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11 Schwere Exazerbation einer beatmungspflichtigen COPD

Im Verlauf musste die

Im Verlauf musste die Beatmungstherapie weiter eskaliert werden: BGA: pH: 7,165; pO 2: 63 mmHg; pCO 2: 82 mmHg; BE: –3; HCO 3– : 28,4 mmol/l; Laktat: 1,9 mmol/l; unter folgender Beatmung: BIPAP-Spitzendruck: 33 mmHg; PEEP: 15 mmHg; F IO 2: 0,8; Inspiration zu Exspiration (I:E): 1:1,5; Tidalvolumen: 453 ml; P aO 2/F IO 2: 79. » Im Verlauf musste die Beatmungstherapie weiter eskaliert werden Bei weiterer respiratorischer Verschlechterung (progrediente Hyperkapnie) und zur Deeskalation der Beatmungstherapie wurde sich für die Implantation einer vv- ECMO (Cardiohelp System® , Maquet, Rastatt, Deutschland) entschieden. Als Zugangsweg wurde eine 17-F-Kanüle über die Vena jugularis eingebracht und eine 19-F-Kanüle in die Vena femoralis implantiert. Initial erfolgte die Sedierung mit Dormicum und Sufentanil, gesteuert nach Beurteilung des Richmond Agitation Sedation Scale (RAAS). Es war jedoch eine deutliche Steigerung der Dosierungen notwendig, um einen RASS von –1 zu halten. Bei voraussichtlich längerer Sedierung und zur Nutzung des bronchodilatatorischen Effekts kam AnaConDa® (Sedana Medical, Kildare, Irland) zum Einsatz. Als volatiles Anästhetikum wurde Isofluran genutzt, zur Analgesie wurde Sufentanil ergänzt. Nach 6 Tagen mit nun deutlich fallenden Entzündungszeichen erfolgte das kurzfristige Weaning von der vv-ECMO innerhalb von 24 h. Es konnte eine ausreichende Spontanatmung unter CPAP erreicht werden. Hierunter zeigten sich akzeptable BGA. Zum weiteren Weaning wurde der Patient unter CPAP-Therapie mittels Akutverlegungsrettungswagen weiterverlegt. Nach 20 Tagen konnte der Patient aus der Weaningklinik nach Hause entlassen werden. Diskussion Inhalative Sedierung mit volatilen Anästhetika – Seit einigen Jahren werden zunehmend inhalative Anästhetika auf der Intensivstation eingesetzt. Mesnil et al. belegten die Sicherheit und Kosteneffizienz dieses Verfahrens bei Nutzung von Sevofluran. Sie wiesen außerdem die Verkürzung der Aufwach- und BeatmungszeitsowieeinereduzierteDelirrate nach [1]. Diese Befunde werden auch von L’Her bestätigt, der in einer kleinen Studie für Isofluran nachweisen konnte, dass das Verfahren im Vergleich zu anderen Sedierungskonzepten nicht signifikant unterschiedliche Kosten erzeugt [2]. Ob die Therapie mit volatilen Anästhetika bei Intensivpatienten einen positiven Einfluss auf die Mortalität hat, konnte Bellgardt zwar nicht belegen, er konnte jedoch nachweisen, dass die Therapie von den Patienten ohne relevante Nebenwirkungen gut vertragen wurde [3]. Positive Effekte auf die Mortalität konnten bisher nur bei kardiochirurgischen Patienten nachgewiesen werden [4], bei nichtkardiochirurgischen und internistischen Patienten liegen hierzu keine aussagekräftigen Daten vor. In der Initialphase der Anwendung von AnaConDa® kommt es gelegentlich durch eine Vergrößerung des anatomischen Totraums aufgrund des „device“ – zu einer Hyperkapnie. Der bronchodilatorische Effekt des Isoflurans ist in der operativen Versorgung seit langem bekannt [5]. Im Status asthmaticus wird diese Wirkung auch in mehreren Einzelfallberichten geschildert [6]. In der Literatur finden sich hierzu auch Berichte zu Sevofluran [7]. Eine spezielle Untersuchung zu diesem bronchodilatierenden Effekt bei Intensivpatienten wurde bisher nicht vorgenommen. » Die Therapie mit volatilen Anästhetika wird ohne relevante Nebenwirkungen gut vertragen Der kombinierte Einsatz mit einer vv- ECMO war ohne relevante Nebenwirkungen möglich. Die Isofluranmengen, die unter der vv-ECMO notwendig waren, unterschieden sich bei dem vorgestellten Patienten nicht von den Patienten ohne ECMO mit AnaConDa® ,sodass man davon ausgehen kann, dass die extrakorporal zirkulierende Menge an der ECMO-Membran keinen Einfluss auf die notwendige Isofluranmenge hat. » Der kombinierte Einsatz von Isofluran mit vv-ECMO war ohne relevante Nebenwirkungen möglich Unter Arbeitsplatzsicherheitsaspekten wurde eine wichtige Untersuchung von Philippetal.vorgenommen.DieKollegen berichten, das plasmadichte Membranen Hier steht eine Anzeige. K

Zusammenfassung · Abstract (Polymethylpenten), die in den heutigen ECMO-Systemen verbaut sind, im Wesentlichen keine relevanten Mengen an volatilen Anästhetika durchlassen [8]. Venovenöse ECMO Der Einsatz extrakorporaler Lungenunterstützungssysteme nimmt aktuell deutlich zu. Im Register der Extracorporeal Life Support Organization (ELSO) sind für das Jahr 2015 bereits 2121 Patienten eingeschlossen. Weltweit sind im Register bereits 69.114 Patienten erfasst [9]. Ferguson et al. schlagen vor, dass nach Ausschöpfung anderer Maßnahmen, wie der Beatmung mit niedrigem Tidalvolumen, einer adäquaten PEEP-Auswahl, Bauchlage, ggf. einer neuromuskulären Blockade und einem weiter bestehenden Horowitz-Index

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