Buchprogramm Midas Collection F17

midasverlag

Neuerscheinungen Midas Collection Frühling / Sommer 2017

programm

Frühjahr 2017

Midas

Collection


Foto

MoDE

KUNSt

DESIGN

liebe Freunde der Midas Collection,

Das vergangene Jahr war für uns ein sehr intensives: Der Midas Verlag feierte

sein 25-jähriges Jubiläum und konnte mit der erfolgreichen Lancierung

der neuen Reihe »Kunst für Kinder« einen wichtigen Schritt in die Zukunft

machen. Als Kleinverlag wissen wir, wie wichtig die Unterstützung von

Buchhandel und Presse ist und möchten uns ganz herzlich bei Ihnen für die

positive Aufnahme im Handel und die zahlreichen Rezensionen bedanken.

Im Frühling 2017 bauen wir das klassische Programm der Midas Collection

weiter aus – mit außergewöhnlichen Büchern zu den Themen Kunst, Fotografie,

Mode und Design.

Den Einstieg macht unser Bestseller »BIG SHOTS!«, der inzwischen in

der 8. Auflage vorliegt. Nach »BIG SHOTS! People« zum Thema Portraitfotografie

erscheint in der gleichen Reihe »BIG SHOTS! Places« zur

Location-Fotografie. Wer sich zur Generation der Hipster und Socialmedia-Nerds

zählt, wird am Kultbuch »Inspiration Insta gram« Freude

haben, das Tipps & Tricks anerkannter Instagram-Gurus versammelt.

Besonders stolz sind wir auf Philippe Halsmans »JUMP!«, ein legendäres

Fotobuch aus dem Jahre 1959, das Jahrzehnte vergriffen war und jetzt als

Faksimile-Edition in der Midas Collection erscheint. Ebenfalls legendär

sind Audrey Hepburns Hüte, die in »CHAPEAU!« vorgestellt werden.

Unsere beiden historischen Fotodokumente »KUBA 1959« von Burt Glinn

und »Fighter’s Heaven 1974« von Peter Angelo Simon haben durch den Tod

von Fidel Castro und Muhammad Ali unerwartet und unbeabsichtigerweise

an Aktualität gewonnen und sind ein fotografisches Vermächtnis.

Bei den Modetiteln haben wir ein großes und ein kleines Highlight anzubieten:

»Fashion & Film« ist ein opulenter Bildband, der 50 Modedesigner

und ihren Beitrag zu großen Hollywood-Filmen vorstellt. »Die Sprache der

Schuhe« dagegen ist ein hintersinniges und filigran illustriertes Büchlein,

das der Bedeutung von Schuhmodellen nachgeht. Beide Titel bilden die

perfekte Ergänzung zu unseren Longsellern »Männer mit Stil«, »Frauen mit

Stil« und »DETAILS«.

»Wenn ich ein Buch wäre« und »Epikurs Bibliothek« handeln von Büchern

und vom Glück - was ja letztlich dasselbe ist. Last but not least finden Sie mit

dem Katalog der »Hilti Art Foundation« und »THE BOOK« von Martin Wieland

zwei exquisit gestaltete Prachtbände, die zeigen, dass auch zeitgenössische

Kunst und Aktfotografie ihren Platz in der Midas Collection haben.

Viel Vergnügen beim Blättern und Entdecken!

Gregory C. Zäch

Verleger

Unsere TiTel

Instagram 3

BIg shots! 3

jUmp! 5

ChapEaU! 7

mUhammad alI 8

KUBa 1959 9

BIg shots! pEoplE 10

BIg shots! plaCEs 11

FashIon & FIlm 13

dIE spraChE dEr sChUhE 15

dEtaIls 15

männEr mIt stIl 17

FraUEn mIt stIl 17

WEnn ICh EIn BUCh WärE 18

EpIKUrs BIBlIothEK 19

hIltI art FoUndatIon 21

thE BooK 22


inspiration instagram

Die Foto-Community Instagram hat sich in den letzten zwei Jahren

verdoppelt und zählt inzwischen über 500 Millionen aktive Anwender,

die täglich 95 Millionen Posts und und 4,2 Milliarden »Likes« platzieren.

In diesem Kultbuch verraten 50 der ganz Großen, wie man auf Instagram

berühmt wird. Ihr Insider-Wissen deckt die ganze Palette ab: von der

Perfektionierung der fotografischen Fähigkeiten und der Entwicklung

eines persönlichen Stils bis zum Umgang mit der Community und dem

Anlocken von Marken. Sie erfahren, wie Mode- und Fitness-Ikonen

wie @DANIELLEPEAZER es geschafft haben, die Millionenmarke zu

knacken. Sie finden heraus, wie @TASTEOFSTREEP mehr als 100.000

Abonnenten in wenigen Wochen anziehen konnte. Sie lernen, wie man

wie @SYMMETRYBREAKFAST für Essen berühmt wird und wie

@HELLOEMILIE stilbewusst kommuniziert.

KASSENTITEL

Henry Carroll & Jess Angell

Inspiration Instagram

Partie

6/5

12/10

128 seiten, vierfarbig, Broschur, Fadenheftung

Format 17 x 17 cm, € 17.90, sFr. 25.–

IsBn: 978-3-03876-108-2 | Wg 1954 | märz 2017

3

Die meistverkaufte schule des sehens

»BIG SHOTS!« führt Sie durch die Grundlagen von Kompo sition, Belichtung,

Licht, Objektiven und Bildgestaltung, ohne mit Technikgefasel zu

langweilen. Als Schule des Sehens richtet sich dieses Buch an Einsteiger

und Profis. Randvoll mit praktischen Tipps und Techniken, die sich sofort

in Ihren Fotos zeigen. Mit einer Auswahl der besten Aufnahmen von

50 renommierten Fotografen von Weltrang, die dazu inspirieren, selbst

zur Kamera zu greifen.

Mit 50 Meisterwerken von:

Henri Cartier-Bresson | Dorothea Lange | Bill Brandt | René Burri |

Ansel Adams | Elaine Constantine | Guy Bourdin | Martin Parr u.v.a.

Aus dem Vorwort: »Dies ist kein Lehrbuch, und ich werde

keinen Insider-Jargon verwenden, um Ihnen die Grundlagen der

Fotografie zu erläutern. Das brauchen Sie erst einmal nicht zu

wissen. Vielmehr steht Ihnen das alles anfangs nur im Weg und hält

Sie davon ab, wirklich kreativ zu sein. (...) Sie werden feststellen, dass

es bei genialen Fotos weniger um technisches Know-How und vielmehr

darum geht, Ihr wertvollstes Instrument zu bedienen – Ihre Augen.«

»Eines der besten Fotobücher, das ich in den letzten

»20 Jahren gesehen habe.« (Urs Tillmanns in fotointern)

Henry Carroll

BIG SHOTS!

BESTSELLER

8. Auflage

Die Geheimnisse der weltbesten Fotografen

8. auflage, 128 seiten, Broschur, Fadenheftung

Format 14,5 x 20 cm, € 22.90, sFr. 33.–

IsBn: 978-3-03876-107-5 | Wg 1954 | januar 2017


»Witzig, energiegeladen und völlig unerwartet.« liFe-Magazine

5

Diese wunderschöne Faksimile-Ausgabe bringt ein legendäres Fotobuch

aus dem Jahr 1959 zurück in den Buchhandel. »JUMP !« versammelt

rund 200 Portraits berühmter Persönlichkeiten mitten im Sprung. Diese

einzig artigen, witzigen und energiegeladenen Bilder von fliegenden Leinwand-Stars,

Politikern, Firmenlenkern, Angehörigen des Königshauses,

Künstlern und Schriftstellern nehmen einen außerordentlichen Platz in

Halsmans fotografischem Nachlass ein.

Über einen Zeitraum von sechs Jahren beendete der bekannte Portraitfotograf

Philippe Halsman in den 1950ern jede seiner Portraitsitzungen,

indem er seine Modelle um einen Sprung bat. Grace Kelly, Marilyn

Monroe, Audrey Hepburn, Robert Oppenheimer, John Steinbeck,

Weegee, Aldous Huxley, Marc Chagall, Salvador Dalí, Brigitte Bardot

und Groucho Marx hoben alle für ihn ab. Halsmans Überzeugungskraft

ist es zu verdanken, dass selbst Richard Nixon, der Herzog von

Windsor und viele andere Persönlichkeiten in die Lüfte stiegen,

die ansonsten nicht gerade für ihre Spontaneität bekannt sind.

»Wenn ich eine Person um einen Sprung bitte«, so Halsman, »konzen

triert sich deren Aufmerksamkeit fast vollständig auf den Akt des

Springens. Die Maske fällt und die echte Persönlichkeit kommt zum Vorschein.«.

Philippe Halsman (1906-1979) wurde in Riga, Lettland, geboren.

Durch den Zweiten Weltkrieg zur Flucht nach New York gezwungen,

konnte er sich dort als gefragter Portraitfotograf etablieren. Seine

Arbeiten wurden in allen großen Zeitschriften Amerikas veröffentlicht.

Philippe Halsman

JUMP !

Große Sprünge im Portrait

96 seiten, hardcover mit sU, Fadenheftung

Format 21 x 28 cm, € 29.90 | sFr. 37.–

IsBn: 978-3-03876-115-0 | Wg 1954 | märz 2017


Photograph by Bud Fraker

42

This dual purpose white Space-Age design

hat by Givenchy was the height of fashion in 1966, which

possibly doubled as a crash helmet when

Audrey was required to speed through Paris in an open-top

car in the movie How to Steal a Million.

Photograph by Douglas Kirkland

Timelessly elegant, a wide brim hat

of Hepburn’s most memorable films.

acts to frame, as well as give an air of mystery to

in Sing Sing in Breakfast at Tiffany’s, which remains one

Holly Golightly’s regular visits to mafia boss Sally Tomato

Audrey looked as good in her private

life as she did in her movies. Wearing signature dark

sunglasses, elegant pearls and a chic fitted dress

she was photographed in Paris in July 1962 wearing this

clean-cut, Breton-style summer hat.

Photograph by Pierluigi Praturlon

98

76

Die Hüte der größten Modelegende Hollywoods

7

Audrey Hepburn war der Star vieler großartiger Hollywood-Produktionen.

Ihr Status als globale Stilikone ist aber auch auf ihre exquisite

Auswahl an Kopfbedeckungen zurück zuführen. Hepburns Hüte waren

über Jahrzehnte ein Geschenk des Himmels – nicht nur für die Kinoleinwand,

sondern auch für jedes Hochglanzmagazin auf der ganzen

Welt, denn nur selten wurde sie ohne ihr typisches Accessoire abgelichtet.

Und nichts verkörpert das Goldene Zeitalter Hollywoods wohl

besser als das legendäre Bild von Holly Golightly, die keck unter der

breiten Krempe ihres berühmten Chapeau du Matin hervorlugt.

Die berühmtesten Designer der Welt standen Schlange, um Hepburns

Glamour, ihre neu erfundene Schönheit einkleiden zu dürfen. Von

Givenchy, Mr. John, Dior, Cecil Beaton bis hin zu Balenciaga – sie

inspirierten Hepburn, setzten Trends und zementierten letztlich ihren

Ruf – denn wer einen Hut für Hepburn entworfen hatte, dem war ein

fester Platz in der Modegeschichte sicher. Angeführt wurde die Liste

von Hubert de Givenchy, einem der weltbesten Designer. Audrey wurde

seine Muse, und ihre Verbindung und Freundschaft hielt ein Leben lang.

Dieses exquisite Buch enthält einen Abschnitt, der einzig »My Fair Lady«

und den Oscar-gekrönten Kostümen und Hüten von Sir Cecil Beaton

gewidmet ist. Hier finden Sie atemberaubende Fotos von Audrey

Hepburn, aufgenommen von berühmten Fotografien wie Dennis Stock,

Howell Conant, Terry O’Neill, Bud Fraker und Bob Willoughby und

erhalten in den Begleittexten tiefe Einblicke in die Welt der Mode.

June Marsh

CHAPEAU !

Die Hüte der Audrey Hepburn

128 seiten, hardcover, Fadenheftung

Format 23,5 x 28 cm, € 29.90 | sFr. 37.–

IsBn: 978-3-03876-116-7 | Wg 1585 | Februar 2017


»if there’s a secret to my fights, it’s how i prepare.« Muhammad Ali

Im Oktober 1974 startete Muhammad Ali den viel beachteten

Versuch, seinen Titel als Boxweltmeister im Schwergewicht zurückzuerobern,

der ihm nach seiner Verweigerung von Wehrdienst und

Vietnameinsatz sieben Jahre zuvor aberkannt worden war. Sein

Gegner war der brutale, bis dahin ungeschlagene George Foreman,

dem er beim legendären Fight »Rumble in The Jungle« in Zaire,

Afrika, gegenüberstehen sollte.

Nur Wochen zuvor, am 24. und 25. August, war der Fotograf Peter

Angelo Simon bei Ali zu Gast und durfte exklusiv das Privatleben

eines der berühmtesten Menschen der Welt aus nächster Nähe

ablichten, während dieser sich mental und physisch auf die größte

Herausforderung seines Lebens vorbereitete. Diese einzigartige

Foto dokumentation zeigt den Menschen Ali abseits vom Schein der

Medien in seinem Rückzugsort in Pennsylvania. Mit einem Vorwort

von D. A. Pennebaker, führender Chronist der Gegenkultur in den

1960er Jahren, und einer Einführung von Peter Angelo Simon.

»Innerhalb dieser zwei Tage habe ich 33 Filme verschossen. Ali meinte,

noch nie hätte jemand so viele Fotos von ihm gemacht. Für mich zeigen

diese Bilder nie zuvor gesehene Facetten von Alis faszinierendem

Charakter.« Nur wenigen Fotografen gelang es, dem Boxer hinter der

eigentlichen Legende so nah zu sein. Dieses außergewöhnliche Buch

zeigt die Vorbereitungen für einen bahnbrechenden Moment in der

kulturellen und politischen Historie.

Peter Angelo Simon

Fighter’s Heaven 1974

Muhammad Alis größte Herausforderung

176 seiten, hardcover mit sU, Fadenheftung

Format 22 x 27,5 cm, € 49.– | sFr. 55.–

IsBn: 978-3-03876-103-7 | Wg 1954 | lieferbar


ein sensationelles Zeitdokument – 60 Jahre unveröffentlicht!

9

Silvester 1958, 22 Uhr: Der Magnum-Fotograf Burt Glinn, dem Anlass

angemessen im schwarzen Smoking, erfährt bei einer Party in New

York von der Flucht des Diktators Batista aus Kuba. Bereits um 7 Uhr

am nächsten Morgen fliegt er auf die Insel und fordert von seinem

Taxifahrer in Havanna: »Bringen Sie mich zur Revolution!«

Seiner unvergleichlichen Leidenschaft als Fotoreporter verdankt es

Glinn, dass er die Revolution auf Kuba dort dokumentieren konnte, wo

sie sich tatsächlich abspielte – er war mittendrin. Glinn sagte später: »Ich

konnte so nahe rangehen, wie ich wollte.« Seine atemberaubenden Fotos

dokumentieren den Idealismus, das Chaos, die Verletzungen und die

Begeisterung für diesen historischen Augenblick. Dieses Buch ent hält

Glinns ikonenhafte Kuba-Fotos und einige unveröffentlichte Aufnahmen

in Schwarzweiß und in Farbe. Wir sehen Schießereien, Chaos auf den

Straßen, wie Batistas Geheimpolizei zusammen getrieben wird;

wir sind dabei, wenn sich Menschen spontan umarmen, wenn

Revo lutionäre zu ihren Müttern nach Hause zurückkehren und

erleben Fidel Castros triumphalen Einmarsch in Havanna.

9 7 8 3 0 3 8 7 6 1 0 3 7

Burt Glinn war einer der besten Magnum-Fotografen, mit einer unglaublichen

Karriere von über 50 Jahren. Viele seiner Porträts haben inzwischen

Kult-Status erlangt. Vielseitig und technisch brillant arbeitete er

sowohl in Schwarzweiß als auch in Farbe. In einem seiner berühmtesten

Zitate äußerte Glinn: »Sie müssen vor allem die ganze Wahrheit einer

Situation erfassen – und sich selbst eine Meinung dazu bilden.«

Burt Glinn

KUBA 1959

Szenen einer Revolution

192 seiten, hardcover mit sU, Fadenheftung

Format 24,5 x 30,4 cm, € 59.– | sFr. 59.–

IsBn: 978-3-907100-59-2 | Wg 1954 | lieferbar


The Crossfi tters

Philip Haynes

2013

The Lightness of Being

Chris Levine

2004

Die Geheimnisse der Portraitfotografie

Keine Klischees und kein Fotoclub-Jargon. Ebenso kompakt

und anregend wie in seinem Bestseller »BIG SHOTS!« zeigt

Autor Henry Carroll hier, wie sich gute Portrait fotografien

konzipieren und inszenieren lassen.

Das Buch ist unterteilt in zwölf Themenbereiche wie

»Ausdruck«, »Farbkomposition«, »Raumaufteilung« oder

»Selbstportraits« und bietet sowohl Einsteigern als auch

Fortgeschrittenen technische Tipps und vor allem visuelle

Inspirationen für die eigene Arbeit. Anhand einer großen

Bandbreite von 50 histo rischen und zeitgenössischen Fotografien

werden unterschiedlichste Konzepte und Techniken

verständlich erklärt, damit sie für die eigene Arbeit aufgenommen

und umgesetzt werden können.

3. Auflage

Mit Fotografien von: Richard Avedon, William Klein,

Cindy Sherman, Gary Winogrand, Sebastião Salgado,

Henri Cartier-Bresson, August Sander u.v.a.

»Das Wesen des Menschen bei der Aufnahme sichtbar

zu machen, ist die höchste Kunst der Fotografie«

(Friedrich Dürrenmatt)

Henry Carroll

BIG SHOTS! People

Die Geheimnisse der Portraitfotografie

3. auflage, 128 seiten, Broschur, Fadenheftung

Format 14,5 x 20 cm, € 22.90, sFr. 33.–

IsBn: 978-3-907100-54-7 | Wg 1954 | april 2017


KOMPOSITION

Die Linien finden

LICHT

Die goldene Stunde

Weitere Beispiele:

Kyler Zeleny S. 8

Mitch Dobrowner S. 19

Reiner Riedler S. 96

Solide Grundlagen

Morning Glory

Falls die Stadt der Engel jemals Engel hatte, sind sie hier

in Julius Shulmans legendärem Foto des Stahl House

abgebildet.

In diesem Foto wird die Stimmung des Orts außerordentlich

gut eingefangen. Die modernistische Architektur, die hier vor

dem Nachthimmel erleuchtet ist, erhebt diese Damen aus dem

Tal der zerbrochenen Träume darunter empor. Während sie

dort sitzen, ins Gespräch vertieft, scheint alles mit der Welt in

Ordnung zu sein. Alles ist friedlich.

Lassen Sie sich von Ihren Augen an die

richtige Stelle führen.

Shulmans Position betont die Linien in der Szene, die uns

in das Bild hineinziehen und eine Art visuelle Geschichte

erschaffen. Im Vordergrund führen uns die Linien einer Liege

zum Haus hin. Selbst die Platzierung der Kissen wirkt wie ein

diskret zeigender Finger. Die Architektur leitet uns dann nach

drinnen zu den Damen, bevor das überhängende Dach uns

wieder nach draußen begleitet, entlang den Boulevards von

Los Angeles bis hin zum Horizont.

Suchen Sie vom Vordergrund bis zum Hintergrund immer

nach den Führungslinien. Sie können versteckt oder

offensichtlich sein. Doch ohne eine Struktur, die Ihrer

Komposition zugrundeliegt, ist der Betrachter verloren.

10

Der Geruch des morgendlichen Taus. Die frische Luft

auf meinem Gesicht. Das ferne Zwitschern der Vögel, das

durch die Stille tönt. Ich träume von England, wenn ich mir

Harry Cory Wrights zeitlose Fotografien ländlicher Szenen

anschaue, die im warmen Licht des Sonnenaufgangs baden.

Die goldene Stunde tritt wenige

Augenblicke nach Sonnenaufgang oder

vor Sonnenuntergang ein.

Case Study House #22,

Pierre Koenig, Architekt

Julius Shulman

1960

Landschaftsfotografen sind Frühaufsteher. Sie fühlen

sich von der aufgehenden Sonne angezogen, mit ihren

goldenen Farbtönen und den knackigen Schatten. Es ist

ein ganz typisches Licht, das ein beruhigendes Gefühl von

Wohlbefinden ausstrahlt. Und da ist noch mehr. Der Dunst

am Morgen bringt Atmosphäre in Ihre Bilder. Das schafft

Tiefe, da weit entfernte Objekte sich noch weiter zu entfernen

Der menschliche

Touch

scheinen.

Oh, und noch eine letzte Sache. Das Licht ist direkt vor

dem »offiziellen« Sonnenaufgang immer am besten. Um

die goldene Stunde optimal auszunutzen, sollten Sie eine

halbe Stunde früher eintreffen. Auf diese Weise erleben Sie

das ganze Schauspiel und haben ausreichend Zeit, um alles

einzurichten. Gibt es einen besseren Start in den Tag?

Ende des 19. Jahrhunderts war ein Großteil des

amerikanischen Westens noch unerforschte Wildnis.

Gefürchtet von den Menschen im Osten, wurde der Westen

als ein Ort dürrer Wüsten, gefährlicher Canyons und wilder

Eingeborener wahrgenommen, die einem nach dem Skalp

trachteten.

William Henry Jackson wurde von der Regierung

angeheuert, um geologische Erkundungen zu begleiten. Sein

Auftrag war einfach: Fotografien anfertigen, um Menschen

dazu zu bewegen, in den Westen zu ziehen. In diesem Bild

liegt ein Mann entspannt da und genießt wie ein Tourist die

Aussicht, während ein anderer wachsam durch ein Teleskop

die Landschaft betrachtet. Gemeinsam repräsentieren diese

beiden Figuren Freiheit und Chancen.

MANIPULATION

Mensch und Ort

Weitere Beispiele:

Harry Gruyaert S. 60

Brassaï S. 65

Martin Parr S. 99

Grand Canyon des Colorado River

William Henry Jackson

1883

Wenn Sie Menschen in Ihre Komposition

mit aufnehmen, ändern Sie grundlegend

die Beziehung des Betrachters zum Ort.

Jackson benutzte oft Menschen in seinen Fotografien, um

den Maßstab zu kommunizieren, aber das war nicht alles.

Ihre Präsenz manipulierte darüber hinaus die Wahrnehmung

seines Publikums von der Landschaft. Menschen sind

politisch, man muss deshalb darüber nachdenken, was

sie machen, wer sie sind und wie viel Raum sie im Bild

einnehmen.

Diese beiden Menschen in Jacksons Komposition sind

winzig, befinden sich aber genau in der Bildmitte. Wie das

unauslöschliche Vermächtnis der Erschließung, das sie

dem amerikanischen Westen aufgedrückt haben, sind diese

beiden Vorboten der Veränderung unmöglich zu ignorieren.

The Crossfi tters

Philip Haynes

2013

Journey through the British

Isles

Harry Cory Wright

2006

54

87

Die Geheimnisse der location-Fotografie

11

Der Autor der Bestseller-Reihe BIG SHOTS! verrät in diesem

Buch, wie Sie Locations am besten fotografieren – Landschaften,

Stadtbilder, Architektur und Räume. Das alles wie gewohnt verständlich

und ohne überflüssige Fachsimpelei.

Mit welcher Kamera Sie auch unterwegs sind und was immer

Sie fotografieren wollen – dieses kleine, intelligente Handbuch

führt Sie kompetent in die grundlegenden Fototechniken

ein und zeigt auf eindrückliche Weise, wie die Arbeiten

weltberühmter Fotografen entstanden sind. Randvoll mit

praktischen Tipps und illustriert mit legendären Bildern

finden Sie in diesem Buch das nötige Know-How, das es Ihnen

ermöglicht, bedeutsame Fotos von den Orten aufzunehmen,

die Ihnen am Herzen liegen.

Neuerscheinung

Mit 50 Werken von Meisterfotografen: Alec Soth, Martin

Parr, Rut Blees Luxemburg, Julius Shulman, Rinko Kawauchi,

Thomas Ruff, Tim Hetherington, Joel Sternfeld u.v.a.

9 7 8 3 9 0 7 1 0 0 5 4 7

»Die Kamera ist ein Instrument, welches

Menschen lehrt, ohne Kamera zu sehen.«

(Dorothea Lange)

Henry Carroll

BIG SHOTS! Places

Die Geheimnisse der Location-Fotografie

128 seiten, Broschur, Fadenheftung

Format 14,5 x 20 cm, € 22.90, sFr. 33.–

IsBn: 978-3-03876-106-8 | Wg 1954 | Februar 2017


Paco Rabanne (metal)working in 1968. The couturier used

anything but typical fabrics


p152 Rabanne was part of a team that created Jane

Fonda’s costumes for Barbarella. His aesthetic is clearly

visible in this PVC one-piece with thigh-high boots

Karl Lagerfeld at a drawing board in Germany in 1984.

Lagerfeld essentially made the Fendi brand by launching

its first ready-to-wear label


p70 Michelle Pfeiffer In The Age of Innocence. Fur has

long been used in cinema as a means of portraying wealth

and status

153

71

PACO RABANNE

TWO FOR THE ROAD (1967)

BARBARELLA (1968)

panish-born designer Paco Rabanne is an

innovator to the highest degree, his garments

Stending more towards mobile art installations

than clothes people can wear. His debut show, ‘12

Unwearable Dresses’, in 1966 was a look into the future,

a calling card for a man who thought nothing of bending

pieces of metal around his models on a workbench

and calling it a dress.

Director Stanley Donan wanted a very different

look for Audrey Hepburn in his comedy drama Two for

the Road (1967; see also pages 17, 155). The film, a story

of a young couple’s difficult marriage, was a departure

for Hepburn because she was, in essence, playing a real

person. In movies such as Donan’s own Charade (1963)

and How to Steal a Million (1966; see pages 111, 112), she

exists more as an aspirational poster image. In Two For

the Road, Hepburn plays Joanna, one half of a bumpy

partnership with husband Mark (Albert Finney). Donan

was well aware of his leading lady’s connection to couturier

Hubert de Givenchy, and in fact was good friends

with the designer, but for this picture Hepburn needed

to be shopped for; she had to wear clothes that any

woman, albeit a well-heeled one, could purchase off the

rack. Casting Givenchy aside was difficult for Hepburn,

although wardrobe supervisor Clare Rendlesham

ensured she never appeared in anything less than

FENDI

CONVERSATION PIECE (1974)

THE AGE OF INNOCENCE (1993)

BEDAZZLED (2000)

THE ROYAL TENENBAUMS (2001)

endi is intrinsically linked to cinema. The house

is keen to emphasize the collaborative nature of

Ftheir contributions to film, which at present number

over 30 features. They are not costume designers;

they work with costume designers. They understand

what a Fendi garment means on screen, and are happy

to embrace all connotations, from a delectable mink

coat worn by Madonna in Evita (1996) to a garish red fur

jacket with patent leather trim, and red leather boots,

on Elizabeth Hurley in Bedazzled (2000). Even outside of

cinema, Fendi’s clothes are as much about costume as

fashion. They delineate a certain type of person: sometimes

exquisite, sometimes kitsch, but always rich.

Fendi began life in 1918 when Adele

Casagrande set up a leather and fur workshop in Rome.

In 1925 Adele married Edoardo Fendi and they opened

a boutique next door selling their own goods during the

post-war recovery period. In 1946 Adele and Edoardo’s

five daughters joined the family business. Yet most

significant to the Fendi story was the appointment of

Karl Lagerfeld as creative director in 1965. Lagerfeld

moulded Fendi into what it is today: a luxury fashion

conglomerate. His belief in ‘fur as material’ – using the

fabric beyond mere accessory to construct entire garments,

namely divine fur coats – made Fendi famous.

In 1977 Lagerfeld launched Fendi’s first ready-to-wear

Vom Catwalk auf die leinwand – Designermode im Kino

13

Bereits seit den ersten Tages des Films spielten Modedesigner eine

wichtige Rolle im Kino. Dieses Buch fasst die einflussreichsten und

legendärsten Designs aus der Historie des Films zusammen, von

Ralph Laurens Trendsetter, dem maskulinen Stil für Diane Keaton als

Annie Hall in »Der Stadtneurotiker« bis hin zu Audrey Hepburns kleinem

Schwarzen von Hubert de Givenchy in »Frühstück bei Tiffany«.

»Fashion & Film« feiert den Beitrag der Modedesigner zu großen Filmen,

stellt die wichtigsten Materialien vor, untersucht ihre Bedeutung im

Umfeld des Filmstoffs und erläutert, warum sie für die Ewigkeit gemacht

sind. Illustriert mit wunderschönen Standbildern aus über 100 Filmen,

Modefotos sowie Arbeitsskizzen ist dieses Buch eine Augenweide für

alle Liebhaber von Film und Mode.

Mit 50 Portfolios von: Agnès B., Azzedine Alaia, Bill Blass,

Brooks Brothers, Calvin Klein, Cecil Beaton, Christian Dior,

Dolce & Gabbana, Fendi, Gucci, Hardy Amies, Jean Paul Gaultier,

Karl Lagerfeld, Manolo Blahnik, Marc Jacobs, Prada, Ralph Lauren,

Tom Ford, Versace, Vivienne Westwood, Yves Saint Laurent u.v.a.

Christopher Laverty ist ein renommierter Kostüm- und Modejournalist,

der auch als Berater tätig ist. Als Herausgeber und Redakteur der preisgekrönten

Website »Clothes on Film« erscheint er regelmässig bei BBC

und HBO und schreibt für verschiedene Zeitschriften. Eine seiner letzten

Publikationen war ein Buch über den Film »Grand Budapest Hotel«.

Christopher Laverty

Fashion & Film

Designermode im Kino

224 seiten, hardcover, Fadenheftung

Format 22,5 x 30 cm, € 34.90 | sFr. 44.–

IsBn: 978-3-03876-117-4 | Wg 1585 | märz 2017


eine kleine Philosophie des schuhwerks

Schuhe tragen uns durchs Leben und sind ein wichtiger Teil unserer

Kleidung. Auch andere Körperregionen bedürfen des Schutzes, aber

unsere Füße sind ohne Schuhe leicht verletzlich.

Wie bei der Kleidung generell steht der Aspekt des Nutzens aber meist

nicht im Vordergrund. Schon die Felle der Urmenschen wurden falsch

herum getragen, mit dem Fell nach außen, weil es dabei mehr um den

Status innerhalb des Stammes ging. Seit dem 20. Jahrhundert drücken

Schuhe auch unsere Neigungen und unseren Geschmack aus. Sie können

zeigen, wofür wir stehen oder was wir ablehnen. So waren bestimmte

Schuh modelle in der Popkultur der frühen 1960er-Jahre – mit den Beatles,

den Rolling Stones und Bob Dylan – ein Bekenntnis zu Musikstilen.

In diesem kleinen aber wichtigen Buch geht es um Schuhe, die Kultstatus

erreicht haben und auf eine Epoche, eine politische Richtung, auf Musikstile

oder Filmcharaktere anspielen. Hier geht es um die Sprache der

Schuhe, um die Lebensphilosophie, die hinter den Modellen liegt.

Frank Berzbach / Saskia Wragge

Die Sprache der Schuhe

Eine kleine Philosophie des Schuhwerks

ca. 144 seiten, gebunden, Fadenheftung

Format 10 x 18 cm, € 17.90 | sFr. 25.–

IsBn: 978-3-03876-118-1 | Wg 1585 | Et: märz 17

15

Details – Worauf es beim Mann ankommt

DETAILS stellt die Klassiker unter den Accessoires der Männermode vor

und erzählt spannende Geschichten über die Marken, Unternehmen und

Persönlichkeiten, die den jeweiligen Mode-Details zum Durchbruch verhalfen,

und darüber, wie sie die aktuelle Männermode mitbestimmen.

Von klassischen Taucheruhren bis zum einfachen Einstecktuch: Dieses

reichhaltig illustrierte und gründlich recherchierte Buch untersucht die

wichtigsten Accessoires der Männermode und bietet dem Mann mit Stil

zahlreiche Tipps zur angemessenen Bekleidung. Wer dieses Buch liest,

wird sich und seinen eigenen Stil mit völlig anderen Augen sehen.

Josh Sims

DETAILS

Worauf es beim Mann ankommt

176 seiten, edle Broschur, Fadenheftung

Format 20 x 28 cm, € 34.90, sFr. 44.–

IsBn: 978-3-907100-55-4 | Wg 1585 | lieferbar


»ein spaziergang durch die Welt der Herrenmode.« nZZ

Von nahezu jedem Stück der modernen Männergarderobe gibt es ein

ultimatives Vorbild, oft entwickelt von einem einzelnen Unternehmen

oder einer Marke für spezifische Anwendungszwecke.

3. Auflage

Dies gilt für die Jeans, die Paul Newman in seinen Western trug, genau so,

wie für die Smokings, die Sean Connery als James Bond kultivierte. Stilexperte

Josh Sims, der für renommierte Magazine wie GQ, Esquire oder

Wallpaper schreibt, zeigt in diesem Buch, wie solche Vorbilder für genau

einen Zweck entwickelt wurden und dann die Welt eroberten. »Männer

mit Stil« untersucht Stück für Stück die wichtigsten und berühmtesten

dieser Produkte – ihre Herkunft und Historie, die Geschichten hinter

dem Design, die Marke oder das Unternehmen, das damit angefangen hat

– sowie die Frage, welchen Einfluss das Kleidungsstück darauf hat,

wie Männer sich heute anziehen.

Dieser »reich illustrierte Spaziergang durch die Welt der Herrenmode«

(NZZ) untersucht die wichtigsten und berühmtesten Kleidungsstücke und

lüftet die spannenden Geheimnisse ihrer Herkunft, Marken und Designs.

Mit 264 Illustrationen, davon 173 in Farbe.

Leseprobe unter: www.maennermitstil.com

Josh Sims

MÄNNER MIT STIL

Stilikonen der Herrenmode

192 seiten, edle Broschur, Fadenheftung

3. auflage, Format 20 x 28 cm, € 34.90, sFr. 44.–

IsBn: 978-3-907100-50-9 | Wg 1585 | lieferbar

»Mode verschwindet. nur stil bleibt erhalten.« Coco Chanel

17

Vom Bleistiftrock zum Bikini, vom Hosenanzug zu den Hotpants oder

vom Stiletto zum Cowboy-Stiefel. Fast immer gibt es ein »erstes Mal«,

also den Zeitpunkt, zu dem ein Kleidungsstück seinen Einstand gab.

2. Auflage

Während Designer-Garderobe nicht selten Kultstatus erreichte, wurden

viele Mode-Ikonen immer wieder neu erfunden. So wurde zum Beispiel

das »kleine Schwarze« von Coco Chanel bereits 1926 erstmals in der

amerikanischen »Vogue« vorgestellt, entwickelte sich aber erst im Laufe

der Jahrzehnte zu einer zeitlosen Uniform für Damen mit Geschmack.

In den 20er Jahren getragen von Künstlerinnen wie Josephine Baker

und königlichen Hoheiten wie Wallis Simpson, in den 40ern von Hollywood-Stars

wie Vivienne Leigh oder Rita Hayworth, feierte das kleine

Schwarze seinen größten Triumph in 1961, als Audrey Hepburn es als

Holly Golightly in »Frühstück bei Tiffanys« trug oder Jacqueline Kennedy

Onassis es mit ihrer Liebe zu Accessoires kombinierte.

»Frauen mit Stil« stellt die legendärsten und einflussreichsten Kleidungsstücke

und Accessoires der Damengarderobe vor, geht ihrer Herkunft

und Geschichte nach und erzählt spannende Anekdoten über ihr Design

sowie die Personen, die ihnen zu Weltruhm verhalfen.

Mit 245 Illustrationen, davon 175 in Farbe.

Leseprobe unter: www.frauenmitstil.com

Josh Sims

FRAUEN MIT STIL

Stilikonen der Frauenmode

208 seiten, edle Broschur, Fadenheftung

2. auflage, Format 20 x 28 cm, € 34.90, sFr. 44.–

IsBn: 978-3-907100-53-0 | Wg 1585 | lieferbar


WENN ICH EIN BUCH WÄRE,

HÄTTE ICH NICHTS DAGEGEN, MIT EINEM

LEIDENSCHAFTLICHEN LESER AUF EINER

EINSAMEN INSEL ZU STRANDEN.

WENN ICH EIN BUCH WÄRE,

WÄRE ICH GERN EINE ENDLOSE REISE.

eine poetische liebeserklärung an das Buch

»Wenn ich ein Buch wäre...« ist eine liebevolle Hommage

an die Magie und den Zauber des Buches. Die phantasievollverrückten

Illustrationen von André Letria, der ein Buch

wahlweise als Drachen, Zelt oder auch Schiff darstellt, und die

feinsinnigen Texte von José Jorge Letria sind eine Freude für

jeden Buchliebhaber. In den Händen des Vater-Sohn-Duos wird

ein Buch zum Berggipfel mit spektakulärem Rundblick (»Wenn

ich ein Buch wäre, eröffnete ich viele neue Horizonte«) oder ein

endloses Treppenhaus der Phantasie (»Wenn ich ein Buch wäre,

würde ich nicht schon am Anfang wissen wollen, wie meine

Geschichte ausgeht«.) Bild und Text greifen hier nahtlos ineinander

und machen dieses Kleinod zum besten Freund jedes

Lesers und einer zeitlosen Ergänzung für jedes Bücherregal.

Die mehrfach preisgekrönte Originalausgabe dieses Bestsellers

stammt aus Portugal (»Se eu fosse um livro«) und wurde weltweit

bereits in zehn Sprachen übersetzt. Die deutsche Ausgabe

ist exklusiv in der »Midas Collection« erschienen.

KASSENTITEL

»Du öffnest die Bücher und sie öffnen dich.«

(Tschingis Aitmatow)

Partie

6/5

12/10

José Letria und André Letria

Wenn ich ein Buch wäre

Eine Hommage an das Buch

64 seiten, gebunden, Fadenheftung

Format 16 x 20 cm, € 14.90, sFr. 22.–

IsBn: 978-3-03876-104-4 | Wg 1587 | lieferbar


Die Glücksbibliothek des epikur

19

Worin besteht die Kunst, ein glückliches Leben zu führen? Der

griechische Philosoph Epikur widmete sich sein ganzes Leben lang

ausschließlich dieser Frage. Seine Lehrsätze geben zwar Tipps, aber

was Philosophieren im epikureischen Sinn bedeutet lässt sich am

besten durch Geschichten vermitteln.

Neuerscheinung

9 7 8 3 0 3 8 7 6 1 0 4 4

»Epikurs Bibliothek« vermittelt Epikurs Philosophie in Form von

Geschichten und bietet so eine Art Übersetzungshilfe vom Abs-

trakten ins Lebendige. Dabei geht es um Themen, die insbesondere

in der Gegenwart wieder hochaktuell sind: Wie realistisch ist z.B.

der »amerikanische Traum«, wonach jeder Mensch unabhängig von

Herkunft oder Geschlecht die Möglichkeit hat, ein gutes und bestimmtes Leben zu

selbst-

führen?

Die Dramaturgie-Expertin Marietheres Wagner stellt zu jedem

dieser Themen Bücher unterschiedlichster Art vor: Romane, Sachbücher,

Bilderbücher und Essays, moderne Bücher und Klassiker.

Dabei geht die Autorin auch der Frage nach, wie wir heute in der

Zeit der Digitalisierung und der Informationsüberflutung überhaupt

noch »unsere« Bücher finden können.

KASSENTITEL

»Der Anfang eines schönen Lebens und höchster Reichtum

ist die Weisheit. Daher ist auch die Weisheit die wertvollste

Frucht aller Philosophie.« (Epikur, 341-271 v. Chr.)

Marietheres Wagner

Epikurs Bibliothek

Geschichten vom Glück

144 seiten, leinen, Fadenheftung

Format 12 x 18 cm, € 17.90, sFr. 25.–

IsBn: 978-3-03876-119-8 | april 2017


Alberto Giacometti

1901 Borgonovo / Stampa – 1966 Chur

90

Sean Scully

1945 Dublin – lebt und arbeitet in New York und Barcelona

118

Bronze

Inv.-Nr.: S54T

(Guss: Susse Fondeur / Paris 1973)

Erworben 2012

Verso sign. und num.: Alberto Giacometti 6/8

57,7 × 36,5 × 25 cm

AS

Öl auf Leinwand

Verso bet., sign. und dat.:

Dreamland /Sean Scully/1987

228 × 296,5 × 14 cm

UW

Inv.-Nr.: P215M

Erworben 2009

laskugel

26 Alberto Giacometti

Buste d’homme (Eli Lotar II)

1964/65

Dem Fotografen und Filmemacher Eli Lotar war

Giacometti im Pariser Nachtleben begegnet. Der

talentierte Sohn eines rumänischen Dichters verschwendete

seine Zeit als Habitué in den Bars von

Montparnasse. Er war, wenn wir James Lord, dem

Biografen Giacomettis, folgen, zum Inbegriff des

künstlerischen Scheiterns und der Unfähigkeit zum

Schaffen geworden, Themen, die auch Giacometti

Die 57,7 cm hohe Büste von Eli Lotar II gipfelt in

dem klar gestalteten, runden Kopf, während der

Oberkörper mit den herabsinkenden Schultern und

den herunterhängenden Armen zu einer amorphen

Masse gerät, die an fließende Lava oder Geröllhalden

in den Bergen erinnert. Sie trägt die Spuren

von Giacomettis modellierenden Händen, deren

Kraft die Materie lebendig werden lässt. Aus dieser

lebenslang beunruhigt haben.

Masse erhebt sich der Kopf wie eine Frucht. In ihm

sammelt sich alle Energie, in seinem Mund, der

lerischen Lebens, 19. August 1947, emigrierte er schließlich nach

Von Eli Lotar hat Giacometti in seinen beiden letzten Nase und vor allem im Blick. Dieser die Realität

Lebensjahren, 1964/65, drei Plastiken geschaffen. durchdringende Blick ist mit höchster Konzentration

Als der Künstler im Januar 1966 starb, war die letzte, in die Ferne gerichtet und fixiert ein im Unendlichen

Max Beckmann Amerika.

Eli Lotar III, in seinem Pariser Atelier in Montparnasse liegendes, nicht benennbares Ziel. Im Unterschied

noch aufgebockt. Die zuvor entstandenen Gipsfassungen,

Eli Lotar I und Eli Lotar II, wurden noch 1965 wird, überlebt der schauende Geist, der sich in

zu dem vergänglichen Körper, der wieder zu Materie

ins Bild gesetzt,

vollendet. Alle Bronzegüsse sind posthum zwischen diesem Kopf konkretisiert.

1968 und 1981 ausgeführt worden.

rei und Plastik. Wie Diese kurzen biografischen Angaben lassen erahnen,

vor welchem Lebenshintergrund Max Beck-

Atelierfotos von Giorgio Soavi zeigen die intensive

Spannung, die Giacometti zu seinem Modell hergestellt

hatte. Während des ganzen Jahres 1964

r Künstler zeugen

arbeitete er fast täglich an den beiden Büsten, Eli

Lotar I und Eli Lotar II, die in unendlich vielen Sitzungen

langsam und mühevoll Gestalt annahmen.

en Erscheinung mann sein Selbstbildnis mit Glaskugel gemalt hat.

Denn Giacometti wollte jeden lebendigen Augenblick

seines Gegenübers in der Plastik repräsentieren,

ein scheinbar unlösbares Unterfangen.

chöpferischen Welche Zukunft drohte einer mehr als trostlosen

n wechselnder Gegenwart? Zu ihrer Ergründung benutzt der Künstler

im Bild eine Glaskugel, ein Instrument der Mantik,

Umständen, geowie

privater und das ihn zum Seher und Wahrsager macht. Früh

weit mehr noch schon hatte sich Beckmann, epochen- und kulturübergreifend,

für alles aufgeschlossen gezeigt,

sverbot, Exil und

eckmann in höchst was der geistigen Erkenntnis und dem Blick hinter

bstbewusst oder die Erscheinungen der Wirklichkeit diente. Er las

, streitbar oder religiöse, philosophische, mythologische und belletristische

Literatur. Auch Esoterik und Okkultismus

üster. Doch wie

oßem, ewig wech- fesselten ihn. Alles Bedeutungsvolle konnte ihm

Leidenschaften 34 Sean und Scully zum Gegenstand der Kunst werden. Ruhig liegt die

und Nöten verhielt, DreamlandGlaskugel in seiner Hand, behutsam gegen die Brust

1987

s Daseins«, das ihn gedrückt. Helles Licht erfasst das Gesicht und die

Die additive Bildgestalt, die Sean Scully dem kleinformatigen

Gemälde Plum (Kat. 33) gegeben hat, Werkes aber ist die Farbe. Sie erst verleiht ihm Prä-

Das eigentliche Gestaltungselement des dreiteiligen

mindert stark. hohe Stirn. Tief verschattet sind indes die Augen.

ist bei Dreamland in ein rechteckiges und geradezu senz und Gewicht und bestimmt seine Architektonik.

architektonisch anmutendes Großformat gesteigert. Entfiele sie, bliebe allein das knapp skizzierte

Sinnend geht sein ernster Blick zugleich nach innen

Bereits Werke der frühen 1970er Jahre reflektieren Liniengerüst übrig, das ihm zugrunde liegt. Farbe

architektonische Strukturen von Brücken und Verkehrswegen

sowie von Industrieanlagen und Gebäude-

ästhetischen Eigenwert und ihren Gestaltungswert.

also konstituiert das Bild als Bild – durch ihren

laskugel entstand,

hinaus in den dunklen Raum, der sich jenseits

fassaden, die Scully in seinem damaligen Wohnort Im Unterschied zur Symmetrie der dreiteiligen Bildkonstruktion

ist sie asymmetrisch verteilt, wodurch

Newcastle-upon-Tyne im Norden Englands täglich

vor Augen hatte und seine Seherfahrungen prägten. die Komposition des Bildes in ein prekäres, wenn

rlin, die Emigration des mächtigen Körpers und einer offenen Tür, die

auch haltbares Gleichgewicht gerät. Gerade aber

Für die großformatigen Werke der 1980er Jahre das Abweichen der Farbe von der Symmetrie der

bedeutet »architektonisch« freilich nicht, dass sie Bildkonstruktion veranschaulicht ihre ästhetische

nach der Machtland,

wurde er liche und Ungewisse verliert. Durch den Verzicht auf

seinen Kopf wie ein Nimbus hinterfängt, ins Unend-

begehbar sind. Wie alle seine Gemälde ist auch und gestalterische Autonomie.

Dreamland ganz auf die Wand bezogen und dient

allein der Anschauung. Die architektonische Anmutung

resultiert jedoch aus der physischen

Addition seiner drei Einzelteile zu einer kompakten

Bildkonstruktion, ebenso aus der strikten Gliederung

ter Städelschule jedes erzählerische Detail erscheint Beckmann, der

in vertikale und horizontale Bildfelder, welche sowohl

die Vorstellung von tragenden und lastenden Teilen

als auch von Mauerwerk erzeugen, und nicht zuletzt

en ihn und sein nur mit dem Attribut des Wahr-Sehens und -Sagens

aus dem Duktus der Malerei, der bewusst und

systematisch der jeweiligen Längsausrichtung der

Bildfelder und somit der Grundstruktur des Bildes

onprinzenpalais, ausgestattet ist, den realen Zeitumständen enthoben.

folgt.

ie für moderne und So ist hier der mit leiblichen und geistigen Augen

eine Gemälde von der Wahrheit zugewandte Mensch das alleinige und

reise in die USA überzeitliche Bildthema. Es tritt mit hohem Anspruch

irekt nach Hitlers auf und verleiht dem Künstler eine geradezu prophetische

Aura. Hölderlin, der zu Max Beckmanns

fnung der Großen

Beckmann mit Lektüre gehörte, schrieb einst: »Aber es wohnet auch

h in Amsterdam ein Gott in dem Menschen, daß er Vergangenes

ruppen besetzt und Zukünftiges sieht«. Was es über dieses zu sagen

kendem Exil, am gibt, das offenbart sich in Beckmanns Bildern.

UW

»Kunst wäscht den staub des Alltags von der seele.« Pablo Picasso

21

Max Beckmanns »Selbstbildnis mit Glaskugel«, Fernand Légers »La

Danseuse« und Pablo Picassos »Femme dans un fauteuil« sind nur drei

Beispiele großartiger Kunstwerke aus der Sammlung der Hilti Art Foundation,

die derzeit rund 250 Gemälde, Skulpturen, Plastiken, Objekte und

Fotografien von der klassischen Moderne bis zur Gegenwart umschließt.

Dieses großzügig gestaltete Buch zeigt in 80 zumeist ganzseitigen

Abbildungen alle Kunstwerke, die vom Dezember 2016 bis Oktober

2017 im Kunst museum Liechtenstein zu sehen sind. Weit mehr als ein

Ausstellungs katalog vermittelt es dem Leser die Vielfalt der Kunst vom

späten 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart; Werke einer Kunst epoche,

deren ästhetische und inhaltliche Fragen vor dem Hintergrund eines sich

radikal verändernden Welt- und Wirklichkeitsverständnisses ständig

neu gestellt werden. Die Facetten dieser Epoche und die Entstehungsgeschichte

der ausgestellten Kunstwerke werden in ausführlichen

Begleittexten vom Kurator Uwe Wieczorek und der Kunsthistorikerin

Angela Schneider beleuchtet.

Einen Schwerpunkt in Katalog und Ausstellung bilden die Werke von

Max Beckmann. Neben dem »Selbstbildnis« aus dem Jahr 1936 werden

auch »Bücklinge« (1928), »Strand mit Booten an der Riviera« (1938),

»Traum des Soldaten« (1942/43), »Frau mit Zigarette in Blauviolett« (1944)

sowie »Mann im Dunkeln« (1934) gezeigt. Weitere mit mehreren Werken

vertretene Künstler sind Alberto Giacometti, Ernst Ludwig Kirchner, Paul

Klee, Jean Dubuffet, Imi Knoebel, Gotthard Graubner und Sean Scully.

Hilti Art Foundation

Kirchner, Léger, Scully & mehr

Werke aus der Sammlung

156 seiten, hardcover mit leinenüberzug und sU

Fadenheftung, Format 23 x 30 cm, € 39.– | sFr. 39.–

IsBn: 978-3-03876-113-6 (dt. ausgabe) | jan 17

IsBn: 978-3-03876-114-3 (engl. ausgabe)


eine Hommage an die Weiblichkeit

Der österreichische Fotograf Martin Wieland arbeitet seit 20 Jahren

als Aktfotograf. In diesem opulenten Buch werden viele seiner

Aufnahmen zum ersten Mal veröffentlicht. Entstanden ist dabei

ein umfangreiches Werk seiner bisherigen Arbeiten.

»Martin Wieland zeigt selbstbewusste Frauen, die sich ihrer Schönheit

und Ausstrahlung bewusst sind. Sein Buch ist gleichsam eine Hommage

an die Weiblichkeit, das gesamte Buch ist eine Verneigung vor der

Schönheit der Frauen und des weiblichen Körpers.« (Thomas Gerwers,

Chef redakteur ProfiFoto- Magazin).

Martin Wieland

THE BOOK

Eine Hommage an die Weiblichkeit

336 seiten, hardcover, Format 29 x 36 cm

€ 89.– | sFr. 95.–, 978-3-03876-110-5 | lieferbar


Midas Verlag AG

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abbildungsnachweise:

Cover, p4/p5: © philippe halsman archive, p6: Bert hardy / picture post, p8: © peter angelo simon,

p9: © Burt glinn / magnum photos, p10: Chris levine, p11: harry Cory Wright, p12: Fox searchlight / the

Kobal Collection, p13: 20th Century Fox / Barry Wetcher, p14: © anwar hussein, hulton archive, p16: nicolas

tikhomiroff / magnum photos, p18: © andré letria, p20/21: hilti art Foundation, p22: © martin Wieland


Kunst

für Kinder

das ErstE programm

240 seiten, € 24,90, IsBn 978-3-907100-56-1

64 seiten, € 14,90, IsBn 978-3-03876-104-4

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336 seiten, gebunden, € 29,90, IsBn 978-3-03876-100-6 84 seiten, € 17,90, IsBn 978-3-03876-101-3

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