Aufrufe
vor 1 Jahr

MWB-2017-11

Tourismus 700 Jahre

Tourismus 700 Jahre Meran: Touriseumskoffer unterwegs in Meran Womit vertrieben sich Kurgäste und Touristen in Meran die Zeit, als es noch keinen Weihnachtsmarkt, keine Meraner Musikwochen und keine Saunalandschaft gab? Das Touriseum geht anlässlich 700 Jahre Meran mit „11 Dinge, die du erlebt hättest, wärst du früher hier gewesen“ den früheren Attraktionen nach. Das Unterhaltungsprogramm für die Meraner Kurgäste der Belle Époque und des frühen 20. Jahrhunderts sah ganz anders aus als heute, war jedoch um nichts farbloser: Im Kurhaus vergnügte man sich mit Roulette, Zaubervorführungen und Lebenden Bildern (Tableaux Vivants), am Untermaiser Sportplatz, wo heute der Tennisclub seinen Sitz hat, mit Zimmergewehrschießen und Kricket, und auf der Winterpromenade tat man sich an Stutenmilch gütlich. An elf Plätzen und wichtigen Gebäuden der Kurstadt Meran zeigt das Südtiroler Landesmuseum für Tourismus noch bis zum 11. November, wie sich Merans Kurgäste vor über hundert Jahren beschäftigten und vergnügten. An jedem Standort wartet auf die Besucher der Aktion ein blauer Schrankkoffer mit Bildern und Beschreibungen. An die Aktion "11 Dinge, die du erlebt hättest, wärst du früher hier gewesen" ist auch ein Foto- Spiel gekoppelt. Kürzlich wurde am Sandplatz der erste der elf Koffer von Bürgermeister Paul Rösch geöffnet. Dort stand früher das Hotel Erzherzog Johann, ein „fashionables Familienhaus par excellence", wie es in einer alten Beschreibung heißt. Kaiser Franz Josef und andere Berühmtheiten stiegen in dem Hotel am Sandplatz ab, das bei ausbruch des Ersten Weltkriegs den Betrieb einstellte und später in Palais Esplanade umgetauft wurde. Der Text im Innern des blauen Koffers beschreibt, was das Erzherzog Johann seinen Gästen bot: elegante Lese-, Musik-, Spiel-, Damen- und Rauchsalons, ein Konversations-Saal, Billardzimmer, Wintergarten, Luxusbäder und sogar eine fotografische Dunkelkammer. Jeder Koffer enthält auch die Anleitung zum Foto-Spiel des Touriseums: Wer Lust und Laune hat, kann ein Lebendes Bild nachstellen und ein Foto davon per E-Mail ans Touriseum schicken (info@touriseum.it). Ausgangspunkt für das Tableau Vivant ist eine grafische Anleitung, doch darf die Darstellung ruhig mit Fantasie und Witz gewürzt sein. Zu gewinnen gibt es einen VIP-Besuch im Touriseum. Weitere Standorte der blauen Touriseumskoffer sind der Meraner Bahnhof, das alte Kurmittelhaus in der Otto-Huber-Straße, das Meraner Stadtcentrum (ex. Hotel Bristol), die Kurpromenade, die Kurverwaltung, der Tappeinerweg, die Winterpromenade, das Hotel Kolping und das Altenheim Eden in Obermais. Besondere Events sind im Rahmen dieser Aktion des Touriseums aus Anlass der 700-Jahr-Feier Merans am 10. Juni und am 21. Oktober geplant. Jahresrückblick Vinzenzverein Maria Himmelfahrt Meran Mehr Informationen gibt es im Touriseum, Landesmuseum für Tourismus, St. Valentin-Straße 51/a, in Meran sowie im Web unter www.touriseum.it, unter der Mail-Adresse: info@touriseum.it und unter 0473 255655. Autor: pg Laut Tätigkeitsbericht des Vinzenzvereins Maria Himmelfahrt Meran, betreute der Verein im vergangen Jahr 157 Personen bzw. Familien und konnte wertvolle Hilfe leisten. Mit einem Geldbetrag von € 36.900,00 wurde vielen bedürftigen Menschen finanziell unter die Arme gegriffen. Es wurden 335 Gutscheine für Lebensmitteleinkauf an Personen und Familien vergeben. In der Vorweihnachtszeit statteten Mitglieder des Vinzenvereines bedürftigen Personen und Familien einen Besuch ab und brachten ein Paket mit Lebensmitteln. Im letzten Jahr wurden über 100 Pakete in Meran und Umgebung verteilt. Den Vinzenzverein Maria Himmelfahrt gibt es seit 84 Jahren. Ziel ist es, Menschen in schwierigen Situationen beizustehen und einen Ausweg zu ermöglichen. Oft ist auch rasche Hilfe gefragt. Die Einsamkeit der Menschen ist eine moderne Form der Armut, sie kommt in allen Altersgruppen vor. Laut Präsident des Vinzenzvereines, Hans Ungericht, sind immer mehr Menschen in finanziellen Schwierigkeiten. Auch die veränderte Famlienstruktur habe dazu beigetragen, dass viele Familien damit konfrontiert werden. Der Vinzenzverein ist auf die Unterstützung wohltätiger Menschen angewiesen, da die Hilfeleistungen ausschließlich über private Spenden finanziert werden. Ungericht lobte bei der jüngsten Sitzung die Hilfsbereitschaft im Land. Die Südtiroler Bevölkerung sei sehr großzügig, betonte er. Der Vinzenverein bedankt sich deshalb bei allen Spenderinnen und Spendern für die Unterstützung.

Vereine Untermaiser Heimatpfleger auf der Trostburg Bei der Wahl des Datums für die erste landeskundliche Fahrt in diesem Jahr hatte der Verein auf einen schönen Tag mit blauem Himmel und milder Maienluft gehofft. Doch dem war leider nicht so. Das tat der guten Stimmung bei den Teilnehmern aber keinen Abbruch und ehe man es sich versah, war der Bahnhof von Waidbruck auch schon erreicht. Eine kurze Stärkung in der Bahnhofsbar, ein Marienlied in der Pfarrkirche, die der Gottesmutter geweiht ist, so gerüstet begann die Gruppe mit dem Aufstieg zur Trostburg. Die meisten Teilnehmer entschieden sich für den recht steilen Pflasterweg, einige gingen auf gemütlicheren Pfaden der Burg entgegen. Der gute Geist der Burg, Frau Theres Gröber begrüßte die Heimatpfleger, zeigte ihnen zuerst die größte Torggl von Südtirol und begann dann mit der Führung. Interessiert lauschten die Teilnehmer ihren Ausführungen zu Oswald von Wolkenstein und seinen Nachfahren, zum Leben auf der Burg. Sie folgten ihr treppauf- treppab durch verschiedene, bestens erhaltene Stuben in die Burgkapelle und dann weiter in den großen Saal mit seiner beeindruckenden Kassettendecke. Durch die vielen Fenster geht der Blick tief hinunter ins Tal, hinüber nach Barbian, zu den Bergen über Latzfons und nach Lajen. Am Ende des Rundganges konnten sich die Untermaiser noch anhand von Modellen, die in drei Räumen ausgestellt sind, über die Burgen und Schlösser Südtirols informieren. Der Rückweg, gesäumt von Magerwiesen und kleinen Weinäckern, ließ uns ein wenig in eine Welt eintauchen, die in unserem Land fast verloren gegangen ist: alte Nussbäume, knorrige Apfelbäume, wilder Salbei und Akeleien am Wegesrand, Himmelschlüssel, Margeriten. Darüber auf einem Felsen, thront erhaben die Trostburg, so als wollte sie rund um sich herum ein Stück Vergangenheit schützen. Mit diesen schönen Bildern als Erinnerung und beeindruckt von den Erzählungen und dem einfachen Leben der Theresl, die auf einer Burg daheim ist, kehrten die Ausflügler wieder in die reale Welt und nach Untermais zurück. Gerlinde Metz Preiswatten der Kolpingfamile Meran am Samstag, 27. Mai ab 14 Uhr im Kolpinghaus Meran Nenngeld € 20,00 (inklusive Essen und kleinem Getränk) Anmeldungen direkt im Kolpinghaus oder Tel. 0473-253200 oder bei Otto: bei Otto 338 3883190, Werner 3289638862, oder Emil 347 3562179. Jeder kann mitspielen

MWB-2018-03