NEU im Sortiment - Katholische Kirche Steiermark

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NEU im Sortiment - Katholische Kirche Steiermark

RORATE

Rorate -

Morgenmesse im Advent

In aller Früh strömen große und kleine Menschen mit Fackeln oder Laternen in der Kälte

in die Messe. Diese wird ganz schlicht ohne elektrisches Licht, nur mit Kerzen gefeiert. Im

Anschluss daran gibt es noch ein einfaches gemeinsames Frühstück.

Immer mehr Pfarren erinnern sich in der Adventzeit an die Tradition der Morgenmessen

im Advent. Von seinem Ursprung her ist eine Rorate eine Morgenmesse im Advent, die zu

Ehren der Gottesmutter Maria gefeiert wird. Die Rorate beginnt mit den Worten „Rorate

caeli …“. Diese Worte sind aus dem Buch des Propheten Jesaja entnommen: „Tauet, ihr

Himmel, von oben! Ihr Wolken, regnet herab den Gerechten! Tu dich auf, o Erde, und

sprosse den Heiland hervor (Jes 45,8)!“ Vom Beginn dieses Verses leitet sich der Name

Rorate ab. Im Namen Rorate klingt die Bitte der Menschen an, dass sich der Himmel auftun

soll, Gott endlich zu uns

kommen soll. Denn solange

wir ohne Gott leben, bewegen

wir uns im Dunkeln und

damit auch in der Unsicherheit.

Und diese Situation

wird in der Feier der heiligen

Rorate aufgegriffen. Wir versammeln

uns im Advent in

der Dunkelheit, um gemeinsam

das Licht zu erwarten.

Ich kenne die Rorate aus der

privaten Volksschule in Dobl.

Seit vielen Jahren gehen viele

Familien mit Fackeln und

Laternen in aller Früh meist

in klirrender Kälte zur Messe.

Das Aufstehen zu Hause

ist noch mehr Stress als sonst

ohnehin schon, aber kaum

eine Familie lässt sich dies entgehen. Immer wieder finden sich auf dem Weg Familien

zusammen, die von mehreren Treffpunkten weg diese Fackelwanderung genießen und sich

dann zur Messe treffen. Es hat schon ein besonderes Flair, wenn wir von einer Seite zur

Kirche kommen und schon von weitem die Lichter anderer Gruppen sehen, die von allen

Richtungen auch zur Kirche strömen. Aus Sicherheitsgründen werden die Fackeln vor der

Kirche ausgelöscht und alle treffen sich dann in der schon warmen Kirche. Es gibt kein

elektrisches Licht, sondern nur der Widerschein vieler Kerzen und Laternen erhellt die

Kirche. In diesem Moment sind das frühe Aufstehen, die Kälte und alle Beschwerlichkeiten

vergessen, und das gemeinsame Erleben dieser ganz besonderen Messe steht im

Mittelpunkt. Vergessen ist die besondere Hektik der Adventzeit mit all den Geschenken,

die noch zu besorgen sind, und mit all den Dingen, die noch zu erledigen sind, dass wir in

Ruhe die stille Zeit des Jahres begehen können. Es wird jedes Mal ein Augenblick des Innehaltens

und der Besinnung. Und manche Familien, die nicht gerne in den Gottesdienst

kommen, nehmen dann zumindest an dem gemeinsamen Frühstück nach der Messe teil.

So freut es mich, dass heuer auch im Pfarrverband Roraten angeboten

werden. In Premstätten wird anstelle der Abendmessen an den Dienstagen

in der Adventzeit am 4., am 11. und am 18. Dezember jeweils um

6 Uhr eine Rorate gefeiert. In Wundschuh anstelle der Abendmessen

an den Donnerstagen am 13. und am 20. Dezember. Vor allem meine

Kinder freuen sich schon auf die Messe und natürlich auch auf das gemeinsame

Frühstück danach. So hoffe ich, dass wir auf dem Weg zur

Kirche vielen Familien begegnen und mit ihnen gemeinsam den Tag

besinnlich beginnen können.

Michael Zepf

-- 4 --

Wachsen

kann ich

da,...

... wo jemand mit

Freude auf mich

wartet

... wo ich Fehler

machen darf

... wo ich meine Füße

ausstrecken kann

... wo ich gestreichelt

werde

... wo ich geradeaus

reden kann

... wo ich laut singen

darf

... wo immer ein

Platz für mich ist

... wo ich ohne

Maske herum-

laufen kann

... wo einer meine

Sorgen anhört

... wo ich still sein

darf

... wo ich ernst

genommen werde

... wo jemand meine

Freude teilt

... wo ich auch mal

nichts tun darf

... wo mir im Leid

Trost zuteil wird

... wo ich Wurzeln

schlagen kann

... wo ich leben kann!

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