01.06.2017 Aufrufe

Koalitionsende im Chaos - was sonst!

FPÖ warnt vor Umsetzung des EU-"Flüchtlingsumverteilungsprogramms"

FPÖ warnt vor Umsetzung des EU-"Flüchtlingsumverteilungsprogramms"

MEHR ANZEIGEN
WENIGER ANZEIGEN

Verwandeln Sie Ihre PDFs in ePaper und steigern Sie Ihre Umsätze!

Nutzen Sie SEO-optimierte ePaper, starke Backlinks und multimediale Inhalte, um Ihre Produkte professionell zu präsentieren und Ihre Reichweite signifikant zu maximieren.

Nr. 22 . Donnerstag, 1. Juni 2017<br />

€ 0,80<br />

Neue Freie Zeitung (NFZ), Friedrich-Schmidt-Platz 4/3a,<br />

A-1080 Wien . Tel.: 01 512 35 35 0 . E-Mail Redaktion:<br />

redaktion.nfz@fpoe.at . Fax: 01 512 35 359<br />

ww.fpoe.at P.b.b. GZ 02Z032878 W<br />

Steirer-SPÖ lehnt Reform<br />

der Mindestsicherung ab<br />

Obwohl die Kosten der Mindestsicherung in der Steiermark in<br />

den letzen vier Jahren um 50 Prozent gestiegen und bereits<br />

58 Prozent der Bezieher Ausländer sind, lehnt die steirische<br />

SPÖ eine Reform weiter ab, kritisiert der freiheitliche Landesparteiobmann<br />

Mario Kunasek. S. 13<br />

Foto: NFZ<br />

<strong>Koalitionsende</strong> <strong>im</strong><br />

<strong>Chaos</strong> – <strong>was</strong> <strong>sonst</strong>!<br />

FPÖ warnt vor Umsetzung des EU-„Flüchtlingsumverteilungsprogramms“<br />

S. 2/3<br />

Rot-Schwarz unbeirrt<br />

auf Zick-Zack-Kurs<br />

Foto: NFZ<br />

Nur FPÖ behält Kurs zu Türkei, Russland-Sanktionen und Verwaltungsreform bei – S. 4/5<br />

PARLAMENT<br />

AUSSENPOLITIK<br />

WIEN<br />

MEDIEN<br />

Abschiebe-Irrtümer<br />

Was nun, Europa?<br />

Rot-grüne Willkür<br />

„Big Dummies“<br />

Der Rechnungshof hat die<br />

Schubhaft und den Vollzug der<br />

Abschiebungen überprüft und<br />

kommt zu einem überraschenden<br />

Ergebnis: Von den abzuschiebenden<br />

Ausländern tauchen mehr unter,<br />

als tatsächlich außer Landes<br />

gebracht werden. S. 6<br />

Nach NATO- und G-7-Gipfel bemerkt<br />

Europa, dass es US-Präsident<br />

Donald Trump mit seiner<br />

„America first“-Politik ernst meint.<br />

Merkel & Co. sehen sich gezwungen,<br />

bei Verteidigungs-, Einwanderungs-<br />

oder Kl<strong>im</strong>apolitik jetzt selbst<br />

aktiv zu werden. S. 8/9<br />

Will Rot-Grün zum S<strong>im</strong>meringer<br />

Parkpickerl nicht nur die wahlberechtigten<br />

S<strong>im</strong>meringer, sondern<br />

auch Asylwerber und Nicht-EU-<br />

Bürger entscheiden lassen? Dieser<br />

Verdacht liegt nahe, weil die<br />

MA 63 die Wählerevidenzliste nicht<br />

herausrücken will. S. 11<br />

Nicht als effiziente Orwells „Big<br />

Brother“ erwiesen sich die vom<br />

deutschen Justizminister eingesetzten<br />

Soziale-Medien-Überwacher.<br />

Zu keinem einzigen der 180<br />

als „strafbarer Inhalt“ angezeigten<br />

Fälle konnte die Justiz ein Strafverfahren<br />

einleiten. S. 14


2 Innenpolitik<br />

Neue Freie Zeitung<br />

Foto: NFZ<br />

Andreas Ruttinger<br />

andreas.ruttinger@fpoe.at<br />

AUS DER<br />

REDAKTION<br />

Wenn Politiker aus dem Amt<br />

geschieden sind, hört man von ihnen<br />

Worte, die man vorher nicht<br />

für möglich gehalten hat. So hat<br />

jetzt Julian Nida-Rümelin, der<br />

ehemalige Kulturminister und<br />

noch <strong>im</strong>mer Mitglied der Grundwertekommission<br />

der SPD, ein<br />

bemerkenswertes Buch „Über<br />

Grenzen denken. Eine Ethik der<br />

Migration“ verfasst.<br />

Klare Worte<br />

Der Kernsatz sei den aktiven<br />

Politikern ins Stammbuch geschrieben:<br />

„Wir erkennen die reale<br />

Situation nicht angemessen,<br />

wenn wir glauben, mit dem Mittel<br />

der Migration einen wesentlichen<br />

Beitrag zur Linderung des Weltelends<br />

leisten zu können.“<br />

Der Philosoph Nida-Rümelin<br />

führt zur aktuellen Problematik<br />

das weit verbreitete Missverständnis<br />

zur Genfer Flüchtlingskonvention<br />

und zum Asylrecht<br />

an. Beides beinhalte nur „Schutz<br />

auf Zeit“ und kein Recht auf dauerhaften<br />

Aufenthalt.<br />

Eine Ideologie der offenen<br />

Grenzen mit der Begründung,<br />

Grenzen ließen sich heute nicht<br />

mehr sichern, erachtet er als hochgefährlich:<br />

Wer staatliche Strukturen<br />

aufrecht erhalten will, muss für<br />

funktionierende Grenzen sorgen.<br />

Den Freiheitlichen und den<br />

Österreichern sind diese Worte<br />

längstens bekannt. Ja, sogar die<br />

Herren Kern und Kurz greifen<br />

gelegentlich darauf zurück, um<br />

dann doch wieder anders zu entscheiden,<br />

weil es der Frau Merkel<br />

oder den Herrschaften in Brüssel<br />

nicht gefällt.<br />

Diese Diskrepanz von Wort<br />

und Tat sollten sich die Österreicher<br />

merken – und sich bis Oktober<br />

nicht noch einmal von Rot<br />

und Schwarz täuschen lassen.<br />

Koalition irrlichtert ihrem E<br />

Verwirrung über eigene Wahlprogramme und die Zust<strong>im</strong>mung zu der von<br />

Die Ankünfte von „Flüchtlingen“ in Italien und deren Aufgriffe am<br />

Brenner steigen. Da die rot-schwarze Koalition dem „EU-Umverteilungsprogramm“<br />

für Flüchtlinge zugest<strong>im</strong>mt hat, erwartet die<br />

FPÖ demnächst eine erneute Einwanderungswelle. Nur, SPÖ und<br />

ÖVP ergehen sich derzeit ausschließlich in Wahlkampfüberlegungen.<br />

Innenpolitisch geht in dieser Koalition<br />

nichts mehr, wie sich be<strong>im</strong><br />

dienstägigen Ministerrat einmal<br />

mehr zeigte. Und außenpolitisch<br />

laufen SPÖ-Kanzler Christian Kern<br />

und ÖVP-Außenminister Sebastian<br />

Kurz der Linie der deutschen<br />

Kanzlerin Angela Merkel hinterher<br />

– wenn auch schon manchmal mit<br />

Unmutsäußerungen.<br />

SPITZE FEDER<br />

Nächste Einwanderungswelle?<br />

Aufgrund der stark ansteigenden<br />

Einwandererankünfte in Italien befürchtet<br />

FPÖ-Bundesparteiobmann<br />

HC Strache, dass das EU-Umverteilungsprogramm<br />

für „Flüchtlinge“<br />

aktiviert werden soll: „Das<br />

Umverteilungsprogramm ist ein<br />

Signal in die völlig falsche Richtung,<br />

denn dieses Programm befeuert<br />

den Zustrom von weiteren zigtausenden<br />

Migranten nach Europa.<br />

Kommt alle nach Europa – das ist<br />

die Botschaft dieses Programms!“<br />

Kern, Kurz, Sobotka und Co.<br />

hätten <strong>im</strong> Interesse Österreich<br />

Stopp sagen müssen, denn Österreichs<br />

Kapazitäten bei der Aufnahme<br />

sogenannter „Flüchtlinge“<br />

seien nämlich längst erschöpft, argumentierte<br />

HC Strache.<br />

„Kern schreibt Briefe an Brüssel,<br />

Kurz spricht sich in Sonntagsreden<br />

für die Eindämmung des Migrationsstroms<br />

aus. Aber wenn es ans<br />

Eingemachte geht, fallen die Herren<br />

allesamt um und handeln wieder<br />

einmal gegen die Interessen der<br />

Österreicher. Verlässliche, verantwortungsvolle<br />

und ehrliche Politik<br />

schaut anders aus“, kritisierte der<br />

FPÖ-Chef.<br />

SPÖ und Basisdemokratie?<br />

Wackelig präsentiere sich die<br />

SPÖ hinsichtlich parteiinterner Urabst<strong>im</strong>mungen<br />

und zum „Kriterienkatalog“<br />

für eine etwaige Koalition<br />

mit der FPÖ. SPÖ-Chef Kern<br />

will sich derzeit nicht festlegen, ob<br />

es eine Urabst<strong>im</strong>mung unter allen<br />

Parte<strong>im</strong>itgliedern über die nächste<br />

Koalition geben soll. Er will den<br />

Kriterienkatalog ebenso „zeitgerecht“<br />

präsentieren wie sein ÖVPvis-à-vis<br />

Kurz das Wahlprogramm<br />

der „Liste Kurz - Die neue ÖVP“.<br />

„Es gibt sie, es gibt sie nicht, es<br />

gibt sie, es gibt sie nicht. Der Eiertanz<br />

der SPÖ rund um eine Urabst<strong>im</strong>mung<br />

oder eine Mitgliederbefragung<br />

über den Kriterienkatalog<br />

und ein etwaiges Koalitionsabkommen<br />

ist nur noch peinlich“, bemerkte<br />

dazu FPÖ-Generalsekretär<br />

Herbert Kickl.<br />

In Wahrheit sollte die SPÖ eine<br />

Urabst<strong>im</strong>mung darüber abhalten,<br />

ob deren Ergebnis auch für die<br />

Sebastian Kurz sucht ein Wahlprogramm.<br />

Foto: NFZ<br />

HC Strache und Herbert Kickl befürcht<br />

bringen SPÖ und ÖVP nichts weiter, u<br />

SPÖ-Spitze dann wirklich Gültigkeit<br />

haben soll. „Ich erinnere an<br />

die SPÖ-Mitgliederbefragung zu<br />

den Freihandelsabkommen CETA<br />

und TTIP, bei der sich eine überwältigende<br />

Mehrheit dagegen ausgesprochen<br />

hat. Und <strong>was</strong> machte<br />

Kern? Er nickte CETA bei der erstbesten<br />

Gelegenheit ab und fiel den<br />

Mitgliedern damit in den Rücken“,<br />

erinnerte Kickl.<br />

„Soziale Ader“ in der ÖVP?<br />

Ähnlich agiere auch Sebastian<br />

Kurz in Fragen des Sozialsystems,<br />

wobei dessen Ankündigungspoli-<br />

IMPRESSUM<br />

Offenlegung gemäß § 25 Mediengesetz<br />

Medieninhaber (Verleger) und Herausgeber:<br />

Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ) –<br />

Die Freiheitlichen, Bundesparteileitung,<br />

Friedrich-Schmidt-Platz 4/3a, 1080 Wien;<br />

Freiheitlicher Parlamentsklub,<br />

Dr. Karl Renner-Ring 3, 1017 Wien<br />

Geschäftsführung: Herbert Kickl<br />

Geschäftsführung, Redaktion, Verwaltung:<br />

Friedrich-Schmidt-Platz 4/3a, 1080 Wien<br />

Tel.: 01 512 35 35 0, Fax: 01 512 35 35 9<br />

E-Mail Redaktion: redaktion.nfz@fpoe.at<br />

E-Mail Verwaltung: jana.feilmayr@fpoe.at<br />

Abo-Anfrage: 01 512 35 35 29<br />

Druck: Mediaprint Zeitungsdruckereigesellschaft m. b.<br />

H. & Co. Kommanditgesellschaft, Wien<br />

Die NFZ erscheint wöchentlich. Einzelpreis: € 0,80;<br />

Bezugsgebühr halbes Jahr: € 15 (inkl. 10 % MwSt.);<br />

Auslandsjahresbezug: € 73<br />

BIC: OPSKATWW<br />

IBAN: AT55 6000 0000 0185 5450<br />

Es gilt NFZ-Anzeigenpreisliste Nr. 16.<br />

Verlags- und Herstellungsort: Wien<br />

Grundlegende Richtung: Informationsblatt der Freiheitlichen<br />

Partei Österreichs (FPÖ) – Die Freiheitlichen und<br />

des Freiheitlichen Parlamentsklubs.


Nr. 22 Donnerstag, 1. Juni 2017<br />

g<br />

nde entgegen<br />

Brüssel verordneten Flüchtlingsumverteilung<br />

KURZ UND BÜNDIG<br />

Foto: NFZ<br />

Innenpolitik 3<br />

Deutschdefizite bei Schülern<br />

„Der explosionsartige Anstieg von Schülern<br />

mit schlechten oder keinen Deutschkenntnissen<br />

bestätigt das Versagen der<br />

rot-schwarzen Regierung in der Flüchtlingsfrage“,<br />

so der FPÖ-Bildungssprecher<br />

Wendelin Mölzer (Bild). Fast jeder sechste<br />

Pflichtschüler in Wien kann dem Regelunterricht<br />

nicht folgen. Die FPÖ fordere schon<br />

lange, dass Kinder erst nach Erlernen der<br />

Unterrichtssprache Deutsch in den Regelschulunterricht<br />

eintreten können, aber die<br />

Bildungsministerin lehnt dies vehement ab.<br />

en ein „Ende der Koalition mit Schrecken für die Österreicher“. Inhaltlich<br />

nd aus Brüssel droht das Umverteilungsprogramm für Flüchtlinge.<br />

Pensionisten vergessen nicht<br />

Der FPÖ-Seniorensprecher Werner Neubauer<br />

(Bild) kritisiert das altbekannte Spielchen<br />

der Vertreter von Pensionistenverband<br />

und Seniorenbund, die lautstark nahezu die<br />

identen Forderungen von Seniorenring und<br />

FPÖ propagieren, deren Vertreter in der Regierung<br />

und <strong>im</strong> Nationalrat aber genau das<br />

gegenteilige Handeln an den Tag legen. „Die<br />

Pensionisten vergessen nicht! Sie werden<br />

auch die auf dem Rücken der Parteien ausgetragenen<br />

Kämpfe um den eigenen Machterhalt<br />

nicht vergessen“, so Neubauer.<br />

Foto: NFZ<br />

tik hier mit äußerster Vorsicht zu<br />

begegnen sei, warnte Kickl. Denn<br />

ob der „Innovationsbericht Sozial“,<br />

der <strong>im</strong> Jänner als große Neuerung<br />

präsentiert wurde, <strong>im</strong> Oktober<br />

überhaupt noch Gültigkeit haben<br />

werde, sei schwer vorstellbar.<br />

„Wenn darin die bedarfsorientierte<br />

Mindestsicherung explizit als<br />

‚eine staatliche Hilfe zur Überbrückung<br />

schwieriger Zeiten‘ bezeichnet<br />

wird, so muss auf der anderen<br />

Seite auf die Überlegungen des Finanzministers<br />

zur Umlegung des<br />

deutschen Hartz-IV-Modells auf<br />

Österreich verwiesen werden“, bemerkte<br />

Kickl. Er wies dazu gleich<br />

die gespielte Entrüstung der SPÖ<br />

zurück, handle es sich bei Hartz IV<br />

doch um eine „lupenreine sozialdemokratische<br />

Erfindung“ des Genossen<br />

Gerd Schröder.<br />

Immer gefährlicher offenbare<br />

sich, so Kickl, aber das integrationspolitische<br />

Versagen des<br />

ÖVP-Wunderkindes Kurz: „Der<br />

jüngste Fall des ,Integrationsbotschafters‘<br />

Amir El-Shamy, der den<br />

direkten Weg vom Integrationsbotschafter<br />

des Bundesministers zum<br />

Musl<strong>im</strong>bruder nahm, zeigte das geradezu<br />

exemplarisch auf.“<br />

FPÖ für UNESCO-Kulturerbe<br />

Die Freiheitliche Wirtschaft war die einzige<br />

Fraktion, die bei der Sitzung des Wirtschaftsparlaments<br />

Wien für die Beibehaltung<br />

des UNESCO-Weltkulturerbes <strong>im</strong> Stadtzentrum<br />

in Wien gest<strong>im</strong>mt hat. Damit verbunden<br />

sei auch die Ablehnung für ein Hochhausprojekt<br />

und die Verbauung des öffentlichen<br />

Parks vor dem historischen Konzerthaus. Das<br />

Hochhausprojekt ist eine Kurzschlusshandlung,<br />

welche zukünftigen Generationen das<br />

kulturelle Erbe an einem historischen Platz<br />

n<strong>im</strong>mt. Den Entscheidungsträgern fehlt jeglicher<br />

Sinn für öffentliche Verantwortung“,<br />

so der FPÖ-Bundesrat Reinhard Pisec (Bild).<br />

AUFSTEIGER<br />

ABSTEIGER<br />

Foto: NFZ<br />

Foto: NFZ<br />

Foto: NFZ<br />

Der S<strong>im</strong>meringer FPÖ-Bezirksvorsteher<br />

Paul Stadler, der sich gegen<br />

das Ansinnen von SPÖ und Grünen<br />

wehrt, nicht wahlberechtigte<br />

Einwohner, wie Asylwerber oder<br />

EU-Ausländer, bei der Parkpickerlbefragung<br />

mitentscheiden zu lassen.<br />

Die Wiener SPÖ-Frauenstadträtin<br />

Sandra Frauenberger, die an einem<br />

sexistischen Facebook-Kommentar<br />

eines Genossen nichts auszusetzen<br />

hatte, aber Plakate für eine<br />

Bierwerbung wegen et<strong>was</strong> zu viel<br />

„nackter Haut“ zu Fall brachte.<br />

BILD DER WOCHE Die Rückkehr des SPÖ-Kanzlers zu der von<br />

ihm abgesetzten Pressekonferenz nach dem Ministerrat.<br />

Foto: BKA / Regina Aigner


4 Innenpolitik<br />

Neue Freie Zeitung<br />

!<br />

Unsinnige Sanktionen gegen<br />

Russland zum Schaden<br />

Österreichs<br />

VON DER FPÖ UND HC STRACHE GEFORDERT<br />

2014 HC Strache verurteilte die <strong>im</strong> März verhängten<br />

Sanktionen der Europäischen<br />

Union gegen Russland als „unnötig“.<br />

AUF IHN KANN<br />

ÖSTERREICH<br />

IMMER ZÄHLEN ...<br />

... während andere nur kurz<br />

vor Wahlen scheinbar klüger werden<br />

FPÖ<br />

Sonst wird sich nie <strong>was</strong> ändern<br />

?<br />

VON ROT-SCHWARZ ABGELEHNT:<br />

2014 Bundespräsident Heinz Fischer (SPÖ)<br />

bezeichnet <strong>im</strong> Juli die beschlossenen EU-<br />

Sanktionen gegen Russland als „notwendig“.<br />

SPÖ-Kanzler Werner Faymann<br />

verteidigt die Sanktionen als „Mittel, um<br />

Waffenlieferungen an die Separatisten zu<br />

unterbinden“.<br />

SCHEINBAR AUF FPÖ-LINIE GESCHWENKT:<br />

2014 Im September gestehen SPÖ-Kanzler<br />

Faymann und Vizekanzler Reinhold Mitterlehner<br />

(ÖVP), dass die Sanktionen<br />

zum Nachteil für die he<strong>im</strong>ische Wirtschaft<br />

sind.<br />

2016 Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) will<br />

Österreichs OSZE-Vorsitz 2017 für eine<br />

Lockerung der Sanktionen gegen Russland<br />

nutzen.<br />

BEIM „ELCHTEST“ DURCHGEFALLEN:<br />

2017 SPÖ-Kanzler Christian Kern erklärt <strong>im</strong><br />

März, dass die Russland-Sanktionen zwar<br />

„schädlich für das Wachstum“ seien, es<br />

sei aber jetzt „nicht die Zeit für Entscheidungen“.<br />

!<br />

Kosteneinsparung durch<br />

Zusammenlegung der<br />

Sozialversicherungen<br />

VON DER FPÖ UND HC STRACHE GEFORDERT:<br />

2008 HC Strache fordert in der ORF-TV-<br />

Konfrontation <strong>im</strong> August: „Wir haben<br />

heute 22 Sozialversicherungsträger - ein<br />

riesen bürokratischer Aufwand mit unglaublichen<br />

Kosten - und da sagen wir:<br />

Reduzieren wir doch diese 22 auf zwei<br />

Sozialversicherungsträger.“<br />

VON ROT-SCHWARZ ABGELEHNT:<br />

2014 Hans Jörg Schelling, damaliger Vorsitzender<br />

des Hauptverbandes der Sozialversicherungsträger:<br />

„Es ist einfach, die<br />

Zusammenlegung populistisch zu fordern.“<br />

Gesundheitsminister Alois Stöger<br />

(SPÖ) lehnt das ab, weil es „keine große<br />

Kostenersparnis“ bringe.<br />

FPÖ<br />

Sonst wird sich nie <strong>was</strong> ändern


Nr. 22 Donnerstag, 1. Juni 2017<br />

g<br />

Innenpolitik 5<br />

!<br />

Kein Beitritt der Erdogan-<br />

Türkei zur EU!<br />

VON DER FPÖ UND HC STRACHE GEFORDERT:<br />

2005 HC Strache lehnt einen EU-Beitritt der<br />

Türkei ab: „Die FPÖ bleibt ein Gegner des<br />

EU-Beitritts der Türkei. Die EU soll keine<br />

euro-asiatische Union werden. “<br />

?<br />

SCHEINBAR AUF FPÖ-LINIE GESCHWENKT:<br />

2016 SPÖ-Kanzler Christian Kern will die Organisation<br />

der Gebietskrankenkassen durchleuchten:<br />

„Bei den ÖBB habe ich die Zahl<br />

der Führungskräfte halbiert. Das muss das<br />

Ziel hier auch sein.“ Sozialminister Stöger<br />

(SPÖ) will noch vor der Nationalratswahl<br />

Veränderungen <strong>im</strong> Sozialversicherungssystem<br />

umsetzen.<br />

?<br />

VON ROT-SCHWARZ ABGELEHNT:<br />

2013 SPÖ-Kanzler Werner Faymann zu den<br />

EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei:<br />

„Für Österreich ist es ein ergebnisoffenes<br />

Verfahren. “<br />

SCHEINBAR AUF FPÖ-LINIE GESCHWENKT:<br />

2017 SPÖ-Kanzler Christian Kern erklärt nach<br />

dem türkische Referendum am 17. April:<br />

„Das Referendum in der Türkei hat gezeigt,<br />

dass die Türkei weit weg vom Weg<br />

nach Europa ist.“ - ÖVP-Außenminister<br />

Sebastian Kurz erklärt be<strong>im</strong> EU-Außenministertreffen<br />

auf Malta: „Die Beitrittsverhandlungen<br />

mit der Türkei machen<br />

aus meiner Sicht keinen Sinn.“<br />

BEIM ,,ELCHTEST“ DURCHGEFALLEN:<br />

2017 Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini<br />

stellte nach dem EU-Außenministertreffen<br />

auf Malta klar: „Der<br />

Beitrittsprozess geht weiter. Er wird nicht<br />

suspendiert oder beendet. “ - SPÖ und<br />

ÖVP schwiegen dazu.<br />

BEIM „ELCHTEST“ DURCHGEFALLEN:<br />

2016 Der FPÖ-Antrag betreffend der Zusammenlegung<br />

der Sozialversicherungen wird<br />

in der Sitzung des Nationalrates am 6. Juli<br />

2016 von SPÖ und ÖVP abgelehnt.<br />

FPÖ<br />

Sonst wird sich nie <strong>was</strong> ändern


6 Parlament<br />

Neue Freie Zeitung<br />

Foto: NFZ<br />

Norbert Nemeth<br />

Klubdirektor der FPÖ<br />

HOHES<br />

HAUS<br />

Angesichts des angelaufenen<br />

Nationalratswahlkampfes überschlagen<br />

sich die Analytiker in<br />

den Kompetenzbewertungen der<br />

Parteien. Man darf solche Umfragen<br />

nicht überschätzen, ein<br />

gewisser Spiegel für die eigene<br />

Leistung sind sie aber allemal.<br />

Laut einer <strong>im</strong> „Kurier“ publizierten<br />

OGM-Umfrage liegt die<br />

FPÖ mit 45 Prozent bei den Themen<br />

Sicherheit und Zuwanderung<br />

vor der ÖVP mit 23 und der<br />

SPÖ mit blamablen acht Prozent.<br />

Wer will <strong>was</strong>?<br />

Auch bei den Themen Wirtschaft<br />

und Arbeit sowie Soziales,<br />

Einkommen und Pensionen<br />

schaut es für die FPÖ passabel<br />

aus, zumal sie hier deutlich vor<br />

allen anderen Oppositionsparteien<br />

liegt.<br />

Interessant auch eine in der<br />

„Presse“ erschienene Analyse<br />

zur EU-Politik der Freiheitlichen,<br />

denen <strong>im</strong>mer wieder unterstellt<br />

wird, für einen Austritt aus der<br />

EU zu sein.<br />

Reinhard Heinisch von der<br />

Universität Salzburg hat in einer<br />

grenzüberschreitenden Studie<br />

alle EU-Reden von HC Strache in<br />

den vergangenen vier Jahren ausgewertet.<br />

Demnach waren 91,6<br />

Prozent der Statements „eindeutig<br />

negativer Natur“.<br />

Im Vergleich zu Le Pen oder<br />

Wilders gibt es gemäß Heinisch<br />

bei der FPÖ allerdings einen zentralen<br />

Unterschied: Aber aus der<br />

EU austreten wollen wir nicht.<br />

Auch sei der Austritt aus EU und<br />

Eurozone nicht als Ziel <strong>im</strong> Parteiprogramm<br />

der FPÖ festgeschrieben.<br />

Stattdessen gebe es die Forderung<br />

nach einer grundlegenden<br />

„Reform“ der Union.<br />

Ich meine, mit dieser Einschätzung<br />

kann die FPÖ gut leben.<br />

Foto: NFZ<br />

MENSCHENRECHTE<br />

Saudi-Zentrum bleibt in Wien<br />

Mit den St<strong>im</strong>men von SPÖ und ÖVP wurde <strong>im</strong><br />

Menschenrechtsausschuss des Nationalrats die Forderung<br />

der Grünen, vom Übereinkommen zur Errichtung<br />

des König Abdullah Zentrums (KAICIID)<br />

zurückzutreten sowie das Amtssitzabkommen aufzukündigen,<br />

abgelehnt. „Kulturförderung oder Zusammenarbeit<br />

mit Vertretern der Scharia-Gesetze und der<br />

Todesstrafe zu betreiben, ist nicht nachvollziehbar“,<br />

erklärte dazu FPÖ-Abgeordneter Wolfgang Klinger.<br />

Foto: NFZ<br />

AGRARPOLITIK<br />

Mehr Kontrolle<br />

Ein gemeinsamer Antrag von<br />

FPÖ, Grünen, Team Stronach und<br />

NEOS zielt auf eine Besetzung des<br />

Verwaltungsrats der Agrarmarkt<br />

Austria (AMA) mit Vertretern aller<br />

<strong>im</strong> Hauptausschuss des Parlaments<br />

vertretenen Parteien ab, um eine<br />

bessere Kontrolle und mehr Transparenz<br />

zu gewährleisten.<br />

Mehr untergetauchte als<br />

abgeschobene Ausländer<br />

Über 39.000 Personen sind vor der Abschiebung untergetaucht<br />

Im Sommer 2015 hat der Rechnungshof<br />

den Vollzug der<br />

Schubhaft in Österreich unter<br />

die Lupe genommen. Das Ergebnis<br />

bestätigt einmal mehr die<br />

Kritik der FPÖ.<br />

Laut Bericht des Rechnungshofs<br />

zum Vollzug der Schubhaft wurden<br />

<strong>im</strong> Zeitraum 2010 bis 2014 exakt<br />

33.612 Außerlandesbringungen<br />

dokumentiert. Gleichzeitig sei aber<br />

bei mehr als 39.000 Personen nicht<br />

klar, ob sie trotz rechtskräftiger<br />

Entscheidung das Land tatsächlich<br />

auch verlassen haben. „Auch die<br />

Verhängung von Schubhaft hat bei<br />

diesen <strong>im</strong> Endeffekt oft nicht zum<br />

Ziel geführt“, kritisiert der RH.<br />

Foto: NFZ<br />

Luxushaftzentrum Vordernberg: Die Kosten explodieren weiter.<br />

Dauerproblem Vordernberg<br />

Die Prüfer nahmen auch das steirische<br />

Schubhaftzentrum Vordernberg<br />

unter die Lupe. Seit dessen<br />

Eröffnung 2014 sei dieses max<strong>im</strong>al<br />

zu 18 Prozent mit Schubhäftlingen<br />

ausgelastet gewesen. Seit 2015<br />

Gesundheitsministerin Pamela<br />

Rendi-Wagner (Bild) lieferte<br />

Sonntags in der TV-„Pressestunde“<br />

ein Lehrstück des SPÖ-Politikverständnisses<br />

ab: Keine Frage konkret<br />

beantworten, stattdessen auf<br />

„die Zukunft“ ohne genauen Zeitpunkt<br />

verweisen.<br />

So ist die Ministerin zu Fragen<br />

zum Ärztemangel, den Wartezeiten<br />

in den Spitälern sowie zu den künftigen<br />

PHC-Zentren „sehr vage“<br />

geblieben, kritisierte FPÖ-Gesundheitssprecherin<br />

Dagmar Belakowitsch-Jenewein:<br />

„Gerade in<br />

der Frage der Pr<strong>im</strong>ary Health Care-Zentren<br />

(PHC) will Rendi-Wagner<br />

den eingeschlagenen Weg unbeirrt<br />

weitergehen, obwohl sich die<br />

Untauglichkeit dieser Institutionen<br />

schon längst gezeigt hat.“<br />

werden verstärkt normale Häftlinge<br />

untergebracht. Nur, die Kosten sind<br />

enorm: Ein Hafttag kostet selbst bei<br />

Vollauslastung dre<strong>im</strong>al soviel wie<br />

in vergleichbaren Anstalten.<br />

Hoffnung als einzige rote Perspektive?<br />

Man müsse Rendi-Wagner zwar<br />

zugestehen, dass sie erst ein paar<br />

Wochen <strong>im</strong> Amt sei. Doch für die<br />

seit dem Jahr 2012 ranghöchste<br />

Beamtin <strong>im</strong> Gesundheitsressort sei<br />

es einigermaßen blamabel, wenn<br />

sie sich auf die Position einer erst<br />

„einzuarbeitenden Ministerin“<br />

zurückziehe, bemerkte Belakowitsch-Jenewein:<br />

„Rendi-Wagner<br />

trägt also schon seit langem die<br />

Verantwortung für die Entwicklungen<br />

<strong>im</strong> Gesundheitsressort, und<br />

am Ende der Gesetzgebungsperiode<br />

muss man leider konstatieren:<br />

Gezählt und gewogen – und für zu<br />

leicht befunden.“


Nr. 22 Donnerstag, 1. Juni 2017<br />

g<br />

Den hektischen Bestrebungen bei SPÖ und ÖVP, ihre „Bildungsreform“<br />

noch vor den Wahlen umzusetzen, hält FPÖ-Bildungssprecher<br />

Wendelin Mölzer die freiheitlichen Bedingungen für eine eventuelle<br />

Zust<strong>im</strong>mung zu der „Zwei-Drittel-Materie“ entgegen.<br />

„Eine Zust<strong>im</strong>mung der Freiheitlichen<br />

zu der von SPÖ und ÖVP<br />

angestrebten Umsetzung der Bildungsreform<br />

in letzter Minute wird<br />

es nur bei der Umsetzung wesentlicher<br />

Punkte geben“, stellte der freiheitliche<br />

Bildungssprecher Wendelin<br />

Mölzer klar.<br />

Als strittige Punkte bezeichnete<br />

der FPÖ-Mandatar die geplanten<br />

Modellregionen für die Gesamtschule,<br />

die Erbringung eines<br />

Nachweises über ausreichende<br />

Deutschkenntnisse vor Eintritt in<br />

den Regelunterricht, volle Transparenz<br />

und Kontrolle der neuen<br />

Bildungsdirektionen, den Erhalt<br />

der Sonderschulen, weitgehende<br />

Freiwilligkeit in Hinblick auf die<br />

Schulclusterbildung, die Verbesserung<br />

der Lehrerausbildung sowie<br />

die Erleichterung des Quereinstiegs<br />

in den Lehrerberuf.<br />

Kein „Wiener Modell“<br />

„In den laufenden Verhandlungen<br />

hat sich herausgestellt, dass<br />

vor allem die Einführung von<br />

Sprachklassen für Kinder ohne<br />

ausreichende Deutschkenntnisse<br />

einen Knackpunkt darstellen“, betonte<br />

Mölzer. Er forderte von SPÖ<br />

und ÖVP die Einführung einer neutralen<br />

und standardisierten Sprachstandsfeststellung<br />

vor Eintritt in<br />

den Regelunterricht.<br />

„Ebenso kann es für uns Freiheitliche<br />

keine Modellregionen<br />

für Gesamtschulen geben, wie sie<br />

von SPÖ-Bildungsministerin Sonja<br />

Hammerschmid und den Vorarlberger<br />

Grünen geplant ist. Dieses<br />

rot-grüne Vorhaben, die Wahlfreiheit<br />

zwischen Gesamtschule und<br />

Gymnasium in seiner Langform<br />

abzuschaffen, würde unsere Kinder<br />

zu Versuchskaninchen degradieren“,<br />

warnte Mölzer. Er verwies<br />

in diesem Zusammenhang auf die<br />

Parlament 7<br />

Zu viele Knackpunkte bei Bildungsreform<br />

FPÖ will „Last-minute“-Entscheidung nur nach Umsetzung wesentlicher Punkte zust<strong>im</strong>men<br />

600 Millionen Euro für<br />

deutsche Studenten<br />

„Es ist bemerkenswert, wenn<br />

wir seit Jahren wissen, dass uns<br />

die deutschen Numerus-Clausus-Flüchtlinge<br />

rund 600 Millionen<br />

Euro <strong>im</strong> Jahr kosten, die Gesundheitsministerin<br />

Pamela Rendi-Wagner<br />

jedoch diese Fakten erst einmal<br />

evaluieren möchte“, empörte sich<br />

der freiheitliche Wissenschaftssprecher<br />

Andreas Karlsböck.<br />

Es sei längst bekannt, dass deutsche<br />

Numerus-Clausus-Flüchtlinge<br />

Österreich zum „Lieblingsziel“ in<br />

der EU erkoren haben. So studierten<br />

<strong>im</strong> Wintersemester 2014/15 zuletzt<br />

rund 26.500 von ihnen an österreichischen<br />

Hochschulen – Tendenz<br />

weiterhin steigend. Der Nachteil<br />

für Österreich, das die Ausbildung<br />

der deutschen Studenten finanziert,<br />

dabei ist, dass 68 Prozent der Deutschen<br />

in den ersten drei Jahren nach<br />

dem Bachelorabschluss aus Österreich<br />

fortgingen, bei den Medizinern<br />

sind es gar 84 Prozent.<br />

„Während die Quotenregelung<br />

für ausländische Studenten be<strong>im</strong><br />

Medizinstudium in Österreich auch<br />

künftig Gültigkeit hat, ist diese für<br />

Nur zum Studieren in Österreich.<br />

Zahnmedizinstudenten gefallen“,<br />

bemerkte Karlsböck dazu. Damit<br />

werde sich die Situation für österreichische<br />

Studenten an den Universitäten<br />

verschärfen und auch die<br />

Kosten für Österreichs Steuerzahler<br />

weiter ansteigen.<br />

„Das alles muss die Frau Gesundheitsministerin<br />

nicht evaluieren<br />

lassen, diese Zahlen liegen auf<br />

dem Tisch. Es wäre wünschenswert,<br />

wenn sich diese Bundesregierung,<br />

oder jene Teile, die noch<br />

handlungsfähig sind, dafür stark<br />

machen würden, diese Gelder von<br />

der Bundesrepublik Deutschland<br />

zurückzufordern“, betonte der<br />

FPÖ-Wissenschaftssprecher.<br />

Foto: NFZ<br />

Foto: NFZ<br />

FPÖ sieht auf der „Bildungsbaustelle“ zu viele falsche Ansätze.<br />

FPÖ-ABGEORDNETE DECKEN AUF<br />

Zu viel Bürokratie bei<br />

Kr<strong>im</strong>inalitätsstatistik<br />

In der Asylunterkunft in der<br />

ehemaligen Custozza-Kaserne in<br />

Neulengbach kam es seit Dezember<br />

2015 zu 21 Polizeieinsätzen.<br />

Die Gründe für Polizeieinsätze<br />

waren neben Streitigkeiten zwischen<br />

Asylwerbern und verbalen<br />

Auseinandersetzung mit Betreuern<br />

auch strafrechtliche Delikte<br />

sowie der Verstoß gegen ein Betretungsverbot.<br />

Bei den Einsätzen<br />

waren insgesamt 46 Beamte <strong>im</strong><br />

Dienst, die Kosten beliefen sich<br />

dabei auf insgesamt 7.200 Euro.<br />

Dies geht aus einer Beantwortung<br />

einer Anfrage der FPÖ-Abgeordneten<br />

Barbara Rosenkranz durch<br />

das Innenministerium hervor.<br />

Da nicht ausgeschlossen werden<br />

kann, dass auch außerhalb der<br />

Asylunterkunft strafrechtliche<br />

Delikte begangen wurden, hätten<br />

„zeit- und personalintensive individuelle<br />

Einzelabfragen“ durchgeführt<br />

werden müssen. Doch<br />

das war dem Ministerium wohl<br />

wegen des zu hohen Verwaltungsaufwandes<br />

nicht möglich.<br />

Wiener Erfahrungen: Als Konsequenz<br />

dieser Niveausenkung bei<br />

den Wiener AHS wird bereits jedes<br />

fünfte Kind in Privatschulen unterrichtet.<br />

„Damit erreichte man genau<br />

das Gegenteil des angestrebten<br />

Ziels“, betonte Mölzer.<br />

Keine Erfassung abgelehnter<br />

Asylwerber<br />

Im Jahr 2016 wurden insgesamt<br />

279 Karten für „Geduldete“<br />

in Österreich ausgestellt. Das<br />

sind abgelehnte Asylweber, die<br />

aufgrund verschiedener Gründe<br />

nicht in ihre Herkunftsländer abgeschoben<br />

werden können und<br />

deshalb eine auf ein Jahr begrenzte<br />

Duldungskarte erhalten. Dies<br />

erklärte das Innenministerium auf<br />

Anfrage der FPÖ-Abgeordneten<br />

Edith Mühlberghuber. Auf die<br />

Frage, wie viele rechtskräftig abgelehnte<br />

Asylwerber sich in Österreich<br />

aufhalten, antwortete das<br />

Ministerium kryptisch, dass „entsprechende<br />

Statistiken nicht geführt<br />

werden, da der tatsächliche<br />

Aufenthalt rechtskräftig abgewiesener<br />

Asylwerber <strong>im</strong> Bundesgebiet<br />

nicht lückenlos erfassbar ist“.<br />

Foto: swiss <strong>im</strong>age


8 Außenpolitik<br />

Neue Freie Zeitung<br />

Foto: NFZ<br />

Harald Vil<strong>im</strong>sky<br />

Merkel n<strong>im</strong>mt Trump<br />

nur als Vorwand<br />

Deutsche Kirchen warnen<br />

weiter vor „Islamophobie“<br />

Zum Beginn des moslemischen<br />

Fastenmonats Ramadan am vergangenen<br />

Sonntag hat die Terrormiliz<br />

„Islamischer Staat“ (IS) ihre<br />

Anhänger einmal mehr dazu aufgerufen,<br />

Anschläge in Europa zu verüben.<br />

In einem Propaganda-Video<br />

„Wo sind die Löwen des Krieges“<br />

wurden Moslems in Europa aufgefordert,<br />

zu einem „totalen Krieg“<br />

gegen die „Ungläubigen“ <strong>im</strong> Westen<br />

aufzustehen und diese „zuhause,<br />

auf ihren Märkten, Straßen und<br />

Treffpunkten zu attackieren“.<br />

Im Gegensatz dazu haben die<br />

deutschen Kirchenführer vor „zunehmendem<br />

Populismus und Angriffen<br />

auf Demokratie, Freiheit<br />

und Menschenwürde“ gewarnt.<br />

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz,<br />

Kardinal Reinhard<br />

Marx (Bild), appellierte an die<br />

Moslems in Deutschland, sich für<br />

„die europäische Idee“ einzusetzen.<br />

„Heute ist der Prozess der Einigung<br />

Europas harten Rückschlägen<br />

und Anfeindungen ausgesetzt“,<br />

beklagte Marx allerdings nicht die<br />

FÜR ÖSTERREICH IM EU-PARLAMENT<br />

Über den aktuellen Zustand<br />

der EU ist eigentlich alles gesagt,<br />

wenn die „Washington Post“ die<br />

deutsche Bundeskanzlerin Angela<br />

Merkel als „Europas De-facto-Führerin“<br />

bezeichnet. Der Anlass<br />

war Merkels Sager in einem<br />

Münchener Bierzelt: „Wir Europäer<br />

müssen unser Schicksal<br />

wirklich in unsere eigene Hand<br />

nehmen.“<br />

Hintergrund ist auch die Forderung<br />

Trumps, dass die Europäer<br />

<strong>im</strong> Rahmen der NATO endlich<br />

mehr für ihre Verteidigung ausgeben<br />

sollen. Die USA tragen<br />

Foto: Erzbischöfliches Ordinariat München<br />

70 Prozent der NATO-Verteidigungsausgaben<br />

und geben 3,3<br />

Prozent des BIP für ihr Militär<br />

aus. Die Deutschen liegen gerade<br />

einmal bei 1,2 Prozent, aber gemäß<br />

NATO-Vereinbarung sollten<br />

es eigentlich zwei Prozent sein.<br />

Glaubt jemand, dass Deutschland<br />

und andere europäische<br />

Staaten ihre Verteidigungsausgaben<br />

erhöhen, um ihr „Schicksal<br />

in die eigene Hand zu nehmen“?<br />

Im Moment stehen die Zeichen<br />

wegen des Brexit und des neuen<br />

französischen Präsidenten<br />

Macron auf beschleunigter Vertiefung<br />

der EU, <strong>was</strong> die „FAZ“ Merkels<br />

„Gehe<strong>im</strong>plan für Europa“<br />

nennt. Nach und nach soll Souveränität<br />

von den Mitgliedsstaaten<br />

auf die Brüsseler Zentralbürokratie<br />

übertragen werden: EU-weite<br />

Euro-Einführung, eigenes Budget<br />

für die Eurozone, EU-Finanzminister,<br />

Schuldenunion und Verteidigungsunion.<br />

Das muss verhindert<br />

werden. Eine gute Zukunft in<br />

Europa ist nur ohne diesen Zentralisierungswahn<br />

möglich.<br />

islamistischen Terroranschläge in<br />

Europa, sondern die anwachsende<br />

Kritik an der Einwanderungspolitik<br />

der EU. Diese Kritik sei durch<br />

„Missverständnisse und populistische<br />

Demagogie“ geprägt.<br />

Diese Unterwürfigkeit erinnert<br />

stark an den Besuch von Marx<br />

und seines evangelischen Kollegen<br />

Heinrich Bedford-Strohm auf<br />

dem Jerusalemer Tempelberg, als<br />

sie „aus Höflichkeit“ gegenüber ihren<br />

moslemischen Gastgebern ihre<br />

Brustkreuze abgelegt hatten.<br />

Marx: Keine Kritik am Islam.<br />

Foto: NATO<br />

Europas Entsetzen<br />

der amerikanische<br />

US-Präsident Donald Trump lässt EU bei Kl<strong>im</strong>asch<br />

Bye, bye Europa. Die Europäer reagierten sauer auf die Aufforderung von U<br />

gen müssen – und das nicht nur be<strong>im</strong> Militärbündnis NATO, sondern auch b<br />

Der neue US-Präsident Donald Trump hat den Europäern auf dem<br />

NATO-Gipfel und be<strong>im</strong> G-7-Treffen klargemacht, dass sie zukünftig<br />

bei Notwendigkeiten (Verteidigung, Einwanderung) und Torheiten<br />

(Kl<strong>im</strong>aschutz) nicht mehr mit der uneingeschränkten Unterstützung<br />

Washingtons rechnen dürfen. Seine Kritiker in der EU, allen<br />

voran Deutschlands Kanzlerin Angela Merkel, sind entsetzt.<br />

Trump hat bei seiner ersten<br />

großen Auslandsreise allen klar<br />

gemacht, dass er sein Wahlversprechen<br />

„America first“ umzusetzen<br />

gedenkt. Das heißt, weniger<br />

US-Engagement in der NATO, dafür<br />

verstärkter Kampf gegen Terrorismus<br />

und gegen illegale Einwanderung<br />

– in die USA. Denn das<br />

sind für die meisten Amerikaner<br />

auch die Prioritäten auf der politischen<br />

Agenda.<br />

EU auf sich gestellt<br />

Schockiert zeigte sich darüber<br />

die deutsche Bundeskanzlerin Angela<br />

Merkel: „Die Zeiten, in denen<br />

wir uns auf andere völlig verlassen<br />

konnten, sind (...) vorbei. Wir Europäer<br />

müssen unser Schicksal wirklich<br />

in die eigene Hand nehmen.“<br />

Wie dringend das notwendig<br />

wäre, verdeutlichte die neuerliche<br />

„Rettung“ von rund 10.000 Einwanderern<br />

aus dem Mittelmeer und<br />

deren Verschiffung durch Hilfsorganisationen<br />

nach Italien genau<br />

an dem Wochenende, an dem Merkel<br />

& Co. die rigorose Einwanderungspolitik<br />

des US-Präsidenten<br />

kritisierten.<br />

Besonders empfindlich reagierten<br />

die Europäer auf die „Brüskierung“<br />

auf dem NATO-Gipfel in<br />

Brüssel. Dort hatte Trump auf die<br />

Realisierung des von den europäischen<br />

Verbündeten vor Jahren gegebenen<br />

Versprechens gepocht,<br />

Nur drei europäische NATO-Staaten er<br />

tärausgaben auf zwei Prozent der Wirt


Nr. 22 Donnerstag, 1. Juni 2017<br />

g<br />

über das Ende<br />

n Bevormundung<br />

utz, Einwanderung und Verteidigung „<strong>im</strong> Stich“<br />

S-Präsident Donald Trump, dass sie in Zukunft „ihren Kram“ selbst besorei<br />

der Einwanderung oder der Kl<strong>im</strong>apolitik.<br />

ihre Verteidigungsausgaben auf<br />

zwei Prozent ihrer Wirtschaftsleistung<br />

(BIP) zu erhöhen – statt sich<br />

weiterhin auf die Sicherheitszusagen<br />

und die militärische Kraft der<br />

USA zu verlassen, aber gleichzeitig<br />

Washington dafür zu kritisieren.<br />

Obama gut, Trump schlecht<br />

Das führte SPD-Chef Martin<br />

Schulz vor, der die Drohnenangriffe<br />

der Amerikaner gegen die Taliban<br />

und den „Islamischen Staat“<br />

heftig kritisierte. Dabei ignorierte<br />

er, wie auch die meisten europäischen<br />

Medien, dass es Friedensfüllten<br />

2016 die Zusage, die Milischaftsleistungen<br />

heranzuführen.<br />

Grafik: NATO<br />

nobelpreisträger Barack Obama<br />

war, der den „Drohnenkrieg“ eingeführt<br />

und exzessiv befohlen hat.<br />

Auch das Abhören ihres Diensttelefons<br />

sowie die gesamte NSA-Abhöraffäre<br />

hat Kanzlerin Merkel<br />

dem von den Europäern verehrten<br />

Ex-US-Präsidenten gnädig verziehen<br />

und Obama als Friedensbotschafter<br />

und Wahlkampfhelfer zum<br />

Kirchentag nach Berlin eingeladen.<br />

Europas „Kämpfe gegen ...“<br />

Sein Nachfolger Trump hat hingegen<br />

Merkel zu ihrem Lieblingsthema,<br />

dem Kl<strong>im</strong>awandel, <strong>im</strong> Stich<br />

gelassen. Dieser hatte nicht nur wegen<br />

des Fehlens des größten Kl<strong>im</strong>asünders,<br />

China, auf ein gemeinsames<br />

Abschlussdokument am<br />

G-7-Gipfel verzichtet, sondern will<br />

wegen der nachteiligen Auswirkungen<br />

auf die US-Industrie aus dem<br />

Kl<strong>im</strong>a-Abkommen ganz aussteigen.<br />

Eine Ehrlichkeit, die bei den Europäern<br />

schlecht ankommt: Diese<br />

verfehlen zwar auch jedes Jahr<br />

ihr eigenen Kl<strong>im</strong>aziele und brechen<br />

damit das Abkommen de facto<br />

ständig, aber verkünden trotzig<br />

das Festhalten am „Kampf gegen<br />

den Kl<strong>im</strong>awandel“. Ebenso wie am<br />

„Kampf gegen den (islamistischen)<br />

Terror“, aber ohne die Einwanderung<br />

aus islamischen Ländern einschränken<br />

zu wollen.<br />

KURZ UND BÜNDIG<br />

Außenpolitik 9<br />

Proteste gegen rote Diktatur<br />

Die Demonstrationen in Venezuela gegen<br />

das diktatorische Vorgehen des sozialistischen<br />

Staatspräsidenten Nicolás Maduro<br />

halten weiter an. Einem Gedenkmarsch der<br />

Opposition für die rund 60 Todesopfer der<br />

jüngsten Protestwelle setzte Maduro mit dem<br />

Einsatz von Tränengas und Wasserwerfern<br />

ein Ende. Mindestens 16 Menschen werden<br />

dabei verletzt, darunter auch der Oppositionsführer<br />

Henrique Capriles. Seit Anfang<br />

April gehen in Venezuela fast täglich Menschen<br />

auf die Straße, um gegen eine Aushöhlung<br />

der Demokratie und und die Versorgungsuengpässe bei Lebensmittel,<br />

Medikamenten und Dingen des täglichen Bedarfs zu protestieren.<br />

Unfriedliche britische Moslems<br />

Foto: youtube.com<br />

Nach dem Selbstmordattentat in Manchester<br />

setzten die üblichen Mechanismen der<br />

Verharmlosung des Islamismus ein. Vor rund<br />

einem Jahr ergab eine Umfrage <strong>im</strong> Auftrag<br />

des TV-Senders „Channel 4“, <strong>was</strong> Moslems<br />

wirklich denken. Die Ergebnisse waren erschreckend.<br />

Nur 34 Prozent der Befragten<br />

gaben an, sie würden die Polizei informieren,<br />

wenn ein Bekannter sich mit Sympathisanten<br />

des „Islamischen Staates“ einlasse. 23<br />

Prozent sprachen sich für die Einführung der<br />

Scharia aus. 32 Prozent weigerten sich, Moslems zu verurteilen, die wegen<br />

der Beleidigung des Propheten Mohammed gewalttätig werden.<br />

Macron will Dialog mit<br />

Moskau wieder stärken<br />

Frankreichs neuer Staatspräsident<br />

Emmanuel Macron unterlief<br />

mit dem Empfang von Russlands<br />

Präsidenten Vlad<strong>im</strong>ir Putin die europäische<br />

Ächtungshaltung gegenüber<br />

Moskau. Er halte einen Dialog<br />

mit Russland bei aller Kritik aber<br />

für unerlässlich, betonte Macron.<br />

Der französische Präsident, der<br />

<strong>im</strong> Vorfeld des Treffens einen anspruchsvollen<br />

Dialog ohne Zugeständnisse<br />

angekündigt hatte,<br />

sprach anschließend von einem offenen<br />

und direkten Austausch. Putin<br />

fügte an, dass es zwar Differenzen<br />

gebe, aber in vielen Punkten<br />

auch übereinst<strong>im</strong>mende Analysen.<br />

Absolute Priorität legte Macron<br />

auf Syrien, wo der Kampf gegen<br />

den Terrorismus und die Ausrottung<br />

terroristischer Gruppen, insbesondere<br />

der Terrormiliz Islamischer<br />

Staat (IS), absolute Priorität<br />

hätte. Deswegen solle die Partnerschaft<br />

mit Russland gestärkt werden.<br />

Zugleich müsse es in dem<br />

Bürgerkriegsland einen demokratischen<br />

Wandel geben, ohne aber die<br />

Foto: Présidence de la République - F. Lafite<br />

Foto: jihadwatch<br />

Stabilität des syrischen Staates zu<br />

gefährden.<br />

Das bedeutet aber keinesfalls ein<br />

verstärktes französisches Militärengagement<br />

zur Erreichung dieses<br />

Ziels, betonte Macron. Ein solches<br />

werde es nur geben, wenn eine der<br />

Kriegsparteien wieder Chemiewaffen<br />

einsetzen sollte: „Jeder Einsatz<br />

von Chemiewaffen überschreitet<br />

eine rote Linie und wird Vergeltungsmassnahmen<br />

und einen sofortigen<br />

Gegenschlag von Seiten der<br />

Franzosen zur Folge haben.“<br />

Macron will Dialog mit Putin.


10 Leserbriefe<br />

Neue Freie Zeitung<br />

TERMINE<br />

JUNI<br />

6<br />

FPÖ-Stammtisch<br />

in Stadlau<br />

Die FPÖ Donaustadt lädt am<br />

Dienstag, dem 6. Juni 2017, zu ihrem<br />

Stadlau-Stammtisch ins Gasthaus<br />

Selitsch (Konstanziagasse 17,<br />

1220 Wien). Beginn: 19.00 Uhr.<br />

JUNI<br />

7<br />

Stammtisch der<br />

FPÖ S<strong>im</strong>mering<br />

Die FPÖ S<strong>im</strong>mering lädt am<br />

Mittwoch, dem 7. Juni 2017, zu<br />

ihrem Stammtisch ins Gasthaus<br />

„Auszeitstüberl“ (Grillgasse 20,<br />

1110 Wien). Referent: LAbg. Georg<br />

Fürnkranz. Beginn: 19.00 Uhr.<br />

JUNI<br />

7<br />

FPÖ-Stammtisch in<br />

Kaisermühlen<br />

Die FPÖ Donaustadt lädt am<br />

Mittwoch, dem 7. Juni 2017, zu ihrem<br />

Kaisermühlen-Stammtisch ins<br />

Gasthaus „Vorstadtwirt“ (Schüttaustraße<br />

64, 1220 Wien). Beginn:<br />

19.00 Uhr.<br />

JUNI<br />

10<br />

Grätzelfest der<br />

FPÖ S<strong>im</strong>mering<br />

Der freiheitliche Bezirksvorsteher<br />

Paul Stadler und die FPÖ S<strong>im</strong>mering<br />

laden am Samstag, dem<br />

10. Juni 2017, zu ihrem Grätzelfest<br />

am Leberberg <strong>im</strong> Innenhof<br />

des Gemeindebaus am Rosa-Jochmann-Ring<br />

5 (1110 Wien) Jung und<br />

Alt zu Essen, Trinken, Musik, Luftburg,<br />

Spaß und vielem mehr. Beginn:<br />

15.00 Uhr.<br />

JUNI<br />

13<br />

FPÖ-Stammtisch<br />

in Aspern<br />

Die FPÖ Donaustadt lädt am<br />

Dienstag, dem 13. Juni 2017, zu ihrem<br />

Aspern-Stammtisch ins Gasthaus<br />

Hollmann (Zachgasse 4, 1220<br />

Wien). Beginn: 19.00 Uhr.<br />

LESER AM WORT<br />

Kosten für Wahlwerbung<br />

Die Parteien geben offiziell 40<br />

Millionen Euro für Wahlwerbung<br />

aus. Das ist aber nur ein Teil der<br />

wahren Wahlwerbungskosten, denn<br />

die Regierungsparteien betreiben<br />

seit Wochen Wahlwerbung – man<br />

denke nur an die Pizza-Aktion von<br />

Kanzler Kern oder an die vielen<br />

Annoncen, die von den Ministerien<br />

geschaltet werden und die nichts<br />

anderes als Eigenwerbung für eine<br />

Partei sind. Dazu gehören auch die<br />

Gratis-Zeitungen, die vom Steuerzahler<br />

finanziert werden. Somit beträgt<br />

die Wahlwerbung sehr viel<br />

mehr als 40 Millionen, nur darüber<br />

spricht man nicht.<br />

Stephan Pestitschek, Strasshof<br />

Völlig falsche Debatte<br />

Die Nervosität vor den bevorstehenden<br />

Neuwahlen ist vor allem<br />

bei der SPÖ unübersehbar. Unerklärlicher<br />

Weise scheint bei den<br />

Roten die Frage, ob und wie weit<br />

man sich gegenüber der FPÖ öffnen<br />

soll oder nicht, zum wichtigs-<br />

ten Punkt geworden zu sein. Das<br />

ist ein Beweis dafür, wie man ein<br />

Pferd von der falschen Seite satteln<br />

kann und wie weit man sich von der<br />

Realität verabschieden kann. Kern<br />

& Co müssen zuerst die verantwortungslose<br />

SPÖ-Politik viel zu vieler<br />

Jahre zum Einsturz bringen und<br />

zukunftsbedrohenden Akteuren a lá<br />

Häupl endlich zeigen, wo die Tür<br />

ist.<br />

Christian Stafflinger, Linz<br />

Neutraler Wahlkampf<br />

Nun steht uns also wieder ein<br />

Wahlkampf ins Haus. Man darf<br />

gespannt sein, ob das linke Establishment<br />

weiterhin auf unsachliche<br />

Polemik und Vernaderung der<br />

„bösen“ Rechtspopulisten setzt.<br />

Freilich: Die Systemprofiteure, die<br />

von den Sorgen der breiten Masse<br />

keine Ahnung haben, sehen wenig<br />

Anlass, et<strong>was</strong> zu verändern. Schön<br />

wäre es, einen sachbezogenen<br />

Wahlkampf zu erleben, in dem sich<br />

auch die Medien wieder an ihre angebliche<br />

Unabhängigkeit erinnern<br />

und eine neutrale Berichterstattung<br />

liefern, statt den Mächtigen<br />

nach dem Mund zu reden...<br />

Siegfried Pichl, Linz<br />

Eifrige Dampfplauderer<br />

Dass diese Neuwahlen sich anders<br />

entwickeln, ist vorauszusehen.<br />

Wir haben es bei der Bundespräsidentenwahl<br />

ja schon erlebt. Wenn<br />

es um das Verhindern geht, heißt<br />

es also wieder: Alle gegen Einen.<br />

Wahrscheinlich ist es dann sogar<br />

egal, welche Partei den Kanzlerposten<br />

zugeschanzt bekommt,<br />

Hauptsache nicht die FPÖ. Eifrige<br />

Dampfplauderer hat doch<br />

jede Partei, auch Pizzaboten werden<br />

sich überall finden. Viel mehr<br />

Fähigkeiten sind scheinbar nicht<br />

mehr gefragt, und reichen für weitere<br />

Stillstandsjahre auf jeden Fall.<br />

Karl Blumauer, Krieglach<br />

Kurz‘ Wahlprogramm<br />

Das ÖVP-Hoffnungswunderkind<br />

Sebastian Kurz will erst <strong>im</strong> September<br />

2017 sein Wahlprogramm<br />

bekannt geben. Verständlich, als<br />

langjähriger Dienender des Establishments<br />

hat er ja noch keines.<br />

Wünschen wir ihm doch einen gesegneten<br />

Ramadan – und auf gut<br />

österreichisch, falls er das noch<br />

kennt – ein Grüß Gott!<br />

Dagmar Leitner, Lieboch<br />

Ich bestelle die Wochenzeitung „Neue Freie Zeitung“ zum (zutreffendes bitte ankreuzen):<br />

Halbjahrespreis € 15,-<br />

Auslandsjahresbezug € 73,-<br />

Foto: SPÖ<br />

BESTELLSCHEIN<br />

Friedrich-Schmidt-Platz 4/3a, 1080 Wien<br />

Tel: 01 512 35 35 – 29, Fax: 01 512 35 35 – 9<br />

E-Mail: jana.feilmayr@fpoe.at<br />

Leserbriefe: redaktion.nfz@fpoe.at<br />

Jahrespreis € 30,-<br />

Jahrespreis zum Seniorentarif € 20,-<br />

Jahrespreis für Studenten € 20,-<br />

Die Bestellung gilt bis auf schriftlichen Widerruf, der entweder per E-Mail oder Postweg erfolgen muss.<br />

Die Einzahlung erfolgt mittels Erlagschein, der Ihnen halbjährlich (bei Jahresabo jährlich) zugeschickt wird.<br />

Bankverbindung: PSK, IBAN: AT55 6000 0000 0185 5450<br />

Bestellungen auch per E-Mail: jana.feilmayr@fpoe.at<br />

Foto: NFZ<br />

JUNI<br />

14<br />

Stammtisch der<br />

FPÖ Ottakring<br />

Die FPÖ Ottakring lädt am Mittwoch,<br />

dem 14. Juni 2017, zu ihrem<br />

monatlichen Stammtisch ins Gasthaus<br />

„Ottakringer Stub‘n“ (Ottakringer<br />

Straße 152, 1160 Wien).<br />

Beginn: 19.00 Uhr.<br />

Name:<br />

(Vor- und Zuname, bitte in Blockschrift ausfüllen)<br />

Anschrift:<br />

(Postleitzahl, Ort, Straße, Hausnummer, Türnummer)<br />

Mitglied in FPÖ-Landesgruppe*:<br />

Datum: Geburtsdatum: Unterschrift:<br />

Bitte geben Sie uns für Rückfragen Ihre E-Mail oder Telefonnummer bekannt**:<br />

* Bitte nur ausfüllen, wenn Sie Mitglied einer FPÖ-Landesgruppe sind. Wir wollen damit mögliche Doppelzusendungen vermeiden.<br />

** Wir erhalten von der Post in regelmäßigen Abständen Retoursendungen und wollen diese überprüfen. Ihre Daten werden vertraulich behandelt.


Nr. 22 Donnerstag, 1. Juni 2017<br />

g<br />

Wien 11<br />

WIEN<br />

Rot-Grün sabotiert<br />

Parkpickerl-Befragung!<br />

MA 63 verweigert Herausgabe der S<strong>im</strong>meringer Wählerevidenzliste<br />

Rot-Grün wirft FPÖ-Bezirksvorsteher<br />

Paul Stadler vor,<br />

zur Parkpickerlbefragung untätig<br />

zu sein und diese zu verzögern.<br />

Verzögert wird sie in Wahrheit<br />

von der Magistratsabteilung<br />

63, die sich weigert, die Wählerevidenzlisten<br />

auszuhändigen.<br />

Bezirksvorsteher Paul Stadler<br />

will eine Befragung aller S<strong>im</strong>meringer<br />

Wahlberechtigten auf Basis<br />

von Bezirksvertretungswahlen,<br />

an der Österreicher und EU-Bürger<br />

teilnehmen dürfen. Das betrifft in<br />

S<strong>im</strong>mering nach aktuellem Stand<br />

rund 67.000 Menschen. Die zuständige<br />

Magistratsabteilung 63<br />

BUCHPRÄSENTATION:<br />

„DIE LETZTEN EUROPÄER“<br />

DATUM: MONTAG, 12. JUNI 2017<br />

BEGINN:<br />

19:00 UHR (EINLASS 18:30 UHR)<br />

ADRESSE: PALAIS PALFFY<br />

JOSEFSPLATZ 6, 1010 WIEN<br />

Begrüßung und Eröffnung:<br />

Impulsreferat:<br />

Moderation:<br />

Buchpräsentation:<br />

Schlussworte:<br />

Einladung<br />

Stadler: „Bedient die MA 63 nur die Interessen von Rot-Grün?“<br />

händigt diese Wählerevidenzlisten<br />

bis dato nicht aus, sondern verlangt<br />

auch die Befragung von allen<br />

Nicht-Österreichern, sprich Dritt-<br />

Johann Herzog<br />

Präsident der Freiheitlichen Akademie Wien<br />

Mag. Johann Gudenus M.A.I.S<br />

Vizebürgermeister Wien<br />

Landeshauptmann-Stv.<br />

Max<strong>im</strong>ilian Krauss<br />

Geschäftsführer der Freiheitlichen Akademie Wien<br />

Landtagsabgeordneter<br />

Dr. Michael Ley<br />

Politikwissenschaftler<br />

Ursula Stenzel<br />

Stadträtin<br />

F r e i h e i t l i c h e<br />

Anmeldung erbeten: akademie-wien@fpoe.at oder unter der für diese Veranstaltung eingerichteten<br />

Anmeldehotline: 01/406-75-17 (10:00-14:00 Uhr)<br />

Nach der Präsentation laden wir zu Erfrischungsgetränken<br />

ACHTUNG: Aufgrund der begrenzten Platzanzahl ist eine Anmeldung unbedingt erforderlich<br />

Einladung<br />

staatenangehörige, Asylanten, Auslandsstudenten<br />

und kurzfristig gemeldeten<br />

Personen.<br />

Rot-grüne Rache an FPÖ?<br />

Diese Gruppe umfasst in S<strong>im</strong>mering<br />

insgesamt 13.500 Menschen,<br />

sprich 20,15 Prozent der<br />

S<strong>im</strong>meringer <strong>im</strong> Wahlalter. „Die<br />

Freiheitlichen wollen nur jene Bürger<br />

an der Befragung teilhbaen<br />

lassen, die auch tatsächlich ihren<br />

fixen, dauerhaften Wohnsitz in<br />

S<strong>im</strong>mering haben, die bei Wahlen<br />

mitgestalten und zu diesem wichtigen<br />

Thema abst<strong>im</strong>men sollten“,<br />

erklärte der S<strong>im</strong>meringer FPÖ-Gemeinderat<br />

Manfred Hofbauer.<br />

Hofbauer wies darauf hin, dass<br />

die Zusendung der Adressdaten auf<br />

Basis von Bezirksvertretungswahlen<br />

für die Parkpickerlbefragung in<br />

Döbling kein Problem gwesen sei,<br />

die MA 63 jetzt <strong>im</strong> Blau-regierten<br />

S<strong>im</strong>mering somit parteipolitisch<br />

agiere. Daher lasse die FPÖ diese<br />

Angelegenheit derzeit von Juristen<br />

prüfen, betonte Hofbauer: „Bezirksvorsteher<br />

Stadler steht auf jeden<br />

Fall zu seinem Wort und wird<br />

nach Zusendung der geforderten<br />

Wählerevidenzlisten zum baldigsten<br />

Zeitpunkt eine demokratische<br />

und vor allem juristisch korrekte<br />

Befragung zum Thema Parkpickerl<br />

durchführen!“<br />

Foto: NFZ<br />

WIENER SPAZIERGÄNGE<br />

von Hannes Wolff<br />

Ich geh zwar gern in Wien herum,<br />

aber mitunter treibt’s mich<br />

auch in die Dörfer aufs Land.<br />

Und diese Dörfer sterben.<br />

Was es da früher gegeben hat:<br />

Einen Greißler. Einen Fleischhauer.<br />

Einen Gendarmerieposten.<br />

Ein Postamt. Einen oder zwei<br />

Wirten. Eine Schule.<br />

Alles weg.<br />

Dorf-„Leben“<br />

Und dann fängt das Gejammere<br />

ums Bauernsterben an. Die Landwirte<br />

haben nämlich auch nichts<br />

zum Lachen, die diversen amtlichen<br />

Vorschriften bringen sie<br />

um, da hau’n s’, wie man in Wien<br />

sagt, lieber den Huat drauf.<br />

Kann uns Wienern das wurscht<br />

sein? Wenn wir statt der bekannt<br />

guten Fleischqualität, der guten<br />

Eier und so weiter das Glumpert<br />

zu kaufen bekommen, das uns aus<br />

dem Ausland angeliefert wird?<br />

Mit einem rotweißroten Siegel<br />

drauf, weil die Plastikfolie, die<br />

drübergespannt worden ist, aus<br />

Österreich stammt?<br />

Oh, welch gute Regierungsarbeit!<br />

In Gaaden, wo der Ra<strong>im</strong>und<br />

seinen „Verschwender“ geschrieben<br />

hat und wo ich den Bürgermeister<br />

kenne, hat die damalige<br />

Innenministerin trotz Demos der<br />

Einwohner das Polizeiwachz<strong>im</strong>mer<br />

gesperrt. „Aus Sicherheitsgründen“,<br />

hat sie verlauten lassen.<br />

Skuriller geht’s wohl nicht.<br />

Ich werde „aus Sicherheitsgründen“<br />

demnächst bei Rot über die<br />

Opernkreuzung gehen.


12 Länder<br />

Neue Freie Zeitung<br />

OBERÖSTERREICH<br />

Öffi-Probleme anpacken<br />

„Pack ma’s“, bemerkte FPÖ-Landesrat<br />

Günther Steinkellner in<br />

Bezug auf die Lösung der Linzer<br />

Öffi-Probleme. Denn noch <strong>im</strong>mer<br />

ungeklärt seien zwischen Land und<br />

Stadt, vor allem hinsichtlich der<br />

Finanzierung, die großen Öffi-Projekte<br />

bei der Linzer Schienenachse<br />

und der Donaubrücke. „Wenn man<br />

schon so ein großes Projekt macht,<br />

dann sollte man gleich alle Probleme<br />

auf einmal lösen, langfristig<br />

finanzieren und g’scheit regeln, damit<br />

wir nicht ein Flickwerk haben.<br />

Denn dann haben wir <strong>im</strong>mer noch<br />

Probleme“, mahnte Steinkellner.<br />

SALZBURG<br />

Neuer FPÖ-Obmann<br />

Bei der Jahreshauptversammlung<br />

der FPÖ-Ortsgruppe<br />

Berghe<strong>im</strong> wurde<br />

Karl „Charly“ Trucker<br />

einst<strong>im</strong>mig<br />

zum Nachfolger<br />

von Julia<br />

Schmitzberger<br />

zum Ortsparteiobmann gewählt.<br />

Trucker will die starke Dominanz<br />

der ÖVP in Berghe<strong>im</strong> bei den Gemeinderatswahlen<br />

brechen und mit<br />

seinem Team gestärkt in die Gemeindevertretung<br />

einziehen.<br />

OBERÖSTERREICH<br />

Karl Trucker<br />

Jugendstrafrecht<br />

Nach der aktuellen Rechtslage<br />

sind Jugendliche unter 14 Jahren<br />

nicht deliktsfähig. Sie können also<br />

keine Anzeige bekommen und auch<br />

nicht verurteilt werden. Bis zum<br />

21. Lebensjahr gibt es dann diverse<br />

Ausnahmen für die Strafbarkeit und<br />

auch einige Straferleichterungen.<br />

Daher fordert die FPÖ gesetzliche<br />

Anpassung <strong>im</strong> Jugendstrafrecht gegen<br />

steigende Jugendkr<strong>im</strong>inalität.<br />

„Momentan haben wir statistisch<br />

gesehen österreichweit rund 16<br />

angezeigte Jugendliche pro Tag.<br />

Erst vor ein paar Tagen gab es nahe<br />

des Linzer Bahnhofes eine brutale<br />

Massenschlägerei mit rund 30 beteiligten<br />

jungen Afghanen und Arabern“,<br />

so der FPÖ-Klubobmann<br />

Herwig Mahr. In einem weiteren<br />

Schritt sollen Experten aus den Bereichen<br />

Straf- und Familienrecht,<br />

Pädagogik und Jugendpsychologie<br />

als Berater hinzugezogen werden.<br />

Foto: Privat<br />

Foto: NFZ<br />

FPÖ fordert Burkini-Verbot<br />

in den Salzburger Bädern<br />

Stadt Salzburg muss umgehend die Badeordnung ändern<br />

Die FPÖ Salzburg fordert ein<br />

Burkini-Verbot in den Freibädern,<br />

da diese Verschleierung<br />

eindeutig gegen die österreichische<br />

Badekultur verstößt.<br />

Pünktlich zum Beginn der Badesaison<br />

ist auch der sogenannte<br />

„Burkini“ wieder zum Thema geworden.<br />

Erst kürzlich wurde <strong>im</strong><br />

Wiener Neuwaldegger-Bad in Hernals<br />

jede Form der Ganzkörperbekleidung<br />

verboten, <strong>was</strong> für reichlich<br />

Kritik sorgte. Nun fordert auch<br />

die FPÖ in Salzburg ein solches<br />

Verbot.<br />

Verstoß gegen Badekultur<br />

„In Österreich gibt es keine bundesweit<br />

geltende Regelung für das<br />

Tragen von Burkinis. Die Stadt<br />

Salzburg kann daher in der Badeordnung<br />

festhalten, ob sie diese<br />

erlaubt, oder nicht“, sagt FPÖ-Gemeinderat<br />

Erwin Enzinger. Einige<br />

Gemeinden hätten bereits ein Verbot<br />

TIROL<br />

SALZBURG<br />

beschlossen, und die Stadt Salzburg<br />

solle dies nun auch umsetzen. Vizebürgermeister<br />

Harald Preuner sei<br />

daher gefordert, die Badeordnung<br />

so abzuändern, dass Baden mit Burkini<br />

verboten wird. Integration sei<br />

nun einmal auch eine Bringschuld.<br />

FPÖ-Jubiläum in Reutte<br />

Am Samstag trafen sich die Freiheitlichen<br />

<strong>im</strong> Außerferner Breitenwang<br />

anlässlich ihres einjährigen<br />

Bestehens zum freiheitlichen Gesinnungsabend.<br />

Neben den vielen<br />

Parte<strong>im</strong>itgliedern aus dem Bezirk<br />

feierten auch die Bezirksobmänner<br />

Wolfgang Neururer aus Imst und<br />

Mathias Venier aus Landeck sowie<br />

Fabian Walch ist opt<strong>im</strong>istisch<br />

zum Erfolg der FPÖ in Reutte.<br />

Foto: youtube.com<br />

Die Vollverschleierung hat laut der FPÖ in Freibädern nichts verloren.<br />

die Landesobfrau der Freiheitlichen<br />

Bauernschaft, Jacqueline N<strong>im</strong>merfall,<br />

und der Landesparteisekretär<br />

Christofer Ranzmaier die Erfolge<br />

der Bezirkspartei.<br />

Die Freiheitlichen <strong>im</strong> Bezirk<br />

Reutte haben ihre Mitgliederzahl<br />

innerhalb eines Jahres von 110 auf<br />

mehr als 300 verdreifachen können<br />

und sind somit innerhalb kürzester<br />

Zeit zur zweitstärksten Mitgliederpartei<br />

des Bezirkes aufgestiegen.<br />

„Der Zulauf ist nach wie vor ungebrochen.<br />

Die Leute wollen et<strong>was</strong><br />

verändern und erkennen, dass wirkliche<br />

Veränderung nur mit der FPÖ<br />

möglich ist. Unser geradliniger und<br />

ehrlicher Weg, gekoppelt mit unseren<br />

freiheitlichen Werten, die von<br />

unseren Mitgliedern glaubhaft verkörpert<br />

werden, machen diesen Erfolg<br />

möglich. Wir werden weiterhin<br />

mit vollem Einsatz für eine bessere<br />

Zukunft arbeiten und Reutte wieder<br />

zu einer ‚blauen Hochburg‘<br />

machen“, erklärte FPÖ-Bezirksobmann<br />

Fabian Walch.<br />

Foto: FPÖ Burgenland<br />

„Verschleiert baden zu gehen, verstößt<br />

eindeutig gegen unsere Badekultur“,<br />

betonte Enzinger. Auch den<br />

eingebrachten grünen Antrag, Asylwerber<br />

als Hilfsbademeister in den<br />

städtischen Bädern zu beschäftigen,<br />

lehnt die FPÖ klar ab.<br />

BURGENLAND<br />

FPÖ-Betriebstour<br />

<strong>im</strong> Burgenland<br />

Der FPÖ-Landesrat Alexander<br />

Petschnig setzte seine Betriebstour<br />

<strong>im</strong> Burgenland vergangene Woche<br />

fort. Neben den Firmen „Melecs<br />

EWS GmbH“ und „PET to PET<br />

Recycling Österreich GmbH“ folgte<br />

Petschnig auch der Einladung<br />

zur Siemens-Tochter „ETM Professional<br />

Control GmbH“ (Bild).<br />

„In wertvollen Gesprächen mit den<br />

Unternehmern bekommen wir viele<br />

Anregungen beispielsweise aus den<br />

Bereichen Internationalisierung<br />

und Digitalisierung, die wir gemeinsam<br />

mit der WIBuG in künftige<br />

Förderrichtlinien einfließen lassen“,<br />

erklärte der FPÖ-Landesrat.


Nr. 22 Donnerstag, 1. Juni 2017<br />

g<br />

Länder 13<br />

STEIERMARK<br />

LÄNDER-<br />

SACHE<br />

Foto: NFZ<br />

Mario Kunasek<br />

FPÖ-Landesparteiobmann Steiermark<br />

Foto: NFZ<br />

Die anhaltende Zuwanderung in die Mindestsicherung gefährdet auch das steirische Sozialsystem.<br />

SPÖ verweigert Reform<br />

zur Mindestsicherung<br />

FPÖ-Sozialsprecher Amesbauer warnt vor Kollaps des Sozialsystems<br />

Bei den Steirern wird <strong>im</strong> Sozialbereich<br />

gekürzt, über<br />

Asylberechtigte und Ausländer<br />

schütten sie Millionen aus dem<br />

Mindestsicherungs-Füllhorn.<br />

Bereits mit Einführung der Bedarfsorientierten<br />

Mindestsicherung<br />

(BMS) zeigte sich die Fehlkonstruktion<br />

dieses sozialromantischen<br />

Konzepts, kritisiert der steirische<br />

FPÖ-Sozialsprecher Hannes Amesbauer.<br />

Schon <strong>im</strong> Jahr 2011 waren<br />

15.242 Personen als Bezieher ausgewiesen,<br />

<strong>im</strong> Jahr 2016 schnellte<br />

diese Zahl auf schier unglaubliche<br />

28.696 Personen hinauf.<br />

Dementsprechend stiegen auch<br />

die Kosten dafür von 53,6 Millionen<br />

Euro <strong>im</strong> Jahr 2013 auf 75,6<br />

Millionen Euro 2015 und liegen<br />

2016 <strong>im</strong>mer noch bei 72,9 Millionen<br />

Euro.<br />

Ohne Reform droht Kollaps<br />

„Obwohl fast alle anderen Bundesländer<br />

mittlerweile die Mindestsicherung<br />

reformiert haben,<br />

um dem Kostenwahnsinn Einhalt<br />

zu gebieten, übt sich die steirische<br />

Landesregierung in einer gefährlichen<br />

Untätigkeit“, empörte sich<br />

Amesbauer. So wurden sämtliche<br />

Fragen hinsichtlich einer Decke-<br />

Wohnbau für Ausländer<br />

Die FPÖ kritisiert den von<br />

SPÖ-Wohnbaureferentin Gabriele<br />

Schaunig-Kandut zur Begutachtung<br />

vorgelegten Entwurf für das Wohnbauförderungsgesetz.<br />

Unverständlich<br />

sei, dass sie die Forderung der<br />

FPÖ nach einer unbürokratischen<br />

neuen Direktförderung für Häuslbauer<br />

ignoriert habe – und das, obwohl<br />

alle Parteien <strong>im</strong> Landtag dem<br />

FPÖ-Antrag zugest<strong>im</strong>mt hätten.<br />

„Die FPÖ will analog zum Handwerkerbonus<br />

<strong>im</strong> Bereich des privaten<br />

Eigenhe<strong>im</strong>baus einen nach<br />

Einkommen gedeckelten ‚Häuslbauer-Bonus‘<br />

einführen. Die privaten<br />

Bauherren sollten offizielle<br />

Rechnungen vorlegen und würden<br />

<strong>im</strong> Wege einer Direktförderung<br />

die Mehrwertsteuer ersetzt bekommen“,<br />

erklärt der FPÖ-Landesparteiobmann<br />

Gernot Darmann.<br />

Schaunig schaffe zudem neue<br />

Probleme, indem sie den sozialen<br />

Wohnbau für alle Ausländer öffne<br />

(„In Zukunft werden alle Migranten<br />

mit Aufenthaltsrecht unserer<br />

einhe<strong>im</strong>ischen Bevölkerung bei<br />

der Wohnungssuche völlig gleichgestellt!),<br />

kritisiert Darmann.<br />

lung oder einer Einschränkung für<br />

Asylberechtigte und Drittstaatsangehörige<br />

mit dem Hinweis auf die<br />

– allerdings bisher völlig unwirksame<br />

– Minireform vom September<br />

2016 abgetan.<br />

„Anstatt der Bevölkerung Sand<br />

in die Augen zu streuen, sollte<br />

man schleunigst über eine massive<br />

Leistungsreduktion für nichtösterreichische<br />

Bezieher nachdenken.<br />

An<strong>sonst</strong>en steht unser he<strong>im</strong>isches<br />

Sozialsystem vor dem baldigen<br />

Kollaps“, warnte Amesbauer vor<br />

einer weiteren „maßlosen Schröpfung“<br />

der fleißig arbeitenden steirischen<br />

Steuerzahler.<br />

KÄRNTEN<br />

FPÖ kritisiert neues Kärntner<br />

Wohnbauförderungsgesetz.<br />

Foto: NFZ<br />

76 Prozent der arbeitslosen<br />

Asylanten in der Grünen Mark<br />

verfügen über keinen beziehungsweise<br />

nur über einen Pflichtschulabschluss.<br />

Laut Informationen des Arbeitsmarktservice<br />

Steiermark waren<br />

<strong>im</strong> April 2017 bereits 1.208<br />

Asyl- beziehungsweise subsidiär<br />

Schutzberechtigte arbeitslos gemeldet.<br />

Von diesen verfügen 926<br />

Personen über keinen oder nur<br />

über einen Pflichtschulabschluss.<br />

Lediglich fünf Prozent (64 Personen)<br />

absolvierten eine akademische<br />

Ausbildung.<br />

Ein Fass ohne Boden<br />

Als Folge der rot-schwarzen<br />

„Willkommenskultur“ der letzten<br />

Jahre stellen alleine drei Nationen,<br />

nämlich Syrien, Tschetschenien<br />

und Afghanistan, mehr als<br />

76 Prozent aller Arbeitslosen <strong>im</strong><br />

Bereich der Asylberechtigten.<br />

Der Großteil der Asylwerber,<br />

die sich direkt nach Abschluss des<br />

Asylverfahrens in die Arbeitslosigkeit<br />

begeben, sind schlichtweg<br />

dauerhaft unvermittelbar.<br />

58 Prozent aller arbeitslos gemeldeten<br />

Bezieher der vollen<br />

Mindestsicherung in der Höhe<br />

von 844,46 Euro sind nach Auskunft<br />

des AMS keine österreichischen<br />

Staatsbürger.<br />

In einer Wissens- und Technologiegesellschaft<br />

wie der österreichischen<br />

ist somit zu befürchten,<br />

dass diese Personen ihr restliches<br />

Leben lang vom Steuerzahler finanziert<br />

werden müssen.<br />

Es ist nicht hinzunehmen, dass<br />

sich SPÖ und ÖVP <strong>im</strong>mer nur<br />

dann einig sind, wenn es darum<br />

geht, Ausländern das Geld nachzuschmeißen.<br />

Geht es jedoch<br />

darum, den Österreichern ein<br />

Einkommen zum Auskommen<br />

zu ermöglichen, gehen Rot und<br />

Schwarz auf Tauchstation.


VON MARGARETHA KOPEINIG<br />

diesesVorgehen positiv.<br />

APA /GEORG HOCHMUTH<br />

Die Beziehung<br />

SPÖ-Kanzler<br />

Kern und<br />

FPÖ-Chef<br />

Strache ist<br />

derzeit<br />

amikal<br />

als er nochkeine Parteifunktion<br />

ha te.<br />

das Entscheidende.“<br />

genannten Vranitzky-Doktrin<br />

HANS PETER SCHA FER<br />

die Freiheitlichen.<br />

„Träumerei“<br />

grundsätzliche Ausgrenzung<br />

der FPÖ aufgibt“.<br />

selbst verschuldeten Eingrenzung<br />

zu befreien.“<br />

dieneue ÖVPverraten.<br />

seien „nicht erwünscht“.<br />

Sebastian Kurz<br />

tri tbei Talkrundevon<br />

Wiener Kanzlei<br />

auf –sucht er<br />

dort neue<br />

Köpfe fürseine<br />

Bewegung<br />

und wi l ungestört<br />

sein?<br />

aufgeben soll.<br />

FPÖ-Generalsekurier.at<br />

„Selbsteingrenzung gegenüber<br />

der FPÖ aufgeben“.<br />

der FPÖ an jedweder Regierungskoalition.<br />

in die Karten schauen lässt,<br />

istman gewohnt.Dass er medienscheu<br />

ist, wäre neu.<br />

und Schlagzeile“.<br />

–RAFFAELA LINDORFER<br />

Zertifikat auszuste len“, erklärte<br />

der IKG-Präsident.<br />

ELMARGUBISCH<br />

SCHRAGE/KÖSTINGER<br />

engagiert hat, habe angeboten,<br />

als Fotograf ein Frauenprojekt<br />

zu unterstützen.<br />

JÜRG CHRISTANDL<br />

14 Medien<br />

Neue Freie Zeitung<br />

GEZWITSCHER<br />

Christoph J. Dorner<br />

@ChrDorner<br />

#Merkels Satz, daß Zeiten des<br />

völlig auf andere Verlassens<br />

vorbei sind, sagt mehr über sie<br />

selbst und #Europa als über<br />

#Trump.<br />

Amanj Shawkat<br />

@amanjshawkat<br />

GEFÄLLT MIR<br />

HC Strache<br />

29.05.2017<br />

28.05.17 22:29<br />

Jetzt müssen die Europäer selbst<br />

drauf schauen, wie sie ihre (NATO)<br />

Verteidigung finanzieren und die<br />

Einwanderung stoppen.<br />

If #Merkel factors #Obama<br />

admin tapping her phone in this<br />

equation, then it is reasonable.<br />

But if #Trump is only reason then<br />

quite <strong>im</strong>mature.<br />

28.05.17 23:48<br />

Barack Obama ließ Angela Merkels<br />

Handy abhören und ist trotzdem<br />

ihr und Deutschlands „Freund“.<br />

WHATSAPP<br />

Herbert Kickl bringt unsere Kritik<br />

am Islamgesetz auf den Punkt.<br />

Keine Begründung für das<br />

Medienüberwachungsgesetz<br />

Anfragebeantwortung offenbart Peinliches für deutschen Justizminister<br />

Deutschlands<br />

Jusitzminister<br />

will die Überwachung sozialer<br />

Netzwerke auf politische Korrektheit<br />

einführen – und scheitert<br />

auf der ganzen Linie.<br />

Der umstrittene deutsche<br />

SPD-Justizminister Heiko Maas<br />

schickt sich an, Orwells „Big Brother“<br />

per Gesetz zu installieren. Mit<br />

seinem „Netzwerkdurchsetzungsgesetz“<br />

will er die sozialen Mediendienste<br />

dazu anhalten, mehr zu<br />

zensieren.<br />

Aber, wie der Medienanwalt<br />

Marc Liesching aufgrund einer<br />

Anfrage an das Justizministerium<br />

offenlegte, stützt Maas seine Argumente<br />

für die Notwendigkeit<br />

des Gesetzes allein auf eine Untersuchung<br />

von wahrscheinlich<br />

befangenen Laien, die sich sein<br />

FPÖ IN DEN MEDIEN<br />

Die SPÖ ist derzeit hauptsächlich<br />

mit der FPÖ beschäftigt und<br />

führt lautstark interne Diskussionen,<br />

ob und wie sie<br />

endlich die seit 30<br />

Jahren andauernde<br />

Ausgenzungspolitik<br />

gegenüber<br />

den Freiheitlichen<br />

POLITIK<br />

4<br />

FPÖ-Kickl: SPÖ muss „Ausgrenzung der FPÖ“<br />

noch vor Regierungsverhandlungen aufgeben<br />

Koalitionsvarianten.<br />

FPÖ-Generalsekretär<br />

Kickl macht Druck<br />

auf SPÖ,sichzu<br />

erklären. Immer<br />

mehrRotesind für<br />

Urabst<strong>im</strong>mung.<br />

Ganz pragmatisch wi l die<br />

SPÖ mögliche Koalitionsvarianten<br />

per Kriterienkatalog<br />

und Urabst<strong>im</strong>mung vonihren<br />

Mitgliedern absegnen lassen.<br />

Etliche Parteigranden finden<br />

Auch Niederösterreichs<br />

SPÖ-Chef, Franz Schnabl,<br />

begrüßtdenPlan,überjedwe-<br />

deKoalitiondieParteibasisab-<br />

st<strong>im</strong>men zulassen. „Eine Urabst<strong>im</strong>mungistniefalsch,weil<br />

sie Ausdruckeiner größtmöglichen<br />

demokratischen Teilhabe<br />

der Mitglieder ist.“ Im<br />

KURIER-Gespräch weist der<br />

ehemalige Wiener Polizeigeneral<br />

und bisherige Magna-<br />

Managerdaraufhin,dassereine<br />

Urabst<strong>im</strong>mung schon<br />

2013 über den Pakt Faymann-<br />

Spindelegger gefordert habe,<br />

Entschieden wendet sich<br />

Schnabl aber gegen Koalitionsdeba<br />

ten der SPÖ zum jetzigenZeitpunkt.„Dashalteich<br />

für falsch. Nicht die Koalition<br />

ansich,sonderndieInhalteeiner<br />

möglichen Koalition sind<br />

Auch wenn die SPÖ nicht<br />

mehr stur an der so<br />

aus dem Jahr<br />

1986 festhält,<br />

WOCHENENDE<br />

OHNE ENDE!<br />

DAS HAB’ ICH VOM KURIER<br />

4 WOCHEN<br />

GRATIS!<br />

XXL<br />

WOCHENEND-ABO<br />

WOCHENEND-ABO<br />

Info unter<br />

Info unter<br />

kurierabo.at/xxl<br />

kurierabo.at/xxl<br />

keine Koalition<br />

mit der FPÖ einzugehen,<br />

den Parteitagsbeschluss von<br />

2004 gibt es formal <strong>im</strong>mer<br />

noch –bei a lem Werben um<br />

Das hinterlässt bei FPÖ-Generalsekretär<br />

Herbert Kickl<br />

denEindruck,dassinderSPÖ<br />

„jedervonet<strong>was</strong>Anderemredet“.<br />

Die SPÖ dürfe nicht<br />

den zweiten Schri t vordem<br />

ersten setzen, erklärt Kickl.<br />

Um überhaupt mit der SPÖ<br />

in etwaige Koalitionsverhandlungeneinzutreten,ver-<br />

langt er, dass die SPÖ „die<br />

nach wie vor bestehende<br />

Entspanntes Lesevergnügen für a le: Das KURIER freizeit-Magazin, der IMMO-KURIER und<br />

das KURIER JOB-Magazin sowie der KURIER am Sonntag. A l das natürlich auch als ePaper<br />

für Ihr Smartphone und Tablet. Das ist der Lesestoff, aus dem die schönsten Wochenenden<br />

gemacht sind. Holen Sie sich das KURIER Wochenend-Abo auf kurierabo.at/xxl<br />

Persönliches Exemplar für AOM-Benutzer pafpoehoeferl - (C) APA-DeFacto GmbH. A le Rechte vorbehalten.<br />

Foto: bmjv.de<br />

In Anlehnung an den<br />

deutschen Philosophen der<br />

Aufklärung, Immanuel<br />

Kant, rät Kicklden Sozialdemokraten<br />

nun Folgendes:<br />

„Habe Mut, Dich aus der<br />

Den Vorschlag von SPÖ-<br />

Bundesgeschäftsführer Georg<br />

Niedermühlbichler, ein<br />

fix und fertig verhandeltes<br />

Koalitionsabkommenmitder<br />

FPÖ einer Urabst<strong>im</strong>mungzu<br />

unterziehen, bewertet Kickl<br />

„als Träumerei“. Die SPÖ<br />

müsse zunächst einmal ihre<br />

WAHLKAMPF-VORBEREITUNG<br />

„Koscher-Zertifikat“<br />

Eine klare Haltung gegenüber<br />

der FPÖ hat der Präsident<br />

der Israelitischen Kultusgemeinde<br />

(IKG), Oskar<br />

Deutsch.Erist äußerst skeptisch<br />

gegen eine Beteiligung<br />

Deutsch hält esmit der<br />

Tradition der jüdischen Gemeinde:<br />

Die IKGwar <strong>im</strong> Jahr<br />

2000 gegen die schwarzblaue<br />

Koalition. Damals wurden<br />

die Kontakteder IKG-Re-<br />

Kurz will bei Talkrunde mit<br />

Wirtschaft ungestört bleiben<br />

ÖVP-Chef. Medienbei Event„nicht erwünscht“<br />

Steuern senken, Regeln vereinfachen<br />

und das Sozialsystemneu<br />

denken –soviel hat<br />

Sebastian Kurz am Wochenende<br />

über sein Programm für<br />

Jetzt zieht er sich wieder<br />

auf seinen Posten als Außenminister<br />

zurück, <strong>im</strong> Hintergrund<br />

wird weiter am ProgrammundanderListefürdie<br />

Wahl gebastelt. An Kurz gäbe<br />

esalsovieleFragen.Journalistenha<br />

ten gesterngeho ft,bei<br />

einer Veranstaltung <strong>im</strong> Forum<br />

Mozartplatz gestern Montag<br />

einigeAntwortenerhalten.<br />

Der „Kurz-Talk“ wurde<br />

über mehrere Kanäle –auch<br />

überdieÖVP-Website–fürdie<br />

Medien avisiert. Das sei ein<br />

Fehler gewesen, heißt es be<strong>im</strong><br />

Ministerium, das auf die<br />

Agenturverweist,diedenTalk<br />

organisiertha te. Dortgibt es<br />

keine Auskunftüber Gästeliste<br />

und Inhalte, die Diskussionsrunde<br />

sei „privat“,Medien<br />

Unbeantwortet bleibt so<br />

auch: Warumplötzlichsogehe<strong>im</strong>nisvo<br />

l? Dass der junge<br />

Außenminister sich ungern<br />

Die Gesprächsrunde wird<br />

von der Unternehmensberatungskanzlei<br />

DDWS veranstaltet,<br />

die ihren Sitz in der<br />

Wiener Kärntner Straße hat.<br />

Einer der Partner istder Sohn<br />

von Ex-ÖVP-Ministerin ElisabethGehrer,ChristianGehrer.<br />

Kurzdürftedortalsonichtnur<br />

als Redner auftreten, sondern<br />

auch Kontakte pflegen. Für<br />

seineÖVP-Listesuchterja„die<br />

klügstenKöpfeÖsterreichs“.<br />

Mit solchen hat Thomas<br />

Plötzenede regelmäßig Kontakt.<br />

Der PR-Experte ist bei<br />

DDWS auf die Akquisition von<br />

Unternehmen in Osteuropa<br />

spezialisiert und hat be<strong>im</strong><br />

Thinktank Forum Alpbach<br />

schon mehrere Vorträge gehalten.<br />

Zuletzt ironischerweise<br />

zum Thema „Meinungsbildung<br />

zwischen Transparenz<br />

Dienstag I 30.Mai 2017<br />

2000 gab es heftige Demosgegen Schwarz-Blau. VieleSPÖ-Mitglieder u. Funktionäre gingen wegen der FPÖ-Regierungsbeteiligung auf die Straße<br />

Heiko Maas will die „sozialen Netze“ überwachen lassen.<br />

Ministerium nicht einmal genauer<br />

angeschaut hat. Und daran, die<br />

angeblich aufgedeckten, vermeintlichen<br />

Rechtsverstöße zu ahnden,<br />

zeigt sein Ministerium verdächtig<br />

wenig Interesse.<br />

präsentantenmitFPÖ-Regie-<br />

rungsmitgliedern auf Beamtenebene<br />

heruntergestuft.<br />

Mit freiheitlichen Ministern<br />

gab eskeine Gespräche. „Es<br />

istnicht vorste lbar,dass wir<br />

es künftig anders handhaben“,sagtDeutschgegenüber<br />

dem KURIER. Erbegründet<br />

seine Haltung damit, dass<br />

sich „die FPÖ noch nicht geändert<br />

hat“. Es gebe nach<br />

wievorantisemitische,nationalistische<br />

und fremdenfeindliche<br />

Aussagen und PositionenderFPÖ.„Vordiesem<br />

Hintergrund sind wir nicht<br />

bereit, der FPÖ ein Koscher-<br />

Rotes Enfant<br />

Terrible bekommt<br />

von SPÖ „eine<br />

zweite Chance“<br />

Nach Sexismus-Vorwurf. Der<br />

Wiener SPÖ-Bezirksrat Götz<br />

Schrage, der für sein sexistisches<br />

Posting über die neue<br />

ÖVP-Generalsekretärin Elisabeth<br />

Köstinger einen Shitstormgeerntet<br />

hat, darfsein<br />

Mandatund seine Parte<strong>im</strong>itgliedschaft<br />

behalten. In einem<br />

sehr langen Gespräch<br />

mit der Bezirkspartei wurde<br />

er am Montag verwarnt.<br />

Schrage, der sich ausdrücklich<br />

nochmals entschuldigt<br />

habe, bekomme „eine zweite<br />

Chance, um sein soziales Engagement<br />

fortsetzen zu können“,betonteAndrea<br />

Kuntzl,<br />

Vorsitzende der SPÖ Neubau.<br />

Schrage, der sichinder<br />

Flüchtlingsbewegungmassiv<br />

Schrage ha te Köstinger<br />

in einem Posting mit ÖVP-<br />

Frauen aus den 80er Jahren<br />

verglichen, mit denen er geschlafenha<br />

te.Erhat esrasch<br />

gelöscht und entschuldigt,<br />

doch der Shitstorm war gewaltig.<br />

Zugleich gab es aber<br />

aufFacebookaucheineWe le<br />

der Solidarität für Schrage.<br />

Die SPÖ tat sich merklich<br />

schwer, mit der Causa umzugehen.<br />

Am Freitag ha ten ihn<br />

die lokalen SPÖ-Funktionäre<br />

aufgerufen, sein Bezirksmandat<br />

zurückzulegen –das dürfteabereinFormalaktgewesen<br />

sein. Internhieß es, man so le<br />

einen so engagiertenPolitiker<br />

wie Schrage nicht an einem<br />

einzigenAusrutscher messen.<br />

2 INLAND MONTAG, 29. MAI 2017<br />

LEITARTIKEL<br />

Viele Anzeigen, keine Verfahren<br />

Denn welche Inhalte konkret die<br />

Rechtslaien als strafbar bewertet<br />

VON BENEDIKT KOMMENDA<br />

Verstörendes verständlich machen:<br />

Eine Bringschuld der Gerichte<br />

Wenn die Strafe fürden Vergewaltiger eines Buben beinahe halbiertwird,<br />

besteht Erklärungsbedarf. Dass das Urteil vertretbar ist,liegt am Gesetzgeber.<br />

D<br />

as Urteil schlug hohe We len: Vorige<br />

Woche hat der Oberste Gerichtshof<br />

entschieden, dass ein irakischer Flüchtling,<br />

der <strong>im</strong> Dezember 2015 <strong>im</strong> Wiener<br />

Theresienbad einen zehnjährigen Buben<br />

vergewaltigt hat, nurvier Jahre Gefängnisstrafe<br />

sta t sieben verbüßen muss. „Zu<br />

große Milde für Sextäter!“, urteilte sogleich<br />

eine Boulevardzeitung, <strong>im</strong> Internet<br />

war die Hö le los, viele User hä ten einzig<br />

und a lein die Höchststrafe fü richtig gehalten.<br />

Daswären 15 Jahre gewesen.<br />

Ein Kind sexue l zu missbrauchen<br />

zählt fraglos zu den scheußlichsten Verbrechen:<br />

einen jungen Menschen zur<br />

Sache zumachen, die man benützt und<br />

dann wegwirft. Was ist die richtige Strafe?<br />

Für einen „jungen Erwachsenen“, als der<br />

der Täter damals unter 21-jährig einzustufen<br />

war, besteht keine Untergrenze. Das<br />

Gericht musste die Strafe also irgendwo<br />

zwischen nu l und 15 Jahren festlegen –<br />

eine Rechenaufgabe, die sich jeder mathematischen<br />

Logik entzieht.<br />

Sta tdessen schreibt das Strafgesetzbuch<br />

vor, anhand welcher Kriterien die<br />

Strafe eher höher oder eher niedriger zu<br />

bemessen ist. Das reumütige Geständnis<br />

des Täters wirkte ebenso strafmildernd<br />

wieder Umstand, dassernicht vorbestraft<br />

war – genauer gesagt, dass nirgendwo<br />

eine Vorstrafe aufschien. Einen Strafregisterauszug<br />

aus seiner He<strong>im</strong>at legte der<br />

Mann nicht vor.<br />

Dass hier also eine Ungewissheit zugunsten<br />

des Täters ausschlägt, hat selbst<br />

den linken Justizpolitiker Hannes Jarol<strong>im</strong>,<br />

Justizsprecher der SPÖ <strong>im</strong> Parlament, irritiert.<br />

In einer Reaktion meinte er, man<br />

so lte Unbescholtenheit nicht al strafmildernd<br />

gelten lassen, wenn das Vorleben<br />

eines Angeklagten wegen dessen Aufenthalts<br />

<strong>im</strong> Ausland nicht objektiv festste l-<br />

bar sei. Das alerdings klingt wi eine Art<br />

Bescholtenheitsvermutung, die sich mit<br />

der verfassungsrechtlich garantierten Unschuldsvermutungschlagen<br />

könnte.<br />

Das Wiener Straflandesgericht ha te<br />

einen anderen Weggewählt,die Strafe auf<br />

mi tlere Höhe zu schrauben: Es berücksichtigte<br />

die „nicht absehbaren Tatfolgen“.<br />

Auch das istaber so nicht <strong>im</strong> Gesetz<br />

vorgesehen; vielmehr hat die eindeutig<br />

festgeste lte schwere pos traumatische<br />

Belastungsstörung des Buben, eine<br />

schwere Körperverletzung, schon den<br />

Ausschlag für den großen Strafrahmen<br />

mit 15 Jahren Obergrenze gegeben.<br />

Darauf hat auch der OGH am Tag<br />

nach Bekanntwerden des Urteils durch<br />

seine Medienste le hingewiesen. Zu erklären,<br />

warum richterliches Ermessen so<br />

oder so ausgeübt wird, ist indiesen Fällen<br />

in der Tateine Bringschuld der Gerichte.<br />

Esist richtig und wichtig zubetonen,<br />

dassRichter sichandie Gesetze halten<br />

müssen und dass sie für deren<br />

gleichmäßige Anwendung zusorgen haben.<br />

Nursowird Wi lkür verhindert.<br />

Im Vergleich zur bisherigen Rechtsprechung<br />

erscheinen vier Jahre für den<br />

Sextäter vertretbar. Mit dem verharmlosend<br />

klingenden Hinweis, dass die Tat<br />

ein einmaliger Vorfa l gewesen sei, verwies<br />

der Senatsvorsitzende bei der Urteilsverkündung<br />

darauf, dass indenselben<br />

Strafrahmen auch ganz andere<br />

Sachverhalte passen müssen: zum Beispiel<br />

ein über Jahre andauernder Missbrauch<br />

<strong>im</strong> sogenannten Familienkreis.<br />

W<br />

enn das Urteil trotz a ler Erklärung<br />

verstörend bleibt, dann sind<br />

dafür nicht die Gerichte verantwortlich,<br />

sondern der Gesetzgeber. Vie leicht hat<br />

die große Reform des Strafgesetzbuchs<br />

Anfang 2006, mit der genau 30 Jahre<br />

nach dessen Inkraf treten manche Änderung<br />

inden gese lschaftlichen Wertungen<br />

auch in denStrafdrohungen hätte<br />

abgebildet werden so len, doch nicht<br />

gereicht: Man wo lte die Delikte gegen<br />

Leib und Leben jetzt schwerer gewichten,<br />

jene gegen das Vermögen leichter.<br />

Das Projekt so lte noch nicht abgeschlossen<br />

sein. Mi te Mai ist ein 23-jähriger<br />

Pole in Klagenfurt als Bankräuber<br />

vor Gericht gestanden, der eine Kassierin<br />

mit Pfe ferspray verletzt und 26.000<br />

Euro erbeutet hat. Man muss den<br />

Schock und das Leid des Opfers indiesem<br />

Fa l nicht kleinreden, um zu spüren,<br />

dass die geschützten Güter noch<br />

<strong>im</strong>mer nicht richtig ausbalanciert sind:<br />

Der Pole, ebenfa ls unbescholten und<br />

reuig, wurde –nicht rechtskräftig –wegen<br />

schweren Raubes verurteilt. zu siebeneinhalb<br />

Jahren Gefängnis.<br />

E-Mails an: benedikt.kommenda@diepresse.com<br />

Sicherheitspaket:<br />

Brandstetter drängtauf<br />

Koalitionsbeschluss<br />

Regierung. Der Vizekanzler will den Ministerrat auch weiter<br />

fürBeschlüsse nutzen. Die SPÖ winkt allerdings ab.<br />

Wien. Für das Bundeskanzleramt gibt es eigentlich<br />

nur einen Grund, am Dienstag wieder<br />

zum Ministerrat zu laden. Undesist kein<br />

besonders brisanter: Formale Beschlüsse<br />

so len nicht länger als nötig liegen gelassen<br />

werden. Das Verhandlungsmandat für Gespräche<br />

zwischen Österreich und der<br />

Schweiz bei der Zusammenarbeit der Luftraumsicherung<br />

muss zum Beispiel abgesegnet<br />

werden. Oder die Beste lung des Bundeskarte<br />

lanwalts für die Funktionsperiode<br />

Juli 2017 bis Juni 2022.<br />

Politisch relevanteGroßvorhaben stehen<br />

jedenfa ls nicht am Programm. Mehrheiten<br />

wi l die SPÖ nun<strong>im</strong>Parlamentsuchen –und<br />

zwar nur noch <strong>im</strong> Parlament.<br />

Mit dem Koalitionspartner wi l<br />

man aufRegierungsebene keine<br />

großen Maßnahmen mehr beschließen.<br />

Die ÖVP wi l die Regierungssitzung<br />

morgen, Dienstag,<br />

a lerdings strategisch noch einmal<br />

nutzen: Für Wolfgang<br />

Brandste ter istes<strong>im</strong>merhin der<br />

ersteMinisterrat in seiner Funktion<br />

als Vizekanzler. Daher fordert<br />

er am Sonntag den Koalitionspartner<br />

auf, wichtige Vorhaben<br />

nundochnoch in der Regierungssitzung<br />

zubeschließen:<br />

„Es würde positiv au fa len,<br />

wenn sichdie Regierung–möglichst<br />

frei von Emotionen – verstärkt und<br />

nach außen erkennbar um die Sachpolitik<br />

kümmert“, meint er. Nachsatz: „Da ist noch<br />

mehr drin. Davon bin ich überzeugt.“<br />

Reform der Strafprozessordnung<br />

Wirso lten wieder<br />

ausführlicher<br />

miteinander reden.<br />

Wolfgang Brandste ter,<br />

Vizekanzler und Justizminister,<br />

in Richtung SPÖ<br />

Nachdem die vergangene Regierungssitzung<br />

von der SPÖ abgesagt wurde, so le man das<br />

morgige Tre fen nutzen: „Wir so lten den Ministerrat<br />

zum Anlass nehmen, wieder ausführlicher<br />

miteinander zu reden. Be<strong>im</strong> Reden<br />

kommen bekanntlich die Leute zusammen“,<br />

sagt Brandste ter. Ob Gesetzesinitiativen<br />

dabei formal vom Ministerrat oder direkt<br />

vom Parlament ausgehen, sei nicht wichtig:<br />

„Jetzt steht die pragmatische Sacharbeit für<br />

mich<strong>im</strong>Vordergrund.“<br />

Vor a lem be<strong>im</strong> Thema Sicherheit fordert<br />

Brandste ter die SPÖ nun auf, geplante<br />

Maßnahmen abzusegnen. Dabei geht es vor<br />

a lem um drei Gesetzesvorhaben: Wie etwa<br />

die Reform der Strafprozessordnung mit<br />

einer Ausweitung der Überwachung von<br />

Internetkommunikation von Verdächtigen.<br />

Seit Märzliege ein Gesetzesentwurf dem Koalitionspartner<br />

SPÖ vor. Dieser enthält auch<br />

eine Nachfolgeregelung zur früheren Vorratsdatenspeicherung<br />

und so l mit der Möglichkeit<br />

zur Überwachung von WhatsApp<br />

und Skyp eine Lücke bei der Telefonüberwachungschließen.<br />

Auch be<strong>im</strong> Sicherheitspolizeigesetz wi l<br />

sich Brandste ter mit der SPÖ einigen: Dabei<br />

geht es vor a lem um mehr Möglichkeiten bei<br />

der Videoüberwachung: Im Terrorfa l –oder<br />

a lgemein zu sicherheitspolizeilichen Zwecken<br />

–so len Verkehrsträger wiedie ÖBB, die<br />

Asfinag, Verkehrsverbände und -betriebe sowie<br />

Flughäfen ihr Videomaterial unverzüglich<br />

zur Verfügung ste len müssen.<br />

Automarke speichern<br />

Auch beider Autokennzeichenerfassung<br />

an der Grenze (und<br />

nicht nur) so l es mehr Möglichkeiten<br />

geben: Nicht nur die<br />

Kennzeichen, sondern auch<br />

Zusatzinfos wie die Automarke<br />

und die Farbe so len für 48<br />

Stunden gespeichert und verwendet<br />

werden dürfen. Sobotka<br />

wo lte die Gesetzesnove le<br />

eigentlich ohne Absprache mit<br />

der SPÖ in Begutachtung schicken.<br />

Nun startet der Minister<br />

doch noch einen versöhnlicheren<br />

Versuch: „Mein Vorschlag liegt auf dem<br />

Tisch, ich ho fe,dasswir diesen <strong>im</strong> Sinne der<br />

inneren Sicherheit bis Sommer beschließen<br />

können“, lässt er der „Presse“ausrichten.<br />

Brandste ter und Sobotka wo len auch<br />

das Fremdenrechtspaket beschließen. Dabei<br />

geht es vor a lem um schärfere Maßnahmen,<br />

um Abschiebungen vorzunehmen. So lten<br />

sich Betro fene nicht kooperativ zeigen,<br />

kann Beugehaft verhängt werden.<br />

Wobei: Hierfür braucht es gar keinen<br />

Ministerratsbeschluss mehr. Der Gesetzesvorschlag<br />

war bereits in Begutachtung, SPÖ<br />

und ÖVP müssen Teil zwei ihres Maßnahmenpakets<br />

be<strong>im</strong> Fremdenrecht nurnoch als<br />

Abänderungsantrag <strong>im</strong> Parlament einbringen<br />

und beschließen.<br />

Die SPÖ wi l ohnehin nur noch auf dieser<br />

Ebene mit der ÖVP zusammenarbeiten:<br />

Dabei blieb sie auch am Sonntag: Auf der<br />

Tagesordnungfür den Ministerrat am Dienstag<br />

würden mit hoher Wahrscheinlichkeit<br />

keine größeren Vorhaben mehr hinzugefügt,<br />

hieß es ausder Partei. (ib/APA)<br />

Jugendkr<strong>im</strong>inalität: FPÖ „schleunigst“ fürstrengere Regeln<br />

Maßnahmenpaket. Die Freiheitlichen drängen aufhärtere Strafen und Verbannung in He<strong>im</strong>e wie in Deutschland. Das österreichische Rechtssystem<br />

sei bei strafunmündigen, jungen Tätern „schlicht handlungsunfähig“. Auch eine Anpassung der Strafmündigkeit ist fürdie FPÖ denkbar.<br />

VON KARL ETTINGER<br />

kretär Herbert Kickl empfiehlt<br />

den Roten via „Kurier“,<br />

sich bald zu entscheiden. Um<br />

überhaupt mit der SPÖ in etwaige<br />

Koalitionsverhandlungen<br />

einzutreten,<br />

verlangt er, dass<br />

die SPÖ „die nach<br />

wie vor bestehende<br />

grundsätzliche Ausgrenzung<br />

der FPÖ<br />

aufgibt“.<br />

Ein Ergebnis der<br />

Wien/Linz. Straftaten von Asylwerbern noch<br />

haben, ergibt sich nicht aus den Berichten<br />

und ist offenbar auch dem<br />

Justizministerium nicht bekannt:<br />

Man habe sich auf die Bewertung<br />

der juristischen Laien verlassen.<br />

Damit wird also begründet, weshalb<br />

es in keinem einzigen der 180<br />

von den Laien als „strafbare“ Inhalte<br />

erkannten Fälle zu einem Strafermittlungsverfahren<br />

gekommen ist.<br />

Oberöste reich-KlubchefMahr,FPÖ-Obmann Strache und Oberöste reich-ParteichefHa<strong>im</strong>buchner (v.l.). [APA ]<br />

<strong>im</strong> Kindes- und Jugendalter bis hin zu mutmaßlichen<br />

Vergewaltigungen und genere le<br />

Schwierigkeiten auch mit jungen österreichischen<br />

Tätern sind für die FPÖ und deren<br />

Parteiobmann Heinz-Christian Strache<br />

Anlass, nun auf Verschärfungen <strong>im</strong> Strafrecht<br />

zu drängen.<br />

Die Freiheitlichen haben dabei vor allem<br />

drei Punkte <strong>im</strong> Auge: eine Anhebung<br />

der Strafrahmen <strong>im</strong> Jugendstrafrecht, die<br />

Senkungdes Alters, ab dem Strafen verhängt<br />

werden, und eine Maßnahme nach deutschem<br />

Vorbild: Demnachso len künftig Kinder<br />

und Jugendliche in He<strong>im</strong>en „eingesperrt“<br />

werden.<br />

Auf dieses Maßnahmenpaket hat sich<br />

Strache mit den freiheitlichen Klubchefs in<br />

den Bundesländern am vergangenen Dienstag<br />

bei einem Tre fen in Linz festgelegt. Der<br />

Gastgeber, Oberösterreichs FPÖ-Klubobmann<br />

Herwig Mahr, machte am gestrigen<br />

Sonntag zusätzlich Druck. Er forderte eine<br />

Gesetzesänderung, umeine bessere Handhabe<br />

für jugendliche Straftäter zu erhalten.<br />

Die FPÖ setzt damit den von der ÖVP geste<br />

lten Vizekanzler und Justizminister Wolfgang<br />

Brandste ter unter Zugzwang – aber<br />

auch die SPÖ, die ebenso wie ursprünglich<br />

in der Flüchtlingspolitik auch <strong>im</strong> Jugendstrafrecht<br />

zurückhaltender ist.<br />

Mahr begründete den Vorstoß damit,<br />

dass das österreichische Rechtssystem bei<br />

strafunmündigen, jungen Tätern „schlicht<br />

handlungsunfähig“ sei. Strache und die<br />

Persönliches Exemplar für AOM-Benutzer pafpoehoeferl - (C) APA-DeFacto GmbH. A le Rechte vorbehalten.<br />

blauen Klubobleute denken auch daran,das<br />

deutsche Mode l zu kopieren. Daher so le es<br />

nach Plänen der FPÖ zur Einführung „geschlossener<br />

He<strong>im</strong>e für Kinder und Jugendliche“kommen.<br />

Auch Freiheitsentzug geplant<br />

Klubleute-Konferenz<br />

in Linz<br />

ist ein<br />

Maßnahmenpaket<br />

Diese Maßnahme bis hin sogar zu Freiheitsentzug<br />

für „unerziehbare Extremfä le“ würde<br />

neue Möglichkeiten scha fen. Dabei<br />

handle es sichaber nicht um eine Strafmaßnahme,<br />

sondern aus FPÖ-Sicht um „eine<br />

Form der Hilfe zur Erziehung durch das Jugendamt“.<br />

Die zweite Stossrichtung zielt auf Verschärfungen<br />

des Jugendstrafrechts und eine<br />

Anpassung der Strafmündigkeit: Das liefe<br />

auf eine Senken des Alters unter 14 Jahre,<br />

denn Jüngere sind nicht deliktsfähig beziehungsweise<br />

stra fähig. Bis zum 16. und zum<br />

18. Lebensjahr gibt es noch Ausnahmenund<br />

Erleichterungen.<br />

Beratungen mit Experten<br />

Endgültig ausgemacht, <strong>was</strong> nun genau<br />

kommt, ist a lerdings noch nicht. Die Freiheitlichen<br />

werden vielmehr, wie auch Fraktionschef<br />

Mahr am Sonntag bekräftigte, mit<br />

Fachleuten ausden Bereichen Straf- und Familienrecht<br />

sowie Pädagogik und Jugendpsychologie<br />

das Gesetzespaket für jugendliche<br />

Straftäter beraten. Denn e sei der FPÖ<br />

bewusst, dass essich bei Neuerungen für<br />

Kinder und Jugendliche um eine „besonders<br />

heikle“ Materie handle. Es müsse aber<br />

„schleunigstet<strong>was</strong>passieren“, betonte Fraktionschef<br />

Mahr.<br />

zur Bekämpfung der Jugendkr<strong>im</strong>inalität,<br />

über das „Die Presse“ berichtet.<br />

HC Strache drängt auf Verschärfungen<br />

<strong>im</strong> Strafrecht und will<br />

kr<strong>im</strong>inelle Kinder in geschlossenen<br />

He<strong>im</strong>en unterbringen.<br />

1.574 Personen gefällt das.<br />

Eine der größten Blamagen des<br />

ÖVP-Integrationsministers Sebastian<br />

Kurz. Den großspurigen Ankündigungen<br />

ist ein Bauchfleck bei der<br />

Umsetzung des Gesetzes erfolgt.


Nr. 22 Donnerstag, 1. Juni 2017<br />

g<br />

Der Wirtschaftsmotor<br />

Tourismus am Wolfgangsee<br />

„Das Salzkammergut ist eines<br />

unserer wichtigsten Tourismusgebiete<br />

und sichert viele<br />

Arbeitsplätze“, betonte FPÖ-Landeshauptmann-Stellvertreter<br />

Manfred<br />

Ha<strong>im</strong>buchner anlässlich seines<br />

Besuches in St. Wolfgang. Ziel<br />

dieses Besuches war es, in Gesprächen<br />

mit Entscheidungsträgern in<br />

Tourismus, Industrie und Politik,<br />

die speziellen Bedürfnisse der Region<br />

zu erörtern. Begleitet wurde<br />

Ha<strong>im</strong>buchner vom Zweiten Präsidenten<br />

des Landtags, Adalbert Cramer.<br />

Ha<strong>im</strong>buchners Bilanz: „Die<br />

Politik braucht den Kontakt zu<br />

den Wirtschaftstreibenden und den<br />

Menschen vor Ort, um dann treffsichere<br />

Entscheidungen <strong>im</strong> Interesse<br />

aller treffen zu können.“<br />

Die FPÖ-Delegation mit Manfred Ha<strong>im</strong>buchner (3.v.r.) und dem 3.<br />

Landtagspräsidenten Adalbert Cramer (2.v.l.) am Wolfgangsee.<br />

Foto: FPÖ Oberösterreich<br />

Foto: FPÖ Oberösterreich<br />

Blitzlicht 15<br />

FPÖ-Landesobmann Manfred Ha<strong>im</strong>buchner (2.v.r.) gratulierte dem<br />

Jubilar Franz Zechmeister zum rüstigen 90er.<br />

90. Geburtstag eines<br />

FPÖ-Gründungsmitglieds<br />

Zu einem zweifachen Jubiläum<br />

kam FPÖ-Landesobmann Manfred<br />

Ha<strong>im</strong>buchner nach Frankenburg.<br />

Zum einen gratulierte er<br />

Franz Zechmeister zu dessen 90.<br />

Geburtstag und zum anderen bedankte<br />

er sich be<strong>im</strong> Jubilar für die<br />

fast auf den Tag genau 60-jährige<br />

Mitgliedschaft bei der FPÖ Oberösterreich,<br />

womit er zu den Gründungsmitgliedern<br />

zählt. In bester<br />

gesundheitlicher Verfassung nahm<br />

Zechmeister <strong>im</strong> Kreise seiner Familie<br />

mit Gattin Maria die Glückwünsche<br />

entgegen. Der ehemalige<br />

Gastwirt war viele Jahre Obmann<br />

des Seniorenringes Frankenburg<br />

und machte sich vor allem als Obmann<br />

des Vereins verdient, der das<br />

bekannte „Würfelspiel“ aufführt.<br />

Benefiz<br />

Motorradtour<br />

Fahr mit für<br />

den guten<br />

Zweck!<br />

Samstag, 1. Juli 2017<br />

Abfahrt: 10 Uhr | PUB Lowlander<br />

Handelsstraße 1, 3130 Herzogenburg<br />

Anschließende Stärkung<br />

Pulled Pork Burger & Feuerflecken<br />

IMPRESSUM | FPÖ Herzogenburg, Voralpenstraße 16, 3130 Herzogenburg<br />

Medieninhaber | FPÖ Niederösterreich | Purkersdorfer Straße 38, 3100 St. Pölten | Folgenummer 470306|2017


16bg_Layout 1 08.05.17 15:32 Seite 1<br />

16 Blitzlicht<br />

Neue Freie Zeitung<br />

Impressum: FPÖ, Friedrich-Schmidt-Platz 4/3a, 1080 Wien / Druck: Paul Gerin GmbH & Co KG<br />

WWW.FPOE.AT<br />

FPÖ<br />

Sonst wird sich nie <strong>was</strong> ändern<br />

+++ Bücherservice +++ Bücherservice +++ Bücherservice +++ Bücherservice +++ Bücherservice +++<br />

Österreich zuerst - 60 Jahre FPÖ<br />

1956 - 2016<br />

In dieser Publikation blicken wir zurück auf die sechzigjährige Geschichte einer Partei<br />

und die bald zweihundertjährige einer Gesinnungsgemeinschaft. Dieser Rückblick<br />

auf 60 Jahre Freiheitliche Partei Österreichs beginnt <strong>im</strong> Hier und Heute und<br />

arbeitet sich zurück in die Vergangenheit.<br />

Zuerst blicken wir auf die „Ära Strache“, die ein gutes Jahrzehnt von 2005 bis 2016<br />

umfasst. Dann ist da die Zeit der Regierungskoalition mit der Volkspartei von 2000<br />

bis 2006, die wir als zweites betrachten. Als drittes vergegenwärtigen wir uns die<br />

Ära des Aufstieges der FPÖ unter Jörg Haider von 1986 bis zum Jahre 2000. Danach<br />

als viertes Kapitel die Regierungszusammenarbeit mit der Sozialdemokratie unter<br />

Norbert Steger. Und schließlich <strong>im</strong> fünften Kapitel die Gründung und die Einfügung<br />

der FPÖ in das politische System der Zweiten Republik zwischen 1956 und 1989.<br />

Zu guter Letzt skizzieren wir noch den historischen Weg des national-freiheitlichen<br />

Lagers von seinen Anfängen der Habsburger Monarchie, über die schwierigen Jahre<br />

der Ersten Republik bis hin zur Gründung der FPÖ.<br />

GRATIS zu beziehen über das FPÖ-Bildungsinstitut:<br />

Friedrich Schmidt Platz 4, 1080 Wien<br />

Telefonisch unter 01/512 35 35-36 oder per Mail: bildungsinstitut@fpoe.at<br />

Mit Ihrer Bestellung erklären Sie sich einverstanden, künftig über Aktivitäten und Neuerscheinungen<br />

der FPÖ und des FPÖ-Bildungsinstitutes informiert zu werden.

Hurra! Ihre Datei wurde hochgeladen und ist bereit für die Veröffentlichung.

Erfolgreich gespeichert!

Leider ist etwas schief gelaufen!