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rik Juni 2017

10 KÖLN / DÜSSELDORF

10 KÖLN / DÜSSELDORF INTERVIEW Jugend gegen AIDS Daniel Nagel, 25 Jahre und BWL-Student, hat ein tagfüllendes Ehrenamt, was so manchen Berufsalltag in den Schatten stellt. Er ist Vorsitzender des gemeinnützigen Vereins „Jugend gegen AIDS e.V.“ und in Sachen Termine und Sponsoring quer durch die Republik unterwegs. Wir treffen ihn zwischen zwei Terminen in der Villa Mathilde. Schön, dass Du die Zeit gefunden hast, mit uns zu sprechen. Wo kommst Du gerade her? Wir hatten heute ein Shooting in Vorbereitung zu unserer CSD-Kampagne in Köln, ein Fotoprojekt, wo wir ganz normale Leute gecastet und zu ihren Einstellungen befragt haben, was sie vom CSD kennen und wie ihre Einstellung dazu ist. Die Botschaft ist, dass wir alle Leute willkommen heißen zum CSD. Das wird im Terminal im Flughafen Köln/ Bonn stattfinden, zwei Wochen um den CSD herum. Wir arbeiten schon sehr lange mit dem Flughafen zusammen, weil der Flughafen ein Einfallstor nach Köln ist und dort sehr viele Leute ankommen. Natürlich sind wir auch diesmal mit einem eigenen Wagen bei der Parade. Wie kam es zur Kooperation? Eigentlich bin ich ein kleiner Flugzeug- Nerd. Während der Vorbereitungen zum CSD 2014 in Köln haben wir dem Flughafen Köln-Bonn eine konkrete Idee vorgeschlagen, die sehr gut ankam. Damals haben wir mit ein paar Plakatflächen ganz klein angefangen. Im mittlerweile vierten Jahr können wir viel mehr Flächen im Flughafen branden und im öffentlichen Raum ein starkes Zeichen setzen. Gerade heutzutage ist es wichtig, dass viel mehr Leute Farbe bekennen. Wie ist Jugend gegen AIDS entstanden? Bei uns an der Schule wurde gar nicht über HIV und AIDS geredet, also haben wir angefangen, an Hamburger Schulen Schleifen zu verkaufen und über 20.000 Euros gesammelt. Wir wollten das Geld spenden, aber man hat uns gesagt „Ihr habt für das Geld gearbeitet, ihr sollt entscheiden, was damit passiert“. Sofort war klar, dass wir einen Verein gründen. Jetzt gehen wir an die Schulen und reden über Sexualität und sexuelle Gesundheit. Was erzählt ihr dort? Wir versuchen das Thema in einen Gesamtkontext zu rücken. Wenn du nur über HIV/AIDS redest, fühlen sich viele nicht angesprochen. Es geht um das große Learning. Mich schützt nicht, dass ich weiß, wie das HI-Virus chemisch reagiert, sondern mich schützt, dass ich mit meinem Partner oder meiner Partnerin über Verhütung reden kann, was ich möchte und nicht möchte, dass ich mich in meinem Körper wohlfühle, ein positives Körperbewusstsein entwickelt habe. Wenn das alles nicht zutrifft und ich verängstigt oder im Verborgenen agiere, weil ich nicht zu mir stehen kann, dann habe ich auch ein Problem mich zu schützen. Wir wollen die Leute bestärken und sie mündig machen. Häufig werden auch Fragen eingeleitet mit „Ist es normal, dass...?“. Darum versuchen wir auch solche Fragen zu klären. Normal ist für dich, was sich gut anfühlt. Und wenn sich das mit dem Partner in Einklang bringen lässt, ist es umso besser. Wie sieht euer Aktionsradius aus und wo habt ihr den Schwerpunkt? Wir agieren bundesweit, sogar in Österreich und in der Schweiz. Natürlich ist es so, dass wir stärker in den Großstädten vertreten sind. Wir sind in jedem Bundesland aktiv und haben da Leute, die mitmachen. Nur die Intensität des Engagements unterscheidet sich. In Köln sind wir neben dem CSD auch auf verschiedensten Großveranstaltungen wie der Gamescom und den Videodays, bei allen großen Veranstaltungen. Wir wollen die jungen Menschen bestärken, zu sich zu stehen. Darum sind wir auch viel auf CSDs. Wir verstehen uns als Plattform für den Austausch für junge Menschen aller Couleur, Schwule, Hetero und Bi. Wir sagen: „Die Leute sollen machen was sie wollen, sie sollen es aber mit Liebe, Respekt und Kondom machen“, das ist der Korridor, in dem wir uns bewegen. Das ist kein Nischenthema, das ist ein Thema für alle jungen Menschen. Interview: Sina Demir

FÜR ALLE, DIE FUSSBALL LIEBEN! KÖLN / DÜSSELDORF 11 Dein vertrauensvoller Immobilienprofi Donnerstag, 15.06.2017 (Fronleichnam) 23. COME-TOGETHER-CUP DAS BENEFIZ-FUSSBALLFEST! GEMEINSAMER GEHT‘S NICHT! Vorwiesen am RheinEnergie Stadion Schirmherr: Jürgen Roters Ein Benefizevent zugunsten von Alexander Ejger ! Tel. 02103 2809530 ejger@pleasanthome.de www.pleasanthome.de www.come-together-cup.de Mit Leidenschaft für Deine Immobilie 7M Immobilien mit Deinem Makler Andreas Haag unterstützt, berät und begleitet Dich beim Verkauf, oder Kauf Deiner Immobilie. Vom Erstgespräch bis zum Notartermin stehen wir Dir als kompetenter Partner zur Seite. Wir kennen Köln, wir kennen die Szene. Und wir sind ständig auf der Suche nach neuen Objekten. Egal ob Haus, Wohnung, oder beson de re Immobilie – wir freuen uns auf Deinen Anruf. Ihr Ansprechpartner: Andreas Haag Telefon +49 (0)2484 9196325 Andreas.Haag@7M-Immobilien.de 7M Immobilien GmbH Mechernich (EUS) www.7M-Immobilien.de