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hallertau magazin 1-2017

Lust auf Heimat. Entspannen und Geniessen: Entdecken Sie das bayerische Hopfenland! Reportagen über Menschen, Landschaft, Feste, Freizeitangebote, Spezialitäten, Geschichte, Hopfen und Bier...

KUS-Bereichsleiter

KUS-Bereichsleiter Andreas regensburger mit seinen Kolleginnen Britta Lemloh, Lisa Sutter und Birgit Janecek (v. l.) beim Studieren von neuen radkarten und bei der Besichtigung des KUS-Pavillons auf der kleinen Landesgartenschau in Pfaffenhofen. © KUS „Der Gast denkt in Regionen“ c Serviceeinrichtung für Touristen: das KUS in Pfaffenhofen Das Kommunalunternehmen Strukturentwicklung (KUS) wurde 2014 vom Landkreis Pfaffenhofen a.d.Ilm als 100%iges Tochterunternehmen gegründet. Ziel ist die Förderung der heimischen Wirtschaft sowie die Steigerung der Lebensqualität im Landkreis und damit der Attraktivität für Besucher. Zu Jahresbeginn formierte sich für den Bereich Tourismus mit Bereichsleiter Andreas Regensburger, Britta Lemloh, Lisa Sutter und Birgit Janecek ein komplett neues Team. Für die Redaktion der „hallertau“ eine gute Gelegenheit für ein Gespräch über Visionen, Ziele und Aktivitäten des KUS für die Region. Foto: Maité Herzog 28 hallertau-Magazin

53 Betriebe halten im Landkreis für Gäste insgesamt 2.167 Betten bereit. Die Aufenthaltsdauer beträgt im Schnitt 1,9 Tage. Touristisch gesehen ist da noch etwas Luft nach oben ...? Regensburger: Aber sicher. Doch die Frage ist: Sind wir eine touristische Destination? Die Region zählt wirtschaftlich zu den stärksten in ganz Deutschland. Die touristische Ausrichtung ist dementsprechend noch verhalten. Dabei gäbe es viel Potenzial, gerade für Tagesbesucher ... Lemloh: ... wir kommen gerade von den für uns wichtigen touristischen Messen, der Freizeit in Nürnberg und der f.re.e in München. Wir haben da schon eine große Nachfrage festgestellt nach Angeboten in der Region. Das hat vermutlich auch mit der kleinen Landesgartenschau zu tun, die noch bis 20. August in Pfaffenhofen stattfindet? Janecek: Klar. Das macht sich natürlich bei den Anfragen bemerkbar. Wir erwarten neben Besuchern aus der Hallertau auch viele Gäste aus den Metropolregionen München und Nürnberg. Möglicherweise kommen manche wegen der Gartenschau zum ersten Mal hierher und werden so aufmerksam auf die Attraktivität der Landschaft und die Attraktionen der Hallertau. Regensburger: Für uns war es deshalb logisch, dass wir als KUS uns federführend um den Pavillon des Landkreises auf der Gartenschau (Volksfestplatz) kümmern. Damit wir den Stand die fast drei Monate bespielen können, unterstützen uns eine Reihe von Gemeinden des Landkreises, Vereine, Institutionen und Unternehmen. Wir können so auf unserer kleinen Bühne ein sehr attraktives Programm anbieten. Kann ich denn als interessent bei ihnen ein Paket buchen, also z. B. Eintritt auf der Gartenschau an zwei aufeinanderfolgenden Tagen mit Hotel, evtuell sogar Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln? Sutter: Buchbare Packages zu schnüren ist ein ganz großes Ziel von uns. Aber so weit sind wir leider noch nicht. Derzeit sagen uns die Anfrager, was sie wollen, und wir stellen das entsprechende Material zusammen. Wir verstehen uns als Dienstleister für Interessierte, die Abwicklung eines Angebotes/eines Aufenthaltes muss ein Profi, wie z. B. ein Reisebüro oder ein Hotelbetrieb, übernehmen. Wir arbeiten aber daran, dass Komplett-Angebote bald möglich sind. Was sind denn sonst die Projekte, die das KUS derzeit beschäftigen? Sutter: Eines unserer aktuell wichtigsten Vorhaben ist das LEADER- Projekt „Radoffensive“ im Landkreis Pfaffenhofen. Geplant ist, Die Zusammenarbeit mit den Gemeinden ist uns sehr wichtig. Britta Lemloh d eine Bestandsaufnahme des vorhandenen Angebotes sowie eine Bewertung der Beschilderung. Sodann soll das Radwegenetz sukzessive verbessert und dahingehend optimiert werden, dass unter anderem Gastronomiebetriebe und Sehenswürdigkeiten eingebunden oder entsprechende Radlkarten aufgelegt werden ... Regensburger: ... dieses Angebot richtet sich zugleich natürlich an die Bürger, die umweltschonend mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren wollen – als Beitrag zur CO2-freien Mobilität! Janecek: Parallel dazu entwickeln wir gerade in Zusammenarbeit mit den Kommunen, Städten und Gemeinden ein Wanderwege- Konzept, damit wir Interessierten auch für dieses wichtige Segment attraktive Angebote unterbreiten können. Lemloh: Die Zusammenarbeit mit den Gemeinden ist uns sehr wichtig. Über unseren interkommunalen Arbeitskreis stehen wir in einem regelmäßigen Erfahrungsaustausch. Das KUS versteht „Fest der Spargelvielfalt 2017“ im Schloss zu Pörnbach sich aber auch als Lobby für die Entwicklung des Tourismus, die den Gemeinden und Leistungserbringern proaktiv Ideen liefert. Regensburger: Von großer Bedeutung ist auch die Zusammenarbeit mit unserem Pendant bei der Stadt Pfaffenhofen (WSP), dem Hopfenland Hallertau Tourismus e.V. und dem überregionalen Verband „Tourismus Oberbayern München e.V.“ (TOM), z. B. bei unseren beliebten Themenwochen in der Gastronomie (Spargel, Wild u. a.). TOM hat heuer sogar erstmals seine alljährliche Mitgliederversammlung in Pfaffenhofen abgehalten. Janecek: Die überregionale Anbindung der Hallertau ist ganz wichtig. Denn bei der Außendarstellung müssen wir immer im Auge haben, dass der potentielle Gast in Regionen denkt und nicht in politischen Einheiten. Mit Kirchturmdenken können wir nichts bewegen ... Wir danken ihnen für das Gespräch. Fotos: Rainer Lehmann I N T E R V I E W © KUS hallertau-Magazin 29

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