Grundbaustein Sachwerte und Erträge/ Mehrgefahren

vuvgruppe

Grundbaustein Sachwerte und Erträge/ Mehrgefahren

Bedingungen

Compact Firmen-Versicherung

Für das Vertragsverhältnis gelten die mit dem Versicherungsschein ausgehändigten Bedingungen

Grundbaustein Sachwerte und Erträge/ Mehrgefahren

§ 1 Feuerversicherung.............................................................................................. 1

§ 2 Sturmversicherung ............................................................................................. 1

§ 3 Leitungswasserversicherung (inkl. Sprinklerleckageversicherung)................... 2

§ 4 Versicherung von Schäden durch Einbruchdiebstahl und Raub........................ 2

§ 5 Glas und Werbeanlagen .................................................................................... 3

§ 6 Nicht versicherte Gefahren und Schäden .......................................................... 3

§ 7 Versicherte Sachen............................................................................................. 4

§ 8 Versicherte Kosten ............................................................................................. 4

§ 9 Versicherungswert ............................................................................................. 5

§ 10 Gegenstand der Betriebsunterbrechungsversicherung (Erträge)...................... 6

§ 11 Versicherungsort ................................................................................................ 6

§ 12 Sachverständigenverfahren ............................................................................... 6

§ 1 Feuerversicherung

1. Der Versicherer leistet Entschädigung für versicherte Sachen, die durch

– Brand;

– Rauch;

– Blitzschlag;

– Explosion;

– Anprall oder Absturz eines Flugkörpers, seiner Teile oder seiner Ladung;

– Überschallknall

zerstört oder beschädigt werden oder abhanden kommen.

2. Brand

Brand ist ein Feuer, das ohne einen bestimmungsgemäßen Herd entstanden ist

oder ihn verlassen hat und das sich aus eigener Kraft auszubreiten vermag.

Als Feuer gilt auch eine Reaktion mit Lichterscheinung und Wärmeabgabe, die

nur unter von atmosphärischen Bedingungen abweichenden Temperatur-, Druck-

oder Konzentrationsverhältnissen oder nur unter Mitwirkung von Halogen (z. B.

Chlor) oder Chalkogenen entstehen oder sich ausbreiten kann.

Elektrotechnischer Kurzschluss und Überspannung sind auch dann kein Feuer,

wenn sie mit Lichterscheinung verbunden sind.

3. Rauch

Als Rauchschaden gilt jede unmittelbare Zerstörung oder Beschädigung versicherter

Sachen durch Rauch, der plötzlich bestimmungswidrig aus den auf dem

Versicherungsgrundstück befindlichen Feuerungs-, Heizungs-, Koch- oder Trockenanlagen

austritt.

Die Versicherung erstreckt sich nicht auf Schäden, die durch dauernde Einwirkung

des Rauches entstehen.

4. Blitzschlag

Blitzschlag ist der unmittelbare Übergang eines Blitzes auf Sachen.

Der Versicherer leistet Entschädigung für Überspannungsschäden durch Blitz.

5. Explosion

Explosion ist eine auf dem Ausdehnungsbestreben von Gasen oder Dämpfen

beruhende, plötzlich verlaufende Kraftäußerung.

1802022:01 Stand 01/2008

§ 13 .................................................................................Sicherheitsvorschriften 7

§ 14 Gefahrumstände bei Antragstellung; gefahrerhöhende Umstände ..................7

§ 15 Obliegenheiten des Versicherungsnehmers bei einem Versicherungsfall.........7

§ 16 Entschädigungsberechnung ...............................................................................8

§ 17 Entschädigungsgrenzen......................................................................................9

§ 18 Leistungspflicht...................................................................................................9

§ 19 Wiederherbeigeschaffte Sachen.........................................................................9

§ 20 Versicherung für fremde Rechnung....................................................................9

Begriffsbestimmungen .................................................................................................9

Gebäude..............................................................................................................9

Betriebseinrichtungen.......................................................................................10

Vorräte ..............................................................................................................10

Eine Explosion eines konstant unter Gas- oder Dampfdruck stehenden Behälters

liegt nur vor, wenn seine Wandung in einem solchen Umfang zerrissen wird,

dass ein plötzlicher Ausgleich des Druckunterschiedes innerhalb und außerhalb

des Behälters stattfindet.

Entsteht im Innern eines Behälters eine Explosion gemäß Abs. 1, so ist ein dadurch

an dem Behälter entstehender Schaden auch dann zu ersetzen, wenn

dessen Wandung nicht zerrissen ist.

Die Versicherung erstreckt sich nicht auf Schäden, die an Verbrennungskraftmaschinen

durch die im Verbrennungsraum auftretenden Explosionen, oder die

an den Schaltorganen von elektrischen Schaltern durch den in ihnen auftretenden

Gasdruck entstehen.

6. Überschallknall

Als Schaden durch Überschallknall gilt jede unmittelbare Zerstörung oder Beschädigung

versicherter Sachen, die direkt auf der durch den Überschallknall

eines Flugzeuges entstehenden Druckwelle beruhen.

§ 2 Sturmversicherung

1. Der Versicherer leistet Entschädigung für versicherte Sachen, die durch

– Sturm, Hagel

– Schneedruck

– Erdrutsch

zerstört oder beschädigt werden oder abhanden kommen.

2. Sturm ist eine wetterbedingte Luftbewegung von mindestens Windstärke 8.

Ist diese Windstärke für den Versicherungsort nicht feststellbar, so wird Sturm

unterstellt, wenn der Versicherungsnehmer nachweist, dass

2.1 die Luftbewegung in der Umgebung des Versicherungsortes Schäden an

Gebäuden in einwandfreiem Zustand oder an ebenso widerstandsfähigen

anderen Sachen angerichtet hat oder

2.2 der Schaden wegen des einwandfreien Zustandes der versicherten Sachen

nur durch Sturm entstanden sein kann.

3. Schneedruck

HDI-Gerling – Grundbaustein Sachwerte und Erträge/Mehrgefahren – 1802022:01 Stand 01/2008 1 / 1 0


Schneedruck ist die Wirkung des Gewichtes von natürlich angesammelten ruhenden

Schnee- oder Eismassen.

4. Erdrutsch

Erdrutsch ist ein naturbedingtes Abgleiten oder Abstürzen von Gesteins- oder

Erdmassen.

5. Bis zur vereinbarten Entschädigungsgrenze sind Sachen außerhalb von Gebäuden,

Photovoltaikanlagen aller Art (Solarmodule, Solarkollektoren) und an der

Außenseite von Gebäuden angebrachte Antennenanlagen, Gefahrmelde-, Beleuchtungs-

und Leuchtröhrenanlagen, Markisen, Schilder, Transparente, Überdachungen,

Schutz- und Trennwände (soweit der Versicherungsnehmer die Gefahr

trägt) versichert.

6. Nicht versichert sind ohne Rücksicht auf mitwirkende Ursachen Schäden durch

6.1 Eindringen von Regen, Hagel, Schnee oder Schmutz durch nicht ordnungsgemäß

geschlossene Fenster oder Außentüren oder durch andere Öffnungen, es

sei denn, dass diese Öffnungen durch Sturm oder Hagel entstanden sind und

einen Gebäudeschaden darstellen

6.2 Sturmflut; Lawinen.

§ 3 Leitungswasserversicherung (inkl. Sprinklerleckageversicherung)

1. Der Versicherer leistet Entschädigung für versicherte Sachen, die durch Leitungswasser

zerstört oder beschädigt werden oder abhanden kommen.

2. Als Leitungswasser gilt bestimmungswidrig austretendes Wasser aus

2.1 Rohren oder Schläuchen der Wasserversorgung (Zu- oder Ableitungen)

2.2 sonstigen mit dem Rohrsystem verbundenen Einrichtungen

2.3 Anlagen der Warmwasser- oder Dampfheizung oder aus Klima-, Wärmepumpen-

oder Solarheizungsanlagen

2.4 Rohren oder Einrichtungen der Sprinkler-, Berieselungs- oder Sprühwasserlöschanlagen.

Wärmetragende Flüssigkeiten wie Sole, Öle, Kühl- oder Kältemittel und

Wasserdampf stehen dem Leitungswasser gleich.

3. Die Versicherung schließt ein

3.1 innerhalb von Gebäuden

3.1.1 Bruch- und Frostschäden an Rohren

– der Wasserversorgung (Zu- oder Ableitungen),

– der Warmwasser- oder Dampfheizungs- oder Klima-, Wärmepumpen-

oder Solarheizungsanlagen,

– von Sprinkler-, Berieselungs- oder Sprühwasserlöschanlagen;

3.1.2 Frostschäden an versicherten

– Badeeinrichtungen, Waschbecken, Spülklosetts, Wasserhähnen, Geruchsverschlüssen,

Wassermessern oder ähnlichen Installationen,

– Heizkörpern, Heizkesseln, Boilern oder anderen vergleichbaren Teilen von

Warmwasser- oder Dampfheizungsanlagen oder von Klima-, Wärmepumpen-

oder Solarheizungsanlagen, einschließlich deren Bestandteile,

– Teilen von Sprinkler-, Berieselungs- oder Sprühwasserlöschanlagen, die

nicht Rohre sind;

3.2 außerhalb von Gebäuden

Bruch- und Frostschäden an Rohren der Wasserversorgung (Zu- oder Ableitungen),

der Warmwasser- oder Dampfheizungs- oder Klima-, Wärmepumpen-

oder Solarheizungsanlagen

3.2.1 soweit diese Rohre auf dem Versicherungsgrundstück verlegt sind

oder

3.2.2 soweit sie außerhalb des Versicherungsgrundstückes zur Ver- und

Entsorgung versicherter Gebäude oder versicherter Anlagen verlegt sind

und der Versicherungsnehmer dafür die Gefahr trägt.

Rohre, die Bestandteil von Heizkesseln, Boilern, Wärmetauschern oder ähnlichen

Installationen sind, gelten nicht als Rohre gemäß Ziff. 3.1 und 3.2.

4. Nicht versichert sind ohne Rücksicht auf mitwirkende Ursachen Schäden durch

4.1 Plansch- oder Reinigungswasser

4.2 Rückstau von Wasser aus Rohren der öffentlichen Abwasserkanalisation

4.3 Überschwemmung

4.4 Schwamm oder Pilz.

4.5 Grundwasser, stehendes oder fließendes Gewässer, Hochwasser oder Witterungsniederschlag

oder einen durch diese Ursachen hervorgerufenen Rückstau.

§ 4 Versicherung von Schäden durch Einbruchdiebstahl und Raub

1. Der Versicherer leistet Entschädigung für versicherte Sachen, die durch

1.1 Einbruchdiebstahl innerhalb des Versicherungsortes (§ 11 Ziff. 3)

1.2 Raub innerhalb eines Gebäudes oder Grundstückes

1.3 Raub auf Transportwegen

1.4 Vandalismus nach einem Einbruch

oder durch den Versuch einer Tat gemäß Ziff. 1.1 bis 1.3 abhanden kommen,

zerstört oder beschädigt werden.

2. Einbruchdiebstahl liegt vor, wenn der Dieb

2.1 in einem Raum eines Gebäudes einbricht, einsteigt oder mittels falscher

Schlüssel oder anderer Werkzeuge eindringt.

Ein Schlüssel ist falsch, wenn die Anfertigung desselben für das Schloss

nicht von einer dazu berechtigten Person veranlasst oder gebilligt worden

ist. Der Gebrauch eines falschen Schlüssels ist nicht schon dann bewiesen,

wenn feststeht, dass versicherte Sachen abhanden gekommen sind.

2.2 in einem Raum eines Gebäudes ein Behältnis aufbricht oder falsche Schlüssel

oder andere Werkzeuge benutzt, um es zu öffnen

2.3 aus einem verschlossen Raum eines Gebäudes Sachen entwendet, nachdem

er sich in das Gebäude eingeschlichen oder dort verborgen gehalten hatte

2.4 in einem Raum eines Gebäudes bei einem Diebstahl auf frischer Tat angetroffen

wird und eines der Mittel gemäß Ziff. 3.1 und 3.2 anwendet, um

sich den Besitz des gestohlenen Gutes zu erhalten

2.5 in einen Raum eines Gebäudes mittels richtiger Schlüssel eindringt oder

dort ein Behältnis mittels richtiger Schlüssel öffnet, die er durch Einbruchdiebstahl

oder außerhalb des Versicherungsortes durch Raub an sich gebracht

hatte.

Werden jedoch Sachen entwendet, die gegen Einbruchdiebstahl nur unter

vereinbarten zusätzlichen Voraussetzungen gemäß § 11 Ziff. 7 versichert

sind, so gilt dies als Einbruchdiebstahl nur, wenn der Dieb die richtigen

Schlüssel des Behältnisses erlangt hat durch

2.5.1 Einbruchdiebstahl gemäß Ziff. 2.2 aus einem Behältnis, das mindestens

die gleiche Sicherheit bietet wie die Behältnisse, in denen die Sachen

versichert sind

2.5.2 Einbruchdiebstahl, wenn die Behältnisse, in denen die Sachen versichert

sind, zwei Schlösser besitzen und alle zugehörigen Schlüssel (Schlüs-

HDI-Gerling – Grundbaustein Sachwerte und Erträge/Mehrgefahren – 1802022:01 Stand 01/2008 2 / 1 0


sel zu verschiedenen Schlössern voneinander getrennt) außerhalb des Versicherungsortes

verwahrt werden

2.5.3 Raub außerhalb des Versicherungsortes; dem Raub eines Schlüssels

steht es gleich, wenn der Täter gegenüber dem Versicherungsnehmer oder

einem seiner Arbeitnehmer eines der Mittel gemäß Ziff. 3.1 oder 3.2 anwendet,

um die Öffnung eines Kombinationsschlosses zu ermöglichen.

2.6 in einen Raum eines Gebäudes mittels richtiger Schlüssel eindringt, die er –

auch außerhalb des Versicherungsortes – durch Diebstahl an sich gebracht

hatte. Voraussetzung ist, dass weder der Versicherungsnehmer noch der

Gewahrsamsinhaber den Diebstahl der Schlüssel durch fahrlässiges Verhalten

ermöglicht hatte.

3. Raub liegt vor, wenn

3.1 gegen den Versicherungsnehmer oder einen seiner Arbeitnehmer Gewalt

angewendet wird, um dessen Widerstand gegen die Wegnahme versicherter

Sachen auszuschalten

3.2 der Versicherungsnehmer oder einer seiner Arbeitnehmer versicherte Sachen

herausgibt oder sich wegnehmen lässt, weil eine Gewalttat mit Gefahr

für Leib oder Leben angedroht wird, die innerhalb des Versicherungsortes

– bei mehreren Versicherungsorten innerhalb desjenigen Versicherungsortes

an dem auch die Drohung ausgesprochen wird – verübt werden soll

3.3 dem Versicherungsnehmer oder einem seiner Arbeitnehmer versicherte Sachen

weggenommen werden, weil sein körperlicher Zustand infolge eines

Unfalls oder infolge einer nicht verschuldeten sonstigen Ursache beeinträchtigt

und dadurch seine Widerstandskraft ausgeschaltet ist.

3.4 Für Ziff. 3.1 bis 3.3 gilt:

Einem Arbeitnehmer stehen Personen gleich, denen der Versicherungsnehmer

die Obhut über die versicherten Sachen vorübergehend überlassen hat.

Das gleiche gilt für Personen, die durch den Versicherungsnehmer mit der

Bewachung der als Versicherungsort vereinbarten Räume beauftragt sind.

4. Für Raub auf Transportwegen gilt abweichend von Ziff. 3:

4.1 Dem Versicherungsnehmer stehen sonstige Personen gleich, die in seinem

Auftrag den Transport durchführen. Dies gilt jedoch nicht, wenn der Transportauftrag

durch ein Unternehmen durchgeführt wird, das sich gewerbsmäßig

mit Transporten befasst.

4.2 Die den Transport durchführenden Personen, gegebenenfalls auch der Versicherungsnehmer

selbst, müssen älter als 18 und jünger als 65 Jahre sein.

4.3 In den Fällen von Ziff. 3.2 liegt Raub nur vor, wenn die angedrohte Gewalttat

an Ort und Stelle verübt werden soll.

5. Sind Schäden durch Raub auf Transportwegen versichert, leistet der Versicherer,

wenn der Versicherungsnehmer bei der Durchführung des Transports nicht

persönlich mitwirkt, Entschädigung für Schäden, die ohne Verschulden einer

der den Transport durchführenden Personen entstehen

5.1 durch Erpressung gemäß § 253 StGB, begangen an diesen Personen

5.2 durch Betrug gemäß § 263 StGB, begangen an diesen Personen

5.3 durch Diebstahl von Sachen, die sich in körperlicher Obhut dieser Personen

befinden

5.4 dadurch, dass diese Personen nicht mehr in der Lage sind, die ihnen anvertrauten

Sachen zu betreuen.

6. Der Versicherer leistet bis zu der hierfür vereinbarten Entschädigungsgrenze

Entschädigung für versicherte Sachen in Schaukästen und Vitrinen außerhalb

von Gebäuden, jedoch innerhalb des Versicherungsortes, die eintreten, wenn

ein Dieb den Schaukasten oder die Vitrine erbricht oder mittels falscher Schlüssel

oder anderer Werkzeuge öffnet.

7. Nicht versichert sind ohne Rücksicht auf mitwirkende Ursachen Schäden durch

7.1 vorsätzliche Handlungen von Personen, die mit dem Versicherungsnehmer

in häuslicher Gemeinschaft leben oder bei ihm wohnen, es sei denn, dass

dadurch die Tat weder ermöglicht noch erleichtert wurde

7.2 vorsätzliche Handlungen von Arbeitnehmern des Versicherungsnehmers

oder solchen Personen, die gemäß Ziff. 3.4, diesen gleichgestellt sind, es sei

denn, dass die Tat nur außerhalb des Versicherungsortes oder nur zu einer

Zeit vorbereitet und begangen worden ist, zu der der Versicherungsort für

diese Personen geschlossen war

7.3 Raub auf Transportwegen, wenn der Schaden durch vorsätzliche Handlung

einer der mit dem Transport beauftragten Personen entstanden ist.

§ 5 Glas und Werbeanlagen

1. Versichert sind fertig eingesetzte oder montierte und die dem Betrieb des

Versicherungsnehmers dienenden

– Scheiben, Platten und Spiegel aus Glas,

– Scheiben und Platten aus Kunststoff,

– Platten aus Glaskeramik,

– Glasbausteine und Profilbaugläser,

– Lichtkuppeln aus Glas und Kunststoff,

– Leuchtröhrenanlagen (Hochspannungsanlagen),

– Firmenschilder,

– Transparente.

Nicht versichert sind Sachen, die bereits bei Antragstellung beschädigt sind sowie

Hohlgläser, Photovaltaikanlagen aller Art (Solarmodule, Solarkollektoren

u. a.) und Scheiben, Platten, Spiegel mit einer Einzelgröße über 8 qm.

2. Der Versicherer leistet Ersatz

– für versicherte Sachen, die durch Bruch (Zerbrechen) zerstört oder beschädigt

werden;

– bei Leuchtröhrenanlagen (Hochspannungsanlagen) für Schäden durch Zerbrechen

der Röhren (Systeme) und an den übrigen Teilen der Anlage für alle

Beschädigungen oder Zerstörungen, soweit sie nicht eine unmittelbare

Folge der durch den Betrieb der Anlage verursachten Abnutzung sind;

– bei Firmenschildern und Transparenten für Schäden durch Zerbrechen der

Glas- und Kunststoffteile.

Schäden an Leuchtkörpern oder nicht aus Glas oder Kunststoff bestehenden

Teilen (z. B. Metallkonstruktion, Bemalung, Beschriftung, Kabel) sind mitversichert,

wenn gleichzeitig ein ersatzpflichtiger Schaden durch Zerbrechen am

Glas oder Kunststoff vorliegt und entweder beide Schäden auf derselben Ursache

beruhen oder der Schaden am Glas oder Kunststoff den anderen Schaden

verursacht hat.

3. Die Versicherung erstreckt sich nicht auf

– Beschädigungen von Oberflächen oder Kanten (z. B. Schrammen, Muschelausbrüche);

– Undichtwerden der Randverbindungen von Mehrscheiben- Isolierverglasungen;

– Schäden an den elektronischen Bauelementen der Werbeanlagen.

4. Der Versicherer leistet Entschädigung für Aufwendungen, die infolge eines

Versicherungsfalles anfallen für:

– das vorläufige Verschließen von Öffnungen (Notverschalungen, Notverglasungen);

– zusätzliche Leistungen, um die sich das Liefern und Montieren von versicherten

Sachen durch deren Lage verteuert (z. B. Kran- und Gerüstkosten);

– die Erneuerung von Anstrich, Malereien, Schriften, Verzierungen, Lichtfilterlacken

und Folien auf den versicherten Sachen;

– das Beseitigen und Wiederanbringen von Sachen, die das Einsetzen von Ersatzscheiben

behindern (z. B. Schutzgitter, Schutzstangen, Markisen usw.);

– die Beseitigung von Schäden an Umrahmungen, Beschlägen, Mauerwerk,

Schutz- und Alarmeinrichtungen.

§ 6 Nicht versicherte Gefahren und Schäden

Ohne Rücksicht auf mitwirkende Ursachen sind nicht versichert Schäden infolge

HDI-Gerling – Grundbaustein Sachwerte und Erträge/Mehrgefahren – 1802022:01 Stand 01/2008 3 / 1 0


1. Krieg, Invasion, Bürgerkrieg, Revolution, Rebellion und sonstige kriegsähnliche

Ereignisse, Verfügung von hoher Hand, Beschusses mit Raketen, Bomben, Granaten

oder explosiven Stoffen, Verunreinigung durch biologische und chemische

Substanzen bei nicht friedlicher Verwendung.

2. Kernenergie.

Das gilt nicht für Schäden, die als Folge eines anderen unter die Versicherung

fallenden Schadenereignisses durch auf dem Versicherungsgrundstück betriebsbedingt

vorhandene oder verwendete radioaktive Isotope (außer solche

von Kernreaktoren) entstanden sind, insbesondere Schäden durch Kontamination

und Aktivierung.

3. Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit des Versicherungsnehmers und seiner Repräsentanten

4. Erdbeben und Innere Unruhen

5. Soweit versicherte Sachen gegen die gleichen Gefahren oder Schäden durch

einen anderen Versicherungsvertrag versichert wurden, entfällt eine Leistungspflicht

aus diesem Vertrag.

§ 7 Versicherte Sachen

1. Versichert sind die im Versicherungsvertrag bezeichneten Sachen.

Die Ausschlussbestimmungen der §§ 1 bis 6 bleiben unberührt.

2. Bewegliche Sachen sind nur versichert, soweit der Versicherungsnehmer

2.1 Eigentümer ist

2.2 sie unter Eigentumsvorbehalt erworben hat oder

2.3 sie sicherungshalber übereignet hat und soweit dem Erwerber ein Entschädigungsanspruch

nicht zusteht, weil dem Versicherer die Sicherungsübereignung

nicht angezeigt wurde.

3. Über Ziff. 2 hinaus ist fremdes Eigentum versichert, soweit es seiner Art nach

zu den versicherten Sachen gehört und dem Versicherungsnehmer in Obhut gegeben

wurde und soweit nicht der Versicherungsnehmer nachweislich, insbesondere

mit dem Eigentümer, vereinbart hat, dass die fremden Sachen durch

den Versicherungsnehmer nicht versichert zu werden brauchen.

4. Die Versicherung gemäß Ziff. 2.2, 2.3 und Ziff. 3 gilt für Rechnung des Eigentümers

und des Versicherungsnehmers. Nur in den Fällen von Ziff. 3 ist für die

Höhe des Versicherungswertes, soweit nicht etwas anderes vereinbart ist, allein

das Interesse des Eigentümers maßgebend.

5. Als Gebrauchsgegenstände der Betriebsangehörige sind nur Sachen versichert,

die sich üblicherweise oder auf Verlangen des Arbeitgebers innerhalb des Versicherungsortes

befinden. Bargeld, Wertpapiere und Kraftfahrzeuge sind nicht

versichert.

Entschädigung wird nur geleistet, soweit Entschädigung nicht über einen anderen

Versicherungsvertrag erlangt werden kann.

6. Nicht versichert sind:

– Gewässer, Grund und Boden;

– Deponien;

– für die Gefahren Sturm/Hagel gemäß § 2 und Leitungswasser gemäß § 3

Schäden an Gebäuden, die nicht bezugsfertig sind und an den in diesen

Gebäuden befindlichen Sachen.

§ 8 Versicherte Kosten

1. Aufwendungen zur Abwendung oder Minderung des Schadens

Aufwendungen, auch erfolglose, die der Versicherungsnehmer zur Abwendung

oder Minderung eines Schadens für geboten halten durfte, hat der Versicherer

zu ersetzen. Der Ersatz dieser Aufwendungen und die Entschädigung für versicherte

Sachen betragen zusammen höchstens die vereinbarte Entschädigungsgrenze

für Sachwerte und Kosten. Dies gilt nicht, soweit die Maßnahmen auf

Weisung des Versicherers erfolgt sind.

Aufwendungen für Leistungen der Feuerwehren oder anderer im öffentlichen

Interesse zur Hilfeleistung Verpflichteter werden nicht ersetzt, wenn diese Leistungen

im öffentlichen Interesse erbracht werden.

2. Kosten der Ermittlung und Feststellung des Schadens

Die Kosten der Ermittlung und Feststellung des dem Versicherer zur Last fallenden

Schadens hat der Versicherer dem Versicherungsnehmer insoweit zu erstatten,

als ihre Aufwendung den Umständen nach geboten war.

Die Kosten, welche dem Versicherungsnehmer durch die Zuziehung eines Sachverständigen

oder eines Beistandes entstehen, hat der Versicherer hiernach

nicht zu erstatten, es sei denn, dass der Versicherungsnehmer nach diesem Vertrag

zu der Zuziehung verpflichtet war.

3. Der Versicherer ersetzt die nachfolgend genannten, infolge eines Versicherungsfalles

notwendigen Aufwendungen. Der Ersatz dieser Aufwendungen und

die Entschädigung für versicherte Sachen betragen zusammen höchstens die

vereinbarte Entschädigungsgrenze für Sachwerte und Kosten.

3.1 Feuerlöschkosten

Feuerlöschkosten sind Aufwendungen, die der Versicherungsnehmer zur

Brandbekämpfung für geboten halten durfte; dazu zählen auch Belohnungen

in angemessener Höhe an eigene oder fremde Feuerlöschkräfte, die

sich bei der Brandbekämpfung tatkräftig eingesetzt haben;

3.2 Aufräumungs- und Abbruchkosten

Aufräumungs- und Abbruchkosten sind Aufwendungen für das Aufräumen

der Schadenstätte einschließlich des Abbruchs stehen gebliebener Teile, für

das Abfahren von Schutt und sonstigen Resten zum nächst möglichen Ablagerungsplatz

und für das Ablagern oder Vernichten.

Ebenso versichert sind Kosten für Abbruch, Aufräumung, Abfuhr und Isolierung

radioaktiv verseuchter Sachen.

3.3 Bewegungs- und Schutzkosten

Bewegungs- und Schutzkosten sind Aufwendungen, die dadurch entstehen,

dass zum Zwecke der Wiederherstellung oder Wiederbeschaffung von Sachen

andere Sachen bewegt, verändert oder geschützt werden müssen.

Bewegungs- und Schutzkosten sind insbesondere Aufwendungen für De-

oder Remontage von Maschinen, für Durchbruch, Abriss oder Wiederaufbau

von Gebäudeteilen oder für das Erweitern von Öffnungen.

3.4 Wiederherstellungskosten für Geschäftsunterlagen und sonstige Datenträger

Das sind Aufwendungen für die Wiederherstellung oder Reproduktion von

Akten, Plänen, Geschäftsbüchern, Karteien, Zeichnungen, und sonstigen

Datenträgern, einschließlich des Neuwertes der Datenträger. Verluste oder

Änderungen gespeicherter Informationen werden nur als Folge eines dem

Grund nach versicherten Sachschadens an dem Datenträger, auf dem sie

gespeichert waren, ersetzt.

Soweit die Wiederherstellung nicht notwendig ist oder nicht innerhalb von

drei Jahren seit Eintritt des Versicherungsfalles sichergestellt wird, leistet

der Versicherer Entschädigung nur in Höhe des Wertes des Materials.

3.5 Mehrkosten durch Preissteigerungen

Der Versicherer ersetzt die notwendigen Mehrkosten durch Preissteigerungen

zwischen dem Eintritt des Versicherungsfalles und der Wiederherstellung

oder Wiederbeschaffung.

Wenn der Versicherungsnehmer die Wiederherstellung oder Wiederbeschaffung

nicht unverzüglich veranlasst, werden die Mehrkasten nur in dem Umfang

ersetzt, in dem sie auch bei unverzüglicher Wiederherstellung oder

Wiederbeschaffung entstanden wären.

Mehrkosten infolge von Kapitalmangel werden nicht ersetzt.

3.6 Mehrkosten durch behördliche Wiederherstellungsbeschränkungen

Der Versicherer ersetzt die tatsächlich entstandenen Mehrkosten für die

Wiederherstellung der versicherten und vom Schaden betroffenen Sache

durch behördliche Auflagen auf der Grundlage bereits vor Eintritt des Versicherungsfalles

erlassener Gesetze und Verordnungen. Soweit behördliche

Auflagen mit Fristsetzung vor Eintritt des Versicherungsfalles erteilt wurden,

sind die dadurch entstandenen Mehrkosten nicht versichert. Mehrkos-

HDI-Gerling – Grundbaustein Sachwerte und Erträge/Mehrgefahren – 1802022:01 Stand 01/2008 4 / 1 0


ten im Sinne von Satz 1 sind auch Aufwendungen, die dadurch entstehen,

dass infolge behördlicher Wiederherstellungsbeschränkungen Reste der versicherten

und vom Schaden betroffenen Sache nicht mehr wiederverwertet

werden können.

Wenn die Wiederherstellung der versicherten und vom Schaden betroffenen

Sache aufgrund behördlicher Wiederherstellungsbeschränkungen nur an

anderer Stelle erfolgen darf, werden die Mehrkosten nur in dem Umfang

ersetzt, in dem sie auch bei Wiederherstellung an bisheriger Stelle entstanden

wären.

Ist der Zeitwert Versicherungswert, so werden auch die Mehrkosten nur im

Verhältnis des Zeitwertes zum Neuwert ersetzt. Ist nach einer vertraglichen

Wiederherstellungsvereinbarung nur der Zeitwertschaden zu erstatten, so

werden die Mehrkosten nicht ersetzt.

Soweit ein Ersatzanspruch gegenüber einem Dritten entsteht, verpflichtet

sich der Versicherungsnehmer, diesen in Höhe des fällig werdenden Mehrbetrages

an den Versicherer abzutreten.

3.7 Mehrkosten durch Technologiefortschritt

Der Versicherer ersetzt die notwendigen Mehrkosten für die Wiederherstellung

oder Wiederbeschaffung der versicherten und vom Schaden betroffenen

Sachen, wenn die Wiederherstellung oder Wiederbeschaffung der Sache

infolge Technologiefortschritt in derselben Art und Güte nicht möglich

oder nicht sinnvoll ist. Maßgebend ist der Betrag, der für ein Ersatzgut aufzuwenden

ist, das der vom Schaden betroffenen Sache in Art und Güte

möglichst nahe kommt.

3.8 Sachverständigenkosten

Soweit der entschädigungspflichtige Schaden Euro 25.000,00 übersteigt,

ersetzt der Versicherer die Kosten für Sachverständige.

3.9 Kosten für die Dekontamination des Erdreiches

Der Versicherer ersetzt die notwendigen Kosten, die der Versicherungsnehmer

aufgrund behördlicher Anordnungen infolge einer Kontamination

durch einen Versicherungsfall aufwenden muss, um

– Erdreich von eigenen, gemieteten oder gepachteten Versicherungsgrundstücken

innerhalb der Bundesrepublik Deutschland zu untersuchen und

nötigenfalls zu dekontaminieren oder auszutauschen;

– den Aushub in die nächstgelegene geeignete Deponie zu transportieren

und dort abzulagern oder zu vernichten;

– insoweit den Zustand des Versicherungsgrundstückes vor Eintritt des

Versicherungsfalles wiederherzustellen.

Aufwendungen werden nur ersetzt, sofern die behördlichen Anordnungen

– eine Kontamination betreffen, die nachweislich durch den Versicherungsfall

entstanden ist und von versicherten Sachen ausgelöst wurde

und

– innerhalb von neun Monaten seit Eintritt des Versicherungsfalles ergangen

sind und dem Versicherer ohne Rücksicht auf Rechtsmittelfristen

innerhalb von drei Monaten seit Kenntniserhalt gemeldet wurden.

Aufwendungen aufgrund sonstiger behördlicher Anordnungen oder aufgrund

sonstiger Verpflichtungen des Versicherungsnehmers einschließlich

der so genannten Einliefererhaftung werden nicht ersetzt.

3.10 Verkehrssicherungsmaßnahmen

Der Versicherer ersetzt bis zu der hierfür vereinbarten Entschädigungsgrenze

auch die notwendigen Aufwendungen zur Beseitigung einer Gefahr, die

durch den Eintritt des Versicherungsfalles innerhalb oder außerhalb des

Versicherungsortes entstanden ist, sofern der Versicherungsnehmer zu deren

Beseitigung aufgrund rechtlicher Vorschriften verpflichtet ist.

3.11 Gebäudebeschädigung und Schlossänderungskosten

Der Versicherer ersetzt bis zu der hierfür vereinbarten Entschädigungsgrenze

3.11.1 die notwendigen Aufwendungen für die Beseitigung von Schäden,

die durch einen Versicherungsfall gemäß § 4 Ziff. 1.1, 1.2 oder 1.4 oder

durch den Versuch einer solchen Tat an Dächern, Decken, Wänden, Fußböden,

Türen, Schlössern, Fenstern (bis zu einer Einzelgröße von 8 qm), Rollläden

und Schutzgittern der als Versicherungsort vereinbarten, vom Versi-

cherungsnehmer ausschließlich selbst genutzten Räume (§ 11 Ziff. 3) und

an Schaukästen und Vitrinen entstanden sind.

Unter der Voraussetzung, dass Gebäude Gegenstand der Versicherung sind,

werden diese Kosten auch ersetzt, wenn sie sich nicht unmittelbar auf

Räume im Sinne von § 11 Ziff. 3 beziehen. Diese Regelung entfällt, sofern

anderweitig Versicherungsschutz besteht.

3.11.2 die Aufwendungen für Schlossänderungen an den Türen der als Versicherungsort

(§ 11 Ziff. 3) vereinbarten Räume von Gebäuden, wenn

Schlüssel zu diesen Türen durch einen Versicherungsfall oder durch eine

außerhalb des Versicherungsortes begangene Tat gemäß § 4 Ziff. 1.1 bis

1.3 abhanden gekommen sind.

Dies gilt auch für Schlüssel zu Tresorräumen, mehrwandigen Stahlschränken

mit einem Mindestgewicht von 300 kg oder eingemauerten Stahlwandschränken

mit mehrwandiger Tür, die sich innerhalb des Versicherungsortes

befinden.

§ 9 Versicherungswert

1. Versicherungswert ist

1.1 der Neuwert.

Neuwert von Gebäuden ist der ortsübliche Neubauwert, einschließlich Architektengebühren

und sonstiger Konstruktions-, Planungs- und Baunebenkosten.

Bei sonstigen Sachen ist der Neuwert der Betrag, der aufzuwenden ist, um

Sachen gleicher Art und Güte in neuwertigem Zustand wiederzubeschaffen

oder sie neu herzustellen, maßgebend ist der niedrigere Betrag;

1.2 der Zeitwert, falls er weniger als 40 % des Neuwertes beträgt.

Der Zeitwert ergibt sich aus dem Neuwert der Sachen durch einen Abzug

entsprechend ihrem insbesondere durch den Abnutzungsgrad bestimmten

Zustand.

1.3 der gemeine Wert, falls eine Sache im Betrieb des Versicherungsnehmers

nicht mehr zu verwenden ist.

Der gemeine Wert ist der erzielbare Verkaufspreis für die Sache oder für das

Altmaterial.

2. Versicherungswert von

2.1 Waren, die der Versicherungsnehmer herstellt, auch soweit sie noch nicht

fertig gestellt sind

2.2 Waren, mit denen der Versicherungsnehmer handelt

2.3 Rohstoffen, Naturerzeugnissen

ist der Betrag, der aufzuwenden ist, um Sachen gleicher Art und Güte wieder

zu beschaffen oder sie mit dem Fertigungsgrad zum Zeitpunkt des Eintrittes

des Versicherungsfalles neu herzustellen; maßgebend ist der niedrigere

Betrag.

Der Versicherungswert ist begrenzt durch den erzielbaren Verkaufspreis der

fertigen Erzeugnisse.

3. Versicherungswert von Wertpapieren ist bei

3.1 Wertpapieren mit amtlichem Kurs der mittlere Einheitskurs am Tag der jeweils

letzten Notierung aller amtlichen Börsen der Bundesrepublik Deutschland

3.2 Sparbüchern der Betrag des Guthabens

3.3 sonstigen Wertpapieren der Marktpreis

4. Versicherungswert für Muster, Anschauungsmodelle, Prototypen und Ausstellungsstücke,

ferner für typengebundene, für die laufende Produktion nicht mehr

benötigte Fertigungsvorrichtungen ist, soweit nichts anderes vereinbart ist,

entweder der Zeitwert gemäß Ziff. 1.2 oder der gemeine Wert gemäß Ziff. 1.3

unter den dort genannten Voraussetzungen.

HDI-Gerling – Grundbaustein Sachwerte und Erträge/Mehrgefahren – 1802022:01 Stand 01/2008 5 / 1 0


§ 10 Gegenstand der Betriebsunterbrechungsversicherung (Erträge)

1. Wird der Betrieb des Versicherungsnehmers durch einen Sachschaden unterbrochen,

so ersetzt der Versicherer nach den folgenden Bestimmungen den dadurch

entstehenden Unterbrechungsschaden (§ 16 Ziff. 2.1).

2. Der Sachschaden ist ein Schaden infolge einer in den §§ 1 bis 6 beschriebenen

Gefahr an einer dem Betrieb dienenden Sache.

3. Als Sachschäden gelten auch Schäden an vorübergehend außer Betrieb genommenen

sowie neu hinzukommenden, aber noch nicht in Betrieb genommenen

Anlagegütern, und zwar auch dann, wenn sie sich noch im Bau befinden. Ersatzpflichtig

ist der durch die verzögerte oder beeinträchtigte Inbetriebnahme

bzw. Nutzung dieser Sache entstehende Unterbrechungsschaden.

4. Außerhalb des Versicherungsortes gelten als dem Betrieb dienende Sachen nur

solche, die dem Versicherungsnehmer gehören, die von ihm unter Eigentumsvorbehalt

erworben oder zur Sicherung übereignet sind oder die er für seinen

Betrieb gemietet, gepachtet oder geliehen hat.

5. Aufwendungen, die der Versicherungsnehmer zur Abwendung oder Minderung

eines Unterbrechungsschadens macht, hat der Versicherer zu ersetzen,

5.1 soweit sie den Umfang der Entschädigungspflicht des Versicherers verringern

oder

5.2 soweit der Versicherungsnehmer sie den Umständen nach für geboten halten

durfte.

5.3 Die Aufwendungen werden jedoch nicht ersetzt, soweit der Versicherungsnehmer

durch sie über den versicherten Betriebsgewinn und die versicherten

Kosten hinaus Nutzen erzielt, insbesondere innerhalb eines zeitlichen

Selbstbehaltes oder nach Ablauf der Haftzeit, oder soweit sie mit der Entschädigung

zusammen die Versicherungssumme bzw. die vereinbarten

Höchstentschädigungen übersteigen, es sei denn, dass sie auf einer Weisung

des Versicherers beruhen.

5.4 Für Aufwendungen zur Ermittlung und Feststellung des Schadens gilt § 8

Ziff. 2 analog.

5.5 Für Sachverständigenkosten gilt § 8 Ziff. 3.8 analog.

6. Haftzeit

6.1 Der Unterbrechungsschaden muss innerhalb der vereinbarten Haftzeit entstehen.

6.2 Die Haftzeit beginnt mit dem Eintritt des Sachschadens. Wenn der Eintrittszeitpunkt

des Sachschadens objektiv nicht feststellbar ist, gilt der Zeitpunkt,

von dem an der Sachschaden für den Versicherungsnehmer nach

den anerkannten Regeln der Technik frühestens erkennbar war, spätestens

jedoch der Beginn des Unterbrechungsschadens.

§ 11 Versicherungsort

1. Versicherungsschutz besteht nur innerhalb des Versicherungsortes.

Sachen, die infolge eines eingetretenen oder unmittelbar bevorstehenden Versicherungsfalles

aus dem Versicherungsort entfernt und in zeitlichem und örtlichem

Zusammenhang mit diesem Vorgang beschädigt oder zerstört werden

oder abhandenkommen, sind jedoch versichert.

2. Versicherungsort für Schäden gemäß §§ 1 bis 3 und § 5 sind die im Versicherungsvertrag

bezeichneten Versicherungsgrundstücke einschließlich

2.1 der sich in unmittelbarer Nähe dieser Grundstücke befindlichen Schaukästen,

Vitrinen, Abstellplätze und Anschlussgleise

2.2 der Parkplätze, die dem Versicherungsnehmer zur Verfügung stehen und

entsprechend gekennzeichnet sind.

3. Versicherungsort für Schäden durch Einbruchdiebstahl oder Vandalismus nach

einem Einbruch gemäß § 4 Ziff. 1.1 und 1.4 sind die Räume des auf dem Versi-

cherungsgrundstück befindlichen Gebäudes, die vom Versicherungsnehmer ausschließlich

selbst genutzt werden.

Versicherungsschutz gegen Einbruchdiebstahl und Raub besteht nur, wenn alle

Voraussetzungen eines Einbruchdiebstahls (§ 4 Ziff. 2) oder eines Raubes (§ 4

Ziff. 3 oder 4) innerhalb des Versicherungsortes – bei mehreren Versicherungsorten

innerhalb desselben Versicherungsortes – verwirklicht worden sind. Bei

Raub auf Transportwegen ist der Ort maßgebend, an dem sich die zu transportierenden

Sachen bei Beginn der Tat befunden haben.

Nicht versichert sind Sachen, die an den Ort der Herausgabe oder Wegnahme

erst auf Verlangen des Täters herangeschafft werden, es sei denn, das Heranschaffen

erfolgt nur innerhalb des Versicherungsortes, an dem auch die Drohung

ausgesprochen worden ist.

4. Gebrauchsgegenstände von Betriebsangehörigen sind in deren Wohnräumen

nicht versichert.

5. Als Versicherungsort gelten innerhalb Europas ohne besondere Anmeldung

auch neu hinzukommende Betriebsgrundstücke. Als neu hinzukommende Betriebsgrundstücke

sind nur solche anzusehen, die zusätzlich zu den bereits bestehenden

Grundstücken genutzt werden. Die Verlegung des gesamten Versicherungsortes

fällt nicht unter diese Regelung.

Der Versicherungsnehmer ist verpflichtet, die neu hinzukommenden Betriebsgrundstücke

innerhalb von 6 Monaten nach Erwerb/Anmietung anzuzeigen.

Verletzt er diese Vorschrift, entfällt insofern der Versicherungsschutz. Nach der

Meldung wird der Vertrag mittels Nachtrag angepasst.

Die Entschädigung ist jedoch je Versicherungsfall auf den vertraglich vereinbarten

Betrag begrenzt.

6. Für bewegliche Sachen, die sich vorübergehend zur Wartung, Pflege, Reparatur,

Be- und Verarbeitung der Sachen selbst außerhalb des Versicherungsortes befinden

besteht bis zur hierfür vereinbarten Entschädigungsgrenze auch innerhalb

Europas Versicherungsschutz.

Bewegliche Sachen, die sich vorübergehend zu anderen Zwecken außerhalb des

Versicherungsortes befinden, sind gegen die Gefahren des § 1 versichert.

Gleiches gilt für einen daraus entstehenden Betriebsunterbrechungsschaden

(Außenversicherung).

7. Nur in verschlossenen Behältnissen der im Versicherungsvertrag bezeichneten

Art sind versichert:

– Bargeld;

– Urkunden, z. B. Sparbücher und sonstige Wertpapiere;

– Briefmarken;

– Telefonkarten und Pre-Paid Karten;

– Münzen und Medaillen;

– unbearbeitete Edelmetalle sowie Sachen aus Edelmetall, ausgenommen Sachen,

die dem Raumschmuck dienen;

– Schmucksachen, Perlen, Edelsteine;

– Sachen, für die dies besonders vereinbart ist.

§ 12 Sachverständigenverfahren

1. Versicherungsnehmer und Versicherer können nach Eintritt des Versicherungsfalles

vereinbaren, dass die Höhe des Schadens durch Sachverständige festgestellt

wird. Das Sachverständigenverfahren kann durch Vereinbarung auf sonstige

tatsächliche Voraussetzungen des Entschädigungsanspruchs sowie der Höhe

der Entschädigung ausgedehnt werden.

Der Versicherungsnehmer kann ein Sachverständigenverfahren auch durch einseitige

Erklärung gegenüber dem Versicherer verlangen.

2. Für das Sachverständigenverfahren gilt:

2.1 Jede Partei benennt schriftlich einen Sachverständigen und kann dann die

andere unter Angabe des von ihr benannten Sachverständigen schriftlich

auffordern, den zweiten Sachverständigen zu benennen. Wird der zweite

Sachverständige nicht binnen zwei Wochen nach Empfang der Aufforderung

benannt, so kann ihn die auffordernde Partei durch das für den Scha-

HDI-Gerling – Grundbaustein Sachwerte und Erträge/Mehrgefahren – 1802022:01 Stand 01/2008 6 / 1 0


denort zuständige Amtsgericht ernennen lassen. In der Aufforderung ist auf

diese Folge hinzuweisen.

2.2 Beide Sachverständige benennen schriftlich vor Beginn des Feststellungsverfahrens

einen dritten Sachverständigen als Obmann. Einigen sie sich

nicht, so wird der Obmann auf Antrag einer Partei durch das für den Schadenort

zuständige Amtsgericht ernannt.

2.3 Der Versicherer darf als Sachverständiger keine Personen benennen, die

Mitbewerber des Versicherungsnehmers sind oder mit diesem in Geschäftsverbindung

stehen, ferner keine Personen, die bei Mitbewerbern oder Geschäftspartnern

angestellt sind oder mit ihnen in einem ähnlichen Verhältnis

stehen. Dies gilt entsprechend für die Benennung eines Obmannes

durch die Sachverständigen.

3. Die Feststellungen der Sachverständigen müssen enthalten:

3.1 ein Verzeichnis der zerstörten, beschädigten und abhanden gekommenen

Sachen sowie deren Versicherungswert zum Zeitpunkt des Versicherungsfalles

3.2 bei beschädigten Sachen die Beträge gemäß § 16 Ziff. 1.1.2

3.3 alle sonstigen gemäß § 16 maßgebenden Tatsachen, insbesondere die

Restwerte der vom Schaden betroffenen Sachen

3.4 entstandene Kosten, die gemäß § 8 versichert sind

3.5 Angaben über die Ursache des Schadens.

4. Die Sachverständigen übermitteln beiden Parteien gleichzeitig ihre Feststellungen.

Weichen die Feststellungen voneinander ab, so übergibt der Versicherer

sie unverzüglich dem Obmann. Dieser entscheidet über die streitig gebliebenen

Punkte innerhalb der durch die Feststellungen der Sachverständigen gezogenen

Grenzen und übermittelt seine Entscheidung beiden Parteien gleichzeitig.

5. Jede Partei trägt die Kosten ihres Sachverständigen. Die Kosten des Obmannes

tragen beide Parteien je zur Hälfte.

§ 13 Sicherheitsvorschriften

1. Der Versicherungsnehmer hat

1.1 alle gesetzlichen, behördlichen oder in dem Versicherungsvertrag vereinbarten

Sicherheitsvorschriften zu beachten. Abweichungen von Sicherheitsvorschriften,

denen das Gewerbeaufsichtsamt oder die Berufsgenossenschaft

schriftlich zugestimmt hat, beeinträchtigen die Entschädigungspflicht

nicht.

1.2 die versicherten und die dem Betrieb dienenden Sachen, insbesondere wasserführende

Anlagen und Einrichtungen, Dächer und außen an den versicherten

Gebäuden angebrachte Sachen stets im ordnungsgemäßen Zustand

zu erhalten und Mängel oder Schäden unverzüglich beseitigen zu lassen

1.3 eine übliche Datensicherung zu betreiben und Vorschriften/Hinweise des

Herstellers zur Wartung und Pflege der Datensicherungsanlage und der Datenträger

zu beachten

1.4 die baulichen und betrieblichen Gegebenheiten, von denen die Wirksamkeit

der bei der Antragstellung vorhandenen und zusätzlich vereinbarten Sicherungsanlagen

(z. B. Einbruchmelde-, Brandmelde- oder Sprinkleranlage)

abhängt, stets in einem den Richtlinien des Herstellers oder des Verbandes

der Sachversicherer e. V. (VdS) entsprechenden Zustand zu erhalten;

1.5 diese Anlagen stets in funktionstüchtigem Zustand zu erhalten und zu

betreiben sowie die Bedienungsanleitungen zu beachten;

bei Störungen der Sicherungsanlagen darauf zu achten, dass nur der defekte

Anlageteil außer Betrieb genommen wird und für die Dauer der Störungen

oder Außerbetriebnahmen geeignete Vorsichtsmaßnahmen zu treffen

sowie Störungen und Außerbetriebnahmen unverzüglich dem Versicherer

anzuzeigen und durch eine Fachfirma beseitigen zu lassen, auch wenn die

Sicherungsanlage nur teilweise funktionsuntüchtig ist;

1.6 Änderungen der Sicherungsanlagen nur durch eine Fachfirma vornehmen

zu lassen;

1.7 dem Versicherer auf dessen Kosten jederzeit die Überprüfung der Sicherungsanlagen

zu gestatten.

1.8 solange die Arbeit in dem Betrieb ruht, die Türen und alle sonstigen Öffnungen

stets ordnungsgemäß verschlossen zu halten, alle bei der Antragstellung

vorhandenen und alle zusätzlich vereinbarten Sicherungen sowie

Sicherungsanlagen voll gebrauchsfähig zu erhalten und zu betätigen. Ruht

die Arbeit nur in einem Teil des Versicherungsortes, so gelten diese Vorschriften

nur für Öffnungen und Sicherungen der davon betroffenen Räume;

vertragliche Abweichungen bedürfen der Schriftform.

2. Verletzt der Versicherungsnehmer eine der Obliegenheiten gemäß Ziff. 1, so ist

der Versicherer nach § 2 VFVB (Rechtsfolgen bei Verletzung von Obliegenheiten)

von der Verpflichtung zur Leistung frei. Führt die Verletzung zu einer Gefahrerhöhung,

so gilt § 14 Ziff. 2.

§ 14 Gefahrumstände bei Antragstellung; gefahrerhöhende Umstände

1. Der Versicherer erkennt an, dass ihm alle Umstände bekannt geworden sind,

die im Zeitpunkt der Antragstellung gegeben und für die Übernahme der Gefahr

erheblich waren. Dies gilt nicht für Umstände, die arglistig verschwiegen

worden sind.

Abs. 1 gilt auch für den Zeitpunkt der Besichtigung und für jedes angezeigte

neue Risiko.

2. Gefahrerhöhungen sind anzuzeigen. Der Versicherer hat Anspruch auf eine

angemessene Prämienerhöhung vom Tage des Eintritts der Gefahrerhöhungen

an. Eine Gefahrerhöhung liegt nicht vor, wenn neue Betriebszweige aufgenommen

werden, die in das Gebiet der auf den Versicherungsgrundstücken

ausgeübten Fabrikationsbetriebe fallen. Zu den Fabrikationsbetrieben gehören

alle erforderlichen Hilfs-, Neben- und Versuchsbetriebe.

Die Anzeige einer Gefahrerhöhung gilt als rechtzeitig, wenn sie unverzüglich erstattet

wird, nachdem der Versicherungsnehmer Kenntnis von der Erhöhung der

Gefahr erhalten hat.

Gefahrerhöhende Umstände werden durch Maßnahmen des Versicherungsnehmers

oder durch sonstige gefahrmindernde Umstände ausgeglichen, insbesondere

soweit diese mit dem Versicherer vereinbart sind.

§ 15 Obliegenheiten des Versicherungsnehmers bei einem Versicherungsfall

1. Der Versicherungsnehmer hat bei Eintritt eines Versicherungsfalles, für den er

Ersatz verlangt,

1.1 den Schaden dem Versicherer unverzüglich anzuzeigen, das Abhandenkommen

versicherter Sachen sowie Schäden durch Einbruchdiebstahl, Vandalismus

oder Raub auch der zuständigen Polizeidienststelle unverzüglich

zu melden; gegenüber dem Versicherer gilt diese Anzeige noch als unverzüglich,

wenn sie innerhalb von drei Tagen abgesandt wird. Die dem Versicherer

gegenüber obliegende Anzeige eines Schadens gilt als rechtzeitig,

wenn sie unverzüglich erstattet wird, nachdem die Versicherungsabteilung/der

Versicherungsreferent des Versicherungsnehmers Kenntnis von

dem Schaden erhalten hat. Der Versicherungsnehmer hat dafür zu sorgen,

dass die jeweils zuständigen Stellen des Betriebes die erforderlichen Meldungen

an die Versicherungsabteilung/den Versicherungsreferenten unverzüglich

erstatten.

1.2 der Polizeidienststelle unverzüglich ein Verzeichnis der abhanden gekommenen

Sachen einzureichen

1.3 den Schaden nach Möglichkeit abzuwenden oder zu mindern und dabei die

Weisungen des Versicherers zu befolgen. Er hat, soweit die Umstände es

gestatten, solche Weisungen einzuholen.

1.4 für zerstörte oder abhandengekommene Wertpapiere oder sonstige aufgebotsfähige

Urkunden unverzüglich das Aufgebotsverfahren einzuleiten und

etwaige sonstige Rechte zu wahren, insbesondere abhandengekommene

Sparbücher und andere sperrfähige Urkunden unverzüglich sperren zu lassen

HDI-Gerling – Grundbaustein Sachwerte und Erträge/Mehrgefahren – 1802022:01 Stand 01/2008 7 / 1 0


1.5 dem Versicherer auf dessen Verlangen im Rahmen des Zumutbaren jede

Untersuchung über Ursache und Höhe des Schadens und über den Umfang

seiner Entschädigungspflicht zu gestatten, jede hierzu dienliche Auskunft –

auf Verlangen schriftlich – zu erteilen und die erforderlichen Belege beizubringen

– bei Gebäudeschäden auf Verlangen insbesondere einen beglaubigten

Grundbuchauszug –.

1.6 Veränderungen der Schadenstelle möglichst zu vermeiden, solange der Versicherer

nicht zugestimmt hat. Dies gilt nicht, falls es zur Vermeidung von

Betriebsstörungen erforderlich ist, unverzüglich mit den Aufräumungs- und

Wiederherstellungsarbeiten zu beginnen. Die Schadennachweispflicht des

Versicherungsnehmers bleibt unberührt.

1.7 dem Versicherer auf dessen Verlangen innerhalb einer angemessenen Frist

von mindestens zwei Wochen ein von ihm unterschriebenes Verzeichnis aller

abhanden gekommenen, zerstörten oder beschädigten Sachen vorzulegen

1.8 die Rückgriffsrechte gegen Dritte, die für den Schaden ersatzpflichtig sind

oder sein können, zu wahren und zu sichern sowie den Versicherer bei der

Regressnahme zu unterstützen.

2. Verletzt der Versicherungsnehmer eine der vorstehenden Obliegenheiten, so ist

der Versicherer nach Maßgabe des § 2 VFVB (Rechtsfolgen bei Verletzung von

Obliegenheiten) von der Entschädigungspflicht frei. Sind abhanden gekommene

Sachen der Polizeidienststelle nicht oder nicht rechtzeitig angezeigt worden, so

kann der Versicherer nur für diese Sachen von der Entschädigungspflicht frei

sein.

§ 16 Entschädigungsberechnung

1. Sachschaden

1.1 Ersetzt werden unter Anrechnung eventueller Restwerte

1.1.1 im Totalschadenfall der Versicherungswert der versicherten Sache unmittelbar

vor Eintritt des Versicherungsfalles

1.1.2 im Teilschadenfall die notwendigen Kosten zur Zeit des Eintrittes des

Versicherungsfalles, die zur Wiederherstellung erforderlich sind, zuzüglich

einer durch den Versicherungsfall etwa entstandenen und bei der Wiederherstellung

nicht auszugleichenden Wertminderung, höchstens jedoch der

Versicherungswert unmittelbar vor Eintritt des Versicherungsfalles.

Ein Teilschaden liegt vor, wenn die Wiederherstellungskosten zuzüglich des

Wertes des Altmaterials nicht höher sind als der Versicherungswert der versicherten

Sache unmittelbar vor Eintritt des Versicherungsfalles.

Die Wiederherstellungskosten werden gekürzt, soweit durch die Wiederherstellung

der Versicherungswert der Sache gegenüber dem Versicherungswert

unmittelbar vor Eintritt des Versicherungsfalles erhöht wird.

1.2 Ist der Neuwert der Versicherungswert, so erwirbt der Versicherungsnehmer

auf den Teil der Entschädigung, der den Zeitwertschaden übersteigt,

einen Anspruch nur, soweit und sobald er innerhalb von drei Jahren nach

Eintritt des Versicherungsfalles sichergestellt hat (die Erteilung bindender

Aufträge genügt), dass er die Entschädigung verwenden wird, um

1.2.1 Gebäude für den gleichen Betriebszweck innerhalb der Bundesrepublik

Deutschland wiederherzustellen;

1.2.2 bewegliche Sachen oder Grundstücksbestandteile, die zerstört worden

oder abhandengekommen sind, in gleicher Art und Güte wiederzubeschaffen.

Für vernichtete Teile der maschinellen Einrichtung genügt die

Wiederbeschaffung demselben Betriebszweck dienender Maschinen oder

Motoren, wobei Ersatzteile aus einem etwa vorhandenen Reservelager verwendet

werden können.

1.2.3 bewegliche Sachen oder Grundstücksbestandteile, die beschädigt

worden sind, wiederherzustellen.

1.3 Für Muster, Anschauungsmodelle, Prototypen und Ausstellungsstücke, ferner

für typengebundene, für die laufende Produktion nicht mehr benötigte

Fertigungsvorrichtungen, erwirbt der Versicherungsnehmer auf den Teil der

Entschädigung, der den gemeinen Wert übersteigt, einen Anspruch nur,

soweit für die Verwendung der Entschädigung die Voraussetzungen gemäß

Ziff. 1.2.2 und 1.2.3 erfüllt sind und die Wiederherstellung notwendig ist.

2. Betriebsunterbrechung

2.1 Unterbrechungsschaden, Schadenminderung

2.1.1 Unterbrechungsschaden ist der entgehende Betriebsgewinn und der

Aufwand an fortlaufenden Kosten in dem versicherten Betrieb, sofern sich

der Sachschaden auf einem Grundstück ereignet, das als Betriebsstelle in

der Deklaration bezeichnet ist.

Der Versicherer haftet für den Unterbrechungsschaden während der Haftzeit.

2.1.2 Bis zur vereinbarten Entschädigungsgrenze wird ein Unterbrechungsschaden

auch dann ersetzt, wenn sich der Sachschaden auf einem Grundstück

ereignet hat, das Betriebsstelle von Produkten eines in laufender Geschäftsverbindung

stehenden Unternehmens ist (Zulieferer- und Abnehmer-

Rückwirkungsschaden). Dies gilt jedoch nicht für die Gefahren Einbruchdiebstahl,

Raub und Vandalismus nach einem Einbruch. Ebenso gilt dies

nicht für den einfachen Diebstahl von Sachen der elektronischen Betriebseinrichtung

gemäß des Zusatzbausteins „Elektronik“.

2.1.3 Kosten werden nur ersetzt, soweit ihr Weiteraufwand rechtlich notwendig

oder wirtschaftlich begründet ist und soweit sie ohne Unterbrechung

erwirtschaftet worden wären. Der Versicherer erkennt den Weiteraufwand

von Mieten und Pachtgebühren als wirtschaftlich begründet an,

soweit entsprechende Zahlungen an den Vermieter tatsächlich erbracht

werden. Die Weiterzahlung von den Gehältern und Löhnen über den

nächstzulässigen Entlassungstermin hinaus und von Provisionen erkennt

der Versicherer als wirtschaftlich begründet an, soweit sie erforderlich ist,

um die Angestellten, Arbeiter oder Vertreter dem Betrieb zu erhalten.

2.1.4 Abschreibungen auf Gebäude, Maschinen und Einrichtungen sind nur

insoweit zu entschädigen, als sie auf vom Sachschaden nicht betroffene

Teile der Gebäude, Maschinen und Einrichtungen entfallen.

2.1.5 Bei Feststellung des Unterbrechungsschadens sind alle Umstände zu

berücksichtigen, die Gang und Ergebnis des Betriebes günstig oder ungünstig

beeinflusst haben würden, wenn die Unterbrechung nicht eingetreten

wäre.

2.1.6 Wirtschaftliche Vorteile, die sich nach dem Unterbrechungszeitraum

innerhalb der Haftzeit als Folge der Unterbrechung ergeben, sind auf die

Entschädigung angemessen anzurechnen.

2.1.7 Der Versicherer haftet nicht, soweit der Unterbrechungsschaden erheblich

dadurch vergrößert wird, dass dem Versicherungsnehmer zur Wiederherstellung

oder Wiederbeschaffung zerstörter, beschädigter oder abhanden

gekommener Sachen nicht rechtzeitig genügend Kapital zur Verfügung

steht.

2.1.8 Versicherungsschutz besteht bis zur Höhe der hierfür vereinbarten

Entschädigungsgrenze auch, soweit der Unterbrechungsschaden durch behördlich

angeordnete Wiederaufbau-, Wiederherstellungs- oder Betriebsbeschränkungen

vergrößert wird, die nach Eintritt des Versicherungsfalles

aufgrund von Gesetzen oder Verordnungen ergehen, die bereits vor Eintritt

des Versicherungsfalles in Kraft getreten waren. Für eine Vergrößerung des

Unterbrechungsschadens durch Gesetze oder Verordnungen, die erst nach

dem Versicherungsfall in Kraft treten, haftet der Versicherer nicht.

Der Einschluss gilt nicht, soweit sich die behördlichen Anordnungen auf

dem Betrieb dienende Sachen beziehen, die nicht von einem Sachschaden

infolge einer versicherten Gefahr betroffen sind.

Wenn die Wiederherstellung des Betriebes aufgrund behördlicher Wiederaufbaubeschränkungen

nur an anderer Stelle erfolgen darf, wird für die

Vergrößerung des Unterbrechungsschadens nur gehaftet, soweit er auch

bei Wiederherstellung an der bisherigen Stelle entstanden wäre.

2.1.9 Betriebsgewinn gemäß Ziff. 2.1.1 ist der Gewinn aus dem Umsatz der

hergestellten Erzeugnisse oder der gehandelten Waren oder der Gewinn

HDI-Gerling – Grundbaustein Sachwerte und Erträge/Mehrgefahren – 1802022:01 Stand 01/2008 8 / 1 0


aus Dienstleistungen. Hierunter fallen nicht Gewinne, die außerhalb des eigentlichen

Betriebszweckes erzielt werden, z. B. durch Kapital- oder Immobiliengeschäfte.

2.1.10 Unter Kosten gemäß Ziff. 2.1.1 fallen nicht:

– Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene

Leistungen, soweit es sich nicht um Aufwendungen zur Betriebserhaltung

oder um Mindest- und Vorhaltegebühren für Energiefremdbezug

handelt;

– Umsatzsteuer, Verbrauchssteuern und Ausfuhrzölle;

– Paketporti und sonstige Ausgangsfrachten, soweit sie nicht aufgrund

fortlaufender vertraglicher Verpflichtungen ohne Rücksicht auf den Umsatz

von Waren zu entrichten sind;

– umsatzabhängige Versicherungsbeiträge;

– umsatzabhängige Lizenzgebühren und umsatzabhängige Erfindervergütungen;

– Aufwendungen, die außerhalb des eigentlichen Betriebszweckes entstanden

sind, z. B. durch Kapital- oder Immobiliengeschäfte.

2.2 Bewertungszeitraum

Maßgebend für den Versicherungswert im Schadenfall sind der Betriebsgewinn

und die Kosten, die im versicherten Betrieb ohne Unterbrechung in dem

Bewertungszeitraum erwirtschaftet worden wären. Der Bewertungszeitraum

umfasst bei Verträgen mit zwölf Monaten Haftzeit zwölf Monate, bei

Verträgen mit Haftzeiten über zwölf Monaten 24 Monate. Der Bewertungszeitraum

endet zu dem Zeitpunkt von dem an ein Unterbrechungsschaden

nicht mehr entsteht, spätestens jedoch mit dem Ablauf der Haftzeit.

§ 17 Entschädigungsgrenzen

1. Der Versicherer leistet Entschädigung je Versicherungsfall höchstens bis zur

vereinbarten Entschädigungsgrenze.

2. Berechnungsgrundlage für prozentuale Entschädigungsgrenzen ist der gemäß

§ 3 Ziff. 6.1 VFVB gemeldete Betrag (z. B. Jahresumsatz, Lohn-/Gehaltssumme).

Tritt ein Schaden nach Ablauf des Versicherungsjahres, aber vor Erstattung der

endgültigen Meldung gemäß § 3 Ziff. 6.2 VFVB ein, so gilt als Berechnungsgrundlage

für die prozentualen Entschädigungsgrenzen der zuletzt gemeldete

Betrag zuzüglich 10 %.

Die im Versicherungsschein vereinbarte absolute Entschädigungsgrenze bildet

die Mindest-Entschädigungsgrenze. Diese erhöht sich jährlich, beginnend mit

der ersten Fälligkeit, um linear 3 %.

3. Investitionsvorsorge

3.1 Für Investitionen, die zu einer Erhöhung der versicherten Sachwerte führen,

besteht Versicherungsschutz über die vereinbarte Entschädigungsgrenze für

Sachwerte und Kosten hinaus. Die Gesamtentschädigung ist begrenzt auf

die vereinbarte Entschädigungsgrenze zuzüglich der vereinbarten Vorsorgesumme

für Investitionen.

3.2 Voraussetzung für die Regelung nach Ziff. 3.1 ist, dass der Versicherungsnehmer

innerhalb von vier Monaten nach Fertigstellung oder Erwerb die Investition

dem Versicherer anzeigt. Nach Ablauf dieser Frist besteht Versicherungsschutz

nur in Höhe der vereinbarten Entschädigungsgrenze ohne

die Investitionsvorsorgesumme.

3.3 Der Versicherer ist berechtigt, aufgrund der angezeigten Investition die vertraglich

vereinbarte Entschädigungsgrenze neu festzusetzen und ab dem

Zeitpunkt der Fertigstellung oder des Erwerbs beitragsrelevant zu dokumentieren.

§ 18 Leistungspflicht

1. Ist die Leistungspflicht des Versicherers dem Grunde und der Höhe nach

festgestellt, so hat die Auszahlung der Entschädigung binnen zwei Wochen zu

erfolgen. Jedoch kann zwei Wochen nach Anzeige des Schadens als Abschlagszahlung

der Betrag beansprucht werden, der nach Lage der Sache mindestens

zu zahlen ist. Abschlagszahlungen für Betriebsunterbrechungsschäden können

beansprucht werden, wenn feststeht, welcher Betrag für die verflossene Zeit

der Unterbrechung mindestens zu zahlen ist.

2. Die Entschädigung ist seit Anzeige des Schadens (Betriebsunterbrechungsversicherung:

ab Ende des Bewertungszeitraumes) mit einem Prozent unter dem

Diskontsatz der Deutschen Bundesbank zu verzinsen, mindestens jedoch mit

vier Prozent und höchstens mit sechs Prozent pro Jahr, soweit nicht aus anderen

Gründen ein höherer Zins zu entrichten ist. Die Verzinsung entfällt, soweit

die Entschädigung innerhalb eines Monats seit Anzeige des Schadens gezahlt

wird. Zinsen werden erst fällig, wenn die Entschädigung fällig ist.

3. Der Lauf der Fristen gemäß Ziff. 1 und 2 ist gehemmt, solange infolge Verschuldens

des Versicherungsnehmers die Entschädigung nicht ermittelt oder nicht

gezahlt werden kann.

4. Für die Zahlung des über den Zeitwertschaden hinausgehenden Teils der Entschädigung

ist der Zeitpunkt maßgebend, in dem der Versicherungsnehmer den

Eintritt der Voraussetzungen gemäß § 16 Ziff. 1.2 dem Versicherer nachgewiesen

hat.

Abs. 1 gilt entsprechend für die in § 16 Ziff. 1.3 genannten Sachen, soweit die

Entschädigung den gemeinen Wert übersteigt. Das gleiche gilt, soweit aufgrund

einer sonstigen Vereinbarung ein Teil der Entschädigung von Voraussetzungen

abhängt, die erst nach dem Versicherungsfall eintreten.

Zinsen für die Beträge gemäß Abs. 1 und Abs. 2 werden erst fällig, wenn die

dort genannten zusätzlichen Voraussetzungen der Entschädigung festgestellt

sind.

5. Der Versicherer kann die Zahlung aufschieben,

5.1 solange Zweifel an der Empfangsberechtigung des Versicherungsnehmers

bestehen

5.2 wenn gegen den Versicherungsnehmer oder einen seiner Repräsentanten

aus Anlass des Versicherungsfalles ein behördliches oder strafgerichtliches

Verfahren aus Gründen eingeleitet worden ist, die auch für den Entschädigungsanspruch

rechtserheblich sind, bis zum rechtskräftigen Abschluss dieses

Verfahrens.

6. Die gesetzlichen Vorschriften über die Sicherung des Realkredites bleiben unberührt.

§ 19 Wiederherbeigeschaffte Sachen

Wird der Verbleib abhandengekommener Sachen ermittelt, so hat der Versicherungsnehmer

dies dem Versicherer unverzüglich schriftlich anzuzeigen.

§ 20 Versicherung für fremde Rechnung

1. Soweit die Versicherung für fremde Rechnung genommen ist, kann der Versicherungsnehmer,

auch wenn er nicht im Besitz des Versicherungsscheines ist,

über die Rechte des Versicherten ohne dessen Zustimmung im eigenen Namen

verfügen, insbesondere die Zahlung der Entschädigung verlangen und die Rechte

des Versicherten übertragen. Der Versicherer kann jedoch vor Zahlung der

Entschädigung den Nachweis verlangen, dass der Versicherte seine Zustimmung

dazu erteilt hat.

2. Der Versicherte kann über seine Rechte nicht verfügen, selbst wenn er im Besitz

des Versicherungsscheines ist. Er kann die Zahlung nur mit Zustimmung des

Versicherungsnehmers verlangen.

3. Soweit Kenntnis oder Verhalten des Versicherungsnehmers von rechtlicher Bedeutung

ist, kommt auch Kenntnis oder Verhalten des Versicherten in Betracht.

Begriffsbestimmungen

Soweit im Versicherungsvertrag nichts anderes vereinbart ist, gelten sämtliche auf

dem Versicherungsgrundstück befindlichen und zu den versicherten Positionen gehörenden

Sachen in die Versicherung eingeschlossen.

Gebäude

Als Gebäude gelten alle Bauwerke (auch Um-, An- und Neubauten) einschließlich

Fundamente, Grund- und Kellermauern, die zur Aufnahme von Menschen, Tieren

oder Sachen geeignet sind.

Unter Fundamenten oder Grundmauern wird der gesamte allseitig vom Erdreich

berührte Bauteil verstanden, der bei unterkellerten Gebäuden unter der Unterfläche

HDI-Gerling – Grundbaustein Sachwerte und Erträge/Mehrgefahren – 1802022:01 Stand 01/2008 9 / 1 0


Kellerboden liegt und bei nicht unterkellerten Gebäuden bis Unterfläche Erdgeschossfußboden,

höchstens jedoch bis zur Erdoberfläche, reicht.

Unter Kellermauern sind die Umfassungswände zu verstehen, die zwischen der Unterfläche

des Kellerbodens und der Unterfläche des oberirdischen Geschosses liegen.

Zur Position Gebäude gehören auch:

Baustoffe und Bauteile, die für den Bestand und die Herstellung eines Gebäudes

eingefügt oder für den Einbau in ein Gebäude bestimmt sind; Behälter, sofern in

Mauerwerk oder Beton ausgeführt; Blitzableiter; Brunnenanlagen, einschließlich

Abdeckungen; Einfriedungen; Einrichtungen und Einbauten, die

– nach ihrer baulichen Ausführung mit dem Gebäude bleibend verbunden und

somit als dessen Bestandteil anzusehen sind und

– dauernd der Benutzung des Gebäudes dienen und

– im Eigentum des Gebäudeeigentümers stehen.

Z. B.: Aufzugsschächte, einschließlich Türen;

Einbauschränke;

Fußbodenkanäle, einschließlich Abdeckungen;

Hauswasserversorgung, einschließlich der gesundheitlichen Anlagen sowie der

dazugehörigen Warmwasserbereitungsanlagen, Pumpen u. dgl.;

Klimatisierung;

Personenaufzüge;

Raumbeleuchtungsanlagen ohne Lampen und Röhren etc.;

Raumbelüftungsanlagen;

Raumbeheizungen, z. B. Herde, Einzel- und Sammelheizungen,

Brennstoffbehälter, Kessel-, Pumpen u. dgl. Anlagen;

Sanitäranlagen, z. B. Ausgüsse, Waschbecken, Badewannen,

WC;

Silos;

Speiseaufzüge;

Fahnenstangen;

Gehsteigbefestigungen;

Gruben, sofern in Mauerwerk oder Beton ausgeführt;

Hofbefestigungen;

Kaimauern;

Kühltürme;

Leitungen - elektrische - unter Putz verlegt;

Rampen;

Schornsteine;

Silos, sofern in Mauerwerk oder Beton ausgeführt;

Verbindungsbrücken;

Vordächer;

Wasserhochbehälter;

Werkstraßen.

Nicht zur Position Gebäude gehören:

– Baubuden, Container;

– Traglufthallen;

– Zelte und ähnliches.

Betriebseinrichtungen

Betriebseinrichtungen sind bewegliche Sachen (einschließlich der dazugehörigen

Fundamente und Einmauerungen), soweit sie nicht unter die übrigen Positionen

fallen. Solche Betriebseinrichtungen sind z. B.:

Absauganlagen, die Betriebszwecken dienen;

Antriebseinrichtungen einschließlich Riemen, Seile und Ketten;

Apparaturen;

Baugerüste;

Bedienungsbühnen;

Behälter, soweit kein Verpackungsmaterial;

Beleuchtungsanlagen, die mit dem Gebäude nicht fest verbunden sind;

Brandbekämpfungseinrichtungen und -anlagen;

Brandmeldeanlagen;

Dampfkraftanlagen;

Energieanlagen;

Fahrzeuge, soweit nicht zulassungspflichtig;

Gaserzeugungsanlagen;

Gleisanlagen;

Kabel;

Kälteanlagen;

Klimaanlagen, die Betriebszwecken dienen;

Lastenaufzüge;

Leitungen – elektrische –, soweit nicht unter Putz verlegt;

Löscheinrichtungen;

Lüftungsanlagen, die Betriebszwecken dienen;

Luftschutzeinrichtungen;

Maschinen, maschinelle Einrichtungen und Apparate;

Ofenanlagen zum Brennen, Glühen, Schmelzen, Backen u. dgl.;

Rohrleitungen, die Betriebszwecken dienen;

Trocknungsanlagen;

Verteilungsanlagen, soweit überwiegend der Kraftstromversorgung dienend;

Wasserkraftanlagen;

Zwischenwände – versetzbare –, z. B. Funktionswände.

Nicht zur Position Betriebseinrichtung gehören:

– Zulassungspflichtige Fahrzeuge

Vorräte

Abfälle, verwertbare;

Betriebsstoffe, z. B. Brennstoffe, Lösungs-, Schmier- und Reinigungsmittel;

Erzeugnisse, unfertige und fertige;

Handelsware;

Hilfsstoffe;

Rohstoffe;

Sachen, in Bearbeitung und Reparatur genommen;

Verpackungsmaterial, z. B. Dosen, Flaschen, Folien, Kartonagen,

Kisten, Kunststoffverpackungen, Säcke, soweit keine Transporthilfen;

Waren für Sozialeinrichtungen, z. B. Kantinen-, Sanitäts- und Sporteinrichtungen;

Waren von Zulieferern.

HDI-Gerling – Grundbaustein Sachwerte und Erträge/Mehrgefahren – 1802022:01 Stand 01/2008 1 0 / 1 0