Die Federsammler - Fietje und Arti in Tecnanja - Teil 4

federsammler

Fietje und Arti in Tecnanja


Impressum

Die Federsammler

Fietje und Arti in TECNANJA - TEIL 4 - BAHNEN UND PORTALE

Fietje und Arti in

1. Auflage 2014

©KlangbildVerlag, Jena

Konzept & Projektleitung: Antje Hübner

Hrsg.: Jugend will… gemeinnützige GmbH / Die Federsammler

Jung-Autoren:

Juliana Alberts, Laura Arndt, Kira Joanna Beck, Victoria Bergmann, Philipp Bührer, Lina Burchardt, Theresa

Dornieden, Lydia Philin Einfeldt, Maria Gerbig, Maria Haake, Fabienne Heinze, Stephanie Hinkel Torres, Luise

Kober, Hanni Krabbes, Dennis Lafeld, Samantha Langheinrich, Florian Lippold, Julian Margull, Joyce Olowookere,

Olivia Lourdes Osburg, Karl Pawlik, Sophie Pawlik, Luisa Pfeiffer, Jessica Raab, Niklas Riehemann, Ole

Schmidt, Lilli Marie Schnorr, Leonie Sophie Schumacher-Majuntke, Vivien Seidel, Leon Steinborn, Alexander

Troska, Thekla Walstab, Lilli Wiedemann, Robin Zaumseil

Online-Autoren (Fietjes Tagebuch):

Yannik Ambrusits, Anneka Bäßler, Sarah Landschütz, Xenia Lütjohann

Co-Autoren: Ina Haun, Antje Hübner

Redaktion/Werkstattleiter: Ina Haun, Antje Hübner

Lektorat: Ina Haun, Antje Hübner

Illustration & Satz: Maria Suckert, Weimar

Umschlag: Maria Suckert, Weimar

Gedruckt in Deutschland bei Förster & Borries, Zwickau

Der Abdruck der Geschichten erfolgte mit freundlicher Genehmigung der Urheber und ihrer

Erziehungsberechtigten. Vielen Dank!

Die Handlungskulissen der Geschichte sind reale Orte. Die Handlung selbst sowie in Verbindung stehende

Personen und Namen sind frei erfunden.

Alle Rechte vorbehalten

ISBN 978-3-9816821-3-7

www.federsammler.de


Die Autoren aus der

Kooperativen Gesamtschule

Adolf Reichwein

Unsere

Jung-Autoren:

Alexander

Troska

xx Jahre

Dennis

Lafeld

13 Jahre

Fabienne

Heinze

11 Jahre

Florian

Lippold

12 Jahre

Hanni

Krabbes

12 Jahre

Maria

Haake

12 Jahre

Niklas

Riehemann

12 Jahre

Ole

Schmidt

xx Jahre

Olivia

Lourdes

Osburg

12 Jahre

Philipp

Bührer

xx Jahre

Jessica

Raab

12 Jahre

Jouyce

Olowookere

&

Stephanie

Hinkel Torres

11 Jahre

Julian

Margull

12 Jahre

Juliane

Albers

11 Jahre

Karl

Pawlik

11 Jahre

Robin

Zaumseil

13 Jahre

Samantha

Langheinrich

13 Jahre

Sophie

Pawlik

12 Jahre

Thekla

Walstab

xx Jahre

Theresa

Dornieden

xx Jahre

Kira Joanna

Beck

12 Jahre

Laura

Arndt

12 Jahre

Leon

Steinborn

13 Jahre

Leonie Sophie

Schumacher-

Majuntke

12 Jahre

Lilli Marie

Schnorr

12 Jahre

Victoria

Bergmann

12 Jahre

Vivien

Seidel

11 Jahre

Luise

Kober

16 Jahre

Lilli

Wiedemann

12 Jahre

Lina

Burchardt

13 Jahre

Luisa

Pfeiffer

13 Jahre

Lydia

Philin

Einfeldt

12 Jahre

Maria

Gerbig

11 Jahre

Die Autorin aus dem

Angergymnasium


Unsere

Online-Autoren:

Die Federsammler-Community

"YannikFenyves"

Yannik

Ambrusits

13 Jahre

Erlangen

"Elfe"

Sarah

Landschütz

12 Jahre

Erlangen

"Anne"

Anneka Bäßler

12 Jahre

Zwickau

"Ophiera"

Xenia

Lütjohann

13 Jahre

Erlangen

Die Internetseite der

Federsammler


Fietjes Tagebuch

Feder-Schätze

Fietje erzählt seinem Tagebuch, wie er und

Arti von einer Stadt in die nächste gelangten.

Dies ist jeweils die Eingangsgeschichte eines

jeden Federsammler-Buches.

Wie cool!

Wenn du möchtest, kannst du auch Autor

der Federsammler-Reihe werden.

In welcher Stadt die beiden Helden bald

sein werden und wie du mitschreiben

kannst, erfährst du unter

www.federsammler-community.de

Melde dich an, schreibe mit anderen am

neuen Tagebuch-Eintrag und werde damit Autor

des nächsten Federsammler-Bandes!

Dein Buch ist nicht „nur“ ein Buch!

Auf manchen Seiten fliegen Federn.

Das sind Begriffe oder Namen, die dir

TECNANJA schenkt.

Wort aus dem Text

Nach jedem Kapitel kannst du diesen Feder-Schatz noch einmal

überblicken.

Hier erfährst mehr über die Erfindungen der Stadt Jena.

...beim...

Als Dankeschön erhältst du dein eigenes

druckfrisches Buch.

Viel

Spaß...

...Lesen

und...

...Schreiben!

ERFAhRE MEHR Über die

Federsammler-Community


inhaltsverzeichnis

Fietjes Tagebuch

Teil 1 Ideenreichs Suche nach seinen Ideen

Teil 2 Das Fenster zur Welt

Teil 3 Raum zu Raumfahrt durch Korridore

Teil 4 Bahnen und Portale

Teill 5 Farbfeld-O-Meter

xx

xx

xx

xx

xx

xx


Bahnen und Portale


14

BAHNEN UND PORTALE

15 STADTWERKE JENA SCHOTT GRUPPE AG

„Komm mit“, sagte Fietje zu Arti und stieß mit seinem

Fuß sein Skateboard an.

„Kraah“, stimmte Arti ihm zu.

Er flog voran und wurde immer schneller. Und so waren

sie ruckzuck bei den Rohren angekommen. Sie wollten

wissen, ob sie noch einmal durchfliegen konnten. So wie

vor einem Jahr. Sie standen davor und blinzelten in die

Sonne.

„Wo wollt ihr denn schon wieder hin?“, fragte Herr Ideenreich.

Er war wie aus dem Nichts hinter ihnen aufgetaucht.

„Wir wollen durch die Rohre fliegen“, antwortete

Fietje und zeigte über sich.

„Moment ihr zwei! Dafür müsst ihr aber wieder nach

TECNANJA. Kommt mit, ich bringe euch zum Portal.“

Mit wehendem Kittel ging Herr Ideenreich über die große

Wiese. Fietje stieg auf sein Skateboard. Mit Arti vorne

drauf ging es nun wieder dem Professor hinterher.


16

BAHNEN UND PORTALE

17 STADTWERKE JENA GRUPPE

Als Herr Ideenreich nach ein paar Minuten in einer gläsernen

Drehtür verschwand, sauste Fietje gerade noch so

hindurch. Hinter ihm schloss sich die Tür.

„Das war wohl schon das Portal?“

Stadtwerke Energie

Jena-Pößneck

Fietje war klar, dass er seinen Papagei in so

einem großen Gebäude ohne Hilfe nicht finden

konnte.

Drinnen waren auf einem Schild ein Skateboard und ein

Hund zu sehen. Darunter stand geschrieben: „Tiere und

Fahrwerke bitte hier abgeben“.

Das ging doch nicht! Arti und sein Board abgeben?

Niemals! Aber, wo war der Papagei eigentlich? Er konnte

ihn nirgends sehen. Er fragte am Empfang, ob ihn schon

jemand abgegeben hatte. Aber der Mann konnte sich nicht

erinnern. Dafür drückte er Fietje einen Plan von dem Haus

in die Hand. Auf der ersten Seite stand:

„Was ist denn da oben in der Leitstelle los?“, fragte

der Mann am Empfang jetzt seine Kollegin.

Die Leitstelle! Aha! Coole Sache! Da wird mir jemand

helfen können.“

„Guten Tag, lieber Kunde, willkommen im Hauptgebäude der

Stadtwerke Energie Jena-Pößneck. Wir sind ein Unternehmen

der Stadtwerke Jena Gruppe. Dies ist der Plan für

alle Etagen (Erdgeschoss bis Obergeschoss 6). Willkommen

in 20 Abteilungen, 170 Büroräumen und 9 Beratungsräumen.“


18

BAHNEN UND PORTALE

19 STADTWERKE JENA GRUPPE

Laut Plan war sie in der ersten Etage rechts. Fietje hetzte

die Treppe hinauf und klopfte wie wild an die Glastür. Aus der

Sprechanlage dröhnte eine Männerstimme:

„Toll! Von wegen Rohre, TECNANJA. Jetzt sind Herr Ideenreich und

Arti schon wieder weg. Prima! Ganz prima!“

„Paladowitsch Plapper, Leiter der Leitstelle, Stadtwerke Energie.

Was kann ich für dich tun?“

„Ich suche meinen Papagei“, sprach Fietje in den Plastekasten.

„Wir sind nur für Notfälle im Gas-, Strom-, Wärme-, Wasserund

Abwassernetz da, nicht für deinen Vogel“, kam die Antwort.

„Was?“, kam es aus der Sprechanlage.

Doch das war nicht für Fietje gedacht. Der Leiter unterhielt sich

mit einem Kollegen.

„Mein Papagei!“, rief Fietje noch einmal in den Kasten.

„Mann, aber mein Papagei ist wichtig!“, schrie Fietje und flüsterte

dann grimmig vor sich hin:

mein

Papagei!


20

BAHNEN UND PORTALE

21 STADTWERKE JENA GRUPPE

Die Leitstelle musste doch helfen können!

Er hatte unzählige Federn an seinem Körper.

Vermutlich hatte er sehr viele Wörter gefunden.

„Äh, ja, der ist hier“, sagte nun Herr Plapper und die Eingangstür

zur Leitstelle surrte.

Arti, kannst du nicht einmal bei mir bleiben!“,

rief Fietje ihm genervt entgegen.

Leitstelle

„Rohrbruch, Mechaniker, Biogasanlage“, war immer noch aus der

Sprechanlage zu hören. Fietje drückte die Tür auf und rannte in

die Leitstelle hinein.

Es bot sich ihm ein krasses Bild. Auf einem der 22

Bildschirme saß Arti und war dick wie ein brütendes

Huhn.

Die Leitstelle ist Tag und

Nacht besetzt.


22

BAHNEN UND PORTALE

23 STADTWERKE JENA GRUPPE

In dem Moment klingelte ein Telefon. Ein junger Mann fuhr mit

seinem Drehstuhl zu dem Tisch mit dem Notfall-Telefon und

nahm den Hörer blitzschnell ab.

„Hallo, was? Feuerwehr? Haha, dass bei euch auch mal was

klemmt. Ja, ich melde mich wieder! Tschö!“

„Paladowitsch, bei der Feuerwehr ist der Abfluss verstopft“,

sagte er zu dem Mann, der Paladowitsch Plapper sein musste.

Ein kräftiger Mann mit brummiger Stimme. Er hatte hier den

Hut auf. Das war klar.

„Ich sehe es“, antwortete er.

Er saß vor einem der vielen Bildschirme und starrte darauf.

Dann zeigte er auf den blinkenden Punkt im städtischen

Wasserrohrnetz. Fietje staunte. Waren sie damals etwa durch

all diese Rohre geflogen? So weit?


24

BAHNEN UND PORTALE

25 STADTWERKE JENA GRUPPE

„Scheint eine kleine dicke Wurst zu sein“, brummte Paladowitsch

Plapper. Als wäre daran nichts ungewöhnlich.

„Das ist doch ein Mensch!“, rief ein Mann und guckte auf einen

anderen Monitor, wo jetzt Kamerabilder zu sehen waren.

Fietje und Arti kannten diesen Dicken nur zu gut.

Es war Mister Mundzu! Fietje schrie vor Lachen. Doch Arti

machte ihm ein Zeichen wie: Kopf ab!

„Ok, weg hier! Sonst merken die Männer noch, dass wir den

Fettklops kennen“, krächzte Arti Fietje ins Ohr.

Sie flogen zum Fenster der Leitstelle hinaus. Arti voran, Fietje

auf seinem Board hinterher. Herr Plapper traute seinen Augen

nicht. Doch er hatte gerade Wichtigeres zu tun, als sich um fliegende

Skateboards zu kümmern. Wer weiß, wonach der Junge

jetzt wieder suchte.


26

BAHNEN UND PORTALE

27 STADTWERKE JENA GRUPPE

„Depot!“, krächzte Arti, „Das ist französisch. Für Lager! Ich

will da mal rein! Da gibt es bestimmt noch mehr tolle Wörter.“

„’Oui’, das ist auch französisch. Ja, du Nervtöter!“, schrie Fietje,

denn der Flugwind machte großen Lärm.

„Was ist das dort?“, fragte Fietje im Flug.

Er zeigte auf ein großes Gebäude.

Betriebshof

Als sie unten ankamen, schlüpften sie sofort in das Gebäude.

Fietje wollte wissen, wie es in dem Depot aussah. Vor ihren

Augen huschte ein Schatten vorbei. Sie schenkten ihm aber

keine große Bedeutung. Was Fietje hier sah, entlockte ihm

dafür ein lautes und lang gedehntes: „Wow!“

„Hast du bei der Revolution nicht aufgepasst? Das ist der

Betriebshof das Nahverkehrs mit Fahrzeugdepot.“

Alle 12 Tage werden die

Straßenbahnen geprüft.

„Was für ein Po?“, fragte Fietje und sah kurz zu Arti nach hinten.


28

BAHNEN UND PORTALE

29 STADTWERKE JENA GRUPPE

„Mensch, Arti! Das ist noch viel besser als die Rohrfliegerei!“

Gelbe Treppen und unzählige alte und neue Straßenbahnen

warteten darauf, von Fietje entdeckt zu werden! Niemand war

zu sehen. Er konnte so richtig auf Tour gehen. Er machte einen

ausgiebigen Rundgang. Sogar unter die Bahnen konnte man laufen.

Kleine Metalltreppen führten dorthin.

Er hatte die neue Straßenbahn

noch nie in Jena rumfahren

sehen. Ob sie noch

ein Geheimnis war?

Auf einmal packte Fietje eine

kalte Hand an der Schulter.

Ihm war sofort klar, wem

sie gehörte: Herrn Keinwort.

Die neuen

Straßenbahnen fahren

seit Anfang 2014 durch

die Saalestadt.

„Aha, hier wird geschraubt! Und was bitte ist das für eine

Hightec-Bahn?“


30

BAHNEN UND PORTALE

31 STADTWERKE JENA GRUPPE

sollte ihm als Versteck dienen. Fietje sprang in die Fahrerkabine.

Auch Arti kam jetzt hinterher.

Fietje rannte die Treppen wieder

hoch. Der Agent versuchte ihn festzuhalten,

aber ohne Erfolg. Das gesamte Depot nutzte Fietje

aus, um Herrn Keinwort außer Atem zu bringen.

Es war wie ein richtiges Parcours-Rennen mit

seinen Mitschülern. Am Ende des Ganges

bog Fietje nach rechts zu den historischen

Straßenbahnen ab. Die Bahn

mit dem Namen ‚Arbeitswagen‘

„Hier sieht es aber komisch aus.“

Der Papagei wollte Fietje gerade noch fragen, wozu man diese

Kurbel brauchte. Aber Fietje packte ihn an den Flügeln und

zerrte ihn nach unten auf den Boden. Herr Keinwort war im

Anmarsch.

Sie blieben ganz ruhig da unten hocken und hielten den Atem an.

Wusste der Gauner, wo sie sich versteckt hielten? Da hörten sie

eine tiefe, raue Stimme.

„Wenn sie einen kleinen Jungen mit einem Papagei suchen, dann

schauen Sie in meiner Fahrerkabine nach.“

Hatte die Bahn etwa gesprochen?


32

BAHNEN UND PORTALE

33 STADTWERKE JENA GRUPPE

Eine Straßenbahn fährt

im Durchschnitt 30

Jahre

Jede Solaris Tramino ist benannt

nach einer Partnerstadt Jenas. Neben

der Bahn Erlangen gibt es noch die

Berkeley, Lugoj, San Marcos und die

Aubervilliers.

Herr Keinwort nahm

die Verfolgung wieder

auf. Aber Fietje und

Arti rannten durch die

Bahn, sprangen hinten

raus und in eine andere

Bahn wieder hinein.

Und wieder raus. Nun

rannten sie die Stufen der Werkstatt hoch. Dicht gefolgt von

Herrn Keinwort. Er hatte Fietje und Arti schon fast eingeholt, als

Fietje sich ruckartig umdrehte und den Mann von der Treppe

schupste. Das kam für ihn so unerwartet, dass er auf dem

Boden liegen blieb. Doch er stand schnell wieder auf und

rannte orientierungslos im Depot umher. Er torkelte und landete

schließlich im Lackierraum.

Fietje und Arti hörten ein leises Platschen. Arti war einfach zu

neugierig. Er bedeutete Fietje, dass er mitkommen sollte. Er

wollte unbedingt sehen, wo Herr Keinwort geblieben war. Ein Blick

in den Lackierraum genügte. Arti lachte schallend. Er konnte sich

kaum beruhigen und zeigte mit seinen Flügeln auf Herrn Keinwort.

Der Agent klebte mit dem Bauch an einer Straßenbahn.


34

BAHNEN UND PORTALE

35 STADTWERKE JENA GRUPPE

„Wie Frau Chamäleon, hihihihi!“

Solaris Tramino

Arti bog sich vor Lachen. Der Lack sollte eigentlich auf die Bahn

gesprüht werden. Doch jetzt war Herr Keinwort mit dem Logo

der Stadtwerke Jena verziert. Fietje zeigte auf eine blaue Bahn,

die noch sehr neu aussah. War sie gerade frisch lackiert worden?

Jedenfalls sah sie ein bisschen aus wie ein Raumschiff. Er

wollte sie sich genauer ansehen.

“Willkommen. Ich bin

Solaris Tramino und

heiße mit Nachnamen

Erlangen. Ich wünsche

Ihnen eine schöne

Fahrt!“

„Und hopp, rein da!“

Das sagte tatsächlich die Bahn mit heller Stimme!

„Was war das denn schon wieder? Sprechende Bahnen! Naja,

TECNANJA!“, dachte Fietje.

"Und hopp,

rein da!“

Da gab es ein Poltern. Die Bahn wackelte. Dann fuhr sie ab.

Sie fuhr aus dem Betriebshof hinaus in die Sonne. Alles schien

auf einmal friedlich. Mister Mundzu steckte im Wasserrohr bei

der Feuerwehr fest, Herr Keinwort klebte als Logo auf einer

Straßenbahn. Doch plötzlich zerstörte ein derber Hieb die Idylle.

Die Straßenbahn machte eine Vollbremsung. Fietje und Arti

flogen durch den langen, hochmodernen Gang.


36

BAHNEN UND PORTALE

37 STADTWERKE JENA GRUPPE

Eine Straßenbahn wird mit Sand

gebremst. Der Quarzsand fällt dabei

in Portionen auf die Schienen.

„Wo waren Sie denn vorhin?

Und warum sind Sie eigentlich

voller Sand?“, fragte Fietje

den Professor.

„Na, was sagt ihr zu diesem Geschoss? Und habt ihr auch die

alten Straßenbahnen im Depot gesehen?“

Es war Herr Ideenreich, der zur Tür herein kam, wie aus

einem Versteck.

Nicht ohne Ärger in der Stimme, aber das war jetzt egal.

„Oh, ich hatte mich unter einer Straßenbahn versteckt, denn

dieser Zylinder–Mann ist hier im Depot herumgerannt. Dann hat

die Bahn ohne jede Vorwarnung ihren Sand auf die Schienen

gespuckt! Sie wurde wahrscheinlich gerade von Herrn Wittich

geprüft.“

„Setzt Euch doch!“

Damit setzte sich Herr Ideenreich den beiden

gegenüber.

„Der Zylinder-Mann?“, fragte Fietje.

Herr Ideenreich nickte. Herr Keinwort musste sich wieder aus

dem Lack der Straßenbahn gelöst haben.

„Herr Ideenreich, bitte nehmen sie es uns nicht übel, aber wir

können nicht bleiben. Herr Keinwort wird uns bald hier finden.“


38

BAHNEN UND PORTALE

39 STADTWERKE JENA GRUPPE

Fietje und Arti liefen also wieder los. Wohin es jetzt gehen sollte,

wussten sie nicht. TECNANJA blieb für sie ein einziges Rätsel.

Aber bisher war es hier nicht wirklich gefährlich für sie gewesen.

Nur, dass die Agenten aus Sprachlos-Land sie auch in TECNANJA

verfolgten, war sehr unangenehm.

Arti saß bequem auf Fietjes Schulter, als plötzlich ein Fahrradfahrer

auf sie zuraste. Er machte einfach keine Anstalten zu

bremsen. Erst im letzten Moment konnte Fietje zur Seite springen.

Arti hatte versucht, sich an seinem T-Shirt festzukrallen,

riss dabei aber ein Stück Stoff ab und plumpste auf die Straße.

Der Radfahrer kam wieder zurück, schnappte sich Arti,

raste weiter und schmiss den Vogel in die Saale. Fietje konnte es

nicht fassen.

„Was war denn das? Und wer war das? Das kann doch nicht

wahr sein!“

Er stand wie gelähmt am Saaleufer und sah, wie Arti mit

der Saale flussabwärts getrieben wurde. Er brauchte Hilfe.

Er sprang auf sein Skateboard und fuhr zur Redaktion

der OTZ. Im Eingangsbereich stand ein bärtiger Mann.

Fietje japste:

„Ich muss mit dem Chef sprechen.“

„Ok, aber beruhige dich doch erstmal. Ich werde

ihm Bescheid sagen.“

Die OTZ ist eine

Tages‐Zeitung, die

man in Jena liest.


40

BAHNEN UND PORTALE

41 STADTWERKE JENA GRUPPE

1,49 €,

reicht das?

Nach 10 langen Minuten wurde Fietje

in ein Zimmer gebeten. Er setzte

sich hastig und fing sofort an von

Artis Lage zu berichten. Nachdem er

fertig war, sagte der Chef:

„Es wird auf der Titelseite

der OTZ erscheinen, aber

das kostet was. Wieviel

Geld hast du denn mit?“

Zur gleichen Zeit standen Mister Mundzu und Herr Keinwort

am Saaleufer. Jetzt regnete es. Deshalb waren die beiden

komplett durchnässt. Mister Mundzu gab Herrn Keinwort

in Gedankensprache zu verstehen:

Fietje antwortete: „1,49 €, reicht

das?“

„Lass uns gehen, der König von Wort-Reich ist ertrunken.

Wir haben doch seine Messwerte ausgedruckt. Mir ist kalt.“

„Na klar..., dicke,“ meinte der Chef mit

fröhlicher Stimme.

Fietje dachte nach: „Wenn ich dafür

Arti wiederbekomme, gebe ich mein

Taschengeld gerne ab.“

Die Gauner wollten gerade gehen, als Arti ans Ufer gespült

wurde. Herr Keinwort sah den Papagei und zog ihn an Land.

Endlich hatten sie ihn in ihrer Gewalt. Sie nahmen ihn mit.


42

BAHNEN UND PORTALE

jenawohnen

43 STADTWERKE JENA GRUPPE

Als sie in ihr Hochhaus von jenawohnen kamen, sahen sie eine

Zeitung in ihrem Briefkasten klemmen. Mister Mundzu nahm sie,

und wollte sie schon wegwerfen. Da sah er auf der Titelseite

Arti. Eine Such-Aktion, groß angelegt. Das ging ja schnell!

Herr Keinwort hatte sofort einen Plan.

Kurze Zeit später fanden sich die beiden in der Kastanienstraße 2 ein.

Das war der Eingang, von dem viele Wohnungen erreichbar waren.

Sie gingen zu den Briefkästen, um die Zeitungen der Leute

zu klauen. Niemand sollte davon erfahren.

Plötzlich kam der Hausmeister und fragte sie in scharfem Ton,

was sie da machten. Sie antworteten in Gedanken-Sprache.

Herr Rappeldappel, der Hausmeister, verstand sie natürlich nicht

und schimpfte vor sich hin. Dann ging er wieder seiner Arbeit

nach. Vor der Tür sah man ihn mit einer Gruppe Jugendlicher. Er

schien ihnen etwas zu erklären.

Sie hatten einen Flyer in der Hand. Darauf stand:

„Ich will Hausmeister werden!“


44

BAHNEN UND PORTALE

45 STADTWERKE JENA GRUPPE

"Ist da

Jemand?“

Fietje hatte beim Verlassen der OTZ die Gauner entdeckt und

war ihnen bis hierher hinterhergelaufen. Und zwar unbemerkt.

Das war ziemlich schwierig. Ständig drehten sie sich um. Sie

wollten sicher gehen, dass sie niemand verfolgte.

Als Fietje jetzt im Eingang der Kastanienstraße 2 in Lobeda-Ost

auftauchte, sahen ihn die beiden. Sie zogen die letzten Zeitungen

aus den Briefkästen und rannten los. Mit Arti in der Manteltasche

ging es in den Keller. Fietje nahm den Aufzug, um schnell

hinterherzujagen. Doch schon nach kurzer Fahrt stand dieser

still.

Lobeda‐Ost ist ein Stadtteil von Jena.

Hier gibt es viele Wohnungen von

jenawohnen.

Musste ausgerechnet jetzt der Aufzug stecken bleiben? Er

klopfte wie wild an die Tür und schrie um Hilfe. Da hörte er leise

Schritte. Von draußen rief ein Mädchen. Fietje hörte ihre Stimme

nur leise.

„Ist da jemand?“

Er antwortete: „Der Aufzug ist stecken geblieben! Kannst du

bitte Hilfe holen?“

Nachdem sie Herrn Rappeldappel angerufen hatte, drückte das

Mädchen wie wild auf den Knopf. Auf einmal öffnete sich die Tür.

Das Mädchen trat hastig in den Aufzug und sah den in der Ecke

kauernden Jungen.


46

BAHNEN UND PORTALE

47 STADTWERKE JENA GRUPPE

Das Mädchen fragte Fietje zaghaft: „Ist alles ok mit Dir?“

Da hörte sie ein Rumpeln. Als sie sich umdrehte, war die Tür wieder

verschlossen.

„Nein, Nein! Mann, wer war das?“

„Mmm, dumm gelaufen, was!“, meinte Fietje und blickte verlegen zu

dem Mädchen.

Nach einer Weile sagte sie: „Ich bin übrigens Lisa. Und Du?“

„Ich bin Fietje. Ich suche meinen Papagei. Er wurde von zwei Männern

gefangengenommen. Sie kommen aus dem Sprachlos-Land, wo man

keine Sprache kennt. Und mein Papagei spricht 100 Sprachen.“

Lisa fragte weiter: „Und was ist das für ein Skateboard?“

Mist! Fietje hatte schon zu viel erzählt. Schnell wollte er vom Thema

ablenken.

„Ja, ich habe das coolste Board der Welt! Wohnst du eigentlich hier?“

„Ja klar! Der Hausmeister Herr Rappeldappel holt uns hier raus.“

„Aber hoffentlich bald, ich habe tierischen Hunger.“

„Du Glückspilz, ich war gerade einkaufen. Hier, ein Brötchen!“


48

BAHNEN UND PORTALE

49 STADTWERKE JENA GRUPPE

Auf einmal hörten sie Schritte und ein lautes

Klappern. Das war der Schlüsselbund von

Herrn Rappeldappel. Er sprach gerade mit

einer zweiten Person:

„Hallo, wir sind hier!“, schrien die beiden nun aus Leibeskräften.

Da schob sich schon eine Eisenstange durch den Spalt der Aufzugstür.

Die Tür öffnete sich und ein kräftiger Mann mit einem

riesigen Schlüsselbund stand vor ihnen.

„Gestern war das auch wie folgt. Da hat mich

jemand angerufen. Das ist in der Ziegesarstraße

1 gewesen ... Und da ist hier so

ein Schlitz am Aufzug ... und da hat jemand

seinen Schlüssel schon in der Hand. Und

auf einmal ist der Schlüssel

hier da in den breiten Schlitz

reingefallen. Das war der

Autoschlüssel. Nun hat der

natürlich da gestanden ...

Lisa, bist du hier drin?“, fragte

Herr Rappeldappel endlich.

hallo, wir

sind hier!

„Na, kommt raus. Oder wollt ihr hier übernachten?“ meinte Herr

Rappeldappel sehr freundlich.

„Ich muss gleich wieder los, passt auf euch auf!“

„Danke, Herr Rappeldappel, Sie sind unsere Rettung!“

„Lisa, komm, wir suchen meinen Papagei! Der wird dir gefallen!“

Sie rannten jetzt so schnell sie konnten in den Keller.

Unten angekommen, hörten sie ein lautes Krächzen.

Sie sahen die große Gestalt

mit der roten Jacke durch

den Spalt der Aufzugstür.

Lisa sagte: „Das ist Herr Rappeldappel.“

na,

kommt raus!


50

BAHNEN UND PORTALE

51 STADTWERKE JENA GRUPPE

Das war Arti! Auf einmal kam der graue Papagei

um die Ecke geschossen und flog in den

Technikraum. Fietje klemmte sein Skateboard

unter den Arm und rannte mit Lisa hinterher.

Als sie in dem düsteren Raum standen, schloss

sich die Tür hinter ihnen. Und nur noch ein lautes

Lachen hallte durch die Dunkelheit. Ein eiskalter

Schauer lief Fietje über den Rücken. Er begann

richtig zu zittern.

Fietje, was ist mit dir? Du klapperst ja mit deinen

Zähnen!“, rief Lisa.

„Wenn du wüsstest!“, kam es von Fietje.

Er ließ sein Board fallen und umklammerte

seine Schultern. Er hatte Angst um Arti. Das

schaurige Lachen klang ihm noch in den Ohren.

Doch Arti war hier. In der Dunkelheit setzte er

sich auf das Board. Und es fing an zu leuchten.

Arti! Mann, du bist ein Genie!“, rief Fietje.

Als laute Schritte ertönten, setzten sie sich

allesamt auf das Skateboard und warteten auf

die Gauner.


52

BAHNEN UND PORTALE

53 STADTWERKE JENA GRUPPE

Mister Mundzu und Herr

Keinwort freuten sich, dass

sie nun auch Fietje gefangen

hatten. Sie öffneten die Tür

in heller Vorfreude. Doch sie

hatten nicht an das Skateboard

gedacht. Es machte

einen heftigen Ruck.

Auf einmal schoss das Board

durch die geöffnete Tür ins

Treppenhaus. Wie eine Rakete

flog es in einer Millisekunde

zwischen den Treppen hoch

und gleich darauf raus aufs

Dach. Sie landeten heil auf der

Feuerluke.

„Alle da? Mist, wo ist Arti?“

Fietje war verzweifelt. Hatten

sie Arti bei diesem Raketenstart

gerade verloren? War

er dabei abgerutscht? Lisa

und Fietje schauten sich jetzt

fragend an. Wo war Arti?


54

BAHNEN UND PORTALE

Eine Revisionsöffnung

ist eine Klappe.

Sie dient dazu, bei

Reparaturen in das

Rohr schauen zu

können.

55 STADTWERKE JENA GRUPPE

Wenn ein Rohr verstopft ist,

kann man mit einer Kamera

in die Revisionsöffnung sehen

und mit einem Wasserstrahl

die Verstopfung wegspülen.

Der Papagei war beim Flug in ein Rohr geplumpst. Jetzt steckte

er in der Revisionsöffnung fest. In der Leitstelle bei Herrn

Paladowitsch Plapper klingelte das Telefon.

„Rohrverstopfung in der Kastanienstraße 2. Aha!“, sagte Herr

Plapper zu seinen Kollegen.

„Herr Müller, Herrn Rappeldappel bitte anrufen!“

Herr Müller erreichte Herrn Rappeldappel sofort auf seinem

Handy. Dieser wusste, woran es lag:

„Jaja ..., wenn mal was verstopft ist, das haste auch. Es ist

der Mutti der Scheuerlappen mit reingefallen. Das kann passieren,

dass der Scheuerlappen mal mit durchgeht.

Ma‘ hat gedacht, ma‘ hats rausgenommen und nun hat

se‘ es in die Toilette gekippt, das Wischwasser, und jetzt

ist der mit fort. Ja, wenn die Toilette nicht abläuft, was passiert

da? Da muss der Hausmeister kommen und da

muss der Scheuerlappen rausgeholt werden. Und wenn

das der Hausmeister nicht schafft, machts der Installateur.

Und ist es was Größeres, was nicht in Ordnung geht, dann haben

wir hier die Revisionsöffnung ... Na, Herr Müller, ich schau mal da

rein.“

Als Herr Rappeldappel aber seine Kamera in das Rohr steckte,

traute er seinen Augen nicht. Das war kein Scheuerlappen.

Zwar genauso grau, aber der Lappen krähte. Scheinbar war es

ein Lebewesen. Da musste auf jeden Fall ein Wasserstrahl her,

der das Tier aus dem Rohr spülen konnte. Gedacht, getan. Herr

Rappeldappel war da nicht zimperlich.

Arti wurde von einem Strahl erfasst und durch das Rohr geschossen.

Als er fast das Ende erreicht hatte, blitzte ein Lichtstrahl

auf. Ein Portal rettete den Papageien. Er rutschte hindurch.


56

BAHNEN UND PORTALE

57 STADTWERKE JENA GRUPPE

Der Papagei wurde ordentlich durchgeschüttelt.

Wasserwerk

„Hilfe, wo bin ich hier!“, schrie Arti.

Arti konnte es nicht glauben. Er befand sich

in einem riesigen Wasserbecken - um ihn

herum weitere Wassertanks. Gerade als er

wegfliegen wollte, geriet er in einen Strudel,

der ihn unter Wasser drückte. Als er wieder

Luft holen konnte, traute Arti seinen Augen nicht.

Filterhalle = Herzstück

des Wasserwerks

Das sah irgendwie aus wie ein weiterer Bezirk TECNANJAs.

Überall Rohre mit großen Schrauben. Pumpen, Filter, lautes

Rauschen. Wo war er? Er hörte jemanden sprechen:

„Das Wasserwerk reinigt und bringt euer Wasser. Als Rohwasser

für die Trinkwasseraufbereitung im Wasserwerk wird

Grundwasser aus Tiefbrunnen genutzt. Wir stehen hier in der

Filterhalle. Das Wasser kommt über eine große Rohrleitung

hier an und wird gleichmäßig auf die Filter verteilt. Das Wasser

fließt gleichzeitig durch alle sechs Filter. In jedem Filter befinden

sich 19 Tonnen Filterkies. Das Filtern dauert ungefähr eine

halbe Stunde.“

Täglich verbrauchen wir

ungefähr 80 Liter Leitungswasser.

Das meiste Wasser

brauchst du für die Toilettenspülung:

8 Liter für ein

Spülen!


58

BAHNEN UND PORTALE

59 STADTWERKE JENA GRUPPE

lächelte. Die ganze Verfolgungsjagd hatte er beobachtet. Es hatte

ihm viel Spaß bereitet.

„Wieso verschwinden? Das hier ist doch hoffentlich kein Portal“,

antwortete der Papagei etwas genervt und deutete auf die

glitzernde Fläche.

Herr Ideenreich war ja nicht so sein Fall. Und ohne Fietje wollte

er nirgendwohin.

Die metallischen Treppen, die Arti hinunterhopste, gehörten also

zu einem Wasserwerk. Interessant! Und was war das dort?

Vor ihm erstreckte sich eine leuchtend grüne Fläche. Die dunkle

Kammer vor ihm war gefüllt mit Wasser und die Oberfläche

war ganz glatt, wie ein Spiegel. Er sah sich

selbst im Wasser an. Ganz schön

zerrupft sah er aus.

Herr Ideenreich klatschte in die Hände. Durch den Schall begann

sich die grüne Fläche vor Arti zu bewegen. Klitzekleine, kleine,

mittlere, etwas größere, große, riesengroße Kreise kräuselten

sich wellenartig unter Artis Krallen. Der König von Wort-Reich

verschwand in der Tiefe.

„Na Arti, du willst wohl ohne deinen

Freund wieder aus

TECNANJA verschwinden?“

Hinter Arti stand Herr Ideenreich und


61 STADTWERKE JENA GRUPPE

Leitstelle

Stadtwerke Jena

GmbH

Leitstelle der Stadtwerke

Energie Jena-Pößneck

WAS IST DAS?

WOHNEN – JENAWOHNEN

• Unternehmensgruppe aus 15 Unternehmen

• Leistungen und Produkte rund um Energie

und Bewegung, Wohnen und Freizeit

• Arbeits- und Ausbildungsplätze, Unterstützung

des gesellschaftlichen Lebens in der

Stadt Jena und der Region

• größtes Wohnungsunternehmen in Thüringen

• stellt Wohnraum zur Verfügung und bietet

alles rund ums Wohnen

WAS IST DAS?

Eine Leitstelle gibt es in jeder Stadt. Auch einzelne

Betriebe (z.B. die Feuerwehr) haben eigene

Leitstellen.

Ver- und Entsorgung von Abwasser, Wasser, Strom,

Gas und Fernwärme.

Dabei steuern die Mitarbeiter der Leitstelle alle

Anlagen und Netze, die Wasser, Gas und Strom

ENERGIE - STADTWERKE ENERGIE

Sie nimmt Anrufe (auch Notrufe) entgegen, koordiniert

angeschlossene Firmen und Hilfedienste,

transportieren. Diese Anlagen und Geräte werden

per Computer überwacht. Sie müssen immer funk-

• liefert Strom, Erdgas und Wärme

• kümmert sich um die Trinkwasserversorgung

und Abwasserentsorgung

FREIZEIT – JENAER BÄDERGESELLSCHAFT

• betreibt die Schwimmbäder in und um Jena

• Freizeitbad GalaxSea, Freibäder Ostbad und

Südbad, Schwimmhalle in Jena-Lobeda

• Software, Anlagenservice, Objektmanage-

warnt die Bevölkerung und sorgt dafür, dass alles

reibungslos läuft und weiterläuft. Eine Leitstelle ist

somit eine Überwachungs-, Melde- und Regulierungsstation.

WAS WIRD HIER GEMACHT?

tionieren, damit unser Haushalt keine Störung hat.

Wenn eine Störung auf dem Computer zu sehen ist

oder per Telefon gemeldet wird, sorgt die Leitstelle

dafür, dass sich sofort jemand darum kümmert

und alles wieder funktioniert.

BEWEGUNG - JENAER NAHVERKEHR

ment, Instandhaltung

Die Netzleitstelle der Stadtwerke

sichert rund um die Uhr die

Die Leitstelle meldet und informiert im

Stadtwerkekonzern.

• sorgt dafür, dass man in Jena mit Bus und

Straßenbahn durch die Stadt fahren kann

Stadtwerke Jena


63 STADTWERKE JENA GRUPPE

Betriebshof des Jenaer Nahverkehr

Solaris Tramino

WAS IST DAS?

WAS WIRD HIER GEMACHT?

WAS IST DAS?

durch die Stadt. Mit ihnen hat die Stadt insgesamt

38 Straßenbahnen.

Der Betriebshof hat Werkstätten, Abstellhallen,

eine Tankstelle und Büros.

Das alles ist für Jenas Busse und Straßenbahnen

eingerichtet.

• Reparatur, Wartung, Abstellung von Bussen,

Straßenbahnen und Sonderfahrzeugen

• Innen- und Außenreinigung von Bussen,

Bahnen und Sonderfahrzeugen

Die Solaris Tramino ist eine neue und moderne

Straßenbahn in Jena. Sie wurde in der

polnischen Firma Solaris gebaut.

Wenn man sie kommen sieht, freut man sich,

denn sie wirkt ein bisschen wie ein Raumschiff.

WAS IST DAS BESONDERE

AN DER BAHN?

• Sie kann in zwei Richtungen fahren.

• Sie ist 29,3 m lang und 2,3m breit.

• Sie hat eine Lüftungs- und Klimaanlage.

• Betanken von Bussen und Pkw’s

Am 9. November 2013 wurden 5 dieser

• Sie hat 61 Sitzplätze.

• An jeder Wagenseite hat sie vier Doppeltü-

• Organisation des öffentlichen Nahverkehrs

in Jena

Straßenbahnen auf dem Ernst-Abbe-Platz

vorgestellt.

ren.

Seit Januar 2014 fahren sie die Jenaer

Betriebshof

Solaris Tramino


65 STADTWERKE JENA GRUPPE

Wasserwerk

jenawohnen

Wasserwerk Burgau

jenawohnen ist ein Unternehmen. Es ge-

Auch dafür, dass sich die Menschen rund-

WAS IST DAS?

Da man dieses Wasser nicht einfach so

hört zur Stadtwerke Jena Gruppe. Wie das

um wohlfühlen, wird gesorgt.

trinken kann, wird es in einem Wasserwerk

Wort schon sagt, hat jenawohnen etwas mit

Im Wohngebiet sorgen viele Hausmeister

Ein Wasserwerk ist ein Haus, das von

gesäubert.

dem Wohnen zu tun.

für Sicherheit und Ordnung. Sicherheits-

außen ein bisschen wie eine Fabrik aus-

dienste sind in der Nacht unterwegs. Bei

sieht. Hierher kommt das Wasser, was man

Dafür fließt das Grundwasser durch Filter,

Es werden Wohnungen gebaut und vermie-

allen Fragen rund ums Wohnen helfen tags-

zum Duschen, Wäschewaschen und für

die alle Stoffe herausholen, die nicht hinein-

tet, renoviert und frisch gemacht. Auch um

über die Mitarbeiter von jenawohnen.

die Toilettenspülung braucht. Über große

gehören (z.B. Eisen).

die Bewohner wird sich viel gekümmert.

Pumpen und Rohre gelangt es zu uns nach

Anschließend wird es von möglichen Krank-

Das sind ein Drittel aller Jenaer und Jenen-

In den nächsten Jahren möchte das Un-

Hause. Manchmal gibt es neben dem Ge-

heitserregern befreit (desinfiziert), damit es

ser. Also etwa 30.000 Menschen. Diese

ternehmen neue Wohngebäude bauen. So

bäude auch einen Wasserturm oder große

später nicht von Keimen verunreinigt ist.

wohnen in den mehr als 14.000 Wohnungen

werden noch etwa 450 Wohnungen entste-

Speicherbecken, in denen sich das Wasser

von jenawohnen.

hen.

befindet.

Regelmäßige Wasserproben werden genom-

jenawohnen hat 145 Mitarbeiter und bietet

men und geprüft, damit das Wasser aus

Damit ist jenawohnen einer der

auch Lehrstellen an.

WAS WIRD HIER GEMACHT?

unserer Wasserleitung immer super

größten Wohnungsanbieter

Qualität hat.

in Thüringen. Dabei wird viel

Im Wasserwerk wird zuerst aus Wasser

Wert auf saubere Spielplät-

Trinkwasser gemacht. Wasser gibt

Man kann es direkt aus dem Was-

ze und schöne Parkanlagen

gelegt.

jenawohnen

es im Meer, in Seen, in Flüssen

oder Bächen, aber auch unter

der Erde. Dann nennt man es

serhahn trinken. Das ist nur

in wenigen Ländern der Welt

möglich.

Grundwasser.


66

67 STADTWERKE JENA GRUPPE

DANKE für

den Blick hinter

die Kulissen!

So war`s bei der

Stadtwerke Jena Gruppe

Herr Schellhorn

zeigte uns im

Betriebshof des

Jenaer Nahverkehrs

die neue

Straßenbahn.

Sie war noch

„ein Geheimnis“.

Hier klingeln die

Telefone Tag und

Nacht. Herr Hucke

von der Leitstelle

nahm sich trotzdem

Zeit und stellte uns

seine Arbeit und die

seiner Kollegen vor.

Herr Raddatz,

Hausmeister bei

jenawohnen, hatte

viele Geschichten zu

Im Wasserwerk erklärte

uns Herr Wittich, wie

das Wasser in die Leitung

kommt und weshalb es so

sauber ist, dass man es

trinken kann.


Die Autoren aus Jena

schreiben ihre Geschichten

weiter in ihren AGs.

Viel Spaß dabei!

Erfahre mehr und

schreib mit!


70

DANKESCHÖN

71

Unser herzlichstes Danke!

Dieser Kinderroman ist etwas ganz Besonderes. Er hat nicht nur 38 AutorInnen.

Diese gehören zudem noch zu den jüngsten Roman-AutorInnen Deutschlands.

Allen voran gilt deshalb unser Dank den Jenaer Jung-AutorInnen, die mit ihrer Fantasie

der Geschichte ihre ganz eigene Handschrift verliehen haben und ihre wertvolle Arbeit an das

kommende Autoren-Team weitergeben. Wir sind gespannt auf alle Erlebnisse von Fietje und Arti, die

aus euren Geschichtennoch erwachsen werden!

Dicht darauf folgen die Jenaer Personen und Institutionen, die mit Vertrauen

und Tatendrang die Entstehung des Romans unterstützt haben.

Danke für die Planung und Durchführung der Schreibwerkstätten:

KGS Adolf Reichwein (Schulleiterin Regine Emmrich, Lehrerinnen Gloria Ferber, Marion Durst, Britta Femel,

Corinna Jüngling, Ulrike Koch, Birgit Schönemann, Kerstin Köhler, Anne-Marie König, Daniela Krüger,

Birgit Radtke, Kathleen Wapenhans)

Analytik Jena AG (Dana Schmidt, Stefanie Lorenz, Hr. Kohlberg, Hr. Trenkmann,

Hr. Becker, Hr. Ludwig)

Jenoptik AG (Marlies Wünscher, Cornelia Ehrler, Thomas Schadeberg, Stefan Seidlein, Daniel Kaiser,

Heiko Richter Wolfgang Seidel, Christian Pätz)

Schott AG ( Ute Haubold, Judith Hanft, Sarah Köhler, Armin Vogl)

Stadtwerke Jena GmbH (Alice Grosse), Stadtwerke Energie Jena-Pößneck GmbH (Dirk Hucke), Jenaer-

Nahverkehr GmbH (Marco Schellhorn), jenawohnen GmbH (Doreen Noack, Ralf Raddatz)

Zeiss-Planetarium Jena, STERNEVENT GmbH (Stefan Harnisch)

Danke für die Bereitstellung der Fotos und Foto-Genehmigungen:

Analytik Jena AG (Stefanie Lorenz)

Jenoptik AG (Marlies Wünscher, Cornelia Ehrler)

Schott AG ( Ute Haubold, Judith Hanft)

Stadtwerke Jena GmbH (Alice Grosse)

Zeiss-Planetarium Jena, STERNEVENT GmbH (Stefan Harnisch)

Ganz persönlich:

Den Eltern der Jung-AutorInnen, allen Familien und Freunden, die so zahlreich hier nicht namentlich

aufgeführt werden können, möchten wir unseren allerherzlichsten Dank ausdrücken! Begleitet uns

auch weiterhin und lasst euch auf die Schatzsuche unserer Helden mitnehmen!

Das Federsammler Team


72

BILDNACHWEIS

Weitere Magazine dieses Users