Gesund in Mittelfranken | Frühjahr, Sommer 2017

Visioness

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Heft 3 / Frühjahr, Sommer 2017

Gesund in Mittelfranken

Schaufensterkrankheit –

Dank Lasertherapie wieder

schmerzfrei gehen können

Seite 8

Mini-Wagenheber richtet die

Wirbelsäule wieder auf

Seite 14

Schulterschmerzen – Schnelles

Handeln erhöht Heilungschancen

Seite 16

Geriatrie in Bad Windsheim stärkt

Fähigkeiten älterer Patienten

Seite 26


Editorial

4

13

Inhalt

Liebe Patientinnen und Patienten,

Liebe Leserinnen und Leser,

bei der Versorgung unfallverletzter Personen zählt jede Minute. Sie, die Bürgerinnen und Bürger

unseres Landkreises, können sicher sein, dass die Kliniken des Landkreises Neustadt an

der Aisch - Bad Windsheim für Notfälle jeglicher Art bestens gerüstet sind und eine hohe medizinische

Versorgungsqualität gewährleisten. Die Fachkompetenz unserer Ärzte und medizinischen

Fachangestellten spielt dabei eine wesentliche Rolle. Deshalb freuen wir uns, dass

wir mit Dr. Martin Rexer einen weiteren äußerst erfahrenen Mediziner gewinnen konnten,

um die medizinische Versorgung weiter auszubauen. Dr. Rexer ist neuer leitender Oberarzt

der Abteilung für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie an der Klinik Neustadt. Auf Seite

20 erklärt der Mediziner, wie Sie selbst einen Leistenbruch erkennen – und was medizinisch

unternommen werden muss. Auf Seite 16 erfahren Sie, warum Sie bei Schmerzen in der

Schulter umgehend zum Arzt gehen sollten, um die Heilungschancen zu verbessern. Zum

Arzt oder einkaufen gehen – das war für Dagmar Leucht bis vor kurzem eine Qual. Sie litt

unter der sogenannten Schaufensterkrankheit, bekam schon nach wenigen Schritten starke

Schmerzen in der rechten Wade und musste stehen bleiben. In dieser Ausgabe lesen Sie,

wie Dagmar Leucht dank moderner Gefäßlasertechnik heute wieder beschwerdefrei gehen

kann.

Im Namen unserer Ärztinnen und Ärzte sowie unserer pflegerischen Experten wünschen wir

Ihnen und Ihren Familien alles Gute und vor allem Gesundheit.

Ihr

Rein in den OP, raus aus dem Krankenbett –

Schnellspur-Chirurgie fördert die Heilung 4

Bauchweh vom Essen –

Atemtest verrät Nahrungsmittelunverträglichkeit 6

Schaufensterkrankheit –

Dank Lasertherapie wieder

schmerzfrei gehen können 8

Ihre Meinung zählt –

Einladung zur Leserumfrage 11

Gesunde Küche –

Gebratener Lachs auf Dill-Gurkengemüse

mit Risi Pisi 12

Ruhe und Geborgenheit –

Neues Baby-Stillzimmer in der

Klinik Neustadt an der Aisch 13

Mini-Wagenheber richtet

Wirbelsäule wieder auf 14

Schulterschmerzen –

Schnelles Handeln erhöht Heilungschancen 16

Helmut Weiß Stefan Schilling Dr. Mathias Bender Dr. Gerald Wasmeier

Landrat Vorstand Ärztlicher Leiter Ärztlicher Leiter

6

18

„Wir bewegen Menschen“ –

Mit Physiotherapie schnell wieder auf den Beinen 18

Leistenbruch – Operation meist unumgänglich 20

Impressum

Gesund in Mittelfranken Nr. 3 / Frühjahr, Sommer 2017

Herausgeber: Kliniken des Landkreises Neustadt a. d. Aisch - Bad

Windsheim

Postanschrift: Kliniken des Landkreises Neustadt a. d. Aisch - Bad

Windsheim, Erkenbrechtallee 45, 91438 Bad Windsheim

Telefon: 09841 99-912

Internet: www.kliniken-nea.de

Redaktionsleitung: Benjamin Maier,

Organisationsentwicklung | Marketing | PR & Neue Medien

Inhaltliches und grafisches Konzept, Redaktion

und Realisation: Visioness GmbH, Heidelberg

Druck: Druckerei Feuerlein, 91459 Markt Erlbach

22

Serie „Ärzte berichten“ –

Maßgeschneiderte Hüfte als Hilfe in Problemfällen 22

Hauptschlagader unter Druck –

Diagnose Bauchaortenaneurysma 24

Geriatrie in Bad Windsheim

stärkt körperliche und geistige

Fähigkeiten älterer Patienten 26

News 29

Veranstaltungskalender 30

Klinikführer 31

2 Gesund in Mittelfranken

Gesund in Mittelfranken

3


Fast-Track-Konzept

Rein in den OP,

raus aus dem Krankenbett –

Schnellspur-Chirurgie

fördert die Heilung

Nicht immer müssen Patienten nach einer Operation lange im Krankenbett

bleiben – bei Operationen im Bauchraum ist es für den Heilungsprozess in

den meisten Fällen günstiger, wenn der Patient noch am Tag der OP das

Krankenbett wieder verlässt. Dr. Daniel Ditterich, Chefarzt der Allgemein-,

Viszeral- und Gefäßchirurgie an der Klinik Neustadt an der Aisch, erklärt,

wie die sogenannte „Fast-Track-Chirurgie“ Patienten wieder schnell auf die

Beine hilft.

Dr. Ditterich und das Team der chirurgischen Ambulanz

Fast-Track-Konzept

„Patienten profi tieren vom Fast-Track-Konzept in den

allermeisten Fällen“, sagt Chefarzt Dr. Daniel Ditterich (rechts).

„Ich dachte, sie macht einen Scherz“, sagt

Steffen Schmitt*, der schon wenige Stunden

nach seiner Bauchoperation von Schwester

Agnes freundlich aber bestimmt gebeten

wurde, sich mit ihrer Unterstützung behutsam

aufzusetzen und aufzustehen. „Bei Herrn

Schmitt haben wir einen gutartigen Tumor

im Darm erfolgreich entfernt. Da er bei guter

körperlicher Verfassung ist, versuchen wir ihn

so schnell wie möglich zu mobilisieren, um

die allgemeinen Folgen einer OP zu lindern“,

sagt Dr. Daniel Ditterich, Facharzt für Viszeralchirurgie

an der Klinik für Allgemein-, Viszeralund

Gefäßchirurgie in Neustadt a. d. Aisch.

Positive Effekte für den Patienten

Nach Operationen im Bauchraum, insbesondere

bei Darmoperationen, gibt es eine Reihe

von Ursachen, die für die allgemeinen Folgen

eines operativen Eingriffs wie beispielsweise

Harnwegsinfekte, Wundheilungsstörungen,

steife Gelenke oder Muskelschwund verantwortlich

sind. Solche Ursachen können

Stress, Schmerzen, Darmlähmung, Bettruhe,

Übelkeit nach der Narkose und das Aussetzen

von Nahrung für eine bestimmte Zeit

nach der Operation sein. „Mit dem Fast-Track-

Konzept tragen wir aktiv dazu bei, diesen Folgen

entgegenzuwirken. Der Patient profitiert

in den allermeisten Fällen davon“, betont Dr.

Ditterich. Dies zeigt sich in geringeren allgemeinen

Risiken, wie z. B. einer Lungenentzündung

oder Wundinfekten, und in einer

schnelleren und besseren Erholung nach der

Operation. Auch der stationäre Aufenthalt in

der Klinik wird dadurch häufig verkürzt.

Geringere Nebenwirkungen nach

Operation

Steffen Schmitt durfte noch bis sechs Stunden

vor der Operation Essen und Trinken

und noch bis zwei Stunden vor Beginn der

Narkose gesüßten Tee zu sich nehmen. Eine

Darmspülung zur Vorbereitung ist nicht immer

notwendig. Am Operationstag bekam

der 34-jährige Informatiker aus Neustadt an

der Aisch zusätzlich zur Vollnarkose einen

sogenannten Periduralkatheter (Rückenmarksnaher

Katheter), über den während

und nach der Operation schmerzstillende

Medikamente verabreicht werden können.

Der Bedarf an anderen Schmerzmitteln wird

dadurch stark gesenkt und Patienten leiden

unter geringeren Nebenwirkungen wie

beispielsweise der Darmlähmung nach OP.

Auch der Operationsvorgang wird optimiert:

Der Einsatz minimal-invasiver Operationstechniken,

der weitestgehende Verzicht auf

Drainagen und Katheter nach dem Eingriff

erleichtern dem Patienten die Phase danach.

Gesamter Ablauf wird überwacht

Bereits am Operationstag konnte Steffen

Schmitt abends wieder Tee und Wasser trinken,

Joghurt essen und das Bett mit Unterstützung

verlassen. In den nächsten zwei bis drei

Tagen nahm er dann zunehmend mehr feste

und flüssige Nahrung zu sich, so dass ab dem

dritten oder vierten Tag nach der Operation

keine Infusion mehr notwendig war. „Wichtig

ist zudem eine intensive krankengymnastische

Betreuung, um schneller wieder

selbstständig mobil zu sein“, so Dr. Ditterich

zum weiteren Behandlungsverlauf. Der

gesamte Ablauf der „Fast-Track-Chirurgie“

wird von pflegerischer, physiotherapeutischer

und ärztlicher Seite überwacht und

den Bedürfnissen des einzelnen Patienten

angepasst. „‚Fast-Track-Chirurgie‘ heißt

nicht, schneller zu operieren. Bei diesem

Konzept geht es in allererste Linie darum,

die genannten Folgen einer Operation zu

minimieren, damit der Patient schneller

wieder gesund wird“, sagt Dr. Ditterich.

* Name von der Redaktion geändert

Ihre Fachklinik vor Ort:

Klinik Neustadt a. d. Aisch

Dr. Daniel Ditterich

Chefarzt Allgemein-, Viszeralund

Gefäßchirurgie

Paracelsusstraße 30-36

91413 Neustadt a. d. Aisch

Tel. 09161 70-2101

E-Mail: daniel.ditterich@kliniken-nea.de

4 Gesund in Mittelfranken

Gesund in Mittelfranken

5


Nahrungsmittelunverträglichkeit

Nahrungsmittelunverträglichkeit

Bauchweh vom Essen –

Atemtest verrät

Nahrungsmittelunverträglichkeit

Blähungen, Bauchschmerzen und Durchfall – schuld an solchen Darmbeschwerden

kann eine Unverträglichkeit sein. Mit einem speziellen Atemtest

stellt das Funktionslabor an der Klinik Neustadt an der Aisch fest, ob eine

Intoleranz gegen Fruktose, Laktose oder Sorbit besteht. Zusätzlich zum

Atemtest kann im Blut auch eine Unverträglichkeit von Gluten und Histamin

festgestellt werden. „Im Falle einer Unverträglichkeit erhalten Patienten

eine individuelle diätetische Behandlung“, so Prof. Dr. Dr. Gerhard Nusko,

Chefarzt der Medizinischen Klinik 3 an der Klinik Neustadt an der Aisch.

Immer mehr Menschen scheinen normale

Nahrungsmittel nicht zu vertragen. Manchmal

ist es die Milch, die Probleme bereitet,

manchmal das Obst. „Häufige Beschwerden

im Bauch nach einer Mahlzeit können ein

Hinweis auf eine Unverträglichkeit sein. Wer

sicher gehen möchte, sollte das von einem

Gastroenterologen überprüfen lassen“, empfiehlt

Prof. Nusko, der seine Patienten zunächst

zu ihren Ernährungsgewohnheiten

und Beschwerden befragt.

Zudem wird bei unklaren Bauchbeschwerden

ein Ultraschall gemacht. „Mit dieser Untersuchung

überprüfen wir, ob nicht andere

Erkrankungen Ursache für die Beschwerden

sind. Ob tatsächlich eine Unverträglichkeit

vorliegt, stellen wir mit einem speziellen

Atemtest fest“, erklärt Prof. Nusko.

Atem verrät Unverträglichkeit

Liegt der Verdacht auf eine Unverträglichkeit

nahe, lässt sich diese mit einem sogenannten

Der Wasserstoff-Atemtest ist eine sichere Untersuchung,

um eine Unverträg lichkeit abzuklären.

Wasserstoff-Atemtest (H2-Test) ermitteln. Der

menschliche Körper selbst bildet in seinem

Stoffwechsel keinen Wasserstoff – wohl aber

bestimmte Bakterien im Darm, die Zucker

wie Milch- oder Fruchtzucker abbauen und

dabei Wasserstoffgas bilden können. Dieses

ungefährliche Gas wird über die Darmwand

in das Blut des Menschen aufgenommen, zur

Lunge transportiert und dort abgeatmet. Der

Wasserstoff-Atemtest misst die Konzentration

winziger Wasserstoffgasmengen im Atem.

Dazu trinkt der Patient eine Wasser-Laktose-,

Wasser-Fruktose-Lösung oder Wasser-Sorbit

und atmet danach in regelmäßigen Abständen

in ein Messgerät.

Wenn Laktose nicht verwertet

werden kann

In Deutschland sind rund 15 bis 20 Prozent

aller erwachsenen Menschen von einer Laktoseintoleranz

(Milchzuckerunverträglichkeit)

betroffen. Beschwerden können unmittelbar

oder aber erst einige Stunden nach dem Verzehr

laktosehaltiger Lebensmittel auftreten.

Zuständig für die Aufspaltung der Laktose

ist ein Enzym, das in den Schleimzellen des

Dünndarms gebildet wird. Produziert der Organismus

keine ausreichenden Mengen dieses

Enzyms, können die Milchzuckermoleküle

nicht oder nur unzureichend zerlegt werden.

Die Laktose wird nicht vom Körper verwertet

und gelangt unverändert in den Dickdarm.

Dort zersetzen Bakterien den Milchzucker.

„Bei diesem Vorgang entstehen dann Gase,

die Verdauungsbeschwerden verursachen“,

so Prof. Nusko.

Fruchtzucker in Maßen

Transporteiweiße im Darm schleusen den

Fruchtzucker sowie andere Nährstoffe aus

dem Darminneren ins Blut. Die Menge an

Fruktose, die der Transporter befördern kann,

ist aber begrenzt. „Jeder Mensch verträgt nur

ein bestimmtes Maß an Fruchtzucker“, erklärt

Prof. Nusko. Funktioniert der Transporter

nicht richtig, kann er weniger Fruktose verarbeiten

als bei einem gesunden Menschen.

„Man spricht deshalb richtigerweise von einer

Fruktose-Malabsorption, also einer eingeschränkten

Fruchtzuckeraufnahme“, erläutert

„Der H2-Atemtest ist

die Stan dardmethode,

um eine Unverträglichkeit

abzuklären.“

Das sagt die Fachgesellschaft: Prof.

Dr. Martin Raithel erläutert aus

Sicht der Deutschen Gesellschaft

für Gastroenterologie, Verdauungs-

und Stoffwechselkrankheiten

(DGVS), warum sich der H2-Atemtest

als Untersuchungsmethode bei

Kohlenhydrat-Unverträglichkeiten

bewährt hat .

Welchen Stellenwert hat der

H2-Atemtest aus Sicht der Fachgesellschaft?

Prof. Raithel: Der H2-Atemtest ist die Standardmethode,

wenn es darum geht, eine Kohlenhydrat-Unterverträglichkeit

abzuklären.

Dieser Test bezieht sich auf die Testung von

Einfach- oder Mehrfachzuckern und hat in

dieser Hinsicht seinen etablierten Stellenwert.

der Gastroenterologe. Gelangt ein größerer

Anteil konsumierten Fruchtzuckers wegen

unvollständiger Aufnahme im Dünndarm in

den Dickdarm, entstehen dort wieder Gase

– mit spürbaren Folgen. Bei Verdacht auf

eine Fruchtzuckerunverträglichkeit trinkt

der Betroffene eine Lösung aus Wasser und

Fruktose. Auch hier heißt es: In regelmäßigen

Abständen in das Messgerät atmen, um die

Konzentration an Wasserstoff im Atem zu ermitteln.

Wichtigster Diagnoseweg bei einer

Nahrungsmittelunverträglichkeit

Der Wasserstoff-Atemtest ist eine sichere

Untersuchung, durch die Rückschlüsse auf

verschiedene Störungen der Verdauung bzw.

Aufnahme von Nahrungsbestandteilen gezogen

werden können. Durch die einfache

Handhabung und gute Aussagekraft hat

diese Untersuchung einen hohen diagnostischen

Stellenwert bei Patienten mit Durchfällen,

Blähungen, Übelkeit und anderen

uncharakteristischen Beschwerden. Doch wie

geht es weiter, wenn eine Unverträglichkeit

festgestellt wurde? „Nach dem Test erfolgt

bei Bedarf eine ausführliche Diätberatung,

die von unserer Diätassistentin durchgeführt

wird“, so Prof. Nusko.

Diese Zucker können zur Unverträglichkeit

von Milch (Laktoseunverträglichkeit), Obstsorten

und Diabetikerkost (Fruktose- oder Sorbitunverträglichkeit)

beitragen.

Bei welchen Patienten wird dieser

Test durchgeführt?

Prof. Raithel: Bei allen Patienten, die Probleme

mit der Verdauung haben. Der H2-Test

ist sinnvoll bei Personen, die Kohlenhydrate

nicht vertragen – oder es nicht wissen. Er wird

deshalb bei Bauchbeschwerden, Durchfall,

Blähungen sowie bei Reizdarmerkrankungen

eingesetzt. Eine wichtige Gruppe sind auch

die Personen mit wiederkehrenden Nahrungsmittelunverträglichkeiten,

die sonst

keine Entzündung im Körper haben.

Hat diese Untersuchung Nachteile?

Prof. Raithel: Prinzipiell hat dieser Test keine

Nachteile. Allerdings kann es durch die für

den Test notwendige Einnahme einer Wasser-

Zucker-Lösung durchaus dazu kommen, dass

die Beschwerden, die der Patient sonst bei

Aufnahme dieser Zucker hat, auch im Rahmen

der Testung erneut auftreten. Es ist also eine

Art Provokationstestung mit dem vermuteten

Kohlenhydrat, um die Reaktion des Körpers

Ihre Fachklinik vor Ort:

Klinik Neustadt a. d. Aisch

Medizinische Klinik 3

Chefarzt Prof. Dr. Dr. Gerhard Nusko

Paracelsusstraße 30-36

91413 Neustadt a. d. Aisch

Tel. 09161 70-2341

E-Mail: gerhard.nusko@kliniken-nea.de

(Symptome) anhand der H2-Atemgaskonzentration

festzustellen.

Kontakt:

Deutsche Gesellschaft für

Gastroenterologie, Verdauungs- und

Stoffwechselkrankheiten e.V.

Postfach 30 11 20

70451 Stuttgart

Tel. 0711 8931693

E-Mail: pfeiffer@medizinkommunikation.org

Internet: www.dgvs.de

6 Gesund in Mittelfranken

Gesund in Mittelfranken

7


Schaufensterkrankheit

Schaufensterkrankheit

Schaufensterkrankheit –

Dank Lasertherapie wieder

schmerzfrei gehen können

Mit dem Gefäßlaser können bei der Schaufensterkrankheit

gute Behandlungsergebnisse erzielt werden.

„Zum Einkaufen muss ich eigentlich nur um die Ecke. Aber allein diese

wenigen Meter waren kaum zu schaffen“, erinnert sich Dagmar Leucht*.

Schon nach wenigen Schritten bekam die 58-jährige Neustädterin starke

Schmerzen in der rechten Wade und musste stehen bleiben. „Diese Beschwerden

sind typische Anzeichen einer peripheren arteriellen Verschlusskrankheit

– mit einer neuartigen Lasertherapie konnten wir Frau Leucht

helfen“, sagt Dr. Gerald Wasmeier, Chefarzt der Medizinischen Klinik 1 und

2 an der Klinik Neustadt an der Aisch.

* Name von der Redaktion geändert

Dagmar Leucht litt sehr unter der sogenannten

Schaufensterkrankheit: „Ich bin immer aktiv

gewesen und liebe lange Wanderungen.

Vor gut einem Jahr wurde das aber immer

schlechter; immer öfter musste ich stehen

bleiben und warten, bis die Schmerzen im

rechten Bein nachgelassen haben. Das war

unerträglich.“ Die Schaufensterkrankheit ist

eine Folge einer Arterienverkalkung in den

Beinen. Durch Engstellen in den Arterien

kommt es zu Durchblutungsstörungen, die

starke Schmerzen in den Beinen auslösen.

Schon kurze Strecken werden dann zum Hindernis.

Zwangspausen vor dem Schaufenster

Betroffene sind gezwungen, beim Gehen

häufig Pausen einzulegen. Viele versuchen,

das häufige Stehenbleiben wie einen Schaufensterbummel

aussehen zu lassen, indem

sie stets vor Geschäften stehen bleiben;

daher kommt die Bezeichnung „Schaufensterkrankheit“.

Weil ihre Beschwerden immer

schlimmer geworden sind, begab sich

Dagmar Leucht in ärztliche Behandlung.

Dr. Wasmeier stellte eine Verengung in ihrem

rechten Bein unterhalb des Knies fest, konnte

sie aber gleich beruhigen: „Die Schaufensterkrankheit

kann gut behandelt werden. In der

Klinik Neustadt an der Aisch therapieren wir

diese Verschlusserkrankung mit einem speziellen

Gefäßlaser.“

Neues Verfahren schont Gefäße

„Im Anfangsstadium der Krankheit kann

in manchen Fällen die Durchblutung mit

Medikamenten gefördert werden. Bei Frau

Leucht war der Verschluss jedoch weiter fortgeschritten;

hier haben wir die betroffenen

Arterien mit moderner Lasertechnik wieder

befreit“, berichtet Dr. Wasmeier. Von der

Leiste aus wurde per Katheter das verkalkte

Gefäß wieder geöffnet. Zum Einsatz kam ein

spezieller Gefäßlaser, mit dem die steinharten

Ablagerungen in der Beinschlagader viel

schonender entfernt werden konnten. Der

Vorteil des extrem gebündelten, energiereichen

Lichts: Sozusagen mit jedem „Schuss“

des Lasers werden die kalkhaltigen Ablagerungen

Millimeter für Millimeter verdampft.

„Der Laser schmilzt sich den Weg frei. Da die

Gefäßwände dadurch weniger verletzt werden,

sind wir zuversichtlich, dass das Risiko

eines erneuten Gefäßverschlusses gering ist“,

so Dr. Wasmeier.

Kleiner Eingriff mit großem Erfolg

Der Eingriff dauerte ein gute Dreiviertelstunde

und wurde bei Dagmar Leucht unter Vollnarkose

vorgenommen. Bereits am nächsten

Tag konnte sie aufstehen – und beschwerdefrei

die ersten Schritte gehen. „Ein tolles Gefühl“,

strahlt sie. „Endlich wieder gehen, ohne

alle paar Meter stehenbleiben zu müssen

– darüber bin ich heilfroh“, sagt die Neustädterin,

für die als nächstes Gehtraining und regelmäßiger

Sport auf dem Programm stehen.

8 Gesund in Mittelfranken

Gesund in Mittelfranken

9


Schaufensterkrankheit

© britta60 – Fotolia.com

„Mit dem Laser können wir bei der peripheren

arteriellen Verschlusskrankheit gute

Ergebnisse erzielen. Allerdings hängt der

Einsatz dieser Methode stets vom Ausmaß

der Erkrankung und dem Ort der Gefäßverengungen

ab“, so Dr. Wasmeier.

Umleitung bei langstreckigen

Verengungen

Der Gefäßlaser stößt dann an seine Grenzen,

wenn die Gefäßverengung oder der

Gefäßverschluss zu weit fortgeschritten

ist. „Langstreckige Veränderungen im Gefäß

überbrücken wir in der Regel mit einer

Bypass-Operation. Hierfür können auch

körpereigene Gefäße (z. B. Venen vom Bein)

verwendet werden“, erläutert Dr. Daniel Ditterich,

der als Chefarzt der Abteilung Allgemein-,

Viszeral- und Gefäßchirurgie solche

Eingriffe durchführt. Diese Gefäßoperation

wird vor allem im fortgeschrittenen Stadium

notwendig, z. B. wenn die Gehstrecke nur

noch sehr kurz ist, Ruheschmerzen in den Füßen

und Beinen auftreten oder kleine Wunden

an schlecht durchbluteten Stellen nicht

mehr heilen. Bei einer Bypass-Operation wird

eine „Umleitung“ um die Blutgefäßengstelle

gelegt. Für den Bypass kann eine körpereigene

Vene oder ein Stück Kunststoff verwendet

werden. Zudem besteht die Möglichkeit, die

verengte oder verschlossene Arterie längs zu

öffnen und die arteriosklerotischen Gefäßveränderungen

chirurgisch herauszuschälen.

Nach erfolgter Ausschälung wird oftmals ein

Stück Vene oder Kunststoff in die Gefäßwand

eingenäht, um mit dieser Erweiterung die

Gefahr eines erneuten Verschlusses zu vermindern.

Eine weit verbreitete Erkrankung

Die Schaufensterkrankheit ist weit verbreitet.

Mediziner gehen davon aus, dass bei rund 20

Prozent der 65-Jährigen bereits eine Verkalkung

der Beinarterien vorliegt. Das Risiko ist

bei Männern etwas höher als bei Frauen. Die

Hauptursache für die Schaufensterkrankheit

ist die Arterienverkalkung (Arteriosklerose).

Die Entstehung der Verkalkung wird durch

Nikotinkonsum, Zuckerkrankheit (Diabetes

mellitus), hohen Blutdruck (arterielle Hypertonie)

und Fettstoffwechselstörungen gefördert.

Eine Erkrankung durch Vererbung ist

seltener.

Arterie

Ablagerungen

(Plaques)

Ihre Fachklinik vor Ort

Klinik Neustadt a. d. Aisch

Medizinische Klinik 1 und 2

Chefarzt Dr. Gerald Wasmeier

Chefarzt Dr. Dieter Rost

Paracelsusstr. 30-36

91413 Neustadt a. d. Aisch

Tel. 09161 70-2401

E-Mail: gerald.wasmeier@kliniken-nea.de

E-Mail: dieter.rost@kliniken-nea.de

Allgemein-, Viszeral- und

Gefäßchirurgie

Dr. Daniel Ditterich, Chefarzt

Paracelsusstraße 30-36

91413 Neustadt a. d. Aisch

Tel. 09161 70-2101

E-Mail: daniel.ditterich@kliniken-nea.de

Ihre Meinung zählt –

Einladung zur Leserumfrage

Liebe Leserinnen und Leser!

Das Patientenmagazin Gesund in Mittelfranken ist ein Informationsangebot für die Bürgerinnen

und Bürger im Landkreis Neustadt an der Aisch. Nutzen Sie die Gelegenheit und

sagen Sie uns, wie Sie das Patientenmagazin insgesamt bewerten. Schenken Sie uns ein paar

Minuten Ihrer Zeit – es könnte sich lohnen: Unter allen Teilnehmern der Leserumfrage verlosen

wir einen Gutschein für die Franken-Therme in Bad Windsheim.

Umfrage !

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Gesund in Mittelfranken insgesamt?

Sehr gut

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Sehr gut

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des Landkreises Neustadt a. d. Aisch - Bad Windsheim?

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Gewinnspiel

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Selbstverständlich

werden die Fragebögen anonym

ausgewertet. Die Angabe Ihrer persönlichen

Daten ist freiwillig. Ihre persönlichen Daten

benötigen wir nur, wenn Sie am Gewinnspiel

teilnehmen möchten. Ihre Daten werden

nicht an Dritte weitergegeben.

Den ausgefüllten Fragebogen können Sie

in beiden Klinikstandorten in die Briefkästen

im Eingangsbereich, auf den einzelnen Stationen

einwerfen oder per Post senden an:

Klinik Bad Windsheim, Qualitätsmanagement,

Erkenbrechtallee 45 in 91438 Bad Windsheim.

Einsendeschluss ist der 31. August 2017, eine

Barauszahlung des Gewinns ist nicht möglich.

© rosifan19 – Fotolia.com

10 Gesund in Mittelfranken

Gesund in Mittelfranken

11


© Jacek Chabraszewski – Fotolia.com

Küche

Gesunde Küche –

Gebratener Lachs auf

Dill-Gurkengemüse mit Risi Pisi

Thomas Kiebach ist seit Dezember

vergangenen Jahres neuer Küchenchef

an der Klinik Bad Windsheim.

Der gebürtige Norddeutsche tritt

die Nachfolge von Robert Schoch

an, der in den Ruhestand verabschiedet

wurde. Thomas Kiebach

ist gelernter Koch, studierter Verpflegungsbetriebswirt

und seit 2012 in

der Klinik Bad Windsheim tätig. Für

unsere Leserinnen und Leser hat er

ein leckeres Rezept entwickelt, das

auch auf dem Speiseplan der Kliniken

des Landkreises Neustadt a. d.

Aisch - Bad Windsheim steht.

Rezeptur für 4 Personen

4 Portionen á 200 g Lachsfilet mit Haut

1 EL Speiseöl

1 Zitrone

20 g Butter

Für das Gurkengemüse

2 Salatgurken

1 Becher Crème fraîche

½ Bund Dill

½ Knoblauchzehe

1 TL Butter

1 Schuss Weißwein

Für das Risi Pisi

250 g Basmatireis

20 g Salz

1 Zwiebel

100 g TK Erbsen

100 ml Hühnerbrühe

Zubereitung Risi Pisi

Den Basmatireis in reichlich kochendem

Salzwasser bei mittlerer Hitze 10 Minuten garen.

Anschließend abgießen und mit kaltem

Wasser abspülen und gut abtropfen lassen.

Die gewürfelte Zwiebel in einem geeigneten

Topf mit Butter glasig dünsten und mit grobem

Salz würzen. Die gefrorenen Erbsen und

den Basmatireis dazugeben, leicht unterheben

und kurz mit dünsten. Nun die Hühnerbrühe

dazu geben und bei milder Hitze

zugedeckt 5 – 10 Minuten gar ziehen lassen.

Pro 100 g: 153 kcal // Eiweiß 3,2 g

Kohlenhydrate 18,3 g // Fett 7,4 g

Zubereitung Gurkengemüse

Für das Gemüse die Gurken schälen, längs

halbieren und die Kerne herausschälen. Die

Gurkenhälften in ca. 1 cm dicke Scheiben

schneiden. Frühlingszwiebeln waschen,

putzen und den hellen Teil fein hacken.

Den Knoblauch ebenfalls in feine Würfel

schneiden. 1 Esslöffel Butter erhitzen und

die Frühlingszwiebeln mit dem Knoblauch

bei schwacher bis mittlerer Hitze andünsten.

Anschließend die Gurken dazu geben und

glasig andünsten. Die Crème fraîche dazu

geben und ca. 3 Minuten köcheln lassen.

Mit gehacktem Dill, Salz, Pfeffer und einem

Schuss trockenen Weißwein abschmecken.

Pro 100 g: 25 kcal // Eiweiß 1,8 g

Kohlenhydrate 2,3 g // Fett 0,4 g

Zubereitung Lachsfilet

Die Lachsfilets kurz unter kaltem Wasser abspülen,

mit Küchenrolle trocken tupfen.

Jetzt die Filets beidseitig mit schwarzem Pfeffer

aus der Mühle und groben Meersalz würzen

sowie mit frischem Zitronensaft beträufeln.

Die Filets ca. 20 Minuten ruhen lassen,

trocken tupfen. Dann bei mittlerer Hitze erst

auf der Hautseite ca. 10 Minuten in Öl anbraten

und auf der Fleischseite ca. 3 – 5 Minuten

je nach Dicke der Filets kurz anbraten. Beim

Braten ein bis zwei Butterflocken mit in die

Pfanne geben.

Pro 100 g: 141 kcal // Eiweiß 13,9 g

Kohlenhydrate 2,0 g // Fett 8,6 g

Beim Anrichten bieten sich Zitronen- oder

Limettenscheiben und ein, zwei Dillsträußchen

an.

Geburtshilfe Stillzimmer

Ruhe und Geborgenheit:

Neues Baby-Stillzimmer in der

Klinik Neustadt a. d. Aisch

Die Geburt eines Kindes ist für Eltern ein sehr emotionales Erlebnis. Umso

wichtiger ist die „Ruhe nach dem Sturm“, vor allem für das Neugeborene.

Ruhe und ein Stück Geborgenheit finden Mütter im Baby-Stillzimmer

an der Klinik Neustadt an der Aisch.

Das Stillzimmer auf der Wöchnerinnenstation

wurde speziell für die stillenden und abpumpenden

Mütter eingerichtet. Der Raum

bietet den Müttern die notwendige Rückzugsmöglichkeit

und durch sein gemütliches

Ambiente auch eine gewisse Geborgenheit.

Das Stillzimmer ist mit gemütlichen Sitzmöglichkeiten,

modernen Milchpumpen sowie

mit allem ausgestattet, was Mutter und Kind

benötigen. Mütter, die neben einer Rückzugsmöglichkeit

Rat sowie Unterstützung

benötigen, können hier rund um die Uhr von

den Kinderschwestern die notwendigen Hilfen

bekommen. Das neue Stillzimmer liegt

direkt gegenüber dem Kinderzimmer.

Beratungsangebot rund um die Geburt

und das erste Lebensjahr

Bei weiteren Fragen, Sorgen und kleinen

Alltagsproblemen hilft zusätzlich das regelmäßig

stattfindende Stillcafé in der Klinik

Neustadt an der Aisch. Das Stillcafé unter

der Leitung von Angelika Graber trifft sich

jeden Monat in der Klinik Neustadt an der

Aisch und berät in angenehmer Atmosphäre

zu Themen rund um das Stillen, die Geburt

und das erste Lebensjahr. Es ist ein ungezwungener

Erfahrungsaustausch rund ums

Stillen und das Leben mit Säuglingen. Mütter

und werdende Eltern erhalten Informationen

zum Stillen und zu Stillproblemen unter

fachlicher Leitung durch eine qualifizierte

Still- und Laktationsberaterin. Darüber hinaus

finden regelmäßig Experten-Vorträge zu interessanten

Themen statt. Auch für das leibliche

Wohl ist gesorgt: Gegen einen kleinen

Unkostenbeitrag gibt es leckeren Kaffee und

Kuchen.

In das Stillcafé sind Mütter mit ihren Säuglingen

oder gestillten Kleinkindern, Schwangere

und werdende Väter, Mütter, die nicht

stillen, Angehörige, Väter, Geschwisterkinder,

Eltern, Schwiegereltern und Freunde herzlich

eingeladen. Das Stillcafé beginnt jeweils um

10.30 Uhr (Ende ca. 12.30 Uhr) im Konferenzraum

im 3. OG der Klinik, eine Anmeldung ist

nicht erforderlich.

Schwangere, die eine Hebamme zur Durchführung

der Geburtsvorbereitung oder Betreuung

nach der Geburt suchen, können

sich jederzeit an unsere rund um die Uhr

besetzte Telefonnummer unseres Kreißsaales

wenden: 09161 70-3535. Es kann jederzeit

kurzfristig ein Termin vereinbart werden

bzw. Vermittlung erfolgen. Die Termine der

bei uns monatlich stattfindenden Kreißsaalführungen

mit Chefärztin Dr. Liane Humann-Scheuenstuhl

sind im Internet unter

www.kliniken-nea.de zu finden.

Ihre Fachklinik vor Ort:

Klinik Neustadt a. d. Aisch

Dr. Liane Humann-Scheuenstuhl

Chefärztin Abteilung für Gynäkologie und

Geburtshilfe

Paracelsusstr. 30-36

91413 Neustadt a. d. Aisch

Tel. 09161 70-2201

E-Mail: gyn-sekretariat@kliniken-nea.de

Stillcafé

Angelika Graber

Paracelsusstr. 30-36

91413 Neustadt a. d. Aisch

Tel. 09161 70-2536

E-Mail: angelika.graber@gmx.de

12 Gesund in Mittelfranken

Gesund in Mittelfranken

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Kyphoplastie

Kyphoplastie

Mit dem Behandlungsergebnis zufrieden:

Dr. Mathias Bender (links) und Facharzt Wolfgang Reichel (rechts)

Das Spine Jack Implantat sieht aus wie ein Wagenheber in Miniaturformat.

Mini-Wagenheber

richtet die Wirbelsäule

wieder auf

Ihre Fachklinik vor Ort:

Klinik Bad Windsheim

Abteilung für Unfallchirurgie, Orthopädie,

Endoprothetikzentrum

Chefarzt Dr. Mathias Bender

Erkenbrechtallee 45

91438 Bad Windsheim

Tel. 09841 99-101

E-Mail: mathias.bender@kliniken-nea.de

Gebrochene Wirbel sind sehr

schmerzhaft. Das musste auch

Brunhilde Zoller* aus Bad Windsheim

erfahren: Vor einigen Monaten

erlitt sie einen Wirbeleinbruch in der

Brustwirbelsäule. „Wirbeleinbrüche

richten wir mit einem schonenden

operativen Verfahren wieder auf.

Unsere Patienten können das Krankenhaus

in der Regel schon nach

wenigen Tagen verlassen“, sagt Dr.

Mathias Bender, Chefarzt an der Klinik

Bad Windsheim.

Rückenschmerzen waren für Brunhilde Zoller

irgendwann zum Alltag geworden. Die ehemalige

Verkäuferin hatte sich damit abgefunden

und die Beschwerden als Folge ihres

langen Berufslebens gesehen. Ein Besuch vor

drei Jahren bei Facharzt Wolfgang Reichel

deckte jedoch eine andere Ursache auf: Osteoporose.

„Ich habe Medikamente bekommen

und mich viel bewegt. Eigentlich war alles

soweit in Ordnung“, so die 72-jährige Windsheimerin.

Eines Tages bekam sie jedoch so

starke Schmerzen, dass sie akut einen Arzt

aufsuchen musste. Die Untersuchung hat

ergeben: Ein Wirbel ist eingebrochen, der

Bruch instabil, ein Bruchstück hat sich in den

Rückenmarkkanal gestaucht. Ein solcher Wirbelkörperbruch

mit Fehlstellung verändert

die natürliche Krümmung der Wirbelsäule

und erhöht die weitere Bruchgefahr. Er beeinflusst

die Atmung und die Verdauung, die

Bandscheibe büßt ihre Stoßdämpferfunktion

ein. „Die konservative Behandlung, also der

Verzicht auf einen operativen Eingriff, würde

sechs Wochen Bettruhe bedeuten. Ein Aufstehen

mit Korsett ist zu risikoreich. Gemeinsam

mit der Patientin haben wir deshalb die

Entscheidung getroffen, den Bruch operativ

zu behandeln“, erklärt Dr. Bender.

Schonendes Verfahren richtet

Wirbelkörper auf

Der Facharzt an der Klinik Bad Windsheim

wendet seit 2002 ein sehr schonendes

Verfahren, die Kyphoplastie, an. Der eingebrochene

Wirbelkörper wird mit einem

Ballon wieder aufgerichtet, der Ballon wird

entnommen und der verbleibende Hohlraum

mit Knochenzement stabilisiert.

Auch nach mehreren Hundert so stabilisierter

Wirbelbrüche ist es für den Chefarzt

immer wieder faszinierend, wenn

Patienten wenige Stunden nach der Operation

aufstehen und die Schmerzen stark

verringert oder ganz verschwunden sind.

Wagenheber stabilisiert

gebrochenen Wirbel

Doch nicht in allen Fällen ist der Ballon die

optimale Methode. „Bei Frau Zoller haben wir

uns für das Spine Jack Implantat entschieden,

weil wir es hier mit einem komplexen

Wirbelkörperbruch zu tun hatten“, erklärt der

Chirurg. Das Spine Jack Implantat sieht aus

wie ein Wagenheber in Miniaturformat; es

wird durch eine fünf Millimeter dünne Hülse

unter Röntgenkontrolle exakt in den Wirbelkörper

unter die Bruchstelle gebracht. Der

Bruch kann angehoben, der Wirbelkörper

in seiner Form wiederhergestellt und in die

alte anatomische Position gebracht werden.

Anschließend wird der betroffene Bereich

mit einem speziellen Knochenzement ausgespritzt,

um die nötige Stabilität der Wirbelsäule

in der betroffenen Region zu erzielen.

Geringer Aufwand für Patienten

„Patienten profitieren eindeutig von der

neuen Methode – das gilt ganz besonders

für ältere Menschen mit osteoporotischen

Frakturen und zusätzlichen Krankheiten“, unterstreicht

Dr. Bender. Seiner Erfahrung nach

ist der Aufwand dieser Methode für den Patienten

gering. Eine große Operation ist nicht

notwendig; der Eingriff erfolgt minimal-invasiv,

über 1 cm große Hautschnitte und damit

sehr schonend. Brunhilde Zoller konnte die

Klinik nach vier Tagen verlassen. „Ich bin so

froh, dass die starken Schmerzen weg sind

und ich wieder aufrecht gehen kann. Jetzt

freue ich mich auf die Krankengymnastik,

denn die braucht mein Rücken jetzt“, sagt die

Bad Windsheimerin.

* Name von der Redaktion geändert

„Patienten sind

schnell wieder mobil.“

Das sagt die Fachgesellschaft:

Prof. Dr. med. Andreas Kurth,

1. Vorsitzender des Dachverbandes

Osteologie e.V., stellt Behandlungsmöglichkeiten

und -ziele bei einem

durch Osteoporose verursachten

Wirbelkörpereinbruch vor.

Welche konservativen

Maßnahmen gibt es bei einem

Wirbelkörpereinbruch?

Professor Kurth: In den Leitlinien des Dachverbandes

Osteologie gibt es hierzu klare

Vorgaben: Eine Operation wird erst dann

in Betracht gezogen, wenn die konservative

Therapie über einige Wochen nicht den

gewünschten Erfolg gebracht hat, der Wirbelkörper

weiter zusammenbricht und die

Schmerzen des Patienten nach wie vor groß

sind. Der Patient muss zudem operationsfähig

sein. Die operative Wiederaufrichtung des

Wirbelkörpers hat den positiven Effekt, dass

Patienten schnell wieder mobil sind. Der Operationserfolg

ist für Patienten schnell spürbar:

Bei einem Großteil werden die Schmerzen innerhalb

kürzester Zeit weniger oder sind ganz

verschwunden.

Wie bewertet die Fachgesellschaft

den Einsatz von Spine Jack

Implantaten?

Professor Kurth: Ziel der Operation ist es,

den eingebrochenen Wirbelkörper zu stabilisieren.

Es gibt verschiedene Verfahren,

dieses Ziel zu erreichen. Zum einen kann in

einen zuvor geschaffenen Hohlraum „nur“

Knochenzement eingespritzt werden. Zum

anderen kann der eingebrochene Wirbelkörper

zusätzlich mittels eines Ballons oder

den Spine Jack Implantaten aufgerichtet und

somit sein ursprüngliches Profil so weit wie

möglich wiederhergestellt werden. Bei allen

Verfahren konnten gute Ergebnisse, insbesondere

sinkende Komplikationsraten festgestellt

werden.

Insgesamt betrachtet – ist eine

Operation im Verlauf einer

Osteoporose-Erkrankung

unausweichlich?

Professor Kurth: Eine Osteoporose-Erkrankung

führt nicht immer zwangsläufig zu

einem Knochenbruch. Zwar nimmt die Zahl

der Osteoporose bedingten Frakturen zu – es

müssen jedoch immer die Vor- und Nachteile

einer Operation abgewogen werden. Auch

konservative Maßnahmen haben zu einem

guten Behandlungsergebnis geführt. Unausweichlich

ist die Operation bei einer gebro-

chenen Hüfte – hier müssen wir den Patienten

operativ versorgen, um die Mobilität wieder

herzustellen. Bei Brüchen der Wirbelsäule

haben Ärzte einen größeren Spielraum.

Kontakt:

Dachverband Osteologie (DVO) e.V.

Hellweg 92

45276 Essen

www.dv-osteologie.de

14 Gesund in Mittelfranken

Gesund in Mittelfranken

15


Schulterschmerzen

„Ein Schaden an der Supraspinatussehne

kann größer werden und zu weiteren

Schäden im Schultergelenk

bis hin zur

schweren

Supraspinatus

Arthrose

führen.“

Supraspinatussehne

Schulterblatt

Oberarmknochen

Schulterschmerzen

Bei Beschwerden zum Hausarzt

Wer länger als zwei Wochen Schulterbeschwerden

hat, sollte das seinem Hausarzt

mitteilen. Dieser stellt den Kontakt zum

Orthopäden oder Chirurgen her oder überweist

den Patienten zur Therapieplanung in

die Klinik. In der Klinik Neustadt a. d. Aisch

finden für Schultererkrankungen und andere

orthopädisch-unfallchirurgische Probleme

regelmäßig Sprechstunden statt:

montags von 13 bis 15 Uhr, dienstags und

donnerstags von 10 bis 12 Uhr und freitags

von 14 bis 16 Uhr. Eine Terminvereinbarung

über den Hausarzt ist zur Vermeidung langer

Wartezeiten sinnvoll. MUDr. Peter Tomcik

und seine Kollegen bemühen sich intensiv

um jedes Anliegen und beantworten

Fragen.

Schulterschmerzen –

Schnelles Handeln erhöht Heilungschancen

Starke Schmerzen in der rechten Schulter bestimmten den Alltag von

Günther Haag*. Als die Beschwerden immer unerträglicher wurden, ging

der 57-jährige Dachdecker aus Neustadt zum Arzt. Die Diagnose: Riss der

Supraspinatussehne. „Die Supraspinatussehne unterstützt uns beim Anheben

der Arme. Ein Sehnenriss schränkt die Funktion der Schulter enorm sein

– kann aber, wenn er noch nicht zu groß ist, dank moderner Therapiemethoden

gut behandelt werden“, erklärt MUDr. Peter Tomcik, neuer Leiter der

Unfallchirurgie und Schulterspezialist an der Klinik Neustadt an der Aisch.

Die Schulter ist das beweglichste Gelenk

unseres Körpers. Es sitzt nicht wie andere

Gelenke in einer tiefen Gelenkpfanne,

sondern wird zum größten Teil durch Sehnen,

Muskeln und Bänder in der korrekten

Position gehalten. Das macht es enorm

beweglich, aber auch anfälliger für Abnutzungserscheinungen.

„Vor allem die Sehnen

der sogenannten Rotatorenmanschette,

und hier besonders die Supraspinatussehne,

verschleißen mit zunehmendem Alter.

Bestimmte anatomische Bedingungen und

individuelle Veranlagung spielen zusätzlich

eine Rolle beim Abnutzungsprozess, der oft

über Jahre mit leichten Beschwerden einhergeht.

Dann kann es, wie bei Günter Haag,

zu einem Sehnenriss kommen“, sagt MUDr.

Peter Tomcik.

Abwarten senkt Heilungschancen

Über mehrere Wochen hat sich Günter Haag

herumgeplagt, bis er schließlich doch zum

Arzt gegangen ist. „Zuerst tat der Arm nur

beim Arbeiten weh, irgendwann hörten die

Schmerzen gar nicht mehr auf. Ich bin sogar

nachts davon aufgewacht“, erinnert sich

der 57-Jährige. MUDr. Peter Tomcik kennt

das und warnt davor, Schulterschmerzen zu

verharmlosen: „Ein Schaden an der Supraspinatussehne

kann größer werden und zu

weiteren Schäden im Schultergelenk bis

hin zur schweren Arthrose führen.“ Je länger

ein Patient die Behandlung hinauszögert,

desto schlechter stehen die Heilungschancen:

die Muskulatur verkümmert, durch die

Schonhaltung schrumpft die Gelenkkapsel.

MUDr. Peter Tomcik informiert seinen Patienten

über die bevorstehende Operation.

Aus seiner langjährigen Erfahrung weiß der

Fachmediziner, dass viele Schulterpatienten

den Schmerz ignorieren und die Arme mit

Hilfe anderer Schultermuskeln anheben. „Typisch

sind Ausweichbewegungen, den Arm

doch noch zu bewegen. Das mag kurzfristig

helfen, ist aber keine Lösung auf Dauer.“

Funktionstests liefern erste Hinweise

Die Supraspinatusverletzung wird mit verschiedenen

Funktionstests festgestellt.

Günther Haag musste beispielsweise die

Arme seitlich anheben und die Handflächen

nach vorne drehen. Anschließend übte der

Arzt leichten Druck von oben auf die Arme.

Günther Haag wiederum musste versuchen,

die Arme zu halten. Für ihn eine schmerzhafte

Erfahrung und der deutliche Hinweis

auf eine Verletzung. „Bei anderen Patienten

kann es sein, dass der Arm keine Kraft hat

und nach unten sinkt“, erklärt MUDr. Peter

Tomcik. Zur Sicherung der Diagnose folgt

häufig eine Kernspintomographie, da hierdurch

die Schulter insgesamt am besten beurteilt

werden kann. Erst dann wird über die

weitere Therapie entschieden.

* Name von der Redaktion geändert

Riss heilt nicht von selbst

Ein Riss der Supraspinatussehne heilt meist

nicht von selbst. Der Körper kann zwar das

Fehlen dieser wichtigen Sehne teilweise

ausgleichen – eine vollständige Wiederherstellung

der Schulterfunktion ist jedoch

ohne Operation langfristig nicht möglich.

„Schmerzfrei die Schulter wieder in möglichst

vollem Umfang bewegen zu können,

ist das erklärte Ziel der Behandlung. Gemeinsam

mit Günther Haag haben wir uns

deshalb für eine Operation entschieden,

weil das in seinem Fall den größten Behandlungserfolg

verspricht“, sagt MUDr. Peter

Tomcik. Bei der Operation wird zunächst

der Binnenraum des Schultergelenks selbst

und der darüber liegende Bereich unter

dem Schulterdach auf weitere Schäden und

schmerzauslösende Faktoren abgesucht

und das Ausmaß des Sehnenrisses und die

Sehnenqualität beurteilt. Anschließend erfolgt

durch weitere kleine Schnitte die Wiederherstellung

der abgerissenen Sehne.

Die Sehnenenden werden mit Titanankern

oder mit sich selbst auflösenden Fadenankern

wieder am Oberarmkopf befestigt.

„Wichtig ist“, so MUDr. Peter Tomcik, „dass

die Schulter als komplexe funktionelle Einheit

verstanden wird, mögliche Mitursachen

für die Sehnenschädigung erkannt und in

der gleichen Operation beseitigt werden.“

Im Vorgespräch wird der Patient ausführlich

über weitere eventuell notwendige Maßnahmen

informiert.

Krankengymnastik zur Nachbehandlung

Günther Haag wurde erfolgreich operiert

und konnte die Klinik nach wenigen Tagen

verlassen. Seine Schulter braucht sechs Wochen

Ruhe; sein Arm wird deshalb auf einem

Schulterabduktionskissen ruhiggestellt.

Ganz zur Ruhe soll der Arm allerdings nicht

kommen, damit das Gelenk nicht einsteift.

Bereits in der Klinik wird vorsichtig mit Krankengymnastik

begonnen. „Mit Hilfe der Physiotherapie

bekommt das Schultergelenk

seine Beweglichkeit wieder zurück. Geduld

ist hier allerdings gefragt, denn es braucht

in der Regel mindestens drei Monate physiotherapeutische

Behandlung, bis eine beschwerdefreie

Bewegung wieder möglich

ist“, sagt MUDr. Peter Tomcik. Die Wiederaufnahme

des Berufs hängt stark von dessen

körperlichen Anforderungen ab und kann

ebenfalls drei Monate oder länger dauern.

„Es hat schon eine Weile gebraucht, aber

mit jedem Termin beim Physiotherapeuten

wurde es besser“, sagt Günter Haag, der seine

Schulter heute wieder beschwerdefrei

bewegen kann.

Ihre Fachklinik vor Ort:

Klinik Neustadt a. d. Aisch

Klinik für Unfallchirurgie

Dr. Mathias Bender

Chefarzt Unfallchirurgie

MUDr. Peter Tomcik

Oberarzt Unfallchirurgie

Paracelsusstraße 30-36

91413 Neustadt a. d. Aisch

Tel. 09161 70-2101

E-Mail: mathias.bender@kliniken-nea.de

E-Mail: peter.tomcik@kliniken-nea.de

Ein Riss der Supras pinatussehne kann größer

werden und zu weiteren Schäden führen.

16 Gesund in Mittelfranken

Gesund in Mittelfranken

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Physiotherapie

„Wir bewegen Menschen“ –

Mit Physiotherapie schnell

wieder auf den Beinen

Für Manfred Koch ist es wichtig,

dass er seinen Oberkörper kräftigt.

Physiotherapie

Rentner Manfred Koch* hatte Pech. Bei der Gartenarbeit passt er einen Moment

nicht auf und stürzt von der Leiter. Die Diagnose: Ein komplizierter

Wadenbeinbruch im rechten Bein, der operiert werden muss. Bereits einen

Tag nach der OP steht ein Physiotherapeut an seinem Krankenbett und

macht dem 67-Jährigen Mut: „Sie sind bald wieder auf den Beinen.“

* Name von der Redaktion geändert

Wie heißt es so schön: Wer rastet, der rostet.

Für Manfred Koch, der nach seiner Operation

einige Tage im Krankenhaus verbringen

muss, ist es deshalb wichtig, dass er in Bewegung

bleibt. Physiotherapeuten kümmern

sich um ihn. „Bei Herrn Koch müssen

wir schauen, dass zuerst die Schwellung am

Bein zurückgeht, die aufgrund des Bruches

und der OP entstanden ist. Danach fangen

wir mit Mobilisationsübungen an“, erklärt der

behandelnde Physiotherapeut.

Wohltuende Hände

Die Schwellung am Bein behandelt der

Physiotherapeut mit einer speziellen Grifftechnik,

der Manuellen Lymphdrainage. Mit

sanften Bewegungen schafft er es, dass das

Bein nach gut 30 Minuten nicht mehr ganz

so angeschwollen ist wie zuvor. „Das hat gut

getan. Ich bin ganz schön beeindruckt, wie

er das gemacht hat“, sagt Manfred Koch. „Die

Physiotherapie spielt beim Heilungsprozess

eine ganz erhebliche Rolle“, sagt Dr. Mathias

Bender, Chefarzt der Unfallchirurgie an der

Klinik Bad Windsheim.

Zum Repertoire der Physiotherapeuten gehören

auch Übungen mit dem sogenannten

Theraband – denn für Manfred Koch ist

es wichtig, dass er seinen Oberkörper und

Arme kräftigt. Für einen stabilen aufrechten

Gang benötigt der Mensch seine Gliedmaßen

und Muskeln. Fällt eines davon verletzungsbedingt

aus, gleicht das der Körper

aus. Dazu benötigen die Muskeln aber mehr

Kraft – und genau dafür sorgen diese Übungen.

Manfred Koch machen die täglichen

Übungseinheiten richtig Spaß: „Ich hab erst

gedacht, Fitness in meinem Alter? Aber der

Physiotherapeut hat mir ja erklärt, wozu das

gut ist. Jetzt freu´ ich mich richtig auf das Bänderziehen.

Das tut mir gut.“

Kontakt:

Klinik Bad Windsheim

Leitung Physikalische Abteilung

Erkenbrechtallee 45

91438 Bad Windsheim

Tel. 09841 - 99 670

Tägliche Übungen helfen,

wieder fit zu werden.

Möglichst schnell wieder auf die Beine

Die Wiederherstellung der Beweglichkeit –

dieser Prozess beginnt schon einen Tag nach

der Operation und nicht erst in der Reha,

ergänzt Dr. Bender. Für Manfred Koch heißt

es deshalb schon einen Tag nach der OP: aufstehen

und vorsichtig den Fuß belasten. An

seiner Seite ist ein Physiotherapeut der ihm

zeigt, wie er mit der Gehhilfe aufstehen und

die ersten Schritte machen kann. „Herr Koch

darf seinen Fuß natürlich nicht komplett

belasten. Ich zeige ihm deshalb ganz genau,

was er seinem Bein zumuten darf“, erklärt der

Bewegungsexperte.

18 Gesund in Mittelfranken

Gesund in Mittelfranken

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Leistenbruch

Leistenbruch

Bauchhöhle

Bauchmuskulatur

Bauchfell

Darmschlinge

Dr. Daniel Ditterich (links) und Dr. Martin Rexer (rechts)

besprechen eine bevorstehende Leistenbruchoperation.

Haut

Beim Leistenbruch bildet sich ein sogenannter

Bruchsack, der als „Bruchinhalt“

Teile des Darms enthalten kann und als

Beule in der Leistengegend sichtbar ist.

Leistenbruch –

Operation ist meist unumgänglich

Ein ziehender Schmerz oder ein Druckgefühl in der Leistengegend könnte ein Hinweis auf einen Leistenbruch

sein. Unbehandelt kann der Leistenbruch lebensgefährlich werden. Dr. Martin Rexer, Chirurg und Oberarzt an der

Klinik Neustadt an der Aisch, erklärt, warum ein Leistenbruch in den meisten Fällen operiert werden muss.

Husten, niesen, schwere Kartons schleppen

oder Einkaufstüten hochheben – das alles

übt einen enormen Druck auf die Leistengegend

aus. Halten die Muskeln und Sehnen

in der Leistenregion dem Druck nicht mehr

Stand, kann das Bauchfell den Leistenkanal

durchbrechen. Es bildet sich ein sogenannter

Bruchsack, der als „Bruchinhalt“ Teile des

Darms enthalten kann und als Beule in der

Leistengegend sichtbar ist. „Fast jeder dritte

Mann bekommt im Laufe seines Lebens einen

Leistenbruch. Schuld daran ist häufig eine genetisch

bedingte Bindegewebsschwäche“, so

Dr. Rexer.

Sichtbare Schwellung und Ziehen

Diese „Beule“ ist beweglich und lässt sich oft

wieder nach innen wegdrücken. Abends oder

nach Belastung ist die Schwellung deutlicher

zu sehen. „Leichtes Ziehen in der Leiste oder

ein Druckgefühl in diesem Bereich sind typische

Symptome. Die Schmerzen verstärken

sich, wenn die betroffene Region abgetastet

wird oder wenn der Druck im Bauchraum

erhöht ist“, erklärt Dr. Rexer. Der Druck erhöht

sich beim Husten oder Niesen, beim Pressen

(z. B. beim Stuhlgang) und bei körperlicher

Anstrengung, etwa beim Heben schwerer

Lasten. Risikofaktoren sind neben körperlich

anstrengenden Tätigkeiten beispielsweise

Übergewicht, eine Schwangerschaft, eine

Prostatavergrößerung sowie Asthma und

Bronchitis. „Wenn Sie eine Ausstülpung in der

Leiste bemerken, gehen Sie zum Arzt“, rät der

Fachmediziner.

Oberarzt Dr. Martin Rexer

Ist ein Leistenbruch gefährlich?

In den meisten Fällen ist ein Leistenbruch

ungefährlich; unbehandelt vergrößert er sich

jedoch. Der Bruchinhalt, also zum Beispiel eine

Darmschlinge, kann sich dann einklemmen

und abgequetscht werden. Mögliche Folgen

sind etwa ein Darmverschluss oder eine

Bauchfellentzündung. Das führt zu starken

Schmerzen – ein Notfall, der sofort operiert

werden muss. „Damit es gar nicht erst zu

einem Notfall kommt, sollte jeder Leistenbruch

operiert werden. Von selbst bildet sich

ein Leistenbruch nicht wieder zurück“, betont

Dr. Rexer. Welche Operationsmethode infrage

kommt, hängt von vielen Faktoren ab; so spielt

das Alter des Patienten eine Rolle, ebenso wie

die Lage und Größe des Bruchs. Um zu einer

sicheren Diagnose zu kommen, wird die Leiste

des Patienten unter anderem per Ultraschall

untersucht. „Das Ergebnis dieser Untersuchung

sowie das Ausmaß der Beschwerden

sind maßgeblich dafür, wie dringlich eine

mögliche Operation ist“, erläutert der Chirurg.

Schonende OP-Verfahren mit geringen

Nebenwirkungen

Bei der Operation bestehen verschiedene

Optionen: Es gibt zum einen Verfahren, mit

denen der Bruchsack zurückgeschoben sowie

die Bruchstelle mit Nähten verschlossen und

verstärkt wird. Zum anderen kann zusätzlich

über der Bruchstelle ein Kunststoffnetz eingesetzt

werden. Dies geschieht entweder

im Rahmen einer offenen Operation oder im

Rahmen einer Bauchspiegelung mit drei winzigen

Schnitten am Nabel und Mittelbauch.

„Leistenbruchoperationen führen wir in der

Regel mit der TAPP-Technik durch. Bei dieser

minimal-invasiven Methode benötigen wir

nur kleine Einschnitte in den Bauch. Diese

Technik ist ein schonendes und sicheres Verfahren

zur Beseitigung von Leistenbrüchen

mit sehr geringen Nebenwirkungen für den

Patienten“, erklärt Dr. Rexer. Dieses Verfahren

hat den Vorteil, dass Patienten sich recht

schnell wieder belasten dürfen und kommt

bei älteren Menschen und Patienten mit größerem

Leistenbruch zum Einsatz. „An der Klinik

Neustadt an der Aisch können verschiedene

Verfahren angewandt werden – stets unter

Berücksichtigung verschiedener individueller

Faktoren. An der Klinik Neustadt an der Aisch

werden über 200 Leistenbruchoperationen

pro Jahr durchgeführt“, so Dr. Rexer.

Ihre Fachklinik vor Ort:

Klinik Neustadt a. d. Aisch

Dr. Daniel Ditterich

Chefarzt Allgemein-, Viszeral- und

Gefäßchirurgie

Dr. Rexer, Oberarzt

Paracelsusstraße 30-36

91413 Neustadt a. d. Aisch

Tel. 09161 70-2101

E-Mail: daniel.ditterich@kliniken-nea.de

20 Gesund in Mittelfranken

Gesund in Mittelfranken

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Serie „Ärzte berichten“

Serie „Ärzte berichten“

Maßgeschneiderte Hüfte

als Hilfe in Problemfällen

Ein künstliches Hüftgelenk rechts mit 56 Jahren, nach der Operation ein

verlängertes rechtes Bein um 5 cm. Jetzt ein eingebrochener Hüftkopf

auf der linken Körperseite – mit diesem Befund bat eine Patientin Dr.

Mathias Bender, Chefarzt der Abteilung für Unfallchirurgie, Orthopädie

und des Endoprothetikzentrums an der Klinik Bad Windsheim, um

medizinischen Rat. In unserer Serie „Ärzte berichten“ schildert er, wie die

Beinverlängerung mit einer maßgeschneiderten Hüfte auf der linken

Körperseite als einzige Behandlungsmöglichkeit in Frage kam.

„Im Fall unserer Patientin

war nur ein individuelles

Hüftimplantat in der Lage,

das linke Bein um 3 bis 4

cm zu verlängern.“

Ein künstliches Hüftgelenk wird dann notwendig,

wenn das natürliche Hüftgelenk durch

degenerative Veränderungen, Verletzungen

oder Erkrankungen so stark geschädigt oder

verschlissen ist, dass konservative und gelenkerhaltende

Behandlungsverfahren nicht

mehr den gewünschten Heilungserfolg versprechen.

Dies ist der Fall, wenn die Schmerzen

in der Hüfte trotz Physiotherapie oder medikamentöser

Behandlung mit schmerz- und

entzündungshemmenden Medikamenten

weiter bestehen bleiben und sich auch die

Beweglichkeit und Funktionalität des Hüftgelenks

durch diese und andere gelenkerhaltende

Maßnahmen nicht ausreichend wiederherstellen

lässt. Das war auch bei der damals

56-jährigen Patientin so.

Deshalb wurde sie in einem Universitätskrankenhaus

operiert und bekam dort eine

künstliche Hüfte eingebaut. Durch diese

Operation hat sie jedoch eine Verlängerung

des rechtens Beines von 5 cm erlitten. Eine

Veränderung der Beinlänge kann beim Einbau

eines künstlichen Hüftgelenkes durchaus

entstehen; die Seitenunterschiede liegen

normalerweise im Bereich von 1 bis maximal

2 cm und werden durch Schuheinlagen oder

Absatzerhöhungen ausgeglichen. Bei unserer

Patientin waren es jedoch 5 cm. Trotz dieser

Verlängerung hat sich ihre Hüfte insgesamt

sechsmal ausgekugelt – noch während ihres

Aufenthaltes in der Klinik sowie in der anschließenden

Reha. Wenn die Hüfte auskugelt

(Luxation), springt der Gelenkkopf aus der

Gelenkpfanne heraus. Starke Schmerzen mit

gleichzeitiger Bewegungseinschränkung sind

die Folge. Die Patientin kam zu uns, weil auf

der Gegenseite, also auf der linken Körperseite,

der Hüftkopf eingebrochen war. Wir hatten

also folgende Situation vorliegen: Ein 5 cm zu

langes Bein auf der rechten operierten Seite

sowie der eingebrochene Hüftkopf auf der

anderen. Neben der operativen Behandlung

der Hüfte war es mir wichtig, den Beinlängenausgleich

wieder einigermaßen hinzubekommen.

Dieser Ausgleich geschah durch eine Operation

an der linken Hüfte; hier musste der

eingebrochene Hüftkopf durch ein Implantat

ersetzt werden. Der Nervus ischiadicus, auch

Ischiasnerv oder Hüftnerv genannt, gibt uns

bei einer solchen Operation nur einen gewissen

Spielraum. Dieser Nerv ist für Bewegungen

des Beines unerlässlich – an diesem

kann aber nicht unendlich gezogen werden,

da er sonst auszufallen droht. Uns blieben

nur begrenzte intraoperative Möglichkeiten,

die Beinlänge zu korrigieren. Im Fall unserer

Patientin war jedoch kein herkömmliches Hüftimplantat

in der Lage, das linke Bein um 3 bis

4 cm zu verlängern. Deshalb haben wir uns

dazu entschlossen, dieses individuell herstellen

zu lassen.

Gemeinsam mit externen Unternehmen wurde

die maßgeschneiderte Hüfte für unsere

Patientin geplant, berechnet und schließlich

hergestellt. Dazu benötigten wir genaue

Werte, die wir mittels Computertomographie

ermittelt haben. Nach gut sechs Wochen war

das individuelle Implantat fertig und wurde direkt

an die Klinik geschickt. Das Implantat wurde

erfolgreich eingebaut, die Patientin hat die

Operation gut überstanden. Das Ergebnis war

sehr zufriedenstellend: Durch die individuelle

Lösung konnten wir die Beinverlängerung

von 5 auf 2 cm verringern. Einen Nervenschaden

hat die Patientin nicht erlitten. Die Kontrolle

nach einem Jahr hat gezeigt, dass die

Hüfte stabil geblieben ist und es der Patientin

gut geht. Mit dem Ausgleich der verbliebenen

2 cm durch eine Schuherhöhung kommt sie

prima zurecht.

Patientenindividuelle Prothesen sind grundsätzlich

zu begrüßen. Bei Arthrose im Kniegelenk

haben sich individuelle Lösungen

bewährt und zu mehr Lebensqualität geführt.

Eine maßgeschneiderte Lösung für das

Hüftgelenk wie im Fall unserer 56-jährigen

Patientin ist, das muss ich betonen, jedoch

komplexen und kritischen Fällen vorbehalten

Eine maßgeschneiderte Lösung für das Hüftgelenk ist

komplexen und kritischen Fällen vorbehalten.

– und kein Standard. In der Regel ist der Einsatz

herkömmlicher künstlicher Hüftgelenke

mit guten Ergebnissen für den Patienten verbunden.

Ihre Fachklinik vor Ort:

Klinik Bad Windsheim

Abteilung für Unfallchirurgie, Orthopädie,

Endoprothetikzentrum

Chefarzt Dr. Mathias Bender

Erkenbrechtallee 45

91438 Bad Windsheim

Tel. 09841 99-101

E-Mail: mathias.bender@kliniken-nea.de

22 Gesund in Mittelfranken

Gesund in Mittelfranken

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Bauchaortenaneurysma

Bauchaortenaneurysma

Nieren

fäßerweiterung wird das Blutgefäß abgeklemmt,

längs geöffnet und eine Gefäßprothese

als Ersatz eingenäht. Nach Freigabe des

Blutstromes wird die ursprüngliche Gefäßwand

zum Schutz der umgebenden Organe

wieder um die Prothese gelegt und vernäht.

Die alternative Methode ist das sogenannte

endovaskuläre Verfahren mit der Stent-Prothese

– hier wird über die Leistenschlagader

eine durch Draht verstärkte Prothese von

innen in das Aneurysma eingebracht. Der

Eingriff ist schonender, weil die Bauchhöhle

nicht geöffnet wird. Die offene Operation

ist für Patienten sehr belastend; aus diesem

Verfahren über die Leistenschlagader mit der

Stent-Prothese wird überwiegend bei älteren

und geschwächten Menschen eingesetzt, für

die eine offene Operation zu belastend wäre.

Spazierengehen fördert die Heilung

Die Erholungsphase nach Behandlung mit

einer Stent-Prothese dauert ca. zwei bis drei

Wochen. Nach einer offenen Operation müssen

sich Patienten sechs bis acht Wochen

schonen. Schweres Heben (mehr als 5 kg)

sollten Patienten drei Monate lang unbedingt

vermeiden, um einen Narbenbruch zu verhindern.

Spazierengehen ist in allen Fällen die

werden können. Hierzu zählen Gewichtsregulierung

bei Übergewicht, Rauchstopp,

wirkungsvolle Behandlung von Bluthochdruck

oder Zuckerkrankheit, Diätmaßnahmen

bei Fettstoffwechselstörung sowie regelmäßiges

körperliches Training. Dr. Ditterich

rät dennoch zur Vorsorgeuntersuchung, da

Aneurysmen auch genetisch veranlagt sein

können: „Das Screening wird an unserer Klinik

von gefäßchirurgischen Spezialisten durchgeführt.

Das ist eine schnelle Ultraschall-

Untersuchung mit hohem Nutzen: Durch

rechtzeitige Erkennung eines Aneurysma

kann Schlimmeres verhindert werden.“

Hauptschlagader

unter Druck –

Diagnose

Bauchaortenaneurysma

Unter hohem Druck pumpt das Herz das Blut durch die Hauptschlagader,

die Aorta. Der enormen Druckbelastung halten die Gefäßwände bei manchen

Menschen jedoch auf Dauer nicht stand. Vor allem im Bauchraum

kommt es dann zu einer Erweiterung der Aorta – einem sogenannten

Bauchaortenaneurysma, das wie ein Ballon immer größer wird. Dr. Daniel

Ditterich, Chefarzt der Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie an der Klinik

Neustadt an der Aisch, erklärt, warum vor allem Männer ab 65 Jahren

zur Vorsorgeuntersuchung gehen sollten.

Normale Aorta

Grund bevorzugen Gefäßchirurgen hauptsächlich

bei jüngeren, fitten Patienten die

offene Operation. Der Vorteil liegt darin, dass

die Prothese im Anschluss dicht und sicher

sitzt – weitere Kontrollen sind nicht nötig. Das

Bauchaortenaneurysma

© bilderzwerg – Fotolia.com

beste Methode, um wieder leistungsfähig zu

werden. Zur Vorbeugung von Aortenaneurysmen

sind alle Maßnahmen geeignet, durch

die Gefäßerkrankungen verhindert oder zumindest

in ihrem Verlauf günstig beeinflusst

Ihre Fachklinik vor Ort:

Klinik Neustadt a. d. Aisch

Dr. Daniel Ditterich

Chefarzt Allgemein-, Viszeral- und

Gefäßchirurgie

Paracelsusstraße 30-36

91413 Neustadt a. d. Aisch

Tel. 09161 70-2101

E-Mail: daniel.ditterich@kliniken-nea.de

Ein Bauchaortenaneurysma entsteht meist

unbemerkt. „Das macht diese Erkrankung so

gefährlich. Die Hauptgefahr besteht darin,

dass ein Aneurysma plötzlich platzt und es

zur inneren Verblutung kommt“, berichtet

Dr. Ditterich. Symptome, die eine erweiterte

Hauptschlagader vermuten lassen, sind Rückenschmerzen

im Bereich der Wirbelsäule

oder der Nieren. Platzt ein Bauchaortenaneurysma,

macht sich dies durch unerträgliche

Bauchschmerzen mit Ausstrahlung

in den Rücken, Übelkeit und Brechreiz bemerkbar

– ein Notfall, bei dem jede Minute

zählt. Mit einer rechtzeitigen Vorsorgeuntersuchung

kann der Notfall vermieden und

vorbeugende Maßnahmen ergriffen werden.

Vorsorgeuntersuchung bringt Gewissheit

Die häufigste Ursache für ein Aneurysma ist

die Gefäßverkalkung. Fünf von hundert Männern

über 65 Jahre haben eine krankhafte

Erweiterung der Hauptschlagader, die überwacht

werden sollte. Deshalb empfiehlt Dr.

Ditterich Männern ab 65 Jahren, sich vorsorglich

untersuchen zu lassen. Bei der Vorsorgeuntersuchung

(Screening) wird der Bauch

abgetastet und eine kurze Ultraschalluntersuchung

durchgeführt. „Darüber hinaus

fragen wir wegen der möglichen erblichen

Veranlagung die Krankheitsbilder in der Familie

ab“, erklärt Dr. Ditterich. Patienten mit

Bluthochdruck, Diabetes, Fettstoffwechselstörungen

oder starke Raucher haben ein

deutlich erhöhtes Risiko, bereits in jüngeren

Jahren an einem Aneurysma zu erkranken;

sie sollten deshalb bereits ab 55 Jahren zur

Vorsorgeuntersuchung gehen. Frauen sind

zwar viel seltener betroffen, sollten nach Aussage

von Dr. Ditterich dennoch zur Vorsorge

gehen, wenn sie zur genannten Risikogruppe

gehören.

Ab 5 cm Durchmesser behandeln

Wurde beim Screening eine Erweiterung

festgestellt, kommt es auf die Größe an: Kleinere

Aneurysmen müssen nicht zwingend

behandelt, sollten jedoch in regelmäßigen

Abständen mit Ultraschall kontrolliert werden.

Ab einem Durchmesser des Aneurysma

von 5 cm steigt die Gefahr des Platzens durch

einen Gefäßwandeinriss erheblich an; bei

Männern lautet die Empfehlung für einen Eingriff

ab einem Durchmesser der Erweiterung

von 5 bis 5,5 Zentimetern. Bei Frauen gilt ein

Aneurysma ab einem Durchmesser von 4,5

Zentimetern bereits als dringend behandlungsbedürftig.

Gefäßprothese ersetzt Blutgefäß

Die erweiterte Hauptschlagader im Bauch

muss operativ behandelt werden: Bei der konventionellen

Operation wird der Bauchraum

geöffnet. Oberhalb und unterhalb der Ge-

Dr. Rexer (links) und Dr. Ditterich (rechts) im Dialog.

24 Gesund in Mittelfranken

Gesund in Mittelfranken

25


Geriatrisches Assessment

Geriatrisches Assessment

messen wir auch Hirnleistung, Mobilität und

Selbsthilfebedarf.“

Überprüft wird beispielsweise, wie selbstständig

der Patient isst, sich wäscht, Treppen

steigt, ob er gut sehen und hören kann, aber

auch geistige Fähigkeiten: Der Patient bekommt

ein Blatt Papier mit vorgezeichnetem

Kreis, in den er die Ziffern einer Uhr und eine

vorgegebene Zeit eintragen soll – ein Test,

der Hirnleistungsstörungen enttarnt. Darüber

hinaus wird die Wohnsituation beleuchtet,

ob also Stolperfallen, fehlende Griffe zum

Beispiel im Bad oder unüberwindbare Barrieren

wie Treppen Gefahren darstellen und das

alltägliche Leben erschweren.

Das Assessment gibt Aufschluss über die körperlichen

und geistigen Fähigkeiten der Patienten.

und Alltagskompetenz. „Das Assessment soll

Aufschluss über die körperlichen und geistigen

Fähigkeiten geben und im Fall von Hildegard

Meyer vor anschließender Pflegebedürftigkeit

bewahren“, sagt Dr. Wolfgang

Anderer, Chefarzt der Abteilung für Innere

Medizin, Akutgeriatrie und Geriatrische Rehabilitation

an der Klinik Bad Windsheim.

2,5 Millionen Pflegebedürftige

Bundesweit steigt die Zahl älterer Menschen:

Männer und Frauen aus geburtenstarken

Jahrgängen altern, die Zahl der Neugeborenen

sinkt mit jeder Generation. Nach aktuellen

Hochrechnungen des Bundesmini-

Leichtes Krafttraining ist wichtig

für eine stabile Körperhaltung.

steriums für Familie, Senioren, Frauen und

Jugend sind 2060 knapp die Hälfte aller

Deutschen 65 Jahre und älter. 2011 zählte die

Bundesregierung bereits 2,5 Millionen Pflegebedürftige.

Höchste Zeit also, Rentnern

zu einer möglichst hohen Lebensqualität zu

verhelfen. „Ziel des Geriatrischen Assessment

ist es, Ressourcen und Defizite der Patienten

zu erfassen und darauf aufbauend zu schauen,

was wir wo stärken können“, erläutert Dr.

Wolfgang Anderer. „Mit allgemeinen Tests

können wir neben Körpergewicht, Blutdruck,

Herzfrequenz und Temperatur auch

zahlreiche Laborwerte untersuchen. Aber

im Rahmen des Geriatrischen Assessments

Ganzheitliche Diagnostik

Diese Form der ganzheitlichen Diagnostik –

eine Art Bestandsaufnahme – kann aufgrund

ihrer Komplexität nicht durch eine einzelne

Berufsgruppe stattfinden. Deshalb erstellt ein

Team aus Spezialisten im medizinischen, therapeutischen

und pflegerischen Bereich aus

den Ergebnissen gemeinsam mit Patient und

Angehörigen einen individuellen Behandlungsplan.

So werden in Ergo- und Physiotherapie

beispielsweise Gleichgewicht, Kraft

und Ausdauer sowie Alltagssituationen trainiert,

bei Bedarf erfolgen neben einer medizinischen

Behandlung zudem psychologische

Diagnostik und Betreuung, die Beratung

über eine seniorengerechte Anpassung von

Wohnräumen oder auch Hilfe beim Erledigen

von Behördenformalitäten. „Die Durchführung

eines Geriatrischen Basis-Assessments

Geriatrie in Bad Windsheim

stärkt körperliche und geistige

Fähigkeiten älterer Patienten

Mit einer gebrochenen Hüfte wird Hildegard Meyer* in die Klinik Neustadt

a. d. Aisch eingeliefert. „Ich bin in der Küche gestolpert und hingefallen“,

erinnert sich die agile Rentnerin, die nach der medizinischen Erstversorgung

zu einem stationären Aufenthalt gezwungen war. Durch die lange

Bettruhe drohen die Muskeln der 82-Jährigen abzubauen. Deshalb wurde

sie zur Weiterbehandlung in die Abteilung für Akutgeriatrie der Klinik Bad

Windsheim verlegt – mit dem Ziel, die Pflegebedürftigkeit zu verhindern.

* Name von der Redaktion geändert

Auf der Station speziell für ältere Menschen

behandeln die Ärzte nicht nur die akute

Krankheit, sondern auch alle anderen bestehenden

Diagnosen und führen parallel

ein sogenanntes Geriatrisches Assessment

durch. Assessment heißt auf Deutsch Bestandsaufnahme.

Durch strukturierte Tests

werden alltagsrelevante Defizite, aber auch

Ressourcen der Patienten erfasst. Diese

Testreihe wird bei jedem in die Geriatrie eingelieferten

Patienten vorgenommen. Sie analysiert

neben körperlichem und psychischem

Befinden unter anderem Wohnverhältnisse

Die Uhrzeit einzeichnen – ein Test, der

geistige Fähigkeiten überprüft.

26 Gesund in Mittelfranken

Gesund in Mittelfranken

27


Geriatrisches Assessment

Das Spiel mit dem Ball fördert die Koordination.

Handscanner überprüft

Händedesinfektion

News

Die Kliniken des Landkreises Neustadt an der

Aisch - Bad Windsheim testen zurzeit einen

neuartigen Handscanner: Dieser überprüft,

ob die Händedesinfektion erfolgreich war

und alle Flächen der Hand ausreichend mit

Desinfektionsmittel benetzt sind. Der Handscanner

wird für Ausbildungszwecke sowie

für Händehygiene-Schulungen eingesetzt.

„Die Handhabung ist wirklich einfach. Nach

Einreiben der Hände gemäß der Händehygiene-Vorschriften

mit einem speziellen

Händedesinfektionsmittel, wird zuerst die

rechte, dann die linke Hand gescannt. Wir

sehen dann sofort auf dem Monitor, ob die

Desinfektion erfolgreich war“, erklärt Ronald

Reichenberg, Hygienebeauftragter der Kliniken

des Landkreises Neustadt an der Aisch

- Bad Windsheim. Sind alle Handflächen grün,

ist alles in Ordnung. Bereiche auf der Hand,

die nicht ausreichend benetzt sind, werden

rot markiert – der Test ist nicht bestanden.

„Die Berliner Charité, das Heidelberger Uniklinikum

und unsere Kliniken sind bundesweit

derzeit die einzigen Krankenhäuser,

die diesen Handscanner nutzen“, betont

Vorstand Stefan Schilling. Bei den Kliniken

des Landkreises Neustadt a. d. Aisch - Bad

Windsheim ist die Krankenhaushygiene seit

rund zwei Jahrzehnten als fester Bestandteil

des Qualitätsmanagements verankert. Durch

umfassende Maßnahmen entsprechend den

neuesten Erkenntnissen in der Krankenhaus-

hygiene übernehmen beide Kliniken eine

Vorreiterrolle in der Region.

Der Handscanner wird für Ausbildungszwecke

sowie für Händehygiene-Schulungen eingesetzt.

ist inzwischen in allen geriatrischen Einrichtungen

üblich“, berichtet Dr. Anderer. „Mit unserem

multiprofessionellen Team können alle

Facetten systematisch abgeklopft und auch

Hinweise von Angehörigen, die die Lebensumstände

des Patienten besser kennen, mit

berücksichtigt werden. Dadurch, dass beide

Geriatrischen Abteilungen unter einem Dach

sind, können wir in unserem multiprofessionellen

Team viele fachliche Kompetenzen

zusammenfassen, die wiederum allen Patienten

zugutekommen“, betont der Chefarzt.

Einzug ins Pflegeheim verhindert

Hildegard Meyer darf dank der ganzheitlichen

Therapie schon bald in ihre eigenen

vier Wände zurück. Neben einer medikamentösen

Behandlung sowie Atemübungen

und Inhalationen hatte sie mit regelmäßiger

Physio- und Ergotherapie auch ihre Muskeln

fit gehalten. Anfangs bewegte sie sich noch

mit einem Rollator durch ihr kleines Häuschen.

Ein Pflegedienst half in den ersten

Wochen beim Waschen und Anziehen, das

Mittagessen rollte auf Rädern an, die Haus-

haltshilfe der 82-Jährigen kam statt einmal

vorübergehend dreimal in der Woche. Inzwischen

versorgt sie sich wieder selbst und

benötigt den Rollator höchstens für ausgiebige

Spaziergänge. „Bei 85 % der betroffenen

Menschen gelingt es, diese wieder in die gewünschte

soziale Umgebung zu entlassen.

Wir freuen uns, dass dies auch bei Hildegard

Meyer der Fall ist“, so Chefarzt Dr. Wolfgang

Anderer.

Ihre Fachklinik vor Ort:

Klinik Bad Windsheim

Medizinische Klinik 4

Innere Medizin und Geriatrie

Chefarzt Dr. Wolfgang Anderer

Erkenbrechtallee 45

91438 Bad Windsheim

Tel. 09841 99-794

E-Mail: wolfgang.anderer@kliniken-nea.de

Lungenstammtisch Marktbergel lädt

ein zum Stammtisch für Betroffene mit

Lungenerkrankungen

Der Lungenstammtisch (LuSta) ist eine landkreisweite

Selbsthilfegruppe, die 2016 in

Marktbergel gegründet wurde. Betroffene,

deren Angehörige und Interessierte sind

herzlich zum gemeinsamen Erfahrungsaustausch

eingeladen. Die Selbsthilfegruppe

möchte Patienten mit einer Lungenerkrankung

tatkräftig unterstützen. Betroffene erhalten

in der Gruppe Rat und wichtige Hilfe

rund um ihre Erkrankung. Zudem finden regelmäßig

Vorträge von kompetenten Fachleuten

statt. Die Treffen der Selbsthilfegruppe

finden jeden 2. Montag im Monat ab 18 Uhr

in der Pizzeria Il Gabbiano in der Kirchstraße

15 in 91613 Marktbergel statt.

Weitere Informationen zur Selbsthilfegruppe

erhalten Interessierte bei Marion Webert unter

Tel. 09843 1415, bei Alfred Kolb unter Tel.

09843 3458 oder bei Edith Roßkopf unter Tel.

09841 2754.

28 Gesund in Mittelfranken

Gesund in Mittelfranken

29


Veranstaltungen

Vortragsreihe 2017

Wissen für Ihre Gesundheit

Wirbelsäulenbehandlung ohne Operation

16.05.2017 (Dienstag), 19 Uhr

Klinik Bad Windsheim, Cafeteria UG

Referent:

PD Dr. Martin Engelhardt

Facharzt für Neurochirurgie

Ist der Rückenschmerz täglicher Begleiter,

gibt es viele Möglichkeiten, die Beschwerden

zu lindern. Im Vortrag werden die

unterschiedlichen konservativen Behandlungsmöglichkeiten

wie Krankengymnastik,

Physiotherapie, Infiltrationen und Schmerztherapie

vorgestellt.

Bauchaortenaneurysma –

Screening und dann?

13.06.2017 (Dienstag), 19 Uhr

Klinik Neustadt a. d. Aisch, Parkcafe EG

Referent:

Dr. Martin Rexer

Ltd. Oberarzt Allgemein-, Viszeral- und

Gefäßchirurgie

Oft unbemerkt und als Zufallsbefund wird

ein Bauchaortenaneurysma, eine Aussackung

eines Gefäßes im Bauchraum, festgestellt.

Manchmal kann eine solche Aussackung aber

auch Beschwerden verursachen. Unabhängig

davon besteht durch die Aussackung die

Gefahr, dass diese platzen kann und zu einer

lebensbedrohlichen Situation führt. Der

Vortrag schildert die Entstehung, Diagnosestellung

und die Behandlungsmöglichkeiten

eines Bauchaortenaneurysma.

Schilddrüsenerkrankungen –

Diagnostik und operative Therapie

30.08.2017 (Mittwoch), 19 Uhr

Heiligenfeld Klinik Uffenheim,

Heiligenfeldsaal EG

Referent:

Prof. Dr. Siegfried Walgenbach

Belegarzt Chirurgie, Klinik Bad Windsheim

Veränderungen der Schilddrüse wie ein Kropf,

Entzündungen, eine Über- oder Unterfunktion

oder eine bösartige Erkrankung können die typischen

Beschwerden wie Schluckstörungen,

Kloßgefühl oder Atemnot verursachen. Wie

dem vorgebeugt werden kann, wann eine

Operation notwendig ist und welche aktuellen

Therapiemöglichkeiten es gibt, mit denen die

Schilddrüse in meist nur einem Eingriff entfernt

werden kann, erfahren Sie in diesem Vortrag.

Arthrose – wer hilft mir?

05.09.2017 (Dienstag), 19 Uhr

Klinik Bad Windsheim, Cafeteria UG

Referent:

Dr. Mathias Bender

Chefarzt Unfallchirurgie, Orthopädie,

Endoprothetikzentrum

Was ist Arthrose und wie kommt es dazu?

Welche Beschwerden treten auf? Wer hilft mir

und welche Therapiemöglichkeiten gibt es?

Was passiert in der Klinik und wie muss ich

mich nach der Implantation eines künstlichen

Gelenks verhalten? Diese Fragen und alles

Wissenswerte rund um das Thema Arthrose

und Gelenkersatz werden in diesem Vortrag

beantwortet.

Schulterschmerzen –

Ursachen und Behandlungskonzepte

12.09.2017 (Dienstag), 19 Uhr

Klinik Neustadt a. d. Aisch, Parkcafe EG

Referent:

MUDr. Peter Tomcik

Oberarzt Unfallchirurgie

Ursachen für Beschwerden in der Schulter

gibt es viele. Der Vortrag erläutert die verschiedenen

Krankheitsbilder der Schulter und

die modernen Behandlungsverfahren wie die

minimalinvasive Gelenkchirurgie („Schlüssellochtechnik“).

Unterschätzter Herzinfarkt – Die Zeit tickt

19.09.2017 (Dienstag), 19 Uhr

Klinik Bad Windsheim, Cafeteria UG

Referent:

Dr. Gerald Wasmeier

Chefarzt Med. Klinik 1

Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind nach wie

vor die häufigste Ursache der Sterblichkeit

in Deutschland. Zahlreiche Entwicklungen

in der Diagnostik und Therapie haben in den

letzten Jahrzehnten dazu beigetragen, die

Sterblichkeit relevant zu reduzieren und sollen

in diesem Vortrag dem Patienten näher gebracht

werden. Der wichtigste Faktor für das

Überleben eines Herzinfarktes ist die Zeit bis

zum ersten Arztkontakt, denn mit jeder verstrichenen

Minute ohne Therapie geht Herzmuskelgewebe

unwiederbringlich zugrunde!

In diesem Vortrag werden typische Symptome

für einen Herzinfarkt erklärt und der Ablauf in

der modernen Diagnostik und Therapie des

Herzinfarkts erläutert.

Moderne Narkoseverfahren

20.09.2017 (Mittwoch), 19 Uhr

Klinik Neustadt a. d. Aisch, Parkcafe EG

Referent:

Ruth Gröger

Chefärztin Anästhesie

Eine Operation ist heutzutage ohne Narkose

nicht vorstellbar. Viele Patienten haben vor

der Narkose mehr Angst als vor der Operation

selbst. Doch das ist heutzutage völlig

unbegründet. Die ausgezeichneten Möglichkeiten

sowie die ausgereifte und zuverlässige

Überwachungstechnik tragen zu einer extrem

hohen Patientensicherheit bei. Nicht immer

ist eine Vollnarkose notwendig – viele Eingriffe

und Untersuchungen können auch in

örtlicher oder teilweiser Betäubung durchgeführt

werden.

Die Teilnahme an den Vorträgen ist gratis.

Alle Referenten sind an den Kliniken des Landkreises

Neustadt a. d. Aisch - Bad Windsheim

tätig und stehen Ihnen telefonisch bzw. nach

Terminvereinbarung für Fragen, Untersuchungen

und Behandlungen gerne zur Verfügung.

Weitere Informationen im Internet

unter www.kliniken-nea.de.

Klinikführer

Standort

Neustadt a. d. Aisch

Klinik Neustadt a.d. Aisch

Paracelsusstraße 30-36

91413 Neustadt a. d. Aisch

Tel.: 09161 70-0

E-Mail: info@kliniken-nea.de

Medizinische Klinik 1 + 2

Chefarzt Dr. Gerald Wasmeier

Chefarzt Dr. Dieter Rost

Paracelsusstraße 30-36

91413 Neustadt a. d. Aisch

Tel.: 09161 70-2401

Medizinische Klinik 3

Chefarzt Prof. Dr. Dr. Gerhard Nusko

Paracelsusstraße 30-36

91413 Neustadt a. d. Aisch

Tel.: 09161 70-2341

Allgemein-, Viszeralund

Gefäßchirurgie

Chefarzt Dr. Daniel Ditterich

Paracelsusstraße 30-36

91413 Neustadt a. d. Aisch

Tel.: 09161 70-2101

Unfallchirurgie

Chefarzt Dr. Mathias Bender

Paracelsusstraße 30-36

91413 Neustadt a. d. Aisch

Tel.: 09161 70-2101

mathias.bender@kliniken-nea.de

Anästhesie und Intensivmedizin

Chefärztin Ruth Gröger

Paracelsusstraße 30-36

91413 Neustadt a. d. Aisch

Tel.: 09161-70-0

Geburtshilfe und Gynäkologie

Chefärztin Dr. Liane Humann-Scheuenstuhl

Paracelsusstraße 30-36

91413 Neustadt a. d. Aisch

Tel.: 09161 70-2201

HNO

Dr. Bernhard Buchta,

Dr. Sabine Schagerl

Bamberger Straße 23

91413 Neustadt a. d. Aisch

Tel.: 09161 874580

Dr. Sebastian Bucher

Hauptstraße 21

91074 Herzogenaurach

Tel.: 09132 3276

Urologie

Dr. Joachim Schubert

Dr. Jörg Berfelde

Paracelsusstraße 30

91413 Neustadt a. d. Aisch

Tel.: 09161 872790

Pflegedienst

Dieter Schütz

Paracelsusstraße 30-36

91413 Neustadt a. d. Aisch

Tel.: 09161 70-3301

Standort

Bad Windsheim

Klinik Bad Windsheim

Erkenbrechtallee 45

91438 Bad Windsheim

Tel.: 09841 99-0

E-Mail: info@kliniken-nea.de

Medizinische Klinik 4

Chefarzt Dr. Wolfgang Anderer

Erkenbrechtallee 45

91438 Bad Windsheim

Tel.: 09841 99-501

Medizinische Klinik 5

Rheumatologie (Belegabteilung)

Wolfgang Reichel

Erkenbrechtallee 45

91438 Bad Windsheim

Tel.: 09841 6859055

E-Mail: info@rheuma-reichel.de

Allgemein-, Viszeralund

Gefäßchirurgie

Prof. Dr. Siegfried Walgenbach

Dr. Thomas Demann

Schwarzallee 10

91438 Bad Windsheim

Tel.: 09841 651365

Orthopädie, Unfallchirurgie,

Endoprothetikzentrum

Chefarzt Dr. Mathias Bender

Unfallchirurgie, Orthopädie,

Endoprothetikzentrum

Erkenbrechtallee 45

91438 Bad Windsheim

Tel.: 09841 99-101

Anästhesie

Chefärztin Ruth Gröger

Erkenbrechtallee 45

91438 Bad Windsheim

Tel.: 09841 99-901

Gynäkologie (Belegabteilung)

Dr. Michael Gampe

Thomas W. Schmidt

Dr. Dietmar Christmann

Dr. Hartwig Maisenbacher

Erkenbrechtallee 45

91438 Bad Windsheim

Tel.: 09841 990

Geriatrische Rehabilitation

Chefarzt Dr. Wolfgang Anderer

Erkenbrechtallee 45

91438 Bad Windsheim

Tel.: 09841 99-501

HNO (Belegabteilung)

Christian Schmölz

Oberntiefer Str. 3

91438 Bad Windsheim

Tel.: 09841 3136

Fax: 09841 5371

MVZ Kliniken des Landkreises Neustadt

a. d. Aisch - Bad Windsheim gGmbH

Dr. Matthias Krause

Erkenbrechtallee 45

91438 Bad Windsheim

Tel.: 09841 99-201

Krankenpflegeschule Scheinfeld

Elisabeth Derrer

Goethestraße 6

91443 Scheinfeld

Tel.: 09162 922389

Pflegedienst

Ilse Keller

Erkenbrechtallee 45

91438 Bad Windsheim

Tel.: 09841 99-701

Klinikführer

30 Gesund in Mittelfranken

Gesund in Mittelfranken

31


Würzburg

A3

A7

B8

B470

A73

Klinik

Neustadt a. d. Aisch

Erlangen

Klinik

Bad Windsheim

Nürnberg

Ihr Weg zu uns

Notfall

Der Landkreis Neustadt a. d. Aisch - Bad Windsheim liegt im nordwestlichen Teil

des Regierungsbezirks Mittelfranken.

Aus Würzburg kommend sind die Kliniken des Landkreises Neustadt a. d. Aisch -

Bad Windsheim mit dem Auto über die Autobahn 7 gut zu erreichen. Eine gute Orientierung

bietet die Beschilderung der Franken Therme Bad Windsheim, die sich in unmittelbarer

Nähe der Klinik Bad Windsheim befindet. Die Klinik Neustadt a. d. Aisch ist ca. 20 km

von Bad Windsheim entfernt und über die B470 in wenigen Autominuten erreichbar.

Aus Richtung Nürnberg führt der Weg zu den Kliniken des Landkreises

Neustadt a. d. Aisch - Windsheim über die Bundesstraße 8.

Zertifizierungen

In medizinischen Notfällen wenden Sie

sich bitte an die Integrierte Leitstelle des

Rettungsdienstes, die Sie telefonisch über

112 erreichen.

In weniger dringenden Fällen sowie bei

Arbeits-, Sport- und Schulunfällen stehen

Ihnen rund um die Uhr die Notfall-Ambulanzen

unserer Kliniken zur Verfügung.

Diese sind über unsere Standort-Zentralen

zu erreichen (siehe letzte Innenseite in

diesem Heft).

Bei der Meldung eines Notfalls sollten Sie

unbedingt folgende fünf W beachten:

Wo ist der Notfall passiert?

Was ist passiert?

Wie viele Patienten oder Verletzte?

Welche Probleme oder Verletzungen?

Warten auf Rückfragen.

www.kliniken-nea.de

www.facebook.com/klinikennea/

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