ein kleines Stückchen weitergehen, dann sehen wir

schon, dass jenseits des Mittelmeeres – sowohl im Süden als auch im Osten – Kinder ganz

anders großgezogen werden. Meine Nachbarin hier im Dorf ist Marokkanerin, das sind drei

Schwestern und Großeltern, die alle hier in diesem Dorf wohnen. Sie alle miteinander

haben 10 Kinder – und das ist überhaupt kein Problem! Die Kinder sind überall willkommen

und sicher und zu Hause.

Redaktion:

In Ihrem Buch habe ich auch gelesen, dass sich ein Kind doch gleich viel geborgener fühlt,

wenn es bei den Eltern schläft – das sind Dinge, die für mich recht einfach umzusetzen

sind.

Nicola Schmidt:

Ob das Kind jetzt bei mir oder im eigenen Bettchen schläft ist in der Tat nicht so aufregend.

Beim Stillen ist das schon ein bisschen anders, nur stillen ist etwas aufwändiger als

Fläschchen geben – auf lange Sicht ist es aber einfacher: Wir müssen keinen Schnuller

abgewöhnen, unsere Kinder sind deutlich weniger krank – darüber gibt es ganz klare

Zahlen. Ich bin gesünder, ich hab die Milch immer dabei, sie ist immer steril, handwarm,

aufs Kind abgestimmt.

Klar, das gemeinsame Schlafen muss man auch üben, das funktioniert auch nicht bei allen

Eltern gleich gut.

Das Tragen und dann gibt es noch das windelfrei. Ich sage immer, wenn es euch hilft und

die Sache leichter macht, dann haltet die Kinder ab, wenn sie nicht ins Tuch wollen, wenn


Es geht letztendlich darum, dass alle Eltern ihren Weg finden. Was uns wichtig ist, ist, dass

niemand versucht, die Baby-Trage-Goldmedaille zu kriegen, sondern dass wir Kinder nicht

in den Kinderwagen legen, wenn das Kind sagt „Ich will nicht in den Kinderwagen!“ und

viele Mütter denken „Es MUSS aber in den Kinderwagen, sonst verwöhne ich das Kind!“

Und wir sagen, nein du verwöhnst es gar nicht – wenn es nicht will, nimm es raus! Trag es

einfach, es passiert nichts, es geht nicht kaputt.

Redaktion:

Also verwöhnen kann man das Kind gar nicht…

Nicola Schmidt:

Also…verwöhnen heißt ja, ich tue etwas, für das Kind, das es eigentlich selbst tun könnte.

Und wenn wir diese Regel anwenden, dann ist das mit dem Verwöhnen eine echt lustige

Sache.

Ich bin jetzt fast 40, und wenn ich abends sage „Schatz, kannst du mir Tee kochen?“ – dann

werde ich auch nicht angeraunzt „Du kannst dir deinen Tee selber kochen! Sonst gewöhnst

du dich noch dran!“ Natürlich müssen aber die Bedürfnisse aller erfüllt sein. Es kann nicht

sein, dass die Mama zu 100% die Bedürfnisse des Kindes stillt und selber auf der Strecke

bleibt. Und da müssen wir eine gute Balance finden und einfach auch viel Hilfe, z. B. auch

mal jemanden, der Tee kocht.


Redaktion:

Ich habe selbst bemerkt – meine Tochter wollte am Anfang nicht in den Kinderwagen, da habe

ich sie nur getragen. Mittlerweile schläft sie gerne im Kinderwagen in der frischen Luft, ich

trage sie aber auch immer wieder, weil wir es beide gerne mögen.

Nicola Schmidt:

Das mit dem Tragen ist so eine Sache – meine Kinder sind eher klein und schmal. Natürlich

hab ich sie getragen bis sie 5 waren. Andere Babys sind schon mit 8 Monaten so schwer, die

kann die Mama einfach nicht mehr immer tragen.

Deswegen sage ich immer, es gibt keine Goldmedaille zu erringen.

Es geht weniger darum zu sagen, „so müsst ihr es machen“, sondern „wenn ihr es wollt, dann

dürft ihr das machen.“

Redaktion:

Sie organisieren eigene artgerecht-Camps. Wie sieht so ein Camp aus, worum geht es da?

Sind sie auch für Österreich geplant? Momentan gibt es sie ja nur in Deutschland und in der

Schweiz.

Nicola Schmidt:

Die Camps gibt es noch nicht in Österreich – vor 2 Jahren haben wir es einmal probiert, aber

da gab es nicht genug Resonanz, das mussten wir wieder absagen. Es ist so, dass ich nur 3

Wochen im Jahr Camps machen kann, weil ich selbst ein schulpflichtiges Kind habe – ich

kann also nicht beliebig weg, das wäre auch nicht artgerecht für meine Kinder.


In den Camps geht’s uns darum, wie würde sich artgerechtes Leben anfühlen? Einmal eine

Woche lang im Clan leben, eine Woche lang draußen sein in der Natur. Das Interessante an

den Camps ist, dass sich plötzlich viele Fragen erübrigen: Natürlich lege ich abends mein

Kind nicht alleine ins Tipi und gehe dann 100m weiter ans Feuer. Natürlich schlafen die Kinder

gut – die haben den ganzen Tag frische Luft und Sonne gehabt. Auch viele andere Fragen

lösen sich einfach in Luft auf, wenn man sich in artgerechte Umgebung begibt. Und das hilft

ganz vielen Menschen, ihren Alltag entspannter zu sehen und zu merken – ok, das liegt nicht

an uns, wir sind nicht falsch, sondern wir müssen das hier umbauen. Und wir wissen – wenn

das Gehirn, oder wenn die Seele einmal gefühlt hat, wie sich etwas anfühlen soll, dann ist es

viel leichter für uns, diesem Pfad zu folgen und zu sagen – ok, was davon kann ich in meinem

Alltag umsetzen?

Und das ist unsere Idee vom artgerecht-Camp. Deswegen gehen wir mit Homo sapiens

sapiens-Gruppen von 25 Erwachsenen und für eine Woche in ein Tipi-Dorf, lassen uns lecker

bekochen, dass es auch ein bisschen Urlaubscharakter hat. Wir machen ganz viel Feuer,

sitzen zusammen und reden, wir singen viel mit den Kindern, wir sammeln Kräuter, machen

selber Kräuterbutter, machen eine Fusion zwischen Wildnispädagogik und artgerecht-

Themen.

Redaktion:

Es gibt auch artgerecht-Coaches – was sind ihre Aufgaben? Wie wird man artgerecht-Coach?


Nicola Schmidt:

Wir haben irgendwann angefangen, windelfrei-Coaches auszubilden, weil wir festgestellt

haben, es gibt keine windelfrei-Kurse in Deutschland, wenn Nicola Schmidt eine Magen-

Darm-Grippe hat. Dann habe ich angefangen, windelfrei-Coaches auszubilden und habe

festgestellt, es gibt so viel mehr. Wenn die Leute zu windelfrei fragen, dann fragen sie auch

noch zu so vielen anderen Sachen. Ich kann meine Coaches da nicht nur mit windelfrei

loslaufen lassen. Deswegen biete ich diese artgerecht-Coach-Ausbildung an. Diese Coaches

bringen den Leuten einfach alles bei rund um Stillen, Tragen, Windelfrei, Familienbett. Was

fragen die Eltern? Was ist der artgerechte Weg dafür? Wir machen ganz viel zum Thema „Wie

trete ich vor Menschen auf? Wie sorge ich dafür, dass jemand überhaupt zuhören kann, was

ich erzähle? Was brauchen Menschen von mir?“ Und natürlich das komplette Wissen – wir

haben einen Grundkurs und einen Aufbaukurs zum Thema „Wie funktioniert so ein kleiner

Homo sapiens sapiens? Wie funktionieren wir mit ihm? Die Hintergründe, warum braucht es

diese Dinge?“

Redaktion:

Wird es diese Coaches künftig auch in Österreich geben?

Nicola Schmidt:

Ja, ich habe gerade in Salzburg einen Grundkurs gemacht. Nächstes Jahr wird es auch einen

Aufbaukurs in Österreich geben.


Redaktion:

Es gibt auch einen blog von Ihnen – wo ist der zu finden? Welche Themen erwarten uns

dort?

Nicola Schmidt:

Ich habe ja mit Julia Dibbern ein Buch geschrieben, wo es noch mehr darum geht: Wie

tragen wir diese ganze artgerecht-Idee in unsere Welt? Im artgerecht-Baby-Buch geht es

ja ganz praktisch um Schwangerschaft, Geburt, erstes Jahr, was mache ich mit den

Babys. Und wir haben uns überlegt: Ok, was ist, wenn die dann größer werden? Wie kann

man dieses slow Leben, dieses entspannte Leben wirklich umsetzen im Alltag? Und

haben deswegen „Slow Family“ beim Beltz Verlag rausgebracht, wo wir unsere ganzen

Geschichten teilen. Im Prinzip ist das ein Geschichtenbuch, aber es geht auch darum, den

Leuten Hintergründe an die Hand zu geben.

Zum Slow Family wird es einfach demnächst einen blog slowfamily.de geben, auf dem

Julia und ich, vielleicht auch andere Leute einfach ihre Geschichten teilen rund um das

Buch und rund um die Bewegung, die sich da gebildet hat.

Redaktion:

Was möchten Sie denn abschließend den Leuten mit auf den Weg geben?


Nicola Schmidt:

Was ich Eltern immer am Ende meiner Lesungen sage: Wenn ihr nur eine Sache mitnehmt

vom artgerecht-Baby-Buch oder von dem, was wir machen, dann wünsche ich mir von

Herzen, dass es das ist: „Hört auf euren Bauch!“ Eltern sind die Experten für ihre Kinder. Und

das, was sich falsch anfühlt, ist in der Regel auch falsch. Macht das, was sich richtig anfühlt

und lasst euch nicht reinreden – auch nicht von uns. Ich weiß nicht, wie euer Baby

funktioniert. Ich kann nur sagen, wie generell Babys funktionieren und was man alles

ausprobieren kann. Aber was im Einzelfall wirklich gut ist, das wissen in der Regel nur Eltern

und Kind. Und genau das würde ich mir wünschen: Dass Eltern die Experten für ihre Kinder

werden.

Redaktion:

Vielen Dank für die Zeit und das interessante Interview!

Kontakt:

Nicola D. Schmidt

mail: nic@nicolaschmidt.de

home: www.nicolaschmidt.de

www.artgerecht-projekt.de


Derzeit von Nicola D. Schmidt erhältlich:

Amazon-Bestseller im Bereich „Babygesundheit“:

Artgerecht - das andere Babybuch

Kösel Verlag

Slow Family - Sieben Zutaten für ein einfaches Leben mit Kindern

Beltz Verlag

Empfohlen von „Mut tut gut“ - Gewaltprävention in NRW:

Mut - wie Kinder über sich hinaus wachsen

Beltz Verlag

Wir verlosen unter den 10 ersten Einsendern ein Exemplar von „Artgerecht – das andere

Babybuch“!

Einfach auf der Startseite von www.die-gluecksschmiede.at unter „Mauritiushof-das online

Naturmagazin“ eintragen und teilnehmen.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, Verlosung erfolgt unter Ausschluss der Öffentlichkeit.


Redaktion/Autorin

Mag. Christine Kluger

Dipl. Personal Coach im Tiergestützten Setting

Dipl. Natur Kinesiologin

Zertifizierte Trainerin der ÖGTT

Zertifizierter Wildkräuterguide der ÖGTT

Sektionsleiterin Tiergestützte Aktivitäten der ÖGTT


Der Weidenhof

Die Ursprungsidee und was letztendlich daraus

geworden ist und auch weiters noch werden soll

Seit meiner Kindheit bin ich tiernärrisch – bin ich doch mit vielen Tieren groß geworden. Meine

Großeltern hatten in Ollern-Waldheim ein großes Haus mit einem sehr großen Grundstück, wo

sie 1000 Hühner und 200 Hasen, sowie einige Schweine hielten. Natürlich durften Hunde und

Katzen nicht fehlen.

Der Umzug in die Stadt zu Schulbeginn war für mich sehr schwer, wollte ich doch weiterhin in

der Natur aufwachsen. Leider blieb dies nur ein Traum – außer in den Ferien, wo ich mich

zumindest für einige Tage immer wieder bei meinen Großeltern aufhielt.

Aber es hat sich dann ergeben, dass mein Mann einen großen Grund mit einem kleinen Teich

und etwas Wald usw. im Waldviertel im Nichts besaß, da wo sich Fuchs und Hase gute Nacht

sagen und wir beide einen Beruf hatten, der es uns gestattete, Ferien wie in der Schule zu

haben. Dies kam dann auch unseren Kindern, die beide sehr naturverbunden aufwuchsen,

zugute.


Nach der Trennung von meinem Mann ging ich einige Monate nach Kanada um dort mitten

in den Rocky Mountains im Zeltlager als Trailbegleitung zu arbeiten und auch um mich

selber wieder zu finden.

Letztendlich war die Entscheidung – Berufswechsel, Ausbildung zum tiergestützten Arbeiten

und mit der Natur zu arbeiten, die Quintessenz des Ganzen.

3 Jahre lang suchte ich nach einem geeigneten Hof um mich inmitten der Natur aufzuhalten

und dort meine Tiere halten zu können und beruflich etwas aufbauen zu können. Ein kleiner

Vierkanthof im Dunkelsteiner Wald wurde letztendlich gekauft und mit viel eigener Kraft

hergerichtet – und es gibt immer wieder etwas neues zu tun und herzurichten, umzubauen

usw.

In diesen zwei Jahren hat sich viel verändert. Von – ich arbeite nur mit Pferden – wurde: ich

arbeite was sich ergibt und Spaß macht.

Ein Hühnervolk und 3 Laufenten sind eingezogen. Anfangs mal in Pferdeboxen gehalten –

wegen Stallpflicht und Kälte und kein geeigneter Platz vorhanden.

Durch einen Stallbrand in der Nähe wurde ein Unterschlupf für die Hühner gesucht und ich

habe 2 Boxen angeboten. Tja – und ich hatte so viel zu schmunzeln und lachen mit dem

Federvieh, dass ich beschlossen habe, mir auch welche zuzulegen. Die sind doch glatt

ganz frech auf meinen Füßen herumgelatscht ohne Rücksicht auf Verluste – mehr als

meine ganzen Tanzschüler in den Jahrzehnten davor.


Jetzt sind sie in ein vorläufig selbst gebautes Hühnerhaus mit gleich angrenzender

Futterkammer und Auslauf, der zum Teil noch vorsichtshalber überdacht werden soll und

einen größeren Auslauf um sie an ihre neue Heimat zu gewöhnen, übersiedelt.

Die Hähne Franzl – ein schwarzblauer Ayam-Cemani – Araucana Mix, und Burli, ein

Zwergcochin Mix in weiß, stolzieren zufrieden zwischen ihren Hennen herum und passen

gut auf sie auf.

Mittlerweile dürfen sie sich frei auf den Wiesen, den Koppeln und dem Misthaufen

bewegen. Wenn sie sich auf die Pferdepaddocks begeben kam es anfangs schon vor, dass

mein Shetty Smokey mit lang gestrecktem Hals hinter den Hühnern her war. Sah extrem

lustig aus.

Mittlerweile haben sich die Pferde daran gewöhnt, dass die Hühner auf den Koppeln und

Paddocks herumlaufen und ab und zu mal einen Blick in eine Pferdebox werfen.

Ab und zu mal sieht man ganz komische Hühner in der Schar der Hühner sitzen, mit zwei

Ohren und langem Schwanz……5 meiner Katzen genießen es sehr, sich unter das

Federvieh zu mischen und ihnen zuzusehen oder auch zu dösen.

Pünktlich um 19.45 Uhr sitzen die Hühner im Hühnerhaus auf den Stangen, 10 Minuten

später sind auch die 3 Laufenten Emil, Schoko und die Kleine, drinnen und ich kann

schließen.

In der Früh purzeln sie nacheinander aus der Hühnerklappe, wenn ich diese öffne. Eine der

Hennen hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Enteneier auszubrüten „gg“.


2 Entenküken haben es geschafft zu schlüpfen und sind allerliebst. Mal sehen ob die Enten

gewillt sind auch mal selber zu brüten.

In Zukunft ist eine Behausung aus einem Lehm-Holzbau geplant. Sieht erstens viel schöner

aus und ist zweitens keine geeignete Brutstätte für Parasiten, die Hühner gerne befallen.

Mein Gedanke war: meine eigenen Frühstückseier, super. Dabei blieb es nicht. Mittlerweile

gibt es einen netten Eierverkauf für einige Interessenten und auch für die Urlaubsgäste in

der Blockhütte neben meinem Hof. Dabei werden noch Hühner zugekauft, die färbige Eier

legen – schokobraun, olivgrün, blau……. Ist sicher auch nett, wenn Kinder unter den

Urlaubsgästen sind.

Im Moment wird die Garage in einen Seminarraum umgebaut, ein Tipi wird gesucht für div.

Gruppenworkshops und ein Windschutzgürtel mit Weiden, Ribisel, Dirndln, Weißdorn und

Co angelegt. Alles in Hinblick darauf die Früchte zu verarbeiten und ab Hof anzubieten.

Also weit weg von „ ich arbeite nur mit Pferden“.

Und – es wird auch wieder irgendwas mit Tanz geben. In irgendeiner Richtung zumindest –

und wenn es Tanz mit einem Stock oder so ist……ganz einfach Bewegung zur

Entspannung. Außerdem – da spukt noch immer der Gedanke an 2 Milchziegen in meinem

Kopf herum – für die eigene Milch für den Kaffee und die Stallkatzen, sowie Käse und

Butter ………..

Ich lass mich überraschen was sich da noch so ergibt und genieße das Leben auf meinem

Hof……..mit im Moment 2 Pferden, 2 Ponys, 9 Hasen, 11 Katzen und 14 Hennen und 2

Hähnen und 3 Laufenten.


Erika Kopetzky

Dipl.Lebens-und Sozialberaterin

Personal Coach im tiergesützten Setting

Zertifizierte Trainerin der ÖGTT

Tel: 0664/912 30 98

www.weiden-hof.at

kopetzkyerika@gmail.com


Innerer Friede – die Quelle wahren Glücks

Friede ernährt - Unfriede verzehrt

Alte Bauernweisheit

Du gehst über eine Wiese, die Sonne strahlt, viele bunte Schmetterlinge holen sich den

Nektar aus den verschiedensten Wiesenblumen, kein Lüftchen bewegt sich. Die Vögel singen

und zwitschern, voller Lebenslust. Eine Ringelnatter liegt auf einem Stein um sich zu wärmen.

Von weitem hörst Du die Paarungsrufe der Kröten, die sich in einem Weiher versammelt

haben.

Der Geruch vom frischen Grün steigt in Deine Nase. Vom angrenzenden Wald erreicht Dich

eine angenehme, kühle, harzige Brise. Der Kuckuck meldet sich zu „Wort“ ☺

Über Dir der Himmel so weit, so groß. Und doch fühlst Du Dich geborgen. Ein Habicht zieht

seine Runden, um Ausschau nach Beute zu halten. Du hörst die Warnrufe des Ziesels und

kannst nur mehr flüchtig wahrnehmen, wie sich die Zieselfamilie in ihrem Bau versteckt.

Ein kleines Bächlein schlängelt sich durch die Wiese, es plätschert und als würde es mir Dir

plaudern wollen, zieht es Dich magisch an. Es gurgelt und gluckst und es scheint ganz so, als

würde es sich freuen, Dich am Ufer begrüßen zu dürfen.


Du lässt Dich nieder, wo Du gerade bist. Lässt Dir die Sonne ins Gesicht scheinen, lauscht

der Melodie der Natur, dem Summen, dem Zwitschern, dem Plätschern, dem

Krötengesang, spürst die warme Luft auf Deiner Haut und zugleich die Kühle des Wassers,

Deine Verbundenheit mit allem was ist, ein wohliges, zufriedenes Gefühl, Du spürst Deinen

vollkommenen inneren Frieden.

Ist es nicht so, dass wir in der Natur uns hautnah mit der Schöpfung verbunden fühlen?

Und ist es nicht so, dass die Natur uns hilft, wieder zum inneren Frieden zu finden?

Wann hast Du das letzte Mal dieses tiefe Gefühl von inneren Frieden in Dir

wahrgenommen?

Der innere Friede ist die Basis, das Fundament für ein glückliches Leben. Das Leben hat

viele Herausforderungen für den Menschen parat. Wenn Du ganz ehrlich zu Dir selbst bist:

wieviel Zeit nimmst Du Dir für Deinen eigenen inneren Frieden?

Erlaubst Du Dir die „kleinen“ Dinge im Leben wahrzunehmen, die Freude bereiten,

Momente der inneren Einkehr, ganz einfach nur zu sein – ohne Leistungsdruck -, die Stille

genießen, bewusst „JA“ zum Leben zu sagen? Ganz einfach nur Beobachter sein, ohne

werten ohne urteilen?

Entscheidest Du Dich zum „Glücklich sein“ oder für das „Recht haben wollen“?

Denn wisse, beides zur gleichen Zeit ist nicht möglich! Deinen inneren Frieden findest Du

auf Deiner Seelenebene, ein Gefühl, das frei von „Recht und Unrecht“ ist.


Erst wenn sogenannte Schicksalsschläge oder katastrophale Umstände in das Leben

treten, besinnen sich viele Menschen auf ihr wahres Sein, ihr Seelenpotential, und ordnen

ihre Prioritäten neu.

Muss es denn wirklich erst soweit kommen?

So moderne Diagnosen: wie Burnout, Autoimmunerkrankungen, chronische Zustände,

Allergien, Erschöpfungszustände, permanente Überforderung, Anspannung, Nervosität und

noch viele mehr.

Die Anzeichen können sehr vielfältig sein. Müssen sich auch nicht dramatisch auf Dein

Leben auswirken. Doch reicht es nicht schon aus, einfach nur unglücklich (egal in welchem

Bereich Deines Lebens) zu sein?

Meine Vision:

das Paradies auf Erden, wo ALLE Menschen und Tiere in Frieden leben, sich nicht mehr

gegenseitig aufessen und das Leben in Fluss und Harmonie gelebt wird. Wo Mutter Erde

ALLE Menschen und Tiere mit ihrer Fülle nährt und Vater Himmel uns beschützt.

Wo Konflikte immer zu einer konstruktiven Lösung führen und sich jeder in seinem SEIN

weiterentwickeln darf und wir uns gegenseitig inspirieren, wertschätzen, achten und lieben.

Doch wie ist das jetzt mit dem friedvollen Leben? Haben nicht alle Menschen Sehnsucht

danach, in Frieden zu leben? Und ist ein Leben in Frieden überhaupt möglich? Was hat das

Ganze mit Dir selbst zu tun?


In der heutigen Zeit hat man wirklich das Gefühl, dass es nur mehr Chaos, Krieg und

Konflikte gibt. Dieses kollektive Bewusstsein nimmt den einen oder anderen von uns mit,

ohne, dass wir es realisieren. Erst im eigenen Leben macht sich diese übergeschwappte

Atmosphäre bemerkbar.

Manipuliert durch Werbung & Co, in der Leistungs- und Konsumgesellschaft fest verankert,

mit eigenen Prägungen und Erfahrungen ausgestattet, haben wir oft das Gefühl „nicht gut

genug“ zu sein.

So nimmt die Unzufriedenheit immer mehr zu, viele Versuche im Außen werden

unternommen diese innere Leere = fehlender Frieden zu stillen, alles und jeder wird

beschuldigt, bewertet und verurteilt, Liebe erfolgt meist unter Bedingungen.

Die meisten Menschen befürworten Veränderung, jedoch nicht bei sich selbst.

Dabei kann es so einfach sein.

Denn der innere Frieden ist die Schwingung in der bedingungslosen Liebe, in der sich viele

sogenannte und hauptsächlich selbstgemachten „Probleme“ von selbst auflösen. Bist du im

Fluss des Lebens, so wirst Du erkennen, dass jede Herausforderung zu Deiner

persönlichen Weiterentwicklung beiträgt. Und je mehr Du dich auf Deinen inneren Frieden

ausgerichtet hast, umso weniger „Kämpfe“ wirst Du im Leben zu führen haben. Alles geht

dann ganz leicht und es fügt sich das eine zum anderen.

Ein großer Schritt in Richtung Frieden ist DANKBARKEIT. Ein weiterer großer Schritt in

Richtung Frieden ist VERGEBUNG (anderen Menschen und vor allem sich selbst). Zwei

einfache Übungen, die sich manchmal schwer umsetzen lassen. Doch wie heißt es so

schön: Übung macht den Meister!


So sind es erst die Gedanken des Menschen, mit denen er sich selbst und der Natur den

„Unfrieden“ bringt. Also kann eine Veränderung zum Frieden immer nur in jedem selbst

stattfinden.

Denn das universelle Prinzip der Entsprechung besagt: wie unten so oben, wie innen so

außen, wie im Großen so im Kleinen. Das bedeutet, haben die Menschen ihren inneren

Frieden gefunden, kann endlich Frieden auf der ganzen Welt sein.

Dies ist eine von sieben universellen Prinzipien, die für alle Lebewesen und das gesamte

Universum Gültigkeit haben.

Für mich bedeutet der innere Frieden, der Ausdruck der bedingungslosen Liebe, die

göttliche Essenz sozusagen, die jedem Lebewesen innewohnt.

Daher gehe in die Natur, beobachte und lasse Dich auf diesen Frieden ein. Erkenne das

Göttliche und lasse Dir von der Natur helfen, zu Dir selbst zu finden.

Intuitiv suchen wir die Verbindung zum saftigen Grün der Wiesen, riechen an Blumen,

bestaunen das Werden und Vergehen, verweilen an Gewässern oder erfreuen uns ganz

einfach an Fauna und Flora. Sind oftmals überwältigt wie sich die Natur immer wieder, trotz

oftmaliger widriger Umstände, wieder ihren Platz einnimmt.

Denn mit inneren Frieden ist ein achtsamer Umgang mit unseren Ressourcen sozusagen

ein Nebeneffekt. Mit Hingabe, Demut (Mut zum Dienen) und in Dankbarkeit bin ich bereit,

meinen Teil dazu beizutragen, Frieden zu stiften.


Bist Du bereit Dich selbst zu verändern und Deinen „inneren Frieden“ beständig zu finden?

Dazu habe ich ein E-Book „7 Schlüssel zum inneren Frieden“ geschrieben. Ein praktisches

Handbuch, eine Lektüre zur Bewusstwerdung, das schon beim Lesen den Frieden in Dir

zum Schwingen bringt. Informationen von Zusammenhängen und dem Zusammenspiel im

Leben ermöglichen Dir neue Sichtweisen. Tiefe Einblicke und Erkenntnisse verhelfen Dir zu

Deinem neuen Bewusstsein über Deinen inneren Frieden.

Du bist Dir noch nicht sicher, ob das die passende Lektüre für Dich ist, dann kannst Du Dir

gerne eine GRATIS „Kostprobe“ – „4 Schritte – Wie Du Deinem inneren Frieden näher

kommst“ bestellen.

Es wird mir eine Freude sein, Dich ein Stück Deines Weges begleiten zu dürfen. Siehe

dazu meine weiteren Angebote auf meiner Homepage:

www.8same-lebensweise.at

Von der Unzufriedenheit - zum inneren Frieden. Vom inneren Frieden - zum Frieden in der

Familie. Vom Frieden in der Familie - zum Frieden im Beruf. Vom Frieden im Beruf - zum

Frieden in der Gesellschaft. Vom Frieden in der Gesellschaft - zum Frieden im Land. Vom

Frieden im Land - zum Frieden auf dem Kontinent. Vom Frieden auf dem Kontinent - zum

Frieden auf der Welt.


Vom Frieden auf der Welt – zum PARADIES 6

In Dankbarkeit, Liebe und tiefem inneren Frieden sende ich Dir von Herz zu Herz

FRIEDEN

Monika Leinwather

www.8same-lebensweise.at

E-Mail: info@8same-lebensweise.at

FB-Gruppe: Innerer Frieden – die Quelle wahren Glücks


Österreichische Gesellschaft für

Tiergestützte Therapie ÖGTT

Biophilie

Der Psychoanalytiker, Philosoph und Sozialpsychologe Erich Fromm hat 1964 erstmalig in

seinem Werk „Die Seele des Menschen“ diesen Begriff „der Liebe zu allem Lebendigen“

geprägt.

Unabhängig davon entwickelte der Soziobiologe Edward O. Wilson 1984 in seinem Buch

„Biophilia“ seine „Biophilie Hypothese“.

Doch was bedeutet das wirklich, was meinen diese beiden Vordenker der Tier- und

Naturgestützten Therapie damit eigentlich ?

Es ist ganz simpel, fast zu einfach:

Gemeint ist, dass uns Menschen, selbst Geschöpfe der Natur, angeboren ist, dass wir die

Nähe zur Natur und der in ihr innewohnenden Lebewesen suchen und brauchen. Ja, dass wir

abhängig von der Natur sind, um uns entsprechend körperlich, psychisch und sozial zu

entwickeln.


Österreichische Gesellschaft für

Tiergestützte Therapie ÖGTT

Mittlerweile belegen viele Studien die Auswirkungen der Biophilie Hypothese und wir sind am

Beginn einer Wandlung auch im medizinisch/therapeutischen Bereich. Mittlerweile ist es eben

wissenschaftlich evident, dass schon der bloße Aufenthalt in Waldgebieten unsere

Immunabwehr steigert, Stress abbaut und viele positive körperliche und psychische

Wirkungen setzt.

Das heutige Wissen geht so weit, dass wir erkannt haben, dass urbane Ballungsgebiete eine

höhere Rate für Krebserkrankungen oder manche psychiatrische Erkrankungen haben.

Bereits im Jahr 1984 zeigte die bekannte Studie des texanischen Architekturprofessors Dr.

Roger Ulrich auf, dass allein der Anblick auf Bäume aus dem Krankenhausfenster

PatientInnen nach einer Gallenblasenoperation signifikant schneller heilen ließ, sie weniger

Schmerzmittel brauchten, weniger Komplikationen auftraten, als bei der Kontrollgruppe jener

armen PatientInnen, denen nach der identen Operation nur der Blick auf kahle

Gebäudefronten möglich war.

Traurig ist aus meiner Sicht nur, wie wenig diese bahnbrechende und viel beachtete Studie

bislang den Krankenhausalltag verändern konnte….


Österreichische Gesellschaft für

Tiergestützte Therapie ÖGTT

Aber ich sollte nicht klagen, sondern mutig den Blick auf unsere weitere Arbeit heften: viel ist

zu tun, viel Information muss fließen, viele Erfolge müssen den Weg dafür bereiten, dass

Menschen in einer für uns artgemäßen Umgebung und Atmosphäre im größeren Stil

Unterstützung, Förderung und Heilung finden können.

Wie schon so oft erlaube ich mir anzumerken, dass der Focus auf eine reine Tiergestützte

Therapie zu kurz gegriffen ist ! Wir müssen uns auf den größeren Gedanken einer

Naturgestützten Therapie/Pädagogik/Sozialarbeit/Medizin etc. einlassen.

Dies soll die Wirkungen der Begleitung durch Tiere keinesfalls mindern, sondern nach oben

hin erweitern und ergänzen. Jeder von uns hat wohl eine Zimmerpflanze in seinem

Wohnbereich - übrigens selbst eine einzelne Zimmerpflanze am Krankenbett verkürzt den

Heilungsverlauf ! So zumindest die Erkenntnis der Studien. Meist ist das aus „hygienischen

Gründen“ nicht erlaubt. Trösten kann uns aber auch die Tatsache, dass selbst Videos, Bilder

und andere digitale Medien mit Naturinhalten ebenso positiv auf uns wirken können.

Ich bin froh, dass meine eigene Erfahrungen und Erlebnisse auf digitaler Ebene nun doch

durch Studien belegt wurden.


Österreichische Gesellschaft für

Tiergestützte Therapie ÖGTT

Wenn wir mancherorts schon nicht reale Naturerlebnisse erfahren dürfen, so soll uns das

digitale Rauschen der Bäume, das Vogelgezwitscher, das Summen der Insekten zumindest

jene Atmosphäre vermitteln, die uns raschere Genesung, freudvolleres Arbeiten oder

Entspannung bringt.

Man möge mich ob dieser Aussage nicht verurteilen. Besser so, als gar nicht !

Nicht jeder kann eine Gesprächsatmosphäre im eigenen Garten erleben, so wie ich das mit

PatientInnen teilen darf, nicht jeder kann eine Psychotherapeutische Einheit auf der

Pferdekutsche, im Wald oder mitten unter Tieren genießen.

Dafür wären zumindest die akustischen Stimmen der Natur, statt monotoner

„Entspannungsmusik“ aus den Lautsprechern in Wartesälen oder Behandlungsbereichen

zutreffender und sinnvoller.

Für uns aber, die wir unser Leben zumindest in unserer Freizeit selbst gestalten können

bedeutet das raus in die Natur, den Garten, den angrenzenden Park, an den nächsten See

oder Fluss und erleben wir mit all unseren Sinnen die Natur, hören ihre Klänge, genießen wir

ihren Duft, fühlen wir die Erde mit bloßen Füßen und wühlen wir mit unseren Fingern im

Erdreich.


Österreichische Gesellschaft für

Tiergestützte Therapie ÖGTT

Denn heute haben wir es schwarz auf weiß - so bleibst Du gesund, findest vielleicht besser

Heilung oder glättest besser Deine Seele !

Und ganz nebenbei: auch unsere tierischen Begleiter werden es uns danken. Denn auch sie

leben nach dem Prinzip der Biophilie. Auch sie suchen Natur und das pulsierende Leben in

ihr. Sehen wir nicht die Freude in den Augen des Hundes, wenn wir zur Leine greifen und

Anstalten machen, das Haus zu verlassen ?

Bleiben meine Hühner morgens im Stall sitzen oder drängeln sie an der Hühnerklappe, um ins

Freie zu gelangen ? Bleiben meine Pferde im Stall, oder wollen sie nach draußen ?

Wissen Sie, es ist schon wieder so offenkundig und deutlich, wahrscheinlich fällt es uns

Menschen deshalb so schwer, das Einfache, das Offensichtliche zu leben, zu tun.

Dr.med. Dieter Schaufler

Präsident der ÖGTT


Fährtenhunde-

Die besondere Riechleistung unserer Hunde

Seit der Domestizierung des Wolfes zum besten Freund des Menschen machte man sich die

besondere Riechleistung der Hunde zu Nutze.

Diese Veranlagung wurde in frühester Zeit vor allem für die lebensnotwendige Jagd

ausgenutzt. Später aber auch um sein Hab und Gut zu schützen, denn Wachhunde erkannten

und erkennen vor dem Menschen angreifende Raubtiere oder fremde Personen aufgrund

seiner Nase, aber auch aufgrund des besseren Gehöres.

Auch in der heutigen Zeit setzt man auf die besonderen Riechleistungen der Hunde.

Auf der Jagd spüren v.a. Stöberhunde die Beute auf, bei der Polizeiarbeit suchen besonders

ausgebildete Spürhunde nach Rauschgift, Sprengstoff usw.

Rettungshunde wittern verschüttete Menschen unter Lawinen oder Trümmern nach Erdbeben

etc. und zeigen den Rettungsdiensten an, wo sich die Opfer befinden.


Der Grund für die hervorragende Riechleistung des Hundes ist seine sehr große, in Falten

gelegte Riechschleimhaut, die mehr als zehnmal so viele Riechsinneszellen

( ca. 200 Millionen) enthält, als die des Menschen.

Auch das Riechhirn ist etwa zehnmal größer als die des Menschen.

Die Hundenase kann auch zwischen rechts und links differenzieren, sie riechen quasi

„stereo“. So kann der Hund Richtungsänderungen auf der Spur einschätzen und reagieren.

Zusätzlich können Hunde bis zu 300 Mal pro Minute einatmen und die Riechsinneszellen

oftmalig reizen.

Hunde „schmecken“ Gerüche auch über das sogenannte Jacobson´sche Organ, ein

Sinneszellenpaket, das sich im Gaumen befindet. Sicherlich hat jeder schon Rüden

beobachtet, die bei der Urinmarke von Hündinnen plötzlich zu schmatzen beginnen. Dabei

wird der Geruch noch besser analysiert und vielleicht der geeignete Deckzeitpunkt errechnet.

Um diese besonderen Fähigkeiten zu fördern und auszubauen, beginnt man mit der

Fährtenarbeit schon im Welpenalter.

Auch wenn die körperlichen Möglichkeiten noch eingeschränkt sind - die Nase funktioniert von

Beginn an. Nach der Geburt orientiert sich der Welpe anhand seines Geruchssinnes und kann

somit die für ihn lebensnotwendige Zitze der Mutterhündin aufspüren und „andocken“.


Die Ausbildung zum Fährtenhund sollte, wie jede Ausbildung, immer ohne Druck und Zwang

erfolgen.

Bei der Fährtenarbeit orientiert sich der Hund v.a. über die Düfte der mechanischen

Bodenverletzung. Diese Düfte entstehen durch die beschädigte Erdoberfläche, durch

zertretene Pflanzen und Kleinstlebewesen. Diese mechanische Spur kann ein ausgebildeter

Hund für ein paar Stunden aufnehmen. Kreuzende Spuren wirken oft irritierend, weil sie aus

den ähnliche Duftkomponenten bestehen. Der Hund sucht gezielt mit sogenannter „tiefer“

Nase.

Beim sogenannten Mantrailing nimmt der Hund sie tatsächliche Geruchspur des Menschen

auf. Der Mensch verliert ständig Hautschuppen und andere Bestandteile, die verwirbelt und

verstreut werden. Diese zersetzen sich und bilden den individuellen, einzigartigen Geruch.

Welche Bestandteile des menschlichen Individualgeruches der Hund bei der Suche

wahrnimmt ist noch nicht vollständig geklärt.

Diese Spur kann auch vom Wind verweht werden, und der Hund, anders als bei der

Fährtenarbeit, muss mit „hoher“ Nase suchen.

Hunde folgen von Natur aus eher der richtigen Duftspur und müssen daher für die

Fährtenarbeit gezielt ausgebildet werden. Hier kann z.B. zu Beginn der Ausbildung ein

Quadrat von 1 x 1 Meter ausgetreten und mit Leckerlis bestückt werden, um dem jungen

Hund den Geruch des Bodens schmackhaft zu machen.


Später werden die Leckerlis nur mehr in die Spur, die zu Beginn nicht zulange liegen sollte

(ca. 10min.), gelegt. Aber auch sogenannte Schleppfährten führen zum Erfolg. Hier wird

z.B. ein Kuttelfleck beim Legen der Spur nachgezogen und animiert den Hund der

Bodenverletzung zu folgen.

Welche Methode die bessere ist kann nicht beantwortet werden, jeder Hund und jedes

Team ist anders. In jeder guten Hundeschule stehen für die Fährtenarbeit eigene Trainer

zur Verfügung, die gerne weiterhelfen.

Hauptsache Mensch und Hund haben Spaß an der Bewegung in der Natur und spüren

den gemeinsamen Draht zueinander durch das gemeinsam positiv Erlebte!


Autorin:

Dr.med.vet Andrea Schaufler

Praktische Tierärztin

Jubiläumstr 42

31340 Herzogenburg

www.tierarzt-schaufler.jimdo.com


Körbe wickeln aus Gräsern

Alltagskörbe, Gärkörbe zum Brot backen, oder auch Bienenkörbe wurden früher traditionell

aus Stroh gebunden. Dazu wurden lange Ähren händisch geerntet, zu kleinen Strängen

zusammengelegt und mit Weiden verflochten. Eine etwas einfachere und alltagstauglichere

Methode ist das flechten von Körben mit Gräsern. Eine alte Handwerkskunst freut sich darauf,

wieder entdeckt zu werden!

Nach einem Nachmittag mit Daniela Gerner, die gerne ihr Wissen über das Körbeflechten

weitergibt, präsentiere ich stolz meinen ersten selbst gemachten Korb aus Gras, Farn und

Goldrute.

Die alte Tradition und die relative einfache Umsetzung, die auch in der Wohnung möglich ist,

fasziniert Daniela an diesem Handwerk. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Es

entsteht in jedem Fall ein praktisches und wunderbar duftendes Werk.

Mit etwas Geduld ist das Körbe flechten schnell erlernt. Die Technik ist einfach, doch ein

bisschen Zeit darf man sich dafür nehmen. Und so geht’s:


1. Sammeln

Als Flechtmaterial eignen sich Farne, lange Gräser wie Seggen, Binsen, Pfeifengras,

Rasenschiele oder Bartgras. Auch Kräuter lassen sich gut in einen Korb integrieren.

Geeignet dafür sind Kanadische Goldrute, Beifuß, Schmalblättriges Weidenröschen,

Zitronenmelisse, Salbei und Lavendel. Im Herbst geschnittene Gartenabfälle wie Clematis,

Zweige des Wilden Weines oder Hopfen eignen sich ebenfalls für das Korbflechten. Wichtig

ist, dass die Gräser einen relativ robusten aber biegsamen Stängel haben.

2. Trocknen

Das Erntegut wird in Bündel zusammengelegt, locker zusammengebunden und an einem

gut durchlüfteten, vor Sonne geschütztem Ort kopfüber aufgehängt. Die Bündel sollten nicht

zu dick geraten, Daniela empfiehlt „das Büschel soll in den Ring aus Daumen Zeigefinger

passen“:

3. Werkzeug

Zum Wickeln braucht man eine Sack- oder Webnadel und eine Baumwollschnur oder

Spagat. Zum Einkürzen der Gräser ist eine Baumschere ideal. Für sehr trockenes, steifes

Gras benötigt man ein Blumenspritz zum dosierten Befeuchten. So wird das Gras wieder

biegsam. Um dicke Gräser biegsam zu machen, kann man sie auch mit einer Zange

quetschen.


1. Wickeln

Für das erste Stück eignet sich ein einfacher runder Korb: Ein fingerdickes Grasbüschel

formen und an einem Ende einen Knoten machen. Die Schnur kann ca. 2 Körperlängen

lang sein.


Die erste Runde

Mit der Nadel führt man die Schnur durch die Mitte des Knotens und knotet diese am Ende

fest zusammen, so dass die Schnur gut am Grasknoten befestigt ist.

Das Grasbüschel nun eine Runde gegen den Uhrzeigersinn über den Knoten legen. Die

ersten Stiche in der ersten Runde gehen immer in dasselbe Loch in der Mitte des Knotens,

so dass ein sternförmiges Muster entsteht. Dabei wird die Schnur immer fest angezogen.


Die nächsten Runden

Ab der zweiten Runde geht jeder Stich unter den Stich der letzten Reihe hindurch. Die

Stiche sollten immer ungefähr den gleichen Abstand haben. Das Grasbüschel wird immer

weiter in eine Runde gelegt, dabei darauf achten, dass der Strang immer gleich dick bleibt.

Wird er dünner, den letzten Stich etwas lockern, ein kleines Büschel unter den Strang legen

und die Schnur wieder festziehen. Wird der Abstand zwischen den Stichen zu groß, wird ein

Zwischenstich gemacht. (Abb7 Korbwand)


Die Korbwand

Ist man mit dem Radius zufrieden, beginnt man, den Grasstrang in die Höhe zu legen.

Sobald man mit dem Wandaufbau beginnt, sticht man das Muster von außen nach innen

weiter. Sobald die Wand hoch genug ist, wird die letzte Reihe mit einem Kreuzstich

zurückgenäht. Fertig.

Wenn Sie diese Technik hautnah erleben wollen, steht Ihnen Daniela Gerner gerne zur

Verfügung:

daniela.gerner@gmail.com

Gerda Holzmann BSc

Dipl. Kinesiologin

Dipl. Wildkräuterguide

A-3920 Groß Gundholz 25

Tel.: +43 676 334 46 71

Mail: praxis@gerdaholzmann.at

www.gruen-kraft.at


WIFI Diplomlehrgang

„Tiergestützte Interventionen“

Dieser Lehrgang ist zertifiziert durch die Österreichische Gesellschaft für Tiergestützte

Therapie ÖGTT

Dieser Kurs richtet sich besonders an all jene Menschen, die eine berufliche Haupt - oder

Nebenselbständigkeit im Rahmen der Tiergestützten Intervention/Pädagogik/Sozialarbeit/

Therapie etc anstreben und soll Ihnen das dazu notwendige Know-how vermitteln.

Die Lehrgangsinhalte reichen von den theoretischen Grundlagen Tiergestützten und

Naturgestützten Arbeitens, über Themen der Tierhaltung, des Einsatzes und der Ethologie

vieler Haustierarten, Wildtierkunde- und -ökologie, über einen kleinen Exkurs zu Gartenbau

und Permakultur, Wald- und Wildkräuterkunde bis hin zum Aufbau der eigenen

Firmenhomepage, Arbeit mit digitalen Medien und Marketing. Es erwartet sie weiters ein

fünftägiger Intensivworkshop mit den Tieren und dem Landbau am Mauritiushof und viel

Selbsterfahrung an allen Lehrgangstagen.

Bitte informieren Sie sich bei unseren kostenlosen online Info - Webinaren über diesen

Lehrgang. Weitere Informationen erhalten Sie durch auf der unten angeführten Website in

Form von Videos und nach download der ebendort angeführten Lehrgangsbeschreibung.


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Nach Absolvenz des online Info-Webinars bitten wir um Ihren Lebenslauf und ein

Motivationsschreiben, warum Sie genau diese Ausbildung anstreben, anschließend freut

sich Fr Sandra Eisner vom WIFI NÖ unter Tel 02742 8902261 über Ihre Anmeldung zum

Lehrgang

WIFI Diplom Tiergestützte Interventionen

Termine: 12.8.2017 – 19.8.2018

Department für Tiergestützte Medizin Mauritiushof,

Rappoltschlag 13, 3914 Waldhausen

Teilnahmebeitrag: 4.980 Euro

alle Infos unter www.zentrum-mauritiushof.at Gratis Info Webinar buchen !


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WIFI Diplomlehrgang

„Diplom TiertrainerIn"

Mit Tieren professionell zu arbeiten und sie entsprechend auszubilden - für viele von uns ist

dies ein beruflicher Wunschtraum. Dieser Lehrgang richtet sich speziell an all jene Menschen,

die Freude an der Arbeit mit Tieren haben, selbst schon jahrelang Tiere besitzen und sich ein

neues Berufsfeld erarbeiten möchten. Gerade heute wächst der Bedarf an gut ausgebildeten

Tiertrainer/innen, die den überforderten Heimtierhalter/innen mit Rat und Tat zur artgerechten

Haltung und Ausbildung ihrer Tiere zur Verfügung stehen. Dabei benötigt man profundes

Wissen über viele Tierarten, vom Wellensittich bis zum Reitpferd, und Praxis im

tierschutzgerechten Umgang und Tiertraining. Unser Lehrgang soll aber auch die

Wahrnehmungs- und Kommunikationsfähigkeit im zwischenmenschlichen Bereich stärken,

denn nur so können Probleme im Zusammenleben von Mensch und Tier richtig erkannt und

einer Lösung gemeinsam mit den Tierbesitzer/innen zugeführt werden. Gerade dieser

systemische Ansatz wird in diesem Lehrgang sehr betont und gemeinsam erarbeitet.

Dieser Lehrgang soll Ihnen praktische und theoretische Kenntnisse für die Arbeit mit vielen

Tierarten, rechtliche Grundlagen wie Tierhalteverordnung und Tierschutzgesetz, aber auch

alle Erfordernisse und Wissen zur Haltung und dem artspezifischen Verhalten der meisten

Haus- und Nutztiere vermitteln. Zusätzlich wollen wir die wichtigsten Aspekte zur eigenen

Firmengründung im haupt- oder nebenberuflichen Bereich vermitteln. Dabei auf das nötige

Marketing, Werbung und Grundlagen des Arbeitens mit digitalen Medien eingehen.


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Lehrgang zum Diplom-Tiertrainer

Termine: 16.9.2017 – 1.9.2018

Department für Tiergestützte Medizin Mauritiushof,

Rappoltschlag 13, 3914 Waldhausen

Teilnahmebeitrag: 2.900 Euro

alle Infos unter

www.zentrum-mauritiushof.at

Gratis Info Webinar

buchen !


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Der Mauritiushof

Ein Film soll Ihnen unseren Mauritiushof und seine zweibeinigen und Vierbeinigen

Bewohner vorstellen :


Unsere nächste Ausgabe erscheint am 15. Juli 2017 Vielen

Dank für Ihr Interesse am Mauritiushof Naturmagazin !

Ihr Redaktionsteam

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