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NordstadtMagazin-2-17

Das Nordstadt Magazin Dortmund Nummer2

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Auf dem Weg kurzen Weg zum Sissikingkong schaue ich noch ins Programm des Black Pigeon in der Scharnhorststraße 50, einem anarchistischen Buchladen, der Lesungen und Veranstaltungen für Interessierte von Queer- , Gender- und Feminismusbewegungen sowie für Gewerkschaftsund linkspolitische Aktivisten anbietet. Keine fünf Minuten später sitze ich im Herzen der Hipster und bestelle Biolachs mit Orangen- Fenchel-Salat und Zucchiniblüten. Das Sissikingkong in der Landwehrstraße ist eine stilvolle Bar im Stil der 1970er und ein Garant für gutes, nicht zu üppiges Essen. So ruhig und gelassen man im Anschluss die Mascarponecreme mit Mandelkrokant hier genießen kann, so wild ist oft das nächtliche Treiben im Keller des Lokals: Hier finden neben vielen Indierock-Konzerten auch die Native-Party sowie die äußerst erfolgreiche La Boum-Party mit Timmi Twister und Martini statt. Heute habe ich aber einen ruhigen Abend erwischt, daher ziehe ich weiter in den Rekorder. „Der Rekorder entstand eigentlich aus einer Schnapsidee“, erzählt mir Vereinsmitglied Max Tröndle. „Ein paar unserer Gründungsmitglieder, darunter auch der Rapper Schlakks, saßen im subrosa an der Bar und hatten plötzlich den Einfall, die leerstehende Bar gegenüber anzumieten und als gemeinnütziger Verein dort einen Raum für Kunst und Veranstaltungen zu etablieren.“ Heute komplettiert der Rekorder seit mittlerweile fast vier Jahren direkt gegenüber des subrosa das Gneisenau-Triangle, wie man das Dreieck aus Rockaway Beat, subrosa und Rekorder bezeichnet. Der junge Verein namens tonbande e.V. eröffnete jüngst nur wenige hundert Meter weiter den Rekorder II. Black Pigeon Foto: Alexander Huegel „Im Rekorder haben wir ja regelmäßig Parties mit Vinyl-DJs, dazu gibt es Ausstellungen, Lesungen, Tischtennisrundlauf oder Vinylstammtische unterhalb der Woche. Was uns fehlte, war ein komplett offener Raum für KünstlerInnen und Projekte aller Art. Das konnten wir nun mit Hilfe von Fördergeldern mit dem Rekorder II in der Scharnhorststraße 68 realisieren.“ gkong Foto: Alexander Huegel Max und seine zehn weiteren Vereinsmitglieder sind nicht zu unrecht Stolz auf ihr Treiben. „Anfangs hat jeder von uns 50 Euro Mitgliedsbeitrag in den Topf getan, aber schon nach den ersten drei Monaten merkten wir, dass das gar nicht mehr nötig war. Der Rekorder finanziert sich völlig aus den Eintritts- und Getränkeeinnahmen.“ # 02 | Juni 2017 11