Lust auf Italien 2017 / 4

maxrusso

Lust auf Italien

Nr. 4 Juli/August 2017 6,00 €

www.lustauf.de

www.facebook.com/lustaufitalien

Der Klassiker: Lasagne

Raffinierte & gute Rezepte

Spirituosen: Amaro

Die beliebten Kräuterliköre

Frische Kräuter

Geheime Geschmackswunder

Gardasee

Traumhafter

Sommerurlaub

Gardasee • Comersee • Ligurien • Toskana

Venetien • Friaul • Trentino • Lombardei

Polenta-Gerichte

Mais auf italienische Art

Cinque Terre

A 6,70 € / I 8,40 € / CH 10,90 CHF / LUX 7,20 €

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Foto: © shutterstock.com

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Sommer zu genießen?

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Editorial

Seilbahn Unterstell

Die Seilbahn im Meraner Land

Liebe Leserin,

lieber Leser!

Stephan Quinkertz

Herausgeber

Haben Sie schon Ihren Sommerurlaub gebucht?

Viele Familien, Singles und Paare sind in diesen

unsicheren Reisezeiten noch unschlüssig. Wohin

kann man in diese Zeiten noch reisen? Die einen

sagen, ab in den Flieger und ab nach Spanien und

Mallorca. Doch wer da noch nicht gebucht hat,

der wird schwer etwas finden. Andere wollen

nicht in einen Flieger steigen und lieber mit dem

Auto verreisen. Hier ist man jederzeit mobil und

kann seinen Reiseplan selbst gestalten.

Und genau für die vielen „Unentschlossenen“

haben wir in dieser Ausgabe 11 herrliche Destinationen

in Italien ausgesucht, die man bequem

mit dem Auto erreichen kann. Wir haben uns

bei der Auswahl der Urlaubsdestinationen auf

verschiedene Themen konzentriert: Egal ob Kultur,

Bade-, Familien oder Sporturlaub – für jeden

Urlaubstyp haben wir ein herrliches Fleckchen

gefunden.

Wenn Sie mich nach meiner Top-Empfehlung

fragen – ganz schwierig. Natürlich ist der Lago di

Como ein Highlight mit einem Abstecher nach

Mailand. Der Gardasee reizt immer wieder und

auch der Lido in Venedig und der in Jesolo sind

für einen Familienurlaub immer wieder toll. Vielleicht

mal die Strände in der Toskana besuchen?

Aber einen Ort werde ich mir sicher mal ansehen:

Cinque Terre – die fünf Dörfer in Ligurieren sind

wahrlich mal eine Reise wert.

Machen Sie schöne Bilder von Ihrem Traumurlaub

und teilen Sie diese auf unseren Facebookseiten.

Wir wollen doch alle schöne Bilder und

Videos von den herrlichen Urlaubsdestinationen

in Italien sehen.

Herzlichst Ihr

Lust auf noch mehr Italien? Dann folgen Sie uns auf Facebook:

www.facebook.com/lustaufitalien und www.facebook.com/lustaufgardasee


Inhaltsverzeichnis

6

Ligurien

im Land der 5 Dörfer

56

Toskana

Urlaub in Grosseto

4

le aziende che presentiamo nelle pagine di „Lust Auf Italien“ sono punti d’eccellenza del Design e Made in Italy


80

Amoro: kräuterlikeure

Inhalt

Sommerurlaub

6 Cinque Terre

12 Comersee / Mailand

20 Gardasee

28 Valpolicella

32 Strände von Venetien

36 Grado in Friaul

90

die besten kräuter für die Küche

44 Trentinische Seen

56 Grosseto

66 Lago Trasimeno

70 Lago Bolsena

74 Canossa

Lust auf Genuss

80 Amoro – Kräuterliköre

90 Kräuter für die Küche

104 Sternekoch: Luis Haller

108

Vongole: Tolle Rezepte

108 Vongole

115 Polenta

122 Lasagne-Rezepte

126 Farbige Pasta

service

54 Einzelhefte bestellen

78 Jahres-Abonnement bestellen

107 Gewinnspiel: Reise nach Südtirol

122

114 Testabo bestellen

130 Vorschau / Impressum

Der Klassiker: Lasagne

5


Gardasee,

Für die Seele:

Rad-Urlaub an

den schönsten

Seen

Lago Maggiore & Co.

entziehen. Was liegt also näher, als sich

die oberitalienischen Glückshormone

auf einer Radtour zu sichern?!

Der Gardasee, so ergab mal eine Studie,

hat auf Menschen eine gesunde Wirkung.

Einfach, weil er so ist, wie er ist.

In einer eindrucksvollen Landschaft gelegen,

idyllisch, mit einer ganz besonderen

Atmosphäre, die die Seele streichelt.

In seiner Nähe ist der Wohlfühlfaktor

besonders hoch. Ähnliches könnte man

sicherlich über den Lago Maggiore herausfinden,

der von Oberitalien bis ins

Schweizer Tessin reicht. Auch seiner

magischen Wirkung kann sich niemand

Viele Wege führen zum

Gardasee

Im Europakatalog des Radreise-Spezialisten

Eurobike findet man eine große

Auswahl an Radtouren zum Lago,

z.B. von Brixen entlang der Flüsse Rienz,

Eisack und Etsch, von Meran entlang

der Etsch, mit Zwischenstopp am Kalterer

See, oder vom Reschensee auf dem

Etsch-Radweg bis Verona. Besonders

reizvoll ist aber auch die „Sternfahrt

Gardasee – Trient, Verona, Mantua


Anzeige

und Brescia“, auf der alle Sinne angesprochen

werden und das Genießen

– kulinarisch, kulturell und visuell –

garantiert nicht zu kurz kommt. Vier

3- und 4-Sterne-Hotels in Sirmione und

Desenzano stehen als Standquartier zur

Auswahl. 7 Tage ÜF ab 529 Euro. Die

täglichen Touren sind zwischen 50 und

65 Radkilometer lang. Selbstverständlich

ist auch eine Schifffahrt auf dem

Gardasee im Programm enthalten.

Zauber des Lago Maggiore

Dieser lässt sich wunderbar mit dem

Fahrrad erleben. Auf der „Sternfahrt

Lago Maggiore – Schweizer Dolce

Vita“ starten die Radfahrer vom Albergo

Losone in Losone, einem stilvollen

4-Sterne-Haus mit Geschichte, zu ihren

täglichen Ausflügen zu den schönsten

idyllischen Plätzen in der Schweizer

und in der Italienischen Umgebung des

Sees. Eine Tagestour führt zum Beispiel

mit dem Rad nach Ascona und von dort

per Fähre zu den Brissago Inseln, wo das

milde mediterrane Klima in einem Botanischen

Garten mehr als 1700 Pflanzen

blühen lässt. Die meisten Tagesetappen

der 6-Tage-Radreise, die ab 579

Euro zu buchen ist, sind mit 25 oder

35 Radkilometern gemütlich zu bewältigen.

So bleibt genug Zeit zum Entspannen

im Hotel. Ein großer beheizter

Pool und der größte Palmengarten der

Schweiz garantieren nach den Radtouren

himmlisches Dolce Vita.

Weitere Infos über diese und viele

weitere tolle Radtouren in Bella-Italia:

Eurobike - Eurofun

Touristik GmbH

Mühlstraße 20,

A - 5162 Obertrum / Österreich

Tel.: 00 43-(0)62 19-74 44

Fax: 00 43-(0)62 19-8272

www.eurobike.at • office@eurobike.at


Lust auf Reisen | Lombardei

Comer See

Urlaub zwischen Palmen

und Bergen

Tipp 2

Fotos: © Cerdit MT, Alberto Locatelli

Jenseits der Alpen lockt der

Lago di Como mit blauem

Wasser, verträumten Dörfern,

filmreifen Palazzi und lauen

Abenden bis Mitternacht. An den

Uferpromenaden flaniert man,

soweit die Füße tragen, oder erobert

den See bequem per Schiff

– Urlaubsvergnügen pur.

Von Beate Giacovelli

12


Comer See

Menaggio gilt für viele als

einer der schönsten

Orte am See

Menaggio

Comer See

Varenna

Bellagio

Lecco

Como

13


Lust auf Reisen | Lombardei

Cadenabbia liegt am Westufer des Sees. Von hier

setzen Autofähren nach Bellagio über.

Sie dienten Daniel Craig alias James Bond

in „Casino Royale“ als Kulisse und Konrad

Adenauer als Sommerresidenz: Die

strahlenden Villen an den beschaulichen

Ufern des Comer Sees. Sie alle waren hier:

Der pittoreske Ort Varenna

liegt genau in der Mitte des

Ostufers, gegenüber von

Menaggio und Bellagio.

Funivia von Argegno

hoch nach Pigra,

eine der steilsten

Seilbahnen Europas

Kaiserin Sissi und Franz Josef, Giuseppe

Verdi, Frank Liszt, Hermann Hesse oder

Stendhal. Promispotter haben gute Chancen:

Halb Hollywood lässt sich vom Retro-

Charme und den pittoresken Fischerorten

bezaubern. George Clooney, Ehrenbürger

des verschlafenen Nestes Laglio, residiert

jeden Sommer ein paar Wochen in seiner

millionenschweren Villa Oleandra, seit seinem

Einzug sind die Immobilienpreise am

See explodiert.

Hier, nur einen Katzensprung von Mailand

oder der Schweiz entfernt, beginnt

der leuchtende, warme Süden. Wie ein

Fjord begrüßt der See Ankommende mit

weichem, mediterranen Licht, schroffen

Bergriesen, himmelwärts strebenden Palmen

und subtropisch bewachsenen Promenaden

wie am Mittelmeer: Oleander,

Zitronen- und Olivenbäume. Üppige Rhododendren

und Azaleenteppiche leuchten

– man ertrinkt förmlich in einem Farbenrausch.

Die geheimnisvolle Dame

Beliebter Ausgangspunkt für eine Entdeckungstour

ist die Stadt Como. Im historischen

Zentrum laufen sich Touristen aller

Herren Länder etwa auf der trubeligen

Shoppingmeile Via Vittorio Emanuele II

oder der wunderschönen Promenade, die

sich von der Piazza Cavour Richtung Villa

Olma windet, die Füsse wund.

Glanzvoll präsentiert sich die weite Piazza

del Duomo mit dem Torre Comunale

und dem mit einer zierlichen Loggia geschmückten

Rathaus Broletto. Plinius der

Ältere und sein Neffe, der jüngere Plinius,

berühmte Söhne der Stadt, schauen von

ihren Steinbalkonen am Dom – wohl geborgen

hinter Glas – zu, wie Touristen die

aufwendig verzierte Fassade aus weißem

Marmor studieren. Die Kunstfertigkeit der

magistri comacini, der berühmten Bildhauer

und Steinmetze aus der Region von

Como und dem Comer See, prägt jedes

14


Comer See

In Bellagio finden

wir Italien, wie wir es

lieben: krumme Gassen,

Glockentürmchen und

mit Blumen geschmückte

Treppengässchen.

Detail des Gotteshauses. Religiöse und

weltliche Macht sind an diesem Platz nicht

nur symbolisch vereint, sondern auch baulich

miteinander verbunden.

In das mittelalterliche Gassengewirr zwischen

Via Vitani, Via Muralto und Via Olginati

verirrt sich hingegen kaum jemand.

Und nur wenige wissen von der geheimnisvollen

„Dama della Cortesella“, dem Bildnis

einer jungen Schönen, das dem Viertel

seinen Namen gibt. Fragt man Vorbeihastende

nach der „Dame am Fenster“, erntet

man häufig ratloses Schulterzucken. Wer

nicht hier wohnt, nimmt die unscheinbare

Como, von den Römern im Jahr 59

vor Christus mit dem Namen „Novum

Comun“ gegründet.

Adresse Via Vitano 35 nicht einmal wahr.

Über das transparente Schild „Dama della

Cortesella“ huscht das Auge achtlos hinweg,

hin zu antiken Torbögen, begrünten

Innenhöfen und Schaufenstern kleiner

Handwerks- oder Antiquitätenläden. Nur

wer den Blick hebt, zum zweiten Stockwerk

des Gebäudes, sieht auf einem aufgemalten

Scheinfenster das Porträt einer

feinen Damen mit weißem Spitzenkragen

und wendet den Blick nicht mehr ab – sie

taucht so unvermutet auf. Ein unbekannter

Künstler der Renaissance soll das Werk erschaffen

haben.

Glamouröse Bootstour

Was wäre der Comer See ohne seine

prachtvollen Villen und deren Geschichen?

Wer den Lario, wie Einheimische den See

nach seiner römischen Bezeichnung Lactus

Larius nennen, per Schiff zum Beispiel ab

Como erobert, taucht in eine zauberhafte

Welt. Aus dem Ufergrün leuchten herrschaftliche

Palazzi in verschwenderischer

Pracht auf: Villa d´Este in Cernobbio, eines

der exklusivsten Grandhotels der Welt.

Hier trifft sich ein Mal im Jahr, genauer

im Mai, die High Society zum Concorso

d´Eleganza, einer exklusiven Oldtimer-

Veranstaltung.

In der Villa Melzi in Bellagio gaben sich

einst Franz Liszt und Gräfin d´Agoult ein

Stelldichein. Tochter Cosima, die spätere

Frau von Richard Wagner, kam hier im

Frühjahr 1837 zur Welt. Schräg gegenüber

von Bellagio, in Tremezzo – einem

der schönsten Dörfer Italiens – setzt sich

die Villa Carlotta, ein Gesamtkunstwerk

aus dem 18. Jahrhundert, in Szene. Ein

legendäres Grandhotel, umgeben von einem

verwunschenen Park: Greta Garbo,

Eli zabeth Taylor oder Alfred Hitchcock

waren Stammgäste hier. Am spektakulärsten

ist der Blick vom Wasser auf die Villa

Balbianello, Drehort von „Star Wars II“,

und „Casino Royale“. Das Anwesen mit

seinen zwei Türmchen und Terrassengärten

thront an der Spitze der Halbinsel Lavedo

15


Lust auf Reisen | Lombardei

Highlights am Comersee

Funivia Argegno-Pigra:

Eine der steilsten Seilbahnen Europas

mit nur zwei Kabinen. Spektakulärer

Blick auf den Lago. Bergstation Pigra,

859 Meter über dem Meeresspiel, ist

Ausgangspunkt für Wanderungen oder

Mountainbiketouren. Strada Regina,

I-22010 Argegno (Parkplatz).

Giardino della Valle in Cernobbio:

Zauberhafter botanischer Garten, hinter

dem Grandhotel Villa d´Este. Ida Frati –

von Einheimischen Nonna Pupa genannt

– kreierte aus einer ehemaligen Müllhalde

ein blühendes Paradies mit rund 130 verschiedenen

Pflanzenarten. Via Adda oder

Via Monte Santo 5, I-22012 Cernobbio.

Eintritt frei.

Abtei von Piona auf der

gleichnamigen Halbinsel:

Kloster aus dem 12. Jahrhundert, das

durch stille Schönheit besticht. Ein

Kraftplatz. Herzstück: Kreuzgang mit

wertvollen Freskenresten. Im Klosterladen

verkaufen Mönche selbstgemachte Tees,

Kräuterschnäpse, Honig. Via Abbazia di

Piona 55, I-23823 Colico.

Sacrario degli Sport Nautici:

Eine Kirche, die allen Wassersportlern

geweiht ist, thront auf einem Hügel über

der Stadt Como. Ihre Form erinnert an

einen Schiffsrumpf, erbaut 1963. Skuriles

Museum: Boot des legendären Giuseppe

Sinigaglia (1914 Ruderweltmeister),

Muscheln, Meereskrippe etc. Einzigartig!

Via per Brunate 39, I-22100 Como.

Madonna del Ghisallo:

Hierher pilgern Radsportfanatiker aus

aller Welt. Wallfahrtskirchlein auf 754

Metern Höhe, der „Madonna del Ghisallo“,

Schutzpatronin der Radfahrer, geweiht. Im

Inneren der Kirche: historische Fahrräder

an den Wänden, Trikos, Trophäen. Direkt

daneben: Radsport-Museum. Strada

Ghisallo, I-22030 Magreglio.

Galleria Vittorio Emanuele und Mailänder Dom:

weltliches und kommerzielles Zentrum der Stadt

– fast unwirklich schön. Villen-Spotting

vom Schiff aus macht Spaß. Man lässt sich

immer schön weitertreiben von Ort zu Ort

vor der Kulisse der Alpen auf einem blaugrün

schimmernden See.

Eine Insel zum Träumen

Der Comer See ist nach dem Gardasee und

Lago Maggiore der drittgrößte und tiefste

See Italiens. Bei Bellagio, der nördlichsten

Spitze des „Triangolo Lariano“ – dem Dreieck

Como-Bellagio-Lecco – teilt sich der

Lago in zwei Arme, die ihm das charakteristische

Aussehen eines auf dem Kopf stehenden

Ypsilons verleihen. Einen Ausflug wert

ist die Isola Comacina, einzige Insel am

See: ein malerisches Fleckchen Erde, klein

genug, um einmal rundherum zu laufen

und herrliche Panoramablicke zu genießen.

In der Locanda dell´Isola kredenzt der legendäre

Inselwirt Benvenuto Punicelli seit

1947 dasselbe Menü und bekämpft täglich

mit einem Feuerzauber einen bösen Fluch,

verhängt von Comos Bischof Vidulfo im

Jahr 1169. George Clooney feierte in der

urigen Locanda das Ende der Dreharbeiten

zu „Ocean´s Twelve“.

Seitensprung Mailand

Unterwegs rund um den Comer See sollte

man ihn sich einfach gönnen, den Seitensprung

in die rund 50 Kilometer weit entfernte

Stadt Mailand. Hier treffen kühle

nordische Vernunft und heitere südliche

Lebensfreude aufeinander. Beste Möglichkeit,

um ein Gespür für die Metropole

mit rund 1,3 Millionen Einwohnern zu

entwickeln: Dem gotischen Mailänder

Dom Santa Maria Nascente auf über 300

Stufen aufs Dach zu steigen. Hier drängeln

Die Villa Cipresi in Varenna ist

eines der exklusivsten Hotels am

Comer See.

16


Comer See

Wenn du nichts als

ein Herz und ein

Hemd besitzt, so verkaufe

dein Hemd und

stille dein Herz, reise

an den Comer See

(Stendhal)

sich Heiligenstatuen, Tiere, Dämonen und

Spitzentürmchen in einem bizarren Marmorgarten

mit über 11.000 qm Grundfläche.

Ein Bau der Superlative aus weißem

Marmor, nach dem Petersdom in Rom

zweitgrößte Kirche Italiens.

Im verkehrsberuhigten Centro Storico lässt

sich wunderbar ein Tag verbummeln, etwa

in der Galleria Emanuele II, gleich neben

dem Dom, wo man in der Art-Nouveau-

Bar „Il Camparino“ gemeinsam mit schicken

Italienern an einem ersten Campari

(er wurde hier erfunden) nippen kann. Eine

mächtige Glaskuppel überspannt Mailands

Luxus-Galleria. Fresken, Unmengen an

Marmor und Mosaike zieren die Einkaufs-

Arkade, die Einheimische liebevoll „Il Salotto“

(Salon) nennen.

Im „Goldenen Viererck“ zwischen Via

Montenapoleone, Via della Spiga, Via

Manzoni und Corso Venezia, nur wenige

Schritte hinter dem Dom, gibt´s einiges zu

staunen: Ferrari oder Maserati parken lässig

in zweiter Spur oder auf den schmalen

Gehsteigen mit einer der weltweit höchsten

Konzentration an Designer-Boutiquen

wie Armani, Prada, Gucci, Chanel, Versace

oder Dolce Gabbana. Man kann unmöglich

alle aufzählen. In diesem Viertel regieren

Dekadenz und Luxus – nichts für

schmale Urlaubsbudgets.

Das Künstlerviertel Brera ist perfekter

Gegenpol zum Shopping-Trubel: winzige

Galerien, krumme Gassen, Ristoranti

mit gewürfelten Tischdecken, Caffè-Bars.

Hier zelebrieren Milanesi das Dolce Vita,

halten mittags Einkehr, nehmen sich Zeit

zum Genießen und schlemmen sämiges, safran-gelbes

Risotto alla Milanese, dazu ein

beschlagenes Glas Vino Bianco. Probieren

sollte man: Ossobucco alla Milanese, eine

Art Kalbshaxe in Scheiben geschnitten,

serviert auf Risotto.

Fahrt ins Blaue

Nicht nur Designer, Schriftsteller oder

Musiker schätzen den mondänen Belle-

Epoque-Charme des Comer Sees. An den

Wochenenden stürmen großstadtmüde

Milanesi, Mailänder, den Lago. An den

Ufern scheint dann ein einziger großer,

fröhlicher Familienausflug im Gange zu

sein. Im Ausland mag der Comer See

etwa im Vergleich zum Gardasee weitgehend

unentdeckt sein. Aber die Italiener

lieben ihn. So ein Ausflug zum See verheißt

vor allem – il pranzo, stundenlanges

Mittagessen. Und was kommt auf den

Tisch? Duftende Ravioli mit Fischfüllung,

gegrillte Reinanke mit Butter und

Salbei oder „Toc e Missoltino“, Polenta

mit viel Butter, Käse und Missoltino, getrocknetem

Fisch. Wie schön der Comer

See und die nahe gelegene Diva Mailand

sind, entdeckt nur, wer sich auf den Weg

macht. Wer hier war, hat lange etwas zum

Träumen. Buon viaggio, gute Reise!

Die noble Galleria

Vittorio Emanuele

gilt als ältestes

Einkaufszentrum

der Welt.

Mailänder Dom

Einlass ist nur in angemessener Kleidung

erlaubt. Touristen in kurzen Hosen und

Trägershirts wird der Eintritt verwehrt.

Der Mailänder Dom ist geöffnet:

• für Gläubige täglich von 7.00 - 19.00 Uhr

geöffnet. Der Eintritt für Gläubige zum

Beten ist kostenlos.

• für Besucher von Mo-Fr 8:00 - 22:00 Uhr,

Samstag 8:00 - 16:00 Uhr und

19:00 - 22:00 Uhr und Sonntag

13:30 - 17:00 und 19:00 - 22:00 Uhr

• Für Besucher beträgt der

Eintritt 3 € pro Person

Aufstieg zu den Domterrassen

Der Aufstieg auf das Domdach ist zu

jeder Jahreszeit möglich. Der Aufstieg erfolgt

zu Fuß oder im Lift. Geöffnet täglich:

• November - Januar: 9:00 - 16:45 Uhr

• Februar - März: 09:00 - 17:45 Uhr

• April - Oktober: 09:00 - 23:00 Uhr

17


Lust auf Reisen | Venetien

Die schönsten Strände

Venetiens

Tipp5

Lido di Jesolo

ist heute einer

der bekanntesten

Strände in

Venetien.

Sie lieben Italien und machen gerne Strandurlaub? Dann sind diese sechs

Urlaubsorte mit verführerisch langen Sandstränden an der oberen Adria ideal

für Sie. Warum in die Ferne fliegen, wenn das Gute so nah liegt?

Von Beate Giacovelli

Venezia

Venezia

Cavallino-

Treporti

Bibione

Caorle

Jesolo

Strände gibt es viele und mit ganz unterschiedlichem

Charakter. Welche Badestelle

die schönste ist, darüber wird nie

Einigkeit herrschen. Wer bloss unverbautes

Meeresufer, abenteuerliche Felsküsten

oder versteckte Buchten als Traumstrand

bezeichnet, meidet die weitläufigen Strände

besser. Wer jedoch mit Bambini im

Schlepptau anreist, wird sich auf den kilometerlangen

Sandstränden im Paradies

wähnen: Es gibt blitzblanke Duschen und

Toiletten, kinderwagentaugliche Strandzugänge,

patroullierende Gelato- und

Cocco-Cocco-bello-Verkäufer. Nicht zu

vergessen: die riesigen Vergnügungs- und

Acquaparks wie das topmoderne Thermalbad

von Bibione oder die Lagunenstadt

Venedig in der Nähe als Schlechtwetterziele.

Abends locken Bars und Diskotheken

mit heißem Nachtleben.

32


Die schönsten Strände

Relaxen, plantschen, sonnen, schwimmen

– die Sommerferien sind für viele die

wichtigste Zeit des Jahres. Und in Venetien

bedeutet an den Strand zu gehen nicht

nur faulenzen und in der Sonne brutzeln.

Es heißt ebenso: Spaß, Action und Auspowern.

Als sichtbares Zeichen herausragender

Wasser- und Umweltqualität weht an

all den genannten Stränden die begehrte

bandiera blu, die blaue Flagge. Verliehen

von der in London ansässigen europäischen

Umweltstiftung Foundation for Environmental

Education (FEE).

Lido di Venezia

Nur etwa zehn Minuten mit dem Vaporetto

vom trubeligen Markusplatz entfernt,

tauchen Venedig-Besucher in eine

andere Welt. Hierher, wo ein schmaler

Inselstreifen die Lagune von der Adria

trennt, flüchten Venezianer im Sommer

aus der Stadt. Der zwölf Kilometer lange

Sandstrand gilt als einer der edelsten Badeplätze

Italiens, der Eintritt ist nichts für

schmale Geldbeutel. Bereits in der zweiten

Hälfte des 19. Jahrhunderts, als die

Sommerfrische am Meer in Mode kam,

entstanden hier mondäne Bademöglichkeiten,

angeblich die ersten ihrer Art in

Europa mit jenen typischen Holzhüttchen,

akkurat in Reih und Glied, die das

Strandbild bis heute prägen. Wer eine

Pause vom Sonnenbaden sucht, mietet

una Bicicletta, ein Fahrrad, und erkundet

die Insel mit ihren Boutiquen, Restaurants,

Bars und noblen Hotels im Liberty-Stil.

Das „Grand Hotel des Bains“

am Lido, Lungomare Marconi 17, war

Schauplatz für Thomas Manns Novelle

Einen

Tagesausflug

nach Venedig

sollte man sich

auf alle Fälle

gönnen.

„Der Tod in Venedig“, verfilmt von Luchino

Visconti. Sehenswert: Das Kloster

San Nicolò und der Ortsteil Malomocco,

das „kleine Venedig“ mit den Calle (Kanälen),

Campielli (kleinen Plätzen) und

Häusern, die sich eng aneinanderschmiegen.

Golfliebhaber können auf dem Circolo

Golf Venezia, einem der schönsten

Golfplätze der Welt, den Ball abschlagen.

Lido di Jesolo

Ein längerer (15 Kilometer), breiterer (200

Meter) und Bambini-tauglicherer (flacher

Zugang ins Wasser) Strand lässt sich kaum

finden an der oberen Adria. Vor allem Familien

fühlen sich hier wohl: Kleinkinder

können hier ungestört Sandburgen bauen,

stürmen und zerstören. Auf dem Lido di Jesolo

und dem üppig grünen Jesolo Pianeta

ist außerdem Schluss mit dem Handtuchkrieg:

Die besten Strandplätze können vorab

im Internet für den selben oder nächsten

Tag reserviert werden. Allerdings können

zwei Wunschliegen bis zu 30 Euro pro Tag

kosten. Gebührenfreien Strandzugang gibt

es beim Leuchtturm Jesolo Faro oder bei

Pineta Richtung Cortellazzo. Sie wollen

nicht nur sonnenbaden? Kein Problem!

Der Lido di Jesolo rühmt sich mit der Via

Bafile, der längsten Fußgängerzone Europas:

13 Kilometer Länge mit hunderten

Bars, Restaurants und Geschäften, abends

Partymeile mit etwa zwanzig Diskotheken.

Spiel und Spaß bietet Acqualandia mit der

höchsten Wasserrutsche der Welt und dem

höchstem Bungee-Turm Europas. Auf dem

Bau-Bau (italienisch für wau-wau)-Beach,

dem Hundestrandbad neben dem Badehaus

Manzoni, können die Vierbeiner nach

Belieben baden und toben. Sehenswert: die

36.000 Quadratmeter große Ausgrabungsstätte

im Pinienwald mit Fundstücken aus

frühchristlicher Zeit. Wer länger als ein

Wochenende bleibt, darf eigentlich nicht

abreisen, ohne Venedig besucht zu haben.

Vom Hafen Punta Sabbioni am nördlichen

Südwestspitzerl des Lido steuern täglich

Vaporetti nach Venedig.

Der Badeort Caorle liegt in

der nördlichen Adria zwischen

Venedig und Triest.

33


Lust auf Reisen | Venetien

Innenstadt von Carole

Eraclea Mare

Diese Oase aus Meer und Natur liegt unweit

von Jesolo und ist eine der beliebtesten

Baderegionen Italiens: kristallklares

Meerwasser, weißer Sand und herrliche

Aussicht auf einen alten und mächtigen

Pinienwald. Der drei Kilometer lange

Informationen

Lido di Venezia:

www.venediginformationen.eu

Circolo Golf Venezia:

www.circologolfvenezia.it

Jesolo Liegestuhl per Mausklick,

www.jesolospiagge.it

Bau-Bau-Beach: Via Vittorio Veneto,

I-30016 Jesolo Lido,

www.baubaubeachjesolo.it

Aqualandia: www.aqualandia.it

Eraclea Mare: www.eracleamare.it

Caorle: www.visitcaorle.com

Aquapark Aquafollie, Via Aldo Moro 1,

I-30021 Caorle, www.aquafollie.it

Bibione Liegestuhl per Mausklick

www.bibione.com.

Zoo Punta Verde, Via Scerbaneco 19/1,

I-33054 Lignano Riviera,

www.parcozoopuntaverde.it

Luna Park Adriatico, Via del Sagittario

(Piazza Mercato) a I-30020 Bibione.

Bibione Thermae, Via delle Colonie 3,

I-30020 Bibione, www.bibioneterme.com

Gulliverlandia, Via San Giuliano 13,

I-33054 Lignano Sabbiadoro,

www.gulliverlandia.it

Acquasplash, Viale Europa, I-33054

Lignano Sabbiadoro, www.aquasplash.it

Cavallino Treporti: www.cavallino.info

Strand schmückt sich mit dem Titel „grüne

Perle der Adria“ – ein idealer Ort für

Familien, die ihren Urlaub mitten in der

Natur verbringen möchten, ohne auf Sonne

und Meer zu verzichten. Junge Leute

finden mit Aerobic, Reiten, Bootfahren,

Minigolf, Fußball und Beach-Volleyball

jede Menge Möglichkeiten zur sportlichen

Betätigung vor. Ausschließlich für

Bambini ist das Drachenfestival Anfang

August gedacht, bei dem Kinder lernen,

wie Drachen gebaut und gestartet werden.

Dank einer sanften Meeresbrise – die

immer ein wenig nach Pinienharz duftet

– schwingen sich die selbstgebauten Drachen

federleicht in die Luft. Am Westende

ersteckt sich das Naturschutzgebiet Lagua

del Mort: Hier kann man wandern, radeln

oder versteckte Winkel hoch zu Ross erkunden.

Ein Spektakel: die feurigroten

Sonnenuntergänge.

Lido Beach Venice:

Der Sand ist fein und

golden, das Meer ist

nicht tief und deshalb

sicher für Kinder.

Caorle

Ein charmantes Urlaubsstädtchen mit malerischen

Gassen, wunderschöner romanischer

Kathedrale Santo Stefano aus dem

11. Jahrhundert und freistehendem Campanile,

Glockenturm. Die breite, abends

stimmungsvoll bleuchtete, Promenade mit

der antiken Kirche Madonna dell´Angelo

gehört zu den schönsten an der oberen

Adria. Zahlreiche international berühmte

Bildhauer haben aus Kalksteinfelsen, die

zum Schutz vor Meeresfluten aufgetürmt

wurden eine originelle Skulpturengalerie

geschaffen: Fantasy-Gestalten, Tiere, Gesichter

– ein Museum unter freiem Himmel.

Beiderseits des Ortes erstrecken sich

kilometerlange Sandstrände. Im Westen,

auf der Spiaggia di Ponente, die sich bis zur

Mündung des Flusses Livenza zieht, sind

in einer Entfernung von etwa 150 Metern

vom Strand Plattformen installiert, die

34


Die schönsten Strände

Der Leuchtturm an

der Mole von Punta

Sabbioni– die Einfahrt zu

Venedig.

schwimmend oder mit dem Boot leicht zu

erreichen sind. Sie bieten die herrliche Gelegenheit,

ins offene Meer hinaus zu kraulen

oder ein Sonnenbad zu genießen, begleitet

vom sanften Schaukeln der Wellen.

Im Osten reicht die breite, in leichtem Bogen

gekrümmte Spiaggia di Levante bis zur

Einfahrt in die weit verzweigte Lagune di

Caorle mit den typischen Casoni, Fischerhütten,

die unter Naturschutz steht. Spiel

und Spaß versprechen der Aquapark Aquafollie,

etwa 100 Meter vom Busbahnof der

Altstadt entfernt. Die Alternativen zur

Strandparty sind zahlreiche Bars, Pubs und

Clubs an der Promenade und in den krummen

Gässchen der Altstadt.

Bibione

Ein großzügiger, beliebter und sehr gepflegter

Familienbadeort auch „tutta spiaggia“,

alles Strand, genannt. Für schläfrige Eltern

und Kinder spannen duftende Pinien ihre

Schirme auf. Viele Stammgäste kommen

seit ihrer Kindheit an dieses goldene Meeresufer,

das mehr als zehn Kilometer lang

und bis zu 400 Meter breit, sanft und flach

ins saubere, glasklare Meer gleitet. Auch in

Bibione ist man tierlieb: Hundestrand Pluto

mit Agility-Dog-Parcour wurde 2009 als

bester Hundestrand Italiens prämiert.

Landeinwärts lockt ein weitläufiges Netz

aus Fahrrad- und Wanderwegen, die zu

den typischen schilfgedeckten Casoni,

Fischerhütten, und zu dem Anfang des

19. Jahrhunderts errichteten Leuchtturm

führen. Die Lagune ist eine Oase: Störche,

Graureiher, Seidenreiher und Stelzenläufer

tummeln sich hier. Familienspaß garantiert

„Bibione Thermae“ – das einziges Zentrum

für Thermal- und Wellnesskuren Italiens

direkt am Meer. Weiter Highlights: der

Zoo Punta Verde, nur wenige Kilometer

von Bibione entfernt, mit rund 1.500 Tieren,

Streichelzoo und botanischem Garten,

der Erlebnispark Gulliverlandia mit

Aquarium, Glastunnel unter Wasser und

60 Meter hohem Panoramaturm, der nur

wenige Schritte weit entfernte Wasserpark

AcquaSplash oder der Luna Park Adriatico

mit Riesenrad.

Cavallino Treporti

Viel Sand, viel Himmel, Dünen, Pinien

und dazwischen Wasser, das in postkartenartigem

Blau auf der Halbinsel zwischen

Venedig und Jesolo schimmert und

rauscht. Jeder Sonnenauf- und Untergang

ein Spektakel: Dann spielt der Himmel

verrückt, glüht in Pink und Orange, sprenkelt

Zartrosa auf den Sand und gießt Gold

ins Wasser bis die Lichtreflexte funkeln.

An den Wochenenden packen Italiener

begeistert Schwimmflügel und Kühlboxen

ein und düsen zum 15 Kilometer langen

weißen Sandstrand, der sich vom malerischen

Leuchtturm Cavallino bis zur Punta

Sabbioni erstreckt. Segeln, Surfen, Kitesurfen,

Windsurfen – die Möglichkeiten sind

unendlich. Cavallino Treporti ist außerdem

ein Paradies für Camper: Hier locken

rund 30 Campingplätze und Feriendörfer

in Schatten schöner Pinienwäldchen mit

Swimming-Pools, Kino, Wellness-Center,

Bühnen für Tanz, Konzerte oder Kabarett.

Alternative zum Strandleben: Schiffsausflüge

in stimmungsvolle Lagunendörfer

wie Ca‘ Savio, Ca‘ Vio, Treporti, Lio Grando,

Lio Piccolo, Punta Sabbioni oder in die

Lagunenstadt Venedig.

Strandpromenade

in Jesolo

35


Lust auf Reisen | Toskana

Vor den Toren der Maremma, auf Höhe der Insel

Elba, findet man die sauberen Sandstrände von

Castiglione della pescaia.

Tipp 8

Strandurlaub

Toskana

Die Schwesterinsel von Elba – oder auch Giglio, dort wo die Costa Concordia

sank – schon oft hat man von Grosseto gehört und ist sich darüber gar nicht bewusst.

Höchste Zeit, die sommerlichen Vorzüge der wunderschönen Provinz

besser kennenzulernen.

Follonica

Punta Ala

Grosseto

Nam raessin

ctiossi nverferiam

et fugit ulparchil

Porto Santo Stefano

moluptia que

dolor aut ad ma

consequam Giglio ium

Grosseto

Marina

di Alberese

Porto Ercole

Monte

Amiata

Saturnia

Serano

Pitigliano

Die Provinz Grosseto beheimatet das südliche

Strandparadies der Toskana. Von

Follonica im Norden bis Chiarone Scalo

ganz im Süden reichen die fantastischen

Sandstrände. Bei angenehmen Temperaturen

und strahlendem Sonnenschein

zieht es die Urlauber vorbei an den

kunterbunten Ferienhäusern

ans Meer. Die einzig schwere

Entscheidung hier: „Breite

ich mein Badehandtuch

nun in Marina di Grosseto

aus oder stapfe ich lieber in

Punta Ala oder Talamone

am Ufer entlang?“.

Traumstrände

Zwischen dem Golf von Follonica

(gegenüber von Elba) und der Mündung

des Flusses Chiarone liegen von schatten-

spendenden Pinienwäldern und kristallklarem

Wasser dominierte Landstriche

von großer Schönheit. Urlauber zieht es

aus gutem Grund an die beliebten Badeorte

wie Marina di Grosseto, Principina a

Mare, Castiglione dell Pescia, Punta Ala

und Talamone.

Direkt gegenüber der Insel Elba (Livorno)

erwarten uns ein unbeschwertes Planschvergnügen

und ausgiebige Sonnenbäder

am Strand von Follonica. Seit dem Jahr

2000 erhält der Ort schon die Blaue Flagge

für seine sauberen Strände und das

reine Wasser. Eine Auszeichnung, an der

sich die 22.000 Einwohner Follonicas in

den heißen Sommermonaten erfreuen

können.

Entlang der Strandpromenade befinden

sich sowohl geschlossene Badebereiche als

auch freie Strände. Der Strand von Fol-

56


Grosseto

Die hügelige Insel Giglio hält 21,21 km 2

für Wanderungen parat. Drei Ortschaften

und der Poggio della Pagana (486 m)

prägen das Inselbild.

Die Cafés und Restaurants

Orbetellos in der Südtoskana laden

zum Bummeln und Verweilen ein.

lonica ist sanft abfallend und daher auch

ideal für Familien mit kleinen Kindern.

Ursprüngliche Fischerhäuschen sorgen

im südlichen Bereich für ein gemütliches

Flair in dem sonst so jungen und dynamischen

Ambiente. Umgeben ist das

Urlaubsdomizil von idyllischen Pinienwäldern

und den sanften Hügeln der Alta

Maremma.

Punta Ala ist ein exklusives Reiseziel mit

beschaulichen, goldgelben Sandstränden.

Der ansehnliche Ort liegt auf einer Landzunge,

die von drei Seiten vom azurblauen

Meer umgeben ist. Neben der Ruhe des

dichten Kiefernwalds lockt der Ort noch

mit einem Golfplatz und dem Yachthafen,

der ein beliebtes Reiseziel des internationalen

Jet-Sets ist.

Punta Ala ist auch wegen der zahlreichen

Segelregatten bekannt, die dort organisiert

werden. Im Süden von Punta Ala

(Gemeinde von Castiglione della Pescaia)

finden wir den langen Sandstrand „Spiaggia

di Capanna Civinini“ und im Südosten

den malerischen Ort Le Rocchette,

mit seiner herrlichen „Spiaggia di Roccamare“.

Castiglione della Pescaia wurde

Toscana Estate Consulting

I-58055 Semproniano (GR) - Podere Le Querciolaie - Località Marruchina, Tel. +39 335 6858634

info@toscanaestate.com - www.toscanaestate.com, Graziella La Bernarda

Graziella La Bernarda, die in

Deutschland Erfahrung sammeln

konnte, leitet seit 1989 die

Toscana Estate Consulting. Als

Polyglott und Weltenbummlerin

bietet sie in der Toskana

und in Umbrien Lösungen

für diejenigen, die wertvolle

Objekte suchen: Landhäuser,

Schlösser, Appartements, antike

Herrschaftshäuser, Borghi

(antike, kleine Bergdörfer),

Bauernhöfe, Weingüter u.s.w.

Es wird auf ein Netzwerk von

Fachleuten zurückgegriffen,

ein Team von ausgesuchten

Architekten, Landvermessern,

Geologen, Landschaftsgärtnern,

Agronomen, Önologen und

Wirtschafts- und Rechtsberatern,

das die Kunden beim und nach

dem Verkauf betreut.


Lust auf Reisen | Toskana

Neben dem ruhigen

Strandleben von Castiglione

della Pescaia findet man

samstags auf der Piazza

Ponte Giorgini aufgeregtes

Markttreiben.

Malerisch liegt Orbetello auf einer Landzunge im

Tyrrhenischen Meer, umgeben von den goldenen

Stränden der magischen Lagune.

Capalbio hat eine aufregende mittelalterliche

Altstadt, von der aus man eine herrliche Sicht

auf das umliegende Tal hat.

2005 vom Touring Club mit fünf Sternen

ausgezeichnet und zählt somit mit seinen

209 Quadratkilometern inklusive den

Dörfern Buriano, Tirli und Vetulonia zu

den schönsten Urlaubszielen Italiens. Der

weitläufige Sandstrand „Pineta del Tombolo“

verbindet die Badeziele Castiglione

della Pescaia und Marina di Grosseto. Die

breiten Ufer fallen sehr flach ab, sodass

man sich hier nach Herzenslust austoben

kann. Marina di Grosseto und Principina

a Mare liegen am Rande des Naturparks

der Maremma. Nach Lust und Laune

liegen hier Badegäste zum Sonnen am

Strand oder amüsieren sich bei allen

erdenklichen Wassersportarten. Beim

Segeln, Kite-Surfen und Jet-Ski-Fahren

braust man hier bei besonders milden

Temperaturen über die Wasseroberfläche

und lässt sich von dem frischen Fahrtwind

abkühlen. Aber am besten packen

Sie selbst gleich Ihre Badesachen ein und

machen sich auf den Weg dorthin.

Das Territorium des Naturparks „Parco

Regionale della Maremma“ erstreckt sich

an der Tyrrhenischen Küste entlang von

Principina a Mare bis Alberese und Talamone.

Die wilde Hügelkette des Naturschutzgebiets

verläuft am Meer entlang,

mit wildromantischen Stränden und

58


Grosseto

Felsen, idyllischen Sümpfen, schattigen

Pinienwäldern, Feldern und Weiden. Eine

Landschaft, die zum Wandern und Erholen

geradezu einlädt.

Jeden Tag können die Besucher von neun

Uhr morgens bis eine Stunde vor Sonnenuntergang

(außer im Winter) die weiten

Wege des Parks erforschen und sich bei

einer lauen Sommerbrise entspannen.

Eintrittskarten für das Gebiet bekommt

man im Centro Visite di Albarese (Via

Bersagliere 7/9 in Alberese).

Durch den Park der Maremma verlaufen

der Fluss Ombrone und der Gebirgsfluss

Uccellina, an denen man sich erfrischen

kann. Auf dem Weg zum Sumpfgebiet

Trappola oder zu den Küstenabschnitten

werden Ihnen bestimmt auch einige zufriedene

Wildtiere begegnen.

Der Strand Marina di Alberese ist ein 15

Kilometer langer Traumstrand mitten

im Naturpark. Man darf sich an angeschwemmten

Ästen und am Ufer liegenden

Algen in Alberese nicht stören.

Aber für echte Naturliebhaber gehört das

schließlich zum Strandurlaub dazu.

Saturnia ist bekannt für seine Therme und seine natürlichen

Heißwasserbecken, die Cascate del Mulino.

Am Monte Argentario

Das Argentario ist ein Vorgebirge, das

nur über drei schmale Landstege mit dem

Festland verbunden ist. Am nördlichen

Steg zieht sich der Strand Gianella entlang,

am südlichen der Feniglia-Strand,

während auf der mittleren der drei Landzungen

(„tomboli“), umgeben von Lagunen,

das kleine Städtchen Orbetello liegt.

Wenn sich das Auto durch das alte Stadt-

PODERE GIARLINGA

Ein fantastischer Treffpunkt inmitten

der Natur der Maremma.

Hauptaugenmerk liegt auf der

Mountainbike Schule, alle Grade

werden gelehrt. Experten und Profis

genießen die BMX-Piste, die geführten

Ausflüge auf touristischen

Routen oder auf technischen Trails.

Im Giarlinga gibt es drei gemütliche

Appartements, ein typisch toskanisches

Restaurant und Pizzeria,

ein Schwimmbecken und einen

Kinderspielplatz. Außerdem bietet

man Trekking und Sportklettern

an. Entdecken Sie auch die antike

italienische Armbrust! Für alle Gäste

hingegen viel Entspannung, Ruhe,

Meditation…

Ag. Podere Giarlinga

I-58024 Massa Marittima (GR), Podere Giarlinga, 22, Tel. +39 338 8677046 - +39 335 8376714, www.poderegiarlinga.it, info@mtbadventures.it


Lust auf Reisen | Toskana

Fernab vom regen

Strandtrubel findet

man auf dem Monte

Argentario idyllische

Urlaubsdomizile.

Die Strände an der Maremma sind sehr beliebt.

Wildromantisch und feinsandig präsentiert sich

das Ufer von Alberese.

tor gezwängt hat, erkennt man schnell,

dass Orbetello eine kleine Touristenattraktion

mit Eisdielen, Pizzerien und farbenfrohen

Postkartenständchen ist. Das

Wahrzeichen Orbetellos ist eine mitten

im Lagunenwasser stehende, alte Windmühle.

Sie steht am westlichen Ende der

Stadt, gleich am Beginn der zum Monte

Argentario führenden Straße. Sie ist vor

allem abends ein beliebtes Fotomotiv,

wenn die tief stehende Sonne über dem

Wasser glitzert. Wenn man sich aber von

der Flaniermeile entfernt, breitet sich

das WWF-Naturschutzgebiet „Laguna

di Orbetello“ in alle Richtungen vor uns

aus. Mit einem Fernglas und ein wenig

Geduld fängt man vielleicht sogar einen

rosa Flamingo mit der Linse ein. Für das

hautnahe Naturerlebnis zieht man weiter

auf die anderen Landzungen. Auf dem

„Tombola di Giannella“ im Norden bieten

Silberreiher und Stelzenläufer allen

Hobby-Ornithologen ein nettes Schauspiel.

Auf dem naturbelassenen „Tombolo

di Feniglia“ im Süden begegnet man dann

Dam- und Schwarzwild.

Sandstrände findet man auf allen Landzungen

mehr als genug. Auf dem Tombolo

di Feniglia sind diese vollkommen

naturbelassen, dafür aber nur zu Fuß oder

mit dem Rad zu erreichen.

Die Perlen des Argentario sind Porto

Santo Stefano und Porto Ercole. Hier

OSTERIA

IL TUFO ALLEGRO

Die Betreiber dieser Osteria

haben es sich zur Aufgabe gemacht,

den Prinzipien des Slow

Foods folgend, mit beachtenswerter

Kreativität und Hingabe

die traditionellen Rezepte der

Gegend aufzuarbeiten und mit

hochwertigen Bioprodukten der

Maremma zu präsentieren.

Osteria Il Tufo Allegro

Vicolo della Costituzione, 5

I-58017 Pitigliano (GR)

Tel. +39 0564 616192

www.iltufoallegro.com

LANDWIRT-

SCHAFTLICHER-

BETRIEB

MOTTA ALBERTO

Alberto ist der Sohn von Mario

und Enrica Motta, die 1986 von

Mailand in die Maremma gezogen

sind, um dort einen landwirtschaftlichen

Betrieb zu gründen.

Entdecken Sie seine biologische

Produktpalette: 10ha Weingärten

und 8ha Olivenhaine bieten die

Basis für herrliches Olivenöl und

hervorragende Weine aus einheimischen

Traubensorten.

Azienda Agraria Motta Alberto

Strada Banditella 2, 16

I-58100 Grosseto

Tel. +39 0564 4051054

www.mottavini.com

HOTEL LUCERNA

In nur fünf Gehminuten erreichen

Sie den schönen

Sandstrand und die bezaubernde,

mittelalterliche Altstadt.

Komfortable Zimmer und eine

Terrasse mit Blick zum Meer

oder zum Schloss zeichnen das

Hotel Lucerna aus. Parkplatz

und gratis Fahrradverleih.

Hotel Lucerna

I-58043 Castiglione della

Pescaia (GR)

Via IV Novembre, 27

Tel. +39 0564 933620

www.hotellucerna.it

TERRA ETRUSCA

Terra Etrusca ist ein nachhaltiger

Agritourismus, der gesunde

Hausmannskost bietet, die sich auf

die Verwendung von naturreinen

Produkten und mit traditionellen

Methoden gefischten Fisch aufbaut.

In diesem Haus befinden sich

30 Betten, die sich für fantastische

Ferien im Kontakt mit der Natur

nahe der WWF Oasen Burano und

Orbetello anbieten.

Terra Etrusca

I-58011 Capalbio (GR)

Via Piemonte, 6

Tel. +39 0564 898699

terraetruscacapalbio@gmail.com


Immobilienbüro

„Il Maestrale”

„Il Maestrale” handelt

mit Häusern, Villen und

Appartements der Maremma

und gilt als zuverlässiger

Bestandteil des toskanischen

Immobilienmarktes. Dieses

faszinierende Gebiet lockt

durch seine Weitläufigkeit,

seine Geschichte und seine

Traditionen, aber auch

durch sein charakteristisches

Landschaftsbild,

das von Olivenhainen und

Weingärten gezeichnet ist.

Etruskische und römische

Ausgrabungsstätten und spektakuläre

Sonnenuntergänge

am Meer machen diese Zone

zu einer der gefragtesten.

Agenzia

Immobiliare Il Maestrale

Via Ansedonia 36, I-58043

Castiglione della Pescaia (GR)

Tel. +39 0564 938241

www.immobiliaremaestrale.it

LA MELOSA

In der Maremma, nahe der Städte

Grosseto und Siena gelegen,

befindet sich „La Melosa“. Das

Haus bietet neben modernen,

komfortablen Zimmern auch

eine sehr gute maremmanische

Küche. Besonders hervorzuheben

ist der von Deckelmann

ausgestattete Wellnessbereich

mit Sauna, türkischem Bad, emotionalen

Duschen, Massagen,

zwei Whirlpools und angenehmen

Ruhebereich.

La Melosa

Strada Provinciale, 157

I-58036 Roccastrada (GR)

Tel. +39 0564 563349

www.lamelosa.it

AGRITURISMO

LE PIANORE

Dieser Agritourismus liegt in

einem romantischen Tal, abseits

von Lärm und Trubel. In

diesem zertifizierten Bio-Betrieb

können Gruppen und Seminare

wochenweise die ungestörte

Atmosphäre genießen.

Agriturismo Le Pianore

Podere Campostefani, 1

I-58044 Monticello Amiata

Cinigiano (GR)

Tel. +39 339 7745348

www.lepianore.it

BIOLOGISCHER

AGRITOURISMUS

„BASILE”

Vier hervorragende Weine,

Artéteca Vermentino Igt,

Cartacanta Montecucco

Docg, Comandante Maremma

Toscana Doc und Ad Agio

Montecucco Riserva Docg, werden

hier in 100% biologischer

Landwirtschaft gewissenhaft

erzeugt. Im bio-zertifizierten

Betrieb werden interessante

auf den Besucher abgestimmte

Besichtigungen mit

Verkostungen angeboten.

Basile - Az. Agricola Biologica

Podere Monte Mario

I-58044 Cinigiano (GR)

Tel. +39 0564 993227

www.basilessa.it

FLEISCHHAUEREI

PASSALACQUA

Diese Fleischhauerei ist ein

angesehener Betrieb, der

auch die vom Konsortium

„Consorzio del Vitellone Bianco

dell´Appennino Centrale“ verliehene

Genehmigung zum

Schlachten der Rassen Limousine

und Chianina IGP besitzt. Seit

vier Generationen schlachtet und

verkauft man hier Fleisch von hervorragender

Qualität.

Macelleria Passalacqua

Via Bernardino Ciacci, 4

I-58014 Saturnia - Manciano (GR)

Tel. +39 0564 601269

www.ipassalacqua.it


Lust auf Reisen | Toskana

Das noble Hafenstädtchen Porto

Santo Stefano schmiegt sich

in eine geschützte Bucht der

Halbinsel Monte Argentario.

tummeln sich die Boote und Einheimischen

in entspannter Atmosphäre und die

Buchten der Halbinsel laden zum heiteren

Erfrischen ein.

Giglio und Saturnia

Rund 50 Kilometer südlich von Elba

und 20 Kilometer abseits vom Festland,

liegt die kleine toskanische Insel Giglio.

Sie ist übersäht mit traumhaften Stränden

und unzähligen Buchten, die einen

entspannten Urlaub weitab vom Trubel

ermöglichen. Die unberührte Natur lädt

zu ausgiebigen Wanderungen ein und

das kristallklare, himmelblaue Meer mit

seinen fischreichen Tiefen verzaubert auf

unvergesslichen Tauchgängen.

Berühmt wurde die Schwesterinsel von

Elba durch das Schiffsunglück der „Costa

Concordia“ im Januar 2012. Doch der

Trubel um das längst verfrachtete Schiffswrack

ebbt schon lange wieder ab und die

Ruhe kehrt in das Inselparadies zurück.

„Giglio war immer eine Insel für die Ruhesuchenden“

betont der Taxibootfahrer

Alberto. Er empfiehlt fern ab vom Trubel

die Ferienhäuschen, die man nur per Boot

erreicht.

Giglio ist nur ganze neun Kilometer lang

und es gibt nur eine einzige Straße, auf der

stündlich der Inselbus die Serpentinen abfährt.

Ein Auto hat kaum jemand, denn zu

den einsamen Badebuchten kommt man

sowieso nur nach halsbrecherischen Kraxeleien

oder per Boot. Die wohl schönste

ist Cala dello Smeraldo. In ihr ist das türkisfarbene

Wasser so klar, dass die Boote

über dem Meeresgrund zu schweben

scheinen.

Neben der unverfälschten Landschaft

und den atemberaubenden Ausblicken

ist Giglio ein Eldorado für Taucher und

Schnorchel-Expeditionen. Die Insel Giglio

erblüht nicht nur in seiner floralen Farbenpracht,

es lebt nach aller Bekanntheit

auch endlich wieder als Paradies für Ruhesuchende

auf. Und auch wenn wir im

Sommerurlaub die Erfrischung im kühlen

Nass suchen: In dieser Provinz gibt es

auch zahlreiche heiße Schwefelquellen,

wie zum Beispiel die von Saturnia. Jeden

Tag begeistert sie Einheimische und Urlauber

mit Entspannung in einer wundervollen

Warmwasseroase. Diese Jahrhunderte

alten Naturkalkwannen, die Cascate

del Mulino, durchquellen pro Sekunde

etwa 500 Liter Wasser mit angenehmen

37 Grad.

Da die Tuffsteinwannen in der Saison

und besonders an den Wochenenden sehr

stark besucht sind, sollte man den Ausflug

dorthin an einem Vormittag einplanen.

Dann ist es noch nicht so heiß und man

hat mehr Freiheiten bei der Beckensuche.

Weiter oben ist der natürliche Zufluss aus

dem Boden des sprudelnden Schwefelwassers.

Dort strömt der Bach ziemlich

schnell in ein idyllisches Wasserbecken,

in dem ein paar Menschen Platz finden.

Porto Ercole, der „Hafen

des Herkules“, ist das

Zuhause nobler Yachten.

Um den Ort herum findet

man zauberhafte

Badebuchten.

62


RESTAURANT GUSTAND

GHIACCIOBOSCO

Einige Kilometer vom Meer und von Capalbio entfernt, befindet

sich dieses elegante und raffinierte Haus im Grün der Maremma.

Eine Oase der Ruhe am Rand eines antiken Waldes, inmitten eines

bunten, blühenden Gartens, der mit seinem optimalen Micro-Klima

zum Entspannen einlädt. Der Urlaub im Zeichen von Relax, Ruhe und

Natur wird von einem ausgezeichneten Frühstück gekrönt.

Wenn Sie ein traditionsreiches Restaurant mit kreativem Touch suchen,

sind Sie bei Gustand im mittelalterlichen Pitigliano genau richtig:

Von der Vorspeise bis zum Dessert sind die Speisen hier nicht nur

besonders liebevoll zubereitet, sondern auch Zeichen der Kultur dieser

Gegend. Die von innovativen Köchen mit modernen Methoden zubereiteten

Gerichte sind Zeugen antiker Geschmäcker gepaart mit der

Lust auf Neues. Die Panzanella di Mare, Crostini con Ragù di Carni

Toscane und das vegane Gericht erfreuen sich großer Beliebtheit.

Ristorante Gustand

Piazza Francesco Petruccioli, 34, I-58017 Pitigliano (GR)

Tel. +39 0564 615148, www.gustand.it

Ghiacciobosco

Strada della Sgrilla 4, I-58011 Capalbio (GR), Tel. +39 0564 89653

www.ghiacciobosco.com

TENUTA

DEL FONTINO

Bei uns geht es lässig

und ungezwungen zu.

Kulturinteressierte,

Weinliebhaber und

Sportbegeisterte lieben uns,

denn das, was wir tun, machen

wir mit viel Enthusiasmus und

Lebensfreude. Wir sind ein

Familienbetrieb und haben

die Lust, unsere Gäste zu

verwöhnen noch lange nicht

verloren. Jeder Einzelne, der

hier arbeitet, ist ein Individuum,

hat seinen Lieblingsbereich in

dem er wirken kann.

Das alles macht uns zu einem

großartigen Team, auf das wir

stolz sind. Bei uns können

Sie SIE sein und sich nach

Herzenslust verwöhnen lassen.

Kommen Sie uns besuchen

und erleben Sie einen

unbeschwerten und wunderschönen

Urlaub in der südlichen

Toskana, nahe dem Meer –

unserem Zuhause.

Tenuta del Fontino

I-58024 Massa Marittima (GR)

Località Fontino, 1

Tel. +39 0566 919232

info@tenutafontino.it

www.tenutafontino.it

Tenuta del Fontino

Soc. Agr. Srl


Lust auf Reisen | Toskana

Ein schattiges

Terrassenplätzchen mit

Blick auf den hübschen

Hafen von Santo Stefano.

In den Wannen darunter sind tatsächlich,

wie im Internet oft von Urlaubern

beschrieben, unzählige kleine rote Würmchen,

die durch das Wasser wirbeln. Aber

aus eigener Erfahrung kann ich dazu sagen:

Die Kleinen beißen nicht und lassen

sich auch nur von den Wellen tragen… Im

Meer begegnet man schließlich auch dem

ein oder anderen Fisch und das mindert

keineswegs den Erholungsfaktor bei Sonne

und frischem Quellwasser. Die Cascate

del Mulino sind ein absoluter Urlaubstipp

und mitten in der Natur frei zugänglich.

Ein weiteres typisches Urlaubs-Ziel der

Toskana ist die Maremma von Grosseto

mit ihren Hügeln und weiten Ebenen

der Flüsse Ombrone, Fiora und Albegna.

Das Maremma-Areal bietet sich natürlich

ausgezeichnet für Spaziergänge und lange

Wanderungen an.

Auch die Hauptstadt Grosseto und die

unzähligen zauberhaften Dörfer der Provinz

laden zum Bummeln ein, gar keine

Frage. Aber jetzt packen wir erstmal die

Badesachen ein, breiten unser Strandtuch

aus und genießen den warmen Sommer

am Meer.

(ds)


ADLER THERMAE

Wellnesshotel

Willkommen in

Bagno Vignoni

im Herzen

der Toskana

Stimmen Sie sich ein und

machen Sie sich ein Bild vom

Spa & Relax Resort ADLER

THERMAE, das zu den besten

Wellnesshotels Italiens zählt.

In warmen Thermalquellen

schwelgen, neue Energie

schöpfen, sich verwöhnen lassen

und sich Zeit nehmen, die

schönen Dinge zu genießen.

Hotel ADLER Thermae Spa & Relax Resort • Strada di Bagno Vignoni, 1 • I-53027 San Quirico d‘Orcia • Tel. +39 0577 889000 • www.adler-thermae.com


TUSCANY

HORSE TRAIL

Der von der Region Toskana

zertifizierte Pferdesport-

Umweltführer Daniele Contarino

führt Sie auf italienischen

Pferden mit englischem

Sattel durch die unberührte

Natur. Die Reiter werden auf

Reitwegen mittleren und großen

Schwierigkeitsgrades die

Maremma und den Süden der

Toskana erkunden.

Tuscany Horse Trail

I-58051 Magliano (GR)

Località Collecchio 38

Tel. +39 334 9797181

www.vacanzecavallotoscana.it

IL MARCIATOIO

Toskanische Spitzenweine

und hervorragendes Olivenöl

erwarten Sie in diesem charakteristischen

Agritourismus.

Im Restaurant können Sie zu

Mittag und zum Abendessen

auch typisch maremmanische

Spezialitäten genießen, die mit

hochwertigen Produkten der

Gegend zubereitet werden.

Il Marciatoio

Località Bivio Aquilaia, 342

I-58054 Scansano (GR)

Tel. +39 0564 599075

www.ilmarciatoio.com

ENOTECA SALEBRUM

Luca Papalini, ein beherzter Enologe und Feinschmecker, führt Sie

mit viel Fachwissen durch die Verkostungen von Wein und Extra

Vergine Olivenöl. Im Salebrum werden Ihnen Produkte der Maremma

verschiedenster Art geboten: Trüffeln, Gemüse, Veganes und

Biologisches. Dieses Weinlokal ist eines der nur 5 in ganz Italien,

das die „Enomatic Enoround Elite“ Maschine benutzt. Dieses Gerät

erlaubt die Erhaltung der organoleptischen Qualitäten des Weines

auch über großen Zeitraum und ermöglicht damit die glasweise

Verkostung von wertvollen Weinen wie Grattamacco oder Tignanello.

Enoteca Salebrum

I-58043 Castiglione della Pescaia (GR)

Via della Libertà, 25, Tel. +39 0564 071299

www.salebrum.com

Die Maremma ist die Toskana,

wie man sie sich nicht erwartet:

ein Gebiet mit mildem Klima,

Meer, Stränden, schmackhaftem

Essen und gutem

Wein, Geschichte und Kultur

schenkt dem Besucher ein

einzigartiges Reiseerlebnis. Die

Farben, Gerüche, Geschmäcke,

Gefühle und Eindrücke bleiben

unvergesslich. Castiglione

della Pescaia, ein mittelalterlicher

Borgo und bekannter

Badeort, ist der ideale Platz,

um Entspannung und Lust

auf Vergnügen und Sport zu

vereinen: Die Wege mit atemberaubenden

Panorama sind

das Paradies für Liebhaber

des Rades, und das Meer

ist der ideale Kontext für die

zahlreichen Wassersportarten.

Ausflüge mit dem Pferd,

Bogenschießen, Bird-Watching

und vieles mehr noch werden

auch den neugierigsten

Reisenden nicht enttäuschen.

MAREMMA

SANS SOUCI

In einem alten Pinienwald, direkt

am Meer, befindet sich diese Oase

des absoluten Entspannens.

Die neuen Mobilheime und

Lodge-Zelte, die mit jedem

Komfort ausgestattet und bestens

in die Natur integriert sind,

wechseln sich mit schattigen,

abgegrenzten Campingplätzen

ab. Viele Service-Einrichtungen,

unter anderem Privatstrand,

Restaurant, geführte Mountainbike

Touren und zahlreiche

Wassersportarten werden geboten

www.maremmasanssouci.it

ROCCHETTE

Ein exklusiver Ort, ganz nah am

Meer: Schwimmbecken

2000 m 2 , Privatstrand,

Restaurant mit Panorama

Terrasse, Sportplätze und vieles

mehr. Gemauerte Bungalows

und Lodge-Zelte mit jedem

Komfort ausgestattet. Geführte

Touren mit dem Mountainbike

und Wassersportarten. Den

Urlaub in dieser einzigartigen

Umgebung zu verbringen

bedeutet auch, die ideale

Unterkunft als Ausgangspunkt

für eine unvergessliche

Erfahrung gefunden zu haben.

www.rocchette.com

SANTAPOMATA

Inmitten eines wunderbaren

Pinienwaldes, direkt am privaten

Strand, können die Gäste viele

Einrichtungen genießen und

in nagelneuen Mobilheimen

und Glamping Tent, die mit

jedem Komfort ausgestattet

sind, wohnen. Ein entspannter

Urlaub mit aktiver Note! Viele

Wassersportarten und Wege

für Mountainbikes gibt es zu

entdecken!

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eisen | Emilia-Romagna

Tipp 11

Unterwegs im

„Land der großen

Gräfin“

Anlässlich des „Bußgangs nach Canossa“, der sich nun zum 940. Mal jährt,

werden in der Emilia-Romagna 2017 die Fahnen gehisst, bunte Kostüme

aufgebügelt und die Pferde gesattelt. Dabei rückt vor allem Mathilde von Canossa

in den Vordergrund: Ihr kam im Investiturstreit die Vermittlerrolle zu, weshalb

sie noch heute großes Ansehen in der ganzen Region genießt.

Von Nicole Adami

Mathilde von Canossa

wird in der Emilia-

Romagna sehr verehrt.

Wer den Sitz ihrer Kastelle und Landgüter

kennt, dem erschließt sich vielleicht

der Grund für ihr sanftmütiges Wesen:

Malerische Hügel, kleine Gutshöfe und

sattgrüne Weinreben ziehen sich durch

die Heimat Mathilde von Canossas, die

in der Emilia-Romagna noch heute sehr

verehrt und geliebt wird. Bereits im zarten

Alter von etwa acht Jahren erbte sie hier

als Tochter des ermordeten Markgrafen

Bonifaz ausgedehnte Feudalgüter, die sie

später zusammen mit großen Teilen der

Toskana, Lombardei, Venetiens und Liguriens

verwalten sollte. Einer ihrer einstigen

Ansitze ist die versteckt gelegene Burg

Rossena, die etwa mittig zwischen Parma

und Reggio Emilia auf den Ausläufern

des toskanisch-emilianischen Apennins

thront. „Heute haben wir Glück“, meint

Mario Soncini, denn die warme Spätnachmittagsonne

taucht die Landschaft rund

um das Kastell in ein besonders romantisches

Licht. Von den Zinnen der alten

Festung aus offenbart sich ein atemberaubender

Blick auf das Herrschaftsgebiet

Mathildes.

Geschichte zum Ankaufen

Mario Soncini, der am Fuße der Burg groß

geworden ist und von hier aus für den Alpinverband

CAI (Club Alpino Italiano)

arbeitet, kennt sich in der Gegend aus

wie kein zweiter. Rossena hat für ihn eine

ganz besondere Anziehungskraft und es

scheint ihm nicht gerade zu behagen, dass

die mittelalterliche Burganlage gegenwärtig

für mehrere Millionen Euro zum

Verkauf steht. Gespannt und fast schon

74


Canossa

Die „Terre di Matilde“

sind eine wunderbare

Landschaft mitten

im Apennin.

Canossa ist heute

nur noch Ruine.

ein wenig argwöhnisch verfolgt er daher,

wer sich für das Juwel interessiert und die

alten Gemäuer besichtigt. „Die Burg ist

quasi mein zweites Zuhause. Solange ich

mich erinnern kann, steht sie hier. Mit

ihren pompösen Sälen, dem Wachturm,

ihren Geheimgängen und auch dem alten

Kerker ist sie einfach etwas ganz Besonderes“,

schwärmt der 74-Jährige. Wer auch

immer das liebevoll restaurierte Kastell

erwirbt, wird ein Stück Geschichte in Besitz

nehmen – denn von hier aus lebte und

regierte das Adelsgeschlecht der Canossa.

Mathilde, der König und

der Papst

Zusammen mit einer kleinen Wandergruppe

macht sich Mario auf einen kurzen

Abschnitt des Wanderwegs „Sentiero

Die Burg Rossena

beeindruckt mit

ihrem imposanten

Patrouillengang.

75


eisen | Emilia-Romagna

Auf dem Wanderweg „Sentiero

Matilde“ kennt Mario Soncini

jeden Strauch und jede Blüte.

Info-Kasten

Anreise

• Von Bologna geht es mit dem Auto

in Richtung Nord-Westen nach Reggio

Emilia (ca. 40 min). Von hier aus gelangt

man in weiteren 45 Minuten Fahrzeit

(mitten durch die „Terre di Matilde“) nach

Rossena, Canossa und Ciano d’Enza.

Übernachten

• Wunderschöner Palais inmitten der

Altstadt von Reggio Emilia: Hotel Posta,

Piazza del Monte 2, 42121 Reggio Emilia.

www.hotelposta.re.it/de.

• Inmitten der Terre di Matilde: Golf-Resort

Matilde di Canossa, Via del Casinazzo 1,

42123 S.Bartolomeo (Reggio Emilia).

www.hotel-matildedicanossa.it.

Essen in der Umgebung

• Stilvoller Landsitz mit Panoramablick

über die Ausläufer des Apennin:

Agriturismo Le Barbaterre, Via Camillo

Benso Conte di Cavour 2, 42020

Quattro Castella. Zwei Zimmer sind für

Übernachtungsgäste verfügbar. Eigene

Weinherstellung. www.barbaterre.it.

• Malerisches Agriturismo, das Wert auf

biologische Zutaten legt: La Quercia,

Via Crognolo 16, 42027 Canossa. www.

coopquercia.it. Herrlicher Ausblick!

Aktiv im Land der Mathilde

• Das Wandernetz „Sentiero Matilde“

führt in fünf Etappen von Reggio Emilia

bis nach San Pellegrino. Dabei durchquert

man alte Kastanienwälder, passiert

Bäche und Sandsteinfelsen sowie die

Burgen von Rossena, Canossa, Sarzano

und Carpineti.

Infos unter www.sentieromatilde.it

• Eine Heißluftballonfahrt über die

„Terre di Matilde“ kann über die Website

www.volareinmongolfiera.com angefragt

werden.

Das pittoreske Städtchen Reggio

Emilia zeigt sich noch von seiner

ursprünglichen Seite.

Matilde“, der in nur einer knappen Stunde

von Rossena zur weiter östlich gelegenen

Burgruine von Canossa führt. Es geht

vorbei an wildem Wein und rotem Mohn,

hohen Gräsern und über weitläufige

Wiesen. Mario erklärt die verschiedenen

Pflanzenarten und erzählt auch ein wenig

zu den Hintergründen des mittelalterlichen

Investiturstreits. Dieser Konflikt

zwischen Kirche und Staat fand auf Canossa

seinen Höhepunkt, als im Januar

1077 der römisch-deutsche König und

spätere Kaiser Heinrich IV., Papst Gregor

VII. gegenübertrat, um von ihm mit

Mathildes Hilfe die Aufhebung seines

Kirchenbanns zu erbitten. Der jungen

Markgräfin und Burgherrin kam damals

mit nur knapp über 30 Jahren die Vermittlerrolle

in einem der spannendsten

Konflikte des Mittelalters zu. Sie war in

Heinrichs geplanten Bußgang nach Canossa

eingeweiht und arrangierte damit

das Aufeinandertreffen des Königs mit

dem Papst. Drei Tage lang soll Heinrich

IV. in der Eiseskälte des strengen Winters

vor der ehemaligen Burgkapelle im Büßergewand

ausgeharrt haben, bevor ihm

der Papst schließlich entgegentrat.

Als die Gruppe zusammen mit Mario

die letzten Stufen hinauf zur geschichtsträchtigen

Ruine erklimmt, scheint es,

als könnte der ein oder andere gut nachfühlen,

wie anstrengend dieser Gang für

den damaligen König gewesen sein muss

– erst recht im bitterkalten Winter. Das

zerklüftete Kopfsteinpflaster führt bis

zum höchsten Punkt der Burg und den

Überresten ihres einstigen Gotteshauses

San Apollonios. Auf einem hohen Felsen

thronend macht es Sinn, dass ausgerechnet

diese Burg Stammsitz der Canossa

war, denn von hier aus hatte man die hü-

76


Canossa

Die Kostümschauspiele

von Ciano d‘Enza sind

in der ganzen Region

bekannt.

Skelett in der

Burg Rossena.

gelige Landschaft des Apennins bestens

im Blick und konnte so große Teile der

Emilia kontrollieren. „Die große Gräfin

hat hier viele Jahre lang gelebt“, berichtet

Mathilde-Experte Mario Bernabei, der

das kleine Burgmuseum im mittleren Teil

der Anlage führt. Mit viel Liebe zum Detail

hat er am Fuße der Ruine außerdem

einen kleinen Laden mit ausgewählten

Büchern und regionalen Spezialitäten

zusammengestellt. Nach den Anstrengungen

der Wanderung schmecken der

angebotene Parmigiano Reggiano sowie

der frisch perlende Lambrusco, der sein

schlechtes Image übrigens längst abgeworfen

hat, besonders gut. „Sehr gerne

biete ich Besuchern unsere kulinarischen

Köstlichkeiten an“, sagt Mario Bernabei

und lacht: „Immerhin kommen jährlich

rund 20.000 Menschen hierher, um einmal

selbst den weltberühmten Bußgang

nach Canossa anzutreten – das macht

hungrig und durchaus auch durstig“.

VERANSTALTUNGSTIPP

Vier Kilometer westlich von Rossena

liegt die kleine italienische Gemeinde Ciano

d‘Enza, die auch an das Wanderwegnetz

„Sentiero Matilde“ angeschlossen

ist. Zum Gedenken an König Heinrichs

Bußgang nach Canossa findet dort im

kommenden Herbst, am 3. September

2017, ein historisches Schauspiel statt, das

mit rund 400 Laiendarstellern mitten im

Dorf inszeniert wird. Fast aus jeder Familie

des Dorfes sowie der umliegenden

Orte ist mindestens eine Person beteiligt.

Dafür werden aufwendige Kostüme angefertigt,

die Vorbereitungen laufen schon

jetzt auf Hochtouren. Neben Mathildes

Verhandlungsgeschick, das zum Kniefall

des Königs führt, ist der Ritterkampf das

absolute Highlight in der Arena. Nach

der Aufführung ziehen die Schauspieler

nochmals durch das Dorf, um ihre

prunkvollen Gewänder von nahem zu

zeigen. Auf dem kleinen Mittelaltermarkt

im Ortskern werden unterdessen Holzschwerter,

Obst und andere kulinarische

Köstlichkeiten feilgeboten. Wer einfach

nur zusehen will, kann das bunte Treiben

der Fahnenschwinger oder die Falkner

mit ihren stolzen Tieren beobachten.

Infos unter:

www.emiliaromagnaturismo.it/de

Greifvögel

dürfen auf dem

historischen Fest

nicht fehlen.

Die „Terre di Matilde“

haben besonders zur Morgenund

Abenddämmerung

etwas Magisches.

77


genuss | Amaro

Das ist

Bitter

Alleine schon das Wort für italienische

Spirituosen mit Wermut-Note

klingt verheißungsvoll: Amaro. Heißt

aber auf Deutsch nichts anderes als:

bitter. Aber wo das deutsche Wort mit

seinen zwei harten Konsonanten in

der Mitte klappert, klingt das italienische

sanft, warm und samtig. So, wie

die italienischen Bitter sind.

Von Michael Ausserbauer

80


Benediktinerkloster in

San Nicolo l’Arena.

In Klostern wie diesen

wurden und werden

hervorragende Bitter

hergestellt..

Bitter sind sie, allerdings. Aber das Bittere

ist immer eingebettet in eine Fülle an

Geschmacksnuancen, die einen völlig vergessen

lassen, dass man hier etwas zu sich

nimmt, das auch noch gesund sein soll, weil

es der Verdauung hilft. Wobei man streng

genommen unterscheiden muss zwischen

den klassischen Digestivi wie Ramazzotti

und Averna und den Aperitivi wie etwa

Aperol und Campari.

Während Ramazzotti und seine Brüder

(nein, nicht Eros) in der Gewichtsklasse

antreten, die in Deutschland der gute, alte

Jägermeister besetzt, haben die Aperitifs in

dieser Form kein echtes deutsches Pendant.

Was beide verbindet, ist die Tatsache, dass

sie bitter schmecken. Bitter und maskulin

die ersteren – bitter und trotzdem beschwingt

und leicht die letzteren. Und noch

eine bittere Köstlichkeit aus Bella Italia gibt

es, die sogar ganz ohne Alkohol auskommt:

Bitterini. Winzig kleine Fläschchen mit

roter (mitunter auch bernsteinfarbener)

Bitterlimonade. Ein leichter, unbeschwerter

Genuss, der einfach so typisch italienisch ist

wie Espresso: nur eine kleine Menge, aber

so viel konzentrierter Geschmack, dass man

noch eine Stunde später den letzten Ausläufern

auf der Zunge freudig nachspürt. Kümmern

wir uns einfach nicht um die Kategorien,

sprechen wir über alle.

Nach dem Essen sollst Du…

auf jeden Fall einen Amaro trinken –

wenn es ein italienisches Essen war. Dabei

geht es beileibe nicht nur darum, Alkohol

zu sich zu nehmen. Der Alkohol ist gewissermaßen

nur die Trägersubstanz für all

die Wohltaten, welche in Kräuterform in

den verschiedenen Amari zu finden sind.

Italienische Essen können sehr üppig sein.

Aber nur sehr selten schwer und fett. Nach

einem Eisbein oder einem Schweinebraten

benötigt man zwingend einen Bitter oder

einen Enzian, will man nicht eine un-

Mit der Lasagne

ist noch lange

nicht Schluss,

denn dann kommen

noch Carne,

Pesce, Dolce

– und dann am

Ende ein Amaro.

81


genuss | Amaro

Der absolute Klassiker: Campari

Orange. Auch mit anderen

Fruchtsäften lassen sich vielfältige

Variationen herstellen.

Bitter sind Medizin.

Oft genug waren es

Apotheker, welche die

wohltuenden Amari

mit Pflanzenextrakten

und Alkohol zusammenbrauten.

ruhige Nacht mit eigenartigen Träumen

verbringen. Nach Pasta, Scaloppini und

Co. darf es etwas sein, was zwar ebenfalls

den Magen aufräumt. Aber nicht wie ein

Bulldozer, sondern eher wie Kommando

fleißiger Helfer. Der Begriff Kräuterschnaps

verhält sich zu Amaro wie Beethovens

Fünfte zu Verdis Arie „La donna è

mobile“.

Erfunden wurden diese glückliche Vereinigung

von Gesundheit und Alkoholkonsum

übrigens von Leuten, die beides dringend

nötig hatten – den Klosterbrüdern. Den

Alkohol als Trost, weil sie ohne weibliche

Zuwendung durchs Leben gehen sollten,

die Gesundheit, weil sie als Ausgleich dafür

sich umso mehr den verbliebenen Genüssen

des irdischen Daseins widmeten, dem

Essen. Und da die Brüder in ihren Klöstern

auch Gärten mit Heilpflanzen hatten, lag es

nur nahe, das Angenehme mit dem Nützlichen

zu vereinen und Tränke zu erfinden,

welche das lästige Magendrücken nach dem

gefüllten Kapaun einigermaßen in Grenzen

hielten. Und weil die Fratres Männer von

Geschmack waren, waren es auch ihre Bitter.

Engelwurz, Rhabarber, Kamille und viele

andere Kräuter wurden ausgepresst oder

in Alkohol mazeriert und dann zu kräftigen

Amari verschnitten. Fast immer dabei jenes

Kraut, das dem vollen Magen die wirkungsvollste

Entlastung gewährt: Wermut. Bitter

aus Nonnenklöstern sind weniger häufig

überliefert. Die Schlüsse daraus darf jeder

getrost selbst ziehen.

Vieles deutet darauf hin, dass auch die alten

Griechen und Römer bereits ihre bitteren

Tränke nach dem Essen hatten. Aber

die große Zeit der Amari beginnt mit den

Klöstern. Und hat seitdem nicht mehr

aufgehört. Was damals einfach Alkohol gewordene

Erfahrungswerte waren, bestätigte

später die Wissenschaft: Viele Bitterstoffe

regen Leber und Galle an und beschleunigen

tatsächlich die Verdauung (siehe folgemde

Kästen). So verwundert es nicht,

dass im 19. Und 20. Jahrhundert eine große

Vielzahl an Bittern von Apothekern erfunden

wurde. So war etwa der Mailänder Ausano

Ramazzotti, der Erfinder des gleichnamigen

Amaro, seines Standes Apotheker.

Sein Bitter hat seitdem einen Siegeszug

ohnegleichen über die ganze Welt angetreten.

Aus den Geheimrezepten der Mönche

wurden medizinische Magentröster für das

Bürgertum.

Auf dem Land hingegen braute und braut

man sich seine Amari noch selbst. Meist

nach alten Familienrezepten, die von Generation

zu Generation unter dem Siegel der

Verschwiegenheit weitergegeben werden.

Wenn man das Glück hat, abseits der touristischen

Zentren auf dem Land privat zum

Essen eingeladen zu werden, dann wird man

eventuell Bekanntschaft mit den jeweiligen

Familien-Bittern machen. Das kann eine

sehr beglückende Erfahrung sein, denn da

82


Es geht auch ohne

Alkohol: Die italienischen

Bitterini sind alkoholfreie

Limonaden und kleine

Geschmacksexplosionen.

Mit viel Eis ideal für

den Sommer.

kümmert es niemanden, ob der Alkoholgehalt

40 Prozent übersteigt. Es kann aber

auch eine echte Überraschung sein, wenn

das Gebräu so herb ist, dass man anschließend

eine Zunge hat wie ein Waschlappen.

Und während man verzweifelt um Fassung

ringt und die Gesichtsfarbe von Kreidebleich

nach Dunkelrot changiert, biegen

sich die anderen Gäste vor Lachen. Kein

Wunder, die haben ihren Schock vermutlich

bereits seit der Kindheit hinter sich.

Die Ouvertüre

Die Reihenfolge stimmt nicht ganz, zugegeben.

Denn die Aperitivi gehören in der

zeitlichen Abfolge vor die Digestivi. Aber

der Spannungsbogen von den ernsten,

dunklen Amari zu den bunten und spritzigen

Kollegen von Campari und Co. ist

einfach schöner.

Bitter sind sie auch. Der Grund dafür ist

sogar derselbe: Wermut. Aber da, wo die

medizinischen Digestivi Erleichterung

bringen sollen, sind die Aperitivi dazu da,

den nüchternen Magen auf ein wunderbares

Essen vorzubereiten. Da die enthaltenen

Bitterstoffe beides können, ist es eine Frage

der Komposition, was daraus werden soll.

Zudem sollen die Getränke den Esser nicht

müde machen. Deshalb haben Campari,

Aperol und ähnliche Getränke kaum mehr

als 25 Prozent Alkohol – oft deutlich weniger.

Außerdem werden sie nur selten unverdünnt

genossen.

Kaum etwas Trinkbares verbreitet so viel

italienische Leichtigkeit wie diese Aperitifs.

Ja, sie sind bitter. Aber daneben sind

sie auch noch von einer eleganten Süße und

voll von dem Geschmack nach Sommer.

Das anschließende Essen ist gar nicht nötig,

um einen Campari zu trinken. Und der

Appetit, den er entfacht, ist der auf

Leben, auf Sonne, auf Straßencafés,

auf einen Flirt, auf ein Lächeln.

Kein Wunder also, dass diese Getränke

ideal zum Mixen sind,

denn bereits in der Kombination

mit einfachen

Säften werden

Das ist drin: Wermut

Artemisia Absinthium heißt das Kraut, das

auf trockenen Böden in praller Sonne gedeiht.

Wermut ist der klassische Lieferant

von Bitterstoffen für die italienischen

Amari. Mitunter kann man es sogar

getrocknet als Tee kaufen. Um dann festzustellen,

dass der Absud kaum trinkbar

ist. Grund: So etwas Bitteres kriegt man

kaum runter. Wenn man es allerdings

schafft, ein Tasse warmen Wermutkrauttee

sich einzuflößen (Zucker hilft nicht wirklich

– das schmeckt eher noch ekelhafter),

wird man durch Wohlbefinden belohnt.

Grund sind die Stoffe Absinthin und

Thujon, die verdauungsfördernd und appetitanregend

sind. Das ist auch der Grund,

warum sowohl Digestivi als auch Aperitivi

Wermutextrakte enthalten. Und überhaupt:

Nach dem Essen ist vor dem Essen. Thujon

ist übrigens (möglicherweise zu Unrecht)

in Verruf geraten. Als Bestandteil von

Absinth soll es verantwortlich gewesen

sein, dass zahlreiche Konsumenten dieses

hochpotenten Getränks dem Wahnsinn anheimfielen.

Wahrscheinlicher ist allerdings,

dass die Betreffenden die rosa Elefanten

eher aufgrund ihres majestätischen

Alkoholkonsums gesehen haben.

83


genuss | Amaro

Woher kommt

die rote Farbe?

Vielleicht sollte man dieses Kapitel besser

auslassen. Oder doch nicht, denn

seit 2006 ist alles anders. Es geht um

Cochenille, den roten Farbstoff, der so typisch

ist für einige italienische Aperitifs.

Der Purpur der römischen Togen

wurde aus Schnecken gewonnen. Der

Farbstoff für die Bitter aus Läusen.

Keine gewöhnlichen Läuse freilich,

denn die Cochenille-Schildlaus stammt

aus Südamerika und siedelt auf

Opuntiengewächsen, einer Art Kakteen.

Diese kleinen Sechsbeiner produzieren

einen Farbstoff, Karmin. Um diesen zu

gewinnen, werden die Läuse abgesammelt

und getrocknet, danach gemahlen

und anschließend wird der Farbstoff mit

Lösemitteln extrahiert. Nach Europa gelangte

der Farbstoff durch die spanischen

Konquistadoren in Mittelamerika.

Wem es nun ein wenig befremdlich vorkommt,

Läusesaft zu trinken, der bedenke,

dass auch Schellack, welcher in edlen

Möbelpolituren enthalten ist, aus Läusen

gepresst wird.

Die gute Nachricht aber ist die:

Cochenillerot ist aus den roten Bittern

weitgehend verschwunden. Campari ist

bereits 2006 dazu übergegangen, keine

Läuse mehr auszuquetschen, sondern verwendet

seitdem andere Farbstoffe. Damit

kommen auch Vegetarier und Veganer in

den Genuss der roten Spirituose.

Getrocknete Kräuter werden mit

Alkohol ausgezogen. Das entstandene

Konzentrat wird verdünnt und

mit weiteren Zusätzen versehen.

Opuntie mit Cochenille-

Läusen. Aus den Läusen

wird der rote Farbstoff gewonnen,

der typisch für

italienische Aperitifs war.

daraus kleine Geschmacksexplosionen. Beispiel?

Aperol oder Campari mit Orangensaft

ist ein solcher Klassiker. An Einfachheit

nicht zu überbieten. An Geschmack nur

schwerlich.

Bereits die Entstehungsgeschichte deutet

an, dass es hier nicht mehr vorrangig um

Gesundheit und Verdauungshilfe ging.

Wurden die „ernsten“ Bitter gerne einmal

von Apothekern (wie bereits erwähnt) zusammengemischt,

so war es hier der Mailänder

Unternehmer Gaspare Campari, der

sich in den 1840er Jahren daran machte,

seinen eigenen Bitter zu entwickeln. Knallrot

– was schon ein Statement ist, denn gesund

sieht anders aus. Zudem wies der alte

Gaspare schon frühzeitig auf die Mischbarkeit

seines Getränks hin.

Nimmt man noch die ganzen Vermouths

hinzu, dann bietet sich dem Barmann eine

Fülle von Kombinationsmöglichkeiten.

Was wäre ein vernünftiger Martini ohne

Vermouth? Und wenn der Regisseur Luis

Bunuel dazu riet, mit dem Vermouth nur

das Eis zu benetzen und ihn dann wegzukippen,

bevor der Gin dazukommt, dann

offenbart das nur, dass der Spanier ein

trinkfester Mann war. Aber kein Genießer.

Es geht nicht um den Alkohol. Es geht darum,

das Leben leicht zu nehmen. Das ist

keinesfalls geschlechtsspezifisch, denn der

besagte Campari Orange ist weder ein typischer

Frauen- noch Männerdrink. Den

enthaltenen Alkohol merkt man nur am

Rande. Oder möglicherweise, wenn Freunde

und Helfer im Rahmen einer Verkehrskontrolle

die Promille auf Anwesenheit

kontrollieren. Erst dann merkt man, dass

man einer Illusion aufgesessen ist und der

federleichte Drink das Röhrchen färbt.

Aber so weit muss es nicht kommen. Da

wäre zuerst einmal die rigorose aber barbarische

Methode, einfach gar nichts mehr

zu trinken. Non è possibile. Damit eröffnet

sich eine Zwickmühle erster Güte: Auf Genuss

verzichten oder auf den Führerschein.

Glücklicherweise gibt es Abhilfe.

Ganz ohne

Ohne Alkohol natürlich. Hier ist es an der

Zeit, eine Lanze zu brechen für die Fülle

der italienischen Bitterini. Winzig kleine

Fläschchen enthalten eine zumeist rote

Flüssigkeit, die bereits optisch an Campari

Soda erinnert. Die Ähnlichkeit ist gewollt,

denn der Geschmack ist nahezu gleich.

Hier ist ein einzigartiges Kunstwerk gelungen:

ein alkoholfreies Getränk, das geschmacklich

so intensiv und vollmundig ist,

dass es für sich allein stehen kann und keinen

Vergleich benötigt. Die rote Limonade

– denn nichts anderes ist es – füllt ein Shot-

Glas nicht einmal zur Hälfte. Klares Indiz

dafür, dass sie nicht als Durststiller gedacht

ist. Wie beim Espresso ist es der Verzicht

auf die volle Tasse, auf das volle Glas, der

den Reiz ausmacht. Geschmack geht nicht

nach Quantität sondern nach Qualität.

Auch diese Getränke zählen zu den Aperitifs.

Und auch bei ihnen gibt es Unterschiede.

So schmecken etwa die Bitterini

von Stappj sehr intensiv und beinahe schon

harsch, während die bekannteren Sanbitter

viel ausgewogener sind. Dazu gibt es noch

von vielen Herstellern unterschiedliche Varianten

in Geschmack und Farbe.

Ein weiterer Beweis, dass es nicht unbedingt

Alkohol braucht, kommt ausgerechnet aus

84


Für einen Aperol Spritz oder

Campari Soda ist immer

Zeit. Je ausgefallener die

Umgebung, desto besser.

Deutschland. Hier wird unter dem Namen

Bittari ein alkoholfreier Aperitif hergestellt,

der in Aussehen – aber glücklicherweise

auch im Geschmack – verdächtig an das

große, italienische Vorbild erinnert. Wer

also Cocktails mixt, der kann mit Bitterini

oder Bittari hervorragend alkoholfreie Varianten

der Klassiker herstellen. Weitere alkoholfreie,

rote Bitter kommen aus Spanien

(Kas) und Frankreich (Monin).

Alkohol und Kräuter

Einen Bitter herzustellen, ist kein Hexenwerk.

Man muss nichts über Braukunst

wissen, nichts über die Pflege von Rebstöcken

– nicht einmal die Kunst, Alkohol zu

brennen, muss man beherrschen.

Aber dafür sollte man genau wissen, was in

den Amaro hineingehört. In gewisser Weise

ist das Brennen von Schnaps sogar ein

wenig einfacher, denn bei geeignetem Aus-

Das ist drin: Artischocke

Die Artischocke, botanisch Cynara cardunculus,

ist eine große Distel aus dem

Mittelmeerraum. Carciofo nennen sie die

Italiener und carciofino alles, was damit

zubereitet wird. Für gewöhnlich sind das

alles Sachen zum Essen. Am bekanntesten

natürlich die Pizza mit Artischocken. Aber

nachdem es hier nicht ums Essen geht, sondern

um das lustvolle und gesunde Trinken,

erwähnen wir die anderen Köstlichkeiten

nicht einmal: gratinierte Artischocken, in Öl

eingelegte Artischocken, in Olivenöl gebratene

Artischocken…In die Amari kommt die

Artischocke (oder vielmehr ihre Auszüge)

deshalb, weil die Inhaltsstoffe wie Cynarin

und einige Flavonoide die Verdauung fördern

und den Appetit anregen. Außerdem ist sie

wirksam bei Arteriosklerose, Erkrankungen

der Herzkranzgefäße,und bei handgreiflichen

Auseinandersetzungen leistet die Artischocke

mit ihren zwei Metern Höhe und der schweren

Blüte unschätzbare Dienste.

Der botanische Name weist bereits auf einen

echten italienischen Bitter hin: Cynar wird

in Padua hergestellt und in die ganze Welt

exportiert.


genuss | Amaro

gangsmaterial ist das Endprodukt – korrekte

Destillation vorausgesetzt – absehbar.

Beim Bitter ist es die Komposition, die

den Unterschied macht zwischen Igitt und

Oh. Mazeration heißt der Prozess, bei dem

Das ist drin: Chinarinde

Der zugehörige Baum heißt Cinchona officinalis

und wächst – wie schon der Name

sagt – gerne einmal in Indien. Oder im

Kongobecken. Einige Varietäten sogar in

Südamerika. Das China aus Chinarinde hat

dann auch nichts mit dem Reich der Mitte

zu tun, sondern stammt von der indigenen

Urbevölkerung Südamerikas: Kina-Kina

bezeichnet dort die heilkräftige Rinde dieses

Baumes.

Das Interessante an der Chinarinde ist

der enthaltene Bitterstoff, das Chinin.

Über Jahrzehnte hinweg das einzig wirksame

Mittel gegen Malaria. Enthalten

beispielsweise in Bitter Lemon – und in

Ramazzotti. Allerdings geht es dabei weniger

um Malariaprophylaxe, sondern um den

Geschmack. Fein austariert mit den anderen

Bitterstoffen ergibt die Komposition einen

überwältigenden Aromakomplex. Zusätzlich

wirkt es gegen Blähungen.

Es ist übrigens sinnlos, Bitterliköre gegen

Malaria einzusetzen. Bis eine wirksame

Konzentration erreicht ist, hat der ebenfalls

enthaltene Alkohol seine wirksame

Konzentration bereits so weit überschritten,

dass er die Malaria-Erreger im menschlichen

Körper heimatlos gemacht hat.

mit Alkohol die Geschmacks- und Wirkstoffe

aus den Kräutern gezogen werden.

Damit ist nichts anderes gemeint, als dass

die zuvor gewässerten Kräuter in hochprozentigen

Alkohol eingelegt werden. Nach

einiger Zeit sind die interessanten Komponenten

im Alkohol in Lösung gegangen.

Das, was nach der Filtration herauskommt,

macht nur unerschrockenen Genießern

Freude: Der Alkoholgehalt liegt bei jenseits

80 Prozent. Und wenn einen das nicht von

den Füßen holt, ist es der unverdünnte und

gallebittere Geschmack von Natur, also

der Kräuter. Deshalb wird dieses Konzentrat

verdünnt, mit Zucker versetzt und mit

weiteren Geschmacksstoffen angereichert,

wie etwa Bitterorange, die man nicht unbedingt

mazerieren muss.

Dann ist der Bitter fertig. Campari übrigens

besteht aus 86 Zutaten, die nur einer kennt:

Luca Garavoglia, der Präsident der Campari

Gruppe. Zwei Zutaten allerdings kennt

man sehr genau, Alkohol (25%) und Zucker

(248g/l). Das ist zugleich der Grund,

warum Campari und Co. keine echten Bitter

sind, sondern genau genommen Liköre.

Bitter nämlich dürfen lediglich 100g/l Zucker

enthalten. Und wenn schon, geschadet

hat es der Karriere des roten Getränks auf

keinen Fall.

Wer jetzt selbst seinen Bitter ansetzen will,

sollte dabei eines bedenken: Kräuter aus

dem heimischen Garten sind nur dann

empfohlen, wenn man sehr genau Bescheid

weiß über das, was da wächst. Denn die

Fülle interessanter Zierpflanzen wie etwa

Fingerhut, Eisenhut oder Herbstzeitlose

können ohne weiteres dafür sorgen, dass

86


der solchermaßen entstandene Bitter nicht

nur von Völlegefühl, sondern auch von allen

anderen Sorgen befreit. Für immer.

Was, wann, wozu?

Vor den Essen, nach dem Essen, klar. Und

manchmal auch ohne Anlass. Aber nicht

alles passt zu allem. Eine bittere Stilkunde.

Wenn man, ohne dass Essen in erreichbarer

Nähe wäre, Kräuterschnäpse kippt, dann

Negroni –

ein Klassiker

Das ist drin: Bitterorange

Die süßen Orangen kennt jeder: Rund

und prall warten sie nur darauf, versaftet

oder im Ganzen gegessen zu werden. Bei

Bitterorangen ist das ein wenig anders:

Die kann man nicht vom Baum essen.

Oder vielmehr nur dann, wenn man entsprechend

hart im Nehmen ist. Die uralte

Kreuzung aus Pampelmuse und Mandarine

macht ihrem Namen alle Ehre. Vermutlich

sind die Inhaltsstoffe wieder einmal appetitanregend

und verdauungsfördernd.

Aber vor allem schmecken sie in entsprechender

Verdünnung sagenhaft. Das ist

Grund genug, sie in die Amari zu stecken,

wo sie den ganzen anderen Inhalten noch

eine fruchtig-bittere Note hinzufügen.

wirkt das ein bisschen seltsam. Ein wenig

drängt sich der Gedanke auf, dass man dies

des Alkohols wegen tut. Und die Kräuter

nur ein gesundes Deckmäntelchen für die

Prozente und anschließenden Promille sein

sollen. Unbeschwerte Lebensfreude sieht

anders aus. Um einen Amaro zu genießen,

sollte auch etwas zum Verdauen da sein.

Cynar, Fernet, Vecchio Amaro del Capo

und die anderen bitteren Amari sind nicht

dazu gemacht, eingelitert zu werden und

solchermaßen Pegel zu erzeugen. Wer

trotzdem nicht darauf verzichten mag,

beweist Stil und trinkt sie auf Eis oder

im Caffé. Damit ist der Etikette halbwegs

Genüge getan.

Für Halbbitter, also die süßeren Kräuterliköre,

gilt sinngemäß dasselbe. Allerdings

wird jeder verstehen, wenn man

sich des puren Genusses wegen mal ein

Gläschen gönnt.

Ganz anders die Aperitifs: Campari,

Aperol und die anderen gehen immer.

Selten pur, da sich der Geschmack am

besten im Zusammenspiel mit Säften

oder Soda entfaltet. Im Straßencafé sitzen

und an einem Glas mit roter Flüssigkeit

zu nippen, hat Stil. Und zeigt,

dass man Zeit hat und nicht in Eile ist.

Ein italienischer Grundzustand. Genauso,

wie das Trinken eines Espresso

nicht in fünf Minuten vonstattengehen

darf. Man muss nichts müssen, ist die

Devise. Und wenn Zeit das kostbarste

Gut auf Erden ist, dann sollte man sie

sich nehmen. Gerne auch tagsüber. Was

übrigens zu jeder Zeit unverdünnt geht,

ist ein Vermouth, ein Cinzano beispielsweise.

Abends in der Bar ist sowieso alles erlaubt.

Jedwedes Mixgetränk auf der

Basis von Amaro ist eine kleine Zauberei,

wenn der Barmann sein Handwerk

versteht. Denn jeder Bitter ist anders

und will sorgsam mit anderen Zutaten

kombiniert werden, damit sein Charakter

erhalten bleibt und trotzdem etwas

ganz Neues daraus wird. Die Vermouths

machen es dem Bartender leichter, denn

sie sind weniger intensiv und seit jeher

Grundbestandteil vieler Cocktails.

BittersüSSe Cocktails für den

Sommer

Die Klassiker kennt jeder und viel muss

man dazu auch nicht mehr erklären. Campari

Orange wird je nach gewünschter

Stärke aus den beiden namensgebenden

Zutaten gemischt. Campari Soda ebenfalls.

Aperol Spritz wird aus Weißwein,

Soda und Aperol gemixt – ebenfalls Allgemeingut.

Ein paar simple Variationen sind

leicht gemacht und überraschend anders:

So schmeckt Campari mit Ananassaft anstelle

von Orangensaft sehr exotisch, ebenso

mit Mango. Interessanterweise funktioniert

das nicht mit allen roten Säften. Während

Kirsche sehr gut harmoniert, geben Johannisbeeren

(ob rot ob schwarz) nur einen mäßig

guten Partner für die Bitter ab.

Aber nun zu den etwas ausgefalleneren

Varianten:

Caipirol

Hat mit dem Vogel nichts zu tun sondern

ist eine Caipirinha mit Aperol statt

Cachaca.

• 5-6 cl Aperol

• 2 Tl Rohrzucker

• 1 kleine Limette

Die Limette stückeln und zusammen

mit dem Rohrzucker im Glas zerdrücken.

Dazu den Aperol geben und mit

Eis auffüllen. Nach Wunsch noch ein

Schuss Sodawasser.

Negroni

Benannt nach dem Conte Camillo Negroni,

ist dieser Aperitif-Cocktail ein zeitloser

Klassiker.

87


genuss | Amaro

Wenn man den

Ramazzotti nach

der Limonade

einfüllt, ergibt sich

ein interessanter

Schichteffekt

Ja, das geht –

und wie! Smoothie

alkoholfrei mit Bitter.

• 3 cl Gin

• 3 cl Vermouth rosso

• 3 cl Campari Bitter

Einen Tumbler mit Eis füllen, und unter

langsamem Umrühren die Zutaten ins

Glas geben. Nach Wunsch mit ein wenig

Soda auffüllen. Klassischerweise mit einer

Orangenschale als Deko.

Ramazzotti Lemonade

Einfacher geht es kaum. Effektvoller auch

nicht. Was wie eine Verlegenheitslösung

wirkt, ist in Wirklichkeit ein extrem aromatischer

und trotzdem leichter Drink für

den Sommer.

• 4 cl Ramazzotti

• Zitronenlimonade (klar)

Zuerst den Bitter ins Glas geben und anschließend

das Glas mit Eiswürfeln und

etwa 15 cl Zitronenlimonade auffüllen. Mit

Orangen oder Zitronenschale garnieren.

Auch ein Zuckerrand macht sich hier gut.

Smoothie bitter

Das ist wirklich Sommer pur: Ein

Smoothie, der mit einem alkoholfreien Bitter

abgerundet wird.

• 4 cl alkoholfreier Bitter

(ohne Kohlensäure)

• 250 ml Milch

(je weniger Fettgehalt, desto besser)

• 1 Handvoll tiefgefrorene Beeren

(Himbeeren, Brombeeren,

Beeren-Mix)

• 1 Tl Zucker

Alles zusammen in den Smoothie-Mixer

geben und so lange mixen, bis die Beeren

sich zu feinen Stücken zerteilt haben. Eiswürfel

nicht nötig, die Beeren kühlen sehr

effektiv. Ein leichtes und belebendes Getränk

und der pure Spaß. Garnieren mit

Beeren und einem Minzblatt.

Tropical Bitter – alkoholfrei

Eine cremig-exotische Neuschöpfung

• 4 cl alkoholfreier Bitter

(ohne Kohlensäure)

• 8 cl Ananassaft

• 2 cl Sahne

• 4 cl Cream of Coconut

Zutaten im Shaker mit ein paar Eiswürfeln

schütteln. Ein Glas mit zerstoßenem Eis

füllen und den Inhalt des Shakers (die Eiswürfel

abseihen) einfüllen. Garnieren mit

einer Ananasscheibe und eventuell einer

Cocktailkirche.

88


Lust auf

italienischen Sommer

in der Espressobar?

Lassen wir uns in der warmen Jahreszeit mit erfrischenden

Drinks und neuen Caffè-Kreationen aus bella Italia

verwöhnen: Die Segafredo Espressobars erwarten uns

jetzt mit gerührtem Eiskaffee auf Italienisch und prickelnden

Spritz-Getränken auf Prosecco-Basis.

Woran denken Sie, wenn Sie „Sommer

auf Italienisch“ hören? Vielleicht auch

an entspannte Momente auf einer Piazza,

an cremiges Gelato, erfrischenden Caffè

Shakerato, prickelnden Aperol-Spritz und

an die Lebensfreude, die uns diese Augenblicke

des Genusses in Italien bescheren?

Fast wie in Italien bevölkern wir jetzt auch

hierzulande die Straßencafés, genießen

morgens die ersten Sonnenstrahlen bei

einem Cappuccino auf der Piazza und lassen

den lauen Sommerabend mit einem

Aperol Spritz oder Sanbitter in einer Espressobar

ausklingen.

Für noch mehr Dolce Vita im Alltag hat

sich Segafredo diesen Sommer einiges

einfallen lassen. So gibt es den beliebten

Sommerklassiker Crema Caffè, den gerührten

italienischen Eiskaffee, ab sofort

in zwei neuen Varianten: Caffè Bacino mit

cremiger Schokoladensauce und Fragola,

mit fruchtigem Erdbeermus. In

Kooperation mit dem

italienischen Prosecco-Hersteller

Scavi &

Ray werden zudem drei

trendige Sommerdrinks

gemixt, welche uns die frühen

Abendstunden versüßen

sollen: Mint Berry, Lillet Spritz

und Rhabarber Spritz.

Und bis Ende September erhalten die

Gäste der bundesweiten Segafredo Espressobars

zusätzlich ein Gewinnspielkärtchen

mit der Chance, ein Stück

Italien zu gewinnen. Verlost werden 10

Preise, darunter ein hochwertiges TREK-

Rennrad im Segafredo-Design, B&B-

Hotelgutscheine für den nächsten Städte-

Trip nach Italien sowie einige Exemplare

des neuen Kochbuches CAPRI von Mario

Gamba, dem besten italienischen

Küchenchef der Welt. Gewinnspieldetails

und Teilnahmemöglichkeit bis 31.09.17

auf www.segafredo.de. Genießen wir den

italienisch gefärbten Sommer in vollen

Zügen – Ci vediamo al bar?

News, Infos und Tipps zum vero

espresso italiano auf www.facebook.com/

SegafredoDeutschland


vorschau

IMPRESSUM

Herausgeber und Chefredakteur:

Stephan Quinkertz (v.i.S.d.P.)

Der goldene

Herbst

• Südtirol / Trentino

• Gardasee

• Wandern & Biken

In diesen ausgewählten Feinkost-Geschäften werden die Zutaten für original

italienische Gerichte angeboten, sowie das Lust auf Italien - Magazin:

Sapori del Sud von

Salvatore Furfaro

Nonntaler Hauptstr. 88,

A-5020 Salzburg

Tel. +43 650 6162470

www.sapori-del-sud.at

GranGusto

Italienische Feinkost

Königstraße 2, 24768 Rendsburg

Tel. 04331 6644365

www.grangusto.de

Ruggiero -

Delikatessen und Weine

Wettinerstr. 90, 42287 Wuppertal,

Tel. 0202-552584

www.ruggiero-weine.de

Bei Pino Lebensmittel -

Feinkost - Weine

Galoppstr. 9, 44229 Dortmund,

Tel. 0231-97613300

www.bei-pino-feinkost.de

Gustare Genießen auf Italienisch -

Feinkost & Vinothek

Petersstr. 111 / Ecke Marktstraße,

47798 Krefeld,

Tel. 02151-21724

138

– Depot

Die Ecke da Mario

Wilhelmsstr. 3, 55128 Mainz

Tel. 06131-3339844

www.die-ecke-da-mario.de

Il Pastaio - Der Nudelmacher

Karlstr. 5, 63739 Aschaffenburg

Tel. 06021-218736

www.checkthis.com/ilpastaio

Feinkost Galeria

Körnerstr. 19, 71634 Ludwigsburg

Tel. 07141-902110

www.feinkost-galeria.de

Sartori Matteo -

Feinkost Zylinder e.K.

Konviktstraße 51

79098 Freiburg

Tel: 0761-3842624

www.feinkost-zylinder.de

Feinkost Kopf - Partyservice

+ Lebensmittel

Kemsstr. 24, 79189 Bad Krozingen

Tel. 07633-150919

www.feinkost-kopf.de

05/2017

erscheint am

16.08.2017

Eataly München

Schrannenhalle - Viktualienmarkt 15

80331München

Tel. 089 24881771

www.eataly.net

Culinaria Feinkost

Angerbadergasse 6,

85354 Freising

Tel. 08161 83606

www.fastfood-coffe.de

Mercato del Gusto

Illerstr. 1, 86399 Bobingen

Tel. 08234-90155

www.mercatodelgusto.de

Via del Gusto

Dr. Friedrich Drechsler Str. 11,

86609 Donauwörth

Tel. 0906-7092399

www.viadelgusto.de

il pomodoro

Marktstr. 10, 87746 Erkheim

Tel. 08336-8051-12

www.il-pomodoro-erkheim.de

Redaktion:

Nicole Adami (na), Michael Außerbauer (ma),

Jörn-Erik Burkert (je), Angela Flandorfer (af),

Andreas Greil (ag), Beate Giacovelli (bg),

Anita Quinkertz (aq), Diana Schneider (ds),

Stephanie Strohmeier (ss), Marion Trutter (mt)

Grafik:

Sara D‘Auria, www.inframedesign.de

Harald Sayffaerth, www.01graphics.de

Redaktionsadresse:

pmc active GmbH, Redaktion „Lust auf Italien

Postfach 1124, 85626 Grasbrunn

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Druck:

Oberndorfer Druckerei GmbH, Mittergöming 12,

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Einzelpreis: 6,00 Euro

Jahresabonnement (6 Hefte): 34,-- Euro.

Jahresabo (6 Hefte) Österreich, Schweiz, restliches

Europa 46,50 Euro. Weitere Auslandspreise auf Anfrage.

In den Preisen sind die Mehrwertsteuer und Zustellung

enthalten, bezogen auf 6 Ausgaben im Jahr. Der Verlag

behält sich die Änderung der Erscheinungsfrequenz vor.

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Lust auf Italien

Presseservice Guell, Heuriedweg 19a

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www.lustauf-shopping.de

089 / 4545 577 -25

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