Unser Baby

kbverlag

FAMILIENRATGEBER

103. JAHRGANG SOMMER 2020 CHF 10.–

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EDITORIAL.

IMPRESSUM UNSER BABY

Ein Ratgeber für junge Eltern.

Pflege, Ernährung und Entwicklung

des Babys bis zu seinem 12. Monat.

103. Jahrgang, Sommer 2020

Erscheint einmal pro Jahr

Wert der Ausgabe CHF 10.–

Liebe Mutter,

lieber Vater

Sonderbeilage zu

Chefredaktion:

Christina Bösiger, redaktion@swissfamily.ch

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter:

Prof. Dr. Kurt Baerlocher, Thierry Bösiger,

Valérie Borioli Sandoz, Nadia Fernandez,

Christine Flunser, Dr. Brigitte Holzgreve,

Christina Hurst-Prager, Judith Krucker,

Esther Mogicato, Dr. Heinrich Nufer,

Maria Luisa Nüesch, Marianne Siegenthaler

Corinne Verna, Cornelia Wieser

Verlagsleitung:

Max Künzler / Olaf Aperdannier

o.aperdannier@kueba.ch

Verkauf:

Thomas Riedmann, t.riedmann@kueba.ch

Back Office:

Paulo Aperdannier, backoffice@kueba.ch

Tel. 071 314 04 91

Marketing

Roger Hartmann, r.hartmann@kueba.ch

Grafische Gestaltung:

Heussercrea AG, 9015 St. Gallen

Ausrüstung und Versand:

Brülisauer Buchbinderei AG, 9200 Gossau

Druck:

Buchdruckerei Lustenau Gesellschaft mbH

6890 Lustenau

Herausgeber/Verlag:

KünzlerBachmann Verlag AG

Zürcherstrasse 601

Postfach 345, 9015 St.Gallen

Tel. 071 314 04 44 / Fax 071 314 04 45

info@swissfamily.ch, www.swissfamily.ch

Copyright:

Nachdruck und elektronische

Wiedergabe nur mit schriftlicher

Genehmigung des Herausgebers.

Ihr Baby ist da! Vielleicht sind Sie gerührt, weil es so

winzig und schutzlos zu sein scheint? Vielleicht sind

Sie auch einfach nur glücklich, weil Sie es das erste

Mal auf dem Arm halten können? Vielleicht haben Sie

aber auch Zweifel, weil Sie nicht wissen, was die

Zukunft bringt?

Keine Sorge: Momentan braucht es nicht viel ausser

Liebe, Schutz, Schlaf, Nahrung und ganz viel Ruhe

«Nehmen Sie sich Zeit – für sich und

Ihr Neugeborenes.»

um «anzukommen». Behalten Sie es ganz oft bei sich,

damit es Ihre Nähe spürt und Vertrauen fassen kann.

Nutzen Sie den Freiraum, denn Sie durch den Mutterschaftsurlaub

haben. Denn auch Ihr Körper und Ihr

Geist muss sich nach der Geburt erholen.

Setzen Sie sich also nicht unter Druck, sondern im

Gegenteil: Nehmen Sie sich Zeit, für sich, Ihren Körper

und auch für Ihre Fragen rund um Ihr Neugeborenes.

Antworten und Anregungen dazu finden Sie in unserem

Ratgeber.

Und noch ein Tipp: Nie wieder wird eine Entwicklungsphase

im Leben Ihres Kindes so rasant und intensiv

verlaufen wie im ersten Jahr. Tag für Tag wird Ihr

Baby Sie überraschen, Notieren Sie seine Fortschritte

in unserer Baby-Agenda – jetzt kostenlos bestellen

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Nun wünsche ich Ihnen ein wundervolles erstes Jahr

mit Ihrem Baby!

Herzlichst, Christina Bösiger

2020 | Unser Baby 1


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Dies sind zugelassene Arzneimittel. Lesen Sie die Packungsbeilagen.

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INHALT.

Inhalt.

Die erste Zeit nach der Geburt

4 Aktuell: So klappt das Stillen

8 Interview: Die häufigsten Fragen

10 Guter Start ins Abenteuer Baby

12 Wenn der Babybauch bleibt.

18 Beckenboden: Schritt für Schritt wieder fit

25 Leichte Übungen für den Beckenboden

26 Aktive Väter vor!

29 Sanfte Pflege

Die Entwicklung des Babys

33 Schritt für Schritt – vom Baby zum Krabbelkind!

76 Babyzeichensprache

4

Gesundheit

40 Kinderkrankheiten

44 SOS – mein Baby ist krank

50 Interview: «Keine Tränchen beim ersten Zähnchen!»

52 Impfen: Schutz oder Risiko?

56 Fitness mit dem Baby.

67 Baby-Massage

72 Zahnen tut weh!

Ernährung

60 Säuglingsnahrung – auf einen Blick

62 Babys Speiseplan im ersten Jahr

Infothek

69 Marktinfos

26

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12

2020 | Unser Baby 3


AKTUELL.

So klappt das Stillen.

Stillen ist die natürlichste Art, das Baby zu ernähren. Muttermilch ist dem

kindlichen Organismus angepasst und bietet dem Kind alles, was es braucht.

4 Unser Baby | 2020


AKTUELL.

TEXT: MARIANNE SIEGENTHALER

Die Vorteile liegen auf der Hand: Muttermilch ist

jederzeit in der richtigen Zusammensetzung, genügender

Menge und idealen Temperatur verfügbar.

Zudem stärkt sie das Immunsystem des Kindes. Voll

gestillte Kinder leiden denn auch deutlich weniger

an Durchfallerkrankungen, Atemwegsinfektionen,

Mittelohrenentzündungen und Harnwegsinfekte und

werden auch weniger oft ins Krankenhaus eingewiesen.

Das Saugen an der Brust begünstigt ausserdem die

Entwicklung der Mundmuskulatur und damit das

Sprechenlernen. Stillen tut aber auch der Mutter gut:

Die Stillhormone fördern die Rückbildung der Gebärmutter

und erhöhen den Kalorienverbrauch, wodurch

junge Mütter ihr ursprüngliches Gewicht schneller

und leichter wieder erreichen. Und natürlich unterstützt

Stillen die Bindung und Verständigung von

Mutter und Kind. Während aber die einen Frauen die

Stillzeit in vollen Zügen geniessen, empfinden es

an dere als ziemliche Belastung, praktisch ständig in

Bereitschaft zu stehen und die Verantwortung für das

Gedeihen des Kleinen ganz alleine tragen zu müssen.

Und auch das häufige Aufwachen in der Nacht über

mehrere Wochen oder Monate hinweg kann stark an

die Substanz gehen.

Doch die Vorteile überwiegen, und so wollen neun von

zehn Frauen ihr Kind stillen – was nicht immer so

ganz problemlos klappt. «Häufige Gründe, dass junge

Mütter nicht stillen, sind ungenügende Information,

fehlende Unterstützung und negative Rückmeldung

aus dem Umfeld», hat Therese Röthlisberger, Stillberaterin

von La Leche League und Still- und Laktationsberaterin

IBCLC, beobachtet. Kommt dazu, dass viele

Mütter auch nach der Geburt des Kindes weiterhin

berufstätig sein wollen. Da ist es schon rein organisatorisch

nur schwer möglich, dem Baby weiterhin nach

seinen Bedürfnissen die Brust zu geben. Viele Frauen

stillen denn auch ab, bevor sie wieder in ihren Job einsteigen.

Doch ganz egal, wie lange man das Baby stillen will,

damit es klappt, ist es ganz wichtig, dass das Kind

möglichst früh angelegt wird. Ein Neugeborenes hat

alle Anlagen, die es braucht, um das Stillen zu erlernen,

und verfügt über alle nötigen Reflexe – das gilt auch

für Kaiserschnittbabys. Der Reiz der Brustwarze im

Gaumen regt das Baby zum Saugen an. Lassen Sie das

Baby trinken so lange es möchte, dann geben Sie ihm

die andere Brust. Ganz zu Beginn wird das Kleine sehr

oft, also bis zu zwölf Mal pro 24 Stunden trinken

wollen, mit der Zeit findet jedes Mutter-Kind-Stillpaar

«Muttermilch stärkt das Immunsystem

des Kindes. Gestillte Kinder leiden

weniger an Krankheiten.»

seinen eigenen Rhythmus. Häufiges Anlegen regt den

Milchfluss an. Doch denken Sie daran, dass jedes Baby

anders ist: Das eine schläft ständig ein während des

Trinkens, das andere hat schon nach wenigen Minuten

genug. Und auch je nach Alter verhält sich ein Kind

unterschiedlich. Selbst wenn sich ein Rhythmus eingependelt

hat, kann es immer wieder vorkommen,

dass das Kleine wieder öfter an die Brust will, weil es

beispielsweise einen Wachstumsschub hat.

Aber auch wenn der Stillbeginn nicht so optimal ge -

klappt hat, wie Sie es sich vorstellen oder aus Büchern

kennen – verlieren Sie nicht den Mut und versuchen

Sie es immer wieder.

INFO: So klappt das Stillen

• Setzen Sie sich bequem hin und legen

Sie sich eventuell ein Kissen auf den

Schoss.

• Legen Sie sich das Kind so in den Arm,

dass sein Bäuchlein auf Ihrem Bauch

liegt und das Gesicht des Babys Ihrer

Brust zugewandt ist. Ohr, Schulter und

Hüfte des Kindes bilden vor der Mutter

eine grade Linie.

• Wenn Sie mit der Brustwarze über

den Mund des Babys streichen, wird

es diesen aufmachen.

• Öffnet das Baby seinen Mund ganz weit,

ziehen Sie das Baby ganz nah zu sich

heran, damit die Brustwarze den

Gaumen des Babys berührt und

so den Saugreflex auslösen

kann.

• Nach dem Stillen legenSie es

sich an die Schultern, damit es

sein Bäuerchen machen kann.

2020 | Unser Baby 5


AKTUELL.

nämlich schräg, wird die Saugbelastung ungleich verteilt,

und es können wunde oder gar rissige, sehr

schmerzhafte Stellen entstehen. Es ist auch entscheidend,

dass Ihr Baby den ganzen Warzenhof mit seinem

Mund umfasst: Nuckelt es nur an der Warze, tut das

weh und verletzt die empfindliche Haut. Auch volle

Brüste können schmerzen. Bestes Gegenmittel: Legen

Sie das Kind an. Falls Sie aber Fieber bekommen und

sich unwohl fühlen, sollten Sie die Still- und Laktationsberaterin

IBCLC, Ihre Hebamme oder den Arzt,

die Ärztin aufsuchen.

«Auch wenn der Stillbeginn nicht

optimal geklappt hat – verlieren

Sie nicht den Mut und versuchen Sie

es immer wieder.»

Eine Stillberaterin (siehe Infobox und das Interview

mit Annette Saloma, Stillberaterin LLL) wird Ihnen

im Spital bzw. zu Hause gerne zur Seite stehen. Dank

ihrer reichen Erfahrung kann sie Ihnen helfen, Stillpro

bleme zu lösen.

Entspannt stillen

Machen Sie es sich beim Stillen immer so bequem wie

möglich. Zu Hause sollten Sie sich Ihre Stillecke so

einrichten, dass Sie sich wohlfühlen. Probieren Sie aus,

welche Stillposition für Sie und Ihr Kind ideal ist.

Selbstverständlich können Sie auch im Liegen stillen.

Vielleicht stillen Sie Ihr Baby dabei in den Schlaf. Das

«Bäuerchen» sollten Sie in diesem Fall ausfallen lassen.

Nach einer so entspannten Stillmahlzeit ist das oft

auch gar nicht nötig. Stellen Sie sich bei jeder Stillmahlzeit

ein Getränk hin. Jetzt oder nach dem Stillen

haben Sie die Musse zu trinken, denn das wird nachher

leicht vergessen. Ruhen Sie eine Viertelstunde nach

jeder Stillmahlzeit. Am besten, Sie essen eine Kleinigkeit

dabei: ein Stück Obst, ein Müsli oder ein Joghurt.

Achten Sie darauf, dass Sie die Brustwarze immer

senkrecht in den Mund des Babys einführen. Liegt sie

Abgepumpte Milch sollte nicht in der Mikrowelle

erwärmt werden, weil dadurch wertvolle Inhaltsstoffe

verloren gehen. Besser wärmt man also Muttermilch

im Wasserbad auf. Auch sollten die Vorräte, selbst

wenn sie eingefroren sind, relativ rasch aufgebraucht

werden, weil sich die Zusammensetzung der Milch mit

dem Wachstum des Babys verändert.

Stillen schützt nicht vor Schwangerschaft. Zur Verhütung

empfiehlt sich entweder ein Präservativ oder eine

niedrig dosierte Mini-Pille. Solange der Monatszyklus

nicht wieder regelmässig eingesetzt hat, ist eine natürliche

Verhütung nicht möglich.

INFO: Hier finden junge Mütter Hilfe

• www.stillen.ch

Die Homepage des Berufsverbandes

Schweizerischer Stillberaterinnen

IBCLC bietet nebst Infos zum Thema

Stillen auch eine Adressliste von

Stillberaterinnen.

• www.lalecheleague.ch

Die Homepage von La Leche League

• Mütter- und Väterberatungsstellen

(Auskunft über

Gemeindeverwaltung)

6 Unser Baby | 2020


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AKTUELL.

Interview

Die häufigsten Fragen

Annette Saloma ist Stillberaterin der LLL und

erklärt, worauf man achten muss, wenn man sein

Kind stillen will.

Wie klappt das Stillen?

Wir empfehlen Stillen nach Bedarf und nicht nach

Uhr, damit die Milchproduktion optimal angeregt

wird. Zudem ist es wichtig, auf die frühen Hungerzeichen

zu achten: Suchbewegung des Kopfes mit

offenem Mund, Saugbewegungen, Strampeln. Schreien

ist ein spätes Hungerzeichen. Manche Babys sind

dann bereits so aufgeregt, dass das Stillen sehr unruhig

wird.

Manche Mütter klagen über Schmerzen beim

Stillen. Was kann man dagegen tun?

Stillen kann anfangs etwas unangenehm sein. Doch

Schmerzen sollten nicht sein. Sind die Brustwarzen

wund oder sogar blutig, muss unbedingt die Ursache

dafür gefunden werden. Es kann beispielsweise sein,

dass das Baby nicht optimal angelegt ist, zu wenig

Brust in den Mund nimmt oder ein verkürztes Zungenbändchen

hat.

Was kann eine Frau tun, wenn sie denkt, dass sie zu

wenig Milch hat?

Am besten kontaktiert sie in diesem Fall eine Stillberaterin.

Oft werden kurze Stillabstände oder weiche

Brüste als Beweis für eine ungenügende Milchproduktion

missinterpretiert. Wenn man nach Bedarf stillt,

produziert man aber in der Regel genau die richtige

Milchmenge für sein Kind. Auch Unruhe beim Baby

kann viele Ursachen haben – nicht immer ist es

Hunger. Auch eine ungenügende Gewichtszunahme

bedeutet nicht zwangsläufig, dass zugefüttert werden

muss. Meist genügen kleine Anpassungen im Stillmanagement,

um die Milchproduktion anzukurbeln.

Was kann man machen, wenn ein Kind nur

sehr kurz trinkt und so nie von der fetthaltigen

Hintermilch bekommt?

Die Theorie von Vorder- und Hintermilch gilt mittlerweile

als überholt. Es gibt nur eine Milch, die

jedoch im Fettgehalt variiert. Stillt man nach dem

Bedarf des Babys, bekommt es grundsätzlich genau

den Anteil an Fett, den es benötigt.

Kann es bei zu wenig Milch Sinn machen,

Mahlzeiten hinauszuzögern, damit sich die Brust

wieder auffüllen kann?

Das ist eher kontraproduktiv. Eine Brust ist keine

Milchtüte, die sich leert und wieder auffüllt. Die

Milchmenge richtet sich nach der Nachfrage: Je mehr

man das Kind stillt, desto mehr Milch wird produziert.

Zudem wird die Milch hauptsächlich während

des Stillvorgangs gebildet.

Ist es sinnvoll, einem Baby bei jeder Unruhe die

Brust anzubieten?

Wenn sich das Kind an der Brust beruhigt, spricht

nichts dagegen. Es ist praktisch, einfach und kann viel

unnötigen Stress ersparen, denn Stillen ist viel mehr

als nur Nahrungsaufnahme. Es bedeutet für das Kind

auch Durst stillen, Trost, Geborgenheit, Zuneigung,

Liebe und «Mama tanken». Man muss auch keine

Angst haben, dass sich das Kind anders nie wird beruhigen

können. Gestillte Bedürfnisse verschwinden

irgendwann von alleine. Manchmal möchte das Baby

aber auch gar nicht gestillt werden, wenn es weint.

Dann kann tragen, kuscheln und einfach verständnisvolles

Zuhören helfen. Viele Mütter von sogenannten

Schreibabys machen auch gute Erfahrungen mit

«Windelfrei» – bei Kinder mit starken Beschwerden

in den ersten 12 Wochen macht es vielleicht Sinn, sich

mit diesem Thema zu beschäftigen.

8 Unser Baby | 2020


Väter fühlen sich manchmal aussen vor, wenn die

Frau stillt. Was kann der Vater tun?

Von der Natur her ist die Mutter für die Ernährung

des Kindes zuständig. Aber die durch nichts zu

er setzende Vater-Kind-Beziehung ist ein wichtiges

Element in der frühkindlichen Entwicklung. Väter

können mit ihrem Baby kuscheln, es wickeln, baden

und in einem Tragetuch oder einer geeigneten Tragehilfe

tragen. Es heisst nicht umsonst: «Tragen ist das

Stillen der Väter.» Zudem kann der Vater auch die

Mutter unterstützen, sei es im Haushalt oder mit

Kochen und auch moralisch. Frauen, die von ihren

Männern beim Stillen unterstützt werden, stillen

erfahrungsgemäss länger.

Meine allerersten

Ferien mit

Mami und Papi

Soll man einem Kind mit einem starken

Saugbedürfnis einen Nuggi geben?

Grundsätzlich sollte das Saugbedürfnis an der Brust

befriedigt werden. Das regt die Milchproduktion an

und ist gleichzeitig bestes Training für die Kiefermuskulatur.

Der Nuggi ist ein Brustersatz – nicht

umgekehrt. Bei Kindern, die an den Nuggi gewöhnt

werden, kann es sein, dass sie den Hunger «wegnuckeln»:

Die Folgen sind ein Rückgang der Milchproduktion

und ungenügende Gewichtszunahme.

Auch kann ein Nuggi eine Saugverwirrung geben,

weil das Saugen am Nuggi ein anderes ist als an der

Brust. Die Folgen können wunde Brustwarzen sein.

Weitere Infos:

«Das Handbuch für die stillende Mutter»

www.lalecheleague.ch

ZUR PERSON:

Annette Saloma, (39) ist Stillberaterin

der LLL. Die alleinerziehende Mutter

lebt mit ihren Kindern in Uster.

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DIE ERSTE ZEIT.

Guter Start ins

Abenteuer Baby.

Nun halten Sie Ihr Baby im Arm. Sie sind vermutlich überwältigt,

beglückt, aber auch erschöpft von der anstrengenden Geburtsarbeit.

Die ersten Tage werden Sie vielleicht wie im Traum erleben.

TEXT: CHRISTINA HURST-PRAGER

In den ersten Stunden nach der Geburt bleibt die Zeit

stehen. Vielleicht sind Sie euphorisch, vielleicht einfach

nur müde. Für Sie hat sich vieles geändert, doch das

Leben geht seinen gewohnten Gang. In den folgen den

Tagen erleben Sie eine grosse hormonelle Umstellung.

Ihr Körper verändert sich rasant. Der pralle, runde

Schwangerschaftsbauch ist nun weich und schlaff.

Während der ersten Tage werden Sie noch von Nachwehen

geplagt. Die Nachwehen sind beim ersten Kind

noch recht schwach, nach dem zweiten und allen

weiteren Kindern werden sie in der Regel stärker. Der

Sinn dieser Kontraktionen: Die Blutgefässe in der

Gebärmutter werden «abgeklemmt», das dient der

Blutstillung der grossen Wundfläche, die durch die

Ablösung der Plazenta entstanden ist. Durch die Nachwehen

verkleinert sich auch die Gebärmutter. Ungefähr

am dritten Tag nach der Geburt «schiesst die

Milch ein»: Ihre Brüste sind prall und voll. Die spontanen

Nachwehen haben nun aufgehört, jetzt kontrahiert

die Gebärmutter nur noch als Reaktion auf das

Saugen des Babys an der Brust. Das Stillen ist also

nicht nur für Ihr Kind gut, es unterstützt auch die

gesunde Rück bildung der Gebärmutter.

Schürfungen und Dammschnitt beginnen zu heilen.

Die Dauer des Ausflusses nach der Geburt ist sehr

unterschiedlich und kann bis zu acht Wochen dauern.

Da es auch so lange dauert, bis sich die Gebärmutter

zurückgebildet, der Dammschnitt verheilt und der

Mut termund wieder verschlossen ist, sollten Sie während

dieser Zeit auf Geschlechtsverkehr verzichten.

Wenn Sie Schmerzen beim Sex haben, warten Sie zu,

bis Sie sich wieder wohl fühlen – Liebe und Zärtlichkeit

kann man auf vielfältige Weise ausdrücken und

erleben. Es ist wichtig, dass Sie mit Ihrem Partner über

Ihre Ängste, Freuden und Erwartungen sprechen –

nur so können Missverständnisse und Frustrationen

vermieden werden!

Das Wochenbett

Etwa sechs bis acht Wochen dauert – medizinisch

gesehen – das Wochenbett. Nicht nur der Körper der

Frau verändert sich in dieser Zeit, auch ihre Gefühle

werden wohl Achterbahn fahren, während die neue

Familie nun langsam zusammenwächst. Nur selten

werden Sie in Ihrem Leben so viel verarbeiten müssen

wie in der Wochenbettzeit. Deshalb gilt: Lassen Sie

sich Zeit! Sie brauchen nicht schon zehn Tage nach der

Geburt wieder topfit und leistungsfähig zu sein. Die

ersten Wochen und Monate nach der Geburt sind eine

Zeit des Kennenlernens, der Anpassung. Sie brauchen

jetzt Ruhe und Unterstützung. Nehmen Sie Hilfe von

Grosseltern und Nachbarn an, lassen Sie sich in den

ersten Wochen den Grossteil der Hausarbeit abnehmen.

Das ist paradoxerweise genau dann nötig, wenn

es Ihnen nach der Geburt sehr gut geht und Sie sich

rasch erholt haben. Dann nämlich neigt man dazu,

seine Kräfte zu überschätzen; die Gefahr einer späteren

Erschöpfung und Depression erhöht sich. Eine gut

geplante Erholungszeit ist deshalb die beste Vorbeugung

gegen Wochenbettdepressionen.

10 Unser Baby | 2020


DIE ERSTE ZEIT.

Lebewesen, das von Ihnen vollkommen abhängig ist.

Das ist zwar beglückend, ruft aber auch Ängste hervor.

Wenn Sie sich allerdings unfähig und total überfordert

fühlen, am liebsten den ganzen Tag im Bett liegen und

weinen möchten, scheuen Sie sich nicht, den Arzt

aufzusuchen. Sie haben möglicherweise eine Wochenbettdepression

und brauchen fachärztliche Hilfe.

Grosse Verantwortung

Stimmungsschwankungen von «himmelhochjauchzend»

bis «zu Tode betrübt» sind normal. Sie stammen

einerseits von der hormonellen Veränderung her und

andererseits vom Bewusstsein, dass das Leben nie

mehr so sein wird wie zuvor. Sie sind nun Eltern,

haben 24 Stunden pro Tag die Verantwortung für ein

TIPP: Kontaktieren Sie sofort Ihren Arzt

oder die Hebamme, wenn

• Sie starke Schmerzen im

Unterleib spüren

• rotes, helles Blut aus der

Scheide fliesst

• der Genitalbereich entzündet ist

• Sie Fieber, starke Kopfschmerzen,

Schwindel verspüren

• das Wasserlösen sehr starke

Schmerzen verursacht

• Sie langanhaltende Weinphasen

haben. Sechs Wochen nach der

Geburt ist eine Nachkontrolluntersuchung

bei Ihrem Arzt,

Ihrer Ärztin fällig.

Du bist anders.

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den Behandlungs-Dschungel.

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AKTUELL.

Wenn der Babybauch bleibt.

Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihre Körpermitte nicht stabil ist, wenn Ihr

Bauch aussieht, als wäre noch ein Baby drin, wenn Sie unter Verdauungsbeschwerden

leiden oder Ihr Bauch abends deutlich dicker scheint als morgens,

wenn Sie Schmerzen im Bauch- oder Beckenbereich haben – dann könnten Sie

eine Rektusdiastase haben. Auch Jahre nach einer Schwangerschaft kann sie

der Auslöser für optische Veränderungen und vielseitige Beschwerdebilder sein.

12

Unser Baby | 2020


AKTUELL.

TEXT: REBECCA KÖHLER

Als Rektusdiastase wird das Auseinanderstehen des

geraden Bauchmuskels (M. rectus abdominis) im

Bereich der Linea alba beschrieben. Die Linea alba ist

eine senkrechte Bindegewebsnaht in der Mitte des

Bauches, die durch die Vereinigung der flächenhaften

Sehnenplatten der seitlichen Bauchmuskeln entsteht.

Sie reicht von der Brustbeinspitze bis zum Schambein

und verbindet die Muskelbäuche des M. rectus abdominis

miteinander. Schwachstelle in der Linea alba ist

der Bauchnabel. Bei einem gesunden Menschen ist die

Linea alba straff und schmal wie eine Kordel. Bei einer

Rektusdiastase ist das Bindegewebe der Linea alba

überdehnt und ausgedünnt. Je schwächer das Bindegewebe

ist um so weniger kann der Bauchnabel gestützt

werden. Häufig stülpt er sich nach aussen. Je schwacher

das Bindegewebe, um so grösser ist auch die

Gefahr einer Hernie (siehe Kasten). Auslöser für die

Rektusdiastase ist fast immer grosser intraabdominaler

Druck wie z. B. bei einer Schwangerschaft, aber

auch bei chronischer Verstopfung, schlechter Haltung,

schweres Heben usw.

Vereinfacht gesagt: Die Bauchmuskeln sind auseinander

gewichen und in der Mitte ist ein Spalt entstanden,

der unterschiedlich breit oder tief sein kann. Dieser

Vorgang ist übrigens während einer Schwangerschaft

ganz normal – der Bauch und damit verbunden die

Muskeln, Sehnen und Bänder dehnen sich, um dem

Kind Platz zu machen. In den meisten Fällen entsteht

dabei auch eine Rektusdiastase. In der Rückbildungszeit

bewegt sich dann alles wieder in die Ausgangslage.

Das dauert unterschiedlich lange und ist z.B. auch

davon abhängig, wie lange Sie stillen und wie Sie sich

im Alltag bewegen und natürlich auch, welche Vorbelastungen

vielleicht schon da waren. Und manchmal

schliesst sich der Spalt nicht mehr von alleine. Man

spricht von einem Befund, wenn der Spalt ca. drei

Querfinger breit ist oder das Bindegewebe dazwischen

eine bestimmte Tiefe / Weichheit hat. Ob das Schliessen

der Rektusdiastase tatsächlich das Ziel ist, muss im

Einzelfall entschieden werden. Heutzutage ist tatsächlich

nicht mehr die Breite des Spalts ausschlag gebend,

sondern ob die Patientin die Muskulatur ihrer

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2020 | Unser Baby

13


AKTUELL.

1

3 4

2

Körpermitte aktiv ansteuern kann. Denn das ist die

Voraussetzung dafür, dass resultierende Beschwerden

langfristig in den Griff bekommen werden.

Wie wird die Rektusdiastase behandelt?

Die Physiotherapie ist die erste Anlaufstelle, um eine

Rektusdiastase in den Griff zu bekommen. Hierbei

gibt es sowohl den therapeutischen Ansatz, das Gewebe

der Linea alba zu festigen, um auch mit Bauchspalt gut

leben zu können, als auch den Ansatz, die Diastase

langfristig zu schliessen. Innerhalb jeder Therapie geht

es insbesondere darum, eine gute Körperwahrnehmung

und -haltung aufzubauen, Symptome zu lindern

und Verhaltensregeln für Alltagsabläufe aufzustellen.

Wichtig ist, dass die Therapeutin/der Therapeut auf

dem aktuellen Stand ist und Erfahrung mit der

Behandlung von Rektusdiastasen hat.

Neben krankengymnastischen Übungen zur Rumpfstabilisierung

können auch Massagen oder Lymphdrainagen

zur Therapie gehören. Dazu kommen

idealerweise auch Tipps und Hilfe zur Selbsthilfe

durch entsprechende Übungen zur Haltungsverbesserung

oder Atemtechniken. Alle setzen ein gewisses

Mass an konsequentem Mitarbeiten voraus, um den

besten Erfolg zu haben. Wichtig ist dabei vor allem der

Übertrag in den Alltag. In kleinen Schritten geht es

mit gezielten Wahrnehmungsübungen zum Ziel.

Unterstützend werden in der konventionellen Therapie

je nach Konzept Hilfsmittel wie z. B. Gurte,

Tücher, Tapes, Ultraschall oder spezielle manuelle

Griffe angewandt.

In manchen Fällen ist eine Operation allerdings

unumgänglich. In der Regel wird hierbei ein Netz eingesetzt,

um den Spalt zu schliessen. Allerdings ist auch

dann die Physiotherapie dringend erforderlich, um

das Ergebnis langfristig zu halten.

Fitnesstraining mit Rektusdiastase

Das Besondere ist: Die nachfolgenden Regeln und

Tipps gelten nicht nur, wenn Sie eine Rektusdiastase

haben. Sie gelten für jede Frau in der postnatalen Phase

und darüber hinaus. Um Kraft für den Alltag zu haben

und weitere muskuläre Dysbalancen und Beschwerden

zu vermeiden, ist ein spezielles Körpermittetraining

essentiell. Dabei sollte bei jeder Übung grösstes

Augenmerk auf die Core-Muskulatur gelegt werden.

Dazu gehören der Beckenboden, die tiefliegende

Bauchmuskulatur bis unter die Rippen (Transversus)

sowie die tiefliegenden Rückenmuskeln. Zunächst

muss die Grundspannung (siehe unten) erlernt und

verinnerlicht sein, bevor mit aufbauenden Übungen

begonnen werden kann. Sie brauchen diese Grundspannung

als Basis für jede Übung und für den Alltag.

Allgemeine Regeln

• Qualität steht vor Quantität!

• Stabilisation steht vor Mobilisation!

• Alle Übungen sollten Sie erst machen, wenn Sie die

Übung korrekt aufbauen, die Spannung halten und

dabei atmen können.

• Jegliches Ausweichen während einer Übung, ein

Vorwölben des Bauches und ein Luftanhalten sind

Zeichen für einen zu hohen Schwierigkeitsgrad oder

eine ungünstige Ausgangsstellung.

14 Unser Baby | 2020


AKTUELL.

Welche Bauchübungen helfen?

Erst einmal müssen wir Sie enttäuschen. Alles, was

Sie bisher unter «Bauchmuskeltraining» verstanden

haben, ist überholt. Die klassischen Crunches,

Sit-ups oder Klappmesser helfen nicht, die

Rektusdiastase zu schliessen und machen auch keinen

flachen Bauch. Im Gegenteil – diese Übungen sind

unfunktionell und führen zu sehr hohem Druck im

Bauchraum und auf den Beckenboden. Wenn es Ihr

Ziel ist, den Bauch zu straffen, dann haben Sie kein

Sixpack im Kopf. Dieses bekommt man nämlich nicht

durch reines Bauchtraining! Dazu braucht man auch

einen extrem niedrigen Körperfettanteil. Es ist ausserdem

nicht möglich, Fett gezielt an bestimmten Stellen

zu verlieren. Auch nicht durch Krafttraining für

bestimmte Muskeln.

Die gute Nachricht: fast alle Übungen aus Ihrem Fitnessprogramm

sind auch «Übungen für den Bauch»,

wenn Sie sie mit entsprechender Grundspannung (siehe

unten) aufbauen. Sie können also nahezu alle Übungen

machen, wenn Sie die Bauchmuskulatur dabei entsprechend

aktivieren können.

Grundspannung aufbauen

Die Grundspannung bezieht alle wichtigen Muskeln

mit ein:

1. Den Beckenboden, der die Bauchorgane trägt und

elastisch gehalten und auch losgelassen werden

können muss, um für Stabilität und Kontinenz zu

sorgen.

2. Die tiefe Bauchmuskulatur (den Transversus), der

sich wie ein Korsett um die Taille zieht bis nach

hinten zur Wirbelsäule und nach oben zu den

Rippen. Er macht den Bauch flach und schützt die

Organe nach vorne hin.

3. Die Rückenmuskulatur, die für eine aufrechte

Haltung sorgt und als Gegenspieler der Bauchmuskulatur

fungiert.

4. Die Atemmuskeln (Zwerchfell und Zwischenrippenmuskulatur),

die bei guter Atemtechnik

die Organe massieren und für eine optimale

Versorgung stehen.

Diese Grundspannung ist die Basis für alle weiteren

Übungen! Üben Sie sie daher gut ein und erinnern Sie

sich auch im Alltag immer wieder daran. Führen Sie

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AKTUELL.

die Übung zunächst im Sitz, dann in der Rückenlage

und im Stand aus. Legen Sie dabei beide Hände auf

Ihren Bauch.

Und so funktioniert sie:

1. Tief in den Bauch atmen. Der Bauch hebt sich in die

Hand beim Einatmen und senkt sich bei der Ausatmung.

Die Wirbelsäule bewegt sich dabei nicht.

2. Stellen Sie sich vor, Sie schliessen einen imaginären

Reissverschluss von unten nach oben.

3. Aktivieren Sie bei der Ausatmung den Beckenboden:

Schliessen Sie alle Körperöffnungen

gedanklich und ziehen Sie den Beckenboden nach

innen oben.

4. Ziehen Sie nun den Bauchnabel nach innen

Richtung Wirbelsäule und nach oben Richtung

Brustbein ohne dabei das Becken zu bewegen. Der

Transversus zieht dabei Ihren Bauch nach innen.

5. Halten Sie den Nabel und die Rippen innen

während Sie die Anspannung halten und gleichmässig

weiter atmen.

Topregeln für den Alltag

Eine Therapie ist nur langfristig wirksam, wenn Sie

das dort Gelernte auch in den Alltag übertragen. Wie oft

tragen oder heben Sie Ihr Kind oder schwere Lasten?

Wie oft stehen Sie aus dem Bett, aus dem Sofa, von

einem Stuhl oder dem Boden auf? All diese Tätigkeiten

und Ihre gesamte Haltung beeinflussen Ihre Körpermitte

– und andersrum! Eine schlechte Haltung

be lastet Ihre Rektusdiastase und Ihren Beckenboden

und kann zu vielerlei Beschwerden führen. Eine starke

Mitte hilft Ihnen, Bewegungen effektiver und gesünder

auszuführen. Sie sollten daher im Alltag immer auf

die korrekte Grundspannung und Haltung achten.

• Bei Belastung im Alltag wie z.B. Baby hochnehmen,

Babyschale tragen usw. achten Sie immer (aber wirklich

immer!) auf die stabile Mitte!

• Legen Sie sich immer über die Seite hin und stehen

Sie auch nur noch so auf! Vermeiden Sie ruckartige

Bewegungen.

ZUR PERSON:

Rebecca Köhler ist Expertin für

postnatales Fitnesstraining

Gründerin von fitdankbaby und

Rektusdiastase.info

Mutter von zwei Kindern

• Vermeiden Sie Stress und unterschätzen Sie niemals

die heilsame Wirkung des Schlafes (leichter gesagt

als getan ...)

• Achten Sie auf gesunde Ernährung und gute

Verdauung. Benutzen Sie beim Toilettengang einen

Hocker für die Füsse.

• Seien Sie gut zu sich! Loben Sie sich mindestens einmal

täglich – Sie sind es wert!

• Absolvieren Sie Ihr tägliches Stabile-Mitte- Programm

(mehr Infos bei Ihrer Physio therapeutIn/TrainerIn).

Die Rektusdiastase als Auslöser für eine Körpermittedysfunktion

wurde in den letzten Jahren leider viel zu

selten korrekt erkannt oder adäquat behandelt. Heute

gibt es immer mehr Bemühungen, ein Bewusstsein für

die Wichtigkeit einer stabilen Körpermitte zu schaffen.

Bei Ärzten, TherapeutInnen, TrainerInnen und

den Betroffenen selbst. Forschungen wurden besonders

in Amerika und Kanada betrieben (Julie Tupler

und Diane Lee), eine sinnvolle Trainings-App kommt

aus Schweden (Mamas Mitte, Katharina Woxnerud).

Im deutschsprachigen Raum wurde von fitdankbaby

ein Expertennetzwerk und eine Plattform gegründet,

um neue Ergebnisse und Erfahrungswerte zu bündeln.

Unter www.rektusdiastase.info finden Betroffene weitere

Informationen und konkrete Hilfestellung durch

BeraterInnen und TherapeutInnen in ihrer Region.

Symptome

• vorgewölbter Bauch (auch «Mummy-

Tummy» genannt)

• ein nach aussen gestülpter Bauchnabel

• ein Hügel in Form eines «halben Footballs»

bei crunchartigen Bewegungen

aus der Rückenlage

• ein nach dem Essen oder zum Abend hin

deutlich grösser werdender Bauch

• vorstehende Rippen

Auswirkungen auf den Körper

• Rückenschmerzen

• Hernien (Nabelbruch, Bauchwandbruch)

im Bauchbereich

• schlechte Haltung und daraus resultierende

Schmerzen (Rücken, Hüfte, Knie ...)

• Beckenbodenschwäche

(Inkontinenz)

• Beschwerden im Gastrointestinaltrakt

(z. B. Verstopfung,

Blähbauch)

16 Unser Baby | 2020


Für das Wertvollste im Leben.

Damit die Welt unserer

Kinder lebens- und

liebenswert bleibt.

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der Umwelt zuliebe.

Dafür stehe ich mit meinem Namen.

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DIE ERSTE ZEIT.

Schritt für Schritt

wieder fit.

Das Baby ist da – jetzt wünscht sich jede junge Mutter ihre alte

Form zurück! Ein gezieltes Beckenboden-Training hilft dabei, sich

grossartig zu fühlen und nach und nach wieder fit zu werden.

18 Unser Baby | 2020


DIE ERSTE ZEIT.

TEXT: JUDITH KRUCKER-MANSER UND CORNELIA WIESER

D ie ersten Tage nach der Geburt sollen Tage der Ruhe,

Entspannung und des Kennenlernens des Babys sein.

Geniessen Sie diese erste Zeit! Lassen Sie sich verwöhnen

und lernen Sie Ihr Baby besser kennen. Geben Sie

«Der Beckenboden hat –

vor allem im weiblichen Körper –

eine sehr wichtige Funktion.»

ihm die Zeit, Sie kennenzulernen.

Nehmen Sie sich in diesen Tagen auch Zeit für Ihren

Körper. Am besten erholt er sich nämlich, wenn er mit

genügend Sauerstoff durch leichte Bewegung versorgt

wird. Da bieten sich kurze Spaziergänge – möglichst

im Grünen – und leichte Wochenbettübungen an. Der

Beckenboden ist in dieser Zeit noch schwach und

allfällige Wunden – beispielsweise von Kaiserschnitt

oder Dammrissen und -schnitten können schmerzen.

Deshalb gilt: Hören Sie auf Ihren Körper und machen

Sie nur, was Ihnen gut tut.

Nachdem Ihr Baby geboren ist, ist Ihr Körper plötzlich

völlig verändert. Während Sie sich vorher über die

weichen Rundungen Ihres Bauches freuten, kommen

Sie sich vielleicht nach der Geburt unerwartet allein

und leer vor. Bei vielen Frauen folgt auf die Begeisterung,

ein Kind geboren zu haben, die Begegnung mit

dem eigenen Körper. Jetzt nachdem Ihr Baby da ist,

möchten sie wieder die Figur von vorher haben. Das ist

verständlich, doch natürlich braucht das seine Zeit.

Die meisten jungen Mütter schwitzen in der ersten

Woche nach der Geburt die nicht mehr benötigte Flüssigkeit

aus, mögliche Anschwellungen in den Beinen

und Gelenken verschwinden. Auch fülligere Gesichtskonturen

und allfällige Wasseransammlungen in den

Fingern gehen meist von selbst zurück. Etwas länger

dauert es, bis der Bauch schön flach und der Beckenboden

wieder stark ist.

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Babyfachhandel online und stationär.


DIE ERSTE ZEIT.

INFO: Der Beckenboden

Der Beckenboden hat – vor allem im weiblichen

Körper – eine sehr wichtige Funktion.

Unter dem Beckenboden versteht man

eine Muskelschicht, die von innen das

knöcherne Becken auskleidet. Damit

bildet die Beckenbodenmuskulatur im

wahrsten Sinne des Wortes den Boden

der Bauchhöhle. Sie sorgt dafür, dass

die Organe nicht unten zwischen den

Beckenknochen heraustreten können.

Wie eine Art Hängematte trägt sie das

Gewicht der inneren Organe wie Blase,

Darm und Gebärmutter.

TIPP: Spannen Sie in den Wochen nach

der Geburt immer bewusst den Beckenboden

an, wenn Sie husten, niesen, mal

schneller gehen oder hüpfen müssen.

Versuchen Sie auf der Toilette nicht

gleichzeitig Wasser zu lassen und ihren

Darm zu entleeren, das belastet den

Beckenboden zu sehr. Pressen Sie nicht

bzw. möglichst wenig beim Stuhlgang.

Putzen Sie sich nicht die Nase, während

Sie auf der Toilette sitzen – das belastet

den Beckenboden zweifach. Spannen

Sie den Beckenboden nach dem Gang

zur Toilette kräftig an (ziehen Sie

ihn wieder hoch). Laufen Sie nicht

beim ersten Harndrang zur Toilette,

warten Sie etwas ab, denn Ihre

Blase ist noch nicht wirklich voll.

Der Beckenboden – nach der Geburt

Frauen leiden oft nach der Geburt an einer Scheidentrockenheit.

Der Grund ist der unausgeglichene

Hormonhaushalt nach der Schwangerschaft, Geburt

und Stillzeit durch den Rückgang der Östrogene. Die

Schleimhaut wird dünner und empfindlicher. Die

Vaginalflora kann aus dem Gleichgewicht geraten und

dies führt zu Trockenheit und Infektionen der Scheide.

Auch die langsam wiederkehrende intime Zweisamkeit

ist nicht mehr uneingeschränkt geniessbar, im

schlimmsten Fall sogar schmerzhaft. Das kann eine

Beziehung belasten.

Tipps:

• Beziehen Sie Ihre Intimpflege in die tägliche

Körperpflege und Aufmerksamkeit mit ein.

Pflegen Sie sie so liebevoll, wie Sie auch Ihr Gesicht

pflegen. Fett pflegt und schützt die Haut.

• Waschen Sie den Intimbereich nicht mit Normalseife.

Pures Wasser ist am besten. Bei Bedarf

können Spezial-Intimwaschlösungen, die gegen

Juckreiz wirken und rückfettend sind benutzt

werden. Empfindliche Haut nach dem Duschen

eincremen.

• Die Vaginalflora ist ein sensibler Bereich der

Weiblichkeit und des gesundheitlichen Wohlbefindens.

Unterstützen Sie die natürliche Lubrikation

20 Unser Baby | 2020


mit einem guten Gleitmittel, insbesondere vor dem

Gang ins Hallenbad, vor langen Velotouren etc.

Zur Befeuchtung und zum Schutz der empfindlichen

Schleimhaut im Intimbereich ist die Verwendung

eines guten Gleitmittels zu empfehlen, denn dies kann

schnell und einfach bei den vorgenannten Ursachen

helfen. Hier empfiehlt sich ein Gleitmittel mit natürlichen

Inhaltsstoffen der neuen Serie «pjur med», denn

viele herkömmlichen Fette und Öle sind nicht für den

empfindlichen Intimbereich geeignet.

Während der Schwangerschaft werden die Organe im

unteren Bauch stark belastet. So drücken Kopf und

Körper des ungeborenen Kindes auf den Gebärmuskel,

die Blase und die Bauchmuskeln. Je schwerer das Baby

wird, desto mehr werden die Muskelfasern gedehnt.

Nach der Geburt fühlen sich deshalb Ihre Beckenbodenmuskeln

vielleicht wie eine schwer durchhängende

Hängematte an. Doch ihre ursprüngliche Flexibilität,

Spannkraft und volle Sensibilität wird sich in den

nächsten Monaten allmählich wieder völlig einstellen,

wenn Sie sie regelmässig anspannen, ohne sie zu überlasten.

Sie selbst können einen wichtigen Beitrag zur

Regeneration dieses Muskelkomplexes leisten. Schon

im Wochenbett können Sie, wenn Ihnen danach ist,

wieder Kontakt mit Ihrem Beckenboden aufnehmen.

Ein vorsichtiges Herantasten, sprich kurzes Anheben

des Beckenbodens ist der Beginn des Trainings nach der

Geburt. Wann dieser Beginn ist, bestimmen Sie alleine.

Sie selbst können am besten sagen, wann der richtige

Zeitpunkt dafür ist. Nur warten Sie nicht zu lange

damit, innerhalb der ersten drei Tage wäre ideal.

Legen Sie sich entspannt auf den Rücken, stellen Sie die

Beine auf, und lassen Sie Ihren Rücken in die Unterlage

sinken. Dann legen Sie eine Hand zwischen Ihre Beine

auf den Beckenboden und versuchen, die Finger, die

auf Ihrem Damm liegen, einzusaugen. Spüren Sie ein

Anspannen unter Ihren Fingern, dann haben Sie es

geschafft und Ihren Beckenboden aktiviert!

Vergessen Sie dabei nicht, dass Ihre Gesässmuskulatur

völlig entspannt bleibt und das Becken sich nicht

bewegt! Probieren Sie diese Übung mit und später

ohne Kontrolle der Hand in verschiedenen Positionen

aus: in Seitenlage, im Sitzen, im Stehen, beim Gehen

Zuverlässige Zecken-Abwehr

Ultraschall-Impulse halten die Zecken

von Babys und Kleinkindern fern.

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DIE ERSTE ZEIT.

und bei allen alltäglichen Aktivitäten wie beispielsweise

beim Wickeln, Abwaschen oder beim Warten

auf den Bus. Sie werden feststellen, dass sich die Aktivierung

des Beckenbodens je nach Position verschieden

anfühlt. Das ist völlig normal. Im Sitzen lässt sich

der Beckenboden meistens am besten spüren. Diese

Stellung ist allerdings in den Tagen nach der Geburt

nicht so angenehm. Vorteilhafter ist die Rückenlage

mit einem Kissen unter dem Gesäss, um den Beckenboden

zu entlasten.

Weniger ist mehr

Wie bei manchen anderen Dingen gilt auch beim

Beckenbodentraining «weniger ist mehr» – nicht

weniger üben, aber weniger stark anspannen. Um die

Muskulatur des Beckenbodens zu aktivieren, reicht ein

sanftes Anheben. Wird zu stark angespannt, übernehmen

an dere Muskeln aus dem Bereich des Unterbauches

die Arbeit und die Muskulatur des Beckenbodens

wird nicht mehr isoliert trainiert. Diese Regel

gilt vor allem für den Beginn des Beckenbodentrainings.

Sind die Becken bodenmuskeln wieder aktiviert,

sollten sie zusammen mit den anderen Anteilen dieses

Muskelkomplexes (Bauch- und Rückenmuskeln) trainiert

werden. Dann ist auch kräftigeres Anspannen

mit all den mitwirkenden Muskeln wichtig für Ihren

Beckenboden, um die für schnelles und starkes Kontrahieren

(An spannen ver ant wort lichen Fasern zu

trainieren.

Nicht vergessen zu entspannen! Die Entspannung sollte

ungefähr doppelt so lange wie die Anspannung sein.

Der Erholungs- und Heilungsprozess kann mit den

Übungen unterstützt, aber nicht beschleunigt werden.

Übertreiben Sie nichts und gehen Sie das Training

anfangs langsam an. Sollte es Ihnen schwerfallen,

Ihren Beckenboden zu aktivieren, wenden Sie sich an

Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, die Ihnen ein Training mit

einer Physiotherapeutin oder bei BeBo Gesundheitstraining

(www.beckenboden.com) verordnen kann.

Übungen dazu finden Sie auf www.swissfamily.ch

ZU DEN AUTOREN:

Judith Krucker-Manser ist Beckenboden-Fachfrau

und Buchautorin. Sie

hat in der Schweiz das BeBo Konzept

lanciert. Das BeBo Konzept versteht

sich als ganzheitliches therapeutisches

Massnahmenpaket zur Prävention und

Verbesserung der Folgeproblematik

eines zu schwachen Beckenbodens,

wie Rückenbeschwerden, Wirbel -

säulen instabilität, Senkungs-, Prostata

probleme, erektile Dysfunktion,

Aufbautraining nach Geburt und

Operationen des Unterleibs oder der

Prostata.

Cornelia Wieser ist ausgebildete

Physiotherapeutin, Autorin und Mutter

zweier Kinder.

22 Unser Baby | 2020


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24 Unser Baby | 2020


DIE ERSTE ZEIT.

Leichte Übungen für den Beckenboden.

TEXT: CORNELIA WIESER** / BILDER: AUS DEM BUCH «MEIN FITNESSBUCH»

BECKENBODEN UND ATMUNG

Ziel der Übung: Den Beckenboden mit der

Atmung aktivieren.

Ausgangsstellung: Rückenlage

So gehts: Legen Sie eine Hand auf Ihren Bauch und

beobachten Sie, wie er sich bei der Einatmung hebt

und bei der Ausatmung senkt. Dann atmen Sie mit

der Lippenbremse, mit einem zarten «fffff» aus und

aktivieren dabei Ihren Beckenboden. Anschliessend

entspannen Sie für einen Atemzug und atmen dann

wieder mit der Lippenbremse aus. Wiederholen Sie

das Ganze zehnmal. Diese Übung können Sie mit

verschiedenen Konsonanten ausführen oder Sie

kombinieren, z.B. pktffffff. Dabei spüren Sie sehr gut,

wie sich der Beckenboden bei den harten Konsonanten

reaktiv, als von selbst anspannt.

Beachten Sie: Ist das

noch nicht so deutlich

zu spüren, spannen

Sie bewusst mit an.

IN SEITENLAGE

Ziel der Übung:

Den Beckenboden

zusammen mit den Bauchmuskeln aktivieren.

Ausgangsstellung: Seitenlage, der Kopf liegt

auf dem Arm.

So gehts: Die obere Hand stützt bei der Ausatmung

vor dem Bauch in den Boden. Gleichzeitig aktiveren Sie

Ihren Beckenboden, indem Sie die Sitzbeinhöcker

zusammen und den Damm nach innen ziehen. Gleichmässig

weiteratmen, entspannen, zehnmal wiederholen.

Beachten Sie: Diese Übung aktiviert auch die seitlichen

Bauchmuskeln. Deshalb ist sie eine wichtige

Anfangsübung zur Rückbildung einer Rektusdiastase.

DIE VIERFÜSSERSTELLUNG

Ziel der Übung: Aktivierung des Beckenbodens.

Ausgangsstellung: Vierfüsserstand.

So gehts: Die Hände stützen unter den Schultern,

Knie unter dem Hüftgelenk. Aktivieren Sie den

Beckenboden, stellen Sie sich vor, Sie ziehen die

Muskeln zwischen Schambein und Kreuzbein nach

innen und oben, halten Sie diese Spannung, bis die

Kraft nachlässt, Pause. Zehnmal wiederholen.

Beachten Sie: Die Lendenwirbelsäule

darf leicht

durchhängen. Diese

Stellung ist, wenn auf die

Ellbogen gestützt, eine gute

Entlastungsstellung bei

Senkungsproblemen!

DER AUFRECHTE SITZ

Ziel der Übung: Aktivierung des Beckenbodens

mit Augenblinzeln.

Ausgangsstellung: Aufrechter Sitz.

So gehts: Spüren Sie Ihre Sitzbeinhöcker beim

aufrechten Sitzen in die Unterlage drücken?

Falls nicht, rollen Sie über die Sitzbeinhöcker

vor und zurück, drücken Sie das Gesäss nach

hinten (in Richtung Hohlkreuz). Nun blinzeln

Sie mit den Augen und dann mit dem

Beckenboden.

Wieder entspannen. So oft wiederholen,

bis die Spannkraft des Beckenbodens

nachlässt.

Beachten Sie: Atmen Sie dabei

gleichmässig weiter.

MIT GANZKÖRPERSPANNUNG

Ziel der Übung: Aktivierung des

Beckenbodens mit weitergeleiteter

Spannung.

Ausgangsstellung: Aufrechter Sitz, der

Oberkörper ist leicht nach vorne gebeugt.

Füsse hüftbreit auf dem Boden.

So gehts: Spannen Sie Ihren Beckenboden

an und stemmen Sie dabei beide

Fusssohlen in den Boden. Halten Sie

die Spannung und zählen, wie viele

Sekunden Sie die Spannung halten

können. Spannung ganz loslassen

und doppelt so lange entspannen,

wie Sie angespannt haben. Zehnmal

wiederholen.

Beachten Sie: Die Schultern

bleiben unten.

DIE KNIEBEUGEN

Ziel der Übung: Beckenbodenaktivierung

in Bewegung.

Ausgangsstellung: Aufrechter,

hüftbreiter Stand.

So gehts: Den Beckenboden

anspannen und dann die Knie

beugen, Spannung halten und langsam

die Knie wieder strecken, erst dann

den Beckenboden entspannen. Zehn

Wiederholungen.

Beachten Sie: Ihre Wirbelsäule

bleibt stabil.

2020 | Unser Baby 25


DIE ERSTE ZEIT.

Aktive Väter vor!

Die meisten Männer sehen sich heute nicht mehr einfach nur

als Ernährer, sondern wollen teilhaben an der Kindererziehung –

was in der Praxis leider nicht immer problemlos gelingt.

26

Unser Baby | 2020


DIE ERSTE ZEIT.

TEXT: MARIANNE SIEGENTHALER

Ein Mann, der den Kinderwagen durchs Dorf schiebt,

das Kleine professionell wickelt und ganz selbstverständlich

mit dem Schoppen hantiert – noch vor 40

Jahren ein eher ungewohntes Bild. Im Vergleich zu

früheren Generationen hat sich die Rolle der Väter in

der Familie heute sichtlich gewandelt. Immer mehr

Väter engagieren sich stärker in der Kindererziehung

und wollen teilhaben an der Entwicklung der Kleinen.

Die meisten jungen Mütter unterstützen diese

Vorstellung nicht nur, sie erwarten von ihrem Partner,

dass er sich aktiv an der Erziehung der Kinder

beteiligt.

Traditionelle Rollenaufteilung

Paare haben es durchaus in der Hand, selber etwas

zu ihrem Familienglück beizutragen. Der Grund für

Krisen liegt nämlich meist darin, dass die jungen

Eltern Schwierigkeiten haben, mit der neuen Lebenssituation

zurechtzukommen: Die Frau sieht ihr Leben

plötzlich auf Heim, Herd und Kind beschränkt,

während der Mann die finanzielle Verantwortung für

drei Personen übernehmen muss. Die meisten Paare

schaffen es nämlich nicht, sich die Aufgaben partnerschaftlich

zu teilen, wie das vor oder während der

Schwangerschaft abgemacht worden ist – und das

frustriert zusätzlich. Frauen erledigen den Haushalt

alleine und kümmern sich praktisch rund um die Uhr

um das Baby. Männer gehen ihrer Erwerbsarbeit nach

und fühlen sich angesichts der Vertrautheit, die sich

zwischen Mutter und Baby schnell einmal entwickelt,

oft ausgeschlossen. Da kommt auf beiden Seiten

Unzufriedenheit auf. Natürlich wäre es illusionär zu

glauben, man könne die Arbeit im und ausser Haus zu

hundert Prozent partnerschaftlich aufteilen. Weder

gibt es genügend gutbezahlte Teilzeitstellen, noch ist

die ausserhäusliche Kinderbetreuung befriedigend

gelöst. So ist es häufig nicht vermeidbar, dass es wieder

zur traditionellen Rollenaufteilung – Mami bei

Kind und Herd, Papi im Büro – kommt und diese,

zumindest über die ersten paar Monate oder Jahre,

beibehalten wird.

Nur nicht resignieren!

Sollen Väter deshalb resignieren und sich mit ihrer

Rolle als Ernährer begnügen? Nein, vielmehr sollen

sie sich zumindest in ihrer Freizeit vermehrt mit dem

Nachwuchs beschäftigen. Studien haben nämlich

gezeigt, dass auch die Partnerschaft profitiert, wenn

sich die Väter der Erziehung widmen. Mütter müssen

allerdings auch bereit sein, den Vätern das Baby vorbehaltlos

zu überlassen. Die meisten Papis sind nämlich

durchaus in der Lage, sich verantwortungsvoll

um das Kind zu kümmern.

INFO: Auf der Höhe seiner Vaterrolle

Die beste Lösung ist, wenn beide Elternteile

vor der Geburt eines Kindes über

ihre jeweilige Rolle nachdenken. Wenn

Sie dazu keine Gelegenheit hatten, ist es

nie zu spät, Änderungen vorzunehmen.

• Warten Sie auf jeden Fall nicht, Ihre

Vaterrolle ausgiebig zu leben: Sie

können Ihr Kleinkind versorgen, eine

«Ablösung» während der Nacht

übernehmen, sich die Betreuung

Ihres Kleinkindes mit Ihrer Partnerin

teilen, mit dem Kinderwagen joggen

gehen usw.

• Reservieren Sie sich einen Abend

pro Woche allein mit Ihrem Kleinkind,

um Ihre eigene Beziehung mit ihm

aufzubauen.

• Die Gratis-Internetsite

www.mamagenda.ch bietet

Checklisten und Werkzeuge

speziell für Väter an.

• A u f www.fairplay-at-home.ch hilft ein

Fragebogen konkret, das neue Leben

im Kreise der Familie zu organisieren.

• Die Website www.fairplay-at-work.ch

richtet sich an Unternehmen und

Familienväter. Für beide steht gratis

je eine Broschüre zur Verfügung.

Verschiedene Arbeitsmodelle und

andere Massnahmen werden

zur Prüfung vorgestellt.

2020 | Unser Baby

27


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DIE ERSTE ZEIT.

Sanfte Pflege

von Kopf bis Fuss

Halten und tragen, wickeln und waschen – alles ist für Sie und Ihr Baby neu.

Wenn Sie manchmal unsicher sind, denken Sie daran, dass Sie es früher

oder später noch zur Meisterschaft bringen werden. Vor allem braucht Ihr

Baby jetzt Zärtlichkeit und Fürsorge. Ob beim Wickeln jeder Griff richtig

sitzt, ist dabei sekundär.

2020 | Unser Baby 29


DIE ERSTE ZEIT.

TEXT: MARIANNE SIEGENTHALER

Ihr Baby ist einzigartig! Und Sie als Eltern sind es auch.

Wie Sie miteinander umgehen werden, wird deshalb

ganz individuell sein. Vor allem bei der Pflege Ihres

Kindes werden Sie den für Sie richtigen Rhythmus

gemeinsam finden. Wichtig ist, dass Sie Vertrauen in

Ihre Fähigkeiten als Eltern entwickeln. So wird die

Pflege des Kindes zu einer Zeit liebevoller Zuwendung.

Wichtig ist auch, dass Väter von Anfang an bei der

Pflege nicht nur einspringen, sondern verantwortlich

daran teilnehmen.

Wickeln

Viele Eltern schwören auf Stoffwindeln oder Windelhöschen,

andere wickeln begeistert und ausschliesslich

mit Papierwindeln – Sie werden Ihre Wahl vermutlich

längst getroffen haben. Bevor Sie mit dem Wickeln

beginnen, richten Sie alles her, was Sie brauchen.

Schliessen Sie das Fenster, schalten Sie eventuell die

Wärmelampe ein und legen Sie ein sauberes Frottiertuch

auf die Plastikunterlage. Frische Windeln und

Wäsche sowie Pflegeartikel liegen griffbereit in der

Nähe, aber ausserhalb der Griffweite des Kindes. Lassen

Sie Ihren Liebling nackt etwas strampeln, spielen

Sie mit seinen kleinen Zehen, Füsschen und Beinen.

Ein wunder Po braucht spezielle Pflege. Viele Hebammen

schwören auf Cremen und Salben mit Zink, denn

das Spurenelement beschleunigt die Heilung.

Baden

Im Wasser fühlen sich die meisten Babys ausgesprochen

wohl. Die Babyhaut ist aber zart und empfindlich,

in den ersten Wochen darf der Badespass deshalb

nicht länger als ein paar Minuten dauern. Das Wasser

sollte 37 °C warm sein (mit dem Thermometer kontrollieren).

Badezusätze sind jetzt noch nicht nötig, sie

trocknen die Haut nur aus. Wem das gar zu karg ist,

der kann dem Bad ein Kleiesäckchen oder einige Tropfen

Mandelöl (in der Apotheke erhältlich) zugeben.

Solange der Nabel noch nicht verheilt ist, helfen ein

Kamillesud oder Kamillosan die Stelle milde zu desinfizieren.

Nach dem Bad trocknen Sie Ihr Kind sanft ab.

Hinter den Ohren, unter den Armen und in den Leisten

müssen Sie besonders gut trocknen, denn ist es hier

feucht, entstehen Rötungen.

Ohren

Bereits kleine Babys haben Ohrenschmalz. Diesen entfernen

Sie mit etwas Watte. Verwenden Sie niemals

Wattestäbchen, die Verletzungsgefahr ist zu gross!

Haare

Die Haare pflegen Sie von Anfang an mit einer weichen

Babybürste. Bildet sich auf dem Haarboden Schorf,

lösen sich die Schuppen beim Baden allmählich auf,

wenn sie zuvor mit etwas Öl oder einem anderen geeigneten

Produkt eingeweicht worden sind. Bei Schuppen

finden Sie Produkte auf natürlicherer Basis in Apotheken

und Drogerien. Waschen Sie die Haare vorläufig

nicht mit Shampoo – auch wenn Ihr Baby bereits dichtes

Haar hat.

Haut

Babyhaut ist in den ersten drei bis sechs Monaten sehr

empfindlich und trocknet leicht aus. Zeigen sich

Rötungen, können Sie ein wenig Babycreme, Babyöl

oder auch Puder auftragen. Wenn Sie mit Ihrem Baby

ausgehen, können Sie es, vor allem bei Kälte und Wind,

mit einer speziellen Hautcreme schützen. Puder trocknet

die Haut eher aus, in der täglichen Pflege dient er

dazu, überschüssige Feuchtigkeit in den Hautfalten

aufzunehmen. Im ersten Vierteljahr ist die Haut Ihres

INFO: Wickeln: Wann und wie oft?

Wickeln Sie Ihr Baby, sobald es nass ist,

weil sonst der Urin die zarte Haut angreift.

Da man aber nicht immer sofort merkt,

wenns nass ist, hier ein paar Grundregeln:

• Wickeln Sie Ihr Kind möglichst nach

jedem Füttern. Der Saugreflex ist

mit dem Entleerungsreflex gekoppelt,

deshalb wird Ihr Kind wahrscheinlich

während des Trinkens in die Windel

machen.

• Auch am Morgen sollten Sie Ihr Baby

wickeln, vor längeren Ausflügen und

vor dem Schlafenlegen.

• Wenn Sie mit dem Kleinen

unterwegs sind, sollten Sie

immer ein paar frische Windeln

dabei haben.

30 Unser Baby | 2020


DIE ERSTE ZEIT.

Babys noch etwas unruhig. Sie kann sich schuppen

oder schälen, und es bilden sich häufig rote oder helle

Pustelchen. Diese sind harmlose Erscheinungen, die

mit dem Stoffwechsel zusammenhängen und von

selbst wieder verschwinden. Babyhaut hat noch keinen

Eigenschutz, deshalb sollte man Babys auf keinen Fall

direkter Sonne aussetzen. Ein guter Sonnenschutz für

Babys besteht aus einer Kopfbedeckung, am besten mit

Nackenschild oder Hut mit breiter Krempe, Babybekleidung

mit UV-Schutz (auf Kennzeichnung mit anerkannten

Logos nach geprüftem UV-Standard achten)

sowie einer geeigneten Sonnencreme mit hohem

Lichtschutzfaktor und einer guten Sonnenbrille mit

UVA und UVB Schutz.

Nabel

Es genügt vollkommen, wenn Sie das übriggebliebene

Stümpchen von der Nabelschnur ab und zu mit einer

sterilen Mullkompresse und etwas 70prozentigem

Alkohol (in der Apotheke erhältlich) abtupfen. Ist der

Nabel gerötet oder infiziert, suchen Sie die Mütterberatungsschwester

oder Ihren Arzt / Ihre Ärztin auf.

Finger- und Fussnägel

Während der ersten Wochen ist es in der Regel nicht

nötig, Ihrem Kind die Nägel zu schneiden. Cremen Sie

seine Händchen und Füsschen täglich mit Mandelölcreme

(in der Apotheke erhältlich) ein, der weiche

Nagelrand wird so von alleine abfallen. Hat Ihr Kind

sehr lange Fingernägel, kann die Mütterberatungsschwester

die Nägel gefahrlos schneiden. Ist das Kind

ungefähr vier Wochen alt, können Sie dies mit einer

gerundeten Baby-Nagelschere auch selbst tun, idealerweise,

wenn das Kind satt und träge ist.

INFO: Breit-Wickel-Methode

Einige Kinder müssen aus medizinischen

Gründen extra breit gewickelt

werden. Ob das auch für Ihr Kind

zutrifft, sagt Ihnen der Kinderarzt

bei der Ultraschalluntersuchung der

Hüftgelenke zur Abschlussuntersuchung

der U2. Durch das breite Wickeln Ihres

Kindes können Sie in sehr kurzer Zeit

einen positiven Effekt auf die Hüftgelenke

erreichen. Zum Breitwickeln benötigen

Sie eine Mullwindel 80 × 80 cm. Befolgen

Sie die Schritte 1– 4 und legen Sie sich

einige der so gefalteten Windeln in den

Wickeltisch.

2

1

3

3 3

4

TIPP: Auf dem Markt sind auch speziell

entwickelte, orthopädische Spreizwindeln

erhältlich. Mehr dazu zum Beispiel über

www.breitwickeln.ch

5

6

8 9

8 9 9

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7

2020 | Unser Baby 31


Für Bimbosan ist

nur beste Schweizer

Milch gut genug.

Schweizer Milch ist von sehr

hoher Qualität, unter anderem

wegen des hochwertigen

Wiesenfutters, den vielen

Kleinbetrieben, dem ökologischen

Bewusstsein und den

strengen Tierschutzgesetzen.

Grund genug, alle unsere

Milchen ausschliesslich mit

Milch von Schweizer Bauernhöfen

herzustellen.

Wichtig: Muttermilch ist das Beste

für den Säugling. Die WHO empfiehlt

6 Monate ausschliessliches Stillen.

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ENTWICKLUNG.

Schritt für Schritt –

vom Baby zum Krabbelkind!

Erstaunlich, was schon im Neugeborenen alles steckt! Seine rasanten

Entwicklungsschritte dürfen Sie aus nächster Nähe mitbeobachten.

TEXT: DR. HEINRICH NUFER

1. Monat

Beim Stillen beträgt der Abstand zwischen Mutter und

Kindergesicht ca. 20 Zentimeter. Das ist die einzige

Distanz, auf die das Baby scharf sehen kann. Ihr Kind

erkennt Sie an Ihrem Geruch und schon bald an Ihrer

Stimme. Sein Lächeln im Schlaf geschieht noch unbewusst

und wird Engelslächeln genannt.

«Sein Lächeln im Schlaf

geschieht noch unbewusst und wird

Engelslächeln genannt.»

Die Bewegungen sind unwillkürlich. Es kann den Kopf

erst von einer Seite zur anderen drehen, gegen Ende

des Monats kann es ihn in der Bauchlage bereits kurz

heben. Ohne Daumen, mit nur vier Fingerchen, gestaltet

es seine ersten spontanen Greifbewegungen. Bei

Berührung der Handinnenfläche schliesst es seine

Hand sofort.

Es hält den Finger, als ob es ihn nie mehr loslassen

möchte. Das Baby braucht jetzt vor allem Ruhe und

das Gefühl von Geborgenheit. Es schläft noch viel.

Richten Sie es so ein, dass das Baby Ihre Anwesenheit

spürt, wenn es wach ist. Es braucht Augen- und Körperkontakt,

aber noch keine Spielsachen. Der Schlafund

Wach-Rhythmus ist gleichmässig über Tag und

Nacht verteilt. Der Schlaf wird jeweils durch Hunger

unterbrochen.

2. Monat

Bald wird Ihr Baby Sie wohl zum ersten Mal anlächeln!

Es hat gelernt, ein Gesicht zu erkennen. Freudig

reagiert es auf jedes ihm frontal zugekehrte Gesicht.

Auch dem aufgehängten Mobile über seinem Bettchen

folgen seine Augen interessiert. Plaudern Sie mit ihm,

es liebt Ihre Stimme. Mit einem Schlaflied lässt es sich

ebenso beruhigen wie durch andere sanfte Töne.

Wenn es weint, werden Sie nun vielleicht unterscheiden

können, ob es Hunger oder Schmerzen hat. Ihr

Baby hat die Hände jetzt nicht mehr ständig zur Faust

geschlossen. Es kann eine leichte Rassel für einen

kurzen Moment festhalten. Seinen Kopf hebt es in

Bauchlage für ein paar Sekunden hoch.

Es beginnt mit den Beinchen zu strampeln, bald werden

diese Bewegungen zu einem richtigen Training.

3. Monat

Aus dem zaghaften Lächeln ist ein richtig freudiges

Lächeln geworden, mit dem Ihr Baby Sie begrüsst. Mit

ersten Lauten versucht es sich zu äussern. Gegen Ende

des Monats beginnt es, Bekannte von Fremden zu

unterscheiden. Vielen Kindern macht das Unbekannte

Angst, doch längst nicht alle «fremden» gleich früh

und gleich stark. Ihr Baby entdeckt nun Hände und

Finger und betrachtet sie vergnügt. Spielsachen kann es

nun halten und anschauen. Es greift mit den Fingern

nach aufgehängten Spielsachen. Gerne spielt Baby

natürlich auch mit Mama und Papa. Wenn Sie es aus

der Rückenlage hochziehen, hilft es schon kräftig mit.

Es umklammert den hochziehenden Finger und

2020 | Unser Baby 33


ENTWICKLUNG.

beherrscht die Kopfkontrolle. In der Bauchlage stützt

es sich auf die Unterarme.

Spielideen für das 1. Vierteljahr:

• Mobiles mit einfachen Formen und klaren Farben.

• Spieluhren.

• Weiche Stofftiere oder -püppchen.

• Sobald das Baby bewusst greift, also im Laufe des

3. Lebensmonats, ist es Zeit für kleine Holzspielzeuge

und eine Rassel.

Wichtig: Achten Sie darauf, dass sich von Babys erstem

Spielzeug keine Teile lösen, die verschluckt werden

könnten.

4. Monat

Ob im Babysitz, im Laufgitter oder im Bettchen, so -

bald Ihr Baby Sie hört, wendet es den Kopf und begrüsst

Sie erwartungsvoll und freudig.

Die Laute Ihres Babys werden vielfältiger. Es gluckst

und gurrt, plappert und schreit. Es versucht, nach

Gegenständen zu greifen. Das gelingt ihm zwar nicht

immer, aber das Üben macht Spass! Es lernt, seine

Augen und Hände zu koordinieren. Alles, was Ihr

Kind greifen kann, wandert auch in den Mund. Die

Gegenstände dürfen also keine scharfen Ecken und

Kanten haben, keine giftigen Stoffe enthalten und

nicht zu klein sein. Und wenn Sie Ihr Baby auf den

Arm nehmen, entdeckt es die schönsten Dinge, nach

denen es greifen kann: Ihr Haar, Ihre Nase, Ihre

Ohren. Es kann nun auch im Sitzen den Kopf gerade

halten, dabei ist sein Rücken oben annähernd gerade,

unten noch gebeugt. Langsam kommt es durch Körperdrehung

zu kleinen Ortsveränderungen. Jetzt kann

es sich vielleicht schon bald aus der Rücken- in die

Bauchlage wenden.

5. Monat

Ihr Baby hört gerne die immer gleichen Verse und Lieder.

Gesellschaft mag es sehr, und durch sein Weinen

zeigt es deutlich Unmut. Das Kind kann auf eine grössere

Entfernung Umrisse erkennen. Ein Spielzeug, das

wegrollt, fixiert und verfolgt es mit den Augen. Wenn

das Spielzeug jedoch hinter einem anderen Gegenstand

verschwunden ist, so wendet sich das Baby sofort dem

nächsten zu. Es greift nun sicher danach. Aus der

Bauchlage kann es sich in die Rückenlage rollen.

«Gegen Ende des ersten

Vierteljahres ist das Interesse an

den eigenen ‹Greiforganen› sehr

gewachsen. Das Kind ‹studiert›

eingehend seine Hände und seine

Finger und spielt damit.»

6. Monat

Ihr Kind wird zu einem lustigen Grimassenschneider,

wenn es versucht, einen fröhlichen oder ernsten Ge -

sichts ausdruck nachzuahmen. Spielen Sie mit! Das

Baby findet nun auch an seinem Spiegelbild Gefallen.

Ihr Kind entwickelt Vorlieben, zeigt Ihnen immer

deutlicher, was es mag und was ihm nicht behagt.

Nun kommt der Daumen zum Einsatz! Die Koordination

zwischen Augen und Hand und jene zwischen

Hand und Mund beherrscht es gut. Mit Vorliebe

nimmt es jetzt, auf dem Rücken liegend, den grossen

Zeh in den Mund. Es kann sich auf den Bauch und wieder

zurück auf den Rücken drehen. Mit Kissen gut

gestützt, kann es für kurze Zeit sitzen, aber nur, wenn

Sie dabei sind.

Spielideen für das 2. Vierteljahr:

• Berühr- und Kitzelspiele.

Babyrassel die an Hand- oder Fussgelenken befestigt

werden können. Durch das zarte Klimpern werden

dem Baby seine eigenen Bewegungen bewusster.

• Nähen Sie aus Stoffresten kleine Säckchenund

füllen sie diese mit verschiedenen Materialien

(Schaumstoff, Bohnenkerne, Reis etc.). Achten Sie

darauf, dass die Säckchen gut verschlossen sind!

Ihr Baby wird sie mit Freude ertasten.

7. – 9. Monat

Es scheint, als ob Ihr Kind seinen Spielsachen die

schönsten Geschichten erzählen würde. Die kleine

Rassel wandert von einer Hand in die andere, dabei

merkt es auch, dass man das Spielzeug schütteln kann.

Auch alleine zu sitzen ist nun möglich, wenn auch

anfangs nur für kurze Zeit. Das Krabbeln rückt immer

näher. Viele Kinder krabbeln zunächst rückwärts. Ihr

Baby kennt seinen Namen und reagiert, wenn Sie es

rufen. Auch das Wörtchen «Nein» kennt es genau.

34 Unser Baby | 2020


ENTWICKLUNG.

Spielideen für das 3. Vierteljahr:

• «Gugus – dada!» wird wohl jetzt das Lieblingsspiel

Ihres Säuglings heissen.

• Gummiball / Tennisball werfen oder rollen.

• Ungefährliche Küchenutensilien

(Plastikschüssel / Kochlöffel) zum Klopfen,

Rühren.

• Auto zum Umherschieben.

• Ein erstes Bilderbuch mit grossen, deutlich

konturierten Bildern zum Anschauen.

• Becher zum Spielen in der Badewanne.

10. – 12. Monat

Mit spitzen Fingerchen greift Ihr Kind nun jeden

Krümmel, der auf dem Boden liegt. Es beherrscht nun

den «Pinzettengriff» perfekt. Ihr Baby ist sitzfest und

krabbelt vermutlich munter. An beiden Händen

ge halten, wird es vielleicht bereits die ersten Schritte

wagen ... Und auch die ersten Worte versucht es nun zu

formulieren. Am Tisch knabbert Ihr Baby alleine «Finger-Food»

und die Schoppenflasche kann langsam

durch eine Lerntasse ersetzt werden.

Spielideen für das 4. Vierteljahr:

• Steckspiele werden interessant.

• Turm bauen.

• «Sändele» und matschen.

• Bewegung an der frischen Luft

tut allen Kindern gut.

So entwickeln sich die Sinne:

Spüren und Fühlen

Bei der Geburt verfügt das Kind über ein gut entwickeltes

Berührungsempfinden. Es reagiert auf Berührungen

fast reflexartig (z.B. an Nase, Mund, Wangen, Händen

und Füssen). Dieses Spüren und Fühlen durch die

Haut beginnt bereits vor der Geburt. Durch die Eigenbewegungen

des Kindes im Mutterleib berührt es sich

immer wieder selbst. Diese Erlebnisse formen das

Berührungsempfinden.

Hören und Horchen

Auch hören kann das Kind von Geburt an. In den ersten

Lebenstagen allerdings sehr gedämpft, weil noch

Fruchtwasser die mittlere Ohrpartie anfüllt. Sobald

dieses vom Körper verarbeitet ist, werden Geräusche

deutlich wahrgenommen und lösen beim Kind Reaktionen

aus. Babys nehmen die menschliche Stimme

wahr und können schon sehr früh die Mutter von

fremden Personen unterscheiden, bevor sie noch richtig

sehen können. Früh sind auch Augenbewegungen

in Richtung von Geräuschquellen, insbesondere vertrauter

Geräusche, beobachtbar. Das Hörvermögen ist

eine wichtige Fähigkeit, die wir vom Babyalter an an -

regen müssen. Rhythmische Geräusche, Zusprechen,

sanfte Töne (Glocke, Flöte) beruhigen das Kind, weil

sie seine wache Aufmerksamkeit erfordern. Mit der

Zeit wird aus dem Hören ein aktives Horchen.

2020 | Unser Baby 35


ENTWICKLUNG.

Sehen und Schauen

Manche Neugeborene schauen recht wach in die Welt,

andere sind durch die Geburtsstrapazen und die

Umstellung auf die neue Lebenssituation noch in

einem dämmrigen Zustand, der sie von einer aktiven

Wahrnehmung der Umwelt abhält. Neugeborene sind

fähig, einem Gesicht über kurze Strecken mit ruckartigen

Augenbewegungen zu folgen, wenn es sich in

20 cm Entfernung von den Augen langsam hin und her

bewegt. Im Verlaufe des ersten Monats verbessert sich

diese Fähigkeit zusehends. Das Baby kann dann auch

einem Spielzeug, das in einem Abstand von 25 bis

50 cm bewegt wird, mit den Augen folgen. Was näher

oder weiter entfernt ist, kann nicht gesehen werden. Je

älter das Kind wird, um so länger und intensiver

schaut und beobachtet es.

Greifen und begreifen

Das Neugeborene hält die Hand meist zur Faust

geschlossen. Gegen Ende des ersten Vierteljahres ist

das Interesse an den eigenen «Greiforganen» sehr ge -

wachsen. Das Kind «studiert» eingehend seine Hände

und seine Finger und spielt damit. In den nachfolgenden

Monaten beginnt es nach Gegenständen und

Spielsachen zu greifen. In der zweiten Hälfte des

ersten Lebensjahres ist es fähig, mit beiden Händen

gleichzeitig zu greifen und zu spielen. Es wechselt

auch Gegenstände von einer Hand zur anderen. Vieles

wird in den Mund gesteckt und überprüft. Mit der

Zeit lernt es, etwas loszulassen und wegzugeben.

Greifen ist ein wichtiger Schritt auf den Weg zum

Begreifen. Ein Kind muss Gegenstände mit Hilfe

seiner Hände begreifen und so grundlegende Erfahrungen

machen können.

Verstehen und Sprechen

Ein Baby reagiert schon sehr früh auf seine soziale

Umgebung. Dem Schreien liegt immer ein ernstzunehmendes

Unbehagen zugrunde: z.B. Hunger, Schmerz,

Angst, Lärm, Ärger, Langeweile, das Bedürfnis nach

Kontakt und Nähe, Kälte, nasse Windeln, Verdauungsbeschwerden,

Müdigkeit, Einschlafschwierigkeiten. Das

erste antwortende Lächeln ist eine wichtige frühe Form

der Kommunikation. Das Interesse und die Neugierde

des Babys an allem, was rundherum vorgeht, ist nach

einem Vierteljahr schon sehr deutlich. Bald erkennt es

die Mutter, den Vater, die Geschwister. Neben Babysprache

entwickelt Ihr Kind die gesprochene Sprache.

Der Säugling produziert Lautverbindungen. In der

Mitte des ersten Lebensjahres entstehen Lautgebilde.

Aus der Zwiesprache von Mutter, Vater und Säugling

entsteht die Muttersprache des Kindes. Das Kind zeigt

durch sein Verhalten, dass es bestimmte Worte versteht,

obwohl es sie noch nicht selber sprechen kann.

36 Unser Baby | 2020


PUBLIREPORTAGE.

Interview

Kopfgneis und Milchschorf bei Babys

Kopfgneis bei Babys, umgangssprachlich auch häufig

als Milchschorf bezeichnet, ist kein schöner Anblick

und stört häufig nicht nur den Nachwuchs, sondern

auch die Eltern. Doch es gibt heute eine einfache

Möglichkeit, den lästigen Begleiter loszuwerden,

erklärt Dr. Kathrin Schindl.

Dr. Schindl, gibt es einen Unterschied zwischen

Milchschorf und Kopfgneis?

Ja. Milchschorf kann eine Vorstufe der Neurodermitis

(atopische Dermatitis) sein. Er bleibt häufig nicht auf

den Kopfbereich beschränkt, sondern dehnt sich z.B.

auch auf Arme und Beine aus. Zudem ist Milchschorf

mit einem starken Juckreiz verbunden, den die Kleinen

häufig durch Kratzen lindern wollen. Das Wohlbefinden

des Kindes ist durch den Juckreiz und die

Schmerzen, die in Folge der aufgekratzten Stellen auftreten,

stark beeinträchtigt. In schweren Fällen bedarf

der Milchschorf der ärztlichen Abklärung.

Weitaus häufiger tritt bei Säuglingen hingegen der

Kopfgneis in Erscheinung. Umgangssprachlich wird

der Kopfgneis auch gerne als Milchschorf bezeichnet,

was im medizinischen Sprachgebrauch allerdings

nicht korrekt ist. Beim Kopfgneis ist die Bildung von

fettigen Schuppen meist auf den Kopfbereich, wie etwa

beispielsweise die Kopfhaut, die Brauen und Lider,

beschränkt. Der Ausschlag juckt nicht und stellt kein

INFORMATION AUF DEN PUNKT GEBRACHT

Sprühen: Sprühen Sie zweimal auf

Ihre Handfläche

Massieren: Verteilen Sie das Serum

auf dem betroffenen Hautareal und

massieren Sie es ein.

medizinisches Problem dar; beim Kopfgneis handelt

es sich lediglich um ein kosmetisches Problem.

Was ist die Ursache von Kopfgneis bei Babys?

Die Ursachen von Kopfgneis bei Babys sind noch nicht

abschliessend geklärt. Als Einflussfaktoren gelten eine

übermässige Talgproduktion, eine gestörte Hautbarriere

sowie das Wachstum von bestimmten Hautpilzen,

die Bestandteile des Talgs verwerten können. Diese

Hautpilze produzieren Abbauprodukte, die wiederum

auch die Integrität der Hautbarriere beeinträchtigen

können. Kopfgneis ist somit nicht auf fehlende Hygienemassnahmen

zurückzuführen, auch wenn die fettigen

Schuppen schnell zu einer derartigen Vermutung

verleiten.

Welche Möglichkeiten gibt es, den Kopfgneis und

Milchschorf bei Babys zu behandeln?

Es ist wichtig, die Krusten nicht einfach abzukratzen,

da dies wiederum Entzündungsprozesse fördern kann.

Für eine schonende Entfernung sollten die Schuppen

zunächst aufgeweicht werden. Das Osa® Schorf | Kopfgneis-Set

enthält alle hierfür notwendigen Utensilien.

Das Öl wird auf die betroffenen Stellen aufgetragen

und einmassiert, um die Schuppen aufzuweichen. Das

Osa® Schorf | Kopfgneis-Öl leistet dabei nicht nur die

Vorarbeit für die Entfernung der unschönen Schuppen.

Der Hauptwirkstoff Borretschsamenöl fördert

darüber hinaus auch die Wiederherstellung einer

intakten Hautbarriere und hydratisiert die behandelte

Hautpartie. Anders als Talg kann Borretschsamenöl

nicht vom Hautpilz Malassezia verwertet werden und

verhindert so seine Ausbreitung. Die aufgeweichten

Schuppen können dann nach der Behandlung mit dem

Kamm und der Bürste, die im Osa® Schorf | Kopf gneis-

Set enthalten sind, sanft entfernt werden.

Entfernen: Massieren Sie zuerst mit

der Schaumstoffseite der Bürste

vorsichtig die Kopfhaut. Anschliessend

entfernen Sie die Schuppen mit der

Bürste und/oder dem Kamm.

ZUR PERSON:

Frau Dr. Kathrin

Schindl, Medical

Affairs, Iromedica AG,

St.Gallen

2020 | Unser Baby 37


PUBLIREPORTAGE.

Perfekte Ferien mit dem

Krabbel-Baby.

Anna (24) und Edgar (31) sind frischgebackene Eltern und haben mit

ihrem Krabbel-Baby Mona erstmals Ferien bei Center Parcs verbracht.

Ihr Fazit: Jederzeit gerne wieder!

«Alles ist vorhanden: die Babymöbel, das Babybett,

der Kinderstuhl. Alles ist sicher – auf dem Boden oder

durch Gitter geschützt.» schwärmt Anna von ihrem

kürzlichen Besuch im Center Parcs Allgäu. «Das

Wohnzimmer ist gross, hell und für unsere kleine

Mona ideal zum Krabbeln. Dazu gibts eine Küche mit

Geschirrspüler (Hurra!) sowie eine nette Sitzecke mit

Fernseher, wenn die Kleine abends schläft. Die Schlafzimmer

sind auch sehr gemütlich. Doch das Beste

kommt erst noch: Unser Badezimmer hatte nicht nur

eine Badewanne mit Whirlpool-Funktion, sondern es

gab noch einen zusätzlichen Raum mit eigener Sauna

und Dusche.» Zudem haben Anna und ihr Mann

Edgar das Baby-Service-Paket mit Wickelkissen, Buggy,

Wippstuhl und Babywanne dazu gebucht: «Das ist

sehr praktisch», sagt Edgar. «Denn so braucht man im

Auto viel weniger Platz für Gepäck und die ganze

Baby-Ausrüstung. Es gibt auch keinen Stress, dass man

vielleicht doch etwas Zuhause vergessen hat. Denn für

perfekte Baby-Ferien ist hier alles vor Ort vorhanden.»

Wenn das Baby schläft ...

Gerade im Fall von Krabbel-Babies sind nicht nur die

Sauberkeit, sondern auch die Gemütlichkeit im Ferienhaus

extrem wichtig: «Mona macht nachmittags gern

noch ein kleines Schläfchen, sodass wir Eltern ans

Ferienhaus gebunden sind», sagt Anna. «Wenn man in

dieser Zeit auf der Terrasse ein Buch lesen oder etwas

TV gucken kann, dann gestaltet man die Zeit bis zum

Wachwerden optimal. Dass die Sauna und die Whirlwanne

eine willkommene Erholung waren, wenn Mona

abends im Bett schläft, versteht sich von selbst.»

Auf zum Market Dome

Der Market Dome ist der Mittelpunkt jedes Center

Parcs. Hier hat man nicht nur Zugang zum Erlebnisbad

Aqua Mundo, sondern auch zu zahlreichen

Restaurants, Geschäften und einem Supermarkt:

«Dort findet man immer frische Produkte. Und auch

das Angebot für Babies ist beachtlich», sagt Anna.

«Mona fand es vor allem spannend, die verschiedenen

38 Unser Baby | 2020


PUBLIREPORTAGE.

Tiere zu bestaunen: sie hat alle entdeckt und unaufhörlich

brabbelnd darauf gezeigt.» Für Babys und

kleine Kinder gibt es übrigens zahlreiche nützliche

Einrichtungen: von Spielgeräten über Kinderstühle,

Gemüsebrei, angepasste Kindermenüs, einen Buggy-

Parkplatz bis hin zu Wickelräumen. O-Ton Anna: «Da

wird man bestens umsorgt.»

Bädele im Aqua Mundo

«Okay, was macht man eine ganze Woche lang mit

einem Baby in einer Center Parcs-Anlage?» stellt Anna

die Gretchenfrage. «Das Ferienhaus ist zwar gemütlich,

aber zum puren Stubenhocken haben wir keinen

Ferien gebucht. Anderseits ist unsere Mona für viele

Aktivitäten wie Spielplatz-Action, Velofahren und

Minigolfen noch viel zu klein. Aber auch daran hat

Center Parcs gedacht. So gingen wir mit Mona zu

einem Baby-Schwimmkurs und zur Massage. Treffpunkt

im Schwimmbad ist vor der offiziellen Öffnungszeit,

es ist also noch super ruhig. Zusammen mit

einigen anderen Mamas, Papas und Babys geht es

Richtung Lagunen, wo jeder mit seinem Kind einige

Übungen zum Eingewöhnen ans Wasser ausprobierte.

Wir konnten live miterleben, wie unsere Babys das

warme Wasser genossen. Auch für Mama und Papa ist

das reine Quality Time. Meine Mona zeigte letztlich

mehr Interesse an der Puppe der Kursleiterin als an

den Übungen, aber gut - es war nett. Nach einer guten

halben Stunde Planschen zog die Gruppe in den Wellnessbereich

um, wo uns die Kursleiterin eine Einführung

in die Babymassage gab. Eine herrliche Erholung

für Mama, Papa und Baby. Man lernt dort einige Techniken,

die man zuhause genauso gut nach dem Baden

anwenden kann.»

Auf Velotour mit Mona

Nach Monas obligatem Mittagsschläfchen war es an

der Zeit, den Ferienpark und die Umgebung mit dem

Velo zu erkunden: «Wir mieteten zwei Fahrräder und

einen Kindersitz für Mona und los ging›s» erinnert

sich Anna. «Im Ferienpark selbst kann man wunderbar

biken. Vereinzelt haben wir auch an einem der

Teiche, beim Streichelzoo und an einer Café-Terrasse

gestoppt. Dank gutem Wetter war sogar eine Glacé-

Pause angesagt. Und Mona? – Sie ergötzte sich am

Anblick der Kühe und Pferde und der Umgebung am

Wegesrand.» Haben Sie selbst Lust auf Center Parcs-

Ferien mit Ihrem Baby?

Erfahren Sie mehr oder buchen Sie mit Last Minute-

Rabatt unter www.centerparcs.ch/kb

2020 | Unser Baby 39


GESUNDHEIT.

Kinderkrankheiten.

Jedes Kind wird einmal krank. Und dann leiden die Eltern mit.

Weiss man, wie man sich bei Krankheiten und Notfällen verhalten

muss, ist der Anfang zur Heilung schon getan.

TEXT: DR. BRIGITTE HOLZGREVE

Dreimonatskoliken

Der Verdauungstrakt ist bei Säuglingen noch sehr

unreif. Viele Kinder leiden deshalb schon in den ersten

Lebenswochen unter schmerzhaften Bauchkrämpfen,

wenn sie beim hastigen Trinken zuviel Luft geschluckt

haben. Seltener ist eine Kuhmilch-Unverträglichkeit

die Ursache. Unruhe und Schreien entwickeln sich oft

abends und dauern mitunter über Stunden an. Der

Bauch kann etwas gewölbt sein und die Beinchen werden

entweder lang gestreckt oder zum Körper hin

angezogen, das Gesicht läuft rot an. In der Regel verschwinden

diese Koliken nach dem Ende des dritten

Lebensmonats.

Behandlung: Wenn Sie stillen, sollten Sie bewusst auf

blähende Speisen verzichten. Lassen Sie Ihr Kind nach

jeder Brust aufstossen. Füttern Sie nach dem Stillen

eine kleine Menge Fenchel- oder Kümmeltee aus dem

Fläschchen. Bekommt Ihr Kind einen Schoppen, können

Sie vorübergehend die Trockenmilch mit Fencheltee

statt mit Wasser anrühren. Verwenden Sie einen

Sauger mit kleinerem Loch. Eine mässig warme

Wärmflasche oder eine sanfte Massage der Bauchhaut

kann gut tun. Tragen Sie Ihr Baby in der Bauchlage auf

Ihrem Unterarm herum. Nehmen Sie die Hilfe von

Verwandten und Bekannten an. Je gestresster Sie sind,

umso unruhiger wird Ihr Baby. Weitere Tipps bekommen

Sie bei der Mütter- und Väterberatung und bei

Ihrem Arzt / Ihrer Ärztin.

Fieber

Die normale Körpertemperatur beträgt 36,5 bis 37,5 °C.

Kleine Kinder haben sehr schnell und oft Fieber. Wenn

40 Unser Baby | 2020


GESUNDHEIT.

das Kind trotz Fieber zufrieden ist, regelmässig trinkt

und mindestens viermal am Tag eine feucht Windel

hat, dürfen Sie ruhig ein bis zwei Tage warten, bevor

Sie zum Arzt gehen. Wenn das Fieber aber über 38,5 °C

steigt, das Kind apathisch ist oder sich ungewohnt

verhält, plötzlich einen Ausschlag hat oder Sekret aus

dem Ohr läuft, sollten Sie umgehend Ihren Arzt / Ihre

Ärztin anrufen.

Behandlung: Wenn Ihr Kind warme Beine hat, können

Sie es zunächst mit den guten alten Essigsöckchen

probieren. Geben Sie etwas Essig in eine Schüssel mit

lauwarmem Wasser und tränken Sie Tücher darin, die

Sie um die Fesseln des Kindes wickeln. Darüber kommen

Woll- oder Baumwolltücher. Nach 5 bis 15 Minuten

können Sie die Wickel entfernen, und das Fieber

sollte gesunken sein. Ein Bad, das 3 °C unter der Körpertemperatur

liegt, sollte dieselbe Wirkung haben.

Falls nicht, konsultieren Sie den Arzt oder die Ärztin.

Ziehen Sie Ihr Baby nicht zu warm an, damit es keinen

Wärmestau bekommt. Bieten Sie ihm häufig Wasser

oder Tee an, denn es braucht jetzt viel Flüssigkeit.

Achtung: Verabreichen Sie Fieberzäpfchen oder andere

Medikamente nur, wenn Sie vorher mit Ihrem Arzt /

Ihrer Ärztin darüber gesprochen haben.

Fieberkrampf

Ein Fieberkrampf sieht erschreckend aus und ist ein

Notfall. Das Kind hat hohes Fieber, zuckt im Gesicht

und an den Gliedern, verdreht die Augen und wird

bewusstlos. Es klappert vielleicht mit den Zähnen wie

bei einem Schüttelfrost und friert oder es schaut Sie

mit starrem Blick an und ist nicht ansprechbar. Nach

ein bis fünf Minuten kommt es wieder zu sich.

Behandlung: Legen Sie das Kind auf die Seite, damit

eventuell Erbrochenes aus dem Mund laufen kann.

Keinen Nuggi geben. Lassen Sie Ihr Kind nicht alleine.

Rufen Sie sofort den Arzt oder die Ärztin an. Ein

Fieberkrampf ist in den meisten Fällen harmlos. Es

muss jedoch abgeklärt werden, ob eine generell erhöhte

Krampfbereitschaft des Gehirns vorliegt.

Durchfall

Bei voll gestillten Kindern ist Stuhlgang mehrmals

täg lich unbedenklich. Sorge ist nur angebracht, wenn

der Stuhl unangenehm riecht, farblich ungewöhnlich

(grünlich), dünn oder sogar wässrig ist und / oder von

Erbrechen und Fieber begleitet ist. Achten Sie auf

Zeichen von starkem Flüssigkeits verlust: Eine eingesunkene

grosse

Fontanelle und Hautfalten,

die beim Hochziehen

«stehen bleiben». Durch fall

ist ein häu figes Begleitsymptom bei

allerlei Infektionen, z. B. Mittelohrentzündung

oder Grippe, aber auch beim Zahndurchbruch.

Behandlung: Messen Sie die Temperatur. Säuglinge

mit Brechdurchfall und Fieber müssen sofort ärztlich

be han delt werden, denn der Flüssigkeitsverlust kann

lebens gefährlich werden. Bei alleinigem Durchfall

dürfen Sie weiterhin stillen. Ansonsten geben Sie

mindestens 12 Stunden keinen Milchschoppen, feste

Nahrung oder Fruchtsäfte mehr, sondern nur noch

Tee. Setzen Sie neu eingeführte Nahrungsmittel sofort

ab. Wechseln Sie sehr oft die Windel, damit kein

Ekzem entsteht.

Verstopfung

Wie oft die Windel gefüllt ist, ist gar nicht so wichtig:

Auch gestillte Säuglinge haben manchmal nur alle drei

bis vier Tage Stuhlgang. Erst wenn der Stuhl hart und

knollig ist, spricht man von Verstopfung. Meist ist der

Bauch dann auch gebläht. Bei Fieber oder sehr heissem

Wetter kann der Stuhlgang aus Flüssigkeitsmangel

ausbleiben.

Behandlung: Mehr Flüssigkeit, z.B. Tee oder bei älteren

Säuglingen etwas Fruchtsaft (Apfelsaft) kann

schon helfen. Auch Milchzucker als Zusatz zum

Schoppen regt die Stuhlbildung an. Ballaststoffe aus

Obst, Gemüse und Vollkornprodukten führen durch

ihr Wasserbindungsvermögen zu einem lockereren

und leichteren Stuhl und begünstigen die Darmbeweglichkeit.

Bitte geben Sie keine Abführmittel!

Erbrechen und Speien

Von Erbrechen spricht man, wenn das Kind grössere

Mengen im Schwall herausgibt. Speien oder Spucken

ist dagegen eine harmlose und häufige Erscheinung

bei Säuglingen. Nach jeder Mahlzeit lässt das Kind

etwas Nahrung herausfliessen oder sie kommt ihm

beim Aufstossen hoch. Das kann sein, weil das Baby

beim Trinken Luft schluckt, weil es zu hastig trinkt,

oder weil der Sauger ein zu grosses Loch hat.

Behandlung: Einmaliges Erbrechen braucht Sie nicht

zu beunruhigen. Geben Sie Ihrem Baby etwas Tee und

wiegen Sie es beruhigend im Arm. Speit Ihr Kind nach

jeder Mahlzeit etwas Nahrung aus, legen Sie es nach

2020 | Unser Baby 41


GESUNDHEIT.

verschleimt, keuchend, mit ziehenden Luftgeräuschen?

Behandlung: Geben Sie Ihrem Kind viel zu trinken.

Das verflüssigt den Schleim. Sie können Brust und

Rücken mit einer speziell milden Erkältungssalbe einreiben.

Ist der Hustenreiz stark, suchen Sie den Arzt /

die Ärztin auf: Es könnte sich um eine Bronchitis oder

Lungenentzündung handeln. Auch Keuchhusten oder

Pseudokrupp müssen ausgeschlossen werden.

dem Aufstossen auf die Seite und stützen Sie es mit

einer Windelrolle. Lassen Sie das Baby nach jeder Mahlzeit

gut aufstossen. Solange das Kind zunimmt und

der Stuhlgang normal ist, braucht es keine spezielle

Behandlung. Erbricht das Kind grössere Mengen und

mehrmals am Tag, hat es vielleicht auch Fieber, müssen

Sie den Arzt benachrichtigen, da der Flüssigkeitsverlust

für den Säugling bedrohlich werden könnte.

Erkältungen und Schnupfen

Schnupfen kann für Säuglinge sehr unangenehm sein,

da sie beim Saugen zuwenig Luft bekommen. Dicker

gelblich-grüner Schleim kann ein Zeichen für eine

Mittelohrentzündung oder Bronchitis sein. Behandlung:

Achten Sie auf feuchte Luft im Zimmer, z.B.

durch einen Luftbefeuchter oder feuchte Tücher auf

der Heizung. Kann Ihr Kind ungehindert trinken,

genügt es, mehrmals täglich einige Tropfen Kochsalzlösung

in seine Nase zu träufeln. Auch frisch abgepumpte

Muttermilch oder Kamillentee eignet sich

sehr gut! Die Nase vorsichtig mit einem gedrehten

Wattebausch reinigen, aber die Absonderungen nicht

hochschieben. Eine kleine Nasenpumpe zum Absaugen

kann hilfreich sein.

Husten

Husten ist eine Schutzreaktion des Körpers und hilft,

die Atemwege von Schleim zu befreien. Husten tritt

meistens zusammen mit Schnupfen und eventuell

Fieber auf. Manche Kinder erbrechen beim Husten.

Die Atmung ist beschleunigt. Beobachten Sie den Husten

möglichst genau: Ist er hart, bellend, heiser, locker

Leistenbruch

Vor allem bei Buben kommt es häufig vor, dass der

Leistenkanal offengeblieben ist, statt sich zu schliessen.

Wenn Sie in der Leistengegend eine Schwellung

erkennen, das Kind ohne ersichtlichen Grund heftig

schreit oder Bauchweh hat, kann es sich um einen Leistenbruch

handeln.

Behandlung: Der Arzt / die Ärztin klärt ab, ob es sich

um einen Leistenbruch handelt. Der Leistenbruch

muss operiert werden und erfordert manchmal einen

kurzen Spitalaufenthalt. Je nach Spital können die

Kinder aber auch gleich nach der Operation wieder

nach Hause gehen.

Mittelohrenentzündung

Mittelohrentzündungen sind sehr schmerzhaft. Die

Kinder haben evtl. Fieber, sind blass und weinen viel.

Oft greifen sie mit der Hand zum Ohr oder werfen den

Kopf hin und her. Manchmal läuft sogar Sekret aus

dem Ohr.

INFO: Büchertipp

«Kinderkrankheiten», von Jörg und

Beate Nase. Ein Standardwerk für Kinder

von 0 bis 16 Jahren, Gräfe & Unzer,

ISBN 978-3-8338-2909-3, CHF 36.90

«Gesundheit für Kinder», von Herbert

Renz-Polster, Nicole Menche und Arne

Schäffler. Kinderkrankheiten verhüten,

erkennen, behandeln, Kösel,

ISBN 978-3-466-30904-7, CHF 46.90

Diese Bücher können direkt über

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Baby Agenda bestellen unter

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42 Unser Baby | 2020


EIN PRODUKT VON

ziel in Flims. Man braucht ihn

weiser und den gelben Weg ­

dortigen Au sichtspla tform

einen Spielplatz.

Blick auf den Caumasee.

1275

Ault da Val Gronda

12 0

150

11 0

1050

1 0

950

900

Caumasee

Flims­Waldhaus.

Flem

Il Spir

Caumasee-Lift

0 1 2 3 4 5 6

(996 m) – Flims Waldhaus.

Bhf

Versam-Safien

7.8 km

Rest. Conn

Il Spir

Rheinschlucht

Vorderrhein

Badesachen.

Lag la Cresta

Conn, conn.ch.

Sardona.

GESUNDHEIT.

Behandlung: Eine Selbstmedikation ist nicht ratsam.

Suchen Sie den Arzt / die Ärztin auf. Bei einer harmlosen

Mittelohrentzündung reichen abschwellende

Nasentropfen und Schmerzmittel, ansonsten müssen

Antibiotika eingesetzt werden.

Karies

Süssigkeiten, Dauernuckeln am Sirupschoppen.

Behandlung: Kinder nicht an süsse Nahrung und

Getränke gewöhnen. Regelmässiges Zähneputzen mit

fluoridhaltiger Zahnpasta schon wenn die ersten

Milchzähne durchbrechen.

Windelekzem

Die Hautreizung mit Rötung und manchmal auch nässenden

Stellen entsteht meist im Windelbereich, vor

allem in den Hautfalten. Hautbakterien spalten Urin

auf und produzieren den typischen Ammoniakgeruch.

Behandlung: Wechseln Sie sehr häufig die Windeln.

Verwenden Sie im Ekzembereich möglichst keine Seife

oder Reinigungstücher, sondern nur Wasser. Wenn es

warm genug ist, lassen Sie Ihr Baby oft mit nacktem

Po strampeln oder föhnen Sie den Windelbereich auf

kalter Stufe ganz trocken. Danach bedecken Sie den

Ausschlag mit Zinksalbe. Benutzen Sie nicht gleichzeitig

Puder.

INFO:

Medizin und Pädagogik haben als

gemeinsames Ziel, die gesunde

Entwicklung des heranwachsenden

Kindes zu fördern.

Bei genauerem Hinsehen zeigt sich

aber auch, dass Heilen und Lernen

einander ganz verwandte Prozesse

sind. Eine Krankheit bekommen, sich

mit dieser auseinandersetzen müssen

und sie überwinden sind drei Schritte,

die wir auch bei jedem Lernvorgang

finden: eine Aufgabe bekommen,

mit dem zu Lernenden ringen

und tatsächlich das Lernziel

erreichen, das heisst, die neue

Fähigkeit erwerben. Eine solche

Betrachtung führt zu einem

tieferen Verständnis von Krankheit.

DIE 44 SCHÖNSTEN KINDERWAGENWANDERUNGEN

NEU!

Ein Kind verändert Ihr Leben. Und ein Kinderwagen gehört plötzlich zur

Standardaus rüstung. Denn Kinder brauchen frische Luft, und das am

besten täglich. Doch wohin den Kinderwagen schieben, wenn man die

nähere Umgebung schon in- und auswendig kennt?

Wir, die Redaktoren des Wandermagazin SCHWEIZ, sind das ganze Jahr

über draussen unterwegs. Auf unseren Familienseiten präsentieren wir

laufend Tipps und Ideen für packende, spannende und kurzweilige

Entdeckungstouren mit Kindern in der ganzen Schweiz. Motto: Langeweile?

– Nicht mit uns! Das gilt auch für dieses Wanderbuch, in welchem

Sie 44 kinderwagenfreundliche Wanderungen vom Genfer- bis zum

Bodensee, vom Jura bis nach Graubünden finden. Mit vielen weiteren Tipps

zu Ausflügen und Sehenswürdigkeiten.

CHF 18.90

– 20% Rabatt mit dem

Gutscheincode «baby20»

Jochen Ihle

Toni Kaiser

DIE44

SCHÖNSTEN

KINDERWAGEN

WANDERUNGEN

KARIBIK IM

TANNENWALD

Flims-Waldhaus Rund um den Caumasee

Natur Kultur Familie Kondition

• 192 m • 192 m • 7.8 km 2 ¼ h u T1

Der Caumasee ist das Topausflugs­

eigentlich nicht mehr vorzuste len.

Vor a lem an hei sen Sommertagen

ist der Andrang gro s. Ein bi schen

wie in der Karibik fühlt man sich

an diesem türkisblauen Bergsee

mit Badestrand. Diese einfache

und gemütliche Wanderung ist

eine schöne Alternative zur etwas

längeren Rundwanderung, die den

Crestasee miteinschlie st. Von

Flims­Waldhaus folgt man dem

holzgeschnitzten Neptun­Weg­

weisern zum Caumasee. Schon bald

öffnen sich die ersten Blicke auf

den hübschen Bergsee, und man

e reicht die Bergstation der Standseilbahn.

Diese fährt jeweils von

8 bis 17 Uhr hinunter an den See.

Man folgt aber nun weiter dem

Wanderweg durch den Flimserwald

bis zum Restaurant Conn und der

«Il Spir». Das Restaurant verlockt

zur Einkehr und die Au sichtspla t­

form zum sensatione len Tiefblick in

die Rheinschlucht. Für den Rückweg

wählt man zunächst denselben

Weg. Am Caumasee kann man dann

den Uferweg gegenüber der Standseilbahn

wählen, so ergibt sich noch

eine schöne Rundwanderung.

Im Sommer sollte man die Badesachen

nicht verge sen. Denn was

liegt auf dieser Wanderung näher,

als sie mit einem erfrischenden Bad

zu bereichern? Im Sommer beträgt

die Wa sertemperatur zwischen

17 und 24 Grad Celsius. Es hat eine

schöne Liegewiese, ein Selbstbedienungsrestaurant

und für

Kinder einen Sandkasten sowie

GRAUBÜNDEN 13

Flims-Waldhaus

GRAUBÜNDEN

13

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oder Tel. 032 626 40 30

Tipp | An der Talstation in Laax gibt es im «rocksresort PARK» viele Aktivitäten für

Familien und Kinder. Von der Urban Surfwave, wo man mit Skateboards, Gokarts

oder BMX­Bikes über die asphaltierten We len surfen kann, über einen Spielplatz

bis hin zum Wildbienenparadies.

58 59

OBEN Tiefblick in die Rheinschlucht. UNTEN Gute Laune in Flims.

Flims-Waldhaus

Caumase-Lift

START / ZIEL Flims­Waldhaus.

CHARAKTERISTIK Einfache Wanderung

auf markierten Wegen. Vom Wanderweg

führt auch eine Standseilbahn hinunter

zum See. Der Caumasee­Lift kann gratis

benutzt werden, er fährt jeweils täglich

von 8 bis 17 Uhr. Das Seebad/Strandbad

Caumasee ist gebührenpflichtig. Für a le

Kinderwagentypen geeignet.

AN- / RÜCKREISE Mit dem Zug nach Chur,

weiter mit dem Postauto nach

ROUTE Flims­Waldhaus ( 130 m) –

Cauma see (996 m) – Conn / Au sichtspla

tform «Il Spir» (993 m) – Caumasee

Flims-Waldhaus

AUSRÜSTUNG Normale Wanderausrüstung,

Sonnenschutz, im Sommer

EINKEHREN Selbstbedienungs restaurant

am Caumasee, caumasee.ch; Restaurant

WANDERKARTE LK 1:50 000, 247T

INFOS flimslaax.com; graubuenden.ch.

60 61

Rest. Co n

Rest. Co n

Caumas e


GESUNDHEIT.

SOS – mein Baby

ist krank ...

Eine gute Nachricht zu Beginn: Jedes Kind hat einen Nestschutz gegen

Krankheiten, da es während der Schwangerschaft und Stillzeit Abwehrstoffe

von der Mutter erhält. Die erste Lebensphase eines Babys ist daher

grundsätzlich eine gesundheitlich stabile Phase. Trotzdem kann sich Ihr

Baby einmal unwohl fühlen oder gar krank sein. Beim Gesundwerden

kann es von homöopathischen Mitteln unterstützt werden.

44 Unser Baby | 2020


GESUNDHEIT.

TEXT: CHRISTINA BÖSIGER

Wehe, wenn es weh tut! Für Eltern ist es immer schlimm,

zusehen zu müssen, wie ihre Kinder leiden. Dabei ist

Kranksein bei Kindern etwas ganz Normales, denn es

gibt eine Menge kleinerer und grösserer Übel, mit

denen sich der kindliche Körper auseinander setzen

muss. Viele Eltern suchen nach Wegen, ihr Baby auf

sanfte Weise zu unterstützen und entdecken dabei die

Homöopathie für sich: Sie stellt das harmonische

Gleichgewicht im Patienten wieder her und hilft so, die

unterschiedlichsten Beschwerden – akute wie chronische

– zu lindern und zu heilen.

Was ist Homöopathie?

Die Homöopathie ist eine über 200 Jahre alte, alternative

Heilmethode. Sie wurde vom deutschen Arzt

Samuel Hahnemann etabliert, der die Grundsätze

definiert hat. Der wichtigste Grundsatz lautet «Similia

similibus curentur», auf Deutsch «Ähnliches möge mit

Ähnlichem geheilt werden». Das heisst, eine Krankheit

wird mit einem homöopathischen Heilmittel behandelt,

welches, dem gesunden Menschen verabreicht,

ähnliche Symptome hervorruft wie diese Krankheit.

Zur Erklärung dieser Regel ein Beispiel: Will man die

Folgen eines Insektenstichs behandeln, so macht man

das in der Homöopathie mit Apis (Bienengift).

Arzneimittelbild

Das wichtigste bei der Behandlung ist, das passende

Heilmittel zu finden. Hierzu dient die Anamnese. Die

Anamnese ist die Befunderhebung durch den Arzt,

den Heilpraktiker oder Sie selbst. Auf der Suche nach

dem Mittel, das am besten zu den Beschwerden passt,

legt der Homöopath bei seiner Befragung und Untersuchung

grossen Wert auf die Details. Ziel ist es, ein

möglichst umfassendes Bild von dem Menschen und

seiner Krankheit zu bekommen, und auch Informationen

zu erfassen, die schulmedizinisch unbedeutend

sind. Denn nur wenn die Symptome genau beschrieben

werden, können sie dem richtigen Arzneimittelbild

zugeordnet werden.

In der klassischen Homöopathie ermittelt man für den

Patienten ein einziges Arzneimittel, dessen Arzneimittelbild

möglichst genau die Gesamtheit aller seiner

Symptome beinhaltet. Komplexmittel sind hingegen

Mischungen aus verschiedenen homöopathischen

Einzelmitteln, die häufig eine gute Wirkung bei der

betreffenden Erkrankung haben. Diese werden also

nicht individuell nach dem Ähnlichkeitsprinzip verschrieben.

Homöopathische Arzneimittel

Die Homöopathie verwendet Arzneimittel pflanzlichen,

tierischen, metallischen, mineralischen und

patho logischen Ursprungs, z.B. Arnika, Schlangengift,

Platin, Kalk oder Blut. Diese Ausgangssubstanzen

werden nach strengen Vorschriften zu Urtinkturen

QUELLEN:

www.homoeopathie-heute.de, der

grosse GU Kompass «Homöopathie»

von Sven Sommer, «Homöopathische

Selbstbehandlung in Akutfällen»,

von Heidi Grollmann und Urs Maurer

2020 | Unser Baby 45


GESUNDHEIT.

und weiter zu homöopathischen Mitteln in Form von

Globuli (Kügelchen), Tropfen, Tabletten und Pulver

verarbeitet.

Potenzierung

Potenzierung nennt man das typische Herstellvorgehen

bei homöopathischen Arzneimitteln. Die Tinktur

wird in einem bestimmten Verhältnis verdünnt, und

dann kräftig und rhythmisch geschüttelt. Dieses hat

zum Ziel, unerwünschte Effekte von Wirkstoffen zu

ver mindern und die heilende Wirkung derer zu fördern.

Die Verdünnung wird in Buchstaben angegeben

(D-Potenz = 1:10, C-Potenz = 1:100, LM-/Q-Potenz =

1:50’000), die Anzahl Wiederholschritte dieser Verdünnung

durch die hinter dem Buchstaben stehende

Zahl. Eine D2-Potenz kann also hergestellt werden,

indem 1 Tropfen Urtinktur (TM) mit 9 Tropfen Alkohol

verdünnt und verschüttelt wird (= D1). Davon

wird wiederum 1 Tropfen mit 9 Tropfen Alkohol verdünnt

und verschüttelt (= D2).

Die unterschiedlichen Potenzen haben unterschiedlichen

Einfluss auf das Krankheitsgeschehen. Als

Faustregel lässt sich sagen, dass Potenzen bis zur C6

(Tiefpotenzen) mehr auf der körperlichen Ebene

wirken, mittlere Potenzen bis zu C24 sowohl auf der

körperlichen als auch auf der energetischen Ebene,

und Potenzen über C30 (Hochpotenzen) überwiegend

auf der energetischen Ebene.

Heilung

Wenn die Behandlung mit dem

homöopathischen Mittel erst einmal

begonnen hat, steigert sich

nach und nach das Wohlbefinden,

wobei das Arzneimittel bei akuten

und heftigen Krankheiten schneller

wirkt als bei chronischen.

Die Heilung verläuft nach

einem bestimmten Muster:

von innen nach aussen,

von den wichtigen zu den weniger wichtigen Organen,

von oben nach unten und in umgekehrter chronologischer

Reihenfolge.

In diesem Prozess kann es auch zur sogenannten Erstverschlimmerung

(Verstärkung bereits bestehender

DIE GRUNDSÄTZE DER HOMÖOPATHIE

Die Homöopathie ist eine weit verzweigte

Behandlungsmethode mit vielen

Varianten. Aber alle homöopathischen

Lehren beruhen auf den Grundsätzen

von Hahnemann, die seit über 200 Jahren

unverändert sind.

1. Grundsatz der Ähnlichkeit

«Ähnliches möge mit Ähnlichem geheilt

werden» – «Similia similibus curentur».

Ein homöopathisches Arzneimittel soll so

ausgewählt werden, dass es an Gesunden

ähnliche Symptome hervorrufen kann wie

die, an denen der Kranke leidet.

2. Grundsatz der Potenzierung

Um Giftigkeit, Nebenwirkungen und

Verschlimmerungen durch die Wirkstoffe

zu vermeiden, wird der Wirkstoff solange

in bestimmten Verhältnissen verrieben

oder verschüttelt, bis sein krankmachender

Reiz in einen heilenden Reiz umschlägt.

Dadurch werden im Wirkstoff Kräfte frei,

die durch eine blosse «Verdünnung»

nicht vorhanden sind.

3. Grundsatz der Arzneiprüfung

Die Arzneiprüfung wird nach Hahnemann

durchgeführt und unterscheidet sich von

den klassischen Arzneimittelstudien.

An gesunden Probanden werden die Wirkstoffe

geprüft und die hervorgerufenen

Symptome zu einem homöopathischen

Arzneimittelbild zusammengefasst.

Das Arzneimittelbild dient dazu, einer

bestimmten Erkrankung das homöopathische

Heilmittel zuzuordnen.

4. Grundsatz der Individualität

Jeder Mensch ist einzigartig und reagiert

auf seine Weise auf die Umwelt. Deshalb

wird in der Homöopathie versucht, das

gesamte Symptombild des Patienten zu

erfassen (auch Aspekte, die aus naturwissenschaftlicher

Sicht unerheblich

sind). Ziel ist es, dasjenige Heilmittel

zu finden, bei dem das Arzneimittelbild

mit der Anamnese des Kranken

übereinstimmt.


GESUNDHEIT.

Essen, Trinken, Rauchen oder Zähneputzen eingenommen

werden. Die Mundschleimhaut sollte frei von

fremdem Geschmack sein.

Homöopathische Mittel sind Fremdeinflüssen gegenüber

empfindlich. Sie sollten luftdicht, geschützt vor

Sonne, Feuchtigkeit, elektromagnetischen Strahlen,

Mikrowellen und starken Gerüchen aufbewahrt werden.

Diese können die Wirksamkeit herabsetzen.

Symptome) kommen. Diese ist ein Signal, dass der

Organismus den Input verstanden und der Heilungsprozess

eingesetzt hat. Meist verschwinden diese

Symptome so schnell, wie sie gekommen sind.

Die genaue Anwendung ist abhängig vom spezifischen

Mittel. Als Grundregel zur Einnahme gilt jedoch: Die

Dosierung bleibt immer die gleiche, aber je stärker die

Beschwerden, desto häufiger sollte man das Mittel einnehmen.

Bei der oralen Einnahme von homöopathischen

Mitteln wird dieses von der Mundschleimhaut

vom Körper aufgenommen. Deshalb ist es empfehlenswert,

die Globuli oder Tropfen für eine Minute im

Mund zu behalten. Ausserdem sollten homöopathische

Heilmittel nicht unmittelbar vor oder nach dem

Für wen eignet sich die Homöopathie?

Die Homöopathie ist für jeden (Mensch und Tier)

geeignet, sei es für das zahnende Baby, Kinder, die sich

beim Spielen verletzen oder die gestressten Eltern, die

nach einem effektiven Weg suchen, ihre überreizten

Nerven zu beruhigen.

Die Wirkung ist auch keine Glaubenssache. Der beste

Beweis dafür ist, dass auch Babys und Tiere hervorragend

auf homöopathische Arzneimittel ansprechen.

Die Homöopathie ist daher eine faszinierende Alternative

zur Schulmedizin, deren Wirkung nicht unterschätzt

werden sollte. Die Grenzen der Homöopathie

liegen dort, wo die Lebenskraft – oder die Selbstheilungskraft

– nicht mehr aktiviert werden kann.

Biochemische Mineralstoffe nach Dr. Schüssler

Dr. Schüssler Salze

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Dies sind zugelassene Arzneimittel. Lesen Sie die Angaben auf den Packungen.

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Drogerie

beraten.


PUBLIREPORTAGE.

Bitte einen Titel.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat 2020, das Jahr des 200. Geburtstags

von Florence Nightingale, zum Internationalen Jahr der Pflegekräfte und

Hebammen erklärt «Diese beiden Gesundheitsberufe sind für die Gesundheit

der Bevölkerung von unschätzbarem Wert,» begründet Dr. Tedros Adhanom

Ghebreyesus, Generaldirektor der WHO diesen Entscheid.

Weleda setzt bei der Entwicklung ihrer Babypflegelinie

schon seit Jahrzehnten auf die Expertise und den

besonderen Wissensschatz der Hebammen. Die Produkte

von Weleda Baby werden in engem Austausch

mit ihnen entwickelt - speziell für die tägliche Pflege

schutzbedürftiger Babyhaut. Wie wertvoll diese

Zusammenarbeit ist, bestätigen die Schweizer Hebammen:

Sie küren die Pflegelinie von Weleda Baby in

einer repräsentativen Umfrage zur offiziellen Hebammenempfehlung

Nummer 1*.

Christina Hinderlich, Schweizer Hebammen empfehlen

die Marke Weleda Baby am meisten. Dies ist

ein schöner Vertrauensbeweis. Auch die Beziehung

48 Unser Baby | 2020


PUBLIREPORTAGE.

Woran spürt man die spezielle Mitarbeit der Hebammen

in der Entwicklung in den Weleda-Baby-

Produkten konkret?

Wahrscheinlich am Ergebnis. Ein Beispiel: Vor einigen

Jahren haben wir die Duftmischung für gewisse

Babypflegeprodukte verändert. Mir war es wichtig,

dass das Baby nicht nach Weleda riecht, sondern nach

Baby – also nach sich selber. Damit es sich wohlfühlen

kann in seiner Haut und die Sinnesreizung so gering

wie möglich ist. Solche eigentlich kleinen Dinge

machen unsere Produkte so gross und beliebt.

zwischen Eltern und Hebammen beruht auf Vertrauen.

Wie baut man dieses auf?

Beim Elternwerden geht es um etwas ganz Existentielles

im Leben. Egal das wievielte Kind in die Familie

kommt, es gibt immer Unsicherheiten und Fragen. Mit

unserem medizinischen Fachwissen und unserer

Erfahrung, was passiert, wenn ein neues Mitglied in

die Familie kommt, vermitteln wir den Eltern Sicherheit.

Das Wichtigste dabei ist unsere Haltung: Wir

geben nicht vor, wie die Eltern etwas zu tun haben,

sondern begleiten sie auf ihrem ganz persönlichen

Weg.

Warum passen Weleda und Hebammen so gut

zusammen?

Vielleicht, weil wir uns sehr ähnlich sind. Hebammen

sind ausgebildet, die natürlichen Vorgänge rund um

Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett und Stillzeit zu

begleiten. Unsere Betrachtung ist also von Grund auf

eine ganz natürliche. Kommt es zu Beschwerden, lassen

sich diese in der Regel sehr gut mit natürlichen

Produkten behandeln. Weleda hat als Arzneimittelund

Naturkosmetikhersteller einen riesigen Wissensschatz,

wie Naturstoffe auf den Körper wirken. Das

spiegelt sich in allen Produkten wider und unterscheidet

unsere Schwangerschafts- und Babypflege von vielen

anderen.

Welches Produkt ist Ihr ganz persönliches Lieblingsprodukt?

Das Weleda Baby Calendula Bad, eine Komposition

unter anderem aus einem salzigen Auszug aus Calendula-Blüten,

Thymian und Schlehe. Einsetzbar vom

ersten Lebenstag an, schenkt den Kindern eine wunderbar

wärmende Hülle und hilft ihnen, ganz sanft

zur Ruhe zu kommen. Der Gedanke hinter dem Bad

ist, dass das Meersalz als Element der Erde die Kinder

erdet und die schützende Calendula ihnen eine Hülle

schenkt; und Thymian und Schlehe sie so durchwärmt,

dass sie sich in ihrem Körper wohlfühlen.

*Im Bereich Babypflegeprodukte ist Weleda Baby die Nr. 1 bei

Hebammenempfehlungen, unabhängige Markforschungsstudie

2019, Schweiz

Die wertvollen Inhaltsstoffe Bio-Sesamöl

und Bio-Calendula sind ideale Begleiter

für die Entwicklung einer gesunden Haut:

Die gelb-orange blühende Calendula

umgibt die Haut mit einer schützenden

Hülle, schenkt ihr Struktur und unterstützt

ihre natürliche Widerstandskraft.

Sesamöl mit seinem hohen Anteil ungesättigter

Fettsäuren stärkt die Hautbarriere

und hat gute antioxidative und hautpflegende

Eigenschaften.

2020 | Unser Baby 49


GESUNDHEIT.

Interview

«Keine Tränchen beim ersten Zähnchen!»

Ob beim Zahnen, Blähungen, Husten, Schnupfen oder anderen Erkältungskrankheiten –

Babys und Kleinkinder leiden unter diesen Beschwerden. In solchen Fällen können

homöopathische Kügelchen den Kleinen das Leben erheblich erleichtern, erklärt

Frau Dr. Tamara Kohler, medizinisch-wissenschaftliche Leiterin bei der Iromedica AG

im Interview.

Abständen von einigen Wochen und Monaten die

übrigen Schneidezähne sowie Backen- und Eckzähne,

bis mit durchschnittlich 30 Monaten das Milchzahngebiss

vollständig ist. Es kann aber auch ganz anders

laufen. Auf jeden Fall ist das Zahnen ein enormer

Wachstumsprozess, der Energie kostet und den Körper

strapaziert.

Frau Dr. Tamara Kohler , warum kann Zahnen

schmerzen?

Beim Zahnen schieben die Zahnwurzeln die Zahn kronen

an die Oberfläche. Dabei müssen die Milchzähne

den Knochen und das Zahnfleisch durchstos sen. Die

Zähne erzeugen dabei einen hohen Druck auf Knochen

und Zahnfleisch, was bei den Babys und Kleinkindern

zu Schmerzen führen kann. Das Zahnen beginnt in

der Regel ab dem 3. Lebensmonat und läuft schubweise

ab. Plötzlich spannt und juckt es in ihrem Mund,

vor allem dort, wo der erste Zahn im Kommen ist.

Instinktiv fangen die Babys an, an allem herum zu

kauen, um den Zahndruck durch Gegendruck zu lindern.

Dies führt in der Folge zu stark vermehrtem

Speichelfluss, oft auch zu entzündetem, geschwollenem

Zahnfleisch und geröteten Wangen. Aber nicht

jedes Kind leidet gleich unter dem Milchzahndurchbruch,

bei den einen läuft dieser natürliche Vorgang

unproblematisch ab, die anderen plagt die erschwerte

Zahnung.

Wann arbeitet sich welcher Zahn durch?

Das variiert von Kind zu Kind. Meist kommen ab dem

2 – 3 Monat kurz nacheinander die beiden mittleren

Schneidezähne im Unterkiefer. Danach folgen in

Wie können sich die Beschwerden äussern?

Oft sind die Kleinen in dieser Zeit vermehrt reizbar,

haben Atemwegsinfekte, Appetitmangel, Schlaflosigkeit,

Verstopfung, Durchfall, Hautausschläge und

sogar Fieber. Dabei bedingt häufig ein Symptom das

andere.

Durch das Kauen an Gegenständen gelangen laufend

Bakterien und andere Keime in den Mund, Hals, die

Bronchien und den Magen-Darm-Trakt, wo sie Atemwegsinfekte

und Durchfall auslösen können. Auch

Sabbern und Hautausschläge hängen damit zusammen.

Der mit Keimen angereicherte Urin und Speichel

ist aggressiv und führt zu entzündeten Pobacken und

Bäckchen. Die typischen, hochroten Zahnungsbäckchen

haben allerdings noch eine andere Ursache: die

verstärkte Durchblutung beim Zahnen. Viele Kinder

haben auch eine Art «Zahnungs-Neurodermitis», die

roten, trockenen Hautflecken, die sich bei einigen

kleinen Zahnern in den Gelenkbeugen finden. Zahnende

Kinder fiebern auch öfters. Das Fieber ist nicht

sehr hoch und dauert auch nicht lange. Temperaturen

über 39 Grad haben jedoch meist andere Ursachen,

daher sollten die Kinder dann zum Arzt.

All diese Beschwerden führen in der Folge auch zu

Unwohlsein, Schlaflosigkeit, Appetitmangel und Quengeligkeit.

Wie können Eltern helfen?

Den ersten Vorschlag macht das Baby selbst, wenn es

sein Fäustchen in den Mund steckt: es braucht etwas

50 Unser Baby | 2020


zum Beissen. Entweder den Zeigefinger der Eltern, die

ihm gleichzeitig das Zahnfleisch etwas massieren können.

Oder etwas Kühles zum Drauf beis sen. Kälte mindert

die Durchblutung, lindert Schmerzen und hemmt

Entzündungen. Bleibt das Kind jedoch trotz aller

Beissübungen und Massagen unruhig, kann man es

zum Beispiel mit homöopathischen Mischpräparaten

wie Osanit Zahnen behandeln. Die klassische Medizin

bietet entzündungslindernde Gele wie das Osa Pflanzen-Zahngel

an, das zusätzlich eine kühlende Wirkung

hat, oder das schmerzstillende Osa Zahngel, das den

akuten Druckschmerz lindert. Von stärkeren Medikamenten

gegen Zahnungsbeschwerden, raten die meisten

Zahn- und Kinderärzte ab, damit sich die Eltern

den schnellen Griff nach chemischen Mitteln gar nicht

erst angewöhnen.

Osanit Husten kann bei Reizhusten, bei bellendem

Husten oder bei nachts auftretenden Hustenanfällen

angewendet werden. Osanit Schnupfen hilft bei zähflüssigem,

glasigen Schnupfen, bei dem das Kind nur

sehr schlecht durch die Nase atmen kann. Zu den

Anwendungsgebieten der Osanit Blähungen gehören

Blähungen, Dreimonatskoliken, Bauchschmerzen sowie

krampfartige Verdauungsbeschwerden.

Alle sind homöopathische Globuli, bei denen keine

Nebenwirkungen bekannt sind.

Osanit Globuli und Osa Gele sind Arzneimittel.

Bitte beachten Sie die Packungsbeilage.

Iromedica AG, St. Gallen.

Erhältlich in Apotheken und Drogerien

Auch bei Husten, Schnupfen und Blähungen gibt es

nun wirksame homöopathische Arzneimittel.

Die Iromedica AG hat die Osanit Familie erweitert und

speziell für die Bedürfnisse der Kleinkinder und Säuglinge

weitere Präparate entwickelt.

ZUR PERSON

Doktor Tamara Kohler,

Medizinische und wissenschaftliche

Mitarbeiterin der Iromedica AG,

St.Gallen

Offizielles Sonderprodukt der eidgenössischen Münzstätte Swissmint

Babymünzsatz 2020

Erhältlich unter www.swissmintshop.ch oder per Telefon 058 4 800 800

ü zur Erinnerung an das Geburtsjahr

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ü ein Produkt der Eidg. Münzstätte Swissmint


GESUNDHEIT.

Impfen: Ja oder nein?

Rund zwei Dutzend Impfungen gegen acht Krankheiten

in den ersten zwei Lebensjahren muss ein Kind

über sich ergehen lassen –ist das wirklich sinnvoll?

TEXT: MARIANNE SIEGENTHALER

52 Unser Baby | 2020


GESUNDHEIT.

Im Grunde ist es ganz simpel: Die Impfung ist ein

einfacher und sicherer Schutz gegen eine Reihe von

ansteckenden Krankheiten, die schwere Folgeschäden

haben könnten. Allerdings sind die Impfungen nicht

ganz risikolos: Auf gut 100 000 Impfungen kommt

eine mit schwer wiegenden Komplikationen. Und das

macht vielen Eltern Angst. Die Folge: Das Bundesamt

für Gesundheit stellt eine «gewisse Impfmüdigkeit»

fest und ist bestrebt, Eltern wieder vermehrt dazu zu

bringen, ihre Kinder impfen zu lassen. Das Argument

des BAG: Die gefährlichen Kinder krankheiten sind

nur dank konsequentem Impfen mit modernen Impfstoffen

fast verschwunden. Dem halten kritische

Haus- und Kinderärzte entgegen, dass bereits vor dem

«Impfzeitalter» fast alle infektiösen Kinder krank heiten

dank verbesserter Hygiene und Ernährung harmlos

geworden sind. Zudem stärken ihrer Meinung nach

Kinderkrankheiten das Immunsystem. Doch gegen

welche Krankheiten soll überhaupt geimpft werden?

Der Impfplan des BAG sieht

folgende Impfungen vor:

Masern, Mumps, Röteln MMR

Auch heute sterben in der Schweiz noch Kinder an

Masern bzw. erkranken an durch Masern ausgelöste

Entzündungen der Gehirns, der Lunge oder der Mittelohren.

Mumps kann eine Hirnhautentzündung

verursachen und die Hoden befallen. Röteln sind für

Schwangere gefährlich, weil sie zu Missbildungen des

Fötus führen können. Kritische Ärzte halten dagegen,

dass Masern nur ganz selten zu Komplikationen führen.

Da Mumps und Röteln vor allem dann gefährlich

sind, wenn sie statt im Kindes- erst im Erwachsenenalter

auftreten, empfehlen sie, nur junge Männer, die

noch nicht als Kinder an Mumps erkrankt sind, zu

impfen. Das gleiche gilt für Röteln bei jungen Frauen.

Diphterie, Starrkrampf, Keuchhusten DTP

Diphterie gibt es in der Schweiz schon lange nicht

mehr. Eine hohe Durchimpfungsrate soll dafür sorgen,

dass es so bleibt, auch wenn die Krankheit aus

dem Ausland eingeschleppt wird. Starrkrampf-Bakterien

finden sich in der Erde, in Tierkot und Speichel.

Die Ansteckung erfolgt bei Verletzungen. Keuchhusten

gibt es relativ häufig. Kritische Ärzte empfehlen,

die Diphterie- und Starrkrampf-Impfung frühestens

im Alter von 6 Monaten machen zu lassen, um das

un reife Immunsystem nicht zu sehr zu belasten.

Keuchhusten empfehlen sie nur, wenn das Kind in einer

kinderreichen Familie aufwächst, im Heim wohnt

oder eine Krippe besucht.

HiB-Hirnhautentzündung

Die Hämophilus-influenzae-Bakterien HiB setzen

sich im Rachen fest und können schwere Hirnhautentzündungen

auslösen. Bevor es den Impfstoff gab, also

vor 1990, erkrankten jährlich etwa 150 Kinder an HiB,

heute sind es noch etwa ein Dutzend. Kritische Ärzte

weisen darauf hin, dass man über die Langzeit-Nebenwirkungen

der Impfung wenig weiss und dass diese

gegen die heute immer häufiger auftretenden Hirnhautentzündungen

durch Meningokokken unwirksam

ist. Impfungen empfehlen sie hautpsächlich für Krippen-Kinder,

Frühgeborene und Kinder, die nicht oder

nur ganz kurz gestillt wurden.

Kinderlähmung

Ungeimpfte können an Kinderlähmung erkranken,

falls das Virus eingeschleppt wird. Kritiker beanstanden,

dass das eingeimpfte Poliovirus das nicht ausgereifte

Nervensystem des Babys angreift. Sie empfehlen

deshalb, die Impfung erst im zweiten oder dritten

Lebensjahr vorzunehmen. Die Kontroversen ums

Impfen machen den Eltern eine Entscheidung nicht

leichter. Die Impffrage sollte deshalb immer mit dem

Kinderarzt besprochen werden. Falls Sie sich fürs

Impfen entscheiden, sollten Sie darauf achten, dass die

Impfungen zeitlich so gestaffelt sind, dass sie den

kindlichen Organismus nicht zu stark belasten.

INFO:

Hier kann man sich informieren:

• Unter www.sichimpfen.ch will das

Bundesamt für Gesundheit gegen

eine Banalisierung der Gefahren von

Kinderkrankheiten ankämpfen.

• Ratgeber «Kinder-Impfungen –

eine Entscheidungshilfe» der

SKS (Stiftung für Konsumentenschutz)

kann für CHF 29.– (Normalpreis),

resp. CHF 24.– (Gönnerpreis)

über

www.konsumentenschutz.ch

bestellt werden.

2020 | Unser Baby 53


Selbstgemacht ist immer

die gesündere Wahl

BPA-frei

Zum Schutz der

Gesundheit Ihres Babys

Gesundheit beginnt mit guter Ernährung.

Dabei gilt: Selbst zubereitete Babynahrung

ist immer die gesündere Wahl. Denn

die kommt ganz ohne Zusatzstoffe aus.

Mit dem neuen MultiQuick 5 Baby Stabmixer

geht die Zubereitung von Babynahrung

so schnell und einfach wie noch nie.

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Nahrung mit Stückchen

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Aufbewahren


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Ab ca. 7. Monat, für 4 Portionen,

ergibt ca. 300 g / Kochzeit: 15 Min.

2

75 g

1

1

60 g

ZUTATEN

Zucchetti, in grobe Stücke geschnitten

Frischkäse

kleine Prise Paprikapulver

kleine Prise frischer Dill

frischer Baby-Spinat, gewaschen

und ohne Stiele

ZUBEREITUNG

1. Kochen oder dampfgaren Sie

die Zucchetti, bis sie weich sind

(6 – 8 Min).

2. Pürieren Sie die Zucchetti

dann in einem Becher mit dem

MultiQuick 5 Baby Stabmixer und

lassen Sie den Brei abkühlen.

3. Mischen Sie den Frischkäse

unter und fügen Sie die Kräuter

hinzu.

4. Servieren Sie den Dip mit Toaststückchen.

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Stabmixer einsetzen würden.

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GESUNDHEIT.

Fitness mit dem Baby.

Der vier Monate alte Moritz hat Spass. Er lacht und gluckst fröhlich. Mutter

Sabine treibt Sport, während Moritz den Körperkontakt zu seiner Mama geniesst.

Sabine nimmt gerade an einem fitdankbaby ® -Kurs teil und ist damit in

bester Gesellschaft. Frau will heute sportlich aktiv sein – und das auch und

gerade mit Baby. Doch worauf kommt es beim Training besonders an?

TEXT: BARBARA ZUPPIGER

Das kennen alle frisch gebackenen Mütter: das Gefühl

der Schlaffheit, geschwächte Muskulatur, Rückenbeschwerden,

Gelenkschmerzen – von fit kann erst mal

keine Rede sein. Aber gezieltes Training ist besonders

wichtig um für den Alltag mit Kind gestärkt zu sein.

Reguläre Kursprogramme sind aber in vielerlei Hinsicht

für junge Mütter nicht geeignet. Ein Problem!

Denn gerade jetzt möchten Mütter gerne aktiv sein –

am liebsten gemeinsam mit ihrem Baby. Viele Frauen

setzen sich dabei aber leider zu strenge und kurzfristige

Ziele (flacher Bauch, Gewichtsverlust, ...) und

beginnen dann viel zu früh mit unadäquatem

Bauchtraining oder Jogging-Einheiten. Gift für den

Beckenboden und die Rektusdiastase!

Wochenbett und Rückbildung

Das Wochenbett ist eine Phase der körperlichen und

der physischen Regeneration. Der Alltag sollte möglichst

ruhig gestaltet werden. Sanftes Beckenbodentraining

ist von Anfang an empfehlenswert – auch hier

geht es zunächst um die Wahrnehmung des Beckenbodens

und der Körpermitte sowie das Üben der tiefen

Bauchatmung. 6 bis 8 Wochen nach der Geburt sollte

die Frau einen (guten!) Rückbildungskurs beginnen.

Nach oder parallel zur Rückbildungsgymnastik kann

dann mit weiterführender sportlicher Aktivität begonnen

werden. Auch hier ist es besonders wichtig, auf die

postnatalen Besonderheiten einzugehen und grossen

Wert auf die Kräftigung der Core-Muskulatur (tiefliegende

Bauch- und Rückenmuskulatur, Beckenbodenmuskulatur

in Verbindung mit dem Zwerchfell) zu

legen. Allerdings braucht der Trainer eine besondere

Ausbildung und viel Erfahrung, um die richtige

An leitung für den Beckenboden geben zu können.

«Spann deinen Beckenboden an!» ist keine ausreichende

Übungsanleitung, wenn frau noch gar nicht

weiss, wie sie ihren Beckenboden bewusst ansteuern

kann. Die tiefliegende Muskulatur sollte während des

Kurses im Zusammenspiel mit anderen Muskelgruppen

und isoliert trainiert werden.

Mein Baby – mein Trainer

Ganz ehrlich: wie viel Konzentration können Sie aufbringen,

wenn Ihr Baby nicht dabei ist, sondern

56 Unser Baby | 2020


zuhause bei Papa oder Oma? Sind Sie nicht ständig mit

halbem Kopf und Herz und Ihrer Aufmerksamkeit

beim Baby? Wissen Sie es aber sicher in Ihrer Nähe und

können die Übungen direkt mit ihm umsetzen, werden

Sie das Gelernte auch leichter in den Alltag integrieren

können. Das Training mit Baby hat noch weitere

Vorteile: Zum einen ist es praktisch, da Sie keinen

Babysitter organisieren müssen und zum anderen verbringen

Sie Quality Time mit Ihrem Baby und stärken

die Mutter-Kind-Bindung. Sie trainieren mit Ihrem

Baby direkt die alltäglichen Bewegungsabläufe. Nur so

kann das Gelernte wirklich verinnerlicht und angewendet

werden. Beispiel: Aufnehmen des Babys vom

Boden, Tragen der Babyschale ... Das Training dieser

Situationen mit dem Baby gemeinsam ist deshalb nicht

nur sinnvoll, sondern notwendig. Das alltagsnahe

Training macht nicht nur Spass, sondern bringt auch

weitere positive Effekte mit sich: wie das Gefühl für

den eigenen Körper, ein gestärktes Selbstbewusstsein

und eine starke Körpermitte, gesteigerte Kondition

und Koordination und mehr Kraft für den Alltag.

fitdankbaby®-Kurse gibt es an über 2400 Standorten

im deutschsprachigen Raum.

Beckenboden und Transversus aktivieren

Der quere tiefliegende Bauchmuskel m. transversus

sorgt gemeinsam mit dem Beckenboden für einen

flachen Bauch und eine starke Körpermitte. Verschliessen

Sie gedanklich Ihre Körperöffnungen

(Harnröhre, Scheide und After) und ziehen Sie Ihren

Damm nach innen oben. Zusätzlich ziehen Sie den

Bauchnabel Richtung Wirbelsäule, so als würden Sie

gerade noch den Reissverschluss einer engen Jeans

schliessen wollen. Atmen Sie gleichmässig weiter

und spannen Sie bei der Ausatmung nochmals nach.

Einige Sekunden halten. Lösen und entspannen.

Bei den nächsten Übungen beziehen Sie das zuvor

Gelernte in einen Bewegungsablauf ein. Also: aufrechte

Haltung, Beckenboden und Transversus aktivieren

und los geht‘s:

Baby-Aufzug

Halten Sie Ihr Baby sicher im Fliegergriff. Die Füsse

stehen hüftbreit. Schieben Sie den Po nach hinten

und beugen Sie die Knie. Den Oberkörper leicht nach

vorne beugen. Den Bauchnabel sanft nach innen und

die Schulterblätter zusammenziehen. Der Rücken

bleibt lang und gerade. Mit der Ausatmung wieder

nach oben kommen.

Das Brett

Vierfüsslerstand über Ihrem Baby, die Hände unter

den Schultern. Ziehen Sie den Bauchnabel sanft

nach innen, spannen Sie den Beckenboden an und

stellen Sie einen Fuss nach dem anderen weit nach

hinten. Ihr Körper sollte nun in einer Linie sein, der

Kopf in Verlängerung der Wirbelsäule. Halten Sie die

Position so lange, wie

Sie die Spannung aufrecht erhalten können.

Einsteiger-Version: Aus dem Vierfüssler

heraus nur die Knie vom Boden lösen,

die Beine bleiben gebeugt.

Quelle/Fotos: Sophia Bölte, ©fitdankbaby ® GESUNDHEIT.

2020 | Unser Baby 57


PUBLIREPORTAGE.

Unfallfrei ins Leben starten.

Seit kurzer Zeit halten Sie Ihr Baby in den Armen. Jetzt können Sie seine

Entwicklungsschritte beobachten und miterleben. Die Entwicklung in den

ersten Lebensmonaten ist beachtlich: Bereits ab drei Monaten ist Ihr Kind in

der Lage, den Körper eigenständig zu drehen und gezielt nach Gegenständen

zu greifen. Mit sieben bis zehn Monaten beginnt es zu krabbeln und zu

robben. Nur kurze Zeit später versucht es, sich an «Beinen» (von Mutter

oder Vater, von Geländern oder Regalen etc.) hochzuziehen. Kurzum, es

macht seine ersten selbstständigen Schritte und erkundet seine Umgebung.

«Gefahr» kennt es keine.

Die BFU, Beratungsstelle für Unfallverhütung, will

Eltern dabei unterstützen, Kinder vor Unfällen zu

schützen. Gefährliche Situationen und Unfälle in

den ersten Lebensjahren entstehen unter anderem

dadurch, dass Eltern von den Fortschritten ihres

Kindes überrascht werden. Nicht immer benötigt das

Baby die Hilfe oder das Eingreifen der Eltern – konstantes

und aufmerksames Beobachten jedoch schon.

Viele Unfälle lassen sich vermeiden, wenn die Umgebung

so gestaltet ist, dass das Baby sie in Sicherheit

erkunden kann.

Im ersten Lebenshalbjahr ist Ersticken eine der grössten

Unfallgefahren. Zwei Kinder unter fünf Jahren

sterben deswegen in der Schweiz jedes Jahr. Babys und

Kleinkinder führen alles, was sie mit den Händen

greifen können, zuerst mal an die Lippen und dann in

den Mund. Sie erkunden die Form, die Beschaffenheit

und den Geschmack des «gefundenen» Gegenstandes.

Dabei ist der Holz-Bauklotz genau so interessant wie

das Elektrokabel, wie die kleinen, bunten Magnete, die

Knopfbatterie, wie auch das Kinderbiskuit und das

Katzenfutter. Schwups, ist der Gegenstand im Mund.

58 Unser Baby | 2020


PUBLIREPORTAGE.

Ist er kleiner als ein Tischtennisball, besteht die

Gefahr, dass er eingeatmet oder verschluckt wird und

das Kind daran erstickt.

Tipps zum Schutz vor Ersticken für Kinder unter drei

Jahren:

• Achten Sie beim Kauf von Kinderspielzeug darauf,

dass es auf Sicherheit geprüft ist. Gütesiegel geben

Ihnen wichtige Informationen:

• CE: Das Gütesiegel bedeutet, dass die Sicherheitsanforderungen

den europäischen Sicherheitsnormen

entsprechen. Die mechanische, chemische

und elektrische Sicherheit des Spielzeugs wird

dabei garantiert. Diese Erklärung erfolgt jedoch

vom Hersteller selbst, sie wird nicht überprüft.

• GS: Das Zeichen GS (Geprüfte Sicherheit) zeigt,

dass der Hersteller freiwillig sein Produkt von

amtlichen Prüfstellen testen liess, ob es die

CE-Norm erfüllt.

• Überprüfen Sie die Spielsachen Ihres Kindes regelmässig

darauf, dass Einzelteile sich nicht lösen oder

abreissen können – besonders, wenn diese so klein

sind, dass Ihr sie Baby verschlucken könnte.

• Leicht ablösbare Einzelteile (z. B. aufgenähte

Augen) beim Spielzeug sind zu vermeiden. Sie

dürfen nicht in die Hände des Kindes gelangen.

• Weg mit Gegenständen, die kleiner sind als ein

Tischtennisball, z. B. Knöpfe, Münzen, Knopfbatterien

und Magnete.

• Geräte mit herausnehmbaren Batterien sind tabu.

Kinder können diese unerwartet schnell öffnen,

weil sie neugierig sind auf den Inhalt.

Auch essen will gelernt sein. Ganz unvermutet können

Kinder unter drei Jahren durch Einatmen oder Verschlucken

von Lebensmitteln ersticken. Deshalb ist es

wichtig, einige Regeln zu beachten und mit dem Kind

zu üben:

• Das Kind im Sitzen essen lassen.

• Das Kind davon abhalten, während dem Kauen

und Schlucken zu reden.

• Lebensmittel, die für Kinder unter zwei Jahren

ungefährlich sind: weich, einfach kaubar, nicht

aufquellend. Weichgekochte Kartoffeln, Teigwaren

und Karotten, Apfelschnitze ohne Schale, Kinderbiskuits

etc. dürfen Sie Ihrem Kind in die Hand

geben. Behalten Sie es beim Essen trotzdem im

Auge.

• Lebensmittel, die für Kinder unter zwei Jahren

gefährlich sind: harte, runde oder aufquellende

Lebensmittel. Geben Sie Ihrem Kind keine rohen

Rüeblistücke, keine Nüsse, keine Mandarinenschnitze,

keine Cherrytomaten, keine Trauben,

keine Würstchen und kein Brot.

• Keine Bonbons, kein Fruchtgummi oder

Kau gummi für Kinder unter drei Jahren. Auch

gedörrte Apfelringe oder Mangoschnitze sind

für Kinder unter drei Jahren ungeeignet.

• Machen Sie ältere Kinder darauf aufmerksam, den

kleineren keine solchen Lebensmittel anzubieten

und sie nicht mit kleinen Gegenständen spielen zu

lassen

Lebensrettende Sofortmassnahmen

• Erstickungsgefahr erkennen: plötzlicher Husten,

Würgereiz, Atemnot, bläuliche Gesichtsfarbe

• Nicht versuchen, den Gegenstand mit den Fingern

aus dem Rachen zu entfernen

• Richtig handeln: Kind mit Kopf vornüber halten

(z. B. auf Arm oder Oberschenkel) und mit der

flachen Hand kräftig zwischen Schulterblätter

klopfen

• Nicht beatmen

• Wenn Sie den Gegenstand nicht entfernen können:

sofort Ärztin aufsuchen oder Notarzt benachrichtigen

SICHER AUFWACHSEN MIT DER BFU

Damit der Alltag mit Ihrem Kind von

Freude und nicht von Tränen geprägt

wird, hat die BFU in der kostenlosen

Kinderpost die wichtigsten Informationen

und Tipps zur Unfallprävention

zusammengestellt. Ab Herbst 2020

wird sie komplett erneuert sein und

neu «OUUPS!» heissen. Bestellen Sie

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2020 | Unser Baby

59


ERNÄHRUNG.

Säuglingsnahrung –

auf einen Blick

Die Grundsätze

Muttermilch / Fertigmilch-Präparate

• Muttermilch ist für die Ernährung des Neugeborenen

und des Säuglings ideal. Stillen sollte deshalb,

wenn immer möglich, die erste Wahl sein.

• Kann das Kind nicht gestillt werden, so sollten in

den ersten vier Monaten Anfangsnahrungen

verwendet werden, da sie den Bedürfnissen des

Säuglings am besten angepasst sind. Ab dem

5. Monat sind auch Folgemilchen zulässig. Die

Tagestrinkmenge und damit auch die Zahl der

Schoppenmahlzeiten ist in den ersten sechs

Monaten individuell verschieden. Die Milchmenge

sollte im 2. Halbjahr mindestens einen

halben Liter

Breikost / Brei

• Die Zugabe von Beikost bei einem gestillten

oder mit Anfangsmilch ernährten Säugling braucht

nicht vor dem 5. bis 6. Monat zu beginnen.

• Als Beikost eignen sich Gemüsebrei, Gemüse-

Fleisch-Brei, Getreide-Milch-Brei und Früchte-

Getreideflocken-Brei. Die Breie können mit

pasteurisierter oder UHT-Vollmilch angerührt

werden.

Vitamin D

• Die Zugabe von Vitamin D (400 I.E. pro Tag) ist im

1. Lebensjahr, eventuell sogar bis zum 2. Sommer

notwendig.

Allergien

• Säuglinge aus Allergiker-Familien sollten in den

ersten 4 – 6 Monaten ausschliesslich gestillt werden.

Sollte eine Zusatznahrung notwendig sein, so

verwende man eine allergenarme (hypoallergene,

hypoantigene) Säuglingsnahrung statt herkömmlicher

Säuglingsmilchen.

Trinken

• Ab dem 4. Monat sollten Babys einen halben Liter

pro Tag trinken, ab dem 12. Monat etwa einen

Liter.

• Ein Teil davon wird mit Milch und Brei abgedeckt,

der Rest durch Wasser, ungesüsste Tees und einmal

pro Tag einen verdünnten Fruchtsaft.

60 Unser Baby | 2020


PUBLIREPORTAGE.

Die Wahl des richtigen

Kinderwagens.

Nach den Monaten von #stayathome können wir nun

endlich wieder raus. Endlich wieder in die Natur.

Endlich wieder ohne schlechtes Gewissen unterwegs

sein. Da nimmt der Kauf eines Kinderwagens

für werdende Eltern einen noch grösseren Stellenwert

ein. Doch was ist bei einem Kauf wichtig?

Zuerst müssen sich Eltern die Frage stellen, welcher

Typ sie sind. Auto oder doch eher ÖV? Stadt oder holprige

Waldwege? Wer einen Kinderwagen sucht, hat die

Qual der Wahl.

Wer ausschliesslich auf sehr holprigen Waldwegen

unterwegs sein wird und mit dem Kinderwagen am

liebsten auch noch regelmässig joggen gehen möchte,

sollte sich nach einem darauf spezialisierten Modell

umsehen. Es gibt jedoch nur sehr wenige Kinderwagen

auf dem Markt, die offiziell zum Joggen zugelassen

sind. Sie müssen sicherstellen, dass die Wirbelsäule der

Kleinen geschont wird. Aus diesem Grund verbietet

beispielweise die EU das Joggen mit Kinderwagen – es

sei denn sie haben den zusätzlichen Sportsicherheitstest

bestanden.

Für die Familien, die vor allem mit dem Auto unterwegs

sind, macht es Sinn, sich nach einem Kinderwagen

umzusehen, auf den sie gleichzeitig auch eine

Babyschale klicken können. So schlägt man zwei Fliegen

mit einer Klappe. Das Baby kann während der

Fahrt in der Schale sitzen und hinterher ganz einfach

auf den Wagen geklickt werden. Das spart Platz und

weckt das Baby nicht auf, falls es auf der Fahrt eingeschlafen

ist. Sinnvoll kann in diesem Fall auch ein

Kinderwagen sein, der kompakt zusammenklappbar

ist. So bleibt mehr Platz im Kofferraum des Autos.

Diejenigen, die in der Stadt wohnen und somit vor

allem mit ÖV unterwegs sind, sollten ihr Augenmerk

auf das Gewicht des Wagens und seine Masse legen. Ins

Tram rein, aus dem Tram raus, durch die schmalen

Gassen der Stadt. Ein leichter und kompakter Kinderwagen

spart hier viele Nerven der Eltern. Ideal sind

zudem schaumstoffgefüllte Reifen. Sie vereinen die

Vorteile der beliebten Luftreifen, sind aber pannensicher.

Sie sind sowohl für die Stadt als auch für

normale Wander- und Waldwege geeignet.

Viele Eltern wissen zudem nicht, dass es Kinderwagen

gibt, die multifunktional sind und mitwachsen. Die

sogenannten Kombi-Kinderwagen verfügen über eine

Babywanne für das Neugeborene und können innerhalb

von Sekunden in eine Buggyversion mit Sportsitz

für ältere Kinder oder das Geschwisterkind umgebaut

werden. Diese Art der Kinderwagen ist Gold wert, weil

von Anfang an Geld und Platz gespart wird. Einige

dieser Kinderwagen sind zusätzlich kompatibel mit

der Babyschale.

Der mit dem Red Dot Design Award ausgezeichnete

Versatrax von Joie ist beispielweise solch ein Kinderwagen.

Die Sitzeinheit des Versatrax lässt sich wahlweise

vorwärts oder rückwärts auf den Rahmen klicken

– auch ein Wechsel der Fahrtrichtung ist in

Sekunden erledigt. Ein besonders einfacher Faltmechanismus

gehört damit ebenso zur Ausstattung wie

ein kompaktes Faltmass, ein höhenverstellbarer Schiebebügel

und Kunstlederakzente. Was bei der Wahl des

Kinderwagens nicht unterschätzt werden sollte, ist die

Grösse und die Erreichbarkeit des Staukorbs. Auch

dies ist beim Versatrax durchdacht designt, um so den

Eltern ihren Alltag mit den Kindern zu erleichtern.

Unter dem Strich sind die Bedürfnisse beim Kauf des

Kinderwagens sehr individuell und abhängig von der

Lebenssituation. Es ist jedoch sinnvoll, sich nach

einem Modell umzusehen, das multifunktional ist

und mehrere Fliegen mit einer Klappe schlägt.

2020 | Unser Baby

61


ERNÄHRUNG.

Babys Speiseplan

im ersten Jahr.

Wenn sich Ihr Baby mehr und mehr fürs Essen interessiert, ist es soweit:

Frühestens ab Anfang des fünften, spätestens ab Anfang des siebten Monats

wird es Zeit, die Beikost einzuführen. Wichtig: Geben Sie ihm Gelegenheit,

neue Nahrungsmittel in seinem eigenen Tempo zu entdecken.

Mit grossen Augen und voller Neugier beobachten

Kleinkinder die Grossen beim Essen. Was die sich

wohl in den Mund schieben? Und immer mehr zeigt

es: Ich will auch mal probieren! Schön! Denn damit

teilt es mit, dass es bereit ist, die Welt des Geschmackes

zu entdecken. In der Regel ist dies ungefähr ab dem 6.

Monat soweit. Die Weltgesundheitsorganisation

(WHO) empfiehlt, in den ersten sechs Lebensmonaten

ausschliesslich zu stillen. Danach ist es nach und nach

möglich, Beikost einzuführen. Optimal wäre es, wenn

bis weit ins zweite Lebensjahr hinein zusätzlich zur

festen Kost weiter gestillt würde. Allerdings wird im

Bericht der WHO auch erwähnt, dass es Mütter gibt,

die diesen Empfehlungen nicht folgen können oder

wollen, und dass selbstverständlich auch diese Mütter

die Ernährung ihres Kindes optimal gestalten können.

In industrialisierten Ländern fehlt der wissenschaftliche

Nachweis, dass die Einführung der Beikost im 5.

oder 6. Lebensmonat Nachteile hätte gegenüber der

Beikosteinführung erst im 7. Monat (nach dem abgeschlossenen

6. Lebensmonat). Die Ernährungskommission

der European Society of Peadiatric Gastroenterology,

Hepatology and Nutrition (ESPGHAN)

kommt deshalb zum Schluss, dass 6 Monate ausschliessliches

Stillen ein erstrebenswertes Ziel ist, und

dass die Beikost einerseits nicht vor der 17. (abge-

62 Unser Baby | 2020


ERNÄHRUNG.

schlossener 4. Lebensmonat) und andererseits auch

nicht nach der 26. Lebenswoche (abgeschlossener 6.

Lebensmonat) eingeführt werden sollte. Eine spätere

Einführung der Beikost ist gemäss den Experten ebenfalls

nicht zu empfehlen, da der Nährstoffgehalt der

Muttermilch die Bedürfnisse des Säuglings nach dem

Alter von 6 Monaten nicht mehr vollumfänglich denken

könne. Insbesondere der Eisengehalt der menschlichen

Milch sei ungenügend. Die ESPGHAN Ernährungskommission

rät, das Stillen nach Einführungen

der Beikost solange weiterzuführen, wie Mutter und

Kind dies möchten, ohne jedoch eine bestimmte Dauer

zu definieren. Diese Empfehlung wird auch von der

Ernährungskommission der Schweizerischen Gesellschaft

für Pädiatrie (SGP) unterstützt. In der Regel

zeigen Babys mit ihrem Verhalten und ihrem Interesse,

wann sie bereit sind, neue Nahrungsmittel auszuprobieren.

Lassen Sie sich deshalb bei der Einführung

der ersten Breimahlzeiten von Ihren eigenen und den

Bedürfnissen Ihres Babys leiten.

Was gilt als Beikost?

Als Beikost werden alle flüssigen, halbflüssigen und

festen Lebensmittel bezeichnet, mit Ausnahme der

Muttermilch sowie Säuglingsanfangs- und Folgenahrung.

Dazu gehören einerseits selbsthergestellte

Milch- und Getreidebreie sowie Gemüse- und Fleisch-

Breie sowie andererseits Breie in industriell hergestellten

Gläschen. Wie bereits erwähnt, sollte während der

Einführung der Beikost weiter gestillt werden, da die

Muttermilch die Beikost gut ergänzt und so eine

bedarfsgerechte Ernährung im ersten Lebensjahr

gewährleistet ist. Selbstverständlich dürfen auch mit

Flaschenmilch ernährte Babys ungefähr ab diesem

Alter mit der Beikost Bekanntschaft machen, jedoch

nicht früher, denn bis zu diesem Zeitpunkt sind alle

Babys noch mit dem Reifungsprozess von Magen,

Darm, Galle und Niere beschäftigt, die zur Verstoffwechslung

von Beikost gebraucht werden. Mit rund 7

Monaten sind sie dann in der Lage, sich mit den

zusätzlichen Nährstoffen und der zusätzlichen

Energie gesund weiterzuentwicklen. Beikost

sollte mit dem Löffel angeboten und nicht

als Flüssignahrung aus der Flasche oder

dem Becher getrunken werden. Auch erste

Erfahrungen mit dem Selbstfüttern

gehören zur Einführung der Beikost. Im

Alter von 6 bis 8 Monaten soll der Säugling

zur Ergänzung der Muttermilch 2 bis 3 mal täglich

Beikost erhalten und im Alter von 9 bis 11 Monaten 3

bis 4 mal täglich. Anfangs sollten Sie die Beikost noch

pürieren. Später, wenn erste Zähne vorstossen, dürfen

Sie Ihrem Kind halbfeste Nahrung geben, die es neben

den ersten Kauversuchen zwischen dem Gaumen zerdrücken

kann. Um den 10. Lebensmonat kann es dann

am normalen Familienessen teilnehmen. Nur gewürzt

werden sollten seine Portionen noch nicht.

Auswahl der Lebensmittel und Geschmacksentwicklung

Die Auswahl der Lebensmittel für die Beikost wird

durch individuelle, traditionelle, regionale und saisonale

Faktoren beeinflusst. Die Empfehlungen für die

optimale Einführung der Beikost basieren auf dem

Ernährungsplan, welcher von der Ernährungskommission

der Schweizerischen Gesellschaft für Pädiatrie

und der Schweizerischen Gesellschaft für Ernährung

SGE erarbeitet wurde (siehe Grafik). Eine grosse

Geschmacksvariation in der Beikost kann die Gewöhnung

an eine gemischte Kost im Kindesalter erleichtern.

Mit der Einführung der Beikost soll der Säugling

mit allen Geschmacksrichtungen und einer Vielzahl

verschiedener Textureigenschaften von Lebensmitteln

vertraut gemacht werden. Damit ein Baby ein neues

Nahrungsmittel akzeptiert, ist gelegentlich ein wiederholtes

anbieten (bis zu 10 bis 15 Mal) notwendig.

Viele Mütter beginnen mit einem pürierten Gemüse

(zum Beispiel Rüebli) als Mittagsmahlzeit. Nehmen

Sie am besten Bioprodukte, dann sind Sie und Ihr

Kind vor Schadstoffen geschützt: Einfach Gemüse

schonend kochen und anschliessend pürieren.

Selbst oder industriell hergestellte

Beikost?

Bei der Selbstzubereitung der Beikost ist wichtig,

dass die Bedürfnisse des Säuglings gedeckt, die

2020 | Unser Baby 63


ERNÄHRUNG.

Zutaten auf das Notwendige beschränkt und auf

Zusätze wie z.B. Salz, Zucker oder andere Süssstoffe

verzichtet wird. Besondere Aufmerksamkeit gilt der

Verwendungsdauer und Lagerung sowohl bei selbsthergestellter

wie auch industriell hergestellter Beikost.

Nach der Herstellung bzw. nach dem Öffnen der Gläschen

sollten diese im Kühlschrank gelagert und innerhalb

von maximal 48 Stunden konsumiert werden.

Industriell hergestellte Produkte mit zugesetzten Aromen

sollten vermieden werden, um die Geschmacksprägung

des Babys nicht einseitig zu beeinflussen.

Selbsthergestellte Beikost kann den positiven Zugang

zu einer ausgewogenen Ernährung fördern.

Wieviel soll ein Baby trinken?

Muttermilch ist die ideale Flüssigkeitszufuhr und

bleibt ein wichtiger Bestandteil zum Zeitpunkt der

Beikosteinführung und während der Steigerung der

Beikostmengen. Wenn das Stillen nicht mehr möglich

ist, soll eine Säuglingsanfangsnahrung angeboten werden.

Ab dem 7. Lebensmonat ist auch die Verwendung

einer Folgenahrung möglich. Die Flüssigkeitsmenge

ist individuell unterschiedlich und auch von der Jahreszeit

und dem Zustand des Kindes abhängig. Zur

Deckung des Bedarfs wird eine Gesamtflüssigkeit von

ca. 800 bis 1000 ml pro Tag empfohlen. Muttermilch

oder Säuglingsmilch kann bei Bedarf mit Wasser

ergänzt werden. Hahnenwasser ist in der Schweiz von

sehr hoher Qualität und eignet sich bestens als zusätzliche

Flüssigkeit. Gesüsste Getränke, sowie Fruchtsaft

und Fruchtnektar, sind wegen hohem Zuckergehalt

und drohenden Zahnschäden zu vermeiden. Auch von

der Verabreichung reiner Kuhmilch als Milchgetränk

wird in den ersten 12 Lebensmonaten abgeraten. Kleinere

Mengen an Kuhmilch können jedoch problemlos

ab dem 7. Lebensmonat bei der Zubereitung der Beikost

verwendet werden. Auch kleinere Mengen von

ungesüsstem Joghurt können der Beikost beigefügt

werden. Ab dem 2. Lebensjahr kann die Säuglingsanfangs-

oder Folgenahrung durch Kuhmilch (Vollmilch)

ersetzt werden.

Übersicht: einfÜhrung der LebensmitteL

Übersicht: einfÜhrung der LebensmitteL

4 Monate alt 6 Monate alt 1 Jahr alt

4 Monate alt 6 Monate alt 1 Jahr alt

0–4. Monat 5. Monat 6. Monat 7. Monat 8. Monat 9. Monat 10. Monat 11. Monat 12. Monat ab dem 13. Monat

Muttermilch 0–4. Monat oder 5. Monat 6. Monat Muttermilch 7. Monat oder 8. Monat Säuglingsanfangsnahrung 9. Monat 10. Monat oder Folgenahrung 11. Monat 12. Monat ab Muttermilch dem 13. Monat oder

Säuglings Muttermilch anfangsnahrung

oder

Säuglings anfangsnahrung

Muttermilch oder Säuglingsanfangsnahrung oder Folgenahrung

Muttermilch Folgenahrung oder oder

Folgenahrung Kuhmilch oder

Kuhmilch

Früchte und Gemüse

Früchte und Gemüse

Getreide, Kartoffeln und Hülsenfrüchte

Getreide, Kartoffeln und Hülsenfrüchte

Fleisch, Fisch, Eier

Fleisch, Fisch, Eier

Öle und Fette

Öle und Fette

Milchprodukte: in kleinen Mengen Joghurt und

Vollmilch Milchprodukte: (zur Zubereitung in kleinen Mengen von Brei) Joghurt und

Vollmilch (zur Zubereitung von Brei)

Joghurt, Vollmilch,

Quark, Joghurt, Käse Vollmilch,

Quark, Käse

Schrittweise Einführung

Schrittweise Einführung

Täglicher Verzehr empfohlen

Täglicher Verzehr empfohlen

Copyright © Schweizerische Schweizerische Gesellschaft für Gesellschaft Ernährung SGE, für Schweizerische Pädiatrie SPG Gesellschaft und Schweizerische für Pädiatrie SGP, Gesellschaft 2011 für Ernährung SGE 2011,

überprüft © Schweizerische mit und Gesellschaft im Auftrag für Ernährung des BLV SGE, 2016 Schweizerische Gesellschaft für Pädiatrie SGP, 2011


ERNÄHRUNG.

Hoher Energie- und Nährstoffbedarf

Säuglinge verdoppelt ihr Geburtsgewicht in den ersten

4 bis 6 Monaten und sind deshalb auf eine hohe Energie-

und Nährstoffzufuhr angewiesen. Im Vergleich zu

Erwachsenen haben sie deshalb einen höheren Energiebedarf,

der durchschnittlich pro kg Körpergewicht

bei 80 bis 95 kcal pro Tag im Alter von 4 bis 12 Monaten

liegt. Dieser Bedarf wird durch Muttermilch und

Beikost problemlos gedeckt.

Gluten – ab wann?

Die Ernährungskommission der SGP empfiehlt,

glutenhaltige Getreide mit der Beikosteinführung

zwischen dem 5. bis 7. Lebensmonat einzuführen.

Sowohl die frühere wie auch die spätere Einführung

von Gluten in der Säuglingsnahrung könnte mit einem

erhöhten Risiko für Zöliakie einhergehen. Auch eine

Assoziation zwischen Stillen und reduziertem Risiko

für Zöliakie wurde beobachtet. Diese Beobachtungen

werden allerdings in neueren Studien kontrovers diskutiert.

Für spezielle Empfehlungen für Zöliakiebelastete

Familien fehlen die Grundlagen.

So geht die Einführung der Breikost

Wenn sich das Kleinkind an seinen ersten Gemüsebrei

mit jeweils nur einem Gemüse gewöhnt hat und diesen

gut verträgt und gerne isst, können Sie diesen mit

einem Stärkeprodukt (z.B. ein paar verstampften

Kartoffeln oder Hülsenfrüchten) und z.B. etwas Rapsöl

anreichern. In einem weiteren Schritt wird fein

püriertes Fleisch dazu gegeben, das ergibt dann einen

Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei. Kommt das gut an,

wird im nächsten Schritt ein Milch-Getreide-Brei eingeführt,

zum Beispiel als zusätzliche Mahlzeit am

Nachmittag oder Abend. Dafür wird 1 dl Vollmilch

mit 1 dl Wasser und 2 Esslöffel Griess oder feinen

Getreideflocken aufgekocht und etwas Rapsöl und

eventuell Obstsaft untergerührt. Als Variante bieten

sich auch Getreide-Frucht-Breie an. Sie bestehen aus

Getreide, Früchten, Wasser und etwas Öl und werden

gerne am Nachmittag gefüttert. Gegen Ende des ersten

Lebensjahres erfolgt der langsame Übergang zur

Ernährung am Familientisch. Einzig auf frischen

Honig sollte gemäss Empfehlung der Ernährungswissenschaftler

im ersten Lebensjahr verzichtet werden.

Honig kann Keime eines Bakteriums enthalten, die bei

Babys unter einem Jahr schädlich sein können.

TIPPS BEIM FÜTTERN:

• Das Baby Schritt für Schritt an

Beikost gewöhnen.

• Fangen Sie löffelweise mit den

Zufüttern an.

• Anstillen, Brei löffeln, weiterstillen –

dies ist eine gute Methode, um dem

Baby das Vertraute nicht wegzunehmen

und es langsam an das neue Essen zu

gewöhnen.

• Bevorzugen Sie Fütterlöffel aus

weichem Material.

• Prüfen Sie vor dem Füttern die

Temperatur der Beikost.

• Würzen Sie nicht.

• Lassen Sie Ihr Kind auch mit den

Fingern essen.

• Lätzchen und/oder feuchte

Waschlappen bereithalten!

• Getränke in der

Trinklerntasse anbieten.

QUELLE: Alle Grundlagen im Text sind angelehnt an die

Empfehlungen der Schweizerischen Gesellschaft für Ernährung

SGE, WWW.SGE-SSN.CH sowie des Bundesamtes für

Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV, wo über

WWW.BUNDESPUBLIKATIONEN.ADMIN.CH – ergänzend zur

gleichnamigen Broschüre – der kostenlose Flyer «Ernährung

von Säuglingen und Kleinkindern» (Artikel Nr. 341.812) als

Datei heruntergeladen oder per Post bestellt werden kann.

Der praktische Flyer kann zum Beispiel gut sichtbar in

der Küche aufgehängt werden und ist in den acht Sprachen

Albanisch, Arabisch, Deutsch, Englisch, Französisch,

Italienisch, Portugiesisch und Türkisch verfügbar.

2020 | Unser Baby 65


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GESUNDHEIT.

Babymassage –

Berühren mit Respekt.

Eine Massage? – Oooh, jaaaaa bitte. Eine Wohltat nicht

nur für uns Erwachsene. Ein besonderes Geschenk für

die Kleinsten: Der Babymassagekurs.

TEXT: PAOLA STEIN / NICOLE DIETRICH

Stellen wir uns vor, dass wir in Gedanken alle Völker

des Planeten besuchen: in den Norden zu den Inuit,

nach Südindien, nach Russland, China, Südamerika,

in die Hütten auf den Südseeinseln und in die Häuser

der westlichen Zivilisation. In all diesen Orten werden

Babys mit viel Liebe massiert und liebkost. Das Singen

von Wiegenliedern begleitet oft ganz nebenbei diese

zärtlichen Berührungen. Die sanfte Kunst der Babymassage

ist in vielen Kulturen Tradition und wird von

Generation zu Generation überliefert.

Eine alte Kunst, die Kinder in ihrem

Aufwachsen begleitet und unterstützt

Dies ist nicht verwunderlich, wenn man bedenkt, dass

der Tastsinn der erste der fünf Sinne ist, der vom Fötus

im Mutterleib entwickelt wird. Und dass die Haut das

einzige Sinnesorgan ist, ohne das wir nicht überleben

können. Die tägliche Pflege dieser Kinderhaut, ist

daher eine natürliche und spontane Geste der Eltern,

die als tägliches Ritual viele Vorteile bringt.

2020 | Unser Baby 67


GESUNDHEIT.

Babymassage: Ein Wohlfühl-Gefühl

Eine kleine Gruppe von Müttern sitzt im Kreis. Auf

ihrem Schoss liegen ausgestreckt oder sitzen ihre

Babys und werden massiert. Eine Kursleiterin demonstriert

an ihrer Babypuppe den Müttern eine einfache

Massage-Methode, die an das Alter und die Bedürfnisse

der Kinder angepasst ist. Diese Methode erlaubt den

Babys durch den innigen Kontakt von Haut zu Haut

eine Sicherheit und ein Körperbewusstsein zu entwickeln,

die aus dem Gefühl des Willkommensseins und

dem verstanden und respektiert werden entspringen.

Den Eltern ermöglicht diese Streichmassage eine lie

bevolle Kommunikation mit Gesten und Gefühl. In

ihrer neuen Rolle als Eltern werden sie dabei gestärkt.

Diese spezielle Interaktion festigt bereits vorhandene

Bindungen, die das Verstehen der Bedürfnisse vereinfacht

bevor die Babys diese verbal ausdrücken können.

So entwickelt sich eine solide und innige Eltern-Kind-

Beziehung, die auf Liebe, Respekt und Einfühlungsvermögen

gebaut ist.

In diesem Zusammenhang wird hier die Erfahrung

eines jungen Vaters geteilt, der an einem Babymassage-

kurse einer Kursleiterin vom Schweizerischen Verband

für Babymassage teilgenommen hat:

«Vor einigen Monaten entschied ich mich mit meiner

Tochter an einem Babymassagekurs teilzunehmen.

Ich wollte mit etwas anderem meine Zeit verbringen,

als das, was der normale Alltag mit einem Baby so

bringt. Dies aufgrund der Tatsache, dass ich als berufstätiger

Vater wenig Zeit mit meiner Tochter verbringen

kann. Ich wollte diese wunderbaren Momente der ersten

paar Monate nicht verpassen und dachte darum,

dass ein solcher Kurs eine gute Möglichkeit bieten

würde, um diese Zeit in vollen Zügen geniessen zu

können. Der Kurs bot aber eine noch viel tiefergehende

«Babymassage ist viel mehr als eine

Berührung und / oder Technik …»

und bereicherndere Erfahrung als ich dachte. Mit diesem

Kurs habe ich die Möglichkeit bekommen eine

feste Bindung mit meiner Tochter einzugehen. Und es


GESUNDHEIT.

ist ein gutes Gefühl zu beobachten, wie die Massage

ihr vor dem Einschlafen Entspannung bietet oder

während der Kolikphase Schmerzen linderte. Ich kann

allen Vätern nur wärmstens empfehlen, sich und

ihrem Kind das wunderbare Geschenk der Babymassage

zu machen.»

Muskeln, Nerven und die Entspannung, die Babymassage

den Eltern und ihren Babys bietet, sind nur

einige der vielen Vorteile, die zahlreiche teilnehmende

Eltern und wissenschaftliche Studien immer wieder

bestätigen.

«Babyfitness hat nichts damit zu tun,

Kleinkinder gezielt zu sportlichen

Höchstleistungen zu animieren.»

Diese besondere Eltern-Kind-Interaktion, die Linderung

von diversen Schmerzen, die ein Baby während

des Wachstums erleben kann wie beispielsweise Koliken,

Zahnen, Verstopfung, dann auch die Stimulation

von Organen und Systemen wie Verdauung, Kreislauf,

BUCHTIPP

Erhältlich über

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oder unter

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Babymassage:

Praktische Anleitung

für Mütter und Väter,

von Vimala Schneider,

Kösel Verlag, ISBN 978-3-466-34452-9,

CHF 19.90

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und der Anwendung im Alltag

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geborgen und geschützt wie im

Mutterleib. Dank des Schaukelns

mittels der Stahlfeder sind selbst

Babys, die sich schwer beruhigen können,

schnell zufrieden und schweben

sanft in den Schlaf. Sogar Blähungen

und Koliken können gelindert werden.

Schaukeln und Wiegen entspricht

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® für alle: manduca ® Twist

Wir dürfen vorstellen: die manduca Twist –

die neue Babytrage, die sich auf das Wesentliche

konzentriert, aber nichts ausser Acht lässt. Eine,

die ganz einfach mit dem Baby mitwächst und allen

Eltern passt, ohne sie verstellen zu müssen. Natürlich

ist die kuschelige und top-bequeme Babytrage aus

Biobaumwolle gefertigt – so wie alle manduca

Babytragen. Selbstverständlich kannst du dein Baby

wie gewohnt vor dem Bauch tragen. Aber die manduca

Twist ist auch als sicherere Rückentrage verwendbar –

und das selbst für kleinere Babys.

Erhältlich im Fachhandel oder bei Sonnenkind.ch

2020 | Unser Baby

69


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Schorf sanft behandeln mit Osa Schorf –

3

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Kinderhaut ist empfindlich. Gerade in den ersten

Lebenswochen reagiert sie stark auf ussere Einflüsse.

Doch Kopfgneis und Schorf lassen sich mit unserem

pflanzlichen Osa Schorf I Kopfgneis Spray bestens

behandeln. Fast genauso schnell wie die Krusten aufgetaucht

sind, werden sie auch wieder abheilen.

Dies sind zugelassene Arzneimittel. Beachten Sie die

Packungsbeilage. Iromedica AG, St. Gallen.

Damit die Schmerzen gehen, wenn die Zähne

4

kommen.

Osa bietet zwei Zahn Gele an, welche speziell für die

Beschwerden während der Zahnungsperiode

entwickelt worden sind. Das Osa Pflanzen-Zahngel

erleichtert das Zahnen durch seine kühlende Wirkung

und lindert Entzündungen des Zahnfleischs. Bei akuten

Schmerzen hilft das klassische Arzneimittel Osa

Zahngel.

Dies sind zugelassene Arzneimittel. Beachten Sie die

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Zwergenritter ist der einzige Kindernothilfekurs,

den Sie bequem online zu Hause absolvie-

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ren können. Im Umgang mit Kindern sollte jeder wissen,

wie er in Notsituationen zu reagieren hat. Auch

präventiv kann viel unternommen werden, um Gefahren

zu vermeiden. In der Bezahl-Version für CHF 2.–

kann der Benutzer seine Bekannten und Verwandten

gratis einladen, da auch sie die Kinder regelmässig

betreuen. www.zwergenritter.ch

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Design. Gegründet im Jahr 2015 sind wir die

Marke für hochwertige Produkte für den gedeckten

Tisch.

Für die Entwicklung des Babylöffels «Mein erster

Löffel» haben wir uns für die Gestaltung und die

Ergonomie des Löffels sehr viel Zeit genommen.

«Mein erster Löffel» als Geschenk zur Geburt oder zur

Taufe ist eine bleibende Erinnerung von emotionalem

Wert. Verpackt in einer hochwertigen Geschenkverpackung

und mit extra viel Platz für eine individuelle

Gravur auf der Rückseite macht dieses Geschenk zu

etwas ganz besonderem.

Neben der Ausführung in hochwertigem Edelstahl

18/10 bieten wir diesen Babylöffel in einer exklusiven

Ausführung auch in einer 90 Gramm Versilberung an.

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70 Unser Baby | 2020


PUBLIREPORTAGE.

Zahnpflege bis zum 2. Geburtstag.

Schon vor dem Zahndurchbruch kann

das Baby durch das Wachstum der Zähne

leichte Schmerzen verspüren. Ein vermehrter

Speichelfluss, Quengeln, auffallend

rote Bäckchen, leicht erhöhte Körpertemperatur

oder ein Fäustchen im Mund sind

Anzeichen für das Zahnen. Bei solchen Begleiterscheinungen

des Zahnens kann beispielsweise ein gekühlter

Beissring oder ein zahnfreundliches Zahngel helfen.

Bis zum Durchbruch des ersten Zahns können Sie bei

Ihrem Baby eine sehr vorsichtige Massage des noch

zahnlosen Ober- und Unterkiefers – am besten mit der

Fingerkuppe – vornehmen. So gewöhnt sich Ihr Kind

an die «Manipulation» im Mundraum. Wenn bereits

Zahnspitzen sichtbar sind, können Sie diese nach dem

Trinken mit einem angefeuchtetem Wattestäbchen

rundherum säubern.

Zwischen dem 6. und 8. Lebensmonat ist das erste

Milchzähnchen im Unterkiefer zu sehen. Die anderen

folgen in einer ganz bestimmten Reihenfolge. Bis alle

20 Milchzähne da sind (je zehn im Ober- und Unterkiefer),

dauert es rund zweieinhalb Jahre. Die Pflege

der Milchzähne ist sehr wichtig, denn diese dienen

nicht nur als Platzhalter für die bleibenden Zähne,

sondern auch für die Sprachentwicklung und Mimik,

zum Abbeissen und Kauen.

Der Durchbruch des ersten Milchzahns ist zugleich

der Startschuss für eine regelmässige Zahnreinigung.

Die Aufgabe der Eltern ist es, von nun an einmal täglich

die Zähne mit einer sehr weichen Babyzahnbürste

und einer Kinderzahnpasta zu putzen. Wir empfehlen

Ihnen, ab Durchbruch des ersten Zahns bis zum

2. Geburtstag eine milde (nicht zu süsse) Kinderzahnpaste

mit einer Fluorid- konzentration von

500 ppm und einer «erbsengrossen»

Menge zu

verwenden.

Führen Sie die Zahnpflege

als Abendritual

nach dem Stillen oder

dem «Schoppen» ein.

Achten Sie darauf, anschliessend

Ihrem Kind

nur Wasser und keine Milch zu geben, da diese Milchzucker

(Laktose) enthält, welche Karies verursachen

kann. Sollte Ihr Kind etwas zur Beruhigung brauchen,

ist ein zahn- und kieferfreundlicher Nuggi ratsamer

als der Daumen. Dies hilft, Fehlentwicklungen an

Zähnen und Kiefer zu vermeiden. Mit spätestens drei

Jahren sollte allerdings das Nuckeln abgewöhnt werden.

Die tägliche Zahn- und Mundpflege dient Ihrem Kind

ebenfalls als nützliche Vorbereitung für den Zahnarztbesuch.

Stellen Sie Ihrem Zahnarzt bzw. Ihrer Zahnärztin

Ihr Kind zwischen dem 18. und 24. Lebensmonat

zum ersten Mal und anschliessend regelmässig

vor. Durch diese Handhabung können Zahnstellungsund

Bisslagefehler frühzeitig erkannt und bei erhöhtem

Kariesrisiko zusätzliche Massnahmen eingeleitet

werden.

Weitere Infos auf www.zahnfreundlich.ch

Bild 1:

Es braucht eine weiche Kinderzahnbürste mit einer

«erbsengrossen» Menge fluoridhaltiger Kinderzahnpasta.

Bild 2 und 3:

Die Aussen- und Innenseiten der Frontzähne mit vertikalen

Bewegungen (auf und ab) bis über das Zahnfleisch bürsten.

Bild 4:

Die Kauflächen der Milchmolaren sind mit kleinen,

horizontalen Bewegungen zu bürsten. Nach dem

Zähneputzen ist es nicht notwendig, den Mund mit Wasser

zu spülen; auszuspucken genügt. Die Zahnbürste ist nach

1 - 2 Monaten auszuwechseln.

2020 | Unser Baby 71


Zahnen tut weh!

Das Zahnen ist ein wichtiger Entwicklungsschritt für ein Baby. Doch die

Freude über den ersten Zahn mischt sich oft mit den unangenehmen Begleiterscheinungen,

die das Zahnen mit sich bringt. Plötzlich wird ein Baby, das

bisher ausgeglichen, zufrieden und fröhlich war, quengelig und unleidig. Damit

das Zahnen erträglich wird, haben wir Tipps und Infos zusammengestellt.

TEXT: ESTHER MOGICATO

Es gibt keinen bestimmten Zeitpunkt, an dem die ersten

Zähne durchbrechen sollten. Manche Babys haben

schon bei der Geburt einen Zahn, andere sind mit

zwölf Monaten noch zahnlos. Als allgemeine Regel

gilt, dass nach ungefähr sechs Monaten das erste

Zähnchen durchbricht. Im ersten Lebensjahr wird Ihr

Kind vermutlich sechs Schneidezähne bekommen. Im

zweiten Lebensjahr ist Ihr Kind dann beinahe ständig

am Zahnen.

Zahnende Babys sind oft quengelig. Das Zahnfleisch

ist rot und geschwollen, vielleicht können Sie sogar den

Zahn durchs Zahnfleisch hindurch fühlen. Vielleicht

sind die Wangen Ihres Babys gerötet, und es «geifert»

sehr viel. Zahnen ist keine Krankheit. Aber zahnende

Kinder sind anfälliger auf Krankheiten.

Achtung: Weder Durchfall noch Fieber sind normale

Begleiterscheinungen des Zahnens. Zeigt Ihr Kind

Krankheitsanzeichen, sollten Sie Ihren Arzt / Ihre

Ärztin konsultieren.

Heutzutage sind Kinderzahnärzte international der

Meinung, dass bereits nach dem Durchbruch des ersten

Zahnes mit dem Putzen begonnen werden sollte,

und zwar einmal pro Tag mit Kinderzahnpasta. Sobald

Ihr Kind alt genug ist, geben Sie ihm eine weiche

Zahnbürste und leiten es an, sie nach den Mahlzeiten

zu benutzen. Das Zähneputzen sollte auch dem Kind

72 Unser Baby | 2020


GESUNDHEIT.

Spass machen, lassen Sie ihm Zeit, sich an das

Ritual zu gewöhnen. Anschliessend sollten Sie

die Zähne Ihres Kindes nachputzen. Karies

kann mit einer gezielten Ernährung vorgebeugt

werden. Verzichten Sie deshalb möglichst auf

Zucker, geben Sie Ihrem Kind keine gesüssten

Tees, Knabbersachen, Biskuits usw. Der Mine -

ralstoff Fluor reduziert den Zahnzerfall,

indem er den Zahnschmelz härtet. Fluor ist

im fluoridierten Kochsalz enthalten, es

kann deshalb in der Regel auf eine zusätzliche

Einnahme von Fluoridtabletten verzichtet

werden. Fluor ist auch in den meisten Zahnpasten und

Zahngels enthalten. Bei Kleinkindern kann man

durchaus mit fluoridhaltiger Kinderzahnpasta putzen,

da diese nur eine reduzierte Menge Fluorid enthält.

So lange die Kinder die Zahnpasta noch schlucken,

sollte nur eine kleine Menge davon, etwa so gross

wie der Nagel am kleinsten Finger des Kindes, verwendet

werden. Wer zu sätzlich Fluoridtabletten anwenden

will, sollte sich beim Zahnarzt informieren. Achtung:

Schon bei Kleinkindern können Zahnunfälle passieren.

Zur Zeit der ersten Gehversuche sind die Wurzeln

der oberen Milchschneidezähne noch nicht fertig ausgebildet,

so dass ein Unfall zu Wachstumsstörungen

oder zum Wachstumsstillstand führen kann. Nach

einem Zahn unfall sollte deshalb ein Zahnarzt zur

Abklärung aufgesucht werden.

1. Lebensjahr

Ende des 7. Monats = untere mittlere Schneidezähne

Ende des 9. Monats = obere mittlere Schneidezähne

Ende des 11. Monats = obere seitliche Schneidezähne

2. Lebensjahr

Beginn des 13. Monats = untere seitliche Schneidezähne

Beginn des 14. Monats = obere vordere Backenzähne

Beginn des 18. Monats = untere vordere Backenzähne

im 19. Monat = obere Eckzähne

im 22. Monat = untere Eckzähne

3. Lebensjahr

ab dem 25. Monat = untere hintere Backenzähne

im 30. Monat = obere hintere Backenzähne

1. Lebensjahr 2. Lebensjahr 3. Lebensjahr

INFO: Das hilft beim Zahnen:

• Geben Sie Ihrem Kind etwa vom

6. Monat an harte Brotrinde zu

kauen. Auch Apfelstücke oder Rüebli

sind geeignet. Die Stücke dürfen nicht

zu klein sein, Ihr Baby könnte sich sonst

verschlucken. Bleiben Sie deshalb

immer in seiner Nähe, während es kaut.

• Ein im Kühlschrank (nicht im Eisfach!)

gekühlter Beissring wirkt schmerzstillend,

ebenso ein Stück Veilchenwurzel

(in der Drogerie erhältlich).

INFO: Karies muss nicht sein

In der Regel kann nach dem sechsten

Monat Beikost eingeführt werden. Achten

Sie auf zuckerfreie Breie. Die frühe,

einseitige Gewöhnung an süsse Nahrung

fördert Karies beim Kleinkind. Bieten

Sie ihrem Kind vielseitige Geschmacksrichtungen

an und verwöhnen Sie es

mit abwechslungsreicher Ernährung.

Trinken und Nuckeln

Gestillte Kinder benötigen keine zusätzliche

Flüssigkeit. Schon gar keine

zuckerhaltigen. Wasser genügt in den

meisten Fällen. Ständiges Trinken von

Tee, Sirup, Obst- und Vitaminsäften aus

dem Schoppenfläschchen kann zur vollständigen

Zerstörung der Schneidezähne

führen. Lassen Sie Ihr Kind nicht mit

einer Schoggimilch-Flasche einschlafen

und tauchen Sie den Schnuller und den

Schoppensauger niemals in Honig.

Weitere Infos über

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2020 | Unser Baby 73


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