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MWB-2017-11

Soziales

Soziales Familienberatung fabe feiert 40 Jahre in Meran Die Familienberatung fabe bietet in der Außenstelle Meran seit nun 40 Jahren eine nicht mehr wegzudenkende Unterstützung für Familien, Eltern, Paare, Erwachsene, Kinder und Jugendliche an. Der Hauptsitz der Familienberatung fabe ist in Bozen. Die Außenstellen befinden sich in: St. Ulrich, Bruneck, Schlanders und Meran. Das 40-Jahr Jubiläum wurde am 18. Mai 2017 in der Beratungsstelle in Meran gebührend gefeiert. Alle Netzwerkpartner, Mitarbeiter und Freunde waren herzlich dazu eingeladen. Der Abend wurde durch eine Lesung mit Schreibwerkstatt des brilliant-kreativen Lyrikers Daniel Graziadei zu einem ganz besonderen Moment. Der Künstler erfreute das Publikum mit einer Lesung von Auszügen seines kreativen Schaffens sowie mit einer Live-Performance an der alten Reiseschreibmaschine. Die Beratungsstelle besteht in Meran seit 1977 und erlebt seither einen wachsenden Zustrom von Menschen in verschiedenen Not- und Krisensituationen. Mittlerweile betreut ein Team von 10 Psychologen und Psychotherapeuten die diversen Anfragen. Es wenden sich Familien, Eltern in Bezug auf ihre Kinder, Paare, Erwachsene und Jugendliche in verschiedensten herausfordernden Lebenssituationen an die Familienberatung fabe. Die qualifizierten Fachkräfte für Psychologische Beratung und Psychotherapie bieten Paaren Unterstützung bei Beziehungsproblemen, bei Schwierigkeiten in der Kommunikation, bei Problemen in der Sexualität, bei der Gestaltung eines gemeinsamen Lebensprojektes, in Trennungssituationen oder bei der Neuorientierung nach einer Trennung an. Familien werden von den Psychologen und Psychotherapeuten bei familiären Konflikten oder Schwierigkeiten mit der Ursprungsfamilie unterstützt. Eltern können Hilfe in Erziehungsfragen und bei Problemen mit ihrem Kind oder Jugendlichen bekommen. Die Familienberatung fabe bietet auch Unterstützung in Lebenskrisen, bei Übergängen in eine neue Lebensphase, bei Problemen am Arbeitsplatz, bei Burnout, psychischen Problemen wie Ängsten, Depression, Zwänge, bei erlebter Gewalt und Erfahrungen von sexuellem Missbrauch oder anderen traumatischen Erlebnissen (z.B. Tod, schwere Krankheit in der Familie). Kinder und Jugendliche werden von den Psychologen und Psychotherapeuten der Familienberatung fabe bei auffälligem Verhalten in der Schule oder anderen Kontexten, intelligenzunabhängigen Leistungsschwierigkeiten, Konzentrationsstörungen und Hyperaktivität, psychosomatischen Beschwerden (z.B. Einnässen und Bauchschmerzen), Ängsten, Zwängen, traumatischen Erlebnissen (z.B. Gewalt und sexuellem Missbrauch), sozialem Rückzug, Problemen mit Gleichaltrigen und Mobbing, Schulverweigerung und -abbruch, Schüchternheit, Gehemmtheit, Aggression, Trennung der Eltern, Identitätssuche und Ablösung von der Familie in der Phase des Erwachsenwerdens unterstützt. Außerdem bietet die Familienberatung fabe Gruppen zum Thema „Trennung und Scheidung“ für Erwachsene und Kinder, eine Kindergruppe zur Übung des Sozialverhaltens und Entspannungstraining für Kinder an. Ausstellung „Kristalle und Mineralien Südtirols“ im Altenheim Schenna „Die Natur spricht mit Menschen, man muss nur zuhören und die Natur verstehen können“ Im April hat Josef Frei, besser bekannt als der Bachler Sepp vom Schennaberg, ein bekannter Mineraliensammler und -kenner, im Altenheim Schenna seine ganz privaten Kristalle und Mineralien den Bewohnern vorgeführt. Zu jedem Stein wusste er viel Interessantes zu erzählen und seine Begeisterung entlockte bei so manchem Bewohner ein Staunen. Besonders stolz ist er auf seinen seltenen Fund in Burgum im Pfitschtal, wo er schöne Magnetite fand , die glänzen wie Brillanten. Seine Sammelleidenschaft packte ihn schon als kleiner Bub, eine Schiefergneisplatte hatte es ihm angetan und nicht selten pflanzte ihn sein älterer Bruder Luis deswegen. Nachdem er einen Maurerkurs in Meran besucht hatte und ihn die Leidenschaft für Mineralien gar nicht mehr losließ, baute er mit schönen Mineralien vom Großen und vom Kleinen Mittager einen Brunnen. „Hinter jedem gezeigten Stein stecken viele Kilometer Fußmarsch in den Bergen Südtirols und die Natur spricht mit Menschen, man muss nur zuhören und die Natur verstehen können“, meint der Sepp und jeder Bewohner und Mitarbeiter des Altenheims bekam zum Abschluss einen Kristallstein geschenkt. Renate Perkmann

Gesundheit "Haltung, um zu halten ..." 7. internationale Woche „Palliativ ohne Grenzen“ feierlich eröffnet Bereits zum siebten Mal luden die Privatklinik Martinsbrunn mit ihrem Förderverein Palliative Care und die Dernbacher Gruppe Katharina Kasper in Dernbach (D) in Kooperation mit dem Caritasverband Südtirol zur Internationalen Fortbildungswoche „Palliativ ohne Grenzen“ ein. Mit über 300 gemeldeten Teilnehmern aus 5 Ländern erfreut sich die berufsgruppenübergreifende Weiterbildungsveranstaltung eines immer größer werdenden Interesses. Die Fortbildungswoche wurde am Abend des 11. Mai im Meraner Stadttheater mit einem Festakt und einem Grußwort der Landesrätin für Gesundheit und Soziales, Frau Dr. Martha Stocker feierlich eröffnet. International renommierte Referenten behandeln in den Meraner Tagen wieder Grenzthemen in Palliativmedizin und Hospizarbeit. Als Schwerpunktthema des diesjährigen Kongresses wurden die „Grundhaltungen in der palliativen Begleitung“ gewählt. Es ist mittlerweile schon ein Charakteristikum der Meraner Fortbildungswoche, dass die sogenannten „Haltungsthemen“ bewusst in den Vordergrund des multiprofessionellen Austausches rücken. In einem Berufsfeld voller Leid und Tod gilt es, nicht nur eine Haltung zu haben, sondern sie auch bewahren zu können. Festrednerin im Stadttheater war die international bekannte Referentin Monika Müller, eine der prägenden Persönlichkeiten der letzten Jahrzehnte für die Fortentwicklung von Palliativmedizin und Hospizarbeit in Deutschland und langjährige Beraterin der Landesregierung Nordrhein-Westfalens und der Bundesregierung in Deutschland. In ihrem hoch emotionalen Vortrag: „Haltung, um zu halten …“ setzte sie einen tiefgreifenden Eröffnungsimpuls. Mit bewegender Musik von Richard J. Sigmund und vertonten Texten aus der Martinsbrunner Palliativstation wurde der Eröffnungsabend feierlich umrahmt. „Mit allen Sinnen im Dienst am Menschen“ dieser feinfühlige Handlungsgrundsatz für Begleitende von Schwerstkranken und Sterbenden wurde im Stadttheater für alle Anwesenden spürbar. Durch den Abend führten die Sanitätsdirektorin der Privatklinik Martinsbrunn, Dr. Andrea Gabis und der Ärztliche Direktor des Herz- Jesu Krankenhauses in Dernbach (D), Dr. Christoph Lerchen, die beide seit sieben Jahren die inhaltliche und wissenschaftliche Leitung der Kongresswoche innehaben.

MWB-2018-03