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Top100 Kufstein_2017

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top 100 kufstein | wirtschaft „Unsere Kernkompetenz liegt sicher im digitalen Textildruck, wir bauen aber unsere Fähigkeiten auch in anderen Bereichen aus.“ Angelo Schiestl, Geschäftsführer Aeoon Technologies sondern sogar ganze Kuhhäute und andere Materialien wie Holzplatten, Kunststoffe oder Metalle. Letztere sind vor allem für Innenarchitekten interessant. Beliebige Motive können mit beliebiger Sichtbarkeit, nach Wunsch auch fast transluzent, auf die Platten gedruckt werden. Dadurch wird die Maserung des Holzes nicht übertönt und das Motiv bleibt unaufdringlich im Hintergrund. „Unsere Kernkompetenz liegt sicher im digitalen Textildruck, wir bauen aber unsere Fähigkeiten auch in anderen Bereichen aus“, erklärt Schiestl. Damit verbunden ist auch die Erweiterung des Firmensitzes in Kramsach. Momentan macht Aeoon rund 95 Prozent des Umsatzes mit Maschinen für den Textildruck. Diesen Anteil und damit die Abhängigkeit vom Textilsektor will man auf 75 Prozent reduzieren. Betriebsklima Gestartet ist Aeoon 2011 als Drei- Mann-Betrieb, der bald um einen Techniker ergänzt wurde. Seitdem sind sukzessive Mitarbeiter zum Team dazugestoßen. Handverlesen, versteht sich. Mittlerweile beschäftigt das Unternehmen in Österreich 38 Mitarbeiter und verfügt über ein Netzwerk aus Servicetechnikern in vielen Ländern der Welt, die sich in den Hauptmärkten vor Ort um den Support kümmern. Bevor jemand Hand an die Aeoon- Maschinen legen darf, wird er drei Mal für drei Monate lang geschult. Danach kann der Techniker so ziemlich jedes Problem, das auftreten kann, reparieren und weiß auch über den Workflow Bescheid. Die Märkte Bangladesch, Indien, Pakistan und Ägypten werden von Aeoon Südeuropa, einer selbständigen Techniker-Base, aus betreut. Außerdem bereitet diese auch die internationalen Messeauftritte des Unternehmens vor – es sind etwa zehn pro Jahr – und bedruckt dafür rund 50.000 Messe-Mustertextilien. Schiestl legt großen Wert auf ein angenehmes Betriebsklima. „Bei uns arbeiten lauter nette Leute. Wir achten irrsinig auf unser Betriebsklima. Wenn sich die Leute hier wohlfühlen und ihnen gefällt, was sie tun, hat man eine gute Chance, gute Ergebnisse zu erzielen“, sagt Schiestl, der keine One-Man- Show sein will. Deshalb gehören bei Aeoon selbstverwaltende Abteilungen zu den Grundfesten der Unternehmensorganisation. Ob er anwesend sei oder nicht, mache nur einen einzigen Unterschied, sagt Schiestl. Nämlich die Konstruktion neuer Maschinen. Der Tagesbetrieb kommt theoretisch auch ohne den Geschäftsführer aus. Der leidenschaftliche Motorradfahrer Schiestl hat für alle Eventualitäten Vorsorge getroffen, um den Fortbestand des Unternehmens zu sichern. Dazu hat er unter anderem eine Datenbank, bestehend aus 75 Modulen, angelegt. Das Besondere dabei: „Aus diesen 75 Modulen lässt sich prinzipiell jede Digitalanwendung umsetzen, die einem in den Sinn kommt.“ Der modulare Aufbau der Aeoon- Druckmaschinen sorgt dafür, dass vom Druckeregbnis her die kleinste Maschine aus der Compact-Serie qualitativ dasselbe Ergebnis erzielt wie die größten Maschinen aus der Titan-Serie. Schiestl bürgt mit seinen Maschinen nicht nur für einheitlich hohe Qualität, sondern setzt auch auf einheitliche Farbgebung und Formensprache. „Wir wollen nicht nur durch Qualität, sondern auch durch Farbe und Form in Erinnerung bleiben“, meint der Unternehmer. Mit dem Gedanken, selbst als Produzent in den Textilien-Digitaldruck einzusteigen, hat sich Angelo Schiestl 40 ECHO TOP 100 UNTERNEHMEN IM BEZIRK KUFSTEIN 2017

nie ernsthaft getragen: „Das wollen wir nicht, wir wollen unsere Kunden nicht konkurrenzieren. Der Bedarf ist am Markt definitiv gegeben, aber das wäre unfair unseren Kunden gegenüber.“ Speed und Qualität Mit Eindruck Erstaunlich ist nicht nur die hohe Druckqualität – Textilien werden mit bis zu 600 dpi bedruckt – sondern auch die Geschwindigkeit, mit der dies vonstattengeht. Doch bevor Textilien, wie klassischerweise T-Shirts, bedruckt werden können, müssen Sie mit einer eigenen Maschine aus der Aeoon- Ptb-Pretreatment-Serie vorbehandelt werden, damit die Tinten ideal vom Textil aufgenommen werden können und sich eine hohe Farbtreue und Haltbarkeit ergibt. Mit den Druckern von Aeoon lassen sich aber nicht nur T-Shirts, sondern mittels individueller Spannvorrichtungen auch Hoodys, Polos oder Ärmel unkompliziert bedrucken. Den Druck eines T-Shirts bewerkstelligen die Aeoon-Geräte in beeindruckenden vier Sekunden. Überhaupt muss sich das Unternehmen mit den Leistungsdaten seiner Maschinen nicht vor der Konkurrenz verstecken, wie Angelo Schiestl erklärt: „Wir haben die schnellste Digitaldruckmaschine für Stückgut mit der höchsten Auflösung und den geringsten Verbrauchsmaterialien- und Servicekosten für industrielle Anwendungen.“ Ein durchschnittlicher Auftrag des Unternehmens liegt im Bereich von 250.000 bis 300.000 Euro, preislich liegen die Maschinen je nach Größe zwischen 140.000 und 450.000 Euro. Der weltweite Markt für Geräte, wie sie in Kramsach produziert werden, sei insgesamt überschaubar, der Hauptkonkurrent kommt aus Israel. Es stimmt Schiestl optimistisch, dass seine treuesten und besten Kunden früher auf Maschinen des Wettbewerbs gesetzt haben: „Das freut mich und macht mich stolz.“ Technisch wären mit den Aeoon- Druckern auch höhere Auflösungen von bis zu 2.400 dpi möglich. Das macht bei Textilien keinen Sinn, bei glatten Oberflächen jedoch sehr wohl. „Die Auflösung wird von der Beschaffenheit des Textilgewebes limitiert“, stellt Schiestl fest. „Wir haben die schnellste Digitaldruckmaschine für Stückgut mit der höchsten Auflösung und den geringsten Verbrauchsmaterialien- und Servicekosten.“ Angelo Schiestl, Geschäftsführer Aeoon Guter Standort „Ich hätte die Möglichkeit gehabt, die Produktion nach Mexiko, Osteuropa oder Asien zu verlegen. Ich habe diese Möglichkeiten nicht wahrgenommen, weil ich glaube, dass Tirol ein guter Platz ist“, sagt Angelo Schiestl, wenn er auf die Qualität des Wirtschaftsstandorts Tirol angesprochen wird. Nachsatz: „Ich bin in Tirol aufgewachsen, meine Freunde leben hier, viele davon arbeiten im Betrieb. Für mich gibt es keinen Grund abzuwandern, solange Wirtschaften vernünftig machbar ist.“ Wobei es nicht besonders einfach sei, in Österreich zu wirtschaften. Das habe aus seiner Sicht zum einen mit der Engstirnigkeit des politischen Spitzenpersonals, andererseits mit mangelnder Welterfahrenheit zu tun. Schiestl weiß, wie die Weltwirtschaft tickt, verbringt er doch einen guten Teil des Jahrs geschäftlich im Ausland. Aeoon investiert am Unternehmensstandort Kramsach kräftig und plant einen Zubau samt Schulungszentrum und Tintenlabor. Der vielzitierte Fachkräftemangel macht auch vor dem Kramsacher Unternehmen nicht Halt. Besonders bei Programmierern sei es unheimlich schwierig, am Arbeitsmarkt gute Leute zu finden, sagt Schiestl, der sich dennoch glücklich schätzt, einen „Weltklasse-Programmierer“ mit großen menschlichen Qualitäten in seinen Reihen zu haben. Mit der Lehre hat Schiestl generell gute Erfahrungen gemacht. Wichtig sei es dabei, junge Menschen zu finden, die zum Unternehmen passen würden. „Wir achten darauf, wie die Leute zum bestehenden Team passen und wie sie sich einbringen. Die Noten sind nicht das Wichtigste“, sagt Schiestl. Marian Kröll ECHO TOP 100 UNTERNEHMEN IM BEZIRK KUFSTEIN 2017 41

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