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rik Juni 2017

MUSIK TOUR Elton John:

MUSIK TOUR Elton John: wundervoll verrückt Der streitbare Musiker, der uns „Candle in the Wind“, „I Guess That’s Why They Call It the Blues“, „Are You Ready for Love“, „Nikita“ und „Circle of Life“ bescherte, kommt zurück auf die Bühnenbretter. KULT Ihr letztes Werk? Da freuen wir uns doch: Gloria Gaynor ist fleißig in Nashville! Die 1949 geborene bibelfeste Sängerin und Schwulenfreundin (das muss kein Widerspruch sein) postete unlängst auf Instagram, dass sie an einem neuen Album arbeite: „Testimony“. Klingt nach Abschied ... Vor allem in den 1970ern und 1980ern waren ihre Hits wie „I Am What I Am“ (aus „La cage aux folles“), „Reach Out (I’ll Be There)“ und „I Will Survive“ ein Muss in allen Klubs. In den 1990ern landete sie unter anderem mit dem Team von ALEX PARTY Erfolge, 2001 führte sie diverse Charts zum Beispiel mit „Just Keep Thinking About You“ an. *rä „Ich werde es wohl nicht schaffen, überall hinzukommen, wo meine Fans sind und waren – aber ich werde es versuchen“, versprach das britische Pop-Idol, als die Tour 2016 begann. Jetzt, 2017, setzt Elton John (wurde dieses Jahr 70) seine „Wonderful Crazy Night“-Tour fort und macht Station in Köln, Mannheim, Berlin und Hamburg. Zu hören gibt es hier LIVE Klassiker und Stücke seines letzten Albums, das der Tour ihren Namen gab und zudem ein Top-10-Hit war. Gutes bleibt eben. *rä ELTON JOHN, WONDERFUL CRAZY NIGHT TOUR 27.6. Köln, LANXESS arena, 5.7. Mannheim, SAP Arena, 7.7. Berlin, Mercedes-Benz Arena, 8.7. Hamburg, Barclaycard Arena TIPP Aura Diones „Gay Boy“ … … ist nur eine von vielen wirklich abwechslungsreichen und tollen Popnummern auf dem neuen Album „Can’t Steal The Music“ der hübschen Dänin, die mit Hits wie „Geronimo“, „Friends“ und „I Will Love You Monday (365)“ seit 2008 in den Charts erfolgreich ist. Unsere Anspieltipps auf dem durchaus religiös geprägten Album sind „Love Somebody“, „You Got Wings“ und „Unloved“. „Wenn sich ein Song gut auf der Gitarre spielen lässt, weiß man, dass er gut ist“, verrät die Schöne. Im Herbst kommt Aura auf Tour! *rä Divine: Jungle Jezebel Was die in den 1970ern unter anderem durch die Avantgarde-Kunst-Trash-Filme von John Waters populär gewordene Drag ab 1982 (Erstveröffentlichung des Werks als „My First Album“) zusammen mit beispielsweise Robert Philip Orlando aka Bobby Orlando geschaffen hat, ist bis heute Kult. Die 1982 veröffentlichte Single „Native Love (Step by Step)“ war der erste von drei Charthits (auch wichtig: „Shoot Your Shot“), die sich stark an der Musik von Giorgio Moroder orientierten, dem Synthesizer-Disco-Klangbett aber noch einen ironischen Twist aufdrückten, was auch an dem Gesang und dem Text von der 1988 verstorbenen Divine lag. Und an ihrer Optik. Einer der besonders in den Niederlanden und Deutschland erfolgreichen Klub- und Charthits – man glaubt es kaum, aber UK wurde erst später auf Divine als Sängerin aufmerksam – hätte beinahe einen Gerichtsprozess provoziert: „Love Reaction“. Das Stück war dermaßen abgekupfert von „Blue Monday“ von New Order, dass die Band sich erst wenig amüsiert zeigte. Zur Klage kam es dann aber nicht, wer verklagt schon Divine? Cherry Red Records veröffentlicht Ende April das Hi-NRG-Album „Jungle Jezebel“ auf CD, aufwendig remastert und mit Bonustracks versehen. Sollte man haben. Ein wichtiges Werk für die kluborientierte LGBTIQ*-Szene! *rä www.cherryred.co.uk