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Cruiser im Mai 2013

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CRUISER Edition <strong>Mai</strong> <strong>2013</strong><br />

Dieses Magazin ist schwul<br />

Pink Apple, Warmer <strong>Mai</strong>, Takasa <strong>im</strong> Interview, Vreni Schneider, Beatrice Egli<br />

Arthur Rooks, Lia Pale, Homo-Ehe in Frankreich, Dossier: Gay-Reisen<br />

«Out in the Dark»<br />

von Michael Mayer<br />

Pink Apple


16. PI N K<br />

APPLE<br />

schwullesbisches<br />

Filmfestival<br />

Zürich 1. – 9. 5. 13<br />

Frauenfeld 10. – 12. 5. 13<br />

VORVERKAUFABAPRIL<br />

www.pinkapple.ch


CRUISER Edition <strong>Mai</strong> <strong>2013</strong><br />

Inhalt<br />

Editorial<br />

Der <strong>Mai</strong> wird wieder wärmer. Nach einem tiefen Winterschlaf ist der schwullesbische Kulturmonat<br />

«Warmer <strong>Mai</strong> wieder da und zeigt spannende Produktionen. Und zum <strong>Mai</strong> gehört natürlich auch<br />

Pink Apple. Zum 16. Mal fl<strong>im</strong>mern Filme mit schwullesbischen Inhalten über die Kino-Leinwand in<br />

Zürich und Frauenfeld. Wir lassen in dieser Ausgabe Filmstills sprechen. Warm, schön und sonnig<br />

wünschen wir uns den Sommer: Tipps für die Gay-Ferienplanung gibt uns Lola Sarah Arnold Korf.<br />

Und Daniel Diriwächter n<strong>im</strong>mt jenen Anlass, der besonders viele schwule Fans hat, zum Anlass,<br />

der Heilsarmee, der Schweizer Vertretung am ESC, auf den Zahn zu fühlen.<br />

Martin Ender, Verleger<br />

6<br />

Takasa<br />

Das Interview mit der Heilsarmee<br />

9<br />

Mariage pour tous<br />

Homo-Ehe in Frankreich<br />

14<br />

Reiseziel «Gay»<br />

Nicht überall, wo gay draufsteht, ist auch gay drin<br />

18<br />

Pink Apple<br />

Alles zum Festival und die Fotostrecke<br />

27<br />

Warmer <strong>Mai</strong><br />

Schwullesbische Kultur<br />

32<br />

Arthur Rooks<br />

Portrait eines Interior-Designers<br />

News 4 • Prominent 10 • News Schweiz 13<br />

Szene 24 • Kultur 28 • Hot4You 30 • Kolumne 33<br />

Dr. Gay 34 • Pia 35 • Agenda 36<br />

3


News CRUISER Edition <strong>Mai</strong> <strong>2013</strong><br />

Internationale<br />

News<br />

4<br />

Hamburg<br />

Ole von Beust kritisiert CDU<br />

Hamburgs offen schwuler Ex-Bürgermeister Ole<br />

von Beust ist «enttäuscht» über die unnachgiebige<br />

Haltung seiner Partei, der CDU, gegenüber<br />

der vollen rechtlichen Gleichstellung schwullesbischer<br />

Paare. «Die CDU-Spitze vermutet eine<br />

starke konservative Gruppierung, die sie mit<br />

einer offensiven Gleichstellungspolitik vergraulen<br />

würde, und übersieht dabei, dass das selbst<br />

für die bürgerliche Klientel gar kein Thema ist»,<br />

sagte von Beust in einem Interview mit der Berliner<br />

Zeitung. Ähnlich hatte sich bereits zuvor<br />

Ex-CDU-Generalsekretär Heiner Geissler geäussert.<br />

Die CDU wird in der deutschen Öffentlichkeit<br />

bei gesellschaftspolitischen Themen<br />

zunehmend als unmodern wahrgenommen. In<br />

den letzten Jahren erlitt die CDU in deutschen<br />

Grossstädten serienweise Wahlniederlagen.<br />

Berlin<br />

Historische Entscheidung <strong>im</strong><br />

Bundesrat<br />

Der Bundesrat hat am 22. März den Entwurf eines<br />

Gesetzes zur Einführung des Rechts auf Eheschliessung<br />

für Personen gleichen Geschlechts<br />

verabschiedet. Dazu erklärte Axel Hochrein,<br />

Sprecher des Lesben- und Schwulenverbandes<br />

(LSVD): «Zum ersten Mal hat sich ein Verfassungsorgan<br />

für die Öffnung der Ehe entschieden.»<br />

Hochrein forderte mit einem kessen «Keine<br />

halben Sachen, die Ehe ist für alle da» die<br />

Parlamentarierinnen und Parlamentarier des<br />

Bundestags auf, der Empfehlung des Bundesrates<br />

zu folgen. Die CDU von Bundeskanzlerin<br />

Angela Merkel lehnt jedoch die Homo-Ehe kategorisch<br />

ab. Die Kanzlerin befürchtet, durch ein<br />

Ja zur Homo-Ehe bei den Bundestagswahlen <strong>im</strong><br />

September die konservativen Wähler zu vergraulen.<br />

Familienministerin Kristina Schröder<br />

musste wegen ihrer schwulenfreundlichen<br />

Positionen den Platz als Spitzenkandidatin der<br />

hessischen CDU dem Homo-Ehegegner und Ex-<br />

Verteidigungsminister Franz Josef Jung überlassen.<br />

Berlin<br />

Bundesverdienstkreuz für<br />

KZ-Forscher<br />

Dem Historiker Joach<strong>im</strong> Müller ist das Bundesverdienstkreuz<br />

1. Klasse für seine bahnbrechende<br />

Forschung über die Ermordung Homosexueller<br />

<strong>im</strong> ehemaligen KZ Sachsenhausen in<br />

Oranienburg bei Berlin verliehen worden. Die<br />

Auszeichnung war Müller <strong>im</strong> Neuen Museum<br />

der Gedenkstätte Sachsenhausen durch den<br />

Berliner Staatssekretär für Kulturelle Angelegenheiten,<br />

André Schmitz (SPD), überreicht<br />

worden. Der Lesben- und Schwulenverband in<br />

Deutschland (LSVD) pries Müller als Wissenschaftler,<br />

der sich «seit 1984 in besonderer Weise<br />

für die Anerkennung von homosexuellen<br />

Männern als Opfer des Nationalsozialismus»<br />

eingesetzt habe. Nach der deutschen Einheit<br />

gehörte Müller zu denen, die gegen viele Widerstände<br />

die Umwandlung des KZ-Geländes in ein<br />

Gewerbegebiet verhinderten.<br />

Köln<br />

Schwule Datingshow bei<br />

RTL?<br />

Laut Bild-Zeitung plant der deutsche private TV-<br />

Sender RTL noch für dieses Jahr den Start einer<br />

Kuppelshow für Schwule. RTL bestätigte den<br />

Bericht jedoch nur halbherzig. «Wir planen ein<br />

neues Datingformat. Be<strong>im</strong> Thema Liebe schliessen<br />

wir auch gleichgeschlechtliche Liebe nicht<br />

aus», liessen die Kölner verlauten. Mit Datingshows<br />

kennt sich Europas grösster Privatsender<br />

bestens aus. Mit «Bauer sucht Frau», «Schwiegertochter<br />

gesucht» und dem «Bachelor» hat<br />

RTL mehrere erfolgreiche Formate dieses Genres<br />

<strong>im</strong> Programm. Zuletzt wurden in «Einsam<br />

unter Palmen» Auswanderer verkuppelt. Auch<br />

mit dem schwulen Inhalten hat RTL Erfahrung.<br />

Zwischen 1999 und 2007 lief <strong>im</strong> Spätabendprogramm<br />

mit Moderator Frank Lukas das schwule<br />

Magazin «Anders Trend».<br />

Amsterdam<br />

Demo gegen Putin<br />

In Amsterdam sind Tausende von Niederländern<br />

gegen die homophobe Politik von Russlands<br />

Präsident Wlad<strong>im</strong>ir Putin auf die Strasse<br />

gegangen. Putin selbst lieferte während seines<br />

Staatsbesuchs <strong>im</strong> April in Holland mit der<br />

Gleichsetzung von Schwulen mit Pädophilen<br />

seinen Kritikern noch eine Steilvorlage. Die Akzeptanz<br />

der gleichgeschlechtlichen Ehe sei in<br />

den Niederlanden wegen einer anderen Mentalität<br />

grösser als in seiner He<strong>im</strong>at. «...ich kann<br />

mir nur schwerlich vorstellen, dass ein Moskauer<br />

Gericht eine Organisation genehmigen


CRUISER Edition <strong>Mai</strong> <strong>2013</strong><br />

News<br />

würde, die Pädophilie propagiert. In Holland<br />

ist es möglich», befand der 60-jährige Putin, der<br />

sich öffentlich gerne als Macher und Macho inszeniert.<br />

Die russische Staatsduma arbeitet an<br />

einem Gesetz, das jegliche positive Darstellung<br />

von Homosexualität in der Öffentlichkeit verbietet.<br />

Ähnliche Gesetze gelten bereits in einigen<br />

Städten und Provinzen Russlands.<br />

Amsterdam<br />

Erdogan rüpelt gegen Homosexualität<br />

Abweichende sexuelle Orientierungen sind mit<br />

dem Islam nicht vereinbar. Das verkündete der<br />

türkische Ministerpräsident Recep Erdogan bei<br />

seinem Besuch <strong>im</strong> schwul-lesbischen Mekka<br />

Amsterdam. Homosexualität sei eine «sexuelle<br />

Wahl», die der «Kultur des Islam» widerspreche.<br />

Anlass für die harschen Worte Erdogans<br />

war der Streit um einen neunjährigen türkischen<br />

Jungen mit niederländischem Pass, der<br />

von lesbischen Müttern grossgezogen wird. Das<br />

Kind war als Baby vom Jugendamt aus seiner<br />

gewalttätigen Familie herausgenommen worden.<br />

Jetzt fordert die Mutter den Jungen zurück.<br />

Ein türkischer Privat-TV-Sender hatte als Unterstützung<br />

der Mutter den Niederlanden «Kindesmissbrauch»<br />

vorgeworfen. Der TV-Sender gehört<br />

dem Schwiegersohn von Erdogan.<br />

Tunis<br />

Oppositionspolitiker wegen<br />

Homosexualität verhaftet<br />

Die islamistische Regierung in Tunesien hat<br />

den prominenten Oppositionspolitiker Mounir<br />

Baâtour wegen Homosexualität verhaften lassen.<br />

Der Vorsitzende der Oppositionspartei<br />

«Liberales Tunesien» ist nach Darstellung der<br />

Regierung in einem Sheraton-Hotel be<strong>im</strong> Sex<br />

mit einem Mann erwischt worden. Ein Mitarbeiter<br />

der Hotelkette soll zufällig die beiden<br />

Männer in ihrem Z<strong>im</strong>mer gesehen und die<br />

Polizei alarmiert haben. Die islamistische Regierungspartei<br />

Ennahda hat seit ihrer Machtübernahme<br />

2011 wiederholt St<strong>im</strong>mung gegen<br />

sexuelle Minderheiten gemacht. Menschenrechtsminister<br />

Samir Dilou sprach <strong>im</strong> vergangenen<br />

Jahr Schwulen und Lesben das Recht auf<br />

freie Meinungsäusserung ab. Kritiker werfen<br />

der Regierung vor, durch den Vorwurf der Homosexualität<br />

die Opposition als «unislamisch»<br />

diskreditieren zu wollen. In Tunesien stehen auf<br />

homosexuellen Sex drei Jahre Haft.<br />

Helena<br />

Montana legalisiert<br />

Homosexualität<br />

Das Repräsentantenhaus des US-Bundesstaats<br />

Montana hat das Verbot von gleichgeschlechtlichem<br />

Sex aufgehoben. Bislang galt laut Gesetz<br />

gleichgeschlechtlicher Geschlechtsverkehr als<br />

«abweichende sexuelle Handlung», die mit bis<br />

zu zehn Jahren Haft und einer Geldstrafe von<br />

bis zu 50 000 Dollar bestraft werden konnte. Mit<br />

dem jetzigen Beschluss zog die Politik die Konsequenz<br />

aus dem Urteil des obersten Gerichts<br />

von Montana aus dem Jahr 1997, in dem das Homosexverbot<br />

als Verstoss gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz<br />

der Verfassung bezeichnet<br />

wurde. Die Umsetzung des höchstrichterlichen<br />

Urteils war bisher am Widerstand der Republikaner<br />

gescheitert. Der amerikanische Supreme<br />

Court erklärte 2003 alle «Sodomy Laws»<br />

für verfassungswidrig. Mehrere Staaten haben<br />

diese Gesetze jedoch bis heute nicht formal gestrichen.<br />

Brasilia<br />

Homo-Ehe <strong>im</strong>mer beliebter<br />

Schwule und Lesben in Mato Grosso do Sul und<br />

Paraná dürfen heiraten. Damit haben bereits<br />

zehn der insgesamt 26 Bundesstaaten Brasiliens<br />

die Homo-Ehe eingeführt. Die Entscheidungen<br />

in den Bundesstaaten gehen auf ein Urteil des<br />

obersten Bundesgerichtes aus dem Jahr 2011 zurück.<br />

Das Supremo Tribunal Federal in Brasilia<br />

hatte damals einst<strong>im</strong>mig die Verweigerung der<br />

Ehe für schwule und lesbische Partnerschaften<br />

als Verstoss gegen den Gleichheitsgrundsatz der<br />

Verfassung erklärt. Die zunehmende Akzeptanz<br />

der Homo-Ehe <strong>im</strong> grössten katholischen Land<br />

der Welt bereitet dem Vatikan und dem aus Argentinien<br />

stammenden Papst Franziskus ein<br />

Problem. Um die Brasilianer wieder auf katholischen<br />

Kurs zu bringen, veranstaltet der Vatikan<br />

<strong>im</strong> Sommer seinen alle drei Jahre stattfindenden<br />

Weltjugendtag in Rio de Janeiro.<br />

Montevideo<br />

Heiraten in Uruguay<br />

Das Parlament von Uruguay hat mit deutlicher<br />

Mehrheit einen Gesetzentwurf zur Gleichbehandlung<br />

von Schwulen und Lesben <strong>im</strong> Eherecht<br />

beschlossen. Gleichgeschlechtliche Paare<br />

können voraussichtlich ab Juli heiraten. Auch<br />

ausländische Schwule und Lesben dürfen in<br />

Uruguay Hochzeit halten. Das Agrarland ist<br />

der zweite Staat in Südamerika, der die Ehe für<br />

Schwule und Lesben öffnet. Bis zuletzt leistete<br />

die katholische Kirche erbitterten Widerstand<br />

gegen die Homo-Ehe. Das nur 3,5 Millionen Einwohner<br />

zählende Uruguay gilt schwulenpolitisch<br />

als eines der fortschrittlichsten Länder<br />

Lateinamerikas. Als erstes südamerikanisches<br />

Land führte die Republik 2007 eingetragene<br />

Partnerschaften ein. Die Homo-Ehe gab es in<br />

Südamerika bisher nur in Argentinien sowie in<br />

Teilen Brasiliens und Mexikos.<br />

Singapur<br />

Homosexualität weiter<br />

kr<strong>im</strong>inalisiert<br />

Der oberste Gerichtshof von Singapur lehnt die<br />

Abschaffung des antischwulen Paragrafen 377a<br />

ab. Die Justiz solle bei diesem Thema «nicht eingreifen»,<br />

hiess es in dem Urteil. «Die Veränderung<br />

muss auf demokratischem Wege geschehen», so<br />

Richter Quentin Loh in seiner Urteilsbegründung.<br />

«Es gibt eine Evolution in der Beantwortung<br />

dieser Frage. Die Entscheidung sollte dem<br />

Parlament überlassen werden.» Im Paragrafen<br />

377a, einem Relikt aus der britischen Kolonialzeit,<br />

wird Geschlechtsverkehr zwischen Männern<br />

als «grob unsittliches Verhalten» definiert.<br />

Geklagt hatten die beiden schwulen Männer<br />

Gary L<strong>im</strong> und Kenneth Chee. Singapurs Regierung<br />

hatte sich in den letzten Jahren relativ wohlwollend<br />

zum Thema Homosexualität geäussert,<br />

eine Abschaffung des in der Praxis nicht mehr<br />

angewendeten Paragrafen jedoch abgelehnt.<br />

Yaounde<br />

Schwule Männer erneut<br />

verhaftet<br />

Zwei Männer in Kamerun sind zum zweiten<br />

Mal wegen Homosexualität verhaftet worden.<br />

Unmittelbar vor ihrer Verhaftung waren Jonas<br />

Singa K. und Franky D. «wegen schwulen Aussehens»<br />

auf einem Marktplatz der kamerunischen<br />

Hauptstadt Yaounde von Passanten gewaltsam<br />

angegriffen worden. Die beiden Männer waren<br />

2011 wegen Homosexualität zu Gefängnisstrafen<br />

verurteilt worden. Als einen Beweis für die<br />

sexuelle Orientierung der beiden hatte der Richter<br />

die Bestellung eines «Schwulengetränks»<br />

angeführt. Jonas Singa K. und Franky D. hatten<br />

in einem Restaurant Bailey’s Likör bestellt. Das<br />

Urteil war <strong>im</strong> Januar dieses Jahres aufgehoben<br />

worden. Laut der Menschenrechtsorganisation<br />

Amnesty International wurden die Männer <strong>im</strong><br />

Gefängnis misshandelt. In Kamerun steht auf<br />

gleichgeschlechtlichen Sex fünf Jahre Haft.<br />

5


Gesellschaft CRUISER Edition <strong>Mai</strong> <strong>2013</strong><br />

«Radikalisierung ist<br />

ein grosses Problem!»<br />

Das Interview mit der Heilsarmee alias «Takasa» zum ESC.<br />

Von Daniel Diriwächter<br />

© S<strong>im</strong>on Opladen<br />

6


CRUISER Edition <strong>Mai</strong> <strong>2013</strong><br />

Gesellschaft<br />

Nun also doch: Die Heilsarmee<br />

tritt unter dem<br />

Namen «Takasa» am Eurovision<br />

Song Contest <strong>im</strong> Malmö<br />

auf. Trotz Boykott-Forderungen<br />

aus der Gay-Szene<br />

ist die Band nicht aufzuhalten.<br />

Wir sprachen mit Martin<br />

Künzi, Marketingleiter der<br />

Heilsarmee, über die Homosexualität,<br />

den Glauben<br />

und die Gemeinsamkeiten.<br />

CR: Herr Künzi, wie gross ist derzeit die Aufregung in der Heilsarmee?<br />

MARTIN KüNZI: Je näher der ESC rückt, desto mehr wird dieses Wechselbad<br />

von Gefühlen zwischen Vorfreude und Nervosität, Begeisterung und Anspannung<br />

spürbar. Wir glauben, dass es das braucht, um opt<strong>im</strong>al vorbereitet<br />

zu sein.<br />

CR: Welche Faszination übt der ESC für die Heilsarmee aus?<br />

KüNZI: Anfänglich war es eine verrückte Idee, welche die Heilsarmee dazu<br />

motivierte, einen Song einzureichen. Musik hat in der Heilsarmee Tradition.<br />

Nach aussen n<strong>im</strong>mt man vielleicht eher die klassischen Formen<br />

von Blasmusik und Weihnachtsliedern in den Strassen wahr. Allerdings<br />

hat sich die Musik innerhalb der Heilsarmee modernisiert. Es gibt Songwriter-Wettbewerbe,<br />

und die Musikstile sind vielseitig.<br />

CR: Steckt eine best<strong>im</strong>mte Motivation hinter «Takasa»?<br />

KüNZI: Die Teilnahme am ESC widerspiegelt den Pioniergeist der Heilsarmee<br />

aus ihren Anfängen. Vor über 130 Jahren wurden mutige Ideen<br />

mit viel Herzblut geboren und umgesetzt. Heute ist die Heilsarmee<br />

vielleicht etwas brav geworden. Die Teilnahme am ESC ist ein Beweis<br />

dafür, dass wir «ganz normale» Menschen in unserer Gesellschaft<br />

sind, die sich für einen grossartigen Anlass begeistern. Das brauchte<br />

etwas Mut.<br />

CR: Eine Zeit lang war unklar, ob Sie aufgrund des Reglements überhaupt<br />

teilnehmen dürfen. Hand aufs Herz: Haben Sie damals «das<br />

Kleingedruckte» übersehen?<br />

KüNZI: Wir haben uns während der ganzen Schweizer Ausscheidungsphase<br />

nie darum gekümmert, ob es Schwierigkeiten geben könnte. Gemäss dem<br />

Schweizer ESC-Reglement war unsere Bewerbung unproblematisch, und<br />

wir wurden vom SRF als «reglementskonform» eingestuft. Wir haben erst<br />

am Abend nach der Entscheidungsshow <strong>im</strong> Büro des SRF von möglichen<br />

Auflagen seitens EBU (European Broadcasting Union) erfahren. Dass die<br />

Veranstalter geltend machen, dass sie keine Brands auf der Bühne haben<br />

wollen, war für uns nachvollziehbar. Wir haben uns nun für einen Auftritt<br />

entschieden, der den Auflagen entspricht. Es war uns ein Anliegen,<br />

dabei die Freude am Sieg nicht zu verlieren. Und das ist uns gelungen.<br />

CR: Der ESC wird von der schwullesbischen Gemeinschaft stark vereinnahmt.<br />

Und jetzt geben Sie einem «Gay-Magazin» ein Interview. Was<br />

dachten Sie <strong>im</strong> Moment unserer Anfrage?<br />

KüNZI: Wir haben die freundliche Anfrage vom <strong>Cruiser</strong> sehr geschätzt. Es<br />

gäbe für uns keinen Grund, kein Interview zu geben. Wer sich für andere<br />

interessiert, lernt <strong>im</strong>mer dazu, und das ist gegenseitig.<br />

CR: Eine andere Gay-Zeitung hat gar den Boykott von Takasa gefordert<br />

– wie gehen Sie damit um?<br />

KüNZI: Wir sehen uns an diesem Anlass als Gäste. Es ist uns ein Anliegen, uns<br />

respektvoll zu verhalten, uns mitzufreuen und den Menschen, denen wir<br />

begegnen – es waren viele bisher – Freunde zu sein. Wir denken, dass diese<br />

Forderung nach Boykott auf Vorurteilen beruht. Was wir am vergangenen<br />

Samstag am Event «Eurovision in Concert» in Amsterdam erlebt haben, hat<br />

uns gezeigt, dass Takasa in der ESC-Community akzeptiert ist. Als Takasa<br />

die Bühne verlassen wollte, hat das Publikum den Song von sich aus angest<strong>im</strong>mt<br />

und uns zurück auf die Bühne gesungen. Sängerin Sarah meinte:<br />

«I bi mega grüert!»<br />

CR: Von wegen Boykott, Schwule und Lesben erleben solche Anfeindungen<br />

beinahe täglich in irgendeiner Form. Wie denken Sie darüber?<br />

KüNZI: Wir sehen darin eine Gemeinsamkeit. Als gläubige Christen sind wir<br />

in unserer Gesellschaft auch <strong>im</strong>mer wieder herausgefordert. Bibel lesen<br />

und Beten, um es etwas plakativ auszudrücken, gelten in der heutigen<br />

Gesellschaft als verstaubt, und das Christ-sein ist nicht mehr <strong>im</strong> Trend.<br />

Takasa ist bereit für Malmö: Sarah Breiter, Emil Ramsauer, <br />

Jonas Gygax, Michel Sterckx, Christoph Jakob und Katharina Hauri<br />

© S<strong>im</strong>on Opladen<br />

CR: Ein Mitglied von Takasa sagte sogar, dass die Heilsarmee wie auch<br />

die Gay-Community stark gegen Vorurteile kämpfen müssen – was<br />

würden Sie «uns» raten?<br />

KüNZI: Wir glauben, dass Radikalisierung ein grosses Problem darstellt.<br />

Wer sich zu stark in eine Extremposition begibt und von dort aus das<br />

Verständnis für sich gewinnen will, hat es schwer. Es ist wichtig, aktiv<br />

auf andere zu zugehen. Konkret setzen wir das so um: Als Heilsarmee<br />

warten wir nicht, bis die Not zu uns kommt, sondern wir gehen dorthin,<br />

7


Gesellschaft CRUISER Edition <strong>Mai</strong> <strong>2013</strong><br />

wo unsere Hilfe gebraucht wird. Auf der anderen Seite, wenn es um den<br />

Glauben geht, ist es nicht unsere Art, aufdringlich zu missionieren. Wir<br />

schaffen Angebote und haben offene Türen. Wer sich angesprochen fühlt,<br />

ist willkommen. Niemand soll sich gedrängt fühlen, unsere Türen stehen<br />

aber allen offen.<br />

CR: Sind Schwule und Lesben in der Heilsarmee willkommen?<br />

KüNZI: Die Angebote der Heilsarmee stehen allen offen. Ob sich jemand an<br />

einem Ort wohlfühlt oder nicht, ist eine Frage der Menschen, welche die<br />

Gemeinschaft bilden, und nicht eine Frage, der sexuellen Ausrichtung.<br />

Auch wenn die Heilsarmee die Ehe zwischen Frau und Mann als die von<br />

der Schöpfung ausgehende Form des int<strong>im</strong>en Zusammenlebens zweier<br />

Menschen interpretiert, ist dies kein Grund, Schwule und Lesben zu verurteilen<br />

oder auszugrenzen.<br />

Auch der Glaube an Gott verbindet, nicht wenige von «uns» sind gläubig.<br />

Werden wir eines Tages gemeinsam «auf einen Nenner» kommen?<br />

Den gemeinsamen Nenner gibt es für Gläubige schon heute: Die Liebe<br />

Gottes. In der Bibel lesen wir, dass Gott jeden Menschen liebt. Insofern<br />

ist der gemeinsame Nenner ohne unser menschliches Zutun und ohne<br />

Ausnahme gegeben.<br />

CR: Besten Dank für das Interview – wir wünschen Takasa viel Glück!<br />

Familientreffen in Malmö<br />

2022 wird die Fussball-WM in Katar ausgetragen, 2012 war der ESC in<br />

Aserbaidschan zu Gast. Hat seinen exotischen Reiz, doch die pralle Sonne<br />

dieser Breitengrade wirft lange Schatten voraus und zurück. Ob in der<br />

FIFA der Weg über die arabische Ermirate wieder nach England führen<br />

wird, steht in den Sternen, die EBU kehrt dieses Jahr definitiv nach Hause<br />

zurück, zu den Stars, zu ABBA, Carola und Charlotte. Schwule Sportsfreunde<br />

der schrägen Töne und schrillen Auftritte dürfen sich freuen<br />

auf ein tolerantes Familientreffen in Malmö. Gastgeberin Loreen hat es<br />

möglich gemacht, hat nach ihrem fulminanten Sieg mit «Euphoria» europaweit<br />

die Charts erobert und allen einen Strich durch die Rechnung<br />

gemacht, die den ESC als korrupte Produktionsstätte retortenproduzierter<br />

One-Hit-Wonder abgeschrieben hatten. Nun geht die 12-Punkte-Schieberei<br />

in die nächste Runde, mit Bonnie Tyler für England, mit<br />

«Alcohol is Free» für Griechenland, mit dem wunderbar nostalgischen<br />

«Birds» der Niederländerin Anouk und dem unerträglich trashigen Operetten-Pop<br />

des Rumänen Cesar. Die Europakarte präsentiert sich bunt,<br />

dicht besiedelt von Powerballaden, überraschend zurückhaltend durchzogen<br />

von Ethno-Elementen, mit wenigen Favoritengipfeln und ebenso<br />

wenigen aber umso tieferen Schrott-Tälern. Die Schweiz liegt, wie so oft,<br />

irgendwo in der Mitte. Immerhin überlassen wir die Schmach, mit einer<br />

billigen Kopie des Vorjahreserfolgs knapp zu scheitern, unseren deutschen<br />

Nachbarn, und <strong>im</strong>merhin haben wir einen kleinen Skandal mit<br />

<strong>im</strong> Gepäck, den grössten seit Gunvor. Die Heilsarmee, neu eingekleidet<br />

und umbenannt, hält allerdings, wie unser Interview zeigt, wenig von<br />

Provokation. «Offen für alle und alles» lautet das Motto für Malmö, oder<br />

auf eurovisionisch: «We are One». Eine einzige Familie, die nach Hause<br />

kommt. Wie das enden kann, wissen wir alle und freuen uns trotzdem<br />

erst recht. (rg)<br />

Eurovision Song Contest<br />

Semifinale: 14. und 16. <strong>Mai</strong> (mit Takasa)<br />

Finale: 18. <strong>Mai</strong><br />

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8


CRUISER Edition <strong>Mai</strong> <strong>2013</strong><br />

Politik<br />

Mariage pour<br />

tous<br />

Das neue Gesetz hat zu einer<br />

Zunahme homophober Übergriffe<br />

geführt<br />

Von Martin Ender<br />

Nach der Nationalversammlung<br />

hat auch der französische<br />

Senat dem Homo-Ehe-<br />

Artikel in den wesentlichen<br />

Punkten zugest<strong>im</strong>mt. Somit ist<br />

die Ehe mit all ihren Rechten<br />

auch für homosexuelle Paare<br />

offen. Doch die «Ehe für alle»<br />

hat Frankreich aufgewühlt<br />

und tief gespalten.<br />

Mit einiger Verwunderung hat man hierzulande<br />

die massiven, teils gewaltsamen Proteste<br />

von Hunderttausenden von Demonstranten<br />

in Paris gegen die Homo-Ehe<br />

wahrgenommen. Die Gesellschaft<br />

in den westlichen<br />

Ländern Europas<br />

ist doch aufgeschlossen,<br />

und in etlichen<br />

Staaten sind «gleiche Rechte für alle» verfassungsmässig<br />

festgeschrieben. Warum also jetzt<br />

diese Aufruhr in Frankreich? Ist die Schweiz<br />

so viel offener? Mitnichten! Die Abst<strong>im</strong>mung<br />

zum Partnerschaftsgesetz ging damals nur deshalb<br />

so positiv für die Community aus, weil das<br />

Adoptions recht explizit ausgeklammert wurde.<br />

Erst jetzt, Jahre nach der Abst<strong>im</strong>mung, wurde<br />

vorerst in einem weiteren, kleinen Schritt die<br />

Stiefkindadoption erlaubt. Noch sind wir aber<br />

in der Schweiz von der Homo-Ehe, wie sie nun<br />

Frankreich kennt, weit entfernt.<br />

Vom PACS zur Ehe<br />

Bereits seit 1999 können in Frankreich homosexuelle<br />

(und auch heterosexuelle) Paare eine<br />

eingetragene Lebenspartnerschaft (PACS) eingehen.<br />

Das neue Gesetz geht nun viel weiter.<br />

Im Kern des Homo-Ehe-Artikels heisst es: «Die<br />

Ehe wird geschlossen von zwei Personen unterschiedlichen<br />

oder gleichen Geschlechts.» Diesen<br />

wichtigsten, ersten Artikel des Gesetzentwurfes<br />

zur Einführung der Homo-Ehe hat die<br />

Nationalversammlung bereits verabschiedet,<br />

und der Senat hat ihn unverändert übernommen.<br />

So wird er in dieser Form auch in Kraft<br />

treten. Auch sind sich beide Kammern prinzipiell<br />

für die Adoption. Kleinere Änderungen<br />

nahmen die Senatoren an anderen Artikeln vor,<br />

etwa zum Namensrecht für adoptierte Kinder.<br />

Die deshalb nötige zweite Lesung <strong>im</strong> Parlament,<br />

am 23. April, war nur noch eine Formsache.<br />

Dennoch kündigt Frigide Barjot, Sprecherin<br />

der Bewegung «Demo für alle» (in Anspielung<br />

auf «Ehe für alle»), weitere Proteste an. «Wir<br />

werden nicht klein beigeben», kündigte Frigide<br />

Barjot an und will vor Gericht gehen.<br />

Gewaltrethorik<br />

Die Atmosphäre ist in Frankreich inzwischen<br />

völlig vergiftet. Homosexuelle Organisationen<br />

<strong>im</strong> Land verzeichnen eine deutliche Zunahme<br />

homophober Übergriffe: In den ersten beiden<br />

Monaten des Jahres <strong>2013</strong> seien bereits so viele<br />

Attacken wie sonst in einem halben Jahr<br />

gemeldet worden, erklärte Elizabeth Ronzier,<br />

Vorsitzende der Anti-Homophobie-Organisation<br />

«SOS Homophobie», gegenüber dem US-<br />

Magazin «The Raw Story». Gestiegen sei die<br />

Zahl der Überfälle seit Beginn der Debatte um<br />

die «Homo-Ehe» <strong>im</strong> August 2012. Nach einem<br />

äusserst brutalen Überfall auf ein schwules<br />

Paar in Paris hatten rund 5000 Menschen in<br />

der Hauptstadt friedlich gegen Homophobie<br />

und die Gewaltrhetorik der Homo-Ehe-Gegner<br />

demonstriert.<br />

Doch die Gegner geben nicht auf und kritisieren<br />

das nun früher angesetzte Schlussvotum<br />

zum Gesetz. Damit sei «ein Fleischerbeil über<br />

dem Kopf des Volkes» gefallen. Barjot fügte hinzu,<br />

Präsident François Hollande «will Blut, er<br />

wird es bekommen». Alle seien wütend. «Wir<br />

leben in einer Diktatur», erklärte sie. Später relativierte<br />

sie ihre Aussagen. Schliesslich muss<br />

sie einsehen, dass der demokratisch gewählte<br />

Hollande nichts anderes tut, als eines seiner<br />

zentralen Wahlkampfversprechen umzusetzen.<br />

Und Umfragen zufolge steht die Mehrheit<br />

der französischen Bevölkerung hinter dem Reformvorhaben.<br />

9


Prominent CRUISER Edition <strong>Mai</strong> <strong>2013</strong><br />

Vreni Schneider<br />

Perez Hilton<br />

Und wieder ein schwuler Vater: Perez Hilton<br />

(34), der den Klatsch über die amerikanischen<br />

Promis mittels Blog in h<strong>im</strong>mlische Sphären<br />

katapultierte, widmet sich jüngst so banalen<br />

Niederungen wie dem Windelwechseln. Der<br />

Schreiberling gab jüngst auf Twitter bekannt:<br />

«Anfang des Monats bin ich mit der Geburt meines<br />

ersten Kindes gesegnet worden. Es ist ein<br />

wunderschöner und gesunder kleiner Junge<br />

– mit ganz vielen Haaren auf seinem kleinen<br />

Köpfchen.» Findige Paparazzi lichteten Perez<br />

Hilton, der mittlerweile selbst eine Berühmtheit<br />

ist, bereits mit dem Nachwuchs ab. Perez<br />

Hilton, der sich auf seinem Blog nicht die Bohne<br />

um die Privatsphäre berühmter Mitmenschen<br />

kümmert, mag um seine Person aber keinen<br />

Zirkus veranstalten. Ganz nach dem Motto (nur<br />

etwas vertauscht): Wein predigen und Wasser<br />

trinken. Egal, Prominente wie die Namensvetterin<br />

Paris Hilton oder Stripperin Dita van Teese<br />

gratulierten umgehend. Bislang ist unklar, woher<br />

das Baby kam, ob es adoptiert wurde oder ob<br />

Perez Hilton, wie Ricky Martin, eine Leihmutter<br />

engagierte. Selbst den Namen des Jungen will<br />

er nicht verraten. Allerdings veröffentlichte<br />

Perez Hilton ein Foto, welches ihn zusammen<br />

mit dem Sohnemann zeigt. Doch wer denkt,<br />

Beatrice Egli<br />

Nach Luca Hänni folgt Beatrice Egli: Bei DSDS<br />

auf RTL ist die Schweizer Kandidatin Beatrice<br />

Egli drauf und dran, ins Finale einzuziehen (zumindest<br />

bis Redaktionsschluss). Dies mit St<strong>im</strong>me<br />

und Schlager. In Deutschland wird sie als<br />

Frohnatur beschrieben, welche ab und an für<br />

einen «Handjob» zu haben ist. Doch auf Letzteres<br />

wollen wir hier nicht eingehen. Zurück<br />

zum Talent – selbst die Jury ist angetan. Und<br />

Dieter Bohlen wittert bereits fette Kohle, denn<br />

niemand verkauft derzeit mehr CDs als Schlagerstars<br />

Helene Fischer und Andrea Berg. Dabei<br />

ist die in Pfäffikon (SZ) geborene Beatrice Egli<br />

kein unbeschriebenes Blatt. 2007 betrat sie die<br />

Bildfläche, zusammen mit Eurovisions-Ikone<br />

Lys Assia. Als Duo wollten beide am Grand Prix<br />

der Volksmusik so richtig abräumen. Leider ein<br />

Schuss in den Ofen: «Sag mir, wo wohnen die<br />

© Grüezi<br />

«Ä Kafi am Pistenrand» – alleine diesen Satz<br />

könnten wir hier stehen lassen und auf das<br />

Schmunzeln der Leser vertrauen. Es ist der Titel<br />

von Vreni Schneiders erster – und wohl auch<br />

letzter – Single. Wir wissen nicht, wie viele «Kafis»<br />

die einstige Skifahrerin getrunken hat, um<br />

sich ins Musikgeschäft zu wagen. Geht es nach<br />

Vreni Schneiders Mut, so waren es einige «Kafi<br />

Fertig». Geht es nach Gesang und Performance,<br />

war das allerhöchstens eine Kapsel mit George<br />

Clooneys koffeinfreiem Pulver. Bekanntlich<br />

kann ein echter Musiker aus einem Stück Brot<br />

ein Opus zaubern. Hätte etwa Bob Dylan über<br />

das schwarze Gesöff geschrieben, er hätte sicherlich<br />

stundenlang zwecks Inspiration an<br />

einem einsamen, grauen Pistenrand mit einer<br />

Thermoskanne ausgeharrt. Im Falle von Vreni<br />

Schneider ist das Wunschdenken. Doch der Reihe<br />

nach: Laut Wikipedia gehört die 48-jährige<br />

Glarnerin zu den «erfolgreichsten Skirennfahrerinnen<br />

aller Zeiten». Nachdem die Goldmedaillen<br />

kaum mehr ins he<strong>im</strong>ische Chalet reinpassten,<br />

gründete Vreni Schneider eine Ski- und<br />

Snowboardschule. Vielleicht lockte jüngst wieder<br />

der Ruf des Goldes? Denn CDs aus Edel-Metall<br />

sind ja fast so hübsch wie Siegesschmuck.<br />

Also wagte sich Vreni Schneider ins Schlagermetier.<br />

Das Resultat ist hinreichend bekannt.<br />

Da Vreni Schneider jedoch eine äusserst nette<br />

Person ist, wurde ihr die Kritik meist durch die<br />

Blume mitgeteilt. Ziemlich unschön jedoch die<br />

Chart-Platzierungen: Die Single «Ä Kafi am Pistenrand»<br />

kann überhaupt keine vorweisen, das<br />

dazugehörige Album «Ä Gruess us dä Bergä»<br />

hielt sich eine Woche auf Platz 52. Ein böser<br />

Flop. Immerhin, das musikalische Gedöns wurde<br />

schnell zum «Kult». Im derzeit aufgeführten<br />

«Spamalot» <strong>im</strong> Zürcher Hechtplatz Theater darf<br />

eine Vreni-Schneider-Karikatur mit dem Kafi-<br />

Liedchen auftreten – nach zwei Sekunden gibt’s<br />

einen Schlag per Schaufel auf die Fresse. Der<br />

grösste Lacher überhaupt. Deswegen zollen wir<br />

dem Pistenschreck Respekt: Wenn Vreni Schneider<br />

selbst Monty Python in den Schatten stellt,<br />

so ist das ganz hohe Kunst! (dd)<br />

10<br />

© pd<br />

dass sein Blog nun still steht, irrt sich gewaltig.<br />

Aus der einst «meistgehassten Webseite Hollywoods»<br />

(CBS, 2005) wurde ein gewaltiges Imperium.<br />

Pro Monat verzeichnet Perezhilton.com<br />

rund 100 Millionen Besucher. Dabei haut längst<br />

nicht mehr das Aushängeschild selbst in die<br />

Tasten, sondern eine Armada an fleissigen<br />

Ghostwritern. Sei’s drum, für die amerikanische<br />

Gay-Community erwies sich Perez Hilton<br />

als Glücksfall. Unerschrocken werden Beiträge<br />

über Diskr<strong>im</strong>inierung der LGBT-Gemeinde ins<br />

Netz gestellt. Mit Erfolg: Die VIP-süchtigen Leser<br />

werden neben Hinweisen auf Cellulite auf echte<br />

Missstände aufmerksam gemacht. (dd)<br />

© RTL<br />

Engel?» sang und fragte das Duo damals. Wusste<br />

es aber nicht. Abgeschlagen landeten Lys Assia<br />

und Beatrice Egli auf Platz 11. Dem Liedchen<br />

selbst folgte ein Album. Doch das Werk geriet<br />

schnell in Vergessenheit. Ebenso wie die Zusammenarbeit<br />

der beiden Sängerinnen. Nun kam<br />

eine unbedachte Äusserung von Lys Assia aus<br />

dieser Zeit wieder ans Licht und beweist: Schon<br />

damals erwies sich die heute 89-jährige Schlagersängerin<br />

als schlechte Verliererin. O-Ton Beatrice<br />

Egli: «Nachdem wir so schlecht waren,<br />

hat Lys Assia gesagt, dass ich zu dick wäre und<br />

dass wir deshalb verloren hätten». Uff, der hat<br />

gesessen! In der Tat habe sie diese Aussage «voll<br />

getroffen», sie sei aber heute darüber hinweg.<br />

Lys Assia dachte wohl, dass Beatrice Egli sangund<br />

klanglos untergehen würde. Nun steht sie<br />

jedoch jeden Samstagabend vor einem Millionenpublikum.<br />

Und Lys Assia wird sich eine neue<br />

Schuldige suchen müssen. (dd)


CRUISER Edition <strong>Mai</strong> <strong>2013</strong><br />

Prominent<br />

Madonna<br />

«Tu Gutes und sprich darüber» – ein Spruch, der<br />

bislang auf Madonna nicht unbedingt zutraf.<br />

Die Sängerin setzte sich <strong>im</strong> Laufe ihrer Karriere<br />

<strong>im</strong>mer wieder unermüdlich für Toleranz ein,<br />

etwa für die Rechte von Schwulen und Lesben<br />

oder die HIV-Prävention. Aber anders als viele<br />

Kollegen, verzichtete Madonna bei ihrer Wohltätigkeit<br />

auf ein grosses Tamtam. Doch mittlerweile<br />

setzt auch die Ikone auf ihren Marktwert,<br />

wenn es um den Stinkefinger Richtung fatale<br />

Missstände geht. Ihr lautes Sch<strong>im</strong>pfen betreffend<br />

Pussy Riot <strong>im</strong> letzten Jahr war erst der Anfang.<br />

Nun hat Madonna «Instagram» entdeckt.<br />

Die kostenlose App wurde jüngst zum Werkzeug<br />

einer ziemlich wütenden Madonna. Zu<br />

Beginn beschränkte sich die Sängerin noch auf<br />

einige Schnappschüsse oder das Abbilden der<br />

he<strong>im</strong>ischen Kunst, wie etwa Selbstportraits der<br />

Malerin Frida Kahlo. Flugs erhielt sie eine Verwarnung<br />

von «Instagram», da es nicht erlaubt<br />

sei, fremde Werke als «eigene» zu verkaufen.<br />

Eine zweite Verwarnung gab’s für allzu freizügige<br />

Fotos – gute alte Madonna. Anfang April<br />

jedoch besuchte sie den südostafrikanischen<br />

Binnenstaat Malawi. Ihre zwei adoptierten Kinder,<br />

David Banda und Mercy James, stammen<br />

aus just diesem Land, in welchem Madonna<br />

seit geraumer Zeit mit der Stiftung «Raising<br />

Malawi» Mädchenschulen bauen lässt. Doch<br />

Biene Maja<br />

Sie ist das wohl berühmteste Insekt der Welt:<br />

die Biene Maja. Als die vorlaute Imme ab 1975<br />

in der österreisch-deutsch-japanischen(!) Zeichentrickserie<br />

über die Mattschreibe summte,<br />

verliebte sich nicht nur die Drohne Willy<br />

in Maja. Die Serie wurde zum Kult. Erheblich<br />

mitgeholfen hat dabei der charmante Ohrwurm<br />

von einer Titelmelodie, der seither auf<br />

keiner Schlager-Party mehr fehlen darf: Sänger<br />

Karel Gott wird für <strong>im</strong>mer mit dem Song «Die<br />

Biene Maja» verbunden bleiben. Für die Serie<br />

selbst war nach zwei Staffeln und 52 Episoden<br />

Schluss, dreht sich aber seither in der Endlosschlaufe.<br />

Die Biene Maja wurde aber erwachsen<br />

und für die Honig-Produktion der Wiese engagiert.<br />

Das ZDF hat nun das Rad der Zeit zurückgedreht:<br />

Seit April fliegt die Biene Maja wieder<br />

durch die (Kinder-)Z<strong>im</strong>mer! Allerdings computeran<strong>im</strong>iert<br />

und einen Tick schlanker. Zur Erinnerung:<br />

Maja war eher ein fliegendes Pummelchen,<br />

von Geschmeidigkeit nicht die Spur.<br />

Wie ein normales Kind halt. Da die neue Serie<br />

Margaret<br />

Thatcher<br />

© Madonna<br />

Malawi, das eine hohe HIV-Rate und unsägliche<br />

Intoleranz gegenüber Homosexuellen vorweist,<br />

wird zum Stolperstein für Madonna. Die offensichtlich<br />

überforderte Regierung, allen voran<br />

Präsidentin Joyce Banda, warfen Madonna Star-<br />

Allüren an den Kopf. Sie würde von Malawi «ewige<br />

Dankbarbeit» erwarten und gehe ohne den<br />

roten Teppich kaum aus dem Haus. Madonna<br />

konterte per Foto und Instagram an ihre fast<br />

300 000 Follower: «Ich bin betrübt, das Malawis<br />

Präsidentin sich entschieden hat, Lügen darüber<br />

zu verbreiten, was wir erreicht haben, über<br />

meine Absichten und wie ich mich persönlich<br />

während meines Besuchs in Malawi verhalten<br />

habe». Fortsetzung folgt. (dd)<br />

© ZDF<br />

aber in 3D gestaltet wurde, musste in Zeiten von<br />

sprechenden Topmodels eine Diät her. Das ZDF,<br />

Auftraggeber der neuen Maja, formulierte das<br />

etwas anders. So war die «alte» Maja nicht mehr<br />

zeitgemäss und musste daher einer modernen<br />

Version weichen. Im Zuge der Neuauflage wurde<br />

auch die abgöttische geliebte Titelmelodie<br />

neu eingesungen: Sängerin Helene Fischer ist<br />

ab sofort die St<strong>im</strong>me der Serie. Eingefleischte<br />

Fans der Zeichentrickvorlage sind erschüttert.<br />

Wobei Helene Fischer eine kesse Biene abgibt.<br />

Trotzdem, wenn Maja ein neues Gewand verpasst<br />

bekommt, bedeutet dies besonders eins:<br />

Einige von «uns» werden alt. Mit Schaudern sind<br />

baldige Horrorszenarien zu erwarten: Die deutsche<br />

Sesamstrasse könnte ebenfalls digitalisiert<br />

werden – und mit ihr «diese entsetzliche Klobürste<br />

Tiffi» (O-Ton Hella von Sinnen), oder die<br />

Augsburger-Puppenkiste könnte bald singende<br />

Tennie-Idole an Ketten legen. Im Falle von Justin<br />

Bieber wäre das angebracht. (dd)<br />

© pd<br />

Die «eiserne Lady» ist tot. Und – um Klartext zu<br />

sprechen – mit ihr eine homophobie Furie. Wie<br />

keine Zweite schied Englands einstige Premierministerin<br />

die Geister. Die Vorsitzende der<br />

«Conservative Party» von 1979 bis 1990 nahm<br />

es mit den mächtigsten Männern der Welt auf<br />

und besass enorme Durchsetzungskraft – ihre<br />

Wirtschaftspolitik wurde auch «Thatcherismus»<br />

genannt. Margaret Thatcher avancierte<br />

zur «eisernen Lady». Eine Bezeichnung, welche<br />

sie selbst akzeptierte. Zu ihrem Tode sollte in Erinnerung<br />

gerufen werden, welchen Einfluss die<br />

Politikerin auf das Leben von Schwulen und Lesben<br />

in England hatte. Denn Margaret Thatcher<br />

war zumindest politisch keine Freundin von<br />

gleichgeschlechtlicher Liebe. Unter ihrer Amtszeit<br />

wurde ein Paragraph <strong>im</strong> Vereinten Königreich<br />

entworfen, der Homosexuelle stark verungl<strong>im</strong>pfte.<br />

Das Gesetz, bekannt unter «Clause<br />

28», verbot ab 1988 den Gemeinden, Schulen<br />

und Kommunalbehörden die «Förderung von<br />

Homosexualität». Die Konsequenz daraus war<br />

fatal. Sänger Boy George protestierte öffentlich<br />

mit dem Song «No Clause 28». Doch Margaret<br />

Thatcher liess sich nicht beirren. Es ist Tony<br />

Blair und seiner Labour-Regierung zu verdanken,<br />

dass dieses menschenunwürdige Gesetz<br />

durch den «Local Government Act 2003» abgeschafft<br />

wurde. Als vor einem Jahr «The iron<br />

Lady» <strong>im</strong> Kino erschien, ein Film, in welchem<br />

Meryl Streep die «eiserne Lady» spielt (und dafür<br />

den Oscar erhielt), gewann Margaret Thatcher<br />

für einige dadurch eine fast romantische<br />

Verklärung. Der Presse gegenüber sagte Meryl<br />

Streep damals, dass sie selbst keine «Iron Lady»<br />

sei, eher eine «Ironing Lady». Die Ironie darin:<br />

Meryl Streep bügelte dank ihrem Talent auf<br />

perfekte Art und Weise das Image von Margaret<br />

Thatcher glatt. (dd)<br />

11


PRÄSENTIERT:<br />

IM MAI ZUSAMMEN<br />

AUF HIV TESTEN LASSEN<br />

Ị<br />

The pictures represents the original surounding at Paragonya<br />

MIT<br />

VOUCHER<br />

"<br />

Test für<br />

CHF 10.-<br />

Open daily from 11.30am to 11pm<br />

Super, dass du mitgemacht hast.<br />

Nun fehlt noch eins: Lass dich jetzt testen.<br />

Merci! Dein Einsatz bei Break The Chains <strong>im</strong> April hat unsere Community sicherer gemacht.<br />

Du hast mitgeholfen, die Ketten von HIV-Neuinfektionen zu unterbrechen. Lass dich nun testen.<br />

Mit dem Voucher erhältst du den HIV-Test für 10 Franken. Bei den Checkpoints und<br />

den Partnerteststellen in deiner Nähe. Und eine Beratung kriegst du gratis dazu.<br />

Die Jungs dort kennen keine Tabus. Break The Chains wird auch <strong>im</strong> nächsten Jahr stattfinden.<br />

Aber: Keine neuen HIV-Infektionen ist ein Ziel, das während des ganzen Jahres gilt.<br />

Break The Chains bringt uns eine sichere Community.<br />

Sei auch nächstes Jahr wieder dabei!<br />

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061 685 95 58<br />

www.checkpoint-bs.ch<br />

031 390 36 36<br />

www.aids-be.ch<br />

031 632 41 52<br />

www.insel.ch<br />

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CRUISER Edition <strong>Mai</strong> <strong>2013</strong><br />

News Schweiz<br />

Mildere Strafbarkeit<br />

bei HIV-Übertragung?<br />

Strafbarkeit der HIV-Übertragung:<br />

Das Bundesgericht<br />

will seine Praxis lockern. Die<br />

Aids-Hilfe Schweiz begrüsst<br />

den Entscheid.<br />

Bern. Das Bundesgericht qualifizierte die HIV-<br />

Infektion in seiner bisherigen Rechtsprechung<br />

<strong>im</strong>mer als lebensgefährliche schwere Körperverletzung.<br />

Es ging davon aus, dass eine HIV-Infektion<br />

mit hoher Wahrscheinlichkeit zum Ausbruch<br />

der Immunschwäche Aids und danach<br />

zum Tod des Opfers führt. In seinem Urteil vom<br />

19. März <strong>2013</strong> hielt es einst<strong>im</strong>mig fest, dass sich<br />

angesichts der wissenschaftlichen Erkenntnisse<br />

und der medizinischen Behandlungsmöglichkeiten<br />

nicht mehr generell sagen lasse, dass<br />

eine HIV-Infektion schon als solche generell lebensgefährlich<br />

ist.<br />

Trotzdem müsse berücksichtigt werden, dass<br />

eine HIV-Infektion komplexe psychische und<br />

körperliche Belastungen auslöst. Ob sie <strong>im</strong> Einzelfall<br />

als einfache oder schwere Körperverletzung<br />

einzustufen sind, muss nun die Vorinstanz<br />

neu beurteilen. Die Aids-Hilfe Schweiz<br />

begrüsst, dass das Bundesgericht die gängige<br />

Rechtsprechung hinterfragen will. Die HIV-Infektion<br />

ist heute eine behandelbare, wenn auch<br />

nicht heilbare Krankheit.<br />

Break The Chains<br />

Jetzt zum HIV-Test!<br />

Der April ist vorbei – Resultate<br />

sind nun gefragt: Im <strong>Mai</strong><br />

können sich alle Teilnehmer<br />

der Kampagne «Break The<br />

Chains» für nur CHF 10.– auf<br />

HIV testen lassen.<br />

Zürich. Mit dem <strong>Mai</strong> beginnt auch die Testphase<br />

für die Kampagne Break The Chains. Nachdem<br />

<strong>im</strong> April alle Teilnehmer (nicht nur) aufgefordert<br />

wurden, sich konsequent an die Safer-Sex-<br />

Regeln zu halten, können sie nun von einem<br />

HIV-Schnelltest für nur CHF 10.– profitieren. Die<br />

entsprechenden Voucher der Kampagne sind in<br />

allen Checkpoints und Partnerstellen den ganzen<br />

<strong>Mai</strong> hindurch einlösbar. Zum Test gehört<br />

auch ein Beratungsgespräch, in welchem individuelle<br />

Risikostrategien besprochen werden.<br />

Diese können auch aufgrund der Fortschritte in<br />

der HIV-Forschung angepasst werden.<br />

Ein HIV-Test ist nach einem Monat ohne Risikosituation<br />

sehr zuverlässig. Ein eventuelles<br />

Restrisiko wird <strong>im</strong> dazugehörigen Gespräch erörtert<br />

werden. Sollte ein Test trotzdem positiv<br />

ausfallen, lohnt es sich, früh darüber Bescheid<br />

zu wissen – und zu reagieren. Laut jüngsten<br />

Erkenntnissen verbessert ein frühzeitiger Therapiestart<br />

die langfristigen Resultate. Zudem<br />

sind neue Medikamente und Therapieformen<br />

in Entwicklung. Früh diagnostizierte und therapierte<br />

HIV-Patienten werden eher in Genuss<br />

dieser Möglichkeiten kommen.<br />

Alle Informationen zum HIV-Test sowie zu<br />

Kampagne: www.breakthechains.ch<br />

Eröffnung «Chez<br />

Marion»<br />

Das einstige Café Marion<br />

präsentiert sich nach zwe<strong>im</strong>onatigem<br />

Umbau als französisches<br />

Bistro. Mit dabei wieder<br />

der Kiosk.<br />

Zürich. «Spaghetti statt Schnecken?» fragte das<br />

CR-Magazin <strong>im</strong> Oktober 2012, als bekannt wurde,<br />

dass das Café Marion einem französischen<br />

Bistro weichen musste. Ganz so «exquisit» wurde<br />

das besonders bei Schwulen früher beliebte Etablissement<br />

nicht. Als «Chez Marion» öffnete es<br />

<br />

© Stadt Zürich<br />

unter der Leitung von Nicolas Kern («Movie») <strong>im</strong><br />

April die Tore und präsentiert den eigentlichen<br />

Gastraum <strong>im</strong> französischen Flair. Auf der Karte<br />

sind Speisen wie Salade Niçoise, Croques Madame<br />

oder grössere Gerichte wie Tartare de boeuf<br />

poêlé oder Entrecôte Café de Paris zu finden.<br />

Weiter erhalten Passanten am Kiosk Crêpes, Glacés<br />

und hausgemachte Patisserie zum Mitnehmen,<br />

Kioskartikel wie auch Presseerzeugnisse.<br />

Die Bar selbst, mit reichhaltigem Getränkeangebot<br />

und Loungeecke ausgestattet, lädt zum<br />

Apéro oder Imbiss ein.<br />

Die Stadt Zürich sprach für den Projektkredit<br />

CHF 475 000 aus. Eine Summe, welche sich – <strong>im</strong><br />

Vergleich zum alten Café Marion – auch auf der<br />

Speisekarte wieder findet.<br />

Die Paragonya-<br />

Sauna wird<br />

grösser<br />

Zürichs schwule Wellness-<br />

Oase erweitert das Obergeschoss<br />

um 80 Quadratmeter.<br />

Zürich. Anfang <strong>Mai</strong> werden in der Zürcher Sauna<br />

«Paragonya» die Umbauarbeiten <strong>im</strong> Obergeschoss<br />

beendet sein. Zu den ohnehin schon 450<br />

Quadratmeter können bald 80 addiert werden.<br />

Geschäftleiter S<strong>im</strong>on Stöckli freut sich auf die<br />

neuen Räume, welche neben Relax- und Cruising-Aera<br />

auch eine besondere Überraschung<br />

bereithalten werden, die er aber noch nicht<br />

verraten will. Öffnungszeiten und Preise bleiben<br />

unverändert. Die grösste Wellness-Oase für<br />

Schwule in der Stadt Zürich wurde 1994 unter<br />

dem Namen «Paragon» eröffnet und gilt seither<br />

als heisser Treffpunkt in der Szene.<br />

Erste Fachstelle<br />

für LGBTI-Fragen<br />

in Zürich<br />

Nach Berlin, München und<br />

Wien folgt nun in Zürich die<br />

erste schweizerische Fachstelle<br />

für Gleichstellung.<br />

Zürich. Als erste Stadtverwaltung in der Schweiz<br />

schafft Zürich eine Fachstelle, die sich den spezifischen<br />

Anliegen von lesbischen, schwulen,<br />

bi-, trans- und intersexuellen Menschen (LGBTI)<br />

ann<strong>im</strong>mt. Im EU-Raum haben dies bisher Städte<br />

wie Berlin, Wien oder München getan. Die Stadt<br />

Zürich setzt mit der Auftragsergänzung der<br />

Fachstelle für Gleichstellung ein klares Zeichen<br />

für ein diskr<strong>im</strong>inierungsfreies Zusammenleben<br />

in einer weltoffenen Stadt.<br />

In einer den Menschenrechten verpflichteten<br />

Demokratie müssen vielfältige Formen von sexueller<br />

Orientierung und Geschlechtsidentität<br />

gelebt werden können. Lesbische, schwule, bi-,<br />

trans- und intersexuelle Menschen werden jedoch<br />

oftmals noch <strong>im</strong>mer marginalisiert und<br />

ihre Anliegen nicht genügend wahrgenommen.<br />

Mit der Fachstelle für Gleichstellung als neuem<br />

Kompetenzzentrum für LGBTI-Themen übern<strong>im</strong>mt<br />

die Stadt Zürich eine Pionierrolle in der<br />

Schweiz.<br />

13


Reisen CRUISER Edition <strong>Mai</strong> <strong>2013</strong><br />

Reiseziel «Gay»<br />

Das Reisemarkt-Label «Gay» muss mit Vorsicht genossen<br />

werden<br />

Von Lola Sara Arnold-Korf<br />

© Shutterstock<br />

14


CRUISER Edition <strong>Mai</strong> <strong>2013</strong><br />

Reisen<br />

Ab in den Urlaub! Bloss<br />

wohin dieses Jahr? Zahlreiche<br />

Reise-Agenturen offerieren<br />

sommerliche Gay-<br />

Wonnen rund um den<br />

Globus. Allerdings: Nicht<br />

überall, wo gay draufsteht,<br />

ist auch gay drin.<br />

«Gay travel», «Reisen/schwul» – wer sich auf Google ein wenig unter diesen<br />

Stichworten umschaut, begreift eines ganz schnell: Der ganze Globus<br />

ist in diesem Jahr «Gay», und reisefreudige Schweizer Schwule sind<br />

in Hotelbetten von Rio bis Shanghai höchst gern gesehene Gäste. Es gibt<br />

spezialisierte Reiseveranstalter, eine Gay Travel Association (iglta.org),<br />

den guten alten Spartacus, die Bruno-Gmünder-Reisefibel aus den späten<br />

Siebzigern, welche nach wie vor gefragt ist und – jährlich aktualisiert–<br />

die Homo-Feinschmeckeradressen der Welt, ob mit oder ohne Bettstatt,<br />

fein säuberlich katalogisiert. Und dann gibt es noch die vielen herkömmlichen<br />

Reiseveranstalter, die unlängst ihr Herz für Gays entdeckt haben<br />

und nun Tür und Tor weit aufmachen für Gäste der etwas anderen Art.<br />

«In diesem Hotel sind schwule und lesbische Gäste herzlich willkommen»,<br />

frohlockt es bei einer Hotel-Präsentation auf der Dertour.de-Website.<br />

Vorgestellt wird das Welcome-Hotel in Essen, das den geneigten Gast mit<br />

einem Gay-Welcome-Kit empfängt, «bestehend aus einer Übersicht über<br />

die lokalen Szene-Clubs/-Locations/-Events sowie Kulturinfos über Essen».<br />

Wie? Sie wissen nicht, was Sie in Essen sollen? Nun, da geht es Ihnen wie<br />

vielen, weshalb Dertour.de auch noch Hotels in Barcelona, Berlin, Toronto<br />

und Wien <strong>im</strong> Angebot hat.<br />

Besser gleich ins Fachgeschäft<br />

Auf allen Hotelbildern prangt jeweils das selbstgemalte lindgrüne Gütesiegel<br />

«gayfriendly» mit ein paar Klecksen in Regenbogenfarben. Die anderen<br />

sympathisierenden Hotels haben zwar kein Welcome-Kit, bestechen<br />

dafür aber mit «szenekundigem Personal», den Verkehrsanbindungen,<br />

mit denen es «in ca. 20 Minuten zur Wiener Gay-Szene» geht, oder <strong>im</strong> Falle<br />

Toronto auch mit gar nichts, denn die Stadt an sich ist ja sowieso «eine<br />

Hochburg der schwulen & lesbischen Szene Kanadas.» Das muss dann einfach<br />

mal reichen. Nach so viel Mogelei geht man dann doch lieber gleich<br />

schnurstracks ins nächste Online-Fachgeschäft. Als da wäre zum Beispiel<br />

pinkcloud.ch, das erste Haus am Platz in Sachen Gayreisen in Zürich.<br />

Selbstgemalte lindgrüne Gütesiegel gibt es hier zwar nicht, doch prangt<br />

auch hier das Schild «gayfriendly» verdächtig oft an vielen Angeboten. Wo<br />

um H<strong>im</strong>mels Willen ist denn nun auch wirklich gay drin und nicht nur<br />

darauf? Denn wer, bitte schön, kann es sich heutzutage noch erlauben,<br />

seine Zeit mit ebenso unnötigen wie unschönen Flops zu verplempern?<br />

Feine, aber wichtige Unterschiede<br />

«Wir unterscheiden zwischen All-Gay-Anlagen, Men-Only-Resorts, Women-Only-Resorts,<br />

Heterofriendly-Resorts und Gayfriendly-Hotels»,<br />

bringt der Geschäftsführer von Pink Cloud, Raymond Fuhrer, Licht ins<br />

Dunkle. «All-Gay-Anlage» hört sich in jedem Fall schon mal sehr gut an,<br />

doch was muss man sich darunter vorstellen? Einen Parcours mit Utensilien<br />

vom Andreaskreuz bis zur Sektflöten- und Federhut-Ablage? Nein,<br />

meint Raymond Fuhrer. «Diese ansonsten ganz normalen Hotels sind für<br />

Heteros einfach nur nicht zugänglich». Achtung allerdings: «All-Gay» bedeutet<br />

schwullesbisch gemischt, so dass der männliche Gourmet unter<br />

Umständen dann doch lieber auf Men-only zurückgreifen sollte.<br />

Die Auswahl der Destinationen reduziert sich mit Men-only dann allerdings<br />

ganz drastisch. Von den Hunderten von pinkfarbenen Angeboten<br />

auf pinkcloud.ch (Israel, Karibik, South Africa, Indischer Ozean – you<br />

name it) und den über 60 000 Hotels mit pinkem Sch<strong>im</strong>mer in der hauseigenen<br />

Hoteldatenbank trägt dann kaum ein Angebot den Titel Menonly.<br />

In vielen Ländern wie Marokko oder Indien lassen sich die Heteros<br />

erwartungsgemäss einfach nicht so mir nichts dir nichts vor die Tür<br />

katapultieren. Oder auch anders herum: Men-only hat dort vermutlich<br />

keine so extreme Konjunktur.<br />

Seit Jahrzehnten die gleichen Destinationen<br />

Soll es also «men-only» oder zumindest Testosteron in höherer Konzentration<br />

sein, erübrigt sich die Frage nach den aktuellen Reisetrends in dieser<br />

Saison dann auch ziemlich. Diese Trends stehen schon seit Jahrzehnten<br />

fest. «Die Renner für Gay-Badeferien bleiben Mykonos, Ibiza, Gran Canaria,<br />

Sitges und Miami», weiss Markus Uebelhart von Hotelplan. Er hat<br />

vor einigen Jahren Hotelplan-Gay-Travel lanciert. «Bei den Städte-Reisen<br />

sind weiterhin Barcelona, Amsterdam, Berlin und New York sehr stark<br />

gefragt.» Besonders auf den Mittelmehr-Inseln gehe es <strong>im</strong> Sommer rustikal<br />

und herzhaft zur Sache – ganz ohne zuviel verschleiernde Kultur,<br />

die <strong>im</strong> Urlaub sowieso keiner braucht. Dementsprechend: «Die Plätze auf<br />

Mykonos und Ibiza werden schon langsam rar», so Uebelhart.<br />

Wer sich partout für keinen fixen Ort entscheiden kann, der muss es auch<br />

nicht, denn sortenrein sind in diesem Jahr auch viele Gay-Dampferfahrten,<br />

ob die Donau rauf und wieder runter (Prag-Budapest) oder an der amerikanischen<br />

Westküste nach Mexico und zurück, so gesehen auf der Pinkcloud-<br />

Website vor allem in der Geschmacksrichtung «all-gay». «Gay-Cruise» lautet<br />

hierzu das Zauberwort für Google, das alle marit<strong>im</strong>en Gay-Angebote inklusive<br />

Segeltörns in der Ägäis zu Tage fördert. Glaubt man den Fotos auf Sites wie<br />

atlantisevents.com, dann läuten hier die Hochzeits- und sämtliche andere Glocken,<br />

wenn nicht gleich bei der Ankunft, dann aber spätestens bei der Abreise.<br />

Was ist gut, was nicht?<br />

So weit so gut, doch wie lässt sich <strong>im</strong> Dickicht der Urlaubs-Angebote eigentlich<br />

ersehen, was wirklich gut ist und was nicht, denn Online-Buchung<br />

ist ja <strong>im</strong>mer etwas ein Katze-<strong>im</strong>-Sack-Kauf, gay hin oder her. Die Antwort<br />

lautet: «tripadvisor.com». Die «weltweit grösste Reisewebsite» hat sich inzwischen<br />

zum Hotelbetreiber-Schreck Nummer 1 entwickelt und bringt<br />

dank der ausgeklügelten Bewertungsfunktion neuerdings Hotelbesitzer<br />

sogar vor laufender Kamera zum Weinen: «Nein, das st<strong>im</strong>mt nicht, der Klodeckel<br />

war überhaupt nicht total verschmutzt». Hier lassen sich Bewertungen<br />

entweder zu best<strong>im</strong>mten Hotels oder Unterkünften suchen oder lottoartig<br />

mit dem Suchbegriff «Gay», was <strong>im</strong>merhin über 624 Treffer liefert.<br />

Mit oder ohne «Gay»-Stempel<br />

Doch muss es überhaupt unbedingt ein GAY-Urlaub sein? Nicht unbedingt.<br />

«Es gibt <strong>im</strong>mer mehr Schwule, die nicht mehr in die «Schwulen-<br />

Ghettos» wollen, sondern sich unter andere Gäste mischen möchten»,<br />

weiss Markus Uebelhart. Und obwohl sich diese Aussage vermutlich eher<br />

auf ältere Paare bezieht, die auf melodramatische Eifersuchtsszenen <strong>im</strong><br />

Urlaub verzichten wollen, ist auch das völlig legit<strong>im</strong>. Der Suchbegriff bei<br />

Google lautet dann einfach nur «Urlaub»!<br />

Gay- Singles empfiehlt sich das einloggen auf Gayromeo oder Gaydar. Beide<br />

Plattformen warten mit einer komfortablen GPS-Radar-Funktion auf,<br />

Gaydar mit einer App für das iPhone, Gayromeo mit Apps für das iPhone<br />

und das iPad. Damit lassen sich alle willigen Gays <strong>im</strong> Umkreis von zehn<br />

Kilometern auch in Lyon, Plymouth, Sigüenza oder Woodbridge Township<br />

sondieren – und das ganz ohne Ghetto-Stempel auf der Hotel-Bettwäsche.<br />

15


Nachgefragt CRUISER Edition <strong>Mai</strong> <strong>2013</strong><br />

Gay-Ferien<br />

Schwule Ghettos sind <strong>im</strong>mer<br />

weniger gefragt<br />

Von Lola Sara Arnold-Korf<br />

Mann und Frau wollen <strong>2013</strong><br />

ungezwungene Ferien. Ab<br />

und zu will man nur unter seinesgleichen<br />

sein, <strong>im</strong>mer mehr<br />

sind aber auch einfach «gayfriendly»-Hotels<br />

gefragt. Mehrere<br />

Hotelplan-Filialen haben<br />

sich darauf spezialisiert. Mit<br />

Markus Uebelhart, Filial leiter<br />

<strong>im</strong> Einkaufszentrum Glatt, hat<br />

sich das CR-Magazin verabredet<br />

und nach den Reisewünschen<br />

von Schwulen und Lesben<br />

gefragt.<br />

Markus Uebelhart, Filialleiter Hotelplan<br />

Glattzentrum<br />

CR: Anbieter sprechen von «Gay-Anlagen» –<br />

was muss man sich darunter vorstellen?<br />

MARKUS Uebelhart: Es gibt die Unterscheidung von<br />

«gay-only» und «gay-friendly»: Bei «gay-only» hat<br />

man die Gewähr, dass wirklich nur Schwule oder<br />

Lesben in den Anlagen sind. Dementsprechend<br />

offen und teilweise wild geht es dort natürlich<br />

auch zu und her. Bei den «gay-friendly»-Anlagen<br />

handelt es sich eigentlich um «normale» Hotels,<br />

welche aber entweder auf dem schwulen Reisemarkt<br />

sehr bekannt und beliebt sind, oder welche<br />

von sich aus unkompliziert mit den Wünschen<br />

der schwulen Kundschaft umgehen. Es gibt ohne<br />

Probleme beispielsweise ein Grandlit für zwei<br />

Männer oder zwei Frauen, allenfalls werden auch<br />

einschlägige Filme auf den «Pay Channels» <strong>im</strong><br />

Fernsehen angeboten usw. Trotzdem ist es aber<br />

so, dass sich dort pr<strong>im</strong>är Heteros aufhalten und<br />

das Hotel nicht kontrollieren kann, wie die sich<br />

gegenüber der Community verhalten.<br />

CR: Gibt es denn überhaupt noch gayunfriendly-Hotels?<br />

UEBELHART: Wir würden eher Destinationen als<br />

«gay-unfriendly» bezeichnen als einzelne Hotels.<br />

CR: Sind Gay-Reisen teurer als normale Reisen?<br />

Uebelhart: Nein, warum sollten sie auch? Es wird<br />

genauso eine Leistung (Flug, Hotel, Kreuzfahrt,<br />

etc.) gebucht wie von Heteros, und sie wird preislich<br />

nach dem Standard angeboten, die sie hat.<br />

Man findet von einfachen und günstigen Unterkünften<br />

bis zu luxuriösen und teuren Hotels<br />

alles auf dem Markt.<br />

CR: Was sind die neusten Reise-Trends?<br />

UEBELHART: Die Reise-Trends haben sich in den<br />

letzten Jahren nicht markant verändert: Die<br />

Renner für Badeferien bleiben Mykonos, Ibiza,<br />

Gran Canaria, Sitges und Miami. Bei den Städte-<br />

Reisen sind weiterhin Barcelona, Amsterdam,<br />

Berlin und New York sehr stark gefragt. Vor<br />

allem Tel Aviv holt auf und ist unter Gays sehr<br />

trendy. Immer stärker nachgefragt werden auch<br />

die Gay-Cruises.<br />

CR: Wohin reisen Gays <strong>im</strong> Moment am liebsten?<br />

Uebelhart: Nun kommt wieder der Sommer, und<br />

da bleiben die meisten gerne in der Nähe. Die<br />

Plätze für Mykonos und Ibiza werden schon<br />

langsam knapp. Das sind nun schon lange die<br />

«Klassiker» des Sommers. Sicher auch darum,<br />

weil die beiden Destinationen die schwulen<br />

Bedürfnisse mit schönen Bars und Restaurants,<br />

trendigen Läden, tollen Stränden und mit einem<br />

guten Nachtleben perfekt abdecken.<br />

CR: Was sind Deine persönlichen Favoriten?<br />

Uebelhart: Meine persönlichen Favoriten sind<br />

Miami (<strong>im</strong> Winter) und als Städte-Reise-Destinationen<br />

New York und Barcelona. Mein absolutes<br />

persönliches Highlight sind <strong>im</strong>mer wieder<br />

die Malediven. Da sollte man aber schon eher<br />

als Paar hin, da man alleine kaum Anschluss<br />

finden wird.<br />

CR: Was empfiehlt sich in diesem Jahr für den<br />

erlesenen Geschmack?<br />

Uebelhart: Wie bereits erwähnt ist Tel Aviv stark<br />

am Kommen. Schöne Strände, viele schöne Männer<br />

und ein gutes Nachtleben ziehen hier <strong>im</strong>mer<br />

mehr Touristen an. Wir stellen fest, dass<br />

nicht mehr unbedingt nur die einschlägigen<br />

Ziele gesucht werden, sondern dass man in<br />

Ruhe irgendwo Ferien machen möchte, wo man<br />

keine Probleme mit der Umgebung bekommt.<br />

Da ist eigentlich – bis auf wenige Ausnahmen<br />

– in der Zwischenzeit die ganze Reisewelt offen.<br />

CR: Wozu braucht man <strong>2013</strong> überhaupt noch<br />

Gayreisen?<br />

UEBELHART: Es gibt <strong>im</strong>mer mehr Schwule, die<br />

nicht mehr in die so genannten «Schwulen-<br />

Ghettos» wollen, sondern sich unter andere Gäste<br />

mischen möchten. Aber wie die stark zunehmende<br />

Nachfrage nach Gay-Cruises zeigt, gibt<br />

es auch <strong>im</strong>mer mehr Kunden, die zwischendurch<br />

einfach einmal ungezwungene Ferien<br />

unter ihresgleichen machen möchten. Wichtig<br />

ist jedoch, dass alle Bedürfnisse abgedeckt<br />

werden können und jeder das findet, was er/<br />

sie sucht.<br />

CR: Ist denn gay drin, wo gay draufsteht oder<br />

ist das nur eine Verkaufsmasche?<br />

Uebelhart: Bei Hotelplan ist definitiv gay drin, wo<br />

gay drauf steht. Wir sind <strong>im</strong> Moment fünf Reiseberater,<br />

die selber schwul oder lesbisch sind<br />

und wissen, wovon wir sprechen. Wir haben<br />

vor sechs Jahren «Hotelplan Gay Travel» lanciert<br />

und in den letzten Jahren <strong>im</strong>mer weiter ausgebaut.<br />

Vor allem unser Launch auf Facebook ist<br />

sehr erfolgreich und erfreut sich einer wachsenden<br />

Beliebtheit.<br />

www.facebook.com/Hotelplangaytravel<br />

Ueber diese Plattform kann man die Hotelplan-<br />

Gaytravel-Spezialisten einfach erreichen. Ziel<br />

der Plattform ist es auch, ein Portal zu bieten,<br />

bei dem sich Schwule und Lesben über Ferien<br />

austauschen und sich gegenseitig auch Tipps<br />

geben können.<br />

16


ZURICH PLACES // GAYCITY.CH<br />

14<br />

9<br />

4<br />

13<br />

PLATZSPITZ<br />

SEEBAHNSTRASSE<br />

STAUFFACHERSTRASSE<br />

KALKBREITENSTRASSE<br />

11<br />

BÄCKERANLAGE<br />

ENGELSTRASSE<br />

12<br />

BADENERSTRASSE<br />

10<br />

HOHLSTRASSE<br />

13<br />

LANGSTRASSE<br />

BIRMENSDORFERSTRASSE<br />

LANGSTRASSE<br />

HELVETIAPLATZ<br />

STAUFFACHERSTRASSE<br />

MILITÄRSTRASSE<br />

KASERNENAREAL<br />

Rudolf-Brun-<br />

Brücke<br />

Stauffacherbrücke<br />

LAGERSTRASSE<br />

KASERNENSTR.<br />

Sihlbrücke<br />

Sihl<br />

GESSNERALLEE<br />

MUSEUMSSTRASSE<br />

15<br />

9 14<br />

2 3<br />

8<br />

9 14<br />

2 3<br />

8<br />

9 14<br />

STAUFFACHER<br />

2 3 9 14<br />

8<br />

8<br />

3 14 3 14<br />

2 9<br />

HAUPTBAHNHOF<br />

13<br />

BAHNHOFSTRASSE<br />

PARADEPLATZ<br />

2 9 6 7<br />

8 13 11<br />

3 14<br />

13<br />

LINDENHOF<br />

Walche-Brücke<br />

4<br />

13<br />

Bahnhofbrücke<br />

Rathausbrücke<br />

Münsterbrücke<br />

4<br />

15<br />

LIMMATQUAI<br />

4<br />

15<br />

1<br />

8<br />

4<br />

15<br />

CENTRAL<br />

4 3 5 6<br />

15 7 10<br />

NIEDERDORFSTRASSE<br />

7<br />

3 5<br />

4<br />

6<br />

SEILERGRABEN<br />

2<br />

BAHNHOFSTRASSE<br />

L<strong>im</strong>mat<br />

8 13<br />

BELLEVUE<br />

4 15 5<br />

2 9 8 11<br />

A1<br />

2 9 8<br />

Quaibrücke<br />

10 HERR GRÜN<br />

BLUMEN & GESTALTUNG<br />

Badenerstrasse 131<br />

www.herrgruen.ch<br />

1 CRANBERRY<br />

BAR<br />

Metzgergasse 3<br />

www.cranberry.ch<br />

6 MACHO<br />

CITY SHOP<br />

Häringstrasse 16<br />

www.macho.ch<br />

11 MOUSTACHE<br />

DIE SAUNA FÜR MÄNNER<br />

Engelstrasse 4<br />

www.moustache.ch<br />

2 TIPTOP BAR<br />

SCHLAGER – DRINK – TREFF<br />

Seilergraben13<br />

www.tiptopbar.ch<br />

7 JOHANNITER<br />

RAUCHER LOUNGE<br />

Zähringerstrasse 33<br />

www.johanniter.com<br />

12 HUUSMAA<br />

KAFI – MITTAGSTISCH – BAR<br />

Badenerstrasse 138<br />

www.huusmaa.ch<br />

3 PARAGONYA<br />

WELLNESS CLUB<br />

Mühlegasse 11<br />

www.paragonya.ch<br />

8 LEONHARDSAPOTHEKE<br />

Stampfenbachstr. 7<br />

www.leonhards.apotheke.ch<br />

13 ZAHNARZT AM<br />

HELVETIAPLATZ<br />

ZAHNARZT<br />

Langstrasse 20<br />

www.zahn-arzt.ch<br />

14 ROUTE 39<br />

B&B AND APARTMENTS<br />

Winzerstrasse 39<br />

www.route39.ch<br />

4 PREDIGERHOF<br />

BISTRO – BAR<br />

Mühlegasse 15<br />

www.predigerhof.ch<br />

5 THE DYNASTY CLUB<br />

3 BARS – 1 ENTRANCE<br />

Zähringerstrasse 11<br />

www.dynastyclub.ch<br />

9 CHECKPOINT<br />

GESUNDHEITSZENTRUM<br />

Konradstrasse 1<br />

www.checkpoint-zh.ch<br />

044 455 59 10<br />

Interesse in diesem Inserat aufgeführt zu sein? Anfrage bitte an: info@zbiro.ch<br />

Design: fraudiethelm.ch


Kino CRUISER Edition <strong>Mai</strong> <strong>2013</strong><br />

16. Pink Apple-<br />

Filmfestival<br />

Auf dem Programm stehen<br />

rund 90 Spiel-, Dokumentarund<br />

Kurzfilme aus 25<br />

Ländern<br />

Von Martin Ender<br />

Pink Apple, das grösste und<br />

bedeutendste schwullesbische<br />

Filmfestival der Schweiz,<br />

findet dieses Jahr zum 16. Mal<br />

statt. Vom 1. bis 9. <strong>Mai</strong> in Zürich<br />

und vom 10. bis 12. <strong>Mai</strong> in<br />

Frauenfeld werden Filme mit<br />

schwullesbischer sowie Transgender-Thematik<br />

gezeigt.<br />

Das diesjährige Programm zeigt unter anderem<br />

auf, wie unterschiedlich die Realitäten<br />

und entsprechend die Forderungen der Gay-<br />

Communities<br />

in den verschiedenen<br />

Ländern<br />

sind. Während<br />

in westlichen<br />

Ländern die lesbisch-schwule<br />

Gemeinde insbesondere<br />

vom<br />

Kinderwunsch,<br />

dessen Umsetzung<br />

und der damit<br />

verbundenen<br />

rechtlichen Anerkennung<br />

angetrieben<br />

wird,<br />

müssen Schwule<br />

und Lesben<br />

andernorts tagtäglich<br />

um ihre<br />

körperliche Integrität,<br />

oft sogar um<br />

ihr Leben bangen.<br />

Das Thema «Kinder» interessiert die Filmemacher/<br />

-innen des queeren Cinemas zurzeit sehr. Das<br />

spiegelt sich auch <strong>im</strong> Programm wieder – nicht<br />

weniger als acht Dokumentar-, Spiel- und Kurzfilme<br />

über Regenbogenfamilien sind in diesem<br />

Jahr <strong>im</strong> Pink Apple-Programm zu finden. Es<br />

geht um eigene oder Stiefkinder und um komplexe<br />

rechtliche Situationen. Einerseits Kinder,<br />

die erst mal noch gezeugt werden müssen – andererseits<br />

widerspenstige Teenager.<br />

Die CR-Redaktion verzichtet in diesem Jahr auf<br />

Filmbeschreibungen ausgesuchter Highlights<br />

und lässt auf den folgenden Seiten lieber Bilder<br />

von Filmszenen sprechen.<br />

16. PI N K<br />

PI N K<br />

APPLE<br />

schwullesbisches<br />

Zürich 1. – 9. 5. 13<br />

Filmfestival<br />

Frauenfeld 10. –12. 5. 13<br />

Pink Apple-Specials<br />

Nach einem erfolgreichen Start <strong>im</strong> vergangenen<br />

Jahr ist das Cabaret Voltaire auch dieses<br />

Jahr wiederum Festivaltreffpunkt mit Café und<br />

Bar. Unweit des Arthouse Movie, <strong>im</strong> Dada-Haus,<br />

finden abends Diskussionen, Ateliergespräche<br />

und Podiumsdiskussionen statt sowie die Pink<br />

Talks: Gespräche mit unseren illusteren Gästen,<br />

moderiert von einer nicht minder illustren<br />

Moderator/-innenrunde. Zwei Anlässe sollen<br />

hier besonders hervorgehoben werden:<br />

Kreis-Hommage mit Bildern, Lesungen<br />

und Musik<br />

Im Rahmen dieser Hommage werden Zeitzeugen<br />

und weitere Mitwirkende das beeindruckende<br />

Vermächtnis des Lesezirkels «Der Kreis»<br />

zu neuem Leben erwecken: ein Reigen von Erinnerungen,<br />

Bildern und kurzen Lesungen, historisch<br />

kommentiert und musikalisch umrahmt,<br />

in den geschichtsträchtigen Räumen des Cabaret<br />

Voltaire. Über zweieinhalb Jahrzehnte,<br />

von 1943 bis 1967, gehörte die Zeitschrift «Der<br />

Kreis» zu den wichtigsten Schwulenpublikationen<br />

weltweit. Die reich bebilderten Hefte<br />

sind heute ein historisches Dokument ersten<br />

Ranges: sowohl<br />

was den Lesezirkel<br />

«Der Kreis»<br />

betrifft (der nicht<br />

nur die Zeitschrift<br />

herausgab,<br />

sondern auch<br />

Clubabende und<br />

rauschende Feste<br />

organisierte) als<br />

auch hinsichtlich<br />

des andauernden<br />

Kampfs für<br />

gleichgeschlechtliche<br />

Emanzipation,<br />

selbst in einem<br />

schwierigen<br />

Umfeld.<br />

Cabaret Voltaire,<br />

Freitag, 3. <strong>Mai</strong>,<br />

19 Uhr<br />

Ateliergespräch: Der Kreis – wie ein Film<br />

entsteht<br />

Der Filmemacher Stefan Haupt («Sagrada»,<br />

«Utopia Blues», «Moritz») und der Produzent<br />

Ivan Madeo («Child’s Dream», «Un mundo para<br />

Raúl») präsentieren vor der Fertigstellung ihres<br />

Films über die legendäre Zürcher Schwulenorganisation<br />

«Der Kreis» den Besucherinnen und<br />

Besuchern von Pink Apple ihr Projekt: Wie und<br />

wann kam die Idee zum Film auf? Wie sehen<br />

die Filmemacher das Verhältnis zwischen dokumentarischen<br />

und fiktionalen Elementen?<br />

Und welches sind die nächsten Schritte auf<br />

dem herausforderungsreichen Weg zur Premiere?<br />

Das Publikum erhält Gelegenheit, einen<br />

exklusiven Blick hinter die Kulissen der<br />

Filmentstehung zu werfen, und kann <strong>im</strong> Anschluss<br />

an ein moderiertes Gespräch selbst<br />

noch Fragen stellen.<br />

Cabaret Voltaire, Montag, 6. <strong>Mai</strong>, 19 Uhr<br />

Details zum Programm und den<br />

Rahmenveranstaltungen:<br />

www.pinkapple.ch<br />

18


«Hors les murs» – Spielfilm von David Lambert (B/CAN 2012)


«20 Lies, 4 Parents and a Little Egg» – Komödie von Hanro Smitsman (NL <strong>2013</strong>)<br />

«All The Way Through Evening» – Dokfilm von Rohan Spong (AUS/USA 2011)


«Bwakaw», Spielfilm von Jun Robles Lana (PHI 2012)<br />

«I Do» – Spielfilm (USA 2012)


«El sexo de los ángeles». Spielfilm von Xavier Villaverde (ESP 2011)<br />

«Silent Youth» – Spielfilm. R: Diemo Kemmesies (D 2012)


«Out in the Dark» – Spielfilm von Michael Mayer (ISR <strong>2013</strong>)


Szene CRUISER Edition <strong>Mai</strong> <strong>2013</strong><br />

Partys und Events Seite 69<br />

Homosexuell, heterofreundlich<br />

GameBoys<br />

Mit Niko Schwind<br />

Nico Schwind ist be<strong>im</strong> renommierten Label «Stil<br />

vor Talent» unter Vertrag und ist inzwischen<br />

Stammgast in den angesagtesten Clubs der Welt.<br />

Zur GameBoys-Party <strong>im</strong> <strong>Mai</strong> schaut er nun in der<br />

Kuppel in Basel vorbei. Unterstützung bekommt<br />

er von den GameBoys–Residents Suddenly Neighbours<br />

und einem Special Guest! Die Party steigt<br />

um Mitternacht. Davor feiern «Sheila She Loves<br />

You» ihre Plattentaufe in der Kuppel – sie stellen<br />

«Sorry» mit einem Release Konzert live vor...<br />

Der Monat <strong>Mai</strong> bringt nicht nur endgültig den<br />

Frühling, sondern befördert die Seite 69 neu auf<br />

den Freitag <strong>im</strong> Kapitel Club. Anstelle der monatlichen<br />

Donnerstags-Party wird nun alle zwei bis<br />

drei Monate am Freitag bis um fünf Uhr in der<br />

Früh gefeiert.<br />

Den Auftakt <strong>im</strong> <strong>Mai</strong> macht Benjamin Backhaus;<br />

mit seinem deepen House bringt er jedes Bein<br />

zum Tanzen. Mit DJane auf Dauerwelle aus Zürich<br />

wird weiter zu frechen und forschen Basslines<br />

gefeiert. Asmiar ist ein Wanderer auf dem<br />

Grat zwischen hart und weich, dunkel und hell,<br />

gebrochen und harmonisch, alt und neu. In<br />

seinen ausgedehnten Sets ist er auf der Suche<br />

nach jenen Augenblicken, für die man Nacht<br />

für Nacht die Tanzschuhe anzieht.<br />

Seite 69, Eintritt: 15.–<br />

Kapitel, Bollwerk 41, 3011 Bern<br />

Freitag, 3.<strong>Mai</strong>, ab 22 Uhr<br />

www.facebook.com/seite69<br />

Paradise@Supermarket<br />

Zürich<br />

Gay-Zurich meets New York<br />

Zum fünften Mal heisst es «paradisisch»! Für<br />

Adam und Adam sowie Eva und Eva. Auch <strong>im</strong><br />

<strong>Mai</strong> weht am ersten Freitag des Monats <strong>im</strong> Supermarket<br />

ein etwas wärmeres Lüftchen, an<br />

der Paradise Garage – benannt nach dem weltberühmten<br />

Club in New York. Mit den DJs Peeza,<br />

Angel O. und Ajaxx geben sich einmal mehr<br />

Top–DJs der wummernden Töne die Klinke in<br />

die Hand!<br />

Paradise Garage, Freitag, 3. <strong>Mai</strong>, ab 23 Uhr<br />

Supermarket, Geroldstr. 17, 8005 Zürich<br />

www.supermarket.li<br />

Konzert «Sheila She Loves You»<br />

Samstag, 4. <strong>Mai</strong><br />

Türöffnung zum Konzert 20 Uhr<br />

GameBoys-Party ab 24 Uhr<br />

Kuppel, Binningerstrasse 14, 4051 Basel<br />

www.game-boys.ch<br />

Heaven-<br />

Klubnacht<br />

Mit der Band «Eurofalsh»<br />

Wenn die ganz grossen DJs der Gay-Szene in den<br />

H<strong>im</strong>mel kommen, dann heisst es nicht Exitus,<br />

sondern Klubnacht! Egal ob von den Circuit Partys<br />

in Barcelona, von der La Démence in Belgien,<br />

von der Pride in Berlin oder einfach aus den<br />

Ferien auf Mykonos oder Ibiza, den DJ von der<br />

Klubnacht kennt jeder!<br />

Jack Chang ist nicht nur der Star-Headliner an<br />

der Klubnacht, sondern an zahlreichen Gay-<br />

Events in Europa und auf der ganzen Welt.<br />

Hierzu gehören u.a. die Folsom-Street-Events<br />

oder der Hustlaball in Berlin. Sein einzigartiger<br />

Musikstil sorgt aber dafür, dass er auch an<br />

24


CRUISER Edition <strong>Mai</strong> <strong>2013</strong><br />

Szene<br />

den ganz grossen Partys ohne Fetischbezug ein<br />

gerngesehener DJ ist. Ausserdem präsentiert<br />

Heaven an diesm Abend die Hauptdarsteller<br />

aus dem Film «Eurofalsh – The Movie» aus dem<br />

Pink-Apple-Programm. Die Band «Eurofalsh»<br />

tritt <strong>im</strong> Club auf und macht eine Show während<br />

der Party.<br />

Klubnacht, Samstag, 4. <strong>Mai</strong><br />

Türöffnung 22 Uhr , Show 23 Uhr<br />

Heaven Club, Spitalgasse 5, 8001 Zürich<br />

www.heavenclub.ch<br />

Behave<br />

Einmal <strong>im</strong> Monat <strong>im</strong> Heaven<br />

Was als kleine Underground Party jeweils donnerstags<br />

in Frieda’s Büxe begann, hat sich mittlerweile<br />

zu einem Highlight für Liebhaber von<br />

Deep- und Tech-House entwickelt. Neu findet Behave<br />

jeweils einmal pro Monat an einem Freitag<br />

<strong>im</strong> Heaven statt. Zum Einstand bringt das Label<br />

An<strong>im</strong>al Trainer mit. Bekannt wurde das DJ-Duo<br />

mit seinen legendären Rakete-Partys <strong>im</strong> Hive.<br />

Mittlerweile gilt es als Exportschlager der Zürcher<br />

DJ-Szene und ist Stammgast in angesagten<br />

Clubs wie Watergate oder Kater Holzig. An<strong>im</strong>al<br />

Trainer sind aber nicht nur begnadete DJs, die es<br />

auch selber gerne richtig krachen lassen. Auch<br />

als Produzenten sind sie äusserst erfolgreich<br />

und haben nicht nur für Hive Audio, sondern<br />

auch für die bekannten Labels Stil vor Talent,<br />

Poker Flat oder Kater Mukke Tracks produziert.<br />

Behave, Freitag, 10. <strong>Mai</strong>, ab 23 Uhr<br />

Heaven Club, Spitalgasse 5, 8001 Zürich<br />

www.heavenclub.ch<br />

Come together<br />

Mit den Bi L-Ladies<br />

Come together heisst die 30+ Partyreihe für<br />

Lesben und Schwule in Zürich und will Kultur<br />

und Party verbinden. Die Party richtet sich an<br />

all jene, welche sich zu alt fühlen für den Electro<br />

Club, aber noch viel zu jung für den Walzer<br />

auf dem Tanzschiff<br />

Es gibt ein Live-Party-warm-up mit den Bi L-<br />

Ladies. Sie tanzen zum Song «born this way» <strong>im</strong><br />

Stil von Lady Gaga und eröffnen die Partynacht.<br />

She DJ X-Child bekannt vom Le Bal und Adacio<br />

feiert ihr come back hinter den come together<br />

Turn Tables.<br />

Come together, Samstag, 11. <strong>Mai</strong>, 21 Uhr<br />

Marquee Club<br />

Weinbergstrasse 68, 8006 Zürich<br />

www.party4lesandgay.ch<br />

White Party –<br />

Resurrection<br />

Micky Friedmann trifft auf<br />

Ivan Gomez<br />

Seit 19 Jahren setzen die Angels-Organisatoren<br />

Massstäbe in der Party-Szene. Im <strong>Mai</strong> bringen sie<br />

ihren absoluten Favoriten auf den <strong>Mai</strong>n Floor. Die<br />

International DJs und Produzenten Ivan Gomez<br />

und Micky Friedmann kreieren einen Sound, der<br />

die Massen in neue D<strong>im</strong>ensionen abheben lässt.<br />

Getanzt wird insgesamt auf drei Floors zur Musik<br />

von sechs DJs. Auf dem Upper Floor sorgen<br />

die Lokalmatadoren Angel O. und Juiceppe für<br />

St<strong>im</strong>mung mit breitem Stilrepertoire aus Pop<br />

und Dance. Schrill und abgefahren sind sie ein<br />

Garant für eine rauschende Party.<br />

DJane Sabaka und DJ Ajaxx übernehmen das<br />

Zepter auf dem White Floor und mischen progressive<br />

Beats mit sattem Tribal House.<br />

Vorverkauf: Cranberry, Rathaus-Café, Daniel H.,<br />

Männerzone, Ministry of Kink.<br />

Online-Tickets und Party-Pässe (White Party<br />

& Afterhour) mit praktischem Print@Home<br />

sowie weitere Informationen gibt es unter<br />

www.angels.ch.<br />

White Party – Resurrection<br />

Samstag, 11. <strong>Mai</strong>, ab 22 Uhr<br />

Volkshaus, Stauffacherstrasse 60, 8004 Zürich<br />

www.angels.ch<br />

Boyahkasha! –<br />

Nerdy by Nature<br />

Special: Vienna Candy<br />

Wenn Hipsters auf Nerds und ausgeflippte Nachwuchstransen<br />

auf sexy Bartburschen treffen,<br />

wähnt man sich an der Boyahkasha! Das Highlight<br />

in der Party-Agenda zahlreicher Gays und<br />

open minded People kommt am Pfingstsonntag<br />

wieder ins Plaza. Top DJs, Showacts und eine<br />

grosse Aktionsfläche zum Austoben stehen genauso<br />

für diesen Event wie sein buntes und gut<br />

durchmischtes Publikum.<br />

Grosse Unterhaltung verspricht zudem der «Besuch»<br />

der Stadt Wien und ihrer knackigen Jungs.<br />

Die Metropole, die für ihre süssen Leckereien<br />

bekannt ist, wird für einige Überraschungen<br />

die Nacht hindurch sorgen.<br />

Boyahkasha<br />

Pfingstsonntag, 19. <strong>Mai</strong>, 22 Uhr bis 5 Uhr<br />

Eintritt ab 18 Jahren<br />

Plaza, Badenerstrasse 109, 8004 Zürich<br />

www.boyahkasha.ch<br />

25


Szene CRUISER Edition <strong>Mai</strong> <strong>2013</strong><br />

Letzter Rollkoffer<br />

in der Pfingstweide<br />

Schräge Reise ins Sektenseminar<br />

Auch vor der Pfingstweide macht das Zürcher<br />

Klubsterben keinen Halt. Bevor es aber soweit<br />

ist, werden am 24. <strong>Mai</strong> für die letzte Rollkoffer-<br />

Party die Koffer gepackt, denn die Crew fährt<br />

zum Sektenseminar. Im Gepäck sind mit dabei<br />

u.a. die DJs Bang Goas, Marc Bach, Helfer und<br />

Toxin Angel. Die Party-Jünger und -Schwestern<br />

erwartet eine schräge Reise ins Sektenseminar<br />

mit der berühmt-berüchtigten Seriell sowie TV<br />

Guru Mike Shisha oder gar einem Beichtstuhl,<br />

um die Sünden von der Seele zu reden. Der Party<br />

Marathon startet um 23 Uhr – mit stündlich<br />

wechselnden DJs und dauert bis 12 Uhr Mittags.<br />

Den Party Anhängern wird empfohlen, sich<br />

dem Motto anzupassen!<br />

Rollkoffer fährt zum Sektenseminar<br />

Freitag, 24. <strong>Mai</strong>, 23 bis 12 Uhr mit<br />

After-Tour, Pfingstweide Klub 8005 Zürich<br />

Hell on Heels<br />

Mit Dragkünstlerin Zaine Fierce<br />

Zaine Fierce aka Sascha Fierce (von Beyonces Album<br />

«I am Sasha Fierce») ist eine der erfolgreichsten<br />

Dragkünstlerinnen aus Australien und konnte<br />

mehrere DIVAs (Drag Industry Variety Awards),<br />

die Oscars der Dragszene, einhe<strong>im</strong>sen. 2010 zog<br />

sie auf der Suche nach Abenteuern nach Europa.<br />

Jetzt kann man sie bewundern und hören <strong>im</strong><br />

GMF Berlin oder <strong>im</strong> Heroes Köln. Schon in jungen<br />

Jahren war sie Sängerin und Songwriter. Ihr<br />

Stilmix aus Electro-Pop-House, fetten modernen<br />

Beats und Melodien, zu denen jeder mitsingen<br />

kann, spricht eine breite Masse von Partyhungrigen<br />

an; ihr sechster Sinn, der ihr sagt, was<br />

die Menge als nächstes hören möchte, und ihre<br />

schnelle Reaktion darauf fesselt selbst die Gogos.<br />

Ihr fantastisches Aussehen und ihre Kostüme<br />

sind das i-Tüpfelchen, um eine ganze Location in<br />

eine andere D<strong>im</strong>ension zu katapultieren.<br />

Hell on Heels, Samstag, 25. <strong>Mai</strong>, ab 23 Uhr<br />

Heaven Club, Spitalgasse 5, 8001 Zürich<br />

www.heavenclub.ch<br />

Jungle-<br />

Gay-Party<br />

Pre-Party of Circuit in<br />

Lausanne<br />

Die berühmten Gay-Partys für Schwule und<br />

Lesben <strong>im</strong> Lausanner Mad finden seit 1990 statt<br />

und bieten rund 2000 Party-Besuchern ein einmaliges<br />

Spektakel.<br />

40 000 LEDs, eine gigantische Bühne mit glamourous<br />

Drag-Queens, heisse Stripper aus Ibiza,<br />

traumhafte Circuit-Gogo-Götter sind in<br />

diesem Jahr die Stichworte zur mit Abstand<br />

erfolgreichsten und grössten Gay- & Lesbian-<br />

Pfingstparty auf fünf Etagen mit vier Dancefloors<br />

mit den DJs Kenny Carpenter (USA), Murray<br />

Mint (UK), Lydia Sanz (ES), Antoine909 (UK),<br />

Jesse Jay (CH), Franco (CH), Yazz (CH).<br />

Jungle-Party,<br />

Pfingstsonntag, 19. <strong>Mai</strong>, ab 22 Uhr<br />

Club MAD, Rue de Genève 23, Lausanne<br />

www.gay-party.net<br />

Anzeige<br />

26<br />

Gay Travel<br />

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CRUISER Edition <strong>Mai</strong> <strong>2013</strong><br />

Bühne<br />

Warmer <strong>Mai</strong> <strong>2013</strong><br />

Klein, aber fein – schwullesbische<br />

Kultur in Zürich<br />

Auch in diesem Jahr wird<br />

der Wonnemonat <strong>Mai</strong> wieder<br />

«warm». Und damit ist<br />

nicht die Frühlingssonne gemeint,<br />

sondern der «Warme<br />

<strong>Mai</strong>», welcher sich seit dem<br />

Jahr 2000 der schwullesbischen<br />

Kultur verschreibt. Das<br />

diesjährige Programm ist vielfältig<br />

und wird von der HAZ<br />

präsentiert.<br />

Kulturbeflissene Schwule und Lesben haben vor<br />

13 Jahren festgestellt, dass homosexuelle Themen<br />

in Zürichs Kulturszene eher spärlich vertreten waren.<br />

Zusammen mit den damaligen EuroGames<br />

wurde deshalb der «Warme <strong>Mai</strong>» ins Leben gerufen.<br />

Denn: Die ständige Übersetzung der Gefühle innerhalb<br />

von Kunst und Kultur machte müde. Der<br />

«Warme <strong>Mai</strong>» sorgte seither für ein Gleichgewicht.<br />

Heute ist schwullesbische Kultur glücklicherweise<br />

sehr viel präsenter als früher. Mit Pink Apple,<br />

dem schwullesbischen Film-Festival, wird jeden<br />

<strong>Mai</strong> das lesbischwule Kino gewürdigt, zeitgleich<br />

stehen die Zürcher Bühnen den Lichtspielhäusern<br />

in nichts nach und präsentieren, in Zusammenarbeit<br />

mit den Homosexuellen Arbeitsgruppen<br />

(HAZ), ein buntes Programm.<br />

Dieser Spielplan wird unter dem Titel «Warmen<br />

<strong>Mai</strong>» dem interessierten Publikum präsentiert.<br />

So bleibt glücklicherweise eine liebgewonnene<br />

Institution bestehen. Aus dem «Warmen <strong>Mai</strong>» vor<br />

13 Jahren wurde 2012 der «Angewärmte <strong>Mai</strong>», welcher<br />

nun wiederum als «Warmer <strong>Mai</strong>» für Furore<br />

sorgt. Kunst und Kultur, ganz <strong>im</strong> Sinne von Schwulen<br />

und Lesben, sind auch heute noch gefragt.<br />

Ein buntes Programm<br />

Das bunte Programm bietet für jeden kulturellen<br />

Geschmack eine spannende Produktion.<br />

Egal ob Komödie, Musical, Drama, Liederabend<br />

oder Lesungen – alles ist dabei. Highlight ist besonders<br />

das Monty-Python-Musical «Spamalot»,<br />

welches den ganzen <strong>Mai</strong> hindurch <strong>im</strong> Theater<br />

am Hechtplatz aufgeführt wird. Eine schwule<br />

Romanze und derber englischer Humor machen<br />

die Produktion unwiderstehlich. Ein Lustspiel<br />

schlechthin wird die «Albisriederplatz-Sitcom»<br />

<strong>im</strong> Boulevard werden. Bereits die 15. Folge<br />

ist ab dem 6. <strong>Mai</strong> am Start, inkl. dem beliebten<br />

Rückblick «Was bisher geschah».<br />

Auch ernste Themen sind <strong>im</strong> Programm zu finden.<br />

So wird das Kammerspiel «Dossier: Roland<br />

Akkermann» ab dem 16. <strong>Mai</strong> <strong>im</strong> Keller 62 Fragen<br />

zu HIV und darüber hinaus stellen. Ebenfalls auf<br />

dieser Bühne, wie auch <strong>im</strong> Millers Studio, wird<br />

ab dem 29. <strong>Mai</strong> die «Katholische Gewissensnot»<br />

erklärt. Irvine Welsh führt uns in diesem Monolog<br />

einen verstockten, homophoben Macho-<br />

Helden aus dem katholischen Schottland vor.<br />

Natürlich wird auch die Schirmherrin des «Warmen<br />

<strong>Mai</strong>», Kamilla von Arx, wieder mit von der<br />

Partie sein. Im Keller 62 präsentiert die nach eigenen<br />

Angaben «gestrandete deutsche Schriftstellerin»<br />

einen «Opernführer» (14. und 28 <strong>Mai</strong>),<br />

den «queeren Literaturclub» (15. <strong>Mai</strong>) und Werke<br />

aus ihrer Übersetzungstätigkeit (23. <strong>Mai</strong>).<br />

Weitere Höhepunkte sind die legendär-geliebte<br />

«Offene Bühne» mit Anna Maria Enk und Oliver<br />

Fritz <strong>im</strong> Lokal «Karl der Grosse» (30. <strong>Mai</strong>), das<br />

Konzert des Berner Lesbenchors «Sweet & Power»,<br />

welches sich <strong>im</strong> gleichen Lokal der Popmusik<br />

der 80er-Jahre annehmen wird (26. <strong>Mai</strong>),<br />

oder der Vortrag von Elke Amberg mit dem Titel<br />

«Schön! Stark! Frei! – Wie Lesben in der Presse<br />

(nicht) dargestellt werden» (Quartierhaus Kreis<br />

5, 14. <strong>Mai</strong>). Das vollständige Programm ist auf<br />

der Internetseite zu lesen oder auf dem entsprechenden<br />

Flyer, welcher überall in der Szene<br />

aufliegen wird.<br />

Warmer <strong>Mai</strong><br />

Alle Informationen und Daten unter:<br />

www.warmermai.ch<br />

Der Warme <strong>Mai</strong><br />

Der Warme <strong>Mai</strong> geht auf die EuroGames 2000 in<br />

Zürich zurück. In diesem Jahr wurde der Verein<br />

«Warmer <strong>Mai</strong>» gegründet. Es ging darum, vor<br />

den schwullesbischen Sportspielen sozusagen<br />

ein Warm-up zu organisieren, die Öffentlichkeit<br />

auf den internationalen Anlass aufmerksam<br />

zu machen und Goodwill zu schaffen für<br />

einen grossen Event der Lesben und Schwulen.<br />

Heute gilt der «Warme <strong>Mai</strong> <strong>2013</strong>» als «Label», welches<br />

schwullesbische Kunst und Kultur <strong>im</strong> <strong>Mai</strong><br />

zusammenfasst. Trotzdem wurden <strong>im</strong> Theater<br />

«Keller62» für den «Warmen <strong>Mai</strong>» eigens Stücke<br />

produziert, wie etwa «Dossier: Roland Akkermann»<br />

oder die Abende mit Kamilla von Arx.<br />

27


Kultur CRUISER Edition <strong>Mai</strong> <strong>2013</strong><br />

James Blake<br />

Der Magier der Elektroballade<br />

meldet sich mit einem<br />

zweiten Album zurück, zaubert<br />

mit alten Tricks neue<br />

Gefühle in die Gehörgänge.<br />

Vor zwei Jahren eroberte das 21-jährige Wunderkind<br />

aus London mit dem Debüt die Blogsphäre<br />

und die Kritikerspalten, wurde dank seiner<br />

min<strong>im</strong>alistischen Elektrosinfonien als innovativer<br />

Newcomer gefeiert, bestätigte den Hype<br />

bei Konzerten, die Fans in kollektive Hypnose<br />

und Begeisterung versetzten, auch <strong>im</strong> Zürcher<br />

Plaza. Die eigenwillige Adaption von Feists<br />

«L<strong>im</strong>it To Your Love» oder das verstörend schöne<br />

«Wilhelm Scream» sind kaum zu übertreffen,<br />

und doch schafft es Blake auf seinem Zweitling<br />

«Overgrown», den einzigartigen Stil noch zu<br />

verfeinern, die Songs ohne Verlust von Raffinesse<br />

zugänglicher und abgerundeter zu gestalten.<br />

«Retrogarde», eine in Zuckerwatte und bitterkalten<br />

Nebel dick eingehüllte R’n’B-Ballade oder<br />

«DLM», das sich in gerade mal zweieinhalb Minuten<br />

nur mit Chor und Piano so sanft wie tief<br />

unter die Haut gräbt, sind die Highlights, doch<br />

kein Stück fällt ab, jedes projiziert das stark<br />

verzaubernde und leicht verstörende Blakesche<br />

Klanguniversum auf die grosse Kopfkino-Leinwand,<br />

als hätte man diesen Sound noch nie gehört.<br />

Verlangsamte Beats und zarte Melodiebögen<br />

werden <strong>im</strong>mer wieder jäh abgerochen, um<br />

der Stille Platz zu machen, einem Instrument,<br />

das James Blake so meisterhaft beherrscht wie<br />

sonst höchstens noch die «XX». Sein zweitwichtigstes<br />

Instrument ist die Engelsst<strong>im</strong>me, die<br />

mehr als je zuvor an «Antony and the Johnsons»<br />

erinnert. Melancholische Musik für düstere<br />

Nächte, verkaterte Morgen, für einsame verzweifelte<br />

Herzen und wortlos geteilte Freuden.<br />

James Blake – Overgrown<br />

Universal Music<br />

Live: 31.8.<strong>2013</strong>, Zürich Openair<br />

28<br />

© Universal Music<br />

Ariane Lugeon:<br />

«Gut bestickt»<br />

Die Galerie «Widmer und<br />

Theodoridis contemporary»<br />

präsentiert die Künstlerin<br />

Ariane Lugeon mit einer Auswahl<br />

aus ihrer Serie<br />

«Potenzial».<br />

Für «Potenzial» hat die Künstlerin Ariane Lugeon<br />

nichts anderes als Unterhosen aus dem<br />

Freundeskreis gesammelt. Die hat sie mit Nadel<br />

und rotem Faden bestickt. Folgt man den feinen<br />

Stichen, erkennt man jeweils einen erigierten<br />

Penis. Einen Phallus mit Potenzial als Symbol<br />

der Stärke sowie der Fruchtbarkeit.<br />

Die Galerie «Widmer und Theodoridis contemporary»<br />

will bei der Auswahl des Projekts mit<br />

dem Titel «Gut bestickt» <strong>im</strong> Projektraum «Ehegraben»<br />

auch einen Blick auf die Künstlerin<br />

selbst werfen. Ihr Name Ariane leitet sich vom<br />

griechischen Namen Ariadne ab. Kurz zum Mythos:<br />

Nachdem der griechische Held Theseus<br />

den Minotaurus getötet hatte, leitete der rote Faden<br />

der Ariadne ihn sicher aus dem Labyrinth.<br />

Weiter wurde Ariadne in Kreta auch als Göttin<br />

der Fruchtbarkeit und der Unterwelt verehrt.<br />

Als Frau von Dionysos führte sie die dionysischen<br />

Frauen an, die Mänaden. Deren Bezeichnung<br />

geht auf «mania» zurück, bedeutet also<br />

«die Rasenden», da sie ausschweifend und orgiastisch<br />

zu feiern pflegten.<br />

© 0010 / Ariane Lugeon<br />

Trägt man diese Informationsbausteine zusammen,<br />

öffnet sich ein spannender Handlungsbogen<br />

über Macht und Fruchtbarkeit bis hin zur<br />

Lust. «Gut bestickt» verweist auf eine subtile,<br />

spielerische Art auf das vielfältige Verhältnis<br />

zwischen den Geschlechtern.<br />

Ariane Lugeon, Gut bestickt<br />

Zürich, Widmer und Theodoridis<br />

27. April bis 11. <strong>Mai</strong><br />

www.0010.ch<br />

Ich war noch niemals<br />

in New York<br />

Das Erfolgsmusical mit den<br />

Songs von Udo Jürgens geht<br />

in die Verlängerung. Das CR-<br />

Magazin verlost 2x2 Karten<br />

am 26. <strong>Mai</strong>!<br />

Letzten November feierte das Musical «Ich war<br />

noch niemals in New York» seine Schweizer<br />

Premiere <strong>im</strong> Theater 11 in Zürich. Mittlerweile<br />

sicherten sich über 100 000 Personen Tickets für<br />

die beeindruckende Erfolgsproduktion, welche<br />

die 20 grössten Hits von Udo Jürgens in eine<br />

Drei-Generationen-Geschichte von unerfüllten<br />

Träumen, Lebensfreude, Sehnsucht und Liebe<br />

verwebt. Aufgrund der grossen Nachfrage wurde<br />

das Musical zum zweiten Mal bis am 2. Juni<br />

<strong>2013</strong> verlängert.<br />

© pd<br />

Das Musical erzählt von Sehnsüchten, Träumen<br />

und der Suche nach einem erfüllten Leben. Im<br />

Mittelpunkt steht die erfolgreiche Fernsehmoderatorin<br />

Lisa Wartberg. Ausgelastet durch ihre<br />

Karrierepläne vernachlässigt sie ihre Mutter<br />

Maria. Die lebenslustige alte Dame fühlt sich<br />

abgeschoben und beschliesst kurzerhand, ihre<br />

grosse Liebe Otto Staudach in New York unter<br />

der Freiheitsstatue zu heiraten. He<strong>im</strong>lich besteigt<br />

das Paar ein Kreuzfahrtschiff. Bei dem<br />

Versuch, ihre Mutter aufzuhalten, trifft Lisa auf<br />

Axel Staudach und dessen Sohn Florian. Beide<br />

wollen ihren Senior ebenfalls zurückholen. Auf<br />

hoher See n<strong>im</strong>mt eine turbulente Geschichte<br />

mit Verwechslungen und Selbsterkenntnissen<br />

ihren Lauf.<br />

Wir verlosen 2x2 Karten für die Vorstellung<br />

am Sonntag, 26. <strong>Mai</strong>, 10 Uhr!<br />

Interessierte melden sich unter<br />

info@cruiser.ch mit dem Stichwort<br />

«Musical» bis 10. <strong>Mai</strong>!<br />

«Ich war noch niemals in New York»<br />

Noch bis am 2. Juni <strong>2013</strong><br />

www.musical.ch


CRUISER Edition <strong>Mai</strong> <strong>2013</strong><br />

Kultur<br />

Lia Pale – Gone<br />

too far<br />

Schuberts Winterreise «Reloaded»:<br />

Das Ausnahmetalent<br />

Lia Pale wagt eine Neuinterpretation<br />

ins jazzige Songformat.<br />

Ein Pop-Album wie ein Film aus dem Spätwerk<br />

von Woody Allen. Sollte der gefeierte Regisseur<br />

je nach Wien reisen wollen, so fände er dort ein<br />

ideales Umfeld für die Reflexion über Manien,<br />

Eros, Verletztheit, Irrungen und Wirrungen<br />

und die Kunst. So auch die Sängerin Lia Pale und<br />

Mathias Rüegg, Gründer des legendären Vienna<br />

Art Orchestras.<br />

Ihr Album nennt sich «Gone too far» – eine beinahe<br />

provozierende Frage, denn das Duo wagt<br />

eine Neuinterpretation von Schuberts «Winterreise»<br />

ins jazzige Songformat. Die Antwort ist<br />

schnell gegeben: Nein. Trotz dem Wagnis, ein<br />

Klassikoriginal in die Welt des Jazz zu bringen,<br />

überzeugt das Ergebnis.<br />

Dan Brown<br />

– Inferno<br />

Für Kr<strong>im</strong>i-Fans geht eine<br />

neue Schnitzeljagd los: Der<br />

jüngste Roman von Dan<br />

Brown führt den Protagonisten<br />

Robert Langdon zurück<br />

nach Europa.<br />

Dan Brown ist zurück – und mit ihm sein Held<br />

Robert Langdon, der schon in den Romanen «Illuminati»,<br />

«Sakrileg» und «Das verlorene Symbol»<br />

Millionen Leser begeistert und mit kontroversen<br />

Themen für Schlagzeilen gesorgt hat.<br />

Das weltweite Erscheinen des neuen Thrillers<br />

«Inferno» am 14. <strong>Mai</strong> <strong>2013</strong> markiert Robert<br />

Langdons Rückkehr nach Europa. Der Symbolforscher<br />

aus Harvard wird in Italien mit Gehe<strong>im</strong>nissen,<br />

Rätseln und einer Verschwörung<br />

The Great Gatsby<br />

Regisseur Baz Luhrmann<br />

präsentiert eine neue Adaption<br />

des Romans von F. Scott<br />

Fitzgerald. Versprochen wird<br />

eine prunkvolle, visuelle Interpretation.<br />

«The Great Gatsby» erzählt von dem hoffnungsvollen<br />

Nachwuchsautor Nick Carraway: Er<br />

kommt <strong>im</strong> Frühjahr 1922 aus dem Mittelwesten<br />

nach New York City, das von zerfallenen Moralvorstellungen,<br />

Jazz-Glamour und mächtigen<br />

Alkoholschmugglern geprägt wird. Auf seiner<br />

Suche nach dem amerikanischen Traum wird<br />

Nick der Nachbar des gehe<strong>im</strong>nisvollen Millionärs<br />

Jay Gatsby, der regelmässig rauschende Feste<br />

feiert. Auf der anderen Seite der Bucht wohnt<br />

seine Cousine Daisy mit ihrem Mann, dem blaublütigen<br />

Frauenhelden Tom Buchanan. So wird<br />

Nick in die faszinierende Welt der Superreichen,<br />

ihren Illusionen, Romanzen und Intrigen<br />

hineingezogen.<br />

Baz Luhrmann, vom Pressetext als «einzigartiger<br />

Schöpfergeist» bezeichnet, wagt sich an eine<br />

neue Adaption des Klassikers von F. Scott Fitzgerald.<br />

Der Australier vermag es durchaus, ein<br />

«Nichts» von Geschichte durch optische Wucht<br />

in ein Epos zu verwandeln. Bestes Beispiel ist<br />

© kidizin sane<br />

Die 12 ausgewählten Songs auf «Gone too far»<br />

wurden textlich adaptiert und in die englische<br />

Sprache übersetzt. Die musikalische Bearbeitung<br />

und Pales Interpretation verleihen der<br />

Musik eine feine, elegante Note und einen eigenen,<br />

zeitlosen Charakter. Der musikalische<br />

Boden, den Mathias Rüegg mit seinen Arrangements<br />

ausbreitet, lässt Pales nuancierte und<br />

ausdrucksstarke St<strong>im</strong>me voll zur Geltung kommen.<br />

Gekonnt entzieht sich die junge Sängerin<br />

dabei jeglicher Schubladisierung und bewegt<br />

sich mühelos <strong>im</strong> dargelegten Spannungsfeld<br />

zwischen Klassik und Jazz.<br />

Lia Pale<br />

Gone too Far<br />

Universal Music<br />

Im Handel<br />

© Bastei Lübbe<br />

konfrontiert, die ihre Wurzeln in einem der berühmtesten<br />

und dunkelsten Meisterwerke der<br />

Literatur haben: Dantes «Göttlicher Komödie».<br />

Und je intensiver Robert Langdon die <strong>im</strong>mer gefährlicher<br />

werdende Spur verfolgt, umso deutlicher<br />

zeichnet sich die bedrohliche Erkenntnis<br />

ab, was Dantes Werk für die Gegenwart und Zukunft<br />

bereithält.<br />

Mit «Inferno» setzt Dan Brown eine Erfolgsgeschichte<br />

fort, die alle Rekorde bricht. «Sakrileg»,<br />

der zweite Roman um Robert Langdon, ist mit<br />

weltweit 81 Millionen Exemplaren das erfolgreichste<br />

Hardcover aller Zeiten für erwachsene<br />

Leser. Das Buch wurde in 51 Sprachen übersetzt<br />

und gehört zu den zehn meistgelesenen Büchern<br />

neben der Bibel, «Harry Potter» und «Vom<br />

Winde verweht».<br />

Dan Brown<br />

Inferno<br />

Verlag Bastei Lübbe<br />

Ab 14. <strong>Mai</strong><br />

© Warner<br />

sein «Moulin Rouge» (2001). Sein letzter Film<br />

«Australia» (2008) hingegen schrammte haarscharf<br />

an der Klippe zum Flop vorbei. Mit «The<br />

Great Gatsby» kann er wieder einiges gutmachen.<br />

Eine aussergewöhnliche und prunkvolle<br />

visuelle Interpretation mit Leonardo DiCaprio<br />

in der Hauptrolle wird versprochen.<br />

The Great Gatsby<br />

Warner Bros. Schweiz<br />

Ab 16. <strong>Mai</strong> <strong>im</strong> Kino<br />

29


Lifestyle CRUISER Edition <strong>Mai</strong> <strong>2013</strong><br />

HOT 4 YOU!<br />

1angesagte Polos<br />

Das Zürcher Modelabel AD.M lanciert diesen Frühling bereits seine<br />

dritte Kollektion und fokussiert weiterhin seine ganze Energie auf<br />

die Kreation des perfekten Polos. Neu gibt es die Polos <strong>im</strong> schicken<br />

Classic- oder angesagten Vintage-Look. Die Neuzugänger bestechen<br />

durch frische Farben und überraschen mit unverkennbaren<br />

Details wie aufgenähten Badges, dezenten Stickereien <strong>im</strong> College-<br />

Style oder raffinierten Ziernähten. Alle Polos überzeugen durch<br />

einen modernen Sl<strong>im</strong>-Fit, beste Qualität sowie die klassischen<br />

AD.M-Features wie dem verstärkten Kragen und dem markanten<br />

Schulterschnitt. Ab CHF 99.–<br />

Exklusiv <strong>im</strong> AD.M Store, Predigerplatz 18 in Zürich und schweizweit<br />

in ausgewählten Boutiquen erhältlich<br />

2Detox für Fortgeschrittene<br />

Das neue Juice-Detox-Programm von Detox Delight wurde speziell<br />

entwickelt, um das Säure-Base-Gleichgewicht <strong>im</strong> Körper wiederherzustellen<br />

und einen besonders tiefen Detox-Level zu erreichen.<br />

Der Körper wird dabei regelrecht mit Chlorophyll geflutet, wodurch<br />

man sich anschliessend wie neugeboren fühlt. Die Saftkur<br />

ist besonders verträglich. Die vielen wertvollen Proteine und gesunden<br />

Bakterien helfen auch noch, das Verdauungssystem anzuregen,<br />

und begünstigen weiter den Aufbau des Muskelgewebes. Geeignet<br />

ist die Kur aber auch für disziplinierte, gesundheitsbewusste<br />

Menschen, die ernährungstechnisch gerne Herausforderungen für<br />

Wohlbefinden und gutes Aussehen ausprobieren möchten. Das Super-Green-Delight-Programm<br />

kann als Kur für fünf, sieben, zwölf<br />

oder 14 Tage <strong>im</strong> Flex-Abo ab CHF 378.– gebucht werden.<br />

Bestellen unter: www.detox-delight.ch<br />

3urbane Pflege<br />

Aesop’s neuer Parsley-Seed-Anti-<br />

Oxidant-Hydrator wurde eigens<br />

entwickelt, um die Pflegelinie mit<br />

Petersilien-Samen zu ergänzen<br />

und weiterzuentwickeln. Diese<br />

aussergewöhnliche Feuchtigkeitspflege<br />

versorgt die Haut<br />

mit grosszügigen Mengen botanischer<br />

Inhaltsstoffe, Vitaminen<br />

und ätherischen<br />

Ölen. Antioxidative Hauptbestandteile<br />

umfassen den<br />

Extrakt der Petersilien-<br />

Samen und weissen Tee.<br />

Weidenröschen helfen dabei,<br />

die Haut zu beruhigen.<br />

Zusätzlich enthält die<br />

Formulierung Panthenol<br />

(Provitamin B5) sowie sieben<br />

sorgfältig ausgewählte<br />

ätherische Öle, welche<br />

für ihre ausgezeichneten,<br />

feuchtigkeitsspendenden<br />

Eigenschaften bekannt sind.<br />

Durch den reichhaltigen, antioxidativen Schutz<br />

ist die neue Creme bestens geeignet für Bewohner<br />

urbaner Umgebung.<br />

Ab sofort für CHF 78.– in allen Aesop-Geschäften<br />

und ausgewählten Kaufhäusern erhältlich.<br />

4die guten Espadrilles<br />

Kein Sommer ohne meine Espadrilles! Das Lifestyle-Label Toms bietet die grösste Auswahl<br />

und setzt sich auch für Nachhaltigkeit in der Produktion ein. Denn wer sich<br />

ein paar neue Toms-Espadrilles kauft, tut nicht nur sich was Gutes, sondern<br />

auch benachteiligten Kindern aus der dritten Welt. Denn die erhalten für jedes<br />

verkaufte Paar Espadrilles ein Paar Schuhe gratis. Die Idee ist zwar nicht<br />

neu, könnte aber schon bald auch für Kleider-Hersteller Schule machen. Denn<br />

<strong>im</strong>mer mehr Labels setzen auf fairen Handel. Unser Favorit!<br />

Gesehen ab CHF 89.00 bei Komplementair, Im Viadukt, Viaduktstrasse 41-43,<br />

8005 Zürich. www.toms.com<br />

30


PRESENTS THE Official PRE-PaRTy Of<br />

PFINGSTSONNTAG 19. MAI<br />

I ❤ DISCO<br />

MAD>LAUSANNE<br />

KENNY CARPENTER>USA<br />

(Studio54, New York)<br />

MURRAY MINT>UK<br />

(Luvbugs Boogie Nights)<br />

LYDIA SANZ>ES<br />

(Circuit, Amnesia, Matinee)<br />

ANTOINE909>UK<br />

(Circuit Festival)<br />

JESSE JAY>CH<br />

(Laby, Aera)<br />

FRANCO>CH<br />

(Loop38)<br />

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Portrait CRUISER Edition <strong>Mai</strong> <strong>2013</strong><br />

Arthur Rooks<br />

Interior-Designer<br />

Von Branko B. Gabriel<br />

Wohnen bedeutet Leben. Diesem<br />

Credo folgt der Interior-<br />

Designer Arthur Rooks, seit er<br />

vor zehn Jahren seine Leidenschaft<br />

zum Beruf gemacht hat.<br />

Mit viel Gespür zum Detail<br />

überzeugt er mit einem gekonnten<br />

Mix aus Vintage-Möbeln,<br />

Farben und Wohn accessoires.<br />

CR besuchte das Interior-Genie<br />

und wollte wissen, worauf es<br />

be<strong>im</strong> Einrichten einer Wohnung<br />

ankommt.<br />

Viele aus der Gay-Community kennen den grossen<br />

schwarzen, sympathischen Mann. Denn<br />

Arthur war Mitbegründer des äusserst erfolgreichen<br />

Partylabels «Angels». Das Label wurde vor<br />

zwei Jahren verkauft. «Ich wollte mich neu orientieren.»<br />

Wobei die Neuorientierung ja schon<br />

viel früher angefangen hat. Schon vor Jahren<br />

hat er den E-Shop quintessentia.com ins Leben<br />

gerufen. Hier werden Vintage-Möbel und Wohnaccessoires<br />

verkauft. Alle Objekte werden von<br />

ihm persönlich zusammengetragen, die Kissen<br />

und der Paravent tragen gar seine Signatur.<br />

Er sei der Liebe wegen nach Zürich gekommen<br />

– und das ist 23 Jahre her. Der gebürtige Amerikaner<br />

aus der Millionenmetropole Chicago verliebte<br />

sich in die kleine, überschaubare Schweiz.<br />

«Zürich ist perfekt für mich – mit dem kulturellen<br />

Angebot einer Grossstadt und der Familiarität<br />

einer Kleinstadt.» schmunzelt Arthur. Schon<br />

als kleiner Bub hat er Möbelstücke restauriert<br />

und mit Gewinn verkauft. Das war damals sein<br />

Hobby. Längst wurde aus seiner Leidenschaft,<br />

Räume zu gestalten und neu zu dekorieren, sein<br />

Beruf. «Ich liebe es Wohnungen, Häusern oder<br />

Shops mit meinem ganz eigenen Stil ein neues<br />

Leben einzuhauchen.»<br />

Es braucht nicht viel<br />

Die Inspiration holt Arthur sich aus alten Wohnzeitschriften<br />

oder auf Flohmärkten und in Brockenhäusern.<br />

So erstaunt es nicht, dass seine äusserst<br />

geschmackvolle und detailverliebte 4-Z<strong>im</strong>mer-<br />

Wohnung eher an ein stylisches Design-Apartment<br />

in Soho NYC erinnert als an eine stinknormale<br />

Mietwohnung an der pulsierenden<br />

Langstrasse. Viele seiner Freunde waren begeistert<br />

von seinem unverkennbaren Stil. Sie engagierten<br />

ihn kurzerhand, um die eigenen vier Wände auf<br />

Vordermann zu bringen. So fing damals alles an.<br />

«Es braucht nicht viel.» meint Arthur lächelnd.<br />

Zuerst beginnt er jeweils mit den Wänden. Hier<br />

gibt es unzählige Möglichkeiten, statt den kahlen,<br />

langweiligen – und typisch für die Schweizer<br />

– weissen Wänden mit Farbkombinationen oder<br />

Tapeten den Raum optisch aufzuwerten. Da und<br />

dort ein Vintage- oder Designmöbelstück, aufgepeppt<br />

mit einigen Wohnaccessoires, und fertig ist<br />

das Wohnparadies. Weniger ist mehr, behauptet<br />

Arthur. Der Mann muss es wissen, denn längst<br />

wird er als Gehe<strong>im</strong>tipp gehandelt, wenn es darum<br />

geht, Räume, Wohnungen, Häuser oder gar<br />

Shops ins richtige Licht zu rücken. «Es ist ein int<strong>im</strong>er<br />

und sehr persönlicher Prozess, aus einem<br />

‹normalen› Z<strong>im</strong>mer ein kleines schmuckes Wohn-<br />

Bijou zu zaubern. Wohnen soll doch behaglich<br />

und persönlich sein.» ergänzt Arthur.<br />

Seine Lieblinge sind der französische Designer<br />

aus den 50ern Jean Prouve, die Bauhaus-Epoche,<br />

David Hicks, der holländische Künstler Vermeer<br />

und der afroamerikanische Künstler Basquiat.<br />

Er liebe den Stil-Mix aus Farben und Formen,<br />

und das aus den verschiedenen Dekaden. Die<br />

Kombination aus Alt und Neu – das macht es aus.<br />

Arthur Rooks © pd<br />

Natürlich finden Design-Liebhaber in seinem<br />

Onlineshop das passende Stück dazu. Seien es<br />

ein Eames-Chair, eine Muranoglasleuchte, Bauhaustische,<br />

der selbstentworfene Paravent oder<br />

seine eigene, handgefertigte Kissenkollektion<br />

aus Originalstoffen aus den 50er und 60er Jahren.<br />

Neu kommt nun seine eigens entworfene<br />

Lampenkollektion dazu.<br />

Arthur Rooks kam vor 23 Jahren aus den USA<br />

in die Schweiz. Er hat einen Uniabschluss in<br />

Industrial-Engineering & Theater-Literatur und<br />

ein MBA in Strategic-Management. In Zürich<br />

war er Assistent in der Galerie Form, ehe er zur<br />

Galerie Bruno Bischofberger wechselte. Er betreibt<br />

den Onlineshop quintessentia.com, und<br />

seit mehreren Jahren ist er als selbständiger<br />

Interior-Designer unterwegs. Derzeit lässt sich<br />

Arthur Rooks als Farb-Consulter ausbilden. Seiner<br />

Arbeit begegnet man u.a. in der Boutique<br />

«Luxury» an der Rämistrasse oder <strong>im</strong> neugestalteten<br />

Stadtbad Zürich <strong>im</strong> Volkshaus.<br />

Weitere Infos unter: www.quintessentia.com<br />

32


CRUISER Edition <strong>Mai</strong> <strong>2013</strong><br />

Kolumne<br />

Die Wirkung des<br />

Homosexuellen<br />

auf der Leinwand<br />

<strong>im</strong> Spiegel der Zeit<br />

Von Michi Rüegg<br />

Ich war jung, es waren die Neunziger, und<br />

die Darstellung des Mannes als Sexobjekt beschränkte<br />

sich auf die Unterhosenseiten <strong>im</strong> Jelmoli-Katalog.<br />

Später erfuhr ich, dass diese paar<br />

Seiten für viele Schwule meiner Generation ein<br />

Segen waren, manchmal auch ein Fluch. Letzteres<br />

deshalb, weil meine Körpermitte in den<br />

Schiesser-Slips, die Mutter mir kaufte, nie so<br />

toll aussah wie jene <strong>im</strong> Katalog. Vor allem nicht<br />

nach meiner einjährigen Schokoladedepression,<br />

die ich mit 15 hatte.<br />

Ausser Teeniestars in amerikanischen TV-Serien<br />

und eigene Klassenkameraden hatten wir<br />

damals wenig Männerschwärme. So etwas wie<br />

schwule Filme gab es sowieso nicht, zumindest<br />

nicht am Fernsehen. Eine Ausnahme bildeten<br />

hin und wieder die kulturell aufgeschlossenen<br />

Sender wie Arte oder 3sat. Auf einem der beiden<br />

muss spätabends mal ein portugiesischer<br />

Kunstfilm gelaufen sein. Die Story war so: Ein<br />

junger, adretter Dieb bediente sich aus dem Opferstock<br />

einer Kirche. Dabei erwischte ihn ein<br />

nicht ganz so junger alleinstehender Mann (respektive:<br />

er lebte bei seiner Mutter) und sperrte<br />

den Übeltäter in seine Scheune ein. Eines Tages<br />

beschloss er, den Dieb nackig auszuziehen und<br />

ihn mit einem Schwamm zu waschen. Später<br />

brachte er ihn dann um, das war weniger erotisch,<br />

oder um es korrekt zu sagen: Es sprach<br />

mich individuell weniger an.<br />

Ich hatte den Wecker damals auf spätabends<br />

gestellt und mich bei min<strong>im</strong>aler Lautstärke <strong>im</strong><br />

Wohnz<strong>im</strong>mer vor den Fernseher gesetzt, um<br />

Mama und Papa nicht zu wecken. Die Waschszene<br />

(Dialog: Warum wäschst du mich? – Weil ich<br />

dich waschen muss) schwirrte noch während<br />

Monaten durch meinen Kopf, zu allen möglichen<br />

Tages- und Nachtzeiten. Und wann <strong>im</strong>mer<br />

ich an diese zwei Minuten Film dachte, wurde<br />

ich rattig, dass sich der Balken streckte.<br />

Es brauchte wirklich wenig damals. Heute<br />

klickt unsereiner dann und wann gelangweilt<br />

durch hunderte von Pornoclips. Und wenn die<br />

Jungs nicht unglaublichst hammermässigst gut<br />

aussehen und mindestens zu viert sind und<br />

schampar versaute Sachen machen, passiert<br />

nichts. Weder <strong>im</strong> Kopf noch Sonstwo. Abgestumpft.<br />

Leergerubbelt. Seelisch wie körperlich.<br />

Umso erstaunlicher, wie allein die Wiederauferstehung<br />

der Sonne und der Einzug des Frühlings<br />

zu Gefühlsregungen führen. Schon ein<br />

gut gebauter Student in kurzen Hosen, in weiter<br />

Ferne das Trottoir entlang schlendernd, führte<br />

neulich beinahe zu einem Auffahrunfall. Man<br />

sollte gewissen Männern verbieten, kurze Hosen<br />

zu tragen, doch dies nur am Rande.<br />

Heute sind wir ja wahrhaft gesegnet. Wenn ich<br />

mir das Programmheft von Pink Apple so anschaue,<br />

können mir portugiesische Kunstfilme<br />

mit Opferstockdieben gestohlen bleiben.<br />

Schwul und lesbisch gibts heute in allen Farben<br />

und jeglichen Genres. Von Doku über Drama bis<br />

hin zu Farce. Und die Filme werden in der Tendenz<br />

<strong>im</strong>mer besser.<br />

Vielleicht jedoch passiert das, was mit den Pornos<br />

passiert ist. Irgendwann gibt es wohl so<br />

viele Gay-Movies, dass unsereiner gelangweilt<br />

wegschaut und sich nach der Zeit sehnt, als<br />

Schwule noch keine Kommissare, Anwälte<br />

oder andere Helden waren. Sondern verschupfte,<br />

selbstmordgefährdete Nebenfiguren, die in<br />

jeder Szene ihre tragische Existenz beweinen.<br />

Oder von mir aus portugiesische Opferstockdiebmörder.<br />

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33


Gesundheit CRUISER Edition <strong>Mai</strong> <strong>2013</strong><br />

Angst <strong>im</strong> Darkroom!<br />

HIV-Risiko be<strong>im</strong> Koksen?<br />

Hallo Dr. Gay<br />

Ich habe eine Frage bezüglich des Konsums von Drogen über die Nase. Ist<br />

es ein Risiko, wenn sich mehrere Leute dabei ein Röhrchen oder einen gerollten<br />

Geldschein teilen? Es könnte ja sein, dass jemand an der Nase blutet,<br />

oder? Ich befolge sonst <strong>im</strong>mer die Safer Sex-Regeln, aber ich habe mich<br />

schon <strong>im</strong>mer mal gefragt, wie das bei dieser Situation wäre. Vielen Dank<br />

schon mal für deine Antwort.<br />

Gruss, Markus, 25<br />

Hallo Markus<br />

Das Teilen des Röhrchens oder eines gerollten Geldscheins be<strong>im</strong> Drogenkonsum<br />

über die Nase kann tatsächlich ein Risiko bedeuten. Der Grund<br />

dafür sind winzige Verletzungen der Nasenschle<strong>im</strong>haut, die be<strong>im</strong> Sniefen<br />

leicht entstehen können. Zudem können Drogen die Nasenschle<strong>im</strong>haut<br />

reizen und verletzten, wodurch die Viren leichter übertragen werden. Ein<br />

Risiko besteht vor allem bezüglich Hepatitis C, aber auch eine Übertragung<br />

von HIV ist möglich. Darum sollte bei jeglichem Konsum von Drogen<br />

durch sniefen <strong>im</strong>mer das eigene Röhrchen benutzt werden. Vom Gebrauch<br />

gerollter Geldscheine rate ich grundsätzlich ab, weil sie schon durch viele<br />

Hände gegangen und voller Krankheitserreger sind.<br />

Alles Gute, Dr. Gay<br />

Hallo Dr. Gay<br />

Gestern war ich in einem Darkroom. Dort habe ich lediglich gewichst<br />

und mich wichsen lassen. Nun bin ich wegen HIV doch verunsichert, da<br />

ich diesbezüglich wohl übersensibel bin. Wäre es möglich, dass jemand<br />

kurz vorher Sperma an seiner Hand hatte und ich dieses an den Schwanz<br />

gekriegt habe? Ich würde behaupten, mein Schwanz war abgesehen von<br />

meinem Lusttropfen stets trocken, aber so richtig sicher bin ich mir eben<br />

nicht, was mich ängstlich macht. Wie gehe ich damit um, dass ich die<br />

wohl sicherste Praktik <strong>im</strong> Darkroom gewählt habe und nun trotzdem<br />

Angst habe?<br />

Gruss, Alexander, 33<br />

Hallo Alexander<br />

Du brauchst dir keine Sorgen zu machen. Wie du selber schreibst, gehört<br />

gemeinsames Wichsen bezüglich HIV zu den sichersten Sexpraktiken<br />

überhaupt. Eine Übertragung durch Restsperma über die Hände ist so<br />

nicht möglich, denn das HI-Virus verliert an der Luft relativ rasch an Infektiosität.<br />

Zudem schreibst du, dass dein Schwanz trocken war. Frisches<br />

Sperma hättest du best<strong>im</strong>mt bemerkt. Zum Umgang mit deiner Angst<br />

vor HIV: Du solltest dir bewusst sein, dass ein risikofreies Leben nicht<br />

möglich ist. In allen Lebenslagen schützen wir uns so gut es geht, z.B.<br />

schnallen wir uns <strong>im</strong> Auto an, setzen be<strong>im</strong> Motorradfahren einen Helm<br />

auf usw. Obwohl auch hier ein kleines Restrisiko bleibt, hast du keine<br />

Angst, dich in ein Auto zu setzen, oder? Genauso verhält es sich be<strong>im</strong><br />

Sex. Solange du den gesunden Menschenverstand walten lässt und dich<br />

an die Safer-Sex-Regeln hältst, brauchst du dich vor einer Ansteckung<br />

mit HIV nicht zu fürchten.<br />

Alles Gute, Dr. Gay<br />

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34


CRUISER Edition <strong>Mai</strong> <strong>2013</strong><br />

Gesundheit<br />

Pia<br />

Männer, ich bin<br />

stolz auf euch!<br />

So, fertig jetzt!!! Fertig April, fertig Chain und<br />

fertig Bonus-Saufen! Meine Leber ist inzwischen<br />

hart wie ein Briquette, und nach all diesen<br />

Gratis-Bieren, Zweifüreins-Gintonics und<br />

«Chainbreaker»-Cocktails konnte vermutlich<br />

auch manch einer unter euch das Wort «Pr<strong>im</strong>oinfekt»<br />

zeitweise nicht mehr einwandfrei aussprechen.<br />

Ich hatte zuweilen den Eindruck, dass<br />

es hier nicht mehr in erster Linie um eine Präventionskampagne<br />

in Sachen HIV geht, sondern<br />

vielmehr mehr darum, das Feld für Antabus, Alkaselzer<br />

und «Rennie-räumt-den-Magen-auf» zu<br />

bereiten. Heiliges Sodbrennen! Was für eine erfrischende<br />

Abwechslung waren da die informativen<br />

Weiterbildungsfilme aus dem Gay-Aqua,<br />

die Martin uns auf die Break-the-chains-Facebook-Seite<br />

gestellt hat. Endlich mal ein edukativer<br />

Ansatz nach all den Getränke-Bons! Hätte der<br />

Aura-Club mal solche Gebrauchsanweisungen<br />

gepostet, ich sage euch, man hätte Jacqueline<br />

Badran niemals raustragen müssen wie eine<br />

Greenpeace-Aktivistin aus Gorleben.<br />

Nun gut... Vielen Dank, lieber Martin, wir kommen<br />

gerne einmal auf eine Studienreise zu dir<br />

nach Wallisellen.<br />

Männer, ich bin stolz auf euch! Viele von euch haben<br />

mitgemacht und tatsächlich einen ganzen<br />

Monat lang jedes Risiko ausgeschlossen. Ein Aufwand,<br />

der gewiss manchmal Überwindung und<br />

Disziplin verlangte. Vor allem, wenn man schon<br />

wieder einen Voucher für ein alkoholisches Mischgetränk<br />

einlösen musste. Aber ihr habt es durchgezogen<br />

und damit einen wesentlichen Beitrag<br />

zum Erfolg von Break-the-Chains geleistet.<br />

Doch wer mich kennt, der weiss: Ich bin kein<br />

Spatz für halbe Sachen. Vertrauen ist gut, Kontrolle<br />

ist besser! Wie versprochen gehen wir <strong>im</strong><br />

<strong>Mai</strong> alle zusammen zum Test. Der kostet euch<br />

<strong>im</strong> <strong>Mai</strong> lediglich zehn Franken, damit euch genug<br />

Geld übrig bleibt. Jetzt, wo ihr die Drinks<br />

wieder selber zahlen müsst, *hehe*. Mit eurem<br />

Einsatz habt ihr die Community wieder ein gutes<br />

Stück sicherer gemacht. Und das ist doch<br />

der denkbar beste Start in die warme Jahreszeit.<br />

Der denkbar beste Start in die Zeckensaison sind<br />

übrigens lange Hosen, lange Ärmel und ein konsequentes<br />

Absuchen der Haut, nachdem man die<br />

Aktivitäten <strong>im</strong> Busch beendet und die langen<br />

Hosen wieder raufgezogen hat. Nicht jedes Eindringen<br />

ist gewünscht, und <strong>im</strong> Fall der Zecke<br />

erinnere ich euch gerne auch dieses Jahr daran,<br />

dass eine sogenannte Zeckenkarte ein grandioses<br />

Gadget ist, um die Biester zu entfernen.<br />

Nun seid ihr sensibilisiert für die Gefahren des<br />

Frühsommers. Das einzige, was jetzt noch passieren<br />

kann, ist, dass ihr euch in der ersten<br />

Badewetter-Euphorie die Birne an der Sonne<br />

verbrennt und dann ein paar Tage rumrennen<br />

müsst wie Hellboy. Aber sei’s drum, gell. Alles<br />

kann ich auch nicht verhindern.<br />

Ich wünsche euch jedenfalls einen wunderbaren<br />

<strong>Mai</strong>, erste warme Abende, die Lust auf vieles<br />

machen und auf ein baldiges Wiedersehen.<br />

Und ich geh jetzt zum Martin und ziehe meinen<br />

Ananas-Saft ein. Ich hab nämlich das Modul<br />

Darkroom und das Modul Sauna bis zum<br />

Schluss gesehen!<br />

Es grüsst, eure Pia<br />

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35


Agenda CRUISER Edition <strong>Mai</strong> <strong>2013</strong><br />

SA 27. April<br />

Zürich<br />

12.15 Pink Apple: schwullesbisches Filmfestival<br />

Arthouse Le Paris Lunchkino special. Les<br />

invisibles. Tickets über www.arthouse.ch<br />

16.00 Faces & Phases: Vernissage mit Bildern<br />

von Zanele Muholi in der Galerie Widmer<br />

& Theodoridis, Weggengasse 3 präsentiert<br />

von Pink Apple.<br />

Infos www.0010.ch oder www.pinkapple.ch<br />

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.<br />

U30-Sauna Party<br />

21.00 Ikarus-Club: L<strong>im</strong>matstrasse 195. Club Session.<br />

Basement: DJs Juiceppe & Mad House.<br />

<strong>Mai</strong>nfloor: DJ Christiano S<br />

22.00 Rage: Wagistrasse 13, Schlieren Cruising<br />

unl<strong>im</strong>ited<br />

23.00 Heaven Club: Spitalgasse 5. Gravity.<br />

DJ Josè Parra – House<br />

23.00 Sector c; Fetish Club:<br />

Strikter Dresscode-Anlass Ultrarubber<br />

23.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Trance-Party<br />

SO 28. April<br />

Basel<br />

21.00 Untragbar!: Die heterofreundliche Homobar<br />

am Sonntag <strong>im</strong> Keller des Restaurants<br />

Hirscheneck, Lindenberg 23. DJ High Heels<br />

on Speed – Old is Gold<br />

Ganze Schweiz<br />

10.30 Les lacets roses: Bärlauchpesto und<br />

Märchenwald. Wanderung von Holderbank<br />

nach Egerkingen. Treffpunkt 10.38h<br />

Holderbank Post. (Bern ab 09.07h, Zürich<br />

ab 09.30h, Basel ab 09.31h, Oensingen ab<br />

10.17h). Picknick auf der Wiese, Kaffee und<br />

Dessert <strong>im</strong> Restaurant Tiefmatt oder Blüemlismatt.<br />

Infos Daniel Kammermann 078 697 64 11<br />

Zürich<br />

18.15 Pink Apple: schwullesbisches Filmfestival<br />

<strong>im</strong> Filmpodium. Spezial Programm:<br />

Die Hosen-Rocken-Picture-Show – Stummfilme.<br />

Tickets über www.filmpodium.ch<br />

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.<br />

XXL-Freunde Party (2 für 1 für Pärchen)<br />

21.00 Cube@Club: Bellevue Rämistrasse 6 /<br />

Freieckgasse. Gay-Sonntag DJs Leonardo<br />

Glovibes & Juiceppe<br />

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Cruisen<br />

MO 29. April<br />

Zürich<br />

21.00 Ikarus-Club: L<strong>im</strong>matstrasse 195. Groovy<br />

Monday. Freier Eintritt. Clubsound/Charts<br />

70er bis 90er mit DJ Groovemaster<br />

DI 30. April<br />

Bern<br />

20.00 Uncut: warme Filme am Dienstag <strong>im</strong> Kino<br />

der Reitschule. «Keep the lights on», USA<br />

2012, digital 98 Min., E/d. Bar ab 20h, Film<br />

um 20.30h. Infos www.gaybern.ch/uncut<br />

Zürich<br />

19.00 Lesbentreff Zürich-Wiedikon:<br />

Trinken, essen, kennenlernen. Im Huusmaa,<br />

Badenerstr. 138<br />

21.00 Ikarus-Club: L<strong>im</strong>matstrasse 195. Freaky<br />

Night. DJ Freak Fant Beathoven<br />

21.00 Vibra: LGBT and Friends Party. Gratis<br />

Eintritt. Im Gonzo, Langstrasse 135<br />

36<br />

22.00 Magnusbar:<br />

Magnusstrasse 29. 1. <strong>Mai</strong> Party<br />

22.00 Heaven Club: Spitalgasse 5. Tanz in den<br />

<strong>Mai</strong>. DJ Merte Rox (Open Format, Mash-Up)<br />

<strong>Mai</strong> <strong>2013</strong><br />

MI 01. <strong>Mai</strong><br />

Bern<br />

19.30 Die HAB nach 40 Jahren:<br />

Themenabend in der Villa Stucki, Seftigenstrasse<br />

11. Diskussion unter der Leitung<br />

von Daniel Frey mit Christoph Stutz, Henry<br />

Hohmann, Christoph Janser, Martin Fröhlich,<br />

Michael Läubli & Olivier Sebel<br />

Zürich<br />

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.<br />

Naked (Mask) Party. Masken können für<br />

Fr. 5.– gemietet werden<br />

20.00 Heldenbar@Provitreff: Sihlquai 240<br />

DJ Brand - Oldschool, Techno<br />

20.15 Pink Apple: schwullesbisches Filmfestival<br />

Eröffnungsfilm «Margarita» <strong>im</strong> Arthouse<br />

Le Paris. Infos www.pinkapple.ch<br />

21.00 Magnusbar:<br />

Magnusstr. 29 Naked (obligatorisch)<br />

DO 02. <strong>Mai</strong><br />

Winterthur<br />

19.30 Badgasse 8: LesBiGay & Friends Treff <strong>im</strong><br />

Lokal Badgasse 8<br />

Zürich<br />

16.45 Pink Apple: schwullesbisches Filmfestival<br />

Movie 1: 17h Finns Girl, 19.30h Difficult<br />

Love, 21.30h Soongava. Movie 2: 16.45h<br />

Gayby, 18.45h Männerwelten, 21.15h I do.<br />

Cabaret Voltaire: 21.30h Pink Talks<br />

19.00 Bi-Treffpunkt: offener Treff für bisexuelle<br />

Männer und Frauen 19h Treff <strong>im</strong> Café Rathaus,<br />

L<strong>im</strong>matquai 61 zum Apéro, dann ab<br />

20.15h <strong>im</strong> HAZ-Centro, Sihlquai 67 zu geleiteten<br />

Gesprächen zum Thema Bi-Sexualität<br />

und Polyamory<br />

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.<br />

Mega Sklavenmarkt<br />

20.00 Sector c; Fetish Club: Wagistrasse 13,<br />

Schlieren. Mega Nackt-Party<br />

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Cruisen<br />

FR 03. <strong>Mai</strong><br />

Bern<br />

22.00 Seite 69: homosexuell, heterofreundlich<br />

Party mit DJs Auf Dauerwelle, Benjamin<br />

Backhaus & Asmiar. Kapitel, Bollwerk 41. Fr. 15.–<br />

Zürich<br />

17.00 Pink Apple: schwullesbisches Filmfestival<br />

Movie 1: 17h Soongava, 19h Eins, zwei, drei,<br />

21h A perfect ending. Movie 2: 17.15h The<br />

invisible men, 19.15h Five Dances, 21.15h<br />

Gayby, 23.15h El sexo de Los Angeles.<br />

Cabaret Voltaire: 19h Der Kreis (Hommage),<br />

21.30h Pink Talks & 23h Konzert mit Eurofalsh<br />

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.<br />

Grosser Stuten-Markt<br />

22.00 Rage: Wagistr. 13, Schlieren Cruising<br />

unl<strong>im</strong>ited<br />

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistr. 13. Strikter<br />

Dresscode Worker, Army. Bierpass 3 für 2<br />

23.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Sportswear &<br />

Sneakers<br />

23.00 Heaven Club: Spitalgasse 5.<br />

Süss war gestern. DJ Polabdul<br />

23.00 Paradise Garage@Supermarket:<br />

Gay & Lesbian Party. DJs Peeza, Angel O &<br />

Ajaxx. Supermarket, Geroldstr. 17.<br />

SA 04. <strong>Mai</strong><br />

Basel<br />

20.00 Sheila She Loves You: Album Release<br />

Party in der Kuppel, Binningerstr. 14. 20h<br />

Türöffnung & Wunschkind-Lounge, 21h<br />

Opening act live mit Marco Nenninger. 22h<br />

Konzert mit Sheila She Loves You Album<br />

release «Sorry». Ab 24h Gameboys Party<br />

23.59 GameBoys-Party: in der Kuppel, Binningerstr.<br />

14. Nach dem Konzert von Sheila She<br />

Love You startet die Party mit DJ Suddently<br />

Neighbours, ab 01h DJ Niko Schwind &<br />

später noch Special Guest<br />

St. Gallen<br />

21.00 Badehaus Mann-o-Mann:<br />

St. Jakob-Strasse 91. Lange Nacht. Abba<br />

Thurgau<br />

19.30 HOT Spezialanlass: <strong>im</strong> HOT, Wilerstrasse<br />

5, 9545 Wängi Goldies-Show mit Spaghettiplausch<br />

inkl. Dessert. Musikalische Evergreenreise<br />

von Diva International & Essen.<br />

Fr. 25.– für Menu und Show. Anmeldung<br />

über anmeldung@hot-tg.ch<br />

Zürich<br />

10.00 Pink Apple: schwullesbisches Filmfestival<br />

Movie 1: 10h Call me Kuchu, 12.15h Difficult<br />

love, 14.15h The secret story of Eurovision,<br />

16.15h The invisible men, 18.30h Queerbeet,<br />

20.45h Strange frame, 23h And you belong.<br />

Movie 2: 11h Dicke Mädchen, 12.45h 20<br />

lies, 4 parents and a little egg, 14.30h Right<br />

2 love, 16.30h Margarita, 18.45h Eurofalsh<br />

– the movie, 21h In the name of..., 23.15h<br />

My brother the devil. Piccadilly 1: 11.30h<br />

El sexo de Los Angeles, 13.45h Silent Youth.<br />

Cabaret Voltaire: 21.30h Pink Talks<br />

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.<br />

Bären Sex Party<br />

22.00 Rage: Wagistrasse 13, Schlieren Sexfabrik.<br />

Notgeil<br />

23.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Disco-Party<br />

23.00 Heaven Club: Spitalgasse 5. Klubnacht mit<br />

Band. Bereits ab 22h offen. Die Band «Eurofalsh»<br />

aus dem Film «Eurofalsh – The Movie»<br />

treten um 23h auf. Eine Zusammenarbeit<br />

mit Pink Apple. Danach Klubnacht mit<br />

DJ Jack Chang & José Parra<br />

23.00 Sector c; Fetish Club: Strikter<br />

Dresscode-Anlass The big Gangbang Party<br />

(kein Dresscode)<br />

SO 05. <strong>Mai</strong><br />

Basel<br />

21.00 Untragbar!: Die heterofreundliche Homobar<br />

am Sonntag <strong>im</strong> Keller des Restaurants<br />

Hirscheneck, Lindenberg 23. DJ Deufeli –<br />

Queerbeet<br />

Zürich<br />

07.50 HAZ Outdoor: 9. Etappe entlang des Thurgauer<br />

Rundwanderweges von Arbon nach<br />

Altnau. Treff 07.50h Treffpunkt Zürich<br />

HB oder 09.40h Bahnhof Arbon. Infos und<br />

Anmeldung www.haz.ch/outdoor/aktuell<br />

10.00 Pink Apple: schwullesbisches Filmfestival<br />

Movie 1: 10h Finns Girl, 12.15h And you<br />

belong, 14.30h Facing mirrors, 16.30h<br />

Lesbiana, 18.30h A perfect ending, 21h Eins,<br />

zwei, drei. Movie 2: 10.15h Moritz, 12.30h<br />

Rot und grün, 14.15h Rosie, 16.45h All the<br />

way through evening, 18.45h Bwakaw,<br />

21.15h Con non detto. Piccadilly 1: 11.45h


CRUISER Edition <strong>Mai</strong> <strong>2013</strong><br />

Out in the dark, 13.45h Hors le mursk.<br />

Widmer-Theodoridis Galerie: 16h Zanele<br />

Muholi, Ateliergespräch<br />

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.<br />

Old & Young (2 für 1 für Pärchen)<br />

20.00 Tanzleila@Exil: Party von Frauen für<br />

Frauen. Ab 20h Lindy Hop, ab 21h Live<br />

Showcase mit Lila Lisi, ab 21.30h DJ Elle<br />

(Disco-Pop), ab 23h DJ Heldin <strong>im</strong> Chaos<br />

(Electrotrash)<br />

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 80s-Party<br />

MO 06. <strong>Mai</strong><br />

Zürich<br />

16.30 Pink Apple: schwullesbisches Filmfestival<br />

Movie 1: 17h Strange frame, 19.15h Ladies<br />

turn, 21.15h Facing mirrors. Movie 2:<br />

16.30h Out in Ost-Berlin, 19.30h Melting<br />

away, 21h My brother is a devil. Cabaret<br />

Voltaire: 19h Der Kreis - Ateliergespräch,<br />

21.30h Pink Talks<br />

DI 07. <strong>Mai</strong><br />

Zürich<br />

16.45 Pink Apple: schwullesbisches Filmfestival<br />

Movie 1: 17h Ladies turn, 19h Zwei Mütter,<br />

21h Queerbeet. Movie 2: 16.45h Melting<br />

away, 18.45h Out- in Ost-Berlin, 21.15h Codebreaker.<br />

Cabaret Voltaire: 19h Podiumsdiskussion<br />

Schule, 21.30h Pink Talks<br />

MI 08. <strong>Mai</strong><br />

Bern<br />

18.30 3gang in der Villa Stucki: Seftigenstrasse<br />

11. Essen und Kultur. Treffpunkt für das<br />

translesbischwule Bern. Apéro ab 18.30h.<br />

Abendessen ab 19.30h, gleichzeitig Jassabend<br />

Winterthur<br />

19.30 Badgasse 8: Lesbenbar<br />

Zürich<br />

16.30 Pink Apple: schwullesbisches Filmfestival<br />

Movie 1: 17h Its elementary, 19.15h Soongava,<br />

21.15h A perfect ending. Movie 2: 16.30h<br />

I do, 18.30h Kurzfilm-Wettbewerb, 21h Out<br />

in the dark, 23.15h Come no detto. Cabaret<br />

Voltaire: 21.30h Pink Talks<br />

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.<br />

Bukkake Mask Party<br />

20.00 Heldenbar@Provitreff: Sihlquai 240 Natasha<br />

Waters/Kaltehand live. DJs Ena Lind<br />

aus Berlin & The Dramaqueens. Diesmal<br />

mit Eintritt Fr. 10.-, frühzeitiges Erscheinen<br />

erwünscht<br />

21.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Underwear<br />

(obligatorisch), naked (freiwillig)<br />

21.00 Rage: Wagistr. 13, Schlieren. Cruisen vor<br />

Auffahrt. Sector c: Open sector<br />

Agenda<br />

DO 09. <strong>Mai</strong><br />

Basel<br />

21.00 Rummelsnuff & Band Konzert: Derbe<br />

Strommusik oder Elektropunk-Gassenhauer.<br />

Sport- und Arbeiterhymnen und<br />

düstere Balladen überwiegend in deutscher<br />

Sprache, aber auch spanisch oder english.<br />

Kulturtempel Hirscheneck, Lindenberg 23.<br />

Fr. 10.–, nur Abendkasse<br />

Zürich<br />

08.00 Gay Bikers Zürich: zusammen mit Queer<br />

Bikers. GLME-Auffahrtscamp in Cochem an<br />

der Mosel (D). Infos www.gaybikers.ch<br />

10.00 Pink Apple: schwullesbisches Filmfestival<br />

Movie 1: 10.45h Call me Kuchu, 12.45h<br />

Cr<strong>im</strong>e, 15h Zwei Mütter, 17.15h Vortrag Eurovision,<br />

19h Facing mirros, 21.15h Strange<br />

frame. Movie 2: 10h Five Dances, 12h I am<br />

Divine, 14.30h Hors les murs, 16.45h Margarita,<br />

18.45h 20 lies, 4 parents and a little<br />

egg, 20.45h Freier Fall<br />

19.00 Rage: Wagistr. 13, Schlieren.<br />

Cruise+explore Cruisen an Auffahrt<br />

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.<br />

Balkan Gay Sexparty<br />

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 80s-Party<br />

Anzeige<br />

add_cruiser_ohne_pfade.pdf 1 19.03.2010 19:44:00<br />

Schreib für das CR-Magazin!<br />

Das CR-Magazin erscheint seit über 25 Jahren. Es ist ein fester Bestandteil<br />

der Schweizer Gay-Szene und wird auch über die Landesgrenzen<br />

hinaus gelesen.<br />

Für weitere 25 Jahre suchen wir frischen Wind in unseren Seiten:<br />

Wir suchen<br />

Freie Journalisten<br />

Freie Journalistinnen<br />

In den Bereichen Gay-Szene, Politik, Gesellschaft, Kultur<br />

und Life Style.<br />

Was wir von dir erwarten<br />

- Du schreibst für deine Leben gerne.<br />

- Du hast Erfahrung <strong>im</strong> Print-Journalismus.<br />

- Du hast eine entsprechende Ausbildung absolviert (Lehrgang oder<br />

Studium).<br />

- Du weißt, was Schwule und Lesben in der Schweiz und weltweit<br />

bewegt.<br />

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- Für dich stehen die Freude am Schreiben sowie die Arbeit in der<br />

Gay-Community <strong>im</strong> Vordergrund.<br />

Bitte sende uns deine Ideen, Leseproben und einen Lebenslauf an Herrn<br />

Martin Ender, info@cruiser.ch<br />

Wir freuen uns auf dich!<br />

37


Agenda CRUISER Edition <strong>Mai</strong> <strong>2013</strong><br />

FR 10. <strong>Mai</strong><br />

St. Gallen<br />

23.30 Badehaus: Mann-o-Mann St. Jakob-Strasse<br />

91. u30 trifft sich<br />

Zürich<br />

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.<br />

Masken Gang Bang Party<br />

19.30 HAZ-Centro: Sihlquai 67. Freitags-Centro<br />

mit speziellem kulinarischem Angebot<br />

präsentiert von Toni<br />

20.00 LMZ: der Schwule Schweizer Motorradclub<br />

Stamm <strong>im</strong> Restaurant Moléson, Grüngasse 7,<br />

8004 Zürich<br />

20.00 gay: my way: Schwule Männer <strong>im</strong><br />

Coming-out Treff <strong>im</strong> HAZ-Centro, Sihlquai 67.<br />

Coming-out Gespräche in Kleingruppen<br />

22.00 Rage: Wagistr. 13, Schlieren Bad boyz Friday<br />

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistr. 13. Strikter<br />

Dresscode SportsLAB - Sportsgear only!<br />

23.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 House-Party<br />

23.00 Heaven Club: Spitalgasse 5. Behave. Das<br />

Label wird ab heute einmal pro Monat<br />

am Freitag ins Heaven ziehen. DJs An<strong>im</strong>al<br />

Trainer & Niclas<br />

SA 11. <strong>Mai</strong><br />

Winterthur<br />

17.00 WILSCH: Winterthurer Lesben und<br />

Schwule We are family! Essen, Geniesserabend<br />

für die LesBiSchwule Community <strong>im</strong><br />

Lokal Badgasse 8 Grenada - ein Abend unter<br />

Palmen. Karibisch angehauchtes Menu von<br />

Michi & Francesco. Fr. 25.-. Anmeldung bis<br />

9.5. unter www.badgasse8.ch<br />

Zürich<br />

19.00 Flower & Power: California Love Cuisine<br />

Dinner 5 Gang Menu. In der Amboss<br />

Rampe, Zollstr. 80. Ab 23h Party. Infos und<br />

Tickets www.theferdinands.ch<br />

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.<br />

Big Dark-Naked Party<br />

21.00 come together: Lesbian & Gay Party 30+.<br />

DJ X-Child mit Disco, Danceelectro & House.<br />

Marquee Club, Weinbergstrasse 68<br />

(Tram 7 & 15, N6, Sonneggstrasse).<br />

Infos www.party4lesandgay.ch<br />

22.00 Rage: Wagistrasse 13, Schlieren Cruising<br />

unl<strong>im</strong>ited<br />

22.00 White Party: Resurrection presented by<br />

Angels. <strong>Mai</strong>nfloor: DJs Micky Friedmann<br />

& Ivan Gomez. Upper Floor: Angel O. &<br />

Juiceppe. White Floor: DJ Ajaxx & DJane<br />

Sabaka. Fr. 42.-, Kombi mit Afterhour in der<br />

Alten Kaserne Fr. 60.-. Vorverkauf Rathaus,<br />

Cranberry, Daniel H., Ministry of Kink und<br />

Männerzone. Infos www.angels.ch<br />

23.00 Heaven Club: Spitalgasse 5. Spring Break.<br />

Beach Resort <strong>im</strong> Heaven mit Deko und Wet<br />

T-Shirt Contest. Mit Badehose Gratiseintritt.<br />

Heute ab 16 Jahre. DJs Raffiness & Zör Gollin<br />

23.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Cruisen<br />

23.00 Sector c; Fetish Club: Strikter Dresscode-<br />

Anlass X-treme Leather & Rubber<br />

23.00 Flower & Power Party: in der Amboss<br />

Rampe, Zollstr. 80. DJs Electrosexual -<br />

Demolition & Polabdul. Infos und Tickets<br />

ab Fr. 25.- www.theferdinands.ch<br />

SO 12. <strong>Mai</strong><br />

Basel<br />

21.00 Untragbar!: Die heterofreundliche Homobar<br />

am Sonntag <strong>im</strong> Keller des Restaurants<br />

Hirscheneck, Lindenberg 23. DJ Superhomo<br />

- Oldschool Electro, Pop, Rock<br />

38<br />

Zürich<br />

05.00 White Party: Afterhour presented by Flexx.<br />

DJane Sanguine & DJ Ajaxx, Alten Kaserne,<br />

Kanonengasse 16. Infos www.flexx-party.ch<br />

14.00 EntreNous: Sunday Tea Dance Treff für<br />

tanzbegeisterte Lesben und Schwule zu<br />

Standard- und lateinamerikanischen Tänzen<br />

oder einfach zum plaudern. Club Silbando<br />

(Swisscom Gebäude), Förrlibuckstr. 62<br />

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.<br />

U45 (35-45)<br />

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Chillout-Party<br />

MO 13. <strong>Mai</strong><br />

Zürich<br />

19.30 z&h Schwule Studis an Uni & ETH:<br />

Filmabend. «Beautiful Thing» UK 1996, ETH<br />

Hauptgebäude, Rämistr. 101, Raum HG E22<br />

DI 14. <strong>Mai</strong><br />

Aarau<br />

19.30 Aarglos: Lesbengruppe Nachtessen zusammen<br />

mit Aargay <strong>im</strong> Spicy Sombrero in<br />

Baden. Infos und Anmeldung bei h-duss@<br />

bluewin.ch<br />

Bern<br />

20.00 Uncut: warme Filme am Dienstag <strong>im</strong> Kino<br />

der Reitschule. «Lipstikka», Israel 2011,<br />

Digital 90 Min., Hebräisch/Englisch/d. Bar<br />

ab 20h, Film um 20.30h.<br />

Infos www.gaybern.ch/uncut<br />

Zürich<br />

18.30 Schön! Stark! Frei!: Wie Lesben in der Presse<br />

(nicht) dargestellt werden Elke Amberg aus<br />

München präsentiert die Ergebnisse ihrer<br />

Studie zur Sichtbarkeit und Darstellung<br />

lesbischer Frauen in den Medien, die auch<br />

als Buch erschienen ist und diskutiert mit<br />

dem Publikum. Bar ab 18.30h. Quartierhaus<br />

Kreis 5, Sihlquai 115. Fr. 20.– / 18.–.<br />

Präsentiert von WyberNet & LOS<br />

MI 15. <strong>Mai</strong><br />

Bern<br />

18.30 Schön! Stark! Frei!: Wie Lesben in der Presse<br />

(nicht) dargestellt werden Elke Amberg aus<br />

München präsentiert die Ergebnisse ihrer<br />

Studie zur Sichtbarkeit und Darstellung<br />

lesbischer Frauen in den Medien, die auch<br />

als Buch erschienen ist und diskutiert mit<br />

dem Publikum. Bar ab 18.30h. Calvinhaus,<br />

Marienstrasse 8. Fr. 20.– / 18.–. Präsentiert<br />

von WyberNet & LOS<br />

Zürich<br />

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.<br />

Naked Mask Party<br />

20.00 Heldenbar@Provitreff: Sihlquai 240 DJ<br />

Mirk-Oh - Electro Swing mit Balkan-Euphonie<br />

21.00 Magnusbar:<br />

Magnusstr. 29 Naked (obligatorisch)<br />

DO 16. <strong>Mai</strong><br />

Zürich<br />

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.<br />

Mega Sklavenmarkt<br />

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Worker-Party<br />

FR 17. <strong>Mai</strong><br />

Luzern<br />

22.00 Frigay Night: happy sound for happy people@The<br />

Loft Haldenstr. 21 DJ C-Side. Boys<br />

ab 18 Jahre, Girls ab 20 Jahre<br />

Zürich<br />

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.<br />

Grosser Stutenmarkt<br />

22.00 Rage:<br />

Wagistr. 13, Schlieren Weekend opening<br />

22.00 Lollipop Party: Auf 4 Ebenen. Lollipop<br />

Floor: Schlager, Schweizerhits, Mallorca,<br />

Klassiker & Canzoni; Wannabe Floor:<br />

80er/90er Party Hits; Après Suisse Floor:<br />

Die grössten Pistenheuler und Hitparaden<br />

Knaller. Plus Karaoke Lounge. X-Tra, L<strong>im</strong>matstr.<br />

118. Infos www.lollipopparty.ch<br />

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistr. 13. Strikter<br />

Dresscode Friday naked<br />

23.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Cruisen<br />

23.00 Heaven Club: Spitalgasse 5. Cityboy trifft<br />

Garry Klein (München). DJs PPF & Marco de<br />

Rosa<br />

SA 18. <strong>Mai</strong><br />

Lausanne<br />

21.00 Dirty Trouble: Yellow night. Im Trafick le<br />

sexe club, Av. de Tivoli 22, 1007 Lausanne.<br />

Fr. 20.- inkl. 1 Drink oder Bierpass. Einlass<br />

nur bis 23h. Infos www.trafick.ch<br />

& www.gayromeo.com/dirty_trouble<br />

St. Gallen<br />

21.00 Badehaus Mann-o-Mann: St. Jakob-<br />

Strasse 91. Lange Nacht. Madonna<br />

Zürich<br />

08.00 HAZ Outdoor: Pfingstwander-Wochenende,<br />

Tessin. Infos und Anmeldung www.haz.ch/<br />

outdoor/aktuell<br />

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.<br />

U30 Skater-Party<br />

22.00 Rage: Wagistrasse 13, Schlieren Zürich<br />

Pfingst-Weekend<br />

23.00 Heaven Club: Spitalgasse 5. We love ESC.<br />

Public Viewing des Eurovision Song Contest<br />

mit Live-Übertragung. Danach DJ DjCK<br />

23.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 80s-Party<br />

23.00 Sector c; Fetish Club: Strikter Dresscode-<br />

Anlass Smaxx - Full fetish<br />

SO 19. <strong>Mai</strong><br />

Basel<br />

21.00 Untragbar!: Die heterofreundliche Homobar<br />

am Sonntag <strong>im</strong> Keller des Restaurants<br />

Hirscheneck, Lindenberg 23. DJ High Heels<br />

on Speed - Alternative Avantgarde<br />

Lausanne<br />

22.00 Jungle: the gay Party – I love Disco – Circuit<br />

pre Party Club MAD, Rue de Genève 23.<br />

4 Dancefloors. DJs Kenny Carpenter, Murray<br />

Mint, Lydia Sanz, Antoine909, Jesse Jay,<br />

Franco & Yazz. Drag-Queens, Strippers from<br />

Ibiza. www.gay-party.net<br />

Zürich<br />

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen. 60+<br />

21.00 Cube@Club: Bellevue Rämistrasse 6 /<br />

Freieckgasse. Pfingstsonntag special. Infos<br />

www.cubezürich.com<br />

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Disco-Party<br />

22.00 Rage: Wagistr. 13, Schlieren. Freistoss<br />

– Sports & Sneaks. Ab 23h auch Sector C:<br />

Sports & Sneaks only<br />

22.00 Boyahkasha!: Nerdy by nature Special<br />

Vienna Candy. DJs Kevin Neon, Miss Delicious,<br />

Louis de Fumer, Pascha & Zör Zollin.<br />

Hosted by Afrodita Ismajli. Stadt Wien ist<br />

zu Gast mit knackigen Jungs und süssen<br />

Leckereien. Im Plaza, Badenerstrasse 109.<br />

Infos www.boyahkasha.ch & www.bit.ly/<br />

gaycitywien


CRUISER Edition <strong>Mai</strong> <strong>2013</strong><br />

23.00 Heaven Club: Spitalgasse 5. Lesbeaus-<br />

Party mit DJ Mel Nagelbin. Girls only!<br />

MO 20. <strong>Mai</strong><br />

Zürich<br />

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.<br />

Bukkake Mask Party<br />

DI 21. <strong>Mai</strong><br />

Bern<br />

20.00 Uncut: warme Filme am Dienstag <strong>im</strong> Kino<br />

der Reitschule. «Gayby», USA 2012, Digital<br />

89 Min., E/d. Bar ab 20h, Film um 20.30h.<br />

Infos www.gaybern.ch/uncut<br />

MI 22. <strong>Mai</strong><br />

Zürich<br />

20.00 Heldenbar@Provitreff:<br />

Sihlquai 240 DJ Gino<br />

21.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Underwear<br />

(obligatorisch), naked (freiwillig)<br />

DO 23. <strong>Mai</strong><br />

Zürich<br />

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.<br />

R<strong>im</strong>ming Party<br />

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 House-Party<br />

FR 24. <strong>Mai</strong><br />

Zürich<br />

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.<br />

FF & Stutenmarkt<br />

22.00 Rage:<br />

Wagistr. 13, Schlieren Cum, cruise & enjoy<br />

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistr. 13. Strikter<br />

Dresscode Underwear, Jocks, naked<br />

23.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 80s-Party<br />

23.00 Heaven Club: Spitalgasse 5. Electric<br />

Heaven. DJs Gloria Electra Viagra & Elvis<br />

Cassetta<br />

SA 25. <strong>Mai</strong><br />

Basel<br />

23.00 QueerPlanet: Party The hot house &<br />

electro house party for gays, lesbians and<br />

friends. DJs Taylor Cruz & Tonträger aka<br />

Norman. Im Singerhaus, Marktplatz 34.<br />

Infos www.queerplanet.ch<br />

Thurgau<br />

18.00 GO!: GayOstschweiz! Frühlings-Happening.<br />

6 Gang Frühlingsmenu zubereitet von<br />

Marlene & Jeannette. Mitglieder Fr. 33.- /<br />

Gäste Fr. 38.-. GO! Lokal, Frauenfelderstr.<br />

100, 9548 Matzingen. Anmeldung über<br />

anmeldung@go-club.ch oder 052 366 00 17<br />

Zürich<br />

08.30 z&h Schwule Studis an Uni & ETH:<br />

Outdoor Event. Genaue Infos über www.<br />

zundh.uzh.ch<br />

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.<br />

U30-Sauna<br />

19.30 Sweet & Power: Die 80er Jahre Ein Konzert<br />

des Berner Lesbenchors. Zentrum Karl der<br />

Grosse, Kirchgasse 14. Fr. 25.-. Reservation<br />

unter laenggass.apotheke@bluewin.ch<br />

22.00 Rage: Wagistrasse 13, Schlieren Cruising<br />

unl<strong>im</strong>ited<br />

23.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Trance-Party<br />

23.00 Heaven Club: Spitalgasse 5. Hell on Heels.<br />

DJ Dragkünstlerin Zaine Fierce (Sydney)<br />

23.00 Sector c; Fetish Club: Strikter Dresscode-<br />

Anlass Schweinebucht – Full fetish (yellow)<br />

SO 26. <strong>Mai</strong><br />

Basel<br />

21.00 Untragbar!: Die heterofreundliche Homobar<br />

am Sonntag <strong>im</strong> Keller des Restaurants<br />

Hirscheneck, Lindenberg 23. DJ Monsieur<br />

Lunatique - Chanson, Kitsch, Camp, Punk,<br />

Elektrobrega, Baile Funk. Dies ist die letzte<br />

Party vor der Sommerpause. Im September<br />

geht es dann weiter! Schönen Sommer!<br />

Bern<br />

20.00 Sweet & Power: Die 80er Jahre Ein Konzert<br />

des Berner Lesbenchors. Johanneskirche,<br />

Wylerstrasse 5. Fr. 25.–. Reservation unter<br />

laenggass.apotheke@bluewin.ch<br />

Ganze Schweiz<br />

09.25 Les lacets roses: Wanderung ins Land der<br />

Grünen Fee. Treffpunkt Bahnhof Fleurier<br />

09.25h, Val de Travers. Wanderung nach<br />

Pte. Bayard über Les Cottard, Creux de la<br />

neige, La Citadelle nach Fleurier. Ca. 7 Std.<br />

Infos & Anmeldung bei Peter Kaufmann,<br />

052 672 64 08 oder peter.kaufmann@<br />

shinternet.ch<br />

Zürich<br />

08.00 Gay Bikers Zürich: Tagestour.<br />

Infos www.gaybikers.ch<br />

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.<br />

XXL-Freunde Party<br />

21.00 Cube@Club Bellevue: Rämistrasse 6 /<br />

Freieckgasse. Gay-Sonntag<br />

Infos www.cubezürich.com<br />

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Cruisen<br />

DI 28. <strong>Mai</strong><br />

Bern<br />

20.00 Uncut: warme Filme am Dienstag <strong>im</strong> Kino<br />

der Reitschule. «Out in the dark», Israel/USA<br />

2012, Digital 96 Min, Hebräisch/d. Bar ab<br />

20h, Film um 20.30h. Infos www.gaybern.<br />

ch/uncut<br />

Agenda<br />

MI 29. <strong>Mai</strong><br />

Zürich<br />

19.00 GayAqua:<br />

Hertistrasse 24, Wallisellen. Mask Party<br />

20.00 Heldenbar@Provitreff: Sihlquai 240 Gjzoranj<br />

live - Guitars, Keys, Performing.<br />

DJ B-Sides<br />

21.00 Magnusbar:<br />

Magnusstr. 29 Naked (obligatorisch)<br />

DO 30. <strong>Mai</strong><br />

Zürich<br />

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.<br />

Uncut Sklavenmarkt<br />

19.30 z&h Schwule Studis an Uni & ETH: z&h<br />

Nachtessen <strong>im</strong> HAZ-Centro, Sihlquai 67.<br />

Kosten ca. Fr. 10.–, bitte Wein etc. selber<br />

mitbringen<br />

22.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Cruisen<br />

FR 31. <strong>Mai</strong><br />

Luzern<br />

22.00 Frigay Night: happy sound for happy<br />

people@The Loft Haldenstrasse 21. Special<br />

night. DJs S<strong>im</strong>on S – the Live DJ Concert<br />

(Miami) & C-Side. Boys ab 18, Girls ab 20.<br />

St. Gallen<br />

18.00 Badehaus: Mann-o-Mann St. Jakob-Strasse<br />

91. For Bears and Friends<br />

Zürich<br />

18.00 Checkpoint <strong>im</strong> Gespräch@Bubbles:<br />

Werd strasse 54. Anmeldung nicht erforderlich<br />

19.00 GayAqua: Hertistrasse 24, Wallisellen.<br />

Mask Gangbang Party<br />

22.00 Rage: Wagistr. 13, Schlieren Suck & Fuck-<br />

Friday<br />

22.00 Lollipop Party auf 4 Ebenen!: Lollipop<br />

Floor: Schlager, Schweizerhits, Mallorca,<br />

Klassiker & Canzoni; Wannabe Floor:<br />

80er/90er Party Hits; Après Suisse Floor:<br />

Die grössten Pistenheuler und Hitparaden<br />

Knaller. Plus Karaoke Lounge. X-Tra, L<strong>im</strong>matstr.<br />

118. Infos www.lollipopparty.ch<br />

23.00 Sector c; Fetish Club: Wagistr. 13. Strikter<br />

Dresscode Open sector<br />

23.00 Magnusbar: Magnusstr. 29 Sportswear &<br />

Sneakers<br />

23.00 Heaven Club: Spitalgasse 5. Scream &<br />

Shout. DJs Louis de Fumer & Pra-Vos<br />

23.00 Last Kiki@Pfingstweide: Pfingstweidenstr.<br />

12. Bevor das Lokal abgerissen wird, gibt es<br />

noch eine tolle Kiki-Party. DJs Kiki All Stars,<br />

Host BlackCat. Infos www.yourkiki.ch<br />

Impressum<br />

Herausgeber und Verleger: AfM-Publikationen, Martin Ender<br />

Redaktion und Verlagsadresse: AfM-Publikationen, Martin Ender, Mühlebachstrasse 174, Postfach, 8034 Zürich, Tel. 044 388 41 54, Fax 044 388 41 56, info@cruiser.ch<br />

Infos für die Agenda: agenda@cruiser.ch<br />

Infos an die Redaktion: redaktion@cruiser.ch<br />

Redaktionelle Mitarbeit: Martin Ender (Chefredaktor), Daniel Diriwächter (Stv. Chefredaktor), Lola Sara Arnold-Korf, Thomas Borgmann, Charly Büchi,<br />

Branko B. Gabriel, René Gerber, Oliver Hölcke, Hanspeter Künzler, Michael Lenz, Alex Rudolf<br />

Fotograf: Stefan Büchi, talk@stefanbuechi.ch<br />

Grafik / Layout: Deny Fousek, Bertastrasse 1, 8003 Zürich Litho: Beni Roffler, Letzigraben 114a, 8047 Zürich<br />

Inserate: AfM-Publikationen, Martin Ender, Postfach, 8034 Zürich, Tel. 044 388 41 54, Fax 044 388 41 56, anzeigen@cruiser.ch<br />

Druck: Neue Luzerner Zeitung AG, Auflage: 15 000 Exemplare, 10 Ausgaben jährlich<br />

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