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Meyrink Abenteuer des Polen Sendivogius

Eingangspforte zum Turm

Eingangspforte zum Turm schwerfällige, aber feste Vorrichtungen angebracht waren, um das Tor von innen zu verriegeln und damit einem Ansturm von außen wirksamen Widerstand entgegenzusetzen. Zwei klobige Eisenriegel, oben und unten an den Eichenbolzen befestigt, mussten, vorgeschoben, das Eindringen nahezu unmöglich machen. Dazu kam ein schwerer eichener Riegelbalken, der sich in ein eisernes Traggestell heben ließ. Schnell, wie der Gedanke in ihm entstand, glitt Sendivogius von der Leiter herab, hob den Riegelbalken ins Scharnier und versuchte die Eisenriegel vorzudrücken. Es gelang nicht gleich, sie aus ihrer Verrostung zu lösen, und er musste einen Stein zu Hilfe nehmen, um da- Seite 126 von 189

mit die Riegelohren vorzutreiben. Der Klang der Steinschläge hallte bedenklich laut durch die Nacht. Indessen gelang die Arbeit zur Zufriedenheit. Von neuem bestieg Sendivogius die Leiter. Die geringe Anstrengung hatte seine erschöpften Kräfte aufs neue fast wieder aufgebraucht. Kaum aber hatte er die Strickleiter wieder in halber Höhe erstiegen, da hielt er lauschend inne, denn Eisengeklirr und Stimmengemurmel wurden von draußen vernehmbar. Der Gefangene fühlte vor Schreck seine Glieder erkalten. Deshalb also hatte die kluge Fiametta seine unbesonnenen Zeichen nicht mehr beantwortet! Und hatte er mit dem derben Schlag seines Steines die Häscher nicht herbeigezogen, so doch jedenfalls auf seinen Aufenthaltsort aufmerksam Seite 127 von 189

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