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Meyrink Abenteuer des Polen Sendivogius

lerlei chemischen

lerlei chemischen Substanzen, davon die Schatulle des Fürsten bescheidenen Nutzen zog. Der Hofalchimist von Müllenfels war darum in den Augen des Herzogs nur ein kümmerlicher Ersatz für den Ehrgeiz von dem er wie die meisten seiner Standesgenossen jener Zeit besessen war: einen wahrhaften Adepten und Wissenden der Kunst zur Seite zu haben. Müllenfels seinerseits bewährte die vorsichtige Enge, Verschlossenheit und Nüchternheit seiner Natur durch die Art, wie er allen jenen angeblichen Berufsgenossen begegnete, die mehr als er selbst über die Geheimnisse der Alchimie zu wissen vorgaben. So auch begegnete er dem polnischen Edelmanne, der nun mit so großem Pomp und Glanz auf dem Schloss zu Stuttgart eingekehrt war, Seite 38 von 189

mit äußerlich devotem Gruß und großer Süßigkeit auf den beredten Lippen, in seinem Innern aber mit ungehemmtem Neid und entschlossenem misstrauischem Hass. Um so gefährlicher erschien ihm der unerwünschte Eintritt des eleganten Experimentators, als er nicht ohne Angst und ein gewisses Grauen an die Möglichkeit dachte, dass der erst seit kurzem durch seinen Einfluss zu bescheidenen Ansprüchen beruhigte Herzog sich zurückerinnern könnte an verflossene Versuche und Versprechungen, durch eigenes Experimentieren das Geheimnis des Steines der Weisen, dem er, Müllenfels, dicht auf den Fersen sei, enthüllen zu wollen. Insgeheim verachtete der Edle von Müllenfels den Stein der Weisen und all dergleichen Seite 39 von 189

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