Reiter Spektrum Saar Ausgabe 1-2011

reiterspektrum

Reiter

spektrum

Das informative

Magazin für Pferdesport an der

saar

Ausgabe 1

2011 / Jahrgang 4

Themen

Jugend

Vereins -

geschehen

Landesverbandsball

Portrait

Finale der

„Young

Riders Tour

Freizeitreiten Springen/Dressur Kader/Förderkreis Curly Horses


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Illingen, n,

Spiesen, Heiligenwald, Bildstock, Gersweiler,

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Bliesberger erger Hof,

Neunkirchen-Furpach und City,

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Inhaltsverzeichnis

RUBRIK INHALT

Vorwort und Impressum .................................................................................... 4

Turniere

Reitanlage „Beim Wallratsroth“ lockte mit Turnier an zwei Wochenenden ................... 5

Springturnier des RV Gersweiler am alten Wasserturm............................................ 6

Kein Turnierstart ohne Pferdepass ........................................................................ 44

Jugend

Mit dem kleinen Nils unterwegs nach Brilon............................................................ 8/9

RV Homburg: Wir im Verein mit und für unsere Pferde ........................................... 10

Sterne des Sports leuchten für den Reiterverein Einöd ............................................ 11

Die Jugend im Vordergrund bei der RSG Ilsenhof .................................................... 12

Saarlandmeisterschaften im Einzel- und Mannschaftsvierkampf ................................. 14

Gelungenes Finale der „Young Riders Tour 2010“ ................................................... 15

Erfolgreiche Teilnahme am Lehrgang zum Sportassistenten ...................................... 16

Vierkämpfer – fit bis in die Zehenspitzen ................................................................ 18

Portrait Fahrsport – Corinna Rupp berichtet .......................................................... 22/23

Voltigieren für Kinder schon ab 4 Jahren ............................................................... 24

Die Kader- und Förderkreiswappenverleihung 2011 ................................................ 32

„Sportlich vielseitige Reiter – in Badehose, Laufschuhen oder Reitstiefel" .................... 33

Kinder & Jugendseite mit Gewinnspiel ................................................................. 38

Top Thema

American Curly Horse – die Alternative für Allergiker ............................................... 20/21

Freizeitreiter

25 Jahre VFD-SAAR .......................................................................................... 26/27

Vereinsgeschehen

Martin Karren übergibt Scheck an RV Heiligenwald ................................................. 28

Der Nikolaus zu Besuch auf der Betzenhölle ........................................................... 28

Nikolausturnier zum 45-jährigen Bestehen des RV Köllerbach ................................... 29

Portrait

Andrea Glomba – ein Jockey im Rausch der Geschwindigkeit .................................... 30/31

Vereinsportrait

Pferdefreunde Freisener Höhen – ein junger Verein stellt sich vor .............................. 34

Landesverbandsball ........................................................................................... 35

Saarländischen Rentner

Faro, Wallach, 25: Endlich darf ich hier auch mal was sagen! .................................. 36

Gestatten: Felix ................................................................................................. 37

Großer Erfolg für Premiere der „Equi Expo International“ ...................................... 40/41

Vorschau ......................................................................................................... 42

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Homburg

In den Rohrwiesen 1

3


RUBRIK VORWORT

Pferdesport 2011 – wir sind dabei!

Wie bei jedem Jahresbeginn haben die

meisten Menschen auch für 2011 wieder

viele gute Vorsätze gefasst. Das

gilt für unsere Redaktion in besonderem

Maße. Wir haben uns vorgenommen,

unsere Leser in diesem Jahr mit

noch mehr informativen Turnierberichten,

wichtigen News, interessanten

Portraits und lustigen Geschichten

über den saarländischen Pferdesport zu

versorgen. Außerdem wollen wir unseren

Focus verstärkt auf den Nachwuchs

richten und haben daher zum

Jahresstart das Thema: „Jugend“ gewählt.

Denn nicht umsonst sagt man,

dass den Kindern die Welt gehört und

sie unsere Zukunft sind – auch im

Pferdesport …

Viel Spaß beim Lesen

Christina Schneider

Sportredaktion

IMPRESSUM

REITER SPEKTRUM SAAR erscheint vierteljährlich und liegt zur kostenlosen Mitnahme aus.

Titelbild:

Heribert Marx mit Enkelin Lucie

Foto: kza

Adresse

Kontakt

Anne Adam SAWA-Magazinverlag

Bliesransbacher Strasse 11 • 66130 Saarbrücken

Telefon 06831/ 9665388 • Telefax: 06831/9665388

Mobil: 0178/9319375

anne.adam@sawa-magazinverlag.de • www.sawa-magazinverlag.de •

www.reiter-spektrum-saar.de

Titelbilder unten:

Freizeitreiten

Springen/Dressur

Kader/Förderkreis

Curly Horses

Foto: VFD Saar

Foto: aa

Foto: hch

Foto: D. Stenger-Frank

Redaktionsleitung & Anzeigenleitung (verantwl.)

Anne Adam (aa)

Sportredaktion Christina Schneider (hch)

redaktion@sawa-magazinverlag.de

Anzeigenberatung

S.HH. Wolf

Telefon 06831/9665388

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Layout, Gestaltung & Reproduktion

Anne Adam • SAWA-Magazinverlag • Saarbrücken

WVD Druck + Neue Medien GmbH • St.Ingbert

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WVD – Druck + Neue Medien GmbH, St.Ingbert

5000 Stück, siehe auch www.sawa-magazinverlag.de

Der Verlag übernimmt keine Haftung für eingesandtes Redaktionsmaterial. Eingesandte Texte und Fotos unterliegen der

eventuellen redaktionellen Bearbeitung. Beiträge, die mit dem Namen des Verfassers gekennzeichnet sind, stellen nicht

unbedingt die Meinung des Verlages dar. Der Einsender haftet selbst dafür, dass die Beiträge frei von Rechten Dritter

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4


TURNIERE

Reitanlage „Beim Wallratsroth“ lockte mit

Spring- und Dressurturnier an zwei Wochenenden

Beim ersten Turnierteil sattelten die

Springreiter ihre Pferde

So fand auf der Reitanlage „Beim Wallratsroth“

im saarländischen Furpach am

20. und 21. November zunächst ein

zweitägiges Springturnier statt. Getreu

dem Leitspruch „Von Reitern für Reiter

hatte der Club Saar-Pfälzischer

Springreiter an diesem Wochenende

zusammen mit dem Neunkirchen Reitverein

ein großes Hallenturnier ausgerichtet.

Ihrem Motto getreu sind die

Clubmitglieder dabei nicht nur selbst

geritten, sondern haben es in Kooperation

mit dem Gastgeberverein auch in

Eigenregie organisiert und durchführt.

Als Vorsitzende des RV Neunkirchen,

Geschäftsführerin des Clubs Saar-Pfälzischer

Springreiter und Leiterin der

Meldestelle war Martina Muthweiler

mit der Bilanz der Veranstaltung zufrieden:

„Wir hatten auch dieses Mal wieder

erfreulich viele Teilnehmer und

Zuschauer.“

Im Rahmen dieses Hallen-Springturniers

fand zudem eine Fortbildung für

Parcourschefs statt. Moderiert wurde

sie von Eckhard Hilker, einem international

anerkannten Richter und Parcoursbauer,

der unter anderem für das

Bundes-Championat und den „Preis der

Besten“ zuständig ist. „Der Themenschwerpunkt

dieser Pflichtveranstaltung

lag auf den Springpferdeprüfungen“, so

Kai Gröning, selbst Parcoursbauer und

Teilnehmer der Fortbildung. „Am Freitag

ging es im theoretischen Teil unter

anderem um die passenden Distanzen

und Hindernisfolgen. Samstags stand

dann die Praxis im Vordergrund und wir

haben gemeinsam alle Kurse für die

Springpferdeprüfungen entworfen,

gebaut und später anhand der Ritte analysiert.“

leine-Lisa wird ihn ab dem Dressurturnier,

das unser Verein am kommenden

Wochenende ausrichtet, im Viereck

vorstellen“, erzählt der strahlende Sieger.

„Da sich unser Nachwuchspferd

seit dem Kauf vor einigen Wochen aber

nicht nur in der Dressur, sondern auch

im Springen derart gut präsentiert hat,

durfte ich ihn jetzt auch mal turniermäßig

springen“, so der „Altmeister“

schmunzelnd.

Die Siegerschleifen in den Prüfungen

der mittelschweren Klasse gingen an

Melanie Bischoff (RSG Barbarossa

Kaiserslautern, M*-Springpferdeprüfung),

Diana Bülles (RV Montabaur-

Horressen, M*-Springen), Olivier

Grimmer (Frankreich, M**-Springen)

und Michael Wittschier (RSG Prüm,

M**-Springen). Die Hauptprüfung, ein

S*-Springen, gewann souverän Hans-

Günter Klein vom RFV Zweibrücken

auf FBW Cassius Clay (0 Fehler/ 51.02

Sekunden). Zweiter wurde Dirk Hauser,

der mit Embassy II für das Galmbacher

PS Team angetreten war (0 Fehler/

51.08 Sekunden). Der dritte Platz ging

an Gerd Geyer von der RG St. Martin

Spiesen und Cacharel (0 Fehler/ 52.84

Sekunden).

Der zweite Turnierteil stand ganz im

Zeichen des Dressursports

Für Beate Schmitt und ihren großen

Schimmel Liver Luar K war es ein

Erfolg auf ganzer Linie. Souverän

meisterte das Paar vom RFV Neunkirchen-City

am 27. November die Anforderungen

in der M*-Dressur, der

Hauptprüfung beim Hallen-Dressurturnier,

das der RV Neunkirchen samstags

auf seiner Reitanlage „Beim Wallratsroth“

veranstaltete. Mit 641.00 Punkten

holte sich die amtierende Dressur-Saarlandmeisterin

der offenen Klasse hier

verdient den Sieg. Schmitt, die auch

erfolgreich im Springsattel unterwegs

ist und in diesem Jahr schon zusammen

mit ihren Vereinskollegen Andreas

Woll, Madeleine Gettmann und Joachim

Specht Vize-Mannschaftsmeister

im Springen wurde, freute sich sichtlich

über das vorgezogene Weihnachtsge-

Einen Sieg für den RV Neunkirchen

holte Lokalmatador Detlef Maron. Im

Sattel von Cpt. Kirk gewann er souverän

das A*-Springen. Dabei ist der

sechsjährige Wallach eigentlich nicht

als Spring-, sondern als Dressurpferd

gekauft worden. „Meine Tochter Madeschenk.

Für sie war die Siegerschleife

in dieser anspruchsvollen Dressurprüfung

der Klasse M* ein gelungener

Abschluss der Dressursaison 2010. „Ich

bin sehr stolz auf die Leistung meines

Pferdes, das hier trotz seiner erst sieben

Jahre wirklich alles gegeben hat“, lobte

die Siegerin ihren vierbeinigen Sportkameraden,

mit dem sie auch schon in

Springprüfungen sehr erfolgreich am

Start gewesen ist.

634.00 Punkte brachten Antje Häschke,

die mit Sanubi für den RV Sirzenicher

Hof angetreten war, den zweiten Platz

ein. Rang drei belegte Gabriele Ehrmantraut

vom RFV Limbach auf ihrem

Schattenmann.

Über einen Doppelsieg durfte sich

Chantal Freudenreich, die amtierende

Dressur-Saarlandmeisterin der Jungen

Reiter, freuen. Denn im Sattel ihres

Nachwuchspferdes His Destiny gewann

die Amazone vom RSV Völklingen

sowohl die A- als auch die L-Dressurpferdeprüfung.

In der A-Dressur ging

der Sieg an Melanie Tausend von der

RSG Ormesheim, in der L-Dressur lag

Gastreiterin Susanne Moser vom RV

Rodalbtal vorn.

Insgesamt fünf Dressurprüfungen hatte

der Gastgeberverein unter der Leitung

von Martina Muthweiler und Detlef

Maron bei diesem One-Day-Event ausgeschrieben.

Nicht nur aus dem Saarland,

sondern auch aus Rheinland-Pfalz

und sogar aus Luxemburg waren die

Reiter angereist, um beim letzten saarländischen

Hallen-Dressurturnier vorm

Jahreswechsel um die Siege und Platzierungen

zu kämpfen.

„Die Resonanz der Teilnehmer und

Zuschauer war erfreulich gut“, so der

zufriedene Kommentar von Muthweiler,

der Vereinsvorsitzenden und Meldestellenleiterin.

Im Rahmen des Furpacher

Dressurturniers fand zudem eine

Fortbildung für Richter statt, die ebenso

wie die Parcoursbauer-Fortbildung

während des Springturniers gut besetzt

war.

hch

Lokalmatador Detlef

Maron holte für den RV

Neunkirchen den Sieg im

A*-Springen

Foto: hch

5


TURNIER

Springturnier des RV Gersweiler

am alten Wasserturm – Volz gewinnt Hauptprüfung

Obwohl 19 Paare in diesem Springen

das schnellste Pferd, das ich bisher

der schweren Klasse an den Start

hatte.“ Neben Können gehöre aber

gegangen waren, hatten es nur sechs

auch immer etwas Glück dazu. „An

von ihnen in den zweiten Umlauf

diesem Wochenende war mir das

geschafft. Neben Volz, der gleich mit

Schicksal wirklich hold“, so der dank-

beiden Pferden ins Stechen kam, quali-

bare Kommentar des jungen Profirei-

fizierten sich noch Manuel Marx (RV

ters. „Die Kurse in den Springen waren

Gestüt Fronhof), Edmondo Carbone

technisch anspruchsvoll, aber fair“,

(Club der Pferdefreunde Goch), Gerd

lobte er die Arbeit des Parcourschefs.

Geyer (RG St. Martin Spiesen) und

Anuschka Zewe (RV Schaumberg) für

Einen Doppelsieg erritt sich Julia Blass

die nächste Runde. Da vier Ritte feh-

von der RSG Berghof-Einöd. Mit ihren

lerfrei blieben, entschied am Ende die

selbst gezogenen Pferden Cullinan B

Zeit über Sieg und Niederlage. Mit der

und Casillas B konnte die Amazone

Verdienter Sieg für

Bestzeit von 32.22 Sekunden holten

beide Abteilungen des A**-Springens

Thorsten Volz (RFV Ill

sich Volz und sein Corner den Sieg.

für sich entscheiden. Ebenfalls zwei

tal) im S*-Springen mit

Auch beim großen Hallen-Springtur-

Zweiter wurde Marx auf Contendra in

Goldschleifen holte Erwin Mohn (RC

Stechen

nier des RV Gersweiler am alten Was-

35.26 Sekunden. Der dritte Platz ging

Rosenhof) auf Let’s fly im L-Springen

serturm (5. bis 7. November) stellten

an Carbone mit Konrad und 35.75

und im L-Punktespringen (jeweils

die saarländischen Reiter wieder ein-

Sekunden. Auch Rang vier ging ver-

zweite Abteilung). Die zweite Prüfung

Foto: hch

drucksvoll ihr Können unter Beweis.

dient an den strahlenden Sieger, der

der schweren Klasse, ein S*-Springen,

Drei Tage lang lieferten sich die Ama-

dieses Mal sein Zweitpferd Cordanio

entschied Andreas Woll (RFV Neun-

teure und Profis hier in insgesamt 14

ritt. Dahinter reihten sich Zewe mit

kirchen-City) vor Wolfgang Schmidt

Prüfungen von der Anfänger- bis zur

Vip und Geyer mit Concantus auf den

(RSG Barbarossa Kaiserslautern) und

schweren Klasse spannende Wett-

Plätzen fünf und sechs ein.

Nikolaus Lauer (RV Schutterwald) für

kämpfe um die einzelnen Siege und

sich.

Platzierungen.

„Ich freue mich sehr über meinen Sieg

Als Siegerin im S*-Punktespringen für

Gleich drei Siege gingen dabei auf das

und bin wirklich stolz auf meine

Junioren und Junge Reiter, der dritten

Konto des Saarlandmeisters der Reiter.

Pferde, die hier alles gegeben haben“,

schweren Prüfung, verwies Kim Pfeif-

Denn Thorsten Volz, Berufsreiter und

so Volz, der seine vierbeinigen Sportler

fer (RFV Framersheim) die Lunkes-

Mitglied des RFV Illtal, gewann nicht

selbst ausgebildet hat. „Die Konkur-

Brüder, Thomas und Markus (TGS

nur die Springpferdeprüfung der

renz war wie gewohnt stark. Aber da

Lunkeshof), auf die Plätze zwei und

Klasse A** und das M**-Zwei-Pha-

meine S-Pferde im Moment gut drauf

drei.

sen-Springen, sondern auch das S*-

sind, habe ich mir schon eine gewisse

Einen Sieg für den gastgebenden RV

Springen mit Stechen – den krönenden

Chance auf den Sieg errechnet.“ Beide

Gersweiler am alten Wasserturm holte

Abschluss dieser Veranstaltung. Jubel-

seien vorsichtig am Sprung, doch mit

Nadine Crapanzano in der ersten

rufe und Laola-Wellen begleiteten ihn

Corner könne er einfach schneller rei-

Abteilung des M*-Punktespringens.

auf seiner Ehrenrunde.

ten als mit Cordanio. Volz: „Corner ist

Dank 520 Starts, 421 Pferden und 151

Reitern war das Springturnier des RV

Gersweiler erneut eine der größten

Hallen-Veranstaltungen im Saarland.

hch

6


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Reitplatzbeläge und

wie sie funktionieren

verhindert er so die weiteren Bewegungen

der Sandkörner. Der Sand ist

nun nicht mehr in der Lage dem Pferdehuf

beim Auffußen auszuweichen.

Der Belag ist an dieser Stelle steinhart.

Beim Bau oder Sanieren eines Reitplatzes

taucht zwangsläufig die Frage auf:

Welchen Belag nehme ich?

Um darauf eine Antwort zu finden,

muss zunächst das Anforderungsprofil

an den neuen oder zu sanierenden Platz

festgelegt werden: Staubfrei im Sommer,

ohne Pfützen im Frühjahr und

Herbst, bereitbar auch im Winter und

bei Frost, pflegeleicht, langlebig und,

bitte schön, nicht all zu teuer sollte er

sein. Und für die Pferde Gelenk schonend,

schön griffig und elastisch.

Lassen sich diese Forderungen

alle unter einen Hut oder besser

in eine Tretschicht bringen?

Sandplatz: Beim Sand handelt es sich

um nichts anderes als um viele kleine

Steine, die auch naturgemäß steinhart

sind. Das bedeutet, dass die Sandkörner

selbst niemals weich oder elastisch sein

können. Sand – also die Steinchen –

weichen lediglich beim Auffußen des

Pferdes aus. Die Steinchen verschieben

sich; das hat aber mit Elastizität nichts

zu tun. Elastizität ist die Eigenschaft

eines Körpers durch äußere Einwirkungen

sein Volumen zu verringern und

danach in die Ausgangslage zurück zu

kehren. Steinchen – Sandkörner – können

so etwas nicht. Beim Verschieben

und Bewegen reiben sich die einzelnen

Steinchen aneinander. Sie zerreiben –

zerschmirgeln sich. Der Abrieb ist

Staub. Dieser wird vom Regen in den

Sandbelag gespült, schließt die Zwischenräume

des Sandes und lässt kein

Regenwasser hindurch. Gleichzeitig

Holzspäne mit Sand: Holz ist als

organisches Material ohnehin hygroskopisch,

d.h. es saugt sich mit Wasser

voll. Das nasse Holz beginnt zu verrotten

und wird letztlich ebenfalls zu

Schlamm, welcher alles zusetzt.

Mischt man jedoch z. B. Holzspäne

mit Sand, werden sich sehr schnell die

Sandkörner satt um die Späne legen

und somit deren Biegungen vereiteln.

Das Gleiche gilt für Textilflocken, die

man in den Sand mischt. Auch hier

legt sich der Sand um die einzelne Flocke

und lähmt deren Elastizität. Zudem

zerreiben sich nicht nur der Sand sondern

auch die Holz- oder Textileinmischungen

mit der Zeit. Es entsteht

nicht nur Steinstaub sondern auch die

noch leichteren Holz- oder Synthetikstäube.

Swingground: Seit rund 10 Jahren

sind vollsynthetische Tretschichten auf

dem Markt. Deren Materialeigenschaften

sind gänzlich anders. Da kein

Schmirgeln stattfinden kann, entsteht

auch kein mikroskopisch feiner Staub.

Das ist die Gewähr für eine extrem

lange Haltbarkeit gegenüber Sand oder

Holz. Dieser Belag ist somit für alle

Pferdesportarten geeignet. Ein wesentlicher

Vorteil der vollsynthetischen

Tretschicht ist außerdem, dass sie im

Gegensatz zum Holz und Sand nicht

hygroskopisch ist. D.h. sie saugt sich

nicht mit Wasser voll. Und wo kein

Wasser drin ist, kann auch nichts

gefrieren. Und da es keinen Abrieb

gibt der das Gefüge auf Dauer zusetzt,

gibt es auch dauerhaft keinen Wasser-

Rückstau (Pfützen) bei diesem Belag.

7


Vanessa, Lisa, Anna

und Steven

7:30 Uhr Frühsport, die

Begeisterung hält sich in

Grenzen

JUGEND

Westernreiten

Mit dem kleinen Nils unterwegs

nach Brilon

Am Donnerstagmorgen um 10.00 Uhr

begann „unsere“ kleine Weltreise und

führte ins Hochsauerland nach Brilon.

Treffpunkt der Kolonne war in Illingen.

Aus Rissenthal kamen Betty und

Lisa, aus Eppelborn kamen Steven und

seine Familie (mit Robby, dem Familienhund)

angereist, um dort Christine,

Moni und Vanessa abzuholen. Nun

fragt ihr euch bestimmt, was wir (4

Saarländer und 6 saarländische

Betreuer) dort, mit unseren Ponies im

Handgepäck, so getrieben haben.

Jetzt kommt des Rätsels Lösung: Wir

machten uns auf den Weg zum Bundesjugendcamp

„Only Youth“ der

EWU.

Wir, das sind: Lisa und Dee Dee, die

Pleasure-Tussis bei Henning Daude,

dann Anna und Lenny, die hart gesottenen

Reiner bei Steffen Breug. Vanessa

und Curly, die smoothen Wechsler bei

Sita Stepper und Steven und Joyce, die

Stangen-Überflieger bei Linda Leckebusch.

Die Fahrt

Schon auf der Hinfahrt machte uns das

Wetter einen Strich durch die Rechnung.

Das launische Wetter verwirrte

unseren kleinen Nils, sodass er öfters

mal den Nachtmodus einschaltete und

sagte: „Schau mal, ob du umdrehen

kannst!“. Ihr habt es sicher schon erraten,

der kleine Nils ist unser Navi.

Nach einem „kleinen“ Mittagsstopp

bei Mc Donalds und dem danebenliegenden

Einkaufszentrum, ging es mit

einem mit Süßigkeiten voll gepackten

und schon chaotisch verwüsteten

Dodge weiter. Der Verlust des Gepäckwagens

(Anmerkung der Pressewartin:

… der den Ausreißversuchen der

Kolonne irgendwann nicht mehr

gewachsen war … *gg*) zwang uns zu

einem weiteren Zwischenstopp.

Schließlich kamen wir, sowohl Pferd

als auch Mensch, sichtlich müde und

kaputt nach 8 Stunden Fahrt in Brilon

an.

Der erste Tag/Freitag

Am Freitag begann für uns der Tag um

7.30 Uhr mit was wohl? … Mit Frühsport!

Nicht nur die Begeisterung der

Saarländer hielt sich in Grenzen, denn

sich am frühen Morgen im nassen

Sand zu wälzen, gefiel fast keinem.

Unsere Pferde sahen uns mit zufriedener

Miene beim Workout zu, schließlich

hatten sie auch die Luxusboxen

ergattert. Um 8.00 Uhr gab es Frühstück,

danach ging es an die Gruppeneinteilung.

Der erste Ritt am Vormittag

unter den strengen Augen der Trainer

diente zum Kennen lernen der individuellen

Kommunikationsprobleme

zwischen Pferd und Reiter. Das Trai-

Caprilli Reitsport

Zuchthof Kalfertshaus

54314 Zerf

www.caprilli.de

Fotos: Ch. Kreutzberger

8


JUGEND

Westernreiten

ning am Nachmittag zeigte bereits bei

jedem erste sichtbare Lernerfolge auf.

Den Abend verbrachten wir gemütlich

zusammen vorm Fernseher in unserer

Ferienwohnung und amüsierten uns

darüber, dass man uns (Vanessa und

Lisa) im Camp wohl für Schwestern hält.

Fotos von links nach rechts

Vanessa hört konzentriert

zu, Curly findet etwas anderes

spannender

Der zweite Tag/Samstag

Lisa und Dee Dee – beide

voll konzentriert

Am zweiten Tag war die Frühsportgruppe

um die Hälfte geschrumpft. Bei

den Westernriding-Leuten wurde morgens

wieder in Gruppen geritten, um

auf den Wechsel hinzuarbeiten. Am

Nachmittag arbeitete Sita mit jedem

einzeln am Wechsel, an einer Pattern

oder an anderen Problemen. Dabei wurden

Vanessa und ihre Mitreiter von

einer anwesenden Mutter gefilmt. Nach

dem Training analysierte Sita sehr

genau mit allen zusammen die Ritte. Es

war sehr hilfreich, sich selbst reiten zu

sehen und vor allem die Fehler und

Stärken einmal selbst von außen und

unter dem Kommentar von Sita zu

betrachten.

Der Reining Unterricht bei Steffen

Breug fand immer einzeln statt. Steffen

arbeitet auch zuerst an der Rittigkeit

und Durchlässigkeit der Pferde und

später an den einzelnen Manövern, die

sich durch die Vorarbeit auch schon

verbessert hatten.

Das von Henning Daude geleitete

Pleasure Training fand in drei Gruppen

statt, so gab es genug Freiraum, auf

jeden individuell einzugehen. Beim

ersten und letzten Treffen wurde eine

Pleasure Prüfung geritten, um den

Unterschied und den Trainingsfortschritt

feststellen zu können. Henning

lockerte das harte Training und die

Atmosphäre im gesamten Camp mit

seiner lustigen Art auf.

Obwohl die verschiedenen Gruppen auf

drei Plätzen verteilt waren, konnte man

Lindas Training von jedem Platz und

aus jeder Ecke heraus verfolgen (…).

Linda trainierte viel Takt und Rhythmus.

Steven Schwarz: „Es hat super viel

Spaß gemacht, ich konnte alles umsetzen,

und mein Pferd ist am Sonntag

schon viel nachgiebiger gelaufen. Ich

werde mir jetzt im Training immer ein

Trailhindernis in die Reitbahn legen

und nicht mehr einmal in der Woche

einen kompletten Trail aufbauen. Das

Bundesjugendcamp hat mein Pferd

und mich auf jeden Fall weitergebracht,

und wir freuen uns auf 2012!“

Auch das Schlussfazit von Vanessa,

Lisa und Anna fällt positiv aus: „Am

letzten Trainingstag konnte man bei

allen große Lernfortschritte erkennen.

Uns und unseren Pferden hat es sehr

gut gefallen.“

Christine Kreutzberger,

Pressewartin der EWU Saarland

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Fotos: Ch. Kreutzberger

9


Erstes Kennen lernen

Erster Körperkontakt

helfende Hände auf dem

Turnier

Fotos: RV Homburg

JUGEND

Wir im Verein mit und für unsere Pferde – Kinder

und Jugendliche sind herzlich willkommen

Für viele Kinder und Jugendliche

besteht ihre Freizeit aus Computerspielen,

sich mit Freunden zum „Abhängen“

treffen und sich langweilen.

Sport, verbunden mit einem positiven

Körpergefühl, Verantwortungsbewusstsein

und Zugehörigkeitsgefühl zu

einem Team, gehören heutzutage

immer weniger zu den „Hobbies“ von

Jugendlichen. Oft fehlt es an sinnvollen

Betätigungen, woraus sich Probleme

in unterschiedlichsten Bereichen

entwickeln können.

Eine Alternative dazu bietet der

Reitverein Homburg: Beim Betreten

der schönen und weitläufigen Anlage

des Reitvereins fällt dem Besucher

gleich Kinderlachen, lustiges Geplauder

und eine freundliche Atmosphäre

ins Auge. Kinder und Jugendliche lernen

in den Reitstunden auf Schul- und

Privatpferden unter fachmännischer

Betreuung und Schulung der Reitlehrerin

Nadia Schreiber nicht nur zu reiten,

sondern auch eine gute Körperhaltung,

Gleichgewichtssinn und verantwortungsbewussten

Umgang mit den

Pferden. Zu jeder Zeit stehen die

Pferde im Mittelpunkt: Überall wird

geputzt und gepflegt, gekrault und

getätschelt. Die Kinder lernen auf dem

Gelände des Reitvereins ein Miteinander

mit Pferd und Mensch, indem sie

behutsam an die Pferde herangeführt

werden und peu-à-peu mehr Verantwortung

über die Lehrpferde übernehmen

dürfen.

Martina Muthweiler

Turnierservice - Turnierbedarf

Über mangelnde Mitgliederzahlen

kann sich der Reitverein Homburg

daher nicht beschweren. Die Mitglieder

sind von ihrem Tiefpunkt von 96

Mitgliedern im April 2008 auf 164

Mitglieder im Februar 2010 gestiegen.

Das besondere daran ist, dass inzwischen

48 Kinder und Jugendliche auf

dem Gelände des Reitvereins reiten

lernen. „Das haben wir unserer aktiven

Vereins- und Kinderarbeit und unserem

qualifizierten Schulbetrieb zu verdanken,

den unsere Reitlehrerin Frau

Nadia Schreiber sehr gewissenhaft

meistert.“ schildert Manfred Ecker, der

1. Vorsitzende des Vereins.

Zwei Schulpferde, zwei Lehrponys der

Reitlehrerin und ein weiteres Einstellerpferd

stehen für Reitstunden zur

Verfügung.

Neben der erfolgreichen Jugendarbeit

setzt der Verein auf ein weiteres Standbein:

die aktive Vereinsarbeit. Das

bedeutet, dass Freizeitaktivitäten

zusammen geplant und durchgeführt

werden, die auch nicht reitende Familienmitglieder

begeistern. Beispielsweise

stehen regelmäßig Wanderungen

und anschließendes Grillen, Besichtigungsfahrten,

Spieleabende und Feste

auf dem Programm.

ADRESSE:

Reitverein Homburg e.V.

Reiskircher Mühle 1

66424 Homburg

Tel. 0170 4183400

Nicole Veit,

Beisitzerin Presse

Am Stockfeld 10

66539 Neunkirchen

Tel. 06821 / 53 03 65

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10


Sterne des Sports

Die „Sterne des Sports“ sind eine

Auszeichnung, die an Sportvereine

für ihr soziales Engagement vergeben

wird. Der gesellschaftliche Einsatz

innerhalb des Breitensports

wird mit diesem Preis belohnt, nicht

die sportliche Höchstleistung. Den

„Sternen des Sports“ geht es um die

B-Note, nicht die A-Note. Dieser

Wettbewerb würdigt kreative, innovative

Maßnahme in Bereichen wie

Gesundheit, Jugendarbeit, Integration,

Gleichstellung.

Stern Bronze

Beigeordneter Schneidewind bezeichnete

die zum großen Teil ehrenamtliche

Arbeit, die in den Vereinen zum

Wohle der Kinder und Jugendlichen

geleistet werde, als unbezahlbar.

Dass der Reiterverein Einöd bereits

zwei Mal vorne mit dabei war, kommt

nicht von ungefähr. Mit „Kindergarten

Kids in Bewegung – Rund ums

Pferd“ – „Umgang mit dem Pferd –

Pferde AG des Schulhorts“ und dem

Engagement im „Drei- und Vierkampf“

JUGEND

leuchten für den

Reiterverein Einöd

ist der Verein Vorbild bei der Jugendarbeit

und bietet allen Kindern die Möglichkeit,

ihre Freizeit mit dem Partner

Pferd zu verbringen – auch ohne großen

finanziellen Hintergrund. aa

▲ Hortkinder

◄ Da geht es hoch her in

der Reithalle des RV Einöds

Seit 2004 vergeben der Deutsche

Olympische Sportbund (DOSB) und

die Volksbanken Raiffeisenbanken

die „Sterne des Sports“ verbunden

mit einer Geldprämie auf kommunaler,

Landes- und Bundesebene. Jährlicher

Höhepunkt ist die Verleihung

des „Großen Stern des Sports“ in

Gold an den Bundessieger im Rahmen

einer feierlichen Abschlussgala

in der Hauptstadt.

Quelle: sterne-des-sports-de

Fotos: RV Einöd

Die Sponsoren für den Saarpfalzkreis

sind die Volksbank Saarpfalz und die

VR Bank Saarpfalz.

Bereits 2009 belegte der RV Einöd auf

Ortsebene den 1.Platz und erhielt den

Großen Bronzenen Stern des Sports

und einen Geldpreis von 1000 €.

In Jahr 2010 nahmen 31 Vereine an

dem Wettbewerb teil und dem Reiterverein

wurden für den 3. Platz 250 €

überreicht.

Menschen für Sport begeistern heißt

Gesundheitskosten einzudämmen, heißt

Menschen zu integrieren und ein Miteinander

zu fördern.

11


JUGEND

Die Jugend im Vordergrund

bei der RFG

Viele Aktivitäten für Kinder und

Jugendliche finden das ganze Jahr über

auf dem Ilsenhof statt. Langeweile ist

dort ein Fremdwort.

Außer den Reit und Springturnieren

veranstaltet die RFG einiges mehr, so

gibt es jeden Monat eine Veranstaltung

nur für die Kids aus dem eigenen Verein,

wie zum Beispiel Überraschungsausritte,

Springlehrgänge, Reiterspiele,

Poolpartys (seit diesem Jahr im Haus

eigenen aufblasbaren Pool), Radtouren

und Ferienfreizeiten oder ein Zeltlager,

irgendwas ist immer.

Viele öffentliche Veranstaltungen stehen

das ganze Jahr über auf der Liste,

an denen Kinder und Jugendliche

zusammen mit Erwachsenen teilnehmen

können: Der Elwertrutschen Ritt

mit Reiterspielen im Wald, der Kotelett-Ritt

– da gibt es Bartkartoffeln und

Kotelett mitten im Wald, Osterritte und

das Ride an Tie + X und den Halloween

Fackelritt, um nur einige zu nennen.

PSV Saar, und vier Jugendliche haben

an Meisterschaften auf Bundesebene

teilgenommen. Siege und Platzierungen

im Pony Cup, Nachwuchs Cup

und Nachwuchs Cup Vielseitigkeit

bestätigen, dass sich Zeit und Arbeit

lohnen. Aber auch die Jugendlichen,

die keine Turnierambitionen haben,

sind auf dem Ilsenhof gern gesehene

Gäste, denn: Spaß soll es machen und

Zwang wird keiner ausgeübt.

aa

Für dieses Jahr ist in den Sommerferien

ein Trainingscamp für „kleine“

Buschreiter geplant, eine Woche Intensivkurs

von der Klasse E bis A und ein

Bewegungsseminar für Voltigierkinder

über zwei Tage in den Osterferien.

Außerdem gibt es Reitabzeichen-

Abnahmen und über den Winter Stützpunkttraining

Dressur, Springen und

Vielseitigkeit in den Monaten Dezember

bis März.

Jedes Jahr starten Kinder und Jugend -

liche im Förderkader oder Kader des

Fotos: RSG Ilsenhof

12


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Die ideale Kombination

Dach und Solar aus einer Hand

„Uns liegt das Thema Umweltschutz sehr am Herzen“, beteuert

Dieter Arnold, einer der beiden Geschäftsführer der Arnold

Dach & Solar GmbH. Dadurch resultierend entwickelte sich die

Installation von Photovoltaik-Anlagen zu einem maßgeblichen

Geschäftszweig. Seit 2003 realisiert die Arnold Dach und Solar

GmbH mit großem Erfolg und steigenden Zahlen Photovoltaik-

Anlagen auf Privat-Dächern, Kommunalen Einrichtungen

und Industrieanlagen. 1480 kWp in 2009, mit

ca. 1280 Tonnen CO2-Vermeidung. Auch die Anlage

auf den Dächern der eigenen Betriebsgebäude

leistet Ihren Beitrag mit der Vermeidung von

jährlich 112 Tonnen Kohlendioxid.

Links Gerhard Arnold, rechts Dieter Arnold

„Hochwertige Materialien, Innovationsbewusstsein und eine hohe Qualität in der

Ausführung unserer Arbeiten – dafür stehen wir mit unserem guten Namen ein.“

so Gerhard Arnold (Geschäftsführer).

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Unternehmen auf die

Ausführung von hochwertigen

Dacheindeckungen spezialisiert.

Die beiden Geschäftsführer

sind stolz darauf, dass der

Name Arnold für Zuverlässigkeit,

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und eine langjährige

Tradition im Zimmerer- und

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ständige Weiterbildung, und

Lehrgänge ermöglichen dem

Team auf dem neuesten

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Neuer Saarlandmeister in

der Vierkampf-Mannschaftswertung

ist das Team

Bliestal/Limbach/Einöd

Foto: hch

JUGEND

Saarlandmeisterschaften

im Einzel- und Mannschaftsvierkampf

Nicht nur hoch zu Ross, sondern auch

beim Laufen und Schwimmen bewiesen

die saarländischen Vierkämpfer

auch in diesem Jahr wieder einmal,

dass sie aus einem ganz besonderen

Holz geschnitzt sind. Denn bei der

Vierkampf-Saarlandmeisterschaft, die

der RV Gersweiler am alten Wasserturm

im Rahmen seines Hallen-Reitturniers

(30. und 31. Oktober) ausrichtete,

mussten die Jugendlichen sowohl

in der Mannschafts- als auch in der

Einzelwertung gleich vier Teilprüfungen

absolvieren. Das waren zum einen

die Dressur-Reiterprüfung und das

Stil-Springen der Klasse A, zum anderen

die 50 Meter Freistil-Schwimm-

strecke und der 3000 Meter Geländelauf.

In der Mannschaftswertung ging

der Titel des saarländischen Vierkampf-Meisters

an das Team Bliestal/

Limbach/ Einöd. Dazu gehörten Irene

Weber (RV Bliestal), Vanessa Körner

(RFV Limbach) sowie Mareike

Schwarz und Lisa Grünnagel (RV

Einöd).

Für Heike Körner, die das Team

sowohl als Jugendvertreterin des Verbandes

wie auch als Mutter einer Teilnehmerin

unterstützt, ein sehr lobenswertes

Ergebnis: "Da die endgültige

Mannschaft erst ganz kurzfristig feststand

und die Kids deshalb nicht

zusammen für die Dressur üben konnten,

freuen wir uns natürlich besonders

darüber, dass alles so gut geklappt

hat.“

Auch Birgit Hohlweg, die dem Team

in allen Belangen mit Rat und Tat zur

Seite stand, war mit der Leistung der

Reiterinnen und Pferde zufrieden:

„Außenstehende können sich nur

schwer ein Bild davon machen, wie

aufwändig die Vorbereitungen für

diese Disziplin sind. Die Kids haben

seit Juni jede Woche ein spezielles

Pensum an Spring-, Dressur-,

Schwimm- und Lauftraining absol-

viert, was zeit- und arbeitsintensiv ist.“

Daher sei die Leistung der Jugendlichen,

die wirklich viel Herzblut in

ihren Sport steckten, hoch einzuschätzen.

Bei Isabel Theobald (RFG

Gerensrech Altforweiler) ist auch die

Vorfreude auf den Bundesvergleichskampf,

für den sich alle saarländischen

Vierkämpfer qualifiziert haben, schon

groß: „Dort wollen wir unser Bestes

geben und unter die besten zehn Teams

kommen.“ Alte und neue Meisterin in

der Vierkampf-Einzelwertung ist

Vanessa Körner (RFV Limbach), die

hier erfolgreich ihren Titel verteidigte.

Ergebnis der

Saarlandmeisterschaften

im Vierkampf:

Saarlandmeister in der

Mannschaftswertung

Team Bliestal/Limbach/Einöd (Irene Weber, Vanessa

Körner, Mareike Schwarz und Lisa Grünnagel)

Saarlandmeister in der Einzelwertung

Vanessa Körner, RFV Limbach

Wie im Vorjahr standen auch dieses

Mal zusätzliche Reit-, Dressur- und

Springprüfungen nach der WBO auf

dem Programm. Gleich sieben Siege

gingen dabei auf das Konto des gastgebenden

RV Gersweiler am alten Wasserturm.

So heimsten Zoe Bickendorf,

Gian Schwamm, Joelle Detempel,

Lena Brehmer, Svenja Born, Jil Nagel

und Frederike Salm in verschiedenen

Wettbewerbe ein goldenes Schleifchen

ein. Über einen Doppelsieg durfte sich

Susanne Dörr von der RSG Altbreitenfelderhof

freuen: die Amazone gewann

den Caprilli-Test und den Springreiter-

Wettbewerb. Die A-Dressur entschied

Viola Oschmann vom RFV St. Arnual,

die eigentlich aus dem Voltigiersport

kommt, für sich. Und während der

Sieg im A*-Stilspringen an Chiara

Friedsam vom RFV Limbach ging,

gewann Kevin Reuter vom RSV Völklingen

das A**-Punktespringen.

Hch

14


JUGEND

Gelungenes Finale der „Young Riders Tour 2010“

auf dem Beckinger Margarethenhof

Für Thomas Lunkes (TGS Lunkeshof)

An der Serie, die insgesamt aus fünf Qua-

siegte ein Reiter aus Rheinland-Pfalz:

und Andreas Rubly (RFV Bundenbacher-

lifikationen und einem Finale bestand,

Andreas Rubly vom RFV Bundenbacher-

höhe), die beiden Springreiter aus Rhein-

nahmen neben Junioren und Jungen Rei-

höhe. Die Plätze zwei und drei gingen an

land-Pfalz, hat sich Mitte November die

tern aus dem Saarland und Rheinland-

die saarländischen Springreiter Thorsten

Fahrt ins Saarland gelohnt. Denn sie

Pfalz auch Gastreiter teil, die sich hier

Volz (RFV Illtal) und Frank Andreas

gewannen beim großen Hallen-Reit- und

gegen einen Obolus einkaufen konnten.

(RFV Dudweiler-Sulzbachtal). Die Ehre

Springturnier der Pferdefreunde (PF)

Sollten sich für das nächste Jahr unter den

des Gastgebervereins hielten unter ande-

Margarethenhof, das vom 12. bis 14.

Reitern und Pferdefreunden wieder genü-

rem Maximilian Meiers im M*-Springen

November auf der gleichnamigen Reitan-

gend Sponsoren für den Cup finden,

sowie Nina Ludwigs in der L- und der

lage in Beckingen stattfand, souverän die

werde er auch 2011 ausgetragen.

M*-Springpferdeprüfung mit drei zweiten

Hauptprüfungen – zwei Springen der

„Unser Traum ist es, eine komplette Ju -

Plätzen hoch. Aber auch in anderen Prü-

schweren Klasse.

gendserie im L-, M- und S-Bereich daraus

fungen, vor allem in den Reiterwettbe-

In einem spannenden Finale, das als S*-

zu machen“, erzählte Meiers. Auch ver-

werben, waren gleich mehrere Lokalma-

Springen mit Stechen für Junioren und

schiedene Modifizierungen bei der Wer-

tadoren erfolgreich am Start. In seiner

Junge Reiter ausgeschrieben war, holte

tung und eine prinzipielle Ausweitung auf

Funktion als Vorsitzender der PF Marga-

Bester Saarländer in dem

sich Lunkes sowohl den Sieg in dieser

andere Bundesländer seien im Gespräch.

rethenhof war Karl Meiers mit dem

S*-Springen für Nach -

Prüfung als auch den Gesamtsieg in der

Die drei Erstplatzierten Lunkes, Schenk

Ablauf der Veranstaltung zufrieden:

wuchs reiter und in der

„Young Riders Tour 2010“, die in diesem

und Beyer dürfen sich über einen Lehr-

„Unser Konzept mit den Jungpferde-Prü-

„Young Riders Trophy

Jahr ihre gelungene Premiere feierte.

gang bei einem renommierten Springrei-

fungen freitags, den großen Prüfungen

2010“ war der jeweils

Zweiter in diesem Spezialspringen für die

ter freuen.

samstags und den kleinen Prüfungen

Zweiplatzierte Frederic

Nachwuchsreiter wurde der Saarländer

sonntags hat sich wieder einmal bewährt.“

Schenk vom RB 64

Frederic Schenk (RB 64 Saarlouis). Platz

Das zweite Highlight an diesem Wochen-

Saarlouis

drei ging an Nora Dahmen von der RFG

ende war ein S*- Springen. Auch hier

hch

Edlinger Mühle, die ebenfalls für das

Saarland antrat.

Foto: hch

Auch in der Gesamtwertung der Prüfungsserie

siegte Lunkes und verwies

Schenk, den Saarlandmeister der Junioren,

und Thies Beyer (RFV Illtal), den

Saarlandmeister der Jungen Reiter, souverän

auf die Plätze zwei und drei.

„Dieser Cup ist für die jungen Springreiter

der ideale Einstieg in die schwere

Klasse“, so Karl Meiers, der geistige

Vater der Prüfungsserie und realer Vater

von Teilnehmer Maximilian Meiers. Die

„Young Riders Trophy“ ermögliche es

den jungen Springreitern, bei Gleichheit

der Chancen und unter Ausschluss der

„alten Hasen“ in der schweren Klasse ihre

ersten Erfahrungen zu sammeln und Routine

zu kriegen.

„Sie sollen sich zuerst an sich selbst messen

und gegeneinander antreten“, kommentierte

Markus Beyer, Mit-Initiator der

Trophy und Vater von Thies Beyer. Er

war froh: „Der Zuspruch ist groß, die

Bilanz fällt durchweg positiv aus.“ Wie

erhofft habe die Ausrichtung des Cups

viel gebracht und die jungen Reiter in der

schweren Klasse auf eine solide Basis

gestellt.

15


JUGEND

Erfolgreiche Teilnahme am

Lehrgang zum Sportassistenten

Foto: Andreas Kunz

Anfang Januar beteiligten sich 14

Damen und ein Herr an einem Ausbildungslehrgang,

an dessen Ende „Sportassistenten

(Betreuer) im Pferdesportverband“

stand. Solch ein Lehrgang

richtet sich an Personen, die in den

Vereinen mit der Betreuung von Reitschülern

beauftragt sind und bisher

noch keine Trainerausbildung absolviert

haben. Die Teilnehmer erhalten

nach erfolgreicher Teilnahme ein Zertifikat

vom LV bzw. von der LK bestätigt.

Der Lehrgang umfasste 30 Unterrichtseinheiten

à 45 Minuten und fand auf

der Reitanlage Körner statt, die Lehrgangsleiterin

war Frau Heike Körner.

Voraussetzungen für die Zulassung

zu solch einem Lehrgang sind:

– Mitgliedschaft in einem Reitverein

– Vollendung des 16. Lebensjahres

– Einwandfreie charakterliche Haltung

und Führung

– Vorlage eines polizeilichen Führungszeugnisses

– Nachweis einschlägiger Erfahrung

im Umgang mit dem Pferd

– Nachweis eines Erste-Hilfe-Kurses

über 8 Doppelstunden, der nicht

älter ist als 2 Jahre zurück liegt.

– Besitz des Basispass und DLA 4

§ 4101 Inhalte zur

Lehrgangs gestaltung:

Im Lehrgang werden folgende

Fächer unterrichtet:

Aufgaben des Sportassistenten

(Betreuers) im Verein.

Aufsichtspflicht und Unfallverhütung.

Sicherheitsaspekt im Pferdesport,

Anforderungen an den Betreuer im

Pferdesport.

1. Kenntnisse auf dem Gebiet der Pferdehaltung

und des Umgangs mit

dem Pferd, Kenntnisse der einschlägigen

Bestimmungen des Tierschutzgesetzes.

2. Theorie zur Unterrichtserteilung

Grundlage der Pädagogik, Aufbau

und Gestaltung von Übungsstunden,

altersspezifische Entwicklung und

Leistungsfähigkeit im Kinder- und

Jugendbereich, Spiel- und Bewegungsangebote

des Breitensports.

4. Reitlehre/Fahrlehre

Grundlagen der Reiterlehre und

Fahrlehre

5. Praktische Unterstützung von Lehrkräften

Genaues findet man unter § 4100 der

Ausbildungsprüfungsordnung (APO).

Teilnehmer Trainerassistenten Lehrgang Altstadt 7.–9.1.11

Name Vorname Straße PLZ Ort

Weismann Nadine Lothringerstr. 120 66780 Hemmersdorf

Lübs Annabella Marienstr. 1 66450 Bexbach

Siebiger-Thieltges Ramona Am Bartenberg 22 66133 Saarbrücken

Rassier Kirsten Hofgut Monbach 66663 Merzig

Sträßer Lisa Hilgenbach Höhe 20 66265 Heusweiler

Graf Sina Poststr. 5 66299 Friedrichsthal

Schwager Andrea Blüchersteig 1 a 67677 Enkenbach

Utzig Lena Ebertsborn 11 66606 St. Wendel

Martin Jennifer Steinbacher Str. 25 66606 St. Wendel

Hauck Ilka Weiherstraße 13 66773 Schwalbach

Keller Stefanie Weilerhof 66625 Neunkirchen/Nahe

Meß Michael Weilerhof 66625 Neunkirchen/Nahe

Libbers Anja Im Roth 37 66583 Spiesen

Ruth Claudia Kandelbrunnenstr. 67 66887 Rammelsbach

Habermann Anne Sophie Wolfsbachstr. 4 66885 Mühlbach

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Team Saarland Vierkämpfer

(Mannschaftsfoto)

von links: Trainer

Nicolas Peter, Irene

Weber, Lisa Grün -

nagel, Mareike

Schwarz, Vanessa

Körner, Isabel

Theobald

Drei im „Gleichschritt“

Isabel, Vanessa und

Irene

Irene und Vanessa

JUGEND

Vierkämpfer

Vierkämpfer – fit bis in

die Zehenspitzen

Wir haben unsere Vierkämpfer

im Trainingslager besucht und

waren erstaunt, was die so

alles leisten. Die Namen: Irene

Weber (14) RV Bliestal, Lisa

Grünnagel (14) RV Einöd, Vanessa

Körner (14) RV Limbach,

Isabel Theobald (15) RV Altforweiler

und Mareike Schwarz

(15) RV Einöd.

Wer sich für den Vierkampf

interessiert, kann sich bei

Heike Körner, Homburger Str. 19,

66459 Kirkel-Altstadt melden.

Beim „Deutschlandpreis der Vierkämpfer“

2010 belegte eine der saarländischen

Vierkampf-Mannschaften

einen respektablen vierten Platz und

schrammte damit knapp am Siegertreppchen

vorbei – eine Hammerleistung,

wenn man bedenkt, dass Bundesländer

wie Nordrhein-Westfalen aus

Hunderten von Aktivisten eine Bestauswahl

treffen können. Wir haben

dieses Jahr „nur“ unsere fünf Mädels

und auf die sind wir echt stolz.

Vierkämpfer, das heißt: tägliches Dressur-

und Springtraining (wie jeder

andere Turnierreiter auch), aber auch

wöchentlich zwei Mal schwimmen und

drei Mal laufen.

Hat man da noch Zeit für andere

Hobbys? Nein! Und warum macht man

dann so etwas? Wie aus der Pistole

geschossen kommt von Irene Weber:

„Weil es Spaß macht.“ Ja, aber Spaß

machen doch auch viele andere Dinge.

Irene meint dazu: „ Es ist ein Mannschaftssport,

das ist das Besondere

daran.“

Lauftrainer Nico Peter: „Wir lachen

sehr viel, haben unseren Spaß, obwohl

wir hart trainieren. ‚Meine Mädels‘

sind echt spitze.“ Lisa Grünnagel

meint trotzdem: „Beim Training ist

Nico streng.“

Vanessa: „Ich bin jetzt seit zwei Jahren

dabei, Isabel, Irene und Mareike

auch.“ Mareike ist beim Pressetermin

leider nicht dabei, weil sie einen kleinen

Unfall hatte. Und Lisa ist vor

einem Jahr dazu gekommen.

Unter der Woche trainieren die Mädels

alleine, bzw. haben ihre jeweiligen

Trainer. Beim Schwimmen unterstützt

sie meist Anke Bauermann. Dressur-

Landestrainer Dieter Pankok und

Springen Manfred Reitmeier geben

Hilfe und Unterstützung beim Reiten.

Alle haben eigene Pferde – bemerkenswert

ist jedoch, dass die Mädels mit

unterschiedlichen Pferden klar kommen

müssen, denn Pferdetausch ist

obligatorisch – während des Kadertrainings

und der Meisterschaft sowieso.

Ohne die engagierten Eltern ginge gar

nichts, denn wenn auch alle unter der

Woche zu Hause trainieren, so sind für

das gemeinsame Training doch einige

Kilometer zu bewältigen. Da in dem

Alter logischerweise keine einen Führerschein

besitzt, müssen die Eltern

ran. Längere Fahrtzeiten sowie lange

Wartezeiten gehören einfach dazu. Der

Papa von Isabel: „Es lohnt sich nicht,

zwischen den Trainingseinheiten nach

hause zu fahren, also gehe ich mit dem

Hund spazieren, um die Wartezeit zu

überbrücken.“ Und Herr Weber meint:

„Wir haben zwar einen eigenen Reitstall,

aber keine Reithalle. Das heißt,

täglich den Hänger anspannen, Pferd

verladen und nach Webenheim zum

Training fahren. Im Sommer können

wir unseren Reitplatz nutzen.“

Leider ist der Vierkampf recht wenig

bekannt, es mangelt an Aktivisten und

Sponsoren. „Herr Theobald: „Die

Firma Tock hat uns schon unterstützt,

Decathlon und Karlsberg auch. Wir

suchen aber immer wieder Sponsoren,

die unsere Mannschaft mit Trikots,

Laufschuhen, Badeanzügen usw.

bestücken.“

Vom 8. bis 10. April findet in Neustadt/Dosse

der "Deutschlandpreis der

Vierkämpfer" 2011 statt, und es wäre

schön, wenn unsere Mannschaft in einheitlichem

Outfit starten könnte.

Unsere Sympathie und guten Wünsche

sind ganz sicher mit dabei.

Fotos: Andreas Kunz

aa

18


TURNIER

Kein Turnierstart ohne Pferdepass

Schon seit Jahren gilt die

Regelung: Kein Turnierstart

ohne Pferdepass.

Der Pferdepass ist ein wichtiges Dokument,

in dem die Identität des Pferdes,

als auch die vorgeschriebenen Impfungen

fest gehalten wird. Dieser Pferdepass

sollte bei jedem Pferdetransport,

auch wenn es nicht zum Turnier geht,

mit an Bord sein.

Leider kommt es immer wieder vor,

dass der Pferdpass zu hause vergessen

wird und bei Verlangen an der Meldestelle

nicht vorgelegt werden kann.

ACHTUNG!

Wichtige Neuregelungen für

Turnierreiter im Saarland.

Die Besonderen Bestimmungen 2011

der Landeskommission wurden verabschiedet:

Geänderte Startberechtigung

bei Fehlen des Equidenpasses und bei

Fehlen der Impfeintragung.

Auszug:

§ 9 der Besondern Bestimmungen der

Landeskommission „Medikations-

kontrollen, Verfassungsprüfung und

Pferdekontrollen“

Absatz 6: Liegt der Pferdepass beim

Start nicht vor, so wird keine Startberechtigung

erteilt. Sind die Impfungen

nicht ordnungsgemäß eingetragen,

erfolgt eine Disqualifikation sowie

Startverbot. Zusätzlich erfolgt eine

Meldung an die Landeskommission,

die eine Strafe von 50,– € verhängt.

Termine Reitabzeichenabnahme:

07. März beim RuFV Ballern, Info: Claus Conrad, Telefon: 06861/4725

19. März beim RSV Schwalbach, Info: Katja Seyler, Mobil: 0157/78347577

20. März beim RuFV Differten, Info: Ralf Bernd Bergerfort, Mobil: 0172/6800561

15. April beim TuRV Heiligenwald, Info: Volker Thull, Mobil: 0163/2739548

16. April beim RV Ensheim, Info: Frau Andrea Schwenk Mobil: 0175/2040029

17. April auf der Reitanlage Stall Diehl, Niederbexbach, 1. Voltigierclub Homburg,

Info: Karin Ostheimer-Sutter, Mobil: 0170/7751025

18.–23. April mit Vorbereitungslehrgang beim Bliesbergerhof, Info: Ingo Linn,

Mobil: 0171/8770498

Saarländische Firmen

unterstützen Reitvereine

Autohaus Kauth in

Niederlinxweiler:

Bliesgau-Garage in Blieskastel-

Webenheim:

„Bliesgau-Garage“-Sprung für Springturniere.

Buchung/Reservierung (kostenlos)

bei Frau Jutta Bitsch

06842-9235-0

Fester Kiosk aus Holz für Turniere und

Hoffeste. Buchung/Reservierung

(kostenlos) und Transporthilfe bei

Christian Strümpel im Autohaus

Kauth. 06851/3630

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19


RUBRIK TOP-THEMA

TOP-THEMA

20

Menschen, die allergisch auf Pferde

reagieren, haben mit diesem Pferdetyp

meist keine Probleme. Deshalb heißt

es auch, das Curly Horse ist „hypoallergen“.

Nichtsdestotrotz sollte man sich vorher

informieren und austesten, wenn die

Anschaffung eines Curly Horses bei

einer Pferdeallergie ansteht, denn nicht

jedes Curly passt zu jedem Allergiker,

da jedes Fell speziell ist und jeder

Allergiker anders reagiert.

Außerdem sollte ausgeschlossen sein,

dass keine Heu- oder Strohallergie

besteht, denn dann würde es auch keinen

Sinn machen, sich ein Curly anzuschaffen.

American Curly Horse –

die Alternative für Allergiker

Woher kommen Curly Horses

und was genau ist das für eine

Rasse?

SS Miss Klondike Kitty alias Cjura

Sunnybrooks Misty Whitney

Die Indianer ritten schon auf Curlies zur

Büffeljagd und die „Bleichgesichter“

zogen sie zur Rancharbeit heran.

Curlies gibt es in einer Vielfalt von

Größe und sehr vielen Färbungen. Die

Winterlocken bei verschiedenen Arten

sehen sehr unterschiedlich aus und können

von samtweichem Aussehen über -

gehen zu Wellen oder dichten Ringel -

locken bis hin zu Minilocken.

Mähnen- und Stirnhaare sind Ringeloder

Filzlocken, ähnlich Korkenzieherlocken.

Der Schweif hat Wellen oder

Locken. Auch das Haar in den Ohren ist

lockig, die Kötenzöpfe sind meist lang

gelockt oder wellig, und die Augenwimpern

sind nach oben gebogen und sozusagen

das Gütesiegel der Züchtung.

Fotos: Dagmar Stenger-Frank


TOP-THEMA RUBRIK

Es gibt aber auch glatthaarige Curly

bluttyp und besonders der Quarterhor-

Horses, die so genannten Smoothcoa-

setyp (Westernpferd) sind die häufigs-

+

ted, kurz bezeichnet, die SC Curly

ten Zuchtausrichtungen.

Horses.

Ein SC Curly Horse ist ein Curly

Horse welches nur wenige oder keine

Woher kommt das Curly

Locken besitzt. Das SC Curly Horse

MFT und was ist das für eine

sieht eventuell aus wie ein ganz nor-

Gangart?

males Pferd ohne Locken aber es zeigt

alle Eigenschaften der Curly Rasse.

Obwohl es Curly Pferde seit Jahrhun-

Doch selbst bei durchgängig gelockten

derten gibt, ist das Curly MFT eine

Vorfahren können Fohlen mit unge-

relativ junge Rasse, erstmalig gezüch-

locktem Fell geboren werden. Der Ver-

tet in den 60-er Jahren als einige Fox-

Umgänglich und gesellig in ihrer Art,

Dagmar Stenger-Frank

lust der Locken ist aber offenbar die

trotter Stuten von einem Curly Gaited

sind Curlies leicht zu halten. Viel Aus-

mit Cjura

einzige genetische Abweichung, denn

Hengst gedeckt wurden, der auch MFT

lauf sollte jedoch gewährleistet sein –

sie erhalten sich meist ihr „hypoaller-

registriert wurde, das war Curly Jim.

am Besten noch im Herdenverbund in

Foto: Sabine Hafner

genes“ Fell.

Seine Herkunft liegt im Dunkeln.

moderner Offenstallhaltung.

Curly Horses riechen nicht wie andere

Missouri Foxtrotter gehen mit den Vor-

Pferde, sie riechen nach Wolle, ähnlich

derbeinen und traben mit den Hinter-

Ich bedanke mich bei Dagmar Stenger

der Lämmer. Das Fell ist sehr talghal-

beinen. Sie gehen einen schnellen

– Frank für die vielen Informationen

tig und das merkt man beim Streicheln.

Schritt und einen sehr angenehmen

zum Curly Horse.

Egal wie gut ein Curly geputzt ist, es

Galopp.

Auf ihrer Homepage www.curly-

hinterlässt Talgablagerungen an den

Und genau wegen dieser Qualitäten

horse-rheinlandpfalz.de finden Interes-

Händen.

wurden die Missouri Foxtrotter die

sierte weitere Informationen.

Dieses Fell ist keine spezielle Zuchter-

beliebtesten Pferde in den Ozarks

scheinung sondern eine Klimaanpas-

(Hochland der zentralen Vereinigten

aa

sung der in extremer Kälte wildleben-

Staaten ). Sie wurden von allen gerit-

den Pferde.

ten, die längere Wege zurückzulegen

Bernhard Stenger

hatten: Rinderzüchter, Landärzte und

mit Cjura

Sheriffs. Als dann das Auto kam, wur-

Was zeichnet diese Rasse

den die Curlies immer weniger einge-

Foto: Dagmar Stenger-Frank

sonst noch aus?

setzt.

Für Rancharbeiten wurden die Mis-

Diese Pferde besitzen noch eine

souri Foxtrotter jedoch weiter gezüch-

Besonderheit. Sie sind eine robuste

tet und bekamen den Spitznamen,

Rasse mit einem leicht erziehbaren

„Cowboy Cadillac“, oder „Cowboy

Charakter. Genauer: Sie haben einen

Rolls Royce“, denn sie sind optimal

starken Knochenbau, kräftige Hufe,

für die anstrengende Arbeit mit Rin-

eine ausdauernde Konstitution mit gro-

dern.

ßem Durchhaltevermögen und sind

darüber hinaus genügsam und leichtfuttrig.

Durch ihr freundliches und

ruhiges Wesen eignen sie sich für alle

Arten der Reiterei, denn sie sind auch

noch intelligent und lernfreudig.

Einsetzbar in der Dressur, beim Springen,

Fahren und Westernreiten und

ganz besonders für das Freizeitreiten,

denn sie sind sehr trittsicher im

Gelände. Deshalb sind diese Pferde

mit nichts vergleichbar.

10% der Curlies sind Foxtrotter

(Gangart): Curly Missouri Foxtrotter,

kurz Curly MFTs. Der Sporttyp, Kalt-

21


JUGEND

Fahrsport

Portrait

Laut Wikipedia, der freien Enzyklopädie

im Internet, wird der Fahrsport als

eine Form des Pferdesports definiert.

Es bezeichnet im weitesten Sinne das

Fahren mit Pferd und Kutsche. Der

Fahrer kontrolliert dabei die Pferde,

die mittels eines Geschirrs vor den

Wagen gespannt sind, sowohl mit seiner

Stimme als auch mit den Leinen

und der Peitsche. Das Kutschfahren

kann freizeit- wie auch wettkampfmäßig

ausgeübt werden.

Zu den wenigen saarländischen Nachwuchstalenten

im Fahrsport, die sich

bereits erfolgreich auf Fahrturnieren

präsentiert haben, gehört Corinna

Rupp von der RFG Gerensrech Altforweiler.

Da sie auch schon im Springsattel

viele Erfolge auf ihrem Konto

hat – sie ist bis Klasse S platziert –

kennt sie die Unterschiede zwischen

dem Reit- und dem Fahrsport genau.

„Ich bin ja schon immer zum

Zuschauen und Helfen beim Training

dabei gewesen und auf die Turniere

mitgefahren, da war es wohl von vornherein

klar, dass ich früher oder später

dieselbe Passion dafür entwickeln

würde wie meine Eltern.“

Mittlerweile teilt sie ihre Fahrleidenschaft

mit ihrer 14 Jahre alten Schwester

Carolyn, die sowohl auf dem

Kutschbock als auch im Dressursattel

erfolgreich unterwegs ist. Zu den großen

Vorbildern der beiden „Ruppis“ –

wie sie auch genannt werden – gehören

natürlich vor allem ihre Mutter

Astrid Dräger und ihr Vater Dr.

Andreas Rupp, der 19-facher Saarlandmeister

in allen Anspannungsarten ist.

Obwohl Corinna schon als Kind anfing

zu fahren, durfte sie erstmals 2008 auf

einem Turnier starten. „Anders als

beim Reiten dürfen Minderjährige

nämlich erst ab 14 Jahren turniermäßig

fahren – und das auch dann nur in

Begleitung eines Erwachsenen, der im

Besitz des Fahrabzeichens ist“, erklärt

die Amazone.

Die Frage, worin die Besonderheit des

Fahrsports liegt, ist für das Nachwuchstalent

schnell beantwortet:

„Ich bin immer wieder von der

Atmosphäre auf den Fahrturnieren

überwältigt. Hier ist nämlich nicht nur

die Stimmung besonders gut, auch

Solidarität wird bei den Fahrern ganz

groß geschrieben.“ Im Gegensatz zu

den Reitturnieren sei kaum Konkur-

renzkampf zu spüren. Die gerade im

Saarland doch recht kleine Gruppe von

Fahrern halte stark zusammen. „Jeder

drückt jedem die Daumen, egal von

welchem Verein, egal ob alt oder

jung.“

Fahren – Aufwändig und teuer

Ein großer Nachteil des Fahrsports sei

jedoch der immense Aufwand – und

zwar im Hinblick auf Zeit, Arbeit und

Geld. So müsse man schon beim Training

viel Zeit fürs An- und Abspannen

einkalkulieren und man sei dabei auf

Hilfe angewiesen. Auch fürs Fahren

selbst brauche man aus Sicherheitsgründen

einen Mitfahrer. Und um mit

ein oder mehr Pferden, ein oder mehr

Kutschen, den vielen Geschirren,

einem Stallzelt und dem ganzen Helfertross

von A nach B aufs Turnier zu

kommen, sei auch ein richtig großer

Spezial-LKW nötig. „Der ist natürlich

– ebenso wie der Rest – sehr teuer.“

Obwohl der Nachwuchs im Fahrsport

leichter in die höhere Liga aufsteige

als im Reitsport, weil die Anforderungen

ganz anders seien und es einfach

nicht so viele junge Fahrer gebe, fehle

es an entsprechenden Veranstaltungen.

„Es gibt nämlich insgesamt relativ

wenige Fahrturniere, im Saarland

sogar nur zwei. Dazu kommt, dass bei

diesen leider auch nicht viele Prüfungen

für Jugendliche ausgeschrieben

werden.“ Außerhalb zu starten sei dann

wieder extrem aufwändig und teuer.

„Das lässt sich auch nicht gut mit der

Schule vereinbaren, da man dann

schon mittwochs oder donnerstags losfahren

muss.“

22

Anders als im Reitsport sei es im Fahrsport

auch so, dass es kaum Ausbildungsställe

gebe. „Wenn das Geld für

ein fertiges Gespann fehlt, steht man

oft vor dem Problem, dass man für

seine Jungpferde keinen kompetenten

Ausbilder findet.“ Zudem dauere die

Ausbildung eines Nachwuchspferdes

bis zur schweren Klasse mehrere

Jahre.


JUGEND

Fahrsport

Der Ball liegt nur lose auf

Foto: aa

Einspänner oder lieber mit zwei

Pferden?

„Das Fahren sieht von außen weitaus

leichter aus als es in Wirklichkeit ist.

Gerade um auf einem Turnier gute

Leistungen zu zeigen, braucht man viel

Können und Geschick.“ Auch wenn

Ottonormalverbraucher ohne Fahrkenntnisse

glauben, dass das Einspännerfahren

am leichtesten zu erlernen

sei, berge genau dies einen besonderen

Anspruch. „Man denkt zwar, dass ein

Pferd einfacher zu handhaben ist als

zwei oder mehr, aber das ist ein Irrtum.

Beim Einspänner spielen nämlich das

Gleichgewicht, die Durchlässigkeit und

mögliche Mankos des Pferdes eine tragende

Rolle.“ Beim Zweispänner sei

das Gewicht ausgeglichener und die

Pferde zögen sich gegenseitig mit.

„Außerdem müssen die Einspänner in

der Prüfung auch Galopp fahren, was

das Risiko einer umstürzenden Kutsche

ungleich größer macht.“

Dennoch sei es gerade im Training sehr

gut, öfter mal einspännig zu fahren:

„Der Fahrer trainiert die Feinabstimmung

seiner Hilfen und das Pferd kriegt

durch die vermehrte Last viel Kraft.“

Sehr schwierig sei auch das in der

Dressur geforderte einhändige Fahren

mit Peitsche. „Das muss man schon gut

üben“, weiß Corinna aus Erfahrung.

Wer Interesse am Fahrsport habe und

einfach mal in diese besondere Diszip-

Pionier des Fahrsports war Benno von Achenbach. Noch heute ist bei allen deutschen Turnieren unter dem

Dachverband der FN, also der Deutschen Reiterlichen Vereinigung, das Achenbach-Fahrsystem üblich.

Natürlich werden daneben auch andere Fahrsysteme wie etwa die ungarische Anspannung toleriert. Das

„Nichtfahren nach Achenbach“ führt dann gemäß LPO, der so genannten Leistungsprüfungsordnung, in

der Wertung zu einem geringen Punktabzug von 0,5 Punkten.

Auf Fahrturnieren wird im Allgemeinen ein-, zwei- oder vierspännig gefahren. Die meisten Turnierveranstalter

bieten Prüfungen in den Disziplinen „Dressurfahren“, „Geländefahren“ und „Hindernisfahren“ an.

Obwohl diese natürlich auch einzeln gewertet werden können, sind sie in der Regel als Kombinationsprüfung

ausgeschrieben. Gesamtsieger ist dann das Gespann mit dem besten Resultat aus allen drei Teilprüfungen.

Beim Dressurfahren wird auf einem Fahrviereck eine vorgeschriebene Aufgabe absolviert. Wie beim Reiten

besteht die Dressuraufgabe vorwiegend aus bestimmten Hufschlagfiguren, die in den vorgegebenen

Gangarten (Schritt, Trab, selten auch Galopp) und im verlangten Gangmaß (z.B. Arbeitstrab, starker Trab)

vorzuführen sind. Bei der Beurteilung durch die Richter wird außerdem auch Wert auf stilechte Kleidung,

traditionelle Bauweise der Kutsche und Ausrüstung (Peitsche, Kutschenlampen usw.) sowie dazu passende

Pferde gelegt. Die Dressur wird durch Noten zwischen 0 und 10 mit Zehntelwerten bewertet. Viele Veranstalter

verlangen mindestens 5,0 als Wertnote, damit das Gespann bei der Kombi die folgende Geländeoder

Hindernisprüfung fahren darf.

Das Hindernisfahren wird auch Kegelfahren genannt. Auf einem Parcours sind je nach Schwierigkeitsgrad

der Prüfung bis zu 20 Kegelpaare aufgestellt, deren Abstand etwa 20 bis 50 cm breiter ist als die Wagenspur.

Die Kegelpaare sind dann innerhalb einer festgelegten Strecke möglichst schnell zu durchfahren –

und zwar ohne einen Kegel umzuwerfen oder einen darauf liegenden Bällchen runter zu stoßen. Diese

Kegeltore sind mit einer roten Zahl auf der rechten Seite und einer weißen Zahl auf der linken Seite

durchnummeriert. Wer ein Tor auslässt oder von der falschen Seite fährt, wird disqualifiziert. Zur Bewertung

gibt es mehrere Richtverfahren. Dazu gehört z.B. das Richtverfahren nach Strafpunkten und Zeit.

Hier wird erst nach Fehlern und dann nach Zeit gewertet. Siegreich ist das Gespann mit den wenigsten

Strafpunkten. Bei Gleichstand entscheidet die schnellste Zeit. Für jeden Fehler werden drei Strafpunkte

berechnet. Bei einem anderen Richtverfahren, das weit verbreitet ist, werden für jeden umgeworfenen

Kegel und jedes heruntergestoßene Bällchen fünf Strafsekunden zu der gefahrenen Zeit dazu gezählt. Sieger

ist hier der Zeitschnellste.

Beim Geländefahren, das auch als Marathonfahren bezeichnet wird, müssen natürliche und künstliche Hindernisse,

wie beispielsweise enge Brücken, kleine Bachläufe und kurvenreiche Wege, überwunden werden.

Gefahren wird eine in drei bis fünf Teilstrecken getrennte Strecke, die meist 15 bis 18 Kilometer lang ist. Auf

den Teilstrecken sind bestimmte Gangarten und Zeiten (Mindest- und Höchstzeiten) einzuhalten. Der letzte

Abschnitt hat mehrere Hindernisse, die möglichst schnell zu durchfahren sind. Häufig sind hier auch Spezialhindernisse

wie eine Wasserdurchfahrt zu meistern. Im Gelände, das mit einem Marathonwagen gefahren

wird, darf galoppiert werden. Der Beifahrer stabilisiert in schnellen Kurven die Kutsche durch Gewichtsverlagerung

und teilt dem Fahrer durch laute Rufe den Weg durch die Hindernisse mit.

lin reinschnuppern wolle, könne sich aber einmal mit dem „Fahrvirus“ infiziert

sei, komme so wie sie trotz aller

jedoch gern bei ihrem Vater oder Klaus

Laubach melden: „Es gibt nämlich Schwierigkeiten nicht mehr davon los.

schon die Möglichkeit, einen Fahrkurs Ihre zukünftigen Ziele als Fahrer hat

mit Theorie/ Praxis zu machen und am Corinna bereits jetzt klar abgesteckt:

Ende das Fahrabzeichen abzulegen.“ „Zunächst möchte ich mit meinem

Bevor es auf den Bock gehe, würden aktuellen Gespann bei der Deutschen

die Fahranfänger dann zunächst am Jugendmeisterschaft mitfahren. Dann

Fahrlerngerät üben. „Mithilfe der beiden

daran angebrachten Leinen, an den Gespann selbst ausbilden und damit auf

würde ich mir später gern mal ein

Gewichte hängen, bekommen sie ein internationalem Niveau fahren. Außerdem

möchte ich natürlich irgendwann

Gefühl für den richtigen Kraftaufwand

und erlernen die verschiedenen Haltegriffe“,

so die junge „Fachfrau“. Wer hen bekommen.“

hch

mal das Goldene Fahrabzeichen verlie-

23


JUGEND

Voltigieren

Das Glück der Erde liegt auf dem

Rücken der Pferde! Eine gute Möglichkeit

für Kinder und Jugendliche,

ihrem Lieblingstier nahe zu kommen,

ist das Voltigieren. Beste Voraussetzungen

bietet die Pferdesportgemeinschaft

Voltigieren Zweibrücken (PSG)

auf dem Bliesberger Hof in Limbach.

Voltigier- und Longiertrainerin Ruth

Köhler verfügt über mehr als 35 Jahre

Erfahrung und hat schon einige Pfalz-

Voltigieren ist für Kinder die beste Möglichkeit sich mit dem

Partner Pferd vertraut zu machen. Voltigieren fördert den

Gleich gewichtsinn und die Körperhaltung und stärkt den Gemeinschaftssinn,

da Kinder in der Gruppe trainieren und auftreten.

Voltigieren auf dem Bliesberger Hof in Limbach

und Landesmeister bis zur Teilnahme

an der Deutschen Meisterschaft ausgebildet.

Doch: „Ohne Basis keine Spitze

und ohne Spitze keine Basis“, legt die

Trainierin mit ihrem Team größten

Wert auf ein harmonisches Miteinander

von den Minis in der Spielgruppe

und breitensportlichen Einsteiger über

Nachwuchs-Talente bis hin zu Spitzenathleten.

Den Umgang mit Pferden

erlernen und Erfolgserlebnisse sammeln

können auch Kinder mit Behinderung.

Sie werden geschult von der

Physiotherapeutin Barbara Köhler, die

als vielfache Pfalzmeisterin im Einzel

und mit der Gruppe selbst aktiv im

gehobenen Turniersport startet. Erfolgreiche

Reiter haben ihr Gespür für den

vierbeinigen Sportkamerad beim Voltigieren

ebenso erlernt wie Balance und

Sicherheit auf dem Pferderücken.

Beginnen können Kinder ab etwa dem

fünften Lebensjahr auf dem Fuchspony

Leonardo, genannt Zottel. Mit den

erfahrenen Voltigierpferden Hugo und

Hannibal sowie Nachwuchs Dido verfügt

der Verein über vier ausgebildete

Pferde. Sie freuen sich über jeden, der

einmal an einer Schnupperstunde teilnimmt..

Infos und Anmeldung bei

Ruth Köhler (0173)3916202.

Auch viele andere saarländischen Reitvereine

bieten das Voltigieren an, oft

schon für Kinder ab 4 Jahren:

Reitstall Berger Spiel- und Voltigiergruppe

RB Saarlouis

RC Warndt

RuFV St. Arnual

RG St.Georg Dillingen

RuFV Ottweiler

RuFV Völklingen

Voltigierclub Homburg

Sollte „Ihr” Verein nicht dabei sein,

fragen Sie einfach nach.

a

24


ANZEIGE

Große Reitsportabteilung.

Alles für das Pferd und den Reiter.

Freizeitreiter und Western

DAS FUTTERHAUSUS

Dudweiler Landstraße

65

66123 Saarbrücken

Tel. 0681 / 958187-0

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FUTTERHAUS

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25


FREIZEITREITER

25 Jahre VFD-SAAR e. V. – Interessenverband für

Gelände- und Freizeitreiter brandaktuell unter www.vfd-saar.de

Kids bei der Ausbildung

Alt und jung zusammen

Wer wir sind, was wir wollen

und vor allem: was wir tun

Seit 25 Jahren steht die VFD-SAAR

für einen fairen, freundschaftlichen

und respektvollen Umgang mit dem

Pferd. Wir messen unser Pferd nicht

unbedingt an seiner sportlichen Leistung

sondern im Vordergrund stehen

die schönen Stunden, die man mit dem

Freizeitpartner Pferd verbringt. Das

kann bei einem Ausritt in Feld und

Flur sein oder bei einem mehrtägigen

Wanderritt, bei dem wir mit dem

Gepäck auf dem Pferderücken die

Landschaft durchstreifen.

Artgerechte Pferdehaltung in Gruppen

auf der Weide und im Offenstall

beschert uns ein ausgeglichenes gesundes

leistungsbereites Pferd, das in der

Lage ist, viele Jahre lang unser Freizeitpartner

zu sein. So sind die richtig

guten Wanderreitpartner oft ältere

Pferde, viele Mitglieder haben Pferde

von 20 Jahren und älter. Völlig rasseunabhängig

sind bei uns alle Reiter

gerne gesehene Gäste. Da töltet dann

der Isländer neben einem Traber, der

Tinker galoppiert neben dem Quarterhorse.

Auch jung und alt werden bei

unseren Ritten zusammengeführt und

können gemeinsam ihr Hobby ausüben.

Oft sind ganze Familien bei

Wanderritten dabei, manchmal reitet

der Opa mit dem Enkel. Und alle

haben Spaß und Freude.

Um sich im zunehmend enger werdenden

Wald sicher und korrekt bewegen

zu können, steht natürlich auch die

Ausbildung bei der VFD-Saar im Vordergrund.

Denn wir legen auch großen

Wert auf ein gutes Verhältnis zu anderen

Waldnutzern und Waldbesitzern.

Vom Pferdehalterpass geht es in verschiedenen

Stufen bis hin zum Wanderrittführer.

Der heutige Wanderrittführer

ist quasi ein Fremdenführer zu

Pferd, denn unsere Gäste wollen nicht

nur auf schönen pferdegemäßen

Wegen reiten sondern interessieren

sich auch für Fauna und Flora sowie

für die Geschichte des Gebietes, durch

das sie reiten. Gut ausgebildet können

sich unsere Gelände- und Wanderrittführer

diesen Anforderungen stellen

und kennen die besten Quartiere und

Rastplätze.

Die VFD-Saar setzt sich aktiv für

Natur- und Tierschutz ein. Beides ist in

unserer Satzung verankert und wird

den Mitgliedern in interessanten

Fachreferaten im Winterhalbjahr

vermittelt. So stehen Themen wie

Termine der VFD-SAAR e. V. • Termine der VFD-SAAR e. V. • Termine der VFD-SAAR e. V.

25.03. INFOTREFF 20:00 Uhr im Gasthaus „Sefa“, Augustinusstraße 14, 66571 Wiesbach (bei Eppelborn) – Thema: Silversand Horsemanship –

die VFD-Übungsleiterin Trainerin Martina Knapp referiert. Info: www.vfd-saar.de

30.04.–01.05. BODENARNEITSKURS mit Ute Stein in Niederbexbach, Pferdepension Diehl – Meldeschluss: 15.04.2011, Anmeldung & Info: Christiane

Limbach, Tel: 06841-973920 Mail: Littledaisydog@Googlemail.Com

09.04.–10.04. ZIRZENSIK mit Regina Rupp – spielerische Kunststücke/zirzensische Lektionen. Kurs auf dem Johannishof in Schmelz, Meldeschluss:

27.03.2011, Anmeldung & Info: Elke Chudzinski Tel:06831-49716 oder 01631462817, mail: elkechudzinski@superkabel.de

16.04. PONYEXPRESSRITT – mit lustigen Aufgaben für die ganze Familie. Streckenlänge ca. 20 km. Meldeschluss 10.04.11. Infos: Rita Scherer,

Tel. 06872/88553 oder unter www.vfd-saar.de

25.04. OSTERTRAIL auf dem Herresthaler Hof bei Trier – mit Aktions- und Präzisionsparcours, Ostereierslalom, Roland Reiten Info: Bernd Alt,

Tel. 00352 621 134587, mail: BerndAlt@gmx.de

26.04. TAGESRITT zum Mühlberghof, vorwiegend im Schritt-Tempo. Anmeldung und Info. Ute Stein Tel.: 0160 – 94653211 oder per mail utestein@t-online.de

30.04.–01.05. STERNRITT des RuFV Saarwellingen „Auf der Höh“ – Info. Siggi Alt, Tel. 0177 3252879 oder www.rufvs.de

15.05. FRÜHJAHRSRITT der Pferdefreunde Löstertal, 20 km geführter Ritt durch den Hochwald, auch für Anfänger geeignet. Meldeschluss:

13.5.2011, Info und Anmeldung: Hermann Brücker Tel.: 06871/61350 oder dekoscheune@t-online.de

im Mai REITKURS mit Roland Heiß – Schwerpunkt Dressur – Kansaser Hof in Düppenweiler, Infos: Elke Chudzinski , Telefon 06831-49716;

01631462817, mail: elkechudzinski@superkabel.de

22.05. OMMERSHEIMER MARKIERUNGSRITT – auf dem NussweilerHof im Mandelbachtal. Ritt von ca. 20–25 km mit Aufgaben. Meldeschluss:

02.05.11. Veranstalter: RuFV Ommersheim, Info: Karl-Heinz Lambertz. Tel. 0160-90727747 oder kh.lambertz@t-online.de

28.05.–29.05. WAHLENER PLATTENRALLYE – kleine Wanderung (ca. 4,3 km) mit Spielen und Fragen für Kinder bis 14 Jahre zu Fuß, Fahrrad, Inliner,

eigenes Pony oder Kinderwagen (Alles was keinen Motor hat). Kinder bis 14 Jahre, Anmeldeschluss: 23.05.11, Infos: Rita Scherer, Tel.

06872/88553 oder mail: Rita.Scherer@web.de

28.05.-29.05. HORSEMANSHIP KURS mit Martina Knapp in Saarwellingen „Auf der Höh“. Meldeschluss 28.4.2011, Anmeldung und Info: Jeannette

Mathieu 06831/3234 oder 0177/4442240 oder netty24@web.de

29.05. WALTER-THOME-GEDENKRITT beim RuFV Saarwellingen, Reitgelände „Auf der Höh“, geführter Ritt um Saarwellingen anschließend

gemeinsames Grillen. Info: Siggi Alt, Tel. 0177 3252879 oder www.rufvs.de

26


FREIZEITREITEN

extensive Weidepflege,

alternative Heil- und Behandlungsmethoden,

Reiten mit dem Reitbegleithund

sowie Wetterkunde auf

dem Programm – alles brillant vorgetragen

von hochkarätigen Fachreferenten.

bleiben. So sind wir

bei der anstehenden Novellierung des

saarländischen Waldgesetzes und des

Naturschutzgesetzes am Ball, um die

Interessen der Geländereiter zu vertreten.

Wir fragen nach, wenn Reitverbotsschilder

aufgestellt werden und

führen Gespräche mit Behörden. Letztendlich

tun wir dies zum Wohle aller

Reiter, also nicht nur

für unsere Mitglieder. Viele Reiter

erkennen das und überlegen sich dann,

unseren Verband zu unterstützen. So

sind mittlerweile 700 Reiter persön -

liche Mitglieder der VFD-SAAR und

16 große Reitvereine sind bei uns

angeschlossen. Tendenz: steigend.

Christiane Claus,

VFD-SAAR Vorsitzende

Vogesentrail

Viele Reitkurse werden angeboten:

mal ein Geländereitkurs auf der Rennwiese

in Zweibrücken, wo Ross und

Reiter auf alle Geländeschwierigkeiten

vorbereitet werden. Dann macht

Zirzensik Lust auf Bodenarbeit oder es

wird klassisch geritten mit Anlehnung

an leichter Hand. Horsemanship – zur

Gründungszeit unseres Landesverbandes

noch ein Fremdwort – rundet das

Programm ebenso ab wie Gymnastizierung

an der Hand und unter dem

Sattel. Reitweisenunabhängig können

alle Reiter an unseren Veranstaltungen

teilnehmen.

Nicht zuletzt setzt sich die VFD-

SAAR ganz intensiv dafür ein, dass

Wald und Flur für die Reiter offen

bleiben. Reiten in der Natur ist einfach

nur natürlich – das war es schon vor

tausend Jahren und das soll es auch

Fotos: VFD Saar

Caprilli Reitsport

Zuchthof Kalfertshaus

54314 Zerf

www.caprilli.de

27


Foto: Manfred Klein

VEREINSGESCHEHEN

Martin Karren übergibt Scheck

an Reitverein Heiligenwald

Den Scheck über 20.000 Euro überreichte

Martin Karren, Vorsitzender

der Sportplanungskommission und

Staatssekretär im Ministerium für

Sommerliche Temperaturen bei der

Scheckübergabe, von li. nach re. Frank

Behrend, Manfred Klein, Ulrike

Metzken, Olaf Läpple, Martin

Karren, Manfred Läpple

Arbeit, Familie, Prävention, Soziales

und Sport dem Vorsitzenden des Reitvereins

Heiligenwald, Olaf Läpple

gerne persönlich. Vor Ort konnte sich

Karren auch gleich von den Gegebenheiten

der großzügigen Anlage überzeugen.

Zur Verfügung gestellt wurde der

Bewilligungsbescheid von der Toto-

Lotto des Saarlandes, Antragsteller war

der Präsident des Heiligenwalder

Vereins, Manfred Läpple, der sich wie

die restlichen Vorstandsmitglieder

(s. Foto) natürlich riesig freute. I.

Oberhofer

Der Nikolaus zu Besuch

auf der „Betzenhölle“

Beim Nikolausturnier des

RFV Neunkirchen-City

stellte der Nachwuchs eindrucksvoll

sein Können

unter Beweis. Dazu gehörten

unter anderem:

Foto 1: Hannah Wilken

Foto 2: Maike Jacobs

Foto 3: Aline Welter

Auch 2010 richtete der RFV Neunkirchen-City

wieder seine traditionelle

Weihnachtsfeier mit integriertem Vereinsturnier

aus. Im Rahmen dieser Veranstaltung,

die am 5. Dezember stattfand,

war dann natürlich auch der

Nikolaus auf der Reitanlage „Betzenhölle“

zu Gast und bescherte jedem

Kind eine große Tüte mit feinen

Leckereien – und zwar sowohl für sie

selbst als auch für ihre Vierbeiner. Die

Prüfungen des vereinsinternen Hallenturniers,

zu denen ein Longen-Reiterwettbewerb

und ein normaler Reiterwettbewerb

für die Kinder des

Schulbetriebs sowie ein Barrierenspringen

für den schon besser reitenden

Nachwuchs gehörten, fanden

sowohl bei den Reitern als auch bei

den Zuschauern wieder großen

Anklang.

hch

Fotos: hch

28


45 Jahre Reit- und Fahrverein Köllerbach:

zur Feier dieses besonderen Jubiläums

richtete der RV Köllerbach am 5.

Dezember für seine Reiter ein Nikolausturnier

aus. Um vor allem dem Reiternachwuchs

ansprechende Startmöglichkeiten

bieten zu können, standen an

diesem Tag mehrere Dressur- und

Springprüfungen auf dem Programm.

Aber auch die „Senioren“ durften in

einer eigens für sie ausgeschriebenen

Prüfung ihr reiterliches Können unter

Beweis stellen.

Um 10 Uhr ging es los mit den Reiterwettbewerben

für die 6 bis 18-Jährigen,

von denen sich so viele angemeldet hatten,

dass hier in sechs Abteilungen

geritten werden musste. Für einige der

jungen Reiter der erste Turnierstart und

daher war die Aufregung entsprechend

groß. Die mit viel Sorgfalt und Liebe

herausgeputzten und eingezöpfelten

Pferde ließen sich von der Anspannung

glücklicherweise in der Regel nicht

anstecken und trugen ihre Reiter sicher

durch die Prüfungen.

Es siegten in ihren jeweiligen Abteilungen:

Lisa Himbert auf Tuwak, Rosa

Wenzel auf Goldi, Alexander von

Hecken auf Krümel, Nathalie Wollmann

auf Marino, Lisa Ronconi auf

Namolo und Anna-Lena Scherf auf

Occarino.

In den folgenden Springprüfungen

konnte sich Rebecca Hämsch auf

Georgina im Caprilli-Test den ersten

Platz sichern. Vivian Weber siegte auf

Occarino im E-Springen.

Feierlich wurde es, als der Nikolaus auf

Vereinspferd Paul in die mit Weihnachtsbäumen

geschmückte Halle einritt

und nach dem eifrigen Studium seines

goldenen Buchs allen Teilnehmern

etwas Süßes überreichte.

VEREINSGESCHEHEN

Nikolausturnier zum 45-jährigen Bestehen

des RV Köllerbach

An dem „Senioren“-Wettbewerb, der

im Anschluss stattfand, hatten sowohl

die Reiter als auch die Zuschauer ihren

Spaß – waren doch viele extra dageblieben,

um die „Alten“ reiten zu sehen.

Hier siegte Elke Maus auf Marino.

Im Rahmen der abschließenden Feier

wurden dann in der Reiterklause bei

Glühwein und Plätzchen die Vereinsmeister

geehrt: in der Dressur lag in der

Gruppe „6–10 Jahre“ souverän Rosa

Wenzel vorn, in der Gruppe „11–15

Jahre“ Lisa Himbert, in der Gruppe

„15–18 Jahre“ Lisa Ronconi und bei den

„Senioren“ Elke Maus. Vereinsmeister

im Springen wurde Vivian Weber.

Der Verein bedankte sich bei allen Teilnehmern,

Zuschauern und Helfern für

diese gelungene „Geburtstagsfeier“ und

wünschte ihnen ein gutes neues Jahr.

Elke Maus, RV Köllerbach

Beim Nikolausturnier des

RV Köllerbach anlässlich seines

45-jährigen Vereinsbestehens

war richtig was los

Foto: RV Köllerbach

Pensions & Ausbildungsstall

Ilsenhof

Beritt • Lehrgänge • Unterricht

Turniervorstellung • Verkauf • Zucht

→ 19.02. – Voltigierlehrgang

→ 27.02. – Vielseitigkeitslehrgang

→ Ende März – Reitabzeichen mit Geländeteil

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Angela Keith

Trainer B – Vielseitigkeit • Telefon 0160/8373865

Angela.Ilsenhof@googlemail.com · www.Ausbildungsstall-Ilsenhof.de.tl

29


Ganz relaxt vor dem Start

PORTRAIT

Andrea Glomba – ein Jockey

im Rausch der Geschwindigkeit

„Pferde fand ich schon immer klasse.

Aber meine Eltern dachten zunächst,

dass ich eine Allergie dagegen hätte

und so war das Thema leider erst einmal

ad acta gelegt“, erinnert sich

Andrea Glomba, saarländische Berufsrennreiterin

und Jockey. Da sich der

Verdacht jedoch nicht bestätigte, habe

sie im Alter von 17 Jahren ein Pflegepferd

bekommen und angefangen zu

reiten.

„Als ich das erste Mal auf einem Pferd

saß, bin ich gerade einmal zwei Runden

longiert worden und durfte dann

allein reiten. Das hat auch auf Anhieb

alles gut geklappt.“ Schon kurz danach

kam sie erstmals in Kontakt mit dem

Rennsport und war von den schnellen

Vollblütern direkt so fasziniert, dass

sie nicht mehr von ihnen loskommt.

„Ich habe dann als Beste meines Kurses

den Amateur-Rennreiterschein

gemacht und bin gleich mehrere Rennen

geritten, von denen ich auch einige

gewinnen konnte.“ Schließlich habe

sie auf das Abitur verzichtet und stattdessen

lieber eine Lehre zum Berufsrennreiter

gemacht.

Ohne die Unterstützung des Vaters, der

leider starb, als sie neun Jahre alt war,

hatte die Mutter dem Berufsziel ihrer

Tochter nicht viel entgegenzusetzen.

“Sie hat sich irgendwann geschlagen

gegeben und meinen Wunsch akzeptiert“,

erzählt Glomba lachend.

Reich werden kann man in

diesem Job nicht

So ist sie zunächst Berufsrennreiterin

und mit ihrem 50. Sieg vor 15 Jahren

dann Jockey geworden. Zusätzlich

zum Reiten arbeitet die 32-Jährige

beim Abo-Service der Saarbrücker

Zeitung. „Ich bin also morgens bei der

SZ, mittags beim Training und am

Wochenende auf den Rennen.“

Wenn sie wochentags zum Trainieren

kommt, sind die Pferde bereits geputzt,

gesattelt und abgeritten. „Ich arbeite

sie dann nur noch im Trab und Galopp

auf der Bahn. Das heißt, ich bin für

alles zuständig, was schneller als

Schritt ist“, erzählt sie grinsend. Nur

mit dieser Unterstützung könne sie

innerhalb kurzer Zeit mehrere Pferde

reiten. „Wenn ich morgens arbeite und

abends Schule habe, reite ich im

Schnitt täglich zwei Pferde. Falls ich

mehr Zeit habe, können es aber durchaus

bis zu acht Pferde sein.“

Die Besitzer zahlen pro Trainingsritt

eine Pauschale von zehn Euro. Für die

Teilnahme an den Rennen gibt es je

nach Ausbildungsgrad für die Berufsrennreiter

40 Euro, für die Jockeys 50/

60 Euro.

Reich werden könne man in diesem

Job nicht, aber wenn man wie sie zu

den 30 besten Jockeys gehöre und sehr

aktiv sei, könne man auf jeden Fall

davon leben. „Da ich großen Spaß am

Lernen habe, hole ich neben der Arbeit

an der Abendschule in Saarbrücken

mein Abitur nach“, erzählt die Profireiterin.

Das sei auch schon eine Vorsorge

für später. „Schließlich kann man diesen

Beruf nicht bis ultimo ausüben und

wenn ich das Abi in der Tasche habe,

kann ich irgendwann noch ein Lehramtsstudium

aufnehmen oder zur Polizei

gehen“, so Glomba.

Den Jugendlichen, die Berufsrennreiter/

Jockey werden wollen, empfiehlt

der Profi die Amateur-Lizenz zu

machen, ein paar Rennen auf Probe zu

reiten und sich dann erst für den Beruf

zu entscheiden. „Wenn einem das Reiten

von Rennen nämlich nicht liegt,

Das Ziel vor Augen

Caprilli Reitsport

Zuchthof Kalfertshaus

54314 Zerf

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30


PORTRAIT

war die dreijährige Ausbildung sonst

einzustellen“, weiß der Profi aus

umsonst. Andernfalls ist es aber ein

Erfahrung. Schließlich sitze man bei

toller Job, vor allem da man überall

Rennen oft auf Pferden, die man nicht

auf der Welt arbeiten kann.“ So

kenne, aber dennoch zum Sieg reiten

bekäme sie oft Angebote aus dem Aus-

wolle. Da die Saison dank Sandbahnen

land, z. B. Australien.

durchgängig läuft, sind ihre Wochenenden

ausgebucht. „Bis jetzt habe ich

rund 700 Rennen auf dem Konto“,

Schwierige Pferde sind ihre

informiert die sympathische Amazone.

Leidenschaft

Da der Rennsport in Deutschland nicht

„Ich würde alles wieder

so populär sei und die Reiter ausbil-

so machen“

dungstechnisch ziemlich auf sich

gestellt seien, sei es immer sehr hilf-

Mit einem Gewicht von gerade einmal

reich, guten Trainern und Jockeys live

50 Kilogramm gehört die Saarländerin

oder per Videoaufnahme über die

zu den Leichtgewichten unter den

Schulter zu schauen.

Jockeys und startet bei ihren Rennen in

Glombas Lieblingspferde waren schon

der 55kg-Klasse. „Ich habe das Glück,

immer die „Wilden“: „Ich reite gern

von Natur aus schlank zu sein und

die schwierigen Pferde, die sonst kei-

nicht um mein Gewicht kämpfen zu

ner will. Erstaunlicherweise kriege ich

müssen, sonst hätte ich das Ganze

sie aber auch immer hin. Ich habe

sicher nicht lange ausgehalten“, gibt

einen Weg gefunden, den Adrenalin-

sie zu.

schock zu unterdrücken und die Pferde

„Obwohl der Weg nicht immer leicht

dadurch ruhig zu halten. Im Problem-

gewesen ist, wäre ich wohl trotzdem so

fall reagiere ich nicht über, sondern

bescheuert und würde ihn wieder

bleibe gelassen und beruhige sie

gehen“, gesteht sie schmunzelnd. „Ich

dadurch.“ Natürlich könne aber auch

liebe die Geschwindigkeit und das

sie nicht jedes Pferd leiden. „Als Profi

Eins werden mit dem Pferd. Schließ-

Ein zierliches Persönchen

muss ich aber alle gleich behandeln,

lich schießt man beim Start innerhalb

um sie zum Sieg reiten zu können.“

einer Sekunde von 0 auf 60 Kilometer

wald, zwischendurch übe ich mit ihm

Die Belastung für Reiter und Pferd sei

pro Stunde hoch und spürt dabei die

an der Doppellonge“, erzählt Glomba.

im Rennsport groß, tödliche Stürze

enorme Kraft des Pferdes ganz deut-

91 Siege zieren bisher ihr Erfolgs-

seien aber zum Glück selten. Sie sei

lich.“

konto, weitere sollen folgen. „Ich

Fotos: Susanna Wetzel-Bur

bisher von schlimmen Verletzungen

Neben ihren Berittpferden hat die

hoffe, dass ich dieses Jahr meinen 100.

verschont geblieben. „Außer einem

Berufsrennreiterin auch noch drei

Sieg erringen werde. Auch das Sil-

Leberriss und einem Schlüsselbein-

Hunde und ein eigenes Pferd. „Ferrario

berne Reitabzeichen steht noch auf der

bruch hatte ich nur leichte Blessuren.

ist ein ehemaliger Galopper, der in sei-

Liste meiner rennsportlichen Ziele“, so

Je älter man ist, desto schlimmer sind

nen Rennen zwar erfolgreich, aber

die taffe Amazone.

nämlich die Nachwirkungen.“

wegen seiner schwierigen Art verpönt

Die meisten Frauen hörten mit 25 auf,

war. Als ich angefangen habe, ihn zu

hch

im Grunde könne man aber bis etwa 45

reiten, hat es drei Wochen gedauert,

reiten. Dass man auch mal Angst habe,

ihn mittels einiger Tricks auf mich ein-

sei normal. „Wenn ich aber anfange,

zustellen.“ Er sei dann richtig brav und

das Risiko zu sehr abzuwägen, werde

anhänglich geworden.

ich aufhören.“

„Als er irgendwann keine Lust mehr

Sie habe seit Beginn ihrer Rennreiter-

auf Rennen gehabt habe, sei er trotz

karriere rund 1000 verschiedene

seines geringen Alters quasi in Rente

Pferde geritten und von allen etwas

geschickt und von ihr übernommen

gelernt. „Denn je mehr unterschiedli-

worden. „Momentan genießt er seine

che Pferde man reitet, desto schneller

Koppelgänge und die Waldspazier-

lernt man, sich in kürzester Zeit auf sie

gänge mit seiner Pflegerin Lisa See-

31


JUGEND

Die Kader- und Förderkreiswappenverleihung

2011

Kader D2/D3 Dressur: Marei Essig, Miriam

Gall, Vanessa Körner/Viktoria Zimmermann

Kader

Bei der Kader- und Förderkreiswappenverleihung

2011, die in der Hermann-Neuberger-Sportschule stattfand,

berief der Pferdesportverband Saar seine besten

saarländischen Nachwuchsreiter in den Kader und in

den Förderkreis. Auch dieses Mal wurden im Rahmen

dieser Traditionsveranstaltung wieder die Islandpferdereiter

mit den Insignien geehrt.

hch

Kader Pony Dressur: Katrin Maurer, Michelle Neuy (fehlt auf Bild),

Chantal Petzold, Ann-Kathrin Berger, Miriam Gall, Fabienne Brill,

Lena Jacobs, Irene Weber

Kader D2 Springen: Fabienne Straß, Lea Leistenschneider, Sara Brendel, Selina

Maringer, Alisha Neroth, Maike Heyne (fehlt auf Bild), Kristine Kletscher, Maximilian

Meiers, Niklas Betz

Kader Voltigieren: Katharina Knaup,

Stephanie Trampert Korte (leider ohne Bild)

Kader D3/D4 Springen: Corinna Rupp,

Ferderic Schenk (fehlt auf Bild), Lena

Singer/Thies Beyer, Madeleine Gettmann

Kader Pony Springen: Alexander Etringer, Niklas Betz, Ann-Katrin Berger, Katrin Kiefer

Kader Vielseitigkeit: Selina Schweigert,

Kathrin Paulus, Isabel Theobald

Kader Vierkampf: Vanessa Körner, Isabel Theobald,

Lisa Grünnagel, Mareike Schwarz, Irene Weber

Kader Islandpferdereiter: Willi Becker, Franziska Fischer, Laura

Fohs, Lisa-Imke Geib, Anna Sambale, Sina Lacour, Alisa Matt,

Yasmin Merz, Charlotte Petersen, Jenny Ringle, Lycka-Jolene

Hager, Zoe Sell, Annabell Steuer, Kathrin Stollner, Franziska Wirtz

Förderkreis Springen: Ann-Kathrin Wellnitz, Jennifer Grimm, Vanessa Körner, Chiara Friedsam,

Daria Morguet, Miriam Gall (fehlt auf Bild), Irene Weber, Nadine Gleser

Fotos: hch

Förderkreis Dressur: Caroline Rupp, Mascha

Sergejew, Jil Sepeur, Jeniffer Grimm, Maria Leidinger

32

Förderkreis Vielseitigkeit: Lara Malter,

Lara Müllenbach, Jessica Schneider


Ausgangssituation

JUGEND

Drei-& Vierkämpfer

„Sportlich vielseitige Reiter –in Badehose,

Laufschuhen oder Reitstiefel“

Drei- und Vierkampf im RV Einöd

Reiten ist überwiegend ein Individualsport

mit dem Partner Pferd. Viele

jugendlichen Reiter verbringen nur während

der Reitstunden ihre Zeit am Verein,

ein intensives Kennenlernen untereinander

und das Entstehen eines Wir-Gefühls

über den persönlichen „Reittag“ hinaus

brauchen oft sehr viel Zeit.

Mit dem neuen Angebot des Drei- und

Vierkampftrainings beim RV Einöd seit

Juni 2009 waren daher mehrere Ziele

verbunden:

1. Teamgeist stärken im Mannschaftstraining

und -wettkampf

2. Steigerung der körperlichen Fitness

durch Animation zu vielseitiger

Bewegung

3. Angebote für die Reiter auf Vereinspferden

gemeinsam mit Reitern auf

eigenen Pferden

4. Miteinander von jugendlichen Reitern

im Alter von 8 und 18 Jahren

Um das Interesse an der vielseitigen

Bewegung an die reiterliche Basis zu

bringen, bedarf es großen ehrenamtlichen

Engagements von Trainern und

einer Reduzierung der Anforderungen:

Daher bot der RV Einöd auf seinem traditionellen

Reitturnier im September

2009 neben dem Vierkampf auch die

vereinfachte Form des Dreikampfs an

mit den Teildisziplinen Reiterwettbewerb,

25 m Freistil und 3 x 500 m

Mannschaftsstaffellauf.

Somit wurde besonders für die Reiter

auf Vereinspferden ein Angebot

geschaffen, an Wettkämpfen teilzunehmen,

in denen nicht überwiegend die

Qualität des Pferdes sondern der

jugendliche Sportler im Mittelpunkt

steht.

Spaß beim gemeinsamen Training

Bereits vor den Sommerferien wurden

feste Trainingsstunden für Laufen und

Schwimmen eingerichtet. Engagierte

Vereinsmitglieder fuhren mit den Kindern

regelmäßig ins Schwimmbad

nach Limbach oder Blieskastel und

begleiteten sie auf vielen Stunden beim

Lauftraining im Gelände.

Schulreiter und Reiter auf Privatpferden

lernten sich dabei näher kennen

und es entwickelte sich ein Gemeinschaftsgefühl,

aus dessen Mitte heraus

im Herbst zum ersten Mal eine

Jugendsprecherin gewählt wurde. Und

wie sollte es anders sein – die Jugendsprecherin

ist ehemalige Landesmeisterin

im Vierkampf 2007.

Ergebnis und Ausblick

Laufen und Schwimmen hat die Reiterjugend

in Einöd zu mehr Bewegung

und zum Spaß miteinander gebracht.

Die Jugendlichen, die regelmäßig

dabei sind, haben ein eigenes Wir-

Gefühl entwickelt, das Privatreiter mit

Schulpferdereitern und Kleine mit

Großen verbindet.

Seit dem ersten Dreikampf im September

2009 findet einmal im Monat im

neu renovierten Jugendraum ein regelmäßiges

Jugendtreffen statt. Mal wird

gemeinsam Pizza gebacken, mal wer-

den auch ernste Verbesserungsvorschläge

und Wünsche an den Vorstand

diskutiert.

Beim Turnier im September 2010 bot

der RV Einöd zusätzlich zum Dreikampf

mit erhöhten Anforderungen

einen Mini-Vierkampf an: 1500 m

Geländelauf, 50 m Freistil, Dressurund

Springreiterwettbewerb. Damit

sind gerade für die Reiter auf den

Schulpferden auch die reiterlichen

Anforderungen deutlich angestiegen.

Auch das Lauf- und Schwimmtraining

blieb ein fester Bestandteil ihres Nachmittagsprogramms.

RV Einöd

Pokale, Schleifen und

Urkunde – dazu strahlende

Gesichter

Foto: RV Einöd

33


VEREINSPORTRAIT

Pferdefreunde Freisener Höhen –

ein junger Verein stellt sich vor

ca. 80 Mitglieder. Dabei sind alle

erfolgreich absolviert wurden. Als

Altersstufen vertreten: vom Schulan-

Kursleiter stand uns hier Martina

fänger über Jugendliche und Auszubil-

Knapp vom Lindenhof in Frohnhofen

dende, bis hin zum Erwachsenen und

zur Verfügung. Die Nachwuchsförde-

Rentner. Neben unseren meist turnier-

rung stand während des ganzen Jahres

begeisterten Nachwuchsreitern gibt es

im Vordergrund und so konnten einige

in unserem Verein auch viele Reiter,

unserer Reitkinder in 2010 erste Erfah-

die einfach nur ihre Freizeit mit und

rungen auf verschiedenen Turnieren in

auf den Pferden gestalten wollen,

unser Gegend sammeln und einige

darunter auch einige Wieder- und Spät-

Erfolge mit nach Hause bringen.

einsteiger, die bei uns genauso gerne

gesehen sind wie alle anderen.

Einen schönen Jahresabschluss konnten

wir mit unserem ersten vereinsin-

Da gutes Reiten und erfolgreiche Tur-

ternen WBO-Turnier verbuchen. Viele

nierteilnahmen nur durch viel Wissen

unserer Reitschüler waren gekommen,

Es war im Jahr 2009, als einige Frei-

und Können mit und ums Pferd mög-

um erste Turniererfahrung in bekannter

zeitreiter und die Betreiber des Birken-

lich sind, besteht bei den Pferdefreun-

Umgebung zu sammeln. In einer

hofs sich entschlossen, einen Reitver-

den seit Gründung des Vereins jedes

geführten Gelassenheitsprüfung, einem

ein zu gründen um vor allem den auf

Jahr die Möglichkeit in Lehrgängen

Führzügelwettbewerb und zwei Reiter-

dem Hof reitenden Nachwuchs besser

seine Fertigkeiten mit und am Pferd zu

wettbewerben gaben alle ihr Bestes

fördern zu können. So schlossen sich

steigern. Schon in unserem ersten Ver-

und nutzen die Gelegenheit sich mitei-

sowohl Englisch – als auch Western-

einsjahr wurden Kurse zum Stecken-

nander messen zu können. Dieses Tur-

Steckenpferd Voltigieren

reiter zu einem kleinen, familiären Ver-

pferd Reiten sowie kleinem und gro-

nier kam so gut an, das der Vorstand

2010

ein zusammen. Zurzeit hat der Verein

ßem Hufeisen unter der Leitung von

beschloss, dieses Turnier neben unse-

Thorsten Milz angeboten. Alle 37

rem beliebten Hoffest mit ins jährliche

Prüflinge bestanden mit Bravour und

Programm aufzunehmen und auch für

wurden von den Prüfern sehr gelobt.

andere Vereine zu öffnen.

Im Jahr 2010 standen neben unserem

Da wir noch ein recht junger und klei-

jährlichen Hoffest, wieder Prüfungen

ner Verein sind, würden wir uns über

zum Steckenpferd und zu den ver-

weitere Mitglieder und auch über ein

schiedenen Hufeisen auf dem Pro-

paar Sponsoren sehr freuen.

gramm, die auch in diesem Jahr von

allen 42 Prüflingen ohne Probleme

Natalie Dausend

absolviert wurden. Zum ersten Mal

fanden in diesem Jahr Kurse zum Basispass

Pferdekunde und VFD Geländereiter

statt, die von allen Teilnehmern

Fotos: Laqua

34


LANDESVERBANDSBALL

„Hoch das Bein“ hieß es auch 2010 wieder beim

saarländischen Landesverbandsball

Bis in die frühen Morgenstunden tanzten

die Reiter auch 2010 wieder beim traditionellen

Landesverbandsball, den der

Pferdesportverband Saar am 20. November

im Hotel „Haus Scheidberg“ in Kerlingen

ausrichtete. Nach dem obligatorischen

Sektempfang und der offiziellen

Begrüßung der Gäste durch Klaus Lambert,

der hier erneut die Moderation

übernommen hatte, wurden die besten

Pferdesportler des Saarlandes geehrt.

Laudatoren waren Präsident Karl-Heinz

Groß, Vize-Präsident Bert Siegwart,

Sportwart Helmut Dittrich und Helmut

Gabriel von der Geschäftsstelle.

Für die Ehrung waren natürlich auch

dieses Mal in den verschiedenen Altersklassen

nicht nur die Dressur-, Springund

Vielseitigkeitsreiter, sondern auch

die Pony-, Renn-, Western- und Islandpferdereiter

sowie die Voltigierer und die

Kutschfahrer nominiert. Insgesamt 77

Urkunden wurden an diesem Samstag

überreicht.

Auf der Liste der zu Ehrenden stand

unter anderem Springreiter Thorsten

Volz, der mit seinem Pferd Corner bei

den erfolgreichsten Reiter-Pferd-Kombinationen

den ersten Platz bei den Reitern

belegte. Auch Dressurreiterin Laura

Kohlhund und ihr Pferd Etrusker for one

holten sich in der Kombi-Wertung der

Jungen Reiter souverän Platz eins. Birgit

Hohlweg und ihr Pferd Hopeful Hannes

lagen in der Vielseitigkeit bei den Senioren

vorn, und Helmut Hector stand in

der Kategorie „Kutschfahren Großpferde“

ganz oben auf dem Treppchen.

Im Anschluss an den offiziellen Teil

schwangen die Gäste dann auf zwei Ebenen

wieder kräftig das Tanzbein. Während

die Live-Band im großen Festsaal

des Untergeschosses eher geruhsame

Klänge anschlug und die etwas älteren

Semester hierzu mit klassischen Tanzschritten

übers Parkett schwebten, ging es

ein Stockwerk höher bedeutend wilder

zu. Denn wie gewohnt stand die „Jugend-

Disco“ im hinteren Teil der Lobby bei der

zumeist jüngeren Generation auch in diesem

Jahr wieder hoch im Kurs. hch

Fotos: hch

„Glanz und Gloria“ beim

Reiterball 2010

Erinnern Sie sich noch? 30 Jahre ist es

her,

Tradition

dass dieses Programmheft

geht neue Wege …

gedruckt wurde. Fast alle sind auch

heute noch im Reitsport zu finden,

wenn auch nicht mehr aktiv zu Pferde.

Mittlerweile DRUCKVORSTUFE:

sind es die Söhne und

Töchter, Ein lückenloser die von sich digitaler reden machen. Workflow für hervorragende Produkte

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35


Foto: pferdeknipser.de

SAARLÄNDISCHE RENTNER

Faro, Wallach, 25:

Endlich darf ich hier auch mal was sagen!

Es hat grad so hingehauen, bin nämlich

kurz vor Erscheinen 25 geworden. Die

Oberchefin meinte, es gäbe keine Sonderrechte

– 25 ist die Grenze, das gelte

auch für mich.

Also, ich bin der Faro – und der Chef,

also der, dem ich dem Papier nach

gehöre, ist so ein Schweigsamer, der

würde hier nie was erzählen, ergo muss

ich das machen. Im Grunde bin ich ja

noch nicht in Rente, eher im Vorruhestand.

Turniere gehe ich keine mehr,

aber geritten werde ich nach wie vor.

Hab vor kurzem erst einen neuen Sattel

bekommen, bin ja noch kein Tattergreis,

was ich auch sehr deutlich zeige. Ich

mache mir manchmal meinen Spaß,

indem ich ein wenig rumhüpfe. Ist doch

langweilig immer nur brav durch die

Gegend zu laufen. Und wenn andere

dann sagen, der ist aber kernig und fragen

wie alt ich bin, dann antwortet die

Oberchefin mit stolzgeschwellter Brust:

„Ei, der ist schon 25!“ Also tue ich

doch was Gutes, oder?

Jetzt hab ich was Neues entdeckt, das

ist vielleicht lustig. Ich strecke meinen

Kopf nach unten und hebe die hintere

Kiste etwas an – nur ein wenig. Nein,

das ist kein Buckeln, so was würde ich

nie tun. Aber so ein klein wenig kip-

Reitsport-Service Westphal

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peln, das hat was. Leider macht sich

die Oberchefin da nichts draus, die

tickt mich mit der Gerte an und macht

als wenn nichts wäre – Spaßverderberin.

Aber was die Mel ist, die hat sich

anfangs schon erschrocken. Mel ist

unsere Reitbeteiligung. Mittlerweile

nimmt mich die aber auch nicht mehr

ernst, muss mir demnächst was anderes

einfallen lassen.

In früheren Zeiten, als ich noch auf

Turniere ging – hei, da konnte ich so

richtig die S.. (Zensur) raus lassen, da

hatte ich so einiges in petto. Weigern

in den Hänger zu gehen, ganz oft

Erschrecken, aus einem Mittelgalopp

einen Renngalopp machen (was hängen

die auch so Flatterdinger an die

Bande), und bei Siegerehrungen habe

ich mich einfach so wahnsinnig

gefreut, dass ich fast nicht zu halten

war. Und Grund zum Freuen hatte ich

öfter. Immerhin war ich Saarlandmeister

Mannschaft Dressur, einmal Vize

und zwei Mal Dritter. Bei der Saarlandmeisterschaft

Kombination (das

gibt es heute gar nicht mehr) war ich

Dritter bei den Jungen Reitern und

Vize bei den Senioren. Damals habe

ich auch das L-Springen gewonnen,

denn auch wenn ich im Grunde ein

Dressurpferd bin, so hat mir das Springen

viel Spaß gemacht. Und gut war

ich da auch. Mein Papa, der Fernal,

war ja ein Springer. Geschadet hat mir

das alles nicht, wie man sehen kann.

Ich sehe keinen Tag älter als 17 aus.

Und wenn der Günther (Essig) noch

mal über meinen Winterbauch lästert,

dann …

36

– Für Termine oder Fragen …

Gerne komme wir auch zu Ihnen …

Kontakt:

Fon: 0 68 42 - 9 21 97 00

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rufen Sie an!!!

kein Weg ist zu weit

Äh, darf ich jemanden grüßen? Dann

grüße ich den Romulus in Hamburg

(na, Alter, wie gehts?) und meine

große Liebe die Caja, die jetzt im Pferdehimmel

ist „ Ich vermisse dich, mein

Mädchen!“

So Leute, dann macht’s mal gut. Ich

melde mich wieder, wenn ich 30

geworden bin.

aa


Hallo, ich wollte hier mal mein Leben

erzählen, das sich 1992 drastisch verändert

hat. Bis dahin war ich der Liebling

meines Frauchens (möchte ich aber

namentlich nicht erwähnen). Dann

plötzlich wurde ich auf den Hänger verladen,

Frauchen gab mir noch viele

Möhren, Tränen sah ich auch …

Der Pferdemetzger Bobenrieth fuhr

mich durch das Saarland nach Haustadt

auf den Ilsenhof, dort wurde ich mit

herzlichem Gelächter und Streicheleinheiten

ausgeladen und durfte auch

gleich in der Herde mit auf die 16 ha

großen Weiden. Meine Kumpels lernte

ich auch bald alle kennen, Negro der

Anglo-Araber der genauso alt ist wie

ich und heute Chef der Fohlen auf dem

Ilsenhof ist, Moppes, Antje, Flicka,

Paule, Lady, Merry und Max der kleine

Shetty der immer irgendwas ausfrisst …

Hier war ich nicht mehr das dickbäuchige

langhaarige Freizeitpony, sondern

einfach nur Felix, einer von vielen braven

Gefährten. Alle Pferde, ohne Ausnahme,

bekommen täglich Weidegang.

Ich drehte brav meine Runden und ging

auch ins Gelände. So wurde ich bald

das Lieblingsschulpferd der Kids. Aber

auch wir Schulpferde durften unsere

Schüler auf Turnieren in der Umgebung

stolz durch diverse Prüfungen tragen.

So wurde Angelina Lehnert auf meinem

Rücken in den Saarländischen Förderkreis

der Ponyspringreiter berufen.

Ebenso trug ich bestimmt 20 Kinder

durch die E Springen fürs kleine Reitabzeichen.

Lisa Labouvie nahm mit mir am Pony

Cup teil und belegte mit mir (denkt

dran ich bin ein Norweger) mehrere

vordere Plätze und im Finale Platz 5.

Am erfolgreichsten war ich aber einige

Jahre zuvor mit Tamara Gall, die mich

in Dressur und Springen, aber auch in

Vielseitigkeiten der Klasse E oft platzierte

aber auch so manche Goldene

Schleife mit nach Hause nehmen

konnte. Bei den Vereinsturnieren haben

wir auch mal ein A-Springen bezwungen,

aber am schönsten war es in Zweibrücken

auf der Rennwiese beim

Geländetraining, da war so viel lecker

Gras …

Aber ich wurde ja nicht jünger, nicht

dass ich jemals krank gewesen wäre in

meinen nun 31 Jahren. Aber meine

Besitzer, Familie Keith, muteten mir

dann mit 26 Jahren nicht mehr zu, jeden

Tag drei Mal verschiedene Schüler zu

tragen und so wurde ich an Maria Leidinger

privatisiert.

Es war mit Maria eine wirklich schöne

Zeit, vor allem, da sich für mich in meinem

Umfeld nichts änderte; ich war mit

all meinen Kollegen weiterhin im gleichen

Stall und auf der Koppel – nur

müssen die wesentlich mehr arbeiten

als ich, aber die sind ja auch noch jung.

Mit Maria zog ich über die saarländischen

Turnierplätze und von einer

Schleife zur nächsten. Doch leider kam

die Zeit, dass sie auch mal E Springen

reiten wollte, und das muss man in meinem

Alter von mittlerweile 27,5 nicht

mehr. So bekam Maria von Angela

Bungee Jumper zur Verfügung gestellt.

Ich musste nicht lange suchen, da lernte

ich Familie Koch aus Düppenweiler

kennen. Die Mama Tanja und ihre

damals 5-jährige Tochter Hanna und

deren 7 Jahre alter Bruder Mark verliebten

sich gleich in meine kleinen,

blauen Augen und das furchtbar lange,

wuschelige, hellbraune Fell, von dem

es im Winter wirklich genügend gibt.

So wurde ich also auch von ihnen pri-

SAARLÄNDISCHE RENTNER

Gestatten:

Felix, Norweger Wallach geb. 1980

vatisiert und werde von den beiden

Kids jeweils eine Stunde in der Woche

in der Halle geritten und auch ab und

zu noch so eine kleine Jugendreiterprüfung

Schritt und Trab.

Aber am liebsten mag ich Tanja, die

schneidet mir stundenlang meine

schöne Stehmähne bis alles gerade ist,

die bringt Salzlecksteine und so viele

Streicheleinheiten fürs Nichtstun, sie

kommt und knuddelt mich einfach, nur

weil es mich gibt. Aber das Beste an

ihr ist, dass sie am Liebsten ins

Gelände reitet und dann im Herbst auf

den Stoppelfeldern. Ja, dann bin ich

nicht mehr diese Lebensversicherung

auf vier Beinen, sondern selbstverständlich

als erstes am anderen Ende

der Wiese.

Ja gut, das kostet Tanja die ein- oder

andere Blase an den Händen, aber sie

verzeiht mir diese gerne und freut sich,

dass ich fit genug bin, um an Streckenritten

wie Happy-Heide-Ritt oder

Ponyexpress-Ritt teilnehmen zu können.

Aktuell bringe ich gerade der heute

9-jährigen Hanna das Springen bei, so

40 cm schafft sie schon, aber ich muss

mich etwas bremsen – sie ist ja noch

klein …

Ich hoffe, ich kann euch mit 40 auch

noch ein paar tolle Geschichten von

meinen Freunden und mir erzählen.

Bis dahin – euer Felix.

Im Dezember 2010, A. Keith

Sehe ich nicht gut aus?

Maria und ich

Fotos: Keith

37


KINDER & JUGEND

Kinder- &

Jugendseite

Vierkampf, was ist das?

Vierkampf, ein Sport, der den Gemeinschaftssinn

fördert, abwechslungsreich

ist und, laut Irene Weber (RV Bliestal),

Spaß macht – siehe Seite 18.

Vierkampf, ein Sport, der nur wenig bekannt

ist, aber ein großes Spektrum hat,

was Talent und Fitness angeht. Ist man

beim Springen nicht der Crack, so kann

man beim Schwimmen oder Laufen

wieder Punkte machen. Ein Irrtum jedoch,

wenn man glaubt, man muss

nicht in jeder Disziplin sein Bestes

geben. Die Konkurrenz ist nicht nur

groß, sondern riesengroß – der Spaßfaktor

jedoch auch.

Wäre das nicht etwas für dich? Oder

vielleicht für dich? Motivierte Mannschaftsmitglieder

sind jederzeit will-

kommen. Schau doch ganz einfach mal

rein, mach bei einem Schwimm- oder

Lauftraining mit – reiterliche Fitness ist

natürlich selbstverständlich – sowohl in

der Dressur als auch im Springen.

Anfragen zu Trainingszeiten: siehe

Seite 18

GEWINNSPIEL

Es gilt folgende Frage richtig zu beantworten:

Es gilt folgende Frage richtig zu beantworten:

Was wird beim Vierkampf verlangt?

a) Laufen, Schwimmen, Dressur und Springen

b) Springen und Dressur

c) Laufen und Schwimmen

Bitte schickt uns die Antwort per Post an folgende Adresse:

Anne Adam • SAWA-Magazinverlag • Gewinnspiel Jugend

Bliesransbacher Strasse 11 • 66130 Saarbrücken

oder per E – Mail an:

jugend@sawa-magazinverlag.de. Dabei bitte Name, Anschrift und

Alter nicht vergessen, da ohne diese Angaben keine Teilnahme

möglich ist.

Unter allen richtigen Einsendungen verlosen wir dann den Gewinn.

Eine Barauszahlung ist nicht möglich.

38

Kai Gröning Reitsport

sponsert, wie immer,

das Kinder- und Jugend -

gewinnspiel.

Dieses Mal erhält der

Gewinner/in einen

Satz Gamaschen von

HV POLO.

Der Einsendeschluss ist der 24.04.2011. Es gilt das Datum des Poststempels. Bei Versand

per E-Mail zählen alle, die bis zum 24.04.2011, 24:00 Uhr bei jugend@sawamagazinverlag.de

eingegangen sind. Lösungen, die nach diesem Datum bei uns eingehen,

können leider nicht mehr berücksichtigt werden. Bitte bei Teilnahme per Post

eine Telefonnummer angeben, damit wir euch im Falle eines Gewinns schneller

benachrichtigen können.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Gewinnabgabe erfolgt durch Selbstabholung

bei Reitsport Kai Gröning.

Teilnahme bis 16 Jahre.

Die Gewinnerin der Dressurschabracke von HV Polo ist Martina Selle – Herzlichen

Glückwunsch! Die richtige Antwort lautete: c) jeder


IMPRESSIONEN

IMPRESSIONEN

39


MESSE

Großer Erfolg für Premiere der „Equi Expo

International“ und „HundAktiv“ in Saarbrücken

Im Rahmen des neuen

Messeherbstdoppels

„EquiExpo International“

und „HundAktiv“ wird die

gemeinsame Freizeitgestaltung

von Mensch, Pferd

und Hund gezeigt

Foto: hch

Es war ein Highlight für alle Pferdeund

Hundefreunde: das tierische Messeherbstdoppel

aus „EquiExpo International“

und „HundAktiv“. Denn vom

19. bis 21. November boten das ProjekTeam

Stuttgart und die Zucht- und

Reitsportverbände aus Saarland und

Rheinland-Pfalz bei der „EquiExpo

International“ ein gemischtes Programm

aus Zucht, Sport und Verkaufsausstellung.

Zu ihr gehörte die „HundAktiv“. Diese

Messe versorgte Hundefreunde mit

vielen wichtigen Informationen zu verschiedenen

Themen rund um ihren

Vierbeiner und gibt Tipps für die

gemeinsame Freizeit mit dem Hund.

„Während Hundefreunde ja generell

auch Tierfreunde sind, hat nahezu

jeder Reiter und Pferdebesitzer auch

einen Hund. Was liegt daher näher als

mit dieser Themenkombination im

Messezentrum Saarbrücken den

Grundstein für eine neue, zukunftsweisende

Messe zu legen“, so Andreas

Schlicht vom ProjekTeam Stuttgart,

Veranstalter dieser Doppel-Veranstaltung.

„Während auf der Pferdemesse alles zu

haben ist, was das Herz von Reitern

und Pferdebesitzern höher schlagen

lässt, bietet die Hundemesse eine Vielfalt

an Produkten und Dienstleistungen

für Hund und Halter.“

Auch Bert Siegwart, der Vize-Präsident

des Pferdesportverbandes Saar,

der ebenso wie der Pferdezuchtverband

Rheinland-Pfalz-Saar einen eigenen

Stand auf der Messe unterhielt,

war dieser Premiere gegenüber positiv

eingestellt: „Diese Veranstaltung ist

ein Schaufenster für das Pferd – und

zwar sowohl in sportlicher als auch in

allgemeiner Hinsicht.“ Dass in ihrem

Rahmen die verschiedenen Pferderassen

und Reitweisen vorgestellt würden,

sei eine sehr gute Möglichkeit, um den

Pferdesport einem sehr breiten Publikum

zu präsentieren und sich mit

allem einzudecken, was im Umgang

40


MESSE

mit dem Vierbeiner gebraucht werde.

und der Hundemesse „HundAktiv“ auf

Der Stellenwert des dreitägigen Hal-

dem Saarbrücker Messegelände. „Der

len-Events sei daher hoch einzuschät-

Anfang ist gemacht, und das Ganze ist

zen. „Wir haben im Saarland derzeit

ja schließlich noch ausbaufähig“, kom-

142 Reitvereine mit 14.000 Mitglie-

mentierte Besucherin Jutta Brausch

dern. Auch mehr als 20 Pferdebetriebe

ihren Besuch im Messezentrum.

sind dem Verband angeschlossen. Ins-

Zu den ideellen Träger der Messen

gesamt gibt es geschätzte 4000

gehörte auch die EWU Saarland, die

„Volle Publikumsränge”

Pferde“, informierte Helmut Gabriel,

im Rahmenprogramm mitwirkte und

der als Mitarbeiter des Landessportver-

zudem mit einem Messestand vertreten

für alle Zuschauer, die hier die Brücke,

bandes dem Pferdesportverband zuar-

war. Der Zuschauer sollte einen Ein-

den Slalom, den „Wohnzimmertisch“

Foto: hch

beitet. „Wir stellen den Verband hier

druck von der Vielseitigkeit des Wes-

usw. mit ihren Hunden selbst auspro-

mit verschiedenen Themen dar. Dazu

ternpferdes und der einzelnen Diszipli-

bieren wollten. „Das Motto unseres

gehören unter anderem die Mitglieder-

nen erhalten. Daher wurden im

Rahmenprogramms lautete: Western-

gewinnung und deren Betreuung, die

Programm Pleasure, Trail, Reining,

reiten – vielseitig und spannend. Ich

Aufgaben und Leistungen des saarlän-

Western Riding Pattern, Horsemanship

denke, es ist uns gelungen, die vielen

dischen Pferdesportverbandes, die

und Halsringreiten gezeigt.

Facetten unseres Sports zu zeigen und

Ausbildung von Pferdesportlern und

Highlight war natürlich der Horse &

ein repräsentatives (Schau-) Bild im

Trainern.“

Dog Trail, der in einem eigenen Show-

Sinne der EWU zu geben“, so Chris-

teil vorgestellt wurde. Hier erfuhren

tine Kreutzberger, Pressewartin der

Über 15.000 Pferde- und Hunde-

die Zuschauer viel Wissenswertes über

EWU, zufrieden.

freunde besuchten die Premiere der

die Ausbildungsstufen von Pferd und

Pferdemesse „EquiExpo International“

Hund. Schließlich hieß es „Ring frei“

hch

41


RUBRIK VORSCHAU

Im nächsten Heft

VORSCHAU

„ZUM

WIEHERN!“

Die Saison ist eröffnet!

Who ist who:

Selina Ehl – vom Springen zum Galopprennen

Was gibt es Neues bei der Ausbildung

zum Pferdewirt?

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