Die Federsammler - Fietje und Arti in Tecnanja - Teil 2

federsammler

Fietje und Arti in Tecnanja


Impressum

Die Federsammler

Fietje und Arti in TECNANJA - TEIL 2 - DAS FENSTER ZUR WELT

Fietje und Arti in

1. Auflage 2015

©KlangbildVerlag, Jena

Konzept & Projektleitung: Antje Hübner

Hrsg.: Jugend will… gemeinnützige GmbH / Die Federsammler

Jung-Autoren:

Juliana Alberts, Laura Arndt, Kira Joanna Beck, Victoria Bergmann, Philipp Bührer, Lina Burchardt, Theresa

Dornieden, Lydia Philin Einfeldt, Maria Gerbig, Maria Haake, Fabienne Heinze, Stephanie Hinkel Torres, Luise

Kober, Hanni Krabbes, Dennis Lafeld, Samantha Langheinrich, Florian Lippold, Julian Margull, Joyce Olowookere,

Olivia Lourdes Osburg, Karl Pawlik, Sophie Pawlik, Luisa Pfeiffer, Jessica Raab, Niklas Riehemann, Ole

Schmidt, Lilli Marie Schnorr, Leonie Sophie Schumacher-Majuntke, Vivien Seidel, Leon Steinborn, Alexander

Troska, Thekla Walstab, Lilli Wiedemann, Robin Zaumseil

Online-Autoren (Fietjes Tagebuch):

Yannik Ambrusits, Anneka Bäßler, Sarah Landschütz, Xenia Lütjohann

Co-Autoren: Ina Haun, Antje Hübner

Redaktion/Werkstattleiter: Ina Haun, Antje Hübner

Lektorat: Ina Haun, Antje Hübner

Illustration & Satz: Maria Suckert, Weimar

Umschlag: Maria Suckert, Weimar

Gedruckt in Deutschland bei Förster & Borries, Zwickau

Der Abdruck der Geschichten erfolgte mit freundlicher Genehmigung der Urheber und ihrer

Erziehungsberechtigten. Vielen Dank!

Die Handlungskulissen der Geschichte sind reale Orte. Die Handlung selbst sowie in Verbindung stehende

Personen und Namen sind frei erfunden.

Alle Rechte vorbehalten

ISBN 978-3-9816821-1-3

www.federsammler.de


Die Autoren aus der

Kooperativen Gesamtschule

Adolf Reichwein

Unsere

Jung-Autoren:

Alexander

Troska

xx Jahre

Dennis

Lafeld

13 Jahre

Fabienne

Heinze

11 Jahre

Florian

Lippold

12 Jahre

Hanni

Krabbes

12 Jahre

Maria

Haake

12 Jahre

Niklas

Riehemann

12 Jahre

Ole

Schmidt

xx Jahre

Olivia

Lourdes

Osburg

12 Jahre

Philipp

Bührer

xx Jahre

Jessica

Raab

12 Jahre

Jouyce

Olowookere

&

Stephanie

Hinkel Torres

11 Jahre

Julian

Margull

12 Jahre

Juliane

Albers

11 Jahre

Karl

Pawlik

11 Jahre

Robin

Zaumseil

13 Jahre

Samantha

Langheinrich

13 Jahre

Sophie

Pawlik

12 Jahre

Thekla

Walstab

xx Jahre

Theresa

Dornieden

xx Jahre

Kira Joanna

Beck

12 Jahre

Laura

Arndt

12 Jahre

Leon

Steinborn

13 Jahre

Leonie Sophie

Schumacher-

Majuntke

12 Jahre

Lilli Marie

Schnorr

12 Jahre

Victoria

Bergmann

12 Jahre

Vivien

Seidel

11 Jahre

Luise

Kober

16 Jahre

Lilli

Wiedemann

12 Jahre

Lina

Burchardt

13 Jahre

Luisa

Pfeiffer

13 Jahre

Lydia

Philin

Einfeldt

12 Jahre

Maria

Gerbig

11 Jahre

Die Autorin aus dem

Angergymnasium


Unsere

Online-Autoren:

Die Federsammler-Community

"YannikFenyves"

Yannik

Ambrusits

13 Jahre

Erlangen

"Elfe"

Sarah

Landschütz

12 Jahre

Erlangen

"Anne"

Anneka Bäßler

12 Jahre

Zwickau

"Ophiera"

Xenia

Lütjohann

13 Jahre

Erlangen

Die Internetseite der

Federsammler


8

9

Fietjes Tagebuch

Feder-Schätze

Fietje erzählt seinem Tagebuch, wie er und

Arti von einer Stadt in die nächste gelangten.

Dies ist jeweils die Eingangsgeschichte eines

jeden Federsammler-Bandes.

Wie cool!

Wenn du möchtest, kannst du auch Autor

der Federsammler-Reihe werden.

Dein Buch ist nicht „nur“ ein Buch!

Auf manchen Seiten fliegen Federn.

Das sind Begriffe oder Namen, die dir

Wort aus dem Text

TECNANJA schenkt. Am Ende der Geschichte kannst du diesen

Feder-Schatz noch einmal überblicken.

Hier erfährst du mehr über die Erfindungen der Stadt Jena.

In welcher Stadt die beiden Helden bald

sein werden und wie du mitschreiben

kannst, erfährst du unter

www.federsammler-community.de

Melde dich an, schreibe mit anderen am

neuen Tagebuch-Eintrag und werde damit Autor

des nächsten Federsammler-Bandes!

Als Dankeschön erhältst du dein eigenes

druckfrisches Buch.

Viel

Spaß...

...Lesen

und...

...beim...

...Schreiben!

ERFAhRE MEHR Über die

Federsammler-Community


Das Fenster zur Welt


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DAS FENSTER ZUR WELT

Schott

13 SCHOTT AG

Fietje hatte die Nacht sehr unruhig geschlafen. Als er sich

im Bett aufsetzte, merkte er, dass er sehr verschwitzt

war. Er ging ins Bad und schlüpfte unter die Dusche.

Nach dem Zähneputzen lief Fietje zum Briefkasten.

Er fand einen Flyer, auf dem stand:

„Heute Besichtigung bei Schott.“

Fietje rief Arti und fragte ihn, ob er sich das ansehen

wollte. Der Vogel freute sich:

„Na klar, da können wir gleich das Glas für das Portal nach

TECNANJA holen. Los, wir fliegen hin!“

„TECNANJA? Ich dachte, ich hab das alles nur geträumt.“

Arti schüttelte den Kopf wie zum Bedauern.

„Ach Fietje, TECNANJA ist direkt hier vor deiner Nase.“

Damit hob er die Flügel, breitete sie aus und beschrieb

einen großen Raum um sich.


14

DAS FENSTER ZUR WELT

15 SCHOTT AG

seufz...

„Ok, meinetwegen, aber

was willst du schon wieder

dort. Ich bin eigentlich

froh, wieder zuhause

zu sein.“

Damit setzte sich Fietje

vor seine Playstation. Er

wollte einfach ein bisschen

zocken.

Aus der Küche kam der Geruch von Kohlrouladen. Hier bekam

ihn Arti nicht so schnell wieder weg. Doch der Papagei

ließ nicht locker. Er flog vor Fietje auf und ab, sodass der

Junge sein Spiel nicht sehen konnte.

Fietje gab auf. Weiterspielen konnte er für heute vergessen.

Er seufzte und zog sich seine Chucks an. Dann fuhr

er mit dem Papagei auf der Schulter den Berg zu den

Schott-Werken hoch.


16

DAS FENSTER ZUR WELT

17 SCHOTT AG

Otto Schott

Dort angekommen gingen sie zuerst zur Villa. Die Besichtigung

begann bestimmt hier. Die Villa war sehr groß und

sehr herrschaftlich. Vor ihrer Tür stand ein Mann. Er

begrüßte die beiden und stellte sich als Otto

Oh, wie reizend! Schott vor.

„Oh, wie reizend! Sie empfangen uns persönlich!“,

kam es von Fietjes Schulter.

Der Mann nickte, bat sie herein und führte

sie in sein Wohnzimmer. Dort saßen noch

zwei Männer.

„Ernst Abbe und Carl Zeiss“, sagte Herr

Schott und zeigte gewichtig mit seiner

Hand auf die Herren. Die beiden sahen aus

wie Leute, die gleich etwas erklären wollen.

Von Arti kam es jetzt ganz leise:

Fietje, heute ist dein Glückstag! Gleich alle

drei beieinander.“

Fietje fand das eigenartig. Waren denn nur

sie beide zur Besichtigung gekommen?

Otto Schott

Ernst Abbe

Carl Zeiss


18

DAS FENSTER ZUR WELT

19 SCHOTT AG

War der Flyer etwa nur an Fietje gesendet

worden?

Herr Schott lud nun alle zum Essen

ein. Im Esszimmer der Villa stand ein

großer ovaler Tisch, gedeckt mit vielen

Speisen und Getränken.

„So, wie in alten Zeiten, meine Herren.

Lasst es euch schmecken und fühlt

euch willkommen! Nicht auszudenken,

was die Menschen heute machen würden,

hätten wir drei nicht die Schottwerke

gegründet.“

Unter tosendem Gelächter fielen alle

über das üppige Essen her.

„Okay“, sagte Fietje, „dafür kann ich auf

Mamas Rouladen verzichten.“

Lasst es euch

schmecken !!!


20

DAS FENSTER ZUR WELT

21 SCHOTT AG

Das Essen schmeckte köstlich. Nach dem Essen musste

Fietje ganz dringend auf die Toilette. Otto Schott zeigte

ihm den Weg zum Bad. Es war eine Etage höher. Drinnen

sah er eine Badewanne. Sie sah so einladend aus, dass er

gleich ein Bad einlassen wollte. Das Badezimmer sah aus

wie aus einer anderen Zeit. Und..., wer sprach da?

Wo kam die Stimme her? Er stand in der Mitte des Bades

und hörte jetzt genauer hin. Auch wenn er das etwas

gruselig fand, konnte sich Fietje nicht losreißen.

Später sollte er erfahren, dass es Erich, Schotts Sohn,

war, der sich in diesem Bad die Zähne putze. Dabei war er

aber unsichtbar. Die Stimme kam aus dem Nirgendwo.

Fietje drehte gedankenverloren den Wasserhahn der Badewanne

auf. Er wollte sehen, ob er funktionierte. Aber,

statt Wasser, tauchten Kerr Keinwort und Mister Mundzu

auf. Wie kleine Schlangen quetschten sie sich durch den

Hahn nach draußen und purzelten in voller Größe in die

Wanne. Vom harten Sturz aus dem Hahn taten ihnen alle

Glieder weh. Sie jammerten wie kleine Kinder.

Fietje rannte schreiend nach draußen.

Das Badezimmer wurde

1935 komplett mit

Marmor verkleidet.


22

DAS FENSTER ZUR WELT

23 SCHOTT AG

Aaarti??

wo bist

du??

In der Zeit schaute sich Arti in der Villa um. Er fand die

Aktentasche von Otto Schott und nahm sie an sich. Arti

wusste, dass Herr Schott, Herr Abbe und Herr Zeiss eigentlich

in seinem Wort-Reich wohnten.

Sie waren schon lange nicht mehr Bewohner des Menschen-Reiches.

„Durch welches Portal waren die drei wieder zurück nach

Jena gekommen?“, fragte er sich.

Auch durch ein Denkmal, wie vor Kurzem Robert Schumann

in Zwickau? Er wollte in die Tasche schauen, ob er

einen Hinweis dazu fand. Doch da sah er schon die Büste

von Erich, Schotts Sohn. Da war ihm alles klar.

„Hier mussten sie heraus gekommen sein!“

Da hörte er Fietje im Treppenhaus der über 100 Jahre

alten Schott-Villa rufen:

Arti, wo bist du schon wieder. Wir sind doch zum Essen

eingeladen.“

Arti flog ins Esszimmer zurück und Fietje kam hinterher.

Er wollte sich bei den Herren entschuldigen. Wie man das

eben so macht, wenn es mal etwas länger gedauert hat.

Mit Entsetzen sah er, dass sie nicht mehr da waren. Dafür

machten sich Herr Keinwort und Mister Mundzu gerade

über das Essen her.

Alle Personen, die zu

ihren Lebzeiten Großes

vollbracht haben, wohnen

jetzt in Artis Wort-Reich.


24

DAS FENSTER ZUR WELT

Glas

25 SCHOTT AG

Arti flatterte aus der Villa. Fietje rannte hinterher in das

nebenstehende Glas-Museum. Am Eingang begegneten sie

einer Frau.

„Was wollt ihr heute hier?“

Fietje antwortete: „Äh, wir wollten uns das Museum anschauen.

Da war ein Flyer in meinem Briefkasten.“

„Ach, ihr beiden seid es. Ich bin Frau Martines. Kommt mit!“

Sie ging voran. Zuerst liefen sie durch einen dunklen Flur.

An seinen Wänden waren rechts und links Monitore angebracht.

Die Portale zwischen den Bezirken“, erinnerte sich Fietje

an seine letzte Nacht. Dann kamen sie in den ersten Raum

des Museums. Dort stand ein großer Fernseher, der schon

auf sie zu warten schien.

„Toll, wir schauen uns einen Film an“, rief Fietje.

Arti verdrehte die Augen. Sie setzten sich auf die Holzstühle

und der Film begann.

Oh Toll!

Die Glasmacher sind Handwerker.

Ihr Symbol ist ein unendliches

Kreuz. Es steht für die

schwere Arbeit.


26

RUBINROT DAS FENSTER UND ZUR SAPHIRBLAU WELT

27 SCHOTT AG

Man sah, wie jemand Glas herstellte, indem er in ein langes

Rohr blies. Arti war hoch konzentriert. Er wollte zurück

nach TECNANJA. Denn er hatte noch keine neuen Wörter

gefunden. Das Portal dafür musste er bauen. Er wollte

sehen, wie das ging. Und es schien verschiedene Wege zu

geben. Er hatte in TECNANJA auf einer Anzeigentafel gelesen,

dass die Außenportale von Jena aus Glas sind.

„Glas, das Fenster zur Welt!“, stand auf der Tafel.

Ahaa!!

Glas kann man auf verschiedene

Weise herstellen. Durch Blasen,

Ziehen, Gießen, Pressen, Walzen

und Floaten.


28

DAS FENSTER ZUR WELT

29 SCHOTT AG

„Schott–Glas, wohl bemerkt!“, krähte er aus Versehen seine

Gedanken laut hinaus.

Frau Martines lächelte zufrieden. Der Film war aus. Und

Arti um einiges schlauer. Er hoffte, noch mehr zu hören

und sehen.

Sie kamen jetzt in einen sehr großen Raum, wo sie viele

Glasschränke mit noch mehr Dingen aus Glas entdeckten.

Lampen, Kugeln, Kreise, Lochplatten, Raumteiler und

schwebende Schränke aus Glas fesselten ihre Blicke. Dann

standen sie vor einer großen Glasplatte.

„Was ist das denn?“, fragte Arti.

Fietje rempelte ihn an und sagte besserwisserisch:

„Das sieht man doch, das ist ein Ceranfeld. Zuhause stehen

immer noch meine Rouladen drauf.“

„Genau, Fietje“, sagte Frau Martines. „Ceranfelder werden

bei Schott gebaut.“

„Ach ja, übrigens Schott! Herr Schott hat uns vorhin persönlich

zum Essen eingeladen. Es war sehr lecker! Nur

Ernst Abbe und Carl Zeiss haben nichts gesprochen. Sind

die immer so schweigsam?“

Frau Martines sah Fietje entsetzt an. Etwas stimmte rein

gar nicht mit ihm. Der Junge war doch hoffentlich nicht

krank! Oder wollte er sie nur verschaukeln?

Bei der Glasherstellung ist es

so heiß, dass die Glasmacher

10 Liter am Tag trinken

müssen.

Ceranfeld


30

DAS FENSTER ZUR WELT

31 SCHOTT AG

Sie gingen weiter in den letzten Raum. Dort hing wieder eine

dunkle große Glasscheibe an der Wand.

Arti fragte: „Ist das auch ein Ceranfeld?“

Frau Martines antwortete: „Nein, das ist ein hochmoderner

Fernseher.“

Sie drückte auf einen Knopf an der Wand hinter ihr. Es begann

ein neuer Film. Er war ein wenig durchsichtig. Wie alles hier bei

Schott.

Ein netter Mann erklärte etwas zu den Schott-Werken. Er

trug einen blauen Werksanzug.

Nach dem Film stand Fietje abrupt auf und meinte:

„Ich habe Hunger. Wo ist denn die Kantine?“

Frau Martines lachte, ging mit den beiden auf den Hof und

zeigte nach Norden. Fietje rannte schnell zur Essensausgabe, er

nahm sich ein Tablett und ein Glas Saft.

Hinter ihm stand ein Mann, der sich Fietje nun auch vorstellte:

„Hallo, ich bin Armin. Ich bin der Leiter der Wanne 8.“

Hey, das war doch der Mann aus dem Film! Hier waren aber

alle sehr freundlich, dachte sich Fietje. Und sie schienen ihn

erwartet zu haben. Oder stellten sie sich jedem Besucher

persönlich vor?

„Hallo Armin, ich bin Fietje und habe Riesenhunger. Halten sie

mich hier nicht auf!“

Er nahm sich einen großen Berg Nudeln. Dann lief er zur Kasse,

wo Armin schon für ihn bezahlte.

„Danke, voll nett!“

Jetzt schämte sich Fietje für sein Verhalten. Sie setzten sich

gemeinsam an einen großen langen Tisch.

„Entschuldigung, dass ich vorhin so abweisend war“,

sagte Fietje nun.

Ich habe

Hunger!

010101110000101011001010101

111000101010011

Hallo...

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1101001001010101100000000111100101010101010101

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1100101010010100001010

101001110001110010

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10100101


32

DAS FENSTER ZUR WELT

33 SCHOTT AG

„Kein Problem, das kann ich verstehen.“

Ein paar Minuten später kamen auch Arti und Frau

Martines an den Tisch.

„Na, hast du Armin schon kennengelernt?“

Genüsslich aßen sie und Armin fragte die beiden:

„Wollt ihr nun in die Glaswerkstatt?“

Begeistert rief Arti: „Unbedingt!“

Das war seine Chance. Er wollte doch das Portal aus Glas,

damit sie wieder nach TECNANJA konnten. Sie waren dort

noch lange nicht am Ende mit ihren Erkundungen. Er wollte

es so sehr, dass ihm die Nudeln vor lauter Vorfreude aus

dem Schnabel fielen.

Endlich gingen sie über eine großen Hof und kamen am

Eingang der Glas-Werkstatt an.

Sie betraten die Wanne 8 und es kam ihnen eine große

Hitze entgegen.

Armin schrie: „Die Wanne hier ist die Schmelzwanne, wo

Glas bei einer unvorstellbaren Hitze von 1700 Grad geschmolzen

wird. Ihr könnt euch das mal ansehen.“

Er musste so schreien, denn Glas schmelzen machte höllischen

Lärm.

„Hier, zieh den bitte an, Fietje!“

Armin drückte ihm einen Raumfahreranzug in die Hände.

Schmelzwanne


34

DAS FENSTER ZUR WELT

35 SCHOTT AG

„Armin, das sieht aus wie eine Wand!“, schrie er dem

Werksleiter aufgeregt zu.

Fietje wollte gerade den Hitze-Schutzanzug anziehen, als

plötzlich die Tür aufging. Er sah Herrn Keinwort und Mister

Mundzu hereinkommen.

Selbst auf dem riesigen Gelände hatten sie Fietje und Arti

finden können. Fietje rief Arti zu: „Komm schnell, versteck

dich unter meinem Helm.“

Er stellte sich betont ruhig vor das leuchtend orange Guckloch,

durch das man das geschmolzene Glas sehen konnte.

Herr Keinwort und Mister Mundzu liefen an

ihnen vorbei. In dem Anzug konnten sie Fietje

nicht erkennen.

„Puh“, sagte Fietje. „Die sind wir wieder los.“

Er schwitze und ihm brannten die Augen. So

eine Hitze hatte er noch nie erlebt. So

musste es sein, wenn man am oberen

Rand eines Vulkanes stand

und in die glühende Lava hineinsah.

Das Glas vor ihm

sah wie ein leuchtend

weißes Gel aus.


36

DAS FENSTER ZUR WELT

Floatglas

37 SCHOTT AG

„Na, nun komm da endlich wieder runter! Es ist wirklich zu

heiß.“

Armin musste den Jungen etwas bremsen. Als Fietje den

Helm abnahm, war dieser immer noch heiß. Er fühlte sich

wirklich wie ein gebratenes Hühnchen. Seine Hände waren

auch ganz heiß. Sie gingen weiter und sahen, wie das

Floatglas abgekühlt wurde. Riesige Glasflächen schoben

sich vor ihren Augen ihren Weg über ein Förderband. Vom

heißen Ende bis zum kalten Ende wurde das Glas auf 100

Grad abgekühlt. Wie Hefeteig breitete es sich über dem

schweren Zinn aus.

Armin und Fietje gingen nun dorthin, wo Glas in Millionen

Einzelteile zerkleinert wurde. Aus riesigen Glasflächen

wurde hier Pulver.

„So funktioniert das Portal nach TECNANJA“, sagte Arti und

hob vor Glück die Flügel.

Er flog über Fietjes Kopf und umkreiste ihn übermütig.

Doch dieser nahm keine Notiz von ihm.

Zinn ist ein Metall. Damit

das Glas darüber

schwimmen kann, ist es

flüssig.


38

RUBINROT DAS FENSTER UND ZUR SAPHIRBLAU WELT

39 SCHOTT AG

Aaahh!

Mister Mundzu wollte Arti aufheben. Dabei übersah er die

riesigen Glasscheiben. Sie waren zum Abtransport bereitgestellt.

Der runde Klops rannte voll hinein. Die hauchdünnen

Scheiben zerbrachen in Milliarden Scherben.

Die Decke der Werkshalle war übersät

mit Lampen. Und Arti blieb jetzt

mit seinem rechten Flügel daran hängen.

Er schrie ganz laut vor Schmerz. Das hörte Fietje nicht.

Dafür hörten es Herr Keinwort und Mister Mundzu. Sie

kamen sofort gerannt.

„So ein Mist!“

Arti konnte sich nicht aus seiner Klemme befreien.

Armin schlug die Hände über den Kopf zusammen. Das

war die Lieferung für einen wichtigen Kunden. Zwei Mitarbeiter

der Werkstatt liefen herbei, um ihm zu helfen.

Sie hielten Mister Mundzu fest und riefen sofort die Polizei.

Fietje und Arti wurden in einem Nebenraum in Sicherheit

gebracht.

Direkt über der Glas-Zerschmetter-Maschine schlug Herr

Keinwort Arti mit einem Besen nieder. Der plumpste bewusstlos

auf den harten Boden.


40

DAS FENSTER ZUR WELT

41 SCHOTT AG

Später, als alles wieder ruhig war, die Scherben aufgekehrt

und die Mitarbeiter nach Hause gegangen waren, fragte

Arti:

„Armin, machst du mit mir noch eine Nachtschicht?“

Er hoffte, dass Armin mit ihm ein Portal baute. Er erzählte

ihm von TECNANJA und Herrn Ideenreich, von den

Ideen, die Herr Ohne-Idee gestohlen hatte. Fietje fügte

noch ihr Versprechen hinzu, dass sie Herrn Ideenreich

gegeben hatten. Sie wollten ihm bei seiner Suche nach den

Ideen helfen. „Bitte, bitte, Armin. Es ist dringend!“

Armin nickte und überlegte.

„Okay, wir bauen euer Portal“, sagte er schließlich.

„Schnappt euch einen Glascontainer und schüttet den

Inhalt in den Trichter. Dann gehen wir zur Schmelzwanne.

Das Glas fließt unten raus. Siehst du das, Fietje?“

„Na klar“, entgegnete ihm Fietje. „In TECNANJA, in der Laserfabrik.“

Arti drückte sich von innen fest an das Visier des Helms,

den Fietje wieder zum Schutz vor der Hitze auf dem Kopf

trug. Er wollte mithören, was erzählt wurde. Fietje fühlte

sich mächtig und unverwundbar, so wie ein Astronaut.

„Eine super Sache, super Armin!“, gackerte Arti unter dem

Helm.

“Komm Fietje, das Glas muss jetzt langsam abkühlen. Wir

schauen am Computer, ob die Dicke stimmt“, rief Armin

durch den Lärm.

...super!

„Das sieht aus wie ein Laserstrahl“, meinte Fietje fasziniert.

„Hast du denn schon einmal einen gesehen?“, fragte Armin.


42

DAS FENSTER ZUR WELT

43 SCHOTT AG

Seine Stimme war kratzig nach dem langen Tag.

„Es ist extrem wichtig, dass das Portal sehr dünn ist und

doch stabil. Euer Glasportal tauchen wir dann noch in ein

Salzbad. Dadurch wird es ganz hart und fest. Vorspannen

nennt man das. Dann ist es fertig“, beendete Armin seine

Arbeit.

Er tätschelte Fietjes Schulter. Er wollte den beiden Freunden

ihren Wunsch erfüllen. Als Junge war er auch in

TECNANJA und konnte Herrn Ideenreich und seine Welt

nie vergessen. TECNANJA war damals schon überwältigend.

Bei Schott hat er angefangen zu arbeiten, damit

er wieder nach TECNANJA reisen konnte. Armin rief die

Leitstelle an, dass nachher genügend Strom für das Portal

da ist. Und da stand es:

Groß, durchsichtig, ohne jeden Kratzer. Eine riesige, fast

unsichtbare Fläche, dünner als Papier. Das Portal wackelte

und rumpelte. Weißer Rauch erschien.


44

DAS FENSTER ZUR WELT

45 SCHOTT AG

Es startete den Durchtritt nach TECNANJA.

Fietje tat mutig einen Schritt hinein in die wabbernde Fläche.

Es war ganz leicht. Vor seinen Augen fielen tausende

Kugeln aus Stahl herunter. Die sollten das Portal zertrümmern.

Auf seiner Schulter trat Arti von einer Kralle auf die andere.

Auch er war etwas aufgeregt.

Vor dem Portal wurde jetzt der weiße Rauch violett.

Es zerfiel in Pulver-Scherben.

Draußen ging blutrot die Sonne auf. Vor dem Scherbenhaufen

in der Werkshalle stand nur noch Armin und lächelte

...

Mit dem sogenannten Kugelfall kann

man testen, ab welchem Druck ein

Glas zerbricht. Dein Handy‐Display

zerbricht, wenn eine der Kugeln aus

60 cm Höhe darauf fällt.


47 SCHOTT AG

Ceranfeld

Schott

SCHOTT

Ceranfeld

WAS IST DAS?

WER HAT ES ERFUNDEN?

Es gibt Glas, das sehr hohe Temperaturen und

Ein Wissenschaftler der Firma SCHOTT entwic-

extreme Temperaturschwankungen aushalten

kelte in den 1960er Jahren eine neue Glasart:

kann. Es geht dabei nicht kaputt und verän-

die Glaskeramik.

WAS IST DAS?

1884 wurde in Jena von Otto Schott und Ernst

Abbe das „Glastechnische Laboratorium

Schott und Gen.“ gegründet.

Aus der kleinen Glashütte mit elf Mitarbeitern

entwickelte sich bis heute ein großer Technologiekonzern.

Er hat über 15.000 Mitarbeitern

weltweit.

In 35 Ländern ist SCHOTT mit Produktionsund

Vertriebsstätten vertreten.

Hauptsitz der SCHOTT AG ist Mainz.

Die Firma ist bekannt für die Herstellung von

Spezialglas. In den Anfangsjahren wurde vor

allem feuerfestes Glas hergestellt.

Heute fertigt SCHOTT über 50.000 Artikel mit

über 400 verschiedenen Glasarten an.

SCHOTT ist damit einer der weltgrößten

Produzenten von Spezialglas.

Einige sind Weiterentwicklungen der Glasarten

aus den Gründerjahren des Unternehmens.

In den letzten 130 Jahren kamen auch viele

neue Erfindungen dazu.

Wichtige Produkte sind optisches Glas (z.B. in

Fernrohren), Architekturglas, Sicherheitsglas,

Displayglas für Smartphones, hitzebeständiges

Flachglas, Ceranfelder, Ampullen, Glasflaschen

für Medikamente oder dünne Glasröhren für

die Forschung.

dert auch nicht seine Form. Man nennt das

Glaskeramik = Ceran. Es wurde vor allem in

der Raumfahrt verwendet. So sind zum Beispiel

die Hitzeschilde von Spaceshuttles aus

Glaskeramik. Das Ceranfeld ist eine Weiterentwicklung

der Glaskeramik speziell für den

Haushalt.

WOFÜR WIRD ES BENUTZT?

Ceranfelder werden für Kochflächen verwendet,

die in unterschiedlichen Größen,

Formen und Farben hergestellt

werden können.

Es gibt auch Grillgeräte aus Ceran.

Oft sind auch die Scheiben von

Kaminöfen aus diesem Spezialglas.

Diese Erfindung war die Voraussetzung für

Ceranfelder. Gleichzeitig brachte ein Unternehmen

aus den USA weiße, undurchsichtige

Kochplatten aus einem ähnlichen Material auf

den Markt.

Ein weiterer Mitarbeiter von SCHOTT entdeckte

die Kochplatten bei einer Geschäftsreise

in die USA und brachte die Idee mit

nach Hause. Dort überzeugte er die

Geschäftsleitung davon, ein ähnliches

Produkt herzustellen.

1974 meldete SCHOTT das Patent

für „Ceran“ an und war damit

so erfolgreich, dass das Unternehmen

einige Zeit der einzige

Hersteller der neuen, schwarzen

Ceranfelder war.


Otto Schott

49 SCHOTT AG

Otto Schott

WER WAR DAS?

Otto Schott (1851 – 1935) war ein deutscher

Chemiker und Glastechniker. Er stammte aus

einer alten Glasmacherfamilie.

Er baute als Doktor der Chemie in Spanien

eine Salpeterfabrik auf und reiste nach

England, Schottland und Frankreich, um dort

chemische Anlagen kennenzulernen.

WOFÜR IST ER BEKANNT?

Aus den Experimenten in seinem Labor ging

später die Glaswissenschaft hervor. Otto

Schott gelang es, neuartige Gläser zu entwickeln.

Das neue Glas von Otto Schott war sehr

hilfreich. Man konnte daraus noch bessere

Mikroskope und Ferngläser herstellen.

Deshalb bat der Professor Otto Schott darum,

bald darauf nach Jena zu ziehen. Er wollte

Nach dem Abschluss seiner Schule und

einem Aufenthalt in Frankreich machte er in

der Nähe seiner Heimatstadt ein

Praktikum in einer chemischen

Fabrik.

Doch dann wandte er sich wieder seinen

Wurzeln zu. Er richtete sich im Keller seines

Elternhauses in Witten ein kleines Labor ein.

Dort prüfte er zahlreiche chemische Elemente

auf ihre Eignung für die Glasherstellung.

Das erreichte er durch das Hinzufügen

spezieller Stoffe in das Glasgemenge. Er fand

heraus, dass das Glas bessere Eigenschaften

hatte, wenn es beim Schmelzen gleichmäßig

gerührt und abgekühlt wurde. Das so gerühr-

mit ihm das Glas weiter entwickeln.

1884 gründeten sie das „Glastechnische

Laboratorium Schott und Gen.“

Neben dem optischen Glas (z.B. für

Fernrohre und Brillen) erfand Otto

Danach studierte er Chemie

und Mineralogie. Dann reich-

Für seine Verdienste wurde Otto Schott 1908

zum Ehrenbürger der Stadt Jena ernannt.

te Glas war besonders lichtdurchlässig und

ließ sich gut verarbeiten.

Schott Spezialgläser, wie das

hitzebeständige Glas.

te in Jena seine Doktorarbeit:

„Beiträge zur Theorie und

Praxis der Glasfabrikation“

ein.

Sein Grab befindet sich auf dem Jenaer Nordfriedhof.

Er schickte Glasproben davon nach Jena zu

Ernst Abbe (1840 – 1905). Ernst war zu dieser

Zeit Professor der Physik an der Universität.

Der Professor hatte zusammen mit Carl Zeiss

Es wird heute als Ceranfeld für den

Herd und sogar in Spaceshuttles im

All gebraucht.

eine Werkstatt für Optik und Feinmechanik.


51 SCHOTT AG

Glas

Glas

WAS IST DAS?

„Glas“ ist eine erstarrte Flüssigkeit. Es ist

meist durchsichtig und sehr hart. Glas ist geruchs-

und geschmackslos und es gibt davon

verschiedene Sorten.

Manche Gläser sind bunt, manche halten

sehr viel Hitze aus, andere sind

besonders hart. Wieder andere

haben sehr gute Eigenschaften

für das Vergrößern (Lupe).

Die Glaseigenschaften entstehen

durch Inhaltsstoffe

und verschiedene Herstellung.

Menschen stellen Glas

Das älteste Glas stammt aus der Zeit um

3500 Jahre vor Christus.

Es gibt aber auch natürliches Glas. Das entsteht,

wenn ein Blitz in Sand einschlägt.

WIE WIRD ES HERGESTELLT?

Die wichtigste Zutat für Glas ist Sand. Dieser

wird mit anderen Stoffen vermischt. Dann

wird alles geschmolzen. Zum Schmelzen

braucht man viel Hitze. Wenn sich die geschmolzene

Menge abkühlt, erhält man Glas.

Je nach Glassorte braucht man weitere Zutaten.

Das sind zum Beispiel Soda, Pottasche

und Kalk. Wenn man farbiges Glas haben

möchte, werden sogenannte Oxide hinzugefügt.

Kupferoxid ergibt blaues Glas, Chromoxid

grünes. Fügt man der Masse Borsäure

viel Hitze aushalten kann.

Man kann Glas auf verschiedene Weise herstellen.

Früher geschah das in Handarbeit.

Dafür nahm der Glasmacher mit einer Glasmacherpfeife

einen flüssigen Glasklumpen

aus dem Ofen. Die Glasmacherpfeife ist ein

Metallrohr, in das man auf der einen Seite

reinpusten kann. Durch Drehen, Blasen und

Abkühlen des Klumpens wurde so das fertige

Glas hergestellt.

Heute wird Glas durch Maschinen gefertigt.

Hohles Glas (Rohre) wird durch Maschinen

hergestellt, die es automatisch Pressen,

Blasen oder Saugen. Flachglas (Fenster) wird

meist im Floatverfahren hergestellt.

WOFÜR WIRD ES VERWENDET?

Hauswirtschaftsglas ist alles, was man im

Küchenschrank findet: Trinkgläser, Teekannen,

Schalen oder Vasen.

Flaches Glas wird für Fensterscheiben

genutzt.

Das Verbundsicherheitsglas, VSG-Glas

genannt, kann Leben retten. Es kann

Feuer und Hitze abhalten.

Optisches Glas wird für Brillen,

Fernrohre oder Mikroskope gebraucht.

Laborglas wird in der Medizin

und der Forschung verwendet.

schon sehr lange her.

hinzu, erhält man ein Glas, das besonders

Es gibt Behälterglas. Das ist Glas für Getränkeflaschen

oder Konserven.


53 SCHOTT AG

Schmelzwanne

Floatglas

Floatglas

Schmelzwanne

WAS IST DAS?

be, damit die Hitze nicht verloren geht.

Die Schmelze ist ein wichtiger Schritt bei der Auf der anderen Seite der Wanne fließt jetzt

Glasherstellung. Es gibt verschiedene Wege, das geschmolzene Glas heraus. Nun kann es in

das Gemisch aus Sand und anderen Zutaten Form gebracht und weiterverarbeitet werden.

zu schmelzen.

Die Schmelzwanne besteht aus feuerfesten

Schamotte-Steinen. Eine Schmelzwanne arbeitet

ungefähr sechs Jahre lang ununterbrochen.

Ein Weg ist das Schmelzen in der Wanne. Bei

sehr hohen Temperaturen (1500°C) vermischen

sich die einzelnen Rohstoffe zu flüssi-

Tag Glas.

In dieser Zeit produziert sie 24 Stunden am

gem Glas.

WOFÜR WIRD ES BENUTZT?

Die Schmelzwanne hat einen großen Behälter,

in dem das Gemenge (die gemischten Zutaten)

bereitgestellt wird. Es wird danach in die bei der Herstellung sehr großer Glas-

Die Wannenschmelze wird vor allem

vorgeheizte Wanne geleitet und darin mengen genutzt.

zu flüssigem Glas geschmolzen. Damit

es immer gleichmäßig heiß ist, WER HAT ES ERFUNDEN?

wird die Wanne von allen Seiten

beheizt.

Glaswannen werden von den Spezialisten

der Firma SCHOTT selber

Die riesige Wanne befindet sich in

einem geschlossenen Gewöl- entwickelt und gebaut.

WAS IST DAS?

Floatglas (to float = englisch für schweben)

ist ein Flachglas. Es wird in einem speziellen

Verfahren hergestellt. SCHOTT ist der erste

Hersteller, der nach dieser Methode das sogenannte

Borosilikatglas produziert. Es heißt

„Borofloat“ und hält sehr hohe Temperaturen

aus, ohne zu zerspringen. Es kann sogar mit

Säure in Kontakt kommen, ohne Schaden zu

nehmen. Es ist leichter als normales Floatglas

und hat sehr gute optische Eigenschaften.

SCHOTT kann sehr dünnes Floatglas herstellen

(0,4 mm), aber auch Scheiben, die bis zu

25mm dick sind.

WIE WIRD ES HERGESTELLT?

Das in der Wanne geschmolzene Glas fließt

mit ca. 1100°C über flüssiges Zinn. Das flüssige

Glas ist leichter als das Zinn und treibt

(schwebt) deshalb oben. Das sieht aus, als

würde man Öl auf Wasser gießen. Öl

bleibt auch auf der Wasseroberfläche

und bildet eine eigene Schicht. Genau

so schwimmt das flüssige Glas

auf dem Zinn. Mit speziellen Rollen

wird es in eine Richtung gezogen

und dabei langsam abgekühlt. So entsteht ein

langes Band aus flachem Glas. Am Ende werden

Stücke in der gewünschten Größe abgeschnitten.

Sie sind ganz gleichmäßig und glatt.

WOFÜR WIRD ES BENUTZT?

Floatglas wird überall verwendet, wo man sehr

flaches und glattes Glas braucht. Als Fensterglas,

Autoscheiben oder Spiegel kommt es

zum Einsatz.

Das „Borofloat“ kann noch spezieller genutzt

werden. So werden daraus Displayglas für

Handys und Laptops oder Sicherheitsglas bei

Fahrzeugen hergestellt.

WOFÜR WIRD ES BENUTZT?

Schon im 19. Jahrhundert hatte Henry Bessemer

die Idee, flüssiges Zinn für die Herstellung

von Glas zu verwenden. 1902 erhielt William E.

Heal ein Patent auf das Herstellungsprinzip,

Glas über ein Zinnbad laufen

zu lassen.

Alastair Pilkington entwickelte das

Verfahren weiter, sodass es auch

in der Industrie angewendet werden

konnte. Er stellte es 1959 vor.


54

55 SCHOTT AG

DANKE für

den Blick hinter

die Kulissen!

So war`s bei

der Schott AG

Frisch gestärkt ging es

weiter zum Schott Glasmuseum.

Im ehemaligen Bad

von Schott spukten

uns gleich Ideen

für die Geschichte

durch den Kopf.

Frau Haubold, Frau

Hanft und Frau Köhler

begrüßten uns in der

alten Schott Villa.

Hier erfuhren wir

viel Wissenswertes

und Interessantes

über Glas und dessen


Die Autoren aus Jena

schreiben ihre Geschichten

weiter in ihren AGs.

Viel Spaß dabei!

Erfahre mehr und

schreib mit!


58 DANKESCHÖN

59

Unser herzlichstes Danke!

Dieser Kinderroman ist etwas ganz Besonderes. Er hat nicht nur 38 AutorInnen.

Diese gehören zudem noch zu den jüngsten Roman-AutorInnen Deutschlands.

Allen voran gilt deshalb unser Dank den Jenaer Jung-AutorInnen, die mit ihrer Fantasie

der Geschichte ihre ganz eigene Handschrift verliehen haben und ihre wertvolle Arbeit an das

kommende Autoren-Team weitergeben. Wir sind gespannt auf alle Erlebnisse von Fietje und Arti, die

aus euren Geschichtennoch erwachsen werden!

Dicht darauf folgen die Jenaer Personen und Institutionen, die mit Vertrauen

und Tatendrang die Entstehung des Romans unterstützt haben.

Danke für die Planung und Durchführung der Schreibwerkstätten:

KGS Adolf Reichwein (Schulleiterin Regine Emmrich, Lehrerinnen Gloria Ferber, Marion Durst, Britta Femel,

Corinna Jüngling, Ulrike Koch, Birgit Schönemann, Kerstin Köhler, Anne-Marie König, Daniela Krüger,

Birgit Radtke, Kathleen Wapenhans)

Analytik Jena AG (Dana Schmidt, Stefanie Lorenz, Hr. Kohlberg, Hr. Trenkmann,

Hr. Becker, Hr. Ludwig)

Jenoptik AG (Marlies Wünscher, Cornelia Ehrler, Thomas Schadeberg, Stefan Seidlein, Daniel Kaiser,

Heiko Richter Wolfgang Seidel, Christian Pätz)

Schott AG ( Ute Haubold, Judith Hanft, Sarah Köhler, Armin Vogl)

Stadtwerke Jena GmbH (Alice Grosse), Stadtwerke Energie Jena-Pößneck GmbH (Dirk Hucke), Jenaer-

Nahverkehr GmbH (Marco Schellhorn), jenawohnen GmbH (Doreen Noack, Ralf Raddatz)

Zeiss-Planetarium Jena, STERNEVENT GmbH (Stefan Harnisch)

Danke für die Bereitstellung der Fotos und Foto-Genehmigungen:

Analytik Jena AG (Stefanie Lorenz)

Jenoptik AG (Marlies Wünscher, Cornelia Ehrler)

Schott AG ( Ute Haubold, Judith Hanft)

Stadtwerke Jena GmbH (Alice Grosse)

Zeiss-Planetarium Jena, STERNEVENT GmbH (Stefan Harnisch)

Ganz persönlich:

Den Eltern der Jung-AutorInnen, allen Familien und Freunden, die so zahlreich hier nicht namentlich

aufgeführt werden können, möchten wir unseren allerherzlichsten Dank ausdrücken! Begleitet uns

auch weiterhin und lasst euch auf die Schatzsuche unserer Helden mitnehmen!

Das Federsammler Team


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