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Bahnsport Ausgabe 6/2017

Hallo zusammen, ich begrüße Sie herzlich zu unserer Juni-Ausga- be. Man kann wohl sagen, dass ein turbulenter Sai- sonstart hinter uns liegt – wettertechnisch be- dingt! Anlaufschwierigkeiten sozusagen, denn der Regen brachte Rennabbrüche und Rennabsagen mit sich und so was kostet einen jeden Beteiligten immer Nerven, Zeit und Geld...

SPEEDWAY-EM Semifinale 1

SPEEDWAY-EM Semifinale 1 - Nagyhalasz/H Das Rennen im Südosten Ungarns war in dieser Saison die härteste EM-Qualifikation, denn nur drei Piloten konnten ihre Fahrkarten nach Gorican lösen. Aus diesem Grund konnte jeder Fahrfehler und jeder Ausfall ausschlaggebend fürs Ausscheiden sein. Zwei Fahrer dominierten in Nagyhalasz deutlich. Nach vier Durchgängen war Mikkel Bech noch ungeschlagen und es schien, als würde der junge Däne das Turnier mit Punktemaximum abschließen. Der 22-Jährige unterlag jedoch in Heat 18 dem Polen Janusz Kolodziej. Da Przemyslaw Pawlicki im darauffolgenden Lauf seinen vierten Sieg holte, zog der 25-Jährige mit Bech gleich. Beide Piloten qualifizierten sich mit jeweils 14 Punkten für den EM-Challenge in Kroatien, vorher aber mussten sie den Tagessieger unter sich ausmachen. Aus dem Duell ging Pawlicki als Sieger hervor und er revanchierte sich damit beim Dänen für die Niederlage in Rennen 5. Gesamtdritter auf der 300 Meter langen Bahn wurde Andrej Karpov. Der Ukrainer erzielte zwei Siege und kam auf insgesamt 11 Punkte. Kolodziej begrub seine Chance aufs Weiterkommen schon in Rennen 6. Der Pole lag in Führung, hatte jedoch einen Aufsteiger. Er konnte sich zwar vor einem Sturz retten, wurde aber durchgereicht und blieb ohne Punkte. Im Last-Chance-Heat konnte der 32-Jährige Schadensbegrenzung betreiben und gewinnen. Er sicherte sich letztendlich den Reserveplatz in Gorican. Den Last-Chance-Heat bestritten die Fahrer, die nach 20 Heats die Plätze 4 bis 7 belegten. Hinter Kolodziej kam Valentin Grobauer als Zweiter ins Ziel. Der 22-Jährige hatte in Nagyhalasz einen Laufsieg vorzuweisen und qualifizierte sich mit 8 Zählern für den Last-Chance-Heat. Am Ende konnte sich der Ruhstorfer über Tagesrang 5 freuen. Grobauer ließ Josef Franc und Rasmus Jensen hinter sich. Eine Überraschung war sicherlich das Ausscheiden von Patrick Hougaard. Der Skandinavier erzielte in Ungarn nur 7 Punkte und belegte einen enttäuschenden 10. Platz. Auch Pawel Przedpelski fuhr in Nagyhalasz unter den Erwartungen. Der Pole wurde am Ende Neunter. • Text: Georg Dobes; Foto: Jarek Pabijan Przemyslaw Pawlicki Spannendes Duell Semifinale 2 - Mureck/A Jensen siegt Dänische Taktik und lettisch-polnische Einzelaktionen waren Beigaben zum ersten Meeting der heurigen Saison auf rot-weiß-rotem Territorium. Zum Semifinale 2 der Individual-EM kamen Fahrer aus neun Nationen auf die südsteirische Bahn, die sich in bester Verfassung präsentierte. Gleichzeitig gab es eine Zäsur in der Geschichte des veranstaltenden Speedway Center Austria, da Peter Kirchsteiger die Spitze an Heinrich Schatzer übergab. Der Däne Michael Jespen Jensen holte mit Startnummer 1 den Eröffnungssieg und schien diese Vorgangsweise bis zum Schluss beizubehalten. Nach vier Siegen ließ er aber Landsmann Mikkel Michelsen vor, um diesem die Chance auf den 4. Platz – die letzte Möglichkeit des Weiterkommens – offenzuhalten. Denn da gab es das Last Chance Race, in dem die nach 20 Läufen auf Platz 4 bis 7 liegenden Cracks um den Aufstieg fuhren. Doch die Schützenhilfe brachte nichts. Der Pole Kacper Gomolski, der bis dahin eine 2-3-3-1-2-Serie hingelegt hatte, gewann den Lauf. Der punktgleiche Michelsen wurde gar nur Laufvierter, da sich Aleksandr Loktaev (UKR) und Wiktor Kulakow (RUS) dazwischen schoben. Die lettische Einzelaktion bestand aus Andzejs Lebedevs, der nur eine einzige Niederlage einzustecken hatte. Er revanchierte sich bei Jensen durch den Sieg im Stechen und stieg an diesem Tag auf die höchste Stufe des Podests. Dritter wurde Adrian Miedzinski, womit sich beide Polen qualifizierten. Miedzinski war es auch, der in der Schlussrunde des zehnten Laufes einen Angriff auf den führenden Loktaev startete, der mit dem Sturz des Ukrainers endete. Da der polnische Schiedsrichter keine Ursache zum Einschreiten sah, schaffte Loktaev nur 9 Punkte, was aber dennoch zum Einzug in den Entscheidungslauf genügte. Da die Russen Wiktor Kulakow und Renat Gafurow nur je einen Laufsieg aufweisen konnten, kamen sie nicht an die Spitzengruppe heran und wurden nur Sechster bzw. Achter. Österreichs Export auf die britische Insel in der Gestalt des Salzburgers Daniel Gappmaier zog sich mit Anstand aus der Affäre. Platz 10 war sicher nicht das Wunschziel, aber achtbar. Sloweniens Nick Skorja blieb nur mit einem Punkt mehr vor ihm. Überraschend schwach agierten die Tschechen. Tomas Suchanek, der die Bahn sehr gut kennt, kam nach Defekt nur auf 3 Punkte und sein junger Landsmann Patrik Mikel schrieb gar nur einen Zähler. Ebenfalls von den Spitzenplätzen weit entfernt die Rumänen Adrian und Marian Gheorghe. Die Ukraine, mit drei Startplätzen am stärksten vertreten, war wie erwähnt mit Loktaev gut im Rennen, Viktor Trofimov und Dmytro Mostovyk schlossen hingegen auf Platz 11 und 12 ab. Für den scheidenden Peter Kirchsteiger gab es Standing Ovations, trug er doch die letzte Dekade des österreichischen Speedwaysports auf seinen Schultern und seine Art, eine Veranstaltung durchzuführen, sowie seine persönliche Note werden fehlen. Jedenfalls ein ehrliches Danke! Mit Heinrich Schatzer („Ich bin heute als Lehrbub da“) steht der ehemalige Staatsmeister in den Startlöchern. Eine neue Bande nach dem aktuellen Stand und eine glänzend präparierte Strecke sollen Omen für die Zukunft sein. • Text u. Foto: Alfred Domes Das Siegerpodest von Mureck (v.l.): Michael Jepsen Jensen, Andzejs Lebedevs und Adrian Miedzinski Semifinale 1 - Nagyhalasz/H - 1.5.2017 Ergebnis: Qualifiziert für Challenge am 20.5. in Gorican/KRO: 1. Przemyslaw Pawlicki, PL, 14+3 Punkte; 2. Mikkel Bech, DK, 14+2; 3. Andrej Karpov, UKR, 11; Reserve 4. Janusz Kolodziej, PL, 10+3. Ausgeschieden: 5. Valentin Grobauer, D, 8+2; 6. Josef Franc, CZ, 10+1; 7. Rasmus Jensen, DK, 8+0; 8. Jozsef Tabaka, H, 8; 9. Pawel Przedpelski, PL, 7; 10. Patrick Hougaard, DK, 7; 11. Pontus Aspgren, S, 7; 12. Tero Aarnio, FIN, 5; 13. Norbert Magosi, H, 5; 14. Milen Manev, BG, 5; 15. Hristo Hristov, BG, 1; 16. Patrik Buri, SK, 0; 17. Roland Kovacs, H, 0. Semifinale 2 - Mureck/A - 1.5.2017 Ergebnis: Qualifiziert für Challenge am 20.5. in Gorican/KRO: 1. Andzejs Lebedevs, LV, 14+3 Punkte; 2. Michael Jespen Jensen, DK, 14+2; 3. Adrian Miedzinski, PL, 12; 4. Kacper Gomolski, PL, 11+3. Ausgeschieden: 5. Mikkel Michelsen, DK, 11+0; 6. Wiktor Kulakow, RUS, 10+1; 7. Aleksandr Loktaev, UKR, 9+2; 8. Renat Gafurow, RUS, 9; 9. Nick Skorja, SLO, 7; 10. Daniel Gappmaier, A, 6; 11. Viktor Trofimov, UKR, 5; 12. Dmytro Mostovyk, UKR, 4; 13. Adrian Gheorghe, RO, 4; 14. Tomas Suchanek, CZ, 3; 15. Patrik Mikel, CZ, 1; 16. Marian Gheorghe, RO, 0. 16 BAHNSPORT AKTUELL Juni '17

Semifinale 3 - Terenzano/I Smoli weiter Martin Smolinski erkämpfte auf dem 400 Meter langen Oval in Italien drei Laufsiege, kam auf respektable 13 Punkte und qualifizierte sich als Zweitbester für den EM-Challenge in Gorican. Der Olchinger beugte sich in Terenzano nur Kenneth Bjerre und Timo Lahti. „Ich kann nicht zufrieden sein. Zwei Läufe, bei denen ich in Führung lag, wurden abgebrochen. Bei den Re- Starts war das alte Hitzeproblem der Jawas wieder spürbar und ich konnte die vorhandene Leistung in den Motoren nicht mehr abrufen. Die hohen Temperaturen sind noch immer ein Thema, das vom Werk behoben werden muss! Für mich wäre in Terenzano der Sieg möglich gewesen, doch am Ende zählt nur die Qualifikation“, ließ der Olchinger auf seiner Webseite wissen. Sieger des Semifinals wurde Timo Lahti. Der Finne schloss das Rennen mit 14 Zählern ab. Die einzige Niederlage brachte ihm der Russe Tarasenko bei. Kenneth Bjerre schrieb insgesamt 12 Zähler und belegte den letzten Podestrang. Der Däne war nach 20 Läufen mit Andrej Kudrjaschow punktgleich, hatte jedoch einen Sieg mehr (3:2) zu verzeichnen als der Russe. Kudrjaschow musste danach im Last-Chance- Sieger Andzejs Lebedevs vor Aleksandr Loktaev Heat an den Start, konnte sich aber gegen die Konkurrenz durchsetzen und sicherte sich den letzten Qualifikationsplatz für den Challenge. Das Zusatzrennen, das in dieser Saison ein Novum im EM-Regelwerk ist, musste wiederholt werden. In der Startkurve kollidierten Linus Sundström und Jakub Jamrog. Beide Piloten stürzten und der Pole zog sich dabei Brüche des Mittelhandknochens und des Radialknochens der rechten Hand zu. Schuld an der Kollision war eindeutig der Schwede, aber Referee Pavel Vana aus Tschechien ließ ihn zur Wiederholung zu. Sundström war nach dem Sturz etwas gehandicapt und unterlag Wadim Tarasenko. „Smoli“ sprach sich sehr kritisch über die Regelneuerung aus. „Seit diesem Jahr gibt es um den 4. und letzten Qualifikationsplatz einen Entscheidungslauf zwischen den Plätzen 4 bis 7, egal wie viele Punkte im Vorfeld erfahren wurden. Keiner der Fahrer war bei Bekanntgabe des Modus begeistert und leider kam es so wie befürchtet. Jakub Jamrog stürzte und verletzte sich dabei. Ich hoffe, dass solche Run-offs eine einmalige Sache bleiben und wünsche Jakub natürlich gute Besserung!“, so der 32-jährige Deutsche. • Text: Georg Dobes; Foto: Niklas Breu Semifinale 3 - Terenzano/I - 1.5.2017 Ergebnis: Qualifiziert für Challenge am 20.5. in Gorican/KRO: 1. Timo Lahti, FIN, 14 Punkte; 2. Martin Smolinski, D, 13; 3. Kenneth Bjerre, DK, 12; 4. Andrej Kudrjaschow, RUS, 12+3. Ausgeschieden: 5. Wadim Tarasenko, RUS, 9+2; 6. Linus Sundström, S, 11+1; 7. Jakub Jamrog, PL, 11+S/N; 8. Olegs Mihailovs, LV, 9; 9. Eduard Krcmar, CZ, 7; 10. Guglielmo Franchetti, I, 7; 11. Michele Paco Castagna, I, 5; 12. Jari Mäkinen, FIN, 3; 13. Matic Ivacic, SLO, 2; 14. Xavier Muratet, F, 1; 15. Jan Mihalik, SK, 1; 16. Daniils Kolodinskis, LV, 1; 17. Mattia Lenarduzzi, I, 1; 18. Alessandro Milanese, I, 1. Semifinale 4 - Lamothe Landerron/F - 6.5.2017 Ergebnis: Qualifiziert für Challenge am 20.5. in Gorican/KRO: 1. Kim Nilsson, S, 14 Punkte; 2. Mateusz Szczepaniak, PL, 12; 3. Nicolai Klindt, DK, 12; 4. David Bellego, F, 11+3. Ausgeschieden: 5. Piotr Protasiewicz, PL, 11+2; 6. Mathieu Trésarrieu, F, 10+1; 7. Nikolaj Busk Jakobsen, DK, 11+0; 8. Tobias Kroner, D, 9; 9. Hynek Stichauer, CZ, 7; 10. Max Dilger, D, 5; 11. Nicolas Vicentin, I, 4; 12. Arslan Fajzullin, RUS, 4; 13. Ondrej Smetana, CZ, 4; 14. Tomas H. Jonasson, S, 3; 15. Zdenek Holub, CZ, 2; 16. Julien Cayre, F, 1; 17. Jordan Dubernard, F, 0; 18. Albert Latypow, RUS, 0. Semifinale 4 - Lamothe Landerron/F Grobauer raus Mit einem Sieg von Kim Nilsson endete das EM- Semifinale in Frankreich. Der 27-jährige Schwede beugte sich in seinem ersten Rennen Nicolai Klindt, aber später fand er auf der 350 Meter langen Bahn keinen Bezwinger mehr. „Mein erster Lauf war eine Qual. Danach haben wir am Set-up viele Änderungen vorgenommen und ich war selbst überrascht, dass ich alle Läufe gewonnen habe. Es ist schon lange her, so ein gelungenes Rennen absolviert zu haben“, sagte der höchst zufriedene Triumphator. Sein Bezwinger Klindt und Mateusz Szczepaniak schlossen das Turnier mit jeweils 12 Punkten ab und laut des Reglements sollte ein Stechen über Gesamtrang 2 entscheiden. Da der Däne auf den Zusatzlauf verzichtete, wurde der Pole Tageszweiter. Eine Sensation war das Ausscheiden von Piotr Protasiewicz. Der 42-Jährige galt vor dem Rennen als klarer Favorit, aber in Heat 6 stürzte er und wurde disqualifiziert. „PePe“ unterlag danach auch noch Klindt und mit 11 Zählern qualifizierte er sich nur für den Last-Chance-Heat. Hätte Protasiewicz den Lauf gewonnen, hätte er sich für den GP-Challenge qualifiziert. Da hatte jedoch David Bellego ein Wörtchen mitzureden. Der 23-jährige Franzose meldete sich vor dem Polen im Ziel und löste damit vor zirka 1800 Zuschauern die letzte Fahrkarte nach Kroatien, während „PePe“ ausgeschieden war. „Heute sind viele Fans zum Rennen gekommen, darum wollte ich eine gute Leistung zeigen. Ich freue mich sehr, dass ich Protasiewicz geschlagen und mich für Gorican qualifiziert habe“, sagte Bellego nach dem Rennen. Eine sehr gute Leistung bot auch sein Landsmann Mathieu Trésarrieu. Der 31-Jährige fing mit einer Nullfahrt an, erkämpfte jedoch in den restlichen Heats respektable 10 Punkte. Im Run-off kam Trésarrieu vor Nikolaj Busk Jakobsen als Dritter ins Ziel und landete letztendlich auf Gesamtplatz 6. Mit von der Partie waren auch zwei deutsche Fahrer. Tobias Kroner fehlte am Ende nur ein Punkt, um sich für den Last-Chance-Heat zu qualifizieren. Der 31-Jährige verzeichnete einen Sieg und wurde mit 9 Zählern Achter. Max Dilger erkämpfte in Frankreich 5 Punkte, was für Gesamtrang 10 reichte. • Text: Georg Dobes; Foto: Niklas Breu Juni '17 BAHNSPORT AKTUELL 17

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