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DZM-Ausgabe Mai 2017

Das Monatsmagazin für die Region Uzwil und Flawil.

Event-Vorschau

Event-Vorschau Text/Fotos Eloise Furrer-Fabrizio Nationenfest in Uzwil 36 an der Zahl – aus aller Herren Länder stammen die Einwohner der Gemeinde Uzwil. Wenn das nicht Grund genug ist, dieses Zusammenleben freudig zu zelebrieren. Die katholische Kirchgemeinde Niederuzwil rief im Jahr 2005 ein Projekt ins Leben, das heute beachtliche Dimensionen angenommen hat und sich vom kleinen Fest im katholischen Pfarreizentrum zum stattlichen Event hochgemausert hat. Am 20. Mai 2017 wird die Uze-Halle also abermals zweckentfremdet und zeigt sich eislos; zwar nicht minder fröhlich, aber dafür umso bunter und lädt die interessierten, weltoffenen Besucher zu einer kulinarisch sehr abwechslungsreichen Reise mit interkultureller Unterhaltung ein. Im Gespräch mit Kari Bürgler, seines Zeichens Pastoralassistent und Diakonie-Animator der Katholischen Kirchgemeinde Oberuzwil und OK-Leiter des Nationenfestes, erfahren wir etwas mehr über die Hintergründe: Kari Bürgler: Anfangs wurde das Fest von der «3. Welt-Gruppe» der Katholischen Kirchgemeinde Niederuzwil organisiert, thematisch angelehnt an den Flüchtlingssonntag. Das ambitionierte Team orientierte sich ein paar Jahre später an den gleichnamigen Anlässen der Städte St. Gallen, Wil, Kreuzlingen etc. und rief im Endeffekt das heutige Nationenfest ins Leben, das nun zum 6. Mal (alle 2 Jahre) in der Uze- Halle stattfindet. Wir sind eine Non-Profit-Organisation, sprich weder wir noch die vertretenen Nationen erarbeiten daraus einen geldwerten Nutzen. Die Seite 8 > DZM 2017 Einnahmen fliessen ohne Abzug direkt in die Kasse einer Hilfsorganisation – wohin und wer das jeweils ist, entscheidet das OK kurz vor dem Anlass. Es wurden Hilfsorganisationen unterstützt, welche den Erdbeben-Opfern in Italien halfen oder den Tsunami- Opfern in Japan, des Weiteren spendeten wir für die Aufklärungsarbeit bezüglich Mädchen-Beschneidungen in Afrika und so weiter. Dieses Jahr gehen die Einnahmen an die Afghanistanhilfe Schaffhausen, die in enger Zusammenarbeit mit lokalen Projektpartnern zahlreiche Entwicklungsprojekte in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Armutsbekämpfung und Nothilfe unterstützt. Wie wird das Ganze finanziert? Kari Bürgler: Wir stellen die finanziellen Mittel für die Infrastruktur und den Einkauf der Lebensmittel für die Zubereitung der Köstlichkeiten zur Verfügung – konkret heisst das, dass wir Sponsoren suchen, die den Anlass indirekt finanzieren. Das sind Behörden (die politischen Gemeinden), Kirchen, Firmen etc. Unterhaltungsgruppen, die bei uns auftreten, kriegen keine Honorare, wir bezahlen höchstens einen sehr kleinen Teil an ihre Spesen und auch nur, wenn das nicht anders möglich ist. Ist es schwierig, Teilnehmer zu finden? Kari Bürgler: Es ist insofern schwierig, als dass der Einsatz am Nationenfest keinen Ertrag abwirft für die Vertreter (meist Vereine) dieser Länder. Wer auf Profit aus ist – und das meine ich wertfrei – ist bei uns nicht ganz richtig. Wir haben ein anderes Ziel, nämlich Menschen zu unterstützen, deren Lebenssituation menschenunwürdig ist. Weil es ein Non-Profit- 2

Projekt ist, erfahren wir bei manchen Vereinen eine gewisse Zurückhaltung. Was ist Euer Ziel? Kari Bürgler: Das Nationenfest ist eine interkulturelle Feier, die durch Menschen vieler Nationen und Glaubensrichtungen getragen und vertreten wird. In der Schweiz herrscht Religionsfreiheit und es ist ein Geschenk, dass wir weitestgehend friedlich neben- und miteinander leben hierzulande. Wieso lassen wir uns also nicht einmal auf ein kulinarisches Abenteuer ein? Oder lauschen der Musik, die aus fernen Ländern stammt und geniessen eine Tanz-Show, die man in dieser Form noch nie gesehen hat? Die Kurdische Gruppe hat mit Amnesty International einen Gemeinschaftsstand, die Gemeindebibliothek Uzwil legt interessante Literatur zu den verschiedenen Ländern auf, das «Hello Kafi» stellt seinen Integrationstreffpunkt vor – die Besucher erwartet eine spannende Reise in fremde Welten – und das Mitten in Uzwil. Freuen Sie sich auf eine Ansprache der St. Galler Stadträtin Maria Pappa und einem interreligiösen Gebet, das von Evangelischen, Serbisch Orthodoxen, Muslimischen und Katholischen Glaubensträgern gemeinsam aufgetragen wird. Alle Besucher sind recht herzlich willkommen. Wir haben dafür gesorgt, dass die Bezüger der Markthalle Gutscheine für die Konsumation erhalten, wir wollen den Anlass nämlich für alle zugänglich und tragbar gestalten. Wir – damit meine ich die Katholische Kirche als Hauptträgerin des Anlasses und das gesamte OK-Team, namentlich: Kari Bürgler - OK Präsident - Land: Schweiz Thildy Helbling - OK Mitglied - Land: Schweiz Katja Di Salvo - OK Mitglied - Land: Italien Radischa Kalinic - OK Mitglied - Land: Serbien Radi Piljic - OK Mitglied - Land: Kroatien Claudia Lindenmann - OK Mitglied - Land: Mexico Kari Bürgler, mögen Sie ein persönliches Wort an unsere Leser richten? Wir dürfen keine Angst mehr vor der wunderbaren Vielfalt unserer Welt haben. Fremdes kann inspirieren und ist gleichzeitig horizonterweiternd. Menschen aus fremden Kulturen um uns zu haben, ist ein Privileg und eine Bereicherung. Wir sollten weniger Hemmungen haben und unsere Berührungsängste mindern. BEGEGNUNG DER KULTUREN & NATIONEN Samstag, 20. Mai 2017 von 11.00 bis ca. 19.00 Uhr in der Uzehalle, Sportstrasse, Niederuzwil Programm, Samstag 20. Mai 2017: 11.00 Uhr Hallenöffnung 11.30 Uhr Jugendmusik 12.30 Uhr Kosovo – Tanzgruppe 13.00 Uhr Theater Thesis – Pantomime 13.30 Uhr Philippinen – Tanzgruppe 14.00 Uhr Ecuador 14.30 Uhr Kroatien – Tanzgruppe 15.00 Uhr Xangbox – Kinderchor 15.30 Uhr Italien – Tanzgruppe 16.00 Uhr Offizieller Teil mit Ehrengast Maria Pappa, Stadträtin St.Gallen Interreligiöses Gebet 16.30 Uhr Australische Klänge mit dem Didgeridoo-Treff Oberuzwil 17.00 Uhr Brasilien – Capoeira 18.00 Uhr Afrika – Trommler 18.30 Uhr Serbien – Tanzgruppe 19.00 Uhr Ende der Veranstaltung Nationen: Afghanistan, China, Costa Rica, Ecuador, Italien, Japan, Kolumbien, Kosovo, Kroatien, Kurdistan, Litauen, Nigeria/Afrika, Philippinen, Portugal, Schweiz, Serbien Spezialitäten: Frühlingsrollen, Chakni, Ceviche, Okonomiyaki, Empanadas, Risotto, Sarma, Boulani, Ferini, Poff Poff, Falafel, Arepas rellenas, Matcha Muffin, Quimbolitos, Faulkuchen, Gemüsereis mit Bananen, Baumkuchen, Kalte rote Suppe, Kebab, Früchte aus aller Welt, Sushi, Sanduiche de pernil, Carne de alguidar, Caciki Bryani, und vieles mehr! DZM 2017 > Seite 9