Vestisches Handwerk - Das Magazin der Kreishandwerkerschaft ...

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Vestisches Handwerk - Das Magazin der Kreishandwerkerschaft ...

Vestisches

Handwerk

Dezember 2008

Das offizielle Magazin der Kreishandwerkerschaft Recklinghausen

Burak Ergün

Zwischen Beruf

und Schule

Hans-Walter Bugzel

Einstimmig

wiedergewählt

Karla Mehlan

Betreut fünf

Innungen

Horst Bollrath

Servicemarkt

bringt Rendite


Hans-Walter Bugzel,

Kreishandwerksmeister im

Vest Recklinghausen.

Nr. 12 Dezember 2008

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

was wir im Handwerk schon lange vermutet haben, ist

nun eingetreten. Die grenzenlose und dümmliche Gier der

Banken und sonstiger erfinderischen Finanzjongleure haben

uns in eine tiefe Krise gestürzt. Ich will jetzt

nicht mehr alles nachbeten, was Sie ja bereits

schon in vielen Kommentaren und Reportagen

hören und lesen konnten. Festzuhalten bleibt

aber, dass eine Wirtschaft ohne Erdung an eine

tatsächliche Produktion nur eine kurze und beschränkte

Zeit erfolgreich sein kann. Es ist dabei

zugegangen wie beim Roulette. Wenn man

rechtzeitig genug aussteigt, kann man sicherlich

auch damit Geld verdienen. Letztendlich zahlt

die Zeche aber die Gesellschaft und damit wir

alle. Trotzdem bleibt es bei den alten Ritualen.

Die Industrie jammert – siehe Opel – laut und

medienpräsent über die schlechte Auftragslage

und fordert, ohne schlechtes Gewissen, einen

„Rettungsschirm“, finanziert durch den Steuerzahler.

Und was macht die Politik? Praktisch im

vorauseilenden Gehorsam wird ein Konjunkturprogramm

aufgelegt, das wieder nur zu einem

führen wird: zu höherer Staatsverschuldung und

höheren Preisen. Gewinnen wird dabei wiederum

nur die Großindustrie. Der Mittelstand guckt wie immer

nur in die Röhre. Ernsthaft hätte ich es sicherlich nicht zu

träumen gewagt, aber tief im Inneren hatte ich doch die

kleine und stille Hoffnung, dass auch für uns Handwerker

ein „Rettungsschirm“ aufgespannt würde. Aber leider bin

ich hier wieder enttäuscht worden. Still und heimlich stirbt

der Mittelstand. Aber getan wird für uns nichts. Da kann

man schon fast resignieren. Statt uns zu helfen, werden uns

sogar neue Lasten aufgelegt. Ich nenne nur diesen Schildbürgerstreich

„Umweltzone“, dieses Bürokratiemonster

Gesundheitsfond sowie die neue Erbschaftssteuer. Wer

motivierte menschen

perfekte

maschinen

immer an diesen Gesetzen und Verordnungen mitgeschrieben

hat, war wahrscheinlich noch nie in einem mittelständischen

Betrieb und kann sich deshalb die Sorgen und Nöte

unseres Berufsstandes nicht im Entferntesten vorstellen.

Hier geht wieder alles zu Lasten unserer Kolleginnen und

Kollegen.

Im September sind Bundestagswahlen. Wir Handwerkerinnen

und Handwerker sollten uns sehr viel genauer

als bei den vergangenen Wahlen ansehen, wem wir unsere

Stimme geben. Denn eins muss dabei klar sein: Noch

so ein Gemurkse wie in den letzten vier Jahren kann sich

Deutschland nicht mehr erlauben. Es gibt hier viel aufzuarbeiten,

dazu müssen wir die Verantwortlichen endlich

zwingen.

Für das gerade begonnene Jahr darf ich Ihnen auch

im Namen meiner Frau alles Gute, Erfolg und Gottes Segen

wünschen. Gleichzeitig würde ich mich freuen, wenn

Sie die Kreishandwerkerschaft Recklinghausen so partnerschaftlich

wie in den letzten Jahren begleiten würden. Das

Handwerk hat nämlich immer noch goldenen Boden. Man

muss uns nur die Gelegenheit geben, ihn freizulegen. Dafür

brauchen wir Ihre Hilfe.

Gott schütze das ehrbare Handwerk.

Hans-Walter Bugzel

Kreishandwerksmeister

Hötten Maschinenbau GmbH

Burenkamp 9

D-46286 Dorsten

Telefon: +49 (0) 23 69 / 9 31-0

Telefax: +49 (0) 23 69 / 9 31-300

Internet: www.hoetten.de

E-Mail: info@hoetten.de

Editorial

Vestisches Handwerk 3


Impressum

Herausgeber:

Kreishandwerksmeister Vest Recklinghausen

Hans-Walter Bugzel

Verlag und Redaktion:

Haidhausen-Verlag

Grafik.PR.Werbung GmbH

Niederlassung Herten

Lise-Meitner-Straße 11, AufEwald, 45699 Herten

Tel.: 0 23 66 / 8 87 09 - 0

Fax: 0 23 66 / 8 87 09 - 19

redaktion@haidhausen-verlag.de

ISSN 1862-6246

Verlagsrepräsentant:

Dr. Hans-Georg Geißdörfer

Verantwortliche Redaktion:

Otto Lerchenmüller, Oliver Mau,

Andreas Mnich, Sophia Immohr

Schlusskorrektur:

Renate Da Rin

Gesamtherstellung und Anzeigen:

Haidhausen-Verlag

Grafik.PR.Werbung GmbH

Niederlassung Herten

Anschrift wie Verlag und Redaktion

info@haidhausen-verlag.de

Verantwortlich:

Andreas Mnich, Tel.: 0 23 66 / 8 87 09 - 13

Mitarbeiter dieser Ausgabe:

Monika Blankenburg, Dr. Frank Bruxmeier,

Petra Föhn, Dr. Hans-Georg Geißdörfer, Karl-Heinz

Gosciek, Susanne Höltken, Sophia Immohr, Peter

Kempen, P. Kirchhoff, Otto Lerchenmüller, Oliver

Mau, Karla Mehlan, Andreas Mnich, Marie-Luise

Münch, Sahar Obeid, Janna Pankoff, Christiane

Tölle, Martina Torz, Ralf Ullrich

Titelfoto: Andreas Mnich

Konzeption, Grafik, Design:

Haidhausen-Verlag

Grafik.PR.Werbung GmbH

Grafik, Satz, Reinzeichnung:

Tom Stahlhut

Aboservice:

Haidhausen-Verlag

Grafik.PR.Werbung GmbH

Niederlassung Herten

Lise-Meitner-Straße 11, AufEwald, 45699 Herten

Fax 0 23 66 / 8 87 09 - 19

abo-vh@haidhausen-verlag.de

Vier Ausgaben inkl. Versand kosten 3 16,-

Einzelverkaufspreis 3 4,-

Ausgabe Dezember 2008, Auflage 3.000

Postalischer Versand an die Innungsmit glieder

der Kreishandwerkerschaft Recklinghausen.

Der Bezugspreis ist im Mitgliedsbeitrag

enthalten.

Inhalt

12

Reportage und Hintergrund

Wenn nicht wir, wer sonst?

Handwerk aktuell

Existenzgründung mit einem Euro 6

Leichter erben und investieren 6

Reportage und Hintergrund

Wenn nicht wir, wer sonst? 12

Recht und Finanzen

Was genau ist „kurzfristig“? 15

Meister von morgen

Paul-Gerhardt-Schüler sind heiß auf den Beruf 22

Meisterschule ist Unternehmerschule 22

4 Vestisches Handwerk Dezember 2008 Nr. 12


7

Innungen heute

Ein Blick hinter die Kulissen der KH

Innungen heute

Ein Blick hinter die Kulissen der KH 7

Zur Probe an der Werkbank 9

Der Servicemarkt ist der Renditebringer der Zukunft 10

Der Trend: Auffallend schön 16

Hans-Walter Bugzel wiedergewählt 18

Obermeister ist und bleibt Johannes Erwig 18

Die Bäcker sind „drin“ 19

Flexibel, transparent und sicher 19

Friseurmeister werden besser geschützt 20

100 Preise, 1.000 Euro Spende 20

Josef Ambrozy ist „Mister Kontinuität” 21

Nr. 12 Dezember 2008

24

Rat & Service

Der billigste Strom ist der gesparte!

22

Meister von morgen

Meisterschule ist Unternehmerschule

Rat & Service

Der billigste Strom ist der gesparte! 24

Neue Chance – auch für Sie 25

Vestischer Kalender

Seminare 26

Beratung 26

Inhalt

Vestisches Handwerk 5


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Handwerk aktuell

Existenzgründung mit einem Euro

GmbH-Gründung ohne Mindestkapital möglich

Am 1. November ist die Reform des

GmbH-Rechts in Kraft getreten. Existenzgründer,

denen kein Mindest-

Bundesjustizministerin Brigitte Zypries hofft, durch die

Reform GmbH-Gründungen zu erleichtern.

Erbrechtsreform und Konjunkturpaket

entlasten ab 1. Januar den Mittelstand

und Handwerksbetriebe. So sollen zusätzliche

Kredite der KfW-Bankengruppe

die Wirtschaft unterstützen.

Unternehmen, die in den nächsten

zwei Jahren investieren, können diese

Anschaffungen schneller abschreiben.

Für eine Steuererleichterung sorgt

das neue Erbrecht. Betriebserben,

die für eine Zeit von zehn Jahren die

Arbeitsplätze im geerbten Betrieb

erhalten, wird die Steuerschuld erlassen.

Wird der Betrieb sieben Jahre

weitergeführt, müssen nur noch

15 Prozent der Steuern gezahlt werden.

Eine weitere Voraussetzung für

die Verschonung des Betriebsvermögens:

Die Gesamtlohnsumme muss

nach Ablauf von sieben Jahren 650

Prozent der Ausgangslohnsumme und

bei Betriebserhaltung von zehn Jahren

1.000 Prozent betragen. Für Betriebe

mit bis zu zehn Mitarbeitern gilt die

Lohnsummenklausel nicht.

stammkapital von 25.000 Euro zur

Verfügung steht, können nun über

eine zweite GmbH-Variante eine Gesellschaft

gründen. Die sogenannte

„Unternehmergesellschaft (haftungs-

beschränkt)“ kann mit nur einem Euro

Mindeststammkapital gegründet werden.

Allerdings darf sie ihre Gewinne

nicht voll ausschütten, sondern muss

aus ihnen gesetzliche Rücklagen bilden.

So soll nach und nach das Mindeststammkapital

einer normalen

GmbH angespart werden.

Außerdem soll die Gründung

einer normalen GmbH durch Musterprotokolle

vereinfacht werden. Detailprüfungen

finden nur noch statt,

wenn erhebliche Zweifel an einer ordnungsgemäßen

Kapitalaufbringung

bestehen. Dadurch sollen die Verfahren

beschleunigt werden. GmbHs mit

Verwaltungssitz im Ausland können ab

sofort in der Rechtsform der vertrauten

GmbH geführt werden.

Infotipp

Bundesministerium der Justiz

www.bmj.de/momig

Leichter erben und investieren

Konjunkturpaket und Erbrechtsreform sollen Betrieben helfen

Für Privathaushalte gibt es einen

Handwerkerbonus. Statt bisher Handwerkerrechnungen

im Umfang von

3.000 Euro können nun Rechnungen

im Umfang von bis zu 6.000 Euro von

den Steuern abgesetzt werden. Für

zunächst zwei Jahre steigt der Förderhöchstbetrag

damit von 600 Euro auf

1.200 Euro.

Damit das Erbe nicht zur Zerreißprobe wird: Die Reform

im Erbrecht hilft auch Handwerksbetrieben.

Infotipp

Bundesrat, www.bundesrat.de

6 Vestisches Handwerk Dezember 2008 Nr. 12


Karla Mehlan – die Ruhe in Person

Ein Blick hinter die Kulissen der KH

Morgens um sechs ist für Karla Mehlan die Nacht zu

Ende. Bevor ihr Tag richtig losgeht, macht sich die junggebliebene

51-Jährige noch hübsch, denn ihr Aussehen

ist ihr sehr wichtig. Dann muss sie auch schon los, denn

um Viertel nach sieben beginnt ihr Arbeitstag bei der

Kreishandwerkerschaft in Recklinghausen.

Im Büro angekommen wird als Erstes die gesamte Post sortiert.

Sorgfältig legt sie die Briefe in die entsprechenden

Körbe für ihre Kollegen. „Die an Frau Föhn adressierte Post

sortiere ich dann immer direkt“, sagt Karla Mehlan, während

sie einen dicken Packen Briefumschläge ordnet und

auf kleine Stapel vor sich verteilt.

„Montags kommt immer die meiste Post. Aber diese

Aufgabe ist trotzdem immer relativ schnell erledigt.“

Mehr Zeit beansprucht die Schreibarbeit, die Tag für Tag

anfällt. Als Innungsbetreuerin schreibt und verschickt sie

zum Beispiel Einladungen zu Versammlungen und sorgt dafür,

dass Informationen, die das jeweilige Handwerk betreffen,

weitergeleitet werden.

„Wenn ich als Schriftführerin an einer Versammlung

teilgenommen habe, schreibe ich natürlich auch die

Protokolle. Außerdem kümmere ich mich um die Bestellung

von Büroartikeln. Langweilig wird mir hier nie“, sagt

Karla Mehlan und lacht. Sie arbeitet seit fast dreißig Jahren

für die Kreishandwerkerschaft Recklinghausen. Begonnen

hat sie als Bürokraft. Heute arbeitet die 51-Jährige

Nr. 12 Dezember 2008

als Innungsbetreuerin der Vestischen Informationstechniker-Innung.

Zusätzlich betreut sie in Zusammenarbeit mit

Petra Föhn weitere Innungen. Neben ihren Aufgaben als

Innungsbetreuerin hat sie als Sekretärin von Petra Föhn,

Juristin bei der Kreishandwerkerschaft, einen weit gefächerten

Aufgabenbereich.

Nach der Arbeit verbringt die Oer-Erkenschwickerin

viel Zeit mit ihren beiden Schäferhunden Bonny und

Luna. Vor zehn Jahren hat die Tierliebhaberin die Hunde

aus dem Tierheim zu sich nach Hause geholt. Nun kann

sie sich ein Leben ohne ihre beiden Hunde kaum noch vorstellen.

Akten und Gesetzestexte: Die Arbeit als Innungsbetreuerin

ist umfangreich und anspruchsvoll.

Innungen heute

Karla Mehlan am Schreibtisch

in der KH. Uns hat

sie einen kleinen Einblick in

ihren Arbeitstag gestattet.

Vestisches Handwerk 7


Innungen heute

Freundlich, nett und hilfsbereit: So präsentiert sich

Karla Mehlan.

Schon immer hatte sie ein großes Herz für Tiere.

Besonderes Interesse haben Dinosaurier in ihr geweckt.

„Ich kannte früher jeden einzelnen Dinosaurier mit Namen,

Größe und Gewicht. Diese riesigen Tiere haben mich

immer beeindruckt und tun es auch heute noch. Eigentlich

wollte ich immer Archäologin werden. Knochen ausgraben,

auf alten Spuren wandeln. Das hätte mir sicher

viel Spaß bereitet“, erinnert sie sich. „Solche kniffeligen

Aufgaben sind genau das Richtige für mich. Ich habe viel

Geduld. Wenn manche Leute schon die Sachen wütend in

die Ecke werfen, sitze ich immer noch da und lasse mich

durch nichts und niemanden aus der Ruhe bringen.“

Auch in ihrer Freizeit genießt sie besonders die

ruhigen Stunden. Gemütliche Filmabende auf dem Sofa

und Restaurantbesuche mit Freunden stehen ganz oben

auf ihrer Liste, wenn es darum geht, das Wochen-

ende zu planen. Zu ihren Lieblingsfilmen gehört

„Jurassic Park“. Aber auch alte Schätzchen, wie

die von Heinz Erhardt oder Heinz Rühmann,

dürfen an einem gelungenen Fernsehabend

nicht fehlen.

Infotipp

KH Recklinghausen

Karla Mehlan

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081211 Imageanzeige_nach RAG-Vorgaben_210x149:080804 Imageanzeige nach Vorgaben 11.12.2008 10:55 Seite 1

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8 Vestisches Handwerk Dezember 2008 Nr. 12


Zur Probe an der Werkbank

Schüler informieren sich am „Tag der offenen Werkstatt”

Der Spaßfaktor kam nicht zu kurz: Am Fahrsimulator testeten Jugendliche ihre Reaktionsfähigkeiten.

Eine Erfolgsgeschichte geht weiter: Die Kreishandwerkerschaft

hat mit dem „Tag der offenen Werkstatt“ einen

neuen Meilenstein zur Berufsorientierung geschaffen.

Über 2.000 Schüler nutzten das Angebot, Handwerk

live zu erleben.

„Jugendliche können sich leichter für einen Beruf entscheiden,

wenn sie die praktischen Arbeiten einmal kennengelernt

haben und entsprechende Informationen haben”,

weiß Johannes Schlebusch, Leiter der Überbetrieblichen

Ausbildungsstätte Bau am Ossenbergweg in Recklinghausen.

„Oft haben Schüler keine Vorstellung davon, womit

sie sich in der Ausbildung beschäftigen müssen. Wir wollen

ihnen mit unserem Angebot die Berufswahl erleichtern

und ihre Chancen auf einen Ausbildungsplatz erhöhen”, so

Schlebusch weiter.

Wie sich der Berufsalltag tatsächlich anfühlt, erfuhren

die jungen Frauen und Männer bei der Kreishandwerkerschaft

Recklinghausen. Einen Tag lang konnten

sie testen, ob ihnen Tätigkeiten als Maurer, Zimmerer

oder Fliesenleger Spaß machen, und in die

Berufe Kfz-Mechatroniker, Metallbauer, Anlagenmechaniker

und Elektroinstallateur schnuppern.

Und auch die Unterhaltung kam am „Tag

der offenen Werkstatt“ nicht zu kurz. Die Vereinigte

IKK lud zu einer spektakulären BMX-Stuntshow

ein.

Nr. 12 Dezember 2008

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Viel Applaus gab es für die

BMX-Event-Bike-Show.

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Vestisches Handwerk 9


Innungen heute

Der Servicemarkt ist der Renditebringer der Zukunft

Vestisches Handwerk im Gespräch mit Obermeister Horst Bollrath

Die Finanzkrise und ein immer raueres Konjunkturklima in

Deutschland hinterlassen in der Kfz-Branche tiefe Bremsspuren.

Über die aktuelle Lage der Unternehmen im Vest

und die Perspektiven des heimischen Kraftfahrzeughandwerks

sprach das Vestische Handwerk mit Horst Bollrath,

Obermeister der Vestischen Innung des Kfz-Gewerbes

Recklinghausen und Gelsenkirchen.

Herr Bollrath, das Kfz-Gewerbe hat im Handwerk traditionell

eine große Bedeutung. Wie viele Unternehmen

repräsentiert die Vestische Innung des Kfz-Gewerbes?

Das Kfz-Gewerbe hat gemeinsam mit dem Baugewerbe

die Bedeutung eines Konjunkturmotors. Selbstverständlich

sichern wir auch die Mobilität jedes Einzelnen ab,

indem wir die Fahrzeuge nicht nur über unsere Autohäuser

vertreiben, sondern auch im Anschluss daran warten

und instand setzen. Unsere Innung betreut zurzeit circa

265 Autohäuser und Kfz-Werkstätten, mit einem durchschnittlichen

Mitarbeiterstab von zwölf Personen.

Umsatzeinbußen der Kfz-Herstellerfirmen zeigen: Das

Klima in der Branche hat sich verschlechtert. Wie beurteilen

Sie die Stimmungslage in den Mitgliedsunternehmen?

Was ist erforderlich, um die Nachfrage anzuheizen?

Der Automobilhandel fährt zurzeit Achterbahn.

Das Klima in der Kfz-Branche hat sich abgekühlt. Die Stimmungslage

ist aber nicht von Depression geprägt, denn

wir haben vom Zentralverband in Bonn ein positives Signal

für die gesamte Automobilwirtschaft bekommen. Jetzt

kommt es darauf an, die Maßnahmen, die ab sofort gelten

sollen, so schnell wie möglich umzusetzen. Dies sollte auf

Bundesebene geschehen, denn wir haben keine Zeit, auf

ein Bund-Länder-Gerangel und ideologische Grundsatzdebatten

zu warten. Allerdings finden wir, dass dies nicht

die Endkonsequenz sein darf, denn die nach Schadstoffklassen

gestaffelten Fristen für eine Steuerbefreiung sind

das richtige Mittel zur umweltverträglichen Förderung des

Fahrzeugabsatzes. Eine Differenzierung nach dem CO2-

Ausstoß sollte auf dem Gebiet der Kraftfahrzeugsteuer

selbst stattfinden. Deren längst überfällige Reform darf

jetzt nicht weiter auf die lange Bank geschoben werden.

Bei der Ausgestaltung einer neuen Kraftfahrzeugsteuer hat

man es in der Hand, Ressourcen und Klimaschutz mit noch

längerem Hebel unter Einbeziehung bereits zugelassener

Fahrzeuge zu betreiben. So kann auch der ökologisch wünschenswerte

Umstieg auf einen verbrauchsgünstigeren und

emissionsärmeren Gebrauchtwagen gefördert werden.

Eine Ausbildung im Kfz-Handwerk ist sehr beliebt. Wie

viele Jugendliche werden in den Innungsbetrieben ausgebildet

und wie ist der Trend bei den Lehrstellen?

Die Jugendlichen werden in unseren Häusern nicht

nur im technischen Teil als Kfz-Mechatroniker und Service-

Der Blick unter die Motorhaube:

für Horst Bollrath

unerlässlich.

Infotipp

Vestische Innung des Kfz-Gewerbes

Recklinghausen und Gelsenkirchen

Innungsbetreuerin Martina Torz

Tel.: 0 23 61 / 48 03 34

Mechaniker ausgebildet, sondern auch im kaufmännischen

Teil. Allerdings haben wir in den Kreisen Recklinghausen

und Gelsenkirchen in diesem Jahr ein Defizit an Auszubildenden

zu verzeichnen. Bislang konnten wir jährlich circa

170 neue Ausbildungsverträge im technischen Bereich abschließen.

Dieses Jahr waren es lediglich 140. Wir erwarten

aber bis zum Jahresende noch eine Steigerung.

Eine zur „automechanika“ 2008 erschienene Studie von

Prof. Dr. Dudenhöffer (FH Gelsenkirchen) kommt für den

deutschen Kfz-Markt zu folgenden Resultaten: Die Pkw-

Dichte wird in den kommenden Jahrzehnten zunehmen.

Jedoch ist der Markt gesättigt, das Neuwagengeschäft

wird – auch aufgrund der sinkenden Bevölkerungszah -

len – zurückgehen. Die Fahrzeuge werden länger genutzt.

Damit steigt die Bedeutung des Ersatzteil- und

Reparaturgeschäfts. Wie schätzen Sie die Entwicklung im

Vestischen Kfz-Markt ein?

Wir vermuten, dass die Pkw-Dichte in der Bundesrepublik

zunehmen wird. Ein Hauptgrund ist

darin zu sehen, dass wir zunehmend Transitland

werden. Wir gehen davon aus, dass sich der

Markt für das Neuwagengeschäft so entwickeln

wird, dass wir nicht wie bisher rund 3,4 Millionen

Neufahrzeuge im Jahr zulassen werden, sondern

zwischen 2,9 und 3,1 Millionen. Hinzu kommt,

dass die Fahrzeuge länger genutzt werden. Wir

10 Vestisches Handwerk Dezember 2008 Nr. 12


haben ein durchschnittliches Fahrzeugalter von 8,5 Jahren

auf unseren Straßen. Allerdings wirkt sich das wieder

auf den Servicemarkt aus, sodass wir im Servicemarkt den

Renditebringer der Zukunft sehen.

Seit Anfang Oktober gibt es in elf Städten des Ruhrgebiets

Einfahrtsbeschränkungen für Fahrzeuge ohne Feinstaubplaketten.

Was empfehlen Sie privaten und gewerblichen

Kfz-Haltern zur Sicherung ihrer Mobilität?

Auch im Kreis Recklinghausen sind die Umweltzonen

nur noch mit Feinstaubplaketten zu befahren. Wir

empfehlen den Fahrzeughaltern, ihre Autos umrüsten

zu lassen. Dann bekommen sie die Plaketten. Im gewerblichen

Sektor sieht es so aus, dass natürlich die komplette

Fahrzeugflotte der Gewerbetreibenden nicht ad hoc erneuert

werden kann. Hier empfehlen wir, mit den Ordnungsbehörden

Kontakt aufzunehmen und zu klären, in -

wieweit diese Fahrzeuge die Umweltzonen mit dem Handwerkerparkausweis

für ein bestimmtes Zeitfenster noch

befahren dürfen.

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30.10.2008 11:11:53

Innungen heute

Horst Bollrath ist Obermeister der Vestischen Innung des Kfz-Gewerbes. Sein Betrieb

befindet sich in Waltrop.

Vestisches Handwerk 11


Reportage und Hintergrund

„Wenn nicht wir, wer sonst?“

Im Malerbetrieb von Detlev Knebel finden Jugendliche ohne Zukunftschancen eine neue Perspektive

Mit zittriger Hand zieht Burak Ergün mit dem Pinsel einen

roten Strich auf dem grünen Türrahmen. Vorsichtig

lackiert der 16-Jährige die Tür vor. Gar nicht so einfach,

freihändig einen geraden Strich zu ziehen. Vor allem dann

nicht, wenn der Chef dabei über die Schulter schaut.

Aber Burak braucht keine Angst zu haben. Er meistert seine

ersten Aufgaben mit Bravour. Chef Detlev Knebel ist

zufrieden mit dem Schüler. Seit vier Wochen ist Burak mit

Pinsel und Farbe zweimal pro Woche mit dem Knebelschen

Malerbetrieb auf Baustellen unterwegs. An den drei anderen

Tagen der Woche besucht der schüchterne Junge die

Rosa-Parks-Gesamtschule in Herten. „Betrieb und Schule“

(BUS) nennt sich diese besondere Form der Berufsvorbe-

Ganz geduldig zeigt Detlev Knebel seinem Schüler Burak Ergün den richtigen

Schwung beim Pinselstrich.

reitung. In dieser Klasse werden Schüler, die Probleme haben

einen Schulabschluss zu schaffen und die Schule ohne

Perspektiven für ihre berufliche Zukunft verlassen würden,

intensiv betreut. Ziel ist der Hauptschulabschluss nach

der neunten Klasse und ein nahtloser Übergang von Praktikum

zum Ausbildungsplatz. An den zwei Arbeitstagen in

der Woche sollen die Schüler mit der Arbeitswelt und den

Anforderungen des Berufs vertraut gemacht werden.

Regelmäßig rufen Lehrer oder Mitarbeiter vom Bildungszentrum

des Handels bei Detlev Knebel an. „Wir hätten

da noch jemanden ...“, heißt es dann am anderen Ende

des Telefons. Und Knebel? Der kann nur schlecht Nein

sagen. „Wer sonst, wenn nicht ich? Also sage ich meistens

Ja“, sagt der 44-Jährige und erklärt: „Das ist für viele die

allerletze Chance. Und die will nicht jeder den Jungs geben.“

Maximal drei Praktikanten kann Knebel aufnehmen,

dann ist auch seine Grenze erreicht. „Ich will denen ja auch

was erklären und beibringen können. Laufburschen brauche

ich nicht“, sagt Knebel.

Nach der ersten Anfrage kommen Schüler und

Lehrer zum Gespräch in den Betrieb. Dem folgt eine Probezeit

von mindestens 14 Tagen, in der der Schüler Arbeit

und Betrieb kennenlernen kann. Keine einfache Zeit für die

Schüler, die nicht daran gewöhnt sind, sich an Regeln und

Grenzen zu halten. „Ich hatte schon viele schwierige Fälle

bei mir im Betrieb“, erzählt Detlev Knebel. „Aber die Schüler

müssen sich an die Regeln halten, wie alle anderen Mitarbeiter

auch. Verspätungen oder schlechte Arbeit können

wir uns als Betrieb nicht erlauben.“ Eigentlich selbstverständlich,

doch viele Schüler kommen aus schwierigen

Familiensituationen und sind diese Anforderungen nicht

gewohnt. So wie Burak. „Ich habe mich nicht genug in der

Schule bemüht“, gesteht der 16-Jährige leise. In der BUS-

Klasse und im Malerbetrieb Knebel hat er gelernt, worauf

es ankommt: Eigeninitiative, Einsatz und Durchhaltevermögen.

Motiviert wird der Schüler von seinem Chef Knebel.

Denn der zeigt selbst auch Einsatz: „Ich bin immer für

die Schüler da. Selbst am Wochenende lernen wir mal zusammen“,

erzählt der Maler. Und auch für andere Probleme

hat der Familienvater immer ein offenes Ohr. „Ich habe

12 Vestisches Handwerk Dezember 2008 Nr. 12


auch schon mal meinen Sonntag telefonierend auf dem

Fußballplatz verbracht, weil einer meiner Jungs zu Hause

Probleme hatte“, erzählt Knebel. Ihr Mann habe eine große

soziale Ader, sagt seine Frau. „Ich kann da nichts gegen

tun“, lacht Detlev Knebel, „wenn ich Verantwortung übernehme,

dann auch richtig.“ Und deshalb schaut er auch

bei Burak genau hin. Erklärt dem Jugendlichen, worauf er

achten muss beim Vorlackieren.

Burak Ergün hat bei Detlev Knebel eine neue Perspektive

bekommen. Noch ist der 16-Jährige schüchtern

und sehr still. „Er hat Angst Fehler zu machen“, erzählt

sein Chef. „Aber das brauch‘ er nicht. Aus Fehlern lernt

man.“ Der 44-jährige Maler und Lackierer weiß selbst, wie

schwierig eine zweite Chance ist. 1979 hat Knebel seine

Lehre auf der Zeche Westerholt begonnen und dort bis

1998 gearbeitet. Dann hat er sich, auch aufgrund der

schlechten Zukunftsaussichten im Bergbau, für einen Neuanfang

entschieden. Eine Umschulung zum Maler und Lackierer

schien ihm die beste Lösung. Der Malerbetrieb des

Schwiegervaters bot ihm eine bessere Chance. Seit 2007

ist er nun sein eigener Chef. „Die Umschulung und vor allem

die Lehrgänge, um Ausbilder zu werden, sind gar nicht

Nr. 12 Dezember 2008

Das ist offensichtlich:

Burak Ergün hat Spaß am

Pinseln.

Reportage und Hintergrund

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- Planung und Ausführung von Klima- und Lüftungsanlagen für Gewerbe,

Industrie und öffentliche Bauten sowie Sonderkälteanlagen

- Klimaanlagen für Büro- und Praxisräume, sowie EDV- und Serverräume

- Laborklimatisierung

Wir bieten eine zeitgemäße technische Kompetenz, höchste fachliche Qualität und kundenorientierte

Zuverlässigkeit. Für uns ist eine individuelle Rundumbetreuung selbstverständlich

von der Planung von Klima- und Lüftungsanlagen bis hin zu Vollwartungskonzepten

für die gesamte Haustechnik.

Durch die strategische Allianz mit der Koblenzer X-TERN GmbH Facility Management

sind wir in der Lage, auf ein bundesweites Netzwerk von rund 1.000 Mitarbeitern der

X-TERN Group zurück greifen zu können. Damit hat das Unternehmen die Möglichkeit,

zusätzliche Aufträge sowie Großaufträge mit eigenen Mitarbeitern abwickeln zu können.

Alle Dienstleistungen können wir zukünftig aus einer Hand anbieten.

KÄLTE·KLIMA·ELEKTRO·LICHT·LUFT

Gildenstraße 2a

48157 Münster

Tel. 02 51/9 87 20-0

Fax 02 51/9 87 20-33

info@herber-petzel.de

www.herber-petzel.de

Vestisches Handwerk 13


Reportage und Hintergrund

so einfach neben der Arbeit zu schaffen. Denn der Betrieb

muss ja auch immer weiterlaufen“, erzählt Knebel.

Die Chancen von Burak stehen nicht schlecht.

Schafft er das Jahr, kann er zumindest seinen Hauptschulabschluss

in der Hand halten. Damit Burak seinen Abschluss

schafft, tauscht sich Detlev Knebel mit den Lehrern

der Schule regelmäßig aus. Um Probleme mit dem

„Was kommt nach der Schule?“

Keine leichte Frage. Um darauf eine Antwort zu finden,

haben Lehrer der Rosa-Parks-Schule zum neunten

Mal die Zukunftswerkstatt organisiert. Schüler

der achten bis zehnten Klassen und der Oberstufe

aller Hertener Schulen soll die Berufswahl dadurch

einfacher gemacht werden. Peter Hestermann, Koordinator

der Zukunftswerkstatt, erklärt: „Ziel ist es,

dass die Jugendlichen die beruflichen Anforderungen

besser kennenlernen und ihre eigenen Stärken und

Kompetenzen entdecken, um sich besser beruflich

orientieren zu können.“ Damit das gelingt, stellen am

Samstag, 7. Februar, zwischen 10 und 15 Uhr verschiedene

Unternehmen ihre Branchen vor. Nicht nur

durch Informationsbroschüren sollen die Schüler die

Berufe näher kennenlernen, vor allem auch in Workshops

zur Berufswahlvorbereitung und Berufsorientierung

einen Einblick in die verschiedenen Bereiche

eines Berufs bekommen.

Interessierte Handwerksbetriebe, die gerne ihren

Beruf und die Ausbildungsmöglichkeiten vorstellen

möchten, können sich bei Koordinator Peter Hestermann

melden.

Unterrichtsstoff kümmert sich dann eben auch mal Chef

Knebel. In der Schule bleibt den Schülern hingegen genug

Zeit, über die Arbeit im Betrieb und Probleme dort

zu sprechen. Wichtig ist, dass alle Schüler ihren Abschluss

schaffen. Wenn auch nicht mit einem Einser-Durchschnitt.

„Nicht die Schüler mit den besten Zeugnissen sind die

besseren Handwerker, sondern die, denen die Arbeit wirklich

Spaß macht“, sagt Detlev Knebel. Und wenn Burak

gute Arbeit leistet, sich anstrengt und durchhält, dann

kann er sogar auf einen Ausbildungsplatz hoffen. Vielleicht

nicht bei Detlev Knebel, aber bestimmt in einem anderen

Maler- und Lackiererbetrieb. Denn ein gutes Zeugnis, das

wird ihm Knebel dann mit auf den Weg geben.

Zwischendurch schaut Detlev Knebel auch noch mal genau hin. Hier ist Burak beim Vorstrich.

Detlev Knebel: „Wenn ich

Verantwortung übernehme,

dann auch richtig.“

Infotipp

Malerbetrieb D. Knebel

Detlev Knebel

Reginaweg 4

45892 Gelsenkirchen

Tel.: 02 09 / 61 11 18

Rosa-Parks-Schule

Peter Hestermann

Fritz-Erler-Straße 2-4

45699 Herten

Tel.: 0 23 66 / 30 37 20

www.rps-herten.de

14 Vestisches Handwerk Dezember 2008 Nr. 12


Was genau ist „kurzfristig“?

Worauf Betriebsprüfer achten

Die Frage: Demnächst steht bei uns

eine Betriebsprüfung an – und dem

Chef ist ziemlich flau im Magen. Er

hat gehört, dass gerade bei kurzfristig

beschäftigten Aushilfen derzeit

besonders genau hingeschaut wird.

Genau solche Mitarbeiter beschäftigen

wir aber häufig. Worauf schaut

der Prüfer besonders?

Unser Tipp: Da Sie für sogenannte

kurzfristig beschäftigte Aushilfen keine

Sozialversicherungsbeiträge abführen

müssen, sehen die Prüfer der Sozialversicherung

bei diesen Mitarbeitern

besonders genau hin, ob die Kurzfristigkeit

korrekt beurteilt wurde. Dazu

gibt es einen aktuellen Fall:

Eine Gesellschaft bürgerlichen

Rechts (GbR) musste nach einer Betriebsprüfung

für ihre Aushilfen insgesamt

4.976,06 Euro an Sozialversicherungsbeiträgen

nachzahlen. Sie

wehrte sich und bekam vor dem Sozialgericht

(SG) Dresden überraschend

Recht (Urteil vom 14.11.2007, AZ:

S 15 KR 360/05)! Das Unternehmen

beschäftigt insgesamt 49 Mitarbeiter

als Aushilfen in der Prospektverteilung.

Die Mitarbeiter werden nur im

Krankheitsfall oder bei Auftragsspitzen

eingesetzt. Dabei sorgt die Arbeitgeberin

dafür, dass keine der Aus-

Z U K U N F T S Z E N T R U M . H E RT E N

Nr. 12 Dezember 2008

hilfen an mehr als 50 Arbeitstagen

pro Jahr arbeitet.

Für die Mitarbeiter als kurzfristig

Beschäftigte führte man keine

Sozialversicherungsbeiträge ab. Das

Problem dabei: Die Aushilfen sind auf

unbestimmte Zeit eingestellt. Genau

hier hakte der Sozialversicherungsträger

dann auch ein. Die Arbeitgeberin

habe die Mitarbeiter länger als ein

Jahr ohne Unterbrechung durchgängig

beschäftigt. Bei den abgeschlossenen

Verträgen handle es sich um

Rahmenarbeitsverträge. Diese dürften

für die Sozialversicherungsfreiheit

aber höchstens befristet für ein Jahr

vereinbart werden.

Ab dem zweiten Beschäftigungsjahr

arbeiteten die Mitarbeiter

daher regelmäßig und deshalb nicht

mehr kurzfristig. Das Sozialgericht

sah dies jedoch anders: Weder die

Das ZukunftsZentrum Herten

genaue Anzahl noch das Datum der

Arbeitseinsätze sei bei den Aushilfen

vorhersehbar. Anhaltspunkte für einen

Rahmenarbeitsvertrag gebe es keine.

Regelmäßigkeit scheide deshalb aus.

Da die Arbeitstage von vornherein

auf weniger als 50 Arbeitstage pro

Jahr angelegt waren, seien die Aushilfen

sozialversicherungsfrei kurzfristig

beschäftigt gewesen. Denn in

den Geringfügigkeitsrichtlinien der

Sozialversicherungsträger heißt es

ausdrücklich: „Werden Arbeitnehmer

wiederholt von ein und demselben

Arbeitgeber beschäftigt, ohne dass

ein Rahmenarbeitsvertrag besteht,

liegt eine regelmäßige Beschäftigung

so lange nicht vor, als im

laufenden Kalenderjahr die

Zeitgrenze von 50 Arbeitstagen

nicht überschritten

wird.“

Ein Dienstleistungs zentrum für innovative Jung unter nehmer

und eine Keimzelle für zukunfts fähige Technologien

Raumangebot

Das ZZH verfügt mit seinen Büro-, Labor-,

Werkstatt- und den Technikumbereichen

über ein hochspezialisiertes Raumprogramm.

Die insgesamt vermietbare ZZH-Fläche

umfasst 3.400 m 2 .

Aufgaben

Den Aufgabenschwerpunkt

im ZZH bildet die Umwelt technologie.

Die technolo gischen Arbeitsfelder der

angesiedelten Unternehmen beinhalten:

• Zukunftsenergien

• Brennstoffzellenentwicklung

• Umwelttechnik

• Mikroelektronik und IT

Kontakt

ZukunftsZentrum Herten · Konrad-Adenauer-Str. 9-13 · Telefon: 0 23 66/305-0

Fax: 0 23 66 /3 05-100 · E-Mail: @herten.de · Internet: www.zzh-herten.de

Recht & Finanzen

Das Bürgerliche Gesetzbuch

in der aktuellen

Ausgabe.

Infotipp

KH-Rechtsabteilung

Ass.jur. Petra Föhn

Tel.: 0 23 61 / 9 04 19 55

Vestisches Handwerk 15


Innungen heute

Das sind die angesagten

Farben in Herbst und

Winter.

Der Trend: Auffallend schön

Vestische Friseur-Innung zeigt die Frisuren von morgen

Hätten Sie’s gewusst? Das Friseurhandwerk

liegt in der bundesweiten

Beliebtheitsskala der Handwerksberufe

auf dem 2. Platz. Im Vest haben

sich im vergangenen Jahr 89 Jugend -

liche für diesen Beruf entschieden. Für

160 Innungsbetriebe in unserer Region

ist die Vestische Friseur-Innung in

vielen Fragen der Ansprechpartner

Nummer 1.

Eine absolute Erfolgsgeschichte.

Warum dieser Beruf so viel

Anziehungskraft ausübt, das konnten

knapp 80 Besucher in den Überbetrieblichen

Ausbildungsstätten auf

schönste Art und Weise erleben. Hier

hat die Innung mit Hilfe von Auszubildenden

und Schülern die künftigen

Herbst- und Wintertrends präsen-

tiert. Der stellvertretende Obermeister

Frank Geuss erklärt: „Es wird alles

auffallend schön und geradlinig.“ Und

er hat Recht. Die acht Jugendlichen

auf dem Laufsteg leisteten tolle Model-Arbeit,

zeigten „Rockstyle“ – das

sieht aus wie eine Mischung aus James

Dean und Sean Penn – oder „Geo-

Style“. Das ist ein Pagenkopf mit Extensions

in Crazy Pink und Pastellrosa.

Das Vestische Handwerk war mit dabei

und zeigt Ihnen, liebe Leserinnen

und Leser, die schönsten Motive.

Infotipp

Vestische Friseur-Innung

Innungsbetreuer Peter Kempen

Tel.: 0 23 6 / 48 03 11

Gute Vorbereitung ist die halbe

Frisur. Der Blick hinter die Kulissen.

Auch die Ausbildungsmeisterin

Bärbel Heuser (ob.) lässt sich die

Haare machen. Die Auszubildenden

(l.) hören aufmerksam zu.

16 Vestisches Handwerk Dezember 2008 Nr. 12


Nr. 12 Dezember 2008

Der stellvertretende

Obermeister Stefan Bohle

(l.) moderiert die Frisurenschau.

Sarah Stuhl (r.) hat Extensions

in Crazy Pink und

Pastellrosa.

Tribals (l.) sind schwer angesagt.

Olaf Klug (r.) trägt

„Rockstyle“.

Innungen heute

Vestisches Handwerk 17


Innungen heute

Hans-Walter Bugzel einstimmig zum Kreishandwerksmeister gewählt

Das „Parlament“ des Vestischen Handwerks ist sich in den Personalfragen einig

Es gab keinen Gegenkandidaten

und das Wahlergebnis zum Kreishandwerksmeister

war einstimmig: Bei

diesem eindeutigen Vertrauensbeweis

Das Führungsteam der Kreishandwerkerschaft: v.l. Kreishandwerksmeister

Hans-Walter Bugzel, Verwaltungsleiter Dr. Frank

Bruxmeier und die stellvertretenden Kreishandwerksmeister Theo

Ribbrock, Dieter Schnabel und Jürgen Kessen.

Obermeister ist und bleibt Johannes Erwig

Dorstener Tischler haben gewählt

Seit 1999 ist Johannes Erwig aus Altendorf-Ulfkotte

Obermeister der

Dorstener Tischler-Innung. Und er

bleibt es für die kommende Amtszeit.

So wollen es die Innungsmitglieder

und haben entsprechend auf der

Wahlversammlung gestimmt. Ebenso

im Amt bleiben seine Stellvertreter

Detlev Stoffel, Kai Amerongen, Georg

Förster und Bernhard Cosanne jun.

Klaus Dieter Grütering ist weiterhin

der Lehrlingswart und gemeinsam mit

Markus Stoffel Meisterbeisitzer im

Gesellenprüfungsausschuss.

Infotipp

Tischler-Innung Dorsten

Innungsbetreuerin

Marie-Luise Münch

Tel.: 0 23 61 / 48 03 20

Obermeister der Dorstener

Tischler-Innung: Johannes

Erwig.

seiner Kollegen fehlten Hans-Walter

Bugzel fast schon ein wenig die Worte:

„Mit einem solchen Wahlergebnis

habe ich nicht gerechnet. Ich freue

mich, dass meine Arbeit der letzten

drei Jahre so überzeugte“, sagte der

Elektromeister aus Westerholt. Ebenso

einstimmig gewählt wurden seine

Stellvertreter Jürgen Kessen, Theo

Ribbrock und Dieter Schnabel. Auch

der Vorstand und der Kreislehrlingswart

wurden ohne Gegenstimmen

bestätigt. Neu dabei sind die Vorstandsmitglieder

Ralf Müller und Jochen

Griese.

Hans-Walter Bugzel: „In meiner

nun beginnenden zweiten Amtszeit

möchte ich noch stärker als bisher

die Position des Handwerks in

der Öffentlichkeit vertreten. Die beginnende

Finanzkrise zeigt es doch

deutlich: Nur mit einer soliden Qualitätsarbeit

kann man sich auf dem

Markt behaupten. Dafür steht unser

Wirtschaftszweig. Dies muss noch

stärker als bisher in das Bewusstsein

der Menschen. Schließlich sind wir

unter anderem der Ausbilder Nr. 1 in

Deutschland.“

Der alte und neue Kreishandwerksmeister:

Hans-Walter Bugzel.

Insgesamt gehören 38 Vertreter

der einzelnen Handwerke der

Mitgliederversammlung – dem „Parlament“

– des Vestischen Handwerks

an. Es ist das oberste Beschlussgremium

der Kreishandwerkerschaft

Recklinghausen.

Infotipp

Kreishandwerkerschaft

Recklinghausen

Dortmunder Straße 18

Tel.: 0 23 61 / 4 80 30

18 Vestisches Handwerk Dezember 2008 Nr. 12


Die Bäcker

sind „drin“

Mit eigener Homepage

Es gehört heute einfach zum guten

Ton, eine eigene Internetseite zu

haben. Die Bäckerinnung Recklinghausen

hat jetzt den Schritt in die

virtuelle Realität gewagt.

Unter www.baeckerinnung-recklinghausen.de

finden Sie unter anderem

Informationen über die Innung selbst,

über die Ausbildung, über Aktivitäten,

eine Chronik, Bilder vom Vorstand und

einen Serviceteil für Verbraucher.

Im Mittelpunkt stehen hier

tolle Rezepte. So gab es passend zur

Weihnachtszeit ein Christstollenrezept

nach Dresdner Art. Wie lecker

der ist, das hat dann Obermeister Michael

Martin zum Start der Internetseite

gleich selbst unter Beweis gestellt.

Und einen Stollen serviert.

Infotipp

Bäckerinnung Recklinghausen

Innungsbetreuer Dr. Frank Bruxmeier

Tel.: 0 23 61 / 4 80 30

www.bäckerinnung-recklinghausen.de

Flexibel, transparent und sicher

Schutz durch intelligente Technik – zu jeder Zeit gefragt

Die Firma Bollrath präsentierte auf

der Messe „security Essen“ neben

Hochtechnologie im Fenster und

Fassadenschutz auch Schlosstechnik

aus früheren Jahrhunderten.

Das Waltroper Unternehmen zeigte

auf der weltgrößten Messe für Sicherheitstechnik

seine einbruchs-,

beschuss- und explosionshemmenden

Fenster- und Fassadensysteme. Unter

dem Markennamen „Proforce“ wurde

gemeinschaftlich mit europäischen Firmen

und Forschungsinstituten dieses

Sicherheitssystem entwickelt, um dem

gestiegenen, auch terroristischen, Bedrohungspotenzial

zu begegnen.

Bollrath blickt auf eine über

100-jährige Firmentradition im Stahl-

und Metallbau zurück und verbindet

damit umfangreiches Know-how im

Bereich mechanischer Sicherheit. So

werden neben Geländern, Toren und

Carports auch Fenster und Türen für

Nr. 12 Dezember 2008

Obermeister

Michael Martin.

Obermeister Fritz Gerke,

Ehrenobermeister Hans-

Gerd Bönike, Hubert

Steins mit Hannelore und

Heinz Steins.

Privat- und Geschäftskunden hergestellt.

Das Bedürfnis nach Schutz für

Personen und Eigentum hat es zu allen

Zeiten gegeben, davon zeugen

Schlösser, die schon von Ägyptern

und Griechen rund 5.000 Jahre v.

Chr. eingesetzt wurden. Bestanden die

Riegel zunächst aus Holz, später aus

Bronze, so erlebte das Handwerk des

Schlossers mit kunstvoll hergestellten

Tür- und Truhenbändern und ausgetüftelten

Schließmechanismen seine

Blütezeit im 16. bis 18. Jahrhundert.

Erst mit Beginn der Industrialisierung

und der Massenfertigung beginnt das

Schloss zu einem Artikel für jedermann

und jede Anwendung zu werden.

Die Faszination für das alte

Kunsthandwerk hat Franz Wilhelm

Schäferhoff aus Waltrop seit seiner

Lehrzeit in der Firma Bollrath und

den vielen Jahren als Gewerbelehrer

an der Berufsschule bis heute nicht

Die Krönung des Berufslebens

Goldener Meisterbrief für Heinz Steins

Ehre, wem Ehre gebührt. In einer kleinen,

persönlichen Feierstunde überreichte

Fritz Gerke, Obermeister der

Fachinnung Dach + Wand, den Goldenen

Meisterbrief an Heinz Steins.

Im Beisein von Familie und Ehrenobermeister

Hans-Gerd Bönike feiert das

langjährige Vorstands- und Innungsmitglied

dieses krönende Ereignis seines

Berufslebens im großen Sitzungszimmer

der Kreishandwerkerschaft

Recklinghausen.

losgelassen. Als erster Auszubildender

von Clemens Bollrath fertigte er

1957 als Gesellenstück ein Kastenschloss

an, das später Anstoß zu seiner

Sammelleidenschaft geben sollte.

Seit 1972 trägt er Schlösser aus aller

Welt zusammen, die er mit viel Liebe

zum Detail restauriert und funktionsfähig

macht. Das älteste Schloss seiner

inzwischen knapp 300 Exponate

umfassenden Sammlung stammt aus

dem 13. Jahrhundert.

Als Brücke zwischen alter und

neuer Technik stellte Franz Schäferhoff

auf dem Stand der Firma Bollrath

dem interessierten Publikum 20 seiner

kostbaren Sammlerstücke vor.

Infotipp

Bollrath GmbH

Sandstraße 37, 45731 Waltrop

Tel.: 0 23 09 / 9 63 20

Zu den ersten Gratulanten gehörte

neben Ehefrau Hannelore auch

Sohn Hubert Steins, der das 1899 gegründete

Unternehmen heute in der

dritten Generation führt.

Infotipp

Fachinnung Dach + Wand

Monika Blankenburg

Tel.: 0 23 61 / 4 80 30

Innungen heute

Sicherheitstechnik made

in Waltrop: schlicht und

unauffällig.

Vestisches Handwerk 19


Innungen heute

Meisterbetriebe im Friseurhandwerk werden besser geschützt

Die Vestische Friseur-Innung hat die Mitgliederversammlung des Innungsverbandes zu Gast

Auf Einladung der Vestischen Friseur-

Innung tagten die insgesamt 60 Delegierten

der 31 Friseur-Innungen aus

Westfalen-Lippe im Hotel Seehof in

Haltern am See. Neben den üblichen

Regularien hat die Versammlung einstimmig

den Beschluss gefasst, ab

2009 mit dem Innungsverband Friseur

und Kosmetik Nordrhein aus Köln zum

Friseur- und Kosmetikverband Nordrhein-Westfalen

zu fusionieren. Der

neue Verband mit Sitz in Dortmund

betreut jetzt 52 Friseur-Innungen mit

etwa 6.200 Mitgliedsbetrieben und

ist damit mit Abstand der größte Landesverband

im Bundesgebiet.

Auf Initiative von Peter Klein, Obermeister

der Vestischen Innung, hat

die Mitgliederversammlung darüber

hinaus einstimmig eine Resolution

verabschiedet, die darauf hinwirken

soll, dass die Erteilung von Ausnahmebewilligungen

zur Führung von Friseurunternehmen

durch die Handwerkskammern

künftig strenger gehandhabt

wird. Damit sollen die hohe Qualität

der bestehenden Friseurbetriebe mit

Meisterprüfung gestärkt und Verbraucher

vor negativen Erfahrungen mit

nicht ausreichend qualifizierten Betrieben

stärker geschützt werden.

Mitgliederversammlung

des Innungsverbandes

des Friseurhandwerks

Westfalen-Lippe in Haltern

am See. Rechts im Bild:

Verbandsvorsitzender Olaf

Kraußlach.

Geehrt wurden die Teilnehmer des

westfälisch-Iippischen Friseurverbandes

an der Landesmeisterschaft der

Friseure NRW im vergangenen September

in Hamm sowie an der Deutschen

Meisterschaft der Friseure im

Oktober in Nürnberg. Dabei konnten

Akteure aus dem Verband Westfalen-

Lippe drei Meistertitel erringen und

machten ihn damit zum erfolgreichsten

Verband Deutschlands.

100 Preise, 1.000 Euro Spende

Elektro-Innung Recklinghausen übergibt Geld an die „Kleine Oase“ in Datteln

Wenn Elektriker feiern, fliegen

die Funken. Mit vielen guten

Ideen garnierte die Elektro-Innung

Recklinghausen die Feierlichkeiten zu

ihrem 75. Geburtstag. 100 Preise organisierte

die Vorstandsmannschaft

um Obermeister Hans-Walter Bugzel

für die Tombola auf der Jubiläumsfeier

im Recklinghäuser Haus Bergedick.

120 geladene Gäste kauften Lose für

einen guten Zweck: Den Erlös, immerhin

stolze 1.000 Euro, überreichten

die stellvertretenden Obermeister

Thomas Kluwe und Eberhard Meier

an Schwester Georgia von der ,,Kleinen

Oase”.

Die Dattelner Einrichtung

bietet schwerstbehinderten Kin-

dern und Jugendlichen ein Zuhause

auf Zeit, während Väter und Mütter

sich selbst erholen. „Ich kenne keine

vergleichbare Institution im Vest

Infotipp

Recklinghausen“, weiß Thomas Kluwe

die Spende gut angelegt. Schwester

Georgia will die 1.000 Euro in neues

Spielzeug investieren.

Fred Petri

Geschäftsführer Innungsverband des

Friseurhandwerks Westfalen-Lippe

Deggingstraße 16, 44141 Dortmund

Tel.: 02 31 / 52 76 15

Vestische Friseur-Innung

Innungsbetreuer Peter Kempen

Tel.: 0 23 61 / 48 03 11

Die Obermeister

Thomas Kluwe (r.) und

Eberhard Meier überbringen

die Spende der

Elektro-Innung an

Schwester Georgia von

der ,,Kleinen Oase”.

20 Vestisches Handwerk Dezember 2008 Nr. 12


Josef Ambrozy ist „Mister Kontinuität”

Dorstener Elektriker bestätigen Obermeister in seinem Amt

Mit einem einstimmigen Ergebnis ist

der Dorstener Elektromeister Josef

Ambrozy für weitere drei Jahre zum

Obermeister gewählt worden. Ambrozy

steht jetzt bereits seit zwölf Jahren

an der Spitze der Elektromeister

Die neue Vorstandsmannschaft der Dorstener Innung für Elektrotechnik:

v.l. Franz-Josef Sprenger, Karin Kleine-Schulte, Ludger Schulte-Althoff, Josef

beidseits der Lippe und des Kanals.

„Ich werde mich auch weiterhin ruhig

und besonnen für die Interessen meines

Handwerks einsetzen“, verspricht

der Obermeister nach seiner Wahl.

Ihm ist es wichtig, die Innungsarbeit

auch in Zeiten der schlechter werdenden

wirtschaftlichen Rahmenbedingungen

zu stärken. Neu im Amt als

stellvertretende Obermeisterin ist Karin

Kleine-Schulte. Die Unternehmerin

wurde ebenfalls einstimmig gewählt.

Damit bekleidet zum ersten Mal eine

Frau dieses wichtige Amt. „Das ist ein

klares Zeichen für die Modernität und

Veränderungsbereitschaft

der organisierten Elektriker“,

sagt Obermeister Ambrozy.

Den Vorstand komplett machen

Franz-Josef Sprenger,

Ludger Schulte-Althoff und

Victor Stojanovic.

Ambrozy ly M7 A6 und hoch Victor 4c Reckling:rz Stojanovic. M07 A6 hoch 1C bochum 19.08.2008 14:39 Uhr Seite 1

Typisch IKK:

die Familienkasse

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denn so was? Bei der Vereinigten IKK in Recklinghausen,

Herzogswall 4, 45657 Recklinghausen.

Mehr Infos unter: 0 23 61.18 09-0

Nr. 12 Dezember 2008

www.vereinigte-ikk.de

www.signal-iduna.de

Infotipp

Innungen heute

Dorstener Innung für Elektrotechnik

Innungsbetreuerin

Marie-Luise Münch

Tel.: 0 23 61 / 48 03 20

Die „Rürup-Rente“.

Attraktive Vorsorge für selbstständige

Handwerker!

Die „Rürup-Rente“ ist für

den selbstständigen

Handwerker die ideale

Möglichkeit, eine lebenslange

Altersvorsorge aufzubauen.

Das Finanzamt unterstützt

Sie dabei: Ledige

können bis zu 20.000

EUR (Verheiratete

40.000 EUR) pro Jahr für

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geltend machen.

Gemeinsam mit unserem

Partner, der berufsständischen

SIGNAL IDUNA

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entsprechende Produkte

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� Pfändungssicherer

Aufbau einer staatlich

geförderten lebenslangen

Altersvorsorge.

� Der Einschluss von Invaliditäts-

und Hinterbliebenenleistungen

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� Je nach Produktwahl

erfolgt keine Gesundheitsprüfung.

� Die „Rürup-Rente“ ist

„Hartz IV“ geschützt.

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Generalagentur

Thomas Forell

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45665 Recklinghausen

Telefon (0 23 61) 48 53 57

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Vestisches Handwerk 21


Meister von morgen

Paul-Gerhardt-Schüler sind heiß auf den Beruf

Berufswahlvorbereitung in Zusammenarbeit mit der KH

Einblick in das Tischlerhandwerk:

Schüler testen die Arbeit mit Holz.

Damit die Berufswahl leichter wird,

haben sich Hauptschüler die überbetrieblichen

Lehrwerkstätten genauer

angesehen.

Die Kreishandwerkerschaft

Recklinghausen führt bereits seit einigen

Jahren zusammen mit der Paul-Gerhardt-Hauptschule

in Oer-Erkenschwick

das Projekt der Berufswahlvorbereitung

durch. So hatten im vergangenen

Oktober 24 Schüler der Klasse 10 die

Möglichkeit, zwei unterschiedliche Berufe

in Theorie und Praxis kennenzu-

lernen. Alle Schüler erhielten ein großes

Lob von den Ausbildern, da sie

sehr interessiert und motiviert in die-

„Meisterschule ist Unternehmerschule“

Urkunde der Handwerkskammer Münster für 1.431 Handwerker

Der Meisternachwuchs im Handwerk

setzt auf Qualität und Leistung.

1.431 Handwerker, die im Oktober

bei der Meisterfeier der Handwerkskammer

Münster den Meisterbrief

erhalten haben, sind „ein Beweis dafür,

dass die Meisterqualifikation weiter

hoch im Kurs steht“, betonte der

Präsident der Kammer, Hans Rath.

Das zeige sich auch bei den Teilnehmerzahlen

in den Lehrgängen. Im Jahr

2008 bereiteten sich im Handwerkskammer-Bildungszentrum

in Münster

bisher 1.756 Gesellinnen und Gesellen

(Stand: 30. September) auf die

Meisterprüfung vor. Die seit 2004

wieder steigende Tendenz wertet

Rath als Beweis für die Attraktivität

der Meisterqualifikation. Die Reform

der Handwerksordnung habe damals

verunsichert. Es sei aber zu erkennen,

dass das Interesse an der Qualifikation

auch in den nicht-meisterpflichtigen

Berufen wieder zunehme.

Den guten Ruf der Handwerkskammer

Münster als „Meisterschmiede“

bestätigen folgende Zahlen:

Von den 1.233 neuen Meistern

und 198 neuen Meisterinnen kommen

335 aus NRW-Regionen außerhalb

134 neue Meister aus dem Vest

Vom 26. Oktober 2006 bis zum

20. Oktober 2008 haben 198 Handwerkerinnen

und 1.233 Handwerker

vor den Meisterprüfungsausschüssen

der Handwerkskammer Münster

ihre Meisterprüfung erfolgreich abgelegt.

Sie erhielten auf der Meisterfeier

am 26. Oktober in der Halle

Münsterland den Meisterbrief.

874 Meister kommen aus dem Kammerbezirk

Münster (Münsterland

und Emscher-Lippe-Region), 335

aus anderen Regionen in Nordrhein-

Die Ausbildung zum Meister steht

für Qualität im Handwerk.

Westfalen und 222 aus anderen

Bundesländern. Das Durchschnittsalter

der neuen Meister liegt bei

28 Jahren und ist damit seit 2006

konstant. Der jüngste Meister ist 19

Jahre alt (Fleischermeister Ingo Woltering

aus Drensteinfurt), ältester

Prüfungsteilnehmer ist der Maurer-

und Betonbauermeister Bernhard

Nabbe aus Münster (55 Jahre).

Die größte Zahl an erfolgreich abgeschlossenen

Meisterprüfungen

ses Projekt eingestiegen sind. Das Ziel

dieser Maßnahme ist es, sich nicht nur

in seinem ersten Berufswunsch zu informieren,

sondern auch andere Berufe

kennenzulernen. So haben die Teilnehmer

wichtige Tipps von den Ausbildern

wie Adressen von Ausbildungsfirmen

und Praktikumsplätzen erhalten. Das

Fazit: Dieses Jahr wird das Projekt wieder

durchgeführt.

Infotipp

Kreishandwerkerschaft

Recklinghausen

Tel.: 0 23 61 / 4 80 30

gibt es in folgenden Handwerksberufen:

198 Kraftfahrzeugmechatroniker

(eine Meisterin), 141 Elektrotechniker

(eine Meisterin), 132

Installateure und Heizungsbauer,

86 Tischler (eine Meisterin).

In folgenden Handwerksberufen

gibt es sehr viele neue Meisterinnen:

92 Friseurinnen (5 Meister),

34 Zahntechnikerinnen (52 Meister),

16 Gold- und Silberschmiedinnen

(7 Meister).

22 Vestisches Handwerk Dezember 2008 Nr. 12


des Kammerbezirks, 222 sogar aus

anderen Bundesländern.

Der Handwerksunternehmer

trage Verantwortung für den Betrieb

und für seine Mitarbeiter und setze

sich auch für deren berufliche Zukunft

ein. Deshalb fielen Entscheidungen in

den meist familiengeführten Unter-

nehmen nie leichtfertig, sondern immer

auch mit realistischem Blick auf

das wirtschaftliche und auf das gesellschaftliche

Umfeld. Verantwortung zu

übernehmen für eigenes Tun sei immer

auch Ausdruck des Respekts vor

anderen, betonte Rath vor den insgesamt

rund 3.500 Teilnehmern der

Meisterfeier, darunter zahlreiche Gäste

aus allen Bereichen des öffentlichen

Lebens. Das Prinzip Verantwortung,

Ihr kompetenter Partner für

� Mitarbeiterschulungen im Handwerk

� Prüfungsvorbereitung für Auszubildende

� Seminare zur beruflichen Bildung

� Qualifizierung und Arbeitsvermittlung

� und vieles mehr

Nr. 12 Dezember 2008

wie es im Mittelstand zu finden sei,

müsse in allen Bereichen wieder zum

Grundprinzip des Wirtschaftens gemacht

werden.

„Meisterschule ist Unternehmerschule“,

unterstrich Hans Rath –

und das belegte der Hauptgeschäftsführer

der Kammer, Hermann Eiling,

mit Zahlen aus der Existenzgründung

zwischen 2004 und Mitte 2008. In

diesem Zeitraum wurden 2.734 Betriebe

gegründet, deren Inhaber über

keine fachliche Qualifikation für das

von ihm ausgeübte Handwerk verfügte.

Von diesen Betrieben sind nur

noch 62 Prozent am Markt. In den

meisterpflichtigen Berufen gab es

3.362 Existenzgründungen. Hier sind

noch 78 Prozent der Betriebe aktiv.

Wir haben auch das passende Angebot für Sie!

Weitere Informationen unter www.bzdh.de!

Wir beraten Sie gerne!

Wickingplatz 2-4 � 45657 Recklinghausen

Tel.: 02361 4806-0 � Fax: 02361 4806-999

E-Mail: info@bzdh.de � Internet: www.bzdh.de

Die Meisterschule ist das

Fundament für ein eigenes

Unternehmen.

Regionale Verteilung

Die neuen Meisterinnen und

Meister innerhalb des Regierungsbezirks

Münster

Kreis Borken 223

Kreis Coesfeld 117

Kreis Recklinghausen 134

Kreis Steinfurt 136

Kreis Warendorf 119

Stadt Bottrop 12

Stadt Gelsenkirchen 30

Stadt Münster 103

Existenzgründer mit fachlicher Qualifikation

hätten eine deutlich größere

Chance, am Markt zu bestehen, als

Gründer ohne Kenntnisse in den von

ihnen ausgeübten Berufen. Fachliche

und kaufmännische beziehungsweise

betriebswirtschaftliche Kenntnisse

seien die wesentliche Grundlage für

eine Betriebsgründung oder -übernahme.

Solche Kenntnisse würden in

den Meisterschulen des Handwerks

vermittelt. Damit hätten Meister eine

gute Wissensbasis für Gründungen.

Den neuen Meisterinnen und

Meistern empfahl er, auf der Basis

ihrer soliden Qualifikation auch die

Chancen zu nutzen, die das Handwerk

in einem immer mehr zusammenwachsenden

Europa habe.

Infotipp

Meister von morgen

Handwerkskammer Münster

Bismarckallee 1, 48151 Münster

Tel.: 02 51 / 5 20 30

§ KANZLEI GROMNITZA §

§

Wilhelmstraße 2, 45699 Herten

Telefon: 0 23 66 / 3 10 31, Telefax: 0 23 66 / 8 62 76

info@geissdoerfer-pp.de

FRANK GROMNITZA

RECHTSANWALT

Fachanwalt für Verkehrsrecht, Familienrecht

Weitere Schwerpunkte: Werkvertragsrecht,

Miet- und Wohneigentumsrecht

ROLF GEIßDÖRFER †

RECHTSANWALT UND NOTAR a.D.

Vestisches Handwerk 23


Rat & Service

Der billigste Strom ist der gesparte!

Energie-Effizienzpotenziale im Handwerk

Energiegewinnung und Energienutzung

wirken sich fördernd und zugleich

auch hemmend auf Betriebe

und ganze Volkswirtschaften aus.

Inzwischen muss davon ausgegangen

werden, dass dieser Zusammenhang

die wirtschaftlichen Probleme der

vergangenen Monate und Jahre zwar

nicht verursacht, zumindest aber

doch verstärkt hat.

Der Ausweg aus der Krise des Wohlstandes

– die längst eine weltweite

und nicht mehr nur eine bundesdeutsche

Krise ist – ist eng gekoppelt an

die Frage: Wie bewältigen wir diese

gegenwärtigen energetischen Herausforderungen?

Angesichts der derzeitigen

Rahmenbedingungen erscheint das

Ziel „Preisstabilität“ mit dem Wirtschaftsgut

„Energie“ nur schwer realisierbar.

Dringend benötigt werden

deshalb Maßnahmen zur Verbrauchsverminderung

und gleichzeitig die Erhöhung

der Energieeffizienz.

Energieeffizienz wirkt sowohl

auf der Angebotsseite, beispielsweise

durch höhere Wirkungsgrade von

Kraftwerken, als auch auf der Nachfrageseite

durch Reduktion des Endenergieverbrauchs.

Häufig wird die

Energieeffizienz vergessen, wenn nach

Einsparmöglichkeiten im Betrieb gesucht

wird. Dabei sind die betrieblichen

Einsparpotenziale durch Energieeffizienz

auch im Handwerk enorm.

Bei der Erzeugung und Nutzung von

Prozesswärme lässt sich beispielsweise

der Energieverbrauch durch den

Einsatz von Effizienztechnologie im

Schnitt um 20 Prozent senken. Bei

Druckluftanwendungen helfen bereits

einfache Maßnahmen. So sollten Leckagen

dringend vermieden werden.

Eine Leckage mit einem Durchmesser

von einem Millimeter (bei acht Bar

und zehn Cent/kWh) führt zu vermeidbaren

Energiekosten von über

550 Euro pro Jahr. Weitere Einsparpotenziale

lassen sich in Handwerks-

Die Birne macht es aus: Bis

zu 15 Prozent der Kosten

können gespart werden.

Mit richtigem Verhalten

kann in Betrieben viel

Energie eingespart werden.

betrieben auch bei der Nutzung von

Elektromotoren (durchschnittlich

20 %), der Erzeugung/Verteilung von

Raumwärme und Warmwasser (20 %),

bei der Nutzung von Pumpen/Absauganlagen

(20 %), Ventilatoren (18 %)

und Beleuchtung (15 %) erschließen.

Auch in den Büros, die in der

Regel einer Werkstatt angeschlossen

sind, verbergen sich ungezügelte

Ener gieverbraucher. Bei Anschaffungen

wie Kopierer oder Drucker sollte

darauf geachtet werden, dass das

Gerät mit einer Stromsparfunktion

ausgestattet ist. Amortisationszeiten

für Investitionen haben sich derart reduziert,

dass mittlere investive Maßnahmen

sich heute vergleichsweise

schnell rentieren. Inzwischen rechnet

sich zum Beispiel die Optimierung der

Beleuchtung bereits innerhalb eines

Kalenderjahrs.

Letztlich zählt im Handwerksbetrieb

auch der „Faktor Mensch“.

Allein durch angemessenes Nutzerverhalten

lassen sich – ganz ohne

Investition – durchschnittlich 15 Prozent

der Energiekosten einsparen!

Infotipp

EnergieAgentur.NRW

Prof. Dr. Norbert Hüttenhölscher

Haroldstraße 4

40213 Düsseldorf

Tel.: 02 11 / 86 64 20

24 Vestisches Handwerk Dezember 2008 Nr. 12


Neue Chance – auch für Sie

Förderung von Langzeitarbeitslosen mit hohen Zuschüssen

Wenn Sie langzeitarbeitslose Personen

sozialversicherungspflichtig beschäftigen,

dann geben Sie nicht nur

ihnen eine neue Chance. Durch einen

höheren Zuschuss lohnt es sich

auch für Sie. Das macht ein neuer

Passus im Zweiten Sozialgesetzbuch

möglich.

Zum 1. Oktober 2007 hat das Bundesministerium

für Arbeit und Soziales

ein neues Förderinstrument eingeführt,

um für Langzeitarbeitslose

mit Vermittlungseinschränkungen eine

neue sozialversicherungspflichtige

Beschäftigungsperspektive (ohne Arbeitslosenversicherung)

zu schaffen.

Der Beschäftigungszuschuss

kann für Personen gewährt werden,

die mindestens 18 Jahre alt sind

und voraussichtlich in den nächsten

24 Monaten ohne diese Förderung

nicht in den Arbeitsmarkt integriert

werden können.

Die Leistungsfähigkeit des

erwerbsfähigen Hilfebedürftigen entscheidet

über die Förderhöhe, die

bis zu 75 Prozent des berücksichtigungsfähigen

Arbeitsentgelts betragen

kann. Auch Einmalzahlungen

und der Arbeitgeberanteil am Gesamtsozialversicherungsbeitrag

sind möglich.

Gewährt wird der Zuschuss zunächst

bis zu 24 Monaten. Danach

kann er neu beantragt werden.

Infotipp

VESTISCHE ARBEIT

Kreis Recklinghausen

Kurt-Schumacher-Allee 1

45657 Recklinghausen

Marita Frank

ANZ_Neue_Siegertreppe_189x135.qxd Tel.: 0 23 02.09.2008 61 / 3 06 71 83 14:10 Uhr Seite 1

Hocheffizienzpumpen Wilo-Stratos ECO und Wilo-Stratos.

Die Hocheffizienzpumpen von Wilo überzeugen mit Stromeinsparungen bis zu 80 % im Vergleich zu ungeregelten Heizungspumpen.

Dafür wurden sie jetzt ausgezeichnet: die Wilo-Stratos ECO von der Stiftung Warentest mit einem „sehr gut“ und die Wilo-Stratos

25/1-6 mit dem „Energy+ Award 2008“. Dieser Preis ist Bestandteil des EU-Projekts "Energy+ Pumps",

das hoch energieeffiziente Umwälzpumpen zum europäischen Standard machen will und für besonders

energieeffiziente Pumpentechnik verliehen wird. Beeindruckend? Wir nennen das Pumpen Intelligenz.

www.wilo.de

Nr. 12 Dezember 2008

Einsame Spitze. Doppelte Auszeichnung.

Rat & Service

Die Vestische Arbeit unterstützt

die Förderung von

Langzeitarbeitslosen.

Vestisches Handwerk 25


Vestischer Kalender

Seminare

Meisterkurse

Die Kreishandwerkerschaft Recklinghausen

wird im Jahr 2009 erneut

Vorbereitungslehrgänge für die Meisterprüfung

durchführen.

Neben dem allgemeintheoretischen

Vorbereitungslehrgang, Teil 3 und 4,

werden die Fachkurse, Teil 1 und 2,

in den Bereichen Kfz, Elektro, Metall

und Bau angeboten. Die Lehrgänge

werden berufsbegleitend an zwei bis

drei Abenden durchgeführt.

Weitere Infos: Ralf Ullrich

Tel.: 0 23 61 / 48 03 17

ralf.ullrich@khre.de

Konflikte am Bau erkennen und

lösen

Freitag, 6. März, Handwerkskammer

Bildungszentrum Münster

Tagesseminar für Unternehmer, Füh-

Geburtstage von Innungsmitgliedern

75. Geburtstag

Hans Skrypale, 15. Oktober

Fred Sehrbrock, 20. Dezember

70. Geburtstag

Clemens Halfmann,

31. Oktober

Wilfried Knauth, 18. November

Walter Teichert, 19. November

Friedhelm Redeker,

21. November

65. Geburtstag

Ernst-August Hannes,

20. Oktober

Wilhelm Heider, 5. November

Hans-Josef Hagenjürgen,

8. November

Martin Lehmbrock,

9. November

Hans-Joachim Büning,

9. November

Marianne Brinkmann,

16. November

Hartmut Hahn, 20. November

Herbert Hajsmann,

26. November

60. Geburtstag

Karl-Josef Warmbrunn,

5. November

rungskräfte und Angestellte, die auf

Baustellen arbeiten und einen besseren

Umgang mit Konflikten erlernen

möchten.

Kosten: 175 Euro

Weitere Infos: Ariane Höing

Tel.: 02 51 / 7 05 11 28

ariane.hoeing@hwk-muenster.de

Grundlehrgang Kältetechnik

Montag, 16. März, Dauer: 5 Tage,

ganztägig, Handwerkskammer Bildungszentrum

Münster

Seminar für Lehrlinge und Gesellen.

Mittwochs und donnerstags von

17 - 21 Uhr

Kosten: 530 Euro

Weitere Infos: Petra Schmidt

Tel.: 02 51 / 7 05 11 19

petra.schmidt@hwk-muenster.de

Dietmar Kollakowski,

7. November

Felix Breuckmann,

19. November

Eduard Nowak, 21. November

Klaus Terhalle, 22. November

Helmut van Noven,

1. Dezember

Klaus Ternieden, 5. Dezember

Brigitte Lipek, 13. Dezember

Erhard Alex, 19. Dezember

Doris Lehmann, 20. Dezember

Angelika Mendrina-Boehner,

22. Dezember

50. Geburtstag

Detlef Kahl, 5. Oktober

Thomas Michels, 22. Oktober

Dieter Balzer, 27. Oktober

Bernd-Ulrich Voigt,

10. November

Monika Willemsen,

11. November

Elke Hinzmann, 18. November

Wolfgang Blendorf,

20. November

Klaus Neubauer, 20. November

Friedrich Steinkopf,

24. November

Lothar Pielnik, 30. November

Verstorbene Innungsmitglieder

Tischler-Innung Recklinghausen

Magret Böker, Recklinghausen, 5. September 2008

Manfred Kartein, Ehrenobermeister, Oer-Erkenschwick,

23. September 2008

Erich Büchte, Recklinghausen, 12. Oktober 2008

Vestische Friseur-Innung

Harold Rostek, Haltern am See, 21. August 2008

Heinz Swazinna, Recklinghausen, 9. Oktober 2008

Maler und Lackierer Mittleres Ruhrgebiet

Erich Kalwitz, Oer-Erkenschwick, 9. August 2008

Baugewerbe-Innung Recklinghausen

Horst Kwiedor, Bauunternehmer, Herten, 21. August 2008

Sanitär-Heizung-Klima-Klempnerei Recklinghausen

Georg Ortmann, Haltern am See, 7. November 2008

Ausbildungsmeister

Georg Wissing (r.) legt die

Wasserwaage an.

Beratung

Fort- und Weiterbildung

Informationen über staatliche Finanzierungsmöglichkeiten

Ihrer Fort- und

Weiterbildung:

Tel.: 02 51 / 7 05 33 33

oder mittwochs ab 17 Uhr vor Ort:

Handwerkskammer Münster

Bismarckallee 1

48151 Münster

www.weiterbildung.in.nrw.de

Hinweis

Veranstaltungstipps rund ums

Handwerk und Handwerk in der

Öffentlichkeit sowie Weiterbildungs-

und Beratungsangebote

der Innungsmitglieder, auch festliche

Aktionen, nehmen wir gerne

in den „Vestischen Kalender“ auf.

Kontakt:

Haidhausen-Verlag

Grafik.PR.Werbung GmbH,

AufEwald, Lise-Meitner-Straße 11,

45699 Herten

Fax: 0 23 66 / 8 87 09 19, E-Mail:

redaktion@haidhausen-verlag.de

Stichwort: „Vestischer Kalender

26 Vestisches Handwerk Dezember 2008 Nr. 12

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