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Ausstellungskatalog Azwo12 - Schloss Werdenberg

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12

A

ZWO

www.schloss-werdenberg.ch/azwo12

FORUM WERDENBERG

PRÄSENTIERT DIE

2. KURATIERTE AUSSTELLUNG

MIT KUNSTSCHAFFENDEN

AUS DEM WERDENBERG UND

DEM FÜRSTENTUM LIECHTENSTEIN.

05. – 30. SEPTEMBER 2012

SCHLOSS WERDENBERG


CÉCILE BECK

DORIS BÖSCH

EDGAR BÜCHEL

DENIS EGGENBERGER

EVI KUNKEL

BERNARDA MATTLE

SANDRO MONTONATO

MARKUS PLAT

RUTH PLESCHKO

ASTRID SCHABACK-ULRICH

CORINA SCHALT EGGER

MARCO SCHENETTI

ADRIAN SCHERRER

MANFRED SCHIEFER

JÜRG ANDREA SCHÜRCH

MALU SCHWIZER

BENJAMIN SIEGENTHALER

STRAFANSTALT SAXERRIET


LIEBE BESUCHERINNEN UND

BESUCHER DER «AZWO12»

Das Forum Werdenberg, einer der Programmbausteine des Vereins

Schloss Werdenberg, ist sehr bedacht auf Kulturvermittlung sowie auf

Kunst- und Kulturförderung in der Region Werdenberg und Liechtenstein.

Unter diesem Aspekt hat 2011 die erste grosse grenzüberschreitende

Kunstausstellung «Azwo11» in der Buchser Lokremise stattgefunden.

Gezeigt wurden Werke von 85 Profis wie auch Autodidaktinnen und Autodidakten.

Aus dieser anregenden Vielfalt nominierte eine Fachjury zehn

Kunstschaffende. Acht davon sind Teil der aktuellen Ausstellung.

Anfang 2012 gab es eine zweite Ausschreibung. Die diesjährigen Jurymitglieder,

Monika Michels, Kunstschaffende aus Schaan, Florian Werner,

Galerist aus Bregenz, und Willy Dinner, Kunstschaffender aus Buchs,

wählten aus den eingegangenen Bewerbungen zehn weitere Künstlerinnen

und Künstler aus.

Die 18 Werke repräsentieren das vielseitige Schaffen in der Region. Die

Kunstobjekte fügen sich in das Schlossambiente ein und regen dazu an,

Neues zu entdecken und Bekanntes zu vertiefen. Wir sind stolz, Ihnen

eine Ausstellung zu bieten, die Fotografie, Malerei, Skulpturen wie auch

Installationen beinhaltet.

Gerne laden wir Sie dazu ein, sich selbst einen Überblick zu verschaffen.

Esther Portmann

Projektleitung «Azwo12»


CÉCILE M.

BECK

Die analoge Fotografie ist ein 1:1-Abzug vom Negativ ohne Hilfsmittel

oder Bearbeitung am PC. Die Künstlerin holt Verborgenes nach vorne.

Sie transformiert – allein mit Hilfe von Objektiven, verschiedenen

Belichtungszeiten und besonderen Blickwinkeln – Konkretes in der Natur

zu rätselhaften, poetischen Farbkompositionen. Ihre Themen sind das

Wasser, das Verborgene, Nichtbeachtete, die Natur und der Mensch

im Kosmos.

Cécile M. Beck, geboren 1956 in Horgen, wohnhaft in Vaduz. Freie

Journalistin und freie Künstlerin. Thematische und interdisziplinäre

Arbeit in den Bereichen Literatur, Fotografie, Malerei und Skulptur. Ausstellungen

in FL, CH, D, GB. Weiterbildungen: Holzbildhauerworkshop

an der Kunst schule Liechtenstein, Studium FFR Farbe-Form-Raum

mit Kunstgeschichte an der Schule für Gestaltung St.Gallen, Künstlersymposium

«meeteinander» Vaduz der Internationalen Bodenseekonferenz

in der Sparte Fotografie (Cyanotypien), Steinbildhauen an der

Scuola di Scultura in Peccia (Tessin), Aktzeichnen, gegenständliches

Zeichnen, Papierschöpfen, Druckgrafik, Radierungen, Aquatinta.

www.artleasing.li

José María Sánchez-Verdú

1

OHNE TITEL

2011

Analoge Fotografie

Forex, 100 x 70 cm


DORIS

BÖSCH

Frauen definieren sich über ihre Haare. Dabei fasziniert die Künstlerin

die Textur, die Körperlichkeit des menschlichen Haares. Haar, welches

altert, grau wird, franst und Spuren zeigt. Das Sammeln und Sichten

sowie Ordnung halten ist eine Form des Bewahrens.

Doris Bösch, geboren 1955 in Altstätten, lebt und arbeitet in Grabs.

Vorkurs an der Schule für Gestaltung in St.Gallen. Ausbildung zur

Kindergärtnerin. Verschiedene Kunstweiterbildungen an der Schule für

Gestaltung in St.Gallen. FFR Farbe Form Raum in St.Gallen. Abschluss

im Modul Gestaltung an der Pädagogischen Hochschule in Rorschach.

Diverse Gemeinschaftsausstellungen im In- und Ausland.

José María Sánchez-Verdú

2

BEUTE

2012

Installation, Frauenhaar

in Plastikbeuteln

in Schaukasten

100 x 100 x 10 cm


EDGAR

BÜCHEL

Der Eisenplastiker Edgar Büchel beschäftigt sich seit über zehn Jahren

mit der Kunst des Recyclings rostiger Stahlteile. Der Autodidakt verschweisst

Fundstücke aus altem Stahl und erweckt sie zu neuem Leben.

In völliger Selbstverständlichkeit erhalten die ausgedienten Teile einen

neuen Zweck, als hätten sie nie eine andere Bestimmung gehabt.

Edgar Büchel, geboren 1970, lebt mit seiner Familie in Balzers. Gelernter

Mechaniker und Eisenplastiker. Fertigt im Auftrag auch Gebrauchsgegenstände

für Haus und Garten sowie Grabmale. Diverse Ausstellungen

und Dauerinstallationen in Liechtenstein und der Schweiz.

www.eisenplastiker.li

José María Sánchez-Verdú

3

DER MONDTANZ

2011

Stahl patiniert, geölt

52 x 34 x 25 cm


DENIS

EGGENBERGER

Ein massiver Berg strahlt, eine leichte Wolke schwebt; es wirbelt

flüchtiges Gold und dickflüssiges Blut tropft. Nur ein ausgebreiteter

Teppich, über dem ein scheinbar zufälliges Treiben im Gange ist,

ruht. Der Betrachter sieht sich mit der Inszenierung eines Götterbergs

konfrontiert, der Segen und Verderben zugleich verspricht. Die künstlerischen

Arbeiten von Denis Eggenberger greifen eine archaische

Symbolsprache auf und setzen vermeintlich bekannte Urbilder aus der

Mythologie, der Alchemie und der Sagenwelt neu zusammen.

Denis Eggenberger, geboren 1974 in Altstätten, aufgewachsen im

Werdenberg, lebt und arbeitet in Schwamendingen. Mechaniker, Lehrer

für Gestaltung und Kunst. Ausstellungen im Helmhaus Zürich, Kunsthalle

St.Gallen, Kunsthalle Arbon, Galerie Station21 Zürich, Siedlung

Grünau Zürich, Performancetage Selamatt, Städtli Galerie Werdenberg,

Goldener Stift Frauenfeld, Alte Gerberei Männedorf, Melvins Zürich.

José María Sánchez-Verdú

4

VOR DEM GIPFEL

DES ZUFALLS

2012

Installation, Video und

bildnerisches Gestalten

250 x 150 cm


EVI

KUNKEL

In einem Ringbuch versammeln sich verschiedene Gesichter und Karikaturen,

in Aquarell und mit Tuschfeder gezeichnet. Die Betrachterinnen

und Betrachter sind zum «Schmökern» aufgefordert.

Evi Kunkel, geboren 1938 in Wien, lebt und arbeitet in Schaan. Absolventin

der Meisterklasse für Photographie an der Grafischen Lehr-

und Versuchsanstalt Wien, Meisterdiplom. Zahlreiche Weiterbildungen

in Aquarelltechnik, Öl- und Acrylmalerei sowie Radierungen. Seit 1979

Mitglied der «Palette 10», einer Freundesgruppe von Malerinnen und

Malern. Langjährige Kursleiterin für Aquarellkurse in der Liechtensteiner

Erwachsenenbildung. Zahlreiche Ausstellungen im Fürstentum Liechtenstein,

im Werdenberg, sowie in Monaco und Wien.

José María Sánchez-Verdú

5

FACEBOOK

2012

Aquarell und Tuschfederzeichnung

35 x 35 cm


BERNARDA

MATTLE

Ein Torso als Gefäss und als dreidimensionale Leinwand vermag Geschichten

in einer verschlüsselten Formensprache zu fassen und zu

erzählen. Die Skulptur lässt dem Betrachter Spielraum und möchte der

heutigen Verstandskultur die Macht der Gefühle entgegensetzen.

Bernarda Mattles Werke sind Spiegelbilder des Lebens, auf die sich

objektive, soziale oder kulturelle Bewegungen genau so niederschlagen

wie subjektiv empfundene Wichtigkeiten.

Bernarda Mattle, geboren 1957, lebt und arbeitet im Werdenberg.

Ausbildung zur Keramikerin. Kunstgewerbeschule Zürich. Ausbildung

in Kunst- und Ausdruckstherapie. Teilzeitangestellte im Strafvollzug.

Initiantin LandArte 2003. Verschiedene Gruppen- und Einzelausstellungen.

Theater- und Ausdrucksprojekte. Werkstatt im Städtli Werdenberg.

www.toepfereiwerdenberg.ch

José María Sánchez-Verdú

6

ERZÄHLENDE

KERAMIK

2012

«La Donna» aus dem

Zyklus «Fragment der

Erinnerungen»

Figur 29 x 50 x 17 cm,

Sockel 30 x 110 x 30 cm

Skulptur, Keramik


SANDRO

MONTONATO

Der junge Mann im Vordergrund wirkt glücklich, auch wenn er ohne

Schirm durch den strömenden Regen geht. Hat er soeben erfahren,

dass er Vater wird? Oder hat er seinen Traumjob erhalten? – Das Werk

hat keinen Titel, da es jeder Betrachter nach seinen eigenen Gefühlseindrücken

und Erfahrungen interpretieren und benennen kann.

Sandro Montonato, geboren 1971, lebt und arbeitet in Buchs. Nachdem

sich der Autodidakt schon mehrere Jahre erfolgreich mit der plastischen

Kunst auseinandersetzte, begann er vor zwei Jahren mit der Malerei.

Diverse Ausstellungen im Werdenberg und im Fürstentum Liechtenstein:

Belmundo Galerie Buchs, Garage Heidegger Triesen, Rathaussaal

Schaan (während des Life Festivals). Aktuell: Ausstellung beim Liechten -

steinischen Fussballverband LFV.

José María Sánchez-Verdú

7

OHNE TITEL

2012

Öl auf Baumwolle,

Spachteltechnik

195 x 130 x 4 cm


MARKUS

PLAT

Zeugten die Häuserfassaden früher mit geschwungenen Simsen,

runden Säulen und Figuren vom Tun und Wohlstand ihrer Besitzer, so

wirken sie heute kalt, bedrohlich, aggressiv. Die FOTOGRAFIK ist Teil

einer Serie, die für solche Fassaden Gefühle wecken will, indem Fotos

zerschnitten und neu als Grafik zusammengesetzt werden. Zur Verstärkung

der Wirkung sind sie grundsätzlich in Schwarzweiss gehalten.

Das Werk ist Ausdruck einer grossen Faszination für Gebäudefassaden

in Städten.

Markus Plat, geboren 1966, lebt und arbeitet in Buchs. Fotografiert seit

2004. Diverse Weiterbildungen in analoger und digitaler Fotografie

sowie Bildbearbeitung bei Sepp Köppel, an der Kunstschule Liechtenstein

und bei Wowart in Chur. Mitglied beim Fotoclub «Spektral».

Diverse Ausstellungen in der Region Werdenberg.

José María Sánchez-Verdú

8

FOTOGRAFIK

2012

Fotografie, in Photoshop

bearbeitet

150 x 55 cm


RUTH

PLESCHKO

Bei AUTOBAHN handelt es sich um eine Serie von Ölbildern, die ausgehend

von auf langen Autobahnfahrten gemachten Fotos entstanden.

Verschwommene Farbmuster und unscharfe abstrakte Formen lassen

von weitem betrachtet da und dort bekannte Silhouetten erahnen.

Ruth Pleschko, geboren 1960 in Linz, verheiratet, drei Kinder, lebt und

arbeitet in Triesen. Studienjahr an der Schule für Gestaltung St. Gallen

(Farbe Form Raum). Weiterbildungskurse an der Hochschule für Gestaltung

und Kunst Zürich. Besuch der Sommerakademie Traunkirchen

(Malklasse Xenia Hausner) und der Kunstschule Wetzikon (Kunstklasse).

Diverse Ausstellungen im Werdenberg und Sarganserland, in der

Galerie 422 in Gmunden, im Alten Zeughaus Teufen sowie in Luzern.

José María Sánchez-Verdú

9

AUTOBAHN

2012

Öl auf Leinwand

100 x 70 cm


ASTRID

SCHABACK-ULRICH

Warum Frauen in langen Kleidern? Egal ob elegant oder modern – Frauen

in langen Kleidern verkörpern pure Weiblichkeit. Eine zweite Figurengruppe

kontrastiert diese Eleganz. Ohne Kleider stellen die drei Frauen

nur sich selbst dar und leben durch ihre Körpersprache.

Astrid Schaback-Ulrich, geboren 1962 in Goldach, Mutter von zwei

Kindern, wohnhaft in Weite. Ausbildung am «Fashion Institute of Design

& Merchandising» in San Francisco (USA) zur Designerin. Arbeit als

Designerin in CH-Produktionsbetrieb bis zur Geburt der Kinder. Diverse

Weiterbildungskurse in Tonverarbeitung, Schweissen und bildnerischem

Gestalten.

José María Sánchez-Verdú

10

JA! NEIN! WARUM! /

LASST UNS TANZEN

2012

Gruppe aus 2 x 3

Figuren, 75 x 75 cm

Paverpol, Gartendraht

und Aluminiumfolie;

gestaltet mit Textilversteifer

und Farbe


CORINA

SCHALTEGGER

In CONCERTRACE II wird eine Klangkomposition mit dem Thema

Heim komme / Weggehen als visuell wahrnehmbare Registrationen

fest gehalten. Mittels eigens gebauter Apparaturen entsteht aus

dem unsichtbaren Phänomen Klang ein Bild, das sich auf einer Glasplatte

manifestiert.

Corina Schaltegger, geboren 1989, lebt und arbeitet in Grabs und

Luzern. Gestalterischer Vorkurs an der Hochschule Luzern. Bachelor

«Kunst und Vermittlung» an der Hochschule Luzern. Ausstellungen:

Galerie Claudine Hohl, Zürich, Gruppenausstellung, 2009; Gruppenausstellung,

2011; «Tandem», Sursee St. Urbanhof, Gruppenaus stellung,

2011. Publikationen: «Tandem», Schweizer Kunstverein, Hochschule

Luzern – Design & Kunst, 2011.

José María Sánchez-Verdú

11

CONCERTRACE II

2012

Installation, Zeichnung

und Performance

Zeichnung,

90 x 55,6 cm


MARCO

SCHENETTI

Auf dem Feld steht eine Gruppe – Männer, Soldaten, Freunde. Schwerter

klingen – es sieht aus wie eine Aufführung an einem Sommerabend

Week End.

Marco Schenetti, geboren 1975, aufgewachsen und wohnhaft in Buchs.

Autodidakt mit diversen Kursen in Feldkirch, Zürich und Montreal.

2008 längerer Aufenthalt in New York. Ausstellungen u.a. im Bickelmuseum

Walenstadt und an der «jungkunst» in Winterthur.

José María Sánchez-Verdú

12

KNIGHTS AND

WEEK ENDS

2012

Gemälde, Öl auf

Baumwollstoff

310 x 213 x 6 cm


ADRIAN

SCHERRER

Geprägt von einem unbeabsichtigten, unkontrollierbaren, von Angst

und gleichzeitig einem unglaublich eindrücklichen Gefühl von Nichts

be gleiteten Gleitschirm-Blindflug mitten in eine Wolke hinein, zeigt eine

Werkserie Mischzustände – Diffusionen – zwischen fester Form

und deren Auflösung. In DIFFUSION VI bilden Wolken einen Gegenpol

zu Bergen als beständige, unveränderbare Materie.

Adrian Scherrer, geboren 1978, wohnhaft in Grabs. Lehre als Grafiker.

Zwei Jahre in der Kreation einer Werbeagentur in Zürich. Seit 2003

selbständiger Visual Inventor in Buchs mit Schwerpunkt Corporate

Design und Illustration. Seit 2007 ebenfalls Lehrer für Information

und Kommunikation sowie Gestalten an der Gestalterischen Berufsmaturitäts

schule in Buchs.

www.studioa.ch

José María Sánchez-Verdú

13

DIFFUSION VI

2012

Öl auf Sperrholz

140 x 90 cm


MANFRED

SCHIEFER

MARIA FATIMAH ist ein Werk aus einer Reihe mit Lichtritualbildern, die

an Kraftorten – in Kirchen, Moscheen, aber auch in der Natur – aufgenommen

wurden. Die Ergebnisse sind so unvorhersehbar wie unterschiedlich.

Sind die Bilder Zeichen des Zufalls oder einer höheren

Macht? In den Differenzen manifestieren sich unterschiedliche Anschauungen

der Religionen, die den Bildern innewohnende Faszination ist

Ausdruck ihrer philosophischen Gemeinsamkeiten.

Manfred Schiefer, geboren 1960, lebt in Buchs. Arbeiten als Journalist,

Autor und Herausgeber. Autodidaktische Beschäftigung mit Fotografie,

die später auch die Arbeit als Musikjournalist begleitet. Diverse Buchveröffentlichungen.

Seit den 1990er-Jahren Ausstellungen und Projekte

in den Bereichen Fotografie und Internet-Kunst.

José María Sánchez-Verdú

14

MARIA FATIMAH

(AUSSCHNITT)

2012

Lamda-Print auf Alu-

Dibond, Holzrahmen

171,5 x 52 x 3 cm


JÜRG A.

SCHÜRCH

Älteres, stinknormales Ehepaar,

beide etwas exzentrisch, kinderlos.

Aus eher einfachem Holz geschnitzt.

Gezeichnet von kargem, hartem Leben

das Spuren hinterlassen hat.

Sie, respektvoll etwas hinter ihm,

stehen sich zur Seite,

ewig verbunden mit Bodenhaftung.

Sie stehen mit beiden Beinen

auf ihrer gemeinsamen Beziehungskiste

bis der Tod sie scheidet.

Jürg Andrea Schürch, geboren 1956, lebt und arbeitet in Grabs.

Dipl. Ing. Arch / Stadtplaner UCL. Unabhängiger Bauherrenvertreter Svit

KUB. Freier Gestalter Gesamtkunst. Selbständig seit zirka 17 Jahren.

Wettbewerbe Architektur, Städtebau, Kunst am Bau.

José María Sánchez-Verdú

15

DIE BEIDEN

APPENZELLER

QUERKOPF

UND QUADRAT­

LATSCHI

2012

Gruppe aus 2

grafischen Holzplastiken

25 x 80 x 10 cm

auf Sockel


MARIA-LUISE (MALU)

SCHWIZER

Die Aufnahmen für für diese fotografische Arbeit wurden direkt im

Schloss Werdenberg inszeniert. Zwischenwelt – unsichtbare und doch

spürbare Menschen – die in einem Zwischendasein fragiler Existenz

ausharren; Wesen in einem Schwebezustand pendelnd zwischen

Himmel und Erde und der Erwartung auf eine Neugeburt oder die Ewigkeit.

Nackte Seelen – die ichlos in einem Zwischendasein ausharren.

Maria-Luise Schwizer (Malu), geboren 1961, lebt und arbeitet in Triesen.

Hauptberuflich Fotografin. Mitglied bei der Gesellschaft für Fotografie FL,

Fotoclub «Spektral» und FIAP (Fédération Int. de L`Art Photographique).

Diverse Ausstellungen in Liechtenstein und in der Region Werdenberg.

José María Sánchez-Verdú

16

ZWISCHENWELT –

NACKTE SEELEN

2012

Fotografien auf Fine

Art Papier, aufgezogen

auf Dibond

100 x 75 cm


BENJAMIN

SIEGENTHALER

Das Werk ist Teil einer Bilderserie, in der eine grosse Leidenschaft

für Skizzen und Farben in einer wirkungsvollen Dimension dargestellt

wird. Als Vorlagen dienen Kritzeleien und Skizzen, die auf Reisen

im Zug oder aus Langeweile auf Fresszetteln und Schulbüchern

entstehen. Das saubere und glatte Vergrössern der unverkrampften

und manchmal sogar ungewollt guten «Würfe» ist eine grosse

Herausforderung. SPILA SETI ist ein süsses Sediment, das darauf

wartet, an die Erdoberfläche befördert zu werden.

Benjamin Siegenthaler, geboren 1979, wohnhaft in Buchs. Lehre als

Bildhauer. Projektleiter innovativer Events. Bau verschiedener Rauminstallationen.

Breites Schaffen mit Collagen, Bildern und kuriosen Dingen.

Bedient sich einer grossen Bandbreite künstlerischer Ausdrucksformen,

um sein Weltverständnis darzustellen.

www.benjaminsiegenthaler.com

José María Sánchez-Verdú

17

SPILA SETI

2012

Mischtechnik auf

Metall

150 x 150 x 2.5 cm


TEILNEHMER DES PROGRAMMS

ZUR INDIVIDUALFÖRDERUNG

IN DER STRAFANSTALT SAXERRIET

Freiheit ist ein sehr kostbares Gut. Deshalb werden die individuellen

Interpretationen zu diesem Thema in transparenten Würfeln geschützt,

aber sichtbar gehortet. Die Arbeiten der Insassen der Strafanstalt

Saxerriet konfrontieren mit Fragen wie diesen: Ist Freiheit nur ein Gefühl?

Wo beginnt Freiheit? Was braucht es, damit ich mich frei fühle? Sind

Menschen ausserhalb des Gefängnisses tatsächlich frei? Wo ist die

wahre Freiheit? Beginnt Freiheit im Kopf? Ist Freiheit eine Illusion oder

Täuschung? Ist sie sogar eine Utopie?

Das Programm zur Individualförderung ist ein Beschäftigungsprogramm

für Insassen, die zur Zeit aus gesundheitlichen und psychosozialen

Gründen den Arbeitsanforderungen im Normalvollzug nicht gerecht

werden können. Das Beschäftigungsprogramm besteht aus einfachen

Industriearbeiten und kreativen Tätigkeiten, wofür hauptsächlich die

Materialien Ton, Papier, Farbe, Holz und Stein verwendet werden.

José María Sánchez-Verdú

18

FREIHEIT

2012

Mischtechniken aus

Schrift, Malerei, Stein,

Papier, Ton und Holz

Würfel aus Acrylglas,

je 20 x 20 cm


TEAM

Ausstellung

Projektleitung: Esther Portmann

Projektassistenz: Alesandra Beiro

Ausstellungsbau: Rob Ashley, Kurt Züllig

Licht: Stefan Marti

Katalog

Layout: Adrian Scherrer

Fotografie: Michelle Aimée Oesch

Bildbearbeitung: Zweifel Gmbh

Lektorat: Niki Wiese Schawalder

Mehr Infos zum Verein Schloss Werdenberg

und dem aktuellen Programm unter:

www.schloss-werdenberg.ch


FÜHRUNGEN

SONNTAG, 9. SEPTEMBER 2012, 11.00 UHR

Bea Saluz, Pädagogin und Schlossverliebte aus

Grabs, schafft mit unkonventionellen Hilfsmitteln

eine individuelle Betrachtungs weise. Sie fördert

den Röhrenblick und lenkt das Auge auf die

Details, weg vom Werk als Ganzes. Auch Kinder

sind zu dieser Führung herzlich willkommen.

SONNTAG, 16. SEPTEMBER 2012, 11.00 UHR

Dennis Mungo, Gitarrenlehrer und Soundkünstler

aus Buchs, interpretiert und modifiziert die Werke

musikalisch. Er erzeugt Klangfarben und untermalt

die Ausstellung durch seine sinnlich-auditive

Begleitung.

SONNTAG, 23. SEPTEMBER 2012, 11.00 UHR

Julia Kubik, junge Kulturförderin und Poetin aus

Buchs, leitet mit gesprochenem Wort von Werk zu

Werk. Sie konstruiert, kontextet und artikuliert, verrät

und berät, dass eine neue Blick weise entsteht.

SONNTAG, 30. SEPTEMBER 2012, 11.00 UHR (FINISSAGE)

Hannes Albertin, Gestaltungslehrer und neuer

Leiter des Forum Werdenberg, setzt dialogischanalysierende

Schwerpunkte, er läutert, erklärt und

bezieht die BesucherInnen mit gezielten Fragen

in eine offene Runde mit ein.

UNTERSTÜTZT DURCH:

José María Sánchez-Verdú

KULTUR-

VERMITTLUNG

SAMSTAG, 15. SEPTEMBER 2012, 13.30 – 16.30 UHR

«Kunst-Spur» – Mit der Museumspädagogin

Amanda Kohler werden Kinder selbst zu Künstlerinnen

und Künstlern. Sie schauen, spielen,

er fahren und erleben die Ausstellung auf eigene

Weise.

SAMSTAG, 22. SEPTEMBER 2012, 13.30 – 16.30 UHR

«Künstler-Talk» – In der Begegnung mit einem

der Azwo12-Künstler gehen Kinder solchen und

ähnlichen Fragen auf den Grund: Wie leben

und arbeiten Künstlerinnen und Künstler? Wieso

machen sie Kunst? Wie sind die ausgestellten

Werke entstanden?

Südkultur

Alexander-Schmidheiny

Stiftung

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