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profi-6-2017

Elektronik WLAN WLAN

Elektronik WLAN WLAN WLAN WLAN Wer ein vernünftiges Netzwerk auf seinem Betrieb installieren möchte, sollte dies zusammen mit einem Fachmann machen. Ein Luftbild ist bei der Planung sehr hilfreich. Eine Kombination aus verkabeltem Netz (LAN) und kabellosem WLAN ist meistens die beste Lösung. Den Betrieb vernetzen: Der Bauernhof als Hotspot WLAN? Kabel? Powerline? Lichtwellen? — Wenn Sie drei Fachleute befragen, wie Sie Ihren Betrieb mit einem Netzwerk abdecken, erhalten Sie vier Konzepte. Damit Sie selbst eine Orientierung haben, erklären wir die wichtigsten Grundlagen. Wilfried Holtmann Das Internet wird zunehmend dort gebraucht, wo das Geld verdient wird: Im Stall und auf dem Hof. Doch wie gehen Sie bei der Planung vor? Die Installation von Kabeln, WLAN­Routern und Repeatern ist nicht schwer. Doch solch eine Anlage mit befriedigender Geschwindigkeit und betriebssicher ans Laufen zu bringen, daran werden die meisten Laien scheitern. Die erste Anlaufstelle für eine Fachberatung ist der Elektroinstallateur. Dieser kennt die Elektrik perfekt, und im Haus, im Büro oder in der Werkstatt hat er womöglich schon eine Telefonanlage installiert. Doch wenn es um die Versorgung eines ganzen Betriebs mit einem Netzwerk geht, sollten Sie einen Computer­ und Netzwerkspezialisten zurate ziehen. Wenn Sie nicht bereits einen Fachmann Ihres Vertrauens haben, sollten Sie sich mindestens zwei Vorschläge bzw. Angebote für eine Vernetzung des Betriebs einholen. Noch sind landwirtschaftliche Betriebe oder Lohnunternehmen für viele Dienstleister Neuland. Am wichtigsten ist eine Bestandsaufnahme vorab. Um sich diese zu erleichtern, sollten Sie als Grundlage ein Luftbild Ihres Betriebs aus Google Earth oder anderen Quellen drucken, am besten mit Maßstabsangabe. Dann stellt sich die Frage, welche und wie viele Rechner, Kameras und Anlagen sollen in das Netz eingebunden werden? Kommen in absehbarer Zeit weitere dazu? Gibt es Strecken, die mit Funk zu überbrücken sind? Wo liegen bereits Netzkabel, Telefonkabel oder Leerrohre? Apropos Leerrohr: Wann immer Sie drinnen und draußen irgendetwas bauen, graben oder aufstemmen, sollten Sie immer ein Leerrohr mit einlegen. Wählen Sie ab zölligem Rohr aufwärts lieber eine Nummer größer. Selbst wenn es einfacher wäre, ein Netzkabel des aktuellen Standards anstelle eines sperrigen Leerrohrs zu verlegen, sollten Sie Letzterem den Vorzug geben. Um in Ihrem Betrieb ein Computernetzwerk aufzubauen, gibt es verschiedene Übertragungswege: ■ LAN (Local Area Network) über Kupferkabel oder Lichtwellenleiter, ■ Kabelloses WLAN (Wireless Local Area Network) sowie ■ Powerline — Übertragung über das vorhandene Stromnetz. profi 6/2017 92 www.profi.de

Die größte Betriebssicherheit und die höchste Übertragungsgeschwindigkeit liefern kabelgebundene LAN­Verbindungen. Unter dem Aspekt sollten Sie überlegen, wo Sie ausgehend vom Hausanschluss einen oder mehrere mit LAN versorgte Übergangspunkte im Betrieb anlegen. Das kann ein Stallbüro, ein Vorraum oder die Werkstatt sein. Der Bereich sollte trocken, begehbar, mit 230 Volt versorgt und gut beleuchtet sein. Dort wird ein Accesspoint installiert, der Verbindungen sowohl über LAN­ als auch über WLAN aufbaut. Dabei sollten Sie prüfen, ob es ungenutzte Telefonleitungen oder Koaxialkabel gibt. Dafür gibt es sogenannte Zweidraht­Verlängerungen, mit deren Hilfe sich bis zu 1 000 Meter überbrücken lassen. Diese jeweils paarigen Geräte sind mit zusammen gut 200 Euro nicht ganz billig. Andererseits können sie sich damit womöglich viel Arbeit zum Verlegen neuer Leitungen ersparen. Bei der Auswahl des Kabels sind herkömmliche, abgeschirmte Netzkabel mit Kupfer als Übertragungsmedium meist die beste Lösung. Diese kosten etwa einen Euro pro Meter und können ohne Leistungsverlust bis zu 90 Meter überbrücken. Es gibt verschiedene Qualitätsklassen, wobei die Kategorie 6 derzeit das beste Preis­Leistungs­Verhältnis bietet. Für längere Entfernungen gibt es spezielle Verstärker, die zusätzlich einen 230­Volt­Anschluss benötigen. Diese Kabel haben neben der Längenbegrenzung zwei weitere Nachteile. Der erste sind Mäuse. Deshalb sollten Sie das So sieht ein zwölffaseriges Lichtwellenkabel aus, wenn es im Serverschrank angeschlossen ist. Hier sind aktuell nur vier Fasern für zwei Netze benutzt, der Rest ist Reserve. Netzkabel in Dachräumen und anderen unzugänglichen Bereichen in Schutzrohren verlegen. Weitaus tückischer sind Blitzeinschläge. Selbst Kabel, die über einen Meter tief in der Erde liegen, sind davor nicht gefeit. Wenn die Adern nicht direkt verschmelzen, zerschießt es dann oft die Elektronik der angeschlossenen Geräte. Das Stallbüro ist meistens ein guter Ort, um einen Übergangspunkt für das Netzwerk einzurichten. Der Kasten auf Sichthöhe erleichtert die Wartung und die Kontrolle. ... lesen Sie diesen und viele weitere Artikel komplett in der aktuellen profi Ausgabe. Bestellen Sie jetzt Ihr kostenloses Probeheft oder ein Abo von profi kostenloses Probeheft bestellen Abonnement bestellen Eine weniger blitzgefährdete Kabelalternative und vor allem viel übertragungsschneller sind Lichtwellenleiter, auch Glasfaserkabel genannt. Diese kosten rund drei Euro pro Meter und überbrücken bis zu tausend Meter. Die Verlegung von Lichtwellenleitern ist relativ unkompliziert, wobei diese keine scharfen Knicks vertragen. Es gibt verschiedene Qualitätsstufen mit vier bis zwölf Fasern. Dabei werden pro Netz immer zwei Fasern benötigt. Sie sollten bei der Auswahl nicht geizen, zumal Anlagen­ und Stallcomputer immer ein eigenes Netzwerk brauchen. Für die kommenden Jahre sind Sie mit Lichtwellenleitern der Kategorie 7 auf der sicheren Seite, auch wenn die Steckertechnik aktuell nur die Kategorie 6 abbildet. Einzig das Aufsetzen der Stecker an den Enden ist extrem zeitaufwendig und erfordert Spezialwerkzeug. Unter dem Strich billiger sind meistens bereits vom Hersteller passend abgelängte und mit Steckern versehene Ausführungen. 10 Jahre erfahrung !! agritechnica Silbermedaille 2007 Der Güllespezialist ...direkte Nährstoffmessung mit VaN-CoNtrol 2.0 f Direkte Nährstoffanalyse Mit unserer erprobten Nährstoff-Messung nutzen Sie Ihren Wirtschaftsdünger optimal. So sparen Sie bis zu 60 Euro je Hektar beim Mineraldünger ein! Zudem spa- f Nährstoffbasierte Dosierung ren Sie sich die Energie beim Aufrühren der Lagerbehälter. Denn mit VAN-Control 2.0 f Ausnutzung der gesetzlichen Richtlinien wissen Sie genau, wieviel Nährstoffe Ihre Gülle / Gärsubstrat im Tankwagen enthält. f Einfache und schnelle Nachrüstung Alle relevanten Daten können zudem automatisch dokumentiert werden - auch georeferenziert. Steigen Sie in die Online-Nährstoffmessung ein. Wir beraten Sie gerne. f Einfache Dokumentation Zunhammer Gmbh · Biebing 19 · 83301 Traunreut · Tel: 0 86 69 /87 88 - 0 · Mail: info@zunhammer.de · www.zunhammer.de