PROMAGAZIN MAI 2017

pVSpro360

www.pro-magazin.de

SPEZIAL

Spaß mit der Familie: Fünf Tagestouren durch die Region | www.pro-magazin.de

für die Region Heilbronn-Franken.

05 I 17

17. Jahrgang | 3,20 Euro | 52856

Mit „Heft im Heft“

Endlich Sommer!

Inspiration

Hohenlohekreis:

Blick hinter die Kulissen

Braunsbach – ein Jahr nach der Flut I Zukunftstrends I Spedition & Logistik I pro-magazin.de


EDITORIAL

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

ein Jahr ist es her: der verhängnisvolle Abend des 29. Mai 2016.

Ein Abend, der Heilbronn-Franken, insbesondere die Gemeinde

Braunsbach, verändern wird. Eine Sturzflut aus Schlamm und

Geröll hinterlässt im Ort eine Schneise der Verwüstung. Das Leben

für die Menschen verändert sich vom einen Tag auf den anderen

dramatisch. Auch heute – ein Jahr nach der Naturkatastrophe –

sind die Schäden deutlich zu sehen. Wir haben mit Betroffenen

über den Abend gesprochen. Sie brauchen jetzt vor allem Geduld,

Durchhaltevermögen und Inspiration. Mehr dazu ab Seite 8.

Wie viel Inspiration in Heilbronn-Franken steckt, lässt sich immer

wieder aufs Neue herausfinden. Hier leben kluge Köpfen mit teils

verrückten Ideen. Auch der Hohenlohekreis ist voll von solchen

Menschen. Wir stellen in der Titelstrecke einige echte Hohenloher

vor und blicken hinter die Kulissen des Landkreises: Was passiert

hier? Was gibt es Neues? Wie wird der Kreis in Zukunft aussehen?

Diese und weitere Fragen beantworten wir ab Seite 12.

Kontakt

Sie haben Anmerkungen, Wünsche

oder Fragen? Melden Sie sich!

lydia.hilpert@pro-vs.de

Zukunft kann ohne eine zündende Idee nicht gestaltet werden.

Das war in der Vergangenheit so – und wird auch künftig so sein.

Wir haben einige Trends genauer unter die Lupe genommen und

sie in unserer Strecke ab Seite 30 vorgestellt.

Der Sommer naht in großen Schritten. Für all diejenigen, die noch

nicht wissen, wie sie die warmen Tage in der Region verbringen

können, haben wir uns auf Ideensuche gemacht – und sind fündig

geworden. Nachzulesen ab Seite 45. Lassen Sie sich inspirieren!

Viel Freude beim Lesen wünscht Ihnen

Lydia-Kathrin Hilpert

Redaktionsleitung

WIR LADEN HERZLICH EIN

zu unserem kulinarischen Leseabend am 04. Mai um

19.00 Uhr im Jäger’s Landhaus Rössle in Niedernhall.

Erfahren Sie mehr über das Buch „Die Mitte – eine Region zeigt Gesicht“.

Die amtierenden Hohenloher Weinhoheiten Isabell Hütter und Verena Heyer führen

Sie mit einer Weinprobe durch die vielseitige Weinregion Hohenlohe. Durch die

literarischen Beiträge der Gastautoren Peter Botsch, Harry Weber (Mitglieder der

Band Annâweech) und Carmen Brucker (Trainerin und Business Coach) wird der

Abend zu einem literarischen und kulinarischen Erlebnis.

Der Eintritt beträgt 22,- Euro inklusive Weinprobe, Wasser und Fingerfood.

Um eine verbindliche Anmeldung bis zum 03. Mai wird gebeten.

verena.heyer@pro-vs.de | 0791 950 61-19

3


INHALT

IN DIESER AUSGABE

Politik

8 „Wie die Stunde Null“

Das Aufräumen in Braunsbach ist in vollem Gange

10 Das Leben nach der Flut

Eine Betroffene erzählt vom Hochwasser im Mai 2016

Titel

12 „Ein halber Hohenloher steckt in mir“

Landrat Dr. Matthias Neth im Interview

16 Auf der Suche nach den Schwachstellen

Wo es im Hohenlohekreis noch Handlungsbedarf gibt

18 Anhaltender Rückenwind

Der Gewerbepark Hohenlohe wächst

20 Gemeinsame Berührungspunkte

Füreinander wichtig: Öhringen und Künzelsau

22 Neue Maßstäbe setzen

Blick hinter die Kulissen des Carmen-Würth-Forums

24 Hohenlohe im Ohr

Die Mundartband Annâweech im Porträt

26 Wie ein Déjà-vu

Jugend-forscht-Regionalsieger über ihr Projekt

28 Blaue Revolution

Im Jeansmuseum von Mustang gibt es viel Kurioses

Wirtschaft

30 In Heilbronn rollt‘s von allein

Eine Teststrecke für autonomes Fahren entsteht

32 Technik, die mitdenkt

Künstliche Intelligenz bei Schubert und Audi

34 Ohne Moos nix los?

Shoppingtrip ohne Bargeld in Heilbronn-Franken

36 Eine Branche in Gefahr?

Die Logistik steht vor Herausforderungen

38 Vorschriften in ständigem Wandel

Warum Sicherheitsschulungen sinnvoll sind

40 Das Herz der Firma

Exklusiver Rundgang durchs Recaro-Logistikzentrum

Kultur & Freizeit

45 Endlich Sommer

Fünf Tagestouren durch die Region

Sturzflut jährt sich zum ersten Mal

8

In der Region oder zumindest in Hohenlohe erinnert sich

noch jeder an die Sturzflut Ende Mai 2016. Wir waren in

Braunsbach, haben uns einen Überblick verschafft, wie weit

der Wiederaufbau ist und mit Betroffenen gesprochen.

12 Vier Jahre im Zeitraffer

Es ist Halbzeit – für den Landrat des Hohenlohekreises Dr.

Matthias Neth. In vier Jahren ist viel passiert, vieles hat sich

zum Positiven entwickelt, anderes muss noch angepackt

werden. Im Interview verrät Neth, wie er sich selbst als

Landrat beurteilt, was er an Hohenlohe schätzt und wie es

mit dem Landkreis in Zukunft weitergeht.

22 Kultur pur

Am 18. Juli soll es soweit

sein: Das Carmen-Würth-

Forum, eine Kongress- und

Veranstaltungshalle in Gaisbach,

wird eingeweiht. Wir haben eine

Baustellenführung mitgemacht

und uns vom beeindruckenden

Gebäude überzeugt.

28 Hommage an die Denim-Hose

Wo gibt‘s denn so was? Ein Museum, in dem Jeans

ausgestellt sind? Was merkwürdig klingt, ist allerdings

überaus spannend. Im Künzelsauer Mustang-Museum

können Besucher nicht nur etwas über die Herstellung der

Denim-Hosen, sondern auch viel Wissenswertes über deren

Geschichte erfahren. Reinschauen lohnt sich.

Fotos: Ufuk Arslan, Fotolia/ARTYuSTUDIO, Fotolia/drubig-photo

30 Fahren mit Autopilot

Es scheint in ferner Zukunft zu liegen. Doch aus Science

Fiction wird bald Realität: In Heilbronn soll bis November

eine Teststrecke für autonomes Fahren angelegt werden.

Wie wird das funktionieren?

Der Sommer kann kommen

Noch sind es zwar anderthalb Monate bis zum

Sommeranfang. Aber wir haben trotzdem schon mal

wertvolle Tipps für Tagesausflüge in den vier Landkreisen

und dem Oberzentrum unserer Region gesammelt.

Rubriken

3 Editorial

6 Regioskop

58 Mosaik

60 Veranstaltungskalender

62 Ausblick & Impressum

Zum Titelbild

45

Ihren Namen kennt so gut wie jeder in Hohenlohe, ihre

Konzerte sind oft ausverkauft und ihre CDs ein Erfolg: Die

Mundartband Annâweech gibt es seit 22 Jahren. Doch woher

nehmen die fünf Mitglieder der Gruppe, die im Hohenloher

Dialekt singt, ihre Inspiration für die Texte und die

Musik, von der sich so viele im Hohenlohekreis und darüber

hinaus angesprochen fühlen? Bandleader Frank Winkler

alias Molle hat es uns erzählt.

Foto: Prill Mediendesign & Fotografie

Südwestmetall macht Bildung

zukunftsweisend

Es sind die Mitarbeiter in den Unternehmen, die den

Erfolg der Metall- und Elektroindustrie in Baden-Württemberg

ausmachen. Qualifizierte und engagierte

Nachwuchskräfte zu gewinnen, ist eine der großen

Herausforderungen der Zukunft. Südwestmetall geht

sie entschlossen an – und das in allen Teilen der

Bildungskette: von Kindertageseinrichtungen, über

Schulen, Berufsausbildung und Hochschulen bis hin zum

Beruf. Mit Projekten und Bildungsangeboten – in enger

Zusammenarbeit mit den Unternehmen in der Region.

In sieben Themenfeldern ist Südwestmetall dabei aktiv:

Familie und Frühförderung

Ökonomische Bildung und Berufsorientierung

MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft

und Technik)

Qualität in der Schule

Aus- und Fortbildung von Pädagogen

Übergang in die Ausbildung

Kooperation von Hochschule und Wirtschaft

Erfahren Sie mehr:

www.suedwestmetall-macht-bildung.de

4

Mai 2017

VERBAND DER METALL- UND ELEKTROINDUSTRIE BADEN-WÜRTTEMBERG E.V.


REGIOSKOP

REGIOSKOP

1 Crailsheim

Auszeichnung für Bäckerei Baier

Die Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim

hat die Brot- und Feinbäckerei Baier mit dem Zertifikat für

Nachwuchsförderung 2016/2017 ausgezeichnet. „Mit dieser

Verleihung sprechen wir dem Ehepaar Baier unsere Anerkennung

für das besondere Engagement in der Ausbildung aus“,

so Thekla Schlör, Leiterin der Agentur für Arbeit. Bei der

Crailsheimer Bäckerei kommen Bewerber zum

Zuge, die aus verschiedenen Gründen nicht

den direkten Weg von der Schule in den Beruf

gehen konnten. Sie leistet damit

einen wesentlichen Beitrag zur Integration

junger Leute in Arbeit und

Gesellschaft.

Foto: Agentur für Arbeit

Landkreis

Heilbronn

3

4

Main-Tauber-

Kreis

5

Hohenlohekreis

2

Landkreis

Schwäbisch-Hall

1

3 Neckarsulm/Ingolstadt

Audi erneut bester Ausbildungsbetrieb

Zum zweiten Mal in Folge zählt Audi zu „Deutschlands

besten Ausbildungsbetrieben“. Laut einer

Studie des Magazins Focus Money bietet das Unternehmen

in der Kategorie „Automobilhersteller“

optimale Bedingungen für Nachwuchskräfte. Insgesamt

hatten sich an der bundesweiten Studie 940

Unternehmen aus mehr als 50 Branchen beteiligt.

Audi vergibt an seinen beiden deutschen Standorten

Ingolstadt und Neckarsulm jährlich rund 800

Ausbildungsplätze. Der Autobauer bildet in insgesamt

20 Berufen aus.

Foto: Audi AG

2 Bad Mergentheim

Herzstück eines neuen Hochregallagers

Im Industriepark Würth in Bad Mergentheim wurden

die Regalbediengeräte für das neue Hochregallager

der Würth Industrie Service GmbH & Co. KG

angeliefert und eingebracht. Diese sind das Herzstück

des neuen Hochregallagers des Unternehmens.

Es handelt sich um säulengeführte Fahrzeuge,

die zur Einlagerung und Kommissionierung

der Waren dienen. Die Einweihung des neuen

Hochregallagers ist im Rahmen des Fachforums

C-Teile-Management am 16. und 17. Mai geplant.

Foto: Würth Industrie Service GmbH & Co. KG

4 Heilbronn

IHK verleiht Forschungstransferpreis

Im April verlieh die IHK Heilbronn-Franken zum sechsten Mal

den IHK-Forschungstransferpreis. Bei der Verleihung wurden

drei herausragende Kooperationsprojekte zwischen Wissenschaft

und Wirtschaft mit insgesamt 20 000 Euro ausgezeichnet.

Der IHK-Forschungstransferpreis in Gold ging in diesem

Jahr an die Zürn Harvesting GmbH & Co. KG in Schöntal und

an das Institut für Naturstofftechnik der Technischen Universität

Dresden. Ausgezeichnet wurde das Kooperationsprojekt

Zürn i-flow. IHK-Präsident Harald Unkelbach betonte die Bedeutung

der Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und

Wirtschaft vor allem für kleine und mittlere Unternehmen.

Foto: Thomas Frank/Fotostudio M 42

5 Ingelfingen/Huntersville

Bürkert eröffnet neuen Standort

Vor nicht einmal zwei Jahren wurde in Huntersville

der Grundstein gelegt – Anfang April ist nun die

neue, etwa 16 000 Quadratmeter große US-Zentrale

von Bürkert Fluid Control Systems, einem der führenden

Hersteller von Mess-, Steuer- und Regelsystemen

für Flüssigkeiten und Gase weltweit, offiziell

eröffnet worden. Zur Feier kamen Kommunalpolitiker,

Geschäftspartner, Mitarbeiter und Kunden.

Foto: Christian Bürkert GmbH & Co. KG


POLITIK | Baunsbach – ein Jahr nach der Flut

Baunsbach – ein Jahr nach der Flut | POLITIK

Ein Jahr ist es bald her, dass Braunsbach von einer Sturzflut in einen kriegsähnlichen Schauplatz verwandelt wurde.

Der Wiederaufbau ist in vollem Gange.

„Wie die Stunde Null“

Foto: Ralf Reichert

das Ausmaß noch nicht abschätzen“,

erzählt die Apothekerin, die im Teilort

Jungholzhausen wohnt. „Ich habe jede

halbe Stunde mit meinem Kollegen telefoniert,

der Notdienst hatte.“ Er habe

geschildert, dass Autos vorbeischwimmen

würden und das Wasser bereits im

Hausgang der Apotheke stünde. Dann

wurde das Geschäft evakuiert. „Es war

sehr dramatisch“, weiß Mayer noch.

„Aber ich durfte nicht in Schockstarre

verfallen, sondern musste einen kühlen

Kopf bewahren.“ Glücklicherweise

war die Rößler-Apotheke in Untermünkheim,

welche die Hauptapotheke

und deren Inhaberin seit 1999 ebenfalls

Gerlinde Mayer ist, vom Hochwasser

verschont geblieben. Doch dort wurde

zeitgleich renoviert. Die 49-Jährige

musste sich also in der einen Apotheke

um Kunden- und Mitarbeiteranliegen

kümmern und ihrer täglichen Arbeit

nachgehen sowie parallel in ihrer

anderen Apotheke alles vom Schlamm

befreien und sich mit Handwerkern

abstimmen. Natürlich hatte sie Hilfe

dabei. „Meine Geschwister kamen sogar

von weit her und packten mit an“,

sagt Mayer. „Dennoch gab es Tage, da

dachte ich, die Apotheke macht nicht

mehr auf.“ Ironischerweise war diese

das erste Geschäft, das wieder öffnete.

„Ich war allein auf weiter Flur, drumherum

war ja noch alles Chaos“, erinnert

sie sich. Und in Braunsbach sei es so,

dass jeder Laden den anderen brauche.

Rückblickend sei sie „mit einem kleinen

blauen Auge davongekommen“.

Gerlinde Mayer ist sich sicher: „Ich hatte

Glück im Unglück.“

Das können die Inhaber des Gasthofes

zum Löwen, der sich ebenfalls

auf dem Marktplatz in Braunsbach befindet,

nicht unbedingt behaupten.

Nach den Folgen der Sturzflut konnte

das Wirtshaus erst am 1. Mai dieses

Jahres wieder seinen Betrieb aufnehmen.

Drei Wochen vor der Eröffnung

muss lediglich eingeräumt und geputzt

werden. „Dann fangen wir langsam an

zu produzieren, damit wir einen gewissen

Grundstock haben“, sagt Heike

Philipp, die den Gasthof in fünfter

Generation zusammen mit ihrem Ehemann

Thomas führt. Die Küchenmeisterin

kann es kaum erwarten, bis wieder

Gäste ihre Wirtschaft füllen. „Wir

haben schon viele Tisch- und Zimmerreservierungen“,

verrät die 34-Jährige.

Es käme auch vor, dass Leute anriefen,

die nichts von der Sturzflut wissen oder

diese vergessen haben. Auf der anderen

Seite hätten auch welche das Lokal

bereits vor zwei Jahren für eine Konfirmation

reserviert. So oder so seien alle

herzlich willkommen. Was den Schaden

angeht, möchte sich die Inhaberin

lieber nicht äußern. „Sonst erschrecken

die Leute noch“, witzelt sie. Am

meisten bedauert Heike Philipp allerdings

nicht den finanziellen, sondern

den immateriellen Verlust. „Hier standen

viele Sachen meiner Oma, die mir

ans Herz gewachsen sind. Die kann ich

nie mehr ersetzen.“ Olga Lechmann

Fast jeden Tag habe man seit der Sturzflut vom Frühjahr 2016

gearbeitet, um der Schäden, die das Hochwasser angerichtet hatte,

Herr zu werden, sagt Braunsbachs Bürgermeister Frank Harsch.

Dennoch werde es noch etwa fünf Jahre dauern, bis alles ist, wie

es mal war.

Diese Nacht ist immer noch präsent

– zu jedem Augenblick,

zu jeder Stunde. Die Zukunft

der Gemeinde basiert auf der Sturzflut.

Sie ist tagtäglich ein Thema und

wird es auch lange noch bleiben.“

So fasst Braunsbachs Bürgermeister

Frank Harsch das Jahrhundertereignis

vom 29. Mai 2016 zusammen, als die

2500-Einwohner-Kommune von immensen

Wassermassen in Schutt und

Geröll verwandelt wurde. Als Menschen

ihr Zuhause verloren und Opfer

unerbittlicher Naturgewalt wurden.

Nun, beinahe ein Jahr nach der Unwetterkatastrophe,

ist der Wiederaufbau in

Braunsbach in vollem Gange. Dennoch

sind die Spuren der Verwüstung immer

noch sichtbar: Manche Gebäude

mussten abgerissen werden, an anderen

fehlt der Putz oder es bröckelt Mörtel

von Wänden, hier und da gibt es keine

Fensterscheiben. Doch die Straßen

sind geflickt, Steine und Geäst von Bäumen

aus dem Weg geschafft und viele

Häuser renoviert worden. „Fünf Jahre

wird es etwa noch dauern, bis alles wieder

so ist wie vorher“, prognostiziert

Harsch. Man könne nicht nur wiederherstellen,

es gingen auch Veränderungen

mit den Auswirkungen der Sturzflut

einher. So werden zum Teil neue

Nahwärmeleitungen für öffentliche

Gebäude und ein neues Feuerwehrmagazin

benötigt. „Braunsbach verändert

sich in allen Belangen. Wir wollen etwa

ein Informationszentrum zur Sturzflut

aufbauen. Der Tourismus muss

schließlich auch bedient werden“, sagt

der Schultheiß. Die Frage lautete stets:

Was machen wir daraus? Wie Phönix

aus der Asche sei Braunsbach nach

dem Hochwasser wieder auferstanden,

findet der Politiker. Bei den Bürgern sei

hoffentlich keiner durchs Raster gefallen,

meint Harsch. Weit über zwei Millionen

Euro Spenden seien den Haushalten

zugutegekommen. Wichtig sei

aber auch gewesen, dass die Läden

wieder öffnen konnten. „Als alles zu

war, war es wie die Stunde Null“, erinnert

sich der Bürgermeister.

Eines von vielen Geschäften, die

wegen der Sturzflut schließen mussten,

ist die Kochertal-Apotheke auf dem

Marktplatz. Seit Oktober hat sie allerdings

wieder geöffnet, weil die Schäden

nicht derart verheerend waren wie

in oder an manch anderem Gebäude.

Genau wie Braunsbachs Bürgermeister

hat auch Inhaberin Gerlinde Mayer

das Geschehen aus jener verhängnisvollen

Nacht noch deutlich vor ihrem

inneren Auge. „Am Abend konnte man

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8

Mai 2017


POLITIK | Baunsbach – ein Jahr nach der Flut

Baunsbach – ein Jahr nach der Flut | POLITIK

Das Leben

nach der Flut

Am 29. Mai jährt sie sich zum ersten Mal: die Unwetterkatastrophe,

die in Braunsbach wütete und binnen Stunden das Dorf in einen Ort

der Verwüstung verwandelte. Viele Braunsbacher haben dabei einen

Großteil ihres Hab und Guts verloren – so auch Familie Frick. Den

Kopf stecken sie dennoch nicht in den Sand.

Ulrike Frick ist eine der Betroffenen, die bei der Sturzflut in Braunsbach einen

Großteil ihres Hab und Guts verloren haben.

Als das Wasser, oder besser gesagt

die braune Brühe kam, habe ich

mit den Nachbarn über die Straße

hinweg noch Witze gemacht. ‚Was

für eine Sauerei. Mal schauen, wie es

morgen hier aussehen wird`, haben

wir gesagt“, erinnert sich Ulrike Frick

wehmütig. Wie viel Zynismus in dieser

harmlos gemeinten Bemerkung stecken

würde, ahnte in diesem Moment

niemand. Denn diese „braune Brühe“

sollte verheerende Auswirkungen

haben. Es ist der Abend des 29. Mai

vergangenen Jahres. Ein Abend, den

so schnell in Braunsbach niemand

vergessen wird. Ein Abend, der das

beschauliche Dorf in einen Ort der

Zerstörung verwandeln wird. Ein

Abend, der das Leben von so vielen

Menschen – auch das von Ulrike und

Eduard Frick – für viele Monate auf den

Kopf stellen wird.

Foto: Lydia-Kathrin Hilpert

„Als es angefangen hat zu regnen,

war ich bei der Theaterprobe“, erzählt

die Standesbeamtin. Die erste Szene

habe man noch im Freien gespielt, aufgrund

des stärker werdenden Regens,

habe man die Probe jedoch ins Innere

einer Scheune verlegt. „Es war nichts

Besonderes.“ Dass sich Ulrike Frick irren

sollte, wird wenige Stunden später

bittere Erkenntnis. Nach der Theaterprobe

macht sich die 49-Jährige auf

den Heimweg, in ihr Haus in der Orlacher

Straße. Sie beginnt zu kochen. Ihr

Mann Eduard, im Nebenberuf Landwirt,

beschließt, noch nach den Kühen

zu sehen, die am Tag zuvor auf die Weiden

gekommen sind. Keiner von beiden

ahnt, was in dieser Nacht noch auf

sie zukommen soll.

„Ganz plötzlich war der Strom

weg.“ Ulrike Frick blickt misstrauisch

aus dem Fenster. Der Regen lässt nicht

nach – im Gegenteil. Ein kleines Rinnsal,

das immer größer wird, bahnt sich

inzwischen seinen Weg die Orlacher

Straße hinunter, wächst weiter zu einem

Strom, gar zu einer Sturzflut an,

die alles, was sich ihr in den Weg stellt,

mit sich reißt. Die Wassermassen bringen

Zerstörung. Sie bergen Unmengen

von Geröll.

„Plötzlich gab es einen lauten

Knall. Das Feuerwehrauto der gegenüberliegenden

Wehr wurde weggespült,

ist gegen unser Haus geknallt. Alles

hat gebebt.“ Auch das eigene Auto,

das vor der Haustür steht, wird weggeschwemmt.

Ulrike Frick muss hilflos

zusehen. „Dann erst habe ich begriffen,

was hier geschieht. Ich wurde panisch.

Mein Mann war da draußen. Sein Auto

war weg. Ich war sicher, dass ich Witwe

geworden bin.“ Eineinhalb Stunden

nimmt sie an, ihren Gatten in der

Sturzflut verloren zu haben. Dann steht

ihr Eduard wieder vor ihr. „Ich dachte,

ich sehe ein Phantom.“ Der 55-Jährige

hatte nicht das Auto genommen, er war

zu Fuß zu den Tieren gegangen. Sein

Heimweg führte ihn über die höher

gelegene Panoramastraße. Sein Auto

wurde vom Wasser weggetragen.

„Es war klar, dass wir in dieser

Nacht nicht im Haus bleiben konnten.

Wir hatten keinen Strom, aber auch

Auf bis zu vier

verschiedenen

Geräten lesbar

Ganze Ausgaben

im WLAN

herunterladen

und unterwegs

offline lesen

kein Wasser. Wir wussten nicht, was

passieren würde.“ Also sind sie zum

Schwager, der ebenfalls in Braunsbach

wohnt, gegangen, haben dort in einem

Kinderzimmer geschlafen. Dieses sollte

für die nächsten Monate ihr Zuhause

werden. Erst Ende September sind die

Eheleute wieder in ihr Haus gezogen.

„Vorher war nicht daran zu denken“,

schildert Ulrike Frick.

Das Haus aus dem 19. Jahrhundert

war zugeschüttet. Eineinhalb Meter

hoch türmte sich das Geröll vor

dem Gebäude. Das Erdgeschoss unter

Trümmern vergraben. Der Stall, der neben

dem Wohnhaus liegt, bis zur Decke

voll mit Gestein und Geäst, das Scheunentor

weggespült. „Als wir am nächsten

Morgen zum Haus gegangen sind,

sind wir noch davon ausgegangen,

dass wir nur kurz aufräumen würden.

Wir haben das Ausmaß zunächst gar

nicht erfassen können“, erinnert sich

das Ehepaar. Daraus wurde nichts. „Irgendwann

wurde klar, dass es doch etwas

Größeres war. Also haben wir angepackt;

das gemacht, was möglich

war.“ Die Arbeit war hart. Das historische

Gebäude steht am oberen Teil der

Orlacher Straße. An ein Durchkommen

mit großem Gefährt war über einen

Zeitraum von über zwei Wochen nicht

zu denken. Es gab keine Zufahrt. Also

blieben Fundament und Erdgeschoss

unter Steinen begraben. „Wir sind

durch Fenster eingestiegen oder durch

die Hintertür, die im ersten Stock liegt“,

sagt Ulrike Frick.

Ein knappes Jahr später: Im Ort

sind die Spuren der Verwüstung noch

immer zu sehen. Eine Zufahrt zum

Frick`schen Haus gibt es wieder. Doch

die Schäden daran sind immer noch

zu erkennen. Sandsteine, die einst

den Sockel des Gebäudes bildeten, liegen

auf der gegenüberliegenden Straßenseite.

Eine Treppe, die zuvor zum

Haus führte – weg, von den Fluten

mitgerissen. Baumaterial stapelt sich

vor der Tür. Das Gebäude steht nackt

da, ganz ohne Putz. Vieles wirkt provisorisch

– weil es eben nicht anders

geht. Auch im Haus sind die Spuren

der Flut heute noch zu sehen: „Telefon,

Internet und Strom sind auch jetzt

noch Notlösungen. Aber damit haben

wir uns arrangiert“, sagt Frick lachend.

Insgesamt ist ein Schaden von

über 400 000 Euro entstanden – allein

am Haus. Hinzukommen 35 000 Euro

im Bereich der Landwirtschaft. „Zum

Glück ist das Haus elementarversichert.

Bei der Landwirtschaft war das

leider nicht der Fall“, schildert das Ehepaar.

Hier konnte ein Teil der Summe

mit Spendengeldern gedeckt werden.

Das Ehepaar hat im vergangenen

Jahr den Kopf nicht in den Sand gesteckt.

Die beiden sind optimistisch geblieben

– und wollen es auch bleiben.

„Wir machen weiter“, resümiert Ulrike

Frick, und ergänzt nachdenklich: „Ich

bin seit der Sturzflut demütiger geworden,

habe ein anderes Verhältnis zur

Natur bekommen. Ich fühle mich – so

absurd das klingen mag – verbundener

mit ihr und weiß sie wieder mehr

zu schätzen.“ Lydia-Kathrin Hilpert

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10 Mai 2017

11


TITEL | Kommunalporträt Hohenlohekreis

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ADVERTORIAL

12

Zur Person

Dr. Matthias Neth ist seit Juli 2013

Landrat im Hohenlohekreis. Der

37-Jährige studierte Jura und Verwaltungswissenschaften

in Tübingen

und Speyer. Neth ist verheiratet und

kommt gebürtig aus Stuttgart. Seine

Mutter stammt aus Pfedelbach.

„Ein halber

Hohenloher

steckt in mir“

Halbzeit für den Hohenloher Landrat Matthias Neth: Vier Jahre ist

der Jurist inzwischen im Amt. Für uns ein Grund mehr, Zwischenbilanz

zu ziehen und mit dem 37-Jährigen über den Hohenlohekreis

– dessen Stärken und dessen Schwächen – zu sprechen.

Herr Neth, die erste Hälfte Ihrer Amtszeit

ist vorüber. Wie beurteilen Sie selbst

die zurückliegenden vier Jahre?

Neth: Die vergangenen Jahre waren

sehr intensiv, ereignisreich und sind

unglaublich schnell vergangen. Es ist

vieles passiert. Wir hatten neben vielen

schönen Erlebnissen auch Herausforderungen

und Konflikte, die uns zum

Teil auch heute noch beschäftigen –

seien es die Neustrukturierung des öffentlichen

Personennahverkehrs, das

Thema Deponie oder die Frage nach

dem Erhalt des Künzelsauer Krankenhauses.

Diese Themen liefen oft parallel

ab. Das war eine ziemliche Straffung

an Inhalten, auch wenn mir klar

war, dass diesbezüglich viel auf mich

zukommen würde. Letztlich war

die Zeit auch sehr lehrreich und

positiv.

Würden Sie sagen, Sie sind in

dieser Zeit – also in den zurückliegenden

vier Jahren –

zu einem waschechten

Hohenloher geworden?

Neth: Ein halber Hohenloher

steckt ja schon immer

in mir (lacht). Meine

Mutter stammt aus

Pfedelbach. Mein Großvater,

Erich Fritz, war

dort viele Jahre lang

Bürgermeister. Dementsprechend

hatte ich schon immer

einen besonderen Bezug zu Hohenlohe

und seinen Bewohnern. Man kann

inzwischen schon sagen, dass der Hohenlohekreis

wirklich zu meiner Wahlheimat

– und übrigens auch der meiner

Ehefrau – geworden ist. Wir fühlen

uns hier sehr wohl. Wir sind angekommen.

Aber ich muss auch zugeben,

dass ich immer noch nicht jede Passage

aus den Liedern von Annâweech im

Detail verstehe.

Was haben Sie an den Hohenlohern

besonders zu schätzen gelernt?

Neth: Die Hohenloher halten zusammen.

Sie identifizieren sich enorm mit

dieser Raumschaft. Der Heimatsbegriff

ist hier sehr stark ausgeprägt, die

Menschen bekennen sich klar zu ihrer

Heimat – das empfinde ich als außerordentlich

positiv. Diese Mentalität

muss sich – in Zeiten des demografischen

Wandels und der Urbanisierung

– auch in den Köpfen der jüngeren Generationen

festsetzen, sodass unsere

Region Heilbronn-Franken insgesamt

auch in Zukunft attraktiv ist. Das Zitat

von Annâweech „Hohâloher Land, `s

will kôôner meh gehen“ muss auch in

Zukunft gelten. Das zu schaffen, ist unser

aller Aufgabe.

Was sind die positivsten Erfahrungen,

die Sie machen durften? Was die

negativsten?

Mai 2017

Foto: Lydia-Kathrin Hilpert

Werte schaffen durch Innovationen

Als Architektur- und Sachverständigenbüro bietet CP. Weber ein großes Leistungsspektrum

Die Firma CP. Weber GmbH mit ihrem

Geschäftsführer Claus-Peter

Weber setzt in dritter Generation als

Sachverständiger und Architekt fort,

wofür der Großvater August Weber und

der Vater Werner Weber den Grundstein

legten. Die Öhringer Firma ist seit

2003 als Architektur- und Sachverständigenbüro

am Markt tätig. Unter dem

Motto „Werte schaffen – Werte sichern“

bietet das Unternehmen Dienstleistungen

rund um die Immobilie und unterstützt

seine Kunden damit umfassend

und kompetent.

Das Spektrum beinhaltet unter

anderem Architekturleistungen, Bauleitung

und -planung, Gebäudethermografie,

Immobilienkauf- und Verkaufsberatung,

Modernisierungskonzepte,

Schadensgutachten sowie technische

Messungen und Wertgutachten für Immobilien.

Neu im Programm ist eine

moderne Messtechnik, mit der großvolumige

Gebäude, insbesondere Gewerbehallen,

überprüft werden. Hierdurch

werden deutliche energetische

Einsparungen sichtbar gemacht. Als

Energieeffizienz-Experte werden Energieausweise

für Wohngebäude sowie

für Gewerbeimmobilien erstellt, ebenso

unterstützt der Betrieb in KfW-För-

Architektur- und Sachverständigenbüro

Werte sind nicht

immer gleich

sichtbar

CP.Weber GmbH

Hornbergstraße 54

74613 Öhringen

Foto: CP. Weber GmbH

Das Team von CP. Weber steht bei Immobilienthemen beratend zur Seite.

derangelegenheiten durch sein Knowhow.

Das Leistungsspektrum umfasst

Neubauplanungen und Modernisierungen

mit technisch und energetisch innovativen

Lösungen. Seit nunmehr drei

Jahren intensiviert die Firma unter der

Marke „Haus der Architekten“ den Bereich

der Projektentwicklung im Gewerbe-

und Geschosswohnungsbau.

Das besondere Augenmerk liegt auf

der Planung städtebaulicher Gesamtkonzepte

mit eigener zentraler Wärmeversorgung

als Nahwärmenetz, wie es

Architekturleistungen

Gutachtenerstellung

Gebäudethermografie

Blower-Door Messung

Bautrocknung

Baubeheizung

Tel. 07941 648000 www.cp-weber.de

EINE MARKE DER

gerade im Öhringer Gewerbegebiet Sichert

entsteht. Eine zeitgemäße Architektur

mit modernen, maßgeschneiderten

Grundrisslösungen steht genauso

im Fokus wie eine nachhaltige Bauweise,

durch die gezielte Auswahl von Baustoffen

unter ökologischen Gesichtspunkten.

Als regionales Unternehmen

bietet CP. Weber seinen Kunden Kompetenz,

Verlässlichkeit, Sicherheit und

Beratung bei individuellen Fragestellungen.

Die Weiterentwicklung der

Firma ist stets im Blickfeld.

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DURCH INNOVATIONEN

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TITEL | Kommunalporträt Hohenlohekreis

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Neth: Ein für mich sehr prägendes

Erlebnis war der Starkregen im Mai vergangenen

Jahres. Ich war sehr bestürzt,

mit ansehen zu müssen, dass etwa

3000 Menschen im Landkreis von den

teils enormen Auswirkungen betroffen

waren. Dieses Unwetter hatte viel

Leid verursacht. Die Zerstörung, die

mancherorts vorherrschte, war katastrophal.

Gleichzeitig resultierte daraus

aber etwas sehr Positives: Tags darauf

haben alle mit angepackt – ganz unabhängig

davon, ob sie selbst von den Ereignissen

betroffen waren oder nicht.

Es war eine Welle der Hilfsbereitschaft,

die losbrach. Das zeichnet die Menschen

im Hohenlohekreis eben aus. Ein

so kleiner Kreis, wie wir es sind, kann

nur bestehen und zukunftsfähig sein,

wenn die Menschen, die darin leben,

zusammenhalten. Das hat mich sehr

stolz gemacht.

Bei Ihrer Wahl zum Landrat im Juni

2013 waren Sie der jüngste Landrat in

Baden-Württemberg. War das für Sie

eine besondere Herausforderung?

Inwiefern?

Neth: Ich bin auch jetzt noch der jüngste

Landrat in Baden-Württemberg.

Doch darüber habe ich mir damals wie

heute gar keine Gedanken gemacht.

Mir war und ist wichtig, dass der Kreistag

und die Menschen in Hohenlohe

von mir, meinen Ideen und meiner Arbeit

überzeugt sind. Dass junge Menschen

Verantwortung übernehmen, ist

nicht ungewöhnlich. Auf sehr vielen

Ebenen findet der Generationenwechsel

statt.

Was würden Sie heute – vier Jahre älter

und erfahrener – rückblickend anders

machen?

Neth: Es gibt verschiedene Herausforderungen,

an die wir heute anders

herantreten würden als in der Vergangenheit.

Ein Beispiel: wieder das

Das Unwetter im Mai vergangenen Jahres hatte auch im Hohenlohekreis

verheerende Schäden angerichtet – wie hier in Künzelsau.

Foto: Thomas Zimmermann

Krankenhaus in Künzelsau. Uns ist es

nicht ausreichend gelungen, den Künzelsauern

zu erklären, dass wir eine

gute Lösung finden möchten. Die

Grundversorgung muss und wird gewährleistet

bleiben. Hier würden wir

anders, vielleicht sogar offensiver,

kommunizieren und noch mehr versuchen,

die Menschen abzuholen.

Zuletzt standen Sie wegen der

möglichen Schließung des Krankenhauses

in der Kritik. Können Sie

diese nachempfinden?

Neth: Es handelt sich hierbei um ein

hochemotionales Thema. Viele Menschen

haben Angst davor, dass ihre gesundheitliche

Grundversorgung nicht

mehr gewährleistet ist. Diese Sorge

verstehe ich natürlich und nehme ich

auch sehr ernst. Es ist aber keinesfalls

in unserem Sinne, die gesundheitliche

Grundversorgung nicht mehr zu gewährleisten.

Entsprechend muss aber

auch die Kritik konstruktiv bleiben.

Auch wenn es keine stationäre Versorgung

mehr geben wird, so bleiben doch

eine 24-Stunden-Notfallversorgung sowie

eine ambulante Versorgung bestehen.

Man darf den Wandel in diesem

Bereich nicht außer Acht lassen. Die

Bevölkerung hat eine Tendenz zu großen

medizinischen Zentren. Mit diesen

Bettengrößen können wir einfach

nicht mithalten. Entsprechend müssen

wir uns neu ausrichten, um eine gute

Versorgung im Landkreis gewährleisten

zu können. Das entgegne ich auch

Kritikern.

Eine Frage zum Schluss: Wofür steht der

Hohenlohekreis in Zukunft?

Neth: Der Hohenlohekreis wird auch

in Zukunft für ein gelungenes Zusammenspiel

aus Tradition und Zukunft

stehen – in vielerlei Hinsicht:

tolle Natur, großartige Unternehmen,

außergewöhnliche Menschen. Die

hohe Lebensqualität, die wir aktuell

haben, werden wir auch künftig zu

schätzen und bewahren wissen. Davon

bin ich überzeugt.

Interview: Lydia-Kathrin Hilpert

Foto: Würth Elektronik eiSos

Geschäftsführung erweitert

Alexander Gerfer verantwortet ab sofort mit CEOs Strategie von Würth Elektronik eiSos

Alexander Gerfer wird Geschäftsführer

bei Würth Elektronik eiSos.

Alexander Gerfer (51), Chief Technology

Officer (CTO) der Würth

Elektronik eiSos Gruppe, wird in die

Geschäftsführung berufen. Ab sofort

verantwortet er mit den CEOs Oliver

Konz und Thomas Schrott die Strategie

eines der größten europäischen Anbieter

für elektronische und elektromechanische

Bauelemente.

Gerfer feiert außerdem seine

20-jährige Betriebszugehörigkeit. Der

Diplom-Ingenieur begann seine Karriere

als technischer Außendienstmitarbeiter,

wechselte aber schon bald in

den Bereich Produktmanagement und

war dort Abteilungsleiter, Handlungsbevollmächtigter,

Prokurist und zuletzt

CTO. „Alexander Gerfer hat großen Anteil

am Erfolg von Würth Elektronik

eiSos und es ist Zeit, diese Arbeit und

den enormen, positiven Einfluss, den

er in den vergangenen Jahren auf die

Entwicklung unseres Produktportfolios

genommen hat, auch offiziell zu würdigen“,

findet Konz. Sein CEO-Kollege

Schrott ergänzt: „Wir wünschen Alexander

Gerfer, dass er als Geschäftsführer

Von Waldenburg in die

weite Welt!

Würth Elektronik eiSos ist einer der führenden Hersteller von elektronischen und elektromechanischen

Bauelementen für die Elektronikindustrie. Von Waldenburg aus sind wir in 50 Ländern der Welt aktiv.

Erfolg und Höchstleistungen sind nur möglich, wenn ein starkes Team ein gemeinsames Ziel verfolgt.

www.we-online.de

weiterhin eine so glückliche Hand bei

seinen Entscheidungen hat.“

„Die Ernennung zum Geschäftsführer

sehe ich als Würdigung unserer

Teamarbeit im Produktmanagement“,

sagt Gerfer und verrät, dass aktuell

die Bereiche Wireless Power, Energy

Harvesting und Funktechnik massiv

ausgebaut werden und die Firma in die

Sensorik einsteigt.

Info

KONTAKT

Würth Elektronik eiSos GmbH & Co. KG

Max-Eyth-Straße 1

74638 Waldenburg

Tel. 07942 954-0

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14

Mai 2017

15


TITEL | Kommunalporträt Hohenlohekreis

Kommunalporträt Hohenlohekreis | TITEL

Auf der Suche nach den

Schwachstellen

meisten Fällen ein eigenes Auto erforderlich

mache. Auch das Breitbandangebot

sei ausbaufähig. „Dies würde die

Region zusätzlich attraktiver machen.“

STOLZ

Dem Hohenlohekreis geht es gut: Die Wirtschaft floriert, es herrscht

Vollbeschäftigung, die Rahmenbedingungen für erfolgreiches

Wirtschaften stimmen – die meisten jedenfalls. Wir haben bei drei

Hohenloher Firmen nachgefragt, wo es aus ihrer Sicht im Kreis noch

Handlungsbedarf gibt.

Auf schönen Pfaden durch romantische

Täler mit Flüsschen und

Bächen, dann wieder Aussichten

auf Burgen und Kuppen. Der Frühling

ist dort mit seiner Obstblüte und

dem hohen Anteil an Laubwald schon

ein Erlebnis“, schreibt eine begeisterte

Wanderin über den Kocher-Jagst-Trail

auf der Webseite des Rundwanderweges,

der unter anderem durch den Hohenlohekreis

führt. Ein anderes Ehepaar

sagt dazu: „Beeindruckt hat uns

die Stille, die meist um uns herrschte;

kein Straßenlärm, kein Zug, kein Zivilisationsgeräusch,

wirklich ein Weg der

Stille auf den meisten Abschnitten.“

Hohenlohe steht für Ruhe, Ausgewogenheit

und Idylle. Menschen, die

die Natur schätzen und Erholung suchen,

sind hier genau richtig. Radfahrer

und Wanderer kommen hier voll

auf ihre Kosten. Auf der einen Seite.

Auf der anderen Seite ist der Hohenlohekreis

ein Landkreis, der von seiner

wirtschaftlichen Stärke von sich reden

macht: Zahlreiche am Weltmarkt

erfolgreich agierende Unternehmen

tragen dazu bei, dass der Kreis hervorragend

dasteht, ausreichend Arbeitsplätze

verfügbar sind und es den

Menschen gut geht. Idylle und unberührte

Natur auf der einen Seite, Prosperität

und Dynamik auf der anderen.

Das kann zu Schwierigkeiten führen.

Denn was einerseits ein Segen ist, kann

andererseits auch ein Fluch sein – vor

allem in Zeiten von Urbanisierung,

Digitalisierung und demografischem

Wandel. Denn: Die Firmen in Hohenlohe

können nur dann erfolgreich wirtschaften,

wenn hierfür auch die gegebenen

Rahmenbedingungen stimmen.

Wie bewerten alteingesessene Unternehmen

den Landkreis? Gibt es bei allen

wohlklingenden Fakten doch identifizierbare

Schwachstellen?

VOLLBESCHÄFTIGUNG

Der Hohenlohekreis gilt als strukturstarke

Region im ländlichen Raum.

Die Wirtschaft floriert, die Arbeitslosigkeit

ist niedrig. „Im Hohenlohekreis

herrscht nahezu Vollbeschäftigung“,

stellt Prisca Bollgönn, die bei

der Konrad Hornschuch AG für die

Pressearbeit zuständig ist, fest. Was

für Arbeitnehmer und Kreis positiv

ist, stellt Unternehmen vor immer

größere Schwierigkeiten. „Dies ist natürlich

eine Herausforderung für unser

Personalrecruiting“, sagt Bollgönn.

Das kann auch Thomas Kraus, Support

Center Director der Stahl Crane

Systems GmbH, bestätigen: „Bis dato

konnten wir mit dem Fachkräftemangel

ganz gut umgehen, auch wenn es

hier zusehends schwieriger wird.“ Es

gilt, Menschen von außerhalb der Re-

Foto: Michael Schwarz

Ein von den Unternehmen angesprochenes Thema: die Anbindung an den öffentlichen

Personennahverkehr. Hier wünschen sie sich mehr Möglichkeiten.

gion nach Hohenlohe zu locken. Dafür

muss aber nicht nur der Arbeitsplatz

stimmen, sondern auch das Angebot

in anderen Lebensbereichen: sei es die

Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr

oder an schnelles Internet

oder das kulturelle Angebot.

Was beim kulturellen Angebot schon

ganz gut klappt, da gibt es in Sachen

Verkehrsanbindung noch Nachholbedarf.

Das sieht auch Heribert Rohrbeck,

Geschäftsführer des Familienunternehmens

Bürkert in Ingelfingen so:

„Ein Hauptthema im Hohenlohekreis,

mit dem wir zu kämpfen haben, ist

die schlechte Verkehrsanbindung. Das

fängt bei Bushaltestellen in der Nähe

unserer Standorte an und endet mit der

schlechten Anbindung an Ballungszentren.“

Prisca Bollgönn relativiert:

„Die Verkehrsanbindung ist mit Blick

auf die Autobahnanschlussstellen sehr

gut.“ Allerdings sei der öffentliche Nahverkehr

schlecht ausgebaut, was in den

Aller Hindernisse zum Trotz: Bürkert,

Hornschuch und Stahl Crane Systems

sind stolz darauf, ihre Wurzeln im Hohenlohekreis

zu haben. Hier kommen

sie her, da gehören sie hin.

„Hornschuch ist stark auf den internationalen

Märkten vertreten. Unsere

Wurzeln sind uns dennoch sehr

wichtig und deshalb agieren wir getreu

dem Motto: ‚Think global – Heart

local‘. Der Hohenlohekreis ist unsere

Heimat“, sagt etwa Prisca Bollgönn.

Heribert Rohrbeck sieht das ähnlich:

„Wir sind dem Landkreis sehr verbunden,

auch wenn heute zirka zwei

Drittel unseres Umsatzes in der Welt

außerhalb Deutschlands generiert werden.

Bei Verbundenheit geht es aber

hauptsächlich um die Kultur des Miteinanders

– also um die Menschen.“

Und auch Thomas Kraus kann

dies nur unterstreichen: „Die deutschlandweit

größte Dichte an Weltmarktführern

ist das beste Siegel für den

Industriestandort Hohenlohe und

gleichzeitig Indiz für die hohe Verbundenheit

der Hohenloher Bevölkerung

zu ihren Unternehmen.“

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TITEL | Kommunalporträt Hohenlohekreis

Kommunalporträt Hohenlohekreis | TITEL

Vor wenigen Wochen fand im Gewerbepark Hohenlohe der Spatenstich für das neue Oberflächentechnologiezentrum (OTZ)

der Firma Gemü statt. Damit wächst der Gewerbepark weiter.

Foto: Gemü

überzeugt. Das Unternehmen GSTech

versteht sich als Spezialist für hochwertige

Aluminiumguss-Komponenten.

Claudia Rohn freut es besonders,

dass sich internationale Marktführer

wie die Würth Elektronik eiSos GmbH

& Co. KG oder die Gemü-Gruppe zu ihren

Hohenloher Wurzeln bekennen. Im

Gewerbepark Hohenlohe betreibt der

Armaturenspezialist aus Ingelfingen

bereits ein hochmodernes Logistikzentrum.

„Die Firma Gemü erstellt im

Gewerbepark ein neues Oberflächentechnologiezentrum“,

so Rohn über

die aktuellen Expansionspläne, die der

regionalen Wirtschaft einen weiteren

Schub bringen dürften Der Spatenstich

für das ambitionierte Bauprojekt erfolgte

erst vor einigen Wochen.

Auf Hochtouren laufen auch die

Bauarbeiten zur geplanten Firmenerweiterung

bei Ziehl-Abegg. Dass der

Ventilatorenhersteller mit Hauptsitz in

Künzelsau derzeit seinen Produktionsstandort

im Gewerbepark Hohenlohe

erweitert, ist für Clauda Rohn eine Bestätigung

für die hohe Akzeptanz und

die große Standortattraktivität, die der

Gewerbepark bei den ortsansässigen

Unternehmen genießt. „Ziehl-Abegg

erweitert das bestehende Produktionsgebäude

um ein hochmodernes Produktionswerk

für zukunftsweisende

Hightech-Motoren und Ventilatoren“,

erklärt Rohn.

Die positiven Nachrichten im

Frühling reißen für die Geschäftsführerin

nicht ab. Neben Gemü und

Ziehl-Abegg zieht der weltweit führende

Spezialist für Montage- und Befestigungstechnik

nach. Die Adolf Würth

GmbH & Co. KG will im nördlichen Bereich

des Gewerbeparks in naher Zukunft

ebenfalls weiter wachsen. „Hier

wird die Würth-Gruppe auf rund neun

Hektar ein zentrales Außenlager errichten“,

bestätigt Rohn. Ein Ende der Erfolgsstory

rund um den Gewerbepark

Hohenlohe ist also noch lange nicht in

Sicht.

Andreas Scholz

Gewerbepark Hohenlohe

Der Gewerbepark Hohenlohe ist

ein Zweckverband der Kommunen

Waldenburg, Kupferzell und

Künzelsau und umfasst aktuell eine

Gesamtfläche von 230 Hektar.

Anhaltender Rückenwind

THE ART OF ENGINEERING

Am Fuße des Luftkurorts Waldenburg brummt nicht nur auf der

Autobahn A6 der Verkehr. Im Gewerbepark Hohenlohe zwischen

Kupferzell, Künzelsau und Waldenburg laufen die Geschäfte so gut,

dass Firmen wie Ziehl Abegg, Würth oder Gemü dort ihre Aktivitäten

weiter ausbauen.

Seit Anfang der 1990er Jahre existiert

der interkommunale Gewerbepark

Hohenlohe bereits. Für

die beteiligten Kommunen Kupferzell,

Künzelsau und Waldenburg hat sich

die konzentrierte Industrieansiedlung

auf den ebenen Flächen am Rande der

Waldenburger Berge gelohnt. Auf einer

Gesamtfläche von 230 Hektar bietet

der Gewerbepark aktuell rund 3300

Menschen einen Arbeitsplatz. Geplant

ist weiterhin, den ersten Abschnitt des

Gewerbeparks Nord im Park zu erschließen.

„Die verkehrsgünstige Lage an

der A6 und an der Bundesstraße B19

sind hervorragende Standortvorteile“,

bekräftigt Claudia Rohn, die als

Geschäftsführerin des Gewerbeparks

Hohenlohe ständig im Austausch mit

den Unternehmen steht. Der gute Anschluss

an die Bahnstrecke Mannheim–Heilbronn–Nürnberg

lockte

seit der Gründung des Gewerbeparks

namhafte Unternehmen wie Lidl oder

Würth in die Kupferzeller Ebene. Dies

war und ist sehr wichtig. Auch für Unternehmen

aus dem Kochertal, die dort

aufgrund der Topographie keine oder

nur begrenzte Entwicklungsmöglichkeiten

haben, stellt Rohn klar. Voll erschlossen

steht der Grundstückspreis

für interessierte Firmen bei momentan

65 Euro pro Quadratmeter.

Die Liste an erfolgreichen Unternehmen,

die sich im Gewerbepark niedergelassen

haben, ist lang. Neben der

R. Stahl AG – einem führenden Hersteller

von Produkten und Services für den

Explosionsschutz – hat sich hier unter

anderem auch die Schraubenwerk

Gaisbach GmbH angesiedelt. Auch der

Hoch-, Straßen- und Industriebauspezialist

Wolff & Müller und die HPN Industrieverpackungen

GmbH sind im

Kupfertal erfolgreich aktiv. Die strategisch

günstige Lage an einem überregional

bedeutenden Verkehrsknotenpunkt

hat auch die GSTech GmbH

Wie weit wir im Streben nach höchster Qualität gehen? Dafür gibt es nicht genug Worte.

Jedes Projekt ist anders und einzigartig. Wir stellen uns allen Herausforderungen, auch den

scheinbar unlösbaren. Mit einem Netz von 9 Tochtergesellschaften und über 140 Partnern

arbeiten wir weltweit Hand in Hand. Das ist The Art of Engineering. Das ist STAHL CraneSystems.

18 Mai 2017

19


TITEL | Kommunalporträt Hohenlohekreis

Kommunalporträt Hohenlohekreis | TITEL

Gemeinsame

Berührungspunkte

Öhringen und Künzelsau sind die größten Städte im Hohenlohekreis.

Die Bürger der zwei Kommunen neckten sich in der

Vergangenheit oft gegenseitig. In Wirtschaftsfragen stehen die

beiden Städte allerdings heute mehr denn je zusammen.

ist, sieht auch Andreas Dürr positiv.

„Beide Städte sind sehr wichtig für unsere

touristische Entwicklung und zwar

nicht nur für den Hohenlohekreis, sondern

ebenso für die gesamte Region“,

erläutert der Geschäftsführer der Touristikgemeinschaft

Hohenlohe.

Der Tourismusexperte holt weiter

aus: „Aufgrund des großen Bedarfs an

Arbeitskräften und Fachpersonal stehen

die Unternehmen und damit auch

die Landkreise sowie die Städte und

Gemeinden nicht nur im Wettbewerb

mit den Nachbarregionen. Sie werden

zusätzlich gleichfalls mit einem bundesweiten

und sogar internationalen

Wettbewerb konfrontiert“, so Dürr. Die

Landkreise können daher insbesondere

im Bereich Standortmarketing und

Fachkräfteakquise nur erfolgreich sein,

„wenn alle Kommunen gemeinsam an

einem Strang ziehen und in Kooperationen

die anstehenden Zukunftsthemen

angehen“. In vollem Gange

ist derzeit ebenfalls die Erstellung des

Kreisentwicklungs- und Strategiekonzepts

„ZukunftHOK“.

Ende gut, alles gut? Nicht ganz.

Die angekündigte Schließung des

Krankenhauses in Künzelsau zugunsten

eines geplanten Neubaus in Öhringen

erregt nach wie vor die Gemüter,

wie die zahlreichen Mittwochskundgebungen

in der Kocherstadt zeigen.

In Künzelsau soll zukünftig ein starkes

Medizinzentrum ambulante und sektorenübergreifende

Gesundheitsleistungen

gewährleisten. Der ehemalige

Chefarzt Dr. Andreas Eckle setzte sich

in den Medien wiederholt für einen Erhalt

des Krankenhauses ein. Jedoch betont

Landrat Matthias Neth: „Mir ist

es besonders wichtig, dass an beiden

Standorten eine nachhaltige und qualitativ

hochwertige Gesundheitsversorgung

erhalten bleibt. Dies können wir

aber nur durch Strukturveränderungen

erreichen.“

Andreas Scholz

Öhringen und Künzelsau

Öhringen ist mit derzeit rund 23 500

Einwohnern die größte Stadt des

Hohenlohekreises. Der ehemalige

Veranstaltungsort der Landesgartenschau

hat eine Fläche von knapp 68

Quadratkilometern. Die Kreisstadt

des Hohenlohekreises, Künzelsau, hat

etwa 15 000 Einwohner. Mit zirka 75

Quadratkilometern weist sie allerdings

die größere Fläche auf.

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Kräftemessen im Hohenlohekreis? Wie sehr verstehen sich die Städte Öhringen und Künzelsau als Einheit

– vor allem in Zeiten der drohenden Krankenhausschließung in Künzelsau?

Im Volksmund gilt jeder als „Hamballe“,

der in Öhringen geboren ist.

Seit 1987 existiert das Hamballe-

Denkmal im Stadtkern. Die humorvolle

Skulptur zeigt den Hamballe mit

Regenschirm, der mit der Gießkanne

die Blumen gießt. Humor ist auch

im Spiel, wenn sich Öhringer von der

Nachbarstadt im Alltag abheben wollen.

Jüngstes Beispiel: Es gibt nicht wenige

Öhringer, die im Landratsamt das

KFZ-Zeichen „KÜN“ abstoßen möchten,

weil sie sich lieber zu ihrer Heimatstadt

bekennen wollen. Ein Schelm,

wer Böses dabei denkt.

Öhringens Oberbürgermeister

Thilo Michler nimmt die Rückkehr zum

Alt-Kennzeichen „ÖHR“ schmunzelnd

zur Kenntnis: „Wir freuen uns, dass das

Alt-Kennzeichen wieder häufig auf den

Straßen zu sehen ist“, erklärt er. „Es

ist aber nicht viel mehr als ein Werbeinstrument

für unsere Stadt und unseren

Hohenlohekreis“, betont er.

Die meisten städtischen Fahrzeuge

in Öhringen sind inzwischen

auf „ÖHR“ umgestellt. „Aus Marketinggründen“,

sagt der Rathauschef

lachend. Im Landratsamt in Künzelsau

wurden aktuell rund 14 500 ÖHR-

Kennzeichen ausgegeben. „Eine Angabe,

wie viele davon aus dem Öhringer

Raum kommen, wird nicht separat erfasst

und kann daher nicht ermittelt

werden“, so die neutrale Stellungnahme

der Pressestelle.

In Wirtschaftsfragen bündeln die

Öhringer und Künzelsauer öfter gemeinsam

die Kräfte. So leistete die

Stadt Künzelsau im vergangenen Jahr

mit einer Stadtwoche ebenfalls einen

Beitrag zum Erfolg der Landesgartenschau

in Öhringen. „Wir sind sehr

dankbar, dass sich bei der Landesgartenschau

die gesamte Region und auch

unsere Kreisstadt Künzelsau engagiert

hat“, betont Michler. Mit Künzelsau

pflege man ein sehr gutes Verhältnis

und tausche sich auch bei schwierigen

Themen immer wieder direkt aus. Als

erfreuliche Beispiele nennt er die interkommunale

Kooperation im Städtenetzwerk

„Hohenlohe plus“ sowie die

enge Zusammenarbeit in der Wirtschaftsförderung

und Regionalentwicklung.

Dass das Band zwischen den beiden

Nachbarstädten durch die gemeinsamen

Auftritte auf der Landesgartenschau

zuletzt enger geworden

Foto: Fotolia/spinetta

Foto: Hochschule Heilbronn

Heimat für Weltmarktführer

Der Hohenlohekreis hat sich vom Agrarland zur Heimat erfolgreicher Firmen entwickelt

Der Hohenlohekreis ist nicht nur

landschaftlich herausragend. Mit

109 500 Einwohnern ist er zwar der

kleinste Kreis in Baden-Württemberg,

beherbergt im Verhältnis zu diesen jedoch

die meisten Weltmarktführer in

Deutschland. So sind hier Cluster von

Studierende am Campus Künzelsau

der Hochschule Heilbronn.

internationaler Bedeutung zu finden.

Weltweit agieren die Ventilatorenhersteller

ebm-papst, Ziehl-Abegg, Rosenberg

oder Nicotra-Gebhardt. Die

Regel-, Steuerungs- und Ventiltechnik

erhält von den Firmen Bürkert, GEMÜ

und Kriwan bedeutende Impulse. Im

Explosionsschutz ist die R. Stahl AG

erfolgreich tätig. Zu den größten Arbeitgebern

im Hohenlohekreis gehört

Hornschuch. Nicht zu vergessen die

MUSTANG Jeans sowie Jako Sportartikel.

Die Firma Scheuerle macht durch

die Herstellung spezieller Schwerlasttransporter

auf sich aufmerksam. In

der Montage- und Befestigungstechnik

sind Würth und Berner führend. Berufsanfänger

wie erfahrene Fachkräfte

finden im Hohenlohekreis beste Aufstiegschancen.

Der Hohenlohekreis –

eine feine Adresse für Unternehmen,

Familien, Studierende und alle, die neben

Natur und Kultur einen starken

Wirtschaftsstandort schätzen.

Kontakt

W. I. H. – Wirtschaftsinitiative

Hohenlohe GmbH

Allee 17, 74653 Künzelsau

Tel. 07940 / 18-351

info@wih-hohenlohe.de

www.wih-hohenlohe.de

www.hohenlohekreis.de

20 Mai 2017

21


TITEL | Kommunalporträt Hohenlohekreis

Kommunalporträt Hohenlohekreis | TITEL

Foto: Lydia-Kathrin Hilpert

stehen herum. Es wird geschweißt. Es

wird gehämmert. Männer arbeiten eifrig.

Wände werden mit Holz verkleidet.

Es riecht nach Staub.

Dass hier bereits in wenigen Wochen

hochkarätige Musiker auftreten

und Konzerte stattfinden sollen,

ist in diesem Moment schwer vorstellbar.

Doch die Planer sind zuversichtlich.

„Wir sind gut in der Zeit“,

sagt Andrea Knollmann, Direktorin

des Carmen-Würth-Forums. Und Paul

Krämer, der die Gesamtprojektsteuerung

innehat, ergänzt: „Der Bau bereitet

mir keine schlaflosen Nächte –

im Gegenteil, ich kann gut schlafen.“

Was trotz des typischen Baustellenchaos

deutlich wird, ist, dass hier etwas

Einmaliges in Hohenlohe entsteht.

Das Carmen-Würth-Forum setzt neue

Maßstäbe.

Dies zeigt sich nicht allein an der

Dimension – der Komplex umfasst eine

Gesamtfläche von rund 11 000 Quadratmetern

und kostet 58,5 Millionen

Euro –, sondern auch an der Idee, die

dahintersteckt. Das Forum soll ein Ort

der Begegnung werden. Ein Ort des

Austauschs. Ein Ort des Miteinanders.

Kultur soll dabei traditionell eine große

Rolle spielen. Entsprechend sind auch

die Räume konzipiert. Das Gebäude

ist offen gestaltet. Bodentiefe Fenster

sorgen für das richtige Licht. Vom

Foyer aus gelangt man in die beiden –

wohl wichtigsten – Räumlichkeiten: in

die Veranstaltungshalle – auch Großer

Saal genannt – und in den Kammerkonzertsaal,

der den Namen Reinhold-

Würth-Saal tragen wird.

„Der Große Saal ist für eine multifunktionale

Nutzung ausgelegt“, schildert

Krämer. Die Bühne könne flexibel

platziert werden – eine ausgefeilte

Technik in Boden und Decke macht dies

möglich. Sie regelt die Akustik so, dass

Klänge überall im Saal ankommen, unabhängig

davon, wo man sitzt. Der Saal

ist hell und reduziert, wirkt fast schon

steril, ist aber dennoch einladend. Ein

Innenraumfachwerk aus Stahl grenzt

die Decke ab – ein echter Blickfang.

Ein anderes Bild offenbart sich im

Kammerkonzertsaal, der 6,8 Meter in

die Tiefe ragt und komplett unter der

Erde liegt. Tageslicht sucht man vergebens.

Dennoch bietet der Raum ein

besonderes Ambiente – dafür sorgt das

ausgesuchte Holz, das den Raum verkleidet:

französische Walnuss an den

Wänden, dunkle Räuchereiche am Boden.

Der Raum vermittelt etwas Heimeliges.

„Alles ist für Musik ausgelegt“,

beschreibt Krämer die Architektur. Bei

der Beplankung habe man darauf geachtet,

dass jedes Brett im perfekten

Winkel angebracht wird – an der Decke

und an den Wänden. „Damit kommen

Musiker komplett ohne Technik aus.

Der Klang kommt aber überall gleichmäßig

an – jeder Besucher kommt in

denselben Genuss.“

Es ist eben, wie es ist bei Würth:

Ganz oder gar nicht. In diesem Fall ein

klares Ganz. Lydia-Kathrin Hilpert

Direktorin Andrea Knollmann und Projektingenieur Paul Krämer auf der entstehenden Galerie des Carmen-Würth-Forums.

Neue Maßstäbe setzen

Das Carmen-Würth-Forum nimmt immer weiter Gestalt an. Wir

haben einen exklusiven Blick hinter die Kulissen geworfen und eines

herausgefunden: das Kultur- und Kongresszentrum wird Hohenlohe

bereichern – und zwar mächtig.

Wenn Reinhold Würth etwas

macht, macht er keine halben

Sachen. Das zeigt sich beim

aktuellen Bauprojekt, das in Hohenlohe

entsteht: dem Carmen-Würth-

Forum. Wer zuletzt auf der B19 zwischen

Künzelsau und Schwäbisch Hall

unterwegs war, konnte förmlich zusehen,

wie das Gebäude in die Höhe gewachsen

ist. Von außen scheint das

Kultur- und Kongresszentrum, das

Reinhold Würth seiner Frau Carmen

zum 80. Geburtstag widmet, weitgehend

fertig zu sein: Die letzten Betonplatten

werden verlegt, der Boden wird

gewalzt, um Vorkehrungen für die Installation

des Schotterrasens vorzunehmen,

auf dem die Open-Air-Veranstaltungen

stattfinden sollen. Straßen

und Fußwege sind schon vorhanden,

ebenso die dazugehörige Beleuchtung.

Hier wurde – wie beim Gebäude selbst

– auf Details geachtet. Die Farbgebung

ist reduziert, um ein möglichst harmonisches

Bild zu schaffen: Hellgraue

Wege sind für Fußgänger angelegt,

dunkelgraue für Fahrzeuge. Damit fügt

sich das Areal nicht nur hervorragend

in die Hohenloher Umgebung ein, es

spiegelt auch den zeitlosen Charakter,

der das Gebäude ausmachen soll,

wider. Unterstrichen werden soll dieser

von 15 Skulpturen, die im Außenbereich

installiert werden. Im Inneren

sieht es kurz vor Ostern noch nach

Baustelle aus. Vollgepackte Paletten

Wir sind eine

starke Region!

Machen Sie mit!

Stärken Sie die Region!

Werden Sie Mitglied!

Bürgerinitiative pro Region

Heilbronn-Franken e. V.

Geschäftsstelle:

c/o Adolf Würth GmbH & Co. KG

Postfach: 74650 Künzelsau

Telefon: 07940 15-2329

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22 Mai 2017

23


TITEL | Kommunalporträt Hohenlohekreis

Kommunalporträt Hohenlohekreis | TITEL

Hohenlohe

im Ohr

Annâweech kennt in Hohenlohe vermutlich jeder. Die Mundartband

unterhält seit vielen Jahren mit ihren originellen Liedern die

Menschen in der Region. Doch wer steckt eigentlich hinter der Gruppe?

Wir haben nachgefragt.

Winkler – genannt Molle: „Unser größter

Erfolg ist die Bekanntheit und die

Beliebtheit in der Breite.“ Man sehe

sich als Bindeglied zwischen der Musik

und den Zuhörern. Das mache und

bringe Spaß, beschreibt er. Die Musiker

suchen die Nähe zum Publikum. Vor

und nach dem Konzert sind sie immer

bei den Leuten, das kommt gut an.

Mit ihrer Musik und den Texten

will die fünfköpfige Gruppe ihren

Hörern die hohenlohische Mentalität

vermitteln. Sie möchten ihnen etwas

geben, womit sie sich identifizieren

können. Die Lieder sollen aber auch

ein wenig zum Nachdenken anregen.

„Die Themen zu den Texten springen

einen an“, ist Winkler überzeugt, der

neben Peter Botsch die Texte für die

Band schreibt. Die Inhalte kämen aus

persönlich erlebten Geschichten oder

Redewendungen, um welche das Musikstück

dann geformt wird. So geht es

im Lied „Ouhengerlesdôôch“ um den

Samstag, in dem „ganz“ Hohenlohe

mit dem Anhänger unterwegs ist und

etwas „schafft“. Bei der Redewendung

„Viel Feind, viel Ehr“ brachte Molle den

Landmaschinenhersteller Fendt ins

Spiel und machte daraus das Lied „Viel

Fendt – viel Ehr“.

Dass die Gruppe ausschließlich

in Dialekt singt und sich so zur Region

bekennt, war schon bei der Gründung

klar: „Das ist unsere Muttersprache,

so können wir uns am besten ausdrücken“,

meint der Forchtenberger. Hohenlohisch

besteht aus vier bis fünf

Hauptströmungen. Annâweech verwendet

hauptsächlich den Kochertäler

Dialekt, aber auch Ausdrücke aus

anderen Ecken der Region, „wenn es

passt“.

Seit 22 Jahren gibt es die Hohenloher

Band, von der alle Mitglieder

nach wie vor einem Beruf nachgehen

und Familie haben. Natürlich sei das

immer zeitlich ein Spagat, aber „man

gibt nicht nur, man bekommt auch

viel zurück“, erklärt der Textschreiber

der Gruppe. Den Umgang der Musiker

miteinander vergleicht Winkler mit

dem eines alten Ehepaars: Man gehe

eine gemeinsame Richtung und verfolge

dasselbe Ziel, auch wenn es einmal

unterschiedliche Ansichten gibt.

„Schließlich sind wir alle Freunde und

das seit nahezu 40 Jahren“, erzählt er

mit einem Lächeln im Gesicht. Seine

Freude an der Band ist ihm deutlich

anzusehen. Ist ein Ende in Sicht? „Nein!

Wir machen das so lange wie möglich,

quasi open end“, sagt der hauptberufliche

Gastwirt.

Der nächste Höhepunkt für die

„Lausbuben“, wie Winkler sich und seine

Bandkollegen nennt, ist der „Hohenloher

Mundartgipfel“ am 12. Juli

auf der Ruine in Forchtenberg. Dort

werden sechs Mundartgruppen aus

Hohenlohe gemeinsam spielen, auch

eine CD zu dem großen Ereignis wird

es geben. „Wir sind stolz darauf, die

verschiedenen Gruppen mit ihren Dialekten

unter einen Hut zu bekommen“,

schildert der Sänger. Das vermittle die

Gedanken und das Lebensgefühl für

die Region. Alexander Liedtke

QUALITÄT UND SERVICE

Komfort Design Langlebigkeit Nachhaltigkeit

Foto: Archiv

Für keinen Scherz zu schade: die Mitglieder der Mundartband Annâweech. Hier Harry Weber (links) und Frank Winkler.

Wenn’s noune g’säh’n hasch

– nôô werds awwêr Zeit, â

Landschaft wie g’môôlt – un’

reecht herzhafte Leit.“ Es liest sich

schwer, aber es hört sich klangvoll an,

wenn die Hohenloher Mundartgruppe

Annâweech über ihre Heimat singt. Sie

rät jedem, der sie noch nicht gesehen

hat, die malerische Kulisse und die beherzten

Leute aus Hohenlohe einmal

kennenzulernen. Aber wer steckt hinter

der Band und was singen sie genau?

Annâweech: Das sind Frank

Winkler, Peter Botsch, Volker Gässler,

Harry Weber und Rolf Schneider. Vier

der heutigen fünf Mitglieder spielten

bereits zuvor in einer Band. Diese stand

1995 aber vor der Auflösung. Außerdem

hatte der Bassist die Gruppe verlassen.

Trotz der Situation fassten sich die Musiker

ein Herz und entschieden: „Mir

machâ annâweech weider.“ Die neue

Band mit dem Namen Annâwech – hohenlohisch

für trotzdem – war geboren.

Was folgte, sind bis heute rund 150 Lieder,

mehrere CDs und sogar ein Musical

über die Hohenloher Lebensart.

Der Erfolg werde für die Band jedoch

nicht an Zahlen oder einer Sache

gemessen, erzählt Bandleader Frank

24

Mai 2017

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Wie ein Déjà-vu

Alle Jahre wieder werden bei dem Wettbewerb Jugend forscht die

besten Nachwuchswissenschaftler gesucht. Erst auf regionaler, dann

auf Landes- und schließlich auf Bundesebene. Im Fachbereich Physik

haben zum zweiten Mal zwei Hohenloher den Regionalsieg erreicht.

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Strömender Regen, ein Liebespaar

am Strand, das sich unter einem

sich zusammenbrauenden Gewitter

küsst. Ein Blitz schlägt in den

Sand ein, dieser schmilzt unter den hohen

Temperaturen – und es entsteht

Glas. Was in der Hollywood-Komödie

„Sweet Home Alabama“ aus dem Jahr

2002 in einer Szene mit den Schauspielern

Reese Witherspoon und Josh Lucas

geschieht, ist keine Fiktion, sondern

entspricht der (physikalischen) Wahrheit.

Bei einer Verschmelzung von Blitz

und Sand werden sogenannte Fulgurite,

verglaste Röhren aus geschmolzenen

Sandkörnern, erzeugt.

Mit solchen haben sich Stefan

Buck (20), Marc Hirsch (20) und ihr

ehemaliger Lehrer Lars Schneider (32)

in ihrem Projekt für den diesjährigen

Nachwuchswettbewerb Jugend forscht

beschäftigt – und damit die Qualifikation

für Heilbronn-Franken im Fachbereich

Physik für sich entschieden.

„Wir haben einen künstlichen Blitz

erzeugt“, erklärt Stefan Buck. Dafür

mussten er und sein Projektpartner in

die Hochspannungsphysik einsteigen,

indem sie eine Apparatur aus Mikrowellentransformatoren

bauten. Nach

der Herstellung wurden die Pseudofulgurite

von den beiden Studenten auf

ihre Eigenschaften untersucht. Obwohl

der Aufbau aufwendig war und Buck

und Hirsch um die 100 Schulstunden

in ihr Experiment investiert haben –

nahezu gänzlich am Wochenende oder

in den Ferien – hat es für den Landeswettbewerb

Ende März in Fellbach

nicht gereicht. Somit werden sie auch

nicht beim Bundeswettbewerb vom 25.

bis zum 28. Mai in Erlangen antreten.

Für Buck, der Elektrotechnik an

der Dualen Hochschule Mosbach, und

Hirsch, der Wirtschaftsingenieurwesen

an der Dualen Hochschule Bad Mergentheim,

studiert, war Jugend forscht

2017 keine Premiere. Die beiden haben

bereits 2016 am Nachwuchswettbewerb

teilgenommen und damals ebenfalls

den Regionalsieg eingefahren.

Dafür angemeldet haben sie sich allerdings

nicht aus Eigeninitiative, sondern

weil ihr einstiger Mathe- und Physiklehrer

Lars Schneider sie auserkoren

hat. „Sie zählten bei mir im Unterricht

zu den Besten und waren schon immer

sehr zuverlässig“, lobt der Pädagoge.

Physik habe ihnen einfach schon

immer Spaß gemacht, besonders die

praktische, ergänzen die Hohenloher.

Einige Wochen nach dem Landeswettbewerb,

nachdem sie etwas

Abstand dazu gewonnen haben, sind

die Studenten immer noch enttäuscht.

„Diesmal hätten wir wirklich gerne am

Bundeswettbewerb teilgenommen“,

räumt Hirsch ein. Doch andere Projekte

seien einfach stärker gewesen, geben

sich die jungen Männer als Fair

Player. Die Kritik der Jury lautete: weiter

ausbauen und detailliertere Versuche.

Aufgrund ihres Studiums habe es

den 20-Jährigen auch einfach an Zeit

gefehlt, ihr Projekt zu perfektionieren.

Doch nun ist der Zug endgültig

abgefahren, denn Buck und Hirsch

dürfen 2018 nicht mehr bei Jugend

forscht antreten, weil sich Studenten

lediglich anmelden können, solange

sie im ersten Semester sind. „Ich hätte

gerne noch mal mitgemacht“, muss

Hirsch, der im Rahmen seines dualen

Studiums bei Ziehl-Abegg in Künzelsau

arbeitet, zugeben. Und auch Buck, der

sich als dualen Partner die Ilshofener

Firma Bausch und Ströbel ausgesucht

hat, wirkt ein wenig wehmütig. Aber

Foto: ebm-papst Mulfingen GmbH & Co. KG

Marc Hirsch (links) und Stefan Buck werkeln an ihrem Projekt, das sich sogenannten Pseudofulguriten widmet.

die beiden, die sich seit ihrer Schulzeit

am Technischen Gymnasium kennen,

können den Teilnahme-Erfahrungen

von 2016 und 2017 nur Positives abgewinnen.

„Wir haben dadurch gelernt,

wie es ist, komplett eigenständig zu arbeiten“,

weiß Buck zu schätzen. Das sei

auch für den Job später einmal von immenser

Bedeutung.

Auch Schneider kann vom Nachwuchswettbewerb,

den es bereits seit

1965 gibt und der vom damaligen

Stern-Chefredakteur Henri Nannen initiiert

wurde, nur in den höchsten Tönen

sprechen: „Jugend forscht ist sehr

wichtig, um Talente zu fördern. Schüler

können etwas ganz Neues ausprobieren

und sich in einen bestimmten

Bereich vertiefen.“ Schon jetzt stehen

die zukünftigen Teilnehmer der

Gewerblichen Schule in den Startlöchern.

„Für den nächsten Wettbewerb

habe ich bereits zwei Schülergruppen

aus den Klassen 12 und 13 des Technischen

Gymnasiums“, teilt Schneider

stolz mit. Vielleicht klappt es ja 2018

mit dem Bundeswettbewerb. ole

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SERIE | Museen in der Region

Wer denkt, es gäbe nur Jeans im

Mustang-Museum zu sehen, der irrt.

Das Anwesen beherbergt viele andere

Ausstellungsstücke, die mit dem

Denim-Produkt zu tun haben.

Mustang-Museum

Das Mustang-Museum befindet sich in

der Austraße 10 in Künzelsau und hat

von Dienstag bis Freitag von 10 bis 18

Uhr geöffnet. Das Jeansmuseum ist

eines von zweien dieser Art in ganz

Deutschland.

Blaue Revolution

Schon mal in einem Museum für Jeans gewesen? Klingt merkwürdig,

aber das gibt es wirklich – in Künzelsau, dem Ort, wo eine wahre

Erfolgsgeschichte ihren Ursprung hat. Und weil man darauf stolz ist,

wurde der Denim-Hose und ihrer Historie ein Denkmal gesetzt.

Blicken Sie bitte mal kurz an sich

hinunter. Was haben Sie sich

heute Morgen über die Beine gestreift?

Richtig: Jeans. Denn die Denim-Hosen

sind das wohl am häufigsten

getragene Kleidungsstück

weltweit. Jeder von uns hat mehrere

Paar davon im Schrank,

mit manchen verbinden wir

vielleicht sogar bestimmte

Erinnerungen aus unserer

Jugend – den ersten Kuss

oder die erste Zigarette. Deshalb

Folge 2

verwundert es auch nicht, dass es eigens

für diese Beinkleider ein Museum

gibt. Es befindet sich in der Künzelsauer

Austraße, in einem geschichtsträchtigen

Anwesen, das praktisch

der Geburtsort der europäischen

Jeans ist, und ist eines von zweien

dieser Art in ganz Deutschland.

Luise Hermann, eine beeindruckende

Frau, gründet

in ihrem eigenen Haus 1932

das Textilunternehmen L. Hermann

Kleiderfabrik, weil das

Fotos: Olga Lechmann

Holzhandelsgeschäft ihres Mannes

Heinrich Hermann stagniert und sie

ihn finanziell unterstützen will. Dabei

erweist sich die fast 1,80 Meter große

Frau als geborene Unternehmerin. Mit

nur sechs Nähmaschinen, die in den

ersten Stock gestellt werden, wird fortan

Arbeitskleidung produziert. Nach

dem Zweiten Weltkrieg heiratet ein

junger Mann namens Albert Sefranek

Luise Hermanns Tochter Erika und tritt

in die Firma ein. Der Schwiegersohn

macht es sich zum Ziel, einen eigenen

Vertrieb für Berufsbekleidungsfachgeschäfte

aufzubauen. Bei der Suche nach

etwas, mit dem er sich von der Konkurrenz

abheben kann, landet Sefranek in

einer Frankfurter Bar und geht dort einen

Deal ein, der Geschichte schreiben

wird. Er tauscht mit einem GI-Soldaten

sechs Flaschen Hohenloher Schnaps

gegen sechs amerikanische Jeans. Diese

legen den Grundstein für die ersten

europäischen Denim-Hosen. 1958 wird

die Marke Mustang geboren. Eine Jeans

kostet damals 20 Mark. Was folgt, ist die

blaue Revolution.

Das und noch so einiges mehr erfährt

der Besucher des Jeansmuseums

der Firma Mustang in einem Film, der

im ersten Stock des ehemaligen Hauses

der Familie Hermann abgespielt wird.

In einem Zimmer rechts der Diele, dem

Originalschauplatz der Arbeitsbekleidungsproduktion,

gibt es nämlich einen

kleinen Kinosaal – mit Hockern in

Jeansoptik. Im Flur werden weitere bewegte

Bilder gezeigt: eine Fotodokumentation

über Luise Hermann und

die Firmenentwicklung sowie ein Film

über die Herstellung des Denim-Gewebes,

den Zuschnitt und die Näherei.

„Eine Jeans besteht je nach Modell

aus 60 bis 64 Teilen“, weiß Klaus

Megerle. Der 53-Jährige ist Leiter des

seit dem 2. Mai 2007 bestehenden Museums.

Dieses wurde zum 75. Firmenjubiläum

eröffnet, um etwas Bleibendes

zu schaffen, erklärt Megerle. „Man

hätte natürlich auch ein Riesenfest

feiern können wie seinerzeit anlässlich

des 75. Geburtstages von Albert

Sefranek.“ Um es richtig zu machen,

hat man sich recht viel Zeit genommen.

Allein die Konzeption der Ausstellung

hat zwei Jahre gedauert, verrät

Megerle. Doch es hat sich gelohnt. „Die

Gäste sind fasziniert und vermuten gar

nicht, welches Spektrum hinter dem

Museum steckt.“ Dank der multimedialen

Komponenten und der individuellen

Architektur jedes Raumes werde

ihnen garantiert nicht langweilig. Ein

Besuch sei schon deshalb interessant,

weil jeder eine Verbindung zu Jeans hat.

Auf 280 Quadratmetern lernt man

nicht nur etwas über die Unternehmensgeschichte

der international bekannten

Marke und die Herstellung der

Jeans. Es wird zum Beispiel auch das

sogenannte Finishing der Hosen dargestellt.

„Früher hat man pro Jeans fast 60

Liter Wasser verbraucht. Heute sind es

nur noch etwa 4,5 Liter“, erklärt Megerle.

Eine andere faszinierende Tatsache

ist, dass man für die Produktion von

Destroyed Jeans, also zerstörte Hosen,

sogar schon den Stoff mit Schrot beschossen

hat. Und es geht kurios weiter:

Früher kaufte man sich absichtlich

Hosen, die zwei Nummern größer waren,

setzte sich damit in die Badewanne

und ließ sie anschließend am Körper

trocknen. Das nannte man „Shrink

to fit“ oder zu Deutsch „Schrumpfen,

bis es passt“.

Insgesamt ist das Museum auf

dem Prinzip des haptischen und nicht

bloß des optischen Erlebnisses aufgebaut.

Ein Raum mit dem Namen Netzwerk

besteht lediglich aus Seilen und

Bildschirmen. „Hier äußern sich Urgesteine,

die die Jeans beeinflusst haben,

zur Marke Mustang oder dazu, was sie

damit verbindet“, erläutert Megerle.

Im Erdgeschoss geht es um die Familie

Hermann, aber auch um die allgemeine

Zeitgeschichte und die Historie der

Jeans – auch losgelöst von der Firma

Mustang. So reist man kurz in die Vergangenheit,

in die Zeit der 70er, die laut

Megerle die goldenen Jeansjahre waren,

bevor sich das Business ein Jahrzehnt

später in einer Krise befand.

„Wir sind stolz auf unser Museum“,

sagt Megerle. „Es ist eine einmalige

Erfolgsgeschichte einer Produktgattung,

die ihren Ursprung nicht

in Mailand oder Paris hat, sondern in

Künzelsau.“

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28 Mai 2017


für die Region Heilbronn-Franken.

Im Heilbronner Land rührt sich was

17. Jahrgang | 3,20 Euro | 52856

Wahlen in Frankreich I Weiterbildung & Personalmanagement I Ratgeber Zukunft I pro-magazin.de

WIRTSCHAFT | Zukunftstrends

Zukunftstrends | WIRTSCHAFT

Foto: Daimler

Streckenabschnitt – von der A6/Abfahrt

Neckarsulm über die B27, Karl-

Wüst-Straße, Alberti-/Hafenstraße

bis zum Zukunftspark Wohlgelegen –

für autonomes Fahren bereit. Wissenschaftler

der Fakultät Mechanik und

Elektronik der Hochschule Heilbronn

werden diesen für ihre Forschung nutzen.

Geplant ist, verschiedene Szenarien

zu testen: etwa das Abfahren von

der Autobahn, das Einfahren in die

Stadt selbst oder in ein Parkhaus. Kurzum:

Die Strecke soll möglichst viele Situationen

abbilden, die im Straßenverkehr

vorkommen können.

Was zunächst simpel klingt, ist

mit einem enormen Aufwand verbunden

– für alle Beteiligten. Denn die

Technik, die dahintersteckt, bevor ein

Auto quasi fahrerlos über die Straßen

rollen kann, ist hochkomplex. Beim

autonomen Fahren wird das Auto nicht

vom Fahrer, sondern von einem Computer

gesteuert. Sensoren, Kameras,

Ultraschall, Laser oder Radar – drei bis

vier dieser Vorrichtungen sind in einem

Fahrzeug verbaut – erfassen dafür die

Umgebung und verarbeiten die Daten.

Außerdem wird auf die Vernetzung der

Wagen und der Verkehrsinfrastruktur

gesetzt: Autos tauschen sich mit anderen

Autos, mit Ampeln und anderen Infrastruktursignalen

aus. Entsprechend

müssen auch diese ausgestattet sein.

„Es spielen unglaublich viele Faktoren

eine immens wichtige Rolle“, erklärt

Raoul Zöllner, Professor an der

Hochschule Heilbronn. Alle Verkehrsteilnehmer

– seien es Kraftfahrzeugund

Radfahrer, aber auch Fußgänger

und Tiere – müssen erfasst und deren

wahrscheinliches Verhalten ermittelt,

Baustellen als solche erkannt werden.

Gleiches gilt für Spuren: Fährt das

Fahrzeug auf einer ein- oder mehrspurigen

Straße? Kreuzen Bahngleise

den Weg? „Hinzu kommen noch andere

mögliche Verkehrseinflüsse. Das

Wetter etwa“, schildert der Heilbronner

Dozent. Bei Glätte oder Nässe müs-

se das Tempo auch beim autonomen

Fahren den Straßenverhältnissen angepasst

werden.

Ein anderes Szenario, das in Heilbronn

getestet werden soll: das Valet

Parking. Beim autonomen Parken in einem

Parkhaus verlässt der Fahrer das

Fahrzeug vor dem Parkhaus. Das Auto

sucht sich in Interaktion mit dem Parkhaussystem

einen Parkplatz und parkt

ein. Über das Handy kann das Fahrzeug

wieder gerufen werden. Dabei

kommt es selbstständig vor das Parkhaus

gefahren, wo der Fahrer dann einsteigt

und übernimmt. Die Stadt Heilbronn

lässt sich dieses Vorzeigeprojekt

einiges kosten: Insgesamt stellt die

Stadtverwaltung 430 000 Euro bereit,

wovon rund 180 000 Euro für die Installation

der Technik aufgewendet

und die restlichen 250 000 Euro in den

laufenden Betrieb investiert werden.

Gerd Eberhardt ist sich sicher: „Das ist

eine Investition in die Zukunft, die sich

lohnen wird.“

Beim autonomen Fahren steuert ein Computer den Wagen. Ein Fahrer muss dennoch da sein, um im Ernstfall einzugreifen.

Das neue

04 I 17

In Heilbronn rollt‘s von allein

Das Oberzentrum der Region setzt neue Maßstäbe: Noch in diesem

Jahr wird in Heilbronn eine Teststrecke für autonomes Fahren in Betrieb

gehen. Dafür arbeiten die Stadt und die Hochschule Heilbronn

eng zusammen.

Von Lydia-Kathrin Hilpert

Vielen von uns wird dabei etwas

unwohl: bei der Vorstellung,

beim Autofahren Gasgeben,

Bremsen oder Lenken einem kleinen

Computer zu überlassen. Es scheint

irgendwie merkwürdig, nicht greifbar.

Vielmehr klingt es noch nach Zukunftsmusik.

Doch Fakt ist, es nimmt

ganz konkrete Züge an, wird immer

mehr zur Realität. Autonomes Fahren

ist auf dem Vormarsch. Wie lange wird

es noch dauern, bis wir die Kontrolle

über unser Fahrzeug an das selbige abgeben?

Nicht mehr lange – da sind sich

Experten einig. Das selbstgesteuerte,

vernetzte Fahren wird schon in kurzer

Zeit auf deutschen Straßen Einzug

halten – und in noch kürzerer Zeit auf

den Straßen unserer Region. Denn: Unser

Oberzentrum, die Stadt Heilbronn,

wird – in Kooperation mit der Hochschule

Heilbronn – noch in diesem November

eine Teststrecke zum autonomen

Fahren in Betrieb nehmen. Damit

bleibt die Käthchenstadt ihrem in der

Vergangenheit eingeschlagenen Kurs

treu: innovativ sein, neue Wege gehen,

Vorreiter sein.

„Das passt sehr gut zu Heilbronn

und der Region“, ist Gerd Eberhardt,

der das Projekt von städtischer Seite

her mit betreut, überzeugt und ergänzt:

„Die Stadt, ja ganz Heilbronn-Franken

befinden sich im Aufbruch, erfinden

sich immer wieder neu. Wir verstehen

es als ein wichtiges Zeichen,

dass wir bei solchen Trends nicht nur

irgendwann mitgehen, sondern diese

von Grund auf mitgestalten.“ Das

Konzept sieht Folgendes vor: Die Stadt

stellt einen rund 7,5 Kilometer langen

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30 Mai 2017

31


WIRTSCHAFT | Zukunftstrends

Zukunftstrends | WIRTSCHAFT

Technik, die

mitdenkt

Stimmen Form, Schokoladenguss und Höhe? Das intelligente Bildverarbeitungssystem erkennt all diese Faktoren.

Foto: Schubert

systems. Augen für die Roboter also.

Wie das funktioniert, macht Nasraoui

am Beispiel von Keksen deutlich: Beim

Hersteller laufen diese gänzlich unsortiert

auf einem breiten Band in die Verpackungsmaschine.

Sie werden dank

des Bildverarbeitungssystems erkannt,

der richtigen Sorte zugeordnet, gegriffen

und anschließend verpackt. Oder

aussortiert, wenn etwa eine Ecke abgebrochen,


der Keks zu dunkel oder

Die Technik ermöglicht

es uns, einen Blick in

das Innenleben zu

werfen.

Dr. Michael Huppmann


dick oder beispielsweise die Schokoladenverzierung

nicht gleichmäßig aufgetragen

ist. Drei Schritte laufen dabei

im Hintergrund ab: Zunächst muss

erkannt werden, wo das Produkt auf

dem Band überhaupt liegt. Nur dann

kann der Roboter es überhaupt greifen.

In einem zweiten Schritt wird überprüft,

ob es sich beim zu verpackenden

Artikel um den richtigen handelt.

Im dritten Teil wird kontrolliert, ob das

Objekt den vorgegebenen Kriterien

entspricht, die verlangt werden. „Wir

bringen den Maschinen Merkmale bei,

die auf ein zu verpackendes Produkt

zutreffen“, erklärt der gebürtige Algerier,

der seit 1986 bei Schubert arbeitet.

Diese Merkmale würden mit verschiedenen

Parametern beschrieben. Dieses

Wissen führt dazu, dass der Roboter sozusagen

selbst „entscheiden“ kann, ob

ein Produkt verpackt oder aussortiert

wird. Damit ist gewährleistet, dass der

Konsument nur einwandfreie Produkte

in seiner Packung vorfindet.

Ortswechsel: Audi ist bekannt

für ein markantes Design. Dass man

bei Audi für sein Geld jedoch nicht nur

eine schöne, sondern auch eine sichere

Verpackung bekommt, dafür setzt das

Unternehmen auch ein Gerät ein, das

man beim Autohersteller nicht vermuten

würde: ein hochleistungsfähiger

Computertomograf (CT). Ein Gerät in

dieser Größenordnung und Leistungsfähigkeit

ist in der Industrie nahezu

einzigartig. Der Autobauer unterhält

dieses schon seit 2004, 2016 wurde es

technisch rundum erneuert. Doch warum

braucht man ein Röntgengerät fürs

Fahrzeugbauen? „Um Bauteile oder

Fügetechniken im Detail überprüfen

zu können und sogar Luftblasen zu erkennen“,

fasst Dr. Michael Huppmann,

CT-Koordinator am Standort Neckarsulm,

knapp zusammen. Denn: Der intelligente

Werkstoffverbund ist – gerade

im Karosseriebau – eine besondere

Herausforderung. Das richtige Material

an der richtigen Stelle in der richtigen

Menge eingesetzt, bedeutet auch mehr

Sicherheit für die Kunden.

Der Computertomograf sieht zunächst

eher unspektakulär aus. In einem

hinteren Winkel der aktuellen

A8-Produktion ist das Gerät in einem

speziell ausgestatteten Raum – verkleidet

mit Beton und Blei – untergebracht.

Doch was das Gerät leisten

kann, ist verblüffend. „Produkte von

der Größe eines Stecknadelkopfs bis

hin zu einer ganzen Karosserie können

hier gescannt werden“, schildert der

Werkstoffexperte. Diese werden in verschiedenen

Winkeln angebracht. Zwischen

360 und 1080 Projektionsbilder

werden erstellt, um später ein 3D-Modell

des Scans zu rekonstruieren. So

können Betrachter aus jedweder Perspektive

einen virtuellen Schnitt in das

Objekt erhaschen. „Die Technik ermöglicht

es uns, einen Blick in das Innenleben

zu werfen, ohne das Produkt

zu zerstören.“ Zerstörungsfreies Prüfen

nennt man dieses Verfahren. Doch das

ist nicht das Einzige, was die Anlage so

beeindruckend macht: Der Computertomograf

erreicht bei Messungen eine

Genauigkeit von bis zu drei Mikrometern

– das entspricht einer Größe 30-

mal kleiner als der Durchmesser eines

Haares. Damit ist die Anlage um ein

50-faches genauer, als wir sie im medizinischen

Bereich kennen.“


Lydia-Kathrin Hilpert

Intelligente Technik unterstützt unser Leben in vielen Bereichen –

auch in der Industrie kommt diese seit vielen Jahren zum Einsatz.

Wir haben uns diese Technik genauer angesehen und erklären

lassen, wie damit die Qualität dauerhaft gesichert wird.

Was haben die Gerhard Schubert

GmbH, ein Verpackungsmaschinenbauer

aus Crailsheim,

der sich hauptsächlich auf das

Verpacken von Kosmetik, Lebensmitteln

und Pharmaerzeugnissen spezialisiert

hat, und die Audi AG in Neckarsulm,

die sich der Produktion von

Mittelklasse- und Luxusfahrzeugen verschrieben

hat – hier laufen die Baureihen

A4, A5, A6, A7 und A8 vom Band –,

gemeinsam?

Ganz genau: Beide verwenden

hochmoderne, komplexe Technik, um

ihre Produkte nicht nur gut, sondern

sehr gut zu machen. Beide Unternehmen

wollen dadurch ihren eigenen

Qualitätsstandards dauerhaft gerecht

werden. Und obwohl es keine neue Erkenntnis

ist, dass in unseren Firmen

moderne Technik schon lange Einzug

gehalten hat, so verblüfft es dennoch,

wenn man sich vor Augen führt, was

heute alles möglich ist.

In der Verpackungsstraße herrscht

recht emsiges Treiben. Pick-and-Place-

Roboter sind im Einsatz. Blitzschnell

bewegen sich die künstlichen Arme hin

und her, fassen ein Produkt und setzen

es in Bruchteilen von Sekunden an den

dafür vorgesehenen Platz. Dann wiederholt

sich das Szenarium, der Ablauf

beginnt von vorne. „Je nach Produkt

und Größe der Verpackungsanlagen

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pro Minute verarbeitet werden“, schildert

Dr. Abdelmalek Nasraoui, der beim

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die Bildverarbeitung verantwortlich ist.

Damit dies gelingt, bedarf es intelligenter

Technik – und wie in diesem Fall eines

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WIRTSCHAFT | Zukunftstrends

Zukunftstrends | WIRTSCHAFT

Ohne Moos nix los?

Kurz die EC-Karte zücken, um zu

bezahlen? In Heilbronn-Franken ist

das nicht überall möglich.

Foto: Shutterstock/mrkob

nisvoll, wenn Häussler oder seine Mitarbeiter

verneinen müssen. Also, auch

keine Wurst für die nächsten Tage.

Neue Stadt, neues Glück. 25 Kilometer

weiter, in Schwäbisch Hall, sind

die Straßen um einiges gefüllter an diesem

Vormittag. Die Buchhandlung Osiander

nahe der Henkersbrücke platzt

fast aus allen Nähten, so viele scheinen

an diesem Tag Bücher kaufen zu wollen.

Wo sind die Kinderbücher? Zweiter

Stock. Ein Geschenk für die vierjährige

Cousine des Mannes muss her. Gefunden!

Auf zur Kasse. 14,99 Euro. Ja, Kartenzahlung

sei möglich, sagt die Verkäuferin.

Allerdings ist das Lesegerät

kaputt. Nein, die Kleine wird am Boden

zerstört sein! Keine Panik, es gibt

mehr als eine Kasse, also auch mehr als

ein Lesegerät. Premieren-Auftritt EC-

Karte. Reinstecken, PIN eingeben, fertig.

Ein Erfolgserlebnis.

Die Sonne kommt hinter den

Wolken hervor, es wird langsam wärmer.

Der ideale Zeitpunkt für ein Eis

zwischendurch. Die Eisdiele Gelateria

Brento am Haalplatz sieht vielversprechend

aus. Zwar käme wahrscheinlich

niemand auf die Idee, ein Eis mit Karte

bezahlen wollen. Aber wenn eine fünfköpfige

Familie sich je einen Eisbecher

à sechs Euro bestellt, sieht das auf einmal

anders


aus. Dennoch ist die Antwort,

ob Kartenzahlung hier möglich

Wenn die Kunden kein

Bargeld dabeihaben,

gehen sie zur Bank.

Hans Häussler


ist, bereits vorauszuahnen. „Das war

bei uns schon immer so und es wird

sich auch in Zukunft nichts daran ändern“,

informiert die Angestellte Erika

Cibulova. Dann eben kein Eis.

Mal sehen, wie es im Oberzentrum

aussieht. Nach Poloshirt- und

Sockenshopping für den Gatten in der

Stadtgalerie Heilbronn, wo sich die

EC-Karte – nicht gerade eine Überraschung

– freuen konnte, wieder mal

gezückt zu werden, knurrt allmählich

der Magen. Der „Barfüßer“ soll ein gutes

Restaurant sein. Nichts wie hin.

Draußen hängt eine Speisekarte, kurz

auswählen und grob überschlagen:

Ein Putenschnitzel, Zwiebelrostbraten

und Getränke ergeben zusammen

41,40 Euro. An der Tür ist ein Hinweis:

EC-Kartenzahlung möglich ab zehn

Euro. Perfekt!

Nach dem anstrengenden Trip,

ohne Bares ausgegeben zu haben, ist

ein Kinobesuch genau das Richtige

zum Entspannen. Aber kommt man

dort überhaupt ohne reales Geld in

eine Vorstellung? Eine Mitarbeiterin

des Cineplex in Neckarsulm, die nicht

namentlich genannt werden möchte,

klärt auf: „Hier kann man ab zehn Euro

mit Karte bezahlen und viele Besucher

wissen das auch.“ Auch für Popcorn,

Cola und Co. gilt derselbe Mindestbetrag.

Na dann: Film ab.

Unser Bargeld ist auf dem absteigenden Ast, die Kartenzahlung wird

zunehmend beliebter. Immer mehr Ökonomen schlagen deshalb

vor, Scheine und Münzen nach und nach abzuschaffen. Doch ist

das überhaupt praktikabel? Wie weit kommt man in Einzelhandel,

Gastronomie und Co. allein mit Plastikgeld? Wir haben den Selbstversuch

gewagt.

Von Olga Lechmann

Wer war noch nicht in der folgenden

Situation? Man wartet

in einem Café auf die Bedienung,

weil man bezahlen möchte,

oder steht an der Supermarktkasse

– und merkt, dass man gar kein Bargeld

im Portemonnaie hat. Ein Problem

oder nicht? Kaum zu glauben, aber

die Antwort lautet ja. Denn es gibt in

der Region Heilbronn-Franken immer

noch Geschäfte und Gastronomen,

bei denen es nicht möglich ist,

mit der EC-Karte zu bezahlen. Doch

warum eigentlich? Ein Streifzug durch

die Dienstleistungslandschaft Künzelsaus,

Schwäbisch Halls und Heilbronns

ohne Scheine und Münzen in

der Brieftasche liefert interessante Erkenntnisse.

Ein ganz normaler Samstagmorgen

– na ja, mehr oder weniger, denn

es ist Osterwochenende, also dementsprechend

viel los in den Innenstädten.

Da die Läden die nächsten beiden

Tage geschlossen haben, stehen einige

Besorgungen auf dem Programm.

Der Einkaufsmarathon beginnt beim

Bäcker. Ein Kartoffelbrot. Mehr steht

nicht auf der Liste. 3,30 Euro. „Kann

man bei Ihnen eigentlich auch mit Karte

bezahlen?“ Die ernüchternde Erwiderung:

„Nein, die Bearbeitungsgebühren

sind zu hoch. Außerdem haben

wir kein Lesegerät und die Beträge, die

die Kunden bezahlen, sind auch meistens

zu niedrig, als dass sie mit der EC-

Karte beglichen werden müssten“,

erklärt Ursula Schmuck, die bei der Bäckerei

Kühner in Künzelsau arbeitet.

Ergibt irgendwie Sinn. Dann eben kein

Kartoffelbrot. Weiter geht es zum Metzger.

Vielleicht kann ja dort die EC-Karte

zum Einsatz kommen. Wurstaufschnitt

soll es sein: Paprikalyoner und Fleischkäse.

3,50 Euro. „Karte?“ Wieder kein

Glück: „Uns gibt es schon so lange“,

beginnt Hans Häussler, Inhaber der

Künzelsauer Metzgerei Häussler. „Meine

Frau will das nicht. Außerdem: Wenn

die Kunden kein Bargeld dabeihaben,

gehen sie zur Bank, die hier gleich in

der Nähe ist.“ Es käme schon hin und

wieder vor, dass nachgefragt werde, ob

auch Kartenzahlung akzeptiert wird.

Aber die Kunden reagierten verständ-

34 Mai 2017

35


WIRTSCHAFT | Spedition & Logistik

Spedition & Logistik | WIRTSCHAFT

Foto: Christian Gleichauf

es noch Bücher in Papierform geben?

Wird die Sharing-Economy die Nachfrage

nach Automobilen reduzieren?

Was bringt der Durchbruch im Bereich

des 3D-Drucks? Werden wir uns unsere

Zahnbürste am Heimdrucker in Eigenregie

produzieren? Würden alle

3D-Druck-Fantasien Realität, so wären

in der Tat viele Transporte und Lageraktivitäten

in absehbarer Zeit obsolet.

Bleibt die Frage, ob der Mensch

alles technisch Mögliche auch umsetzen

wird.

Wie wird die Arbeitswelt in der

Logistik in zehn bis 15 Jahren aussehen?

Werden Roboter die Tätigkeiten

im Lager, Algorithmen den Job des

Transporte organisierenden Spediteurs

ersetzen und Lkw, Loks, Flugzeuge

und Schiffe ohne Fahrer, Lokführer,

Pilot und Kapitän unterwegs sein? Wir

werden uns diesem Szenario in ganz

kleinen Schritten nähern. Bis dahin

werden viele kleine technische Helferlein

unterstützend tätig sein und monotone

Aufgaben für den Menschen

übernehmen.

So viel in Kürze zur Zukunftsmusik,

doch steht die Logistikbranche

auch gegenwärtig vor einigen Herausforderungen.

Das Europa der offenen

Grenzen wird nicht nur vom Brexit,

sondern auch von protektionistischen

Maßnahmen quasi durch die Hintertür

bedroht. So führten nacheinander

Deutschland, Frankreich, Österreich

und Italien jeweils eigene Mindestlohnbestimmungen

mit entsprechend

hohem bürokratischen Aufwand für

die international agierenden Unternehmen

ein. Wir sehen dies als hilflose

Antwort auf die Tatsache, dass der

internationale Transportmarkt immer

mehr von aus Osteuropa agierenden

Firmen übernommen wird. Die aktuelle

Mautstatistik spricht klare Worte:

Über 40 Prozent der auf deutschen Autobahnen

zurückgelegten Kilometer

wurden mit ausländischem Kennzeichen

absolviert. Karlhubert Dischinger

Zur Person

Karlhubert Dischinger

ist Präsident des Verbandes

Spedition und Logistik in Baden-Württemberg.

Nach Beendigung

der Schulzeit und Abschluss einer

Speditionskaufmannslehre hat Dischinger

in allen operativen Bereichen

(Lkw, Lager, Disposition) gearbeitet.

Seit 1975 ist er Geschäftsführer und

Gesellschafter einer Speditions- und

Logistikfirma. In dieser Zeit hat er das

seit vier Generationen bestehende

Familienunternehmen vom reinen

Transportbetrieb zu einem bekannten

mittelständischen Logistik-Dienstleistungsunternehmen

entwickelt.

Ist die Logistikbranche in Gefahr? So weit wollen Experten noch nicht gehen, doch feststeht, dass sie – etwa aufgrund

protektionistischer Maßnahmen – vor Herausforderungen steht.

Eine Branche in Gefahr?

Knapp drei Millionen Beschäftigte, rund 260 Milliarden Umsatz in

2016 – die Logistikbranche rangiert in Deutschland auf Platz drei im

Branchenranking. Die Erfolgsgeschichte hält an, darin sind sich alle

Experten einig. Einigkeit besteht aber auch darin, dass die Branche

in den nächsten Jahren vor großen Herausforderungen stehen wird.

Auf der einen Seite herrscht Optimismus

ob der steigenden

Nachfrage, getrieben durch die

gute konjunkturelle Situation und das

Bestellverhalten der Konsumenten. So

stieg die Zahl der bundesweit transportierten

Pakete in 2016 auf 3,1 Milliarden

an, das heißt, jedem Bundesbürger

– vom Neugeborenen bis zum Senior –

wurde im Schnitt alle zehn Tage ein

Paket zugestellt. Die nächsten Onlinegeschäfte

sind bereits voll im

Gange. Haben wir in Deutschland

2016 online Lebensmittel im

Wert von 1,6 Milliarden Euro eingekauft,

so soll es in drei Jahren sechsmal

so viel sein. Dieses Wachstum

hat Auswirkungen auf die Verkehrsinfrastruktur

und die Fachkräfte. Von

beidem gibt es hierzulande zu wenig.

Die Folge sind Staus, überfüllte Parkplätze

und Lkw, die aufgrund des Fahrermangels

auf dem Hof stehen bleiben.

Bringt der bereits eingeläutete

Megatrend – die Digitalisierung der

realen Welt – einen großen Rückgang

der Logistikaktivitäten? Hierüber lässt

sich streiten. Einerseits gehen wir davon

aus, dass die Dematerialisierung

voranschreiten wird. Waren vor vielen

Jahren Kassetten in jedem Kinderzimmer

zu finden, sind es später

CDs und DVDs. Heute übernehmen

Streaming-Dienste die Hoheit. Damit

entfallen Produktion und infolge

auch die komplette Logistik rund um

die Ton- und Bildträger. Wie lange wird

Freie Lagerkapazitäten in unserer

neuen Halle am Standort 08209

Auerbach/Vogtland zu vermieten.

36 Mai 2017

37


WIRTSCHAFT | Spedition & Logistik

Spedition & Logistik | WIRTSCHAFT

Der Arbeitgeber ist verpflichtet,

Arbeits- und Gesundheitsschutz

zu gewährleisten. Aus diversen

Gesetzen ergeben sich noch mehr Verordnungen.

„Das fängt damit an, dass

ein Mitarbeiter vor Aufnahme der Tätigkeit

und anschließend alle zwölf

Monate über die im Betrieb bestehenden

Gefahren zu unterweisen ist“, erklärt

Michael Kofler, Fachabteilungsleiter

Arbeits- und Gesundheitsschutz bei

Dekra Automobil in Heilbronn.

NATIONALE SCHULUNGEN

Erste Hilfe, Verhalten im Brandfall oder

Stolpergefahren gelten für jede Branche.

Im Logistik- und Speditionssektor

kommen spezielle Gefährdungen wie

zum Beispiel Hochregallager oder der

Umgang mit Gabelstaplern hinzu. Dekra

übernimmt für die Unternehmen

Vorschriften in

ständigem Wandel

Wenn man den Verkehrsnachrichten lauscht und wieder einmal von einem

Lkw-Unfall hört, mag man es vielleicht nicht glauben, aber die Zahl der Unfälle und

Todesfälle in diesem Bereich hat sich im Verhältnis zum Transportvolumen enorm

verringert. Das gilt auch für Arbeitsunfälle etwa mit Gabelstaplern. Grund dafür sind

viele gesetzliche Verschärfungen im Bereich Sicherheit.

Wer einen Gabelstapler

fahren will oder muss,

sollte vorher eine

Schulung absolvieren, um

Unfälle zu vermeiden.

die Unterweisungen. „Die Gefährdungen

können sich ändern, zum Beispiel

durch neue Anlagen oder neue Gefahrstoffe,

deswegen ist es wichtig, die Mitarbeiter

regelmäßig zu sensibilisieren“,

betont Kofler. Man könne nicht immer

von gesundem Menschenverstand ausgehen,

fügt er augenzwinkernd hinzu.

Unterweisungen sind das eine, Schulungen

das andere. „In der Logistikbranche

hat sich mit der EU-Richtlinie

von 2006 zur Einrichtung nationaler

Schulungen ein immenser Wandel vollzogen“,

stellt Harry Schreyvogel, Leiter

Vertrieb Firmenkunden Württemberg

bei Dekra Akademie in Stuttgart, fest.

Foto: Stefanie Pfäffle

Foto: Stahl CraneSystems GmbH

Seit dem Jahr 2009 müssen Berufskraftfahrer

im fünfjährigen Rhythmus eine

35-stündige Weiterbildungsmaßnahme

absolvieren. „Das war ein Quantensprung

für die Sicherheitslage auf Europas

Straßen.“

Dekra und andere Unternehmen

bieten die Schulungen in fünf Modulen

an, die auf die fünf Jahre verteilt werden

können. Diese beinhalten ökologisches

und wirtschaftliches Fahren, arbeitsrechtliche

Vorschriften, Fahrsicherheit,

persönliche Faktoren wie Ernährung,

richtiges Sitzen und erste Hilfe sowie

Ladungssicherung. Einen Haken an

der Sache gibt es allerdings schon: Für

die Schulungen ist ausschließlich der

Fahrer verantwortlich – und das kann

ganz schön ins Geld gehen. „Jeder neue

Klasse-C- oder -CE-Fahrer hat mehr als

den doppelten Zeit- und Geldaufwand

als früher, was sicher einer der Gründe

für den eklatanten Fahrermangel ist“,

gibt Schreyvogel zu bedenken.

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In allen Lagen zum Einsatz bereit

Mit Erfahrung von über 140 Jahren bietet STAHL CraneSystems umfangreichstes Portfolio

Die hohe Fertigungstiefe gewährleistet

die konstante Qualität der Hebezeuge.

MEHR AUSBILDUNG

Die Vorschriften befinden sich in einem

ständigen Wandel. Die Berufsgenossenschaft

überprüft diese etwa

mithilfe von Ausschüssen, was einen

stetigen Anpassungsprozess zur Folge

hat. „Früher hat der Meister einfach erklärt,

wie der Gabelstapler funktioniert,

heute gibt es eine 20-stündige Ausbildung“,

nennt Christoph Jaißle, Seminarkoordinator

bei Dekra Akademie

in Heilbronn, nur ein Beispiel von vielen.

Unfallvermeidung auf der einen,

richtige Reaktion im Falle eines Unfalls

auf der anderen Seite – das sind

in diesem Zusammenhang wichtige

Punkte. Diese Ausbildung sei aber eigentlich

für diejenigen, die schon seit

langer Zeit Flurförderzeuge bedienen,

bisher aber keinen Führerschein hatten,

meint Jaißle. „Wer noch nie gefahren

ist, der sollte mehr Ausbildung bekommen.“

Stefanie Pfäffle

STAHL CraneSystems ist ein weltweit

agierender Hersteller von hochmoderner

Hebetechnik und Krankomponenten.

Das Traditionsunternehmen

aus Künzelsau ist einer der Weltmarktführer

für explosionsgeschützte Krantechnik

und verfügt international über

eines der umfangreichsten Produktportfolios.

Neben Serienprodukten

nehmen Sonderlösungen von STAHL

CraneSystems einen immer bedeutenderen

Bereich ein. Durch die individualisierten

und spezifisch angepassten

Lösungen kann die Technik von STAHL

CraneSystems etwa unter widrigen

Wetterbedingungen, in explosionsgefährdeten

Umgebungen, zum Transport

von Gefahrgütern oder in extrem niedrigen

Produktionshallen zum Einsatz

kommen. Jedes Teil muss dem strengen

Qualitätsmanagement genügen

und wird deshalb im Künzelsauer Werk

gefertigt. Die Palette von STAHL CraneSystems

deckt Hebezeuge mit Traglasten

zwischen 125 Kilogramm und

250 Tonnen ab. Zu den Kunden der Firma

zählen Kranbauer, Planungsunter-

nehmen sowie Maschinenbauer weltweit.

Durch ein Netzwerk von neun

Tochtergesellschaften und über 140

zertifizierten Partnern bietet STAHL

CraneSystems optimalen Service.

Info

Dekra

Dekra wurde 1925 gegründet und

ist in Deutschland die größte sowie

weltweit eine der führenden Prüfgesellschaften.

Der Konzern befasst sich

schwerpunktmäßig mit der Prüfung

von Kraftfahrzeugen und technischen

Anlagen, bietet aber auch weitere

Dienstleistungen an. Seinen Sitz hat

Dekra seit 1946 in Stuttgart.

KONTAKT

STAHL CraneSystems GmbH

Daimlerstr. 6

74653 Künzelsau

Tel. 07940 / 128-0

info.scs@stahlcranes.com

www.stahlcranes.com

ADVERTORIAL

38 Mai 2017

39


WIRTSCHAFT | Spedition & Logistik

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ADVERTORIAL

Das Herz der Firma

Der Flugzeugsitzebauer Recaro baut ein Logistikzentrum im Haller

Westen. Wir haben einen exklusiven Blick hinter die Baukulissen

geworfen und uns das Konzept aus erster Hand erklären lassen.

Ein Meilenstein in der Geschichte des Flugzeugsitzebauers Recaro: der Bau des

Logistikzentrums (links im Bild).

Beim Flugzeugsitzebauer Recaro

Aircraft Seating entsteht derzeit

etwas Großes, etwas sehr Großes,

um genau zu sein: Das Traditionsunternehmen

baut im Schwäbisch Haller

Westen ein Logistikzentrum, das

schon jetzt – mitten in der Bauphase

– beeindruckt. Über 6000 Quadratmeter

Nutzfläche entstehen hier – Platz

für über 39 000 Behälter im automatischen

Kleinteilelager, über 2600 Paletten

im automatischen Hochregallager,

für rund 560 Paletten im Langgutsowie

1400 Sitze im Fertigsitzlager.

„Es war gar nicht so einfach, die

benötigte Kapazität zu ermitteln. Wir

haben einige Runden gedreht, um die

richtige Dimension zu errechnen“,

verrät Joachim Ley, Mitglied der Geschäftsleitung

von Recaro Aircraft

40

Seating, lachend. Weil nahezu jeder Sitz

anders ist, und in einem Flugzeug bis

zu 30 verschiedene Sitze verbaut werden,

ist der Bedarf an unterschiedlichen

Materialien und Werkstoffen entsprechend

groß – dementsprechend

müssen auch die Lagermöglichkeiten

dafür sein. Was Ende 2016 mit dem

Spatenstich begann, nimmt inzwischen

immer konkretere Züge an. Das

muss es auch, denn bereits Ende des

Jahres soll das bis zu 18 Meter hohe Gebäude

fertiggestellt sein. „Bisher läuft

es reibungslos“, sagt Ley zufrieden.

Knapp drei Wochen habe man aufgrund

des eisigen Winters und des dadurch

gefrorenen Bodens zwar an Zeit

verloren, diese habe man inzwischen

aber wieder aufgeholt. „Wir hatten im

Vorfeld sehr akribisch geplant und uns

Foto: Ufuk Arslan

mit Behörden, Baubeteiligten, Nachbarn

und Co. abgestimmt. Das macht

sich jetzt bezahlt“, ist der Familienvater

überzeugt.

Aktuell wird das Dach geschlossen

und die Außenfassade verkleidet –

traditionell im typischen Recaro-Look:

„Natürlich stehen Funktionalität und

Zweckmäßigkeit im Vordergrund, dennoch

haben wir auch hohe Ansprüche

an die Optik des Gebäudes“, schildert

Martin Löffelad, Leitung des Facility

Managements. Ley ergänzt: „Der Neubau

könnte überall auf der Welt entstehen,

man würde immer erkennen können,

dass es ein Recaro-Gebäude ist.“

Ab Juni soll mit der Regalierung

begonnen werden. „Dann geht es in die

heiße Phase“, sagt Ley. Etwa ein halbes

Jahr habe man dafür eingeplant, inklusive

zwei Monaten Testphase. „Das Logistikzentrum

wird das neue Herz der

Firma. Entsprechend muss alles tadellos

funktionieren und ineinandergreifen.“

Bestandsgebäude und Neubau

sollen zusammenwachsen, um möglichst

effizient arbeiten zu können.

„Hier soll alles zentral zusammenlaufen“,

beschreibt Löffelad. Bisher sei das

Lager dezentral ausgelegt. Das soll sich

jetzt ändern. Der Neubau ist ein Bekenntnis

zur Region und zum Standort

Schwäbisch Hall – nicht nur aufgrund

des Investitionsvolumens von 13,5 Millionen

Euro, sondern auch aufgrund

des Nachhaltigkeitsgedankens, mit

dem das Gebäude geplant wurde. „Wir

haben durch die geografischen Begebenheiten

nicht viele Möglichkeiten.

Der Raum ist begrenzt“, fasst Ley die

Herausforderungen der Planung zusammen.

Dennoch habe man viel Wert

darauf gelegt, das Gebäude so zu gestalten,

dass es zukunftsfähig ist. Man

habe so geplant, dass Erweiterungen

möglich seien und das Zentrum auch

in den nächsten Jahren den modernsten

Logistikanforderungen entspräche.

Ein Gedanke, der in der Region

auf Gefallen stoßen sollte – schließlich

zählt Recaro mit rund 2000 Mitarbeitern

weltweit, davon die Hälfte in

Deutschland, zu den großen Arbeitgebern

der Region: jetzt und in Zukunft.


Lydia-Kathrin Hilpert

Mai 2017

Foto: Neugebauer

Außen Holz, innen Maschinen

Haßmersheimer Unternehmen verpackt Produkte umweltfreundlich und individuell

Die Firma Neugebauer hat für fast jedes

Produkt die passende Verpackung.

Im Haßmersheimer Ortsteil Hochhausen

ist seit vielen Jahrzehnten die Firma

Neugebauer – Spezialist für Verpackungen

für den weltweiten Transport

– ansässig. „Wir sind der kompetente

Partner, wenn es ums Verpacken, Konservieren

und Kommissionieren geht“,

sagt Inhaber Michael Neugebauer.

Die Kunden des zehn Mann starken

Unternehmens kommen größtenteils

aus dem Maschinenbau. Ob kleine

Modelleisenbahn oder tonnenschwere

Großanlage – Neugebauer verpackt

jedes Produkt individuell und liefert

es sicher bis nach Indien, China, in den

arabischen Raum und an andere Ziele

weltweit. Dabei können die Verpackungen,

die die Firma selbst und maßgeschneidert

fertigt, bereits mit den Endempfängerdaten

beschriftet werden.

Die Anlieferung der Holzverpackungen

erfolgt ausschließlich mit eigenen Lastkraftwagen.

Die Maschinen im Innern werden

mit Folie sicher eingeschweißt, die Verpackung

selbst besteht nur aus Holz.

Neugebauer verwendet lediglich Holz

WIR PACKEN’S

aus nachhaltiger deutscher Forstwirtschaft

als Verpackungsmaterial. Tropische

Hölzer kommen nicht zum Einsatz.

So hält das Unternehmen die weltweiten

Einfuhrbestimmungen ein.

Neugebauer ist außerdem als

Reglementierter Beauftragter im Rahmen

der Einhaltung der sicheren Lieferkette

im Luftverkehr vom Luftfahrtbundesamt

zertifiziert.

Info

Hauptstraße 1 · 74855 Haßmersheim-Hochhausen

Fon: 06261 93030 · Fax: 06261 930333

E-Mail: Neugebauer-Verpackungen@t-online.de

KONTAKT

Neugebauer Exportverpackungen

Hauptstraße 1

74855 Haßmersheim

Tel. 06261 / 93030

neugebauer-verpackungen@t-online.de

Verpackungslogistik MIT HOLZ

Für einen sicheren Transport IN ALLE WELT

von Maschinenanlagen und -komponenten

in Kisten oder Container.

✗ Kisten aus Sperrholz für Seetransport

✗ Verschläge für Luftfracht

✗ Sonderpaletten für LKW-Transport

Krankapazität bis 32 t,

Staplerkapazität bis 16 t

Wir verfügen über jahrzehntelange Erfahrung im Bereich

individueller Verpackungsprozesse.

Lagerung, Kommissionierung, seemäßige Verpackung


NEUES AUS DER REGION NEUES AUS DER REGION

Keine reine Zukunftsmusik mehr

Es wird gebaut

Klettern im Wald

Auch bei Lkw ist autonomes

Fahren ein Thema.

Foto: ME Mobil Elektronik GmbH

Beinahe jeder Fahrzeughersteller

beschäftigt sich mit

dem autonomen Fahren. Die

Mobil Elektronik GmbH stellt

zwar keine kompletten Fahrzeuge

her, spielt aber eine

wichtige Rolle bei Nutzfahrzeugen

wie Lkw mit mehr

als drei Achsen oder langen

Lkw-Aufliegern für Spezialtransporte.

Auch hier gewinnt

das autonome Fahren

an Bedeutung, selbst wenn es

sich nur um eine Parkhilfe auf

der Baustelle oder an der Verladerampe

handelt. Wenn ein

Lenksystem von Mobil Elektronik

verbaut wird, befindet

sich an der Vorderachse ein

Sensor. Damit wird der Winkel

der Vorderachse erfasst und

an den Lenkrechner des Systems

übermittelt. Im Bereich

Agrarfahrzeuge wurde autonomes

Fahren bereits realisiert,

indem die Lenkung von Mobil

Elektronik direkt mit der Autopilot-Software

des Traktors

kommuniziert. Der Fahrer sitzt

aber weiterhin in der Kabine.

@ www.mobil-elektronik.com

Mit dem Spatenstich sind die

Bauarbeiten für die Erschließung

des neuen Wohnbaugebietes

in Kocherstetten offiziell

freigegeben. Am Südhang im

Künzelsauer Ortsteil entstehen

17 Bauplätze. Aber auch

in anderen Baugebieten von

Künzelsau werden Bauplätze

von 120 bis etwa 250 Euro

pro Quadratmeter für Einund

Mehrfamilienhäuser angeboten.

Zukünftige Bauherren

können sich auch während

der Bauwoche im Rathaus vom

15. bis 20. Mai, nach vorheriger

Terminabstimmung unter Telefon

07940 129-412 oder per

E-Mail bauen@kuenzelsau.de,

informieren.

@ www.kuenzelsau.de/bauen

Wie Tarzan von Baum zu Baum

schwingen, wie Indiana Jones

über eine Wackelbrücke laufen

oder Distanzen bis zu 140 Meter

in atemberaubender Fahrt

an Seilrutschen überqueren

– all dies kann man im Waldkletterpark

Hohenlohe auf

Schloss Langenburg. Dieser

geht 2017 in seine zehnte Saison.

Als Dankeschön werden

unter www.facebook.com/

Waldkletterpark Aktionsangebote

und Termine für außergewöhnliche

Events wie Vollmondklettern

veröffentlicht.

Der Kletterpark ist unter der

Telefonnummer 07905 94190-

33 zu erreichen.

@ www. waldkletterparkhohenlohe.de

Foto: HNV

Gerhard Gross, Geschäftsführer des Heilbronner Hohenloher Haller Nahverkehr, kurz HNV, hat Anlass zur Freude. Denn die

Dachmarke von 18 kooperierenden Bus- und Schienenunternehmen hat sich in den vergangenen 20 Jahren gut entwickelt.

Neu eröffnet

Für Transparenz

Zündende Idee

Grund zum Feiern

Viele Aktionen für Stamm- und Neukunden zum 20. Geburtstag geplant

Mitte Februar hat das Küchenstudio

Dorfer im Steinsfeldle

2 in Öhringen nach sechs

Wochen Umbauzeit zur Neueröffnung

eingeladen. Die aktuelle

Ausstellung beinhaltet

die neuesten Produkte, Trends

und Highlights. Noch besser

gemacht hat das Küchenstudio

auch seinen einzigartigen

360-Grad-Service, der den Weg

zum neuen Wohndesign so

einfach wie möglich gestaltet.

Das Dorfer-Team koordiniert

die komplette Modernisierung

der Küchenräume und beauftragt

alle erforderlichen Handwerksarbeiten.

Geschäftsführer

Bernd Dorfer verspricht:

„Und das alles zum garantierten

Festpreis und mit absoluter

Terminsicherheit.“

@ www.kuechen-dorfer.de

Die Fritz-Gruppe aus Heilbronn

ist eines der größten, inhabergeführten

Logistik- und

Speditionsunternehmen der

Region Heilbronn-Franken.

Als eine der ersten mittelständischen

Firmen in Deutschland

arbeitet die Fritz-Gruppe

derzeit an der Erstellung eines

standardisierten Nachhaltigkeitsberichts.

Auf Nachfrage,

warum dieser erstellt wird,

meint der Firmeninhaber:

„Wir möchten auch in diesem

Bereich messbar, vergleichbar

und transparent sein. Daher

lassen wir uns nach vorgegebenen

Standards zertifizieren

und kontrollieren.“ Und so

bleibt Fritz auch weiterhin seinem

Motto treu: „Mit uns bewegt

sich was.“

@ www.fritz-gruppe.de

Mit einer zum Patent angemeldeten

Weltneuheit präsentiert

die Ansmann AG eine Lösung

für Akkupacksysteme,

welche um eine bidirektionale

Bluetooth-Schnittstelle erweitert

werden. Li-Ion-Akkus sind

sehr sensibel und werden deshalb

häufig mit einem intelligenten

Batteriemanagement

ausgestattet, um die Betriebssicherheit

und Lebensdauer

dieser Akkus zu maximieren.

Dadurch werden die Akkus Teil

von Geräten, die zahlreiche Informationen

über Betriebszustände,

Sensoren und Einstellungen

zur Verfügung stellen.

All diese Daten können mit der

von Ansmann entwickelten

Lösung schnurlos und live verfügbar

gemacht werden.

@ www.ansmann.de

Beckhäuser Personal & Lösungen

wurde im Januar 2002

durch Michael Beckhäuser

und Tanja Blum in Würzburg

gegründet. Infolge langjähriger

Erfahrungen in der Personalarbeit

und -führung etablierte

sich Beckhäuser rasch als

eine der Top-Adressen für die

Personalsuche und -vorauswahl

bei der Vermittlung von

Fach- und Führungskräften in

Festanstellung in Mainfranken

und Heilbronn-Franken. Im

August 2017 feiert Beckhäuser

Personal & Lösungen das 15.

Firmenjubiläum. Als Spezialisten

in der Personalsuche unterstützt

das Team gerne und

ebnet den spezifischen, individuellen

Weg zum Wunschmitarbeiter.

@ www.beckhaeuser.com

Der Heilbronner Hohenloher

Haller Nahverkehr (HNV) ist

die Dachorganisation und die

Dachmarke von 18 kooperierenden

Bus- und Schienenverkehrsunternehmen.

Die

Stadt Heilbronn und die Landkreise

sind Aufgabenträger für

den Busverkehr und finanzieren

diesen. Aufgabenträger für

den Schienenverkehr ist das

Land Baden-Württemberg.

Der HNV hat sich in den vergangenen

20 Jahren gut entwickelt.

Die Fahrgastzahlen sind

kontinuierlich von knapp 24

Millionen auf über 49 Millionen

Personen gestiegen. Aufgrund

der verkehrlichen und

tariflichen Weiterentwicklung

hielten sich die Auswirkungen

des demografischen Wandels

im Zeitraum 2012 bis 2014

bisher in Grenzen und haben

nur kleine Dellen hinterlassen:

Die Stadtbahn Nord hat

– trotz derzeitiger Mängel in

der Bedienungsqualität – mit

dem ergänzenden Buskonzept

eine deutliche Ausweitung des

Leistungsangebots im dortigen

Bereich bewirkt. Mit dem

besseren Angebot konnten

zusätzliche Fahrgäste gewonnen

werden.

KRÄFTIG SPAREN

Der HNV verfolgt die Strategie,

preiswerte Jahresabonnements

für das Gesamtnetz anzubieten.

Mit dem Wegfall der

Altersgrenze beim Sahne-Ticket

entstand ein attraktives

Schwachlastticket für alle.

Dieses persönliche Jahresabonnement

für das Gesamtnetz

des HNV ist werktags ab

8 Uhr sowie am Samstag und

Sonntag ohne Sperrzeit gültig.

Der monatliche Preis beträgt

momentan 47,40 Euro.

Für derzeit 88 Euro gibt es das

Franken-Ticket. Dieses Gesamtnetz-Abo

ist das perfekte

Pendlerticket ohne jegliche

zeitliche Einschränkung.

Mit dem Sunshine-Ticket sind

Schüler und Auszubildende

für nur 47,35 Euro im Monat

im gesamten HNV-Netz preisgünstig

unterwegs. Auch Studierende

können dieses Ticket

lösen oder alternativ dazu unter

bestimmten Voraussetzungen

ein Semester-Ticket erhalten.

Das Job-Ticket richtet

sich an Firmen, die eine umweltfreundliche

Mobilität ihrer

Mitarbeiter aktiv unterstützen.

Aufgrund der HNV-„Mengenrabatte“

sowie eines Fahrtkostenzuschusses

des Arbeitgebers

ist der Eigenanteil für

Arbeitnehmer attraktiv. Neben

den Firmen Audi in Neckarsulm

und Bürkert in Ingelfingen

bietet nun auch die Stadt

Heilbronn ihren Mitarbeitern

das Job-Ticket an.

Zum 20. Geburtstag

will sich der HNV mit zahlreichen

Aktionen bei seinen

treuen Fahrgästen bedanken

und möglichst viele Neukunden

gewinnen: So kann man

am 1. Mai ein Tagesticket kaufen

und drei Tage damit fahren

oder im Rahmen der Nachhaltigkeitstage

Baden-Württemberg

vom 19. bis zum 25. Mai

für 20 Euro im Gesamtnetz unterwegs

sein.

@ www.h3nv.de

42 Mai 2017

43


SPEZIAL MENSCHEN | Endlich FÜR MENSCHEN Sommer

Von Inflation bis Zinseszins

SPEZIAL

Frank Mätzke ist in der

Finanzbranche tätig. Gerne

gibt er sein Wissen an

Schüler weiter.

Deflation, Devisenkurs oder

Null-Prozent-Finanzierung:

Gehört hat man diese Begriffe

schon einmal, aber was genau dahinter

steckt, ist vielen oft unbekannt.

Dabei sind der Umgang mit Geld und

die Grundzüge der Finanzwelt wichtig

für die eigene Existenz. Dies sollte von

Grund auf gelernt werden.

Dieser Ansicht ist auch Frank

Mätzke: „Es ist wichtig, dass junge

Leute in diesem Thema mündig gemacht

werden.“ Dies betreffe die

Bereiche vom simplen Mobilfunkvertrag

über die Verträge bei Banken

bis hin zur Altersvorsorge.

Deshalb engagiert sich Mätzke als

sogenannter Geldlehrer. Das

sind ehrenamtliche Experten

aus der Finanzbranche,

die an Schulen Kinder

und Jugendliche in Sachen

Finanzen unterrichten.

Der richtige Umgang mit Geld

ist etwas, das im klassischen Lehrplan

von Schulen nicht vorhanden ist. Zudem

wisse er aus eigener Erfahrung,

dass Eltern nicht immer die akzeptierten

Ratgeber seien. „Ich habe selbst

Kinder und weiß, wie wichtig es ist, ihnen

den Umgang mit Geld beizubringen“,

begründet er die Motivation für

sein Ehrenamt.

Im Jahr 2011 hat Mätzke

einen Lehrgang absolviert,

um sich neben seiner Arbeit

– aber unabhängig davon

– als Geldlehrer engagieren

zu können. Er weiß

um die Angst vor fehlender

Unabhängigkeit

der Ehrenamtlichen

und kann beruhigen:

Im Unterricht ist immer

eine Lehrkraft

der Schule anwesend

und achtet auf Neutralität.

Ein Projekt hat der

freiwillige Lehrer bislang

durchgeführt: den Geldunterricht

für eine Klasse

der Werkrealschule

Schenkensee in Schwäbisch Hall. Über

ein Schuljahr hinweg hat er jeden Freitagvormittag

die Schüler in der Finanzwelt

fit gemacht. Der Unterricht findet

dabei anhand eines strukturierten

Lehrplans des Vereins der Geldlehrer

statt und beinhaltet auch die nötigen

Unterrichtsmaterialien, beispielsweise

einen Finanztaschenrechner. Den Abschluss

der Unterrichtseinheiten bildet

eine Prüfung, bei der die Schüler ein

Zertifikat erwerben können.

Dem Familienvater bereitet die

Arbeit mit den Kindern viel Spaß. Es sei

spannend zu hören, was die Kinder in

diesem Bereich interessiert. Viele würden

sich auch selbst im Unterricht einbringen.

Für die Zukunft will Mätzke

weitere Projekte in Schulen verwirklichen,

auch wenn das mit einem hohen

Zeitaufwand verbunden ist. Aber

er ist überzeugt, die Zeit sei sinnvoll

investiert. Alexander Liedtke

Eine Aktion der Bürgerinitiative

pro Region Heilbronn-Franken e. V.

www.pro-region.de

Foto: privat

Ja, zur Region

Heilbronn-Franken

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pro Region Heilbronn-Franken

e. V.“.

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Heilbronn-Franken und setzen Sie sich für

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als Plattform für den Meinungsaustausch von

Bürgern und Gremien.

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Beitrittserklärung

Hiermit erkläre ich ab sofort meinen Beitritt zur „Bürgerinitiative pro Region Heilbronn-Franken e. V.“.

Als Dankeschön lese ich das PROMagazin sechs Monate lang kostenlos. Der Mitgliedsbeitrag ist steuerlich

absetzbar.

Formular bitte ausfüllen, ausschneiden und an folgende Adresse senden oder faxen:

Bürgerinitiative pro Region Heilbronn-Franken e. V. | c/o Adolf Würth GmbH & Co. KG

Postfach 74650 Künzelsau | Fax 07940 15-4669 | info@pro-region.de | www.pro-region.de

Ich/Wir ermächtige/n den Verein „Bürgerinitiative pro Region Heilbronn-Franken e. V.“ den Jahresbeitrag

in Höhe von

10 Euro (Nicht Erwerbstätige) 30 Euro (Erwerbstätige) ______ Euro (juristische Pers., mind. 100 Euro)

von meinem/unseren Konto abzubuchen. Die Abbuchungsermächtigung ist widerruflich.

Ihr Jochen K. Kübler,

Oberbürgermeister a. D.,

Vorsitzender

Firma/Name, Vorname

PLZ, Ort

E-Mail (für Vereinspost)

Konto-Nr.

Straße

Geburtsdatum

Bankinstitut

Bankleitzahl

Foto: Fotolia/drubig-photo

Spaß mit der Familie: Fünf Tagestouren durch die Region | www.pro-magazin.de

44

Ort/Datum

Unterschrift

Mai 2017


SPEZIAL | Endlich Sommer

Endlich Sommer | SPEZIAL

Die Natur aktiv erleben:

Landkreis Heilbronn

Das sogenannte „Unterland“ ist vor allem bei Fahrradfahrern und

Weinkennern beliebt. Die Radwege im Schozachtal, an der Jagst oder

der Kocher-Jagst-Radweg laden zu Touren mit Fahrrad, Mountainbike,

den Inlinern oder schlicht zu Fuß ein.

MORGENS

Im westlichen Teil des Landkreises

Heilbronn liegt Bad Rappenau. Die

Große Kreisstadt ist vor allem für ihren

Kurbetrieb und die Verbindung

zum Salz bekannt. Schön anzusehen

sind hier vor allem das Salinengebäude

und der -garten, aber auch das Wasserschloss.

Doch was hat es mit diesen

Gebäuden auf sich und wie haben sich

der Kurbetrieb und die Salzarbeit entwickelt?

All diese Fragen lassen sich

mit einem interessanten Ausflug ins

Heimatmuseum in Bad Rappenau beantworten.

Die Dauerausstellung widmet

sich der Bäder- und Salinenzeit.

Fragen rund um die Entstehungshistorie

werden

hier beantwortet. Auch

früh- und vorgeschichtliche Informationen

zum ehemaligen Reichsritterdorf

gibt es hier. Komplettiert wird

das Angebot durch mehrmals im

Jahr wechselnde Ausstellungen –

bis Ende Juni werden beispielsweise

Poster von Film- und Musikstars der

80er Jahre zu sehen sein. Einen Blick

wert ist hier auch der Ausstellungsraum,

in dem regionale Künstler die

Möglichkeit erhalten, ihre Werke zu

präsentieren.

MITTAGS

Um faszinierende Tiere wie Bussarde,

Greifvögel, Eulen oder Geier kümmern

sich die Mitarbeiter der Burgfalknerei

Hohenbeilstein. Die Greifvogelwarte,

Zucht- und Rehabilitierungsstation beherbergt

rund 100 Vögel aus verschiedenen

Kontinenten. Wer einmal in die

Greifvogelwelt eintauchen möchte,

kann bei einer Führung durch die Falknerei

die Tierarten betrachten und kennenlernen.

Absolutes Highlight sind die

Flugvorführungen. Hier zischen Falken

über den Zuschauer hinweg oder Geier

mit einer Flügelspannweite von bis

zu drei Metern erheben sich in die Lüfte

und drehen weit über der Burg ihre

Runden. Atemberaubend sind auch

die Jagd- und Kombinationsflüge der

Greifvögel. Beherbergt ist die Falknerei

auf dem Gelände der Burg Hohenbeilstein

aus dem 12. Jahrhundert. Im

Rahmen des Besuches der Vogelwarte

können die Gäste auch den fünfeckigen

Turm „Langhans“ besteigen, von

dessen Plattform aus man eine herrliche

Aussicht ins Bottwartal hat.

ABENDS

Einen schönen Ausklang des Tages und

zugleich gute Unterhaltung bieten die

Burgfestspiele Stettenfels in Untergruppenbach.

Jährlich werden hier im

Sommer zwei Stücke gespielt. Veranstaltungsort

ist die Burg Stettenfels. Die

im 11. Jahrhundert erbaute Höhenburg

beheimatet heute neben den Festspielen

eine Gastronomie mit Biergarten.

Zudem bietet das Anwesen Räumlichkeiten

für Tagungen oder Veranstaltungen.

Beliebt ist Stettenfels auch als Ort

für Hochzeiten oder Feierlichkeiten.

Im Burggraben können die Zuschauer

vor schöner Kulisse am Abend bei

Sonnenuntergang Platz nehmen. Dieses

Jahr erobert „Das kleine Gespenst“

die Herzen der kleinen Zuschauer und

sorgt für viel Spektakel. Für die älteren

Zuschauer wird das Werk „Die Päpstin“

aufgeführt, bei dem Johanna sich

als Geistlicher ausgibt und so den Weg

nach Rom schafft. Alexander Liedtke

Online

Weiterführende Informationen

finden Sie im Internet unter:

www.heilbronnerland.de

www.badrappenau.de

www.falknerei-beilstein.de

www.burg-stettenfels.de

FACHWERKIDYLL TRIFFT NATUR

Erwandern

und erfahren!











Historische Altstadt mit

zahlreichen Sehenswürdigkeiten

Kulturgeschichte pur mit Museen,

Lehrpfaden und Führungen

Gepflegte Gastlichkeit

mit regionaler Küche

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Feste & Veranstaltungen

Idyllische Lage im Kraichgau

Im Naturpark Stromberg-Heuchelberg

Gut beschilderte Rad- und Wanderwege

Zentral gelegene E-Bike Ladestation

Wohnmobilstellplätze in Altstadtnähe

Stadtbahnanschluß S 4

Infos und Führungen

Tel.: 07262 920 1116

Vögel hautnah erleben – dies

kann man in der Burgfalknerei

Hohenbeilstein.

Foto: Mario Berger

W W W. E P P I N G E N . D E

46 Mai 2017

47


SPEZIAL | Endlich Sommer

Endlich Sommer | SPEZIAL

Foto: Theater Heilbronn

MITTAGS

Die perfekte Möglichkeit für einen Ausflug

in die Natur bietet der Wertwiesenpark.

Entlang des Neckars verbindet

der Park die Kernstadt mit dem

Stadtteil Sontheim. Ob Spaziergänge

im Grünen, ein Picknick mit Freunden

oder der Familie, Skaten in der

Halfpipe oder ein Wasserspielplatz für

die Kleinen – das ehemalige Gartenschaugelände

garantiert Spaß für jedermann.

In der Staudenwoge werden

Jahr für Jahr tausende Blumen angepflanzt.

Der Duft- und der Rosengarten

komplettieren das floristische Angebot

der Grünanlage. Bequem zu Fuß

oder mit dem Rad erreicht man schnell

die Innenstadt. Diese bereitet sich aktuell

auf die Bundesgartenschau 2019

vor. Wer einmal hinter die Kulissen der

Bauarbeiten blicken möchte, kann an

einer Baustellenführung teilnehmen.

Los geht die Besichtigung an der Buga-Infobox

im Lauerweg. Von dort aus

erfährt man bei der Führung alles über

den Fortschritt der Baumaßnahmen

für die Gartenausstellung sowie die

Stadtausstellung im Neckarbogen.

ABENDS

Wer lieber bei der Hitze Zeit drinnen

verbringen und dabei Schauspiel, Tanz

Musik und jede Menge Spektakel erleben

möchte, der ist im Theater Heilbronn

richtig. Das Theater bietet drei

Spielstätten. Im Großen Saal finden

klassische Aufführungen statt. Das Komödienhaus

widmet sich getreu seinem

Namen den Lachmuskeln der Zuschauer.

Speziell für junge Leute gibt

es die sogenannte „Boxx“ mit einem

auf diese Altersgruppe zugeschnittenen

Programm. Für einen Blick hinter

die Kulissen der Spielstätten eignet

sich die Theaterführung. Gezeigt werden

hier unter anderem Werkstätten

wie die Schreinerei, der Malersaal oder

die Maskenabteilung.


Alexander Liedtke

Online

Weiterführende Informationen

finden Sie im Internet unter:

www.heilbronn.de

www.museen-heilbronn.de/museum

www.theater-heilbronn.de

Tamara Theisen (links) und Judith Lilly Raab in den Rollen der Melek und Evelyn Crawley aus dem Stück Pera Palas. Im März

feierte das Werk im Heilbronner Theater Premiere.

Farbpoesie zwischen

Fantasie und Wirklichkeit

Die Käthchenstadt:

Heilbronn

Als Oberzentrum der Region Heilbronn-Franken gibt es in

der Stadt Heilbronn rund um Geschichte, Wein und Neckar viel zu

entdecken. Aber auch die Kultur kommt in der größten Stadt der

Region nicht zu kurz.

MORGENS

Mitten in Heilbronn, nahe der Kilianskirche,

liegt der historische Deutschhof.

Dieser Gebäudekomplex beherbergt

neben dem Stadtarchiv und

der Volkshochschule das Museum im

Deutschhof. Es vereint Exponate der

Naturgeschichte, archäologische und

kulturgeschichtliche Sammlungen sowie

ausgewählte Kunstwerke. Die Akzente

der Ausstellungen liegen auf der

Erdgeschichte mit Trias und Salz sowie

auf der Kulturgeschichte unter anderem

mit Bruckmann-Silberwaren

und Kunstwerken aus der Sammlung

Becker-Franck. Ausgewählte Ausstellungsstücke

machen den Übergang ins

bürgerliche Zeitalter und die Moderne

anschaulich. Mit Sonderausstellungen

– bis September beispielsweise zum

Thema Alamannen und Franken des 3.

bis 7. Jahrhunderts – bietet Heilbronn

ein Museumserlebnis für Jung und Alt

gleichermaßen.

Cantastorie

der Puppenspielerfamilien

Maldera und Parisi

in der Sammlung Würth

Museum Würth, Künzelsau

24. 10. 2016– 21.5. 2017

Täglich 11–18 Uhr

Eintritt frei

48

Mai 2017

www.kunst.wuerth.com

Eine Ausstellung in Kooperation

mit dem Kunsthaus Zürich

Zur Ausstellung erscheint ein umfangreicher

Katalog im Swiridoff Verlag.

Alle Aktivitäten des Museum Würth sind

Projekte der Adolf Würth GmbH & Co. KG.

[]


SPEZIAL | Endlich Sommer

Endlich Sommer | SPEZIAL

MITTAGS

Wieso sich nicht einmal einen Nachmittag

lang mit der deutschen Geschichte

beschäftigen und sich zugleich

im Freien aufhalten? Da ist der

Hans-und-Sophie-Scholl-Pfad in und

durch Forchtenberg ein guter Tipp. Die

beiden Geschwister Scholl, von denen

das Mädchen Sophie in Forchtenberg

geboren ist, haben mit ihrem Bündnis

„Weiße Rose“ Widerstand gegen den

Nationalsozialismus geleistet und dafür

ihr Leben gelassen. Zum Gedenken

und zur Würdigung ihrer Taten hat

die Stadt im Ort einen Gedenkpfad errichtet.

Dieser besteht aus zwölf Stationen

und ihn zurückzulegen, dauert zu

Fuß rund eine Stunde. Der Weg führt

vorbei an Lebens- und Wirkungsstätten

der Widerstandskämpfer, zum Beispiel

am Rathaus, an der Kirchenstiege,

dem Pfarrhaus oder der alten Schule.

Dort erinnert jeweils eine weiße Rose

an Hans und Sophie Scholl.

ABENDS

Theater und Kultur werden auch im

Hohenlohekreis großgeschrieben. Das

Ganze etwas anders erleben kann man

beim Verein „Theater im Fluss“ in Künzelsau

mit der Besonderheit, dass die

Aufführungen im Künzelsauer Kocherfreibad

und sogar auf dem Wasser stattfinden.

Doch damit nicht genug: Die

Zuschauer erwartet ein Stationentheater,

was bedeutet, dass sie und die

Schauspieler während des Stückes die

Spielorte wechseln. Die Mitglieder des

Vereins haben sich darauf spezialisiert,

Stücke und Autoren zu präsentieren,

die man nicht unbedingt auf anderen

Bühnen findet, und damit den Gästen

ein abwechslungsreiches und unterhaltsames

Programm zu bieten. In diesem

Jahr spielt das „Theater im Fluss“

das Melodram „Angst essen Seele auf“

von Rainer Werner Fassbinder. Grundlage

des Stücks ist der gleichnamige

Film aus den 70ern. Alexander Liedtke

Online

Weiterführende Informationen

finden Sie im Internet unter:

www.hohenlohe.de

www.neuenstein.de

www.forchtenberg.de

www.theater-im-fluss.com

Die Laienschauspieler von „Theater im Fluss“ bei der Aufführung des Stücks „Geschichten aus dem Wiener Wald“ von

Ödön von Horváth. Dieses Jahr steht „Angst essen Seele auf“ von Rainer Werner Fassbinder auf dem Programm.

Tradition und Moderne:

Hohenlohekreis

Ob alte Gemäuer mit historischen Schätzen, ein Spaziergang auf

einem geschichtsträchtigen Pfad oder ein Theaterbesuch der

etwas anderen Art – der kleinste der vier Landkreise der Region

Heilbronn-Franken kann mit der Konkurrenz definitiv mithalten.

MORGENS

Das Schloss Neuenstein, das im 12.

Jahrhundert als Wasserburg und als

Wohnsitz der Adelsfamilie von Neuenstein

erbaut wurde, glänzt heute als

prächtige Renaissance-Residenz mitten

in der 6500-Einwohner-Stadt. Um

das Jahr 1300 ging das Schloss in den

Besitz der Grafen von Hohenlohe über.

Aktuell wohnt der Kraft Fürst zu Hohenlohe-Oehringen

in den Gemäuern.

Daneben beherbergt die Wasserburg

ein Museum mit Waffen, Bildern, Möbeln

und anderen Kunstschätzen vergangener

Epochen. Im Rittersaal, der

41 Meter lang und mehr als zehn Meter

breit ist, werden Konzerte im Rahmen

des Hohenloher Kultursommers aufgeführt.

Eine Führung durch das Schloss

ermöglicht Einblicke in die verschiedenen

Säle, die sich wie die Großküche

– ein absolutes Highlight der Besichtigung

– weitestgehend im Originalzustand

aus dem Mittelalter befinden.

Foto: Kurt Gesper

Hohenloher

Kultursommer 2017

open air

1. Juli, Musikfest mit Feuerwerk

auf Schloss We

ikersheim „Bonjour

La France“ / 9. Juli, Schloss Pfe

delbach,

Pa

rnassus Akademie Abendmusik mit Klarinette und Fagott

/ 4. August, Kelterhof Niedernhall, Ti

ne Th

ing He

lseth Goldene

Nordlichter / 12. Au

gust, Wa

sserschloss Erkenbrechtshausen, Th

omas

Roth

& Band Keyfiddle Journey / 13. Au

gust, Ko

nzerttag auf Schloss

Schillingsfü

rst „Rund um die Oper“

Ko

ste

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ra

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ern!


Tickets/Information

Telefon 07940/18-348

www.hohenloher-kultursommer.de

Immer wieder Sonntags ...

4-Gang-Themenmenü

Genießen Sie jeden Sonntag ein kulinarisches 4-Gang Menü.

Das Küchenteam des Wald & Schlosshotel Friedrichsruhe

kreiert für Sie ein wöchentlich wechselndes Menü

(mittags und abends) zu den Themen:

Mai: Spargel & Erdbeeren

Juni: Pfifferlinge

Juli: Spanferkel

4 Gang Menü im Themenmonat

inkl. ein Glas Crémant zum Aperitif,

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EUR 79,00 pro Person

Kärcherstraße 11 74639 Zweiflingen-Friedrichsruhe

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50 Mai 2017

51


SPEZIAL | Endlich Sommer

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STADT CREGLINGEN

STADT CREGLINGEN

Süddeutscher Käsemarkt

Sa. – So., 6. – 7. Mai, 10 – 18 Uhr

Vor dem großartigen Hintergrund der

historischen Gebäude hat der Käsemarkt

eine ganz eigene, unverwechselbare

Atmosphäre.

Oldtimer-Traktorentag

So., 14. Mai, 10 – 17 Uhr

Das Technik-Team des Museums lädt

ein.

Pflanzenmarkt

Sa. – So., 20. – 21. Mai, 9 – 18 Uhr

Frühlingshafte Pflanzenpracht

im einzigartigen Ambiente

des Hohenloher

Freilandmsueums.

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Im Schloss Weikersheim kann man außergewöhnliche Führungen erleben.

Spitze des Landes:

Main-Tauber-Kreis

Flächenmäßig gehört der Landkreis zwischen Main und Tauber zu

den größten im Südwesten. Auch in Sachen Kultur und Erlebnisse

braucht sich der Main-Tauber-Kreis nicht zu verstecken. Vom Schloss

bis zum Open-Air-Kino werden keine Wünsche offen gelassen.

MORGENS

Eine außergewöhnliche Burgführung

ist im Schloss Weikersheim möglich.

Die jungen Besucher können als Prinz

und Prinzessin erfahren, wie es ist, als

Adliger in einem Schloss zu leben oder

spannenden Märchen in dafür bester

Kulisse lauschen. Für die älteren Besucher

ist auch einiges geboten: So begleiten

Schlossführer in historischen

Kostümen und Gewändern beim Rundgang

in die Zeiten von Hof und Adel.

Das Schloss selbst entstand um 1600,

umgebaut wurde es im 18. Jahrhundert

und erhielt so auch seine barocken Einflüsse.

Sehenswert neben dem Ritteroder

Festsaal ist die barocke Gartenanlage

mit großem Brunnen und rund

100 Skulpturen. Naturbegeisterte kommen

neben dem Schlossgarten auch

im Obstgarten, welcher mit seinen historischen

Obstbäumen punkten kann,

voll auf ihre Kosten. Ebenso lohnt sich

ein Abstecher in den romantischen Rosen-

sowie den Alchemie- und Hexengarten.

Darüber hinaus beherbergt das

Schloss mehrere Ausstellungen, darunter

eine zum Thema Naturwissenschaften

und Alchemie.

MITTAGS

Tiere dürfen auch im Main-Tauber-

Kreis nicht fehlen. Der Rauch-Zoo in

Freudenberg ist daher ein beliebtes

Ausflugsziel. Oberhalb des Firmengeländes

hat das Unternehmen Rauch

Möbelwerke einen frei zugängli-

Foto: Stadt Weikersheim

Online

Weiterführende Informationen finden

Sie im Internet unter:

www.liebliches-taubertal.de

www.schloss-weikersheim.de

www.freudenberg-main.de

www.wertheim.de

chen Tierpark errichtet. Seit 1993 besteht

die Anlage. Was damals als kleiner

Ponyhof angefangen hat, ist heute

ein Zoo mit Zebras, Alpakas, Pampashasen,

Dammhirschen, Sträußen und

Emus. Bei einem Rundgang kann man

in aller Ruhe die verschiedenen Tierarten

beobachten. Dank der Informationstafeln

erfährt man auch über jedes

Tier etwas. Der Eintritt ist frei.

ABENDS

Ein Tipp für einen schönen Sommerabend

ist der sogenannte „Sommer

auf der Burg“ in Wertheim. Zum dritten

Mal findet die Veranstaltungsreihe

dieses Jahr von April bis Oktober statt.

Ob Weinprobe, Tanzauftritte, Open-

Air-Kino oder Buchlesungen – auf der

Burg Wertheim ist wirklich für jeden etwas

dabei. Anfang Juli beschallen Hits

wie „Waterloo“, „Dancing Queen“ oder

„Mamma Mia“ die Burgmauern, wenn

die Gruppe Waterloo in der „Abba

Night“ die schwedische Kult-Band verkörpert.

Bei der Burgtanznacht präsentieren

Tänzer der Fernsehsendung

„Got to dance“ unterschiedliche Bewegungsstile.

Das 13-tägige Open-

Air-Kino im August zeigt Blockbuster,

Arthaus- oder spezielle Kinder- und Familienfilme.

Alexander Liedtke

Gerhard Huber,

Rohrnetzmeister

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52

Mai 2017


SPEZIAL | Endlich Sommer

Endlich Sommer | SPEZIAL

Nie öde: Kreis

Schwäbisch Hall

Schwäbisch Hall, Crailsheim und Co. laden stets zu spannenden

Ausflügen ein: Wie wäre es etwa mit einem Besuch im ältesten Marionettentheater

Baden-Württembergs oder den Burgschauspielen

Leofels, wo ausschließlich Laienschauspieler auftreten?

MORGENS

Im Herzen der Stadt Kirchberg liegt

das ehemalige fürstlich-hohenlohische

Schloss Kirchberg. Damals

noch als mittelalterliche Burg erhielt

das Anwesen durch den Umbau

im Jahre 1590 Einflüsse aus der

Renaissance. Bis Ende des 19. Jahrhunderts

war das Schloss bewohnt, danach

wurde es unter anderem als Museum

oder Schulgebäude genutzt. Seit 1967

finden hier kulturelle Veranstaltungen

statt. Vor zwei Jahren ging das größte

Schloss Nordwürttembergs quasi an

die Bauern über. Nach Jahren des Leer-

stands wurde es von der Evangelischen

Heimstiftung Baden-Württemberg an

die Stiftung „Haus der Bauern“ verkauft.

Diese gehört der Unternehmensgruppe

Bäuerliche Erzeugergemeinschaft

Schwäbisch Hall an. Zudem werden

die Räumlichkeiten als eine Akademie

für Land- und Ernährungswirtschaft

mit ökologischer Lehre und Forschung

sowie Berufsbildung und Ausbildung

genutzt. Sehenswert bei einem

Besuch der Gebäudeanlage sind vor allem

der restaurierte Rittersaal und die

Schlosskapelle. Eine Besichtigung ist

jedoch nur nach Voranmeldung möglich,

der Schlossgarten ist frei zugänglich.

MITTAGS

Schwäbisch Hall lässt die Puppen

tanzen: Im Jahre 1925 gründete der

Schauspieler Fritz Gerhards sein Marionettentheater

in Wuppertal-Elberfeld.

18 Jahre später zog „Gerhards

Marionettentheater“ in die

Siederstadt um. Es ist das älteste

und gleichzeitig auch das größte

seiner Art in Baden-Württemberg.

Seit 1982 finden die Aufführungen im

„Schafstall“, dem ehemaligen Kurtheater

von Schwäbisch Hall, statt.

Vor allem Kinderaugen werden hier

bei den einzelnen Vorstellungen zum

Funkeln gebracht. Aber auch Jugendliche

und Erwachsene sind begeistert

von den Inszenierungen.

In diesem Jahr stehen Klassiker wie

„Der Räuber Hotzenplotz“ von Otfried

Preußler, „Der gestiefelte Kater“

von den Gebrüdern Grimm oder

„Der kleine dicke Ritter“ von Robert

Bolt auf dem Programm des

Puppentheaters. Ebenso sind die

Erwachsenenveranstaltungen ein

Foto: Fatima Bakhouche

Das fürstlich-hohenlohische Schloss in Kirchberg dient unter anderem als Ort für

kulturelle Veranstaltungen.

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SCHLOSS

LANGENBURG

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01. - 03. SEPTEMBER 2017

Pflanz

Dich

glücklich!

Foto: Schloss Langenburg

Das Ausflugsziel in Hohenlohe

Schloss Langenburg hisst im Deutschen Automuseum den Union Jack

Der Rolls-Royce Phantom III. ist im

Deutschen Automuseum ausgestellt.

Very british“ heißt es 2017 im Deutschen

Automuseum auf Schloss

Langenburg. Das Fürstenhaus ist eng

mit dem englischen Königshaus verwandt,

selbst Queen Elizabeth war hier

schon zu Gast. Im Deutschen Automuseum

sind die Staatskarosse, mit der

sie 1965 Langenburg beehrte, und die

damalige Fernsehaufzeichnung über

den Besuch zu sehen. In der Sonderausstellung

„Very british“ wird zudem

an vergessene Marken wie Alvis oder

Riley erinnert und englische Automobilkunst

wie der Jaguar E-Type oder der

Rolls-Royce Phantom III. gezeigt. Eine

zweite Sonderausstellung widmet sich

der „Stromlinienform“. Deren Entwicklung

kann vom Versuchsfahrzeug, dem

letzten existierenden Kamm-Wagen

(K3), bis zum aktuellen Supersportwagen

verfolgt werden. In der ständigen

Ausstellung sind Ikonen wie der Mercedes

Benz 300 SL oder der Porsche 356

sowie Schätze aus der Wirtschaftswunderzeit

und der Zeit der Mobilisierung

in Hohenlohe zu entdecken. Ein spannender

Familienausflug erwartet Sie,

bei dem Sie über den Raritäten aus

Chrom und Blech ins Schwärmen geraten,

Geschichten über längst vergangene

Tage im Schlossmuseum erfahren

Kaffeespezialitäten im rosenumrankten

Schlosscafé mit seinem idyllischen

Blick über das Jagsttal genießen oder

im Waldkletterpark Hohenlohe Action

pur in der freien Natur erleben. Visit us!

Info

KONTAKT

Schloss Langenburg

Schloss 1

74595 Langenburg

Tel. 07905 9419034

www.schloss-langenburg.de

54 Mai 2017

55


SPEZIAL | Endlich Sommer

NEUES AUS DER REGION

Juni Juli August 2017

Brenz 1548

Maria, ihm schmeckt‘s nicht!

Don Camillo und Peppone

Blue Moon - Unter dem

blauen Mond

Die Wahlverwandtschaften

Pinocchio

Lachen verboten!

Judas

Große Treppe

Haller Theaterzelt

Urbanskirche

fester Bestandteil. Wer will, kann

nach dem Theaterbesuch auch einen

Blick hinter die Kulissen werfen.

Mehr als 700 verschiedene Figuren

gehören zum Repertoire des Marionettenvereins.

Die Puppen werden

in präziser Handarbeit in der eigenen

Werkstatt hergestellt und dort auch

sicher aufbewahrt. Für größere Gruppen

oder Vereinsausflüge bietet das

Theater auch exklusive Sondervorstellungen

an.

ABENDS

Schauspiel auf einer Burg – das

findet man auch im Landkreis

Schwäbisch Hall. Seit über 30 Jahre

gibt es die Burgschauspiele Leofels,

die auf der gleichnamigen Spielstätte

bei Ilshofen stattfinden. Das

Besondere an den Freilichtspielen ist,

dass die Besetzung der Schauspieler

ausschließlich aus Laien besteht.

Diese werden von professionellen

Regisseuren angeleitet. So entsteht

hier ein anspruchsvolles Theater mit

viel Abwechslung für die Zuschauer.

Nach notwendigen Sanierungsarbeiten

an der Burg aus dem

18. Jahrhundert finden die Inszenierungen

seit dem vergangenen Jahr

wieder in der Ruine statt. Das Programm

ist dabei für alle Altersklassen

ausgelegt. In diesem Sommer

zeigen die Darsteller das berühmte

Grimm‘sche Märchen vom „Rumpelstilzchen“

für die Kleinen und

ihre Familien sowie das Historiendrama

„Die Päpstin“, das 2009 verfilmt

wurde, für die Älteren. ali

Online

Weiterführende Informationen finden

Sie im Internet unter:

www.hohenlohe-schwaebischhall.de

www. schloss-kirchberg-jagst.com

www.gerhards-marionettentheater.de

www.burgschauspiele.de

Mediterranes Flair auf Großer Treppe

Nordlicht in Gold

Der Hohenloher Kultursommer

bringt die Region gewissermaßen

„in Einklang“, indem

er all die historischen

Räumlichkeiten mit Konzerten

bereichert. Neben den kühlen

Kirchenräumen versprühen

vor allem die Schlosshöfe und

Parkanlagen besonderes Flair

für Konzerterlebnisse unter

freiem Himmel. Mit Serenaden

oder Klassik-Open-Air

wird Abwechslung geboten.

Dieses Jahr tauchen unter anderem

die Skandinavierinnen

um die Trompeterin Tine Ting

Helseth den Niedernhaller Kelterhof

akustisch in goldenes

Nordlicht. Aushängeschild ist

außerdem das Musikfest auf

Schloss Weikersheim.

@ www.hohenloherkultursommer.de

Gleich drei Neuproduktionen

werden im Sommer 2017 – unter

der neuen Freilichtspiele-Intendanz

von Christian

Doll – auf der spektakulären

Großen Treppe vor St. Michael

zu sehen sein. Der Beitrag

der Freilichtspiele Schwäbisch

Hall zum Reformationsjahr

ist die Uraufführung „Brenz

1548“, eine spannende Begegnung

mit dem charismatischen

Haller Reformator

Johannes Brenz. Nach dem

großen Erfolg von „Die Tochter

des Salzsieders“ ist erneut

das mittelalterliche Schwäbisch

Hall der Originalschauplatz

einer Inszenierung. Das

wunderbare mediterrane Flair

eines schönen Sommerabends

kommt mit dem Musical „Maria,

ihm schmeckt‘s nicht!“

und der Komödie „Don Camillo

und Peppone“ besonders

zur Geltung. Beide Stücke spielen

in „Bella Italia“ und bieten

dem Publikum viel Musik, Humor

und einen Schuss Nachdenklichkeit.

Im Haller Theaterzelt

auf dem Teurershof

werden das Kinder- und Familienstück

„Pinocchio“, die musikalische

Revue „Blue Moon

– Unter dem Blauen Mond“,

Goethes „Die Wahlverwandtschaften“

sowie eine Hommage

an den Komiker Buster

Keaton unter dem Titel „Lachen

verboten!“ gezeigt. Die

Freilichtspiele finden vom 10.

Juni bis zum 25. August statt.

@ www.freilichtspiele-hall.de

Vom Wandern

Unter dem Titel „Sie kamen

... und sie blieben. Alamannen

und Franken im Südwesten.

Zuwanderung damals und

heute“ zeigen die Städtischen

Museen Heilbronn bis zum 24.

September Lebensgeschichten

von Alamannen und Franken

des 3. bis 7. Jahrhunderts. Vor

über 1500 Jahren machten sich

Menschen aus dem Norden

auf den Weg in den Süden. In

Gräberfeldern und Siedlungen

weisen archäologische Funde

auf die Herkunft und die

Integration in der neuen Heimat

hin. Diesen Völkerwanderungen

spürt die Ausstellung

nach. Dabei wird klar: Zuwanderungsgeschichten

von heute

machen die Erkenntnisse der

Vergangenheit lebendig.

@ www.museen-heilbronn.de

Foto: Freilichtspiele Schwäbisch Hall/Jürgen Weller Fotografie

Wie schon bei „Die Tochter des Salzsieders“ ist auch 2017

das mittelalterliche Schwäbisch Hall Originalschauplatz.

Tour mit dem Rad

Würth Elektronik bringt ein

neues, jährliches Sport-Highlight

nach Hohenlohe. Unter

dem Namen „WEBike“ wird

am Sonntag, 28. Mai, erstmals

ein „Radtourenfahren“ veranstaltet.

Gleichzeitig lädt das

Niedernhaller Leiterplattenwerk

zum Tag der offenen Tür

ein. Neben einer Familientour

gibt es eine etwa 80 Kilometer

sowie eine rund 130 Kilometer

lange Strecke. Start und

Ziel liegen in Niedernhall. Gefahren

wird ohne Zeitmessung,

teilnehmen kann jeder.

Beim Tag der offenen Tür werden

spannende Einblicke in

die Produktion und in die Ausbildung

geboten. Rund um das

Gelände erwartet die Besucher

ein Unterhaltungsprogramm.

@ www.we-online.de

Lernen fürs Leben

Die Freie Schule Anne-Sophie

Künzelsau ist eine staatlich

anerkannte Ganztagsschule

in Trägerschaft der Stiftung

Würth. Neben dem Konzept

des ziel- und leistungsorientierten

Lernens in gestalteter

Umgebung stehen die Heranführung

an das selbstverantwortliche

Lernen sowie die

Entwicklung sozialer Kompetenzen

im Fokus. Ein ganzheitliches

Lernkonzept von

der Eingangsstufe der Grundschule

über alle weiterführenden

Schularten bis zum Abitur

gehört zu den Alleinstellungsmerkmalen.

Die nächsten Infoveranstaltungen

sind am

Montag, 8. Mai, und Dienstag,

16. Mai, jeweils um 18 Uhr.

@ www.freie-schuleanne-sophie.de

56 Mai 2017

57


MOSAIK

Crailsheim

Weltmusik auf historischer Violine

Der Geiger Bahadir Arkilic bringt am Samstag, 20. Mai, um 19.30

Uhr, eine um 1770 von Nicola Gagliano gebaute Violine aus der im

Stadtmuseum Crailsheim gezeigten Saiteninstrumentensammlung

Johann Stübers zum Klingen. Neben Bachs „Partita Nr. 2“ und

Paganinis „Centone di Sonate“ interpretiert der Crailsheimer Violinist

auch Weltmusik. Begleitet wird er von

Kemal-Faruk Sentürk auf der Gitarre.

Foto: Stadtmuseum im Spital

@ www.museum-crailsheim.de

Schwäbisch Hall

Drei sind keiner zu viel

Sibylle Mahni arbeitet derzeit als Solo-Hornistin im

Frankfurter Opern- und Museumsorchester sowie als

Professorin für Horn an der Hochschule für Musik in

Saarbrücken. Sie tritt weltweit mit bedeutenden Orchestern

auf. Laurent Albrecht Breuninger erhielt als erster

deutscher Geiger den zweiten Preis beim renommierten

Brüsseler Concours Reine Elisabeth. Mit namhaften Sinfonieorchestern

und in Kammermusikformationen konzertiert

er über Europas Grenzen hinaus. Dies gilt auch

für Thomas Duis, Gewinner des Artur-Rubinstein-Wettbewerbs

in Tel Aviv und Preisträger mehrerer internationaler

Wettbewerbe. Gemeinsam spielen die drei am Freitag,

5. Mai, um 20 Uhr, Werke von Ligeti, Franck

und Brahms im Neubausaal.

Foto: Anna Meuer

@ www.schwaebischhall.de

Finde alles auf einen Blick

Kurzportrait des

Arbeitgebers

Ansprechpartner

für Bewerbungen

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Eine Übersicht der Arbeitgeber auf

portrait.jobstimme.de


Finanzielle

Sonderleistungen

Beruf, Familie

und Perspektiven

Weikersheim

Beethoven im Rittersaal

Martin Stadtfeld setzt seinen Beethovenzyklus,

den er im Mai 2011 begann,

im prächtigen Rittersaal des Schlosses

Weikersheim fort. In diesem Jahr stehen

die zwei Highlights der mittleren

Schaffensperiode von Ludwig van Beethoven

auf dem Programm: die Waldsteinsonate

und die Appassionata. Als

Bindeglied zwischen den beiden Meisterwerken

erklingt noch die unbekanntere

Sonate Opus 54. Die fulminanten

Ecksätze der Waldsteinsonate sind geprägt

von einer rauschenden Virtuosität

in strahlendem C-Dur. Mehr als alle

anderen trägt diese Sonate eines Klavierkonzertes

ohne Orchester. Noch

triumphaler wirkt die Appassionata

in düsterem F-Moll. Mit diesen zwei

Hauptwerken hat Beethoven den Höhepunkt

seiner Sonatenkunst erreicht.

Martin Stadtfeld wird sich am Samstag,

27. Mai, um 20 Uhr, an diese Meilensteine

der Klaviermusik wagen.

Schöntal

Trompete trifft Orgel

Zu einer Tradition ist es geworden,

die Konzertsaison in der Klosterkirche

Schöntal mit festlichen Trompeten-

und Orgelklängen zu beginnen.

Das renommierte Duo Bernhard Kratzer

und Paul Theis, das sich seit 20 Jahren

der wahrhaft königlichen Instrumentenpaarung

Trompete und Orgel

verschrieben hat, wird in seinem Jubiläumsjahr

am Sonntag, 7. Mai, um 17

Uhr, wieder im Jagsttal zu Gast sein.

Ein musikalischer Schwerpunkt des

Stuttgarter Trompetensolisten Bernhard

Kratzer ist die Barockmusik. Präsentiert

werden Werke von Neruda,

Händel, Tessarini, Bach und Mozart.

Künzelsau

Ein Hauch von Spanien

Eine atemberaubende Neuentdeckung

des Flamencos für alle Sinne präsentiert

das Ensemble Café del mundo am

Mittwoch, 24. Mai, um 19.30 Uhr, in der

Stadthalle Künzelsau. Die nostalgische

und zugleich zeitlose Musik ist die Welt

des Gitarrenduos Café del mundo und

der aus Sevilla stammenden Tänzerin

Azucena Rubio.

Heilbronn

Facettenreiches Instrument

Herrschaftssymbol und Signalinstrument in kriegerischen

Auseinandersetzungen, aber auch wandlungsfähige

Klangfarbe in der Unterhaltungsmusik: Die Trompete

hat so viele Facetten, dass ihr zum Abschluss der

Spielzeit 2016/17 des Heilbronner Sinfonie Orchesters

ein ganzer Abend gewidmet werden soll. In verschiedenen

Werken zeigen die Solisten Laura Vukobratovic und

Jörge Becker am Sonntag, 7. Mai, wozu dieses Instrument

fähig ist. Beginn in der Harmonie ist um 19.30 Uhr.






|

Foto: privat

Foto: privat

Foto: René van der Voorden

Foto: privat

@ www.weikersheim.de

@ www.heroicmusic.de

@ www.kuenzelsau.de

@ www.hn-sinfonie.de

58 Mai 2017


VERANSTALTUNGSKALENDER

VERANSTALTUNGSKALENDER

Austellungen

3.5. – 23.6. Schwäbisch Hall

„rotes grün“

Kunstfoyer Sparkasse

5.5. – 28.5. Tauberbischofsheim

Thomas Keller „Schwarz & Weiß“

Engelsaal

7.5. – 11.6. Bad Rappenau

Möndel und Hilsenbek „[an]grenzen“

Wasserschloss

7.5. – 30.7. Fichtenau-Wildenstein

„Traum-Zeit-Bilder“

Rathaus

7.5. Jagsthausen

Skulpturenausstellung

Rathaus

EVENTS UND VERANSTALTUNGEN IM MAI

Ein Service der Bürgerinitiative pro Region Heilbronn-Franken e. V.

Weitere Termine unter www.pro-region.de

Alle Angaben ohne Gewähr.

Feste/Messen

5.5. – 7.5. Bad Rappenau

kulinarissimo

Innenstadt

6.5. Bad Wimpfen

Lange Kunstnacht

Altstadt, 19 Uhr

6.5. – 7.5. Eppingen

Bärlauchfest

Innenstadt und Marktplatz

6.5. Pfedelbach

Leistungsschau mit Frühlingsmarkt

Ortsmitte

6.5. Schwaigern

Markttag

Fußgängerzone

19.5. – 22.5. Gaildorf

Frühlingsfest

Hallengelände Schloss-Straße

19.5. – 21.5. Wertheim-Bronnbach

Bronnbacher Gartentage

Kloster

20.5. Bad Friedrichshall

Bad Friedrichshall leuchtet

Friedrichshaller Straße, 18 Uhr

20.5. Blaufelden

Fest der Begegnung

Asylbewerberunterkunft, 16 Uhr

25.5. – 28.5. Öhringen

3. Hohenloher Genießerdorf

Hofgarten, Allmand,

Schlosshof, Schloss

19.5. Neckarsulm

Neckarsulm lacht: Hennes Bender

„Luft nach oben“

Brauhaus, 20 Uhr

19.5. Schwäbisch Hall

Florian Schröder „Entscheidet Euch“

Neubausaal, 20 Uhr

20.5. Bad Mergentheim

Rolf Miller „Alles andere ist primär“

Kurhaus-Kursaal, 20 Uhr

20.5. Crailsheim

Jens Neutag „Deutschlandsyndrom“

Ratssaal, 20.30 Uhr

20.5. Künzelsau

Michael Fitz „Des bin I“

Stadthalle, 19.30 Uhr

20.5. Weinsberg

Kächeles „Isch halt so“

Baukelter, 20 Uhr

26.5. Bad Rappenau

Gerd Dudenhöffer „DEJA VU‘‘

Kurhaus, 19.30 Uhr

Konzerte

13.5. Obersulm-Affaltrach

„Jüdische Witze und Geschichten“

Ehemalige Synagoge, 19.30 Uhr

14.5. Crailsheim

Cicerone Ensemble

Ratssaal, 19.30 Uhr

14.5. Kirchberg

Schloss-Konzerte Kirchberg

Rittersaal des Schlosses, 17 Uhr

20.5. Michelfeld-Gnadental

73. Gnadentaler Mühlenkonzert

Klostermühle, 19 Uhr

25.5. Neuenstein

Hohenloher Kultursommer

Eröffnungskonzert 2017

„Louise, der Bär und die Königin“

Schloss, 19 Uhr

28.5. Bad Rappenau

Frühjahrskonzert Stuttgarter Saloniker

Wasserschloss, 18 Uhr

28.5. Langenburg

Eröffnungskonzert im Landkreis

Schwäbisch Hall „Dancing Paris“

Schloss, 17 Uhr

31.5. Crailsheim

„Erlesenes“

Eugen-Grimminger-Schule, 20 Uhr

Theater

9.5. Bad Rappenau

„Du (Normen)“

Kurhaus, großer Saal, 19.30 Uhr

10.5. Bad Wimpfen

„Du (Normen)“

Kursaal, 19.30 Uhr

13.5. Eppingen

„Du (Normen)“

Stadthalle, 19.30 Uhr

17.5. – 21.5. Heilbronn

Festival Tanz! Heilbronn

Theater Heilbronn

22.5. Tauberbischofsheim

„Du (Normen)“

Stadthalle, 19.30 Uhr

Sport

7.5. – 28.5. Lauda-Königshofen

„Filzarbeiten“

Galerie „das auge“

7.5. – 27.8. Lauffen am Neckar

„Steil zum Wein …“

Museum im Klosterhof

12.5. – 2.7. Crailsheim

Ingrid Eberspächer „HIER“

Stadtmuseum im Spital

14.5. – 30.7. Wertheim

„Meine Waffen: Pinsel, Kohle, Feder ...“

Museum Schlösschen im Hofgarten

19.5. – 17.9. Bad Mergentheim

„Fleisch. Jäger, Fischer, Fallensteller in

der Steinzeit“

Deutschordensmuseum

6.5. – 7.5. Schwäbisch Hall

Süddeutscher Käsemarkt

Hohenloher Freilandmuseum

6.5. – 7.5. Schwäbisch Hall

Haller Frühling

Innenstadt und Handelszentren

7.5. Oedheim

Maibaumfest mit

verkaufsoffenem Sonntag

Marktplatz, 11 Uhr

13.5. – 15.5. Eberstadt

Weinfest

Weinhaus

13.5. Heilbronn

Treffpunkt Europa

Kiliansplatz

Kleinkunst

4.5. Schwäbisch Hall

Erwin Pelzig

Neubausaal, 20 Uhr

11.5. Niederstetten

The Howlin Brothers

Kult, 20 Uhr

12.5. Bad Rappenau

Comedy & Co: Gunzi Heil

„Gunzi Heil-Solo“

Kurhaus, 19.30 Uhr

12.5. Obersulm

Thilo Seibel „Das Böse ist

verdammt gut drauf“

Kulturhaus, 20 Uhr

5.5. Abstatt-Happenbach

Duo Aciano „Luz y Sombra“

Alte Schule, 20 Uhr

6.5. Heilbronn

„Redblue meets Klassik“-Festival

„Big Nightmare Music“

Redblue, 20 Uhr

6.5. Wertheim

Chorfest zum Lutherjahr

Burg und Innenstadt, 10.30 Uhr

7.5. Neuenstadt

Kultur im Schafstall „LadyBirds“

Museum im Schafstall, 19 Uhr

9.5. Heilbronn

Kammermusikreihe „Voyages“

Kreissparkasse Heilbronn, 19 Uhr

Mix

15.5. Schwäbisch Hall

Martin Walker liest aus „Germany

2064: Ein Zukunftsthriller“

Kunsthalle Würth, 19.30 Uhr

16.5. Wertheim

Asta Scheib liest aus „Sturm in den

Himmel“

Barocksaal Rathaus, 19.30 Uhr

24.5. Schwäbisch Hall

Kinderfest

Innenstadt, ab 7.30 Uhr

25.5. – 28.5. Lauffen am Neckar

Lauffener Literaturtage 2017

Museum im Klosterhof, Hölderlinhaus

und andere Veranstaltungsorte

7.5. Heilbronn

Trollinger-Marathon

Frankenstadion, ab 7 Uhr

13.5. Eppingen-Richen

3. Burgberglauf

Sportplatz/Sportgelände, 14 Uhr

20.5. Nordheim

Nordheimlauf

Sportgelände, ab 15 Uhr

Kontakt

Bürgerinitiative pro Region

Heilbronn-Franken e. V.

c/o Adolf Würth GmbH & Co. KG

Postfach, 74650 Künzelsau

21.5. Schwäbisch Hall-Wackershofen

„Die unbekannte Minderheit der

Jenischen im Südwesten“

Hohenloher Freilandmuseum

13.5. Mainhardt

Fensterblümlesmarkt

Vor dem Rathaus

19.5. Eppingen

Kleinkunstfestival

Stadthalle, 20 Uhr

12.5. Lauda-Königshofen

The Lulu White Salon

Orchestra

Martin-Schleyer-Gymnasium, 20 Uhr

27.5. – 28.5. Creglingen

Vortrag zum Macco-Jubiläum

Romschlössle

Ansprechpartner für Termine:

Ralph Wachter, Telefon 07940 152329

www.pro-region.de

60 Mai 2017

61


AUSBLICK

Ein Tag im Zeichen der Region

Die nächste

Ausgabe

erscheint am

1. Juni

Es ist ein zentrales Ereignis für die Stadt Külsheim, den Main-Tauber-Kreis

und die gesamte Region Heilbronn-Franken: der 20. Regionaltag am 18. Juni in

Külsheim. Darum, um den Radweg „Liebliches Taubertal“, die neue Taubertäler

Weinkönigin und das Thema Breitband geht es in unserer Titelstrecke im Juni.

Ein Auto zum Teilen

Alles ist im Wandel. Davon ist auch die Mobilität nicht

ausgenommen. Wir bewegen uns heute anders fort

als vor 100 Jahren. Carsharing

und Elektro-Mobilität zählen

zu den Veränderungen des

21. Jahrhunderts. Doch wie

werden sie in der Region

angenommen? Mehr dazu

in unserem Heft im Heft

„Mobilität“.

Stark, stärker, Marke

Lidl, Würth, Optima – Namen,

die in der Region, aber auch über

diese hinaus für ihre Produkte und

deren Qualität bekannt sind. Doch

was macht solche starken Marken

überhaupt aus? Wie erobert man neue

Märkte? Und wie geht ein Start-up

vor, um eine Marke zu entwickeln? All

diese und viele andere Fragen beantworten

wir in der nächsten Ausgabe.

Fotos: Franken Tourismus/Gerhard Eisenschink, Jürgen Weller Fotografie, Fotolia

Impressum

Offizielles Organ der Bürgerinitiative

pro Region Heilbronn-Franken e. V.;

www.pro-region.de

Herausgeber

pVS - pro Verlag und Service

GmbH & Co. KG

Geschäftsführer

Marcus Baumann, Tilmann Distelbarth,

Bernd Herzberger

Chefredakteur

Marcus Baumann

Redaktion

Lydia-Kathrin Hilpert (Ltg.),

Olga Lechmann, Alexander Liedtke (Volo.)

Annika Wieland (Volo.)

Redaktionelle Mitarbeit

Stefanie Pfäffle, Andreas Scholz

Gastautoren

Karlhubert Dischinger

Layout und Grafik

HSt Medienproduktion,

Stefanie Völlinger, Stefanie Massa

Anzeigenleitung

Rainer Paschke, Telefon 0791 95061-23

rainer.paschke@pro-vs.de

Sales Management

Heike Bischoff, Dunja Moll

Es gilt die Anzeigenpreisliste

Nr. 17 vom 1. 1. 2017

Vertrieb

Natalie Toth, Telefon 0791 95061-0

Erscheinungsweise: monatlich

Bezugsbedingungen

Das Jahresabo beträgt 38,16 Euro.

Nachdruck und Vervielfältigung – auch

auszugsweise – nur mit Genehmigung

des Verlages.

Verlags- und Redaktionsanschrift

pVS - pro Verlag und Service

GmbH & Co. KG

Stauffenbergstraße 18

74523 Schwäbisch Hall

Telefon 0791 95061-0

Fax 0791 95061-41

info@pro-vs.de

Druck und Herstellung

Möller Druck und Verlag GmbH

Zeppelinstraße 6, 16356 Ahrensfelde

Telefon 030 41909-0, Fax 030 41909-299

Gedruckt auf umweltfreundlichem

UltraMag Plus Silk-Recyclingpapier aus

100% Altpapier, zertifiziert mit den

Umweltsiegeln „Der Blaue Engel“,

„EU-Ecolabel“ sowie FSC- und PEFC-Siegel

ISSN 2509-5528

www.pro-magazin.de

62

Mai 2017

www.distelhaeuser.de


60 Jahre Berner

Wir danken allen Mitarbeitern, Kunden

und Geschäftspartnern und freuen uns auf eine weiterhin

erfolgreiche Zusammenarbeit.

SECHZIG SoZIalE ProjEktE In GanZ EuroPa

60 Jahre Berner – für uns ein Grund zum Feiern. Unser Logo zeigt, wir sind stolz

auf unser Unternehmen und die Erfolge der sechs Jahrzehnte. Diese Freude

möchten wir weitergeben und mit all jenen teilen, die eine helfende Hand gut gebrauchen

können. Wir unterstützen europaweit 60 soziale Projekte mit Sach- und Geld spenden,

vor allem aber mit eigener Arbeitskraft und packen mit an.

www.berner-group.com

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