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hallertau magazin 1-2017

Lust auf Heimat. Entspannen und Geniessen: Entdecken Sie das bayerische Hopfenland! Reportagen über Menschen, Landschaft, Feste, Freizeitangebote, Spezialitäten, Geschichte, Hopfen und Bier...

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Bildmontage aus: vege - stock.adobe.com (2) / Elmar Kohn 80 Auszubildende bei WOLF in Mainburg: ›› Wer bei uns als Azubi anfängt, bleibt! ‹‹ Mit rund 1.450 Mitarbeitern zählt das Unternehmen Wolf in Mainburg, einer der führenden Komplettanbieter für Energiesparlösungen im Bereich der Gebäudetechnik, zu den größten und wichtigsten Arbeitgebern der gesamten Hallertau. Zudem behauptet sich das Unternehmen als renommierter Ausbildungsbetrieb auch in Zeiten von Fachkräftemangel gegen die namhafte Konkurrenz der Automobilindustrie aus München und Ingolstadt. Und noch etwas spricht für die hohe Identifikation des Unternehmens mit seinen Mitarbeitern und den Menschen in der Region: eine beeindruckende Kontinuität in der Belegschaft. Nicht selten fangen Mitarbeiter mit ihrer Ausbildung im Unternehmen an und bleiben bis zum Renteneintritt treu. Die Belegschaft bei Wolf entwickelt sich gerne im Unternehmen weiter und ist sehr loyal, was im Unternehmen sehr geschätzt wird. Das hallertau-Magazin hat sich mit Christina Hund (Bild oben rechts), Manager Recruiting & Employer Branding, und Verena Israel (Bild oben links), Personalentwicklung & Ausbildung, über die Ausbildungsmöglichkeiten im Unternehmen unterhalten. Wolf ist einer der größten Arbeitgeber und Ausbilder der Hallertau: Wie viele Azubis lernen bei Wolf? Christina Hund: Ausbildung wurde bei uns schon immer groß - geschrieben. Waren es vor 25 Jahren noch durchschnittlich an die 60 Auszubildende, so werden es zum 1. September circa 80 junge Menschen sein, die bei Wolf ihre Ausbildung machen. in welchen Berufen wird ausgebildet? Verena Israel: Derzeit werden in 16 Berufen weibliche und männliche Azubis ausgebildet: Industriemechaniker Instandhaltung, Mechatroniker, Elektroniker für Betriebstechnik, Fertigungsmechaniker, Elektroanlagenmonteur, Maschinen- und Anlagenführer, Mechatroniker für Kälteanlagen, Fachkraft für Lagerlogistik, Technischer Produktdesigner, Industriekaufmann oder Fremdsprachen Industriekaufmann, Eurokaufmann, Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung, Fachinformatiker für Systemintegration, Informatikkaufmann und Kaufmann Marketing kommunikation. Des Weiteren bietet Wolf zwei duale Studiengänge an: Bachelor of Engineering – Maschinenbau/Energietechnik, Bachelor of Science – Elektrotechnik. 40 hallertau-Magazin

Wie ist die Nachfrage? Gibt es Schwierigkeiten, die Ausbildungsplätze zu besetzen? Verena Israel: Wir sind in der glücklichen Lage, trotz Fachkräftemangel in der Branche und großer Konkurrenz in der Region nach wie vor zahlreiche Bewerbungen auf die jährlich ausgeschriebenen Ausbildungsplätze zu haben. Jährlich bewerben sich 350 bis 400 Schulabgänger für ungefähr 28 Ausbildungsplätze ... Christina Hund: ...Viele der Auszubildenden sind aus der Region. Dies zeigt die enge Verbindung von Wolf mit der Region Mainburg sowie auch dem Landkreis Kelheim und sichert langfristig die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens. Wie hoch ist der Anteil der Azubis, die nach der Lehrzeit bei Wolf bleiben? Christina Hund: Über 90% bleiben nach der Ausbildung bei uns. Drei Monate vor Ende ihrer Ausbildungszeit wissen die jungen Menschen, an welchem Arbeitsplatz sie künftig eingesetzt werden. Einige nehmen ihre Berufsausbildung als Grundlage und besuchen eine weiterführende Schule oder studieren. Es wird auch eine Vielzahl von internen und externen Weiterbildungsmöglichkeiten für die Mitarbeiter bei Wolf geboten. Wolf-Heiztechnik/Thomas Kohnle Ausbildung. Dank fachspezifischer Ausbildungsseminare können die Auszubildenden ihr Wissen erweitern. Christina Hund: Um Schüler auf Wolf aufmerksam zu machen, gibt es seit Jahren Kooperationen mit mehreren Schulen in der Umgebung: Dazu zählen u. a. das Angebot von Werkunterricht im Ausbildungszentrum, verschiedene Möglichkeiten der Berufserkundung sowie Bewerbungstraining. industrie 4.0: Wie wird sich die Arbeitswelt in der Zukunft verändern? Christina Hund: Die Industrie 4.0 wird kontinuierliche Veränderungen erfordern und Wolf ist darauf eingestellt. Computerarbeitsplätze werden mobil werden, teilweise lernen unsere Azubis heute schon auf Tablets. Robotik wird Teil der Aus - bildung. Unsere Lehrwerkstatt bekommt noch 2017 ihren eigenen Lernroboter. Maschinen werden „intelligenter“ durch Sensoren und Prozessoren. Die jungen Menschen müssen lernen, diese Sprache zu verstehen und zu sprechen. Verena Israel: Die Grenzen zwischen Mechaniker, Elektriker und Programmierer werden fließender. Fundierte EDV-Kenntnisse werden in allen technischen Berufen unabdingbare Voraussetzung werden. Daher hat Wolf eine Arbeitsgruppe der Azubis gegründet, die sich mit diesen Themen bzw. Heraus - forderungen beschäftigt. Wie attraktiv ist der Standort Mainburg in der Hallertau? Christina Hund: Der Standort Mainburg ist attraktiv, deutlich mehr, als es manchem auf den ersten Blick erscheint. Mainburg liegt im Herzen der Hallertau. München, Regensburg, Landshut oder Ingolstadt sind in nur 30–45 Fahrminuten erreichbar. In fünf Stunden sind Sie am Gardasee, in anderthalb Stunden in den Bergen. Das Bike-Paradies wartet direkt vor Ihrer Haustür, ebenso wie Kindergärten, Grundschulen, Gymnasium und (Sport-)Vereine. ah Die Konzernzentrale in Mainburg: Der Sohn eines Spenglers aus Geisenfeld gründete 1963 in Mainburg die Firma Wolf. Anfangs wurden hier Teile für Hopfenverarbeitungsmaschinen und Wärmeerzeuger produziert. Ab Anfang der 1970er Jahre erfolgte die Entwicklung von Lüftungs- und Klimageräten (ein Gebiet, auf dem Wolf nach eigenen Angaben bis heute Marktführer ist) und ein Jahrzehnt später der Einstieg in die Heiztechnologien. Was macht die Fa. Wolf so attraktiv für Azubis (und allgemein als Arbeitgeber)? Was macht Wolf anders als die Mitbewerber um Ausbildungsplätze in einer region mit (quasi) Vollbeschäftigung? Verena Israel: Wolf zeichnet sich durch sein starkes Leistungspaket, das gute Unternehmensklima und sein Rennommee in der Region aus. Daher bietet Wolf für seine Auszubildenden – wie übrigens für alle Mitarbeiter – eine attraktive Vergütung gemäß Werktarifvertrag. Außerdem ein Weihnachts- und Urlaubsgeld sowie eine vom Arbeitgeber finanzierte betriebliche Altersvorsorge. Es gibt vier kostenlose Werkbuslinien (aus Abensberg, Siegenburg, Rottenburg & Landshut) für gewerbliche Auszubildende und Mitarbeiter mit Frühschicht. Alternativ gibt es ab einer gewissen Entfernung ein monatliches Fahrgeld. Auszubildende erhalten außerdem einen Fahrtkosten - zuschuss für die Fahrt zu Berufsschule. Drei Ausbilder, Fachbereichsbetreuer und viele Ausbildungsbeauftragte in den einzelnen Abteilungen sorgen für eine effiziente und kompetente Das Unternehmen: Die Wolf Gruppe ist ein deutsches Unternehmen in der Heiz- und Klimatechnikbranche mit Sitz in Mainburg. Sie ist ein einhundertprozentiges Tochterunternehmen der Centrotec Sustainable AG in Brilon (Sauerland). Das Unternehmen beschäftigt etwa 1.950 Mitarbeiter weltweit und erwirtschaftete 2016 einen Umsatz von 377 Millionen Euro. Rund 450 Mitarbeiter sind bei Tochterund Partnergesellschaften in über 50 Ländern tätig. Die Produkte umfassen Systeme in den Bereichen Klima-, Heiz- und Lüftungstechnik sowie für Solaranlagen und Blockheizkraftwerke. Im Rahmen der Wolf-Akademie werden an den Standorten Mainburg, Berlin, Osnabrück und Koblenz Seminare für Fachpartner abgehalten. hallertau-Magazin 41

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