DMG-informiert 3/2017

dmginterpersonal

Spannende und bewegende Missionsberichte aus aller Welt. Unsere Mitarbeiter sind rund um den Globus im Einsatz, damit Menschen Gott begegnen. Thema dieser Ausgabe: GRATIS!

informiert

Berichte aus der weltweiten Mission Nr. 3/2017

GRATIS!


THEMA

GRATIS!

Ein Gratis-Schild findet man auf

keinem Markt der Welt, außer bei

„Geschenken“, hinter denen im Kleingedruckten

ein teurer Vertrag versteckt ist.

Immerhin ist diese Zeitschrift gratis und

auch sonst vieles Wichtige im Leben. Man

sagt zwar Geld regiert die Welt, aber was

wirklich wichtig ist, kann Geld nicht kaufen.

Wir können uns eine moderne Multikomfortzonendoppelhohlkammermatratze

kaufen, aber keinen Schlaf. Tiefer,

erholsamer Schlaf ist gratis. Wir können

Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel

kaufen, doch Gesundheit nicht. Sie

ist gratis. Wir können Geschenke kaufen,

aber Freunde nicht. Freundschaft und

Liebe sind gratis. Bezahlte Liebe ist keine.

Wenn es allerdings um Gott geht,

denken Menschen aller Religionen: Was

nichts kostet, taugt nichts. Ich muss doch

etwas tun, um mit Gott ins Reine zu

kommen! Wenigstens muss ich beten,

eine Kerze vor dem Altar anzünden,

an einen heiligen Ort pilgern: Lourdes,

Santiago de Compostella, Mekka, Kerbala

oder Varanasi. Das menschliche Bedürfnis,

sich Wohlwollen, Wohltaten und

Schutz unsichtbarer Mächte auf irgendeine

Weise zu verdienen, ist der Ursprung

jeder Religion.

BIN ICH GUT GENUG?

Soziologen gruppieren die verschiedenen

Kulturen der Welt nach den Negativbegriffen

Schuld, Angst und Scham.

Die positiven Entsprechungen wären: Gewissen,

Schutz und

Ehre. Elemente aller

drei Motivatoren

sind in jedem Menschen

vorhanden.

Tendenziell sagt man

aber, für Europäer

seien die Begriffe

Schuld und Gewissen

wichtiger als die

anderen beiden.

Wir fühlen uns

gut, wenn wir

abends auf den Tag

zurückblicken und

etwas geschafft haben.

Natürlich ist es

schön, wenn jemand

anderes das auch

bemerkt, aber es ist

nicht so wichtig wie in anderen Kulturen.

Auf der Gegenseite haben wir Gewissensbisse,

wenn wir etwas versemmelt haben.

Es bedrückt uns, wenn wir irgendwo

nicht unser Bestes gegeben haben.

Es gibt hier keinen Unterschied:

Alle sind schuldig

geworden und haben die

Herrlichkeit verloren, in

der Gott den Menschen

ursprünglich geschaffen

hatte. Ganz unverdient,

aus reiner Gnade, lässt

Gott sie vor seinem Urteil

als gerecht bestehen

– aufgrund der Erlösung,

die durch Jesus Christus

geschehen ist.

Römer 3,23.24

Religiös führt das zu der Frage: „Bin ich

gut genug für Gott?“ In der Sprache des

Reformators Martin Luther: „Wie finde

ich einen gnädigen Gott?“ Er entdeckte

beim Studium des Römerbriefs, dass

Gottes Zuneigung gratis ist. „Sola Gratia,

allein aus Gnaden“ haben wir Zugang zu

Gott. Das war die große

Erkenntnis der Reformation,

die nach Max Weber 1

auch mit dazu führte, dass

sich das Abendland so

schnell entwickeln konnte.

Die Frage nach der Erlösung

in der Ewigkeit ist

gelöst, wir können unsere

ganze Energie zum Wohl

unserer Mitmenschen einsetzen.

Gott braucht unsere

Opfer an Zeit, Geld,

Schlaf, Essen und andere

Riten nicht. Wir dürfen

daran denken, was für uns

und unsere Mitmenschen

gut ist. Natürlich: Nicht

nur für uns!

Gott befreit uns von

diesen Schuldleistungen, denn er schenkt

aus unvorstellbarer Großzügigkeit. Weil

es zu seinem Wesen gehört, zu schenken

und keine Gegenleistung zu erwarten.

Dieser Gott befreit uns, und sein Wesen

2 DMG-informiert | 3 | 2017


NEU: Die DMG bei

des Schenkens soll auch auf uns übergehen.

Wenn Gnade wirkt, befreit sie uns

nicht nur für uns selbst, sondern auch für

unseren Nächsten.

Stellen Sie uns Ihre Fragen ganz einfach per Smartphone und

WhatsApp. Einfach unsere Nummer als neuen Kontakt auf

Ihrem Smartphone speichern und per WhatsApp eine

Nachricht an uns schicken. Nutzen Sie den direkten Draht

in die DMG-Zentrale. Wir freuen uns, mit Ihnen in

Kontakt zu sein:

07265 959-100

WIE SEHEN MICH ANDERE?

In anderen Kulturen, vor allem in

Asien, spielen Scham und Ehre eine größere

Rolle: „Wie stehe ich vor anderen

da?“ ist die Grundfrage, die das Handeln

der Menschen dort motiviert. Auch in

diese Kulturen spricht die Botschaft des

Evangeliums mitten hinein: Adam und

Eva versteckten sich nach ihrer eigenen

Aussage, nicht weil sie ein schlechtes

Gewissen hatten, sondern weil sie nackt

waren und sich schämten. Gott bedeckt

ihre Scham, gratis, mit einem Tierfell. Für

die Stammeltern der Menschheit war das

erste Kleidungsstück geschenkt, doch es

kostete einem Tier das Leben. Billig ist

diese Gnade also nicht.

Beim Opfertod von Jesus denken wir

Europäer zuerst daran, dass Jesus für

unsere Schuld bezahlt hat. Für Menschen

aus einer Schamkultur dagegen ist wichtig,

dass Jesus nicht nur unsere Schuld ans

Kreuz trug, sondern auch unsere Schande

und Scham. Jesus hing ja nackt am Kreuz.

Überall in der christlichen Kunst

be kommt er etwas über die Lenden gehängt,

weil wir seine Nacktheit nicht darstellen

wollen – und auch nicht müssen.

Für uns starb Jesus als Gesetzesbrecher,

weil wir genau das sind, und er trug unsere

Strafe. Für Menschen, denen Schande

und Scham wichtiger sind als Schuld, ist

seine Nacktheit der Gipfel der Schande:

„Da war keine Gestalt, die uns gefallen

hätte. Er war der Allerverachtetste und

Unwerteste ... Er war so verachtet, dass

man das Angesicht vor ihm verbarg ...“

(Jes 53,2f). Für beide Kulturkreise gilt: Er

nahm unsere Sünde und Schande auf sich,

gratis für uns, aber teuer für ihn.

WO FINDE ICH SCHUTZ?

Sogenannte Angstkulturen sind

überwiegend in Afrika anzutreffen. Für

sie lautet die Grundfrage: „Wo finde

ich Schutz?“ Schutz vor unsichtbaren

Mächten, die Armut, Krankheit und

Unfruchtbarkeit über die Menschen

bringen können. Die kirchliche Segensformel

„Gott Vater, Sohn und Heiliger

Geist gebe dir seine Gnade: Schutz und

Schirm vor allem Argen, Stärke und Hilfe

zu allem Guten, dass du bewahrt werdest

im rechten Glauben“ bringt es auf den

Punkt: Gottes Gnade, also das Geschenk

Gottes, bietet eben auch Schutz und

Schirm vor allem Argen.

In diesen Kulturen ist wichtig, dass

Jesus Dämonen ausgetrieben und vor

allem der „Schlange“ den Kopf zertreten

hat (1Mo 3,15). Wann ist das geschehen?

Ebenfalls am Kreuz, als die Schlange ihm

in die Ferse stach. Hat David Psalm 18,3

für Angstkulturen geschrieben? „HERR,

mein Fels, meine Burg, mein Erretter;

mein Gott, mein Hort, auf den ich traue,

mein Schild und Horn meines Heils und

mein Schutz!“

Natürlich wissen auch Menschen aus

Scham- oder Schuldkulturen, wie sich

Angst anfühlt. Die menschlichen Grundbedürfnisse

nach Annahme, Ehre und

Schutz finden sich mit verschiedener

Gewichtung in allen Kulturen. Und ich

staune immer wieder, wie ein Buch, ein

Evangelium, Menschen verschiedenster

Kulturen in ihren tiefsten Sehnsüchten

trifft und ihnen hilft: Gratis, umsonst für

sie! Denn Gott hat es sich alles kosten

lassen.

ZU BILLIG?

„Ihr Christen macht es euch zu einfach!“,

hören wir von allen Religionen.

„Ihr glaubt, ihr könnt tun was ihr wollt,

und Jesus macht alles wieder gut!“ Dietrich

Bonhoeffer prägte dafür den Begriff

der „billigen Gnade“ 2 . Tatsächlich erwartet

Gott kein Gegengeschenk, das würde

seinem Charakter des frei Schenkenden

widersprechen. Er erwartet viel mehr:

Dass wir Gott immer ähnlicher werden

und seine Großzügigkeit widerspiegeln.

„Gott verpflichtet uns zum Geben,

aber exakt dann, wenn wir in Einklang

mit dieser Verpflichtung handeln, bekommen

wir das Gefühl, wir selber und wirklich

frei zu sein. Und so vergessen wir in

unseren allerbesten Augenblicken den

Befehl und geben einfach so, wie wir nach

Gottes Willen geben sollen. In solchen

Stunden sind wir wie ein Segelboot mit

Hilfsmotor, das mit vollen Segeln vor dem

Wind segelt. Mit dem Wind im Rücken

gibt es kein Halten mehr; das Boot ist immer

dort, wo der Wind es hintreibt. Das

Gleiche gilt, wenn wir freiwillig geben:

Im Ausleben unseres neuen Ichs sind wir

immer schon dort, wo Gottes Befehl uns

haben will.“ 3

Das Geschenk Gottes erwartet keine

Gegenleistung. Aber wer es annimmt,

kann nicht so bleiben, wie er ist. Er

kommt mit leeren Händen und kaltem

Herzen zu Gott, dem großzügigen Geber,

und erlebt, wie sich das eigene Herz

erwärmt und die Hände plötzlich weitergeben.

So wie Gott sich in Großzügigkeit

verströmt (Röm 8,32). Von der Schöpfung

aus dem Nichts bis zur Erlösung der

Ungerechten gibt er.

Mission heißt weiterzugeben, was wir

gratis erhalten haben. Nicht weil wir es

müssen, sondern weil wir überfließen

von Dankbarkeit, dass Gott uns alles

gegeben hat. Bei „Geschenken“ denken

wir vielleicht zunächst an Materielles und

wissen doch, dass Menschen in unserer

satten Gesellschaft mehr nach Zuwendung,

Annahme und einem freundlichen

Wort hungern, als nach etwas, das Geld

kaufen könnte.

Wissen Sie sich von Gott geliebt, liebe

Leser? Welchem Menschen können Sie

heute fünf Minuten Aufmerksamkeit

schenken? Immer wieder geschieht es,

dass Gott zu Menschen spricht, denen

wir zuhören. Gratis von unserer Seite,

denn unsere Zeit kann man nicht kaufen.

Und gratis von Gottes Seite, denn sein

Zuspruch kostet uns nichts.

Pfr. Günther Beck

Öffentlichkeitsarbeit

1 Deutscher Soziologe, 1905, in:

„Die protestantische Ethik und

der Geist des Kapitalismus“

2 „Billige Gnade ist Gnade

ohne Nachfolge, Gnade

ohne Kreuz, Gnade ohne

den lebendigen, menschgewordenen

Jesus Christus.“

Nachfolge, Kapitel 1, 1937

3 Miroslav Volf in „Umsonst:

Geben und Vergeben in

einer gnadenlosen Kultur“,

Brunnen 2012, S. 83 f.

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3


EUROPA

DEUTSCHLAND

Gerhard und Bettina Denecke

Nur fromme Sprüche!?

Neulich im Hauskreis hörte ich es

wieder, dieses Wort, das auch

uns Christen so leicht über die Lippen

kommt, als würde es in der Bibel stehen:

„Da helfen auch keine frommen Sprüche

mehr“, heißt es. Der Begriff „fromm“

wird auch von vielen Christen abwertend

gebraucht. Fromm wollen viele nicht

mehr sein?

In unserer Arbeit hatten wir gerade

mit heftiger Ablehnung zu kämpfen. Man

hatte uns die Räume gekündigt, die wir

für unsere missionarische Arbeit mit

Flüchtlingen nutzten. Am gleichen Tag

stand in der Herrnhuter Losung: „Siehe

der Himmel und aller Himmel Himmel

und die Erde und alles, was darinnen ist,

ist des HERRN, deines Gottes!“ (5Mo

10,14).

4

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20

INHALT

EUROPA

ASIEN

AFRIKA

AMERIKA

Veranstaltungen

Erlebnistag 2017

Starke Worte: Alles gehört Gott! Da

ist der Verlust von Versammlungsräumen

im Verhältnis recht klein. Haben wir hier

einen „frommen Spruch“ oder felsenfestes

Fundament?

In den Stunden der Verwirrung über

die Kündigung rief uns ein lieber Iraner

an. Ohne von unseren Anfechtungen

zu wissen, dankte er uns herzlich für

unseren Bibelunterricht und die Worte

der Ermutigung. Wie wir es seiner Frau

und ihm vorhergesagt haben, hatten sie

inzwischen andere iranische Christen gefunden.

Die haben sie in eine fürsorgliche

Gemeinde mitgenommen.

Sein Anruf

hat uns ermutigt.

Wir ahnten: Unser

Gott, dem Himmel

und Erde gehört,

bahnt uns den Weg

auch in geistlicher

Wüste. Das hat

er in den Wochen

darauf getan.

Gibt es kraftloses

Reden mit Bibelworten? Ja, leider zu

viel. Doch die Schrift selbst ist voller

Energie. Jesus hat gesagt, dass Gottes

Geist uns die Worte eingeben

wird, die wir sagen sollen. Bittet

IHN, und es wird geschehen! Dann

werden seine Worte in eurem Reden

Bedeutung gewinnen. Worte,

die Salz und Licht sind.

So sehr hat Gott die Welt

geliebt, dass er seinen einzigen

Sohn gab, damit alle,

die an ihn glauben nicht

verloren werden, sondern

das ewige Leben haben.

Johannes 3,16

Deneckes beim Jahresfest

Ein paar Tage später sind wir mit ei nem

Stand auf dem Marktplatz. Bettina hat

auf ein Blatt den Spruch geschrieben: „So

sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er

seinen einzigen Sohn gab, damit alle, die

an ihn glauben nicht verloren werden,

sondern das ewige Leben haben“ (Joh

3,16). Ein älterer Mann kommt vorbei und

sagt: „Das müsste doch anders formuliert

sein. Was ist denn mit denen, die nicht

an ihn glauben?“ Er wusste viel über Gott

und brachte manche heftige Vorwürfe.

Immer wieder fielen mir Bibelworte ein,

wenn er fragte und argumentierte. Er

widersprach deutlich. Bis

ich zu Römer 7,18 kam:

„Das Wollen habe ich

wohl, das Gute vollbringen

kann ich nicht!“ Da sagte

er: „Stimmt! Da hast du

etwas Gutes gesagt!“ Das

Gespräch wurde ruhiger.

Ich forderte ihn auf: „Probieren

Sie es doch! Geben

Sie im Gebet ihr Leben Jesus

Christus in die Hand.“

Ein paar Fragen stellte er noch. Dann

sagte er: „Das werd’ ich machen!“

Unglaublich! Dieser heftig diskutierende

Mann war ein Suchender, der die

Wahrheit wissen wollte. Und die Kraft

des Wortes Gottes hat ihn überzeugt.

Halleluja!

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DEUTSCHLAND

Michael und Claudia

Weil Jesus heute noch

Großes tut, beginnen wir

eine sozialmissionarische

Arbeit im Zwickauer

Stadtteil Neuplanitz.

Der längste Weg ...

… beginnt mit dem ersten Schritt,

heißt es oft. Egal wie weit er ist, egal ob

steil oder nahezu unmöglich. Das sagen

Bergsteiger, die bis auf 8.000 Meter

hinaus wollen. Das erleben Schulanfänger,

die viele Jahre Unterricht vor sich haben.

Und es gilt auch für Missionare weltweit

und in Deutschland:

Wir als Team von „CrossCulture Zwickau“

stehen vor so einem ersten Schritt.

Wir sind die Checklisten durchgegangen,

haben abgewogen und überlegt. Unsere

Partner haben uns Mut gemacht, voranzugehen.

Es ist unsere Überzeugung, dass

Jesus heute noch Großes tut. Deshalb

wollen wir eine sozialmissionarische

Arbeit im Zwickauer Stadtteil Neuplanitz

beginnen.

Unser Stadtteil hat eine kurze Geschichte:

In den 70er Jahren sind 50

Plattenbauten auf die grüne Wiese gebaut

worden. Die Autoindustrie hatte für

jeden Arbeit. Schnell waren die modernen

Wohnungen belegt und 20.000 junge

Menschen, Familien und aktive Leute

wohnten, praktisch und ideologisch gut

organisiert, recht eng zusammen.

Mittlerweile sind 40 Jahre vergangen.

Die jungen Leute suchen ihre Zukunft

woanders. Zurück bleiben Senioren,

Einwanderer und Sozialschwache. Richtig

stolz ist keiner mehr auf den Stadtteil.

Noch ist die Bausubstanz in Ordnung. Ein

Supermarkt und eine Sporthalle sind da.

Doch was bewegt sich geistlich? Uns ist

keine aktiv wirkende christliche Gemeinschaft

dort bekannt. Was wird in ein paar

Jahren sein?

Wir haben beobachtet, dass die Preisgabe

von Territorium schlimme Folgen

hat. Man gewöhnt sich an Misere. Kreative

Ideen und kulturelle Werte schwinden,

Ideale und Hoffnung gehen verloren, weil

Menschen keine Liebe mehr für ihren

Ort verspüren. Nicht einmal Heimatgefühl

wächst mehr. Was sollen Migranten

davon lernen? Warum soll jemand

investieren? Schleichend siedelt sich an,

was die Dunkelheit liebt. Es gibt zunehmend

Kriminalität und Prostitution. Die

Finsternis wird stärker. Neues Licht muss

von außen kommen. Wir wollen beginnen

mit unserem ersten Schritt.

Natürlich kann man sagen, die Leute

kümmern sich schon selbst irgendwie.

Wer will, sucht sich was. Wirklich? Ich behaupte,

dass die meisten weder eine Idee

von Gemeinschaft noch vom Evangelium

haben. Es fehlt die Kraft, selbst danach

zu forschen. Keiner erwartet etwas von

Kirche und Jesus. Wer sagt ihnen die gute

Botschaft der Bibel weiter? Niemand in

Zwickau ist ein Verlierer – Ihr seid geliebt

und wertvoll!

Einige unserer Mitarbeiter möchten bewusst

in den Stadtteil ziehen. Jetzt heißt

es, konkret loszulegen. Wir veranstalten

bereits monatliche Flüchtlings-Gottesdienste

dort. Passende Räume konnten

wir günstig mieten (sie standen sowieso

leer). Und ein Großteil der Kosten ist von

einer Partnerkirche versprochen. Glaube

verändert auch heute noch die Welt –

wie bei Martin Luther vor 500 Jahren.

Weil Jesus Menschen verändert, und mit

den Menschen Dörfer, Städte und Länder,

weltweit.

Spenden: P10181 Michael u. Claudia

DMG-informiert | 3 | 2017

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EUROPA

DEUTSCHLAND

Wie Gott

scheinbar Gesunde heilt

Bild: Jcomp - Freepik.com

Melanie* und zwei weitere Chinesen

haben sich im Oktober taufen

lassen. Im Gottesdienst berichtete

Melanie aus ihrem Leben, das hat alle

stark berührt. Sie hat uns erlaubt, ihre

Geschichte hier wiederzugeben:

Ich bin Mutter. Wie ich Jesus begegnet

bin, fängt mit meinem Kind an.

Wenn man zum ersten Mal ein Baby

bekommt, achtet man besonders auf die

Entwicklung seines Kleinen. Als mein

Sohn heranwuchs, habe ich ihn viel mit

anderen Kleinkindern verglichen, denn

ich wollte, dass er besser ist als sie. Doch

mit zunehmendem Alter lag er immer

weiter zurück. In einer Menschenmenge

bekam mein Sohn Angst. Oft wachte er

mitten in der Nacht auf und zerrte mich

an den Haaren. Ich war verzweifelt. Hatte

ich mich doch so angestrengt, eine gute

Mutter zu sein.

Als er zwei Jahre alt war, sah ich die

anderen Kinder fröhlich miteinander spielen.

Doch mein Sohn weinte die ganze

Zeit. Dann hat er mein Gesicht zerkratzt.

Voll Wut und Verzweiflung schleppte ich

ihn zum Auto. Ich hätte am liebsten einfach

aufs Gaspedal getreten und unserem

Leben ein Ende gesetzt.

Ein halbes Jahr später stellte sich heraus,

dass unser Sohn an einem seltenen

Gendefekt leidet. Unheilbar! Mit einem

Schlag waren alle Träume und Wünsche

zerstört. In der Zeit darauf lebte ich

immer zwischen Arbeit und Krankenhaus.

Oft konnte ich nicht einschlafen

und dachte: Was wird aus meinem Sohn,

wenn ich mal nicht mehr da sein werde?

Warum ich? Ich bin doch immer gut zu

anderen gewesen.

Früher, als Studentin, habe ich, wie viele

Chinesen, zur buddhistischen Gottheit

der Barmherzigkeit Guanyin Pusa gebetet.

Doch jetzt konnte ich die Lehre über

Karma und Reinkarnation, die Vergeltung

für unsere Taten, nicht mehr akzeptieren.

Was sollte ich denn im vorherigen Leben

falsch gemacht haben? Warum musste

mein Kind darunter leiden? Während

andere getrost ihrer Arbeit nachgehen

konnten, verbrachte ich viel Zeit in der

Klinik und bei Therapeuten.

Unter dieser schrecklichen Last, der

Mischung aus Autismus und Hyperaktivität

meines Sohns, bin ich schier zerbrochen.

Ich habe angefangen, mein Kind

dafür zu hassen, dass es überall rumtollte

und rumschrie und mich daran hinderte,

eigene Ziele zu verfolgen. Ich hatte mein

Leben nicht mehr in der Hand. Alles,

was ich geleistet hatte, schien umsonst

gewesen zu sein. Mich quälte schreckliche

Zukunftsangst.

Im Sommer 2013 kamen meine

Schwiegereltern zu Besuch. Damals hatte

ich gerade eine Frau aus der christlichen

Gemeinde kennengelernt und ging bereits

in einen chinesischen Bibelkreis. Kurz

vor der Abreise musste meine Schwiegermutter

wegen Wasser in der Lunge

ins Krankenhaus. Einige aus unserem

Bibelkreis haben sich um sie gekümmert,

sie besucht und für sie gebetet. „Hm,“

dachte ich, „die müssen doch auch alle

arbeiten und sich um

ihre eigenen Familien

kümmern. Warum nehmen

die sich trotzdem

so viel Zeit für eine

Fremde, die sie gerade

erst kennengelernt

haben?“

Die Schwiegermutter

hatte Lungenkrebs im fortgeschrittenen

Stadium. Damit kamen wir vom Regen

in die Traufe. Zum Glück hatte ich den

Bibelkreis. Was die Christen aus ihrem

Leben mit Jesus erzählten und die Worte

aus der Bibel waren Balsam für meine

seelischen Wunden. Dadurch bekam ich

neue Kraft.

Als ich einmal mit dem Verhalten meines

Sohns nicht mehr zurechtkam, bat

ich Jesus im Gebet um Hilfe. Da passierte

etwas Wunderbares. Gerade hatte der

Junge noch wie wild auf dem Tisch und

Stuhl herumgeschlagen, dabei lief ihm die

Nase. Doch plötzlich wurde er ganz ruhig,

putzte sich die Nase und fing mit den

Hausaufgaben an. Ich staunte über die

Ich habe dich je und je

geliebt, darum habe ich

dich zu mir gezogen aus

lauter Güte.

Jeremia 31,3

Gebetserhörung. Zum ersten Mal hatte

ich ein echtes Wunder erlebt.

Ich wollte Jesus bitten, mein Kind zu

heilen. Allerdings, was wäre dann anders

als Guanyin Pusa anzubeten? Wenn Jesus

uns liebt und das Beste für uns will, ist

die Heilung dann wirklich in seinem Plan?

Würde ich noch an Jesus glauben, wenn

der Junge weiter an seiner unheilbaren

Krankheit leiden würde? Trotz Zweifel

und Bedenken hielt ich an Jesus fest, denn

ich wusste, dass ich seine Wärme und

seinen Trost brauchte.

In der Bibel in Jeremia 31,3 steht: „Ich

habe dich je und je geliebt, darum habe

ich dich zu mir gezogen aus lauter Güte.“

Ich wusste, dass Gott uns liebt und das

Beste für uns will. Früher dachte ich, dieses

„Beste“ wäre die Gesundheit meines

Kindes. Oft hatte ich mir gewünscht,

kein solches Kind zu

haben, dann wäre mein

Leben perfekt. Heute

weiß ich, wenn ich nicht

nach einem perfekten

Leben strebe, bin ich

freier. Früher musste

ich mich für meinen

Lebenstraum abmühen

und immer besser sein als andere. Ich hab

mich oft mit anderen verglichen.

Mein Sohn hat mein Streben nach Erfolg

völlig ruiniert. Doch ich danke Gott,

dass er mir gerade dieses Kind gegeben

hat. So habe ich verstanden, dass das

Vergleichen mit anderen und überzogene

Erwartungen sinnlos sind. Stolz und Gier

loszulassen und nach Gottes Willen zu

leben, bedeutet wahres Glück. Ich bin der

Mensch, den Gott hier geheilt hat. Jetzt

kann ich zuversichtlich in die Zukunft

blicken, weil ich weiß, dass Jesus mich nie

verlässt und einen guten Plan für mein

Leben hat.

* Name geändert

6 DMG-informiert | 3 | 2017


DEUTSCHLAND

NEU: Stefanie Saß

DEUTSCHLAND

Klaus und Fränzi Libuda / Marianne Diemer

Mitten unter Wahrsagern

„Missionarin?

Ist das dein Ernst?“


Warum musst du dir denn eine

Arbeitsstelle aussuchen, die

komplett durch Spenden finanziert ist?

Ist sowas seriös? Kann man das machen?

Will dich da irgendwer ausbeuten oder

vielleicht sogar deine Freunde?“ Berechtigte

Fragen, die mir Bekannte seit einigen

Wochen stellen. Ich bin Sozialarbeiterin

und Hotelfachfrau, 31 Jahre alt und

stamme aus Marne in Schleswig-Holstein.

Als neue Missionarin der DMG werde ich

in diesem Sommer in die Flüchtlingshilfe

in Hamburg einsteigen.

Bis vor kurzem habe ich wohnungslose

Frauen in Stuttgart betreut. Doch schon

länger wünsche ich mir, bei einem christlichen

Werk mit und für Flüchtlinge zu

arbeiten. Dabei möchte ich auch Gottes

Liebe zum Thema machen können.

Kurzerhand bewerbe ich mich 2016

bei einem beeindruckenden christlichen

Verein in Hamburg, der jungen Migranten

hilft. Sie bieten mir eine attraktive, staatlich

finanzierte Stelle

an. Und jetzt? Passt

doch alles, klingt

super. Aber ich bin

unruhig. Soll es etwa

doch nicht sein? Ich

verstehe es nicht.

Dann geht alles

ganz schnell. Innerhalb

einer Woche,

in der ich mich

entscheiden muss, macht Gott mir durch

Begegnungen und Gespräche klar, dass er

anderes plant. Ich soll nach Hamburg-Wilhelmsburg,

in einen sozialen Brennpunkt

... als Missionarin! Ich sage zu Gott: „Missionarin?

Ist das dein Ernst? Von Spenden

leben? Ich hab doch schon eine attraktive

Stelle, die voll finanziert ist.“ Doch Gott

zeigt mir die Möglichkeiten hinter der

neuen Aufgabe:

Ich kann in meiner künftigen Arbeit

dort ansetzen, wo staatliche Hilfe endet,

Gottes Liebe weitertragen, Flüchtlingen

Wenn Sie es wissen

möchten, was ein Reh

damit zu tun hat, dass ich

gerade nach Hamburg

gehe, laden Sie mich einfach

in Ihre Gemeinde ein.

Ich erzähle Ihnen gerne

von meiner Arbeit.

und den Einwohnern von Wilhelmsburg

in ihren Nöten begegnen und zur Seite

stehen. Meine Ausbildungen als Sozialarbeiterin

und Integrationsbegleiterin

kommen mir da sehr zugute. Durch

diese habe ich Erfahrung im Umgang mit

Menschen in schwierigen Lebenslagen

und aus verschiedenen Kulturen, kenne

mich im Gesetz gut aus und kann auch

bei rechtlichen Fragen weiterhelfen.

Ich liebe es, Menschen aus anderen Kulturen

zu begegnen und voneinander zu

lernen. Ich wünsche mir, dass sie in mir

die Liebe von Jesus erkennen, die er im

Überfluss in mich hineingelegt hat. Mein

Arbeitgeber, die DMG, ist ein seriöses

Werk, das mir durch jahrelange Erfahrung

Sicherheit bietet, selbst wenn meine

Stelle komplett durch Spenden getragen

wird. Was Gott durch die DMG bewirkt,

lässt mich staunen und freuen, dass ich

nun ein Teil davon sein darf.

Ich habe noch einige Dinge zu bewältigen,

bis ich endlich in

Hamburg durchstarten

kann. Schon jetzt freue

ich mich unglaublich auf

die neue Aufgabe. Ich

habe die Vision, meine

Arbeit in einem übergemeindlichen

Netzwerk

zu tun. Besonders liegen

mir ausländische Frauen

am Herzen, die es oft viel

schwerer haben, in der deutschen Kultur

wirklich anzukommen. Ich möchte einen

Arbeitsbereich für Frauen auf- und ausbauen.

Das geschieht in einem Team von

OM-Deutschland, das schon jahrelang mit

einer Begegnungsarbeit namens „Lichtinsel“

für die Menschen im Stadtteil da ist.

Ich musste mich für diese Stelle entscheiden,

doch Gott hat es zuerst getan.

Seine Wege sind immer die Besten, selbst

wenn sie mit Hürden verbunden sind. Ich

bin gespannt, wie es weitergeht.

Stichwort für Spenden: P10612 Saß

Wir hatten als Gemeinde für

die Rostocker Estoerik- und

Naturheiltage einen Tisch mit kostenlosen

Schriften, Plauderecke, Musik-CDs

und christlichen Spruchkarten vorbereitet.

Schon beim Aufbau kamen wir ins

Gespräch mit anderen Ausstellern, von

denen wir manche bereits von früheren

Einsätzen kannten. Überrascht hat uns

die ruhige, beinahe friedliche Atmosphäre,

durch die wir gut Kontakte knüpfen

und Gespräche führen konnten – nicht

nur mit Besuchern.

Uns ging es nicht darum, mit Esoterik-

Jüngern über die verschiedenen Angebote

und ihre „Tauglichkeit“ zu argumentieren

oder unseren Glauben zu rechtfertigen.

Unsere Aufgabe war, die frohe Botschaft

weiterzusagen. Anwälte braucht Jesus

nicht. Er benötigt Zeugen, die jede Gelegenheit

nutzen, um inmitten „ausgetrockneter

Brunnen“ aus der Quelle zu

schöpfen und sein lebendiges Wasser mit

vollen Händen zu verschenken.

Unser Standplatz war zwischen zwei

solchen trockenen Zisternen; einem

Wahrsager und einem Hellseher. Hier

begegneten wir Menschen auf der Suche

nach Sinn und spirituellen Lebensinhalten.

Wir wiesen sie auf Jesus hin, die Quelle

des Lebens. Klaus bot im Nebenraum

einen Vortrag zum Thema „Mit Gott per

Du“ an. Es kamen zwar nicht viele Besucher,

aber die richtigen.

Manche fanden einen Schritt näher zu

Jesus, eine Frau hat sich in diesen Tagen

bewusst für Jesus entschieden. Das

bedeutet Freude im Himmel! Viele Gäste

haben die CDs mit Liedern zu Bibelversen,

Bücher und Flyer mitgenommen.

Es war eine intensive Zeit, und wir sind

dankbar für alle, die uns im Gebet begleiten

und stärken. Ohne euch könnten wir

unseren Dienst nicht tun.

Klaus Libuda erzählt Menschen

auf der Esoterikmesse von Jesus

DMG-informiert | 3 | 2017

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EUROPA

ÖSTERREICH

Hans-Georg und Margarete Hoprich

ÖSTERREICH

Hans-Peter und Sophie Sautter

„Ohn’ all mein Verdienst

und Würdigkeit!“

Unsere Kinder lieben Bauernhöfe

und Tiere. Einmal beim

Wandern kommen wir an einem

Hühnerhof vorbei. Wir bestaunen

gerade den stolzen Hahn mit seinen

Hühnern, als die freundliche Bäuerin

mit Futter herkommt. Sie fragt uns,

ob wir Freude an frischen Eiern haben.

„Ja, gerne!“ Spontan schenkt sie

uns ein ganzes Dutzend – einfach so.

Was für eine Freude! Wir kommen

ins Gespräch …

Sie erzählt von ihrem Leben als

Bäuerin und Sennerin. Sie haben eine

Alm in der Nähe des Großglockner

(höchster Berg Österreichs,

3.798m). Ihr einziger Sohn Daniel*

sei in den Fußstapfen seines Vaters

auch Landwirt und Senner geworden.

Im letzten Sommer habe er

die Alm alleine bewirtschaftet. Als

sie ein paar Tage nichts mehr von

ihm hörten, hätten sie sich Sorgen

gemacht. Traurig erzählt sie, dass sie

ihren Daniel tot in einem Bach gefunden

haben. Er sei wohl von einer

Kuh gestoßen und verletzt worden

und dann in den Bach gefallen und

ertrunken. Ein schwerer Schlag für

die Familie.

Die liebe Bäuerin fragt sich: „Warum

hat Gott so ein unfassbares

Unglück zugelassen? Ich bin doch

eine fromme Frau! Ich gehe in die

Kirche, beichte und zahle meinen

‚Kirchenbeitrag’. Ich muss schwer

gesündigt haben, dass Gott mich so

bestraft. Ich muss Buße tun und ihn

wieder gnädig stimmen!“

Kurzentschlossen hat sie nach dem

Tod ihres Sohnes einen Rucksack

vollgepackt – nicht mit Essen! – nein,

mit schweren Steinen. Dann machte

sie sich ganz allein auf den Pilgerweg

am Großglockner. Sie schleppte sich

mit dieser extremen Last den steilen

Pilgern, um Gott zu gefallen?

Berg hinauf – 35 Kilometer und 1.300

Höhenmeter – und auf der anderen

Seite wieder hinunter. Sie kam völlig

an ihre körperlichen Grenzen, aber sie

schaffte es. Ihr Ziel war die Wallfahrtskirche

in Heiligenblut, wo sie ihren

Rucksack vor dem Altar abstellte und

Gott um Erbarmen bat: „Hier, das

habe ich für dich getan, Gott!“

„So habe ich meine Sünden abgebüßt“,

erzählt sie, „denn ich muss

Gott schon mit irgendetwas ziemlich

erzürnt haben, dass er mir meinen

Sohn genommen hat.“ Sie trauert

sehr, aber irgendwie ist sie auch stolz

auf ihre Leistung und überzeugt, dass

Gott ab jetzt mit ihr zufrieden sein

muss.

In den vielen Jahren unseres Dienstes

in Österreich ist uns diese Haltung

immer wieder begegnet: „Gott hat

uns schwer bestraft und wir müssen

Außergewöhnliches leisten, um ihn

gnädig zu stimmen.“ Der Bäuerin

haben wir versichert, dass wir für sie

beten, und sie später noch einmal

besucht, um ausführlicher mit ihr zu

reden. Wir haben ihr erklärt, wie sehr

Gott uns ohne jede Vorbedingungen

liebt, annimmt und unser Leben

verändert.

Das Beispiel mit den Steinen im

Rucksack ist uns lebhaft in Erinnerung

geblieben. Wir haben eine großartige

Botschaft, nämlich: Wir müssen uns

die Gnade unseres himmlischen Vaters

nicht verdienen. Jesus hat das längst

für uns alle getan. Ich darf meine Sündenlasten,

meinen „Lebensrucksack“

mit den schweren Steinen, einfach

vors Kreuz stellen, bei Jesus abladen,

frei sein. Wie Martin Luther es seinerzeit

ausgedrückt hat: „Ohn’ all mein

Verdienst und Würdigkeit!“

* Name geändert

Die lange Reise

einer Iranerin

Jede Woche kommen neue Asylsuchende

in unseren Gottesdienst

oder zum Kurs „Al Massira – die

Reise“ (über die Propheten des Alten

Testamentes hin zum Messias). Manche

bleiben danach zum intensiveren

Taufkurs. Die Gruppe bleibt groß, obwohl

leider Asylsuchende auch immer

wieder ohne Vorwarnung in andere

Unterkünfte weit weg verlegt werden.

Anfang April haben wir acht iranische

und afghanische Christen sowie eine

junge Kärntnerin getauft, ein Freudenfest!

Manche waren schon in den

Herkunftsländern Christen, andere

fanden hier zu Jesus. Bitte betet für die

neun Täuflinge und ihren jungen Glauben,

dass er gefestigt und sie ermutigt

werden. Seither staunt die Gemeinde

über die berührenden Lebensberichte

im Gottesdienst. Beispielsweise die

Geschichte einer Iranerin, die ich hier

mit ihrer Erlaubnis weitergebe:

„Mein Name ist S. Ich habe im Iran

durch eine Kollegin vom Christentum

erfahren. Sie war eine herzliche, offene

Frau, anders als andere. Ihre Liebe hat

mich jeden Tag in ihre Nähe gezogen.

Ich hatte eine andere Freundin, die

vergewaltigten Frauen geholfen hat. Ich

ging mit ihr mit und habe viel Schlimmes

erfahren, wie der Islam Frauen oft unfairer

behandelt als Männer. Das hat mir

sehr leidgetan. Im Gespräch mit meiner

Freundin merkte ich, dass im Christentum

Frauen und Männer gleichermaßen

fair behandelt werden. Dieses Thema hat

Licht in mein Herz gebracht und mich zu

Jesus gezogen.

8 DMG-informiert | 3 | 2017


ÖSTERREICH

NEU: Cornelius Enz

Nach einiger Zeit erlebte ich

Veränderung in meinem Herzen.

Ich versuchte plötzlich, freundlich

zu sein, betete zu Gott und wollte

seine Gebote halten.

Die Liebe dieser Christin, Bibelverse

und Predigten im Internet haben mich

begeistert. Ich wollte mehr Information.

Nach einiger Zeit erlebte ich Veränderung

in meinem Herzen. Ich versuchte

plötzlich, nett und freundlich zu den

Menschen zu sein, betete zu Gott und

wollte seine Gebote halten. Aus der Tiefe

meines Herzens akzeptierte ich Jesus

Christus als den Sohn Gottes und Retter

der Welt. Ich bin eine Sünderin, es gibt

nur einen Weg zur Rettung, und dieser

Weg ist Jesus! Ich kann mich selbst nicht

retten, nur er. Und ich muss anderen

vergeben, so wie Gott mir vergibt. Denn

Gott ist Gnade und Barmherzigkeit.

So konnte ich nach zehn Jahren einem

Menschen vergeben, der mir einmal

sehr wehgetan hat. Ich bin beim inneren

Frieden angekommen.

Damals konnte ich mir nicht vorstellen,

dass ich eines Tages die Bibel frei

werde lesen können. Sophie hat gefragt,

ob sich mein Glaube verändert hat, seit

ich hier in Europa bin. Ja, ich hatte viel

Angst im Iran und war heimlich Christin.

Denn ich wollte nicht sterben. Hier ist

mein Glaube mutiger geworden. Wenn

ich nicht in Österreich bleiben kann,

kehre ich in den Iran zurück und stehe

zu Jesus. Ich bin jetzt bereit die Folgen

zu tragen. Und ich bin sehr froh, dass ich

neben euch hier leben und Jesus lieben

kann!“

Bild: aerogondo/stock.adobe.com

„Vertrau Gott!“

Diese Aussage habe ich von

klein auf gehört. Denn ich bin

in einer gläubigen Familie aus dem

Christusbund in Rommelshausen bei

Stuttgart aufgewachsen. In der Kinderstunde,

Jungschar und im Teeniekreis

hörte ich viel von Jesus. Ich muss ehrlich

zugeben, Gott zu vertrauen blieb

für mich etwas abstrakt. Alles änderte

sich mit einem Schlüsselerlebnis.

Freunde überredeten mich, auf einen

hohen Felsen zu steigen. Doch statt

beim Abstieg den Fußweg zu nehmen,

kamen sie auf die abenteuerliche Idee,

dass wir uns mit Hilfe eines Kletterseils

die 60 Meter hohe Felswand

abseilen könnten.

Da stand ich nun, 60 Meter über

dem Abgrund. Für Materialfehler und

menschliches Versagen gab es keinen

Spielraum – der Tod wäre gewiss. Die

Angst vor der Konsequenz lähmte

vorübergehend jede meiner Bewegungen.

„Vertrau dem Seil! Vertrau

dem Seil“, rief einer meiner Freunde.

Unsicher und mit vor Todesangst

verzerrtem Gesicht testete ich, ob

ich dem Seil vertrauen könnte. Es

hielt! Wohlbehalten und mit einer

lebensverändernden Erfahrung kam

ich unten an.

Man kann leicht in der Theorie

davon reden, dass man einem Kletterseil

vertrauen kann. Doch wenn man

wirklich das eigene Leben daran hängt,

wird aus der belanglosen Theorie

Ernst. Man kann dem Objekt Kletterseil

vertrauen, weil es für so eine Beanspruchung

ausgelegt ist. Ähnlich ist

es mit Gott. Beim Reflektieren meines

Lebens merkte ich schnell, dass mein

Vertrauen in Gott oft nur Theorie

war. Wenn er wirklich der Schöpfer

Himmels und der Erde ist, dann sollte

Mehr Infos auf:

ich ihm doch auch vertrauen können.

Nein, dann will ich Gott vertrauen!

So betete ich im Herzen: „Gott

führe mich einen Lebensweg, bei

dem ich lernen darf, dir persönlich zu

vertrauen.

Es geschah: Ich lernte, Gott zu

vertrauen, weil er mir einen Ausbildungsplatz

als Industriemechaniker

bei Porsche ermöglichte. Ich erkannte,

wie schwer es ist, ihm selbst

dann noch zu vertrauen, wenn sich

langgehegte Träume zerschlagen. Ich

durfte erfahren, wie anspannend es

ist, einen unbefristeten Arbeitsplatz

im Vertrauen zu kündigen, und wie

Gott mich versorgt. Wie schwer

es ist, zu vertrauen, wenn man drei

Jahre in einem missionarischen Abenteuercamp

in Kanada arbeitet und es

als geistliche Wüste erlebt. Und ich

merkte, wie das Vertrauen zu Gott

geprüft wird, wenn man als Legastheniker

drei Jahre am „Seminar für

biblische Theologie“ in Beatenberg

Theologie studiert.

Wer hätte gedacht, dass ein

Abenteuer am Nachmittag mein

Glaubensleben so verändern konnte

– weil aus Theorie Praxis wurde. Ich

bin gespannt, welche Abenteuer ich

als DMG-Missionar erlebe. Im Vertrauen,

dass unser himmlischer Vater

keine Fehler macht, freue ich mich

auf meinen Einsatz als Studentenbetreuer,

Erlebnis- und Abenteuerpädagoge

beim Fackelträgerzentrum

„Tauernhof“ in Österreich. Junge

Leute sollen erfahren: Auf Jesus ist

Verlass! Vielen Dank für alle Unterstützung.

Die Gnade unseres Herrn

sei mit Ihnen.

Stichwort für Spende: P10132 Enz

www.corenz.info

DMG-informiert | 3 | 2017

9


EUROPA

ÖSTERREICH

Gerhard und Junko Deimel

Bei Jesushouse in Wien

Die Jugendevangelisation

„Jesushouse“ bei uns in

Wien-Simmering war eine wunderschöne

Erfahrung. Täglich

kamen 200 bis 350 Besucher,

am letzten Abend war der Saal

total überfüllt. Das Programm mit

Musik, Lebensberichten, Interviews,

Botschaft und der klaren Einladung zu

Jesus kam an. Es waren viele Flüchtlinge

und Migranten unter den Gästen. Ich

hatte jeden Abend gute Gespräche mit

Syrern, Iranern, Irakern, einer kurdischen

Familie mit fünf Kindern und Einwanderern

aus Ungarn und Rumänien.

Es gab auch Störaktionen: Atheisten

meldeten sich zu Wort, und Vertreter

einer sektiererischen Gruppe versuchten,

für sich selbst zu fischen. Sogar eine Salafistengruppe

tauchte auf. Am vorletzten

Tag beim Einladen auf der Straße kam

ich mit ihnen ins Gespräch. Sie beklagten

sich, dass unser Sicherheitsdienst sie

rausgeworfen hatte. Offenbar hatten sie

versucht, Streitgespräche zu führen. Ich

sagte ihnen, dass Gott jeden Menschen

liebt, also auch sie. Wenn sie wirklich die

Wahrheit erkennen wollen, dann sollten

sie einfach Gott darum bitten.

Der Anführer der Gruppe war interessiert

an der Bibel und ließ zu, dass ich ihnen

das Evangelium erklärte. Mit der Zeit

jedoch wollte er nur noch beweisen, dass

der Koran die Wahrheit ist. Da es sinnlos

ist, sich auf Streitgespräche einzulassen,

wies ich sie noch auf die vier grundlegenden

geistlichen Wahrheiten hin, die ich

ihnen schriftlich mitgab, und beendete

das Gespräch. Es war kalt und nass und

ich war ohnehin nach eineinhalb Stunden

auf der Straße schon total durchgefroren.

Zudem wurde ich drinnen im Gesprächsteam

gebraucht.

Ich vertraue Gott, dass auch dieses

interessante Gespräch nicht vergeblich

war, und bete, dass Jesus sich selbst den

Salafisten als „Weg, Wahrheit und Leben“

(Joh 14,6) offenbart. Er kann ihnen durch

Träume, Visionen und andere Christen

begegnen. In der Jesushouse-Woche gab

es Bekehrungen, es laufen Nacharbeitsgruppen

in verschiedenen Gemeinden,

auch ein Christsein-entdecken-Kurs bei

uns in der Evangeliumsgemeinde im 10.

Wiener Bezirk. Wir sind dankbar für alle

Gebete, und dass die 100 Mitarbeiter aus

unterschiedlichen Gemeinden, Werken

und Jugendkreisen bewahrt geblieben

sind.

10 DMG-informiert | 3 | 2017

ITALIEN

Thomas und Rebecca Kröckertskothen

„Was ist denn heute

noch umsonst?“

Italien – Land der Gastfreundschaft,

der Genießer, der Freundlichkeit …

Doch bei genauerem Hinsehen entdeckt

man einen Haken. Wenn Sie eine Familie

hierzulande zum Essen einladen, muss

diese auch Sie einladen. Oder man bringt

ein Geschenk mit. Etwas, das „bella figura“,

also Eindruck, macht. Und bei der

Einladung zu einer Hochzeit bekommt

man es fast schon mit der Angst zu tun.

Denn hier gilt das ungeschriebene Gesetz,

dass das Geschenk mindestens die

Kosten des Essens decken sollte, 80 bis

150 Euro pro Person.

An Weihnachten ziehen wir mit evangelistischen

Kalendern und Plätzchen los,

um sie an Ladenbesitzer

der Innenstadt von Sansepolcro

zu verschenken.

Was wir erleben, spiegelt

die Kultur wieder:

„Wie viel kostet der

Kalender?“ Wir antworten:

„Er ist umsonst!“ Lachen.

„Das sagen sie alle,

und dann wird die Spendendose rausgeholt!“

Oder: „Wieviel muss ich spenden?“

Wieder versichern wir: „Nichts, es ist

wirklich ein Geschenk!“ Die Antwort:

„Unmöglich – heutzutage ist nichts mehr

umsonst.“ Eine andere Dame: „Das glaub

ich nicht. Heute macht keiner mehr

Geschenke.“

Es ist tief im Herzen der Italiener

verwurzelt, dass sie sich ein Geschenk

Italiener haben von klein

auf gelernt, dass sie sich

Gnade verdienen müssen.

Man spürt, dass es die

Reformation nicht über

die Alpen geschafft hat.

Grafik: Joy Katzmarzik www.leap4joy.de

verdienen und etwas dafür tun müssen.

Bei unseren Nachbarn nicht anders.

Wieder klingeln wir mit Plätzchen und

Kalender. Die Reaktionen: „Das kann

ich nicht annehmen, ich hab nichts, was

ich euch geben könnte.“ Oder: „Einen

Augenblick.“ Der Nachbar verschwindet

einen Moment und kommt mit einer Flasche

Wein als Gegenleistung zurück. Eine

Nachbarin weint: „Das ist mir noch nie

passiert. Ich lebe seit zwölf Jahren hier,

doch kaum einer grüßt mich. Geschweige

denn, es hätte mir jemals einer ein

Geschenk vorbeigebracht.“

Was bedeuten die Begriffe GNADE

und GESCHENK in einer solchen Kultur?

Italiener haben von klein auf gelernt, dass

sie sich Gnade verdienen müssen. Man

spürt, dass es die Reformation nicht über

die Alpen geschafft hat. Niemand hier

weiß, ob ausreicht, was er geben kann.

Deshalb sind wir im Herzen Italiens.

Weil wir Italiener lieben

und ihnen die befreiende

Nachricht bringen

wollen, die Paulus schon

vor 2.000 Jahren den

Römern gebracht hat

(Röm 6,23):

„Denn der Gewinn aus

der Sünde ist nur der

Tod; das Gnadengeschenk Gottes aber

ist das ewige Leben in Jesus Christus,

unserem Herrn.“ Das ist „Sola Grazia!“

Allein aus Gnade! Zu diesem Thema

haben wir im Mai zwei evangelistische

Abende in Sansepolcro. Bitte beten Sie,

dass Italiener die Errettung kostenlos für

sich annehmen können. Sie ist kostenlos

für uns Menschen – weil es Jesus ALLES

gekostet hat.


ITALIEN

Johannes und Anke Wiegers

Buona Pasqua –

Ostern in Italien

Andere Länder, andere Sitten. Das

gilt auch für Osterbräuche. Wieder

einmal waren wir verblüfft, was in Italien

alles an Ostern geschieht: Bis vor wenigen

Jahren gab es noch keinen Osterhasen

hier. Er wurde erst von der lila Kuh

importiert, bringt aber immer noch keine

Eier. Die sucht auch kein Kind hier. Sind

italienische Ostereier doch übergroß

und bunt und glitzernd verpackt, gefüllt

mit Spielzeug für die Kleinen oder sonst

einem Geschenk für liebe Menschen.

Eine Freundin, die in einer „Pasticceria“

diese großen Ostereier (bis 50 cm) nach

Wunsch für Kunden füllt, hat sogar mal

einen Pelzmantel in ein Ei verpackt …

Viele Italiener haben sich vom christlichen

Glauben abgewandt, sind materialistisch

eingestellt oder mixen sich ihren

eigenen Glauben zusammen. Die meisten

sind nominell Christen und glauben

irgendwie an Gott, doch das hat kaum

Einfluss aufs tägliche Leben.

Osterbräuche werden heute eher

folkloristisch begangen, auch wenn sie

christliche Wurzeln haben. Die Karwoche

beginnt an Palmsonntag mit einem

Festgottesdienst, bei dem jedem ein

Palmzweig mitgegeben wird. Er gilt als

Friedenszeichen und erinnert an die Taube,

die Noah aus der Arche fliegen ließ.

In Wohnungen, Werkstätten und Läden

wird der Zweig aufgehängt, weil man sich

Frieden und gute Geschäfte wünscht.

Gründonnerstag ist der Einsetzung der

Eucharistie (Abendmahl) geweiht. An

vielen Orten wird die Fußwaschung

praktiziert. Letztes Jahr wusch Papst

Franziskus zu diesem Anlass Flüchtlingen

die Füße.

Karfreitag ist in Italien kein Feiertag,

doch überall im Land gibt es teils

spektakuläre, manchmal bizarre Prozessionen.

Besonders im Süden scheint die

Karwoche eine einzige große Prozession

zu sein. Die Stimmung der Bevölkerung

wechselt abrupt zwischen Trauer und

ausgelassener Freude. Statuen werden

durch Straßen getragen, und ritualisierte

Konflikte ausgetragen. Denn jeder

Heilige hat seine eigenen Anhänger, die

mit anderen Heiligen

in teils heftigem Disput

stehen.

In Rom rutschen

auch heute noch fromme

Büßer die Heilige

Treppe (Scala Santa)

hinauf. Der Brauch soll

an Jesus erinnern, als

er zu Pilatus ins Verhör

geführt wurde. Im Jahre 326 soll die

Originaltreppe angeblich von der Mutter

Kaiser Konstantins, der Heiligen Helena,

aus Jerusalem nach Rom gebracht worden

sein. Am Karfreitag zieht der Papst,

begleitet von Pilgern, die Via Crucis

(Kreuzweg) vom Kolosseum zum Vatikan

entlang.

In der Osternacht wird die Veglia

Pasquale (Osterwache) und die Auferstehung

des Herrn gefeiert – der eigentliche

Höhepunkt der Osterzeit und das

Herzstück des christlichen Glaubens:

der Sieg über den Tod. Viele Jahre wurde

dieser besondere Gottesdienst an den

Rand gedrängt durch folkloristische Veranstaltungen.

Der Ostergottesdienst mit

dem anschließenden Ostersegen „urbi et

Im Sommer sind wir

einige Zeit im Reisedienst

und freuen uns

auf ein Wiedersehen mit

Ihnen. Kontaktieren Sie

uns über die DMG.

Bild: Brad Pict/stock.adobe.com

orbi“ des Papstes wird übers Fernsehen

weltweit ausgestrahlt.

In Italien darf ein Festmahl natürlich

nicht fehlen. Zum klassischen Ostergericht

gehört der Lammbraten – nachdem

man sich durch die leckeren Vorspeisen

und Nudelgerichte gegessen hat. Zum

Frühstück gibt’s „Taube“, ein fluffiger

Kuchen mit Mandeln (wieder Symbol des

Friedens). Pasquetta, „kleines Ostern“,

wird der Ostermontag genannt. Da ist

ganz Italien, Jung und

Alt, von Südtirol bis

Sizilien unterwegs zum

Picknick an der frischen

Luft. Ausgerüstet

mit Körben, Decken,

Klappstühlen, Kühltaschen,

Plastikgeschirr,

Wein und Wasser.

Dieser Osterausflug

wird mit den biblischen Emmaus-Jüngern

in Verbindung gebracht, denen der auferstandene

Jesus Christus begegnet ist, die

ihn jedoch nicht erkannt haben.

Wie die Jünger damals erkennen auch

heute kaum noch Italiener, warum sie all

dieses Brimborium eigentlich machen.

Viele wissen nicht mehr, warum sie

Ostern feiern. Wir leben in Italien, damit

Menschen die Osterbotschaft vom Sieg

des Erlösers über Tod und Sünde ganz

persönlich erleben. Menschen im ganzen

Land erfahren Trost und Hilfe durch unsere

christlichen Radiosendungen. Hoffnung

ausstrahlen ist unser Motto. Danke, dass

Sie uns dabei helfen, beten und uns auf

vielfältige Weise unterstützen.

DMG-informiert | 3 | 2017

11


EUROPA

GRIECHENLAND

Karin Schutz

Bald eine Million

Bibeln verteilt

Glücklich nahm sie ein Neues Testament an

Wer will bei der zehnten „Operation

Josua“ mit dabei sein, wenn

wir diesen Sommer das millionste Bibelpaket

mit Neuem Testament und christlichen

Schriften verschenken? Meldet euch

an: Vom 5. bis 13. Juli werden wir wieder

mit rund 450 Teilnehmern aus aller Welt

in 500 Dörfern unterwegs sein: diesmal

zwischen Katerini und Larissa in Zentralgriechenland.

Seit dem Start von Operation Josua im

Jahr 2004 haben wir mit mehr als 3.000

O P E R A T I O N

Sie wollen mitmachen?

Information und Anmeldung:

www.operationjoshua.org

Spende für Bibelverbreitung in Griechenland:

Stichwort P30613 Operation Josua

Für den Dienst von Karin Schutz (DMG):

Stichwort P10673 Schutz

Spendenkonto der DMG:

IBAN: DE02 6729 2200 0000 2692 04

BIC: GENODE61WIE

Christen aus aller Welt über 900.000

Neue Testamente und andere gute Bücher

in Griechenland verschenkt. Das hat

Auswirkungen! Die Aktion unserer Partnerorganisation

Helenic Ministries, die

ich mit organisiere, wird von der DMG

finanziell und ideell unterstützt (Infos und

Anmeldung: www.operationjoshua.org).

Sommer für Sommer sind wir auf den

griechischen Inseln und dem Festland

unterwegs, um Gottes Wort in heutigem

Griechisch in Häuser und Herzen zu

tragen. Bischöfe der orthodoxen Kirche

haben unser Neues Testament autorisiert

und Grußworte in die Bibeln

mit eindrucken lassen. Das hat

J O S U A 2 0 1 7

sehr geholfen und Türen

geöffnet. Beispielsweise

gibt es neue Haus- und

Bibelkreise auf dem

Peloponnes, die

nun regelmäßig

von einer

Gruppe junger

griechischer

Mitarbeiter

betreut werden.

2016 wechselten 130.000 Bibelpakete

– mehr als fünf Tonnen Material – in 400

Dörfern an der mazedonisch-bulgarischen

Grenze ihre Besitzer. Es ist wunderbar,

das mitzuerleben! Wir benötigen dringend

Hände und Füße, um auch dieses

Jahr die gute Nachricht zu so vielen Menschen

wie möglich zu bringen. Teams aus

aller Welt werden gemeinsam unterwegs

sein – eine einmalige Gelegenheit, mit

Christen anderer Nationen live geistliche

Gemeinschaft zu erleben.

Darüber hinaus benötigen wir Spen den,

um die Literaturpakete (2,50 Euro pro

Paket) zu finanzieren. Und wir suchen Beter,

die ein Dorf oder eine Stadt adoptieren

und mit ihrem Gebet für diesen Ort

der frohen Botschaft den Weg ebnen.

Betet bitte auch für unser Team: um Geduld,

Durchblick, die Technik, Umsetzung

der Aktion, Bewahrung und dass wir die

richtigen Prioritäten setzen. Herzlichen

Dank!

12 DMG-informiert | 3 | 2017


AFRIKA

TANSANIA

Benedikt Hardt (Jahreseinsatz)

Tom Schutte (Jahreseinsatz)

„Heute ist der Tag

deiner Rettung!“

Er steigt aus dem Bus, und die pulsierende

Metropole Daressalam

mit all ihren Lichtern und den Massen an

Menschen empfängt den eingeschüchterten

Zwölfjährigen. Die nächsten Jahre

werden ihre Straßen sein Zuhause sein,

Kleinkriminelle und Drogenabhängige

seine Freunde. Er wird lernen, sich irgendwie

durchzuschlagen und sein Überleben

durch Lügen und Betrügen zu sichern.

Wie so viele Straßenkinder ist auch

Nico vor häuslicher Gewalt, Armut und

der Perspektivlosigkeit zu Hause geflohen.

Er hat sein Dorf

auf dem Land verlassen,

um in der Stadt,

wo angeblich jeder

Glück und Reichtum

findet, ein neues Leben

anzufangen. Doch

die Wirklichkeit sieht

anders aus. Das Leben

auf der Straße ist ein

täglicher Kampf. Er weiß nie, wann er

wieder etwas zu Essen findet und wo er

die nächste Nacht schläft. Nico tut viele

Dinge, die er später bereuen wird. Sein

Leben wird von der Straße beherrscht,

er ist an seine Clique, an Alkohol und

Drogen gebunden.

Zu dieser Zeit lernt er

„Mama Kizungu“ kennen,

so wird DMG-Missionarin

Kathleen Quellmalz

(Foto) von den Straßen-

Der Funke, der durch die

Arbeit von Safina in ihm

entzündet wurde, entfacht

sich zu einem hellen Feuer

für Jesus. Von Nico sind

wir tief beeindruckt.

kindern genannt. Sie hat vor 20 Jahren

das Projekt „Safina“ (Arche) gegründet,

in dem wir mitarbeiten. Ziel ist, obdachlosen

Kindern zu einem geregelten Leben

weg von der Straße zu verhelfen und

ihnen andererseits von Jesus Christus zu

erzählen, der Sinn und Hoffnung gibt.

Nico wird von Safina finanziell unterstützt,

sodass er zur Schule gehen kann.

Immer wieder treffen ihn die Mitarbeiter

bei Straßeneinsätzen. Lange Zeit will er

von Jesus nichts wissen. Er kommt, wie

andere Kinder auch, wegen des Frühstücks

und gemeinsamen

Fußballspielens.

Eines Tages jedoch

hört er während der

Andacht eine innere

Stimme, die ihm

sagt: „Heute ist der

Tag deiner Rettung!“

Zuerst will er es nicht

so recht glauben, doch

weil ihn die Andacht tief berührt, lässt er

am Ende für sich beten und schenkt sein

Leben Jesus.

Er beginnt, sich zu ändern, und sein

Glaube wächst. Die Mitarbeiter des Projekts

begleiten ihn auf seinem Weg. Der

Funke, der durch die Arbeit von Safina in

ihm entzündet wurde, entfacht sich zu

einem hellen Feuer für Jesus. Als wir Nico

kennenlernen, sind wir tief beeindruckt,

wie aus einem Straßenjungen ohne Hoffnung

und Perspektive ein so fröhlicher,

von Jesus begeisterter junger Mann wer-

Nico war ein Straßenjunge.

Heute folgt er Jesus

den konnte, der heute Verantwortung für

sein Leben übernimmt.

Nach dem Schulabschluss und seiner

Ausbildung als Sozialarbeiter hat Nico

sich entschieden, selbst Teil von Safina zu

werden. Er leitet jetzt das „Hostel“, eine

Wohngruppe mit älteren Straßenjungs,

und die Jugendgruppe. Außerdem geht

er selbst mit zu Einsätzen in die Brennpunktviertel

der Stadt. Den Kids dort ist

er, gerade wegen seiner Vorgeschichte,

ein echtes Vorbild. Im Mai wird er heiraten

und plant ein Theologiestudium, um

Pastor zu werden.

An Nico kann man wunderbar ablesen,

dass Gott aus jedem Menschenleben

etwas machen kann. Wer sich Gott anvertraut,

wird Veränderung erleben.

Wir, Tom und Bene, sind DMG-Kurzzeitler.

Wir leben bei Safina mit knapp 20

ehemaligen Straßenkindern zusammen,

dürfen sie in Englisch unterrichten, mit

ihnen spielen, ihnen Zuneigung entgegenbringen,

bei Straßeneinsätzen mithelfen

und in der Jugendgruppe weitergeben,

was wir mit Jesus erlebt haben. Wir

sind dankbar, dass wir diese spannende

Arbeit tun dürfen und Jesus uns spürbar

begleitet.

Offene Stellen:

www.kurzeinsätze.de

DMG-informiert | 3 | 2017

13


AFRIKA

KENIA

Martin und Joy Koch

Eigentum verpflichtet

Vor kurzem habe ich unser Auto

nach Nairobi in die Werkstatt

gebracht. Es mussten Risse in der

Fahrerkabine geschweißt werden.

Dabei sind weitere Schäden festgestellt

worden. Alles ist ordentlich repariert.

Jetzt muss ich mich bemühen, das Geld

zum Begleichen der Rechnung zusammenzukratzen.

Es ist keine Frage, die

Rechnung der Werkstatt muss bezahlt

werden!

Wenn der Reformator Martin Luther

sich im 16. Jahrhundert gefragt

hat: „Wie bekomme ich einen gnädigen

Gott?“, dann zeigte das seine Einsicht,

dass er schuldig gewesen ist vor Gott.

Und dass diese Schuld genauso selbstverständlich

beglichen werden musste,

wie die Rechnung für mein Auto.

Allerdings wusste er auch genau, dass

er selbst nicht dazu in der Lage war.

Luther war klar, dass er ganz auf die

Gnade Gottes angewiesen war, zu der

er durch Jesus Christus Zugang hatte.

Wir bemühen uns, einigen der

250.000 Menschen vom Volk der Samburus

von dieser großartigen Gnade

Gottes zu erzählen, die uns Menschen

durch den stellvertretendem Tod und

die Auferstehung von Jesus wieder den

Weg in die Gemeinschaft mit Gott öffnet.

Allerdings scheinen viele Angehörige

dieses Halbnomadenvolkes nicht

den Eindruck zu haben, dass sie die

Gnade Gottes benötigen. Nach ihrer

Auffassung haben sie keine Schuld, die

sie von Gott trennt.

Sie wissen, dass Gott alles in Händen

hält. Wie sehr sie von ihm abhängig

sind. Sie sagen: „Gott, du hast doch

alle Macht, dann nutze das doch bitte

auch und schicke uns den Regen, den

wir brauchen. Gib uns Gesundheit und

schütze uns vor Feinden …“

In der deutschen Verfassung steht:

Eigentum verpflichtet. Die Samburus

sind mitunter sehr gut darin, diese

Verpflichtung einzufordern. Von Gott

genauso wie von Menschen, die etwas

haben, das sie brauchen könnten.

Wir beten, dass sie erkennen, dass

Gott nicht nur ihre Wünsche erfüllen

muss – sondern, dass sie Gott ehren

und ihm dienen sollten. Dass viele

seine Gnade verstehen und für sich in

Anspruch nehmen.

MADAGASKAR

Karin Mende

Unerreichtes Volk

Amazing grace – was für eine Gnade:

Es gibt in ihrem Volk zwar bis

heute noch keine lebendige Gemeinde,

doch Gott ist voll am Wirken bei den

Sakalavas (1,7 Millionen Menschen in

West- und Nordwest-Madagaskar). Ein

kleines Team meiner Partnermission AIM

leistet Pionierarbeit in ihren Dörfern,

es bewegt sich etwas. Jesus will die im

Geisterglauben und Ahnenkult gefangenen

Menschen ganz frei machen, und das

gratis! Völlig ohne teure Zauberei und

aufwändige Opfer.

Vergangenes Jahr berichtete ich über

die fünfköpfige Musikband von der Insel

Nosy Be, die sich Jesus anvertraut hat

(DMG-informiert 2/2016, S.17). Eine Missionarsfamilie

und unsere

Feldleiterin Rosina halten

seither in ihrem Dorf

Versammlungen mit biblischen

Erzählungen, Gebet

und christlichen Liedern.

Ende Januar kamen vier

Familien dieser jungen

Christen zum Bibelgrundkurs

in die Hauptstadt Antananarivo, um

zu lernen, wie sie ihren Leuten von Jesus

weitersagen können. Sie erhalten eine

sechsmonatige Schulung: zwei Monate

Theorie und vier Monate begleitetes

Praktikum zu Hause in ihren Dörfern.

Feldleiterin Rosina führte während der

Theoriemonate tiefgehende Einzelgespräche

mit den Familien. Einer der Ehemänner

hatte noch Zaubereigegenstände und

von Vorfahren getragene kostbare Kleidungsstücke

in seinem Haus, die er, seit

er Jesus sein Leben anvertraut hat, nicht

Einer hatte noch

Zaubereigegenstände

in seinem Haus, die er,

seit er Jesus sein Leben

anvertraut hat, nicht

mehr benutzte.

Die

Sakalavas

in Madagaskar

mehr benutzte. Er meinte, die Zaubereisachen

hätten keine Bedeutung mehr für

ihn, er sei ja jetzt Christ und kein Zauberer

mehr. Durch die Bibel und Gespräch

ist dem jungen Mann klargeworden, dass

diese Dinge im Namen von Jesus zerstört

werden müssen. Er nahm 30 Stunden

Busfahrt nach Nosy Be auf sich, um die

Gegenstände zu verbrennen. Mitarbeiter

führten ein Befreiungsgebet für den

früheren Zauberer durch und befahlen

den bösen Geistern im Namen von Jesus,

den Mann zu verlassen. Dabei wurde der

betroffene Mann hin- und hergeschüttelt

und blieb wie leblos liegen. Doch Jesus

hat ihn von den unsichtbaren

Ketten befreit, er

zeigte seine Vollmacht

und Bewahrung. Der

jungen Familie ist nichts

passiert. Jetzt können sie,

das erste Mal seit Jahren,

richtig gut schlafen. Tags

darauf hat ein Pastor vier

junge Sakalava getauft. Voller Freude sind

sie vor wenigen Tagen die weite Reise

zurück nach Nosy Be gefahren.

Bitte beten Sie für die vier Familien,

um beständigen Glauben, Wachstum in

der Gnade und Bewahrung vor Anfechtungen.

Betet, dass sie ihren Angehörigen

gegenüber stark bleiben und noch viele

Sakalava vom Geisterglauben freikommen.

Dasselbe Gebet gilt den ebenfalls

noch weitgehend unerreichten Völkern

der Antakarana, Bara, Antandroy und

Tanala.

05.05. – 08.10.2017

14 DMG-informiert | 3 | 2017

Bei dieser Ausstellung über Bibelübersetzung wird die Arbeit

von DMG-Missionarin Ulrike Heyder (Benin) mit vorgestellt


SENEGAL

Lydia und Johann Isaak

Hilfe für ein

taubstummes Mädchen

Seit Februar 2016 helfe ich (Lydia)

einer Missionarin aus Brasilien bei

Kinderstunden in einem kleinen Dorf.

Dazu kam auch ein elfjähriges, taubstummes

Mädchen namens Diarry, die

älteste Tochter einer Familie. Sie lebte

bei ihrer Oma. Die Eltern wohnten mit

drei weiteren Mädchen im Nachbardorf,

wo der Vater als Gemüsebauer arbeitet.

Die Familie ist nicht arm, aber sie sind

auch nicht reich. Gemüseanbau ist harte

Arbeit im heißen Klima Senegals.

Das Mädchen Diarry liegt mir am Herzen.

Sie ist ein kluges Kind, aber anders

als alle anderen. Weil sie taubstumm ist,

wurde sie gehänselt, geschubst, geschlagen

und ausgelacht. Sie hat gelitten und

war sehr dünn für ihr Alter.

Wir wussten, dass es eine gute, christliche

Missionsschule für taubstumme

Kinder in Dakar gibt. Eines Tages fragten

wir die Eltern, ob sie ihr Kind nicht in

diese spezielle Schule geben würden, wo

es ihr deutlich besser gehen würde. Sie

hatten nichts dagegen, aber dabei blieb es

erstmal. Beim Weihnachtsbasar unseres

christlichen Zentrums in Dakar war auch

die Schule für Taubstumme mit aktiv.

Hier kamen wir mit der Missionarin aus

Kanada ins Gespräch, die für die Schule

verantwortlich ist. Sie meinte: „Wenn ihr

das Mädchen anmelden wollt, solltet ihr

euch beeilen – es ist nur noch ein Platz

für ein Mädchen frei.

Also holten wir noch vor Weihnachten

Diarry und ihre Eltern nach Dakar, um

ihnen die Schule zu zeigen. Diarrys Vater

spricht kein Französisch, die Mutter nur

wenig. Es machte Mühe, ihnen zu erklären,

dass die Schule teuer ist und sie sich

mit dem ihnen möglichen Beitrag an den

Kosten beteiligen müssten. Der Vater

erklärte sich bereit acht Euro monatlich

und etwas Gemüse aus seinem Garten

beizusteuern. Auch Johann und ich übernahmen

einen Teil der Kosten.

Seit 9. Januar geht Diarry in Dakar zur

Schule. Wir kauften ihr noch Kleider,

Weil Diarry taubstumm ist,

wurde sie gehänselt, geschubst,

geschlagen und ausgelacht. Sie

hat gelitten und war sehr dünn

für ihr Alter.

Badehandtücher und einen Schulranzen

und gaben ihr alles in einem Koffer mit

Decke, Kissen und Laken mit. Sie war

überglücklich. Beim Abschied hat Diarry

geweint, sich dann aber beruhigt. Es ist

eine gute Schule. Dort sind 115 Kinder,

und alle sprechen die gleiche Sprache: mit

Gebärden! Wir beten, dass Diarry eine

gute Zukunft hat. Sie ist sehr offen für die

Liebe von Jesus.

Ostafrika

DMG-Hungerhilfe

Wo Krieg und Klimawandel

aufeinandertreffen

Ostafrika und die Sahelzone kommen

nicht zur Ruhe: Überall,

wo zur schlimmen Dürre noch Krieg

hinzukommt, nimmt die Hungersnot dramatische

Ausmaße an. Hunderttausende

im Südsudan, Somalia und Nordostkenia

sind betroffen. Ein Partner der DMG

hilft Hungernden sogar in umkämpften

Gebieten: Die kenianische Organisation

„TSM international“ führt folgende Hilfsmaßnahmen

durch, unterstützt durch die

DMG:

• Vertiefung von 16 Brunnen, um

Trinkwasser zu sichern. Jeder

Brunnen bedient 1.800 Menschen

und 500 Tiere, so werden 30.000

Menschen und ihr Vieh versorgt.

• Die Verteilung von Nahrung an

10.000 hungernde Familien rund um

den Tana-Fluss und die Städte Wajir

und Garissa im Frühsommer 2017.

• Die Bereitstellung einer Mahlzeit pro

Tag für 1.200 von der Hungersnot

betroffene Kinder an Schulen dieser

Region.

Der Leiter von TSM, Rev. Francis

(Garissa), ist am 21. Mai Gastredner beim

Erlebnistag der DMG (siehe Rückseite).

Wer mehr über unsere Hungerhilfe für

Ostafrika hören möchte, ist herzlich zu

diesem Tag der offenen Tür eingeladen.

Bitte beten Sie für die Menschen im

Dürregebiet, dass ihre Not gelindert wird

und Gott Regen schenkt. Auch um Bewahrung

für die Helfer von TSM und die

lokalen Christen, die sich in der Nothilfe

engagieren.

Andrew Howes

Personalleiter Afrika

Rev. Francis und Andrew Howes

DMG-informiert | 3 | 2017

15


AMERIKA

HAITI

Priscilla und Arne Clemm

Von Voodoo-

Geistern befreit

Mit 17 ändert sich ihr Leben radikal:

Eine Schulfreundin hat Rosalie zu

einem Evangelisationsabend eingeladen.

Aus Neugier geht sie mit in die Gemeinde

der Freundin. Bisher ist ihr Leben

und das ihrer Familie vom Voodoo-Kult

geprägt – einer animistischen Religion mit

afrikanischen Wurzeln, die auf Haiti stark

verbreitet und im Alltag, Kultur und dem

Denken der Menschen tief verwurzelt ist.

In dieser Religion geht es hauptsächlich

darum, Geistern bedingungslos zu

dienen. Ihnen blind Folge zu leisten und

sie mit allen möglichen und unmöglichen

Geschenken, Opfern und dem Versprechen

einer lebenslangen Bindung an sie

wohlwollend zu stimmen. Die Macht der

Voodoo-Götzen scheint grenzenlos. Wer

ihre Dienste in Anspruch nimmt, bezahlt

dafür hoch. Umsonst gibt es im Voodoo

gar nichts, alles hat seinen Preis. Und wer

diesen am Ende nicht aufbringen kann,

wird – so sagt man in Haiti – von den

Voodoo-Göttern gefressen.

Nun sitzt Rosalie hier und hört unfassbar

Schönes über Gott und Jesus

Christus. Von jetzt auf gleich steht ihre

Welt Kopf. Ein Gott, der uns Menschen

liebt und eine individuelle, einzigartige

Freundschaftsbeziehung zu uns haben

will? Ein Gottessohn der sein Leben für

uns geopfert hat, damit wir ewig leben?

Aus Gnade? Sie nimmt dieses Geschenk

für sich an; aus tiefstem Herzen, voller

Überzeugung und ganz kostenlos.

Rosalie weiß zu diesem Zeitpunkt

noch nicht, was für einen hohen Preis

sie für ihre Entscheidung dennoch wird

zahlen müssen. Als sie ihrer Familie von

ihrem neuen Glauben erzählt, reagieren

diese extrem negativ. Die Eltern reden

stark auf Rosalie ein. Um Druck auf ihre

Tochter ausüben zu können, weigert

sich der Vater, weiter für ihr Schulgeld

aufzukommen. Rosalie darf zwar noch zu

Hause wohnen, allerdings bekommt sie

nur Essen, wenn sie weiter regelmäßig an

Voodoo-Zeremonien teilnimmt. Immer

öfter kommen Familie und Freunde in

nächtlichen Ritualen zusammen und

flehen die Geister an, das junge Mädchen

„zur Besinnung zu bringen“. Trotz

vieler Anfechtungen, Demütigungen und

Misshandlungen hält Rosalie an Gottes

Gnade fest. Sie verlässt ihre Familie, ihre

Freunde, das Dorf in dem sie aufgewachsen

ist und beginnt mit Hilfe von Glaubensgeschwistern

ein neues Leben im

Vertrauen auf Jesus.

Geschichten, wie die von Rosalie, hört

Arne Clemm mit einer Straßenverkäuferin

aus der Nachbarschaft

man hier oft. Viele Menschen in Haiti sehnen

sich nach Befreiung aus dem Voodoo

und den damit verbundenen Zwängen.

Gottes Gnade ist für viele im wahrsten

Sinne des Wortes „Erlösung“. Allerdings

ist der Druck enorm, der auf Konvertiten

ausgeübt wird, die sich vom Voodoo weg

Jesus zuwenden. Deshalb versuchen viele

Haitianer einen gefährlichen Spagat zwischen

Voodoo und christlichem Glauben.

Tagsüber lebt man als Christ und nimmt

an Gemeindeveranstaltungen teil, nachts

gibt man sich bei Zeremonien und Ritualen

Voodoo-Geistern hin.

Bitte beten Sie, dass noch mehr Haitianer

zum Glauben an Jesus finden und

die Kraft bekommen, um (so wie Rosalie)

Gottes Gnade in vollem Ausmaß zu begreifen

und für sich anzunehmen – selbst

wenn es seinen Preis hat.

Wenn Sie mehr über das Leben in Haiti

und unsere Arbeit hier in den vergangenen

Jahren erfahren möchten, setzen

Sie sich einfach über die DMG mit uns in

Kontakt. Ab Juli sind wir für einige Zeit in

Deutschland.

Stichwort für Spende: P10095 Clemm

GEBURTEN

Nathanael Zorob (Naher Osten)

* 30.03.2017

VERSTORBEN

Käthe Sack (ehem. Kenia)

† 30.03.2017

16 DMG-informiert | 3 | 2017


PERU

Kerstin Abbas

Vergebliche Liebesmühe?

Seit 2001 bin ich unterwegs und

helfe Straßenkindern in Lima und

Huaraz. Manchmal fragen mich Leute,

wieviel obdachlose Kinder in dieser

Zeit weggekommen sind von der Straße.

Weil ich nicht mit einer genauen

Erfolgsstatistik antworten kann, sagen

sie manchmal: „Ist euer Einsatz nicht

vergebliche Liebesmühe?“ Nein, denn

Gottes Gnade verändert Leben. Er verändert

Straßenkinder und befähigt sie,

Gottes Liebe mit anderen Menschen zu

teilen:

In DMG-informiert 6/2015 (S. 18) berichtete

ich von Victor, alias Mosquitas.

Victor war einer der schwierigsten Straßenjungen,

den ich je erlebt habe, ein Einzelgänger

und gewalttätig. Seine Kumpel

fürchteten ihn. Viele Jahre verbrachte er

einsam auf der Straße, verstrickt in Drogenmissbrauch

und Kriminalität. Als er

volljährig wurde, landete er im Gefängnis.

Und genau dort, in Drogenabhängigkeit

und einem überfüllten, trostlosen Gefängnis

begegnete Victor Gottes Gnade.

Dankbar erinnert er sich an jenen Tag

im August 2007, als er Jesus sein Leben in

die Hände gelegt hat. Es ist ein Wunder,

was sich seitdem alles verändert hat.

Victor hatte nie einen Rückfall in Drogen

und

Obdachlosigkeit.

Kontinuierlich

sahen wir

positive Veränderungen.

Vor zwei Jahren

bat ihn die Gemeinde,

der er sich angeschlossen

hatte, den Pastor von Chiclayo, im

Norden Perus, bei Gefängnisbesuchen

zu unterstützen. Ab und zu kam er nach

Lima und berichtete unserem Team, was

Gott in seinem Leben tat.

Vor einem Jahr teilte er uns mit, dass

er die Frau fürs Leben gefunden hat und

heiraten wollte. Wir freuten uns und

erklärten ihm, wie

wichtig es ist, sich als

Paar gut auf die Ehe

vorzubereiten. Die

Argumente schienen ihn

nicht zu überzeugen.

Zum Schluss meinte

ich, wenn er so schnell

heiraten würde, könne

ich leider nicht dabei

sein, weil ich bis Oktober in Deutschland

sei. „Ah, dann warte bis ich Oktober“,

lächelte er spontan. Die Hochzeit wurde

also auf Januar geplant, auf Februar ver-

Dankbar erinnert sich

Victor an den Tag,

als er Jesus sein Leben

in die Hände gelegt hat.

Es ist ein Wunder,

was sich seitdem

verändert hat.

Die Hochzeit

von Victor

schoben und fand dann tatsächlich am 10.

März statt. Es war wunderschön.

Unweigerlich gingen meine Gedanken

ein Jahrzehnt zurück in Limas nächtliche

Straßen. Ich erinnerte mich an den immer

etwas abseits stehenden Mosquitas. Hier

stand er vor mir, der strahlende

Victor, frei von Drogen,

glücklich und gläubig,

und feierte mit 270 Gästen

seine Hochzeit in einem

wunderschönen Garten.

Was für eine Gnade! Ein

Riesengeschenk Gottes, das

ich auch in meinem eigenen

Leben und im Leben vieler

früherer Straßenkindern sehen durfte.

Dafür danke ich Jesus und Ihnen, liebe

Unterstützer, von Herzen.

Kinderbücher der DMG

Neu: Auch für

Kindergottesdienste

EINZELPREIS

8,95 €

Ab 7 Jahre

Nachts draußen

bei den Skorpionen

Luka-Geschichten aus Afrika

Dr. Gisela Roth

„Ob der Schakal wohl weiß, dass wir keine Angst vor ihm

haben?“ Ihr merkt schon, Luka lebt in Afrika. Seine Eltern

sind Missionare. Er besucht gerne Freunde auf dem Kamelmarkt,

beobachtet Sonnenvögel und Antilopen. Erlebt mit,

wie Luka in Lebensgefahr gerät und nachts draußen bei den

Skorpionen seine größte Mutprobe besteht. Mit Vorwort von

Magdalene und Traugott Hopp (MK-Care).

EINZELPREIS

Ab 4 Jahre

Lino, der

Melonendieb

Ein Erlebnis aus Südamerika

Marianne Diemer

7,95 €

Lino lebt mit seinen Eltern und seinen kleinen Geschwistern

mitten in Brasilien am Rande einer großen Stadt. An einem

sonnigen, heißen Tag bringt sein Vater eine Wassermelone

mit nach Hause. Am Abend wollen sie die leckere Frucht

gemeinsam essen. Doch dann …

Kinderbuch von Missionarin Marianne Diemer zum Vor- und

Selbstlesen. Im Buch enthalten DVD mit Bonusmaterial auch

für Kindergruppen: die Geschichte als Film in Bild und Ton,

als Präsentation zum Selbsterzählen sowie ein schöner Kinderstundenentwurf.

DMG-informiert | 3 | 2017

17


AMERIKA

PERU

Annekathrin Dörffel

Annekathrin

und Rosalia

Wahre Freundschaft

Bei Elis

Beerdigung

Um 6.32 Uhr morgens erreicht mich

der Anruf von Rosalia. Ich höre

nur verzweifeltes Weinen und die Worte:

„Eli ist gegangen!“ Drei Minuten später

dann der Anruf der Pastorin – Rosalias

Ehemann ist plötzlich und unerwartet an

einer Hirnblutung gestorben. Noch völlig

benommen und fassungslos mache ich

mich auf den Weg zum Krankenhaus, um

Rosalia beizustehen. Wir sagen nicht viel

als ich eintreffe. Lange stehen wir in einer

Umarmung da. „Warum?“, fragt Rosalia

unter Tränen. „Ich weiß es nicht, aber

Gott weiß, was er tut“, antworte ich.

Für zwei Tage wird Eli zu Hause aufgebahrt

und jeder kann kommen, um

bei der Familie zu sein und Abschied zu

nehmen. An beiden Abenden sind etwa

200 Leute da: Verwandte, Freunde, Kollegen

und Christen aus den verschiedenen

Gemeinden Abancays. Ich helfe, wo ich

kann: Getränke verteilen, Teller kaufen,

den Boden fegen …

Am dritten Tag findet die Beerdigung

statt, und Rosalia bittet mich, während

des Trauergottesdienstes mit ihren zwei

Kindern spazieren zu gehen. Mit Jeremy

und Melannie gehe ich durch die Stadt.

Jeremy erklärt mir alles über Pokemon.

Zusammen schauen wir uns fleischfres-

sende Pflanzen an, bevor wir in ein Café

gehen, um eine Kleinigkeit zu essen.

Mehrere Hundert Menschen laufen

mit dem Trauerzug durch die Straßen bis

zum Friedhof, um Eli die letzte Ehre zu

erweisen.

Danach kehrt der Alltag wieder ein, das

Leben geht weiter. Die vielen Menschen

von der Trauerfeier lassen sich nicht

wieder blicken. Rosalias Haus ist leer, ihr

Herz gebrochen.

Bereits vor Elis Tod hatten Rosalia und

ich eine enge Freundschaft. Wir waren

oft zusammen unterwegs, haben uns

gegenseitig besucht,

Sorgen und Freuden

miteinander geteilt.

Der plötzliche Tod von

Eli hat unsere Freundschaft

vertieft und uns

noch enger zusammengeschweißt.

Rosalia

hat trotz allem ihren

Glauben und ihr Vertrauen in Gott nicht

verloren. Vielmehr ist ihre Beziehung zu

Jesus tiefer als zuvor – und ich bewundere

ihre Stärke und ihr Gottvertrauen.

Wir sprechen viel über Eli, gemeinsame

Erlebnisse und was ihn ausgemacht hat.

In den zwei Wochen vor seinem Tod hat

Nach der Trauerfeier

kehrt der Alltag wieder ein.

Die Menschen lassen sich

nicht mehr blicken.

Rosalias Haus ist leer,

ihr Herz gebrochen.

Eli öfter darüber geredet, dass man bereit

sein muss zu sterben; nicht nur zu sterben,

sondern auch mit Gott im Reinen

zu sein. Für viele Jugendliche aus der Gemeinde

war Eli wie ein Vater und großer

Bruder, jetzt ist er ihnen ein Vorbild, um

ein Leben zu führen, das Gott ehrt.

Für Rosalia und ihre Kinder geht das

Leben weiter. Es gibt Tage, an denen sie

Trauer, Schmerz und die innere Leere

einholen. Doch sie hält fest an Gott.

Letzte Woche hat sie mich begleitet, um

den Campingplatz für die nächste Freizeit

zu reservieren. Und Rosalia hat gleich die

Gelegenheit genutzt, um den Besitzern

von ihrem Verlust und von Gott zu erzählen.

Es war wunderbar,

ihr zuzuhören.

Es ist ein Privileg,

Rosalia zur Freundin

zu haben, in dieser

schweren Zeit für sie

dazusein und miterleben

zu dürfen, wie

Gott sie immer wieder

aufrichtet und ihr Kraft für die nächsten

Schritte und den Alltag gibt. Ich bete

darum, dass er mir zeigt, wie ich eine

gute Freundin und Stütze für sie und ihre

Kinder in dieser Trauerzeit sein kann.

Bitte beten auch Sie für Rosalia, Jeremy

und Melannie.

18 DMG-informiert | 3 | 2017


TERMINE

HERZLICHE EINLADUNG

Veranstaltungen:

16.–18.06.2017: Missionswochenende Schmalfeld

24640 Schmalfeld, Tel. 04191 85769

18.06.2017, Gebetssonntag Amerika

ab 10 Uhr: Buchenauerhof, Tel. 07265 959-0

18.06.2017: Missionsgottesdienst

75223 Niefern-Öschelbronn,

Tel. 07233 810079

25.06.2017: Missionstag Pfalz

67433 Neustadt/Weinstraße,

Tel. 06321 2678

28.–29.06.2017: 24-Stunden-Gebetstag

Buchenauerhof, Tel. 07265 959-0

www.DMGint.de/24h-Gebet

22.–23.07.2017: JuMi 2017 (siehe Rückseite)

Buchenauerhof, www.jumi.online

08.–13.10.2017: Missionsfreizeit im Henhöferheim

76332 Bad Herrenalb/Neusatz,

Tel. 07083 2385

12.–19.08.2017

Auszeit

mit Inhalt

Erholsame Tage

auf dem Buchenauerhof

Ruhe plus anspruchsvolle geistige und geistliche Kost. Blitz-

Bibelarbeiten mit Pfr. Günther Beck (DMG/Foto). Farsi-

Sprachkurs* mit Dr. Claus Homuth und weitere Seminare zur

Auswahl. Ab 345 Euro p.P. mit Vollpension im DZ

Information und Anmeldung:

Tel. 07135 963713, www.auszeit-mit-inhalt.de

* Teilnahme am Schnupperkurs Farsi auch unabhängig von der Auszeit möglich

Treffen Sie uns am Infostand bei:

02.–05.06.2017: WeMiKo der SMD in 35325 Mücke

05.06.2017: WAW – Fest der weltweiten Kirche

und Mission, Hospitalhof, Stuttgart

www.da-weht-freiheit.de

15.06.2017: Christustag in Stuttgart

www.christustag.de

Impressum

Herausgeber:

DMG interpersonal e.V.

Buchenauerhof 2, D-74889 Sinsheim

Tel.: 07265 959-0, Fax: 07265 959-109

WhatsApp: 07265 959-100 • Kontakt@DMGint.de • www.DMGint.de

Bei Adressänderungen: Tel. 07265 959-128, Adressen@DMGint.de

Schriftleitung: Dr. Detlef Blöcher

Redaktion: Theo Volland (Redaktion@DMGint.de)

Layout: David Spieth

Erscheinung: Sechsmal jährlich

Titelfoto: Familie Born, ehem. Malawi

Spendenkonten:

Volksbank Kraichgau, DMG

IBAN: DE02 6729 2200 0000 2692 04

BIC: GENODE61WIE

Schweiz: Swiss Post, SMG

Vermerk: DMG

IBAN: CH92 0900 0000 8004 2881 3

BIC: POFICHBEXXX

Die Arbeit der DMG ist als steuerbegünstigt anerkannt. Spenden werden

im Rahmen der Satzung entsprechend der Zweckbestimmung für

missionarische oder mildtätige Zwecke eingesetzt. Stehen für ein Projekt

ausreichend Mittel zur Verfügung, wird die Spende für einen ähnlichen

satzungsgemäßen Zweck verwendet.

Bitte geben Sie im Überweisungsträger das Stichwort, den Namen

eines Missionars, „DMG“ oder „Wo am nötigsten“ an. Herzlichen Dank!

Datum Datum Unterschrift(en)

IBAN IBAN

06 06

Angaben Kontoinhaber: zum Kontoinhaber: Name, Vorname/Firma, Name, Vorname/Firma, Ort Ort (max. 27 Stellen, keine Straßen- oder Postfachangaben

PLZ Freundesnummer Straße Spenders: (falls bekannt) (max. 27 Stellen) PLZ und Straße des Spenders

Spenden-/Mitgliedsnummer Missionarsnummer/Projektnummer oder Name des Stichwort Spenders bzw. - (max. Name 27 Stellen) des Missionars

ggf. Stichwort

Betrag: Euro, Euro, Cent Cent

G E N O D E 6 1 W I E

Danke!

BIC BIC des des Kreditinstituts (8 oder 11 Stellen)

SPENDE

SPENDE

D E 0 2 6 7 2 9 2 2 0 0 0 0 0 0 2 6 9 2 0 4

IBAN IBAN

D M G 7 4 8 8 9 S i n s h e i m

Angaben zum zum Zahlungsempfänger: Name, Name, Vorname/Firma (max. 27 Stellen, bei maschineller Beschriftung max. 35 Stellen)

Name Name und und Sitz Sitz des des Überweisenden Kreditinstituts BIC BIC

Staaten in in Euro. Euro.

SEPA-Überweisung/Zahlschein

Für Für Überweisungen

in in Deutschland und und

in in andere EU-/EWR-

-


07265 959-100

Erlebnistag

21. Mai 2017 | 10–18 Uhr

Buchenauerhof 74889 Sinsheim

Ein Tag der offenen Tür

für die ganze Familie

» Gottesdienste mit Flair

» Interaktive Ausstellungen für Jung und Alt

» Führungen über den Buchenauerhof

» Knetgummibibelabenteuer

» Kulinarisches aus aller Welt

» Kunst erleben

» Gebetsparcours

» Mini-Seminare und Workshops zum Mitmachen

» Ponyreiten für Kinder www.DMGint.de/Erlebnistag

Mit Botschaften des jungen

Theologen Timo Goseberg

DMG DMG und undTSA TSA Präsentieren:

2017

Das Das Jugend-Missions-Event

22. 22. und 23. Juli

2017

Buchenauerhof

Sinsheim

www.jumi.online

www.jumi.online

Mit Musik von Chris Lass

Vor und 500 Predigten Jahren von Timo veränderte

Goseberg

Luther die Welt. Motiviert von

Liebe besann er sich auf zentrale

Werte der Kirche zurück.

Wie Jesus

erneuert

Wie Jesus

erneuert

Herbstmissionsfest

24. September 2017 ab 10 Uhr

Buchenauerhof, Sinsheim

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